Nr. 257 Erstes Matt Prtt* und Verlag: vrühlsche Univerfitatsdruckerei R. Lange ln Gießen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulstratze 7 in rr..v°- in®» •a UNO oer ejimjcpen uno lernjajen inegu seVs sind Besprechungen ausgenommen die Umsiedlung deutscher B B o l k s te i l e rund um ihn du aber wenn iebiel Mußt- gewisser territorialer in Europa urtb auf der Erd- insgesamt ' groß ist Thüringen, berufung einer Friedenskonferenz unter Teil Spielt, aber lrtuW heuen- un es und Bürgerschicht, ohne de einer. n Sozialkörper nun einmal unumgänglichen ) etW Ber- verlängern. 2. 3. erke her an getreten ist. Polen w ü n schte demnach Wahrheit und weigen der d u r an, jedoch wird Volksdeutschen mit m immer eine für einen ge- von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt ritmrfr 13500) Tbeiten; itt einer den 1. )refe wdei- bst du ient» N hier ist die kulturelle Leistung großartig: es ! knd vorhanden 59 Grundschulen, 7 Gymnasien, eine ,|UL“;' rit und das Herderinstitut in private Hochschule die frühere Uni- ersetzt. Das Deutschtum mußte um ■«,..1«... ^.^'chen- und Gildenhäuser einen leider in erheblichem Umfange vergeb- ' führen. Die furchtbare Drohung des r|l etwas geringer als in dem benad)= Estland aber trotzdem unmittelbar akut. 1931 ’Dtien auf eintausend Deutsche je 12,5 Geburten, "bsr nur 17,1 Todesfälle verzeichnet. inb y i p eigene Steuerverwaltung vierzehn Grundschulen, V Fach- und Ergänzungsschulen und drei höhere - ’ Manstalten aufrecht erhalten. daß jene nur die Wirkung, diese aber die von Deutschland zu verantwortende Ursache aus kein Schaden für Frankreich, die U n a b ° wenübarkeit oufirogt Berlin, 9. Okl. (DJIB.) 3m Zuge der vom Zührer in seiner Reichslagsrede angekündigten Maßnahmen der Umsiedlung deutscher Volksteile sind zwischen der Reichsregierung und der estnischen und lettischen Regierung Besprechungen ausgenommen worden, die Umsiedlung unter Wahrung der Vermögenswerte einzuleiten. j Ein schr kluger ausländischer Beobachter hat dieser Tage die Mahnung ausgesprochen, die west- - lichen Staatsmänner möchten bei ihrer Antwort ouf die Führerrede bedenken, daß, wenn Adolf Hitler spreche, Wort und Tat eins seien und mit äußerster Schnelligkeit aufeinander folgten. Europa hat nun wieder einen neuen Beweis dafür erhalten, daß der Führer genau das meint und durchführt, was er sagt. Das großzügige Projekt der Umsiedlung von Nationalitäten, das der Führer am 6. Oktober im 'N ' -Errbildungsansta! W. das als priüuic Wät Dorpat ersetzt. I W altberühmten Kiri icWn und lei' 3m Osten die befohlenen Tagesziele erreicht. Der Heeresbericht des Oberkommandos der Wehrmacht vom Dienstag. Berlin, 10. Okl. (DNB. Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m 0 ff en wurden im Vorgehen auf die deutsch- russische 3nleressengrenze die befohlenen Tagesziele erreicht. 3m Gebiet nördlich des Bug und im S u- walki-Zipfel sind die damit in Verbindung flehenden Bewegungen abgeschlossen. 3m Westen geringe Spähtrupp- und Artillerie-Tätigkeit. Mr estnische Volksdeutschtum feine kulturellen Be- ft IM»----Opfern wurden durch Das Volksdeutschtum in den baltischen Ländern. en neutralen n s und der Der- Polen verschwieg seinen Verbündeten die Wahrheit Oie deutschen Wünsche waren der ehemaligen polnischen Regierung in mindestens vier Unterredungen schon seit Oktober 1938 bekannt gegeben. unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Sieheo «ecftonto: in Main 11686 Stunde und auch der ihrer harrenden Aufgaben im neuen, ihnen vom Führer zugewiesenen Lebensraum bewußt und blicken mit großer Zuversicht die Zukunft. r: *s Baltendeutsche kehren heim! Deutsche Besprechungen mit Estland und Lettland über die Umsiedlung deutscher Volksteile. Bereinigung deutsch-polnischer offener Fragen vorfchlug, ist demnach Polen weder der Sache, noch der Form, noch dem Umfange nach durch die deutschen Wünsche überrascht worden. Ls kann daher auch, von keinem deutschen Ultimatum ober gar von deutschen Angriffsdrohungen die Rede fein. Wenn man daher in England und Frankreich an der Lesart festgehalten hat, daß Deutschland Polen am 21. März 1939, unmittelbar nach den tschechischen Ereignissen und der Rückgliederung des Memelgebietes mit seinen Wünschen so überrascht habe, daß Polen das Recht hatte, sich auf alles gefaßt zu machen, und England die Pflicht, Polen zu Hilfe zu eilen, dann geschieht das entweder wider besseres Wissen oder Polen hat damals England und Frankreich die Wahrheit verschwiegen. An Hand umfassender Nachrichten aus englischen, französischen und neutralen Kreisen hat Polen in der Tat bis zum 22. März 1939 weder seinen französischen Verbündeten noch das ihm befreundete England von der Tatsache unterrichtet, daß Deutschland seit Oktober 1938 in der eben beschriebenen freundschaftlichen und friedlichen Form an Polen sogar ihre beiderseitigen Territorien garantieren. Deutschland sei außerdem bereit, unter diesen Umständen den deutsch-polnischen trag von 1934 auf 10 bis 15 Jahre zu vertäu Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer vis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Npf., für Test- anzeigen von70mm Breite 50 Npf.,Platzvorschrift nach vorh. Bereinbg.25% mehr. Ermäßigte Grundpreise: Steilem, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Npf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Npf. Mengenabschlüsse Staffel B nähme der wichtigst Mächte, vor allem I t a l i e „ Deutschen Reiches zu en, wird ihnen alsbald das Bei mi uti j iiine Halbierung eingetreten. Das Rusienturn dagegen >n und zwar überwiegend durch Zuwanderung 202,0 ttisruchslofer Arbeiter und Bauern seit 1881 von Bthilie $0)0 auf 91000 oder 8,2 o. H. der Gesarntbevölke- 63 (1&M W Ungünstig ist auch, daß sich das Volksdeutsch- ahl nd Ium in Estland zu drei Vierteln inden Städten |,25 Zentriert, während die deutsche bäuerliche Bevöl- | tening nur 4500 Mellfchen stark ist. Die schweren 'A ’S, Witterungen der letzten Jahrzehnte haben den M Aschen Lebenswillen, soweit er sich im Verhält- : - ii= der Geburten- und Todesziffern abzeichnet, ge= chvächt. Im Jahr 1933 kamen auf 1000 Deutsche W 8,5 Geburten, aber 22,7 Sterbefälle! Das sind Schatten des Volkstodes! Großartig aber hat aftli^i.' s dem Baltikum in die Wege zu leiten. Diese Maßnahme hat natürlich in den Ländern exterritorialer Zugang zu diesem, Absatzgarantie für polnische Waren) und Polen Deutschland eine exterritoriale Verbindung zwischen Ostpreußen und dem übrigen Reichsgebiet zum Bau einer Eisenbahn und Autostraße einräumt. Beide Staaten könnten dann ihre gemeinsamen Grenzen anerkennen oder eitifpr?-: | 5m baltischen Raum, der immerhin i ulen 158000 Quadratkilometer um faß k, also so gro'^ , j Bayern, Württemberg, Baden, Thürir^, , : Hessen, Oldenburg und Braunschweig zusammen- I genommen, hat das baltische Deutschtum als Kultur- I tragicr seit Jahrhunderten eine enorme Rolle ge- 'Ä W | gewahrt. Unter großen unb il N eigene Steuerverwaltung ' ‘SI ■agenüfl I iit* । Natur derselben, sondern auch über die deutsche Absicht unterrichtet wurde, diese bescheidene Wiedergutmachung des schlimmsten Unrechts an der deutschen Osigrenze im Rahmen der freundschaftlichen Beziehungen und auf friedlichem Wege sicherzustellen. 1 Die erste Unterredung zu diesem Thema and am 24. Oktober 1938 in Berchtesgaden tatt Reichsaußenminister v. Ribbentrop schlug rem'damaligen polnischen Botschafter Lipski vor, die Bereinigung in der Weise vorzunehmen, daß die Freie Stadt Danzig zum Reich zurück kehrt unter Berücksichtigung der polnischen wirtschaftlichen Interessen in Danzig (Freihafen,. > Lettland ist die deutsche Volksgruppe we- Ech stärker, sie umfaßt 70 000 Menschen, und Hk Anteil an der Gesamtbevölkeruna beträgt 3,7 >-h. Auch hier ist seit 1900 ein Rückgang von .$i(O0 auf 70 000 Volksdeutsche eingetreten. Lei- wohnen ebenfalls 90 v.H. in den Städten- in W. allein 44 000. Die Bodenreform wurde nicht '3 ricksichtslos betrieben wie in Estland und den ^msbesitzern verblieben Restgüter von 50 Hektar. Erschetm täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monatr-Vezugsprelr: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 worden. Die hierzu erforderlichen Maßnahmen werden beschleunigt durchgeführt, und eine Reihe großer deutscher Handelsdampfer befindet sich bereits im Rigaer Hafen. Die halbamtliche lettische „Rihts" unterstreicht die schnelle Verwirklichung der Führerworte, wobei sie von der Adolf Hitler eigenen Konsequenz und Energie spricht. Auch die e st l ä n d i s ch e R e g i e r u n g hat von der Reichregierung die Mitteilung erhalten, daß auch die Volksdeutschen Estlands repatriiert werden würden. Zu diesem Zweck sind bereits mehrere große Handlesschiffe in eftländischen Häfen ein« getroffen. Sowohl die Volksdeutschen Lettlands als auch diejenigen Estlands sind sich der Größe der grundsätzliche Einigung bereits erzielt gewesen seien; daß die englische Garantie also nicht zur Ermutigung des polnischen Widerstandes gegen die deutschen Wünsche geführt habe und daß Deutschland mit feinen Forderungen auf Rückgabe Danzigs und Bewilligung eines exterritorialen Zuganges zu Ostpreußen Polen in einem Augenblick höchster internationaler Spannung überfallen habe. Demgegenüber steht fest, daß die polnische Regierung mit den deutschen Wünschen bereits feit dem 2 4. Oktober 193 8 bekanntgemacht und in winde st ens vier Unterredungen nicht nur über die id um die Ostsee besonderes Aufsehen erregt,. öiuiu»uuu.etri uutg nicyr gurren ammmerr roeroen m .. l gewisse Zeitungen aus recht durchsichti-' können, haben den Entschluß zur Umsiedlung ge- osfil.^ ^en Gründen nun die Vermutung aufstellen, daß boren. Für die einzelnen Baltendeutschen mag dies ift nun, Deutschland sich im Zusammenhang mit dem russisch- zunächst einen Verzicht bedeuten, aber das Glück, " I« estnychen und russisch-lettischen Pakt zur Zurück- in den Grenzen des Deutschen Reiches zu leben MM Wung seiner Volksgenossen entschlossen habe, so und zu schaffen, wird ihnen alsbald das Bewußt- ’M befinden fte sich damit auf dem Holzwege. Es han- sein zurückgeb^n, daß sie nun ihre eigentliche Hei- 8W. bck sich hier vielmehr um einen grundsätzlichen und mal wiedergesunden haben. Haffen" der Bauern und Arbeiter, wie man er sagte. Die amtliche e ft n i s ch e Statistik die Zahl der Volksdeutschen auf 18 319 oder Lloyd George plädiert für eine Konferenz. London, 9. Okt. (Europapreß.) Der frühere Ministerpräsident Lloyd George befaßt sich im „Suüday Expreß" mit der Rede Adolf Hitlers. Bei der Prüfung der Friedensoorschläge des Führers schlägt Lloyd George die Abhaltung einer Konferenz vor. Er richtet einen eindringlichen Appell an die englische Regierung zu Gunsten eines sofortigen Abschlusses des Konflikts. Lloyd George schreibt, Deutschland könne auf die u m - fassenden Hilfsquellen Rußlands zählen, sodaß seine Stellung unüberwindbar werden könnte. Lloyd George meint, es sei durch- Es ist also ein echter und weittragender F riebe n s b e i t r a g , den das nationalsozialistische Deutschland hier aus eigener Initiative leistet. Dieser Beitrag' ift umso höher einzuschätzen, als hiermit ein Kapitel in der Geschickte der deutschen Ostkolonisation abgeschlossen wird, das überreich an kulturellen Aufbauwerken aller Art ist und dessen stolze Zeugen noch heute in den baltischen Städten stehen. Die höhere Notwendigkeit einer umfassenden europäischen Friedensordnung und die Einsicht, daß die volksdeutschen Splitter im Baltikum von den Staatsvölkern doch nicht hätten assimiliert werden : i M ,55.111 einigten Staaten. Er schreibt, entgegen den Behauptungen englischer Regierungskreise seien große Teile der öffentlichen Meinung Großbritanniens gegen die Fortsetzung des Krieges. In den letzten Tagen habe er aus dem ganzen Lande von Frauen und Männern aller Parteien Briefe in diesem Sinne erhalten; alle versicherten ihm, die Mitglieder des Unterhauses seien schlecht über di e wahren Gefühle der öffentlichen Meinung in ihren Wahlkreisen unterrichtet. unabänderlichen Entschluß Deutschlands, nämlich, wie der Führer sagte, „auch im Osten unseres Reiches friedliche, stabile und damit tragbare Verhältnisse herbeizuführen." Als die bei weitem wichtigste Aufgabe dieser Neuordnung in Osteuropa hat der Führer die Umsiedlung der Nationalitäten bezeichnet. Denn: „Der ganze Osten und Südosten Europas ist zum Teil mit nicht haltbaren Splittern des deutsche »Volkstums gefüllt. Gerade in ihnen liegt ein Grund und eine Ursache fortgesetzter zwischenstaatlicher Störungen. Im Zeitalter des Nationalitäten-Prinzips und des Rassegedankens ist es utopisch, zu glauben, daß man diese Angehörigen eines hochwertigen Volkes ohne weiteres assimilieren könne". L* HÄ keck geschicktes Arrangement der außenpolitischen und diplomatischen Kulisse den Eindruck zu erwecken, daß es durch Deutschland unmittelbar in seiner Unabhängigkeit und Freiheit bedroht und daher des englischen Beistandes bedürftig sei. Im Lichte des polnischen Zusammenbruchs wird dieser Mißbrauch der englischen und französischen Sympathie durch die ehemalige polnische Regierung in seiner ganzen Verantwortungslosigkeit sichtbar. 189. Jahrgang Dienstag, 10. Oktober 1959 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen 2. Am 5. Januar 1939 fand in Berchtesgaden eine Unterhaltung zwischen dem Führer und dem polnischen Außenminister Beck statt. Der Führer stellte Beck „eine klare deutsche vertragliche Garantie" einschließlich des Korridors für den Fall in Aussicht, daß Deutschland und Polen sich über die politische Rückgliederung Danzigs in die deutsche Gemeinschaft unter selbstverständlicher Wahrung der polnischen Interessen in Danzig und eine exterritoriale Verbindung zwischen Ostpreußen und dem übrigen Reich verständigten. 3. Am 6. Januar 1939 hat der Reichsaußen- m i n i st e r dem polnischen Außenminister B e ck in München als Gegenleistung Deutschlands ausdrücklich die „Garantie des Korridors und des gesamten polnischen Besitz- standes", also die endgültige und dauernde Anerkennung der gegenseitigen Grenzen in Aussicht gestellt. 4. In Anknüpfung an dieses Münchener Gespräch hot der Reichsaußenminister von Ribbentrop anläßlich seines Staatsbesuches in Warschau vom 25. bis 27. Januar 1939 noch einmal unter den obigen Voraussetzungen dem polnischen Außenminister eine Garantie der deutsch-polnischen Grenzen zur umfassenden Befriedung der deutsch-polnischen Beziehungen angeboten. Als Reichsaußenminister von Ribbentrop am 21. März 1939 dem ehemaligen polnischen Botschafter Lipski noch einmal die endgültige A e n b e r u n ge n kugel anzueykennen. Auf jeden Fall müsse man berücksichtigen, daß kein allgemeiner und dauerhafter Friede möglich sei ohne die Berücksichtigung der italienischen Ansprüche in Afrika und im Mitte lrneer. Der frühere Ministerpräsident besteht auf der Zweckmäßigkeit der Ein- Berlin, 9. Oktober. (DNB.) Der Deutsche Dienst schreibt: In der amtlichen englischen Beweisführung über den Anlaß des polnischen Krieges wird besonders Wert darauf gelegt, daß die englische Garantie an Polen erst am 31. März 1939 gegeben, die deutschen Forderungen jedoch am 21. März gestellt wor- seien. Daraus gehe hervor: >£ SnmiWWe Einigung K mit Lettland. 