Nr. 131 Erstes Matt 189. Jahrgang Donnerstag, 8. Zum 1939 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener FamilienblLtter Heimalim Bild • DieScholle Monats Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr . . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernfprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach« richten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Zranlfurl am Main 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche UniverfitSKdruckerei «.Lange in Sietzen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8' /,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen voü 70mm Breite 50Npf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25°/s mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Reue Etappe der deutschen Friedensoffensive. Nichtangriffspakte mit Estland und Lettland unterzeichnet. Berlin, 7. Juni. (DRB.) Am Mittwochvormittag fand im Auswärtigen Amt die feierliche Unterzeichnung der Nichtangriffsverträge zwischen Deutschland und Estland und Deutschland und Lettland statt. Gegen 10 Uhr empfing der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop den lettischen Außenminister M u n t e r s und im Anschluß daran den estnischen Außenminister Selter zu einer Aussprache. Um 10.30 Uhr unterzeichneten sodann Reichsauhenminister von Ribbentrop, der lettische Außenminister Munter und der estnische Außenminister Selter in feierlicher Form den deutschlettischen und den deulsch-eslnischen Richtangriffs- verlrag. Dem Unterzeichnungsakt wohnten von estnischer Seite der Gesandte Estlands in Berlin Tos er mit Ministerialdirektor Kirota, von lettischer Seite der lettische Gesandte in Berlin Kreewinsch und Ministerialdirektor Campe bei. Deutscherseits waren anwesend: Staatssekretär v. Weizsäcker, die Unterstaatssekretäre Woermann und Gaus und Vortragender Legationsrat v. Grundherr. Der Nichtangriffsvertrag zwischen Deutschland und Estland hat folgenden Wortlaut: Der deutsche Reichskanzler und der Präsident der Republik Estland, fest entschlossen, den Frieden zwischen Deutschland und Estland unter allen Umständen aufrcchtzuerhal- ten, sind übereingekommen, diesen Entschluß durch einen Staatsoertrag zu bekräftigen und haben zu Bevollmächtigten ernannt: der deutsche Reichskanzler den Reichsminister des Auswärtigen, Herrn Joachim von Ribbentrop; der Präsident der Republik Estland den Minister für auswärtige Angelegenheiten, Herrn Karl Selter, die nach Austausch ihrer in guter und gehöriger Form befundenen Vollmachten folgende Bestimmungen vereinbart haben: Artikel 1. Das Deutsche Reich und die Republik Estland werden in keinem Falle zum Kriege oder zu einer anderen Art von Gewaltanwendung gegeneinander schreiten. Falls es von feiten einer dritten Macht zu einer Aktion der im Absatz 1 bezeichneten Art gegen einen der vertragschließenden Teile kommen sollte, wird der andere verttagschließende Teil eine solche Aktion in keiner Weise unterstützen. Artikel 2. Dieser Vertrag soll ratifiziert und die Ratifikationsurkunden sollen sobald als möglich in Berlin ausgetauscht werden. Der Vertrag tritt mit dem Austausch der Rattfi- kationsurkunden in Kraft und gilt von da an für eine Zeit von zehn Jahren. Falls der Verttag nicht spätestens ein Jahr vor Ablauf dieser Frist von einem der verttagschließenden Teile gekündigt wird, verlängert sich seine Geltungsdauer um weitere zehn Jahre. Das gleiche gllt für die folgenden Zeitperioden. Der Verttag bleibt jedoch nicht länger in Kraft als der heute unterzeichnete entsprechende Vertrag zwischen Deutschland und Lettland. Sollte der Vertrag aus diesem Grunde vor hem sich aus Ab- fatz 2 ergebenden Zeitpunkt außer Kraft treten, so werden die deutsche Regierung und die estnische Regierung auf Wunsch eines Teiles unverzüglich in Verhandlungen über die Erneuerung des Verttages eintreten. Zu Urkund dessen haben die beiderseitigen Bevollmächtigten diesen Verttag unterzeichnet. Ausgefertigt in doppelter Urschrift, in deutscher und estnischer Sprache, in Berlin am 7. Juni 1939. (gez.) Joachim von Ribbentrop, (gez.) Karl Selter. Zeichnungsprotokoll. Bei der heutigen Unterzeichnung des deutschestnischen Vertrages ist das Einverständnis beider Teile über folgendes festgestellt worden: Eine Unterstützung durch den nicht am Konflikt beteiligten vertragschließenden Teil im Sinne des Artikels 1 Absatz 2 des Verttages liegt nicht vor, wenn das Verhallen dieses Teiles mit den allgemeinen Regeln der Neutralität im Einklang steht. Es ist daher nicht als unzulässige Unterstützung anzusehen, wenn zwischen dem nicht an dem Konflikt beteiligten vertragschließenden Teil und der dritten Macht der normale Warenaustausch und Waren- tranfit fortgesetzt wird. Berlin, den 7. Juni 1939. (gez.) Joachim von Ribbentrop, (gez.) Karl Selter. 9er AichtangrMertrag zwischenDeoWandimdLMand hat folgenden Wortlaut: Der Deutsche Reichskanzler und der Präsident der Republik Lettland, fest entschlossen, den Frieden zwischen Deutschland und Lettland unter allen Umständen aufrechtzuer- Unser Bild zeigt in der Mitte Reichsaußenminister von Ribbentrop während der Unterzeichung. Links am Tisch der lettische Außenminister Gunters, rechts der estnische Außenminister Selter. — (Scherl-Bilderdienst-M.) E2M WMM G f ' .................. halten, sind übereingekommen, diesen Entschluß durch einen Staatsoertrag zu bekräfttgen, und haben zu Bevollmächtigten ernannt: der Deutsche Reichskanzler den Reichsminister des Auswärtigen Herrn Joachim von Ribbentrop, der Präsident der Republik Lettland den Minister für auswärtige Angelegenheiten Herrn Vilhelm Mun - ters, die nach Austausch ihrer in guter und gehöriger Form befundenen Vollmachten folgende Bestimmungen vereinbart haben: Artikel 1. Das Deutsche Reich und die Republik Lettland werden in keinem Falle zum Kriege, oder zu einer anderen Art von Gewaltanwendung gegeneinander schreiten. Falls es von feiten einer dritten Macht zu einer Aktion der im Absatz 1 bezeichneten Art gegen einen der vertragschließenden Teile kommen sollte, wird der andere verttagschließende Teil eine solche Aktion in keiner Weise unterstützen. Artikel 2. Dieser Vertrag soll ratifiziert und die Ratifikationsurkunden sollen sobald als möglich in Berlin ausgetauscht werden. Der Vertrag tritt mit dem Austausch der Ratifikationsurkunden in Kraft und gilt von da an für eine Zeit von zehn Jahren. Falls der Vertrag nicht spätestens ein Jahr vor Ablauf dieser Frist von einem der vertragschließenden Teile gekündigt wird, verlängert sich seine Geltungsdauer um weitere zehn Jahre. Das gleiche gilt für die folgenden Zeitperioden. Der Vertrag bleibt jedoch nicht länger in Kraft als der heute unterzeichnete entsprechende Verttag zwischen Deutschland und Estland. Sollte der Vertrag aus diesem Grunde vor dem sich aus Absatz 2 ergebenden Zeitpunkt außer Kraft treten, so werden die deutsche Regierung und die lettische Regierung auf Wunsch eines Teiles unverzüglich in Verhandlungen über die Erneuerung des Vertrages eintreten. Zu Urkund dessen haben die beiderseitigen Bevollmächtigten diesen Vertrag unterzeichnet. Ausgefertigt in doppelter Urschrift, in deutscher und lettischer Sprache, in Berlin am 7. Juni 1939. von Ribbentrop. V. Munters. Zeichnungsprotokoll. Bei der heutigen Unterzeichnung des deutsch- lettischen Vertrages ist das Einverständnis beider Teile über folgendes festgestellt worden: Eine Unterstützung durch den nicht am Konflikt beteiligten vertragschließenden Teil im Sinne des Artikels 1 Absatz 2 des Vertrages liegt nicht vor, wenn das Verhallen dieses Teiles mit den allgemeinen Regeln der Neutralität im Einklang steht. Es ist daher nicht als unzulässige Unterstützung anzusehen, wenn zwischen dem nicht an dem Konflikt beteiligten verttagschließenden Teil und der dritten Macht der normale Warenaustausch und Warentransit fortgesetzt wird. Berlin, 7. Juni 1939. (gez.) Joachim v. Ribbentrop. (gez.) V. M u n t e r s. Offener Minungsauslalisch. Strikte Neutralität Estlands und Lettlands. Im Anschluß an die Unterzeichnung der Ricksi- angriffsverträge empfing der Führer in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen, von Ribbentrop, den lettischen Außenminister M u n t e r s und den estnischen Außenminister Setter in der Reuen Reichskanzlei zu einer längeren Aussprache. Ferner hat im Auswärtigen Amt zwischen dem Reichsminister des Auswärtigen, dem estnischen und dem lettischen Minister -für die auswärtigen Angelegenheiten ein offener Meinungsaustausch stattgefunden. Uebereinstimmend kam dabei der Wunsch zum Ausdruck, die deutsch - estnischen und die deutsch-lettischen Beziehungen in freundschaftlichem Gei sie weiter zu verliefen. Bon deutscher Seite wurde dabei betont, daß die Reichsregierung in der Aufrecht- erhattung der politischen Unabhängigkeit Estlands und Lettlands ein wichtiges Element für die Sicherung des Friedens in Osteuropa sehe und daß sie deshalb gewillt sei, ihrerseits diese politische Unabhängigkeit stets zu respektieren. 