Nr. 7 Lrftes Blast 189. Jahrgang Montag. 9. Januar 1959 Inti wi< Vor Chamberlains Rom-Mise Römische Erwartungen Welt- s i» mf ibei > \Un bit >eut> rtigt em1 < rziett bet wr* r Und Pio-. !N zu- renken Deut' Tagen ine, on- 5ei> bas itn, Bit. I)en ilgen lhÄ >h ihi bt> >»n m *01 n- Seite der römischen Besprechungen größere Be- deutung beizumessen, als der politischen. Die Zahlungen im englisch-italienischen Verrechnungsabkommen seien 18 Monate in Verzug. Wenn es gelinge, die Räder des englisch-italienischen Handels zu ölen und seinen Umfang zu steigern, würde das für beide Länder nützlich sein. Im übrigen spielt die Presse Italien gegenüber mit verteilten Rollen. Garvin lobt im „Observer" Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8*/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Brette 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25°/a mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-. Vereins., gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- tu behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B daß beide Regierungen entschlossen sind, diesen Weg mit aller Energie vorwärts zu gehen. Auf diese Weise wird das Wort Ihres Duce in seiner Reujahrsbotschaft an unseren Führer, daß ..wir gemeinsam marschieren", auch für die Wirtschaftspolitik unserer beiden Länder seine Geltung erhalten. Wir wollen die anderen nicht belehren, sondern durch den Erfolg unserer Arbeit von der Richtigkeit unserer Grundsätze und Methoden überzeugen. Wir sehen den internationalen Geld-, Kredit- und Kapitalmächten die Kraft des Bodens und der Arbeit entgegen. Dir sehen es mit jedem Tag deutlicher, wie die alten Mächte eines nicht mehr lebensfähigen Weltwirtschaftskonzerns die gegen sie anftürmende Gewalt der jungen, national gewachsenen, von hohen Idealen erfüllten und zur letzten Hingabe entschlossenen Kräfte aus den erstarkten nationalen, nach einem Dillen und zu einem Ziele geführten Wirtschaften zu spüren be- kommen und als höchst bedrohlich erkennen. So werden die alten Reichen arm und die jungen Armen reich werden! In dieser Entwicklung sind Italien und Deutschland im vergangenen Iahre einen gewaltigen Schritt vorwärts gekommen, und das neue Jahr wird uns weitere Erfolge bringen. bet tup. unb ilm« Famen echt, ung, 3ir. inb- lliit, ifal- und oirt- LUlifche Volk als so wünschenswert bezeichnet hcüe, als es Chamberlain nach der Rückkehr von Machen so begeistert als Retter des Friedens ge- Reichsminister Dr. Goebbels in Salzburg. Salzburg, 8. Ian. (DNB.) Am Sonntag traf Reichsminister Dr. Goebbels in Salzburg ein, wo er mit Gauleiter Dr. Rainer und Landesstatthalter Dr. Reitter Fragen der kulturellen Gestaltung Salzburgs, vor allem die Festspiele des kommenden Sommers und die Neugestaltung des Salzburger Stadttheaters besprach. Am Abend besuchte der Minister im Salzburger Theater eine Aufführung der Lehar-Operette „Land des Lächelns". R o m, 8. Ian. (DNB.) Reichswirtschaftsminister Funk, der in den letzten Wochen mit seiner Gattin in Sizilien weilte, ist in Rom ein- getrofsen, wo er eine Besprechung mit dem italienischen Minister für Devisenbewirtschaftung hatte, der ein Besuch bei Graf Ciano folgte. Die Unterredung mit Graf Ciano und mit dem Minister Guarneri trug sehr freundschaftlichen Charakter. Es wurden die großen grundsätzlichen Fragen der gemeinsamen Wirtschaft und ihrer Ausrichtung behandelt. Die Besprechungen werden am Montag fortgesetzt. . Zu Ehren des Reichswirtschaftsministers gab der Minister für nationale Wirtschaft, Guarneri, am Sonntagabend ein Essen, zu dem zahlreiche führende Persönlichkeiten von Wirtschaft und Finanz geladen waren. Minister (fiuorneri Wer wird Präsident der französischen Republik? *ht- Qbi nut Jirt itoanb i unb Fahr' nd btt er ein eschiü' :r, bit ' tonn« torfüb* rtkani' er bas >n iw Jahre i, dar .di f länntj; n, h»" y Ml lNen s? Mussolinis Mäßigung und Vermittlerrolle, die ihn in gewissen Grenzen zum Wagehalter und Schiedsrichter in Europa mache. Scrutator in der „Sunday Times" aber redet etwas von oben herab. Chamberlain werde gewiß tun, was er könne, wenn Mussolini Englands Hilfe in Anspruch nehmen sollte, damit es Italiens Streit mit Frankreich beilege. Die „Time s" meint, in dem Besuch liege nicht der Versuch, Italien von der Achse wegzulocken. Auch handele es sich nicht um einen Versuch, Frankreichs Widerstand gegen die italienischen Ansprüche zu mindern. Die britische Regierung erkenne den neuen Platz, den Italien sich in der Welt geschaffen habe. Der Korrespondent schreibt dann weiter, die französische Regierung lei in keinem Zweifel über die Haltung des britischen Kabinetts zu dem italienisch-französischen Streit gelassen worden. Wenn Italien auf dem Standpunkt stände, berechtigte Beschwerden zu haben, dann sollten diese Fragen, nach englischer Ansicht, zwischen der französischen und italienischen Regierung direkt ausgehandelt werden. Im Augenblick könne von Vermittlung keine Rede sein. Jedes Mittelmeerproblem werde durch die spanische Frage