Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8*/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Npf., für Text- anzeigen von 70mm Brette 50Rpf.,Platzvorfchrift nach vorh. 23eretnbg.25°/0 mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördlicheAnzeigen6Npf. Mengenabschlüsse Staffel B Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illufttierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • DieScholle Monatr-Bezugrprelr: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Jllusttierte e 1.80 Zustellgebühr . . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen poftschecktonlo: Krankfurt am Main 11686 General-Anzeiger für Oberhessen Druck uni» Verlag: vrühlsche Uuiversttätzdruckerei «.Lange In Sieben. Schrlftleitung und SeschSftrftell«: Schulftratze 7 Ar. 54 Erstes Blatt 189. Jahrgang , Donnerstag, tz.Zebruar 1959 Gietzemr Anzeiger Frankreichs Fühlungnahme mit Burgos Oie Finanzierung der französischen Flüchilingshilfe f- Nach Meldungen Grenze haben die räumt, nachdem sic darauf von den Naoarrabrigaden des Generals Baptista S a n ch e z besetzt. Sie rückten als erste von Süden her in die Stadt ein. aih.jd?m Hügel Caracol bei Concepcion, viele Tau- serbr von Seemeilen von der Heimat Bismarcks enjrnt, steht ein steinerner, aus grauen Quadern ertötet: Aussichtsturm, der auf halber Höhe Kfißfe von der französisch-spanischen Bolschewisten Puigcerda ge- $ hiinaus an die Bucht von Talcohuano, b? der Fluß mündet und wo der chilenische crshafen gleichen Namens liegt. Auch das Städt- (i iTalcuhuano sieht man von hier aus, wenn tu das Fernglas zur Hilfe nimmt, ein kle.nes liodjen, das auf einem steilen Hügel erbaut ist. Oie Mission Berards. E. F. Paris, 9. Februar 1939. Senator Berard, der am Mittwochvormittäg in Paris eintraf, erstattete kurz nach Mittag dem französischen Außenminister Bonnet Bericht. Am Nachmittag wiederholte er diesen Bericht dem Ministerpräsidenten Daladier. Der Senator erklärte der Presse, daß er einen ausgezeichneten Eindruck von seinem Besuch in Burgos, von der in Nationalspanien herrschenden Ordnung und vor allem von der Lage der Verpflegung erhalten hat. In der Flüchtlingsfrage bestünden keine Schwierigkeiten. Franco sei bereit, die Frauen, Kinder und Greise ohne weiteres aufzunehmen. Auch für die Rückbeförderung der nach Frankreich geflohenen Milizen habe er guten Willen. Doch müßten die Milizen natürlich einer scharfen Kontrolle unterworfen werden. Berard teilte mit, er werde seinen Besuch in Burgos unter Umständen wiederholen. Doch könne er nichts darüber sagen, ob er als Botschafter für Burgos in Aussicht genommen worden sei. Es treffe zu, daß die italienischen Freiwilligen in Katalonien den Befehl erhalten hätten, nicht über Gerona hinaus an die französische Grenze vor- zurücken. In der Umgebung des Quai d'Orsay wird bestätigt, daß die Frage der Aufnahme normaler diplomatischer Beziehungen zwischen Nationalspanien und Frankreich demnächst in einem Minister - rat geprüft werden soll. Es herrscht der Eindruck vor, daß eine Einigung über die meisten zwischen beiden Ländern schwebenden Fragen durchaus. möglich sei. In den Wandelgängen der Kammer hört man über die mutmaßlichen Grundlagen einer Wiederaufnahme gegenseitiger Beziehungen: Unter der Bedingung einer cke jure-An- erfennung Nationalspaniens würde General Franco sich verpflichten, nur rein spanische Truppenteile an 'die französische Grenze rücken lassen. Für die der französischen Regierung durch die Beherbergung der spanischen Flüchtlinge und der Milizen entstehenden Unkosten könne Frankreich sich gegeben-faüs durch die Uebernahme der von den Milizen mitgeführten Waffen, Munitionsbestände und Flugzeuge schadlos halten. Sollte der Gegenwert hierfür als Deckung der Unkosten nicht ausreichen, käme unter Umständen ein Rückgriff auf die bei der Bank von Frankreich hinterlegten Goldbestände der Bank von Spanien, die etwa 1,7 Milliarden Franks betragen, in Frage. Die französische Regierung würde sich ihrerseits zur Rückgabe der nach Genf beförderten spanischen Kunst sch ätze an die nationalspanische Regierung verpflichten. Die „Epoane" nennt am Donnerstag erneut den radikalsozialistischen Abgeordneten M a l v y als den aussichtsreichsten Anwärter für den Posten des diplomatischen Vertreters Frankreichs in Burgos. Maloy fei ein enger Freund des nationalspanischen Außenministers Generals I o r d a n a , den er während des Weltkrieges in San Sebastian, wo er sich in Verbannung aufhielt, kennengelernt habe. Die Frage sei, ob die französische Regierung sofort einen Botschafter oder nur einen diplomatischen Vertreter nach Burgos entsenden werde. Die Pariser Morgenblätter stellen fast einmütig fest, daß Franco auf der sofortigen juristischen Anerkennung seiner Regierung durch Frankreich bestehe, d. h. die Entsendung eines Botschafters nach Burgos verlange. Mit einem sog. diplomatischen Vertreter würde sich General Franco nicht zufrieden geben; denn dadurch könnte vorläufig eine offizielle Anerkennung Nationalspaniens durch Frankreich vermieden werden, wie dies in letzter Feit von verschiedenen kleineren europäischen Staaten getan worden sei. Mehrere Pariser Morgenblätter glauben bestätigen zu können, daß zwischen nationalspanischen Stellen und Miaja Verhandlungen wegen eines Friedens ausgenommen worden seien. Das „Jour? h d u b ii Ä d n -L u b ü Nicht in einen Tops. Vor der ausländischen Diplomatie und Presse hak Neichsleiter Alfred Rosenberg die Frage, ob weltanschauliche Kämpfe staatliche Feindschaften bedingten, prinzipiell verneint. Er hat in feinen klargesichtigen Ausführungen einen geschichtlichen Rückblick auf das Entstehen der jetzigen weltanschaulichen Struktur der Nation geworfen, er hat das Judentum sowie den Bolschewismus als Elemente internationaler Zersetzung bezeichnet und sich vor allem auch mit dem Problem der Entstehung der autoritären Staaten in einer Weise befaßt, die wie eine Blendlaterne alle im Ausland verbreiteten Dunkelheiten durchdringt und aufhellt. Das war um so notwendiger, als gemeinhin Nationalsozialismus, Faschismus und Falangismus im Auslande i n einen Topf geworfen und den „Demokratien" als eine „Angreifer"-Front entgegengesetzt werden. Der französische Staatsmann Gambetta hak einst das Wort geprägt, der französische Antiklerika- lismus fei keine Ausfuhrware. Er wollte damit sagen, daß Frankreich sich nach seinen eigenen Belangen mit dem Problem der Trennung von Kirche und Staat befassen müsse. Unter C o m b e s , fünfzehn Jahre später, ist das Problem auch gelöst worden. Es ist nun ganz selbstverständlich, daß die drei autoritären Bewegungen in Europa, gerade weil sie aus dem Volke erwachsen, vom Blut und Denken einer besonderen Nation durchpulst sind, jede für s i ch den klaren Anspruch erheben, durchaus national gebunden zu sein. Im Gegensatz zu den Ideen der großen französischen Umwälzung, die radikal mit allen Traditionen brach und Concepcion. — Vision einer Stadt Das Erdbeben in Chile. Eigener Zeucht des Gießener Anzeigers. ■3i nächster Nähe der Stadt, sozusagen der Fort- f tu ig eines ihrer Plätze und seiner Grünanlagen, e p:: t sich ein Hügel, einige hundert Meter hoch, oiohlgepflegter, breiter, bequem angelegter Weg Mr hinan, man wandert durch Laub- und Nadel- rali. viele Fichten und Araukarien gibt es hier, die Hufliift erfüllt von köstlichem Nadelduft, genau wie 1 j, k m Bergwäldern unserer Heimat. Diesen Weg f |r) ipir am nächsten Morgen hinausgewandert, er Mr zunächst an eine kleine Aussichtsterrasse, rta der eine alte, grünspanüberzogene Kanone <)f das „Monumento chileno“ genannt, das chi- rif-'oe Denkmal, zum Andenken an ein Ereignis der fischen Geschichte. Die Terrasse gewährt einen fit in Blick über die Stadt, über den Fluß Biobio, Tcr-Flusses nach Prafs de Mollo zu kommen. Bek Puigcerda ist ein ganzer Artilleriepark auf französischem Boden angesammelt worden. Er umfaßt etwa 200 Geschütze aller Kaliber. In Cer- bere sind außer den 200 Waggons mit Kriegsmaterial, die sich schon auf dem internationalen Bahnhof befanden, weitere 60 Waggons eingetroffen. An allen Grenzabschnitten kamen auch zahlreiche Lastwagen mit fabrikneuen Waren an. Aus der Fülle des Materials gewinnt man den Eindruck, daß die sowjetspanischen Milizen nicht an Materialmangel litten. So erklärte auch ein Mitglied der internationalen Brigaden, die Milizen seien im Material erstickt, aber sie hätten sich dieses Materials nicht zu bedienen gewußt, oder sie hätten keine Lust dazu gehabt. Um die llebergabe Mnorcas. BcrhandlungenzwischenLondonundBurgos London, 8. Febr. (Europopreß). Aus diplomatischen Kreisen verlautet, daß in London und Burgos zwischen der englischen und der national- spanischen Regierung Verhandlungen über die Zukunft der Baleareninsel Minorca geführt werden. Parallel damit laufen Besprechungen der englischen Marinebefehlsftellen im 'jjtittelmeer mit der sow- jetspanischen Garnison von Minorca. Diese Verhandlungen sollen nach glaubwürdigen Quellen nicht nur sich um die Entsendung nationalspa- nischer Unterhändler nach Port M^vn an Bord eines englischen Kriegsschiffs drehen. Vielmehr besteht die Möglichkeit, daß englische Kriegsschiffe im Falle einer kampflosen Kapitulation der )owjct- spanischen Besatzung von Minorca einen national- spanischen Gouverneur nebst Stab von Barcelona nach Port Mahvü beföftigni würden. Regrin „amtiert" auf der Grenze Große Waffenlager sammeln sich an. r) nahe der Bucht erblickt man die großen Ge- tii) der Wersten und Arsenale. 3 iter führt der Weg, durch grünen Wald und ’r Wiesen. Es ist ein so herrlicher Tag, die Luft . st >u und mild und frühlingshaft, und der Nahel- d si, Der uns entgegenschlägt, weckt schone Erinnert^ u an unsere ferne Heimat und an Wanderun- gi|t inferer Jugendzeit. Und nun stehen wir vor Midßiel — dem „Monumento aleman“, dem deut- schh Denkmal, dem Bismarckturm. Ja, hier. vorher das Munitionsmagazm in die Luft gesprengt hatten. Puigcerda wurde töt zu verletzen. In den Ausführungen des Blattes wird dann auf die Geschäftigkeit der bolschewistischen Machthaber auf französischem Boden hingewiesen und erklärt, die Tatsache, daß ihnen noch gestattet werde, herumzureisen, Erklärungen abzugeben, zu verhandeln, Anweisungen zu erteilen usw. mache mit einem Schlage jener Neutralität gegenüber dem spanischen Kriege ein Ende, die in amtlichen französischen Erklärungen dem französischen Hoheitsgebiet und der französischen Poli- ttk beizulegen versucht worden sei. Auch puigcerda gefallen. Bilbao, 9. Febr. (DNB.) Der nationalspanische Heeresbericht meldete am Mittwoch, daß die von den nationalen Truppen erreichten Stellungen infolge des außerordentlich raschen - Vormarsches und der Zerstörung der Telefonverbindungen durch die Bolschewisten nicht bekannt sind. Man weiß bis zur Stunde nur, daß die Orte Santa Pan und Sellen an der Straße Olot-Banolas erobert wurden. Auch der Ort D a n o 1 a s , ein wichtiger Straßenknotenpunkt, befindet sich bereits iin nationalen Besitz. nal" schreibt, die englische und französische Regierung hätten den sowjetspanischen Stellen „sehr dringliche Ratschläge" im Hinblick auf ihre Unterwerfung gegeben. In unterrichteten Kreisen verlautet, daß Franco ein Expeditionskorps von 10 000 Mann bereitgestellt habe, das sich ausschließlich aus Spaniern zusammensetzt, um die Eroberung von Minorca vorzunehmen. Mo bleibt Frankreichs Neutralität? Italienische Kritik. Rom, 8. Febr. (Europapreß.) Das halbamtliche „Giornale d'Jtalia" glaubt, der Befehlshaber von Madrid, Miaja, werde zunächst versuchen, den Widerstand fortzusetzen, da den rotspanischen Machthabern jegliches Verantwortungsgefühl fehle und sie stets ohne Menschenleben zu schonen, die Massen in das Feuer geschickt hätten. Trotzdem würde der Widerstand Miajas kaum lange dauern, weil das jetzt noch bolschewistische Zentralspanien von Franco leicht blockiert werden könne. Das Blatt untersucht weiter die politische Seite des neuen Abschnittes der spanischen Krieges und verweist darauf, daß die geflüchteten bolschewistischen Machthaber immer noch so aufträten, als seien sie im Besitze der Macht. Nach internationalem Recht dürfe keine Regierung einer anderen gestatten, auf ihrem Gebiete irgendeine Tätigkeit ausguüben, ohne damit d i e Neutra l i - Welcher Wechsel des friedlichen Bildes, hervorgerufen durch einen fechzigfekundigen Erdstoß. Ein gewaltiges Beben der Erde, des Grund und Bodens, der unsere Existenz trägt — und Häuser stürzen ein, Städte werden vernichtet, Menschen erschlagen, Jammer und Not über Familien und Geschlechter gebracht. Ganze Straßenzüge der ehedem so freundlichen Stadt Concepcion sind eingestürzt, das idyllische kleine Seebad Thome ist zum großen Teil vernichtet, und, wer weih, vielleicht sind auch die Felsenklippen am Strand, wo wir damals saßen, durcheinandergeschüttelt worden. Doch davon wird man nicht viel merken — die Natur tut sich selber nichts zuleide, sie hat es bei den seltenen, dafür aber um so größeren Katastrophen, von denen die Menschheit betroffen wird, auf das Werk ihres ewigen Feindes, des Menschen, abgesehen, der immer wieder versucht, die Natur zu beherrschen. Sie läßt sich solche Herrschaft stets eine Weile gefallen, die Natur, — bis dann eines furchtbaren Tages aus dem Dunkel die große, unbekannte, nie zu beherrschende Macht hervorbricht, und dem armen Menschen zeigt, daß all sein Tun nur Stückwerk, all sein Fühlen vergebens war. Der Mensch ist sterblich, ewig aber ist die Natur. Concepcion ist zerstört, aber die Bäume auf dem Hügel Caracol sind geblieben. Die Verteidigung Chinas. T s ch u n g t i n g , 8. Febr. (DNB.) Am Dienstag erfolgte die Errichtung des Obersten Ausschusses zur Verteidigung Chinas, die vor zehn Tagen vom Zentralausschuß der Kuomintang beschlossen worden war. Den Vorsitz führt Marschall Tschiangkaischek, Generalsekretär ist General T s ch a n g ch u n. Außerdem wurde ein ständiges Komitee von elf Personen gebildet. artig den Kopf Bismarcks trägt und der erbaut wurde von den in Concepcion ansässigen Deutschen und Nachkommen von Deutschen, die auf diese Weise öen Schöpfer des Zweiten Reiches geehrt haben. Es gibt seit langem eine stattliche deutsche Kolonie in Concepcion, auch eine Reihe Deutsch-Schweizer leben hier, und die deutsche Schule der Stadt hat ihren guten Ruf als eine der besten Bildungsstätten Mittelchiles bis weit in den Süden hinein ... Dort oben vorn Bismarckturm aus hat man einen noch weiteren Blick als vom Monumento chileno aus — man sieht über Talcahuano und die Bucht hinaus bis aufs freie Meer, bis auf den Pazifik. Am Nachmittag find wir dann ans Meer gefahren, nach Thome, einem kleinen Seebad nicht weit von Concepcion, an einer Nebenlinie der Eisenbahn gelegen. Altmodische, kleine Wagen, ganz anders als die modernen sauberen Wagen der großen Strecken. Thomä ist — oder, so muß man heute auch wohl sagen: war — ein idyllisches Städtchen, dessen Einwohner von der Fischerei und, im Sommer, vom Fremdenverkehr lebten. Jetzt, im Frühjahr, waren die Hotels noch geschlossen, der Strand, unterbrochen durch malerische Felsenklippen, lag einsam und großartig da, nur ein paar Kinder waren zu sehen, die im Sande nach Muscheln und Meertieren suchten, die von der letzten Flut noch übriggeblieben waren. Und wir saßen lange an diesem stillen Strand und sahen den Wellen zu ... as. Buenos Aires, 3. Februar 1939. Schreckensnachricht aus Chile: Ein Erdbeben ver- i chtete in sechs Provinzen Mittelchiles Städte und Dörfer. Tausende von Menschen kamen ums Leben, ^hntausende wurden verwundet. Der Sachschaden tzht in viele Millionen. Zerstört wurde der Kllr- c t Chillan , eine blühende Stadt von 48 000 ( nwohnern, Parral, von 15 000 Einwohnern, 6 a n Carlos, etwa so groß wie Parral, zum Heil zerstört wurden die Städte Talca, so groß t e Chillan, Concepcion, die drittgrößte Stadt ? (yilcs mit nahezu 100 000 Einwohnern, Tal- cihuano, der Kriegshafen bei Conception, und iis hübsche kleine Seebad am Pazifischen Ozean, 28) o m e ... Wir sitzen am Radio, das fieberhaft arbeitet, — Audio Santiago, Radio Valparaiso — dazwischen Amateursender, die Nachrichten aus Ortschaften ermitteln, mit denen sonst keine Verbindung besteht. 