3m gleichen Sinne wurde von estnischer und lettischer Seite auch bei dieser Gelegenheit auf den bereits früher zum Ausdruck gebrachten Standpunkt hingewiesen, daß die estnische und die lettische Regierungen entschlossen sind, für die Da h r u n g der politischen Unabhängigkeit ihrer Länder selbständig Sorge zu tragen und an einer Politik der strikten Reutrali- tät festzuhalten. Ehrung der Gäste. Der Reichsminister des Auswärtigen, von Ribbentrop, hat dem lettischen Minister des Aeußern, Munters, anläßlich der Unterzeichnung des deutsch-lettischen Nichtongriffsvertrages das vom Führer verliehene Großkreuz des Ordens vom Deutschen Adler überreicht. Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop gab zu Ehren des estnischen Außenministers Selter und des lettischen Außenministers Mun - ters am Mittwochmittag ein Frühstück im Hotel Esplanade. Am Mittwochabend wohnen der estnische und der lettische Außenminister im kleinen Kreis einer Aufführung des „Fliegenden Holländers" von Richard Wagner in der Staatsoper Unter den Linden bei. Oie patte paffen polen nicht. Warschau, 7. Juni. (DNB.) Die polnische Presse zieht es in zunehmendem Maße vor, an den Ereignissen, die ihr bei ihrer deutschfeindlichen Agitation nicht in den Kram passen, einfach vorüberzugehen oder sie willkürlich den Interessen der polnischen Politik entsprechend darzustellen. So wird von den meisten Zeitungen auch die Unterzeichnung der Nichtangriffspakte zwischen Deutschland und Estland und Lettland entweder verfchwie- Ehrliche Politik. Gleichzeitig mit dem (Kommunique, das den offtt ziellen Teil der Deutschlandreise des jugoslawisä-en Regentenpaares beendete, erhielt das deutsche Volk Kenntnis von dem Abschluß der beiden Nichtangriffsverträge mit Estland und Lettland, die gestern in' Berlin durch die Außenminister unterzeichnet wurden. Unser Volk, das Adolf Hitler in diesen Tagen so häufig für eine mutige, kämpferische, soldatische Haltung —• sei es auf dem Reichskriegertag in Kassel, sei es bei dem Siegesappell der Legion Condor — begeistert hat, erkennt in diesen Erfolgen der deutschen Diplomatie erneut die geniale Sicherheit, mit welcher der Führer das Staatsschiff durch die Wogen einer turbulenten Zeit steuert. Denn so verschiedenartig unser Verhältnis zu den baltischen Staaten einerseits und zu dem jugoslawischen Nachbarstaat anderseits gestaltet ist, so handelt es sich doch in beiden! Fällen um Bestandteile der großen deutschen Friedensoffensive, die den schlechtgetarnten Hetzaposteln des demokratischen Einkreisungsapparates einen möglichen Stützpunkt nach dem andern! wegschlägt. In der offiziellen Schlußmitteilung über den Besuch des Prinzregenten Paul ist von der Ueber- zeugung der drei Regierungen in Berlin, Belgrad und Rom die Rede, daß „sie mit dieser klaren Politik der Aufgabe dienen, die gegenwärtig auf Europa lastenden politischen Spannungen zu beseitigen und eine die Lebensrechte der Völker gewährleistende friedliche Entwicklung sicherzustellen"^ Dieses Prinzip, das mit dem Wort „Friede und Lebensrecht" linfdjrieben werden kann, liegt auch den Verträgen mit Estland und Lettland zugrunde. Das nationalsozialistische Deutschland ist trotz aller demokratischen Verdächtigungen immer über jeden Zweifel erhaben gewesen, als ob es sich auf Kosten fremder Völker bereichern wolle, und es konnte darum auch den baltischen Regierungen leichten Herzens das Angebot eines Nichtangriffsvertrages machen. Es zeugt für die Klarsicht und Realistik der Staatsführungen in Reval upb Riga, daß sie die Gunst der Stunde und des Vorschlags begriffen, um schnellstens aus dem gefährlichen Dämmer des englich-sowjettussifchen Garantienebels zu entweichen. Das estnische Regierungsorgan hat den Begriff einer echten baltischen Neutralität am klarsten dargestellt, indem es jedes unerwünschte Garantieversprechen non fremder Seite als einen „A n g r i f f" bezeichnete, dem man nut allen verfügbaren Mitteln Widerstand leisten müsse. Wie berechtigt solche Abwehr gegen die britisch- sowjetrussischen Zudringlichkeiten ist, ergibt sich ohne weiteres für jeden Menschen, der das augenblickliche Jnttigenspiel zwischen London und Moskau beobachtet. In diesem Spiel bilden die kleinen Völker des Ostens, die von den demokratischen Großkopfeten gar nicht erst um ihre Meinung gefragt werden, nur ein Objekt der internationalen Politik, während sie in ihren Beziehungen zu Deutschland und zur europäischen Friedensachse als selbständig handelnde und respektierte Glieder der europäischen Völkerfamilie gelten. Ev. gen oder in ihrer Bedeutung herabzusetzen versucht. In einer Meldung aus Reval muß die polnische Telegraphenagentur allerdings zugeben, daß die dortigen pvlitischen K r eise mit großer Befriedigung den günstigen Abschluß der Besprechungen über den Nichtangriffspakt kommentieren, da Deutschland auf diese Weise das estnisch-lettische Bündnis und die Neutralität der baltischen Staaten anerkenne. Die Regierungspresse enthält sich bezeichnenderweise jeder eigenen Stellungnahme. Der oppositionelle Kurjer 'Warszawsci" weift nur kurz darauf hin, daß, wie aus der offiziellen Verlautbarung hervorgehe, die Beziehungen zwischen Deutschland und den beiden baltischen Staaten noch weiterhin vertieft werden sollten. „Dziennik Narodowy", das Hauptorgan der nationalen Partei, zweifelt dis Aufrichtigkeit Deutschlands gegenüber den baltischen Staaten in dreister Weise an und ergeht sich in törichtem Geschwätz über die angeblichen deutschen Ziele im Ostseeraum. Verlegenes Schweigen in London. London, 8. Juni. (DNB. Funkspruch.) Die feierliche Unterzeichnung des deutsch-lettischen und des deutsch-estnischen Nichtangriffsvertrages wird von den Londoner Blättern durchweg verzeichnet. Kein Blatt nimmt jedoch Stellung. „Ein Stück Zriedensarbeit geleistet." Reval, 8. Juni.. (DNB. Funkspruch.) Die estnische Presse steht im Zeichen der Unterzeichnung der Nichtangriffsverträge zwischen Deutschland und Estland bzw. Lettland, deren wichtigste Punkte in großen Überschriften hervorgehoben werden. Ferner bringen die Zeitungen die Bilder des Reichsaußenministers von Ribbentrop und des Außenministers Selter. Starke Beachtung schenkt man auch dem Empfang der Außenminister Lettlands und Estlands durch den Führer, sowie der in dem Gedankenaustausch zwischen dem Reichsaußenminister und den Außenministern Selter und Munters abgegebenen Erklärung, daß Deutschland bereit sei, die Unabhängigkeit der baltischen Länder zu achten. Wiedergegeben werden auch die Aeußerungen verschiedener deutscher Blätter anläßlich der Unterzeichnung der Verträge. Dabei wird von der estnischen Presse betont, daß mit diesen Pakten ein Stück Friedensarbeit geleistet worden sei. Reichsnährstandsschau in entscheidender Stunde Lehrhof und Mschinenlehrschau Neapel, bemerkte man auf der Ehrentribüne an d-er Seite der spanischen Offiziersabordnung eine aus geben von den Mitgliedern der italienischen Regie rung, des Großen Faschistischen Rates und hoher italienischer und spanischer Offiziere, von der Haupt» tribüne der Parade beiwohnte. Wie am Vortage in Der rotspanische Sender Union Radio de Madrid hat schon am 13. April 1938 zugegeben, daß rund 1 00 0 0 0 ausländische Söldner auf der Seite der rotspanischen Rebellen gekämpft hätten. Diese „Freiwilligen" sind zum Teil auf Kommando aus anderen Ländern gekommen, insbesondere aus dem Volksfront-Frank» reich, das 1936/37 von dem Juden Lson Blum und anderen Marxisten mißregiert wurde. Es waren nicht nur kommandierte Freiwillige darunter, son- Weltprobleme der Landwirtschast. Oer 18. Internationale Landwirtschastskongreß in Dresden. Oie Spießgesellen der Spanien-Bolschewisten. Englands und Frankreichs Unterstützung der spanischen Roten aktenmäßig erwiesen. Leistungen unserer tüchtigsten Betriebe gezeigt werden und dazu die Beiträge der Wissenschaft, die im letzten Jahrhundert für die Entwicklung der Land» wirtschaft und für die Sicherung der Emährunas- wirtschaft geliefert worden sind, so ist das ein An» für das deutsche Volk wird heute nirgends mehr ge» zweifelt. Die Landjugend hat heute wieder größere Wirkungsmöglichkeiten. Es ist das Verdienst des Reichsbauernführers, daß man sich auch um die Weckung artgemäßer Lebensfreude auf dem Lande durch die Pflege ländlicher Leibesübungen bemüht und dabei das nordische Schönheitsideal auch im Landvolk wieder lebendig macht. Wenn man von Leipzig die Ueberzeugung mitneb- men kann, daß die Landflucht überwunden wird, jo ist das vor allem auf die moralischen Wirkungen zurückzuführen. Hier ist eine Geisteshaltung geprägt, die nut der stolzen Feststellung „Adel kommt vom Bauern" das Aufkommen von Unterwertigkeitsgefühlen der Landleute unmöglich macht. und weiter beitragen werde. Reichsobmann Behrens übergab bann das Präsidium des Kongresses an den Präsidenten des Internationalen Verbandes der Landwirtschaft, Marquis de D o gü6, der