Dienstag,W.Zanuar 1959 189. Jahrgang bandelt sich hier um Forderungen, die im italie- ladenen Dinge vor Augen denkt man ferner an, Ken Volk von jeher also auch in Zeiten andere Themen, die direkt hie englisch-italienischen ber^inneren und äußeren Schwäche, als natio= Beziehungen nale Notwendigkeit empfunden wur- unlängst der «Spectator andeutete als er jajr , den. aber erst öffentlich aufgestellt und mit Nach- es sei möglich daß Jta ien furchte durch G ib- R. G. Rom, 9. Januär 1939. te UCU3 VUll ------- . rc wohl doch mitttlerroeile klargeworden fein: Es n u n< Unser Bild zeigt die neue Front der Reichskanzlei. — (Scherl-Bilderdienst-M.) sich ieiß, Arbeit, Opfer uno '/Msirengungen „Mit dem Bau dieser neuen Reichs-1 n n !T m k >i I« nb 15* eil en, in erg jie* Englands Äeisewiinsche für Ehamderlain. infr dgs< JfÄ bürg den, aber erst öffentlich aufgestellt und mit Nachdruck vertreten werden konnten, nachdem Mussolini und der Faschismus dieses Volk in einem einheitlichen nationalen Bewußtsein und Willen zusammengeschlossen und zu einer Großmachtstellung emporgeführt hatte. r alt ar und'das Rote Meer abgeschnürt zu werden, während England befürchten könne, durch die Meerenge von Sizilien (Pantelleria!) erdrosselt zu werden, und daher seien gegenseitige Zusicherungen in dieser Hinsicht nicht ausgeschlossen, so erkennt man den gewaltigen Umfang des römischen Gesprächsstoffes, zugleich aber auch die ungeheure Tragweite, die ein erfolgreicher Ausgang dieser Ministerbesprechungen für Europa und die ganze Welt haben kann. chrem Bauherrn für seine Worte. « Berlin, 9. Ian. (DNB.) Ein großer Teil der am Neubau der Reichskanzlei beteiligten Arbeiter nahm das Mittagessen in den festlich geschmückten Zoo-Fe st sälen und in den Festräumen des „R h e i n g o l d" ein. Staatsrat Gauleiter-Stellvertreter Görlitzer sprach zu den Arbeitern von den tiefbegrünbeten Fundamenten des neuen Baues, die symbolisch seien für die vom Führer geschaffenen festen und soliden Grundlagen des Reiches selbst. Gaupropagandaleiter Wächter hieß die Arbeiter aus dem Reich im Auftrag des Gauleiters Reichsminister Dr. Goebbels willkommen. Zur großen Freude der Bauarbeiter erschien auch Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, der bei seinem Rundgang durch die Säle vielen Hunderten die Hand schüttelte. Anläßlich der Fertigstellung des Neubaues der Reichskanzlei hat der Führer und Reichskanzler auf Vorschlag des Generalbauinspektors für die Reichshauptstadt, Albert Speer, in dessen Händen Entwurf und künstlerische Oberleitung für dieses Haus lagen, sieben von dessen Mitarbeitern den Titel „Baurat" verliehen. Kreise entnehmen konnte. In beiden Blättern steht zwischen den Zeilen das Wort Pessimismus zu lesen, beide legen Ge- uet atU mg, alle Das und hla* loch -zu« den ge. nehmen von einem Ausschuß verwaltet werden soll, in dem alle Regierungen nach Maßgabe ihrer Beteiligung am Kanalverkehr vertreten sein Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für \ mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breite 50Rps.,Platzvorschrist nach vorh. Dereinbg. 2£°/0 mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder«, Unterrichts-u. behördliche Anzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B ba& lisch' uern Sieg pol' eil, । und »eitet1 Daher sei es auch sein Bestreben, diesem neuen uiunutuuurcu Rc'.ch eine wurdlge H a u p l - stabt zu geben. Das bedeute nicht daß das übrige Reich dadurch vielleicht zurückgestellt werde aber seine Hauptstadt solle besonders repra I en - tativ sein und in ihrer ganzen Große die Größe des Staates zum Ausdruck bringen. kanzlei ist eigentlich erst das Jahr 1938 abgeschlossen! In diesem Jahre habt ihr es geschafft, für die Ereignisse dieses Jahres ist der Bau hergestellt worden, und daher ist er die Bekrönung des Großdeutschen politischen Reiches!" Der Führer schloß seine immer wieder von stürmischen Beifallskundgebungen unterbrochene Ansprache mit dem alten Kampfesruf: „Unser deutsches Volk und unsere Bewegung — Sieg-Heil!" — Mit minutenlangen Rusen: „Wir danken unserem Führer!" und lang anhaltendem brausenden Jubel dankten die Arbeiter Deutsch land!" (Begeistert stimmen die Der Neubau der Reichskanzlei eingeweihi. Der Führer feiert mit 8000 Arbeitern zusammen die Fertigstellung des ersten Repräsentationsbaus der Reichshauptstadt. 1= ir !I K nr. 8 Erstes Blatt Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte ©ieRener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monats-Vezugspreir: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr . . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zemsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Der Kampf um den Mittelmeerraum Zum englischen Ministerbesuch in Som. ' Eigener Bericht des Gießener Anzeigers. Arbeiter dem Führer zu.) Der Führer schilderte dann, wie er zu Beginn des vergangenen Jahres, als er sich entschloß, die großdeutsche Frage zu lösen, seinem genialen langen Architekten Speer den Auftrag gab, ihm für dieses Großdeutsche Reich in kürzester Frist auch einen anderen Platz zur Arbeit und zur Repräsentation zu schaffen. Zum 9. Januar 1939 habe er ihm pünktlich die Vollendung des Hauses melden können. „Das ist noch nie dagewesen! Ich bin selber v§m Bau und weiß.was das heißt! Es ist eine einmalige Leistung, und jeder einzelne, der daran teilhat, kann heute stolz daraus sein. Auch das ist ein Zeichen der Leistungsfähigkeit des deutschen Volkes! (Stürmischer Beifall.) Der Führer sprach zum Schluß allen am Bau Beteiligten seinen herzlichen Dank aus. Das Derk spreche für sie — und jeder einzelne könne das Bewußtsein haben, mit geholfen zu haben an einem Baudenkmal, das viele Jahrhunderte überdauern und von unserer Zeit zeugen werde als das erste Bauwerk des neuen Großdeutschen Reiches Er habe sie alle eingeladen, heute hier zu- fammenzukommen, damit auch diejenigen draußen in ihren Steinbrüchen sehen könnten, was aus ihrer Hände Fleiß entstanden (ei. r alle könnt heute stolz und glücklich sein, und ich freue mich daß ich mit euch, meine deutschen Arbeiter, das FF der Vollendung und der Uebernahme der neuen Reichskanzlei erleben darf. Ich habe euch so oft bin der Arbeit gesehen, und ich weiß, daß das was fetzt so schön geworden ist, in der Zeit des Entstehens eh viel Schweiß, Arbeit, Opfer und Anstrengungen gekostet hat." hom Ban dieser neuen Reichs- „Zch hin selch vom Bau" Der Führer spricht. „Als deutscher Volksgenosse", so erklärte der Führer unter dem begeisterten Jubel seiner Bauarbeiter, „bin ich heute genau das, was id) immer war, und will ich nurne mehr fein. Meine Privatwohnung ist genau die gleiche, die ich vor der Machtübernahme hatte^ und wird dieselbe bleiben, hier aber bin ich der Repräsentant des deutschen Volkes! (Erneute stürmische KundgebungSN) Und wenn ich hier jemanden in der Reichs- kanzlei empfange, dann empfängt oen oetrep fenden nicht der Privatmann Adolf Hitler, son^ dern der Führer der deutschen Ratio n! Und damit empfange nicht ich ihn, sondern durch mich empfängt ihn Arn Mittwochnachmtttag treffen der englische Ministerpräsident Chamberlain und sein Außenminister Lord H a l i f a x zu einem mehrtägigem Besuch in Rom em. Schon die Tatsache, "aß die beiden Minister sich-von einigen der hervorragendsten Sachverständigen begleiten lassen, »eutet darauf hin, daß bei den Zusammenkünften wischen Chamberlain und Mussolini, Lord Halifax und Graf Ciano Fragen von höchster Wichtigkeit Erörterung kommen werden. Die Weltpresse Dat sich denn' auch bereits ausgiebig mit diesen Problemen beschäftigt; wenn man trotzdem über i»ie Gegenstände und vor allem die Erfolgsaussich- r der seicht >ßnt- reir W jalisti' eine" |F W' C m ' Im Auftrage der Arbeiterschaft begrüßte der Berliner Arbeiter Max Hoffmann den Führer. Er schilderte den Verlauf der Bauarbeiten und überreichte dem Führer den Schlüssel zum Hause. Der Führer nahm unter Händeklatschen der Arbeiter aus seiner Hand ein rotes Etui entgegen, in dem der Schlüssel zur Reichskanzlei befand. Gelänge es durch Vermittlung. Chamberlains — i ob man ihm dabei die Rolle eines „Dermitttlers ! ober eines „Informators" zuteilt, ist belanglos — I eine für alle Teile annehmbare Verständi - gung zwischen Italien und Frankreich herbei- zuführen, so würde voraussichtlich auch ein an- 1 beres Problem, das jetzt noch, die Beziehungen 1 ber am Mittelmeerraum interessierten Mächte be- das Problem bes spanischen bürfte" immerhin Ta? man'sich in Rom'Eingehend Bürgerkrieges, viel von seiner Schärfe ver- unb sehr ernsthaft mit ben französisch-italienischen lieren. Auch in dieser Hinsicht liegt noch vieles im Strei fraaen' mirb befassen müssen. Ob dies mit Dunkeln. Wird sich Chamberlain zu einer Neuner ohne die französische Einwilligung geschieht,' Orientierung der englischen Politik im Sinne her Ht im aeaenmärtiaen Habium der Angelegenheit! Zuerkennung der Rechte Kriegführender an Ge- ziemlichO nebensächttch. Wenn Chamberlain, wie neral Franco, durch deren Verweigerung er lebig- BWSt tÄ tenÄÄ um oen Fragen, vie nid)t einfach Daß Italien nach wie vor auf bem Standpunkt London, 10. Jan. (Eurvpapreß.) Die beiden maßgeblichen konservativen Morgenblättcr, „Times" ©nn/ber und „Daily Telegraph", nehmen in ihren Leit- oinne uei Qm Dienstag mit Überaus zurückhaltenden Formulierungen zu den Aussichten des römischen Besuches Chamberlains Stellung. Am stärksten stellt die „Times" die englisch-italienischen Gegensätze in ben Vorbergrunb. Bezeichnenb ist, baß die „Times erklärt, General Franco habe in Katalonien einen großen und möglicherweise e n t s d)-e i b e n b e n Sieg erfochten. Dies dürfte darauf hindeuten, daß Chamberlain in Rom in der spanischen Frage doch eine größere Nachgiebigkeit zeigen wird, als man bisher aus ber Haltung englischer halbamtlicher pr üch e n" bes italienischen Volkes, bie vom Fragen, die 'zur Zeit zweifellos bie größten italienischen Freiwilligen aus Spanien einwiuigen5 Außenminister Graf Ciano in seiner großen eiten firf) bergen, nicht einfach Daß Statten na* wie Kammerrede vom 30. November vorigen Jahres Senn darüber muß sich Chamber- beharren wird, daß nur em ...X > ®ea.