8 ist kaum zu fassen, was alles durch einen Erd- r.zf von einer Minute vernichtet wurde, — das A^rk üpn Jahrzehnten, Häuser und Kirchen, Pa- ; litte und Hütten, die Arbeit ganzer Städte und Povinzen, — ein Trümmerfeld. Und zwischen den 3iimmern irren die Ueberlebenöen einher, auf der che nach Verwundeten oder Toten, mit der Bitte, si zu melden, ein Lebenszeichen zu geben denen, b vielfach und sehnlich darauf warten und in Angst nr das Schicksal Vermißter sind. Da spricht Radio Santiago. Man versucht, eine Drbindung mit Radio Concepcion herzustellen. Nun hick man die Stimme eines Radiosprechers aus (hicepcion; der Hauptstadt des mittleren Chile, der Dittgrößten Stadt des Landes, berühmt durch ihre Nliiioersität. Der Sprecher aus Concepcion teilt mit, ■hfl er wichtige Nachrichten zu übermitteln habe, fit r daß er Radio Santiago nicht vernehme. Aus Santiago kommt die Antwort, daß man dort Con- I, tängei ztrii \üt Der leben bt- muffe bii Nation;- !S und di! Seeoerbin1 rfpiung i» Es würd' r 3nbuftrii das nie: llen fonni StreittB n den 94 digung dL «erden, m itigung » wn l)ie* Das KdF-Flaggschiff „Robert Ley". Dom Theatersaal bis zum Schwimmbad aller neuzeitliche Komfort für 1500 KdF.-Gäste. Aus einer Unterredung, die der Leiter des Presseamtes der DAF., Reichsamtsleiter B i a l l a s, mit dem Innenarchitekten des KdF.-Flaggschiffs „Robert Ley", Prof. Brinkmann, hatte, entnehmen wir folgende Einzelheiten über das vor der Fertigstellung stehende Schwesterschiff des „Wilhelm Gustloff". Das Schiff „Robert Ley" ist etwas größer als das Schwesterschiff. Es hat ein Deck mehr und wird insgesamt 1500 Passagiere aufnehmen. Das Flaggschiff ist mit einem durch zwei Decks reichenden Theatersaal ausgestattet, wie kein Schiff der ganzen Welt sonst ihn hat. Schöne Schnitzereien, Wandflächenverkleidungen in fein getöntem Schleiflack und Intarsien, farbige Vorhänge und bequeme Sitzmöbel werden den Raum, wie es unser Bild zeigt, zum festlichen Mittelpunkt der Geselligkeit machen. Wenn die Musen des Theaters schweigen, dient dieser Raum dem Tanz, dem die Aelteren von der Aus aller Wett. Ausgezeichnetes Ergebnis der Zanuar-Straßenfammlung des WHW. Berlin, 8. Februar. (DNB.) Zu einem großen Erfolg gestaltete sich die Mitte Januar in allen beut«. schen Gauen durchgeführte Gaustraßensamm- l u n g, an der besonders die O st m a r k und der Sudetengau mit einem Durchschnitt von 14,65 bzw. 12,17 Pf. je Kopf der Bevölkerung hervorragenden Anteil hatten. Auch das Altreich steigerte seine Leistung um 922 957 RM. (22,36 v. H.). Das Gesamtaufkommen der Gaustraßensammlung, bei der fast jeder Gau mit eigenen originellen Abzeichen in Erscheinung trat, betrug 6 469 582 RM. Schwerer Autounfall durch eine qualmende Lokomotive. LPD. Fulda, 8. Febr. Das zufällige Zusammentreffen unvorhergesehener Umstände führte am Mittwochfrüh zu einem schweren Autounfall auf der Frankfurt—Leipziger Straße nördlich von Fulda. Die Reichsstraße führt dort ausgangs einer Kurve über eine hohe Eisenbrücke. Unter derselben fuhr ein Eisenbahnzug, dessen Lokomotive sehr stark qualmte, so daß der Rauch die Brücke und Landstraße völlig einhüllte. Im gleichen Augenblick näherten sich von beiden Seiten zwei Fahrzeuge, ein mt Mei Fuldaer Einwohnern besetzter Personenkraftwagen und ein schwerer Fernlastzug, die inmitten des Rauches mit voller Wucht zusam- m e n st i e ß e n. Die beiden Insassen des Personenwagens wurden bei dem Zusammenprall sehr schwer verletzt und in dem zertrümmerten Wagen völlig eingeklemmt, während der Lastzug nur unbedeutenden Schaden nahm und die Fahrer unverletzt blieben. ______________________ Auf einer Versammlung von Süßwarenoerteilern in Dresden machte der Sachbearbeiter der Landesbauernschaft Sachsen interessante Mitteilungen über den Umsatz der deutschen Süßwarenwirtschaft. Die Verarbeitung von landwirtschaft- affen, wie Zucker, Stärke- llcherzeugnifse, Fette, Mehl usw. ipM" '«tV, t 1I/& etwa einer Milliarde Mark. Hiervon entfallen den Umfatz an Kakaopuloer und Schokoladen Millionen Mark im Jahr. Wehrpflichtige und pensionskaffen. Anwesenhri > Slowake nbert Grenze e" geb uni «en Mle 1 ling auf. ; if? s iu n 'S :S gruppen Rechnung tragende Minderheitenpolitik zu betreiben. Weiter heißt es in dem DUmifest, die Regierung wolle die Auswanderung jener Jude n nach Palästina und Amerika fördern, die bei der Prüfung der Staatsangehörigkeit d e r B ü r- zerschaft für verlustig erklärt wurden. Hier« unter würden also nicht die Juden fallen, die ihre Staatsbürgerschaft nachweisen konnten. ltärkorre. gen über ur den -r Rhein, er, unga. Tschecho- chgewichl ungen nehr mie ^grenze fein gan. irfen uni) zur See rbe die che Ar, Heber, faßten Galerie zuschauen können. Eine 60 Meter lange und 15 Meter breite Halle im Hinterschiff steht gleichfalls dem Tanz zur Verfügung. Wer seine Ruhe haben will, wird sich in der großen Halle wohlfühlen. Auch der Wintergarten wird gern aufgesucht werden. Größer als auf dem „Wilhelm Gustloff" ist auch die Bibliothek gebaut, die gleichzeitig Schreib- und Lesezimmer ist. Das Schwimmbad zeigt zum ersten Male Porzellanmosaik in besonders schöner Art. Verlaufen wird auf dem Schiff unmöglich fein. Die sieben Treppenhäuser, die den Verkehr vermitteln, sind alle in 'Farbwirkungen und Holzarten unterschiedlich gehalten, so daß dadurch gute Orientierungsmöglichkeiten bestehen. In diesen Treppenhäusern sind die Büros, die Läden und die Fahrstühle untergebracht. Das Flaggschiff wird seine erste Fahrt im Frühjahr 1939 antreten. — (Bild: Presseamt der DAF. — Scherl-M.) Das Reichsaufsichtsamt für Privatversicherung hat auch für die Wahrung der Rechte der Arbeitsund Wehrdienstpflichtigen bei den Pensions- taffen Vorschriften erlassen. Im Hinblick auf die Vielseitigkeit der Derhältnifse wird eine einheitliche Regelung nicht befürwortet. Es wird aber Wert daraus gelegt, daß gegenüber den Mitgliedern, die ihren vaterländischen Pflichten genügen, möglichst entgegenkommend verfahren wird. Bei Mitgliedern, die zur Erfüllung der Arbeitsdienstpflicht oder zum aktiven Wehrdienst eingezogen werden, wird im allgemeinen die Mitgliedschaft ruhen können. Beiträge sind nicht zu entrichten. Die bereits erworbenen Anwartschaften bleiben aufrecht erhalten. Bei Wiederaufnahme des Dersicherungs- verhältniffes find Eintrittsgelder nicht zu verlangen. Auch ist von einer ärztlichen Untersuchung abzusehen. Die Dienstzeit ist nach Möglichkeit auf die Wartezeit für die Entstehung der Persorgungs- leistungen anzurechnen, ohne daß eine Nachzahlung von Beiträgen erfolgt. Sofern für die Wahrnehmung von Rechten beim Ausscheiden aus der Kasse die Innehaltung besonderer F r i st e n vorgesehen ist, laufen sie erst vom Ausscheiden aus dem Arbeits- bzw. Wehrdienst an. Bei kurzfristiger Ausbildung und Ableistung von Uebungen im Wehrdienst ist auf Antrag Stundung zu gewähren, wobei für die Tilgung der gestundeten Beiträge Erleichterungen vorzusehen sind. Die neuen Bestimmungen sollen auch für bereits bestehende Vertragsverhältmsfe Wirkung haben. Oie Wehrpflichtigen der Jahrgänge 1906 und 1907. Im Einvernehmen mit dem Reichsinnenminister hat das Oberkommando des Heeres für die Musterung der Wehrpflichtigen der Geburtsjahrgänge 1906 und 1907 im Gebiet des Altreichs und im Lande Oesterreich sowie für ihre Heranziehung zur kurzfristigen Ausbildung in der Wehrmacht folgendes angeordnet: In der Zeit vom 28. März bis einschließlich 31. Mai werden gemustert alle Wehrpflichtigen der Geburtsjahrgänge 1906 und 1907 mit Ausnahme derjenigen, die sich in dieser Zeit in der Wehrmacht oder ^-Verfügunas- truppe befinden. Wehrpflichtige der genannten Geburtsjahrgänge, die Angehörige des Reichsarbeits- dienstes sind, werden durch diesen zur Musterung vorgestellt. Die tauglichen und bedingt tauglichen Ersatzreservisten I der genannten Geburtsjahrgänge werden zur kurzfristigen Ausbildung in der Wehrmacht im Herbst 1939 bzw. Herbst 1940 herangezogen. AEKK.-Führer bei Generaloberst von Brauchitsch. Berlin, 8. Febr. (DRB.) Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, empfing im Offiziersheim des Wachregiments Berlin den Korpsführer des RSKK., Reichsleiter Hühnlein, und das höhere Führerkorps des RSKK. Oberst im Generalstab Stapf hielt einen Vortrag über die die Wehrmacht und das RSKK. schon seit langem verbindenden gemeinschaftlichen Aufgaben und über die Vertiefung der gegenseitigen Beziehungen durch den Erlaß des Führers über die vor- und nachmilitärische Ausbil- durch durch das RSKK. Daran schloß sich ein kameradschaftliches Beisammensein. Dann nahm Generaloberst von Brauchitsch gemeinsam mit Korpsführer Hühnlein einen Vorbeimarsch von Einheiten des RSKK. sowie der NSKK.-Motorsportschule Wriezen ab, der einen eindrucksvollen Querschnitt durch die vom NSKK. auf dem Gebiete der motorischen Wehrertüchtigung bereits geleisteten Arbeit vermittelte. Das Pfllchijahr der Mädchen. Bei der Auswahl der Pflichtjahrstellen wirkenFrauenwerk und Reichsnährstand mit Der Präsident der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, Staatssekretär Syrup, hat mit dem Reichsnährstand und dem DeutschenFrauenwerk Vereinbarungen über eine Mitarbeit bei der Auswahl der Pflichtjahrstellen für Mädchen getroffen. Das Pflichtjahr wird grundsätzlich von den Arbeitsämtern durchgeführt, und bei ihnen laufen auch bereits die Meldungen von Pflichtjahrstellen ein. Die jetzt angebahnte Zusammenarbeit dient besonders der Prüfung der Stellen auf ihre Eignung und der Erfassung weiterer Stellen, ferner der ständigen Betreuung der eingesetzten Pflichtjahrmädchen. Das Deutsche Frauenwerk beteiligt sich an der Auswahl, Prüfuna und Ueberwachung der Pflichtjahrstellen in st ä d t i sch e n Haushaltungen, ferner obliegt ihm wie bisher die Auswahl und Betreuung der Stellen des Hauswirtschaftlichen Jahres in Stadt und Land. Der Reichsnährstand prüft die Stellen in ländlichen Haushaltungen auf ihre Eignung zur Aufnahme von Pflichtjahrmädchen. Ferner trägt er für die weitere Betreuung der Mädchen Sorge. In je der Kreisbauernschaft wird zur Bearbeitung dieser Fragen ein besonderer Ausschuß gebildet. In einem Erlaß an die Arbeitsämter wird betont, daß die Mitarbeit b§s Reichsnährstandes und des Deutschen Frauenwerks die Arbeitsäm- t e r nicht von der Verpflichtung entbindet, ihrerseits für die Unterbringung der unter das Pflichtjahr fallenden Jugendlichen in geeignete Stellen Sorge zu tragen. Vor allem sind auch die den Arbeitsämtern von den Auftraggebern unmittelbar gemeldeten land- und hauswirtschaftlichen Stellen auf ihre Eignung zu prüfen. Die Besetzung der Stellen erfolgt durch das Arbeitsamt nach ihrer Eignung und den Erfordernissen des Arbeitseinsatzes. Die Arbeitsämter werden nochmals auf die Notwendigkeit hingewiesen, in erster Linie die Landwirtschaft mit Hilfskräften zu versorgen. Die Möglichkeit, im Rahmen des Pflichtjahres durch eigene Bemühungen eine Stelle zu finden, bleibt unberührt. Die Zustimmung des Arbeitsamtes wird in diesem Falle erteilt, wenn nach den allgemeinen Gesichtspunkten des Arbeitseinsatzes keine Bedenken bestehen. Sie kann versagt werden, wenn dem Arbeitsamt für Pflichtjahrmädchen andere g e - eignete Stellen gemeldet sind, deren Besetzung vordringlich erscheint. Zur Aufsichtspflicht des Vaters. Ein Urteil, das sich in grundsätzlicher Weise mit der Aufsichtspflicht der Eltern auseinandersetzt, fällte die Weimarer Strafkammer als Berufungsinstanz. Ein Vater war zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil feine unbeaufsichtigte sechsjährige Tochter mit dem Fahrrad ihrer Mutter einen gleichaltrigen Spielgefährten angefahren und so schwer am Oberschenkel verletzt hatte, daß Wundstarrkrampf eintrat und der Junge sich in ärztliche Behandlung begeben mußte. Der Vater suchte die Schuld auf feine Frau abzu- wälzen und wies darauf hin, daß diese im wahren Sinne erziehungsberechtigt sei, weil er durch feinen Beruf meist außerhalb des Hauses sei. Die Strafkammer stellte aber fest, daß die Mutter nur dann die Stelle des Erziehungsberechtigten einnimmt, wenn der Vater tatsächlich verhindert ist. Auch der Hinweis darauf, daß er sein eigenes Rad nialwarengeschaften — Dorgenommen wird. Aus der Einfuhr von Rohkakao im Werte von etwa 28 Millionen Mark entsteht ein Umsatz ___ Reichsfinanzminister befaßt sich in Runder laß mit den Klagen vieler Steuerpflichtiger über eine Belastungserhöhung bei de r Grund st euer, soweit dabei geltend gemacht wird, daß der Einheitswert zu hoch festgestellt fei. Der Minister erklärt, daß diese Behauptungen nicht ohne weiteres mit dem Hinweis darauf abgetan werden dürfen, daß der Einheitswert unanfechtbar fest- stehe. Es fei den Beschwerden über den Einheitswert sorgfältig nachzugehen. Dazu bestehe jedoch kein Anlaß in den Fällen, in denen in der Eingabe nur ganz allgemein über einen zu hohen Einheitswert geklagt werde. Eine Nachprüfung sei regelmäßig dann notwendig, wenn beftimmte An - gaben darüber gemacht werden, in welcher Beziehung der Einheitswert unzutreffend fein soll, z. B. daß der landwirtschaftliche Betrieb im Vergleich zu anderen Betrieben zu hoch bewertet fei, oder daß die Mieten eines bebauten Grundstückes zu hoch angesetzt worden seien, oder daß eine als unbebautes Grundstück bewertete Fläche dem landwirtschaftlichen Vermögen hätte zugerechnet werden müssen. Für die Fälle, in denen sich der Einheitswert als unzutreffend herausstellt, verweist der Minister auf die Bestimmungen über die Fortschreibung des Einheitswertes. Darüber hinaus erinnert er an die Vorschriften, nach denen Fehler mit rückwirkender Kraft b e - e o J -'S K’Jjhtii’ 61,nVal| atl0"° r i d) t i g t werden können. Anrechnung von Gteverqutscheinen bei der'Einzahlung von Reichssleuern. Fwd. Der Reichsminister der Finanzen teilt mit: Auf Grund der Verordnung des Reichspräsidenten vom 4. September 1932 sind Sleueryutscheine ausgegeben worden. Diese Steuergutscheine werden in der Zeit vorn 1. April 1934 bis 31. März 1939 von den Finanzkassen und Zollkassen bei der Einzahlung von Reichssteuern, mit Ausnahme der Einkommensteuer und Körperschaftssteuer, angerechnet. Der letzte Zeitpunkt für die Annahme dieser Steuergutscheine ist also der 31. März 1939. Die Inhaber von solchen Wertscheinen werden hierdurch auf den bevorstehenden Ablauf der Anrechnungsfrist zur Vermeidung von Verlusten hingewiesen und aufgefordert, Steuergutscheine der bezeichneten Art, die sie etwa noch im Besitz haben, spätestens bis zum 31. März 1939 zur Anrechnung vorzulegen. Eine Milliarde RM. Jahresumsatz der Süßwarenwirtsihast. Den Würfel fein zerdrücken, in etwas mehr ab 1/4 Liter Wasser aufs Feuer setzen, unter ständigem Rühren aufkochen und 3 Minuten nachkochen. oder noch besser: Die fein zerdrückte Masse in etwas Fett oder Butter nur leicht onschwitzen, dann das Wasser zugießen und unter ständigem Rühren aufkochen. Weitere Rezepte senden wir Ihnen gern. Maggi GmbH, Berlin W33 versteckt habe, vermochte ihn nicht zu entlasten, denn er mußte auch dafür Sorge tragen, daß sich das Kind auch nicht das Rad der Mutter nehmen konnte, da es noch nicht in der Lage war, sicher zu fahren. — Die Berufung des Vaters gegen die in der Vorinstanz verhängte Geldstrafe wurde daher zurück- gewiesen. Beweriungsfehler bei der Grundsteuer. 