Dienstag, U-Juli 1959 189. Jahrgang M.159 Erstes Blatt Annahme von Anzeige» für die Mittagsnummer bis8*/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breite 50 Rpf..Platzvorschrift nach oorh.Dereinbg.25O/g mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. 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Zur Erklärung des britlschen Ministerpräsidenten schreibt der Deutsche Dienst u. a.: Es ist für uns eine bekannte Tatsache, daß man in Großbritannien das Wort Selbstbestimmungsrecht noch niemals groß geschrieben hat. Aber wir müssen im Falle Danzigs, dessen nahezu völlig deutschen Charakter der englische Ministerpräsident aufs neue bestätigte, doch unserer Verwunderung darüber Ausdruck geben, daß Herr Chamberlain s i ch n i ch t bereitfand, den Willen seiner Bevölkerung auch nur mit einem Wortzu erwähnen. Wenn der Premierminister noch behauptet, das Danziger Statut könne keineswegs als ungerecht und unlogisch angesehen werden, so gibt es unzählige historische Beweise für die Tatfache, daß vor a l l e m l n England s e l b st die Versailler Lösung des Dan- bleiben dürfe. Mit diesen Worten schlägt der Sprecher Man- dschukuos den Sack, meint aber den Esel. Er redet von der Mongolei, meint aber Sowjetrußland, das in Urga herrscht. Don der Aeußeren Mongolei, von Ulan Bator (Urga) aus strahlen die bolschewistischen Ränke und Drohungen verhängnisvoll nach dem Osten aus. Es ist kein Zweifel, daß dort am Buir Nor die unter japanisch-mandschurischem Einfluß stehenden Bargut-Mongolen der Inneren Mongolei mit den von den Sowjets geführten Halha-Mongolen ernste Zusammenstöße haben, daß mit russischen Fliegern besetzte Flugzeuge über den Lamaklöstern Bomben abwerfen, und daß es dort ständig schwelt, bis es den Sowjets gelingen wird, den Sturm über Asien zu entfachen, auf den ihre Poliik hinzielt. Japan hat in den Chinggangprooinzen ein antisowjetisches Mongolenzentrum geschaffen, das eine wichtige Stelle im Sanitätskordon einnimmt, den Japan von Kalgan nach Changpei und weiter nach Kwcihau bis Edfin Gol gegen den Bolschewismus errichtet hat. Die Steppen am Rande der Aeußeren Mongolei find mit Telegraphenlinien und drahtlosen Abhorapparaten versehen. Die kleineren Militärposten, die dort verstreut stehen, sind direkt mit den Kommandozentren verbunden, so daß bewegliche Kolonnen zusammengezogen werden können. Was aber geschieht nun in der geheimnisvollen Hauptstadt der Aeußeren Mongolei, die kein Unberufener betreten darf, und zu der der Zugang wirtschaft verbessert. Wenn der schweizerische Import aus Deutschland von 700 Millionen Franken im Jahre 1930 a u f f a st die Hälfte im Vorjahre zurückgegangen ist, so spiele in dem letzten Jahre vor allem die Propaganda unter dem Schlagwort „Schweizer kauf Schweizer Waren" und die Auswirkungen der offenen und versteckten Boykotthetze jüdischmarxistischer und linksbürgerlicher Kreise eine nicht unbedeutende Rolle. Diese Boykottbewegung führte bereits zu Beginn dieses Jahres zu einem Bundesratsbeschluß, veranlaßt „durch die aus politischen Gründen betriebene öffentliche Boykottpropaganda gegen fremde Staaten und deren Angehörige in der Schweiz, die in eine Zeit verschärfter internationaler Spannung fällt und geeignet ist, die völkerrechtlichen Beziehungen und die wirtschaftlichen Interessen des Landes schwer zu schädigen". Er bedroht denjenigen mit Haft- bzw. Geldstrafe, der zum wirtschaftlichen Boykott bestimmter Staaten auffordert. Im Hinblick auf die aus durchsichtigen Gründen erfolgende, sachlich völlig ungerechtfertigte Diskriminierung deutscher Waren wäre auch nach der Unterzeichnung des Abkommens vom 5. Juli eine eindeutige Warnung der zuständigen Schweizer Behörden am Platze. Die Ausfuhrindustrie wendet sich schon seit einigen Monaten gegen die fortgesetzte Gefährdung der deutsch-schweizerischen Wirtschaftsbeziehungen durch Boykottbestrebungen. Diese müßten zur Einschränkung der schweizerischen Einfuhr nach Deutschland und damit zur Steigerung der Arbeitslosigkeit in der Schweiz führen. Vom Vorort des Schweizerischen Handels- und Jndustrieoereins in Zürich wurde u. a. darauf hingewiesen, daß „die cngoerflochtene, ganz natürliche wirtschaftliche Der- Zürich, Juli 1939. Soeben wurde in Bern ein neues deutsch-schweizerisches Wirtschafts- und Verrechnungsabkommen unterzeichnet, das eine raschere Abtragung des vorhandenen Clearing-Defizits erleichtern und neue Rückstände im Verrechnungsverkehr vermeiden will. Die verringerten Clearing-Eingänge werden auf alle Beteiligten derartig verteilt, daß beispielsweise für den Reiseverkehr monatlich drei Millionen Franken (bisher 3,8 Millionen), ferner ein Betrag von 1,3 Millionen als Sonderquote für den Besuch der schweizerischen Landesausstellung in Zürich zur Verfügung gestellt werden. Ein Transferfonds, in den 15 v. H. (bisher 20 v. H.) der Erträgnisse der Wareneinfuhr aus dem gesamten Reichsgebiet (einschließlich Ostmark und Sudetenland) eingezahlt werden, ermöglicht die Vergütung eines Barzinses von 23/t v. H. (3V2 v. H.) auf festverzinsliche Anleihen. Der Anteil der Reichs bank, die gewisse Zinszahlungen an schweizerische Gläubiger leistet, wurde von 17 auf 11,8 v. H. des Derrechnungsergebnisses herabgesetzt. Der Erfolg der hier kurz skizzierten Vereinbarungen hängt wesentlich von der A u f n a h m e- bereitfchaft des schweizerischen Marktes für deutsche Waren ab. In einer Erklärung des eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements wird der Erwartung Ausdruck gegeben, daß die Steigerung der deutschen Einfuhr in naher Zukunft erweiterte Auszahlungen gestattet. Als Lieferant und Kunde steht Deutschland weitaus an der Spitze aller Länder, die mit der Schweiz in nennenswertem Warenaustausch stehen. Der deutsche Anteil am schweizerischen Außenhandel betrug 1938 über 23 ü. Sy; erst in weitem Abstande folgte Frankreich mit 14 v.H. an zweiter Stelle. Mit einer Einfuhr von wertmäßig 206 Millionen Franken kaufte Deutschland (ohne Ostmark und Sudetenland) im Jahre 1938 mehr schweizerische Erzeugnisse als Frankreich und Italien, ungefähr ebensoviel wie England und die Vereinigten Staaten zusammen. Die Eidgenossenschaft erhiett für 373 Millionen deutsche Waren, in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres 160 Millionen, von Frankreich nur für rund 100 Millionen Franken. Bemerkenswert ist die wachsende Bedeutung, die dem bundenheit mit Deutschland durch Stimmungsmomente nicht unterminiert werden darf, denn im Handels- und Fremdenverkehr hat Deutschland bewiesen, daß es mit der Schweiz arbeiten und unseren Bedürfnissen nach Möglichkeit entgcgenfommen will". In der Schweizer Presse wird vor allem auf die Tatsache hingewiesen, daß der deutsche Vertragspartner einer Sonderquote von 1,3 Millionen Franken zum Besuche der Landesausstellung zustimmte: in Danzig genötigt werden könnte, die als Aggression Polens und seiner Freunde gelten werde. Chamberlain sagte, die Frage könne nicht als eine rein lokale Angelegenheit Danzigs betrachtet werden. „Wir haben garantiert", erklärte der Premier, „Polen unsere Hilfe im Falle einer klaren Bedrohung seiner U n - zwischenstaatlichen Verrechnungsverkehr für die schweizerische Volkswirtschaft zu- kommt. Von einer Gesamteinfuhr 1938 im Werte von 1607 Millionen Franken entfallen 680 Millionen oder annähernd 39 v. H. auf Länder, mit denen die Schweiz im Verrechnungs- bzw. Kompensationsverkehr steht, gegenüber 35,5 v. H. im Jahre«L937. Der Anteil der Clearingländer an der Gesamtausfuhr (1316 Millionen) beläuft sich auf 395 Millionen oder 30 v. H. (1937: 29 v. H.). Im Abkommen vom 30. Juni 1937 waren für den Export schweizerischer Waren nach Deutschland sogenannte Wertgrenzen vereinbart worden, deren Berechnung aufgrund der monatlichen. Clearing-Einnahmen erfolgte. Die hauptsächlich aus deutschen Warenlieferungen sich ergebenden Einzahlungen bei der schweizerischen Verrechnungsstelle sollten im Monatsdurchschnitt 32,5 Millionen Franken betragen, erreichten aber im Vorjahre tatsächlich nur einen Durchschnitt von 31 Millionen, und dieser ging in den ersten vier Monaten 1939 auf 28,3 Millionen zurück. Nach der Neuregelung richtet sich die Wertgrenze, innerhalb deren schweizerische Waren in Deutschland eingeführt werden können, nach den tatsächlichen Clearingeinnahmen der vorangehenden drei Monate. Erhöht sich die schweizerische Einfuhr deutscher Erzeugnisse, so wird damit auch die Wertgrenze zugunsten der eidgenössischen Export- Belgrad, 10. Juli. (Europapreß.) Die zweitägigen Beratungen des bulgarischen Ministerpräsidenten und Außenministers Kjosseiwanoff in Bled mit dem jugoslawischen Außenminister Cin- car-Markowitsch sind am Montagnachnuttag beendet worden. Nach Schluß der Beratungen wurde eine amtliche Mitteilung ausgegeben, in der in vier Punkten die Feststellungen zusammengefaßt wurden, zu denen die beiden Außenminister nach eingehender Prüfung der internationalen Lage gekommen sind: „1. Es ist im Interesse Bulgariens und Jugoslawiens, daß sie im Sinne des Paktes der e w i g e n F r e u n d f ch a f t, der zwischen ihnen besteht, die politische Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern vertiefen. 2. Es ist im gegenseitigen Interesse, daß in kürzester Zeit zwischen Jugoslawien und Bulgarien eine möglichst enge wirtschaftliche Annahexung verwirklicht wird. 3. Die Politik der Unabhängigkeit und Neutralität entspricht am besten den Interessen Bulgariens und Jugoslawiens und dem Frieden auf dem Balkan. 4. Es ist notwendig, daß die beiden Lander die guten und freundschafttichen Beziehungen z u a l l e n ihrenNachbarftaaten fortführen." Kjosseiwanoff wurde am Montagnachmittag vom Prinzregenten Paul auf Eckstoß Brdo in Audienz empfangen und nahm dann an der Hoftafel teil. Am Abend verließ er mit seiner Begleitung Brdo, um sich über Belgrad nach Sofia zurückzubegeben. In maßgebenden Kreisen Sofias find die Erklärungen von Veldes mit großer Genugtuung auf- abhängigkeit zu geben, einer Bedrohung, welche Polen als so vital ansieht, daß es mit seinen Streitkräften W i d e r st a n d l e i st e t, und wir sind fest entschlossen, diese Verpflichtung einzu- halten." Auf eine Zwischenfrage erklärte Chamberlain, obwohl er gesagt habe, daß die gegenwärtige Regelung weder grundsätzlich ungerecht noch unlogisch sei, sei es durchaus möglich, sie zu verbessern. Es könne sehr wohl sein, daß in einer günstigeren Atmosphäre Möglichkeiten einer Verbesserung erörtert werden könnten. In echt englischer Verkennung des Nationalstolzes anderer Völker gab Herr Chamberlain zum Schluß der Hoffnung Ausdruck, daß die beleidigte, provozierte und gefährdete Danziger deutsche Bevölkerung beispielhaft mit den polnischen Eindringlingen Zusammenarbeiten werde. * „Deutschlands Willen zu verständnisvoller Zusammenarbeit konnte sich nicht besser offenbaren als durch diese großzügige Geste gegenüber der nationalen Schau, die jedem Schweizer ans Herz gewachsen ist." Semesterschluß an allen Hoch- und Fachschulen am 14. Juli. Berlin. 10. Juli. (DRV.) Auf Grund des hervorragenden INeldeergebnifses für die studentische Erntehilfe hat der Reichs- erziehungsminister den Semesterfchluh an allen deutschen hoch- und Fachschulen endgültig auf den 14. Juli 1939 festgesetzt. Nur wenige Vorlesungen, die die Abschluhexamina betreffen, werden noch weiter gehalten werden. eine Erklärung über b i c deuts che Stadt Danzig ab. Er teilte mit, daß die britische Regierung, die polnische Regierung und die französische Regierung mit der deutschen Stadt Danzig enge Fühlung hätten. In Ermangelung von Bestätigungen der englischen Sensationsmeldungen über die Lage in Danzig gab Chamberlain einen grundsätzlichen Ueberblick über die Ansichten der britischen Regierung. Tatsächlich sei Danzig nahezu völlig eine deutscheStadt. Ihren Wohlstand verdanke sie jedoch in einem sehr großen Ausmaß — Polen. (Siehe Konkurrenzhafen Gdingen!) Die Weichsel sei Polens Wasserweg zur Ostsee, der Hafen an der Mündung der Weichsel sei somit von vitaler strategischer und wirtschaftlicher Wichtigkeit für Polen. Eine andere in Danzig eingenistete Macht könnte Polens Zugang zum Meer blockieren und es auf diese Weise wirtschaftlich und militär^isch abwürgen. Diejenigen, die das augenblickliche Statut der Freien Stadt ausgearbeitet hätten, wären sich dieser Tatsache bewußt gewesen und täten nunmehr ihr Bestes, entsprechende Vorkehrungen zu treffen. „ , Unter Uebergehung der Massenlnvaston polnischer „Zollinspekteure", der Schießwut polnischer Diplomaten in Danzig und der Anlage von polnischen Munitionslagern in Danzig meinte Chamberlain, daß die Freiheiten der Danziger in keiner Weise eingeengt seien. Der augenblickliche Zustand sei nicht von Grund auf ungerecht oder unlogisch, obschon er sich verbessern ließe. Mit der Beibehaltung des Status quo habe sich Deutschland bis zum Jahre 1944 durch den Zehnjahresvertrag mit Marschall Pilsudski einverstanden erklärt. Chamberlain verteidigte hierauf die Haltung des von seinen Leidenschaften mit fortgeriffenen Polens nach Kräften, suchte aber zugleich England von jeder Verantwortung freizusprechen. Angesichts deutscher Vorschläge habe Polen es mit der Angst zu tun bekommen und habe „gewisse 2। e f e n f i o ।» m a 6 n a 6 m e n " am 23. März ergnffen und bie Antwort am 26. März nach Berlin gesandt. In Deutschland sei erklärt worden, daß die 0 a r a n - V . .. 2 - : 4. ; ( M m o n i o r it n (1 die vol- Chamberlain gießt Oel ins Feuer. Eine Erklärung des britischen Ministerpräsidenten über das deutsche Danzig Das neue deutsch-schweizerische Verrechnungsabkommen. Von unserem TL F.«Korrespondenien. Wir lesen wiederholt von Luftgefechten an der rn a nd s churisch - sowjetisch -mo n g olis chen Grenze, von blutigen Scharmützeln zwischen einzelnen Truppenteilen. So sind wir zu der Frage berechtigt: Herrscht dort Krieg oder Frieden? Einer Frage, der hinsichtlich der Moskauer Paktverhandlungen und der Blockade in Tientsin und in Swatau erhöhte Bedeutung zukommt. Dort an den Grenzen der Mandschurei ist die große ostasiatische Kommandohöhe, das Glacis und das Absprungsterrain für ein weiteres Vordringen in das Herz Asiens. Von Peking quer durch die Wüste Gobi (Innere Mongolei) nach Urga (Aeußere Mongolei) ging einst die berühmte Karawanenstraße, die dann nach Kjachta und nach dem Baikalsee weiterführte. Die Märchenzeit_ der langsam trottenden Karawanen, die Tee und Seide nach Rußland und weiter nach dem Westen brachten, ist vorbei. So ist denn auch der rege Verkehr durch die Mongolei als Durchgangsland geschwunden. Heute wird dort in den endlosen Steppen der Verkehr durch Militärposten und fliegende Patrouillen gesperrt. Die Regierung von Mandschukuo hat letztens erklärt, daß die Aeußere Mongolei nicht länger ein dunkles und geheimnisvolles Land wie Tibet genommen worden. Sie bilden, wie betont wird, eine wertvolle Ergänzung zu den Unterhaltungen Kjosseiwanoffs in Berlin. Durch die Freundschaftserklärung Belgrads an Sofia werde die politische Lage im Südosten weiterhin geklärt. Dor allem wird die gemeinsame Neutralitätserklärung hervorgehoben, die die endgültige Absage der beiden südslawischen Staaten an die Einkreisungspolitik Englands und Frankreichs bedeute. Die bulgarische Presse hebt'die Verbundenheit der Ausspräche von Veldes mit dem G a st a u s e n t h a l t der 7000 jugoslawischen Sokoln in Sofia hervor, die zur Teilnahme an dem Bundestreffen des bulgarischen Junakenverbandes feit mehreren Tagen in Sofia weilen und des öfteren Gegenstand von Kundgebungen für die bulgarisch- jugoslawische Freundschaft sind. Das Blatt „Mir" spricht die Erwartung aus, daß der gegenseitige Wille der Südslawen, im Südosten eine g e - rechte Ordnung zu schaffen, der Garant eines dauerhaften Friedens in diesem Teile Europas sein werde. „Slowo" schreibt, daß die Freundschaft zwischen Belgrad und Sofia, als harte Wirklichkeit von den Bedingungen der politischen Lage diktiert, zu einer Festigung der Lage im Südosten beitragen werde. In diesem Sinne muß auch die Rede erwähnt werden, mit der König Boris die Feiern des Junakenverbandes eröffnete, wobei er die Wendung gebrauchte, daß die Teilnahme der verwandten Südslawen die gemeinsamen Interessen der beiden Länder noch stärker hervortreten lassen und die Freundschaft der südslawischen Völker noch weiter festigen und vertiefen empfindet, einen Staat bereit zu wissen, den Degen gegen Deutschland im Interesse nackter politischer und strategischer Ziele Großbritanniens abzugeben. Chamberlains Mitteilung, daß Deutschland durch den Nichtangriffspakt mit Polen die Beibehaltung des Danziger Status quo b i 5 zumIahre 1944 garantiert habe, zeugt darüber hinaus nicht gerade von einer großen Sachkenntnis. Der englische Ministerpräsident sollte, abgesehen davon, daß Deutschland sich gezwungen sah, den Vertrag mit Polen für hinfällig zu erklären, wissen, daß dieser Nichtangriffsvertrag die Freie Stadt Danzig mit keinem Wort erwähnt. Bemerkenswert erscheint uns allein die Feststellung des Premierministers, daß Polen am 23. März, also noch Tage vor Abgang der Warschauer Note an das Reich, mobilisiert hatte. Das ist in dieser Eindeutigkeit von britischer Seite bislang noch nicht bestätigt worden. Herr Chamberlain verwahrt sich gegen den Vorwurf, daß Großbritan^ nien Polen zur Ablehnung des deutschen Vorschlages — der die vitalen Lebensrechte Polens berücksichtigte und die Notwendigkeit eines volnifchen Zuganges zum Meer vollauf anerkannte — ermuntert habe. Er versucht, das Gegenteil durch den Hinweis zu belegen, daß die Abgabe der englischen Garantieerklärung fünf Tage nach Abgang der Warschauer Not^an das Reich erfolgte. Spätestens seit dem 18. März jedoch ist das Foreign Office mit Warschau in Gedankenaustausch über eine britische Garantie eingetreten. Die englische Bereitschaft, Polen zu garantieren, ist jedenfalls schon sehr viel früher als am 26. März in aller Eindeutigkeit erkennbar gewesen. Die Möglichkeit, eine klarere Atmosphäre zu schaffen, in der Verbesserungen der gegenwärtigen Regelung in Danzig erörtert werden könnten, ist somit von englischer Seite unter graben worden. Die erneute Bestätigung des britischen Ministerpräsidenten, den Status quo unter Einsatz aller Mittel zu verteidigen, scheint uns im übrigen das beste Mittel zu sein, dem polnischen: Chauvinismus Vorschub zu leisten und O e l i ns Feuer zu gießen. Die von Herrn Chamberlain bedauerten Konsequenzen sind auf jene ermunternden Taten und Ratschläge zurückzufiihren, die von England aus der Sache des polnischen Expanstoms- mu5 gewidmet wurden. London 10. Juli. (DNB.) Im Unterhaus gab I worden. Chamberlain verwies dann Befürchtungen, der britische' Ministerpräsident Chamberlain heute j daß Polen in einer Weise zum Eingreifen fircnger als zum verschlossenen Tibet gehütet wird? v^nmitten von niedrigen und kahlen Bergen fließt die T o l a dahin. Auf dem rechten Ufer dehnt sich B o g d o Ta Kure, d. h. die Mongolenstadt, auf dem linken Ufer Mai Mai Chen, die Chinesen- st a d t. lieber den Häusern und Zelten schimmern die goldenen Dächer der beiden buddhistischen Klöster. Darüber erhebt sich die Bogdo Ol mit seinen Wäldern, in denen zur Zeit des Chutuktu, des dritten lebenden Buddha, unter Androhung der Todesstrafe kein Zweia gebrochen werden durfte. Es gibt in Ulan Bator heute das „Grand Hotel der Sowjets", auf dem ebenso wie auf dem Außenministerium die Sowjetfahne weht. Bor den roten Pallisaden der heiligen Tempel, im Schatten der gebogenen, vergoldeten Dächer und unter den im Winde klingenden Glöckchen sollen schreiende Die Front verläuft durchweg drei Kilometer östlich des Chalcha-Flusses auf der mandschurischen Seite. — (Scherl-Bilderdienst-M.) SOWJET Chailor Mukden ■Jphol RUSS- il. AND Ulan ßötor • { KUSSE RE MONGOLEI It/ir-SeeEEi :VL, £'^£,Qiflkhaflug— 1 ^4 MÄNDSCH UKU 0 Oer Wall im “ esten eine Erziehungsausgabe. Anregungen desInspetteurs derKriegsschulen für die Gestaltung des Unterrichts. München, 10. Iulk (DNB.) Auf