10. Okt. (Europapreß.) In der Frage (i 1 Rückwanderung Volksdeutscher aus Lettland ist Ä • u|ft>er l-ttländilch-n Regierung «ins Die Völker dürfen es nicht wissen! Vier Tage nach der Reichstagsrede des Führers ist festzustellen, daß die beiden kriegführenden Mächte im Westen zwar von ihren Völkern den rücksichtslosen Einsatz von Leib und Leben für i*n unbekanntes Kriegsziel verlangen, ihnen aber nicht einmal die genaue Kenntnis des neuen europäischen Friedensplanes Adolf Hitlers erlauben. Die erdrückende Mehrzahl der Blätter in England und Frankreich wagt unter dem behördlichen Druck noch nicht einmal, ihren Lesern einen sinngemäßen, zusammenhängenden Auszug aus der Führerrede, geschweige denn ihren vollen Text zu geben. Soweit Auszüge erschienen sind, merkt man ihnen die Tendenz der Fälschung des Sinnes der Rede allzu deutlich an. Einige Blätter haben von sich aus den Versuch gemacht, einen. größeren Auszug mit den wichtigsten Stellen der Rede zu bringen. Da sie jedoch sogar diesen Auszug vorher der Zensur vorlegen mußten, so war der Erfolg lediglich der, daß diese Blätter entweder mit beträchtlichen Zensurlücken oder mit dem amtlich verstümmelten Text erschienen. Hier erlebt man nun ein besonders bezeichnendes Beispiel für die Folgen solcher Unterschlagungs- und Fälschungspokitik. Der frühere Ches der Feuer- kreuzler in Frankreich, Oberst d e la Rocque, schreibt im „Petit Journal" auf Grund des ihm zugeleiteten Auszuges aus der Rede, Hitler habe bereits die Ziele für Beschießungen auf französischem Boden bestimmt und sogar in seiner Rede offen genannt. Aus dem Wortlaut der betteffenden Stelle der Führerrede ergibt sich ganz klar, daß es sich hier nur um eine warnende Darstellung eines Krieges im Westen, nicht aber um die Anweisung von Zielen für eine Beschießung oder eine Drohung handelt. Und ein zweites Beispiel: Die Pariser „Epoque" beklagt sich darüber, daß die Reichstagsrede von den französischen Telegrafenbüros nur in sehr knappen Auszügen an die Schriftleitungen der Blätter geliefert worden fei. Obwohl also das Blatt gar kein Urteil über die ganze Rede haben kann, schreibt es in seinem Kommentar, es sei die Rede „eines Tob- süchtigen" gewesen! Es handelt sich hier wohlverstanden um eine ganz bewußte, ganz planmäßige Irreführung der öffentlichen Meinung durch die zuständigen englischen und französischen'Behörden. Die Völker dürfen d i e Wahrheit nicht wissen. Man könnte die Frage aufwerfen, wie lange die Regierungen in jenen beiden Ländern wohl noch einer allgemeinen öffentlichen Empörung standhalten könnten, wenn die Völker dort einmal die volle Wahrheit über die Vorgänge aus der Zeit nach der Münchener Viererbesprechung und der Gegenwart erführen. Argentiniens Neutralität. Buenos Aires, 9. Okt. (DNB.) Der deutsche Botschafter von Th ermann stattete nach seiner Rückkehr aus Deutschland dem Außenminister Dr. Cantilo einen Besuch ab. Während der in freundschaftlichstem Geist geführten Unterhaltung über verschiedenste durch Zeitumstände bedingle Fragen unterstrich Dr. Cantilo nochmals den Wunsch Argentiniens nach Aufrechterhal- Rkichstag verkündete, beginnt bereits Wirklichkeit zu werden. Zwischen der Reichsregierung einerseits ■ unö der estnischen und iHtttschen Regierung ander- aufgenommen worden, um war fe 1,7 v. H. der Gesamtbevölkerung. ich, \ man die tatsächliche Zahl der 23i . , n M1 MCOO veranschlagen dürfen. Es ist bezeichnend, daß chnMUjGegensätze zum Volksdeutschtum das russische erie (ft1 Bolrselement in Estland einen Aufschwung bis zur ) M V-endigung des Weltkrieges genommen hat. Das jiräB; Aksdeutschtum in Estland zählte um die Jahr- himdertwende noch etwa 40 000 Menschen; seither ist m 5 Xt urt'fomttin Wr Ägrupp'e eine sich bei der Umstellung der englischen Wirtschaft chwere Arbeitslosigkeit hervorgerufen.In schon ergeben haben, kommen jeßt noch ganz erheb- Hull sind von 210 Fischerfahrzeugen 186 beschlag- liche T r a n s p o r t s ch wi e r i g k e i t e n. Bei den nahmt worden, in Grimsby ist die Fischerflotte Hal- Eisenbahngesellschaften Haufen sich die Frachtgüter, biert. 15 OOO Menschen leben irgendwie von der die nicht befördert werden können. Um eme Ent- Fischerei. Sie verdienen heute wöchentlich, wie der lastung zu erreichen, war die Arbettszett der Fracht- y 1 ' ... - .... . r 111 • J. L t- - - -1 „fl-ff mni-h «ri ’n? (1 El tl rt'htTI P eigen annahmestellen verkürzt worden. Diese Maßnahme Düchertisch. grübe", von dem meine Mutter uns später oft erden Wagen und langsam, im Wasser mahlend und , Aale aber fing er so groß wie die Riesenschlangen ron, Konstantinopel zum Balkan, nach Frankreich plätschernd rollten die Räder weiter die Landzunge und schickte einen meiner Mutter, der feine guten unb Italien, nach Deutschland und schließlich nach 10 Pfund wog. Ein Pfälzer wehrt sich. 'N liche Geschichte eines seltsamen Lebens. — Heinz Schwieger: Kleine Papier" f i b e l. Verlag Rütten und Loening in Potsdam. — Die kleine Papierfibel ist ein Jnformattonsbüchleii^ Lleberall Hemmungen in -er englischen Wirtschaft ich nur so kreischte. Kamen wir heraus aus dem klaren, lauen, stillen Wiekwasser, dann wurde im Galopp hinuntergerast zur anderen Seite der Halbinsel, wo die See schäumend auf den Sand lief. Es war nur eine Entfernung von knapp einem Kilometer, aber hier war eine andere Welt. Das Wasser war so kalt, daß man blau anlief, wenn man darin badete, der Grund fiel schnell in die Tiefe ab und das gab der Stimmung an diesem Ufer etwas dere die Bestimmung, daß alle Holzkäufe, falls |ie nicht nationalen Zwecken dienen, verboten sind, es sei denn in ganz bescheidenen Mengen, hat der „Daily Mail" zufolge die britische Möbelindustrie vor eine außerordentliche Lage gestellt. Die Tatsache, daß man Holz frei nur bis zu einem Betrage von 20 Pfund kaufen kann, hat zu einer Verknappung des Rohstoffes Holz und damit zu einer Preissteige- rung bei Möbeln von 12 bis 15 v. H. und noch mehr geführt. Die Holzhändler selbst beschweren sich über das Durcheinander, das in der gesamten Holz- kontrolle herrscht. Zu den vielen Schwierigkeiten, die Regierungen Englands und Frankreichs für die Fortsetzung des Kneges gegen Deutschland besitzen. Die „Jswestija" schließt mit den Worten: „Der Versuch, das Friedensprogramm Deutschlands zu ignorieren, heißt die Verantwortung für die weitere Entfesselung des Krieges auf sich nehmen und infolgedessen auch die Verantwortung für die kolossalen Opfer und Zerstörungen, die mit dem Kriege hinauf, dem Endpunkt, dem Dörfchen Hela zu. In Hela angekommen, empfing uns die versammelte Äugend, jubelnd und schreiend „Peerde, Peerdel" Unsere Pferde erregten die Bewunderung und das Entzücken der Dorfkinder, denn auf der Halbinsel gab es keine Pferde, kaum irgendwo eine Kuh. Schweine, ein paar Ziegen und Hühner bevölkerten die Höfe, auf denen es nach Fischen — ftant. Alles glitzerte von Fischschuppen, alles schmeckte nach Fischen, die Eier, der Schweinebraten, dos Brathuhn, denn es gab ja kein anderes befreiten Gebieten sind mit den bisher bekanntgewordenen Verbrechen noch längst nicht alle aufgedeckt. Bei Aufräumungsarbeiten in b er Nähe von Kutno fand man dieser Tage auf einem Acker wiederum 21 bis zur Untennt- lichkeit verstümmelte Leichen von Volksdeutschen, die den polnischen Henkern in der ersten Septemberhälftt zum Opfer gefallen sind. Bei den Ermordeten, denen größtenteilt der Schädel gespalten und der Leib aufgeschlitzt worden war, handelt es sich in der Mehrzcchl um verschleppte deutsche Volksgenossen aus dem Posener Gebiet und aus der Gegend von Neu- tomischel. Diel« von ihnen konnten infolge ihrer unvorstellbaren Verstümmelungen gar nicht mehr identifiziert werden, so daß die Bevölkerung durch Anschlag auf gefordert worden ist, zur Fest- stellung der Opfer des polnischen Terrors beizu- tragen. Ihre Beisetzung findet am Mittwoch in Pchen statt. Unheimliches. Müde und echitzt kletterten wir dann wieder auf und Tausende von Technikern seien arbeitslos. Die Konttolle der H o l z w i r t f ch a f t, insbeson- Damals hatten wir noch wenig Sinn für Originale wie den alten Dörks, den Wirt der „Löwen- Aufrechterhaltung der Weltherrschaft das wahre Kriegsriel Englands. M o s k a u, 9. Oktober. (DNB.) Unter der Überschrift „Frieden oder Krieg" bringt die osfi- ziöse „Jswestija" heute einen bedeutungsvollen Leitartikel, der sich einerseits mit dem Friedenspro- gramm des Führers befaßt und andererseits die wahren Absichten der Kriegshetzer in den sogenannten Demokratien schonungslos brandmarkt. Das Blatt geht davon aus, daß der Krietz in Polen, wie niemand mehr bestreiten könne, j e tz t z u E n d e s e i : Die polnische Armee ist zer- niert oder in Gefangenschaft, die Regierung Polens ist nach ihrem vollständigen Bankrott gefluchtet und es gibt in Polen mit Ausnahme vielleicht einer dünnen feudalen Oberschicht auch keinen sozialen Faktor mehr, der das alte künstlich geschaffene >W LV1 ,-S 'S n* heut itint i SINUS. i heim Men 15, di M In ihrer i Front gingen > 3i k Schrö uw ödes i ift sein. 33i nat "M ü Kinach hi Plis rtenhei ; Frieds illrmch Litern -fderR ntbil ch iin s i NF. N be < in gl( h erforb f1 hiir [ Heimo ' Front L«, d l$in wbiiin 0i( Schnitts Mrcn di-hstag tchsbau Wir st * ' D an . Futter als eben nur Fische. Uns war das ganz gleich, unter den großen Linden vor der „Lowen- grube", wie der Dorfkrug hieß, saß es sich äußerst gemütlich, und voller Hast schlangen wir das Essen hinunter, um uns ins Dorf selbst zu begeben. In Begleitung des Dutzends Kinder, die uns voll Neugierde nicht verließen, bellend verkündet durch die beiden Hunde, ging es zuerst zu einer der vielen kleinen Räuchereien, die die alten Fischer betrieben. Wir durften helfen: Sprotten auf lange Drähte nadeln und oben über ein offenes Faß hängen: bann unten schwelendes Feu-r von Säaesoänen und Torf anmachen, in dessen Rauch dann die kleinen Fische bald gar wurden. Selbstgeräucherte, heiße, fetttropfende Fische schmecken unvergleichlich! Die 5mnde bekamen den Abfall. Weiter führte der Weg zum Leuchtturm, auf dem Vater amtlich zu tun hatte. Wir mußten natürlich mit hinauf und hörten gruselnd den Wärter von herbstlichen Stürmen erzählen, bei denen oft genug ein Schiff den Weg nicht um die Landsvitze gewinnen konnte: mir durften die mächtigen Laternenscheiben putzen und durchs Fernrohr sehen. Es brauchte schon die endlos langen Tage, um noch vor Einbruch völliger Dunkelheit den Weg wieder zurück zu machen, den mein Bruder und ich allerdings zum guten Teil verschliefen, auf unseren schmalen Rücksitzen aneinander gelehnt, die Schuhe voll Sand, weit um uns einen Duft von Fischen, leer und sonstigen Erinnerungen verbreitend. ®6»ii PNif ", »’< Hm. pW MN ä1" •Hl raH ■C'h tifltl hW> kerli lüsfr MPP i Ausbi initeni) ! W niiitätii tztchtz wer de Regierungssystem" betrifft, so meint der Brief- chreiber der „Times",' wie die Dinge in Deutschland liegen, „lediglich zu einer weiteren Stärkung des gegenwärtigen deutschen Regierunassystems", also des „Hitlerismus" führen könne. — Wie kommt Saul unter die Propheten? Wie kommt Vernunft in die „Times"? Nun wir wissen, daß eine Schwalbe noch keinen Sommer machte. Aber es lohnt sich doch wohl, nebenher zu notieren, daß die Rotationsmaschinen der „Times" nicht gestreikt haben, als ie das drucken mußten. Polens Blutschuld. Wertere 21 Lerchen ermordeter Volksdeutscher in der Nähe von Kutno gefunden. Posen, 9. Oktober. (DNB.) Die abscheulichen Greuettaten poluischen Mordgesindels gegenüber der wehrlosen deutschen Bevölkerung in den heute Fischerei. Sie verdienen , Gewerkschaftsführer Bevin feststellte,, nicht mehr als früher an einem Tage. Was für die für die Ernährung Englands so wichtige Fischerei gilt, trifft, wenn auch in anderem Zusammenhang, auch für die englische Geflügelzucht zu. Hier hat sich nämlich bereits jetzt eine Futterknappheit bemerkbar gemacht, die es als fraglich erscheinen läßt, ob die große Geflügelzucht im bisherigen Umfange wird erhalten werden können. Einer ebenso unsicheren Zukunft geht die brittsche Filmindustrie entgegen. Die Unsicherheiten hinsichtlich der Absichten des Handelsministeriums töte, so schreibt der „Daily Telegraph", die gesamte englische Filmindustrie. An zwei bescheidenen Filmen, die vor dem Kriege begonnen worden feien, arbeite man zur Zeit noch. Sonst aber seien Studios, die man für Millionen von Pfunden gebaut habe, tot, Reglosigkeit und Unterdrückung aller seiner Völker, darunter auch des polnischen Volkes, aufgdbaut war. Die Regierungen Deutschlands und der, Sowjetunion stehen nunmehr vor der Aufgabe, Frieden und Ordnung auf dem Gebiet des früheren Polens wie« derherzustellen und der Bevölkerung eine friedliche, ihren nationalen Besonderheiten angemessene Existenz zu sichern. Der unerhört rasche Zerfall Polens, der am besten beweise, daß dessen staatlicher Organismus nicht lebensfähig war, hebe auch die Gründe für eine Fortsetzung des Krieges in Westeuropa auf. „Sogar Blinde können jetzt sehen, daß der polnische Staat in seiner früheren Gestalt und auf dem früheren Territorium Amsterdam, 9. Okt. (DNB.) Es vergeht kein Tag, an dem nicht irgendwelche englische Wirt- chastsgruppen oder Berufe bittere Klagen über die schweren Rückwirkungen des Krieges äußern. Diese Klagen sind nur zum Teil nur zu berechtigt, denn man hat in England vielfach ohne Rücksichtnahme auf wirtschaftliche Notwendigkeiten K r i e g s m a ß n ah m e n i n den Vordergrund gestellt. So hat die Admiralität, wie auf einer Sondersitzung der Fischergewerkschaften erklärt wurde, von 1303 Fischerfahrzeugen 887 für Kriegszwecke beschlag- fc' hS Jugend auf Hela. Von Eva Schauwecker. Die Halbinsel Hela mit dem Fischerdorf gleichen Namens, die vor kurzem von den Polen aufgegeben und geräumt wurde ,spielt in meinen Jugenderin- । nerungen eine heiter idyllische Rolle besonderer Art. „Wir fahren heute nach Hela!" das war ein Tagesprogramm, geladen mit Ereignissen, die Kindern wie mein Bruder und ich es waren, eine Fülle von Freiheit, abenteuerlichen Begebenheiten und Lachen zusicherten. Von der kleinen Stadt Putzig aus, in der wir damals, es war noch vor dem Weltkriege, wohnten, fuhren wir mit Wagen und Pferden durch herrlichen Laubwald, saftige Wiesen und sommerliche Felder hin zur Halbinsel, die schmal unö langgestreckt die freie See vom Putziger Wiek trennt. Machte der Weg die Schwenkung nach Hela zu, dann galt es erstmal den Widerstand unserer beiden Fuchse zu überwinden, die den sandigen, sonnigen Weg innig haßten. Aber dann bogen sie schließlich doch einsichtsvoll und ergeben auf das weglose, tiefe Gelände ein. Von der See her wehte frisch der Salzwind, und das Brausen der Brandung summte in der Luft. Dor dem Wagen rasten die Hunde her, ab und zu an den Pferden emporspringend, und dann gab es wieder eine Auseinandersetzung mit unserer beiden PS, wenn meine Mutter den brennenden Sonnenschein nicht mehr ertrug und ihren Sonnenschirm aufspannt«. Kein Pferd mag einen Schirm leiden. Manchmal gab meine Mutter nach, stieg ab und ging ein Stückchen zu Fuß, was auch uns endlich Gelegenheit brachte, den Wagen zu verlassen und das Stillsitzen aufzugeben. Herunter mit Schuhen und Strümpfen, fort mit dem Hut und so weit wie möglich ins Waste hinein, während der Wagen nun auch das trockene Dasein aufgab, langsam ins flache Wasser lenkte und voran- fuhr. Vater, der nicht recht einfah, warum man zu Fuß laufen sollte, wenn man einen Wagen unter sich haben konnte, blieb sitzen und hielt die Würde der Familie hoch. Hatten wir die Hälfte des Weges zurückgelegt, meist kurz vor dem Dörfchen Heisternest, dann wurde Mittagsraft gemacht, der Freßkober herunter geholt, Schatten unter einem der kleinen, knorzigen Nadelbäumchen gesucht und geschmaust. Zwischendurch wurde bas übliche Bad genommen. Vater schwamm weit hinaus, ich durfte, da ich noch nicht schwimmen konnte, auf feinem Rücken reiten, mein Bruder schwamm vor uns her, tauchte unter uns weg und zog mich ab und zu an den Zehen, daß verbunden sind". Flugzeusexport wie im Frieden. Berlin, 9. Oktober. (DNB.) Auf dem Werks- flugplatz der Firma Junkers in Dessau startete bas erste der beiden von der estnischen Verkehrsgese^lschaft Ago bei Junkers bestellten Verkehrsflugzeuge des bekannten breimoto- rigen Typs „Ju 52" zum Ueberführungsflug nach Estland. Hier wird es zusammen mit dem zweiten Flugzeug^as noch in diesem Monat folgen wird, auf den Linien Reval—Stockholm und Reval—Helsinki eingesetzt werben. Kurze Zeit später starteten drei für d i e schweizerische Luftwass« bestimmte Hörsaalflugzeuge des gleichen Typs, die für Funk- und Blindflug- s ch u I u n g eingerichtet sind, zum Ueberführungs- flug nach der Schweiz. das aus den Erfahrungen der praktischen Arbeit! eines Papierfachmannes entstanden ist und wieben der Erfahrung dienen will. Der Verfasser hat bemüht, nach Möglichkeit keinerlei Vorkenntmsstt beim Leser vorauszusetzen. In einer gedrängten Uebersicht teilt er alles Wissenswerte und Wissens- notwendige über die Geschichte, die moderne Erzeugung und die Verwendung des Papiers mit Schilderung wird ergänzt durch ein Kosten-Rechnungs-Beispiel für die Buchherstellung, zahlreich«« Bilder, die den Produktionsprozeß veranschaulichen.' und einen Anhang von Papierproben. — Felix Riemkasten: Ein ft r ei t* bares Mädchen. Roman. Preis in Gcmzle'ne^ gebunden 4,50 RM. Verlag H. Wigankow, Beruir N 65 — (183) — Dieser Roman will erfreuen. Un» er tut es, wenn wir lesen von dem kratzbürstiges ftreitbaren Mädchen Dita Bogener, das in Oberndorf im schönen Allgäu einerseits Schifahren lerne möchte, anderseits sich endlich zur Verlobung schließen soll. Sie entschließt sich ja auch, nur ebw daß sie einen anderen nimmt. Und ist nun gar mar mehr streitbar. Der Winter in den Bergen, Treiben der Menschen, die bchiwiese, der sturm in den Höhen und manches Stück Menschs jchicksal, bas gibt einen Roman, besten Humor y* Sonne gleicht, die alles Leben wärmend überftray«- tätig der Neutralität unter Wahrung seiner lebenswichtigen Interessen. Dazu gehörte besonders die möglichst ungestörte Fortsetzung der wirtschaftlichen Be- Ziehungen mit den europäischen Ländern, unter denen Deutschland als Abnehmer beträchtlicher Mengen argenttnischer Produkte eine nicht unwensentliche Rolle zufalle. „Warum nicht zuerst den Ehurchillismus vernichten?