Nr. 83 Erstes via« 189. Jahrgang samstag, 8./§omitag,9. April 1939 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gietzener Familienblatter Heimat im Bild • Die Scholle Monatt-Vezugrpreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. „ - 25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern ;nfolge höherer Gewalt Zernfprechanfchlüffe nnter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach» schien: Anzeiger Stehen Postscheckkonto: Krantturt am Main 11686 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrShlsch« Univerfitätsdruckerei «.Lange in Sieben. Schriftleitung und SeschSflrftelle: Schulstratze 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8^/,Uhr des Dormittags Grundpreise für 1 mm Höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Te;t- anzeigen von 70 m m Breite 50Rpf.,Platzvorschrist nach vorh. Dereinbg.25°/„ mehr. 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Im Norden ist die Stadt Alessio besetzt und der weitere Vormarsch angetreten worden. Im Süden Albaniens wurde Delvina erreicht. Die italienischen Truppen haben in B a l o n a eine sympathische Aufnahme gefunden. Die Bevölkerung hat von sich aus auf dem Rathausturm die italienische Flagge gehißt. Zogu verpraßte die italienischen Hilfsgelder. Der frühere Präfekt von Durazzo, Marco K h o - deli, ist in Bari eingetroffen und hat über den dortigen Sender einen Appell an die Albaner gerichtet, den italienischen Truppen keinen weiteren Widerstand entgegenzusetzm. In dem Aufruf heißt es: „Die jetzigen Ereignisse sind die Folge einer verhängnisvollen und unaufrichtigen Politik König Zogus. Seit langem hoffte das albanische Volk, auf Grund des moralischen und materiellen Beistandes Italiens, das bis heute in Albanien große Summen angelegt hat, auf bessere Tage. Aber diese Gelder haben, anstatt für die Entwicklung des Landes Verwendung zu finden, nur d i e Taschen einiger Weniger gefüllt, an deren Spitze Zogu stand. Sein Leben war ein Werk des Luxus und ebenso das aller Prinzen und Prinzessinen sowie des ganzen Hofes. Die Staatskasse und die Privatkasse Zogus wurden eins. Seine Ausgaben kannten weder Maß noch Grenzen. Es genügt, an die Millionen zu erinnern, die für Diamanten und Edelsteine der Prinzessinnen, für ihre Auslandsreisen usw. vergeudet wurden, während das Volk Hunger litt. Selbst die ausländischen Unterstützungsgelder für die Armen wanderten in die Taschen des Königs." „Albaner", so schloß der Appell, „ihr werdet nun sehen, daß Mussolini als wahrer Freund des albanischen Volkes ein geeintes, unabhängiges und lebens starkes Albanien schaffen wird. Die italienischen Truppen, die' in Albanien gelandet sind, haben die Mission: Die Ordnung, den Frieden und die Gerechtigkeit zu bringen, die das Regime Zogus zerstörte." Zogu aus Tirana geflüchtet. provisorische Regierung gebildet? Rom, 8. April. (DNB.) Die Agentur Stefani verbreitet um 0.45 Uhr aus Tirana eine Meldung, in der es heißt: König Zogu und die Regierungsmitglieder haben eingefehen, daß sie nicht länger in Tirana bleiben können. 3m Morgengrauen bemerkte man lebhafte Tätigkeit im Königspalast, und gegen 5 Uhr morgens verließ ein langer Zug von Wagen Tirana in Richtung Elbaffan. Es gehl das Gerücht um, daß sich in Tirana eine aus verantwortlichen Männern zusawwengesehle provisorische Regierung zu bilden im Begriff ist, die Albanien ein von gesundem Gerechtigkeitsgefühl und Aufrichtigkeit inspiriertes Regime unter dem Schuh Italiens geben will. 3n letzter Stunde laufen Nachrichten ein, daß dunkle und verantwortungslose Elemente zu Plünderungen in Tirana übergegangen sind. Italienische Truppen in Tirana Ruhe wiederhergestellt. Rom, 8. April. (DNB. Funkspruch.) Das. G e - wehrfeuer, das in den Abendstunden nach der Flucht des Königs, seiner Familie und der Mitglieder der ehemaligen Regierung ein besorgniserregendes Ausmaß angenommen hatte, da bewaffnete Sträflingsbanden die Sladl durchzogen, hat bis.zum Morgengrauen angedauert. Am Samstag um 9.30 Ahr find die italie- nifchen Truppen in die albanische Haupt st adl Tirana einmarschiert. Der königliche Palast, die Residenz der Schwestern des Königs, ist geplündert worden. Auch die Sicherheit der italienischen Gesandtschaft schien in manchen Augenblicken bedroht. Seit den Nachmittagsstunden waren die wenigen Gendarmen, die die albanische Regierung der Gesandtschaft zur Verfügung gestellt hatte, verschwunden, während gleichzeitig auf der Straße Tirana—Durazzo die Brücke von Sciah in die Luft gesprengt wurde, um den Vormarsch des italienischen Expeditionskorps aufzuhalten. Die Ordnung wurde in der Stadt im Laufe der Nacht durch das Eingreifen des Obersten S t a m a t i zusammen mit einigen Gendarmerieoffizieren und den Militärattaches der italienischen Gesandtschaft und einigen Italienern wiederhergestellt. Zahlreiche Plünderer wurden festgenommen und die Radio-, Telegraphen- und Telephonverbindungen wiederhergestellt, hohe Beamte und Journalisten haben sich dann mit der italienischen Gesandtschaft in Verbindung gesetzt und ihr bestätigt, daß der gesunde Teil der öffentlichen Meinung für das fa- fchistische Italien sei, das mit seiner entschlossenen und raschen Aktion in Albanien einen Zustand wiederherstelle, der dem Lande einen raschen Fortschritt auf allen Gebieten sichere. Bewaffnete Banden, die in die Stadt zurückkehren, werden sofort entwaffnet. — Die Zeitungen in Tirana bereiten Extrablätter vor, die die Ereignisse des gestrigen Tages schildern und das Eintreffen der tapferen italienischen Truppen in der Hauptstadt ankündigen werden. Lord Perth überreicht Graf Giotto eine Note. Nom, 7. April. (Europapreß.) Amtlich wird mitgeteilt: „Der englische Botschafter Lord Perth hat am Freitag den italienischen Außenminister Graf C i a n o aufgesucht, um ihm eine Note zu überreichen. Diese nimmt Bezug auf die Ereignisse in Albanien. — Graf Ciano hat dem britischen Botschafter zweckmäßige Versicherungen und Aufklärungen gegeben." * In San Remo an der Riviera sind die beiden englischen Kriegsschiffe „W a r s p i t e" und „Aber - d e e n" eingetroffen und haben an der Reede Anker geworfen. Zwischen dem britischen Admiral und den italienischen Behörden wurden die üblichen Höflichkeitsbesuche ausgetauscht. sich in Tirana und an anderen Orlen bedrohliche Kundgebungen bewaffneter Banden ereignet, die die in Albanien ansässigen Jtalierter in besondere Gefahr gebracht haben. Am Donnerstagmorgen haben italienische Kriegsschiffe von Durazzo und Valona aus viele Hunderte von Italienern, darunter Frauen und Kinder, in die Heimat zurückgebrachl. Am Donnerstagabend find italienische Truppenkontingente von Brindisi und Bari nach Albanien abgegangen. Zur gleichen Stunde Ist das Erste F l o t t e n g e s ch w a d e r in See gestochen, das am Freitagmorgen längs der alba- uischen Küste zwischen Santa Quaranla und San Giovanni di Medua kreuze. Das Flugzeug- gefchwader A ist mobilisiert. Die Truppenlandungen. Rom, 7. April. (Europapreß.) Amtlich wird mitgeteilt: Die L a n d u n g der italienischen Truppen in den Häfen non Santa Quaranta, Valona, Durazzo und San Giovanni Medua hat sich am Freitag bei Tagesanbruch vollzogen. Die Truppenlandungen stießen auf keinen nennenswer - -ten Widerstand mit Ausnahme in Durazzo, :mo ein Widerstandsversuch bewaffneter Banden sofort vereitelt wurde. Von Durazzo aus haben die Truppen den Vormarsch in das Innere Albaniens begonnen. Die Bevölkerung nimmt eine ruhige Haltung ein. Vierhundert Flugzeuge des italienischen Luftaeschwaders A kreuzen über Albanien. Sie haben Befehl, keine Orte zu bombardieren und die Bevölkerung zu schonen. König Zogu i. von Albanien. — (Scherl-Bilderdienst.) Tor zur Adria. Wenn Italien mit Recht das Mittelmeer als seinen Lebensraum betrachtet, so ist in noch viel engerem Sinne die Adria das italienische „Mare nostrum", dessen Beherrschung für Italien eine Lebensnotwendigkeit darstellt, so lange es beansprucht, als Großmacht bewertet zu werden. Das ist auch von jeher von aller Welt anerkannt worden und in den verschiedensten Verträgen zum Ausdruck gekommen. Schon aus strategischen Gründen wäre es für Italien eine Unmöglichkeit, zu dulden, daß an der von der italienischen Küste kaum 50 Kilometer entfernten Küste Albaniens fremde Interessen sich ein Bollwerk schaffen würden. Italien hat daher bereits seit dem Auseinanderfall des türkischen Reiches auf der Balkanhalbinsel seine lebenswichtigen Interessen an dieser Küste unmißverständlich angemeldet und alle Versuche anderer Mächte, hier Einfluß zu gewinnen, mit aller Entschiedenheit abgewehrt. Diese Dinge gehen weit zurück in die Vorkriegsgeschichte, als die Adria zwischen den beiden Teilhabern des Dreibundes, Italien und Oesterreich- Ungarn, mehrfach Anlaß zu Rivalitäten gegeben hat. Auch in den ersten Nachkriegsjahren, als Jugoslawien die Nachfolge der österreichisch-ungarischen Adria-Interessen angetreten hatte, ist es, über die Abgrenzung der Interessensphären vielfach zu erheblichen Reibungen gekommen. Der italieni sch- jugoslawische Freundschaftsvertrag vom Jahre 1934 hat jedoch auch in diesem Punkt volle Klarheit geschaffen und die ruhige Aufnahme, die die jetzige Aktion Italiens zur Sicherstellung seiner Interessen in Albanien in Belgrad gefunden hat, ist der beste Beweis dafür, daß hier jeder Konfliktsstoff fehlt. Wenn es in den letzten Tagen in Albanien zu Unruhen gekommen ist und sich dabei Ausschreitungen bewaffneter Banden gegen dort ansässige Italiener zugetragen haben, so sind die Urheber dieser Zwischenfälle in einem ganz anderen Lager zu suchen. Aus den Mitteilungen der italienischen Presse geht hervor, daß König Zogu die ihm von der italienischen Regierung in beträchtlichem Maße zur Verfügung gestellten Mittel für seinen persönlichen Bedarf verwandt hat, statt sie für die Erschließung seines Landes einzusetzen. Das hat selbstverständlich in der albanischen Bevölkerung Mißstimmung erregt, die von ausländischen Drahtziehern zu einer Hetze gegen Italien ausgenutzt worden ist. Um dieser von vornherein die Spitze abzubrechen und völlige Klarheit in dem italienisch- albanischen Verhältnis zu schaffen, haben italienische Truppen das Land besetzt. Albanien, das alte Illyrikum der Römer, wurde im 5. bis 7. Jahrhundert von Gothen, Slowenen und Bulgaren überrannt und kam im 14. Jahrhundert schließlich unter serbische Herrschaft, während die Küstenstriche Neapolitanern und später der Republik Venedig anheimfielen. Nach der Schlacht auf dem Amselfelde 1389, die die Türkenherrschaft auf dem Balkan begründete, wanderten viele albanische Stämme nach Griechenland aus, wo sie den Türken tapfer Widerstand leisteten. Die Glanzzeit der albanischen Geschichte knüpft an den Namen Stander- beg an, der 25 Jahr hindurch Vorkämpfer des Abendlandes gegen die Türken war. Jedoch nach seinem Tode trat ein großer Teil des albanischen Volkes zum Islam über, nur einzelne Bergstämme im Nordwesten hielten am röxnisch-katholischen Glauben fest, während sich die südlichen Stämme zur griechisch-orthodoxen Kirche bekannten. In erbitterten Glaubens kämpfen rieb sich das albanische Volk auf, Teile wanderten nach Süditalien aus, wo sie sich in der Gegend von Bari ansiedelten und sich bis heute erholten hoben. Zahlreiche Auf stände gegen die Türkenherrschaft führten erst im Jahre 1912 zum Erfolg. Damals rief eine Versammlung albanischer Notabeln in Valona die Unabhängigkeit Albaniens aus, die durch die Londoner Botschafter-Konferenz auch anerkannt wurde. Eine internationale Kommission setzte die Landesgrenzen fest, allein der von der Nationalversammlung zum töa)eri»öUveEUien]Lj Der neue Hasen von Durazzo mit her Villa Könia Aagus auf dem Hügel im Hintergrund Blick auf die alte Moschee und die Rcgierungsgebäude in Tirana, der Hauptstadt Albaniens. (Scherl-Bilderdienst.) I I k o 289 zur F. W. L. ständnis finden. Zurückhaltung in England