Nr. 288 Erstes Matt 189. Jahrgang Zreitag, 8. Dezember 19Z9 vruL und Verlag: vrühlsche Universttätsdruckerei «.Lange in Sieben. Schristlettung und Seschäftrftelle: Schukstratze 7 tner Ilm. Deutschland und die finnische Krage »eiter: imandeuk. Kammerpräsidenten Constanzo Liana gedacht, der von Anfang an dem Großen Rat des Faschismus angehörk hat, und dessen Geist — wie Mussolini betonte — bei seinen Beratungen auch weiterhin im- Pfennig I 1 RM. ilhaus lung ta Berlin, 7. Dez. (DNB.) Im Zusammenhang mit der nunmehr zum offenen Konflikt gewordenen sowjetrussisch-finnischen Krise ist von verschiedenen Seiten und vor allem auch der Lügenküche englischer und französischer Amts- und Redaktionsstuben versucht worden, Deutschland die Mitverantwortung an den Ereignissen im Norden zu unterschieben. Insbesondere wurde behauptet, Deutschland verletze die von ihm selbstverständlich erwartete Verpflichtung, Finnland zu helfen, mit dem es soviel gemeinsame Bande verknüpfen. Angesichts solcher ebenso böswilligen wie törichten und politisch künstlichen Unterstellungen erscheint es nötig, die Beziehungen Deutschlands zu den nordischen Ländern in den letzten 20 Jahren einer kurzen kritischen Prüfung zu unterziehen. Es ist kein Zweifel, daß die Völker des Nordens in Deutschland immer eine besondere, auf historischen und gefühlsmäßigen Gründen beruhende Sympathie genossen haben. Diese Sympathie war aber im Verlauf der 20 Jahre immer mehr eine einseitige geworden. Das Deutsche Reich war in seiner Machtposition in Europa von jeher der natürliche Freund nordischer Interessen. Es ist diesem Grundsatz auch in seiner ganzen Geschichte immer treu geblieben und hat diese Einstellung den kleinen nordischen Ländern gegenüber unzählige- male unter Beweis gestellt. Als nun das Deutsche Reich am Ende des Weltkrieges durch den Wortbruch der Alliierten in einen Zustand der Ohnmacht versetzt wurde, indem es allen ungerechten und maßlosen Forderungen der sogenannten „Siegermächte" wehr- und hilflos ausgeliefert war, hatte man in Berlin weniger auf eine aktive Hilfe — denn dazu waren natürlich diese Länder nicht in der Lage, als doch zumindest ausdieSympathieundmo- ralische Unter st ützung der nordischen Länder in dem Unglück des deutschen Volkes gerechnet. Das Gegenteil aber trat ein. In den für Deutschland so bitteren Jahren hat keines der Länder sein Gewicht gegen das dem deutschen Volke angetane ungeheuerliche Unrecht in die & H üechnun^ wwert; Äme unb Nt tturb! zeigten. Schweden und Norwegen erklärten, aus prinzipiellen Gründen, Finnland aber hat damals den Abschluß eines Nichtangriffspaktes mit dem Deutschen Reich a b g e l e h n t, obwohl Deutschland nicht das erste Land gewesen wäre, mit dem Finnland einen solchen Pakt abgeschlossen hätte. Wenn auch damals in deutschen politischen Kreisen die Haltung Finnlands unverständlich war, so geht man nach den Erfahrungen der seitherigen Entwicklung nicht fehl in der Annahme, daß der seinerzeitige finnische Entschluß in weitgehendem Maße von den englischen Kriegshetzern beeinflußt war. Diese Länder haben damit zu erkennen gegeben, daß ihnen in Wirklichkeit trotz ständig wiederholter Neutralitätsbeteuerungen an einer entschlossenen und gleichmäßigen Friedenshaltung gegenüber allen Seiten nicht soviel gelegen war, wie an der Hoffnung auf das politische Ueberwiegen jener Seite, mit der man aus allerhand unneuttalen Gründen ympathisierte. Es ist in diesem Zusammenhang für die eigenartige Auffassung von Neutralität im Norden bezeichnend, daß es gerade die skandinavischen Länder waren, die der Valencia-Regierung nicht nur bis zum Ende, sondern über dieses Ende hinaus, als sie überhaupt nicht mehr existierte, ihre Anerkennung und moralische Unterstützung gewährten, die Franco längst geschuldete Anerkennung dagegen noch zu einem Zeitpunkt verweigerten, als dieses Hinausschieben nur als eine einseitige Parteinahme gegen Franco, gegen Italien und gegen Deutschland aus- gelegt werden konnte. Weiter ist bezeichnend, daß alle diese Länder bis zum heutigen Tage noch jenem Genfer Völkerbunde angehören, dessen Artikel 16 noch nicht abgeschafft ist, jener berüchtigte Sanktionsartikel, durch den die kleinen Staaten für die Interessen Großbritanniens eingespannt werden. Seit Ausbruch des Krieges mit den Westmächten nun hat sich die Haltung der nordischen Länder nicht etwa geändert, sondern Deutschland, das keinerlei Divergenzen mit den nordischen Staaten hat und chon immer in seiner Geschichte für deren Interessen eingetreten ist, muhte wiederum erleben, daß R o m, 8. Dez. (DRB.-Funkspruch.) Auf der ersten Sitzung des Großen Rates des Faschismus seit Kriegsbeginn hat Außenminister Graf Ciano, wie das amtliche (Kommunique besagt, einen Bericht über die internationale Lage erstattet, der 2V« Stunden dauerte und vorn Großen Rat mit Beifall aufgenommen wurde, hierauf nahm der Duce das Dort zu einer ^/-stündigen Rede. Sodann wurde folgender Tagesbefehl angenommen: „Rach Entgegennahme des ausführlichen, auf unwiderlegliches dokumentarisches Material gestützten Berichte des Außenministers bestätigt der Große Rat des Faschismus, daß die dem Kriege unmittelbar vorausgegangenen Ereignisse und der Charakter einer statischen Belagerung, den der Krieg an der Westfront selbst angenommen hat, seine Voraussicht auf wirtschaftlichem Gebiet mit der durch Blockade und Gegenblockade erfolgten Entwicklung und die in der territorialen Lage sowie in dem Kräfteverhältnis zwischen der Ostsee und den Karpaten eingetretenen Verschiebungen dem Beschluß des Winisterrates vom 1. September, der die „Richtkriegführung" Italiens durchsetzte, in vollem Umfange Recht geben, einem Beschluß, der bis jetzt die Ausdehnung des Konfliktes auf Sudofleuropa und das Vlittelmeer vermieden hat und den der Große Rat betätigt unregelmähl- ilarmanlagel. zeils nur d°- ton) auf di- il Leim iterung nH während des Weltkrieges. irgendwo in England hergestellt wurde. Sie ist sehr sorgfältig gearbeitet und trägt den breiten Keil, ein Zeichen dafür, daß sie offiziell ist. Das ist nur eine kleine Sache, die die Mittäterschaft der britischen Regierung bei etwas ausweist, was man Verbrechen nennt/' Hier ist also mit ganz schlichten Worten durch einen Engländer f e st g e st e ll t, daß Herr Winston Churchill hinter den Verbrechen der Engländer am irischen Volke stand. Er war es, der zu Beginn des Kampfes ausrief: „Man muß die Iren Niederschlagen wie Hunde?" Er organisierte den ganzen Terror gegen Wehrlose. Er wurde als der Erfinder jener teuflischen Maske entlarvt, mit der friedliche Menschen in ihren Heimen zu Tode erschreckt werden sollten. Der Bericht der Labour Party-Commission bringt außer fmerffamSP iut der H Df die W pal „NE »eilende NI ets um eW r den » öffentlich bis Gegenüber tendenziösen ausländischen Informationen erklärt der Große Rat, daß die Beziehungen zwischen Italien und Deutschland so bleiben, wie sie von dem Bündnispakt und bei dem wiederholten Gedankenaustausch fe st gelegt worden sind, der vorher und nachher in Mailand, Salzburg und Berlin stattgefunden hat. Der Große Rat erklärt, daß alles, was i m Donau- und Balkanraum geschehen kann, bei den gemeinsamen Land- und Seegrenzen, die durch die Vereinigung des Königsreichs Albanien mit dem Königreich Italien noch größer wurden, Italien unmittelbar inter- e s s i e r en muß. In bezug auf seinen Handelsverkehr zur See beabsichtigt Italien diesen Verkehr sowohl mit Rücksicht auf sein Prestige als auch seine unbestreitbaren Lebensnotwendigkeiten in der entschieden st en Weise sicherzustelten. Schließlich zollte der Große Rat dem vom Außenminister durchgeführten Werk lebhaften Beifall und erteilte ihm den Auftrag, demnächst vor der Faschistischen und Korporativen Kammer Über die Wechselfälle und Phasen der internationalen Politik der letzten Zeit zu berichten. Zu Beginn der Sitzung hatte der Duce des im Sommer verstorbenen Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer vis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für I mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf.. für Testanzeigen von 70 mm Breite 50 Rpf..Platzvorschrift nach vorh. iBereinbg.250/6 mehr. Lrmätztgle Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzei- gen, Bäder», Unterrichts- tu behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B 9. Dez. v. r >30 Uhr zugegen sein werde. Das erste Echo der ttaliemschen presse Oer Tagesbefehl des Großen Faschistischen Rates. Oie Beziehungen zwischen Italien und Oeutschland bleiben die alten. — Italien wird seinen Handelsverkehr zur Gee auf das entschiedenste sicherstellen. - Oer Bündnispakt mit Oeutschland voll bekräftigt. tifU* t W werd-" “2 ■äS ganitäts' j ] Tjs K-" ;.r;5 "Mb. fflabe mit t.ein Sind UB crus der H sich auf [e für bJ * 28599,86 ' ect LK wenn es nicht gelang, rechtzeitig Revision zu schaffen. Anstatt nun aber in dieser Richtung zu wirken, waren die nordischen Staaten von Anbeginn der Gründung des Genfer Völkerbundes die treuesten Anhänger und Verfechter dieses S y st e m s , das in seiner ganzen Struktur auf nichts anderes als die Niederhaltuna Deutschlands auf ewige Zeiten abzielte. Die nordischen Länder haben dem Völkerbund auch dann noch die Treue gehalten, als seine wahre Natur als Exekutor von Versailles und als Hüter des Status quo auch d5m naivsten politischen Gemüte klar geworden sein mußte. Vergebens wartete Deutschland damals auf Zeichen der Sympathie, auf eine wirksame Unterstützung, aber man war entweder zu uninteressiert oder man beschränkte sich auf ideologische, fast- und kraftlose Auseinandersetzungen im Rahmen des Genfer Debattier-Klubs. Immer mehr geriet der Norden in das Fahrwasser der englischen Politik. Symptomatisch hierfür war auch die Haltung im Abessinenkonflikt, als die Nordländer sich als solch eifriger Verfechter des Nachkriegs- Systems entpuppten, daß sie sich nicht nur in treuer Ergebenheit an den Sanktionsbeschlüssen gegen Italien beteiligten, sondern diese mit einer fast selbstmörderisch zu nennenden Gewissenhaftigkeit gegen Italien durchführten. Die wenigen 'erfreulichen Ausnahmen betätigen nur diese Grundeinstellung. Als in Deutschland der Nationalsozialismus die Macht übernahm und das deutsche Volk unter Adolf Hitler begann, seine Fesseln abzuschüt- der in obiger Rede schon erwähnten Kopie des Packzettels, mit dem die Masken zu den britischen Truppen befördert wurden, noch die Aussagen eines Iren, der mit feiner Familie selbst einem nächtlichen Ueberfallvon Soldaten mit solchen Ma sken ausgesetzt war. Das Interessante hierbei ist, daß diese Soldaten unter dem Schutz dieser Vermummung dem unglücklichen Opfer fein gesamtes Bargeld stahlen. Das war — damals in Irland — die Art der Kriegführung von Minister Winston Churchill. Welch ein Beitrag zu der Charakteristik des Ooer- befchlshabers der britischen Flotte! Ein Beitrag aus englischem Munde! Genügt die Geschichte von Winston Churchills Maske nicht, um ihn selbst zu demaskieren? Rom, 8. Dez. (DNB. Funkspruch.) Die Beschlüsse des Großen Rates des Faschismus stehen im Mittelpunkt der römischen Morgenpresse, die, wenn sie auch noch keine redaktionellen Kommentare dazu bringt, doch schon in den Schlagzeilen die überragende außenpoUttsche Bedeutung der Präzisierung der ttaliemschen Haltung unterstreicht. Vor allem werden dabei die „volle Bekräftigung des B ü nd ni s p ak t e s mit Deutschland", die. Bestätigung des Ministerratsbeschlusses über die Nichtkriegfuhrung Italiens, der Hinweis auf das italienische Interesse am Schicksal des Donauraumes und des Balkans, sowie der Entschluß, den Handelsverkehr zur See sicherzu st eilen, hervorgehoben. Mit großem Interesse wird schließlich die Ankündigung verzeichnet, daß Außenminister Graf Ciano demnächst vor der Faschistischen und Korporativen Kammer ausführlich über die internattonale Lage berichten wird. teln, da wurde von dem überwiegenden Teil der Presse des Nordens dieses Ereignis nicht etwa freudig begrüßt, sondern fast jeder Schritt zur deutschen Selbständigkeit und jede Tat des Führers zur Beseitigung des Versailler Vertrages einer hemmungslosen Kritik unterworfen. Besonders auffällig zeigten sich die Folgen der systemattschen Hetze gegen Deutschland in den nordischen Ländern, als Deutschland sich im Laufe dieses Jahres bereit erklärte, mit den kleinen Staaten des Nordens Nicht- angriffsuerträge abzuschließen. Während mit Dänemark und den baltischen Staaten die Verträge Mm Abschluß kamen, waren es Schweden, Oer Offizier von 1939. Die vom Oberkommando der Wehrmacht heraus» gegebene Zeitschrift „Die Wehrmacht" veröffentlicht eine Charakterisierung des Offiziers von 1939. Der Verfasser, Oberstleutnant z. V. Mat- thaei sagt darin, daß der Offizier von 1939, der in Polen, am Westwall, zur See und in der Lust vor die Bewährungsprobe seines Lebens gestellt war, eine eigene Prägung habe, die jetzt im Feuer erhärtet ward und erst im Schlachtenlärm sichtbar hervorbrach. Niemals wohl in der deutschen Geschichte habe sich ein Führerkorps so entschlossen zur Tat, so pflichterfüllt gegenüber der rassischen Gemeinschaft des eigenen Volkes und fo hart gegen sich selbst in der Durchführung der Be- fehle des Führers gezeigt, wie das Offizierkorps der deutschen Wehrmacht in jenen jagenden Wochen und Monaten seit dem 1. September dieses Jahres. Die jugendlichen Generale in den fünfziger Lebensjahren, die im polnischen Feldzug so sichtbar hervortraten, bedeuteten einen ausschlaggebenden geistigen und soldatischen Wert der Wehrmacht überhaupt. Wenn ein Generaloberst einen Strom durchschwamm, um zu feinen vordersten Teilen zu gelange», wenn die