der Gautagung des Amtes für Erzieher, Gau München-Oberbayern, sprach der Inspekteur der Kriegsschulen des Heeres, Generalmajor Brand, über das Thema „Der Wall i m Westen — ein Auftrag an die Erzieher". Nach einer Verfügung des Oberbefehlshabers des Heeres gehen die im Interesse der Landesverteidigung an die Sck)ule zu stellenden Forderungen in der Richtung einer den Bedürfnissen der Wehrmacht entsprechenden Allgemeinbildung und des Einbaues wehrkundlichen Stoffes in die Lehrpläne. Frühzeitiger Dis- z i p l i n b i l d u ng im Sinne des Aufbaues einer inneren Disziplin sei besonderer Wert beizulegen. Die „Pflichten des deutschen Soldaten" seien auch eine politische Richtlinie. Auch die Heranwachsende weibliche Jugend müsse frühzeitig sehen, daß auch sie im Ernstfall bestimmte Ausgaben zu erfüllen habe. General Brand verwies dann auf den Gedanken, den Westwall zum Gegenstand einer Er- zlehungsaufgabe zu machen. Jeder wisse, was das Rheinland bedeute, daß an Rhein und Saar deutsche Menschen leben, daß es sich um unentbehrliche Wirtschaftsgebiete handelt, die wir schützen müssen, schließlich, daß damit die mitteleuropäische Lage unseres Vaterlandes befestigt werde. Es sei ausdrücklich zu unterstreichen, daß diese Befestigungen nur dann etwas wert seien, wenn in ihnen zum Kämpfen entschlossene Männer stünden. Es genügt nicht nur zu wissen, daß stärkster Eisenbeton den Volltreffer aushält, sonder man muß sich auch als Kämpfer, wenn Mann gegen Mann steht, überlegen fühlen. Es gibt sowohl in der Volks- und Mittelschule wie in der höheren Schule, ober auch in den Berufs- und Fachschulen kaum ein Unterrichtsfach, das nicht ,in eine Beziehung dazu zu fetzen ist. Der Deutsch- und der Geschichtsunterricht könne den Kampf um den Rhein in Verbindung mit dem Westwall bringen. Moltkes „Westliche Grenzfrage" begründe geradezu die deutsche Westbefestigung. Aber auch im Mathematik-, Physik- oder Chemieunterricht, seien unschwer Beziehungen her- zustellen. Es gelte an das große technische Interesse unserer Jugend anzuknüpfen, die zu begreifen habe, daß hier eine Gemeinschofts- l e i st u n g einmaliger Art vorliege, eine Arbeitsgemeinschaft, die nicht anders als eine soldatische Kameradschaft bezeichnet werden kann. Ausgaben einer künftigen Reichsbauordnung. bunte Plakate aus Sowjetfilmen angebracht jein. Jedoch die Macht der Sowjets reicht nicht weit in die Steppen hinein. Schon 1931 hatte sich in Ulan Bator ein sogenanntes mongolisches Unabhängigkeitskomitee gebildet, in dem sich die mongolischen Fürsten mit den Lamas und mit der jungen mongolischen Intelligenz verbanden. Send- linge dieses Komitees haben in Hsinking und in Japan Verbindungen angeknüpft und stehen auch mit der Inneren Mongolei in naher Berührung. Damit erklärt es sich, daß auch von japanisch- mandschurischer Seite gerade jetzt der Mongolen- fraae eine erhöhte Aufmerksamkeit gewidmet wird. Unter Leitung des Mongolenprinzen T e h - W a n g, der bisher an der Spitze einer lokalen Mongolen- reaierung stand, ist der Mongolenstaat Meng- Chiang gegründet, der auch Teile der chinesischen Provinzen Schansi und Chachar umschließt, ein Territorium, das größer als das Deutsche Reich ist. Da die Steppen dünn bevölkert sind und eine Volkszählung noch nie stattgefunden hat, so lassen sich nur ungenaue Schätzungen über die Einwohnerzahl von Meng-Chiang angeben, die aber kaum eine Million übersteigen dürfte. Aufgabe des Prinzen The-Wang ist es, die Mongolen zu vereinigen und, wenn möglich, auch die etwa 300 000 Mongolen der Aeußeren Sowjetmongolei für die große mongolische Familie zurückzugewinnen. Aus Hsingking, der Hauptstadt Mandschukuos, wird gemeldet, daß die mandschurisch-japanischen Truppen am Buir-Nor gegen die sowjetmongolischen Truppen zur Offensive übergegangen sind und sie aus ihren Positionen vertrieben haben. Moskau allerdings behauptet das Gegenteil, es will die Mandschuren vertrieben haben. Wie dem auch sein mag, dort am fernen Buir-Nor liegt ein neuralgischer Punkt im fernöstlichen Konflikt. Die Wiede r- aufrichtuny des Möngolenreiches neben Korea, neben der Mandschurei und Nordchina kompliziert die an sich schon verworrene Lage noch mehr. Man darf nicht vergessen, daß über die Monaolei auch die Verbindungswege nach Singkiang und in das sowjetrussische Ostturkestan führen. Das tst der Weg, den einst Tschingis Khan auf seinem Eroberungszuge wählte. ' U. St. Die letzten Kampfe an der sowjet- mongolisch-mandschurischen Grenze. H a i l a , 10. Juli. (DNB.) In den letzten vier Tagen fanden sehr schwere Kämpfe zwischen japa-' In Stuttgart hat Reichsarbeitsminister Seldte kürzlich einReichsbaugefetz und eine Reichsbauordnung angekündigt, deren beschleunigte Fertigstellung im Reichsarbeitsministerium im Gange ist. Oberregierungsrat Dr. Goldammer macht nun im Reichsarbeitsblatt ergänzende Ausführungen über die Aufgaben, die das neue Reichsbaurecht zu lösen hat. Es stellt fest, daß es sich darum handelt, eine den heutigen und künftigen Anforderungen entsprechende Rechtsgrundlage zu schaffen, um die gesamte städtebauliche Entwicklung in Deutschland in eine planvolle und welisch a u e n d e Ordnung zu bringen, die den Bedürfnissen der Volksgemeinschaft und des einzelnen Dolks-genossen, den Interessen der Wirtschaft, des Verkehrs, der Landesverteidigung, der Volksgesundheit und Erholung voll Rechnung trägt. Enteignung dürfe auch künftig grundsätzlich nur gegen angemessene Entschädigung erfolgen, wie sie nach nationalsozialistischer Auffassung recht und billig ist, grundsätzlich in Geld, in geeigneten Fällen, besonders wenn Erbhofland in Anspruch genommen werde, aber auch als Landentschädigung, möglicherweise auch in Form wieder- kehrender Geldleistungen für die Beschränkun- nischen Truppen und mongolischen und sowjet- russischen Einheiten in der Gegend des Buirnor- sees statt. Der Kampf geht um das Dreieck, das gebildet wird durch den Kalkafluß als Grundlinie und begrenzt wird von dem K h o l st a i f l u ß mit der Spitze Nomenkhan, einen außen- mongolischen Brückenkopf, der in mandschurisches Gebiet vorgeschoben ist. Er ist besetzt von mongolischer Kavallerie, sowjetrussischer Infanterie, Artillerie und Tanks. Russische Gefangene geben an, daß der sowjetrussische Divisionskommandeur selbst anwesend sei. Es handelt sich um die sow.jetrussische Division, die in Ulan bator, der Hauptstadt der Außenmongolei, stationiert ist. Begünstigt durch ein Gewitter, griffen die japanischen Truppen die feindlichen Hauptstellungen nördlich des Kholstaiflusses an. Zu gleicher Zeit hat eine andere japanische K.okönne, verstärkt durch mandschurische Truppen, den Uebergang über den Fluß bereits erzwungen. Die Sowjetmongolen sind überall im Rückzug. An der übrigen Front bis zum Buirnor — etwa 200 km — ist Ruhe eingetreten. Die Führung der Kwantung-Armee erklärt, daß ihr einziges Ziel die Säuberung des Mandschukuo- gen des Eigentums, die sich aus der städtebaulichen Planung ergeben, gelte der Grundsatz, daß der einzelne sein Eigentumsrecht, namentlich in Bezug auf die bauliche Ausnutzung, nur insoweit ausüden könne, als es mit den Belangen der Allgemeinheit vereinbar ist. Daraus sich ergebende Eigentumsbeschränkungen seien in der Regel nicht zu entschädigen. Durch befristete Bausperren müsse die städtebauliche Entwicklung eines Gebiets außerdem sichergestellt werden können. Für die B a u I ü rf e n f r a g e sei die Einführung eines Bau Zwanges für den Grundstückseigentümer zu erwägen. Bei der Neugestaltung des An sied- lungsrechts und des Anliegerbeitrags müsse eine finanziell befriedigende und wirtschaftlich gerechte Verteilung der Ko st en gewährleistet werden. Höchst unbefriedigend sei die jetzige Regelung, daß der Anspruch auf Anliegerbeiträge erst mit der Bebauung des Grundstücks entsteht. Auch die Schaffung von Einheitssätzen für die Anliegerbeiträge werde geprüft. Schließlich müsse den Gemeinden die Möglichkeit eröffnet werden, in Wohngebieten und Kleinsiedlungsgebieten Straßenbaukassen als gemeindliche Einrichtung zu gründen. Gebietes sei. Es sei keine Offensive in die Sowjetmongolei beabsichtigt. London wartet. Der Konferenzbeginn in Tokio noch immer nicht festgelegt. London, 10. Juli. (Europapreß.) Dem englischen Botschafter in Tokio, Sir Roben Craigie, ist es bisher noch nicht gelungen, von der javanischen Regierung eine bindende Zusage über den Beginn der englisch-japanischen Gespräche zu erlangen. Sie sollten ursprünglich am 7. Juli beginnen und wurden dann um acht Tage verschoben. Es heißt, vor Freitag sei man bei den Japanern nicht in der Lage, in die Verhandlungen einzutreten. Mit der Hinauszögerung des Konferenzbeginns schwindet in London die Zuversicht auf einen erfolgreichen Abschluß. Man wird in dieser Beurteilung bestärkt durch neue englandfeindliche Kundgebungen, die in verschiedenen Städten der Provinz Schansi zur Zerstörung englischen Eigentums geführt haben. Dazu kommt heute die Nachricht, daß der seit dem 26. Mai in japanischer Hast befindliche britische Militärattache in Chino, Oberst Spear, der wegen Spionage- Verdachts festgenommen worden war, vor ein j a • panisches K r i e g s g c r i ch.t gestellt werde. Filmstreifen, auf denen sich Aufnahmen befinden, die Oberst Spear während einer Inspektionsreise an der nordchinesischen Front gemacht hatte, stellen eines der Hauptbeweismittel der Anklage dar. „Daily Telegraph" meldet ferner, daß die Japaner jetzt in Schanghai ähnlich vorgehen wie in Tientsin und drei britische Fabriken mit Stacheldraht umzäunt haben. Die englischen Behörden der Internationalen Niederlassung haben Protest beim japanischen Oberkommando eingelegt. Die japanische Antwort soll gelautet haben: Es handle sich bei der Maßnahme lediglich um eine Erweiterung der militärischen Vorsorge. Chamberlain über die Moskauer Verhandlungen. London, 10. Juli. (Europapreß.) Ministerpräsident Chamberlain bestätigte im Unterhaus in einer überaus zurückhaltenden Erklärung, daß die englische Regierung zur Zeit noch den Bericht ihres Vertreters in Moskau über den Inhalt der beiden letzten Unterredungen mit Molotow überprüfe. „Gewisse weitere Dorsch lüg e", so betonte Chamberlain, „sind von der Sowjetregierung gemacht worden und werden zur Zeit erwogen. In anderen Punkten haben wir noch keine sowjetrussische Antwort erhalten. Es ist die allgemeine Politik der Regierung, die Integrität aller souveränen Staaten zu achten. Insbesondere ist sie sich des Wunsches Finnlands und der baltischen Staaten bewußt, ihre Neutralität und Unabhängigkeit zu bewahren. Da dies auch das Ziel der englischen Regierung ist, werden die Ueberlegungen jener Staaten natürlich in vollem Maße bei den augenblicklichen Verhandlungen (in Moskau) in Rechnung gezogen." Das Parlament scheint im übrigen der ewigen ergebnislosen Konferenzen in Moskau müde, zu werden und beginnt sie bereits lächerlich zu machen. So wurde Chamberlain, nachdem er erneut die Entsendung von Lord Halifax nach Moskau abgelehnt hatte, unter großem Gelächter des Hauses gefragt, ob er nicht Churchill nach Moskau entsenden wolle. — Erneutes allgemeines Gelächter eryegte ein Zwischenruf des Abg. Thudle, der Ministerpräsident habe Churchill ja bereits in d i e Wüste g c ■ schickt. Graf Ciavo in Barcelona. Barcelona, 10. Juli. (DNB.) Um 17 Uhr traf Außenminister Graf Ciono an Bord des Panzerkreuzers „Eugenio di Savoia" begleitet von dem Generaldirektor der Mittelmeerabteilung Botschafter B u t i und dem Direktor für spanische Angelegenheiten Graf Pietromorchi, im Hafen von Barcelona ein. Innenminister Serano S u n e r, Außenminister Graf Jordan« sowie der spanische Admiral Salvador Moreno begleiteten Graf Guano unter dem Jubel der Bevölkerung an Land, wo er von dem deutschen und dem italienischen Botschafter, dem katalanischen Militärgouverneur General Orgaz, dem Führer der italienischen Freiwilligen General Gamdarra sowie von Vertretern der Falange und der Stadt Barcelona begrüßt wurde. Nach Abschreiten der Ehrenkompanie begab sich Graf Ginno zum Haus der Falange an der Paseo de Gracia, wo er am Gefallenendenkmal einen Kranz niederlegte und, einen Vorbeimarsch der Falange abnahm. 3Reid)6parftifog vom 2. bis 11. September. München, 10.3uli. (DltB.) Vie Reicheres!-- stelle der RSDAP. teilt mit: Der diesjährige Reichsparteitag der RZDAp. wird iri Nürnberg in der Zeit vom 2. bis einschtießtich 11. September abgehalten. Die Dauer des Reichsparteitages ist verlängert worden, doch werden die einzelnen Teile des Reichspartei- Hirschberg, das Tor zum Riesengebirge. Von Or. E. Altgelt. Vom 13. bi? 16. Juli treffen sich Wanderer aus allen Gauen des Reiches in Hirschberg im Riesengebirge zum 48. Deutschen Wandertag. Im Anschluß an die Tagung unternehmen die Teilnehmer eine mehrtägige Schlesien-Sudetenfahrt, während Hirschberg seine traditionelle Riesengebirgswoche durchführt. Wer zum erstenmal nach Schlesien kommt, der ist gewöhnlich nicht wenig überrascht von der abwechslungsreichen Schönheit dieses vielseitigen und kontrastreichen Landes. Wie der Bewohner des Riesengebirges der lebensbejahenden, beweglichen Art des Schlesiers, seiner genügsamen Fröhlichkeit und seinem verschmitzten Humor in einem seltsamen Gegensatz schweren grüblerischen Ernst hinzufügt, den wir aus Gerhart Hauptmanns Dramen kennen, so trägt auch das Gebirge selbst in seinen Kammlagen einen ernsten, ausgesprochenen alpinen Charakter. Der Blick vom Koppenweg etwa, der vom Kamm zur steil aufragenden Schneekoppe führt, hinein in den Melzergrund, oder auf der anderen Seite in den Riesengrund, ober von den Gründen hinauf zur Koppe läßt uns ebenso wie ein Abend auf den knieholzbestandenen Hängen um den Reif- träger oder im tiefen eiszeitlichen Felsenkar des Kleinen Teiches die ganze unnahbare Einsamkeit des Hochgebirges fühlen. Während das Gebirge aber nach Süden in vielfachen, sich allmählich ao- dachend.en Zügen ohne scharfe Abgrenzung in das böhmische Hügelland übergeht, fällt es nach Norden, auf der schlesischen Seite, jäh wie eine gewaltige steile Mauer ab, die den weiten, lieblichen Hirschberger Talkessel eindrucksvoll abschließt. Gleich einem inhaltsreichen Bilderbogen ist die Landschaft des Hirschberger Kessels ausgebreitet, durch tuppige Höhenzüge in einzelne, dicht mit Dörfern besiedelte, von Bergwässern durcheilte Täler gegliedert — hell, heiter und vielfältig. Diese Täler sind später besiedelt worden. Ebenso wie die übrigen schlesisch-böhmischen Gebirge und Vorgebirge waren sie weder in vorgeschichtlich-germanischer noch in slawischer Zeit bewohnt. Erst im Zuge der deutschen Wiederbesiedlung des Ostens sind sie im 13. Jahrhundert durch zumeist ostfränkische Bauern erschlossen worden. Nur schrittweise konnten die Kauern gegen das. fast undurchdringlich dicht- bewaldete Gebirge Vordringen. Heute noch lassen sich die Waldhufendörfer des Hirschberger Kessels mit ihren Fachwerkhäusern und fränkischen Gehöftformen deutlich von den Streusiedlungen der Blockhäuser in den erst viel später besiedelten Hochtälern und an den Hängen des Gebirges unterscheiden. 1281 wird Hirschberg zuerst urkundlich erwähnt: bald nach ihrer Gründung ist die Stadt der unbestrittene Hauptort des Riesengebirges geworden und bis heute geblieben. Schön liegt sie zwischen bewaldeten Kuppen an der nördlichsten und tiefsten Stelle des Talkessels, dem sie den Namen gegeben hat, überragt von den Höhen des Bober-Katzbach- gebirges, die den Kessel gegen Norden abschließen. Wie eine einzige unvergleichliche Aussichtsterrasse sind sie der Stadt vorgelagert. So hat auch Hirschberg die ganze Herrlichkeit des Vorgebirges vor Augen und die dunkle Kulisse des Riesengebirgekammes im Hintergrund. Ihre große Zeit hat die Stadt vom späten Mittel- alter bis ins 19. Jahrhundert hinein gehabt, als sie ein Mittelpunkt der schlesischen Leinen weberei war. Vor allem das hauchzarte „Schleierleinen", dessen Herstellung der Schustergeselle Joachim Girnth 1570 aus Holland nach seiner Vaterstadt brachte, trug ihren Bürgern Ansehen und großen Wohlstand ein, der freilich den armen Webern ringsum in den Tälern weit weniger zugute kam als den Handelsherren in der Stadt. Der Dreißigjährige Krieg konnte den Hirschberger Reichtum wohl zerstören, aber nicht für immer vernichten. Schweden und Kaiserliche haben die Stadt abwechselnd besetzt gehalten, ausgewogen und schließlich völlig in Asche gelegt, so daß man hier — wie in so vielen deutschen Städten, denen es ähnlich ergangen ist — so gut wie keine älteren baulichen Zeugen der Vergangenheit mehr findet als die des Barock. Desto prächtiger und schöner haben die Hirschberger ihre Stadt nach der langen Kriegszeit wieder aufgebaut. Am Ring schließen die |tattlid>en Barockhäuser der „Schleierherren" mit ihren stolzen Schaufronten und den für die schlesischen Leinenstädte charakteristischen, durch kräftige Pfeiler gestützten „Lauben", die zusammen einen gedeckten Umgang ergeben, ein heiteres Viereck um das Rathaus in der Mitte, das, nach dem Zweiten Schlesischen Kriege erbaut, seinerseits die Schlichtheit des preußischen Stiles verkörpert. Immer ist dieser Ring schön und stimmungsvoll: an hellen lichtüberstrahlten Sommermorgen, an denen sich unter seinen Linden neben dem „Gabeljürge", dem plätschernden Neptunsbrunnen aus dem 17. Jahrhundert, und in den Lauben ein buntes Marktleben entfaltet, an den Abenden, wenn Deckenlaternen die niedrigen Laubenqänge erleuchten und aus den Fenstern der altmodifchen kleinen Weinstuben goldene Lichtoierecke auf das Pflaster des dunklen Ringes fallen und der Mond neben dem frideriziani- fchen Adler auf dem Rathausturm zu stehen scheint und auf die Giebeldächer heruntersieht. Der Uebergang in preußische Hand hat seinerzeit Hirschberg mit der Einführung der Damaft- weberi eine neue wirtschaftliche Blüte gebracht. Meisterwerke des Gebildwebens, in dem es die schlesischen Weber bald zur höchsten Fertigkeit brachten, werden noch heute in den Familien vererbt und in Museen aufbewahrt. Hirschberg selbst besitzt ein sehr lebensnahes kleines Heimatmuseum, das viel für die Erhaltung des bodenständigen Handwerks und Brauchtums im Riesengebirge getan hat und ihre Zeugnisse heute liebevoll weiterpflegt. Noch ein Weiteres brachte Preußen den Hirschbergern: die Glaubensfreiheit. Von ihrem Kamps um das evangelische Bekenntnis zeugt die künstlerisch bedeutende „G n a d e n k i r ch e", eine der sechs Kirchen, welche die Habsburger in der verwickelten Konvention von Alt-Rahnstädt auf Betreiben Karls XII. von Schweden den protestantischen Schlesiern bewilligen mußten, denen im Westfälischen Frieden mehr als 600 Kirchen genommen worden war. Für die „Gnade", diese Kirche bauen zu dürfen, mußten die Hirschberger Kaufherren dem Kaiser 126 000 Gulden zahlen und ihm weitere 100 000 als Darlehen geben. Auch der Schwedenkönig verlangte seinen Teil. Aber auch das konnte den Hirschberger Reichtum nicht erschüttern: überaus prächtig wurde die Kirche aufgebaut; man wetteiferte mit großartigen Stiftungen. Und wurde ein Schleierherr für immer aus seinem schönen Hause am Ring getragen, so fand er hinter dem kunstvollen schmiedeeisernen Gitter einer der Grabkapellen rings um die Gnadenkirche eine stattliche letzte Ruhestätte. So deutlich aber die Geschichte im alten Hirschberg ihre Spuren hinterlassen und damit der Stadt viele stimmungsmäßige Reize verliehen hat, so ist es doch ihr besonderer Vorzug, nicht in Erinnerungen versunken, sondern jung und lebendig ae» blieben zu sein. Bei der Erneuerung des Rathauses und des Ringes vor einigen Jahren hat auch die Gegenwart, zurückhaltend, ihren Beitrag zum Stadtbild geleistet — ebenso in der Ausgestaltung der am Kavalierberg schöngelegenen Jugendherberge und des Hitlerjugendheimes. Wandernde und sporttreibende Jugend erfüllt Stadt und Umgebung mit frischem Leben. Das nahe Bergdorf (Brunau im Bober-Katzbachgebirge ist seit Jahren eine der wich- Ugsteü StWey. dex deutschen. Segelfliegerei; Bober und Zacken geben dem Paddler Gelegenheit zu Wildwasserfahrten, die Berge zum winterlichen Schilauf sind nah, so daß sommers wie winters um Hirschberg fröhlicher Sport eine Heimstatt hat. Darüber hinaus aber ist es das Ein- f a 11 s t o r zum Riesengebirge, das einen Besuch auf dem Wege in die Berge mit vielfältigen Eindrücken belohnt. Hochschulnachrichten. Wegen Erreichung der Altersgrenze wurden ent« pflichtet: der o. Professor der Katholischen Theologie an der Universität Tübingen Dr. Karl Bihl- rn e y e r : der o. Professor der Katholischen Theologie an der Universität München' Geh. Regierungs- rat Dr. Martin Srabmann; der o. Professor für Evangelische Systematische Theologie an der Universität Tübingen Dr. Karl Heim; der o. Professor der Katholischen Theologie an der Universität Wien Dr. Leopold Krebs: der o. Professor für Musikwissenschaft an der Universität Wien Dr. Robert Lach: der o. Professor der Astronomie an der Universität Wien Dr. Adalbert Prey: der o. Professor der Philosophie an der Universität Wien Dr. Robert Reininger; der o. Professor der Deutschen Sprache an der Universität Innsbruck Dr. Joses Schatz: der o. Professor der Romanischen Philologie an der Universität Graz Dr. Adolf Zauner: der o. Professor der Technischen Elektrochemie an der Technischen Hochschule Wien Dr. Heinrich Pawek; der o. Professor für die Geschichte der Baukunst an der Technischen Hochschule Berlin Dr. Daniel K r e n ck e r , der Professor an der Hochschule für Lehrerbildung in Kiel Dr. Wein- r o w s k y. Der ord. Professor für Röm. und Bürger!. Recht an der Universität Rostock, Dr. Rudolf Henle, vollendete in diesen Tagen sein 60. Lebensjahr. Henle war von 1919 bis 1923 außerordentlicher Professor an der Universität Gießen. Seitdem ist er in Rostock tätig. Zum Honorarprofessor an der Universität Berlin ernannt wurde der Inspekteur des Sanitätswesens der Luftwaffe Generalarzt Dr. Erich H i p p k e. Zum a. o. Professor der Volkswirtschaftslehre an der Universität Münster ernannt wurde Professor Dr. Alfred Müller, Köln. Zum a. o. Professor für die Geschichte der Medizin an der Universität München ernannt wurde Professor Dr. med. habil, et phil. Martin Müller. Zum a. o. Professor der Philosophie an der Universität Halle ernannt wurde der Dozent Dr. S p r i u fl m e g e l griffen. Aus aller Welt Die Dr. Adolf Rohrbach f. Hauptmann Wille in Brüssel aufgebahrt. sprejle- iZShrige iirnbetg ehlich 1er des ch wer- sparlei- gelegen- winter« ;rs wie : heim- Ein- 5 einen nelsälti- ra. 7 Uhr rb des et von 1 Bot- je An- Hafen an er, r ipo- eiteten ng an i ita- nischen Führer o r r a Stabt btr Haus : cm\ vmti Ein Pionier des mehrmotorigen Großflugzeug- unb des Wasserflugzeugbaues, Dr. h. c. Adolf R. Rohrbach, ist im 51. Lebensjahr plötzlich verstorben. Rohrbach war 1889 in Gotha (Thüringen) geboren und wandte sich sehr früh dem Flugzeugbau zu. 1923 konstruierte er das erste Flugboot Typ „Rohrbach II", mit dem 1 4 W e l t h ö ch st l e i st u n - gen erflogen wurden. 