aoslawische Grenze, und zwar Kossovo, hätten dienen sollen zu dem un- Belgrad, 7. April. (Europapreß.) Wie aus Negierungskreisen mitgetellt wird, hält es die jugo» slawische Regierung nicht für erforderlich, eine amt» Spiel ff ' * Pru-v e1otbet| unerträ g - nas bestehe. Gewiß sei Albanien Mitglied der Genfer Liga, aber niemand berufe daran, die Prozedur des Genfer Paktes, die dach nichts verhindern werde, rn Bewegung zu setzen. Außerhalb der Genfer Prozeduren, die nur zu oft ihre Ohnmacht bewiesen hätten, berühre die italienische Aktton keine kollektive Kombinatton. Das Blatt beschäftigt sich ausführlich mit der Haltung Jugoslawiens und stellt die Frage auf, ob zwischen Belgrad und Rom nicht im voraus eine Vereinbarung zu Stande gekommen sei, die, in gemeinsamem Einverständnis das Schicksal Albaniens regele. Der „Matin" unterstreicht, daß als einzige Großmacht England an der Angelegenheit interessiert sei. Frankreich sei nur indirekt betroffen infolge seiner Entente mit Großbritannien, da es in diesem Gebietsteil keine Verpflichtungen übernommen habe, außer denen der kollekttven Sicherheit, die in vorliegendem Fall nicht ausreichend feien. Albanien in einer engen Anlehnung an Italien eine Epoche wirtschaftlichen Fortschritts auf allen Gebieten erlebt, die lediglich durch die persönlichen Interessen des Königs beeinträchtigt worden ist. Albanien umfaßt etwas mehr als 27 0 0 0 qkm mit rund einer Million Einwohnern. Die flache Küste nebst der anschließenden versumpften und fieberverseuchten Schwemmlandebene bildet nur wenige schutzlose versandete Häfen, darunter die in diesen Tagen vielgenannten kleinen Städte Durazzo, San Giovanni di Medua, Dalona und Santi Quaranta. An der Bucht von Valona beginnt die Steilküste Südalbaniens mit dem bjs über 2000 Meter ansteigenden Zuge der keraunischen Berge und der von den Italienern stark befesttgten Felsinsel Saseno. Auch die nordalbanischen Alpen erreichen Höhen von über 2000 Meter. Der Gebirgscharakter des Landes hat die Erschließung für den mobernen Verkehr erheblich erschwert, indessen sind alle wichtigen Städte durch Autostraßen verbunden, und eine Schmalspurbahn führt von Durazzo zur Landeshauptstadt Tirana, die mit 30 000 Einwohnern auch die größte Stadt des Landes rft. Dank den von Italien freigebig gewährten Anleihen hat der Straßenbau in letzter Zeit erhebliche Fortschritte gemacht, auch mit der Erschließung der Bodenschätze ist begonnen worden. Vor allem wurden Petro- leumquellen angebohrt, auch Kupfererze finden sich. Tobak, Holz und Asphalt sind neben landwirtschaftlichen Erzeugnissen die wichttgsten Ausfuhrgegenstände. Wenn Italien heute mit starker Hand in diesem Lande für Ordnung sorgt, so ist es nicht nur das Interesse an dem hier im beträchtlichen Umfange investierten Kapital, sondern auch die zwingende Notwendigkeit, den Schutz der gegenüberliegenden Küste mit allen Mitteln sicherzustellen. Italien wird für die Wahrung seiner lebenswichtigen Interessen vor allem in Deutschland das vollste Ver- Or. Tisos Berliner Besuch. Konsolidierung des slowakischen Staates. Preßburg. 6. April. (DNB.) Ministerpräsident Dr. T i s o ist in Begleitung des' Außenministers Dr. Durcansky von seinem Berliner Besuch nach Preßburg zurückgekehrt. Der amtliche Bericht meldet, daß in Berlin ein sehr gutes Ergeb- n i s gezeitigt worden sei, weil sämtliche Fragen und Probleme behandelt wurden, die bisher die Konsolidierung der inneren Verhältnisse der Slowakei behinderten und Befürchtungen für die Zukunft der Slowakei erweckten. „Mit dem Berliner Besuch", heißt es im Bericht weiter, „endete die stürmische Periode des Entstehens des slowakischen Staates und beginnt d i e friedliche Aufbauarbeit. Die wirtschaftlichen Grundlagen des Staates und die Währung sind gesichert. Die Stellung des ganzen Staates in politischer Beziehung erscheint ohne irgendwelchen Eindruck von außen gefestigt. Die Aufteilung des Staatsbesitzes der ehemaligen tschecho-slowakischen Republik werde durch Vermittlung und unter Teilnahme Berlins so durchgeführt, daß die Slowakei nicht verkürzt wird." — Die Reichsregierung wird auch einen militärischen Vertreter nach Preßburg entsenden, mit dem die slowakische Regierung die Frage des Kriegsmaterials erledigen wird. die j u gegen Der ausA dem | j IW ! gens haben in bei gierur dräng bedenk Polen lichen aus t 3n polnis Cnglä bamit : jubrii freunb fieren i Seiten deutsche dazuv W|ub| land z von er hauptn ganzen Es hat gar zu nwchun ^«griffe sch in i Politik Noch ' unter: den do lassen. Wtri f 'st, der welche, vir ni blick V hineinl ledig!!- , gnffsa lch in immer bineim Kunde : ^stehe Mer lchchle ''aßen, (.üiir ??tsache Deutschland hat vollstes Verständnis. Berlin, 7. April. (DttB.) Ans amtlichen deutschen Kreisen verlautet zu der Meldung von der Landung italienischer Truppen in Durazzo. daß diese Aktion sowohl dem Text und dem Geist des italienisch-albanischen Freundschaflsvertrages von 1927 wie auch der tiefen italienischen Sympathie für das albanische Volk entspricht. Deutschland versteht, daß Italien es nicht zulassen kann, wenn in einem Land auf der für die italienischen Lebens- interessen so überaus wichtigen Gegenseite des Adriatischen Meeres ein dauernder Unruheherd entsteht, der die allgemeine Ordnung stört und zugleich auch die Sicherheit der dort lebenden Italiener bedroht. Deutschland hat für die Wahrnehmung der italienischen Interessen in diesem Raum vollstes Verständnis und würde es nicht verstehen und billigen können, wenn die demokratischen West- mächle, die dort keine Interessen haben, sich in die juristisch einwandfreie Position und Handlung feres Achsenpartners einmischen wallten. Iugoslawien sieht seine Interessen nicht berührt. Sie! tinetfetl stellen folgend' Art» Komm' llbto« bet 19 Arii gefehe zusiäv den fchea Siri profol toll v als Das nlfchtt ßanbe5furften gewählte Prinz Wilhelm zu Wied vermochte sich, da er von den rivalisierenden Großmächten ohne Unterstützung gelassen wurde, nicht zu behaupten und verließ wenige Wochen nach Ausbruch des Weltkrieges das Land. Anfang 1916 kamen österreich-ungarische Truppen auf der Verfolgung der serbischen Armee nach Albanien: die Italiener besetzten Dalona, die Griechen und Franzosen andere Häfen. Den chaotischen Zuständen, die nach dem Kriege eingerissen waren, machte der Beschasterkonferenz am 9. November 1921 ein Ende. Sie zwang Serben, Griechen und Italiener, die besetzten Gebiete zu räumen und setzte die Landesgrenzen erneut fest. Irn Frühjahr 1922 schwang sich der Führer der konservattven Volkspartei, Achmed Zogu,zum Diktator auf, wurde 1924 durch Fanoli, dem Bischof der orthodoxen Kirche, gestürzt, verdrängte ihn jedoch mit Unterstützung Jugoslawiens Ende des Jahres wieder und wurde 1925 Präsident. Am 27. November 1926 schloß er einen Freund- schafts - und S i ch e r h e i t s v e r t r a g mit I ta l i e n , der ein Jahr später zu einem Schutz- Italiens Aktion wohlbegründet Oie italienische presse für Besetzung Albaniens. Die Kundgeber hätten Schmährufe gegen Italien und Hochrufe auf eine andere fremde Natton ausgestoßen. Die große Mehrheit der Bevölkerung habe sich jedoch von diesen Demonstrationen ferngehalten. In den letzten Tagen seien die Kundgeber von bewaffneten Banden unterstützt worden. Bezeichnend fei, daß die albanische Polizei bis zum Donnerstag unter dem Oberkommando eines englischen Generals gestanden habe. Um Verwicklungen zu vermeiden, ordnete die italienische Gesandtschaft die Rückkehr der Italiener nach der Heimat an. Am Mittwoch und Donnerstag wurden etwa dreitausend Italiener mittels Schiff und Flugzeug nach Bari und Brindisi geschafft. Mehrere italienische Staatsangehörige sind durch Steinwürfe der Demonstranten verletzt worden: sie befinden sich zur Zeit tm Krankenhaus von Bari. „Corriere della Sera" erklärt, die militärische Besetzung Albaniens durch die italienischen Streitkräfte bilde einen Teil des Programms zur Kon- sottdierung der adriattschen Lage, die immer mehr einen der Hauptpunkte der italienischen Politik dar- stelle. Die italienischen Interessen und die zivilisatorische Entwicklung Albaniens stünden in engster Beziehung zueinander. Albanien verdanke es der ständigen politischen Aktion Italiens, wenn es seine Einheit gegen die bekannte Begehrlichkeit der Nachbarstaaten bewahren konnte. Wenn Albanien in der letzten Zeit von einem halb barbarischen Feudal- liche Mitteilung über ihre Stellungnahme zu den albanischen Ereignissen zu veröftentlichen. Die jugoslawische Regierung steht, wie man aus der Regierung nahestehenden Kreisen erfährt, auf dem Stand- punkt, daß die Beziehungen zwischen Jugoslawien und Italien durch den Freundschaftsvertrag vom Jahre 1937 geregelt seien. Jugoslawien wünsche seine Beziehungen zu Italien auch weiter auf der Grundlage dieses Abkommens aufrechtzuerhalten. Die italienische Regierung habe die jugoslawische Regierung über die Entwicklung der Ereignisse a u f dem laufenden gehalten und ihr versichert, daß die jugoslawischen Interessen voll geachtet würden. Auch sei betont morden, daß die Besetzung Albaniens durch Italien nur vorübergehenden Charakter habe. Sobald Italien Genugtuung erhalten habe und feine Interessen in Albanien gesichert worden seien, würden die normalen Beziehungen zwischen den beiden Staaten wiederhergestellt werden. Jugoslawien habe, so wird weiter erklärt, nur den Wunsch, daß es baldmöglichst zu einer Lösung des albanischen Problems kommen möge, und zwar so, daß sowohl die Interessen Italiens, als auch Albaniens befriedigt und die Interessen Jugoslawiens nicht berührt würden. In unterrichteten Kreisen wird roeiter erklärt, alle Gerüchte über besondere Maßnahmen der jugoflawischen Regierung oder Heeresleitung seien unbegründet. Jugoflawien sehe augenblicklich keinen Grund, besondere Maßnahmen zu ergreifen. Man ist enttäuscht über die Haltung Jugoslawiens, das sich nicht genügend mit dem albanischen Problem beschäftige. Auch die Bedeutung des italienischen Vorgehens für die allgemeine internationale Lage wird natürlich in allen Kommentaren untersucht. Dabei kommt immer wieder das Gefühl zum Durchbruch, daß man in der italienischen Aktion, die nach französischer Ansicht zweifellos im Einvernehmen mit Deutschland erfolgt sei, einen Gegenfchlag gegen die von England aus betrieben« Einkreisungspolitik gegenüber der Achse Berlin—Rom zu sehen habe. Besonders der „Jntransigeant" vertritt die Auffassung, man wolle mit der italienischen Aktion den kleinen Mächten zeigen, daß Londoner Entscheidungen nur noch einen sehr relativen Wert hätten. Der dem Quai d'Orsay nahestehende „Petit Pa- risien" spricht von einem „neuen Gewaltstreich" in Europa, muß aber gleichzeitig zugeben, daß keinerlei Aussicht auf eine Intervention zugunsten Tira- Ruhige Ausschuug in Paris. Keine direkten Interessen Frankreichs. - Englands Einkreisungspolitik pariert. E. F. Paris, 7. April. Die Nachrichten über die italienischen Truppenlandungen rm albanischen Hafen Durazzo sind in Paris nicht unerwartet eingetroffen. Nach den letzten auf dem Wege über London ein getroffenen Meldungen aus Tirana möchte man hier bereits jetzt einen ruhigen Verlauf der ganzen Entwicklung voraussehen, da eine friedliche Regelung der Angelegenheit zu erwarten steht. Am Quai d'Orsay herrscht lebhafte Tätigkeit. London und Paris sind in ständiger Fühlung. Außenminister Bonnet empfing nacheinander den sowjetrussischen, den türkischen und den amerikanischen Botschafter, die sich über die Auffassung der französischen Regierung unterrichten wollten. Am Quai d Orsay wird erklärt, Frankreich habe keine unmittelbaren Interessen in Albanien. Dieses Land sei außerdem durch kein Sonderabkommen an Frankreich gebunden, ebensowenig wie an den zunächst interessierten B a l k a n b u n d. Es sei also in erster Linie die Haltung Griechenlands und Jugoslawiens, beides Länder, die ebenso