leuchtenden Uniform- unü Gradabzeichen der Generale oft ganz vom bei den Truppen zu schen waren, wenn der Soldat sie neben sich im Feuer liegen sah, so feien das Tatsachen, deren Auswirkung auf die Truppe und ihren Geist greifbar und bildhaft waren. Aber ebenso und in der gleichen Haltung sah die Truppe den ihr besonders nahen Offizier der unteren Dien st grade, den Leutnant und neben ihm den Unteroffizier. Der schnelle Ausbau der Wehrmacht habe die Verjüngung des Offizierkorps und der Unteroffiziere aller Grade bis nach unten hin durchgesetzt. Daß diese jungen Männer s i ch durch gesetzt haben, zeige ihre Bewährung beim Einsatz vor dem Feinde ebenso wie das militärisch-kriegerische Ergebnis ihrer Erziehung der von ihnen vielfach bereits im Frieden ausge- bldeten Truppe. Bei dem Typus des Offiziers von 1939 fei die Schule des Körpers ebenso bedeutsam wie die Tatsache, daß mancher erst ernsthaft einem bürgerlichen Beruf nachging und dann erst, wenn die innere Stimme, die ihn zum ganzen Soldaten drängte, nicht mehr schweigen wollte, alles hinter sich warf, um als Waffenträger und Offizier seine Lebensaufgabe zu finden. Ein verinnerlichtes Soldatentum fei heran- Hewachsen. Zum Verhältnis des Offiziers zum Soldaten wird bemerkt, daß die Soldaten des Feldzuges 1939 sahen, daß ihre Offiziere, der junge Leutnant und Oberleutnant immer die er st en am Feinde waren. Bei den besonders hartnäckigen Kämpfen vor Lemberg seien in wenigen Tagen vom Offizierkorps der fünf Bataillone einer Gebirgsbrigade 14 tot auf dem Schlachtfeld geblieben und 10 schwer verwundet davongetragen worden. Auf teilweise je 15 Mann kam dann schon ein Offizier, die verstanden hatten, was versterb en heißt und die im bewußten Einsatz des eigenen Ich der Truppe das unauslöschliche Beispiel des Opfers gaben. Die Wirkung solchen Einsatzes beweise das Ergebnis des Feldzuges. Unzählige Beispiele solchen Offizierseinsatzes und Einsatzes des Unteroffiziers lägen aus allen Wehrmachtteilen vor. Aus so hartem und sauberen Holze' sei der Offizier von 1939 geschnitzt; eine 200jährige soldatische Ueberlieferung habe er ausgebaut und, fest wurzelnd in der nationalsozialistischen Idee, im Glauben an das ewige Deutschland, dem Gipfel entgegengeführt. Berlin, 7. Dez. (DNB.) Der heutige Oberbefehlshaber der britischen Flotte Winston Churchill gehörte bekanntlich in der gleichen Stellung dem englischen Koalitionsministerium an, das unter der Führung von Lloyd George in den Jahren 1916 bis 1922 die Regierung Großbritanniens bildete. In jene Zeit fiel d i e Erhebung der Irländer, die endlich — nach einer beispiellos harten Knechtschaft von 700 Jahren — das englische Joch abzuschütteln versuchten. Der Krieg, der damals fünf Jahre lang (1916 bis 1921) auf der grünen Insel tobte, wurde von den englischen Truppen und Polizeiaufgeboten (den sogenannten Black and Tans) unter General Maxwell mit einer geradezu unvorstellbaren Grausamkeit geführt. Die irische Freikämpfer, Mitglieder der berühmten, von Devalera geleiteten Organisation Sinnfein, hatten, wenn sie in die Hände der britischen Unterdrücker fielen, d i e furchtbarsten Qualen und Foltern auszustehen und wurden zu Hunderten vom Militärgericht in Dublin zum Tode verurteilt. Doch damit nicht genug! Die Engländer, getreu der ihnen eigenen Art der Kriegsführung, i stürzten sich vor allem auf die unbewaffnete Zivilbevölkerung, metzelten sinnlos wütend Männer, Frauen und Kinder nieder, zerstörten zahlreiche Häuser, Fabriken, ja ganze Städte, lieferten weite Kreise dem Hungertode aus, indem sie be- i sonders Lebensmittelgeschäfte und Molkereien in Schutt und Asche legten und übten einen bardarischen Terror aus, der in der ganzen Welt einen Sturm der Entrüstung hervorrief. _ Schließlich begab sich eine Kommission der eng- ! 'ischen Labour Party unter Arthur Henderson | Aach Irland, um genaue Feststellungen über das Vorgehen der Soldateska zu treffen. Sie erstattete Lnde 1920 einen Bericht, der im Januar 1921 Anter dem Titel „Report of the Labour-Commission I Io Ireland“ als eine Druckschrift von 116 Setten ^schien. Dieser Bericht, in dem eine in der Ge- ’ chichte wohl einzigartige Fülle von Grausamkeiten - Asammengestellt ist, enthält auch die Reden, die s mehrere Mitglieder der Kommission nach ihrer Rück- I aus Irland vor dem Londoner Unterhaus » I teilen. In einer dieser Reden nun findet sich I legender Absatt: „Was die Verantwortung der (englischen) Re- I tierung anbelangt, so schien General Thomsen (der I nrlitärische Berichterstatter über die Vorgänge) diese | 'M Hinblick auf die Vergeltungsmaßnahmen ver- lecken zu wollen. Es kann sein, daß er recht hatte. Cs kann sein, daß nicht nur Lloyd George, Sir I framar Greenwood oder Minister Winston Chur- biII nicht für die Repressalien in Irland verant- I wörtlich wären. Aber bei Durchsicht dieses Berichtes . t»ttd man auf gewisse Zeugnisse über das Eindrin- cen Bewaffneter in Häuser stoßen und im Anhang iie Kopie eines offiziellen Packzettels finden, der für gewisse Masken z u nächtlichen A n- Skiffen bestimmt war, die von den Militärbehörden, also von Winston Churchill, von einer egend Englands in eine Gegend Irlands gesandt vorden sind. Stellen Sie sich einmal selbst vor, venn Sie mit Frau und Kind ruhig schlafen und otnn eine Anzahl Männer mit Masken herein- siurzt (der Sprecher weist hier eine der Masken öir). Dies ist eine Maske, die von Winston Churchill geliefert wurde, um Männer und grauen m Schrecken zu versetzen« eine Maske« die Die Maske Winston Churchills. Englands Marineminister der Schuldige an der grausamen Kriegführung in Irland °ie & «.98 rf b.t ieiB'ein iianern ^crldjetni täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monatr-Vezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illusttierte e 1.80 Zustellgebühr . , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanfchlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehe« Postscheckkonto: Srantfurt am Main 11686 Waagschale geworfen. Jeder vernünftig Denkende mußte sich klar darüber sein, daß dieses Unrecht früher ober spater feine Vergeltung nach sich ziehen und daß damit die —u/uim vujiuwm, Welt erneut in schwerste Unruhe geraten mußte, Norwegen und Finnland, die sich desinteressiert Metzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhesfen Oer russisch-finnische Konflikt der als Aus Minen gelaufen und gesunken wird von uns nicht anerkannt, sondern Herausforderung behandelt. Die strategische Lage. Riga, 7. Dez. (DRV.) Rach der letzten russi- schen Meldung sind die von kantalahti aus operierenden russischen Truppen bereits 80 Kilometer von Kemijärvi entfernt bis nach Kuolajärvl vorgedrungen. Eine weitere Offensive von russischer Seite ist von Ka- bralahti von Süden her vorgelragen worden, wobei das Ziel der Russen ftuufamo ist, das ungefähr 110 Kilometer südlich von Kuolajärvi entfernt liegt. Auch dieser Angriff richtete sich gegen T o r n e a als Endziel und mit der ersten Etappe gegen k o m i s ä r v i. Sollte es den Russen gelingen, dieses Ziel zu erreichen, so wäre diese für die Verteidigung des Rordens strategisch wichtige Eisenbahnlinie vom Süden aus abgeschnitten, woraus sich eine äuherst ernste Lage für Finnland ergeben mühte. Roch weiter im Süden stehen die russischen Truppen zur Zeit bei dem Dorf S u o m i s f a l m i aus ihrem Vormarsch gegen Uleaborg. Weiter wird aus den am Mittwochabend von der Front einlaufenden Berichten erkenntlich, dah ein Vor st oh gegen Rurmes, an der Eisenbahnlinie Joensuu-Kajana gelegen, von der Neuer Bruch des Völkerrechts durch England. Englische Fischerboote mit Geschützen - aber unzureichende VettungSmittel- - Britische Flugzeuge beschießen unbewaffnete Handelsdampfer. Berlin, 7. Dez. (DNB.) In einer Unterhaus- । rode hat Churchill sich damit gebrüstet, daß b e - : reits 1000 englische Handelsschiffe ; bewaffnet worden sind, und daß diese Zahl bald auf 2 000 ft eigen werde. Die britische Admiralität verwendet die bewaffneten Handelsschiffe für Zwecke der Kriegführung gegen Deutsch- lanm. Aus früheren Nachrichten ist bekannt, daß die Reeder und die Kapitäne dieser Schiffe wegen ihres Offensivgeistes nicht nur in der englischen Presse, sondern auch im Unterhaus gelobt wurden. Englische Berichte haben sich öffentlich über den Handelsschiffkapitäne anerkennend geäußert, die das Feuer auf Unterseeboote schon in dem Augenblick eröffneten, als diese Leim Auftauchen die Wasseroberfläche durchbrachen. Die offensive Bewaffnung der Handelsschiffe ist nun noch verstärkt worden. Zu der Ausrüstung mit Geschützen ist teilweise eine Ausrüstung mit Was- serbomben hinzugetreten, wobei die Bedienung dieser komplizierten Angriffswaffen in Händen von Personal der britischen Kriegsmarine liegt, das zu diesem Zweck auf bewaffnete Handelsschiffe kommandiert wird. Auf die Folgen, die sich hieraus für die deutsche Seekriegführung ergeben, ist von deutscher Seite wiederholt aufmerksam gemacht worden. Lin deutsches Unterseeboot hat kürzlich bei den Hebriden mit einer bewaffneten Fischerflottille aufgeräumt und mehrere Fischdampfer versenkt, nachdem es den Besatzungen Gelegenheit gegeben hatte, sich in ihren Booten zu retten. Wenn dieser Vorgang in einer Reutermeldung als Verstoh gegen das U-Voot-Protokoll von 1936 bezeichnet wird, so kann hierzu nur festgestellt werden, dah die britische Admiralität s e l b st durch die offensive Bewaffnung ihrer Handelsschiffe auch diesen bewaffneten Fischerfahrzeugen den Schuh des U-Boot-Pro- tokolls entzogen hat. Das deutsche Unterseeboot hat das Völkerrecht nicht verletzt, sondern trotz eigener Gefahr mehr Gegend um Repolu im Gange ist. Schließlich wird aus dem Frontabschnitt zu beiden Seiten des L a - doga-Sees berichtet, dah die Finnen dem Druck der Russen bisher haben standhalten können. Im Falle einer Aufgabe Suojärvis könnten die Russen die finnischen Verteidgungstruppen auf der karelischen Landenge aus ihren stark befestigten Stellungen ohne Schwierigkeit vertreiben. Oie finnische Gesandtschaft hat Moskau verlassen. Moskau, 8. Dez. (DNB.) Die Mitglieder finnischen Gesandtschaft in Moskau, ungefähr 30 Am Donnerstagabend mürbe in Helsinki folgender Heeresbericht aus gegeben: Land: Am 6. 12. überschritt der Feind den Taipale, unterstützt von kräftigem Artilleriefeuer. Ein Gegenangriff ist eingeleitet. In Westkarelien werden heftige lokale Kämpfe geführt, bei denen vier feindliche Tanks zerstört wurden. In Salmis verwendeten die Russen Gas. Eine russische Abteilung nähert sich dem Tolva-Fluß. In der Gegend des Kianta sind Kämpfe im Gange. Bon den übrigen Fronten nichts neues. See: Der Feind unternahm am 6. 12. zwei planlose Beschießungen unserer Küstenartillerie am Finnischen Meerbusen. Am Ladoga-See hat unsere eigene Artillerie erfolgreich an den Kämpfen teil- genommen. Luft: Am 6. 12. unternahmen feindliche Flieger gegen Pitkäranda, Koirinosa und Ki- tele Angriffe. Abgeworfene Bomben hatten keine Wirkung. In Pitkäranda und Koirinoja wurden Zivilpersonen mit Maschinengewehren beschossen. Einige Personen wurden verletzt. Feindseligkeit behandelt. „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch wieder hinaus." Das Deutsche Reich kennt sehr wohl die Verpflichtung der Dankbarkeit und der Treue, aber seine Freundschaft liegt nicht auf der Gasse, wo sie jeder nach Belieben sie nehmen könnte, nachdem er sie vorher ausge- geschlagen hatte. Das Deutsche Reich hätt denen die Treue, die chm die Treue hatten, das Deutsche Reich steht denen bei, die ihm beistehen, das Deutsche Reich nützt dem, der ihm nützt. Das deutsche Volk hat nichts gegen das finnische Volk, im Gegenteil. Das deutsche Volk hat keinerlei Feindschaft gegen die Völker des Nordens. Es ist zu hoffen, daß die Leiter der Geschicke unserer nördlichen Nachbarn eines Tages sich darüber Gedanken machen und sich die Frage vorlegen werden, ob es besser ist, wie in den vergangenen Jahren den Einflüsterungen englischer Völkerbundsapostel und Kriegshetzer ein williges Ohr zu leihen oder dem natürlichen Interesse ihrer Völker nach einer Freundschaft mit dem deutschen Volke sichtbaren Ausdruck zu verleihen. eignete sich eine Explosion, die das Schiff in zwei Teile spaltete. Ob die Explosion einem Torpedo oder einer Mine zuzuschreiben ist, steht nicht feft Als die übrigen Schiffe des Geleitzuges und die englischen Kriegsschiffe die Explosion bemerkten, ergriffen alle d i e Flucht und überließen die Schiffbrüchigen ihrem Schicksal. Diese trieben mehrere Stunden lang in einem Rettungsboot auf dem Meere umher und wurden schließlich von einem vorb eikommend en italienischen Schiff gerettet. getan, als völkerrechtlich nötig gewesen wäre. Es hätte die Boote der bewaffneten Fischerflottille w i e Kriegsschiffe a n g r e i f e n und niederkämpfen können, gab aber der Besatzung Gelegenheit, sich zu retten. Die Methode Churchills ist besonders verwerflich. Denn man gibt diesen Fischerbooten zwar Geschütze und setzt sie damit einer zusätzlichen Kriegsgefahr aus, läßt ne aber offenbar mit ganz unzureichenden Rettungsmitteln auslaufen. Die Bestimmungen des U-Boot-Protokolls können selbstverständlich nicht als ein Verzicht auf Anwendung von Waffengewalt gegenüber feindlichen Schiffen ausgelegt werden, die von der britischen Admiralität mit Offensivwaffen ausgerüstet werden. Es gibt keine Bestimmung des Völkerrechtes, die einen Staat verpflichten könnte, Angehörige seiner Wehrmacht dem Selbstmord auszufetzen. Die scheinheiligen Beteuerungen Churchills werden durch das Verhalten der Engländer selbst Lügen gestraft. Als am 29. Rovember englische Flugzeuge sich Borkum näherten, haben sie die auf