9jerun(l i l'd) aut 'i 's "Är. i- rib- nioiiDen gilben, Negie- n "S Hüiftan: ! » »ob. j £ Par= Meign ,n hielt )en An, lle Red,' Heber- , -teilneh- in Er- 'er jüdi- 9e9ebene ri hen Ne- Oie Aeichsbank im Dienste der Reichswirifchastsvolttik. Berlin, 8. Februar. (DNB.) Staatssekretär Z r i n k m a n n bringt im Auftrage des Reichswirtschaftsministers und Reichsbankpräsidenten Funk ,um erstenmal die Leiter der Bankan st alle n des Reiches und der Berliner Abteilungen nach Berlin zusammen, um zu ihnen über den Neuaus- ijau des großdeutschen Noteninstitutes und die neuen Aufgaben der Reichsbank zu sprechen. Unter Voranstellung der Devise des Führers, eine Inflation komme in Deutschland nicht in Frage, entwickelte er die Grundsätze einer anständigen Währungspolitik, die hinter der großen Friedens- volitik des Führers stehe. Die Reichsbank bleibe frei und werde kein Ministerium. Sie solle in Zukunft mit ihrem weitverzweigten Apparat und ihrem geschulten Personal vor allem der Reichswirtschaftspolitik auf allen nur möglichen Gebieten helfen. Sefonbers werde man auf dem Gebietder Devisenpolitik sehr aktiv vor gehen, im erhebliche Erleichterunge n f ü r die Exporteure zu erzielen. Die Anfänge seien im Devisengeschäft bereits insofern gemacht, als Ge- > ühren beseitigt und Zinsen gesenkt morden seien. Auch andere Gebühren würden fallen. Ferner würden in der Handhabung des Wechsel- und Lombardkreditgeschäftes Er- iLichterungen vorgenommen werden. Große V e r - I infach'ungen des Bankverkehrs sollten Me Schlagkraft der Reichsbank erhöhen und nicht tut- die betriebswichtigen Voraussetzungen für die Sefriebigung der Bedürfnisse der Geschäftswelt und He bessere Abwicklung des gesamten bar- und um aren Zahlungsverkehrs schaffen, sondern auch die 3ebürfniffe ber Reichsoerwaltung zu ihrem Recht lommen lassen. Oie Arbeitszeit. Ministerialdirektor Mansfeld über Arbeitsschutz und Bierjahresplan. FWD. In einer Veranstaltung ber Reichsstelle ur Arbeitsschutz (früher Deutsches Arbeitsschutzmuseum) erklärte Ministerialbirektor Dr. Mansie l d : Wir alle wissen, welche Anforderungen cegenroärtig im Zeichen bes Vierjahres- Hanes und ber Wehrhaftmachung an :ie Arbeitskraft, an bie Einsatzbereitschaft und die Seharrlichkeit aller Schaffenden gestellt werden müssen. Damit wachsen auch bie der Sozial- I olitik gestellten Aufgaben. Zwei tiefere Gründe machen ben Arbeitsschutz zu einem integrieren« ! aatspolitisch wichtige Gründe für i'liiefe Anträge oorliegen ober ob es sich nur um bie !>rtschaftlichen Interessen eines Einzelnen hanbelt. iefe Nachprüfung ist kein Bürokratismus, son- rn ber Ausfluß ber hohen Verantwortung für e Gesunbheit unb bie Kraft unseres Volkes. Noch erstaunlicher erschien vielen bie Verabschie- lng bes Jugenbschutzge setze s. Aber bie eidjsregiening wollte nicht in ben Fehler ver- llen, bie Jugend zum Ausgleich der voryande- :n Lücken heranzuziehen, sie hat im Gegenteil ien dieser gebührenden Schutz verstärkt und auf (ine völlig neue Grundlage gestellt. Die deutsche viigenö ist bie Trägerin unserer Z u - liunft, ihr muß wegen ber Schwere ber Zeit der Weg für eine gesunde Entwicklung zu einem jii)igen, aufgeschlossenen, einsatzbereiten Mannes- ü-schlecht geebnet werben. Wenn sich babei bie iätigfeit ber Behörbe nicht lebiglich in Gesetzen Mb Derorbnunaen auswirkt, wenn also z. B. für Öi-e Herstellung Der neuen Werkstoffe wie bes synthetischen Gummis, der Zellwolle usw. keine ge- siitzlichen Anordnungen ergangen sind, so nur aus b>m Grunde, weil durch bie Zusammenarbeit ber Ülhemiker, Konstrukteure, Gewerbeaufsichtsbeamten inb der Berussgenossenschaften von vornherein die etriebsgefahren soweit als möglich ausgeschaltet sind. Die Aationolisierung der gewerblichen Wirtschaft. Berlin, 8. Febr. (DNB.) Nachdem am 7. Februar bie tonftituierenbe Sitzung bes Reichsaus- IFusses für Leistungssteigerung im Reichswirtschasts- n inifterium ftattgefunben hatte, fanb am 8. Februar cre Zusammenkunft ber Leiter unb Hauptgeschäfts- Mrer ber Reichsgruppen, Wirtschaftsgruppen unb Äirtschaftskammern statt, in ber Dipl.-Ing. See- u e r als Leiter bes Reichsausschusies für Lei- stingssteigerung ausführte, wie bie Aufgaben unb Arbeiten ber Organisation ber gewerblichen Wirtschaft weiterentwickeltundintensioiert nierben sollen. Hiernach werben auch in Zukunft die GHieber ber Organisation ber gewerblichen Wirt- (qiaft maßgebliche Träger ber Rationalisierung^- a beiten im einzelnen fein. Dann sprach ber Leiter dir Abteilung für Berufsausbildung unb Leistungs- eitüdjtigung bei ber Reichswirtschaftskammer, Pro- (irfor Friedrich, über bie Aufgaben und Maß- aihmen der gewerblichen Wirtschaft auf dem Ge- bste ber Berufsausbilbung unb Leistungsertüchti- gtng. ___________________ Preisaufgaben der Llniversita't Gießen für das Zahr 1939/40. Zwölf Todesopfer bei nächtlichem Zusammenstoß französischer Kriegsschiffe. Bei Nachtmanövern des französischen Atlantikgeschwaders ereignete sich südlich von Penmarch ein schwerer Unfall. Der Torpedobootszerstörer „Bison wurde von dem Kreuzer „Georges Leygues g e - rammt, wobei die „Bison" nahezu in zwei Teile zerschnitten wurde. Die Zahl der Todesopfer bei dem Zusammenstoß beträgt nach einer Mitteilung des Marineministeriums wahrscheinlich zwölf. Drei Matrosen der „Bison" wurden tot geborgen, neun andere werden vermißt und sind aller Wahrscheinlichkeit nach ertrunken. Schweres Flugzeugunglück bei Mailand. In der Nähe von Mailand ereignete sich ein Flugzeugunglück. Ein dreimotoriges Militärflugzeug des Flughafens von Presto ist in Seslo San Giovanni auf eine Fabrikhalle g e st ü r z t. Dabei wurden zwei Arbeiter getötet. Die aus einem Fliegermajor und einem Unteroffizier bestehende Besatzung des Flugzeuges wurde ebenfalls getötet. Das Flugzeug ging in Flammen auf. Die Fabrik wurde halb zerstört, bevor die Feuerwehr der Flammen Herr werden konnte. Fischer auf treibender Eisscholle im Kaspischen Meer. Wie aus Moskau gemeldet wird, hat die in Sowjetrußland eingetretene Erwärmung dazu geführt, daß auf dem Kaspischen Meer zahlreiche Fischer auf den Eisschollen ms Meer hinausgetragen wurden, wo sie nun hilflos treiben. Auf einer Eisscholle wurden acht Fischer gesichtet, die man schon mehrere Tage lang zu bergen versucht. Auf einer anderen größeren Scholle befinden sich nicht weniger als 100 Fischer. Ihr Schicksal ist ungewiß. Zehn Todesopfer eines Dawinenunglücks in Japan. Im japanischen Dorfe Subino im Bezirk Shiga wurden die Wohnungen der Bergleute von einer Lawine verschüttet. Hundert Menschen wurden unter den Trümmern begraben; es konnten jedoch 80 unverletzt geborgen werden. Von den übrigen wurden zehn t o t und zehn verwundet geborgen. Hinrichtung eines Kindesmörders. Die Justizpressestelle am Oberlandesgericht in Kiel teilt mit: Am 8. Februar ist der am 5. August 1911 geborene Walter Jngwersen aus Langenhorn (Kreis Husum) h i n g e r i ch t e t worden, der durch Urteil des Schwurgerichts in Kiel zum Tode verurteilt worden ist. Jngwersen hat sein drei Monate altes uneheliches Kind in Kubitzberg bei Kiel durch Einflößung von Salzsäure ermordet, da es ihm lästig war und er dessen Mutter nicht heiraten wollte. Wetterbericht Allgemeiner Luftdruckfall über dem Festlande führt jetzt zum schnellen Abbau der hohen Luftdruckes, so daß die vom Atlantik yeranziehenden Störungen weiter auf das Festland übergreifen, lieber Südwestdeutschland hat sich bisher allerdings noch das neblige Frostwetter halten können, doch wird eine von Frankreich heranziehende Störung zu leichten Niederschlägen und Temperaturanstieg führen. Vorhersage für Freitag: Meist bedeckt, zeitweise leichte Niederschläge mit Glatteisbildung, Temperaturanstieg, schwache Südwestwinde. Lufttemperaturen am 8. Februar: mittags — 2,0 Grad; abends —3,7 Grad; am 9. Februar: morgens — 5,4 Grad. Maximum —1,0 Grad, Minimum heute nacht —5,6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 8. Februar: abends 4- 0,3 Grad, am 9. Februar: morgens + 0,2 Grad. Wintersport Wellerbericht. Rhön. Wasserkuppe: Bewölkt, + 2 Grad, Gesamtschneehöhe 15 cm, Firnschnee, Schi mäßig und Rodel gut. Taunus. Kleiner Feldberg: Heiter, + 3 Grad, Gesamtschneehöhe 6 cm, verharscht, Schi und Rodel nur stellenweise. — Großer Feldberg: Heiter + 3 Grad, Gesamtschneehöhe 6 cm, verharscht, Schi und Rodel nur stellenweise. Schwarzwald. Feldberg: Heiter, —1 Grad, Gesamtschneehöhe 60 cm, Firn, Schi und Rodel sehr gut. Alpen. Garmisch: Heiter, 0 Grad, Gesamtschneehöhe 4 cm, Pulverschnee, Schi gut, Rodel mäßig. Von der Pressestelle der Ludwigs - Universität Gießen wird uns mitgeteilt: . Für das Jahr 1939/40 werden folgende Preis- aufgaben gestellt: Von der Theologischen Fakultät: 1. Für den Leydhecker-Preis: Die Zusammenhänge zwischen den Anfängen der Inneren Mission in Oberhessen und dem Pestalozzi-Erinne- rungsjahr 1846 sollen untersucht und das Verhältnis der Pädagogik der Inneren Mission zur Pesta- lozzischen Pädagogik soll dargestellt werden. 2. Für den akademischen Preis: Der Einfluß der politischen Zeitereignisse auf die Lieddichtung Luthers, kritisch darzustellen in Auseinandersetzung mit den neueren Untersuchungen. Von der Juristischen Fakultät: Die Vertragsfreiheit auf dem Gebiete des heutigen Schuldrechts. Von der M e d i z i n i s ch e n Fakultät: Netzhautablösung und indirektes Trauma. Von der Veterinärmedizinischen Fakultät: Die Podotrochlitis chronica aseptica im Lichte neuerer Forschung unter besonderer Berücksichtigung der Neurektomie des Hinteren Volar- nervenastes. Von der Philosophischen Fakultät: 1. Aus dem Gebiet der mittleren und neueren Geschichte: Die rechtliche und wirtschaftliche Lage der Bauern im Junkerland am Vorabend der französischen Revolution (Territorium der Freiherren von Riedesel mit dem Hauptort Lauterbach in Oberhessen). 2. Aus dem Gebiet der klassischen Archäologie: „Göttertypen auf griechischen Münzbildern". Es sollen hauptsächlich die Wiedergaben statuarischer Vorbilder von Götter- darstellüngen auf den griechischen Münzen gesammelt, geordnet und verarbeitet werden, wobei es mit Rücksicht auf den großen Umfang des vorhandenen Stoffes dem Bearbeiter freigestellt sein mag, sich auf einzelne Göttertypen, beispielsweise Apollon, Berlin, im Februar. Nach Werner E g k s „Peer G y n t" hat die Berliner Staatsoper jetzt ihre zweite Uraufführung in der laufenden Spielzeit herausgebracht. Mit diesem erfreulichen Mut, der in den symphonischen Morgenfeiern dem zeitgenössischen Schaffen und besonders der Jugend eine Bresche schlägt, hat dieses Institut nun auch kulturpolitisch die Führung übernommen. Denn mit den „B ürgernoon Calais" des fünfunddreißigjährigen Rudolf W a g - ner-Regeny find keine billigen Publikumslorbeeren zu erringen. Wohl aber wird in diesem unerbittlich strengen Werke eine neue Sinngebung für das konventionell erstarrte Operntheater auf ernsthafte Weise versucht. Alles rein Theatralische, Gefällige, nur auf den holden Schein Berechnete wirft Wagner-Regeny radikal über Bord. Die Oper ist ihm eine Stätte geistig-sittlicher Entscheidungen. Musik und Handlung sind auf das Hauptproblem der Gegenwart konzentriert: das Opfer des einzelnen für das Wohl der Gemeinschaft. Der bekannte Bühnenbildner Caspar Neher, der auch für die Uraufführung die monumentalen Szenerien entworfen hatte, ist als Textdichter von einer geschichtlichen Begebenheit des 14. Jahrhunderts ausgegangen. Er hat die Belagerung der Stadt Calais durch den englischen König der schmalen Handlung zugrunde gelegt und alle Vorgänge auf die entscheidende Forderung zusammengedrängt, daß die sechs reichsten Bürger ihr Leben opfern müssen, um das ausgehungerte Calais zu retten. Die freudlose, von Verzweiflung bedrückte Handlung strebt unter kühner Verachtung der Gesetze des überkommenen Theaters nach dem Ruhm des sisinbildlichen Lehrstücks, das mit hohem künstlerischen Einsatz angesteuert wird. Für den Komponisten bedeutete das einerseits den Dionysos oder Poseidon, zu beschränken. 3. Aus dem Gebiet der indogermanischen Sprach- Wissenschaft : „Das Losen bei indogermanischen Völkern." Die Untersuchung soll nicht den kultischen Vorgang des Losorakels ausdeuten^ sondern in erster Linie die Mittel des Losens (Stäbe, Steinchen usw.) erfassen und in geschichtliche Beziehung setzen. Besonderes Gewicht ist auf die Frage zu legen, ob in den Zeichen der Losstäbe Vorstufen einer Schrift zu erblicken sind und wie sich die Loszeichen zu den Symbolen (heilige Marken, Sinn-' bilder) und zu den Eigentumsmarken (Haus- und Hofmarken, Töpferstempel usw.) verhalten. 4. Aus dem Gebiet der Physik: Es ist eine Methode zur Erzeugung und Dickenmessung von festen Schichten auszuarbeiten, deren Dicke den Wellenlängenbereich des sichtbaren Lichtes nicht überschreitet. 