erschwert. General Francos Vormarsch müsse die Erörterung in starkem Maße beeinflussen. Aktivere Politik Englands in Ostasien. London, 9. Ian. (Europapreß.) Nach einer Mitteilung der „Daily Mail" wird die letzte Ministerbesprechung vor der Romreise Chamberlains der Fernostfrage gelten. Den Ministern sollen zwei Empfehlungen vorgelegt werden, um von Japan die Beibehaltung der „offenen Tür" in China zu erzwingen: erhöhte Steuern auf japanische Waren und eine wirtschaftliche Vorzugs behänd- lung Chinas. Auch die Vereinigten Staaten wollen neue ' Schritte im Interesse Chinas unternehmen, die die Form einer Stützung b er chinesischen Währung annehmen könnten. Es kann kein Zweifel darüber bestehen, daß die Regierung unter dem Druck der City-Kreise zu einer aktiveren Chinapolitik übergehen muß. Nach Weihnachten hat die Behandlung der Fernostfrage in der englischen Presse immer mehr an Raum zu- genommen, und immer wieder wurde die Hoffnung ausgesprochen, daß eine gemeinsame ßinie mit den Vereinigten Staaten für ein Vorgehen in Tokio erzielt werden möge. Auch die Ministerbesprechung am Freitag vergangener Woche hatte als Hauptgegenstand die Beziehungen zu Japan und die fernöstlichen Interessen Englands. nn del chielte» W itn an' In 6^ ooi> i *5 ir konnte" einer" als e>" taltnnS- Zeitwende im Femen Osten. Don Otto Corbach Nach einer Meldung der Londoner „Times" soll Wangtschingwei, der ehemalige chinesische Ministerpräsident, Vorsitzender des chinesischen zentralen polittschen Rates und stellvertretender Vorsitzende der Kuomintang, die neue Hauptstadt der Regierung Tschiangkaischeks, Tschungking, in dem Augenblick verlassen haben, in dem eine Verschwörung entdeckt wurde, die die Provinz I ü n n a rt dem Diktator Rumpfchinas entfremden und die Kontrolle über die diese Provinz durchquerenden Waffentransporte seinem Nebenbuhler in die Hände spielen sollte. Es könnte wohl sein, daß Wangtschingwei grundlos in dieser Weise verdächtigt werden soll, um den Münn noch besser als Landesverräter brandmarken zu können, der das überraschend günstige Friedensangebot Japans als Verhandlungsgrundlage angenommen wissen wollte. An dem Bestehen von Mißhelligkeiten zwischen Tschungking und den örtlichen Machthabern in 5)ünnan ist aber kaum zu zweifeln, und es wäre auch nicht zu verwundern, wenn das Friedensbedürfnis in ganz Südchina sich unter der Decke stark genug entwickelt hätte, um zum Herde einer ausführerischen Bewegung werden zu können. lieber Uünnan wird Tschiangkaischek nicht nur Kriegsmaterial aus Französisch-Jndo« china, sondern neuerdings auch aus Britisch- Hinterindien zugeführt, nachdem mit größter Beschleunigung die längst geplante Autoftraßenver- bindung zwischen den Verkehrsnetzen Birmas und Südchinas hergestellt wurde. Für die strategische Ausnutzung dieser Verbindung sollen die Vereinigten Staaten Tschiangkaischek 25 Millionen Dollar, England 450 000 Pfund Sterling als Anleihen zur Verfügung gestellt haben. Die maßgebenden Kreise in Pünnan mögen es sich nachgerade einiges Kopfzerbrechen kosten lassen, zu überlegen, was für sie bei einer unabsehbaren Fortsetzung der „Ermüdungsstrategie", die Tschiangkaischek Japan gegenüber zu betreiben wähnt, herausspringen würde. Tschiangkaischek wird durch die immerhin dünnen Rinnsale von Zufuhren über indochinesische ober hinterindische Häfen nicht unabhängig von immer stärkeren Nachschüben aus Sowjetrußland, dessen Hilfe wiederum wenig dazu beitragen kann, der Blockadegewalt der japanischen Seemacht längs der Seeküste und der Ufer der großen Ströme zu trotzen. Selbst wenn die chinesische Kriegsmacht sich erholte und durch Materialzufuhren vom Auslande soweit gestärkt würde, daß sie weite Teile der von Japan eroberten Gebiete zu- rückzugewinnen vermöchte, wäre damit wenig oder nichts gegen Japan als Seemacht ausgerichtet. Solange China über keine eigene starke Kriegsflotte führte dabei u. a. aus: Deutschland und Italien stehen den gleichen Aufgaben gegenüber und müssen sich in jeder Weise bestreben, die einheimischen wirtschaftlichen Quellen in immer größerem Maße zu verwerten, um ihren Ländern die w e i t e st m o g - l i ch e w i r t s ch a f t l) ch e Unabhängigkeit sicherstellen zu können, welche die notwendige Voraussetzung für die politische Unabhängigkeit und für die fortschreitende Verbesserung der Lebensbedingungen beider Völker darstellt. Das soll nicht bedeuten, daß es in der Absicht Deutschlands und Italiens liege, sich auf wirtschaftlichem Gebiete zu verschließen und geschlossene Märkte zu bilden. Wenn auch die autarkischen Bestrebungen hauptsächlich den Zweck verfolgen, die für das Leben und die Verteidigung der Länder erforderlichen Produkte im Inland zu erzeugen, so bleibt doch eine Menge von Waren übrig, welche einen internationalen Warenaustausch ermöglichen, der sich immer umfangreicher gestalten kann, je größer der Absatz unserer Erzeugnisse auf den Märkten unserer Beschickländer sein wird. Die Entwicklung des Warenverkehrs zwischen Deutschland und Italien, zwei