seine Lebensarbeit der Landwirtschaft widmete und nun bereits seit vielen Jahren an der Spitze des Internationalen Verbandes der Landwirtschaft steht. Dann nahm der Präsident des Internationalen Verbandes der Landwirtschaft, Marquis de Vo« g ü 6, das Wort, der feine mit Beifall aufgenommene Rede mit dem Dank an die Organisatoren des Kongresses schloß. Ec tnüpfle hieran die Fest» Dresden, 7.Juni (DNB.) Der 18. Inter- nationale Landwirtschastskongreß in Dresden ist am Mittwochvormittag im Dresdner Ausstellungsoalast mit einer eindrucksvollen Feier eröffnet worben. Der Präsident des Organisationsausschusses, Reichsobmann Behrens, begrüßte die Delegierten der großen Zahl von ausläittrischen Regierungen und internationalen Organisationen und sprach ihnen den Dank des deutschen Organisationsausschusses aus für die freundschaftliche Zusammen- , arbeit, die zum Gelingen dieses Kongresses beitrug sporn, den eigenen Betrieb unter Ausnutzung all der gegebenen Möglichkeiten ebenfalls in die Höhe zu bringen. Für das Landvolk liegt die Hauptbedeutung der Schau in ihrer Wirkung als moralische Kraftquelle. Sehen wir uns den Marktordnungsteil an, so erhält das Landvolk dort die Gewißheit, daß !auch die größte Ernte vollständig untergebracht und verwertet werden kann. Solche Darstellungen gelten aber auch für die Verbraucher. Nehmen wir aus den Maßnahmen der Vorratswirtschaft die Vorführung der neuartigen Trocknung zur Herstellung eines hochwertigen Dörrgemüses, das nichts mit dem „Drahtverhau" der Kriegszeit zu Itun hat, von Trockenkartoffeln, tiefgekühlten Nah- 23 on unserem F. M.-Sonderberichterstatier. rungsmttteln und dergleichen, so erhält die Verbraucherschaft die Gewißheit der gesicherten Ernährung. In dem Zusammenhang sei auch auf die Pflanzenschutzabteiluna verwiesen. Welche Bedeutung der Schutz der Bestände und der Vorräte hat, haben wir in dem Hungerwinter 1916/17 als Auswirkung der Phytophtora-Schäden bei Kartof- eln erlebt Der Erzeuger bekommt in Leipzig die Gewißheit, daß fein Arbeitsertrag gesichert ist, während der Verbraucher die Beruhigung erhält, daß sich solche Katastrophen nicht wiederholen können. Die wesentlichste Bedeutung als moralische Kraftquelle hat die Ausstellung aber im Hinblick auf die Landflucht für die Bevölkerungspolitik. An der lebensgesetzlichen Le'istung des Bauerntums Sieht man von den weltanschaulicken Sonderschauen und von den vielen anderen Ausstellungs- teilen ab, so kann man bei der 5. Reichsnährstandsausstellung, die jetzt in Leipzig durchgeführt wird, agrartechnisch zwei Sonderausstellungen als die Glanzstücke Herausstellen, den Lehrhof und die Maschinenlehrschau. Hier ist in Beispielen und Gegenbeispielen alles zusammengefaßt, was es heute betriebswirtschaftlich und agrartechnifch zu bedenken gibt. Steht die ganze Ausstellung in dem Zeichen der Ueberwindung der Landflucht, so werden in diesen Sonderschauen die agrartechnischen Möglichkeiten gezeigt. Wer nicht in der Praxis der täglichen Landarbeit steht, der ist erstaunt, welche außerordentlichen Möglichkeiten der Arbeitserleichterung, der Arbeitsbeschleunigung, der Arbeitskraftersparnis und auch der Materialersparnis es mit verhältnismäßig kleinen Aenderungen gibt. Dabei zeigt es sich, daß es bei sachgemäßer Ueberlegung und bei sorgfältiger Beachtung auch scheinbarer Kleinigkeiten durchaus möglich ist, mit einem geringeren menschlichen Arbeitseinsatz noch höhere Leistungen als bisher zu erzielen. Darauf aber kommt es an. Die weitere Steigerung unserer landwirtschaftlichen Erzeugung ist eine gebieterische Notwendigkeit, bis wir das Ziel der Nahrungsfreiheit auch für ein wachsendes Volk erreicht haben. Anderseits müssen wir mit der Arbeitskraft auf dem Lande im Zeichen der Landflucht haushalten. Sehen wir von anderen Vorausfetzun- Sen ab, so werden wir eine Ueberminbung der andslucht aber nur ermöglichen, wenn eine Arbeitserleichterung geschafft wird, die das Leben auf dem Lande wieder lebenswert macht. Man braucht nichts darüber zu sagen, um wieviel schöner, abwechslungsreicher und von Natur aus gesunder die Landarbeit gegenüber der Stadtarbeit ist. Aber die Jugend von heute, die land- flüchtig wird, hat eine rauhe Wirklichkeit vor sich, bei welcher der Landmann in der täglichen Sorge lebt, ob die Arbeit überhaupt noch zu schassen ist. Bleiben wir mit solchen Gedanken bei der Agrar» technik, so finden wir den Lehrhof nicht als Ding Unerfreulich, wie die Zeiten nun einmal für die demokratischen Aggressoren sind, weiß ihre Presse nichts Dümmeres zu tun, als sich über die — Legion Condor zu entrüsten. Da haben wir es ja! So heult es aus den Spalten der demokratischen und marxistischen Gazetten in Paris und London. Nun geben die Deutschen selbst zu, daß deutsche Soldaten auf nationalspanischer Seite gekämpft und nicht nur das, sondern auch wesentlich zur Brechung des Dolksftontwiderstandes in Spanien bei getragen hätten. Wenn es schon so ist, wie kommt ausgerechnet die öffentliche Meinung in England und Frankreich dazu, sich über etwas zu entrüsten, was auf der anderen Seite sehr gründlich vorgemacht worden ist! Hier gibt es kein Drehen und Deuteln, denn, soweit es sich um die Volksfronthilfe für bas rote Spanien handelt, für die Unterstützung des Negrin- Ausschusses mit Truppen und Kriegsmatenal, gibt es als Beweis nicht irgendwelche Schätzungen und Vermutungen, sondern sehr handfestes Material. Bei der Ueberrennung der katalanischen Front Anfang 1939 ging der Rückzug der Anarchisten, Freimaurer, Juden und anderer Dolksfrontleute nicht jchnell genug vor sich, so daß sehr aufschlußreiches Material in die Hände der nationalspanischen Re- gierung fiel. Dies Material ist nunmehr veröffentlicht worden, fo daß die demokratischen und marxistischen Londoner und Pariser Gazetten, die sich über die Legion Condor entrüsten, Zeit und Ge- | legenheit haben, sich ebenso über die Einmischung Englands im spanischen Bürger» krieg zu entrüsten. Ohne diese Einmischung, das steht heute aktenkundig fest, wäre der rotspamsche Widerstand schon 1936 ober doch Anfang 1937 kläglich in sich zusammengebrochen. Deutschland entsandte Offiziersmilsion von Spanienkämpfern, sowie die Militärattaches der befreundeten Länder. . . . - - ■ _ • Punkt 10 Uhr nahm die Parade ihren Ansang. ke>t in all ihren Auswirkungen klargemacht Das Di- Kapelle der Karabinieri eröffnete, wie in ‘ ‘ aber die Boroussetzung dasur, um Mit der Land- Madrid, den Vorbeimarsch, gefolgt von einer Ab» siucht fertig werden zu können. teilung' von Offizieren. Dann marschierten drei Die Sprache der Reichsnährstandsschau richtet sich c;ferne Blöcke auf, die drei Bataillone spanischer I zunächst an Bauern und Landwirte selbst. Ihnen Stßionäre, zuerst die blauen, bann die schwarzen werden die Möglichkeiten einer Arbeitserleich- unb Mm Schluß bic grünen Pfeile, mit stürmischen teruNg gezeigt, die sich nicht nur auf den notwen- Rufen auf Franco und Spanien begrüßt, von Blu» bigen stärkeren Maschineneinsatz bezieht. Zugleich men und Beifall überschüttet. Drei neue geschlossene «werden dabei auch die Grenzen der Technisierung Blocks zeichneten sich weiter ab: die italienischen klargemacht. Man braucht nur an die Viehpflege Legionäre. Unbeschreiblicher Jubel begleitete sie hu denken, um zu wissen, daß die Maschine nicht Unter neuen Beifallskundgebungen der Menge I fede menschliche Arbeit ersetzen kann. Auch die Melk» verlieh der Duce nach Schluß der Parade diel maschine etwa gilt ja nicht der Brotlosmachung der Ehrentribüne, um sich zum Palazzo Venezia zu be» Melker, sondern ihrer Arbeitserleichterung und Lei- geben. Hier schritt Mussolini zunächst mit dem f stungssteigerung. Wenn gleichzeitig die vorbildlichen spanischen Innenminister Sun er unter dem Geknatter der Maschinengewehre langsam die breite Treppe zum Nationaldenkmal empor, um vor dem Grabmal des unbekannten Soldaten im stillen Gedern auch Emigranten und Arbeitslose aus allen Ländern, dazu Marxisten roter und rötester Far» Bung, verjchrobene Demokraten, endlich Techniker und andere Spezialisten, die sich zunächst für das Hinterland anwerben ließen, um bann erleben zu müssen, an biß rotspanische Front geschickt zu werben. Der weitaus größte Teil biefer Armee von Freiwilligen, barunter viele alte Solbaten, kam über bic französische ßa n b e s g r c n3 e, würbe aus französischen Häsen auf Schiffen unter ber Flagge ber b e m 0 k r a t l s ch e n Aggressoren nach Barcelona unb Valencia verfrachtet. Wie flott dies Geschäft vor sich ging, geht daraus hervor, baß ein einziger Agent in ber Zeit vom 10. April bis 7. Juni 1938 über die französisch-katalanische Grenze nicht weniger als 1922 Mann bringen konnte. Es liegen amtliche rotspanische Zahlen barüber vor, wie bas Kriegsmaterial, wie seine Herkunft beschaffen war, bas von Beginn bes Krieges bis zum 1. August 1938 zu Lanbe unb zu Wasser, aber auch auf bem Luftwege in Rotspanien anlangte. Frankreich unb Englanb stehen