5. Aus dem Gebiet der Physikalischen Chemie: Es soll ein wesentlicher experimenteller Beitrag zum Mechanismus der Elektrizitätsleitung bzw. der Platzwechselvorgänge in Kristallen gegeben werden. Wer sich um einen Preis bewirbt, muß mindestens in einem der beiden auf die Stellung der Aufgabe folgenden Semester an der Universität Gießen immatrikuliert gewesen sein. Jede Bewerbungsschrift darf nur einen Verfasser haben. Die Bewerbungsschrift ist in der Sprache abzufassen, in der die Aufgabe gestellt ist. Auf dem Titel ist ein Kennwort anzubringen. Die Bewerbungsschrift ist bis zum 15. Feruar 1940 einzusenden unter Beifügung eines verschlossenen, mit dem Kennwort der Arbeit versehenen Briefumschlags, der die Aufgabe des Verfassers und seiner Adresse enthält. Die Sendung ist an die Fakultät zu richten. Bei der feierlichen Rektoratsübergabe am 1. April 1940 verliest der Rektor die Urteile und verkündigt die Namen der preisgekrönten Bewerber. formalen Aufbau des Werkes aus geschlossenen Nummern, die stilistisch etwa bei Händel anknüpfen. Als Gattung ist es aber weniger eine Oper als ein drama per musica, wie es verdeckt auch die Oratorien Bachs gewesen sind. Als Synthese dürfte W a g- ner-Regeny ein szenisches Oratorium neid) der Art von Strawinskis „Oedipus Rex" vorgeschwebt haben. Ist die Musik der Gefahr des Preziösen, der künstlerischen Gehobenheit und der Stilmischungen nicht immer entgangen, — ihre Durchgeistigung und seelische Kraft ergreift auf das Eindringlichste. Im zweiten Akt ist aud) die innere Bindung gegensätzlicher Stimmungen musikalisch sehr prägnant gelungen. Mehr als die Solisten in weitgespannten Arien und melodramatischen Rezitatioen haben die beherrschenden Chöre der Gemeinschaft zu sagen. Karl Schmidt hatte sie für die ganz vorzügliche Uraufführung einstudiert, unter Herbert von Karajans überragender Leitung leisteten sie ebenso Ungewöhnliches wie die Staatskapelle. Von der formalen Strenge der Musik und dem vorwiegend chorischen Charakter des Werkes ging auch die Gastregie des Königsberger Intendanten Edgar Klitsch aus. Er legte die Aufführung konsequent als szenisches Oratorium an, dessen symbol-kräftige Irrealität auch durch die verhaltene und gestufte Bewegung der gesanglich großartigen Solisten — Marta Fuchs, Marcel Wittrisch, Ludwig Hofmann u. a. — nicht gemindert wurde. Gegen die schüchternen Proteste einiger begreiflicherweise noch verwirrter Zuschauer behauptete sich der anhaltende Dankesbeisall für den Komponisten und die Mitwirkenden. * Von der genau entgegengesetzten Seite lieferte auch das Deutsche Opernhaus mit seinen beiden letzten Neuinszenierungen einen fruchtbarer! Beitrag zur Klärung zeitgemäßer Probleme aur der Opernbühne. Es brachte Lehars Operetts „Die lustige Witwe" in einer ooni Komponisten und drei neuen Librettisten auf die Längs einer Wagneroper erweiterten Fassung unter Hans Ba11eux' Regie auf dessen letzter Bearbeitung fußend neu heraus. Dabei stand die Absicht hoher Stellen im Vordergründe, für repräsentitive Zwecke ein sensationell aufgemachtes, leicht ansprechendes Werk zur Hand zu haben. Deshalb hat „Benno von A r e n t seinen Ausstattungsprunk der vorjährigen „Fledermaus-Aufführung noch übertrump« fen dürfen und die dekorativen Superlative feinen farbenglühenden Formenphantasie zu einer nun wohl unüberbietbaren Spitze gesteigert. Von den 200 Beinen des Balletts und den singenden Solisten ganz abgesehen, die in dieser flimmernden Revue fast untertauchen, hat die Bühnentechnik (Kurt H e m m e r l i n g) schier Unmögliches geleistet mit plastischen Aufbauten und einem überdimensionalen, karussellartigen Gebilde, das durch seine Drehung ein Panoptikum lebender weiblicher Schönheit Jäger, gedenke deines Wildes! serviert. Lassen wir die Musik — also die Hauptsache — bei der Betrachtung dieser ganz auf dis Augen berechneten Inszenierung einmal außer acht, so zeigen doch schon Vorbereitung und Ablauf der Vorstellung den Endpunkt einer rein quantitativ an beitenden Methode. Wenn nämlich vor der Premiere das Deutsche Opernhaus drei Tage geschlossen werden mußte und jede weitere Aufführung int Repertoire das Ausfallen der vorhergehenden Abendvorstellung bedingt, wenn ferner die Menschenmassen nur unter erheblichem Gedränge bei weitergehendem Spiel von der Bühne wieder her- unterbefördert werden können, dann erkennt man schon an diesen Aeußerlichkeiten, daß hier eine technische Ueberjteigerung und ein zwangsläufiges Abschwenken auf das revuemäßige Serientheater vorliegt, die gerade „Die lustige Witwe" wegen Lehars Musik nicht nötig hat. Um so fesselnder war die folgende Neuinszenierung von Mozarts „Zauberflöt e". Das Deutsche Operhaus legte ihr die (Entwürfe Schinkels zugrunde, die der preußische Baumeister vor fünf Vierteljahrhunderten für die Königliche Oper in Berlin angefertigt hat. Hier ist — vom Vordergrund abgesehen — alles gemalt: vorwiegend architektonisch bestimmte, in der klassizistisch-ägyptisierenden For- mensprache wie im Landschaftlichen ausgezeichnet auf den Geist Mozarts abgestimmte Dekorationen von großer, wenn auch voraetäuschter Raumtiefe mit einigen unvergeßlichen Bildoisionen. Das Erscheinen dieser Bilder gerade im Deutschen Opernhaus dürfte nicht nur eine Folge der Sparsamkeit fein, die nach der Luxusausstattung der „Lustigen Witwe" geboten erscheint; denn der Dramaturg K. H. Müller geißelt gleichzeitig in seinem Programmheft mit beherzigenswerten Worten die Ueberfteigerung des plastischen Realismus von heute^ Und der künstlerische Erfolg gibt ihm Recht. Sofort treten nämlich musikalische Leistungen hervor, die nicht alltäglich sind. Unter Rothers kammermusikalisch-feinsinniger Leitung kosten Orchester und Sänger, wie Walter Ludwig, Constanze Nettesheim, Karl Schmidt-Walter und Gertrud C a l l a m , die Partitur delikat und mit edler Haltung aus. Unter d ' Arnals Regie ein echter Erfolg! Johannes Jacobi. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigenTeil: ErnstBlumfchein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. I. 39: 10 896. Druck und Verlag: Brühlsche Unioersitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM.' 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr 4 vom 1. September 1937 gültig. Zeitgemäße Probleme aus der Opernbühne. Theaterbericht aus der Reichshauptstadt. (Lichtspielhaus, Heute Donnerstag Erstaufführung! TumerMaskenball Bei einem Eintritt von 10 Pf. sind alle Volksgenossen herzlichst eingeladen. 937D 1925 2 KAPELLEN! 895 D Großer Großer 945 A. Täglich 4, 6, 8 30 / Sonntags 3, 5.30, 8.30 Hammstraße 5 Telefon 3275 053D Turnverein von 1846 Männer - Turnverein Samstag, den 11. Februar 1939,20.01 Uhr. in sämtlichen Räumen der Turnhalle am Oswaldsgarten Der Liebling der Welt spielt die lustige Karriere des kleinsten Radio-Stars Amerikas — mitreißend heiter, erfüllt von gesundem Lachen und fröhlicher Musik. Ohne Sorgen, unbeschwert — eine Freude für jung und alt! 1 älteste. sparsame ahnposta (Mitglieder des Musik-Korps der Fliegerhorst • Kommandantur) Eintrittspreis: RM. 1.10 einschl. Sportgroschen. Vorverkauf: Buchhandlung Weber, Marktplatz; A. Reinig Inh.W. Georg, Seltersweg, und August Fackiner, Bahnhofstr., sowie an der Abendkasse Beiprogramm und Tobis -Ton -Woche Für Jugendliche zugelassen! mit Randolph Scott Phyllis Brooks Regie: Allan Dwan Stimmungs- kapelle Bayerische Bierhalle Sektbuden usw. Volksbildungsstätte Gieiien in der NSG. „Krall durch Freude“ und NSD.-Dozenlenbund Im Rahmen der von der Volksbildungsstätte und dem NSD.- Dozentenbund veranstalteten Vortragsreihe „Wissenschaft, ein Dienst am Volk“ spricht am Freitag, dem 10. Februar, 20.30 Uhr, im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts, Ludwigstraße 34 Prof. Dr. Zschietzschmann über: Die deutschen Ausgrabungen in Pergamon Vortrag Dr. Krüger verschoben auf Montag, den 13. Februar, 201/« Uhr Oberhess. Gesduditsverein 942 D Eintrittspreise: Mitglieder u. deren Angehörige: RM. 1.—; Nichtmitglieder: RM. 1.50. Kartenvorverkant: Pfeiffersche Buchhandlung, Walltorstr. 21; Papierhdlg. Ernst Jung, Seltersweg 29; sowie bei den Unterrichtsleitern. e51D Samstag 11. Februar 20.11 Uhr, im Cale Leih Nicht wahr .der Tag fängt jetzt gut an*| seitdem Sie Rosodont zurrt Zähneputzen verwenden? Rosodont ist gut und sparsam^ 2—3 Monate reicht des Nach? füllstück für 45 Pfg. Mit Dau4 erdose (einmalige Anschaffung) 60 Pfg. Roeodont erhält Ihre Hhnel Maskenball in sämtlichen Räumen Aber am Samstag geht’s auf jeden Fall zum Stenografen-Maskenball I bei Adi Schepers. Prämiierung der schönsten Masken 2 Kapellen! M3D Eintritt 50 Pfennig. Für den Naturfreund! Mnm Die Lebensgemeinschaft des deutschen Waldes in Bildern 150 Naturaufnahmen aus dem Tier- und Pflanzenlebcn des heimatlichen Waldes auf 128 Kupfertiefdruck- tafeln, mit lebendigem und aufschlußreichem Einfübrungstext von K.Gerhard u.tö.Wolff. Preis RM. 4,80. „(Es lebt und webt in dem Buche, und wer es versteht, mit «mp- sanglichen Sinnen die bildgeword. Naturschönheiten in sich aufzunehmen, dem singen u. Klingen die Tafeln tausend Erinnerungen wach an einstmals leibhaft Erschautes." Reclams Universum Verlangen Sie Kostenlos unsere bebilderten Werbeblätter 3u beziehen durch jede Buchhandlung! Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde Familiendrucksachei Verlobungsanzeigen Vermählungsanzelgen Geburtsanzeigen bei Brühl. Schulstr.? Sofort ab Lager lieferbar 94sD Transport-Decken“* 1 St. Decke, 7.00 - 20, Engleberi 1 St. Decke, 7.00 - 20, Dunlop 2 St. Decke, 7.00 - 20, Phönix 3 St. Decke, 7.00-20, Fulda 3 St. Decke, 6.50- 20, Fulda 4 St. Decke, 6.50-20, Conti Krahn & Comp., Giefoen Frankfurter Str. 82, Fcrnspr. 3039 Ihre Geschattsdrucksachen ■teilen die Verbindung her zu ihren Erzeugnissen. Man etellt eich die Beschaffenheit Ihrer Waren eo vor. wie rnert Briefbogen. Briefumschläge, Postkarten» Rechnungen,Geschäftekarten Ihres Hausse beurteilt. Legen Sfe deshalb Wert auf gepflegte Drucksachen I Wir bieten eie Ihnen Brühl'sche Druckerei. Schulstr. 7. Ruf 2251 Offeriere: Ne jungt WW im Alter von 3-6 Jahren, ein- und zweisvännig zum Fahren. 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Mit zunehmendem Alter und Bewußtsein rannen die erlebten Stunden immer zahlreicher in unser Leben, schwollen an zu einer bunten Vergangenheit. Darf bei der Rückschau auf ein Erwachsenenleben die Frage auch noch bejaht werden: War keine Stunde vergebens? Jedenfalls ragen aus dem weiten Stundenmeere der Vergangenheit ein paar hervor, spitz wie Felsen. Sie leuchten und funkeln die Vergangenheit so hell, daß auch die dunklen Stundentäler in goldnem Schimmer liegen. Aber gleich ein paar davon? Vielleicht, 'ja wahrscheinlich ists nur eine einzige, d i e Stunde! Glücklich, wer sie erlebte, die Stunde seines Lebens! Ist sie nicht Geschenk und Gnade trotz alles Ringens, aller Arbeit um sie?! Wie eine Erleuchtung ist sie über uns gekommen, von ihr ab lebten wir recht eigentlich unser Leben, von ihr ab konnten wir erst Stunden zählen. Wohl dem, dem diese Stunde aus dem Meere der Vergangenheit ragt. Sein Leben hat schon die Richtung, hat schon Ziel und Auftrag. Er wird nicht mehr im Kreise gehen und dahin kommen, wo er schon einmal gewesen ist. Was aber mit denen, die die Stunde noch nicht erlebten? Sie erhoffen die Erlösung von der Zukunft. Aus ihrem dunklen Strome soll sie auftauchen, soll auf sie zukommen, leuchtend und lodernd! Eine schöne Hoffnung? Aber eine schwere Aufgabe! Sie wird nur zum Großen kommen, der ihrer würdig ist. Gewiß: ihr Kommen ist Gnade, Geschenk. Doch daß das Geschenk die Richtung auf dich nehme, ist deine Sache, deine Arbeit, deine Leistung! „O, Stunde, komme!" ist ein guter Ruf. Denn der Mensch hat Sehnsucht. „D, Mensch, mach dich zur Stunde bereit!" ist ein besserer Ruf. Denn der Mensch lebt in Bereitschaft. Sehnsucht und Bereitschaft habe für die Stunde deines Lebens! Die Stunde durchflammt dich nur, wenn du ihr Leuchten weiterträgst, innerlich mitglühst, Großes damit schaffst und weiterwirkstl K. Bornotizen. Tageskalender für Donnerstag. Goethe-Bund, Kaufmännischer Verein und Ober- hessischer Kunstverein: 20 Uhr Neue Aula der Universität: Vortragsabend des schwedischen Dichters Albin Widen. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Napoleon ist an allem schuld!". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Shirley auf Welle 303". „Die deutschen Ausgrabungen in Pergamon." lieber dieses Thema spricht am morgigen Freitagabend Professor Dr. Zschietzschmann im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts im Rahmen der von der Volksbildungsstätte und dem NS.-Dozentenbund veranstalteten Vortragsreihe „Wissenschaft, ein Dienst am Volk". Bon der Universität Gießen. Dem Dr. med. habil. Adolf Heinsen in Gießen wurde die Dozentur für das Fach Innere Medizin der Medizinischen Fakultät der Universität Gießen erteilt, ebenso dem Dr. med. habil, et Dr. phil. Enno Freerksen die Dozentur für das Fach Anatomie an her Medizinischen Fakultät der Universität Gießen Leibesübungen derIugend in der Arbeitszeit. NSG. Zwischen dem Reichsjugendführer und dem Reichsorganisationsleiter der NSDAP, und Leiter der DAF. wurde im vergangenen Jahre eine Vereinbarung getroffen, die zum Ziele hat, im Hinblick auf die einseitige Beanspruchung in der Berufsarbeit Leibesübungen für die berufstätige Jugend innerhalb her Arbeitszeit einzuführen. Die hierzu erlassenen Durchführungsbestimmungen liegen nunmehr vor. Die Vereinbarung zwischen dem Reichsjugenh- führer unh hem Reichsorganisationsleiter hat hen beiden großen Organisationen her Hitler - Jugend unh her Deutschen Arbeitsfront ein neues Arbeitsgebiet zugewiesen, nämlich hie Leibesübungen her berufstätigen Jugenh innerhalb her Arbeitszeit bis in hen letzten Betrieb hineinzutragen. Damit ist eine her bebeutenbften Maßnahmen zum Schutz her berufstätigen Jugend getroffen worden. Sie fußt auf der Erfahrung, daß der junge Mensch beim Eintritt in hen Beruf schwerer körperlicher Gefährhung ausgesetzt ist unh daß sich als wirksamster Ausgleich gegenüber her noch ungewohnten unh zumeist einseitigen Arbeitsbelastung hes in her Entwicklung stehenhen jugenb- lichen Organismus hie Leibesübungen in überzeu- genher Weise bewährt haben. Eine große Zahl von Betrieben hat hie Leibesübungen für Lehrlinge unh Jungarbeiter schon in ihr Programm ausgenommen. Damit werben hiese Betriebe bereits hem Jugenhschutzgesetz gerecht, in hem hie notwenhige Freizeit für körperliche Ertüchtigung geforhert wirh. Um eine erfolaversprechenhe Durchführung her Leibesübungen her berufstätigen Jugenh zu gewährleisten, sollen mindestens zwei Stunden in der Woche innerhalb der Arbeitszeit vom Betriebsführer vorgesehen und freigestellt werden, wobei es sich empfiehlt, die Leibesübungen in die Schlußstunden der Arbeitszeit zu legen. Die Art der Leibesübungen ist eindeutig gegeben. Als- Grundlage gilt die von der HI. allgemein durchgeführte Grundschule mit ihren weitverzweigten und natürlichen Anforderungen. Sie umfaßt diejenigen Gebiete, die zur allgemeinen und allseitigen körperlichen Ausbildung der Jugendlichen notwendig sind, ohne Betonung einzelner Spezialgebiete,, und diejenigen, die. mit einer größeren Zahl von Jugendlichen gleichzeitig ausgeübt werden können, und schließlich die, die leicht erlernbar, abwechslungsreich und ohne größeren Geräte- und Platzaufwand durchzuführen sind. Entsprechend der Vereinbarung gehören die Jugendlichen nicht den Betriebssportgemeinschaften an und beteiligen sich auch nicht an den von diesen veranstalteten sportlichen Kämpfen. Der Leistungssport wird in den Einheiten her HI. dur'chgeführt. Die Durchführungsbestimmungen geben Aufschluß über die Art her gebuchten Durchführung. Danach gilt bie Vereinbarung für alle männlichen unh weiblichen Jugenblichen, bie in einem Lehr- und Arbeitsverhältnis stehen. Im Sinne biefer Vereinbarung finb darunter alle männlichen Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren und alle weiblichen im Alter von 14 bis 21 Jahren zu verstehen. Bei her Erfassung der Jugenblichen werden die betriebliche und überbetriebliche Zusammenfassung unterschieden. Bei der betrieblichen Zusammenfassung ist maßgebend daß mindestens 15 männliche bzw. weibliche Jugendliche im Betrieb vorhanden sind. Die Betriebsjugenbwalter her DAF. sind verantwortlich für bie Einführung her Leibesübungen unh führen bie erforberlichen Vekhanblungen mit bem Betriebsführer. Die überbetriebliche Zusammenfassung — Handwerk und Einzelhandel — ist späteren Bestimmungen vorbehalten. In engster Zusammenarbeit mit hen zuständigen Dienststellen der HI. obliegt die Durchführung dem Sportamt der NS.