ßn|Qfe w den Franzosen, bie o en- in Frage kommen kann, damit der Botscyewismus Mchener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Srühlsche UniverfilätrdruSerei «.Lange In Sietzen. Schriftleitung und Seschäftrftelle: Schulftrahe 7 Kammerrebe vom t------- . .. , |UUlUuu □ngemelbet worben finb unb sich in erheoliche.n ^in — ilu Umfang an bie Adresse Frankreichs nch-, ^Qr hgs^n, daß bie' ren. Es ist baher zu erwarten, baß bei bey ita- p--------- r-ruu — Uenifch-englischen Ministerbesprechungen in Rom, ] rrotz allem Widerstreben des Quai d'Orsay, das ä t a 1 i e n i s ch - f r a n z ö s i s ch e Verhältnis 1 ein wichtiges Thema bilden wird. Durch bie franzöMch-itnlienische Auseinander- i etzung, die sich im Anschluß an die Rede Cianos durch Kundgebungen und Pressefehden entwickelt ,j hat, sind die Hauptpunkte dieser „natürlichen An- j spräche" in die öffentliche Debatte geworfen worden: Korsika, Tunis, Dschibuti, Suez- Kanal. Aber Formen unb Ausmaße der italienischen Wünsche hinsichtlich dieser vier Punkte sind von amtlicher römischer Seite nicht einmal andeutungsweise bekanntgegeben worden, und es war in den mitunter recht heftigen Presfepolemiken ein ständig wiederkehrender Vorwurf gegen Frankreich, daß man dort künstlich eine Welle der Entrüstung und Erregung gegen Italien „aufgezogen" habe, ohne überhaupt dessen konkrete Forderungen gu kennen. So ist man vorderhand auf die mehr , eher weniger autorisierten Angaben italienischer Blätter angewiesen, wenn man Rückschlüsse auf Italiens Ansprüche ziehen will. In Tunis hat Italien die Interessen von rund ABO 000 Volksgenossen zu verteidigen, die, wie man immer wieder betont, das Land erst erschlos- jsen und zu jenem Wohlstand gebracht haben ber i es ben Franzosen als begehrenswerte Beute habe ; erscheinen lassen. Bei der Derteibigung dieser ! Rechte kann sich die italienische Regierung auf eine Nwettellos sehr starke Rechtsopnositton stutzen: sie kann sich darauf berufen, daß die italienischen Interessen durch Verträge, bie vor bem frazosischen »Einmarsch mit bem Bey von Tunis abgescblossen mürben, gesichert finb, unb daß Tunis auf Grund internationaler Verträge keine Kolonie, sondern nur ein Schutzgebiet Frankreichs ist, meshalb die französische Verwaltung auch nicht -zur Durchführung gewisser Zwangsmaßnahmen berechtigt sei, die sich bie Naturalisierung der tune- jjischen Italiener zum Ziele fetzen Dschibuti, dieser H°ine Landfetzen am Golf von Aden, südlich ber Meerenge Bab-el-Mandeb, der Italien von granh-etd) schon auf ber Friedenskonferenz 1919 verweigert worben ist, konnte lür die Franzosen einen gewissen Wert besitzen, solange er als Brückenkopf für ein weiteres Vordringen in bas ostafrikanifche H inter- ff a n'b hätte dienen können. Seitdem aber dieses Hinterland — Aethiopien — völlig und feit i n k.'aNe ni,ch°n Händen ist. bildeiDich.buN eigentlich nur noch einen „Stein des Anstoßes , Kenn die Italiener erblicken bann ben von einem Iremden Pförtner bewachten H au seinga n g zu ihrem Imperium. Um ben Franzosen »zu beweisen, daß das Geschick Dschibutis^ganz in üuyicl ------ ihre Hände gegeben ift^ haben $talien*r enfMeibenbe Bedeutung der Stärkung des lletzter Zeit mit dem Boykott des Hafens und der k c 'u t e n Die kurze gebnis, daß nämlich in der Emigranten- Besprechung, die die englischen Mimster heute frage ein guter Anfang gemacht werden könnte nachmittag m Pans mit ihren französischen Kolle- trüge. Das liberale „News Chronicle" ersucht ...... y__XT.------- Chamberlain nochmals, „keinerlei Zugeständnisse an Reise von 2000 Kilometer, um in seinem Hause Italien zu machen, vor allem nicht in der Spanien- vorzusprechen, sondern man spreche besser von sich frage". Die Solidarität der englisch-französischen | aU5f indem man das Telephon oder den Telegraph Front müsse unvermindert bleiben. „Daily E x - p r e tz" schließlich warnt Chamberlain, „seine Nase in den italienisch-französischen Streit zu stecken". russischen Verhandlungen über die Fischereirechte Japans gestalten sich immer schwieriger. Wie die Agentur Domei berichtet, hat Außenminister Lit- winow-Finkelstein dem japanischen Botschafter in Moskau, Togo, mitgetilt, daß alle bisher in japanischem Besitz befindlichen Fischereigründe im Februar zur Auktion gestellt würden. Botschafter Togo habe Lttwinow-Finkelstein darauf hingewiesen, daß die sowjetrussische Handlungsweise in schärfstem Gegensatz zu den Japan vertraglich garantierten Rechten stehe. Auf den Einwand des sowjetrussischen Außenministers, daß die Auktion der Fischerei gründe den Fortgang der Verhandlungen nicht berühre, habe Togo erklärt, daß Moskau für die sich aus einem Rechtsruck) ergebende Verschärfung der Beziehungen voll verant- Schwedische Devöttei-ungssorgen. Zwischenfalls »sagt, daß in K eitraumschiff? Warum gibt es kein Gegenwart«- und Zukunstsprobleme der Lustfahrt. I" ist, so fragt man sich unwillkürlich nach dem lt5- her 955 ihr ßar ......u»ret J°yrz°,».-n uno BZ°hr-lufts°hrt auf der g°g°nmärtig-n Bast; er- erreicht morden ist. wenn man bttuckflchtigt das ^olat wird die Pionierarbeit, die niemals ruht an dL-T-mpa d» ForMr^ k-mcr eine$ Zwstchenetaxpe der Lustjahrt. Aus nichts wird nichts, dies albe Wort galt immer, gilt auch weiter fort. Und doch wird, wenn man's recht betrachtet, so manches ost als nichts geachtet, woraus mit Liebe, Müh' und Fleiß BLZ. und Luden-Emigration. Bafel, 9.Januar. Die Sitzung des Berwal-- tungsrats der Bank für internationale Zahlungen am Montag stand unter dem Eindruck der englischen Abwehrmaßnahmen am Geld- und Devisenmarkt sowie der ausländischen Pressemeldungen, die die BIZ. in Verbindungen mit der Finanzierung der Juden-Emigra- t i 0 n gebracht haben. Die Verhandlungen hierüber haben noch zu keinen zwischenstaatlichen Vereinbarungen geführt. Infolgedessen ist es auch nicht zu der Uebertragung der Devisen- und Bar-Transfer-Ge- schäfte an die BIZ. als Treuhänderin gekommen. Der Verwaltungsrat genehmigte im übrigen den Dezember-Ausweis der BIZ., der mit einer Bilanzsumme von 595,9 Millionen Schweizer Goldfranken abschloß und gegenüber dem Vormonat einen geringfügigen Rückgang zeigt. n: *r= eil >>i, r* die Straßen. An der C 0 r d 0 b a > F r 0 n t setzten die Roten ihre Entlastungsoffensive fort, die aber trotz eines riesigen Einsatzes von Tanks, Artillerie und Menschen gescheitert ist. Fast alle Tanks konnten unschädlich gemacht werden. Elf Tanks, von denen acht sowjetrussischer Herkunft waren, fielen völlig gebrauchsfertig in die Hand der Rationalen, die die erbeuteten Tanks gegen die Roten selbst einsetzten. Wer wird König Georg vertreten? Em Staatsrat während der Kanada-Aeise des britischen Königspaares. Aus nichts wird etwas! Eindrücke von der Reichskleintierschau in Leipzig. Don unserem $. M.-Korrespondenien. teigen müßte. Jede Familie müsse mindestens vier Kinder besitzen. Durch den Rückgang der Geburten werde die Vergreisung des Volkes im großen Umfange gefördert. Diese besorgniserregende Bevölkerungsbewegung fei für die abendländischen Völker und überhaupt für die weiße Rasse charakteristisch. Eine neutrale 'Zone bei Munkacs. HIV btr= und für iatc: musische jche öer idto V mstl den üfF etz' (ft- ro. Hauptschriftleiter vr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thynot; für den übrigenTeil: ErnstBlumschein. Anzeigenleiter; Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XII. 38: 10843. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Jllu- strierten-15 Pf. mehr. Einzelverkaufsprets 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Rr. 4 vom 1. September 1937 rieg5’ ione" f dos t dec gebe". U H ;r «l 1 e c * tßßV n- Alle männlichen Einwohner wurden nach der Um» pngelung der Dörfer zusammengetrieben, gleich- zültig ob schuldig oder unschuldig. Sodann wurden die Häuser in Abwesenheit der Männer — mangels ausreichender Polizeistreitkräfte oft durch „eigens organisierte Durchsuchungsabteilungen" — genau durchsucht. In keinem Falle seien die Häuser unschuldiger Araber in Bausch und Bogen zerstört worden. Soweit die genaue Feststellung der Schuld des Täters nicht möglich sei, gebe es keine andere Möglichkeit, als Kollektiv st rafmaßnahmen anzuwenden (?). Die Eintreibung von Sammel- g e l d st r a s e n erfolge gewöhnlich in bar. Wenn das nicht möglich sei, würden Tiere und Lebensmittel als Sicherheit weggenommen. In dem Bericht wird sodann die unglaubliche Tatsache offen zugegeben, daß auf diese Art und Weise ganze Dörfer derart verarmt sind, daß „andere Abschreckungsmittel" gefunden werden müßten (!), in der Weise, daß mit der Zerstörung von S) au ■ fern gedroht und einige Häuser markiert würden, die im Falle neuer Unruhen dann m die Lust gesprengt würden. Kürzlich ist ein Film im Reich angelaufen, der in die ersten praktischen Versuche der Fliegerei zu Beginn dieses Jahrhunderts zuruckfuhrt und sich Ziel in den Wolken" nennt. Unter wettest- Älidjer Wahrung aller konstruktiven, flugtechnischen und weltanschaulichen Gedankengange der da- maligen Zeit führt uns der Film tn lene Tage zu- rück, in der die vier ober fünf Pioniere der Motorfliegerei, die es damals 'N der Welt gab, mit fanatischer Besessenheit um die W^ter- entwicklung des Flugzeuges, um die ersten Wett« und Höhenflüge, um das „Ziel m den Wolken chr Leben einsetzten. Die damalige Zeit wollte zunächst kein Verständnis für die "fliegenden Akrobaten zei^ gen. Mit spöttischer Miene standen die Zuschauer auf dem Startplatz von Johannisthal. Darm er- kannte man auf einmal die ungeheure Bedeutung des Flugzeugs für die Zukunft und begann mit allen Mitteln die Weiterentwicklung zu fordern. Damals hat es zehn Jahre gedauert, ehe sich die Sachverständigen von dem Wert der Erfindung einiger unbekannter Männer überzeugen ließen. Heute ahnt jeder technische Säte unb jeber Fachmann weiß es, daß bie große Zukunft der Luft fahrt noch bevorsteht, daß das, was geschaffen ist, nur bie erste Grunblage darstellt, der sich alles folgerichtig weiterentwickeln wird. Wir haben m allen Lägern ein engmaschiges Retz °°u Verbindungen zwischen den größten Stabten und w chttgen Wirtschaftszentren. Wir haben Schnellflugzeuge dl. mit 400 bis 500 Kilometerstunden das Schlagwort vom Tempo der Zeit und den „Sprung von Land zu Land" im Laufe weniger Stunden leicht erfüllen können; wir besitzen letzt Großraumflugzeuge, die bald in der Lage sem werden unter Erfüllung aller Komfortanspruche Kontinente zu verbinden, wobei sie eme so große Anzahl Passagieren befördern, daß die Wirischaftl chke t gesichert ist. Endlich scheint man auch so weit gekommen zu sein, daß die Weltmeere für den^erdumspannenden Lustdienst kein Hindernis mehr bilden. Es