Nr. 210 Erstes Blatt §rettag,8. September 1959 189. Jahrgang polen, der Nationalitätenstaat Die deutschenTruppenbei derVerfolgung des geWagenenFeindes Grenzenlose Panik in Warschau mit allen Mii nk nach j nimmt von Stunde zu Stunde zu. italienischen Verpflichtungen S |9 19 20 39 12 16 40 36 34 93 0? 00 48 22 78 93 74 37 87 Die bisherige Gesamtbeute in Polen betrug bis zum 6. September 25 000 Gefangene. 126 Geschütze und viele Kampfwagen. Die Zahl der erbeuteten INaschinengewehre. Gewehre und Panzerabwehrkanonen kann vorläufig mach nicht annähernd übersehen werden. Der polnische kommandierende General G o s i o - cowski, einer der ältesten Mitarbeiter PUsudskis, geriet in Gefangenschaft. Die Zahl der nach Litauen übertretenden polnischen Soldaten des Konfliktes zu bleiben. Auch die Vereinigten Staaten werden sich neutral verhalten und sogar die Ausfuhr von Kriegsmaterial verbieten. Auch Japan will die Entwicklung aib= warten. Es ist jetzt die Frage, was die Weft- machte tun wollen. Sie können Polen direkt schwerlich zu Hilfe kommen. Ein Angriff auf den deutschen Westwall dürfte will ebenfalls eine i deutet darauf hin, daß der ganze and Südosteuropa sich bemühen^ außerhalb R a l k a n sei ihre eigenen Leute im Zaume zu halten. . - -- L D°ut!chl°nd fei untei alUn Umftanben entfernen. ? 20251? 1 388243 991 5592$ >2 214322 V 356133 in Ruthenen und sogenannte „Hiesige" unterteilt, Juden 8,6 v. H., Weißrussen 3,1 v. H., Deutsche 2,3 v. H., Russen 0,4 v. H., andere Volksgruppen ins- eine heikle Angelegenheit sein. Die Frage ist, ob es den Weftmächten gelingen kann, die Handelswege nach Deutschland wirksam abzuschneiden. Es dürfte dies kaum möglich fein, da die Ostsee von Deutschland beherrscht wird und Deutschland Land verbind ungen mit Rußland, Italien und ganz Südosteuropg habe. Weil r- 14? he 18 •’s 65 * fo[. •W) 134,5 100 W 1 Berlin, 8. Sept. (DNB. - Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Operationen in Polen am 7. September nahmen an vielen Stellen den Charakter einer Verfolgung an; nur an einzelnen Stellen kam es «och zu ernsteren Kämpfen. Südostwärts (öortice und ostwärts Tarnow Dringen unsere Truppen gegen die Wisloka vor. Nördlich der Weichsel haben bewegliche Kräfte S t a c z o w und nördlich der Lyfa-Gora die Gegend westlich Kami en na erreicht. Die vahntinie Konsky —Opocno wurde im Angriff überschritten. Nördlich T o m a s z o w haben Panzertruppen den Feind aus Rawa-Mazo- w i e ck a vertrieben und stehen 60- Kilometer vor Warschau. Zwischen Thorn und Strasburg Drewenz überschritten. Die Besatzung der Westerptatte in Danzig hat sich ergeben; ihr Widerstand wurde durch Pioniere, Blarine-Sturmkompanien und ^-heim- ivehr unter Mitwirkung der „Schleswig-Holstein" gebrochen. Nordostwärts Warschau ist der Narew bei pultusk und Rozan überschritten. In der Provinz Posen wurden im Süden und Norden weitere Gebietsteile beseht. An diesen schnellen und großen Erfolgen hatte die Luftwaffe wieder entscheidenden Anteil. Ihr Masseneinsah richtete sich gegen die zurückgehende polnische Armee. Sie griff mit Schlacht-Sturzkampfgeschwadern unmittelbar in den Lrd- kampf ein. Marschkolonnen wurden zersprengt, Rück- zugswege durch Zerstören von Brücken und Heber- gangen erschwert. Versuche von feindlichen Gegenangriffen schon, in der Bereitstellung zerschlagen. Die Weichsetbrücken südlich Warschau sind nachhaltig zerstört. In Warschau sind die Durchgangsstraßen mit Kolonnen angefüllt und verstopft. Die eilige Räumung der Stadt ist im Gange. Zwei deutsche Flugzeuge wurden über polnischem Gebiet abgeschossen; ein Flugzeug wird vermißt. Das deutsche Hoheitsgebiet wurde auch gestern nicht angegriffen. In Nord- und Ostsee wurde eine Reche von Unternehmungen durchgeführt. Boote einer Minensuchflotte beschossen eine polnische Strandbatterie, die das Feuer erfolglos erwiderte. Lin viertes polnisches U-Boot wurde vernichtet. 1 Msige Beute an Gefangenen und Kriegsmaterial. »«5 |lf5n 'M 1 I* je n, 1er, ßige 4 18 3 i2 11 >6 6 ■6 \6 ^3 Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8*/,Uhrdes Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrist nach vorh. Vereint) g. 25°/, mehr. LrmShtgte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie ein. spaltige Gelegenheitsanzei. gen 5 Rpf., Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördlicheAnzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B entschlossen, diese mazedonischen Zustände an seiner Ostgrenze zu beseitigen, und zwar nicht nur im Interesse von Ruhe und Ordnung, sondern auch im Interesse des europäischen Friedens. u 3. Das Problem Danzig und Korridor müsse gelöst werden. Der britische Ministerpräsident habe eine Rede gehalten, die nicht im geringsten geeignet sei, einen Wandel in der deutschen Einstellung herbeizuführen. Aus dieser Rede könne höchstens ein blutiger und unübersehbarer Krieg zwischen Deutschland und England entstehen. Ein solcher Krieg würde blutiger sein als der von 1914 bis 1918. Im Unterschied zu dem letzten Krieg würde Deutschland keinen Zweifrontenkrieg mehr zu führen haben. Das Abkommen mit Rußland sei bedingungslos und bedeute eine Wende in der Außenpolitik des Reiches auf längste Zeit. Rußland und Deutschland würden unter keinen Umständen mehr die Waffen gegeneinander ergreifen. Davon abgesehen würden die mit Rußland getroffenen Abmachungen Deutschland auch wirtschaftlich für eine längste Kriegsperiode sichern. Dem Führer habe immer an der deutschenglischen Verständigung gelegen. Ein Krieg zwischen England und Deutschland könne im günstigsten Fall Deutschland einen Gewinn bringen, England aber überhaupt nicht. Der Führer erklärt, daß das d e u t s ch - p o l - mische Problem gelöst werden müsse und gelöst werden würde. Er ist aber bereit und entschlossen, nach der Lösung dieses Problems noch einmal an Englan-d mit einem großen umfassenden Angebot heranzutreten. Er ist ein Mann großer Entschlüsse und wird auch in diesem Fall zu einer großen Handlung fähig sein. Er bejaht das Britische Imperium und ist bereit, sich für dessen Bestand persönlich zu verpflichten und die Kraft des Deutschen Reiches dafür e i n z u s e tz e n , wenn 1. seine kolonialen Forderungen, die begrenzt sind und auf friedlichem Wege ausgehandelt werden können, Erfüllung finden, wobei er hier zu einer weitesten Terminbestim- gefamt 2,8 v. H. Wenn man diese Angaben nun z. B. mit der Konsessionsstati st i k vergleicht, dann macht man eine ganz merkwürdige Feststellung. In dieser Statistik gibt es nämlich 9,8 v. H. Israeliten, also um 1,2 v. H. mehr als in der Nationalitätenstatistik. Man hat also einfach fast eine halbe Million Juden zu den Polen gerechnet, lieber» Haupt ist die Konfessionsstatistik sehr aufschlußreich. Man weiß, daß sich Konfession und Nationalität bei den Polen einigermaßen genau decken, da fast alle Polen der römisch-katholischen Kirche angehören. Die Zahl der Polen anderen Bekenntnisses ist wirklich mikroskopisch. Und man weiß, daß auch viele fremde Volksgruppen in Polen zahlreiche Angeho- rige der römisch-katholischen Kirche zu den Ihren zählen. Unter diesen Gesichtspunkten betrachtet, wird die offizielle Statistik der Nationalitäten, die im übrigen, was auch sehr wichtig ist, nach der Muttersprache errechnet wurde, schon in em ganz anderes Licht gerückt, wenn man erfährt, daß der Anteil der Römisch-Katholischen 64,8 v. H., der der anderen Bekenntnisse 35,2 v. H. beträgt. Wie sieht also die Wahrheit aus? Ohne zu über- schäft Mtri. ch Ab- ttrntin etwas ■ Ruck, 1 ein, Rückqe. i 23,50 1 (218), (färben lft um »Werte M.), 108,40 ?n bis >25 bis Betula waren Rhein, Rlumpn M). Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertag» BeiU$ea: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholl« Monatr-Vezugrpreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr . . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsprechanfchlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Giehe« Postscheckkonto: Zranksurt am Main 11688 Berlin, 7. Sept. 1939. Das Dokument Nr. 8 des vom Auswärtigen Amt herausgegebenen deutschen Weißbuches „Urkunden zur letzten Phase der deutsch-polnischen Krise" enthält einen für die ganze Welt beachtlichen neuen Nachweis der Friedensliebe und der praktischen Verständigungsbereitschaft Adolf Hitlers gegenüber England, selbst nach dessen bis zur Kriegsgefahr getriebenen Einkreisungspolitik Das Dokument behandelt die Erklärung, die der Führer dem britischen Botschafter Sir Neville Henderson am 25. August 1939 mittags 13.30 Uhr abgegeben hat. Das Dokument hat folgenden Wortlaut: Der Führer erklärte einleitend, daß der Britische Botschafter am Schluß der letzten Unterredung der Hoffnung Ausdruck gegeben habe, daß doch noch eine Verständigung zwischen D e u t s ch- land und England möglich sein wird. Er, der Führer, habe sich daraufhin die Dinge noch einmal durch den Kopf gehen lassen und wolle heute England gegenüber einen Schritt unternehmen, der. genau so entscheidend sei, wie der Schritt Rußland gegenüber, der zur kürzlichen Vereinbarung geführt habe. , , s. Auch die gestrige Unterhaussitzung bzw. die R-'den Chamberlains und Lord Halifar hatten den Führer veranlaßt, noch einmal mit dem britischen Botschafter zu sprechen. Die Behauptung, daß Deutschland die Welt erobern wolle, ist lächerlich. Das Britische Imperium umfaßt 40 Millionen Quadratkilometer, Rußland 19 Millionen Oiiadratkilom-'ter. Amerika 9% Millionen Quadratkilometer, während Deutschland noch mcht<600000 Quadratkilometer umfaßt. Wer also die Welt erobern will, ist klar. Der Führer teilte dem brittschen Botschafter fol- Sei6e5®h?'Lpotni[(f)en Akte der P.r°vo- k a t i o n e n sind unerträglich geworden, gleich, wer verantwortlich ist. Wenn die polnische Regierung die Verantwortung bestreitet, so beweist dies nur, daß sie selbst keinen Einfluß mehr aus ihre mlU- tärischen Unterorgane besitze. In der letzten Nach! seien wieder 21 neue Grenzzwischenfalle erfolgt, auf deutscher Seite habe man größte Disziplin gewahrt. Alle Zwischenfälle seien von der polnischen Seite hervorgerufen worden. Außerdem rv"rden Verkehrsflugzeuge beschossen Wenn die po msche 236 % !Ä K iS Oslo, 6. September. (DNB.) Das fozialdemo- kkratische Regierungsblatt „Atbederbladet" schreibt: §5 ist insofern eine Klarheit in der Entwickln g zu verzeichnen, als eine Reihe von w i ch- : igen Neutralitätserklärungen vor- Inegen. Rumänien hat sich neutral erklärt, das vedeutet, daß die Westmächte Polen durch Rumänien nicht zur Hilfe eilen können. Bulgarien Was Hai England abgelehni? Oes Führers Verständigungsangebot an England in der Unterredung mit Henderson vom 25. August. — Ein wichtiges Dokument aus dem deutschen Weißbuch. Don unserer Berliner Schristleitung. mung bereit ist; . ... 2. feine Verpflichtungen Italien gegenüber nicht tangiert werden, d. h. mit anderen Worten: Ausländskorrespondenten berichten. Amsterdam, 8. Sept. (DNB.-Funkspruch.) Der „Telegraas" bringt einen Bericht eines Warschauer Korrespondenten, nach dem mit dem weiteren Vordringen der deutschen Truppen nach Osten der innere Zusammenhang des polnischen Staates immer mehr auf die Probe gestellt werde. Die polnische Reg-ierung sei nicht nach Lublin geflüchtet, dort befinde sich augenblicklich nur das Außenminsterium und die diplomatischen Vertreter. Die übrigen Regierungsorgane hielten sich in kleinen Städten Ost pole ns hinter der Linie der Flüsse Bug und San aus. Die Regierung versuche jetzt von Lublin, Wilna und Lemberg aus, die Bevölkerung glauben zu Machen, daß die Räumung Weftpolens aus „st rategischen Gründen" erfolgt sei. Schließlich meldet das Blatt noch, daß sich die Ukrainer feparierten. Der Berichterstatter des finnischen Blattes „Uust Suomi" meldet aus Warschau, dort habe am Mittwoch vollkommene Panik geherrscht. Der Strom der Flüchtlinge v e r st o p f e sämtliche Straßen nach Osten, so daß der Verkehr stark gestört werde. _ ,.. , Nach Berichten schwedischer Blatter aus Warschau drückt die nicht mehr zu verheimlichende Tatsache der polnischen Niederlage immer stärker auf die Stimmung der Bevölkerung, obwohl amtlich erst zugegeben wurde, daß „ein Teil des polnischen Gebietes verloren" sei. Auf den offenbar von der polnischen Zensur stark beschnittenen Bericht schwedischer Berichterstatter merkt man deut- Der erste slowakische Heeresbericht. Preßburg, 7. September. (DNB.) Slowakische Truppen haben, wie das slowakische fteeresfom' manbo bekanntgibt, im Raume n o rb o ftIich ■Der Tatra einen erfolgreichen Angriff m Die Flanke des Feindes durchgeführt und ihn zum Rückzug gezwungen, wodurch das Vor- rütfen von Einheiten der deutschen Wehrmacht erleichtert wurde. Auch im Qstabschnitt der tfront wurden zahlreiche erfolgreiche O p era- : i o n e n durchgeführt. Die solwatischen Truppen nahmen zahlreiche polnische Offiziere und SoDaten gefangen. Die Polen vernichteten beim Ruckzug alle Verkehrswege und Brücken, bauten Barrikaden und zündeten sogar Dörfer an. Polnische Flugzeuge verrichten am Montag und Dienstag vereinzelt fp r e = o w und andere ostslowakische Städte zu überwiegen. Durch Artillerie und slowakische Jagdflieger wurden sie aber sofort zur Flucht gezwun- | gen, so daß sie keine Möglichkeit hatten, slowakisches Gebiet zu bombardieren. „Keine Möglichkeit direkter Hilfeleistung für polen." Eine norwegische Simme zur Kriegslage. §84 ,'Ä 2 241129 s ä s S 1841 z 210o1L 2324g 2623A 2952$ 330283 397661 -s 2« $23 lich an, wie sich in Polen allmählich ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit breit macht. Immer deutlicher fühlt die Bevölkerung, daß sie von ihrer Regierung bisher über die tatsächlichen Folgen ihrer Kata- strophenpolitik im Unklaren gelassen worden ist. So waren die gestern in Warschau eingetroffenen zahllosen Flüchtlinge aus Lodz völlig überrascht, daß auch die polnische Haupt st a d t von deutschen Fliegern erreicht wird. Der Eisenbahnverkehr zwischen Warschau und Wilna ist jetzt völlig unterbrochen, da die Strecke durch deutsche Flugzeugbomben schwer beschädigt ist. Durch die Ausstreuung haltloser Gerüchte suchen die polnischen Behörden dem Mut der Bevölkerung aufzuhelfen, sv wurde gestern behauptet, daß mehrere englische und französische F l u g z e u g g e s ch w a d e r tn Lublin angekommen seien. Sie hätten Deutschland in großer Höhe überflogen und sollten jetzt den Gegenangriff der Polen unterstützen, der in großer Aufmachung angekündigt wird. Weiter hat die Regierung in einer Bekanntmachung an die Bevölkerung der polnischen Hauptstadt behauptet, daß Warschau in keiner Weise bedroht sei. Mit blutiger Ironie bringt eine große schwedische Zeitung diesen Satz aus dem polnischen Kommunique als Haupttiberschrift und setzt direkt darunter e i n e Karte über die Operationen in Polen/ die den unaufhaltsamen Vormarsch der deutschen Truppen eindrucksvoll illustriert. Ebenso ironisiert wird von dem schwedischen Blatt ein Aufruf des polnischen Ministerpräsidenten, in dem es heißt: „Mitbürger! Die Regierung der polnischen Republik ist gezwungen, Warschau zu verlassen. Sie kommt aber bestimmt zurück nach dem Ab- schluß des Kriege s"(!?). 