Ur. 289 Erstes Man .26. 2 der h er. 1 des Erichemr täglich, außer Sonntags and Feiertags Beilagen: Vie Illustrierte Gießener Familien blätter Heimat im Bild Die Scholl, Monals-Vezugsprets: Ml 4 Beilagen RM.l.95 Ohne Illustrierte , 1.80 gustellgebühr , -.25 Auch bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Lammelnummer 225) Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Stehen Postscheckkonto: Zrantsuri am Main 11688 l,nen ufenb, * ^bent ‘vom 1938 H Annahme von Anzeigen kür die Mittagsnummer vis8'/,Uhr des Vormittags Srnndpretse für i mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Te^t- anzeigen von70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh Dereinbg 25°/e mehr. ermäßigte Grundpreise: Stellen., Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder», Unterrichts» u. behördlicheAnzelgen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B General-Anzeiger für Oberhessen Pruift und Verlag: vrühlsche UnIverfitStsdruckerei 8. Lange in Sieben. Schristieitung und Gcschüstrftelle: Schuiftratze 7 189. Jahrgang Samstag, 9./$onntag,|O. Dezember 1939 Siebener Anzeiger 7576,16 begehen. 1 am Sie tu# iahen. II ir Mfl und Wil der nd. lllft Hefter de- Nachrch chen mnI ten. 17.10: e Liebes- chssendm tmall 3« irast M Er |pid! ierlin. Do« 15: Hefa' >15: Ach ieindli che Unterstände gesprengt, sowie frrei weitere Unterstände unbrauchbar gemacht. Die Luftwaffe führte ihre Aufklärungs- iätlgkeit in verstärktem Maße hauptsächlich über West- und Mittelfrankreich durch. Die deutschen Zlugzeuge wurden an verschiedenen Stellen erfolglos von Jägern angegriffen und »on Flakartillerie beschossen. Eigene Verluste sind nicht eingetreten. Die britische Admiralität bestätigt die T o r p e - Berlin, 8. Dez. (D31B.) Das Oberkommando ler Wehrmacht gibt bekannt: 3m Westen geringe örtliche Spähtrupptätigkeit. Die Luftwaffe führte mit stärkeren Kräften 1 ontrollflüge über der Nordsee durch iud streifte dabei auch die O st k ü st e Schott- ■anbs in niedrigster Flughöhe ab. Eine deutsche Maffei wurde östlich des Firth of Forth von faitischen Jägern erfolglos angegriffen. Auf dem lückflug muhte ein deutsches Flugzeug wegen Uotorstörung eine Jtofroafferung vornehmen. Der finnische Heeresbericht meidet Einnahme Hoalands durch die Hüffen. aus Deutschland nach dem 4. Dezember an - zuhalten. Amrikanische Schiffe würden dadurch gezwungen, englische Häfen anzulaufen, gleichgültig, wo ihr Ziel oder wer Eigentümer der aus Deutsch- land kommenden Waren ist. Amerika könne eine Blockade nur anerkennen, wenn sie effektiv ist, nicht aber einen derartigen Beschluß, der sich auf Schiffe beziehe, die weit auherhalb des firiegsgebietes fahren, und der legitime Interessen amerikanischer Bürger verletzte. Kriegführende Regierungen dürften sich eine derartige Schädigung neutraler Betätigung nicht umnähen, die amerikanische Regierung sehe sich daher genötigt, zu verlangen, dah die von der englischen Regierung betroffenen Wahnahmen nicht den legitimen handel amerikanischer Bürger stören. Inzwischen behalte sich die USA.-Regierung alle Rechte und etwaige Ansprüche vor. Ser heutige Wehrmachtsbericht. Verstärkte Aufkläruugstätigkeit der Luftwaffe in Frankreich. Berlin, 9. Dezember. (DNB. Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Westen an einigen Stellen der Front etwas lebhaftere Artillerietätigkeit. Zwischen Wofel und Rhein wurden durch einen Stoßtrupp südwestlich Werzig auf französischem Boden zwei Scharfer amerikanischer Einspruch gegen die völkerrechtswidrige englische Blockade „Kriegführende dürfen sich derartige Schädigung Neutraler nicht anmaßen." 063,96 503,57 427,99 478,18 346,18 '091,20 >196,— >022,87 -665,82 >921,36 5733,03 Herting des Zerstörers „Jersey" '-Dezember durch ein deutsches 21-Boof. Die. Englandflüge der deutschen Luftwaffe. bot. Flugsicherungskräfie zur Bergung schung sind unterwegs. Keine Minen. Ans einem britischen Konvoi herausgeschossen. Washington, 9. Dez. (DRB.) (Eine ameri- konische Rote, die gestern der englischen Regierung überreicht wurde, legt scharfe Ber- w/thrnng gegen den englischen Befchluh vom 28. November ein, alle Schiffe mit Daren Keine Aendernng der politischen Linie des italienischen Imperiums. Die römische presse zum Beschluß des Faschistischen Großrats. ändert. Die Grundsätze dieser Politik seien: Respektierung der U n a b h ä n g i g k e i t der verschiedenen Länder; Förderung ihrer gegenseitigen Aussöhnung und Anerkennung der Lebensinteressen Italiens durch die Balkanstaaten und die anderen europäischen Länder. Aus diesen Grundsätzen ergebe sich, daß man nicht an den Balkan rühren könne, ohne auch an die Lebensinteressen und die Politik Italiens zu rühren. Was Italiens Einstellung gegenüber dem verschärften Blockadekrieg angeht, so schreibt „Gayda": .Italien erkennt die Notwendigkeiten des Kriegs und der Kriegführenden an, erwartet aber, daß diese nicht bis zur Unerträglichkeit sich über seine Lebensinteressen und sein Prestige als freie und produktive Großmacht Hinwegsetzen. Das Völkerrecht solle respektiert werden. Aber es gilt so gut für die Kriegführenden wie für die Nicht- kriegführen-oen. Die erste Bedingung für die Eindämmung des Konflikts besteht darin, den A u s - bruch anderer Konflikte zu vermeiden. Der Wirtschaftskrieg, der das wirkliche Ziel und die Methode des Krieges zu werden scheint, kann nicht den Anspruch erheben, ganz Europa zu beherrschen und über die friedlichen aber entschlossenen Interessen und die Würde der Flagge irgendeiner anderen Nation Hinwegschreiten. Noch schärfer drückt sich in diesem Punkte die „Tribuna" aus, sie erklärt: Italien ist nicht geneigt, den unlängst verkündeten grotesken und anmaßenden Anspruch als gültig anzuerkennen, wonach die außerhalb des Konflikts stehenden Länder dulden sollen, daß ihnen Schaden zugefügt wird, weil angeblich der Sieg einer Partei gleichbedeutend sei mit dem Sieg einer universalen gerechten Sache." i?n .„Ä JClO er Pi Helsinki, 9. Dez. (DNB.-Funkspruch.) Der finnische Heeresbericht meldet: Land: Der Feind hat am 7. seine Angriffe bei P e i p a 1 e j o k (?) fortgesetzt. Die Angriffe wurden zurück gewie- f en. Die Finnen waren gezwungen, das Dorf Suomussalmi aüzutreten. Sonst nichts neues von Bedeutung bei den Lanüftreitkräften. — See: Es ist den Russen gelungen, Hogland zu erobern, das sie seit Kriegsbeginn durch Luft- und Seestreitkräfte bombardierten. Luft: Im Laufe des Tages keine feindliche Flic- gertätigkeit. # Die schwedische Presse meldet, daß die Russen in Petsamo Truppen gelandet hätten. Der Hafen von Helsin ki soll von den Russen durch Torpedo- und U-Bvote blockiert werden. Die finnischen Linien auf der karelischen Halbinsel sind an mehreren Stellen zurückgenommen worden, wobei es sich um einen strategischen Rückzug handeln soll. In Nordfinnland haben die Russen nach diesen Meldungen Gelandegewinne gemacht. seien beunruhigend. Man brauche noch keine voreiligen Schlüsse daraus zu ziehen, aber man müsse mit Ruhe und Klarheit die Perspektiven prüfen, die sich ergäben. Andernfalls könnte von Unfall zu Unfall eine Summe von Nachlässigkeiten Rumänien :n die Lage bringen, nicht einmal mehr Petroleum für den eigen en Bedarf zu haben. Seicaru verlangt strenae militärische Bewachung der Petroleumsonden, Raffinerien und Zisternenwagen, damit sie nicht ein Angriffs- objekt jener unsichtbaren Armee würden, die hinter den Fronten in den neutralen Ländern kämpfe. Raffinerien und Petroleumanlagen seien nicht nur Privateigentum, sondern wesentliche Elemente der nationalen Verteidigung. Die porlamenissitzung hinter verschloßenen Türen. London, 8. Dez. (Europapreß.) Die Geheimsitzung des Parlaments am nächsten Mittwoch wird geheimer sein als alle geheimen Sitzungen bisher. Um dies zu ermöglichen, ist eine besondere königliche Verordnung herausgekommen, die jedermann die Veröffentlichung von Berichten über den Sitzungsverlauf oder selbst die Bezugnahme auf Vorfälle in der Sitzung n erbt e t e L Nur amtliche Erklärungen sind zugelassen. Außerdem müssen die Parlamentsbehörden Sorge tragen, daß nicht nur der Sitzungssaal selbst, sondern auch eine in der Verordnung näher bestimmte „neutrale Zone" innerhalb des Parlamentsgebäudes von allen Fremdlingen verlassen wird. Diese „neutrale Zone" ist so bemessen, daß selbst bei heftigsten Auseinandersetzungen im Sitzungssaal kein unberufenes Ohroavon Kenntnis erhält. Auch die mit der Absperrung der „neutralen Zone" beauftragten Polizisten müssen sich genügend wett vom Sitzungssaal entfernt halten. He Besatzung verließ das Flugzeug im Schlauch- " * Be- -Kopenhagen, 8. Dezember. (DNB.) In Ber- gm sind die Mannschaften des vor einigen Tagen v-r der britischen Küste untergegangenen norwegi- >en Dampfers „Real f" und des finnischen Ampfers „M e r c a t o r" eingetroffen. In beiden Willen war englischerseits gemeldet worden, das 6hifl sei auf eine Mine gelaufen und ge- Men. Die Mannschaft des „Reals" erklärte jedoch, !>:ß sie nicht auf Minen aufgefahren, idbern torpediert worden feien, und zwar t n englischen Konvois auf dem Wege zum bri- fi'chen Kontrollhafen Kirkwall. Die finnische Mann- idaft erklärte, das Schift sei in der Dunkelheit nur Iras Meilen von der nordschottischen Küste entfernt n einem deutschen Kriegsschiff Der» ttnkt worden. Die Engländer hätten von einer iDi-ne gesprochen, weil sie nicht zugeben wollten, Ml deutsche Kriegsschiffe unbehelligt so uhe an ihre Küsten kommen könnten und Schiffe, aus den, den Neutralen angepriesenen ^tischen Konvois einfach abgeschossen werden. Reue Schiffsverlufle. ukN sterdam, 8. Dez. (Europapreß.) Die Welle ei Schiffsverluste ist augenblicklich wieder im An- tyiJellen begriffen. Durch Minen ist der schwemme empfer „Ving a" (1930 Tonnen) gefunden. Die verlebenden des holländischen Dampfers „T a j a- oen", Der am Donnerstag im Kanal anscheinend filch eine Mine versenkt wurde, hatten an, Bord •1$ belgischen Dampfers „Louis Scheid' noch fn weiteres Abenteuer zu bestehen. Der Dampfer im Nebel an der englischen Südküste auf nidl« * IW.J hl ufl »and!y WiO I Dokiol r1 -t einen Felsen auf. Der Dampfer mußte auf- gegeben werden. Die Besatzung konnte gerettet werden. Der britische Dampfer „Thomas Wal - t o n" (4460 Tonnen) sank nach einer heftigen Explosion im Westfjord nahe Bodoe in sieben Minuten. Es war aus England nach Narwick unterwegs. Der englische Frachtdampfer „H e r e I" (1088 Tonnen) lief auf eine Mine und sank innerhalb von vier Minuten an der Südostküste. Dom belgischen Dampfer „A d o u r" (1105 Tonnen), der von Bordeaux nach Swansea in Wales unterwegs war, wurden 508-Rufe aufgefangen. Das Schiff soll an der französischen Küste auf ein Riffe (?) gelaufen sein. Die Sabotagearbeit des Intelligence Serv ce in Rumänien Bukarest, 8. Dez. (Europapreß.) Zum erstenmal wird am Frettagmorgen in der rumänischen Presse zu den sich in der letzten Zeit in verdächtiger Weise häufenden Bränden im Petroleumgebiet von Ploesti Stellung genommen. Pcrmfil Seicaru schreibt im„Curentul" nach einigen mißbilligenden Aeußerungen über die Tätigkeit fremder „Informatoren" — womit offensichtlich die große Zahl der seit Kriegsausbruch in Rumänien sich aufhaltenden Agenten des Intelligence Service gemeint ist — die serienhaft einander folgenden Petroleumbrände torgeiw Musiklon Nachnch!!' Kindeckii mittag. 5: >ers W' )anb. 12.11 richten, i' ircbeftet hs ten. Ul? einem Nachrchil 17.20: F lern W jten^^ wollte. „Detrch' lonM* nq aus w ck.W-" dabei "sl tretend,■* iber da? > etztdasp Rom, 9. Dez. (Europapreß.) In der Sitzung des Großen Faschistenrates ist, wie die Presse unterstreicht, die Position Italiens unter Berücksichtigung der gegenwärtigen europäischen Lage erneut festgelegt worden. Die Tagesordnung beweise, daß in der politischen Ausrichtung der faschistischen Regierung, wie entgegen allen ausländischen Phantasien von vornherein zu erwarten war, keine grundlegende Aenderung eingetreten ist. Dies gelte, so hebt „Giornale d'Jtalia" hervor, vor allem von den Beziehungen Italiens zu Deutschland, die weiterhin für die italienische Außenpolitik in er st er Linie richtunggebend blieben. Dies entspreche auch dem Ehrgefühl, das zu den wesentlichsten Eigenschaften des italienischen Volkes und seiner Politik gehöre. Die Nichtbeteiligung Italiens am Kriege stehe t n voller Uebereiriftimmung mit den p o - 1 ^tischen Abkommen und Pakten, mit den grundlegenden Interessen des italienischen Volkes und mit den allgemeinen Interessen aller europäischen Nationen, einschließlich der kriegführenden, die sie bis heute als die sicherste Garantie gegen die Ausdehnung des Konflikts über feinen ursprünglichen Herd hinaus anerkannt hätten. Die Haltung Italiens sei aber nicht als Neutralität zu bezeichnen, denn Rom behalte sich vor, Gewehr bei Fuß die Entwicklung der Dinge wachsam zu beobachten und die Einwirkungen der jeweiligen Lage auf die italienischen Interessen und die gerechte europäische Ordnung, die stets eines der Ziele der italienischen Politik gewesen seien, abzuwägen. Italien behalte sich also volle Entschluß- und Handlungsfreiheit vor. Auch die Richtlinien der italienischen Politik t m Donau- und Balkanraum blieben unver- Gefährliches Spiel in Genf Die Westmächte wollen die Neutralen unter Druck setzen. Genf, 9. Dez. (DNB. Funkspruch.) Wenn auch ein gewisses Unbehagen angesichts möglicher Ueber- raschungen in Genf in der französischen Presse zum Ausdruck kommt, so ist doch unverkennbar, daß die Westmächte die kommende Tagung der Genfer Liga nach Kräften ausnutzen wollen, um d i e Neutralen unter Druck zu setzen und in eine Frontstellung gegen Deutschland hineinzutreiben. Die vorbereitende Pressekampagne ist schon in vollem Gange. Der „Excelsior" scheut sich nicht, die Neutralen direkt aufzufordern, endlich aus ihrer Reserve herauszutteten und das französisch-englische Spiel mitzumacden. Der „Temps" bemerkt, die Neutralen täten Unrecht daran, sich auch nur scheinbar an dem Kampf zu desinteressieren, bei dem ihr eigenes Schicksal auf dem Spiele stehe. „Ordre" erklärt heuchlerisch, England und Frankreich hätten nie einen Druck auf die Neutralen aus- geübt, um sie zur Aufgabe ihrer Neutralität zu bewegen; der Druck Deutschlands sei dagegen offen« sichtlich, und dieser Druck werde den Neutralen be- Kriegsziele Ein Vierteljahr Krieg. In der öffentlichen Meinung Englands und Frankreichs ist die Enttäuschung über seinen Verlauf offensichtlich. Man spricht in Paris und London von dem „eigenartigen" Krieg und vermag dahinter nur schlecht die brennende Ungeduld zu verbergen, daß anscheinend keinerlei Möglichkeiten sich abzeichnen, Deutschland das Gesetz des Handelns zu entreißen. Die schweren Verluste, die die deutsche Seekriegführung der britischen Kriegsflotte hat zufügen können, und die stetig wachsenden Ziffern der Ausfälle an Schifttstonnage, die die erfolgreiche deutsche Gegenblockade des britischen Außenhandels kennzeichnet, haben trotz aller Vertuschungsmanöver und Verdrehungskunststücke Churchills, im englischen Volk doch bereits lebhafte Beunruhigung hervorgerufen. Man hat das dumpfe Gefühl, daß da etwas nicht stimmt. Die Widersprüche, in die sich der Erste Lord der Admiralität, das Propagandabüro und die Reuteragentur verwickeln, sind zu eklatant, um nicht selbst in der englischen Oeftentlichkett peinlich bemerkt zu werden. Die Folge ist, daß in dem Propagandabüro mehrere prominente Mitarbeiter ihre Aemter niedergelegt haben und die Zensurbehörde, der man anscheinend die mangelhafte und langsame Unterrichtung über wichtige Ereignisse der Seekriegführung in die Schuhe geschoben hat, sich zu ihrer Entlastung über die Art beschwert, wie ihr von den Webrministe- rien wichtige Nachrichten vorenthalten werden. Auch die noch immer nicht behobenen Mängel in der Organisation der Ernährungs- und Rohstoffwirtschaft geben immer wieder Anlaß zu heftiger Kritik, und das um so mehr, als sich infolge des Ausbleibens der überseeischen Zufuhren und der bereits spürbaren Verknappung an Schiffstonnage auch in den dem Engländer für seinen Lebensunterhalt unentbehrlich dünkenden Waren schon scharfe Rationierung Platz greifen muß und die Preise unentwegt in die Höhe klettern. Auch die Klagen über völlig unzureichende ober gar gänzlich ausbleibende Fürsorge für die Familien der zum Wehrdienst Einberufenen wollen nicht verstummen. Einen gewiß nicht gern gewährten Einblick in diese Mißstände bot eine der letzten Sitzungen des britischen Unterhauses, in der ein Abgeordneter, der sich in beweglichen Worten zum Anwalt der in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedrohten Soldatenfamilien gemacht hatte, dadurch mundtot gemacht wurde, daß der weifen, daß die Aufrechterhaltung der Neutralität auf die Dauer unmöglich fei. Die Neutralität der öffentlichen Meinung fei dies bereits schon jetzt und die der Staaten werde es bald werden. — Es wird die 2lufgabe der neutralen Mächte fein, diesen schamlosen und überheblichen llnfriebeftiftern, die verzweifelt nach neuen Hilfsvölkern, die sie nach bewährtem Muster in den Tod schicken wollen, und nach neuen Kriegsschauplätzen suchen, die gebührende Antwort zu erteilen. Plutokraten auf dem Schleichwege. Don unserer Berliner Schristieitung. Die brttischen Geldsack-Politiker haben ihren Reklamefeldzug zur Gewinnung von Hilfstruppen gegen Deutschland bekanntlich mit dem Hauptargu- ment bestritten, daß sie, die Engländer, über einen so großen Reichtum und so starke Finanzen verfügten, daß sie nicht nur den Krieg gewinnen müßten, sondern auch noch ihren Bundesgenossen namhafte Beftechungsgelder zahlen könnten. Heute, nach einem Vierteljahr Krieg, sind diese prahlerischen Behauptungen freilich schon erledigt. England kann weder Subsidien zahlen noch ist es imstande, auch nur den normalen Export der lebhaft umworbenen Neutralen aufzunehmen. Die wegen des sinkenden Außenhandels immer geringer werdenden Goll>- unb Devisenvorräte reichen kaum hin, um den Londoner Kriegshetzern den Ankauf der unbedingt notwendigen Waffen und Rüftungsrohstoffe im Auslande zu ermöglichen. Vor allem bedrückt es die Manager der britischen Judo-Plutokratie, daß ihnen auch das gelobte Land des internationalen Kapitalismus, die Vereinigten Staaten von Nordamerika, als Anleihemarkt nicht mehr zur Verfügung steht. Unter dem Druck der amerikanischen öffentlichen Meinung, welche die unbezahlte Mll- liardenschuld der Engländer aus dem Weltkrieg nicht verlassen hat, hat die Washingtoner Regierung vor einigen Jahren das sog. Johnson-Gesetz 'beschlossen, wonach Kredite an Schuldnerländer nicht mehr gegeben werden dürfen. Nicht weniger unangenehm ist den Engländern die Klausel des neuen amerikanischen Neutralitätsgesetzes, die es verbietet, Rüstungsmaterial an kriegführende Staaten g e g e n K r e d i t zu liefern. Um diese Schwierigkeiten zu umgehen, glaubt die britische Plutokratie nun einen Schleichweg gefunden zu haben, um dennoch mit den Ersparnissen der amerikanischen Bürger ihren Krieg finanzieren zu können. Man denkt sich das so, daß eine in USA. zu gründende kan.adische Gesellschaft unter Leitung internationaler Bankiers eine Rüstungsanleihe von zunächst 1 Milliarde Dollar auflegen soll. Als „Sicherheit" werden den Zeichnern die faulen englischen Papiere geboten, die in den USA. vorhanden sind, die aber schon heute — laut Kurszettel — an den amerikanischen Börsen wie Sauerbier an geboten werden. Ob die amerikanischen Farmer, Fabrikanten und Arbeiter naiv genug sein werden, um auf diesen Schwindel, der nicht nur gefährlich, sondern auch rechtswidrig ist, hereinzufallen, estcheint uns doch recht zweifelhaft. H. Ev, Sprecher ihn aus dem Hause wies. Nichts illustriert besser die moralische Hohlheit und biaotte Heuchelei der britischen Plutokraten, als diese Szene. Der immer lauter werdenden Kritik