kommen jetzt nur noch Fragen der gen genden Einsatzmöglichkeit von Maschinen — e ne Angelegenheit der serienmäßigen Herstellung und der internationalen organisatorischen Regelung Luftnetzes um den Erdball zur Losung in Betracht, und die erste Etappe des Traums vom Fliegen ist erfüllt! Wenn man bedenkt, daß bas Ms in drei Jahrzeh nten^E? und alte Leutchen oder auch für Arbeiter, die einmal aus den Metskasernen flüchten wollen, meinethalben früher etwas für die Arbeitslosen, damit sie nicht beim Herumlungern auf dumme Gedanken kommen; bestenfalls noch dachte man gn die freundliche Stimmung aus so manchen Versen von Wilhelm Busch. Ein weiterer wirtschaftlicher Sinn wurde allem der Geflügelzucht und der E i e r z e u g u n g zu- gebilligt, schon weil die Eierversorgung seit dem Kriege das ständige Doktorthema der Agrarpolitik gewesen ist. , . r , Da Hut man nun plötzlich vor zwei Fahren auf fo einer Ausstellung von allem möglichen Viehzeug erklärt, d"ß das nun auch in den V i e r j a h r e s- plan gehöre! Der Reichsernährungsmimster und Reichsbauernführer selbst und sein Staatssekretär haben sich bemüht und haben verkündet daß die Kleintierzucht im Dierjahresplan das und das leisten muß, daß dafür Reichsmittel gegeben werden und Richtlinien aufgestellt sind. Das war doch auch wie- der so eine romantische Idee von dem Mann, oer mit Blut und Boden und mit Brauchtum, Sitte und Gesittung angefangen hat, um dem Problem der Nahrungsfreiheit zuleibe zu gehen! Inzwischen hat man bei manchen anderen romantischen Sachen ge- merkt, daß doch etwas daran ist Die angebliche Romantik hat mit Erzeugungsschlacht und Marktordnung gerade im vergangenen Jahr eine Feuerprobe bestanden, deren Ergebnis nicht mehr anae- zweifelt wird. Und nun plötzlich stellt man aus Anlaß der Reichskleintierschau fest, daß das auch mit Wetterbericht Die Zufuhr milderer Luftmasfen auf das Festland setzt sich weiter fort, und es l)errscht bis in die Höhen der deutschen Mittelgebirge Tauwetter. Eine Aenderung der herrschenden Lage ist noch nicht erkennbar. , ,, , -Vorhersage für Mittwoch: Ueberrote• gend bewölkt und meist trocken, mild, südwestliche Winde. . Vorhersage für Donnerstag: Keine Aenderung der herrschenden milden Witterung. Lufttemperaturen am 9. Januar: mittags 5 Grad Celsius, abends 5,3 Grad; am 10. Januar: morgens 6,2 Grad. Maximum 5,6 Grad, Minimum heute nacht 4,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 9. Januar: abends 0,5 Grad; am 10. Januar: morgens 0,7 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 3,1 Stunden. Wintersport-Wetterbericht. Vogelsberg. Hoherodskopf: Nebel, 0 Grad, Gesamtschneehöhe 45 cm, Pulverschnee, Schi und Rodel mäßig. , , , m v Taunus. Kleiner Feldberg: Nebel, —1 Grad, Gesamtschneehöhe 23 cm, Pappschnee, Schi und Rodel mäßig. — Großer Feldberg: Nebel, —1 Grad, Gesamtschneehöhe 25 cm, Glatteis, keine Schi- tmb Rodelmöglichkeit. Schwarzwald. Feldbera: Heiter, —1 Grob, Gesamtschneehöhe 80 cm, verharscht, Schi und Rodel gut. an den Stratosphärenflug Herangehen. Die Stratosphäre in Höhen von mehr als 10 000 Metern gilt als das Dorado der Fliegerei. Man hat diese Höhen mit besonders konstruierten Maschinen bereits erreicht, der Mensch hat es mit künstlicher Atmung in diesen luftverdünnten Räumen auch ausgehalten, aber für die Verlegung des Luftoer- kehrs in diese Höhen sind noch viele Aufgaben zu lösen. Das Stratosphären-Kabinenflugzeug muß ge» chaffen werden, in dem sich die Passagiere genau 0 Wohlbefinden wie jetzt im Großraumflugzeug der erdnahen Luftschichten. Motortechnische und flugtechnische Fragen verlangen eine umfassende praktische Behandlung durch Dersuchsflüge, und es ist unzweifelhaft, daß diese Versuche wieder eine Pionierarbeit darstellen, die Opfer fordert. Aus- diesen Opfern wird man Erkenntnisse folgern können. Alles das wird nötig fein und noch manche Jahre beanspruchen, ehe das Problem des Stratosphärenfluges gelöst ist, der uns verspricht, in einer Stunde von Berlin nach Neuyork ober in zwei Stunden von Berlin noch Tokio zu fliegen. Wir haben hier versucht, einen Aufriß von Gegenwarts- und Zukunftsfragen ber Luftfahrt zu geben, ohne puf bie flugtechnischen und flugroissen- schastlichen Einzelheiten näher einzugehen, bie sich damit verbinden. Die Luftfahrt ist dasjenige Fachgebiet ber Technik, das die größten und wunderbarsten Ueberraschungen erwarten läßt, aber es ist mehr als alle anderen Probleme, die der kulturelle Fortschrittswillen zur Lösung aufgibt, ein Gebiet, auf dem mühevolle Kleinarbeit, viele Opfer und nur schrittweises Vorgehen wirklichen Erfolg versprechen. bem Kleinvieh gar nicht so romantisch und so komisch ist. Es sind nicht nur ideelle und moralische und soziale Werte, die in der Kleintierzucht stecken. Wirtschaftlich ist der Ertrag nun, wo man die Dinge nicht mehr als Spielerei laufen läßt und vernachlässigt, auf 1,2 Milliarden Mark jährlich zu beziffern; und es wird bei weiterer Zusammenfassung der Förberungsmaßnahmen und bei steigender Ausnutzung ber immer noch weithin brachliegenden Werte durch Ausdehnung der Klein- viehhaltung in Kürze noch mehr werden 1,2 Milliarden Mark sind aber bereits ein Zehntel des Er- zeugungswertes der ganzen deutschen Landwirtschaft. Ohne die Kleintierzucht hätten wir em Zehntel Nahrungsmittel und Rohstoffe in Deutschland weniger. Um einen weiteren Wertmaßstab zu geben, sei ferner daran erinert, daß die jährlichen Produk- tionsroerte ber Roheisenindustrie und ber Braunkohlengruben zusammen ungefähr dem Ertrag der Kleintterzucht entsprechen. Gehen wir unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten bas ganze Gebiet ber Kleintierzucht durch, fo rote es uns jetzt in Leipzig vorgeführt worden ist so stellen wir zunächst fest, daß der allgemeine Arbeitseinsatz durch diese Erzeugung nicht belastet wird, weil es sich mit wenigen Ausnahmen um eine nebenberufliche Beschäftigung ober um bie Arbeit von Kräften handelt, die als Jugenbliche, als Altrentner ober dergleichen anderweit nicht einsetzbar sind. Bei den übrigen Aufzuchtkosten spielt bie Stallhaltung ober sonstige Unterbringung die größte Rolle; aber bas sind einmalige Ausgaben, : die gegenüber dem Erfolg nicht ins Gewicht fallen. ; Die Fütterung schließlich ist ein Posten, der - den Kleintierzüchter gar nicht oder nur wenig be° : lastet. Es hanbelt sich bei ben meisten Kleintieren 1 um die Verwertung von Abfällen aus ber : Küche, aus dem Hof ober aus dem Garten. Dazu kommt manches Unkraut, das sonst den Landmann nur ärgert und nun plötzlich einen Wert bekommt. Zum Teil, wie etwa bei ber Seibenraupen- zucht, ist es ein Futterstoff, der anderweitig gar nicht verwertbar ist; als Hecke, in Anlagen und begleichen angepflanzte Maulbeerbäume nehmen1 ja auch keiner anberen Kultur ben Boden weg. Bei der Geflügelzucht und auch bei ben Ziegen gehört freilich noch etwas mehr bazu; aber auch hier hat die Erfahrung gelehrt, daß ausgewahlte Leistungstiere ohne viel hochwertiges Futter auskommen können, daß Hackfrüchte und Körnerabfalle sehr wohl verwertbar sind und der Geflügelwagen auf bem Stoppelfelb besondere Kraftfutterbeschaffung spart. Die Bienen sammeln sich ihr Futter selbst und nützen durch die Bestäubung der Bluten auch noch anderen Kulturen, machen sich also doppelt nützlich Diese Werterhaltung, die wir der Kleintierzucht verdanken, ist auch nicht zu unterschätzen. Was uns ber Gebrauchshund wert ist, wissen mir, auch wenn wir es nicht in Zahlen ausdrücken können. Man soll sich aber auch einmal Rechenschaft darüber ablegen, wieviel uns die Katzen einbringen. Was bank der Leistung ber Katzen von Ratten und Mäusen nicht' gefressen wirb, läßt sich auf eine Menge schätzen, bie jährlich mindestens die Arbeitskraft von 150000 Menschen zur Erzeugung erfor- bern würde. Es ist, nehmen wir alles in allem, tatsächlich schon so, daß die Erträge ber Kleintterzucht volkswirtschaftlich für uns in der heutigen Lage eigentlich ein Geschenk sind. sehen der nächsten Etappe, die die Fliegerei erreichen wird. „ Man ist dabei leicht geneigt, gewisse Phantasien vom Weltraumflug der Verwirklichung zuzufuhren, ohne zu bedenken, daß die Fliegerei mit dem Verlassen der unteren Erdhülle, ber Troposphäre, sich in einen Raum begibt, besten Lebensvoraussetzungen für ben Menschen und dessen Möglichkeiten für die Flugtechnik man sich wohl theoretisch vorstellen kann, die aber praktisch noch gar nicht in Angrift genommen würben. Man sagt nicht zuviel mit ber Behauptung, daß die Fliegerei mit der Eroberung des kosmischen Raumes, d. h. mit ber beginnenben Loslösung von ber Erde und ihrer Atmosphäre, wieder eine Pionierarbeit beginnen muß, wie vor 40 Jahren, als Lilienthal unb seine Kamera- ben die ersten „Luftspriinge" versuchten. Zweifellos sinb bie technischen Voraussetzungen auf konstruk- tlonsmäßigem Gebiet gegeben — man könnte heute sofort ein Weltraumschiff bauen, in besten Innern Menschen zu leben vermögen — aber die Weite des Alls, bas Losgelöstsein von ber Anziehungskraft ber Erbe und das Ziel eines solchen Versuchs bes Vorstoßes in ben Weltraum laßt noch soviele Fragen für eine Lösung offen, baß man zwischen Theorie und Praxis, Zwischen Konstruktionsmöglichkeit unb Weltraumflug in Wirklichkeit sehr unterscheiden muß. Jebenfalls ist es v e r f r ü h t, die nächste Haupt- entwicklungsetappe der Luftfahrt in einem Angrift auf ben kosmischen Raum zu sehen. Es dürfte vielmehr nötig sein, das bis jetzt Erreichte den Erblust- bienst zu konsolibieren und zu ber gleichen alltäglichen Selbstverständlichkeit zu machen wie das Reisen mit der Eisenbahn. Gewisse Vorstellungen der Unsicherheit und bes Mißtrauens, die der Luftfahrt heute noch entgengengebracht werden, wahrend sie gegenüber der Eisenbahn schon seit einem halben Iahrhunbert verschwunden sind, müssen sich auch hier auflösen. Aber bas wird nur ber Ms Here und zuverlässige Ausbau des bis jetzt Möglichen bewerkstelligen können. Das Vertrauen der Allgemeinheit zur Luftfahrt muß in der Form feinen Ausdruck finden, daß der einfache Mensch mit der gleichen Selbstverständlichkeit und Sicherheit für sein Leben sich einen Flugschein aus- schreiben läßt, wie er am Schalter der Eisenbahn die Fahrkarte kauft. Während auf diese Weise eine Konsolidierung der « t.ir-t.