Donnerstag, 9. März M9 189. Jahrgang :r. 58 Erstes Blatt 8chen der ensch ahn et* 1672-* Der niederländische Wirtschaftsminister M. P. L. Steenberghe ist zu einem zweitägigen Besuch der Messe in Leipzig eingetroffen. Am Mittwoch besichtigte er die niederländische Kollektivausstellung und weitere Ausstellungshäuser der Messe. Aus Anlaß der Anwesenheit des Ministers veranstaltete der königlich-niederländische Gesandte in Berlin von Haersma de With einen Empfang. gruppen nach Finnland entsenden. Auch Südamerika und Südafrika werden verhältnismäßig stark vertreten sein. Man rechnet damit, daß von der südamerikanischen Westküste aus ein Sonderdampfer direkt nach Helsinki geführt werden kann. Dem Olympia-Quartieramt macht die Unterbringung dieser gewaltigen Besuchermengen Kopfzerbrechen. Eine kleine Erleichterung bedeutet die Tatsache, daß während der Olympiaspiele über 20 Ozeandampfer auf der Reede vor Helsinki liegen werden, die vollständig in den Dienst der Besucher gestellt werden. Sie dienen als „schwimmende H o t e l s von denen aus ihre Bewohner schnell zur Stadt und wieder zurückgebracht werden können. Es ist keinen Augenblick daran zu zweifeln, daß Finnland alles tut, um feinen Olympiagästen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Wie weit reicht Roofevetts Macht? Von Professor Or. $. Schönemann. Präsident Roosevelts aggressives Auftreten der letzten Monate führt ganz natürlich und notwendig zu der Frage, wieweit man sein Verhalten als maßgeblich für die amerikanische S t a a t s f ü h r u n g anzusehen hat. Amerikaner sind geneigt, ihrem Bundespräsidenten auch persönlich das Recht der freien Meinungsäußerung zuzubilligen, können aber leider nicht eindeutig ver- räten, wie etwa wir Deutschen zwischen Roosevelt dem Präsidenten und Roosevelt dem Privatmann unterscheiden sollen. Wann spricht er für sich allein? Wann spricht er für die USA.? Wann ganz privat, wann ganz offiziell? Schon daß man solche Fragen stellen kann, beweist, wie u n b e st i m m t im Grund die Verantwortlichkeit und das Führertum des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika sind. Sehen wir uns seine verfassungsrechtliche Stellung genauer an. Grundsätzlich teilt er seine Negierungsgewalt mit dem Kongreß, auf dem der Hauptton der amerikanischen Regierung ruht. Sie ist kein Parlamentarismus in der englischen Art, nämlich Parteiregierung durch ein verantwortliches Ministerium. Das Kabinett des Präsidenten ist gar kein Kabinett im staatsrechtlichen Sinn, sondern einfach e i n Kreis seiner persönlichen Ratgeber, seiner „Sekretäre" und keineswegs selbständiger Fachminister. Dadurch erschein^ das amerikanische Regierungssystem vom Präsidenten aus gesehen als „persönliche Administration". Der Präsident selbst kommt nicht wie der englische Premierminister aus de.r Volksvertretung, er muß sich auch nicht wie dieser mit der Volksmehrheit stellen. Er braucht nur am Leben zu bleiben, wie man spöttisch gesagt hat; denn während seiner vierjährigen Amtszeit ist er da das Land von seinen Rechten, eine eigene Wahl zu treffen, bisher keinen Gebrauch gemacht habe. In dem Manifest wird daher eine kanadische Erklärung befürwortet, nach der das Land über Kriegführung oder Neutralität allein seine Entscheidungen treffen werde. Das kanadische Parlament könnte bestimmen, daß nur die Kriegserklärung durch den König auf den Rat seiner kanadisch e n Rl i n i st e r das Land zu Kriegsdienst verpflichten könnte. Eine solche Erklärung würde die natürliche Beendigung einer Entwicklung bilden, die das Land zu einer souveränen Nation werden ließ, die mit den übrigen britischen Völkern allein durch die Krone und Gefühle verbunden fühle. Annahme von Anzeigen für die Mitlagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für I mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breite 5ORpf.,Platzvorschrift nach vorh. Dereinbg.25"/» mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemein« nützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzei« gen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche AnzeigenöRpf. Mengenabschlüsse Staffel B geschaffen wird. Der Minister machte bann nähere Angaben über die Neuorganisierung der Panzer-Divisionen. Diese bestanden bisher aus je drei Brigaden zu drei Regimentern bzw. Bataillonen, die teilweise mit leichten Tanks und teilweise mit schweren Kreuzertanks ausgerüstet sind. Der Anteil der Kreuzertanks wird erhöht werden. Dadurch wird es möglich sein, die Zahl der Brigaden in einer Panzerdivision von drei auf zwei herabzusetzen. Die eine bisher bestehende Panzer-Division des stehenden Heeres wird eine ihrer Brigaden abgeben, aus der zusammen mit der neu aufzustellenden Brigade "bie zweite Panzer-Division d e s stehenden Heeres gebildet werden soll. (Eine weitere Panzer-Division befindet sich in Aegypten.) Die Mechanisierung der Armee ist so weit fortgeschritten, daß alle Bewaffnung und Ausrüstung und die Hälfte des Personals der Feldarmee gleichzeitig auf Kraftfahrzeugen befördert werden können. Höre Belisha behandelte schließlich noch Einzelfragen von Bewaffnung und Ausrüstung der Heimatarmee und gab dann als Stärke der gesamten Streitkraft 19 Divisionen an, wobei er Territorialarmee zur Heimatverteidigung und „Feldarmee" unterschied. Charakteristischerweise äußerte der Minister zur Stärke der gegenwärtigen britischen Armee, daß hierbei weniger die Kopfstärke als die Materialausrüstung zähle. Ohne die indische Armee betrage die Kopfstärke der Armee nunmehr 531 000 Mann, der Bedarf an Offizieren sei vollkommen gedeckt worden. Die L a n d st u r m - F o r m a t i o n e n , die zur Zeit 6500 Mann umfassen, werden v e r st ä r k t werden. Im Laufe des kommenden Haushaltsjahres werden 1000 Offiziere und 16 000 Mann der Reserve des stehenden Heeres zu zweiwöchigen U e b u n g e n eingezogen werden, desgleichen etwa 500 Offiziere der Territorialarmee. Während das st e h e n d e Heer trotz besserer Rekrutierungsziffern noch um 16 000 Mann hinter dem Soll st and zurück b l e i b t, hat die Territorialarmee zum erstenmal in Friedenszeiten den Sollbestand überschritten. Die Sollstärke der Territorialarmee wird im neuen Haushaltsjahr auf 250 000 Mann erhöht werden. Der Kriegsminister kündigte für den Kriegsfall eine völlige Neuorganisation und Vereinheitlichung des Rekrutierungswesens für alle Zweige der Wehrmacht an. Der „Daily Telegraph" sagt, es sei eine Erleichterung sowohl für die englische Oeffentlichkeit, als auch für „unsere Freunde in Frankreich", zu wissen, daß ein schlagkräftiges Heer in einem etwaigen europäischen Krieg in England bereit stünde. Die „Daily Mail" erläutert die Eröffnungen des Kriegs- 211 o n t real, 9. INärz (DNB. Funkspruch.) Das Blatt Le Devoir bringt das TNanifest von 74 bekannten kanadischen TNännern aus Wirtschaft, handel und Wissenschaft, in dem betont wird, daß es für die Einheit Kanadas gefährlich wäre und dazu im Widerspruch zu feiner neuen Verfassung stehen würde, wenn eine andere als d ie kanadische Regierung das Land an kriegerischen Verwicklungen beteiligen könnte. Eine wachsende Zahl kanadischer Bürger hatte die Formel von 1914 nicht mehr der Wirklichkeit angepaßt. Es könnten heute allerdings bei fremden Mächten Zweifel über die Haltung Kanadas im Kriegsfall bestehen, auf der anderen Seite fei es ebenso verständlich, daß England mit einer automatisch einsehenden Unterstützung Kanadas rechne, Kanada will selbst über seine Beteiligung an einem Kriege entscheiden. Englands Beitrag zur Sicherheit Frankreichs. Kriegsminister Höre Belisha erläutert im Unterhaus den plan eines britischen Expeditions Heeres. - Lustabwehr und Reserven des Empire. - Motorisierung und Mechanisierung. - Rekrutierungssorgen. rfchetm täglich, außer Sonntags und Feiertags Silagen: Die Illustrierte üetzener Familienblätter eimat im Bild ■ Die Scholle Monatr-vezugsprels: Tiit 4 Beilagen RM.1.95 l hne Illustrierte , 1.80 ] ustellgebühr . „ -.25 lud) bei Nichterscheinen Bon einzelnen Nummern hfolge höherer Gewalt Fernfprechanschlüffe Unter Sammelnummer 2251 nschrift für Drahtnach« chten. Anzeiger Gießen Postscheckkonto: rantfurt am Main 11686 gungen Englands müßte durch die Form des Krieges bestimmt werden. Alle Pläne müßten überdies ständig überholt und geändert werden, je nach dem Wechsel in der politischen Lage. Eine bittere Pille ist eine Anfrage des „Daily Expreß", das Blatt schreibt, Hore-Belisha hat die Zahl der Schiffe geschätzt, die benötigt werden, um unsere Soldaten ins Ausland zu senden. Wie steht es nun aber mit den Schiffen, die unsere Nahrungsmittel heranschaffen müssen? Es hat keinen Wert, Armeen ins Ausland zu schicken, wenn wir an der Heiinat- front geschlagen werden, penn die gesamte Nation marschiert auf ihrem Magen. Eigenartigerweise enthält sich der „Daily Herold" jeder Stellungnahme, da die Arbeiterpartei sich erst in aller Eile schlüssig werden will, welche Linie sie nun beziehen wird. Sie ist solange in der Frage der Unterstützung Frankreichs gegen die Regierung Sturm gelaufen, daß sie nun erst ihren Oppositionsatem wiederfinden muß. Im Unterhaus erklärte der arbeiterparteiliche Abgeordnete Lees-Smith bereits: „Die mit der französischen Regierung gepflogenen Verhandlungen können höchst gefährlich werden. Worauf will man uns festlegen? Die Erklärung Chamberlains, wenn Frankreich das Opfer eines Angriffs würde, müßten wir ihm beistehen, legt uns nicht darauf fest, daß wir nun notwendigerweise Truppen nach Frankreich schicken müßten!" Befriedigung in Paris. Paris, 9. März. (Europapreß.) Die Erklärungen des englischen Kriegsministers Höre Belisha über die Möglichkeit einer sofortigen Hilfeleistung an Frankreich im Falle eines Konfliktes haben in Paris Befriedigung ausgelöst. Die Morgenblättcr heben hervor, daß neunzehn Divisionen im Ernstfälle zur Entsendung nach dem Kontinent bereit ständen. Der,^our" schreibt, zum ersten Male habe ein englischer Minister schon in Friedenszeiten genaue Angaben über die Reorganisationspläne der englischen Landarmee gemacht. Diese Pläne seien von der Absicht getragen, am Tage der Gefahr ein besonders ausgerüstetes Expeditionskorps auf den Kontinent zu schicken, das an der Seite der französischen Armee kämpfen werde. Die „Epoque" nennt die Erklärungen „klar und sehr beruhigend". Die Hauptsache sei, daß England zu Beginn eines Krieges nicht mehr allein reguläre Truppen, sondern auch aus» gebildete Reservisten. nach Frankreich schicken werde. Sehr wichtig sei es auch, daß in England alle Vorbereitungen getroffen seien, damit die Engländer sich sofort nach einem Kriegsausbruch in Massen zu den Fahnen melden könnten. Der „Figaro" meint, zum ersten Male sei die Organisation und die Entwicklung der britisch-französischen militärischen Zusammenarbeit unzweideutig enthüllt worden. Es könne keinen Zweifel mehr über den Maßstab und den Wert des britischen Militärs beistandes geben. 'liiert eine Uebersicht auf die Arbeitsstätte, auf der ‘uiermüblid) und bei jeder Witterung gesprengt, aiLaut, gehämmert und gegraben wird. In das Zeischen der Betonmischer fällt das Geknatter der P-eßluftbohrer — bis August sollen die Arbeiten landet sein. Dicht neben dem Stadion nur wenige Meter vllich, bietet sich dasselbe Bild emsiger Arbeit. Ritten in Wald und Fels wurde hier das Lchwimm- Stadion gebaut. Unaufhörlich fallen die Sprengungen und fressen große Löcher ir den harten Granit. Krane und Greifer schlucken bs losgesprengte Gestein und schaffen für Bassin irib Tribüne Platz. Das Schwimmstadion wird nach fotier Vollendung rund 12 000 Besucher fassen kön- nm. An der Zufahrtstraße zum Stadion liegt die !D effehaUe, in der die Wettkämpfe im »D x e n', Gewichtheben und Ringen statt- ii den werden. Diese Messehalle, in der im ver- qmigenen Mai die internationale Flugzeugausstel- uig durchgeführt wurde, ist die größte Halle hrslsinkis und vermag nahezu 9000 Personen \t fassen. Etwas abseits liegen nur die Schieß - 'kätten in Malm und die Tennishalle im Ü^st-End, in der die Fechtwettbewerbe stattfinden. Siide Kampfstätten sind aber jederzeit leicht durch die günstige Omnibusoerbindung zu erreichen. Be- auders West-End liegt in einer landschaftlich ent- itfenben Lage, bicht hinter bem Schärenkranz, Inatten im Walb. Während den Schießwettbewerben n Malm etwa 10 000 Besucher beiwohnen können, ict die Tennishalle im Westend ein Fassungsver- u .gen für 1100 Personen. An weiteren Kampf- itdten sind noch das Ruder stad ion mit 11500, di Radrennbahn mit 7000, die Ballplätze nri 25 000 und das Reitst ad ion mit 8500 zu invähnen. Järnijärvi, der Austragungsort der 5ü g e l f l u g - Wettbewerbe, gewährt für itthr als 20 000 Menschen Raum. Regatten, Straßenrennen und Marathonlauf Id inen ebenfalls von einer nahezu unbegrenzten Zstucherzahl beobachtet werden. Won den 200 000 Eintrittskarten, die während 'i)r Spiele täglich verkauft werden, fallen etwa 118000 auf die Bevölkerung von Helsinki selbst. Von uswärts kann man vielleicht täglich 110 bis 120000 Zssucher erwarten, davon sind etwa 40 000 Aus- ihber und etwa 70 000 Finnen aus allen Teilen le; Landes. Wenn man dabei die Berliner Erfah- imgen zu Grunde legt, wird sich jeder Ausländer ir-chschnittlich vier Tage in Helsinki aufhalten. So nölt man allerdings die theoretische Pesucherzahl icn 450 000 Personen. Diese Ziffer mag zu hoch griffen sein, denn die Zahl der finnischen f u d) e r aus der Provinz wird nach Schluß der ^.chtathletik-Woche stark zurückgehen. Die Gesamt- p>,l der aus dem Auslande zu erwartenden )lgmpiabesucher könnte man vorsichtig auf 150 000 Zssucher schätzen. Davon stellt den größten Teil |5I! andinavien, vor allem Schweden. Zah- Ilnnnäßig an zweiter Stelle werden, so hofft man, |)i Besucher aus Deutschland stehen, Leien die Besucher aus USA. folgen werden. Beiriders der Besuchter in USA. lebenden Finnen ssy d sehr stark fein. England, Frankreich, Italien, Ungarn und Polen werden ebenfalls starke Besucher- abs. London, 8. März. Kriegsminister Höre Belisha begründete im Unterhaus eingehend den Wehrhaushalt der britischen Armee. Er gab auch eine Erklärung über das Verhältnis Englands zu Frankreich in den sein Ressort berührenden Fragen ab. Höre Belisha knüpfte an die wiederholten Erklärungen des Pre- mierministers an, daß England an der Verteidigung der französischen vitalen Interessen im Notfälle teilhaben werde, und teilte mit, daß man sich in den Besprechungen mit Paris über einen möglichen Einsatz englischer Soldaten zu diesem Zwecke nicht fest gelegt habe. „Es sollten kluge Leute für jede Eventualität bereit sein." Die Art und Weise, wie England einen derartigen Beistand leisten werde, würde weder halbherzig fein, noch auf irgendeiner Theorie der Genfer Verpflichtungen beruhen. Es handele sich um Spezialpläne zur Verteidigung, nicht zum Angriff. Für den Fall eines europäischen Krieges wird in England ein Expeditions he er aufgestellt und ausgerüstet, das aus 13 Infanterie-Divisionen (vier aktiven und neun territorialen), ferner drei motorisierten Divisionen der Territorialarmee, drei Panzerdivisionen (zwei aktive und eine territoriale) und zwei Kampfwagen-Brigaden der Territorialarmee mit zugeteilten So'nderformationen bestehen wird. Die Gesamtstärke der Expeditionsarmee wird danach mehr als 19 Divisionen umfassen. Der Kriegsminister fügte hinzu, daß die Entsendung dieser Expeditionsarmee im Kriegsfälle staffel- weise in vorher festgelegten Zeitabständen erfolgen würde. Zu dem Zeitpunkt, an dem die letzte Staffel England verlasse, würden bereits neue Streitkräfte ausgebildet und ausgerüstet fein. Zum Armeehaushalt erklärte der Kriegsminister, die Heimatverteidigung sei wieder mit zur ersten Aufgabe der britischen Armee geworden. Dies komme insbesondere in der Luftabwehr zum Ausdruck; an Stelle der ursprünglichen zwei Divisionen seien fünf Luftabwehr- divisionen getreten, die noch um zwei weitere verstärkt werden würden, 2,5 Millionen Pfund seien hier für die Anlage von betonierten Geschütz ständen vorgesehen. Außerdem werde ein zentrales Kommando der Luftabwehr und für die Küstenverteidigung geschaffen werden. Zur Vermehrung der Luftabwehrkanonen sei eine.Ausgabe von 30 Millionen Pfund erforderlich. Die ‘ territoriale Feldarmee sei durch die Schaffung dieser Heimatverteidigungsarmee für Zusammenarbeit mit der regulären Feldarmee frei geworden. Höre Belisha machte auch nähere Angaben über die Verstärkung der Küstenartillerie und Flak-Garnisonen in einer Reihe von englischen Kolonien, unter Hinzuziehung der Eingeborenenbevölkerung. Er nannte dabei besonders Malta, Cypern, Ceylon, Hongkong und Singapur. Diese sollen die Anforderungen an den Schutz der Handelsschiffahrt durch die Kriegsflotte herabsetzen. Von Bedeutung ist ferner die Erklärung des Ministers, daß die in Pa- l ä st i n a stehenden zwei Divisionen aus je acht Ba- Finnland bereifet sich auf die Olympiade vor Von unserem B. G -Korrespondenten Helsinki, im März 1939. Von dem Augenblick an, wo die Olympischen ( Ziele 1940 im Juli des vergangenen Jahres v o n * □ 11 o nach Helsinki verlegt worden sind, ] iben die Finnen ihre organisatorische Aufgabe mit e er stillen Entschlossenheit angepackt, die diesem Mfe eigen ist. Die Finnen wollen der kommenden Lympiade ein rein sportliches Gepräge geben, und W Mittelpunkt aller Vorbereitungen steht der Ausbau der Kampfstätten für die Olympischen (tiiele 1940. Sie liegen in schöner Geschlossenheit il nächsten Umkreis der finnischen Hauptstadt. Da ist zunächst die größte und wichtigste Kampf- ifttite, das Finnland-Stadion. Vom Herzen i><7 Stadt in kürzester Zeit mit Omnibussen, Elek- irßchen oder auch zu Fuß zu erreichen, im Stadtteil T ölö, der mit seinen modernen Wohnbauten erst ir den letzten Jahren entstanden ist. Von Nvrd- V«sten reichen die Wälder bis an das Oval des ^«adions und bilden zu dem blendenden Weiß der i^rnpfstätte einen wohltuenden Kontrast. Am ; Juni des vergangenen Jahres ist das Finnland- €»abion seiner Bestimmung übergeben worben. Ein cvggehegter Wunsch ber finnischen Sportwelt ist iimit in Erfüllung gegangen, unb ber 73 Meter hche Olympiaturm würbe zu einem neuen Wahr- chen ber „Weißen Stabt im Narben". Kein H-ensch ahnte bamals, baß wenige Wochen später Tkio die Spiele abgeben und Finnland das Gast- Itni) der nächsten Olympiade werden würde. Don Hute auf morgen entwickelte sich das olympische ffcen, dessen Herz in der Hauptstadt des Landes bssonders sichtbar pulst, am Järnvägstorget, auf bi n Bahnhofsplatz, hat das Organisationskomitee jin Hauptquartier aufgeschlagen, dessen Arbeit im L ichen der fünf olympischen Ringe steht. Von hier ol-5 laufen die Fäden in alle Welt, hier wird ge- Ipinnt, entworfen und vorbereitet, kurzum, hier sillägt das Herz der olympischen Welt. Rlrsprünglich war das Finnland-Stadion nur für etwa 30 000 Besucher geplant und ausgeführt wor- b.m. Nun muß die Kampfttätte das Doppelte d 'fer Besucherzahl aufnehmen können. Die Erweite- ningsarbeiten wurden bereits im vergangenen No- u-mber. in Angriff genommen. Die bisherige Lücke il der Ostseite des Ovals wird ausgebaut, und zu- ivxliche Tribünen wurden errichtet, so daß das ^.ssungsvermögen auf mindestens 60 000 Personen clweitert wird. Ein Blick vom Olympia-Turm ge- taillonen bestehend, unter der Bezeichnung mittel-- Ministers dahin, baß England in einem kommenden östliche Reserve als eine separate Streitmacht Krieg wieder ein gewaltiges Expeditionsheer ent- anzusehen sind, die vom heimischen Nachschub unab- senden werbe. Die Form der militärischen Anstren- hängig sein soll. Es ist ferner zu erwarten, daß in' Indien eine zweite strategische Reserve Gietzemr Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitätzdruckerei «.Lauge in Stehen. Schristleitung und Geschästritelle: Schulftrahe ? Erfahrungen des spanischen Krieges ? Seite das sorvjetisierte Spanien: ersteres mit der Regierungspartei führend wirken. Ministerpräsident ungarischen Lebens" die Verwirklichung der Ideen Göinbös des verstorbenen Ministerpräsidenten G m ka fr n 2 K ö: 1 iSc Kb er int isch an IW $ r>° klar Iq ei G L bi m ei r> größten Teil aus pensionierten Stabsoffizieren. Ihre Parlamentsgruppe umfaßt die drei bisherigen Abgeordneten der aufgelösten Hungaristischen Bewe- l= betrachten, bietet sich uns ein eigenartiges Bild. Auf der einen Seite steht das nationale, auf der anderen Die früheren Ministerpräsidenten Daranyi und Irnredy werden auch weiterhin in der neuen Unterstützung durch die faschistischen Länder, letzteres mit der Unterstützung durch die demokratischen und kommunistischen. Beide Völkergruppen bekämpfen einander Spanien ebenso heftig, wie es die Spanier selbst tun. Warum? Nach meiner Ansicht handelt es sich hier um die Generalprobe für einen Krieg, der die ganze zivilisierte Welt bedroht. Es ist im Grunde das Ringen von zwei Finanz- s y st e m e n. Den Unterschied zwischen ihnen hat Hitler in seiner bemerkenswerten Reichstagsrede vom 3O.Januar 1937 dargelegt. Nach seinem System bedeutet Arbeit Reichtum. Nach dem alten System ist Geld Reichtum und kann wiederum Geld in Form von Zinsen schaffen. 