babei mit ansehnlichen Mengen an der Spitze, ausgerechnet bie bemokratischen Länber, bie gleichzeitig einen Nichtein- mischungsausschuß aufgezogen haben zu dem Zweck, die Volksfronteinmischung in Rotspanien gründlich zu tarnen. Wäh- renb Tag und Nacht ununterbrochen auf ber Eisenbahn, auf der Lanbstraße, auf bem Wasserwege Transporte mit Kriegsmaterial unb Truppen nach Rotspanien gingen, würbe in Lonbon unter englischem Vorsitz unb französischer Wichtigtuerei ein Ausschuß errichtet, in bem gerebet unb immer wieder geredet wurde. In welchem Licht nimmt sich heute die mehr als doppelzüngige Neutralitätspolitik Englands aus, das General Franco die Anerkennung verweigerte, das mit dieser Verweigerung verhindern wollte, daß General Franco über die rotspanischen Küsten bie Blockabe verhängen konnte. Warum bas geschah, warum diese boppelzüngige Neutralitätspolitik, bas steht heute aktenkundig feft. lieber Marseille wurden z. B. vom 1. März bis 30. April 1937 nicht weniger als 30 Transportschiffe mit Kriegsmaterial nach rotfpanifchen Häfen ab- gefertigt. Diese Transportschiffe segelten vielfach unter englischer Flagge, wie es ja auch Das Echo in Higa. Riga, 8. Juni. (DNB. Funkspruch.) Die lettische Donnerstaa-Vormittagspresse steht ganz im Zeichen bes deutsch-lettischen Nichtangriffspaktes unb des Empfangs des letttfchen und des estnischen Außenministers durch den Führer. So widmet bas halbamtliche lettische Blatt „Rist" die erste Seite bem Inhalt des Vertrages und ferner feierlichen Unterzeichnung und berichtet außerdem ausführlich von dem Empfang des lettischen Außenministers M u n » ters und bes estnischen Außenministers Selter durch den Führer. Durch die große Auswahl der deutschen, italienischen englischen unb französischen Presse stimmen weist die maßgebende lettische Zeitung daraus hin, daß nicht nur in Berlin und Rom, sondern gerade auch in London unb Paris bie Unterzeichnung des deutsch-lettischen und des deutsch- estnischen Nichtangriffspaktes größtes Aufsehen hervorgerufen hat. Der Führer im Volkswagenwerk S t a d t d e s K d F. - W a g c n s, 7. Juni. (DNB.) Am Mittwoch stattete der F ü h r e r unerwartet dem in Bau begriffenen Volkswagcnwerk Fallersleben einen Besuch ab, um sich vom Fortschritt der Arbeiten am Werk zu überzeugen. Nach einjähriger Arbeit ist hier bereits ein Riesenwerk unter Dach. Auch die Stadt des KdF.-Wage ns, die der Unterbringung und Ansiedlung der Werksangehörigen dienen soll, hat bereits große Fortschritte zu verzeichnen. Die Führung durch die Anlagen hatte der Reichsoraamsationsleiter Dr. Ley, begleitet von dem Konstrukteur des KdF.-Wagens, Professor Porsche, und Direktor Merlin übernommen. Der überraschende Besuch des Führers löste bei der Arbeiterschaft große Freude und Begeisterung aus. Wirtschaftsabkommen mit Belgrad. aktenkundig ist, daß sich Gesellschaften aufgetan hatten, die sich bei Lloyds als englisch eintragen ließen, obschon Schiffseigner unb Schiffe von ganz anberer Nationalität waren. So würben vom 30. April bis 20. Mai 1938 mit Kurs auf rot- spanische Häfen etwa 8 0 Schiffe gezahlt, barunter 40 unter englischer Flagge. Was wurden auf diesen Schiffen befördert? Auch das ist mehrfach festgestellt worben: MG.'s Maxim, Pattoncn, Geschütze von Schneibcr-Crcuzot, Fahrgestelle unb Lafetten ebenfalls von Schneibcr, Mörser, Bomben, Karabiner, Zeitzünber mit Verstärker usw. usw. Als die nationalspani scheu Truppen Anfang 1939 bie Pyrenäengrenze schließen konnten, hörte die Zufuhr von Kriegsmaterial unb Lebensrnitteln über bic Landgrenze auf. Was wichtig ist, auch Lebensrnittel und erhebliche Geldbeträge sind von den V 0 l k s f r 0 n 11 c r n gesammelt worben, um so den rotspanischen Widerstand zweieinhalb Jahre lang tragen zu helfen, ober überhaupt möglich zu machen. Aus rotspanifchen Quellen wurde ermittelt, baß in der Zett vom 25. März bis 26. April 1938 umfangreiche Kolonnen mit großen Mengen von Lebensmitteln aller Art über die rot- fpanifche Grenze gingen. Es wurden Kolonnen von 30 Lastkraftwagen und darüber beobachtet, in einzelnen Fällen foaar konnte ermittelt werden, daß von Paris selbst Kolonnen in einer Stärke von über 70 Lastkraftwagen nach der Pyrenäengrenze unterwegs waren. Diese Lastkraftwagen brachten Lebensmittel und Kleidunas- ftücke, sowie all das, was Rotspanien fehlte. Denn eine eigene Produktion war in Rotspanien nicht mehr vorhanden, weil hierzu Rohmaterial und Werkstätten fehlten. Das ist die Einmischunader Demokratien, für die indessen der rotspanische Generalissimus M i a j a zum Schluß mit Undank gelohnt hat, denn er hat in O8^.-Zettunaen eine militärische Betrachtung veröffentlicht, in der er zu dem Ergebnis gekommen ist, daß nur der Kampf Mann gegen Mann den Krieg entscheiden könne. Aber wo wäre Miaja trotz dieses „Heroismus" geblieben, hätten nicht Frankreick und England dafür gesorgt, Truppen und Kriegsmaterial nachRotspanicn zu schaffen. ss. für sich, sondern bewußt als ein Glied der Gemsin- jchaft, als ein Beispiel bes Bauernborfs in ber Erzeugungsschlacht. Da ist alles zu finben, was in der Dorfgemeinschaft unb im einzelnen Betrieb anders werben kann. Das beginnt mit der unpraktischen Dorfenge unb ben überflüssigen Wegen in der Wirtschaft unb geht bis zur träfteraubenben Flurzersplitterung unb zu bem praktischen Hauswirtschaftsgerät. Dazwischen wirb alles gezeigt, was heute noch Millionen von Bauernbetrieben an kräftezehrenber Rückständigkeit anhaftet, und was auf der anderen Seite in einem neuzeitlichen Bauernhof auch heute die Arbeit zur Freude machte Es ist selbstverständlich, baß eine solche Umgestaltung der Höfe oder gar ganzer Dörfer nicht von heute auf morgen vor sich gehen kann. Schließlich kann auch bie Jnbustrie nicht so unbeschränkt liefern, wie es der Bauer gern möchte. Was aber mit dem zweckmäßigen Maschineneinsatz an Arbeitserleichterung und Leistungssteigerung zu erzielen ist, welche Ersparnisse durch pflegliche Behandlung der Maschinen und Geräte möglich sind, weist die Maschinenlehrschan an zahlreichen Beispielen nach. Sie ist besonders auf den bäuerlichen Jnteressenkreis eingestellt. Obenan steht der K 1 e i n s ch 1 e p p e r, ber mit den neuen Geräten zum Koppeln ober Staffeln auch in der Gemeinschaftsarbeit wesentliche Zeitersparnis bringt. Melkmaschinen verringern zwar nicht bie Zahl der erforderlichen Arbeitskräfte, erleichtern aber bie Arbeit. Die in ben letzten Jahren entwickelten Vielfachgeräte für Gespann und Schlepper bringen Arbeitserleichterung, Kostenersparnis unb Zeitgewinn gleichzeitig. So wirb ein Gebiet nach bem anbern anschaulich bargestellt: der zweckmäßige Einsatz ber Kartoffelerntemaschinen, Geräte für ben Zwischenfruchtbau, Mähmaschinen, Mähbinber unb Mähbrescher, Flachsraufmaschinen, Zuckerrübenerntemaschinen, richtige Gespannpflüge unb zweckmäßige Hanbarbettsgeräte. Der luftbereifte Ackerwagen, der Geräteschuppen unb eine Lehr- schmiede vervollständigen diese Schau. denken zu verharren. Auf bem weiten Platz, wo inzwischen die 6000 italienischen und spanischen Legionäre Aufstellung genommen hatten, verharrten bie Spanienkämpfer in ehrfurchtsvollem Schweigen und erwiesen dem Symbol der Millionen gefallener Helden des großen Krieges ihre Ehrenbezeugung. Den Abschluß dieser eindrucksvollen Kundgebung bildeten die spanischen und italienischen National» Hymnen, worauf Mussolini in den Palazzo Venezia zurückkehrte. Der König und Kaiser hat nach seiner Rückkehr aus Neapel an den C audillo ein überaus herzliches Telegramm gerichtet, in dem er mit bem Ausbruck lebhafter Genugtuung der unbesiegbaren spanischen Truppen und der italienischen Legionäre, sowie der glanzvollen Parade gedenkt. Berlin, 7. Juni. (DNB.) Die Wirtschaftsoer- handlungcn des d e u t s ch - j u o 0 s 1 a w i s ch c n > Regierungsausschusses, Erie während ber letzten Wochen in Köln stattfanden, sind heute mit der Unterzeichnung verschiedener Abkommen und Protokolle abgeschlossen worden. Die Besprechungen wurden in freundschaftlichem Geiste geführt unb brachten ein für beide Teile befriebigenbes Ergebnis. Die Vereinbarungen regeln die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen bem Protektorat Böhmen unb Mahren und Jugoslawien bis zu bem Zeitpunkt, in dem bas Protektorat in das deutsche Zollgebiet ein- bezogen wird. Einstweilen wird sich der Warenaus- tausly zwischen dem Protektorat und Jugoslawien in den bisherigen Formen vollziehen. Außer der Behandlung von Fragen, die sich aus der CErridjtung des Protektorats ergaben, wurden neue Möglich». c ketten zur weiteren Intensivierung des deutsch-jugo» Öffnung der 5. R eich sn ah rs* slawischen Wirtschaftsverkehrs geprüft. Hierbei stand au s st e 1 l^un g 1 n L elpz 1 g Hat Reichsbauern- die Frage der Stabilisierung des Kurses der Reichs- fuhrer R. Walther Darrs vor allem auf drelerlel mark-Clearing-Schecks im Bordergrund der Erörte verwiesen: Zunächst hat er bie Leistungen des deut- rungen. Es ist