1926, nach Freigabe des Verkehrsflugzeugbaues in Deutschland, erzielte Rohrbach 9 ~ ' 7e. In der Weser-Flug- weitere gro'u- — . T. _ zeugbau-Gesellschaft war er mit wichtigen Aufgaben betraut, die er mit bestem Erfolg ge- auszuüben. Es könne aber nicht geduldet werden, daß die Freiheit der Schriftleitungen und damit ihre Verpflichtung, die Oeffentlichkeit in sachlicher Weise zu unterrichten, auf diese Weise angegriffen werde. — Das Gericht schloß sich diesen Ausführungen an und gelangte zu dem eingangs erwähnten Urteil. Ser Streifendienst der HI. 'Der Streifendienst der Hitler-Jugend wurde 1934 gegründet als Ordnungsdienst zur Ueberwachung des Auftretens der HI. in der Oeffentlichkeit und zum Schutz der Jugend vor schädigenden Einflüssen. Der Streifendienst sorgt für die Bewachung der Zeltlager und der Transporte, er nimmt den Ordnungsdienst bei Großkundgebungen dar und überwacht die Disziplin in den Heimen und auf Fahrt. Hierzu gehört auch die Ueberprüfung der Uniformierung und der Feuersicherung. So mancher Spaziergänger, der im sommerlichen Walde beim Rauchen oder unvorsichtigen Hantieren mit Feuer angetroffen wurde, konnte vom Streifendienst der Polizei gemeldet werden. Der Streifendienst veröffentlicht laufend ein eigenes Fahndungsblatt nut der Personalbeschreibung vermißter Jugendlicher. Dank dieser Zusammenarbeit ist die nahezu restlose Aufklärung aller Fälle von Vermißten erreicht worden. Ihre schönste Anerkennung findet diese Arbeit in den vielfachen Bitten der Eltern, den Streifendienst für die Suche von jugendlichen Ausreißern einzusetzen. Auch vagabundierende Jugendliche werden vom Streifendienst aufgegriffen. Um die Jugend vor schädigenden Einflüssen zu behüten, sorgt der Streifendienst auch dafür, daß das Verbot des Besuches von Rummelplätzen eingehalten wird. Allen Jugendlichen steht der Streifendienst mit Rat und Tat zur Seite. Der Streifendienst, der Nachwuchs o r g a n i s a t i o n der ff i st, soll bis zum 1. April 1940 voll ausgebaut sein. Jeder HJ.- Bann wird seine Streifendienst-Gefolgschaft haben. la. S, -r«i! M dar. Potier le in ttiij «HO: 'Hut Min: 1 eitle Oie Sprengladung an der Haustür. Die Forderung nach Entfernung des pol« nischen Munitionsdepots auf derDanzig e r Westerplatte, die Gauleiter F o r st e r am Sonntag aussprach, betrifft eine der ■ gefährlichsten und sinnlosesten Schikanen Polens gegen Danzig. Die Westerplatte ist eine zum Danziger Hafen-, also auch zum Danziger Hoheitsgebiet gehörende kleine Insel an der Mündung der alten Weichsel. Eine Entscheidung des Völkerbundsrates vom 1. 9. 1922 zwang die Freie Stadt Danzig nicht nur, ein polnisches Munitionsund Explofiostofflager auf Danziger Boden zuzu- gestehen, sondern Danzig mußte sich auch noch mit der Hälfte der Unkosten für die Errichtung der nötigen Kai- und Schuppenanlagen usw. beteiligen. Ungeachtet aller Danziger Proteste wurde das Munitionsdepot dann tatsächlich im Jahre 1926 er-. richtet. Was unmittelbar nach dem Weltkrieg irt Anbetracht des Fehlens eines ausgebauten eigenen polnischen Hafens vielleicht noch zu begründen gewesen wäre, war 1926 bereits zu einer bewußten Schikane Polens gegen Danzig geworden, da Polens eigener Hafen Gdi'ngen weit genug vorgeschritten war, um auch ein Munitionsdepot aufnehmen zu können; verwies doch z. B. im Juli 1927 der Dölkerbundsrat selbst polnische Kriegsschiffe auf die Benutzung Gdingens, das ja auch Polen als Kriegshafen dient. Noch im selben Jahre erfolgte der zweite Anschlag Polens gegen die Westerplatte; Polen besetzte die ganze Insel, mußte sie jedoch auf Grund einer Entscheidung des Dölkerbundsrats bis auf das Munitionsdepot ein knappes Jahr nach Salamanca abbefördert worden. Aus Sala- manca, Valladolid und Avila find Hilfsmannschaf, ten nach Tena Randa de Bracamonde geschickt worden. Die Brände konnten trotzdem nicht vollständig gelöscht werden. Die Explosion erfolgte zuerst i n einem Lagerschuppen am Bahnhof, wo eine Ladung Sprengstoffe zum Transport bereit lag, und übertrug sich dann auf das Hauptsprengstofflager. Die zu Gunsten der Opfer in ganz Spanien em- geleitete nationale Sammlung brachte als ' ersten Beitrag eine Spende des Caudillo in Höhe von 200 000 Peseten. Die Verpflegung der Obdach- losen übernimmt die Sozialhilfe der Falange. Betgunfälle. Steuerermäßigung für Hausgehilfinnen. Durch einen Erlaß des Reichsfinanzministers v-urde für kinderreiche und bäuerliche Familien, für I-ieosbeschädigte, körperbehinderte und alters- Äiwache Personen als Ersatz für die bis- ierige Vergünstigung bei Befchaf- tä g u n g einer Hausgehilfin eine entspre- t ende Steuerermäßigung zugelassen. Es sind Zwei- I- l entstanden, ob der Erlaß die Fälle, in denen r ne Steuerermäßigung gewährt werden kann, e r - chöpfend aufzählt, oder ob es sich nur um Keispkele handelt. So haben Steuerpflichtige mit weniger als vier minderjährigen Kindern, eren Frauen beruflich oder ehren- mtlich tätig sind, Witwer und bell fe tätige Witwen mit weniger als vier indern die Steuerermäßigung beantragt, weil bet Oas deutsche Wasserslraßennetz. In der „Zeitschrift für Binnenschiffahrt" berichtet Ministerialrat Weidner über die Rhein-Main- lönau - Verbindung. Der in der Entstehung begrif- sme vom Rhein, bis zur ungarischen Grenze rei- tenbe rund 1100 Kilometer lange Wasserweg lei raf)t nur eine hochwertige innerdeutsche Verkehrs- v rbinbung, besonders für die Beförderung von z-ihlen aus Rheinland und Westfalen nach der Mmark und von Erzen und Holz m der umge- [Hirten Richtung, sondern habe darüber hinaus eine r.djt zu unterschätzende Bedeutung für den Guter- wstausch mit dem Ausland. Die Rhein-Main- '»nau - Verbindung habe aber auch die Notwendig- tiit einer A n s ch l u ß w a s s e r stra ße klar her- wrtreten lassen. Der W e r r^i - -M a i n - K a n a l ! lde das Schlußstück einer rund 1360 Kilometer Ingen Wasserstraße, die von dem Seehafen Bre- • en über die Weser und Werra nach dem Main lüi Bamberg führt und sich weiter mit dem ^ain-Donau-Kanal und der Donau bis jur trenne des Reichsgebiets erstreckt. D'.e Reiterführung der Werra-Kanalisierung nach Süden 5 in die Gegend von Meiningen ermöglicht eine nnendeutsche Nord—Süd - Wasserstraße, die m Minden den Mittellandkanal kreuzen wurde. Der Rerra-Main-Kanal wird auch die weit abseits leder ^Aasserstraße gelegenen entwicklungsfähigen 2biri» 1 chaftsgebiete Thüringens und Nordbayerns an bas Jasserstraßennetz heranbringen. ... Leiche bes beutschen Fliegerhauptmanns Wille, der bei dem internationalen Fliegertreffen in Euere den Fliegertod fand, ist in der Kapelle bes Militärlazaretts von Brüssel aufgebahrt wor- den. An dem Sarge halten belgische Flieger die Ehrenwache. Ein Ordonnanzoffizier des Königs, der Fliegeroberst Baron de Woilmont, Kommandeur des 2. Flieger-Regiments, legte im Auftrage des Königs einen Kranz an der Bahre nieder. Ferner wurden Blumen durch den Kommandeur der belgischen Luftverteidigung, General Duvivier, niedergelegt. Generaloberst Milch ehrte den Toten durch zwei Kränze, von denen der eine im Auftrage von Generalfeldmarschall Göring niedergelegt wurde. Am Dienstag wird die Leiche mit dem Flugzeug nach Deutschland übergeführt werben. Vorher findet eine Trauerfeier auf dem Militärflugplatz von Eoere statt, an der sich em Vertreter des Königs, der Landesverteidigungsminister General Denes, Generaloberst Mich. der deutsche Botschafter und die ausländischen Fliegerabordnungen beteiligen werden. n ent* n Theo' B'hl' n Theo* jerungs« ßrofelF an der r o.Pro* liversitot ?(for für iien Dr. loniie an : der o. ät Wien Jior der jrud Dr. ianiM r Adolf Elektro* Dr. Hein* Seichs e Berlin an der Wein' >rl. Bes bensM' dentl'cher itbem 'l1 at Berlin slehre Prosell^ .er rtt »zem Hinrichtung rotspanischer Bestien. Der Erbauer der furchtbaren Folterkammern von Barcelona, Laurencik, wurde hin gerichtet. Fast zur gleichen Zeit konnte ein weiterer roter Mörder, Planaco, unschädlich gemacht werden. Er hatte u. a. 32 Seminaristen gezwungen, sich selbst von einem Viadukt hinabzu- stürzen. Ein vermißtes Flugzeug im Oberengadin aufgefunben. n. erPräi rbaus ■ dch .. der übet: be> [erunq n. lotn, ie all, •'tat • Anson b 5 .ihr? 'izu !n Be. taaten wichen )gcn." en er. wer- n. To "ntfen. Zelehnt fir«8t 'enden erregte lerprä. kdF.-Sport im Reichssenber Frankfurt a. M. NSG- Die enge Verbindung zwischen Rundfunk und der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" inbet für bie Gaue Hessen-Nassau, Koblenz- Trier und Kurhessen eine Ergänzung durch eine Abmachung zwischen der Gauwaltung Hessen-Nassau der DAF. und dem Intendanten des Reichssenders Frankfurt. In Zukunft ist an jedem Donnerstag der erste Frühsport des Relchssenders von 6.10 Uhr bis 6.30 Uhr dem Betriebs- fport gewidmet. Eine beliebige Betriebssportgemeinschaft aus dem Gau wird ihn auf dem Sportplatz des Reichsfenders durchführen. Zehn bis fünfzehn Minuten der Sendung find der rein sportlichen Arbeit gewidmet, während in der resUichen Zelt alle aktuellen Nachrichten aus der KdF.--sportarbeit der drei vom Reichssenber Frankfurt betreuten Gaugebiete burchgegeden werben. Deutsche Fernsehausstellung in Ehile. In Santiago de Chile wurde die deutsche Fernsehausstellung eröffnet, die von der Forschungsan- talt der Re'ichspost veranstaltet wird. Es Hande t sich um die gleiche Ausstellung, die bei dem Weltpostkongreß in Buenos Aires erfolgreich ae- zeigt wurde und gegenwärtig auch m Rio be Janeiro läuft. Der Eröffnung wohnten Zahlreiche Minister, bie Direktoren der Post mid des Elektri- zitätsbienstes und der deutsche Ge chaftstrager bei. Die Vorführungen fanden bei allen Teilnehmern arößtes Interesse. Innenminister Alfonso benutzte als Erster bie Fernsehsprechanlage, ^uch die Vorführungen bes Fernsehrundfunks und bie Filmübertragungen fanben starken Anklang. Die „Thetis" hatte Schlagseite. Bei ihrer Unqlückssahrt hatte die „Thetis" eine Schlagseite von etwas über 7 Zentimeter, erklärte ^n technischer Angestellter der Bauwerft vor dem Eonboner Mbmiratitätsgeridjt. Es mürbe auch brn löst hat. Internationaler Kongreß der landwirtschaftlichen Industrien. In der Aula der Budapester Technischen Hochschule wurde in Anwesenheit des Reichsverwesers der VI. Internationale technische und chemische Kongreß der landwirtschaftlichen Industrien eröffnet, zu dem 534 Vertreter von 38 Staaten erschienen sind. Die größte Abordnung hatDeutsch - land unter Führung des Ministerialdirigenten Schuster entsandt, der dann die französische und belgische Abordnung folgen. — Das Regierungsorgan „Esti Ujfag weift darauf hin, daß dieser Kongreß in einem Augenblick zusammentrete, wo auf der ganzen Welt ein Wettlauf um bie Beschaffung von Rohstoffen im Gange sei Der Kongreß suche nach Möglichkeiten die frteu- iche und freundschaftliche Lösung der Rohstofffrage. Im Allgäu stürzte von der H o ch f r o n t s p i tz e der 18jährige Leonhard Zimmermann aus Sonthofen 80 Meter tief ab und war sofort tot. Ferner konnte eine Suchmannschaft die Leiche des seit 14 Tagen vermißten Nürnberger Kaufmanns Hans Huck bergen, der von einer Felswand auf bergauf er alpe abgestürzt war. Schließlich i|t am Sonntag in den Tegernfeer Bergen der 18jährige Angestellte Georg Walther von der Roßsteinnadel abgestürzt. Er erlitt einen Schädel- ^Schwerer Eisenbahnunfall in Oberitalien. Auf der Eisenbahnlinie von Colico nach Chiavenna stieß ein M o t o r t r i e b w a g e n in der Nähe der Station Nooate in voller Fahrt gegen einen ihm entgegenkommenden beschleuig- ten Personenzug. Der Triebwagen, in dem sich zum Glück nur 7 Personen befanden, wurde vollkommen zertrümmert. Vier Personen wurden getötet. Der Triebwagen hatte das auf Halt stehende Fahrtsignal übersehen und war weiter gefahren. Bei der Unübersichtlichkeit der kurvenreichen Strecke konnte zudem der entgegenkommende Personenzug nicht rechtzeitig bemerkt werden. Zwei elektrische Züge zusammengestoßen. Ein schwerer Zusammenstoß zwischen zwei elektrischen Zügen der Oberrheinischen Eisenbahn-Gesellschaft ereignete sich auf der Heidelberger Strecke unmittelbar beim Mann - Heimer Stadion. An einer Stelle, die infolge einer Unterführung und einer Gleiskrümmung nur auf geringe Entfernung übersichtlich ist, erfolgte der Zusammenprall zwischen einem Personen- unö einem Güterzug. Beide Züge mürben scharf abgebremst, wobei es bem Fahrer des Personenzuges gelang, sein Fahrzeug noch,vor dem Zusammenstoß zum Halten zu bringen. Der andere Zug aber fuhr mit voller Wucht auf. Da der Personenzug eine Stahlbaukonstruktion hat, schob sich dieser m den leichter gebauten Triebwagen bes Guterzuges, wobei sich bas Oberteil bes Güterzuges durch den Drehkranz löste und die Räder auf den Schienen blieben. 2 3 Schwer- und Leichtverletzte wurden in das Mannheimer Krankenhaus eingelie- fpäter wieder räumen. Der dritte polnische Anschlag erfolgte im März 1933, als Polen die ohnehin auffallend starke Wache des Munitionsdepots von 100 Mann um weitere 200 Mann verstärkte und die Insel mit Maschinengewehren bestückte; auch in diesem Fall mußte Polen infolge schärfster Proteste Danzigs seine rechtswidrigen Maßnahmen rückgängig machen. Zwischendurch versuchte Polen wiederholt, die Westerplatte durch den Völkerbund als exterritorial erklären zu lassen. Polen hatte sich zu diesem Zweck bemüht, bereits eine vollendete Tatsache dadurch zu schaffen, daß es Danzig die Ausübung der pflichtgemäßen Kontroll- und Polizeibefugnisse auf der Wefterplatte ebenfalls widerrechtlich entzog. Nach erbitterten Kämpfen setzte es Danzig durch, daß wenigstens der Polizeipräsident oder sein ständiger Vertreter die Westerplatte zu Kontrollzwecken betreten konnte. Nachdem nun Polen den Hafen Gdingen schon seit einer ganzen Reihe von Jahren fertig ausgebaut und dort auch einen Kriegshafen errichtet hat, ist auch der letzte Anschein einer Notwendigkeit für das polnische Munitionsdepot auf der Westerplatte geschwunden. Es handelt sich bei der Aufrechterhaltung dieses Munitionslagers nicht nur um eine völkerrechtswidrige Verletzung der Danziger Staatshoheit durch Polen, sondern auch um eine ftänbige schwere Gefährbung bes Danziger Hafengebietes durch die dort, lagernden Explosivstoffe. Daß Polen dieses Munitionslager im Danziger Hafen tatsächlich nur aus reiner Schikane unterhält und darauf jederzeit verzichten kann, geht allein schon aus der berüchtigten polnischen Geheimdenkschrift des Sega« tionsrafes Zalewski über die kalte Eroberung Dan- zigs von 1929 hervor; es heißt dort nämlich unter Punkt 12: „Man konnte daran denken, den Dan- zigern als Preis für die Aufgabe der eigenen Währung bie Verlegung der Munitionslabungen nadj (bringen anzubieten." Es ist typisch für die polnische Denkweise gegenüber Danzig, daß Polen ! die ständige große Gefahr der Lagerung von Muni- : tion und Explosivstoffen der Stadt Danzig ohne wei-, ■ feres zumutet, diese Gefahr aber von feinem nur 1 10 Kilometer entfernten Kriegshafen in Gdiygen fernhalten will. ynen die allgemeinen Voraussetzungen wie Zwangsläufigkeit, außergewöhnliche Be- nftung und Beeinträchtigung der steuerlichen Lei- ungsfähigkeit — gleichfalls gegeben seien. Wie iie Deutsche Steuerzeitung mitteilt, hat der Reichs- inanzminister entschieden, daß die Fälle, in denen ic Peschäftigung einer .Hausgehilfin für sich allem iine zwangsläufige außergewöhnliche Belastung dar- ‘cüt, in dem Erlaß erschöpfend geregelt sind. Eine erweiterte Anwendung würde die auf- ehobene steuerliche Vergünstigung wieder einführen. lluch beim Witwer mit weniger als vier minder- ührigen Kindern sei diese Entscheidung gerechtfertigt, da dem Witwer in der Kinderermäßigung uch die Frauenermäßigung zugute komme, bwohl er für die Frau Aufwendungen nicht mehr iahe. Der Erlaß schließe aber nicht aus, daß Aufwendungen für eine Hausgehilfin im Zusammenhang mit einer außergewöhnlichen B e - astung berücksichtigt werden. Habe z. B. die Krankheit der Ehefrau zur Einstellung einer Haus- : ehilsin für die Dauer der Krankheit geführt, so Rechnen die Aufwendungen für die Hausgehilfin zu en Ausgaben, bie durch bie Krankheit erwachsen inb. Keine zeitliche Beschränkung Für Ermähigung der Hypothekenzinsen Das Gesetz über Hypothekenzinsen vom 2. Juli 936 machte es den Gläubigern zur Pflicht, bie Zinsen der Forderungen, die beim Inkrafttreten lies Gesetzes durch eine Hypothek an einem irländischen G r u n d st ü ck gesichert waren, nuf den Satz zu ermäßigen, der nach der allgemeinen Wirtschaftslage und den besonderen Umstanden des einzelnen Falles angemessen war. Kam Seine gütliche Einigung zustande, so v e r mit t e 11 e Der Richter die Vereinbarung. Dies Gesetz war vis zum 1. Juli 1939 beschränkt, weil anzunehmen war, daß bis zu diesem Zeitpunkt die Zinssenkung im ganzen Reich durchgeführt sein werde. Eine neue Lage ist nun aber dadurch eingetreten, daß die Ostmark, der Sudetengau und das Memelland zum Reich zurückgekehrt sind. In diesen Gebieten sind die Zinssätze noch an die im Altreich geltenden Zms- atze anzupassen. Zu diesem Zweck hat der Führer Die zeitliche Beschränkung des Hypotheken- Nach einer Meldung des Eidgenössischen Luft- amtes und auf Grund von Berichten der Grenzwache Samaden sind die Ueberreste des am 1. Oktober 1938 auf dem Fluge von Frankfurt a. M. n a ch M ai l a nd verunglückten Flugzeuges D-AVFB im oberen Gondascatal, etwa 20 Kilometer südwestlich des Silser Sees im O b e r- engadin, aufgefunden worden. Die Bergungsarbeiten, die sowohl von schweizerischer als auch von deutscher Seite sofort ausgenommen wurden, werden im Hinblick auf die Schwierigkeit des Geländes voraussichtlich längere Zeit in Anspruch nehmen. Die Feststellung der Unfallursache ist nicht vor Abschluß dieser Arbeiten zu erwarten. Sevilla meldet 53 Grad im Schatten. zinsaesetzes aufaehoben. 