wie Rumänien und die Türkei in einem engen freundschaftlichen Verhältnis zu Frankreich und England stünden, die für die Stellungnahme Frankreichs entscheidend sein werde. Man legt besonderes Gewicht auf die Haltung Jugoslawiens und hat mit besonderem Jnteresje zur Kenntnis genommen, daß kein Vertrag zwischen Jugoslawien undAlbanien bestehe, der Albanien berechtigen würde, die Hilfe und den Schutz der jugoslawischen Regierung in Anspruch zu nehmen. Auch der „Temps", der häufig die Ansichten des Quai d'Orsay widerspiegelt, verweist auf die wichtige Rolle Jugoslawiens und Griechenlands in dieser Angelegenheit. Es feien, fo schreibt das Blatt, in erster Linie die Reakttonen in Belgrad itnb Athen, die ein Urteil darüber erlauben würden, ob es sich bei dem Vorgehen Italiens um eine Operation beschränkten Charakters oder um ein Unternehmen von weittragender Bedeutung handele. Im übrigen verweist der „Temps" selbst darauf, daß die Botschafterkonferen^ im Jahre 1921 die Son - derstellung Italiens in Albanien anerkannt habe. Die übrigen Abendblätter verzeichnen in riesigen Schlagzeilen alle Meldungen über die italienische Aktion, die sie als die „D ft e r ü.b e r- r a f d) u n g" bezeichnen. In den Kommentaren tritt, beispielsweise im „Paris Soir", wieder die Besorgnis hervor, daß Großbritannien jetzt nicht mehr auf den griechischen Stützpunkt Korfu zählen könne. offensichtlichen Zweck, die. freundschaftlichen Beziehungen zwischen Rom und Belgrad zu stören. Die glatte Weigerung der italienischen Regierung hat das heftige Mißfallen des Königs und seiner Umgebung erregt und zu herausfordernden Gewaltakten gegen in Albanien ansässige itglienische Bürger geführt, ebenso auch gegen diejenigen albanischen Führer, die für eine aufrichtige Freundschaft mit Italien austreten. Die italienische Regierung hat König Zogu zur Verantwortung gerufen. Sie hat schließlich mit einem Ultimatum eine endgültige Klärung dieses unerträglichen Zustandes herbeizuführen gesucht, indem sie Garantien für die Italiener und für das albanische Volk verlangt hat. Der König hat sich diesem Versuch zur Friedensstiftung entzogen, indem er neue und verdächtige Intrigen unternommen hat." zustand allmählich zu einem zivilisatorischen Fortschritt gebracht wurde, dann sei dies ein Verdienst der italienischen Ingenieure, Aerzte, Geschäftsleute und vor allem der weitgehenden Jnteressennahme der faschistischen Regierung. Natürlich setzte die italienische Haltung eine v o 11 st ä n d i g e Gegenseitigkeit und eine strenge Innehaltung der von der albanischen Regierung gegenüber Italien einge- gangenen moralischen und materiellen Verpflichtungen voraus. Albanien werde zur Ordnung zurückkehren, in die größte Ordnung des imperialen Italiens. Der adriatische Friede forderte dieses tatkräftige Einschreiten, dessen (Ergebnis zweifellos Vorteile für Italien, für die Befriedung des albanischen Volkes und für die enbgültige Regelung ber italienischen Interessen im nahen Balkan-Orient bringen werde. „Stampa" schreibt: Internationale Verwicklungen dürften nicht entstehen, weil das, was geschah, i m Rahmen ber natürlichen Ordnung der Dinge erfolgte. Der Grundsatz des Status quo sei nicht verletzt worden, weil die Anerkennung der absoluten italienischen Vorherrschaft in Albanien ein Faktum sei, das sogar niemals von der verschwundenen Habsburger Monarchie in Zweifel gezogen worden mqr. Die an der Frage interessierten Freunde Italiens seien von den Notwendigkeiten der Aktion loyal auf dem laufenden gehalten worden. abs. London, 8. April. Eine «ingehende amtliche Erklärung der englischen Regierung zu den Ereignissen in Albanien liegt bisher noch nicht vor. Es wird daraus hingewiesen, die Berichte aus Albanien seien noch unzureichend. Der englische Gesandte in Durazzo habe bisher aus technischen Gründen noch keinen ausführlichen Bericht nach London übermitteln können. Die Blätter beschränken sich bei der Berichterstattung über die Vorgänge auf Meldungen ber großen ^Nachrichtenagenturen und die Wiedergabe der amtlichen italienischen Mitteilungen. Die Stellungnahme der Presse zu den Ereignissen in Kommentaren ist uneinheitlich. Der Leitartikel des „Daily Erpreß" ist auf einen bemerkenswert ruhigen Ton abgeftellt. Das Blatt schreibt, in White hall bestehe die Auffassung, die italienische Aktion in Albanien sei eine innere Angelegenheit Italiens und könne unmöglich europäische Verwicklungen haben. Der „Daily Telegraph" spricht indessen von der Notwendigkeit des Ausbaues einer „europäischen Sicherheitskoalition". Die „Daily Mail" betrachtet die Entwicklung vom Gesichtspunkt der strategischen Veränderungen auf der Balkanhalbinsel und ergeht sich dabei in aller- Hand Mutmaßungen über die Stellung Jugosla- wiens, Rumäniens und Griechenlands. (Eine aufgeregte Tonart schlägt das liberale „News Chro- nicle" an. Es fordert einen sofortigen Protestschritt der englischen Regierung und setzt sich für die Zurückberufung des englischen Botschafters aus Rom ein. Weiter fordert das Blatt den Zusammentritt des Parlaments für Ostermontag und verlangt die demonstrative Entsendung der englischen Flotte nach dem Mittelmeer. Am ausführlichsten befaßt sich die „Time s" nun durch den Rückhalt an Italien fo gefestigt worden, daß er am 25. August 1928 Albanien zum Königreich erklären und sich selber als Zogu I. zum König der Albaner ausrufen lassen konnte. Sowohl Jugoslawien und Griechenland als auch di« nächstinteressierten Nachbarstaaten erkannten Zogu ebenso an wie Frankreich und England. Seitdem hat b ü n b n i s ausgestaltet wurde. Zogus Stellung war Italien so gefestigt warst 1928 Albanien zum ferenz das Recht zuerkannt worden sei, im Fall« von Unruhen in Albanien einzuschreiten und den dortigen Behörden bei der Wiederherstellung der Ruhe und Ordnung behilflich zu sein. Ohne einen stichhaltigen Grund anzugeben, meint die „Times", diese Zubilligung habe aber heute kaum noch Gültigkeit. Zum Schluß erklärt das Blatt, daß es für (Englannö zur Zeit noch zu früh sei, offen Stellung zu den Ereignissen zu nehmen, stellt aber gleichzeitig fest, England habe in diesem Gebiet des Mitteimeeres lebenswichtige Interessen. E. P. Rom, 7. April. Seit 10 Uhr verbreiten Sonderausgaben der römischen Blätter die Nachrichten über die Ereignisse in Albanien und kommentieren die Vorgänge ausführlich. „Die italienische Aktion", so heißt es im „Popolo di Roma", „findet ihre Erklärung in der Geschichte der letzten 27 Jahre, d. h. seit 1912, und in der Beständigkeit der seit jener Zeit von Italien verfolgten Politik. Diese Politik ist einerseits begründet auf der engen Freundschaft Italiens zu dem albanischen Volk, anderseits aber auf den L e - bensnotroenbigfeiten Italiens, die nicht erlauben, daß sich auf der anderen Seite des Adriatischen Meeres ein Gefahrenherd für eine Sicherheit und seine vorherrschenden Interessen in der Adria ergeben. Es genügt, einen Blick auf die Landkarte zu werfen, um zu erkennen, welche höchsten Notwendigkeiten im Sinne einer legitimen Verteidigung Italien zwingen, heute Vor- ichtsmaßnahmen an der Adria zu treffen. Diese geographischen Verhältnisse bedeuten, daß im Falle eines Krieges, mit wem es auch immer sei, der ichere militärische Besitz des albanischen Ufers der Adria für Italien eine Frage von Leben und Tod i st." Die italienischen Abendblätter betonen, die Aktton Italiens finde ihre voll« Berechttguna in der Entwicklung ber letzten dreißig Jahre. Während dieser Zeit seien die vorherrschenden Interessen Italiens im Schicksal Albaniens immer deutlicher zum Ausdruck gekommen. Dos habe sich schon ganz offen- ichtlich aus den zahlreichen internationalen Konventionen ergeben. Klare Abmachungen, die bereits mit der österreichisch-ungarischen Monarchie abgeschlossen worden seien, hätten Albanien als zur italienischen Ein - l u ß z o n e gehörig bezeichnet. Der Faschismus habe von Anfang alles, was in der Adria geschehen sei, mit ber größten Aufmerksamkeit verfolgt: die Möglichkeit einer Landung von italienischen Truppen im Falle überraschender Ereignisse fei in dem von König Zogu unterzeichneten Bündnisvertrag vorgesehen. Man werde deshalb Italien schwerlich das Recht, in Albanien einzuschreiten, streitig machen können und nicht im Ernst an nehmen, daß die italienische Aktion in Widerspruch zum it a l i e n i f d) = englischen Abkommen über die Aufrechterhaltung des Status quo stehe. Die italienische Vorherrschaft in der Adria müsse gesichert und aufrechterhalten werden, in dem ©inne, den der Duce in einer Rede von Reggio di Calabria kürzlich bargelegt habe. Italien sei im Gebiet der Adria i m eigenen Hause. Keine Nation könne die eigene Küste ober die offenen Häfen einem evtl. Feind gegenüber offenlassen. Man müsse Italien für seine Haltung dankbar sein. Italien habe die im Jahre 1915 proklamierte Unabhängigkeit Albaniens immer respektiert. Dagegen seien es England und Frankreich gewesen, di« das kleine Land unter b i e Vorherrschaft anderer Balkan stoaten zu bringen g e - trachtet hätten. Albanien sei von Italien wirtschaftlich erschlossen worden. Die Zu- ammenarbeit des italienischen mit dem albanischen Volke sei äußerst glücklich und fruchtbar. Verschie» >ene Blätter verweisen auch auf die Auf- tandsversuche, die im Mai 1937 von dem früheren Innenminister Stern Toto ange,zettelt worden waren, sich aber in dem erneuten Auftreten von bewaffneten Banden im albanischen Staat in diesen Tagen abermals ankündigten. Die Ausstands- versuche damals und heute richteten sich gegen den König Zogu und gegen d i e Allianzpolitik mit Italien. Für einen solchen Fall aber sei die Möglichkeit einer Landung italienischer Truppen in dem Allianzvertrag mit Albanien ausdrücklich vorgesehen worden. Auch heute, so heißt es im „Piccolo", dem Mittagsblatt des „(9iornate d'Jtalia", blicken die Albaner wie bei früheren historischen Gelegenheiten auf Italien als auf ihren natürlichen Protektor. „Giarnale d'Jtalia" macht über die Vorgänge a m Königshof von Tirana folgende interessante Mitteilungen: „Seit einiger Zeit war um das königliche Haus von Tirana eine allgemeine U n - Zufriedenheit zu bemerken. Inden letzten Tagen hatte König Zogu die italienische Regierung erneut um Hilfe und Schutz gebeten und um die Entsendung von Trup- v e n zur Besetzung einiger Punkte Albaniens ersucht. Im letzten Augenblick aber hat sich die italienische Regierung vergewissern können, daß diese italienischen Truppen n u r zu einem tollen Hand st reich b e s Königs Zogu gegen In Bari, wo eine große Zahl von Albanern lebt, und bas infolge ber verhältnismäßig geringen Entfernung von der gegenüberliegenden albanischen Küste in reger Verbindung mit dem a n - deren Ufer steht, konnte man schon feit einigen Tagen bemerken, daß sich besondere Ereignisse vorbereiteten. Die Vermutungen erhielten bann durch die Ankunft der italienischen Flüchtlinge ihre Bestätigung, daß sich die Lage zu einem unhaltbaren Z u st a n d verschärft hatte. Wie die Flüchtlinge aus Albanien berichten, hätten dort unruhige (Elemente, die von ausländischen Störenfrieden aufgewie- 6 e 11 worden seien, in verschiedenen albanischen Städten, wie Tirana, Durazzo, Dalona und Koriga italienfeindliche Kundgebungen veranstaltet. Dadurch sei die Lage für die italienischen Staatsangehörigen ~ * * - — genden banömirtfd, Erdölgegenden von lag zu Tag unertrag- _____ _____ __v_____________ kicher geworden. Die Polizei sei gegenüber den sich nicht ,Direkt an A Belästigungen der Italiener völlig untätig geblieben fiert" Ferner lenkt die , .j •m”?