an seiner Krieg- führung meint nun Chamberlain am besten mit einer Geheimsitzuna des Parlaments Herr werden zu können. Hier soll der wachsenden Der- stirnmung ein Ventil geöffnet werden, aber um von dem Ansturm unbequemer Fragen nicht überrannt au werden, ist die Geheimsitzung auf nur einen Tag beschränkt. Diel kann also dabei nicht herauskommen und die englische Oeffentlichkeit bleibt natürlich nach rote vor ohne Aufklärung über die wahre Kriegs- §e weniger die englische Kriegführung mit irgendwelchen Erfolgen auf weisen kann, ja je weniger sie sich imstande zeigt, den hörbar knirschenden Sand im Räderwerk der britischen Wirtschaft zu beseitigen, um so weniger will begreiflicherweise die Frage nach dem K r i e g s z i e l verstummen. Nachdem das alberne Märchen von der Garantie für Polen schon n den ersten drei Wochen des Krieges an der harten Macht der Tatsachen zerschellt -ist, mußte man sich in London dazu bequemen, die Katze aus dem Sack zu lassen. Das geschah zwar nur peu ä peu und in den verschiedensten, sorgfältig abgestuften Variationen, aber es kann nun doch auch für das britische Volk keinem Zweifel unterliegen, daß seine führende Kaste es in den Krieg gehetzt hat um der Vernichtung Deutschlands willen. Darüber vermögen auch die salbungsvollen Phrasen des britischen Außenministers Lord Halifax nicht einen Augenblick bimveazutäuschen. Daß England eigentlich nur deshalb Krieg fuhrt, um das deutsche Volk darüber zu belehren, was ihm frommt, um in Wohlanständigkeit und Ehrbarkeit das Wohlwollen Englands zu erringen, ist ebenso naiv und unverschämt wie das Winken mit einer Friedenskonferenz, zu der Deutschland freilich nur zugelassen würde, wenn es artig und brav seine Lektion gelernt hat, die Herr Halifax uns Deutschen nun anscheinend mit der Huchtrute eintrichtern möchte. Wer wir kennen diese Schalmei allzu gut und haben in Versailles für falsche Töne ein feines Ohr bekommen. Halifax und seine Clique scheinen noch immer nicht begriffen zu haben, daß sich inzwischen die Zeiten grundlegend geändert haben und die Wunschträume, die sie ihrem Volke vorgaukeln, Illusionen sind, aus Denen es eines Tages für sie alle ein mrsanftes Erwachen geben wird. Dafür kämpft das nationalsozialistische Deutschland mit all der zähen Entschlosienheit, zu der nur ein in gleicher Weltanschauung geeintes, zu höchsten Leistungen und letztem Einsatz bereites Volk unter der genialen Führung eines Adolf Hitler fähig ist. Die Welt muß wieder frei atmen können. Die Völker Europas müssen die Gewißheft bekommen, daß es mit der Vormundschaft, die England sich angemaßt hat, für alle Zeiten vorbei ist und sie ohne die ständige Einmischung Englands ihre Lebensinteressen selbst gegeneinander ab grenzen und sichern können. Das ist die Lektion, die England von uns Deutschen in diesem Kriege empfangen wird. Auch Herr Daladier, Frankreichs Minifter- präsident, hat in seiner letzten Rundfunkrede zum Kriegsproblem nichts Neues und nichts anderes $u sagen gewußt, als feine britischen Kollegen. Es ist bezeichnend für die flaue Stimmung im französischen Volke, daß Daladisr glaubt, von den zahlreichen „Defaitisten"-Prozessen, von den wirtschaftlichen und finanziellen Schwierigkeiten, von dem für die französische „Gloire” nur schwer erträglichen absoluten Mangel an irgendwelchen Erfolgen auf dem Kriegsschauplatz un„ schließlich auch von dem immer deutlicher werdenden Eklat des Handelskrieges, auf den England den ftanzöfischen Verbündeten vertröstet hat, ablenken zu müssen durch eine Erneuerung der Sicherheitspmchose, die dem französischen Volke in der Politik oes letzten Vier- teliahrhunderts ja schon so manchen dummen Streich gespielt bat. Aber dessen ungeachtet und ohne Rück- sicht auf die immer wieder wiederholten Vorschläge des Führers zu einer grundsätzlichen Be- reinigung der deutsch-französischen Beziehungen und Begründung einer aufrichtigen Freundschaft zwischen den beiden Völkern, die keinen irgendwie gearteten Konfliktsstoff zwischen sich haben, legt Daladier die alte Platte von der angeblichen Bedrohung Frank- reichs wieder auf und schiebt dem deutschen Volke die Absicht unter, die anderen Nationen Europas versklaven und knechten zu wollen. Herr Daladier vergißt dabei wohlweislich, seine Hörer daran zu erinnern, daß das Diktat von Versailles einst dazu bestimmt war, Frankreichs Vorherrschaft über Europa zu verewigen und daß in den Augen aller waschechten französischen Imperialisten nur die zaghafte Stümperhaftigkett der französischen Staatsmänner, die es unterließen, das wiedererwachende, zu sich selbst zurückgefundene deutsche Volk in einem Prätentivkrieg für immer zu Boden zu schlagen, schuld daran war, daß das Erbe Richelieus den Franzosen in den Händen zerronnen ist. Herr Daladier vermag diese Vergangenheit des französischen Imperialismus nicht von sich abzuschütteln, um Frankreich dann als Unschuldslamm zu dränieren, das von dem bösen deutschen Wolf Überfällen wurde. Frankreichs Ministerpräsident ist in den entscheidenden Tagen zwischen Krieg und Frieden zu schwach gewesen, um sich aus seiner. Verstrickung in die englische Politik zu befreien und sich auch von dem Einfluß seiner chauvinistischen Ministerkollegen im Kabinett loszumachen. Er war nicht der fest in sich ruhende, überragende Staatsmann, um in schwierigem Gewässer und stürmischer Flut einen eigenen Kurs zu steuern. Er vertraute bas französische Schiff dem britischen Lotsen an und findet nun, wo es gefährlich zu schlingern beginnt, nicht die Kraft, selbst wieder das Kommando zu übernehmen. Statt dessen sucht er seine Haltlosigkeit, die ihn zum Gefangenen der britischen Politik gemacht hat, vor seinem eigenen Volke mit hohlen Phrasen zu übertönen, die dem Wortschatz des britischen Lügenministeriums entliehen sein könnten. Das Fehlen jeglicher militärischer, wirtschaftlicher und politischer Erfolge läßt sich frei- lich bei einem für solche Dinge so hellhörigen Volke wie dem französischen nicht sehr lange durch lächerliche Schaumschlägereien vertuschen. Vielleicht bucht man es in Paris und London als einen Erfolg, daß im nördlichsten Europa ein neuer Kriegsschauplatz entstanden ist. Es ist ja so, daß ebenso wie Deutschland auch die beiden neutralen europäislben Großmächte Italien und Rußland alles getan gaben, um den Konflikt zwischen dem Reich und den beiden Westmächten zu lokalisieren, während die britische Diplomatie alles daran gesetzt hat, um das von ihr entzündete Feuer zu einem Weltbrand zu entfachen. Auf dem Balkan hat die selbstsichere, ruhige Ueberlegenheit der italienischen Politik den britischen Intriganten den Wind aus den Segeln genommen. Der Tagesbefehl des Großen Rates des Faschismus stellt wiederum klar und eindeutig heraus, daß alle brittschen Bemühunaen vergebens sind und bleiben werden, das beutsch- ttattenische Bündnis zu lockern oder auch nur Ita- ltev in irgendeinem Punkt von seiner in voller lieber einftimmuna mit dem deutschen Bundesgenossen selbstgewählten politischen Linie abzubringen. Daß England auch nicht damit rechnen kann, für eine völkerrechtswidrige Verschärfung der Wirt- chaftsblockade durch Einbeziehung neutraler Waren leutschen Ursprungs in Rom irgendwelches Verkünd nis xu finden, stellt der Beschluß des Großen Faschistischen Rates ebenfalls mit aller wünschens- werten Deutlichkeit klar. Und ebenso entschieden wiederholt das italienische Imperium seinen Anspruch auf Wahrung seiner Interessen im Donau- und Balkanraum. Hier ist den Wühlereien der brittschen Kriegshetzer ein scharfes Halt geboten. Die Balkanmächte selbst haben in der festen, unbeirrbaren politischen Linie Italiens die beste Gewähr dafür gesehen, den Balkan- und Mittelmeerraum aus dem Konflikt herauszuhalten. Im europäischen Norden hat die britische Politik günstigeren Boden gefunden. Es war für alle Ein-- sichtigen selbstverständlich, daß eine große europäische Auseinandersetzung die dritte europäische Großmacht, die neben Deutschland und Italien zu den Leidtragenden der Pariser Friedensdittate gehörte, nämlich die Sowjetunion, auf den Plan rufen mußte, um wenigstens einige der damals gegen sie getroffenen Entscheidungen zu revidieren. Daß dies sehr wohl unter voller Wahrung der Souveränität der f le inen zu Ende des Weltkrieges unabhängig gewordenen Nattonen geschehen konnte, wie es übrigens auch einem Grundprinzip im Aufbau der Sowjetunion entspricht, das haben die Verträge mit Lettland und Estland bewiesen. Auch die Verhandlungen mit Finnland schienen sich anfangs gut anzulassen, bis das brttische Spiel in Helsinki emsetzte und den finnischen Politikern die Fata Morgana einer britischen Rückendeckung vorgaukelte, von der diese anscheinend sich so bestricken ließen, daß sie den Russen die falte Schulter zeigten auf die Gefahr hin, daß es zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung mit dem großen Nachbarn kommen würde, was ja denn auch nicht lange hat auf sich warten lassen. Nun sehen sich die Finnen, von den brittschen Einflüsterungen in einen aussichtslosen Kampf gehetzt, genau rote vor ihnen der Negus von Abessinien, rote Chinas Marschall Tschiangkaifchek, rote die roten Machthaber in Spanien und eben noch die Herren Beck und Konsorten in Polens allein auf weiter Flur, von den Briten und ihren skandinavischen Freunden mit platonischen Sympathiebeteuerungen abgespeist und auf die fast schon vergessene Genfer Liga oertröftet, die von Franzosen und Briten wieder einmal eine belebende Injektion erhält, um in dem neuen Trauerspiel, das britischer Dünkel und brittsche Fehlspekulation inszeniert haben, ihre Stattstenrolle zu übernehmen. Finnland ist damit nicht geholfen, es war besser beraten, solange es in direkten Verhandlungen mit Rußland ohne die Einmischung Dritter versuchte, zu einem Ergebnis über die russischen Wünsche zu kommen. Die skandinavischen Regierungen, denen sich nun England mit falschem Pathos als Retter aus der Gefahr vor einer russischen Expansion empfiehlt, sollten das dunkle Spiel durchschauen, das nur darauf hinausläuft, ihre Neutralitätspolitik auszuhöhlen, um sie bann den britischen Wünschen gefügig zu machen. ,Lhr laßt den Armen schuldig werden, dann überlaßt ihr ihn der Pein!" Diesen Grundsatz selbstloser britischer Politik sollte man sich in Stockholm und Oslo recht nüchtern vor Augen halten. F. W. Lange. Kleine politische Nachrichten. Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei, Heinrich Himmler, sprach am Freitag vor den Obergauführerinnen des BDM. ,• * Reichsbauernführer Darrs gab auf einer Tagung der Leiter der Hauptabteilung II der Landesbauernschaften die Richtlinien für die Fortsetzung der Erzeugungsschlacht im Kriege. Er betonte, daß keine grundsätzlichen Umstellungen in den landwirtschaftlichen Betrieben notwendig feien, daß es vielmehr vor allem daraus ankomme, Die Produktion wo irgend möglich noch zu steigern. Anschließend sprachen Staatssekretär Backe, Reichsobmann Behrens und Reichshauptabtei- lungsleiter Dr. Brunnenbaum sowie die zuständigen Sachbearbeiter. * Die deutsche Kommission für die Aussiedlung der Deutschen Ostpolens hat die deutsch-russische I n t e r e s s e n g r e n z e bei Radymno und Kowel überschritten. Die Kommission umfaßt 307 Personen, darunter Aerzte, Tierärzte, Sanitätspersonal und Kraftfahrer. Sie verfügt über Fahrzeuge, Lastkraftwagen, Sanitätskraftwagen so- tmt einen Sonderzug, der bei Lemberg stationiert werden wird. Der Hauptbevollmächtigte hat seinen Sitz in Luck, die Gebietsbevollmächtigten in Luck, Ko'stopol, Wladimir-Wolinsk, Bielsk, Lemberg, Sttj und Stanislau. • Die „Stampa" meldet, daß der englische Botschafter in Rom, Sir Percy Loraine, in Malta eingetroffen ist, um mit dem Kommandanten der britischen Mittelmeerkräfte die italienische Beschwerde über die Anwendung der englischen Schiffskon- trolle und der Verschärfung der Blockade zu besprechen. In einem halben Dutzend Ständen in der Birminghamer Markthalle brach Feuer aus. Man will die Brände auf die Tätigkeit irischer Nationalisten zurückführen. Vorher hatte eine Verkäuferin zwei Streichholzschachteln gefunden, in denen sich mit Explosivstoff gefüllte Gummiballons befanden, rote sie von der IRA benutzt worden sein sollen. • Der türkische Staatspräsident Inönü soll plötzlich seine Pläne für eine Reise nach dem Süden der Türkei geändert haben und sofort nach Erzerum abgereift sein. Erzerum ist ein wichtiges türkisches Militärzentrum, etwa 240 km westlich der russisch- armenischen Grenze, das im Jahre 1916 von den Russen besetzt und im Jahre 1918 an die Türkei zurückgegeben wurde. Der Senat der Republik Uruguan hat den Austritt der Republik aus der Genfer Liga beschlossen. Die Königin der Niederlande besichttgte verschiedene Heeresteile und Stellungen in Utrecht und Gelderland. Sie wurde begleitet von dem Kommandanten des Feldheeres unb ihrem persönlichen Adjutanten. Oaladiers Kampf gegen den Defaitismus. Brüssel, 8. Dez. (Europapreß.) In Arras hat eine Verhandlung gegen fünf Mitglieder einer pazifistischen Geheimgesellschaft stattgefunden, die sich „Ritter vom Wachtturm" nannte. Sie waren verhaftet worben, weil sie in zahlreichen Orten des nordfranzösischen Bergwerksgebietes eine lebhafte defaitistische Propaganda, vornehmlich unter den polnischen Bergarbeitern, entfaltet hatten. Die fünf Angeklagten wurden zu je secks Monaten Gesänanis verurteilt. In der 23er» Handlung hatten sie versucht, ihre Idee, die sich auf die Verweigerung des Militärdienstes aus Gewissensgründen bezog, zu verteidigen. Demnächst wird in Bsthune ein Riesenpro^eß gegen 68 weitere Angehörige dieser Geheimgesellschaft stattfinden, die ebenfalls unter der Anklage der defaltistischen Pro» paganda stehen. MilttänscheVorbereitungenderAlliierten im nahen Osten. Brüssel, 8. Dez. (Europapreß.) Die Antwerpener Zeitung „Metropole" macht in einem Bericht aus Ankara Mitteilung über militärische Vorbereitungen, die die Alliierten im Nahen und Mittleren Osten treffen. In dem Bericht, der sich zunächst mit den Befürchtungen beschäftigt, die bei den Alliierten hinsichtlich einer Ausdehnung des deutschen Einflusses in der Türkei und des russischen Einflusses in Afghanistan und Iran herrschen, heißt es, das Oberkommando der alliierten Orient-Armeen beschäftige sich unter der Leitung des französischen Generals W e y g a n d mit der Bildung eines Expeditionskorps, das sich einem Sowjetvormarsch in Ostanatolien und Zentralasien zu widersetzen habe. Dieses Expeditionskorps, das hauptsächlich aus arabischen Kriegern bestehen werde, werde unter Leitung französischer, englischen und anglo-indischer Offiziere gleichzeitig in Syrien und im Irak gebildet. Die syrische Gruppe werde zahlreiche Tschechen und Polen umfassen, die auf dem Balkan und in sonstigen Ländern Mitteleuropas Zuflucht gesucht und zum Dienst bei der französischen Armee gemeldet hatten. Unter Umstünden würde die iranische Armee zu diesem Expedittonskorps hinzu- kommen, jedoch könne man nicht" ohne weiteres über den Iran verfügen. Auf jeden Fall fei es sicher, daß die Alliierten sich bereits darauf vorbereiteten, der Sowjetunion in Zentralasien entgegenzutteten. Außer der Bildung eines Expeditionskorps, so heißt «s in dem Bericht der „Metropole" weiter, fei bereits mit der eiligen Errichtung eines Netze« von Flugstützpunkten begonnen worden, die die bereite bestehenden Flugplätze im Libanon, in Syrien, Palästina und im Irak vervollständigen soll. Dieses Flugnetz dehne sich längs der arabischen Küste des Persischen Golfs aus. 5m Emirat Ko- weit seien die Befestigungen und die Errichtung der Flugstützpunkte bereite beendet. Neue Flu^ Häsen mürben im Sultanat Maskat und der Insel Bahrein errichtet. Ein anderer Flugplatz in Makalla werde längs des Omanmeeres das Gebiet von Hadramaut in €>übara,bien kontrol« Heren. Durch Flakscheinwerfer zum Absturz gebracht! PK. In tiefstem Dunkel liegt die Großstadt am Rhein. Aufgerissene Bewölkung läßt nur für kurze Augenblicke da und dort ein paar Sterne aufblinken. Dort aber, wo sich außerhalb der Stadt die von den alten Läufen des Rheins durchzogenen Auenwälder und Wiesen erstrecken, ziehen Nebelschwaden, die sich stellenweise zu richtigem Bodennebel verdichten. Mitternacht ist schon längst vorbei — die Großstadt ist zur Ruhe gegangen. Beruhigt können sich die Menschen dem Schlaf hingeben, denn sie werden ja vor überraschenden Ueberfallen aus der Luft von den Männern der Flak beschützt. Nicht unnötig wird der Schlummer der Bevölkerung gestört, auch bann nicht, wenn die Fluawachen von der Grenze den Hereinflug eines feinolichen Fliegers melden. Noch aufmerksamer lauschen die Flugmeldeposten in den einzelnen Stellungen auf jedes Geräusch, Denn das Auge ist in dieser stockdunklen Nacht ja vollkommen ausgeschaltet. Da wird ein aus großer Hohe kommendes Motorengeräusch vernehmbar. Die inzwischen stärker geworbene Bewölkung schließt eine Bekämpfung der hoch über den Wolken fliegenden Maschine zunächst völlig aus. Man könnte ja Sperrfeuer schießen und so den Weiterflug verhindern — aber wozu auch! UeberaH stehen die Bedienungen an den Geräten und Geschützen, bereit, die erste Gelegenheit auszunützen unb ben feindlichen Eindringling her- unterzuholen. Das Motorengeräusch verliert sich in der Fern«. Di« Spur der Fliegers geht ob« nicht verloren. Sein Flugweg wirb von den Flugmeldeposten erkannt, verfolgt und weitergegeben. So erfährt man in den Flakstellungen der Großstadt, daß sich nach mehr als zwei.Stunden der Flieger roieoer nähert. Wieder ist alles in höchster Alarmbereitschaft an den Geschützen. Aber nicht nur an den Geschützen, sondern auch an den Flakscheinwerfern stehen die Flak« kanonier« jederzeit bereit, ihren Teil zur erfolg« reichen Bekämpfung des Gegners beizutragen. Die Männer am Horchgerät haben inzwischen den wie« der he-rankommenden Gegner auf-gefaßt und geortet. Zur gleichen Zeit wird an drei mitgerichteten Scheinwerfern der Befehl gegeben ,Licht auf!" Drei gleißende Arme durchschneiden das Dunkel der Nacht, und dort, wo sie sich treffen, leuchtet ein winziger Punkt auf: der feindlich« Flieger. Nun heißt es aber aufgepaßt — der „Vogel" darf nicht mehr entwischen! Da verdichten sich wieder di« Nebelschroaden und verhindern jede Sicht nach oben. Es wird unmöglich, mit dem Auge dem Flieger zu folgen, der sich durch Kursänderungen dem Scheinwerferkegel zu entziehen sucht und dem es auch tatsächlich gelingt, aus dem Licht herauszukommen. Nun tasten die Arme langsam ben Himmel ab, überall am Himmel leuchten jetzt di« Strahlenkegel btt tiefgestaffelt im Gelänbe verteilten Flakscheinwerferstellungen auf. Eifrig wird das Suchen nach dem Flieger fortgesetzt, der inzwischen eine Höhenande« rung vorgenommen hat unb der, dem Motorengeräusch nach zu schließen, an der einen Scheinwerfer^ ste llung vorbei fliegt, ohne daß er durch den w* Der erste Spatenstich zum Oder—Donau-Kanal. Der Adolf-Hiiler.Kanal durch den Giellverireier des Führers nach einer Rede des Reichsverkehrsministers seiner Bestimmung übergeben. G l e i w i tz, 8. Dez. (DNB.) Nach sechsjähriger Bauzeit ist nun ber Adolf-Hitler-Kanal, der bas oberschlesische Industrie-Gebiet mit ber Oder Der« binbet, fertiggestellt. Arn Freitagoormittag nahm ber Stellvertreter bes Führers, Reichsminister Ru- bolf Heß, im Gleiwitzer Hafen die Einweihung vor. Dabei führte Reichsoerkdhrsminister Dr. D o r firn ü l l e r vor Augen, welch gewaltiges Binnenschifffahrtssystem Deutschland seiner schaffenden Bevölkerung bieten wird, wenn im Westen ber Rhein und im Osten bie Ober mit ber Donau Der« b u n b e n finb, wenn sich ein Kanalring um unb burch Deutschland zieht, an ben bie Hauptproduk- tionsstätten unseres Vaterlandes angeschlossen sind. Ein Ring, ber im Norden ben Rhein, die Weser, bie Elbe und bie Ober umschließt unb mit ber Nord- unb 