Reede liegenden unbewaffneten Handelsdampfer mit Maschinengewehren befchosfen. Die nzwisck'en angestellte Untersuchung hat ergeben, ß auf einem der Schiffe acht Einschläge uf der Kommandobrücke und in ihrer Rühe liegen. Diese Handlungsweise stellt nicht nur einen glatten Bruch des Völkerrechtes dar, sondern charakterisiert sich selbst als eine besondere Barbarei. Denn das sinnlose Feuern auf Zivilpersonen konnte weder einen militärischen Zweck haben, noch der britischen Handelskriegsführung dienen, da die britischen Flieger sich kaum eingebildet haben werden, mit Maschinengewehren ein Schiff versenken zu können. Die einseitige britische These, daß die Deutschen Freiwild sind. Der russische Heeresbericht. Moskau, 7. Dezember. (DNB.) lieber die Kampfhandlungen in Finnland wurde folgender Heeresbericht veröffentlicht: Am Abend des 6. Dezember haben die vormar- fchierenden Truppen des Mlitärkreifes Leningrad im Gebiet von Murmansk den Widerstand der Finnen gebrochen; sie sind bis 35 Kilometer südlich von Petsamo vorgestoßen. Bei Oukhta, Repola, Porosozero und Petrosawodsk haben sie im Gefolge glücklicher Gefechte die Eisenoahnlinie Nurmes — Joensuu überschritten und sind 60 bis 65 Kilometer weit über die Staatsgrenze hinaus voraestoßen. In der karelischen Landenge haben unsere Truppen nach einer Artilleriebeschießung die Hauptver- teidigungslinie der Finnen längs des unter dem Namen „Maginotlinie" bekannten Vouski- Flußsystems durchbrochen, haben den Fluß Taipaleenuini überschritten und bewegen sich in nördlicher Richtung. Im westlichen Teil der Landenge haben wir die Station Kiviniemi der Eisen- bcchnlinie nach Kexholm, die Stationen Lounatjoki und Perjarvi und das Fort Ino an der Küften- bechnstrecke sowie schließlich auch noch die Ortschaft Hannila an der Küste des Finnischen Meerbusens, 9 Kilometer westlich von Fort Ino, besetzt. — Wegen schlechter Witterung konnten nur vereinzelte Auf- klärungsstüge durchgeführt werden. Der finnische Heeresbericht. Helsinki,?. Dez. (DNB.) Das finnische Hauptquartier gab Mittwoch folgenden Heeresbericht heraus: Am 5. Dezember sind die Angriffe des Gegners zurückgeschlagen worden. Im Gebiet von Balksjärvi sind acht Kampfwagen zerstört worden. Die Summe der allein auf der Karelischen Halbinsel von Anfang des Krieges bis zum 5. Dezember abends zerstörten oder beschädigten feindlichen Kampfwagen beläuft sich auf 80. Am 5. Dezember unternahm der Gegner einige Auf- kl ä r u n g s f l ü g e über dem Operationsgebiet und machte ergebnislose Bombenabwürfe bei Petsamo und Pitkäranta. Unsere Luftabwehr schoß am 5.12. zwei gegnerische Flugzeuge ab. Helsinki wurde am Mittwochabend feinem Luftangriff unterworfen. Das Wetter ist fortdauernd schlecht. Die Schneedecke beträgt in Helsinki, wo der Verkehr so gut wie eingestellt ist, etwa 30 Zentimeter. Durch den starken Schneefall sind auch die finnischen Flugzeuge zum Terl verhindert worden, aufzusteigen. Die Berichte von der Front treffen auf großen Umwegen und mit Verspätungen i- Helsinki ein. Aus ihnen geht hervor, daß Kampf- 1, iSlungen sowohl um Salmijärvi als auch nördlich vorn Ladoga-See und an der karelischen Front mit großer Gewalt vor sich gehen. Finnische Truppen sollen am Mittwoch in Eilmärschen nach Petsamo unterwegs sein, um die dortigen, starkem russischen Druck ausgesetzten Garnisonen zu unterstützen. Der Vormarsch der finnischen Truppen mußte beschleunigt werden, da sonst die Eisenbahnverbindungen und der Eisenbahnknotenpunkt in Kemijärvi von den Russen abge- schmtten bzw. zerstört werden. Aufklärungsflüge gegenEnglandundGchoitlanö Mißglückte britische Einflugversuche nach Schleswig-Holstein. Berlin, 7.Dez. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im W e st e n schwache Arttllerietätigkeit. Die L u f t w a f f e führte Aufklärungsflüge gegen England und Schottland durch. Die Aufklärer stießen wiederum bis zu den Shetlands- Inseln vor. Bei einem Luflkampf westlich der holländischen Insel Texel stießen ein deutsches und ein englisches Flugzeug zusammen und st ü r z - ten ins Meer. In den Abendstunden fanden fünf Einslüge britischer Flugzeuge von der Deutschen Bucht her nach Schleswig-Holstein statt. Flakfeuer zwang den Gegner zum Abdrehen nach Rorden, wobei er versuchte, über dänisches Hoheitsgebiet zu entkommen. Bomben wurden über deutschem Gebiet nicht abgeworfen. Erneute englische Neutralität« Verletzung von dänischer Seile bestätigt. Kopenhagen, 8. Dez. (DNB.-Funkspruch.) Die einwandfreie deutsche Feststellung daß englische Flieger am Mittwoch nördlich von Flensburg über dänisches Hoheitsgebiet geflogen sind, wird jetzt auch von dänischer Seite b e st ä t i g t. Während zunächst erklärt wurde, daß von den dänischen Behörden am Mittwoch kein Fall des Ueberfliegens däni- schen Gebietes feftgeftellt worden sei, wird jetzt aus M a r st a l auf der Insel Aero gemeldet, man habe gestern gegen 20 Uhr das Geräusch eines Flugzeuges gehört, das sich i n sehr großer Höhe befunden haben dürfte. Es seien nun über einem kleinen Bezirk verstreut etwa 10 Flugblätter gefunden worden, deren Text zwar in deutscher Sprache sei, aber eindeutig einen englischen Ursprung verrate. Die Insel liegt in der Ostsee auf der Höhe der deutsch-dänischen Grenze, so daß der Verdacht nahe- liegt, daß diese Insel überflogen wurde, nachdem vorher der Weg über das dänische Nordschleswig zurückgelegt worden war. Deutsche Flieger wieder über London. London, 7. Dez. (DNB.) Wie gemeldet wird, sind heute deutsche E rt u nbu n g s f I ü g e auch nach London und über Westfrank- r e ich ausgeführt worden. In wetteren Gebieten Frankreichs wurde, wie es in London heißt, Fliegeralarm gegeben. Auf den Orkney-Inseln wurde am Mittwoch Fliegeralarm gegeben. Eine halbe Stunde später ertönte das Entwarnungssignal. Man konnte das Motorengeräusch eines Flugzeuges Horen. Bald darauf gab es noch einen zweiten Fliegeralarm. Die Entwarnung erfolgte 20 Minuten später. Wie das britische Luftfahrtministerium mitteilt, näherten sich feindliche Flugzeuge kurz nach 12 Uhr der Küste in der Gegend des Firch oft Forth. Jagdflieger der Royal Airforce wurden ihnen entgegengesandt. Die Entwarnung erfolgte eine halbe Stunde später, nachdem die feindlichen Flieger ab geflogen waren. Der Generaldirektor der englischen Presse-Zensur zurückgetreten. London, 8. Dez. (Europapreß.) Der Generaldirektor der englischen Presse-Zensur, Sir Walther M o n 11 o n, hat gemeinsam mit seinem Stellvertreter Fish, dem Londoner Direktor der „Dally Mail", seinen Rücktritt eingereicht als Protest gegen die obstruktive Haltung, die die einzelnen Wehrminister feiner Tätigkeit gegenüber ein- nehmen, weil sie der Zenfur die Ermächtigung verweigern, über die Verwendung gewisser Nachrichten selbst zu entscheiden. Diese Haltung hat regel' mäßig zu langen Verzögerungen in der Veröffentlichung geführt. Der Minister der inneren Sicherheit hat Monkton aupgeforbert, feine Tätigkeit vorläufig fortzusetzen, bis die von ihm eingeleitete Untersuchung abgeschlossen sei. „Deserteure und Renegaten" Der Stabschef der Hlinka-Garde gegen die Emigranten-Hetze in Paris und London. Preßburg, 7. Dezember. (Europapreß.) Der Stabschef der Hlinka-Garde, M u r g a s , wandte sich über alle slowakischen Sender gegen die verstärkte Tätigkeit der slowakischen Emigranten in Paris und London. Er führte aus: „Dasselbe Paris, das im September 1919 für den für die Freiheit und Rechte feiner Nation kämpfenden Führer des slowakischen Volkes, Hlinka, wederPlatznochDerständnis hatte, wurde zu einem freigebigen Gastgeber für slowakische Deserteure und Renegaten, die Volk, Natton und Staat für Judasgroschen des internationalen Juden- und Freimaurerturns verraten. Eine ©nippe seelisch entgleister Menschen, wie Osusky, HanNinc, Krno, Wiest, fanden m Paris ein Asyl und die Stadt bot ihnen sogar die Möglichkeit, im Rundfunk zu sprechen. Diese für schmutziges Geld gekauften Soldner wollen der slowakischen Nation, die im eigenen Staat lebt, von Paris aus von Freiheit reden. Diese sittenlosen gefallenen Männer beschmutzen auf feige Art ihre eigene Nation. Mr haben keine überflüssige Zett, den täglichen Kabarettvorführungen vor dem Mi* : krophon dieser Pariser Verräter Beachtung Al i schenken. Die Schmähungen fallen auf ihre Urheber • zurück. Auch der gauklerische Veitstanz des traurig i bekannten Dr. Benesch verdient unsere Aufmerk- - samkeit nicht. Für uns gibt es nur eine Sorge, : und zwar, daß sich im slowakischen Staat die [ Fehler des unglücklichen zwanzigjährigen Regi- • TW9 nicht wiederholen. Jenen, Mi rmjevor es gerade die Staaten des Nordens waren, die in ihrer Presse und in ihren Handlungen alles andere als eine wohlwollende Haltung deutschen Belangen gegenüber einnehmen. Jedes Land möge seine Sympathie da wählen, wo es ihm am besten dünkt. Es soll sich dann aber nicht darüber beklagen, wenn ihm seinerseits nicht jenes Maß an Sympathie entgegen geb rächt wird, auf das man bei ihm seit Jahren vergeblich gewartet hat. Dem deutschen Volke ist durch die britischen Kriegshetzer, die nicht zum wenigsten durch skandinavische Journalisten und Politiker unterstützt wurden, der jetzige Krieg aufgezwungen worden. Es ist naiv und sentimental zugleich, zu erwarten, daß das deutsche Volk in dem Kampf um seine Zukunft nun plötzlich all den kleinen Staaten beistehen soll, die sich vorher nicht genug tun konnten, Deutschland zu schmähen und zu verunglimpfen. Jahrelang hat man das Reich zumindest mit kühler Gleichgültigkeit, ja mit hochmütiger Ablehnung, oftmals aber mit einer schlecht verhüllten und offenen Personen, mit dem Gesandten Drjö Koskinen an der Spitze, haben Donnerstag um 20.50 Uhr Moskauer Zeit mit dem fahrplanmäßigen Zug nach Dünaburg (Lettland) Moskau verlassen. Die meisten Mitglieder der früheren finnischen Gesandtschaft wollen sich über Deutschland nach Skandinavien begeben. England schickt Militärflugzeuge nach Finnland. Amsterdam, 7, Dez, (DNB.) Wie ein Teil der heutigen Londoner Morgenzeitungen behauptet, werden von England 2 0 Militärflugzeuge an Finnland geliefert werden, die einen Teil des Kriegsmaterials bildeten, das englische Firmen Finnland zur Verfügung stellen wollten. Die Flugzeuge würden auf dem Seewege transportiert werden. Die Konferenz der skandinavischen Außenminister. Kopenhagen, 8. Dez, (DNB.-Funkspruch.) Die Außenminister von Dänemark, Norwegen und Schweden, die am Donnerstag in Oslo versammelt waren, haben, wie von amtlicher dänischer Seite mitgeteilt wird, die Fragen, die sich auf den finnischen Appell an die Genfer Liga ergeben, erörtert und sich darüber geeinigt, zu versuchen, alles zu tun, was seitens des Völkerbundes möglich sei, um eine friedliche Verständigung zwischen der Sowjetunion und Finnland herbeizuführen. Sie haben auch die Auswirkungen, die der Krieg in Finnland auf die allgemeine Lage haben könne, besprochen, sowie endlich einzelne Fragen von geringerer Bedeutung behandelt, die die Tätigkeit des Völkerbundes be- treffen. Die Außenminister haben die Gelegenheit ihres Zusammenseins benutzt, um sowohl an den isländischen Erstminister wie an den finnischen Außenminister telegraphisch Grüße zu senden. Kopenhagen, 7. Dez. (Europapreß.) Der englische Krieg hat am Sonntag wieder, wie erst am Mittwoch in Kopenhagen bekannt wurde, ein Opfer von der dänischen Handelsflotte gefordert. Am Sonntag ist um 12.30 Uhr vor der englischen Ost- küste der dänische 2135-Tonnen-Dampfer „O v e Io ft" auf eine Mine gelaufen und gesunken. 21 Mann waren an Bord, davon konnten 15 Mann gerettet werden. Der Dampfer war mit einer englischen Kohlenfracht auf dem Weg nach Göteborg. Daher erklärt es sich auch, daß die ersten Meldungen hier über Schweden eingetroffen sind. Nach einem in Göteborg eingetroffenen Telegramm ist der Dampfer „Ding a", 1930 Tonnen, nach einer Explosion gesunken. Die Besatzung von 21 Mann wurde von einem dänischen Dampfer an Bord genommen. Der Sekretär der britischen Admiralität bedauert, berichten zu müssen, daß H. M. Trawler „W a s h i n g t o n", 209 Tonnen, in der Nordsee auf eine Mine lief und sank. Der britische Dampfer „O r s a" von 1478 Tonnen ist in der Nordsee untergegangen. Ferner ist der 4607 Tonnen große englische Dampfer „Chancellor" infolge eines Zusammenstoßes mit einem anderen Dampfer im Atlantik gesunken. Der Kapitän und die Besatzung wurden gerettet Aus Amsterdam werben drei weitere Schiffe als durch Minen versenkt gemeldet. Der englische Dampfer Huntsman" (8200 Tonnen) wird von seiner Reederei als überfällig gemeldet. Der griechische Dampfer „P a r a I o s" (3435 Tonnen) ist mit einer für Griechenland bestimmten Ladung deutscher Steinkohle in der Themsemündung auf eine Mine gelaufen und gesunken. Ferner wird gemeldet, daß das in Diensten der britischen Admiralität stehende Fischerboot „Oui- xotic" in den Gewässern von Dundey untergegangen ist. Die Besatzung konnte gerettet werden. Der norwegische Dampfer „P r i m u l a" (1024 Tonnen) ist an der schottischen Küste auf eine Mine gelaufen und innerhalb von zwei Minuten gesunken. Don der 15 Mann starken Besatzung werden noch 8 vermißt. In Amsterdam ist eine telegraphische Mitteilung des Kapitäns des Dampfers „T a j a n d v e n" eingetroffen, in der es heißt, das Schiff fei nach einer heftigen Explosion innerhalb von 25 Minuten 30 Meilen nördlich der Insel Ouessant untergegangen. Alle Fahrgäste seien gerettet, sechs Mann der Besatzung werden vermißt. Das belgische Schiff „Louis Scheid" werde die Geretteten in Weymouth an Land bringen. Das holländische Frachtschiff „Tajondoen" der Dampfschiffahrtsgesellschaft Nederland hatte 8159 Registertonnen. Er war