-Gemeinschaft ..Kraft durch Freude" in her DAF. mit seinen Nachgeordneten Dienststellen. Sämtliche Leiter bzw. Leiterinnen des Uebungsbetriebes können nur im Einvernehmen mit der HI. eingesetzt werden. Die Inspektion über bie Durchführung üben bie Abteilungsleiter her Gebiete bzw. bie Stellenleiter her Vanne unb bie Abteilungsleiterinnen bzw. Stellenleiterinnen aus.' Bei her Durchführung her Leibesübungen wirb bas vorschriftsmäßige HI. • Sportzeug bzw. bie BDM - Sportkleibung getragen. Unfälle, bie sich währenb her Durchführung biefer Leibesübungen ereignen, unterstehen her Versicherung burch bcn Reichsver- banb her gewerblichen Berufsgenossenschaften e. V. Den Jugenblichen sollen bei her Durchführung her Leibesübungen innerhalb her Arbeitszeit keine gelblichen Bela ft ungen und kein Lohn- aupfall entstehen. Aus biefem Grunbe wirb an bie Betriebsführer appelliert, bie Voraussetzungen für bie Durchführung her Leibesübungen sichern zu helfen. Mit bcn Durchführungsbestimmungen wirb hen Betriebsführern unb hierzu beauftragten Stellen ein Mittel in bie Hand gegeben, durch ihre sinnvolle Anwendung ihren ernsten Willen zu bekunden, der Jugend — um mit den Worten des Gesetzgebers zu sprechen — „Schutz unb Förberung zuteil werben zu lassen unb bamit ihre Leistungsfähigkeit ztt steigern". j Sammlung von Aluminium durch die HI. Fwb. In ber letzten Zeit konnten vielfach die nt hen Betrieben unb Haushalten gesammelten Aluminiumfolien, Tuben und Kapseln von ber HI. m- folge bienstlicher Ueberlaftung nicht abgeholt werben. Nunmehr ist auf Veranlassung bes Reichskom- missars für Altmaterialverwertung eine Neurege- SPITZENLEISTUNG lung ber Sammlung oorgenommen worden, berzu- folge bie HI. bas anfallenbe Material in vier Sorten (statt wie bisher in neun Sorten) sammelt Die HI. erhält von hem Nohprobuktenhänbler folgcnbe Preise: 1. Reine Aluminiumkapseln, Milchflaschen- kapseln, Milchsahnebeutel (sauber, unbebruckt o. Pa- Zukünftige Hausfrauen im Reichsberusswettkampf. Gestern bestimmte ber Reichsberufswettkampf die Räume ber Mäbchen-Berufsfchule zum Schauplatz des Wettbewerbs. Viele Mädchen, ausschließlich Hausgehilfinnen und Haushaltslehrlinge, waren dazu 'angetreten. In der großen, vorbilblich eingerichteten Küche ber Schule und auf hen Fluren herrschte ein quicklebendiges Treiben. ' Trotzdem spürte man überall die leitenden Hände ber Lehrerinnen, und alles vollzog sich, wenn auch nicht gerade in wortloser Ruhe, in guter Ordnung. In der Kück>e wurde ber praktische Teil her Aufgaben für hen Reichsberufswettkampf gelöst. Es galt einen Heringssalat herzustellen, eine Suppe zu kochen, Kartoffel- unb Enbiviensalate anzurichten unb Hackbraten zu bereiten. Im ganzen Erbgeschoß buftete es nach ben nahrhaften Dingen, die in ber Küche bereitet würben, Jebes ber vielen Mädchen hatte Gelegenheit, fein Können sowohl am Kock)- herb, als auch beim appetitlichen Anrichten der Speisen zu beweisen. Nach dem Mittagessen mußte abgewaschen werden. Das alles geschah in ber lustigen Gemeinschaft ber vielen Möbchen mit großem Eifer. Währenb eine Gruppe in her Küche beschäftigt war, hatten sich anbere Gruppen in ben Schulzimmern ber theoretischen Prüfung zu unterziehen. Kreisleiter Backhaus fand sich um die Mittagsstunde ein, um auch hier einen Einblick in bie Arbeit der Hausgehilfinnen für ben Reichsberufswettkampf zu gewinnen. Unsere Bilber zeigen bie Hausgehilfinnen am Kochherd und an den Abwaschbecken. (Aufnahmen [2]: Neuner, Gießener Anzeiger.) Gabelsberger. Zum 15V. Geburtstage des Erfinders am 9. Februar. 1 Wäre Franz Tavcr (Babelsberger nur der Erfinder eines jener vielen Stenographie-Systeme, die heute in her Welt geschrieben werden, so lohnte es kaum, seines 150. Geburtstages in ben Zeitungen zu gebenten. Er schuf auch nicht — wie oft gesagt wirb — bas erste brauchbare System. Der geschichtliche Teil seiner„Nebezeichenkunft", die 1834 -als Lehrbuch des Gabelsbergerschen Systems erschien, umfaßte bereits 75 große Quartseiten. Die Namen zahlreicher Deutscher findet man darin. Beim «englischen Unterhaus hatten alle großen Londoner Leitungen schon damals ihre hochbezahlten Parla- »nentsstenographen. Was ist nun das Besondere an Gabelsberger? Man hat seine Stenographie aus dem transzendentalen Idealismus Kants zu erklären versucht. Und in der Tat hat die Idee ber Freiheit in der Notwendigkeit (Babelsbergers Schriftbilder bestimmt. Die vorher bekannten Systeme waren nur nach der „Notwendigkeit" ausgerichtet und auf absolute Kürze der Zeichen bedacht. Es galt aber, eine Schnelligkeit Zu finden. Da hatte es nahe gelegen, als Schriftzeichen bie einfachsten Linien zu benutzen: Gerade unb Kreisteile. (Babelsberger wählte statt dieser Neometrischen bie graphische Methode. Er wollte den Klang der Rede miebergeben, so wie ein geschulter Blick ben Klang eines Akkorbes beim Sehen des Notenbilbes aufnimmt. Aus diesem Grund war (Babelsberger auch ein Gegner ber vielen willkürlichen Kürzungen (Sigel). Wie er in jahrzehntelangen 23er» uchen biefem Jbeal nachstrebte, zeigt eine Derglei- j chung seiner Schriften. Anfangs stehen bie Zeichen I locker nebeneinanber; erst fünf Jahre später beginnt | er, bie Vokale symbolisch auszubrücken; bann kommen bie Konsonantenverbinbung, bie Silbenzeichen, j Unablässig war er um Klarheit unb Schön- leit seiner Schriftzeichen bemüht. Schließlich erreichte er in ber „Präbikatskürzung" die letzte Stufe. .Die Handhabung ber Abbreviatur, lebiglich unter *as Gesetz ber Vernunft wie bes Denkens gestellt, ennt keine Schranke mehr, als ben Grab ber eigenen Intelligenz". Bezeichnen!) ist auch hier fein Weg. Währenb alle anberen Stenographen dem Wortstamm Vorsilben unb Endungen abrissen, strich 'Babelsberger ben Stamm! Die Kurve „voll — ung" dma kann: Vollendung, Vollziehung, Vollführung »sw. bedeuten. „Unbekümmert um ängstliche Unter» jcheibungen bezeichnet ber henkende Stenograph janze Klassen von Worten durch ein unb dieselbe Klang-Figur; er hält sich bloß an bie Materie der Rede unb betrachtet bas Zeichen nur gleichsam als Münze eines allgemeinen Verkehres." Man sieht baraus: bie Stenographie ist mehr als ein einfaches Werkzeug zur Vereinfachung von Nie- berfchriften, sie ist ein Präzisionsinstrument, mit bem „ber henkende Stenograph", nur wirklich wertvolle Ergebnisse erzielen kann. Diese Erkennt- (Scherl-Bilderdienst-M.) nis hat sich heute durchgesetzt. Von einem beamteten Verhanblungsstenographen wirb akabemische Vorbil- bung verlangt. (Babelsberger selbst hat keinen Schüler ausgenommen, ber nicht minbeftens eine Fremdsprache beherrschte. Es ist sein persönliches Mißgeschick, aber tue große Chance seiner Erfindung gewesen, daß die Stenographie in die politischen Kämpfe um die konstitutionellen Parlamente verwickelt wurde. Die Oef- fentlichkeit der bayerischen Ständeversammlung wurde nur durch bas stenographische Protokoll gesichert, bas (Babelsberger unb seine Schüler führten. „Bayern hört uns nicht, Bayern lieft uns?" sagte ein Abgeordneter. Die Reaktion versuchte jedoch, die Veröffentlichung dieser Reden zu verhindern. Da das verfassungsgemäß unmöglich war, schikanierte man bie Stenographen. Man schickte sie in eine Tribünenloge, in ber kaum etwas zu verstehen war. Die Uebertragungen mußten sie in einem kleinen. bunflen Raum machen, wo zu gleicher Zeit zehn Leute sprachen, zwanzig Diktanboschreiber kratzten, Zeitungsboten auf bie frisch geschriebenen Blätter warteten unb bauernh Leute zu ben Presseplätzen unb ber Reichsratstribüne burchliefen. Gulbenweise mußte (Babelsberger um feine Entlohnung kämpfen, feinen Vertreter im Ministerium aus eigener Tasche befolben. Mit fünfunbdreißig Jahren würbe er bei einem Beamtenabbau in ben Ruhestanb versetzt unb nur aushilfsweise wieder eingestellt. Diese Franz lauer (Babelsberger, ber früh verwaiste Sohn eines Münchner Hofblasinstrumentenmachers hat das ärmliche von zermürbenden Sorgen erfüllte Dasein eines Subalternbeamten im Bayern ber Biedermeierzeit geführt. Für sechzehn Gulden und einige Kreuzer arbeitete er bis zu seinem Tode als Kanzlist, um sein winziges Ruhegehalt aufzubessern. Er ertrug bas alles mit Geduld. Sein Leben war bie Stenographie. Er hätte einen Plan von München anlegen können nach seinen stenographischen Wort- bilbern. An biefer Straßenecke war ihm bie Form für „rückstänbig" eingefallen; an jenem Steg im Englischen (Barten bie Bindung mit „darüber". Man hatte ihn ins statistische Büro abgeschoben. Das bedeutete damals: unwichtige Allerweltsschreibereien. Was tut es ihm? Er fitzt in ber muffigen Amtsstube unh probt die Präbikatskürzung. Er schreit nicht „heureka!" — so temperamentvoll ist kein kleiner Kanzlist — aber er malt es vielleicht in begeisterter Wellenlinie auf einen Aktenranb. Zu Hause hockt er bis in bie späte Nacht über dem Silbenlexikon und seinen grau pergamentnen Stenographiertafeln. Sonntags geht er in bie Kirche. Er ist fromm. Aber wenn ber Pfarrer bie Kanzel besteigt, bann tasten seine Hände nach den englischen Bleistiften in der Rocktasche. Im ungewissen Lichte ber kleinen Kirchen stenographiert er manchmal zwei, brei Prebigten an einem .Sonntag. Als er zum erstenmal Eisenbahn fährt, versucht er, wie es sich während der schnellen Fahrt stenographieren läßt. Seine Gedanken eilen ber Entwicklung schon um hunbert Jahre voraus. In seinen kargen Freistunden lithographiert er die Tafeln für fein großes Lehrbuch. Dazu muß er lernen, bie Spiegelschrift zu stenographieren. Als nach wenigen Monaten bie Platten durch Salpeterfraß verdorben sind, beginnt er die mühselige Arbeit noch einmal. Seine Augen werden schwach. Seine Hände zittern jetzt manchmal so, daß er keinen Bleistift mehr halten kann. Als er eines Morgens feine Wohnung in der Kasernenstraße verläßt, bie heute seinen Namen trägt, ba wirft ihn ein Schlaganfall vor ber russischen Gesanhtschaft nieber. In ber Portierloge stirbt er. Ein Kanzleibiener bringt bie Besuchskarte mit den seltsamen Zeichen, bie man bei bem Unbekannten gefunben hat, auf bie Polizeibirektion. Einer ber Beamten entziffert bie Stenographie. FRANZ XAVER GABELSBERGER quiescirter Secretaire und geheimer Kanzellist im kön. bayr. Staats Ministerium des Innern. „Ein Hilfsgeistlicher ber Dompfarrei, ber bie 23c« erbigung vornahm, erwähnte zwar, baß ber Verstorbene ber Erfinber ber Stenographie gewesen fei unb sich Dadurch ein Verdienst um Deutschland erworben habe, bemerkte aber, baß er mangels näherer Mitteilungen über Leben unb Wirken bes Defunkten nichts weiter sprechen könne." Walther Schwerdtfeger. Oie letzten deutschen Adler werden geschützt. In ben bentschen Alpen gibt es heute noch etwa 60 A b l e r in 30 Horsten. Die nunmehr aud) in ber Ostmark eingeführte Reichsjagdgesetzgebuna bietet biefem beutschen Wappenvogel den denkbar größten Schutz. Man will diesen Vögeln ihre letzte Zufluchtsstätte in ben Ostalpen bewahren unb ihr völliges Aussterben verhinbern. Durch Aufklä» rungsarbeit wird ber Bevölkerung bie vollkommen unnötige Angst vor biefem Tier genommen. Dabei leistet her bem Deutschen Alpenverein angeichlos- fene „Verein zum Schutz ber Alpenpflanzen und Alpentiere" wertvolle Arbeit. So würbe auch ein Preis gestiftet, ber jehern entsprechenhe Ersatzleistung bietet, ber nachweislich durch Adler Schaden erlitt, aber bemerkenswerterweife Hat sich seit der Bekanntgabe dieses Preises noch niemand gemeldet. Daß Adler Menschen angreifen, ist längst als Märchen erwiesen. Die „Kindesentführungen" gehören in bas Gebiet ber Legende. Noch jedesmal hat sich herausgestellt, baß bie verschwundenen Kinder von Felsen abgestürzt waren unb nicht etwa von Ablern geraubt würben. Der Schutzver« ein hat burch genaue Nachforschungen in Adlerhorsten bewiesen, daß die Adler fast ausschließlid) krankes unh minberwertiges Wild schlagen und nicht, wie fälschlich angenommen wird, Reh- und Gamskitzen bevorzugen. Da die deutschen Alpen bie besten Daseinsbedingungen für Adler bieten, dürfte sich der äußerst geringe Bestand durch diese Schutzmaßnahmen vermehren, so daß man künftig; häufiger Gelegenheit haben wird, diesen stolzen Vogel über den Bergen unb Tälern bes Hochgei birges seine Kreise ziehen zu sehen. pier) 40 Pf. fe Kilogramm, 2. Gemischte Tuben ohne fremde Bestandteile, wie Preßstoffschrauben, kleine Eisenteile usw. 20 Pf. je Kilogramm, 3. Stanniolkapseln (Weinflaschenkapseln) 12 Pf. je Kilogramm, 4. Gemischte Folien aller Art, glatt gestrichen, nicht in Kugeln, 12 Pf. je Kilogramm. Die Aluminium verarbeitenden Schmelzwerkc haben sich bereiterklärt, alles aus den Sammlungen anfallende i Material abzunehmen. Somit ist die Gewähr gegeben, daß diese Rohstoffe nunmehr auch tatsächlich einer Wiederverwertung zugeführt werden HMAllWMMMl Aufruf. Betr.: Durchführung des Sportwettkampfes im Rahmen des Reichsberufswettkampfes. Für männliche auswärtige Teilnehmer, die in Gießen am Wettkampf teilgenommen haben, wird der Sportwettkampf am Samstag, -em 11. Februar, durchgeführt: 947D Gruppe I (Jahrgang 1923 und 1924) 15.00 Uhr Gruppe II (Jahrgang 1921 und 1922) 15.30 Uhr Gruppe III (Jahrgang 1920) 16.00 Uhr Gruppe IV, V und VI (Jahrgang 1919 bis 1907, 1906 bis 1899, 1898 bis 1893) 16.30 Uhr. Sämtliche Gruppen treten zu den entsprechenden Zeiten an der Volkshalle an. Die RBDK.-Teilnehmer, die in Gießen wohnen, treten am Sonntag, dem 12. Februar, zu nachstehen- den Zeiten an der Dolkshalle an: Gruppe I (Jahrgang 1923 und 1924) 9.30 Uhr Gruppe II (Jahrgang 1921 und 1922) 10.00 Uhr Gruppe III (Jahrgang 1920) 10.30 Uhr Gruppe IV, V und VI (Jahrgang 1919 bis 1907, 1906 bis 1899, 1898 bis 1893) ' 11-00 Uhr. Wettkampfteilnehmer der Fachschaft „Der Deutsche Handel, die am Sonntagvormittag ihren praktischen Wettkampf durchführen, begeben sich nach der praktischen Arbeit zu der Volkshalle und melden sich bei dem Sportabnehmer. Gießener Wochen Marktpreise. * Gießen, 9. Febr. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, Vt kg 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Wirsing, kg 15 bis 18. Weißkraut 10 bis 12, Rotkraut 12 bis 15, gelbe Rüben 10 bis 12, rote Rüben 10 bis 14, Spinat 25 bis 35, Unterkohlrabi 7 bis 8, Grünkohl 18 bis 20, Rosenkohl 45, Feldsalat, Gedentt der hungernden Vogel. Vio 12 bis 15, Tomaten, % kg 45, Zwiebeln 14 bis 15, Meerrettich 35 bis 60, Schwarzwurzeln 15 bis 40, Kartoffeln, Vi kg 5 Pf., 5 kg 43 Pf., 50 kg 3,75 Mark, Aepfel, % kg 45 bis 50 Pf., Nüsse 40 bis 45, Blumenkohl, das Stück 25 bis 50 Pf., Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 12, Sellerie 10 bis 40, Rettich 5 bis 15 Pf. ** Vom Stadttheater. Der 1. Komiker unseres Stadttheaters, Kurt Haars, wurde für die kommende Spielzeit an das Stadttheater Gera verpflichtet. **75Jahrealt. Frau Helene Schächer, geb. Böß, Wolfstraße 25, begeht am morgigen Freitag, 10. Februar, ihren 75. Geburtstag bei guter Gesundheit. Unseren herzlichen Glückwunsch. ** Vortrag „Alte deutsche Straßen" verschoben. Der Vortrag von Museumsdirektor Dr. H. Krüger ist auf Montag, den 13. Februar, abends, verschoben. ** Verkehrssünder. Die Polizei schritt in der Zeit vom 27. Januar bis 2. Februar ein gegen Kraftfahrzeugführer mit 8 Anzeigen und 17 gebührenpflichtigen Verwarnungen: gegen sonstige Fahrzeugführer mit 2 gebührenpflichtigen Verwarnungen; gegen Radfahrer mit 4 gebührenpflichtigen Verwarnungen; gegen Fußgänger mit einer gebührenpflichtigen Verwarnung. Erwerb der Volksgasmaske dringende Pflicht! Bekanntmachung des Kreisleiters. Im Interesse der Sicherheit des deutschen Volkes ist der NSV. der Vertrieb der Volksgas- masten VM 37 übertragen worden. Die erforderliche Propaganda ist bereits durch den Reichs- luftfchutzbund in hinreichendem Maße erfolgt. Für alle deutschen Volksgenossen ist der Erwerb der Volksgasmaske eine dringende nationale Pflicht. Wenn wir auch alle hoffen, daß wir diese Gasmasken nie in Gebrauch zu nehmen gezwungen sind, ist es doch notwendig, in einem eintretenden Falle vorgesorgt zu haben. Ein großer Teil der Bevölkerung ist ben wiederholten Ausrufen zur Beschaffung der Dolksgasmaske noch nicht nachgekommen. Ich richte daher an alle Volksgenossen die dringende Bitte, den Bezug von Volks- gasmasken jetzt umgehend vorzunehmen. Die Blockwalter der NSD. sind angewiesen, dieserhalb bei jedem Volksgenossen nochmals vorstellig zu werden, und ich gebe der Hoffnung Ausdruck, daß dieser Hinweis genügt, um nunmehr für die Beschaffung der Volksgasmaske umgehend Sorge zu tragen. Bei einem großen Teil der Käufer ist festgestellt worden, daß die Bezahlung der Gasmasken wohl erfolgt ist, aber die Gasmasken auf dem Laaer bisher noch nicht abgeholt worden sind. Ich richte daher an diese Volksgenossen die dringende Bitte, nunmehr dafür Sorge zu tragen, daß die Abholung der Gasmasken in kürzester Zeit erfolgt. Die Verpassungsstelle für Volksgasmasken: NSV.