Nr. 35 Erstes Blatt 189. Jahrgang 5reltag,19.8ebruarl939 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gietzener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monats-Bezugspreis: MU 4 Beilagen RM.1,95 Ohne Illusttierte , 1.80 Zustellgebühr . . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanfchlüfse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach* richten: Anzeiger Stehen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vrn« und Verlag: vrShlsche UnlverfitStsdruckerei «.Lange in Sieben. Schristleiiung und Geschäft-stille: Schulftratze 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8*/,Uhr des Dormittags Grundpreise für l mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Npf., für Text- anzeigen von 70 m m Breite 50 Rpf.,Platzvorschrist nach vorh.Dereinbg.25°/„ mehr. Ermahtgte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gement* nützige Anzeigen sowie ein» spaltige Gelegenheitsanzei» gen 5 Rpf., Familienanzei» gen, Bäder-, Unterrichts- il behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Papst Pius XI. heute früh gestorben. K o m, 10. Febr. (Europapreß.) PapstpiusXI. ist heule morgen V26 Uhr gestorben. Eine plötzliche Herzschwäche beschleunigte seinen Tod. Noch Donnerstagabend hatte man mil einer Besserung seines Gesundheitszustandes gerechnet. Der Papst hatte im Zusammenhang mit einer zunehmenden Erkältung am Donnerstagnachmittag werde. Nach vorangegangenem Abschluß eines K 0 n- kordates folgte dann am 7.6.1929 die feierliche Ratifikation derLateranoerträge zwischen dem Heiligen Stuhl und dem italienischen Staat, wodurch der seit 1870 bestehende Zustand, in dem sich der Papst als „der Gefangene der italienischen Krone im Vatikan" betrachtete, beigelegt wurde. Am Tage feines 50jährigen Priesterjubi- leums betrat der Papst zum ersten Male außerhalb des Vatikans den Boden, der durch die Lateran- verttäge als souveränes Eigentum dem Heiligen Stuhl zuerkannt worden war. Bald darauf erfolgte der erste Besuch des italienischen Königspaares beim Papst. In das Pontifikat Pius XI. fallen weiter als wichtige kirchenpolitische Ereignisse die Abschlüsse der Konkordate mit Lettland, Bayern, Polen, Litauen und Preußen, denen die mit dem Deutschen Reich und mit der Wiener Regierung folgten. Es hat aber in seiner Regierungszeit auch nicht an schweren Schlägen für die katholische Kirche gefehlt. Abgesehen von den Verfolgungen, denen alles kirchliche Leben in Rußland ausgesetzt ist, herrschte in Spanien seit dem Umsturz 1931 ein erbitterter Kampf der Marxisten gegen Kirchen und Klöster, und auch in Mexiko ringt die katholische Kirche schwer. Erweiterte Vollmachten für General Gomelin. Paris, 9. Febr. (DNB.) Wie von gut unterrichteter Seite verlautet, hat Ministerpräsident D a - lädier in der geheimen Gemeinschaftssitzung der militärischen Senatsausschüsse angekündigt, daß der Generalissimus mit sehr bedeutenden e r - weiterten Vollmachten betraut werden würde. General G a m e li n ist zur Zeit Oberster Chef aller Armeen.zu Lande, zu Wasser und in der Luft und daneben noch im besonderen Chef des Heeres-Generalstabes. Damit Gamelin sich nun vollständig seinem erweiterten Tätigkeitsbereich widmen kann, soll General George mit dem Chefposten des Heeresgeneralstabes betraut werden, während Gamelin auf Grund feiner erweiterten Vollmachten eine noch verstärkte Kontrollposition an der Spitze der gesamten französischen Wehrmacht einnehmen wird. Oie Japaner auf Hainan gelandet. T 0 k i 0 , 10. Febr. (DNB.) wie das kaiserliche Hauptquartier mitteitt, sind in den frühen Morgenstunden des Freitags japanische Truppen aus der dem Golf von Tongking vorgelagerten chinesischen InselHai- n a n gelandet, wie Europapreß aus Hongkong meldet, schloß man dort aus der umfangreichen Zusammenziehung japanischer Kriegs- und Transportschiffe in der Nähe von pakhoi und der Insel Hainan gegenüber der südchinesischen Küste auf Vorbereitungen zum Einfall der Japaner in K w a n t u n g, der Französisch-Indochina zunächst gelegenen chinesischen Küstenprovinz. Unter der zusammengezogenen Flotte befindet sich auch das Flaggschiff des Generals O i k a w a , des Befehlshabers der III. japanischen Schlachtflotte. Gleichzeitig haben die japanischen Luftstreitkräfte am Donnerstag mit einem intensiven Bombenangriff auf wichtige südchinesische Städte begonnen. Der Stützpunkt der Flugzeuge befindet sich auf der in der vergangenen Woche von den Japanern eroberten Insel K w e i ch a u. Die Zurückziehung der japanischen Truppen und der Kriegsflotte rings um Kanton und dem Jangtse soll die japanischen Stellungen, wie behauptet wird, dort stark geschwächt haben. Roosevelts Flucht in -en Angriff. 13on Otto Corbach Wenn es die Absicht des Präsidenten Roosevelt gewesen wäre, durch seine Erklärungen in der Geheimsitzung des Außenpolitischen Ausschusses des Senats die politischen Gewichte in Europa von heute auf morgen zuungunsten der autoritären Regierungen zu verschieben, so würde seine „Politik, stärker als Worte" schon in eine solche, „schwächer als Worte" umgeschlagen sein. Nicht nur sah er sich genötigt, die Begeisterungsausbrüche „antifaschistischer" Kriegstreiber in Frankreich und England über das, was er gesagt haben sollte, durch ein „Dementi" zu dämpfen, sondern der Faschistische Großrat bekundete nun unter dem einhelligen Beifall der öffentlichen Meinung Italiens wie auch Deutschlands nur um so klarer, deutlicher und bestimmter seine kompromißlose Entschlossenheit, den Sieg der nationalspanischen Revolution auf keinen Fall nachträglich durch politische Einmischungen verfälschen zu lassen. Es sind unerbittliche Lebensnotwendigkeiten der 23 ö f f er, die die europäischen Dinge mehr und mehr um die Achse Berlin—Rom sich drehen lassen. Keine Beschwörungsformel eines betrübten demokratischen Lohgerbers über See kann daran etwas ändern. Man darf aber die Tragweite der Flucht Roosevelts aus einer innerpolitischen Niederlage in ein außenpolitisches Abenteuer nicht unterschätzen. Sein „Dementi" ändert nichts daran, daß er grimmig entschlossen ist, die „Diktatoren" für das Versagen seines innerpolitischen „neuen Spiels" verantwortlich zu machen und die Massenflucht aus seinen Lagern, von der die Teilwahlen zum Kongreß zeugten, als lautester Rufer im Kampf um die Rettung der „Weltdemokratie" in einen neuen Massenzulauf zu verwandeln. Wenn er das Volk der Vereinigten Staaten und die übrige Welt 48 Stunden lang in einen Anfall von starker Herz- und Atemnot erlitten, die bei den Aerzten die lebhafteste Besorgnis hervorgerufen hatte trotz der vorübergehenden Besserung, die sich am Abend bemerkbar gemacht hatte. * Der verstorbene Papst Pius XL, mit seinem bürgerlichen Namen Achille Ratti, wurde am 31. Mai 1857 in Desto bei Mailand als Sohn eines Webereibesitzers geboren. Unter dem Einfluß feines Onkels, des Erzpriesters Ratti, und feiner Mutter, Theresa Galli, wandte er sich dem Studium der Theologie zu, dem er in Desto, Monza, Mailand und später in Rom am Jesuiten-Kollegium Gregoriana oblag. In Rom wurde er 1879 zum Priester geweiht. Als Lehrer am Seminar kehrte er 1882 nach Mailand zurück. Das Bild des Papstes würde nicht vollkommen fein, wenn nicht an ihn als den Bergsteiger-Kaplan erinnert würde. Er hat in damaliger Zeit dem Bergsport eifrig gehuldigt und neben änderen Riesen auch das Matterhorn bezwungen. „Die alpinen Schriften des Priesters Dr. Achille Ratti" (1924 deutsch von L. v. Schlözer) erzählen davon. Da er schon damals die deutsche Sprache vollkommen beherrschte, wurde er zum ehrenamtlichen Seelsorger der deutschen Kolonie bestellt. In Mailand wurde er 1887 zunächst Skriptor, später Konservator und 1907 Präfekt der berühmten Ambro f i u s'-B i b 1 i 0 t h e k. In dieser Eigenschaft trat er in Verbindung mit allen hervorragenden Gelehrten der Kirche, namentlich auch in Rom. Im Jahre 1911 wurde er gleichzeitig zum Vizepräfekten der vatikanischen Bibliothek unter Pater Franz Ehrle S. I. ernannt. Nach dem Rücktritt Ehrles im Oktober 1914 wurde er vom Papst Benedikt als dessen Nachfolger ganz nach Rom berufen. In dieser Stellung sicherte er während des Krieges den Fortbestand der deutschen historischen Institute in Rom. Es war auffallend, daß im April 1918 der bisher als tüchtiger Gelehrter, aber nicht als Diplomat bekannte Präfekt der vatikanischen Bibliothek von Papst Benedikt als apostolischer Visitator nach Polen entsandt wurde, das damals noch von den Deutschen besetzt war. Es konnte bei der Schwierigkeit feiner Stellung und der Lage in Polen nicht ausbleiben, daß der päpstliche Beauftragte auf beiden Seiten anstieß, sobald er nicht beiden Seiten zu Willen war. Da er seine Unparteilichkeit unter allen Umständen sich zu wahren suchte, erregte er naturgemäß gelegentlich Unwillen, bei den Polen namentlich später, als er nach Errichtung der Republik Polen dem polnischen Klerus die politische Agitation in Oberschlesien untersagte. Inzwischen war er im Juli 1919 zum Nuntius in Warschau ernannt worden unter gleichzeitiger Ernennung zum Titular-Erzbischof von Lepanto. Nach dem Tode des Kardinals Ferrari, des Erzbischofs von Mailand, wurde er im Juni 1921 dessen Nachfolger. Gleichzeitig.wurde er von Benedikt XV. in dessem letzten Konsistorium zum Kardinal erhoben. In Mailand konnte er u. a. die neue katholische Universität eröffnen. Am 6.2.1922 wurde er von dem Konklave als Nachfolger Benedikts XV. zum Papst gewählt und nahm als solcher den Namen Pius XI. an. Zum erstenmal feit 52 Jahren, d. h. feit der Besetzung Roms und des Kirchenstaates durch Italien, erteilte er den üblichen Segen des neugewählten Papstes nicht mehr im Innern der Peterskirche, sondern wie früher, vom äußeren Balkon der Kirche „urbi et orbi“. Mit diesem Bruch des Herkommens wollte er anbeuten, daß er die von Benedikt XV. schon angebahnte Politik der Versonlichkeit zwischen dem Vatikan und dem italienischen Staat fortsetzen Die Besetzung derJnsel Minorca. Burgos, 9. Febr. (DNB.) Amtlich wird die Besetzung der Balearen-Insel Minorca durch die^ nationalspanischen Truppen bekanntgegeben. Am Donnerstagmorgen erhoben sich rote Truppenteile und die Mehrheit der Bevölkerung unter Leitung von Oberst Rodriguez gegen die marxistische Herrschaft. Später landete ein nationales Expeditionskorps unter Oberst Revira, dem in Juhu cjlgier^ A f R / K A MITTELMEER SARDINIEN ^4 l E N M cJtarseiUe ^jS $ ’ „*^5arceloKa MM den Mittagsstunden die 105. nationale Division unter Oberst Lopez Bravo folgte. Die roten Gewaltherrscher sind schleunigst auf dem Luftwege ins Ausland entflohen. Die Lage der Insel war seit 14 Tagen trostlos, da jegliche Lebensmittelzufuhr vom Festlande fehlte. 50 000 Einwohner der Insel waren nahe dem Hungertode. Als Donnerstagmorgen die ersten Francotruppen landeten, wurden sie von der Bevölkerung als Retter in höchster Not empfangen. In den 2V2 Kriegsjahren war die Insel von der Außenwelt völlig abgeschnitten. Nur 86 Personen waren während dieses Zeitraumes gelandet. Aber selbst diese Gruppe bestand hauptsächlich aus ausländischen Fachleuten, die B e- feftigungsanlagen auf der Insel bauen sollten. Kennzeichnend für die Lage Minorcas war die Sprengung und Einrichtung von zahlreichen unterirdischen Wohnungen, die tief in das Felsengestein hinein gebaut wurden, um Schutz vor Fliegerbomben zu gewähren. Die Höhlenwohnungen waren mit elektrischem Strom versehen und hatten Verbindung miteinander. Zu Beginn des Bürgerkrieges war General Atienza Militärgouverneur der Insel. Er schloß sich mit der gesamten Garnison der Francobewegung an und erhob sich gegen die roten Bonzen. Die Erhebung scheiterte jedoch infolge Verrats. Außerdem besaßen die Marxisten schon seit langem heimliche Waffenlager, so daß ihre Ausrüstung der der Garnison weit überlegen war. Der Aufstand wurde nach einem furchtbaren Blutbad nieöergeroorfen. Dabei wurden über 200 Soldaten und Offiziere ermordet. Militärgouverneur wurde sodann der ehemalige Unteroffizier Marguez, unter dessen Gewaltherrschaft der furchtbarste Pöbelterror begann. Mit der Zeit erhielt die Insel durch ausländische Sachverständige ganz moderne Verteidigungsanlagen, die mit Vickers-Küstenbatterien bestückt waren. Die Geschütze waren neueste Modelle. Die Hilfe des Auslandes verfehlte aber trotzdem ihren Zweck, und die bolschewistischen Bonzen mußten die Insel in schleuniger Flucht verlassen. Die französische Grenze erreicht. Salamanca, 10. Febr. (Europapreß.) In dem in der Nacht zum Freitag ausgegebenen national- spanischen Heeresbericht heißt es: „Eine der nationalspanischen Kolonnen hat am Donnerstag um 12.35 Uhr d i e französische Grenze bei Le Perthus erreicht. Die Straße zur Grenze bot einen grauenhaften Anblick und spiegelte die wilde Flucht des Feindes wider. Es ist unmöglich, auf der durch Kraftwagen, Waffen und Leichen übersäten Straße sich im Kraftwagen bis zur Grenze zu begeben. — Die nationalspanischen Truppen haben das Haus erreicht, in dem sich in den Morgenstunden des Donnerstags der sowjetfpanische „Generalstabschef" Rojo aufhielt,'der es aber vor der Ankunft der nationalen Truppen um 10 Uhr verlassen hatte. — Eine andere nationalspanische Kolonne hat die Linie Rosas—23 i 11 a j u i g a erreicht. Sie befindet sich nur noch zehn Kilometer von der französischen Grenze entfernt. Auch an den übrigen katatonischen Frontabschnitten haben die nationalen Truppen eine Reihe von Ortschaften befreit und wieder zahlreiches Kriegsmaterial erbeutet, darunter 22 Flugzeuge und 32 Flugzeugmotoren. Sie haben außerdem die von den fowjetspanifchen Truppen gefangen gehaltenen Geiseln befreit und 3500 (Bifangene gemacht." Der Chef der Navarra-Truppen, (Benetal Sol» cho ga , ist an der spanisch - französischen Grenze bei Perthus eingetroffen. Er erklärte Pressevertretern, daß seine Truppen auf keinen 2531 b e r = stand stießen und bestätigte, daß sich unter den an der Grenze eingetroffenen Truppen keine Italiener befinden. Die italienischen Truppen seien bei Gerona zurückgeblieben. Der General