auf dem Wege nach Nieder- ländisch-Jndien. Einschließlich der Fahrgäste befanden sich 67 Personen an Bord. Der holländische Fischdampfer „Silvaln" ist seit längerer Zeit überfällig. Es wird angenommen, daß er gesunken ist. Wie aus Ostende gemeldet wird, hat der belgische Fischdampfer „M e m I i n g" in der Nähe der englischen Küste 25 Schiffbrüchige des norwegischen Tankdampfers „Britt a" gerettet, der in den englischen Gewässern gesunken ist. Die „Britta" (6214 Tonnen) hatte eine Besatzung von 31 Mann. Man glaubt, daß sechs von ihnen ums Leben gekommen sind. Die geretteten Besatzungs- Mitglieder, unter denen sich sechs Verwundete befinden, wurden in Neylyn an Land gesetzt. „Englische Kriegsschiffe ergriffen die Flucht.. Oslo, 8. Dez. (Europapreß.) Die Mannschaft des untergangenen norwegischen 12 000-Tonnen- Schiffes „Reals" ist in Bergen eingetroffen. Sie berichtete interessante Einzelheiten über die Umstände beirrt Verlust ihres Schiffes. Dieses befand sich mit einer Ladung Benzin und Del auf der Reise von Amerika nach Dänemark. Es wurde von den Engländern ungehalten und nach Kirkwall gebracht. Dort wurde eine englische Prisenmannschaft an Bord gesetzt, die das Schiff in einem Geleitzug nach London bringen sollte. Aus dieser Fahrt er- Staat tm M-er Europas führen, gebührt unter Dani und unser Dank gebührt ror allem auch g u h r « r u „ d R - r ch s k a n z I e r fiir leine mo^ lische chl'lfe. Den Pariser Streicheiden und Komödianten gebührt unsere Verachtung und, wen^es darauf anfommt, unsere Faust." Bücher als Feldpostsendung. Ein Appell an die Heimat. Das Reichspropagandaministerium oeranstaltet in den nächsten Monaten eine Werbung für den ffle. banten der Buch-Feldpostsendung. Zeder Volkse- nosse in der Heimat ist aufgerufen, feinen Ange- Wriflen unj» Freunden an der Front Bücher al- Fewpostsendung zu schicken. Da- deutsche Buch ner- mittelt den tm Felde stehenden Soldaten ein leben- diges Bild von der Heimat mit ihren Kräften von der Gegenwart mit ihren Ausgaben und vor! der Große deutscher Geschichte. Die Hälfte seines Lebens wartet der Soldat verübens so schreibt Ha n ns I oh st in einem Ge- leitwort zu dieser Aktion. Nun kann man diese Zeit totschlagen, und man kann sie nutzen. Jede Wartezeit ist ein Stück Freizeit, und Freizeit kann man sich durch em gutes Buch verschönern, oder man kann sie mit Hilfe eines Fachbuches für fein Wei- terkommen nutzen. Nutzen aus der Wartezeit schlagen, klingt das nicht verlockender, als die Seit sinnlos totzuschlagen? Der Büchermarkt wartet darauf daß ihr euch seiner bedient und eure Lieben im Felde mit Büchern bedenkt. Jedes Buch ist ein Freiwilliger, der gewillt ist, Seite an Seite mit euren Angehörigen draußen im Felde zu bestehen Als Ratgeber für Buchgeschenke an die Front ist die Buch-Feldpostliste erschienen, die jedem die Auswahl der geeigneten Bücher erleichtert. In übersichtlicher Gliederung werden dabei die Buch- gruppen Weltanschauung und Politik, Dichtung und Unterhaltung, Kultur und Natur aufgeführt Jeder Buchhändler stellt die Liste kostenlos zur Verfügung. Ihr alle, Väter und Mütter, Schwestern und Vrü- dern, Frauen und Kinder bedient euch des Buches als Geschenk für eure Feldgrauen! Oer Kampf gegen die Rachitis. Uebelstand dadurch abhelfen, daß wir jedem Säugling systematisch den ihm fehlenden Rachitis- schutzstoff zuführten. Und wir könnten damit rechnen, daß bei lückenloser Durchführung der amtlichen Rachitisaktion die Rachitis weitgehend zum Verschwinden gerbracht werde. Die staatliche Anordnung geht dahin, daß möglichst sämtliche über zwei Monate alten Säuglinge einer Rachitis- prophylaxe zu unterziehen sind, analog dem Vorgehen bei der Pockenschutzimpfung; es bleibt der Bevölkerung überlassen, den Schutz im öffentlichen Verfahren oder durch Inanspruchnahme eines Privatarztes vorzunehmen. Zweckmäßige Arbeitskleidung Jur Reichskleiderkarte nimmt Dr. I. Reichert || Im „Reichsarbeitsblatt" das Wort. Er erklärt, der |l erste Eindruck, den der Karteninhaber nach Erhalt | feiner Karte bekomme, daß es nämlich wahrhaftig I richt viel ist, treffe voll und ganz zu. Einen Be- |[ lleidungsluxus könnten wir uns bei dieser rigoro- ien Einschränkung nur noch leisten, soweit vor- |[ hanben. In der Zukunft werde aber auch dieser || Aanz immer mehr verschwinden. Ob General- i Direktor oder ungelernter Arbeiter, solange Krieg ' ft, könne keiner der beiden sich mehr als der an- 1 'ere an Wäsche und Kleidung erlauben. Anders ! .ehe es allerdings mit der Arbeits - und Be- । lufskleidung. Dieser Sektor sei ausdrücklich I -usgenommen. Arbetts- und Berufskleidung, die I iiSher bezugscheinfrei war, werde jetzt ebenfalls I bezugscheinpflichtig. Es fei Vorsorge ge- I rossen, den hierin austretenden Bedarf voll I ju decken. Aus dem Baumwoll- und Zellwoll- | Htor werde annähernd d i e H ä l f t e der für den ■ Hwilbedarf zur Verfügung stehenden Spinnstoff- M nengen zur Herstellung von Arberts- I r nd Berufskleidung vorgesehen. Diese Re- I selung zeige, daß auch im zivilen Sektor nach Dringlichkeit unterschieden werde. Im übrigen müsse der Kleiderkarte zugute gelalten werden, daß Erfahrungen aus diesem Gellet noch nicht vorliegen. Es sei nicht ausgeschlossen, baß sich im Laufe der Zeit Möglichkeiten ergäben, ene verfeinerte Versorgung je nach dem Grab der Nützlichkeit für die Volksgemeinschaft öurchzuführen. In diesem Krieg, da es um den Befand der Nation gehe, sei die zweckmäßige und P-ite Arbeitskleidung wichtiger als der elegante ^raßenanzug. Die Staatsfuhrung habe bei der Lebensmittelrationierung bewiesen, daß alles für deutschen Arbeiter geschehe, was überhaupt mög- lfch sei. Die besondere Behandlung der Berufsklei- bing zeige, daß auch hier der Arbeiter in seinen Ansprüchen gerecht behandelt werde. Beim Arbeiter fit nicht die Frage der Kaufkraftlenkung ausschlag- gebend. Wenn seine Arbeitsleistung auch unter den erschwerten Umständen der Kriegszeit voll auf- vckterhalten bleiben solle, dann fei die wichtigste Bedingung, daß er auch in den Genuß der durch llliiner Hände Arbeit geschaffenen Kaufkraft komme. Die Anordnungen des Reichsinnenministers über einen durchgreifenden Kampf gegen die Rachitis werden in den Aerztekreisen große Genugtuung aus- Sösen, wie Professor Dr. Rott vom Reichsgesund- heitsamt im „Deutschen Aerzteblatt" erklärt. Die Äachttis sei nämlich immer noch die amwei- testen verbreitete Krankheit bei uns. Es sei zuzugeben, daß die schweren Formen der Ra- chisis im Zuge der Verbesserung der hygienischen Lebenshaltung des Volkes verschwunden sein. Die Krankheitsformen geringeren Grades seien aber geblieben. Der Grund sei durchweg in der bei uns mangelnden Sonnenbestrahlung zu suchen. In Deutschland sei jeder Säugling rachitisgefährdet. Wir könnten aber dem Der Besondere Strafsenat beim Reichsgericht. Berlin, 4. Dez. (DNB.) Der Führer hat bte D itglieder des Besonderen Strastenats beim Reichs- Pricht ernannt. Ihm obliegt die Entscheidung in den ^rafsachen, in denen auf Grund eines vom Ober» nichsonwalt beim Reichsgericht eingelegten außer- ordentlichen E i n f p r u ch e s g e g e n ein rechts- 'saftiges Urteil von neuem zu entscheiden ist ['er in denen der Oberreichsanwalt wegen der Bettung der Sache die Anklage vor den Be- loiberen Straftenat erhoben hat. Zu Mitgliedern °i- 31. Dezember 1940 sind ernannt: Reichsgerichts- rDr. Rohde in Leipzig sowie Oberlandes- ^ichtspräsident Dr. M e l t in Graz und zu ihren ^.rtretern Reichsgerichtsrat Dr. Magner m Leip- Hauptschriflleiter Dr. Friedrich Wllhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Pro- vinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Elnzelverkausspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Ar.4 rurm 1.SevtLMer lü* 3ifl und Landgerichtspräsident Schnitger in Ber- un; ferner zu Mitgliedern bis 31. Dezember 1941: Nelchsgerichtsrat Goedel in Leipzig sowie Mi- msterialdirektor im Oberkommando der Wehrmacht i h kn ann in Berlin und zu ihren Vertte« tern Reichsgerichtsrat S ch o e r l i n in Leipzig und mrC^Ia^cn^ ^Cs Oberlandesgerichts C a ft n e r in in£n ent .®er neue Senat wird am 6. Dezember 1939 zu feiner ersten Sitzung zufamemntreten. ♦ Am 6. 12. 1939 trat der Besondere Straf» senat des Reichsgerichtes unter dem Vorsitz des Reichsgerrchtspräsidenten Dr. Bumke zu seiner Sitzung zusammen. Der Oberreichsanwalt hatte gegen ein fondergerichNiches Urteil außerordentlichen Einspruch eingelegt. Dieses Urteil YE einen vorbestraften Sittlichkeitsverbrecher zu mehrsahriger Zuchthausstrafe verurteilt, weil er un- fc*^U5nu^UTI^L Verdunkelung und unter Be« knit Waffen an einem noch Jugendlichen ein schweres Sittlichkeitsverbrechen nach § 175 des Strafgesetzbuches begangen hatte. Der Besondere Senat verurteilte den Täter zum Tode. Reue Rechtsaufgaben. Die Arbeiten derAkademiefürDeutsches Recht werden um die durch den Krieg gestellten Rechtsfragen erweitert. Der stellvertretende Präsi- dent Professor Dr. Ernge gibt einen Ueberblick uü?r den Stand der Arbeiten der Akademieaus- schusse. An erster Stelle nennt er die Bemühungen um die Schaffung eines deutschen Volks gesetz- 1)1(15 Bürgerliche Gesetzbuch ersetzen soll. Wichtige Vorarbeiten dafür sind bereits geleistet. Dor dem Abschluß stehen auch die Beratungen an der Erneuerung des Handelsrechts. Der Ausschuß hat sich für die Beibehaltung eines besonderen Handelsgesetzbuches ausgesprochen. Als Zenttalbegriff soll die Unternehmerperfön- lichkeit anerkannt werden. Der Kaufmannsbegriff fall vereinheitlicht und vereinfacht werden, jeder Inhaber eines nach kaufmännischer Art zu führenden Gewerbes soll die Kaufmannseigenschaft erhalten. Auch Großhandwer- &rn, deren Betrieb eine kaufmännische Führung erfordert, soll der Weg zur Eintragung in das Handelsregister und damit zur Erlangung der Kaufmannseigenschaft eröffnet werden. Ein Gesetzentwurf ist ferner für das Recht ber Handelsvertreter und Handlungsreisenden ausgearbeitet worden. Der Handelsvertreter soll als selbständiger Gewerbetreibender bestimmt werden. Zu einem gewissen Abschluß können weiterhin die Arbeiten auf dem Gebiet des Jugend st raf» rechts geführt werden. Aus dem Gebiet des öffentlichen Rechts wird auf einigen Spezialgebieten die Arbeit fortgesetzt. So geht der Entwurf eines Reichswaffergefetzes der Vollendung ent« gegen. Auch für das Polizeirecht ist ein Ge- setzentwurf ausgearbeit. Der Ausschuß für Kolo« nialrecht wird das Ergebnis seiner Arbeiten demnächst in einem Sammelband veröffentlichen. Der Ausschuß für S o z i a l v e r si ch e r u n g s - recht hat durch die Notwendigkeit der Rechtsangleichung in den neuen Ostgebieten wichtige Aufgaben erhalten. Auch der Ausschuß für Ratio- n a l i t ä t e n re ch t steht infolge der politischen Ereignisse vor neuen Aufgaben. Schließlich wird der Ausschuß für Völkerrecht in nächster Zeit Ge- legenheit haben, die mit der Kriegführung der Feindmächte zusammenhängenden vötkerrechttichen Fragen in einer Denkschrift zu behandeln. DerAdois-Hitler-Kanal-Bollendlmg und Anfang Am 8. Dezember wird der Adolf-Hitler- Kanal dem Verkehr übergeben. Er wandelt den alten Klodnitz-Kanal, den schon Friedrich der Große, der erste Erschließer Oberschlesiens, plante und der 1822 vollendet wurde, in eine mo - l>erne Großschiffahrtsstraße um. Sie verbindet Gleiwitz mit dem Od er-Hafen von Cosel. Der Abolf-Hitler-Kanal ist nach sechs« jähriger Arbeit betriebsfähig geworden und über» windet den erheblichen Höhenunterschied von insgesamt 44 Meter in sechs Doppelschleusen, die auf den sparsamsten Wasserverbrauch eingerichtet sind. Außerdem sind und werden Staubecken angelegt, wobei der abfallende Sand den Gruben für den sog. „Bergeversatz", d. h. für die Auffüllung der ausgebeuteten Kohlengruben zur Verfügung gestellt wird. Wenn in diesem Zusammenhang von einem sparsamen Wasserverbrauch die Rede ist, ober die Errichtung von Staubecken erwähnt wird, so werden damit schon besondere Schwierigketten gestreift, die jeder Wassersttaße, insbesondere aber der Schiffahrt auf ber Oder, anhaften. Der Binnendeutsche hat immer eine Neigung zu dem früh- lief)en Glauben, daß eine natürliche oder künstliche Wasserstraße keine weiteren Probleme mehr stellt. Das ist leider ein großer Irrtum. Gerade bei ber Ober sind die beiden Ertteme fast allzudeutlich ausgeprägt: nämlich das häufige Vorkommen von zu niedrigem Wasserstand oder von Hochwasser. Natürliche Wasserstraßen müssen also nicht nur einmal instand gesetzt und Kanäle nicht nur einmal gebaut, sondern auch dauernd bewirtschaftet werden, was durch Anlage von .Talsperren geschieht, die überschüssiges Wasser auffangen und in Mangelzeiten ab geben. Der Adolf-Hitler-Kanal wird einen Verkehr von Massengütern in Höhe von verschiedenen Millionen Tonnen nach dem östlichen Mitteldeutschland und nach Norddeutschland und darüber hinaus in den ganzen Ostseeraum sehr erleichtern. In diesem Sinne ist er eine Vollendung. Er ist zugleich ein Anfana: einmal für einen Kanal zur oberen W e ichsel, von wo aus sich wieder Verbindungsmöglichkeiten zum Dnjestr und zum Pruth an das Schwarze Meer und an die untere Donau ergeben. Da auch die Russen große Ka- nalbau-er sind, ist zu erwarten, daß diese Möglichkeit in einer nahen Zukunft ihre Erfüllung findet. Im Augenblick steht aber eine andere Wasfer- straßenverbindung aus wirtschaftlichen und poli- tischen Gründen im Vordergrund, nänllich ber Oder-Donau-Kanal mit einer Abzweigung zur oberen Elb4. Die Vereinigung des nordwestlichen Mitteleuropas im Großdeutschen Reich schafft die Voraussetzuna zu diesen Bauten, die einen jahrhundertealten Plan verwirklichen. Schon 1725 lagen in der Wiener Staatskanzlei