-t nortüMmrirfinpll 250115 er» Chust, 10. Jan. (Europapreß.) Der über bie Verhandlungen zur Beilegung des Zwischenfalls von Munkacs ausgegebene Bericht besagt, baß in ber Gegenb von Munkacs zwecks Vermeibung von weiteren Zusammenstößen eine neutrale Zone gebildet wird. Die beim Zusammenstoß von Munkacs gemachten Gefangenen werben am Dienstag ausgetauscht werben. Die neutrale Zone im Abschnitt von Munkacs, wo bie Grenz- iehungslinie burch die Vorstadt Rozvegooo verläuft, wird, wie amtlich ausdrücklich hervorgehoben wird, keine Aenderung der Grenzlinie bedeuten, bie burch den Wiener Schiedsspruch festgesetzt würbe. Durch bie Errichtung einer neutralen Zone, zu welcher militärische Einheiten ber beiben Parteien keinen Zutritt haben werden, soll weiteren Zwischenfällen, insbefonbere aber Angriffen ziviler terroristischer Truppen vorgebeugt werben. geschlossen. Dor Inkrafttreten der Akte von 1937 wurden verschiedentlich bei Abwesenheit bes Königs ber Mim- sterpräsibent, ber Lorbkanzler und ber Erzbischof von Canterbury in ben Staatsrat berufen. Der im Jahre 1937 vorgenommene Wechsel ist mit Rücksicht auf bie im Statut von Westminster festgelegte volle Gleichberechtigung ber Dominions erfolgt. Mit biefer ist es nicht zu vereinbaren, baß ber Ministerpräsibent ober ein anderer politischer Minister bes Mutterlandes an der Ausübung ber Funktionen des Königs teilnimmt, die sich ja auch auf bie Dominions erstrecken. Oer Londoner Arbeits>osen-Sarg vor Gericht. London, 9.3an. (Europapreß.) Die Londoner Arbeitslosenbewegung fetzt ihre Straßenkunbgebun- qen fort. Als am Montagmittag ein bei ben kürzlichen Zusammenstöße mit ber Polizei verhafteter arbeitsloser Seemann vor bem PoUS ei' qericht in Bowstreet erschien, sammelten sich vor bem Gerichtsgebäube Scharen von Arbeitslosen, die roieber ben bereits berühmt geworbenen schwarzen Sarg herbeischleppten, ber bie Inschriften trägt: „Er starb an Hunger im Jahre 1938" und „Er erhielt keine Winterhilfe . Die Kund- Lonbon, 9. Jan. (Europapreß.) Während der Abwesenheit bes Königspaares in Kanada unb ben Vereinigten Staaten im kommenden Frühjahr wird ein Staatsrat in London eingesetzt roerben, dem bie Erledigung ber normalerweise bem König obliegenben Staatsgeschäfte übertragen wird. Für bie Bildung bieses Staatsrates werben zum ersten Mal bie Bestimmungen ber R e g e n t- schaftsakte von 1937 maßgebend sein. Dieses Gesetz sieht vor, baß bie Ehefrau bzw. ber Ehegatte bes Souveräns und ferner von ben zur Thronfolge berechtigten Personen bienächstenviergroß- jährigen ben Staatsrqt bilben. Da im vorliegenden Falle bie Königin ihren Gemahl begleiten wirb, wirb also voraussichtlich ber Staatsrat nur vier Mitglieber haben. Er wirb bestehen aus ben Geschwistern bes Königs, bem Herzog von Glouce- fter, bem Herzog von Kent, Prinzessin Mary Gräfin Harewood) unb ber Prinzessin Arthur von Connaught, einer Kusine bes Königs. Die bei- den Töchter des Königspaares, bie in ber Thronfolge vor bem Herzog von Gloucester rangieren, find ebenso wie bie Kinder des Herzogs vvn Kent und bie ber Prinzessin Mary durch ihre Minber- jahrigkeit von ber Mitgliedschaft im Staatsrat aus» Das Verfahren gegen ben Angeklagten, ber beschul- bigt war, einen Polizeibeamten geschlagen zu haben, mürbe aus Mangel an Beweisen ein geft eilt, unb bie Arbeitslosen zogen barauf, nachbem sie ihren Sarg roieber abgeholt hatten, unter bem lauten Beifall ber an bem Gerichtsgebäube v erfammelten Menge im Triumphzug davon. man großen Wert zu schaffen weiß! Mit diesen Reimen kann man bie Einbrücke zusammenfassen, die man auf ber 5. Reichskleintier schau in Leipzig gewonnen hat. Die Reime stehen am Anfang einer luftigen Kaninchen- fidel, die von ber Reichsfachgruppe Kaninchenzüchter im Reichsverband Deuftcher Kleintierzüchter heraus- gegeben worden ist. Was da für die Kaninchen launig und lehrhaft ausgeführt wird, gilt grundsätzlich überhaupt für bie Kleinviehhaltung. Es ist all bas Getier, das man nach altem Brauch eigentlich nicht zur Landwirtschaft rechnet, was auf dem Lande nur nebenher gehalten wird und im übrigen in ber Vorftabtsiedlung, in den Kleingärten beheimatet ist und für Millionen von Volksgenossen die wirkliche Verbindung zwischen Stadt und Land darstellt, ihnen ein Stück Natur, eine Lunge voll Schollenruch in die Stadt bringt, ihnen einige Stunden der Beschäftigung mit der Natur ermöglicht und bie Erfülluna ber jedem deutschen Menschen eingeborenen Sehnsucht nach der Verbindung mit dem heimattichen Boden bringt. Es ist wirklich so, daß zur Kleintterzucht in erster Linie Liebe, Mühe und Fleiß gehören. Hat man bie Liebe zum Tier unb macht man sich die Mühe, sich über bie Lebensgewohnheiten bes Tieres und über bie Möglichkeiten der Verwertung ber tierischen Erzeugnisse zu unterrichten, so kann man es mit Fleiß dahin bringen, wertlos erscheinende Dinge zum eigenen Nutzen und zum Nutzen ber Volkswirtschaft zu verwerten. Man hat ja die ganze gebet versuchten, den Sarg mit auf die Publikumstribüne des Gerichtsgebäubes zu nehmen, würben hieran aber burch bie Polizei gehinbert. Diese erklärte sich aber bereit, den Sarg gegen Quittung auf einer in ber Nähe gelegenen Polizeiwache in Verwahrung zu nehmen, währenb feine Träger, bie zum Teil als Zeugen zu ber Verhanblung geloben waren, sich in ben Derhanblungssaal begaben. Das gesamteGebiet östlich von Lerida in nationaler Hand. - Bereinigung der Aragon-Armee und der Navarra-Brigaden. Saragossa, 10. Jan. (DNB.) Das gesamte Gebiet östlich von Lerida ist von ben Nationalen eingenommen worben Die Aragon-Armee bes Ge- -nerals Moscarbo stieß von Norden, bie Navarra- 1 'Briaaben Generals Solchagas von Süden vor. Bei -Mwalcamp, vier Kilometer südlich von Mollerusa, vereinigten sie sich. Hierdurch ist eine bedeutende ; tote Einbuchtung beseitigt unb die Front um 25 Kilometer verkürzt worben. Ins- i aeiamt würben 130 Quadratkilometer mit zehn Ortschaften, darunter Fondarella, Bell Lloch, Mollerusa und Miralcamp, erobert. Fondarella beherbergte bis ; Montag ben Generalstab ber roten Lister-Brigade. Unmittelbar bedroht ist auch ber wichtige Knotenpunkt Tarrega, der eine Schlüsselstellung in bem roten Verteidigungssystem vor Barcelona bildet. Die Nationalen nahem sich auf der Straße weiter der Stockholm, 9. Jan. (DNB.) Der vor einigen Jahren von ber schwebischen Regierung eingesetzte Ausschuß zur Erforschung ber Bevölkerungsfrage Schwebens hat nun einen abschließenden Bericht überreicht. Wie ber Vorsitzenbe bes Ausschusses, Generalzollbirektor Wohli erklärte, müßten m Schweben jebes Jahr minbeftens 35 000 Kinber mehr geboren werben, solle bas chwedische Volk in seinem jetzigem Stanbe e r - halten bleiben. Der jetzige Huuberisatz ber Geburten von 14 müsse auf etwa 19 q e = steigert, d. h. baß die Zahl ber jährlichen Geburten von 85 000 Kindern auf etwa 120 000 Kreisstadt Cervera. Auf dem rechten Flügel drangen die Navarra- Truppen am weitesten nach Osten vor, über - Bi mb obi hinaus. Hier besetzten sie an der Neintierzucht in Deutschland noch bis vor wenigen Hauptttraße Lerida—Tarragona den wichtigsten Ort Jahren gering geachtet: So eine Liebhaberei für Espluga de F r a n c o l i, der sich nur noch sechs - - - - - ‘ ' E" ----x Kilometer westlich der. bedeutenden Kreisstadt Montblanch befindet. Diese Kreisstadt kann bereits von ber Höhe Puig Corv eingesehen werden, ! die die Nationalen in Besitz nahmen. Sie haben jetzt weit über die Hälfte der Straße Lerida —Tarragona in ihren Besitz gebracht, und zwar den schwierigsten Teil; denn von Dimbodi ab senkt sich das Tal nach der Küste hinab, wo Tarragona liegt. Der südliche Flügel dieser Armeegruppe bedroht die Kreisstädte Falset und Reus. Von Falset sind die Nationalen nur noch 8 Kilometer entfernt Nach - ber Küste zu öffnet sich roieber ein bicht besiedeltes Gebiet. Da sich auf £em linken Ebro-Ufer zwischen Tortosa und Mora bei Ebro immer noch rote Streitkräfte halten, geraten biefe in immer größere Ge- fohr, von ben burch bas Gebirge durchstoßenben Nationalen abgeschnitten zu werden. In Lerida herrscht ein unbeschreiblicher Jubel. Die ganze Stadt hat geflaggt und bie Bevölkerung zieht singend durch Aus aller Well. Julius Streicher spricht in der Universität Vertin. Am Dienstag wird in der neuen Aula der Universität Berlin der Frankenführer Julius Streicher über „Judentum und Wissenschaft" sprechen. Anschließend liest sein Beauftragter für Judenforschung, Dr. Deeg, der Verfasser von „Hofjuden", über Vorgänge und Hintergründe der preußischen Judenemanzipation. Die Kundgebung wird vom Dozentenführer T. H. Prof. Dr. Wil-s lin g eröffnet. Die Schlußrede hält der Rektor ber j Universität Berlar, Prof. Dr. Hoppe. Ausschnitte aus de? Kundgebung wiederholt der Deutschland- scnder im nächsten „Deutschlandecho". Dieder Diet Juden der Rassenschunde überführt. Wie notwendig und gerechtfertigt die Abwehrmaßnahmen des deutschen Staates und Volkes gegen das Judentum sind, beweisen die Angehörigen des „auserwählten Volkes" selbst täglich aufs neue. So wurden jetzt wieder in Hamburg drei Juden sestge- nommen, die sich, wie sie inzwischen eingestanden haben, bis in die letzte Zeit gegen die Nürnberger Gesetze vergangen haben: der 61 Jahre alte Hugo G u w a, der 43 Jahre alte Gerhard Hirsch und der 37 Jahre alt/ Kurt Blumenthal. Des gleichen Verbrechens wurde der in einer anderen Sache in Untersuchungshaft sitzende 43 Jahre alte Jude Paul P r e ch n e r überführt. Auch er gibt zu, in zahlreichen Fällen verbotene Beziehungen zu deutschblütigen Frauen und Mädchen, denen er seine Rasseabstammung verschwieg, unterhalten zu haben. Internationale Wegebauausstellung in Santiago de Chile. Präsident A g u i r r o eröffnete im Beisein des Diplomatischen Korps, und der Staatsminister die Erste Internationale Wegebau-Aus- st e l l u n g in Santiago de Chile. Am stärksten ist auf dieser Ausstellung die deutsche Industrie vertreten. Fast alle Automobilwerke haben ihre Modelle hingeschickt, außerdem sind viele Maschinen für den Straßenbau zu sehen. Auf dem Stand der Vertretung der Reichsbahnzentrale für den deutschen Reiseverkehr übt das Modell einer Reichsautobahnstraße große Anziehungskraft aus. Der Präsident besichtigte eingehend die deutschen Erzeugnisse und zeigte vor allem großes Interesse für die neuesten Automobile. Tagungen in Frankfurt 1939. Die Gauhauptstadt Frankfurt am Main kann wie im vergangenen Jahre auch für 1939 mit 'einer großen Reihe wichtiger Tagungen und Kongresse rechnen. Vom 18. bis 21. Mai findet der Tag des Deutschen Handwerks statt. Im Mai und Juni werden