Ländern, die das autarckische Prinzip als Grundlage ihrer Wirtschaftspolitik an- genommen haben, ist der beste Beweis dafür: Die mit Ihnen geführten Unterredungen haben mich in meiner Ueberzeugung gefestigt, daß Deutschland und Deutsch-italienische Wirtschaftspolitik in gemeinsamem Marsch aus gleichen Wegen Reichswirtschafisminister Funk in Rom. Italien dank dem vollen Verständnis, das in der politischen Atmosphäre der Achse den beiderseitigen Notwendigkeiten entgegengebracht wurden, zu gemeinsamem Vorteil die Beziehungen zwischen ihren Wirtschaften immer enger und tiefer gestalten. Reichswirtschastsminister Funk antwortete u. a.: Mein Besuch in der interessanten Autarkieausstellung hat mich davon überzeugt, wie im faschistischen Italien alle wirtschaftlichen Kräfte und Energien für die großen politischen und kulturellen Ziele mobilisiert werden und wie eine gute Propaganda auch die psychologischen Voraussetzungen für die Erkenntnis schafft, daß die Wirtschaft von den politischen Kraftströmen geformt wird, daß d i e gleichen Ideale und die gleiche Weltanschauung in der Politik, in der Kultur und in der Wirtschaft lebendig sein müssen, wenn die Wirtschaft ihre höchste Aufgabe erfüllen soll, der Sicherheit der Nation und dem Wohlstand des Volkes zu dienen. Der hervorragende Wert dieser Ausstellung liegt nicht nur darin, daß sie in eindrucksvoller Weise die Naturschätze Ihres Landes und die gewaltige Leistung Ihrer Wirtschaft dem Volke vor Augen führt, sondern daß überall die beherrschende Idee von dem unlösbaren Zusammenhang von Politik, Wirtschaft und Kultur zum Ausdruck kommt. Ich bin der Meinung, daß eine Aussprache zwischen uns gerade deshalb in diesem Augenblick von größter Bedeutung sein muß, weil wir einen Wandel d e s wirtschaftlichen Weltbildes wahrnehmen, der uns ebenso wie auf politischem und kulturellem Gebiet auch in der Gestaltung unserer beiderseitigen nationalen Wirtschaften ,3 u neuen gemeinsgmen Kraftan- ftrengungen zwingt und es erforderlich macht, daß wir nach Möglichkeiten und Methoden suchen, einen Ausgleich der Kräfte herbei- zuführen, um einen noch stärkeren Einsatz und einen noch größeren Erfolg im gemeinsamen Vorgehen zu erreichen. r , Ich bin glücklich, daß unsere Besprechungen bereits das Ergebnis erzielt haben, daß in diesen grundsätzlichen Fragen eine volle llebereinstimmung herrscht und andere als sicher sein, da er zu sehr im aktiven politischen Leben steht und die Parlamentarier befürchten konnten, er werde im.Falle von innerpolitischen Schwierigkeiten die Verfassung vielleicht nicht nach den Ueberlieferungen achten. Bis zum 1. April können noch manche Kandidaten auftreten. So spricht man auch davon, daß der ehemalige Ministerpräsident Laval sich aufstellen lassen werde, falls ein dritter Wahlgang notwendig werden sollte. Syrien demonstriert iür seine Unabhängigkeit. Paris, 8. Jan. (Europapreß.) Einen Tag nach der Ankunft des neuen französischen Ober- ko rn in i s s a r s für Syrien und den Libanon in Beirut kam es zu großen Straßenkundgebungen in den meisten Städten des Landes gegen die von der französischen Mandatsverwaltung unternommenen Versuche, den mit Syrien abgeschlossenen U n - abhängigkeitsvertrag nicht zur Anwendung zu bringen. In Damaskus, Aleppo, Homs und Hama waren sämtliche arabischen Geschäfte geschlossen. In Damaskus zog eine große Menge durch die Straßen und forderte im Sprechchor die syrische Unabhängigkeit. Die Kundgeber zogen dann vor den Palast des Ministerpräsidenten M a r b a m Bey, der in Paris geweilt hatte, um die Inkraftsetzung des französischsyrischen Vertrages durchzusetzen: er hatte jedoch keinen Erfolg gehabt. Mardam Bey forderte das syrische Volk zur Einigkeit auf. Dadurch werde dis Unabhängigkeit des Landes ermöglicht werden. — In Aleppo nahmen an den Kundgebungen vor allem Studenten teil; um die Mittagszeit wurde eine große Kundgebung in der Moschee durchgeführt. Die Sonntagsblätter widmen dem bevorstehen- btr Besuch des Ministerpräsidenten und des Menministers in Rom längere Betrachtungen. Se wissen aber wenig Neues zu sagen, Kommen- ti e und Voraussagen sind vorsichtig gehalten. Der „Db ferner" nimmt an, man werde Mussolini als btnt Einladenden die Initiative überlassen. Cham- b« Iain und Lord Halifax würden die ttalienstchen Wunsche mit Bezug auf den Suez-Kanal, D chl- bui Tunis usw. von sich aus nicht berühren, son- btri nur darauf eingchen, wenn ihr Rat in diesen Örcqen von Mussolini oh er Graf Ciano emgeholt müden sollte. Die Fragen von Spanien bis Suez Md darüber hinaus, die früher getrennt er- Mmen seien, konnten jetzt zweckmaßigerweise nur mit der Zukunft der DJlittelmeerfrage in ihrer Eesamtheit geprüft werden. Die häufig die Ausstossung des englischen Aus- nartiflen Amtes wiedergebende -Sunday Times etllärt, daß eher ein grundsätzliches Ver- flänbnis, als bestimmte Abmachungen das Ziel *m'berfains fei. Eine verstärkte Stabilität in den an das Mittelmeer grenzenden Timten sei ein Feld, aus dem die englisch^tal.emsche 3n