0stsee oerbinbet unb im Süden über bie Donau das Schwarze Meer erreicht. Dazu kommt noch, baß eine östliche Verlängerung des Adolf-Hitler-Kanals die Weichsel auf ihrem ganzen Lauf unter deutschen Einfluß bringt unb sich außerdem noch die Perspektive einer Kanalver- binbung nach bem Dnjester unb damit auf einem zweiten Wasserweg zum Schwarzen Meer eröffnet. Dieser Kanal trägt mit vollem Recht ben Namen unseres Führers, benn die Inangriffnahme der Bauarbeiten wurde im Herbst 1933 von ihm begonnen. Nicht ein einzelner hat den Plan erdacht und durchgeführt, viele Köpfe haben ihn ersonnen, unb viele starke Arme waren in jahrelangem Fleiß au seiner Verwirklichung tätig. Ihnen allen sprach der Reichsminister seinen Dank aus und gedachte zugleich ber 16 treuen Berufskameraden, die ihr Leben für dieses Werk geopfert haben. — Der Stellvertreter des Führers übergab alsdann ben Kanal seiner Bestimmung. Am Nachmittag begaben sich Rudolf Heß und Dr. Dorpmüller zur Schleuse Ehren forst am neuen Adolf-Hitler-Kanal, von wo bie Fahrt durch bie festlich geschmückten Städte und Dörfer nach Blech- Hammer führte. An ber Stelle, rop der projektierte Oder-Donau-Kanal vom Adolf-Hitler- Kanal abzweigen wirb, nahm Reichsverkehrsmini-1 fter Dr. Dorpmüller das Wort. Der Gedanke so sagte er, Ober unb Donau durch eine Wasserstraße zu verbinden, geht bis auf Kaiser Karl IV. im 14. Jahrhundert zurück. Die politischen Grenzen der zu durchfahrenden Länder waren aber das Haupthindernis, weshalb dieses Verkehrs« vorhaben niemals zur Ausführung kam. Der Tatkraft des Führers blieb es vorbehalten, mit der Heimkehr der Ostmark und des Sudetenlandes und durch bie Schaffung des Protektorats Böhmen! und Mähren alle politischen Hindernisse zu spren-' gen, bie ber Verwirklichung dieses Planes im Wege standen. Die Zurückgewinnung des o stöber schlesischen Bergwerks- unb Jnbustriegebietes unb des Kar- roiner Kohlenreviers erhöhte den Wert ber Wasserstraße. Dadurch, daß der Kanal auch eine ©in- mündung in die Donau bei Men erhalten wird, ist seine Bedenttmg weiter geftiegen.Die Ober wird für den beutschen Ostraum das werden, was der Rhein für Westbeutschland ist: Die Hauptverkehrs, aber und ber Lebensnerv! Unb wenn wir wissen, daß Rhein und Ober durch leistungsfähige Kanäle miteinander verbunden werden, die bis nach Oft- preußen hineinführen, jo eröffnet sich uns für bie Zukunft eine unbeschränkte Freizügigkeit für bie gesamte Binnenschiffahrtsflotte. So beginnen mir nun dieses große Werk trotz ber gewaltigen Anstrengungen, bie uns ber uns aufgezwungene Krieg auferlegt. Möge über unserer neuen großen Arbeit weiter ein glücklicher Stern leuchten! Ein Polier ersuchte ben Stellvertreter des Füh- rers ben ersten Spatenstich zu tun. Rudolf Heß tat dies mit folgenden Worten: „Mitten im Kriege wird ber Spatenstich getan für ein gewaltiges Werk bes Friedens. Die anderen fuhren diesen Krieg nicht zuletzt deshalb, weil sie uns unsere politische Entwicklung, unseren wirtschaftlichen und sozialen Aufstieg nicht gönnen, ben bie,es neue Reich genommen hat. Für uns geht der Krieg darum, baß wir uns nun einen wirklichen Friedenerkämp. f e n, einen Frieben, der nicht nach wenigen Jahren von den anderen gebrochen werben kann, einen Frieben, der uns davor sichert, daß wir nicht wieder durch andere eingekreist unb überfallen werden können, weil es ihnen nicht paßt, daß wir eine solche Entwicklung nach aufwärts nahmen, weil es ihnen nicht paßt, daß wir schaffen, und rote wir unsere Schaffenden behandeln unb betreuen. Sie haben Angst, daß eines Tages ihre eigenen Schaffenden sie zwingen würden, sie auch so zu behandeln und zu betreuen wie wir. Wir werden diesen wahrhaften Frieden erkämpfen, ber unsere Kinder davor bewahrt, wieder einmal ausziehen zu müssen und einen solchen Krieg zu führen, wie wir es heute tun müssen. Wir werben den Frieden erkämpfen burch den Sieg. Wir grüßen den Führer: Adolf Hitler Sieg-Heil!" > '«rillt srlti chtigtk Dti. ltrecht uti Äomman. ilichen U. n Arrn ieder eint! mben, di, amiie. 6h zahlrei die sich oul ins Qeoi'i nächst mit) 68 weit«« tfinben, ischen Puchen Arm' rbe die iu- Dips hin? ne weitete sei er fi^ orbereite»' tgenzutrel« inskorps, i ole" veiirl res 9le6 6i, J€n°mmn r r * I*/ einen .Hwieder erbt" fön. e"re | nies 'hnro | ?.,r Nett ?*> ^henbAM mit Heizung u. Bad zu mieten gesucht. Schrift!. Ang. unt. 727oD an 0. Gieh. Anz. Suche ein. schöne MM» mit Zubehör z. 1. oder 15. Januar 1940 oder später. 105576 Angebote an Hotel Hovfeld. 3-4-Slmmet- WoOnuug für sofort oder sväter von Angestellt. gesucht. Schrift!. Angeb. unter 05383 an den Gieh. Anz. In Lollar 3 Zimmer und Küche für sofort od. später z. mieten gesucht. Schr. Ang. unt, 7251D a.d.G.A. Wir haben uns und auch die Edelstahl Trauringe von <5^ llr. 2S9 Zweites VIE Tiestener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) 9,/ro. Dezember 1959 berufen waren, ein neues Reich zu zimmern, das die Häuser der Gläu- In Bosnien, das die Türken erst 70 Jahre unerwarteten Glück so überrascht war, daß sie sich lrden und sich nur Hermann Hering. r •en? i einmal schwer, nur die den ge- i Sie sich am Lahnhos WVU «W | J-V* | L Ul L,)U | l I Ll^c Koketterie (Blondchen) und deutsche Empfindsamkeit (Belmonte) fließen hier zur Einheit zusammen. Die innere Jugendfrische und ganz besonders die behenden Osmin, gelöst in der Ausstimmung der Gebärde auf das Musikalische, ohne jede lieber» treibung gab Bernhard Schmitz mit reichlichen Nuancierungen in der stimmlichen Charakterisierung, ihre Volkskraft ______ö._„. ________ erhielten, bis der Freihettskampf gegen die Türken begonnen werden konnte. Das ist mir wich, tiger als die Züge Mtt Weterz und Bleibarren auf dem Bahnhof in Kraljewo. In eine Volksseele führen doch noch tiefere Schächte als in ein Bergwerk. größer und mächtiger werden sollte als seine Vorläufer! Nicht das Beschenktwerden, nein, auch Schenken Leitet Freude, Genugtuung und Befriedigung, die ites andere Übertreffen. Kinder beschenken, ihren gM, ihre Seligkeit miterleben, ist ungetrübtes Süd, wie man es nirgends wiederfindet. I 5s gibt Menschen, die wunderbar zu beschenken pö und sich Über alles freuen. Sie sind begeiste- Mgsfähig, haben ihre Schwächen, ihre _ßieb= freien, sie sammeln alte Gläser und sind glücklich psr jedes neue Stück, Schallplatten oder Halbedel- stne, sie bereiten keinerlei Schwierigkeiten. Oder 16 sind leidenschaftliche Hausfrauen und eine schöne fikesdose oder eine Neuheit auf dem Gebiete der Mswirtschaft versetzt sie in Helles Entzücken, sinnlich ist es bei Männern. Guter Tabak und F-r Kognak werden meist willkommen sein, wenn •>4t besondere Wünsche geäußert werden. I wesentlich schwelliger ist es mit jenen, die keine Fchsche haben, keine äußeren. Man muß offen und von Wünschen sein, muß vieles besitzenswert Wen und damit nicht Hinterm Berge halten, dann Pn die Erfüllung kommen. Nichts ist schlimmer k!s wunschlos zu sein und keine Sehnsucht zu haben, r^ts peinlicher für den, der beschenken will. L vin-e ganz besondere Kunst aber ist es, sich mit den großen christlichen Uebertritt zum Islam ihren Besitz zu retten. Die Folge war, daß auch die untertänigen Bauern Muselmanen wurden. Noch heute bekennen etwa eine Million Südslawische Reise-Skizzen Von Or. Paul Rohrbach. später eroberten, gelang es Grundherren, durch den Revolution des ganzen deutschen Volkes gegen Fremdherrschaft und unnatürliche Bevormundung. Und wieder sehen wir die unheilvolle Hand Habs- vurgs, öie schon einmal durch den großen Friedrich zuruckgeschlagen wurde, gegen die Freiheit sich er- un$ $as Rad der Geschichte gegen Volksrecht und Vernunft zurückdrehen. Ein merkwürdiges Ding ist es um den Aufstieg Des deutschen Volkes. Immer ist es die bren° nenöe Dlöt, die es dazu zwingt, sich auf seine Aufgabe zu besinnen. Der Druck von außen ß™t rhm den Antrieb, sich aus seiner stillen Be- schaulichkeit zu erheben und sich sein Haus mit dem Schwerte zu zimmern. Gestern wie heute. Die Teil- losung des Sieges im Kriege gegen Frankreich 1871 brachte nur ein scheinbares Glück. Die Wirtschafts- trog, denn sie vergiftete den Neid der anderen. &er Weltkrieg den scheinbaren Zusammenbruch des ganzen Reichsgebäudes brachte, da erwuchs erst in Wahrheit die starke Widerstandskraft im Innern. heran. Als Grundlage benutzte man die Dichtung des Leipziger Kaufmannes Christoph F. R. Bretzner, die verschiedentliche Motive damaliger Dichtungen zu einer geschlossenen Handlung vereinte. Der Anteil Mozarts an der Textbuchgestaltung wurde bestimmend; „öa ist es besser, wenn ein guter Komponist, der das Theater versteht und selbst etwas anzugeben imstande ist, und ein gescheiter Poet als ein wahrer Pbönix zusammen kommen." Nicht das Wort des Dichters wird für Mozarts musikdramatische Schöpferkraft Entscheidend, sondern unendliche Vertiefung, die Mozart den Singspielelementen gab, wurden zum bestimmten Faktor der Aufführung. Die schmiegsame, fein eindringende Art, wie Paul Walter die Musik in ihrer mannigfachen Charakterisierung erschloß, wie die Empfindungswerte gefühlstief aufblühten, war von der märchenhaften Sphäre der Ouvertüre an durch den szenischen Ablauf zu verfolgen und in feingegliederter Geprägtheit und Situationssicherheit zu erleben. Der Lokalton wurde verstärkt durch die farbprächtigen Bilder (Karl Löffler), der Verlauf der Handlung in sich beschwingt und je nach der Gemütslage in bestimmte Gruppen geteilt. Das Quartett erstand ganz aus der episodischen Bedingtheit (Spielleitung Hans Geißler). Das frauenhafte Erleben Konstanzens mit der inneren Qual des drohenden Liebeszwangs wurde von Anni A s s i o n mit starkem Seelischen erfüllt Es erschien bemerkenswert, wie sie ihre Stimmmittel auf Mozarts Gesangsstil einzustellen vermochte mit Leichtigkeit der Linie und Ausgleich in Klang und Phrasierung. Im Spiel mehr statuenhaft, paßte sich Heinrich D u r st als Belmonte den gesanglichen Forderungen durch den Einsatz seiner Halbstimme in den koloriert bewegten Teilen mit klarer Linie, wenn auch nicht immer tragend plastisch, an. Mit dramatischem Akzent entfaltete sich die Vollstimme. Ein schnippisches Kammerkätzchen, sprühend, temperamentvoll war Friedel F o r n a l l a z als Blondchen; resolut und zielbewußt, prickelnd und pointiert im gesanglichen Ausdruck. Ihr zur Seite Pedrillo (Christoph R e u l a n d) in der köstlichen Mischung von Mannhaftigkeit und Hasenfußdasem; gertig-elastisch, beweglich und akzentreich in der Darstellung, im Gesanglichen schmiegsam und ausgeglichen in der Arie und im Ständchen. Einen Einheit des Reiches. R-'chs>d-e ist in der Form, in der wir I heute sehen, wieder em neuer Begriff geworden 4r mittelalterlicher Manz war verblaßt, do- Abbild ihrer Macht schien mit dem Ende des wUhelminb schon Kaisertums zerbrachen. Nun war es das na- honS!?I,fh[$e Sel$' da- mit dem Anspruch au! die Erfüllung der naturgegebenen Rechte des deut- to?" Volkes eine neue Epoche der Geschichte des Reiches emleitete. 1 f Das alte deutsche Kaiserreich fand mit seiner un- glücklichen Verbundenheit mit dem Hause Haüsbura ein unrühmliches Ende. Nachdem Rudolf I der erste Habsburger auf dem deutschen Thron mit starker Hand den Muren der kaiserlosen Zeit ein Ende gesetzt hatte, vergingen nur fünfzig Jahre bis unter seinen schwächlichen Nachfolgern die mühsam wiedererrungene Einheit durch innere Zwistigkeiten zerrissen wurde. Das Reich schien zu verfallen Das blendende Bild der Macht Karls V war ein trügerischer Schein. Denn was er als Macht unter harter Faust zu sammeln wußte, kam nicht dem deutschen Volk zugute. Es war ein internationales Gebäude. Der mühsame Aufstieg des deutschen Volkes zur Reichsemhelt wurde zweimal durch halbe Lösungen gehemmt. Das Elend der religiösen Spaltung zog einen scharfen Schnitt durch die deutsche Landkarte, und als es dann endlich der überlegenen Hand Bismarcks gelang, aus den Splittern der alten Kaisermacht ein neues Reichsgebäude zu zimmern, 3>a war das Haus nicht groß genug, um alle Stämme nun auch wirklich in seine Raume aufzunehmen. In beiden Fällen lag das Hauptmaß an historischer Schuld bei Habsburg. Seit die Habsburger die große Sorge um das Reich leicht nahmen und ihr ganzes Augenmerk auf das Zusammen- raffen einer eigenen Hausmacht richteten, wuchsen die Einzelfürsten zu immer selbständigerer Macht empor. So kam es schließlich, daß der Reichsdepu- kcülons-Hauptschluß, mit dem Napoleon 1803 dem alten Reich einen letzten Fußtritt gab, eine Entwicklung, die eigentlich längst schon zum Abschluß gekommen war, nur noch einmal bestätigte. Hätte nicht die aufsteigende junge Großmacht Lreußen zu einem kräftigen staatlichen Eigenleben emporgeblüht, wenigstens im nördlichen Deutschland klare Verhältnisse geschaffen, so wäre Der ganze deutsche Volksboden staatspolitisch ein Bafuum geworden, ba5 dem Eingriff aller Nachbarmächte offengestanden hätte. Denn das Habsburgische Oesterreich war nicht mehr imstande, der niemals vergessenen kulturellen Einheit des Volkes auch ■ inen geschlossenen äußeren Rahmen zu geben. Aber das war ja gerade das Gewalttge, daß die imeren Säfte des deutschen Volkes gesund und uwersiegbar blieben. Mochte ein ungünstiges Ge- chick, wie es beispielsweise im dreißigjährigen Kriege geschah, mit der brutalen Gewalt der Zerreißung in He Struktur des Staatsgefüges eingreifen, mochten ich die Opfer auf dem Wege der Vernichtung zu Sergen häufen, unsterblich blieb eines — das Zolk. Aus diesem ewigen Bewußtsein des Volkes heraus lat sich immer wieder die Einheit des Reiches erneuert. Denn im Volke selbst war sie ja lebendig :eblieben. Wenn ein Goethe im Kosmos seine triftige Heimat sah, so hob er doch niemals seine jsüße vorn deutschen Boden in einen internationalen Rebel. Sein gigantisches Werk gab der geisttgen : Richtung, die nach ihm kam, Antrieb und Nahrung. \ Njne ihn war die Romantik nicht denkbar, die i lern Kaisertum neuen Odem einhauchen wollte. 1 ün Sehnen, das alle Fesseln zu sprengen glaubte, i pg in die Seele des deutschen Volkes ein. Die 1 Freiheitskriege, die Preußen zur Führung | trachten, waren nichts anderes als eine gewalttge 1 Die Kunst zu schenken and sich beschenken zu lasten. Von Lothar KonstanÜn. Weihnachten kommt und zugleich die große Sorge, uns soll ich schenken. Es gibt Menschen, denen die Sunft des richtigen Scheinens angeboren ist, wie bm Künstler sein Talent. Das sind jene, die das ss-uze 3aJjr auf der Lauer liegen und Beobachtun- M sammeln, um bann, wenn die Zett der Geschenke Mt, gerüstet zu sein. Sie sind Virtuosen des schenkens, die es verstehen, mit unerhörtem Fein- Mhl und Menschenkenntnis gerade das zu.schen- sin. was dem anderen Freude bereitet Ständig wissen sie hundert Dinge, die man sich p und heimlich gewünscht hat, erraten geheime Herzenswünsche, die irgend einmal geäußert, das Ilitbe lange Jahr in einem Winkel der Seele lauern p auf Erfüllung warten. iO-17.15Ubi tßer Miete! nsverkiolO i Billett Kaier 5t. Märchen-1 spiel von L. Wagner- Preise: 1.0.30-1^1 LUßer MW*!I >rbar on | ,nn Sttanß- .60. ”“D nlll ... e ß»“*, nb. rb ar0”',. Vh 14.3O'17, Ä Ve 10" SÄ vin-e aoni beionoere ftunit aoer ui es, nm imu ।—- ----. "-----r ’ ....... rtjk betomtm zu lassen. E- ist ein barbarischer > ihn fesselt die Entwicklung der Emzelcharakte^ im mit ur,prunglichem chumor in der Trinkszene Der •'glaube anrunebmen mit chinnehmen und Danke! Lichte der Situation und >m gegenseitigen Wider- Sprechrolle be5 Se(lm Bassa verlieh Friedrich g5i sei alles abaetan Der Schenkende hat das spiel: zumal im Ensemble vermag er das Innen- G r o n d a h l inneres Durchleben und Durchkämpfen einige getan nun^ift der Beschenkte an der Reihe, leben der einzelnen Gestalten individuell zu beleuch-, unerfüllter Liebessehnsucht bis in die einzelne Gelder wieder wird nur rum Künstler, wenn er ten und in der Zusammenfassung zu einem treffen- barde hmem: voll hoheitlichem Grostmut dann aber l> leinen^Kindersstin bewahrt^ird die Kraft hat, in den Gesamtausdruck zu bringen der .m Orchester m der Schlußszene^ Die Chöre (Richard B ° e ck) -'m Augenblick alle Würde und Schamhaftigkeit, szenenbedingte Untermalung erhalt: so in dem Ouar- und bte übrigen Mitrmrkenden repräsentierten für In Stolz und alle Belegenheit sählings zu über- tett des zweiten Aktes Mit seinen «einen Em-el-ugen. ihren Herrn D,e aus Mozarts Geist geborene 2Iuf= Äen u. d sich nur zu freuen Man soll die Güte Wenn auch Mozart, der Tradition solge^ d,e fuhrung zündete: nicht endenwollender Beifall brach ii Freude vergelten da- wiegt alle Dankbarkeit, Buhnenchpen als solche bechehalten muß, so latzt er nach dem zweiten Bilde (Quartett) aus. ij. ö | die einzelnen Charaktere sich über den Typenrahmen1 Dr. Hermann Hering. Verkannte Tiere. „Tapfer wie ein Löwe" ist eine stehende Redens» art, aber im Verhältnis zu feiner Größe, Kraft und Kampfausrüftuna ist der Löwe lange nicht so tapfer wie z. B. der Fuchs, ein Schwein ober jo-gar bas demütige Schaf. Zu dieser überraschenden Feststellung kommt ein Zoologe, der die menschlichen Vorurteile in der Beurteilung der Tiere untersucht Er spricht dem Widder eine ganz besondere Tapferkeit zu und behauptet, daß dieses Tier jedem lebenden Wesen Trotz bietet Er scheut sich nicht, einen großen Bullen anzugreifen, wenn er die Herde bedroht, und vermag ihn auch zu überwinden. Er verteidigt seine Schafe gegen den größten und wildesten Hund und sogar gegen den Menschen. Der Kampf zwischen zwei träftigen Widdern ist eines der stolzesten und zugleich grausigsten Schauspiele und endet fast stets mit dem Tode eines der beiden Kämpfenden. Auch das Wildschwein ist außerordentlich tapfer, man sagt von ihm, es sei bas einzige Tier, das mit dem Tiger aus einer Quelle zu trinken wage. Schweine sind überhaupt arg verleumdete Tiere, sie sind z. B. viel meniger gefräßig als ein Kanarienvogel. Auch sind sie nicht so humrn wie man annimmt, sondern haben schon „Jntelli- genzproben" gegeben, die denen des Affen und des Hundes wenig nachgeben. Die sprichwörtliche Faulheit der Schweine ist ebenfalls eine Verleumdung, denn es gibt manche Gegenden Europas, wo die Schweine hart und eifrig arbeiten. Richtiger wäre es zu sagen, „so faul wie eine Katze , Denn die Katzen sind wirklich sehr träge. Sehr verkannt wird auch der Esel. Wenn man ihn zum Sinnbild der Dummheit macht, so tut man ihm Unrecht. Er ist gewöhnlich schlauer als bas Pferd. Wenn man den Esel in einen eingezäunten Raum einsperrt, bann mutz man sehr darauf achten, daß das Gitter ver- riegelt ist, denn er wird es sofort aufstoßen, um herauszukommen, während bas Pferd an bem Zaun entlang läuft und selten das Tor findet. Wenn das Pferd von wilden Tieren angegriffen wird, dann rennt es aus Leibeskräften davon. Der Esel aber sucht sich einen günstig gelegenen Platz zur Deckung und leistet dann dem Angriff mit seinen mächtigen Hufen Widerstand. Der Bär gilt als besonders „brummig"; er ist aber mit Ausnahme des Polar» bären eines der lustigsten und gutmütigsten Tiere, das sich leicht zähmen läßt, wenn es freundlich behandelt wird. Die „Blindheit" der Fledermaus ist ebenfalls sprichwörtlich, man verkennt aber habet durchaus die sogar besonders scharfe Sehfähigkett des Tieres, von dem man sagen kann, daß es mit der ganzen Haut sieht, sich im tiefsten Dunkel zurechtfindet und die winzigsten Insekten erkennt. C.K. Balten als Diplomaten. Von Hans von (Ächroeder. Vorn Eisernen Kanzler stammt eine nicht ungünstige Attestation der Balten, welche er verlautbaren ließ, als die gewaltsame Russifizierung des Baltikums um 1892 unter dem Einfluß der Van» slawisten durchgeführt wurde. Bismarck warnte, es märe für Rußland selbst bedauerlich, wenn es em so prachtvolles Gestüt von tapferen Militärs, geschickten Diplomaten und loyalen Staatsdienem liquidieren würde. Nun stellte Bismarck recht