- me ziufmerr- unb nicht einmal gegen eine Demonstration vor der . samkeit ihrer Leser auf die Ta!fache, daß Italien italienischen Gesandtschaft in Tirana eingeschritten. । kurz nach dem Weltkrieg von der Botschafter-Kon- mit dem Fall Albanien. Das Blatt glaubt zu wissen, das italienische Vorgehen habe in offiziellen v t vor allem auf den verstreut lie- Kreisen Londons „schwere Bedenken" ausgelöst, er» mdwirtschastlichen Gütern und in den innert gleichzeitig an die Feststellung Chamber» lains vom letzten Donnerstag, derzusolgs England Tlb an t en interes« . T'm»s" die Ausmerk- QU AL ITXTS-ER ZEUGNIS d — S1POL-WE RKE, KÖLN n lve^e. jungen M im n9 der ‘tus quo "ung der amen ein ^fchwun- gezogen Werten ^igkeiten gehalten ? L°rt, Q|tsl«ute en^he ?>« ita. *e9en. . einoe, ,'Nlen »erbe zur Orb. [.*• Der > Ein. teik für " Dolkeg Dotiert. agofla. n albani. ifung de; infer« Spanien in der Front der Antikomintern-Mächte. Das Beitrittsprotokott in Burgos veröffentlicht. Burgos, 7. April. (DNB.) Die spanische Regierung gibt in folgender Verlautbarung ihren Beitritt .zum Äntikomintern-Pakt bekannt: „Nachdem der Kommunismus, der den Bürgerkrieg in Spanien entflammt hatte, endgültig auf dem Schlachtfelds ’ besiegt worden ist, hat die spanische Regierung, u m ! iihren Abwehrwillen gegen die kom- inunistische Gefahr zu bekräftigen, ihren Beitritt zum Antikomintern- Pakt erklärt. Das von den Bevollmächtigten des Deutschen Reiches, des italienischen Imperiums und Japans ebenso wie von dem Außenminister Spa- mens gezeichnete und besiegelte Beitrittsprotokoll hat folgenden Wortlaut: Protokoll. Die Regierung des Deutschen Reiches, die italienische Regierung, die Kaiserlich-Japanische Regierung einerseits und die spanische Regierung andererseits stellen durch ihre unterzeichneten Bevollmächtigten folgendes fest. Artikel I. Spanien tritt dem Pakte gegen die Kommunistische Internationale bei, der sich aus dem Abkommen und dem Ausahprotokoll vom 25. November 1937 ergibt. Artikel II. Die Form der im Zusahprotokoll vorgesehenen Erleichterung der Zusammenarbeit der zuständigen Behörden der beteiligten Staaten wird ven Gegenstand einer künftigen Vereinbarung zwischen diefen Behörden bilden. Artikel III. Das Abkommen und das Zufah- vrolokoll vom 25. November 1936 sowie das Protokoll vom 6. November 1937 find diesem Protokoll als Anlagen im Wortlaut beigefügt Das vorliegende Protokoll ist in deutscher, italie- bischer, japanischer und spanischer Sprache abgefaht. wobei jeder Text als Urschrift gilt Cs tritt am Tage der Unterzeichnung in Kraft. Zu Urkund dessen haben die Unterzeichneten, von ihren betreffenden Regierungen gut und richtig bevollmächtigt, dieses Protokoll unterzeichnet und mit ihren Siegeln versehen. So geschehen in vierfacher Ausfertigung zu Burgos, dem 27ten März 1939 — im XVII ten Iahre der fafchistifchen Aera, d. h. dem 27 ten März des XIV ten Jahres der Syowa-Periode, d. h. dem 27 ten März des III ten Triumphjahres des neuen spanischen Staates. (Sieget) Gez. Eberhard v. S t o h r e r für Deutschland. Gez. Guido Viola Lonte di Lampalto für Italien. Gez. Makotu Pa n o für Japan. Außenminister Graf von Jordana für Spanien. Das nationalsozialistische Deutschland sah von Anfang an mit dem Gefühle herzlichster Kameradschaft hinunter zur iberischen Halbinsel, wo sich der aus dem deutschen Herzen Europas vertriebene jüdische Bolschewismus hinzuretten versucht hatte. Es blieb nicht bei unseren herzlichen Wünschen für das spanische Volk, welches dem aus Sowjetrußland nur zu gut bekannten Blutterror abgefeimter Völkerknechte heroischen Widerstand leistete. Denn zu der diplomatischen, politischen, moralischen und weltanschaulichen Unterstützung der marxistischen Machthaber Madrids durch dieselben Mächte, welche durch das Verbrechen des Weltkrieges die europäische Kultur in höchste Gefahr gebracht hatten, kam die bewaffnete Intervention. Sowjetrußland nicht nur schickte Schiffsladungen voll Material und Menschen nach Rotspanien, sondern auch aus den Demokratien eilten Waffenwaggons, Lastwagen und Frachtschiffe zur Unterstützung der Roten an die spanischen Fronten. Ku gleicher Zeit duldeten große und kleine Staaten sowohl in Europa wie anderswo die Bildung der berüchtigten Internationalen Brigaden zur Einmischung in den Kampf. Da nun traten aus Italien und Deutschland Tausende von F r e i w i l l i g en an, um die Solidarität ihrer Völker mit Nationalspanien zu beweisen. Deutsches Blut ist ebenso wie italienisches Blut gemeinsam mit spanischem in Spanien geflossen. In enger Waffenbrüderschaft wurde der Kampf gegen den Bolschewismus von den jungen Freiwilligen mitgefochten. Die führenden Männer Nationalspaniens haben immer wieder ausgesprochen, daß ihr Kampf nicht nur der Verteidigung und der Erneuerung Spaniens, sondern zugleich der Verteidigung Europas gegen dieWeltgefahr der Komintern gewidmet sei. Nun ist der Kampf zwischen den Kräften der Ordnung und den Mächten der Zersetzung in Spanien beendet. Angesichts der einst auf der Seite der dunklen Mächte im spanischen Kampfe stehenden Politiker de4 Auslandes, die heute mit wohlwollenden Phrasen und heuchlerischen Freundschaftsbeteuerungen dem Caudillo sich nahen, gesellt Franco mit der Beitrittserklärung zum Antikominternpakt unbeirrt sich zu denen, welche den Fehdehandschuh von Freimaurerei und Judentum gelassen aufnehmen. Ganz Spanien beacht wieder den Karfreitag Burgos, 7. April (DNB.) Ganz Spanien begeht heute zum er st en Mal seit Ausbruch des Bürgerkrieges wieder den Karfreitag mit Prozessionen und Gottesdiensten. Besonders groß ist die Teilnahme der Bevölkerung an den kirchlichen Feiern in den zuletzt befreiten Gebieten. en Som« r wieder der ita. zwei, -rsolgt ki glanb a ung, man nen Mach, nur noch .Petit Pa. tstreich" m «6 fein«» isten Tira« KÖLN ?8iC I X eqe 5er Gen- schindm chaid btt Ohnmacht che Aktion bejdjäW lawieiu Belgrad und nbarunz antem E>n> regele. Ml Großmacht uejsiert H ■fen msM es in bit* übernommen h;cheit, du seien. i, im ft* en und den stellung.^ Ohm eine? ne 1 äfi Mess^ Gesuch' «Staats polen in der Einkreisungspolitik Englands. Don unserer berliner Schriftleiiung. Ev. Berlin, 7. April 1939. Der englische Ministerpräsident hat im Unterhaus euf Anfrage mitgeteilt, daß die Besprechungen mit »em polnischen Außenminister Beck zu der grund- «ätzlichen Vereinbarung des Abschlusses eines g e - jenseitigen Beistandspaktes geführt »oben. Der Vertrag selbst befinde sich jedoch noch n der Ausarbeitung. Es ist also der englischen Re- zierung gelungen, Polen auf einen Weg abzu- »rängen, der für unseren östlichen Nachbarn höchst I I edenkliche Situationen heraufbeschwören kann. Denn Polen soll nunmehr im Rahmen der deutschfeind- ichen Kriegspolitik den Engländern die Kastanien ! aus dem Feuer holen. In der Tat, es ist etwas eigenartig, daß sich der »olnische Außenminister dazu verstanden hat, den ! Lngländern Polens Gefolgschaft anzubieten und sich -amit in einen direkten Gegensatz zum Dritten Reich tu bringen, obwohl in der Vergangenheit nichts un- srlassen worden ist, um den deutsch-polnischen Treundschaftsvertrag vom Iahre 1934 zu konkreti- eren und ihm einen Inhalt zu geben, der beide Seiten in jeder Weist zufriedenstellt. Polen ist den rutschen Absichten nicht gefolgt, es hat sich nicht !»azu verstehen können, im Sinne der vom Marschall Alsudski eingeleiteten Ausgleichspolitik mit Deutschland zusammen zu arbeiten. Vielmehr hat es den :ion englischer Seite ausgestreuten lügnerischen ^Behauptungen Glauben geschenkt und sich in seinem lanzen Verhalten uns gegenüber danach eingerichtet. Es hat jede Vernunft über Bord geworfen und so- k«ar zu der unverständlichen Maßnahme einer Mobi- machung erheblicher Streitkräfte gegen Deutschland («griffen. Mit dieser Mobilmachung brachte es be- isits zum Ausdruck, daß es weitgehend bereit war, >,ch in den Dienst der aggressiven englischen Kriegs- [lülitif gegen Deutschland zu stellen. Noch ist der Vertrag Englands mit Polen nicht unter Dach, noch Haden die Polen die Möglichkeit, ten von ihnen eingeschlagenen Weg wieder zu verlassen. Wir müssen indessen zunächst die Tatsache isgiftrieren, daß man in London übereingekommen it, den Abschluß dieses Vertrages anzusteuern. Mit r-elchen Druckmitteln England gearbeitet hat, wissen t»ir nicht. Für uns stellten sich Die Dinge im Augen- tllick so dar, als ob Polen in ein Militärbündnis l neingezwungen werden soll, dessen Ausgangspunkt lidialick haltlose Behauptungen über deutsche An- xrriffsaosichten sind. Diese Absichten existieren ledig- lch in der aufgeregten Phantasie Englands, das immer mehr in eine grenzenlose Kriegspsychose t neingerät und nun Ausschau nach sogenannten B undesgenossen hält, deren Aufgabe lediglich darin testehen soll, für England die Kastanien aus dem (teuer zu holen. Wir brauchen die englische Ge- seichte gar nicht so weit zurückzuoerfolgen, um aus eme ganze Reihe Opfer dieser englischen Politik zu fiDfoen. Für Polen sollten eigentlich diese geschichtlichen Icatsachen eine Warnung sein, sich nicht ins Unglück stirzen zu lassen. Umgekehrt wird Deutschland dem Lspiel Englands ruhig und gelassen, aber mit der ■ e forderlichen Aufmerksamkeit zusehen. Es ist stark und mächtig genug, um seine Interessen zu verteidigen, es ist aber auch eisern entschlossen, sich gegen eine Politik zu stellen, wie sie von London aus betrieben wird und in die jetzt Polen eingespannt werden soll. * Die Erklärung Chamberlains im Unterhaus. London, 6. April. (Europapreß.) Vor seiner Vertagung bis zum 18. April trat das Unterhaus am Donnerstag zu einer letzten Sitzung zusammen, in der Ministerpräsident C h a m b e r I ai n sich über die mit dem polnischen Außenminister Oberst Beck geführten Verhandlungen äußerte, Chamberlain stellte einleitend fest, daß seine Erklärung, die er im folgenden im Unterhaus abgebe, gemeinsam mit dem polnischen Außenmini st er festgelegt worden fei; er sagt u. a.: Die Besprechungen mit Außenminister Beck umfaßten ein großes Gc st und hätten gezeigt, daß zwischen den beiden Regierungen Einvernehmen über gewisse allgemeine Grundsätze herrsche. Man sei übereingekommen, die von der englischen Regierung abgegebene Beistandsverpflich- t u n g f ü r P o l e n, die sich nur auf eine Interimsperiode bezog, dauerhaft und gegenseitig zu gestalten. Während der endgültigen Fertigstellung dieses permanenten Abkommens habe Oberst Beck der englischen Regierung die Versicherung abgegeben, daß die polnische Regierung sich unter denselben Bedingungen verpflichte, England Beistand zu leisten. Wie die von der englischen Regierung abgegebene Erklärung nicht gegen ein bestimmtes Land gerichtet war, so solle auch dieses Abkommen nur eine gegenseitige Beistandsverpflichtung der beiden Länder darstellen für den Fall, daß die Unabhängigkeit eines der beiden Länder direkt oder indirekt be« droht sei. Die bisher geführten Verhandlungen machten es keinem der beiden Länder unmöglich, Abkommen mit dritten Ländern zu treffen, die im Interesse des Friedens lägen. Das zwischen England und Polen unterzeichnete Abkommen werde einen ähnlichen Charakter tragen, wie das bereits zwischen Polen und Frankreich bestehende Abkommen. M hat London vertanen. Gitte Grfläruttfl London, 6. Apvil. (Europapreß.) Der polnische Außenminister Oberst Beck weilte am Donnerstag in Portsmouth, wo er Einheiten des englischen Nordseegeschwaders besichtigte. Am Mittag fand auf Einladung des Admirals Sir Charles Fordes, der das Nordseegeschwader befehligt, ein Essen auf dem Flaggschiff „Nelson" statt. In den späten Abendstunden des Donnerstag empfing Lord Halifax den polnischen Außenminister im Fo- reign Office, wo die beiden Außenminister in einer einstündigen Besprechung kleinere noch offen stehende Fragen des englisch-polnischen Uebereinkom- mens erörterten. Im Laufe des Nachmittags hatte Beck eine Zusammenkunft mit dem rumänischen Gesandten. Oberst Beck ist mit seiner Begleitung am Freitagnachmittag von London abgereist, um sich mit dem Nordexpreß über Berlin nach Warschau zu begeben. Zu feiner Veabschiedung hatten sich Vertreter des englischen Außenministeriums mit Sir Alexander dabogan an der Spitze eingefunden. Der ausländischen Presse erklärte