stellte in Aussicht, daß die spanisch-französische Grenze bald geöffnet werden würde. Der Befehlshaber des 16. französischen Wehrkreises, General Fagalde, traf bald nach Solchaga an. der Grenze ein und beglückwünschte den nationalspanischen General zu dem schnellen Vormarsch seiner Truppen. Auch der rechtsgerichtete Abgeordnete T e m p l e fand sich ein, um den Vertreter Francos willkommen zu heißen. Mit dem Ruf „Es lebe Frankreich!", „Es lebe Spanien" klang die Begegnung aus.,Negrin, der am Vormittag dem französischen General Fagalde einen Besuch abgestattet und sich dann wieder in sein zehn Meter von der Grenze im spanischen Teil von Le Perthus gelegenes Haus begeben hatte, verließ kurz vor Mittag in Begleitung von del Vayo und „General" Rojo im ' Kraftwagen Le Perthus und ist am Donnerstagabend in Toulouse eingetroffen. In den Nachtstunden ist Negrin weitergefahren, man weiß aber noch nicht wohin. England sucht sich einzuschalten. Wie Europapreß aus London meldet,* war am Donnerstag an Bord des englischen Kreuzers „D e v 0 n s h-i r e" als nationalspanischer Unterhändler der Militärgouverneur von Mallorca, Oberst San Luis, nach Minorca gebracht worden. Man glaubt in London, daß zwischen ihm und den sowjetspanischen Machthabern in Port Mahon eine Einigung über die Uebergabe der Insel zustande gekommen sei. Man schließt dies aus der Tatsache, daß der englische Kreuzer am Donnerstagmorgen Port Mahon mit 450 sowjetspanischen Flüchtlingen verlassen hat, die seit Beginn der Feindseligkeiten „maßgeblich am Kamps beteiligt" waren. An zuständiger Stelle wurde betont, die von England eingeleitete Aktion sei in vollem Einvernehmen mit der französischen Regierung geschehen. Zwischen Paris und London habe in den letzten Tagen ein eingehender Meinungsaustausch stattgefunden. Man sei schließlich übereingekommen, einen englischen Kreuzer für die Beförderung des nationaispanischen Bevollmächtigten nach Minorca zur Verfügung zu stellen und bei den Verhandlungen nicht den üblichen Weg über die konsularischen Vertretungen zu wählen. Der Fall Minorcas wird von den Londoner Blättern unter großen Schlagzeilen wiedergegeben. Seit langem haben die Ereignisse in Spanien das Interesse der Oeffentlichkeit nicht mehr so in Anspruch genommen. „Daily Telegraph" stellt fest, daß Sowjetspanien das Spiel verloren hat, so daß das Weiterkämpfen Miajas in Zentralspanien nur noch eine Verzögerung bedeuten könnte. Das Blatt glaubt an einen baldigen Frieden. Als ein günstiges Vorzeichen dafür sieht es die ohne Blutvergießen erfolgte Uebergabe der Insel Minorca an Nationalspanien an. Auch diö übrige 1 Morgenpresse gibt den Sowjetspaniern keine Chance I mehr. So erklärt „Daily Expreß": „Negrin fährt nach 23alencia, um Miaja zur Aufgabe des Kampfes zu bewegen", während die „Daily Mail" schreibt: „Miaja bereitet sich vor, Madrid zu verlassen". Ein englischer Unterhändler nach Burgos entsandt. London, 10. Febr. (Europapreß.) Am Freitagmorgen wurde bekannt, daß der englische diplomatische Vertreter im Hauptquartier Francos, Sir Robert H 0 d g s 0 n , in Verfolg einer Vermittlung -wischen den beiden spanischen Parteien in London gewesen ist und im Laufe des Tages wieder nach Burgos zurückkehren wird. Wie verlautet, hat er von feiner ^Regierung alle Vollmachten erhalten, um bei Franco „Sie Einschaltung der englischen Vermittln n g " bindend besprechen zu können. Wahrscheinlich wird der englische Vertreter auch im Namen öer französischen Reg-eruny verhandeln. In London glaubt man, sich der Hoffnung hingeben zu können, daß Hodgson bei Franco für feine Mission Entgegenkommen finden wird. Man ist sich aber darüber klar, daß Franco unter allen Umständen auf der bedingungslosen Uebergabe des noch in sowjetspanischen Händen verbliebenen Teils von Spanien verharren wird. Wie „Daily Mail" mitteilt, bezweckt die Mission Sir Robert Hodgsons in Burgos, dem General Franco englische Finanz- und Wirtschaftshilfe anzubieten. Es werde von der Gewährung einer Anleihe gemeinsam mit Frankreich gesprochen, doch sei über einen solchen Schritt noch keine Entscheidung gefallen. Straße soll dadurch dafür gewonnen werden, daß Entwicklung ausgelöst und, belaufen. Erst kürzlich hatte die englische Regierung der Macht des 'Goldes unabhän-1 bei der gleichen Firma einen Auftrag von ursprünglich 200 Kampfflugzeugen auf 400 erhöht. wo man sich damals vor Erregung darüber nicht nentum, wieder einmal geöffnet, und zu der Krise des Regierungssystems ist der völkische Zwiespalt getreten. lieber die weitere Entwicklung ist noch nichts bekannt. Doch läßt sich wohl behaupten, daß das belgische Dreiparteienregiment — Katholiken, Liberale, Sbzialisten — an seinem Ende angekommen ist. Man muß deshalb damit rechnen, daß der König das Parlament auflöst. Neuwahlen ausschreiben läßt und eine geschäftsführende Regierung einsetzt, die von den Parteien unabhängig ist. Allerdings machen die Gegner von Neuwahlen geltend, daß dadurch im Lande eine Agitation geschaffen würde, die gerade im gegenwärtigen Augenblick, wo so viele internationale und nationale Probleme im Fluß seien, den Interessen des Landes schädlich sein könnte. das wir England oder Frankreich heute liefern, wiegt 10 Flugzeuge aus, die wir unserer eigenen Luftflotten nach sech^ Monaten liefern würden. Wir sind unglaublich glücklich, solche Geschäfte machen zu können. Worum es sich handelt, ist einfach, daß England und Frankreich uns in Gold für das Privilegium bezahlen, die wichtigsten und stärksten Außenstellunaen unserer eigenen nationalen Verteidigung stärken zu dürfen." Deutlichar konnten die Kreise, mit denen Roosevelt im Geheimen einen Pakt schloß, um nach wie ... ,„..n „ Europas wirklich reif, nach einer eigenen „Monroe- zu lallen wußte, daß Onkel Sam keinen Tropfen Doktrin" selig zu werden. Roosevelt scheint diese vergossenen französischen Blutes auf „neutrale" I Gefahr zu wittern Deshalb möchte er lieber heute amerikanische Kriegslieferungen an»-echnen wollte. n!5 m°raen die Lotung ausaeben: ..Amerikaner an lohnte man dem unbekannten Witzmacher mitM,*e ifront!" An die Front für den WeOknmvf zur einem Beifallssturm. Rettung der „demokratischen" goldenen Internatio- Gan^ sind die mit den Vankee-Amerikanern alssuale. Um die schon Zaudernden und Schwankenden „Alliierten" gemachten Erfahrungen bei Engländern I mW fortzureißen! man ihm vorsviegelt, ein „neues Spiel" für den Aufstieg des Einzelnen zu Wohlstand und Glück nationaler lasse sich auch im Rabmen der Staatswesen der Wege eines von Neuen Welt nur nach einer Schachmattfetzung gissen internationalen Handelsverkehrs gebahnt „autoritärer Regierungen" verwirklichen. haben würde. Großdeutschland verwirklicht für das Am Tage nach der Geheimlitzmm des außen- Deutschtum nicht mehr als den jedem Volke mne- politischen ' Ausschusses des Senats las man im wohnenden Drang nach unabhängiger Entwicklung; „World Telearam", einem Blatt, das in Rüstungs- sein eigenes Lebensgesetz schreibt ihm vor, die un- sragen mit Roosevelt durch Dick und Dünn gebt: abhängige Entwicklung anderer Volker zu fordern, „Alles, was geeignet ist, England und Frankreich ja ihr, wie im Falle Spaniens, den Weg bereiten zu stärken, ist gleichzeitig geeignet, unsere e i q e= 3U helfen. Der Eindruck, den die letzte große Rede ne Machtstellung zu sichern. Ein Flugzeug, des Führers in England und Frankreich hinterließ. ~ ~ ' bewies, wie rasche Fortschritte in beiden Ländern seit München das Vertrauen auf fruchtbare Wechsel- Regierungskrisis in Belgien. Das Kabinett Spaak znrückgeireien. — Der Fall Mariens. „Uncle Shnlock" zu nehmen. In Frankreich Der Streit um die Sprachenregelung. Französische Inschriften in Gent entfernt. Brüssel, 9. Febr. (Europapreß.) Auf Anordnung des belgischen Justizministeriums wurden am Donnerstag unter dem Schutz von Gendarmerie d i e französischen Inschriften a n dem Gerichtsgebäude von Gent entfernt. Diese Maßnahme, die dem in der letzten Sprachenregelung aufgestellten Grundsatz entspricht, daß die Wallonie einsprachig französisch, Flandern einsprachig flämisch und Brüssel gemischtsprachig sein sollen, ist als ein Erfolg des zur Zeit im Gefängnis von Audenarde .sitzenden Genter Schulinspektors Grammens an- zusehen. Grammens hatte dadurch von sich reden gemacht, daß er des Nachts die französisch geschriebenen öffentlichen Inschriften mit Oelfarbe übermalt hatte. Er war hierfür mit Gefängnis bestraft worden. Die Bevölkerung Gents nimmt nach wie vor lebhaften Anteil an dem Schicksal des Schulinsvektors. Das kam in einer zu seinen Gunsten veranstalteten Kundgebung vor dem Hause des Genter Bürgermeisters zum Ausdruck, die damit endete, daß in der letzten Nacht die französisch geschriebenen Straßenschilder übermalt wurden. Die flämischen Kulturvereiniqungen in Gent haben für kommenden Sonntag einen „Grammens-Tag" angesetzt. Argentinien fühlt sich nicht bedroht. Präsident Lrtiz fordert wirtschaftliches Entgegenkommen der USA. N e u y o r k, 9. Febr. (DNB.) Der argentinische Präsident Roh"r^o M. Ortiz aino in einem Interview auf die Befürchtungen amerikanischer Politiker und gewisser Presseorgane ein, die wiederholt zum Ausdruck brachten, daß die reichen Farmen, der Bergbau und die Ländereien im Süden Südamerikas in den Einfluß der autoritären Staaten gelangen könnten. Der Präsident erklärte: „In Argentinien ist eine solche Durchdringung f a st unmöglich. Unsere Bevölkerung ist ausgesprochen argentinisch. Wir kennen keine Minderheitenprobleme, denn selbst die Kinder von Einwanderern, die dem Heimatlande um eine Generation entfernt hier aufwachsen, sind von argentinischen Idealen beseelt und entschlossen, in diesem Lande zu leben." Zu den Handelsbeziehungen mit den Vereinigten Staaten, die kürzlich durch die Devisenbestimmungen Argentiniens getrübt wurden, durch die die amerikanischen Fabrikate vom argentinischen Markte nahezu ausgeschlossen wurden, führte Ortiz die ungeheuren argentinischen Schwierigkeiten an, den Weizen in den Vereinigten Staaten zu verkaufen. Präsident Ortiz wies im Vergleich hierzu auf die guten Erfahrungen hin, die man mitdem deutschen Geschäftsmann gemacht habe. .Wie anders ist es dagegen mit den Vereinigten Staaten. Wir sind bereit, uns an mehreren amerikanischen Ausstellungen zu beteiligen, aber als wir um die Erlaubnis nachsuchten, in einem auf einer Neuvorker Ausstellung geplanten Restaurant argentinisches Fleisch zu servieren, wurde seitens der Gesundheitsbehörden auf das bestehende Verbot einer Gründung der Ukrainisch-Deutschen Gesellkchast. Chu st, 9. Febr. (Europapreß.) Die Ukrainisch- Deutsche Gesellschaft hielt in Chust ihre Gründungs- Versammlung ab. Zum Vorsitzenden wurde der Führer der karpatho-ukrainischen Einheitspartei Uno, Fedor R e v a y , zu seinem Stellvertreter der Führer der deutschen Volksgruppe in der * Karpatho- Ufraine, Ingenieur Oldofredi, gewählt. Der Versammlung wohnten auch der Staatssekretär für die in der Slowakei lebenden Deutschen. Ingenieur Karmasin und ein Vertreter des erkrankten Ministerpräsidenten V o l o s i n bei. Dem Führer wurde ein Begrüßungstelegramm gesandt. Italien kann zehn Millionen Mann mobilisieren. Rom, 9. gebr (DNB.) Im Amtsblatt roirti ein Gesetz über den Aufbau der italienischen Wehrmacht veröffentlicht. Aus ihm ergibt sich eine w e • sentliche Zunahme der Wehrmachtsverbände, was entsprechend dem steten Anwachsen der Bevölkerung im Ernstfall die Mobilisierung von zehn Millionen Mann ermöglicht. Bereinigung des italienischen Büchermarktes. Mailand, 9. Febr. (Europapreß.) Auf Grund der italienischen Rassegesetze ist jetzt auch eine Bereinigung des italienischen Büchermarktes durchgeführt worden. Der von dem Minister für Volks- kultur, Alfieri, für diesen Zweck eingesetzte und geleitete Ausschuß, dem Vertreter der Akademie, der Presse, des. Verbandes der freien Berufe und Künstler, der Partei, der Verleger sowie der Buchhändler angehören, hat eine größere Anzahl von Büchern geprüft. Nach den Richtlinien zum Schutze der htffo= rischen Ideale und moralischen Werte des Faschismus wurde die Zunickziehung einer Reihe von Werken beschlossen. Der Vertreter des Derlegerverbandes teilte mit, daß zur Erleichterung der Säuberung des Büchermarktes verschiedene Verlagshäuser freiwillig bereitsüber900Büchera'usdemMarkt gezogen hätten. Slapellauk des Schlachischiffes „F*. Berlin, 9. Febr. (DNB.) Am 14. Februar, mittags, wird in Hamburg auf der Werft von Blohm 8z Voß das Schlachtschiff „F" vom Stapel laufen. * Das Schlachtschiff „F" wird das erste Groß' i a m p f f d) i f f ber neuen deutschen Flotte fein. Mit vor über sein „neues Sviel" reden zu dürfen, wenn er nur den Kriegshetzern Vorschub leistet, ihre7 Geistesart nicht verraten. Es ist dieselbe „Mentalität", die in Enaland, als die Wonen. der Erregung über die Hartaelottendeit des „Vettern" als Meltoläubiaer am höchsten gingen, dazu führte, die Anfangsbuchstaben der United States oder „Uncle S"ms" US. spottweise für die eines Arabische Einigung in London. Oie erste britisch-arabische Sitzung aus der Palästina-Konferenz. laubnis. Die Einfuhr unseres Fleisches und Lein- amens in die. Vereinigten Staaten würde die amerikanische Landwirtschaft niemals schädigen. Anderseits aber würde sie viel dazu beitragen, die Argentinier von der amerikanischen Bereitwilligkeit zu überzeugen, nicht nur zu nehmen, sondern au chz u geben. Dann können auch die Vereinigten Maaten ihren eigenen Anteil am argentinischen Markt entsprechend erweitern." Cmcar-Markowitsch verlaßt Berlin. Ausbau der deutsch-jugoslawischen Beziehungen. Berlin, 9. Febr. (DNB.) Ministerpräsident Generalfeldmaschall Göring und Frau Emmy Göring veranstalteten heute zu Ehren des aus Berlin scheidenden jugoslawischen Gesandten und neu ernannten jugoslawischen Außenministers Alexander Cincar-Markowitsch und dessen Gattin ein Frühstück, an dem ma. Staatssekretär Körner, Generalleutnant Übet, ferner Reichswirtschaftsminister und Reichsbankpräsident Funk und Staatssekretär Brinkmann teilnahmen. Vor seinem Weggang