bedeutende Anforderungen an „geschickte" Diplomaten, anderseits hat er viel mit baltischen Diplomaten zu tun gehabt, wie der Personenindex zu seinen „Gedanken und Erinnerungen" aufweift. All' die Budberg, Lambs- dorf, Brunnow, Meyendorff, Osten-Sacken, Stacke!» berg, Adlerberg, Benkendorff, Heyking, Rosen, Kll- chenpauer, Kirchdorf, Bock, Eckardt, Maartens haben ihr Teil dazu beigetragen, daß dieser günstige Eindruck bei Bismarck sich festigen konnte. Nicht aufgezählt ist in diesem Zusammenhänge der Name Keyserling, wenngleich ein Graf Keyserling es gewesen ist, mit dem er von seiner Berliner Studienzeit her aufs engste befreundet gewesen ist, und durch den er zuerst einen starken Eindruck von der spezifischen persönlichen Souveränität dieses deutschen Kolonialstammes erhallen hatte. Als preußischer Ministerpräsident hat er es Alexander Keyserling mehrfach nahegelegt, in preußische Dienste zu treten, doch scheint dieser vor dem preußischen Arbeitstempo eine gewisse Abneigung gehabt zu haben. Der Name Keyserling ist schon 1700 im Diplomatenkorps der preußischen Könige verzeichnet gewesen. Gleich nach der ersten Krönung wird Georg Johann von Keyserling als Gesandter an den „in der Europäisierung" begriffenen Hof Peters I. nach Moskau delegiert. Das Verhältnis Keyserlings zum gewalttätigen Reformator wurde leider bald und gründlich getrübt. Peter verzehrte Bosniaken sich zum Islam, und obwohl sie vom feiben Stamm sind und dieselbe Sprache sprechen wie die christlichen Serben, halten gerade sie im ganzen vorderen Orient noch am ftrengften an mohammedanischer Art und Sitte fest. Auf dem Amsel seid aber fand die Bl'üte der dort kämpfenden serbischen Ritterschaft mit ihrem greifen Zaren Lazar bis auf den letzten Mann den Tod. Danach wurde das Land an türkische Lehns träger auf geteilt, denen der Bauer frohnden mußte. Der Bauer aber blieb christlich, und dadurch erhielt sich die Scheidewand zwischen ihm und den mohammedanischen Herren. Die Kirche hat den Serben ihr Volkstum gerettet. Es ist merkwürdig, wie zäh, fast könnte man sagen wie ausschließlich, die serbische Volks- d i d) t u n g seit Jahrhunderten an dem tragischen Stoff vom Untergang des Serbenreichs fefchäll. Was die Volkssänger zur einsamen Fiedel, der Gusla, vortragen, handelt stets von den Helden jenes unglücklich ausgegangenen Kampfes: so von Milosch Obilitsch, der am Abend des ersten Schlachttages auf dem Amselfeld, unter dem Vorgeben, er wolle Verrat an seinem Volke üben, sich in das Zelte des Sultans Murad führen ließ und ihn „aufschlitzte", wie das Lied zu melden weiß. Noch von vielen andern wird gesungen, auch von Wuk Bran- kowitsch, dem Befehlshaber der schweren seMschen Panzerreiter, der zu spät in die Schlacht kam und den das Volk für einen wirklichen Verräter hielt. Weihnachtswunschzettel — geschriebene und unge- hinaus doch als persönlich erlebte Menschen in Blut- schriebene sind eine wunderbare Einrichtung. Sonst wärme entfalten, und selbst unter dem fremd- kann es einem gehen, wie jener Fischerin im Mär- ländischen Kostüm schwingt deutsches Empfinden, chen vom Fischer und seiner Frau, der ein guter deutsche Art. Die verschiedenen Sttlelemente, den Geist drei Wünsche erfüllen wollte und die von dem Witz der italienischen Buffa (Osmin), franmsische Die Feinde versuchen heute, uns Kriegsziele oor- zuspiegeln, die einen Unterschied machen sollen zwischen Volk und Führung. Aber man kann den Führer, der das Großdeutsche Reich geschaffen hat, und seine Bewegung, die wie ein Magnet das nationale Empfinden auch der außerhalb des Reiches Wohnenden anzieht, nicht von her Gesamtheit der deutschen Menschen trennen. Wir wissen es heute, daß der Kampf unserer Feinde dem ganzen de utschen Volke gilt, dem Heimat und Reich ein einziger selbstverständlicher Begriff geworden sind. Ihm soll, wie die englischen Staatsmänner mehr als einmal verkündet haben, das mit so viel Blut und Tränen deutscher Menschen errichtete Reichsgebäude an allen vier Ecken in Brand gesetzt werden. In Trümmer soll zerfallen, woran Generationen gearbeüet haben, was in siegreichen Kämpfen errungen wurde. Und mit der Berufung eines unreifen Jünglings, Ottos von Habsburg, soll das Werk der Zerstörung gekrönt werden. Ebenso viel Irrtümer wie Lügen zeichnen den Weg der feindlichen Propaganda. In keinem Punkt aber haben sich unsere Gegner mehr geirrt als in der Hoffnung auf einen Zerfall der deutschen Einheit. Dieses Reich steht fest und unerschütterlich. II. Amselfeld. Kraljewo, Ende November 1939. Ich bin über das Amselseid gefahren, serbisch: Kosowo Polje, und das ist für den Historiker ebenso nachdenklich, wie für den Politiker, der es mit Dingen und Völkern am Balkan zu tun hat. Zwar der moderne Serbe, mit dem ich zusammensaß, erzählte mir viel vom Lignit, einer Art Braunkohle, die das ganze Feld 50 oder 60 Kilometer weit umlagern soll, und von dem großen englischen Blei- hüttenwerk — plumbem! plumbem! — am Rande. Auf dem Amselfeld wurde aber im Jahr 1389 die zweitägige Schlacht geschlagen, in der das alte serbische Reich den Türken erlag. Die Schlacht auf dem Am sei seid gründete die Macht der Türken auf der Balkanhalbinsel und bereitete den Fall Konstantinopels vor. Ich fragte mich während der Fahrt: Wie war das möglich, daß ein Volk, wie die Serben, das mehr als 400 Jahre unter einem harten Joch leben mußte, ohne Schrifttum, von der Well vergessen, festgeschmiedet in Fron für die Bekenner einer Religion, die nur ihren eignen Gläubigen. Menschenrechte zusprach, nach alledem noch eine nationale Erhebung zu Stande brachte, auf der sich hundert Jahre später der heuttge jugoslawische Staat auf bauen konnte? Man kann den Balkan nicht verstehen, solange man ihn nach europäischen Maßstäben und Erfahrungen messen will. In Skoplje, dem cknsti- gen türkischen Uesfüb, in Süd-Serbien, besuchte ich eine altserbische Kirche, die berühmt ist durch ihren wunderbaren holzgeschnitzten Ikonostas, die den Allarraum abschließende Heiligenbildermanh. Erst ging es einige Stufen zur niedrigen (Eingangs tür hinab, und dann mußte man noch einmal ein Stück ins Kircheninnere hinuntersteigen. Die Kirche steckt also halb in der Erde, und so mußte sie gebaut werden, nachdem der Sultan, der an derfel- Wtt kennen diese ttagische, scheinbar resignierte, in Wirklichkeit leidenschaftliche serbische Volksdichtung erst feit etwas über hundert Jahren, seit der junge Serbe Wuk Karadschitsch nach Wien kam, selbst erst Deutsch lernte und dann mit seinen Uebersetzungen den alten Goethe, den jungen Ranke und Jakob Grimm so interessierte, daß von chnen die erste Bekanntschaft der seMschen Poesie und der serbischen Geschichte m Europa ausging. Wir können weder Historiker noch Politiker fein, wenn wir uns nicht bemühen, hie seelische Art und Kraft der Völker kennen zu lernen. Ein Volk Mill verstanden sein, wenn es als politischer Faktor bewertet werden soll, und dazu sind die Quadratkilometer, die es bewohnt, und die Ziffern feiner Handelsstattsttk, so wichtig sie auch sind, nichts Ent- schelidendes. Was in den Serben steckt, das ahnt man, wenn man über das Amselfeld fährt und daran denkt, daß sie Jahchunderte lang als verachtete Rafah in solche kleinen, halb in die Erde gesenkten Kirchen gegangen sind, wie die in Skoplje, baß sie nie aufgehört haben, von Milosch Obilltsch und feinen Genossen zu fingen, und daß sie damit ihre Volkskraft im Verborgenen unzerstövt 1MM ideil Nann.H.' m, eo.,M d u. einsam scht liehe LE he Grck !cks spätere! leirat tenjulemej trist., evi 'M, wi» 3n den verdüsterten Jahren nach 1918 flammte um so Heller das Licht der deutschen Dolkskraft und zog mit seinem Schein alles an, was deutschen Geistes war. Daß die Oesterreicher in einer Zett des schwersten Unglücks mit einmütiger Stimme den Anschluß an das Reich verlangt haben, ist ihnen vw. u.w unoerges en geblieben. Und war es nicht gerade da- Denn es gründet sich auf das Vertrauen des Volkes mals, als auch tm verkleinerten Reich trotz des zum Geist, der in ihm lebt. Wie Max von Schenken- Mechten Vorbildes einer schwächlichen Führung Dorf einst fang: „Nimmer wird das Reich zerstöret, jene _ Kräfte machtvoll empordrängten, die dazu wenn ihr einig seid und treu!" den Stelle eine königliche und bischöfliche Kathedrale zerstört hatte, so gnädig gewesen war, den llchristen die Erlaubnis zu geben, daß sie sich wieder gottes- dienfllich sammeln durften. Keine chriMche Kttche durfte aber höher sein, als " ' * bigen! fürs Erste recht törichte Dinge wünschte. So blieb ihr der dritte Wunsch nur, um die zwei ersten ungeschehen zu machen. Es heißt also auch beim Wünschen: „Bereit fein ist alles." Denn man weiß noch nie, mann' bas große Glück am Wege ist. Weihnachten ist nun einmal das Fest der Zuneigung und Zufriedenheit. Und menn man gerade kein Talent zur Dankbarkeit hat, dann soll man sie roenigftens durch Freude ersetzen, die für den Schenkenden der schönste Lohn ist. Gießener Giadttheater. Mozart: „Die Entführung aus dem Serail" Der Gründung des Hof- und Nattonallheaters in Wien 1776 ließ Kaiser Joseph II. die Einrichtung eines Nattonalstngspieles folgen, das bereits im Februar 1778 seine Aufführungen begann. Dafür verzichtete der Kaiser auf die italienische Oper und das Ballett. Es mußte den jungen Mozart, der endgüllia nach Wien übergesiedelt mar und sich aus den Fesseln des Salzburger Dienstes befreit hatte, verlocken, für dieses Kunstinstitut ein Bühnenwerk zu schaffen. Er hatte. schon, der damaligen Mode folgend, ein Türkensingspiel „Zaide", geschrieben, fand es aber für die Wiener Verhältnisse nicht geeignet und in Verbindung mit dem damaligen Inspizienten der Oper, Stephanie d. I., wuchs das Opernbuch für „Die Entführung aus dem Serail" Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! wandtschaft zwischen uns bestand.) „3ch möchte wohl glauben, daß man chr eine Freude damit machte." In Wahrheit hatte ich noch gar nicht darüber nachgedacht. Es gab damals Dinge, die mir wichtiger erschienen waren. „Da haben wir es!" stammelte er. „Ausgerechnet das, was ich mir für sie ausgedackt habe! Ein Gluck, daß ich dich fragte! Komm doch einmal mit auf mein Zimmer — ich hab nämlich schon damit begonnen!" „Wie?" fragte ich. „Du hast doch nicht etwa vor, selber —?J „Was denn sonst?" fragte er leicht erstaunt. „Kausen kann sich doch jeder so etwas. Es ist aller- dings gar nicht so einfach damit. Aber ich habe mir da eine Anleitung zur Oelmalerei gekauft. Gar nicht teuer übrigens, und es arbeitet sich vorzüglich danach. Zeichnen hab ich ja schon in der Schule immer gut können ... Weißt du, du mußt dir da wirklich etwas anderes ausfuchen." In seinem Zimmer, das er in den Wochen vor dem Fest mit argwöhnischer Sorgfalt verschlossen hielt, sah es aus wie in einem Packraum. Kisten und Kästen, wohin man blickte, Pakete und Päckchen in allen Formen, Papierfetzen, Hobelspäne und Werkzeuge, Bundpapiere und Tannenzweige — es fehlte nichts. Selbst auf einer Bettdecke sah es aus wie in einem Trödelladen. „Du bist einigermaßen beschäftigt, wie mir scheint?" fragte ich. „Ein wenig", lächelte er. „Du weißt ja, daß ich die Gewohnheit habe, alles, was man nur irgend selbst herzustellen vermag, selbst in die Hand zu nehmen ... Und nun denk an meine Verpflichtungen! Da sind Georg und Friedrich und Oskar und Marlene, von deinen Eltern ganz zu schweigen. Und, wie gesagt, Tante Amalie, und für sie ist es ganz besonders schwierig, etwas zu finden, einen so auserwählten Geschmack, wie sie besitzt." „Und da bist du darauf verfallen?" „Genau wie du! Warte nur, gleich sollst du es sehen. Es ist allerdings noch nicht bis zum letzten fertig, aber es sind ja auch immer noch acht Tage bis zum Fest. O, du kannst dich hier ruhig um» blicken. Was du selber bekommst, habe ich für alle Fälle vorhin schon versteckt." Selig lächelnd zog er einen mit Leinwand bespannten Keilrahmen hinter seinem Kleiderschrank hervor, und nun sah ich es. Ein leiser Schauer lief mir über den Rücken. „Ein Stilleben, ja! Tante Amalie hat einen ausgesprochenen Sinn für solche Motive. Immer, daß sie Blumen und Früchte geliebt hat. Hier! Die sich in Leidenschaft zu einem weiblichen Mitglieds der deutschen „Slobodde" (Reservation), dem blutjungen, klassisch schönen Fräulein Anna Mons; ihretwegen verließ er die Zarin Eudoxia und wollte Anna zu seiner Gattin machen gegen den Widerstand aller rechtgläubigen und billig denkenden Alt- Russen, — doch mit einem Widerstand bei der Schönen hatte er nicht gerechnet. Anna hatte auf einer der „Assambleen" ihr Herz an den stattlichen, ritterlichen Vertreter der Krone Preußen verloren und erklärte front und frei, sie wolle nicht Kaiserin, sondern eine Keyserling werden! Strengster Hausarrest für Anna, gewaltiger Krach mit Keyserling, aber schließlich mußte Peter chnen das Glück gönnen, und Anna ward Herrin auf Sallehnen. Uebrigens ist ein Balte, Johann von Besser, bereits vom Großen Kurfürsten als Diplomat verwandt worden. Mit der von Bismarck geforderten „Derantwortungsfteudigkeit bei fehlender b^w. zweifelhafter Instruktion" scheint dieser Sohn des Gottesländchens reichlich begnadet gewesen zu sein, wovon folgender Fall zeugt. 1684 wird er von seinem Souverän an den Hof von St. James nach London gesandt mit der Instruktion, in der heiklen Frage des Vortritts Kurbrandenburgs Prestige zu wahren. Nachdem Besser in London alles diesbezügliche vorbereitet hatte, mußte er es erleben, daß im letzten Augenblick, als die Tür zum Thronsaal sich öffnete, ihm der flinkere' Vertreter der polnischen Republik um einen Hacken gegen alle Vereinbarung zuvorkam. Im Nu hatte Besser den Frechdachs am Wickel, und schon flog er im Bogen in den Hintergrund zurück, worauf Besser in bester Haltung und schönstem Anstand sein Beglaubigungsschreiben Überreichte. Der Große Kurfürst hat sich über diese wohl doch nickt vorgesehene Methode, das Presttge Kur- brandenourgs zu wahren, gar baß gefreut, und Besser war bei ihm wie bei seinem Nachfolger persona gratissima, zumal da er einiges Geschick bewies, um Friedrich III. die ersehnte Königswürde zu beschaffen. Er vereinte in sich das Amt eines Hofdichters mit dem des ersten Oberzeremonienmeisters, als welcher er auch energisch durchzugreifen verstand, wovon es manchen spaßhaften Bericht gibt... Um 1800 residiert in Berlin als russischer Gesandter der Livländer Kruedener, der Gatte der nachmals so berühmten Begründerin der „Heiligen Allianz". Auf einem Ball, den Kruedener zu Ehren der Königin Lmse gab, nahm er sich die Ehre, mit ihr einen Touren-Kotillon zu tanzen. Man war in bester Unterhaltung, da wird Kruedener dringend herausgebeten. Ein Eilkurier des Zaren übergibt eine Depesche. Kruedener überfliegt die drei Zeilen: „Mit Erhalt dieses haben Sie unverzüglich dem Könige von Preußen den Krieg zu erklären. Paul." Was tun? Ein Wahnsinn — hier auf dem Ball den Krieg zu erklären? Absurd. Aber nicht parieren — war bei dem Tollhäusler Paul identisch mit Verbannung in die Eiswüsten Sibiriens. Kruedener steckt die Depesche ein und — handelt auf eigene Faust. Der Ball geht weiter, kein Mensch ahnt, was Kruedener für ein unheimliches Dokument in feiner Westentasche trägt Nach einer Woche peinlicher Erwartung erhält er von Paul I. ein Dankschreiben, er wäre ein „Molodetz", ein vorbildlich fixer Kerl, der nicht aus Furcht, sondern nach Gewissen dem Staate diene .. In der Geschichte der europäischen Diplomatie wird nie fehlen ein Kapitel über die Fürstin Daja Lieben, eine geborene von Denkendorfs (aus Riga). Ueber diese „Sybille Europas" gibt es eine reiche Literatur. Sie ist die Begründerin des „politischen Salons" und, was wirklichen politischen Einfluß einer Frau betrifft, wohl bis heute kaum erreicht worden, sowohl der Zeitdauer von 1811—1855 nach, wie auch der Intensität nach. Die meisten jener eingangs erwähnten baltischen Diplomaten haben im Salon der schönen Landsmännin ihren letzten diplomatischen Schliff erhalten. Ihr Hauptvorzug, der auch einen Metternich fesselte, war ihre Versiertheit. Sie verstand es, alle auszuholen, Freunde wie Feinde, bei ihr liefen alle Nachrichten zusammen; so stürzte sie Kabinette ... Nach dem Prinzip, auf einen Schelm anderthalb zu geben, behandelte sie englische Herzoginnen so hochmütig-arrogant, daß diese von ihr völlig ... begeistert waren; die Pariser Damenwelt bezauberte sie wieder durch ihre heiterliebenswürdige Natürlichkeit; Snobs verscheuchte sie rücksichtslos — denn bei ihr empfangen zu werden, galt in ganz Europa als Adelsbrief. Nur bedingt ist Graf Witte als Balte anzusprechen. Der Vater, Julius von Witte, roctr noch ein echter Korscher Oberförster gewesen, der eine Rurik-Prinzessin geheiratet yatte. Ohne jemals im diplomatischen Dienst gestanden zu haben, wurde dieser einstige Eisenbahnbeamte dazu ausersehen, das siegreiche Japan zu dämpfen. 