r. 256 Erstes Blatt Montag, 9. Oktober 1959 189. Zahrgang h hli le Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: SrLhlsche Univerfitätrdruckerei R. Lange in Sieben. Schristiettung und Geschäftsstelle: Zchuistraß« 7 Annahme von Anzeige« für die Miltagsnummer vis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps.. für Text- anzetgen von 70 mm Breite b0Rpf..Platzvorschrist nach vorh. Dereinbg.25"/, mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen», Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts» u. behördliche Anzeigen6Rpf. 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Zwar wurde der belgischen Regierung Hn London scheinheilig versichert, daß man genü- geild Rohstoffe und Lebensmittel für den eigenen Hdarf ins Land lassen würde; aber was nützt Bel- men dieses angebliche Entgegenkommen? Belgien ist Hdustrieland und muß exportieren, wenn cs nicht sterben soll. Wenn seine Industrie infolge fer englischen Blockade nicht mehr über die genügenden Rohstoffe verfügt und damit nicht mehr genügend Waren zum Export Herstellen kann, wird Belgien auch nicht mehr das nötige Geld haben, um die notwendigen Lebensmittel zum Unterhalt seiner Kvölkerung zu bezahlen.' Die Auswirkungen der englischen Blockademaß- mhmen gegenüber dem neutralen Belgien haben sich [dort gezeigt. Bereits innerhalb der drei ersten Wochen des europäischen Konflikts hat sich die Zu h l der Arbeitslosen in diesem Land um 6(i000 vermehrt. Die Verödung des Ha- Belgien ist neutral. Das Land ist fest entflossen, sich aus dem Konflikt seiner großen Nach- tirn herauszuhalten. Neutralität schien bis- aus verloren. Die belgische Unabhängigkeitspolitik werde von allen Belgiern unterstützt. Eine Politik, die ihren Anziehungspunkt in einem anderen Lande haben würde, wäre der Untergang Belgiens. Pierlot richtete ermahnende Worte an die belgische Presse. Er betonte, daß es nicht möglich sei, in Frieden leben zu wollen und gleichzeitig eine kriegerische Sprache zu führen. Er glaube fest daran, daß Belgien der Gefahr entrinnen könne. Allerdings müßten alle Vorsichtsmaßnahmen in Voraussicht des Schlimmsten getroffen werden, auch wenn sie sich als unnötig erweisen sollten. Neue Verletzung der belgischen Neutralität durch französisches Militärflugzeug. Brüssel, 8. Okt. (DNB.) Am Freitag ist es zu einer neuen Verletzung der belgischen Neutralität durch ein französisches Militärflugzeug gekommen. Die französische Maschine, die sich angeblich im Nebel verirrt haben will, nahm eine Notlandung in der Nähe von Langemarck, also etwa 30 Kilometer von der französischen Grenze entfernt, vor. Die aus zwei Unteroffizieren bestehende Besatzung wurde von der belgischen Gendarmerie interniert. Das Flugzeug, in dem sich militärische Dokumente befanden, wurden b e - schlagnahmt. Eine Konferenz von Völkerrechtlern der Oslo-Staaten. Kopenhagen, 8. Okt. (Europapreß.) Die Oslo- Staaten verhandeln wegen einer Konferenz in Oslo, an der in erster Linie die Dolkerrechtssachverständi- gen der Oslo-Staaten teilnehmen werden, um die in den letzten Wochen aufgetauchten völkerrechtlichen Fragen unter Berücksichtigung der Neutralität der Oslo-Staaten zu erörtern. Holländischer Dampfer einer englischen Mine zum Opfer gefallen. Amsterdam, 10. Okt. Der holländische Dampfer „Binnendijk" (6873 Tonnen) ist in der Nähe des Leuchtturmes von Shambles auf eine englische Mine gelaufen und gesun- k e n. Alle 41 Besatzungsmitglieder konnten gereitet werden und sind im englischen Marinehafen von Weymouth an der Südküste Englands an Land gebracht worden. Die „Binnendijk" gehörte der Hol- land-Amerika-Linie und befand sich auf der Fahrt von Neuyork nach Rotterdam. Damit ist wieder eines der vielen neuttalen Schiffe, die England durch seine Minenfelder zur Untersuchung in die Kontrollhäfen schleppt, von einer englischen Mine zerstört worden. mb N 'Here & ! unbedingte Neutralität zu wahren und dem von I bifri König ausgegebenen Losungswort zu folgen. N. >. 1935: es S belo HNklM sweP Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind aber nid)t die einzigen, vor die sich Bilgien heute gesellt sieht. Die englische und französische Propa- xonda setzen Riesenmittel ein, um in diesem Müralen Staat Fuß zu fassen. Man darf in die- |em Zusammenhang nicht vergessen, daß fast die Hälfte der Belgier französisch spricht. Doch i|t man heute in der Bevölkerung eindeutig gewillt, Die belgische Regierung ist sich dieser Beeinflus- surgsversuche der Westmächte wohl bewußt, und an- geiemgen mit dem Aufruf des Königs bis zu Zei- i turigsverboten, der Beschlagnahme von Broschüren, !i gerichtlichen Verfahren gegen Privatleute usw. hat mn alles unternommen, um die Neutralitäts- Gönner zur Schaffung eines einflußreichen neutralen Blocks in Europa von belgischer Seite bisher (anbei, ■ die btil idjung ä k'W hbeia , 1939, m r l tM ii'H . v dir -i *A #trtben haben. Die belgische Regierung vermag Mso wirkungsvoller in der Front der Neutralen Hre Stimme zu erheben, da das belgische Volk hnte, gleichgültig, ob es sich um Flamen oder Dc klonen, Katholiken, Liberale oder Sozialisten [ Wbett, geschlossen hinter ihr steht. Sich selbst treu bleiben. Pierlot erläutert die belgische Neutralitätspolitik. | Brüssel, 8. Okt. (DNB.) Ministerpräsident Ti ertöt erklärte der Presse, daß Belgien auf I.Cen Seiten vom Kriege umgeben sei, abqr den- Nt) bisher d i e Vorteile des Friedens ?en i e ß e. Es handele sich jedoch um einen r e l a - ('nen Frieden, und er gebe zu, daß die Neutrali- l| tit eine Lage sei, die an sich wenig beneidenswert fei. Der Friede sei ein unschätzbares Gut für alle TAker, aber besonders für ein kleines Land rote I: Belgien, das größeren Gefahren als rrgend- ( ein anderes Land ausgesetzt sei. Keine Verpslich- hng zwinge Belgien, für den einen oder anderen lli-gführenden Staat Partei zu ergreifen. Belgien to seine gegenwärtige Lage schon selt d em Mre 193 6 festgelegt. Alle Nachbarstaaten ton spontan die Respektierung dieser totralität proklamiert und hatten ihre 0)a- i^tieversicherungen seitdem e r n e u e r t. ( Die Neutralität sei nicht eine Haltung, die man Mangel an etwas Besserem eingenommen habe. ts handele sich um die männliche Haltung eines Wes, das , ich felbft treu ble ,b en walle^ Hiii Bedingungen für die Aufrechterhaltung des i.jtiebens und der Unabhängigkeit seien emers «e Wachsamkeit auf militärischem Gebiet undan- kr'eifs Einigkeit unter den Belgiern, «'es Volk, das sich nicht einig zeige, fei int vor fiN S von Antwerpen ist für die belgischen Tageszeitungen ein unerschöpfliches Thema und für dii Bewohner dieser bedeutenden Handelsmetropole eine traurige Tatsache, deren Tragweite sich heute noch gar nicht ermessen läßt. Die belgische Regierung hat nun eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um der schwierigen Lage Landes begegnen zu können. Wirtschaftskom- Msionen werden in die meisten Hauptstädte Euro- M sowie nach Nord- und Südamerika gesandt, besondere Erwartungen setzt man auf belgischer Leite in eine rasche Entwicklung der Wirtschasts- be-iehungen zu dem neuen Spanien. Bereits eor dem Ausbruch des spanischen Bürgerkrieges bestand zwischen Brüssel und Madrid sehr reger Warenaustausch. __M Mik zu schützen. Daß es Belgien mit seiner Neutralität wirklich err.ft ist, hat seine Regierung in den letzten Wochen mtfig unter Beweis gestellt. Nicht nur durch amt- liche Verordnungen und Polizeimaßnahmen suchte rm sie zu erhalten. Mehrere hunderttausend Bel- * e Türkei muß sich entscheiden." ->>ie Haltung der Türkei im europäischen Krästespiel Berlin, 7. Okt (DNB.) Unter der Überschrift „Die Türkei muß sich entscheiden" behandelt die Wochenschrift „S ü d o ft - E ch o" die Haltung der Türkei im europäiichen Kräftespiel und ihre Schwenkung in das Lager der Einkreisungsmächte Der Verfasser geht dabei insbesondere auf die unverständliche oeutschfeindliche Politik der Türkei ein und kommt an Hand bemerkenswerter Enthüllungen zu interessanten Feststellungen, indem er u. a. schreibt: Als man sich in Ankara entschloß, der Einkreisung nicht nur als passives Mitglied, als garantierter Staat alfo beizutreten, sondern England und Frankreich auch aktive Unterstützung angedeihen zu lassen, haben nicht nur die Zeitungen, sondern vor allem auch die maßgebenden Männer der türkischen Außenpolitik versichert, diese Schwenkung richte sich auf keinen Fall gegen Deutschland, mit dem man nach wie vor gute politische und wirtschaftliche Beziehungen pflegen wolle Man begründete die Abwanderung ins britische Lager mit der Haltung Italiens, von dem man einen Singh ff befürchten zu müssen glaubte Aber Italien blieb neutral, und es wurde selbst von türkischer Seite zugegeben, daß die Beruhigungsaktionen der rumänischen Politik in Belgrad und Athen zusamt den Maßnahmen in Albanien und Dodekanes die Lage entscheidend entlastet haben. Auch diese Begründung läßt uns völlig unverständlich, warum sich die türkische Presse in der gehässigsten Kommentierung der deutschen Politik, beispielsweise auch der Reise des Reichsaußenministers v. Ribbentrop nach Moskau, ergeht. Man gab doch einst zu, daß die Türkei von Deutschland nichts zu befürchten habe! Frischen wir schließlich noch die Erinnerung daran auf, daß mit Ausnahme eines kleinen Kreises in der türkischen Staatsführung alle Welt uns in Ankara und Istanbul versicherte, man hoffe zuversichtlich, daß durch die neue Politik keine Verstimmung in Deutschland entstehe, und werde nach Kräften bestrebt sein, dafür zu arbeiten, so bleibt uns wirklich kein anderer Schluß mehr übrig, als daß es nicht nationale Interessen sein können, die gegenwärtig die so unverständliche deutschfeindliche Politik der Türkei bestimmen. Daß diese Politik auch in der Substanz deutschfeindlich ist, eraab sich noch dieser Tage handgreiflich aus der Aufforderung eines maßgebenden türkischen Staatsmannes an Bulgarien dieses möge nach Aufgabe seiner Reoisionsansprüche an der Schaffung eines Blockes gegen Deutschland mitwirken Eine solche gemeinsame Schutzorganisation gegen England aber, sei weder notwendig, noch komme sie in Frage. Unter diesen Umständen wird man verstehen, daß uns mehr und mehr auch das Verständnis für die menschlichen Folgerungen zu fehlen beginnt, die sich aus soviel Widersprüchen für die Dirigenten der türkischen Außenpolitik' ergeben. Wir meinen folgendes: Es mußten in der letzten Zeit, was die Politik der Türkei mit den Westmächten angeht, immer wieder gewisse Unaufrichtigkeiten feftgefteüt werden. Diese Unaufrichtigkeiten führten natürlich dazu, daß Deutschland sehr mißtrau- i s ch wurde. So ergaben sich in den letzten Tagen bemerkenswerte Widersprüche zwischen den türkischen Mitteilungen über den Stand der schriftlichen Abmachungen mit den Westmächten und einer Information aus gleichfalls guter türkischer Quelle. Sie traten auch in Moskauer Gesprächen in Erscheinung, in einem Rahmen also, wo alles, was gesagt und getan wird, wegen der allgemeinen Bedeutung der dort zuständigen Entscheidung mit einer besonderen Verantwortung beladen ist. Es liegen ebensoviele Nachrichten nicht nur von gut unterrichteter türkischer Seite für die Gewißheit vor, daß die Abmachungen der Türkei mit England schon paraphiert sind, wie anderseits Gewißheit über mehr oder weniger amtliche Erklärungen besteht, die das in Abrede stellen. Man wird uns zugeben, daß ein solches Verfahren nicht geeignet ist, jene Klarheit zu schaffen, die ganz und gar unerläßlich ist, wenn der Frieden im Südosten ebenso wie im Mittel- und Schwarzen Meer auf eine gesunde Grundlage gestellt werden soll. Diese Klarheit wird erst dann hergestellt sein, wenn sich jene türkischen Staatsmänner, welche die neue Politik eingeleitet haben, eingestehen, daß diese Politik durch die Zusammenarbeit Deutschlands und Rußlands, die Neutralität Italiens und des Südostens die Grundlage verloren hat und danach handelt. Die Türkei muß sich entscheiden. DasDeulscheRoteKreuzimerstenÄnsah bewährt Berlin, 7. Oktober. (DNB.) Nach jahrelanger Friedensarbeit hat das Deutsche Rote Kreuz jetzt die Belastungsprobe des ersten Kriegsmonats auf jedem Aufgabengebiet bestanden. Gemäß seinen ureigensten großen Aufgaben, insbesondere gegenüber Wehrmacht, Luftschutz und den völkerrechtlichen Abmachungen hat das DRK. seine Schwestern in den Kriegslazaretten, die Schwesternhel- f e r i n n e n in den Reservelazaretten, darüber hinaus gemeinsam mit den DRK. -Helferinnen in den Rettungsstellen des behördlichen Luftschutzes und den Sttaßenunfallhilfsstellen eingesetzt. Die Helfer versehen als Sanitätssoldaten und Krankenträger der Wehrmacht und in den Kranken- transportabteilunaen des DRK. ihren Dienst. Groß und vielseittg sino die Ausgaben der DRK.-E i n - satzkräfte. Tag und Nacht müssen viele Bahnhöfe besetzt, durchkommende Transporie erfaßt, ankommende Verwundete betreut werden. In zahlreichen Kreisstellen sind Helferinnen und Schwe- fternl) elfe rinnen zur Betreuung von Flüchtlingen und der Zivilbevölkerung, in der Gemeindefürforge und in Krankenanstalten herangezogen worden. Männer und Frauen der DRK.-Gemeinschaften sorgen für die großen Mittel, welche für die Durchführung der geschilderien Aufgaben des DRK. erforderlich sind. Frauen aus den Gemeinschaften stel- len zusammen mit Dolksgenossinnen aus der NS- Frauenschaft Helferinnenkleldung, Bereitschaftswäsche und Verbandmaterial her, jede DRK.-Dienststelle hat Fühlung mit den Lazaretten, um Wünsche der Lazarettkranken, deren Erfüllung außerhalb der Zuständigkeit der Lazarettverwaltung liegt, zu erfüllen. Erfahrene ältere Gemeinschaftsmitglieder verhelfen sorgenden Volksgenossinnen zu einer Auskunft über verwundete und vermißte Soldaten. DRK.