aus Berlin hat der jugoslawische Außenminister Gincar - Markowitsch erklärt: „Als ich zum Jahresende 1935 als Gesandter nach Berlin berufen wurde, kam ich mit der Mission, die Beziehungen zwischen Deutschland und Jugoslawien sowohl politisch als auch wirtschaftlich zu verbessern und zu vertiefen. Die Geschehnisse der drei letzten Jahre boten reichlich Gelegenheit, die Beziehungen der beiden Staaten zu einem freundschaftlichen Verhältnis zu gestalten. Deutschland und Jugoslawien haben sich bemüht — jeder auf seine Weise — als wichtige Faktoren in der europäischen Friedenspolitik erfolgreich zu wirken. Handelspolitisch hat diese Zusammenarbeit schönste Früchte getragen, und es ist anzunehmen, daß beide Völker diesen vorteilhaften und auf gesunder Basis stehenden Warenaustausch in Zukunft noch weiter verstärken werden. Unsere neue gemeinfame Grenze führt uns in manchen Fragen zu einer aufrich - tigen gegenseitigen Klarheit, und es soll eine meiner vornehmsten Aufgaben in meinem neuen Amt als jugoslawischer Außenminister sein, die bestehenden Beziehungen nicht nur zu erhalten, sondern sie in jedem Sinne weiterhin auszubauen und damit an der Befestigung des europäischen Friedens mitzuwirken. Auch die kulturellen Beziehungen zwischen den beiden Staaten • werden durch die Gründung der Deutsch-Jugoslawischen Gesellschaft in Berlin reger werden, und die Freundschast und Achtung zwischen den beiden Völkern werden auch dadurch eine bedeutende Erweiterung erfahren. Die deutsche Sprache in Polen. Warschau, 9. Febr. (DNB.) Unter den Fremdsprachen, .die in den polnischen Schulen gelehrt werden, nimmt die deutsche Sprache den ersten Platz ein, während das Französische mehr in den Hintergrund tritt. Auf einer Tagung der Lehrerschaft unter dem Vorsitz des Warschauer Germanisten Professor Lempicki, klagten Vertreter der Wissenschaft, der Armee und der Wirtschaft sehr über die unzureichende Kennt- n i s der Fremdsprachen beim polnischen Nachwuchs. Obwohl beispielsweise 70 v. H. der Schüler an den Gymnasien das Deutsche als Unterrichtsgegenstand wählen, sei die Kenntnis dieser Sprache, wie sie die Schule vermittle, für die praktische Verwertung ungenügend. Ein Sprecher der Armee teilte mit. daß die Armee von ihren Offizieren in erster Linie die Kenntnis des Deutschen und in zweiter Linie des Russischen wünsche und dafür besondere Kurse cin- ; gerichtet habe. Auch die Wirtschaft legte den : Lehrern die Wichtigkeit der deutschen Sprache für ; den polnischen Handel nahe, wünschte aber auch i eine stärkere Berücksichtigung des Englischen, das ; in Polen nur in verschwindendem Maße gespro- t chen wird. Wirkungen zwischen wahrhaft freien Völkern Europas gemacht hatte. Dieser Vorgang mußte g e ft ö r t werden, wenn nicht England und Frankreich schließlich ganz auf- hören sollten, in Sachen einer vom Golde beherrschten Weltvolitik und Weltwirtschaft von dem nord- amerikanischen Haupt-Goldhartner, dem im Jahre 1938 wieder mehr als 2 Milliarden Dollar Gold aus der Alten Welt zuströmten, als Bollwerke der Vormacht der Neuen W"lt mißbraucht werden zu l können. Man ist. wie ..World Telogram" mit unnachahmlicher Schamlosigkeit versichert, ..unglaublich glücklich", für Waffenlieferungen nach Ländern, deren Regierungen man für dumm genua hält, sich zum Zwangsvollstrecker künftiger Washingtoner Weltgläubigerforderungen abzugeben noch obendrein „in Gald" befahlt zu werden' Aber vielleicht lauscht sich Onkel Sam. Vielleicht sind die Völker einheitliche Vertretung aller Palast ina-Arader auf der Konferenz hergestellt ist. Das wird auch in den Delegationen der arabischen Staaten begrüßt, die an dem Zustandekommen der Einigung einen hervorragenden Anteil genommen haben. Auf Seiten der Mufti-Anhänger sieht man die praktische Bedeutung der einheitlichen Delegation in erster Linie darin, daß jetzt der englischen Regierung für den Fall, daß sich im Laufe der sachlichen Verhandlungen Schwierigkeiten ergeben, der Vorwand arabischer Uneinigkeit entzogen ist. Ebenso wird es der englischen Diplomatie in dem Falle, daß die Konferenz scheitert und England seine Drohung, notfalls von s i ch aus „eine Lösung" der Palästinafrage.zu erzwingen, durchführt, nicht möglich sein, sich h i n t e r d i e Verteidigungspartei als Vertreter der angeblich „gemäßigten" arabischen Kreise zu verstecken. Demgegenüber fallen die Bedenken gegen jede Beteiligung der Naschaschibi-Gruppe nicht so ernsthaft ins Gewicht, zumal es gelungen ist, diese Beteiligung in einem bescheidenen Rahmen zu halten und vor allen Dingen diejenigen Persönlichkeiten auszuschalten, die für die nationale Freiheitsbewegung ganz unannehmbar waren. Es wird auch darauf hingewiesen, daß Jakoub Effendi Farraj nicht nur als Mitglied der Nfchafchibi-Gruppe, sondern zugleich als Vertreter der griechisch- orthodoxen Bevölkerung unter den Palästina-Arabern der Delegation zugewählt worden ist. Einfuhr von Fleisch aus Argentinien hingewiesen. Dabei besitzen die Vereinigten Staaten bei ihrem ungeheuren Reichtum auch eine ebenso große Verbraucherkraft. Hier handelt es 'sich in —, . .. ■. —i------ - - v. MvMtucurn ocucuunq uur. jjer offter Linie um die Anerkennung eines unabhängiger Auftrag wird sich msgefamt auf etwa 600000Pfund-Grundsatzes, weniger um die behindert- Ex- und Franzosen noch nicht verwilcht Die nnHM’then du»»a. << Kräfte europäischer Entwicklung haben sich schließlich vlUOgCUOO ja auch als stärker erwiesen als alle unter beträihbl «h Qfmorfä sicher nmeritanifiher Nachhilfe dagegen aulaerich-1 u' teten Dämme. Sieger und Besiegte würden sich in London, 9. Febr. (Europapreß.) Die englische Europa in hoffnungslose Schuldknechte Regierung hat bei der amerikanischen Firma Uni» des nord amerikanischen Weltgläubi.ted Aircrast Corporation 200 Flugzeuge gers verwandelt haben, menn^ nicht die große mit Höchstgeschwindigkeitspropellern bestellt. Dieser Weltwirtschaftskrise einen dicken Strich durch dellen Auftrag stellt eine Verdoppelung der bereits N-chniingen gemacht di-sseits und ’cnHts des! vor neun Monaten gegebenen Bestellung dar Der AtlauM neue Krafts r‘ bem Glauben ließ, daß er genau das gesagt habe, was Ohrenzeugen gehört haben wollten, so geschah es in der bestimmten Absicht, diese Auffassung über den ganzen Erdball ihre Kreise ziehen zu lassen; der nachträgliche Widerruf der ihm zugeschriebenen Aeußerung, Amerika müsse in Frankreich ober gar i „ . M) Zwischen den beiden mu “ ä ä n roerben, nod) md)t wi-d-r vertragen banger SSKt bleibt0™* b7?d°Vunermüdlich°n Konferenz begannen im StV3™e5=JPQ,aft Ortung6 nach Maßgabe ^Fortschritts der Werbe- Mnabmen., f Der Vertreterusferni 1CinoofeDäe t9 ma°g'93u Weben ' glauben, aber e r Stellungnahme der buchen Regierung wird in der wird q°sch oben Man fall feine Mitschuld nicht nächsten britifch-arabstchen Sitzung erfolgen de für übertreiben um darüber nicht die Interessen- Samstag einberufen morben ist. Die nächste eng. 17n b a u n au überfehen bie ihn allzu gern als lisch-jübische Sitzung der Konferenz fmbet Blitzableiter mißbrauchen, um desto ungestörter ihre am Freitag st«tt Freitag abend werden gleichzeitig Bolzenbreherei und -sthieberei betreiben zy können, die arabische und bie subische Erklärung oeroffent- 5, H't” .1.. in ein Idnll frieblicher Drbnung innerhalb einer Palästina-Delegation wirb in arabischen Kreisen Welt ewiges Unruhe und gewaltsamer Umstürze ver- im allgemeinen begrüßt Man gibt zu, daß es manäeU hätten Gr sprach sogar einmal von der Be- äußerlich ein Erfolg der Bemühungen der englischen teiliauna Amerikas am"^ großen Kriege als einem Regierung darstellt. Zugleich wird aber auch auf die tr-Wn Irrtum". Sein . neues Spiel" galt ur-> Bedeutung der Tatsache hingewiesen. daß letzt eme jprünalich ber Herstellung einer inneren Drbnung, die bas Volk ber Vereinigten Staaten für eine Wohlstanbsbilbung unb Steigerung auf breitester <9runblage möglichst unabhängig von fremben Markten machen sollte. Seine „Politik guter Nachbarschaft" gegenüber iberoamerikanischen Landern mochte einer auftichtigen Abneigung gegenüber der „Dollar-Diplomatie" oder ber Politik bes „großen Brüssel, 9. Febr. (DNB.) Das Kabinett Spaak Stocks" seiner Vorgänger entspringen trat Donnerstag um 14.30 Uhr zurück. Nach einer Leiber erwiesen sich bie Mittel und Wege, oie er ^nbersitzung bes Kabinetts, bie im Zusammenhang wählte, seine guten Absichten zu verwirklichen, nicht mit ben Streitigkeiten um bie Ernennung bes flä- als dauernd tauglich ober gangbar. Die Leute, die mi|d)en U^tes Professor Dr. M a r t e n s in bie Flä- tr für würdig befand, einen „Gehirntrust zu plan- L,e Akademie einberufen worden war. Nach dem mäßiger Lenkung der Geschicke des Volkes ber -uer= L^ürftritt ber Regierung würbe folgenbe Verlaut- einigten Staaten zu bilden, erwiesen sich im go-- L a r u n g ausgegeben: „Die liberalen Mini - ßen und ganzen als graue Theoretiker deren Cm- e r nabcn bem 'Kabinettsrat mitgeteilt, baß sie ihre griffe in bas praktische Leben mehr storenb und Mitarbeit in ber Regierung nicht mehr fort- lähmend als schöpferisch wirkten. Vor allem itan= k . könnten, wenn Dr. Martens nicht sein den bie öffentlichen Mittel, bie ^/gewandt wurden, flJg ^itg(iei) öer Flämischen Akademie für Heil- um aus ber Union als „Nachtwachterstaat em nieb erlegen würbe. Der Ministerpräsibent mobernes politisches Gemeinwesen zur 6orderung i, Ansicht, baß biese Stellungnahme eine Fort- des allgemeinen Wohlstandes zu machen, außer I |e^ung ber Regierungstätiakeit verhindert und hat -allem Verhältnis zu den ^ebEen. dle erzielt bef^(o^n bem König die Demission des Kabi- rourben. „Die Vereinigten Staaten , urteilt John ' > „reichen" Bell, einer ber bei den Teilwahlen m den Vorder- Obwohl sich bie Regierung Spaak bereits seit grunb gelangten ^i^demokrati^e Monaten in ber Krise befunden, hatte unb sich nur in ?! hS mr WaSf öurd> die Autorität des Königs sowie verschiedene Partei, die auf den Macht Kabinettsumbildungen hatte halten können, ist der gelangt- hot unfere Ration eint Rücktritt doch ziemlich üb-rrafch-nd erfolgt. Nachdem regiert. Wahrend dieser Zeit wurde em großer Teil mpaieruna in der Angelegenheit Martens der gerühmten Freiheiten unserer Burger, um Sen [,ere[[5 Dor Togen ein knappes Bertrauens- Preis schwerer Kampfe undi OpfernnLaufe von ° hatte glaubte man nicht, daß sie hier- 1'/. Jahrhunderten^ gewonnen ,l>'N°--gg°s--lt. doch noch zu Fall kommen wühde. Der Druck Unsere Enkel sind damit belastet worden, y e ^o'ke5 liberalen Partei vor st andes hat sten verfehlter Vlesenexperimente zul jedoch als ftäriter erwiesen. Er zwang die von bezahlen; das Kleingewerbe wurde ^imert, bie Ar- . ^artei abhängigen drei liberalen Regierungs- berterschaft m ^ N,r'w°ik un° Mitglieder, Snaak vor die Wahl zu stellen, entweder ' Verwirrung gestiftet, Zuversicht in VerzwelNung Martens n a ch z u g e b e n ober a u f verwandelt das Selbstvertrauen von Millionen durch ^Mitarbeit d e r L i b e r a l e n Partei 3» -erzichten, Doch selbst wenn sich Spaak Das Gefährliche ber an Roosevelts „Neuem Spiel I^^ossen hötte in letzter Minute seinen Stand- hübten Kritik beruht dann daß man auch aus „unkt aufzugeben und die Ernennung Professor republikanischer Seite keine Rückkehr J«mLatten5 bcr im Srieqe dem Rat von Flandern Alten, ein „Anti-Rew-Deal , pvedigh sonderri , - . ., unj) , h(,5f)a[b .um Tode ver- bie von Roosevelt vergebens ^°bten Wirkungen .d |p^ ^^glied der Flämischen m i t z w e ck m a ß, ge r e n. Mitte ln 6^el*e" Medizinischen Akademie zu widerrufen, hatte zu können vorgibt. Ware Roosmelt so weise w e bas'nid)ts mehr genützt. Denn di- slami- er gerissen ist, so wurde er wahrend des Restes K a t b ° l i k e n , di- ja -benkalls an der Redner Amtsperiode " qierunq beteiligt waren, hatten inzwischen erklärt, wiedergutzumachen und sich einen möglichst guten £ *f( f eincr Prestigefrage Ab-Ng zu stch-rn. Statt dessen spiel, er mit dem 7mZen.^n°NachaeLen"- auch Mar?-n;°se,bst tradistonswidnqen ^banten emer dritten fid) inzwischen b-reitgesunden, nuf sein Amt Amtsperiode. Zummdeftens möchte er bis I nprüchten hätte noch Ansicht der Flamen den Ltone^R^i-run^n Ernten aiißenpw ^zicht^aus di^kMurell^ Freihei^bedeutet. ^erlchs/n «-uft zwischen FlameN.um und Wallo- seiner Wasserverdrängung von 35 000 Tonnen stellt es den größten Typ dar, der nach den Flottenverträgen gebaut werden kann. Frankreich und Italien haben erst vor kurzem ebenfalls Einheiten dieser Größe vom Stapel gelassen. Die deutsche Kriegsflotte sieht in ihrem Bauprogramm zwei dieser 35 000-t- Großkampfschiffe vor. Daher ist der Tag des Stapellaufs in Hamburg, der mit besonderen Feierlichkeiten verbunden ist, für unsere junge Kriegsmarine von besonderer Bedeutung. Verbesserungen in der Llnfallversicherung. Berlin, 9. Sehr. (DNB.) Die Reichsregierung hat das Fünfte Gesetz über Aenderungen in der Unfallversicherung verabschiedet. Mit diesem mit Wirkung vom 1. Januar^1939 in Kraft tretenden Gesetz werden die wesentlichsten Härten der Rot- verordnunge.n auf dem Gebiete der Unfallversicherung beseitigt, der Schutz der Unfallversicherung ausgedehnt und ihre Leistungen unter Berücksichtigung bevölkerungs- und staatspolitischer Notwendigkeiten erheblich verbessert. Das neue Gesetz erleichtert zunächst den Empfang von klein en Renten und macht ihre Gewährung davon abhängig, daß die Erwerbsfähigkeit des Verletzten infolge eines oder mehrerer Unfälle — Dienstbeschädigungen — gemindert ist und daß die Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit durch die einzelnen Unfälle insgesamt mindestens 2 0 v. H. beträgt. Die Renten von 20 v. H. werden in Zukunft als Dauerrenten gewährt. Waisenrenten und Kinderzulags^n werden künftig bis zum 18. Lebensjahre , gezahlt, während der Höchstbetrag der Hinterbliebenenrente von zwei Dritteln des Jahresarbeitsverdienstes des Getöteten auf vier Fünftel erhöht wird. Neu eingeführt wurde der Anspruch auf Wiederherstellung und Erneuerung be- , schädigtet oder zerstörter Körperstücke Schließlich wurde der Versicherungsschutz auf die sogenannten Wochenendheimfahrten jener Arbeiter ausgedehnt, die auf einem von der ständigen Familienwohnung weit entfernten Arbeitsplatz tätig sein müssen. Die bisher nur für die Betriebe der Wehrmacht bestehende Unfallversicherung ist auf die Betriebe der - Verfügungstruppe, der - Totenkopfverbände, der SA.