2)al)er kann auch in Zukunft im Altreich bei den vor dem 5. Juli 1936 eingetragenen Hypotheken eine Zinssenkung im Wege der richterlichen Vertragshilfe erfolgen. ÄereinSführer wegen Pressenötigung verurteilt. Zu 50 Mark Geldstrafe wegen Presfenötigung verurteilte das Schöffengericht in Neuwied den Vorsitzenden eines Sportvereins aus dem dortigen Kreise. Einzelne Mitglieder dieses Vereins hatten sich so unfair auf dem Spielfelde aufgeführt, daß sie von der Gauführung des NSRL. zur Verantwortung gezogen und zum Teil auch bestraft wurden. Aus diesem Anlaß schrieb eine Koblenzer Zeitung in ihrer Sportvorschau für ein weiteres Spiel, die betreffende Mannschaft möge sich so verhalten, daß sie nicht noch mit einer Platzsperre belegt werden müsse. Diesen Hinweis nahm der Vereinsführer zum Anlaß eines geharnischten Protestes bei der Schriftleitung der Koblenzer Zeitung; er warf ihr vor, sich unkorrekt verhalten zu haben und drohte, daß er in seinem Verein keinen Leser dieser Zeitung mehr dulden werde. Die Schriftleitung erstattete daraufhin Anzeige >-Programms feine wesentlichen B c r - , Uberlingen, wohl aber gegenüber der Ein- telung bei früheren Reichsparteitagen zeitliche Erlegungen erfahren. Fünf Jahre Äolksgenchtshof. B e r l i n , 10. Juli. (DNB.) Aus Anlaß des fünf« Iirigen Bestehens des Volksgerichtshofes fand eine ier statt, zu der neben dem Reichsrechtsführer, ichsminister Dr. F r a n k, und Staatssekretär Dr. chlegelberger in Vertretung des verhinderten ichsjustizministers u. a. erschienen waren der Chef $ Oberkommandos der Wehrmacht, Generaloberst > i t e l, Obergeneralarbeitsführer Buffe, Gene- ber Flieger Stumpfs, Oberreichsanwalt Dr. im s und Reichskriegsanwalt Eichler. Reichs- nifter Dr. Frank erklärte, der Volksgerichtshof st der Exponent der nationalsozialistischen Revolu- li'n innerhalb der den Gemeinschaftsschutz verbur- ainden Ordnung des Reiches, feine Tätigkeit habe zu eher starken Niederringung des Verrätertums ge- fthrt und stelle eine der schärfsten Waffen m der l>rteibigung des Dritten Reiches dar. Präsident Dr. T h i e r a ck erklärte der i nnerc lMnefungsprozeß des deutschen Volkes ziichne sich auch in der Geschichte der ersten fünf sichre des Volksgerichtshofes deutlich ab. Wahrend zinachst die H o ch v e r r a t s p r o z e s f e weitaus ir der Mehrzahl gewesen seien, seien sie mehr und N'chr zurückgegangen, so daß der Hochverrat heute A Gefährdung des deutschen Volkes mehr bilde. Je. Thierack wandte sich g e g e n d i e ß u g c ni ’ parolen, die im Auslanbe über die Tätiget des Volksgerichtshofes verbreitet werden Er o b nüchterne Zahlen bekannt, die auch dem dos- mlligen Beurteiler im Auslande die Augen daniber öinen müssen, daß der Volksgerichtshof ferne „Blut- ;L,- üb Im Jahre 1938 wurden vom Volks- ' richtshof insgesamt 269 Urteile verkündet darunter imren neben 54 Freisprüchen nur 17 2obes- nr t e i l e Diese Todesurteile sind ganz überwiegend 6£pQen Landesverräter ergangen, und nur in einziges gegen einen Hochverwegen Pressenötigung. — In feinem Plädoyer wies der Staatsanwalt darauf hin, daß jeder Versuch, die sachliche Berichterstattung der Presse anzugreifen, energisch zurückgewiesen werden müsse. In die Zeitung gehörten fachliche und objektive Berichte, auf die gerade der nationalfozialistische Staat besonderen Wert lege. Wie die Zeitung im allgemeinen, so müsse auch der Sportbericht im besonderen einen erzieherischen Wert haben. Diesem Ziele hätten die sachlich durchaus korrekten Berichte der Koblenzer Zeitung gedient, wenn sie auch für den Verein nicht ganz angenehm gewesen seien. Der Dereinsführer habe nun zu strafbaren Mitteln ge= um auf die Schriftleitung einen Druck antwortlich fei, die Admiralität oder die Bauwerft. Ein Vertreter der Werft betonte, seine Firma habe lediglich Aufträge der Admiralität durchgeführt. Die letzte Verantwortung habe bei der Admirali- t ä t gelegen. Es wurde angedeutet, daß die Rettungsarbeiten nicht schnell genug oonftatten gegangen seien. Am zweiten Unglückstage um 5 Uhr morgens seien noch nicht die nötigen Hilfseinrichtungen am Unfallsort einsatzbereit gewesen und bereits in den frühen Morgenstunden des 2. Juni sei die Hoffnung auf eine erfolgreiche Rettungsaktion im Schwinden gewesen. TUuffolint besucht inkognito ein Freilicht-Theater. Mussolini besuchte am Sonntagabend überraschend eine Vorstellung in dem großen Freilicht-Theater i n den Caracal la-Bergen, in der Verdis Oper „Die Macht des Schicksals" gegeben wurde. Nach Beginn der Vorstellung, als die Lichter im Zuschauerraum bereits gelöscht waren, traf der Duce in seinem Wagen am Eingang des Theaters ein und taufte sich eine Eintrittskarte. Unbemerkt begab er sich auf einen in der letzten Reihe befindlichen Platz. Vollkommen unerkannt wohnte er dem ersten Akt der Oper bei, umgeben von Frauen mit ihren Kindern und einigen Militärperfonen. Erft als in der Pause wieder die Lichter aufflammten, bemerkten die Zuschauer zu ihrer größten Ueberraschung den Duce in ihrer Mitte und brachten ihm stürmische Ovationen dar. In der südspanischen Stadt Sevilla herrschte am Montag eine seit über fünf Jahren nicht mehr erlebte Hitze. Das Thermometer zeigte 53 Grad Celsius im Schatten. Drei Todesopfer eines Aulobuszusammenstohes. Auf der Landstraße von Lancaster nach Prelton in England stieß ein mit 38 Personen besetzter Omnibus mit einem ßaftfraft« wagen in voller Fahrt zusammen. Der Tank des Omnibusses explodierte, und in wenigen Sekunden war der ganze W a g e’n in Fl a m m e n. Drei Personen fanden den Tod, zehn weitere Fahrgäste wurden schwer verletzt. Acht Todesopfer eines Autobusbrandes in Frankreich. In dem kleinen Ort R o g u e v a i r e bei Marseille fing ein mit etwa 25 Personen besetzter A u t o- bus aus bisher noch nicht bekannten Gründen Feuer Die an den beiden Türen sitzenden Fahrgäste öffneten diese, wodurch ein Durchzug entstand, der dem Feuer Nahrung gab, so daß der ganze Wagen binnen kurzer Zeit in Hellen Flam- m e n stand. Nur den in der Nähe der Türen sitzenden Personen gelang es, unversehrt den Wagen zu verlassen. Acht Fahrgäste verbrannten; fünf wurden lebensgefährlich verletzt Kurz vor Ausbruch des Bryndes wurden zwei Filmstreifen dem Fahrer des Autobus übergeben. Man nimmt an, daß diese Filme in Brand geraten sind. hundert Todesopfer des Explosionsunglücks bei Salamanca. Die furchtbare Explosionskatastrophe in der Pulverfabrik bei Tena Randa de Bracamonde m der Nähe von Salamanca hat 100 Todesopfer gefordert. Unter den noch vermißten hundert Person e n soll sich die Wache der Zwllgarde sowie das Bahnhofspersonal von Tena Randa befinden. Durch den Luftdruck wurden die in der Nahe liegenden Käufer schwer beschädigt. Zahlreiche Brande brachen aus. Ein Güterzug auf dem Bahnhof von Tena Randa erlitt ebenfalls schwere Beschädigungen. Die j Bevölkerung von Tena Randa de Bracamonde ist I Llrlaubswetter für jeden Geschmack. Oer Spätsommer verspricht, besonders schön zu werden. Wenn das Wetter für den Urlaub auch nicht das Entscheidende ist — man kann sich bekanntlich auch bei schlechtem Wetter gut erholen — so tragen Sonnenschein und Wärme doch ganz wesentlich dazu bei, die Ferienwochen zu verschönern. Es ist daher nur zu begreiflich, daß die Reiselustigen möglichst genau und möglichst zuverlässig wissen möchten? ob nun gerade ihre Urlaubszeit und ihr Urlaubsziel im Zeichen guten Wetters stehen werden. Nun kann die meteorologische Wissenschaft ihre Wettervorhersagen zwar in genauer zeitlicher Abgrenzung für 48 Stunden und in allgemeiner Wettertendenzangabe f ü r zehn Tage machen, darüber hinaus aber wird sie sich aus guten Gründen einer gewissen Zurückhaltung befleißigen. Immerhin ist es ihr möglich, aus mancherlei Erfahrungsregeln und allgemeingültigen Gesetzmäßigkeiten Schlüsse auf die Sommerwettergestaltung zu ziehen. So läßt zum Beispiel die Tatsache, daß der Frühling dieses Jahres im allgemeinen kühl und unfreundlich war, die Wahrscheinlichkeit offen, daß der Hauptsommer eine Reihe längerer Schönwetterperioden bringt, jedenfalls aber eine Tendenz aufweist, die den durchschnittlichen Ansprüchen an das Sommerwetter gerecht wird. Ein weiterer Faktor für eine verhältnismäßig günstige Ausrichtung des uns noch bevorstehenden Sommerwetters kann in der Ueberroinbung des sogenannten Sonnenflecken maxim ums gesehen werden, das die letzten beiden Sommer beherrschte und dem Wetteroerlauf einen sehr unruhigen, zu Extremen neigenden Charakter gab. In diesem Jahre befinden mir uns im absteigen d e n Stadium der Sonnenfleckenkurve, womit sich begründete Aussicht auf einen auch weiterhin „normalen", d. h. im ganzen freundlichen Sommer ergibt. Diese Aussichten sind reisemäßig nicht zu unterschätzen, denn sie garantieren einen Sommer, der von groben Enttäuschungen frei ist. Daß jeder Ferienreisende ein oder zwei Tage regnerisches Wetter in Kauf nehmen muß, ist klar, aber er wird mit gleicher Sicherheit auf die überwiegende Zahl freundlicher und schöner Tage rechnen können. Da sich der deutsche Sommer im allgemeinen gerade in seiner zweiten Hälfte stabilisiert — also im August und September — so ergibt sich-für die spätsommerliche Reise noch eine besondersgünstige Chance, die man nicht übersehen sollte. Die Annahme, daß nur im Juli das Wetter wirklich schön sei und daß nur in dieser sogenannten Hauptsaison das Reisen von Erfolg begleitet sei, ist in keiner Weise begründet. Doch der Reiselustige darf bei seinen sommerlichen Planungen nicht nur an das rein Wettermäßige denken, sondern muß auch berücksichtigen, daß das heutige Großdeutschland einen so umfangreichen und vielseitigen Klimaraum besitzt, daß man sich das Wetter sozusagen a u s s u ch e n kann. Man muß. wenn man in die Ferien reift, auch einige geographische und klimakundliche Ueberlegungen anstellen. Wer an d i e See ober ins Hochgebirge fährt, darf gewisse Tücken des sommerlichen Wettergottes nicht übersehen. Unsere deutschen Seeküsten liegen in der unmittelbaren Einflußsphäre des launischen ozeanischen Westwindes; auch unsere mittel- und westdeutschen Landschaften sind den üblichen Störungen des Ozeans verhältnismäßig leicht ausgesetzt. Aber dieser Störungseinfluß ist keineswegs als unfreundlicher Charakter zu werten. Es gibt viele Reiselustige, die ein mäßig warmes, in der äußeren Gestalt wechselndes Sommerwetter dem dauernden Sonnenbrand und der gleichmäßigen starken Wärme vorziehen, ganz abgesehen davon, daß die Strand- unb Gebirgsfeiern mancherlei anbere Besonber- heiten bieten. Anberseits besitzt Großbeutschlanb in ben neu- hinzugekommenen Gebieten von Subetenlanb, B ö hm en, Mähren 'unb ber OJt mark Klimabezirke, bie mit ber ozeanischen nommer- roetterftrutfur bes westlich gelegenen Reichsgebietes kaum zu tun haben. Diese östlichen Teile Groß- deutschlanbs gehören bem sogenannten Kontinentalklimaraum an. Ein derartiges Klima zeichnet sich im Sommer durch erheblich größere und beständigere Wärme aus, die wohl hin und wieder explosionsartig Wetterstürze mit sich verbindet, niemals aber tagelang dauernde Abschnitte unfreundlichen Wetters nach sich zieht. Das Gewitter unb bie Regenschauer bes sommerlichen Kontinentalklimas brechen ein unb ziehen schnell vorüber, anschließend lacht mieber bie Sonne. Dieser Wettertyp ist übrigens auch schon in ben schlesischen und ostpreußischen Landgebieten anzutreffen. Man kann also abschließend zweierlei feststellen: einmal, daß die allgemeinen Wetteraussichten für den weiteren Verlauf des Sommers durchaus ermutigend sind, dann, daß irgendwo im Großdeutschen Reich wohl immer gut Wetter anzutreffen sein wird. Man muß es nur zu finden wissen und seine Reisepläne darauf einstellen. M. Lammert. fert. Unter den Schwerverletzten befindet sich auch der Fahrer des Leerzuges, während der andere Fahrer keine Verletzungen erlitt, lieber die Ursache des Zusammenstoßes erfahren wir, daß der Leerzug bereits an der Station Friedrichsbrücke auf das falsche Gleis geleitet worden war und auf bem falschen Gleis bie ganze Strecke bis zur Unfallstelle zurückgelegt hatte-. Schwere Brandkatastrophe in Marokko. Die Pariser Blätter melben, daß das große Schadenfeuer, das Ende vergangener Woche bie Gegenb von Ouled-youb in Marokko heimsuchte, und Getreidefelder von 50 Ouadratkilo- meter Umfang zerstörte, achtzehn Todesopfer gefordert hat. Vierzig Personen, in der Mehrzahl Eingeborene, werden vermißt. 800 Stück Vieh sind in den Flammen umgekommen. Der Sachschaden wird auf 10 Millionen Franken geschätzt. Wirbelsturm ifl Padua. In der oberitalienischen Stabt Padua brachte ein Wirbelsturm eine große im Bau befinbliche Autogarage zum Einsturz. Hierbei würben zwanzig Arbeiter von den Trümmern verschüttet. Einer der Arbeiter wurde getötet, sieben verletzt. An anderen Stellen ber Stadt wurden Bäume entwurzelt, Fensterscheiben eingedrückt und Dächer abgebetft. Der Telephonverkehr war für einige Stunden unterbrochen. Auch in der Umgebung ereigneten sich schwere Schäden. Ein Haus in Pordenone wurde vollkommen zerstört. Am Montagabend wurde in Vittorio-Veneto ein Erd - beben st oß bemerkt. Auch in den höhergelegenen Punkten der Stadt T r i e st wurde es bemerkt. Durch e^nen Fehlschuß gelötet. In N e u e n h a i n im Taunus wurde ein 75jäh- nger Mann, als er über den Hof ging, plötzlich von einem Schuß getroffen, der feinen Tod verursachte. Wer diesen verhängnisvollen Schuß abgegeben hat, konnte noch nicht festgestellt werden. Die Leiche wurde beschlagnahmt. Ausgediente Soldaten kehren in ihre Zivilderuse zurück. Die Richtlinien über Eingliederung der gedienten Soldaten in den Zivilberuf sind ergänzt worden, wie das Oberkommando ber Wehrmacht bekanntgibt. Es bleibt bei ber bev orzugte n Vermittlung in Arbeitsplätze der freien Wirtschaft für Soldaten, die nach erfüllter aktiver Dienstpflicht in Ehren oder unverschuldet früljer aus bem aktiven Wehrdienst entlassen werden. Die Vermittlung liegt ben Arbeitsämtern ob. Die Vorbereitungen durch bie Fürsorgebienststellen sollen sich lediglich auf bie Soldaten erstrecken, die vor ihrer Entlassung sich einen Arbeitsplatz selbst nicht sichern können. Soldaten, die nach ihrer Entlassung einen Arbeitsplatz durch das Arbeitsamt erstreben, melden sich späte st ens am dritten Werktag nach der Entlassung bei dem für den künftigen Wohnort zuständigen Arbeitsamt und legen dort ihren Wehrpaß vor. Soldaten, die einen Beruf erlernt haben, ist dringend zu raten, ihn weiter auszuüben. Wer wegen ber Rückkehr in ben früheren Betrieb Schwierigkeiten hat, soll sich bem Arbeitsamt anvertrauen. Soldaten, die zuletzt in ber Land- und Forst- wirtschaft, im Bergbau (mit Ausnahme des Steinkohlenbergbaues), ber chemischen Jndu- ft r i e , ber Baustoffherstellung unb ber Eisen- unb Metallwirtschaft beschäftigt waren, müssen sich an ihr Arbeitsamt roenben, wenn sie Arbeit außerhalb des früheren Wirtschaftszweiges aufnehmen wollen. Metallarbeiter unb Arbeitskräfte für die Bauwirtschaft dürfen nur mit Zustimmung des Arbeitsamts eingestellt werben, das für ben einfteüenben Betrieb zuständig ist. Soldaten, die nicht auf ihren alten Arbeitsplatz zurückkehren ober die ihren Beruf wechseln wollen, haben sich ebenfalls mit dem zuständigen Arbeitsamt in Verbindung zu setzen. Da dieArbeitsaussichten in Großstädten nicht so günstig sind, wie auf bem Lande oder in Klein- und Mittelstädten, sollen Soldaten ohne die Sicherheit, auch wirklich Arbeit zu erhalten, nicht nach Großstädten entlassen werden — es sei bertn, daß sie von dort ftammen und von dort einberufen wurden. Soldaten, die sich erstmalig um Stellen für Arbeiter oder Angestellte des öffentlichen Dien st es und behördlicher Betriebe bewerben unb dafür geeignet sind, haben den Vorrang vor Bewerbern gleicher Eignung, die nicht ober noch nicht als Soldat gedient haben. Entsprechendes gilt für Soldaten, die den Beamtenberuf a I s Zivilanwärter erstreben. Der Llebergang der „alten" Goldaien ins Berufsleben. Die Einzelheiten, bie der Reichstreubund der Berufssoldaten aus der Feder von Major Linde über bas neue Reichsgesetz zur Regelung der Dienstzeitfürsorge und -Versorgung berichtet, geben einen guten Ueberblitf über die umfassende Form, mit der unser Volksheer für bie ausscheidenben langdienen- ben Soldaten eintritt. Die Wehrmacht kann je nach dem Bedürfnis den einzelnen Mann zu einer länge- renDienstzeit bis zu 5 Jahren verpflichten. Wer dieser Verpflichtung genügt, hat je nach der Dauer ber Verlängerung beim Ausscheiben einen Anspruch auf eine Dienstbelohnung bis zu 600 RM. Außer- bem wird ein Berechtigungsschein ausgestellt, auf Grund dessen der Reservist bevorzugt in einen neuen Arbeitsplatz einzustellen ist. Als Berufssoldaten werden Unteroffiziere bezeichnet, die sich bis zu 12 Jahren verpflichten. Scheiden sie vor Ablauf dieser Zeit aus, weil sie arbeitsverwendungsunfähig wurden, so erhalten sie eine Dienstbelohnung bis zu 1000 RM., Dauerrente mit Kinderzuschlägen und Umzugsgeld. Die eigentliche Zivilversorgung setzt bei Unteroffizieren (Feldwebeln Usw.) nach ber vollendeten zwölfjährigen Dienstzeit ein. Erfolgt ber Eintritt in einen freien Beruf, so kommt bie Dienstbelohnung mit 1200 RM. zur Auszahlung, dazu tritt eine Abfinbung von 8000 RM., Kinberbeihil- fen für brei Jahre unb Umzugsgeld. Betrug die Dienstzeit länger als 12 Jahre, erhöht sich bie Dienst- belohnung. Wenn ber Ausscheidende eine Neubauernstelle übernimmt, erhöht sich bie Abfinbung. Der Sinn biefer Regelung ist klar, er geht dahin, den alten Soldaten den Eintritt in eine selbständige Existenz zu ermöglichen, darüber hinaus tüchtige Kräfte für das flache Land zu gewinnen. Berufssoldaten, die in ein Beamtenverhältnis treten wollen, find Militäranwärter. Daß für ihre Ausbildung des künftigen Beamtenberufs alle Vorbereitungen durch Fachschulen und dgl. getroffen sind, ist selbstverständlich. Sie erhalten eine Uebergangsbeihilfe, bie nach zwölfjähriger Dienstzeit 750 RM. beträgt und — bis die planmäßige Anstellung als Beamter erfolgt ist —, Militäranwärterbezüge. Die Berufung in eine Beamtenstelle tritt an bie Stelle ber Dienstbelohnung. Die Sicherung ber Existenz ist damit gegeben. Soldaten, die nach dem früheren Recht schon eine Uebergangsbeihilfe bezogen, erhalten bei ihrer Entlassung, wenn sie Anspruch auf Dienstbelohnung ober Uebergangsbeihilfe haben, minbeftens 1500 RM. Die Fürsorge bei den ausscheidenben Offizieren regelt sich nach anderen Grundsätzen. Hier ist zu berücksichtigen, baß ein Offizier oft schon vor bem 50. Lebensjahr ausscheibet, während der Beamte erst mit 65 Jahren pensioniert wird. Es wird eine Kapitalabfindung gewährt, die zum Grunderwerb ober zur Erleichterung des Berufswechsels dienen soll. Sie beträgt bas siebeneinhalbfache bes letzten Jahresgehalts. Dafür wird zehn Jahre lang ii 5'"'i b's Ruhegehalts nicht gezahlt. Kleine politische Nachrichten. Nach Teilnahme am „Tag des Heeres" in Karls- Horst am 9. Juli hat der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst v. Brauchitsch, einen mehrwöchigen Erholungsurlaub angetreten. Zwischen der deutschen und der französischen Regierung ist mit bem Ziel der Aufrechterhaltung einer möglichst großen Ausfuhr des Protektorats Böhmen und Möhren nach Frankreich eine Lifte der von Frankreich | für die Einfuhr von Waren des Protektorats zu erteilenden Kontingente vereinbart worden. Auf der Montagssitzung der Bank für In. ternationalen Zahlungsausgleich in Basel beachtete Reichswirtschaftsminister unb Reichsbankpräsident Funk über bas neue Reichsbankgesetz, das das Verhältnis der Reichsbank zur BIZ. nicht berühre. Der Präsident des Verwal. tungsrates, Sir Otto Niemeyer, berichtete über bie Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Monat, die Bilanzsumme konnte sich gegenüber den leicht abschwächenden Tendenzen des Mai von 576,3 auf 589,2 Millionen Franken erhöhen. Die statutengemäß bis 1. Juli zurückgestellten Dividendenauszahlung en sind nun in Golbfrankcn vorgenommen worden. Der spanische Sozialistenführer und ehemalige Cortezpräfident Julian B e st e i r o , der am Ende des spanischen Krieges dem sog. Madrider Derteidi- gungsausschuß angehörte, ist vom Kriegsgericht zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der Staatsanwalt hatte gegen ihn die Todesstrafe beantragt. AattonalsozialistischeWohnungSpolitil. * Stockholm, 10. Juli. (DNB.) Der 17. Inter» j • nationale Kongreß für Wohnungswesen und Städtebau wurde durch seinen Präfi- । deuten, Oberbürgermeister Dr. Ströhlin (Stutt- i । gart), eröffnet. 