die Pläne für einen Donau-Oder-Kanal fertig vor und um die Jahrhund-ertwende wurde dieser Gedanke wiederum von einer österreichischen Regierung einschließlich einer Kanalabzweigung zur oberen Elbe ausgenommen. Gefchchen ist nichts! Nun, an diesem 8. Dezember 1939, an dem der fertige Adolf- Httler-Kanal von Cofel nach Gleiwitz dem Verkehr übergeben wird, wird auch der erste Spatenstich zu dem Donau-Oder-Kanal getan, der zunächst dem Odertal folgt, dann die Scheitelftrecke über die mährisch-schlesische Pforte in 280 Meter Höhe überwindet und zwei Mündungen hat: die eine unmittelbar bei Wien und die andere unterhalb Wiens ganz knapp vor Preß bürg bei Theben. Der Donau-Oder-^Kanal verbindet zunächst das altober- fchlesifche Industriegebiet mit dem früheren österreichisch-schlesischen Gebiet (Wittkowitz und Mährisch-Osttau), dann mit Wien und den Alpenlän- dem, weiter donauabwärts mit dem südöstlichen Mitteleuropa und schließlich mit den Balkanländern und dem Schwarzen Meer an der Donaumündung. Damit ist die weltpolttische Perspektive in vollem Umfange enttollt: die Verbindung des mittel- und südosteuropäischen Raumes unter Vermeidung des Wegs durch den Kanal von Dover, das Mittelmeer und die Dardanellerr. Kleine politische Nachrichten. Der Führer hat dem Verlagsbuchhändler Dr. Konrad Toechle« Mittler in Berlin aus Anlaß der Vollendung seines 70. Lebensjahres die Goethe- Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. * Auf einer Arbeitstagungder Obergauführerin n en des BDM. unter Leitung der Reichsreferentin Dr. Jutta Rüdiger in der Reichs- führerinn en schule in Potsdam sprach Reichsleiter Alfted Rosenberg. Er betonte die Wichtigkeit ber Erziehungsarbeit, die die Führerinnenschaft des BDM. gerade im Krieg zu erfüllen hat. Reichssportführer von Tschammer und Osten wurde vom König Georg II. von Griechenland in Audienz empfangen. ♦ x Reichsorganisationsleiter Dr. Ley hat seine dreitägigen Besprechungen in Rom mit Unterredungen mit dem Präsidenten des faschistischen Jndustriever- bandes C a p o f e r r i und Staatsrninister F a r i« nacci, Mitglied des Großen Rates des Foschis« rnus, abgeschlossen. Donnerstagabend hat der Reichsorganisationsleiter das Haus der Landesgruppe aufgesucht und wird Freitagvorrnittab mit dem fahrplanmäßigen Frühschnellzug in einem von der italienischen Regierung zur Verfügung gestellten Sonderwagen die Rückreise nach Deutschland antreten. Die deutschen Beauftragten für die Umsiedlung ber Volksdeutschen aus dem früheren Galizien und Wolhynien haben sich in Deutsch-Przemysl versammelt unter Leitung des Hauptbevollmächtigten der Reichsregierung ^-Obersturmbannführer Ho ff mayer. Die Umsiedlungsaktion soll verttagsgemäß beiderseits bis zum 1. März nächsten Jahres abgeschlossen fein. Der neue Gesandte der Sowjetunion für Ungarn, Eharonow, der zuletzt Geschäftsträger der Warschauer Sowjetbotschast war, ist mit seinem Personal in Budapest eingetroffen und Hot dem Außenminister Graf Csaky einen Antrittsbesuch abgeftattet. ♦ Im iranischen Außenministerium wurde von Außenminister Alam und dem Sowsetbotschaster Filimonoss ein Protokoll über die Zusammenarbeit der iranisch-russischen Fischereigesell- s ch a s t unterzeichnet. Die Unterzeichnung bedeutet eine Konsoldierung der Freundschaft zwischen Iran und Sowjetrußland. Die iranische Presse hofft, daß nun auch die anderen Probleme schnellste Lösung ftnden, womit auch der Abschluß eines neuen Handelsvertrages gemeint ist. « Die Konferenz der gemischten japanisch-mandschurischen und russisch-mongolischen Grenzziehungskommission in Tschita hat am Donnerstagvormittag begonnen. * In belgischen Finanz kreisen hat es Aufsehen erregt, daß der französische Frank seit vier Tagen nichtmehranberbelgischenBörse notiert wird. Man führt das auf die neuen Pariser Finanzmaßnahmen zurück, die derartig kompliziert und undurchsichtig seien, daß man sich vorläufig über das weitere Schicksal des Frank im unklaren sei. ♦ Der Militärattache der deutschen Botschaft, Oberst Bruns, überreichte in Barcelona dem dortigen Kommandierenden General O r g a z, ber seinerzeit Befehlshaber der Nationalarmee vor Madrid war, bas ihm vom Führer verliehene Großkreuz des Drbens do m Deutschen Adler. i Der König von England und der fron« zösische Staatspräsident trafen sich am Donnerstag in einer Stadt ber Kriegszone. Der König befand sich in der Begleitung des Herzogs von Gloucester. Präsident Lebrun war in Begleitung von D a l a b i e r. Das Frühstück wurde in einem Restaurant der Stadt eingenommen. In Jerusalem wird mit geteilt, daß es zwischen britischen Truppenabteilungen und bewaffneten arabischen Nattonalisten an der transjorbant« schen Grenze zu einem größeren Gefecht kam. Hierbei wurden sechs Araber getötet, sechs fielen als Gefangene in die Hände ber Engländer. Oie englischen Verluste werden bemerkenswerter Weise nicht angegeben. Oas Ehrenzeichen für deutsche Volkspfleqe im Krieqsbereich. Das Ehrenzeichen für deutsche Volkspflege kommt auch im Rahmen der Kriegsaufgaben als Aus« zejchnung für entsprechende Verdienste in Betracht. Es erhalten Angehörige des Sanitätsdienstes, soweit sie sich über den Rahmen ihrer dienstlichen Tätigkeit hinaus Verdienste auch in Pflege von Kranken und Verwundeten erworben haben. Soldaten und Beamte, die sich um das Rote Kreuz im Rahmen seines Aufgabengebiets praktisch besonders verdient gemacht haben. Soldaten und Beamte, die sich um das W H W. in tätiger Beteiligung besonders verdient gemacht haben. Militärattaches zur Pflege des deutschen Volkstums im Ausland. Teilnehmer an größeren Rettungs« und Hilfsaktionen, die für eine Auszeichnung für Errettung aus Lebensgefahr nicht vorgefchlagen werden können. Nichtwehrmachtangehörige, die während des Krieges im Bereich der Wehrmacht und in ihrem unmittelbaren Auftrag tätig find, für Verdienste in der Verwundeten- und Krankenpflege. Während des Krieges kann die Verleihung an Wehrmachtangehörige nur erfolgen, wenn die Verdienste nicht zu den dienstlichen Obliegenheiten gehören. Nichtwehrmachtangehörige, die in dienstlicher Tätigkeit Gelegenheit haben, sich bas Kriegsverdienstkreuz zu erwerben, kommen für das Ehrenzeichen nicht m Betracht. Neue Aufgaben für das BOM.-Werk „Glaube und Schönheit^. Unter Leitung der neuen Beauftragten für das BDM.-Werk „Glaube und Schönheit, Annemarie K a f p a r, fand eine Tagung der Beauftragten für das BDM.-Werk statt. Außer prattischen Fragen wurden vor allem die Probleme ideeller Müde l f ü h r u n g im Kriege besprochen. Gerade im Kriege hat die persönliche Lebensgestaltung der älteren Mädel besondere Bedeutung, da die Anspannung im Beruf einen Ausgleich fordert. Die Freizeit soll daher die Schönheit, Erhebung und Entspannung erschließen, die jede Beschäfttgung mit deutscher Kultur und Kunst vermittelt. Sämtliche 17jährigen Mädel des BDM.-Werkes befinden sich gegenwärtig in der Ausbildung für den Gesundheitsdienst. Schon in Kürze werden bereits die 16jährigen Mädel diese Grundausbildung erhalten, so daß in den Arbeitsgemeinschaften des BDM.-Werkes darauf auf geb aut werden kann. Neben den Arbeitsgemeinschaften, die sich mit Fragen des völkischen Lebens, mit Volkstumsarbeit, Sport und Gymnastik befchäfttgt, werden die Ar- beitsgemeinschasten für Kochen und Hauswirtschaft, sowie für bäuerliche Berufsertüchtigung fortgesetzt. Besonderen Wert haben diese Arbeitsgemeinschaften für das Mädel auf dem Lande. Oie Brauwirtschaft spart Gerste ein. Berlin, 7. Dezember. (DNB.) Die Notwendigkeiten des Krieges machen es erforderlich, einen Teil von der Brauwirtschaft verbrauchten Gerste einzusparen, um sie für andere Zwecke, so insbesondere für die Herstellung von Nährmitteln, Kaffee- Ersatz und zur Erweiterung unserer Futtergrundlage zu verwenden. Daher ist künftig grundsätzlich die Herstellung von Bier mit einem Stammwürze- gehalt von mehr als 10,3 v. H. verboten. Er soll jedoch aus Qualitätsgründen nicht weniger als 9 v. H. betragen.' Bei dem größten Teil der üiblidyen Konsumbiere betrug der Starnrnw ürz eg eh alt bisher etwa 12 v. H. Andererseits wurde im Weltkriege der Stammwürzegehalt bis auf 3 v. H. herabgesetzt. Die'se Maßnahme ist notwendig und vertretbar, da damit rund 500 000 Tonnen Gerste, die bisher für die Bierherstellung verwendet wurden, für andere Ernährungszwecke frei gemacht werden. Aus aller Welt. Drei ilalienifche Bombenflugzeuge abgestürzk. Eine Anzahl italienischer Bombenflugzeuge hat, wie amtlich bekanntgegeben wird, am Mittwoch einen Uebungsflug von Oberitalien nach Sizilien unternommen. Durch den heftigen Sturm und Eisbildung an den Tragflächen waren die Flugzeuge stark behindert. Von einer sehr heftigen Böe sind drei Flugzeuge über der Stadt Lucca erfaßt und zum Absturz gebracht worden. Ein Teil der Bemannung konnte sich durch Absprung mit dem Fallschirm retten. Unwetter in Italien. Nach dem schweren Gewitter in der Nacht zum Donnerstag ist auf den Rom umgebenden Bergen heftiger Schneefall eingetreten. Infolge des auch im Golf von Neapel herrschenden schweren Unwetters ist der Dampfer „Angelo Emo" mit einer Ladung von 900 Tonnen Kleie durch Sturm und hohen Seegang auf den Wellenbrecher von Torre Annunziata geworfen worden und gesunken. Der Vesuv trägt eine Schneehaube. Fünf Geschwister 418 Jahre alt. Es gehört wohl zu den Seltenheiten, daß fünf Geschwister in bester Gesundheit und Frische ein Lebensalter von zusammen 418 Jahren erreichen. Dieser Fall wird von Irmgarteichen bei Siegen berichtet. Die Spitze bei den fünf Geschwistern hält die Witwe Kath. Wolf, geb. Ax, die jetzt 92 Jahre alt wurde. Das Durchschnittsalter der fünf Geschwister liegt bei 84 Jahren. Schule und Leibeserziehung im Winter 1939/40. Welche Bedeutung die neue deutsche Erziehung der Leibesübung beimißt, ist bekannt. Auch während des Krieges soll die Leibeserziehung in den Schulen nicht vernachlässigt werden. Wenn durch Einberufung von Lehrkräften zum Heeresdienst und anderer Derwendunb der Uebungsstätten mancherorts auch Schwierigkeiten entstanden sind, so sollen Möglichkeiten gefunden werden, den Turn- und Sportbetried doch aufrechtzuerhalten, so weit das nur irgend möglich ist. Mit der Vertretung der zur Wehrmacht einberufenen Kreissportlehrer Mohr in Gießen und Hofmann in Friedberg ist Lehrer Karl Heller (Wiefeck) durch den Herrn Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — betraut worden. Er hat seine Arbeit in beiden Kreisen ausgenommen und wird an Das Reichsfachamt Handball hat inzwischen den Vorschlag über die zukünftige Gestaltung der Hand- ball-Gauklasse in Hessen genehmigt. Danach werden für die Folge eine Staffel Gießen und eine Staffel Kassel den Meister unter sich ausmachen. Der Staffel Gießen gehören an: Mtv. Gießen, Tv. Hörnsheim, Tv. Lützellinden, Tv. Garbenheim, To. Münchholzhausen, Tv. Katzenfurt, Tv. Holzheim, Tv. Hochelheim und Tv. Dornholzhausen. Die Spiele, die am 17.12. beginnen, werden mit Rücksicht auf ihren späten Beginn erstmalig in einer einfachen Runde durchgeführt, d. h. der Sieger der Vorrunde ist sofort Staffelmeister und Endspielteilnehmer beim Spiel um die Gaumeisterschaft. Die Rückspiele werden in Gestalt einer Freundschaftsrunde ausgetragen, um jedwede Härten schon von vorneherein auszuschalten. Unsere Mannschaften haben gerade in den Spielen der letzten Zeit recht gefällige Leistungen gezeigt, sie werden sich — wenn keine unvorhergesehene Umstände eintreten — sicherlich noch verbessern, weil die Punktespiele der beste Anreiz dazu sind. Die Zusammensetzung der Staffel und die verschiedenen Orten Arbeitsgemeinschaften durchführen, in denen mit dem Uebungsstoff vertraut gemacht wird. Für die Durchführung der Leibeserziehung in diesem Winter hat der stellvertretende Kreissportlehrer Richtlinien aufgestellt. Danach sind Spiele, die wenia Raum benötigen und eine große Anzahl von Kindern beschäftigen, vorwiegend zu pflegen. An SHuhe und Sportkleidung sollen keine besonderen Anforderungen gestellt werden. Bei guter Witterung können ausgefallene Turnstunden nachgeholt werden. Das Stundenbild soll etwa so gestaltet werden: 1. Ein Spiel zur Einführung: 2. eine Gruppe Gymnastik von 6 bis 8 Hebungen, die den ganzen Körper erfassen: 3. Staffeln über ein Hindernis (Leiter, Balken, Graben); 4. Parteispiele (Jägerball, Völkerball). Das Erarbeitete soll verglichen werden. Daher soll jede Schule mindestens einen W e ttkampf durchführen. Vorgesehen dafür ist Völkerball. Paarungen sorgen im übrigen für die nötige Spannung. Terminliste der Handball-Gauklasfe, Staffel Gießen. 17.12.: Holzheim — Mtv. Gießen, Dornholzhausen — Hochelheim, Hörnsheim — Katzenfurt, Gar- benheim — Lützellinden. 24.12.: Mtv. Gießen — Garbenheim, Hochelheim gegen Holzheim, Katzenfurt — Münchholzhausen, Lützellinden — Dornholzhausen. 31.12.: Garbenheim — Hörnsheim, Holzheim gegen Katzenfurt, Münchholzhausen — Lützellinden, Dornholzhausen — Mtv. Gießen. 7.1.1940: Hörnsheim — Holzheim, Lützellinden gegen Hochelheim, Mtv. Gießen — Münchholzhausen. 14.1.: Hochelheim — Hörnsheim, Münchholzhausen — Dornholzhausen, Katzenfurt — Mtv. Gießen, Holzheim — Garbenheim. 21.1.: Mtv. Gießen — Hochelheim, Dornholzhausen — Hörnsheim, Lützellinden — Katzenfurt, Münchholzhausen —.Holzheim. 28.1.: Garbenheim — Hochelheim, Hörnsheim gegen Münchholzhausen, Lützellinden — Mtv. Gießen, Holzheim — Dornholzhausen. 4.2.: Hochelheim — Katzenfurt, Holzheim gegen Lützellinden, Dornholzhausen — Garbenheim, Horns, heim — Mtv. Gießen. 11.2.: Münchholzhausen — Hochelheim, Lützellinden — Hörnsheim, Katzenfurt — Dornholzhausen. 