3. Er wünscht ebenso den unverrückbaren Entschluß Deutschlands zu betonen, nie mehr mit Rußland in einen Konflikt einzutreten. Der Führer ist bereit, bann mit England Abmachungen zu treffen, die, wie schon betont, nicht nur d i e Existenz b es Weltreiches unter allen Umstanden deutscher- feits garantieren würden, sondern auch, wenn es nötig wäre, dem Britischen Reich die deutsche Hilfe sicherten, ganz gleich, wo immer eine derartige Hilfe erforderlich sein sollte. Der sichrer würde dann auch bereit fein, eine vernünftige B e - qrenzung der Rüstungen zu akzeptieren, die der neuen politischen Lage entsprächen und wirtschaftlich tragbar wären. Endlich versichert der Führer erneut, daß er an den westlichen Pr o - b l e m e n n i ch t i n t e r e s s i e r t sei und daß eine Grenzkorrektur im Westen außerhalb leder Er- wägung stehe; der mit Milliarden Kosten ernchtett Westwall sei die endgültige Reichsgrenze nach Westen. Wenn die britische Regierung diese Gedanken erwägen würde, so könnte sich daraus efn Segen für Deutschland und auch für bas Britische Weltreich ergeben. Wenn sie biese Gebauten ablehnt, wirb es Krieg geben. Auf keinen Fall würde Großbritannien aus diesem Kriege stärker hervorgehen; schon der letzte Krieg habe dies bewiesen. Der Führer wiederholt, daß er ein Mann großer und ihn selbst verpflichtender Entschlüsse sei und daß dies sein letzter Vorschlag wäre. Et werde sofort nach Lösung der deutsch-polnischen Frage mit einem Angebot an die Britische Regierung herantrete n. * Schon fein Antwortschreiben an den britischen Premierminister vom 23. August (Dokument 7) hatte der Führer mit den folgenden Worten geschlossen: „Ich habe Zeit meines Lebens für eine deutsch-englische Freundschaft gekämpft, bin aber durch bas Verhalten der britischen Diplomatie — wenigstens bisher — von der Zwecklosigkeit eines solchen Versuches überzeugt worden. Wenn sich dies in der Zukunft ändern würde, könnte niemand glücklicher sein als ich. Adolf Hitler. Die großherzige und von wahrhaft staatsmännischem Weitblick diktierten Vorschläge des Führers an England haben kein erläuterndes Wort nötig. England hat sie mit äufierfter Beschleunigung der Kriegsvorbereitungen und schließlich mit der Erklär rung des Kriegszustandes beantwortet m (Sc. mm) in 12 200, | \ SB .20 6, R15 3 Groß, i ßreisge- zenmehl ■ i) 30,05, ! 313 bis l Kreis 5 9ß 20 r Worms ; 5, R15 i illes zu- Üermehl ! Weizen- i 0, W19 Mühlen- Mnvoll.' |, R15 Mühlen-- iestnheu,»! , trocken Een 6,00 6,40, do. zerneheu, \ ), trocken eßt ober fer- und 1 reis ob Es ist eine bekannte Tatsache, daß das Nationalbewußtsein, ober besser gesagt ber nationale Instinkt, bei den Polen sehr stark ausgeprägt ist. Es wirb baher in Polen kaum jemanbem einfallen, einen Ukrainer ober Deutschen polnischer Staatsangehörigkeit etwa als Polen zu bezeichnen. Trotzdem rebel aber die polnische Presse und Agitation ftänbig von einem polnischen 35- M i ll i o - nen-Volk, als ob dieses Volk eine Realität wäre. In Warschau mag man glauben, daß dieser Bluff im Ausland die Meinung erweckt, als ob Polen wirklich eine Großmacht wäre. Die Wirklichkeit sieht jedoch ganz anders aus. Polen ist weder eine Großmacht noch ein Nationalstaat, vielmehr haben wir es hier hinsichtlich der völkischen Zusammensetzung mit einem Mosaikstaat zu tun, ähnlich der früheren Tschechoslowakei. Sehen wir uns nur einmal die offizielle polnische Ratio na- litätenstatistik an. Nach ihrer keineswegs tendenziösen Aufstellung gibt es in der Republik Polen 68,9 v. H. Polen und 31,9 v. H. völkische Minderheiten. Davon 13,9 v. H. Ukrai- ner, die man aus Zweckmäßigkeitsgründen, um nur ™"tteln ihre Zahl herunterzusetzen, noch und sogenannte „Hiesige" unterteilt. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhefsen vruck und Verlag: vrühlsche Univerfilätsdruckerei R. Lange in Gießen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulstratze 7 2051 ___5855P, m geMw Verkehrsflugzeuge verantwortlich dafür zu Er fordert von England nicht die Preisgabe seiner fe eilen können. Bulgarien Regierung eyElare md)t verantwort ch v 13 französischen Verpflichtungen, und könne sich seiner- ü halten!"^' [eits^aud; nid)t oon i>en italii ' . “ ' etwa in Wirklichkeit: 2,9 Mil- Der Führer bei verwundeten Soldaten I, be- f un- gibt es in Polen Ukrainer Juden Deutsche Weißrussen Russen Erze Etliche Englands finanzielle Schwäche. Chamberlains Kriegspolitik zerstört die Golddeckung des Pfundes. können und somit zumindest für eine gewisse Zeit die Flucht aus dem Pfunde aufzuhakten. Tatsächlich fallen diese Goldreserven, die sich England nunmehr zu opfern entschlossen hat, aber unter den gegenwärtigen Umständen kaum nennenswert ins Gewicht, da die englischen Goldvorräte nach dem letzten Schatzamtsausweis schon unter normalen Verhältnissen in einem Zeitraum von zwölf Monaten um 293 Millionen Pfund abgenommen hatten. Angesichts des sonstigen dringenden Bedarfs erscheint es auch als ausgeschlossen, daß man die genannte Summe tatsächlich allein für die Wäh- rungsstützung auswerfen will. Die ganze Aktion dürfte um so m^hr Bluff sein, als gleichzeitig wiederum der Notenumlauf mit 549,9 Millionen Pfund einen neuen Rekord st and erreicht hat und damit nun schon innerhalb der letzten 14 Tage um 41,8 Millionen Pfund g e* stiegen ist. Dazu kommen noch etwas über 30 Millionen Pfund, so daß sich der Gesamtnotenbestand auf rund 580 Millionen Pfund stellt. Trotz des noch von der Bank ausgewiesenen Goldmünzen- und Goldbarrenbestandes ist hierfür praktisch keinerlei Deckung in Gold und Devisen mehr vorhanden, da die genannten Goldmengen ja nach Angaben des Finanzministeriums als Reserven für Kriegszwecke eingesetzt werden sollen. England hat also im eigentlichen Sinne nur noch eine Papierwährung. Daß es mit der englischen Produktion bisher im Argen lag und auch in Zukunft liegen wird, selbst wenn man den Rest des Arbeitslosenheeres voll zum Einsatz bringen sollte, ergibt sich ohne weiteres aus dem ungeheueren Einfuhrbedarf, den England von jeher gehabt hat. Dieser belief sich trotz Drosselung im ersten Halbjahr 1939 auf 448 Millionen Pfund. Stelle man diesem Bedarf, der im Kriege sicherlich noch erheblich steigen wird, die geringen Goldreserven gegenüber, so kann man nur zu dem Schluß kommen, daß die englischen finan« treiben kann man mit Sicherheit lagen, Daß der Anteil der fremden Volksgruppen im heutigen Polen mindestens etwa 4 0 v. H. beträgt Demnach Kanada will nichthmemgezogen werden Der englische Imperialismus Urheber des Krieges. Montreal, 7. Sept. (DNB. Funkspruch.) Die kanadische Zeitschrift „L'Jllustration Nouvelle" schreibt, es sei verbrecherisch, die Glocken der Lüge, des falschen Stolzes und der Heimtücke zu läuten, wenn das Wohl und Wehe ganzer Völker auf dem Spiele stehe. Das kanadische Volk müsse genau wissen, wer der wahre Schuldige an dem derzeitigen internationalen Konflikt sei, in den Großbritannien auch Kanada verwickeln wolle, ohne vorher das kanadische Volk zu fragen. Die kanadische Zeitschrift scheut sich auch nicht, die britische Einkreisungspolitik und trupp erreicht worden, dem die volksdeutschen Einwohner einen überaus herzlichen Empfang bereitet hatten. Als in der darauffolgenden Nacht der Spähtrupp Lusin wieder verließ, drangen irreguläre Banden, die sich in den nahen Wäldern verborgen hatten, in das Dorf ein, um an den Volksdeutschen Rache zu nehmen. Ein Deutscher wurde, während seine Frau entfliehen konnte, aus dem Bett geholt und in viehischer Weise ermordet. Dem alten Mann war der Bauch aufgeschlitzt und acht Kugeln in den Körper gejagt worden. Deutsche Soldaten, die bei ihrer Rückkehr dieses grauenhafte Verbrechen entdeckten, betteten den Ermordeten auf dem Lusin er Friedhof zur letzten Ruhe. Die Leiche eines deutschen Soldaten fand man in einer der Grenzwälder gräßlich verstümmelt auf. Mit seinem eigenen Seitengewehr hatten ihm die Polen ein mehr als handgroßes Loch aus der Brust geschnitten, so daß der deutsche Soldat einen qualvollen Tod hatte sterben müssen. Der Führer begegnete an der Ostfront einem Verwundetentransport, der sich auf dem Wege in die Heimat befand. Er ging durch den ganzen Zug und erkundigte sich bei jedem einzelnen Soldaten nach der Art und den Umständen der Verwundung; allen stand die unendliche Freude über diesen unerwarteten Besuch auf den Gesichtern. (Scherl-Bilderdienst. — Professor-Heinrich-Hoffmann-M.) 20,0 v. H. 10,0 „ 3,5 „ 3,1 „ 0,4 „ Dorf Lusin, das nun von unseren Truppen setzt ist, war während der ersten militärischen Operationen von einem deutschen Späh- Bromberg, Siadi des Grauens. Grauenhaste Metzeleien polnischer Franktireure unter den Volksdeutschen Bromberas. Nun wurden sie mitin dem Loch verscharrt, das sie selbst geschaufelt hatten. Diese Greueltaten werden von Polen bestätigt, die mit ihrer Empörung über diese entsetzlichen Schandtaten ihrer eigenen Landsleute nicht mehr zurückhalten können. Ganze Scharen von Volksdeutschen wurden mit erhobenen Händen i n d i e nahen Wälder um Bromberg getrieben und dort erschossen. Man hat auch die Leichen der dort Ermordeten noch bei weitem nicht restlos auffinden können. Bromberg ist zu einem Schandfleck in der Geschichte der polnischen Nation geworden. Scheußliche Mordtaten polnischer Banden. Bromberg, 7. September. (DNB.) lieber Bromberg sind die Schatten des Todes gegangen. In den Straßen und Gärten liegen zahllose Leichen. Es sind gemordete Volksdeutsche, Opfer eines grausamen Schlachtens der Polen. Wie hoch die Ziffer der Toten ist, ließ ich noch nicht-feststellen. Denn überall in Gröben, zwischenHecken und Büschen, Hauseingängen, ein= amen Gehöften der Vorstadt liegen die Toten, Männer und Frauen suchen weinend in den Straßen nach ihren Angehörigen. Eine schwarze Liste mit den Namen der Voltsdeutschen war seit langem angelegt worden, und die Polen haben ihre Drohung, vor dem Einzug der Deutschen noch grausige Rache zu nehmen, nur zu schrecklich wahrgemacht. Schwerste Anklage muß gegen den polnischen Staat erhoben werden. Wären die Mörder nur Verbrecher und Straßengesindel gewesen, so könnte Polen diese Tctt- ache immerhin zu einer gewissen Entlastung heranziehen. So ist aber einroanbfrei erwiesen, daß an den Menschenschlächtereien auch das polnische Militär schuldig ist, als es vor feinem Abzug die Franktireure bewaffnete. In ganzen Straßenzügen liegen nahezu an jedem zwecken oder dritten Hause Opfer der Verbrechen. Auf dem Hof eines armseligen Vorstadthäuschens liegt die Leiche eines 30jährigen Fleischermeisters. Die Mordbuben schnitten ihrem Opfer die Zunge ah und töteten den Unglücklichen mit mehreren Bajonettsttchen. Wenige Meter entfernt liegen hinter einem Holzzaun auf einsamer Gasse die Leichen von zwei Männern. Beiden ist der Schädel mit Gewehrkolben eingeschlagen worden. In einem Gehöft liegt in einer kleinen, armseligen Stube die Leiche eines Volksdeutschen. Der 31jährige Mann ist von polnischen Banditen erschossen worden. Zuvor hatte man ihm die Augen ausgestochen und bann dem Verstümmelten den Leib aufgeschlitzt. Seinen Schwager, einen 19jährigen, hatte man ebenfalls erschossen. Die Schwiegermutter des Ermordeten und deren Schwiegertochter waren gezwungen worden, der grausamen Hinmetzelung beizuwohnen. Der Deutsche starb mit dem Gruß „Heil Hitler" unter den Händen seiner Mörder. Auf einem weiten grünen Platz liegt die Leiche eines anderen Volksdeutschen. Ihm wurden am Sonntagoormittag von den Polen Bajonettstiche in den Leib versetzt. Bis Montag früh kämpfte er mit dem Tode. Die Frau des Schwerverletzten wurde von einem Polen daran gehindert, ihm Linderung zu bringen. Sie wurde gezwungen, in einer Entfernung von etwa 30 Meter den Quoten des Verletzten 'zuzuschauen. Die seelischen Qualen der Angehörigen der Opfer lassen sich nicht beschreiben. In dem Hof einer bäuerlichen Wirtschaft wurden am Montagnachmittag gegen 16 Uhr 13 Personen erschossen, die Familie Boldin, bestehend aus Frau Boldin, deren Mutter, Sohn und Tochter sowie um neun Männer, deren Namen noch nicht festgestellt werden konnten. Die polnischen Verbrecher hatten sämtliche Ausweise der Toten verbrannt. Reste der verbrannten Papiere wurden an Ort und Stelle gefunden. Zuerst hatte man 11 der 13 Opfer erschossen und die beiden übrigbleibenden Personen, Frau Boldin und ihre Tochter, gezwungen, sich am Graben einer Grube zu beteiligen, in der die Toten verscharrt werden sollten. Frau Boldin bat während ihrer schaurigen Tätigkeit, doch nun auch sie zu erschießen, denn sie könne nicht mehr leben. Einer der Unmenschen : knallte auch Frau Boldin und ihre Tochter nieder. 7,00 Millionen = 3,50 1,25 1,10 0,15 den Imperialismus Englands als eigentliche Kriegsurheber anzuprangern. Adolf Hitler habe keine Gebietsansprücke an England ober Frankreich gestellt. Deutschland interveniere also nicht in französischen und englischen Angelegenheiten, sondern das täten England und Frankreich in dem deutsch-polnischen Streit. Wenn England und Frankreich in ihrer Propa- aanda wiederholten, sie seien bereit, sich gegen jeden Angriff zu verteidigen, so sei das eine riesige Lüge. Diese Nationen führten keinen Verteidigungskrieg, sondern einen Krieg offensiver Intervention. Wenn England versuche, Kanada in den Krieg zu ziehen, so sei zu jagen, daß K a - nada selbst noch viel weniger bedroht sei, als Frankreich oder England. Das Blatt fordert das kanadische Volk auf, die Frage der Kriegsführung zukünftig aus den Händen der Politiker zu nehmen und durch Volksentscheid zu regeln. flU5l„ < 1 \ Italien über den deutschen Vormarsch. Rom, 7. Sept. (DNB. Funkspruch.) „Während die deutschen Truppen Krakau besetzten, verläßt die polnische Regierung Marschau, wo man bereits den Kanonendonner hört" — mit dieser Schlagzeile charakterisiert „P o p ol o di Roma" den unwiderstehlichen Vormarsch der deutschen Truppen an allen polnischen Fronten, der sich, wie „Messag- gero" hervorhebt, auf immer weiterem Radius entwickelt. Uebereinsttmmend wird auch auf die hohe ritterli che Geste der deutschen Generäle am Grabmal des Marschalls P i l s u d s k i hingewiesen, die das siegreiche Vordringen in leuchtender Weise adle. Die Deutschen hätten damit, wie „Messag- gero unterstreicht, den polnischen Kriegs- Helden und realistischen Staatsmann geehrt, der eine klare Auffassung von den wahren Interessen feines Landes hatte und die Notwendigkeit erkannte, Beziehungen offener Freundschaft zu unterhalten. Diese Geste offenbare gleichfalls nur zu deutlich die krassen Auffassungen von der Kriegführung; während das deutsche Heer sich streng an die«. Weisungen des Führers halte und nur militärische Ziele an greife, habe sich das polnische Heer gegen wehrlose Bürger, gegen Frauen und Kinder unglaubliche Grausamkeit zuschulden kommen lassen. Nach dem Fall von Krakau und dem steten Vordringen der deutschen Truppen auf Warschau fei, wie das Blatt abschließend betont, die Lage Polens derart verzweifelt geworden, daß man den Zusammenbruch des polnischen Wider st an des in Bälde erwarten könne. Es handle sich um ein Manöverieren auf immer größerem Radius, das die gesamte W e i ch s e l g e g e n d abriegelt und für bas polnische Heer unberechenbare Folgen haben werde. Mit Recht feierten Deutschland und die befreiten deutschen Gebiete diese jüngsten und gewaltigsten Erfolge, zumal die Verluste sich in erstaunlich geringen Grenzen halten. Starker Eindruck in Schweden Stockholm, 7.Sept. (DNB.