26 Länder find auf dem Kongreß ■ vertreten, lieber bie erste Hauptfrage des Kongresses > „Wohnungsbau für besondere Bevölkerungsgruppen" ( • sprach der Vertreter Hollands, de Jonge v.an E11 e m e e t aus Amsterdam. Reichsarbeitsminister S e l d t e legte darauf die Wohnungspolitik int nationalsozialistischen Staat bar, bie in ber Schaf- ; fung gesunden und ausreichenden Wohnraumes ; gerade für bie minderbemittelten Volksgenossen das Kernstück einer gesunden Sozialpolitik erblicke. Hand in Hand hiermit gehe die Wohnungsfürsorge für die kinderreichen Familien, die eine woh- nungspolitisch gesunde Lenkung der Wohnbautätig- feit gewährleisten solle. Es handelt sich hierbei im einzelnen um Kleinsiedlungen, Volkswohnungen und Landarbeiterwohnungen. Seit 1933 seien etwa 1,9 Millionen Wohnstätten hauptsächlich für Minderbemittelte geschaffen worden. Im laufenden Jahre । könne mit der Errichtung von etwa 300 000 neurt- Wohnungen gerechnet werden. Wetterbericht Mit einer West- bis Nordwestströmung wird Deutschland mit kalter Meeresluft überflutet, in deren Bereich es am Montag auch in unserem Gebiet zu Schauertätigkeit kam. Mit der Verflachung der Kaltluftgegensätze über Europa läßt die Kaltluftzufuhr wieder nach, doch bleibt, vor allem für die nördlichen Gebiete bes Reiches, noch Unbeständigkeit erhalten. Vorhersage für Mittwoch: Veränderlich, dabei vielfach heiter und südlich der Kammlinie des Taunus, Spessart und der Rhön im allgemeinen auch trocken. Nach Norden hin noch Neigung zu einzelnen Niederschlägen bei abflauenben Winden aus West bis Nord. Tagsüber wieder leichte Wärmezunahme. Vorhersage für Donnerstag: Im wesentlichen freundlich und etwas wärmer Lufttemperaturen am 10. Juli: mittags 14,2 Grad Celsius, abends 13,2 Grad; am 11. Juli: morgens 11,6 Grad. Maximum 19,0 Gfrab, Minimum 10,0 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 10. Juli: abends 18,9 Grad; am 11. Juli: morgens 15,7 Grad. — Niederschläge 2,3 mm. — Sonnenscheindauer 5,2 Stunden. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot (beurlaubt), i. V.: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. 2). 21. VI. 1939: über 9000. Druck und Verlag: Brühlfche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs, preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. 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Auf den Blu- imen in den schmalen, braunen Tonkästen hängen in och bie Tautropfen. In ber Sonne sieht es aus, rnl5 feien sie aus leuchtenbem Metall. Doch wenn iman mit dem Finger noch jo vorsichtig baran tippt, ^erfpringen sie und werden flüssiges Gold, durch bas «nie ein buntes Lidst bas Rot und Blau ber Blüten- Qblättcr schimmert. In bieser Frühe ist alles anbers t nls am Tag. Die Blumen buften stärker. In ihrem v Leuchten habet sich gerade ein Marienkäfer. Der Heine Junge setzt ihn auf die Fläche feiner Hand. | (Ein paarmal dreht sich der Käfer wie im Tanz. Die iveißen Punkte auf seinem lackroten Leib werden tein Stern! Dann breitet er bie Flügel aus unb {steigt in bas silberne Licht, in bem er halb nicht mehr zu sehen ist. Ohne Scheu setzt sich ein bunter Fink auf ben Rand bes Blumenkastens. Seine lusti- : gen, beerenrunden Augen prüfen erwartungsvoll , den' Frühstückstisch. Der kleine Jiwge schnuppert mit krauser Nase. Es duftet aus der Küche nach Schokolade. Er tröstet ben hungrigen Vogel. „Heute bekommen wir was ganz Gutes. Ein Stück Kuchen, -en Mutter vom Sonntag für uns aufgehoben Partei in gleicher ober ähnlicher Meise mit bersel- ben Zielsetzung soll erstrebt werden. Der Leiter bes Musikkorps ber Luftwaffe, Musikmeister Pfarre, brachte zur Sprache, daß in Wie« fjen leider kein geeigneter Platz vorhanden ist, auf dem sich ohne Beeinträchtigung durch den Lärm des Straßengetriebes (Auto, Straßenbahn usw.) Platzkonzerte durchführen lassen. Diese Beanstandung fand bei allen Sitzungsteilnehmern volle Würdigung. Ilm diesem Mangel wirksam abzuhelsen, hat sich Oberbürgermeister R i 11 c r in bankensmer-- tcr Weise sofort bereit erklärt, den Garten vor dem Stadthaus (im Bilde links) unterrichtet die Fähnleinführer — (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) vertieft werde. An der Jiigend liege es, Unterschiede -wischen Stadt- und Landjugend überhaupt nicht mehr auskommen zu lassen. Mit den besten Wünschen für schöne Fahrt- unb Wanbertage schloß ber Bannführer seine Ansprache. Nachbem bie Fähnleinführer noch einmal durch den Bannführer auf ihre Verantwortlichkeit aufmerksam gemacht und ihnen auch die letzten Anweisungen über die Durchführung der Fahrt und des Lagerausenthalts gegeben waren, marschierten bie Pimpfe unter ben Klängen ihres Spielmanns, und Fanfarenzuges zum Bahnhof. Die Fahrt führte zunächst nach Bad Schwal- b a ch. Ein Teil ber Pimpfe, etwa bie Hälfte, also runb 400, beziehen bei Bab Schmalbach bas Sommerlager bes Jungbannes, währenb bie andere Hälfte der Fahrtteilnehmer bereits auf der Station Zollhaus im Taunus ausstieg und von dort aus eine viertägige Wanderung durch den Taunus antrat, um dann schließlich für sechs Tage in das Lager Bad Schmalbach einzumechseln. Diejenigen, die schon gestern in das Lager einruckten, werden nach der Ankunft ihrer Kameraden das Feld räumen und dann ihrerseits für sechs T a g c auf Fahrt geben. Am 21. Juli erfolgt bann bie Rückfahrt von Bab Schmalbach bzw. von Station Zollhaus aus. Lange. ift Bim- e Bilder 5 Thyck ür Stahl iumfchein: igenleiter t der Stoiber M sbrudeni. itsbezugß [ellgebühi, Iverkaust der W liste Nr.t Vornoti,en. Tageskalender für Dienstag. - Gloria-Palast (Seltersweg): „Silvesternacht ^Alexanderplatz". Abbruch am Geiterstor. i ieder." Dafür winkt aber auch ber Mühe Lohn. Wenn ! ater abends nach Hause kommt, paradieren zahl- i iche Gläser auf Tisch und Bord. Strahlend zeigt ! c Hausfrau ihre Schätze. „Nach dem Essen schreibst ! , gleich die Schilder und nachher tragen wir die l (äfer in ben Keller." Das Schilderschreiben muß nmlid) Vati besorgen, bas versteht er besser. Unb Während er sorgsam ein Schilbchen nach bem andren beschriftet, schauen ihm Hans unb Liese unb teinrich und Grete aufmerksam zu. Es ist ein seltene Vorgang, Vati zeichnen zu sehen. Aber auch as wird geschasst, und schließlich wandert bie ganze Herrlichkeit in ben Keller, wo sie sich auf.bem ein- stchen Regal prachtvoll ausnimmt. Unterbeffen hat bie Hausfrau schon tnieber neue f-länc. Sie beult an die Sauerkirschen, die bem- i-ichst an die Reihe kommen. Dann muß noch allcr-- |-1 Gelee gemacht werden. Später gibt es Pflaumen mb Preißelbeeren. Auch Gurken sollen eingelegt werben und natürlich Bohnen. Es gibt eine ganze Wenge Dinge, die des Einmachens wert sind, und lie Hausfrau sieht bereits im Geiste ihr Regal voll mit ben verlockenbsten Sachen, bie im Winter bas Wirtschaften erleichtern werden. Und während sie !«rüber nachdenkt, spürt sie den prickelnden Reiz, ter von dieser Einmachzeit ausgeht. Gewiß, es ist ■in mühsames Arbeiten, aber in dieser Arbeit steckt icd) ein Stückchen Poesie. Und nimmt ni*t in nferer aller Kindheitserinnerung Mutters Ein- -lachen einen besonderen Platz ein? Sie hat eben inen stillen Glanz, die schöne Einmachzeit. H. W. Sch. Bergstraße (früher Steins Garlen) mit f o fo r (i g c r Wirkung für Konzertveranstaltungen z u r Vers ü- f ü g n n g zu ft e t l e n. Damit wird an eine alte Gießener Tradition wieder angeknüvft werden können, ficherlich zur Freude aller Gießener Volksgenossen. 3n dem Btirgcr- meistereigarten an der vergstraße (Steins Garten) wird bereits am morgigen Mittwoch um 17 ll h r das erste Platzkonzert stattfinden, das von dem Musikkorps der Luftwaffe unter Leitung von Musikmeister Pfarre gegeben- wird. Anschließend wird a n jedem Mittwoch um 17 Uhr Platzkonzert in „Steins Garten" stattfinden, am Mittwoch nächster Woche vom Musikkorps des 3nf.- Rgts. 116 unter Leitung von Stabsmusikmeister Krieg. Darüber hinaus ist vorgesehen, schon in nächster Zeit an Sonntag Vormittagen a u ch im Garten des Schützen Haus es, nachdem dort einige Erneuerungsarbeiten burchgefiihrt sind, K o n z e r t v e r a n st a l t u n g e n zu geben. Damit soll dem Wunsche nach S o n n t a g - V o r m i t - tagskonzerten Rechnung getragen werden. Für S t r e i ch k o n z e r t e unb schöne Abend- musik soll ebenfalls „Steins Garten" bienen, damit auch die klassische Musik in stimmungsvoller Umrahmung im Garten zur Geltung kommen wird. Für die Durchführung der Konzerte haben sich die Musikkorps unserer Gießener Wehrmacht, die Kreiskapelle der Partei, der Musikzug der SA.-Standarte 116 unb das Collegium musicum in anerkennenswerter Bereitwilligkeit zur Verfügung gestellt. Bis zur Neuherrichtung des Schützenhauses und Schützenhausgartens werden vor dem Stadt- t h e a t c r n o ch Konzerte veranstaltet werden. Dann aber werden die Knzerte nur noch in „Steins j Seit gestrigen Montag sind an einem Torhaus im Selterstor Abbruchsarbeiten im Gange, bie ran wohl als Auftakt zu weiteren Umgestaltungen >n dieser Stelle unseres Straßenbildes ansehen ann Maßgebend für diese Neugestaltung war ber Gesichtspunkt, baß bie Verkehrserforbernisse an tiefer Stelle bringenb eine durchgreifende Verbesserung crforberlid) madjen. Im Zuge diesek Maßnahmen wird wohl bas ganze Gesid)t bes bärtigen Verkehrsknotenpunktes eine grundlegende Neuerung erfahren, bei der wahrscheinlid) auch das andere Torhaus einer neueren unb besseren Einrichtung | wird Platz machen müssen._________________________ Feten die letzten Weisungen. Die Jugend bot in ihrer straffen Organisation und in ihrer tadellosen Haltung einen hervorragenden Eindruck, und viele Eltern, die sich zur Verabschiedung ihrer Jungen einfanden, hatten ihre Helle Freude daran. Jeder Junge hatte ben sauber gepackten Tornister auf bem Rücken, war mit der Schlafdecke versehen, eine Reihe der älteren Pimvse hatte Spaten bei sich, andere trugen die Kochtöpfe,' hatten Laternen, Stagen und Sportgeräte bei sich, selbstverständlich fehlten auch bie Feldschere nickst, hie in Fällen möglicher kleiner Verletzungen erste Hilfe leisten sollen. Baiinführer Taesler hielt zur Verabschiedung der Pimpfe eine kurze Ansprache. Er wies daraus hin, daß auch diese Hessen-Nassau-Fahrt jedem Pimpf die Möglichkeit gebe, sich in der Kamerod- sck)aft zu bewähren. Er stellte aber auch die Notwendigkeit äußerster Ordnung und Disziplin heraus. In wenigen Sätzen schilderte er, wie es ben Pimpfen nun 'wieder vergönnt sei, sich ein Stück Heimat zu erwandern, ben Taunus kennenzulernen, vielleicht bis zum Rhein vorzustoßen, bas herrliche Mispertal zu erleben usw. Er wies ferner darauf hin, wie es durch diese Fahrten möglid) werde, daß sich die Pimpfe der Stadt und des Landes näher kennenlernen und wie gerade dadurch die Verbundenheit von Stadt und Land immer mehr wie es ber junge Dr. Storp von ber Rettungsstelle am Alexanderplatz ist, ober bem energischen Zu- packen eines Mannes, ber, wie sein Freund Rem- - Hardt, an sich selber die Tiefen der Menschenseele, die Verzweiflung am Leben erfahren hat. Diese Rettungsstelle am Aleranderplatz ist wie ein Brenn- spiegel menschlicher Schicksale, wie sie im seltsamen Fluidum der Silvesternacht vielleicht eher als zu jeder anderen Stunde sich vor unseren Augen au\*\ tun. Und die Männer, bie hier auf Posten stehen,; sind, jeber in feiner Art, ganze Kerle, bie über ihre, Amtspflicht hinaus auch ihr Herz sprechen lassen unb bock) nicht weich werben, wenn persönliches- Leib seine Hanb nach ihnen ausstreckt. — Richard Schneider-Ebenkoben hat regietechnisd; ungemein geschickt unb mit feinem psychologischen Emp-. finben gleichsam in brei Stufen vor bem Hinter- grunb einer breiten, farbigen Milieuschilderung einzelne Episoden aus der Vielfalt sozialen Geschehens, wie es das Leben selbst ihm bot, herausgestellt, unb in ben Mittelpunkt ber Bühne rückte er bas Erleb- nis bes« jungen Dr. Storp, besten Braut in beit Anfechtungen dieser Silvesternacht zu sich selber unb ihrer Liebe zurückfinbet. Hannes Stelzer, der seit seinem ersten Hervortreten in „Urlaub aus Ehrenwort" nicht so leicht wieder vergessen wird, ist ber Dr. Storp, ein junger Mensch, ernst, gütig, pflichtbewußt, voll innerer Haltung. Seine Braut ist Jutta F r e i) b c, blonb, frisch unb doch mit der Reserviertheit, bie sich auch in belifater Situation so leicht nichts vergibt. Karl R a b b a tz ist ber Freunb, ber in dieser Silvesternacht erfahrt, daß das Leben nod) immer lebenswert ist, wenn man es nur richtig sehen lernt. Jakob Tiedtke hat als knurriger, aber bödjft gemütvoller Heilgehilfe Schebke eine Paraderolle. Karl Martell ist ber impulsive Künstler, ber leicht Dummheiten macht unb bie Nerven verliert. Ans bem weiteren großen Kreis ber Mitmirkenben seien als besonbers saubere unb interessante Leistungen Gertrub oll e, ®ci=. . I)orb Mi ttelhaus unb Aribert Wascher . genannt.. (Tobis.) — Im Beiprogramm liebt man düster-romantische Bilder aus Sd)ottland und einen . sehr zum Nachdenken anregenden Aussd)Nitt aus, der furchtbaren Polizei-Bilanz der Verkehrsunfälle. i Die Ufa-Wochenschau zeigt Bilder vorn Jagdfest am ■ "Werbellinsee, die NSV. bei ihrer segensreichen. : Betreuungsarbeit in ber Bayrischen Ostmark unb- i ben Stap'ellauf bes Großen Kreuzers „Lutzow". Fr. W. Lange/ Einmachzeit. Das Einmachen ist die schönste Besd)äftigung, ber i) die Hausfrauen gegenwärtig hingeben. Unter leiiigung sämtlicher Familienangehöriger natür» ji). Schon' am Morgen bekommt der Ehemann seine 1 .rote mit: „Halte bid) heute abend auf bem Nach- 1 useweg nickst lange auf. Du weißt, ich will mor- ([ii eiiHnadjcn, ba können mir heute bie Beeren nod) imeinsam lesen." Dieser freunblichen Aufforberung mn sid) natürlid) kein sorgender Hausvater ent« ichen, weshalb er abenbs pünktlich eintrifft, wo rcits Hochbetrieb herrscht. Großmutter, Mutter nid die gesamte Kinderschar sind dabei, die Beeren tziszulesen, unb dem Vater wird bereitwilligst ein Motz zugemiesen. Mit vereinten Kräften geht das liiert vorwärts. Manchmal bis in die späten Abend- si inden. r Am nächsten Morgen ist die Hausfrau sd)on wie- !r früh auf den Beinen. Mit Forsche packt sie die Irbcit an. Bald reihen sich bie Gläser auf bem isch, während im großen Topf ber Beerenbrei impft und zi-scht. Ein anberer Teil der Beeren ninbert birett in die Gläser, bie mieberum im Em- :ed’apparat uerschminbeii, aus bem langstielig die hermometersäule ragt. Die Hausfrau örel)t '"'b icnbct sich in quirlender Geschäftigkeit. Balb ist sie n Marmeladentops, bann prüft fic bie Gasflamme Her das Feuer, jetzt wiegt sie Zucker ab, unb im richsten Augenblick hält sie schon wieder die Ruhr- 1 Ile bereit Wehe demjenigen, ber ihr in die Quere l-mmt Selbst die Kinder dürfen sich nicht blicken I | en „Geht spielen unb kommt so schnell nicht Jungen ein, als die ersten Sterne leuchteten. Es | war Mutters Geburtstag, unb er durfte länger auf- ' bleiben als sonst. Jetzt schimmern zwischen den schon ' welk merbenben und abfallenden Blättern ein paar letzte Rosen. Diese Nack)zügler haben die rosa Farbe nicht mehr. Sie sind weiß mit einem grünen Ton unb kaum von ben Blättern zu unterscheiben. Eine Libelle schwebt mit burck;sichtigen Flügeln darüber hin unb läßt fick) bann auf ben blassen Bluten nieder. Ucber ihren im Licht des- Morgens silbernen Leib geht ein Zittern, bas bie Rosenblatter m eine feine, schwingende Bewegung setzt. Es ist, als tanzten sie mit der Libelle unb ben Sonnenstrahlen. Als ber kleine Junge mit anbächtigen Augen das Wunder bestaunt, klingt hinter ihm ein Zwitschern. Der Fink spaziert über ben Frühstückstisch, der immer noch leer ist. In der Tasche seiner Jacke findet der Junge noch ein paar Krümel unb hält sie bem Vogel hin. Der pickt sie ihm ans ber Hand, piepsend unb flugel= schlagend behält der Fink seinen Posten auf bem Tisch Der kleine Junge freut fick), baß ber Vogel so .^traulich bei ihm bleibt unb tut einen tiefen Atemzug vor Glück. Die Mutter kommt mit bem Frühstück. Der Fink fliegt mieber auf ben Rand seines Blumenkastens unb bleibt bort abroartenb sitzen. Die Libelle ist nicht mehr ba, aber eine samtene, braungelbe Hummel versinkt im Rosenbett, unb ihr Summen ist wie ein Morgenlieb für Blumen unb Sonne! In sich überstürzenden Worten erzählt ber kleine Junge {einer Mutter von seinen Erlebnissen. Wie blau seine Außen sinb", bentt bie Mutter, deren schwerer Tag schon früh beginnt, „wie ein Spiegel bieses wolkenlosen Himmels ... Mit gutem Appetit trinkt ber Junge. Während er den Fink mit dem Rest des Kuchens futtert, hat er bie Mutter so viel zu fragen: Können bie Tautropfen Glasperlen von ber Kette der Blumen fee lein ? Ist bie Libelle vielleicht von einem Teich aekommen, auf dem bie Wasserrosen blühen ...? Kam sie aus bem Korallenschloß bes Meerkonigs .... Die Mutter kramt in ihrem Märchenschatz unb holt ben Wunberteppich heraus, ber über bie Dächer und Kirchtürme fliegt. Da blickt das Kmb in ben Himmel 1 ber fein goldenes Licht immer verfchwenbe- rijdjer auf die Erde schüttet und sagt leise: „Jetzt ^^Der'keck^Kuckuck läßt seinen Schrei siebenmal ertönen. Der Junge umarmt seine Mutter, und fic M KZ iV.Gulde" »Fr.**1 K-s 'S' tin^X Jruckreus chwachs Apotheken! tsapotheke gel, io«v jtheke. yVelcker llttutl xhltrom SOLolhO, -.TV a(M; Wie im Vorjahre, so untern-ehinen and) in diesem Jahre wieder die Pimpfe (unb auch bie Hitler Jugenb) eine große Hesscn-Nasfau-Fahrt. Gestern war für bie Pimpfe ber große Tag bes Aufbruchs. Die Vorbereitungen waren mit aller Sorgfalt betrieben worden. Die Erfahrungen ber vergangenen Jahre würben berücksichtigt, so daß aud) die diesjährige Dari) wies darauf hin, daß der Konzertverem fid) von jeher die Pflege der künstlerischen Musik angelegen sein ließ. Er bezeichnete cs als dringende Notwendigkeit, daß der Kreis ber Musikbeflis - jenen unb - Freunbe eine erhebliche Erweiterung erfährt, namentlich durch Hinzutritt unserer Jugenb. In diesem Zusammenhang wurde besonders an bie H i t le r - I u g e n h appelliert, auch aus biesem Gebiete an ber Pflege unb Forbe- rung ber Kunst burri) aktive Ausübung ber Musik mitzuwirken. In erfreulidjer Weise sagte ber in ber Sitzung anroefenbe berzcitige Führer bes Bannes 116, Jungbannführer Taesler, bie Unterstützung ber HI. zu. Im weiteren Verlaufe ber Beratungen würbe u. a. bahin llcbercinftimniung erzielt, daß ber „T a g der 5) a u s in u f i k" von ber HI. und der Mufik- tammer gemeinsam als eine Werbung für die Musik veranstaltet werden soll. Der T h e a t e r r i n g der Hitler-Jugend wird voraussichtlid) zu einem V e r a n st a 11 u n g s r i n g" erweitert werden, der auch die Pflege der'Musik zu seinen Aufgaben zahlen wird. Die Mitarbeit aller Gliederungen der tt- M c Aus Gießen-Klein-Linden Im i JrocM imw Im 10 Minute» mit OpeKtQ Neuer Lameradschafisführer der Lrlegerkameradschafl. cur L- Husadel Sandow Rixner Husadel Popy Earcna Dostal Bögelsack 1. „Flieger-Fanfare", Fanfarenmarsch 2. „Heil Dir, lieb Vaterland", Marsch 3. „Bagatelle", Ouvertüre 4. .Hegende" 5. „Suite Orientale" in vier Sätzen 6. „Geheimnisse der Etsch", Walzer 7. „Servus Wien", Großes Potpourri 8. „Legion Condor", Marsch il.’i uni ** Ernennung beim Dersorgungs- amt. Der Derwaltungssekretär Josef Appel vom Dersorgungsamt Gießen wurde von dem Herrn Reichsarbeitsminister mit Wirkung vom 1. Mai 1939 zum Derwaltungs-Obersekretär ernannt. Die NS.