18.2.: Garbenheim — Münchholzhausen. Um die Bannmemenchast im Handball Tv. Klein-Linden Jgd. — 1900 1. Jgd. In der Staffel 1 ist die Elf der Blauweißen nicht zu schlagen. Bei aller Würdigung des Könnens der Turner dürfte es doch zu einem klaren Sieg der 1900er Jungen kommen. Tv. Heuchelheim Jgd. — Mtv. 1. Jgd. In Heuchelheim wird es zu einem harten Kampf kommen, den aber am Schluß doch die Gießener siegreich durchstehen dürften. In der Staffel 2 herrschen bei den Vereinen Beuern und Großen-Buseck noch Unklarheiten über technische Dinge. Da diese noch nicht behoben sind, fallen die vorgesehenen Spiele aus. Wirtschaft. Nhein-Mainische Börse. Uneinheitlich. Frankfurt a. M., 7. Dez. An der Börse war weiterhin Zurückhaltung zu beobachten, die sich vor allem in nur kleinen Kundschaftsaufträgen äußerte. Auf Grund der starken Geldflüssigkeit besteht wohl überwiegend Anlageinteresse, doch zeigt sich im Augenblick keine größere Unternehmungslust. Die Umsätze am Aktienmarkt blieben daher ziemlich klein und. die Kursentwicklung weiterhin meist vom Zufall abhängig und daher unregelmäßig. Im allgemeinen gingen auch heute die Abweichungen kaum über 0,50 bis 1 v. H. hinaus. Verhältnismäßig rege gefragt wurden auf Käufe des Berliner Platzes Metallgefellfchaft, die nach unv. 118 auf 119 . anzogen. Vergleichsweise lebhafter waren auch IG.-Farben mit 160 (159,25), AEG. mit 120,25 (120) und Verein. Stahl mit 100,13 (100,50). Schwächer lagen Scheideanstalt mit 221 (223), Verein. Deutsche Metall mit 160 (161), ferner u. a. Salzdetfurth mit 170 (171,50), anderseits Gesfürel 137,40 (137). Heidelberger Zement 139 (138,50), Aschaffenburger Zellstoff 105,25 (104,50). Am Rentenmarkt entwickelte sich kein sonderliches Geschäft. Nachfrage verblieb jedoch hauptsächlich wieder am Pfandbriefmarkt, auch verschiedene kurzfristige Fälligkeiten wurden gesucht. Industrie-Obligationen schwankten bis 0,50 v. H., Liqui- Pfandbriefe bis 0,25 v. H., während Stadtanleihen vernachlässigt blieben. Staatspapiere meist unverändert. Von Auslosungswerten Reichsaltbesitz 137 (136,90), Dekosama I 141,13 (140,90), do. III 111 Die Handball-Gauklasse bei den Kriegsmeisterschafien 1939/40. Denke daran am 3. Opfersonniag — daß erst durch die Mittel des Winterhilfswerks die großen Leistungen der N§.-Volkswohlfahrt ermöglicht werden. So z. B., daß viele Hunderte hauptamtliche NS.- Schwestern in den befreiten Gebieten im Osten ein» gesetzt werden konnten, die dort ein großes Betätigungsfeld vorsanden. Sie waren unseren volksdeutschen Brüdern und Schwestern, die sich infolge der brutalen Behandlung durch die Polen in unsagbarer Armut befanden, Helfer in ihren großen und kleinen Nöten. Von ihrer Arbeit gibt dieses nette Bild einen kleinen Ausschnitt. — (Scherl-Bilderdienst-M.) (110,75), dagegen II 161,25 (161,50). Reichsbahn- VA. 126,40 (126,50). Steuergutscheine I sehr ruhig und eine Tönung leichter. Im Verlaufe war die Haltung eher etwas fester, das Geschäft beschränkte sich jedoch aus nur einzelne Papiere, während im übrigen die Zurückhaltung fortbestand und auch die Kursgestaltung uneinheitlich blieb. Gegen den Anfang höher waren u. a. AEG. mit 120,75 nach 120,25, Verein. Stahl mit 100,40 bis 100,50 nach 100,13, Metallgesellschaft bis 119,50 nach 118, Gesfürel 137,75 nach 137,40 und Rhem- stahl 133,75 nach 133,50. Zellstoffaktien kamen bis 1,50 v. H., Klöckner 1,25 v.H., Licht und Kraft 1,50 v. H. höher, Deutsche Linoleum u. a. 1,13 v. H. niedriger zur Notiz. Im F r e i v e r k e h r herrschte wiederum Geschäftsstille. Tagesgeld unv. 1,75 v. H. Ihre Vermählung geben bekannt Soldat Karl Heinz Voigt im 19. Lebensjahr. Gießen Hinter der Westanlage 5 z.Zt. im Felde 7. Dezember 1939 7243V Gießen (Johannesstraße 17), den 8. Dezember 1939. Die Beisetzung fand in aller Stille in Gießen statt Freundlich | Vnrkäiifp I hliertRs Zimmer I Verkaute I möbliertes Zimmer 7237V 05371 Nachruf! Gießen, den 7. Dezember 1939. 7240V garten, bei. 7238D Am Sonntag von 12 bis 17 Uhr geöffnet Freitag verkauf, Schanzenstrabe 18, hin. 72360 $diuppenfifrftft Stadttheater Betriebsführung und Gefolgschaft der Firma Poppe hefte er Zeitschrift „Ulis öet Batur“ (Der Naturforscher) Hugo Bei milhlerVerlag BeriiD-Llctiterlelde ttr. 288 Zweites Blatt gjcftener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Freitag. 8. Dezember 1939 Der Gießener Haushalt 1939 vor den Ratsherren CUe S°le6erren aua U"i> «leimtmben. - Di- UmoefioHuno om MMor - r Die LlWeffaltvng am Setterstor int uler läge 5 7243D int 9 VIS ?,u |U/UHC9 öiaurouo gej Haften werden. Do zwar die 'Planungen bis jetzt nicht völlig abgeschlossen 2)i« Ratsherren gaben auch zu den dort erforder- HP TI ’/l öMn/iritw aam X a« /T'i___r. . rr « . « ■ . c. f v .a .. “D^«»|iuununien nuCI) mafeabt der endgültigen Gestattung der Pläne ihre KIllFTTHmilnA «ZT- / 05371 •i ,10. !ßen straße 35 SÄ® Mra°ßenflüchtlln^ nach rtenfufe für 40 bi- 45 Fahrzeuge Ungerichtet wer «W9en Gestattung der Pläne ihre nur ein Sommerhaus und das Kürbisbeet ein Kürbisbeet. So wanderte ich ein paar Tage still und in mich verschlossen durch die verwandelte Welt. Bis ich meinen neuen Freund wiedertraf. Der sagte mir, am nächsten schulfreien Mittwochnachmittag wolle er mit ein paar tüchtigen Kerlen auf das Gut seines Onkels hinaus, und ich dürfe auch mitkommen. Ich traute meinen Augen nicht, als ich an der verabredeten Stelle eintraf, fand ich nicht nur den ganzen Stamm der Komanchen, sondern auch die Apachen vollzählig versammelt, als hätte nie Todfeindschaft zwischen ihnen geherrscht. Man nahm nicht viel Notiz von mir; ich wanderte still neben den andern her, und mein neuer Freund, der mich kaum begrüßt hatte, führte das große Wort. Er sprach von Erzherzog Karl, von Blücher und Gnei- senau, von Aspern und Wagram, von Leipzig und Waterloo; aber es war alles falsch, was er sagte, er ließ bei Aspern die Preußen und an der Beresina die Spanier kämpfen, er verlegte Groß-Gör- schen nach Polen und Elba nach Afrika, und als ich ganz leise und bescheiden einen Irrtum richtigstellen wollte, brüllte er „Halts Maul!" und sprach überhaupt nichts mehr mit mir. chsbahn. hr ruhig 15 fester, einzelne ständnislosen Widerstand gestoßen, daß ich es aufgab, einen andern in diese Traumwelt zu ziehen. Bis dieser andere doch kam ... Er war größer und kräftiger als ich, er hatte eine viel lautere Stimme, so daß ich zuerst kein Wort herausbrachte. Erst als er erwähnte, die da drüben mit ihrer dummen Indianerspielerei könnten ihn gern haben — er wisse was viel besseres — faßte ich gelindes Zutrauen. Ich sagte bescheiden, er hatte recht; der Erzherzog Karl, der Blücher und der Gneisenau, das seien ganz andere Kerle gewesen, weil sie den Napoleon besiegt hätten? Er stimmte mir huldvoll und etwas von oben herab bei und besichtigte dann wie ein Armeeinspektor unseren Garten. Ich faßte Mut und erklärte ihm die Situation, zeigte ihm die Etappenstraße, die von Paris nach Moskau führte, ließ meine Truppen defilieren und wies den verborgensten Ort, unser Kürbisbeet, das ich zur pyrenäischen Halbinsel ernannt hatte, da ich mir diese sehr fruchtbar vorstellte und die Kürbisse für tropische Früchte hielt. Aber mein neuer Freund lachte nur dazu und meinte, das sei doch alles Dreck und der Garten da viel zu klein, als daß man eine ordentliche Schlacht hier schlagen könne. Da wisse er ein viel besseres Gelände; sein Onkel hätte ein Gut in der Nachbarschaft, das sei beinahe so groß wie ganz Schlesien. Er werde mich einmal mifnehmen, fügte er mit kühler Herablassung bei. Als ich am nächsten Morgen in den Garten ging, war er entzaubert. Das Sommerhaus war eben sondern noch im Stadium bes Werbens sinb ist eine naßere Berichterstattung vorläufig nicht möglich. _ - — Die Umgestaltung am Setterstor. — Gießen hat über 47000 Einwohner. user aldsgarte” BIZ) ,45 Oberbürgermeister Ritter wies die neuen Ratsherren sodann darauf hin, daß sie durch ihre Berufung als Ratsherren in das Verhältnis eines Ehrenbeamten der Stadt Gießen ein- getreten sind, und er gab dem Wunsche Ausdruck Napoleon wird gefangen genommen. Von Robert Hohlbaum. !* klingt vielleicht etwas nach Reklame, aber ,Jl* .ai2 diese Gefahr hin muß ich darauf hinwei- ich vor einigen Jahren einen Napoleon- ^nan geschrieben habe. Das war der Abschluß Wr Reihe von Ereignissen, deren erste Station in früheste Kinderzeit fällt. Ich glaube, ich Wtte noch nicht einmal lesen, als mir ein Buch l,le .Hande kam: die Geschichte Oesterreichs von r, ein etwas kraus verworrenes Chroniken- l- Aber es hatte einen unschätzbaren Vorteil: E ®Qrir€/1? bebildert. Unter anderem war auch W Konterfei Napoleons, die Hand vorschriftsmäßig F£* den Umformrock geschoben und die Stirn- re ebenso vorschriftsmäßig ins Gesicht gekämmt. Pau1 ... „ (G^ iBoect- begnügte ich mich damir die Uniformen und rot anzustreichen, Wangen und Augen g loneren, so daß er aussah wie ein blauäugiger k-^enengel. Dann aber erfuhr ich zu meinem .LJlE€n’ daß dieser Mann, den ich mit solch ge- . iJn Farben ausgestattet hgtte, den Erzherzog ich fanatisch liebte, nicht eben gut behan- v" schrieb ich mit unauslöschlichem Rot- M gräßlichsten Schimpfworte quer über das E?n*er benen „Du Lump!", „Du Luder!" noch ^«ernettesten waren. ö?«^ich kam dann meine große „historische • Der Hauptteil meiner Kameraden hatte Europa abgeschlossen und war nach der Neuen stsiverß 'ohlsohg )e 316, 'tej ein. ^lksdeut- olfle der agbarer ? Heinen ud einen t<) sä . sende ! Sie ad liehen- a. M it 100,40 is 119,50 b Rhein- rnien bis 3d Kraft M3 v.h. rum Zeitschriffen. — 2)05 Kampfgebiet der Westfront stellt die neueste Nummer der „I l l u st r i r t e n Z e i t u n q" gr?^e,n ^ahl der eingetragenen Orte übersichtlichen und klaren Karte im Dierfarben- druck heraus Die Aufnahmen vom „Vorfeld des Westwalls bilden dazu eine vortteffliche bildliche Ergänzung. — Die moderne Seekriegführunq ist ^bemu der farbigen Zeichnung von Marinemaler Walter Zeeden und des mit Sonderzeichnun- Wott Sttobel ausgestatteten Aufsatzes "M dem U-Boot-Mutterschiff ,Saar' auf hoher See Daß das Mittelalter schon über eine gewisse Knegstechmk verfugte, geht aus dem Beittag „Konrad Kyeser der erste deutsche Kriegsingenieur" hervor. — Die Porttätzeichnung von Staatsschau« spieler Heinrich George, die Werner Knoth aus- Mhrte zeigt den Menschen und Künstler, dessen «eöeuhmg für di- Bühnenkunst auch in einem bebilderten Beitrag gewürdigt wird. ^?r?k^^oeben erschienenen Heft blickt das älteste bestehende deutsche Modenblatt die Mo« denwelt" (Deutscher Verlag Berlin), auf ein dreivierttl Jahchundert zurück. Was sich in diesem Zeitraum im Reich der Mode ereignete, welche Höhepunkte und Krisen sie durchlebte, welche Ent« davon geben ein interessanter Preisausschreiben ein anschauliches Bild. Außerdem bringt das bunte Heft Kleider, die wenig Punkte „fressen", Winterdirndl, Hüb- ches mit Seide, Tüll oder Spitze und Kindersachen. Unter dem Motto „Aus alt mach neu" stehen ^e Setten. Weiter findet man Tips fürs Reinigen und Waschen von Kleidungsstücken, einen Weawei. reze^.^ Mobelstilg^ und zeitgemäße Koch- Dornotizen. _ Tageskalender für Freilag. «Stadtchenter: 20 bis 22.45 Uhr „Die Entführung s:s dem Serckil . — Gloria-Palast (Seltersweg)- ,/chanmsfeuer". — Lichtspielhaus lBahnhofftraße):' Flarm auf Station III"; 14.30 Uhr Märchenvor- ntliW „Die Heinzelmännchen", „Der Wolr und Wen Geißlein", Gasper bei den Sioi"--In- vrnem , „Kinderlieder". — Obechesstscher Kunst- fc-ein: 15 bis 16 Uhr Ausstellung im Turmhaus m Brand. Sladlthealer Gießen. um heutigen Freitag kommt zum ersten Male ozarts Oper „Die Entführung aus dem Serail" h' Aufführung. Die musikalische Leitung hat Paul Filter, die Spielleitung Hans Geißler den soll; diese Straße wird zwischen Volksbad und Kino bis zur Wolkengasse durchgeführt werden. JSÄ* ?re^ri5^erJ9en vktroihäuschen soll, gleichzeitig als Abschluß des neugestalteten Platzes nach dem Hindenburgwall zu, gegenüber der Bleichstraße ^olonnadenbau geschaffen werden, an dessen Stirnseite als Eingang eine Rundhalle stehen Räume für das Reisebüro an- schließen sollen. Weiterhin werden in dem Kolonnadenbau der Lesesaal und die Stadtbücherei, die ,eV -w Torhaus vor dem Stadttheater unter- gebracht ist, sowie sanitäre Einrichtungen und eine Umsormerstation untergebracht werden. Vor dem .ovnadenbau sollen auch Ruhebänke und gärt- ^latz hoben, damit dort die Möglichkeit besteht, bei Spaziergängen auszuruhen. Die Ratsherren stimniten dieser Umgestaltung am Selterstor zu und erklärten sich mit den erforder« Wn Änderungen der Sttaßenfluchtlinien einver« lianden. AeugeflaNuna am Walllor. ®tn weiterer Vortrag von Staütbaudirettok «4.roaik bfer baulichen Neugestaltung am ^?