1905 traf Witte sich in Portsmouth mit Baron Kutsuma, der auf Grund Der über Rußland erfochtenen Siege zu Wasser und zu Lande härteste Bedingungen glaubte stellen zu dürfen. So kam man nicht gut weiter, bis Witte die Geduld riß und er sich eines Tages den Baron unter vier Augen „vorknöpste" und nun ein Meisterstück im diplomatischen „Pokerspiel" lieferte. Witte erzählte selbst: .Lieber Baron, Ihr Sieg steht fest Wollt Ihr nur Eure Truppen bis auf den Altai, vielleicht zum Baikalsee vortreiben? Oder gar bis zum Ural, zur Wolga? Je weiter von Eurer Basis, um so lieber für uns. Und das kann Jahre dauern. Nun bekommt weder Japan noch Rußland jetzt ausländisches Gold geliehen, da wollen wir uns keinen Illusionen hingeben, wir — wegen der Niederlage, ihr — weil ihr England eure Zölle und Staatsmonopole verpfändet habt. Unsere wirtschaftlichen Ressourcen aber sind intakt, frei — wir sind autark. Wer kann also länger aushalten? Reden wir vom (eifrigen „nervus rerum”. Wieviel Gold hat die japanische Emissionsbank?" Baron Kutsuma zögerte verlegen mit der Antwort. Witte fuhr resolut fort: „130 Millionen, in Rubeln gerechnet. (Stimmt? Gut. Und wir? — Eine und eine halbe Milliarde schön frisckgeprägtes Lenagold. Uralgold liegt in den Kellern Der Staatsbank, und es kommt immer noch zu. Also, überlegen Sie sich, Baron, wer kann nun länger aushalten?" Kutsuma antwortete kein Wort. Witte überließ ihn seinen, wohl trüben Gedanken. Eine Viertelstunde, dann hellte sich das pergamentene Gesicht auf, ein Lächeln durchzuckte seine Züge, Kutsuma griff nach einem der Riesenbleistifte und schrieb ein inhaltreiches Wort: Consent! Basmarcks Urteil ist vielleicht wirklich nicht unbegründet. Es fragt sich, wodurch diese diplomatische Anlage gefördert, wie sie bei den preußischen Junkern, nach Bismarck, verkümmerte. Seit 1561, seit dem Zusammenbruch des Livländischen Ordens- ftaates, sind diese deutschen Länder vollkommen a u f s i ch selb st angewiesen gewesen. Das Heilige Reich hatte andere Interessen... Polen, Schweden, Rußland mußten irgendwie als Landesherren ertragen werden, ihnen schwur man Treue. Aber nie bedingungslos, nur gemäß Vertrag von 1710. Ein Wille lebte bei Livländern, Estländern und Kur- ländern. Wir dienen euch, sind treu und hold — aber diese Herzogtümer bleiben deutsch, deutsches Recht, deutscher Glaube, deutsche Sprache und Schule! Und um dieses völkischen Hochzieles willen haben die gewählten Führer der Ritter- und Landschaft landesväterliche Pflichten freiwillig über- nommen, vielleicht angemaßt, sie haben aber keine Mühe, Opfer, Drangsal gescheut, waren mit allen Sinnen unentwegt in der Alarmbereitschaft eines echten Kolonialstammes, der nie aus dem „Heer- gemete" herauskommt, — weil nun wieder Versuche der polnischen, schwedischen, russischen „Hohen Krone" gemacht wurden, den eidlich zugesicherten deutschen Charakter des Landes zu unterkellern, umzubiegen ins katholische, ins schlächtizische, ins schwedische, ins griechisch-orthodoxe-allrussische. Und dieser Kampf wurde nickt mit der Waffe, sondern mit geistigen Waffen ausgefochten, und eine dieser Waffen, nicht die schlechteste, war d i e Diplomatie. Ex inde ... einiges Geschick und jene vielleicht fatale Souveränität von Menschen, welche gern Verantwortung übernehmen. Bücher unter dem — Robert Hohlbaum: „D i t stumme Schlacht", Roman . Preis in Seinen geb. 4,80 RM. Verlag Albert Lanaen/Georg Müller in München. — (336) — Ein Sohn der Ostmark hat hier in vielgestaltiger, bewegter Handlung die Tragödie des alten Oesterreichs, den inneren Zerfall der Habsburger Monarchie am Nationalitätenprofrlem und den Kampf der Deutschen um chr Volkstum und um ihren nationalen Besitz uns packend und erschütternd nahe gebracht. Das war wohl nur aus dem eigenen Erleben dieser „stummen Schlacht" möglich und auch aus dem eigenen bitteren Erfahren jener Gleichgültigkeit und jenes unbehaglichen Nichtverstehenwollens, das man in den Jahrzehnten zwischen 1866 und 1933 in dem durch die Erfolge der Bismarckschen Politik falutiertn und später mit eigenen Sorgen beschäftigten Reich für den völkischen Kampf des deutschen Stammes in Oesterreich übrig hatte. Auch dies uns heute beschämende, damals sehr überlegene Achselzucken steht zu Recht in dem Roman Hohlbaums, der den Glauben der ihres Volkstums bewußten Deutschen an ein größeres Deutschland uns ergreifend vor Augen führt. Es ist die Zeit der berüchtigten Badenischen Sprachenverordnung. Das vom alten Kaiser Franz Joseph begünstigte Slawentum aller Schattierungen wittert Morgenluft. Aengstliche Gemüter in Beamtenschaft und Bürgertum rücken in zagem Schwanken ab von dem Kampf der sich um Georg von Schönerer scharenden deutschen Jugend. Selbst das Heer, die letzte Säule des habsburgischen Vielvölkerstaates, bleibt nicht unberührt von inneren Konflikten. Der Marsch in den Weltkrieg wurde zum Todesweg des alten Oesterreich. Auch dieses Werk Hohlbaums ist ein im besten Sinne politischer Roman, der die Helden der „stummen Schlacht", die damals die alte deutsche Ostmark erzittern ließ, ins rechte Licht rückt und in den großen geschichtlichen Zusammenhang stellt. Die Träger dieses Kampfes find auf beiden Seiten in vielen Schattierungen scharf gezeichnet: die ihres Deutschtums und ihrer Aufgabe bewußte Jugend, die müde Resignation der älteren Generation, die durch den antideutschen Regierungskurs in Konflikt zwischen nationalem Empfinden und Be- rufspflicht geratenen Beamten und Offiziere, aber auch ehrgeizige Streber unter ihnen, die zu Heisers- eihnachtsbaum. Helfern der den Bestand der Monarchie unterminierenden Slawen werden. So ist dies Werk Hohl- fr aums ein Dank an die, deren früher Kampf nun endlich durch die Rückkehr ihrer Heimat in das Großdeutsche Reich, für das sie gestritten und gelitten haben, herrlich belohnt ist. Fr. W. Lange. — August Gailit: Die Insel der See- dun dsjäger. Roman. Propyläen-Verlag, Berlin. Ganzleinen 4,80 RM. Weit draußen vor der Küste, wo in milchig flimmernder Ferne Meer und Himmel ineinanderfließen, liegt die Insel der See- dunfrsjäger. Als ob eine Nebelfrank sich plötzlich von der Insel Verzicht und den Blick frei gibt auf jedes einzelne Haus und Gehöft, fo leuchtet in August Gailits Roman die Welt dieser kleinen Gemeinschaft mitten im Meer in lichten Farben auf. Der estnische Dichter bringt die schweigsame Welt dieser einsamen Insel und idrer Menschen zum Sprechen. Schicksale werden sichtbar, die in ihrer Härte und Unerbittlichkeit nur hier im steten Kampf mit der See sich erfüllen. Es ist das Besondere dieses schlichten Buches, daß es in ihm keine eigentlichen Helden gibt, ©ailit erzählt von ihnen allen, von chren Sorgen und Nöten, ihren Freuden und Sehnsüchten. Jedes.einzelne Schicksal auf dieser weltverlorenen Insel aber steht unter dem großen Gesetz des Meeres. Der estnische Dichter, dessen unvergessenes Buch „Nippernaht und die Jahreszeiten" vor einigen Jahren im Propyläen-Verlag erschien, zeigt in diesem neuen Roman eine Kunst des Erzählens und eine Reife der Sprache, die noch lange nachklingt, wenn man das Buch aus der Hand gelegt hat. — D i e Bauern von Siedel. Roman von Gustav S ch r ß e r. (Verlag von Quelle & Meyer, Leipzig. Gebd. 3,80 RM.) — (274) — Deutsches Bauerntum, die Jahre des Weltkrieges und Der wirtschaftliche und moralische Niedergang unseres Volkes in der Inflationszeit, das sind die Grundlagen dieses Romans. Drei Bauern familien find in den Mittelpunkt der Ereignisse gestellt, und in ihnen spiegeln sich zugleich das Schicksal des ganzen deutschen Bauerntums während der Weltkriegsjahre, der heldische Einsatz des deutschen Frontsoldaten und ehrlicher deutscher Untemehmersinn im Gegensatz zu den Uebeln der damaligen Zwangswirtschaft 0er Lokomotivführer. Don Walter von Molo. Es war an einem dunklen Winterabend in einer Großstadt, als mit einer mächtigen Lokomotive voran ein Fernzug schneebedeckt und langsam m die hell erleuchtete Halle eines Bahnhofs einfuhr und hielt. Die Fenster wurden lebhaft niedergelassen, Arme winkten, Gesichter spähten, die Reiserden riefen den auf dem langen Bahnsteig Wartenden Begrüßungs- worte zu. Dazwischen schollen ungeduldige und herrische Schreie: „Träger! Träger!" Aus allen Fenstern und Türen wurden hastig die Gepäckstücke herausgereicht und von anderen auf den harten Boden niedergefteüt; der Zug wurde schnell leer. Jneinandergehängt oder allein gingen die vielen Menschen laut redend und erzählend dem Ausgang zu, in die große lärmende Stadt. Vorbei an den Gepäckwagen, aus denen aroße Gepäckstücke geladen wurden, zoa in unaufhaltsamer Strömung die Menge an der Lokomotive vorüber, diesem stählernen, eisbedeckten Riesentier, das verstummt war, dessen große, grelle Augen verloschen. Keiner der Reisenden, und keiner derer, die sie ab» holten, schaute sie oder den Lokomotivführer an, der auf der Maschine mit aufgelehnten Armen, wie ein guter Hausvater nach vollbrachter Arbeit lehnte. Alle die zahlreichen Signale auf der langen Strecke hatte der Zugführer genau beobachtet, immer hinaus und vorausspähend in das dicht niederftrei- chende Schneegestöber oder den nassen Nebel. Auf freiem Felde hatte er einmal unvermittelt gehalten — wäre er nicht so treu in seinem Amt gewesen, wären die Menschen, die sich jetzt zu ihren Lieben begaben, eines entsetzlichen Todes gestorben. So aber hatten sie ahnungslos gemurrt: „Was ist denn wieder los?" Einige hatten die Fenster geöffnet und hinausschauend mißmutig gesagt: „Da hält er schon wieder." Unabmehbare Verantwortung trug der Mann auf der Lokomotive. Viele Leben und Schicksale waren in seiner Hand gewesen. Keiner hatte dies bedacht, dachte daran. Da trat aus der Menge ein Mann vor die Lokomotive hin, blickte zu deren Führer hinaus und streckte ihm die Hand hinauf: „Ich danke Ihnen schon", sagte der Unbekannte herzlich. Das Antlitz des Lokomotivführers war verwundert, und es lächelte unbeholfen erstaunt. Wer es war erhellt. Der Lokomotivführer neigte sich nieder und schüttelte dem Fremden fest und verstehend die Hand. Ein paar blickten überrascht, nicht begreifend, flüchtig dem ungewöhnlichen Vorgang zu. Der Lokomotivführer und der unbekannte Mann ließen sich nicht stören; sie verstanden sich und nickten sich noch einmal in Kameradschaft zu. Der Unbekannte wandte sich ab und ging durch die Sperre davon. „Es konnte schon sein!" sagte, als meine er viel mehr damit, der Lokomotivführer und reichte dem Heizer zur Verabschiedung die schwielige Hand. „Es konnte schon sein!" Gebückt suchten sie, müde an Leib und Seele, ich Dunkel, ihre paar Sachen zusammen, bargen sie in verwetzten Ledertaschen und kletterten über die eisernen, senkrechten Leitersprossen auf den leerge- wordenen Bahnsteig hinab. Auch sie gingen heim. Im Vorübergehen glitten die Finger des Lokomotivführers liebkosend über den gewölbten Leib seiner noch warmen Lokomotive. Zuge kamen, fuhren ab, hinaus in die finstere Nacht. Eine Kleinigkeit. Von Wilhelm Scharrelmann. Wir wußten es alle — er hatte während des ganzen Jahres seine Eigentümlichkeiten. Aber in der Zeit vor Weihnachten wurde er vollends zum Kinde. Nicht, weil er dann seine Geheimnisse hatte — wer von uns hatte sie nicht? Aber er war dann jedesmal wie besessen davon, alles, was er zum Fest zu verschenken beabsichtigte, selbst herzustellen, mochte es immer sein, was es wollte. Er war bann in einem Zustand, daß man mitunter nicht recht wußte, traummanbelte er oder was um alles in, der Welt war mit ihm los? Wäre nicht das heimliche Lächeln gewesen, das jedesmal, wenn er fick unbeobachtet glaubte, über feine Züge huschte, und oas er in den Falten seines guten, alten Gesichtes sofort wieder verschwinden ließ, wenn Um jemand anblickte — man hätte an eine ernstliche (Störung glauben können. „Was wirst du Tante Amalie diesmal schenken?" flüsterte er mir eines Abends zu und zwinkerte mit den Augen. „Ich will mich natürlich keineswegs in deine Geheimnisse mischen und frage nur, damit wir nicht am Ende auf dieselbe Jbee verfallen. Darum wäre es besser, wir verständigten uns, nicht wahr? Du kannst dich mir ruyig anoertrauen, ich werde schweigen wie das Grab. Woran hast ou gedacht?" „Eigentlich an ein Wandbild, Onkel Gerd!" sagte ich. (Wir nannten ihn alle so, wenn auch keine 23er- Ein baltischer Roman. au Der Optiker am ffaljnhof | v, V1' Ihrer Krankenkasse I I / Ansichtskarte, nach der ich es male. Vergleiche einmal, es ist gar nicht so einfach, frie Farben za treffen." „Natürlich nicht", murmelte ich und versuchte, mich zu fassen. „Diefes Rot! Rot tft überhaupt meine Farbe, glaube ich! Und dann dieses feierlich süße Blau neben dem fahlen Grün." „Nicht wahr? nicht wahr?" strahlte er. ,M, f* wird entzückt fein, da bin ich ganz sicher." Sollte ich dem alten Knaben seine Freude ve» derben, die einzige, die er besaß, — anderen Freud« zu machen? Freilich, Tante Amalie — Naja, ehrlicherweise war manches gegen sie fd sagen, aber hatte sie das verdient? Beim Abendbrottisch schielte ich bedauernd zu hl hinüber. Ahnungslos faß sie da und rührte in ihrer Tasse. Ich stellte mir ihr Gesicht vor, bas sie am Weih» nachtsabend machen würde. Es konnte ein erheben« der Anblick werden. Aber es kam anders. Ganz anders. Als Onkel Gerd am Weihnachtsabend seine vielen sorgfältig verschnürten Pakete verteilt hatte — mit Tante Amalie und mich hatte er sich noch aufgiM spart — trat er, ein verdächtig viereckiges Pak« in den Händen, zu mir: „Da, mein Sohn. Es ist freilich nur eine Kleinigkeit, und sehr Überraschei wird es dich auch nicht. Eigentlich sollte Tand Amalie es ja haben. Aber immer wieder mußte ich an deine Freude denken, als ich es dir neulich zeigte ... Mach nicht solche Rätselaugen! Als Du nicht ganz gut ahntest, was darin ist. Und b*i du selber ja eine ähnliche Absicht hattest, nidjtwatjrr Man denkt sich ja gerade für andere aus, was mal selber gern besäße, und außerdem weiß ich ja, bi hast immer schon Sinn für die Kunst gehabt ... Schneide die Schnur ruhig auf, wenn die Schleift sich nicht losen will ..." Da stand ich. Aber es war eine gerechte ©träfe, und auf dk-i ersten Schreck folgte gleich die zweite: Onkel Ger) ruhte nicht, bis er das Bild in meinem Zimmer an die Wand gehängt hatte! Ich brachte später einen Vorhang davor an, u») es war nicht schwer, Onkel Gerd davon zu ubev' zeugen, daß es gut sei, das Bild zu schonen. AuH dürfe man feine Wirkung nicht dadurch abschwächer, daß man es täglich vor Augen habe. Es sou>e jedesmal ein feierlicher Augenblick für mich feir' wenn ich es enthüllte. Ich habe Onkel Gerd selten fo gerührt gesehen. und des Schiebertums wider. Dadurch wächst btefl Erzählung weit über den Rahmen eines Bauern- romans hinaus, sie wird zu einem Kultur- und Sib- tenbild Deutschlands mit seinem Aufstieg vor detn Weltkriege, mit seinem Ringen gegen eine Welt üo» Feinden und mit seinem jähen Fall nach dem Kriege. Es ist ein Roman, ein Zeitbild, das iit seiner Lebenswahrheit uid Eindringlichkeit den Leser aufs tiefste packt, in seiner fein geschlossenen Spraäje uru) in seinem tiefen Einfühlen in das bäuerliche Leben und Kämpfen alte -Kennzeichen der gute, deutschen Unterhaltunaslektüre aufweist. Dem vor. trefflichen Buche sei für den Weihnachtsbüchertisch eine besondere Empfehlung gegeben. Ernst Blumschein. — Theodor Kröger: Der Schutzengel. Eine Erinnerung aus Dem vergessenen Dorf. Pro. pyläen-Derlag, Berlin. In Pappe 2,— RM. — (361) — Lange nach dem Kriege findet der Er. zähler die buntbemalte Holzfigur eines kleinen Engels. Und nun erwacht in ihm die Erinnerung an seinen Kameraden Wilhelm Salzer, der ihm da» mals in einer der weißen Nächte Tiefsibiriens üoii Beginn und Wandlung seines Lebens berichtete. Und hinein verwebt er seine eigenen Erinnerungen an die längst entschwundene Zeit, in der er durch die geheimnisvollen Wälder Sibiriens ritt. — Gertrud von den Grinden: „Herb st Verlag 23 elf) a gen & Klasing, Bielefeld. Preis in Ganzleinen geb. 4,80 RM. — (379) — Auf den weit über bas Land verstreuten Herrenhosen des Baltikums fitzen die späten Nachfahren der Ordens, ratter. Mit Zähigkeit halten sie ihre Eigenart und deutsche Ueberlieferung inmitten einer fremdftäm# migen Bevölkerung aufrecht, der Scholle treu verbunden, die ihnen Heimat ist, aber nicht Vaterland fein darf. Kampf und Einsamkeit haben diesen Menschen den Stempel aufgedrüd. Ein Band erregender Geschehnisse schlingt sich um fünf solcher Herrenhöfe und zwingt ihre stolzen Bewohner sich zu bewähren, zu handeln und — chr Herz zu offenbaren. Ein Herbst, der Reife und Ernte fordert^ hält Gericht über chr Tun und Hoffen, über ihr Wollen und chre geheimsten Wünsche. Leise, bet sinnliche Melancholie durchzieht bas Buch, aber auch Der Abglanz goldenen Birkenlaubes und die durch, sichtige Helle klarer Dttobertage sind darin eingw fangen. Man spürt die Seele dieses nordische» Landes. — Rudolf Bach: Der Aufbruch der G «i st e s. Lessing, Klopstock, Herder. Verlag Karl Rauch, Markkleeberg bei Leipzig. Preis gebunden 3,60 RM. — (340) — Es kam dem Verfasser darauf an, in drei innerlich zusammengehörigen Essays jene Männer aus dem Blickwinkel unserer Zeit zu beobachten und wieder gegenwärtig zu machen, die als Sternbild über der Pforte zur großen klassisch-romantischen Epoche der deutschen j Literatur glänzen: Bewahrer und Verkünder, Er* I füller und Wegbereiter in Einem. In ungemein lebendiger, ganz auf das Wesentliche gerichteten | Darstellung und zuchtvoller Sprache werden sir und chr Werk uns nahegebracht und die Ausstroh- hing ihres Wirkens und ihrer ßeiftun^gemürdigt« J — Wilhelm-Busch-Alfrum, Humoristischer Hausschatz mit 1500 Bildern. Billige, unge«, kürzte Jubiläumsausgabe. Preis in Leinen 12.50 RM. Verlag von Fr. Bassermann in München. — (287) — Wilhelm Busch, der Zeichner un) Dichter, steht auch heute noch für die deutsche Kari- : katur schlechthin. Seine luftigen und oft auch bittet» I bösen Bildergeschichten sind deutsches Volksgut ge- ] worden. Das hat schon seinen tieferen Grund, es ist nicht allein die eingängige Form des Knüttelverses und die Manier der Zeichnung, die mit roenioci ? Strichen jede Situation unnachahmlich sicher trisitl und ihre komische Seite herausstellt, sondern die Lebensweisheit des Künstlers, die sich nicht mit den vergänglichen Erscheinungen seiner Zeit auch all, sondern auf das allgemein Menschliche zurückgreifL Muern, Drben? Drogerie Beleuchtungshaus iartw = ideM Spezialhaus nwrrib Ludwigsplatz-Drogerie, Photohaus n z Seltersweg 71 Seltersweg 45 retfijl** RUHL Löwer&Bechstein Seltersweg 61 BRRND-PLRTZ Photo Radio GIESSEN Selters weg Nr. 67 $ vorm. H. 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Au- allen Jahrhunderten ist Vergnügliches und Heitere- gesammelt und Akademiker und andere Lateinkenner werden eumal am Schluß ein Wörterverzeichnis, „für Gedächtnis- lüden angefugt ist, an dem Bändchen ihre helle Freude haben. Hanna Forster hat es mit schönen Neustadt 2-4 jeder ist ein Bücherfreund Man muß „ihm* oder „ihr* nur jenes Buch schenken, dos seine oder Ihre besondere Neigung anspricht. Erzählen Sie uns etwas über „ihn* oder „sie*, dann verhelfen wir Ihnen zum richtigen Buch. Buchhandlung der Pilgermission GmbH. Gießen Plockstraße 4, Fernruf 4066 — Max Mezger: „AufruhraufMada- gaskar." Preis in Leinen gebunden 4,80 RM. Verlag Rütten und Loenen in Potsdam. — (332) — Ein Deutscher, der als Kaufmann lange Jahre in Madagaskar zugebracht hat, erzählt hier höchst spannend den letzten Freiheitskampf der Eingeborenen gegen die französische Herrschaft im Jahre 1904. Eindrucksvolle Schilderungen der herrlichen Natur des afrikanischen Tropeneilands und prachtvoller Typen der madagassischen Eingeborenen beleben die fesselnde Handlung. L. — Dr. Kurt Jagow: Der Alte Kaiser erzählt. Anekdoten aus dem Leben Kaiser Wilhelms I. Verlag Arthur Collignon, Berlin NW 7. Preis 0,80 RM. — (365) — Abgesehen von dem Reiz, der in der sehr persönlichen Darstellung liegt, müssen die Geschichten als lebendiger und authentt- scher Beittag zu den großen Ereignissen der deutschen Geschichte im 19. Jahrhundert gewertet werden. — Karl von Seeger: Marschall st ab und Kesselpauke. Traditton und Brauchtum »Ä'RJJ »" lachen kam,, wie schon Eltern und Größtem mH wir die grausige Realistik in ihrer Ueberfte^eruno eis unwirklich und komisch empfinden 4n® PräWn Quartband Ä wir nun die Ä guten Bekannten vereinigt vor- Die fromme &‘l? n fe und P-um, Herr und°Frau ^n^^aL Bahlamm, Flpps der Affe. Maler Klecttt„ J Oiele andere. Mr sind sicher, daß sie all, bl.k k°sUich-n Gestalten der Bufchiaden auch" in ernsten Zeit, m bie wir gestellt sind manch frrih. WjStunbe, manch befreiens Lachen bescheren werden. fr W T »V«« - Hans ffi e l S : „E u r i o | a". Noch einmal tatet. n»ch- Sprachfpielereien. Verlag R. Oldenburg, Mün> chen-Berlm. Pappband in Umschlag 2 60 RM — (353) — Emem ,m Darjahr erschienenen 'ersten Bänd, chen „Jocosa laßt der Verfasser hier ein zweites fol. mtphor rtnnoFuIT* mit . 1 in der deutschen und österreichisch-ungarischen Arme«. Mt rund 100 Abbildungen. In Leinen gebunden 5,40 RM. Franckh sche Derlaashandlung, Stuttgart. — (324) — Kaum auf irgendeinem Ge- biet reicht noch heute lebendiges Brauchtum so weit zurück und werden Tradittonen so sorgsam gepflegt, wie im soldatischen Leben. Um so merkwürdiger ist, wie wenig genaues di« meisten Menschen über Herkunft und Geschichte militärischer Bräuche und Namen wissen.' Der Verfasser ist Sachkenner und versteht es auch, so anregend zu erzählen, daß man sich auf das angenehmste unterhalten fühlt. Und nicht zuletzt machen die vielen Bilder das Werk zu einem kulturgeschichtlichen Dokument. — Felicita s Ros«: Der Tisch der Rasmussens. 100. Tausend. In Leinen 2,85 RM. Derlagshaus Bong & Co., Berlin. — (370) — Es ist die Geschichte einer rechtschaffenen Familie, die in diesem Roman erzählt wird. Mannigfaltig sind die Schicksale der zahlreichen Kinderschar der Rasmussens, lebensechte Gestalten, die sich ihr Leben verschiedenartig aufbauen. In einer mitteldeutschen Kleinstadt ist der größere Teil der Familie zu Hause, aber die Ahne der Rasmussens, die den großen Hof zum „Grünen Kamp" für die Nachkommen bewahrt, ist der gute Stern der Familie. Durch ihren gesunden, lebensbejahenden Charakter klären sich manche schweren Sorgen und Verfehlungen und lassen sich am Ende wieder gut machen. 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Es findet nur eine einzige Aufnahmeprüfung statt. Verspätete Anmeldungen können nicht berücksichtigt werden. Für die Höhere Handelsschule wird Sekundareife oder Mittelschulreife verlangt. Eine Aufnahmeprüfung ist nicht vorgeschrieben. Anmeldungen werden frühzeitig, möglichst jetzt schon, erbeten. Ausführliche Druckschriften kostenlos. Fernruf 2480. n "o1 56.