Kr.106 Erstes Matt 189. Jahrgang Montag, 8. Mai 1939 Lrfchemi täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monatr-Bezugsprelr: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr . . , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gieße« Postscheckkonto: Zrankfurt am Main 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: SrShIsche Unioerfilätrdruckerei «.Lange in Stehen. Schristleitung und Seschäftrftelle: Schulftrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8^/,Uhr des Dormittag» Grundpreise für l mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf.. für Test« anzeigen von 70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrif1 nach vorh.Dereinbg.25°/«» mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins«, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder«, Unterrichts« u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Oie Verstärkung Der Achse. Das Ergebnis von Mailand: ein umfassender politischer und militärischer Pakt eigentlichen Weg zurück, anstatt sich mit Deutschland zu verständigen, werde es sein Bündnis mit Frankreich verengen und seine Beziehungen mit Großbritannien vertiefen. Eine solche politische Konzeption sei hundertmal näherliegend und entspreche Schlag gegen die Einkreiser. D. D. Berlin, 7. Mai. Die Außenminister der beiden Achsenmächte haben zwischen Deutschland und Italien. Sie amtliche Mitteilung. Mailand, 7. Mai. (DRV.) Der Reichsminisler ides Auswärtigen v. Ribbentrop und der italienische Minister für die auswärtigen Angelegenheiten Graf »Liana haben bei ihren Besprechungen in Mailand •am 6. und 7. Mai d i e gegenwärtige poti- stische Lage einer sorgfältigen Prü- ffung unterzogen. Sie haben dabei erneut die volle Heberein ft immung der Auffassungen ihrer Regierungen nach jeder Richtung hin seftgestellt und beschlossen, der engen Verbundenheit der beiden Völker durch einen u m - fassenden politischen und militärischen Pakt Ausdruck zu geben. Die beiden Achsenmächte sind dabei von der Heberzeugung getragen, Vamit in wirksamer Weise zur Sicherung des Friedens in Europa beizutragen. Mailand feiert die Achse. neue feindliche Handlung entgeaenstellten, die zu einem Kurswechsel zwingen würde. Polens wahres Gesicht. Enttäuschung über das Ergebnis von Mailand. Warschau, 7. Mai. (DNB.) Das Regierungsblatt „Expreß Poranny" stellt fest, „daß für Polen ein Nichtangriffspakt mit dem Reich niemals eine große Anziehungskraft besessen hat. Zutiefst in den Seelen der Polen habe immer eine Abneigung gegen d i e Zusammenarbeit mit Deutschland geschlummert. „Dziennik Naro- dowy", das Organ der Nationalen Parte-i, der größten Oppositionspartei der Rechten, schreibt, das deutsche Memorandum und die polnische Antwort hätten den Bankrott der deutsch-polnischen Verständigungspolitik besiegelt. Diese Verständigung habe sich als ein allzu künstliches Gebilde erwiesen. Jetzt kehre Polen auf seinen viel mehr den Interessen Polens. „Kurjer Poranny" gibt deutlich zu verstehen, es könne nicht davon die Rede sein, daß in absehbarer Zeit die erfolgte Mobilmachung in Polen rückgängig gemacht werde. Die Mailänder Vereinbarungen über den Abschluß eines deutsch-italienischen politischen und militärischen Paktes sind auch für die polnische Presse das Ereignis des Tages; überall ist die schlecht verhohlene Enttäuschung darüber herauszuspüren, daß die von der polnischen Presse in den letzten Tagen unablässig zum Ausdruck gebrachte Hoffnung auf eine Lockerung der Beziehungen zwischen den Achsenmächten wieder einmal falsch gewesen ist. Die polnische Telegraphenagentur meint, der deutsch-italienische Pakt sei bei der augenblicklichen Lage vor allem als „politisches Manöver" und als Antwort auf die Politik der Weftmächte zu bewerten. „Expreß Poranny" stellt es so hin, als ob die Mailänder Verständigung nichts Neues bringe, sie fei eher die berechtigte Bestätigung des bisherigen Tatbestandes in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern. „Kurjer Warszawski" gelangt zu der Feststellung, daß die Mailänder Vereinbarungen unbestreitbar einen großen Erfolg darstellten. Das Scho in Paris und London. Begeisterte Kundgebungen für Ribbentrop. R. G. Mailand, 7. Mai. Die Besprechungen der beiden Außenminister chatten am Samstagnachmittag im Roten Saal des Regierungspalastes von Mailand begonnen. Die Minister waren von ihren Mitarbeitern sowie dem ^deutschen Botschafter in Rom, v. Mackensen, Lind dem italienischen Botschafter in Berlin, Atto- Li c o, begleitet. Vor dem Hotel Continental, in dem ttne deutsche Delegation wohnt, hatte sich eine große Menschenmenge versammelt, die den beiden Außenministern beim Verlassen des Hotels eine begeisterte Kundgebung bereitete. Ebenso groß war der An- Orang vor dem Regierungspalast, wo den Außenministern bei ihrer Anfahrt begeisterte Ovationen Zargebracht wurden. Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop tzat mit feinem Gefolge am Sonntag erst gegen Mittag das Hotel verlassen. Bei dem sonnigen Früh- ingswetter hatten sich zahlreiche Zuschauer vor dem Hotel versammelt, die dem deutschen Staatsmann megeifterte Kundgebungen bereiteten. Der Minister besichtigte mit seiner Gattin das „Abendmahl" I von Leonardo d a Vinci im Refektorium des bcmaligen Dominikaner-Klosters der Kirche Santa ! Maria della Grazie, und die Gemäldefamm- u n g der 'Brera, sowie den Dom. Er begab ich sodann in den der Stadt Mailand gehörigen I Palazzo Sormani, wo Graf Ciano zu seinen Lhren ein Frühstück gab. Der durch den Rundfunk rasch bekannt gewor- i ene Abschluß eines politischen und ß militärischen Bündnisses der beiden, I Achsenmächte ist am Sonntagnachmittag mit einer "-roßen Sympathiekundgebung gefeiert worden, die den Außenministern der beiden Achsenmächte auf dem Scalaplatz bereitet wurde. 2)er Bürgermeister von Mailand, Senator Graf Ballarati Scotti, hatte zu Ehren der beiden abs. London, 7. Mai. Das militärische und politische Bündnis zwischen Deutschland und Italien hat nach englischer Auffassung beu derzeitigen Status der europäischen Politik in ein neues Blickfeld gerückt. In gewissen Kteisen versichert man, das deutsch-italienische Verhältnis habe auch vor den letzten Besprechungen zwischen Ribbentrop und Ciano „nichts zu wünschen übrig gelassen". Trotzdem war noch in den Sonntagsblättern von einer „kalten Schulter" gesprochen worden, die Italien dem Reichsaußenminister gezeigt haben sollte. Andere Beobachter tun das Mailänder Ergebnis nicht ganz so schnell ab. Sie verweisen aus die Jtalienbesuch Hermann Görings und anderer führender deutscher Männer sowie aus die Wilhelmshavener Feststellung Adolf Hitlers, das neue Deutschland werde nicht in den Fehler des Deutschlands vor 1914 verfallen und einer ©infrei« fungspolitik anderer Mächte ruhig zusehen, leiten aus diesen Gegebenheiten den Rückschluß ab, das Mailänder Ergebnis sei zu erwarten gewesen, geben dabei jedoch zu verstehen, daß^ias Tempo des Handelns als eine Ueberrafchung bezeichnet werden müsse. „Daily Telegraph" sagt: „Das Bündnis zerstreut zweifellos jede noch vorhandene Hoffnung einer unvollständigen Zusammenarbeit zwischen den Achsenteilhabern ..." Das Blatt fährt dann fort: „In der Tat ändert der Abschluß eines politischen und militärischen Bündnisses zwischen Italien und Deutschland, abgesehen von der öffentlichen Proklamierung eines bereits in der Praxis bestehenden Zustandes materiell nichts an der internationalen Lage. Was feit langem als cke-lacto-Bündnis bestand, ist jetzt in ein cle-jure-Bündnis umgewandelt worden." Unter der Ueberfchrift: „Wir wollen Rußland" verlangt das liberale „News Chronicle" als Gegenmaßnahme die Stärkung der „Friedensallianz". Ein Dreibund mit Einschluß der Sowjetunion sei zwar keine Friedenslösung, aber er müsse geschloffen werden, „selbst auf die Gefahr hin, baß sich die kleinen Staaten vor den Kopf gestoßen fühlten". Alle Zweifel beseitigt Der Eindruck in Frankreich. E. F. Paris, 8. Mai. Die neuen deutsch-italienischen Abmachungen haben in Paris starke Beachtung gefunden. Die Pariser Presse nimmt am Montagmorgen zu diesem Ereignis eingehend Stellung. Nachdem noch in den legten Tagen sich die Blätter in Zweifel über die Dauerhaftigkeit der Achse ergangen haben, behaupten sie nun ebenso übereinstimmend, es wäre auf Grund der Entwicklung sonnenklar gewesen, daß die Dinge diesen Lauf nehmen mußten. Der „Matin" spricht von einer kategorischen Antwort an alle diejenigen, die Hoffnungen auf deutsch-italienische Meinungsverschiedenheiten gehegt hätten. Auf alle Fälle werde man sich einer formellen und konkreten Verstärkung der Allianz zwischen Berlin und Rom gegenüber befinden. Auch die „Epoque" muß, ebenso wie der „Jour", eingestehen, daß der Abschluß eines Militärbündnisses zwischen Deutschland und Italien eine Antwort an die politischen Träumer darstellt, die um jeden Preis irgendwelche Anzeichen'von Unstimmigkeiten in den deutsch-italienischen Beziehungen sehen wollten. in ihrer zweitägigen Zusammenkunft in Mailand nach eingehender Prüfung der gegenwärtigen politischen Lage innerhalb und außerhalb Europas einen in seiner Tragweite nicht zu unterschätzenden politischey und militärischen Pakt beschlossen, dem eine historische Bedeutung zukommß* Mieser Pakt stellt die konsequente F o r t fWj u n g der Politik des Führers und des Duce dar und entspricht dem Willen und den Gefühlen beider Völker. Indem er die schicksalhafte Verbundenheit der Mächte der Ordnung dokumentiert, widerlegt er schlagend alle böswilligen Erfindungen der ausländischen Hetzpresse, die nicht nur oft genug die Gemeinsamkeit der politischen Richtlinien beider Regierungen anzuzweifeln wagte, sondern darüber hinaus auch nie aufhörte, die Solidarität der beiden Völker der Achse in Zweifel zu ziehen. Der Abschluß des deutsch-italienischen politischen und militärischen Paktes ist zuvorderst ein neuer konstruktiver Beitrag zur Aufrechterhaltung und Sicherung des Friedens in Europa gegen alle Versuche der Kriegshetzer, diesen Frieden mit den Mitteln der Angstpsychose, der Drohung und Erpressung zu sitören, um den Willen der Achsenmächte zum Aufbau einer neuen Ordnung in Europa zu beugen. Das Ergebnis der historischen Mailänder Zusammenkunft ist ein vernichtender Schlag gegen bie aggressive Einkreisungspoli« tik, die England und Frankreich unter Mitwirkung gewisser dritter Staaten seit langem gegen die Mächte der Achse betreiben. Der Führer hatte bereits in feiner Wilhelmshavener Rede der Welt klar und unzweideutig zum Ausdruck gebracht, daß allein Deutschland das Recht zufteht, zu interpretieren, wann der Tatbestand einer eindeutig gegen Deutschland gerichteten Einkreisung gegeben ist. Die Rede des polnischen Außenmini st ers hat Deutschland und Italien keine Veranlassung gegeben, ihre Auffassungen über den Charakter jener Politik zu revidieren, die London und Paris als selbstredend defensiv hinzustellen versuchen. Die Tat von Mailand ist der wirksamste Schritt, um ollen diesen diplomatischen, wirtschaftlichen und militärischen Einkreisungsbestrebungen kraftvoll entgegenjutreten. Auch hier — wie in den vor dem Abschluß stehenden Nichtangriffsoerha-ndlungen mit Lettland und Estland — erweist sich bie Achse a l s ein Instrument des Friedens. Das Ergebnis von Mailand ist der Erfolg des Aufbauwillens der Achsenmächte, der in der Tat seinen Ausdruck findet und nicht in leeren Worten, wie wir sie kürzlich von jenseits des Großen Wassers unter dem Deckmantel des Weltbeglückertums allem aus dem Bestreben hörten, den kleineren und mittleren Völkern, die sich von Deutschland gar nicht bedroht fühlen, Angst zu machen, um so unter dem nötigen Nervendruck politische Geschäfte vollziehen zu können, die weder dem Frieden, nach der Sicherheit in Europa dienlich sind. Der deutsch-italienische Pakt ist ein unüberwindliches Bollwerk gegen alle gefährlichen Versuche der Kriegshetzer, Europa und die Welt ins Unglück zu stürzen. Minister in dem mit Gemälden alter Meister und Gobelins geschmückten Festsaal des Rathauses (inen Empfang gegeben, an dem die beiden Ab- arbnungen, die Militär- und Zivilbehörden sowie Vertreter des Geisteslebens teil nahmen. Graf Ciano j -ind fein deutscher Gast wurden von den in großer : .,;ahl erschienenen alten Kämpfern des Faschismus besonders stürmisch gefeiert. Der Platz vor dem Rat- iaus war von den faschistischen Jugendorganisatio- * Teen und einer großen Volksmenge besetzt, die mit Hochrufen auf Mussolini und Hitler die beiden Minister auf den Balkon riefen, der mit dem ftäbti- >chen Banner, einer großen Hakenkreuzfahne und ter Trikolore geschmückt war. Die beiden Minister mußten immer von neuem auf den Balkon treten, stach dieser Feier wurden der deutschen Abordnung rach auf der Fahrt nach Como, dem Zen- fum der italienischen Seidenindustrie, und zur Villa ftEste von der Landbevölkerung herzliche Sympa- t'neckundgebungen bereitet. In der Villa d'Este war rnch einer Meldung des Deutschen Nachrichtenbüros he r Ortsgruppenleiter der NSDAP. ( o m e r See mit den Partei- und Volksgenossen mgetreten. Außerdem hatten sich die Vertreter her.Faschistischen Partei und der italieni- »sthen Behörden auf der Terrasse der Villa ein- cefunben. Die Abendstunden waren von einem Banti tt und einem glanzvollen Fest ausgefüllt. „Politik des Friedens." Rom, 7. Mai (DNB.) Unter der Ueberfchrift „Polilifik des Friedens" erklärt „Giornale d'Jtaiia", d,e deutsch-italienische Politik sei von dem festen Tttllen zum Frieden und zur Zusammenarbeit gelltet, was sowohl für die defensiven Auf- Mb en gelte, die sich den beiden Achsenmächten gegenüber den französisch-englischen Einkreisungs- v'ivsuchen aufzwingen, als auch für die Achsen- piolitik im Donau raum und auf dem alkan. Die Initiative für die Wiederaufnahme dir deutsch-polnischen Beziehungen komme Polen Es fei zu hoffen, daß Großbritannien und Frankreich beizeiten ihren Irrtum und ihre Der- «itworttichkeit erkennen und Polen für seine freie Li ib wohlüberlegte Entscheidung die Wahl des We- lüs überlassen. In Mailand habe man für den Frieden und die Ordnung in Europa gearbeitet. Es \t zu hoffen, daß die anderen Großmächte diese Faltung verstünden und schätzten und chr keine Festliche Kundgebung zur Eröffnung der Gaukuliurwoche Hessen-Nassau. Gaukuliurpreis 1939 für den Dichter Thor Gooie. - Professor Groß über das Thema „Raffe und Kultur". — Oie Städte des Gaues stiften ebenfalls wertvolle Kulturpreise. (Eigener Sericht des Gießener Anzeigers. Arn Samstagabend wurde die Gaukulturwoche Hessen-Nassau 1 9 3 9 mit einer festlichen Kundgebung durch den Gauleiter und Reichs- ftatthalter Sprenger in Frankfurt eröffnet. Der große Saal des Saalbaues, von einer feierlich gestimmten Menge dicht besetzt, erstrahlte im indirekten Licht; der weite, in Weiß gehaltene Raum war mit den Farben bts Reiches, mit Hoheitszeichen und frischen Blumen würdig geschmückt, als Die Fahnen der Gliederungen der Partei ihren Einzug hielten. Nachdem der Gauleiter, von der Menge begrüßt, erschienen war, bot der Reichsarbeitsdienst (Arbeitsgau XXV, Wiesbaden) zur Eröffnung der Kundgebung ein imposantes Beispiel neuer Feiergestaltung. Die Kapelle des Arbeitsgaues, ein aus Arbeitsmännern und Maiden zusammengesetzter großer gemischter Chor introduzierte den Festakt mit einer orchestral unterbauten chorischen Hymne und'dem Rezitativ der auf der Empore zu beiden Seiten der Orgel stehenden Sprecher, sechs Arbeitsmänner und vier Maiden. In einem rhythmisch straff gegliederten Wechsel zwischen Orchesterklang, Chorgesang und gesprochenem Wort wurden die Kräfte angerufen und als hymnische Orgelpunkte gleichsam verkündet, an die wir zunächst denken, wenn diese Kundgebung unter das Leitwort „Rasse und Kultur" gestellt ist: die Kräfte des Blutes und des lebendig fortwirkenden Ahnenerbes, die Scholle der Heimat, geschützt durch das Schwert, das Bekenntnis zum Kampf und zur männlichen Tat, der Glaube an die Ewigkeit der Nation und die Reinheit der Raffe, die leiblich und geistig zeugenden und schöpferischen Kräfte, welche die Zukunft in sich tragen. Feierlich und mahnend erklangen inmitten dieses Vorspieles die Worte des Führers über Raffe und Raffenvergiftung uni) seine Forderung „Wer leben will, der kämpfe also". Machtvoll ertönte der Chor „Grüßet die Fahnen, grüßet die Zeichen, grüßet den Führer, der sie schuf!" Mit einem wuchtigen Unisono des Chors und des Orchesters fand das hymyifche Vorspiel feinen Ausklang. Darauf hieß Gaupropagandaleiter- und Landes- kulturwalter Stähr die zur festlichen Kundgebung Versammelten willkommen, insbesondere die Vertreter der Partei, des Staates und der Wehrmacht, sowie alle Männer des kulturellen Schaffens. Sein herzlicher Dank galt allen, die sich für die Ausgestaltung der zweiten Gaukulturwoche eingesetzt haben, in erster Linie dem Gauleiter und dem Parteigenossen Professor Groß. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger hielt hierauf die Eröffnungsansprache, in der er u. a. etwa folgendes ausführte: Während rings um uns Einkreisungsmanöver, Kriegsgeschrei und Mobilisationen Europa in Atem halten, gestalten wir hier in Hessen-Nassau eine Kulturwoche; eine Landschaft steht im Zeichen kultureller Gesinnung. Wir vertrauen auf den Führer, der die neue Linie für Kunst und Kultur gewiesen und den Kampf gegen Zersetzung und Kulturschänder ausgenommen hat. Deutsche Kultur muß deutschem Wesen entsprechen, und ein ganzes Volk muß an ihr Anteil haben. Nach einem Rückblick auf die kulturelle Reorganisation durch die Bewegung verwies der Gauleiter auf die gewaltigen Bauten des Führers, der unserem kulturellem Leben die Ausrichtung gibt. Volk und Künstler haben den Führer verstanden: das hat die Gaukulturwoche zu beweisen; sie soll Rechenschaft geben über die Verwirklichung des Programmes des Führers und von den reichen Kulturwerten unseres Gaues zeugen. Die Woche steht unter dem Leitwort „Rasse und Kultur"; Rasse und Art sind ewig die Grundlagen aller schöpferischen Kultur. — Hierauf nahm der Gauleiter die Verleihung des Gaukulturpreises 1939 vor, der an einen Mann von vorbildlich deutscher Art und heroischer Haltung verliehen wurde, an den Dichter Thor G o o t e , der in feinen Büchern das Kriegsund Nachkriegserlebnis gestaltet und die besten männlichen Tugenden des Mutes, der Opferbereit« schäft, der Kameradschaft und der Liede zum Volke verkündet habe, — vor allem in seiner Trilogie „Wir fahren den Tod" — „Wir tragen das Leben" — „Die Fahne hoch!" Er freue sich, so fuhr der Gauleiter fort, daß der Preis an einen Mann von hervorragend nationalsozialistischer Haltung, an einen alten Kämpfer falle. Mil der Verleihung der Urkunde berief zugleich der Gauleiter den Dichter in den Gau - k u l l u r r a t. Mit besonderer Freude gab Gauleiter Sprenger davon Kenntnis, daß neben der Verleihung des Gaukulturpreises seiner Anregung entsprechend sämtliche großen Städte des Rhein-Main-Gebieles sich zu einer großzügigen Unterstützung des Künstlertums bereilgefunden haben. Die Städte Frank- furf a. 21t, Wiesbaden, Rkainz, Darmstadt, Gießen, Offenbach, Worms und Hanau haben sich entschlossen, je einen Kulturpreis zu stiften, der zukünftig alljährlich im Rahmen der Gaukulturwoche verliehen wird. Die Kulturpreise der Städte sollen in alle Gebiete des künstlerischen Schaffens fallen und sind als Auszeichnung bester Leistungen gedacht. Die höhe der Preise ist folgende: Frankfurt 4000 Mark, Wiesbaden 3000 Mark, Darmstadt 3000 Mark, Mainz 2000 Mark, Gießen 2000 Mark, Offenbach 2000 Mark, Worms 1500 Mark und Hanau 1000 Mark. Dazu kommt der Gaukulturpreis in höhe von 5000 Mark, so daß insgesamt für die Unterstützung der Kulturschafsenden im Gau 23 5 0 0 Mark zur Verfügung stehen. Darauf erklärte der Gauleiter die zweite Kulturwoche in Hessen-Nassau, welche die bisher umfangreichste kulturelle Gemeinschaftsleistung unseres Gaues darstelle, für eröffnet. Nach der Uebergabe der Derleihungsurkunde an den Dichter betrat Reichshauptamtsleiter Professor Dr. Groß das Podium zu seinem Vortrage über das Thema „Rasse und Kultur". Ausgehend von der in den letzten Jahren merklich gewandelten Einstellung der übrigen Welt zu Deutschland und von ihrer Kritik an der Kulturpflege des Dritten Reiches stellte der Vortragende dem verschollenen Menschheitstraum die neuerwachte Idee der Nation, der fremden Kritik den deutschen Kulturwillen gegenüber. Kultur, so führte Professor Groß u. a. aus, sei eine Wechselwirkung zwischen Geben und Nehmen; ihre Voraussetzung sei nicht allgemeine Gleichheit, sondern rassische Gemeinschaft; es'gebe innere und äußere Unterschiede der Menschen, der Schöpfer habe die Rassenunterschiede gesetzt, und das Rassengesetz sei eine der großen Grundlagen des menschlichen Lebens; wir seien an die Grenzen unseres Blutes und der Rasse gebunden. Selbst- verständlich gebe es auch Gemeinsamkeiten über die ganze Menschheit hin: aber sie seien auf das Reich der reinen Erkenntnis beschränkt. Kultur jedoch fordere Einordnung in ein Weltbild und Wertsetzung. Kulturelles Leben könne nur entstehen, wo rassische Gemeinschaft und gleiche innere Art vorhanden seien. (Beispiele aus der Verfallszeit erläuterten die Unmöglichkeit einer nicht derartig unterbauten Kultur.) Die Ausmerzung artfremder Elemente sei eine Voraussetzung für den Neuaufbau gewesen. Der Vortragende erörterte weiterhin die Gefährdung echter Kultur aus gesellschaftlichen oder sozialen Vorurteilen. .Kultur habe weder mit verbotener noch mit befohlener Teilnahme etwas zu tun. Ehrlichkeit müsse gefordert werden, ein kulturelles Leben ohne Fesseln und Schablone. Was die Inhalte unseres kulturellen Lebens angehe, so sei, entgegen falscher Meinung der andern, das Entscheidende nicht der Stoff, sondern die Haltung, aus der ein Stoff gestaltet wird. Ein unendlich reiches Feld der Möglichkeiten öffne sich dem nordischen Menschen, dessen Blick und Geist schöpferisch ins Grenzenlose schweife. Eine Gegenüberstellung der Begriffe der Gemeinschaft und der tragischen wie auch der sehr notwendigen Einsamkeit des schöpferischen Menschen lenkte den Blick auf das hohe Vorbild des Führers^ dessen Erscheinung schon ins Mythische wachse. Wir müssen gegen die Kritik den Glauben an den Auftrag unseres Volkes setzen, Werke des Friedens zu schaffen: von solcher Gläubigkeit solle die Kulturwoche Zeugnis ablegen. — Nach den mit starkem Beifall aufgenommenen Darlegungen von Professor Groß brachte Gau- kulturwalter Stöhr ein dreifaches Sieg-Heil auf den Führer aus. Mit den Liedern der Nation wurde die Kundgebung geschlossen. Oer Gaukulturpreisträger Thor Goote. Der Träger des diesjährigen Gaukulturpreises, der Dichter Thor Goote (Johannes M. Berg) in Frankfurt, wurde am 27. Mai 1899 in Forbach geboren. Thor Goote war Kriegsteilnehmer, studierte später und promovierte zum Dr.-Jng. Er gilt als Spezialist auf dem Gebiete der Luftfahrt. Goote ist alter Parteigenossen und hat bereits in der Kampfzeit als Redner für die Bewegung seinen Mann gestanden. Thor Goote wurde vornehmlich bekannt durch seine Trilogie „Wir fahren den Tod" (1930), „Wir tragen das Leben" (1932), „Die Fahne hoch" (1933). In dieser Trilogie finden das Kriegs-, das Nach- friegseelebnis und die Kampfzeit der Bewegung eine lebenswahre Gestaltung. In dem ersten Buche wird das Leben eines Kriegsteilnehmers geschildert, der in einer Munitionskolonne Dienst tat. Das Werk gehört zu den besten Krieasbüchern. Im zweiten und dritten Bande ist das Leben des Helden als Freikorpskämpfer in Oberschlesien und als SA.-Mann treffend gezeichnet. Don weiteren Büchern seien genannt: „Sie werden auferstehen" (1931) und „Kameraden, die Rotfront und Reaktion erschossen" (1933). Außerdem „Richthofen" (1933), „In Trichtern und Wolken" (1934), „ ... unver- gleichlicher Franke" (1935), „Baltikumer" (1936) -und der Flieger-Roman „Kamerad Berthold" (1935). Hier ist der Gedanke der Einsatzbereitschaft und der Treue zum Daterlande bis in den Tod eindrucksvoll gestaltet. Das letzte Werk Thor Gootes ist dem „F.d. L.", dem Fregattenkapitän Peter Strasser, gewidmet. Hier werden Erlebnisberichte über die Kriegssahrten unserer deutschen Luftschiffe nach England gegeben. Das gesamte Werk Thor Gootes ist ausgezeichnet durch eine heldische Lebensauffassung, die sich ohne Uebertreibung und ohne falsches Pathos gibt. Seine Bücher enthalten eine lebensechte Darstellung jener Charakterwerte, die alle Zeit, vor allem während des Weltkrieges und in der Kampfzeit deutsche Männer bewiesen haben, und die als Inbegriff germanischen Wesens gelten müssen. „Lebendiges Theater im (Sau Hessen-Nassau." Die im Rahmen der Gaukulturwoche durchgeführtc Ausstellung „Lebendiges Theater im Gau Hessen-Nassau" wurde am Sonntag in Wiesbaden eröffnet. Der Landesleiter der Re'ichstheater- kammer, Warten berg, schilderte Wesen und Ziel der Ausstellung, die keine Theaterausstellung im hergebrachten Sinne sein soll, sondern in der unter Berücksichtigung des Themas „Rasse und Kultur" vor allem das dichterische Werk in den Mittelpunkt gerückt ist. Es kommen in dieser Ausstellung Dichter zu Wort, die zu dem Gau in Beziehung stehen, die entweder hier geboren oder ansässig sind, oder deren Werke hier aufaeführt worden sind. Wie der Vortragende mitteilte, sind im letzten Jahr etwa zwei Dutzend neue Autoren zu Wort gekommen, deren Arbeiten als willkommene Bausteine zum deutschen Nationaltheater gewertet werden können. Um die einheitliche Fest- und Feiergestallung. Gründung einer Arbeitsgemeinschaft unter Leitung von Gaukulturwart Conrad Die Gaukulturwoche wurde am Samstagnachmittag eingeleitet mit 6er Gründung der Gauar - beitsgemeinschaft für Fest- und Feier- gestaltung in Frankfurt. Gaukulturwart Conrad dankte zunächst dem Gauleiter für sein Erscheinen und umriß dann die Aufgaben und die Arbeitsweise der Arbeitsgemeinschaft. Die hohen Werte deutscher Art, Gesittung und Charakterhal- tung der Gemeinschaft des Volkes sichtbar zu machen, solle ihre Aufgabe sein. Die Gründung der Arbeitsgemeinschaft sei nicht nur zweckmäßig, sondern notwendig. Alle praktischen Fragen der Fest- und Feiergestaltung sollen in ihr behandelt und eine einheitliche Haltung in der Durchführung der Feiern durch sie gesichert sein. Der Arbeitsgemeinschaft gehören Vertreter der Gliederungen der Partei, der angeschlossenen Verbände und der Verbände der künstlerischen Fachgebiete an. Die Arbeitsgemeinschaft wird alle zwei Monate zusammentreten. Die erste Sitzung wird sich mit der dörflichen Kulturarbeit beschäftigen. Hierauf verbreitete sich Reichsamtsleiter Kaiser (München) mit den Problemen der Ausgestaltung der Feste, der Volksgemeinschaft wie der Feiern im Leben des Einzelnen. Die Feiergestaltung könne nicht mit der bloßen Routine gelöst werden, sondern der Gestalter müsse jedesmal vor einer neuen Aufgabe stehen mit innerem Schwung und genauester Einfühlung in die Wirkung der Feierfolge. Das letzte Ziel der Arbeit müsse sein, die innere Bindung unseres Volkes zu wecken an die ewigen Dinge unseres Glaubens und Denkens im Volk. Gauleiter Sprenger gab feiner Genugtuung darüber Ausdruck, daß mit der Gründung der Arbeitsgemeinschaft eine bisher schmerzlich empfundene Lücke geschlossen ist. Er erhoffe von der Arbeitsgemeinschaft, daß sie die verschiedensten Kräfte zusammenhole, um Meinungsverschiedenheiten aus- zualeichen und eine einheitliche Ausrichtung herbeizuführen. Der Gauleiter teilte mit, daß die Feierstätte auf der Lorelei nunmehr fertiggestellt ist und daß als erste Veranstaltung dort die Sonnwendfeier 1939 stattfinden werde. Der Gauleiter übertrug dem Gaukulturwart Conrad die verantwortliche Leitung der Arbeitsgemeinscbaft für Fest- und Feiergestaltung und sagte ihm seine volle Unterstützung zu. — Werkscharen und Hitler-Jugend umrahmten die Feierstunde mit der Aufführung der Kantate „Unser Volk ist in einem jeglichen von uns". Grünewald und Hans M e m l i n g , die beide in Seligenstadt gelebt haben, sieht man Reproduk- Honen ihrer bedeutendsten Werke. Kunsthistorisch interessant ist eine Auswahl von Aufnahmen der Cinhart-Basilika und der Kaiserpfalz Friedrichs II. „Aus der Werkstatt des Dichters"' in Worms. Nach der Feierstunde „Fundamente unserer Kultur" im Städtischen Spiel- und Feschaus in Worms eröffnete Kreisleiter K o ch die Ausstellung „A u s der Werkstatt des Dichters". Der Gau- beauftragte für das Schrifttum Dr. Kirchner (Frankfurt a. M.) sprach über die dichterische Tätig- feit zeitgenössischer Dichter. Ihre Eigenart ist an ausgestellten Manuskripten und Entwürfen zu Prosa- und Gedichtwerken zu erkennen. Bethge, Steguweit, Finckh, Hohlbaum, Ettighoffer und Bin» ding sind u. a. vertreten. Veranstaltungen am Montag. Frankfurt, Bürgersaal des Römers, 20 Uhr: Feierstunde Deutscher Meister „Brüder Grimm". Professor Dr. Geißler spricht über „Sprachpflege als Rassenpflicht". F. 21. Schmidt liest aus den Werken der Brüder Grimm. — Dolksbildungsstätte, 20 Uhr: SA.-Kleinkunstbühne. Darmstadt, Großes Haus Hess. Landestheater, 20 Uhr: Konzert für zeitgenössische Musik. Erstauf- führungen von Werken der Komponisten Hessenberg, Heß, Rocky, Renner, Schlemm und Senfter aus dem Gau Hessen-Nassau. Mitwirkende: Luise Richartz, Jakob Sabel und das Rhein-Mainische Landesorchester unter Leitung von Gaumufikinspizient Fritz Cuj6. Gauausstellung für bildende Künste. Erster Hundgang. — Feierliche Eröffnung durch Gauleiter Sprenger. Die Gauausstellung für bildende Künste 1 939 — im Rahmen der Gaukultur- woche Hessen-Nassau — ist am Sonntagvormittag im neuen Ausstellungshause in Frankfurt durch den Gauleiter Sprenger feierlich eröffnet worden. Der Presse war am Tage zuvor bereits Gelegenheit zu einer Besichtigung gegeben worden. Der Landesleiter für bildende Künste, Professor Dr.