Oberst Beck vor feiner Abreise, die Erklärung Chamberlains im Unterhaus sei gemeinsam von ihm und dem englischen Mini st er- Präsidenten formuliert worden und stelle somit gleichzeitig eine p ol n i s ch e Erklärung dar. Beide Regierungen seien von dem Wunsch nach Frieden und Versöhnung unter Berücksichtigung der berechtigten Interessen aller Mächte beseelt. Die Erklärung bringe zum Ausdruck, daß beide Regierungen sich für ermächtigt halten, die Solidarität ihrer Auffassungen festzustellen. Er sei daher bezüglich einer dauernden und intimen vor der presse. Zusammenarbeit optimistisch. Auf eine Frage, wie er sich die Auswirkung der polnisch-englischen Vereinbarung auf die deutsch-polnischen Beziehungen vorstelle, erklärte Beck u. a., die polnische Regierung habe nicht die Gewohnheit, sich widersprechende Verpflichtungen einzugehen. Er sehe in der neuen Erklärung nur eine Erweiterung der bisherigen polnischen Politik, die auf der Basis der gegenseitigen Verpflichtungen und ihrer vollen Respektierung beruhe. Auf eine Frage über die Rückwirkung der polnisch-englischen Vereinbarungen auf die polnisch-sowjetrussischen B e - Ziehungen erklärte Beck, die polnisch-sowjetrussischen Beziehungen beruhten auf dem Nichtangriffspakt von 1932 und der Definition des Angreifers im Londoner Protokoll von 1933. Kleine politische Nachrichten. Generalseldmarschall Göring und Frau Gö- ring trafen auf der Fahrt nach Tripolis am Freitag in Florenz ein. Nach der Begrüßung durch den deutschen Generalkonsul machten sie eine Besichtigungsfahrt durch die Stadt. Generalfeldmarschall Göring ist am Freitagabend von Florenz nach Reggio di Calabria abgereist, von wo aus er sich am Samstag auf dem Seeweg nach Tripolis begeben wird. Reichsminister Dr. Goebbels traf Donnerstag von Rhodos kommend auf dem Kairoer Flugplatz Almaza ein- Dr. Goebbels wurde nach der Landung von dem Gesandten von Henting und dem Landes- gruppenleiter Krahn begrüßt. Dr. Goebbels hat am REICHSGRUPPE VERSICHERUNGEN Versicherungsschutz - ein ganzes Leben lang Versicherungsschutz - für unsere Lebensarbeit Versicherungsschutz - für alle Werte des Lebens Freitagnachmittag von Kairo aus den Rückflug nach Rhodos anqetreten. ♦ Der Unterstaatssekretär des Kgl. Italienischen Kriegsministeriums und Chef des Generalstabes Ar- meegeneral Pariani hat unmittelbar nach seiner Rückkehr aus Innsbruck dem Duce über die Besprechungen mit dem Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generaloberst Keitel, Bericht erstattet. * Der rumänische Außenminister Gafencu wird sich auf Einladung des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop nach Berlin beheben, wo er am 18. April eintreffen wird. Der Minister wird voraussichtlich zwei Tage in Berlin weilen. * Premierminister Chamberlain traf Freitag morgen in Schloß Forbes in Aberdeenshire i n Schottland ein, wo er Gast von Lord und Lady Forbes ist, um zu fischen. * Als Nachfolger des am Freitagmorgen verstorbenen australischen Ministerpräsidenten Lyons ist vom Generalgouverneur für Australien, Lord Gow- rie, Sir Earle Page ernannt worden, der bereits während des Aufenthalts des Ministerpräsidenten Lyons in London bei den Krönungsfeierlichkeiten dessen Stellvertreter war. Als Handelsminister gehörte er zu den engsten Vertrauten Lyons. * Die Segelschulschiffe der Kriegsmarine „Albert Leo S ch l a g e t e r" und „(Bord) F o ck" haben eine dreimonatige Auslandsausbildungsreise angetreten. „Albert Leo Schla- geter" wird Brasilien und „Gorch Fock" West- i n d i e n aufsuchen. Auf dem Hinwege werden außerdem weftafrikanischen Inseln (Kanaren und Madeira) angelaufen werden. * Die vom Reichsstudentenführer Dr. Scheel geführte Hochschulabordnung ist, von Florenz kommend, in R o m eingetroffen, wo sie von führenden Persönlichkeiten der faschistischen Partei begrüßt wurde. * Die letzte Reichsstraßensammlung des Winterhilfswerkes am 25. und 26. März, die im Zeichen der Deutschen Arbeitsfront stand, hatte als vorläufiges Ergebnis 11 404 447,17 RM Die Einsatzbereitschaft der DAF. erreichte somit für sieben durchgeführte Reichsstraßensammlungen das Ergebnis von 51 425 995,98 RM. Gemeinsame Verwaltung zweier Koralleninseln durch England und USA. Washington, 6. April (DNB.) Außenminister Hüll gab einen Notenwechsel mit der britischen Regierung wegen der Errichtung einer gemeinsamen Verwaltung auf den Inseln Canton und E n ■ derbury bekannt. Beide Inseln gehören der Phönixgruppe im Dazifischen Ozean an. Die Souveränitätsansprüche beider Staaten auf die Inseln sind vorläufig zurückgestellt worden. Die Inseln werden für die internationale Luftschiffahrt zur Verfügung stehen, aber nur so weit, als die Flugzeuge, die sie berühren, Gesellschaften gehören, die in den Vereinigten Staaten oder England registriert sind. Amerika hat außerdem das Recht erhalten, auf den Inseln Flughäfen zu errichten. — Die Dauer der gemeinsamen Verwaltung wurde zunächst auf 50 Jahve festgesetzt. Deiier-erlchi Der Vorstoß kälterer Meeresluft aus Nordwesten ist inzwischen auch über unser Gebiet hinweggegan- gen. Jetzt kommt er in Süddeutschland zur Auswirkung und bedingt hierdurch, durch Zusammentreffen mit wärmerer Luft, noch vielfach Niederschläge. In den nördlichen Gebieten des Reiches hat sich im Bereich eines nachfolgenden Hochdruckrückens bereits vielfach Aufheiterung und damit stärkere nächtliche Abkühlung eingestellt. Auch bei uns kann mit Wetterbefferung, wenn auch voraussichtlich nicht mit länger dauernder voller Beständigkeit, gerechnet werden. Vorhersage für Sonntag (1. Osterfeier- tag): Morgens vielfach dunstig oder auch neblig, sonst wolkig bis aufheiternd und meist trocken, nachts frisch, tagsüber nur mäßige Wärmezunahme. Don Ost nach Süd drehende Winde. Vorhersage für Montag (2. Dfterfeiertag): Voraussichtlich unbeständig, aber doch im wesentlichen freundliches und wieder etwas wärmeres Wetter. Hauptschriftleiter Dr Friedrich Wilhelm Lange Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- fchein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter.- Hans Beck Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel D.A. HI. 39: 10200. Druck und Verlag: Brühlsche Universitäts- druckerei R. Lange, K -G, sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1 September 1937 gültig Das Universitäts- Cato - Restaurant Giefoen Plockstraße 5. ist per 1. Oktober 1939 anderweitig zu vermieten H.W. RINN, Baumeister, Tel. 4036 2478D ZmieMMIZ 1 mal 5 Zimmer mit Bad, Balkon und Küche Part., per 1. Mai d. I., desgl. 1 mal 5 Zimmer mit Bad, Balkon und Küche per 1. August d. I. iM 2. Stock. 2581D Näheres Baubüro H. W. Rinn,Hitlerwallir Schöne ö-ZlUMr Woönnng mit Balkon und Zubehör, i.l.St. zum 1.5. zu ver- Mieten. [ 234sD Ludwigstratze59 Modernes Landhaus mit großem Obstgarten, herrl. Lage, Kreis Büdingen, sofort zu vermieten oder zu verkaufen. Ang. u. C. 357 an D. Schtirmann, Am.-Mittl.» Düsseldorf. 2462V Nordgaragen zentral gelegen Schöne 6-Zimmer- Wohnung m. Zubehör und evtl. Garage in der Nähe des Bahnhofs z. vermieten. Schr. 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An den Tagen zuvor haben die bunten Glaskugeln am heiligen Grabe geglommen, die Karfreitags- Ratsche hat durch die Gasse geknarrt, das uralte Feuertaufen hat die geweihte Glut von Haus zu Haus getragen. Nun scheint die Ostersonnc auf den blankgescheuerten Wirtstisch, sie trifft zwischen geblümtem Kaffeegeschirr das schneeweiße zuckergegossene Osterlämmchen mit der Scharlachfahne und trifft im Herrgottswinkel die eingesegneten Palmkätzchen, die nur die Namen der südlichen Palme tragen, in Wahrheit aber altnordische Reiser sind, die das Haus vor Blitz und Feuer schützen sollen. Draußen vor dem Dorfe schlingen die Schneeglöckchen ganze Teppichläufer am Bach entlang durch die Viehweide; die Hirsche die das Geweih nun abgeworfen haben, treten noch einmal bis in die Nähe der Häuser; aus den Dickichten, in denen die geistige Sonne durch eine abstrakte Theologie wohl zeitweilig überschattet, aber nie ganz aus den Herzen verdrängt werden. Dieses kosmisch erlebte, Über Leiden und Tod triumphierende Christentum, das neben den Dulder den Sieger, über das Düstere und Niederdrückende das Helle und Strahlende stellt, hat darum in unserer deutschen Kunst nicht aufgehört, der andere Mittelpunkt der gewaltigen Ellipse zu sein, in der sich Ostern vollendet. Wohl steht in Grünewalds Fsenheimer Altar der furchtbar zerfleischte Leib des Gekreuzigten im Zentrum der Darstellung, aber was wäre uns dieser Anblick des Erbarmens ohne sein ganz in Sonne und Freude aufgelöstes Gegenbild des mit ausgebreiteten Armen dem. Grabe entsteigenden Finsternisbesiegers? Ein Körper fast ohne Schatten, ganz lichtdurchlässig, umgeben von einer Gloriole, die vom erdnahen Grün zum himmlisch verklärten, jubelnden Rot hinüberspielt und uns Goethes Wort von der geistigen Bedeutung der Farben erst recht verstehen lehrt. Es wäre gut, wenn wir im Anblick dieses Grünewaldschen Auferstehungsbildes das Fest des Lebens feierten, weil es uns sagen kann, daß Ostern nicht nur einen Karfreitag, daß es auch einen Sonnentag hat. feit kann der Boden gut brauchen. Es ist eine Zeit und ein Kampf zwischen Sterben und Auferstehen, und auch der Winter dient dem Frühling, der Tod dem Leben. Der Schnee bleibt nicht liegen, mit seinen tötenden Flocken spielt die lebenschaffende Aprillaune, und durch Sturm und weißen Wirbel dringen die hoffnungsseligen, lebensgläubigen Flöten Rasenboden aufgerauht, und nun glätten ihn Walzen, von Pferden gezogen. Wurmsuchende Stare im schillernden Stahlkleid folgen ihnen, mit gerecktem Halse merkwürdig krabbelnd, und ein Duft von Erde und Kräutern steigt auf. Der Schlehdorn blüht, weiterhin blühen gelbe Sträucher, die Kornelkirsche oder schon die Forsythie, am Bach entlang reihen sich die Kätzchen, und über dem Spiegel des Teiches schleiem goldgrün die Trauerweiden. UeberaU vor den Gaststätten stehen schon Tische und Stühle im Freien, aber sie sind schräg gekippt und lassen die Nässe von ihrer blanken frischen Farbe abrinnen, erwartungsvolle Tafeln, die nach dem ersten trocknenden Sonnenblitz von österlichem Festgewimmel beschrieben werden wollen. Draußen, näher ober ferner vor der Stadt, werden dann die beiden Feiertuge zu einem wahren Naturfest. Ich sehe in einem Landhaus am Walde auf einem weißgedeckten Frühstückstisch brennende Kerzen, kleine Nachfahren alter germanischer Osterfeuer, in silbernen Leuchtern stehen und Moos- nefter voll bunter Eier liegen, besteckt mit Seidelbast, Anemonen, Primeln und Leberblümchen. Ich sehe in einem anderen Freundeshause den warmen 3eiffcbriften. — Die Osternummer der „I l l u st r i r t e n Zeitung Leipzig" bringt u. a. entzückende Trachtenbilder, Landschaftsaufnahmen und Beiträge aus dem Frühlingsleben der Natur, vor allem den bildlich sehr interessant aufgemachten Beitrag „Hochzeiter im Tümpel". Ein umfangreicher Modebeitrag behandelt das Thema „Frühling im neuen Kleid" woran sich eine Modeplauderei über wichtige Kleinigkeiten, Handschuhe, Taschen usw. an- schließt. ansetzenden Flötenliedes spinnt, brechen die Rehe, und in den Erlenbeftänden der Sumpfstellen und in den Kiefern der Torfbrüche balzen die Birkhähne. Wenn Ostern spät fällt, kann man schon höher in die Berge wandern. Und auch dort fehlt es an Blumen keineswegs im Revier. Aus unfruchtbarem Kalkgeröll weiß der gelbe Huflattich längst schon seine Nahrung zu ziehen, durch die Schneeklexe um die Heustadel eratmen die Flämmchen des wilden Krokus, des Safrans, sich ihren Lebensraum, und ebenfalls schon aus dem Schnee heraus schmelzen die gefransten Röckchen und Glöckchen der Soldanelle. Ostern in deutscher Bergnatur! Die Frühlingsheide blüht in rosafarbenen Polstern an den Abgründen über silberner Gipfelschau, die Latschen duften wie Weihrauch, der Buchfink trillert sein Gebet, das spitze Glöckchen der Kohlmeise läutet zweistimmig, der Boden rauscht und gluckst von hundert Tönen der Schmelzwässer, und in der blauen Luft begegnen sich der dunkle Trauermantel und der goldene Blitz des Zitronenfalters als Passion und Auferstehung. ilSI fousligci ibe,tege- int für eine erfartn, in ’n gesucht. ' der Labn zugt. unt. 01791 Gieß. n unter 3096 s tzenp Ltz Gie« nseWt o indern^ gr.Str.