-Volkswohlfahrt, die bereits feit Jahren auf zahlreichen Gebieten eine außerordentlich segensreiche Tätigkeit entfaltet, hat nunmehr auch in Gießen ein weiteres Arbeitsfeld zur Betreuung übernommen. Mit Wirkung ab 1. Juli hat die NSV. einen NSV.-Bahnhofsdienst eingerichtet, der allen ankommenden und durchreisenden Volksgenossen helfend und beratend zur Seite stehen soll, sich vor allem auch der alleinreisenden Frauen, Mädchen und Kinder annimmt, nicht nur Rat und Auskunft erteilt, sondern auch frisch zugreifende Hilfe leistet, kurzum alles das tun will, was von den rat- und hilfsbedürftigen Reisenden erbeten wird. Der NSV.Eahnhofsdienst wird sich insbesondere auch der auf unserem Bahnhof durchkommenden Kinderlandtransporte annehmen, soweit für diese Kinder auf dem Gießener Bahnhof die Ausgabe von Verpflegung vorgesehen ist, ferner wird er den in Gießen ankommenden Hitler-Urlaubern zu Auskünften über Wege und Plätze in der Stadt, Verkehrsverbindungen, Ouartierfragen ufw. beratend und helfend zur Seite stehen. Der NSD.-Bahnhofsdienst wird gemeinsam von einer Mitarbeiterin (Voltspflegerin) der Kreisamtsleitung der NSV. und Frauen der NS.-Frauenschaft durchgeführt. Der Dienst ist so eingerichtet, daß vormittags die Volkspflegerin der Kreisamtsleitung im Bahnhofsdienst tätig ist, während in den Nach- Garten" und im Garten des Schützenhauses stattfinden. Für das Musikleben in unserer Stadt, aber auch für die Musikfreunde in den benachbarten Orten ist mit den gestrigen Entscheidungen im Gießener Musikausschuß eine sehr erfreuliche Entwicklung eingeleitet worden. Man darf nun wohl hoffen und wünschen, daß alle Konzertveranstaltungen von der Gießener Bevölkerung und von den Volksgenossen aus der Umgegend starken Besuch erhalten, damit sie zu einer Einrichtung von bleibender Dauer werden können. Oie Dorlragsfolge beim morgigen Platzkonzert. Das Musikkorps der Luftwaffe unter Leitunonon Musikmeister Pfarre wird'am morgigen Mittwoch, 17 Uhr, bei dem Konzert in Sterns Garten folgende Konzertstücke zu Gehör bringen: F 1 mittags- und Abendstunden die Mitglieder der NS.- Frauenschaft den Dienst versehen. Vormittags wird der NSV.-Bahnhofsdienft von 7.30 bis 10 Uhr, nachmittags von 13 bis 22 Uhr, nach Bedarf auch über die Zeit von 22 Uhr hinaus ununterbrochen bereitstehen. In der Zeit von 13 bis 22 Uhr werden sich die diensttuenden Frauen nach mehrstündiger Dienstzeit ablösen. Der Bahnhofsdienst wird in dieser Weise an allen Tagen, also aus Sonntags, versehen. Die Frauen des NSV.-Bahnhofdienstes sind durch eine Armbinde mit der Aufschrift „N S V. - B a h n- tz o f s d i e n st" kenntlich. Ein Raum im Bahnhofsgebäude ist durch entsprechende Aufschrift als Dienstraum des NSD.-Bahnhofsdienstes erkennbar gemacht, ferner finden sich auf den Bahnsteigen entsprechende Hinweise. Der Dienstraum ist von der Kreisamtsleitung der NSV. in zweckdienlicher Weise ausgestattet worden. Der NSD.-Bahnhofsdienst stellt sich allen deutschen Volksgenossen ohne jeglichen Unterschied zur Verfügung. Für ihn gilt als alleiniger Grundsatz nur der große Gedanke des Dienstes am Volksganzen. Damit wird sich die NSV. zu ihren bisherigen dankenswerten Leistungen für das Volkswohl weitere schöne Verdienste erwerben, die ihr die verstärkte Anerkennung aller Volksgenossen bringen werden. Gasthaus „Zur deutschen Eiche" hielt am Sonntagnachmittag dieKameradschaftKlein- Linden einen außerordentlichen Kameradschaftsappell ab, der sich in der Hauptsache mit der Wahl ■eines neuen Kameradschaftsführers Bahnhofsdienst der NGB. in Gießen Dienst am Dolksganzen. Keine Hausgemeinschaft zwischen Luden und Ariern Das Gesetz über die Mieiverhäliniffe der Luden. Amtsgericht Gießen. Der L. M. in Köppern erhielt durch Strafbefehl eine Gefängnisstrafe von sechs Wochen. Er hatte im Jahre 1937 auf Aufforderung des Betriebsobmanns einer Firma innerhalb feiner mit ihm aus zehn Mann bestehenden Arbeitskolonne eine Sammlung zur Unterstützung der Hinterbliebenen eines tödlich verunglückten Arbeitskameraden durchgeführt, hierbei selbst, wie die übrigen neun Arbeitskameraden, eine Mark gespendet, jedoch statt 10 Mark nur 5 Mark an die Witwe abgeliefert. Zu der gestrigen Hauptverhandlung war der Angeklagte trotz ordnungsmäßiger Ladung nicht erschienen. Sein Einspruch wurde daher verworfen. Ein Mann aus Kirch-Göns hatte sich wegen Unterschlagung zu verantworten. Er hatte in den Jahren 1937 und 1938 für ein Gießener Geschäft Zahlungen von Kunden in Höhe von 260 Mark entgegengenommen und für sich verbraucht. Der Angeklagte war geständig. Mit Rücksicht auf das Geständnis und die seitherige Unbestraftheit bes Angeklagten beantragte der Vertreter der Anklage eine Geldstrafe von 350 Mark, Hilfsweise 70 Tage Gefängnis. Der Angeklagte wurde der Unterfchla- gung schuldig erkannt und zu einer Geldstrafe von 350 Mark, ersatzweise 35 Tage Gefängnis, ver- urteilt. Eine Mahnung zur Vorsicht. * Großen-Linden, 11. Juli. Gestern ereignete sich hier ein schwerer Unfall. Das zweijährige Söhnchen Werner des Rangierarbeiters Schmidt von hier stürzte in einen Topf heißen Gelees, den feine Mutter vom Herd auf den Fußboden abgestellt hatte. Das bedauernswerte Kind erlitt dabei so erhebliche Verbrennungen | am Gesäß und an den Beinen, daß es sofort in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden mußte. Der Junge liegt schwer darnieder. Landkreis Gießen <£ Watzenborn-Steinberg, 10. Juli. Am Samstagnachmittag herrschte in den Straßen von Watzenborn-Steinberg reges Leben. Der Bürgermeister hatte zur Kartoffelkäferfuche aufgerufen. Aus jedem Haus mußte sich eine Person daran beteiligen. Weiter nahmen die Schulkinder hieran teil. Am Sammelplatz vor der Volkshalle sprach Bürgermeister Schäfer nochmals kurz über den Kartoffelkäfer und die Folgen seines Auftretens. Dann wurden einzelne Suchgruvpen gebildet, denen ein bestimmter Feldbezirk zur Absuche übertragen wurde. Glücklicherweise verlief die gesamte Suchaktton ergebnislos. Die nächste Suche findet am kommenden Samstagnachmittag statt. — Am Samstagabend lief in der Volkshalle der Film „Alarm in Peking". Der Besuch war als sehr gut zu bezeichnen. — Gestern begab sich die Oberklasse der hiesigen Volksschule unter Führung von Lehrer M a r • sieller zu einem 8tägigen Aufenthalt in das Landschulheim Bad-Homburg. Hunöfunfprogromm Mittwoch, 12. Juli. 5 Uhr: Frühmusik. Es spielt die Tanzkapelle des I Reichssenders Breslau. 5.50: Bauer, merk auf! 6: Uebertragung nach Saarbrücken: Nachrichten. Gym- nasttk. 6.30: Fpühkonzert. Es spielt das Hermann« Sanges freunden mit einer Musikkapelle am Bahnhof empfangen und unter flotter Marschmusik durch die geschmückten Straßen Gaulsheims zum Ver- einslokal der Sänger begleitet Nach herzlicher Begrüßung wurden die Quartiere bei der gast frohen Bevölkerung bezogen. Am Samstagabend wurde gemeinsam von Gästen und Gastgebern ein Liederabend veranstaltet. Der Vereinsführer der Gastgeber sprach zu den Gästen aus Gießen-Klein-Linden herzliche Worte der Begrüßung. Für die Gäste sprach Vereinsführer Wilhelm Rinn herzliche Dankesworte für die gastfreundliche Aufnahme. Er erinnerte daran, wie aus Anlaß des 3. Hessischen Gausängerfestes in Gießen am 8. Juli 1938 die Freundschaft zwischen den beiden Vereinen geschlossen wurde, sprach ferner über die Bedeutung des deutschen Liedes als einer Pflegestätte des deutschen Kulturgutes und als einer Stätte, wo Freundschaft und Volksgemeinscbast weit über die heimatlichen Grenzen hinaus besonders gepflegt würden. Zum Schluß überreichte er den Gastgebern im Auftrag seines Vereins den Chor „Brünnele" von Trunk. Dann erklangen abwechselnd die Chöre der beiden Vereine, belohnt von starkem Beifall der Zuhörer. Zwischendurch spielte der Musikzug'zum Tanz auf, und bei Frohsinn und in gehobener Stimmung verlebten die Sänger einen echt rheinischen Abend. Am Sonntagoormittag unternahm man gemeinsam einen Ausflug nach Rübesheim und dem Niederwalddenkmal und fuhr dann über den Rhein zurück nach Bingen. Am Nachmittag traf man sich noch einmal im Vereinslokal. Die Sänger von Gaulsheim versprachen, den Gegenbesuch in Gie- ßen-Klein-Linden anläßlich des 75jährigen Sttf- tungsfestes der „Eintracht" im Sommer 1940 abzu- ftatten. Hochbefriedigt von den Erlebnissen der beiden Tage trafen die Mitglieder der „Eintracht" am Sonntagabend wieder in der Heimat ein. Hagestedt-Orchester. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 8.40: 1 Aus Bad Bertrich: Bäderkonzert. 9.30: Gaunachrichten. 10: Schulfunk: Lieder aus der Gottschee. 11.40: Ruf ins Land. 12: Aus dem Betrieb der Firma Spang & Brands, Oberursel i. T.: Werks- Anordnung sind die Pflichten der betroffenen Personenkreise genau festgelegt. Um den notwendigen Raumbedarf für die Juden zu kennen, ist eine Anmeldung der jetzt in jüdischem Besitz befindlichen Wohnungen notwendig. Hierzu gehört auch der an Juden untervermietete Wohnraum, da in Zukunft Juden nur bei Juden in Untermiete wohnen dürfen. Maßgeblich für die Eigentumsverhältnisse der Grundstücke, in denen jüdische Mieter wohnen, ist als Sttchtag der 5. Mai 1939, d. h. ohne Rücksicht auf inzwischen etwa eingetretene Eigentumsoeränderun- gen sind diejenigen Angaben der Gemeindebehörde zu machen, die sich auf die Verhältnisse in den Grundstücken am 5. Mai 1939 beziehen. Soweit Grundstücke am 5. Mai 1939 im Eigentum oder im Nutzungsrecht eines Juden standen, hat der Ver- fügungsberechttgte anzugeben, welche Räume an Nichtjuden vermietet und welche an 3uben_ vermietet waren. Desgleichen sind die vom Eigentümer oder Nutzungsbereckttgten selbst benutzten Räume anzu- meßen und, soweit in diesen Häusern auch Untermieter vorhanden waren, ist anaugeben, ob es sich bei ihnen um Juden ober Nichtjuden handelt. Selbstverständlich sind auch leerstehende Räume anzumelden. Alle Veränderungen, die sich auf diese Räume beziehen, Beendigung des Mietverhältnisses usw., sind gleichfalls und innerhalb von drei Tagen anzuzeigen. Die gleiche Anzeigepflicht trifft alle diejenigen arischen Eigentümer, die am 5. Mai 1939 an Juden Räume vermietet oder untervermietet haben. Ein Uebergang des Verfügungsrechtes nach dem 5. Mai an Arier oder ein mehrfacher lieber- gang feit dieser Zeit an Arier ändert nichts an der Anmeldungspflicht. Es wird in Zukunft also so sein, daß bei dem Freiwerden von Wohnungen, die bisher von jüdischen Mietern in nichtjüdischen Häusern bewohnt wurden, diese nach Möglichkeit deutschen Volksgenossen zur Verfügung gestellt werden, die bisher in jüdischen Häusern wohnen mußten. Dadurch besteht die Möglichkeit, in den für jüdische Mieter Am 30. April 1939 hat die Reichsregierung ein Gesetz erlassen, das die Regelung der Mietverhält« nisse der Juden festlegt. Danach ist oberster Grund- satz die Trennung von Juden und Ariern im Rahmen einer Hausgemeinschaft. Alle Möglichkeiten, eine solche Trennung baldmöglichst, aber auch planmäßig durchzuführen, sind aus diesem Gesetz ersichtlich. Es ist keinesfalls angängig, daß zu einem Zeitpunkt, in dem in Deutschland keine überflüssigen Wohnungen vorhanden sind, jüdische Familien übergroße Wohnräume zur Verfügung haben. Anderseits muß allerdings dafür gesorgt werden, daß insbesondere in den großen Städten des Reiches eine Obdachlosigkeit der aus den ländlichen Gebieten zugewanderten Juden verhindert wird. Trotzdem muß davon ausgegangen werden, daß die zur Zeit noch in Deutschland lebenden Juden einen ihrer Kopfzahl entsprechenden Raum zur Verfügung haben. Wenn auch eine Ghettobildung nicht erwünscht ist, so ist es selbstverständlich, daß in den repräsentativen Straßen der Städte und in den bevorzugten Geschäftsstraßen für jüdische Familien kein Raum mehr ist. Die Juden sollen zu Juden ziehen und sich in wenigen Häusern bestimmter Stadtviertel aufhalten. Da nun im letzten Jahre das jüdische Hauseigentum laufend an Arier veräußert und damit die Wohnmöglichkeiten der Juden immer geringer wurden, da die neuen Hauseigentümer den jüdischen Mietern kündigten und keinesfalls Neuvermietungen an Juden vornehmen wollten, mußte der Unterbringung der Juden in jüngster Zeit erhöhte Aufmerksamkeit zugewandt werden. Qnne befriedigende Lösung konnte nur mit Unterstützung der Gemeindebehörden, die in dieser Frage selbstverständlich aufs engste mit der Partei Zusammenarbeiten gefunden werden. In diesen Tagen haben nun im Gau Hessen- Nassau die in Frage kommenden Behörden die auf Grund des § 12 des Gesetzes über die Mietverhältnisse vorgesehene Anordnung erlassen. In dieser Der städtische Haushaltsplan für 1939. Der Haushaltsplan der Stadt Gießen und der Wirtschaftsplan der Stadtwerke für 1939 sind, wie wir von der Stadtverwaltung erfahren, inzwischen fertiggestellt und befinden sich zur Zett im Druck. Die Fertigstellung hat sich durch die mit der Eingemeindung von Wieseck, Klein-Linden und Schiffenberg in die Stadt Gießen und den dadurch erforderlich gewordenen Einbau der Einnahmen und Ausgaben dieser früheren selbständigen Gemeinden in den Haushalt der Stadt verbundene erhebliche Mehrarbeit in diesem Jahr stark verzögert. Auch der Wirtschaftsplan der Stadtwerke war auf Grund der Eigenbetriebsverordnung vom November 1938 vollständig neu zu gestalten. Der ordentliche Haushaltsplan der Stadt Gießen schließt auch in 1939 wieder ohne Fehlbetrag ab. Im außerordentlichen Haushalt sind für die vielseitigen Aufgaben der Stadt erhebliche Mittel angeforbert. Wir werden gelegentlich der Be- ratung mit ben Ratsherren, die im Laufe des Monats August erfolgen soll, auf die einzelnen Ansätze des Haushaltsplans zurückkommen. Die Ausstellung „Kampf dem Krebs- in Gießen. In der Zeit vom 7. bis 18. Oktober wird in Gießen die Ausstellung ,Kampf dem Krebs" des Deutschen Hygiene-Museums gezeigt werden. Sie wird in der Universitäts-Aula Aufstellung finden. Die Ausstellung dient der Bekämpfung der Krebskrankheit, die über 90 000 Todesfälle im Jahre in Deutschland zu verzeichnen hat. Bei diesem Kampf gegen den Krebs ist die Mitarbeit des ganzen Volkes eine zwingende Notwendigkeit. Deshalb wendet sich die Ausstellung auch an alle Volksgenossen, da Krebsgefahr sowohl bei den Männern, als auch bei den Frauen besteht. Alle Volksgenossen müssen diese wichtige Ausstellung des Deutschen Hygiene-Museums besichtigen, die bis jetzt schon über 800 000 Besucher zu verzeichnen hat. Ausklang des GießenerGtudenteniages Nachdem die Studenten während der ersten Tage des Studententages mit ihren Feiern und Veranstaltungen mehr in die Oeffentlichkeit traten, fand der Studententag 1939 am Sonntagabend feinen Abschluß in Kameradschaftsabenden auf den acht Häusern der Kameradschaften. Jede Kameradschaft hatte ihre Alten Herren und zahlreiche Gäste zu ihren Abschlußfeiern eingeladen. Diese verliefen, wie ein Rundgang durch die einzelnen Häuser zeigte, in harmonischer Stimmung und bildeten so einen würdigen Abschluß des diesjährigen Studen- tentages. Alte Herren und junge Kameraden fanden sich in fröhlicher Unterhaltung und stellten auf diese Weise wieder den Zustand her, der früher zwischen den Alten Herren und den jungen Studenten bestand. Da in dieser Woche auch das Sommersemester seinen Abschluß findet und die meisten Kameraden nach dem Osten zur Unterstützung der dort lebenden Bauern fahren, kann man diese feierlichen Stunden gleichzeitig als Abschied von der lieben Alma mater und dem schönen Städtchen Gießen betrachten. Hoffen wir, daß den jungen Kameraden im Osten der Erfolg beschieden ist, den sie sich alle für das deutsche Volk wünschen. H. Gießener wochenmarktpreise * Gießen, 11. Juli. Auf dem heuttgen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,60 Mark, Matte 25 bis 50 Psi, Käse, das Stück 4 bis 10, Wirsing, V» kg 14, Weißkraut 12 bis 15, Rotkraut 20, gelbe Rüben 20 bis 25, das Bündel 10 bis 14, rote Rüben, das Bündel 10 bis 15, Römischkohl, Vi kg 10 bis 15, Bohnen, deutsche, grün 50, Erbsen 10 bis 25, Feldsalat 22 bis 42, Tomaten 25 bis 35, Zwiebeln 15 bis 18, das Bündel 10 bis 15, Rhabarber 10 bis 16, Pilze 50, Kartoffeln, neue, XA kg 9 bis 11 Pf., 5 kg 90 Pf., 50 kg 8 bis 8,50 Mark, Pfirsiche, % kg 40 bis 45 Pf., Himbeeren 40 bis 50, Kirschen 30 bis 44, Heidelbeeren 42, Stachelbeeren 15 bis 38, Johannisberen 20 bis 28, Erdbeeren 35 bis 55, Blumenkohl das Stück 10 bis 40, Salat 5 bis 12, Salatgurken 20 bis 40, Einmachgurken 3 bis 8, Oberkohlrabi 5 bis 10, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Pf. beschäftigte. Postsekretär Heinrich Diehl wurde einstimmig zum neuen Kameradschaftsführer gewählt. Kamerad Diehl nahm die Wahl an und versprach, sich voll und ganz für die Ziele der Kameradschaft im NS.-Reichskriegerdund einzusetzen. Dom Turnverein 1889. Die Vereinsführung des Turnvereins 1889 hatte für ben Samstagabend die Mitglieder zu einer außerordentlichen Versammlung in die Turnhalle eingeladen. Der stellvertretende Vereinsführer Wilh. Germer erstattete zunächst Bericht über die Vereinsführerbesprechung am 25. Juni in Gießen und gab die Termine für die kommenden Bundesfeste des NSRL. bekannt. Er händigte den in der Versammlung anwesenden Turnern und Turnerinnen die bei ben letzten Festen erworbenen Ehrenurkunden aus. Es wurde u. a. noch beschlossen, daß das ursprünglich für den 6. August geplante 50jährige Stiftungsfest mit dem im Herbst durchzuführenden Abturnen zusammen gefeiert werden soll. In einer längeren Aussprache über die Weiterentwicklung des Turn- betriebes kam der Wille aller Turner zum Ausdruck, den Turnbetrieb unter straffer Ordnung und unter Hinzuziehung älterer Turner neu aufleben zu lassen. Sängerausflug nach Rheinhessen. Am Samstag und Sonntag unternahm der Männergesangverein „Eintracht" einen Ausflug nach Rheinhessen.Mehr als 80 aktive und passive Sänger, zum Teil mit ihren Familienangehörigen, fuhren am Samstagnachmittag über Frankfurt a. M. nach G a u l s h e i m bei Bingen, wo sie gegen 20 Uhr ankamen. Dort wurden sie von ihren in Frage kommenden Häusern jüdische Familien einzuweisen. Es ist der Wille des Gesetzgebers, daß sich die Umschichtung der jüdischen Misster möglichst bald und ohne Zwangsmaßnahmen vollziehen kann. Sollten allerdings die Juden nicht baldmöglichst die Ziele des Gesetzes, eine vollständige Trennung von Juden und Ariern in einer Hausgemeinschaft zu erzielen, zu erreichen suchen, könnten Zwangsmaßnahmen nicht erspart werden. Wenn ein Jude auf Grund dieser gesetzlichen Bestimmungen zur Räumung verurteilt wird, so kann ihm eine Räumungsfrist nur in besonders bringenden Fällen bewilligt werden, nämlich dann, wenn er durch eine Bescheinigung seiner Gemeindebehörde nachweist, daß seiner anderweitigen Unterbringung Hindernisse entgegenstehen ober ber Ge« sunbheitszustanb eines ^Betroffenen bucch bie sofortige Räumung ernstlichen Schaden erleiden würde. Diese Einengung der Räumungsfristen 'st dadurch möglich und gerechtfertigt, daß ber Jude nun in Deutschland entsprechenden Wohnraum zugewiesen erhält. Es muß von ihm erwartet werben, daß er ben ihm zugewiesenen Raum baldigst bezieht. Er wirb nicht erwarten dürfen, daß ihm über Gebühr Wohnräume zur Verfügung gestellt werden, während deutsche Menschen oft in kleinen und ungesunden Wohnungen leben muffen Die Anmeldungen auf Grund der Anordnung der Gemeindebehörden sind bis zum 20. Juli vorzu« nehmen, damit in Kürze eine klare Uebersicht über ben benötigten Wohnraum gegeben ist. Es empfiehlt sich allerbings, ehe voreilige Handlungen vorgenommen werden, bei ben Gemeinbebehörden Auskunft einzuholen. Die Anordnungen der Gemeindebehörden geben auch Auskunft darüber, wer als Jude zu betrachten ist. Es wirb in ihnen ebenfalls festgestellt, wie jübische Mischehen zu behandeln sind, da ja gerade für diese die Frage, ob sie in von Juden oder von Arier bewohnten Grundstücken unterzubringen sind, von besonderer Bedeutung rft icr Unterhaltungsmusik. Werke von rasbar! 