-Einsatzkräfte haben sich in großer Zahl für Einbringung der Ernte und andere lebenswichttge Arbeiten zur Verfügung gestellt, bei denen ihre Ausbildung in erster Hilfe vielen Volksgenossen zugute gekommen ist. Im Vordergrund aller Aufgaben steht heute für das DRK. die Verbesserung des Loses der verwundeten und kranken Soldaten. Nicht alle können unmittelbar in der Verwundetenpflege eingesetzt werden. Willkommen ist indessen auch jede mittelbare Hilfe in Form von leiblichen und seelischen Genüssen, welche von den Dienststellen des DRK. aem an die verwundeten und kranken Soldaten weiter- geleitet werden. Keldschwestern in neuer Oienstlrachi. Eine Anzahl Feldschwestern trat soeben von Berlin aus die Reise in die Lazarette an, denen sie zugeteilt sind. Man sieht hier die Feldschwestern in ihrer neuen Diensttracht auf dem Bahnsteig kurz vor der Abreise. — (Scherl-Bilderdienst-M.) ieWeiterbenuhungvon Kraftfahrzeugen mb verbri afi7 {ter, klar vorgezeichnet: Strengster Maßstab u"? gegenüber jedermann ohne Ansehung nT : der Person. Bei jedem Mißbrauch sei rücksichts- l«s durchzugreifen. Die Aufzählung in dem gemelde- ttn vorhergehenden Erlaß fei nur beispielhaft. h6?N| Auch Fahrten zum Theater oder einer sonsti- e, ßl F Unterhaltungsstätte seien in der Regel Miß- cS ' brauch. Weiter könne sich niemand der Derord- irauch. Weiter könne sich niemand der Derord- % auf jj 1 M;; erzieh reslrisj, Schv«, Mis« ut- Minm tesk Küchh» im A e klG •fällt k Here AbsD: *xl\ >chez f|l UjiMI ?rUHa , In einem weiteren Erlaß stellt der Reichsver- kchrsminister zur Weiterbenutzung von Kraftfahr. zeugen fest, daß die für die Anerkennung des öffent- Schen Interesses znständiae Behörde nur an das Gesetz, an die ministeriellen Erlasse und an ihr pilichtmaßl^es Ermessen gebunden ist. Insbesondere b-stehe keine Bindung an ihr etwa vor- gelegte Bescheinigungen anderer Be- Hörden oder sonstiger Stellen. Unzu- lissig sei es, die Bewinkelung von der Vorlage eines Mineralölbezugscheins oder einer Tankaus- aeiskarte anhängig zu machen. Für die Bewinke- lmg komme es nicht darauf an, ob dem Antragsteller Kraftstoff zugeteilt werden kann, sondern nur darauf, ob die Befriedigung seines Verkehrsbedürf- Nifses im öffentlichen Interesse liegt. Die Nichtlinie für die Entscheidung habe er, der Mini- teren, bis zu einer zulässiaen Belastung von 1,5 Tonnen einschl., b) Zugmaschinen und Sattelschleppern mit Vergasermotoren, soweit sie nicht ausschl. in land- und fortwirtschaftlichen Betriebe verwendet werden, wenn der regelmäßige Standort der unter a) und b) genannten Fahrzeuge nicht weiter als etwa 10 Kilometer vom nächsten Flüssiggaslager entfernt ist. Keine Zeit für kleinlichen Zank. Jetzt jeder Richter nein Friedensrichter. Im Anschluß an die Dereinfachungsmaßnahmen in Rechtssprechung und Strafverfahren richtet Staatssekretär Dr. Freister vom Reichsjustizministerium in der „Deutschen Justiz" an alle Volksgenossen den dringenden Ruf: Begrabt eure Streitigkeiten! Laßt sie im Meer der Einigkeit untergehen! Finde jeder das erste Wort zur Aussprache und zum Ausgleich! Laßt keine neue Zwietracht entstehen! Der Staatssekretär erklärt, daß deshalb jetzt die Arbeit der Parteiorganisationen, die bisher in Be° ratungs- und Betreuungsstellen geleistet wurde, er- höhte Bedeutung gewonnen habe. Deshalb müsse auch der Schiedsmann seine Dergleichsbemü- Hungen nunmehr verdoppeln. Und deshalb müsse der Richter überall dort, wo der Fall nicht eine Behandlung unter dem Blickpunkt des Schutzes des Volkes erfordere, sondern als Mißverständnis, Gezänk und Kränkung oder als bedeutungslose Kleinigkeit erscheine, sich ganz besonders bemühen, gleich zu Beginn den Ausgleich herbeizuführen. Das wichtigste Hilfsmittel neben den Gefetzeshand- haben, insbesondere bei den Tausenden und Abertausenden Hintertreppen-, Waschküchen- und Rauschkränkungen, sei die Persönlichkeit des Richters selbst. Sie müsse stark genug sein, um den f r e i w i l l i - gen Vergleich der Streitenden herbeizuführen. Dabei komme es auf eine wirkliche Bereinigung an, nicht nur auf eine, die aktenmäßig den Ordnungszustand wieder herstellt. Der Richter müsse heute die Aufgabe erfüllen, die der Entwurf der Friedensrichterordnung dem künftigen Friedensrichter übertragen wolle. Sollten die bisherigen Handhaben nicht ausreichen, so werde die Frage aufzuwerfen sein, ob man nicht gerade jetzt die Friedensrichterordnuirg einführen solle, die dieser Aufgabe > des Richters die notwendigen Machtmittel gibt. mng über die Weiterbenutzung von Kraftfahrzeugin dadurch entziehen, daß er fein Fahrzeug auf nichtflüssigen Kraftstoff umstellt. Die Eintragung von Beschränk unaen der Weiterbe- mtzungsbefugnis in den Kraftsahrzeugschein, z. B. „Darf nur zur Beförderung von Milch im Land- kr?is I und in der Stadt Y benutzt werden" sei nickt angängig. Jeder Kraftfahrzeugbesitzer müsse wissen, daß die Bewinkelung kein Freibrief für beliebige Fahrten ist, sondern dch er jederzeit in der Lage sein müsse, die dingende Notwendigkeit seiner Fahrt ausreichend dirzulegen. Zulässig sei die Eintragung: „Darf nur mit Anhänger benutzt werden". Wenn die Weiter- brnutzung nur für eine bestimmte Fahrt, z. B. Umzug, oder für eine bestimmte kurze Frist gestattet «erden soll, sei von der Bewinkelung des Fahr- «ugs abzusehen. Der Kraftfahrzeugführer sei schriftlich zu ermächtigen, das Kraftfahrzeug für die vtstimmte Fahrt oder innerhalb der bestimmten kurzen Frist ohne die roten Winkel zu benutzen. Das gelte besonders bei Umstellung auf ein Ersatzfahrzeug oder Weiterbenutzung bis zur Entscheidung ■tutet t eines Gesuches oder einer Beschwerde durch den Mi- .dernin Mer. Kraftfahrzeuge mit Wehrmachtkennzeichen im Jh* dürften ohne roten Winkel weiterbenutzt werden. Um Mißbräuche zu verhindern, habe das Oberkommando R. Gin fr »eit ist s Der Mini Ng rüder. ü r d i e Reichsver- lerordnung die Befchluß- irbe, F Mab! i rsgeschiÄ erhellt I nieurt a Kraft te t der ta und 600 annln iiürriM ine U er trtti trieb« l -Strit )t es !' rtburfl e ibe fe winkelung im wesentlichen durchgeführt sei, Aufgabe der'Zulassungsstellen, die Voraussetzungen für Die Bewinkelung in zweifelhaften Fällen sorgfältig md mit Strenge nachzuprüfen und gegebenenfalls die roten Winkel sofort wieder zu entfernen. Oie Umstellung ausFlüssiggas Personenwagen kommen bis auf weiteres nicht in Betracht. Berufs- und Fachschulen werden weitergeführt. Amtlich wird mitge teilt: Die Berufs-, Berufsfach- und Fachschulen des ganzen Reichsgebiet werden ohne nennenswerte Einschränkungen weitergeführt. Die Fachschulen, zu denen u. a. die Bauschulen. Ingenieurschulen, Bergsckulen, Seefahrtschulen, die handwerklichen Meisterschulen, die landwirtschaftlichen Fachschulen und die Frauenfachschulen gehören, eröffnen das Wintersemester planmäßig, im allgemeinen am 1. Oktober. Das gleiche gilt auch für die handwerklichen, technischen, kaufmännischen und hauswirtschaftlichen Berufsfachschulen, die sich von den Fachschulen dadurch unterscheiden, daß sie keine praktische Berufsvorbildung fordern. An den technischen Fachschulen des Bau- und Maschinenwesens wird die Ausbildungszeit bis auf weiteres von 5 auf 4 Semester herabgesetzt, um dem gesteigerten Bedarf Rechnung zu tragen. Fachschulstudierende, die im letzten Semester stehen, werden zu einer Notabschlußprüfung zu gelassen, wenn sie für die Reichsverteidigung zur Wehrmacht eingezogen oder zur Dienstleistung in Rüstungsbetrieben verpflichtet werden. Totales Zührerprinzip in der Kreisverwaltung. st e r r a t f i hat durch 23< J ™b™r Umstellung 1)ät" (Vfo rT3u' beginnen jüftänNgteikn non V-rtretungskörp-rschasten und i,i Ä Mt-Prnftmnnpn mit Deraafermotoren, und kollegialen Behörden in der Kreismstanz au den P® ’Mn, bet'teM,. Lan^rat ll'bergeführt. Die Rechte der Ber- , 6tr Wehrmacht angeordnet, daß die Buchstaben WH, hn WM oder WL bann mit dem Dienststempel zu ver- I scheu sind. Im übrigen sei es nun, nachdem die Be- krntm Lei der Umstellung auf den Betrieb mit Flüssiggas nach der Bekanntmachung des Reichsverkehrsministers vom 16. September 1939 sind, wie der Minister bekanntgibt, mit Rücksicht auf die zeit- lich begrenzt anfallende Erzeugung ton Flüssiggas, Reglern und Flaschen diejenigen Fahrzeuge zu bevorzugen, deren Weiterbe- nutzung vordringlich und deren Ver- ilauch hoch genug ist, also größere Nutzsahrzeuge. Die Umstellung hat so zu erfolgen, svelschffl! daß eine Umschaltung auf Betrieb mit flüssigem eebain' Kraftstoff jederzeit möglich ist. Mit Flüssiggas be° en, und'. triebene, ortsgebundene, kommunale Sonderkraft- - ^fahrzeuge mit Vergasermotoren sind von der Vorschrift lederzeitiger Umschaltbarkeit ausgenommen. Ais auf weitere Anordnung sind nicht urnzu- füllen: a) Personenkraftwagen, b) La stkra st w a g e n mit einer zulässigen Belastung van w e n i g er a l s 1,5 T o n n e n und c) Kraft- t erd t g u n g Volke in der Form einer grotesken Qs löt’1 4 SB#?! te *** miti fi M W 5$ % Ä 8 nicht zur Auswirkung. Da die Thectterdirektton aber Kenntnis erhalten hatte, daß eine große Anzahl Störenfriede" in die Premiere geschickt werden sollte (und auch wurde), bat sie um den Schutz der Kriminalpolizei, der auch gewährt wurde. So saßen denn ahnungslose Zuschauer, Störenfriede mit Trillerpfeifen und sprungbereite Kriminalbeamte m trauter Gemeinsamkeit vor dem Vorhang. Alle Vorbedingungen für einen ausgewachsenen Theater- skandal waren also gegeben. Allem es kam meber zum Trillerpfeifen noch zum Einschreiten der Kri- minalpolizei. Der Sinn des Stuckes wurcke sofort verstanden unb die große Komik der ^rftetler wirkte so zwerchfellerschütternd, daß alle beabsichtig- ten Lärmszenen im Keime erstickt wurden. Das Stück wurde mit großem Heiterkeitserfolg zu Ende gespielt und blieb — wie gesagt — ohne weiteren Einspruch noch wochenlang auf dem Spielplan. Es braucht nicht betont zu werden, daß die Darstellung einer lebenden Persönlichkeit trotzdem em gewagtes Experiment war und selbst der glückliche Ausgang nichts daran ändert, daß tatsächlich für Buhne und Film eine Grenze besteht, Personen der Gegenwart „aus dem Spiel" zu lassen. Mkt Lr berühmte ru,si!ch° Komponist Tlcha.'ibürget* gehörig ausplunberte. Noch em weiterer hmltn steht ist hierfür ein Beweis, sondern Umstand kam hinzu, der emen rechtlichen Emwand Ah -ine Reihe and- er Bühnenstücke und Filme erschwerte. Der Sinn und Inhalt des »tuckes war b, B-raanaenbeit nicht etwa, da- Leben von>chug° «tmnes zu schll- «lk di°s7Theat°rstllcke und Filme haben immer! bern. gar ihm etwas am^Zeuge zu fltcken. sondern K? ü i” £ Ä L wÄVsw * - MKUSMMMLZMLSM- dichterischen Freiheit" ist kein Freibrief für willkürliche, wenn auch wirkungsvolle „Neugestal- tungen". Dennoch muß zugestanden werden, datz b»i der Dramatisierung ober Verfilmung große Ab- veichungen von dem tatsächlichen Verlauf bes Le; bevs gestattet sinb, ja gestattet sein musten, weil o iebe Dichtung — unb auch der gute Flün fallt Estverständlich unter biesen Begriff — md)ts an» itres ist als eine „Verdichtung , ein Zusammen- b°llen der Geschehnisse und der geistigen undJee- li’Äen Vorgänge. Soweit nur die Idee des Lebens- v^kes und der Charakter der dargestellten Per siiiüchkeit gewahrt bleiben, verstoßen Abänderungen W gegen die Lebenstreue. es aber nicht noch eine Grenze, A dem Nlm und der Bühne gezogen ist? Wie steht es d'-rr Beispiel um jene Bühnenwerke, in denen ie- vknde Persönlichkeiten dargestellt werden? In der 2u hat es solche Bühnenstücke gegeben, jo daß^die ßr°ge an sich nicht müßig ist. Em solches Buhnen W stellte die Komödie .Stlnnes dar, die aisgangs der Inflationszeit, im Herbst 1923, n Krnburg aufgeführt wurde und wochenlang g bsichte, zum Teil ausoerkaufte Hauser erzielte. ist leicht zu verstehen, daß es hier zummdchens *£- -------------- ~ * eine Grenze gibt unb zwar diejenige, die bas Ä tihw um eine Komödie, z^».