- 18*' Sa**Ofaei Mädchen und der Soldat aßen, als feien sie nicht satt zu kriegen. Sie selbst hatte sich ihren Teller luf den Herdrand gestellt, sonst märe sie wohl zu 'urz gekommen. Nach dem Essen erzählten die Männer und rauchten, mährend die Mädchen, eine Zehnjährige und eine Fünfzehnjährige mit leuchtenden Augen zuhörten. Zum Nachmittagskaffee mußte Fritz, so bekannt Stadttheater: 14.30 bis 17 Uhr „Der gestiefelte Mer". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Iohannis- l?uer". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Alarm iuf Station III"; 14.30: Märchenvorstellung „Die Heinzelmännchen", „Der Wolf und die sieben Geißle in", „Kasper bei den Sioux-Indianern", „Kinder- leder". — Oberhessischer Kunstverein: 15 bis 16 Uhr lusstellung im Turmhaus am Brand. Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 14.30 bis 17 Uhr „Der gestiefelte later"; 19 bis 21.45 Uhr „Der Zigeunerbaron". — Nona-Palast, Seltersweg: „Johannisfeuer"; 13.30 Ihr: Märchenvorstellung <,Die Heinzelmännchen", Der Wolf und die sieben Geißlein", „Kasper bei den öioux-Jndianern", „Kinderlieber". — Lichtspielhaus, Zahnhofstraße: „Alarm auf Station III"; 13.30 Uhr: Er war nicht für Umwege. Er wollte klar wissen, vas eigentlich geschehen mar. Er kämpfte gegen die Starrheit der Frau, die nur immer den Kopf schüttelte und keine Antwort gab. Er bestellte die Grüße Warnkes. Er wurde Westlich wütend und schrie: „Herrgott, nun ant- Horten Sie doch endlich! Wissen Sie denn nicht, bifj ich Ihr Freund bin?" ,Hch bin ganz allein auf der Welt", sagte Luise. 5)r Gesicht zuckte. Der kleine Zeichner sah sich um. Hier im Zimmer Ich es nicht sehr aufgeräumt aus. Da stand und kg dies und das herum. Es sah so verwirrt und der Ordnung gekommen aus, wie diese Frau 'igt verwirrt und aus der Ordnung gekommen war. „Eigentlich könnten Sie mir einen Stuhl an- Mieten, Luise Dornkctt", sagte Brehm. „Und eine Mfe Kaffee könnten Sie uns auch bereiten. Dann tollen wir weiter reden." „Lassen Sie mich in Frieden, Brehm , fapte Stift hartnäckig. „ Ich habe Sie nicht gerufen. Der Blick des Zeichners wurde schärfer. Er sah m bom Schreibtisch hin und stand auf. Luise schien st glauben, daß er nun endlich gehen würde. Aber er sah sie nur sehr aufmerksam an, dann tot er mit einem Sprung an ihrem Schreibtisch Uld nahm die Waffe auf, die da lag, und schob jte in die Tasche. . , f. Und dann nahm er Luise bet den Schultern ... Mz sanft ... unb führte sie zu dem kleinen Sessel, ^ise und erschüttert sagte er: „So also sieht vas 8ib ... das nennen Sie Frieden ..." Mit einem wehen Laut sank sie zusammen und De*barg das Gesicht in den Händen. 3n einem langen Schweigen ließ Brehm sie zur Ne kommen. Endlich ließ sie die Hande vorn Ge- $6.1 sinken und starrte wieder vor sich hm. Dann P-ad) sie ... sprach sich alles von der Seele, öte "cgte sich nicht an ... sie verteidigte sich nicht. Sie Mahlte nur. Und es war jetzt ganz gleich, ob einer Mitleid für sie empfand oder Verachtung Was ging das alles fte noch an?. Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhchen) Aufruf! vom 11 Jeder beweist am kommenden Sonntag, daß er die geschichtliche Bedeutung unserer Zeit begriffen hat. Der Haltung unserer Truppen stellen wir die Geschlossenheit und Bereitschaft der inneren Front zur Seife! Spendet deshalb am kommenden Opfersonnlag außer dem für diesen lag vorgesehenen Opfer eine Barspende, die mindestens dem Werte eines Weih- nachtspaketes entspricht! Gaubeauftragter für das Kriegswinterhilfswerk. Die Opfersonntage des diesjährigen Kriegswinter- hilfswerkes sind Ausdruck unserer nationalen Solidarität. Da in diesem Winter die im Gau Hessen-Nassau übliche Weihnachtspaketeaktton des winterhilfs- tverfes wegen der Vezugfchelnpflicht unterbleiben muß, ergeht der Appell, am kommenden Opfersonnlag mit der Spende auch die früheren Aufwendungen für die Weihnachtspaketeaktton zu entrichten. Der Opfersonntag des Monats Dezember muh fo alle anderen Sammlungen übersteigen. Märchenvorstellung „Die Heinzelmännchen", „Der Wolf und die sieben Geißlein", Kasper bei den Sioux-Indianern", „Kinderlieder". — Obst- und Gartenbauverein, Gießen: 15 Uhr im „Burghof" Versammlung. — Oberhessischer Kunstverein: 11 bis 13 und 14 bis 16 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand. — Alpenverein, Sektion Gießen: 16 Uhr Restaurant „Hindenburg", Vortrag Dr. A. Kaufmann: „Fahrten durch Dalmatien und Bosnien". Stadttheater Gießen. Samstag, 9. Dezember 1939: Am heutigen Samstagnachmittag wird das Weihnachtsmärchen ,'Der gestiefelte Kater" zmn ersten Male wiederholt. Spielleitung: Karl Dolck. Musikalische Leitung: Richard Boeck. Die Tänze sind einstudiert von Thea Maaß. Am morgigen Sonntagnachmittag wird das Märchen „Der gestiefelte Kater" wiederholt. Spielleitung: Karl Dolck. Musikalische Leitung: Richard Boeck. Tänze: Thea Maaß. Bühnenbilder: Karl Löffler. Am Sonntagabend wird die Operette „Der Zigeunerbaron" von Joh. Strauß wiederholt. Musikalische Leitung: Heinz Markwardt. Spielleitung: Harry Grün et e. Bühnenbilder: Karl Löffler. Chöre: Richard Boeck. Tänze: Thea Maaß. Außer Miete. Dienstag, 12. Dezember: „Der Zigeunerbaron", Sie hatte auf eine furchtbare Weise den einzigen Menschen verloren, dem sich ihr Herz in reiner Liebe ... in nie gekannter, reiner Liebe zuwenden wollte ... schon zugeneigt hatte. Sie hielt ganz still, als Brehm ihr den Sessel bequemer rückte, ihre Füße aufhob und auf einen zweiten Sessel legte, so daß sie besser ruhen konnte. Er ging an die kleine Vitrine und fand da eine Flasche Wein. Er goß ihn in ein Glas und gab es ihr. „Und dann, als er sah, daß sie ruhiger geworden war und stiller ... still in einer sanften Traurigkeit, nicht in Starrheit wie zuvor ...da sprach er. Daß sie glauben sollte, daß er ihr bester Freund wäre. Und daß er natürlich für sie eintreten wollte. Er lachte ein wenig, als er sagte: „Ich würde Sie von der Stelle weg heiraten, Luise! Aber das darf ich Ihnen gar nicht zumuten. Ich paffe ja nicht zu Ihnen, und muß mich schon damit abfinden." Sie hob die Hand und strich über die seine: „Beppo, Sie lieber Mensch ..." „Schon gut. Aber einen anderen Rat habe ich für Sie: Schließen Sie die Bude hier ebenso schnell zu, wie Sie das vor ein paar Jahren in Wien gemacht haben, und kehren Sie zum Film zurück. Soviel ich weih, wurden Konni wieder mehrere große Filme angeboten. Und der Deibel soll mich holen, wenn nicht gerade diese schweren Erlebnisse für Sie ein Segen werden! Dadurch sind Sie gewachsen, Luise — innerlich gewachsen." „Auf diese Erfahrungen hatte ich herzlich gern verzichtet", sagte Luise bitter. Diese Erfahrungen werden Sie erst richtig befähigen, wirkliche menschliche und tragische Rollen ganz auszuschöpfen." Luise wollte sich wehren. Sie schloß die Augen. Aber der Gedanke, den Brehm ausgesprochen, setzte sich fest und lockte. Lockte wie ein ferner, tröstender Traum... Ja, dachte sie, es müßte schön sein, alles zu ver- qessen und sich im Spiel zu verlieren — alles hier abzuschütteln und zu glauben, es wäre niemals ge- Mer dann waren die schnell geformten Bilder einer neuen Zukunft wieder fort. Es geht nicht, Beppo Brehm", sagte sie. „Ich weiß, daß ich nicht mehr zu den Hettfelds zuruck- Fehren kann. Es ist alles aus ... Wie denn?" fragte der Zeichner. "Und das kleine Ding hier?" Er hob die Waffe aus der Tasche und hielt sie auf der Hand. „Dann war doch wohl auch alles flU5 „Ja", nickte Luise. „Dann wäre auch alles aus gewesen. Aber Sie haben mich ja wieder aufgeweckt!" Sie zog die Füße von dem Sessel und saß aufrecht. „Ich muß mit Matthias Heitfeld sprechen. Er muß wissen, wie alles zusammenhängt. Ich will ihm schreiben und ihn bitten, daß er mich zu einer Aussprache empfängt." „Haben Sie das nötig, Luise? Dahin zu gehen, wo man Sie hinausgewiesen hat?" „Sie sagen das nicht ganz richtig, Beppo. Ich bin doch schuldig. Ich hätte eher sprechen müssen. Und dann ist es nötig, weil in dem Hause dort noch jemand ist, der erfahren muß, daß ich nicht in dem Sinne schuldig bin, wie er glaubt. Er soll das wissen, obwohl er mich nicht anhören wollte." „Sie meinen den Doktor Heitfeld?" ,Za", sagte Luise und konnte es nicht hindern, daß ihr die Tränen über die blassen Wangen flössen. Sie kehrte ihr Gesicht ab. „Doktor Heitfeld ... ihn also lieben Sie..." „Ja." Nun bekam ihr Gesicht wieder den verschlossenen Ausdruck. Beppo Brehm fragte nichts weiter. Er wollte jetzt handeln. Er wollte sich mit Konni verbinden. Dann würden sie Luise schon hier herausbekommen. „Wollen Sie mir versprechen, Luise, jetzt ruhig und ganz vernünftig zu sein? Ich komme morgen wieder zu Ihnen." Sie nickte: ,Ha, Beppo. Und ich danke Ihnen. Sie sind so gut." „Ein guter Freund, Luise. Das will ich Ihnen fein. Und das sollen Sie wissen." Er stand neben ihr. „Ja ,.." Sie lehnte ihren Kopf gegen seinen Arm und nEe: „Ein guter Freund ..." Sie fühlte die Wärme, sie hörte die beruhigenden Worte. Sie war nicht mehr ganz allein. Am Sonntagmorgen war Beppo Brehm wieder bei Luise. Sehr eilig. Sehr geschäftig. „Fertigmachen, Luise! Wir fahren gleich zum Flugplatz. Wir starten mit meiner .Libelle nach Wien. Konni läßt tausend Grüße bestellen und erwartet uns dringend." „Ja ... aber ..sagte Luise überrascht. ,Kein Aber", entschied der kleine Zeichner. „Fer- tigmachen, beste Freundin!" Luise überlegte nur einen Augenblick. Dann hob sie den Kopf. Gut. Fertigmachen. Zurück nach Wien. Dort war nicht nur Konni Brehm, der getreue, führende Mitarbeiter ... dort war auch Balthasar Jäckel, der immer Gütige und Hilfsbereite. Doktor Heitfeld mußte seinen Vater von dem Vorgefallenen benachrichtigen. Telephonisch wollte er Operette von Johann Strauß. Musikalische Leitung: Heinz Markwardt. Spielleitung: Harry Grüneke. 11. Darstellung der Dienstag-Miete. Mittwoch, 13. Dezember: „Der gestiefelte Kater" (Nachmittagsvorstellung) Weihnachtsmärchen. Musikalische Leitung: Richard Boeck. Außer Miete. Freitag, 15. Dezember: „Die lustigen Weiber von Windsor , komische Oper von Otto Nicolai. Musikalische Leitung: Paul Walter. Spielleitung: Harry Grüneke. 12. Vorstellung der Freitag-Miete. Samstag, 16. Dezember: „Der gestiefelte Kater" (Nachmittagsvorstellung) Weihnachtsmärchen. Spielleitung: Karl Volck. Musikalische Leitung: Richard Boeck. Außer Miete. Sonntag, 17. Dezember: 5. Morgenveranstaltung „Weihnachtmorgenfeier". Leitung: Gerhard Reuter. Musikalische Leitung: Richard Boeck. „Der gestiefelte Kater" (Nachmittagsvorstellung). Weihnachtsmärchen. Spielleitung: Karl Volck. Musikalische Leitung: Richard Boeck. Außer Miete. — Zum letzten Male „Gasparone", Operette von Karl Millöcker. Musikalische Leitung: Richard Boeck. „Moderne Cuffffreitfräfte als ausschlaggebende Grundlage der Wehrpolitik." Das Deutsche Volksbildungswerk, das schon oft hochinteressante Vortragsveranstaltungen vermittelte, *) Bei der Brotzuteil ung für Kinder über 6 Jahre besteht folgende Anordnung: Kinder von 6 bis 10 Jahren erhalten pro Woche 1700g 93rot oder 1200g Brot und 375g Mehl, Kinder über 10 Jahre gelten als Normalverbraucher, d. h. sie erhalten wöchentlich 2400 g Brot oder 1900 g Brot und 375 g Mehl. Lebensrnittel Normalverbraucher Gramm Schwerarbeiter Gramm Schwerstarbeiter Gramm bis 3 Jahre Gramm Kinber 3—6 Jahre Gramm 6—14 Jahre Gramm Brot.............. 2400 2900 3900 1100 1100 •) Siehe Fleisch ob. Fleischwar. ober 1900 g Brot u. 375 g Mehl und 500 g Brot od.375gMehl sowie für jed bezeichnete 50 g unb 500 g Brot ob.375gMehl en mit a u. b n Abschnitt Brot ober 600 g Brot u. 375 g Mehl ober 600 g Brot u. 375 g Mehl Fußnote 500 1000 1200 250 250 500 Butter............. 125 125 125 125 125 200 Margarine ob. Oel... 62,5 102,5 102,5 — Schmalz ob. Speck... — 62,5 250 — — —— Käse .............. 62,5 62,5 62,5 62,5 62,5 62,5 ober ober ober ober ober ober Vollmilch.......... nur für werben Mütter, Wöchr bie Dauer vor ferner für besor 125 g Quarg 125 g Quarg 125 g Quarg 125 g Quarg 125 g Quarg 125 g Quarg % Liter, )e u. stillende letinnen für 6 Wochen, tbere Berufe % Liter y2 Liter % Liter Marmelade......... 100 100 100 100 100 100 Zucker............. Eier............... od. 40g Zucker ob. 40g Zucker ob. 40g Zucker ob. 40 g Zucker ob. 40 g Zucker ob. 40g Zucker 250 nach Aufruf 250 nach Aufruf 250 nach Aufruf 250 nach Aufruf 250 nach Aufruf 250 nach Aufruf Mit kranken Zähnen Ifr man nur ein halber Mensch. Richtige, gewissenhafte Zahnpflege schützt vor Zahnerkrankungen. das nicht tun. So flog er an dem gleichen Sonntag morgen, an dem Beppo Brehm mit Luise in der „Libelle" unterwegs war, mit dem fahrplanmäßigen Vormittagsflugzeug nach Frankfurt. ML dem Auto traf er noch vor Tisch in Orb ein. Und als Matthias Heitfeld von einem behaglichen Dortisch-Spaziergang tarn, sah er auf der Terrasse feinen Sohn. Waldemar kam dem Vater auf halber Treppe entgegen. Er reichte ihm grüßend die Hand: „DU siehst prachtvoll aus, Vater!" Die Begrüßung sollte fröhlich klingen, aber das helle Gesicht des Jüngeren konnte die ernste Stimmung nicht verbergen. Und wenig später wußte Matthias Heitfeld, was sich in Berlin ereignet hatte. Er war betroffen. Er sagte: „Aber das gibt ja ein großes Unheil!" „Man weiß nicht — sind nun Abschriften von den Rezepten genommen worden oder nicht", erwiderte der Sohn. Der alte Herr schüttelte den Kopf. Das meinte er nicht. Er dachte an Luise Dornkctt. Ihm fiel jene erste Begegnung mit Zaduk ein, auf der Ausstellung, und die Verwirrung der Frau damals. Aber er konnte an eine Schuld nicht glauben. Sie fuhren in Matthias Hettfelds Zimmer hinauf. Da sprachen sie weiter. Heitfeld gab zu bedenken: „Du hast vielleicht im ersten Zorn entschieden, Waldemar! Schließlich ist dein Verdacht durch nichts begründet. War eine fristlose Entlassung wirklich notwendig?" „Alles ist doch sonnenklar", sagte der Doktor empört. „Ich habe in dem Telegramm den Beweis, daß die drei ... Zaduk, Moraoitzky und Frau Dom* tat ... sich kennen und zusammenarbeiten. Und außerdem hat die Frau alles zugegeben. Alles. Zaduk hatte sich mit Moraoitzky in Verbindung gesetzt. Er will das Geheimrezept für unser .Inkognito'. Die Dornkctt sollte es beschaffen." „Sollte ...", betonte Matthias Heitfeld. „Und hat sie sich auch dazu bereit erklärt?" Der Sohn zuckte die breiten Schultern. „Natürlich will sie das nicht getan hoben! Gott bewahre! Sie wollte vielmehr aufpaffen, daß der saubere Plan nicht gelang. Hübsche Ausrede!" „Unt> wenn das keine Ausrede wäre?" Der Doktor wurde ungeduldig. „Es wäre bU allerselbstverständlichste Pflicht der Frau gewesen, mit uns zu sprechen ... sofort, als sie von dem Plan erfuhr!" sagte er erbittert. „Statt dessen hat sie mich überredet, Moraoitzky für die Firma zck engagieren!" (Fortsetzung folgt) y./w. Dezember 1939 Gauletter Sprenger spricht in Gießen. Die von den Ortsgruppen Gießen-Süd und Gle^ ßen-Ost ursprünglich für den 6. Dezember geplante große öffentliche Kundgebung ist auf Wunsch des Gauleiters auf den 13. Dezember verlegt worden, da Gauleiter Sprenger Wert darauf legt, in unserer Stadt zu den Volksgenossen zu sprechen. Die große Kundgebung mit dem Gauleiter? findet also am kommenden Mittwoch, 13. Dezember, in der Neuen Aula der Universität statt Ls wird erwartet daß aus allen! Familien unserer Stadt zum mindesten der Mann oder die Frau erscheint; alle Volksgenossen sind zN dieser Kundgebung herzlich eingeladen. Näheres wird Anfang der kommenden Woche noch bekannt gegeben. bringt am kommenden Montag, 11. Dezember, in der Aula der Universität wieder einen Lichtbilder« oortrag, der dem Interesse vieler Volksgenossen be« gegnen dürste. Oberstleutnant Ritter, der feil! 27 Jahren der deutschen Fliegerei angehört und den Weltkrieg als Führer einer Feldfliegerabteilung mitmachte, wird in einem Vortrag die umwälzenden Einflüsse der Luftwaffe in wehrpolitischer, wehr* geographischer, geopolitischer und wirtschaftspolitischer Beziehung umreißen und einen aufschlußreichen Einblick in die Materie geben, die in der Gegenwart zu so bedeutender Wirkung gekommen ist. Eine Reihe von Lichtbildern wird den Vortrag ergänzen« Ein Zünfundachtzigjähnger. Am morgigen Sonntag kann unser Mitbürger August Bender, Mühlstraße 26, in körperlicher und geistiger Frische feinen 85. Geburtstag feiern« Der Hochbetagte, der jahrzehntelang im Dienste der! Reichsbahn stand, geraume Zeit im Bahnhof Gießen und dann im Bahnhof Hungen Dienst tat und häufig als Zugschaffner die Strecken Hungen- Friedberg und Gießen—Gelnhausen fuhr, nimmt noch regsten Anteil an den Ereignissen unserer Zett. Seine Milttärdienstzeit verbrachte er beim Das Handwerk in der Heimaisroni gtnus, dem Betrieb I schulungsamt der NSDAP, in Verbindung mit der lschen soweit irgend Führung des Gebietes Hessen-Nassau der Hiller« schaftsdienst der Be- Jugend ein „Wegweiser durch das neueste Schrift« gewiesen werden. tum für die Heimbücherei der deutschen Familie und für Geschenkzwecke" ausgeaTbeitet und den Buchhändlern und Einheiten zugestellt. kohlrabi 5 bis 8/ Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 25 bis 40, Feldsalat, Vio 10 bis 12, Zwiebeln, % kg 10, Meerrettich 40 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kartoffeln, kg 4% Rpf., 5 kg 42 Rpf., 50 kg 3,35 bis 3,55 NM., Aepfel, kg 10 bis 25 Rpf., Birnen 15 bis 20, Salat, das Stück 8, Endivien 5 bis 12, Oberkohlrabi 6 bis 12, Lauch 5 bis 12 Sellerie 10 bis 40, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bündel 10 Rpf. *♦ Dienstjubiläum. Dieser Tage waren es 25 Jahre, daß die Gefolgschaftsmitglieder Gustav O ch s e n h i r t und Georg L u st als Pfleger an der Landes-Heil- und Pflegeanstalt Gießen tätig waren. Der Betriebsführer, Direktor Dr. Schneider, sprach den Jubilaren Dank und Anerkennung für ihre treue und tadellose Dienstzeit aus. Beide Jubi- lare, die im Weltkrieg 1914/18 ihre Pflicht erfüllt haben, stehen auch heute wieder als Unteroffiziere zum Schutze des Vaterlandes bei der Wehrmacht. *♦ Städtische Bücherei. Im November sind 1861 Bände ausgeliehen worden. Davon kamen aus: Literaturgeschichte 2, Zeitschriften 19, Gedichte und Dramen 22, Erzählende Literatur 1090, Jugendschriften 323, Länder- und Völkerkunde 107, Kulturgeschichte 4, Geschichte und Biographien 159, Naturwissenschaft und Technologie 73, Heer- und Seewesen 35, Haus- und Landwirtschaft 5, Gesund - heitslehre 1, Religion und Philosophie 3, Staat s- wissenschaft 18 Bände. Amtsgericht Giehen Die Verhandlung gegen A. Sch. in R. wegen Sachbeschädigung vom 5. Dezember, über die wir bereits berichteten, wurde gestern fortgesetzt. Zwecks weiterer Ermittelungen wurde die Verhandlung wieder eröffnet. Weiterer Verhandlungstermin wird demnächst anberaumt. Strafkammer Gießen. Die Verhandlung gegen R. O. in Bad-Nauheim wegen Sittlichkeitsverbrechen, über die wir bereits Letzter Termin: 15. Dezember 1939! Mit einem bißchen Nachdenken läßt er sich einhatten. sind nicht nur immer nützlich, sie dienen vielfach auch dazu, das Band von Heimat und Front enger zu knüpfen. Auch bestimmte Drechslerwaren können als Mittler in diesem Sinne dienen. Gedacht ist hier an Zigarettenetuis, Schachbretter mit Figuren und selbstverständlich auch alle anderen Brettspiele, die, im Kleinformat hergestellt, willkommener Zeitvertreib in allen Stellungen der Front sind. Diese handwerklichen Erzeugnisse sind nur ein ganz kleiner Ausschnitt und nur dazu bestimmt, anzuregen. Ihren besonderen Wert als Handwerkserzeugnisse erhalten diese Geschenke dann vielfach noch durch Eingehen auf die Eigenart des Beschenkten. Der Termin für die Absendung der Feldpostpäckchen ist als letzter Absendetag der 15. Dezember, wenn sie noch rechtzeitig zugestellt werden sollen. Daraus ergeben sich für den Schenkenden Zeitvorschriften in der Form, daß er sich möglichst schnell mit einem ihm bekannten oder empfohlenen Handwerker in