-Jng. Lieser, wies zunächst auf die vielfältige Mühe und Sorgfalt hin, die bei der Vorbereitung und Jurierung der Aufstellung aufgewendet worden seien. Die neuen Ausstellungsräume — Bockenheimer Landstraße 8 — stellten eine Uebergangs- lösung für die dringliche Raumfrage dar; eine endgültige Lösung stehe noch aus. Professor Lieser machte ferner auf die Vielfalt der Themen aufmerksam, die hier behandelt worden seien. Was das Leitwort „Rasse und Kultur" angehe, dem auch die Gauausstellung zu folgen habe, so sei freilich beides nicht unmittelbar darzustellen, es solle vielmehr den Grundton für die Darstellung bilden, für die Haltung der ausstellenden Künstler und ihrer Arbeiten. Es komme nicht so sehr darauf an, was gemalt werde, sondern wie gemalt werde. Die Ausstellung umfaßt, wie im vorigen Jahre, Malerei, Graphik, Plastik, Kunsthandwerk und Kunsthandel. Der Katalog weist insgesamt 369 Werke auf. Es ist natürlich nicht möglich, im Rahmen eines zusammenfassenden Berichtes die hier zusammenströmende Fülle der Gesichte annähernd zu erschöpfen. Aus dem Rundgang durch die Räume und vom ersten Ueberblick lassen sich nur etliche besonders bemerkenswert erscheinende Einzeleindrücke wiedergeben. Das Leitwort „Rasse und Kultur" läßt sich wohl am besten in der Besinnung auf die nahen, gegenwärtigen, bodenständigen und volkhaften Themen und Motive deuten. Die Malerei nimmt, wie gewöhnlich, den breitesten Raum ein. Hier überwiegt wiederum die Landschaft, und man hat des öfteren das Gefühl, als ob sich da der Blick für neue Inhalte, neue Formen, neue Standpunkte und Sehweisen öffne. So scheint sich beispielsweise in den sanften Farbtönen einer Mainlandschaft von Hans Antlitz eine wiedergewonene Romantik anzukündigen. Adolf Bo des Winterlandschaft: ein Brueghel-Motio, mit weiter Fernsicht und voll gläserner Klarheit. D i s ch- ler s Vorfrühlingsbild breitet dgs Linienspiel eines noch kahlen Baumes wie ein Filigran über die Landschaft. Schön und still das „Rheintal bei Bingen" von Franke. Eine Symphonie in Grün und Blau: „Oberreifenberg" von K a l t w a s s e r. Kraftvoll bodenständige Malerei findet man bei Luck- Hardt („Auf dem Felde", hessischer Bauernkopf"). Auch das sehr eigenwillig empfundene Frankfurter Stadtbild von Sauter und ein farblich interessanter herbstabend" von S e s s i g seien noch genannt. Eine Reihe bemerkenswerter Arbeiten befaßt sich mit dem Bildnis und mit figürlichen Motiven. Wir heben hervor das Selbstbildnis von Karl Busch, den lesenden „Hessischen Bauern" von Ernst Eimer, das Bildnis des Luftschiffkapitäns Lehmann von Hans Happ, die großen Figurengrup- pen von Fritz Kaiser, in denen man eine gewisse Leibl-Nachfolge entdecken mag, die nordische Sieg- friedsgeftalt „Der Späher", ein monumentales Werk des vorjährigen Gaukulturpreisträgers Georg P o p p e, die „Musizierenden Frauen" von Alexander Posch, das von warmem Gefühl getragene Mutterbild von Ida T e i ch m a n n , den malerisch durchgeistigten „Gelehrten" des verstorbenen Reinhold Werner und das temperamentvoll bewegte Bauernkriegsbild von Weber-Brauns Erfreulich zahlreich und vielfältig sind diesmal Oberhessen und Gießen auf der Gauausstellung vertreten. Mit Freuden begegnet man der feinen Pastellgruppe der „Bauernmädchen" von Lotte D r o e s e in Frankfurt wieder. Ferner sahen Vir „Alt-Laubach" von Eimer, eine schön durchgear- beitete Zeichnung „Bauer aus dem Hüttenberg" von Großbaus, Lützellinden, „Zwei Schwäl- mer-Mädchen" von Wilhelmine H e n s a y, Gießen, ein ausgezeichnetes Aquarell voll farblicher Kultur und linearer Klarheit, ein frühlingsmäßiges Blumenstück von Margret Kranz, Butzbach, als zarte Illustration zu Goethes Mailied, die Steinau-Landschaft von Kröll, ein „Dorf am Vogelsberg" von Ernst Levin, Merlau, ein Aquarell und das Plokat zur Gießener Goethe- Festwoche von Rohrbach. Auch das Kunsthand- werk ist zur Stelle: die Silberschale (Kuchefsischer Kulturpreis) von Walter Schönwandt, 9lor= deck, ist eine edle Arbeit, nicht minder der Krug von Otto Seitz, Homberg, Vase, Krug und Wandteller von Heinrich Reuter, Gießen. In der Plastik sind ebenfalls starke und charaktervolle Kräfte am Werk. Wir nennen die Gauleiter- Büste von Plettner, das große Führerporträt von Hub, das prächtige Bildnis des Schauspielers Impekoven von Mergehenn und, als die eigenartigste Arbeit in der Gruppe der Bildhauer, die Mädchenstatue (Holz) des hochbegabten Harold Winter in Oberursel. — Wir wollen auf eine weitere Aufführung von Namen verzichten, um niemanden zu ermüden; der kleine Ueberblick soll zum Besuche der Ausstellung und eingehender eigener Betrachtung anregen. Man wird auch in der Graphik und im Kunsthandwerk eine Fülle vorzüglicher Arbeiten (zum Teil im neuen Werkstoff) vorfinden und man versäume nicht, vor den reichen Schätzen des Frankfurter Kunsthandels zu ver- weilen; es gibt da eine köstliche süddeutsche Madonna (Holzplastik um 1480), einen frühen Boehle, einen kaum bekannten Thoma, ein Still eben von Scholderer, feine alte Möbel, Wandteppiche und vieles andere, wovor man gerne und andächtig verweilt. — Schon ein kurzer Rund- gang durch die Räume wird dem Besucher einen nach klingenden Eindruck vom Reichtum schöpferischer Kräfte in unserer Landschaft geben. Hans Thyriot. Die Gauausstellung wurde am Sonntagvormittag durch den Gauleiter eröffnet. Bürgermeister Krem- m e r begrüßte den Gauleiter und die zahlreichen Ehrengäste aus Partei, Staat, Wehrmacht, Arbeitsdienst und der Künstlerschaft und dankte dem Gauleiter für die Eröffnung der Ausstellung. Die Stadt Frankfurt schätze sich glücklich, ihr neues Kunstausstellungshaus mit dieser Veranstaltung der Oesfentlichkeit übergeben zu können. Der Landesleiter für bildende Künste, Professor Lieser, behandelte die Notwendigkeit der Errichtung einer zweckentsprechenden Kunsthalle für die Zukunft und gab seinem Dank an die Stadt Ausdruck, daß sie mit der Erwerbung dieses Hauses wenigstens für die nächste Zukunft einem dringenden Bedürfnis entsprochen habe. Gauleiter Sprenger eröffnete dann die Ausstellung mit herzlichen Worten des Dankes an die Stadt und den Landesleiter und betonte, daß die 4. Gauausstellung die vorhergehenden weit übertreffe. Wie es auf allen Gebieten vorwärts gehe, werde auch in der Betreuung der Kunst kein Unterschied gemacht und die Stadt Frankfurt werde anderen Städten gegenüber nicht zurückstehen wollen. Wenn man aber einen neuen Bau für Jahrhunderte errichten wolle, so müsse man erst den Bedarf für ein halbes Jahrhundert kennen. Mit einem Appell an alle Volksschichten, nach Möglichkeit das Kunstschaffen zu unterstützen, erklärte der Gauleiter dann die Ausstellung für eröffnet. Morgenfeier der 63. Am Sonntag veranstaltete die HI. in Frankfurt eine Morgenfeier unter Teilnahme des Großen Orchesters des Reichssenders Frankfurt (Leitung Kapellmeister F r i ck h ö f f e r) und der Rundfunkspielschar 8 der Reichsjugendführung (Leitung Hel- muth Fran z). Gebietsführer Brandt führte nach Deklamationen ' und Gesangsvorträgen u. a. aus: Wir leben in einer Zeit höchster Spannung. Die Welt spreche von dem deutschen Wunder. Dies sei nur möglich im Zeitalter des Willens und der Kraft. Wir sehen dieses Reich lebendig vor uns, und wir arbeiten an seiner Vollendung mit, denn in einer solchen Zeit kann die Jugend nicht abseits stehen." Besonders stolz aber sei die HI., daß sie neben der harten Schulung die Jugend auch hin- führe zur Kunst. Mit dem Liede „Deutschland, heiliges Land" klang die Morgenfeier aus. „Schule und Volkstum", eine Ausstellung des NSLB in Darmstadt Im Rahmen der Gaukulturwoche wurde im Hessischen Staatsarchiv zu Darmstadt die vom NS - Lehrerbund Gau Hessen-Nassau gestaltete Ausstellung „Schule und Volkstum" von Ober- schulrat Großmann eröffnet. Die Ausstellung gibt einen Ausschnitt aus dem Leben der neuen1 deutschen Schule, wie sie noch dem Willen des Füh- rers im Gau Gestalt annimmt. Sie zeigt, wie auch die Schule durch Einbau und Pflege des Volksturns- gedankens im Unterricht in Zusammenarbeit mit Elternhaus und Hitler-Jugend zu Rasse- und Heimatstolz erzieht und sie damit zu Kulturträgern des Dritten Reiches heranbildet. Die Ausstellung, die vorwiegend Schülerarbeiten aus unferm Gau enthält, bleibt auch über die Gaukulturwoche hinaus der Oeffentlichkeit zugänglich. „Deutsches Ahnenerbe" inSeligenstodt Die vom Volksbildungswerk Gau Hessen-Nassau und dem Heimatbund geschaffene Ausstellung „Deutsches A h n e n e r b c" wurde in Seligen- ftabt eröffnet. Der stellvertretende Gauleiter L l n - der betonte, daß der Schau besondere Bedeutung zukomme. Ehedem habe man die Sippen- und Ahnenforschung in Deutschland vernachlässigt. Heute wisse man, daß eine Kultur vom Blut bedingt fei. Die Ausstellung bringt eine Fülle sehenswerten Materials aus Seligenstadt; u. a. sieht man von der ältesten Zunft, der Fischer, wertvolle alte Dokumente und Fischereigeräte. Auch die übrigen Hand- werkszweige sind mit Werkstücken und reichem Aktenmaterial vertreten. Besonders erwähnenswert dürften die wertvollen, in Schweinsleder gebundenen Werke aus der Klosterbibliothek fein. Von Matthias ISO Jahre Hamburger Hafen Hamburg, 7. Mai (DNB.) Aus Anlaß des 750jährigen Bestehens des Hamburger Hafens fand eine Kundgebung statt. Bürgermeister Krogmann erklärte, daß Hamburg den Gedenktag des 750jähri- gen Bestehens feines Hafens befonöers festlich begehe, weil es wünschenswert fei, daß die Männer der großen Hafenstädte Europas zur Aussprache über bie ihnen gemeinsamen Probleme und über ihre völkerverbindende Mission zu« sammenkommen. Der Führer habe Hamburg seinen Lebensauftrag zurückgegeben. Hamburg nenne sich heute wieder mit Recht das Tor Deutschlands zur Welt. Reichsverkehrsminister Dr. Dorpmüller Übebrächte die Glückwünsche der Reichsregierung sowie den Dank für alles das, was Hamburg in den Jahrhunderten zum Wohle und zur Ehre des deutschen Vaterlandes getan habe. Hamburg gehe einer großen Zukunft entgegen. Von Böhmen und Mähren ausgehend würde sich nach dem Bau des Oberdonaukanals und nach der vollkommenen Sicherung der Schiffahrt auf der Elbe durch Anreicherung des Elbwasserstandes ein Segen von Transporten nach Hamburg ergießen. Als Der« treter der ausländischen Hafenstädte überbrachte Dberbürgermeifter Huysmans- Antwerpen herzliche Glückwünsche und wünschte Hamburg als Träger einer weltumspannenden Wirtschaftsbetätigung weiteres kraftvolles Blühen und Gedeihen. Der Oberbürgermeister der Hansestadt Köln Dr.Schmidt sprach namens der Hafenstädte des Großdeutschen Reiches der Hansestadt Hamburg die Glückwünsche aus. Die Förderung des Hochschullehrernachwuchses. Der Reichserziehungsminister hat die Förderung des Hochschullehrernachwuchses neu geregelt. Durch die neue Besoldungsreglung für den Dozenten und Assistenten bleibt die Gewährung zusätzlicher einmaliger Beihilfen unberührt. In besonderen Fällen können Dozenten und Assistenten auch neben den Diäten für besondere wissenschaftliche Arbeiten einmalige Beihilfen bewilligt werden. Es bleibt ferner die Möglichkeit, Dozenten, die weder Diäten noch eine Lehr- auftragsvergütung beziehen, zur Forderung ihrer wissenschaftlichen Bestrebungen einmalige oder lausende Beihilfen zu gewähren. Die Forderungsmaß- nahmen sollen solchen Dozenten und Assistenten zuteil werden, deren wissenschaftliche Leistungen und Persönlichkeit eine erfolgreiche akademische Laufbahn erwarten lassen. Die Forderung von Persönlichkeiten, welche die Lehrbefugnis erstreben, setzt neben einem abgeschlossenen Studium voraus, daß der Bewerber durch seine bisherige Haltung und Leistung sich würdig erwiesen hat, Mittel der Allgemeinheit für seine berufliche Entwicklung in Anspruch zu nehmen. Weihe des Hindenburg-Denkmals auf dem Kyffhäuser. Auf dem Kyffhäuser wurde ein Denkmal für den Generalfeldmarschall von Hindenburg einge- weiht. Auf dem Gipfel waren mehrere tausend Männer des NS.-Reichskriegerbundes mit 500 Fahnen angetreten. Die Wehrmacht und die ^-Ver- ügungstruppe stellten Ehrenkompanien. Alle Gliederungen der Partei hatten Ehrenabordnungen ab- gesandt. Im Auftrag des Führers wohnte Staats- Minister Dr. Meißner der Feierstunde bei. Der Sohn des Generalfeldmarschalls, Generalmajor z. V. von Hindenburg, nahm mit seiner Familie teil. Reichskriegerführer ^-Obergruppenführer General der Infanterie Reinhardt betonte, durch den NS.