gelingen, eine Regelung zu finden, fchen Landvolkes hervorgehoben und daran «m- die vom Standpunkt der deutschen sowie der jugo» Inert, welche Katastrophe hatte eintreten müssen, slawischen Einfuhren die bestmögliche Lösung dar- wenn die Landwirtschaft nicht so erfolgreich mit den stellt. Die näheren Einzelheiten hierüber werden in neuen, weit von kapitalistischen Grundsätzen ent- ben nächsten Tagen bekanntgegeben werben. jernten Methoden die Erzen 9 y Sn/ Neben der Behandlung verschiedener Einzelfragen rung begonnen hatte. Dann hat er,auf Öen Xat» mürbe vereinbart, daß der bereits seit längerer Zeit b^"b und die Gefahren der ^mdflucht verWleftn, in Aussicht genommene Abschluß einer Verein» um schließlich in großen Zügen die Moalichkelten barung über Doppelbesteuerung und über die Ge» der Heber w i n 6 e r La n d f l cht aufzu- Währung von Rechtshilfe in Steuerveranlagungs» zeigen, die weitere Lelstungsstelgerung zu umrelßen und Steuerbaitrrtbungssachen belchleunigt werden unS^°I°m R0M eMpsäNgt " Daraus ^allein^ergibt sich bereits, in welcher ent. Vt- scheidenden Stunde der Agrarpolitik und der Ernah- 016 öDÜniCHIuinPTCu rungswirtschaft, aber auch der Bevölkerungspolitlk die Reichsnährstandsschau durchgeführt wird. Gewiß Großer Jubel um deu Duee. sind die Entscheidungen über Preisfragen nicht aus- ~ _ 7 - . schlaggebend für den Bestand und die Zukunftsent- iJR ° m - 7- $un ' Ä ° Wicklung des Landwirts. Angesichts der mancherorts H fl3r Ufmn rt i?1!?nfl N r,^ vorhandenen Unterbewertung der Landarbeit dürfen »t a 11 e n i f ch e n u n b b er f p a n scheu Le aber jjod) nicht mißachtet werben, weil schließlich all°n''Hbu,eru^Meu Fakuen und skrtaLen die ^r°iM»"°wiMm «°Ien°'M ks nÄ L Wää’ «rch'-usdemLL'r. spanischen B?a s send rüder die von Neapel nach Nom |. vc, i.ni .. r. r ™ n oror QirDianofiini) in cua, s™ - «tee ES e römische Bevölkerung des Pördeimarsches harrte. Land nun schon seit S-raum-^^Z->t unser b-,°nd°r-n begrüßte die Meng- stürmisch den Duce und den Sorgen, weil es mcht die Lahn« «uneben kann Abgesandten Senegal Francos, Innenminister Ser- -- g"n zahlen wurde Man ubertrerbt mcht rana Tuner, der an der Seite Mussolini- um. wenn man sestst llt daß Bauern und Landwirte —......- 1 - vielfach m ber ständigen Angst leben, me Arbeit nicht zu schaffen. So ist es klar, baß man jede Hilfe begrüßt, um dafür um so freudiger im weiteren Einsatz die Pflichterfüllung zu leisten, die erforderlich ist, um von der Ernahrungsseite die unerläßlichen Grundlagen für die Politik des Führers zu liefern. Bei dieser Sachlage ist es klar, daß in der Reichsnährstandsausstellung die Landflucht im Mittelpunkt steht. Sie wird mit packender Deutlich- Herangehen mußte. Hungertuche nage? Das vergangene Jahr habe Aber in London warte man heute noch auf das britischen Ansehen großen Abbruch getan. Ergebnis dieser Prüfung. stellung, das ein solcher Kongreß ein wahrer Festtag sei. Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft Darre, an der Goldküste hin, wo die Eingeborenen ständig unter der Furcht vor Ausbeutung durch die englischen Unternehmer lebten. Die Unzufriedenheit schwele dort unter der Oberfläche. Im September 1938 sei eine Kommission nach der Goldküste geschickt worden, die Besserungs- vorschläqe ausgearbeitet habe. Zur Nachprüfung In den Nachkriegszeiten stand die Lairdwirtschaft der Welt zumeist im Zeichen der Krise. Ganz besonders war dies der Fall in dem Zeitraum von London, 8. Juni. (DNB.) Im Unterhaus fand am Mittwoch eine Kolonialaussprache statt. Nachdem Kolonialminister Macdonald lang und breit seine Kolonialpolitik verteidigt hatte, mußte er sich von mehreren Abgeordneten sagen lassen, daß er sich seiner Aufgabe mit noch nicht dagewesener Selbstherrlichkeit entledige, für Tri° vialitäten Zeit habe und an ernsten Fragen London -engt sich vor Moskau Ein Vertreter des Außenamtes fährt nach Moskau. Gruß des Führers. Bresben,?. Juni. (DNB.) Der Führer hat auf das Telegramm des zur Zeit in Dresden tagenden 18. Internationalen Landwirtschaftskongresses, in dem dieser ehrerbietigsten Gruß entbot, mit folgendem Telegramm geantwortet: „Den zum 18. Internationalen Landwirtschafts, kongreß versammelten Vertretern aus dem In- und Ausland danke ich für die mir übermittelten Grüße. Ich erwidere sie herzlich und verbinde damit m e i n e b e st e n W ü n s ch e für den Erfolg Ihrer Tagung und weiteren Zusammenarbeit. Adolf Hitler." Baron A c e r b o , der Präsident des Internationalen Landwirtschaftlichen Instituts in Rom, aab anschließend einen Ueberblick über die Lage der Weltlandwirtschaft. Dann hielt Professor E. Lauer, Vizepräsident des Internationalen Verbandes der Landwirtschaft einen Vortrag über Ziele und Aufgaben des Internationalen Verbandes der Landwirtschaft. Mit einem Musikvortrag „Wir grüßen die Fahnen der Nationen" klang die eindrucksvolle Feier aus. EnglandsKoloniaIpoM,,ausmedrigemMeau" Bittere Worte im Unterhaus. Mißhandelt, weil er deutsch sprach. Kattowitz, 7. Juni (DNB.) Die Reihe der Meldungen über grobe Belästigungen und Mißhandlungen von Volksdeutschen in Ostoberschlesien reißt leider nicht ab. Immer wieder werden Volksdeutsche von Polen mißhandelt, nur weil sie sich in ihrer Muttersprache unterhalten. Ein besonders heimtückischer Fall wird aus Lipin e gemeldet. Hier hatten einige Polen gehört, wie sich der 21 Jahre alte Hüttenarbeiter Karl Zernbik mit seinem Vater, der ihm während der Arbeitspause warmes Essen brachte, in deutscher Sprache unterhielt. Sie holten weitere Polen zu Hilfe und lauerten dann, 10 Mann stark, dem jungen Deutschen aus, fielen über ihn her, als er ich auf dem Heimweg befand und schlugen ihn )erart, daß er einen Arzt aufsuchen mußte. In einem anderen Fall nahm ein Haufen von 30 Polen ein Führerbild, das in der zu ebener Etde in Kattowitz gelegenen Wohnung des volksdeutschen Karl Haase gesehen worden war, zum Anlaß, ihrem Haß freien Lauf zu lassen. Sie brangen in die Wohnung ein, bedrohten und beschimpften die Familie und rissen das Bild von der Wand, mit dem sie verschwanden. Der Autobandit von Potsdam hingerichtet. Berlin, 8. Juni. (DBB. Funkspruch.) Heule früh ist der 30 Jahre alle Otto Wegener, der vom Sondergericht Berlin am 6. Juni 1939 wegen Stellens einer Autofalle in Tateinheit mit versuchtem Mord und versuchtem Raub zum Tode verurteilt worden war, h i n g e r i ch t e t worden. Wegener hat am Abend des 21. Mai 1939 eine Kraftdroschke für eine Fahrt nach Saarmund gemietet und unterwegs den Taxichauffeur in räuberischer Absicht überfallen. Rach dem durch die Umsicht des Kraftdroschkenführers vereitelten Anschlag flüchtete der Täter, konnte aber bereits wenige Tage nach Begehung des Verbrechens festgenommen und abgeurleilt werden. l*/s Tage nach dem Urteil erfolgte die Hinrichtung. Wie in allen gleichartigen Fällen hat auch in diesem Falle der Täter sein gewissenloses Verbrechen mit dem Tode sühnen müssen. Autofallen st ellec und Droschkenräuber werden unbarmherzig ausgeroltet und vernichtet. Die Verkehrssicherheit der Straßen wird unter allen Umständen aufrecht erhalten. Kunst und Wissenschast. Ehrung für Geh. Rat Professor Dr. Philipp Lenard. Im Philipp-Lenard-Jnstitut der Universität Heidelberg wurde am 77. Geburtstag des großen Naturforschers und Vorkämpfers der nationalsozialistischen Weltanschauung, Geh. Rat Professor Dr. Lenard, eine im Auftrage der badischen Staats-^ regierung durch den Karlsruher Bildhauer Hoffmann geschaffene Lenard-Büste feierlich ringe- weiht. Ministerialrat Gärtner zeichnete ein Bild Lenards als des erfolgreichen Naturforschers und aufrechten deutschen Mannes, der schon im Iahra 1924 den Kampf gegen den jüdischen Geist im deutschen Geistesleben ausgenommen und sich offen zu Adolf Hitler bekannt habe, umjubelt von der studentischen Jugend. Lenard sei als erster Deutscher durch das Dritte Reich auf dem Parteitag 1936 mit dem Preis der NSDAP, ausgezeichnet und heute vom Führer mit dem Goldenen Parteiabzeichen geehrt worden. Nach einem Ueberblick über Lenards wissenschaftliche Leistungen, den Professor B e ck e r gab, und dem Gelöbnis der Studentenschaft aus dem Munde des Gaustudentenführers Dr. Scherbe r g e r, in Lenards Geist weiter zu kämpfen und zu forschen, klang die Feierstunde mit dem Bekenntnis zum Führer aus. „Eine Rächt in Venedig" auf der Reichstheaterfestwoche. Am vierten Tage der R e i ch s t h e a te r f e ft q ' woche in Wien kam nach den großartigen Opern« und Schauspiel-Aufführungen der ersten Tage dia leichtere Muse zu ihrem Recht. In einer Aufführung i der Operette „Eine Nacht in Venedig" in der i Staatsoper wurde dem genius loci, Johann Strauß, , gehuldigt. Die ausgezeichneten Darsteller, allen vor« t an Helge Roswaenge und Maria Deining, ! und das Ballett der Wiener Staatsoper mit feinem • Charme verbanden sich zu einem Zusammenklang l von Fröhlichkeit und geistvoller Laune. Reichs- . Minister Dr. Seyß-Jnquart und Gauleiteü Bürckel wohnten