jammenarbeit mit nützlichen Ergebnstsen betne- frn werden könne. Man sei an manchen Stellen London geneigt, der wirtschaftlichen lrscheml täglich, außer lonntags und Feiertags etlagen: Die Illustrierte iießener Familienblätter eimat im Bild - Die Scholle Monats Bezugspreis: • tit 4 Beilagen RM.1.95 hne Illustrierte , 1.80 astellgebühr. . „ -.25 * uch bei Nichterscheinen 1 m einzelnen Nummern llfolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe Wtter Sammelnummer 2251 \ nschrift für Drahtnach- i chten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: rantfurt am Main 11686 sei rt habe. Der Pariser Berichterstatter des Blattes glaubt Mellen zu dürfen, daß die Haltung der französischen Presse nicht mehr ganz unnachgie- lia und ablehnend gegenüber den natürlichen 4iisprüchen des italienischen Volkes sei wie früher, ^sichtlich Dschibutis und des S u e z k a n a l s »Härten jetzt verschiedene Blätter Zugeständnisse Frankreichs an Italien für möglich, und hier und dr werde auch die Gewährung eines neuen Statuts fii die tunesischen Italiener als nicht um denkbar bezeichnet. Dies sei noch keine Stellung; nähme der leitenden französischen Persönlichkeiten. Jipmerhin aber fänden sich derartige Auslassungen in Blättern, die dem Außenminister Bonnet nahe- ftihben. Englische Vorschau. abs. London, 9. Jan. 1939. Hom, 8.' Jan. (Europapreß.) „Voce d'Jtalia" Ichlldert in Berichten ihrer Londoner und Pariser Ä.rtreter die Stimmung in den beiden Hauptstädten imittelbar vor der Romreise Chamberlains. Aus )e englischen Presse gewinne man den Eindruck, ital der Besuch eine freundschaftliche Geste darstelle, üii erneut die Absicht der englischen Regierung be- krsttige, die durch das englisch-italienische Abkomme wiederheraestellte Freundschaft in eine sichere M Mrklichke11 umzuwandeln. Ferner habe man 1 g« dtz Gefühl, daß die verantwortlichen Männer die HD eUlische Oeffentlichkeit davon zu überzeugen suchten, M l dotz England und Italien heute zwei Mächte o; f gleicher Ebene seien, von deren Hor- ■■■ tn:nie und Zusammenarbeit nicht nur die Stabilität 5»j[, i in dem für das britische Empire lebenswichttge i Mittelmeer abhänge, sondern auch jene all« , ; gern eine Neuordnung Europas, die das ■ SHrJP rtfG In miinlrhpnsmprt bezeichnet E. F. Paris, 8. Ian. 1939. Die wichtigste Handlung, welche das französische Parlament in der am Dienstag beginnenden außer- nnentlichen Frühjahrssession vorzunehmen haben wrd, ist die Wahl des Präsidenten der Republik, der auf sieben Jahre gewählt wrd. Das Mandat des gegenwärtigen Präsidenten, Abert Lebrun, läuft am 10. Mai ab. Nach der Virfassung findet die Wahl einen Monat vor - h r also am 10. April, statt. Da der 10. April je« dich auf den Ostermontag fällt, ist es wahrscheinlich, Ikg die Wahl bereits am Donnerstag, 6. April, flittfinöen wird. Die Wahl wird von Kammer und Snat, die sich zur Nationalversammlung konstituie- td, im Schloß von Versailles vorgenom- ^Bereits jetzt werden in politischen Kreisen die Kandidaturen ernstlich erwogen. Man glaubt, Zbrun werde sich nicht wieder zur Wahl aufstel- lc lassen. Der Kandidat, der vor einigen Monaten mch die größte Aussicht hatte, gewählt zu werden, In Kammerpräsident-He rr i o t, hat sich seit dem i rfall der Volksfront von allen Kämpfen, die vor c Wahl zwischen den politischen Parteien geführt irben, zurückgezogen. Der aussichtsreichste Kan- ;>i:a wir o überzeugend die Größe und die Kraft unseres durch den Führer geeinten Volkes erlebten, nie. mals vergessen. Wir haben in diesen Tagen gefühlt und erlebt, was wahre Volksgemeinschaft ist. Wir wissen, daß in dieser Welt kein Deutscher mehr allein steht. Wir sind entschlossen, den Dank, den wir dem Führer und dem national« sozialistischen Deutschland schulden, durch unseren restlosen Einsatz am Aufbauwerke der Nation abzuttagen." Auf Washington, das für alle Tore zur Welt auf der westlichen Erdhälfte die Vorrechte einer Wach- und Schließgesellschaft beansprucht, aber Zeter und Mordio schreck, wenn ihm irgendwo sonst m der Wett nicht uneingeschränkte Rechte „offener Tür und gleicher Gelegenheiten" zugebilligt werden, wirkte die Erklärung Konoes schon wie eine tob- liche Herausforderung. Als Antwort kann der die kühnsten Erwartungen übertreffende Umfang der neuen Forderungen der amerikanischen Marine gelten. Alle wichtigen Amerika gehörenden Inseln im nördlichen Pazifik sollen zu Flottenstützpunkten ausgebaut werden, geeignet zur Stationierung von Flugzeugen, Unterseebooten, Zerstörern und Minenlegern. Im ganzen sollen 30 neue derartige Stützpunkte 'entstehen. Man muß diese Anstrengungen mit den fieberhaften Vorkehrungen der britischen Reichsoerteidigung in Kanada, Australien, Neuseeland und Malaya zusammenhalten, um ihren bedrohlichen Charakter für die Freiheck der Völker schenfälle in Zukunft unmöglich machen. Am Sams- gebung von dem übrigen Rumänien obgeschnit» ...... ! r 1 i tschecho- ten. Der Vertreter des Präfekten von Ma iaros- oerfügt, bleibt es für feine Anteilnahme am ozeanischen