^ Bernhard Shaw kritisiert. London, 9. Okt. (DNB.) „Statesman and Nation" veröffentlicht einen Artikel Vernarb Shaws, der zunächst in seiner bekannten sarkastischen Art die Beschlagnahme von Häusern und Wohnungen, die Schließung der Theater und Hotels usw. in England geißelt. Beschwere man sich aber darüber, so sagt Shaw, dann werde einem gesagt, alle müßten Opfer bringen, daß man überall Gasmasken trage und höchst unpraktische Vorsichtsmaßnahmen gegen Explosivgeschosse und Giftgas ergreife. „Ihr sagt uns, entschlossen und fest zu fein, aber wir können nicht entschlossen und fest f ü r nichts fein. Wofür leiden wir? Worin sollen wir entschlossen und fest sein? Worum in des Teufels Namen geht es jetzt, wo wir Polen haben teilen lasten?" Shaw sagt sodann, Chamberlain und Churchill hätten als Kriegsziel angegeben, den Hitlerismus mit Stumpf und Stiel auszurotten. „Aber warum nicht mit der Vernichtung des Churchillismus beginnen? Dieser Vorschlag ist weniger unsinnig und für uns leichter zu erreichen. Aber man sagt uns, daß, wenn wir Hiller nicht nach St. Helena schicken, er demnächst die Schweiz, Holland, Belgien, England, Schottland, Irland, Australien, Neuseeland, Kanada, Afrika und schließlich die ganze Welt annektieren werde und daß Stalin chm dabei helfen werde. Ich muß hierauf erwidern, daß Leute, die derartiges reden, sich vor ihrem eigenen Verstand fürchten. Stalin wird daraus achten, daß niemand, nicht einmal wir Hochwohlgeborenen, etwas dieser Art tun. Und Roosevelt wird erstaunt sein, daß er in dieser Angelegenheit gänzlich Stalins Meinung ist. Sollten wir nicht besser warten, dis Hitler diesen Versuch macht und ihm dann mit Unterstützung Stalins und Roosevelts Einhalt gebieten? Unsere Aufgabe ist es jetzt, mit Hitler Frieden zu schließen und mit der ganzen Welt, statt noch mehr Unheil anzunchten und unser eigenes Volk in dessen Verlauf zu ruinieren." Ein „offener Vries" an die Times. der Pfälzer niemals auf? Gewiß! Ein Pfälzer kann , heiter sein, er kann auch weinfroh gestimmt fein. Aber so gut es sich der Sachse verbittet, nur als „der gemietliche Sachse mit eenem Schälchen Bliem- chcnkaffee" durch die Weltgeschichte zu schaukeln, haben es die Pfälzer satt, als „heiteres, weinfroh gestimmtes Völkchen" schablonenhaft abgestempelt zu bleiben. „Völkchen!" Hört sich dies nicht schon verdammt kitschig an! Huch nein, wie neckisck! Das kichert und bechert von morgens früh bis spat in die Nacht. Dann schnarcht's ein paar Stunden und morgens -fängt der lachende, pokulierende Kreislauf wieder von vorne an. Den Seinen gibt's der Herr schlafend. „Das Völkchen" braucht immer nur „weinsroh gestimmt" zu sein, dann fliegen ihm di« gebratenen Tauben in die lachend geöffnete Gusche. Der angeborene Pfälzer Humor hat aber mit „Weinseligkeit" gar nichts zu tun. Er ist eine Wesensform des Pfälzers auch im weinarmen Westrich. Und daß auch der landschaftlich herbe Westrich zur Pfalz gehört und die Kernart des P'älzers mitgeftaltet hat, wird gern als „belanglos" übergangen, damit die Schablone des „weinfrohen Völkchens" heil bleibt. Selbstverständlich läßt sich der Pfälzer die Weine, die seine Heimat hervorbringt, wohlschmecken; deshalb hat er aber doch nicht jeden Tag Kerwe. Er ist von Natur aus — oyne Eigenlob — mehr „arbeitsfroh" als „weinfroh" gestimmt. blieb jedoch erfolglos. Wie mangelhaft trotz all der monatelangen Kriegsvorbereitungen die Organisation in England auch heute noch ist, beleuchtet die Tatsache, daß i n - folge zu wenig Zahlmeistern bis heute noch viele Offiziere der Armee und Luftwaffe, die sofort bei Kriegsausbruch eingetreten sind, kein Gehalt bezogen haben bzw. sich mit lächerlich geringen Abschlagszahlungen begnügen mußten. In vielen Wehrmachtsteilen ist es heute noch so, daß diejenigen, die wenigstens Teilzahlungen erhalten haben, ihren Kameraden Geld leihen müssen, die bisher nichts erhielten. Auch Mitglieder des Freiwilligen Frauenhilfsfliegerkorps nicht mehr wlederhergestellt »erttetf wird". Deshalb könne, fo folgert das Matt, eine Fortsetzung des Krieges in keiner Weise gerechtfertigt werden und fei nur als sinnloses Blutvergießen zu bezeichn neu während die Beendigung des Krieges den Interessen aller Völker entspräche. In diesem Zusammenhang komme dem Frie. densprogramm, das der Führer in der Reichstaqsrede vom 6. Oktober vorbrachte, eine hohe Bedeutung zu. Das Blatt schreibt darüben Die Vorschläge Hillers können angenommen, ab- gelehnt oder der einen oder anderen Abänderung unterzogen werden. Aber es ist unmöglich, nicht anzuerkennen, daß sie auf jeden Fall eine reale und praktische Grundlage darstellen für Verhandlungen, die auf eine rascheste Beendigung des Krieges binauslaufen würden. Die „Jswestija" meint, das bisherige Echo, das die Rede des Führers in England und Frankreich hervorgerufen habe, lasse nicht darauf schließen, daß die Regierungen der Westmachte dem Friedensprogramm des Führers mit Verständnis begegnen wollten. Dort hätte man vielmehr ein neues Kriegsziel aufgebracht: die söge- nannte „Vernichtung des Hitlerismus", Diese Absicht werde sogar als hauptsach. liches und einziges Ziel des gegenwärtigen Krieges angegeben, demgegenüber die ursprüngliche Forderung der Wiederherstellung Polens sogar „bescheidenerweise in den Hintergrund qerückt" worden sei! Mit bemerkenswerter Schärfe entlarvt das Moskauer Blatt dieses angebliche „Kriegsziel der Demokratien". Es wäre eine sinnlose und törichte Grausamkeit, Menschen deshalb zu vernichten, weil irgend jemand deren Weltanschauung nicht paßt. Nur im finstersten Mittelalter hätte man Häretiker und Anders- gläubige deshalb ausgerottet, und selbst damals ohne Erfolg, denn, so betont die „Jswestija", „mit Feuer und'Schwert lassen sich keine Jdeo- logien und keine Weltanschauungen ausrotten. Man kann den „Hitlerismus" lieben ober hassen, wie jedes andere politische System. Aber für die „Vernichtung des Hlllerismus" Krieg führen, das heißt in der Politik eine verbrecherische Dummheit begehen." Das Blatt folgert dann weiter, die Losung von der „Vernichtung des Hitlerismus" für die Demokrallen im weiten Umfang könne nur als Aushängeschild und Maske für andere Ziele dienen. Sie herrschenden Kreise Englands und Frankreichs hätten auch früher niemals befonbere Begeisterung dafür gezeigt, für ideale Ziele Blut zu vergießen oder, was für sie noch wichtiger sei, Geld auszugeben. Diese Staaten würden vielmehr auch heute ein ideologisches Ziel, nämlich „die 23er- nichtung des Hitlerismus" nur zum Vorwand nehmen, um die bisherige Form ihrer Weltherrschaft aufrecht zu erhalten, um ihren riesigen Kolonialbesitz ungeteilt ____a_____ — v---------v ... ~ . i und ohne Berücksichllgung der deutschen Ansprüche warten nach fünfwöchigem Dienst noch auf ihren im Interesse ihrer herrschenden Klasse auszubeuten. Sold. Schwestern haben bisher ihre Ausstattung!hierin lägen die wahren Motive, welche di« aus eigenen Mitteln bezahlen müssen. fc„nfnnhfl ffir w# grübe", von dem meine Mutter un« später oft er- — Georg« Sava: Das heilende Mes« zählte. Abends ging dieser Gut« früh schlafen, setzte r€r Schicksal eines Heimatlosen. Uebertragung ans aber vorher einen Kasten mit Bierflaschen auf denEnglischen durch Ria Obler, Wien. (Verlas Schankllsch mit dem Bemerken: „Legt das Geld Neues Volk, Berlin SW 68). Leinen geb. 5,80 RM !man hin, das ihr vertrunken habt!" Morgens mußte _ (222) — Weltkrieg und Revolution reißen den jun- ' er vor Sonnenaufgang raus auf den Aalfang. gen russischen Prinzen aus Glück und Glanz einer Dann füllte er sich mit Köm an, damit er die Kälte umfriedeten Jugend. Mit dem blutigen Zusammen- der See besser vertrug, und wenn er wrederkam, bru^ Ö€r weißrussischen Armee beginnt die ab- | begann er gerade langsam nüchtern zu werden, sonderliche Flucht des Heimatlosen, die über Tche- tzig un i kW!'s kernen rttnJ Berlin, 9. Okt. (DNB.) In einem „offenen Bri ef" an die „Time s", den diese gewiß nicht abdrucken würde, wenn sie es noch für möglich hielte, die in ihm zum Ausdruck gebrachte Stimmung großer englischer Kreise einfath weiter totzu- schweigen, wird rund heraus gesagt, daß die „erste Ausgabe eines jeden englischen Staatsmannes die fei, vor allen anderen bie~ Interessen Großbritanniens zu berücksichtigen. Das erste und letzte Ziel Großbritanniens aber sei stets ber Friede". Fast mit Erstaunen liest man — ausgerechnet in der „Times" —, „weil England im Jahre 1919 trotz des Sieges sich nicht fähig erwies, ein sicheres System b e r_ friedlichen Zusammenarbeit ber Völker zü schaffen, müsse das englische Volk jetzt von neuem , in den Krieg ziehen." Nie ist von deutscher Seite die geschichtliche Schuld Englands in Versailles unumwundener festgestellt worden. Und der Kernsatz der Führerrede kann nicht stärker bestätigt werden als durch die Feststellung in ber „Times", baß jebes weitere Kämpfen überflüssig sei, ba England es nicht für notroenbig befunben hat, bem Einmarsch Rußlands in Polen entgegenzutreten. England könne danach unmöglich noch behaupten, daß es für die Wiederherstellung Polens kämpfe, abgesehen davon, baß für eine solche Wieberherstellung gar keine Möglichkeit mehr bestehe." Was aber den faulen Trick von M----- ------ .. bem englischen „Kampf für ein anderes deutsches Staatsgebilde zu erhalten wünsche, das auf der London führt. Wunsch und Wille, Arzt zu werden,, beherrschen den Flüchtling seit einer glücklichen. Operation, die er mit seinem Taschenmesser aus' dem Schlachtfelde vornahm. Die ärztliche Berustm-i w läßt ihn die widrigsten Enttäuschungen, bie tiefften: Nach einer weit verbreiteten Gebankenlosigkeit Mgrünbe seelischer und körperlicher Not im»' leben gewisse deutsche Stämme in ewiger ungetrüb- menschlicher Niedrigkeit überwinden. Mit 35 Achter, vom Wein beschwingter Heiterkeit. Muß man ren ,jt er am Ziel seiner Wünsche, ist Chirurg «i ausdrücklich betonen, daß hinter solchen kitschigen London. Seinen Weg dorchin erzählt er hier mitt Vorstellungen überhaupt keine Wirklichkeit steht? erschütternder Nüchternheit. Es ist bie abenteE' Don ben Pfälzern schreibt Ebuard Koelwel im -' ------ Septemberheft ber „Westmar k" aus einem gegebenen Anlaß: „Das heitere, weinfroh gestimmte Völkchen!" Hört denn diese kitschige Verniedlichung Dch dtD Oiierregierungsrat Dr. Grünewald vom. ^ihsarbeitsministerium erläutert in der Zeitschrift •2er Sozialversicherungs-Beamte" den Erlaß des ftlt, ,p«ll e"6 bett ; m Oie Krankenversicherung bei Einberufungen. Sterbegeld der Krankenkasse auch bei Gefallenen. L 'U !3S N w e W ik b| ; Jhlil nbs ü bchndo iele & Jtifler k mete I rtDQRtl i ihr« Haltti unMs 2In(priti »zukck Delitz bl für m d bfr M! ,2«! jlanbs s die ve hmmiiil die W nn Ärk?i T ftlNiKiJ ftwr | des M .5^8« ien benp j W^'l 3^1 nt bi- überi® grault iej^Sl 'F ■#'1 s «sj er ivf -rl°K SelSM dec^L -L lgen ri tzoal-N ndfl«|A irfihmM Pötr^ | «51 und"- I ft ,•» = s* S| ji-Smppenschrer Hildebrand« nach Danzig berufen. Härtel m .Kl ^rqnirjl Cchtzl W&l 2 tiiil ml'iij imrjl 1 Ml Andri»! barndj] < 4 uitgn| 5" M 6q(te| sMl ’Mtl beiden und ab Januar 1937 Führer des //-Ober- atzchnitts Rhein, Wiesbaden. //-Gi-uppenführer IHSdebrandt ist Träger des Goldenen Ehrenzeichens der NSDAP., Mitglied des Reichstages, LandeSbauernrat urtb Mitglied des Wchsbauernthinas. Wir sehen //-Gruppenführer Hildebrandt mit mßem Bedauern scheiden. Als Führer ein Vor- 6$) an Haltung und Leistung, als Mensch groß- züstg und hilfsbereit, so haben wir ihn in den j Begangenen vier Jahren kennen und achten ge- stemt. Auf Grund seiner Fähigkeiten und Erfah- jltwgen ist //-Gruppenführer Hildebrandt jetzt mit lieimr neuen Aufgabe rm Osten des Reiches betraut worden. Wir wünschen ihm von Herzen für seinen jidockgen Wirkungskreis Glück und vollen Erfolg! „Seid Trager einer heroischen Haltung!" Neichsappell für die schaffende Jugend. 8erHn, 9. Okt. (DNB.) Die Deutsche Ar- bei ts f r o n t führte am Montagfrüh den dritten jMeichsappell für die schaffende Jugend durch. Don ben Ausbildungs- und Lehrwerkstätten der AEG. in Keinickendorf-Ost sprach der Leiter des Jugendamtes N DAF, Oberbannführer Schröder, zu allen berufstätigen Jugendlichen Großdeutschlands. Im Zesensatz zum Weltkrieg, wo sich mit zunehmender . dauer des Krieges eine durch Juden und Vater- l »sverräter geschürte Stimmung breit machte, !ltehe heute das deutsche Volk unter einer Führung, neint inder Jdee des Nationalsozialismus. Die Front am Feinde und die Front m ber Heimat seien eine Front. Sie finde ihren Wbaren Ausdruck in der Person des Führers, der als Feldherr und Soldat bei 'N Me ber natwnalsozialistische Gaudienst Hessen- Mssau mitteilt, hat der Reichsführer // und Chef ixr Deutschen Polizei im Einvernehmen mit dem Herkommando des Heeres den Höheren //» und Palizeiführer Rhein, //-Gruppenführer Hilde- brandt als Höheren //- und Polizei- ,ihrer Danzig und Westpreußen nach Ianzig berufen. Richard Hildebrandt wurde 1897 in Worms gekoren, besuchte die Gymnasien Worms, Frankfurt ah Main und Dorsten i. W. bis zur Reifeprüfung Jtt Jahne 1915. Dann meldete sich HiDebrandt als 9°. bif i Kriegsfreiwilliger. Vom November 1915 bis No- 1 «ml pentber 1918 war er ununterbrochen an der Front roch dem Kriegsende studierte er an der Unioer- Mt Köln und München Volkswirtschaft, Sprachen *, Geschichte und Kunstgeschichte. Ab 1921 war er im Wim Mnkfach und in der Industrie tätig, von 1928 bis '»eM jW in Nordamerika. Seit 1922 ist er Mitglied der 'Miij'I WDAP. und war aktiv tätig als Ortsgruppen- H:‘ jfübrer und Bezirksführer. Von 1931 bis 1933 war er Gabsführer und Adjutant des //-Oberaruppen- fiitrers Sepp Dietrich in München, 1933 bis 1935 Führer des //-Abschnittes XXI in Görlitz: 1935 bii 1936 Führer des //-Abschnitts XI in Wies- Jeinen Truppen im Felde steht, der aber auch als Führer des deutschen Volkes den Teil her Front führt, der in der Heimat die Doraus- ^jetzungen schuf für den Kampf mit den Waffen. : „Ihr Jungen und Mädel", so fuhr Oberbannfüh- rcr Schröder fort, „sollt die Träger der national- losialistischen Weltanschauung, der Volksgemeinschaft unb des nationalsozialistischen Staates in der Zu- Lflji. lunft sein. Es gilt, durch berufliches Kön- V;L aen nach beruflicher Höch st lei st ung zu X 5 heben. Der schnelle und glänzende Sieg unserer Wehrmacht im Feldzug gegen die Polen wurde m 3 * ni^t zuletzt errungen durch die ausgezeichnete Be- ? Menheit unseres Kriegsmaterials. Mehr noch als in Friedenszeiten brauchen Kriegswirtschaft und Wehrmacht hochqualifizierten Facharbeiternachwuchs." In diesem Zusammenhang tief der Redner die Jugendlichen zu verstärkter Fiartbildungsarbeit auf. Diese Arbeit werde iud) im Kriege im Vordergrund der Bestrebungen ber DAF. stehen. Dazu trete als weiteres d i e yfli ch t, gesund zu sein, denn für eine hohe berufliche Leistung und für eine ebenso hohe Wehr- Sauflichkeit sei ein körperlich und geistig gesunder Mensch Voraussetzung. Noch dem Apvell an den Geist der Gemeinschaft, btr im gleichen Maße bei jung und alt zum Gelin- zn erforderlich sei, schloß Oberbannführer Schröder: Härte und Opfer muß jeder Deutsche in hr Heimat genau so bereit sein wie der Soldat an btr Front. Seid stets und überall Träger mb Verfechter einer heroischen Hal- hr g, die nur den Willen zum Sieg und zur ftrifteften Befolgung aller vom Führer erlassenen mordnungen und Befehle kennt." Hichsarbeitsministers über die Sicherstellung hr Krankenversicherung bei Ernbe- rusungen. Da der heute zur Wehrmacht Em- brnfene freie Heilfürsorge erhält, habe ein Bedurs- lis für Dersichertenkrankenhilfe nicht bestanden, üie kurte daher für die Zeit des Einsatzes bei der Mrhrmacht ruhen. Anderseits sei es selbstverständlich, daß solchen Versicherten alle übrigen dichte aus ihrer Kassenmitgliedschaft erhallten blei b e n müssen, daß also vor alttm den fr a 5 nUienmit gliedern all die Leistungen aus kr Krankenversicherung ebenso m e 11 e r n e = □ r t werden wie bei Nichteinberufung des -<>er= Werten. Zu diesem Zweck habe der Erlaß des ^.chsarbeitsministers die sinngemäße Anwendung M 209 b der Reichsversicherungsordnung ange- °^et. Daher ist z. B. kein Zweifel darüber, dan ^lsichertensterbegeld zu zahlen i|t daß es sich nach dem letzten © r u n b = !