- g/Äk'Ä»® israwÄ tN: jaor Mllionen Filmbesuchern ersteht in diesen in diesem Stück wahrenb einer Szene ber bekannte X k lagen der Erstaufführungen des Tobis-Filmes Schwerindustrielle Hugo .Stinnes m ber Gestatt Iw* Robert Koch" bas Lebensbilb jenes großen >ines Schauspielers „persönlich auf. In den fol- ) dkk1 etlichen Forschers, bem wir bie Entdeckung des genden Szenen bis zum Schluß trat aber mcht ' LudeHulose-Erregers zu danken haben. Es ist mcht ^ehr der „echte" Stirnnes auf, sonLern sein frettrl du erste Mal daß eine große Persönlichkeit der Doppelgänger. Em Gauner nämlich, der auf Schichte durch ihre dramatische oder filmische Ge- ^en ansprechenden Namen Demsen-Emil horte laben| s^una zu neuem Leben erwacht. Nicht nur der hatte sich die Anwesenheit des eck)ten Sttnnes m igen «5 UWs vor kurzem erstaufgeführte Ufa-Film „Es der Stadt Schilbburg zunutze gemachtmdem er oel^.! nar eine rauschende Ballnacht", in dessen Mittel- unter ber Maske des „Kohlenkomgs bie „Schild- n. fi* ■ ■’nt «ne rau|cn>Enue ___1Äq- f i » noihnrizt nn«nsiind«>rt<». Nock em metterei tretungskörperschast^n und der kollegialen Behörden, angehört zu werden, entfallen. Der Landrat kann Mitglieder der Derttetungskörperschasten oder kollegialen Beschlußbehörden in wichtigen Angelegenheiten zur Beratung heranziehen. Die Zuständigkeiten der Ve r wa l t u n gs g e r i ch te in der Stufe des Kreises bleiben unberührt. Auch für Beamte erleichterte Eheschließung. Eine gemeinsame Verordnung des Reichsinnen- und des Reichsfinanzministers zur Durchführung des Deutschen Beamtengesetzes bestimmt, daß Beamte, die für die Reichsoerteidigung zum Wehrdien ft einberufen find, zur Eingehung einer Ehe nicht des nach dem Deutschen Beamtengesetz vorgeschriebenen vorherigen Nachweises bedürfen, daß der künftige Ehegatte deutschen ober artverwanbten Blutes ist. Der Beamte unb seine Verlobte haben jeboch dem Dienstvorgesetzten d i e Versicherung einzureichen, daß ihnen trotz sorgfältiger Prüfung keine Umstände bekannt sind, bie bie Annahme rechtfertigen könnten, daß sie von jüdi chen Eltern oder Großeltern abftammen könnten. Der Nachweis ist nachträglich sobald wie tunlich zu führen. Verteilung der Behördenumzüge. Die Bestrebungen des Reichsgesetzes über die AuflockerungderKündigungstermine für Wohnräume, daß Kündigungstermine auf den 1. eines jeden Monats gelegt werden können, sollen auch von den Behörden berücksichtigt werden, damit die Ueberbeschäftigung.ber Möbelträger unb Packer an einzelnen Terminen beseitigt und eine gleichmäßige Belastung ber Möbel- transportunternehmer ermöglicht wird. Der Reicks- oerkehrsminister hat bie ihm nachgeorbneten Stellen ersucht, nach Möglichkeit auch Umzüge von Vehör- ben zu anderen Zeitpunkten als gerade zum 1. April und 1. Oktober burchzuführen unb, wenn möglich, Umzüge auch in anderen Monaten nicht zum Monatsanfang ftattfinben zu lassen. Großadmiral Boeder auf der Halbinsel Hela. Berlin, 7. Okt. (DNB.) Der Oberbefehlshaber ber Kriegsmarine, Großadmiral Dr. h. c. Raeder,' besichtigte am 5. Oktober frühere polnische Befestt- gungen und Batteriestellungen auf der Halbinsel Hela, um sich dort von ber Einwirkung ber Beschießung, burch bie beiden Schulschiffe „Schleswig-Holstein" und „Schlesien" und durch bie Luftwaffe zu überzeugen. Gleich- zeittg ließ er sich über ben Stand der Minen- räumarbeiten in der Danziger Bucht eingehend berichten. Verhandlungen zwischen Nußland und Finnland. Helsinki. 7. DH. . Berlin Potsd. Berlin Schl.. Gelnhausen... .20.53 Friedberg 20.16 Frankfurt/M. ..20.51 Bad-Nauheim .20.30 Der Fahrplan der Reichsbahn im Bezirk Gießen Gültig ab 9. Oktober 4939 bis auf weiteres. gegeben. Auch ihre jetzige Stelle ist nur eine Etappe, lieber das andere könnte man vielleicht hinweglommen. Daß Friedrich nicht jung, nicht stattlich und ein ped-antischer Schildbürger ist. Daß er komische Manschetten trägt und eine zänkische Mutter hat. Aber da ist noch ein anderes, ihr Herz, das auch gehört werden will und das Nein sagt. Da ist ihre Siebe zu Severin, unerwidert zwar, ja nicht einmal beachtet. Kann man den einen heiraten, wenn man sich an den anderen verloren hat? ,cherr Friedrich, Ihr Antrag ist eine Ehre für ntich, aber zu meinem Bedauern ..." Wie aus einem Liebesbriefsteller, denkt sie gequält. Der Mann hat das nicht verdient. „Die meinen es gewiß gut mit mir, lieber Herr Friedrich, und ich weiß, wie schön es eine Frau bei Ihnen hätte, aber ich kann nicht. Es sind da Gründe, sie liegen nicht in Ihrer Person, mehr kann ich nicht sagen, verzeihen Sie, Herr Friedrich." Friedrich ist bitter enttäuscht und verbirgt das nicht. Er ist auch ein wenig gekränkt, wie denn anders. Er feilt seine Unterlippe mit den Zähnen, druckst herum, verhaspelt sich und hat das Gefühl, daß der Abgang so schwer wie die Einleitung ist. Schließlich erhebt er sich und sagt ohne Schwung und Hoffnung: „Vielleicht besinnen Sie sich noch anders, Fräulein Ferber." Er macht eine ungeschickte Verbeugung: „Entschuldigen Sie, Fräulein Ferber." Nach seinem Fortgehen springt Alto ins Zimmer. „Du, ich hab' eine Drei im Deutschen", frohlockt er und schwenkt sein Schulheft. Nikoline zieht ihn an sich und küßt ihn heftig. Oh, sie mag so klerne Menschlein über alles und hätte am liebsten selber ein halbes Dutzend davon. Der Bub macht sich unbehaglich und erstaunt los: er schätzt solches Getue nicht. Er sagt ganz männlich: „Aber du heulst ja, Tante Nikoline?" „ „Ich? Keine Spur. Ich habe Zwiebel geschnitten. Anfang ist das Schwerste. Er schaut auf seine Hände die am Rücken mit wolligen schwarzen Haaren bewachsen sind. Das Geschchnis am Ziegel- wasser wuchert durch seine Sprechvorsätze und verwirrt seine Gedanken. „Ich wollte Sie fragen... sehen Sie, ich bin lange mit mir zu Rate gegangen, aber jetzt bin ich entschlossen... ich weiß ja nicht, wie Sie das aufnehmen: aber ich hoffe ... Er drückt herum, er windet sich und fmbet, daß €6 furchtbar schwierig ist, die passenden Worte aufzustöbern. Daheim vor dem Spiegel ist alles wunderbar leicht gegangen. Nikoline hat keine Ahnung, was man von ihr will. Sie bläst ein Büschelchen widerspenstiger Haare aus der Stirn, was ihr ein durchtriebenes, kokettes Aussehen gibt, und blickt Herrn Friedrich zutraulich an. Hoffentlich bemerkt er das Loch miprem Strumpf nicht, es sind vorhin sm paar Maschen ^Friedrich kratzt seine ganze Courage zusammen und stößt hervor: „Ich möchte Sie heiraten, Frauen Ferber!" So, nun ist es Henaus. Gott sei Dank Er fingert nach seinem Taschentuch und ist beschämt, weil er daheim eins von den alten mit den Roststecken erwischt hat. Dann fährt er sich über die ^Aber^He^ ^Friedrich ...stammelt Nikoline. Und sonst nichts. Sie war auf alles andere eher ^Friedrichs Rede wird jetzt freier, flüssig geradezu Er sagt, er glaube, daß es schon gehen wird. Der Altersunterschied sei ja em bißchen groß-,aber has gäbe es öfter. Wenn man sich l^ftfpathstch sei, spielt das keine Rolle. Und seine Verhältnisse kenne L ja Er sei in der Lage, ihr ein angenehmes Leb n zu bieten. Für die großen A^e.ten Mt er eine Magd. Seine Worte haben mcht mehr die flotte Beschwingtheit der Jugend, jedoch sie sind zu- DerI^h9bin überrascht, Herr Friedrich, das kommt so"p^Mch, wie aus der Pistol« geschossen. Wir kennen uns so wenig ... Ich kenne Sie sehr gut, Fräulein Nikoline. Man hat hoch Augen im Kopf, kommt unter die Leute und horcht herum. Sie haben nur schon immer gefallen." Er legt väterlich seine Hand auf ihre b N?koline merkt das in ihrer Betäubung gar mcht und hört nur halb.und unklar wa^r m M * roihet Versorgt wäre man Mit Fneorlch, oenn pe. Und 'es märe eine Annehmlichkeit, nad) all der Un- M-rheit ?n einen geschützten Hafen «witouTen. fieruTnaeftofeen hat man sie, so lange sie sich er- Mne^n kann- Hunger hat sie gelitten, Demütigungen dnrftät uni, jr-ch-n Belästigung«« war st- prets. WMMSerMöe Roman von Walther MM tloWlghl by Hart Dnntfer Verlag * Berlin v 62 10. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Wart' erst ab, ob sie mich nimmt", sagt ihr 1 CJDie? Alle Finger schleckt sich die ab wenn du deinen hirnverbrannten Antrag machst. Das ist t8ne Helle" 1 Friedrich gibt gar keine Antwort. Soll sie zu- Unnpstn. Der ganze Krach ist sa bloß darum, well zriiulcin Ferber arm ist und die Mutter für ihre hausfrauenrechte fürchtet. Er schnallt die schwarze, p,erliche Krawatte um und steigt in den Gehrock. Ur weiß, was sich gehört. Dann muß di- Ma-ch Kl einem Lappen über seine Stiefel Wren'J* ihm nicht blank genug sind. Der Schnurrbart wi zizwirbelt, das Haar überbürstet, fertig. „Adieu, i Frau Friedrich bockt. Sie ist gekränkt und wütend. E‘ie kann sich diese hergelaufene $erion in eine alteingesessene Burger,am.l« Hinern^ diängenl Ihr Vitus ist em Schaf. Was könnt« ‘ du fiir Partien machen! Da memt man die Buben frtb über die Jahre hinaus, wo sie Dummheiten Ihr" Sohi/sucht unterdessen auf Schleichwegen dis Doktorhaus zu gewinnen. Es ist besser, er wird in seinem feierlichen Aufzug mcht J J gibt es gleich ein Mordsgerede IM Städtchen. Er windet sich an der Kirche vorbei und druckt sich m den Häusern entlang. In einem Punkt h Lutter recht. Seit jener Szene am Z>°S°twecher ff ei wi- verhext. Es treibt ihn herum, -r kanu mcht Waren und in den Kontobüchern sieht e- lauter kirzgefchürzte Nymphen. Er hat hm und h i.gt -r wird die Ferber heiraten, und das geht de Menschen einen Dreck am Aha da ist -r schon. Gr hat sich vorher vergewissert daß St. ®™« -aswärts ist. Er zieht die Klingel und Zunächst ver lluft das Unternehmen programmgemäß. Framem 8Tsannfid)eLSi« einen Moment allein sprechen?" „Aber bitte. Kommen Sie nur herein, Herr 6 rich", sagt Nikoline bestürzt. Sein Gehrock,ersch ir. „Ist es wegen der Sache van letzthin? „Aber nein, aber gar nicht. Es handelt sich um eiwas ganz anderes, Fräulein Ferber. knackt Ilotz und stellt seinen Hut neben sich. Dann^kna« et vor. Verlegenheit mit den Mngerknoch Weilburg 17.02 Limburg 17.50 Koblenz 19.32 Nidda 17.45 Gelnhausen....18.39 Londorf 17.36 Grünberg 18.00 Weilburg 18.10 Limburg 18.57 Friedberg 18.16 Frankfurt/M.... 19.19 Dillenburg.....18.41 Alsfeld Fulda Londorf.... Grünberg.... Marburg .... Kassel . Koblenz .... Friedberg .. Frankfurt/M. Bg.- u. Nied.- Gemünden Nidda ..... Stockheim .. bloßen Arme im Nacken unt> reckt sich der Sonne entgegen. Sie ist noch schlanker geworden aber der Arzt versichert, daß dieses Minus in wenigen Wochen auf geholt stin wirb. Auch ein bißchen schwind! ich und kraftlos ist sie, aber das macht ihr wenig Kummer. Sie setzt sich in diesen spaßhaften Backenstuhl, den ihr die Nonnen hmgestellt haben, und streicht über ihre Knie, die schmal und von er« lesener Form sind. Sie streichelt sie und lobt sie. „Ihr wart brav, ihr beiden, euch sieht man nichts an." Dann fällt ihr Professor Stöhr ein. Lacher« lief) von Dino, den Mann die weite Strecke herzu« Hetzen. Für nichts und wieder nichts. Er hat dis Ansicht von Dr. Severin beftätiat, hat auch nichts anderes tun können, und dies Quentchen unnötige Weisheit hat viele hundert Mark gekostet. Sie fröstelt und die Sonne ist ihr noch nicht warm genug. Sie betrachtet nachdenklich ihre zarten Schuhe mit den hochgestöckelten Absätzen, sie betrautet ihre seidenen Strümpfe, die ein wenig zu weit geworden sind. Dann greift sie nach dem sil« bernen Handspiegel und stellt verärgert fest, daß sie spitzig ist und mager und eine viel zu große Nase hat. Das Haar ist gut und die Striche Uber den Augen kann man so lassen. Der Mund verträgt noch etwas mefyr Rot. „Soll ich die Bilder jetzt aufhängen?" fragt die Harlander. „ .. .. „Ja, bitte." Tino hat em bißchen Dekoration mit- geschickt, weil sie sich unlängst über die putschen Wände beklagt hat, sorglose, fröhliche Stiche und Aquarelle. Tino ist ein Muster an Aufmerksam, feit. Und dennoch erkaltet ihr Vechaltms langjam, was bestimmt nicht Tinos Schuld ist. An ihr liegt es Ihre Augen sind sehender und kritischer geworden. Sie entdeckt plötzlich Fältchen m seinem Gesicht, zahlreiche weiße Haare und eine gewisse Fülle unter seiner Weste, lauter Dinge, die Niedergang bei einem Manne bedeuten und die sie früher nicht gestört haben. Was ist eigentlich an Dr. Severin so Besonderes, daß er Tino aus dem Feld schlägt? Er hat nichts Strahlendes an sich, er ist fein Plauderer und Fraueneroberer — und trotzdem ist sie ihm auf verzehrende Art verfallen. Er macht gute Figur und hat eindringliche Augen, aber sein Schneider und seine Konversation lassen zu wünschen übrig. Ist das ein hinreichender Grund, sich maßlos mit chm zu beschäftigen, sich herzurichten für ihn? Warum tut sie das alles? Warum benimmt sie sich so anders als sonst? Sonst müssen die Männer doch auch zu ihr kommen und nicht umgekehrt. Möglicherweise hat Severin gar nichts für sie übrig, was weiß man denn? Er geht ja nicht aus sich heraus. (Fortsetzung folgt.) Ankunft in Betzdorf ....... 17.55 Troisdorf......19.24 Marburg 16.50 (Anschluß n. Kassel) Aus der Stadl Gießen. Früher sinkt die Sonne ... Langsam beginnt die Spätsommerzeit der Natur Dine herbstliche Färbung anzulegen. Im Morgen- unö Ab end wind riefelte und raschelts aus den sich Jrfärbenöen Baumkronen, sommer- und lebens» Übe kommt Blatt um Blatt, gedörrt, gebräunt, vergilbt ins Fallen und Gleiten, als wollten all b;e vielen Blätter und welken Blüten, all die fchö- itn Kinder der Flora, die letzten Rosen, die Astern Md Dahlien sich opfern, um dem Oktober einen farbenprächtigen Mantel unter die Füße zu legen, »cüh sinkt die Sonne am westlichen Himmel nie- b.r. In kühler Nacht wandert bleiches Mondlicht über die Höhen, während Dunstschleier wie zauberische Gewebe Täler und Ebenen einhüllen. Der Weinmonat fügt neue, bunte Bilder in das abwechslungsreiche Panorama. An lyrischer Zart- hkit und Anmut, an strahlender Schönheit und wohltuender Wärme bleibt er hinter seinen Bor- ingern zurück, doch an kraftvoller Glut der Far- n, an herber Dramatik seiner naturbebingten egensätze kommt ihm keiner nach. In ben Wälbern ruhen reich und einzigartig üppige, flammende irben, mit dem Mantel der Schönheit abgefallene ’ätter und Blüten verdeckend. Und ringsum träumt e Natur hinüber in den großen winterlichen Schlaf. Bornotizen. Tageskalender für TNonlag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Robert Koch". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Unsterblicher Wal- 1". Fuhrwerke richtig beleuchten! Es liegt Veranlassung vor, darauf hinzuweisen, dch auch die Lenker von Pferdefuhrwerken mit (Eintritt der Dunkelheit für die vorschriftsmäßige Beleuchtung ihrer Fahrzeuge zu sorgen haben. Selbst- mständlich müssen dabei die im Hinblick auf die Verdunkelung ergangenen Anordnungen genauestens buchtet werden. Die Lampen sind entweder mit ^schlitzten Kappen zu überziehen oder in anderer geeigneter und ausreichender Weise gegen Flieger- jiot abzublenden. ** 8 7 Iahre alt. Am heutigen Montag, 9. Oft., wrd der Vorschlosser i. 91. Heinrich Schmitt, Mittelweg 18 wohnhaft, bei guter Gesundheit 81 Jahre alt. Dem Jubilar, einem langjährigen treuen Bezieher des Gießener Anzeigers, gelten and) unsere herzlichen Glückwünsche zum Geburtstag. *♦ D i e Verlosung von Auslosung s- rechten der Gießener Ablösungs-Anleihe hat am 5. Oktober stattgefunden. Heute gibt her Oberbürgermeisten die Nummern der gezogenen Säcke bekannt. Die Auszahlung erfolgt am 2. Ja- ffliar 1940. ** Von seinem Fuhrwerk überfahren und getötet. Am Samstag gegen Abend verunglückte der Fuhrmann Karl Leschhorn, Aerstraße 6 wohnhaft, auf einer Ladestraße des Aeßener Güterbahnhofes in der Nähe der Mar- goretenhutte. Der Mann hatte dort aus einem Werwagen Warensendungen auf sein Pferde fuhr- werk geladen. Er befand sich bei dieser Arbeit allem, ebenso war vom Güterbahnhosspersonal niemand in bet Nähe, sodaß der Hergang des Unglücksfalles Ächt genau bekannt ist. Es wurde nur von einem etwas entfernt tätigen Rangiermeister ein Aufschrei gehört, und als der Mann in der Richtung des Schreies herbeieilte, fand er Leschhorn unter dem Wagen liegend tot auf. Es wird vermutet, daß der Verunglückte beim Anfahren feiner Pferde entweder wm Wagen heruntergestürzt, oder beim Versuch des Aufspringens auf den Wagen ab geglitten und vor die Räder gefallen ist. Eines der Vorderräder des beladenen Wagens war dem bedauernswerten Sanne in Brusthöhe über den Körper gegangen, Dburch anscheinend der Tod herbeigeführt^wurde^ Die vorstehend aufgeführten Züge verkehren ; täglich. Bei den mit einem fetten • bezeichneten i Zügen ift damit zu rechnen, daß sie aus betrieblichen Gründen zeitweise mehr ober minber langen i Aufenthalt auf den Stationen bekommen, so baß . nicht immer mit ihrer pünktlichen Ankunft bzw. , Abfahrt zu rechnen ist. Die Verspätung bieser Zuge wird jeweils im Bahnhof burch Aushang bekannt» i gegeben. Eine Gewähr für bie Einhaltung biefes > Fcchrplans wird von der Reichsbahn nicht übernom- ! men. Der Fahrplan wird voraussichtlich in den ’ nächsten Wochen erweitert. Ob ein fester Winter- ,57 fahrplan, wie in Friedenszeiten üblich, eingefuhrt ,59 I wird, steht noch nicht fest.. Zeit Zug-Nr. in Richtung Troisdorf 15.50 1631 16.09 793 Marburg 16.16 446 Koblenz 16.38 518 Gelnhausen 17.00 2561 Grünberg über Lollar 17.24 414 Simburg 17.26 • 794 Franksurt/M. 17.40 • 1635 Dillenburg 18.01 • 565 Fulda 18.20 2557 Grünberg über Lollar 18.25 707 Kassel 18.26 420 Koblenz 18.40 726 Frankfurt/M. 18.51 621 Bg.- u. Nied.- Gemünden 18.55 512 Gelnhausen 19.41 E72 Frankfurt/M. 19.52 708 Frankfurt/M. 19.59 781 Marburg 19.59 482 Weilburg 20.10 • 555 Fulda 21.07 E79 Kassel 21.14 D74 Frankfurt/M. 21.17 • 2559 Londorf 21.21 1645 Eitorf 21.40 D82 Frankfurt/M. 22.11 • D75 Hamburg 22.48 782 Frankfurt/M. 22.21 474 Limburg 23.08 ' 1649 Dillenburg 23.11 569 Grünberg 23.12 516 Nidda 23.44 D179 Berlin Potsd 0.02 D17 Berlin Schl. Zeit Zug-Nr. aus Richtung Zeit L lug-Nr. in Richtung Ankunft in 1.15 771 Ftankfurt/M. 4.36 • 704 Franksurt/M. Frankfurt/M.... 6.24 5.14 •2552 Londorf 4.48 404 Wetzlar Wetzlar........ 5.02 5.35 D18 Berlin 5.22 1611 Dillenburg Herborn....... 6.21 5.52 403 Wetzlar Dillenburg..... 6.31 6.16 580 Grünberg 5.28 •799 Marburg Marburg...... 6.07 6.17 2568 Grünberg ü. Londorf 5.38 • 504 Gelnhausen Nidda ........ 6.37 6.31 1606 Wetzlar Gelnhausen.... 7.44 6.17 505 Nidda 5.47 D18 Frankfurt/M. Frankfurt/M. .. 6.50 6.41 •727 Friedberg 5.48 563 Fulda Alsfeld........ 7.15 6.58 558 Mücke Fulda ........ 8.40 7.08 501 Gelnhausen 6.21 •2551 Grünberg üb. Londorf....... 6.58 7.11 Dl 80 Berlin Lollar Grünberg ..... 7.22 7.20 2554 Grünberg ü. Lollar 6.50 1615 Troisdorf Betzdorf....... 9.16 7.21 423 Limburg Troisdorf ..... 10.57 7.33 703 Friedberg 6.51 792 Friedberg Friedberg ..... 7.38 7.38 • 1608 Betzdorf 7.13 ’ D180 Frankfurt— Frankfurt/M. .. 8.17 7.39 • 790 Marburg (Neunk.-Saar) Mainz......... 9.00 7.41 •552 Fulda Neunkirchen.... 11.12 7.49 • D76 Hamburg 7.53 • D76 Frankfurt/M. Frankfurt/M. .. 9.00 8.22 775 Frankfurt/M. 8.03 402 Koblenz Weilburg...... 8.46 8.32 • D81 Frankfurt/M. Limburg....... y. 1 / 8.59 421 Koblenz Gelnhausen Koblenz....... 10.17 9.04 574 Fulda 8.27 •506 Hungen ....... 8.55 9.10 • D73 Frankfurt/M. Nidda ........ 9.15 9.31 •ESO Kassel Gelnhausen.... 10.00 9.49 786 Marburg 8.37 775 Marburg Marburg...... 9.14 11.15 E71 Frankfurt/M. 8.38 553 Fulda Alsfeld........ 9.54 11.45 • 1618 Betzdorf Fulda ........ 10.58 12.05 517 Gelnhausen 8.40 D81 Siegen—Essen Siegen ....... 10.01 12.07 •554 Fulda Hagen......... 12.00 12.24 •773 Frankfurt/M. Essen ......... 12.56 13.28 •511 Gelnhausen 9.12 D73 Hamburg Kassel......... 11.09 14.03 •776 Marburg Hannover .... 14.06 14.05 717 Friedberg Frankfurt/M. Hamburg..... 16.56 14.07 1624 Dillenburg 9.37 ESO Frankfurt/M. . 10.43 14.07 8'411 Wetzlar 9.55 786 Frankfurt/M. Frankfurt/M. . 11.39 14.24 2538 Grünberg ü. Lollar 10.30 520 Gelnhausen Nidda ....... 11.17 14.29 •411 Limburg Gelnhausen... 12.05 14.38 • D186 Wesermünde 10.32 1625 Siegen Siegen ...... 12.08 14.45 505 Gelnhausen 10.58 422 Koblenz Weilburg..... 11.46 15.10 375 Frankfurt/M. Limburg...... 12.34 15.23 376 Oberhausen Koblenz...... 14.05 15.21 401 Koblenz 11.19 E71 Hannover Kassel........ .13.22 15.45 • D185 Frankfurt/M. Fulda Hannover .... .16.44 16.33 719 Frankfurt/M. 11.23 573 Alsfeld....... .12.43 16.43 1630 Dillenburg Troisdorf Fulda ....... 13.43 16.56 17.16 562 794 Fulda Marburg 12.12 • 1627 Betzdorf...... Troisdorf..... .14.20 .16.16 17 55 419 Koblenz 12.33 •773 Marburg Marburg..... .13.12 17*57 •2560 Grünberg ü. Lollar 12.39 780 Frankfurt/M. Frankfurt/M... .14.23 18.10 707 Frankfurt/M. 12.44 555 Fulda Alsfeld....... .14.11 18.35 19.24 19.30 19.31 19 35 1634 1663 556 708 E72 Wetzlar Dillenburg Fulda Marburg Hannover 13.39 14.10 508 416 Gelnhausen Koblenz Fulda........ Hungen...... Nidda........ Gelnhausen... Koblenz...... . 15.19 .14.13 .14.37 .15.23 .17.31 19.36 19.37 19.56 20.49 21 04 •507 473 •781 • 1626 • 415 Gelnhausen Limburg Frankfurt/M. Siegen Koblenz 14.40 14.52 D186 •786 Stuttgart Frankfurt/M. Frankfurt/M... Darmstadt.... Mannheim.... Stuttgart..... Frankfurt/M... . 15.43 .16.20 .17.14 .19.15 .16.36 2L12 21.31 21.34 21.34 21.48 22.07 22 31 • D74 • D82 Hamburg Essen 15.15 2555 Grünberg über Lollar Londorf...... Grünberg..... .15.51 .16.15 • 513 568 483 • D75 1644 Gelnhausen Fulda Weilburg Frankfurt/M. Dillenburg 15.17 15.30 375 376 Oberhausen Frankfurt/M. Siegen....... Hagen........ Essen......... Oberhausen... Frankfurt/M... . 16.54 .19.24 .20.31 .20.56 .16.45 23*42 23.52 D179 D17 Frankfurt/M. Frankfurt/M. 15.48 D185 Wesermünde Kassel........ Hannover..... Bremen...... .17.32 .20.27 .22.57 Abschied von HegierungSrat f)r. Krüger. Schlicht und bescheiden, ganz im Sinne des Verstorbenen, der in seinem letzten Wunsche von allem besonderen Aufwand abzusehen bat, fand am Samstagvormittag für den so schnell aus dem Leben abberufenen Regierungsrat Dr. Georg Krüger in der Kapelle des Neuen Friedhofs auf dem 'Rodtberg statt, teine stattliche Trauerveriammlung hatte sich eingefunden. Unter den Erschienenen sah man viele, die dem Verstorbenen und seiner Familie persönlich eng verbunden sind, aber auch Diele Männer des öffentlichen Lebens, die Regierungsrat Dr. Krüger in seiner dienstlichen Eigenschaft kennen und schätzen lernten. Zahlreiche Bürgermeister aus den Orten des Kreises Gießen waren gekommen, um „ihrem Regierungsrat" die letzte Ehre zu erweisen. Der Sarg war von vielen Blumen und Kränzen umgeben. Nachdem das einleitende Orgelspiel verklungen war, hielt Oberkirchenrat a. D. v. Wagner als Freund der Familie des Heimgegangenen die Trauerrede, in der er den Verstorbenen in allen seinen Vorzügen, in seiner lauteren Menschlichkeit, seinen schönen Eigenschaften als Familienvater und darüber hinaus als den für einen großen Kreis der Bevölkerung überaus wertvollen Menschen und Helfer in vielerlei Nöten und Fragen kennzeichnete. Oberkirchenrat Wagner sprach aus seiner reichen eigenen Kenntnis der Person des Verstorbenen. So ließ er das Wesen des Entschlafenen in allen seinen inneren Werten vor dem geistigen Auge der Hörer lebendig werden. Den Hinterbliebenen wußte er reichen Trost aus der tiefempfundenen eigenen Trauer zu sagen. Aus gleichen Empsindunaen tiefer Trauer und der uneingeschränkten Wertschätzung für den Verewigten sprach sodann Landrat Dr. Lotz namens der gesamten Beamten und Angestellten des Landratsamtes Gießen. Er schilderte Regierungsrat Krügers aufopfernde Pflichttreue, seine Bescheidenheit, die sich auf wahrer menschlicher Größe gründete, seinen nimmermüden Einsatz während eines 20jcih- rigen Dienstes für den Kreis Gießen und seine Liebe zur Natur und zur Bevölkerung unserer Heimat; er schilderte ihn ferner als unverbrüchlich treuen Kameraden und als Nationalsozialisten. Abschließend sagte Landrat Dr. Lotz, daß die Arbeit im Amte nach dem Geiste des Verstorbenen fortgeführt werden solle, da damit am besten sein Vermächtnis erfüllt werde. Für die Dekanate Gießen, Grünberg und Hungen fand Dekan Sattler (Gießen-Wiefeck) herzliche Worte des Nachrufs. Er sprach davon, daß die kirchlichen Angelegenheiten des Kreises bei dem Verstorbenen in besten Händen gelegen haben und daß er stets ein treuer Freund und Berater gewesen fei. Bürgermeister Geil (Lich) sprach im Auftrage der Bürgermeister des Kreises Gießen und schilderte kurz die mannigfachen Verdienste, die sich der Verstorbene um die Förderung der Gemeinden des Landkreises Gießen erworben habe. In Regierungsrat Dr. Krüger hätten Bürgermeister und Gemeinden einen treuen Arbeitskameraden und Freund verloren. Ein herzliches Gedenken widmete dann der Orts- oruppenamtswalter der NSV., Biedenkopf (Gießen-Oft) dem Dahingeschiedenen, der als Block- Walter der NSV. unermüdlich im Dienste der Volks- gemeinschaft stand. Der Redner bezeichnete ihn als einen „Sozialisten der Tat". Abschließend widmete für die Regimentsverelnl-- gung der ehemaligen 224er Kamerad Strauch dem verstorbenen Kriegs- und Regimentskameraden Worte eines ehrenden Nachrufs. In der Niederlegung prächtiger Kränze kam die allgemeine Wertschätzung, die der Verstorbene ge- noß, auch äußerlich zum Ausdruck. Den Hinterbliebenen wurde nach der Trauerfeier mancher Beweis der innigsten Anteilnahme an dem großen Verlust zuteil, der über den Kreis der Familie hinaus ein Verlust für die Volksgemeinschaft ist. Brombeer- und Himbeerblütter-Krnte. NSG- Der Landesverband Hessen-Nassauischer Kleingärtner und seine Mitglieder haben in vor- bildlicher Weise ihre Gärten für die Ernte der Brom- beer- und Himbeerblätter freigegeben. Die Ernte wird von der Reichsarbeitsgemeinschaft für Heilpflanzenkunde und Heilpflanzenbeschaffung und dem mit ihr arbeitenden Organisationen der Partei an bestimmten Tagen durchgeführt. Die Stadtgruppen- leiter des Landesverbandes in Frankfurt a. M., Hanau, Offenbach, Friedberg, Worms, Darmstadt, Mainz, Wiesbaden setzten im Einvernehmen mit den zuständigen Kreissachbearbeitern RfH. und den Leitern und Leiterinnen der mitarbeitenden Organisationen die Erntetage fest. Auch an die privaten Garteneigner ergeht der Ruf, dem nachahmenswerten Beispiel des Hessen-Nassauischen Kleingärtner-Verbandes zu folgen, wenn sie an einer Eigennutzung der Blatternte nicht interessiert sind. Anmeldungen nehmen die zuständigen Kreissachbearbeiter RfH. entgegen. Die Anschriften der Kreissachbearbeiter RfH. sind bei den Aemtern für Volksgesundheit, Kreiswaltungen NSLB. und den Kreisschulämtern zu erfahren. ?uTode geschleift. LPD. W e tz l a r, 8. Okt. Ein schweres Unglück ereignete sich in Burgsolms. Als der Weichensteller a. D. Heinrich Anders, der mit dem Fuhrwerk Mist auf den Acker gefahren hatte, auf dem Rückweg war, scheuten die Pferde und gingen durch. Anders, der auf dem Wagen faß, fiel herunter, blieb mit den Beinen im Wogen hängen und wurte z u Tode geschleift. Landkreis Gießen Langsdorf, 8. Oktober. Um Mitternacht fuhr ein von Laubach stammender Lieferwagen in unser Dors von Hungen her ein, verfehlte aber in der Dunkelheit die Kurve beim Ortseingang und fuhr mit voller Geschwindigkeit in den Garten des Landwirts Dem, zerbrach den Zaun und überschlug sich dabei. Wie durch ein Wunder kamen die Insassen mit, geringen Hautabschürfun- gen davon. Die Karosserie ist stark beschädigt, aber an der Maschine selbst konnten keine Sachschäden wahrgenommen werden. Der Wagen wurde heute früh abgeschleppt. 9lm heutigen Sonntag fand die Ehrung weiterer kinderreicher Mütter statt, soweit die Ehrenkreuze bereits eintgetroffen waren. Dm geschmückten Rathaussaale hatten sich die Gliederungen der Partei eingefunden. Orts- gruppenleiter Wilh. Bender 111. und der Amts- walter der NSV., Lehrer Glück, hielten bei der schlichten Feier Ansprachen, während die Leiterin der NS.-Frau en schäft, Frau Glück, den Müttern das Chrenkreuz der deutschen Mutter überreichte. Mit dem Gruß an den Führer wurde die Veranstaltung geschlossen. Die kuliurelle Betreuung durch KdF. Die Soldaten in den Arbeitsbereich einbezogen. NSG. Das Amt „Feierabend" in der NS.