- Lager Einhorn, Lindenplah 1, Eingang kirchenplah, ist an folgenden Wochentagen geöffnet: Montag und Donnerstag, jeweils in der Zeit von 15 bis 20 Uhr. Fördert alle im ureigensten Interesse nach jeder Hinsicht die Bestrebungen der Staatsführung! Heil Hitler! Backhaus, Kreisleiter. Aus den Gießener Gerichtssalen. Große Strafkammer Gießen. Der H. L. in Eberstadt war beschuldigt, im Mai 1938 in Kirch-Göns durch Fahrlässigkeit den Tod eines Menschen dadurch verursacht zu haben, daß er es unterließ, rechtzeitig einen Arzt zu dem Kranken hinzuzuziehen, oder die Ueberführung des Patienten in ein Krankenhaus zu veranlassen. (Vergehen gegen § 222, 1, 2 StrGB.) Der Angeklagte bestritt, sich schuldig gemacht zu haben. Durch die Beweisaufnahme, insbesondere das Gutachten des Sachverständigen, wurde fest- gestellt, daß der Kranke (ein siebenjähriger Knabe) mit einer an Gewißheit grenzenden Wahrscheinlichkeit nicht gestorben wäre, wenn sofort ein operativer Eingriff stattgefunden hätte. Der Vertreter der Anklage führte aus, daß der Angeklagte nicht den geringsten Nachweis über seine Ausbildung als Heilprakttker führen könne und fein erlerntes Schreinerhandwerk nur aufgegeben habe, weil er mit großem Verdienst als Heilprakttker rechnete. Der Anklagevertreter beantragte, auf eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten zu erkennen. Der Angeklagte wurde zu einer Gefängnisstrafe von vier Monaten verurteilt. Ferner wurde ihm, gemäß § 42, 11 StrGB., die Ausübung des Heilpraktiker-Berufes auf die Dauer von fünf Jahren verboten. Zur Begründung des Verbots wurde ausgeführt, daß der Angeklagte es an der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt habe fehlen lassen. Heinrich Konrad II. in Rainrod wurde beschuldigt, am 12. Juli 1938 eine Zeugin zu einer falschen Aussage verleitet zu haben. (Verbrechen gegen §159 StrGB.) Der Angeklagte wurde als außerehelicher Vater auf Unterhalt verklagt und wollte sich seiner gesetzlichen Unterhaltspflicht entziehen. Die Beweisaufnahme ergab seine Schuld, die er jedoch bestritt. Der Vertreter der Anklage beantragte, auf eine Zuchthausstrafe von 1 Jahr 6 Monaten zu erkennen. Der Verteidiger beantragte Freisprechung oder, falls das Gericht den Angeklagten für schuldig er» achten sollte, auf die gesetzliche Mindeststrafe zu erkennen. Der Angeklagte wurde zu einer Zuchthaus- (träfe von einem Jahr und zwei Monaten verurteilt. * Der H. W. in Gelnhaar (Kreis Büdingen) war beschuldigt, im Sommer ober Herbst 1937 in Nidda in der Absicht, sich einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, eine Erbschaft in Höhe von etwa 12 000.— RM. nicht angegeben zu haben, die in dem von ihm beantragten Entfchuldungsverfah- ren hätten Verwendung finden müssen. (Vergehen gegen § 263 StrGB. und § 103 des Schuldenrege- lungsgesetzes.) Der Angeklagte steht jetzt ein, daß er nicht richtig gehandelt hat, er will aber nie eine böse Absicht gehabt haben. Der Vertreter der Anklage beantragte, auf eine Gefängnisstrafe von fünf Monaten zu erkennen. Der Verteidiger beantragte Freisprechung oder, falls das Gericht zu einer Verurteilung kommen sollte, unter Zubilligung mildernder Umstände auf eine Geldstrafe zu erkennen. Die Verhandlung wurde am folgenden Tage noch, mals eröffnet. Das Gericht stellte fest, daß neben § 103 auch der § 102 des Schuldenregelungsgesetzes in Frage kommen könne. Der Anklagevertreter wiederholte feinen Antrag. Der Verteidiger widersprach der Anwendung des § 102 und wiederholte feinen Antrag. Es erging folgendes Urteil: Der Angeklagte ist schuldig eines Betrugsversuchs nach § 263 StrGB. in Tateinheit mit einem versuchten Vergehen nach § 102 des Schuldenregelungsgesetzes und wird zu einer Gefängnisstrafe von vier Mona- t e n verurteilt. Vezirksschöffengen'cht Gießen. Der F. K., geboren in Gießen, wohnhaft in Frankfurt a. M., wurde beschuldigt, im Juni 1938 sich einem in Gießen bedienstet gewesenen Mädchen, der Wahrheit zuwider, als Sohn einer angesehenen Gießener Familie ausgegeben und sich als Oberfeldwebel, der in vier Jahren aus dem Heere ausscheide und dann das väterliche Geschäft übernehmen wolle, bezeichnet zu haben. Er verstand es, sich von dem Mädchen an zwei verschiedenen Abenden Geldbeträge in Höhe von 25 Mark geben zu lassen und versprach Rückzahlung in den nächsten Tagen, wozu er aber, da er arbeitslos war, nicht in der Lage war. Schließlich stellte er dem Mädchen noch eine Quittung aus, die er wiederum mit falschem Namen unterschrieb. In einem anderen Falle hat sich der Angeklagte von einem in Klein-Linden wohnenden Mädchen kleinere Geldbeträge von zusammen 3,50 Mark geben lassen. Auch hier hat er Rückzahlung versprochen, die bis heute nicht erfolgt ist. (Der- gehen und Verbrechen nach §§ 263, 267, 268 StGB.) Der nicht vorbestrafte Angeklagte war geständig. Urteil: „Der Angeklagte ist schuldig der schweren Urkundenfälschung und des Betrugs in je einem Falle und wird, unter Annahme mildernder Umstände und unter Freisprechung im übrigen, zu einer Gesamtgefängnisstrafe von sechs Wochen verurteilt." * Der wiederholt einschlägig vorbestrafte W. M. aus Walsdorf hatte sich wegen Diebstahls im wiederhollen Rückfall (Verbrechen nach §§ 242, 244 StGB.) zu verantworten. Der Angeklagte war von Anfang Januar bis Mitte Februar 1938 bei einem Bauer in Ober-Erlenbach tätig. Mit ihm zusammen war ein Melker G. bei dem Bauer beschäftigt. Beide hatten ihre Zimmer nebeneinander. Dem Angeklagten wurde zur Last gelegt, daß er bei feinem Weggang dem G. zwei Paar wollene Strumpfe, eine wollene Unterhose, fünf Zigarren und fünf Stumpen entwendet habe. Der Angeklagte leugnete hartnäckig, wurde aber überführt. Das Lebensbild des Angeklagten ist ein denkbar schlechtes; der Vater war Trinker, die Mutter schwer leidend, und schon früh kam der Angeklagte in Zwangserziehung. Seit 1925 wurde er fünfmal wegen Diebstahl, zuletzt zu einer Gesamtzuchthaus- strafe von einem Jahr, verurteilt. Nach dem Gutachten des Sachverständigen handelt es sich bei dem Angeklagten um einen schwachsinnigen Menschen mit hysterischen Zügen, der nur vermindert zurechnungsfähig ist. Urteil: „Der Angeklagte wird unter Zubilligung mildernder Umstände zu einer Gefängnis« ftrafc von sechs Monaten unter Anrechnung von drei Monaten Untersuchungshaft Der«, urteilt. Der Haftbefehl blieb aufrechterhalten.. Dem Angeklagten wurde der Schutz des § 51 II StGB, zu» gebilligt, es wurden ihm letztmalig mildernde Umstände gewährt, und er wurde darauf aufmerksam gemacht, daß ihm das Gericht noch einmal Gelegenheit geben wolle, nach Deroüßung der Strafe den richtigen Lebensweg einzuschlagen. Ferner wurde ihm klargemacht, daß andernfalls die Sicherungs- Verwahrung ausgesprochen werden müßte. Rundfunkprogramm Donnerstag, 9. Februar. 12 Uhr: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.15: Richard Strauß. 15: Für unsere Kinder: „Jrn Waldsee". Ein Märchen. 15.30: Wie erobert man schnell und sicher einen Mann? Drei zuverlässige Rezepte. 16: Nachmittagskonzert. 17 bis 17.10: Das Mikrophon unterwegs. 18: Aus Arbeit und Beruf. 18.30: In froher Runde % Stunde — mit Ernst Petermann. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 19.45: Aus der Jugendbewegung Adolf Hlllers. Aus der gesundheitlichen Betreuung der deutschen Jugend. 20: Nachrichten. 20.15: „Unser singendes, klingendes Frankfurt". 22: Nachrichten. 22.20: Unsere Kolonien: Drei junge Deutsche besuchten Afrika. 22.30: Volks- und Unterhaltungsmusik. 24 bis 2: Nachtkonzert. Freitag, 10. Februar. 6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.05: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.40: Mutter turnt und spielt mit dem Kind: „Als unser Mops ein Möpschen war". 10: Schulfunk: Sport und Spiel der deutschen Jugend. 11.30: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.15: Stimmen, die uns begeistern! 15: Alte Geschichten — neu erlebt. Ein Besuch im Rosgarten-Museum Konstanz. 16: Musik am Nachmittag. 17 bis 17.10: Das Mikrophon unterwegs. 18: Sport der Woche und für den Sonntag. Reit- und Fahrturnier Frankfurt a. M. 18.15: Bücher, von denen man spricht. 18.30: Die große Oper. „Cavalleria rufticana" — „Toska". 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 20: Nachrichten. Grenzecho. 20.15: Aus dem Opernhaus zu Frankfurt a. M.: „Die Entführung aus d?nr Serail". Singspiel in drei Auszügen. In der crftm Pause 20.55 bis 21.05: Briefe des Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart an feinen Vater. In der zweiten Pause 21.55 bis 22.10: Nachrichten. 22.45: Unterhaltungskonzert. 24 bis 2: Nachtkonzert. Schuß im Funkhaus. Sn Rottian von Maria Oberlin. Copyright by Prometheus-Verlag, Dr. Eichacker, Gröbenzell bei München. 17. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) „Möglich — aber trotzdem — ich will es versuchen. Rufen Sie mir erst mal den Portier. —" _ Torsten ging zur Tür. Schon die Klinke in der Hand, wandte er sich noch um. „Und was ist mit Fräulein Kay?" fragte er, leises Mitgefühl in der Stimme. Schaub sah ihn an. „Wie geht's ihr denn jetzt?" „Stein hat ihr Beruhigungstropfen verschafft. Sie mar ganz erschöpft. Anscheinend hat sie eine kleine Herzattacke erlitten. Am besten besorgen wir einen Wagen und bringen sie heim." „Ja. Tun Sie das." Torsten sah seinen Chef an. „Uebrigens, ihr Bruder, der Thomas Kay, hat ein paarmal telephonisch nach ihr gefragt Er sitzt unten im Restaurant und wartet auf sie — ist sehr aufgeregt. Soll er herauf kommen, ihr behilflich fehl?" „Meinetwegen. Lassen Sie ihn nur heraufkommen. Wer weiß, vielleicht tun wir dem kleinen Fräulein doch Unrecht mit unserem Verdacht. Wer weiß — vielleicht!" Evelyn Kay öffnete langsam die Augen. Sie sah in bas blasse besorgte Gesicht Steins. Sie richtete sich auf und hob den Kopf. „Herr Dr. Stein — ich mache Ihnen solche Mühe! Sie müssen verzeihen, aber ich habe einen schweren Tag hinter mir. Sonst kenne ich das gor nicht: Neroenansälle, Herzattacken." Sie versuchte ein Lächeln, es legte sich zart um die blassen Lippen und erlosch sofort wieder. Stein legte seine schlanke, nervöse Musikerhand begütigend auf ihren Arm und drückte die schmale, bebende Gestalt sanft auf die Couch zurück. „Seien Sie ganz ruhig, Fräulein Kay! Sie machen mir gar keine Mühe, ich freue mich, wenn ich Ihnen helfen kann. Nach einer Weile find Sie wieder ganz srifch und können dann heimfahren und sich ausruhen —" Evelyn umfaßte die sorgende Hand dankbar. „Ich danke Ihnen, Herr Dr. Stein — Sie sind sehr gut zu mir — ja, ich werde bann gleich heimfahren. Aber ruhen?" Sie schüttelte den schmalen Kopf. „Wie kann ich Ruhe haben mit dem schrecklichen Verdacht, der auf mir liegt?" „Es wird sich alles aufklären!" meinte der Mann an ihrer Seite. „Denken Sie nicht mehr an die schreckliche Geschichte!" Evelyn schränkte die Finger nervös ineinander. „Und dann weiß man nicht, wie es Bortefeld geht!" sagte sie leise. „Man bekommt keine Auskunft, man weiß nicht, wie er die Operation überstanden hat, ob er jetzt fiebert, ob er ..." Sie brach ab, flutendes Rot übergoß das schmale Gesicht. Stein schwieg. Ich hab' es doch gewußt, dachte er. Ich hab' doch geahnt, daß sie und er — oder bin ich verrückt, sehe ich Gespenster? Ein kleiner Wandspiegel des Ruhezimmers fiel ihm plötzlich auf, er hob den Kopf und sah mechanisch hinein. Ein bleiches Gesicht mit grauen Fältchen um Augen und Mund, nervös zuckende Augenlider, ein glatter Schädel, bürgerlich und schon ein wenig alt — Er lächelte bitter — Verrückt, verrückt — bas alles! „Ihr Bruder hat eben wieder angerufen!" sagte er bann leichthin mit einem heiseren Klang in ber tiefen Stimme. „Ich sende ihn Ihnen jetzt herauf — die hochwohllöbliche Polizei wirb nichts bagegen haben. Dann können Sie mit ihm heimfahren —" Evelyn murmelte ein scheues „Danke!" Stein umfaßte noch einmal die schlanke Gestalt, bie gelöst balag. Sein Blick glitt über das braune Stirngelock, über die zarten blauen Linien an ben Schläfen ber weißen Stirn, er sah bie liebliche Wölbung des klar- geschnittenen Mundes, die kleinen Schattenspiele ber Wimpern, die auf den blassen Wangen lagen. Dann schloß er fast heftig bie Tür. Draußen fühlte er sich plötzlich müde. Auch der Hals schmerzte. Na ja, alte Kriegsmalaria aus ber Türkei, melbete sich wieder mit Angina — scheußliche Sache! Er ging langsam und ein wenig schleppend den Gang herunter, ganz deutlich sah er auf einmal sein eigenes Bild vor sich: alternder Regisseur mit nervösem grauen Gesicht und starkem Embonpoint — so nannte man bas wohl, wenn man gegen sich befonbers höflich sein wollte. Merkwürbig, wie das Herz auf einmal schmerzte, obwohl man doch eigentlich das Gefühl hatte, dort fei alles leer und tot — Langsam ging er weiter. Eine seltsame Sehnsucht überfiel ihn. Sehnsucht nach zwei ganz verschiedenen Dingen: einmal nach einer behaglichen Weinstube mit dem sanften Duft gepflegter Rheingauweine und leisen, beschwingten philosophischen Gesprächen. Und zum andern nach einer sehr zuchtvollen Oratoriums« aufführung, vielleicht Bach: Hohe Messe oder so. Irgend etwas, woran man sich festh alten konnte in diesem erbärmlichen Rutschbahnleben, irgendwas an seelischer und körperlicher Ausruhmöglichkeit. Dann lachte er plötzlich laut und spöttisch vor sich hin. Sehr einfach, mein Lieber! Ganz furchtbar einfach. Es ist das Alter — und du bist allein. * „Es ist eine scheußliche Geschichte!" Thomas Kay zog sich einen Stuhl her und setzte sich neben Evelyn, bie sich aufgeridjtet hatte unb ihn nachdenklich ansah. „Man hat mich auch vernommen und ein Dutzend Kreuz- und Querfragen gestellt. Zur Zeit, als der Anschlag geschah, war ich grab in ber „Goldenen Ente". Unb daß sie bich in Verdacht hatten, ist doch geradezu grotesk.. Evelyn horte zu, sagte dann plötzlich: „Ob wir hier telephonieren können, Thomas? Ob wir fragen können, wie es ihm geht?" Der Bruder sah sie kopfschüttelnd an. „Das ist doch eine unmögliche Idee, Evelvn? Wie kämen wir denn dazu? Was geht uns bas noch .an?" „Dich nicht viel", sagte bas Mäbchen herbe. „Mich mehr..." Evelyn war aufgeftanben, griff mit etwas unsicheren Bewegungen nach bem Regenmantel und begann ihn überzuziehen. „Können wir fahren?" meinte sie müde. „Du sagst, Schaubs Assistent hat mit dir gesprochen, ein Wagen ist bestellt..." „Ja, bas wohl. Aber es wirb noch eine Zeit dauern, bis er kommt. Alle Taxistände hatten im Augenblick keinen Wagen frei. Erstmal ist ja so ein greuliches Wetter draußen, und bann findet in der Stadthalle irgendein großer Kongreß statt, der eben ausgegangen ist und eine ganze Reihe Wagen gebraucht hat. Sobald einer frei ist, kommt er — Zieh bich noch nicht an. Es ist noch Zeit..." Er faßte bie Schwester scharf ins Auge. „Was wolltest bu eigentlich bet ihm, Evelyn? Alle im Hause sagen hier, bu seiest wahnsinnig aufgeregt unb verstört gewesen, nach der Aussage des Portiers --Mir kam es auch so vor... was war los?" Evelyn schwieg einen Herzschlag lang und betrachtete das Silbergrau der Zimmerdecke über sich. Dann zuckte sie bie Achseln. ,Zch war wahnsinnig aufgeregt — ja — es war übrigens kein Grund dazu da--" Der Bruder sah sie fragend an. „Ich versteh nicht. Bitt' dich, Evelyn, nun rätsele doch nicht so