5)er derzeitige Krieg ist darum ein solcher zwischen zwei Finanzsystemen. die .die Welt in zwei feindliche Lager scheiden: die eine Partei hält am Gelde fest, die andere betrachtet Geld nur als eine Anweisung a u f A r b e i t. Was die Finanzwelt dabei in Schrecken setzt, ist die Tatsache, daß der bisherige Erfolg der zweiten Auffassung überraschend ist. Hitler hat nicht mehr als 6 Millionen Pfund Gold vorgefunden: trotzdem hat er sein Land vollständig umgestaltet. Was soll, wenn dies andere Länder nachmachen, aus dem alten System von Anleihen und Staatskapitalismus werden? Es geht zugrunde. Darum kämpfen seine Anhänger, daher kommt der internationale Zusammenstoß in Spanien, und daraus entspringt sicher ein neuer Weltkrieg, wenn die Völker weiterhin die Tatsachen verkennen. Dies ist nach meiner Ansicht die wichtigste Erfahrung aus dem spanischen Krieg. Sie liefert den Schlüssel zu manchen Rätseln. in die kürzlich gegründete „Partei des ungarischen Lebens" vollzog. Zum Vorsitzenden der Partei wurde Baron Ladislaus D a y gewählt. vi Kc ge DD Vc chi bC: gak hoi sstd Mi Wirtschaftsproblem in den nordafrikanischen Kolonien, das den Schlüssel aller anderen Fragen in Nordafrika darstelle. Der Redner setzte sich für eine A n s i e d l u n g der überzähligen eingeborenen Bevölkerung im Nigerknie ein und befürwortete gleichfalls den Bau einer Transsaharabahn, um dem französischen Imperium in Afrika eine „solide Einheit und eine endgültige Sicherheit zu geben. . Staatspräsident Lebrun hielt eine Rede, m der er mehrfach betonte, die drei französischen Besitzungen in Nordafrika bildeten ein Ganzes, wie verschieden auch ihr politisches und verwaltungsmäßiges Regime sein möge. Der Erfolg der französischen Kolonisation in diesen Gebieten würde in Zukunft durch die Vereinheitlichung der Bemühungen unter der Aegide des französischen Mittelmeer- Komitees garantiert werden. Das französische Mutterland habe während der Septemberkrise das klare Gefühl gehabt, Frankreich könne immer mit der Ergebenheit der nordafrikanischen Bevölkerung rechnen. Diese Bevölkerung habe sich während der letzten Krise eng um die französische Fahne geschart und das Versprechen der jederzeitigen Hilfe gegeben. Lebrun führte dann eine Aeußerung des Beys von Tunis an, wonach sich die Tunesier im Notfälle um Frankreich scharen würden. Der Staatspräsident stellte diese Erklärung als eine Art Volksabstimmung hin und trank dann auf das Wohl von „Algerien, Marokko und Tunesien, vereinigt unter der Aegide Frankreichs und der Republik". nat bekannt wurde, daß Lallender nicht auf der Reiseroute der Besucher liegen würde, ging durch die französisch-blütige Bevölkerung ein Schrei der Entrüstung. Daraufhin lud die Regierung von Ontario das Elternpaar mit den Fünflingen nach Toronto ein, wo es im Gouverneurpalast wohnen und dem König vorgestellt werden sollte. Diese Einladung ist nun von dem Fünflingsvater und dem betreuenden Arzt Dr. Dafoe zurückgewie- s e n worden. Sie bestehen darauf, daß das Königspaar den nunmehr fünf Jahre alten Fünflingen in Callender einen Besuch abstattet. Vor Neuwahlen in Llngarn. Die Umbildung der Regierungspartei. Budapest, 8. März. (DNB.) In Gegenwart des Ministerpräsidenten und der Kabinettsmitglieder hielt die Regierungspartei eine Konferenz ab, die nunmehr auch formell die Ueberführung der bisher unter dem Namen „Partei der nationalen Einheit" wirkenden Regierungspartei Oer plan -er Transsahara-Bahn. Lebhafte Debatte in politischen und wirtschaftlichen Kreisen Frankreichs Der Generalstabschef befürwortet das Projekt. „Camerlenao", Kämmerer der römischen Kirche, ei' nannt wurde. Der jeweils neugewählte Papst pflegt Franco blockiert die rotspanische Küste Aalionalspanische Ll-Boote kreuzen im Gebiet von Cartagena. 1 fiir d Wllu Willig sDiin iDie k r* fcßrul 11(115 iiuni1'1 g: üanbi flljorih 1 jUit Wah n sächlich die Häfen von Barcelona, Palma auf Mallorca und Malaga vorgesehen sind. Heue Kommunistenkämpse in Madrid. Burgos, 9. März. (Europapreß.) In der Nacht zum Donnerstag ist eine neue Sendung des Rundfunks „Union" Madrid aufgefangen worden. Daraus geht hervor, daß die kommuni st ischen Elemente, die bereits ihre Unterwerfung angekündigt hatten, sich erneut gegen die M i - lizen Miajas erhoben haben. — Zahlreiche Deserteure aus Madrid, die bei Einbruch der Nacht zu den Nationalen überliefen, sagten aus, daß alle wichtigen Punkte in Madrid von Miaja beherrscht würden. Die Kommunisten hätten sich in die südlichen Stadtteile geflüchtet. Nach Meldungen aus Lissabon sollen die Kommunisten zur Täuschung die weiße Flagge gehißt und dann mit verheerender Wirkung das Feuer auf ihre Gegner eröffnet haben. Die Kommunisten sollen reichlich mit Waffen und Munition versehen sein. aus Anlaß des zehnten Jahrestages der Lateran-1 vertrüge ein Konsistorium abzuhalten, und dab" neue Kardinäle zu ernennen. Die anhaltende schwere Krankheit des Papstes ließ es nicht dazu kommen ■ Der verstorbene Papst hat während seiner 17jähr- gen Amtszeit insgesamt 71 Kardinäle ernannt, ücü denen 19 nicht mehr am Leben sind, 12 Kardinale führen ihre Ernennung noch auf Papst Benedikt XV zurück. ♦ Vatikan st adt, 8. März. (Europapreß.) Vorbereitungen für die am kommenden Sonnte stattfindende Krönung Pius XII. nehmen ihren Foft' gang. In der Peterskirche werden Tribünen P- die Verwandten des Papstes, den Malteserorden. den Adel, das Diplomatische Korps und die 3°™’ reichen fremden Missionen errichtet. In vatikanisch jj Kreisen wird mit besonderem Interesse vermerk daß Präsident Roosevelt als Vertreter der 2?er einigten Staaten den Londoner Botschafter Ker' n e d y nach Rom schicken wird. Roosevelt hat diese/ Entschluß mit seiner persönlichen Bekannt schäft mit Pius XII. Begründet. Anläßlich du Eucharistischen Kongresses 1936 in Philadelphia Prt das erste Konsistorium zur Ernennung vo > neuen Kardinälen zu benutzen, teils um da- Kollegium zu ergänzen, teils um Persönlichkeiten seines besonderen Vertrauens heranzuziehen. In Jahre 1938 sind insgesamt fünf Kardinalssitze burd) Todesfall freigeworden. Noch gegen Ende des gangenen Jahres war geplant, im Februar 193) i neuen Partei zum Reichsoerweser und zur Verfassung. Er bot dem Innenminister an, zur Ueber- wachung der Tätigkeit der neuen Partei behördliche Organe in die Parteilokale zu entsenden. Karpatho-ukraiuische Proteste. Gegen die Amtsenthebung Revahs. Prag, 9. März. (Europapreß.) Die Spannung, die in der Karpatho-Ukraine durch die Amtsenthebung Ministers Revay und durch die Vereinigung der wichtigsten Aemter der Landesregierung in den Händen des Generals Prchala hervorgerufen wurde, findet ihren schärfsten Ausdruck in den Protesttelegrammen, ine am Mittwoch der Vorsitzende der Landesregierung Do los in an den Präsidenten der Republik, den Ministerpräsidenten Beran und den Außenminister Chvalkovsky gesandt hat. In diesen Telegrammen heißt es: „Zur Ernennung der neuen Regierung erkläre ich, daß ich nicht mein Einverständnis zur Ernennung eines Ministers nichtukrainischer Nationalität gegeben habe, weil diese Ernennung ein Mißtrauensvotum gegen das ukrainische Volk und eine Verletzung der gesetzlichen Bestimmungen darstellt. Ich stelle fest, daß der Gegensatz zwischen der ukrainischen Bevölkerung und der Beamtenschaft tschechischer Nationalität die Folge her Ernennung des Generals Prchala zum Minister der Karpatho-Ukraine ist. Diese Ernennung ist durch keinerlei politische Notwendigkeit begründet. Wir fühlen uns am meisten dadurch getroffen, daß bas Innenministerium ohne meine Zustimmung einem Ausschusses für Nordafrika (Comite De llllfrique du Nord) fand ein Bcmkett statt, das durch die Anwesenheit des Staatspräsidenten eine besondere Note erhielt. Der Vorsitzende des Ausschusses, (Sabotier, befürwortete die Schaffung eines der Ministerpräsidentschaft anzugliedernden Oberkom- missariats, für die Lösung aller Nordafrika interessierenden Fragen und behandelte sodann das sich, die Idee aber bleibe unverändert. Die Gesetzgebung müsse sich immer dem Willen der Nation anpassen. Die politische Richtung und die politische Organisation müßten für diejenigen, die eines Sinnes feien, einheitlich fein. Der Ministerpräsident wies darauf hin, daß innerhalb eines Jahres das Mandat des Reichstages ab- laufe. Es werde daher durch die Wahlen zur Aeußerung des politischen Willens kommen. Dem ungarischen Parlament gehören 261 Abgeordnete an, wovon die Regierungspartei jetzt 120 und die ober- ungarischen Abgeordneten 16 Sitze innehaben. Das liberale Organ „Az Eft" glaubt, in der Umbildung der Regierungspartei und ihrer obersten Leitung den e rft e n Schritt zur Vorbereitung der Wahlen erblicken zu können. Es behauptet, die gegenwärtige Kräfteverteilung im Parlament berge die Notwendigkeit in sich, eine gesunde Regierungsmehrheit auf dem Wege von Neuwahlen zu suchen. Das Blatt will erfahren haben, die Wahlen würden nach der parlamentarischen Erledigung der Judengesetzgebung und der Bodenreform Ende Mai oder Anfang Juni stattfinden. Der Führer der kürzlich aufgelösten H u n g a » ristenpartei, Abgeordneter Hubay, kündigte im Abgeordnetenhaus die Gründung einer neuen rechtsradikalen Partei, der „Pfeilkreuzpar- t e i", an. Der Vorstand der Partei besteht zum tischen Angelegenheit. Jedoch die Exekutivgewalt in der auswärtigen Politik berührt das unwesentlich. Aller Verkehr mit fremden Nationen ist dem Präsidenten verfassungsmäßig unterstellt. Nur dem Kongreß ist das Recht gegeben, Krieg zu erklären, während Präsident und Senat zusammen die Macht besitzen, Frieden durch Verträge zu schließen, lieber andere Befugnisse wie Erklärung der Neutralität, Vertrags- kündigung, Anerkennung neuer Regierungen schweigt die Bundesverfassung. Das erlaubt einem energischen und ehrgeizigen Präsidenten eine beliebige Er-! Weiterung seiner diplomatischen Geschäfte und außenpolitischen Macht und läßt sogar zu, wie wir im Fall Roosevelts sehen, daß die Außenpolitik der Vereinigten Staaten willkürlich auf Friedensstörung und unberechtigte Einmischung in europäische Politik eingestellt wird. Die kanadischen Fünflinge und das englische Königspaar. Lallender (Ontario), 8. März. (DNB.) Stürmische Auseinandersetzungen, die für die Gegensätze zwischen den Kanadiern französischer Ab- IV, i gr' I tön I Ian : po ' M- an. 1,2 ftammung und dem angelsächsischen Teil der kanadischen Bevölkerung kennzeichnend sind, bewegen die Oesfentlichkeit des Dominions. Sie hängen zusammen mit dem bevorstehenden Besuch bes _o „_r , , , englischen Königspaares und beschäftigen Graf Teleki betonte, daß auch die „Partei des sich mit der Frage, ob und wo das Herrscherpaar die' ~ ' ••••** Sehenswürdigkeit Kanadas, die Dionne-Fünf-,— .............. ............................... o________ „ finge besichtigen wird, Als vor etwa einem Mo-1 anstrebe. Nur die Formen und die Leiter änderten gung. Abgeordneter Hubay betonte die Treue der Minister nichtukrainischer Nationalität zugeteilt * wurde. Zur Beruhigung der außerordentlich gereizten Bevölkerung verlange ich dringend, daß bas Ressort des Innenministers beimVorsitzenden der Regierung belassen wird." Die Führung der Karpatho-Ukrainische! Einheitspartei trat am Mittwoch zu einet Beratung zusammen, an der sowohl die Abgeordneten des karpatho-ukrainischen Landtages als auch das Kommando der Sic teilnahmen. Es wurde gleichfalls die Absendung von Protesttelegrammen beschlossen. Löhne und Preise in Mien. Ein Beschluß des zentralen Korporations« ausschusses. Rom, 8. März. (Europapreß.) Der Zentrale Korporationenausschuß hat im Palazzo DeneziL unter dem Vorsitz Mussolinis nach einem Vortrag, des Korporationenministers beschlossen, gewissen Arbeitnehmergruppen in der Landwirtschaft, Handel und Industrie für die seit 1929 eingetretene Er- Höhung der Lebenshaltungskosten einen Lohnausgleich zu gewähren. Diese Erhöhungen werden mit der Steigerung der Preise- und Lebenshaltungskosten feit dem Iahrh 1929 sowie mit der Zweckmäßigkeit, die national Produktion durch eine gerechte Vermehrung der Kaufkraft der Arbeiter 311 heben, begründet. Die Lohnerhöhungen sollen am 20. Jahrestag der Gründung der Kampf-Fasci, d. h. am 23. März, in Kraft treten. Nach der Verlesung der Abkommen lenkte Mussolini die Aufmerksamkeit des Zentralen Korporativ nenausschusses auf die Notwendigkeit, die Preise auf ihrem gegenwärtigen Stand festzuhalten und j e bi spekulative Preissteigerung z u verhindern. Der Ausschuß nahm eine Entschließung an, in der dem Korporationenminister, den Korporationen und allen Verwaltungsstellen zur Pflichü gemacht wird, durch schärfste Ueberwachung und entschlossenes Handeln dafür zu sorgen, daß auf bie Lohnerhöhungen nicht eine ungerechtfertigte Erhöhung b e r Lebenshaltung s° kosten folgt. Zu diesem Zwecke machte es bei Ausschuß allen Zweigen der Erzeugung unb bes Hanbels zur Pflicht, für die Festigkeit bei Preise zu sorgen, die die einzige Bürgschaft fütr eine gesunde Entwicklung in der Produktion und bei nationalen Wirtschaftspolitik gegenüber dem Aus- lanbe darstelle. Papstkrönung und erstes Konsistorium. Nachdem schon bei dem Konklave mancherlei! Neuerungen der vatikanischen Tradition auftrafen. wird auch die feierliche Krönung des Papstes am kommenden Sonntag vom alten Herkommen abwei chen. Das sehr umfangreiche kirchliche Zeremoniell des vorangehenden Gottesdienstes, der insaesanu etwa fünf Stunden beansprucht, wird beibehalten Neu ist aber die Verlegung des eigentlichen Kr> ; nungsaktes aus dem Innern der Peterskirche ’ auf bie große Loggia der Frontseite. ■ Petersdom selbst faßt 45 000 Menschen. Der PlaH vor der Fassadenseite zwischen den in weiten Bogm ausholenden Kolonnaden dagegen bietet einer weit ‘ größeren Menschenmenge Raum. Sie wird unmittel'» ' bar dem eigentlichen Krönungsakt zuschauen können; • Schon in naher Zukunft dürfte dann Papit ' Pius XII. fein erstes Konsistorium, d. h. eint : Sondersitzung des Kardinalkollegiums leiten. Mai 1 vermutet, daß dieses Konstiftorium am 1. April statt' findet, demselben Tage, an dem vor vier Jahren 1 der damalige Kardinalstaatssekretär Pacelli 311H jtbe in tl tftott) nö e t Miß Ifct kW! igwi iyu' LE" rmev lohn i$ul n nisc n nie> ff sich i in ' ZEr IN sicher. Weder ein Mißtrauensvotum des Kongresses noch die völlige Ablehnung durch die Volksmehrheit beseitigt ihn. Daher fehlt ihm die volle Verantwortung vor Volk und Volksvertretung, und er fitzt als eine Art Autokrat im Weißen Haus. Das amerikanische System hat weiter, so merkwürdig das bet dem allmächtigen politischen Parteibetrieb klingen mag, keinen Platz für den großen m^ris 8. März. (DNB.) Im Kriegsmarineaus- P art ei führ er. Der Bundespräsident soll es'schuß der Kammer hielt der Abgeordnete Mort- auch nach dem Sinn der Verfassung bestimmt> nicht ^aud ein interessantes Exposö über die Dertet- fein. Wohl nimmt der nominierte Präsidentschafts- k t q u n q e s französischen Kolonial- kandidat die führende Stellung in seiner Partei em, wobei der Abgeordnete die dringende deren Wohl und Wehe von feiner Wahl abhangt. Notwendigkeit des Baues einer Transfahara- Einmal gewählt, verteilt er an sie die „Beute m L Q h n unterstrich. Mehrere andere Ausschußmit- Gestalt von Aerntern und staatlichen unb halbftaat- qliei>cr erklärten sich ebenfalls für den Bau der lichen Stellungen, ja muß auf die Jnteresfen und foer von erstrangigem strategischem Interesse die Zukunft der Partei bei aller inneren und sogar I die Landesverteidigung Frankreichs und Fran- öfter bet der äußeren Politik Rücksicht nehmen. ZIber ,0^=21 frifas fei. Auch auf einer Sitzung des Vernicht einmal feine eigene Partei ist ihm wahrend ,[)(mbe5 großer französischer Häfen, kam dieses Proseiner Amtszeit politisch sicher, und zwar wieder . zur'Sprache. Neben zahlreichen parlamentari- auf Grund des amerkanischen Systems. (Em Drittel ,, unt) wirtschaftlichen Vertretern nahm an der des Bundessenats und das ganze Repräsentanten- Lamuna bezeichnenderweise auch der Generalstabshaus erneuern sich nämlich durch die Wahlen auto- $ecrc5f General Georges, teil. Nachdem matisch alle zwei Jahre. aue Vorteile des Baues der Trönssaharabahn dar- Solche Wahl hat schon oft eine klare ^egterungsH , . roaren und vor allem auf die strategische Be- mehrheit zerstört und damit dem Regierungschef die k^^q bierer Verbindung hingewiesen worden feste Stütze seiner Politik genommen. .Theoretisch! ar €'rflärtc General Georges sein völliges Ein- dleidt er nach wie vor an der Spitze feiner Partei, k^st'ä^uis mit einer möglichst schnellen Dur ch- die ihm aber praktisch nichts nutzt: weder im Kon- k Ehrung des Bauprojektes, das für die Landesstreß noch überhaupt für ^ne Polit^ Er kann ! ^teidigung unerläßlich sei. sogar durch eine besonders unglückliche Wahl binnen Anläßlich des 14. Jahrestages der Gründung des zwei Jahren ein Führer ohne G e folg - - .9 — ------t-!‘- schäft werden, wie es den Präsidenten Wilson und Hoover zu ihrem großen Schaden geschah. Auch^ Roosevelt hat so durch die letzten Novemberwahlen eine genügend große Einbuße an Sitzen im Kongreß erlitten, um vermehrte Schwierigkeiten für seine gesamte Innenpolitik zu spüren. Das erklärt teilweise seinen lauten Ton in der Außenpolitik. Da er an eine zweite Wiederwahl denkt, muß er den Verlust an Volkstümlichkeit im Innern durch ein außenpolitisches Spiel wettzumachen suchen, und das tut er eben in der erfolgversprechenden Richtung durch Diffamierung der „autoritären Staaten" und ihrer „Kriegsdrohungen". v m . Nun soll die Exekutive nur ein Zweig der Regierung sein, und neben ihr stehen gleichberechtigt die. TimffDrudi l Die beiden anderen Gewalten, d. h. der Kongreß Burgos, 9. Marz. (DNB. Funkspruch.) Sie und das Oberste Bundesgericht. Davon nattonalfpanifche Marineleilung gibt bekannt, daß kann dieses Bundesgericht ein scharfer Dorn in derk^ gesamte rotfpanifche Küste, also der Seite der Exekutive sein und mit berufe I ^^lmeerküstenstreifen zwischen Sagunt und Adra Verfassungswidrigkeit ihr ganzes politisches unp 1 1 . c soziales Programm über den Haufen werfen. Auch bei Almeria, für ,ede Schiffahrt und Schiffe gleich das hat Roosevelt deutlich zu fühlen bekommen, welcher Ration und welcher Art der Ladung g e - und den großangekündigten Gegenangriff gegen den ,pcttf wird. Kein ausländisches Schiff darf sich -Öx g-SL °h°- -sprechend- * n.UonW« seitdem durch klügere Formulierung der Bundes- Hören dem genannten Kustenstreifen auf weniger gesetze bundesgerichtlichen Eingriffen vorgebeugt. a|5 drei Meilen nähern. Die internationale Schiff- Aber zeigt der Präsident die Schwächen des ame= Eiter darauf aufmerksam gemacht, dah Sebte, uon Cartagena und KapPa.aP ua.ta- artige Machtvollkommenheiten. Prak- nale A-Boote kreuzen, welche Anweisungen tisch kann er bedeutend mehr Initiative entwickeln, hoben, jedes ausländische Schiss zu ver- als es die Staatstheorie zuläßt. Schon kraft ferner c^nken, welches die Drei-Meilen-Zone verläßt. Dielköpfigkeit gegenüber hat er den Vorteil d c s laufen beabsichtigen, muffen vorher dazu die Er- einen ,Haupts der Nation". Tatsächlich laubnis der nationatspamfchen Behörden emho- kann der'Präsident den Volkswillen einfach und len. hierzu ist erforderlich, dah sie zunächst einen machtvoll ausdrücken und sogar über den Kongreß nationalfpanischen Hafen anlaufen, wofür Haupt- Hinweg durchsetzen. Denn viel weiter als die Volks-1 Vertretung reicht in Amerika der Dolkseinfluß, da ja die Souveränität beim Volk und nicht bei der Regierung liegt. Die Amerikaner waren nie zufrieden mit einem reinrepräsentativen System, sie woll- noch °°-k-tümli^r-n Einfluß auf ihr- B°lk-v°r. ^^°°il- 'Lrkämpfkr der lanfmaf^Tm Präfid-nt Ro°s-v°li ist durch feine ungewöhnliche W°lttri-g. HÄ m der^ Eenkanifchen Fach- Rede- und Schriftwendigkett fchnell beim Volk be- fassung über den Bürgerkrieg in Spanien hebt aeworden, zumal er sich des Rundfunks fehr iufammenaefaftt Dabei führte er u. a. aus: ^?V°,?g-rad°zu^ne perfönUche Kunst und -°nnte hiilt an den beiden folgenden Grund- durch das Radio viele Millionen in den Bann seiner ' »en ff . Kameraden im Stich KTbLÄ Darum oe^mte er im Herbst 1936 di? Geleges und die Bu^de-g^tzk iLch' nach Belieben durch- h-", Madrid -mzunehm-n bognach ttÄxÄ MX » F «« so gewogen. A G°bi°te hinier : «amfffroni: ,1.. beton« Statt itnnfpn binausaeben unb das Anwachsen des zwi-1 ^ne l^utscheidungsschlacht anzustreben, behalt er schenstaatlichen Handels und Verkehrs hat von selbst ^^rnd einen entscheideiGen Endsieg lm Auge, mr Stärkuna der ^entralgewalt geführt. Henn der letzte Schuß m diesem Krieg gefallen ist, Andererseits hat schon die regionale Aufteilung des k,önnemRuhe, Gesetz undoOrdnung^^Mchen. Franco ganzen Riesenlandes eine Z u s a m m e n a r b e i t ^t m der gegebenen Lage nach meiner ^lusicht benachbarter Glied st a a t e n gebracht. Na- durchaus recht. Er vergißt me, daß er den „F r i e- turkatastrophen und Wirtschaftsnöte haben den Zu- J] gewinnen muß, denn em Bürgerkrieg kann sammenschluß gefördert. Endlich haben sich auch vicht durch einen Friedensvertrag abgeschlossen schon seit einiger Zeit die Gouverneure aller 33uns narben... . desstaaten hin unb roieber zusammengefunden, um I Wenn mir den Krieg in seinen großen Zugen allen gemeinsame Fragen und Aufgaben zu er- ’örtern. Das hat gelegentliche Vorstellungen bei der Bundesregierung ergeben und vielleicht einen wirklichen Druck in der einen oder anderen innenpoli- Die Aachwuchsnol der akademischen Veruse tei und Staat. t deniW ie MM Veinuh sehen. * Das Lolk, beiter - ollen mA Ministerpräsident Göring in San Remo. ilien, rratio»! die Gemeinschafisidee unseres Reiches. NSG. Auf einer Tagung der Gauamtsleiter und K r e i s l e i t e r des Gaues Hessen- Nassau auf der Gauschulungsburg in Kronberg sprach der Leiter des Hauptschulungsamtes, Stellvertretender Gauleiter Schmidt, über das Thema „Der gegenwärtige Standort der nationalsozialistr- schen