- Standarte „Feldherrnhalle" und des Reichs- arbeitsdienstes ausgedehnt worden. Auch der Versicherungsschutz der Tecknischen Nothilfe ist insofern erweitert worden, als nunmehr alle Tätigkeiten in der Technischen Nothilfe gleichmäßig | den Schutz der Unfallversicherung genießen. Die „Fachbuchwerbung 1939". NSG. Der Reichsminister für Volksaufklärung j Hinfl) Propaganda veranstaltet auch in diesem Jahr iwieder eine Fachbuchwerbung, die vom 1. März bis zum 30. April stattfindet. In Zusammenarbeit aller mit Schrifttumsfragen beauftragten Stellen, aus Partei, Staat, Gemeinden und Wirt- i ifchaft mit den Reichspropagandaämtern werden 8ne örtlichen Werbemaßncchmen durchgeführt. In Frankfurt a. M. wird die Eröffnungs- Sundgebung stattfinden, mit. der eine große Fachbuchausstelllung verbunden ist. Aus Anlaß der Fachbuchwerbung gibt das Fachamt Druck und Papier eine lebendig geschriebene, bebilderte Werbeschrift über den „Wert und Werdegang des Buches" heraus, die vor allem □n die Jugend verteilt wird. Am 27. und 28. März findet in Berlin die Reichstagung des Kuratoriums für das deutsche Fach- I Schrifttum statt. Mit ihr sind Tagungen des : Vonderlektorates Berufserziehung des Amtes für Schrifttumspflege beim Beauftragten des Führers für die Ueberwachung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Schulung und Erziehung der NSDAP., der Fachschaft IV des NS.-Lehrerbun- des sowie der Fachbuchverleger verbunden. Die Fachbuchwerbung 1939 steht unter dem Leitgedanken: „Das Fachbuch — ein Weg zu Leistung und Erfolg". In diesem Leitgedanken sind schon die Aufgaben bestimmt, die dem Fachschrifttum im Rahmen der Leistungssteigerung, Berufserziehung und fachlichen Fortbildung gestellt sind. Die Fachbuchwerbung dient damit auch der Zielsetzung des Reichsberufswettkampfes, dem zweckmäßigen Arbeitseinsatz und den Ausgaben des Vierjahresplanes. Erziehung zurVolkserhaliung. Dr. Paul Danzer vom Reichsbund der Kinderreichen richtet in dem Organ des NS.-Lehrerbundes „Der Deutsche Erzieher" einen Appell an die Lehrerschaft, sich ebenfalls in den Dienst der Erziehung zur Volkserhaltung zu stellen. Die Geburten- politik erinnere sich der Tatsache, daß es bisher allein dem chinesischen Volk geglückt sei, den Geburtenschwund zu besiegen, und zwar durch eine geistig-seelische Erneuerung. Daß also der Weg zum biologischen Aufblühen eines Volkes nicht durch die Kasse, sondern durch die Herzen führt, sei geschichtlich erwiesen. Somit stehe eine Erziehunasaufgabe von gewaltigem Umfang und lebensentscheidender Tragweite vor uns. Einer rassischen Schädigung unseres Vvlks- körpers durch 210 000 halbjüdische. Mischlinge und einer erbbiologischen Schädigung, durch, hochgegriffen, 3 Millionen Erbbelastete stehe bei UNS seit 1915 ein f a st fünfmal so großer Aderlaß durch Krieg und Geburtenminderung in Form von 15 Millionen Ungeborenen gegenüber, der deshalb eine gewaltige Gegenauslese darstelle, weil nicht die Kinder der Minderwertigen, sondern gerade die Kinder der erbbiologisch Höchstwertigen ungeboren geblieben seien. Die stärkste Leistungsminderung eines Volkes liege in der Geburtenbeschränkung. Auf dem Gebiet der Volkserneuerung herrsche noch eine einfach erstaunliche Verwilderung. Welcher junge Mann mache sich darüber Gedanken, daß er, wenn er die Ehe ablehnt, eine Volksgenossin um ihr Lebensglück, um ihren Mutterberuf bringt und unter Umständen wertvolles Erbgut aus der Fortpflanzung ausschaltet? Es müßte jeder junge Mann erkennen, daß die Ehe Pflicht ist und Ehelosigkeit eine schwere Versündigung tan der Volksgemeinschaft. Und wo bleibe der Nationalsozialismus, wenn man glaube, mit einer Berufsleistung sein Leben zu erfüllen, der ewigkeitsgebundenen biologischen Lebensaufgabe aber ausweiche? Der Referent betonte die Notwendigkeit der Erziehung zu einer unbedingt 'sauberen Haltung der Geschlechter zueinander, der Erziehung zur Achtung vor der Frau und Mutter, zum Verständnis für das Wesen der Familie, woran es unter den Nachwirkungen der Systemzeit noch sehr fehle. Oie IV. Reichmusiktage der HL. Leipzig, 9. Febr. (DKK.) Die IV. Reichsmusik- tage der H'tler-Juaend in Leipzig wurden im neuen Rathaus durch Gebietsführer Möckel eröffnet. Der „Festliche Ruf" von Händel, von drei Trompeten und Kesselpauken ausgeführt, leitete die Feierstunde ein. Ein Führerausspruch über das Wesen der deutschen Musik, bei der nicht der individuelle Verstand, sondern das überquellende musikalische Gemüt Pate zu stehen habe,.gaben den Musiktagen das Geleit. Es folgte ein Marsch von Händel, vom Streichorchester des Bannes 107 Leipzig exakt und klangschön vorgetragen. Anschließend richtete der Leipziger Bürgermeister Haake ein Grußwort an die Tagung. Dann erklang die Kantate von Walter Rein „Die Sonne hat die Nacht bezwungen", zu deren vollendeter Wiedergabe sich das Bannorchester 107 und der Gemischte Chor des Reichsschulungslagers unter Leitung von Friedrich Wilhelm Gößler vereinigt hatten Gebietsführer Möckel führte dann aus, daß die Musikerziehung von der Arbeit der heutigen jungen Generation nicht mehr weggedacht werden könne. Es könne keine Erziehungsstätte der HI., kein Heim und keine Jugendherberge geben, in der nicht musiziert werde. Das Musizieren der Jungen und Mädel führe wieder zurück zur Hausmusik und zur musikalischen Feierabendgestaltung des Volkes. So seien die Träger der Musikarbeit der Jugend auch Wegbereiter für die kulturelle Arbeit. Das gemeinsam gesungene Lied „Wenn die Stürme Leben wecken" stand am Schluß der Feierstunde. In einem Chorkonzert im Festsaal des Rathauses erwies sich der Mozartchor der Berliner Hitler-Jugend unter Leitung von Erich Steffen als ein Klangkörper, der mit seinem kultivierten Singen die Abendlieder, die Chöre alter deutscher Meister, wie die Chorwerke unserer Zeit, die er zum Vortrag brachte, zu einem Erlebnis werden ließ. Ergänzt wurde das Programm durch Jnstrumenalstücke von Walter Felix. Ein Bild des ureigensten Musizierens der HI. gab ein musikalischer Volkstumsabend unter dem Leitgedanken „Klingende Landschaft". Ausübende und Gäste bildeten eine eng verbundene Musizier- und Hörgemeinschaft. Bernd P o i e ß als launiger Sprecher und Gerhard Maaß als musikalischer Leiter ließen in Liedern und Chören die Volksmusik der deutschen Gaue entstehen. Besinnliche und derbe Fröhlichkeit lösten sich ab als ein lebendiger und bewegter Kreislauf. Die Ausübenden waren über den ganzen' Saal verteilt, und bald von dieser, bald von jener Seite aus ertönten die Instrumente und die Stimmen der Jugend. Besonders wirkungsvoll waren die Kanons, die von allen Seiten des Saales aus gesungen wurden. An der Ausgestaltung waren beteiligt die Lehrgänge für Volks- und Jugendmusik- leiter Berlin und Weimar, die Musikzüge Kölleda und Delitzsch, die Bläsergruppe und Singschar Steiermark, das Bannorchester Freiburg i. Breisgau und die Teilnehmer des Schulungslagers. Mit besonders herzlichem Beifall wurden die Darbietungen der Steiermärker und Stücke aus einer äußerst lustigen Kirmes-Kantate von Gerhard Nowottny aufgenommen: Mit Hörrohr und Palette. Aerzte suchen Erholung in der Kunst. - Eine interessante Ausstellung. Von Or. Th. Albrecht. Vom 12. Februar bis 12. März findet im Stadthaus Berlin-Wilmersdorf eine Ausstellung „D e r Arzt als Maler und Bildhauer" statt. Sie wird mit Unterstützung der Reichsärztekammer von der Berliner Akademie für ärztliche Fortbildung unter der Leitung ihres Direktors Prof. Dr. Curt Ad am veranstaltet. Unser Mitarbeiter hatte Gelegenheit, miit dem Kustos der Staatlich Medico-Historischen Sammlung, Fräulein Margarete Röseler, sich über das Entstehen und über den Aufbau der Ausstellung zu unterhalten. Die vom Kaiser-Friedrich-Haus in Berlin vorbereitete Ausstellung „Der Arzt als Maler und Bildhauer", wird die vielseitige Begabung der Aerzte vorführen. Auf einzelnen Gebieten der Kunst sind die Aerzte schon ost und mit nachhaltigem Eindruck in Erscheinung getreten; es fei nur an das berühmte Berliner Arzt- o r ch e ft e r erinnert, und an die vielen Aerzte, die als Dichter und Philosophen wie Hoche, Schleich, Carossa oder Finckh sich der Welt mitgeteilt haben. Diese Ausstellung aber wird zeigen, daß die deutschen Aerzte auch auf den Gebieten der Malerei und Bildhauerei in aller Stille starke Begabungen und bedeutende, Leistungen hervorgebracht haben. Als vor einem halben Jahr Pros. Dr. Curt Adam, der Direktor des Kaiser- Friedrich-Hauses, diese Vilderschau an regte und mit den Vorbereitungen begann, hatte er sich nickt träumen lassen, welche Fülle von Bildern, Zeicy- nungen, Plastiken und Büsten die Arztkünstler einsenden würden. Nach eingehender Prüfung der eingesandten Bildwerke durch einen Prüfungsausschuß, dem u. a. Prof. Dr. n. c. Arthur Kampf, Vorsitzender der Abteilung bildende Kunst der Preußischen Akademie für Künste, und führende Persönlichkeiten her Staatlichen Museen angehören, machte man sich auf die Suche nach geeigneten Ausstellungsräumen. Man fand sie schließlich im Stadthaus Berlin-Wilmersdorf, wo die Ausstellung für die Oeffentlichkeit zugänglich fein wird. Auf den ersten Blick scheint es eine merkwürdige Verbindung zu fein, die das Hörrohr mit der Palette eingegangen ist. Aber sehen wir näher hin, dann zeigt es sich doch, daß der Beruf des Arztes und der des Malers viel Gemeinsames hat. Für beide ist die Anatomie, die Wissenschaft vom Ausbau des menschlichen Körpers eine wichtige Voraussetzung. Beide müssen den Körper studieren, der eine um die Krankheiten erkennen zu können, der andere um Bewegungen in ihrem Entstehen und in ihrem Ablauf begreifen und richtig wiedergeben zu können. Schon beim Studium gehört es mit zu den Pflichten des angehenden Arztes, Fleisch und Sehnen, Knochen und Glieder bildlich darzustellen, und was er unter dem Mikroskop sieht, Zellen und Bakterien zeichnet er sich ebenfalls auf. Von dem großen Dresdner Arzt Carl Gustav C a r u s, dessen 150. Geburtstag kürzlich gefeiert peröen konnte, wissen wir, daß er die Zeichnungen zu seinen physiognomischen und anatomischen Handbüchern selbst angefertigt und in Kupfer gestochen hat. Aber von Zeichnungen medizinischer Präparate, von Zellen und Muskelansätzen wird in der Ausstellung „Der Arzt als Maler und Bildhauer" nichts zu sehen sein. Vielmehr findet man Landschaften, Porträts, Stilleben, Radierungen und Tierplastiken. Was haben die mit dem ernsten verantwortungsvollen Beruf des Arztes zu tun? — Sehr viel, denn sie zeigen uns den Arzt als Menschen, sie zeigen seine Liebhabereien, seine Freude am Spiel der Phantasie, sie sind die wichtige Ergänzung zu einem die ganze Persönlichkeit verlangenden und aus- füllenden Beruf. Karikaturen auf der Kongreßreise. Die verschiedensten Begabungen finden sich unter den Arztkünstlern. Einer ist viel auf Reisen, er kommt auf wissenschaftlichen Tagungen mit berühmten Kollegen und den bedeutendsten Zeitgenossen zusammen. Da er ein lustiger Spötter und ein scharfer Beobachter ist, weiß er von all diesen Leuten das Charakteristische in seinem Zeichenblock festzuhalten. Seit seiner Jugend kritzelt er auf Hefträndern, Kollegheften, später auf dem Rezeptblock und anderen freien Papieren die Karikaturen seiner Umgebung. Nun hat er schon eine stattliche Sammlung von lustigen Charakterköpfen in seinem Skizzenblock zuBrief aus der Reichshauptstadt. Berlins Abschied von der Million. — Rennwagen sehen dich an. Begegnungen unter dem Straßenpflaster. - Besuch bei Charlotte Wasser. Wo liegt der Berliner Lebensknick? , Von unserer Berliner Schristleitung. Ein altes Sprichwort jagt: „Geld allein macht , nicht glücklich — es muß auch viel sein!" Nach Sniefem Grundsatz ist man bisher bei der Preußisch- süddeutschen Klaffenlotterie verfahren, die weben ihre allerletzte Ziehung begonnen hat. Diel Held, d. h. eine runde Million, sollte die Hlückshungrigen verlocken, ihr Heil bei der preußisch-süddeutschen Göttin Fortuna zu versuchen. Und io drängte man sich bisher zweimal im Jahr in der berliner Margarethenstraße, um zuzuschauen, wenn ie Millionen — anderen in den Schoß fielen. Oie kommende 1. Deutsche Reichslotterie, j t ie auch die sächsische und die hamburgische Landes- □tterie in sich aufnehmen wird, kennt keine solchen Millionengewinne mehr. Der Hauptgewinn wird iüünftig „nur" noch 500 000 Reichsmark betragen. Allerdings tritt noch eine Prämie von 500 000 RM. ‘ iiinzu, so daß unter ganz besonders glücklichen Um- § fänden und Zufällen doch noch einmal einer eine ganze Million davontragen wird. Damit aber, daß ier erste 300-RM.-Gewinn am letzten Ziehungstage i$r letzten (fünften) Klasse mit einer Million RM. lEdacht wird, damit ist es, wie gesagt, aus. Und so wird denn BerUn am 9. März 1939, dem letzten | .