-Gemein schäft „Kraft durch Freude" hat im Gau Hessen- Nassau in diesen Tagen seine Winterarbeit begonnen, die wieder eine umfassende kulturelle Betreuung der Schaffenden des Rhein-Main-Gebietes vor- fieht. Durch das Amt wird die Partei allen den Volksgenossen, die in dieser Zeit höchster Anforderung Tag für Tag an den Maschinen und in den Schreibstuben ihre Pflicht erfüllen, wie in den vergangenen Fahren, auch in den kommenden Monaten in Veranstaltungen unterhaltender Art Stunden der Entspannung vermitteln und ihnen gleichzeitig den Reichtum deutscher Kunst erschließen. Die öffentlichen Veranstaltungen werden, wie in den vergangenen Jahren, in den Kreisen unseres Gaues durchgeführt. In den Orten, in denen durch die militärische Lage Mangel an geeigneten Räumen herrscht, werden die bestehenden Schwierigkeiten zu überbrücken versucht werden. Das Programm sieht u. a. Konzerte, Theateroorführungen, Bunte Abende und Varietä-Vorstellungen vor. Für diese Veranstaltungen sind beste Künstler verpflichtet. In den ländlichen Gebieten werden wieder die Mainische Landesbühne, mit der etwa 370 Spielabende von Oktober bis März ftattfinden, und der Reichstheaterzug eingesetzt. In den Städten mit ständigem Theater werden die Dheaterringe weiter durchgeführt, während in den anderen Orten die Veranstaltungen nicht an die Ringe gebunden sind, da größtenteils durch die politische Lage die Voraussetzungen nicht vorhanden sind. Eine bedeutende Erweiterung hat das Winterprogramm des Amtes „Feierabend" durch die Wehrmachtsbetreuung erhalten, die sich sowohl au die in unserer Heimat in Stellung liegenden Soldaten, als auch auf die Garnisonen, Einquartierungen und besonders auf die Lazarette erstreckt. Die Bedeutung und den Umfang dieser Wehrmachtsbetreuung zeigt die Tatsache, daß in einem einzigen Kreis des Gaues in einer Woche allein Hehn Veranstaltungen für rund 6000 Soldaten durchgeführt werden. Die Veranstaltungen bei der Wehrmacht weisen das gleiche Programm tQiß bei den öffentlichen Abenden für die Bevölkerung auf. Nur in den Lazaretten werden sich die unterhaltenden Darbietungen jeweils den gegebenen Verhältnissen anpassen. Geplant sind Filmvorführungen und Auftreten von Künstlern, Volkstumsgruppen und der Odenwälder Kinderspielschar. Für die kulturelle Betreuung der Garnisonen sind ferner Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit dem Rundfunk geplant, der zu den Soldaten kommen wird und seine Sendungen von dort aus überträgt. Mit diesem reichhaltigen Programm wird die Freizeitorganisation im Gau Hessen-Nassau wieder eine wirkliche Freudenspenderin sein. Den Verwundeten wird sie den Widerstandswillen stärken, den Soldaten nach hartem Dienst stohe Stunden bereiten und den schaffenden Volksgenossen an den langen Winterabenden zu einem Kraftguell für die Alltagsarbeit werden. Zukünftige Arbeiismaiden treten an. Erfassung und Musterung für Stadt und Kreis Gießen. In den Hellen und freundlichen Zimmern des Staatlichen Gesundheitsamtes in Gießen (Wilhelrn- straße) herrschte heute Morgen eine Lebensfülle, die sonst nicht an der Tagesordnung ist. Lauter junge Mädchen im Atter von 18 und 19 Jahren (die Ge- burtsiahrgänge von 1920 und 1921) kamen zu Besuch und blieben für einige Stunden da, um alle die notwendigen Formalitäten erfüllen zu lassen, die für die zukünftige Arbeitsmaid notwendig sind. So war es nicht verwunderlich, daß es recht lebhaft zuging und viele der Mädchen, soweit sie noch einige Minuten des Wartens in Mur und Wartezimmer zubringen muhten, kamen rasch ins Gespräch unö erörterten ausgiebig ihre Ansichten über den Arbeitsdienst, soweit sie überhaupt eine Vorstellung davon haben konnten. Aus allen Gesichtern sprach eine selbstverständliche Bereitschaft zum Ehrendienst an der Volksgemeinschaft, wie ihn der Arbeitsdienst nun einmal in feiner schönen Sinngebung darstellt. Zwar sind die Vorstellungen über die Form des Arbeitsdienstes bei all den Mädchen, die sich zu melden hatten, sehr unterschiedlich, aber wenn sie sich erst in der Kluft der Arbeitsmaid befinden, dann werden sie über die reine Tuchfühlung hinaus ras cd zur Kameradschaft kommen und zu der Gemeinschaft, die sich in den Lagern des Reichsarbeitsdienstes für die weibliche Jugend bisher stets entwickelt hat. Vorläufig aber galt es hx den Räumen des Staatlichen Gesundheitsamtes mancherlei Fragen zu beantworten über Namen und Herkommen, über bisherige Beschäftigung und jetzige Tätigkeit, über Berufsausbildung ufw. Der Aufnahme Der Personalien, die in vielfach aufgegliederte Erfassungs- karten geschieht, folgte dann die Untersuchung auf Seh- und Hörtüchtigkeit, die Untersuchung der Atmungsorgane und eine Allgemeinuntersuchung, bis schließlich der Amtsarzt das abschließende Gesundheitsurteil fällt, nachdem der Arbeitsführer über die Tauglichkeit entscheidet. Für die Untersuchung stehen Aerztinnen zur Verfügung, die mit den Mädchen rasche Verbindung finden, so daß sich der Gang der Untersuchung schnell vollzieht. Junge Arbeitsdienstführerinnen sind auch da, die die angehenden Arbeitsmaiden beraten und jegliche Auskunft geben, die erbeten wird, aber auch manche Frage stellen können. So ist in allem Bezug sorgfältig darauf Bedacht genommen, daß sich die Erfassung und Untersuchung rasch und reibungslos vollzieht. Bei der Entscheidung über die Einberufung zum Arbeitszeit werden nach genauer Erwägung alle Härten vermieden. So wird zum Beispiel kein Mädchen zum Arbeitsdienst einberufen, das in der Hauswirtschaft unbedingt gebraucht wird und auch kein Mädchen abberufen, wenn es, z. D. als landwirtschaftliche Hilfskraft, unentbehrlich ist, voll im Beruf steht, in der Berufsausbildung begriffen ist usw. Die Erfassung und Untersuchung der Mädchen aus Stadt und Kreis Gießen wird mehrere Tage in Anspruch nehmen. N. 9.4.4pori Deutschlands Handballer schlugen Dänemark 11:7(4:4). Vor rund 15 000 Zuschauern wurde am Sonntag auf dem Leipziger VfB.-Platz in Anwesenheit des Reichssportführers und zahlreicher Ehrengäste der Partei, der Wehrmacht und der Stadt der 4. Hand- ball-Länderkampf zwischen Deutschland und Dänemark ausgetragen. Unsere Nationalelf feierte mit 11:7 (4:4) Toren auch den vierten Sieg, der aber äußerst schwer erkämpft werden mußte. Die Dänen bewiesen, daß sie seit dem letzten Zusammentreffen sehr viel gelernt haben. Dazu kam, daß unsere Spieler anfangs schlecht ins Spiel kamen. Nach den ersten, etwas nervösen Angriffen der Dänen, eröffnete Thiel ecke den Torreigen und Klingler erhöhte in der 4. Minute auf 2:0. Dänemarks hervorragender Angriffsführer Aage Madsen brachte seine Elf auf 1:2 heran und schoß, nachdem Brünt- gens auf 3:1 erhöht hatte, drei Treffer hintereinander, so daß die Gäste 4:3 führten. Vor dem Pausenpsiff konnte Klingler noch ausgleichen. Nach dem Wechsel hieß es 5:5 durch Thielecke bzw. Madsen. Hermann (2) und Mücke sicherten uns erneut einen Vorsprung, aber die Dänen ließen nicht locker. Noch einmal kamen sie durch Dahlfeldt und Madsen auf 7:8 heran, dann beherrschten die Deutschen endgültig das Feld. Brüntgens, Klingler und Hermann stellten mit drei weiteren Toren den Enderfolg sicher. Wmaschenbe Ergebnisse der Rundenspiele. DfB.R. — Lollar 9:0 Steinbach — 1900 3:4 Watzenborn-Steinberg — Großen-Linden 12:0 Londorf — Großen-Duseck 0:8. Der dritte Spielsonntag hat alle Erwartungen über den Haufen geworfen, die Leistungen Der einzelnen Mannschaften sind sehr unterschiedlich, was auf die jeweils veränderten Aufstellungen zurückzuführen ist. Der DfB.-R. siegte überraschend hoch gegen Lollar. Die Blauweißen mußten stark kämpfen, um zum Schlüsse einen knappen Sieg zu landen. Eine derbe Abfuhr holte sich Großen-Linden gegen die sich in prächtiger Spiellaune befindlichen Teutonen. Daß Londorf mit diesem hohen Torresultat gegen Großen-Buseck eingehen würde, hätte wohl niemand geglaubt, die Busecker konnten aber mit fast vollständiger erster Mannschaft antreten. Vfv.-R. I — VfL. Lollar I 9:0 (6:0). Bei schönstem Herbstwetter standen sich auf dem Waldsportplatz beide Mannschaften gegenüber. Leider waren Die Lollarer, Die nur zwei etatsmäßige Spieler in ihren Reihen hatten, sehr schwach. Einzig Der Torwart hielt großartig. Die Grünweißen, Die in Der Aufstellung: Heeg, Mahl, W. Schlitz. Euler, Leutheuser IV, Kraft, Fröhlich, L. Schlitz, Köppers, Godglück und Berghöfer antraten, waren im ganzen Spiel hoch überlegen. Schon Der Anstoß Der Grünweißen führte zu einer Ecke, Die aber abgewehrt werden konnte. Die Gäste griffen stürmisch an, ein scharfer Schuß von Haas verfehlte Das Ziel. Dann sicherten sich Die Platzherren eine Deutliche Feldüberlegenheit, Die bis zum Spielende anhalten sollte. Nachdem Godglück einen Schuß neben das Tor gesetzt hatte, schoß derselbe Spieler an den Pfosten, den Nachschuß verwandelte Köppers zum ersten Tor. Dieses Tor war der Auftakt zu wuchtigen Angriffen. Godglück brachte nach weiteren 7 Minuten den zweiten Treffer an. Die Gäste, verblüfft, wurden in die Verteidigung gedrängt. Wieder war es Köppers, der in Der 20. Minute eine Vorlage zum dritten Tor einschoß. Die Gäste versuchten einen Durchbruch. Der Schuß wurde zur ersten und letzten Ecke abgelenkt, die ins Aus gejagt wurde. Die Grünweißen Überboten sich mit Satten- und Pfostenschüssen. Endlich war es Köppers, Der für den guten Torwart Überraschend Das vierte Tor erzielte. Eine Minute sväter war es Berghöfer, Der zum 5. Tore verwandelte. In Der 39. Minute machte Godglück das halbe Dutzend voll. Nach Der Pause war es wieder Köppers, der Den Gästetorwart schlug. Die Grünweißen diktierten das Spielgeschehen, uno selbst Die Verteidigung machte Versuche, Tore zu erzielen. Die Gäste hatten Die Abwehr verstärkt. Nach einer Viertelstunde verbesserte Berghöfer auf 8:0, nachdem Köppers den Torwart angeschossen hatte und vier Minuten später beendigte Godglück den Torreigen. Steinbach — 1900 3:4 (2:3). Die Blau-Weißen hatten in Steinbach einen Gegner vor sich. Der sich auf dem morastigen Boden mit einer verblüffenden Sicherheit bewegte, so daß die Mannen um Lippert schwer zu kämpfen hatten, um den knappen Sieg sicherzustellen. Der Beginn war für Die Blau-Weißen sehr verheißungsvoll, Denn als bereits in Der 4. Minute Goß im Anschluß an eine Flanke von rechts zum 1:0 einköpfte und fünf Minuten später Heuser abermals auf eine Flanke vom Rechtsaußen auf 2:0 erhöhte, konnte man an einen hohen Sieg der Gießener glauben. Nachdem die Blau-Weißen durch einen Elfmeter auf 3:0 vergrößert hatten, kamen Die Platz- befitzer ebenfalls durch einen direkten Freistoß zum 3:1. Dieser Erfolg war Das Signal zu einem unentwegten Angriff der Steinbacher. In der 25. Minute zeitigte sich auch der Erfolg. Trotz einer akrobatischen Leistung von Lippert kamen Die Gastgeber zum 3:2. Mit diesem Ergebnis wurden auch die Seiten gewechselt. Nach Dem Wechsel erwischte Bo- narius eine weite Vorlage auf Den freien Raum und schoß über Den sich werfenden Deucker zum 4:2 ein. Auf und ab wogte Der Kampf und nachdem Heuser zweimal aus aussichtsreicher Position daneben schoß, kam es bei einem wirren Durcheinander vor dem Tor Der Blau-Weißen zum Dritten Erfolg Der Steinbacher. Mit Torchancen auf beiden Seiten ging Der Kampf zu Ende. Steinbach zeigte einen großen Eifer und hier und Da auch einige technische Veranlagung. Das Hauptmerkmal war jedoch Die Kampfkraft. 1900 in Der Aufstellung Dinges, SchneiDer, Lippert, Volkert, Jäger, Günther, Bonarius, Kraft!, Goß, Kraft II, Heuser konnten sich von Dem flachen Spiel nicht frei» machen, wodurch manche Kombination im Schlamm stecken blieb. hoher Sieg der Teutonen! Zum zweiten Rundenspiel empfingen Die Teutonen gestern die 1. Mannschaft vom Turnverein Großen-Linden. Mit 12:0 fiel der Sieg recht eindeutig aus. Wohl niemand Der annähernd 100 Zuschauer hatte bei Spielbeginn mit diesem hohen Endergebnis gerechnet. Obwohl Großen-Linden nur 10 Spieler zur Stelle hatte, kämpfte die Mannschaft lobenswert, vermochte aber dem ein geschlagenen Tempo nicht standzuhalten. Nach 10 Minuten führten die Einheimischen durch O. Happel, der Mittelstürmer spielte, indem er eine Flanke von links schön einlenkte. Wenige Minuten später hieß es durch Den gleichen Spieler 2:0. Zu dieser Zeit war aber auch Der Sturm der Gäste noch gefährlich und Die Verteidigung der Platzmannschaft mußte gar oft Dazwischenfahren. Nach einem Tor von Schmitt und weiteren Angriffen der Einheimischen war die erste Halbzett zu Ende. Nach Wechsel sah man ein vollkommen verändertes Bild. Durch tadellose Kombinationen kamen die Teutonen immer wieder vor und wettere Tore von Schmitt (4), Harnisch (2), Häuser W. (2) und ein Selbsttor stellten Das Endresultat her. Selbst Das Ehrentor blieb den Gästen versagt. Das ihnen wegen ihres ruhigen Verhaltens trotz ihrer hohen Niederlage zu gönnen gewesen wäre. Bei Den Einheimischen hatte sich Die vorgenommene Mannschaftsumgruppierung zum Vorteil ausgewirkt. Die Mannschaft mit Schweitzer; Buß, Fett; Hirz, H. Schrnandt, Wehrum; W. Häuser, Schmitt, O. Happel, K. Häuser und H. Harnisch wieß keinen schwachen Punkt auf. Wirischafi. Karioffelflockenfabrik Friedbera. FWD. Friedberg, 7. Okt. Bei Der Neuanlage von Werken sind aus kriegswirtschaftlichen Gründen auch die besonders wichtig, die Der Stärkung Der Futtergrundlage Der deutschen Viehwirt, schäft Dienen. Für das laufende Jahr ist daher die Errichtung einer großen Zahl von Kartoffelflockenfabriken vorgesehen. Als erste ist nun- mehr in Friedberg die für das Gebiet Hessen-Nassau geplante Anlage fertiggefteüt Sämtliche Ausschachtungs-, Maurer- und Schweiß, arbeiten Der neuen Anlage wurden von Der SOtöpfi- -gen Gefolgschaft selbst aus geführt. Die Fabrik wird in Der 130 Tage dauernden Kampagne 135 000 Doppelzentner Kartoffeln zu Flocken derarbeiten; sie ist mit drei modernen Walzentrocknern mit einer Stundenleistung von je 50 Doppelzentner ausgestattet. Der weit überwiegende Teil Der Kartoffel, mengen wird im Vertragsanbau von Den Erzeugern Der weiteren Umgebung geliefert, die je nach dem Stärkegehalt ihrer Kartoffeln einen entsprechend großen Anteil an Gratis-Kartoffelflocken erhalten. Der Betrieb ist bereits im Gange. Nhein-Mainische DSrse. Aklien uneinheitlich. Frankfurt a. M., 7. Okt. Den Erwartungen entsprechend nahm die Börse zum Wochenende einen ruhigen Verlauf, Da nur wenig Kundschaft sausträge am Aktienmarkt vorlagen. Dagegen verblieb auf Teilgebieten Des Rentenmarktes noch etwas stärkere Nachfraae. Trotz Der Geschästssttlle war die Grundtendenz freundlich und zuversichtlich, die Kurse entwickelten sich allerdings weiterhin etwas ungleichmäßig und hielten sich mit durchschnittlich 0,50 bis 1 v. H. Die Waage. Bemerkenswerte Erhöhungen hatten Rheinstahl mit 125,50 (124), Aschaffenburger Zellstoff mit 88,40 (85,65) und AG. für Verkehr mit 104 (102,75). Außerdem gewannen u. a. Buderus 0,65 v. H., Mannesmann und Gesfürel je 0,25 v. H. Andererseits gaben IG - Farben auf 156,90 (157,50), Siemens auf 202,40 (203,25), Deutsche Erdöl auf 130,50 (131), Bekula auf 151,50 (152) und Salzdetfurth auf 163 (164) nach. Gut behauptet blieben Verein. Stahl mit 93,13, Hoesch mit 107,13, AEG. mit 114,25 und Westdeutsche Kaufhof mit 79,65. Don festverzinslichen Papieren waren Reichsaltbesitz 0,13 v. H. erhöht auf 133,13, Dekosama I 0,25 v. H. auf 137,25. Ferner blieben Goldpfandbriefe gesucht, während Die Nachfrage nach Reichsschatzanweisunaen* ruhiger geworden ist, ebenso , lagen Industrie-Obligationen stiller und uneinheitlich. Ligui-Pfandbriefe schwankten bis 0,40 v. H., ehr fest Pfälzische mit ca. 101,25 nach 100,25. Von Länderanleihen kamen 1929er Hessen n. P. und ex Ziehung mit 98,75 (100,13) wieder zur Notiz. ^>tadtanleihen vereinzelt etwas höher. Von Frei« verkehrs-Renten späte SchulDbuchforderungen 98,40 (98,13), Kommu n al-Um s chuldung 93,13 (93,10). Steuergutscheine I gut behauptet, April 97,55, Mai 97,52Vr. Auch späterhin war Die Entwicklung bei kleinem Geschäft uneinheitlich. IG.