Großverkehr von der Gnade derjenigen fremden Seemacht abhängig, die im westlichen Pazifik vorherrscht, und das ift vorläufig Japan. Rechnet Tschiangkaischek aber damit, zur See schlleßttch durch die angelsächsischen Mächte vom japanischen Druck befreit zu werden, fo muß er das ursprüngliche Programm der Kuomintang verleugnen, das m erster Linie die Befreiung von jenen „ungleichen Verträgen" fordert, die China durch die westlichen Seemächte aufgezwungen wurden. Wer will so naiv fein, anzunehmen, die abendländischen großen Seemächte würden die Chinesen um chrer schönen Augen willen vom japanischen „Joch" befreien? Honkong, gegen das die Junger Sunyatsens einst im ersten Rausch ihrer sieghaft vordringenden Revolution einen mehr als einjahrr- gen Boykott durchführten, ist von England zu einem entrangt gen Bollwerk ausgebaut worden, das es einem von japanischem Einfluß befreiten China gewiß nicht als Morgengabe anbieten würde. In Yünnan spielt die französische Gesellschaft, die die Bahnverbindung zwischen $ünnanfu und dem indo- chinesischen Hasen Haiphong schuf, eine ähnliche Rolle, wie zur Zarenzeit die russische Verwaltung der „ostchinesischen Bahn" in der Mandschurei. Daß chinesischer Einfluß in Tibet von britischem, in Sm- fiang von sowjetrussischem, zu geringem Teil auch von britischem verdrängt wurde, nahm die „Weltmeinung", die die japanischen Bataillone in der Mandschurei von Beginn ihres Vormarsches an so mächtig viel Staub aufwirbeln ließ, daß er ihren ganzen Horizont verdunkelte, mit ebenso leichtem Achselzucken hin wie die Aufiaugung der Aeußeren Mongolei durch Sowjetrußland. Man stelle sich aber einen Pünnankrieger vor, der Schanghai, Nanking Und Hankau vergeblich verteidigen half und in seine Heimatprovinz als Krüppel zurückkehrt, um hier Handel und Wandel zuaunsten eines bloßen Durchgangsverkehrs von Kriegsmaterial lahmgelegt zu fthen, dessen Lieferanten er früher von Aposteln der nationalen Freiheitsbewegung immer als „fremde Imperialisten" anprangern horte? Wenn die Erklärung, durch die Fürst Konoe die Leitgedanken seiner Regierung zur Gestaltung der Beziehungen zwischen Japan und China ver- öftentlichte, sich nun auch als Schwanengesang eines ÄUrütfgetretenen Kabinetts herausstellt, so ändert das nichts an der grundsätzlichen Bedeutung des japanischen Friedensvorschlages. Das wird auch in dem Beschluß, durch den Konoe den Gesamtrücktritt seines Mniisteriums ankündigte, ausdrücklich betont. „Die unerschütterliche grundsätzliche Politik der Regierung im Chinakonflikt", heißt es darin wörllich, „ist bereits feftgelegt und vom Kaiser gebilligt morgen". Gerade damit sei der Streit in ein „neues Stadium" getreten, so daß alle Kräfte für den Auf- bau einer neuen Ordnung und die Aufrechterhaltung eines dauernden Friedens in Ostafien vereinigt tagnachmittag trat her gemischte tschecho- slowakifch-unga rische Ausschuß, auf welchen sich zur Untersuchung des Zwischenfalles Großdeutschland. Ich weiß: Ihr werdet euren Stvlz und eure Ehre dareinsetzen, euch im neuen Gau durch nichts aus der Ruhe hätten bringen lassen. In der Ostmark selbst habe der Jubel über den Anschluß Oesterreichs nicht großer sein können als in lsüdmähren, das heute mit den Stammesbrüdern jenseits der ehemaligen Grenzen zu einem Reichsgau vereinigt werde. Auch mit dem südlichen Böhmen fei)re eine alle deutsch Kulturlandschaft heim in den Stammes« unb Sprachraum, dem es zugehöre. Südböhmen sei in der deutschen Geschichte ein Kulturbegriff. Nicht mit Blut und Schwert hätten die Vorfahren das übero äitigenber Mehrheit zur Volksbewegung bekannt hätten. Henlein gedachte auch des Kampfes der Süd mährer, die sich Sudetenland erobert, sondern durch ihren Fleiß und durch chre Arbeit. Südmähren und Südböhmen, die in der Vergangenheit Großes geleistet hätten, würden nun im großen deutschen Kulturbereiche wieder ihre volle Schöpferkraft entfalten können. „Ihr, meine Volksgenossen", so schloß Henlein, „seid täglich dem politischen und völkischen Gegner Äug' in Äug' gegenübergestanden. Einsatz zu jeder Stunde, hartes Opfer und unbedingte Treue zur Idee waren die Grundsätze eures Handelns. Der tägliche Kampf hat euch zusammenge- schweißt. Die politische Frontkameradschaft, die alle Volksdeutschen Kämpfer auf fremdem Staats baden verbindet, soll euch in Zukunft für das größere Ziel zusammenhatten. Ihr habt in eurem Gau kein anderes Recht zu fordern, als bas Vorrecht der größeren Pflicht unb der schwereren Leistung. -c - • - j.. .. - x ... ,, . . . - .. v, - - Gleichzeitig sollt ihr lebenbige Brücken fein zu Trs vorläufig das beste Unterpfand für die Wohl- träge Anteil. ? Mkßsich in^ würdigsten Formen. Bei seiner Der- Bon den bisherigen Klassenlotterien ist das bei Äng, nach deren Beendigung der französische der Mehrzahl dieser Unternehmungen verwandte ■? Uiifedudvimasriditer dem Vater des Ermordeten und benutzte System von fünf Klassen beibe- Ä Mw m^isMche Anteilnahme zum Ausdruck brachte, halten worden. Der bei weitem h o ch st e G e w i n n- $ flhr-e Rernerunasrat a. D. vom Rath etwa folgen- betrag — 500 000 Mark auf ein ganzes Los — on' ks aus- 9 Um$mit Rücksicht auf geroiffe Zeitungs- wird auch bei der Deutschen Reichslotterie in der 7 LiiMiamien' die Wahrheit wiederherzustellen und S ch l u ß k l a f s e ausgespielt werden Außerdem L ^aendenbiwung^vorzubeugen, lege ich Ge- wird am letzten Ziehungstage der 5.Klasse noch ö{ iSkh dAaus ke tzustellen, daß mein Sohn An- eine Prämie von 500 000 Mark ausgeschut- 0 r nationalsozialistischen Bewegung war. tet. Der Kaufpreis für den kleinsten Abschnitt, Rar $ a r t e i m i t391 i = 6^ v o n 1932, b. h. nämlich für ^nAcht°ll°-, wird j° Klaff- jetzt fli fiik-. nnrhpr Machtergreifung. Er war in voller einheitlich drei Reichsmark betragen. Rcl IM rrinftinmruna mit ^seiner^Regierung und der Da bei der Deutschen Reichslottene bte Lase m Ratianalfaziali-mus ergeben. Was mich drei Abteilungen Lasnumm-r emge. b! ibJbetrifft, ja bin ich R-gi-rungsrat a.D. feit teilt find, hat em begüterter Spieler die Möglichkeit, iet ’S Ä war mit meinem Sahn in voll- sich auch mit einem dreifachen Las am Spiel zu I bi d i a - r U e b - r e i n ft i m m u n g d e r M e i. beteiligen und erhält bann selbstverständlich auch den t t ! namentli* in Politiker Hinsicht. Es ist dreifachen Gewinnbetrag, der auf eine Lasnummer t-n-, der Hamburgischen , ^schmerzttch^^i'gewissen d°"unS°nSU lesen, sallt. Sm ganzen werden bei der Deutschen Reichs-' unmittelbar bevarsteht. 'ch' ^iniAuseinandersetzung mit dem Führer gehabt ha^en^ Kaninchenzucht aus der Reichskleintierschau M |)U Ich lege Gewicht darauf, zu erklären, daß das, l ch! 'tjies Lugen sind. Man hat auch das Gerücht ch -srireitet, daß ich in ein Konzentrattonslager ge- Rii hvA worden wäre. Ich darf wohl annehmen, daß Gegenwart in diesem Vechandlungszmrmer , Hfl-ith mit meinem zweiten Sohn Günther eine laichende Widerlegung für diese neue Luge dar- eL Ich bin darüber hinaus bereit, mich Ihnen ths-mal zur Verfügung zu stellen, wenn es Ihnen vStg erscheinen sollte, -mich vorzuladen." Die 5. Reichskleintterschau in Leipzig gab einen interessanten Ueberblick über dm Stand der 'Rücbtuna und Verwertung der kleinen Hausttere. U.a. sah man auch die a ch t Wirts ch a lts- passender deutschen Kaninchenzucht^ Groß-Chinchilla, Klein-Chinchilla Weiße Wiener Blaue Wiener, Deutsche Widder, Angora, Französische Silber, Groß-Sllber. An Stelle ber bisherigen Vielfalt der Rassen geben diese erprobten Ti-re die Maglich eit zu einer wirklich nutzbringenden Zucht. — (Reichsnährstand. — Scherl-Btlderdienst-M.) für Hotfpanien. Le Sk«ndalafsär- ht Ankara aufgedeckt..°-r s-.m - ^^^»da^'Prädikat’erteilt. . Istanbul, 8. Jan. (DNB.) Die Zeitung „Ha- _________________ dir behauptet, daß durch die Vermittlung! lü klfcher Staatsbeamter und wtt Hllfe Frankreich, wo er, da nach der lieber* z-IÄschter Stempel unb Unterschriften türkischer ch Staatsgewalt durch Ismet Jnönü seine »Ä »Üister vor einigen Monaten eine große Anzahl » bei einem Auto- r Militärflugzeugen aus Den mobiluna^^ wurde. Die Lieferung stellt in* Snanien geliefert worden lei, unter 11___i > dnnoooo Mark dar. wo- V/Ä --K Staates, der Wehrmacht, der Partei und ihrer Gliederungen. Auf dem Rollfeld hatte außerdem eine Ehrenabordnung des NSFK. Aufstellung genommen. Namens feiner Kamerden dankte Flugkapitän Henke für den herzlichen und ehrenden Empfang. Den Rekordfliegern, die schon bei ihrer Ankunft in Frankfurt von Vertretern des Reichsluftfahrtministeriums, der Deutschen Lufthansa und der Focke-Wulf-Flugzeug-G.m.b.H. begrüßt worden waren, wurden zahllose Blumensträuße überreicht. Lawinen fordern 20 Todesopfer. Im Gebiet der Kreuzeck-Gruppe ereignete sich ein schweres Lawinenunglück. Sechs Personen, die zu einem Bauernhöfe in der Ortschaft Kerschbaum bei Greifenburg am Fuße des 2070 Meter hohen Gneppnitz-Bergstockes gehörten, wurden von einer Lawine überrascht und verschüttet. Die Verunglückten hatten sich in der Nacht mit Steigeisen und Seilen gut ausgerüstet auf die Almhütte begeben, um das dort im Laufe des Sommers an- gesammelte Bergheu einzubringen. Einer eilig aus Bauern, Holzarbeitern und HI. zusammengestellten Rettungsexpedition und „ einer aus Steinfeld im Drautal entsandten Hilfsmannschaft gelang es, zwei Verunglückte lebend zu bergen, während die übrigen vier nur t o t von den Schneemassen befreit werden konnten. * Im Mont-Blanc-Gebiet ereignete sich ein schweres Lawinenunglück, dem nach den bisherigen Feststellungen sieben Personen Lum Opfer gefallen sind. Es handelt sich um ^den Direktor der Schischule in Valloires und^ seinen Mitarbeiter, ferner um den Sohn des Schilehrers, zwei Studentinnen aus Grenoble, einen Leutnant und angeblich auch um einen Engländer. An den Rettungsarbeiten beteiligten sich sieben Hilfskolonnen, darunter Abteilungen der Alpenjägerttuppen. Fünf Leichen konnten bisher geborgen werden. * * Ein schweres Lawinen-Unglück, dem acht Menschen zum Opfer fielen, hat sich sm Gebiet der französischen savoyischen Alpen bei