-Reichskriegerbund hätten sowohl die. noch lebenden Kameraden des Feldmarschalls aus den Einigungskriegen, als auch die Generation deutscher Soldaten des Weltkrieges dem Manne ein Denk- mal gesetzt, der zu allen Zeiten seinen Kameraden ein leuchtendes Beispiel der Pflichttreue gegeben habe. Der verewigte Feldmarschall habe oft auf dem Kyffhäuser geweilt. Hoch oben vom Kyffhäuser tief er einst den alten Soldaten zu: „Die Treue ist das Mark der Ehre, ohne Ehre kein Vaterland!" Der Reichskriegerführer dankte dem Schöpfer des Denkmals, Professor H o s a e u s, für sein Werk und gab dann das Kommando zur Enthüllung des Denkmals, die unter den Klängen des Präsentiermarsches des Infanterie-Regimentes Generalfeldmarschall von Hindenburg (2. Masurisches Nr. 147 erfolgte. Nach Ansprachen des Gauleiters S a u ck e l und des Kommandierenden Generals des IX. A. K., Generals der Artillerie D o l l m a n n brachte der Reichskriegerführer das Siegheil auf den Führer aus. Staatsminifter Dr. Meißner legte einen Kranz des Führers am Denkmal nieder. Reichsgau und Reichsfiatthalter. Amtseinführung Rei'chsstatthalter Konrad Henleins durch den Reichsinnenminister Dr. Frick. Reichenberg, 6.Mm. (DRV.) Bei der Amtseinführung Konrad Henleins als Reichsftatthalter hielt Reichsminister Dr. Frick eine Ansprache, in der er ausführte: Der Verwaltungsraum der Mittelstufe ist der „Reichsgau". Er ist staatlicher Verwaltungsbezirk und Selbstverwaltunaskörper- schaft. Die staatlichen Behörden und Einrichtungen des Reichsgaues sind Reichsbehörden und Reichseinrichtungen, ihre Beamten und Lehrer sind unmittelbare Reichs beamte. An der Spike des Reichsgaues steht der „ R e i ch s st a t t - Halter". Er führt die staatliche Verwaltung in der Stufe des Reichsgaues als Repräsentant des Führers und im Auftrage der Reich sregierung, untersteht daher der Dienstaufsicht des Reichsministers des Innern und unterliegt in seiner Verwaltungsführung den fachlichen Weisungen der Reichsminister. Die besondere Aufgabe der denkbar innigsten Verschmelzung der neuen Reichsgaue mit dem Gefüge des Reiches haben die. Reichsregierung bestimmt, den Reichsstatthaltern der Reichsgaue umfassendere Vollmachten als im Allreich zu geben. Bei den besonderen Angleichungsaufgaben erschien das den Reichsstatthaltern des Allreiches zustehende Unterrichts- und Hinweisrecht urtb das nur für den Fall der „Gefahr im Verzug" vorgesehene Weisungsrecht nicht ausreichend. Da der Reichsstatthalter nicht die ausführende Verwaltung selbst ausüben, sondern im Einklang mit den Zielen der Staatsführung und mit den Gesetzen die große Linie bestimmen und für ihre Einhaltung sorgen soll, wird er bei den nichtangegliederten Verwalll ungen auch zur Vermeidung einer doppelten Befehlsgebung nur in wichtigsten Fällen und nicht in die laufende Verwaltungsführung eingreifen. Daß er die Verwaltung 'des Reichsgaues in ihrer Ganzheit inerster Linie allgemein steuert statt sie selbst durchzuführen, ist ein Gebot. Die notwendige persönliche Entlastung von der Fülle laufender Geschäfte erhält der Reichsstatthalter durch sein en allgmeinen Vertreter, in der staatlichen Verwallung einen Reichsbeamten mit der Amtsbezeichnung Regierungspräsident, in der Gauselbstverwaltung den Gauhauptmann. Es ist bekannt, daß die bei der Durchführung der Gesetze gesammelten Erfahrungen abgewartet werden sollen, bevor diese Organisationsform etwa auch im Altreich weiterentwickelt wird. Gerade von der richtigen praktischen Handhabung dieser Gesetze wird es daher in Hoyern Maße abhängen, welche weiteren Schritte sich in absehbarer Zukunft anschließen. Verwaltung und Finanzpolitik. öer Reichsfinanzminister fordert Eindämmung des Papierkrieges. Salzuflen, 7. Mai. (DRB.) Der Reichsminister der Finanzen Graf Schwerin von Krosigk sprach vor der Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen-Lippe in Bad Salzuflen Mit dem Eintritt Deutschlands in das Stadiumder Höchst- besckäftigung habe sich die Lage und damit die Aufgabenstellung grundlegend geändert. Jetzt sei das Problem der r'i ch t i g e n Verteilung der Rohstoffe und Menschen zu lösen. Mit dieser Aenderung habe sich auch die Problemstellung in der Finanzpolitik grundlegend gewandelt. Im Anfang sei eine Kreditausweitung Has einzige Mittel gewesen, um die Wirtschaft in Gang zu bringen. Eine solche Kreditausweitung sei solange unbedenklich, als ihr eine entsprechende oder, wie es bei uns der Fall gewesen sei, erhebliche größere Produktion so ermehrung gegenüberstände. Das sei mit dem Eintritt in die Vollbeschäftigung anders geworden. Denn jetzt handele es sich darum, die zum Teil über die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft hinausgehenden Ansprüche und Aufgaben in ein System der wirtschaftlichen Ordnung zu bringen. Die Erhöhung der Einkommensteuer für Unverheiratete und kinderlo s Verheiratete werde ost als eine Art Strafe aufgefaßt und daher manchmal von Menschen, die ohne eigene Schuld und gegen ihren Willen nicht heiraten oder keine Kinder haben könnten, bitter empfunden. Diese Auffassung sei nicht richtig. Die Erhöhung habe lediglich den Zweck gehabt, den Grundsatz der Besteuerung nach der Leistungsfähigkeit und damit dem Gerechtigkeitsgrundsatz, der in dem bisherigen Abstand zwischen der Besteuerung der Ledigen, der kinderlos Verheirateten und der Ehepaare mit Kindern nicht voll verwirklicht worden fei, stärker zur Geltung zu bringen. Die Steuergutscheine seien mit einem starken Anreiz zur Anlage freier Geldkapitalien in der gewerblichen Wirtschaft ausgestattet und würden daher sehr bald und in großem Umfange fest gehalten werden. Aufgabe der Finanzpolitik sei es, die natürlichen Grenzen der Steuergutscheinausgabe, insbesondere die Liquiditätsmöglichkeiten der deutschen Volkswirtschaft, sorgsam zu beachten. Die durch die Ausoabe von Steuergutscheinen entstehenden Ausfälle sollten nicht nur durch die Einnahmen aus der Mehr einkommensteuer, sondern auch durch Einsparungen bei der öffentlichen Verwaltung gedeckt werden. Diese Aufgabe sei eine besonders verantwortungsvolle und dringliche. Sie könne nur gelöst werden, wenn noch so berechtigte Wünsche und Anforderungen an den Staatssäckel den großen Aufgaben untergeordnet würden, von deren Durchführung das Schicksal Deutschlands abhänge und wenn in der gesamten öffentlichen Organisation der Grundsatz der Klar- heit und Einfachheit verwirklicht würde. Es würde heute noch zu viel Doppelarbeit geleistet und jedenfalls viel zu viel geschrieben. An der Eindämmung des Papierkrieges mitzuarbeiten, sei eine allgemeine Psticht. Aktuelle Probleme des deulschen Buchhandels. Weniger Neuerscheinungen aber mehr Neuauflagen. Leipzig, 6. Mai (DNB.) Die Buchkantate Leipzig 1939 erreichte mtt der Hauptversammlung des Börsenvereins der deutschen Buch Händler ihren Höhepunkt. Der Leiter der Reichsschrifttumsabteilung, Ministerialdirigent Berndt, nahm in Vertretung des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda, Dr. Goebbels, zu den wichtigsten Fragen des deutschen Buchhandels und Buchverlages Stellung. Unsere Buchhändler müssen heute politische Menschen sein, sa sagte er. Sie müssen mit beiden Beinen mitten im Le den des Volkes stehen. Sie müssen wissen, wo das Volk der Schuh drückt, und sie müssen auch die Mittel kennen, zu helfen. Sie Müssen sozusagen die Hand am Puls des Volkes halten und sich immer mitverantwortlich fühlen für das Ganze. Dann besitzen wir einen Vuch- händlerftand, den man zu jedem Tag und zu jeder Stunde zum Führerkorps der Nation rechnen und ihm auch entscheidende Aufgaben stellen kann. Einen besonders großen Anteil am Buchabsatz des letzten Jahres hatte das politische und zeitgeschichtliche Schrifttum. Das soll auch in Zukunst so bleiben. Wir dürfen nicht zurückfallen in jene Zeit des Liberalismus, in der große Teile des Volkes dem Geschehen draußen verständnislos oder in geistreichseinwollender Ueberlegenheit gegenüberstanden. Ministerialdirigent Berndt hob dann die große U m s a tz st e i g e r u n g des Buchhandels hervor, die von 1937 auf 1938 11 v. H. betrug. Sett Beginn des Jahres 1936 betrage die Umsatzsteigerung fast 35 v. H. Diese Erfolge seien nicht zuletzt auf die Woche des deutschen Buches und auf das Dichtervortragswesen zurückzuführen. Die Umsatzsteigerung ist umso höher zu veranschlagen, wenn man berücksichtigt, daß sich die Zahl der Neuerscheinungen glücklicherweise nicht wesentlich vermehrt hat, dafür aber sich die Zahl der Neuauflagen erheblich gesteigert hat. Deutschland steht mit seiner Buchproduktton heute an der Spitze der Welt. Diese Entwicklung widerlegt auch -alle Behauptungen, daß der Nationalsozialismus das Ende des deutschen Kulturlebens bedeute, ist doch die Zahl der Bucherscheinungen von 21601 im Jähre 1933 auf 25 4d9 im Jahre 1938 gestiegen, während die BuchproduMon in Großbritannien 17 000 Erscheinungen im Jahre, in den Vereinigten Staaten 9300, in Frankreich 8900 und in anderen Ländern noch weniger beträgt. Deutschland ist im Welthandel mit Büchern mit 20 v. H. beteiligt, während aus allen anderen Ländern Klagen um '.ben Rückgang der Buchproduktton und des Buchabsatzes kommen. Die deutsche wissenschafttiche und technische Literatur, die für die Welt unentbehrlich ist, hat am Buchwelthandel einen besonders großen ' Anteil. Eine der Hauptklagen aus dem deutschen Schrifttum war seit dem Weltkriege die über die be= । ängstigende Kurzlebigkeit der meisten Bücher, die oft nach einem halben Jahre schon vergessen waren, obwohl so viele von ihnen ein langes Leben verdient hätten. Um so erfteulicher ist es, daß es jetzt gelungen ist, diese Entwicklung ab zu stop- P e n und dafür eine Auf la genste ige run g und damit eine Längerlebigkeit der wichtigsten Neuerscheinungen herbeizuführen. Während z. B. 1926 nur 11 vom Hundert aller Neuerscheinungen eine dritte Auflage erlebten, sind es heute 23,3 v. H. Früher erreichten nur 29 v. H. aller Bücher eine 7. Auflage, heute sind es schon 39 v. H. und selbst die Zahl der Bücher, die etwa die neunte und zehnte Auflage erreichen, hat sich fast verdoppelt. Von je hundert Büchern des letzten Jahres erreichten 23 Auflagen vom 6. bis 10 000, 14 Auflagen von über 50 000, 5 Auflagen bis zu 100 000 und 9 Auflagen über 100 000. Damit ergibt sich die erfreuliche Tatsache, daß von hundert Büchern 14 mehr als 50 000 Auflage erreichen und 14'eine Auflage bis zu 50 000. Außer dem Buch des Führers „Mein Kampf", dessen Auflage die gewaltige Zahl von 5 000 000 Stück erreicht hat, gibt es auch andere wertvolle Verlagswerke, die Auflagen bis zu 600 0 0 0 Stück erzielten. Deutschland ist in den letzten Jahren mit U e b e r« setzu ngen aus fremden Sprachen überschwemmt worden. Zu allen Zeiten war der Drang des Deutschen groß, fremde Kulturen kennenzuler- nen. Diese Verbindung soll nicht abreißen, aber es geht nicht an, im großen Maße Bücher aus der Sprache eines Volkes zu übersetzen, das Ueber- setzungen deutscher Bücher in seine Sprache ablehnt. In solchen Fällen ist es notwendig, die Zahl der lieh errungen auf das A l l e rw i ch ti g ft e z u beschränken. Eine Schrifttumsart, bei der von staatlicher Seite zugefaßt werde, feien die Kriminal-, Detektiv- und Wildwestromane, die Abenteuergeschichten und die sog. Frauen- romane, die in fünf Jahren eine Auflage von 60 000 000 Stück erreicht hätten und zum großen Teil geschmack- und instinktverbildend wirkten. Insbesondere die oft wertlosen Kriminal- und Detektivromane erregten die Phantasie der Jugendlichen in gefährlicher Weise, verherrlichten nicht selten den Verbrecher, erschwerten die Arbeit der Polizei und förderten die Jugendkriminalität, während die sog. Frauenromane an Gefühle appellieren und eine Sentimentalität züchteten, die auf die Dauer gefährlich wirken müsse. Es solle dabei in keiner Weise der spannende Kriminalroman als solcher ausgerottet werden. Ministerialdirigent Berndt kündigte zum Schluß noch eine Bereinigung auf dem Gebiete der Lite- r a t u r p r e i s e an. Es habe in der letzten Zett eine solche Inflation an Literaturpreisen eingesetzt, daß der eigentliche Wert des Literaturpreises zum Teil verlorengegangen sei. Nur noch die großen Preise, der Deutsche Buchpreis, der Berliner Preis, der Dietrich-Eckart-Preis in Hamburg, der Preis der Hauptstadt der Bewegung und wenige andere fänden noch Beachtung im Volke. Aus diesem Grunde werde die Zahl der Literaturpreise erheblich verringert werden. Es werde nur noch wenige reichswichtige Preise geben und dann für das Schrifttum der Gaue je einen (Bau» preis. Dafür sollten die Preise höher dotiert werden und wieder den Wert einer wirklichen Förderung erhalten. Dichter und Suchhandel. Hanns Johst auf der Kantatekundgebung. Die Kantateveranftaltungen des deutschen Buchhandels fanden am Sonntag ihren Abschluß mit einer Kundgebung im Neuen Theater. Der Leiter des deutschen Buchhandels, Wilhelm Bauer, erklärte, der Buchhandel verfolge das Ziel, dem deutschen Dichter und Schriftsteller einen Verleger zur Seite zu stellen, der nicht etwa ein Geschäftemacher ist, sondern der ihm getreulich hilft, dem, was er in Einsamkeit geschaffen hat, Form für die Nation zu gehen, lieber „Wehrerziehung und Schrifttum" sprach dann der Präsident der Wehr- wissenschastlichen Gesellschaft, General der Flieger von Cochenhausen. Er ging von dem Scharnhorst-Gedanken aus, daß es vor allem darauf an- kornme, das Volk zur wehrhaften Gesinnung zu erziehen, da nur auf diesem geistig-sittlichen Fundament die militärisch-organisatorische Reform möglich sei. Scharnhorst sah im Heere die Vereinigung aller moralen und physischen Kräfte der Staatsbürger, eine lebendige Gemeinschaft, erfüllt von Aufopferungsfähigkeit und Manneszucht, die auf freiwilligem Mitgehen beruhte. Die Erziehung zu der Erkenntnis, daß Wehrdienst Ehrendienst am Volke ist, führt zum Bewußtsein der Schicksalsverbundenheit und macht das fähig, auch die Einwirkungen des Luftkrieges, des Wirtschaftskrieges und Oer feindlichen Agitation zu ertragen. Aber nur mit Hilfe eines hochwertigen, auf die gleiche Ziele aus- gerichteten Schrifttums ist eine wehrpolitische Schulung denkbar. Der Präsident der Reichsschrifttumskammer, Staatsrat Hanns Johst, sprach dann über „Dichter und Buchhandel". Der Schriftsteller erfülle auch im Dritten Reich eine wichtige Funktion. Kein Volk dürfe hochmüttg seine Fürsorge für diesen Stand auf Spitzenleistungen allein einstellen. Wer da glaube, ein Volk benötige der mittleren Schriftsteller nicht, der irre gewaltig." Es fei selbstverständlich, daß der Buchhändler sich mit Neuerscheinungen ein» decke, aber es sei eine Sünde wider den Geist und Auftrag seines Berufes, wenn er allein von Neuerscheinungen lebe. „Ein gutes Buch muß für Autor, Verleger und Buchhändler 50 Jahre lang Garant für die Grundlage der Existenz sein und bleiben!" Wenn bei der lleberberoertung der Neuerscheinung eine Oberflächlichkeit vorliege, so sehe die Uebersetzungsmanie viel fataler aus. Hier liege nur zu oft und zu leicht eine Flucht vor dem Programm des Nationalsozialismus vor, eine Drückebergerei im Mantel verbrämter Weltoffenheit. „Der Buchhändler, der zu sagen wagt, daß wir geistig nerarmen würden, wenn wir die überflüssigen Uebersetzungskanöle regeln, hat von dem Reichtum unserer Produktion und der Fülle klassischer und aktueller Alterscheinungen keine Ahnung." Werkscharführer werden politische Leiter. Berlin, 6. Mai. (DNB.) Mit Genehmigung des Stellvertreters des Führers hat Reichsorganisattons- leiter Dr. Ley folgende Anordnung erlassen: Die Werkscharen haben in Zukunft noch mehr als bisher rein politische Ausgaben zu erfüllen. Diese Tatsache sowie der vorgesehene bzw. durchgeführte Einbau der Betriebe in den Hoheitsbereich der Ortsgruppen der NSDAP, machen die Unterstellung der Werkscharen unter den jeweils zuständigen Hoheitsträger der NSDAP, erforderlich. Die Aufgaben und der Einsatz der Werkscharen bestimmt im Auftrage der NSDAP, die Deutsche Arbeitsfront. Soweit die Werkscharführer Parteigenossen sind, sind sie als Politische Leiter einzubauen. Sofern sie nicht Parteigenossen sind, sind sie, ebenso wi>e die Werkscharmannschaften, als Poli- tische - Leiter-Anwärter zu betrachten und bei entsprechender Eignung mit politischen Aufgaben zu betrauen. Die bisherigen Werksch aT-Uniform ist aufzutragen, neue Werkscharuni- formen sind keineswegs anzuschaffen." Zu dieser Verfügung schreibt Dr. Ley: Beim Aufbau der Deutschen Arbeitsfront war es für mich ein unumstößlicher Grundsatz, daß es gelingen mußte, den Betrieb zu einer Einheit zu formen, alle Gegensätze zu bannen oder zumindest auszugleichen. Betriebsführung und Gefolgschaft mußten im Betriebe geeint werden, um zu erkennen, daß sie im Betriebe zusammengehören. Als Vorbild diente mir als altem Soldaten des Weltkrieges die soldatische Gemeinschaft, in der ich überhaupt den besten und