die Pfitzner-Woche der Städtischen Bühnen und das internationale M u s i k f e st (15. bis 25. Juni) des ständigen Rates I für die internationale Zusammenarbeit der Kom- 1 ponisten statt. Für 1939 ist auch damit zu rechnen, daß der erste große Deutsche Beamten tag in Frankfurt stattfinden wird. Der internationale Hotelieroerein hat seinen 70-jährigen Jubiläums- kongreß gleichfalls nach Frankfurt einberufen, ebenso wie die internationale Vereinigung der Professoren für lebende Sprachen ihre Tagung in Frankfurt abhält. Auch der Reichsoerband der Hefehändler und die Renten- und Pensionsanstalt für deutsche bildende Künstler haben Frankfurt für 1939 zu ihrem Tagungsort gewählt. Die große Ausstellung „Rhein-Mainische Wirtschaft" ist vom 23. September bis 8. Oktober. Französisches Internat eingeäscherl. In Saint Pol für Ternoise bei Arras brannte ein Internat fast bis auf die Grundmauern nieder. Der Direktor der Schule wurde durch das Krachen der Dachbalken geweckt, und es gelang ihm noch im letzten Augenblick, feine 45 Schüler in Sicherheit zu bringen. Wenige Minuten später stürzte das Dach ein. Da der Wasserdruck der Hydranten zu niedrig war, konnte die Feuerwehr nur geringe Hilfe leisten. Der Sachschaden beläuft sich auf über 6 Millionen Franken. Zwei Kinder erstickt. In Alt-Glienicke bei Berlin hatte sich ein Brandunglück zugetragen, bei dem zwei kleine Kinder ums Leben gekommen sind. Während der Abwesenheit der Eltern war das Ableitungsrohr eines eisernen Ofens glühend geworden, wodurch ein dicht daneben stehender Klei-' derschrank in Brand geriet. Im Nu war der kleine Raum mit dickem Qualm gefüllt, unter dessen Einwirkung die beiden Kleinen den Erstickungstod fanden. Ein Kind beim Brande eines Gartenhauses umgekommen. In einem Kasseler Gartenhaus entstand ein Brand, der sich mit größter Geschwindigkeit über das Gebäude ausdehnte und es vollständig zerstörte. Ein 5 Jähre altes Mädchen war nicht mehr zu retten. Nach Ablöschen des Feuers wurde die Leiche des Kindes vollständig verkohlt im Brandschutt gefunden. Britscher Dampfer brennt im Stillen Ozean. An Bord des britischen Dampfers „Rimutaka" (16 600 Tonnen), der sich auf einer Reise nach Auckland (Neuseeland) im südlichen Teil des Stillen Ozeans befindet, ist Feuer ausgebrochen, über dessen Umfang noch nichts näheres bekannt ist. Das Schiff befindet sich noch vier Tagereisen von Auckland entfernt. An Bord befinden sich 286 Fahrgäste. Das verheerende Buschfeuer in Australien. Das seit Tagen im Staate Victoria wütende Buschfeuer, das die riesigen Gebirgsurwälder zu vernichten droht, hält noch immer an. Bisher sind in den vorn Feuer betroffenen Städten 69 Häuser ein Raub der Flammen geworden. Diele andere sind beschädigt und Hunderte von Menschen obdachlos geworden. In der Nähe der Siedlung Erica wurden zwei Waldläufer t o t aufgefunden. In Morrindindi fand eine Rettungsmannschaft acht Sägemühlenarbeiter mit vier Frauen und acht Kindern in völlig erschöpftem Zustand unter den Trümmern des Ortes auf. Da der Wind sich gedreht hat, ist die Bekämpfung des Brandes sehr erschwert: auch sind dadurch fünfzig Männer, fünfzehn Frauen und zwanzig Kinder, die auf einem Hügel Zuflucht gesucht hatten, in größte Gefahr geraten. Der Badeort Dromana sieht aus, als fei er von einem Erdbeben heimgesucht worden. Die Ueberlandkabel und die telegraphischen und telephonischen Verbindungen sind auf weite Strecken zerstört. 3m Rhein ertrunken. Beim Uebersetzen über den Rhein bei Oberwesel stürzte der 28 Jahre alte Schiffer Adolf Weinheimer aus dem Kahn und ertrank. Weinheimer hatte seine in Bad Salzig wohnende Familie besucht und wollte auf fein bei Kaub vor Anker liegendes Schiff zurückkehren. Die Leiche konnte noch nicht geborgen werden. Türkisches Schiff in Rostock vom Stapel gelaufen. Auf der Neptun-Werft in Rostock fand der Stapellauf des 3100 Tonnen großen Fahrgast- und Frachtschiffes „Kade s" der Denizbank in Istanbul statt. Direktor Dr. Franz von der Neptun- Werft wies in seiner Taufrede darauf hin, daß die Werft hiermit den dritten türkischen Schiffsneubau in diesem Jahre seinem Element übergebe. Mit acht Stapelläufen im Jahre 1938 habe die Werft einen gegen früher verdoppelten Beschäftigungsstand auf- gemiefen. Im Anschluß an den Stapellauf wurde Der Kiel für den vierten türkischen Schiffsneubau der Neptun-Werft gelegt. Belgisches Gerichtsgebäude eingeäscherl. Das Gerichtsgebäude der belgischen Stadt C o u - trat ist ein Raub der Flammen geworden. Sämtliches Aktenmaterial der Stadt und von annähernd 100 Gemeinden der Umgebung ist vernichtet worden. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere Millionen Franken. Vier Feuerwehrleute wurden bei den Löscharbeiten leicht verletzt. Lastauto mit drei Millionen Zigaretten verunglückt. Bei Dörrbach an der Straße Wittlich—Trier stürzte ein mit drei Millionen Zigaretten beladener Lastwagenanhänger fünf Meter tief die Ueberführung hinab, wurde gänzlich zertrümmert und die Ladung umhergestreut. Durch die Vernichtung des größten Teiles der Ladung ist der Sachfchcäen erheblich. Landdienst und Studententum. Dieser Tage findet, wie NSK. berichtet, int Strandbad Seeshaupt am Starnberger See eine Reichstagung sämtlicher Gaueinsatzreferenten tos NSD.-Studentenbundes statt, an der erstmals die verantwortlichen Landdienstführer der Ostmark und des Sudetenlandes teilnehmen. Bei der Eröffnung des Lagers betonte der Lagerleiter, Reichseinsatzreferent Kracke, es gebe keine besondere studentische Landdienststelle, Maßstab aller Einsatzbereitschaft der Studenten fei allein die Verwirklichung der nationalsozialistischen Idee. Der NSD.-Studentenbund gebe seinen Männern im Land- und Fabrikdienst Gelegenheit, sich in harter Arbeit mit dem Leben auseinanderzusetzen. Im Laufe des Lagers sprechen führende Persönlichkeiten aus Partei und Staat zu den studentischen Landdienstführern. Schachwettkampf Dogoljubow — Eliskases. In Magdeburg wurde die dritte Wettkampfpartie des Schachwettkampfes zwischen Großmeister B o - g o l j u b o m (Triberg) und dem Deutschlandmeister Eliskases (Innsbruck) ausgetragen. Eliskases verteidigte sich vorzüglich und siegte im 55. Zuge. Es war eine Glanzpartie, wie sie selten gespielt wurde. Der Stand des Wettkampfes lautet: Bogoljubow IV2 Punkte, Eliskases IV2 Punkte. Die vierte Partie wird in Regensburg ausgetragen. Flecktyphus in Polen. Diele Städte und Ortschaften, vor allem in der Woiwodschaft Kielce, werden vom Flecktyphus heimgesucht. Wie eine ministerielle Gesundheitskommission festgestellt hat, sind die Hauptverbreiter der Typhusepidemie die schmutzigen Synagogen, jüdischen Gebethäuser und Geschäfte. Auf Veranlassung der Kommission wurden in drei kleineren Städten der Woiwodschaft von den Ortsbehörden drei Synagogen, rund 40 jüdische Gebechäuser und mindestens ebenso viele jüdische Geschäfte geschlossen. In zahlreichen Fällen ließ die Polizei jüdischen Verkäufern die Bärte und das Haupthaar abnehmen. Fünf Todesopfer eines Flugzeugunglücks bei Paris. Ein schweizerisches Verkehrsflugzeug der Fluglinie Zürich—Paris verunglückte in der Nähe von Paris; fünf Personen fanden dabei den Tod, während neun Personen Verletzungen davon- trugen. Infolge des nebligen Wetters hatte sich der Pilot verflogen und versuchte bei dem Ort Senlis eine Notlandung vorzunehmen. Das Flugzeug, dessen Flügel stark vereist waren, stieß dabei gegen einen Hügel und wurde vollkommen zertrümmert. Von den Fluggästen waren drei sofort tot, während zwei Mitglieder der Besatzung später ihren Verletzungen erlagen. Gießen, im Januar 1939. 0138 0143 Für das uns anläßlich des Ablebens meines geliebten Mannes, unseres guten Vaters erwiesene überaus herzliche Gedenken und die freundliche Anteilnahme sprechen wir unseren aufrichtigen und tiefempfundenen Dank aus. Familie Beuchert. DANKSAGUNG. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen Frau Christine Schäfer danken wir allen auf diesem Wege. Die trauernden Hinterbliebenen. Montabaur, Gießen, 9. Januar 1939. j Vermietungen"! Verkauf bestimmt. 182D £. Hartmeh/ Neuenweg 181. | Mietgesuche~| ohne Bürste schnell sauber I Man löst etwas Kukidenti Pulver in Wasser auf und legt daS Gebiß über Nacht hinein. MorgmS spült man daä Gebiß unter derWafferlettung ab. DaS ist alles. 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Rechen-und Adressiermaschinen, Bürsten, Pinsel, Körbe, Besen, 1 Warenschrank, 2 Uhren, Kassenschrank, 1 Warmwasserspeicher, 1 Photoapparat u.versch.a. i86d Bittors, Gerichtsvollzieher. Iran mit seinen uns fremd anmutenden Lebensformen, seinen alten und neuzeitlichen Bauten, gibt dem Abendländer einen Begriff von der Auferstehung eines Orient-Volkes, das bereits mehrere kulturelle Vlütezciten hinter sich hat. Pro'. Dr. W. Hinz, der Direktor des Seminars für den Nahen Osten an der Universität (Böttingen, läßt uns in seinem Werk*), das durch die führenden Männer des neuen Persiens in jeder Weise gefördert wurde, eine aufschlußreiche Reise durch dieses aufstrebende Land miterleben. •) Iranische Reise Line Forschungsfahrt durch das heutige Persien von W a l t h e r H i n z. 224 Seilen mit 93 Abbildungen nach eigenen Aufnahmen und 2 Plänen. In Leinen gebunden RM 4,80. Erschienen im Hugo Dermühler Verlag, Berlin-Lichterfelde. 