-Funkspruch.) Die Einnahme von Krakau, die im Laufe des Mittwoch abend in Schweden bekannt wurde, 11 selbst für diejenigen überraschend gekommen, die mit einem weiteren sehr raschen Fortgang des deutschen Vormarsches in Polen gerechnet hatten. Kaum jemand hatte hier angenommen, daß gerade Krakau am 6. Tage der Eröffnung der deutschen Aktion gegen Polen in deutsche Hönde fallen würde. Vor den großen Tageszeitungen, in denen von Honen Angehörigen fremder Volksgruppen gegenüber, in Verhältniszahlen ausgebrückt 60,1 v. H. zu 39,9 v. H. Die offiziellen polnischen Zahlen wurden seit jeher von den Volksgruppen in Polen stark angezweifelt. Bezeichnend genug ist jedenfalls die Tatsache, daß Polen es strikt ablehnt, genaue Erhebungen über die Nationalität der Bewohner der Republik zu machen. Ebenso wird stets strikt abgelehnt, wenigstens Teilerhebungen, die in reichlichem Maße gemacht worden sind, zu veröffentlichen. Unter diesen Umständen hat man durchaus das Recht anzunehmen, daß die veröffentlichten offiziellen Statistiken der Muttersprache, die von den Polen in aller Weck als die Statistiken der Nationalitäten angepriefen werden, alles andere als wahr sind. In Wirklichkeit bleibt von dem großsprecherischen Gerede von dem 35-Millftmen-Volk nicht einmal viel übrig, wenn man die offiziellen polnischen Angaben zu Rate zieht. Ganz anders klingt aber die Phrase, wenn man die wahren Angaben über die volkspolitischen Verhältnisse in Polen verkündet. Dann wird erst richtig klar, wieviel fremdes Land sich Polen angeeignet und wieviele fremde Völker es in seinen Staat gezwungen ^hat. 14 Millionen nationale Minderheiten, das ist im Verhältnis weniger als im Mosaikstaat Nr. 1, in der ehemaligen Tschechoslowakei, der Zahl nach ist das jedoch sehr, sehr viel, genau so viel wie die ehemalige Tschechoslowakei insgesamt Einwohner zählte. Die Polen mochten sehr gerne einen Nationalstaat ihr eigen nennen, aber die Realitäten sprechen dagegen. Der sehnsüchtige Wunsch und die rauhe Wirklichkeit stehen einander gegenüber. Was liegt da näher, als mit allen Mitteln zu versuchen, das erwünschte Traumbild in die Wirklichkeit um» zusetzen? Und so sehen wir bann bie Polen eine minderheitenfeindliche Politik treiben, die ihresgleichen in der Welt sucht. Aber mögen die Maßnahmen der Polen auf diesem Gebiet auch noch so rücksichtslos fein, die 14 Millionen fremder Volksgruppen können sie nicht aus her Welt schaffen und nicht beseitigen. Polen ist fein National-, sondern ein Nationalitäten staat und bas kann man, entgegen den natürlichen Gegebenhecken, auch mit radikalsten Methoden nicht ändern. St. Amerika unter dem Eindruck des deutschen Vormarsches Neuyork, 7. Sept. (DNB. Funkspruch.) Die amerikanische Öffentlichkeit steht nach dem Fall Krakaus und anderer polnischer Städte völlig unter dem Eindruck des unaufhaltsamen deutschen Vormarsches in Polen, dessen unwiderstehliche Schnelligkeit heute die gesamte Presie ungeschminkt zugibt. Vielfach erwarten 118^.-Korrespondenten die Einnahme Warschaus schon in naher Zukunft. Die funkentelegraphisch übermittelten Aufnahmen, die Adolf Hitler unter den ihm zujubeln- ben Soldaten an der polnischen Front zeigen, werden in sämtlichen Neuyorker Abendblättern auf der ersten Seite unter Überschriften wie „Der erste Soldat des Reiches" veröffentlicht. Staunend wird darauf hingewiefen, daß sich der Führer in der Feuerlinie aufgehalten habe. Amerikanische Militärsachverständige sagten heute laut „Associated Preß" voraus, daß die zu- rückweichenbe polnische Armee nach- dem schnellen deutschen Vormarsch von Süden und Norden her einer vollständigen Katastrophe entgegensehe. Besonders beeindruckt sind die Mili- tärsachverstänbigen von den Fortschritten der deutschen motorisierten Streitkräfte, deren Leistungen auch die kühnsten Hoffnungen erfüllten. Lusin, 8. Sept. (DNB. Funkspruch.) In mittelbarer Nähe der Reichsgrenze im nördlichsten Teil des bisherigen Korridors bet Lauenburg sind, wie die „Pomrnersche Zeitung" meldet, wiederum zwei scheußliche Verbrechen polnischer Banden bekannt geworden. Das auf der Mitte des Weges zwischen Lauenburg und Neustadt gelegene daß hS is Stunde zu StunOe Oie neuesten Meldungen abgegeben werden, stauten sich am Mittwochabend noch dichtere Menschenmassen als sonst. Allgemein wird in sachkundigen Kreisen hervorgehoben, daß der Verlust der alten polnischen Kro- nungsstadt für Polen ein fast noch schwererer repräsentativer Verlust ist, als die Räumung der Hauptstadt durch die Regierung. Tiefen Eindruck hat auch die Ehrung am Grabe Pilsudskis durch die deutsche Wehrmacht gemacht. Die Morgenzeitungen heben hervor, daß Lodz bedroht sei, und daß fast sämtliche polnische Kohlen- und Eisengebiete in deutschen Händen sind. Selbst von polnischer Seite werde zugegeben, daß 95 vom Hundert der polnischen Kohlengebiete in deutschen Händen seien. Auch der Tagesbefehl des Generalobersten von Brauchitsch findet in ben hiesigen Blättern starke Beachtung. „Stockholm Tidningen" läßt sich aus Warschau berichten, daß in der polnischen Hauptstadt Panik- timmung herrscht. Die meisten ausländi- chen Missionen hätten Warschau verlasen; die russische Mission bleibe jedoch. Die Kinder sollen aus Warschau nach den Grenzprovinzen im Osten ab transportiert werden. Tausende von Flüchtlingen füllten die Straßen, deutlich höre man den Kanonendonner, der jede Stunde näher komme. Die Meldungen des Warschauer Rundfunks über englische und polnische Erfolge fänden bei der Bevölkerung überhaupt keinen Glauben mehr. Außerordentliche Vollmachten in Belgien. Brüssel, 7. Sept. (Europapreß). In der belgischen Kammer erklärte Kammerpräsident van Eauwelaert, die augenblickliche Lage sei in kei° n e r Weise mit der von 1914 z u vergleichen. Es bestehe die berechtigte Hoffnung, daß Belgien diesmal vom Kriege verschont bleibe. Die kriegführeckden Mächte, die gleichzeitig die Garanten der belgischen Unversehrtheit seien, hätten versprochen, die belgischen Grenzen zu schonen, wenn das Land seine bisherige unparteiische Haltung beibehalte. Die Rede des Kammerpräsidenten wurde wiederholt von lebhaftem Beifall unterbrochen, der sich zu lauten Kundgebungen steigerte, als der Präsident dem K ön i g für seine entschlossene politische Führung dankte und die Zu- verlässigkeit der belgischen Armee betonte. Darauf bewilligte die Kammer einen außerordentlichen Kred i t in Höhe von zwei Milliarden Franken zur Deckung der Kosten für die außerordentlichen Sicherungsmaßnahmen und außerordentliche Vollmachten mit 168 gegen 27 Stimmen bei 2 Enthaltungen. Nach dem Gesetz kann der König bis zur Wiederherstellung des Friedenszustandes mit Zustimmung des Ministerrates alle Maßnahmen treffen, um die Sicherheit und die Verteidigung des Gebietes und des Staates sicherzustellen» die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten, den Kredit und die wirtschaftlichen und finanziellen Interessen des Landes zu verteidigen. Andere 1,00 „ - 2,9 „ Demnach stehen also 21 Millionen Polen 14 Rettin" e7 Rrf «y & Berlin, 7. Sept. (DNB.) Der neueste Ausweis der Bank von England ist wiederum sehr aufschlußreich hinsichtlich der angespannten englischen Finanzlage und der in- f la t i o n i st i s ch e n Tendenzen, die die Regierung Chamberlain verfolgt. Die Schwäche des englischen Pfundes ist in den letzten 14 Tagen aller Welt offenbar geworden. Sein Sturz hat nicht nur dazu geführt, daß der fogenannte Sterling-Block völlig gesprengt worden ist, da die ihm angeschlossenen Länder es gegenüber ihren Volkswirtschaften nicht mehr verantworten konnten, die eigene Währung der englischen Abwertung entsprechend ab gleiten zu lassen, sondern auch das Land des freiesten Kapitalismus dazu gezwungen, Devisenzwang skurse festzusetzen. Im Zusammenhang damit'wurde auch der Gold- Handel am freien Markt unterbunden und von der Bank von England ein Goldankaufs- preis von 168 Schilling je Unze eingeführt. An den dem englischen Einfluß nicht unterstehenden internationalen Devisenmärkten haben diese Maßnahmen aber nicht über die Schwäche des Pfundes Hinwegtäuschen können. Die englischen Regierungsstellen sahen sich daher genötigt, weitere Fino n zr e s e r v e n zu mobilisieren. Dos geschah in der Weise, daß die Noten- abteiiung der Bank von England einen erheblichen Teil ihres Goldvorrates an den Währungsausgleichsfonds übertrug, damit dieser zur Verteidigung des Pfundes, auf die es durch die Kriegspolitik der derzeitige^ Machthaber auf der ganzen Linie hineingedrängt wurde, neue Stützungsmaßnahmen vornehmen kann. Der Goldmünzen- und Barrenbestand der Emissionsabteilung ist demnach von 263 Millionen Pfund auf 102 Millionen Pfund zurückgegangen. Man hofft durch diese Uebertragung von 160 Millionen Pfund an den Devisenausgleichsfonds wenigstens eine gewisse psychologische Wirkung herbeiführen zu n Misters haus den die allge späteren so werd! von die! daß die Landes schnell gebro Krieg J der die M Miß dl« und die durch Athe' Seiten Iain, toi nehmen, geben v Pnrlame j schast zu Die sbeoorsteh oniwn Weite, Blatt dri England Laß es gründ! Begieruni Erpreß" Englar kämpse ir Regime ; smmenbr , Ich von : Oesellschas M in all- englische | Mil sie । Deutschlar ' iopa zum pmalisten Welt von Deutschen Drang ! ‘ wenn es 1 drlt, aus . Die em ■ Nrparte j- Posten ir nehmen, l einigen V Ität dieser Gruppe u IH George | b?n Cohi I Weltkrieg I geordnete I sondt. I Die fir l richtet üb Londor ■ lungen st । alle Spoi i die Einsch ! äußere B ringert se I Die Preis. Mehlverbi glommen "völlig ni M nur schicht von °!>l sich n Aich K S'mon MteDunc Halles"' öliger 5 M daß Monbere Wion«n ^Kriege ^llinachtc ”°m engii . ■ Front und Heimat stehen zusammen Kein unnötigerWechsel des Arbeitsplatzes '8. 1 garrenladen z. 23.x der am Samstage den 9, Sext.enchaltserlaubnis erlischt» m n > ZU dem letzten Zeitpunkt vorher vorgenommen werden, in dem sie noch in Betrieb waren. Ein Zi- Zustimmung des Arbeitsamts erforderlich planmäßiger Einsatz jeder Arbeitskraff. machung aufhalten, nur mit Genehmigung der Kreispolizeibehörde verl affen. Die für weitere Teile des Reichsgebietes erteilte Auf» Ng, )Unb enq» M »treit. ropq, ?u9e. Die Durchführung staats- und wirtschaftspolitisch bedeutsamer Aufgaben und der Mangel an Arbeitskräften erforderten bereits in den vergangenen Jahren eine straffe Lenkung des Arbeitseinsatzes und im Zusammenhang damit Beschränkungen in der Lösung von Arbeitsverhältnissen und in der Einstellung von Arbeitskräften. Diese Maßnahmen müssen ausgebaut werden, um die erfolgreiche Durchführung des dem deutschen Volke aufgezwungenen Kampfes zu sichern. Ebenso wie von den Soldaten an der Front muß auch von ollen Schaffenden verlangt werden, daß sie ihre ganze Kraft an dem ihnen zugewiese- nen Platz einsetzen. Jede eigenmächtige Aufgabe des Arbeitsplatzes beeinträchtigt den einheitlichen und geschlossenen Einsatz der Arbeitskraft des deutschen Volkes und schwächt dessen wirtschaftliche Schlagkraft. Wer, gleichgültig ob Betriebsführer oder Gefolgschaftsmitglied, ein Arbeitsverhältnis lösen will, bedarf hierzu der Zustimmung des Arbeitsamtes. Dies gilt auch für Beschäftigungsverhältnisse in der Hauswirtschaft. Ausgenommen von der Zustimmung zur Kündigung sind Arbeitsverhältnisse, über deren Lösung sich die Vertragsteile einig sind, ferner Entlassungen, die durch Stillegen von Betrieben (Baustellen) erforderlich werden, und schließlich Arbeitsverhältnisse, die zur Probe oder Aushilfe eingegangen wurden und innerhalb eines Monats beendet werden. Ferner bedarf es der Zustimmung zur Lösung von Arbeitsverhältnissen nicht bei Arbeitskräften, die gelegentlich Dienste leisten oder gegen geringfügiges Entgelt beschäftigt sind und daher der Krankenversicherungspflicht nicht unterliegen. Die Zustimmung des°Arbeitsamtes ist auch zur Einstellung von Arbeitskräften er- standsaufnahme am 11. September 1939 machen. Großhändler mit Tabakwaren, die Tabakwaren nicht an Verbraucher abgeben, mußten die Bestandsaufnahme auf den 5. September 1939 nicht machen, sie müssen sie aber auf den 11. September 1939 machen. Die Bestandsaufnahme bei den Kleinhändlern und Großhändlern auf den 11. September 1939 4 Uhr am Morgen ist erforderlich, weil sie ihre Bestände an Bier, Tabakwaren und Schaumwein in einer Summe spätestens am 20. Oktober 1939 dem Finanzamt anzumelden und nach- zuversteuern haben. Für die Hersteller kommt ein solches Nachoersteuerungsverfahren nicht in Betracht. Durch diese Nachversteuerung wird ermöglicht, daß die Unternehmer (ausgenommen die Hersteller und in einigen Fällen die Bierverleger) späterhin die Steuer nicht an das Finanzamt, sondern neben dem Kaufpreis an ihre Lieferer zahlen. Eine zweimalige Bestandsaufnahme kommt demgemäß nur beim Kleinhandel mit Schaumwein und Tabakwaren in Betracht. Diese Unternehmer können bei der zweiten Bestandsaufnahme die erste Bestandsaufnahme verwerten, wenn sie die zwischen den beiden Bestandsaufnahmen liegenden Zugänge und Abgänge der einzelnen Warenarten getrennt nach Menge und Kleinhandelspreis der Tabakwaren und nach Art der Schaumweine (Traubenschaumwein, Obst- schaumwein) und Stückzahl und Größe der Flaschen aufzeichnen. Die Bestandsaufnahme auf den 11. September 1939 4 Uhr am Morgen kann bei den Betrieben, die 4 Uhr am Morgen nicht in Betrieb sind, * in § Q , r°ht Nrt riegs, Mer * zu Kamerad, und ich Kamerad, in diesem Augenblick dort zu stehen haben, wo der Führer befohlen hat. Es ist in der Maschinenbauabteilung, wo ganz unvermittelt aus den Einzelgesprächen ein großer Kreis plötzlich den Doktor in die Mitte genommen hat. Der Schichtwechsel der Belegschaft dieser Halle wird zu einer kurzen Viertelstunde eindringlicher Prägung. .Auf einmal drängen sich hundert, zweihundert und immer mehr Arbeiterinnen und Arbeiter um den Doktor, und es sieht nicht so aus, als ob er diesem Kreis in den nächsten Minuten entrinnen könnte. Aus Tischen und Stühlen und allerlei Werkzeugen hat man Barrikaden um ihn gebaut und einer von den ältesten Grauköpfen, die hier seit Jahren schaffen und werkeln, muß es gerufen haben: „— vom Führer erzählen!" Und nun ist aus dem Rundgang doch eine ganz große Feier st unde geworden, denn nun spricht Dr. Ley von Adolf Hitler. Es sind keine Geschichten, die hier Neugierigen berichtet werden. Es ist Geschichte in den einzelnen Stationen jener 15 Jahre, die Dr. Ley das Glück hat, in der Gefolgschaft des Führers marschieren zu können. Dr. Ley spricht nicht laut. Seine Worte sind weder eine Ansprache, noch eine Rede. Es ist ein Zwiegespräch von Herz zu Herz. Die Halle, die eben noch vom Lärm des Arbeitstages erfüllt war, ist für kurze Zeit zur Kanzel des Volkes geworden. Der Aufruf des Führers, die Abschiedsworte an das deutsche Volk vor seiner Fahrt zur Front erfüllen den weiten Raum. Dr. Ley ruft des Führers Feststellung erneut ins Gedächtnis: „Gegen uns steht die jüdische Plutokratie, gegen uns steht das englische Gold, gegen uns und unseren Sozialismus steht die Habgier der gegnerischen Welt!" Sie verstehen es alle. Sie haben keine Frage mehr auf den Lippen, die Gesichter sind ohne Vorbehalt. „Front und Heimat wird niemand mehr ausein- anderbringen können. Ein November 1918 wird sich nie wiederholen." Der Gruß an den Führer, der die kurze Ansprache Dr. Leys beschließt, wird zum Treueschwur der gesamten Gefolgschaft. • Von der Arbeit, die kostbar ist, hat keiner was verloren. Aber diesen Schichtwechsel möchte keiner gemißt haben. Mit viel Gewinn in Hirn und Herz gehen die einen zum Feierabend und die anderen nehmen ihre Plätze ein und beginnen ihr Werk mit starkem Herzen. pen be> m Dpt* Späh' Mischen :ang be« kcht der angen i nahen f ein, che zu ad seine geholt et. Dem and acht Deutsche uenhafte >eten aus Leiche man in rstüm' hr hatten Loch aus e Soldat Berlin, 7. Sepr. (DNB.) Der Generalbevollmächtigte für ine Wirtschaft hatte angeordnet, daß sämtliche Handel- und Gewerbetreibenden, die Tabakwaren, Schaumweine, Liköre, Weinbrand und Spirituosen an Verbraucher verkaufen, am 5. September eine Bestandsaufnahme dieser Waren worzunehmen hatten. Gemäß § 15 Abs. 3 der Ersten Durchführungsbestimmungen haben Unternehmer, die Bier, Tabakwaren und Schaumwein gegen Entgelt liefern, den Bestand an Bier, Tabakwaren und Schaumwein festzustellen, der am 11. September 1 9 3 9, 4 Uhr am Morgen, vorhanden ist, soweit sie nicht „Steuerzahler^ im Sinne des § 3 der Durchführungsbestimmungen (dies sind in der Regel die Hersteller, z. B. Bierbrauer) sind. Es bestehen Zweifel, ob die Bestände auf den 11. September 1939 in jedem Fall ausgenommen werden müssen, auch wenn bereits eine Bestandsausnahme auf den 5. September 1939 vorgenommen wurde. Die Frage ist für den Kleinhandel mit Tabakwaren und Schaumwein zu bejahen, für den Kleinhandel mit Branntwein zu verneinen. Die Bestandsaufnahme am 5. September 1939 mußten nur die Kleinhändler mit Tabakwaren, Schaumwein, Likören, Weinbrand und Spirituosen machen. Die Bestandsaufnahme auf den 11. September 1939, 4 Uhr am Morgen, müssen alleUn - ternehmer, die nicht Hersteller* sind, machen, wenn sie Bier, Tabakwaren und Schaumwein gegen Entgelt liefern. Hierbei macht es keinen Unterschied, ob sie diese Waren im Großhandel oder im Kleinhandel liefern. Sie müssen den vorhandenen Bestand an Bier, Tabakwaren und Schaumwein feststellen. Kleinhändler mit Bier, z. B. Gastwirte, brauchten die Bestandsaufnahme am 5. September 1939 nicht zu machen, Sie müssen aber die Be- oisse suh Eng' ;ber unter iswertlnr nach dein MM' Monaten onl-ne" i Ledaisi man E die * °e AM leichsA kg * and er- der letzte und 6 , rW' d°s "°i L. u«1 forderlich. Der Zustimmungspflicht unterliegt jedoch n i ch t die Einstellung |n Betriebe der L an d- wirtfchaft, des Bergbaues sowie in Haus- h altungen mit Kindern unter 14 Jahren. Für Arbeitskräfte, die nach Eintragungen im Arbeitsbuch zuletzt in der Landwirtschaft beschäftigt waren, ist jedoch in allen Fällen ebenfalls die Zustimmung des Arbeitsamtes erforderlich. Arbeitskräfte, die ohne Zustimmung des Arbeitsamtes ausscheiden können, sind verpflichtet, sich nach dem Ausscheiden aus der bisherigen Arbeitsstelle unverzüglich beim Arbeitsamt z u melden, damit diese? fteigesetzte Arbeitskräfte beschleunigt an Stellen des Bedarfes, insbesondere bei staatspolitisch wichtigen Aufgaben, einsetzen kann. Aenderung von arbeitsrechtlichen Vorschriften. Berlin, 7. Sept. (DNB.) Der Ministerrat für die Reichsverteidigung hat eine Verordnung verabschiedet, die bestimmt, daß ein bestehendes Arbeitsverhältnis durch eine Einberufung zum Wehrdienst nicht gelöst wird. Lediglich die sich aus ihm ergebenden Rechte und Pflichten ruhen während der Dauer der Dienstleistung. Eine Werkswohnung, die von den Familienangehörigen des Einberufenen weiter benötigt wird, braucht jedoch nicht geräumt zu werden. Mit der Verordnung werden auch die gesetzlichen Arbeitszeitbeschränkungen und die auf der Grundlage der bisher geltenden Arbeitszeitgesetze in Tarifordnungen vorgesehenen Arbeitszeitbeschränkungen für männliche Gefolgschaftsangehörige über 18 Jahre außer Kraft gesetzt. Es ist aber Vorsorge getroffen worden, daß eine unangemessene Ausnutzung der Arbeitskraft verhindert wird. 