vornehmsten Sozialismus sehe. Damit nun die Betriebsgemeinschaft nicht nur auf dem Papier stand, war es meine nächste Aufgabe, die Betriebs mit Leben zu erfüllen. So verlieh der Führer den Betrieben die Betriebs-- sahne, und es wurden die Werkscharen gebildet, um der Betriebsgemeinschaft einen Kern zu geben. Die Betriebe können so nie wieder ausein- anderfallen. Die Betriebsgemeinschaft hat Aufgaben zu lösen. Damit diese Aufgaben nicht stecken bleiben, traten die Werkscharen als Vor- und Stoßtrupp in Erscheinung. So leisteten die Werkscharen zwei große Dinge. Einmal: Sie formten die Betriebsgemeinschaft. Sie waren der Garant für die nationalsozialistische Auffassung im Betriebe. Sie brachten Leben in die Gemeinschaft. Sie waren der Sauerteig des Nationalsozialismus im betrieb. Zweitens: Die Werkscharen bildeten Trupps zur Propagierung gesunder Wohnungen, der Volksgesundheit, der Berufserziehung und von „KdF.". Darüber hinaus lösten sie die Probleme auch praktisch, indem sie ihren Arbeitskameraden bewiesen, wie notwendig die Aktion „warmes Essen im Betrieb", „gutes Licht" und „saubere Arbeitsräume" für die Schaffenden sind. Vor einem Jahr habe ich den Werkscharen als Leitparole zum Tag der Nationalen Arbeit 1938 diese Aufgaben konkret gestellt und die Erwartung ausgesprochen, das sie bis zum nächsten 1. Mai tatkräftig angefaßt werden müßten. Das ist geschehen. Die Erfolge des Leistungskampfes der deutschen Betriebe und des Reichsberufswettkampfes aller Schaffenden sind das große Verdienst der Werkscharen. Der Führer hat diese Leistungen zum diesjährigen 1. Mai als eine der größten revolutionären Taten des Nationalsozialismus anerkannt. Als Dank und Anerkenung für die Werkscharen wird nun die Werkschar nach Jahren zähester und aufopferndster Arbeit in das Korps der politischen Leiter ausgenommen. Sie werden nun das Ehrenkleid der politischen Leiter tragen und die Partei er» kennt damit an, daß die Werkschar beste Arbeit vollbracht hat. Ich grüße die Männer im Betrieb und bin stolz darauf, daß damit die Deutsche Arbeitsfront als Jnfttument der Partei wiederum einen gewaltigen Schritt vorwärts getan hat. Neuordnung der forstlichen Ausbildung. Die forstliche Fakultät der Universität Göttingen. Sine „Hermann-Göring-Akademie der deutschen Forstwissenschaft". Am Samstag fand in Göttingen die Eingliederung der ehemaligen Forstlichen Hochschule Hann.-Münden als forstliche Fakultät in die Universität Göttingen statt. Dabei erklärte Staatssekretär Zschintzsch, in Göttingen würden neue Gebäude mit neuen Forschungsinstituten errichtet werden und damit die Voraussetzung für weitere erfolgreiche Arbeit gegeben. 15 000 Mark seien zur Ergänzung der forstlichen Büchereien zur Verfügung gestellt. Der Rektor, Professor Dr. Sommer, teilte die Ernennung des Generalfeldmarschalls und Reichsforstmeisters Hermann Göring zum Ehrenbürger der Universität Göttingen mit und gab bekannt, daß Professor Dr. Gustav Bader (früher in Gießen) zum Dekan der Forstlichen Fakultät der Universität Göttingen ernannt sei. Am Nachmittag wurde auf dem Gelände am Kreuzberg, nordöstlich der Stadt Göttingen, der Grundstein zu den Neubauten der forstlichen Fakultät gelegt. Generalforstmeister Staatssekretär Alpers hielt eine Ansprache, in der er erklärte, maßgebend für die Ausbildung sind die Grundsätze der Volksverbundenheit, der zeitlichen Kürze, der berufseigenen Auslese, der Vielseitigkeit, der Einheitlichkeit und Freizügigkeit und der praktischen Anschauung. Es ist gelungen, bei der gesamten Ausbildung ein ganzes Jahr einzu sparen. Dieser Verlust wird durch planmäßige Ordnung des Studienganges und bessere Ausnutzung der Lehrzeit nicht nur voll ausgeglichen, sondern es ist darüber hinaus eine Erweiterung und Vertiefung der Ausbildung erreicht mordens. Für den Forftdienst kommt nur ein b e - sonderes ausgelesener Nachwuchs in Frage, da die Anforderungen des Berufs an körperliche Leistungsfähigkeit wie an Charakterfestigkeit sehr hoch sind. Grundlage des Studiums sind volkspolitische, völkisch-rechtliche, volkswirtschaftliche und staatswissenschaftliche Vorlesungen. Sie bilden zusammen mit den naturwissenschaftlichen Grund- fächern die grundwissenschaftlichen Vorlesungen des dreisemestrigen Vorstudiums, das mit der Vorprüfung abschließt. Der zweite Teil der Hochschulausbildung umfaßt das viersemestrige Fachstudium mit seinen waldbaulichen, forstbetriebs- wirtschaftlichen, forstbetriebstechnischen, forstpolitischen, forstrechtlichen, jagdkundlichen und zahlreichen anderen Vorlesungen. Das Studium endigt mit der Hochschulschlußprüfung. In Oesterreich erfordern die Besonderheiten der Hochgebirgswirtschaft ein zusätzliches technisches Semester in Wien. Wer als höherer Forstbeamter in die Kolonien gehen will, muß ein zweisemestriges Studium an dem Reichsinstitut für ausländische und koloniale Forstwirtschaft ableisten und eine besondere Prüfung darüber oblegen. Dem Fachstudium geht nach Ablegung der Vorprüfung eine siebenmonatige praktische Lehrzeit in besonderen Ausbildungsforstämtern und Ausbildungslagern voraus. Auf die Hochschulschlußprüfung folgt dann der zweieinhalbjährige praktische Vor - bereitungsdienst. Auch in Zukunft bleibt die Forschung an den forstlichen Hochschulen eh g mit der Lehre Der* bunde n. Die Notwendigkeit, daneben wie bisher Forschungsinstitute und Anstalten für besondere Aufgaben zu unterhalten, wird nicht berührt. Die angebahnte Entwicklung wird nach zwei Richtungen fortzuführen sein: in der Errichtung einzelner neuer Forschungsinstitute und in der Verstärkung der an manchen Stellen noch sehr unzulänglichen Forschungsmittel. Ergänzend muß eine freie wissenschaftliche Zusammenfassung der forsttichen Forschung treten. Der Reichsforstmeister hat sich daher entschlossen, im Einvernehmen mit dem Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung die ,^)ermann-Görina-Akademie der deutschen Forstwissenschaft" zu errichten. Wetterbericht Die Großwetterlage ist gekennzeichnet durch ein starkes Hochdruckgebiet über Nordosteuropa und Wirbeltätigkeit aus Süd- und Westeuropa. Unser Gebiet liegt an der Grenze zwischen beiden Einflüssen. Eine durchgreifende Aenderung ist zunächst noch unwahrscheinlich, doch kann später mit überwiegendem Hochdruckeinfluß gerechnet werden. Vorhersage für Dienstag: Wolkig bis aufheiternd und im allgemeinen trocken. Bei nördlichen bis östlichen Winden Tagestemperaturen um 15 Grad. Lufttemperaturen am 7. Mai: mittags 13,2 Grad Celsius, abends 8,2 Grad; am 8. Mai: morgens 3,4 Grad. Maximum 13,6 Grad, Minimum 5,8 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 7. Mai: abends 13,9 Grad; am 8. Mai: morgens 11,2 Grad. — Sonnenscheindauer 4,3 Stunden. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr.W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IV. 39: 9530. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preis- liste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Kümmerliches Ergebnis der polnischen Lustabwehranleihe. Warschau, 7. Mai. (DNB.) Mit dem gestrigen Tage war der Zeichnungstermin für die bereits vor Ostern aufgelegte Luftabwehranleihe abgelaufen, für die ursprünglich als Ziel eine Milliarde Zloty, später nur noch 600 Millionen Zloty genannt worden waren. Nach den provisorischen Berechnungen sind aber nur rund 4 0 0 Millionen Zloty zusammengekommen. Ein erheblicher Teil ist erst in den letzten Tagen unter morali» s che m Druck gezeichnet worden. Nicht nur den Beamten und Ange st eilten der Behörden und staatlichen Betrieben, sondern auch denen privater Unternehmungen, ja sogar Rentenempfängern wurden von ihren Bezügen einfach erhebliche Summen zwangsweise einbehalten. Hohe Derwaltungsbeamte bis zu den Wojwoden hinauf machten den Vertretern der nichtpolnischen Volksgruppen persönlich klar, daß es für sie ratsam wäre, für die Anleihe geeignete Beträge zu zeichnen und daß eine Enthaltung von dieser staatsbürgerlichen Pflicht nicht straflos vorübergehen könne. Kleine politische Nachrichten. Der deutsche Botschafter in Paris, Graf Welczek, ist nach längerer Abwesenheit wieder in Paris eingetroffen. Er wurde am Nordbahnhof vom Geschäftsträger der deutschen Botschaft, Dr. Brauer, dem Luftattache Oberst Hanefse und dem Vizeattache Oberst von Horn empfangen. Der deutsche Botschafter in London Dr. v. D ircksen ist wieder in London eingetroffen. Auf dem Viktoriabahnhof wurde er von Beamten der deutschen Botschaft begrüßt. * Der Besuch des stellvertretenden sowjetrussischen Außenkommissars Potemkin in Ankara ist mit der Ausgabe eines Kommuniques abgeschlossen worden, das in allgemeinen Wendungen die Ueber- einstimmung der Auffassungen und die guten Beziehungen beider Staaten betont und deren weitere Entwicklung ankündigt. Insbesondere soll der Austausch politischer Informationen fortgesetzt werden. * Am Samstagabend traf Außenminister G a - f e n c u von seiner dreiwöchigen Auslandsreise, auf der er sechs europäische Hauptstädte besucht hatte, wieder in B u k a r e st ein. Auf dem Bahnhof hatten sich mehrere Mitglieder der Regierung und des Diplomatischen Korps, darunter auch der deutsche Gesandte, eingefllnden. * Mussolini hat am Sonntag der Deutschen Buchausstellung auf dem Forum Romanum einen Besuch abgestattet. Der Duce interessierte sich lebhaft für viele der ausgestellten Werke, besonders in der technischen und wisjenschaftlichen Abteilung. * Generaloberst von Brauchitsch hat in Begleitung von Staatssekretär Pa ri a ni, dem Oberbefehlshaber des italienischen Heeres, die Autarkie-Ausstellung sowie andere Sehenswürdigkeiten der italienischen Hauptstadt besichtigt. Nachmittags begab er sich zum Internationalen Reitturnier. Am Sonntagabend sand in der deutschen Botschaft ein Essen statt, zu dem Offiziere der italienischen Wehrmacht, an der Spitze der Oberbefehlshaber des Heeres, General P a r i a n i, sowie die am Internationalen Reitturnier teilnehmenden deutschen und italienischen Reiteroffiziere geladen waren. * Mussolini empfing die von General Garcia Excamez geführte spanische Militärmission. General Excamez brachte dem Duce den Dank des spanischen Heeres für die Spanien durch die italienischen Freiwilligen zuteil gewordene Unterstützung bei der Befreiungs Spaniens zum Ausdruck. Die Demobilisierung der spanischen Armee beginnt am 15. Mai, unmittelbar nach der großen Siegesparade in Madrid. Nach einem Rundschreiben an alle Wehrkommandos ist von diesem Tage an mit der Beurlaubung der Jahrgänge 1905, 1906 und 1907 zu beginnen. Durch den Sonderbeauftragten der NSV. wurden 1000 Tonnen Mehl, Kartoffeln und Salze, die mit dem deutschen Dampfer „Tanger" in Bilbao eingetroffen waren, dem „Auxilio Social" übergeben. Der Zivilgouverneur dankte herzlich für die Sendung aus dem befreundeten Deutschen llieich als ein Zeichen der engen Verbundenheit der beiden Völker. • Das Panzerschiff „Deutschlan d", das durch ein tragisches Ereignis in die Geschichte des spanischen Freiheitskampfes eingegangen ist, wurde bei seinem Aufenthalt in Vigo in offiziellen Empfängen und in zahlreichen Volkskundgebungen herzlich gefeiert. Die deutschen Seeleute wurden überall begeistert ausgenommen. Den Hafen von Lissabon liefen unter Führung des Flottenchefs Admiral Boehm das Panzerschiff „Admiral Graf Spee", Kreuzer „Köln", das Begleitschiff „Erwin Waßner" und sechs U- Boote der 6. und 7. U-Boot-Flottille an, herzlich begrüßt von der deutschen Kolonie. Das K d F. - F l a g>g s ch i f f „Robert Ley" traf in der Nacht zum Sonntag von seiner ersten Auslandsreise mit 1700 KdF.-Urlaubern wieder in Hamburg ein. Zur Durchführung der Aufgaben, die dem deutschen Regierungsausschuß für die d e u t s ch - r u m ä- nischen Wirtschaftsbeziehungen übertragen sind, ist, soweit sie nicht in das Arbeitsgebiet des Reichsministeriums für Ernährung und Landwirtschaft fallen, eine besondere Geschäfts- stelle beim Reichswirtschaftsministerium errichtet worden. Um die Zusammenarbeit mit der deutschen Wirtschaft zu erleichtern, wird von den Reichsgruppen Industrie, Handel und Banken ein Indüst r i e - und Handelsausschuß für Rumänien gebildet. * Reichswirtschaftsminister und Reichsbankpräsident Funk verließ Berlin zur Teilnahme an der 9. Generalversammlung der Bank für internationalen Zahlungsausgleich in Basel. Zu der Generalversammlung haben sich 20 europäische Notenbankpräsidenten mit teilweise größeren Delegationen angemeldet. * Unter dem Salut größerer Flotteneinheiten lief gegen 3 Uhr die „Empreß of Australia" mit dem englischen Königspaar an Bord aus Portmouth nach Kanada aus. Die Eskorte wurde von dem Schlachtschiff „Repulse", zwei Kreuzern und einigen Geschwadern der Luftwaffe gebildet. * Der dänische Kronprinz traf mit seiner Gattin in der amerikanischen Bundeshauptstadt Washington zu halboffiziellem Besuch ein. In Zürich wurde die Schweizerische Lan- desausstellung eröffnet. Ein prächtiger, durch Trachtengruppen belebter Festzug bewegte sich zum neuen Kongreßgebäude, wo vor 1500 geladenen Gästen der Bundespräsident die Ausstellung in seine Obhut nahm. Am Abend erfolgte die Uraufführung des Festspiels „Das eidgenössische Wettspiel". Die Japaner melden Erfolge ihrer Truppen nordwestlich von Hankau gegen die chinesische Zentralarmee. Am südlichen Jangtse wurde eine chinesische Abteilung, die gegen die Stadt Fengsin vor- ging, nach einer 24stündigen Schlacht zurückge- schlagen. Kunst und Wissenschaft. 98. Geburtstag des Darmstädter Malers Reinhard kröh. In diesen Tagen begeht der Altmeister der hessischen Maler, der gleichzeitig auch der älteste Maler Deutschlands ist, Professor Heinrich Reinhard Kräh in Darmstadt, in erstaunlicher Rüstigkeit seinen 9 8. Geburtstag. Ursprünglich Porträtmaler, wandte er sich später immer mehr der Landschaftsmalerei zu. Kräh ist geborener Darmstädter und studierte in München, war kurze Zeit Lehrer an der Kunstgewerbeschule in Nürnberg und machte drei Jtalienreisen. 1911 erhielt er den Professortitel. Ein neuer Komet. Olaf Hassel, ein junger norwegischer Amateur- Astronom in Yokksund, hat einen sehr lichtstarken neuen Kometen entdeckt. Hassel, der taubstumm ist, berichtet, daß der Komet die Helligkeit eines Sterns 3. bis 4. Größe hat, und daß er an den nächsten Abenden in der Nähe des Sternes „Gamma" in der „Andromeda" zu sehen sein werde. — Der norwegische Astronom Sigurd Einbu, der auf diese Entdeckung aufmerksam gemacht wurde, bestätigte daraufhin, daß dieser nun auch von ihm beobachtete Komet bisher von den Fachgelehrten noch nicht verzeichnet worden sei, so daß dem taubstummen Olaf Hassel der Entdeckerruhm gebühre. Aus aller Wett. Der deutsche Studententag 1939 in Würzburg. Vom 22. bis 27. Mai findet in Würzburg der deutsche Studententag statt, zu dem außer den Angehörigen der Deutschen Studentenschaft und des NS.