herum ...!" ,^Zch werde dir alles erzählen. Hör zu!" Dann beginnt Evelyn leise zu sprechen. Von ihrem Besuch beim Justizrat Geldern. Dem verwirrenden Brief ber Mutter, burch ben sie Bortefelb für schuldig am Tode der Mutter und ihn selbst in unklarer Andeutung für ihren Vater halten mußte. Von ihrem erregten Besuch unb seiner ruhigen Abwehr. Von ihrer Verstörung unb Verwirrung, ihrer Heimkehr unb bem überraschenden Besuch der Josephine Beranger... Der Bruder blickte eine Weile stumm vor sich hin. Dann sagte er heiser: „Aber ich versteh nicht — wie kann sie ihn so beschuldigen? Das ist ja unerklärlich..." Evelyn preßte bie Lippen zusammen, legte bie Hanb bem Bruber auf ben Arm, sagt leise: „Komm, Thomas, laß uns annehmen, baß sie krank gewesen ist. Laß uns bas glauben — bitte! Josephine sagte auch, ber Haß gegen Bortefelb sei schon krankhaft bei ihr gewesen, wie eine fixe Jbee habe sie es mit sich herumgetragen, baß er an ihrem Niebergang schuld sei. Sie hat nicht loskönnen von dem Haß und ihn irgendwie noch treffen unb beunruhigen wollen--ohne an uns zu benten, an mich--Das kann man nicht mehr als normal bezeichnen... bas ist wirklich schon krankhaft." „Aber, baß sie Vater nicht gesagt hat, bu seiest bas Kind von Trittwitz... mein Gott, Evelyn-- ich begreife bas alles nicht...!" „Wir wollen es vergessen, Thom — mir müssen ..." Sie sieht ben Bruber ruhig an. „Begreifst bu nun, daß man mich für bie Täterin hält — nach allem? Schaub kennt ja ben Inhalt bes Briefes..." „Deine Schulblofigkeit wirb sich Herausstellen, Evelyn! Mein Gott! Es ist furchtbar, biefes Zusammentreffen ... Du siehst so elenb aus! Komm, ruh bich noch etwas Holzheim, 8. Febr. Zur Prüfung der Luftschutzbereitschaft der Selbstschutzkräfte in unserem Orte fand eine Luftschutzübung statt, zu der fünf Luftschutzgemeinschaften aufgerufen waren. Die Blockw>arte prüften die Häuser und Wohnungen auf ihre Luftschutzbereitschaft. Nachmittags ertönte „Fliegeralarm". Im Nu waren Straßen und Gassen menschenleer. „Brandbombeneinschläge" lösten „Feuer" aus, das in zwei Fällen erfolgreich bekämpft werden konnte, während sich an anderer Stelle „Großfeuer" entwickelte. Alle Luftschutz- Hausgemeinschaften griffen nun bei der Brandbekämpfung ein. Die Löschübung wurde vorbildlich durchgeführt. Die Laienhelferinnen waren ebenfalls eingesetzt und hatten zwei verunglückten Hausfeuerwehrleuten zu helfen. Die Uebungsleiter, Bürgermeister Buß und Untergruppenführer K. I. Jun g, sprachen allen Beteiligten an der Hebung ihre Anerkennung aus. — Der Turnverein 1908 Holzheim hielt im Saale der Gastwirtschaft Sarnes seinen diesjährigen Familienabend ab. Vereinführer Zeiß begrüßte die Kameraden, insbesondere den Kreismännerturnwart Reuter, Gießen, und einige Mitglieder der Kreisriege. Nach der Einbringung der Fahnen zeigte die im vergangenen Jahre gegründete Frauenriege unter Leitung von Turnwart P f a n n k u ch einige Hebungen am Barren und Keulenübungen. Die Darbietungen fanden viel Beifall. Den humoristischen Teil des Abends hatte Herr Menges, Heuchelheim, übernommen. tenen Weltrekord über den stehenden Kilometer zu schlagen, scheiterten. Die höchste Geschwindigkeit betrug auf einer Rückfahrt 183,767 km/st Der Motor arbeitete nicht völlig einwandfrei, so daß alle motorischen Kräfte nicht nutzbar gemacht werden konnten. Die bayerischen Motorenwerke waren am Mittwoch mit ihrem Troß noch nicht zur Stelle, da Karl Gall, der die schnelle Halbliter-Maschine steuern sollte, erkrankt ist. Am Donnerstag werden aber auch BMW. zusammen mit Hanomag zu ihren Rekordversuchen starten. Mercedes-Benz schaltet einen Ruhetag ein und meldet sich am Freitag wieder. Deutschland England 1:0. Eishockey-Zwifchenrundensieg zur Weltmeisterschaft. Das zweite Spiel der Zwischenrunde in der Eishockey-Weltmeisterschaft führte Deutschland am Mittwochnachmittag auf der Züricher Dolder-Eis- bahn vor über 7000 Zuschauern gegen den vorjährigen Europameister England. Die Briten, die mit einer stark verjüngten Mannschaft in der Schweiz erschienen sind, wurden fast durchweg in die Verteidigung gedrängt. Wenn Deutschland doch nur knapp 1:0 (0:0, 0:0, 1.0) durch ein Tor Jä- neckes im letzten Drittel gewann, dann hatten die Engländer dies allein dem hervorragenden Schlußmann Foster zu verdanken. Im Basler Zwischenrundenkampf zeigten sich die Polen den Ungarn mit 5:3 (1:1, 2:0, 2:2) Toren überlegen. — In der Trostrunde zezwangen die Italiener ihre holländischen Gegner knapp 2:1 (0:0, 0:0, 2:1). T* Gießener Hallen-Handball Turnier am 19 Februar. Das 7. Hallen-Hcmdball-Turnier findet am 19. Februar in der Volkshalle zu Gießen statt. Das Fachamt hat den Kreisschiedsrichter-Obmann Becker (Gießen) mit den Arbeiten und der Ausgestaltung des Turniers beauftragt. Die Ausschreibungen sind den Vereinen zugegangen. Der Meldeschluß'ist schon der 14. Februar. Gespielt wird wieder in zwei Klassen. Zur Austragung gelangen wieder die Wanderpreise. Selbstverständlich herrscht am 19. Februar für den gesamten Kreis Gießen Spielverbot. Vor neuen Aufsahen im ASM.-Kreis 8. Der Kreisführer berichtet. Staffelführer Dr. Schäfer, der Kreisführer des NSRL., hatte die Mitarbeiter der Kreisführung zu einer Arbeitstagung im „Burghof" in Gießen einberufen. In herzlichen Worten dankte er ihnen zunächst für die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit und bat sie, diesen seinen Dank allen Kameraden des NSRL. zu übermitteln. Die selbstlose Arbeit im Dienste der Leibeserziehung, so führte Dr. Schäfer u. a. aus, hat ihren schönsten Lohn in den letzten Tagen des alten Jahres gefunden. Der Führer hat den seitherigen RsL. zum NSRL. erhoben. Die Auszeichnung des Bundes als eines „nationalsozialistischen" bedeutet nicht allein Anerkennung, sondern vor allem Verpflichtung, Verpflichtung für die Führeraufgabe, ein „Volk in Leibesübungen" zu erziehen. Der Arbeitsplan 1939. SJl.-'fpOTt Saracciola fuhr zwei neue Klaffenrekorde. Glückliche Einweihung der Dessauer Retordstrecke. — Hohensolms, 8. Febr. Am Samstag gegen 5.30 Hhr brach in der Scheuer eines hiesigen Anwesens Feuer aus. Trotz sofortigen und energischen Eingreifens der örtlichen Feuerwehr war es nicht möglich, das Gebäude zu erhalten. Die Scheune brannte, da das Feuer im Heu und Stroh reiche Nahrung hatte, bis auf die Grundmauern nieder. Am heutigen Mittwoch wurde die Feuerwehr zmN zweiten Male alarmiert. Unmittelbar bei der Brandstätte des Samstags ging eine benachbarte Scheuer in Flammen auf, die ebenfalls mit Heu und Stroh gefüllt, rasch ein Raub der Flammen wurde. Die Untersuchungen über die Brandursachen sind im Gange. Neue Aemler in Scholten. s Schotten, 8. Febr. In die Räume des früheren Kreisamtsgebäudes ist das neue FeIdbe - reintgungsamt eingezogen; 7 Familien sind hierher übergesiedelt, die weiteren werden folgen; das Amt hat seine Tätigkeit ausgenommen. In die früheren Räume der Kreisleitung wird das neue Straßenbauamt einziehen, eben wird mit der inneren Wiederherstellung der Räume begonnen. Die Ortsgruppe der Partei mit ihren Gliederungen wird den unteren Stock im Haus des Karl Stang, Adolf-Hiller-Straße, beziehen. Gemeinderat in Schotten. A Schotten, 7. Febr. In seiner jüngsten Sitzung befaßte sich der G e m e i n d e r a t mit den in diesem Jahre stattfindenden Märkten und größeren Veranstaltungen. Neben den üblichen Schweinemärkten sind zwei größere Märkte vorgesehen, der Prämiierungsmarkt am 3. Psingst- seiertag und der Sommermarkt vom 13. bis 16. August, der in Verbindung mit KdF. größer ausgestaltet werden soll. Im Laufe des Sommers finden in Schotten das Wertungssingen des Niddatal-Sängerbundes, das große Motorradrennen „Rund um Schotten", das Kreisturnfest, das Derg- turnfeft auf dem Hoherodskopf statt, daneben wird die Stadt starken Besuch von KdF.-Urlaubern, ferner Urlaubern der Opelwerke u. a. erhalten. Vom Hochbauamt ist ein Bebauungsplan des Geländes zwischen Niddastraße-Alte Straße auf- gestellt worden, der vom Gemeinderat gutgeheißen wurde. Das neue Siedlungsgelände an der Laubacher Straße wird weiter erschlossen werden, es werden dort im Laufe des Jahres eine Reihe weiterer Siedlungen erstehen. Eine neue Straße wird dort bis zum Schwimmbad angelegt werden. Auch das Ernährungshilfswerk wird in der Stadt durchgeführt werden. Ein Stall in der Cellariusfchen Hofreite ist gemietet worden, in dem durch die NSV. mit der Mast einer Reihe von Schweinen bald begonnen wird. Landkreis Gießen * Wieseck, 9. Febr. Das Fest der goldenen Hochzeit feiern am morgigen Freitag, 10. Februar, der Landwirt Ludwig Stein und seine Ehefrau Katharine, geb. Brück. Wir gratulieren dem Jubelpaar herzlich. > Rödgen, 8. Febr. Der Männergesangverein .Konkordia" hielt am Samstag im Saalbau Wagner sein Wintervergnügen ab. Anfangs spielte die Musik einige Märsche, worauf der Gesangverein unter Leitung seines Dirigenten Konrad Nicolai (Großen-Buseck) einige schöne Lieder gut vortrug. Dann zeigte der Verein seinen zahlreichen Gasten feine schauspielerischen Talente in Caracciolas Wagen auf der Rekordstrecke. — (Scherl-Bilderdienst-M.) - 's*' Zf" sV, ss?5» "tss ? s - ‘ s' " V ,» . •< • • <^- \Vs A," - ss ' t Die Rekordstrecke auf der Reichsautobahn bei Dessau hätte nicht glücklicher eingeweiht werden können, als es am Mittwoch mit den erfolgreichen Rekordversuchen unseres Europameisters Rudolf Caracciola geschah. Alle Angriffe, die „Carraisch" auf die internationalen Klaffenrekorde des Italieners F u r m a n i f unternahm, gelangen. Einzig der Weltrekord Bernd Rosemeyers über den stehenden Kilometer hielt, vorerst wenigstens, den Attacken Caracciolas stand. Mit dem Drei-Liter-Mercedes- Benz, dem neuen Formelwagen der Untertürkheimer, stellte der Europameister den internationalen Klassenrekord, den der italienische Ingenieur Furmanik auf einem Maserati über den stehenden Kilometer mit 150,840 km/st hielt, auf 175,097 km/st, und über die stehende Meile wurde Furmanik von 156,532 km/st auf 2 0 4.577 km/st, erheblich verbessert. Auch Jng. Häberle war mit dem Zwei-Liter- Hanomag-Diesel nicht müßig. Ihm gelangen zwei neue Bestleistungen für Schweröl-Motoren. Mit stehendem Start fuhr er den Kilometer mit 8 6,87 km/st (mittlere Fahrzeit 41,43 Fekunden) und die Meile mit 98,481 km/st, wobei als Fahrzeit ein Durchschnitt von 58,83 Sekunden gestoppt wurde. Einweihung der Rennstrecke. An der Reichsautobahn-Auffahrt Dessau-Süd (hier sind die Wagenboxen aufgebaut) nahm der Führer des deutschen Kraftfahrsports, Korpsführer Hühnlein, am Mittwochvormittag mit einer Ansprache die sportliche Einweihung der Rekordstrecke Dessau— Bitterfeld vor. „Der heutige Tag wird ein Mcilen- ftein in der Geschichte des Motorsports sein", erklärte der Korpsführer und wies dann darauf hin, baß die neue Rekordstrecke notwendig geworden war, weis sich die Avus und das früher benutzte Autobahnstück bei Frankfurt a. M. als zu schmal erwiesen hatten. Korpsführer Hühnlein verlieh zum Schluß seiner Freude darüber Ausdruck, daß Mercedes-Benz mit Europameister R. Carracciola und Hanomag mit Jng. Häberle als Erste zur Erprobung der Strecke erschienen waren. 3-Litcr-Modell mit neuer Karosserie. Ein unangenehmer Seitenwind von beträchtlicher Stärke ließ es für diesen Tag ratsam erscheinen, zunächst auf Rekordversuche mit fliegendem Start (bei zunehmender Geschwindigkeit macht sich naturgemäß der Einfluß des Windes stärker bemerkbar!) zu verzichten und zunächst die Klassenrekorde Fur- maniks, die längst schon einer Verbesserung bedurften, unter die Lupe zu nehmen. Viel bestaunt werden natürlich die beiden Mercedes-Rennwagen, die die Rekorde brechen sollen. Neben dem 3-Liter-Modell der neuen Formel steht der „alte" 5,6-Liter-Wagen, beide mit neuen Karosserien, da die Vollstromlinien-Verkleidung zu viel Gewicht hat und für Rekorde mit stehendem Start eine leichte (allerdings immer noch windschnittige) „Verhüllung" am zweckmäßigsten ist. Die äußere Form des 3-Liter-Wagens ist unterschieden in das fischleibartige Mittelstück und die vier Windschutz- Verkleidungen der Räder, deren Achsen ebenfalls verschalt sind. Hanomag hatte seinen 2-Liter-Diesel in eine Vollstromlinie eingehüllt. Rekorde fallen. Bei einer Probefahrt von R. Caracciola stellte sich heraus, daß der Mittelstreifen der Bahn im Augenblick für Rekordversuche ungeeignet ist, da auf dem noch nicht befahrenen Straßenstück Flugsand liegt und die Räder nur schlecht greifen. Der Europameister benutzte daraufhin für seinen ersten Versuch über den Kilometer mit stehendem Start in der 3-Liter-Klasse die rechte Straßenseite. Auf Anhieb schraubte er den seit zwei Jahren von dem Italiener Furmanik auf Maserati gehaltenen Rekord von 150,840 km/st auf 172,166 km/st, wobei er für die Hin- und Rückfahrt eine mittlere Fahrzeit von 20,91 Sekunden benötigte. Diese Leistung hatte jedoch keinen langen Bestand. Caracciola stieg noch einmal in seinen Wagen und übertraf sich selbst, indem er 175,097 km/st erreichte (174,587 km/st für die Hinfahrt, 175,695 km/st für die Rückfahrt, Fahrzeit 20,56 Sekunden). Mittags, als es wärmer und etwas windstiller geworden war, glückte Caracciola auch noch der Rekord über die „st ehende Meile" (bisher Furmanik auf Maserati mit 156,532 km/st). Nach drei Versuchen landete Caracciola schließlich bei 204,577 km/st mit einer mittleren Fahrzeit von 28,32 Sekunden. Zwei Versuche mit dem 5,6-Liter-Wagen, den von Bernd Rosemeyer mit 188,7 km/st, gchal- Mit den Vertretern der Fachämter legte dann Kreissportwart Mohr den Arbeits- und Wett- kampsplan des Jahres fest. Außer den Wettkämpfen der Fachämter wird als überfachliche Veranstaltung am 2, Juli das Kreisfest in Alsfeld durch-- geführt. Für die Wahl dieses Austragungsortes sprach vor allem, daß dieser Teil des Kreises längere Zeit keine größere Veranstaltung hatte und überdies dort die Arbeit des NSRL. noch eine wesentliche Ausweitung erfahren kann Erstmalig in diesem Jahre führt der Kreis 8 am 20.August in Greifenstein ein Berg- fe ft durch. Die gauoffenen Veranstaltungen des Nachbarkreises Friedberg, das Bergfest auf dem Hoherodskopf und das Weidig - Bergfest bei Butzbach, werden trotzdem die Wettkämpfer unseres Kreises vertreten finden. Das Bergfest in Greifenstein wird vor allem die Wettkämpfer der Unterfreife Wetzlar und Dillenburg sowie eines Teiles des Kreises G'eßen im Wett- streit sehen. — Neben den Lehrgängen der Fachämter werden dieses Jahr gemeinsame Hebungsleiter-Lehrgänge verschiedener Fachämter neu eingerichtet. Den Anfang machen am 26. Februar die Fachämter Turnen, Leichtathletik, Handball und Fußball. „ hamPiouetSPort"Paris spielt iu Gießen Als besondere Auszeichnung darf der Kreis 8 buchen, daß diese französische Spitzenmannschaft int Basket-Spiel auf Anordnung des Reichsfachamtsleiters am 19 Februar in der Volkshalle in Gietzen gegen eine Gießener Stadtmannschaft antritt. Das in Deutschland noch junge Basket-Spiel hat gerade in Gießen und der engeren Umgebung in kurzer Zeit eine große Zahl begeisterter 2lnhänger gefunden. So wird es, wie Kreissportwart Mohr mit- teilte, möglich sein, bereits in der kommenden Sviel- zeit Kreisverbandsspiele durchzuführen. Ein Spiel bester französischer Meisterklasse dürfte dem Basket- Spiel weitere Freunde zuführen Vier unserer besten Handballmannschaften tragen im Rahmen dieser Veranstaltung ein Hallenhandball - Turnier aus. Der „Breslau-Film" kommt. Eine Großkundgebung des deutschen Sports sieht Gießen am 26. März. Der Film vom „Deutschen Turn- und Sportfest in Breslau" wird im Rahmen einer Morgenveranstaltung im Gloria - Palast für Gießen erstausgeführt. Noch einmal werden uns hier die herrlichen und erlebnisreichen Tage dieses großen deutschen Volksfestes, das über den Rahmen eines Turn- und Sportfestes hinauswuchs und tu einer Kundgebung der Volksdeutschen in aller Welt wurde, zurückgerufen. Wch-r-Tki-l-cke in itronf Zweierbob-Weltmeisterschaften in St. Moritz. Daß Deutschland, das im Vorjahre durch die NSKK.