«hn vor der Einberufung richtet. ötn£> KAttungskosten nicht entstanden, so gilt das ge- Wrle Sterbegell» als „Usberschuß", der in erster cinh den Angehörigen gebührt. Cbenio Bescheid des Reichsversicherungsamts zu be- »chtm, daß für die Ausstellung des Kran- Anscheins für die Familienhilfe way- [Eib der Zeit des Einsatzes keine Kranken- Wkin gebühr zu zahlen ist. Es ?l selbstverblich, daß die Ausdehnung des § 209 b Der ^chsversicherungsordnung auch für dre schon ie -er britische Flugzeugträger bombardiert wurde. Der erfolgreiche Flieger zum Leutnant befördert. DNB. ..., 10. Oft (P. K.) Wie bereits berichtet, gelang es einem deutschen Kampfflugzeug, einen britischen Flugzeugträger zu dombar- meren und zu zerstören, so daß er im Karnpfoer- band der britischen Flotte aus fiel. Wie unsere See-Fernaufklärer festgestellt haben, ist der Flugzeugträger in dem britischen Flottenverband, der das Ziel unseres Angriffes war, nicht mehr gesichtet worden. Generalfeldmarschall Göring richtete an den erfolgreichen Kampfflieger, Gefreiten Stande, nachstehendes persönliches Schreiben: „Ich beglückwünsche Sie zu Ihrem mit Schneid geführten, von bestem Erfolg gekrönten Bombenangriff auf den britischen Flugzeugträger. Als Ihr Oberbefehlshaber der Luftwaffe befördere ich Sie aus Anlaß dieser großartigen Waffentat mit sofortiger Wirkung zum Leutnant. Wegen hervorragender Tapferkeit vor dem Feind verleihe ich Ihnen namens des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht das Eiserne Kreuz 2. und 1. Klasse." Leutnant Francke gibt über den erfolgreichen Bombenangriff folgende Schilderung: „Wir befanden uns einsatzbereit auf einem Fliegerhorst an dem Tage, an dem es mir in der dritten Nachmittagsstunde gelang, mit einer 500-Kilogramm-Bombe einen schweren Tre ffer auf einem britischen Flugzeugträger anzubringen. Gegen 12 Uhr erhielten wir Nachricht, daß ein Gros der englischen Flotte ausgelaufen sei. Diese Nachricht wurde uns von unseren See-Fernaufklärern vermittelt. Unser Einsatzbefchl lautete: „Schwere englische Seestreitkräste in der Nordsee. Schwerpunkt des Angriffes der Flugzeugträge r." Kurz vor 13 Uhr startete ich mit meiner Maschine. Als alter erfahrener SeeMeger flog ich in 500 m Höhe, da sich über uns eine dichte Wolkendecke ausbreitete. In dieser Höhe konnte ich die Flotte besser sichten. Nach einer Flugzeit von anderthalb Stunden sichtete ich den Gegner. Um eine richtige Angriffsbasis zu haben, ging ich sofort auf 3000 m Höhe. Beim Durchbrechen durch die Wolkendecke bemerkte ich, daß der Angriff nicht den gewünschten Erfolg haben würde. Ich brach chn daraufhin ab und stieg wieder in die Wolkendecke hinein. Die begleitenden englischen Kriegsschiffe deckten mich mit ihrer Flakwasfe ein, doch konnte ich ohne nennenswerten Schaden die geeignete Höhe für den zweiten Angriff erreichen. Diesen Angriff setzte ich aus einer Höhe von 2700 m Höhe an. Auch hier konnte ich durch die Wolkendecke das Ziel nicht schen. Beim Durchfloßen der Wolkendecke s a h i ch den Flugzeugträger vor mir. Die erste Bombe fiel 20 m neben ihn, aber die zweite traf ihn steuerbord. Ein rasendes Flakfeuer empfing meinen Angriff. Ich selbst habe den Treffer nicht bemerkt, nur meine Besatzung erzählte mir, daß sie steuerbord des Flugzeugträgers eine dichte schlvarze Rauchwolke und Feuerschein gesehen hätten. Die Flotte wurde am anderen Tage wieder gesichtet, doch der Flugzeugträger war nicht mehr darunter. Einen Hafen kann er auch nicht erreicht haben. Es besteht nur die Möglichkeit, daß der Treffer so schwer war, daß der Flugzeugträger mit den Maschinen u n - tergegangen ist." Soweit die einfache soldatische Schllderung des erfolgreichen Kampffliegers, der durch die Ernennung 3um Leutnant und die Verleihung des Eisernen Kreuzes beiher Klassen den wohlverdienten Lohn seiner Tapferkeit erhalten hat. Der tapferen Besatzung, Unteroffizier Hansen, Unteroffizier B e- wermeyer und Flieger Blumen st ein, wurde das Eiserne Kreuz II. Klasse verliehen. Trennungszuschläge und Sonderunterstützung für Dienstverpflichtete. Don dem Mttel der Dienstverpffichtung schaffender Volksgenossen an Arbeitsplätze, die jetzt vordringlich zu besetzen sind, wird während des Kriegszustandes stärker Gebrauch gemacht werden. Nachdem der Reichsarbeitsminister hierzu schon grundlegend angeordnet hatte, daß hn allgemeinen der Lohn voll zr».r Deckung der Bedürfnisse des Verpflichteten und seiner Familie einzusetzen ist und daß gegebenenfalls auch ein Ausgleich bis zur Höhe des früheren durchschniMchen Arbeitsverdienstes nicht mehr gewährt werden kann, regelt nunmehr ein Erlaß des Ministers, wie B e - sonderheiten der Lage von Dienstverpflichteten dennoch Rechnung zu tragen ist. So ist insbesondere der Trennungszuschlag weiterhin möglich, der Mehraufwendungen abgelten soll, die dem Dienstverpffichteten entstchen, wenn er infolge der Dienstleistung von seinen Angehörigen getrennt leben muß. Das Arbeitsamt kann einen Trennungszuschlag bis zu 19 RM. wöchentlich gewähren. Etwaiges höheres Ar- beitseinikommen bei der Dienstleistung ist auf den Trennungszuschlag anzurechnen. Neu eingeführt ist ferner die Sonderunter st ützung, die in Einzelfällen, z. B. bei kinderreichen Familien, gewährt werden kann, wenn sich ergibt, daß der Unterhaltsbedarf des Dienstverpflichteten und seiner unterhaltsberechti^gten Angehörigen nicht mehr ausreichend gesichert ist. Jedoch darf die Summe des neuen Arbeitseinkommens (brutto) und der Sonderunterstützung (ohne Trennungszuschlag) niemals höher fein, als das Arbeitseinkommen (brutto) des Dienstverpflichteten vor der Dienstteistung. Im übrigen muß in solchen Fällen in erster Linie geprüft werden, ob die Dienstverpflichtung vom Arbeitsamt noch aufrecht zu erhalten ist. Als Verpflichtungen, die neben dem Unterhaltsbedarf zu berücksichttgen sind, kommen insbesondere in Frage die Wohnungsmiete und sonstige gesetzliche oder vertragliche Verpflichtungen. In einem Kommentar bemerkt Ministerialrat Dr. Zschucke vom Reichsarbeitsministerium im „Reichs- arbeitsblatt" hierzu, daß Derpfkichtungen der erwähnten Art nur berücksichtigt werden, wenn sie der bisherigen wirtschaftlichen Lage des Dienstverpflichteten angemessen waren und aus der Zeit vor der Dienstverpflichtung stammen. Gesetzliche Verpflichtungen, die erst nachttäglich eintreten, z. B. Geburt eines Kindes, sind selbstverständlich mit zu berücksichtigen. Da alle unnötigen Härten ausgeschlossen werden sollen, darf die SonderbeHilfe im übrigen weder vom Verbrauch noch von der Verwertung eines Vermögens abhän- gig gemacht werden. Andererseits ist davon auszugehen, daß die Angehörigen zur Abdeckung der Verpflichtungen, die mit der Sonderbeihilfe abgegolten werden können, mindestens im selben Umfang beizutragen haben, wie sie das bisher taten, z. B. durch Zuschuß zur Miete oder zu Abzahlungsraten. Auch andere Verpflichtungen, z. B. Aufwendungen für den Besuch einer höheren Schule durch ein Kind des Dienstverpflichteten können im Einzelfall solche Gemeinschaftsver- pftichtungen einer ganzen Hausgemeinschaft sein. bisher danach behandelten Personengruppen gilt, wenn diese Personen in einer den heutigen Verhältnissen entsprechenden anderen Form zum Einsatz kommen. Anderseits sei es irrig, den Einsatz aller Personengruppen, die den Einberufungen zur Wehrmacht nach der Verordnung über Familienunterstützung gleichstehen, auch für die Krankenversicherung gleichzusetzen und deshalb nach § 209 b du behandeln. Bei diesen Personen- aruvpen lägen vielfach ganz andere Verhältnisse, namentlich auch im Hinblick auf die bei ihnen nicht sichergestellte freie Heilfürsorge ganz andere Bedürfnisse vor. Es sei anzunehmen, daß m Kürze alle mit dem Einsatz von Luftschutz- d i e n st p f l i ch t i g e n und der H e r a n z i e h u n g zum Notdienst nach der Notdienstverordnung zusammenhängenden Fragen der Sozialversicherung gesetzlich geordnet würden. Kleine politische Nachrichten. Der deutsche und der dänische Regie- runasausschuß haben die Konttngente für d-e (Einfuhr dänischer Waren nach Deutschland im vier- ten Vierteljahr 1939, in Uebereinftimmung mit dem bei den Wirtschaftsverhandlungen Ende 1938 vorgesehenen Programm fest^setzt. Jhre Gesamtsumme macht nach dem jetzigen Kurs ungefähr ^5 Millionen Kronen aus. Der Gefamtweri des dänischen Ervortes nach Deutschland wird sich also für das 3äbr 1939 auf etwas über 360 Millionen Kronen stellen. * Der norwegische Gesandte .und Doyen des diplomatischen Korps in Warschau Hot in seinem Schrechen der R -1 ch - r - g i - r u n g den Dank des diplomatischen Korps und der anderen Ausländer für die durch V-rmittlun« des Oberkommandos des deutschen tz--r-s -rmlZte B e° freiuna aus Warschau und chre B-Keuung durch die deutschen Behörden ausgesprochen Auße^ dem haben die Mssionen den Dank persönlich noch einmal zum Ausdruck pebracht. tlwei Mitglieder der nach Moskau entsandten l i - tauilchen Deleaation, Vizemmisterprasident Dr Bizauskas und Ärmeechef Rastikis, kehrten am Montag n a ch K ° w n o z u r ü ck , um der Regierung über den Verlauf der russisch-litauischen Verhandlungen Bericht zu erstatten. Am Dienstag fahren sie wieder nach Moskau. Staatsrat ^P a a s i k i v i reifte in der Nacht zum Dienstag als Sonderbeauftragter der finnischen Regierung mit einem kleinen Stab nach Moskau zu den Verhandlungen mit der Sowjetregierung ab. ♦ Der Ducehat die deutsche Schriftstellerin Luise Diehl empfangen, die ihm über ihre letzte Reife durch Italienisch-Afrika berichtete. Luise Diehl überreichte dabei dem Duce ihr Buch über Abessinien. Der neue italienische Botschafter in Spanien und frühere Kommandant des italienischen Expedittonskorps, General G a m b a r a , hat in Burgos in feierlicher Weise dem spanischen Staatschef Generalissimus Franco sein Beglaubigungsschreiben über» reicht. * Der neue fünfjährige Dalai-Lama, das geistliche und weltliche Staatsoberhaupt Tibets, wurde in Lhasa im Beisein des tibetanischen Regenten sowie obn Vertretern Großbritanniens und Nepals in sein Amt eingesetzt. Keine Ein^chreibefrist für Hochschüler Berlin, 9. Ott. (DNB.) Der Reichserziehunas- Minister gibt bekannt, daß mit Rücksicht auf Die besonderen Verhältnisse in diesem Trimester feine besondere Einschreibefrist fest- ^gesetzt worden ist, so daß auch nach der Auf- ! nähme des Unterrichtsbetriebes laufend Einschreibungen vorgenommen werden. Jedoch wird erwartet, daß die Einschreibungen für das laufende Trimester tunlich st bis zum 2 5. Oftober vorgenommen werden. In den Fällen, in denen Studierende zunächst an einer der bereits am 11. 9.1939 wiedereröffneten Hochschulen sich einschreiben ließen, nunmehr aber den Wunsch haben, nochmals einen Wechsel der Hochschule vorzunehmen und an einer für sie günstiger liegenden Hochschule, die nach dem 1. Oftober den Unterrichtsbetrieb ausgenommen hat, ihr Studium fortzusetzen, wird von der Erhebung von Exmatrikulationsgebühren und Einschreibegebühren A b st a n d genommen. Sind die gesamten Studiengebühren bereits entrichtet, so sind diese im Falle des Nachweises der Einschreibung an einer anderen Hochschule für dieses Trimester zurückzuzahlen. Aus aller Wett. Drei Landesverräter hinaericbtet. Berlin, 10. Oft (DRV. Funkspruch). Die Iusiizpresseslelle beim volksgerichls- h o f teilt mit: Der 38jährige Franz R u t k i e w I c z und der 36jährige Johann R u ch a l s k i aus Danzig sowie der 56jährige Viktor S a m e r s k i aus Insterburg, die vom Volksgerichtshof wegen Landesverrates zum Tode verurteilt worden sind, sind heute morgen hingerichtet worden. Rutkiewicz und Ruchalski haben sich als Beamte ter polnischen Staatseisenbahn in Danzig znr Spionage gegen Deutschland hergegeben. Samerski, ein deutscher Beamter, hat sich durch seinen Schwager Rutkiewicz für den fremden Rachrichtendien st anwerben lassen und diesem gegen Entgelt deutfcheStaatsgeheim- n i f f e verraten. Tür Geld fe n Vaterland verraten. Berlin, 9.Okt. (DRB.) Die I uftiz presse- st eile beim Volksgerichtshof teilt mit: Der vom Volksgerichtshof wegen Landesverrats zum Tode und zu dauerndem Ehrverlust verurteilte Hermann Krüger aus Kreuz ist heute h I n gerichtet worden. Krüger hat, obwohl er als deutscher Beamter dem Reich zu besonderer Treue verpflichtet war, im Jahre 1938 Beziehungen zum ausländischen Rachrichtendien st ausgenommen, weit er durch liederlichen Lebenswandel in Schulden geraten war und hoffte, durch Verrat an feinem Vaterland auf bequeme Weise zu Geld zu kommen. Durch die Preisgabe deutscher Staatsgeheimnisse hat er das Wohl des Reiches schwer gefährdet. Plünderer zum Tode verurteilt. Kaiserslautern, 9. Oft. Das Sondergericht verurteilte den aus Miltenberg gebürtigen 34jähri- gen Hubert Heinrich wegen Plünderns z u m Tode und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. H. hatte in Luisenthal aus einer Wohnung Wäsche und einen Damenmantel gestohlen. 10 Jahre Zuchthaus für Handtaschenraub während der Verdunkelung. In München hatte ein 26jähriger Mann einer abends von ihrem Geschäft heimgehenden Verkäuferin das Handtäschchen entrissen. Auf die Hilferufe wurde der Täter von Straßenpassanten gestellt und der Pvlizei übergeben. Das Sondergericht verurteilte ihn wegen Diebstahls und Verbrechens gegen die Verordnung gegen Dolfs- schädlinge vom 6. September 1939 (Begehung von Straftaten unter Ausnützung der Verdunkelung) x u 10 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust. 300 000 RR1. Ordnungsstrafe gegen Berliner Hotelbesitzer. Berlin, 9. Oft. (DNB.) Der Reichsfommissar für die Preisbildung hat gegen den Hotelbesitzer Elsch ner in Berlin eine Ordnungsstrafe von 300 000 RM. verhängt, weil in seinem ^Betriebe in erheblicher Weise gegen Preis- und Kriegswirt- schaftsvovschriften verstoßen worden ist. Gegen zwei weitere in das Verfahren verwickelte Personen wurden Strafen von je 15 000 RM. festgesetzt. 1000 belgische Bergarbeiter im Schacht eingeschlossen. In einem Kohlenbergwerf in Eysden in Belgisch- Limburg brannten infolge eines Kurzschlussesdie Eleftrizitätskabel durch, so daß die Auszüge für die Beförderung Der Bergarbeiter stillge - legt wurden. Gegen 1000 Bergarbeiter wurden dadurch in den Schächten eingeschlossen. An der Wiederherstellung der Kabel wird fieberhaft gearbeitet. Ein ähnlicher Unfall hatte sich vor vier Monaten ereignet, als 300 Bergleute infolge Zerstörung der Kabel eingeschlossen roaren. Die elektrischen Leitungen konnten damals rechtzettig wiederhergestellt werden. Beisetzung des Gesandten Dr. Sahrn. Am Montagmittag fand auf dem neuen Waldfriedhof in Berlin-Dahlem die Beisetzung des deutschen Gesandten in Oslo, Dr, Sahm, des früheren Oberbürgermeisters der Stadt Berlin und Senatspräsidenten der Stadt Danzig statt. Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop geleitete die Witwe des Verstorbenen zur Trauerfeier, an der Vertreter von Staat, Partei und Wehrmacht, offizielle Abordnungen der Reichshauptstadt, der Stadt Danzig sowie zahlreicher Organisationen und Hochschulen teilnahmen. Die Kapelle des Waldfriedhofs war eindrucksvoll geschmückt. Beamte des Auswärtigen Amtes hielten die Totenwache. Nach der Trauerfeier bewegte sich der Trauerzug unter Borantritt der Musik des Regiments „Großdeutschland" zur letzten Ruhestätte. Vor dem Sarg trug die Ehrenwache die Kränze des Führers, des Reichsministers des Auswärtigen, des Generalfeldmarschalls Göring und der Familie. Unter den Klängen des Liedes vom guten Kameraden wurde der Sarg der Erde übergeben. hochwasserkataslrophe in Griechenland. Gewaltige Niederschläge haben in der griechischen Stadt Patras alle Straßen überschwemmt. Der- schiedene Häuser hielten dem Druck der Wassermassen nicht stand und brachen. Viele Bewohner flüchteten auf die Kirchtürme. Der Umfang der Katastrophe läßt sich noch nicht übersehen. Hauptschriflleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz, Sport und Wirtschaft: Ernst Blumschein. An- zeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämllich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Jllu- ftrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 ßiUtiSL G. A.-Gport. Turnländerkampf gegen Finnland in Dresden! Der lurnlänbertampf zwischen Deutschland und Finnland am 5. November wird nun endgültig in Dresden im Zirkus Sarrasani stattfinden, und nicht in der Breslauer Jahrhunderthalle. In Dresden können rund 5000 Turnfreunde Zeugen des großen Kampfes sein. Das ursprünglich nach Dresden vergebene Schauturnen der beider Ländermannschaften wird dafür am 7. November in Breslau vor sich gehen. Fünf Länderkämpfe unserer Amateurboxer. Unsere Amateurboxer haben bis zum Jahresende nicht weniger als fünf Länderkämpfe zu bestreiten, denn zu den Begegnungen mit Ungarn, Finnland, Estland und Dänemark ist jetzt noch ein Treffen mit Italien hinzugekommen. Dieser siebte Kampf gegen Italien wird im Laufe des Monats November in einer italienischen Stadt vor sich gehen. Die letzte deutsch-italienische Begegnung stieg im Juli 1938 in Duisburg und ergab einen deutschen 10:6-Sieg. Die Italiener haben von den sechs Länderkämpfen gegen Deutschland überhaupt nur einen einzigen gewinnen können, nämlich den im Jahre 1937 in Ferrara mit 9:7 Punkten. Alle übrigen Begegnungen brachten klare deutsche Siege. Gau XII: Hessen. OaS Leichtathletiksahr 1939. Die beste Leistung der hessischen Leichtathleten bot auch 1939 wieder der Fuldaer Storch mit 58,52 Meter im Hammerwurf, die ihn in die Spitze der besten Werfer der Welt einreihen. Da Storch noch jung ist, erwarten wir noch bessere Leistungen von ihm. Don den übrigen hessischen Leichtathleten zählen noch Dr. Luh (VfB.-R. Gießen) im Kugelstoßen, beste Leistung 14,83 Meter, die Kasseler Mittelstreckler Bott, Zehnter, Ries, deren 3X1000-Meter-Zeit von 7:37 Min. beachtenswert ist, zur besten deutschen Klasse. Der Sprinter Henkel (VfB. Wallau), der Weitspringer Leutnant Hornung, der Speerwerfer Menkel (Tuspo Bettenhausen) erreichten zwar sehr gute Leistungen, versagten aber im Kamp mit den besten Deutschen regelmäßig. Zwei besondere Hoffnungen Hut der Gau Hessen, und zwar der Fuldaer Dreispringer und im kommenden Jahr noch Jugendlichen Vogt, der 14,41 Meter erreichte, und den Marburger Studenten von Keitz, der 1939 zum erstenmal Rennschuhe anzog und gleich so gute Leute wie Bott über 400 Meter schlug und mit 49,8 Sek. auch schon unter die 50-Sekundengrenze kam. Nachstehend die besten hessischen Leistungen: 10 0 Meter: 10,7 Set. Henkel (Wallau); 200 Meter : 21,2 Sek. Henkel (Wallau)-, 400 Meter: 49,8 Sek. von Keitz (Marburg); 800 Meter: 1:54,2 Min. Bott (Kassel); 1500 Meter: 4:04,1 Min. Zehnter (Kassel); 3 00 0 Meter: 9:03,8 Min. Crece- lius (Diez); 5000 Meter: 15:26,2 Min. Neide! (Tv. Heuchelheim); 10 000 Meter: 33:58,8 Min. Escherich (Kassel). 110 Meter Hürden: 16,4 Sek. Träbing (Kassel); 400 Meter Hürden: 55,8 Sek. Seibert (Kassel); Hochsprung: 1,81 Meter: Stahlhut (Tv. Heuchelheim) und Jacobs (Kassel); Weitsprung: 7,25 Meter Hornung (Hanau); Dreisprung: 14,41 Meter Vogt (Fulda); S t a b h o ch: 3,40 Meter Deuker (Diez); Kugelstoßen: 14,83 Meter Dr. Luh (VfB.-R. Gießen); Diskus: 40,96 Meter Dr. Luh (VfB.-R. Gießen); Speerwerfen: 62,55 Meter Menkel (Bettenhausen); Hammerwerfen: 58,72 Meter Storch (Fulda). ler Bott, Zehnter, Ries, deren 3X100-Meter-Zeit 4X100 Meter: 43,9 Sek. ACT. Kassel; 4 X 400 Meter : 3:22,4 Min. CT. Hessen-Preußen Kassel; 3 X 1000 Meter: 7:37 Min. CT. Hessen-Preußen Kassel; Fünfkampf: 3369 Punkte Stuhlhut (Tv. Heuchelheim); Zehnkampf: 5897 Punkte, Deuker (Diez). Spiele um den Lahnpokal im Handball. Es hätte wohl niemand erwartet, daß die Spiele um den vom Kreisfachamt Handball ausgeschriebenen „Lahnpokal" einen derartigen Anklang finden würden. Schon der erste Sonntag ließ deutlich erkennen, daß die Handballmannschaften das Gebot der Stunde erkannt haben. Abgesehen, daß man überall neue Gesichter sah, auch die Art und Weise, wie der Einsatz erfolgte, war bezeichnend für die Einsatzbereitschaft aller Kameraden. Bis zur Stunde liegen nachstehende Ergebnisse aus den einzelnen Staffeln vor. Tv. Hörnsheim — Tv. Hochelheim 9:6 (4:4) Tv. Dornholzhausen — To. Lützellinden 6:7 (2:4) Spvgg. 1900 Gießen — Mtv. Gießen 5:11 (1:5) Tv. Holzheim — Tv. Münchholzhausen 13:8 (6:2) Tv. Garbenheim — W.-Niedergirmes 17:2 (8:1) Das Spiel in Hörnsheim hatte alles in sich. Wohl selten haben zwei Mannschaften so erbittert gekämpft und wohl selten war ein Treffen so ausgeglichen. Die Führung wechselte stets und erst in der letzten Viertelstunde kamen die Platzbesitzer mehr und mehr auf. Beide Gegner waren komplett zur Stelle. Lützellinden fiel es außerordentlich schwer, fein erstes Spiel zu gewinnen. Die Platzbesitzer — denen vielleicht die notwendige Spielerfahrung fehlte — drückten zeitweilig außerordentlich und nur mit Glück konnten die Gäste einen knappen Sieg landen. Bemerkenswert ist, daß Dornholzhausen seine komplette Jugendmannschaft aufgestellt hatte. Einen wunderbaren Kampf lieferten sich die beiden Gießener Mannschaften. Auffällig war das tapfere Durchhalten der Jungens der Spvgg. 1900, die den starken Gästen außerordentlich zusetzten. Der Sieg war allerdings auch zu keinem Augenblick gefährdet. Einen eindeutigen Sieg erfocht auch die Holzheimer Mannschaft. Sie gewann den teilweise aufregenden Kampf auf Grund ihrer besseren Spielerfahrung und ihres größeren Stehvermögens. Allerdings muß bemerkt werden, daß sie verstärkt antreten konnte, weil sich Spieler des Tv. Gröningen bereit erklärt haben, zusammen mit den Kameraden aus Holzheim zu spielen. In Garbenheim standen sich zwei Nachwuchsmannschaften gegenüber, die aber keineswegs enttäuschten. Die hohe Niederlage der Gäste besteht nicht ganz zu Recht, weil auch sie eine ganze Reihe Torchancen hatten. Mangelndes Schußvermögen und eine gute Portion Pech ließen ein-e Verbesserung des Spielstandes nicht zu. Wirtschaft. Mein-Mainiscke Börse. Mittagsbörse. Aktien etwas schwächer. Frankfurt a. M. 9. Okt. Zum Wochenanfang gestaltete sich das Geschäft mangels Aufträgen äußerst still. Am Aktienmarkt lag etwas Material vor, das bei der geringen Unternehmungslust überwiegend zu leichten Abschwächungen von durchschnittlich 0,50 bis 1 o. H. führte. Hingegen waren Erhöhungen nur vereinzelt und unbedeutend, lediglich Eßlinger Maschinen n. P. 1,50 v. H. gesteigert auf 102, anderseits Heidelberger Zement n. P. 4,50 v. H rückläufig auf 132. Don den Spitzenwerten blieben IG.-Farben mit 157,13 gehalten, dagegen AEG. 113,75 (114,50), Gesfürel 132,50 (133,75), Siemens 201,65 (202,40), Verein. Stahl 92,65 (93), Mannesmann 101,13 (101,75), Rheinstahl 124,50 (125,50), Deutsche Erdöl 128,50 (130) und Rheinmetall 112,50 (113,25). Ferner ließen AG. für Verkehr auf 102,50 (104), Scheideanstalt auf 204 (205), Lahmeyer auf 108 (108,50) und Klöcknerwerke auf 115,40 (115,75) nach. Am Rentenmarkt verblieb weiterhin etwas Nachfrage, gegenüber den Vortagen ließ sie aber wesentlich nach. Das Geschäft war ebenfalls klein. Reichsaltbesitz um). 133,10, Dekosama I um). 137,25. Reichsschatzanweisungen stärker gefragt und teilweise etwas höher. Fest lagen Liqui-Pfandbriefe bet durchschnittlichen Erhöhungen von 0,25 v. H, darüber hinaus Meininger 101,75 (101,13), Pfälzische n. P. 101,50 (100,25). Stadtanleihen dehaun- tet, Industrie-Obligationen z. T. 0,25 bis 0,50 v. H. befestigt. Reichsaltbesitz im Verlaufe 133,25 nach 133,10. Steuergutscheine I wenig verändert. Frankfurter Getreidebörse Frankfurt a. M., 9. Okt. Die starken Anlieferungen an Weizen begegnen Absatzschwierigkeiten, da die meisten Mühlen des hiesigen Gebiets infolge Auflage fast ganz für die Aufnahme ausfallen. Roggen findet dagegen seitens der Heeresverpflegungsämter und RfG. restlos Unterkommen. Braugerste wurde lebhaft umgesetzt. Das Angebot in Jndustriegerste ist lebhaft, ebenso in Hafer, das mit wenigen Ausnahmen an die Heeresverpflegungs- ämter geht. Das Geschäft in Weizen- und Roggenmehl bewegt sich im Rahmen der Bezugscheine. Mühlennachprodukte sind im Rahmen der Bezugscheine genügend vorhanden. Schnitzel sind erst mit Beginn der neuen Kämpague in etwa 14 Tagen zu erwarten. Biertreber und Malzkeime sind kaum am Markt. Statt Fischmehle werden Eiweitzkonzeu- träte zur Verfügung gestellt. Heu ist wenig, Stroh reichlich angeboten. Hauptabnehmer ist nach wie vor die Heeresverwaltung. Die Preise blieben unverändert. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 10. Okt. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 400 Kälber, 120 Hämmel, 60 Schafe, 1460 Schweine. Es kosteten: Kälber 30 bis 65 RM., Hämmel 35 bis 50, Schafe 20 bis 42, Schweine 52 bis 61 RM. — Marktverlauf: Alles zugeteilt. Vermählungsanzeigen bei BrUhl. Schulstr.7 | Vermietungen | Nettes möbl. Zimmer billig zu verrn. Angebote unter 04586 a.d.G.A. Karl Leschhorn 6310V vorzuführen. im 67. Lebensjahr plötzlich und unerwartet aus dem Leben gerufen. In tiefer Trauer: Gießen (Ederstraße 6), den 10. Oktober 1939. 04587 | Empfehlungen] v 5. Karl Leschhorn 6. 7. s_Heute | Mittwoch Gießen, den 10. Oktober 1939. 83080 Westerwaldverein e.V„ Zweigvereip Gießen. halten. Die Vcreinsführnng:. Oie Geburt einer Tochter zeigen hocherfreut an 63130 Stadttheater Am Sam stag, 7. Oktober, nachmittags,wurde infolge eines Unfalles mein innigstgeliebter, unvergeßlicher Mann, guter und treusorgender Vater Marie Leschhorn Fritz Leschhorn Werbe-Drucksachen bei Brühl. Schulstr. 7 Wir haben ihn in 43jähriger Tätigkeit und bester Zusammenarbeit als tüchtigen, unermüdlichen Mitarbeiter und guten Kameraden kennen* gelernt und werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Dr. Münch und Frau Hilde, geb. Zdascoe 'Ttebbe Marktstr. 22 Die Trauerfeier findet am Mittwoch, dem 11. Oktober, nachmittags 14 45 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt Infolge eines Unglücksfalles verschied am 7. Oktober unser langjähriges Gefolgschaftsmitglied und unser Arbeitskamerad Betriebsführung und Gefolgschaft der Fa. Adolph Lyncker Bahnamtl. Spedition — Möbeltransport Ein zuverlässiger Wecker läßt ruhig einschlafen und pünktlich Spielleitung: Bernhard Schmitz Chöre: Richard Boeck. Preise RM. 1.20—4.10. Preiswerte 3-Aimmer- Wohnung mit Zubehör ab 1. November zu verrnieten.Miet- buch vorlegen. Zu erfragen 04503 Lontzstraße 20 l Falle dringender Verhinderung können sich Haus- Eigentümer und Wohnungsgeber durch ein erwachsenes Familienmitglied vertreten lassen. Sämtliche Beherbergungsstätten, auch wenn sie weder gemeinnützig noch gewerbsmäßig betrieben werden, haben die von ihnen beherbergten Personen innerhalb von 24 Stunden unter Benutzung des hellroten Meldescheines zu melden. Sports- Heime, Wanderheime, Jugendheime und Jugend-- Herbergen sind hiervon nicht mehr befreit, sondem müssen ebenfalls entsprechende Meldungen et-' statten. Privatpersonen, die Reisenden, Fremden odm Erholungsuchenden kurzfristig Unterkunft gewahrem, müssen diese Personen ebenfalls melden, und zwtt in gleicher Weise wie die Beherbergungsstätte« (Ziffer 5). Außerdem haben sie ein Fremden-/ Verzeichnis in Buchform zu führen und es btt Polizeibehörde vor Benutzung zur MstempelMtS vorzulegen. 6-Zimmer- Wohnung im 1.Stock Nähe Ludwigsvlatz sofort oderspäter zu vermieten. Schriftliche Angebote u. 04598 a.den Gieß.Anz. Holzbettstelle mit Matratze billig abzugeben. MlslmMv. Gießen, z.Z. St.- Josephs-Krankenhaus Dutenhofen, den 9. Oktober 1939 Die Trauerfeier findet am Mittwoch, dem 11. Oktober, um 14.45 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. _____________ 83140 w Eepßtatuten billig [5930D M. Liebler Kreuzvlab 2. | Vereine~| IS.Oktober 1939 Vereinswanderung Siehe Aushang. | Kaufgesuche | Gebrauchter Geldschrank z. kaufen gesucht. Schriftliche Angebote u.63090 a.den Gieß.Anz. Unser lieber Wanderkamerad Karl Leschhorn hat seine letzte Wanderung angetreten. Sein Andenken werden wir stets in Ehren {Stellenangebote Schuhmacher Geselle f. sofort gesucht. IHiMmSchlienhecker Daubringen 0459s LKüchenschränkel Tisch, 2 Stühle Elcktr.Z immer- lamve Gas-Heizofen billig abzugeben. [04597 Bahnhofstr. 53 III. r. Bekanntmachung. Betr.: Zusätzliche Bestimmungen zur Reichsmeldeordnung. Im Interesse der Landesverteidigung ist eine: genaue Ueberwachung des Personenverkehrs erst» derlich. Die polizeilichen Meldevorschriften sind aus diesem Grund wesentlich verschärft worden. Jede« Volksgenosse trägt zum Schutz des Vaterlandes bei, wenn er die neuen Vorschriften selbst genau beachtet: und darauf sieht, daß sie auch von anderen Persone» befolgt werden. Die neuen Bestimmungen werden hiermit im Hinblick auf ihre einschneidende Bedeutung auszugS- weise zur öffentlichen Kenntnis gebracht. I. Die Frist für An-, Ab- und Ummeldungen beträgt jetzt drei Tage (seither eine Woche). 2. Ausländer (auch Staatenlose) haben sich innerhalb, von 24 Stunden an-, ab- bzw. umzumelden. 3. Die vorstehenden Fristen gelten auch für die dem Wohnungsgeber und Hauseigentümer (Verwalter!) obliegenden Meldepflichten. 4. Ausländer können sich bei ihren Meldungen «ich! vertreten lassen, sondern müssen persönlich erscheinen. Bei der persönlichen Abgabe der Meldung muß bei ausländischen Mietern der Hauseigentümer (Verwalter), bei ausländischen Untermietern der Wohnungsgeber zugegen sein. Im * Damenbart 4* Gesichtshaare, alle lästig. Haare werd, n durch d.von mirangew. einzig sichereMen^ unt. Garant, für immer mit d.Wurzel entte^ Frau B.Gulden.seit35Fr.W.Hen^ Sprechstunden jeden Mittwoch: Am Riegelpfad 32, S-18‘/a Uhr. e«r MeineAnzeigen Im Gießener Anzeiger werden von Tauienden beachtet und aeleie» 20-22.30 Uhr 2. Dienstag- Miete 1 Neueinstudierung La Traviata Oper von Giuseppe Verdi Mus. Leitung: H. Markwardt. putzsrau für 2 mal wö- chentl.ie 3 Stunden vormittags gesucht. 04590 Fröbelstr. 31H- Flüchtlingsfrau sucht gebraucht. Kinderwagen mit Zubeh. 04503 . MiibMr. 28 L Dem Eigentümer jedes angemeldeten Hundes wird von der Meldestelle eine Bescheinigung über die er« olgte Erfassung ausgehändigt. Gießen, den 9. Oktober 1939. Der Polizeidirektor. M. d. F. b.: Hellwege-Emden. 19.30 b.g. 22.15 2. Mittwoch- Miete ! Die Freier Lustspiel von J. v. Eichendorff. Preise: [63iiD RM. 0.60-3.10. Aufbewahrung zu übergeben. 9. Wenn sich jemand in einer der in Ziffer 8 bo zeichneten Beherbergungsstätten länger als eine* Monat aufhält, so wird er nach den allgemeines Vorschriften meldepflichtig. Diese Frist betrüb seither zwei Monate. 631/ Gießen, den 9. Oktober 1939. Der Polizeidirektor. M. d. F. b. Hellwege-Emden. Masdiioen- Werin stellt sofort ein, auch halbtags. StrickereiBeck Neustadt 45. Saubere, ehrl. Krau oder Mädchen 2 Vormittage wöchentl.gesucht. Frau E. Hochstätter, Brandpl. 1 II r. Bekanntmachung. Der Hundeersatzbedarf für die Wehrmacht und Polizei erfordert eine Musterung sämtlicher für den genannten Zweck geeigneter Polizeihunde, Alle Besitzer von für die Zwecke der Wehrmacht und Polizei geeigneter Hunde werden hiermit aufgefordert, ihre Hunde in der Zeit vom 9. Oktober bis einschließlich 21. Oktober b. 3. bei dem ihrer Wohnung zuständigen Polizeirevier in der Zeit von 8 Uhr vormittags bis 12 Uhr mittags zwecks Erfassung Bei Reisegesellschaften muß jeder Mitreisend-s den Meldeschein selbst ausfüllen. Die seitherig! Vorschrift, wonach bei Reisegesellschaften von mehir als zehn Personen nur der Reiseleiter einen Melden schein ausfüllen und die Mitreisenden zahlenmäßig angeben mußte, findet keine Anwendung mehll. 