-Altherrenbundes zahlreiche Abordnungen ausländischer Studentenschaften nach Würzburg kommen werden. Bei der Eröffnungskundgebung sprechen Ministerpräsident Siebert, Gauleiter Dr. Hellmuth und Reichsstudentenführer Dr. Scheel. Am Abend des gleichen Tages marschieren Partei, Wehrmacht, RAD. und Studentenschaft zu einer Kundgebung auf, auf der Reichsleiter Alfred Rosenberg, Gauleiter Dr. Hellmuth und Reichsstudentenführer Dr. S ch e e I sprechen werden. Die Kundgebung endet mit einem Fackelzug und einem Vorbeimarsch vor dem Reichsleiter, dem Gauleiter und den übrigen Ehrengästen an der Uni« versität. 3m Rahmen der Veranstaltungen wird u. a. der studentische Reichsberufswettkampf 1939/40 mit einer Ansprache von Dr. Ley eröffnet. Bei den Arbeitstagungen sprechen u. a. Generalinspektor Dr. Todt, General Guderian und die Reichs- frauenführerin. Auf einer Kundgebung des Altherrenbundes spricht Reichsstatthalter Gauleiter Konrad Henlein. Aus Unvorsichtigkeit die Mutter erschossen. Wie gemeldet, war in Wiesbaden die 48 Jahre alte Frau Kissel in ihrer Wohnung mit einer schweren Schußverletzung aufgefunden worden. Die Frau ist nach der Einlieferung ins Krankenhaus ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben, g e • st o r b e n. Der Fall ist jetzt durch die Kriminalpolizei aufgeklärt worden. Es handelt sich nicht, wie zuerst angenommen wurde, um ein Verbrechen, sondern um einen Unglücksfall. Während der Sohn der Frau am Tisch saß und eine Pistole reinigte, löste sich ein Schuß und brachte der Mutter die tödliche Verletzung bei.» vierjähriger Junge schießt auf seine Mutter. Ein ungewöhnlicher Unfall hat sich in Neunkirchen (Saar) ereignet. Eine Frau war aus ihrsr Wohnung fort gegangen und hatte ihren vierjährigen Jungen allein zu Hause gelassen. Als sie nach ihrer Rückkehr wieder die Tür öffnete, erhiölt sie einen Pistolenschuß in den Leib. Der vierjährige Junge stand in der Mitte des Zimmers und hatte eine Pistole in der Hand. Die Verletzungen der Frau sind schwer, doch soll keine Lebensgefahr bestehen. ^Es ist völlig unverständlich, wie man eine geladene Pistole so herumliegen lassen kann, daß sich Kinder ihrer als Spielzeug bedienen können. Ein Lastzug fährt in eine Schafherde. Aus der Fernverkehrsstraße vom Rhein nach dem Westerwald fuhr an der sogenannten Montabaurer Höhe ein schwerer Lastzug in eine mehrere hundert Tiere zählende Schafherde. Der Lastzug kam die steile Straße heruntergefahren, und der Fahrer hatte die Herde hinter einer Kurve zu spät bemerkt. Eine Anzahl Schafe, die unter den Lastzug kam, wurde getötet. Zahlreiche Tiere wurden verletzt und mußten notgeschlachtet werden. Internationale Fernsehschau in Buenos Aires. In Anwesenheit des Präsidenten Ortiz sowie der argentinischen Regierung wurde in Buenos Aires die „Internationale Fernsehschau", die erste dieser Art in Südamerika, eröffnet. Der Veranstaltung wohnten neben dem deutschen Geschäftsträger Dr. M e y n e n zahlreiche Wirtschafts- Vertreter der deutschen Kolonie bei. Der Staatspräsident und seine Begleitung zeigten bei der Besichtigung des deutschen Sektors lebhaftes Interesse für die Vorführungen und Ansprachen. Den leitenden Herren, Poftrat Preßler und Ingenieur H i n r i ch s e n wurde Dank und Anerkennung für die vom Forschungsinstitut der Deutschen Reichspost zur Verfügung gestellte Leistungsschau ausgesprochen. Schon die Sondervorführungen vor der Eröffnung bewiesen das außerordentliche Interesse der Oeffentlichkeit, das auch in eingehenden Artikeln der Tages- und der Fachpresse zum Ausdruck kommt. LPQeRSTo - Giessern Heute Montag Erstaufführung! Ernst Waldow, Anneliese Uhlig Mady Rahl, Kurt Waitzmann Lotte Werkmeister, Erich Fiedler Spielleitung: Harald Paulsen Junge Menschen von heute sind es, die in diesem Film um ihr Lebensglück kämpfen. Ihr temperamentvoller Optimismus gibt dem Spiel die beglückende Heiterkeit! Beiprogramm — Ufa-Ton-Woche Täglich 4, 6 und 8.30 Uhr 3361a Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Äücher! UUllllllllUUllllllllUIIIIIUllllUlUUUUlUllllllUUHHWIllllllttHnillUlllUU Guten Erfolg bei nervösen Herzbeschwerden haben schon viele mit Klosterfrau-Melissengeist erzielt. Das ist verständlich, denn die Wirkung von Melisse und Melissengeist ist schon seit langem bekannt und gelobt. So berichtet bereits im Mittelalter der berühmte Arzt Paracelsus: »Die Melisse ist von allen Dingen, die die Erde heroorbringt. die beste Pflanze für das Herz." Viele Berichte bestätigen immer aufs neue diese Tatsache. So schreibt Frau Maria Münz (Bild nebenstehend). Hausfrau, Meschenich b. Brühl. Alte Kölner Str. 18 am 16. 2. 39: „Klosterfrau-Melissengeist, dir verdanke ich meine Gesundheit! Seit mehreren Fahren habe ich nervöse Herzbeschwerden, die immer längere Zeit anhielten, sodaß ich tagelang im Bett liegen mußte. Da machte ich auf Rat einer Bekannten einen Versuch mit Klosterfrau-Melissengeist. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Rach Gebrauch von einigen Flaschen spürte ich schon ein Nachlassen der Schmerzen. Ich nehme morgens nüchtern und abends in einem Wasserglas einen Teelöffel Klosterfrau-Melissengeist auf die doppelte Menge Wasser. Ich bin 56 Fabre alt und habe seit zwei Fahren keinerlei Rückfälle mehr gehabt. Weit über hundert Flaschen habe ich in dieser Zeit Gebraucht und kanniedem. der ähnliche Beschwerden hat. Klosterfrau-Melissengeist aufs beste empfehlen und sage: „Klostersrau-Melissengeist gehört in iebe Haushaltung." Weshalb sollten nicht auch Sie einmal einen Versuch mit Klosterfrau-Melissengeist machen? Warum sollte er nicht auch Ihnen helfen? Selbstverständlich wird man bei ernsthaften Fällen den Arzt zu Rate ziehen. Klosterfrau-Melissengeist wird auch von vielen Aerzten als funktionelles Mittel zur Unterstützung der Helloor- flänge und dadurch zur Kräftigung des Körpers verordnet. Verlangen Sie Klosterfrau-Melissengeist in der blauen Original-Packung mit den drei Nonnen bei Ihrem Apotheker oder Drogisten. Außer den Flaschen zu RM 2.80, 1.65 und 0.90 führen wir noch Großpackungen für Daueroerbraucher. MMvizverlM Oer SM Wen. Am Montag, dem 15. Mai 1939,10 Uhr beginnend, werden in der Gastwirtschaft „Zum Schützenhaus", Grünberger Straße 2, nachstehende Werthölzer (Schneideholz und schneideholzhaltige Hölzer) verkauft: 3 Kiefernstämme 2d-Klasse — 3,48 fm 46 ii 3 a „ — 27,54 fm 15 „ 3b „ = 11,07 fm 6 4 „ 6,85 fm 1 H „ = —,69 fm 65 h 3 a „ — 52,55 fm 13 „ 3b „ = 9,46 fm 3 4 n — 3,71 fm 3 Fichtenstämme 3a-b „ — 2,04 fm 6 4 — 5,12 fm 9 „ 5 „ — 14,24 fm Nummernverzeichnisse können auf Zimmer 8 des Stadthauses Bergstraße empfangen werden. Für den Ankauf von über 15 fm Nadelnutzholz ist Einkaufsschein notwendig, 3362A Gießen, den 6. Mai 1939. Der Oberbürgermeister. I. V.: Nicolaus. Bekanntmachung Betr.: Schulung der Zähler und Oberzähler für die Durchführung der Volks-, Berufs- und Betriebszählung 1939. Die von mir bestellten Zähler und Oberzähler werden hierdurch gebeten, zu ihrer Unterrichtung und zur Klärung von Unklarheiten die nachstehenden Schulungsabende zu besuchen. Am IHontag, dem 8.5.1939, 20 Uhr. Cafe Leib, Walltorstraße 36/38, in Gießen (Bereich der Ortsgruppe Giehen-Nord) für die Zählbezirke Nr. 1—127 und 412—416, für die Oberzählbezirke Nr. 1—24. Am Dienstag, dem 9.5.1939, 20 Uhr, Restaurant „Zur Stadt Wetzlar", Ludwigstraße 55 (Saal), in Gießen (Bereich der Ortsgruppe Gießen-Süd) für die Zählbezirke Nr. 210—303, 308, 402—411 und 419—427, für die Oberzählbezirke Nr. 40—56 und 70. Am Mittwoch, dem 10.5. 1939, 20 Uhr, Hotel Hindenburg, Selterswea 68 (Saal) in Gießen (Bereich der Ortsgruppe Gießen-Mitte) für die Zählbezirke Nr. 304—401, für die Oberzählbezirke Nr. 57—69. Am Donnerstag, dem 11.5.1939, 20 Uhr, Restaurant „Zum Burghof", Burggraben 9 (Saal) in Gießen (Bereich der Ortsgruppe Gießen-Ost) für die Zählbezirke Nr. 128—209, 417 und 418, für die Oberzählbezirke Nr. 25—39. Anschließend werden die Mappen mit den Zählpapieren an die jeweiligen Zähler ausgegeben. Zähler ober Oberzähler, die an dem für sie festgesetzten Schulungsabend verhindert sind teilzunehmen, können auch einen anderen Schulungsabend besuchen, jedoch müssen diese Führer alsdann das Zählmaterial im Stadthaus, Bergstraße 20 — Zimmer Nr. 18 — bis spätestens Donnerstag, den 11.5. 1939, wahrend der Zeit von 7 bis 13 Uhr, in Empfang nehmen. 3289C Gießen, den 4. Mai 1939. Der Oberbürgermeister. 1C ° L? U 5 ' Zählungskommifsar.________ r Einspaltig» | werden zum ermäßigten KloinanTninnn Grundpreis von 5 Pf. für die IXWUIdilZüigoil Milllmeterzeile veröffentlicht! Lahnkies Lahnsand Lahnsdiotter Mainsand Rheinsand prompt und in jeder Menge lieferbar C.Rübsamen K.G. _________Telephon 3659._____267aP ---------------X Die Aehre ist Ihr Wegweiser! Die Aehre im Eck ist das Kennzeichen uns. Geschäfts. Alle Waren entsprechen den Qualitätsforderungen! Kräutertee, Bienenhonig Vollbrote, Tranbensäite. j). 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Di, ^kenhavz wen, q c, ^riminnl. nicht, wie Erbrechen, der Sohn e reinigte er die Blutter. in Neun, aus ihrer n vierjäh, is sie nach erhielt fie Der vier« Zimmer; Derletzun. 16 Lebens, adlich, wie ■9en lassen 8 bedienen^ ibe. i nach dem ontabaurer re Hunden ] kam die ahrer hotte nerkt. (Eine am, wurde nb mußten Aires. tij sowie i Buenos ehschau", Met. Der Men Gr- Wirtschoslr. er EtaV ,ei der b !S InteW Den leiten' Ingenieur ennung für i Reichspost ausgespro- ior der Er- interesse der Artikeln der ek kommt. M, be^wnen: hützenhaus' Werthölzn zer) verlaust i,48 fm ,54 fm ,07 fm i,85 fm .,69 fm 5,55 fm 1,46 fm 1,71 fm >,04 fm 5,12 fm 4,24 fm immer 8 $ den. )dnuWX icolaus. iors ice tf rs Oit* Pfliw f tirB J, io« ff Jlr.106 Zweites Blatt J Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Ausstellung „Das Dorf- und Hausbuch" Aus der Stadt Gießen. Gießener Hochschulwoche. Am heutigen Montag, 8. Mai, beginnt die Hoch- j. ulroorfje der Ludwigs-Universität Gießen. Für dir heutigen Montag sind folgende Dorträge und Besichtigungen vorgesehen: 15.15 bis 16 Uhr (Prost sor Schauder): Veterinäranatomisches Institut, s-ankfurter Straße 94; 16.15 bis 18 Uhr (Professe Küst): Ambulatorische und geburtshilf. Veteri- i rklinik, Frankfurter Straße 94; 16.15 bis 18 Uhr 1 rofessor Pitzen): Orthopädische Klinik, Freiligrath- fmße 3; 19.15 bis 20 Uhr (Professor Scharrer): Liiritulturchemisches Institut, Braugasse 7a; 20.15 bs 21 Uhr (Professor Dietz): Voriesungsgebäude, L dwigstraße 23, Hörsaal 54; 20.15 bis 21 Uhr (.irofessor Herzog): Physiologisches Institut, Fried- kchstraße 24; 20.15 bis 21 Uhr (Professor Scharr'): Agrikulturchemisches Institut, Braugasse 7a; 2 15 bis 22 Uhr (Professor Dietz): Dorlesungs- gväude, Ludwigstraße 23, Hörsaal 54. Dornotizen. Tageskalender für Montag. lÄaukulturwoche: 10 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr ir Oberhessischen Museum (Altes Schloß) Sonder- asstellung „Das Haus- und Dorfbuch". — Gloria- Plast, Seltersweg: „Stimme aus dem Aether". — Lchtspielhaus, Bahnhofstraße: „Spaßvögel". — £rfus Barlay: 15.30 und 20.15 Uhr auf Oswalds- | arten. Einmaliges Gastspiel der Staatsschauspielerin Lil Dagover im Stadttheater. Die Intendanz des Stadttheaters Gießen hat für ! Dnnerstag, 11. Mai, die Staatsschauspielerin Lil Tn gove r für ein einmaliges Gastspiel verpflichtet. i 2» bekannte FNmkünstlerin wird mit einem Berlar Ensemble die neue Komödie „Spiel im Ernst $in G. T. Buchholz zur Aufführung bringen. Es n-fen ferner mit: Camillo Weber, Heinz Könnecke, Hnry Rllbesam lind Edu Wesener, der den Gieße- , n • Theaterbesuchern von seiner früheren hiesigen Tätigkeit her bekannt ist. Dieses einmalige Gastspiel ! friet außer Miete statt. Anfang 20 Uhr, Ende j AZ0 Uhr. Verschärfte Bekämpfung des Kartoffelkrebses. Rdz. Der Reichsernährungsminister hak eine Verminung erlassen, um eine verschärfte Bekämpfung ftt Kartoffelkrebses zu ermöglichen. Grundstücke, w- Stimme nicht kühler geklungen — vielleicht war dm Dienst nur ein Vorwand und er wollte nicht kow" men. — Sie kauerte in einen Sessel und versuchte, fid? W' Einzelheiten ihres letzten Beisammenseins ins dächtnis zu rufen. Er hatte erfahren, daß ihr früherer Mann hier war, und das hatte ihn sichtlich JJ* angenehm berührt. Aber sie konnte doch nichts dafür, ihr war es mindestens ebenso peinlich gewestu- Dann war Margit gekommen, und sie hatte kaum noch allein mit ihm sprechen können. Marait ihm wohl nicht besonders, aber das war doch 'er Grund, sie im Stich zu lassen. Er mußte doch Py len, daß sie ihn brauchte, daß er ihr helfen soun- Etwas unheimliches drängte sich an sie heran machte sie unsicher; etwas, das sie zwang, Gedanker zu haben, die sie nicht denken wollte, die fifflj Wünschen verdichten konnten, die sie nicht wünschen durfte. (Fortsetzung folgt.) 0:0. Burg — 1900 Die Laraccciolas Vorstoß. 