Verbindung setzt. Wir hatten damals, in den Jahren 1914/18, mit wenigen Ausnahmen verabsäumt, daran zu denken, gerade unseren Soldaten etwas zu schenken, was über Raum und Zeit hinweg Gebrauchs- und Erinnerungswert besitzt. Heute liegen außerdem die Dinge noch insofern etwas anders, als das deutsche Handwerk in diesem Diertel- jahrhundert auch bedeutend leistungsfähiger geworden ist, viel mehr Dinge herstellt, die für den ge- dachten Zweck geeignet sind. Alles also Gründe genug, das Versäumte nachzuholen! Auf einer Arbeitstagung der Ortshandwerks- meifter des Kreises Gießen in der DAF. sprach am Mittwochvormittag der Gauhandwerkswalter der DAF., Krause, über die Ausgaben des Handwerks in der Heimatfront. Der Gouhandwerkswal- ter erinnerte an die kulturelle Bedeutung des deutschen Handwerks und ging vom gegenwärtigen Existenzkampf des deutschen Volkes aus, bei dem es um Sein oder Nichtsein gehe. Das Handwerk müsse im Rahmen dieses Kampfes eine Führung haben. Das find in feder Gemeinde die Ortshandwerks- meister, die dafür zu sorgen haben, daß die Wirtschaft einen ordnungsgemäßen Ablauf nimmt. Die Aufgaben, die der DAF. in besonderem Maße während des Krieges im Rahmen der Gesamtaufgaben der NSDAP, zufallen, hat der Reichsorganisations- Walter Dr. Ley bereits umrissen. Für die Erfüllung der gestellten Ausgaben ist engste Zusammenarbeit aller Stellen der Partei und des Staates angeordnet. Dem Ortshandwerksmeister fallen mit Rücksicht auf die Auswirkung der notwendigen Maßnahmen Ausgaben zu, die er bewältigen muß, wenn er seine Stellung als Betreuer, Berater und Be- triebsobmann der kleineren und mittleren Betriebe ausfüllen will. In erster Linie obliegt dem Ortshandwerksmeister die Beratung der Betriebe und Betriebsangehörigen in allen sozialen Fragen, die Aufklärung über Inhalt und Bedeutung der kriegswichtigen Maßnahme die Anregung zur Schaffung eines geeigneten Hilfsdienstes und die Unterrichtung der übergeordneten Dienststellen und des Ortsgruppenleiters der NSDAP, über die örtlichen Gegebenheiten im Handwerk. Er muß sich auch in den sozialpolitischen und wirtschaftlichen Fragen ausken- nen, wie z. B. über die Kriegswirtschastsverord- nung, den Familienunterhalt des zum Wehrdienst Einberufenen und über die Gewährung von Sonderzuweisungen an Schwer- und Schwerstarbeiter. Bei dem Familenunterhalt ist zu beachten, daß der selbständige Handwerker die sog. Wirtschaftsbeihllfe erhält, deren Höhe sich grundsätzlich danach richtet, welche besonderen Aufgaben zur Aufrechterhaltung des Betriebes infolge der Einberufung entstehen. Der Hilfsdienst des Handwerks im Kriege stellt eine besondere Notwendigkeit dar, weil die Entwicklung und Existenz der kleinen und mittleren Betriebe auf die persönliche Tätigkeit oder die einiger weniger Menschen begründet ist. Weiter ist die Beanspruchung der Betriebsangehörigen, insbesondere der Handwerkerfrauen, die an Stelle des zur Wehrmacht einberufenen oder dienstverpflichteten Meisters den Betrieb weiterführen, in vielen Fällen derartig gestiegen, daß die Gesundheit und Leistungsfähigkeit gefährdet ist. In solchen Fällen ist es ein Gebot des praktischen Sozialismus, dem Betrieb und den in ihm tätigen Mens' r " ' v möglich zu helfen. Beim Gemeins , , triebe handelt es sich vorwiegend um Transport- (Fahr-) Gemeinschaften, gemeinschaftliche Verwendung einzelner Maschinen, Austausch von Betriebsangehörigen oder Unterbringung von Lehrlingen, deren Meister einberufen worden sind. Der Ortshandwerksmeister muß aber auch über die Unterbrechung von Rechtsstreitigkeiten, die betriebliche Sozialarbeit (Betriebsverpflegung usw.) und die Arbeitsgestaltung (Lohnstopp, Arbeitsplatzwechsel, Urlaub) Bescheid wissen. Wie der Gauhandwerks- walter weiter ausführte, wird besonders darauf geachtet werden, daß den Handwerksbetrieben, deren Meister im Felde stehen, auch laufend Aufträge zu- NSG. Anläßlich einer Feierstunde ,HuaenL und Buch, Dichter sprechen zur deutschen Jugend" spricht der Reichsjugendführer am morgiaen Sonntag von 9 bis 9.30 Uhr aus Kattowitz über alle herrischen Sender zur deutschen Jugend. Im Anschluß an die Rede des Reichsjuaendführers werden Dichter aus eigenen Werken lesen. Diese Veranstaltung soll gleichzeitig auf den Wert des deutschen Buches Hinweisen und in der deutschen Jugend die Liebe zum Schaffen unserer Dichter wecken. Die Hitler-Jugend hat es sich zur Aufgabe gestellt, das weniger wertvolle Schrifttum von der Jugend fernzuhalten und sie auf das tatsächlich wertvolle hinzulenken. Es kommt nicht darauf an, viel zu lesen, sondern das Buch mit Bedacht auszuwählen. So wird es zum unentbehrlichen Kameraden, mit dem man in stillen Stunden Zwiesprache hält. Aus diesem Bestreben wurde vom Gauschtifttumsbeaustragten beim Gau- : der NSDAP, in Verbind! behandeln Stück- und figürliche Artikel, Schoko- ladenplätzchen-, {langen, -riegel und -rippen usw. 3. Als Lebkuchen gelten alle Sorten von Honigkuchen, braune, glasierte und überzogene Lebkuchen, Katharinchen, Printen, Wiegwaren, wie Pfeffernüsse, Plätzchen, Pflastersteine, Spitzkuchen, gefüllte Würfel (Dominosteine) usw. Darunter fallen auch Lebkuchenmischungen, sowie gleichartige andere Weihnachtsgebäcke. Steuerzahlung mit Steuergutscheinen stückelos. Seit-dem 1. Dezember 1939 können NF.-Steuer- gutscheine I erstmalig zu Steuerzahlungen verwendet werden. Wie die Reichsgruppe Banken hierzu mitteilt, ist im Einvernehmen mit dem Reichsfinanzministerium und der Reichsbank ein Verfahren geschaffen worden, das eine technisch einfache Durchführung solcher Zahlungen ermöglicht. Es ist nicht notwendig, daß die Steuerzahler ihre bei den Kreditinstituten (Banken, Sparkassen, Kreditgenossenschaften) in Verwahr befindlichen Steuergutscheine sich ausliefern lassen, um sie dann zur zuständigen Finanzkasse zu bringen oder zu senden. Der Steuerzahler kann vielmehr in ähnlich einfacher Weise wie bei Geldzahlungen das Kreditinstitut zur Uebertra- gung der Steuerautscheine an seine Finanzkasse veranlassen. Diese Uebertragung wird dann von dem Kreditinstitut möglichst im Wege des sogenannten stückelosen Steuergutscheinverkehrs durchgeführt wer. den. Gleichzeitig mit der Auftragserteilung an sein Kreditinstitut ist von dem Steuerzahler feiner Finanzkasse der Verwendungszweck (Steuerart usw.) der überwiesenen NF.-Steuergutscheine I mitzuteilen. Gießener lvochenmarklpreife. * Gießen, 9. Dez. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, kg 1,60 RM., Matte 25 Rpf., Käse, das Stück 5 bis 10, deutsche Eier, Klasse S 12, A 11^, B 10%, Wirsing, % kg 7 bis 10, Weißkraut 5 bis 7, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 7 bis 9, rote Rüben 9 bis 14, Unter» Wir haben schon einmal vier Jahre lang Feldpostpäckchen an unsere Soldaten geschickt, und fünfmal ist es darüber Weihnachten geworden. Da unsere Feinde es nicht anders wollen, müssen wir es diesmal wieder tun. Woran wir aber dieses Mal denken können, weil es in den Weihnachtsfesten des Weltkrieges vergessen wurde, ist, unseren Soldaten Dinge zu schenken, die über den Augenblick hinaus ihren Wert behalten, die unabhängig sind von den Einschränkungen, die wir als Folge des uns auf- gezwungenen Krieges hinnehmen müssen. In einem Winkel seines Herzens ist auch der beste Soldat mitunter für Stunden seiner Freizeit wieder Privatmann und fühlt sich dann besonders glücklich in dem Besitz von Dingen, die diese schöne und harmlose Illusion vollständig machen. Da ist in diesem Zusammenhang an viele handwerkliche Erzeugnisse gedacht, die sich als Geschenke für den Soldaten eignen. Die Wahl der Geschenke für Soldaten wird erleichtert durch das Geschenk-ABC des Handwerks, das bei vielen Handwerkern und bei den Kreishandwerkerschaften erhältlich ist. Es lassen sich bei einigem Nachdenken immer noch zahlreiche Dinge finden, vor allem vom Buchbinder, Sattler, Feintäschner, Lichtbildner und anderen Handwerkern, die nicht nur das Männerherz im Soldaten erfreuen, sondern die sich auch mit den Wünschen des bisherigen Privatmannes so ziemlich decken. Brieftaschen und Merkbücher, diese dauerhaft eingebunden, kleine Photoalben und ähnliche Dinge Polizeibescheinigung zur Fahrpreisermäßigung für Kinderreiche. Die für 1939 ausgestellten polizeilichen Beschei- nigungen zur Erlangung der Fahrpreisermäßigung für kinderreiche Familien behalten auch für 1940 ohne weiteres Gültigkeit und können zur Erlangung der Fahrpreisermäßigung weiterverwendet werden. Eine entsprechende Anweisung ist an alle Polizeibehörden gegangen. Vorausgesetzt ist natürlich, daß die Bedingungen des Tarifs über die Zugehörigkeit von mindestens vier Kindern unter 21 Jahren zur Familie noch erfüllt sind. Kakaoerzeugniffe und Lebkuchen. Vielfach bestehen noch Unklarheiten bei der Abgabe von Kakaoerzeugnissen und Lebkuchen für die kommende Weihnachtszeit an die Bevölkerung. Zur Klarstellung gibt die Wirtschaftliche Vereinigung Der Süßw arenwirtschatt folgendes bekannt: 1. Als Kakao pulver gelten auch Kakaopulver mit Zusätzen wie Malz- und Haferkakao, kakaopulver- haltige Mischungen aller Art sowie Schokoladenpulver. Diese Erzeugnisse werden gegen Abschnitt F 5 der Reichsfettkarte für Kinder abgeaeben. 2. Als Tafelschokoladen gelten auch gefüllte Schokoladen wie Krem-, Marzipan-, Nougat- und Früchteschokoladen, ferner Nuß- und Mandelschokoladen. In gleicher Weise sind bei der Abgabe zu berichteten, wurde gestern fortgesetzt. Nach Vernehmung weiterer Zeugen und Sachverständigen wurde die Verhandlung erneut zur Vernehmung weiterer Zeugen und Sachverständigen auf den 12. Dezember vertagt. Rundfunkprogramm Sonntag, 10. Dezember. 6 Uhr: Hafenkonzert. Auf dem Dampfer „Hamburg" der Hamburg-Amerika-Linie. 7 bis 7.15: Nachrichten. 8: Wir fingen den Sonntag ein! 8.45: Weihnachtsbriefe deutscher Dichter. 9: Wie schön ist so ein Feiertag! 10: Gläubiges deutsches Herz. Eine Stunde der Besinnung am Feiertag. „Deine Zeit ist Gottes Zeit." 10.40: Funkstille. 10.45: Kleine Musik. 11: ,Zum Sehen geboren — zum Schauen bestellt" (II). Ein Goethe-Zyklus. Der Geheime Legationsrat dichtet. 12: Mittagskonzert. 12.30 bis 12.40: Nachrichten. 14: Nachrichten. 14.15: Uns gehört der Sonntag. Ein Reigen sorgloser Melo« dien. 14.45: Für unsere Kinder: Märchen und Lieder in der Vorweihnachtszeit. 15.25: Volkstum und Heimat: Alle Hände halfen mit. 16: Großes Wunschkonzert für die Wehrmacht. Dazwischen: 17: Nachrichten. 19.10: Berichte. 20: Nachrichten. BTontag, 11. Dezember. 6 Uhr: Landvolk, mer£*.auf! 6.10: Weckruf der Arbeit. — Morgengymnastik. 6.30: Frühkonzert, 7 bis 7.15: Nachrichten. 8: Gymnastik. 9.10: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 9.30: Schulfimk (Grundstufe). „Geschichten um Frau Holle . Hörfolge. 10: Frohe Weisen. 10.50: Sportberichte. 11: Konzert. 11.50: Stadt und Land Hand in Hand. 12: Schloßkonzert Hannover. Das Niedersachsen^ Orchester. 12.30 bis 12.40: Nachrichten. 14: Nachrichten. 14.15: Das Stündchen nach Tisch ... 15.45: Vom Rhein zur Saar. Gedichte und Erzählungen! aus der saarpfälzischen Heimat. 16: Nachmittags" konzert. Das große Orchester des ReichssenderSi Hamburg. 17: Nachrichten. 17.10: Musikalische Kurz*' weil. 17.45: Klingende Liebesgaben. Eine fröhliche Sendung des Reichssenders Frankfurt für biei Kameraden am Westwall in Verbindung mit bet' RSG. .Kraft durch Freude". 19: Zur Unterhalt tung, Otto Dobrindt spielt. Dazwischen: Berich^.- 20: Nachrichten. 20.15: Uebertragung vom Deutsch" landsender. Dazwischen 22 bis 22.15: Nachrichten. 24 bis 0.15: Nachrichten. Dienstag, 12. Dezember. 6 Uhr: Landvolk, merk auf! 6.10: Morgenaym» nastik. 6.30: Frühkonzert, Es spielt das Rhein«' Mainische Landesorchester. 7 bis 7.15: Nachrichten- Hitler-Jugend Bann 116. Standortbefehl. Am Sonntag, 10. Dezember, Antreten des gefönt, ten Standorts der Hiller-Jugend einschließlich der Führerschaft der Gießener Fähnlein zur Moraew fsierstunde „Jugend und Buch" pünktlich um 8.30 Uhr in der Schanzenstraße. Für die Gefolgschaften schließt sich an die Feierstunde die Einteilung zur Wehr« erziehung an. Erscheinen ist unbedingt Pflicht. Nur im Krankheitsfalle werden ärztliche Atteste als Entschuldigungen angenommen. BOM.-llntergau 116 Gießen. Betr. Ringschulnng der BDM.lverk-Aührerlnne«. Sie findet für Dezember am Mittwoch, 13. 12., pünktlich ab 19.30 Uhr im Möserheim statt. Liederbuch und Schreibzeug mitbringen. Betr. Dienst am Sonntag, 10.12. Alle Mädel und BDM.-Mädel treten am Sonntag, 10. 12., in Kluft um 8.30 Uhr am Dolksbad zum Gemeinschaftsempfang im Gloria an. Mädel-Gruppe 5/116. Am Sonntag, 10. 12., tritt die Gruppe 5/116 (Spielschar) mit Instrumenten um 8.30 Uhr am Gloria-Palast zum Gemeinfchaftsempfang an. Mädel-Gruppe 1/116. Alle Mädel treten am Sonntag, 10. Dezember, um 8.15 Uhr am hessischen Hof" zum Gemeinschasts- empfang der Rede des Reichsjugendführers an. Betr. Schwimmstunden. Sie beginnen nun endgültig am Montag, 1L12., von 18 bis 19 Uhr. Sie finden dann wieder regel« mäßig montags um die angesetzte Zeit statt. Alle Mädel und Jungmädel, die daran teilnehmen wollen» müssen dazu bis spätestens 17.55 Uhr vor dem Volksbad angetreten sein. Dichter sprechen zur deutschen Jugend. Train in Darmstadt. Seit Jahrzehnten zählt er zum treuen Stamm der Leser des „Gießener Anzeigers". Wir beglückwünschen den Jubilar herzlich zum Geburtstag und wünschen einen weiteren schönen Lebensabend. Ehrung des Turners Oapper. Anläßlich des 80. Geburtstages war der Oberpost- schasfner a. D. Wilhelm Dapverin Gießen Gegenstand zahlreicher Aufmerksamkeiten aus den verschie- benften Kreisen der Bevölkerung. Die Turner über» raschten ihn durch ein Ständchen der Kapelle Krengel, die ihm das alte Turnerlied „Ein Ruf ist erklungen" als Geburtstagsgruß vortrug. Die Turnerschaft brachte ihm ihre Glückwünsche durch ihre Vertreter bar. Unter den Gratulanten fehlte auch die Kameradschaft ehemaliger 116er nicht, die ihrem Ehrenmitglied und langjährigen Fahnenträger durch die Kameraden Hans B i l l und Georg K o r c 11 ein Geschenk überreichen ließ. Derdunkelungszeit vom 11. bis 17. Dezember. In der kommenden Woche vom 11. bis 17. Dezember ist die Verdunkelung der Häuser in der Zett von 16 Uhr bis zum andern Morgen 8 U h r sorgfältig durchzuführen. Alle Volksgenossen mögen bemüht fein, daß die Derdunkelungsvorschriß ten während dieser Zeit genau beachtet werden. Ausgabe der NeichsNeiderkarte. Dom kommenden Montag ab werden in Gießen die Reichskleiderkarten ausgegeben. Am Montag werden all diejenigen beliefert, die bisher noch keine Bezugscheine erhalten haben, vom Dienstag ab beginnt bann die Ausgabe nach der alphabetischen Ordnung. Alle Volksgenossen mögen die Be- kanntmachung des Wirtschaftsamtes genau bead)» ten. Gießen-Wieseck. Frau Eberhard Rodenhausen Wwe., Elisabeth, geb. Schäfer, Korndlumenstraße 20 wohnhaft, kann am morgigen Sonntag, 10. Dezember, in körperlicher Rüstigkeit und geistiger Frische ihren 80. Ge- burtstag begehen. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. Gemeinschaftsabend bei unseren Rückwanderern. Auch in Gießen sind zahlreiche Rückwanderer- famil-ien untergebracht. Allwöchentlich finden sich diese Volksgenossen unter Leitung des von der hiesigen Kreisleitung der NSDAP, mit der Betreuung beauftragten Ortsgruppenleiters Weber (Gießen- Mitte) zusammen. Diese Zusammenkünfte an jedem Dientagabend im Gasthaus „Burghof" ersetzen ein Stück Heimat und sind ein Born neuer Lebenskraft. Es war letzten Dienstag abend eine besondere Ueberraschung für die Rückwanderer, als sie die Tische ihres Versammlungssaales festlich weiß gedeckt und mit Tannengrün, frischen Aepfeln und Kerzen geschmückt vorfanden. Recht festlich aber wurde es erst, als später ein richtiger Nikolaus den Saal betrat und mit ernsten uno heiteren Worten Grüße aus der Heimat überbrachte. Freudig war die Stimmung, als der Nikolaus fernen großen Sack auspackte und jedem Volksgenossen einen kleinen Nikolaus aus Backwerk überreichte. Fast Mitternacht war es schon, als sich die Volksgenossen nach diesem schön verlaufenen und mit Musikstücken umrahmten Abend freudig bewegten Herzens auf den Heimweg machten. Winckelniann-Feier des Archäologischen Instituts. Durch Beurlaubung des Direktors des Archäologischen Instituts der Universität ist es möglich ge- worden, daß das Institut auch in diesem Kriegswinter feine traditionelle Winckelmann-Feier veranstalten kann. Professor Dr. Zschietzschmann wird am heutigen Samstag, 9. Dezember, dem Geburtstage Winckelmanns, 20 Uhr, im Großen Hörsaal der Universität einen Lichtbildervortrag halten über „Polyklet von Araos". Wie m jedem Jahre, sind alle Freunde der Kunst herzlich hierzu eingeladen. Der Eintritt ist frei. M? Kathreiner • W7 2 bis 3 Eßlöffel Kathreiner auf 1 Liter Waffer und dann 3 Minuten richtig durchkochen lafien A € fr#1 der »l iibcng hdt» ie Ein Süllen topf, W Weben. Zuchtmc Die r hm Le Versteig •Hinten h erst Sen Si Sauer : hste Jii M$uc 5n bi Rente Wdi vchmi *ofnt( N-Ri .Fra, •freitun beer F?8 bie an i <' M aud 8: Gymnastik. 9.10: Kleine Ratschläge für den Oor Aus der engeren Heimat SJ.-fpori Wirtschaft Aus dem Reich nur sogenannte Derdunke Weihnachtssendungen vor dem 15. Bezember aulgeben! Das Weihnachtspaket bringt Weihnaditsfreude ins Haus und ins Feld. Deutsche Reichspost Wer sein Weihnachtspaket nicht bis zum 15. Dezember aufliefert, kann auf keinen Fall damit rechnen, daß es rechtzeitig ankommt. " Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnoch- mittags geschlossen. Pakete und Pack dien, besonders Feldpostpäckchen, die rechtzeitig zum Fest vorliegen sollen, müssen aber spätestens bis zum 15. Dezember eingeliefert sein. Denkt daran! M en tmrrbtl weiten! . WA er > bis 7.1H ein! 8.d Vie IO hes N LS Das U-Boot-Kriegsabzeichen. dessen Einführung, wie berichtet, der Oberbefehlshuber der Kriegsmarine, Großadmiral Dr. h. c. Roeder, für erfolgreiche Feindfahrten von U-Boot- Besatzungen der Kriegsmarine angeordnet hat. . (Scherl-Dilderdienft-M.) . Der jert 1U| 4.15: M fer M i unitfo kstuin A es Dur:' : NachV: end Ml “ta äier ca] hes tjL'il M MI lerwen. Iten mjl iten. d lern by es d in stille w im (h ; mit t#il r W. 1 Schlitt' FaM und bn| voll-- °r beci en. 11: Blasmusik. 11.50 Stadt und Land — Hand n Hand. 12: Aus einem Rüstungsbetrieb: Werkskonzert. 12.30 bis 12.40: Nachrichten. 13: Mittags- konzert. 14: Nachrichten. 14.15: Beliebte Melodien 15.55: Bücher für unsere Soldaten. 16: Nachmit- Schüfer, Hundstaatenstraße, sein 88 Lebensjahr. Er ist für sein hohes Alter noch Verhältnis- Mäßig rüstig. Ein halbes Jahr älter ist Frau Anna Müller, Wwe., Amthausstraße, die am f~ meisten zu, vielleicht sorgt aber der VfB. Groß- Auheim für eine Ueberraschung. Hanau 93 sollte gegen Kewa Wachenbuchen siegreich starten und Borussia Fulda ist im Kampf gegen den VfB. Groß- Anheim Favorit. Im Hanauer Lokalkampf zwischen Dunlop und 1860 ist eine Voraussage besonders schwer, denn beide Mannschaften müssen auf viele gute Kräfte verzichten. Vom Fachamt Turnen Das Gaufachamt Turnen im NSRL.-Gau 12 Hessen führt am 16. und 17. Dezember in Heuchelheim bei Gießen eine wichtige Arbeitstagung durch. Außer den Mitarbeitern des Gaufachamtes nehmen sämtliche Kreisfachwarte, Kreisobmänner für Män- nerturnen und Kreisfrauenturnwartinnen daran teil. Im Mittelpunkt der Tagung steht: „Die Arbeitsweise des Fachamtes Turnen m der Kriegszeit." panamerikanische Winterspiele. Da Deutschland den Auftrag zur Durchführung der V. Olympischen Winterspiele 1940 in Garmisch- Partenkirchen an das Internationale Olympische Komitee zurückgegeben hat, beschloß der kürzlich gegründete Ausschuß für die Panamerikanischen Spiele, sofort mit den Vorarbeiten für All-Amerikanische Winterspiele zu beginnen. Sie sollen 1941 in Lake Placid, dem Schauplatz der III. Olympischen Winterspiele 1932, veranstaltet werden. lüft aufbrachte. Die Umsätze gingen daher über den letzttägigen Nahmen kaum hinaus. Am Aktienmarkt war die Entwicklung noch etwas uneinheitlich, überwiegend ergaben sich jedoch Erhöhungen, die vielfach über 0,50 bis 1 v. H. hinausgingen. Weitere lebhafte Käufe erfolgten in Metallgesellschaft mit 122 (119,50), auch IG.