^r, ^cke Hit erwall/Walltorstraße, gewidmet. nlan5me5Ccbüd) klünstigere Verhält- niffe als letzt für die Derkehrsabwicklung und gleich- ^lt,9 em schönes Stadtbild geschaffen werden. Da Ich stand noch nicht lange, da merkte ich, wie alle aus mich losrückten: zuerst noch taktisch be- dachtig, dann aber immer schneller, und endlich er- osfnete eine Armee einen Kavallerieanqriff gegen mich. Da brach der Instinkt des verfolgten Tieres in mir aus, und ich begann zu laufen. r Seben bin ich so gelaufen! Ich !ief über Wiesen und ungemähte Felder, ich floh in den Wald verfing mich in einem Astqewirr und wurde auf diese Weise schmählich gefangen. Ich miiP Zu niemer Schande gestehen, ich spuckte, biß und Hatzte, ich fd>ne um Hilfe, aber man steckte mir eine Art Knebel in den Mund und band mir vor die Augen. Ich wurde verschlevvt, bis endlich eine Tur klappte und ich auf etwas Weiches f -L' Jn0^ vvch Dünger da und warmen Tier- leibern. Meine Finger griffen in die weiche Masse au^ der ich gebettet lag — ich war in einem Kuh- i d» Gauleiters als Beauftragter ^^P- für die Stadt Gießen die feierliche Einführung der neuen Ratsherren vor. Er erinnerte nnr£rrÄf bie ^^"kfche Gemeindeordnung fest- UnhbhUnb Verpflichtung, Bindeglied zwi- s-ib Oberbürgermeister und der Bevölkerung an h n Anregungen und Wünsche der Bevölkerung on den Oberbürgermeister als Leiter der Stadtver- Sn!9 beranzuttagen, die Pläne und Anordnungen w rnn^b„Ur?e^mx-ft m5 ber Bevölkerung verständlich 3U machen und die Notwendigkeiten der jeweiligen ltungsmaßnahmen darzulegen, soweit Wunsch b^s"'^ b^-^Volksgenossen hierzu erkennbar Inders m der Kriegszeit, so betonte der • teruba o?n. ble Ratsherren diese Verpflich- % ’n erffer Llnie zu erfüllen, da jetzt mancherlei mprh»bnUh-9es XnL ber Gesamtheit erlassen tneröen, die durch sachkundige Aufklärung dem Ver- der Volksgenossen nahegebracht werden mußten Dadurch erwachse den Ratsherren eine große und besonders wichtige Aufgabe, die es auch zu einer besonderen Ehre mache, Ratsherr einer so aufstreben- den und in jeder Hinsicht vorwärtsdrängenden Stadt wie Gießen zu sein. Den Ratsherren als den in langjährigem Dienst der Partei und der Allgemeinheit erprobten Mannern sei durch ihre Berufung in das Ratsherrenamt das besondere Vertrauen der Partei bekundet worden, daß sie auch an dieser Stelle fruchtbare Arbeit im Dienste der Volksgemeinschaft ei ten wurden. Mit den besten Wünschen des Gau- leiters und seinen eigenen guten Wünschen über- . sichte Krersleiter Backhaus sodann den neuen Ratsherren die Ernennungsurkunde. fammenarbeit mit der Verwaltung ihre Pflicht als Ehrenbeamte erfüllen und die Jntereffen der Stadt w (Ar1» Bevölkerung forgfam vertreten mochten. Anfchsteßend nahm der Oberbürgermeister die Vereidigung der neuen Ratsherren auf den Führer vor. 1 schenk tten en- un!* ind prak- edeckten Auswahl ffiie lange ich hier gefangen lag, weiß ich nicht Dm- lrertr ‘t1 Elchen ungewissem Dunkel e h?>ater' al-5 'ch ’m wirklichen kriege einmal von Lawinen verschüttet wurde ging es mir ebenso. Damals war ich freilich schon' vernünftiger, ein stiller Erwachsener, aber der arme ^e-ste Lausbub schrie zum Steinerweichen, bis er EL ^^lah, daß das nutzlos sei und sich in sein Schicksal ergab. Am Abend entdeckte mich die Kuhmagd, und es war schon Nacht, als ich nach Hause kam und meines Vaters Besorgnis sich in ein paar Ohrfeigen Luft machte. Viel später erst habe ich erfahren, daß der Kuh- jtall damals Sankt Helena gewesen sei. Vielleicht verdanke ich diesem Iugenderlebnis die Tragik meines Napoleon-Romans. ‘ ?uk..w°r sür meinen Blick von ungeheurer ■ @r”6e- Unübersehbar roeit dehnten sich die Felder n)u.1vn von noch unendlicherem Wald begrentt ' uvd.das Gutshaus mit allen Scheunen und Neben- 1 ^bauden erschien mir als eine Stadt, die sich gar 1 L--PZ-S, Moskau und Paris vergleichen ’ L‘Cr6-9r™eln ^eund. den die kühnsten .Häuptlinge ■ der Apachen und Komanchen als Oberhaupt aner- kannten, stelltesich»auf einen Baumstamm und gab seine Befehle. Jeder erhielt einen Namen und eine Aufgabe: der eine war Gneisenau, der andere Erzherzog Karl, der dritte Blücher, der vierte Yorck der fünfte Scharnhorst. Er selbst ernannte sich zu ST-bem Eroßen, und ich war viel zu ver- schuchtert um einzuwenden, daß der bei den qro- tzen Schlachten gegen Napoleon nicht mehr gut habe mittun können. Nur ich stand noch aus. und mein Vorrat an Führernamen erschöpft war, fürchtete ich schon, ganz ausgeschaltet zu werden Ms der Gewaltige mich rief und mit diktatorischer Geste anherrschte: „Und du bist der Napoleon!" orrf r~?ar Jpra war niedergeschmettert. Zille Sch-mvfworte, die ich mit rotem Bleistift quer über das Bitt) in der Geschichte von Patuzzi qe- chneben batte, sielen mir ein: ich sollte ein Lump sein, ein Luder ... Ich wollte ihm meinen Protest entgegenschleudern, aber es war keine Zeit mehr dazu, denn schon begann die Schlacht — welche das weiß ich nicht? Mein Freund und Gebieter meinte zwar Waterloo, aber er wies nach den Türmen von Moskau, und der Dorfbach war ja ™ “ 65 $in9 ^en alles durcheinander! Rasch bezogen die Armeekorps ihre Positionen- l°> fto^ noch immer auf demselben Fleck. Bis mich „Friedrich der Große" anschrie, ich solle mich zu jener Eiche stellen, und ich den Befehl aus- führte. frohes Weihnachtsfest erleb n f?/Ien ßi - ^e Grundlage für manche Aenderungen und neue > Aufgaben nach Maßgabe der gesetzlichen Besttm- ! mungen gegeben. Weiter machte der Oberbürger- 1 weister auf die teilweise Unterschiedlichkeit der Steuerausschlagssätze von Gießen einerseits und Wieseck und Klein-Linden anderseits aufmerksam, die in den Eingemeindungsoerträgen begründet ist und die Brücke zu einer allmähligen Angleichung £-erf ^"^rsätze darstellt; bei einigen Steuern ist öiefe Vereinheitlichung der Ausfchlagssätze bereits vorhanden. Schließlich erwähnte Oberbürgermeister Ritter noch daß infolge des Krieges vielleicht einige int Haushalt für 1939 vorgesehenen neuen Aufgaben eine gewisse zeitliche Verschiebung erfahren können, deswegen aber nicht etwa aufgegeben sind, sondern durch die Einfügung in den Haushaltsplan ihre Grundlage behalten und darauf zu einem späteren Zeitpunkt verwirklicht werden. Die vielfältigen Aufbaumaßnahmen unserer Stadt werden also unverkürzt beibehalten und zum gegebenen günstigen A'tpunkt verwirklicht. Die Einwohnerzahl unserer Stadt hat sich seit 1933, wo hier rund 36 000 Be- N"er gezahlt wurden, bis jetzt infolge des natür- Wochstums und der Eingemeindungen auf 47 680 erhöht. Rach dem aufschlußreichen Vortrag des Oberbürgermeisters erflärten sich die Ratsherren ohne weitere Aussprache mit dem neuen Haushaltsplan einverstanden. Damit sind auch die Wirtschaftspläne der .Betriebe und die Son verhau sh alte gutgeheißen. Der Haushaltsplan für 1939. Nunmehr folgte die Beratung des H a u s h a l t s - fj!J 'tfahrzeugen gewonnen werden, und zwar 0/ w?-I?rkplvtz am Hindenburgwall gegenüber ber Bleichstraße etwa 40 bis 42 Fahrzeuge auf- Mmen können, wahrend die vom Horst-Wessel- und Bahnhofstraße R Ph" $erh Verwaltung war mit Oberbürgermeister "er ber Seigeorbnefe Nicolaus erschienen ^o^berren mit Ausnahme berer bie als bjX qnn°rfrC7 ^mbe stehen. Weiter waren noch Wegen ^anbe verschiedener Verwaltungsämter hflE6exr6ür9^rmeiftcr Ritter begrüßte zunächst mit h!l°r-b-lrer ^F.cuöe den Kreisleiter, dessen Besuch in einp^fn"? UrJlie Ratsherren und die Verwaltung Wntah6 nber- H'erauf galt sein Gruß den 6obannrrfon(gf™b.'efOni,erC nCUe" Mi'gli-b-rn. Einführung und Verpflichtung der drei neuen Ratsherren. die^Roblefes 2Imt wurden aus Wieseck O'e Pg. Karl Kirchner und Otto Stein aus Klem-Lmden Pg. Heinrich Fischer. Kreisleiter Backhaus i^«Ä^-apyes-s- sä» mjes-sÄ.*-* Der S^uv^ Stabthaus. Bergstraße, eingelaben. 'o bsr b,e u-uen Ratsherren von Wie- etn=^Inben elngeführt wurden, wohnte der ^a u rCl5 ?Cüßrau' Kreisleiter Back- ?ar auch die erste Sitzung in dem fa™9e Q *etcn unb DoU,9 neuhergerichteten Sitzungs- ausgewandert. In unserer Nachbarschaft .tzur noch Komanchen und Apachen, die ein» Locher in den Kopf schlugen. Da rauchte man ^spfeifen mit den seltsamsten Kräutern, da man Bogen unb Pfeile, ba warf man , "Qm^5 haarscharf am Kopf bes Marterpfahl- 5 vorbei, ba verfolgte man die Bleichgesichter Hasse. Auch mich, denn ich kctt besten Willen nicht entschließen । T.1- lrg end einem Stamme beizutreten. ie ilöflLiJ war mir Amerika! Ich wohnte in den Auen rö oJlltH d?ern'. schwamm durch die eisige Beresina, Hoffl jlll' Elw . wit Friedrich Staps den Mordstahl gegen ™ FuIjiU Q^en- Unfer kleiner Garten erfuhr die E|P?'ei*£n^en Aenderungen; ein kleiner Teich Wm n • °”aiJ' ^as Sommerhaus je nach Bedarf p6b ‘ r*^9 ober. Moskau. Das verschloß ich aber wir, denn als ich einmal meinen er“Lie^®or' nicht in den Kreml zu gehen, weil I verbrennen müsse, war ich auf solch ver-1 Lb'7v H ,°uch Diele fleißige Häube an ber Arbeit ’ ,m6 6enn Es ist an einem trüben T)eaemhPWn« großen Zimmer eines Gasthauses aeht" ?u. Viele Frauen haben sich dort Änm. ‘eb?aft den — aufgefordert von ihrer Fraue^tt?!^?' -.ääS' »• -».« bunter ober ernster, bunllcr Wolle Frauenhänden gestrickt worbem°nun^werb°en 7 7 fainmengefetzt zu schönen, warmen Äf 2 Mögen sie vielen Tapferen braußen b * < Kälte Wärme bringen aus der Heim^^m und erzählen von liebenden Frauen zu HauüÄ- lf)nern is «*"'*• '•"" sÄis ^b-r auch vielen, vielen Sinbern soll ber Weib- nachtstsich gebeckt werben. Da finb Spielsachen äe- (ammdt wvbben, ganze Körbe voll stehen ba N„b mele. kleme Puppenbetken warten barauf angematt zu werben ehe b,° fügen rosa ober blauen ober die kleinen Puppenkinder in w-ik-» er -xOf1)5 Ld-r Nachtkittelchln^h^ ; Berge von blau- ober rotgewürfelten ober' Kissen unb Feberdettchen häufen sich' Und nun sollen also die Bettkden di- 5- Tentäften hergestellt finb unb hoM kunstfertig da,b rt SufCn balb mit Räb-rn ab7r Füßen v«sch-n sinb angestrichen werben. Dosen mit Farbe “ ^b viele Pinsel, bie aber halb alle in Ich- ^artbe Bemanbcrt finb. Unb nun kann es losgehen' Da entstehen als Verzierung, auf blauem Unter- irunb, leuchtenb rote Herzen, bunte Girlanden . Blumen Monde ur» Sterne, ja sogar Tiere haben MhnJr rf a,^en: .Clniffe wunderschön gelbe Ä inmitten bunter 'Blumen, wäh- ,nHf^nh ■ ^uf einem anderen Bettchen *nnen341 Jahren das Fest der goldenen Hochzeit zu begehen. Wir wünschen weiterhin viel Gluck. Rundfunkprogramm Rüg [Nöi r Defa PJfi Luise schloß die Augen. Um Gottes willen ... wie weit zog sich der Kreis denn schon ...? Heitfeld sah ihr Erschrecken. Er mußte es für Schuldbewußtsein halten. Er hielt den schmalen Papierstreifen in der Hand und sagte: „Zaduk fordert hier Rezepte. Sie wisien von dieser Forderung?" w k hin* i ! ui' h \* n Hi* V\ B y W Wagner W w geb. Mohr. Ludwigstrotze 14 in aller körperlichen und geistigen Frische chren 86. Ge burtstaa feiern. Seit nahezu einem halben Jahrhundert zählt die hochbetagte Frau zum treuen Leserkreis des Gießener Anzeigers. Wir besluckwunschen herzlich zum Geburtstag und wünschen der Hochbetagten noch einen weiteren glücklichen Lebens- Aus der Gießener Wirtschaft. Auf Grund seiner Spezialkenntnisse in der Textil- branche wurde Direktor O e l tz e von der Commerz- und Privat-Bank, Filiale Gießen, als Leiter der neu- crrichteten Filiale der Bank nach ßobfd) berufen. Direktor Oeltze war oor seiner Versetzung nach Gießen, die vor zwei Jahren erfolgte, IN Guben als Leiter der dortigen Filiale der Commerz- und Privat-Bank tätig gewesen. Vorirag im Volksbildungswerk. Als sie weiterging, wurden die Gedanken der Arbeit von anderen verdrängt. War dann Vas Leben immer nur Arbeit? Die Arbeit bedeutete Freude. Das wdr gewiß. Andere Stimmen meldeten sich .. • (Sinen Augenblick kam das Erinnern an Doktor Mainz, an seine Werbung. Sie würde sroh sein, ihm mcht mehr zu begegnen, obwohl in seinem Benehmen nichts an das Dorgefallene erinnerte. Aber anscheinend hatte er seine Stellung in der Parfümerie noch nicht gekündigt. Doktor Heitfeld hätte sonst sicher etwas erwähnt. Sie durfte natürlich nichts sagen. Nein, das Vertrauen, das ihr Mainz entgegenbrachte, durste sie nicht mißbrauchen ... Andere Stimmen meldeten sich .. - Es strahlte ein Licht. Ein fernes Leuchten. Eine Ahnung vom Glück. Ernster, tiefer und fester, als man iemals verächtlichem Hohn antwortete Waldemar Heitfeld: „Ich muß es wohl annehmen'. Wie käme sonst Zaduk dazu, von Moravitzky das Rezept so dringend zu verlangen? Oder wollen Sie mir etwa erzählen, Sie hätten aufgepaßt, daß Zaduk und Genossen nicht an unsere Geheimrezepte heran- fagte Luise stolz und klar. „Ja, das eben sah mit einem schmerzvollen Blick zu Heit- felr auf. Sie sagte bittend und etwas hastig, denn sie fühlte, daß ihre Fassung nun bald zu Ende war: „Niemals habe ich das Geheimbuch der Firma in Händen gehabt! Lassen Sie mich doch erklären... Er schnitt ihr das Wort ob. Mit einer herrischen, sehr entschiedenen Geste. Mit einem harten Wort: „Nein! Zn dem Augenblick, da Sie von Zaduk-Absicht erfuhren, hatten Sie die Pflicht, uns Mitteilung zu machen!" Sie nickte: „Ich weiß. Und das muffen Sie nur natürlich als Schuld auslegen ... daß ich oas nicht tat.. feinen 7 5. Geburtstag 'n guter Gesundheit feiern Er kann noch sämtliche landwirtschaftlichen Arbeit leisten und besitzt eine seltene geistige Frische. Unsere herzlichen Glückwünsche zum Ge- Neber den Grund mochte ich mcht . ber Brehm", sagte Warnke. Aber wenn Frau Domkat sehen sollten, so bestellen ste w mir aufrichtige und herzliche Grütze! Wenig später war Brehm bei Luise. (Fortsetzung folgt.) An alle Käufer von Dolksgasmasken! Von der Kreisleitung Wetterau der NSV. wird uns geschrieben: , Einige Volksgenossen haben bie von ignen be= .. ° v <■ 5, ... kni her VI tIc; - Im Rahmen der wehrpolitischen Vorträge des Dolksbildungswerkes wird der Leiter der Gruppe Luftwaffe der Wehrersatzinspektion Koblenz, Oberstleutnant Ritter, mit Erlaubnis des Wehrkreiskommandos am Montag, 11. Dezember, 20.15 Uhr in der Neuen Aula der Universität über das Thema „Moderne Luftstreitkräfte als ausschlaggebende Grundlage der Wehrpolittk" sprechen. Der Vortrag behandelt alle Fragen, die durch die letzten kriegerischen Ereignisse in den Mittelpunkt des allgemeinen Interesses gerückt *srnd. ** Beförderung bei der Reichsbahn. Der von Bad-Nauheim nach Nidda versetzte Ladeschaffner Karl Schmidt wurde zum Lademeister ernannt und nach Gießen versetzt. ♦* Verleihung des geibenen Treudienst-Ehrenzeichens. Der Führer hat dem Justizoberwachtmeister Karl Hahn m ®,ie6en für 40jährige Treue im Dienst das goldene Treudlenst- S-chkün dachtzigjüh rige Am heutigen Freitag, 8. Dezember, kann Frau Elisabethe «den Stapel Post auf und fragte: Zuerst die Post?