Bewegung als geschichtlich revolutionäre Idee . Einer besonderen Betrachtung wurde hierbei als Gemeinschaftsbegriff die Idee der universellen K i r ch e, die Idee der Menschheit und die Idee des Volkes unterzogen. Dos Volk als die der Verkehrs ausfallen, die entweder in den künftigen Nordbahnhof oder den Südbahnhof einmünden. Die bisherigen Fernbahnhofe Charlottenburg, Zoologischer Garten, Friedrichstraße, Alexanderplatz und Schlesischer Bahnhof werden mit ihren Ferngleisen ganz dem inneren Ringverkehr zur Verfügung stehen; die Bahnhöfe Potsdamer-, Anhalter-, Gör- litzer- und Stettiner Bahnhof verschwinden. Sämtliche Fernzüge laufen entweder in den Nord- oder den Südbahnhof ein, die beide wieder miteinander unterirdisch verbunden sind, so daß ein Umsteigen bei Fahrten z. B. von Nord- nach Süddeutschland in Berlin nicht in Frage kommt. * Auswärtige begreifen vielfach nicht die Liebe der Berliner zum Grünewald, der mit seinem zum Teil stark überalterten Baumbestands und in seinem jetzigen Zustande für den Fremden wenig Reizvolles bietet. Aber es ist immerhin ein „Wald", der sich bis in die Stadt hineinzieht, in dem sogar Wild angetroffen wird, und der nicht arm an verborgenen Schönheiten ist — abseits des Hauptverkehrs. Emst war er ein stattlicher Mischwald und das soll er, nach dem Willen des Führers, auch jetzt wieder werden Am 20. April, dem Geburtstag des Führers, wird der erste Spatenstich für die U m g e st a l t u n g des Grünewalds erfolgen. Die zum Teil 150 bis 170 Jahre alten Bäume werden, soweit sie schon nicht mehr lebensfähig erscheinen, verschwinden und dafür junge Laubbaume dem bisher ernsten Waldbild eine freundlichere Note geben. Drei Hauptwege werden sich durch den Wald ziehen, dazu ein dichtes Netz von Pfaden. Allmählich wird aus einem mittelmäßigen Forst ein schöner Waldpark entstehen mit reizvollen Lichtungen, Liegewiesen, Teichen usw. Noch an anderer Stelle entsteht ein neuer Volkspark: in der Hasen hei de. Der alte Park mit seinen Veteranen von Eichen, Buchen, Linden uno Ahornbäumen entstand einst durch die Kunst eines Gärtners auf einer sandigen Wildnis. Nun soll er eine Erholungsstätte mit einem klemen See, Planfcy. decken, Kinderspielplätzen und vielen neuen Wegen werden. m ßo|j : Erhöhe j r Pr/jc ' Ministerpräsident Generalfeldmarschall Göring weilt zu einem Erholungsaufenthalt mit seiner Gattin in San Remo, wo ihn unser Bild beim Spaziergang zeigt. — (Scherl-Bilderdienst-M) tat IK werde die bequeme Dusch-Ecke immer bedeutsamer, zumal das zweckvolle Duschen im Rhythmus ,warm — kalt, warm — kalt" eine die Leistungsfähigkeit steigernde Wirkung habe. Vom 23. bis 25. September 1939 wird in Stuttgart eine Tagung „Baden, Gesundheit, Leistung" stattfinden. Kleine politische Nachrichten. Der Führer und Oberste Befehlshaber empfing die Oberbefehlshaber und Kommandierenden Generale und Admirale der drei Wehrmachtsteile mit ihren Damen m seinem Hause zu einer Abendtafel. Auf Einladung des Reichsorganisationsleiters und Leiters der Deutschen Arbeitsfront Dr. Ley besucht der Präsident der italienischen Industriearbeiter- Conföderation C i a n e t t i vom 9. bis 16. März Deutschland. Die Reise wird in Bayreuth ihren Ausgangspunkt nehmen und über Eger nach Aussig führen,. Weiter werden Reichenberg, die Reichshauptstadt, Stettin, die Ordensburg Crössinsee und industrielle und landwirtschaftliche Musterbetriebe in Schlesien besucht werden. Ferner ist auch eine Besichtigung der Stadt des KdF. -Wagenwerks bei Fallersleben vorge- 'ntte Mck KorpoW j e Preise ec unb feit: ZU oer tschließM en Korps int M'j io, wtto a- afo auf > rechts altunp achte ee t- mg uni i gleit ii türgschch'' ttion unb' r dem t sich ein Haus der ganz besonderen Gunst aller Deutschen erfreuen, wird doch in ihm auf die alte Wunschtraumfrage „Wie bleibe ich schön? die rechte Antwort gegeben. Es ist das Haus der künftigen FachschulederdeutschenFriseure. Mei- ter, Gesellen und Lehrlinge werden dort m großen, weiten und lichten Sälen in die Geheimnisse der modernen Schönheitspflege eingeführt werden. Dort werden schwarze, braune und blonde Haare die herrlichsten Dauerwellen schlagen oder aber sich zu einer anderen Farbe „bekennen". Alle Register der Kosmetik werden in diesem Hause gezogen werden, das von den „Wohlgerüchen Arabiens" durchstromt sein wird, weil sich selbst die hohe Wissenschaft der Chemie in den Dienst der Parfümkunde stellt, damit die gelehrigen Schüler späterhin den vollkommensten „Parfümkundendienst" verrichten können. Uno — als handele es sich um eine Hochschule für Musik — sogar Harmonielehre wird in diesem Hause Saarlandstraße 56 gelehrt werden, die Lehre nämlich von der Harmonie zwischen Kleidermode und Haartracht. Die auswärtigen Hörer dieser Fachschule — 80 an der Zahl — werden wie in einem Internat wohnen, weshalb das Haus auch die notwendigen Wohn- und Aufenthaltsräume aufweisen wird. Klimaanlagen und Durchlüftungsanlagen werden eingebaut wie auch für blendfreie Beleuchtung in allen Arbeitsräumen gesorgt werden wird. Blendfreie Beleuchtung? Nun, nach allem, was man von diesem Haus der Schönheitspflege hört, wird es selbst den geschicktesten Beleuchtungstechnikern nicht möglich sein, völlige Blendfreiheit herzustellen,-- weil Schönheit, die man derart hegt, zu leuchten und zu blenden pflegt! * zusätzlich einige tausend Abiturienten gewonnen werden könnten. Der Befehl des Reichsstudenten- ührers, das Langem ar ck-Studiu m auf 1000 Teilnehmer auszubauen, werde einen wichtigen Beitrag darstellen. Eine dritte Möglichkeit biete die vom Reichserziehungsminister neu geordnete Zulassung zum Studium ohne Reifezeugnis. Der neue Beratungsdienst im Reichsstudentenwerk habe uie Mission, den Gedanken der Auslese in den Vordergrund zu stellen, zumal die lange Ausbildungsdauer für akademische Berufe bei Fehlleitung besonders schwere Verluste für den einzelnen und die Gesamtheit mit sich bringe. Vor allem sei zur Steuerung der akademischen Nachwuchsnot eine weitgehende Vermehrung der Förderung s- mittel notwendig. Von Fachmännern sei die Zahl der Abiturienten, die aus Geldmangel nicht zur Hochschule kommen, auf 35 bis 40 v. H. der nichtstudierenden Abiturienten eines Jahrgangs geschätzt worden. Der Erlaß zur Kürzung der technischen Studiums kündige an, daß 30 v. H. aller Studierenden der Technik kostenfrei gestellt werden sollten. Die verstärkten Aufwendungen der Industrie für Studienbeihilfen müßten aus der Sphäre privaten Mäzenatentums herausgelöst und vereinheitlicht werden. Denn Auslese und Förderung der Begabten seien unmittelbare Hoheitsrechte von Par- Schöpfung am nächsten kommende Idee und damit die sittlich höhere Rangordnung, ist die Gemeinschaf t s i d e e unseres Reiches. Sie verwirklicht sich in der Gemeinschaft vom Blut, Boden, Brot, Ehre, Wehr und Recht, kurz in der germanischen Ordnung unseres Lebens durch den Nationalsozialismus und nicht in der Gemeinsamkeit des Taufscheines und besonderer Teilinteressen. Hier liegt eine der Hauptaufgaben der Partei, auf diesem Gebiet gebe es nur eine Befehlsstelle — eben die der nationalsozialistischen Weltanschauung. Allein diese Befehlsstelle ist der Ausgangspunkt des Aufbaues eines neuen Führer- tums in unserem Volke. Dieses Führertum wird zu beweisen haben, daß es der geschichtlichen Größe Adolf Hitlers würdig ist. — Am Tage zuvor hatte der Gauleiter Fragen aus dem arbeitstechnischen, organisatorischen und propagandistischen Aufgabengebiet behandelt. Einzelne Gauamtsleiter ^hatten zu wichtigen Themen ihrer Einsatzgebiete Stellung genommen. Die Tagung fand mit einem Kameradschaftsabend, zu dem auch die Führer der Gaugliederungen erschienen waren, ihren Abschluß. Baden und schwitzen im Dienst der Volksgesundheit. -a| der damalige Kardinalstaatssekretär Pacelli den ästlichen Stuhl und machte dabei die persönliche Zelmntschaft Roosevelts. Oie belgischen Parteien im Wahlkamps. r Zentra zo rnt Dorp, i, geich fast, N? tretene h Ijdoen. Britischer Stabilisierungsfonds ffür die Tschiangkaischek-Regierunq. London, 8.Mürz. (DNB.) Schatzkanzier Si- mtD n gab in Unterhaus bekannt, daß die Tschiang- Icsschek-Regierung einen Fonds z u r S t a b i l l - liserung ihrer Währung geschaffen habe, der in auf 10 Millionen Pfund stelle. FunfMilllo- iii-n hiervon würden von britischen Banken !? erlii his-, Prain' weil bi; ?s üb, iuchen $ ler Teg|. 9 und k Sota'li 1 Milch. 9 ist tun ndet. $ daß bi ln9 ein? ..Melk uh gen .daß b: 'hendi inisch, ) SU ein «lbgeoch > als a. Es wir legrakM «rüffel 8. Marz. (DNB.) Die Parteien haben utibie Neuwahlen am 2. April mit der Zusammen- tcUng ihrer Kandidatenlisten und der Ausarbei- der Wahlprogramme begonnen. In einer Sit- iun des Generalrats der Sozialistischen Partei au de ein k o m m u n i st i s ch e r V o r s ch l a g , für Briese aus der Reichshauptstadt. Berlin kaust bei A bis 3. - Wie bleibe ich schön? - Der künftige Fernverkehr. Von unserer Berliner Schristleitung. Sehr interessant, ai/ch für den Auswärtigen ist, was in diesen Tagen über die Regelung des künftigen Berliner Bahnverkehrs bekannt geworden ist. Die Stadtbahn, die mit ihrem Nord- und Südring die Innenstadt umschließt, wird in nicht ferner Zukunft überhaupt für die Zuge des Fernes. l Ns, N-l, Iten fr,. ®itfi °lint Drasch Vor den Schranken des Moabiter Strafgerichts spielen sich Tag für Tag, gleichsam am lausenden Band, unzählige menschliche Tragödien ab. Nicht immer sind Verbrechen die Ursachen der Anklagen. Oft sind es hemmungslose Leidenschaften, zunächst ohne kriminellen Hintergrund; oft auch nur harmlose Unbeherrschtheiten, die aber doch irgendwie einen Konflikt mit dem Strafgesetz heraufbeschworen. Wenn, wie jüngst, ein Musiker dem ihm verhaßten Kapellmeister in maßloser Wut den linken Mittelfinger abbeißt, so war dabei anfangs gewiß keine verbrecherische Neigung im Spiel. Gleichwohl wurde aus dieser Hemmungslosigkeit eine menschliche Tragödie, denn der Kapellmeister, ein hochbegabter Geiger, kann nunmehr seinen zukunftsreichen Berus nicht mehr ausüben und steht wirtschaftlich vor dem Nichts. Hier mußte das Gesetz sprechen und em, wenn auch schweres, so doch gerechtes Urteil fallen. Wenn aber, wie ebenfalls vor kurzem in Berlin, em allzu froher Zecher die Straße mit feinem Schlafzimmer verwechselt, sich auszieht und sich m leinen kurzen Unterhosen auf dem Bürgersteig „ins Bett legt, dann gibt es ohne Zweifel eine Tragikomödie, wenn sich nämlich — wie es der Fall war — em Polizeiwachtmeister dem Schlaftrunkenen oder trunkenen Schlafenden zugesellt und es zu einem unerfreulichen Handgemenge kommt! Da nutzt auch keine bittere Reue vor Gericht. Denn, wer sich vorsätzlich oder fahrlässig in einen Rauschzustand versetzt und in diesem Zustande eine strafbare Handlung begeht, dem ist nicht mehr zu helfen, wie sehr auch anfangs das „Auge des Gesetzes" helfen wollte, m das richtige Bett zu steigen. Woraus sich der Satz ergibt: Drum prüfe, wenn du schlafen gehst, Ob du nicht auf der Straße stehst! Zwei Berlinerinnen treffen sich. „Wohin so eilig?" Einkäufe machen!" ,,Wo denn?" ,Erst bei A & F, dann bei DeWe, alsdann will id zu EBAG, vielleicht aber auch ms KdM und ^a? bann ^id Spaß! Hoffentlich schaffst du's!" Welch seltsames Berliner Abc, aus dem wohl nur berliner und Berlinerinnen klug werden. Aber aucy birife mitunter nicht! Denn wer kann alle die vielen modern gewordenen Buchstabenfirmen aus- ki landerhalten? Schuld an diesem Abc-Wirrwarr hat irm einen das Berliner Tempo. Zum andern die „Urisierung" der Berliner Firmen jüdischen Ur- irrungs. Den Anfang machte ein ehemals jüdisches Lwrenhaus, das sich aus den drei ersten Buchstaben bis Dor- und den drei ersten Buchstaben des Nach- ilimens einen neuen Namen fabrizierte. Emern öfteren Warenhaus war aber auch dies noch zu leng, so setzte es kurzerhand fünf Buchstaben Hinterländer die keinem etwas besagen. Wie auch bie CASAG sich der „Akü"-Spr°ch° b-dient- um die .berliner Städtische Gaswerke ^iien^sellschaft lanellftens zu kennzeichnen. Woraufhin sich die Ber- li.ier Elektrizitätswerke Aktiengesellschaft sporn- it;eichs BEWAG nannte. Und so kauft denn Berlin |cn Gas, feinen Strom, seine Kleider und was sonst ft ich zu des Leibes Notdurft und Nahrung gehört, bat ABC oder XYZ — bis einmal das Abc „aus- Durfauft" fein wird und man wieder zu einem „Tellen" Namen zurückkehrt. ?Don den vielen Häusern Berlins, bie jetzt fast im ^schwinbmarsch aus dem Erdboden wachsen, wird Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Volksbäder, Ministerialrat a. D. Dr. Mallwitz, macht Mitteilungen über Zukunftspläne im Babewesen. Der Führer selbst habe die Bedeutung dieser Ausgaben unterstrichen durch einen Auftrag an die Reichsjugendführung, in jedem Jahre Hunderte neuer Schwimmbäder, und zwar Haupt- ächlich auf dem Lande, zu errichten. Da unser Klima teilweise nur drei Monate im Jahre das Baden im Freien erlaubt, sei die Notwendigkeit von Hallenbädern und anderen Bademoglich- feiten erkannt worden. Das Hallenbad der Zukunft solle aber zugleich der winterlichen Lichtarmut begegnen durch Bereitstellung künstlicher Lichtquellen, wie der Höhensonne, und Anwendung anderer gesundheitsfördernder Bestrah- lungsmoglichkeiten. Auch sei zu fördern die Warme- kultur, insbesondere das regelmäßige Schwitzbad, wie es neben anderen Formen in der Sauna oder dem römisch-russischen Bad genommen werden kann. Als Mindestforderung des Badewesens könne man die These aufstellen: Jede Woche einmal baden — jeden Monat einmal schwitzen. Vor allem in der kal - ten Jahreszeit sei das Baden und Schwimmen neben der täglichen Körper- und Hautpflege bedeutungsvoll als Abwehrmittel gegen Erkältungen. Da wir nach statistischen Erhebungen im Altreich nur 238 Hallen-Schwimmbäder, also rund 1 auf 277 000 Einwohner haben, könne man bisher von planmäßiger Wärmekultur in der kalten Jahreszeit gar nicht sprechen. Zwar sei den Dörfern nicht zuzumuten, ein teures Hallenschwimmbad zu errichten. Als Zwischenlösung würde kleineren Landgemeinden aber die Rückkehr z u r bäuerlichen B a d e ft u b c zu empfehlen sein. Wichtig ei der Ausbau des Badewesens in Wo h nun- q en Betrieben und Siedlungen. Dabei rtum. ie manch on auftrc Papstes- mmen < e Zerenm >er insge- b beibev- entlichenl r Petersl'l- rontfeite." en. Der j- weiten >tet einer J wird * chauen W dann 7 im, d-h^ s leiten-x r vier > Pacelli J* henE te Papit nnung i, teils E Person!^ Malssive, Ende des - 'S seiner w (e ernannt; 12 «Ä ir-p-p'gF Sy «WM -ÄS Zur akademischen Nachwuchsnot äußert sich der Leiter des Wirtschafts- und Sozialamts der Neichs- studentenführung und Inspekteur des Reichsstudentenwerks, Dr. Franz, im „Altherrenbund". Vordringlicher Bedarf werde im Gesamtgebiet oer Tech- n i k und bei den Lehrern angemeldet. Ab"er auch alle anderen Berufssparten klagten über Nachwuchsmangel. Ausgangspunkt aller Diskussionen hierüber sei die Forderung nach Erhöhung der Abiturientenzahl. 1936 verließen 20 725 NSKK.-Obergruppenführer General der Infanterie Herzog von Coburg wird als Präsident ber .Permanenten internationalen Frontkämpfer- Kommission" den National-Komitees der Frontkampfer-Organisationen von Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Jugoslawien und Griechenland einen Besuch abstatten. In seiner Begleitung wird sich auch der Generalsekretär der Permanenten internationalen Kommission, ber polnische Frontsoldat Smo gor- z e w s ki, befinden. * Die Wahl des französischen Staats- Präsidenten durch die in Versailles zusammentretende Nationalversammlung wird am 5. April stattfinden. Der Wahltermin ist vom 10. auf den 5. April verschoben worden, da ber zweite Oster- feiertag auf den 10. April fällt. * Der HerzogvonAlbaist zum Botschafter Spaniens i n London ernannt worden. Der D r e s d e n, 8. März. (DNB.) Der Gauleiter und Reichsstatthalter von Sachsen, Martin Mut sch- _ . . - ~ Imann, einer der ältesten und engsten Mitkämpfer .japanische Erfolge am Han-Zluß. ^s Führers, vollendet am 9. März fein 60. Lebens- Men Linien durch bie i£P™1 6 worben Ädo^Hitlers nach Sachsen und machte mit wenigen of allem in Sanyantsin. — Der japanische regierung. Airmarsch in der Provinz H u p eh bedroht die chnesischen Streitkräfte am Jangtse-Bogen Südlich k. Jangtses wollen die Chinesen nach ihren An- guoen bei einem Gegenvorstoß Vorteile errungen uuvk — z . , • fve. ■ r I Abiturienten die höheren Schulen, 1937 waren es liellommenben Neuwahlen gemeinsame Listen auf» 33990 unb 1938 rund 30 000. Die Schätzungen lau- luf.llen, abgelehnt. Die ^ozlalisten, die fur tetenfürdienächstenJahre:1939 — 36 000,1940 — Zi-Üsel den ehemaligen MlNlsterprasldenten Spa ak ^2000, 1941 — 27 000, 1942 — 27 000, 1943 — 1I5 Spitzenkandidaten aufgestellt haben, roeröen 23 qoO Abiturienten. Demgegenüber betrugen die jni-r der Parole „gegen die Deflation" in den be- Abiturientenzahlen von 1930 bis 1932 im Durch- lirnenben Wahlkampf ziehen. Die Gerüchte daß jährlich 40 000 bis 45 000. Die vorausgesag- Spiak bei den flämischen Sozialdemokraten in Gent ^en würden im übrigen nach den bisherigen lonibieren werde, sind dadurch gegenstandslos ge- Beobachtungen nicht erreicht werdep, weil die nc den. günstigen Arbeitsmöglichkeiten heute oft zum f r ü h- ' ie Katholische Partei erklärt in einem , itigen Verlassen der Schule führten. D^hlman if e st, daß sie die politische, wirt chast- Don beri Berufsständen genannten Nachwuchs- ich und verwaltungsmäßige Einheit -oel9,cn5 3ahlen ergäben insgesamt einen ungedeckten n.,'echterhalten wolle. Gefordert wird der beschleu- ch w u ch s b e d a r f D 0 n runb 15000 M e n- iife Ausgleich des Staatshaushaltes r ß j n ben akademischen Berufen. Svigeschlagen wird die Kürzung der Gehalter uno Referent schildert dann die Möglichkeiten, Pensionen. Neue Steuerlasten sollen vermieden mßI)r Hochschulberechtigte auszubilden. Vor allem »eiben. Da wegen den Gehaltkürzungsplanen so- ^r Ausbau der sechsstufigen A u f b a u s ch u l e n l bki erst die Regierung Pierlot zu Fall gekommen r länblidien Gebieten zu fördern, wodurch jährlich! ist, scheint man jetzt auf dem rechten Flügel des , Hcholischen Blocks mit dem Gedanken einer A b - Irrtung zu liebäugeln. 3um‘ ar biek! u n t e r Garantie des britischen Schatz- ■F,.t es in dem Mamsesß die.Ernennung ole|es Versüauna aefteUt. Die Maßnahme er- »ilcs zum Mitglied der Flumilcheu. M-diz^sth S ^1^ ^hn Simon, um den chinesischen Sl^demie 1°' °-n Fehler der Legierung mobil zu halten. Der tt ch eintreten, wenn in Zukunft tue t u lturel l e worden. ii tf altung der Flamen im natlonalenRah- Mutige EhlNeslN itiii gesichert sein werde. Die Sprachgesetze mußten feie Ausnahme angewendet werden und die beiden verhinderte Morvanschlag. »Muren die flämische und die franzosisch-wallo- . n^e müßten freie Entfaltungsmöglichkeit im Rah- Schanghais. März. (Europapreß.) Die Gei- m» der nationalen Einheit haben. Der Rexisten- ftesgegenmart und sportliche Tüchtigkeit einer jungen firer Degrelle hat mttgeteilt, daß seine Partei Chinesin vereitelte am Montag einen weiteren in allen Wahlbezirken Kandidaten aufstellen werde. M o r d a n s ch l a g ch i n e s i s ch e r T e r r o r i st e n selbst werde kandidieren und in die Kammer em- Zwei junge Leute, offenbar Studenten, suchten mit •j, ,en einem angeblichen Empfehlungsschreiben im west- ® ' __ . lichen Bezirk der Stadt einen Beamten der -1 7 DllUldtVCn uen japanfreundlichen N a n g k i n g - R e g i e- LfÄ. WlllllW t7 rung auf. Als der Beamte den Brief öffnete, las Cftf Marine. er: „Sie find als Verräter entlarvt und für Japans VVIUllUt» verdienen den Tod. — Chinesisches Jugendkorps für - n f; 0 g Mcir-r (DNB Funkspruch, Ostasien- die Ausmerzung von Verrätern". Im gleidjen 2lugcn= biiniN Der Spreche der Marine, Vizeadmiral blick,, als die beiden jungen Manner Schuß- ft na z awa stellte fest zur Aufrechterhaltung w a f'f e n z o g e n , trat di e Dachte rdesBe- 'ia be Seeherrfch'aft im westlichen Pazifik und im amten ins Zimmer. Als Meisterin chinesischen i ®rfolg der japanischen nationalen Politik sei es B o x e n s gelang es ihr, den einen Angreifer fern- I S.rberlid) baß die japanische Marine stark genug zuhalten. Der ^andere schoß^daneben Auf bie $ilfß V fpi um ich cm Angriff der theoretlfch rufe des Mädchens entfernten sich die belden Terro- ailoßten Seemacht entgegen treten zu risten mit der Drohung, wiederzukehren und ganze fö nen Daher beabsichtige Japan nicht, mit Eng- Arbeit zu machen. hitäl b3u ^m9t^rbLLhfu'halt °d"°r Soulcikr und Reichsstatthalter iShrine gibt insgesamt rund 1,7 Milliarden Pen IRuffdiniOtllt 60 3ol>rC d(f. er die sich über sechs Jahre verteilen. Davon sind > 1J Milliarden für Neubauten und 300 Millionen für den Ausbau der Luftwaffe vorgesehen. Kons, Haushaltmischung mit getr. Erbsen Din-Dose in kräftiger Fleischbrühe /6 Dose 20 , ,l/l Din-Dose 73 e.1/, Din-Dose 58 . .7t Din-Dose 85 7t Din-Dose 1.35 l/i Din-Dose 1.80 7i Din-Dose 1.70 Tomatenmark Heidelbeeren .....7io Dose 10 7i Din-Dose 1.35 ,.7i Din-Dose 88 , ,7i Din-Dose 96 Stangenschnittbohnen. Junge Schnittbohnen I Gemischtes Gemüse .. Stangenspargel, dünn .. Steinpilze............... Pfifferlinge.............. Apfelmus, tafelfertig......... Apfelmus, tafelfertig, extra ... _______________________________1675A Gemüse-Erbsen mit Würfelkarotten...7i Din-Dose Junge Erbsen mit Karotten..........7t Din-Dose Haushaltmlschung mit getr. Erbsen. .7, Din-Dose Spinat...............................7i Din-Dose immer PreisuM* Gloria- Palast VMWMWM 52491 119029 1634S6 200929 218093 268617 353568 8. März 1939 28. ZiehungStag Vn der heutigen Ziehung wurden gezogen Modehaus Nowack, Gießen 1680 A Gießen (Bleichstraße 42), den 9. März 1939. Gegründet 1864 E. V. GIESSEN 01180 5731 6810 7318 Frau Marie Fink, geb. Hofmann, und Kinder. Heuchelheim, den 8. März 1939. 