'Die Bestandsaufnahmen für Bier, Tabakwaren, Schaumwein und Spiritussen .'n t* a n»i fier«1” s.® . n Seit ' Ks-S ö Hl ’kj „Athenia"-Lüge, typisches «Erzeugnis her Greuelhetze. Amtliche Feststellung des Oberkommandos der Kriegsmarine. "Berlin, 7. September. (DNB.) In einzelnen l.rtbern, insbesondere in England und in den 3;reinigten Staaten, wird immer noch durch Rundfunk und Presse die Nachricht verbreitet, wo- ncch ein deutsches l_I° B o ot den Dampfer Athenia" schonungslos durch Torpedoschuß vr senkt haben soll, obwohl dies bereits von wcklicher deutscher Seite ausdrücklich dementiert o:rden ist. Hierzu stellt das Oberkommando itr Kriegsmarine nochmals ausdrücklich fest: 11- Die deutsche Flotte, und zwar jede ein« <1n e Einheit, ist im Besitze des Befehls, sich e der Führung des Seekrieges in jedem ifiUe an die internationalen Verrichtungen zu halten. L. In dem fraglichen Gebiet, in dem der Ampfer „Athenia" gesunken ist, haben sich 'utsche Seestreitkräfte nicht befun- !•( n. (8. Es ist damit absolut ausgeschlossen, aß deutsche Seestreitkräfte mit dem Verlust des >impfers „Athenia" in irgendeine^ Weise in Zu- lnmenhang gebracht werden können. 1-. Der Versuch, trotz amtlicher deutscher Wider- Berlin, 7. Sept. (DNB.) Am Spätnachmittag des Donnerstag in einem Temvelhofer Werk. In einem Riesensaal an langen Tischen viele Frauen und Mädchen. Fleißig gehen die Hände hin und her. Plötzlich drehen sich die Köpfe, die Hand stockt für eine Minute. Dr. Ley ist unangekündigt im Saal erschienen. Er ist ohne jede Begleitung, neben ihm geht ein Arbeiter, der Betriebsobmann. Hier und da bleibt Dr. Ley an einem Arbeitsplatz stehen. Es wird nicht viel gesprochen zunächst. Dieses Beieinander ist wie ein stilles selbstverständliches Einvernehmen. Mal klingt eine Frage auf nach dem Mann, dem Vater, dem Bruder, dem Bräutigam. Es sind viele Frauen, die hier sitzen und schaffen und irgendeinen draußen an der Front haben. Aber es sind wenige Worte, die darüber gemacht werden. Auch das ist alles so selbstverständlich, daß viele draußen sind, wo der Führer ist, und daß viele andere hier in der Heimat arbeiten, wo die gleiche Pflichttreue verlangt wird. Dr. Ley ist auf feinem Rundgang inzwischen in die dritte und vierte Halle gekommen. UeberaQ das gleiche Bild. Es wird mit Hochdruck gell r b e i t et, die Stimmung ist fest und zuversichtlich, das Vertrauen zu den Maßnahmen des Führers grenzenlos. Die Hurra-Melodien vergangener Zeiten sind verklungen, aber aufgebrochen ist jene ganz eindeutige und ganz klare Parole: Was geschieht, muß geschehen, um Deutschland willen, um unserer eigenen Existenz willen, für unsere Kinder und für den Bestand unserer Heimat. Was der Führer tut, ist richtig und im übrigen kapitulieren wir nie. Das ist auf eine Formel gebracht, die Parole der 18 000 Menschen, bei denen Dr. Ley diese Nachmittagsstunden zwanglos verbringt. Sie alle wissen, daß der Mann, der da im Braunhemd durch ihre Rechen geht, ein alter Soldat ist. Einige wissen es sogar ganz genau, daß er im August 1914 als Kriegsfreiwilliger den feldarauen Rock angezogen hat, als Fliegerleutnant 1917 in Flandern abge- schoffen wurde und daß er nach dem Abschuß über den Feindlinien als einer der Letzten aus französischer Kriegsgefangenschaft heimgekehrt ist. Sie wissen, daß er auch heute, wenn es nach ihm ge- gangen wäre, draußen bei den Kameraden an der Front wäre. Aber er sagte es auch selbst einigen in der Unterhaltung von Mann zu Mann, daß du Churchill festgelogen Die Wucht der entlarvten deutschen Beweisführung im Falle des Dampfers „Athenia" und ihre Wirkung in der ganzen Welt hat sich durch das Zusammentreffen mit der Aufdeckung der Lügen- kampagne um die Schwarze Madonna von Tschen- stochau ganz von selbst erheblich verstärkt. Selbst in solchen Ländern, denen man nicht gerade eine Deutschfreundlichkeit nachsagen kann, beginnt sich der Eindruck durchzusetzen, daß Churchill schon sechs Stunden nach Antritt seines Ministeramtes eine schwere politische Niederlage erlitten hat, die ihn auch persönlich aufs neue stark kompromittiert. Man erinnert sich sehr wohl der Tatsache, daß erst vor wenigen Wochen der engliche Ministerpräsident Chamberlain auf das Ansuchen, den Eintritt Churchills in das Kabinett in Erwägung zu ziehen, geantwortet hat, er könne doch nicht „einen solchen Narren" in die Regierung übernehmen. Angesichts dieser Entwicklung, die für die englische Regierung nicht weniger bloßstellend ist als für Churchill selbst, setzt dieser Himmel und Hölle in Bewegung, um sich ein politisches Alibi zu verschaffen. Außer dem kindischen Experiment mit den auf Wachsplatten gezogenen Mitgliedern der Schiffsbesatzung werden noch zwei weitere Tricks in der plumpen Manier von Bauernfängern serviert. Da ist einmal die Amerikanerin, die die erstaunliche Aussage macht — wenigstens nach eng* lischen Behauptungen — sie habe eine „Rauchsäule" in einer Meile Entfernung gesehen. Abgesehen davon, daß das Verbrechen mit der „Athenia" wohlweislich in der Nacht durchgeführt wurde, soll die Rauchsäule, die von dieser anscheinend mit Katzenaugen beggbten Amerikanerin gesehen worden sein soll, das Auftreten eines deutschen U- Bootes beweisen. Jeder Deutsche, der jemals etwas von U-Booten gehört, gelesen oder gesehen hat, wird mit unbegrenztem Vergnügen aus jener Behauptung die Ansicht entnehmen, die deutschen U- Boote seien die einzigen in der Welt, die mit —* Dampfmaschinen fahren. Im übrigen muß die angebliche Amerikanerin wohl mindestens das Steuermannsexamen gemocht haben, wenn sie in der Dunkelheit die Entfernung einer englischen oder einer Seemeile schätzen können will. Die weitere Version — die wievielte insgesamt? — die in London lanciert wird, schiebt das Verbrechen an der „Athenia" jetzt plötzlich den Iren zu. Das tapfere irische Volk kann mit einer solchen ungeheuerlichen Gewissenlosigkeit selbstverständlich nicht in Zusammenhang gebracht werden, selbst die iri^en Freiheitskämpfer in England haben 'hrs Aktionen stets nur gegen tote Objekte, niemals gegen Menschen, am allerwenigsten gegen 1600 Menschen auf einem Schiff gerichtet. Dazu gehört schon jene britische Robustheit, wie sie sich in dem ministeriellen Lügner Churchill verkörpert. B R. 1939 19 Uhr schließt, kann die bei Ladenschluß vorhandenen Bestände aufnehmen, wenn er seinen Betrieb erst am Montag, dem 11. September 1939, 8 Uhr wieder eröffnet. Behörden, Helfer des Volkes. Mit Rat und Tat an der Seite der Bevölkerung. Reichsinnenminister Dr. F^ick spricht in einem Erlaß an sämtliche Behörden die Erwartung aus, daß alle Behörden und Beamten mit vollster Hingabe und Opferfreudigkeit sich für die Erfüllung der Aufgaben rückhaltlos einsetzen, die sich aus der Notwendigkeit des geschlossenen Einsatzes der gesamten Natton ergeben. Bei allen Maßnahmen müsse der Grundsatz vorherrschen, daß die öffentliche Verwaltung der Bevölkerung e t*n e treue Helferin skin soll. Die Volksgenossen und vor allem diejenigen, deren Angehörige zum Wehrdienst herangezogen werden, sind daher, wenn sie sich mit ihren Anliegen an die Behörden wenden, mit Rat und Tat zu unterstützen. Eingaben, die an der unrichtigen Stelle eingehen, sind sofort an die richtige weiterzuleiten. Auch eine nicht zuständige Behörde soll sachgemäß und hilfsbereit eingreifen. Die Entscheidungen sind ohne Verzögerung und frei von bürokratischen Hemmungen zu treffen. Beratung und Aufklärung werden von den Behörden insbesondere für die Bewirtschaftungsmaßnahmen verlangt. Die mit der Ausgabe von Bezugsscheinen befaßten Dienststellen sind mit Bearbeitern zu besetzen, die sich ihrer besonderen Verantwortung bewußt sind und Verständnis für die Nöte der Volksgenos- s e n haben. Eine rasche und zuvorkommende Abfertigung ist sicherzustellen. Anträge auf Ausstellung von Bezugsscheinen sind m i t besonderer Beschleunigung zu bearbeiten. Erstmaligen Anträgen, die auf Deckung eines in den üblichen Grenzen liegenden Bedarfs hinzielen, soll ohne k l e i n l i cb e Ueberprüfung stattgegeben werden. Alle Volksgenossen müssen die Ueberzeugung gewinnen, daß für ihr Wohl bestens gesorgt wird. Meldevflicht britischer Siaats- ongehöriger und Staatenloser. Der Reichsminister des Innern teilt mit: Auf Grund der heute in Kraft getretenen Verordnung über die Behandlung von Ausländern werden alle sich im Gebiet des Großdeutschen Reiches aufhaltenden über 15 Jahre alten Staatsangehörigen von Großbritannien und Nordirland sowie der englischen Kolonien, Protektorate und der unter Verwaltung Großbritanniens stehenden Ma n d a t s- gebiete und Indien aitfgeforbert, sich innerhalb von 24 Stunden bei ihrer nächsten Ortspolnei- bebörbe persönlich zumelben. Innerhalb berfefben Frist sinb alle unter 15 Jahren alten Personen, bie biese Staatsangehörigkeit besitzen, burch ihren gesetzlichen Vertreter ber für ben Aufenthaltsort zuständigen Ortspolizeibehörde schriftlich ober münblich anzumelden. Der gleichen persönlichen und schriftlichen Meldepflicht unterliegen auch Staatenlose, die vor dem Eintritt der Staatenlosigkeit zuletzt die erwähnte Staatsangehörigkeit besessen haben, und solche Personen, bei denen es zweifelhaft ist, ob sie diese Staatsangehörigkeit besitzen. Alle Angehörigen dieser Staaten, ferner die erwähnten Staatenlosen dürfen den Ort, an dem sie sich bei der Veröffentlichung dieser Bekannt- ?$ung fortgesetzt und wiederholt die deutsche Flotte Tu dem Untergang des Dampfers „Athenia" zu rüsten, stellt somit ein typisches Erzeug- 1s der Greuelhetze dar. zicllen Streitkräfte nur noch auf schwachen Füßen stehen. Der Kampf um die Verteidigung des Pfundes erscheint damit von vornherein al- aussichtslos. Der Leidtragende bei einer unaufhaltsamen Währungsabwertung ist aber nicht die regierende Schicht, die ihre Bankguthaben im neu- :ralen Auslande in Gold und Devisen angelegt hat, onbern die breite Masse der Bevölkerung, bie über die Währungs- und Finanzrnaß- iahmen durch auf Verschleierung berechnete Manipulationen bewußt getäuscht wird. London läßt die Maske fallen. Polens Schicksal ist England völlig gleichgültig. Berlin, 7. September. (DNB.) Der englische Ministerpräsident hat am Donnerstag im Unterhaus den Abgeordneten regelmäßige Berichte über He allgemeine Kriegslage versprochen. Wenn bie päteren Berichte ebenso gefärbt sind wie der erste, io werden die Unterhausmitglieder wenig erbaut yon diesen Reden fein. Chamberlain behauptete, : aß die Polen „hartnäckig um jeden Meter ihres Landes kämpften", obgleich aus dem raschen Dor- chreiten ber deutschen Offensive hervorgeht, wie chneil die Widerstandskraft der Polen : ebr o chen worden ist. Er erklärte bann, „der Krieg sei eigentlich durch die Versenkung er „Atheni a" eröffnet worden, über die He ganze Welt zutiefst entrüstet sei." In Wahrheit areiß bie ganze Welt, daß der englische Lügenkrieg :itb die skrupellose Stimmungsmache in Amerika urch Churchills Torpedo auf die ,Athenia" eröffnet worden sind, lieber Ein- Llheiten der Mobilmachung, so meinte Chamberlain, könne er noch nichts Mitteilen. Es ist anzu- 'chmen, daß es auch weiterhin viele Angelegenheiten leben wird, über die der Ministerpräsident dem Barlament und dem englischen Volke keine Rechen- chaft zu aeben wagen kann. Die „Time s" unterstreicht im Hinblick auf die ^vorstehende Erledigung der polnischen Armee die ;amaßende Chamberloin-Erklärung „gegen jedes Weiterbestehen des H i t l e r i s m u s". Das Blatt drückt also aus, baß Polens Schicksal England jetzt und später gleichgültig sei unb !iaß es sich nicht um Polen, sondern um bie irundsätzliche Feindschaft ber britischen Legierung gegen Deutschland handele. — „Daily Expreß" drückt aus, daß die Operationen im Osten England wenig interessieren. England ömpfe in Wirklichkeit, um das gefährliche deutsche Regime zu zerschlagen, sollte Warschau auch zu- iLmrnenbrechen! Das einheitliche Bild der bekannt- das Bild der Ruhe und des Friedens. Das Leben geht seinen gewohnten Gang. In dieser Haltung der Menschen im Rhein-Main-Gebiet spiegelt sich der Geist, der uns alle erfüllt: Der unerschütterliche Glauben an unseren Führer und das f e l s e n f e st e Vertrauen zu unserer Wehrmacht. In diesem Geiste bilden wir eine granitene Gemeinschaft, die unseren Soldaten die Kraft zum Sieg gibt. So wie sie eine undurchbrechbare Front vor dem Feind bilden, haben wir uns zu einer unbezwingbaren Front im Innern zusammengeschweißt, die alle Schwierigkeiten überwindet. Einer steht dem anderen bei und alle helfen gemeinsam der Nation zum Sieg. Unzählig sind im Gau Hessen-Nassau die Beweise vorbildlicher Opferbereitschaft. Darüber hinaus gilt es aber, noch mehr Tuchfühlung zu nehmen, um in die innere Front auch den letzten Volksgenossen einzuschließen und sie stärker und widerstandsfähiger zu machen. Die Partei wird dieser Einheit auf allen Gebieten eine gerechte und einsatzfähige Betreuerin sein. Nicht weit von den Grenzen unseres Gaues zieht sich der Westwall entlang. Seine Unbezwingbarkeit wissen wir. Mit unserem Glauben wollen wir im Westen aber eine zweite Schutzstellung der Nation errichten. Er soll ein unerschütterlicher Wall des deutschen Lebenswillens sein. E. T. Tagesbefehl an die Lustwaffe. Berlin,?. Sept. (DNB.) Der O b e r b e f e h l s- h ab er der Luftwaffe, Generalfeldmarschall Hermann Göring, hat an die Luftwaffe folgenden Tagesbefehl erlassen: „Soldaten der Luftwaffe! Nach schnellen, vernichtenden Schlägen ist die Luftherrschaft an der Ostfront Euer. Kein feindliches Flugzeug vermochte die Verteidigung des deutschen Luftraumes anzutasten. In treuer Kampfverbundenheit und schnell entschlossener Einsatzbereitschaft habt Ihr hervorragenden Anteil an dem raschen Vordringen des deutschen Heeres genommen. Ihr habt das Recht, auf die Erfolge stolz zu fein. I ch danke Euch und mit mir das deutsche Volk, das mehr denn je in unbeirrbarem Vertrauen auf feine Luftwaffe blickt. Unser Führer und Oberster Befehlshaber ist bei Euch an der Ostfront. Unter seinen Augen weiter vorwärts! (gez.) Göring." Eine dummdreiste Lüge. Berlin, 7. Sept. (DNB.) Der Rundfunksender Basel hat die Nachricht verbreitet, daß bei dem englischen Bombenangriff auf Wilhelmshaven und Cuxhaven der deutsche „Taschen- Anstieg derproduktionsmittelindustrie in Rußland Schon seit dem Jahre 1923 ist die Energie der russischen Staatsgewalt darauf gerichtet, die Produktionsmittel der russischen Wirtschaft aus eigener Kraft zu erzeugen. So wurde in erster Linie die Industrie der Produktionsmittel ausgebaut. Ihre Herstellung macht 58 v. H. der Gesamtproduktion aus mit einem Wert 1928 von 7,8 Milliarden Rubel (Rechnunasrubel von 1926/27), 1932 von 23,1 Milliarden Rubel, 1937 von 55,2 Milliarden Rubel. Nach dem Plan soll sie 1942 112 Milliarden Rubel an Wert betragen. Im Ganzen dieser Anstrengungen und dank des Ausbau der reichlich vorhandenen Wasserkräfte ftiea die Erzeugung von elektrischem Strom, die 1913 1,9 Milliarden kWh betrug, auf 36,4 Milliarden kWh im Jahre 1937. 