18.15: Graf Zeppelins Ritt durch den Feuerwehr-Alarme im Kreise Gießen ^>ar der größte Teil der Feuerwehrmänner am rt«Artnmmott itnh niffto mit dpn Geräten Wirtschaft Die nur Keine Frankfurt a. M., 10. Juli. A f Cl.t »VA • V-Hrt (tA ter auf 118,75 (119) nach. leihen 1 ien. n errig- 15 zwei- irbeiters i Tops im Herd dauerns- nnungen rt in die werden wegen in den befchäft Mart . Dn 1\ tos Anklagi iO Tag! lterschla> •afe dm 15, DtP , - läger. 22: Nachrichten. 22.15: Sportnachrichten in Kürze. 22.20: Kammermusik. 23 bis 24: Musik aus Wien. Mein-Mainische Börse. Millagsbörse still. afbefehl r hott, «trieb;, tit ihin ne eint Ebenen i durch, un Ar. ch statt «liefert. ier An- icht tr- orfen. Da stand ja die graue Limousine! Und vor dem aufgeschlagenen Kühler stand der Besitzer. „Was in Unordnung?" fragte Fritz. Ein junger, schlanker Mann tauchte hinter dem Kühler auf. „Scheint 'ne Zündkerze ausgebrannt. Ich habe es schon beim Fähren gemerkt, daß der Wagen nur auf drei Toppen läuft." „Mein Name ist Huckemann, Tankwart. Ich war wohl zu Tisch, wie Sie kamen." „Kann sein. Der Buchhalter hat mir diesen Platz angewiesen." Er hielt einen Schraubenschlüssel in Gerätebaus versammelt und rückte mit den Geräten :jr „Brandstelle", der in der Nähe der Wetter Juli. Ani ßen non Bürgen che aus- > Person Hulkinder Zolkshalle kurz über i Auftre- gebildet, che über« . gesamte findet am m Sams- Alarm in u bezei-h- der hieß' ir Var- t in das Höher waren außerdem Scheideanstalt mit 209 (208,50), MAN mit 137 (136), BMW. mit 129,75 1129), Deutsche Erdöl mit 117,75 (117,40) und AG. für Verkehr mit 110 (109,25). Nach Pause gingen am Einheitsmartt Kali Salzdetfurth mit 124,25 (143) und Allianz Verein mit 235,50 (236,50) um. Der Rentenmarkt lag sehr still, 6 v. H. IG.- Farben unv. 119,50, Reichst)ahn-BA. 0,13 v. H. ermäßigt auf 121,75. Steuermitlcheine waren fast oeschaftslos, Serie I etwas höher mit 99 (98,85), für die Abschnitte der Serie II nannte man die Mittagskurse. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a.M., 10. Juli. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 kg) in Mark: Weizen W 9 213, W 11 215, W 12 216, W 13 217 W 16 220, W 18 222, W 19 224, W 20 226, Roggen R 11 179, R 12 180, R 14 182 R 15 183, R 16 185, R 17 186, R 18 187, R 19 189 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete; Weizenmehl Type 812 W 13 30,15, W 16 30,15 W 18 30,15, W 19 30,15, W 20 (Kreis Alzey) 30,15, W 20 (Kreis Worms) 30,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Für Weizenmehl, Type 812 mit Beimischung von Maisbackmehl liegen die Preise 30 Pf. unter den Notierungen. Roggenmehl, Type 997, R 12 22,45, R 15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Fracht- ausaleich; Weizenfuttermehl 13,60; Weizen kl eie W 13 10,75, W 16 10,90, W 18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20 Mühlenfestpreis ab Muhlenstation; Rogaenvollkleie R 19 11,00, Rogaenfuttermehl R 19 12,50; Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 16 10,25, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation; Wiesenheu, handelsüblich, alt, 5,40, neu 4,90 Wiesenheu, gut, gesund, trocken, alt 6,40, neu 5,60, Kleeheu, do. alt 7,40 bis 7,80, neu 6,00 bis 6,30, Luzerneheu, do. alt 7,80 bis 8,20, neu opelled" t aus! 6. ■en. W Hermann' aus. Daunach' sE ietrieb M r. ©erb' Am gestrigen Montagabend nahmen der Kreis- uerwehrdezernent des Landkreises Gießen, Regie- ungsrat Dr. Fuhr, und Kreisfeuerwehrführer o u f f i e r im südlichen Teil des Landkreises Gie- en einige Feuerwehr-Alarmierungen vor, um die chlagsertigkeit der Freiwilligen und Pflichtfeuer- )ehren zu prüfen. Die Fahrt ging zunächst nach Hungen, wo Die reue Alarmanlage der Feuerwehr ausprobiert wer- ui sollte. Ganz zufällig war aber die Feuerwehr iiit sämtlichen Geräten bereits zu einer Hebung an= ?treten, als der Kreisfeuerwehrdezernent und der reisfeuerwehrführer eintrafen. Die Molkerei in er Nähe der Horloff wurde als Brandobjekt an- mommen. Die Geräte rückten sofort nach Der Brandstelle" ab und nahmen die Wassergabe mit mehreren Schlauchleitungen auf. Die Motorspritze gte an der Horloff an. Bei der anschließenden iritit sprachen Regierungsrat Dr rzuhr und ireisfeuerwehrführer B o u f f i e r den einzelnen Behrmännern ihren Dank für ihre Emsatzbereiri haft aus, sie sahen sich jedoch auch veranlaßt,, noch nige Anregungen zur weiteren Steigerung der Schlagfertigkeit der Feuerwehr zu geben. Die Fahrt ging dann weiter nach Müschen- seim wo um 22.40 Uhr Alarm gegeben wurde. ! bwohl hier der größte Teil der Bevölkerung einer Veranstaltung in einem Gasthause beiwohnte, er- jinte schon ganz kurze Zeit nach dem Alarm das Signal des Hornisten, und wenige Minuten spater Nit, 5- di W W % ltb- s° onbetj dc-nn Entert -r (fc tun ij| 9ub| lm zu. Derben aft bt» n über oerben. nb un> mg btt Dorju, übe Aiehli flenom* ustunji geben achten 1. wie gerade •er von find, Roman von Harald Baumgarten Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlin W 35 12. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) ,^ck hab bet nich jemacht!" empörte sich der Wagenwäscher Hellmuth. „Ick hab' den Wagen nur von außen jewaschen! Innen hab' ick ihn noch jar mch Snjerührt!" „Det sagt ihr immer!" wetterte Preetz los. „Immer paßt ihr innen nich auf. So fest is det Polster nich mehr; schließlich läuft der Wagen schon fünf „Ja, das Polster ist nämlich zerschnitten, und ich muß das dem Buchhalter melden." Hinter den beiden standen Vallendar und Charly. „Nein heute habe ich niemand gesehen, Herr Vallendar. Und ich habe besonders aufgepaßt. Es muß doch wohl nur eine Einbildung gewesen sein, wie Doktor Römer meint." „Was haben denn die beiden da vorn zu tu- cheln?" wunderte sich Vallendar. Den ganzen Nachmittag, da er mit PerNau aesprochen hatte, war ihm der merkwürdige Anruf bei Notar Grußendorf nicht aus dem Kopf gegangen. Zwischen all dem Aerger über den absonderlichen Einfall Margits, die ältere Frau zu spielen, war immer die Frage nach seiner Bedeutung aufgetaucht. Jetzt gingen Römer und Huckemann aus den Waschplatz zu. „Da muh was los sein ... Entschuldigen Sie mich, bitte, einen Augenblick, Fräulein Charly! Vallendar drückte ihre Hand, was völlig unnötig war, und eilte hinter den beiden her. Schmitz, der ihn schon eine Weile beobachtet hatte, folgte ihm. Am Waschplatz trafen sie zusammen Huckemann zeigte eben Dr. Römer die schadhafte Stelle des Polsters. .. „Nun möchte ich aber auch Horen! Interessiert 6,60 bis 7,00, Weizenstroh, finde nbadengepreßt oder gebündelt, 2,80, Roggenstroh, do. 3,00, Hafer- und Gerstenstroh, do. 2,60 bis 2,70 Erzeugerpreis ab Erzeugerverladestation. Neue Schweinepreise ab 17. Juli. Fwd. Mit Wirkung vom Montag, 17. Juli, treten neue Schweinepreise in Kraft. Auf die seit dem 29. Mai 1939 gültigen Grundpreise kommt der jahreszeitlich höchste Zuschlag von 3,00 RM. je 50 kg Lebendgewicht. Auf den Viehmärkten im Rhein - Main - Gebiet, Frankfurt a. M., Mainz, Wiesbaden, Darmstadt und Worms gelten ab 17. Juli folgende Preise bis zum 3. September: Schlachtwertklasse a) 61 bis 62; bl) 60 bis 61; b2) 59 bis 60; c) 55 bis 56; d—f) bis 53; gl) bis 61, g2) und h) bis 55; i) bis 60 RM. — Auf den kur- hessischen Märkten, Kassel, Marburg, Fulda, Wetzlar, liegen die Preise in der gleichen Zeitspanne 1,00 RM. niedriger, also a) 60 bis 61; bl) 59 bis 60; b2) 58 bis 59; c) 54 bis .55; d—f) bis 52; gl) bis 60; g2) und h) bis 54; i) bis 59 RM. je 50 kg Lebendgewicht. Die obere Preisgrenze darf bei allen Schlachtwert- tlassen nicht überschritten und soweit eine untere Preisgrenze festgesetzt ist, diese nicht unterschritten werden. Die Höchstpreise für Schweinefleisch erfahren dadurch keine Aenderung. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 11. Juli. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 750 Kälber, 140 Hämmel, 80 Schafe, 2700 Schweine. Es kosteten: Kälber 30 bis 65 Mark, Hämmel 35 bis 50, Schafe 25 bis 42, Schweine 50 bis 59 Mark. — Marktverkauf: Kälber und Schweine zugeteilt; Schafe und Hämmel mittel. der Hand. , . Huckemann hatte den Eirckmuck, als verstehe der junge Mann nicht sonderlich viel von einem Motor. „Ich komme nachher und helfe Ihnen." „Danke! Nicht nötig! Zornack schloß die Kühler- Haube. „Ich helfe mir schon selbst." Dabei schien er keine Lust zu haben, wegzugehen. Aufmerksam betrachtet er den alten Wagen Charlys, als fei der ein ganz besonderes Stück. Die Tür der Box 23 wurde geschlossen. Der Fahrer kam durch den Gang auf Huckemann zu. „Sind Sie Tankwart? Ich heiße Schmitz. Könnte ich vielleicht den Mann kennenlernen, der mir den Wagen vorfährt?" Der pinge Mensch lächelte freundlich. Er hielt Huckemann eine Zigarettenschachtel hin. „Danke sehr, Herr Schmitz! Für nachher..." Die Zigarette verschwand in Fritzens Brusttasche. „Ich schicke Ihnen gleich den Preetz. Muß da bloß noch 'ne Kleinigkeit ordnen ..." Was guckte „Denn der Zornack immer noch das „Fräulein" an? Scheinwerfer geisterten durch den Raum. Die Wagenwäscher begannen wieder mit den Schläu- ^Mttn^bend, Charly!" Auch der Doktor war herangekommen. Drüben tauchte Vallendar auf. Huckemann überlegte. Db er Vallendar mal den Fall mit dem Garagenwagen erzählte? Oder dem Doktor? Der hatte doch als erster den Schlag geöffnet. Wenn man nur nicht Mühsam einwechen mußte Einen Augenblick, Herr Doktor! Bitte? Was gibt's denn, Huckemann? "Guten Abend, Fräulein Sander!" Vallendar war auf Charly zugegangen. .... n- r. Zornack stand noch immer bei feiner Limousine, und jetzt öffnete er kopfschüttelnd aufs neue die $ Der junge Herr Schmitz, der Box 23 gemietet hatte stand in der Mitte der Garage. .Lommt denn der Herr Preetz nicht bald?" fragte er. Gleich, Herr Schmitz!" rief Huckemann über die Sckmlter zurück. Dann wandte er sich an Romer. Aden Sie gesehen, Herr Doktor, ob gestern abend das Polster des Garagewagens kaputt war? Cs könnte ja sein, daß Mister Burd es aufgenssen hätte. Sie verstehen schon?" Römer überlegte. „Es ist mir nichts aufgefallen. Wieso denn?." lkundschaftsbeteiligung wirkte sich zum Wochencm- hng auf allen Gebieten der Börse in sehr stillem Geschäft aus. Die Grundhaltung war nach den (Erlösungen vom Samstag nicht unfreudlich, die Kurse ikitwickelten sich allerdings uneinheitlich. beugte sich Vallendar vor. „Ach, Huckemann behauptet, das Polster des Wagens sei ausgeschnitten worden." Alle Gesichter waren erregt. Das war ja toll, daß man ihrer einen beschuldigte, er habe einen Wagen zersetzt! grollten die Wagenwäscher. Sofort nahmen sie für ihren Kameraden Partei. „Det hat Hellmuth nich jetan!" rief einer von ihnen. „Wer weiß, ob sich der Amerikaner, bevor er starb--" Der junge Schmitz mischte sich plötzlich m das Gespräch. „Ach, verzeihen Sie! Sie sind doch Herr „3a, bitte?" Es war für Vallendar nichts Ungewohntes, erkannt zi? werden. Schmitz verbeugte sich. Auf feinem jungen Gesicht lag ein Lächeln der Verlegenheit. „Schmitz heiße ich. Ich bin neu hier. Box 23. Ich hin — hm Kriminalschriftsteller. Vielleicht haben Sie einen meiner beiden Romane gelesen? Sie begreifen es vielleicht nicht, Herr Vallendar, aber ich freue mich sv Sie nun tennengelernt zu haben! Wenn ich nämlich schreibe, bann stelle ich mir immer vor, Sie wären mein Held. Darf ich Sie nicht einmal ^aSenDar lächelte. Ein wenig schmeichelhaft war es doch, daß ein junger Schriftsteller bei der Arbeit an ihn dachte. „Ich habe jetzt wenig Zeit. Vielleicht schicken Sie mir mal ein Buch?" / ,Lch bringe es mit, Herr Vallendar! Ich parke ja auch hier. Ja, von meinem letzten Honorar habe ich mir einen Wagen gekauft. Allerdings auf Abzahlung. Aber ich glaube ja, es roirb_ imnger besser. Ich habe schon wieder einen neuen Stoff." Huckemann war mit jeinrr Wissenschaft am Ende. gelegenen Wirtschaft Roth, ab. Da nach der Uebungsannahme ein Großbrand ausgebrochen fein sollte, wurde gleichzeitig mit der Muschenheimer Wehr auch die Motorspritze der Freiwilligen Feuerwehr in Birklar alarmiert, um bei dieser Gelegenheit die Einsatzbereitschaft des feit einigen Wochen in Birklar stationierten Dorsvannwagens zu erproben. Obwohl die Feuerwehr in Virklar über keine stille Alarmanlage verfügt und auch dort fast sämtliche Mitglieder der Wehr bei einer Veranstaltung weilten, vergingen zwischen dem Anruf über eine Privatperson in Birklar und dem Zeitpunkt des Eintreffens der vollbesetzten Motorspritze mit sämtlichen Geräten in Muschenheim nur 15 Minuten. Damit gab die Mannschaft der Motorspritze Birklar, ebenso wie die Mannschaft der Feuerwehr in Muschenheim eine glänzende Probe ihrer ausgezeichneten Schlagfertigkeit. In der anschließenden Kritik sprachen Regierungsrat Dr. Fuhr und Kreisfeuerwehrführer Bouffier beiden Wehren ihre höchste Anerkennuna für ihre Einsatzbereitschaft und für den mustergültigen Verlauf der Hebung aus. Regierungsrat Dr. Fuhr betonte dabei, daß — nach dem Verlauf dieser Uebung — die Aufstellung eines Vorspannwagens für den südlichen Landkreis Gießen m Birklar ihren Zweck voll bewiesen habe. Uebrigens sei noch erwähnt, daß die Dirklarer Wehr in der Annahme, in Muschenheim sei tat- sächlich ein Brand ausgebrochen, bereits vier Minuten nach dem Alarmruf zum Abrücken bereit- stand. Oer Schuß auf den Vierzehn-Ender. 23tm unserer Berliner Schrift!eitung. Wegen einer eigenartigen Verletzung jagdrechtlicher Vorschriften wurde kürzlich ein Jagdaufseher von einem Amtsgericht mit Strafe belegt. Nach dem für feinen Jagdbezirk geltenden Abfchußplan waren noch 3 „geringe Hirsche" und 3 „Kahltiere" zu schießen. — An einem frühen Morgen zog er mit der Absicht aus, auf jeden Fall einen Hiftch zu erlegen. Als an seinem Ansitz vor einem Kiesernstangenwald ein Hirsch vorbeizog, schoß er ihn ab, muhte bann jedoch feststellen, daß er keinen „geringen Hirsch" und fein „Kahltier", sondern einen „Zutunstshirsch", einen Vierzehn-Ender erlegt hatte, der nach den Ab- schußrichtlinien nicht adgeschossen werden durste. Er wurde verurteilt, weil der planwidrige Abschuß des Vierzehn-Enders als fahrlässig angesehen wurde. Gegen diese Verurteilung legte der Jagdaufseher Revision beim Kammergericht ein. Er bestritt, fahrlässig gehandelt zu Haden, und machte vor allem geltend, nach dem Abfchußplan hätte eine bestimmte Anzahl von Hirschen abgeschossen mcr den müssen, und der Jagdpächter sei mit der Er- füllung des Planes im Rückstand gewesen. Er sei deshalb verpflichtet gewesen, sich um die Erfüllung des Abschußplanes zu bemühen. Das Kammergericht verwarf die Revision des Jagdaufiehers. Es sah eine Fahrlässigkeit darin, daß der Angeklagte geschossen hatte, obwohl er in der Morgendämmerung, gegenüber dem Kiefernwald als Hintergrund, das Geweih des Hirsches nicht genau habe erkennen können. Es ließ also das Bemühen des Jagdaufsehers, den Abfchußplan zu erfüllen, nicht als Entfchutdigungsgrund gelten. Gegen diese Entscheidung des Kammergerichts sind in der Zeitschrift „Recht des Reichs- Jahre." Fritz war in den Wagen gestiegen. Er fnipfte, die Innenbeleuchtung an. „Das ist doch nicht von ’ner Bürste, Preetz! Da ist doch einer mit ’nem Messer □eijemefen!" Preetz lehnte sich mit seinem Oberkörper in den Wagen hinein. Er fuhr mit der Hand über seinen runden Kops, dessen Haare immer so sorgfältig ge» cheitelt waren. „Nu schlägt's aber dreizehn! Meinst bu wirklich, Fritz?" „Na, klar! Ist ja ’n glatter Schnitt!" Hellmuth begehrte auf. „Vielleicht behauptet wer, ck schneide jetzt die Polster entzwei?" Huckemann kroch aus dem Wagen. „Nun mal ruhig, Kinder! Mühsam braucht das nicht gleich zu Obren; der ist sowieso auf achtzig. Die Sache muß aufgeklärt werden, und zwar sofort! Wer hat den Wagen aus der Sammelgarage C gefahren?" „Ick!" Hellmuth schlug sich auf die Brust. „Und fleich in die Waschnische rein. Dann hab' ick ihn von außen jewaschen. Hab' den Schlag nich wider auf« emacht. Dann kam Preetz und wollte den ,Garage' nach hinten fahren; und da hat er es jesehen." „Und du hast nichts bemerkt, wie du den Wagen aus C gefahren hast?" „Nee. Ick hab' nur die Tür ufjemacht — und jleich uns Steuer. War mir so'n bißken unheimlich, weil Doch jeftern immerhin--" Er schüttelte sich. Neue Wagen fuhren an der erregten Gruppe vorbei und hielten vor ihren Boxen. Vallendar glitt den Tunnel hinab. „Kinder, macht Doch Platz!" rief er im Dorbeifahren. Die Wageniwäscher beachteten es kaum. Wer hat denn neben dem Wagen gestanden? überlegte Fritz. Plötzlich lief er fort zu Garage C. Charly hatte eben das „Fräulein" an den Platz gefahren. Sie schien zu warten. „Der Doktor kommt gleich!" meinte Fritz und Tirinste. Dann wurde fein Gesicht ernst. Richtig: Dor Reue, der Zornack! Jetzt behielt er, den Namen. „Also, wir vertagen die Angelegenheit. Preetz — fahr mal den ,Garage' nach hinten! Und dann wollen wir überlegen, wer da heimlich das Polster aufgeschnitten haben könnte. Von euch war's keiner, das glaub’ ich unbesehen. Und vielleicht ist es tatsächlich gestern schon geschehen, wie der Burd ein- stieg. Kann man wissen, was der Mensch in seinen letzten Minuten tut?" Schmitz horchte auf. Er rieb die Innenflächen seiner Hände. „Was ist denn hier los? Wieso reden die Leute von einem Mann, der starb? Vielleicht wäre es ein Kriminalstoff!" Vallendar sand den jungen Menschen rührend. „Na, dann lassen Sie sich mal die Geschichte vorn Tankwart erzählen! Ich habe wirklich keine Zeit!" „Aber mein Buch, ,Das Tal der Verbannung barf ich Ihnen doch morgen bringen, Herr Vallendar? Vielleicht wäre es eine Filmrolle für Sie." „,Tal Der Verbannung'?" fragte Huckemann. „Hab' ich gelesen! War mächtig spannend. Meine Braut hat eine Leihbücherei." Der Garagenwagen fuhr langsam nach rückwärts. Schmitz verbeugte sich vor Vallendar und Huckemann. „Ich freue mich, daß es Ihnen gefallen hat. Wird das Buch viel gelesen?" Der junge Kriminalschriftsteller Schmitz fand plötzlich einen Kreis von Bewunderern. Drei der Wagenwäscher hatten das Buch bei Hilde Weber ausgeliehen. Fragen sprangen ihm entgegen. Er strahlte. Dr. Römer und Vallendar wäre zuruckgegangen. Der Schauspieler hatte zwei Falten auf der Stirn. Römer betrachtete ihn von der Seite. „Jetzt bringen Sie natürlich diesen kleinen Zwischenfall mit Charly in Verbindung, nicht wahr, lieber Vallendar? Und dabei gehen Ihre Gedanken krause Wege." „Stimmt, Doktor! Sehr kraus sogar." Sie kamen an die Garage C, wo Charly wartete. Es war schon eine Gewohnheit geworden, daß der Doktor sie abends nach Hause begleitete. „Was ist denn da vorn in der Wagennische geschehen?" fragte sie. „Ach nichts, Charly! Ein Wagenwascher soll aus Unachtsamkeit einen Wagen beschädigt haben." Der Doktor hielt es nicht für nötig, Sie irgenroie zu beunruhigen. Zu britt verließen sie bi« Garage, Vallendar drehte sich noch einmal um. Neben Charlys altem Zweisitzer stand ein Mann und beschäftigte sich damit, sein Werkzeug in den Wagenkosser zu packen. Als spüre er Vallendars Blick, sah er kurz auf. Er hatte spähende, durch- dringende Augen. . Der Blick war nicht sympathisch! empfand Vallendar Als sie an der Wagennische vorbeikamen, sah : er Schmitz zwischen den Wagenwäschern stehen. Der . junge Schriftsteller hatte ein Merkbuch tn der Hand und kritzelte eifrig. Es war kein Zweifel: Gr fragte . die Leute aus. (Fortsetzung folgt.) Main. 18.30: Frauen der Vergangenheit: Konstanze Mozart. Dichtung und Wahrheit um die Frau eines Genies. Eine Hörfolge. 19: Fliegendes Deutschland: Der Ikarus von Ulm. 19.15: Tagesspieael. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. (Jndustrie-Schallplatten und Eiaenaufnahmen.) 20: Nachrichten. 