Ä. y^den Xcnrneer J?" °nd.7: äblern Iben Kunden ach«; no* ■ 3n Ceinen *9« und Tin. «orb^eeinfein "en mit öte gdeü lnahmen dm 'alben, Rot, rcitgebradU haltsam uni "en kleben, ", die er. in )* beobachte» lomtte. Handlung en Ausführlich Ostererwachen. Von Mana Kahle. lieber den Vorfrühling herrscht der sanfte schimmernde Mond.--Die Tage sind noch grau und triefen von Nebeln, aber an den dämmerlichen Abenden beginnen Träume über dem Land zu weben. Der Mond verzaubert die Fluren und Felder und weckt das Ahnen, das nur in der Nacht sich erhebt. Die Tage sind noch grau,, und wir tragen weiter die Not des Winters. Noch ist nicht die Zeit, wo das matte Sonnenlicht, das zuweilen die Wolken umsäumt, als loderndes Feuer hervorbricht. Doch in der Nacht beginnt das Kommende schon unruhevoll sich zu regen. Die Erde träumt wieder ihren uralten Schöpfungstraum. Alles was wird, ist zuvor einmal gedacht und geahnt, und in den Dorfrühlingsnächten, wenn ein feuchter Wind durch starre Wäller saust, zieht durch den Schlaf der Menschen verschleiert das Träumen der sich erneuernden Erde; die Wunder, die sich x vorbereiten, werden Glanz und Rausch in Bildern und Chören und Gesängen: die grünenden Birken und hellseidenen Buchenwälder, der rosenweiße Blütenschaum an den Apfelbäumen, das Blau der Veilchen und das samtene Gras der Wiesen, die weißen Lämmer, die in der Schafherde springen! Wir wollen den Winter verbrennen, der dürr und fahl geworden ist wie der Strohmann, den wir mit den trockenen Reisern zum Osterfeuer bringen. Dort auf dem Hügel liegt schon ein großer Stapel geschichtet; macht ihn nicht zu hoch, damit wir noch darüber wegspringen können! Ja, in der Nacht, wenn der Mond alles unwirklich macht, dann glauben wir, über das Welke und Dürre aus unserem Leben hinwegspringen zu können. Wir glauben es in diesen Vorfrühlingsnächten, daß wir neu werden können, daß wir rein und gläubig von neuem beginnen werden. Viele Tode sterben wir, bis wir alt werden. Das sagt sich so leicht dahin; doch jedesmal ist es ein Sterben in Qualen, ein Vernichtetwerden. Viele Tode sind wir schon gestorben, und lange Zeit verging, bis sich die Kräfte des inneren Lebens wieder neu aufbauten. Aber ist es nicht ein Wunder, daß wir diese Auferstehung erlebten? Daß wir sie erlebten nach solch einem Leid? Daß wir, die verzweifelt am Grabe standen, wir, denen Verrat den Glauben an die Menschen zerschlug, daß wir trotzdem wieder aufs neue lernten, die Erde und die Menschen zu lieben? Ja, daß wir wieder jubeln können über die erste Lerche, die sich aus grünem Roggenacker mit glückseligen Liedern in das Himmelsblau aufschwingt? Daß unser Herz singt mit der Lerche, daß es leuchtet aus den goldenen Osterblumen, den sonnenfarbenen Narzissen, wenn sie aus der braunen Erde unserer Bauerngärten aufblühen! Am Weg, der zu den Bergen führt, steht ein ganz alter stacheliger Schwarzdornbusch. So dürr und bart war er, als ob kein Tropfen Saft mehr in ihm lebte. Aber es kam ein Morgen, da war er von weißen Blüten überschüttet. Nein, es ist nichts von außen her über ihn ausgeschüttet worden, — es ist von innen hervorgetrieben. Ach, mächtig ist das Blut der Erde im Frühling! In den starren schwarzen Stachelstrauch braust es hinein und schießt durch seine welken Zellen und feuchtet sie mit süßem Sait und läßt sie schwellen, bis der Dornenstrauch wie trunken steht und sich ganz dem Wunderbaren hingibt, das in ihm treibt und nun aus ihm herausbricht in zahllosen weißen Blütensternen! Und wer ibn sieht, fühlt in seinem innersten Sein das gleiche Wunderbare; wie die Schönheit des Blühens unser Herz ergreift! Die Erde wird neu; in den Nächten des Mondes bringt die geheimnisvolle Erregung alles Geschaffenen in unser.Blut und in unsere Seele. Es soll noch einmal Anbeginn fein, Auferstehung! Das Vollkommene, das Göttliche, das Schöne durchbricht die Winterstarre. Heber die Dornen der Abwehr sprießen verschwenderisch die Blüten. Daß die Liebe ewig ist, stärker als der Tod, hatten wir es im Leid des Winters vergessen? Daß auch wir blühen können, vergaßen wir es in der Bitterkeit, in der Kargheit und Armseligkeit grauer Tage? Jetzt wissen wir es wieder: Uns zu verschwenden, danach treibt die Sehnsucht unseres Herzens--— Christi vergeblich suchen; erst verhältnismäßig spät wird sie in den Osterzyklus ausgenommen, um dann freilich nicht mehr daraus zu verschwinden. Zahllose Kruzifixe, nicht bloß die kleinen auf den Altären, auch die in Holz geschnitzten riesigen Triumphkreuze über dem Eingang der Chöre, zeugen davon, nicht minder die im hohen Mittelalter sehr beliebten plastischen Teilausschnitte aus der Leidensgeschichte: der Schmerzensmann, die Pieta (Vesperbild), die Christus-Iohannes-Gruppe. In den Altargemälden und den Portalreliefs der Kirchenfassaden werden alle Vorgänge der Passion vom Einzug in Jerusalem bis zur Auferstehung durchlaufen, sei es in gerahmten Einzelbildern, sei es, wie in der Reliefplastik, in dichtgedrängter Folge, die das zeitliche Nacheinander in ein räumliches Nebeneinander verwandelt, die verschiedenen Stationen also bandartig aufreiht, ohne sie durch Zwischenräume zu trennen. Die Art, wie es geschieht, nicht selten durch Einschiebung burlesker Züge ober inbem bie Szene sich auf einer Art Schaugerüst abspielt (Mittelportal in Straßburg), macht es wahrscheinlich, baß sich bie Maler unb Bilbhauer bie im Freien ausgeführten Passionsspiele ber mittelalterlichen Mysterienbühne zum Vorbild genommen haben. Die bedenkenlose, gewiß oft wörtliche Uebernahmc bestimmter Auftritte des religiösen Dramas in die bildende Kunst bürgte für jenes Höchstmaß von unmittelbarer Anschaulichkeit, die das geschichtliche Geschehen in ein immer neu erlebbares Gegenwartsereignis verwandelte. Untrennbar von ber Passion aber ist bie Auferstehung als bie Krönung unb zugleich Aufhebung des Leibens. Wer unter dem Kreuze stehen bleibt, hat, wie das ganze Christentum, so auch Ostern nur halb begriffen. Gerade bei den germanischen Völkern hat sich die großartige Vorstellung eines mit dem Auferstandenen innigjt verbundenen Sonnengeheimnisses immer lebendig erhalten, konnte Christus als .-teuer, dies. «« der Amseln. Wir rüsten bei jedem Wetter zur Osterfahrt. Aus Lichtschauern und Nässeschauern, aus Kälte und' Wärme mischt sich die Erwartung, gebiert sich der Frühling. Und wenn eine Stunde nur den Himmel und die Erde schmilzt — es ist der allmächtige Blick der Verheißung. Er trifft uns auf jedem Gang ins Freie, auch in und bei der Stadt. Das staunende Auge heilt sich vom Winter an der plötzlichen grünen Wohltat der Wiesen. Sie sind durchstickt von Schlüsselblumen und fragen einen schwebenden Sternenhimmel aus Anemonen. In den haben Eggen, von Ochsen gezogen, den kaufen •01784 beiger. W Ans. 30 9. 0, gesund, icht die Be- tschaft ee n, einig chenMadel- Lande, b chre,a.M iet BrarM Köchin, M ii. Liebes m Geschlli ziv. baldige Bayerische Ostern. Von Hans Brandenburg. Wir müssen uns erinnern, wie unsere Vorfahren, die keine gepflegten Straßen, keine Zentralheizung unb kein elektrisches Licht, keine Schnee- unb Schlittschuhe kannten, unten dem Winter litten, so hart, daß sie seine Schönheit nicht sahen. Diese mittelalterlichen Deutschen sind es, die Goethes Osterspaziergang vor uns hinstellt. Sie erwachen zu Ostern wirklich wie aus einem Todesschlaf, sie lösen sich „aus ber Straßen quetschenber Enge" wie aus einer schweren unb dangen Haft zum erstenmal wieder ins Freie. „Sie feiern die Auferstehung des Herrn, denn sie sind selber auferstanden". Etwas davon ist uns für immer geblieben, wir können einen Auferstandenen nicht über uns sehen, wir können die Auferstehung des Herrn nur feiern, wenn wir selbst mit ihm und aller Natur und Kreatur auferstehen. Und das ist für uns Deutsche zugleich auch immer eine Auferstehung des Volkes, eine Auferstehung zur Volksgemeinschaft. Da sind die Menschen in Frühlingskleidern, die Blumen im noch kahlen Revier, da heißt es überall, wo sich unseresgleichen scharenweise wieder im ersten Strahl der Sonne lagert ober fummelt: „Hier ist des Volkes wahrer Himmel, zufrieden jauchzet groß und klein: Hier bin ich Mensch, hier darf ich's fein." Viele Osferfpiese und Osferbräuche gab es früher, das meiste davon ist verschwunden, aber manches hat sich erhalten, und, alles überdauernd, fand Verbreitung in der ganzen Christenheit das Osterei. Das Ei ist das uralte Sinnbild des Ursprungs und des Werdens, es ist also das rechte Festsymbol für Frühling und Auferstehung, und auf alten Bildern steigt Christus mit der Siegesfahne aus einem eiförmigen Grab. Die Kinder glauben an den Osterhasen, der die bunten Eier legt. Das belächle man nicht als ein Ammenmärchen. Schon das Wort Ammenmärchen sollte vielmehr für rechte Ohren ehrwürdig klingen. Im Kinde lebt immer noch einmal wieder die Welt der Mythen auf, und Mythos lebt fort in der Form des Märchens, fei es zuletzt auch nur noch in den Märchenvorstellungen des Storches, des Christkindes, des Osterhasen. An den ausschlagenden Hecken, in Wintersaaten und im noch kahlen Walde ist der Rammler überall fleißig am Werke, und wenn bie Volksphantasie ihm bie Eier unterschiebt, bie bas Febervieh in ber Legefreude des wachsenben Jahres legt unb oft genug in Walb unb Felb verlegt, unb biese Eier obendrein mit allen Farben des Frühlings schmückt, so verstößt 2)05 nur gegen die Naturgeschichte, verknüpft aber in weif tieferer als zoologischer Bedeutung früh- lingsanmutig die Nafursymbole der Zeugungskraft -unb ber Fruchtbarkeit, bes Keimens unb Aus- LernÄ .TmÄ T*1« ftett unL l ( ist aber einen an- Hid) bett Offizier imm'fchen t wieder D0tVea.cn, Ale. Van atabemi« ibnateit ist, n für einen kodemischen x Erkennt. Frage für >r bie rein n für ein V. Hochzeit von Sonne und Wasser. Kolonie Crispi in Tripolitanien, Ende März 1939. Mussolini hat mit andern großen Politikern auch 6cs gemeinsam, packende und schlagende F o r m u - !i»er ungen für seine Ideen zu finden. Daß in ihrem heißen und trockenen Klima Kulturen nur nut Hilfe künstlicher Bewässerung gedeihen können, Durch Italien nach Tripolis Eindrücke einer Ifieife von Dr. Paul Rohrbach. Die Westfront nach 20 Jahren Von unserem H. E.-Sonderberlchtersiatier. ’ul«ritü, Seit als "°i) in '6t Sin. ■ «: y gro. "en bq. 