-Fahrer Fischer-Thielecke den Weltmeistertitel im Zweierbob gewann, auch diesmal bei den Titelkämpfen gut vertreten ist, bewiesen die beiden ersten Läufe am Mittwoch in St. Moritz. Die Weltmeister Fischer-Thielecke setzten sich zu- ammen mit dem belgischen Bob I (Baron ßunben= Cooper) mit je 2:45,7 Minuten an die Spitze der Gesamtwertung. Ausgezeichnet hielt sich auch der zweite deutsche Bob mit Major Zahn-Schlaffer, der mit einer Gesamtzeit von 2:48,1 Minuten dichtauf folgte. Dabei ließ der Bob Deutschland II noch so bekannte Fahrer wie McEvoy (England) und den Viererbob-Weltmeister Feierabend (Schweiz) hinter sich. Börse l C * mit 220. Statt besonderer Anzeige. Herrn Fabrikanten P. Jos. Mobs im Alter von 85 Jahren nach einem arbeitsreichen Leben zu sich zu nehmen. $ Gießen (Mühlstraße 34), den 8. Februar 1939. c gesucht. 952Ö 938D 97466 98604 99525 104874 104972 115295 396099 399135 128950 170244 1000 RM. 8206 48 Gewinne zu 2. 78 Gewinne zu 500 RM. 8970 9246 16857 17052 22325 23529 96904 103636 129295 133328 154607 300 RM. 25300 27837 30529 35375 S 5 Außerdem wurden 4648 Gewinne zu je 150 RM. gezogen. Die trauernden Hinterbliebenen: Großen-Linden, Lützellinden, Lang-Göns, Milwaukee (USA.), 9. Febr. 1939. Die Beerdigung findet Freitag, den 10. Februar, nachmittags 2.30 Uhr statt. WF D RP DRUCKSACHEN Brühl. Gisflen 102526 246501 314219 231984 76427 244107 28782 119007 251490 318540 81003 261147 222390 272746 333020 370384 § I 118299 148694 170981 206316 229159 256980 282783 309682 348007 365698 382651 56345 168732 293328 342297 178615 255462 282179 343270 380233 39447 60402 104838 138739 161028 187089 202628 229132 253831 277696 301409 354926 381008 393699 85489 212015 299982 376025 131336 150390 177252 207283 237011 259435 284469 311705 354621 368531 387536 102746 196929 236407 302432 346210 182991 258416 292678 347517 389179 107983 139063 164133 190878 204271 231607 255069 278979 304502 356041 383709 393969 100893 226708 303154 384132 134225 151318 178908 208491 239073 262777 287730 316656 355399 369436 387903 118697 209217 241040 317420 346275 191660 258808 310709 347826 391558 110560 140246 172505 191159 205394 232974 255565 284384 312869 364678 386868 139641 151646 179154 211562 242907 265543 287845 338563 355937 372220 131341 211106 247039 320468 355272 200375 260380 312213 349914 391637 126865 141763 175123 192378 218906 240601 271433 294594 313474 366958 387602 163679 214143 270625 320964 372320 218401 264529 314823 357469 187002 234561 289662 321061i 374771 39376 145667 278353 333102 rt <*• 0 146131 152035 190580 214904 249222 272851 289207 341007 359048 373438 130881 147830 176206 192312 224937 241383 275041 296374 346750 367938 388065 116717 147889 161488 198354 222981 250557 281084 303044 341550 359153 375003 100710 188499 235808 295290 334766 382647 rt s 5 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, am 7. Februar, abends 11.50 Uhr, meinen lieben, herzensguten Mann, unseren treusorgenden Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Frau Anna Mobs, geb.Trauth zugleich im Namen aller Hinterbliebenen. Elisabetha Keßler, geb. Lang Familie Ludwig Keßler XIII. Familie Friedrich Bork. Gott hat es gefallen, am 7. Februar 1939 meinen lieben Mann, unsern guten Vater, Schwiegervater und Großvater p p 0 Außerdem wurden 4636 Gewinne zu je 150 RM. gezogen. Ün der heutigen Nachmittagsziehung wurden gezogen 56592 101676 138730 157652 182040 196210; 225687 249530 275420 299606 352337 376998 393489 öm Gewinnrade Verblieben: 2 Gewinne zu je 1 000 000 NM, 2 zu se 500 000, 2 zu je 300 000, 2 zu je 200 000, 2 zu je 100 000, 2 zu je 75 000, 4 zu je 50 000, 10 zu je 30 000, 18 zu je 20 000, 90 zu je 10 000, 160 zu je 5000, 340 zu je 3000, 836 zu je 2000, 2620 zu je 1000, 4306 zu je 500, 8852 zu je 300 und 205 752 Gewinne zu je 150 NM. Herrenbekleidung » Damen-Mäntel * Textilwaren ________ 939 A Die Beerdigung findet am Freitag, dem 10. Februar, nachmittags 15% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Das feierliche Seelenamt wird am gleichen Tage um 6% Uhr gehalten. 3 2 1986 6260 7808 9862 MO 3 Adlerwerke mit 109,50 (109,40) voll behauptet. Am Montanmarkt lagen lediglich Buderus 0,25 v. H. niedriger mit 108,75, anderseits Verein. Stahl mit 110,50, Mannesmann mit 111,75, Rheinstahl mit 138,50 und Deutsche Erdöl mit 127,25 unverändert. Im einzelnen veränderten sich u. a. Berger Tiefbau auf 146,50 (147), Demag auf 147,75 (148), Jung- Hans auf 97,75 (98), Rheinmetall auf 133,75 (134,65), Westdeutsche Kaufhof auf 105,75 (106,13), anderseits MAN. auf 143,25 (143) und Hastag auf 61,50 (61). Renten lagen ruhig und kamen unv. und nominell zur Notiz; Reichsaltbesitz 129,13, 6proz. IG.-Farben 119,50, Reichsbahn-VA. 123,25. Kommunal-Umfchuldung halbamtlich unv. 93,13. frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 8. Febr. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM. Weizen W9 208,'WH 210, W12 211, W13 212, W16 215, W 18 217, W 19 219, W 20 221, Roggen R 11 194, R 12 195, R 14 197, R 15 198, R16 200, R17 201, R18 202, R19 204 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W13 29,65, W 16 29,65, W13 29,65, W 19 29,65, W 20 (Kreis Alzey) 29,65, W 20 (Kreis Worms) 30,00 plus 0,50 RM. Frachtaus- 814 1228 3235 8704 Am Rentenmarkt ging es ebenfalls sehr ruhig zu und besondere Bewegungen lagen nicht vor. Von öffentlichen Werten zogen Reichsaltbesitz 0,25 d. 5). an auf 129,40 und Reichsbahn-Vorzugs- attien 0,13 t>. j). auf 123,25. Im Fr-m-rkehr bröckelten Kommunal-Umfchuldung auf 93,13 (93,20) und Späte Schuldbuchforderungen auf 99,13 (99,25) ab. Pfandbriefe lagen ruhig und behauptet, die beiden Frankfurter Liquidationswerte etwas fester (0,25 v. H.). Industrie-Obligationen^ und Stadtanleihen wiesen Schwankungen bis 0,50 v. 5). auf. Im Verlaufe hörte fast jede Geschäftstätigkeit auf, die Kurse am A k t i e n m a r k t bröckelten meist noch etwas ab. So u. a. IG. Farben auf 150,75 nach 151, RWE. auf 116,25 nach 116,75 und gestern 117,75, auch sonst nannte man gegen den Anfang 0,25 bis 0,50 v. H. ermäßigte Kurse. Abendbörse teilweise noch nachgebend. Die Abendbörse nahm einen sehr ruhigen Verlauf. Die Kundschaft beteiligte sich kaum nach der einen oder der anderen Seite, lediglich zu den Ein40839 47271 47758 55259 56111 63594 78303 86064 88907 92028 Wirtschaft. Mein-Mainische Börse. Wiltagsbörfe still und uneinheitlich. 37978 38985 52537 55919 57337 65371 76325 84909 85613 87926 88149 90289 91784 94741 186 Gewinne zu____ 11533 15934 23475 Arbeiisvergebung. Für die Neubauten am Kirchenplatz, Lindenplatz und an der Schloßgasse soll auf Grund der Reichs- Verdingungsordnung die Ausführung folgender Arbeiten vergeben werden: 941D 1. Glaserarbeiten. 2. Schreinerarbeiten. 3. Schlosserarbeiten. 4. Weißbinderarbeiten. Die Ausschreibungsunterlagen sind bei dem Architekten Baurat Schuhmacher, Gießen, Roonstrahe Nr. 31, abzuholen. Die Angebote sind verschlossen bis zum Donnerstag, dem 16. Februar 1939, vorm. 10 Uhr. auf dem Stadtbauamt einzureichen. Die Oeffnung der Angebote erfolgt in Gegenwart der erschienenen Bieter. Gießen, den 8. Februar 1939. Der Oberbürgermeister. Stadtbauamt. I. A.: G r a v e r t. 194 Gewinne zu 300 RM. ---- ---- ---- ---- 11960 13331 14463 14923 20123 22098 30478 Ludwig Keßler IX., Landwirt ganz unerwartet nach kurzem Leiden im Alter von 66 Jahren in die Ewigkeit abzurufen. von Hämbu^ Nam Vancouver (Eine einzigartige Ferienfahrt um den halben Erdball läßt uns Gerd Düesberg in seinem Buch') miterleben. Frisch und lebendig berichtet er, wie er auf Grund einer sonderbaren Einladung aus dem Urwald — mit schmalem Beutel, aber crlebnissrohem Herzen — ins Land der unendlichen Wälder und der zauber- haften Seen kommt. Fesselnd und eingehend schildert er seine Eindrücke von dem ihm bisher fremden Lande, seinen Städten und seinen Menschen, von unsern Landsleuten in Ubersee und schließlich eine erlebnisreiche Jagd in unberührten Wäldern, wo er Elchen und Bären in freier Wildbahn begegnet. — Wer den Reiz ferner Länder, die Schönheit un. berührter Natur und die Freiheit abenteuerlichen Iagdlebens liebt, liest: oßur Wildnis ferner Walder Eine Ferienfahrt nach Kanada von Gerd Düesberg. 180 Seiten mit 59 Abbildungen in Leinen RM. 4,—. Ju beziehen durch jede Buchhandlung. Werbeblatt kostenlos. Hugo Bernrühler Verlag Berlin-Lichterfelde HÜ heitskursen kam verschiedentlich noch etwas Material heraus, das bei der herrschenden Zurückhaltung teilweise noch leichte Rückgänge zur Folge hatte. IG.-Farben gingen um 0,75 v. H. auf 150 zuruck, ferner Metallgesellschaft um 0,50 v. H. auf 121. Von . , „ , Autoaktien ließen BMW. auf 154,25 (155) und! gleich. Für Weizenmehl Type 812 mit Beimischung Daimler auf 138 (138,25) nach, hingegen blieben >von Maisbackmehl liegen die Preise 30 Rpf. unter Frankfurt a. M., 8. Febr. Die heutige war hauptsächlich gekennzeichnet durch die weitere Schrumpfung des an und für sich kleinen Geschäftes. Im Gegensatz zu den Vortagen lagen Kundschasts- käufe kaum mehr vor, vielmehr wurden kleine Gewinnmitnahmen getätigt, denen sich auch der Berufshandel in mäßigem Umfange anschloß. Zwar hielten sich die Abweichungen am Aktienmarkt in engsten Grenzen, es überwogen dabei jedoch Rückgänge. Der Jahresbericht der Siemens-Gruppe blieb fast ohne Einwirkung, nur Siemens selbst waren noch etwas fester mit 200,50 (200). Ferner kamen Deutsche Linoleum mit 156 (155,50) und Metall- qesellschaft mit 121,50 (121) etwas höher zum Kurs. Andererseits zeigten IG. Farben einen Rückgang um 1 d. S). auf 151, Goldschmidt verloren sogar 2 D. 5) auf 135,75. Außerdem bröckelten u. a. Vereinigte Stahl auf 110,50 (111), Reichsbank aus 182 (182,50), Gesfürel von 139 auf 138,50 (139,2°)) und Zellstoff Waldhof um 1 v. H. auf 126,25 ab Gut behauptet blieben BMW. mit 155, Rheinmetall mit 134,65, Hoesch mit 109,65 und Conti Gummi 12 Gewinne zu 5000 RM. 22495 299387 328519 385340 4 Gewinne zu 3000 RM. 114635 24 Gewinne zu 2000 RM. 26750 82649 120076 179370 226811 285180 349900 363881 4. Ziehungstag 8. Februar 1939 Vn der heutigen Dormittags^iehung wurden gezogen 4 Gewinne zu 5000 RM. 289885 340341 6 Gewinne zu 3000 RM. 41269 187592 234687 20 Gewinne zu 2000 RM. 20145 22441 64604 89121 144708 248539 274280 283117 299247 316947 56 Gewinne zu 1000 RM. 10674 13186 15014 23538 38669 74507 86759 91836 92940 94068 , 107971 134560 162254 167424 189687 193442 214063 230732 261362 289529 296653 298433 328191 343463 365815 379267 394606 399311 84 Gewinne zu 500 RM. 2272 2727 13065 20308 32060 40264 58252 76519 87403 88612 98465 Sciiteimd LöbersHvf Neustadt verloren. Abzugeben auf -dem Fundbüro. den Notierungen. Roggenmehl Type 997 R12 22,45, R 15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R19 23,50 plus 0,50 RM. Fracht-Ausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W 18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20 Muh- lenfestpreis ab Mühlenstation. Roggenfuttermehl R19 12,50, Roggenvollkleie R19 11,00. Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R16 10,25, R18 10,40, R19 10,50 Mühlensestpreis ab Nlühlen- station. Treber getr. —. Wiesenheu handelsüblich, 5,40, Wiesenheu, gut, gesund, trocken 6,40, Kleeheu, gut, gesund, trocken 7,40 bis 7,80, Luzerneheu, gut, gesund, trocken 7,80 bis 8,20, Weizenstroh, draht- gepreßt oder gebündelt 2,80, Roggenstroh do. 3,00, Hafer- und Gerstestroh, do. 2,60 bis 2,70 Erzeugerpreis ab Erzeuger-Verladestation. Tendenz: ruhig. $rantfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 9. Febr. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1395 Rinder (340 Ochsen, 210 Bullen, 601 Kühe, 244 Färsen), 650 Kälber, 110 Hammel, 90 Schafe, 231 Schweine. Es kosteten: Ochsen 35 bis 46,50 Mark, Bullen 35 bis 44,50, Kühe 20 bis 44,50, Färsen 33 bis 45,50, Kälber 35 bis 65, Hämmel 35 bis 50, Schafe 25 bis 42, Schweine 49,50 bis 58,50 Mark. — Marktverkauf: Rinder, Kälber und Schweine zu- geteilt, Hämmel und Schafe mittelmäßig. 2311« mit Süffle (Hinterhaus) sofortzuvermiet. 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Ä" 5 2 -3? 9 5 5 2 -er 3 5 2- ”■ " <5 <5 2 ^0”s3 S'S'2 r»— 3*-.' 2.Ag s’“3-2 2-- 3 O 3 rt. 33 B rt r» - ?61§^ ZA ^5*^0 2.5£ia-_ 3^8 gss 2.® £2S8£.’ ^i'toro ” 5 3 §*2 3- 2.3 L»rt 5- o c rt a I 5 3 o er 3 O "ä? 3 O 9^3”. 2b-oZ. •ZT^— 5 q3‘ qr« & * 5 » ? rt 3 3'^0 O* 3 5 o 3 Vl 0,3 'CST3 ’’’ Z-rs^° 2 2= 0 co - 3 VöSCA 2.0# 3 * rt 2. = 2. ^O »^3 = -A C ‘g'o«”™ -1 CO 3 <£2. ks ^-2.^' LZD 3=. 8 3ö5a y *« z> 3 F o •1 8* O Ü> p s Ob W -Ql p » ti rt r-' -en 8* CO L 3 V p» tib o ui* °« A'A c 8 53 .— vx ra # f-i fSBf®' 3 -- o -2, 5 y 5-S-8; 5*§S»g ~ 11 3 A 3 <0 6>5W5' s- a=sf> ä |§-g _ co A w 3 3 =" :6)5 3 -V3eo>- 3 2 o-sA ®^^o 8"L 3 3 egsB-e® » (51 2^" D «8 3 Z ^rt Q 9 q.2 2 r-3^3 2.8 -8 Z.Z 3S. ^?S. -Z 3 3 h? 3Cp‘S- Z'Z'Z Sag5s«= 338 rh.^ 3 5 5'2. 98 3 O 3 3 3 P-Ap '3 0'= 'AZO fCT»?g I -. c A —'3' 3 LS otq <9: 3sS. §; e a " 3 -2^ isi — rt r? s» 3 'S* ^•90 3 ^3 61 61 ©'S*.'3’ 3 8 K SZ. iKS. 3 rt' rt rt CC-O" 3t Z; rt 3 61- 3 ffgsg« rt33 3s ■s-8:3"« 2 ,8l8S,?r (p'ägfs.« 8§^3H<^8 sMiS* 8 L^-g«3 61L»3^ 8£p^ ya: p •» ^flsazSaoS oe° - ”- ■@3 ^r1s9*2. *9 DZ- 3 S'CQ xrt p Z3LiSs-5'5 7a- ^5:5 53 5-5*30» , a *1- 3 -— 22 5g2.Gi&~Bg.-S (J) 3 rt <*. O y rt B rt" 2. 3 CO iS-» 3 8* rt «es sr o a- p "61g £2' «'S» 8 a-A^ o-co 0 3 61 3 8- 2 8 ^/<8 CÖ 7 o «AZS! 8 610 38 too 8 3 3 o §61 rt A 06 a^ to a «3 o er 1» K 35-V Z @o's rt 3: qr ;a3 3 §§', 8-p a 3 r'5.5«: ?-a»5 L p-D.sB'^61 ^a^6ia — ZoAC 3 %"o s’®0' Nrt.§ rt" e s ” @2,= 2 q3rt'S*. 3 3 LS 8 613- g- o___ V. <3"2 a:q 3 §n . 2.o:'co 3 3 8* "»Sc _ --- rt O §£®3 ■=9 5’ 5»5 8 'ö'B a. _ o rt 3 9^rt r'8Ov§2.ro r 5 ~ TT 3 3 LS • Z 3 O 3 -J 3; ro CO rt A 2 toer rt 2 rt o rt rt QC 3 § 3 = 2 2 @g-S. kA§sG r 3 3,2 ' 3 rt 3 3 ..& 35-3 '^§-3'8 3 B = cr=:o 3 3 8 w- §®8 2.8 3 a o-a co " |p*8 to3. , 2s, rt" A^D L 3 rt »88- 3 a^p rt d 3 " 2 K^-pr KZZ-H»» A.3 n3r3 6i a 6i rt-a 8 o „ —. o-— rto33A80 b- rt 3 —. er 3 2 er „ 2.3 3 3 3" er 3 A 2^3 A-3 ?(j)' = 3 <«5ASffi °8Aö?p: ^5 3 ® §'3 "3. er C (y _ 5 • 5 3 o KZ o J“ L 5*-f. e»» S •er r> r, «rt «rt^ CP o r-f sö O e » *1 U ö *1 t» o s <ä €r S CO er 00 «-« » « rr S 5 ^> । 11 to E 3 a e g« --- , E £a§ e ä "e A E -N -n e 8 uS‘= J-5 O §2B -° Ey -E o Ö-.E AZ -u’e 3 ** E =i :3 a. «i9 <Ä O C x — *E 1» *6\±:. O O ■ Ke e 5: E ___ _ E D- g3-—1-2 5 ZAZ ’C o s -RS? E La 2t 4üS-ro2. E.-(n » e äL «g > o? -51—'r~ o g« 3 Ä« .?*-?ee H ZA-ZZ E c‘ E •£- 2 »-» o' v-M« " S? §§ o Aß E 3 L L L L L «G B-Z *3= = T EL .Z'oN3^^ ■2 g 5 £ a r *5‘z3 /=> BZI^-3 ®8 ’5S9~3A a c.2i a . <2 o o ®» 3 ^TB±?«2 — 3 3- ö *3" tu -z 3 ® El o — i, ? 05^ O Q (9^ H H- J~» 03 /D *-.ZD S 3 V o ° 3 A E§ 3 O -3 jQ 05— 3 33 cp » in cp .Sa«o . CP Gv:Q O 3-> -b 5 i?*2— I S <» — C A L s 3 r O ZI 23 3 cp ° _3 3 o •Q'A E 3 a u— ö> 3 *p ö'B' o E Bf?- -4_- E >.S E£. eW cn S.2? /3 r- 0:0 A o' 31 w^;a-' <35=0 g? O) E Lo ^«2 •toH :3 E D ZS'ZK Zk -K .5 o a2 3 —, 3 37 3 c ^5J E § .2 3 L *3 -O o ZZN WLZZ BZ 3 03 O 3 O CQ o< Q. 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