St. Iean-de- Maurienne ereignet. Eine Gruppe von neun Schifahrern war zu einer Tour auf den (yrand Gambier aufgebrochen. Sie wurde von einer großen Lawine überrascht. Ein einziger Schifahrer, ein jünger Pariser, konnte sich retten; er stieg nach Dalloire hinab, um dort Hilfe herbeizurufen. Mehrere Hilfs- kolonnen sowie eine Schiabteilung des 99. Alpen- Regiments brachen sofort'auf; doch hatten die acht von der Lawine begrabenen Schifahrer sämttich den Tod gefunden. Im Urgtal bei Landeck ging eine 50 Meter breite Staublawine nieder, die den löV-rsährigen Schiläufer Lothar M u e h l e g aus Gera unter sich begrub. Seine Begleiter konnten ihn nur noch als Leiche bergen. hoher Schnee und hungrige Wölfe in Serbien. Der Wetterumschlag, der in Slowenien, Kroatien und Bosnien zu ausgedehnten Schneefällen führte, hat sich auch in den serbischen Ländesteilen ausgewirkt. Aus dem ganzen Lande werden schwere Verkehrsstörungen gemeldet. Durch den Schneefall wurden zahlreiche Telephonleitungen unterbrochen. Bei dem bosnischen Dorfe Beschpolje wurde ein junger Schafhirt von einem Rudel hungriger Wölfe zerfleischt. 58 Grad Lalle in Sibirien. Am Sonntag ist in Sowjretrußland eine neue beträchtliche Abkühlung eingetreten. In Moskau zeigte das Thermometer zwar nur minus 5 Grad, in Leningrad aber bereits minus 19 Grad an. Den tiefsten Stand erreichte die Quecksilbersäule in Werchojansk in Sibirien, wo 5 8 Grad Kälte gemessen wurden. Hitzewelle in Oslaustralien. Der größte Teil des östtichen Australien wird seit der vergangenen Woche von einer Hitzewelle heimgesucht. Die höchste Temperatur wurde mit 4 7 Grad Celsius gemessen. Im größten Teil von Viktoria wüten, hervorgerufen durch die ungewöhnliche Hitze, Buschfeuer und Wald- b r ä n d e. Viele Heimstätten sind vernichtet worden, und man befürchtet auch den Verlust von Menschenleben. Schwerer Verkehrsunfall auf der Reichsaulobahn Augsburg—München. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich auf der Reichsautobahn Augsburg—München bei Lauterbach. Ein mit Langholz beladener Lastzug führ auf einen stehenden Lastzug auf, wobei der Lenker des zweiten Zuges, Lorenz Andrae aus München, den Tod fand. Auf die aufeinander- gefahrcnen Lastzüge fuhren nacheinander drei andere Kraftfahrzeuge auf, deren Lenker die verunglückten Lastzüge nicht rechtzeitig bemerken konnten, weil die Beleuchtungen erloschen waren und starker Nebel herrschte. Weitere Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden, doch entstand großer Materialschaden. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt. Fünf Bergknappen einem Grubenunglück zum Opfer gefallen. In den Möllerschächten bei Gladbeck (Wests.) brach ein Grubenbrand aus. Fünf Bergknappen, die Hauer August Berger, Georg F i l z e ck, Michael K e p p n e r, Richard Krause und der Schießmeister Richard Wolf, alle verheiratet und aus Gladbeck stammend, wurden tot geborgen. Den Hinterbliebenen der Verunglückten wurde vom Werk eine Beihilfe überreicht. Der Stettiner Autofallensleller zum Tode verurteilt. Stettin, 7. Ian. (DNB.) Wie bereits berichtet, wurde am Dienstagabend bei Colbitzow ein U e b e r f a l l auf einen Stettiner Kraftdroschkenfahrer verübt. Der Täter, der 18jährige Werner Germann aus Berlin, der mit dem gestohlenen Wagen auf der Fährt nach Berlin bald darauf gegen einen Baum fuhr und in leichtverletztem Zustande ins Polizeigefängnis eingeliefert worden war, stand heute vor dem Sondergericht beim Landgericht Stettin. Dieses verurteilte Germann wegen Verbrechens gegen das Gesetz gegen Straßenraub mittels Autofallen zum Tode und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit. GefährNche Gewohnheitsverbrecher unschädlich gemacht. Zwei Raubüberfälle, schwere und einfache Diebstähle, zum Teil begangen unter den strafschärfenden Voraussetzungen des Rückfalls, Zuhälterei, Begünstigung und Hehlerei wurden den acht Angeklagten zur Last gelegt, die sich vor der 22. Berliner Strafkammer zu verantworten hatten. Unter ihnen befand sich auch der 27jährige, llmal vorbestrafte Jude Georg Gabriel. Er hatte hauptsächlich beim Absatz der gestohlenen Gegenstände mitgewirkt. Das Gericht verurteilte den Hauptangeklagten Erich Friedrich zu zehn Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust, Erwin Sasse zu fünf Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust, sowie Waldemar S.chilath und den Juden Georg Gabriel zu drei Jahren Zuchchaus und drei Jahren Ehrverlust. Außerdem wurde gegen diese vier Angeklagten die Polizeiaufsicht verhängt und die Sicherungsverwahrung angeordnet. Drei Angeklagten erhielten je neun Monate Gefängnis und eine mitangeklagte Frau wurde freigesprochen. Rach 22 Jahren begnadigt. — Der Fall Rlooney in Kalifornien. Der seit 22 Jahren die Oeffentlichkeit beschäftigende Fall des jetzt 66jährigen Thomas M o o n e y , der 1916 im Zusammenhang mit einer Bomben- e x p l o s i o n in San Franzisko während einer Demonstration für die Teilnahme Amerikas am Weltkriege des Mordes für schuldig befunden, zum