'S viele ochschule Kn q(q, war. Berufs, wesent. :,Men, U6 end, ung fin. Zu der i J Mi' ibrsd^ w "L ihltt. rt>6e?, in'V ausgezeichneten, nährstoffreichen Bodens überhaupt keine Kultur möglich. Das Sammelbecken faßt 3000 Kubikmeter, das sind drei Millionen Liter Wasser, und wird aus einem nahe dabei liegenden artesischen Brunnen gespeist. Aus vier mehr als armdicken Röhren sprudelt das Tiefenwasser hervor und wird durch einen Kanal in das Bassin geleitet. Wir waren erstaunt, als wir die Hand hineinsteckten, es fast so warm wie Badewasser zu finden, 32 Grad. Das erklärt sich nicht nUr daraus, daß die Bohrung bis auf 400 Meter Tiefe hinabgsht, denn ein nicht weit entferntes ähnliches Bohrloch liefert bedeutend küh-» leres Wasser. Man weiß noch wenig oder nichts darüber, woher die Wasservorräte in der Tiefe des Saharabodens stammen. Jedenfalls müssen sie sehr groß sein, denn nicht sehr weit von Crispi und Gioda liefert eine Riesenquelle in der Palmenoase von Taorga, dicht am Meere, 6000 Liter Wasser in der Sekunde. Davon leben 90 000 Dattelpalmen und die Weizenfelder der Oasenbewohner. In den Oasen aber gehört das Land den Eingeborenen und kann nicht für Europäersiedlungen verwendet werden. Die Quelle von Taorga ist auch die einzige in ihrer Art an der ganzen nordafrikanischen Küste von Tunis bis Aegypten. Einen artesischen Brunnen von 400 Meter Tiefe zu bohren dauert etwa zwei Monate. Die beiden Kolonien Crispi und Gioda sollen zusammen zwanzig Bohrungen erhalten, deren dauernde Wasserlieferung für 400 Bauerngüter von je 10 Hektar Bewässerungsland ausreichen wird. Mit Zuhilfenahme des wenn auch geringen Regens und genügsamer Baumkulturen, wie Oliven, kann die gesamte Nutzfläche der Siedlungen auf 10 000 Hektar ausgedehnt werden. Am meisten Ansprüche an Berieselungswasser machen Luzerne und sogenannte Industriepflanzen, wie Baumwolle und Erdnüsse. In Crispi wurde uns Baumwolle der im Vorjahr eingebrachten ersten Ernte gezeigt, mit einer wundervollen seidenweichen Faser von zwei- als eine „überlebte Angelegenheit" ansehen. Entscheidend bleibt, gerade do fr hoher ideeller Worte aus aesehen, immer, daß die h ö ch st m ö g l i ch st e L e i - st u n g für die Gesamtnation von jedem einzelnen beigesteuert wird. Das aber wird in bezug auf die geistig-schöpferische Leistung gesichert sein, wenn die jungen deutschen Männer den akademischen Berufs- weg einschlagen, die dafür berufen sind. Lrrispi genannten Siedlung stand. Dom Siedlungsleiter wurden wir dahin belehrt, ^3 es hier, über 200 Kilometer östlich von Tripolis, jur noch höchstens 150 Millimeter im Jahr regnet. 3:5 ist etwa ein Viertel der normalen jähr- icxen Niederschlagshöhe von Mitteleuropa, und bei itmenig Regen gedeiht nicht einmal mehr der an- inuchsloseste aller Fruchtbäume des Mittelmeer- exietes, der Oelbaum. Libyen wird, je weiter nach Ifien, desto trockner, d. h. die Sahara rückt immer oyer ans Meer. Erst wenn man von Tripolis 0*0 Kilometer ostwärts gefahren ist, trifft man auf em Plateau von Barka, der alten Kyrenaika, wie- e- günstigere Regenoerhältn-isse, weil sich die 'Uüeresfeuchtigkeit an den Rändern des Hochlandes eidichtet. Hier, bei Crispi und der Nachbarkolonie lZ: o d a, wäre aber ohne das Heraufholen unter» rläfcher Wasservorräte aus großer Tiefe und ihre 2»ermählung" mit der afrikanischen Sonne trotz des VI. französisches Leben in der Welttriegszone. Als wir bei Romagne-sur-Monfaucon )ie deutsche Kriegsgräberstätte aufsuchten, verweilen wir im Innern des dortigen Ehrenmals mit ? efonderer Andacht vor dem in Gold und Schwarz Lusgefiihrten Mosaikbildnis einer deutschen Mutter, ! ie trauernd ihren gefallenen Sohn ins Grab senkt. Line unaussprechliche Werhestimmung ging von üeser Darstellung aus und erfüllte den ganzen 3aum — eine Wirkung, die wohl deshalb so ein- dringlich war, weil die Szene dieser Grablegung us der Diese der deutschen Seele geschaffen wurde. 3or dem Bildwerk sahen wir einige Erinnerungs- :aben ausgebreitet, die wohl von Angehörigen der ter bestatteten Soldaten niedergelegt waren. Aber ehe da, es befanden [ich auch Gegenstände in i t ranzösischer Inschrift und franzö- lüschen Farben darunter. Man sagte uns zur Erklärung, daß die französischen Bäuerinnen des 3orf.es gerade diesen Platz an den hohen Feier- □gen besonders gern besuchen, um hier ihr Gebet u verrichten, des eigenen toten Sohnes zu ^denken und ein Zeichen der Ehrung niederzu- !»gen. Der natürliche Sinn dieser Frauen aus der Naasgegend fühlt sich offenbar angesprochen von Empfindung, welche die deutsche Ehrenstätte mtsbehen ließ. Diese Beobachtung zeigte die eine Seite des ranzöfischen Wesens, zeigte noch die bäuerliche Nrundhaltung des französischen Volkes, seine fronv ite und einfache Denkungsart, seine Naturverbun- !enl)eit und seinen inneren Reichtum. Hinter der Höflichkeit, die jeden Franzosen im persönlichen Verkehr mit den Fremden auszeichnet, spürten wir Hin und wieder auch die Sprache des Herzens, fleißig und gottesfürchtig ist die Landbevölkerung j ner Gegenden, die wir durchfuhren, aber auch s»arsam und sehr, sehr konservativ trotz aller modernen Errungenschaften der Technik. Das Fest- talten an den Sitten und Gebräuchen der Väter tegegnete uns in den dreirädrigen Karren, die zu jidweder Verwendung im Personen- ober Wagen- isrkehr benutzt werden, und die man je nach der t schwere der Last mit ein, zwei, drei ober auch vier rvterein and gehenden Pferden bespannt. Wohlge- luhrt und von guter Zucht schienen all-gemein die schweren Rösser zu sein, die man statt der neuzeitlichen Motorfahrzeuge überall noch zur Feld- <"beit, vor allem zur Eindringung der Rübenernte nb ihrer Auslieferung an die Zuckerfabriken gc« t-aucht. Fast glich die Landwirtschaft in den gan- z n Ostgebieten Frankreichs einer Monokultur, b-nn neben wenigen Getreideflächen sah man fast r.ir die endlosen Rüb en ä ck e r, die in erster SLnie wohl die englische Zuckerversorgung sicher- $nftetten haben. Aber der konservative Sinn, fast möchte man sxgen Eigensinn des Franzosen offenbart sich nicht lur im ländlichen Bereich, wo er immer ange- i-acht ist, sondern auch in den größeren Sied- lo n g e n , in Flecken und Städten. Geradezu gratis E mutet doch die Tatsache an, daß man die £rte und alle ihre einzelnen Häuser, bie im Weltkrieg zerstört und dem Erdboden gleichgemacht rurben, genau so winklig, genau so häßlich, ffnau so unmodern und verkehrshindernd wieder Aein für Stein a u f g e b a u t hat, wie sie schon 1514 dastanden. Nuk in wenigen Fällen ist es gebeuteten tt ifensein, tfe m ganj te auch W lersonntags' men ntufek nntag nach iannt. nw । ber alle" ben ersten M«, d« fin m M gestalt eures sbrot". rühllngsboll a («nb n Dl*‘Ä et, baß Auaenkronk' t Schnee gel" bez-'ch Vt ja so uvek' d e Srinne' »X Sr- lungen, eine großzügige städtebauliche Neuplanung durchzufiihren, wofür die nordfranzösische Industriestadt Lens ein gutes Beispiel bildet. Doch beschränkte sich auch hier die Initiative nur auf bie Straßenglieberung, während die architektonische Gestaltung der einzelnen privaten oder öffentlichen Gebäuden wie überall sonst eine kaum glaubliche Rückständigkeit erkennen läßt. Zement und Ziegel, teils mit schreiend bunten Farben ohne Aussparung ber Fugen von oben bis unten übermalt, teils bie verwaschenen Reste einer roten Tünsche zeigenb, teils ihre traurige Nacktheit dem Auge des verwunderten Fremden darbietend, scheinen die einzigen Baustoffe zu sein, die der Architekt in den nordöstlichen Departements verwenden darf. Bon einer Einordnung der menschlichen Siedlung in die umgebende Landschaft kann bei den meisten Orten dieser Gegend überhaupt nicht die Rede sein. Jeder hat ohne Rücksicht auf die Allgemeinheit und die natürliche Lage dort gebaut, wo es ihm gerade paßte. In den südlich anschließenden Departements zwischen Reims und Metz, wo in einer zum Teil abwechslungsreicheren waldigen Landschaft vielfach auch Naturstein beim Hausbau zur Verwendung kommt, ist das Aussehen ber Behausungen wesentlich freundlicher, wenngleich auch hier die Bilder einer schrecklichen Verwahrlosung, Verschandelung und Verschmutzung nicht selten sind. Hätte es z. B. nicht nahe gelegen, an historischer Stätte ober auf dem „Chemin des Dames', dort, wo an der großen Straßenkreuzung die Fremdenautos zusammenkommen und parken, eine würdige repräsentative Gaststätte zu errichten? Statt dessen findet man eine kümmerliche Schänke und ein schäbiges graues Haus, dessen selbstgefällige Bezeichnung „Hotel" bei uns auch nicht der allereinfachste Dorfkrug in Anspruch nehmen würde. Das also ist die Kehrseite der konservativen Lebensart in Frankreich, die zjpar an einer höchstentwickelten Kochkunst und Eßkultur beharrlich festhält, im übrigen aber zu eigenständigen Impulsen auf anderen kulturellen Gebieten nicht mehr fähig zu sein scheint. Das, was Frankreich an neuem Wollen und Können heroorbringt, dürfte sich auf Paris beschränken, aber nicht ausreichen, um auch noch das übrige Land zu befruchten. Der Provinz bleibt nur der Abklatsch einer Zivilisation, die das Gesicht dieses reichen Landes in der fürchterlichsten Weise verunstaltet und die zweifellos noch vorhandenen, vorhin erwähnten seelischen Urkräfte der Bevölkerung saft ganz überdeckt. Es be- steht keinerlei harmonische Verbindung, keinerlei Ausgleich zwischen dem bäuerlichen Tun und Denken, auf dem die ursprüngliche Kraft der französischen Nation beruht, und der zivilisatorischen Ueberfremdung, die in Form von unzähligen Ne- klamesünden, von Telefonleitungen und primitiven Tankstellen ihren Einzug in die ländlichen Ortschaften gehalten hat. Von ber abstoßenden Häßlichkeit einer normalen Dorfitraße in Ostfrankreich kann man sich kaum eine Vorstellung machen. Es fehlt hier augenscheinlich jeder Wille und jedes Vermögen, um von einem gemeinsamen nationalen Standpunkt aus diese Mängel zu beseitigen. Träge und gleichgültig fließt der Strom des französischen Lebens dahin, teilt sich millionenfach und versickert im Sande. Wird diese zu so großen Taten befähigte, aber vom liberalistischen Gift zerfressene Nation noch einmal die Kraft aufbringen, um die verschütteten Quellen zu öffnen und mit einer neuen Orbnungsibee die Zukunft ihres Landes zu sichern? einhalb Zentimeter Länge, schon fertig in Ballen gepreßt und für die Ausfuhr bereit. Das alles find Anfänge, ebenso wie die vielen Tausende von jungen Oliven und Mandelbäumchen. Der erste Umbruch des Bodens wird für die Neusiedler von den großen, elektrisch betriebenen Traktoren besorgt, bie ihnen bie Leitung bes ganzen Sied- lungswerks stellt. Die Verteilung des Wassers auf die Felder und Pflanzungen geschieht durch ein System von Kanälen erfter, zweiter und dritter Ordnung. Der junge Weizen, der dicht vor der Aehrenbildung steht, zeigt eine für europäische Verhältnisse unvorstellbare Dichte und Ueppigkeit des Wuchses. Es ist alles noch im Werden, und die Kolonisten, die meist aus Norditalien stammen, müssen die intensive Bewässerungspolitik erst lernen. Zu Hause waren sie alle nicht Bauern, sondern besitzlose Landarbeiter. Der richtige italienische Bauer, so wurde uns gesagt, würde nie sein Stückchen Land aufgeben, um Kolonist in Afrika zu werden. Soviel man sehen konnte, waren bie Leute zufrieden und vergnügt und — darauf wird bei ber Auswahl besonbers gesehen — kinderreich. Am meisten Kinder haben durchschnittlich bie Sizilianer, von benen sich auch hier einige Familien finden. Bei einer sizilianischen Familie schien die Fruchtbarkeit ein besonderes Maß erreicht zu haben, bentf wir zählten nicht weniger als elf Kinder. Die Kolonisationsarbeit in Libyen ist halbstaatlich. In ber ersten Zeit bekommen bie Siedler alles, was sie zum Leben brauchen, geliefert: darauf werden sie sogenannte Mezzadristen, d. h. sie müssen die Hälfte ihrer Ernte an die Leitung des Siedlungswerks abliefern, und erst wenn sie fest eingewurzelt sind, werden sie Besitzer. Im Durchschnitt stellen sich bei der Kolonisation in Libyen bie Kosten für eine betriebsfertig eingerichtete Bauernstelle — Ackerland mit Bewässerung, Haus, Geräte, Möbel, etwas Vieh und Verpflegung bis zur ersten Ernte — auf 150 000 Lire — 200 000 Mark. Davon schießt ber Staat ein Drittel L fonds perdu zu. Der Rest wird dem Bauern als Hypothek eingetragen und mit 2 v. H. Verzinsung, zuzüglich 2,50 v. H. Amor« tifation, normalerweise noch bei seinen Lebzeiten, getilgt. Die Kinder könnten demnach auf u n • belastetem Eigentum sitzen. Die Frage, wo später Raum für den Nachwuchs sein soll, wird hier dahin beantwortet, daß der Fortschritt der Bohrungen auch in der regenarmen Region noch Land genug schaffen wird, auf dem Sonne und Wasser werden „Hochzeit machen" können! Der Hinweis - ein Viilk in die Zeiischristen. Dichtung als Arzt und Helfer. „Leben und Literatur" betitelt sich eine Abhandlung des französischen Schriftstellers Charles D u Bos, bie wir im eben erschienenen 6. Heft ber Zeitschrift „Corona" veröffentlicht finden. Du Bos wendet sich gegen das tragische Mißverständnis, daß zwischen „Literatur und Leben ein Widerspruch, ein unversöhnlicher Gegensatz" bestehe, wobei er unter Literatur