8. Die Inhaber oder Leiter von Hotels, Gasthöfe» Fremdenheimen, Wohlfahrtsheimen, Erholung» Heimen, Herbergen, Obdachlosenasylen, sowie du) Leiter von Klöstern, Ordensniederlassungen, Exev zitienhäusern und Heimen von ReligionsgeseV schäften sind verpflichtet, sich die Ausweispapiev aller Beherbergten vorlegen zu lassen, den Jnhm des Ausweises mit der Personalangabe auf den Meldeschein zu vergleichen und die Art des Au§' weises auf dem Meldeschein zu vermerken. Wen-i der Beherbergte keinen Ausweis vorlegen kann, so ist dies auf dem Meldeschein an besonder sichtbarer Stelle zu vermerken. Der Beherbergt ist verpflichtet, seine Ausweispapiere dem Woh" nungsgeber für die Nacht nach der Ankunft zM Imöbliert evtl, .mit Küche oder Küchenbe- nutzung zu miet, gesucht. Achriftl. Angeb. u. 04594 a. d. Gieß. Anz. Gut möbl. Zimmer mögl. mit voller Verpflegung in der Nahe der Gaffknstraßevon jung. Dame zum 15. Okt. gesucht. Angeb. u. 6312V a.den Gieß.Anz. Für jung. Mädchen (studierend) sofort gutes Zimmer mit Frühstück in gutem Hause ges. Angeb. u. 04589 a.den Gieß.Anz. | Mietgesuche | 2 guimöbl. Zimmer mit Küchenbe- nubung, mögl. mit Telefon, sofort oder später gesucht Schrift!. Angebote unter 04595 a.d.G.A. Suche für sofort möbl. Zimmer m.Zentralheizg. und fließendem Wasser. 04592 Eilangebote an HelnxKÖckemann Ingenieur Hotel Hopfeld Tüchtiges jüng. Md&o für 1.11. gesucht. 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Schuljugend im Dienste der Volksgemeinschaft kstützt, ohne an Beweglichkeit einzubüßen. Heinrich Ludwig Neuner. gesetzt wurde. brnennt, königliche Huldigungen zuteil. Auf der Fest- i. Aufführung, die markante Ausschnitte aus den Ope- )termit i g au-B gegenüber. Friedl Czepa gibt mit aller Raffinesse die Soubrette Regine Endlweber/ die entzweiend zwischen den Brüdern steht, und Maria Ander- aast erscheint als die besorgte Frau Josefs sehr sympathisch. Gretl Theimer, Karl Skraup, Fritz Lehmann (als Edy Strauß) und noch viels andere fügen sich in den großangelegten Rahmen des Films, der mit erheblichem Aufwand in Szene hrs er t sind len. H landet m bea! t Pech Bezieher werden gebeten, sich noch einige Tage zu gedulden. Die Nachlieferung erfolgt so bald wis erst d 4 inb M ifetoiJ >g. Sm| nach J eben ie W trieb: S Schwer! rtelbad M. Obergespan mit zündendem Werbelied; dem Sitten- kommissarius gab Walter Erler eigne Züge, frei von der traditionellen Uebcrspitzung. Ein völlig ausverkauftes Haus begeisterte sich zu starkem Beifall, oft auf offener Szene. Dr. Hermann Hering. Als am 15. Oktober 1884 ganz Wien, ja ganz 'esterreich, den 40. Jahrestag des ersten öffentlichen Auftretens vonJohannStrauß feierte, wurden diesem .musikalischesten Schädel", wie ihn Richard Wagner rsönlich e e ber& der P Jahrtzs in die Hitler-Jugend aufgenommenen Pimpfe und Jungmädel des Jahrganges 1929 nach dem ersten Halbjahr ihres Dienstes als Mitglieder der Hitler-Jugend bestätigt. Sie sind somit die jügsten Helfer der „Inneren Front" geworden und konnten ihren Eifer und Dienstwillen bereits beweisen: die Pimpfe halfen vor allem bei der Altmaterialsammlung und die Jungmädel setzten sich begeistert beim Tee- und Heilkräutersammeln ein. Nachdem die hessen-nassauischen Pimpfe schon im Sommer in dreitägigen Lagern die Pimpfenprobe bestanden, haben nahezu 20 000 Jungmädel unseres Gaues in den letzten Wochen bei der Jungmädelprobe ihr sportliches Können bewiesen und 'Zwei (?ier bis 17. Oktober. NSG. Nachdem bereits auf den Abschnitt L 48 r Lebensmittelkarte ein Ei für jeden Versorgungs- ö öl' ein erwö L h wenn ig be^' ergten v i W )en. inb ( reitjo^ ldungen । Regelung Oer Waren-An- und Abfuhr im Gau Hessen-Nassau. Gießener Gtadttheater. Johann Strauß: „Der Zigeunerbaron". „Unsterblicher Walzer." Die Familie des „Walzerkönigs" Johann Strauß hat dem Tonfilm schon zu manchem dankbaren Thema verhalfen. Der Wien-Film der Tobis-Filmkunst, der seit gestern im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, gezeigt wird, greift erneut einige Episoden aus dem Leben der Familie Strauß auf, umgibt sie mit all dem Zauber einer galanten Zeit, aber auch mit einigen Realitäten. Der Film schlägt also nicht ausschließlich die naheliegenden Töne einer heiteren Beschwingtheit an, sondern schildert auch einige Zerwürfnisse in der Strauhschen Familie, die daher rühren, daß der Vater Johann Strauß seinen Söhnen verbieten will, Musiker zu werden, vielmehr sollten sie einen „richtigen Beruf" erlernen. Aber das Künstlerblut läßt sich nicht verleugnen und so stehen eines Tages doch alle drei Söhne mit der Violine in der Hand auf dem Dirigenten-Podium. Aber auch damit ist die heitere Atmosphäre nicht gesichert, denn Johann Strauß fühlte sich als der „Erste" unter den drei Brüdern und die beiden anderen (Josef und Edy) sind es leid, immer nur in seinem Schatten zu stehen. Nach einem großen und dramatischen Krach kommt es aber doch zu einer allgemeinen Versöhnung. Die Regie (E. W. Emo) hat die Handlung in einer Fülle spannungsreicher Szenen ausgesponnen und immer wieder auch mit dem großen Wiener Konzertsaal, mit rauschenden Ballnächten usw. den größeren Rahmen charakterisiert. Immer wieder klingen in natürlichem Zusammenhang die wahrhaft unvergänglichen Wiener Walzer auf, die von den Wiener Philharmonikern unter Alois Meli- ch a r meisterhaft gespielt werden. Für die Darstellung wurden viele hervorragende Künstler verpflichtet. Paul Hörbiger als Johann Strauß (Vater) umgibt sich geschickt und doch unaufdringlich mit dem Glanz und der Intensität des genialen Musikers. Dagny Servaes als Anna Strauß, die auf mancherlei Art enttäuschte Frau, gestaltet die Rolle in feiner menschlicher Größe. Fred Lie- weher (Johann Strauß Solnj und Hans Holt (Josef Strauß) geben klare Cbarakterieichnungen und stehen sich in mancher hochdramatischen Szene Samstag, dem 7. Oktober, konnte trotz aller Bemühungen noch nicht herangeschafft werden. Die itbunC s, E junges eligiK rt, deE io*' < Ä e d-«:: 0* ausdrucksstarke Farbigkeit des Klanges im Orchester. Strauß ist mit diesem Werke für die Nachkommenden schulemachend geworden; was aber bei ihm Kraft des Empfindens war, sank unter den Nachfolgern zur Sentimentalität herab. Ebenso wurde der tragisch anmutende Schluß des zweiten Aktes im „Zigeunerbaron" zum Muster und leider auch zum Schema fast aller späteren Operetten. Daß der „Zigeunerbaron" über 50 Jahre nach der Erstaufführung die Hörer immer wieder zu fesseln und zu begeistern vermag, bestätigte die Gießener Aufführung. Ursprünglich entfaltete das Orchester die ihm zugedachten Aufgaben mit schönem Klangempfinden "in den Holzbläsern; zeitweilig wurden jedoch die Zeitmaße gedehnt unter der Stabführung von Heinz Mark warbt.-Mehrfachen Schwankungen zwischen Bühne und Orchester müßte in Zukunft entgeqengearbeitet werden. Der Chor (Richard Boeck), in den ausgedehnten Ensembleszenen vom Komponisten reich bedacht, erklang in Frische und bewährte sich auch in der Aufteilung der Massenbewegung, die durch die Spielleitung (Harry Grüneke) innerlich belebt wurde aus dem treiben- den Rhythmus der Musik. Aus den malerischen und farbprächtigen Szenenbildern heraus (Karl Löffler), die durch die Beleuchtung (Remegius Konen) in ihrer Wirkung noch bestärkt wurden, erwuchs das Tänzerische (Thea Maaß), das auch im 3. Akt mit der Schatzwalzer-Einlage starken Beifall auf sich Icrittc Trgqer der Titelpartie war Christoph Neuland, ein Tenor, der mit weichem, klangschönem und mobil- lationsfähigem Material die melodische Linie zu spannen verniag und so die gesanglichen Ausgaben voll erfüllte, gestützt auf eine lebendige Darstellung. -ur Seite Eva Eckert als Sassi, mit Verhalten- beit und wieder mit ausbrechendem Temperament ihre schönen und äußerst fülligen Mittel einseßend. Von besonderem Eindruck war ihr Zigeunerlicd >m ersten Akt. Für die Zigeuncim Czipra (Ilse Win- boldl war durch die Intendanz um Nachsicht ge- beten worden wegen Indisposition. Um io erstaunlicher ist es, feststellen zu können, daß Ilse Wmhold der Behinderung nicht nur ihre darstellerische, sondern auch ihre musikalisch gesangliche Ausgabe ms Lickit zu rücken vermochte. Alle drei aber vereinten sich im zweiten ^>lkt zu ausgeglichener Geschlossen- ^Ein"k,wrngcr'Schweinefürst, etwas derb, so wie ibn die Tradition kennt, war Bernhard Schmitz als FsupLn. Seiner Tochter Ayena gab Friede ^ornallaz musikalisches Leben; ste fand sich mit Gustav Brunn als Ottokar im a.uett IN Einheit zusammen. Gustav Bley war cm würdevoller emden * >n,intW iflNr it Freinp unb eH lbsiern^ Mittel )ie W. fand in den von der Reichsfacharuppe für Heilkräuter (RfH.) zur Verfügung gestellten Säcken nach Griesheim a. M. Wenn auch die diesjährige Ernte noch nicht ganz abgeschlossen ist, so soll doch hier das vorläufige Ergebnis der Goetheschule mitgeteilt werden. Die Lieferung an getrockneten Heilkräutern betrug: 63,450 kg Hirtentäschel, 39,550 kg Schachtelhalm, 7,250 kg Holunderblüten, 6,850 kg Blüten und Stengel der Schafgarbe, 1 kg Blätter der Schafgarbe, 4,260 kg Kamillenblüten, 1,150 kg Taubnesselblüten, 1 kg Birkenblätter, 0,800 kg Löwenzahnblätter, 1.150 kg Spitzwegerichblätter. Das ist eine Gesamtmenge von 126,860 kg getrockneter Heilkräuter. Hierzu kamen noch 4,490 kg der Schule Klein-Linden. Diese erste Sammlung wurde am 7. Juli, vor den Sommerferien, abgeschlossen. In dem Zeitraum nach den großen Ferien kamen am 14. September nicht weniger als 235 kg Stengel und Blätter des Beifuß zum Versand, und in den letzten Tagen konnten von der Goetheschule 230 kg frische Hagebutten nach Groß-Gerau geliefert werden, eine sehr beachtliche Menge. Sollte das Wetter noch einigermaßen günstig sein, dann wird die begonnene Sammlung von Brombeer- und Bren- nesselblättern, sowie Spitzwegerich und Ackerschachtelhalm fortgesetzt. Denn diese Kräuter werden noch gesucht, solange sie sich für den Verbrauch eignen. Die Schüler, die sich für diese Sammlung eingesetzt haben — in besonderem Maße gerade die der unteren Jahrgänge —, können das Bewußtsein in sich tragen, Volksdienst getan zu haben. unnötige Wartezeiten sind unter allen Umständen zu vermeiden. Mit Rücksicht auf die Verdunkelung und die damit verbundenen Schwierigkeiten müssen bei der Reichs, bahn die Güter bis 15.30 Uhr angeliefert sein. Es ist deshalb erforderlich, daß die zur Verfügung stehenden Fahrzeuge in der Zeit von 8 bis 14.30 Uhr durchgehend Güter anbringen und abholen können. Das gleiche gilt für die zur Verfügung stehenden Fahrzeuge der übrigen Wirtschaft. Um seitens des Großhandels, Einzelhandels und des Handwerks diesen Erfordernissen Rechnung zu tragen, gilt folgendes: 1. Großhandel: Die Betriebe des Großhandels führen ab sofort im notwendigen Umfange durchgehende Arbeitszeit ein, soweit dies nicht bereits geschehen ist. 2. Einzelhandel und Handwerk: Soweit von einzelnen Betrieben eine längere Mittagspause eingeführt wurde, ist grundsätzlich gegen deren Beibehaltung nichts einzuwenden. Es ist selbstverständlich, daß auch der Einzelhandel und das Handwerk während der Mittagspause eine Person, die zur Abnahme von Waren befugt ist, zur Verfügung halten. Aus der <3taö< Gietzeu. Halte dich gesund! Gilt die Pflicht, sich nach Möglichkeit gesund und °,omit leistungsfähig zu erhalten, schon in normalen Zeiten, um wieviel mehr in solchen, die besondere Anforderungen an die Arbeitskraft stellen wie es ^all stt baS bßUtfd>e VE in seiner Gesamtheit der Gerade im Uebergang von der warmen in die kalte Jahreszeit erleidet mancher eine gesundheitliche Störung, die bei einiger Achtsamkeit hätte vermieden werden können. Zu den ersten Unpäßlich- leiten, die sich um diese Jahreszeit einzustellen pflegen, gehört der Schnupfen aller Grade. Auch legen ihn, der scheinbar seine Opfer aus dem Hinerhalt überfällt, können wir uns durch geeignetes Erhalten wappnen. Es ist verkehrt, sich beim er- ten Sinken des Thermometers gleich in seine dickste Unterkleidung zu hüllen. Im Laufe des Ta- ists erhitzt sie den Körper bis zur Schweißbildung, pnd wenn wir uns in dieser Verfassung aus einem geschlossenen Raum in die frische Luft begeben, ist tie Gefahr der Erkältung da. In Wohn- und Arbeitsräumen bringe man die Heizung auch nicht gleich auf Hochtouren — abgesehen davon, daß vir auch mit Heizmaterial sparsam umgehen sollten —, sondern erwärme nur soweit, daß beim Sitzen kein Frösteln verspürt wird. Der Kontrast zwischen zu warmer Innen- und kühler oder kalter Außentemperatur trägt uns nur zu leicht einen Schnupfen ein. Eines der wichtigsten Gebote zur Vermeidung von Schnuvfen und Erkältung heißt: halte die Füße warm! Auch Zugluft, die auf eine fiörpergegenb trifft — z. B. der feine Luftstrahl, fcen die Fensterrahmen durchlassen — verursacht Erkältungen. Das Blut, das aus den Füßen weicht, flaut sich am ehesten in den Schleimhäuten der Nase, liefe schwellen an, entzünden sich schließlich, und der Schnupfen ist da. Ein gewisses Prickeln in der Nase ist meist das erste Anzeichen, daß das Unheil im An- ug ist. Achtet man rechtzeitig auf diesen Vorboten es Schnupfens, so hilft das Rezept von Professor rier, einen Tropfen Jod in einem Glas Wasser u trinken, oftmals, den Ausbruch zu verhindern, st es aber schon zu spät und der Schnupfen ist a, muß man ihm gleich anfangs energisch zu !eibe gehen. Heiße und Wechsel-Fußbäder kräftigen ie Füße gegen Kaltwerden, das bei einer längeren lauer der Erkältung günstig ist. Aber auch durch unsere Ernährungsweise können wir den Zustand beeinflussen. Alkohol, Fleisch, Käse, Fett vermeide inan und halte sich an Obst, Gemüse, Haferflocken, Sartoffelbrei u. ä. Durch Enthaltsamkeit im Trinken hilft man den Schnupfen „austrocknen". Neben der Verhütung akuter Krankheiten sollte man auch der Fußpflege besondere Beachtung henken. Hausfrauen, wie Geschäftsfrauen sind cute im Gehen und Stehen vielfach angestrengter. Zeitschristen. — Das Oktoberheft der im Verlag F. Bruckmann, München, erscheinende Monatsschrift „Die Kunst" eröffnet den 41. Jahrgang mit einer farbigen Reproduktion aus der venezianischen Renaissance ,^3unge Frau in einer Landschaft", die Eariani zugeschrieben wird (Kaiser-Friedrich-Museum, Berlin), lieber den Maler Venedigs, Jtalico Braß und sein Werk schreibt Siegfried Reinke. Die Lebendigkeit der Bilder dieses schöpferischen Künstlers lassen sich auch an Hand der beigegebenen Abbildungen verfolgen. Joachim Utech erzählt „Wie ich Bildhauer wurde". Die Reihe „Dichter über Kunstwerke, die sie lieben" setzt Martin Naschte mit seiner Betrachtung „Schlafende Venus, von Hirten belauscht" von Nicolas Poussin fort. Bilder, die die Weite und ganze Kraft ostpreußischer Landschaft ausstrahlen, schenkt uns Alfred Partikel. Daß auch kleine Wohn- Hauser am Stadtrande durch schlichte Gestaltung ländlich wirken können, ohne deshalb „bäuerisch" frisiert zu fein, wird an einer Arbeit des Architekten Hellmuth Winkler, München, aufgezeigt. Innenräume, von Architekt Denis Boniver, Stuttgart, und ein weiträumiges Haus von Architekt Fritz Glantz geben mannigfaltige Anregung. Weitere Beiträge behandeln Wiener Gartengestaltung und einen Besuch bei dem Holsilberschmied des Königs von Schweden. Neue Beleuchtungskörper, behagliche! Sitzecken u. a. (f)en n$ L___, p«. — —--------— u i jeM obltuerd) empfunden wird, der Fuß gehalten und NSG. Die Wirtschaftskammer Hessen gibt im Einvernehmen mit dem Reichstreuhänder her Arbeit, dem Gauwirtschaftsberater der NSDAP., den Bevollmächtigten für den Nahverkehr und dem Landeshandwerksmeister folgende Anordnung bekannt, die mit sofortiger Wirkung in Kraft tritt: Der Wirtschaft und dem Transportgewerbe stehen zur Zeit nur in beschränktem Maße Transportmittel zur Verfügung, die nach oorgeschriebenen Richtlinien einzusetzen sind. Um eine reibungslose wirtschaftliche Ausnutzung der vorhandenen Verkehrsmittel zu gewährleisten, ist es erforderlich, daß, wie dies bei der Industrie der Fall ist, der Großhandel und dessen Abnehmer (z. B. Einzelhandel und Handwerk) jederzeit die Annahme und Abfertigung der Waren ermöglichen. Es ist daher in allen Fällen dafür Sorge zu tragen daß während der Mittagsstunden und sonstigen Arbeitspausen Waren und Güter in Emp- fang genommen werden können Zu diesem Zwecke ist es erforderlich, daß bevollmächtigte Personen und evtl, benötigte Arbeitskräfte zur Annahme und Abfertigung der zu befördernden Güter und Waren bereitstehen. Darüber hinaus ist für beschleunigte Abfertigung der Fahrzeuge Sorge zu tragen, und retten des Meisters brachte, erschienen im zweiten Alt der „Fledermaus" charakteristische Figuren aus । Etraußschen Operetten. Ganz zum Schluß zeigte sich ein noch unbekannter Gast. Er stellte sich vor: „Ent- idiulbigen Sie, daß ich so spät komme, aber ich bin .tlcn erst fertig geworden. Ich bin der „Zigeuner- boron"." Die musikalische Welt horchte gespannt auf; jedoch mußte sie sich noch ein Jahr bis zur Urauf- : slihrung des neuen Werkes gedulden. Nach dem Tode seiner ersten Frau, der unvergeß- lchen Sängerin Henriette von Treffs (1878) hatte irech schweren Jahren der Walzerkönig in Adele Iirauß eine ihm zustehende, ebenbürtige Lebensgefährtin gefunden. Sie war es auch, die es veran- laf-te, daß Johann Strauß gelegentlich einer W lührung seines „Lustigen Krieges" m Budapest in neuere Beziehung zu dem Verfasser der Novelle .baffi", Moritz Jokai, trat. Der Plan zu einer । Cierette nach diesem Stoff wurde durch enge ZZammenarbeit mit dem Textdichter gefordert; für das erste Finale z. B. stellte Strauß erst den Msikalischen Aufbau fest, damit der Librettist sich ton ad) richten konnte. Strauß ließ sich mit ti-ser Operette für die gründliche Durcharbeitung ftbeblid) mehr Zeit als bei den vorausgegangenen Mnentoeifen, denn er hoffte, mit ihr in^das Hof- lhiater einziehen zu können, ein Plan, der durch- Ireuzt wurde, weil der Dichter das Aufführungsrecht dem Theater „An der Wien" zugesichert hatte. Der nun schon Sechzigjährige ging hwr m der musikalischen Anlage des Werkes weit über den m ter Operette üblichen Rahmen hinaus und näherte lri in manchen Momenten der komischen Oper. Die Finales atmen dramatische Kraft, zumal im ; i ttf-en Akte. Das Terzett des zweiten Aktes ist em 1 musikalischer Glanzpunkt, die Chöre sind von hm- ; Sendern Schwpnge. Heber die Tanzformen als bildendes Prinzip hinaus hatte sich ferne m s wische Ausdrucksweise unendlich vertieft; das b if. tätigt beispielsweise das Vorspiel zum ersten All. klar! eindringlich ist die Milieukraft des Werke , 116 den Zigeuner in Gefühlsüberschwang, i Hw Ml und Ausgelassenheit erleben laßt. Dieser,?er dMzelung im Volkston entspricht auch die plastische, berechtigten ausgegeben worden ist, wird, wie das Landesernährungsamt mitteilt, bis zum 12. Oktober auf Abschnitt L 47 und vom 11. bis 17. Oktober auf L 46 der Lebensmittelkarte wieder je ein Ei für jeden Versorgungsberechtigten verabfolgt. Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß bis auf weiteres die Eier bei dem gleichen Kleinverteiler wie bei der ersten Zuteilung zu beziehen sind. 3obraon^ 1929. Die jüngsten Helfer der „Inneren Front". NSG. Wie überall im Reichsgebiet, fb wurden in den vergangenen Wochen auch in unserem Gau die vom Reichsjugendführer am 20. April dieses Die Arbeit der Schule vollzieht sich im allgemeinen in der Stille, abseits vom Blick der großen Oeffentlichkeit. Die Gesamtleistung der Schule in allen ihren Disziplinen geschieht im Dienste der Volksgemeinschaft. In weitestem Maße stehen Unterricht und Erziehung unter dem Eindruck des Gegenwartsgeschehens; die Schuljugend in ihrer großen Mehrheit tut in ernster Einsatzbereitschaft mit den ihr gegebenen Kräften ihre Pflicht. Dann und wann darf aus dem unendlich reichen Arbeitsfeld der Schule auch einmal etwas in die Oeffentlichkeit dringen, da es des allgemeinen Interesses sicher sein dürfte. Zwei Beispiele seien hier von der Goetheschule als Beweis für das Gesagte erbracht. Für die Geldsammlung des VDA. waren im Monat August an 300 Schüler dieser Schule Sammel- Heftchen ausgegeben worden. Durch eifrigsten Einsatz der jugendlichen Sammler konnte die Schule über 990 NM. dem VDA. als Spende übermitteln. Jrn Rahmen des zweiten Vierjahresplanes war eine große Heilkräutersammlung auch an dieser Schule in die Wege geleitet. Auch hier kann die Goetheschule auf ein ganz hervorragendes Ergebnis blicken. Dabei ist zu bemerken, daß die Sammlung der Kräuter durch die Schüler in ihrer Freizeit geschah, so daß außer der unterrichtlichen Belehrung durch die Lehrkräfte über die zu sammelnden Kräuter, ihre Bedeutung und pflegliche Behandlung keine Unterrichtszeit dafür verwendet wurde. Das Trocknen der Kräuter erfolgte in den hierfür besonders geeigneten Räumen der Schule, der Verden Anforderungen genügt, die in weltanschaulicher und wissensmäßiger Hinsicht an unsere Zehnjährigen gestellt werden. Stolz dürfen sie nun alle Tuch und Knoten tragen: Zeichen ihrer Zugehörigkeit zur aktiven Hilfs- und Schaffensgemeinschaft des Volkes. In kleinen örtlichen Feiern erlebten sie die Bedeutung dieser Aufnahme, die ihnen in den bedeutungsvollen Tagen des Jahres 1939 wohl unvergeßlich bleiben wird. Vie Illustrierte des Gießmer Anzeigers. Von der Llniversität Gießen. Der kommissarische Rektor der Universität Gießen, Professor Dr. med. Kranz, hat die Amtsgeschäfte des Rektorats noch nicht übernommen. Professor Dr, Kranz steht zur Zeit noch im Felde. Der frühere Rektor und Direktor des Hygienischen Instituts Professor Dr. Se i se r hat am 1. Oktober sein hiesiges Amt niedergelegt und ist dem an ihn ergangenen Ruf als Direktor des Hygienischen Jnsti- tute an der Universität Halle a. S. gefolgt. Das hiesige Hygienische Institut hat zunächst eine provisorische Leitung erholten. — Ebenso hat der 'Direktor der Orthopädischen Klinik Professor Dr. P i tz e n am 1. Oktober die Leitung dieser Klinik abgegeben und ist nach Münster i. W. übergesiedelt, um die Leitung der Orthopädischen Klinik, der Universität Münster zu übernehmen. Die hiesige Orthopädische Klinik wird gleichfalls durch einen Vertreter geleitet Beide Institute sind für alle Volksgenossen nach wie vor geöffnet. Dornoiizen. Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr „La Traviata". —- Gloria-Palast, Seltersweg: „Robert Koch". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Unsterblicher Walzer". Sladllhealer Gießen. Heute 20 Uhr kommt „La Traviata", Oper von Giuseppe Verbi, in Neueinstudierung zur ersten Aufführung. Musikalische Leitung hat Heinz Mark» ward!, Spielleitung Bernhard Schmitz. Die Titelrolle singt Anni Assion. Die Bühnenbilder schuf Karl Löffler. Die Vorstellung findet gleichzeitig als 2. Vorstellung der Dienstag-Miete statt. Ende 22.30 Uhr. Die preise für Seifen und Waschmittel. FWD. Der Reichskommissar für die Preisbildung hat eine mit sofortiger Wirkung in Kraft getretene Anordnung zur Regelung der Preise für Seifen und Waschmittel vom 6. Oktober 1939 erlassen. Hiernach wird mit Zustimmung des Beauftragten für den Vierjahresplan folgender Verbraucherhöchstpreis leftgefetzt: für Einheitsfeinseife 1 Stück zu 80 Gramm 15 Rpf., für Rasierseife ein Stück zu 50 Gramm 20 Rpf., für Wasch-(Seifew)Pulver 1 Normalpaket zu 250 Gramm 22 Rpf., ein Doppelpaket zu 500 Gramm 42 Rpf. Einzelhändler erhalten auf diese Verbraucherhöchstpreise folgende Nachlässe: füc Einheitsfeinseife 30 v. H., Rasierseife 30 v. H., Wasch-(Seifen-)Pulver 20 v. H. An Großbetriebe Oer Grabstein. Im Jahre 1916 setzte ein württembergisches Regiment an der Westfront einer französischen Granate, die als Blindgänger heruntergekommen war und die man daraufhin eingebuddelt hatte, folgenden Grabstein: „Hier ruht die Jungfrau Granate, tief in der Erde Schoß. Sie starb, wie sie lebte, so fade: denn niemals ging sie los." W. | ie hauptsächlichsten Beschwerden rühren von Senk-, < nick- oder Spreizfüßen her. Schon.die ersten An- I reichen von Beschwerden: ziehende Schmerzen, die | ich Ferse und Wade entlang oft bis in die Hüften I ausdehnen, dürften nicht so lange unbeachtet blei- [ ben, bis der Fuß überhaupt den Dienst versagt. | ußbäder, mit Zusatz von Staßfurter Salz, all- I abendlich vor dem Schlafengehen genommen, das inmaffieren einer guten Fuß krem stärken die Fußmuskeln. Das Knochengerüst bedarf außerdem ner Stütze, wie sie die Einlagen darstellen. Es aber verkehrt, sich irgendwelche Einlagen anzu- slhaften, sondern bei heftigen Beschwerden und ■ sichtbaren Veränderungen der Fußform sollte man den Arzt fragen, welche Art der Stützung nötig ist. Als. Vorbeugungsmittel oder bei leichten Beschwerden ist das Umwickeln des Fußes um Knöchel und Zahle mit einer elastischen Binde sehr pon Nutzen. urch sie wird, was vor allem bei längerem Stehen Die Zähne richtig pflegen! Chlorodont vrfrkt abends am besten Das Ernährungsami im Liebig-Bau von Alle üe 8er obermeister. Die Meinung, daß in SInbetradjt der Kriegslage keine Gehilfenprüfungen abgehalten bewilligt werden). Auch Gesamtstrafen dürfen die werden dürfen, ist völlig irrig. oben bezeichnete Grenze nicht übersteigen. (Nachdruck verboten.) 11. Fortsetzung. unti ihn 5 -Pen lv den i dm jungen les i la wc 1 lifm er 3agi ^niit £ iinn i M klide t foroj lsdnj« die tut sein." Sie ist aufgeregt und zitterig. Sie streift Kleid über, findet den Aermel nicht und wird geduldig. Herrgott, die hat es schön erwischt, denkt Harlander, bewandert in solchen Fällen. Sie ->Rch Mhdsp [•ferne nslerpr iflifii i Jlaf Den! ichlersl i nach an 5oi thli, tu i Halle, das un- „Den Lippenstift, Harlander! Rasch, machen Sie doch vorwärts. Wo haben Sie denn das Kleid? Doch nicht das Shine, das ist zu ausgeschnitten! Das Rote mit dem Pelzbesatz! Ich höre schon Getrappel aus dem Korridor, sie müssen gleich da ü JlSök 'khandli iidLil seit ha ibrach ifceft jilnfl ichnll Auf Steuerzuwiderhandlungen findet der Gnadenerlaß des Führers für die Zivilbevölkerung und der weitergehende Gnadenerlaß für die aktiven Wehrmachtsangehörigen ebenfalls Anwendung. Im Anschluß an die Gnadenerlasse vom 1. September und 9. September 1939 sowie die Ausführungsbestimmungen des, Reichsjustizministeriums vom 1- und 13. September 1939 und einen Erlaß des Re'ichsfinanzministers vom 25. September d. I. sollen im folgenden die erforderlichen Hinweise (für die aktiven Wehrmachtsangehörigen in Klammern) gegeben werden: Erlaß von Sleuerstrafen. iW. -Ls-" y8 noch einige Handreichungen und verläßt dann taktvoll das Krankenzimmer. Dr. Severin tritt ein und hat ein paar Tulpen mitgebracht, mehr war nicht aufzutreiben. Diese Tulpen streckt er der Fabri hin: „Zur Feier des Tages! Sie sehen ja famos aus. Wie bekommt denn der Ausflug?" „Bis jetzt ausgezeichnet. Schönen Dank für die Blumen." Ihre Augen leuchten ihn an. Diese abgründigen Augen, von zwei schmalen Kohlestrichen überdacht und eine Spur schräg nach auswärts laufend, prägen zusammen mit der pikanten Nase ihr ungewöhnliches Gesicht. „Setzen wir uns doch. Ich habe so viel Stehen am Anfang nicht gerne nach einer Operation wie Ihrer. Na, wie hat Ihnen Stöhr gefallen?" „Netter Mann. Er hat Sie btzi mir über den grünen Klee gelobt. Sie seien viel zu schade für dieses Nest." „Das freut mich wegen Herrn Leinfelder. Der hat nämlich komische Ansichten von uns Landärzten." „Stöhr meinte noch, warum Sie nicht in die Stadt gingen? Sie verdienten einen größeren Wirkungskreis." „Vielleicht hat der Mann recht." „Warum raffen Sie sich dann nicht auf?" „Das ist nicht so einfach, Fräulein Fabri. Ich bin durch das Krankenhaus hier gebunden; auch sonst gibt es allerhand zu überlegen." „Ein Krankenhaus kann man verkaufen. Lassen Sie sich das mal durch den Kopf gehen. Wie wäre es mit München? Ich habe zahllose Bekannte dort, bei denen ich Sie gern einführen würde. Das ist sicher nützlich tüt den Anjang, meinen .Sie nicht?," 15 v. H. Jugendliche Erntehelfer wieder zur Schule. Die Kreisleitung Wetterau gibt bekannt: Schüler und Schülerinnen haben sich am Mittwoch wieder in ihrer Schule einzufinden, soweit und solange sie nicht von den OrtsbauernMrern zur Erntehilfe eingesetzt bleiben, oder mit Sonderbefehlen der Hitler-Jugend versehen sind. Die Ortsbauernführer stellen mit Hilfe örtlicher HI.-Führer fest, welche Schüler noch eingesetzt sind und welche voraussichtlich in kommender Woche noch gebraucht werden. Dies ist der Kreisleitung zu MMMöllfreiM Roman von Walther Kloepfcr Copyright by Carl Dimtfer Verlag - Berlin w 62 Ma' ö £>■ Älith A Im Gnadenwege erlassen sind Steuerstrafen, bte am 14.9. (bei aktiven Wehrmachtsangehörigen am 1.9.) rechtskräftig erkannt, aber noch nicht vollstreckt sind in folgendem Umfange: 1. Geldstrafen, bei denen die Ersatzfreiheitsstrafe 3 Monate (6 Monate) nicht übersteigt; hierunter fallen gemäß nachträglicher Anordnung des Reichssinanzministers vom 25.9. d.I. (RStBl. S. 1013) bei Steuer- und Monopolvergehen im Unterwerfungsverfcchren oder durch Strafbescheid festgesetzte Geldstrafen bis cd. 9000 RM. (bei Wehrmachtsangehörigen bis 18 000 RM.), da für je'100 RM. Geldstrafe ein Tag Ersatzfreiheitsstrafe einzusetzen ist; frühere ungünstigere Bescheide werden im allgemeinen berichtigt werden. Ist vor Aenderung der Reichsabgabenordmmg und des Branntweinmonopolgesetzes auf das Vielfache des hinterzogenen Betrages (oder Werts der Gegenstände) erkannt worden, so kann je nach der Art, der Ausführung und Schädlichkeit der Tat und den wirtschaftlichen sowie persönlichen Verhältnissen des Steuerpflichtigen (Alter, Vorstrafen, Ruf, Führung Kriegsteilnahme, Verdienste um die Bewegung usw.) ein höherer Umrechnungssatz angewen- det werden. Allgemeinerlassen sind Ordnungsstrafen bis 1000 RM.; 2. Haft (Arrest) oder Festungshaft; 3. Gefängnis bis zu drei Monaten, auch wenn diese Strafen nebeneinander verhängt sind. Im Falle 3 darf der Steuerpflichtige nicht oder nur zu Geldoder den erwähnten Freiheitsstrafen bis zu 6 Monaten verurteilt sein. (Diese Beschränkung gilt nicht für Wehrmachtsangehörige, denen ferner restliche Gefängnisstrafen bis zu 3 Monaten erlassen und außerdem in anderen Fällen Vollstreckungsaussetzung und Bewährungsfrist oder vorzeitiger Erlaß Fahrzeuge über 3,2 Liter verlieren wieder den roten Winkel. Der Kraftfahrzeugverkehr, soweit er überhaupt noch im öffentlichen Interesse liegt, hat sich auf kleinere Fahrzeuge umzustellen. In einem wetteren Erlaß hierzu bestimmt der Reichsverkehrsmtnister, Laß weiterhin Fahrzeuge bei Vorlage eines Be- orderungs- oder Freistellungsbescheides einer Wehr- ersatz-Jnfpektion ohne Nachprüfung des öffentlichen Interesses an ihrer Weiterbenutzung ohne weiteres mit dem roten Winkel zu kennzeichnen sind. Das soll aber nur geschehen, wenn der Hubraum ihrer Antriebsmaschine nicht größer als 3,2 Liter bei Personenkraftwagen oder 750 cem bei Krafträdern ist. Soweit solche Fahrzeuge über 3,2 Liter bzw. 750 ccm bereits mit roten Winkeln gekennzeichnet wurden, sind die roten Winkel bis zum 15.10.1939 wieder zu entfernen und der Weiterbenutzungsver- merk zu löschen. Gießener DocheumarktpreUe. ♦ Gießen, 10. Oft. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,60 RM., Matte 25 bis 50 Rpf., Käse, das Stück 4 bis 10, Wihing gelb kg 5 bis 10, grün 5 bis 7, Weißkraut 4 bis 5, Rotkraut 6 bis 8, gelbe Rüben 7 bis 8, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20, Unterkohlrabi 6 bis 8, Rosenkohl 20 bis 30, Feldsalat, ^10 10 bis 12, Tomaten, kg 10 bis 20, Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 35 bis 60, Kürbis 6 bis 8, Kartoffeln, kg 4 Rpf., 5 kg 40 Rpf., 50 kg 3,25 bis 3,45 RM., Aepfel, kg 10 bis 25 Rpf., Falläpfel 5, Pfirsiche 25 bis 30, Birnen 10 bis 25, Zwetschen 10 bis 12, Blumenkohl, das Stück 10 bis 40, Salat 5 bis 8, Salatgurken 10 bis 25, Endivien 8 bis 10, Ober- kohlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 30, Radieschen, das Bündel 10 bis 12 Rpf. ♦♦ Zusätzliche Bestimmungen zur Reichs Meldeordnung. In einer Bekannt- machung des Polizeidirektors werden die in Betracht kommenden Personenkreise heute mit den zusätzlichen Bestimmungen zur Reichsmeldeordnung vertraut gemacht. Die Interessenten mögen nicht versäumen, dieser Bekanntmachung ihre besondere Aufmerksamkeit zu widmen. ♦♦ Dem Hundeerfatzbedarf für die Wehrmacht und die Polizei soll eine Mu- sterung sämtlicher geeigneter Polizeihunde dienen. Zu diesem Zwecke müssen, wie der Polizeidirektor heute bekanntmacht, die geeigneten Hunde bis zum 21. Oktober bei den zuständigen Polizeirevieren vorgeführt werden. Landkreis Gießen. <£ Leihgestern, 10. Okt. Ihren 85. ®e< Gurts tag kann am heutigen Dienstag, 10. Okt., Frau Marie Jung Wwe., geb. Euler, dahier in Gesundheit begehen. Unseren herzlichen Glückwunsch. * Leihgestern,8.Okt. Der 24jährige Monteur Willi Müller zog sich bei einem Unfall bei feiner Arbeit Verbrennungen ersten und zweiten Grades im Gesicht und an den Armen zu und mußte sofort zu ärztlicher Behandlung in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden. Kreis Friedberg. * Butzbach, 9. Okt. Die Oberwachtmeister Christian Morgenthaler und Ernst Engelhardt wurden mit dem Treudienstehrenzeichen für 25jährige treue Dienstzeit ausgezeichnet. Am gestrigen Montag ist die Zentralstelle des Ernährungsamtes der Stadt Gießen Abteilung B vom Stadthaus, Bergstraße, ihrem bisherigen Arbeitssitz, in das Erdgeschoß des Liebig-Baues, Liebigstraße 16, übergesiedelt. Seit gestern befinden sich auch die Bezirksgeschäftsstellen des Ernährungsamtes Ortsgruppe Süd, bisher im Physiologischen Institut, und der Ortsgruppe Mitte, bisher im Universitätsgebäude, im Erdgeschoß des Liebig-Baues. Mit der Verlegung der Zentralstelle Abteilung B ist auch rein räumlich die engste Verbindung mit der bisher schon im Liebig-Bau, erster Stock, untergebrachten Abteilung A des Ernährungsamtes der Stadt Gießen hergestellt worden. ' . Das Ernährungsamt Abteilung B hat im Erdgeschoß des Liebig-Baues den (vom Eingang her) rechts gelegenen Teil der Zimmerflucht, in dem bisher die Heeresfachschule untergebracht war, in Benutzung genommen. Hier befinden sich neben dem Arbeitszimmer des Leiters der Abteilung B em großes Dienstzimmer, in dem die Lebensmittelkarten bzw. -scheine für Schwer- und Schwerstarbeiter, die Reise-Lebensmittelkarten und die Bezugscheine für zusätzliche Lebensmittel auf Grund von ärztlichen Verordnungen ausgegeben werden. In einem anderen großen Arbeitszimmer befindet sich die Ausgabestelle der Lebensmittelkarten für Zugezogene, fiir zusätzlich bewilligte Seifenlieferung und für Bezugscheine für Rückwanderer. Ein weiteres großes Zimmer ist der Kontrolle und Verrechnung der von melden. Äutopariplah vor dem Gtadttheater. Auf dem freien Gelände neben dem Stadthaus Gartenstraße am Hindenburgwall, gegenüber dem Stadttheater, sind gegenwärtig Arbeiten zur Schaffung eines Autovarkvlatzes im Gange. Dieser neue Parkplatz ist in der Hauptsache für die Kraftwagen bestimmt, die an Theaterabenden auf der Fahrbahn am Hindenburgwall mehrere Stunden lang abae- stellt werden und auf dieser Straße, die eine Reichs- straße im Sinne des Reichsverkehrsgesetzes ist, nicht feiten als Verkehrshindernis in Erscheinung traten. Nach der Fertigstellung dieses Parkplatzes wird also an dieser Stelle des Hindenburgwalls künftighin die Derkehrsabwicklung erheblich flüssiger sein, als bisher. Es wäre zu wünschen, daß dann aber nicht nur die Kraftwagen an Theaterabenden dort abgestellt würden, sondern daß auch alle Kraftfahrzeuge, die bisher den Hindenburgwall als sog. „Laternengarage" benutzten, künftighin ihren Standplatz an dieser Stelle erhalten. Betreuung der Kriegsopfer durch die ASKOV. NSG. Die Partei hat schon immer der Betreu- lung der deutschen Kriegsopfer erhöhte Bedeutung zuerkannt und zu diesem Zwecke die Kriegsopferämter und die Nationalsozialistische Kriegsopfer- Versorgung geschaffen. Es ist selbstverständlich, daß diesen Dienststellen neben ihren Aufgaben für die Kriegsopfer der alten Wehrmacht auch die Betreuung der neuen Wehrdienftbeschädigten und der Angehörigen gefallener Soldaten (Offiziere und Mannschaften) übertragen wurde. Die Nationalsozialistische Kriegsopferversorgung ist gesetzlich mit der Vertretung von Wehrmachtsangehörigen und ihrer Hinterbliebenen von den Wehrmachtsfürsorge- und Versorgungsdienststellen beauftragt. Sie wird, gestützt auf reiche Erfahrungen, über jede Auskunftserteilung hinaus dafür Sorge tragen, daß den Wehrmachtsfürsorge- und Versorgungsämtern, den beteiligten Stellen des Reiches und der Länder sachgemäße Anträge zu- gehen, in gegebenen Fällen Entscheidungen höheren Orts erwirken und sich im übrigen in bewährter Gemeinschaft und erprobter Frontkameradschaft für die seelische und sachliche Betreuung gleich stark einsetzen. In einer gemeinsam erlassenen Anordnung haben Oberkommando der Wehrmacht und Hauptamt für Kriegsopfer der NSDAP, engste Zusammenarbeit feftgelegt. Die Dienststellen der NSKOV. im Gau Hessen-Nassau erteilen Rat und helfen allen, die sich an sie wenden. Briefkasten der Redaktion. L. $. in 5. Durch die Kreishandwerkerschaft sind die Innungen angewiesen worden, die Gesellenprüfungen auch jetzt durchzuführen. Die Meister find verpflichtet, ihre auslemenden Lehrlinge zur Ablegung der Gehilfenprüfung anzuhalten. Die Lehrlinge müssen die Anmeldung zur Ablegung der Gehilfenprüfung selbst vornehmen. Die Anmeldung geschieht bei dem für ihren Bezirk zuständiaen Innungs- Seite geschlitzt, ein sehr schönes Bein sehen laßt. Wo hat eine Frau hier in Eschelbrunn solche Deine? Die glatte, dünne Seide verwirrt. „Ich muß jetzt leider gehen, ein Arzt ist ein geplagter Mensch. Seien Sie mit dem Essen noch vorsichtig und muten Sie sich nicht zuviel zu." „Trinken Sie morgen doch eine Tasse Tee bei mir", bittet die Fabri und macht ihm Augen, die einen Einsiedler zum Straucheln bringen könnten. „Gern. Ich teile mir dann die Arbeit dementsprechend ein." „Aber Sie müssen als Privatmann kommen. Es plaudert sich dann netter. Der weiße Mantel stört etwas." , . „Abgemacht. Ich erscheine ohne berufliche Attribute." Er zieht ihre Hand an die Lippen, was er noch bei keiner Frau getan hat. Hinterher kommt es ihm wie Kientopp vor. 7. Kapitel. Im Sprechzimmer sitzt der Schwätzer Winkler mit nacktem Oberkörper und will eine Rente. Dr. Severin trommelt mit dem Bleistift mißver- gnügt auf der Schreibtischplatte. Man hat ihn in aller Frühe zu einem Kinde geholt, das einen spitzen Knochen verschluckt hatte, was eine große Schweinerei war, aber noch mal aut ausgegangen ist. Mit nassem Hemd und aufgebracht kommt er heim. Und wer hockt da? Dieser Mandrill Winkler. Natürlich außer der Sprechstunde. Der Mann lamentiert über seine Brust, übertreibt unverschämt und versteift sich auf eine Rente. „Da", winselt Winkler und knetet mit dem Zeige- finger an seinem Brustkorb herum. „Aber die Geschichte ist doch schon ganze vier Wochen her, Mann Gottes. Warum sind Sie denn nicht früher gekommen? Jetzt, wo die Berufsgenossenschaft ein Gutachten will, tauchen Sie auf!" Er schreibt: Sichtbare Unfallfolgen — keine, Erguß — keine, Verletzungen der Rippen — keine. „Tja, da wird kaum etwas zu machen fein, mein Geber. Es ist ja nicht einmal ein gelber Fleck zu sehen, und bettlägerig waren Sie auch nicht. Wie soll ich denn unter diesen Umständen eine Rente begutachten? Wie stellen Sie sich das vor?" „Aber es tut mir weh, hier, ganz deullich", beharrt Winkler störrisch. „Das sagen Sie, aber die Berufsgenossenschaft will einen objektiven Befund." „Dann durchleuchten Sie mich, Herr Doktor!", „Das führt auch zu nichts; schade um die Platte." oben angegebenen Strafen ausscheiden, nicht einge. leitet, sofern sie vor dem 14. (1.) 9. 1939 begangen sind. Wenn im Einzelfalle feststeht, daß der Gnaden- erlaß Platz greift, wird nach früheren Anordnungen von einer Anhörung des Verurteilten oder beschuldigten Steuerpflichtigen abgesehen. Jedoch soll ihm bei Zweifeln Gelegenheit zur Aeußerung ge- geben werden, ob und aus welchem Grunde er Straffreiheit verlangt. Das Finanzamt (Hauptzollamt) gibt die Entscheidung bekannt; ist sie günstig, so braucht eine förmliche Zustellung nicht zu er- folgen. Der Straferlaß gilt auch für noch nicht vollstreckte Nebenstrafen und für gesetzliche Nebenfolgen, rückständige Bußen und Kosten. Maßregeln der Einziehung, Verfallerklärung und Unbrauchbarmachung bleiben dagegen unberührt. . Heber den Erlaß von Steuerstrafen entscheidet das Finanzamt (Hauptzollamt), wenn sie in einem Verwaltungsstrafverfahren festgesetzt sind und die dem Gericht zustehende Festsetzung der Ersatzfreiheitsstrafe noch nicht vorgenommen ist. Der Steuerpflichtige kann jedoch bei ablehnendem Bescheid beantragen, daß das Gericht. entscheidet. Gegen den gerichtlichen Entscheid ist kein weiteres Rechtsmittel gegeben. Einstellung von anhängigen Steuerstrafverfahren. Von Amts wegen eingestellt werden anhängige Steuerstrafverfahren bei vor dem 14. 9. (für Wehrmachtsangehörige vor dem 1. 9.) 1939 begangenen Zuwiderhandlungen, sofern keine höhere Strafe oder Gesamtstrafe als die oben angegebenen Strafen zu erwarten ist. Bei fortgesetzten Steuerzuwiderhandlungen (z. B. jährllcher Nichtangabe bestimmter Em- fünfte bei der Einkommensteuer) müssen alle dazu gehörigen Einzelhandlungen, wie Abgabe der unrichtigen Steuererklärung vor dem genannten Zeitpunkt begangen und auch deren gewollte Folgen einschließlich des letzten Teilerfolges (wie Fest- fetzung der unrichtigen Steuer) vor dem genannten Zeitpunkt eingetreten fein, wie sich aus der Rechtsprechung des Reichsgerichts ergibt (Urteil v. 12. 2. 37 D 331/36). Die Einstellung eines anhängigen Steuerstrafverfahrens wird im Verwaltungsstraf- verfahren vom Finanzamt bzw. Hauptzollamt oder dem Oberfinanzpräsidenten, bei dem die Sache anhängig ist, verfügt. Auf Antrag eines Beteiligten trifft das Gericht die Entscheidung, gegen dessen Beschluß die sofortige Beschwerde gegeben ist. Dies gilt jedoch nicht für Ordnungsstrafen, die nicht von den Gerichten verhängt werden- hier entscheidet das für ihre Festsetzung zuständige Finanzamt oder die sonstige zuständige Stelle. Neue Ermittlungen werden im allgemeinen nur insoweit angestellt, als dies für die Entscheidung über die Anwendbarkeit des Straffreiheitsgesetzes oder für die Steuerfestsetzung erforderlich, ist. keine Einleitung neuer Steuerstrafverfahren. Neue Steuerstrafverfahren werden wegen solcher Steuerzuwiderhandlungen, für die höhere als die Ä?“1 i Nr IM Gnadenerlaß für Sleuerzuwiderhandlungen Don Dr. jur. et. rer. potfi. Wuth, Steuerberater, Äerlin „Ich werde Ihren Vorschlag einmal überschlafen", sagt Severin, über ihren drolligen Eifer lächelnd. Er hat ja auch schon daran gedacht, sich bei passender Gelegenheit zu verändern; aber so Hals über Kopf, wie sie sich das vorstellt, geht das nun nicht. Er zieht die Uhr und prüft den Puls. Was hat er hier schon Großes? Eine strapaziöse, wenig einträgliche Praxis, Aerger mit ungehobelten Leuten, Verdruß mit dem Krankenhaus und keinen Verkehr, kein Konzert, keine Ausspannung. Eschelbrunn ist ein gottverlassenes Nest, in dem nichts geschieht, in dem man nicht einmal Kragen stärken lassen kann, ein Ort ohne Bahn, ohne Geselligkeit, ohne Auftrieb. Man versäumt das Leben hier. Man verpaßt den Anschluß an alles, was Genuß und Freude heißt, und niemand dankt es einem. Die Jahre verrinnen, und man hat nichts von ihnen gehabt. Zwölf Jahre geht das nun schon so. Er ist damals als Vertreter des erkrankten Sanitätsrates Lämmermann nach Eschelbrunn gekommen, ein ganz junger Anfänger, aber voll von Idealen und Arbeitswut. Dann ist Lämmermann gestorben, und er hat die Tochter geehelicht, weil es bequem und das Nächstliegende war. Er fetzte sich in ein gemachtes Nest und verfpießte ein bißchen. Er spielte mit dem Gedanken, wegzuziehen und blieb. Er bedauerte sich zuweilen und schimpfte — aber er änderte nichts. Die Frau welkte nach dem zweiten Kinde hin, und seit neun Jahren ist er Witwer. Und seither keine Frauen, keine Zerstreuung, nichts Aufrüttelndes, immer nur Beruf und Arbeit. „Neunzig. Sind Sie aufgeregt, haben Sie Fieber, oder was ist mit Ihnen los?" forscht er unzufrieden. „Los? Nichts. Es wird das Aufstehen sein. Ich fühle mich sauwohl!" sagt sie burschikos. „Wie gefällt Ihnen mein neues Kleid?" „Schick. Sehr schick. Hier bekommt man gut an- gezogene Menschen so selten zu sehen. Ich fahre nicht oft in die Stadt, weil ich als alleiniger Arzt schlecht wegkann. Wenn ich weg bin, ist bestimmt was los. Kauft Leinfelder nun das Schloß?" „Zu teuer." „Wenn das nicht wäre, würde ich sagen: reden Sie dem Mann zu. Unser Schloß ist eine romantische Sache. So ziemlich das einzig Schöne in Eschelbrunn." „Sie überschätzen meinen Einfluß auf Herrn Leinselder erheblich. Wir sind gute Kameraden. Nichts weiter. Er ist an verschiedenen Filmgesellschaften interessiert, und das ergibt berufliche Beziehungen zwifchen uns beiden", lügt sie. „So, Hm." Dr. Severin entdeckt, daß der rote Stoff « er hält chn für Chiffon auf der Men den Lebensmittelverteilern eingelieferten Lebensmittelkartenabschnitte zur Ausstellung der Bezug- fcheine für Lebensmittelverteiler gewidmet. Durch diese räumliche Aufteilung der Arbeiten auf mehrere Zimmer ist den stark in Anspruch genommenen Mitarbeitern uni) Mitarbeiterinnen der Zentrale des Ernährungsamtes eine erheblich bessere Arbeitsmöglichkeit gegeben, als sie bisher im Sitzungssaale der Ratsherren im Stadthaus Bergstraße bestand. Damit ist aber auch zugleich der Bevölkerung gedient, die nunmchr durch die räumliche Spezialisierung der Arbeitsvorgänge auf eine wesentlich schnellere Abfertigung rechnen kann, als es früher in dem Stadthaus-Sitzungssaale möglich war. Der weitere Vorteil dieser Neuordnuna besteht darin, daß nunmchr die Abteilungen A und B des Er nährung samtes in einem Hause vereinigt sind und dadurch die vielerlei Zeitversäumnisse und Umständlichkeiten in Fortfall kommen, die bisher bei der räumlichen Entfernung zwischen Bergstraße und Liebig-Bau in Kauf genommen werden mußten und für die Abwicklung der Arbeit hinderlich waren. Der linke Flügel des Erdgeschosses im Liebig-Bau ist gleichfalls für die Zwecke des Ernährungsamtes vorgesehen. Wahrscheinlich wird hier die Abteilung A, die bisher im 1. Stock in den Räumen der Landwirtschaftsschule tätig war, künftighin ihre Arbeitsplätze haben, damit die Unterrichtsräume der Landwirt- jchaftsfchule wieder zur Verfügung gestellt werden können. Ac 2 nati öi aus ?Iilhe, sunt f crrii bi I nai .1 ai ;hn d U-poli Mn A!N1 !Polen ■ b Ge Dttobei tob, bf ? auch to !cho tounb Dieser Winkler, ein großer Filou, hat letzthin im Wirtshaus renommiert, mit dem Doktor werbe er schon fertig. Er hat sich das ein wenig zu leicht vorgestellt. Nun glotzt er tückisch vor sich hm und mault: „Ja, wenn die Platte Sie reut, kann ich freilich nicht zu meinem Recht kommen." „Was heißt reuen! Ich sage Ihnen doch, es ist nicht notwendig", meint Severin ärgerlich. Wie em Büffel ist dieser Bursche, der das Blaue vom Hnn- mel herunterschwindelt. „Und wenn nun die Lunge eine Zerreißung hat? Ich spür' doch, daß was los ist." Dafür liegen nicht die geringsten Anzeichen vor. Nehmen Sie Vernunft an, Winkler. Es läßt stcy nicht machen. Die Kuh hat Ihnen einen Stoß gegeben, schön, es hat weh getan, ich weiß alles. Aber Rente, Rente! Das ist inzwischen doch langst geheilt; wir Aerzte haben ja auch ein bißchen Erfahrung in solchen Dingen." „Mit uns Kleinen kann man sich das ja erfau* ben", brummelt Winkler vor sich hin und schlupn in sein Hemd. „Was das so einer Berufsgenosfen- schäft schon viel ausmacht, wenn sie einem armen Teufel alle Monat vierundzwanzig Mark zahlt. Aber wenn Sie natürlich nicht wollen ..." „Nicht wollen! So ein dummes Gerede! Ich kann nicht, verstehen Sie? Es geht gegen mein ärztliches Gewissen. Zu Ihrem Manöver gebe ich mich iw her. Bin ich jetzt endlich deutlich?" „Da ist gar kein Manöver; was kann ich dazU' wenn Sie nichts ftnden?" schimpft Winkler vor sich hin. Er ist bei der Hose an gelangt. Der Bleistift in Severins Hand zerbricht. W Ruhe! Er wirb sich nicht herausforbern lassen. Das lieble ist nur, daß dieser Kerl jetzt überall herum* hetzt und begierige Ohren findet. Die Lauen, du Unsicheren, die immer auf dem Sprung zu einem anderen Arzt sind, hören dieses Gerede mit Genuy an. Dr. Severin ist froh, als der Mann tiefbeiewig und grußlos verschwindet. Er läßt feine durchs Zimmer gehen. Die Möbel sind alt, aber w ärztliche Einrichtung ist auf der Höhe. Daran hat e nie gespart. Dann sucht er Fräulein Ferber auf uno entdeckt sie in der Küche beim Kartoffelschälen. betrachtet ihre verarbeiteten Händs und fragt: „Kann bas nicht das Mädchen machen?" „Die Gunda ist beim Einkäufen." „Was ich sagen will: die Kinder sollen.nach dek Schule den Wagen putzen. Ich habe Fräulein uat’ versprochen, ihr die Umgebung zu zeigen." (Fortsetzung folgt) des Einzelhandels können zusätzlich Nachlässe bis zu 4 v. H. auf die Einzelhandelseinkaufspreise ge- währt werben. Großhändler und diejenigen Einkaufsvereinigungen, die bisher zu Grotzhandels- bebingungen beliefert wurden, erhalten auf die Einzelhandelseinkaufspreise einen Nachlaß