20.15: tionswerte teilweise 0,13 v. H. fester. Industrie- Obligativnen schwankten bis 0,25 v. H. Im Verlaufe erhiett sich ttotz der starken Ge- schäftsstille eine fteundliche Tendenz und vielfach zogen die Kurse leicht an, meist handelte es sich um nominelle Dewegungen. Scheideanstalt 208,50 nach 208, Kemberg 127,75 nach 127,25, Deutsche Linoleum 145,65 nach 145,25, Demag insgesamt 1 o. H. höher mit 138. Dagegen waren JG.-Farben mit 145 nach 145,25 und Rheinstahl mit 134,50 nach unv. 135 nur knapp gehalten, auch Verein. Stuhl nannte man leicht unter pari. Bei den später notierten Papieren überwogen Erhöhungen bis 1 v. H., Deutscher Eisenhandel nach Pause 3 v. H. höher mit 134,25. Bon unnotierten Werten gewannen Dingler 0,50 v.H. auf 102 bis 104, dagegen Rastatter Waggon edenfoviel leichter mit 51,50 bis 53,50. Tagesgeld unv. 2,25 v. H. Abendbörse sttll. nährst and es" (1938, S.853) Bedenken erhoben worden. In Berichten einzelner Landesbau- ernfchaften werde laufend über große Wildschäden geklagt. Die Verminderung der Wildschäden liege aber im Interesse Der völkischen Nahrungssiche- runa. Das Ueberhandnehmen von Wildschäden fei meist darauf zurückzuführen, daß die an sich zureichenden Abschußpläne nicht voll erfüllt werden. Die Erfüllung der Abschußpläne sei aber, wie gerade aus Iägerkreisen vorgebracht werde, vielfach dadurch gehemmt, daß an die Sorgfaltspflicht des Jägers übertriebene Anforderungen gestellt würden. Man dürfe nicht dem Jäger, der seinen Abschuhplan durchführen wolle, jedes geringste Versehen als strafbare Fahrlässigkeit anrechnen. Es müsse auch hier der Maßstab angelegt werden. Der das allgemeine Interesse an Der Erfüllung der Abschußpläne gebührend berücksichttge. Kunst und Wisfenschast. Lin INuseum für (Konffanfin Meunier. König Leopold von Belgien hat soeben ein neues Museum ein geweiht, das zur Erinnerung an den großen belgischen Bildhauer und Dialer Con- ftantin Meunier eingerichtet ist. Das Museum befindet sich in Dem Brüsseler Vorort Jxelles in dem Hause, in dem Meunier am Ende seines Lebens bis zu seinem Tode im Jahre 1905 gewohnt hat. Eine stattliche Anzahl von Bronzen und Land- fchaftsgemälden Meuniers ist in dem neuen Museum vereinigt. Aenderung im Spielplan Der Heidelberger Festspiele Staatsschauspieler Heinrich George muß sich auf dringendes ärztliches Anraten einer so- fertigen Kur unterziehen. Infolgedessen finden an Stelle her ausfallenden Aufführungen von „Schluck und Jau" Wi-ederholungen des „Sommer- n a ch t s t r a u m e s" von Shakespeare, der , „Freie r" von Eichendorff und der „R ä u b e r" । von Schiller statt. ^nzert in Verbindung mit der NS.-Gemeinschaft ^raft durch Freude". 13: Nachrichten. 13.15: Mtt- qskonzert. Ausführung: das kleine Rundfunk- 'chefter. 14: Nachrichten. 14.10: Ein Freund aller ,-utschen Hörer: Carl Woitschach t (gestorben am [ Mai 1939). (Jndustrie-Schallplatten.) 16: Mili- und Eigenau ft tcrkonzert. Ausführung: Regimentsmusik des Inf.- Meister deutsch ^egts. Nr. 15. Einlage: Das Mikrophon unterwegs. Willi Lautenschi ' -i: Das Recht im Alltag: Falsche Anschuldigung ist Im allgemeinen gingen Die Veränderungen am ICttienmar tt über Bruchteile eines Prozentes | laum hinaus. Von den führenden Werten bröckelten IG.-Farben auf 145,25 (145,50), Reichsbank auf 79,90 (180) und Verein. Stahl auf 100,13 (100,65) I ;'b, Hoesch lagen 0,50 v. H. fester mit 106,50. zleftropftien lagen vorwiegend etwas höher, be- ünDers Lahmeyer mit 108,50 (107), ferner Felten 37,50 (136,50) und Gesfürel 124,25 (123,50). Leicht arhbht kamen ferner VDM. mit 165 (164), Schelde- cnftalt mit 208 (207,75) und Westdeutsche ftauf« äf mit 94,90 (94,50) zur Notiz. Anderseits gaben Heidelberger Zement auf 139 (139,50) und Daim- Das Abendbörsengeschäft hatte keinen besonderen Umfang, ebenso wiesen die Kurst am Aktien- markt im allgemeinen keine stärkeren Veränderungen auf. Es bestand jedoch weiterhin leichte 9tad)frage, so daß kleine Befeftigungen in der Mehrzahl waren. JG.-Farben wurden mit unv. 145 ! um gesetzt, Verein. Stahl waren zu unv. 99,75 und Am variablen R e n t e n m a r k t fanden Reichs- cltbesitz zu 131,75 (131,65) und Reicbsbahn-VA. zu 1-21,90 (121,50) Nachfrage. Steuergutscheine schwachen sich weiter etwas ab, Serie I 98,85 bis 98,75 umge^, 198 90) Serie II Juni 95 (95,40), Juli und August Mannesmann zu unv. 104, AEG. 0,25 v. H. c 4 75 bis 94,50 (95). Pfandbriefe und Stadtan- niedriger zu 111 8^t, anderseits B^rus und bei ruhigem Geschäft behauptet, Liquida- Rheinstahl je 0,25 v. H. fester mit 93 bzw. 134,75. < W - •» h.-- V-. . ■ ■ÄiÄ WWWWWWW /M Aas Gau-Merstreffen in Heuchelheim 7S-Wrseier des Turnvereins Hansen eiche Dreimal Wettbewerb mit deutschen Rekorden Der Gau XII (Hessen) des NS.-Reichsbundes für Leibesübungen veranstaltet in diesem Jahre zum ersten Male ein Gau-Alterstreffen und hat den Turnverein Heuchelheim mit der Ausrichtung dieser Veranstaltung betraut. Es mögen wohl die zentrale Lage Heuchelheims sowie die vorhandenen guten Hallen- und Platzverhaltnisse maßgebend gewesen sein, daß man Heuchelheim dazu ausersah. Das Gau-Alterstreffen findet am 29. und 30. Juli statt. Die Vorbereitungen sind schon einige Wochen im Gange. Man rechnet mit einer Teilnahme von 400 bis 500 auswärtigen Turnern und Sportlern, die in Heuchelheim ins Quartier gebracht werden müssen. Die'Wohnungskommission hat ihre Tätigkeit schon ausgenommen, um die Quartiere sicherzustellen. Die Veranstaltung wird am Samstagabend chren Anfang nehmen mit einem großen Kamrradschafts- abcnd in der Turnhalle und dem anschließenden Garten. Die drei Gesangvereine werden mit einem Massenchor die Gäste in Heuchelheim begrüßen. Die ganze Gestaltung des Abends wird sich in feierlicher Form vollziehen. Neben musikalischen Vorträgen wird die Gauriege an verschiedenen Geräten unser schönes deutsches Geräteturnen den Gästen vor Augen führen und die Turner und Turnerinnen des Turnvereins Heuchelheim werden die Festfolge durch Vorführungen ergänzen. Am Sonntagmorgen wird ein Weckruf des Spielmannszuges die Wettkämpfer auf den Plan rufen und um 8 Uhr wird' mit einer Morgenfeier auf dem Sportplätze der Wettkampf der Altersturner von 75 Wettkämpfern wollte ihr Können unter Beweis stellen. Echte Breitenarbeit, die weniger ihr Ziel in hohen Spitzenleistungen als im Erfassen der Menge erkennt, war zu sehen, auch gute Einzel leistungen zu beobachten, z. B. erreichten in der Oberstufe im Kugelstoßen Otto S ch a r d t 12,40 Meter und Wilhelm Weber 11,80 Meter. (Weitere Ergebnisse folgen in der Siegerliste.) Am Nachmittag zeigten die Jugendturner von Hausen und eine Gastriege des Tv. Wieseck unter Leitung des bekannten Turners B e t t i n sehr ansprechende Uebungen an Pferd, Barren und Reck. Turnerinnen aus Hausen und Wieseck führten gefällige Volkstänze vor. Vcreinsführer Freitag begrüßte die Gäste, im besonderen den Krcisfachwart Links oben: Der dramatische Endkampf im 400-m-Hürdenlauf, den der Breslauer Leutnant Hölling, der hier mit dem Titelverteidiger Glaw (ff Berlin) noch zu gleicher Zeit die letzte Hürde nimmt, in der neuen deutschen Rekordzeit von 51,6 Sekunden gewann. — Links unten: Ein Bild aus dem 500-m-Lauf, in dem der Sieger Eberlein (München) (1), der hier noch an vierter Stelle liegt, mit 14:27,2 Minuten eine neue deutsche Bestleistung herauslief. Der Titelverteidiger Sck)aumburg (2) liegt hinter ihm. — Rechts: So überlegen gewann Harbig den 800-m-Lauf in 1:49,4, einer neuen deutschen Rekordzeit, die unter dem offiziellen Weltrekord liegt. — (Scherl-M. [2] und Schirner-M.) Karl Daupert aus Wieseck. Freitag gab einen Rückblick aus der Geschichte des Vereins und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Mitglieder nach wie vor dem Verein treu bleiben sollten. Er schloß 75 Jahre sind in der Geschichte eines Vereins ein Zeitabschnitt von beachtlicher Bedeutung. Eine Fülle von Erlebnissen schließt ein solcher Zeitraum in sich. Und wenn der Turnverein Hausen zeitweise bald die Hälfte sämtlicher männlichen Bewohner des kleinen Dörfchens zu feinen Mitgliedern zählen tonnte, in den letzten 20 Jahren auch das Frauenturnen pflegte, alle betreute und sie durch Turnen, Sport und Spiel körperlich und geistig ertüchtigen und zu Gesundheit, Kraft und Freude führen half, so kann man daraus schon bei oberflächlicher Betrachtung die Bedeutung ermessen, die der Verein im Leben seiner Dorfgemeinschaft einnahm. Daß das hier so sein konnte, ist zum großen Teil dem glücklichen Umstande zu danken, daß sich der Tv. Hausen fast immer einer guten allgemeinen und auch turn- sportlichen Führung erfreuen konnte und daß vor allem die alten Mitglieder, die zum Teil noch zu d.en Gründern des Vereins. gehörten, eine Ehre darin erblickten, dem Vereine die Treue zu halten. Die Höhepunkte des Vereinslebens in den letzten 40 Jahren fallen in die Abschnitte von 1906 bis 1914, 1925 bis 1930 und in die neueste Zeit. Als Führer "des Vereins waren längere Zeit tätig der unter den alten Turnern der DT. und des Turngaues Lahn- Dünsberg weit bekannte und in bestem Gedenken stehende „Turnvater" Förster Karl Schlag, Karl Engelhardt, Lehrer K. Zöller und Bauunternehmer Karl Freitag, der gegenwärtig schon längere Zeit den Verein führt. Als Turnwarte waren im besonderen tätig: Werkmeister Wilh. Hildebrand, Ludwig Engelhardt, Heinrich Buchner, Wilh. Schienbein, H. Ruppenthal und in neuerer Zeit Karl Sarnes. Die Anerkennung der segensreichen Arbeit des Turnvereins zeigte sich dann auch bei der 75jährigen Wiederkehr der Gründungsfeier des Vereins. Obgleich erst an Pfingsten ein größeres Sänger- fest hier stattfand, nahm doch fast die gesamte Gemeinde an der Jubiläumsfeier teil. — Das Fest war von schönem „Turnerwetter" günstig beeinflußt. „Es war ein Sonntag hell und klar", als am frühen Morgen Trommelwirbel und Fanfarenklang des Jungvolkes unter Führung des Jungvolkführers Karl Freitag aus dem Schlafe weckte. Bald sammelte sich jung und alt, im besonderen die turnerische Jugend, auf dem schön gelegenen Sportplatz am Walde. Unter der Leitung von Turnwart Karl Sarnes und seiner Helfer wickelte sich ein frischfröhlicher leichtathletischer Wettkampf reibungslos ab. Die für unseren kleinen Ort recht stattliche Zahl 3m Zeichen der fünf Ringe mische Gymnastik in Helsinki. — Alle Vorführungen finden im Olympiastadion statt. Bedauerlicherweise hat das Orgamsationskomltee nun doch beschlossen, keine Wettbewerbe im Frauenturnen in Helsinki durchzufuhren. Der Olympische Kongreß in London hatte die Beantwortung dieser Frage offengelassen. Auf eine erneute Anfrage des Internationalen Turnverbandes wurde ein ablehnender Bescheid gegeben. 45 Länder haben gemeldet. Mit dem Freistaat Irland (Eire), Litauen und dem Protektorat Böhmen-Mähren haben nunmehr 45 Länder ihre Teilnahme an den Spielen bekannt- gegeben. Starker Olympiawille herrscht im Königreich Iran, das erstmals bei den Olympischen Spielen in Helsinki vertreten sein wird. Bis zur Stunde war die Teilnahme Japans an den Spielen 1940 noch unbestimmt. Am Sonntag hat jedoch der japanische Schwimmverband den einmütigen Beschluß gefaßt, eine starke Mannschaft von 20 Schwimmern und Springern ohne Frauen und Wasserballspieler im nächsten Jahre nach Helsinki zu entsenden. Die japanischen Schwimmer haben durch diesen Entschluß kundgetan, daß sie ihre in Los Angeles eroberte Spitzenstellung, die sie in Berlin erfolgreich verteidigten, auch in Helsinki unter allen Umständen behaupten wollen. Recke wieder einmal unter feiner Turngemeinde weilte. L m . Bei Musik und Tanz feierten dann die Bewohner unseres Dörfchens noch weiter das 75jahnge Bestehen des Turnvereins Haufen von 1864. Die Ergebnisse der Wettkämpfe. Turnerinnen (50-Meter-Lauf, Ballweitwurf, Weitsprung): 1. Hilde Schienbein 63 P.; 2. Marie Ruppenthal 61 P.; 3. Lina Bachmann 58 P. A l t e r s st u f e (50 - Meter - Lauf, Weitsprung, Keulenweitwurf, Kugelstoßen): 1. Adolf Schardes 68 P.; 2. Karl Buchner 65 P.; 3. Wilhelm Schäfer 64 Punkte. Turner-Oberstufe (50-Meter-Lauf, Weit- prung, Keulenweitwurf, Kugelstoßen): 1. Otto Schardes 104 P.; 2. Wilhelm Weber 102 Punkte; 3. Karl Weber 75 Punkte. Turner-Jugend (100-Meter-Lauf, Keulenweitwurf, Kugelstoßen, Weitsprung: 1. Walter Freitag, Karl Freitag und Walter Müller je 70 P.; 2. Frig Schwarz 66 P.; 3. Karl Sames 64 P. Schüler-Oberstufe (50-Meter-Lauf, Ballweitwurf, Weitsprung): 1. Willy Marscheck, Gerhard Schneider je 59 P.; 2. Hans Bachmann 57 P.; 3. Albin Stumpf 54 Punkte. Schüler-Mittelstufe (50-Meter-Lauf, Bollweitwurf, Hochsprung): 1. Heinz Fink 76 P.; 2. Otto Aff 64 P.; 3. Hans Koch 57 P. Schüler-Unter st ufe: 1. Karl Donderheid Das Organisationskomitee für die 12. Olympischen Spiele 1940 in Helsinki hat endgültig beschlossen, nachdeutschemVorbild einen Fackel-Staffel- lauf von Griechenland nach Helsinki durchzuführen. Voraussetzung hierfür ist jedoch, daß alle Länder, durch die die Fackel getragen werden soll, sich an den Kosten beteiligen. Sollte eine Einigung nicht Zustandekommen, so ist geplant, das olympische Feuer über Skandinavien nach dem Olympiastadion zu tragen. In diesem Falle gibt der Wvg des Fackellaufs die Möglichkeit, alle finnischen Sportvereine vom nördlichen Wendekreis bis zum Finnischen Meerbusen, also von Rovaniemi unb Tormo im Norden bis Helsinki im Süden, über eine Strecke von rund 1200 km an diesem Großereignis teil» nehmen zu lassen. Die olympischen Vorführungen. Für die verschiedenen Vorführungen während der olympischen Festtage in Helsinki sind die Termine wie folgt festgelegt worden: Sonntag, 21. Juli: Gymnastische Vorführungen finnischer Turner und Turnerinnen; Mittwoch, 24. Juli: im Anschluß an die leichtathletischen Wettkämpfe wird das finnische Nationalspiel Paesaepallo, eine Abart des Schlagballspiels, vorgeführt; Freitag, 26. Jul i: Gymnastikschule finnischer Frauen unb Kinder; Sonntag, 2 8. Juli: Rugby-Schaukampf; Donnerstag, 1. August: Tänze der Schule für rhyth- 82 P.; 2. Wilhelm Müller 80 P.; 3. Werner Münch 63 Punkte. Der Sieger von Reims. mit dem Sieg-Heil auf Führer, Volk und Vaterland. Anschließend wurden „Deutschland, Deutschland über alles" und das Horft-Wesjel-Lied gesungen. Fachamtsleiter Daupert überbrachte die Grüße und Glückwünsche des Reichsbunds-Kreisführers Dr. Schäfer (Gießen) und zeigte die hohe Bedeutung der Leibesübungen und die Aufgaben der Turnvereine in unserer Zeit. Seine Worte fanden lebhaften Beifall. Das Bild des „Getreuen Ekkehards" des Turnvereins Hausen von 1864 war an der Jahn- am Turnplätze angebracht, wodurch der alte Oberhessische Feste der Leibesübung Zwei Bergfeste. Bei den Großdeutschen Schwimmeisterschaften brachte sich der Nachwuchs zur Geltung. Zwei der neuen Meisterinnen sind erst 14-Jahre alt, und zwar die Hamburgerin Inge Schmidt (oben), die im 200-m- Brustschwimmen siegte, und die junge Bayreutherin Liesl Weber (unten), die sich die 100-m-Rücken« Meisterschaft holte. — (Schirner-M.) gen Fachämtern zur Pflicht. Die nach zur Ausschreibung kommenden volkstümlichen Dreikämpfe, bei denen eine besondere Klasse für Fußball- unb Handballspieler geschaffen ist, ermöglichen die aktive Teilnahme am Kreisfest auch den Kameraden der Fachämter Handball unb Fußball, für die ber Kreisführer und die betreffenden Fachwarte eine besondere Anordnung getroffen haben. Das Schwimmen kann leider im Rahmen des Kreisfestes nicht durchgeführt werden. Es wirb daher ein Kreiswettschwimmen am 13.August in Ortenberg veranstaltet. .. . Die örtlichen Vorbereitungen für bas Kreisfest sinb in vollem Gange. Der Turn- unb Gefangner«, ein Schotten finbet babei die freudige Unterstützung der Partei unb ber Stabtverwaltung. Schwimmernachwuchs! kreuzt auf... Der NSRL.-Kreis Friebberg (politische Kreise Fricbberg, Bübingen-Schotten, Obertaunus, Usingen), ber die beiden gauoffenen oberhessischen Bergfeste des NSRL. ausrichtet und durchführt, hatte in Friedberg eine Führerratssitzung, bei der auch das Weidig-Bergfcst und das Hoherodskopf-Bergfest kurz besprochen wurden. NSRL.-Kreisführer SA.- Sturmhauptführer Otter be in (Friedberg) begründete die von ihm veranlaßte Verlegung des Weibig-Bergfeft auf dem Schrenzer bei Butzbach auf ben 6. August. Er teilte bazu weiter mit, daß die bereits erfolgten Nennungen für bas Weibig- Bergfeft ihre Gültigkeit behalten, unb baß ber end- gültige Melbeschluß am 28. Juli ist. Am Hoherodskopf-Bergfest am 27. August wird sich, wie der Kreisführer mitteilte, auch wieder unsere SA.-Brigade mit Wehrwettkämpfen beteiligen, die dem Bergtreffen auf dem Berg der Oberhessen in den letzten Jahren eine besondere Note gaben. Der Arbeitsausschuß für das Hoherodskopf-Bergfest wirb in Kürze feine erste üorbereitenbe Sitzung abhalten, auf ber auch die SA.-Brigade vertreten fein wird. NSRL.-Kreisführer Otterbein hat Schritte bei ber Gauführung unternommen, daß die beiden oberhessischen Bergfeste über den NSRL.-Gau Hessen hinaus auch offen erklärt werden für den Gau Südwest. Turner und Sportler in Frankfurt a. M., Offenbach a. M., Darmstadt und anderen Orten des Nachbargaues haben wiederholt den Wunsch geäußert, daß ihnen die Teilnahme an ben Wettkämpfen auf dem Schrenzer unb dem Hoherobs- kopf ermöglicht werde. Kamerad Otterbein gab in dem Zusammenhänge ein Schreiben des Gauführers SA.-Brigadeführer Schmidt (Kassel) bekannt. Er weist ben Kreisführer darauf hin, daß zuständig und verantwortlich für Ausrichtung unb Durchführung der Bergfeste lediglich die Gau- bzw. Kreisführer seien, daß es sog. Vorsitzende von Bergfest- Ausschüssen infolgedessen nicht mehr geben könne. Im Vordergrund ber Besprechung stanb das Kreisfest in Schotten. Es findet am 22. und 23. Juli in der gastlichen Dogelsbergstadt in Verbindung mit Jubiläumswettkämpfen statt, die vom Turn- und Gesangverein Schotten, ber mit bem Bundesfest seine 80-Jahrfeier begeht, ausgeschrieben sind und durchgeführt werden. Die turnerischen Wettkämpfe sind schon bekannt. Das Kreisfachamt Radfahren hat eine Wanderfahrt nach Schotten angesetzt, und Kreisfachwart Dr. Eyer (Bad-Nauheim) wird am Tage des Kreistreffens im nahen Bad Salzhaufen die Tennis-Kreismeisterschaften durchführen. Darüber hinaus macht der Kreisführer die Beteiligung am Schottener Bundesfest, das eine eindrucksvolle überfachliche Veranstaltung der NSRL.-Gemeinschaft werden soll, auch allen übri- tiL,— Das Rennen um den Großen Preis von Frankreich am Sonntag auf ber schnellsten Rennstrecke Europas bei Reims enbete mit einem Doppelerfolg ber Auto- Union. Am 'Steuer ihres schnellsten Wagens saß Hermann, Müller, ber damit fein erstes großes Rennen gewann. — (Schirner-M.) eingeleitet. Die einzelnen Wettkampfklassen sind nach dem Lebensalter eingeteilt und beginnen mit 32 Jahren, während die letzte Stufe diejenigen von über 60 Jahren erfaßt. Die einzelnen Klassen sind noch einmal geteilt in einen gemischten oder Gerätekampf und einen volkstümlichen Dreikampf. Hierdurch ist auch den volkstümlichen Turnern und Sportlern Gelegenheit geboten, sich zu beteiligen, zumal der Wettkampf für alle Fachämter offen ist. Nach Beendigung der Wettkämpfe werden die unvorbereiteten Freiübungen geprobt und anschließend werden einige Faustballspiele ausgetragen. Nach der Mittagspause wird sich ein Werbeumzug durch den Ort bewegen. Auf dem Sportplatz werben bann verschobene turnerische Vorführungen zeigen, baß bie Altersturner auch in vorgerücktem Älter noch körperlich geroanbt sinb. Innerhalb der Kreise wird im Kugelstoßen ein KreisWettkampf' ausgetragen unb andere werden beim Tauziehen ihre Kräfte messen. Die Gauriege wird am Nachmittag auf bem Sportplatz Recktur- nen vorführen. Die allgemeinen Freiübungen und Siegerehrung werden die Veranstaltungen auf dem Sportplatz beenden. Dann beginnt in der Turnhalle und in bem Zelt, das an die Halle anschließend im Garten gebaut wird, das Volksfest. Die hiesigen Gesangvereine werden durch Liedervorträge für Abwechselung sorgen. Die Heuchelheimer Dorfgemeinschaft wird in schöner Weise Ausdruck finden. Auch für Sonntagabend sind noch turnerische Vorführungen vorgesehen. ■