-Farben schwantten zwi- chen 157 bis 157,50 nach 156,90, Gesfürel bröckelten auf 133,75 nach 134,25, Deutsche Erdöl auf 130 nach 130,50 und Verein. Stahl auf 93 nach 93,13 ab. Bei Den später notierten Papieren hielten sich Die Abweichungen im schon erwähnten Ausmaß, Adlerwerke aber 1,50 v. H. erholt auf 88. 3m Freiverkehr nannte man Katz & Klumpp 91 bis 93, Growag 80, Rastatter Waggon 40, Elsäss. Bad. Woll. 78 bis 80, Torpedo-Werke 131. Tagesgeld unv. 2 v. H. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) Frau L. H. in V. Durch die 3. Verordnung zur Ausführung der Verordnung über Kündigungsschutz ür Miet- und Pachträume vom 5. 9.1939 gilt das Mieterschutzgesetz jetzt grundsätzlich für Mietverhältnisse jeder Art. Der Mieterschutz gilt also auch für Räume, die vor Dem 1. 7.1918 bezugsfertig geworden sind und bei denen Die Jahresfriedensmiete in Berlin mehr als RM. 2400,— beträgt, während bisher Derartige Wohnungen mieterschutzfrei waren. Dienst und seine berufliche Strebsamkeit hatten den Erfolg, daß er im Laufe der Zeit zum Polizeihaupt- wachtmeister befördert wurde. Stets zeichnete sich der nunmehr Verewigte in seiner langen Dienstzeit durch vorbildliche Pflichtauffassung und unbe- dinate Zuverlässigkeit, wie auch durch oute Kameradschaft aus. Daher erfreute er sich bei seinen Vorgesetzten und Kameraden, aber auch in weiten Kreisen der Bevölkerung großer Wertschätzung. Fußgänger auf die Bürgersteige! Um den Verkehr auf den verdunkelten Strafen reibungslos zu gestalten und Unglücksfälle zu verhüten, ist es Pflicht der Fußgänger, nur die Bürgersteige zu benutzen. Der Fahrdamm muß besonders in der Dunkelheit von Passanten freibleiben. Nur so können Unglücksfälle vermieden werden. Jeder muß sich bewußt sein, daß es besonders für den Kraftfahrer schwierig ist, in der Dunkelheit seinen Weg zu finden. Achtung, Volksgenoffen aus dem westlichen Grenzgebiet! Jeder Erwerbstätige melde sich beim Arbeitsamt. Alle Volksgenossen und Volksgenossinnen aus dem westlichen Grenzgebiet, die in den letzten Ta- aen in Orten des Landesarbeitsamtsbezirks Hessen (Provinz Hessen-Nassau und Land Hessen) einen dauernden oder vorläufigen Aufenthalt genommen haben und bisher schon in ihrer Heimat erwerbstätig waren, melden sich in ihrem eigenen Interesse sofort beim zuständigen Arbeitsamt oder der örtlichen Nebenstelle des Arbeitsamtes. Jedem wird in kurzer Frist ein geeigneter Arbeitsplatz zugewiesen werden. Wer im Besitz eines Arbeitsbuches ist, lege dieses bei der Meldung vor. Auf der Durchreise befindliche Volksgenossen melden sich erst beim Arbeitsamt des Bezirks, der ihnen zum endgültigen Aufenthalt zugewiesen worden ist. Zur Meldung verpflichtet sind nicht nur die Volksgenossen, die bisher als Arbeiter, Angestellte oder Hausgehilfinnen tätig waren, sondern auch die selbständigen Handwerker, Handels- und Gewerbetreibenden sowie die mithelfenden Familienangehörigen aus Landwirtschaft, Handel und Gewerbe. Gleichgültig ist dabei, ob für den einzelnen bereits ein Arbeitsbuch ausgestellt worden ist bzw. ob das Arbeitsbuch zur Zeit verfügbar ist oder nicht. Das Arbeitsamt sorgt für den geregelten Einsatz aller zugewanderten Arbeitskräfte aus den westlichen Grenzgebieten. Keine Entlassung im weiblichen Arbeitsdienst. DNB. Nach einer im Reichsgesetzblatt Nr. 169 vom 7. 9. 1939 veröffentlichten Verordnung wird die Ende September 1939 fällige allgemeine Entlassung im Reichsarbeitsdienst für die weibliche Jugend bis auf weiteres verschoben. Der Reichsarbeitsführer ist ermächtigt, in begründeten Fällen eine vorzeitige Entlassung zu genehmigen. Erleichterungen im Güter- und Personenverkehr. Lpd. Die Betriebslage der Reichsbahn läßt wieder Erleichterungen in der Annahme von Gütern zu. Mit sofortiger Wirkung treten daher im Bezirk der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. verschiedene Aenderungen der durch Aushänge an den Güterabfertigungen bekanntgegebenen „Bestimmungen über die Annahme von Gütern (Dringlichkeitsliste)" ein. So werden z. B. widerruflich bis auf weiteres angenommen, soweit Beförderungsmöglichkeit vorhanden, Gepäck- und Expreßgut (ausgenommen sperriges Gut und solches im Einzelgewicht über 50 Kilogramm), sowie alles Stückgut (beschl. Eilgut, Eil- und Frachtstückgut). Ausgenommen sind Leergut, Möbel aller Art und sperriges Stuckgut. Für solche Sendungen muß bei der Reichsbahndirektion besondere Genehmigung eingeholt werden, die. erteilt wird, wenn ein dringliches Transportbedürfnis besteht. Zu diesem Zweck hat der Versender der Reichsbahndirektion den Frachtbrief vorzulegen, der dann gegebenenfalls den Zulassungsstempel erhall. Als Wagenladungen werden weiterhin angenommen: lebende Tiere, Obst, Gemüse, Kartoffeln, Kesselwagen mit Treibstoffen, sowie leere Kessel- und Topfwagen, Mehl und Getreide, sowie Kohle und Koks. Für hier nicht genannte Wagenladungsgüter muß die Genehmigung der Reichsbahndirek- tion eingeholt werden. Die Familienunterstützung für die Angehörigen von Wehr- und Arbeiisdiensipsiichiigen. Bei Vorliegen der maßgebenden Voraussetzungen haben Anrecht auf Familienunterstützung die unterstützungsberechtigten Angehörigen 1. der Wehr- und Arbeitsdienstpflichtigen; 2. der Luftschutzdienstpflichtigen; 3. der Notdienstpflichtigen (nach der Verordnung vom 15.10.1938); 4. der zu den Technischen Wehreinheiten einberufenen Personen; 5. der Teilnehmer an Lehr- und Prüfscheinlehrgängen für Führer der Wehrmannschaften; 6. der Teilnehmer an Lehrgängen der Motorsportschulen des NSKK. und des NS.-Flieger- korps; 7. der Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes. Dem aktiven Wehrdienst ist der Dienst in der -Verfügungstruppe für die beiden ersten Dienstjahre gleichgestellt. Insoweit es den Personenkreis der Unterstützungsberechtigten angeht, bestimmt das Gesetz folgendes: Einen Anspruch auf Familienunterstützung haben folgende Personengruppen, soweit der notwendige Lebensbedarf nicht oder nicht ausreichend gesichert ist. Gruppe I a) die Ehefrau, b) die ehelichen oder für ehelich erklärten Kinder, c) die an Kindes Statt angenommenen Kinder, d) die mit der Ehefrau zusammenlebenden Sttes- kinder. Gruppe II und wenn der Einberufene gang oder zu einem wesentlichen Teil der Ernährer gewesen ist, a) die Ehefrau, deren Ehe geschieden oder für nichtig erklärt oder aufgehoben ist, sofern der Einberufene nach den Vorschriften des Ehegesetzes vom 6. 7.1938 verpflichtet ist, der Ehefrau Unterhall zu gewähren, b) die Enkel, c) die Pflegekinder, d) die nicht mit der Ehefrau des Einberufenen zu- sammenlebenden Stiefkinder. e) die unehelichen Kinder, wenn der Einberufene seine Vaterschaft nach § 1718 DGB. anerkannt hat oder wenn die Unterhaltspflicht in einem vollstreckbaren Titel festgestellt ist, f) die Verwandten der aufsteigenden Linie (Eltern, Groß eitern, uneheliche Mutter des Einberufenen und deren Eltern, nicht aber auch der uneheliche Vater), g) die Adoptiveltern, wenn sie den Einberufenen vor der Aushändigung des Gestellungs- oder Einberufungsbefehls an Kindes Statt angenommen haben, h) die Stiefeltern; i) die Pfleaeeltern; k) die elternlosen Geschwister des Einberufenen, wenn bis zur Aushändigung des Gestellungsoder Einberufungsbefehls Haushaltsgemeinschaft bestanden hat. Zu Gruppe II. Bei den Angehörigen dieser Gruppe muß der Einberufene während des letzten Halbjahres vor Aushändigung des Gestellungs- oder Einberufungsbefehls mindestens die Hälfte des Lebensunterhalts der Angehörigen aus eigenen Mitteln und Kräften getragen haben. Unter bestimmten Voraussetzungen besteht ein Anspruch auf Familienunterstützung auch bei Gewährung von Unterhalt während eines kürzeren Zeitraums vor der Einberufung. Ein Anspruch besteht nicht, wenn der Angehörige der Gruppe II seinen Lebensunterhalt bis zur Aushändigung des Gestellungs- oder Einberufungsbefehls selbst bestritten hat oder öffentliche Fürsorge, Arbeitslosenunterstützung bezogen und der Einberufene zum Unterhalt nicht mindestens die Hälfte beigetragen hat. _ Die Ernährereigenschaft muß grundsätzlich vor Aushändigung des Gestellungs- oder Einberufungsbefehls vorliegen. Ausnahmen von diesem Grundsatz sind nur unter gewissen Voraussetzungen zu- gelassen. , .. Die Familienunterstützung soll den notwendigen Lebensbedarf des Unterstützungsberechtigten sicherstellen, soweit er ihn nicht selbst beschaffen und auch nicht von anderer Seite (Angehörigen) erhalten kann. Zur Deckung des notwendigen Lebensbedarfs werden gewährt: a) Richtfatzmätzige Familienunterstützung, b) eine Mietbeihilfe, c) Krankenhilfe, d) Beiträge zur Erziehung und Erwerbsbefähigung von Minderjährigen, e) Sozialversicherungsbeiträge, f) soweit erforderlich die Bestattungskosten. An Stelle der Familienunterstützung kann eine Mrtschaftsbeihilfe und Mietbeihilfe gewährt werden, wenn a) der Einberufene Unternehmer eines Gewerbebetriebs oder eines Betriebs der Land- oder Forstwirtschaft war oder einen freien Beruf ausübte, b) der Einberufene daraus den Lebensunterhalt der Familie bestritt, c) ohne Wirtschaftsbeihilfe die Erhaltung der wirtschaftlichen Lage des Einberufenen während der Dauer der Einberufung gefährdet ist. Sie kann ferner gewährt werden, wenn ein unter- tützungsberechtigter Angehöriger selbst Unternehmer eines Betriebes der angegebenen Art und der Einberufene die Hauptkraft in dem Betriebe gewesen ift. Die Wirtschaftsbeihilfe darf das IVrfache der richt- atzmäßigen Familienunterstützung nicht übersteigen. Der Antragsteller hat nach dem Gesetz die Wahl zwischen einer Wirtschaftshilfe und einer Familienunterstützung. Unter bestimmten Voraussetzungen können neben der Familienunterstützung noch besondere Beihilfen gewährt werden, a) für die freiwillige Krankenversicherung zur Erhaltung der dort bestehenden Ansprüche, b) zur Zahlung der fieiwilligen Beiträge zur Invaliden-, Anaestellten-. und kn-appsch östlichen Pensionsversicherung, c) zur Tilgung bestehender Abschlagsverpflichtun- gen, jedoch nur beim Doriiegen besonderer Voraussetzungen. Der Antrag auf Familienunterstützung ist bei dem Bürgermeister der AufenthaltsgeTnemde (der Angehörigen des Eingezogenen) zu stellen. Bei dfi Stellung des Antrags sind neben dem Nachweis der Einberufung (Ausweiskarte) vorzulegen: Berechnung der Familienunterstützung Für die Stadt Gießen sind die Unterstützungssätze in der Familienunterstützung wie folgt festgesetzt: 1. für den weiblichen Haushaltungs- monatlich vorstand 64,— RM. 2. für den männlichen Haushaltungsvorstand 67,50 „ 3. für den zweiten Elternteil oder unterstützungsberechtigte Kinder über 16 Jahren a) weiblich 32,— „ b) männlich 34,— „ 4. für Unterstützungsberechtigte unter 16 Jahren im Haushalt des Einberufenen 20,— „ 5. für Unterstützungsberechtigte unter 16 Jahren in fremder Pflege 39,50 „ Diese Unterstützungssätze werden jedoch nicht in allen Fällen in voller Höhe gewährt. Oberster Grundsatz bei der Zumessung des notwendigen Le- bensbedarfs für die Familie des Eingezogenen ist, daß die richtsatzmäßige Unterstützung nur insoweit ausgezahlt wird, als sie nicht das frühere Einkommen der Familie vor der Einberufung des Wehrpflichtigen Übersteigt. Das Arbeitseinkommen der Familienmitglieder wird nur zu einem geringen Betrag nach bestimmten Richtlinien angerechnet. Beispiel: Ehefrau mit 2 Kindern, der ein- gezogene Ehemann hatte vor der Einberufung ein monatliches Nettoeinkommen von 114,74 RM. die Frau hatte ein Arbeitseinkommen von monatlich 12,— RM. die Tochter ein solches von monatlich 51,20 RM. Die Familienunterstützung berechnet sich richtsatzmäßig wie folgt: a) Ehefrau 64,— RM. 2 Kinder, ä 20,— RM. 40,— „ Gesamt-Familienunterstutzung 104,— RM. dazu Wohnungsmiete monatlich (m voller Höhe) 8,— „ 112,— RM. hiervon ab anzurechnende Einkünfte von