^iehungstag her letzten Ziehung, von der Million 'Obschied nehmen. Jedoch diesmal sorgt Frau For- mna für einen gerechten Ausgleich: statt des Mil- Iionenhauptgewinnes wird es sehr viel mehr mittlere Gewinne geben. Es wird also künftig bei den Ziehungen mehr Glückliche üeben als früher. Ein durchaus zu begrüßender Zu- foand! Wer aber immer noch dem Hauptgewinn ran einer Million nachtrauert, der mag sich tröffen nit jenem Berliner, der den zweiten Hauptgewinn iii Hohe von 500000 RM. gewonnen hatte und leim Empfang des Geldes zu feinem Lotterie-Ein- rshmer sagte: „Nun, das Große Los ist es zwar nicht, aber — klein Vieh macht auch Mist!" Spruchs und steckte die Berge der vor ihm aufgehäuften Banknoten gelassen ein. * „Der König ist tot. Es lebe der König!" Auf gut berlinerisch. Die Grüne Woche 1939 hat ihre Pforten geschlossen, aber die Internationale Automobil- und Motorradaus- st e l l u n g steht bereits vor der Tür. Sie wird vom 17. Februar bis zum 5. März dauern Und sie wird wiederum eine stolze Schau sein, auf denen die Spitzenerzeugnisse der deutschen und ausländischen Kraftfahrindustrie miteinander in Wettbewerb treten. Zwei Hauptanziehungspunkte wird diese Ausstellung aufweisen. Einmal die in der Ehrenhalle (Halle I) aufgestellten K d F. - W a g e n. Und zweitens die im Mittelbau der Masuren-Halle zur Schau gestellten siegreichen deutschen Renckwagen und Rennmotorräder. Aber auch die So nd erschauen der großen Werkstoff-, Zubehör- und Ersatztellfabriken werden viele Besucher anlocken, wie auch die mächtigen Dreitonner und „Giganten der Landstraße". Und so wird man von neuem das Tempo der Zeit bewundern können, das uns von den Tagen, in denen man den Schlager „Liebchen, wir fahren im Automobil Von Hamburg nach Kiel!" mit „40 Sachen drauf" fang und dazu fröhlich hupte, hinführte zu einer Zeit, die ohne Motorisierung überhaupt nicht mehr denkbar ist. * Nachdem das Gerüst um den oberen Teil der neuen Siegessäule verschwunden ist, schwebt zur Freude aller die goldene Viktoria wieder über der Reichshauptstadt. Allein nicht nur nach oben richten sich die Blicke der Berliner. Wer in diesen Tagen über den Potsdamer Platz geht, kann beobachten, wie die Menschen neugierig durch Ritzen und Spalten und Erdöffnungen nach unten blicken. Und mit Recht! Denn dort unten ist es keineswegs mehr fürchterlich, vielmehr ordnet sich das Chaos der Balken, Spundwände, Verstrebungen und Pfeiler immer mehr zu einem staunenswerten Ganzen, aus dem im April dieses Jahres der Nordfüd- 8-Bahnhof „Potsdamer Platz" erstehen wird. Das schreibt sich so schnell hin und lieft sich so glatt, als wenn es eine ganz natürliche Sache wäre. Und ist doch ein Wunderwerk deutscher Ingenieur- und Baukunst! I n mehreren Stockwerken über- und nebeneinander, nur durch dünne Betonwände getrennt, werden in Kürze die Züge der 8-Bahn wie der O-Bahn unter dem Potsdamer Platz dahinrasen, während'— immer noch unter dem Straßenpflaster — ein Stockwerk höher sich die Ströme der Menschen kreuzen werden, die nunmehr nicht mehr zu ebener Erde die dicht belebten Straßen zu überqueren brauchen, sondern in der weiten, ausgedehnten Halle bequem und sicher hinüberund herüberwandern können. Unschwer vorauszusagen. daß diese Halle unter dem Potsdamer Platz, noch vor den Bahnsperren gelegen, nicht nur einen gewaltigen Kreuzungspunkt Berlins dar- stellen wird, sondern auch einen willkommenen Treffpunkt, der vor Wind und Wetter schützt. Wenn dann noch, was sehr wahrscheinlich ist, in dieser Halle eine Normaluhr die Stunden anzeigt, dann hat Berlin seinen „historischen" Treffpunkt „Normaluhr Potsdamer Platz" wieder erhalten, und die Kette unter dem Straßenpflaster wird nicht mehr abreißen... * Wer ist Charlotte Wasser? Nur diejenigen im Reiche werden sie kennen, zu deren Beschäftigung es gehört, täglich den Kurszettel zu studieren ober die im glücklichen Besitz von Aktien von „Charlotte Wasser" sind, deren vollständiger Name lautet: Charlottenburger Wasser- unb Jnbustriewerke AG, wodurch besagte Dame sich als börsenfähige Realität enthüllt. Nun sollen hier keineswegs Börsenberichte gegeben werden oder gar Börsentipps! Aber ein kleiner Besuch bei „Charlotte Wasser" rft doch recht reizvoll, weil man dabei erfährt, daß man mit Wasser ein gutes Geschäft machen kann. Denn wenn Charlotte Wasser fünf Jahre hintereinander eine Dividende von 5,5 v. H. ausschüttete, so lohnt es sich doch tatsächlich — Wasser auszuschütten. Wieviel Wasser verbraucht Berlin nun eigentlich? Da Charlotte Wasser ihr Naturprodukt auch zugleich dem Kreise Teltow verkauft, kann nur eine gemeinsame Zahl angegeben werden, die aber zum allergrößten Teil für Berlin allein Gültigkeit hat. Es sind jährlich rund 53 Millionen cbm Wasser, die das Versorgungsgebiet verbraucht. 2luf den Kopf der Bevölkerung berechnet ergibt das je Kopf täglich 143 Liter! Nun darf man aber nicht denken, daß nur der Kopf, d. h. die Kehle der Berliner täglich 143 Liter verbaucht — so enthaltsam ist Berlin nun doch nicht! Vielmehr stellen die 143 Liter täglichen Wasserverbrauchs auch den industriellen und landwirtschaftlichen Bedarf dar! Auch zym Waschen und Baden braucht der Berliner etzliche Kubikmeter Wasser, und so schrumpft die Menge Wassers, die „je Kopf" zum Trinken verbraucht wird, auf ein Mindestmaß zusammen, bas wohl kaum einen „Maß"krug füllen würbe. Als diese Rechnung einem Berliner aufgemacht wurde, tippte er sich an die Stirn und sagte: „Aha — so is bet! Unb ick rounberte mir schon, wer meene 143 Liter Wasser täglich austrinkt!" * Wir leben heute länger. Das ist statistisch nachgewiesen. Würbe her beutsche Mensch vor 50 Jahren burchschnittlich nur 37 Jahre alt, so heute burchschnittlich 60 Jahre! Unb nun erhebt sich bie Frage: Wo liegt heute der Lebensknick? Jener Lebensknick, ber anzeigt, wann wir uns auf bem „absterbenden Zweig" unseres Daseins befinden. Werden wir heute durchschnittlich älter als früher, muß auch der Lebensknick höher liegen d. h. er muß über die „Vierzig" hinausgerückt fein. Für gewisse Berliner scheint der Lebensknick sehr, sehr weit hinausgerückt zu sein: verhaftete die Berliner Kriminalpolizei doch jüngst einen 63jährigen — Heiratsschwindler. Sogar einen höchst erfolgreichen Heiratsschwindler, denn es war ihm gelungen, einer Frau, mit der er sich verlobte, ohne weiteres 3000 RM. zu entlocken. Wahrlich! So lange es noch in Berlin 63jährige Menschen gibt, die mit so viel Glück auf Freiersfüßen gehen können, so lange muß es um den Lebensknick der Berliner gut bestellt fein. Und —, — das freut uns denn ja auch! Die mit Palmen- und Olivenöl her- gestellte Palmolive-Seife ist ein Hautpflegemittel, das Ihnen die zarte Haut Ihrer Jugend bewahrt. 1 Der feinblasige Schaum der mit Olivenöl hergestellten Palmolive-Rasierseife macht Ihre tägliche Rasur denkbar angenehm,hautschonend und sparsam. Halter 55^ “ MIT ' k 55-8 v fALMOLil' WTMiroiwä! pMom! ,u"«nf in.DH.nrr.- I s ämme n geb rocht, von der ein Teil auch auf der Ausstellung zu sehen sein wird. Ein bekannter Gynäkologe ist zugleich ein begabter Tierplastiker. In seinen Ferien formt er aus Ton charakteristische Tierköpfe und schnitzt aus Holz entzückende kleine Hunde, Katzen und Rehe. Er verrat in einem kleinen Lebensbericht, daß ganz besonders seine Kinder an seinen Bildwerken ihre Freude haben. Das erinnert uns an den Frankfurter Arzt Heinrich Hoffmann, der den berühmten „Struwwelpeter erfunden hat. Auch sein Bilderbuch ist aus Liebhaberei entstanden. Er wollte seinen Kindern ein schönes Weihnachtsgeschenk machen: seinen Kindern ein Spiel, ihm selbst wurde es Entspannung. Liebhaberei und Kunst. Meist aber halten die Aerzt« ihre Werke bescheiden zurück, und es ist schon eine Ausnahme, wenn ein Zahnarzt seine Bilder an den Wänden seines Wartezimmers aushängt. Jeden Monat, so erzählt er, werden die Bilder gewechselt, damit die Patienten immer wieder eine Freude haben, wenn sie zu ihm kommen, und sie von der Angst um ihren Backenzahn ablenkt. Fragen wir noch, welche Themen die Arztkünstler bevorzugen, dann hören wir: alle. Es werden Landschaften und Stilleben, Kriegsbilder, Portrats und Tierplastiken ‘ geschaffen. Selbstbildnisse sind nicht selten, und sogar Kopien großer Meister finden sich gelegentlich. Offensichtlich aber ist, daß sie die Themen und den Gegenstand-der Darstellung fast nie aus dem unmittelbaren medizinischen Erlebnis des Arztes wählen. Immer find die bestrebt loszukommen von den Bridern, die der tägliche Beruf ihnen vor Augen führt. Aus völlig anderen Bezirken schöpfen sie die Kraft, die sie zu ihrem schweren Beruf als Helfer und Berater befähigt. Einen Begriff von dem wirklich elementaren Gestaltungswillen der Aerzte bekmymt man erst, wenn man außer den Bildern und Pldstiken sieht, was sonst noch von den Arztkünstlern geschaffen wird, diesmal aber noch von der Ausstellung ausgeschlossen blerbt, die sich auf Bild und Plastik beschränken muß. Da gibt es Scherenschnitte, Masken, Entwürfe von M ö b e l n und W a n d b e h ä n g e n, Krippen, sogar Geigen und Spieluhren. Je deutlicher bei all diesen, in ihrer Verschiedenheit ganz besonders charakteristischen künstlerischen Betätigung die Liebhaberei, die Freude am erholsamen Spiel betont, ja oft der Anspruch auf Kunst überhaupt abgelehnt wird, um so bedeutsamer ist diese Arbeit, die neben einer so starken täglichen beruflichen Beanspruchung Wertvollstes leistet. Kleine politische Nachrichten. Der Führer übermittelte dem Vizeadmiral a. D. von Reuter (Potsdam) anläßlich feines 70. Geburtstages telegraphisch seine besten Glückwünsche. Der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, hat an Admiral von Reuter folgendes Telegramm gerichtet: „Zu Ihrem 70. Geburtstage meine aufrichtigen Glückwünsche eingedenk Ihrer Leistungen im Weltkriege und ganz besonders Ihrer Tat in Scapa Flow." Der Reichsorganisationsleiter der NSDAP, hat den Leiter des Verbindungsamtes beim Geschäftsführer der Deutfchen Arbeitsfront Paul Walter als Verbindungsmann der DAF. zum Dierjahresplan bestellt. Der Leiter der AO. der NSDAP., Gauleiter Bohle, hat den Gauhauptstellenleiter Hans T h o m - f e n zum Landesgruppenleiter der AO. der NSDAP, in Spanien berufen. * In dem französischen Kriegshafen Lorient traf der Torpedobootszerstörer „Bison" ein, der in der Nacht zum Mittwoch mit dem Kreuzer „Georges L e y g u e s" zufammengestoßen war. Die Zahl der Todesopfer hat sich auf 18 erhöht. Das ganze Vorderschiff des Torpedobootszerstörers ist in einer Länge von 15 Metern vollständig weggerissen. * Der bisherige Hauptwirtschaftsberater der britischen Regierung, Sir Horace Wilson, ist zum ständigen Staatssekretär des Schatzamtes und zum Leiter des britischen Staatsbeamtenwesens ernannt worden. Sein Vorgänger Sir Warrece Fisher tritt in den Ruhestand. Wilson begleitete Chamberlain auf seinen drei Reifen nach Deutschland und gehört zu den engsten Mitarbeitern des Premierministers. Nach einer Mitteilung des amerikanischen Marineministeriums ist der erste Teil der großen Flottenmanöver zu Ende gegangen, die in einem Angriff auf die in der Nähe von Portorico gelegene Insel C u l e b r a und in einer Landung von Marinetruppen dort bestanden. An dem Angriff haben vier Schlachtschiffe, mehrere Kreuzer und Zerstörer sowie drei Flugzeuggeschwader teilgenommen. Im Verlauf der Hebung wurden 7000 Mann an Land gesetzt. Aus aller Wett. Jeff der deutschen Sporfpreffe. Zum 17. Male veranstaltete der Verein Deutsche Sportpresse in der Deutschlandhalle das Fest der Sportpresse. Unter den zahlreichen Ehrengästen war auch Reichsminister Dr. Goebbels. Aus der großen Zahl der Wettbewerbe, die fast-alle Sportarten umfaßten, find die beiden international besetzten Leichtathletikwettbewerbe, ein Kampf der Mittelstreckler, herauszuheben, den der vielfache deutsche Meister Hauptmann Schaumburg vom Polizeisportverein Berlin in 4 Minuten vor Böttcher (Wittenberg) und dem Polen Staniszewski gewann. Einen prächtigen Kampf gab es auch in dem 3000-Meterlaufen, das Der Ungar Mihaly Iglei in 8:45,2 Minuten an sich bringen konnte. Don den übrigen Wettbewerben ist ein Geschicklichkeitswettfahren mit dem KdF.- Wagen zu nennen, an dem die beste Rennmamrschaft der Welt, Rudolf Caracciola, Hermann Lang und Manfred von Brauchitfch teilnahm, die auch in dieser Reihenfolge siegreich blieb. Unter den Vorführungen gefielen besonders die der Polizei, die ein Springen über sechs lebende Pferde und Gymnastik auf Motorrädern zeigte. Mit besonderem Beifall wurden auch sechs Bergleute aus dem Saargebiet bedacht, die Kunstkraftsport zeigten. Die deutsche Vertretung bei den Olympischen Spielen 1940. Ndz. Der Reichssportführer hat, nachdem der Deutsche Olympische Ausschuß für die XI. Olympiade feine Arbeiten beendet hat, einen neuen Ausschuß berufen, dessen Ausgabe es ist, die Beteiligung Deutschlands an den Olympischen Spielen 1940 in St. Moritz und Helsinki vorzubereiten. Präsident des Deutschen Olympischen Ausschusses ist Reichssportführer von Tfchammer und Osten, Stellvertreter: Breit- meyer, Herzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg, Dr. K. Ritter von Halt und General der Artillerie von Reichenau als Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees. Dem Ausschuß gehören außerdem die Vertreter aller, interessierten Stellen des öffentlichen Lebens an. 'In der ersten Sitzung des Aus- fchuffes gab der Reichssportführer einen Bericht über den Stand der sportlichen und organisatorischen Vorbereitung für die Spiele 1940. Die sportliche Vorbereitung für Helsinki geht in Deutschland ihren sicheren und zuverlässigen Gang. Sie wird dafür sorgen, daß eine würdige Vertretung unseres Volkes unter allen Umständen gewährleistet ist. Deutscher Studententag 1939 im Mai in Würzburg. Ndz. Der Leiter des Kulturamts der Reichs- ftudentenführung, Dr. Fink, weilte in Würzburg, um die Vorbereitungen zur Durchführung des Deutschen Studententages einzuleiten, der vom 22. bis 29. Mai in der mainfränkischen Gauhauptstadt die gesamte deutsche Studentenschaft vereinigen wird. 1939 jährt sich zum 20. Male der Erste Deutsche Studententag, der 1919 die aus dem Weltkriege zurückgekehrten Studenten vereinigte. Es findet eine Kundgebung auf dem Refidenzplatz statt. Ferner ist ein A b e n b f i n g e n in den alten Gaffen und Höfen von Würzburg vorgesehen. Den Abschluß wird ein in Verbindung mit KdF. durchzuführendes Vo 1 ksfest bilden. Weiterbericht In der Nacht vom Donnerstag zum Freitag hat sich eine grundlegende Aenderung des Wetters in Südwestdeutschland vollzogen. Unter Regenfällen hat sich eine lebhafte Westströmung durchgesetzt, die in den Niederungen zu Temperaturanstieg auf etwa 10 Grad führte. Auch in den Höhen der Mittelgebirge liegen die Temperaturen über 0 Grad. Die Westströmung wird zunächst für uns wetterbestimmend bleiben, so daß schnell wechselndes und ziemlich mildes Wetter zu erwarten ist. DorausfagefürSamstag: Uebermiegeiib bewölkt, kürzere Regenfälle, ziemlich mildes Wetter, westliche Winde. Vorhersage für Sonntag: Bei westlichen Winden unbestimmtes Wetter, für die Jahreszeit zu mild. Lufttemperaturen am 9. Februar: mittags — 0,4 Grad Celsius, abends 4- 4,5 Grad; am 10. Februar: morgens 4- 5,6 Grad. Maximum + 5,0 Grad Minimum heute nacht-4 4,3 Grad. — Erdtemperatur en in 10 cm Tiefe am 9. Februar: abends 4- 0,4 Grad; am 10. Februar: morgens 4 0,2 Grad. — Niederschläge 2,8 mm. ZAHNSTEIN Machen Sie sich darum die SoliboE Zahnpflege zur regelmäßigen guten. Sewahnheit! Solibor bekämpft durch den 6ehal8 an Sulfarizin-Oleat, geschuht durch Deutsches Neichspatent, den Zahnstein. Seine Neubildung wirb verhütet. So bleiben Ihre Zähne O weift, fest und gesund ZAHNPASTA > soli do: Hauptschristleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigenTest: Ernst Blumfchein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. I. 39: 10 896. Druck und Verlag: Brühlfche Universitätsbruckerei R Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RDL 2,05. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit ber Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Maria Zimmermann Gießen (Frankfurter Straße 12), den 10. Februar 1939. 956D an 971D Kunsthandlung, Selters weg 22 Meine liebe, gute Frau, unsere treue Mutter und Großmutter Frau Agathe Jaeger, geb. Lauer ist heute mittag nach schwerem Leiden von uns gegangen. Friedrich Schmidt Soso In tiefer Trauer: statt. 968D 964° 954D Dertoieslnhrer, Gießen, Frankfurter Straße 3, Hannover, 9. Februar 1939. zu verkauf, loeso BruchstrafielHI Gasthaus Werb, Butzbach, Am Mittwoch, dem 8. Februar, entschlief sanft, kurz nach Vollendung ihres 78. Lebensjahres, nach einem arbeitsreichen und segensvollen Wirken als Lehrerin, unsere treusorgende, liebevolle Tante und Schwägerin Die Trauerfeier findet am Samstag, dem 11. Februar, vormittags 11 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt Eduard Jaeger Hilde Wallenfels, geb. Jaeger Dr. Erwin Jaeger Margrit Jaeger. Die Trauerfeier findet in der besuchen bitten Anaeb.unt.0664 o. Gieß. Anz. Erna Richter Margarete Leipoldt Elisabeth Didier Lili Haibauer Carmen Mantel (als Nichten). Im Namen der Hinterbliebenen In tiefer Trauer: | Verkäufe Umzugshalber billigabzugeben: Bilder, Aasten- mairatze,Radio- avvarat( Gleichstrom), großer Schliefikorb, 3 ug lampen U. dergl. m. loese 0l5moröftra6e371. Stille statt — Von Beileids- wir abzusehen. Lehrfräulein aus guter Familie f. d. Verkauf Lehrling für d. Bilderrahmen-Werkstätte Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen Joh. Heinrich Bellof für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Bönning am Grabe, die vielen Kranzspenden und allen, die ihm das letzte Geleit gaben, sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Heinrich Bellof XIII. Wwe. Familie Ludwig Bellof Familie Heinrich Inderthal. Rödgen, den 10. Februar 1939. sucht J. 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Er durchsucht mit seinen hochwertigen Geräten das Weltall nach diesen sonderbaren Gesellen, die unerwartet irgendwo auftauchcn und ebenso unerwartet wieder verschwinden. Und der amerikanische Kometenfpezialist hat Glück. Auch diesmal hat sich seine Entdeckung bestätigt. Die Astronomische Zentralstelle in Berlin gab die Nachricht von dem neuen Kometen sofort telegraphisch an alle deutschen Sternwarten weiter, die nun ihrerseits sofort die Beobachtungen aufnahmen. Der Neuling am Firmament wurde buchstäblich unter die Lupe genommen. Die deutschen Sternwarten haben auch sofort den neuen Kometen fest- gestellt und seine Bahn und Richtung bestimmen können. Als er'entdeckt wurde, hatte er die Helligkeit eines Sternes achter oder neunter Größe. Dann war er näher gekommen und heller geworden, so daß er die Helligkeit eines Sternes sechster Größe besaß. Bei den Sternen mit einer Helligkeit sechster Größe liegt gerade die Grenze ihrer Sichtbarkeit von der Erde aus. Da der neue Komet weiter an Helligkeit zunahm, konnte man ihn mit unbewaffnetem Auge leicht sehen. Der neue Komet wurde entdeckt im Sternbild des Schwan und bewegt sich in Richtung nach dem Quadrat des Pegasus. Anfang Februar ist er auf die südliche Halbkugel abgerutscht. Kometen waren immer mit einem dichten Schleier von Geheimnissen umwunden. Früher waren die Kometen Gegenstände ängstlicher Furcht und wilder Verzweiflung. Man befürchtete den Zusammenstoß eines Kometen mit der Erde, wobei dann die Erde untergehen sollte. Da die Kometen regelmäßige Bahnen haben, dürfte ein Zusammenstoß völlig unmöglich sein. Sollte aber wirklich einmal ein Komet von seiner Bahn abweichen und auf die Erde treffen, dann hätte bei einem solch unliebsamen Treffen der Komet weit mehr zu befürchten als die Erde. Die Kometen sind nicht wie die Planeten auf eine bestimmte Gegend des Himmels beschränkt, haben auch in der Richtung ihrer Bewegung nichts Gemeinsames, sondern sie durchwandern alle Zonen, des Himmels in allen Richtungen. Bei aller Unregelmäßigkeit beschreiben sie doch regelmäßige Bahnen, allerdings sehr langgestreckte. So kommt es auch, daß sie sich sehr weit von der Soncke entfernen. Ihre Umlaufzeit beträgt daher auch bis zu Jahrtausenden. Nur bei verhältnismäßig wenig Kometen ist Bahn und Umlaufzeit berechnet. Aus der Spektralanalyse ist zu ersehen, daß Wasserstoff einen Hauptbestandteil der Kometen bildet und daß der Kern aus glühendem Kohlengas besteht. Wer gute Augen hat, wird die drei Teile des Kometen unterscheiden können, den Kopf, Kern und Schweif. Vornotizen. Tageskalender für Freitag. Volksbildungsstätte- Gießen (Vortragsreihe „Wissenschaft im Dienst am Volke"): Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts, Ludwigstraße 34, 20.30 Uhr, Vortrag von Professor Zschietzschmann über „Die deutschen Ausgrabungen in Pergamon". — Stadttheater: zum letzten Male „Berenize"' — Gloria-Palast: „Napoleon ist an allem schuld". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Shirley auf Welle 303". Stadttheater Gießen. Heute abend zum letztenmal „Berenize", Tragödie von Jean Racine, im Versmaß des Originals übertragen von R. A. Schroeder. Spielleitung: Hermann Schultze-Griesheim, Bühnenbilder: Karl Löffler. Die Vorstellung findet gleichzeitig als 19. Vorstellung der Freitag-Miete statt. 77 Gas-Heizkörper für die Volkshalle. Unserer Gießener Volkshalle, dem größten Raume in unserer Stadt, haftete bisher ein Mangel an, der es verhinderte, daß sie im besten Sinne hätte volkstümlich werden können. Der Halle fehlte die zweckmäßige Heizung! Zwar waren Oefen ausgestellt wenn zu winterlicher Zeit in der Volkshall'e Veranstaltungen abgehalten werden mußten, aber diese Ofenheizung hatte mancherlei Nachteile. Um die Volkshalle damit einigermaßen warm zu bekommen, war es notwendig, zwei Tage vorher zu Heizen, 60 Zentner Koks zu verfeuern und das Feuer auch nachts zu halten, so daß immer ein Mann während öiqer Nacht vor der Veranstaltung sein mußte, um die Oefen zu versorgen. Außerdem war diese Ofenheizung für oft nur einen einzigen Abend sehr teuer und erforderte einen Geldaufwand von rund 200 Mark. Hinzu kam, daß die eisernen Oefen keineswegs zur Zierde der Halle beitrugen. Wer in der Nähe dek Oefen faß, wurde „gebraten", mährend der Raum im übrigen nicht sonderlich warm wurde. Deni Uebclstand ist jetzt abgeholfen worden! Die Volkshalle hat nun eine ihren Raummaßen (17 000 Kubikmeter) entsprechende Beheizung erhallen. Seit dem 2. Januar waren Ingenieure, Techniker und Arbeiter damit beschäftigt, eine großzügig angelegte Gasheizung einzubauen. Die Heizung konnte am gestrigen Donnerstagnachmittag zu einer ersten Probe in Betrieb gesetzt werden. Dabei war schon innerhalb einer halben Stunde festzustellen, daß die ausreichende Durchwärmung der Volkshalle gesichert ist. Die Heizung roitb auch dann ihre Aufgabe erfüllen, wenn die Außentemperatur sehr niedrig liegen sollte. Die Handhabung der Gasheizung ist äußerst praktisch und bequem. Innerhalb von acht Minuten gelang es (ohne sonderliche oder gar auf Rekord abgestellte Bemühung), sämtliche Heizkörper, also insgesamt 77, in Betrieb zu setzen. Von den Heizkörpern geht eine wunderbar gleichmäßige Wärme aus, so daß es in Zukunft in der Volkshallc weit gemütlicher fein wird, als es bisher je der Fall war. Der' Einbau der Heizung stellte alle Beteiligten vor große Aufgaben. Es galt, zwei überdimensionale Gasmesser einzubauen, die jedermann einen panischen schrecken einjagen könnten bei dem Gedanken, daß ein Privatmann das alles bezahlen sollte, was diese.Gasmesser zu messen in der Lage sind. Dann galt es, die gasführende Leitung zu verlegen, die zu einem großen Teil unter die Betondecke des Volkshallenbodens gebracht werden mußte. Gleichzeitig wurden aber auch die Abgasrohre (Tonröhren von 40 Zentimeter Durchmesser) verlegt, so daß im Gesamtbild der Volkshallc kaum eine Rohrleitung zu sehen ist. Lediglich die in feinem braunen Ton gehaltenen, emaillierten Heizkörper fallen nun auf. Neben der Installation von Zuleitung, Heizkörpern, Abgasrohren und Gasmessern bedurfte es noch weiterer technischer Anlagen. Es mußten zwei Exhaustoren untergebracht werden, mit deren Hilfe die Abgase aus den Rohren gesogen werden, so daß keine Spur des Abgases in den großen Raum strömen kann. Dieser Zweck wird völlig erreicht! Nicht die Spur eines Gas- oder Abgasgeruches wird in der Volkshalle wahrzunehmen sein, auch wenn sich alle Heizkörper in Betrieb befinden. Die große Zahl der Heizkörper ist gleichmäßig auf den gesamten Volkshallebau verteilt. Die weitaus größte Zahl der Heizkörper steht unmittelbar Lollar, 9. Febr. Die hiesige Sänger - Vereinigung veranstaltete zugunsten des Winterhilfswerks einen Volkslieder- und Konzertabend, bei dem der Musikzug der SA.-Standarte 116 mitwirkte und der einen guten Besuch aufwies. Die Darbietungen fanden reichen Beifall. Ein ansehnlicher Betrag konnte dem Winterhilfswerk überwiesen werden. — Der Verein für Leibesübungen feierte im Saalbau „Zur Germania" sein Winterfest. Dereinssührer B r ü ck begrüßte die Besucher, dann wechselten turnerische und musikalische Darbietungen einander ab, die reichen Beifall fanden. Der Vereinsführer wies auf die im abgelaufenen Jahre geleistete Arbeit hin und dankte besonders den von Erfolg gekrönten Turnern, die am Deutschen Turnfest in Breslau teilgenommen haben »E " k ui m3—MWBl (Dietz, Bierau, Grote, Deibel, Moos), denen er diö Siegerurkunden überreichte. Die Veranstaltung erfreute sich eines guten Besuchs. ' § Lollar, 9. Febr. Im Saalbau „Zur Linde fand eine Versammlung statt, zu der sämtliche Bauern und Landwirte durch die Bürgermeisterei geladen waren. Außerdem nahmen daran die Schulen der oberen Jahrgänge teil. Bürgermeister Böhm eröffnete die Versammlung, indem er in kurzen Worten deren Zweck erläuterte, nämlich auf die ungeheure Wichtigkeit und Notwendigkeit der Bekämpfung des Kartoffelkäfers aufmerksam zu machen und hierzu anzuleiten. Dr. Hahn vom Pflanzenschutzamt Gießen gab dann eine eingehende Beschreibung des Schädlings, feiner Entwicklung, feines Vorkommens, des Schadens und feiner Bekämpfung. Lichtbilder ergänzten seine Ausführungen, so daß jedem Versammlungsteilnehmer öie unbedingte Notwendigkeit der Bekämpfung des Kartoffelkäfers klar vor Augen geführt wurde. Dr. Hahn ermahnte zur Mitarbeit und zeigte, wie die Ausrottung erfolgreich in die Wege zu leiten ist. □J Lollar, 9. Febr. Im hiesigen Lichtspielhaus wurde der zweite Teil des Olympiafilms für die Schulen von Lollar, Ruttershausen, Staufenberg, Mainzlar und Daubringen gezeigt. Der Film machte auf die Jugend einen tiefen Eindruck. # Mainzlar, 9. Febr. Im schön geschmückten und sehr gut besuchten Saal des Gastwirts Müller veranstaltete dieser Tage die Partei einen D or f- gemeinschaftsabend, an dem auch diejenigen Kameraden teilnahmen, die den Marsch in das Sudetenland mitgemacht hatten. Gemeinsam gesungene Lieder, Gedichtsvorträge der Hitler-Jugend, eine kurze Ansprache von Bürgermeister Kreiling, der sich besonders an die Kameraden wandte, die nach Sudetendeutschland mitmarschiert waren. Ihnen wurde auch gastliche Bewirtung zuteil. Orts- gruppenleiter Pflüger schloß den Abend mit einem Rückblick auf die großen Ereignisse des Jahres 1938. Musik und Tanz hielten die Kameraden noch geraume Zeit beisammen. — Im Oberdorf fand dieser Tage eine L u f t s ch u tz ü b u n g statt. Sämtliche Gruppen treten zu den entsprechenden Zeiten an der Dolkshalle an. Die RBWK.-Teilnehmer, die in Gießen wohnen, treten am Sonntag, dem 12. Februar, zu nachstehenden Zeiten an der Volkshalle an: Gruppe I (Jahrgang 1923 und 1924) Gruppe II (Jahrgang 1921 und 1922) Gruppe III (Jahrgang 1920) Gruppe IV, V und VI (Jahrgang 1919 bis 1907, 1906 bis 1899, 1898 bis 1893) ruppe IV, V und VI (Jahrgang 1919 bis 1907, 1906 bis 1899, 1898 bis ** D i e Osterferien unserer Schulen sind in diesem Jahre auf die Zeit vom 24. Marz bis 12. April festgesetzt. Der Schulunterricht beginnt am 13. April wieder. Weickartshain, 8. Febr. Gestern vollendete unser Einwohner Karl B ö tz in geistiger und körperlicher Frische sein 8 0. Lebensjahr. Trotz feines hohen Alters hilft er bei der Feldarbeit noch fleißig mit. Nachdem er vor 12 Jahren feine Frau durch den Tod verlor, lebt er nun. bei Tochter und Schwiegersohn. Der hochbetagte Mann, der das älteste Mitglied der hiesigen Kriegerkameradschaft ist, war 50 Jahre lang als Holzhauer tätig. 5 Steinbach, 9. Febr Am 6. Februar feierte der Landwirt und frühere Maurer Karl Schmitt I. feinen 77. Geburtstag in guter Gesundheit und körperlicher und geistiger Rüstigkeit. — Die zweitälteste Einwohnerin unseres Ortes, Frau Katharina Größer Wwc., geb. Krausch, die am 4. Januar dieses Jahres ihren 88. Geburtstag feiern konnte, wurde am Samstaa zur letzten Ruhe gebracht. — Am Montag, 6. Februar, starb Frau Susanne Margarethe Müller, geb. Arnold, 773A Jahre alt, sie konnte im September v. I. mit ihrem Gatten Adam Müller noch die goldene Hoch, zeit feiern. Nebeneinander ruhen nun auf dem Gottesacker drei Frauen, die zusammen über 255 Jahre alt wurden und innerhalb drei Wochen starben. 