Tode verurteilt, aber später zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt wurde, endete jetzt mit der bedingungslosen Begnadigung Mooneys durch den Gouverneur O l s o n. Olson hatte bereits vor langer Zeit seine Ueberzeugung von Mooneys Unschuld geäußert. Nach seiner Freilassung erklärte Mooney, er werde sich bemühen, Kalifornien von einer weiteren Justizschande zu reinigen, indem er versuchen werde, die Freilassung seines zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilten Mitangeklagten Warren Billings zu erwirken. Die damalige Verurteilung sei das Ergebnis des „Meineidsgewebes seiner kapitalistischen Verfolger" gewesen. — Bei der Explosion waren seinerzeit 10 Personen getötet und 40 verletzt worden. Entwürfe für den Kölner Rosenmontagszug. Der Festausschuß des Kölner Karnevals hat nunmehr die Entwürfe für den Rosenmontag s z u g 1939 ausgewählt und zusammengestt^t. Der Zug wird aus insgesamt 24 Festwagen und 31 großen Gruppen bestehen, zu denen sich 34 Musikkapellen und zahlreiche Kölner Gesangvereine gesellen. Den Auftakt des Zuges bilden wieder fünf Meter hohe Figuren, die Kölner Karnevalsschlager illustrieren. Vorlesung aus dem Buch „Hofjuden" im Reichsfender Frankfurt. Am Montag, dem '9. Januar, um 17 Uhr, liest der Verfasser des von Julius Streicher heraus- gegebenen Werkes ..Hofjuden", Dr. De eg, im Reichssender Frankfurt aus dem Buche vor. Die Vorlesung aus dem bereits in die internationale Erörterung der Judenfrage eingangenen Buch erregt besonderes Intereffe, da das Werk auch, efefr so wie die aum Vortrag kommende Episode, nu? frankfurterischem Boden spielt. Chinesische Piraten 4 greifen einen deutschen Dampfer an. Der deutsche Dampfer „Hansa", der den Anschluß, dienst für die großen Ostasien-Linien durchführt und an der chinesischen Küste sowie auf den Flüssen oen kehrt, wurde auf dem Jangtse außerhalb von Sßu, sung von chinesischen Piraten angegriffen. Die Piraten näherten sich dem Dampfer auf mehreren Dschunken und eröffneten das Feuer. Sie gaben im Verlauf von einigen Minuten mehrere hundert Schüsse ab. Durch die Schüsse wurden mehrere chine, sische Fahrgäste verwundet. Ein Chinese wurde ge, tötet. Der Kapitän des deutschen Dampfers er. widerte das Feuer, während er gleichzeitig durch höchste Beschleunigung der »Fahrt den Plan der Pi. raten durchkreuzte. Der deutsche Dampfer lief am Sonntagabend in Schanghai ein. Wetterbericht Unter lebhaften, auffrischenden südwestlichen Win. den setzte sich am Montag die Ueberflutung des Festlandes mit Warmluft voll durch. Dabei stiegen dir Temperaturen in den Niederungen bis zu plu; sieben Grad Celsius an, und auch im Gebirge tret bis zu 1500 Meter Höhe Tauwetter ein. Bei der augenblicklichen Luftdruckverteilung wird sich dir Zufuhr verhältnismäßig milder Luftmassen not fortsetzen, so daß bei Temperaturen über Nullgraj leichte Unbeständigkeit erhalten bleibt. Vorhersage für Dienstag: Zeittveist aufgeheitert und im allgemeinen trocken. Tempere, turen unter Null Grad, südwestliche Winde, stellen, weise leichter Nachtfrost. Lufttemperaturen am 8. Januar: mittags 5,9 Grab Celsius, abends 5,5 Grad , am 9. Januar: morgen; 4,3 Grad. Maximum 6 Grad, Minimum heute nach! 4,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 8. Januar: abends 0,1 Grad; am 9. Januar: morgens 0,3 Grad. Winteksport-Welkerberlcht. Rhön, Wasserkuppe: Nebel, —1 Grad, Ge« samtschneehöhe 55 cm, Schneebeschaffenheit: verharscht, Schi und Rodel gut. Sauerland, Winterberg: Bedeckt, —2 Grad, Gesamtschneehöhe 40 cm, Schneebeschaffenheit: verharscht, Schi mäßig und Rodel gut. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilden Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XII. 38: 10843. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R.Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM.- 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illu« ftrierten-15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. | Lichtspielhaus! H Heute Montag bis Mittwoch, 11. Januar einschl. ® Reichswerbewochen M • • ,.2.1.-11.2 193? für (znem. /gen müssen zur Ber. »etdung von Verlusten aus oer Stüchette -Jt» men und Anschrift oeS Bewerbers trauen 1 FärbereiCroon der leistungsfähigste F’achbetrieb am Platze Läden: Seltersweg 21 - Marb. Str. 40 Telephon 2369 Uniformreinigung! 163D Geschäftshaus vrima Lage sofort günstig zu verkaufen burch Büro Kirchner Bleichstratze 18. Pofen Edgar 168A Borrmanne 6 e en Peusta 15-7 Ruf 4165 Höhensonne Gleichstr. 220 V, wenig gebraucht, billig zu verk. Lessingstr.18. | Verschiedenes | erfahr. Stüöenf erteilt Nachhilfe Englisch, Franz., Mathematik. Schr. Ang. unter 0135 an b. G. A. Kleine Anzeigen richten sich an bie Bevölkerung ber engeren Heimat! Darum: Kleinanzeigen in die Heimatzeitung, ben GieflenerAnzeiaei £oöen LichersiraHe 57 seither Lebensmittel, für jebes Geschäft geeign., mit ober ohne Einrichtung zu vermieten. IigiD Näheres Lesnngstraße 18 Verlobungs-Anzeigen bei Brühl. 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