'n der 7. Runde greift Caracciola den vor ihm aber weniger befriedigend war. Schlußstand der Tabelle ist: Der setzt allgemeines Tanken ein. «iDchselt. Dank dieser Leistung bleiben die Deut- riafo |thi, Wr d) e durch ihn Anteil üfi isenbahnei't m kann. mfall. Sonniaf ndstrche! : Derkehri! t t oem man an die erfahrungsmäßige Ueberlegen- hei der ausländischen Industrie im Kleinwagenbau Ehringshausen — Wehlar 0:2. Burg — 1900 0:0. Tanken — schnell wie nie. Snch der 15. Runde, der Hälfte des 390 Kilometer einstimmig; usgesprojt WM Happel belagern. Sehr gefährliche Angriffe hat die Hintermannschaft abzuwehren, und manch sicher scheinendes Tor wurde im letzten Moment vereitelt. Dann fiel die endgültige Entscheidung. Ein gefährlicher Angriff der Platzmannschaft landet im Tor der Teutonen. Die restlichen Minuten sahen wiederum nochmals die Teutonen in Front, Fett ging in den Sturm vor, aber an dem Resultat war nichts mehr zu ändern. Aufstiegspiele zur Aezirköklaffe. Dillenburg — Lollar 1:2; Burgsolms — Großen-Linöen 2:0. Lollar zeigte sich bei dem Spiel gegen Dillenburg von der besten Seite. Ueberraschend gelang es den Lollarern, die Leute von der Dill auf eigenem Platz zu schlagen. Auch die Großen-Lindener kehrten mit einem guten Resultat heim. Burgsolms führt nach wie vor die Spitze. Wenn auch Großen-Linden in Burgsolms verlor, so ist doch zu beachten, daß die Burg- solmser ganz besonders auf eigenem Platze nicht zu schlagen sind. Ausklang derVerbandsspiele^t93S/39 Der gestrige Sonntag brachte mit den beiden restlichen Spielen den Ausklang der Spielrunde 1938/39. i der Sertir der OJlXfpOTt Deutscher Sieg in Tripolis. Großer Erfolg im „kleinen" Mercedes Benz. Lleberraschungen im Kamps um die Deutsche Fußballmeisterschaft t r ? t 2 t f t S c uf der heir mholzhausk« igern zusm e auch eint n gerissen. J 1 »blieb beM lnterschene < ___Blau-Weißen konnten aus diesmal nicht in Burg zu dem erhofften Erfolg kommen. Die Tatsache, daß die Vereinigten (Reichsbahnsportverein Burg- Herborn) mit Ehringshausen den Abstieg antreten müssen, war Anlaß, noch einmal eine Leistung zu zeigen, die beweisen sollte, daß weniger das Können für diesen Umstand entscheidend war, sondern gewisse durch höhere Aufgaben heroorgerufene Schwierigkeiten hierfür ausschlaggeben waren. Die Blau- Weißen hatten hierfür einen Gegner vor sich, der neben ungeheurem Eifer eine Einsatzbereitschaft ein den Tag legte, die den Gästen keine Möglichkeit zur Spielentfaltung ließ. So sah man dann während des ganzen Spielverlaufs keine einzige Phase, die einen zwingenden Torerfolg zur Folge hätte haben müssen. Es war alles auf Zufall abgestellt, und da die beiden Hintermannschaften die besten Mannschaftsteile waren, traten keine Zufälligkeiten ein, so daß ein Resultat zustandekam, das den Platzbesitzern eine gewisse Genugtuung bereitete, den Blau-Weißen oller Stolz wird die deutsche Motorsportge- Iine ide die Botschaft aus Tripolis vernehmen: die neisn 1,5-Liter-Mercedes-Benz, die vor einem Mmat erst das Untertürkheimer Werk zu den trftn Probefahrten verlassen haben, sind auf der schrllsten Rennstrecke der Welt in ihrem ersten itntfoapen Kampf mit der Uebermacht der roten ifiienijd)en Alfa Romeo und Maserati siegreich ge- MiiDcn! Ein Erfolg, der fast unwahrscheinlich klingt, nmen. ; unbe^ ,ti l .Nnytt kf t. >'e 271591. W bas aus 'n. rund igj JA 2 " u"t> H er ÖemJ b am 3h? le,m unb n mtiber, w; . t für bas 6 Ausfälle... Inzwischen lichtete sich das Feld immer mehr, und auch im weiteren Verlauf rissen die Ausfälle nicht ab. Der Maserati-Spitzenfahrer Graf Trossi erschien nicht mehr, ebenso Farina und Pintacuda, deren Alfa Romeo an der Brennstoffzufuhr kleine Beschädigungen aufwiesen. Severis Alfa fing Feuer, das aber schnell gelöscht wurde. Biondetti, Ghersi (Maserati) und Aldrighetti (Alfa Romeo) steigen gleichfalls aus. Leider mußte auch der tapfere Schwarzwälder Pietsch die Waffen strecken. Ein Maschinenschaden setzte seinem verbissenen Kampfe ein Ende. Verhallen gefahren — sicher gewonnen. Der Dorsprung der beiden Silberpfeile, die ruhig und gleichmäßig ihre Runden ziehen, nimmt zu. Die beiden Deutschen bremsen das Tempo etwas ab, um den Sieg nicht unnötig zu gefährden. Der Durchschnitt sinkt langsam aber stetig auf 206, 202 und schließlich 197 km. Dennoch gestalten Lang und Caracciola das Rennen zu einem überlegenen Sieg. Der kleine Mercedes bewährt sich so, wie es selbst die kühnsten Optimisten nicht zu hoffen gewagt hatten. Er steht mustergültig durch und beweist, daß er mit seinem großen Bruder Formelwagen durchaus in eine Linie zu stellen ist. Riesiger Beifall umbraust die siegreichen Deutschen, die von Marschall Balbo lebhaft beglückwünscht werden. Lang kann aus den Händen des Gouverneurs von Libyen den herrlichen Ehrenpreis entgegennehmen. , Hühnlein beglückwünscht Mercedes-Benz. Tripolis, 7. Mai. (DNB.) Reichsleiter Korpsführer Hühnlein fcmdte anläßlich des groß- artigen Steges der deutschen Farben im Großen Preis von Tripolis an den Betriebsführer der Daimler-Benz-Werke Stuttgart - Untertürkheim folgendes Telegramm: „Der Doppelsieg im Großen Preis von Tripolis ist der stolze Lohn der frischen Initiative Ihres Hauses und ein neues Ruhmesblatt feiner alten Tradition. In unwahrscheinlich kurzer Zeit schufen Sie den 1,5-Liter-Rennwagen, der seine erste Feuerprobe nun so glänzend bestanden hat, und gaben mit ihm dem deutschen Kraftfahrsport eine Waffe in die Hand, die sich den sieggewohnten alten ebenbürtig an die Seite stellt. Ihnen und Ihren siegreichen Fahrern meine aufrichtige Anerkennung und meinen Dank. Korpsführer Hühnlein. ist der Sieg von Münzenberg sichergestellt. Die Tor- abstände werden von Angriff zu Angriff größer undMünzenberg kann auf 14:6 herankommen. Roch zweimal ist Gießen erfolgreich und kann somit das Ergebnis noch etwas herabdrücken. MTB. - 1900 17:11 (14:5). Anschließend an das Spiel um die Bannmeisterschaft traten die beiden Lokalrivalen 1900 und Mio. zum letzten Punktespiel an. Das Tressen brachte ein torreiches Ergebnis und zwei grundverschiedene Halbzeiten. Während Mtv. die erste Halbzeit in jeder Beziehung beherrschte, kam 1900 in der zweiten Spielhälfte besser zum Zug und konnte das Ergebnis wesentlich günstiger gestalten. Beiden Mannschaften stellten sich dem Schiedsrichter Jung in folgender Aufstellung: Mtv.: Breyl, Brenner, Grieb, Bingel, Hahn, Heil, Weigand, Strack, Möckel, Mehler und Pfeifer. 1900: Sieler, Birkenstock, Jsheim, Sendelbach, Husmann, Schmidt, Rohde, Herbert, Hoffmann, Korell, Schüler. Durch Strack und Möckel gehen die Mtver in Führung. Abwechselnde Erfolge, besonders hervorgerufen durch Freiwürfe, bringen den Gleichstand von 3:3. Da kommt die Angriffsreihe der Mtver gut in Fahrt und kann in regelmäßigen Abständen den Torreigen eröffnen. Immer wieder kommen die Stürmer gut durch und ein ausgezeichnetes Stellungsspiel, genaue Ballabgabe, verbunden mit sicherer Fangtechnik überwinden den 1900er Torwart. Sogar die Verteidigung der Männerturner rückt mit auf und ist an den Torwürfen beteiligt. 14:5 heißt es beim Halbzeitpfiff. Die erste Viertelstunde der zweiten Halbzeit bringt ein grundverschiedenes Bild. Die Blauweißen, nun mit dem Winde spielend, kommen auf 14:10 heran; die wenigen Torgelegenheiten der Mtver werden nicht ausgenutzt oder teilweise verschossen. Erst als Weigand schön freigespielt für die Gäste erfolgreich sein kann, da kommen die Männerturner noch einmal auf und können bei Schlußpfiff mit 17:11 als Sieger den Platz verlassen. An den Torerfolgen waren beteiligt: Strack 5, Mehler 5, Möckel 2, Brenner 2, Pfeifer und. Weigand. Für 1900 schoß besonders Hufmann. MSB. „Barbara" Gießen - Tv. Kirchgöns 3:16 (1:6). Nachdem die Artilleristen ihre beiden ersten Auf. ftiegspiele gegen Hanau und Hörnsheim jeweils klar verloren hatten, war für das Spiel gegen den Tabellenführer auch nicht viel zu erwarten. Denn schließlich hatte Kirch-Göns seinerseits die Spiel« gegen die genannten beiden Mannschaften hoch ge- wonnen. Trotzdem hegte man im Bereich der Blei» dornkaserne die stille Hoffnung, daß es dem MSV. gelingen würde, mit einer ganz großen Leistung eine Ueberraschunq zu bringen. Leider wurde aber diese Hoffnung nicht erfüllt, klarer als erwartet mußten sich die Einheimischen geschlagen bekennen. Es wirkte sich für die Gießener sehr nachteilig aus. daß am Vortage des Spiels der große Gelänoelauf der Wehrmacht stattfand. Die Strapazen dieses 5000-Meter-Laufes machten sich bei den Schwarz- Weißen immer mehr bemerkbar. Es steht außerdem fest, daß die Soldaten derzeit eine Formkrise rntt- machen, die sie überwinden müssen. Läuft die Elf erst einmal wieder zu der Form auf, di« sie in den entscheidenden Spielen der Staffel IV in der Bezirksklasse zeigte, dann kann sie gegen ihr« Gegner I in den Aufsttegspielen eher bestehen. VfB.-Reichsbahn III — Nieder-Ohmen I 3:3 (2:3). Als äußerst starker Gegner entpuppten sich die Gäste, die auch dem Spielverlauf entsprechend zumindest ein Unentschieden verdienten. Bei den Grün-Weißen klappte es nicht wie sonst, man vermißte vielfach den krönenden Torschuß. 1860 Hanau - „Teutonia" Watzenborn-Steinberg 4:2 (3:1). Zum zweiten.Aufstiegspiel weilten die Teutonen bei dem Sportverein 1860 in Hanau. Watzenborn-Steinberg mußte noch immer auf den verletzten Verteidiger Jung verzichten, und da auch noch der Ersatzoerteidiger K. Schmandt wegen Krankheit ersetzt werden mußte, stellte man den linken Läufer Naumann als rechten 23erteibiger. Die Mannschaft stand sonach: Happel; Naumann, Fett; Heinzemann, Hedrich, Fritsche; Schäfer, Däubiin, Schmidt, O. Haas, Buß. In der Mannschaft fehlten onach noch der gesperrte Läufer Heinrich Schmandt und der ebenfalls noch verletzte R. Lang. Hanau hat Platzwahl und spielt zuerst mit der Sonne. Die Teutonen kommen trotzdem sofort gut ins Spiel, und bereits in der zweiten Minute trifft Heinzemann mit einem wuchtigen Schuß nur die Querlatte. Di« Teutonen liegen weiter im Angriff. In der achten Minute nimmt Schmidt eine Vorlage wunderbar auf, umgeht den gegnerischen Verteidiger, und fast von der Strafraumgrenze schießt er flach zum ersten Treffer ein. Weiter ist Watzenborn- Steinberg die schnellere Mannschaft. Däubiin wird an der Strafraumgrenze hart gestoppt, den fälligen Strafstoß tritt Fett. Sein harter Schuß wird aber von einem Hanauer Verteidiger abgelenkt zur Ecke. Dann kommt Hanau merklich auf, die Verteidigung wird immer ballsicherer, und wett aus beiden Mannschaften heraus ragt Hanaus linker Verteidiger Muth. In der 18. Minute gleicht Hanau durch feinen Halbrechten durch unhaltbaren Schuß aus kurzer Entfernung aus. Die anderen drei Treffer an sich fielen, obwohl Hanau den größten Teil des Spieles leicht überlegen war, unglücklich für die Gäste. In der 23. Minute gehen die Platzherren in Führung. Dies gibt der Platzmannschaft noch mehr Antrieb und wirkt sich selbstverständlich deprimierend auf die Teutonen aus. Einige Eckbälle auf beiden Seiten und gar manche bange Minute hat noch Happel bis zum Halbzeitpfiff zu Überstehen. In der 40. Minute heißt es 3:1. Rach Halbzeit wollen die Platzbesitzer den Vorsprung vergrößern. Mit ungeheurer Schnelligkeit beginnen su» und erzielen auch kurz hintereinander drei Eckbälle. Ferner wehrt Naumann; auf der Torlinie stehend, einen sicheren Torschuß ab. Dann aber kommen die Teutonen ins Spiel. Sie beherrschen das Feld, und als Schmidt den Ball, nachdem er von beiden gegnerischen Verteidigern angegriffen wird, geschickt an Däubiin weiter gibt, bleibt dem Torhüter der Platzmannschaft nichts anders übrig, als den placiert geschossenen Ball aus dem Netz zu holen. Die Teutonen find weiterhin im Angriff, und das 3. Tor, also der Ausgleich, liegt in der Lust. Doch diese Drangperiode geht ohne weitere Treffer gut für die Platzmannschaft vorüber. Dann sind es die Schwarz-Weißen wieder, die das Tor von 5, Das Sie tränlt Dina nichts ies Engels, fah sie n leiser W war niA elerin, W irtner: ir rschiittert.v ,MaM bet f®>‘; ’n war. £ )as also * ■SS rbrecherw * 5 vollendet!' 'danken s harnw"^ war der^ ***y 4 llflh < lW'- r w/.tA ai f* W Gattg gegen den bayrischen Meister 1. F C. 0 5 Sch weinf ur t in Chemnitz vor 40 000 Zu- chauern mit 1:0 siegreich gestalten konnte. Mit dem strichen Ergebnis hatten die Mainfranken das Vor- piei gewonnen, aber bei Punktgleichheit weifen sie jetzt das schlechtere Torverhältnis (9:3 gegen 9:4) auf. Die beiden Gegentore im Rückspiel gegen Warnsdorf haben den Schweinfurtern den Grup- penjiea gekostet! In der Gruppe 3 haben die Stuttgarter Kickers weiterhin die ersten Aussichten auf den Gruppensieg, denn sie verzeichnen setzt 7:3 Punkte gegen je 5:5 von Admira und DfR. Die Kickers erreichten zwar im Rückspiel gegen Admira Wien vor 70 000 Zuschauern nur ein 1:1, aber sie haben damit ihren Vorsprung gehalten, da es auch im Treffen zwischen VfR. Mannheim und Dessau 05 ein Unentschieden gab. Die Entscheidung fällt nun in den Spielen Dessau — Kickers und Admira — DfR. In der Gruppe 1, wo der Hamburger SD. dicht vor dem Sieg steht, wurde an diesem Sonntag nicht gespielt. E>A.-Brigadel47 — GA.-Brigade 46 8:4 (3:2). Auf dem Sportplätze der Spvg. 1900 standen sich beide Mannschaften am Sonntagoorrntttag zum Ausscheidungsspiel gegenüber, das der SA.-Brigade 147 Sieg und Teilnahme an den weiteren Spielen brachte. Wenn schon das Ergebnis recht eindeutig ausgefallen ist, so waren sich dennoch beide Mannschaften vollkommen gleichwertig. Der Sieg der Brigade 147 wurde erst in den letzten Spielminuten sichergeftellt, denn eine Schwächeperiode, vor allem aber unzulängliches Deckungsspiel der Gäste, brachte der Platzmannschaft drei sichere Tore. Gießen hat Anwurf und kann nach etwa 10 Minuten durch den Halbrechten in Führung gehen; aber sofort gleicht die Brigade 46 aus und liegt wieder in Front. Ein wunderbarer, Schuß des Mittelstürmers geht aus sicherer Lage an den Pfosten; beide Tore werden abwechselnd stark bedrängt und nur all zu reichliches Schußpech beiderseits verhindert zunächst weitere Erfolge. Ein Freiwurf bringt Gießen die Führung und wenig später steht der Kampf 3:1; mit dem Halbzeitpfiff verkürzen die Gäste auf 3:2. Gleiches Tempo und voller Einsatz der Spieler brachte auch die zweite Spielhälfte. Ja, es gelingt der Brigade 46 auszugleichen und nun beginnt ein mitreißender Kampf um die Führung. Da kommt Gießen zum Schuß, aber der. Spieler steht abseits! Ein weiterer Angriff Gießens schließt mit einem gutgelungenen Freiwurf ab. Alle Anstrengungen der Gäste bleiben zunächst erfolglos, denn den Würfen, die aus oft weiter Entfernung aufs Tor gelangen, fehlt der nötige Druck; abermals kann Gießen auf 5:3 erhöhen. Ein Freiwurf der Gäste verkürzt. 5:4 steht der Kampf und noch ist das Spiel nicht entschieden. Lange wird dieser Stand gehalten, bis die Gießener eine Schwächeperiode der Brigade 46 in den letzten Spielminuten geschickt ausnützen. Durch Deckungsfehler der Hintermannschaft können die Spieler der Brigade 147 drei weitere Tore vorlegen und hiermit den Sieg sicherstellen. Das Spiel wurde von beiden Mannschaften unter Leitung des Kameraden Becker anständig durchgeführt. Münzenberg Bannmeister im Handball MTV. Gießen — Münzenberg 8:14 (4:4). Das gestrige Endspiel brachte auf dem Sportplatz der Spvgg. 1900 dem Sieger der Gruppe Friedberg, To. Münzenberg, die Bannmeisterschaft und somit die Teilnahme an den Spielen um den Gebietsmeister. Beide Mannschaften stellten ihre stärkste Vertretung ins Feld. Münzenberg bot in diesem entscheidenden Spiel die bessere Gesamtleistung und gewann verdient. Gießen hielt sich bis zur Halbzeit gut, aber dann tauchten besonders in der Hintermannschaft Mängel auf, die auch dem weiteren Verlauf des Spieles Gestaltung gaben. MTV. kann durch eine lange Ecke von Iugharbt in Führung gehen, die ein Freiwurf der Gäste ausgleicht; Münzenberg zieht mit 3:1 davon. Kurz darauf kommen die MTV. mit zwei Freiwürfen zu einem Gleichstand von 3:3. Ein abspringender Pfostenschuß von Bittendorf verwandelt Iughardt. Diesem Treffer kommen die Gäste bis Halbzeit nach. Nach dem Wechsel kann MTV. noch einmal die Führung übernehmen und dann fällt die Mannschaft vollkommen in sich zusammen. Die Hintermannschaft läßt sich gänzlich überrennen; auch die Deckung mit Freiwürfen versagt. Mit 9:5 zieht Münzenberg davon. Die Mannschaftslekstung der MTB. läßt immLr mehr und mehr nach und schon 1 5 f |. 3 Irlenborn. Friedberg: Winkler, Ebner, Groß, Eisen- reich, Roskoni, Gutmann, Süßenberger, Schwarz, Mobs, Baumann, Hornung. Der Spielverlauf: Der Anstoß vom VfB.