01167 Suijetbent wurde« 4500 Gewinne zu je gezogen. 1677D das I Muller I Kaiserallee 22. {Stellengesuche} | Verkäufe Ein Meisterwerk Gustav Ucickys einige Artikel So macht es der Sohn - so macht es der Vater, sie NEUESTE WOCHENSCHAU UND KULTURFILM gehen so gern zum Täglich 4, 6 und 8.30 Uhr, Sonntags 3, 5.30 und 8.30 Uhr 167 6A 196805 220268 246080 284741 339790 379002 10734 31471 51608 77262 93095 Aufruhr in Damaskus 129776 178042 204652 222442 289106 374734 116238 198149 224436 248806 299519 342227 100944 115359 135202 147663 156544 166659 177509 196177 223229 253659 270250 286032 300249 313512 351945 372392 386259 143369 188998 208373 243361 303414 376080 123414 210169 233033 252884 303297 343299 153197 191531 212047 254100 341303 389848 125549 212982 241549 258138 303968 348181 103428 121622 139290 149904 160362 169641 190379 212742 243986 259048 272421 289706 306004 334993 361502 380546 389678 135942 214351 241703 265549 319734 349653 106480 125406 143084 151100 162969 169803 190539 214948 248869 264517 277339 291624 309960 335525 363114 382152 399464 126573 144222 154343 165385 174807 195255 221726 253153 268574 279912 300119 312050 349986 369010 383901 101501 120302 135846 148968 156876 167797 185305 200932 230182 258507 270258 287423 304225 322581 360803 374029 388944 137216 216935 244568 268011 338127 365237 345355 395166 68726 305415 56516 126269 169134 201029 221533 274512 363233 > 12418 Familiendrucksachei Verlobungsanzeigen Vermählungsan'zeigen Geburtsanzeigen bei Brühl, Schulst;.? 126363 144196 152377 163735 170900 192918 220898 252762. 267956^ 277862 296502 310341 345635 364170 382917 399775 150 RM. mit BRIGITTE HORNEY Job Gottschalk, Hans Nielsen Jugend hat Zutritt 1 Die Trauerfeier findet Donnerstag, den 9. März, nachmittags 2.45 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II ehendes Werthalz: 1. Aus dem Schuhforst Rabenau: 49,96 fm Kie.-Wertholz der Kl. 3a—6. 1,30 fm Ei.-Wertholz der Kl. 6. 2. Aus dem Schuhforst Busecker-Tal: 6,48 fm Ei.-Wertholz der Kl. 4—6. 3. Aus dem Gemeindewald Geilshausen: Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücher Gewinnauszug 5. Klasse 52. Preußisch-Süddeutsche (278. Preuß.) Klasseu-Lotterio Ohne Gewähr Nachdruck verboten 75 Jahre föauerfefier Sefangvercin Wertholzversteigerung. Das Hessische Forstamt Rabenau zu Londorf versteigert am Donnerstag, dem 23. März 1939, 14.30 Uhr, in der Wirtschaft höchst zu Kesselbach nach- im 81. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Kath. Schmitt, geb. Pauli. Danksagung. Für die liebevolle Anteilnahme und zahlreichen Kranzspenden beim allzufrühen Heimgang unseres lieben Entschlafenen danken wir herzlichst. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Weisel und dem Vertreter der Reichsbahn, Herrn Schütz, Bm. 3, für ihre wohltuenden und ehrenden Worte, sowie dem Gesangverein Germania für die letzte Ehre. . Qm Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu je 1 000 000 NM, 6 zu je 10 000, 2 zu je 5000, 4 zu je 3000, 12 zu je 2000, 24 zu je 1000, 42 zu je 500, 98 zu je 300, 1810 zu je 150 NM. Herzog war bereits als nätlonälfpanifcher Agent in London tätig. In Bagdad ist der frühere Ministerpräsident Hikmat Soliman sowie 50 höhere Offiziere der irakischen Armee verhaftet worden, weil sie beabsichtigt haben sollen, die irakische Regierung zu stürzen. Hikmat Soliman, seiner Abstammung nach ein Türke, gehört zum Kreis des 1937 ermordeten turdistischen Generalstabchefs Bekr Sidky der die von Arabern geleitete Regierung beseitigt hatte, die jedoch seit 1938 wieder am Ruder ist. Aus alter Wett. ---Expedition Ernst Schäfer verläßt Lhasa. Die ---Expedition Ernst Schäfer verläßt Lhasa am 9. März, nachdem sie sich dort 50 Tage als Gast der tibetanischen Regierung aufgehalten hat. Die Regierung Tibets genehmigte der ---Expedition den Besuch von Falung-Phodang, der ehemaligen Hauptstadt Tibets in der Nähe des Tsangpo-Tals (Brahmaputra). Don dort wird die deutsche Expedition über Schigatse und Gjangtse nach Gangtok in Sikkim zurückkehren, wo sie Ende Mai einzutreffen hofft. Lawinenunglück fordert vier Todesopfer. In den Berner Alpen ereignete sich ein Lawine n u n g l ü ck, dem vier Mitglieder einer Mllitar- Patrouille zum Opfer fielen. Im Gebiet der Lenk (Simmental) wurde eine aus 22 Mann bestehende Patrouille, die Proviant nach der Windhornhütte bringen wollte, von einer gewaltigen Staublawine 163451 163486 ' 199736 200929 1 216236 218093 1 255002 268617 1 349152 353568 I 6961 11077 11202 Am 7. März entschlief mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater und Großvater Herr Anton Schmitt WIEDERHOLUNG unserer Frühjahrs-Mode-Schau heute Donnerstag, den 9. März jeweils 15'/r und 20 Uhr, in den Räumen des „Club", Gießen Spielplan bis Sonntag, 12. März, einschließlich 2 § Pli TZ IE IN )F II ILM IE Jialasins Gesund hei ts-Korsett 15. —17. März 1672* persönliche Beratung Korsettinoden Beschw. Bierans Gießen, Seltersweg 59 2 Gewinne zu 30 000 NM. 183495 2 Gewinne zu 10 000 NM. 145588 6 Gewinne zu 5000 NM. 29007 1 35974 6 Gewinne zu 3000 NM. 52312 380742 24 Gewinne zu 2000 NM. 41258 66484 78372 85618 201038 228884 256926 272886 352865 395265 86 Gewinne zu 1000 NM. 22648 57966 66303 80591 83684 92115 Der Schritt vom Wege Elin Terra-Film n. d. Roman von Th. Fontane »EFFI BRIEST« Marianne Hoppe, K.Ludwig Diehl Paul Hartmann Spielleitung: GUSTAV GRÜND GENS 108 Gewinne zu 500 RM. -— ----- ---------- 21597 27651 28962 32355 43835 49999 56481 76352 78067 81564 82327 84511 88738 108501 266 Gewinne zu 300 NM. ---- ---- ---- 11836 13584 14601 ,17263 18724 25661 31529 34960 36129 36981 46227 50820 51671 51679 60686 69371 71908 73483 80528 80668 82536 87104 87297 88013 ----- ------ ------ -----— 106550 115288 das Zimmer verlassen hatte, ZU dem Kranken zurückkehrte, standen die Decken in Hellen F la m - men. Der alte Mann zog sich bet dem Unfall o schwere Verletzungen zu, daß er st ar b. Wie das Feuer entstand, konnte nicht festgestellt werden. Neunjähriger Junge überfahren und getötet In Oberlahnstein ereignete sich ein Unglücks- fall, dem ein junges Menschenleben zum Opfer fiel. Ein neun Jahre alter Junge hängte sich an einen Traktor und sprang nach einiger Zeit ab. Im gleichen Augenblick kam ein Personenkraftwagen, der den Jungen erfaßte und überfuhr. Die Verletzungen waren so schwer, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Vorsicht mit Schußwaffen; Beim Hantieren mit einem Terzerol ereignete sich in Kassel ein Unfall, der den Tod eines dreizehnjährigen Knaben herbeiführte. Das Terzerol, das geladen war, ging plötzlich los. und das Geschoß traf den Jungen in den linken Zeigefinger. Obwohl der Verletzte sich sogleich in ärztliche Behandlung begab und dem Krankenhaus zugeführt wurde, trat Wundstarrkrampf ein, wodurch der Tod herbei- geführt wurde. Sahara-Rundflug. Der vierte Sahara-Rundflug begann mit dem ersten Teilwettbewerb, einem über 400 km führenden Geschwindigkeitsrennen mit Start und Ziel auf dem Mellaha-Flugplatz in Tripolis. 21 Maschinen von 24 gemeldeten — es fehlen ein ungarischer und zwei französische Bewerber — unterzogen sich der ersten Prüfung, bei der nur der Jta- | Vermietungen"] Schöne 3-Zim.Wohng zum 1. April zu vermieten. 01179 Wieseck Grabenstraßei I. | Mietgesuch7"| Kaufmann sucht z. 1. April möbl.Z.mmer (Stadtmitte) Schr. Angeb. m. Preis u.01177 a. d. Gieß. Anzeig. |Stellenangebote| Junger Badcer sowie i67»d Fräulein für Geschäft ges. Bäckerei, Caf6 13,80 fm Kie.-Wertholz der Kl. 3d—4. 6,44 fm Kie.-Formwertholz der Kl. 3a—3b. 4. Aus dem Gemeindewald fieffelbuf): 8,16 fm Kie.-Wertholz der Kl. 3b—4. 5. Aus dem Gemeindewald Odenhausen: 11,08 fm Kie.-Wertholz der Kl. 3a—4. Auskunft und Nummernverzeichnisse durch unterzeichnete Forstamt. Londorf, den 8. März 1939. __Forstamt Rabenau. überrascht und verschüttet. 18 Mitglieder der Pa- trouille konnten sich entweder aus eigener Kraft befreien oder wurden ausgegraben, während zwei Oberleutnants, ein Leutnant und ein Wachtmeister den Tod fanden. Wachtmeister von ausbrechendem Gefangenen schwer verletzt. Im Amtsgerichtsgefängnis Schwäbisch-Hall unternahm der Untersuchunasgefangene Max q l u ck aus Oppenweiler einen Ausbruchsversuch. Er schlug den Gefängniswachtmeister mit einer schweren Tischplatte zu Boden und versetzte ihm dann noch einige Schläge auf den Kopf. Dann lief er tn den Dachstock des Gefängnisses, um zu entfliehen. Er konnte jedoch die Tür, die ins Freie führte, nicht öffnen und eilte wieder in die unteren Stockwerke, wurde hier gestellt und festgenommen. Der Tater ist ein besonders roher Mensch und wegen Körperverletzung vorbestraft. Der Wachtmeister, der schwer verletzt in die Diakonissenanstalt gebracht wurde, schwebt in Lebensgefahr. Ein Schornsteinfeger tödlich abgestürzt. In Aschaffenburg stürzte ein Schornsteinfeger- geselle aus einer Höhe von 15 Meter auf den betonierten Hof. Er zog sich innere Verletzungen und einen Schädelbruch zu und wurde ins Krankenhaus gebracht. Dort ist er feinen schweren Verletzungen erlegen. Flammentod eines Greises. In Rolandseck hatte sich ein 72 Jahre alter Mann eine Erkrankung zugezogen und saß, in Decken ein« gehüllt, am Ofen und rauchte seine Pfeife. Als eine Familienangehörige, die für kurze Augenblicke Erstklassige Küken Rassen liefert Gießener Zoo. Gießen, Seltersweg 6, Telephon 3292. i67sA Brudibändti Senkfußeinlage" Anfertigung in eigen. Werkstätw Kurt Kling, vormals Heger Mactf Bandagistenmeister, Marktstr.U Lieferant der Krankenkassen. Dam.-Bedi» Keine Zeugnisse in Urschrift lonbern nur Zeugnis- abichriftev vem Be- werbungSichreiden beilegen i — Lichtbilder undBewerbungsunter- ^rgen müllen zur Ber- »eidung von Verlusten auf der iHüdlette No- men und lünfdjrift des Bewerbers krauen 1 Tüchtiger togetoiüelter u. Botengänge! Alter 25-28 per sofort gejucht Nennstiel Gartenstraße 10. Wegen Verheiratung meiner jung. Hilfe suche ich ein tüchtiges ehrliches Mädchen nicht unter 20 Jahren. ome Frau Fleckenstein Bäckerei Walltorstratze 31 Mitglied d. Sängergaues 12 im Deutsch. Sängerbund Sonntag, den 12. März 1939, 16 Uhr, in der Neuen Aula der ° Ludwigs-Universität Jubiläumsttonzert Mitwirkende: CAROLA SETH (Sopran), Köln M. SCHNEIDER (Klavier), Gießen , DER VEREINSCHOR Leitung: Kreis - Chormeister H. BLASS, Ehren- Chormeister des Deutschen Sängerbundes Es kommen zum Vortrag: Männerchöre von Anton Bruckner, Josef Reiter, Fr. Schubert, Wilhelm Kienzl, Eduard Kremser, Adolf Kirchl Lieder für Sopran von Otto Siegl, Hugo Wolf, Josef Marx Karten vorverkauf: Musikalienhandlung Challier, Gießen, Neuen weg 10. — Preise der Plätze: RM. 1.00, 0.75 und 0.50 1502 V Mater sucht Stellung. (20iährige Fahrpraxis) Führerschein 2 und 3b. Schriftliche Angebote u. 01173 an den Gießener Anzeiger erbet. JnHaus- u.Gar- lenarbeit erfahr. Fräulein Mitte 40 Jahre, sucht vass. Wirkungskreis in gepflegt., frauenlosem Haushalt. Schr. Angeb. u. 01178 a.d.G.A. WUMM per Ostern gesucht. igssD Tapetenhaus Nennstiel Tüchtige 168lD MlMl per sofort oder später gesucht. Bewerbungen mit Lichtbild und Zeugnisabschriften und Angabe] der Gehaltsanspr. zu richten an Stoffspezialhaus Bernard&Sohn Gießen, Blockstraße 14-16 Junger, sauberer iwß\ Hausbursche per 1. Avril evtl, früher gesucht^ Germania-Drogerie Carl Seibel, Frankfurter Str.N. fiener ReaN durch eine Notlandung aussiek. Dir vier deutschen Teilnehmer erledigten ihre- Ausgabe, die auch die Einhaltung eines vorher oom Piloten selbst zu bestimmenden Stundenmittels for, derte, ohne jeden Zwischenfall. Das Kunstwerk des Monats im hessischen Landesmuseum. Das Hessische Landesmuseum in Darmstadt ha als Kunstwerk des Monats für März aus seinen reichen alten Waffenbeständen die Rüstung dez Reitergenerals Jan d e Weert aus. gestellt. Sie wurde um 1625 hergestellt; die Platten, ränder und Nieten sind vergoldet, so daß di« Rüstung, deren übrige Teile aus schwarzem Eisen, blech bestehen, prächtig wirkt. Jan de Weert hat die Rüstung im Dreißigjährigen Krieg in bayerischen und kaiserlichen Diensten getragen.________________ Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleüers: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik und die Bilder; Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. II. 39: 10 631. Druck und Verlag: Brühlsche Universität?, druckerei R. Lange, K-G. sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Ps. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf, mit der Illustriertes 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preis« liste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Erfahrene Hause gehilfin möglichst mit etwas Kochkenntnissen für 3Pers.- Haushalt b. gut. Lohn z. 1. April oder 15. April gesucht. 1G84D Mollkeslraße 18II. In Privathaushalt tüchtiges mm zum 1. Avril od. 1. Mai gesucht. Dr. Bastian Ffm. - Höchst Seebachstr. 31. Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinanzeigen in die Heimatzeitung, den Gießener Anzeige! Bierjährige ßlöenüuigfl MssM zugfest, stall- »I beschlagfronMl verkauft i^l Wilhelm Lteir Hopfgarten Kreis Alsseldd 2 gut erhalten! Bettstellen mit Matratzen^ 2 Svinde blll-S zu verkauf, on’l Friedcnsstrai2 Nr. 22 lllJ MeineArneweß m Giestene' werden von louieie^, beachtet und fleleiru i/l Din-Dose 61 */, Din-Dose 41 Gemüse-Erbsen Karotten in Würfeln Leibbinden ist Das Volkswagenwerk Fallersleben 180 r. 01167. rudibä"1 t ßegen spröde Hanf ? len ten em hl* jia Allabendlich mit Nivea-Creme die Haut geschmeidig machen. Dann trotzt sie Wind und Wetter, ohne spröde zu werden* Sheriffs Drama ist, das wurde schon angedeutet, ein typisch englisches Stück, das Fronterlebnis eines Offiziers, eines Gentlemans und Sportsmannes, eine männliche und soldatische Schilderung, die absolut aufrichtig, sachlich und ehrlich ist, nichts verschweigt und nichts beschönigt, die grundanständig in ihrer Gesinnung ist, viel Sinn für Ironie und gesunden, unsentimentalen Humor hat und dem Gegner ritterlich und respektvoll gerecht wird. Selbstverständlich ist „Die andere Seite" ein Stück, das nur unter Männern spielt, außerdem ein Offiziersdrama; der gemeine Soldat und der Unterführer treten nur episodisch auf. Dennoch ist das Ganze von allgemeiner und übernationaler Gültigkeit, Spiegelbild auch unserer eigenen Lage, denn diese Offiziere hier sind zwar in erster Linie Engländer, aber Sheriff hat nicht nur ein englisches, sondern auch ein sehr menschliches Kriegsstück geschrieben. Seine Offiziere sind ganz ausgeprägte, deutlich profilierte und scharf gegeneinander abgesetzte Charaktere. Das große, unentrinnbare Schicksal des größten aller Kriege ist ihnen allen gemeinsam, aber darüber hinaus ist jeder doch eine Persönlichkeit für sich mit einem (nur noch schattenhaft aus ferner Erinnerung auftauchenden) Privatleben und mit seinem Einzelschicksal, das hier freilich fragwürdig und nahezu ausgelöscht erscheint. Wir wollen die Einzelschilderung nicht ausführen, auch dem Gang der Handlung nicht Szene für Szene folgen: hier ist alles so klar und allgemeinverständlich, daß kein Wort der Erläuterung nötig ist. Zum Generalthema dieses Dramas, das wir vom deutschen Blickpunkt aus zu beleuchten versucht haben, mag allenfalls noch hinzugefugt werden, worin man Sheriffs Leistung am klarsten und knappsten zusammenfassen kann: hier wurde em über den national begrenzten Umkreis des Ursprungslandes hinaus gültiges Beispiel männlicher Bewährung im Kriege gestaltet. — Die Aufführung, von Dr. Hannes Razum mit großer Sorgfalt in Szene gesetzt, ließ etwas von der apokalyptisch umleuchteten Welt wieder lebendig werden, die vor mehr als zwanzig Jahren Wirklichkeit war. Der Buchtext war etwas gekürzt, aber nur wenig und an unwesentlichen Stellen. Es kam der Spielführung offenbar vor allem darauf an, die merkwürdige, oft schnell umspringende Stimmung wiederzugeben, die eigentümliche Atmosphäre des Unterstandes und des Grabens, die lähmende, nachzitternde, nervenaufreibende Spannung, mit der der Tag des großen Angriffs erwartet wird. Im übrigen wurde, sehr anerkennenswert, nicht nur cm Kriegsstück gegeben, sondern auch ein Charatterschausp'el, dessen Träger vornehmlich die sünj Kompanie- Offiziere waren, deren Graben jenseits des schmalen, von Sprengtrichtern übersäten Streifens, den man Niemandsland nannte. Die andere Seite ist in diesem, zeitlich und örtlich genau bezeichneten Falle der Kompanieführerunterstand in einer englischen Grabenstellung vor St. Quentin, vom Montag, 18. März 1918, abends, bis zum Donnerstag, 21. März, morgens als die deutsche Frühjahrsoffensive losbrach. * Der erschütternde Doppeleindruck, der von Sheriffs vollkommen einheitlicher, aus persönlichstem Erlebnis geschöpfter Darstellung ausgeht, läßt sich zusammenfassen in der zwiefachen Feststellung: die andere Seite — genau wie bei uns... und dann: wie unendlich anders als bei uns. Das Leben in der Stellung, in der vordersten Linie, die Gespräche, die Witze und das Geschimpfe, die Gedanken, die sich gleicherweise auf die tägliche Notdurft richten, in die ungewisse nächste Zukunft und die unwahrscheinlich weit dahinten liegende Vergangenheit und Heimat schweifen, die Ungewißheit, die an den Nerven zerrt, die Stille vor dem Sturm, die Kameradschaft und der Grabenkoller, die Verzweiflung und der Mut der Verzweiflung, die selbstverständliche Pflichterfüllung, das nie aussetzende Verantwortungsbewußtsein und das Gefühl der bedingungslosen Verbundenheit auf Gedeih und Verderb Dies alles, um nur einiges zu sagen, erlebte die „andere liveH 1 ®it- 4 25 j Pf. Ings 151 t 'st Pi, iiltiq. Man erkennt das an einigen' wenigen Beispielen, wenn man sich etwa klarmacht, was es heißt' och; die englische Kompanie da drüben — im Marz 18! —' von einem Hauptmann geführt wird und außerdem noch über vier andere Offiziere verfugt', daß sie dort zum Frühstück gebratenen Schinken haben, Porridge wie daheim und zweierlei Jam; daß eine Aufregung entsteht, weil bcr Koch aus Versehen eine Büchse Aprikosen „gefaßt" hat statt einer Büchse Ananas... Und daß die drüben für ganze sechs Tage in Stellung sind und dann av- gelöst werden. ,.r . Allerdings fällt der deutsche Angriff gerade in diese für unsere Begriffe lächerlich geringe Zeit, und er bedeutet das Ende — aber für uns bleiben doch die entscheidenden Fragen: wie sah es damals bei uns aus? Welche deutsche Kompanie wurde tm März 18 von einem Hauptmann geführt? Welche hatte fünf Offiziere? Was hatten unsere Leute da- mals zu essen, was hatten sie anzuziehen, wie sah es mit der Bewaffnung aus, wie lange blieben ste in Stellung, wann wurde sie rausgezogen und abgelöst? Wer draußen war, weiß, was es nut solchen gestellt. Für die Werbung kommen in erster Linie Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften in Betracht. Daneben steht als weiteres gutes Mittel die Werbung auf Ausstellungen, wie z. B. im kommenden August in der geplanten Ausstellung „Wille und Tat" in Wiesbaden, wo unsere Stadt bei der großen Schau des Rhein-Main-Gebiets mit einem eigenen Stand von Bildern und Beiträgen aus Industrie, Handwerk und Gewerbe vertreten fein wird. Außerdem ist dieSchaufe n st e r- w e r b u n g, bei der ein ganzes Schaufenster in geschlossener Gestaltung durch die Stadt als Werbefaktor benutzt wird, ein erfolgversprechender Weg, um reiselustige Volksgenossen und Besucher aus dem Auslande für unsere Stadt zu interessieren; derartige Schaufensterwerbungen werden von unserem Verkehrsamt in Düsseldorf, Saarbrücken und Leipzig durchgeführt. In diesen Städten wird je ein Schaufenster während der Dauer einiger Wochen für Gießen zur Verfügung stehen. Diese Städte liegen im Mittelpunkt des sog. „Einzugsgebietes" für unsere Stadt, d. h. aus dem Rhein-Ruhr-Gebiet, aus dem Saarland und aus Sachsen haben wir nach den bisherigen Erfahrungen den stärksten Zustrom von Fremden zu erwarten. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhänge, daß Gießen im verflossenen Jahre über 29 000 Besucher aus dem Reiche mit annähernd 40 000 Uebernachtungen und über 500 Ausländer mit über 600 Uebernachtungen zu oer* zeichnen hatte. . Im Einklang mit der Hauptrichtlmie der diesjährigen Werbung, Gießen als die ö t a b t Liebigs bekannt zu machen, erstrebt unser Gießener Verkehrsamt B e f u ch s f a h r t e n aus dem Kreise der Gefolgschaften der chemischen Industrie des Rhein-Main-Gebietes in Form von sogenannten W o ch e n e n d a u s f l ü g e n , bei denen die Fahrtteilnehmer die vielfältigen (Erinnerungen an Liebigs Zeit in Gießen, gleichzeitig aber auch die For- fchungs- und Lehrstätten der Chemie an unserer Universität in Augenschein nehmen können. Fachgelehrte unserer Universität haben sich zu Führungen dieser Besucher durch die Universitätslnstitute bereit erklärt. . , . ... Zur Liebig-Werbung hat unser einheimischer Künstler Kröck einen Entwurf eines Werb e - Hildes vollendet, das die Silhouette Gießens mit dem Gleiberg, Vetzberg und Dünsberg im Hmter- Herrn R. C. Sheriff, der vermutlich vom internationalen Erfolge seines Stückes selbst am meisten überrascht war, gelang wenig später, was nur selten versucht wird und noch seltener gluckt: eine Variation des Themas in Romanform zu geben. Das Buch, das er mit Vernon Bartl ett zusammen schrieb, übernimmt große Partien des Dramas wörtlich und gibt außerdem eine Vorgeschichte zu den dort geschilderten Ereignissen, welche das Bild verbreitert und psychologisch vertieft. Das Umschlagbild der deutschen Ausgabe teilt die Fläche ungefähr diagonal auf und zeigt die wehende englische Kriegsflagge, deren Rückseite die alten deutschen Farben aufweist: eine geschickt gewählte, sinnbildliche Zusammenfassung dessen was hier gestaltet wurde. Der englische Originaltitel heißt in beiden Fällen „Journey’s end" — das Ende der Reise, der Seereise, der Ueberfahrt, der Fahrt an die Front in Frankreich. Die deutsche Ueber- tragung von Hans Reisiger ist sehr frei, aber sehr gut, weil sie doppelsinnig ist und für den deutschen Leser und Theaterbesucher mehl über das Wesen des Stückes aussagt als die Ueberschrist des englischen Originals. ?st >e °st: fr 3 fttt Aus der Stadl Gießen beiden. Die Werkzeughalle im Bau, sie ist 256 Meter tief, 144 Meter breit und 12 Meter hoch. (Presseamt DAF.) _______________________ gründ, überragt von der Gestalt Liebigs und links das Profil des Liebig-Museums zeigend, darstellt. Dieses Werbebild soll auf den Umschlag eines Liebig-Heftes gedruckt werden, das mit wenig Text, aber mit vielen Bildern, als Sonderdruck herausgebracht und den Besuchern aus der chemischen Industrie, jedoch auch den übrigen Gästen unserer Stadt als (Erinnerung an ihren Besuch in Gießen und als immer wiederkehrende Werbung mitgegeben werden soll. Dieses Werbebild soll auch als große Photomontage den Hintergrund der Gießener Ausstellung bei den Schaufen st erwer dun gen in Düsseldorf, Saarbrücken und Leipzig bilden. Die erste Wochenend-Besuchsfahrt, die im Zeichen der Liebig-Werbung steht, wird übrigens am kommenden Samstag und Sonntag mit dem — nqn uns gestern bereits gemeldeten — Besuch von 70 Orts-- bauernsührern aus dem Waldecker Land durchgefuhrt. Vom 1. April ab wird das Städtische Verkehrsamt auch eine Schaufensterwerbung in einem freien Schaufenster der Schwarzschen Kolonnaden in der oberen BahnhoMaße durchführen. Bei der A n z e i g e n - W e r b u n g m führenden Zeitungen des Rhein-Ruhr-Gebietes, des Saarlandes und Sachsens läßt unser Verkehrsamt sechs verschiedene Texte erscheinen, in denen von den mannigfachen Eigenschaften unserer ötaot gesprochen wird. In diesen Texten treten die kulturelle und die wirtschaftliche Bedeutung, die landschaftliche und die verkehrspolitische Eigenschaft unserer Stadt als Mittelpunkt v o n Ober- Hessen besonders in den Vordergrund. Daß dabei auch die reiche Geschichte unserer oberhesslschen Heimat anklingt, ist begrüßenswert und zugleich für unsere Stadt eine selbstverständliche Handlung. Die Universität nimmt in dieser Werbung durch Anzeigen die ihr gebührende hervorragende Stel- Die Tätigkeit des Städtischen Verkehrsamtes vornehmlich der Arbeit gewidmet, die den Namen unserer Stadt und die Schönheiten unseres Gemeinwesens und der benachbarten Landschaft in anderen Gegenden des Reiches bekanntmacht. Zu diesem Zwecke werden vom Städtischen Verkehrsamt mancherlei Wege beschritten. Die diesjährige Fremden- verkehrswerbung hat das Verkehrsamt unter das Leitwort „Gießen — die Liebig-Stadt" 'N IU5 iJ MS ÖQJ sein o. bQW Gegenüberstellungen und Fragen auf sich hat; b?r anderen mögen, gewissermaßen im Gegenbilde, im Negativ der englischen Schilderung und zwischen den Zeilen lesend, ermessen, was damals trotz allem auf unserer Seite und von unseren Truppen geleistet worden ist. * Das durch alle drei Akte gleichbleibende Bild des Unterstandes, von Herrn Löffler sachgemäß auf- gebaut und hergerichtet, wirkte in seiner kahlen, chmucklosen, kerzenbeleuchteten Nüchternheit vollkommen naturgetreu. Eine Schwierigkeit jeder Aufführung dieses Stückes (und auch jedes andern Kriegs- stückes) bietet die Geräuschkulisse. Es ist selbstverständlich, daß mit den Mitteln des Theaters nur Andeutungen gegeben und Annäherungswerte erzielt werden können. Es wurde das in solchem Rahmen Mögliche geleistet; man muß auch bedenken, daß die Wirkung des Dramas nicht von der Lautstärke der Gehörseindrücke abhängt, sondern von seiner inneren Realität, die in manchen Szenen sehr gedämpft und nur halblaut an unser Ohr dringt. * Die fünf wesentlichsten Figuren im Ltück waren äußerlich und vor allem im Charakterbilde mit wünschenswerter Trennschärfe und Deutlichkeit von einander abgehoben. Den Kompanieführer, Hauptmann Stanhope, gab Herr von Gschmeidler: im Ganzen weniger jugendlich, als man ihn nach dem Buche zu sehen erwartet, ganz konzentriert und gedämpft; man spürte die gelockerte und wieder gesammelte Energie, mit der dieser Mann seine versagenden Nerven zur Ruhe zu zwingen sucht; seine Ausbrüche entluden sich nicht mit hemmungslosem Geschrei, sondern mit mühsam gebändigtem, knirschendem Ingrimm gleichsam nach innen. Herr Geißler war der alte Osborne, der „Onkel , eine seine, ruhige, sympathische Erscheinung; man empfindet, daß die Kompanie und der Stab in ihm so etwas wie ihren guten Geist verloren haben, als er von der gewaltsamen Erkundung nicht zurückkehrt. Eine sehr schöne und bedachtsame Leistung zeigte Herr Gröndahl als der junge Raleigh; den stellt man sich nach der Lektüre gerade so vor, wie er hier gegeben wurde: noch fast knabenhaft, begeistert uni) ahnungslos, vom Erlebnis der Front alsbald im Innersten ergriffen, aufgewühlt und verwandelt. . Herr Haars gab den Trotter ebenfalls genau tote er im Buche steht: behäbig, gemütlich und völlig nüchtern, dabei nicht ohne Humor, und zuverlässig, wenn es darauf ankommt. Die schwierigste und undankbarste Aufgabe hatte Herr Schorn, dem der Leutnant Hibbert mit dec angeblichen Neuralgie anvertraut war: man muß spüren, daß der Mann simuliert, und es darf doch nicht eine Theaterszene im landläufigen Sinne daraus werden. Herr Schorn war in Ton und Haltung bestrebt, der Gestalt ihr Recht zukommen zu lassen. * Eine von unaufdringlichem Humor umgebene Figur war der von Herrn Geiger leicht und liebenswürdig gegebene Offizierskoch Mason. Auch die Herren Weiland (Hardy), S ch 1 i ck (Oberst),C o ss o v el (Feldwebel) und Voß (deutscher Gefangener) standen, jeder für sich, gut und treffend auf ihrem Posten. — Die Aufführung hinterließ einen starken Eindruck; es wäre zu wünschen, daß die kommenden Vorstellungen einen besseren Besuch aufweisen. Hans ThyrioL derer irfl Mer B )roger ürter ge 18 ieii >äter gef Lichtbild n und An? zu richten' albaus &Sobt träte»-11 ials Heg” rl/erk» w«5 ’Än 1 vertäu" M Die andere Seite, die hier gezeigt wird, ist nämlich zunächst einmal gewissermaßen die Kehrseite des Krieges im allgemeinen, das heißt em unerbittliches und ungeschminktes Gegenbild zu den Vorstellungen der Daheimgebliebenen und den aufgeputzten, phrasenhaften, verlogenen Schilderungen gewisser Kriegsberichterstatter. Das bedeutet im besonderen, daß die landläufige, oberflächliche, wenn nicht sogar völlig falsche Vorstellung von einem Helden und vom Heldentum an der Front Mar nicht geradezu ins Gegenteil verkehrt, aber sachlich berichtigt und auf ein sehr menschliches Maß zu- rückgeführt wird. Die andere Seite — das heißt außerdem aber auch: hier wird gezeigt, wie der Krieg, von uns gus betrachtet, drüben aussah, beim Gegner, im an- Seite" genau wie wir. Für den deutschen Leser und Beschauer liegt es freilich näher, die Abstände und Unterschiede zu betonen, weil dieses typisch englische und in erster Linie für Engländer geschriebene Drama eben dann, gerade in solcher Gegenüberstellung, mehr oder minder unbewußt und unbeabsichtigt, die unerhört eindrucksvolle und ehrenvolle Huldigung eines ritterlichen Gegners an den deutschen Frontsoldaten enthält, welche der Aufführung des Stückes an unserem Heldengedenktage eine tiefe innere Berechtigung Die Fremdenoerkehrstagungen des Gebietsabschnitts Oberhessen des Landesfremdenverkehrsverbandes Rhein-Main in der vorigen Woche in Nidda und in Lauterbach haben die Frage der tädtifchen Verkehrswerbung in allen Fremdenverkehrsgemeinden Oberhessens in den Vordergrund gerückt. Wir haben uns wegen der Werbe- maßnahmen der Stadt Gießen bei den zuständigen Stellen erkundigt und können als Ergebnis der Rücksprache die Feststellung machen, daß hier auch für dieses Jahr wieder ein großzügiges Werbeprogramm durchgeführt wird. 'Oie Werbemäßnahmen des Städtischen Verkehrsamtes. Gießen — die Liebig-Siadi. Die Werbearbeit des Städtischen Verkehrsamtes und des Kremdenverkehrsvereins Gießen Gießener Stadttheater. R. 6. Sheriff: „Die andere Seite." Wenige Jahre nach dem Kriege wurde ein bis dahin völlig unbekannter, insbesondere literarisch gänzlich namenloser englischer Reserveoffizier von seinem Ruderklub aufgefordert, für irgendeine Jubl- läumsfestlichkeit ein Theaterstück zu schreiben: er weigerte sich zunächst, setzte sich dann hm und machte sich daran, und als er fertig war, stellte sich heraus, daß er zwar kaum den erwarteten Text für die Liebhabervorstellung seines Klubs, dafür aber eines der besten Kriegsstücke geschrieben hatte, wenn Nicht überhaupt das beste und gültigste, das man bis jetzt zu sehen bekommen und gelesen hatte; es wurde nicht nur in England ein großer Erfolg, sondern ist auch in Deutschland über zahllose Buhnen gegangen. In Gießen hatten wir es zum ersten Male 1930 unter Prasch. — Es war ein ausgezeichneter Gedanke, sich dieses Stückes zum Heldengedenktage wieder zu entsinnen. * Das Herz klopft vor Freude, und das Gesicht trahlt, daß Vorübergehende glauben könnten, ein größerer Lotteriegewinn habe einen überrascht Aber ‘ ist ein viel ruhigeres, ein weit weniger aufregendes Glück/ diese unumstößliche Gewißheit: ich < reife! Der Tag ist voll Sonne, ein Feiertag mitten > cn der Woche, und alle Dinge leuchten in seinem < Glanz. Wie tausendfältig ich mich angesttahlt fühle, können meine Augen jedem verraten Sie sind groß uor Freude wie &inbcraugen, die nicht müde wer- ' den, sich zu wundern. Wohin sie sich wenden, finden die Blicke Schimmer und Schönheit, wie ja noch die , tleinfte Glasscherbe blitzt und funkelt, wenn das goldene Licht der Sonne auf sie fällt. 1 Menschen und Dinge verlieren ihre Tagtäglich- ’Peit, sobald eine glückstrunkene Seele sie anleuchtet. Meine durch das geschlossene Zugfenster schweifenden Äugen kommen von der vorübergleitenden Land- schast nicht los, die in der Mittagssonne vorsruh- lingshaft und verheißungsvoll glänzt. Im kleinen Seitengarten eines Stationsgebäudes □rangt der erste Krokus. Wie kleine Fackeln tobern die gelben Flammenkelche aus aufgrünenbem Rasen. Von einem besonnten Balkon, wo eine junge Frau Wäsche aufhängt, winkt ein kleines Mädchen mit «beiden Armen.' Hinter einem schweren Ackerpferd I das dampfend durch die braunen Felderbreiten zieht, I brechen die Schollen wuchtig auseinander wie Waf- 1 jjer, die ein mächtiger Schiffsfiel zu Wogen teilt, i LEin paar Haselsträucher schütten aus wimpelnden Kätzchen Goldstaub in die Gegend. (Em schmaler Bach fällt wie flüssiges Silber über em niedriges Wehr um nach etlichen Wegwmdungen still und t(ar wie geschliffenes Glas den blauen Himmel zu I Spiegeln Ein kleiner Schwarm zierlicher Kohlmeisen . wechselt von einem Baumwipfel zu einem anderen hinüber. Die junge Saat setzt ihre satten grünen I Streifen leuchtend zwischen die Schollenflachen. Als der Zug hält, hallen durch das halb meder- nelaffene Fenster Gelächter und frohe Gespräche: reue Fahrgäste steigen zu. Ein Herr mit zwei Koffern kommt in mein Abteil. Ein anderer begrüßt ihn. Sie plaudern eine Zeitlang miteinander, dann zieht jeder eine Zeitung aus der Tasche und lieft «der tut wenigstens so, als lese er, bis die überraschend knirschenden Bremsen den Zuaestiegenen j rufspr'mgen lassen. Er zerrt hastig seine Koffer aus idem Netz und stolpert in den Gang hinaus. „Gutes - «Geschäft!" ruft ihm der andere nach. Es scheinen beide Reisende zu sein, das heißt : Menschen, die der Beruf immer nach einem Ziel | jjagt und die darum keinen sehnlicheren Wunsch Ibaben, als so schnell wie möglich anzukommen. Aber imer reift, muß Zeit haben, wenn er sich glücklich stählen soll, denn nicht bas Ziel ist alles, sonbern Der Weg, der ständig sich wechselnde und zu neuen Meisen und Wundern wachsende Weg „Man reist Doch nicht, um anzukommen!" sagt Goethe. Jeder Weg hat Ueberraschungen, die des Verweilens wert sind Das Glück des Augenblicks ist immer da, man । muß es nur sehen und zu erleben verstehen. Nicht i Des Gipfels wegen erklimme ich einen Berg, dessen I Ausblick beglückend sein kann, es aber nicht zu sein I braucht, sondern der Anstieg ist trotz aller Mühen And Beschwerden — oder vielleicht gerade darum! Das Schönste an der Partie. Meine Blicke hängen wieder gebannt an der Landschaft. Die Sonne am Himmel meiner Seele vergoldet und verklärt sie, und wie sich schimmernd Bild an Bild reiht, fühle ich warm und tief das Glück: zu reifen. ________________________p B- lung ein, wie überhaupt die gesamte Fremdenoer- kehrswerbung des Städtischen Verkehrsamtes zugleich einen bedeutenden Teil der Werbung für unsere Universität mit bewältigt. In dankenswerter Weise hat Oberbürgermeister Ritter diese umfassende städtische Werbearbeit, die auch einen Teil der städtischen Förderung unserer Universität darstellt, dadurch ermöglicht, daß er von Jahr zu Jahr höhere Mittel für die Aufgaben der Derkehrswerbung zur Verfügung stellte. Als weitere Werbemaßnahmen werden die bisher erprobten Wege auch künftighin beschritten, nämlich Einladungen auf Tagungen und Kongressen, Empfehlung unserer Stadt durch die Möglichkeiten der Postreklame, Uebermittlung von Werbeschriften und Bildmaterial, Beteiligung an Kollektiowerbungen, Hinweis auf Gießen in Wort und Bild auf Speisekarten, die als Formulare den großen Gaststätten in unseren „Einzugsgebieten" überlassen werden usw Als neues Werbemittel werden aber auch geeignete Vorträge mit Lichtbildern zur Anwendung kommen. r . . , , Die beste Derkehrswerbung wird aber dadurch bewirkt, daß alle am Fremdenverkehr interessierten Kreise, insbesondere die Inhaber von Gaststätten und Unterhaltungslokalen, sich bemühen, die Besucher unserer Stadt nach jeder Richtung hin zufriedenzu- Kinder sollen aufs Land Die 63. rüst den Jahrgang 28/29? Alfa» JuWi das neue NSG. Kinder gehören aufs Land. Alle sollen sic einmal im Jahr von ihren Eltern zu Verwandten oder Bekannten aufs Land geschickt werden können. Natürlich ist nicht jede Familie dazu in der Lage, ihre Kinder alljährlich auf ihre Kosten für mehrere Wochen auf Reisen zu schicken. Manche Kinder wachsen auch in solch' gesunder Umgebung auf, daß es wahrlich wichtigere Aufgaben gibt, als eine sommerliche Fcrienreise. Wo aber angenommen werden muß, daß eine Verschickung in ländliche Umgebung für ein Kind von Nutzen sein kann, die Eltern aber aus wirtschaftlichen Gründen nicht dazu in der Lage sind, die Kosten für Reise und Aufenthalt zu überiiehmen, dort hilft die NS.-Volkswohlfahrt! Sie hat die schon bei jedermann bekannte Einrichtung der Kinderland- verschickung geschaffen, um den Kindern jedes Volksgenossen, gleich wie seine wirtschaftlichen Verhältnisse gelagert sind, eine Erholungsmöglichkeit und einen Aufenthalt in anderer Umgebung zu bieten. Es helfen ihr bei der Durchführung dieser Erholungsmaßnahmen der Bauer wie der Gärtner, der Gutsbesitzer, der Landstädter und der Siedler. Gerade dem Bauern ist neben der Freude, die er selber daran hat, wenn er einem blassen Stadtkinds zu Kräften und Lebensfreude verhilft, noch die andere Gelegenheit gegeben, für seinen, wenn auch schweren, so doch chönen, freien und stolzen Beruf zu werben. Es wird heute soviel von der Landflucht und der Abneigung der Heranwachsenden Generationen gegen den Beruf und den Aufenthalt auf dem Lande geschrieben und gesprochen. Es ist deshalb zu hoffen, daß jeder Landbewohner die Gelegenheit erkennt, die ihm dadurch geboten ist, daß er durch die Aufnahme von Stadtkindern Einfluß auf diese gewinnen und sic auf die Schönheiten des Landaufenthaltes Hinweisen kann. Gerade das Kind in seiner Unvoreingenommenheit und mit seinem aufnahmebereiten Herzen ist den Eindrücken, die der Umgang mit Menschen und Tieren auf dem Lande mit sich bringt, besonders zugänglich. Wer es schon mitcrlebcn konnte, wie groß die kindliche Freude an den ländlichen Erlebnissen ist, der wird sich ohne weiteres darüber klar sein, daß der Landbewohner keine bessere Gelegenheit bekommen hat, der „Landflucht" für die kommende Generation eine Gegenbcwegung entgegenzusetzen. Sein Vorbild und sein Verhalten kann von größtem Einfluß auf das Stadtkind sein. Nehmt also Kinder aufs Land! Alle, die ihr em Stückchen deutscher Erde verwaltet, alle, die ihr Gelegenheit habt, den Kindern ein paar sorgenfreie Tage der Erholung gewähren zu können. Die NS.-Volkswohlfahrt beginnt bereits in diesen Tagen mit der Werbung von Kinderpflegestellen, und es ist zu hoffen, daß ihrer Aufforderung zur Bereitstellung einer genügenden Anzahl Freiplätze willig entsprochen wird. stellen. Denn Fremde, die sich in unserer Stadt wohlgefühlt haben, werden immer wieder gern hierher zurückkehren, dabei ober auch in ihrem Freundes- oder Verwandtenkreise durch Berichte über unsere Stadt und die hier verlebte schöne Erholungszeit zum Besuch in Gießen anregen. So wird denn die mündliche Werbung durch zufriedengestellte Besucher die beste Unterstützung aller städtischen Maßnahmen fein. Der Einsatz des Fremdenverkehrsvereins Gießen. Alljährlich versendet der Fremdenverkehrsverein Gießen Tausende von Stücken der von ihm herausgegebenen Werbeschrift über Gießen an die deutschen Reisebüros, Derkehrsvereine, Verkehrs- ämter usw. Daneben wirbt er mit dieser Schrift durch Vermittlung der Reichsbahnzentrale für den deutschen Reiseverkehr auch im Ausland. Die Werbeschrift gibt Tausenden von Reiselustigen eine Ueber- sicht über die Vorteile und Schönheiten unserer Stadt und unserer Umgebung, wobei reiches Bildmaterial das gedruckte Wort wirkungsvoll ergänzt. Der Versand von Werbeschriften hat Gießen bereits weithin bekannt gemacht, und er wird auch künftighin mit aller Tatkraft durchgeführt, um immer noch mehr Fremde für unsere Stadt zu interessieren. Ferner wirbt der Fremdenverkehrsverein für die Veranstaltung von Omnibus-Gesell sch afts- jährten der großen Reifeunternehmungen. Seine Kräfte stellt er Betrieben in der engeren und weiteren Umgebung auch zur Durchführung von Betriebsgemeinschaftsfahrten nach Gießen gern zur Verfügung. Eine weitere, bisher sehr erfolgreiche Werbung wird bei den Besuchern der benachbarten Badeorte entfaltet, die zu Fahrten nach Gießen und Besichtigungen unserer Sehenswürdigkeiten eingeladen werden. Werbung durch Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften, Autoführern, Nachschlagewerken usw. sind weitere gute Werbemittel des Vereins. Für 1939 denkt man im Derkehrsverein an die Fortführung der bisherigen erprobten Werbemaßnahmen, ferner an die Möglichkeit eines Reitturniers, eines Photowettbewerbs, selbstverständlich auch wieder an die Veranstaltung eines Blumenschmuckwettbewerbs. Die Weihnachtswerbung, die im vorigen Jahre sehr befriedigend war, dürste wohl auch in diesem Jahre wieder eine bevorzugte Stellung in der Werbearbeit des Vereins einnehmen. Daß der Derkehrsverein die bevorstehende Goethe- Festwoche tatkräftig unterstützt, auch mit größeren Geldmitteln, ist eine Selbstverständlichkeit. Weiterhin denkt man an die Ausgestaltung der Spaziergängerwege durch die Aufstellung neuer Ruhebänke, Instandsetzung von Ruhebänken, Schutzhütten usw., sowie an weitere ähnliche Maßnahmen. Endgültige Beschlüsse werden in aller Kürze in einer Sitzung der Dereinsführung gefaßt werden.________________ Domotizen. Tageskalender für Donnerstag. Gloria-Palast (Seltersweg): „Der Schritt vom Wege". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Aufruhr in Damaskus". — Oberhessischer Kunstverem: 17 bis 18 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand. Thor (Boote im Stadttheater. Der bekannte Kriegsdichter Thor (Boote wurde von der Intendanz des Stadttheaters für eine Lesung zur Morgenfeier am Heldengedenktag (Sonntag, 12. März) verpflichtet. Thor Goote, der durch ferne Bücher „Wir fahren in den Tod" und „Ran- gehn ist alles" bekannt wurde, lieft aus eigenen Werken. Die Morgenfeier wird musikalisch umrahmt. Jubiläums-Konzert des Vauerfchen Gesangvereins. In feinem diesjährigen Konzert, anläßlich feines 75jährigen Bestehens, bringt der Bauerfche Gesangverein ausschließlich Werke ostmärkischer Komponisten. Neben Männerchören der Großen: Bruckner und Schubert, stehen solche von I. Reiter, Kienzl, Kirchl und Kremser, von denen diejenigen von Reiter, der in der Heimat des Führers geboren ist, besonderer Aufmerksamkeit begegnen dürften. Die Solistin Carola Seth, eine junge, aufstrebende Künstlerin, die sich in Westdeutschland bereits eines guten Ansehens erfreut, singt ebenfalls nur Lieder von Meistern der Ostmark. Die Klavierbegleitung hat die Gießener Pianistin Frau M. Schneider übernommen. WHW. Ortsgruppe (Sießen-Ost. Vetr.: Whw.-Pfund-Spende. Montag, 13., und Dienstag, 14. d. M., wird im Bereich unserer Ortsgruppe die Pfundsammlung durch die NS.-Frauenschaft durchgeführt. Es wird gebeten, die Pfundspende bereitzuhalten und den Inhalt auf dem Päckchen außen sichtbar zu vermerken. Fördert KdF.! NSG. Die Fülle der Möglichkeiten, die die NS.