der Vorstellung bei. DKK. gegangen. Rumänien vertrete in diesen Zeiten seine eigenen Interessen und die Politik des Friedens. Mit Bezugnahme auf feine jüngste offizielle Reife stellte der König fest, daß er Gelegenheit hatte, sich davon zu überzeugen, daß die Sympathien, die ihm entgegengebracht worden seien, nicht nur feiner Person, sondern auch dem Presttge des Landes gegolten hätten. Die Thronrede betont weiter, daß die rumänischen Bodenschätze dem Lande selbst gehörten, doch sei es notwendig und möglich, den Handelsverkehr und Warenaustausch zu entwickeln. In diesem Geiste seien die mit Deutschland, England und Frankreich abaeschlossenen Wirtschaftsverträge zuftandegekommen. Zum Schluß zeigte der König die Aufgaben des Parlaments auf. Die Hauptaufgaben feien der Aufbau des Staates auf neuer Grundlage und vor allem die Entwicklung der Wirtschaft des Landes. Auch die Wahl eines Patriarchen werde vorgenommen werden. Abschließend betonte der König, das Parlament werde in einer geflärteren und ruhigeren Atmosphäre arbeiten als das frühere, denn es werde nicht die Möglichkeit bestehen, an einen Sturz der Regierung zu denken, weil im Sinne der neuen Verfassung die Mitglieder der Regierung aus- schließlich dem König verantwortlich seien. Der -König schloß mit der Bitte, Gott möge die Arbeit Jahre zur Lösung jener Probleme geleistet worden sind, die dieser Kongreß auf seine Tagesordnung gesetzt hat. Die Reichsnährstandsausstellung, die zur Zeit in Leipzig abgehalten wird, ist ein beredtes Zeugnis für diese Arbeit. Es würde mich freuen, wenn sich Ihre Arbeit hier beim Kongreß mit einem möglichst eingehenden Studium der Verhältnisse unseres Landes verbinden würde. Wenn ich zum Schluß meiner Ausführungen Ihrem Kongreß einen erfolgreichen Verlauf wünsche, so möchte ich dabei auch die Hoffnung ausdrücken, daß diese internationale Zusammenarbeit hier in Dresden das gegenseitige Verstehen fördern möge und daß damit der friedlichen Entwicklung der Völker gedient werde. London, 7. Juni. (Europapreß.) Ministerpräsi- dent Chamberlain gab am Mittwoch im Unterhaus Erklärungen über den Stand der V e r - Handlungen mit Moskau ab. Er teilte u. a. mit, in dem letzten englisch-sowjetrussischen Gedankenaustausch sei ein allgemeines Heber- eintommen darüber erzielt worden, was man mit den Verhandlungen bezwecken wolle. Die englische Regierung sei in der Lage gewesen, M o s - k a u auf der Basis einer vollständigen Gegenseitigkeit zufrieden zu st ellen. „Die englische Regierung hat klargemacht, daß sie sofort ohne Reserve bereit ist, zusammen mit der französischen Regierung der Sowjetunion alle militärische Unter st ützung zukommen zu lassen für den Fall, daß Sowjetrußland angegriffen und in Feindseligkeiten mit einer europäischen Macht verwickelt wird." Chamberlain mußte dann zugestehen, daß noch Schwierigkeiten zu ! l ü s e n übrig bleiben. Besonders sei es die Lage gewisser Staaten, so erklärte Chamberlain, die keine Garantie erhalten wollten, weil eine solche Garantie die strikte Neutralität belasten würde, die diese Staaten beibehalten wollten. Chamberlain machte in diesem Zusammenhang die bemerkenswerte Feststellung, es sei grundsätzlich unmöglich, Staaten eine Garantie aufzudrängen, wenn diese die Garantie nicht I wünschten. Chamberlain bestätigte bann das in politischen Kreisen verbreitete Gerücht über die Entsendung eines englischen Vertreters nach Moskau. Er erklärte, um die Verhandlungen zu erleichtern, fei beschlossen worden, einen Vertreter des Auswärtigen Amtes nach Moskau zu entsenden. Dieser Vertreter werde den Auftrag haben, dem englischen Botschafter gründliche Informationen über die Haltung der englischen Regierung in den offenstehenden Fragen zukommen zu lassen. Chamberlain schloß seine Erklärung mit den Worten: ,Hch hoffe, daß es so möglich sein wird, die noch notwendige Diskussion beschleunigt abzuschlie- ßen und die Ansichten der drei Regieruungen auf einen Nenner zu bringen um damit zu einem endgültigen li eb er eintommen zu gelan gen ." Chamberlain fügte dann eine Mitteilung hinzu, die den provokatorifchen Cha- ratter der Einkreifungsfucht klar heraustreten ließ: Man beabsichtige nicht, die militärische Unterstützung, Über die die drei Mächte sich einigen könnten, auf Fälle eines i tatsächlichen Angriffes auf ihre eigenen Gebiete zu beschränken. Man könnte sich Fälle j vorstellen, in denen eine der drei Regierungen sich in ihrer Sicherheit direkt durch j die Aktion einer anderen europäischen Macht bedroht fühlen könnte. (!) Während feiner Erklärungen wurde Chamberlain , _ . , „ . verschiedene Male von Fragern der Opposition un- Das jugoslawische Prluzregentenpaar Pnvatgaft terbrochen. Chamberlain mußte dabei zugeben, daß in der Schorfheide. I englische Regierung verschiedene Mitteilungen (9anera[felbmarfdiall Göring geleitete am Diens- von Fl NN l an b 6 ft la Nb unb Le t tlan b be- , , J . . -rqirinzreaentenDaar nach I kommen habe, in denen erklärt werde, diese Län marschall Göring beim Verlassen de- Sastehause- »owietrußlanb der Leiter der mittel- Union bestimmt worden. Er wird in Moskau als „technischer Gehilfe des Botschafters" tätig fein. Strang war von 1930 bis 1933 als Botschaftsrat mit der Führung der Geschäfte der englischen Botschaft in Moskau betraut. Weder der Prophet, noch der Berg... London, 8. Juni. (Europapreß.) Die Entsen- duna des Ministerialdirektors im Außenamt, Sir William Strang, nach Moskau zur „Unterrichtung und Beratung" des englischen Botschafters wird von der rechtsstehenden Morgenpresse am Donnerstag mit einiger Befriedigung verzeichnet. Die Linkspresse dagegen ist entrüstet, oaß kein verantwortlicher Mann entsandt wird. Auch die „Daily Mail" schreibt, anscheinend zeige weder der Prophet, noch der Berg Neigung, sich einander zu nähern. Potemkin sei nicht nach Genf gekommen, und Halifax gehe nicht nach Moskau. Am optimistischsten äußert sich der konservative „Daily Telegraph", der aus Chamberlains Unterhauserklärung vom Mittwoch herauslesen will, daß in den Verhandlungen mit Moskau zweifellos Fortschritte gemacht worden seien. Das Blatt führt das Entgegenkommen an, das die englische und die französische Regierung den Sowjets erweisen wollen, indem sie den Tatbestand einer „indirekten Bedrohung" in das Dreierbündnis aufnehmen, um so um Die von den baltischen Staaten nicht gewünschte, von Moskau dagegen geforderte Beiftandsgarantie herumzukommen und dem Derhandlungsstillstand ein Ende zu machen. Moskau lüstet die Maske. Moskau, 7. Juni. (DNB.) In einem offiziösen Artikel nimmt die sowjetrussische „ Prawda ' zum ersten Male seit der Rede Molotows vom 31. Mai wieder zu dem gegenwärtigen Stand der britischfranzösisch-sowjetrussischen Paktverhandlungen Stcl- lung. Der Artikel formuliert die „Minimal- bebingungen", die Moskau mit feiner Antwortnote zur Schaffung der „Verteidigungsfront" in Europa übermittelt habe, folgendermaßen: 1. Abschluß eines Effektivpaktes zum gegenseitigen Beiftand gegen die Aggression zwischen England, Frankreich und der Sowjetunion; , 2. Hilfeleistung seitens der Sowjetunion für die fünf Länder, die bereits durch das englisch-ftanzö- sische Unterstützungsversprechen „garantiert" seien (gemeint sind Polen, Rumänien, die Türkei, Griechenland und Belgien); 3. Garantie der Hilfeleistung seitens Englands, Frankreichs und der Sowjetunion „für die drei bekannten balttschen Staaten" (Estland, Letlland und Finnland); 4. Abschluß eines „konkreten" Abkommens über die Methoden, Formen und Ausmaße der Hilfeleistung (gemeint sind natürlich militärische Abmachungen). Damit ist durch die offizielle „Prawda" zum ersten Male der Inhalt der Sowjetantwort, die in London und Paris so großes Kopfzerbrechen verursacht hat, klar ausgesprochen. In einer für die Engländer recht peinlichen Weise spielt also Moskau jetzt die geforderte „Garantie" für die baltischen Staaten gegen seine Mitwirkung an der eventuellen Unterstützung für die bereits „garantierten" englisch-französischen Schützlinge aus. einer der Schirmherren des Kongresses, der mit1 herzlichem Beifall begrüßt wurde, ging in seiner Rede aus von der jetzt 50jährigen Zusammenarbeit im Internationalen Verband der Landwirtschaft und wies auf den in diesen Jahren vollzogenen Wandel im Wirtschaftsdenken hin. Dann wandte sich der AÜnister den im Laufe dieser 50 Jahre entwickelten tiefgreifenden Veränderungen in der landwirtschaftlichen Arbeitsweife zu; Veränderungen, die durch die Fortschritte in der Technik, der Biologie, Chemie, Pflanzenzucht, Tierzucht und auf den ver- schi ebensten anderen Gebieten heroorgerufen wurden. Alle diese Wandlungen, die für die Landwirtschaft einen Fortschritt bedeuteten, ließen gleichzeitig neue Probleme entstehen, an deren Meisterung man Kolonialminister gehe über die schweren Unruhen in Westindien mit einer Handbewegung hinweg, und dabei habe es auf Jamaika 46 Tote und 429 Verwundete sowie über 1000 Verhaftungen gegeben. In