1942 soll die Erzeugung an elektrischem Strom auf 75 Milliarden kWh getrieben werden. Es stieg die Förderung von Kohle von 1928 mit 35,5 Millionen Tonnen auf 64,4 Millionen Tonnen im Jahre 1932, auf 128 Millionen Tonnen im Jahre 1937. Sie soll nach Durchführung des jetzt laufenden dritten Fünfjahresplanes im Jahre 1942 230 Millionen Tonnen betragen. Nur zur Hälfte soll die Kohlenförderung dem Donezbecken entstammen, zu 15 v. H. aus dem neuen Moskauer Revier. Und im übrigen wird der Ural, jenes neu entstehende Wirtschaftsgebiet im Zentrum Rußlands, welches mit Nachdruck durch den Bau von Bahnlinien und Kanälen entwickelt wird, den restlichen Anteil an der Kohlenförderung besitzen. Rußland steht heute an vierter Stelle unter den Weltkohleerzeugern und an dritter Stelle unter den Kohleerzeugern Europas. Mit ihrer Stahlerzeugung nimmt die Union in der Stahlproduktion der Welt die dritte Stelle ein. Unerhörte Manganerzvorräte sind die rohstoffwirtschaftliche Grundlage seiner Großeifenindustrie In der russischen Erde ruht etwa die Hälfte aller Man- ganerzvorräte der Welt. Heute kommen mehr als Zweifünftel der Manganerzerzeugung auf Rußland. Im laufenden Fünfjahresplan werden 20 Hochofen, 55 Stahlöfen, 32 Walzstraßen gebaut. Auch diese Industrie verlagert sich immer mehr nach.dem Osten. Das Ural-Kusnezker-Jndustriekombmat, in dem sich uralisches Erz mit der m i 11 e I a 11 a 11 = ich en Kohle vereint, wobei ein Weg zwilchen Kohle und Erz von 2000 Kilometer zu überwinden ist, entwickelt sich zu einem interessantesten Jn- dustriereoiere der Welt. . Auch in der E r d ö l p r o d u k t l o n scheint es zu einer Verlagerung des Schwergewichtes m geographischer Hinsicht zu kommen. Man will von den Grenzgebieten loskommen. Erfolgreiche Bohrungen fanden in Turkmenien statt. Auch im J|chim- bajewo-Gebiet am Ural hat man recht bedeutende Vorkommen aufgefunden. Man spricht von ihm als einem „zweiten Baku". Bis zum Jahre 1942 wl man in Rußland 54 Millionen Tonnen Rohol gewinnen. Im Jahre 1913 waren es nur A2 Millionen Tonnen. Sie stammten fast ausschließlich aus dem Baku- und Grosny-Gebiet. Mit besonderem Eifer entwickelte man die M a - schinenbauindustrie. Die Mechanisierung der Landwirtschaft, der Uebergang der Jrchustrle vom Handbetrieb zum maschinellen, die Absicht, oa- Heer aus eigenen Mitteln zu versorgen, der stark ansteigende Ausbau der Luftwaffe und des Kraft- wagenbestandes bedingten ein schnelles Anwachsen der Maschinenbauindustrie. Bis zum Jahre 1942 soll, gerechnet von 1937 an, die Produktion von Werkzeugmaschinen, von Automaten und Halbautomaten etwa verdoppelt sein. kreuz er" „Gneisen au" versenkt worden sei. Gegenüber dieser Lüge wird amtlich von der Seekriegsleitung festgestellt, daß das Schlachtschiff „Gneisenau" von einem Fliegerangriff nicht betroffen wurde und völlig unbeschädigt ist. Stümperhafte Greuelhehe. Berlin,?. Sept. (DNB.) Die Warschauer Lehrlinge des Herrn Northcliffe treiben ihr schmutziges Metier weiter trotz aller schlagenden Mißerfolge. Kaum ist ihnen die faustdick aufgetragene Lüge über das Bild der Schwarzen Muttergottes von Tschen- stochau vor der ganzen Weltöffentlichkeit widerlegt worden, und gerade erst wurde ihre Greuelhetze über angebliche deutsche Bombardierung offener Städte selbst den Londoner Freunden zu bunt, da versuchen sie es wieder mit dem plumpen Mittel, die deutschen Soldaten als heimtückische Giftmörder hinzustellen. Nach den „Warnungen" des polnischen Rundfunks vor vergifteter Schokolade und vergifteten Wurstbrötchen, die deutsche Flugzeuge in Polen abgeworfen haben sollen, ist man jetzt auf abgeworfene Streichholzschachteln verfallen, die den polnischen Streichholzschachteln glichen und einen „noch nicht festgestellten gefährlichen Inhalt" hätten. Der Bevölkerung wird deshalb verboten, leere Zündholzschachteln auf die Straße zu werfen. Es sind dieselben abgenutzten Methoden, wie sie das Haßverblendete England während des Weltkrieges anwandte, um seinen Vernichtungsfeldzug gegen Deutschland zu tarnen, und wie sie jetzt mit dem 'Torpedoschuß des alten Hetzers Churchill auf die „Athenia" Wiederauferstehung feiern. Diese blutrünstigen Märchen konnten vor 25 Jahren verfangen, heute schnellen die Giftpfeile auf die Verleumder zurück. Die Welt hat die Heckenschützen längst erkannt. 5861D Nachruf. Am 6. September 1939 verschied nach kurzer, schwerer Krankheit unser lieber Amtsgenosse Herr Studienrat Dr. Heinrich Fuhr Seit Ostern 1925 wirkte er an unserer Anstalt Er stellte seine ganze Kraft und seine hervorragenden Fähigkeiten und Kenntnisse in selbstloser Hingabe in den Dienst der Jugenderziehung. Mit einem tiefen Pflichtbewußtsein verband er ein warmes, väterliches Mitempfinden für seine Schüler. Seinen wissenschaftlichen Leistungen und seinem pädagogischen Geschick verdankt auch der Lehrernachwuchs des angegliederten Seminars reiche Förderung. Den Freund der Jugend, den sonnigen Menschen und treuen Amtsgenossen wird die Schule stets in ehrendem Gedenken behalten. Gießen, den 7. September 1939. DerDirektor und die Lehrersdiaftder Justus v.Liebig-SchuIe LV. :Wüstenhöfer, Oberstudienrat Suche Mm mit Bad zum 1. Oktober. Schr. Ang. unt. 04206 a.d.G.A. Ehepaar sucht freundlich möbl. MWnmr möglichst Nähe Volkshalle. Schr. Ang. unt. 04202 a. d.G.A. Verkäufe Suoettflufen: Waschkommode, Kinder- „ eisern.Betistelle Nachttisch, klein. Tisch, Schränkchen, Kopfkissen ufto. Anzusehen Bismarckitr.42v von 17-18 Uhr. Vermählungs-Anzeigen liefert Brühl’sche Druckerei Achtung! Schlachlp!erdeo.Mach!iohlen werden ständig zu Höchstpreisen angekauft. Bei Notschlachtungen schnelle und reelle Bedienung. Roßschlachterei Schilling Gießen, Vetzfleingnsse 8, Tel. 354? Gehr. 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Belr.: Versorgung mit Lebensmitteln; hier: Ablieferung der Abschnitte für LebensmitteL Gemäß § 11 der Bekanntmachung vom 29. 8.1939 des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft zur Ersten Durchführungsverordnung zur Verordnung zur vorläufigen Sicherstellung des lebenswichtigen Bedarfs des deutschen Volkes , vom 27.8. 1939 (RGBl. I S. 502) haben die Insassen von Krankenhäusern, Heilanstalten, Erziehungsanstalten, Wohlfahrtsanstalten, Gefangenenanstalten und ähnlichen Einrichtungen für die Dauer ihres Aufenthaltes die Abschnitte für Lebensmittel an die Anstalt abzugeben. Verwaltung der klinischen Universitäts-Anstalten. Monhlöoon von3 bis 20v.H. erhalten Sie bei wieder- lluLnidduU holten Veröffentlichungen einer Anzeige! Gewinnauszug 5. Klaffe 1. Deutsche Reichslotterie Ohne Gewähr___________________Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind drei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar einer auf die Lofe gleicher Nummer in den drei Abteilungen ___________1, n und III 3. Ziehungstag 5. September 1939 In der heutigen Dormittagsziehung wurden gezogen 168626 42 Gewinne zu 2000 RM. 19096 808Iß 178975 193039 241067 253089 280723 389566 3132 6569 9164 10051 38326 44679 46724 47228 51594 55080 58894 61116 63375 63828 70147 72740 75918 84159 85002 86297 93319 98353 102597 144574 270293 306739 345424 153854 286078 324645 135903 225877 297018 340692 136455 230143 304360 340744 160686 286903 337853 144712 314582 215837 286173 127397 65851 128698 218224 294377 338611 78753 105369 270 Gewinne zu 500 RM. ---- ---- ---- ---- 11562 21353 26752 28178 32319 35014 36772 6 Gewinne zu 5000 RM. 150712 6 Gewinne zu 4000 RM. 146951 18 Gewinne zu 3000 RM. 43535 238947 341033 381725 _ 320353 321793 341798 380333 ______ 93 Gewinne zu 1000 RM. 19065 38525 69962 86290 87227 92811 104907 106429 108644 148330 164501 197976 213013 235962 272831 305496 354187 375165 117382 154770 165868 198102 214657 249576 273720 307248 361752 384556 124642 158417 171862 199695 215447 256434 283450 314382 362469 395534 134521 158876 179716 200501 221748 258976 290327 315032 362992 399462 138828 161033 182950 202376 234108 260903 292397 345036 371045 141464 161248 189072 204956 235207 266742 300415 349227 373855 582 Gewinns zu 300 RM. 6647 8115 9035 9088 12806 15435 15775 16929 28875 29049 31058 35926 36084 36304 36400 36683 42857 44771 46754 49104 50289 50791 51329 52839 53355 56148 56303 59704 60951 67984 69942 74379 76737 79079 79650 81939 83285 83528 86909 90139 91564 91900 94414 96215 97362 97641 90139 91564 91900 94414 96215 98362 98641 4)9988 102406 105784 106112 119226 125830 125864 128373 129008 131452 132413 133420 133894 138870 146215 149616 158254 158468 162840 169533 172115 174180 174906 176106 176648 176693 182161 182785 182787 183417 183494 183994 184619 186935 190198 200451 203185 207917 209739 214121 218828 221344 222220 222878 229674 229714 230104 230466 230949 231466 231749 232340 238695 240417 241266 241701 .241884 242522 247073 249319 250080 250232 251212 255280 262619 262672 263737 267342 270978 272419 273845 275865 276524 277136 279386 281014 281053 282495 283406 285965 288056 288395 288606 289188 289282 292514 296160 302912 304928 305163 305742 310012 316479 316946 321590 326486 327198 330055 331742 333068 333379 333429 333941 334022 335137 335402 335495 338202 338626 341625 341846 343106 343374 344432 349085 350923 352477 353282 355421 356204 362864 365952 367497 369312 371789 372984 374237 375820 376571 376694 379464 384082 384266 384515 384613 385150 387309 389115 389234 390124 391121 391227 391874 392QR1 393156 393455 398441 398778 Auherdepl wurde« 6483 Eelvinne zu je .150 RM. gezogen Gibraltar festgehaltene fuyvslawische Frachter „Jurko Topic" z. B. durfte seine Fahrt inimer noch nicht fortfetzen. In Rotterdam hegt der jugoslawische Dampfer „Susak" mit Kohlen für Italien, doch hält die Reederei das Schiff aus Furcht zurück, es könnte unterwegs von den Engländern torpediert oder aufgebracht werden. Außerdem verlangen die englischen Versicherungs» gesellschaften eine Zusätzliche Kriegsver. sicherungsprämie von 2000 Pfund, die die Fracht zu «inem Verlustgeschäf t machen würde. Noch schwerwiegender ist der Fall des Frachtdampfers „Ansoun", der i n F r a n z o s i s ch - Marokko Anthrazit für die dalmatinischen Ze- mentfabriken geladen hatte und im letzten Augen« blick, offensichtlich auf englische Weisung hm, am Auslaufen gehindert wurde. Die Zement, fabriken in Jugoslawien müssen jetzt zu Arbelts» einschränkungen und der Entlassung von mehreren hundert Arbeitern schreiten. Ein Saboteur der Landesverteidigung erschossen. Berlin, 7. Sept. (DNB.) Der Reichsfüh- rer ff und Lhef der deutschen Polizei teilt mit, daß wegen Verweigerung der Mitarbeit an Sicherungsaufgaben für die Landesverteidigung, Johann Heinen, Dessau, am 7. September 1939 erschossen worden ist. Heinen war außerdem eia wegen Diebstahls vorbestrafter Ver« b r e ch e r. Kleine politische Nachrichten. Der Südorientexpreß P a r i s — Ist ans bul, der seit einiger Zeit nur von Mailand bis Istanbul und umgekehrt verkehrte, verkehrt ab Donnerstag wieder in vollem Umfange von Paris über Mailand bis nach Istanbul und um* qekehrt. Außerdem verkehren ab Donnerstag wieder mehrere direkte Schnellzüge Rom Mai« land —P aris in beiden Richtungen. * Ein russisch-japanischer Streits all- der dadurch entstanden war, daß die Sowietbehor- den sich weigerten, neun japanischen Schiffen dis Schiffspapiere auszuhändigen, wurde freundschaftlich beigelegt. Der sowjetrusstsche Kon* sul in Hakodate auf Hokkaido hat zwei japanifchen Schiffen die Schifsspapiere übergeben und den übrigen dieser Schiffe die Aushändigung dieser Schiffspapiere in Kürze in Aussicht gestellt. * Der Präsident der Republik F i n n l a n d hat auf Vorschlag des Staatsrates die Neutralitäts* e r k l ä r u n g beschlossen. In dem europäischen Konflikt wird Finnland völlige Neutralität bewahren. Pie Neutralitätsregeln der fünf nordischen Länder vom 27. Mai 1938 werden hierbei Anwendung finden. ______ Hauptschriftleiter t)r. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot (z. Z. abwesend), i. V.: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschem; für Sport Heinrich Ludwig Neuner (z. Z. abwesend), i. V.: E. Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Universitats- druckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preis- liste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücher! 3. Ziehungstag 5. September 1939 Ön der Gärigen Nachmlttagsziehung wurden gezogen 9 Gewinne zu 5000 RM. 70401 218420 300346 235886 15 Gewinne zu 4000 RM. 4024 195138 261023 355622 12 Gewinne zu 3000 RM. 78905 273270 371386 384840 42 Gewinne zu 2000 RM. 13727 76496 166937 184560 190020 193142 215711 1107521 218496 279073 295274 349149 372423 391811 84 Gewinne zu 1000 RM. 12035 39282 51915 56634 70413 90119 90399 96770 102418 128302 140527 147348 153491 165359 183484 214888 219241 257440 258962 271987 275382 286312 287428 289233 310812 335792 377488 395826 327 Gewinne zu 500 RM. 1044 5997 14941 18311 24843 28627 31766 31807 32201 32646 36237 37637 38197 39265 42279 48121 49161 50124 51026 51935 51959 53073 57371 57488 59547 67426 73034 84040 86697 89490 97326 99063 99725 102785 102996 103222 103664 111041 112800 114592 128290 129818 134122 137354 137689 139657 140838 145316 148627 164951 159221 161042 165025 170864 176930 181818 189936 196097 202531 203255 218883 220103 229830 234449 234488 234754 237044 240248 241964 244739 245437 249809 254996 260692 264825 264982 267077 268863 270065 270249 273733 281236 285827 287707 288512 293106 294567 302343 303200 304897 309876 317474 320731 322360 326871 328098 338290 345940 354345 356687 358850 362787 364427 3702061 374483 375926 392626 393925 396323 495 Gewinne zu 300 RM. 2880 3509 9855 12351 12482 13279 13400 18372 20246 20284 22310 23163 24366 24593 30011 32911 35269 35336 39921 40809 41220 44795 46119 49433 49760 54360 54463 54750 55716 62200 63909 67310 70622 71220 73323 75493 87819 89716 90055 97029 98408 101516 104845 107624 110773 114395 115832 116904 118967 119128 120887t 127983 129186 131028 132358 134428 136687 137070 144002 145592 148502 152351 15956« 160744 164588 165029 167152 184506 195410 195521 195613 196871 197052 197634 19922» 207345 208338 208654 216016 216557 216737 216935 223153 226053 229663 235985 236152 237074 237340 239139 239199 240407 24363® 243649 245313 245580 245669 245998 2483031 250569 251495 255658 260752 261419 2681891 269774 271684 273554 275096 282329 283297 286797 291656 292899 298500 299897 30044« 305030 307853 308570 309785 310348 3108171 312884 314169 314621 319724 319784 323404< 326594 327348 331883 334669 335833 336490’ 338060 344732 345430 346854 347313 350319 351624 351789 357822 361431 362869 363174 363767 368557 369270 369527 369798 375818 376752 380033 385921 387552 388827 3917971 394947 396013 396532 398500 399103 39998t Außerdem wurden 6516 Gewinne zu je 150 RM. gezogen- tJm Gewinnrade verblieben: 3 Prämien zu ses 500 000 NM,«3 Gewinne zu je 500 000 NDU 3 zu je 300 000, 6 zu je 100 000, 12 zu je 50 000,1 12 zu je 4b 000, 18 zu je 30 000, 36 zu je 20 000, 132 zu je 10 000, 291 zu je 5000, 366 zu je 4000, 807 zu je 3000, 1551 zu je 2000, 4512 zu je 1000, 10 392 zu je 500, 20 934 zu je 300, 275925 3111 le 15Q UM. Wng heqi | r ' n ben1 ^Ngz, { tDetl i-- bi, I J?Qcb?n -.des lisch. S 3e,; ^gen. •■ 5 Qm ?ent. lrbeitz.! treten bfüh. Uizel -rung iQben Johann J9 er. mi ein Bet« iftn. 3stan« anb bi? ehrt ab 'n Pa. mb um. z wieder -Mai. itfallj jetbehöi. i,en dis eund. che Kon« panischen mb den 9 dieser ) hat ms iitäts. hen Kon. ewohren. : Länder tnenbung Lange. . st Blum- e Bilder'. 