- Gemeinschaft „Kraft durch Freude" den schaffenden Menschen im Rhein-Main-Gebiet zur Erholung und Entspannung bietet, wird noch lange nicht so ausgenutzt, wie es möglich, wünschenswert und notwendig ist. Es sind nicht die geringen Kosten, die den einzelnen abhalten, sich zu beteiligen. Es fehlt in vielen Fällen nur der Anstoß, zum ersten Male zu einer bestimmt gearteten Veranstaltung hinzugehen. Betriebssichrer und Vertrauensmänner müssen einmal prüfen, was für die Gefolgschaft getan werden kann, ja, was oft getan werden muß. Sie müssen auch von sich aus Vorbild bei der Inanspruchnahme fein. Sie müssen die Unentschlossenen mitnehmen und ihnen zeigen, was Deutschland an Schönem und Edlem besitzt. Sie müssen den Wunsch anregen und den Willen wecken, all dies Schöne mitzubesitzen als Teil und Wesen ihres Vaterlandes. Betriebsführer fein heißt Menschenführer fein. Nicht nur im Betrieb, sondern auch im Leben vor und nach der Arbeit, die täglich den Einsatz jedes einzelnen fordert und heute mehr als je die ganze Kraft des deutschen Volkes in Anspruch nimmt. In diesem Sinne ergeht erneut an die Betriebsführer Hessen - Nassau der Ruf: „Fördert Kraft durch Freude!" Feierabend und Reisen mit KdF. TNonats- und Jahresprogramm liegen vor. Die Gauwaltung Hessen-Nassau der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" in der Deutschen Arbeitsfront legt in diesen Tagen wieder ihre Programme vor, die in schöner und klarer Ueberschau alles enthalten, was zunächst der Monat März an Veranstaltungen innerhalb unseres Gaues bringt. Zu gleicher Zeit erschien aber auch das Fahrten- und Reiseprogramm der Abteilung „Reisen und Wandern und Urlaub", in dem zu blättern ein Vergnügen ganz eigener Art ist. Beide Programmhefte sind, wie bisher alle Hefte dieser Art, in ihrer Ausstattung vorbiDlich und geschmackvoll, sie sind reich ausgestattet mit Bildern und in ihrer textlichen Gestaltung so gehalten, so daß man sich in kürzester Zeit über alles Wissenswerte unterrichten kann. Das Monatsprogramm für März 1939 steht im Zeichen des ausklingenden Winters, aber auch schon unter den Gedanken einer fröhlichen Ausschau in den Frühling. Die Bilder führen noch hinein in die Winterlandschaft, aber auch in die Säle und Theater, in denen die Feierabendoeranstaltungen der NSG. „Kraft durch Freude" noch Tausende von Volksgenossen vereinen. Der Veranstaltungsplan zeigt für unseren Kreis Wetterau eine Fülle von Vorstellungen des Darmstädter Volkstheaters und der Rhein-Mainischen Landesbühne auf, außerdem Gastspiele der Kuban-Kosaken, der Gauvarietes und schließlich eine Reihe von Konzertveranstaltungen. Das Dolksbildungswerk tritt mit letzten Vorträgen an die Oeffentlichkeit, und das Sportamt gibt viele Kurse für jegliche Art der Leibesübung bekannt. Selbstverständlich sind alle Einzelheiten über Art der Veranstaltungen, Ort, Zeit, Dauer und Gebühren genau verzeichnet. Nicht weniger Aufmerksamkeit wird man dem Jahresprogramm des „Amtes für Reifen, Wandern und Urlaub" entgegenbringen, das sich diesmal in besonders schmuckem und vielfarbigem Gewände zeigt. Das Heft ist nicht nur ein Programm schlechthin, das alle Einzelheiten über die geplanten Reifen wissen läßt, sondern cs ist auch ein Bilderbuch, bas uns die schönsten deutschen Landschaften von den Karawanken bis zur Nordsee und vom Bodensee bis zum Kurischen Haff in charakteristischen Bildern sehen läßt. Ueberall sieht man die urlaubsfrohen Gesichter vor dem grandiosen Hintergrund der Alpen oder vor der Weite der See. Für jeden, der die Absicht hat, mit KdF. in Urlaub zu gehen, ist das Studium des Heftes eine aufrichtige Freude, die selbst durch die Qual der Wahl nicht beeinträchtigt werden kann. Industrie- und Handelskammer zu Gießen. Mit Zustimmung des ReichswirtschaftsminifterS und Gauleiters wurde Pg. Dipl.-Kfm. Karl Klemen tz zum Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer zu Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach bestellt. Der bisherige stellvertretende Geschäftsführer Pg. Dr. Walter Kirchner wird in Kürze einer Berufung in die Wirtschaftskammer Hessen Folge leisten. Glänzendes Ergebnis des Einsatzes für das WHW. Bei der letzten Reichsstraßenfammlung am vorigen Samstag und Sonntag, die von den Beamten, Handwerkern und den Mitarbeitern des Reichsluftschutzbundes durchgeführt wurde, konnte wiederum, wie bei allen vorhergehenden Sammlungen des WHW. in diesem Winter, ein glänzendes Ergebnis erzielt werden. Der Ertrag dieser Sammlung belief sich im Kreis Wetterau auf 13 013,25 RM, gegen 11753,67 RM. bei der gleichen Sammlung im Vorjahre. Von diesem Gesamtergebnis entfallen auf die Stadt Gießen 5 510,90 RM., und zwar wurden hier gesammelt von den Beamten 2 864,50 RM., von den Handwerkern 1 581,69 RM. und vom Reichsluftschutzbund 1064,71 RM. Mit diesem vortrefflichen Ergebnis reihen sich die Sammler und Spender der jüngsten Straßensammlung in guter Weise in die Front der Kämpfer für das WHW, ein. Ihre schönste Anerkennung für ihren opfer» freudigen Einsatz werden sie in diesem ausgezeich« neten Ergebnis erblicken. Kuban-Kosaken singen und spielen in Gießen. Die „Kuban-Kosaken" geben demnächst im Gloria» Palast ein Gastspiel. Sie bringen russische Gesänge, heitere Volks-, Soldaten- und Kosakenlieder unt| Balalaika-Vorträge. Teils begleiten sie diese GesängÄ mit Balalaika-Orchester, teils bringen sie A-cappella^ Chöre zu Gehör. Dazwischen gelangen solistischö Darbietungen zum Vortrag. Den Beschluß werden russische Kosakentänze bilden, die immer wieder durch ihre Eigenart begeistern. Die Veranstaltung wird von der NSG. ,Kraft durch Freude" durchgeführt. Das erste Gemüter. Nach dem regenreichen Verlauf des gestrigen Tages brachte uns der gestrige Spätabend das erste Gewitter in diesem Jahre. Zwischen 22 und 23 Uhr donnerte es mehrmals, ein besonders kräftiger Donnerschlag war gegen 22.30 Uhr zu hören. Dazu regnete es kräftig und heulte ein Sturm durch die Straßen, der auch von gutem Format war. Nach dem Gewitter setzte, vermischt mit Regen, leichter Schneefall ein, der sich allerdings nicht für big Dauer geltend machen konnte. Während der Nachd und am heutigen frühen Morgen regnete es weiten Lahn und Wiefeck führen erhöhten Wasserstand. Ueber Schäden durch den Sturm ist bis jetzt nichts bekanntgeworden. Das Wöchm fllatit. Vornan von Mlther Kloepffer. SVZ5 15. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Paula reichte ihm zitternd die Diphtherie-Serüle, und blanke Angst stand in ihren Augen. Holl feilte den Verschluß ab; dann verhandelte er mit dem Knaben: „Also, Mannderl, jetzt werden wir eine Sekunde tapfer sein. Ist bloß ein kleiner Strich, gar nicht der Rede wert. Dann wirst du auch wieder gesund, und zur Belohnung kriegst du das braune Paket dahinten. Einverstanden? So. Schon vorbei. Hat es sehr wehgetan?" Das Mannderl ließ die vor Mißtrauen und Spannung überanbergenagelten Kiefer los, schnappte nach Luft und schüttelte den Kopf. Sein flottgehendes Mundwerk war seit der Krankheit wenigstens dem Doktor gegenüber eingerostet. - „Na, siehst du. Laß mich erst die Hände waschen. So, und jetzt wollen wir nachgucken, was in dem Paket ist. Wart', ich bring dir's ans Bett. Ah! Schön! Nicht?" „Ein Radirutsch?" „Freilich! Und sogar eins mit Bremse. Eine Bremse hat nicht einmal der Weinzierl Toni; ich habe mich extra erkundigt. Mein Lieber, das ist fei schon ein ganz erstklassiges Radirutsch." Das Mannderl streichelte an den Rädchen herum, an der Bremse, an der Glocke aus Nickel; feine dünnen Finger glitten über rote, blaue, gelbe Farben. Dann fielen dem Mannderl langsam oie Augen zu vor Anstrengung und Müdigkeit und Fieber. Es trudelte auf Heiaheiahopsassa-Wolken davon, unter dem einen Bein das wunderschöne neue Spiel- zeug; denn das Radirutsch nahm ein Bub in seine Wolkenträume natürlich mit. „Sie sind gut", sagt leise Paula und hatte Wasser in den Augen. „Ach, wegen dem Ding da?" Er schwieg verlegen und wickelte das leere Glas- röhrchen in Zeitungspapier. „Machen Sie sich keine überflüssigen Sorgen, es wird alles recht. Ich habe die Einspritzung nur aus Vorsicht gegeben. Wir wollen hoffen, daß cs sich bloß um eine schlichte Halsentzündung handelt. Der Fall ist ein wenig unklar; es gibt solche Grenzfälle." Er trat noch einmal an das Bett des Knaben. Aber das Mannderl war schon weit weg und bewegte im Fieberschlaf die trockenen Lippen. Sein Radirutsch hielt es mit der rechten Hand fest an sich gepreßt. * „Das gnä' Fräulein hütet leider noch das Zimmer", erwiderte die Koswalski dem Herrn von Tin- ser, der mit einem Rosenstrauß vor der Tür stand, und nahm ihm die Blumen ab. Die Hotelzimmertür, die „das Fräulein" wie ein Cherub verteidigte, öffnete sich zu einem Spalt. „Ach, Sie sind's, Tinser! Wer hütet? Ich? Kommt gar nicht mehr in Frage, Fräulein. Paps mit seiner ewigen Furcht vor Komplikationen! Kommen Sie ruhig einen Sprung herein, lieber Tinser. Das Fräulein wird den Anstandswauwau machen..." „Aber Maxie!" tadelte Fräulein Koswalski entsetzt. „Sie sind doch gar nicht angezogen!" „Pyjama und Schlafrock genügen mir vollkommen. Nehmen Sie Plak, Tinser." „Ich wollte mich nach Ihrem Befinden erkundigen, Fräulein Maxie", lächelte Tinser und zog sein Beinkleid hoch, das von vertrauenerweckender Stoffvergeudung war. Er trug einen hellgrauen Anzug von so erlesenem Schnitt, daß er das Prachtstück unmöglich aus eigener Tasche bezahlt haben konnte. Tinser fand Maxie im Morgenrock und blaßblauer Hose geradezu verlockend. Daß sie ein wenig burschikos und temperamentvoll war, erhöhte nur diesen Reiz. „Mir geht es, wie Sie sich überzeugen können, prima. Nur Papa hat ein solches Getue", lachte Maxie und steckte die Rosen in eine Vase. „Ach, Fräulein, bestes Fräulein, würden Sie unten rasch nachsehen, ob die Illustrierten schon gekommen sind? Ich möchte Herrn von Tinser etwas zeigen." Fräulein Koswalski wand sich in Gewissensqua- len, aber schließlich ging sie. „Sie kommen wie gerufen, Tinser", begann Maxie, als sie allein waren. „Wollen Sie mir einen Freundschaftsdienst erweisen?" Tinser fand, daß Maxies Augen nur schwer zu ertragen waren, ohne daß man eine Dummheit beging, und versicherte hingerissen: „Verlangen Sie, was Sie wollen, von mir." „Leihen Sie mir für einen Tag Ihren ,Pourquoi pas?‘!" „Aber mit größtem Vergnügen! Wenn es weiter nichts ist. „Pourquoi pas?“ wird es sich zur Ehre anrechnen, etwas so ausnehmend Hübsches befördern zu dürfen." „Danke! Sie sind ein netter Junge, Tinser. Wahrscheinlich haben das Ihnen schon viele Frauen gesagt." Sie streckte ihm ihre Hand hin: „Können Sie den Wagen nächsten Donnerstag entbehren?" Tinser beugte sich statt jeder Antwort über ihre Hand und drückte einen Kuß darauf, der zu ausgedehnt war, um noch korrekt zu sein. Seine ganze Haltung war die eines Troubadours, der einem Rit- terfräulein seine Minne zu Füßen legt, überschwenglich und bedingungslos. Als er fein geneigtes Knabengesicht erhob, drückte es aus: Herz in Flammen! Es muß zu feiner Ehrenrettung gesagt werden, daß er in dieser Minute an Fräulein Hegemanns Mitgift nicht im mindesten dachte. Er war nichts als verliebt, so wie er schon zu vielen Malen verliebt gewesen war, und hielt diesen Zustand für — Liebe. Als Maxie erkannte, was sie da angestellt hatte, dachte sie ans Löschen. Sie entzog Tinser ihre Hand und sagte sachlich: „Ich muß Ihnen etwas anver- trauen, Tinser. Aber nichts dem Papa sagen. Ich bin mit Doktor Holl heimlich verlobt." So, nun war es heraus, und Maxie empfand Milleid. „Ja?" stammelte Tinser und sah entgeistert drein. „Vier Monate schon!" Tinser machte ein unglückliches Gesicht und wünschte sich auf die Rückseite des Mondes. Er versuchte, diesen Schlag mit Haltung hinzunehmen, aber es gelang nicht ganz. Seine Stimme bebte ein bißchen, als er bat, sich jetzt verabschieden zu dürfen. Mit ein paar nebensächlichen Redensarten kaufte er sich endlich los und entkam aus dem Zimmer. Er schlenderte betrübt und ziellos am Seeufer entlang. Ausgerutscht da droben! dachte er bitter; von einem gewissen Herrn Dr. Holl besetzt. Daß die Herzensangelegenheit Holl-Hegemann volle vier Monate zurückging, war ein kleines Pflaster auf die Wunde. Von einer ausgesprochenen Niederlage konnte keine Rede sein. Tinser ließ seine Blicke über den See schweifen. Auf dem einen Sprungbrett der Badeanstalt verübte kreischend eine zu üppige Dame Kniebeugen. Ein paar Kinder trieben Unfug im Wasser. Der See sandte träge Wellen ans Ufer. Ein weißer Dampfer tutete. Ich könnte mal das Mannderl besuchen, dachte Tinser und gab sich einen Ruck. Er konnte Lärm und fröhliche Menschen jetzt nicht brauchen, aufgeputscht und zerrissen, wie er war. So ging er zu Paula Gieseke. Krankenzimmer haben ihre eigene Atmosphäre. Alles ist gedämpft in ihnen, das Licht, das Gehen, das Sprechen. Manchmal tun Krankenzimmer unendlich wohl. Paula Gieseke kauerte am Bett des Knaben und machte ihr versorgtes, bitteres Gesicht. Das Mannderl hatte Fieberbacken, Glanzaugen und fabelte viel. In diesen Phantasien kamen häufig eine Tonschweinchensparbüchse vor und ein Radirutsch, das man an der Lenkstange bremsen konnte. Solange der Amt im Krankenzimmer weilt, treten Angst und Befürchtungen in den Hintergrund. Kaum hat er aber den Rücken gedreht, kommen die dunk- len Gewalten wieder zum Vorschein. Paula wurde; von Sorgen um das kranke Kind halb aufgefressen. Tinser, immer noch sehr geknickt durch dia Schlappe von vorhin, murmelte bei seinem Eintritt einen Gruß und fing mit einem Blick den Inhalt der ganzen Stube ein, die gewürfelten Bettüberzüge, die fichtenen Stühle, den angestrichenen Kleider" kästen, kurz, all die Aermlichkeit, und dachte: Na, diese Paula hat es auch nicht leicht. Und mit ihren pompös aussehenden zwei Booten hat sie wahr- scheinlich Ratenschwierigkeiten. Diese Ueberlegung war irgendwie tröstend und floß wie Balsam über fein kummervolles Gemüt. Er schlich auf den Zehen neben die Kauernde, fuhr dem Mannderl über das feuchte Haar und holte aufmunternde Worte aus sich hervor. „Hat der Bub jetzt die Einspritzung bekommen? Na also! Sie werden sehen, jetzt wendet sich das Blatt. Das Mannderl ist mager, aber zäh. Der reißt es durch. Der wird doch mit den paar Bazillen fertig. Ich habe als Kind einmal Scharlach gehabt. Da ist mir eine Halsgeschichte schon lieber!" „Es kommt jetzt so vieles daher", klagte die Paula, und Tränen liefen ihr über das Gesicht. Sie meinte selten, denn sie war eine starke Natur, die schon einen Stoß vertrug, aber diesmal kam es eben zn dick auf sie los, und da versagten die besten Nerven. Ihr bißchen Weinen kam zaghaft schon aus Rücksicht auf den schlummernden Buben und diesem fremden Herrn, zu dem sie eine verhehlte Zuneigung im Herzen trug. „Mit den Einnahmen stimmt es auch nicht und mit dem Wetter und mit den Schülern!" setzte sie hinzu. „Das sieht jetzt alles nur so schwarz aus", tröstete Tinser, „das kommt schon wieder ins Lot. Mit dem Geld wird sich ein Ausweg finden lassen. Vielleicht verkaufen Sie nach der Saison die dummen Boote und fangen etwas anderes an. Ich werde nach» denken." Die Paula sah mit nassen Augen zu ihm auf und fand, daß schon lange niemand mehr so gut zu tt)t gesprochen hatte. Und sie schloß sich plötzlich ganz auf und murmelte: „Ich habe es nicht leicht. Nein, gar nicht. Ich muß für zwei sorgen. Das Mannderl ist — doch mein — Kind. Das mit den .Geschwistern^ haben wir nur aufgebracht, weil es besser aussieht." Nun sie einmal beim Herzausschütten mar, konnte Herr von Tinser auch das wissen. (Fortsetzung folgt!) Zurückstellung vom Reichsarbeiisdienst und aktiven Wehrdienst. Kein Antragsrecht der Betriebsführer. — Grundsätzliche Klarstellung.. Modenschau. Lor vielen aufmerksamen, begeisterten und beifallsfreudigen Besucherinnen veranstaltete gestern nachmittags und abends) eine hiesige große Firma für Domenkleidung im Saal des Gesellschaftsoereins eine Modenschau, die unter der Leitung von Karlheinz Schlüter stand und zu einem schönen Ueberblick wurde für all das, was die Mode 1939 zu bringen beabsichtigt und bereits zeigen kann. Die Modenschau in ihrer Gesamtheit gestaltete sich zu einem hohen ästhetischen Genuß, denn in allen Dingen die hier in ungemein geschickter Form gezeigt wurden, atmete gepflegte Kultur. Feines Verständnis für werkgerechte Verarbeitung der Stoffe, ein sicheres Empfinden für Farbe und viel Phantasie zeichnete die Kleidschöpfungen aus, die eine Fülle von Wünschen auslösten. Die Modenschau war mit oller Sorgfalt organisiert, so daß der Erfolg nicht versagt sein konnte. Mehrere Scheinwerfer sorgten dasür, daß alles im rechten Licht zu sehen war, Blumenschmuck in feiner Anordnung schuf eine heimelige Atmosphäre, auf jedem Tisch lagen Zettel und Bleistifte, damit die Wünsche auch schriftlich festgehalten werden konnten und schließlich sorgten die Vorführdamen dafür, daß die Modenschau zu einem starken Eindruck wurde. Es begann mit den Morgenröcken, wechselte hinüber zu Strahenkleidern, zu Jackenkleidern und feschen Mänteln und dann folgte die Fülle der schönsten in Form, Farbe und Verarbeitung vielseitig abgewandelten Nachmittagskleidern. Immer wieder wurde auch der Notwendigkeit Rechnung getragen, Kleider und Mäntel für die vollschlankere Frau zu zeigen. Mit allgemeiner Aufmerksamkeck wurde festgestellt, daß als Modefarben (wenn auch ohne starre Festlegung) Nachtblau, Kornblumenblau und Erikafarben in verschiedenen Tonwerten bevorzugt verarbeitet worden waren. An Stoffen begegnete man häufiger der reinen Seide, dem Tüll mit Tüllspitze, Tüll mit Chenille, Satin, Romaine, Ks'-Laöable, Woll-Georgette, Organdi bestickt und Chiffon. Für Mäntel wurden u. a. Flausch und Bouclä verwandt. v o3 Mit besonderer Freude wurden die Vorführungen der Gesellschaftskleidern ausgenommen, in denen sich eine Fülle kühner Phantasie äußerte, die große fließende Linie den Charakter bestimmte und die in, der Lustigkeit des Materials nicht zu überbieten waren. Selbstverständlich wurden zu allen den Kleidern und Mänteln auch hüte, Handschuhe, Handtaschen und modische Kleinigkeiten gezeigt, die durch ein hiesiges hutatSlier und durch eine Modestube beigesteuert wurden. Auch hier walteten Fingerspitzengefühl und guter Geschmack, um den erstrebten guten Gesamteindruck zu vervollständigen. Zum Erfolg der Veranstaltungen trug'micht zuletzt Paul Nieren bei, der durch seine geschicke Ansage und durch manches launige Wort die freudige Stimmung noch zu steigern wußte. Die Kapelle Nickel gefiel mit guter Musik. Alt-Odenwälder Feuerstätten und Feuerwehren. Vortrag in der Odenwälder Heimatvereinigung. Am Dienstagabend hielt die Odenwälder Heimatvereinigung ihre Monatsversammlung ab, die sehr gut besucht war und einen äußerst anregenden Verlauf nahm. Bauoberinspektor Enders sprach über die „Hochfürstlich-Hessen-Darmstädtische Feuerordnung" aus dem Jahre 1767. Er gab einen klaren Ein- blick'in das damalige gut organisierte Feuerlöschwesen, das in der Zeit des Unschlittlichtes, der Stroh- und Schindeldächer und der fehlenden Wasserleitung von größter Bedeutung für Stadt und Dorf war. Die ausführlichen Brandverhütungsvorschriften vermittelten ein anschauliches Bild von der früheren Wohnkultur der Odenwälder Bevölkerung. Die äußerst rege Aussprache brachte noch viele persönliche Erinnerungen und Episoden aus der Odenwälder Jugendzeit zu Tage. Der Dereinsführer sprach dem Redner den wohlverdienten Dank aus. Bei der nächsten Monatsversammluna wird Oberrevisor Hartmann über das ländliche Genossenschaftswesen sprechen, dessen Wiege auch im Odenwald stand. Odenwälder Volkslieder und heimatliche Weisen, auf dem Klavier begleitet von P. Kehrmann, hielten die stattliche Heimatgemeinde noch lange beisammen. Giestener Wochen Marktpreise. * G i e ß e n , 9. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,60 Mark, Matte 20 bis 50 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse B 12, ausländische, Klasse A 12, Wirsing, % kg 18, Weißkraut 12 bis 13, Rotkraut 14 bis 16, Karotten 14 bis 15, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 30 bis 40, Unterkohlrabi 8 bis 10, Rosenkohl 48, Feldsalat 90 Pf. bis 1,10 Mark, 1/w 10 bis 15 Pf., Tomaten, % kg 30 bis 45 Pf., Zwiebeln 15 bis 17, In der Oeffentlichkeit bestehen vielfach noch erhebliche Unklarheiten und falsche Auffassungen über das Verfahren bei der Zurückstellung von der Ableistung des Reichsarbeits- und des Wehrdienstes. Daraus ergeben sich Fehler bei der Antragstellung, die für die amtlichen Dienststellen, insbesondere für die Wehrbezirkskommandos, aber auch für die Antragsteller selbst viel überflüssige Arbeit und Zeitverlust verursachen. Zunächst bestehen zwei Möglichkeiten der Zurückstellung vom Arbeitsdienst und von der Erfüllung der aktiven Dienstpflicht. 