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Trotzdem kann man noch nicht sagen, daß die französische Herrschaft über Tunis bedroht ist. Wenn man in Paris die Vorgänge aufgeregter deutet, als sie es einstweilen verdienen, so deshalb, weil Paris die Hauptstadt des französischen Zweifels an s i ch. s e l b st geworden ist. Frankreichs gesamte Machtposition erfährt, so scheint es, eine durchgreifende Revision, seine innere Sicherheit hat einen gründlichen Stoß erlitten, von unerschütterlicher Selbstzufriedenheit kann keine Rede mehr sein. Die Aera der Gewissenserforschung hat begonnen, und wie immer so ist Paris auch diesmal führend, formulierend, zuspitzend, übertreibend. Dasselbe Paris, das noch vor zehn Jahren verkündete: „Die Welt hat alles von uns zu lernen." behauptet von sich mit dem gleichen Schwung: „Wir sind verloren." Im stillen überfliege ich schnell meine Barschaft. Zwölf Schlipse? Rein, es reicht nicht mehr! Ich muß meinem schwedischen Konkurrenten das Bild überlassen. Aber ich glaube, er hat es auch nicht bekommen — Brieftauben retten einen Mann. Die Deutsche Bergwacht hat seit kurzer Zeit Brieftauben in den alpinen Rettungsdienst gestellt. Bei einer Suche nach einem im Höllengebirge abgestürzten Bergsteiger bewährten sich die Meldetauben^ vorzüglich. Die erste Rettungsstation mit Briefe tauben ist in Bruck an der Mur eingerichtet worden, wo sie bald danach den Wert ihrer gefiederten- Mitarbeiter bewies. Vier Bergsteiger waren in den steirischen Alpen, zu einer gefährlichen Hochtour aufgebrochen. In- einer dunklen, stürmischen Nacht stürzten zwei ab* der eine erlitt durch Steinschlag schwere Kopf-- Verletzungen. Die beiden anderen alarmierten schließlich die nächste Rettungsstelle, die mit Brieftaubenversehen war. Eine Rettungsexpedition brach sofort auf: ste brauchte vier Stunden, um an Ort und Stelle zu kommen. Dort angelangt, stellte man fest, daß bestimmte Medikamente zur raschen' Behandlung des Schwerverletzten und eine Tragbahre erforderlich waren. Ehe aber ein Mann zur Rettungsstation abstieg und mit dem Erforderlichen wiederkehrte, mußten acht Stunden vergehen — in dieser Zeit konnte der Verunglückte seinen Verletzungen! schon erlegen sein. Glücklicherweise hatten die Retter eine Brieftaube mitgenommen, die nun, mit der entsprechenden Botschaft versehen, zur Rettungsstation zurückflog und diesen Weg in wenigen! Minuten zurücklegte. Infolgedessen konnten vier Stunden Zeit eingespart werden, die Medikaments wurden rechtzeitig gebracht, und der Abgestürztü wurde gerettet. Um den Hüttenwart der Schutzhäuser sofort voni der Ankunft einer Meldetaube zu unterrichten, ist im Taubenschlag eine Fanggabel angebracht, die die Taube beim Einfliegen berühren muß, sie ist mit einem elektrischen Läutewerk versehen, das im gleichen Augenblick in dem Innern der Hütte zir läuten beginnt. Der Deutsche Alpenverein hat irr Gmunden eine zweite Brieftaubenstelle eingerichtet: in der nächsten Zeit sollen weitere Rettungsstationen in den Alpen mit Brieftauben versehen werden, Foe. Die nordasrikanische Garung hat in Tunesien einen besonders günstigen Boden gefunden. Aber diese Gärung sieht sich von Paris aus gefährlicher an als an Ort Amb Stelle. Tunesien ist arm und Schauplatz der Auseinandersetzung nach Tunesien verlegt, wie besorgte Militärschrif'tsteller bemerken, die den in Europa nicht mehr möglichen Bewegungskrieg im Geiste nach Nordafrika, wenn nicht gar in die Sahara übergeführt sehen. Drei räudige Kamele — was kann man von Biserta mehr verlangen? Die freien Steppen der Nomaden sind weit, hier heißt es um den Wochenlohn arbeiten, ob man weiß oder braun ist. Wo ein Hafen ist, da gibt es Gärung, und erst recht in einer Hafenstadt am Rande der arabischen Welt. Hier in Biserta war es, wo die Polizei in die Menge schießen mußte, die gegen die Ausweisung eines eingeborener Agitators Sturm lief. Ein trauriges Ereignis, das mehrere Tote kostete und als „blutiger Tag" in den Sprechsatz der Unzufriedenen eingegangen ist. Vielleicht wäre der Zusammenlauf mit ein paar Stockschlägen und Fußtritten abzumachen gewesen, wenn sich nicht einige Araber gefunden hätten, über die plötzlich der Geist kam. Sie setzten sich an die Spitze des Zuges und rannten mit dem Rufe: „Ich will sterben, ich will sterben!" in die französischen Gewehre. Eine echt arabische Ueberraschung: der träge und schlaffe Eingeborene, der unglaublich viel redet und jede Initiative wie die Sünde haßt, forschenden Blicke rückte er seinen mir jedoch keine heroisch und wirft alle Berechnungen über den Haufen. Es dauert freilich aber es reicht doch aus, um den mit Blut zu mischen. Wer sterben der sicherste Helfer derer, die leben Aus Friedrich Sieburgs neuem Buch „Afrikanischer Frühling, eine So kommt es, daß niemand die Lage in Nordafrika widerspruchsvoller beurteilt als der Franzose selbst. Dabei geht die Krise nicht so sehr in Nordafrika vor sich als im französischen Denken selbst. Welche Namen, welche Verwaltungsform man den drei nordafrikanischen Ländern auch geben mag, die auf sie angewandte Politik ist ein Teil der französischen Kolonialpolitik. Gewiß sind Tunesien und Marokko Protektorate, gewiß ist Algerien eine Gruppe französischer Departements. Die Probleme sind darum doch Kolonialprobleme, denn sie drehen sich samt und sonders um die Frage der europäischen Herrschaft über nichteurapäische Dolks- stämme, wobei die Ueberzeugung der Ueberlegen- heit des Europäers stillschweigend mitschwingt. Die Schwäche der französischen Kolonialpolitik aber beruht zur Stunde darin, daß sie nicht mehr den Mut hat, imperialistisch zu sein. Der Schatten, den Frankreich wirft, wird immer länger. Zu seinem Wesen gehört täglich mehr der humanitäre Verzicht auf Beherrschung. Es predigt durch Wort und Beispiel den von ihm beherrschten Völkern das Hinfällige des Imperialismus und die Notwendigkeit der weichen Hand. „Lieber sollen die Kolonien zugrunde gehen, als daß ein Prinzip Schaden leidet", hat schon Robespierre gesagt. Da Frankreich aber andererseits noch nicht bereit ist, Selbstmord zu begehen, und die Erfüllung arabischer Programme nach einigem Nachdenken immer wieder hinausschiebt, so schafft es Die roten Mützen der Tirailleure, die am herumlungern, glänzen in der Abendsonne. Frankreich hält seine überseeischen Besitzungen vorwiegend mit eingeborenen Truppen und der Fremdenlegion. Darüber hinaus rechnet es damit, diese farbigen Schützen, diese Spahis und Jäger eines Tages auf europäischen Schauplätzen verwenden zu können. Ja, ist nicht der Zustrom von afrikanischen Streitkräften ein wesentliches Element des französischen Mobilmachungsplanes? Wenn dies zutrifft, so ist dem französischen Generalstab heute keine sichere Berechnung mehr möglich. Italiens afrikanische Rolle hat erst be- gönnen, niemand weiß, welche Form sie finden wird. Frankreich ist nicht mehr allein in Nordafrika, aus Lybien schallen Marschtritte, Kommandos, Hammerschläge herüber. Zu lang hat man auf den Rhein gestarrt; vielleicht liegen die Schlips miet)er zurecht. Der rätselhafte Binder ließ Ruhe. Sollte der große Sportsmann so nebenbei — Aber das war wohl töricht. Schließlich gibt es doch noch mehr Nurmis in Finnland. Jedenfalls fuhr ich bis zur Endstation mit und wagte eine Frage an die immer hilfsbereite Schaffnerin. Sie lachte mich keineswegs aus, sondern nickte eifrig mit dem Kopf. Sie beschrieb mir sogar den Ort, wo ich den Meisterläufer hinter dem Ladentisch sehen sollte. Eine Stunde später stehe ich in der besten Ge- Weihe des Hauses der neichs-nechtsauwattskammer. Berlin, 9. Jan. (DNB.) Als im Jahre 1933. die Reichs-Rechtsanwaltskammer errichtet wurde, fand sie behelfsmäßige Unterkunft in den Räumen: der Berliner Anwaltskammer. Bei dem ständig wachsenden Aufgabenkreis der neuen Organisation mußte die Reichs-Rechtsanwaltskammer sich nach einem eigenen Verwaltungshause umsehen. Als besonders geeignet wurde das Haus Admiral-von- Schröder-Straße Nr. 6 erworben und am Montag die feierliche Einweihung des Hauses vollzogen^ Nach einleitenden Worten des Präsidenten Dr. N e u b e r t beglückwünschte Reichsjustizminister Dr. G ü r t n e r die Kammer zu ihrem neuen Hause und schloß mit dem Ausdruck des Dankes für die vertrauensvolle' Zusammenarbeit zwischen der Berufsvertretung der Anwaltschaft und den Justizbehörden. Reichsminister Dr. Frank übermittelte die Grüße der NSDAP. Nun, da die Juden endgültig aus! der Anwaltschaft in Deutschland verschwunden sind, ist eigentlich erst die Grundlage gefunden, von der aus man an den Neubau der deutschen Rechtsanwalts schäft Herangehen kann. Der deutsche Rechtsanwalt TDirktam Hochschulnachrichten. Professor Dr. jur. Karl M i ch a e l i s an der Unix oerfität Kiel wurde zum Ordinarius für Bürgerliches Recht und Zivilprozeßrecht ernannt und in dieser Diensteigenschaft an die Universität Leipzig berufen. erwarten. . Biserta ist em Brennpunkt, auf dem sich Frankreichs Mittelmeersorgen zusammendrängen. Sizilien ist nah, an klaren Tagen kann man von Kap Bon die Insel Pan- tellaria sehen, die eine Gottheit wie einen Stein ins Meer geworfen zu haben scheint, damit Italiens Fuß eine Stütze finde. Wie breit und frei das Mittelmeer auch fein mag, hier ist d i e Spur für eine Querfperre gezogen. Frankreichs nie mehr ruhende Sorge um feine Verbindungen mit Nordafrika wird hier greifbar. Man hat hundert Jahre von Englangs Weg nach Indien als einer Lebensader ausländischer Macht gesprochen, bei Biserta liegt eine andere Lebensader bloß, eine kürzere, aber darum nicht weniger empfindliche. Dieser tunesische Kriegshafen mit feinem rastlosen Durcheinander einer gigantischen Baustelle erinnert daran, daß der freie Zugang Frankreichs zu seinen nord- afrikanischen Besitzungen keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Es muß ihn verteidigen, oder vielmehr es mliß sich täglich die Gewißheit erkämpfen, ihn eines Tages verteidigen zu können. So sehe ich auch hier, an der Küste Afrikas, das alte Frankreich schmerzlich gespannt. Sein Gleichgewicht ist gestört. Nicht daß es Kraftlinien sichern muß, sondern daß es sich mehr so gewiß wie früher ist, sie sichern zu nen — das ist das Drama. Daladiers und die Auseinandersetzung zwischen Frankreich und Italien besonderes aktuelles Interesse beanspruchen darf. Neue, wundervolle Hafenmauern, Hebekrane und Gebirge von Säcken Zement. Steinquadern, die nur darum ruhen, weil heute Sonntag ist. Die Uferstraßen voller Soldaten, die zwischen den Neubauten spazieren gehen. Drei räudige Kamele vor einer Wellblechschule lagernd, einige Araber, deren weiße Kleiderfetzen heftig im Wind flattern, eine verschleierte Frau, die einen Delta ni ft er mit der leuchtenden Aufschrift „Shell" auf dem Kopf dahinträgt. So erscheint mir der große tunesische Hafen Biserta. Europa ist mir vorausgeeilt, um mich an der afrikanischen Küste zu empfangen. Da steht es mit feiner Angst vor morgen und ferner Furcht vor Veränderungen, auf seine Soldaten gelehnt, gegen seine Betonanlagen gestützt. Die Torpedoboote sind mit der Wäsche der Matrosen beflaggt, grobe Hemden wollene Leibbinden, alles mit dem unauswaschbaren Dienststempel der dritten Republik geziert, stehen gefüllt in der Brise. Eine dichte Langeweile schwebt über Stadt und Hafen, der Sonntag will und will nicht zu Ende gehen, er tann kaum die Hornsignale von Montag morgen Ja, darin unterscheidet sich Paavo Nurrm von allen anderen Geschäftsleuten. Die Redseligkeit des Verkäufers geht ihm ab. Er ist der gleiche schweigsame und zurückhaltende Finne geblieben, den