-R. wurde abgefangen, doch überraschend setzten sich die Grün- Weißen in der Hälfte der Gäste fest, und schon mußte Winkler sein ganzes Können aufbieten, um der stürmischen Angriffe der Grün-Weißen Herr zu werden. Gefährliche Augenblicke hatte die Gästehintermannschaft zu überstehen, eine große Chance wurde ausgelassen, als ein Scharfschuß, der die Latte streifte, nicht verwandelt werden konnte. Eine Ecke wurde durch Abseitsstellung verdorben, und bei einem überraschenden Durchbruch von Süßen- berger konnte dieser in der 8. Minute das Führungstor für feine Farben schießen. Das Spiel wurde nun offen, Frey setzte einen Bombenschuß aufs Tor, doch stand Winkler richtig und konnte gerade noch abwehren. Kurz vor der Pause nützte Hornung, der schwächste Mann der Gäste, ein Mißverständnis zwischen Leutheuser und Godglück aus und schob den Ball zum zweiten Treffer ein. Nach dem Wechsel hatte Friedberg mehr vom Spiel, da die Grün-Weißen Heß in den Sturm stellten. Die Gäste setzten sich zunächst in des Gegners Hälfte fest, aber die Hintermannschaft der Grünweißen wehrte alle Angriffe ab. Godglück zeigte großartige Paraden. Auf der anderen Seite war es Berlenbach, der sich schön durchspielte und einen harten Schuß anbrachte, der aber von Winkler gemeistert wurde. Das Spiel wurde wieder verteilt, wenn auch mehrere Ecken für Friedberg fällig waren, die aber nichts einbrachten. Die Außenstürmer der Grün-Weißen wurden sehr wenig eingesetzt, was sich sehr auswirkte. Die Grün-Weißen brachten endlich in der 86. Minute durch Heß ihren Ehrentreffer an, der leider zu spät tarn. Dieses Tor war der Anlaß zu stürmischen Angriffen der Grünweißen, die jetzt alles auf eine Karte fetzten, und schon glaubte man an den Ausgleich, als Berlenbach eine Bombe auf das Gehäuse von Winkler abschoß, aber dieser konnte den Ball noch abklatschen. Kurz darauf pfiff Botz das spanne nds Spiel ah. ÄfA.-ReichSbahn Gießen. 1 !k Reichsb. I - BfB. Friedberg (Clgo) 1:2 (0:2). Mer war es den Grün-Weißen nicht vergönnt, i nkr Pokalrunde weiterzukommen, knapp aber ver- äti: siegten die Gäste. Die Grün-Weißen, die rriirirum mit Ersatz für Gottschalk und den ge- s pmen Kramer antreten mußten, zeigten wieder eiirrml ein Spiel, das zeitweise begeistern konnte. der Grün-Weißen gab sein Bestes. Die Fried- Bikitr hatten durch ihre körperlich starke Läufer- re ;c ein kleines Plus, sonst ragte außer Mobs kein t;5:cjer hervor. Dem Schiedsrichter Boß (Wallau), die seine Sache gut machte, stellten sich folgende üAjnschaften: im i' B. = 31.: Godglück, Leutheuser I, Minder, Krä- rnjiHeß, Berlenbach, Drumm, Fischer, Lukgschew- t id ^orrissen, Freq. den Endrundenspielen um die deutsche Fuß- 1 ^Meisterschaft ging es am ersten Mai-Sonntag i ich ohne einige kräftige Uederraschungen ab. Für I ie »größte wurde zweifellos in der Dortmunder i -ar;pfbabn „Rote Erde" gesorgt, wo der Südwest- i per er Wormatia Worms, erstmals wieder 8i'N den hessischen Gauliga-Mannschaften, die am iirintag mit viel Hoffnungen in den Pokalkampf iicm, sind Hanau 93, Dunlop Hanau und Hessen 5t- Hersfeld gleich am ersten Hindernis hängen- Mri)en. Altmeister Hanau 93 führte zwar gegen i nieder sehr stark gewordenen Fuldaer Borussen ’.:oer Pause 1:0, aber nach Seitenwechsel glich sZastgeber nicht nur aus, sondern schoß auch (ic das siegbringende zweite Tor. Hersfeld un= icjg mit dem gleichen Ergebnis beim SV. 06 1-stld und Dunlop Hanau wurde in Niederroden- vh mit 0:1 besiegt. Der VfB. Friedberg konnte lc beim VfB.-Reichsbahn Gießen mit 2:1 (2:0) i Kiaipten und auch Kewa Wachenbuchen, Sport I M und Kurhessen Kassel schossen je ein Tor mehr i As ihre Gastgeber aus der Bezirksklasse. Klare iBtc: erfochten VfB. Großauheim und Spielverein I M in Großkarben und Marburg. Bemerkens- \ iditft der 3:2-Sieg der der Kreisklasse angehören- TSG. Rodheim in Oberlahnstein. In der Auf- ! 'um dritten Male hintereinander gewann der Lawabe Hermann Lang auf dem heißen Kurs — — iv! Tripolis unter den Strahlen der afrikanischen " hypll,^ 5o ne. Er siegte mit einem Stundendurchschnitt inb SkrhijN wr 197,796 Kilometer vor seinem Kameraden, EuDpameifter Rudolf Caracciola, der drei Minu- hen Prüsid, enifpäter eintraf. Mit einer Runde Abstand folgte EnUio Villoresi auf Alfa Romeo. .? M- Lang von Anfang an. ; K -Jing* um die 13,1 Kilometer lange Strecke, die ibaii n ' 10r,al zu durchfahren war, hatten sich 50 000 Zu- pinfHm < Hluer eingefunden. Kurz vor Beginn des Rennens, los diesmal allein dem 1,5-Liter-Wagen vorbehalten utFath spielend, Schalke 04 mit 2:1 (2:1) nie- Mmpfte. Die Westfalen wären im Falle eines >ieac5 Gruppensieger gewesen, nun bringt erst das iirfpiel gegen V/R. Gleiwitz die Entscheidung, eh der Schlesienmeister war in heimischer Um- cb.mg gegen Kassel 03 mit 2:0 erfolgreich. Ise zweite Ueberraschung kam in Stolp zustande, D 5er Pommernmeister Viktoria Stolp die il> tuna Düsseldorf mit 1:0 (1:0) bezwang, rkiimttich hatten die Rheinländer auch schon im ipiel einen schweren Stand gegen die Pommern, t n diese Niederlage hatte man doch nicht erwar- " . Fortuna ist aber schon vor acht Tagen nach dem k über Sülz 07 zum Gruppensieg gekommen. lls Gegner der Düsseldorfer im Kampf um den tritt in die Vorschlußrunde hat sich der iecriden Dr. Farina an und bald darauf geht er foiAaw 04 m >ern großen Gegner vorbei. Die beiden Deutschen i'iS-fc 1 toim die Spitze! Italiens große Hoffnung, Luigi Wl-resi, und fein schneller Stromlinien-Maserati, wrenje »iernm Training die weitaus schnellste Zeit erreicht mmiUMftt : ,ol-, enttäuschen. Der Wagen ist nicht in Ordnung n oen om scheidet schließlich mit Schaltdefekt aus. Farina . -L J9 ' jrcuft heran, wirft sich auf Caracciola, der den ^0T{; ! Imriff aber ab wehrt. Die Deutschen drehen nun ;e! rig auf, sie zeigen die Kraft des neuen Mer- wenn auti i >edA-Benz in einer einzigartigen Demonstration. Bfljgn erreicht in der 12. Runde 3:43,77 Minuten SchllmM ilnl ntit«hin 211,67 km/st. hing W te siele nü'PlW. iroebt m rein MM Rennens, nqen -aiZs DJlonteure brauchen 40, Caracciolas Be- l unbbas: r:‘-r 43 Sekunden. Dabei werden noch die Reifen L.c. v - tll^cblelt. Dank dieser fieiftuna bleiben die Deut- < Q( ne, erschien Marschall Balbo und gab nach kurzer ..f Seirüßung der Spitzenfahrer das Zeichen zum .Av stiri. Aus der ersten Runde kehrte Lang als op^enreiter vor Farina (Alfa Romeo) und Ca° Taciola zurück. Ständig wuchs sein Vorsprung bis ns Ziel. Steinberg Spiele 18 Gew. Unentsch. Verl. Pkte. 14 2 2 30:6 1900 18 10 5 3 25:11 VfB.-R. 18 12 0 6 24:12 Wetzlar 18 9 3 6 21:15 Naunheim 18 10 1 7 21:15 Frohnhausen 18 8 2 8 18:18 Bissenberg 18 5 4 9 14:22 Sinn 18 4 4 10 12:24 Burg 18 2 5 11 9:27 Ehringshausen 18 3 0 15 6:30 SA. im Wiederholungskampf zum Wehrsportabzeichen. Am Sonntagoormittag unterzogen sich 57 Bewerber für das SA.-Wehrsportabzeichen aus den technischen Stürmen des Sturmbannes IV der SA.- Standarte, den Pionier-Stürmen 1 und 2 und des Nachrichtensturmes, den erforderlichen Prüfungen. Für die Uebungen war der Universitäts-Sportplatz eine ideale Kampfstätte, und da auch das Wetter günstig war, wurden gute Ergebnisse erzielt. Die Leitung der Uebungen hatte SA.-Sturmführer Gustav Frey (Pi. 1/116) als Prüfer, dem eine Anzahl Kameraden, die Inhaber des Lehrfcheines sind, hilfreich zur Seite standen. Die Bewerber traten in zwei Klassen an, in der Klasse A für die SA.-Männer von 18 bis 30 und der Klasse B die pon 31 bis 40 Jahren. Für die Klasse A bestanden die Uebungen aus einem 100-Meter-Lauf, Weltsprung, Kugelstoßen, chandgranaten-Weitwurf und einem 3000 - Meter - Lauf, der siebeneinhalb Runden um die Kampfbahn führte. Die Mindestbedingungen waren 3 Punkte für die Einzelübung und insgesamt 30 Punkte für die Gesamtleistung für die Klasse A und 1 Punkt bzw. 25 Gesamtpunkte für die Klasse B. Die Abwicklung der Uebungen ging dank der Vor- bereitungen und des durch die Teilnehmer bekundeten Interesses verhältnismäßig rasch vonstatten. Infolge der Kleinarbeit in den einzelnen Stürmen wurden die einzelnen Uebungen, die zum Teil erhebliche Anforderungen an die körperliche Gewandtheit, an die Ausdauer, wie an die Einsatzbereitschaft des einzelnen überhaupt stellten, erfolgreich durch- geführt.__ Das spiegelt sich auch in dem guten Ergebnis wieder, nach dem von 57 Bewerbern 45 die Prüfungen bestanden und weit über das Mindestmaß hinaus zu Punkten kamen. Die höchste Punktzahl in der Klasse A errang Rottenführer Emsbach (Ra. 116) mit 63, an zweiter Stelle mit nur einem Punkt Unterschied (62) stand Rottenführer Bellosf (Pi. 1/116). In der Klasse B stand Rottenführer Heinrich S t a b e l (Pi. 1/116) mit 38 Punkten an erster Stelle. Basketballspiel: Gießen — Göttingen 48:31 (25:23) Einer Einladung der Gießener Basketballer folgend trafen am Samstagabend ausländische Studenten der Universität Göttingen zu einem Freundschafts- und Werbespiel in der DfB.-Halle in Gießen ein. Gauobmann Mohr hieß die Gäste willkommen. Es hatte sich.eine stattliche Zahl Anhänger in der Halle eingefunden, als beide Mannschaften ins Feld liefen. Die Gießener Stadtvertretung rekrutierte sich aus Spielern des MTB., Spvgg. 1900 und VfB.-Reichsbahn. Die Gäste bestritten den Kampf in der vorgesehenen Aufstellung. Für Gießen spielten: Krausch, Rau, Haas, Kraft I., Kraft II., Schuld!, Möll, Leutheuser und Häuser. Das Spiel selbst nahm einen schönen Verlauf und brachte immer wieder spannende Szenen vor den Körben. Die Ausländer legten eine ungeheure Schnelligkeit, Ballsicherheit und einen unheimlich genauen Korbwurf an den Tag. Dagegen baute Gießen die Angriffe kurz auf und lag bei Halbzeit knapp in Front. Nach dem Wechsel konnten die Gäste etwas herankommen, aber dennoch verstand es der Gastgeber durch geschicktes Auswechseln im-. mer wieder ausgeruhte (Spieler einzustellen und somit einen sicheren Sieg zu landen. Ergebnisse der HandSall-Meisterschasts - Endspiele. Gruppe 1: MSV. JR. 49 Carlowitz — MTSA. Leipzig 4:10 (3:5); SV. Elektra Berlin — Hindenburg Bischofsburg 11:5 (2:3). Gruppe 2: MSV. Weißenfels — Oberalster Hamburg 6:11 (5:3); MSV. Lüneburg — Hindenburg Minden 5:8 (2:3). Gruppe 3: Linkforter SpVg. — TSG. 61 Ludwigshafen 12:6 (7:3); VfB. 08 Aachen — ff Aromen 5:4 (2:2). Gruppe 4 : SV. Waldhof — Post SV. München 6:5 (5:3); TV. Altenstadt — Wiener AC. 3:2 (2:2). ArturHeina schwamm neuen Weltrekord Bei den letzten Hallenprüfungskämpfen der westdeutschen Schwimmer auf der rekordfähigen und amtlich vermessenen 25-Meter-Bahn in Solingen- Ohligs stellte Artur Heina (Gladbeck) im 500-m- Brustschwimmen mit 7,13 Minuten einen neuen Weltrekord auf. Heina hat außer der Weltbestleistung des Amerikaners Joe Higgins mit 7:18,8 Minuten auch den Europarekord des Holländers Smitshuyzen mit 7:21,4 Minuten und den deutschen Rekord von Joachim Balke mit 7:25,6 Minuten verbessert. Rhein-Mainische Börse. F r a n k f u nt a. M., 6. Mai. Zum Wochenschluß trat keine Aenderung in der bisher stillen Geschäftslage ein. Kundschaft und Berufskreise ver« halten sich weiter abwartend. Die Grundtendenz blieb, gestützt auf die weiterhin günstigen Wirt- schastsnachrichten, absolut freundlich. Am A k t i e n m a r f entwickelten sich die Kurse erneut etwas ungleichmäßig, meist hielten sich die Veränderungen innerhalb eines Prozentes. Verhältnismäßig fest notierten u. a. BMW. mit 147,65 (146,50), Holzmann mit 152,50 (151,50), Scheideanstalt mit 202,50 (201,50) und Hoesch mit 109 (108,25) sowie Laurahütte mit 16,40 (15,75). Hingegen bröckelten u. a. IG. Farben auf 149,50 (150), Mannesmann auf 106,65 (107). Der Rentenmarkt zeigte eine weitere Ent- spannung, Abgaben lagen kaum vor. Variable Industrie-Obligationen notierten vorwiegend weitere 0,13 bis 0,25 v. H. erholt. Von Auslosungsanleihen Reichsaltbesitz 0,13 o. H. ermäßigt auf 131,90, andererseits Dekosama I 135,50 (135,35); Reichsbahn- Vorzugsaktien unverändert 124,75. Unverändert blieben Pfandbriefe, Stadtanleihen sowie die meisten Staatspapiere, 29er Hessen 0,13 v. H. erhöht auf 99,90. Von Liguidationspfandbriefen Franks. Hyp. 101 (100,80), Franks. Pfandbriefbank 100,90 (100,65). Im Freiverkehr stiegen Kommunal-Um- schuldung auf 93,50 bis 93,55 (93,50), 4 v. H. Ren- tenbank-Ablösung auf 89,50 bis 89,65 (89,40). Reichsaltbesitz und Reichsbahn-Vorzugsaktien waren später je 0,13 v. H. höher gesucht mit 132 bzw. 124,90. Der Freiverkehr zeigte bei ruhigem Geschäft teilweise etwas höhere Kurse: Dingler 114 bis 116 (113,50 bis 115,50), Elsass. Bad. Wolle 98 bis 99 (97,50 bis 99,50), Rastatter Waggon 57,50 Geld (57), Growag 83 bis 85 (82 bis 84). Tagesgeld unverändert 2,25 v. H. Statt besonderer Anzeige« Dem allmächtigen Gott hat es gefallen, meinen lieben Vater Ludwig Hainebach Pfarrer i. R in die Ewigkeit abzurufen, In tiefer Trauer Elisabeth Hainebach, Gießen, den 6. Mai 1939a sucht. 33780 Goethestr.33I. sucht. 02272 3371D Stellengesuche! Statt Karten Babette Günther, geb. Lefler maschine I Vermietungen 33630 nach kurzer, schwerer Krankheit sanft entschlafen. N Gießen, den 8. Mai 1939. j Mietgesuche Reformhaus am Krenznlatz 5 02327 Ruf 2130. ksMmM Angelika Dieringer Von 10—19 Uhr 33670 Hinterbliebenen: Gießen, Kassel und Stade, den 7. Mai 1939. * 3379V Für meinen Gebildetes [Stellenangebote) Haushalt tüchtig. 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Kulturart qm Nr. und Gewann 16 17 19 21 22 23 25 9 11 12 13 XI 153 Acker, auf dem Hopsensack... 1171 I 676 Grabgarten mit Schuppen, in den Johannesgärten....... 674 vn er /Acker, über der Kleewiese.... 945/ AH /Wiese, daselbst 1044/ XVI 128 Acker, in der Hunsbach..... 1129 I 539 Grasgarten, in der Sauerbrüh 989 X 228 Wiese, auf dem Stein..... 1082 IX 125 Acker, in den untersten Has- äckern.................... 1886 B) Grundbuch für Wieseck, Band I, Blatt 48: XVI 127 Acker, in der Hunsbach..... 1013 XII 169 Wiese (Baumstück), auf dem Kaisersberg............... 1399 XVI 112 Acker (Baumstück), in det Hunsbach................. 1618 I 223 Hofreite, im Ort.......... 332 Betrag d. Schätzung RM. 120,- 850,—■ 320,— 140,— 560,— 290,— 300,- 130,- 480,— 240,— 3300r- Zus.: 6730,- Einheitswert (1. 1. 35): insgesamt 4500,— RM. Die Wirksamkeit der Abgabe von Geboten ist gemäß Grundstücks* vcrkchrsbckanntmachung vom 26. 1. 1937 von der int Versteigerung^ termin vorzulegenden Genehmigung des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen abhängig. 33590 Gießen, den 3. Mai 1939. Im Auftrage des Amtsgerichts Gießen: Karle, Ortsgerichtsvorsteher. Schweinezüchter! Am Mittwoch, dem 10. Mai, vormittags 9 Uhr, findet in Lang-Göns eine Zuchtsauen-Schau verbunden mit Verkauf von eingetragenen tragenden Jung' sauen statt. Interessenten ist'hier Gelegenheit geboten, gute- Zuchtmaterial zu erwerben. Schweinezuchtvereinigung Oberhessen Geschäftsstelle: Tierzuchtamt Gießen.