dem Rechenschaftsbericht des Kolonialministers werde das alles mit einer halben Seite abgetan. Man hätte etwas offener und ehrlicher fein sollen. Oder sei die britische Regierung vielleicht der Ansicht, daß die Bewohner der westindischen Kolonien kein Recht auf einen sozialen Standard hätten, wie z. B. die Einwohner Großbritanniens. Selbst ein konservativer Abgeordneter, Hamilton K e r r, sah sich gezwungen, die Kolonialpolitik zu tadeln. Kerr wies auf die jämmerlichen Verhältnisse vorbeigehe. Der Oppositionsabgeordnete Wedgwood ließ vollends die Katze aus dem Sack, indem er erklärte, die Kolonialpolitik Englands stehe auf einem so niedrigen Niveau, daß es allenthalben in den Kolonien zu Unruhen komme, weil einfach die Einwohner glaubten, daß das britische Empire am Ende sei. Die Engländer sollten sich den Gedanken besser aus dem Kopf schlagen, daß sie die göttlichen Lenker der niedrigen Völker seien. Wenn die Engländer ihre ,------- — — --- v v .Kolonialoerwaltung mit der anderer Völker oer- 1929 bis 1933. Die Frage des Absatzes und ofer Iglichen, würden sie vielleicht nicht so einge» uuqajicnje uusyKuiucaci yuuc. ^uu^iuiu',a Absatzgeftaltung trat bei den Verhandlungen auf hübet sein. Wie komme es z. B., daß Französisch- dieser Vorschläge sei dann von der britischen Verden internationalen Landwirtschaftskongressen stark Weftindien wohlhabend sei und Britisch-Weftindien roaltung eine neue Kommission eingesetzt worden, in den Vordergrund. Es setzte sich babei immer am rwil' ---2-',. ' ' " Ä,eC mehr der Gedanke durch, daß man eine Ordnung bem britischen Ansehen großen Abbruch getan. _ _ .... der internationalen Tausch deziehun- Der Labour-Abgeordnefe Riley erklärte, der ------ gen für landwirtschaftliche Erzeugnisse erftreben I müsse, daß aber diese Regelung der Autzenbeziehun- r w t * w fx» f sät ,m 3n" - Rumänien arbeitet für den Frieden Dabei ist immer wieder vor diesem Forum be-I , . . . . tont worden, daß eine gesunde Landwirt- Thronrede des Königs 6Cl btt parl0Ments-El0ffNUNg. schabt unbedingte Voraussetzung jedes! gesunden Staatswesens sei. Wenn heute! Bukarest, 7.Juni (Europapreß). Unter fest- ber Landwirt wieder mehr gilt, als vor Ochern Gepränge wurde am Mittwochmittag das einigen Jahrzehnten, so ist das zum Teil auch auf heue rumänische Parlament mit einer die Arbeit dieses Verbandes zurückzuführen. Ich Thronrede des Königs eröffnet, wünsche deshalb dem Internationalen Verband der Zunächst gedachte der König in feiner Rede der Landwirtschaft für die Zukunft weiter erfolgreiche »erftorbenen Königinwitwe Maria und gab sodann Arbeit, denn die Zahl der Probleme, mit denen mir einen Rückblick auf die Geschichte der verflossenen uns auseinanderzusetzen haben, hat nicht abgenom-1 ^tyre, seitdem er nach Rumänien zurückgekehrt sei. men. Die Thronrede befaßt sich sodann mit der neuen Ich möchte bei dieser Gelegenheit unsere auslän- Verfassung, die dem polittschen Leben des dischen Gäste auf alle die Arbeiten Hinweisen, die Landes eine den heutigen Zeiten entsprechende Um- bei uns in Deutschland während der letzten gestaltung und Entwicklung gewährleiste. In Er- ~ """ ' 1 läuterung der während der parlamentslosen Zeit verkündeten Gesetze wies der König vor allem auf die auf dem Gebiete der nationalen Verteidigung geleistete außerordentliche Arbeit hin, die vor allem zu einer großartigen Entwicklung der Luftwaffe geführt habe. Das Zufamenleben mit den Minderheiten sei durch Gesetze geregelt worden, die Mittel und Wege zur wirtschaftlichen, kulturellen und geistigen Entwicklung der Minderheiten böten. Die Interessen der Minderheiten sollen geachtet werden. Es seien bereits prakttsche Maßnahmen getroffen worden; andere seien in Vorbereitung. Die Regierung werde die gesetzlich festgelegten Grundsätze mit aller Auf- irichtigkeit gegenüber den Minderheiten anwenden. In außenpolitischer Hinsicht führte der.xomg lajiop mu uer »u«, «nn König aus, die Welt sei durch eine schwere Krise! der neuen Gesetzgebung segnen. Churchill deckt die Karten auf. Neuyork, 7.Juni. (DNB.) „Herold Tribüne" bringt aus London einen Artikel W i n st o n Churchills, der vor allem die militäris che Seite der Einkreisungsmachenschaften der P l u t o k r a - t i e n erhellt. Der altoetannte Einkreisungssachmann macht darin aus seinem Herzen keine Mördergrube, indem er sagt, die Allianz mit S o w j e t r u ß - land sei notwendig, und die Weigerung Moskaus, daß das Bündnis die baltischen Staaten und Finnland einschließe, sei wohl begründet, denn die Tapferkeit der deutschen Armee dürfe nicht unterschätzt werden! Churchill enthüllt dann mit zynischer Offenheit den Wunsch aller Einkreiser, der einzigartigen Qualität der deutschen Soldaten eine brutale Heber- macht entgegenzusetzen, was er schamhaft mit „gleichzeitigem Druck vieler Länder" umschreibt. Die militärische Zusammenarbeit der Westmächte. Paris, 8. Juni. (Europavreß.) Sämtliche französischen und englischen Landstreitkräfte werden, wie der „Mattn" am Donnerstagmorgen meldet, im Kriegsfall dem Oberbefehl des französischen Generalstabschefs General Game- l i n unterstehen. Die jetzige Englandreise des französischen Generalstabschefs diene im wesentlichen der Ausarbeitung der entsprechenden Maßnahmen. Die Seestreitkräfte der beiden Länder werden im Konfliktsfall, wie das Blatt weiter mitteilt, dem englischen Admiral Sir Robert Backhouse unterstellt werden, und die Luftwaffen Englands und Frankreichs dem englischen Lust- marschall Sir Cyrill N e w a 11. Das englische Königspaar in USA. L o n d o n, 8. Juni. (DNB. Funkspruch.) Am Donnerstag früh traf der Zug mit dem britischen Königspaar in dem amerikanischen Bahnhof von Niagara-Falls ein. Das Königspaar, das am Donnerstag in Washington erwartet wird, wurde vom britischen Botschafter L i n d f a y und Außenminister Hüll empfangen. Aus aller Welt. Ehrung einer hundertjährigen. Der Führer hat der Frau Theresia Steinbau e r in Wiener Neustadt aus Anlaß der Vollendung ihres 10 0. Lebensjahres ein persönliches Glückwunschschreiben und eine Ehrengabe zugehen lassen. Eisenbahnunsall auf der Strecke Weimar—Gera. Nach einer Mitteilung der Pressestelle der Reichs- bahndirektion Erfurt e n g l e i st e bei der Einfahrt in den Bahnhof Göschwitz der Linie Weimar—Gera der siebte Wagen eines Personenzuges. Vier weitere Wagen wurden aus den Schienen gerissen. Nach etwa 100 Meter weiterer Fahrt fielen die fünf Wagen zur Seite. Vier Reisende wurden getötet und acht schwer verletzt; von diesen sind in der Klinik zwei ihren Verletzungen erlegen. Die Unfallursache ist noch nicht geklärt. Bisher wurden von den Getöteten vier Namen festgestellt: Fräulein Helmr ich aus Stadtroda, Fräulein Hildegard Hoffmann aus Großburschla an dkk Werra, Kurt Drössiger aus Harpersdorf bei Kraftsdorf und der Reisende Seyfarth aus Siebleben bei Gotha. Zwei Todesopfer eines Wolorradllnglücks. In Baden-Baden ereignete sich ein Verkehrsun- ylück. Ein Motorradler englischer Nationalität versuchte mit hoher Geschwindigkeit einen langsam fahrenden Lieferwagen zu überholen und raste dabei in eine Fußgängergruppe. Ein Fußgänger und der Motorradler selbst wurden getötet. Der englische Beifahrer und ein weiterer Fußgänger mußten mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus geschafft werden. Ein dritter Fußgänger wurde leichter verletzt. Dem Gegner die Hase abgebissen. Bei einer Tanzveranstaltung in Niederbreitbach an der Wied endete eine Auseinandersetzung, die zwei junge Männer austrugen, schließlich in Tätlichkeiten. Dabei wurde einem der Streithähne, die von der Polizei getrennt werden mußten, die Nase a b - gebissen. Sechsunddreißig Grad hihe in Belgien. Die seit zwei Tagen in Belgien herrschende Hitzewelle hat am Mittwoch noch zugenommen. Die Temperatur stieg bis auf sechsunddreihig Grad im Schatten. Zahlreiche H i tz s ch l ä g e werden gemeldet. Eine Schwindlerbande schädigte belgische Sparer um sieben Millionen. In Brüssel wurde ein großer Prozeß gegen eine Schwindierband abgeschlossen, die die belgischen Sparer um sieben Millionen Franken betrogen hatte. Die 42 Mitglieder der Bande, die jahrelang ihr Unwesen unter der Tarnung einer groß aufgezogenen nationalen Finanzgesellschaft getrieben hatten, wurden zu Gefängnisstrafen von zwei Monaten bis zu fünf Jahren verurteilt. Der Trick der Betrüger, die sich teilweise als Vertreter der Belgischen Nationalbank ausgaben, bestand darin, daß sie den kleinen Sparern gefälschte Anteilscheine an den belgischen Prämienanleihen verkauft hatten. Als die Geprellten eines Tages ihr Geld zurückverlangten, wurde festgestellt, daß von den sieben Millionen Franken nichts mehr vorhanden war. Schweres Brandunglück in Litauen. Die litauische Gemeinde Uzoentis wurde von einem Großfeuer heimgesucht. 