5 Thyriv' ’ür Stad umschein, dwesend), Seck. Ben Theodor | iversität- j Gießen. 1 ch 25 Psß Bf. mehr. I j5 15 % ist Preis- i iltig. Zücher! * 1® ) 371386 ) 4 2 8 K B 433 «’S SO? Ä 24 28 28 »51 ,06 ,3t ,5? »86 »07 >98 »19 329 397 348 '84 333 313 369 »98 327 |03 0- a 2 8 m gezogen 300346 235881} >4 >2 >7 30 33 14 36 S 12 76 )0 27 23 ’S 2Ä s M ßÄ 8 ZA '0 000,0 B u lt,2 * * * 400ö- ?u iB 5l9j 128305 21488g 286317 39582 i26^ 15495 18181 22010 240248 26069 270249 MZ Nr. 210 Zweites Blatt Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Freitag, 8. September 1959 Helft der Partei Helsen! Aus der Stadt Gießen. Silberfäden auf der Au. Wie ein letztes Sommermärchen, ein letzter Sommertraum weht der scheidende Sommer durch die oerbsMcher werdende Welt, und seine weißgruuen tfäben umspinnen uns mit einer letzten Freude und eise aufstetgender Traurigkeit. „Des Sommers Fäden weben durchs Feld wie weißer Duft", singen wohl die Kinder^ und ein Eichendorffsches Gedicht geht wie ein schönes Volkslied singend und klingend rurch die Welt: „Durch die Felder sieht man ähren / eine wunderschöne Frau, / und von ihren mngen Haaren / goldne Fäden auf der Au." Der Göttin Freia lichtblondes Haar nannten unsere Vor- mhren diese Gespinste. Das Volk spricht von den ..Metten", den „Mettjes" ober von dem „Jungsern- Mäbchensommer", „Fliegender Sommer" (= fliehender Sommer!), „Gottes Schleppkleid", „Marien- 'äden", „Ahnlsummer", „Frauengarn". Im 16. Jahrhundert hielt man diese Fäden für — gedörrten Tau! Später meinte man wohl, sie eien aus den Herbstnebeln entstanden, ein Eng- »önder glaubte sie aus den Kumuluswolken geworden, ein Forscher des 18. Jahrhunderts hielt sie für pme vom Luftzug zu Fäden gefponnene Aus- chwitzung der Nadelbäume. Der alemannische Dich- ler Hebel erklärte sie in feinem „Rheinischen Haus- 'reund" Anfang des 19. Jahrhunderts für das, mas sie sind: die Gespinste kleiner Spinnen, die mit ihrer Hilfe sich weit durch die Luft tragen lassen, ’iim zu ihren Winterquartieren zu gelangen. So olso steht es mit dem Gespinst der Metten! Im herbstlichen Frühdunst aber, in mittäglichem Son- oenglanz und frischer Abendkühle weben und flat- lern sie gar zauberisch um Bäume, Sträucher und stoppeln, letzte Blumen und Blüten. Silbern erglänzen sie im Sonnenlicht, und die herbstliche Landschaft, die sie mit schaffen helfen, wird durch |ie wundersam verschönt. Wenn Frühtau in chren Gespinsten haftet, blitzt es im ausgehenden Sonnenlicht wie von Kristallen und Diamanten ... Glück soll es bedeuten, wenn diese Fäden' sich an paar und Kleider heften; und so wird die Welt noch einmal schön und bunt im Scheiden. Dornotizen. Tageskalender für Freitag. Gloria-Palast (Seltersweg): „Paradies der Jung- ssesellen". Licht weg! Ein Wohnhaus mit freistehendem Seitengiebel. Lines der dortigen Fenster läßt durch eine beschä- tigte Jalousiesprosse Licht hinausdringen. Zwei, irei, vier Strahenpassanten bleiben betroffen stehen. ,,Run sieh doch einer diesen Bummelfritzen an!" — — „Natürlich, mitten in der Nacht festliche Beleuchtung!" — „Hallo, Licht weg!" — „Sie, Herr Machbar drehn Sie mal a Tempo Ihren Scheinwerfer ab!" In kurzer Zeit steht vor der .Lichtreklame" eine grollende Protestversammlung, der zuständige Luftschutzwart kommt um die Ecke. „Bitte sehr, sehen Sie sich das mal an! Da spielt tiner Leuchtturm!" — „Hallo, L—i — c — h — t ö — e — g!" Ein halbes Dutzend Kehlen! Das Ge- inurmel schwillt zum drohenden Trommelfeuer an. sietzt ist da oben der Groschen gefallen. Knips, geht .äs Licht aus. Zufrieden? Nicht ganz! Der Ein- ipruch des Volksmundes lautet ja „Licht w e g!" und nicht „Licht aus!" Das ist keine Kunst, den Mektrischen Schalter mit einer kurzen Handrolle eine Kehrtwendung machen zu lassen. Und wenn keine einzige Kerze im Hause verlöscht, soll es pechkohl- rnbenschwarz wie ein Teersack daliegen. Das ist der Sinn der Verdunkelung! Ein paar Häuser weiter. Das schmale Fenster tiner Speisekammer zeigt plötzlich lichtvolle Offenherzigkeit. „Aber Frau Pumke", ruft der Luftschutz- NSG. Der Leiter des Amtes für Volkswohlfahrt der NSDAP., Gau Hessen-Nassau, Haug, wendet sich mit nachstehender Bitte an alle Volksgenossen des Gaues: Die Betreuung^- und Verpflegungsarbeit der 3X5*8. fordert gewaltige Mittel! Gebt uns Wäschestücke für Säuglinge, Kinder und Erwachsene! Wir brauchen Kleidungsstücke und Schuhe! Opfert und gebt Barbeträge! Die Ortsgruppen der NSV. sind zur Entgegennahme aller Spenden angewiesen. Außerdem nimmt die Gauamtsleitung Spenden hierfür auf Postscheckkonto 23 OOO Frankfurt a. Bl. und Bankkonto 7300 bei der Städtischen Sparkasse Darmstadt entgegen. Zeigt, daß wir eine Not- und Schicksalsgemeinschaft sind! Alle Frauen helfen mit. NSG. Die Partei hat in diesen Tagen besonders viele Helferinnen für alle Volksgenossen zu stellen, di« in irgendeiner Notlage sind. Jrn Bahnhofsdienst der NSV. ist besonders der NS.-Frauenschaft die Betreuung von Mutter und Kind übertragen, wobei BDM. und HI. tatkräftig Hilfe leisten. Dem Einzelhandel wird eine Hilfe gestellt, wenn er sie bei der Dienststelle der NS.-Frauenschaft — Deutsches Fr auenwerk an fordert. In Kindergärten, b ei der bevorstehenden Hackfruchternte, bei der Verwertung von Obst und Gemüse für die NSV., wie auch für die überlastete Landfrau — überall setzen sich die Helferinnen ein. Es ist selbstverständlich, daß auch Frauen und Mädel, die sich als Helferinnen zur Verfügung stellen wollen und nicht Mitglied der NS.-Frauenschaft oder des Deutschen Frauenwerks sind, irgendeine Ausgabe finden können. Es wird aber gebeten, davon abzusehen, sich unmittelbar beim Bahnhofsdienst zu melden oder an irgendeiner anderen Stelle. Jede wart nach oben, „sind Sie denn vom Mond?" — „Die Frau will wohl Selbstmord verüben?" „Selbstmord? Die ganze Gegend verpfeift sie mit ihrem Blinklicht!" Frau Pumpke schaut durchs dunkle Küchenfenster, entschuldigt sich: „Ich wollte ja bloß die frischgekochte Marmelade ’n Augenblick zum Abkühlen aufs Fensterbrett stellen!" „Damit uns allen die Marmeladeneimer um die Ohren fliegen!" Ganz schwarz vor Augen muß Frau Pumke bei dieser Aussicht geworden sein. Klapp!, ist das schmale Fenster zu. Dunkel! Was bedeutet heute der dringende 'Brief, das Fichtennadelbad, die warme Marmelade des einzelnen? Sonderbedürfnisse und Spezialitätchen hat jeder eingemottet! „Licht weg!" So heißt die Abendparole der heimatlichen Gemeinschaftsfront, in der jeder als freiwilliger Wachtposten auf dem Kien ist! Das verdunkeln in den Zügen. Verstöße werden bestraft. Wie die Reichsbahndirektion Köln mitteilt, ist mehrfach beobachtet worden, daß Reisende während der Verdunkelungszeit in Zügen die Vorhänge aufgezogen oder elektrische Taschenlampen auf Bahngebiet benutzt haben. Die Reisenden sind sich offenbar der Tragweite ihrer Handlungen nicht bewußt. Im Interesse der Allgemeinheit muß ein solches Tun unterbleiben. Zuwiderhandlungen werden bestraft. Die Bahnpolizei ist angewiesen, ab sofort Verstöße mit einer Geldstrafe zu belegen. Helferin, gleich, woher sie kommt, wird eingesetzt durch die Dienststellen der NS.-Frauenschaft — Deutsches Frauenwerk — ihrer zuständigen Ortsgruppe. Wo jede einzelne Frau hilft, ist belanglos. Wichtig ist einzig und allein, daß keine deutsche Frau sich ausschließt, den Auftrag, der ihr gestellt ist, zu erfüllen. BOM - und Lungmädel sammeln Wäsche. NSG. Für die Wäschesammlung der Partei, Amt für Volkswohlfahrt im Gau Hessen-Nassau, werden ab sofort alle örtlichen BDM.- und Jungmädel- einheiten eingesetzt. Die Mädel werden, wie bei den Säuglingswäschesammlungen für das WHW. in den vergangenen Jahren, die einzelnen Haushaltungen aufsuchen, um Spenden für die Betreuungsarbeit der Partei entgegenzunehmen. Besonderer Bedarf besteht an Säuglings- und Kleinkinderwäsche, an Windeln und Decken. Schadhafte Wäschestücke, die noch brauchbar sind, werden nach ihrer Ablieferung bei der NSV. vom BDM. bzw. den Arbeitsgemeinschaften des BDM.-Werkes „Glaube und Schönheit" ausgebessert. BOM.-Mädel als Silkskräfte in Lebensmittelgeschäften. NSG. In der großen Front der Helfer, die die NSDAP, im Gau Hessen-Nassau überall dort zur Verfügung stellt, wo nicht genug Arbeitskräfte vorhanden sind, fehlt auch nicht der BDM. Seine Mädel wollen noch stärker als bisher für das Wohl der Gemeinschaft ein treten. In den Reihen des hef- sen-naffauischen BDM. stehen zahlreiche Hilfskräfte, die in den Lebensmittelgeschäften eingesetzt werden sollen. Lebensmittelgeschäfte, die infolge Ausfall von Arbeitskräften und durch den Anfall von Mehrarbeit Stundenhilfen oder' Hilfskräfte für längere Dauer benötigen, wollen sich mit ihren Anforderungen an die Untergaudienststellen des BDM. i wenden. Die Vermittlung der Aushilfskräfte erfolgt | über die Arbeitsämter. Amtliche Bekanntmachungen sorgfältig brachten. In unserer Zeit es für jedermann in Stadt und Land besonders wichtig, die amtlichen Bekanntmachungen der Behörden genau zu beachten. Fast täglich wird der Bevölkerung auf irgendeinem Gebiete eine neue Anordnung oder eine Aenderung früherer Bestimmungen zur Kenntnis gebracht. Diese weitgehende Publizität hat den Zweck, den Volksgenossen alle Möglichkeiten an die Hand zu geben, die bei der Versorgung mit den täglichen Bedarfsgütern und bei der Erfüllung ihrer Verpflichtungen gegenüber der Gemeinschaft als Richtschnur dienen. Um den Bekanntmachungen die weitreichendste Wirkung auf die Oeffentlichkeit zu sichern, erfolgen die Veröffentlichungen im Anzeigenteil an der gewohnten Stelle. Alle Volksgenossen können sich hier täglich unterrichten, was die Behörden ihnen als für sie wichtig mitzuteilen haben. $ür die Front. Der Reichssportführer hat den Wunsch geäußert, daß auch alle Gemeinschaften des NS.-Reichsbundes für Leibesübungen nach Möglichkeit nützliche Dienste für Heimat und Front leisten. Der Reichssportführer hat dafür angeregt, überall, auch in der kleinsten Gemeinschaft, eine Kartei der einberufenen Kameraden anzulegen und durch Nachfenden von Heimatzeitungen, Sportzeitungen und Vereinsnachrichten mit den einberufenen Kameraden in Verbindung zu bleiben. Von der Universität Gießen. Der bisher am Kerckhoff-Jnstitut in Bad-Nauheim tätige nichtbeamtete außerordentliche Professor Dr. med. Koch wurde zum ordentlichen Professor in der Medizinischen Fakultät der Universität Gießen und zum Inhaber des Lehrstuhls für Physiologie und gleichzeitig zum Direktor des Physiologischen Instituts ernannt. Professor Dr. Koch übernimmt damit das in langen Jahren von Professor Dr. B ü r k e r verwaltete Amt. Große Brotvorräte im Gau müssen aufgezehrt werden. NSG. Schon öfters konnte darauf ijingemiefert werden, daß bei den großen Getreidevorräten aus der Ernte 1938 und der sehr guten 1939er Ernte die Brotversorgung des deutschen Volkes in jeder Richtung gesichert 'ist. Der Gau Hessen-Nassau verfügt zur Zeit außerdem über sehr große Bestände an fertigen Broten, die für etwaige Sonderfälle bereitgeftellt waren. Da solche nicht eingetreten sind^ werden die vorrätigen Brote nun im Handel abgesetzt. Bei der großen Menge wird es unter Umständen nötig sein, das Backen frischer Brote einmal einzuschränken, damit zuerst die Vorräte, die nicht verderben dürfen, ausgezehrt werden können. Jeder Volksgenosse wird die Notwendigkeit dieser Maßnahme erkennen und gerne einige Tage auf frisch gebackenes Brot verzichten. Helferinnen für das Deutsche Bote Kreuz. Diese Schicksalstage stellen wieder große Anforderungen an das Deutsche Rote Kreuz. Ueberall in unserem Vaterland melden sich Frauen und Mädel zu Tausenden für den Hilfsdienst im Deutschen Roten Kreuz, bereit, ihre Kräfte für das Wohl unserer verwundeten Soldaten jederzeit einzusetzen. Diese freiwilligen Helferinnen werden in Kursen in all den Dingen unterrichtet, die sie für ihre Arbeit brauchen; sie fernen sachgemäße erste Hilfe leisten. Verbände anlegen und müssen auch beim Transport von Kranken und Verwundeten helfen können. Alle diese Arbeit erfordert ein großes Maß von Hilfs- und Einsatzbereitschaft, die aber von allen mit Begeisterung aufgebracht wird. Dsrbrau^ hon (Srnäfcrim^feffen in Bäckereien, Konditoreien und ähnlichen Betrieben. FWD. Die Hauptoereinigung der deutschen Milch- und Fettwirtschaft und die Reichsstelle für Milch- erzeugnisse, Oele und Fette als Ueberwachungsstelle haben eine gemeinsame Anordnung vom 1.9.39 erlassen, wonach an Ernährungsfetten jeder Art Bäcker, Konditoren und ähnliche Gewerbetreibende im Kalendermonat höchstens 10 v. H. derjenigen Menge verbrauchen dürfen, die sie durch Wareneingangsbücher oder Rechnungen nachweisbar in der Zeit vom 1. Januar 1939 bis zum 30. Juni 1939 bezogen haben. Herstellerbetriebe haben ebenso wie Groß- und Kleinverteiler an diese Betriebe höchstens insgesamt 10 v. H. der Fettmengen abzugeben, die sie in der Zeit vom 1.1. bis 30. 6.1939 Geliefert haben. Die Anordnung verpflichtet die Bäcker ufw. zur Führung von Fettoerbrauchsbüchern, wobei die am Jnkrafttretungstage (1. Sept. 1939) vorhandenen Bestände mitaufgenommen werden müssen. Herstellung von Mischfetten verboten. In einer Anordnung der Hauptvereinigung der deutschen Milch- und Fettwirtschaft vom 5.9.1939 Unsere Beilage „Heimat im Bild" wird künftighin alle vierzehn Tage erscheinen. Deutsche Kulturdenkmäler im Weichselland. Achthundert Jahre hat deutscher Fleiß im Weich- stllande gerodet und gepflügt, um dem Boden seine heutige Lebenskraft zu geben. Aber nicht als Eindringlinge sind diese Deutschen gekommen, wie die $olen immer wieder behaupten, sondern als Freie gerufen von dem Herzog Konrad von Masovien; mit besonderen Vorrechten ausgestattet, kamen sie in das Land, um ihm die Kultur zu bringen. Doch die Deutschen haben nicht nur das Land urbar gemacht, sondern auch Städte gegründet; Graudenz, Bromberg, Thorn, Posen, um nur bi e wichtigsten zu nennen, tragen das Gepräge Kutscher Stadtkultur, und sie tragen es nicht nur seit den letzten hundert oder zweihundert Jahren, scndern seit dem Augenblick, wo der erste deutsche Siebter den östlichen Boden betrat. Heute stehen die Städte im Schatten deutscher Bauwerke, deren Meister nur Arbeit und lebendige Hingegebenheit an hohe Ziele kannten. Ein hohes Zeugnis hierfür ist das gewaltige Lrdensschloß Mewe bei Marienwerder (südlich von Danzig); es liegt auf den Höhen des linken Neichfelufers und besteht aus drei mächtigen Lang- hiusern mit mehreren Türmen und Vorbauten. 