Frau und Tochter 14,27 „ a) Bescheinigung über Eheschließung, Geburtsurkunden, b) Nachweis über zu zahlende Miete, (Mietvertrag, Mietquittungsbuch), c) eine Bescheinigung des Unternehmers des Einberufenen, ob und in welcher Höhe er während der Einberufung freiwillige Zuwendungen gewährt, d) falls der Einberufene in Haushaltsgemeinscha'ft mit seinen Angehörigen gelebt und den Bedarf dieser aus Einkünften nicht selbständiger Arbeit bestatten hat, eine Bescheinigung über den Nettoarbeitsverdienst während des letzten Monats (bei Wochenlohn für die letzten 4 Wochen) vor dem Gestellungstag, e) falls der Einberufene nicht in Haushaltsgemeinschaft mit seinen Angehörigen gelebt hat oder sein Einkommen aus einer anderen Quelle, als aus nicht selbständiger Arbeit fließt, den Nachweis über das durchschnittliche Monatseinkommen im letzten halben Jahr vor der Einberufung; f) eine Bescheinigung des zuständigen Arbeitsamtes, daß sich der arbeitsfähige Angehörige des Einberufenen als Arbeitssuchender gemeldet hat. Wird eine Wirtschastsbeihilfe beantragt, so sind ferner vorzulegen: a) der letzte Einkommensteuerbeschejd; b) der Nachweis über die zu zahlende Miete für gewerbliche Räume. Die Vorlage weiterer Unterlagen bleibt von Fall zu Fall vorbehalten. Bei Aenderung in den Verhältnissen, die den Wegfall oder eine Minderung der Unterstützung bedingen, ist der Unterstützungsempfänger verpflichtet, der Familienunterstützungsstelle sofort unaufgefordert Anzeige zu erstatten. Gesamt-Familienunterstützung 97,73 RM. b) Vergleich mit dem früheren Einkommen: a) Einkommen des Ehemannes (minus 15 v. H.) plus Gesamteinkommen von Frau und Tochter Gesamteinkommen nach der Einberufung: L richtsatzmäßige Familienunterstützung 97,73 2. Gesamteinkommen nach der Einberufung (Frau und Tochter) 63,20 160,73 RM. 160,93 „ Da das jetzige Einkommen das frühere übersteigt, wird die richtsatzmäßige Familien Unterstützung um den übersteigenden Betrag (= —,20 RM.) gekürzt. Die Familienunterstützung beträgt sonach 97,53 R2H. Wäre das jetzige Einkommen Geringer als das frü» Here Einkommen der Familie, so würde die richtsatz- mäßige Familienunterstützung in voller Höhe ausgezahlt; es sei denn, daß das frühere Einkommen der Familie unter dem Richtsatz der Familienunterstützung gelegen hat. Alsdann kann nur eine Familienunterstützung bis zur Höhe des früheren Einkommens gewährt werden. verwenden Sic Quch^umtihmachen Otioyln- Citrovin-Fabrik 6mb.H.Frankfurt M.| Der Täter mitten unter uns Roman von Kurt Riemann Copyright by Verlag Oskar Weister, weröau L Sa. 28. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) „Wenn ich den Kerl fasse, der den Artrkel geschrieben hat, Pembroke, ich drehe ihm das Gemck um! So ein verdammter Strolch! Spuckt mir da in die Suppe, daß ich mir selber wie ein 3mot oortomme und rührt das Ganze noch schon um. „Nicht mehr nötig, das Genickumdrehen, lieber Freund! Die Hauptarbeit hat der wackere Morell bereits besorgt. Steigt der alte Haudegen doch zornfauchend dem armen Zeitungsmann auf die Bude und haut ihn windelweich, weil er ,|emen Doktori madig gemacht hat." „Bravo, bravo, hätte ich auch getan! „Und hättest dir die Finger eklig verbrannt! Mich hat der Spaß einiges gekostet." „Dich? Wie soll ich denn das verstehen!" legt Linkerton von neuem los. „Steh nicht grinsend m der Tür, sondern sage lieber, was da eigentlich los !st! Wieso hast du da etwas zu bezahlen? Sprich, oder ich werde verrückt!" „Herzliches Beileid, mein Lieder!" Pembroke geht ungerührt ins Zimmer, laßt sich in den Sessel norm Schreibtisch fallen und greift zur Kognakflasche. Linkerton ist einen Augenblick starr. „Du trinkst meinen Kognak, weil ich mich ärgere? Junge, das ist zuviel!" „Pscht!" lacht der andere beruhigend. „Warum die Aufregung? Kannst du nicht begreifen, daß ich vor meinem Tode noch schnell 'n Schnaps trinken will?" „Du spinnst wohl!" A . „Danke. Ader ich stelle fest, daß du dem Zettungs- »nenschen den Tod angedroht hast!" „Was hat das mit dir zu tun? Hast du denn den Artikel überhaupt gelesen? Merkst du denn nicht, daß der Mann außerdem mit jedem Wort recht hat? Daß er unsere Arbeit getan hat?" „Ja, ja, das stimmt auch." „Na, dann begreifst du wohl endlich, warum ich ihm am liebsten den Hals umdrehen würde! Das Ganze ist doch eine ausgesprochene Blamage für uns." Bitte' Bediene dich! Ich bin bereit. Der Artikel ist"nämlich von mir! Wenn ein Kriminalinspektor chon zum Mörder wird, dann soll er sich um seines quten Rufes willen wenigstens an den Richtigen halten. Der Zeitungsmann ist völlig unschuldig, der hat nur mitstenographiert, was ich ihm durch- qesaqt habe. Und gesträubt hat er sich Zuerst mit Händen und Füßen. Alle meine Vollmachten ^habe ich ihm vor der Drucklegung vorweisen müssen. ,Nun verstehe ich überhaupt nichts mehr!" "Das ist deine Sache, Linkerton, es so offen zuzu- qeben aber vorher höre mal ganz still zu. Zunächst eine Frage: Hältst du Hellmers tatsächlich für den Mörder?" , f t Seitdem ich den Artikel gelesen habe, ja Das heißt, sagen wir mal, wahrscheinlich ober besser, vielleicht." . „ „Danke!" Pembroke deutet eine Verbeugung an. "Dann hat die Veröffentlichung ihren Zweck erreicht. Ich bin nur heilssroh, daß Hellmers endlich in Sicherheit ist. Das Untersuchungsgefängnis durfte nämlich im Augenblick der einzige Ort Jem, an dem er nicht ermordet werden kann. Er wäre der erste aewesen der ohne Visitenkarte mit schwarzen Sternen und geheimnisvoller Inschrift hätte dran glauben müssen. Das war meine größte Sorge. Fuhre du nur ruhig das Verfahren gegen ihn. Mache ihm aber die Untersuchungshaft leicht und angenehm So tn zwei, drei Tagen, lieber Sinterten, ba gehen mir nämlich unb fangen ben richtigen Mörber." Den — wirklichen Mörder? Ja, zum Teufel, bann ist es deiner Meinung nach gar nicht Hellmers?" • „So wenig wie du oder td)! . Na das ist wirklich eine überraschende Neuigkeit, und ich nehme an, daß du überzeugende Grunde für diese kühne Vermutung hast. Eigentlich bin ich darüber ganz froh. Der Mann hat mir immer leid getan. Aber wer soll es denn fern? Doch nicht etwq siZ „Pst! Keine Namen! Höre erst mal zu, was ich von meiner Reise zu berichten habe, dürfte der Sache doch eine neue, interessante Wendung geben!" Unb Mr. Pembroke beginnt interessant zu erzählen. 24. Zwei Geständnisse. In der Villa Perkins scheint die Zeit stillzustchen. Niemand wagt, laut zu sprechen: Auf dem weiten Hause lastet die Hand des Schicksals. Zum zweiten Male hat der Tod Einkehr gehalten ... und welch entsetzlich, heimtückischer Tod! Selbst Claire, die sonst immer am schnellsten zurückfindet in den Alltag und ihr Herz hinter schnei- lern Spott zu verbergen weiß, geht still und bedrückt umher. Hawkins, der gute alte Hawkins, scheint noch ge- bückter, älter geworden zu sein, und wenn in der Küche einmal ein lautes Wort zu hören ist, genügt es, daß er in der Tür steht unb mit vorwurfsvollen Augen dreinschaut, um jebes laute Gespräch zum Verstummen zu bringen. Am gefaßtesten scheint Divian dem harten Griff der Ereignisse zu begegnen. Sie weint und klagt nicht, im Gegenteil, in ihr sonst so still verträumtes Antlitz ist ein Zug entschlossener Härte getreten. Gesprächen über ihren Mann geht sie grundsätzlich aus dem Weg. Trotzdem gibt sich Onkel William große Mühe, sie zu trösten. „Ach geh, Kind", meint er in der behutsamen Art alter Männer, die das Leben kennen, „du bist ja jung, du wirst das alles eines Tages wieder ver- gefsen haben und fröhlich sein können. Sieh mich an! Ich bin zwar schon ein alter Mann, aber ich trage die gleiche Todesbotschaft in der Tasche, wie sie der Vater erhalten hatte und auch der gute Asbjörn. Siehst du mich aufgeregt? Ich war es. Aber ich habe mich durchgerungen. Ich lasse dem Schicksal seinen Lauf. Mag der Unbekannte kommen, soll er mich holen, der geheimnisvolle Mann mit den drei Sternen." »Der sitzt ja wohlverwahrt hinter Schloß unb Riegel!" wirst Divian voll Spott dazwischen. „Der kann ja niemand mehr schaden!" „Aber Divie!" Ganz vorwurfsvolle Augen macht der Onkel. „Ist das etwa dein Ernst?" „Bitte, lies, was in der Mittagszeitung steht! Dann brauchst du nicht mehr zu fragen. Hellmers hat Holgerson erschossen. Hellmers hat Vater in den Abgrund geschleudert, es kann überhaupt niemand anders gewesen sein als nur er!" „Entsetzlich! Und dieser Mann war Leiter unserer Fabrik! Diesem Menschen hat dein Vater fast unbegrenztes Vertrauen geschenkt... seinem eigenen Mörder! Warum konnte man ihm nicht eine einzige Stunde früher bas Hanbwerk legen? Dann lebte bein Mann noch unb säße hier bei uns!" Kopfschüttelnd betrachtet Vivian den Onkel. „Fast könnte man meinen, du glaubst, was in jener Zeitung steht. Vielleicht billigst du auch, daß man Hellmers verhaftet hat?" „Ja, aber was heißt denn das?" fragt der Onkel bestürzt. „Du verrennst dich ja in unmögliche Gedanken, Kind. Die Polizei hat doch ..." „Die Polizei, lieber Onkel, der traue ich in diesem Falle nicht einen Schritt über den Weg! Sie nimmt einen Mann in Haft... gewiß, damit hat sie ihre Schuldigkeit getan... unb alle Welt vermutet nun, daß Hellmers der Mörder ist. Aber ich glaube nicht einen Augenblick baran. Nicht eine Sekunbe ist mir ber Gedanke gekommen, baß Hellmers einer so heimtückischen niedrigen Tat fähig sein könnte. Ich habe mit Hellmers nur wenige Male gesprochen, doch bas steht für mich unerschütterlich fest: er ist nie unb nimmer ein Mörder! Ich habe das auch dem Inspektor gesagt, ja, jedem, ber es hören wollte, aber man hört ja in solchen Fällen natürlich nicht auf eine Frau. Doch verlaß bich braus, Onkel, ich werde dafür sorgen, daß dieser entsetzliche Irrtum bald geklärt wird." Hilflos wendet sich der Onkel an Claire: „Unb du? Bist bu ber gleichen Meinung?" „Doktor Hellmers ist vollkommen unschuldig!* entgegnet die Bildhauerin ruhig. „Dieser Derbacht ist so' blöb, baß es einfach sinnlos ist, darüber ein Wort zu verlieren." Doch der Onkel schüttelt bedenklich den Kops. (Fortsetzung folgt) in Zusammenarbeit mit der Kreisbauernschaft und richts in unseren Gießener Schulen wird zum vater dargebracht werden kann. Mr wünschen ihm Ul auiuuuinnutvv^ .....------- ' ' ' — . . dem Ernährungsamt das Weitere veranlaßt. Diejs Gießener Wochenmarktpreise. gegebenen Zeitpunkt in der Presse bekanntgegeben werden mit den notwendigen Anweisungen versehen. * Gießen, 9. Sept. Auf dem heutigen Wochen- Mein-Mainische Börse. Uneinheitlich. Die kistenweise Abgabe an Verbraucher ist damit Rotkraut 7 bis 8, gelbe Rüben 7 bis 8, rote Rüben Frankfurt a. M., 8. September. Die Börse gesperrt. hatte auch heute keine gleichmäßige Haltung. Am Die Sicherung der landwirtschastiichen Betriebe tionsbedürfnisse für den Steuertermin gehandett haben dürfte. Teilweise setzten sich jedoch auch wei- stellt werden, aber auch von Tagelöhnern und Tage- tere Anlagekäufe auf dem ermäßigten Stand fort 8, Pfirsiche 35, Brombeeren 35, Birnen 10 bis 25, Insgesamt gesehen hatten die jeweiligen Abschlüsse Zwetschen 10 bis 18, Mirabellen 12 bis 20, Rene- nur kleinen Umfang, ebenso hielten sich die beit)er» die sich nach der Einberufung zahlreicher männlicher (eifrigen Veränderungen meist unter 1 v. H. Aschas- Arbeitskräfte zur Wehrmacht und aus dem dadurch fenburger Zellstoff gaben 1,40 v. H. nach auf 83,13. verschärften Mangel im Betrieb ergeben. Zwei Fra- bis 40, 'Salat 5 bis 8, Salatgurken 10 bis 30, Eingen stehen dabei im Vordergrund, einmal wie der Betrieb weitergehen soll, ferner wie der Lebensunterhalt der Familie gesichert ist. Bei der Eigen- 8 bis 10 Rpf. art des landwirtschaftlichen Betriebes wird die zweite Frage meist mit der ersten gelöst, denn wenn weiter Eine Einschränkung ist gemacht, indem für eine Er- ** 90 Jahre alt. Am heutigen Samstag, die Felder bestellt werden und der Stall versehen . . ■ r . • « « • V .... 1 1 . . . -f. m Sam O a U A W — 9. September, vollendet Frau Christine Wagner, wird, ist im allgemeinen damit auch für den Lebens- Hinter der Westanloge 9 wohnhaft, in geistiger und unterhalt gesorgt. Im übrigen gelten für die Unterkörperlicher Frische ihr 90. Lebensjahr. Schon früh stützung der Familien zur Wehrmacht eingezogener verwitwet, war Frau Wagner ein arbeitsreiches denn, daß die Ablehnung eine unbillige Härte dar- Perfonen die gleichen Bestimmungen, die bisher auch bei der Einberufung zu militärischen Uebungen l I v r».. .1. _ -__ L amS avam ff) a v ArX« anqewendet wurden. In einer besonderen Verord- Ar . L • r L.' ’ .L’f " .f. C 2*. — Äma A M X U A M AMpf vl nung sind diese ausdrücklich für anwendbar erklärt worden. Damit ist die sogenannte Familienunter- Landwirtschast haben für diese noch folgende Verordnung veranlaßt: war ein Einberufener bis zur lichen Glückwünsche dar. Aushändigung des Gestellungsbefehls Unternehmer ausgeglichen, das Geschäft war Nein. Geringfügigs Händen sind, die im Betrieb des Einberufenen eineines Betriebes der Land- oder Forstwirtschaft und Ein Achtzigjähriger. Der Krieger- Abweichungen hatten nur einzelne Liquidafrions- ** hat er hieraus die Mittel zur Deckung des notwen- vater Karl Kroh, Gießen, Schottstr. 