00 Eberstadt, 8. Febr. Der hiesige Turnverein „Gut Heil" veranstaltete in Gemeinschaft mit dem Gesangverein „Lieder- kränz" einen wohlgelungenen Heimatabend. Der Reinertrag des Abends wurde dem Winterhilfswerk zugeführt. Nach einer Lieddarbietung der Sänger hielt der Ortsbeauftragte für das Wmter- hilfswerk, Lehrer Reuhl, eine kurze Begrüßungsansprache und wies auf die großen Aufgaben des Winterhilfswerks hin. Der Verlauf des Abends brachte in bunter Abwechslung gesangliche und turnerische Darbietungen, die starken Beifall fanden. Der Chor sang unter Leitung von Lehrer Andres, die Hebungen der Turner standen unter Leitung des Oberturnwarts R e i t s ch m i d t. Die Darbietungen zeugten von eifriger Hebungsarbeit. Besondere Anerkennung fand die Aufführung eines von Dietmar! Weisel eingeübten Heimatspiels („Die Heimat ruft!", von Ernst und Helene Steiner in Hausen bei Gießen). Lehrer Reuhl sagte allen Mitwirkenden an diesem schönen und' erfolgreichen Abend herzlichen Dank. * Hungen , 8. Febr. Hier fand eine Zusammenkunft der an den Oberschulen Nidda, Laubach und Hungen tätigen Lehrkräfte statt. Nach einem Spaziergang durch unser Städtchen trafen sich Erzieher und Erzieherinnen im Cafe Vogt zu einer gemeinsamen Aussprache über wichtige Schulfragen. Allgemein kam der Wunsch zum Ausdruck, in jedem Jahre mehrere gegenseitige Besuche im Interesse des Austausches unterrichtlicher Erfahrung sowie zur Vertiefung kameradschaftlichen Wirkens der benachbarten Oberschulen durchzuführen. 4 Obbornhofen, 9. Febr. Der Gesangverein „Frohsinn" hielt in der Wirtschaft Hensel seine Generalversammlung ab. Vereinsführer Kammer forderte die Kameraden auf, an der Förderung des deutschen Liedes weiter eifrig mit- zuarbeiten. Der Mitgliederbestand betrug am Jahresende 19 aktive und 27 passive Mitglieder Der Kassierer erstattete den Geschäfts- und Kassenbericht der in Ordnung befunden wurde Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Vereinsführer Kammer wurde einstimmig wiedergewählt. Der seitherige Vorstand bleibt im Amt. Nur im Amt des Rechners gab es einen Wechsel. — Dieser Tage fand die Untersuchung her Kinder statt, die demnächst in die Schule kommen sollen. Die Schulneulinge, 6 Mädchen und 5 Knaben, wurden alle gesund befunden. Raubmörder Dörr am Montag vor dem Gondergericht. LPD. Frankfurt a. M., 9. Febr. Die Justlzpressestelle Frankfurt a. M. teilt mit: Der Oberstaatsanwalt als Leiter der Anklagebehörde bei dem Sondergericht in Frankfurt a. M. hat gegen den am 29. Juli 1912 geborenen Albert Dörr auf Grund der Verordnung über beschleunigte Aburteilung von besonders schweren Verbrechen Anklage vor dem Sondergericht in Frankfurt a. M. erhoben. Dörr wird beschuldigt, am Vier neue internationale Klassenrekorde deutscher Wagen — das war auch der Gewinn des zweiten Rekordtages auf der Reichsautobahn bei Dessau. NSKK.-Staffelführer Rudolf Caracciola griff mit dem 3-Liter-Mercedes°Benz-Kompressor-Wagen, dem man diesmal eine voll stromlinienförmige Perkleidung gegeben hatte, die Rekorde der Klasse 1 (2 bis 3 Liter) über Kilometer und Meile mit fliegendem Start an. Die bestehenden Bestleistungen des Italieners Furmanik auf Maserati wurden im ersten Ansturm aus der Rekordliste gestrichen. Caracciola schraubte sie noch höher und hörte schließlich bei 3 9 8,23 0 km/st für den Kilometer und 3 9 9,560 km/st für die Meile auf! Zwei neue Rekorde schaffte auch der 2-Liter-Hanomag-Diesel mit Jng. Häberle am Steuer. Heber 5 Kilometer und 5 Meilen fliegend erreichte er bei seinem letzten Versuch 155,9 bzw. 155,4 km/st, nachdem er vorher schon mit 153,9 und 152,9 die ersten Rekorde über diese Strecke erzielt hatte. Die Olympischen Spiele 1940 in St. Moritz und Helsinki werfen ihre Schatten voraus. Unter den eingeladenen Nationen nimmt Deutschland, das mit den sportlichen und organisatorischen Vorbereitungen schon stark beschäftigt ist, als Gastland der letzten Olympiade naturgemäß eine besondere Stellung ein. Noch kurz vor seinem Tode bat der 1937 verstorbener Begründer der modernen olympischen Spiele, Baron Piere de Coubertin, die deutsche Reichsregierung, ein internationales olympisches Institut zu gründen, um den olympischen Bestand zu sichern. Ahcm im April v. I. wurde mit Zustimmung des Montag, 30. Januar, die 56jährige Witwe Wilhelmine Kirchner in ihrer Wohnung in Eschborn ermordet und beraubt zu haben. Die Verhandlung vor dem Sondergericht findet am Montag, 13. Februar, statt. Wie die Kölner Kriminalpolizei auf Grund ihrer Vernehmung des Raubmörders Dörr nvch mitteilt, hat der Verbrecher unmittelbar nach der Tat die Flucht ergriffen und sich nach Koblenz gewandt. Dort hielt er sich eine Nacht unter falschem Namen auf und verausgabte einen Teil des erbeuteten Geldes in Gesellschaft zweifelhafter Frauen. Am nächsten Tage reifte er nach Köln weiter, wo er sich Friedrich oder Albert Jung bzw. Albert Günther nannte. Er besuchte täglich Kinos, trieb sich bis in die späte Nacht in den Straßen Kölns umher und suchte erst nach Mitternacht ein Quartier auf. Dörr war bei seiner Festnahme ohne Barmittel. Um sich wieder in den Besitz von Geld zu setzen, hatte er ein neues Verbrechen geplant. Offenbar hatte er vor, eine in einem Vorort Kölns wohnende alleinstehende ältere Witwe zu Überfallen, da festgestellt wurde, daß er sich bereits eingehend über die Verhältnisse dieser Frau erkundigt hatte. Durch die rechtzeitige Festnahme ist dieses Verbrechen vereitelt worden. Der Täter, der sich im übrigen zynisch und kaltblütig benahm, erklärte bei dem Vorzeigen der geraubten Gegenstände ohne das geringste Anzeichen von Reue, daß es sich um die Uhr und die Kette handele, die er geraubt habe. Inzwischen ist der Raubmörder nach Frankfurt übergeführt worden. Wie schon am Vortage, so wehte auch diesmal bei trockenem Wetter ein störender Wind von 7 m/sec, der die Zeiten auf der Hinfahrt in südlicher Richtung empfindlich beeinträchtigte. Wieder verfolgten zahlreiche Zuschauer an der Strecke das spannende Schauspiel der Rekordjagd. Vom Mittelstreifen der Bahn hatte man inzwischen den Flugsand entfernt und so die Möglichkeit geschaffen, den schwarzen „Rekordstreifen" für die Fahrten zu benutzen. Der schnelle Diesel von Hanomag machte den Beginn. Der Wagen, der von der Französin Frau Jtier bei der Monte-Carlo-Sternfahrt eingefetzt war, lief ausgezeichnet. Er erreichte eine Spitzengeschwindigkeit von 165 km/st. Die Bayerischen M o - torenwerke kamen mit dem von Karl Gall gesteuerten Halblitermodell noch nicht zum Zuge. Pei einer Probefahrt blieb die Maschine stehen. Gall wird nun am Freitag seine Angriffe auf die Weltrekorde über Kilometer und Meile unternehmen. ' Führers dieser Wunsch des in der ganzen Welt bekannten und geachteten Mannes durch Reichsinnen- mihifter Dr. Frick in die Tat umgesetzt. Der Präsident des „.Internationalen Olympischen Instituts" ist der Reichssportführer, Staatssekretär von Tschammer und Osten, sein Direktor Dr. Karl Diem. Auf dem Kontinent und in Heberfee ist der Name Dr. Carl Diem ein Begriff. UeberaU, wo lebens- und tatenfrohe Jugend ihren Körper stählt, überall da, wo nach dem Vorbild von Olympia Menschen Leibesübungen treiben, ist Carl Diem bekannt. Bekannt als Organisator auf dem Gebiet der Leibesübungen, als Propagandist und Vorkämpfer der These, daß nur in einem gesunden Kötper ein gesunder Geist wohnen kann. Ins fast Endlose gehen die Anregungen, die Dr. Carl Diem dem deutschen Sport gegeben und das sporttreibende Ausland von ihm empfangen hat. * Es ist ein herrlicher Wintermorgen, als ich aus dem märkischen Kiefernwald herauskomme und inmitten der Anlagen des Reichssportfeldes bin. Im strammen Schritt kommt ein Trupp Landjahrjugend, die hier zu einem Kursus zusammengezogen ist, an mir vorbei. Auf grünem Rasen fliegt der Ball von Mann zu Mann. In braunen Trainingsanzügen, das Zeichen des Nationalsozialistischen Reichsbundes für Leibesübungen auf der Brust, gehen frohe, junge Menschen an ihre Arbeit, die ihnen jeden Dag aufs neue erwächst und immer wieder Freude bringt. Dann sitze ich, Dr. Diem gegenüber. Freundlich plaudert der Direktor des „Internationalen Olympischen Instituts" von den deutschen Sporterfolgen und dem Anteil, den die deutschen Leibesübungen an der Durchdringung des Gedanköns körperlicher Ertüchtigung in der ganzen Welt haben. Ohne daß Dr. Diem in feiner natürlichen Zurückhaltung davon spricht, wissen wir und weiß Die Welt, in welch hohem Maß er selbst und seine Arbeit daran teilhaben. Vielseitig bekannt ist so z. B., daß auf Vorschlag von Dr. Diem in Bulgarien ein Einheitsverband für alle Sportarten nach deutschem und amerikanischem Vorbild geschaffen werden soll. Ebenso wird dort die Spielplatzfrage geregelt; nach dem Gesetzentwurf sind pro Kopf der Bevölkerung fünf Quadratmeter nutzbare Spielplatzfläche vorgesehen. Eine gesetzliche Regelung hat auch die körperliche ErtüH- tiguna der Jugend und der Arbeiter' gefunden. Auf Einladung der Regierung hat Dr. Diem die Verhältnisse auf sportlichem Gebiet in der Türkei, geprüft und durch seine Mitarbeit einen wertvollen Beitrag zum Erlaß der entsprechenden Gesetze geliefert. Im Land am Bosporus ist man auf dem besten Wege, die gesetzliche Sportpflicht einzuführen. Der Sport steht in der Türkei unter Staatsaufsicht und ist einem Generaldirektor für körperliche Erziehung anoertraut. Die Tatsache, daß dieser dem Ministerpräsidenten direkt unterstellt ist, läßt klar erkennen, welch große Bedeutung der Leibeserziehung unter der Flagge des türkischen Halbmondes beigemessen wird. Des weiteren müssen u. a. nach ungarischem Vorbild alle Betriebe mit über 500 Gefolgsleuten Sportanlagen für ihre Betriebsangehörigen schaffen. Mit berechtigtem Stolz spricht Dr. Diem, der für den Gedanken des Sports viele Länder des Kontinents und in Hebersee bereist, überall immer wieder neue Erfahrungen gesammelt und Anregungen gegeben hat, von der geachteten Stellung, die der sportlichen Leistung und der vorbildlichen Sportorganisation Deutschlands in aller Welt eingeräumt wird. Er erzählt von der vorbildlichen Arbeit der deutschen Rudervereine in Alexandria und Valparaiso. Hamburger Jungs waren es, die dort und vielerorts ihre Passion von der heimatlichen Waterkant ins fremde Land getragen haben, wenn auch verständlicherweise ihre englischen Sportkameraden stärkere Beziehungen geknüpft haben. Dr. Diem sah, wie sich eine urdeutsche Sportart die neue Welt erobert und in USA. Wanderwege nach deutschem Vorbild erschlossen werden. Nicht nur die Sportart selbst haben die Amerikaner aus dem Deutschen übernommen, sondern auch die Bezeichnung dafür: Die Yankees haben neue Ausdrücke in ihren Sprachschatz ausgenommen, — so finden wir u. a. unsere Wanderlust jenseits des großen Teiches als „Wanderlust“ wieder. Deutschland wird allgemein zugebilligt, daß durch Jahn erstmalig die Leibesübungen als Bürgerpflicht eingeführt wurden und die Lehre der Körperbildung schulmäßig erfolgte. Die Engländer, die zuerst den Sport als Freizeiterlebnis aufgefaßt hatten, haben das geschichtliche Verdienst, ihre Tummelspiele in Regeln gefaßt zu haben. Die heute Die ganze Welt kennt, z. B. Das Fußballspiel 400 teil mit dem „kleinen" Mercedes. Wieder zwei neue Klaffenrekorde Rudolf Caracciolas. Deutschland - Hüter des olympischen Gedankens (Sin Gespräch mit Dr. Gart Diem. Bauerscher Gesangverein e.V., Giefoen 958 V JKasfienbaU Samstag, den 18. Februar 1939, abends 20,07 Uhr, in sämtlichen Räumen des GesellsdiaftsVereins Karteilvorverkaufs Für Mitglieder bei Germer & Wagner, Neuenweg 18; für Nichtmitgl. bei Blumenhaus Weber, Seltersweg 54, Salon Klenker, Seitersweg 16, Salon Fritz Lotz, Bahnhofstrabe 41, Zigarrenhaus Detrde, Lieber Strafe 45. GLORlfl LP OLA ST Giessen i Achtung! Nur 2 Sondervorstellungen Samstag, 11. Febr., 2 Uhr nachm. Sonntag, 12. Febr., 11 Uhr vorm. Restaurant Altes Schloß Freitag und Samstag: Ims 4llhr nachts geöffnet lAf FDRC DRUCKSACHEN VVCFCDE Brühl. Gießen Wagenpflege • e e Lohnstr. / Hammstr. 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Februar. 6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur die neue deutsche Leibeserziehung jn der ganzen Welt Verbreitung gefunden hat: Studenten aller Kontinente hotten sia) von ihr das Witzen und wirken heute in ihrem Geiste'draußen m aller Welt. Ihre Volksbochschulkurse für Leibesübungen sind im neuen Deutschland durch die Bestrebungen der NE Freude" fortgesetzt und verallgemei- >hre Zielsetzung und Methoden ha- Frankfurt a. M., 9. Febr. Auftrieb: Rinder 1401 (gegen 1144 am 2.2.), davon 340 (342) Ochsen, 210 (139) Bullen, 607 (469) Kühe, 244 (194) Färsen; ferner 663 (398) Kälber, 205 (87) Schafe, 246 (224) Schweine. Notiert wurden je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 44 bis 46.50 (44,50 bis 46,50), b) 41 bis 42,50 (40 bis 42,50), c) 37,50 (30,50 bis 37,50). Bullen a) 42 bis 44,50 (43 bis 44,50), b) 40,50 (40 bis 40,50). Kühe a) 43 bis 44,50 (41,50 bis 44,50), b) 37 bis 40,50 (37 bis 40,50), c) 29 bis 34,50 (27 bis 34,50), d) 20 bis 25 (22 bis 25). Färsen a) 44,50 bis 45,50 (44,50 bis 45,50), b) 40 bis 41,50 (40 bis 41,50), c) 35 bis 36,50 (33 bis 36). Kälber andere a) 62 bis 65 (62 bis 65), b) 55 bis 59 (55 bis 59), c) 47 bis 50 (45 bis 50), d) 35 bis 40 (30 bis 40). Hämmel bl) 46 bis 50 (48 bis 50), b2) 43 bis 45 (44 bis 47), c) 30 bis 42 (30 bis 42). Schafe a) 40 bis 42 (40 bis 42), b) 35 bis 39 (33 bis 39), c) 26 bis 32 (30 bis 3-2). Schweine a) 58,50 (58,50), bl) 57,50 (57,50), b2) 56,50 (56,50), c) 52,50 (52,50), d) 49,50 (49,50). Sauen gl) 57,50 (57,50). Marktverkauf: Rinder, Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittelmäßig. Mannschaftsteile am Platze, denn bei besserem Verstehen sind auch hier wesentlich günstigere Ergebnisse zu erzielen! Gr üningen — Lang-Göns: Wohl brachte das Vorspiel Lang-Göns einen schönen Sieg, trotzdem wird man aber hoffentlich die notwendigen Folgen gezogen haben: in eine Jugendmannschaft gehören keine aktiven Spieler. Gambach — Nieder-Weisel: Die Gäste werden kaum eine Niederlage vermeiden können. Schon das Vorspiel nahm einen zweistelligen Ausgang. Weiter stehen in der Gruppe Friedberg an: Münzenberg — Obbornhofen, Wohnbach — Södel, Nie- der-Morlen — Wölfersheim und Ober-Eschbach gegen Ober-Erlenbach. Die Jugendgruppe Wetzlar (88) spielt u. a. mit folgenden Mannschaften: Wißmar — Krofdorf: Beide Mannschaften sind etwa gleichwertig. Aufstellung und Tagesform werden den Ausgang dieses Treffens bestimmen. Lützellinden — Hörnsheim: Der Ausgang ist ziemlich offen. Dieses kleine Hüttenberger- Derby sollte einen spannenden und interessanten Verlauf nehmen. Hochelheim — Dornholzhausen: Die Ueberlegen Hochelheims wird auch diesmal für die Gäste manchen Kampf und Einsatz kosten. Fußball um die Bannmeisterschast. Gruppe I: Spvg. 1900 la — VfB.