1»82 fiel der Ort Mewe an den Deutschen Orden, ee hielt 1297 kulmisches Stadtrecht, kam 1466 zu Polen, war seit 1772 preußisch, bis es 1920 wieder an Polen fiel. Die Ruinen des Ordensschlosses überragen die kleine Kreisstadt Pommerellens, die heute Cniew heißt und rund dreitausend Einwohner hat. Auf dem rechten Wechselufer, stromaufwärts, liegt die alte Festung Graudenz. Die ehemalige Zlta- .bitte der Stadt wurde von Friedrich dem Großen ««gelegt und dient seit 1873 als Kaserne; sie liegt auf einer drei und sechzig Meter hohen Anhöhe und wurde berühmt durch ihre erfolgreiche Verteidigung gi gen die Franzosen vom 22. Januar bis 9. Juli 11.07. Schon im Jahre 1291 erhielt Graudenz Stadtrichte „wegen der vielen teutschen Handelshäuser", btren Besitzer sich stolze Wohnbauten und Kirchen errichten liehen; sie sorgten auch für eine starke Lehrmacht mit Trutztürmen. Vom Schloßberg flauen als Zeugen der Ordenszeit der Schloßturm Klimek genannt), die vielstöckigen Getreidespeicher uid der wuchtigbreite Turm der alten Nikolaikirche wsit über die TVeichselniederung. Das hochragende Kulm, die alte Hansastadt, ist Iht älteste preußische Bischofssitz und wurde durch bis berühmte Kulmer Handfeste die Gesetzgeberin bis deutschen Ostens. 1386 wurde sie zum Sitz der elften preußischen Universität (mserschem i|t die obengenannte Handfeste (d. h. Sammlung der Satzungen der Landmeister des Deutschen Ritterordens) bearbeitet und erweitert worden. Fremde Mißwirtschaft zerstörte die alte Stadt bis auf vierzig Häuser, von denen noch 28 zerfielen. Aber noch stand die deutsche Marienkirche mit den Apostel- figuren sowie der Westgiebel der deutschen Peter- Paul-Kirche. Friedrich der Große bewunderte diese Reste einer stolzen deutschen Vergangenheit und baute um sie die Stadt wieder auf; auch errichtete er die dortige Kadettenanstalt, aus welcher der Waffenschmied des zweiten Reiches, Kriegsminister von Roon, hervorging. B r o m b e r g ist eine deutsche Kolonialgründung aus dem Jähre 1346; aus diesen Jahren stammen die Grundmauern der alten Pfarrkirche. An der Brahe entlang stehen heute noch einige Militärspeicher, die im Auftrag Friedrich des Großen erbaut wurden. Das Stadtrecht erhielt Bromberg von einem der ersten Hochmeister des Ordens. Weit älter ist Thorn an der Weichsel. Nach seinem Wappen — eine Mauer mit drei Türmen und dem halbgeöffneten Tor — wurde es damals „das deutsche Tor gen Osten" genannt. Herman von Salza, der Begründer des Ordens, verlieh ihm das Stadtrecht, und hundert Jahre später stand die Hansestadt in so hoher Blüte, daß sie den Namen „Königin der Weichsel" erhielt. Breite Türme und wehrhafte Tore, das mächtige Rathaus das Ordensschloß und nicht zuletzt die Kirchen künden von deutscher Arbeit und Zielstrebigkeit. Auch die vielen anderen Bauten reden eine deutliche Sprache von deutschem Ritter- unnd Bürgergeist. Unter der fremden Herrschaft, vor allem zur Zeit des „Thorner Blutgerichts", hat die Stadt unsäglich gelitten, aber sie blieb im Grunde kerndeutich und bewahrte ihre Wesensart bis auf den heutigen £ag. t , Auch in Pofen ist das Wirken des Deutschtums unverkennbar sichtbar geblieben. Außerhalb der Stadt steht das Kirchlein, das der Orden vor achthundert Jahren baute für die damals noch kleine Gemeinde; auf feinem einfachen Giebel steht heute noch das Johanniterkreuz wie ehedem, als die Deutschritter den Grundstein legten für kommende bessere Zeiten. Auf dem Markt steht das alte Rathaus mit dem leicht in die Wolken steigenden Turm, der an die frühere deutsche Städtebauweise erinnert. Ein hart umkämpftes Bauwerk ift Die Ansiedlungskommission. Hier wurde vorbildliche Ansiedlungstätigkeit entfaltet, die das Land zu hoher Kultur führte, hier zog nach dem Kriege unseliger Deutschenhaß ein, der über 100 OOO deutschen Siedlern das ihnen zugeteilte Land wieder entzog. Der Ansiedlungskommission gegenüber steht die deutsch- evangelische Paulikirche mit ihrem schongegliederlen Turm. Der. Dom stammt aus der gotischen Zelt und beherbergt die sogenannte „goldene Kapelle". Die Stanislauskirche ift von deutschen B a u- m e i ft e r n in italienischem Stil gehalten, während die Pfarrkirche als Basilika gedacht ist. Daneben zeugen viele Patrizierbauten von der Meisterschaft deutscher Erbauer, und zahlreiche Bauernhäuser in der Wartheniederung bei Posen erzählen von den Westfalen unb Sachsen, die hier vor Jahrhunderten zuerst das Deutschtum vorgetragen haben. Alle diese Kulturdenkmäler, die Künder einer großen deutschen Vergangenheit, sind nicht mit den Mitteln einer Zeitanschauung auszurotten. Diese nicht selten mit Blut geschriebenen Zeugnisse der Gefchichte sind nicht durch Phrasen und Gesten m das Gegenteil umzukehren, sie bleiben und bewahren alle Geschehnisse, um sie gewissenhaft kommenden Geschlechtern zu übermitteln. Was sind hier mißleitete Menschen, was Mächte verirrten Hasses? Sie fallen und vergehen vor der ewigen Richterin, der Zeit, die nur mißt mit der Wage der Gerechtigkeit. !^a!>sche Ernährung und Zahnverfall. Der Verfall des menschlichen Gebisses hat heute einen Umfang angenommen, der nicht nur eine starke Beeinträchtigung der Volksgesundheit, sondern auch eine schwere Belastung der Volkswirtschaft und sogar der Wehrhaftigkeit barftellt. Die Hauptursache dafür ist die falsche Ernährung, gegen die, wie Professor Hermann Euler in den „Forschungen und Fortschritten" ausführt, die schärfste Kampfansage notwendig ist und Aerzte mit den Zahnärzten aufs engste zusammenstehen müssen. Der Gebißverfall zeigt sich zunächst in den Krankheiten der Zähne selbst, insbesondere der Karies, die bei einer großen Zahl von Kindern an kranken Milchzähnen und bei vielen Erwachsenen an kranken bleibenden Zähnen festgestellt ist. In diesem Ausmaß besteht die Karies erst seit verhältnismäßig kurzer Zeit, wenn sie auch schon in der vorgeschichtlichen Zeit gelegentlich aufgetreten ist. Die Hauptursache liegt in der Veränderung, die unserer Ernährung nach Zusammensetzung, Zubereitung und Form (Festigkeit) erfahren hat. Dor allem ist zu beklagen, daß der Anteil an pflanzlicher Nahrung in richtiger Zubereitung immer noch lediglich eine „Beigabe" zum Fleisch darstellt, statt umgekehrt. Ebenso ist zu beklagen, daß sich ein nahrhaftes Brot so schwer einführt, das auch den Zähnen genügend Arbeit lassen würde. Die Ernährungssünden vieler Generationen haben wohl eine Herabsetzung der Widerstandsfähigkeit gegen Karies im allgemeinen herbeigeführt, aber sie wird doch wesentlich durch die Fehlernährung des einzelnen gefördert. Jede einzelne Substanz, Schmelz, Zahnbein, Zahnmark, hat darunter zu leiden; namentlich die unzureichliche Zufuhr von Vitaminen und Mineralsalzen ist von dauerndem Schaden für die Zähne. Zweitens handelt es sich um Erkrankungen des Zahnhalteapparates. Auch diese sind nicht alle eine Erscheinung der Neuzeit, sondern waren, verbunden mit Zahnstein, in harmloser Form schon vor 4000 Jahren vorhanden. Die schwere Form dagegen, die Paradentose, die Vereiterung der Zahnwurzelhaut und des knöchernen Zahnfaches, der nächst der Karies die meisten Zähne zum Opfer fallen, ist erst etwa 200 Jahre nach Christi Geburt verbreitet aufgetreten. Auch hier ist die Fehlernährung die Hauptursache, als deren Folge sich allmählich eine biologische Minderwertigkeit des Zahnstützgewebes entwickelt hat, die um so schwerwiegender ist, als nun das geringste Maß von stärkerer Beanspruchung, Mangelnahrung oder einer anderen Schädigung zum Zahnverlust führen kann. Am sinnfälligsten zeigt sich der Einfluß der Fehlernährung bei den Veränderungen am Kiefer, die zum Gebißverfall führen. Dazu gehören schwere Miß- geftaltungen der Kieferbogen und Zahnreihen, bann sehr oft auch der sogenannte offene Biß und anderes mehr. In diesen Fällen wird nicht nur ein geordnetes Kauen fast unmöglich, die gedrängte und unregelmäßige Einzelzahnstellung begünstigt auch die Entwicklung von Karies und Paradentose. Die Fehlernährung durch Generationen hat wohl auch die Zunahme des sogenannten Uebergebisses und infolge einer immer weniger ausreichenden Kau- tätigfeit das Nachlassen des Unterkieferlängenwachstums bewirkt und mit dem letzteren einen Raummangel für die Zähne, der Durchbruchsschwierigkeiten und sehr oft schwere Erkrankungen :m Gebiete des unteren Weisheitszahnes zur Folge hat. C. K. Zeitschriften. — Die „Illustrirte Zeitung" vom 31. Aug. d I wird eröffnet mit einer eindrucksvollen ganzseitigen Photographie „Glocken über Danzig". Es folgt ein Bericht über den Besuch des Reichsaußen- ministers in Moskau, sodann ein Querschnitt durch ein Flüchtlingslager. Der Beitrag „Die Weichsel klagt an", beweist, daß dieser Strom nicht die Lebensader Polens ist als die sie von polnischer Seite bezeichnet wird. Die nächsten Seiten führen uns in die große Schweizerische Landesausstellung Zürich 1939. Sodann besuchen wir Durban, die indische Stadt der Gegensätze. Im Mittelpunkt des Heftes steht eine prachtvolle farbige Doppelseite ungarischer Landschaften mit Aquarellen von Hang von Hattingberg. wird die Herstellung und Weiterverarbeitung von' Mischfetten, Mischungen von Rinderfetten untereinander und Mischungen von Rinderfetten mit anderen tierischen Fetten, einschließlich Knochen fetten, mit sofortiger Wirkung verboten. Alle bisher erteilten Genehmigungen treten außer Kraft. Soweit noch Bestände vorhanden sind, dürfen nur noch die Mitglieder der Wirtschaftlichen Vereinigung der deutschen Süßwarenindustrie in der Höhe ihrer Anforderungen beliefert werden. Andere gewerbliche Betriebe nur bis zur Höhe der Mengen, für die sie Bezugsscheine besitzen. Die Lagerbestände an solchen Waren, aus denen Mischfette hergestellt werden, dürfen nicht ausgeliefert werden. Deutsches Mädel, der weibliche Arbeitsdienst rüst! RSG. Der Reichsarbeitsdienst für die weibliche Jugend setzt in dieser Zeit verstärkt ein, um die Ernte zu sichern. Auch ihr müßt jetzt helfen! Meldungen zum Eintrittstermin am 1. Oktober 1939 nimmt die Bezirksleitung 11 — Hessen — Wiesbaden, Rheinstraße 78, entgegen. Bei jeder Polizeibehörde sind die Antragsformulare erhältlich. Oie Reifezeugnisse der Mädchen. Rach einem Erlaß des Reichserziehungsministers find die Berechtigungen der Reifezeugnisse der Oberschule für Mädchen, hauswirtschaftliche Form, von Ostern 1941 ab dieselben wie die der Oberschule für Mädchen, sprachliche Form. Die Reifezeugnisse der hauswirtschaftlichen Form berechtigen also zum Studium an der Universität und den Hochschulen. Für Studiengänge, welche Kenntnisse in der lateinischen Sprache verlangen, muß eine lateinische Ergänzungsprüfung abgelegt werden. Zucker für die Einwinterung der D:enen. Da ei^e Reihe von Imkern sich nicht ausreichend mit Zucker zur Einwinterung der Bienen eingedeckt hat, hat die Reichsfachgruppe Imker erreicht, daß die Hauptvereinigung der deutschen Zuckerwirtschaft notweise eine Zuckermenge überwiesen hat, die auf Grund von Zuckerbezugsscheinen (ausgestellt auf die Ortssachgruppe Imker), noch im Laufe dieses Monats bezogen werden kann. Die Zuckerbezugsscheine werden von der Reichsfachgruppe Imker um den 15. September d. I. herum an die Ortsfachgruppen versandt. Zucker erhält nur der Imker, der auf Grund der Zuckerverbilligungsliste der Reichsfachgruppe Imker noch keinen oder nur wenig Zucker bezogen hat. Die Imker werden von ihren Ortsfachgruppen benachrichtigt werden. Einzelanfragen bei den Landesfachgruppen und der Reichsfachgruppe Imker sind zu vermeiden. Die Ortsfachgruppen Imker haben außerdem schon seit längerem Anweisung, für die Betreuung der Stände, deren Inhaber längere Zeit verhindert sind, ihre Bienen selbst zu pflegen, zu sorgen. ** Von einem Omnibus angefahren. Am gestrigen Donnerstag gegen Abend ereignete sich auf dem Hitlerwall ein Verkehrsunfall. Dort wurde ein Radfahrer von einem überholenden Omnibus angefahren und zu Fall gebracht. Der Radler erlitt dabei Verletzungen an den Beinen, die seine Ueberführung in die Chirurgische Klinik erforderlich machten. Zwei Tote durch falsches ileberholen Lpd. Worms, 7. Sept. Zwischen Lorsch und Bürstadt wollte ein Personenkraftwagen ein vorausfahrendes Lastauto in schnellem Tempo überholen. Dabei streifte der Personenwagen das Lastauto, rannte gegen zwei Bäume, überschlug sich und blieb zertrümmert neben der Straße liegen. Zwei Insassen des Personenwagens wurden auf der Stelle getötet, ein dritter wurde schwer verletzt. Auch der Lastzug wurde beschädigt und mußte abgeschleppt werden. Kinderwagen rollt unter einen Lastzug. Lpd. Worms, 7. Sept. In einem unbewachten Augenblick rollte in der Speyererstraße ein Kindersportwagen mit dem ein Jahr alten Kind eines Arbeiters von einer Toreinfahrt über den schwach nach der Straße zu abfallenden Bürgersteig auf die Fahrbahn.' Der Wagen wurde von einem gerade vorbeikommenden Anhänger eines schweren Lastwagens überfahren und das Kind auf der Stelle getötet. Den Fahrer »es Lastzuges trifft keine Schuld. Offenbar war der Kinderwagen durch die Bodenerschüttevungen von selbst ins Rollen gekommen. Vorbildlicher Einsah -er beffen-nassauifchen Land-ienstlager. Quark unbeschränkt zu haben. RSG. Das Landesernährungsamt Abteilung A (Landesbauernschaft Hessen-Nassau) teilt mit: Der große Anfall von Magermilch gestattet es, Speisequark von der Lebensmittelbezugsscheinpflicht zunächst auszunehmen. Bekanntlich war die Regelung bisyer fo, daß aus einen Abschnitt der Eierbezugsscheine wahlweise 80 Gramm Hartkäse oder J60 Sauermilchkäse und Speisequark verstärkt eintreten Da Hartkäse stark für die Verpflegung der Truppen gebraucht wird und stattdessen ein Verbrauch von Sauermilchkäse und Speisequark verstärk eintreten wird, ist der Bevölkerung mit der Lockerung in der Speisequarkabgabe ein Ausweichen auf dieses wertvolle und bekömmliche Nahrungsmittel geboten. Die Lockerung ist vorerst für die laufende Woche in Kraft gesetzt. Fallobst darf nicht umkommen. Der Witterungsumschlag in den faxten Tagen hat es mit sich gebracht, daß auf dem Lande in den Gärten der Bauern und Landwirte, wie an den NSG* Ein beachtlicher Faktor in der Erntesicherung ist der Landdienst der Hitler-Jugend, der — im Gegensatz zu dem vorübergehenden HI.- und BDM.-Einsatz während der Haupterntezeiten — ständig gut geschulte ländliche Arbeitskräfte zur Verfügung stellt, die vielerorts nicht mehr aus der Landwirtschaft wegzudenken sind. Allein der BDM.