^ Oder soll ich Ihnen gleich über Dresden berichten? Heitfeld sah auf. Kurz nur. Ihrem grüßenden warmen Blick begegnete Kühle. Er sagte: „Zuerst Heitfeld war jetzt nur noch der Chef, der stch enM unlieb1!amen Angestellten entlebigen wollte. E schnitt ihr das Wort ab er farteMt: JM**1 Sie sich als fristlos entlassen, Frau Domkat. Luis? neigte still den Kopf und ging aus Zimmer. Sie schloß hinter sich dre Tur Ws ihre Jacke anzog und den Hut aufsetzt , dabei m » wohnter Bewegung vor den Spiegel tretend, st ihr ein verstörtes Gesicht entgegen, über bas Ö Tränen strömten. Wo, dachte sie, war jetzt das fem'j Leuchten, die Ahnung vom Gluck ...? Sie wischte die Tranen schnell fort. Sie muht« W gehen, sie mußte sofort das Haus verlassen. . 9 Sie ging die Treppe hinunter. Doktor Ma n) tc aus einer Tür. Er ging neben Luise und sah M glücklich gewesen war. Lmfe hob im Gehen den Kopf mit einer frohen und stolzen Bewegung. Sie war ja noch jung, uno das Leven war schön ... Als sie in der Franklinstraße ihr Arbeitszunmer betrat, stand die Tür zum Chefburo offen Dort saß Doktor Heitfeld schon an seinem Schreibtisch. Luise sah nach der Uhr ... zehn Minuten vor halb neun. Der Doktor ist ja heute sehr pünktlich. Sie grüßte und sagte: „Ich komme sofort! Sie sah nicht den Blick, den Heitfeld zu ihr hinüberschickte. Es war ein leidenschaftliches zor- niges Aufflammen der Augen. Sie sah nicht die Mannerhände, die sich zusammenballten. Das alles sah sie nicht, fühlte es nur unbewicht, und spurte statt der eben noch empfundenen Freudigkeit ein ""F^le^^'unb Hut ab und trat vor den kleinen Spiegel. Sie wollte ihr Gesicht m eine ruhige Gelassenheit zwingen. Aber in den braunen Augen brannte ein lange unterdrücktes Licht. Sie strich das schimmernde, rotbraune Haar zu rück und fuhr leicht mit dem Federflaum über das ^Tnn^ging sie zu Heitfeld hinüber. Sie nahm Gleich darauf läutete nebenan in Luises Zimmer der Fernsprecher. Sie ging hinüber. Dekken war am Apparat. Er erzählte ihr dasselbe, was er gestern Doktor Heitfeld gesagt hatte Luise Domkat wurde totenblaß. Sie fühlte den wilden Hammerschlag ihres Herzens. Sie horte und konnte kein Wort erwidern. Aber sie horte auch, wie drüben Heitfeld aufstand und fernen Sessel zurückschob und mit raschem Schritt zu ihr heruber- kam. Im Rahmen der Tur blieb er stehen. Groß, breitschultrig ... und immer diese zornige flamme in den blauen Augen. Lmfe, den Hörer am Ohr, fah ihn an. Sie war wunderfchön mit dem oor (Erregung blaffen Gesicht und dem brennenden Glanz in den dunklen Augen. So standen sie ... Auge in Auge... Dekken am anderen Ende ber Leitung mochte durch das anhaltende Schweigen seiner Gesprächspartnerin stutzig geworden sein. Er fragte, ob Luise alles verstanden hätte. .. s „Durchaus, Herr Dekken", sagte Luise „Und ... sie fah mit ernsten, bangen Augen «nf Heitfeld und jagte abschließend: „Herr Doktor Heitfeld ist also unterrichtet. Danke." Sie legte den Hörer auf. , ., Waldemar Heitfeld machte eine kurze Handbe- meaunq zu seinem Zimmer hin. Sie ging rasch an ihm vorbei und wartete. Es hatte wohl keinen öinn, jetzt nach der Arbeit zu greifen Heitfeld zwang sich zur Ruhe, aber fern Wem ging schwer. Er suchte unter feinen Papieren. Vielleicht wollte er noch Zeit gewinnen. Wieder eine Hand- bewegung zu der Frau hiru „Setzen Sie sich doch. Ich habe ein paar Fragen/ „Bitte, lassen Sie mich erklären, Herr Doktor „Erklärungen, Frau Domkat ..? 3d) I)abe einige Fragen an Sie, Fragen, auf die ich em Ja oder Nein wünsche!" . „Ein Verhör — wie es scheint ? „Es scheint nicht nur so. Es ist em Verhör Sie haben mir Herrn von Moravitzky im Auftrage Zaduks empfohlen?" Nein " ''So ist Zaduk mit Moravitzky direkt in Verbindung getreten?" „Ja!" „Worum handelt es sich?" * „Um das Geheimrezept von .Inkognito. Heitfeld lachte auf, hart und zornig. „Genau das habe ich mir gedacht. Und das sollte durch Ihre Vermittlung gestehen?" ''Und im Geheimbuch haben Sie sich gleich zurechtgefunden ... bie Rezepte da abgeschrieben? fragte der Mann. . wx. v_. . „Nein!" Es war ein Aufschrei. „Wie dürfen Sie mi^eitfeVbn ftanb^au? Auch Luise erhob sich. Sie hielt sich mit beiden Händen an der Tischkante fest. Eine wilde Jagd von Gedanken verwirke ihr den Kopf. Die braunen Augen hatten jetzt einen fiebn« 9GfieüfeIMtanb vor ihr, einen harten, rücksichtslosen Zug irn Gesicht. „Aber Sie hatten die Absicht, es ^Es war eine bange, unheimliche Minute. Dann sprach Luise, leise, gefaßt: „Sie haben vergessen, mich zu fragen, ob ich überhaupt die Absicht halle, auf die Forderung des Joso Zaduk em „Ja." Sie wissen jetzt von dem Telegramm, das ein» ging. Dekken sagte es Ihnen eben. Ichließ es gestern auf ber Kriminalpolizei öffnen ... 5 Steinbach, 7. Dez. Am heutigen Tag kann Herr Johannes Fink III., früher Weißbinder seinen 7 5. Geburtstag in guter Gesundheit s Lang-Göns, 8. Dez. Bei guter körperlicher und geistiger Frische feiert unser Mitbürger Konrad Rudolph, Obergasse, am morgigen 9. Dezember seinen 8 2. G e b u rt s ta g. Es war ihm vergönnt, mit seiner noch lebenden Gattin vor bre^ Roman von Meta Brix CARL DUNCKER VERLAG•BERLIN ** Unfall in nächtlicher Dunkelheit. In ber äußeren Licher Straße ereignete sich m der Nacht zum Donnerstag ein schwerer Unglucksfall. Ein Mann stürzt- tert über die Mauer ab die zur Verbreiterung der Licher Straße, unweit der Heil- und Pflegeanstalt, aufgeführt worden mar, und blieb besinnungslos liegen. Er wurde in ärztliche Behandlung gebracht. Die Untersuchung ergab, daß der bedauernswerte Mann einen Schadelbruch erlitten hatte. Wie mir auf Anfrage Horen ist bas Befinden des Verunglückten, der lange Zeit be* wußtlos lag und auch jetzt das Bewußtsein noch nicht völlig zurückgewonnen hat, den Umstanden entsprechend leiblich gut. Landkreis Gießen. men war, gerade am -tage nacy uiqcii in bie Parfümerie tarn. Er hörte, baß Luch T tat nicht anroefenb fei, unb fah uerfegene ■ Und als er Warnte geradezu fragt-, « »/'!? eigentlich los wäre — war Frau Domkat peir oder krank oder was? . . und Abholung der gekauften Gasmasken besorgt ^Diestnigen Volksgenossen, welche im Besitz von Lieferscheinen sind, werden daher gebeten, die Volksgasmasken im Laufe ber nächsten 14 läge in der Zeit von 15 bis 18.30 U h r bei der Ausgabestelle auf dem Lager Emhorn, Lindenplatz, in - Empfang zu nehmen. Sollten jetzt paffende Gasmasken nicht vorhanden fein, so werden diese gälle notiert unb roirb dafür Sorge getragen, daß bei der nächsten Lieferung Gasmasken in entsprechender Große zur Aus- aabe kommen können. . Sollte eine Abholung oder Dorsprache innerhalb der genannten Zeit nicht erfolgt sein, besteht die Gefahr, daß die nicht abgeholten Gasmasken ohne Rückzahlung des Kaufpreises und ohne Anerkennung eines späteren bestimmten Lleferungszeitpunk- tes anderweitig abgefetzt werden. Vorweihnachtliches in ließen. Noch find gut zwei Wochen bis Weihnachten, aber schon deuten mancherlei Anzeichen auf das Fest hin das den Höhepunkt und seitlichen Ausklang des Jahres bildet. Allenchglben tn Straßen und Gassen erinnert irgend etwas an das Weihnachtsjest, und es wird auch nicht mehr lange dauern, dann weht uns aus Höfen und von kleinen Platzen her der Duft der frischen Fichten und Tannen an und laßt wissen, daß es nur noch einige Tage bis zum Feste Die Kinder rechnen sich schon jetzt aus, roie oft sie noch schlafen müssen, bis Heiligabend ist. Der Adventskalender, den man in den mannig» faltigsten Formen in den Buchhandlungen und Schreibwarengeschäften sehen kann (manches Kind hat ihn sicherlich schon im Stübchen hangen) Hilst die Tage zählen, denn an jedem Morgen darf eines der kleinen Fensterchen geöffnet werden In den Blumengeschäften hat nun auch ber A d v e n t s - k r a n z mit roten Lichtern unb silbernen Bändern seinen alljährlich angestammten Platz echalten, und wenn er sich zwilchen großen Chryfanthemen, und den abenteuerlich geformten Orchideen auch befchei- den ausnimmt, fo geht doch von fernem Tannen, grün ein feiner Glanz aus. In vielen Schaufenstern wird sichtbar, baß bie , Auslagen in vielen Geschäften im Hinblick aus das , Weihnachtsfest mit besonderer Liebe ausgestattet ■ worden sind. Da und dort, geschickt eingefugt, erinnert ein Tannenzweig an das nahende Fest, n manchen Schaufenstern gar erinnern bie großen silberweißen Glaskugeln, als das Element weihnachtlicher Schaufensterdekoration. In den „einschlägigen" Geschäften reihen sich schcm die einfachen Pappeschachteln aneinander, m denen bie Glasbläser die Ergebnisse ihrer Kunstfertixstelt unterbringen: den Christbaumschmuck in allen Formen, Größen und Farben. . « M Dor den Schaufenstern der Spielwarenhandlungen stehen die Kinder anhaltender als zu anderen Zeiten des Jahres, drücken sich die Nasen platt und bewundern alle die Herrlichkeiten, die es da zu Aucl? der Feldgrauen im Westen und im Osten wird gedacht. In manchen Geschäften sieht man ftx und fertig gepackte Feldpost ° Wechnachts - Pakete, denen nur noch die Adresse aufzuschreiben und der ’SÄ'Ä. =»”«• — ä; ketten und der glitzernde Weihnachtsschmuck über den Hauptgeschäftsstraßen fehlen muß so ist es doch auch so im Straßenbild unserer Stadt zu merken, baß das Fest näher und näher ruckt. Ganz abgesehen davon, daß man in diesem ^ahre schon jetzt mehr Menschen begegnet, die mit Paketen die Straßen beleben unb fast meinen lassen, baß jetzt schon goldener Sonntag sei ... schöne, ernste Profil v- „Frau Domkat ..." .. Nun erst sah Luise auch ihn. Sie nickte ihm « und hob stolz den Kopf. Sie wollte nichtsals demütigte bas Haus verlassen. Sief reichte MJ Chemiker die Hand: „Sie sind ja wohl unterrlcht Herr Doktor. Man hat mich fristlos entlassen. Leva Mainz^'hielt bie schmale Frauenhand fest sah mit eindringlichem Ernst in das blasse Ges Er fragte: „Sie haben sich mit bem Doktor n? o^Mie'^annE man sich mit einem Menschen ständigen, wenn man nicht angehort wird, schmerzliches Lächeln lag um den schonen Mu " ,Ke?m Nicht st? Fr au Domkat!" hatte MamZ e» zuwenden. „Vielleicht kann ich Ihnen Helsen. - muß doch eine andere Lösung geben. „Lassen Sie nur ...", sagte Luise müde. Was sollte ihr eine Hilfe von diesem hier, M Waldemar Heitfeld jeden Glauben an sie veru- hatte. * Es war ein glücklicher Zufall, daß Beppo Brelr der mit Luise zusammen aus Dresden zuruckgek^ ____ -Dar Frau Domrat w . ? — erfuhr er btt frist ‘ Grunds möchte ich nicht sprachen. k hta nn siebener Steuereinnahmen von 1933 bis 1938. i-Ä in'd°?nWch°nd°°n d« Freitag, 8. Dezember. 12 Uhr: Stadt und Land — Hand in Hand- 12.10: Mittagskonzert. Es spielt das Troße Orchester des Reichssenders Köln. 12.30 bis 1 ^0 ^br: Nachruh ten. 14: Nachrichten. 14.15: Das Hündchen nach Tisch. 15: Nachmittagskonzert. 17: Nachrichten. 17 10. Musikalische Kurzweil. 17.45: Klingende Liebes gaben. Eine fröhliche Sendung des Reichssenders Frankfurt für die Kameraden am Westwall In Verbindung mit der NS.-Gemelnschaft „Kraft durch Freude". 19.10: Musik zum Feierabend Es spielt das kleine Orchester des Reichssenders^ Berlin. Da- Zwischen Berichte. 20: Nachrichten, .20.15. lieber^ tragung vom Deutschlandsender. 22 bis 22.15: Nach^ richten. 24 bis 24.15: Nachrichten. Samstag, 9. Dezember. m i 6 Uhr: Landvolk merk auf! 6.10: MorgengyM' jjjfei! nastik. 6.30: Frühkonzert. Es spielt das Musikkorp, II. . eines Flak-Regiments. 7 bis 7.15: Nachrichten. 8: Gymnastik. 9.10: Deuftchland - Kistderland 9 30- Frohe Weisen. 11: Musik am Vormittag. spielt das kleine Orchester des Reichssenders Frank- urt. 12: Stadt und Land — Hand in Hand 12.10. Mittagskonzert. 12.30 bis 12.40: Nachrichten. 13. Mittagskonzert. Es spielt bas Orchester d - Reichssenders Frankfurt. 14: Nackrichten. 14A... Das^Stündchen nach Tisch ... IS: ^"s einem Ru- ftungsbetrieb: „Alles h?rt zu! 17: Nachrichtt". 17.10: Bühne und Film im Rundfunk. 17.20. gr smn zum Wochenende. 18.30: Aus dem Zeüg schehen. 19.10: Berichte. 20: Nachrichten^^^ das am 31. März 1939 abgelausen lji), naa> Steuerart Ist-Aufkommen im abgeschlossenen Rechnungsjahr Soll» aufkommen nach d. Haushaltsplan des ablaufenden Rechnungsjahres RM. 1933 I RM. 1934 1 RM.___| 1935 1 RM. 1936 I RM. 1 1937 RM. 184717,60 284956,38 265597,75 276144,50 265658,— — 2. Körperschaftssteuer: 18237,70 28058,— 28058,— 286740,40 33669,60 222040,75 33669,60 151743,25 282000,— b) der öffentlichen Versorgung'sbetnebe........ 94517,05 95218,20 93775,50 8200,— 93775,50 8200,— 94479,— 8200,— 4. Kraftfahrzeugsteuer................ — — — — _ 441102,23 239,15 443751,59 24,15 364212,29 349185,37 362671,59 — 7. Hauszinssteuer (nur Anteile)............ 8‘ ^/für land-und forstwirtschaftliche Betriebe..... 87200,— 348869,67 91100,— 373171,06 76218,01 481288,79 80000,— 85700,— 343114,63 85100,— 339495,13 920000,— 9. Gewerbesteuer: 329931,71 282847,44 298264,87 358679,72 1125159,962 1200000,— a) nach dem Ertrag uno ............... b) nach der Lohnsumme - - - -.......... 29389,45 580,— 302361,33 29104,22 33886,40 29476,— 18953,20 13200,— c) Zweigstellen- und Warenhaussteuer........ 271724,44 300889,06 328150,98 425714,27 60369,88 8959,30 450000,— 110000,— 25101,25 791,— 49897,44 3758,— 49344,30 3942,63 54421,15 1002,— 7960,— 5400,— 110196,91 24451,91 30469,84 120676,35 21836,87 131792,63 24838,58 122675,45 28947,97 139841,81 32659,77 49702,35 14599,81 125000,— 30000,— 40000 — 31254,73 33126,81 42367,63 22000,— 18836'64 15725,90 15590,05 15109,02 300,— -— — — ttücksi Iagds'cheingebü'hr, nicht Jagdpachteinnahmen) 20. Verwaltungskostenzuschuß nach dem Reichsbesteuerungs- 8311,25 _ — -— — ......................... ' ' Gesamtsumme 2047810,50 2103643,84 2356353,09 2428116,70 3341688,59 3294060,—