-R. I; Tv. Heuchelheim — Klein-Linden. Gruppe II: Tv. Großen-Linden — Allendorf; Spvg. 1900 Ib spielfrei; Watzenborn-Steinberg spielfrei. um 1850, Tennis um 1870. Erst dann haben fte eine Theorie der Körpererziehung aufgebaut und sind jetzt bestrebt, daraus ein nationales System Ku machen. . In Italien, Japan und Finnland wird nach deutschem Vorbild geturnt. Neben Deutschland und eiLuuiutn. , . , AMt- deutsche Sportwissenschaft und das deutlche Sportbuch sind in der ganzen Welt verbreitet. Die vom „Internationalen Olympischen xmstitut herausgegebene „Olympische Rundschau vertieft mehr und mehr den Gedanken der Leibesübungen und trägt uir Vereinheitlichung und Einigung bei Noch sind die Ereignisse der „XI. Olympischen Spiele Berlin 1936", deren Generalsekretär Dr. Diehm gewesen, ist in der Erinnerung aller, die dabei sein durften, und werden wohl nie bei ihnen in Vergessenheit geraten. Es waren stolze Tage für uns, als Deutschland im Brennpunkt friedlicher Geschehnisse von Weltbedeutung stand. Als ich das „Haus des Deutschen Sports" verlasse, noch beeindruckt von dem Uebermaß an Aufgaben, das hier bewältigt wird, bringt Dr. Diehm zum Ausdruck, was dazu befähigt: „Ich selbst treibe Sport; dabei kommen mir immer die besten Gedanken". Und jeder, der in diesem Hause der Freude und der Arbeit weilen konnte, wird und muß die Ueberzeugung mitnehmen, daß hier das Vermächtnis von Pierre de Coubertin in besten Händen ruht und- Deutschland der Gralshüter des olnmpischen Gedankens im besten Sinne des Wortes ist. Hellmut S u 1 i t z e. Abendbörse still. Die Abendbörse erhielt ihr Gepräge durch das sehr kleine Geschäft mangels entsprechender Kund- chastsbeteiligung. Infolgedessen kamen die meisten Papiere ohne Umsatz zur Notiz. Kursmahig ergaben sich gegen den Mittagsschluß nur geringfügige Abweichungen, zumeist lagen sie behauptet. Als verändert zu erwähnen wären Demag mit 148,50 (149,25), Daimler mit 138 (138,50), Verein. Stahl mit 110,25 (110,50), andererseits BMW. mit 153,50 (153), Berger Tiefbau mit 145,50 (14a,25), ©esfürcl mit 139 (138,75), Junghans mit 97,25 (97), Lahmeyer mit 116 (115,75). JG.-Farben lagen mit 150,25 behauptet, ebenso Rheinstahl mit 139, Mannesmann mit 112,13 (112,25), ferner u. a. Adlerwerke mit 108,25, Metallgesellschaft mit 121, Scheideanftalt mit 208,50, Holzmann mit 149, Mainkraft mit 89,50, Moenus mit 125, Westdeutsche Kaufhof mit 106, Reichsbank mit 182 und Großbank-Filialwerte. Am Rentenmarkt wurden 4,50 v. H. Bad. Kommunal-Pfandbriefe R 1 mit uno. 99,25, Dekosama I mit uno. 134,25 umgesetzt; 6 v. H. JG.-Farben waren zu uno. 119,50, Reichs- bahn-BA. zu uno. 123,13 gefragt. -Im Frei verkehr nannte man 4 v. H. Kommunal-Umschuldung mit Frankfurt a. M. 9. Febr. Die Börse bot an den Aktienmärkten zwar weiterhin ein sehr ruhiges Aussehen, da die Beteiligung der Kundschaft stark zu wünschen übrig ließ, während der Berufshandel mangels besonderer Anregungen in seiner abwartenden Haltung verblieb. Indessen war die Grundtendenz trotz der Geschüftsstille recht widerstandsfähig und auf kleine Rückkäufe ergaben sich eher leichte Besserungen um Prozentbruchteile. Don schweren Werten lagen Siemens mit 199 um 1,50 v. H. und Conti Gummi mit 219 um 1 v. H. cher. Knapp gehalten setzten ferner Zellstoff Hof mit 125,75 (126,25), Junghans mit 97 (97,75) und Buderus Eisen mit 108,40 (108,75) ein. Lebhafter waren am Elektromarkt AEG. mit 121 bis 121,50 (120,50) und Gesfürel mit 139 (138,50). JG.- Farben lagen mit 150,25 (150) voll behauptet, Scheideanstalt weiter leicht ansteigend auf 208,50 (208). Bergwerkswerte konnten sich außer den erwähnten Buderus gut behaupten; Verein. Stahl 110,50, Rheinstahl '138,50, Mannesmann 111,75, Hoesch 0,40 v. H. fester mit 110. Von Maschinen- und Autoaktien lagen Eßlinger mit 109 unver- Die Spiele um die Bannmeisterschaft nehmen am kommenden Sonntag ihren Fortgang. Die Vorrunde konnte bis auf eine Staffel restlos erledigt werden, außerdem find schon verschiedene Spiele der Rückrunde ausgetragen. Außer der Feststellung des Bannmeisters in den kommenden Spielen ist es der Spielleitung daran gelegen, aus sämtlichen Mannschaften im'Bereiche des Bannes die besten Jugendspieler herauszuziehen und zu einer Bannmannschaft zusammenzustellen. Am kommenden Sonntag sind folgende Paarungen getroffen: Heuchelheim — 19 00a: Heuchelheim wird auch diesmal die Ueberlegenheit der Gäste spüren müssen; ob allerdings die 1900er einen so einwandfreien Sieg des Vorspiels wiederholen können, ist kaum anzunehmen. Vs B. - Reichsbahn — M t v. a : Wenn schon die 1. Jugendelf der Männerturner das Spiel auf des Gegners Platz auszutragen hat, dann dürfte doch mit einem Siege zu rechnen fein. Die Mannschaft ist in allen Teilen gut besetzt. Klein-Linden — M t v. 2: Die 2. Juqend- mannschaft des Männerturnvereins geht am Sonntag einen schweren Gang; noch ist die hohe Niederlage, die die Jungens bei der ersten Begegnung ein- stccken mußten, in bester Erinnerung. Wird Klein- Linden am kommenden Sonntag einen solchen Erfolg wiederholen können? 1900b — Großen-Bi^seck: Die 2.Jugendelf der 1900er hat im letzten Spiel verlieren müssen. Die Busecker Mannschaft verbessert sich von Spiel zu Spiel. Es wird für beide Kampf kosten. 1900 hat den Vorteil des eigenen Platzes. Hausen — Holzheim: Schon das Vorspiel gab der Hausener Mannschaft das Nachsehen. Bei Hausen wäre eine gründliche Ueberprüfung aller ändert, Da^nler 0,50 v. H. höher mit 138,50. Arn Renten markt blieb das Geschäft sehr bescheiden, die Kurse wiesen kaum Abweichungen auf. Reichsaltbesitz unv. 129,13. Von Industrie-Obligationen 4,5proz. Krupp 98,50 (98,40), anderseits 5proz. Gelsenkirchen Berg 100,75 (100,90). Pfandbriefe lagen bei kleinem Geschäft behauptet. Stadtanleihen wichen z. T. bis 0,25 v. H. ab. Staatspapiere lagen ruhig. Im Freiverkehr nannte inan Kommunal-Umschuldung eine Schattierung höher mit 93,15 (93,13). Reichsaltbesitz besserten sich auf 129,25 nach 129,13, anderseits Dekosama I 134,25 (134,50), Reichsbahn-VA. 123,13 (123,25). In der zweiten Börsenstunde lagen Aktien eher etwas schwächer, da kleines Angebot herauskam, dem sich nur schwache Aufnahmeneigung entgegenstellte. JG.-Farben 149,75 nach 150,25, im übrigen hörte man die Anfangskurse meist 0,25 bis 0,50 v. H. niedriger. AEG. noch etwas höher mit 121,75 nach 121,50, ferner Mannesmann mit 112,25 nach 111,75. Die später notierten Papiere lagen uneinheitlich bei durchschnittlichen Veränderungen von 0,50 bis 1 v. H. Höher u. a. Demag mit 149,25 (147,75), anderseits Adlerwerke 108,25 (109,50), Feldmühle 121 (122,25), Zement Heidelberg 152,50 (153,50). Werkpause. 9: Badischer Beamtentag. Es spricht Gauleiter und Reichsstatthalter Robert Wagner. 10: Schulfunk. Rufer und Seher des neuen Jahrhunderts. Houston Steward Chamberlain. 10.30. Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.15: Wieder befiehlt bis 15 Uhr ganz allem der -Hörer nur! Wunschkonzert fürs WHW. 15: 23ilberbud) der Woche. 15.15: Stimmen aus dem Alltag. 15-30: Zwoa Brettln, a gsühriger Schnee. Von verschneiten Tannen, Schisalat und zünftigem Hüttenleben 16: Frankfurter tönende Illustrierte. Halbmonatsblatter für die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude , Winter 1938/39. 18: Bühne und Film im Rundfunk. 18.30: Blasmusik. 19.15: Tagesspiegel 19.35: Gemeinschaftliches Volksliedsingen. 20: Nachrichten, Grenzecho. 20.15: Wunschkonzert. 22: Nachrichten. 22.20: Reit- und Fahrturnier, Frankfurt a. M. 22.30: Nachtmusik und Tanz. 24 bis 2: Nachtkonzert. England hat Schweden einen unvergänglichen Bei- „Straft durch EmÄ Ä'Ä ~ Bürger» ter Lina, dessen lOOjäfjriger Todestag in diesem > rechte erroorben. . .. Jahre mit einem großen Welt-EymnaMest zu i Die deut che < Stockholm begangen wird. Auch Lings Arbeit hat eportbud) sind i ebenso wie die des Dünen Nachtegall Zusammen- vom „Snternatn hänge mit dem Wirken der deutschen Turnvater —””h’“ ni Guts Muths und Jahn. Und auch m der Folgezeit hat die schwedische Gymnastik in dauernder Wechselwirkung mit dem deutschen Turnen gestanden, ohne dabei ihre Eigenart zu verlieren. Die um 1900 entstandene Bewegung der rhythmischen Gymnastik hatte ihre Wurzeln in verschiedenen Ländern, so in USA. und in der nchweii- Ihre Hauptstütze hatte sie in Deutschland: von hier aus wirkten sich die Anregungen und Bestrebungen aus die anderen Länder aus. Besonders auf dem „Nordischen Gymnastikfest" in Helsinki 1938 trat zutage, wie alles gerade auf diesem Gebiet der Leibesübungen ein gegenseitiges Geben und Nehmen ist. Genau so wie der dänische Gym- nast Nils Buhk seine hervorragende Arbeit in Deutschland zeigte, so sind die deutschen Schulen • wie Medau, Jutta Klamt, Günther,. Loges ms (Sa. 350 □Xilchkülu. * uni) ZRinbec auf öee 125. Milchvieh - Versteigerung in Münster i. W., Halle Münsterland Dienstag, den 14.Februar 1939,1Ä Uhr Die Tiere stammen aus scuchcnfrcien Gebieten und sind gegen Seuchen schutzgeimpft. Obligatorische Untersuchung auf Bazillus Bang. Nähere Auskunft und Katalog (kostenlos): MlWilche Drooiniial-DißhDßnBßrtungsgenodenldinft e.G.m.b.H., Münster i.W., Windihorststr. 20, Ruf 26644-45 Ständige Vermittlung von Vieh aller Art: (Fett- und Weidevieh / Ferkel z Läufer z Pferde usw I Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücher! Gewinnauszug 5.-Klaffe 52. Preußisch-Süddeutsche (278. Preuß.) Klassen-Lotteric Ohne Gewahr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und H 5. Ziehungütag 9. Februar 1939 Sn der heutigen Vormittagsziehung wurden gezogen „ 8 Gewinne zu 5000 NM. 28385 171074 236910 354606 4 Gewinne zu 3000 RM. 297633 315840 6 Gewinne zu 2000 RM. 31606 171198 394699 64 Gewinne zu 1000 RM. 18851 20367 71152 80504 89698 99891 101687 121267 177879 178228 192297 197730 204521 209727 227977 244896 253284 294436 302370 304897 310041 311107 334545 337667 352176 367106 369566 388145 388954 394796 395953 397495 94 Gewinne zu 500 RM. 4434 15764 47957 50281 54983 66879 109746 112178 121872 123047 130845 143469 144513 146030 146620 150394 169702 180762 183608 203209 224522 224663 237469 245945 249184 249210 252647 266330 270220 271682 279156 279820 283245 285476 287833 288194 291493 298033 314171 323943 333060 334682 338833 343583 368710 393840 394332 180 Gewinne zu 18161 30571 3 50825 50908 5 82199 82941 9( 126253 132583 171452 177040 191220 193845 214187 215170 228137 228887 250608 261348 284531 291271 308353 309293 330504 348488 374448 375017 386560 392768 Außerdem wurden !00 RM. 1927 279 36705 A 658 57016 5981 208 90230 91649 133180 161179 179914 183158 199923 201181 216280 223276 231238 235789 265325 267246 296589 298704 313853 318163 350518 354696 375584 376430 393682 395622 1644 Gewinne zu je 150 9980 16923 >4 45208 46203 17 65073 71696 i 102047 117738 166753 168796 183170 186759 202909 203711 225410 226149 243209 247207 271030 282033 305234 306298 326464 327087 357937 369586 380021 384354 398124 .150 RM. gezogen. In der heutigen Nachmittagsziehung wurden gezogen 6 Gewinne zu 20000 RM. 144320 324586 2 Gewinne zu 5000 RM. 371183 10 Gewinne zu 3000 RNl. 3381 34640 189859 242833 26 Gewinne zu 2000 NM. 10557 49090 75396 86642 90493 134480 136010 146535, 332144 65553 68100 216480 243291 341616 369489 _ 60 Gewinne zu 1000 RM. 14630 24848 45354 58461 87593 90436 93056 109740 126547 130490 130655 167307 177283 178586 191499 191869 196960 197129 204224 211500 228309 245202 260930 272265 273008 289329 302566 317404 318466 345529 96 Gewinne zu 500 NM. 5315 6602 10426 31794 32607 51672 54277 57413 63286 66258 77265 86984 92622 93014 106284 122567 124841 130477 135949 153928 156898 172953 186609 191434 208031 219819 226586 229017 230128 248058 248592 277257 289154 298996 302080 302671 331196 334609 338235 356485 361519 362178 364686 368948 373575 379153 386779 391155 196 Gewinne zu 300 RM. 358 7427 10268 10289 27492 54742 56198 57695 58730 63230 65738 66633 70141 70151 70413 72118 82585 82813 83250 88256 91370 93825 100607 103449 103654 106928 109822 110256 120967 122112 127526 128111 132544 136966 142292 145375 149529 150144 150724 159547 160856 175944 179138 179439 180367 182092 182895 184302 187515 190534 205781 207999 215175 215423 220966 229771 232257 247392 255240 257481 262139 266624 272202 274588 278244 282263 283458 284240 287181 287252 287827 292296 293936 295263 298724 302106 307446 308965 310649 319111 320437 323495 330089 336899 350217 353714 361818 362196 365650 374540 374581 379738 380717 380792 381962 383028 385002 393923 Außerdem wurden 4604 Gewinne zu ,e 160 RM. gezogen. 3m Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu je 1 000 000 NM, 2 zu je 500 000, 2 zu je 300 000, 2 zu je 200 000, 2 zu je 100 000, 2 zu je 75 000, 4 zu je 50 000, 10 zu je 30 000, 12 zu je 20 000, 90 zu je 10 000, 150 zu je 5000, 326 zu je 3000, 804 zu je 2000, 2496 zu je 1000, 4116 zu je 500, 8476 zu je 300 und 196 504 Gewinne zu je 150 NM. SPENDEN UND MIT FREUDEN ©dGEBENSfö ßrührsche Druckerei, Schulstraße 7, Anruf 2251 Geschmackvoll Vornehm Persönlich Diese 3 wesentlichen Eigenschaften der guten Familien-Drucksache bietet Ihnen in zahlreichen neuzeitlichen Ausführungsarten schnell und zu mäßigen Preisen