- Obergau 13 Hessen-Nassau stellt 20 Mädellager für unseren Gau, die sich auf O b e r h e s s e n , Rheinhessen, den Odenwald und das Lahntal verteilen. Wie in den letzten Tagen von Ortsbauernführern und Landdienstinspizienten gemeldet wurde, fetzen sich diese Lager in vorbildlicher Weise für das Einbringen der Ernte, wie für die Hilfe in den Haushalten ein. Neue wachsende Aufgaben bringen die kommenden Wochen, da ein Teil der Männer an der Front steht. Ein Beispiel freudiger Einsatzwilligkeit geben zwei oberhessische Landdiensthelferinnen, die aus Gesundheitsrücksichten bei ihren Eltern geweilt hatten, in den letzten Tagen unangemeldet und ohne Erlaubnis des Arztes in ihren Lagern ein- rückten mit der etwas verlegenen Entschuldigung, man hätte jetzt keine Zeit, krank zu sein! Dieser Ausspruch sollte allen Eltern zu denken geben, die in diesen Tagen ihren Sohn oder ihre Tochter in ihrer Nähe wissen möchten und in übereilter Vorsicht deren Heimreise verlangen. Einmal ist einem solchen Ersuchen aus arbeitsrechtlichen Gründen nicht stattzugeben, zum anderen mögen die Eltern, die sich mit derartigen, absolut unnötigen Gedanken beschweren, erwägen, daß mit Hilfe ihrer Jungen und Mädel die Einbringung der Kartoffel- und Rübenernte in den nächsten Wochen erfolgt, und daß manche Bäuerin ihr Mädel benötigt, um die Kühe zu melken, damit Milch und Butter in den vorgeschriebenen Mengen geliefert werden können. Die deutschen Jungen und Mädel, so jung diese Vierzehn- und Fünfzehnjährigen auch sind, bleiben mit Freude auf ihrem Platz. Als ihre Pflicht sehen sie es an, nun erst recht in diesem Kampf um die Lebensrechte des Volkes mitzuhelfen, Deutschlands Ernährung in jedem Fall sicherzustellen. mit Obstbäumen bestandenen Straßen größere Mengen von Fallobst liegen, die infolge des Mangels an Arbeitskräften nicht gesammelt werden können. Es bedarf kaum eines Hinweises, daß das Ge- Wirtschaft. bot „Kampf dem Verderb" jetzt mit besonderem Nachdruck befolgt werden muß. Deshalb darf auch dieses Fallobst, das sich vorzüglich zur Herstellung von Gelees und Obstspeisen eignet, auf keinen Fall umkommen. Da zur Zeit die Schulen überall geschlossen sind, wird ein Einsatz der Jugend mit Hilfe der HI. jetzt, wie bei der kommenden Spätobsternte, die ja sehr reichlich auszufallen verspricht, ein erfolgreiches Mittel zur Erhaltung dieser fönst um- kommenden Nahrungsgüter sein. Cellophan ist gasdicht. Aus Grund verschiedener Anfragen teilt das Landesernährungsamt Abteilung A (Landesbauernschaft Hessen-Nassau) nach Rückfrage bei der alleinher- stellenden Firma der unter dem Namen Cellophan eingeführten Cellulose-Folie mit: Cellophan ist das gasdichteste Verpackungsmittel, das zur Zeit existiert. Ein Verschluß von Einmachgläsern durch Cellophan muß als guter Gasschutz gelten. Es wird dabei keinen wesentlichen Unterschied machen, ob das Cellophan an den Gläsern infolge der vorgeschriebenen Anwendung anhaftet, oder ob es mit Gummiringen an den Gläsern befestigt ist. Ein solches Zubinden mit Gummiringen oder Kordel ist nicht nötig, wenn das Glas mit einer leicht angefeuchteten (nicht nassen!) Cellophan- scherbe abgedeckt wird, die an den Seiten angedrückt werden muß. Die dabei zunächst noch auftretenden Falten ziehen sich von selbst stramm und glatt. Oer landwirtschastliche Marktbeobachter. Getreide: Brot und Mehl sind ausreichend vorhanden, ebenfalls Nährmittel, Graupen und Grieß. Braugerste wird von der verarbeitenden Industrie glatt aufgenommen. Bei den Futtermitteln ist normaler Bedarf. Milch: Butter ist genug vorhanden, so daß für diese Woche die allgemeinen Sätze ausgegeben werden können. Für die übrigen Fette sind die Gesamtmengen sichergestellt, es wird aber da und dort ein Ausgleich mit anderen Fettarten notwendig. Die Milchversorgung ist ebenfalls gesichert. Bei Käse müssen aber in erster Linie Sauermilchkäse und fettarme Käse abgefetzt werden. Eier: In der laufenden Woche ist mit einer Zuteilung an Eiern — darunter vornehmlich belgischen und finnischen — zu rechnen, die in der bisher üblichen Höhe liegt. Fleisch: Die Zufuhren auf den Märkten an Rindern und Schweinen nähern sich wieder den normalen Anlieferungen, so daß die Versorgung mit Fleisch gesichert erscheint und in der vorgeschriebenen Höhe erfolgen kann. Die ostpreußischen Schweine, die früher in starkem Maße nach Hefsen-Nafsau kamen, blieben in der letzten Woche aus, es besteht aber die begründete Hoffnung, daß diese wieder in der laufenden Woche eintreffen werden, zumal der Durchgangsverkehr durch den Korridor wieder, wenn auch noch beschränkt, erfolgen kann. Ob st und Gemüse: In reicher Fülle sind alle jetzt anfallenden Gartenbauerzeugnisse auf dem Markt vorhanden. Aepfel, Birnen, Pflaumen und Zwetschen stehen ausreichend zur Verfügung. Die Versorgung mit Pfirsichen ist zufriedenstellend. Trotz des ausreichenden Stein- und Kernobstes war der Bedarf an Bananen groß, so daß er ebensowenig wie der an Zitronen, die ebenfalls nur in kleinen Beständen zur Verfügung standen, gedeckt werden konnte. Die Anlieferung an Kohlgemüse, besonders an Weiß- und Rotkohl, sowie Wirsing war aus der örtlichen Erzeugung außerordentlich reichlich. Blumenkohl muß stark aufgenommen werden, da die Gefahr des Verderbs besteht. Salat-, sowie Einlege, gurken wurden flott aufgenommen. Lebhaften Zuspruchs erfreuten sich Bohnen und Kopfsalat. Die Zufuhr an deutschen Tomaten war im Gegensatz zur Vorwoche bedeutend angestiegen, so daß nicht nur der Bedarf gedeckt wurde, sondern auch ein Mehr übrig blieb. Die Umsätze bei Karotten, Rettichen und Zwiebeln bewegten sich in normalen Grenzen. Zucker: Zur Zen bestehen in unserem Gebiet keine besonderen Dersorgungsschwterigketten. Wenn lokale Mängel auftreten sollten, dann ergeben sie sich lediglich aus bestehenden Transportschwierigkeiten, die bald behoben werden. Der Täter mitten unter uns Roman von Kurt Riemann Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa. 27. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) 22. Die Sache ist geklärt. Arn Morgen reißt man den Zeitungsboys mit den grauen, blauen oder grünen Mützen die druck- feuchten Blätter fast aus den Händen. Die Ereignisse der letzten Nacht sind in aller Munde. Vom Bankbeamten bis zum Laufjungen, tm Milchladen, an der Heißmangel, auf der Straßenbahn, im Treppenflur, an Baustellen, in Kontoren und Fabriken, überall nur ein Gesprächsstoff: Der Mord in der Perkins-Dilla. Die tollsten Gerüchte schwirren durch die Stadt. „Die Perkins-Werke sind am Ende", wissen die einen. „Im Gegenteil! — Eine Schiebung steckt dahinter!" meckern die Mießmacher, die überall das wittern, wozu sie selbst keine Gelegenheit haben. Die Frauen tippen natürlich auf Mord aus Eifersucht und bedauern den schönen Asbjörn Hol- gerson, dessen Bild sie von der Leinwand her im Herzen tragen, dessen göttliche Stimme sie so oft aus dem Rundfunk in Entzücken versetzte. Wer konnte so hinreißend wie er fingen: „Nur dich liebe ich bei Tag und Nacht...!" „Die härteste Strafe für den feigen Meuchelmörder!" „Warum den Kerl noch monatelang auf Staatskosten verpflegen?" „Dor die Geschworenen mit ihm und dann an den Galgen! Kurzer Prozeß!" Das Tollste aber meldet ein sonst nicht sonderlich in Erscheinung tretendes Skandalblatt. Es erscheint gegen Mittag, und eine Stunde später ist bereits kein Stück mehr zu haben, obschon die doppelte Auflage gedruckt worden war. „Der geheimnisvolle Mörder ist entlarvt!" so steht da fett gedruckt. Und dann legt der Berichterstatter tos: „Auf Grund unserer ausgezeichneten Informationen sind wir imstande, das Geheimnis zu klären, das über dem Hause Perkins feit einiger Zeit waltet. Schauen wir ein wenig rückwärts! Der allbekannte hochverdiente Gründer des Hauses, Sir John Perkins, verunglückt unter seltsamen Umständen an der Südwestküste von Cornwall. Seit Jahren reift der Geheimrat fast jedes Wochenende in feinen geliebten Dartmoor-Forest. Er kennt Wege und Stege beinahe besser als die Einheimischen. Nie hat er sich auch nur einmal im Wege geirrt, selbst nicht an Tagen undurchdringlichen Nebels. Da plötzlich findet man ihn abgestürzt an einer Stelle, die jeder Schulbub täglich mühelos passiert, zur Seite eines öffentlichen Fußsteiges. Schon damals lag es auf der Hand, sich zu fragen: „Wie ist das möglich?" Gewiß, ein Unwohlsein könnte den rüstigen Naturfreund unglücklicherweise in jenen Abgrund geworfen haben. Zugegeben. Aber kein Arzt hat vorher auch nur Anzeichen einer Krankheit feststellen können, die zu solcher Folgerung berechtigt hätte. In der Tat, ein höchst merkwürdiger Unfall! Es wäre mehr als verständlich gewesen, wenn sich die Polizei die näheren Umstände dieses Unfalls eingehend betrachtet hätte. Sie hat es nicht getan. Nie wäre wieder davon die Rede gewesen, wenn nicht wenige Tage nach dem Begräbnis der Bruder des Verstorbenen eine höchst seltsame Entdeckung gemacht hätte. Er findet unter den Briefschaften seines Brudes eine Visitenkarte, auf der einen Seite drei schwarze Sterne, auf der andern eine nicht mißzuverstehende Drohung. Bald darauf erhält der Bruder selbst auf geheimnisvolle Weise eine ähnliche Visitenkarte zugestellt: wieder drei schwarze Sterne, wieder die Drohung. Man braucht nicht feige zu fein, wenn man in solcher Lage sich entschließt, bie. Polizei um Schutz zu bitten. Ein geheimnisvoller' Unbekannter droht auf diese Weise, die er einem schlechten Film abgesehen haben mag. Noch ist keine Woche vergangen, da meldet sich der dritte Empfänger der Schreckensbotschaft: der bekannte Tenor Asbjörn Holgerson. Vielleicht hat er die Drohung nicht ernst genug genommen, um so ernster nahm sie der Unbekannte, der sich hinter den drei schwarzen Sternen verbirgt. Er schoß sein Opfer mit der Pünktlichkeit eines Uhrwerkes nieder. In einem Punkte allerdings hat er sich verrechnet: die Rückzugsmöglichkeit war ihm abgeschnitten, die Polizei konnte ihn auf frischer Tat verhaften, ehe er zu fliehen vermochte. Herr Dr. Hellmers — kein anderer verbirgt sich hinter jenen unheimlichen schwarzen Sternen — ist trotz aller schlauen Berechnungen wie ein Anfänger in ein Netz gelaufen, dessen Vorhandensein er nicht ahnte. Die Gründe seiner Tat? Wer will in die Seele eines machthungrigen Erfinders sehen, dem der kleine Erfolg feines Anfangs den Kopf verwirrte? Herrschsucht, Eifersucht dazu — wir haben auch dafür bestimmte Anhaltspunkte und wollen uns nur mit Rücksicht auf eine schwergeprüfte Frau nicht näher darüber auslassen — kurz, alle niedrigen Besitzinstinkte hatten sich seiner bemächtigt, und in teuflischer Systematik räumte er Hindernis auf Hindernis aus dem Wege: zuerst den Wohltäter, dem er alles verdankte, Sir John Perkins, bann den Mann, der ihm seine Stellung zu erschüttern drohte, den bekannten und beliebten Sänger Asbjörn Holgerson, mit dessen Tod nicht nur der Weg zur Macht frei wird, sondern auch der Gegenstand seiner Eifersucht auf ewig verschwindet. Hätte nicht ein Zufall, ein plumper Zufall, den Verbrecher in die Hände der Polizei gespielt, die Tragödie hätte ein drittes Opfer gefordert. Denn das eine steht für uns fest: Er ist auch der Mörder Sir John Perkin's! Er allein kannte dessen Gewohnheiten — hatte er ihn doch als eifriger Bergsteiger einst in den Bergen des Kontinents kennengelernt — und Hellmers wußte auch, wo er ihn unbeobachtet in der Einsamkeit überraschen konnte- so vermag man sich nun aus- zu malen, wie der Nichtsahnende seinem Mörder vielleicht noch die Hand entgegen gestreckt hat, als jener bereits die Stelle erwählte, an der Sir John sterben sollte. Neue Kartoffelpreise. Mit sofortiger Wirkung wurden für das Gebiet der Landesbauernschaft Hessen-Nassau die Preise für Speisekartoffeln neu festgesetzt. Danach kosten m Gießen 50 kg Speisekartoffeln ab Verkaufsstelle 3,45 RM., 5 kg 0,40 RM. In allen übrigen Orten kosten 50 kg Kartoffeln 3 RM., 5 kg 0,36 RM. Rhein-Mainische Börse. Meist schwächer. Frankfurt a. M., 7. Sept. An der Börse setzten sich in Aktien Glattstellungen überwiegend fort. Sie hatten zwar keinen besonderen Umfang, lösten aber bei der eingetretenen stärkeren Zurückhaltung der Käufer meist weitere Abschwächungen aus. Das Geschäft hat sich gegen die Vortage erheblich ver- mindert, so daß die Kursbikdung wieder stark vom Zufall bedingt ist. Weiter fest waren am Chemie- markt Scheideanstalt mit 223 (220), ebenso zogen JG.-Farben auf 160 (159,50) an. Am Elektro markt waren Siemens und Gesfürel auf Rückkäufe erholt auf 194,50 (193,65) bzw. 133 (131,50), AEG. kaum verändert mit 116,50 (116,65). Montanwerte schwächten sich weiter ab, Verein. Stahl 96,75 bis 96,50 (97,25), Mannesmann 106,13 (106,40), Hoefch aber unv. 108,13. Stärker rückläufig waren Zellstoff Waldhof auf 106 (108,50), AG. für Verkehrswesen auf 107,40 (110), Rheinmetall auf 116 (118) und Daimler auf 116 (117,50). Renten lagen weiterhin äußerst ruhig und im wesentlichen unverändert. Verschiedentlich bestand weiter etwas Angebot. Andererseits erfolgten hin und wieder mäßige Anschaffungen. Staatspapiere und Pfandbriefe lagen nach wie vor unverändert, während Industrie-Obligationen und Stadtanleihen Schwankungen von etwa 0,25 v.H. aufwiesen. Im Freiverkehr bröckelten späte Schuldbuchforderungen auf 97,75 (98), Kommunal-Umschuldung auf 92,75 (92,85) ab, Steuergutscheine I unv. 97,50. Im Verlaufe erfolgten kaum noch Umsätze, die Kurse blieben größtenteils auf dem Anfangsstand gehalten. Nur Gesfürel 0,50 v. H. weichend auf 132,50. Holzmann kamen nach längerer Pause mit 142 (155,50) wieder zur Notiz. Größere Abwei-- chungen von den erst später notierten Werten zeigten u. a. Demag mit 136,50 (139,50), Moenus Maschinen mit 111 (112,50), andererseits Eßlinger Mosch. 107,75 (106) und Conti Gummi 216,75 (215). Der Freiverkehr lag still. Tagesgeld unv. 2,25 v. H. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 7.September. Auftrieb: Rinder 837 (gegen-462 am 31. 8.), darunter 87 (49) Ochsen, 159 (101) Pullen, 393 (220) Kühe, 198 (92) Färsen. Kälber 749 (549), Schafe 36 (20), Schweine 943 (1033). Notiert wurden je 50 kg Lbdgew. in RM.: Ochsen a) 43,50 bis 46,50 (46,50), b) 41,50 bis 42,50 (42,50), c) 37 bis 37,50 (37,50). Bullen a) 44 bis 44,50 (43 bis 44,50), b) 39 bis 40,50 (40,50), c) 35 bis 35,50 (—). Kühe a) 41,50 bis 44,50 (42,50 bis 44,50), b) 38 bis 40,50 (39,50 bis 40,50), c) 30 bis 34,50 (33 bis 34,50), d) 18 bis 25 (20 bis 25). Färsen a) 44,50 bis 45,50 (44,50 bis 45,50), b) 40 bis 41,50 (40 bis 41,50), c) 35 bis 36,50 (36,50). Kälber a) 62 bis 65 (63 bis 65), b) 54 bis 59 (56 bis 59), c) 45 bis 50 (45 bis 48), d) 30 bis 40 (30 bis 40). Härnrnel — (—). Schafe a) 42 (42), b) 35 bis 38 (39), c) 20 bis 32 (32). Schweine a) 61 (62), bl) 60 (61), b2) 59 (60), c) 55 (56), d) 52 (53), Sauen gl) 60 (61). Marktverkauf: Rinder, Kälber und Schweiene zugeteilt, Schafe flott. Hochschulnachnchten. Der Ordinarius der Zoologie an der Forstlichen Hochschule Eberswalde Professor Dr. Max Wolff vollendete sein 60. Lebensjahr. Er promovierte 1903 in Jena, war dann Assistent am Kaiser-Wilhelrn-Jnstitut für Landwirtschaft in Brom- berg und seit 1914 in Eberswalde. Sein besonderes Verdienst ist die Einführung der Schädlingsbekämpfung mit giftstreuenden Flugzeugen. — Der em. Ordinarius für römisches und bürgerl. Recht an der Universität Göttingen Prof. Dr. Julius Binder ist im 70. Lebensjahr gestorben. Er hatte sich •1898 in Würzburg habilitiert, wurde 1900 ao. Professor in Rostock, 1903 Ordinarius in Erlangen, 1913 in Würzburg und 1919 in Göttingen. Das erste Hindernis der ehrgeizigen Pläne dieses Teufels in Menschengestalt war damit beseitigt. Hellmers ist der tatsächliche Herr in den Perkins- Werken. Wieweit sich der Diebstahl der Pläne in diesen fast lückenlosen Beweis einfügt, vermögen wir nicht zu beurteilen. Man kann sagen: Dr. Hellmers ist der Erfinder — er hat ja im Kopse, was in den gestohlenen Papieren steht, und braucht nicht zu stehlen. Aber man kann die Sache auch anders betrachten! Die Erfindung hat nur Wert, wenn sie in einer einzigen Hand ist. Hellmers kann sie nur dann gewinnbringend verkaufen, wenn die Perkins-Werke sie nicht mehr besitzen. Wie man sieht: Rund und geschlossen ist der Ring. Ein teuflisches Hirn hat den Plan ausge- brütet, ein Satan an roher Kaltblütigkeit hat ihn leider zum größten Teile verwirklichen können. Zwei prächtige Männer sind dem Unhold zum Opfer gefallen, wichtige Pläne sind wahrscheinlich längst irgendwo verbrannt oder weiteroerschoben. Es wurde höchste Zeit, daß der Zufall unserer Polizei den zynischen Verbrecher in die Arme trieb. Seiner gerechten Strafe wird er nicht mehr entgehen. Dr. William Perkins aber, dem Bruder des ermordeten Fabrikanten, wünschen wir Glück zu seiner Errettung vor gleichem Schicksal." 23. Inspektor ßinferton tobt. Was Inspektor Linkerton sagte, als er diesen Aufsatz zu Gesicht bekam, kann auch in größter Abschwächung nicht wiedergegeben werden. Smith II jedenfalls meinte nachher im Büro des Wachhabenden, das sei das stärkste Gewitter seit Jahren gewesen und heute habe er tatsächlich was zugelernt, obschon er doch über einen ganz respektablen Wortschatz zum Fluchen verfügte. „Gehen sie lieber nicht ’rein, Mister Pembroke" warnt er fürsorglich. „Linkerton wirft heute sogar mit harten Gegenständen." ,'Auf in den Kampf, Torero!" grinst Pembroke und drückt entschlossen auf die Klinke. Allerdings im ersten Augenblick ist er doch erstaunt, denn Linkerton bietet in der Tat das Bild eines Tobsüchtigen. 1 (Fortsetzung folgt)