wir schon aus dem Sportleben kennen. . Mit einer wunderschönen Krawatte und einem unbelichteten Film verlasse ich den Laden. Als icy einem befreundeten schwedischen Journalisten von meinem Mißerfolg erzähle, lacht er mich aus. „Menschenskind! Erst einen Schlips gekauft -- unb schon verzweifelt? Ich habe es schon elf mal versucht — Morgen gehe„ ich noch einmal hm, bann ist das Dutzend voll!" schäftsstraße in Helsinki, vor dem Hause Mikon- katu 5, und blicke in eine reichhaltige Auswahl von Selbstbindern, Sporthemden, Socken und Mützen. । In goldenen Buchstaben leuchtet mir untrüglich das Firmenschild entgegen: „Paavo Nurmi, Her- rainvaatethimo — Herrekipering." Der bekannte Sportsmann unterhält hier ein Geschäft für H e rrenb e d arfso rti k el. Nachdem ich sicherheitshalber noch einmal den nächsten Verkehrsschutzmann gefragt habe, betrete ich den Laden. Wie erwartet, werden schon einige Käufer bedient, denen vermutlich mehr an den eingewebten Namensschildern als an den Kleidungsstücken gelegen ist. Es macht wirklich Spaß, hier zu kaufen. Die prächtigen Auslagen beweisen, daß der Wunderläufer auch auf diesem Gebiet feine Arbeit versteht. Anscheinend will der pünktliche Mann, der stets gewohnt war, nach Sekunden zu rechnen, auch in dieser Umgebung die Genauigkeit nicht missen. Die blauen Leuchtröhren der großen elektrischen Uhr glühen den ganzen Tag. Trotz alledem bin ich ziemlich enttäuscht, als ich von Nurmi keine Spur entdecke. Der zurückhaltende Finne pflegt feine Kunden nicht selbst zu bedienen, sondern hat hierzu zwei Mädel angestellt, die ihre Aufgabe allerdings mit gewinnender Liebenswürdigkeit und viel Geschmack erfüllen. Obwohl mir von beiden wiederholt versichert wird, daß der passende Schlips für mich gefunden sei, kann ich mich nicht zum Kauf entschließen. Ich habe noch eine leise Hoffnung. Und wirklich! Als neue Käufer in den Laden treten und die flinken Mädchenhände nicht ausreichen, tritt aus der Sei- tentür ein mittelgroßer, tadellos gekleideter Mann. Das ist Nurmi, der Meisterläufer, der zu den wenigen Menschen gehört, die schon bei Lebzeiten ' ihr eigenes Denkmal betrachten können. Aber der ! Geschäftsinhaber wechselt nur einen Geldschein, und bevor ich meine Kamera fertiggemacht habe, i)t er ' mit einem Lächeln im Nebenraum verschwunden. In den vergangenen Monaten sind — wir berichteten wiederholt über die einzelnen Etappen der Entwicklung — in der Schwarzlach zu den dort schon vorhandenen Wohnhäusern weitere umfangreiche Wohnhausbauten aufgeführt worden, die mit insgesamt rund 300 Wohnungen zu einem nicht alltäglichen Bauvorhaben geworden sind. Die Häuser stehen nun dicht oor ityrer tfertigftellung, zum Teil sind die Wohnungen schon bezogen. Kinder der Hausbewohner beobachten letzt die Handwerker bei den letzten Pinselstrichen. __________________________ hat mehrere Hungerjahre hinter sich. Es hat eine bvtschaften der arabischen N a t i o n a I i ft e n per müden Befreierin, und französischen Volksfrontler aus- Die Sache fing in der Straßenbahn an. Aus reinem Zeitvertreib war ich in den gemütlichen „Sporoogn" gestiegen, um mich ziel- und planlos durch die freundlichen Straßen der finnischen Hauptstadt fahren zu lassen. Während die anderen Fahrgäste ihre Gesichter hinter großen Zeitungsblättern verbargen, sah ich unternehmungslustig in die Runde. So eine Straßenbahnfahrt in Helsinki ist bei weitem interessanter als die schönste Rundfahrt im Gesellschaftsauto. Nicht überall wird einem der Fahrschein von zarter Frauenhand gereicht. Fräulein Schaffnerin erfreut sich in Finnland großer Beliebtheit. Die flinken Mädel sehen in ihrer schmucken Uniform, zu der natürlich auch die Schirmmütze auf dem Lockenkopf gehört, wirklich großartig aus und haben sich vor allem die Herzen der 'männlichen Fahrgäste erobert. Man kann ihnen selbst nicht böse sein, wenn sie em em mit einem verbindlichen Lächeln die Tür vor der Nase zuklappen und das Abfahrtszeichen geben Aehnlich schien auch der junge Mann zu denken, der mir gegenüber Platz genommen hatte. Denn als der freundlichen Schaffnerin unversehens ein Geldstück entglitt, schnellte er von seinem Sitz, um die vertrackte Münze zu suchen. Danach blickte er noch eine ganze Meile lächelnd und versonnen vor sich hin, ohne zu merken, daß seine schöne Krawatte verrutscht war. Höflich wollte ich den Blick in eine andere Richtung lenken, als ich zu meinem Erstaunen bemerkte, daß auf der Rückseite des hübschen Binders ein weltbekannter Name eingewebt war. „Nurmi" konnte ich deutlich lesen und mußte unwillkürlich denken. Aber da Viserla, Frankreichs Kriegshasen in Tunis Don Friedrich Sieburg. Lichtspielhaus: „ ... heute abend — Hotel Ritz." Die französische Schauspielerin A n n a b e 11 a , deren Filme auch bei uns verhältnismäßig häufig gezeigt wurden, ist vor einiger Zeit nach Hollywood Übergesiedelt. Fox-Film präsentiert eine der Früchte ihrer Tätigkeit in USA. unter dem Titel „... heute abend — Hotel Ritz" in deutscher Sprache. Es handelt sich um einen mysteriösen und etwas verwirrend angelegten Kriminalfall, dessen Zusammenhänge und Hintergründe für den deutschen Besucher, sofern er nicht mit einem Programmheft bewaffnet ist, kaum auf den ersten Blick zu durchschauen sind, zumal die Eigentümlichkeiten der Nachsynchromsie- rung und der häufig schnell und nicht sehr artikuliert gesprochene Dialog wenig Hilfen geben. Annabel la spielt die Rolle einer jungen Französin, Ranie Racine, die sich auf der Jagd nach dem Mörder ihres Vaters befindet. Der alte Racine, Chef eines großen Bankhauses, befindet sich in Schwierigkeiten, weil die Männer, welche gefälschte Aktien feiner Bank in Umlauf brachten, nicht zu ermitteln sind. Der Bankier wird auf einem Maskenfest erschossen aufgefunden; der amtliche Befund lautet auf Selbstmord,' der in der geschäftlichen Situation der Bank sogar begründet schiene. Nur Ranie und zwei ihrer Freunde' glauben an Mord und machen sich gemeinsam an die Verfolgung der Täter. Die Abenteuer, die zur Aufklärung des Falles führen, bilden den eigentlichen Inhalt des Films, in dem Anna- bella darstellerisch dominiert. Die Verwandlungen in eine Nokokodame, eine spanische Marquesa und eine junge Inderin passen gut zu der mädchenhaften Erscheinung, dem kindlichen Ausdruck des Gesichtes und dem zarten Klang der Stimme, den noch die Synchronisierung bewahrt. Unter der Spielleitung von Harold D. Schuster tun sich neben Annabell a in erster Linie David Niven, Romney Brent, Francis L. Sullivan und Stewart > Rome hervor. — ' * Im Beiprogramm laufen außer der Tobis- . Wochenschau zwei gut photographierte und unge- [ schminkt aufschlußreiche Kulturfilme aus den Tropen: „Im italienischen Libyen" und „Schwarzes ' jDorf am Meer", Hans Thynot. herrlich erfrischend, verhindert derr Ansatzdes gefürchteten Zahnsteins. Sroße Tube 40 TI., kleine Tube 25 TL müsse jetzt durch sein Wirken vergessen machen, daß es einmal jüdische Anwälte gab. Er sei mit den besonders wichtigen Gemeinschaftsaufgabe betraut, dem Volksgenossen bei der Durchsetzung seines Rechts zu helfen. Dr. Frank erörterte schließlich die Frage der Herabsetzung der Probezeit der Anwalt- assessoren namentlich im Zusammenhang mit bevölkerungspolitischen Problemen und das Problem der» Ueberführung einer größeren Anzahl von Rechtsanwälten in den Justizdienst, da der Rechtsanwaltberuf immer noch übersetzt fei. Kleine politische Nachrichten. Am 1. Januar 1939 betrug die Zahl der Rundfunkempfangsanlagen im Altreich 10821858 gegen 10 379 348 am 1. Dezember 1938. Im Dezember ist mithin eine Zunahme von 442 510 Rundfunkteilnehmern (4,3 v. H.) eingetreten. Die Zahl der gebührenfreien Anlagen betrug im Altreich ant 1. Januar 671431. Reichswirtschaftsminister Funk hatte am Montagnachmittag in Gegenwart des Korporationsministers Santini mit dem Duce eine längere, sehr herzlich verlaufene Unterredung. Anschließend trat der Minister die Rückreise nach Berlin an. Der Große R a t des Faschismus wird am Samstag, dem 4. Februar, um 22 Uhr im Palazzo Venezia unter dem Vorsitz des Duce zu seiner ersten diesjährigen Tagung zu'ammentreten. Mussolini hat das Mitglied des spanischen Nationalrates, Aunos, empfangen, der ihm eins persönliche Botschaft von General Franco überreichte. Aunos wird in Rom wirtschaftliche Verhandlungen haben. In Tripolis, Addis Abeba und Har- r a r fanden unter lebhafter Anteilnahme der Bevölkerung am Sonntag Protestkundgebungen gegen die jüngsten antiitaliensichen Ausschreitungen in Tunis statt. Die iranische Regierung hat infolge des Abbruchs ihrer Beziehungen zu Frankreich dos Personal ihrer diplomatischen Vertretung in Paris abberufen. Der Gesandte und alle Mitglieder der Gesandtschaft mit einer Ausnahme werden am Dienstag Paris verlassen. « en mußten. Diese Tatsache ist um so bedauer. der Nachtsuchfahrt, schwierig ist, und an Fahrer . [g mahrfcheinlich auch für die Folg- und Fahrzeug erhebliche Anforderungen.stellt die -chs^te Platze und Absagen geben wird, weil ja aber dennoch für leben einzelnen Teilnehmer ferne! 1 Schulder in einem trostlosen Zustande sind, unüberwindlichen Hindernisse bringt. Hierbei spielt Die wenigen Spiele, die zum Austrag kamen, naturgemäß das Wetter mit die größte Rolle, und unter den Bodenverhältnissen, so daß die mit wahrend es nn vorigen Jahre burtf) grimmige 6pannung „warteten Treffen naturgemäß aus- Kalte und verharschten Schnee ging ist heute noch . In der B e z i r k s k l a s, e gab es nur drei nicht vorauszulagen ob Nicht diesmal Wmd Regen ^—nungen, nachdem die Treffen Wetzlar gegen und ausgeweichte Straßen die Fahrt erfd)meren 8ügef[ini)etini Ockershausen — 1860 Marburg und roarn an e, c. s . n- ( ■ oh t rs s- Niedergirmes — Katzenfurt verlegt wurden. Am 29. Januar findet am Ziel m Alsfeld die m , , . , , ” t äußerst wichtige Fahrzeugzustandsprüfung statt, die .Garbenh^eim gelang es auch auf eigenem Ptz die einzelnen Fahrer, welche unvorsichtig fuhren nicht, die Siegesserie von Hörnsheim ^"stopfen, oder ein sonstiges Mißgeschick hatten, in der Wer- Wenn auch den werden tun9 wieder um viele Punkte zurückwerfen kann. muß, daß sie Ersatz in ü)ren. Rechen h^ten, so ha Alles in allem: Auch die 4. Nachtsuchfahrt der auch unter normalen Verhältnissen em Sieg wohl Motorgruppe Hessen am 28.Z29. Januar 1939 wird kaum in Frage kommen können weil. toete* msch doch besser waren. Mit 9:4 (6:4) trennten pcy getragenen Jahresbericht war zu entnehmen, daß der Verein zur Zeit 391 Mitglieder zählt. Das Andenken zweier im Laufe des Jahres verstorbenen Vereinsangehöriger wurde geehrt. Am Sommeraus- flug nach Worms beteiligten sich 818 Personen. Das Winterhilfswerk des deutschen Volkes wurde mit einem Lebensmittelpaket unterstützt. 