5 wohnhaft, Pfandbriefe, Stadtanleihen und Jndustrie-Obligatilx digen Lebensbedarfes für sich und seine unterbegeht am heutigen Tag in körperlicher und geisti- nen. Auch die im Freiverkehr gehandelten Renten^ stützungsberechtigten Angehörigen gewonnen, so wird ger Frische seinen 80. Geburtstag. Der alte Herr papiere geigten unveränderte Bewertungen. zur Fortsetzung des Betriebes während der Ein- wuvde in Ostrowo (Provinz Posen) geboren und Im Verlaufe war die Haltung eher etwas fester. Bürgermeisteramt zu beantragen. Die Landräte bzw. berufung anstelle der Familienunterstützung eine ist seit 1888 in Gießen ansässig. Jrn WeltNieg 1915 kursmähig kam dies aber nur vereinzelt in Er» W i r t s ch a f t s b e i h i l f e , die sogenannte Farni- verlor er während der Kämpfe in Galizien seinen Höhungen von etwa 0,25 bis 0,50 v. H. zum Aus- lienunterstützungs-Wirtschaftsbeihilfe, gewährt, so- einzigen Sohn, der beim Inf.-Regt. 224 diente. druck. AEG. 116 nach 115,50, Holzmann insgesamt standes gehört haben. Wenn ein Antrag abgelehnt weit ohne sie die Erhaltung der wirtschaftlichen Lage Mit lebhaftem Interesse verfolgt der Hochbetagte wird, so kann dagegen Einspruch beim Landratsamt des Ginberufenen gefährdet ist. Diese Unterstützung, in triefen Tagen den unaufhaltsamen Vormarsch kurz Wirtschaftsbeihilfe genannt, wird also nicht in unserer herrlichen Soldaten, die auch seine Heimat fren JG.-Farben noch 0,25 v. H. ab aus 159. Don unter den Augen des Führers von fremdem Joch den später notierten Papieren wiesen nur Scheide» befreien und zurückführen in unser Großdeutsch- land. Dies noch erleben zu können, dürfte das müssen beim Arbeitsamt angefordert werden, welches Landarbeitern usw., die für längere Dauer einge- schönste Geburtstagsgeschenk sein, das dem Krieger- ! Beachten Sie bitte meine Schaufenster! Modehaus CARL NOWACK GIESSEN AM das bekannte Spezialhaus für Stoffe und Fertigkleidung Täglich Eingang von Neuheiten! grop! 5875 A General vertrieb Baums & Treibig sind führend Allen Verlobten u.c und zukünftigen Eheleuten U N I VE R S ITÄTS - CAFE . GIESSEN in Gießen und Umgebung gewidmet Inhaber: Fritz Vogel ist das vornehm ausgestattete, Samstag, den 9. 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Ritter« Außerdem wurde« 6567, Gewinne zu je 150 NM. gezogen, > „Lebewohl. 80409 336633 211676 231733 267739 355714 135028 236412 290454 299482 342979 16837 27299 45502 70921 86369 105116 132339 140976 163252 189733 224273 244365 268668 291598 326144 358857 207697 240503 296257 329568 358338 220504 211531 283793 299270 335928 106612 134685 170384 204577 222312 247456 292031 325472 381034 5782 17124 29284 48483 61731 71273 80174 17832 37703 54786 79811 5023 19808 42491 55630 84389 196134 238864 292929 306125 165785 229271 254731 342534 392193 13477 23021 36697 51025 68825 200371 230799 260963 345376 143633 192536 210069 232699 281329 302123 340813 394829 28600 100280 126468 138419 157220 185322 211040 234243 266130 287206 317057 352234 378466 149810 238765 290881 304602 354880 109975 135820 141681 166681 191824 224373 249147 275973 294903 333609 359993 209239 269118 298879 331209 111301 137891 190665 207915 225095 267195 294457 329075 385017 305112 313434 319431 369949 374437 387992 126365 134497 136202 152702 162874 176452 188242 204151 209910 225079 239557 250772 267709 287789 300374 313558 328593 343333 354900 363989 375934 386580 398444 102766 126781 134970 142044 153973 164694 178842 192190 205270 216123 228546 240124 255616 274247 291471 300660 315795 329127 343713 359654 365096 376891 386772 399253 120465 136295 147709 180036 206657 231594 264266 284043 313685 350289 367255 107589 129562 135042 144241 156223 165871 180224 193533 205418 217534 230296 241131 257990 275931 292579 302569 316469 329133 344408 360666 369437 377403 387254 12081 20723 1 32697 49410 I 67256 ' 72675 84959 99718 107739 124124 135222 146964 156855 171993 180542 194039 208412 225370 243540 257452 272847 286893 294907 306660 313727 333995 345068 362641 368396 27563 44412 53738 69079 76268 13891 28956 44495 55939 69755 77101 149829 193491 211535 235618 281787 319858 358463 397006 6681 19168 31338 48995 63483 71597 84324 92352 107461 122137 131315 146090 155952 169726 179627 189392 206025 222703 240953 256559 271381 285139 293512 305731 313725 323910 342147 359652 366833 397791 25127 42929 65653 84524 113331 130272 135160 144939 156609 168997 185397 198658 206337 222175 232463 242292 258803 277203 293830 302875 324709 333686 346901 360676 374272 377458 387698 116414 131444 135274 145057 158326 170659 185797 201122 209166 222739 234005 242658 259040 277675 295184 303215 326521 333757 352877 361065 375394 377511 390042 120801 133600 135458 146487 161875 173610 187410 202714 209450 222994 235971 248750 264286 279039 296987 312505 327958 335044 353268 363127 375506 383602 394804 17713 37093 54699 79108 110334 136293 14-4388 171699 203578 225863 253941 283932 301133 337416 362966 91659 104859 120103 128653 141298 154035 164666 178332 188575 202079 213781 238605 252336 269674 285059 292998 302047 312666 323344 340943 356215 365706 392611 44799 95500 122853 152439 197541 214140 238070 288926 324090 359782 399785 27410 32689 46215 51630 73343 77399 4406 14355 29129 47379 60511 70702 78868 12 Gewinne zu 4000 RM. 334102 Hdthioffc von z vu 20 v. 6. erhalten Eie bei wiederholten Aut- nahmen einer Ameta» in jeder Größe und Stromart, auch zur Miete. 552 Gewinne zu . ---- ----- 13739 528 Gewinne zu 300 RM. 17480 17663 24 Gewinne zu 3000 RM. 196525 229325 318906 349784 352414 365798 369373 30 Gewinne zu 2000 RM. 40788 72837 205089 230454 299068 313333 316583 391442 Gelegenheitskäufe in 220518 222970 226658 ------ 241327 247540 111 Gewinne zu 1000 RM. 1791 2439 9633 17183 - -----116059 1 24833 Sümag, Neu-Isenburg 234 Gewinne zu 500 RM. -------- ----- ---- 31239 46001 50480 56688 58919 97526 103205 ------ ------ " ------ 129729 140455 160164 188702 223631 236863 266482 291570 322006 353278 383444 a.: JG.-Farben 159,75 bis Hedem das Seine, dem Hühnerauge ' J „.„nllC.'in............ 3 Gewinne zu 300000 RM. 277999..... 12 Gewinne zu 4000 RM. 75290 77812 86473 9 Gewinne zu 5000 RM. 132134 347719 " ----36071 202550 Betrieb weitergeht. Die Wirtschaftsbeihilfe ist bei dem zuständigen stützung geregelt. Die angedeuteten besonderen Verhältnisse in der Sonst notierten Ü7 ----- 159,25 (160), AEG. 115,50 (116,50), Verein. Stahl Auf dem Gelände der ehemaligen Synagoge — Hindenburgwall Nr. 2 — sind einige Wagen Sand angefahren worden, um ihn den Einwohnern für den Feuerschutz der Dachböden zur Verfügung zu 5. Klasse 1. Deutsche Reichslotterie Nachdruck verboten stellen würde. Diese Einschränkung ist mit vollem Recht aus der 3 Gewinne zu 100000 RM. 395794 3 Gewinne zu 20000 RM. 14633 6 Gewinne zu 10000 RM. 379257 396908 Vermählungsanzeigen bei Brühl, Schulstr.7 96 (96,50), Mannesmann 105,75 (106,13), Deutschs Erdöl 126,75 (127,25), Rheinmetall 115,50 (116), Lechwerke Augsburg 92 (93), andererseits Hoesch 108,40 (108,13), Gesfürel 133,25 (132,50), Siemens 194,75 (194,50) und AG. für Verkehr 107,50 Wine -Mastjhine satzkraft, die mit dem Einberufenen oder den Angehörigen verwandt oder verschwägert ist, eine Wirtschaftsbeihilfe nicht gewährt werden kann, es sei (107,40). Am Rentenmarkt war die Haltung ziemlich 6. Zuwiderhandlungen werden geahndet. Gießen, den 8. September 1939. Gießen Bahnhofstr. 26 Ruf 3700. 1328A zu setzen, die den Antragsteller beraten wird. Ersatzkräfte für die einberufenen Wehrpflichtigen Lebewohl gegen Hühneraugen und Hornhaut. Blechd. (8 Ptiast.) 65 Pf. in Apoth. u. Drog. Sicher zu haben: Ittediz.-Drogerie Hans Hindenburg H. Elges, Seltersweg 68a.— Löwen- Drog. W. KilbingerNilg., Seltersw. 69 eingelegt werden. In diesem Falle empfiehlt es sich aber, sich mit der Kreisbauernschaft in Verbindung Wie alle Zweige der Wirtschaft, muß sich auch die Landwirtschaft auf die Verhältnisse emstellen, in Geschmack in Qualität in Preiswürdigkeit 3 v H. erholt auf 144 bis 145, ferner Westdeufrschg Kaufhof auf 81,50 bis 82 (80,65), dagegen bröckel« Oer Wiederbeginn des Unterrichts in allen Gießener Schulen wird durch die Zeitungen bekannt gegeben Hoben 15 bis 18, Suppenhühner 90 Rpf. bis 1 RM., Tauben, das Stück 60 bis 70 Rpf., Blumenkohl 10 1. Ich weise darauf hin, daß die Amtsträger des Reichsluftschuhbundes ihre Anordnungen zum Zwecke der Durchführung der notwendigen Luftschuhmaßnahmen in meinem Auftrage geben und diese Anordnungen unbedingt zu befolgen sind. 339177 9 Gewinne zu 3000 RM. 40134 116302 229077 30 Gewinne zu 2000 RM. 5514 5732 37710 76306 117407 221655 252410 282350 343829 362840 _ Goldenes Kellern Armband (Andenken) Geg. Belohnung abzugeb. [04211 Döll,Liebigstr.57 wird erneut Sand angefahren. Gießen, den 9. September 1939. 222 Gewinne zu 500 RM. ---------- ---- 17781 18052 22751 24042 24372 31763 38292 41368 ----- 55227 62040 68451 69732 74336 80275 98206 “ ........ 126932 170119 199625 219124 242570 290973 324924 378501 werden. , , . ** Beschränkte Mengenabgabe bei Zigarren. Das Reichswirtschaftsministerium hat anlaßt. Gießen, den 8. September 1939. Aktienmarkt kamen noch kleine Abgaben heraus, wobei es sich im wesentlichen um Liquida- Erwägung heraus gemacht worden, daß in einer Zeit, wo das ganze Volk einer für den anderen einstehen muß, man es von den Verwandten wohl er- angeorbnet, daß die Abgabe von Zigarren nur bis zu 5 Stück an den Verbraucher zulässig ist. markt kosteten: Markenbutter, XA kg 1,60 RM., Matte 25 bis 50 Rpf., Käse, bas Stück 4 bis 10, deutsche Eier, Klasse S 13, A \W_, B 12, C 11%, D 10%, Wirsing, % kg 6 bis 7, Weißkraut 5, noch einen recht sonnigen Lebensabend. ** I n das Reichsnaturschutzbuch eingetragen. Das Naturschutzgebiet Hangelstein wurde in bas Reichsnaturschutzbuch eingetragen und damit unter den Schutz des Reichsnaturschutzgesetzes gestellt. Das Naturschutzgebiet ist rund 43 Hektar machgurken 8 bis 12, Oberkohlrabi 5 bis 8, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 20, Radieschen, bas Bünbel Unb nicht nur von Verwanbten! Es ist selbstver- stänblich, baß bort, wo nun keine Arbeitskräfte vorgestellt werben könnten, bie Nachbarschaft unb wenn nötig das ganze Dorf helfend einspringt, damit der 3. Beim hören von Flakfeuer haben alle Personen, auch ohne daß Fliegeralarm gegeben ist, sofort in den Häusern ober an sonstigen geschützten Stellen Deckung zu nehmen, da die Gefahr der Verletzung durch herabfallende Sprengstücke der Flakgeschosse besteht. die Leiter der Stadtkreise setzen die Höhe fest, nachdem sie die zuständigen Vertreter des Reichsnährwarten kann, daß sie sich untereinander helfen, ohne dafür gleich einen klingenden Lohn zu verlangen. anstatt mit 219 (223) eine stärkere Abweichung auf, sonst hielten sie sich bei 0,50 bis 1 v. H. Für die von der Pferdebeschaffungskommission angekauften Pferde, Bespannfahrzeuge und Geschirre sind die den Besitzern unmittelbar ausgehändigten weihen Leistungsbescheinigungen alsbald an den Pferdevormusterungsoffizier in Gießen, Bahnhofstraße 83, abzugeben. Die Zahlung des Kaufpreises wird von dem Pferdevormusterungsoffizier ver- löhnerinnen. Es gibt viele Fälle, wo im Dorf an sich Leute für die Arbeit da sind, dem Betrieb aber Auf jede gezogene Nummer sind drei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den drei Abteilungen i, n und in ym Gewinnrade verblieben: 3 Prämien zu je 500 000 NM, 3 Gewinne zu je 500 000 NM, 3 zu je 1Ö0 000, 12 zu je 50 000, 12 zu je 40 000, 18 zu je 30 000, 33 zu je 20 000, 126 zu je 10 000, 282 zu je 5000, 342 zu je 4000, 774 zu je 3000, 1491 zu je 2000, 4296 zu je 1000, 9936 zu je 500, .19 854 zu fc.30Q/ 262 818 zu je löQ ZU^ das Geld für den Lohn fehlen würde. Hier vor allem springt bie Wirtschaftshilfe ein. Wenn eine ftänbige Ersatzkraft eingestellt wirb, muß bie Wirtschaftsbeihilfe minbestens so hoch sein wie bie gesamten Lohnausgaben. Bei Tagelöhnern wirb man ben durchschnittlichen Loh na usw and schätzen müssen unb danach bie Höhe ber Wirtschaftsbeihilfe bemessen. 8 bis 10, Spinat 20, Römischkohl 8 bis 9, Bohnen, grün 13 bis 20, gelb 13 bis 18, Unterkohlrabi 20, Feldsalat, Vio 10 bis 15, Tomaten, % kg 12 bis 15, Zwiebeln 8 bis 15, Kürbis 8, Kartoffeln, kg groß. ** Der Wiederbeginn des Unter» Die Jubilarin, bie sich in ihrem Bekanntenkreise allgemeiner Wertschätzung erfreut, bezieht seit über 50 Jahren ben Gießener Anzeiger. Zu ihrem heutigen Geburtstage bringen auch wir unsere herz- jebem Falle gewährt, sonbern nur bann, wenn bie Fortführung bes Betriebes sonst nicht möglich ist. Sie ist in erster Linie gebucht zur Entlohnung von 2. Wegen Gefährdung von Flugzeugen ist das Steigenlassen von Drachen überall verboten. 5 Rpf., 5 kg 40 bis 45 Rpf., 50 kg 3,50 RM., Frühäpfel, kg 15 bis 25 Rpf., Falläpfel 5 bis Leben beschieden; vor zwei Jahren hatte sie als Hochbefragte noch das Unglück, durch Sturz einen Schenkelhalsbruch zu erleiden, der aber in ber Chirurgischen Klinik wieder völlig geheilt mürbe. 4. Hof- unb ©artentote dürfen zur Nachtzeit nicht verschlossen werden, damit jederzeit für die Organe der Luftschuhleitung die Möglichkeit besteht, die Grundstücke zu betreten. 5. Ich weise nochmals eingehend daraufhin, daß die Verdunkelung in jedem Falle durchzufübren ist: auch die Hoflampen sind selbstverständlich zu verdunkeln. Hausbewohner, die gegen die Verdunkelungspflicht verstoßen, haben damit zu rechnen, daß ihnen der elektrische Strom völlig abgeschnitten wird. Vec Bptiker amMhnhofD 85492 88713 89457 100050 102997 104383 108766 115151 117810 124263 126103 127094 136113 139647 140715 148416 148542 150296 158893 162869 163542 173528 174657 175295 185115 185151 186539 195239 196136 202040 211292 211607 212965 228226 228259 232679 246506 247269 252321 259222 260639 265298 276770 278598 280928 288019 292226 292491 297436 299047 300621 308234 311714 311766 314998 318963 319299 337026 337170 337430 348527 352765 355617 363735 363852 364162 368738 389823 390260