1. Kann sie von Amts wegen durch deck zuständigen Wehrbezirkskommandeur bei der Musterung oder Aushebung, insbesondere wegen zeitlicher Untauglichkeit, wegen schwebender Verfahren, noch nicht verbüßter Strafe, angeordnet werden: 2. kann sie auf Antrag aus häuslichen, beruflichen oder wirtschaftlichen Gründen erfolgen. Insbesondere können zurückgestellt werden: a) der einzige Ernährer hilfsbedürftiger Familien, erwerbsunfähiger Eltern, Großeltern oder Geschwister; b) ein Sohn eines zur Arbeit oder zur Aufsicht gesundheitlich unfähigen Bauern, Landwirts, Grundeigentümers, Pächters oder Gewerbetreibenden, wenn dieser Sohn die einzige und unentbehrliche Stütze zur wirtschaftlichen Erhaltung und Fortführung des Hofes oder Betriebs ist; c) der einzige Bruder eines Soldaten, der im Kriege gefallen oder an einer im Kriege empfangenen Verwundung oder Krankheit gestorben oder mehr als 60 v. H. kriegsbeschädigt ist, wenn ohne diese Zurückstellung die Angehörigen hilfsbedürftiger würden; d) ein Dienstpflichtiger, der das Eigentum oder den Besitz eines Hofes, oder Grundbesitzes oder Betriebes im Nach- lahwege durch Kauf oder Pacht erworben hat, wenn er auf die Bewirtschaftung angewiesen ist und sein Besitztum auf andere Weise wirtschaftlich nicht erhalten kann; e) der Eigentümer, Inhaber oder Betriebsleiter eines industriellen oder gewerblichen oder kaufmännischen Betriebes, wenn ihm die Leitung des Betriebes erst innerhalb des dem Musterungsjahr vorangehenden Jahres im Nachlaßwege oder noch im Laufe des Jahres 1935 durch Kauf oder Pacht zugefallen ist und der Betrieb auf andere Weise nicht erhalten werden kann; f) ein see- der binnenschiffahrttreibender Dienstpflichtiger, wenn er durch Heranziehung zur Ableistung des aktiven Wehrdienstes in seinem Beruf erheblichen Nachteil erleiden würde; g) Schüler höherer Schulen bis zur Erlangung des Reifezeugnisses; h) ein Dienstpflichtiger, der in der Vorbereitung für einen Lebensberuf durch die Heranziehung bedeutenden Nachteil erleiden würde, für die Dauer der Berufsausbildung oder bis zum Abschluß des Hochschulstudiums; i) em Schüler einer Landwirtschafts-, Forst- Berg- oder Handelsschule, eines Technikums, einer Seefahrt-, Schiffsingenieur-, Schiffbau- oder Debegfunkschule für die Dauer des Besuches dieser Anstalten. Dazu kommt noch, daß in Ausnahmefallen ein Dienstpslichtiger zurückqestellt werden kann, der bei einer Behörde ober Dienststelle des Reiches, der NSDAP., der Länder, Gemeinden oder sonstigen Körperschaften beschäftigt ist und dort aus dringenden dienstlichen Gründen nicht entbehrt werden kann. Die Gesamtdauer der Zurückstellung beträgt in letzterem und in den Fällen zu a) bis f) höchstens zwei Jahre, in den Fällen zu h) und i) bis zu der auf die Vollendung des 27. Lebensjahres folgenden Musterung. Der Antrag auf Zurückstellung kann nur von dem Dienstpflichtigen selbst und seinen Verwandten ersten Grades (Vater, Mutter) sowie von seiner Eherau gestellt werden. Anträge anderer Personen, wie z. B. des Gefolgschaftsführers, sind nicht statthaft. Der Antrag soll schriftlich oder zur Niederschrift zunächst bereits bei der Anmeldung zur Erfassung bei der polizeilichen Meldebehörde, jedoch spätestens bis zwei Wochen vor der Musterung bei der Kreis- Polizeibehörde gestellt werden. Nur wenn Zurückstellungsgründe erst nach diesem Zeitvunkt eintreten, kann der Antrag bei der Musterung selbst oder nachträglich bei der Kreispolizeibehörde oder bei der Aushebung selbst gestellt werden, hierbei wird ein Zurückstellungsantrag, über den bereits bei der Musterung ablehnend beschieden worden ist oder in dem keine erst nach der Musterung eingetretenen Grunde vorgebracht werden, ohne Prüfung abgelehnt. Tritt nach der Aushebung ein Zurückstellungsgrund em, so kann von dem Ausgehobenen noch nachträglich bei der Kreispolizeibehörde Antrag auf Zurückstellung unter gleichzeitiger schriftlicher Meldung an das Wehrbezirkskommando gestellt werden. Die Entscheidung hierüber trifft der Wehrbezirkskommandeur. Jeder junge Deutsche, der zur Erfüllung des Reichsarbeits- und des aktiven Wehrdienstes heransteht und einen Zurückstellungsantrag einzureichen beabsichtigt, hat die Pflicht, eingehend zu prüfen, ob ein Zurückstellungsgesuch tatsächlich notwendig ist. Denn darüber muß er sich im klaren sein, daß er infolge einer Zurückstellung seiner Arbeits- und aktiven Dienstpflicht zu einem späteren Zeitpunkt genügen muß, was für ihn meist persönliche Nachteile, besonders in beruflicher Hinsicht, mit sich bringen kann. Wer einen Zurückstellungsantrag einreicht, kann ihn durch Dorlegen von Urkunden (amtlich oder schriftlich beglaubigt), Bescheinigungen und Stellen von Zeugen unterstützen. Es wird auch in den entsprechenden Fällen geprüft, ob nicht andere unterstützungsfähige Verwandte vorhanden sind. Die Verheiratung eines Dienstpflichtigen ist kein Zurückstellungsgrund. . f Die Zurückstellung wird in der Regel für ein Jahr bis zur nächstfolgenden Musterung, ausnahmsweise für zwei Jahre, ausgesprochen und bei Fortbestehen des Zurückstellungsgrundes auf ein weiteres Jahr ober von Jahr zu Jahr verlängert. Heber das 25. Lebensjahr hinaus kann eine Zurückstellung nur vom aktiven Wehrdienst, nicht mehr vom Reichsarbeitsdienst ausgesprochen werden. Dieser muß daher bis zu diesem Zeitpunkt abgeleistet werden. Die Zurückgestellten sind, auch wenn sie länger als ein Jahr zurückgestellt werden, verpflichtet, sich jährlich zur Musterung zu stellen. Ferner sind sie verpflichtet, das Fortfällen des Zurückstellungsgrundes sofort der zuständigen Kreispolizeibehörde zu melden. Alle Zurückstellungen verlieren mit der Erklärung der Mobilmachung ihre Gültigkeit. ** Gießen als Tagungsort. Am 20. März werden die Leiter der Dersicherungs- und Oberver- icherungsämter im Rhein-Main-Gebiet zu einer Tagung in Gießen weilen. Im Anschluß an die Tagung werden die Gäste unsere Stadt besichtigen und bann zum Schisfenberg fahren, wo sie einen Runb- gang unter Führung von ©tabtbaubirettor Gr a- Dert vornehmen werben. Dann werben die Tagungsteilnehmer auf dem Schiffenberg bei Kaffee und Kuchen Gäste der Stadt sein. ** Feueralarm-Sirenenprobe. Von der Städtischen Feuerwache wird darauf aufmerksam gemacht, daß am kommenden Samstag, 11. März, in der Zeit von 10 bis 12 Uhr die Feueralarm-Sirenen einer Ueberprüfung unterzogen und zu diesem Zweck in Betrieb gesetzt werden. Zu einer Beunruhigung ist also kein Anlaß. ** Feuer im Dachstuhl. Im Institut für Pflanzenbau (Senckenbergstraße) war gestern um die Mittagsstunde im Dachstuhl ein Brand entstanden, der in einem zu heiß gewordenen Abzugsschacht der Deraschungsanlage seine Ursache hatte. Der ent- tehende Brand wurde glücklicherweise rasch bemerkt und konnte zunächst mit einem Hand-Feuerlöscher bekämpft werden, so baß eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindert wurde. Trotzdem wurde die Feuerwehr herbeigerufen, die aber nach halbstündiger Tätigkeit wieder abriicken konnte. ** Der Brand im Hause Walltor - kraße 48, über den wir gestern berichteten, war nicht in den Räumen des Kohlenhändlers Sauer, sondern in den Räumen des Fuhrmanns Sauer. Vom Reichsautobahnbau im Westen. FWD. Nach dem Januarbericht wurden in diesem Monat zur Entwurfsbearbeitnng und zum Bau insgesamt 131,6 Kilometer Reichsautobahnen frei- gegeben. Darunter befand sich die 75,0 Kilometer lange Strecke Montabaur—Gießen. Neu in Bau genommen wurden 137,9 Kilometer Teilstücke, darunter 7,1 Kilometer der Strecke Saarbrücken-Mannheim, 5,6 Kilometer Frankfurt a.M.— Köln, 5,5 Kilometer Kassel—Fulda, 4,3 Kilometer Montabaur—Koblenz, 1,5 Kilometer Frankfurt a.M. —Aschaffenburg. Mit der Verlegung von Fahrbahndecken wurde im Januar auf einer Strecke von 123,8 Kilometer neu begonnen. Es handelte sich hierbei u. a. um Teilstrecken der Strecken Kassel—Fulda (13,3 Kilometer), Köln—Frankfurt a. M. (4,7 Kilometer), wobei die Decken sämtlich in Zementbeton ausgeführt werden. Die Zahl der unmittelbar am Bau der Reichsautobahnen beschäftigten Arbeiter betrug im Januar 88522. Auf den Reichsstraßen wurden im Januar 2,8 Mill. RM. für Unterhaltung und Instandsetzung und 7,8 Mill. RM. für Umbau und Ausbau verausgabt, womit bis 1. Februar 1939 140,0 Mill. RM. oder 67,4 v. H. der für das Rechnungsjahr 1938 bewilligten Mittel ausgegeben wurden. Hier waren 13938 Arbeiter beschäftigt. Oie ersten Märzqewitier im Odenwald. DNB. Darmstadt, 8. März. Die traditionellen Märzgewitter sind prompt eingetroffen. Bereits am Montagnachmittag hatten sich über dem Odenwald, namentlich im Gersprenztal, die ersten Boten des Frühlings eingefunden. Erfreulicherweise wurden aber keine Blitzschläge gemeldet, wenn auch Gersprenz und Fischbach durch die andauernden Regengüsse schon spürbar anschwollen. Pünktlich mit der Mittwoch-Spätwettervorhersage, daß „am Donnerstag eine neue englische Störungsfront unser Gebiet" erreichen würde, zog kurz vor Mitternacht eine Gewitterfront über das Ried hin und entlud sich unter fortdauernden Donnerschlägen, die von starkem Hagel und Schnee begleitet waren. Während in Darmstadt und der näheren Umgebung kein größerer Schaben angerichtet würbe, kommen aus bem Odenwalb bedenklichere Nachrichten. Nicht nur daß der heftige Hagel und der Schneesturm noch einmal eine dichte Schneedecke von 10 Zentimeter Höhe und mehr über das Land breitete und erheblichen Schaden in den Wäldern und Gärten anrichtete, würbe zum Beispiel in Groß-Um stabt bie Badeanstalt schwer heimgesucht. Die Babehäuser, die 'ganze Umzäunung und die anliegenden Baumanlagen wurden umgerissen, durcheinanbergewirbelt unb zerstört, so baß die Feuerwehr alarmiert werben mußte. Die Bäche bes Odenwaldes melben infolge bes starken Regens steigende Wassermassen. An was man den Frühling merkt. Erstens daran, daß man nicht abwarten kann, bis er ba ist. Dann noch an so mancherlei. Im Vorgarten eines kleinen Wirtshauses steht ein Mann unb pinselt die Tische und Stühle an. „In Meerrettich 40 bis 70, Schwarzwurzeln 20 bis 40, Rhabarber 40 bis 60, Kartoffeln, kg 5 Pf., 5 kg 45 Pf., 50 kg 3,95 Mark, Aepfel, % kg 35 Pf., Hähne 1,10 bis 1,25 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1 Mark, Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl 20 bis 35, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 12, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 35, /2 kg 30 Pf. * ** Dienstjubiläum bei der Stadt Gießen. Heute kann der bei dem Stadtbauamt tätige Bürodiener Ludwig D i e h l auf eine ununterbrochene Dienstzeit von 25 Jahren zurückblicken. In Anbetracht feiner treuen .Dienste wurde der Jubilar im Kreise feiner Arbeitskameraden geehrt und erhielt gleichzeitig ein Glückwunschschreiben des Herrn Oberbürgermeisters. Diehl trat am 9. März 1914 bei der Stadtgärtnerei als Gärtner ein, wurde Anfang 1915 zum Heer eingezogen und kämpfte an der russischen und an der serbischen Front, dann lag er mit vor Verdun und wurde durch einen Kopfschuß verwundet. Nach seiner Heilung kehrte er an bie Front zurück, geriet aber bei Reims im April 1917 in französische Gefangenschaft, aus der er erst im Februar 1920 in die Heimat zurückkehren konnte, um bann wieder seine Arbeit im Dienste der Stadt auj* *ungQmJahre alt. Am nächsten Sonntag, 12. März, kann der Schreinermeister Christian Reitz in Gießen, Asterweg 59, sein 80. Lebensjahr vollenden. Herr Reitz ist gebürtiger Gießener und hat hier bis vor drei Jahren eine Schreinerei selbständig betrieben. Aus- geftattet mit großem fachmännischem Können und gepaart mit außerordentlichem Fleiß und ebensolcher Gewissenhaftigkeit genießt der Jubilar in unserer Stadt allgemein große Wertschätzung. Seine Erholung und Entspannung vom harten Alltagsleben hat Herr Reitz neben einem glücklichen Familienleben in der Pflege des deutschen Liedes gesucht und gefunden. Seit 1876 steht er in der deutschen Sängerbewegung, der er lange Jahre in führender Stelle gebient hat. Der Gesangverein „Heiterkeit" zählt den Jubilar, der wohl einer der ältesten Sänger unserer Stadt und mit allen Ehrungen des Gaues und bes Deutschen Sängerbundes ausgestat- tet ist, zu seinen Ehrenmitgliedern. Möge dem seit 4 Jahren im wohlverdienten Ruhestand lebenden und noch rüstigen alten Herrn ein angenehmer Lebensabend beschieden sein. Dem Jubilar bringen auch mir unseren herzlichen Glückwunsch dar^ „Sey ein Leipziger unb nimm Lavendel/ Leipzig und seine Messe — einmal anders gesehen. Äon unterem H. A.Mitarbeiter „Leipzig, befestigte Stadt nebst einem Schloß, die Pleißenburg genannt, in Meißen gelegen. Sie ist eine berühmte Handelsstadt unb hat jährlich drei Messen, jebe von 2 Wochen, nemlich die I. auf Neu-Jahr, die II. den Sonntag Jubilate und die III. den Sonntag nach Michaelis, welche An. 1268 ihren Anfang genommen. Wie auch ein Churfürstliches Ober-Hof-Gerichte, Schöppenstuhl, Conststo- rium, Kreyß-Amt und eine Universität, welche An. 1409 von Churfürst Friedrich bem Streitbaren gestiftet worben. Sie ist eine von den vier Legstäbten des Reiches, dahin die Römermonate (so waren bie Abgaben zu den Romfahrten der Kaiser genannt) von den Reichsstänben bezahlet werden, ingleichen führet sie bei) den Versammlungen der Landes- ftänbe das Direktorium unter den Städten..." Dieser Bericht eines Lexikons aus dem Jahre 1729 umreibt Bild und Bedeutung einer Stabt, bie schon damals im Brennpunkt der deutschen Kultur stand. An ihrer Universität wurde 1687 bie e r ft e Vorlesung in beutscher Sprache gehalten, eine entscheidenbe Tat für bie deutsche Wissenschaft. In Leipzig geben sich die führenden deutschen Geister ein Stelldichein. Nach Leip.stg wendet sich Friedrich der Große, als er sich über bie von ihm verachtete deutsche Literatur unterrichten will. Von hier aus haben Gottsched unb Gellert ben Kampf um die deutsche Dichtung aufgenommen; hier vertritt die Schauspielerin Karoline N e u b e r zum ersten Male ein deutsches Theater, frei von Hanswurst. In diese Gedankenwelt kommen der junge Lessing unb Klopstock, und schon 1723 zog Bach in Leipzig ein, um den Ruhm der mufitliebenben Stadt auf stolze Höhe zu fuhren. An Leipzigs junger Akademie der bildenden Künste kam der 16jährige Goethe durch Defer, bei dem ex sich in die Kunst des Zeichnens vertiefte, mit ben klassizistischen Gebauten Winkelmanns in Berührung. Mit Vorbebacht war er vom alten Rat, ber selbst in Leipzig Student war, hierher unb nicht nach Göttingen geschickt worben. Leipzig war eben „ber Musen erster Sitz". Es war barüber hinaus die Hauptpflegeftätte der feinen, galanten Formen. „Sey ein Leipziger, verwirf bie schlechte Tracht, bie bich hier lächerlich unb Schönen schrecklich macht. Verabscheu' von nun an bie ungezog'nen Handel, sprich zierlich unb galant unb rieche nach Lavenbel. Dieses Wort ist kennzeichnenb für ben guten Ruf der Leipziger Gesellschaft, unb nicht minber jenes: „Du fällst mir, schöner Ort, vor allen anberen ein, so oft nur mein Gemüth an was Galantes denkt. Und weiter: „Höfstigkeit unb guter Verstaub haben bey einem Leipziger gleichsam ihre beftänbige Wohnung genommen." Der Grunb für diese Stellung im Reigen ber deutschen Städte, die wirtschaftlichen Voraussetzungen dafür, den hatten bie Messen gelegt. Schon am Enbe bes 12. Jahrhuuberts erhielt Leipzig Stabt- rechte. Schon bamals wurden bie Märkte als fest- stehenbe Einrichtungen erwähnt. Dank ber günstigen Lage am Schnittpunkt fünf alter Handelsstraßen gelang es tüchtigem Kaufmannsgeist, diese Märkte zu einer solchen Bedeutung zu führen, daß die landesherrlichen Marktprivilegien 1497 von Kaiser Maximilian I. bestätigt wurden. Bereits Markgraf Dietrich von Meißen hatte auch den Kaufleuten Schutz angedeihen lassen, mit deren Landesherren er im Kriege lag. Jetzt war die Messe und ihre Freiheit vom Kaiser gesichert. Die M e s s e f r e i h e i t aber bestand darin, baß „alle diejenigen, welche eine Messe besuchen, eine völlige Sicherheit genießen und kein Schuldner bis in bie Zahlwoche weber on feiner Person noch an feinen Gütern, wofern er sich nicht selbst biefer Freiheit begeben, oerarreftieret werden kann". Das waren bie Grundsätze, die dem Handel den Weg zum Aufschwung frei gaben. Nur wenige Märkte leiteten ein solches Recht vom Kaiser her. Neue Vorteile brachte 1507 mit dem Straßenzwang über Leipzig das Stapelprivileg, demzufolge alle Waren in der Stadt zum Verkauf angeboten werden mußten. Der Stabt Leipzig war das Vorkaufsrecht eingeräumt. Gleichzeitig würben andere Messen im Umkreis von 15 Meilen verboten. Die beiden Nebenbuhler, die eine ähnlich günstige Der- kehrslage hatten, Erfurt und Magdeburg, waren ausgeschaltet. Die junge Reichsmesse aber stand vor großen Aufgaben. Die Türken hatten bie alte Lanb- oerbinbung von Europa nach Ostinbien unterbrochen. Ein' neuer Weg um Afrika war gefunben, dazu Amerika entdeckt. Westeuropas Häsen übernehmen bie Rolle von Genua und Venedig in der Schiffahrt. Der südosteuropäische Raum, den bisher venezianische und genuesische Kaufleute mit Waren versorgt haben, schaut jetzt nach Leipzig. Die Stadt wächst in eine neue Mission hinein, sie wird der Mittler nach bem Südo sten, nach den Ländern des Balkans und Osteuropas. Frankfurt am Main dagegen pflegt mit Köln den Hanbel mit Frankreich, vor allem auf bem Gebiet der Mode, Nürnberg unterhält nebst Augsburg bie Beziehungen zu Italien. Zwei Jahrhunberte, unterbrochen vom Dreißigjährigen und vom Siebenjährigen Krieg, währt bie Blüte ber Leipziger Messe. Sie setzt sich an bie Spitze aller Messen überhaupt. Da droht ihr Gefahr durch die aufstrebende Technik. Mit bem Ausbau des Verkehrswesens wirb das alte Mittel des Warenaustausches auf der Messe zu teuer Zudem kennt ber Käufer die Ware bereits durch das Muster, bas ihm ber Vertreter des Herstellers vorlegt. So verschwindet die Ware von ben Messen. Nur Nowgorod kann die alte Form der Warenmesse aufrechterhalten. Leipzig aber tut den Schritt vonderWaren - messe zur Mustermesse und zieht zugleich auch Maschinen und Gerätschaften an. Und während in Leipzigs JnnenstM die alten Warenbuden verschwinden, bie Kaufgewölbe sich in Ausstellungsräume wandeln, während bie Messepaläste errichtet werben, ba breitet sich draußen im Südosten am Völkerschlachtdenkmal bas Gelänbe ber Technischen und ber Baumesse aus. Leipzig hat weltweite Be- beutung erlangt. Leipzig ist bas Tor ber Wirtschaft. Leipzig ist neben ben Sonbermessen im deutschen Osten unb Westen bie Messe des Reiches geblieben. Kunst und Wissenschaft. „Woche der Lebenden" in Frankfurt. Die Städtischen Kühnen Frankfurt a. M. veranstalten vom 19. bis 25. März eine „Woche der Lebenden", in der in allen drei Häusern Werke zeitgenössischer Autoren, darunter zwei Uraufführungen, zur Aufführung gelangen. Königsberger Literaturpreis und Ehrenbürgerrecht für Agnes Wiegel. Die ostpreußische Dichterin Agnes M i e g e l, deren Werke weit über die Grenzen ihrer engeren Heimat hinaus bekannt sind, begeht am 9. März den 6 0. Geburtstag. Die Stadt Königsberg verlieh der Dichterin als Zeichen bes Dankes für ihr reiches Schaffen den Königsberger Literaturpreis sowie bas Ehrenbürgerrecht ihrer Vaterstabt. — Agnes Miegel ist die erste Frau, die. bas Ehrenbürgerrecht der Stadt besitzt. Internationaler Archäologenkongreß in Berlin. Unter der Schirmherrschaft von Reichsminister Dr. R u st findet vom 21. bis 26. August in Berlin der VI. Internationale Kongreß für Ar - ch ä o l o g i e statt. Die Durchführung hat das Archäologische Institut bes Deutschen Reiches in Be» lin übernommen. Bisher liegen bereits Anmeldungen von 500 bis 600 Gelehrten aus 30 Länbern voi. Es ist geplant, mit dem Kongreß eine Ausstellung antiker Kleinkunst zu verbinden. Auch soll eine Gemeinschaftsreise in bas Rheinlanb zur Besichtigung ber dortigen Denkmäler, Ausgrabungen und Samm-. lungen statt finden. vier Wochen", denkt er, „da wäre es dann ja wohl |o weit." An den bunten Blümchen auf den Hüten unserer Frauen und Mädchen. (Die vorläufig noch im Schaufenster stehen. Die Hüte.) Um die Mittagszeit reißt man die Fenster auf und fingert an der Heizung herum. Na, wie geht das doch gleich ... aus! Gegen Abend schleicht man sich dann beschämt wieder an die Heizung heran. ' Die Wanderer hecken die erste Tour des Jahres aus. In der Dämmerung rennt man unruhig durch Anlagen und guckt sich die Augen nach Blümchen aus und ist glücklich, wenn man was Weißes oder Gelbes schimmern sieht; im braungrünen Gras. Bauerntag in Friedberg vom 17.