14 Berufskameraden konnten im Laufe des Jahres auf eine 25- jährige und vier auf eine 40jährige Eisenbahndienst- Zeit zurückblicken, sie wurden durch Ueberreichung eines Diploms ausgezeichnet. Die vom Rechner Keßler vorgetragene Jahresrechnung, die in Einnahme 420,09 Mark, in Ausgabe 334,85 Mark und einen Ueberschuß von 85,24 Mark verzeichnete, wurde gutgeheißen. Als Ausflugsort wurde Kasfel- Wilhelmshöhe ausersehen. Dann wurde der Voranschlag für 1939 bekanntgegeben und genehmigt. Zu Kafsenprüfem wurden die Kameraden Dem und Seht bestimmt. Der Dereinsführer wies rn feinem Schlußwort auf die großen Ereignisse des Jahres 1938 hin. * Watzenborn-Steinberg, 9. Jan. Der Gesangverein „S ä n g e r k r a n z", Watzenborn-Steinberg, hielt am Samstag feine diesjährige Hauptversammlung ab. Vereinsführer Pg. Schmitt gab zunächst einen" kurzen Rückblick über das vergangene arbeitsreiche Jahr. Dann gedachte er der Gefallenen und der verstorbenen Vereinsmitglieder. Dem Vorstand und besonders Chorleiter Hä u f e r sprach er seinen Dank aus für die im vergangenen Jahre geleistete Arbeit. Sangesbruder 5) 0 f, der im Laufe des Jahres nach Gießen verzog schied aus dem Vorstand aus; für ihn-wurde Karl B u ß V. bestimmt. Das diesjährige Stiftungsfest findet am 11. Februar statt. * Watzenborn-Steinberg, 9. Jan. Am Samstag hielt der hiesige Gesangverein .Germania" im Dereinslokal seine Jahres- Hauptversammlung ab. Vereinsführer Th. 3u n g erstattete nach Begrüßungworten den Jahresbericht, aus dem zu entnehmen war, daß das abgelaufene Geschäftsjahr besonders hohe Anforderungen an die Sänger stellte. Er erwähnte die zahlreichen Ver- anftaltunqen, zu denen die Sänger herangezogen wurden, und ließ noch einmal die 70-Jahr-Feier, verbunden mit dem 25jährigen Dirigenten-Jubl- läum des Chorleiters Gg. H a r n i f ch, an dem geistigen Auge der Mitglieder vorüberziehen. Ferner konnte man an dem Stand der Mitgliederbewegung und dem Besuch der Gesangstunden ersehen, daß der Verein sich auf feinem bisherigen Stand halten tonnte. Der Kassenbericht, vorgetragen von Verems- rechner K. Pitz, kann als gut bezeichnet werden. Bei Punkt „Ziele und Aufgaben im kommenden Jahr" wurde beschlossen, einen Familienausflug zu unternehmen. Die Neuwahl des Vorstandes ergab ein erfreuliches Bild: Vereinsführer Th. Jung und seine Mitarbeiter verblieben in ihren Aemtern, em schönes Zeichen von Vertrauen und Zusammenarbeit. Vereinsführer Th. Jung schloß in der üblichen Weise die Versammlung. Gesangsvortrage des Chores in bekannt bester Weife unter Stab- sührung von Chormeister Gg. H a r n i f ch taten das ihre, um die Mitglieder noch lange kameradschaftlich beisammenzuhalten. 00 Eberstadt, 9. Jan. Einer der ältesten Einwohner unserer Gemeinde, der Landwirt Und Schreiner August Buß (der vor kurzem fernen 84. Geburtstag feiern konnte), wurde dieser Tage zu Grabe getragen. Die Anteilnahme der Einwoh- uerschast war sehr stark. Der Dahingeschiedene erfreute sich aller Wertschätzung. — In unserem Orte fand eine Luftschutzübung statt, mit der eine Verdunkelung und ein Fliegeralarm verbunden waren. Die Hausfeuerwehren hatten dabei die Uebungsaufgabe, einen Brand zu bekämpfen und taten es mit aller Sachkenntnis. Die Laienhelferinnen wurden für die erste Hilfe bei einigen Unglücksfällen eingesetzt. Der Verlauf der Hebung zeigte, daß die hiesige Untergruppe, dank der uner- miwlichen und selbstlosen Arbeit des Untergruppenführers Heinrich W e h r u m , vorzüglich geschult ist. Gemeindegruppenletter Meckel (Lich) und Schulungsleiter Hild (Lich) brachten ihre volle Anerkennung der Leistungen zum Ausdruck. Den Frauen wurde für ihre vorzügliche Einsatzbereitschaft Dank 128, Laurahütte mit 14. IG. Farben bröckelten Hessens Handballer, die am Sonntag drei Meister-- 0,25 v. H. ab auf 146,75, nicht ganz behauptet schaftskämpfe auf dem Programm hatten, kamen waren ferner Demag mit 144,50 (145), Licht unb buA bie roibrige Witterung nur zu einer Begeg- Kraft mit 130 (130,25), während Gessurel auf 130 k bj^ die Heiden Abstiegskandidaten Tuspo. Kassel (129,75), Metallgesellschaft auf 117,50 (117,25) unb unb Kurhessen Kassel zusammenführte. Nach hartem Junghans auf 95,50 (95,25) anzogen. Großbank- Kampf siegte Tuspo. mit 10:9 Toren überaus tnapp« aktien lagen unverändert Am Rentenmarkt brocfeb $Qtnit dürfte sich Tuspo gesichert haben, während ten Reichsaltbesitz und Reichsbahn-VA. st 0,13 v H. Kurhessen unb Jahn Gensungen für ben Abstieg be- ab auf 128,65 bzw. 122,40; 6 d.5). Farben s^mt zu sein scheinen. unverändert 118,25, aber 5 v. H. AEG. von 1936 , , _ 101 (101,50). Im Freiverkehr wurden Kommunal- £)(•. NetZ Will CltlC englische Fußballelf Umschuldung wie mittags mit 92,85 genannt. VerpslichleN Frankfurter Getreidebörse. I . . ' ... . 0 Wie in den letzten Jahren, wird auch diesmal Frankfurt a. M., 9. Jan. Es notierten (Ge- nieder eine tüchtige englische Berufsspieler-Mann- treibe je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in fchaft der Fußballer im Mai für einige Spiele gegen RM.: Weizen W 9 206, W 11 208, W 12 209, W 13 deutsche Auswahl-Mannschaften nach Deutschland 210, W16 213, W18 215, W 19 217, W 20 219, kommen. Professor Dr. Otto Nerz, ber als frühe- Roggen RH 191, R12 192, R 14 194, R15 195, rer Reichstrainer im britischen Fußballsport glän-- R 16 197, R 17 198, R 18 199, R 19 201. Groß- Bescheib weiß, will in ben nächsten Tagen nach hanbelspreise ber Mühlen ber genannten Preis- Englanb reisen, um bort eine Elf zu verpflichten, gebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizen- e kommt natürlich nur eine ber in ben mehl Type 812 W 13 29,55, W 16 29,55, W 18 29,55, ßiqatämpfen führenbe Vereinsmannschaft, also ent- W 19 29,55, W 20 (Kreis Alzey) 29,55, W 20 (Kreis ro^)er Derby County ober Everton. Bei beiden Worms) 29,90 plus 0,50 RM Fracht-Ausgleich. Für Mannschaften handelt es sich übrigens um Klubs, Weizenmehl Type 812 mit Beimischung von Mais- ,n früheren Jahren bereits „Sparringspartner" backmehl liegen die Preise 30 Pf. unter ben Rotte- unserer Nationalspieler waren und wegen ber von rungen. Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 ihnen geschätzten Gastfreundschaft bes neuen Deutsch- 22.80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 (ant)5 qern erneut zu uns kommen. RM. Fracht-Ausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. , Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10,90, W 18 11,00. TNUMphaler Empfang Rapws. W19 11,10, W 20 11,20 Mühlenfestpreis ab Müh- , ,, . lenftation. Roggenfuttermehl R 19 12,50, Roggen- ^'5, ueuen Besitzers des Tscham- vollkleie R 19 11,00. Roggenkleie R 12 9,95, R 15 "er-Pokals, Rapib Wien wurde am Montagabend 10.15, R16 10,25, R18 10,40, R 19 10,50 Mühlen- bei lhrer Rückkehr von Berlin von Zehntausenben festpreis ab Michlenstation. Treber -. Wiesenheu, ihrer Volksgenossen in Wien empfangeii. Als Blnber hanbelsüblich, gesunb, trocken 5,20 bis 5,40, Wiesen- aus bem Wagenfenster die wertvolle Trophäe herheu, gut, gesund, trocken, 6,20 bis 6,40, Kleeheu, gut, ' brauste unbeschreiblicher ^bel los. Nur mit gesund, trocken 7,00 bis 7,50, Luzerneheu, gut, ge- Muhe konnten sich die abgespannten Rapid-Spieler l — . — an . r, « . . . - . I Riilhiminnon Finninftorfon ’TIrPn<1H PtlrllPnPH. Die beiden Spiele der 1. Kreisklasse kamen nicht zustande. Das Spiel Dillenburg — Atzbach mar abgeblasen unb Grüningen trat gegen Holz- , , heim aus unbekannten Gründen nicht an. Zuruckhaltung dauerte an. Aus Niedriger Basis _ . ? Kreisklaffe standen sich lediglich lagen wohl Kundschaftsanfragen vor, die aber man- der . PfB -R Gießen gegenüber, bas gels entsprechenden Angebots nicht zu Abschlüßen ^v^ Lond s mit 10-3^(3'21 für sich entführten. In den meisten Fällen gelangten die Kurse J konnte Damit stehen sich be de Mannschaf- daher nominell zur Ratiz^ Schwach lager' b« ®iL weiterhin von Schiffahrtsaktlen Hapag mit 60 (61). t k Qpiftnnn mnrpn Ueber den Durchschnitt von 0,25 bis Ö 50 D-^)' überragent). Gegen einen derartigen Gegner aus abweichend waren noch Westdeut che Kaufhof f aptofDrfeneren unx DDC mit 100,25 <101). Montanwerte blieben behauptet, muß eS Mten Elf 7ntretem Mannesmann 0,25 v. H. hoher gefragt mit 107, auen Gingen uuuj * 9 if dagegen Erdöl 0,50 v. H niedriger mit 119,50, sonst' notierten Verein. Stahl mit 104, Rheinstahl mit gesagt. <> Saasen, 9. Jan. Die hiesige Orts- ' tzruppe der NSDAP, veranstaltete eine Zu- • jammentunft, zu der insbesondere die an der Befreiung von Oesterreich unb Subetenbeutschlanb beteiligten Reservisten eingeladen waren. Ortsgruppenleiter S ch e p p wies auf die Notwendigkeit solcher tamerabfchaftlicher Zusammenkünfte hin, die ein wertvolles Mittel zur Vertiefung der Volksgemeinschaft seien. Nur die Geschlossenheit unseres Volkes habe die großen politischen Erfolge des vorigen Jahres möglich gemacht. Der weitere Verlauf des Abends war bem gemeinsamen Gesang von Volksliedern unb dem Tanz gewidmet. Die NS.- F r a u e n s ch a f t von Saasen, gemeinsam mit dem Stützpunkt Göbelnrod und der dortigen NS.-Frauen- schaft, tteß es sich angelegen sein, mit Kaffee und Kuchen zu bewirten. Kreis Büdingen. j. Schotten, 7. Januar. Die Bevölkerung der Stadt hat nach ben stanbesamtlichen Nachweisen eine erfreuliche Zunahme zu verzeichnen. Die Zahl ber Geburten betrug im abgelaufenen Jahr 91 (in 1937 - 72), es würben 33 (17) Ehen geschlossen und es waren 62 (35) Sterbefälle im letzten Jahr zu verzeichnen. — Die Bautätigkeit im abgelaufenen Jahr war ebenfalls rege. Drei Privathäuser. 10 Siedlungshäuser sind entstanden, mehrere gewerbliche Räume, Werkstätten, ein Cafe wurden neu- bzw. umgebaut. Für 1939 sind weitere 10 Siedlungsbauten und andere Neubauten vorgesehen. Kreis Wetzlar. # Wißmar, 9. Jan. Einem langgehegten Wunsch unserer Einwohnerschaft ist jetzt Erfüllung zuteil geworden. Seit 1. Januar befindet sich das Standesamt, das bisher in Krofdorf war, in unserem Orte. Standesbeamter ist Bürgermeister Krauß. — Die Schule, die wegen Diphtherie und Scharlach einige Wochen geschlossen war, hat nunmehr den Unterricht wieder aufnehmen können.