-Farben reger gefragt mit 161,25 (160), ebenso zogen Hoesch um 1,40 v. H. an auf 109,40. Außerdem eröffneten u. a. Rheinmetall mit 122,25 (120,50), Holzmann mit 146,75 (145), RWE. mit 121,75 (120,65) und Marisfelder mit 174,50 (172). Dagegen setzten Verein. Stahl mit 100,25 (100,50), Rheinstahl mit 133,50 (133,75), Mannesmann mit 106,65 (106,90) und Aschaffenburger Zellstoff mit 103.75 (105,25) ein. Auch am R e n t e n m a r k t hat sich die Nachfrage wieder etwas belebt. Bevorzugt blieben'Pfandbriefe, der herrschende Materialmangel vereitelte jedoch größere Umsätze. Auch im übrigen war das Geschäft bei geringen Schwankungen verhältnismäßig klein. Industrie-Anleihen schwankten bis 0,50 v. H., Liqui- Pfandbriefe bröckelten z. T. weiter etwas ab. Reichsaltbesitz unv. 137, Dekosama I 141,40 (141,25). Steuergutscheine l im Telefonverkehr sehr still und kaum behauptet. Im Verlaufe schrumpfte das Geschäft stark zusammen, die Kurse waren kaum noch verändert. Die anfangs niedriger liegenden Montanpapiere waren etwas höher, Verein. Stahl 100,50 nach 100,25, Rheinstahl 134 nach 133,50 und Mannesmann 107 nach 106,65. Bei den später notierten Pavieren erzielten eine Reihe von Werten Steigerungen bis 2,50 v. H., so u. n. Goldschmidt mit 142 (139,50), Klöckner mit 122 (119,75), Siemens mit 211,50 (209,50), Schuckert mit 188,50 (186,50), aber Conti Gummi 2 v. H. schwächer mit 204. Im Frei verkehr gingen Elsäsi. Bad. Wolle mit 81 bis 83,50 (zuletzt etwa 78,50) um. Tagesgeld unverändert 1,75 v. H. Frankfurter rchlachtmehmarkt Frankfurt a. M., 8. Dez. Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in NM.- Ochsen Nie Flieger-HI stellt den Nachwuchs für die Lustwaffe. Die Flieger-HI. als eine Sonderformation der Hitler-Jugend, wird ihren Auftrag, den fliege- rischen Nachwuchs zu stellen, auch während des Krieges weiter erfüllen. Durch systematischen Aufbau war es möglich, in vier Jahren die Flieger- HI. auf einen Stand von 100 000 Jungen zu bringen. Der Korvsführer des NS.-Fliegerkorps hat angeordnet, daß der technische Dienst nach Möglichkeit überall wieder ausgenommen wird und daß alle Ausbildungsmöglichkeiten eingesetzt werden. Da der fliegerische Werdegang des Hitlerjungen ein sehr gründlicher und langer sein muß, werden bereits die fliegerisch interessierten Jungen im Deutschen Jungvolk zu Modellflugarbeitsgemeinschaften zusammengefaßt Die technische Ausbildung der 16- bis 18jährigen Flieger-H i t l e r j u n g e n wird neben dem Schieß- und Geländedienst verstärkt durchgeführt. Die guten Ergebnisse der technischen Ausbildung der Flieger-HI. werden aus den bestandenen Prüfungen ersichtlich, bei denen einwandfreie Flüge zwischen 20 Sekunden und mehr als fünf Minuten verlangt werden. In diesem Rahmen wurden von Flieger-Hitlerjungen in den letzten Jahren etwa 30 000 ^-Prüfungen, 10 000 B» a) 44,50 bis 46,50 (gegen 43,50 bk 46,50 am 1. 12.), b) 40,50 bis 42,50 (42 bis 42,50), c) 37,50 (—). Bullen a) 42 bis 44,50 (43 bis 44,50), b) 39 bis 40,50 (40 bis 40,50), c) 35,50 (35 bis 35,50). Kühe a) 42 bis 44.50 (42,50 bis 44,50), b) 36,50 bis 40,50 (37 bis 40,50), c) 27 bis 34,50 (29 bis 34,50), d) 18 bis 25 (18 bis 25). Färsen a) 43 bis 45,50 (43 bis 44,50), b) 40 bis 41,50 (39 bis 41,50), c) 32 bis 36,50 (33 bis 36,50), d) 20 bis 27 (28). Kälber andere a) 60 bis 65 (62 bis 65), b) 53 bis 59 (55 bis 59), c) 45 bis 50 (45 bis 50), d) 35 bis 40 (34 bis 40). Hämmel a2) 49 bis 50 (50 bis 51), b2) 44 bis 48 (44 bis 49), c) 32 bis 43 (36 bis 42), d) 25 bis 30 (12 bis 25). Schafe a) 40 bis 42 (40 bis 42), b) 34 bis 39 (33 bis 39), c) 28 bis 32 (20 bis 32). Schweine a) 56 (56), bl) 56 (56), b2) 56 (56), c) 55 (55), d) 52 (52), e) 50 (50), Sauen gl) 56 (56). Marktverlauf: Großvieh, Kälber, Schafe und Schweine zugeteilt. lu Anna. sich die Kinder vorläufig noch auf Freiübungen be- , , „ . 22, Juli schränken, da Geräte noch nicht zur Verfügung Ebenfalls 88 Jahre alt wurde. Unfern beiden > stehen. ältesten Einwohnern wünschen wir noch recht sonnige Tage. * Lich, 9. Dezemder. Am heutigen Samstag, 9. Dezember, kann unsere Mitbürgerin Frau Anna Fuhr Wwe. bei bester Gefundhert ihren 75. (Geburtstag begehen. Wir beglückwünschen die Jubilarin herzlich. — Lich, 8. Dezember, Unteroffizier Walter Schmidt von hier, zur Zeit bei einem Pionierstab im Westen, wurde zum Feldwebel befördert und erhielt als Auszeichnung das Schutzwallabzeichen. — Gendarmeriemeifter Heinrich Litzius, der zur Zeit im Westen steht, wurde die Polizeidienstauszeichnung 1. Stufe für 25jährige treue Dienstzeit verliehen. — Für 10jährige treue Dienste bei der Polizei wurden die beiden Hauptmacht- meister Müller und Trumpfheller ausgezeichnet. Gemeinderat in Schotten. A Schotten, 8. Dez. Der Gemeinderat beschäftigte sich nochmals mit dem Voranschlag, der in seinen Einnadmen durch eine höhere Steuer- Überweisung eine Aenderuno erfuhr. Einnahmen und Ausgaben wurden auf je rund 234 000 RM festgesetzt. Der Voranschlag ist ausgeglichen. Eine Reihe weiterer gemeindlicher Fragen wurde behandelt. Der Verbindungsweg, Treppenweg-Bergstraße. Mühlhvf, wird gesperrt, die Stadt kann sich an der Errichtung teurer Stützmauern an dieser Stelle eben noch beteiligen. Verdunkelungssünder vor dem Richter Lpd. Frankfurt a. M., 7. Dezember. Vor dem Einzelrichter in Frankfurt a. M.-Hüchst standen am Mittwoch zwei Männer, die aus Fahrlässigkeit gegen die Bestimmungen des Reichsluftschutzgesetzes verstoßen haben, als sie die Ver- vunkelung nicht vorschriftsmäßig vornahmen. Der eine hatte in der Trunkenheit versäumt, fern Fenster richtig abziHunkeln. Er wollte, wie er sagte, seinem Kanarienvogel noch etwas mehr Luft zukommen lassen. Das war natürlich eme faule Ausrede, aber das Gericht erkannte, daß keine böswillige Absicht vorlag, und beließ es bei einer Geldstrafe von 10 RM., um damit immerhin eine fühlbare Verwarnung auszusprechen. Der zweite Angeklagte war ein Mann aus einem west- Lichen Vorort, aus besten Anwesen bei mehreren Kontrollen ein Heller Schein auf die Straße gefallen ist. Ihm war ein Strafbefehl über 50 RM. zugegangen, gegen den er Einspruch erhob. Er hatte nach seiner Ansicht alles getan, um die Verdun- telungsvorschriften einzuhalten, aber die Beweisaufnahme ergab ein anderes Bild, sodaß das Gericht zu einer Verurteilung hätte kommen müssen. Nachdem ihm vom Gericht gesagt wurde, daß auch hier mir eine Fahrlässigkeit vorliege, zog er vernünftigerweise feinen Einspruch zurück. Landkreis Gießen s. Lang-Göns, 9. Dezember. Am 12. Dezember vollendet unser ältester Einwohner Anton Prüfungen und 300 E-Prüfungen und Luftfahrerscheine abgelegt. Diese Erfolge wurden im Wochenendbetrieb und auf den Schulen des NS.-Flieger- korps sowie in den Sommerzeltlagern der Flieger- HI. erzielt. Bereits mit 15 Jahren wird der Flieger- Hitlerjunge beim Flugdienst für die A-Prüfung geschult, die aus mehreren einwandfreien Flügen von 20 bis 30 Sekunden Dauer besteht. Vorsichtige Verwendung von Textilstoffen für Verdunkelungszwecke. Der Reichsluftfahrtminister und Oberbefehlshaber der Luftwaffe hat in einem Erlaß an die Luftgaukommandos gegen die Verwendung von wertvollen Textil st offen für Derdunke- lungszwecke Stellung genommen. Im Interesse der sparsamen Bewirtschaftung des deutschen textil« Marktes darf beim Abblenden von Lichtaustritts- Öffnungen eine Verwendung von Textilstoffen nur dann stattfinden, wenn alle anderen Möglichkeiten Z erichte-^' . in ft* I...0 rE richslA lisch-x ne R? t •'S kreis Büöingen. O Schotten, 7. Dez. Um den Soldaten während chrer dienstfreien Stunden geistige Anregung und gediegene Unterhaltung zu bieten, hat sich der hiesige Volksbildungsverein (gegründet 1882) entschlossen, ihnen die Bestände seiner wertvollen, über 2000 Bände enthaltenden Volksbücherei kostenlos zur Verfügung zu stellen. Es wird gerne von diesem Angebot Gebrauch gemacht; bevorzugt wird vor allem die reichlich vorhandene Unterhaltungsliteratur. Kreis Dehlar. <£ Krumbach, 8. Dezember. Der N S V.- Kindergarten, der bisher lediglich als Erntekindergarten im Sommer gehallen worden war, wird nun auch über den Winter aufrechterhatten. Als Henn stt dem Kindergarten der Konfirmanden- faal zur Verfügung gestellt worden. Mtt der Fortführung des Kindergartens ist den Eltern ein langgehegter Wunsch erfüllt. Die Mütter wissen ihre Kinder bei „Tante" Ruth in guter Obhut. Für die Kinder bedeutet der Aufenthatt im Kindergarten ein schönes Erlebnis. Neben dem Basteln, Singen und Spielen werden die Kleinen auch zur Gestmd- heitspflege angehalten. Jedes Kind verfügt über seinen eigenen Waschlappen, über Handtuch, Zahn- bürste und Wasserbecher. Auch der Leibesübung wird einiger Raum gegeben. Allerdings müssen lungsstoffe und keine für andere Zwecke bestimmte Textilstoffe verwendet werden. zum Äbblenden nicht durchführbar oder unzweckmäßig sind.. In diesen Fällen ist besonders darauf au achten, das Kleines Freundschastsspielprogramm im Fußball. DfV.-Reichsbahn — Krofdorf. Der morgige Sonntag ist noch einmal den Freund- schattsspielen Vorbehalten. Aus dem Waldsportplatz treffen sich die 1. Els von VfB.-Reichsbahn (Heeg; Schlitz II., Mühl; Lehrmund, Leucheuser III., Brück; Schlitz L, Fleischhauer, Köppers, Kraft und Berg- Höfer) und eine kombinierte Elf, die der Turnverein Krofdorf stellt. In der Krosdorfer Mannschaft stehen auch einige Spieler von Wißmar und Lollar, die, wenn sie sich zu einer Einheit finden, den Grün- weißen erheblich zusetzen könnten. Wie der Kampf ausgeht, ist nicht vorauszusagen. Das einheitlichere Mannschaftsgefüge der Platzbesitzer sollte allerdings den Ausschlag zu geben vermögen. Die 1. Jugend von VsB.-R. bestreitet ein Freund- schaftsrückspiel in Nieder-Ohmen. Die Jugendlichen von VsB.-R. sollten einen Sieg mit nach Hause zu bringen vermögen. Watzenborn-Steinberg I — Spielvgg. 1900 I. Nachdem der Beginn der Kriegsmeisterschaftsspiele der Pezirksklasse, Gruppe Gießen, um einen Sonntag später verlegt wurde, nutzen die „Teutonen" den kommenden Sonntag noch dazu aus, ein Gesellschaftsspiel auszutragen. Als Gegner wurde die 1. Mannschaft der Spvgg. 1900 Gießen nach Watzenborn-Steinberg verpflichtet. Daß dieser Gegner, der übrigens in den bisherigen Rundenspielen an erster Stelle lag, seine Anziehungskraft nicht verfehlen dürfte, ist jedermann klar, und so sollte man am Sonntag an der Neumühle wieder einmal viele Sportanhänger antreffen können. Die Elf, mit der die Gastgeber antreten, steht noch nicht endgültig fest. Von der Spvgg. 1900 hören wir folgende Mannschaftsaufstellung: Dinges; Schneider, Goß; Carstens, Jäger, Hain; Bonarius, Günther, Achenbach, Peschauscheck, Häuser. Fußball der Gauligo Hessen. Vierzehn Tage später als beabsichtigt nehmen die Meisterschaftskämpfe im Gau Hessen ihren Anfang. Nach dem Verzicht des VfB. Friedberg, der in der Sudgruppe spielen sollte, wurde in der Nordgruppe der Rb. FSV. Bebra gestrichen, so daß also in zwei Sechser-Gruppen der Kampf um die Gaumeisterschaft ausgenommen wird. In der Nordgruppe kommt es gleich zu einigen zugkräftigen Begegnungen. Hessen Bad Hersfeld empfängt den SpV. Kassel und in Kassel treffen sich Kurhessen mit) Meister SC. 03, der eben erst aus dem Kasseler Stadtpokal - Wettbewerb als Sieger hervovging. Hersstld und 03 sind die Favoriten der Nordgruppe und es ist anzunehmen, daß sie am Sonntag die ersten Punkte unter Dach und Fach bringen werden. Im zweiten Kasseler Lokaltreffen erwartet man den BC. Sport gegen Tura in Front. In der Südgruppe traut man Altmeister Hanau 93 und den Fuldaer Borussen noch am T-ITT“ Katin Buchhaitungs>Fragen Hand- und Maschlnen- • — & ~ ~ Durchschrelbe-Buchhaitungen Bezirksstelle Wetzlar, Naubornerstr. 148, Ruf 2344 Roiviesiverffeiaeruna in Gießen. In der Landesbauernschaft Hessen-Nassau sollen sämtliche Versteigerungen wieder ausgenommen werden. Die erste Rotviehversteigerung, die von der Ab- teilung C (Rotes Höhenvieh) des Landesverbandes Hessen-Nassau durchgeführt wurde, fand am gestrigen Freitag in Gießen in der Viehversteigerungshalle Rhein-Main statt. Dazu hatten sich zahlreiche Jnter- esienten aus der näheren und weiteren Umgebung eingefunden. Zur Versteigerung, der die Körung und die Einteilung in Wertklassen vorausging, waren Bullen aus den besten Zuchten der Kreise Biedenkopf, Wetzlar, aus Oberhessen und Westfallen frei- gegeben. Es handelte sich um durchschnittlich gutes Zuchtmaterial mit besten Erbanlagen. Die von Landwirtschaftsrat Dr. E. Wagner, dem Leiter des Gießener Tierzuchtamtes, eröffnete Versteigerung verlief flott. Es waren mehr Interessenten als Tiere vorhanden, so daß restloser Ablatz erfolgte. Die Preise waren zufriedenstellend. Den Spitzenpreis löste der oberhessische Züchter Bauer Otto Fischer, Hof Zwiefalten, für das beste Tier der Veranstaltung Käufer war der Lahn- Dill-Zuchtverband. In die W e r t k l a s s e I I wurden u. a. die Tiere olgender Züchter eingereiht: Otto Fischer, Hof Zwiefalten; Wilhelm Lenz I., Hörnsheim; Ldwg. Schmitt V., Watzenborn - Steinberg; Heinrich )o f m ann, Hörnsheim; Wilhelm Müller Wwe., Groß-Rechtenbach. Rhein-Mainische Börse. . Tendenz: fester. Frankfurt a. M., 8. Dez. Nachdem die Vorbereitungen für den Steuertermin im wesentlichen als beendet angesehen werden können und anderseits die Geldflussigkeit nach wie vor besteht, setzten rch an der heutigen Börse wieder kleine Käufe der Kundschaft durch. Jndesien wurden nicht alle Gebiete «rfaßt, da eine gewisse Zurückhaltung fortbestand und auch die Börse selbst nur wenig Unternehmungs- L oTi 1 rSBjfür den Gar- tagskonzert. Es spielt das kleine Orchester des b.^O^.^^lunk (Mittelstufe). Lebendige Ge- Reichsfenders Frankfurt. 17 bis 17.10: Nachrichten. ?rohe Wei- 18: Ruf ins ßanb. Berichte vom Landesernährungsamt. 18.25: Otto Dobrindt spielt. 18.30: Aus dem Zeitgeschehen. 19.10: Berichte. 20: Nachrichten. 20.15: Uebertragung vom Deutschlandsender. 22: Nachrichten. 24: Nachrichten. Oltl4 Äwv STATT BESONDERER ANZEIGE. 3 n feftlicher Fjülle unsere Heimsparbüchsen IfaHH, 7286D ’OM Drei blaue Jungs - ein blondes Mädel Alfred Fischer, Frau und Tochter. 12 bekannte Marken Ihre Verlobung geben bekannt 7255D Alsfeld l.A. Dezember 1939 05394 7248D| 7279C Der Oberbürgermeister. — Wirtschaftsamt. Führer zu echtem Naturerleben KÖHLER für gute Herrenkleidung Verständnis für individuelle Wünsche Eigene Maßschneiderei für Anzüge und 7273D bekanntgegeben. Lodenfabrik München 6580 A ^ang-GönS r-Z. Fulda In der Nacht zum 7. Dezember ist meine liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter im Alleinverkauf Markenkleidung v. Weltruf geleistet wird. Gießen, den 9. Dezember 1939. Uniformen in höchster Vollendung Heinrich Goerz Elisabeth Goerz, geb. Falzer Maria Goerz Gertrud Goerz Magda Sieke Familie Franz Sieke Amtsgerichtsrat Franz Sieke Dr. med. Kurt Jacobs, Uffz. d. R. Gießen, Werner wall 35. Die Trauerfeier findet am Montag, dem 11. Dezember, um 14 Uhr in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. Ma Stoll Richard Boller Gießen (Roonstraße 38), den 9. Dezember 1939 05353 Bis 17. Dezember abermals 2 Lier. Auf die gegenwärtig gültige Reichskarte für Zucker, Marmelade und Eier werden in der Zeit vom 9. bis 17. Dezember 1939 auf die Abschnitte C und D je eis Er ausgegebeü. 2272D UeMv Familien-Drucksachen Verlobungsanzeigen Vermählungsanzeigen bei Brühl,Schulstraße 7 Geburtsanzeigen Die Beerdigung findet statt am Montag, dem 11. Dezember, vormittags 11 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem schmerzlichen Verluste unserer lieben, unvergeßlichen Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Katharina Seipp, geb. Moos sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden und für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Metzler sagen wir unseren innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie H. Reucker Lollar, den 9. Dezember 1939. Hans Gesekus Ilse Gesekus, geb. Siever Vermählte Bekanntmachungen. Tlod) zweimal Schokolade vor Weihnachten. NSG. In der Zeit vom 10. bis 16. Dezember findet wieder eine Abgabe von Schokolade, Pralinen und Lebkuchen statt. Abgegeben werden in dieser Zeit an sämtliche Versorgungsberechtigte mit Ausnahme der Kinder bis zum- vollendeten 14. Lebensjahr 100 g Tafelschokolade oder 125 g Pralinen und dergleichen, 100 g Lebkuchen aller Art. An Kinder bis zu 14 Jahren werden abgegeben: 100 g Lebkuchen aller Art. Die Abgabe erfolgt auf Grund der Fettkarten für Normalverbraucher; an Selbstversorger, deren Kinder und an Reisekarteninhaber erfolgt die Abgabe auf Grund der Nährmittelkarten. Letztere müssen auf der oberen Hälfte der Vorderseite des Stammabschnittes mit einem Stempelaufdruck oder einer Aufschrift „Selbstversorger" bzw. „Reisekarteninhaber" und dem Dienststempel der die Karte ausgebenden Stelle versehen sein. lieber eine weitere Abgabe von Schokolade usw. in der Woche vor Weihnachten wird Näheres noch Mit einem feinen Mantel möchte man sich zum Fest gern beschenken und beglücken! Und wenn in diesem Jahr sowieso etwas „zum Anziehen“ angeschafft werden muß, wäre eine Besichtigung unseres großen Lagers in Damen* und Herren-Winter-Mäntela Hevren-flnzügen usw. sehr aufschlußreich. Zu vorteilhaften Preisen finden Sie bei uns bestimmt das Richtigel c^r.QaubßtZ' Vanksparbuchor uni) Unserem lieben August zum 85. Wiegenfeste die herzlichsten 05379 (Sifin- und SkgenswfinW! Stammtisch auf der Spitz Bekanntmachung. Velr.: Reichskleiderkarle. Die Ausgabe der Reichskleiderkarten an die in Gießen wohnhaften Personen erfolgt in den zuständigen Bezirks-Geschäftsstellen gegen Vorlage des Personalausweises nach folgendem Plan: Montag, 11. Dezember, an alle Familien und Einzelpersonen, die Bezugscheine noch nicht erhalten haben, Dienstag, 12. Dezember, für Buchstaben A bis C, Mittwoch, 13. Dezember, für Buchstaben D bis G. Donnerstag, 14. Dezember, für Buchstaben H, Freitag, 15. Dezember, für Buchstaben J und K, Samstag, 16. Dezember, für Buchstaben L bis N, Montag, 18. Dezember, für Buchstaben O bis R, Dienstag, 19. Dezember, für Buchstaben 8. Sch und St, Mittwoch, 20. Dezember, für Buchstaben T bis Z, jeweils in der Zeit von 8 bis 12 und von 14 bis 18 Uhr. Rückwanderer müssen bei der Abholung der Karten ihren Rückwanderer-Ausweis vorlegen. Personen, die sich zur Zeit bei der Wehrmacht oder beim Arbeitsdienst befinden, erhalten keine Kleiderkarte; ausgenommen sind Offiziere, Beamte im Offiziersrang und Arbeitsdienstführer. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß für in Verlust geratene Reichskleiderkarten kein Ersah Allen Verlobten und zukünftigen Eheleuten in Gießen und Umgebung gewidmet ist das vornehm ausgestattete, reich bebilderte Haus- und Kochbuch Praktische Winke und Ratschläge für die Hausfrau Kostenlose Vermittlung des Buches nur an Verlobte durch die Geschäftsstelle des Verlages Schulstraße 7. Frau Antonie Fischer geb. Johannis nach langem, schwerem Leiden verstorben. iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiir Seltene Natururkunden von den Halligen und vom Wattenmeer, die alle Naturfreunde und Doqelliebhaber mit Begeisterung lesen und schauen werden: Unter MeMMlem u.5eef(Men Beobachtungen und Natururkunden aus d. Dogeiwelt d.deutschen Nordseeküste. - Don EugenSchuhmacher Insgesamt 104 Seiten mit 92 Bildern nach wundervollen Natur- aufnahmen.In Leinen gebunden RM. 3.90. Bestellungen nimmt jede Buchhandlung entgegen. Verlangen Sie bitte das ausführliche Werbeblatt. 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