-21. März. Nachdem nunmehr, nach zweijähriger Pause, wiederum die Durchführung von Bauerntagen in den ttreisbauernschaften der Landesbauernschaft Hessen- Nassau begonnen hat, rüstet auch unsere Kreisbauernschaft Oberhessen-West zu ihrem Bauerntag, der vom 17. bis 21. März in Friedberg statt- sinden wird. Wegen der Maul- und Klauenseuche mußten 1938 die Bsuerntage in Hessen-Nassau ausfallen. Deshalb gewinnen sie in diesem Jahre besondere Bedeutung, die noch durch die Auswirkungen des 6. Reichsbauern- tages und die brennenden Fragen, die gegenwärtig das gesamte deutsche Landvolk bewegen, vertieft wird. In Friedberg wird sich das Landvolk der Kreis- bauernschast Oberhessen-West versammeln und in völliger Geschlossenheit an dieser wichtigsten Veranstaltung des Jahres innerhalb unserer bäuerlichen Heimat teilnehmen. Wie der Bauer heute an seine Aufgaben herangeht, um sie zum Wohle der Gesamtheit zu lösen, wie ihn der Reichsnährstand dabei unterstützt und belehrt und ihm die Ziele und Richtlinien weist, und wie der Führer unser deutsches Landvolk zur Grundlage des Wiederaufbaues unseres ganzen Volkes bestimmt hat, das zeigt der Bauerntag in Friedberg mit seinen zahlreichen Veranstaltungen und der umfassenden Ausstellung „Wir schaffen für das Volk". Batsherrensihung in Alsfeld. Alsfeld, 8. März. In der jüngsten Sitzung gelangten die Rechnungen der Stadt-Hospital- und Armenkasse, sowie des städtischen Schlachthofes vom Rechnungsjahr 1937 zur Beratung. Die Stadtrechnung schließt im Betrieb mit 684124,82 RM. in Einnahme und mit 675888,04 RM. in Ausgabe ab, so daß nach Abzug der vorgeschriebenen Rücklagen ein Rechnungsrest von 8236,78 RM. verbleibt. Der Rechnungsrest besteht in liguidierten Ausständen. Die Vermögensrechnung gleicht sich mit 76253,75 RM. in Einnahme und Ausgabe aus. Der Hospitalfonds gleicht sich mit 4733,55 RM. in Einnahme und Ausgabe aus, die Rechnung des Armensonds bewegt sich mit 14098,40 RM. in Einnahme und Ausgabe unter Berücksichtigung der von der Stadt zum Ausgleich geleisteten Zuschüsse. Die Betriebsrechnung des städtischen Schlachthofes weist eine Einnahme von 31994,84 RM. auf, der eine Ausgabe von 29959,89 RM. gegenübersteht, so daß sich ein Rechnungsrest von 2034,95 RM. ergibt. In der Vermögensrechnung wurde ein Betrag von 6000 RM. dem Rücklagenfonds zugeführt. Hinsichtlich der Festsetzung des Wassergeldes für das Rechnungsjahr 1939 wurde gemäß dem Vorschlag der Verwaltung beschlossen, für das zur Erhebung gelangende Wassergeld nach Einschätzung und nach Messer wieder wie in den Vorjahren einen Zuschlag von 50 v. H. zu erheben. Der Bürgermeister bemerkte dazu, daß zur Zeit eine Aushebung dieses Zuschlages im Hinblick auf die steigenden finanziellen Anforderungen noch nicht in Erwägung gezogen werden können. Die alljährlich zu erlassende Gebührenordnung für den städtischen Schlachthof sieht für das Rechnungsjahr 1939 die unveränderte Einheitsgebühr wie für das Rj. 1938 vor. Die Gebühren wurden, wie vorgeschlagen, festgesetzt. Tie Rentabilität des Schlacht- Hoses ist dabei gewährleistet. Großmolkerei im Vogelsberg. Lpd. Schotten, 8. März. Die Zahl der Milchlieferanten der hiesigen Molkereigenossenschaft Hoherodskopf hat durch die Zuteilung weiterer Gemeinden des Vogelsbergs zum Einzugsgebiet der Molkerei eine starke Steigerung erfahren. Mit der dadurch bedingten außerordentlichen Erhöhung der täglich angelieferten Milchmengen stehen die Betriebsräume und die maschinellen Verarbei- tungsmöglichkeiten der Molkerei nun nicht mehr im Einklang. Deshalb hat die Generalversammlung der Molkereigenossenschaft einen großzügigen Ausbau der Betriebsräume und -einrichtungen beschlossen und der Verwaltung hierfür einen Kredit von 200 000 Mark zur Verfügung gestellt. Diese Be- triebserweiterung, die das Unternehmen zu einer Großmolkerei machen wird, soll durchgeführt werden, ohne den Milchpreis für die Lieferanten zu senken. Landkreis Gießen. wg. Großen-Bufeck, 8. März. Der Tod hat in den letzten Tagen unter den ältesten Einwohnern unseres Ortes reiche Ernte gehalten. Ende Februar verstarb Frau Elisabethe Schmidt, geb. Hahn, Ehefrau des Zigarrenmachers und Kirchendieners i.R. Heinrich Schmidt X. (Kirchftraße), im Alter von 81 Jahren. Die Verstorbene hätte in diesem Jahre goldene Hochzeit feiern können. Am 2. März wurde der weithin bekannte frühere Müller, sodann Landwirt und Gastwirt des Gasthauses „Zum Schwanen", Wilhelm Rühl, zu Grabe getragen. Der Verstorbene konnte noch im Februar bei verhältnismäßig auter Gesundheit seinen 88. Geburtstag feiern. Am Freitag, 3. März, wurde Frau Katharine B e 11 o j f, Witwe, geb. Hahn, beerdigt. Sie war 72 Jahre alt. Sie hatte ein Leben reich an Prüfungen hinter sich. Am Samstag, 4. März, wurde der Weichensteller i. R. Christoph Volk im Alter von 77 Jahren zu Grabe getragen. Am Montag, 6. März, wurde Frau Margarethe Arnold, Witwe, geb. Kimmel (Zeilstraße), im Alter von 81 Jahren zur letzten Ruhe gebettet. Mancher liebe Angehörige war ihr im Tode oorausgeaangen. 4 Leih gestern, 8 März. Seinen 76. Geburtstag kann am Freitag, 10. März, der Reichs- bahn-Zugführer i.R. Johannes Faber XL, Heerstraße 2 dahier wohnhaft, in guter Gesundheit begehen. Unseren herzlichen Glückwunsch. # Allendorf (Lahn), 9. März. Die hiesige Kriegerkameradschaft hielt im Saale Henkelmann ihre Jahreshauptversammlung ab. Eingangs wurde in würdiger Weise des verstorbenen Kameradschaftsführers Philipp S t e i n m ü l l e r II. „Jetzt den Regenmantel!", liest man in einem Schaufenster. Ach so, denkt man, der Regen, der kommt ja vor dem Frühling noch. In den Gärten wird schon geharkt und gerecht. Die Sonne bekommt um die Mittagszeit Kraft. Man nimmt sich vor, was man in diesem Sommer alles zusammenbaden, zusammenwandern, zu- sammensportlern will. Jeden Tag knattern mehr Motorräder. Jeden Morgen werden die Schlangen der Radfahrer länger, die fabrikwärts ziehen. Die Autogefpräche nehmen reißend zu. r . Natürlich ist noch kein Frühling, aber er liegt in der Lust. r. k. gedacht, der mit großem Idealismus für die Kameradschaft gewirkt hatte. Zum Kameradschaftsführer wurde nunmehr Lehrer Faber bestimmt; zum Schriftführer wurde W. Dick, zum Propagandawart Heinrich Kimmel und zu Schießwarten die Kameraden Heinrich Menges und Wilhelm L u h ernannt. Der Kassenwart Heinrich Keiner er- tattete einen günstigen Kassenbericht und wurde wiedergewählt. Zu Beisitzern wurden Ludwig Wagner und Ludwig Weis und als Fahnenträger Artur Volk bestellt. Die drei besten Schützen (W. Lu h , W. D i ck und A. Volk) wurden mit der bronzenen Ehrennadel ausgezeichnet. Im vergangenen Jahre wurden vier Mitglieder neu aufgenommen. — In der Gastwirtschaft „Zur Linde" wurde dieser Tage durch einen Beauftragten des Kartoffel- käfer-Abwehrdienstes ein Filmvortrag gehalten, der jedermann die Gefahren erkennen ließ, die vom Kartoffelkäfer her drohen. Gleichzeitig wurden die Abwehrmaßnahmen erläutert. ch Ouerfborn, 9. März. In diesem Jahre wird hier zum erstenmal ein Erntekindergarten eingerichtet, für den der alte Schulsaal hergerichtet wird. Don der Einwohnerschaft wird die Neuerung freudig begrüßt. > Obbornhofen, 8. März. Die hiesige Freiwillige und die P f l i ch t f e u e r w e h r hielten dieser Tage einen Schulungsabend ab. Wehrführer Hahn sprach über „Erste Hilfe bei Unglücksfällen". Turnabend für das Winierhilfswerk. Das Fachamt Turnen führt schon seit Jahren in den Vereinen Veranstaltungen durch, deren Erlös an die Winterhilfe abgeführt wird. In diesem Jahre hat auch das Kreisfachamt einen Turnabend geplant, der am 11. März in der Volkshalle in Watzenborn-Steinberg durchgeführt wird. Eingesetzt werden die Kreisriege mit den besten Gerätturnern des Kreises aus Gießen, Großen-Linden und Wie- feck. Reuter, Herbert und Vogt (Gießen), Seth und Seip (Großen-Linden), Schöff- mann, Lettin und Mank (Wiefeck) werden mitwirken. Eine starke Turnerinnenabteilung von etwa 30 Turnerinnen wird neben großen Tänzen noch Volkstänze und andere gymnastische Vorführungen bringen. Es wird mit diesen Kräften eine Vorführungsfolge geboten, die neben dem guten Zweck, dem WHW. zu dienen, auch für das Gerätturnen der Männer und das Frauenturnen werben wird. Die Vorbereitungen für die Veranstaltung find beendet. Die Gemeinde Watzenborn-Steinberg hat ihre geräumige Halle zur Verfügung gejtellt, die Turner und Turnerinnen haben sich vorbereitet. Kraft, Mut und Gewandtheit an den Geräten und Anmut bei Gymnastik und Tanz werden sich zu einem harmonischen Ganzen zusammenfinden und die Leibesübungen in beachtlicher Vollendung zeigen. Gcbulwettkämpfe im Gerätturnen. Die Gießener Volksschulen trugen am Montag die Mannschaftskämpfe im Gerätturnen in der Turnhalle der Neuen Pestalozzischule aus. Geturnt wurden Einzelübungen am Barren, Reck und Bock, Radschlagen als Bodenübung und eine Gemeinschaftsübung, die über Pferd, Reck und Barren, als Hindernisse führte. An den Kämpfen, die unter Leitung von Kreissportlehrer Mohr durchgeführt wurden, beteiligten sich die Knabenklassen des 8., 7. und 6. Schuljahres. Die Leistungen der Schüler waren gut, vor allen Dingen war die Einsatzbereitschaft hervorzuheben. Der Kampf hatte folgendes Ergebnis: 8. Schuljahr (Mannschaftsstärke 25): 1. Neue Pestalozzischule I K., 18 P.; 2. Goetheschule I K., 13 P.; 3. Alte Pestalozzischule I 6 Punkte. 7. Schuljahr (Mannschaftsstärke 25): 1. Goetheschule 2 K., 18 P.; 2. Neue Pestalozzischule 2 K., 17 P.; 3. Alte Pestaloz.zischule 2a, 15 P.; 4. Alte Pestalozzischule 2b, 14 Punkte. 6. Sch uljahr (Mannschaftsstärke 30): 1. Alte Pestalozzischule 3a, 14 P.; 2. Goetheschule 3 K., 11 P.; 2. Alte Pestalozzischule 3b, 11 Punkte. Gaugruppen-Hietsterfchasten im Gerätturnen. Am kommenden Sonntag werden in allen Gauen die Mannschaftsmeister im Gerätturnen ermittelt, und 14 Tage später, am 26. März, folgen die Gau- gruppen-Ausscheidungen. Die Männermeifter der Gaue Hessen, Südwest, Baden und Brandenburg treffen sich an diesem Tag in Kassel, während die Frauenmannschaftsmeister der Gaue Südwest, Hessen, Mittelrhein, Niederrhein und Westfalen in Frankfurt a. M. turnen werden. Die Sieger der Gaugruppen-Ausscheidungen nehmen an den Endkämpfen um die Deutsche Meisterschaft teil. Fußball der Gauliga am Sonntag. Im Lager des Meisters Hanau 93 hofft man immer noch, daß die Kasseler „Rothosen" bei einem ihrer letzten Spiele bezwungen werden, aber allzu groß ist die Wahrscheinlichkeit, daß es zu diesem „Wunder" kommt, wirklich nicht. Am Sonntag stehen die 03er vor einem neuen Sieg. Großauheim ist auf eigenem Gelände bisher unbesiegt geblieben und konnte seinerzeit den Kasselern eine glatte Niederlage beibringen, aber auswärts haben sie doch durchweg den kürzeren gezogen. Hanau 93 hat den Lokalkampf gegen den abstiegbedrohten Dunlop-SV. vor sich, der zwar eine Ueberraschung in sich birgt, aber normalerweise vom Meister gewonnen werden müßte. Die Kasseler Kurhessen werden im Kamps gegen den VfB. Friedberg sicher die knappe Vorspielniederlage wettmachen und damit einen weiteren Schritt auf dem Wege zur Rettung tun. Die Feuerwehrmänner folgten mit großer Aufmerk- amteit. — Am Dienstag fand im hiesigen Gemeindewald ein Holzverkauf statt. Es wurden bezahlt ür Buchenknüppel 14 bis 16 RM., für Buchenscheite 17 bis 20 RM., für Buchenstöcke 8 bis 11 RM. je zwei Raummeter. Reisig wurde je Meter für 0,80 bis 1 RM. verkauft. Die Käufer konnten zum größten Teil ihren Bedarf eindecken. Kreis Bübingen. 0 Schotten, 8. März. Die Generalversammlung des Pserde-Versicherungsvereins Schotten sand gestern hier im Gasthaus „Zum Adler" statt. Vereinsführer August Rausch erstattete zunächst den Jahresbericht für 1938, und er konnte dabei eine sehr günstige Aufwärtsentwicklung des Vereins feststellen. Tie Mitgliederzahl ist von 213 in 1937 auf 225 in 1938 gestiegen, die Zahl der versicherten Pferde von 322 in 1937 auf 343 in 1938. Die Versicherungssummen haben sich von 205150 RM. in 1937 auf 219400 RM. in 1938 erhöht. Obwohl die Verluste an Pferden in 1938 sehr hoch waren und 6380 RM. als Entschädigungssumme aufgewendet werden mußte, konnte doch der Reservefonds auf der alten Höhe von 5000 RM. gehalten und alle Entschädigungsbeträge restlos ausbezahlt werden. An Prämienzahlungen gingen in 1938 6605 RM. ein, gegen 6130 RM. in 1937. Auch konnte die erfreuliche Tatsache berichtet werden, daß die Ausstände seit zwei Jahren ganz verschwunden sind. Der Rechner Karl Stang trug sodann die Rechnung vor, die mit 14352,35 RM. in Einnahme und 14332,29 RM. in Ausgabe abschließt, so daß ein Rest von 20,06 RM. verbleibt. Die Rechnung wurde von den Mitgliedern Heinrich Müller und Heinrich Bickert geprüft und für richtig befunden, so daß dem Rechner und dem Vorstand unter Ausdruck des Dankes Entlastung erteilt wurde. Da die Amtszeit der Vorstandsmitglieder abgelaufen war, wurde eine Neuwahl vorgenommen, bei welcher einstimmige Wiederwahl des bisherigen Vorstandes auf drei Jahre erfolgte. Zum Schluß bemerkte der Vereinsführer, daß die Höchstversicherungssumme in Anbetracht der hohen Pferdepreise von 1300 RM. auf 1500 RM. erhöht wurde. Der Vertrag mit dem Vereinsarzt, Tierarzt Tr. Klose, soll auch für 1939 Gültigkeit haben. Mit dem Gruß an den Führer schloß der Vereinsführer die Versammlung. Deutschlands Fußballelf gegen Italien. Ueberraschend früh gibt die Reichssportführung (Fachamt Fußball) die deutsche Nationalmannschaft zum 7. Fußballänderkampf gegen Italien am 26. März in Florenz bekannt. Das deutsche Aufgebot gegen den Weltmeister lautet: Platzer (Admira Wien); Janes (Fortuna Düsseldorf), Schmaus (Vienna Wien); Kupfer (1. FC. 05 Schweinfurt), Goldbrunner (Bayern München), K i tz i n g e r (1. FC. 05 Schweinfurt); Lehner (Schwaben Augsburg), Hahnemann (Admira Wien), Gauch e l (TuS. Neuendorf), Schön (Dresdner SC.), Peffer (Rapid Wien). Man kann die verantwortlichen Männer zur Aufstellung dieser Mannschaft beglückwünschen, denn sie stellt wohl das Beste dar, was gegen den Weltmeister auf die Beine gebracht werden kann. Wir finden hier mit ganz wenigen Ausnahmen die gleichen Spieler, die im vergangenen Jahr den ersten Weltmeisterschaftskampf gegen die Schweiz in Paris (1:1) und im September den mit 4:1 gewonnenen Kampf gegen Polen in Chemnitz bestritten. Italien ohne Meazza und Ferrari? Vittorio Pozzo wird die italienische Fußballelf zum Länderkampf gegen Deutschland wohl nicht so zeitig bekanntgeben können. Der Verbandskapitän hat vor allem bezüglich der Besetzung des Jnnen- sturms große Sorgen, denn Piola ist nicht in Form und mit den vorzüglichen Halbstürmern Meazza und Ferrari ist kaum zu rechnen. Illif sechs Neulingen gegen Luxemburg. Am Tag des Länderspiels gegen Italien spielt eine zweite deutsche Nationalelf in Luxemburg gegen Luxemburg. Bei diesem siebten Länderkampf gegen die Vertretung des Großherzogtums kommt in der Hauptsache der Nachwuchs zum Wort. Die Elf steht wie folgt: Flotho (VfL. Osnabrück); Münzenberg (Alemannia Aachen), Kubus (Vorw. R. Gleiwitz); Rohde (Tvd. Eimsbüttel), Piccard (SSV. Ulm), Schädler (Ulmer FV. 94); Malecki, Pähler (beide Hannover 96), H ä n e l (BC. Hartha), F i e d e r e r (SpDgg. Fürth), A r 11 (Riesaer SV.). Neusel —Lenglet. Tag der Schwergewichtler in Frankfurt. Nach fast anderthalbjähriger Pause — im November 1936 boxte Adolf Heuserin der Frankfurter Festhalle — steigt in der alten Sportstadt am Main wieder eine Veranstaltung der Berufsboxer und bringt diesmal ein Programm, das sich sehen lassen kann. Der Kampfabend in der Festhalle steht am kommenden Samstag, 11. März, im Zeichen der Schwergewichtler. Neben acht Vertretern der schwersten Gewichtsklasse gehen zwei Halbschwergewichtler in den Ring. Die Tausende, die sich am Samstag um den Kampfring versammeln werden, bekommen also nur „Riesen" zu sehen. Dazu bringt die Hauptpaarung die interessante Begegnung zwischen dem deutschen Meister im Schwergewicht, Walter Neusel, und Frankreichs bestem Mann in dieser Klasse, Andrö Lenglet! Der wichtigste unter den Rahmenkämpfen ist entschieden die Begegnung zwischen dem italienischen Meister Santa de Leo und dem Kölner Exmeister Vincenz Hower. Der Kölner wird sicher bestrebt sein, besser abzuschneiden als Neusel in Dortmund; ob das gelingen wird, möchten wir bei der unbestreitbaren Klaffe des Italieners allerdings bezweifeln. Hermann Kreimes (Mannheim) bekommt an Stelle des ursprünglich vorgesehenen Italieners Anniballi den Krefelder Hans Schönrath als Gegner, und dessen Bruder Jakob wird dem Frankfurter Kurt Jost das Leben sauer machen. Die beiden einzigen „Halb- schweren", die sich im Ring vorstellen, sind endlich Karl Maier (Singen) und Heinrich Mayer (Ludwigshafen). Kurze Sportnotizen. Bei den Großen Preisen der Reichs- Hauptstadt im Eiskunstläufen vom 24. bis 26 März wird auch ein Aesthetik-Preis vergeben, bei dem Maler, Bildhauer und darstellende Künstler als „Kampfrichter" tätig sind. * Mercedes-Benz hat mit seinen Spitzenfahrern Rudolf Caracciola, Hermann Lang und Manfred von Brauchitsch das Training auf der Monzabahn bei Mailand ausgenommen. Gefahren wird in dem neuen Grand-Prix-Modell 1939, das auf Grund der im Vorjahr gemachten Erfahrungen entwickelt wurde. Wirtschaft. Mein-Mainische Börse. Aritlagsbörse wenig verändert. Frankfurt a. M„ 8. März. Die Börse blieb weiterhin äußerst still. Die Bankenkundschaft verharrte in stärkster Zurückhaltung. Am Aktien» markt gestalteten sich die Kurse nicht ganz einheitlich, im allgemeinen waren sie aber nur wenig verändert. Indessen blieben zahlreiche Papiere zunächst ohne Notiz. Am Montanmarkt ergaben sich bei kleinstem Geschäft leicht Besserungen, Hoesch 108,50 (108), Mannesmann 109,25 (109), Vereinigte Stahl 109,75 (109,65). Leicht gebessert waren außerdem IG. Farben auf 149,50 (148,75), Scheideanstalt auf 203,75 (203,50), Reichsbank auf 179,75 (179,25) und Daimler Motoren auf 134 (133,75). Elektropapiere bröckelten durchweg 0,25 bis 0,50 v. H. ab, o u. a. AEG. auf 112,90, ELG. auf 129,50, Iesfürel auf 134,75. Sonst kamen noch Rheinmetall mit 129,50 (130), Zellstoff Waldhof mit 119,75 (120), Westdeutsche Kaufhof mit 103,25 (103,50) und Conti Gummi mit 208,25 (210,50) zur Notiz. Auch der R e n t e n m a r f t lag nahezu geschäftslos; in einzelnen Werten erhielt sich kleines An- lageintereffe. Gefragt blieben weiterhin Kommunal- Umfchuldung zu unverändert 93,30, ebenfo Reichs- altbesitz zu 130,25 (130,13). Dekofama I nach Pause 134,90 (134,25). Pfandbriefe lagen fast geschäfts- los und unverändert. Stadtgnleihen bröckelten zum Teil weiter etwas ab, 4xh o. H. Darmstadt von 1926 96,75 (97), 4’/2 v. H. Heidelberg 96,13 (96,50), hingegen 1928er Mainz 97,13 (97). Industrie-Obligationen weiterhin uneinheitlich mit etwa 0,25 v. H. nach beiden Seiten, 5 v. H. Eisenbahn-Bank Frankfurt weiter gesucht mit 85 (84). Im Verlaufe hielt die Geschäftsstille in vollem Umfange an, so daß zweite Notierungen kaum er« folgten. Die Gesamthaltung blieb etwas uneinheitlich bei durchschnittlichen Abweichungen von 0,25 bis 0,50 v. H., wobei jedoch bei den erst später notierten Papieren eher Abschwächungen Vorlagen. Am Einheitsmarkt war die Kursgestaltung gleichfalls schwankend. Stark gefragt blieben die schon gestern abend um 3 v. H. auf 160 gestiegenen Schramm Lack zu etwa 163, andererseits u. a. Kalter Brauerei nach Pause 45,75 (48). Der Freiverkehr lag geschäftslos bei gehaltenen Kursen. Ufa nannte man höher mit 85,75 (84,50). Tagesgeld unverändert 2,25 v. H. Abendbörse gut behauptet. Die Abendbörse nahm zwar einen stillen Verlauf, die Haltung war aber allgemein etwas freundlicher. Verschiedentlich bestand etwas Kaufinteresse, so daß auch kursmäßig eine leichte Besserung zu verzeichnen mar, wenngleich die Entwicklung immer noch kein einheitliches Bild aufwies. Für IG. Farben hielt das Interesse an, sie zogen auf 150 (149,50) an. In Schiffahrtswerten erfolgten ebenfalls kleine Käufe, wobei Norddeutscher Lloyd auf 65,75 (Berlin 64) und Hapag auf 61 (60) befestigt waren. Mäßig erhöht waren ferner Verein. Stahl mit 110 (109,75), Adlerwerke mit 105,50 (105,25), MAN. mit 142 (141,25), Daimler mit 134,25 (134), Gesfürel mit 135 (134,75), Holzmann mit 149,25 (149). Knapp gehalten waren u. a. Bemberg mit 133,75 (134,13), Scheideanstalt mit 203,50 (203,75), Deutsche Linoleum mit 158,50 (158,90) und Buderus mit 103,13 (103,75), ferner verloren Lahmeyer 1 vH. auf 110. Am Rentenmarkt wurden 6 v. H. IG. Farben mit unverändert 120,75 gehandelt, Reichsbahn-VA. notierten wie mittags mit 123,25, 5 v. H Eisenbahn- Bank-Obl. blieben zu 85 gesucht, und im Freiverkehr stellten sich Kommunal-Umschuldung auf unverändert 93 20 Frankfurter Getreidebörse Frankfurt a. M., 8. März. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 kg) in RM.! Weizen W 9 210, W 11 212, W 12 213, W 13 214, W 16 217, W 18 219, W 19 221, W 20 223, Roggen R 11 196, R 12 197, R 14 199, R 15 200, R 16 202, R17 203, R 18 204, R19 206 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futter- gerfte —, Futterhäfer —. .Weizenmehl Type 812 W 13 29,75, W 16 29,75, W 18 29,75, W 19 29,75, W20 (Kreis Alzey) 29,75, W 20 (Kreis Worms) 30,10 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R19 23,50 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W 16 10,90, W 18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Roggenfuttermehl R 19 12,50, Roggenvollkleie R 19 11,00. Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R16 10,25, R18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Treber getr. —. Wiesenheu, handelsüblich 5,40, Wiesenheu, gut, gesund, trocken 6,40, Kleeheu, gut, gesund, trocken 7,40 bis 7,80, Luzerneheu, gut, gesund, trocken 7,80 bis 8,20, Weizenstroh, bindfadengepreßt oder gebündelt 2,80, Roggenstroh, do. 3,00, Hafer- und Gerstestroh, do. 2,60 bis 2,70. Erzeugerpreise ab Erzeuger-Verladestation. Tendenz: ruhig. Fronkiurter Schlnduoiehmorii. Frankfurt a. M., 9. März. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1304 Rinder (334 Ochsen, 342 Bullen, 378 Kühe, 250 Färsen), 519 Kälber, 95 Hämmel, 41 Schafe und 290 Schweine. Es kosteten: Ochsen 37,50 bis 46,50 Mark, Bullen 35,50 bis 44,50, Kühe 20 bis 44,50, Färsen 36,50 bis 45,50, Kälber 35 bis 65, Hämmel 30 bis 50, Schafe 25 bis 42, Schweine 49,50 bis 58,50 Mark. — Marktverkauf: Rinder, Kälber und Schweine zugeteilt; Hämmel und Schafe mittel. Wetterbericht Ein gestern über den britischen Inseln gelegenes Teiltief hat sich rasch in südöstlicher Richtung verlagert und liegt nun heute früh über Pommern. Die auf feiner Rückseite einströmenden kühlen Meeresluftmassen erreichten uns im Laufe der vergangenen Nacht und führten zu verbreiteten schauerartigen Niederschlägen, die bis ins Flachland herab teilweise in Form von Schnee niedergingen. Dabei kam es vereinzelt zu gewittrigen Störungen. Bei dem Fortbestand der nordwestlichen Strömung 'st mit dem Anhalten des unbeständigen und zu schauerartigen Niederschlägen geneigten Wetters zu rechnen. Vorhersage für Freitag: Wechselnd bewölkt, weitere Niederschlagstätigkeit, kühl, stellenweise Nachtfrost, lebhafte nordwestliche Winde. Vorhersage für Samstag: Weiterhin unbeständig. Lufttemperaturen am 8. März: mittags 5,5 Grad Celsius, abends 4,7 Grad; am 9. März: morgens 2,4 Grad. Maximum 7,2 Grad, Minimum heute nacht 0,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 8. März: abends 4,9 Grad; am 9. März: morgens 4,2 Grad. — Niederschläge 7,2 mm. — Sonnenscheindauer 1,2 Stunden« Aus der engeren Heimat 9 Jl.-Sport