40 Häuser wurden völlig zerstört. Der Schaden beläuft sich auf 300 000 Lit. Verheerende Brände in Polen. Durch ein Schadenfeuer wurden 15 Häuser in dem Lodzer Vorort R e t k i n a vernichtet. In den Flammen kam ein Kind umsLeben. — In einem Dorf im Kreise Wielun westlich von Lodz wurden sämtliche Gehöfte bis auf zwei Wohnhäuser eingeäschert. Bei diesem Feuer erlitt eine 80jährige Frau schwere Brandwunden, denen sie bald darauf erlag. Neues Vrandunglück in Warschau. Warschau wurde am Mittwochabend von einem neuen Brandunglück heimgesucht. Das Feuer brach in dem größten Warschauer Gefängnis Moko- tow aus. Es wurden mehrere Löschzüge eingesetzt, die den Brand, der seinen Ausgang von einer auf dem Gelände des Gefängnisses befindlichen Papierfabrik nahm, nach mehrstündiger Arbeit löschen konnten. Sechs Todesopfer eines Eisenbahnunglücks bei Warschau. In dem Vorort Puszkow bei Warschau entgleiste am Mittwoch der aus Kattowitz—Wien kommende Schnellzug. Sechs Personen kamen ums Leben, während 16 ernste Verletzungen erlitten. Nach der amtlichen Verlautbarung des polnischen Verkehrsministers ist das Unglück sowohl auf eine unvorschriftsmäßige Gefchwindigkeit, als auch auf eine Lockerung der Eisenbahnschienen zurückzuführen. An der Unglücksstelle habe die vorschriftsmäßige Geschwindigkeit 50 Kilometer betragen dürfen, während der Zug mit 98 Kilometer Geschwindigkeit gefahren sei. Fährbook-llnglück in Rumänien. In der Nähe des rumänischen Dorfes Rosetti kenterte ein Fährboot auf dem Fluß Porcea infolge falschen Manövrierens. Das Fährboot beförderte eine große Anzahl von Landarbeitern, Kindern und Vieh. Die Zahl der Opfer konnte noch nicht ermittelt werden, da man noch nicht feststellen konnte, wie viele Fahrgäste sich auf dem Boot befunden hatten. Bisher wurden vier Leichen geborgen. Auch zahlreiches Vieh ist in den Fluten umgekommen. Korrupte Bürgermeister in USA. Der Oberbürgermeister der Stadt Binghampton im Staate Neuyork wurde unter der BeschuDigung, seine Amtsgewalt strafbar mißbraucht zu haben, verhaftet. Er war während der Prohibitionszeit Sheriff von Binghampton, dem Zentrum der Kohlenindustrie im Staate Neuyork. Die Anklage wirft ihm vor, von den Besitzern verbotener Spielhöllen Geld erpreßt zu haben. Die feudale Villa des jüdischen Bürgermeisters Ellen st ein der Stadt Newark (Staat New Jersey) war dieser Tage in mannshohen Buchstaben mit' Teer bemalt. Ellenstein befindet sich immer noch im Amt, obwohl er seit Monaten in einen Riesenskandal verwickelt ist: er wird beschuldigt, mit städtischem Grundbesitz betrügerisch spekuliert zu haben. Große Schnnerigkeikea bei der Hebung des A-Booles „äqualus". Aus Anlaß des amerikanischen Heldengedenktages gedachte die USA.-Marine der 26 Opfer des gesunkenen U-Bootes „S q u a l u s". Marineflugzeuge warfen über der Unglücksstelle Kränze ab, und die am nächsten gelegene Küstenbatterin feuerte langsam 21 Schuß zu Ehren der Toten. Die Bergungsarbeiten sind mit ungeheuren Schwierigkeiten verbunden, da die See sehr stürmisch ist und an der Unglücksstelle außerordentlich kalte Strömungen auftreten. Die Hebung des U-Bootes dürfte daher kaum vor zwei Wochen möglich sein. Mehrfach mußten Taucher, da sich im Innern ihrer Helme eine Eiskruste bildete, unverrichteter Sache umkehren. Auch riß das Kabel, das das U-Boothebeschiff mit dem Wrack verband. Das Heck des „Squalus" ist völlig mit Schlamm bedeckt, was die Befestigung der Hebetaue erschwert. Ausbruch eines Alaska-Vulkans. Nach einer Mitteilung der Küstenwache von Seattle im Staate Washington ist der seit mehreren Wochen tätige Alaskavulkan Denias- m i n o f erneut mit noch nicht dagewesener Heftigkeit ausgebrochen. Augenzeugen berichten, daß eine aus dem Vulkan schießende Feuergarbe eine gewaltige Höhe erreichte. Der Wind trägt einen riesigen Aschenregen über das Gebiet der Umgebung des Vulkans, das ständig von schweren Erdbeben, die lautes unterirdisches Rollen begleitet, erschüttert wird. Die Einwohner des nahegelegenen Dorfes Perryoille sowie die dort ansässigen Indianer sind aus der Nähe des Vulkans geflohen. hihe und Eisberge machen Amerika Sorge. Seit etlichen Tagen herrscht an der Ostküste der Vereinigten Staaten eine starke Hitzewelle, die bereits unter der Einwohnerschaft von Neuyork Opfer gefordert hat. Zu gleicher Zeit haben das amerikanische Marine-Departement und der Küstenwachdienst sämtliche Schiffe funkentelegrafisch aufgefordert, ihren Kurs weiter südlich zu nehmen als gewöhnlich, da eine außerordentlich große Zahl von Eisbergen gesichtet sei, die langsam aus den grönländischen Gewässern nach Süden treiben. Amerikanischer Ozeanstieger verschollen. Am Pfingstsonntagmorgen war der junge amerikanische Flieger Thomas Smith an der Küste des Staates Maine mit einer nur knapp 65 PS. starken Maschine aufgestiegen, um mit seinem „Baby- Clipper“ (Kinderflugzeug) den Ozean zu bezwingen und in Croidon (bei London) zu landen. Smith, der kein Radio mitführte und weder über Neufundland noch von Schiffen gesichtet wurde, wurde am Montag beim Ueberfliegen der irischen See beobachtet. Seit Montagnachmittag fehlt aber jede Spur. Man vermutet, daß er den Kurs verlöten hat und möglicherweise abgestürzt ist. Singapur-Expreß entgleist. Wie man aus Singapur meldet, ist 150 Meilen nördlich von Singapur der Puala — Lumpur — Singapur-Expreß entgleist und eine etwa acht Meter hohe Böschung hinuntergestürzt. Der Lokomotivführer wurde getötet und rund 300 Passagiere verletzt. Man führt den Unfall auf Sabotage zurück, um so mehr, als von mohammedanischer Seite verschärfte Propaganda gegen England zu spüren ist. WeikervenLi Die Großwetterlage hat eine Umgestaltung er* fahren. Dabei wurden kühlere Luftmassen auf ba4 Festland in Bewegung gesetzt, die auch bei uns leichte Abkühlung bringen werden. Im wesentlichen bleibt jedoch auch weiterhin Hochdruckeinfluß bestehen. Doch wird es zeitweilig wieder zu Bewölkung kommen. Die Neigung zu Niederschlägen oder gewittrigen Störungen bleibt auch für die Folge seht gering. Vorhersage für Freitag: Vielfach heiter und trocken, bei lebhaften Winden um Nord leicht abgekühlt. Vorhersage für Samstag: Im wesend lichen heiteres und trockenes Wetter. Lufttemperaturen am 7. Juni: mittags 29,2 Grad Celsius, abends 19,9 Grad; am 8. Juni: morgens 15,4 Grad. Maximum 29,9 Grad, Minimum 9,8 Grad. — Erdbodentemperaturen in 10 cm Tiefe am 7. Juni» abends 26,9 Grad; am 8. Juni: morgens 20,6 Grad. — Sonnenfcheindauer 15,6 Stunden. Witterungsvoraussage für die Zeil vom 8. bis 17. 3uni. Herausgegeben vom Forschungsinstitut für langfristige Witterungsvorhersage des Reichswetterdienstes, Bad Homburg, am 7. Juni 1939 abends. An den nächsten Tagen im ganzen Reich bei hochsommerlichen Temperaturen weiterhin trocken und überwiegend heiter, höchstens im Westen und Süd- westen, sowie im Alpengebiet Wärmegewittern. In zwei bis drei Tagen auch im Osten Auftreten von Wärmegewittern. Ungefähr um den Wochenwechsel, mit Einbruch von Meeereskaltluft west-ostwärts fortschreitend, Uebergang zu kühlerem und veränderlichem Wetter^ Niederschläge meist schauerartig, vielfach in Verbindung mit Gewittern, jedoch im Tiefland und am Süd- und Ostrand der Gebirge auch im allgemeinen nur leicht. Kein ausgesprochen unfreundliches Wetter. Im Südosten des Reichs (Ostmark) Eintreffen der Meeresluft wahrscheinlich erst gegen Mitte der nächsten Woche. Am längsten wird das heitere Wetter voraussichtlich im äußersten Südosten, in Kärnten und Steiermark, bestehen bleiben. Gegen Ende des zehntägigen Zeitraums in Westdeutschland wieder Wetterbesserung. Anzahl der Tage mit Niederschlag im Südosten etwa drei, im übrigen Reich drei bis sechs. Gesamtsonnen'schein- dauer im Südoften meistenorts über 80 Stunden^ Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum* schein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: 0r. Fr. W. Lange (verreist), i. 23.: Ernst Blumschein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Äümmel. D. A. V. 1939: 9133. Druck und Verlag: Brühlsche Universitäts- druckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Für die vielen Bekundungen herzlicher Teilnahme an dem schweren Leid, das uns durch den tragischen, allzufrühen Tod unseres lieben Sohnes und Bruders Mietgesuche"| getroffen hat, sagen innigen Dank Dr. med. Adolf Weyl und Kinder. Gießen, den 8. Juni 1939. 02837 UfFDRC DRUCKSACHEN VI CROC Brühl, Gießen Iund andere Häuf Unreinheiten beseitigt die wirksame Ribana NORDSEE Gießen, Seltersweg 18, Ruf 2467 4164a| fBfH meM todrer, bis dos Hühnerauge locke? Sommerspross en ELASTOCORN Schwimmanzöge immer sportlich, immer elegant- in vielen verschiedenen Modellen. Vitalis Bleich-Creme Hatürfickc FRISCHE Vw&^gesithert Geräumige,Helle 2-Zimmerwohnung und Küche (Stadtmitte)zum 1. 7. zu vermiet. Schr. Ang. unt. 02838 a. d. G. A. | Vermietungen | Kl. Wohnung 1 Zimmer und Küche, in ruhiger Lage, sofort zu vermieten. Schr. Ang. unt. 4163D an ö. Gieß. Anz. Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei Ekkehard Weyl Jäger im Gebirgsjäger-Regiment 98, ll.Komp. 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