das versteht, was wir im Deutschen wohl besser als wahrhaft schöpferische Dichtung bezeichnen würden. Rid)tig verstanden ist die große Dichtung nicht der Feind, sondern ber große Arzt, Helfer und Tröster: „Seber von uns hat Stunden gekannt — kennt sie vielleicht noch immer, noch heute —7, in denen unsere seelische Energie erschlafft, fast erlischt, in denen das Leben uns nichts mehr gibt, weil wir ihm nichts mehr zu geben haben (vom Leben gilt, was Coleridge, ber es nur zu [ehr wußte, rounberbar gesagt hat: „We receive but wnat we give", „Wir empfangen nur was wir geben") — in solchen Stunden, in solchen Zeiten finden mir unsere Zuflucht bei der wahren Literatur, bei ihr, die ein erlesenes Gefäß tiefsten, für immer unoersehrbaren Lebens ist, und wärmen uns an ihrer nie erlöschenden Flamme. Und sogar, wenn unser innerer Pulsschlag so schwach geworden ist, daß die Wärme dieses Feuers uns nicht so bald beleben kann, selbst wenn wir jenem Zustand verfallen, den ich bei Betrachtung von Baudelaire und von Benjamin Constant den innern Tod genannt habe, selbst bann ist uns bie Literatur ein mächtiger Helfer: sie wird zur Diagnose, sie nennt unser Hebel mit Namen und bahnt seine Heilung an... Für das Seelische gilt ganz das gleiche wie für das Körperliche. Die erste Bedingung, um ein Uebel gleichviel welcher Art, zu heilen, heißt: die Diagnose richtig stellen. Und indem sie solcherart unsre Heilung anbahnt, führt uns die Literatur gerade dadurch, daß sie uns einsehen läßt, daß wir nicht bloß etwas Ungeheuerliches, nicht ein Einzelfall sind, von neuem in ben Kreis menschlicher Gemeinsd)aft zurück, aus dem wir uns verstoßen und ausgeschlossen wähnten: unb indem sie uns durch unwiderlegliche Zeugnisse lehrt, daß Größere als wir ganz das gleiche durch- gemacht, daß ihre Leiden sich von den unseren in nichts unterschieden haben, daß sie sich davon befreiten, indem sie erst ihrem Schmerz Ausdruck verliehen, dann aber diesen Ausdruck, den sie ihm gegeben, auf ihr Wesen und ihre Seele rückwirken ließen, um sie dadurch zu läutern und umzubilden — dämpft die Literatur zugleich in jedem von uns die geringste Regung des Hochmuts und weist uns in die Schranken, doch sie dämpft unseren Hochmut, ohne unsere Natur zu demütigen, ganz im Gegenteil, sie steigert unsere Möglichkeiten und zieht uns mit sich empor: wir leben wieder auf, und zugleich werden wir von neuem fähig, uns an der Glut ihres Feuers, das nie erlischt, zu wärmen." „Au lockerung" des Ze'tungsinhalts Das Märzheft der „Literatur" beschäftigt sich in einer Glosse unter dem Titel „Das Antlitz der Tageszeitungen" mit den Bestrebungen des Schriftleiters, den Inhalt seines Blattes in „aufgelockerter" Form darzubieten. Die Zeitschrift meint, dasi heute in dieser Richtung entschieden des Guten zu viel geschähe: „Betrachten wir zunächst das, was als erstes ins Auge springt: die Ueberschriften. lieber- schriften haben bekanntlich ben Zweck, dem Leser mit einem Stichwort zu verraten, wovon der Aufsatz, ber nun folgt, handelt. Wie häufig wird dieser schlichte unb eindeutige Zweck außeracht gelassen. Statt dessen steht etwas Knalliges da, etwas, das die Neugier, die Leselust des Publikums mit allen Mitteln anregen will. Seltsamerweise finden sich diese schreienden Ueberschriften nicht nur auf der Titelseite, sondern auch im „Innern des Blattes", so, als müßte man den, der die Zeitung doch sowieso schon gekauft hat, noch einmal werben. Für diese Ueberschriften- krankheit sei ein einziges Beispiel gegeben. Eine Zeitung brachte einen Bericht über den Bau einer Sporthalle. Der Bau wurde eilig („eiligst") ausgeführt, die Handwerker mußten in doppelten Schichten arbeiten; einige hatten, so versicherten sie dem Berichterstatter, nicht einmal zum Rasieren mehr Zeit. Nun bekam der Aufsatz anstatt der zu erwartenden Ueberschrift (ttwa: „Vom Neubau der Sporthalle" ober: „Rascher Aufbau ber Sporthalle") biefe: „Keine Zeit zum Rasieren" — fett, über brei Spalten. Wie stark hat sich biefe Ueberschriften- krankheit eingebürgert! Sie geht bis hinein in ben Unterhaltungsteil. Wenn ber Schriftsteller einen Reisebericht schickt, der ben schlichten Titel „Fahrt nach Helgoland" führt, so findet er seine Arbeit später unter dem Lockruf „Dom Mönch zur Langen Anna" wieder. Von den Titeländerungen können alle Schreiber ein vielstrophiges Lied fingen. Es ist, als ob mancher Schriftleiter völlig das Gefühl dafür verloren hätte, daß auch der Titel ein Bestandteil der Arbeit des Schriftstellers ist. Kurzgeschichten werden von manchen Zeitungen nach Ansagerart eingeführt. Etwa so: „Heute erzählt Waldemar Meier." Viele Blätter halten es für gut, jede kurze Skizze als „Novelle" zu bezeichnen, und möglichst als ihre eigene, sie schreiben darüber: „Unsere heutige Generalanzeiger-Novelle." Erscheint die gleiche Skizze später in irgendeinem Tageblatt, so wird sie dann zu „unserer Tageblatt-Novelle". Die Rätselecke heißt: „Pst! Nicht stören!", „Wer hat Grips?" oder „Hier werden Kopfe zerbrochen", die Witzseiten nennen sich „Mit und ohne Bart". Mißverstandene Volkstümlichkeit breitet sich aus. Ganz auffällig ist die Furcht vieler Zeitungen vor langen Aufsätzen. Es ist, als ob man dem Leser nichts mehr zutraute. Darum werden häufig größere Artikel in kleine und kleinste Abschnitte aufgeteilt, unb jeber Abschnitt erhält eine muntere Zwischenüberschrift. Auf diese Weise versucht man anscheinend, dem Leser die Sache mundgerecht zu machen, man hofft vermutlich, das Publikum möge gar nicht merken, daß man ihm eine lange Arbeit vorzusetzen gewagt habe." Das Geheimnis der ersten Lichtbilder. Es ist eine merkwürdige Tatsache, daß bereits in ber Anfangszeit der Photographie Lichtbilder von einem Reiz und einer Schönheit entstanden, die einer späteren Zeit verloren gingen. Dem „Ge- heimnis der ersten Lichtbilder" spürt Richard Hamann in einem Beitrag im Märzheft „ber neuen linie" nach, wo wir auch prachtvolle Wiebergaben bieser ersten photographischen Bilb- werke finden. Wir möchten besonders auf die folgende Ueberlegung des Verfassers Hinweisen: „Der Höhepunkt in dem Anfangsjahrzehnt, in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts, fällt in die Zeit der höchsten Intimität bürgerlicher Kullur, von Menschen, die weltentrückt, der Oefientlichkeit fern, still ihr eigenes Dasein leben, verbunden mit ihren näch- sten 'Mitmensd)en, mit ihrer Umgebung, mit der Natur. Diese Verbundenheit ist es, die die Bindung von Mensch und Bildfläd)e auch in ber Photographie widerspiegelt. Diese Verbundenheit muß aud) zwischen Photographen und wiedergegebener Person bestanden haben. Sie hat bewirkt, daß in Haltung und Angesicht vom Wesen des dargestellten Menschen etwas zum Ausdruck kommt — nicht nur eine Pose für den Moment —, daß die Menschen in sich gehen unb sich dem Bilde einfügen, unb nicht auf den Beschauer wirken wollen. Man hat die Empfindung, daß dieser Photograph — mit ber Hingabe an seine technische Leistung, mit der Beschränkung auf wenige Ausnahmen — auch seine Person kennt wie ein Kunstkenner die Werke, die er reproduzieren möchte. Der Abstieg der Photographie in ben folgenden Jahren beruht nicht auf Verfall ber Kunst in ber Photographie, sondern auf dem Schwinden bes Menschlichen, ber Verallgemeinerung unb Mas- fenprobuttion, ber Sucht, sich zu zeigen, sich zurecht- zustaffieren, der Rücksicht auf die Oefientlichkeit. Weil die Menschheit veräußerlicht, veräußerlicht auch die Photographie." Aus aller Welt. SOjähriges IHiÜfärjubtläum des ältesten deutschen Offiziers. Der Führer übermittelte dem General der Artillerie a. D. Theodor von Bomhard zum 80- jährigen Gedenktag seines Dien stein tritt es telegraphisch seine besten Glückwünsche. Auf seinem stillen Landsitz am Chiemsee fanden sich zahlreiche Gratulanten ein. Die Glückwünsche der Wehrmacht wurden dem Jubilar von General der Infanterie Ritter v. Schobert überbracht. Die Musikkapelle des Rosenheimer Pionierbataillons brachte im Garten des Landhauses ein Ständchen dar. Nach dem Ständchen fand ein Festmahl im kleinen Kreise statt. Glückwünsche waren auch eingetroffen von Generalfeldmarsd-all v Mackensen, Reichsführer jf Himmler, Ministerpräsident Siebert unb anderen. Vater und Sind mit dem Fahrrad verunglückt. Der Kellner Otto W a e g e I e i n aus Bad Kreuznach fuhr mit seinem Rad nach Rüdesheim und hatte sein öjähriges Töchterchen auf dem Gepäcksitz mitgenommen. Beim Abbiegen in einen Seitenweg wurde der Radfahrer von einem Auto erfaßt unb zur Seite geschleudert. Das Kind wurde einige Meter mitgerissen, fiel bann auf die Straße unb geriet unter die Räder. Es erlag nach einiacn Minuten seinen schweren Verletzungen. Auch des Radfahrer kam s ch w e r v e r l e tz t ins Krankenhaus. Sbad Tflüdungm fütTlute Ausstellung: Bahnhofstraße 2 — 4 jM^beUiaufiSuhL yiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiniuniiinilllHllllllllllHllllllllllllHIIIIIIHimmJlJm ! Verkauf: Marktstraße 29 — 30 iiiiiiiiiiimnii'nniiiniiiiiiiiiiHH»iiiiiiiniiniiniiinniiiiiniiiiiiiiiiiniiniTra Das leistungsfähige Fachgeschäft in Gießen 2586 A Als Verlobte grüßen Ostern im Mltater! Verlobte 01788 01760 2508V 01764 Operette von Künneke - Musikai. 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Ostern 1939 Irmgard Wagner Studienassesiorin Erich Mühl Studienaffeffor im Heere zeigen ihre Verlobung an Gießen Ostern 1939 Pohdam Stephanstraße 38 Gr. Militärwaisenhaus 01765 Ihre Verlobung geben bekannt Gießen Ederstraße 21 Maria Günther Heinrich Oeuchert Steuerinspektor Ostern 1939 Darmstadt Bismarckstraße 53 01750 Ihre Verlobung geben bekannt Marga Äepler Heinz vom Hofe Gießen Dortmund Bahnhofstraße 11 Ostern 1939 Gießen 01785 SELTERSWEG 47 > TELEFON £373 Möbel Deutscher Werkarbeit Einrichtungshaus und Möbelfabrik KARL HAHN Gießen / Löberstraße 17 2569A Verlobte kaufen ihre Betten, Stepp- und Daunendecken, Gardinen, Teppiche im führenden Fachgeschäft GEBR. 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Oster-Feiertag, ab 20.30 Uhr Tanzabend im Cafe Leib Eintritt 50 Pfennig Die Musik wird ausgeführt von Mitgliedern der Kapelle der Fliegerhorst-Kommandantur Gießen 2541D WIESIGK Am zweiten Osterfeiertag 5an% „„„ Anfang 16 Uhr, geöffnet bis 4 Uhr Gasthaus zum „Kühlen Grund“ Adolf Schepers Fernruf 3133 Gastwirtschaft Zur Ludwigsburg bei Wieseck Herrliche Lage amWalde,amFutze des Hangelsteins. Gartenwirtschaft, Saal Schöner Blick zum Flughafen Prima Küche und Keller! Am 3. Feiertag, ab 7 Uhr: Tanz! 2M7D Znh.: Adam Döbus,Fernruf 2979 Großen-Buseck Am 2. Osterfeiertag! Gut besetzte Tan»«msit Anfang 4 Uhr Es ladet freundlichst ein oim Gastwirt Wilh. Wagner Gesund-Fasten nach bewährter Kur unter ärztlicher Leiteng Rhöakurheim Bronnzell b. Fulda Preepckl u, AbhdL «Uebez das Fasten“ gratis Klein-Linden Gasthaus zur deutschen Eiche 1. und 2. Osterfeiertag 2590A Tennis-Cafe Bad-Nauheim 1. und 2. Osterfeiertag ab 8 Uhr abends TAYNZr mit der Kapelle Anton Tippl 2538D MlÖMlei Am 1. und 2. Osterfeiertag, ab 4 Uhr nachmittags oiaoa TANZ Burg Staufenberg Am 1. und 2. Osterfeiertag ab 4 Uhr 2602D TAXMZ HEUTE Erstaufführung HEUTE OSTER-FESTPROGRAMM Lustspiel Ein herrliches daß bei dem alten Volksbrauch bes Osterwasser- • Schöpfens auf dem Wege zum Quell die Krugträge- rinnen schweigen müssen? Das ist mehr als ein Aufruf zur Andacht. Beschäftigt sich bei schweigende Mensch nicht unwillkürlich auf solchem Gange durch die Dämmerfrühe mit seinem Leben, seiner Sehn- ucht, seinem Herzen, mit dem Neuen, das kommen oll? Weiter ist die Erkenntnis nötig, daß, wer Ostern redjt erleben will, etwas in sich haben muß: einen wirklichen Lebenskern, mag er auch unter vielem Abgestorbenem begraben liegen. Aus leeren Hüllen ann kein Kern erstehen, aus leerer Schale kein Ostern werden. Ohne Willen zum Menschenwert 'ann keine wahre Auferstehung geschehen. Der in» «erste. Ostervorgang ist keine Explosion, sondern ein ähes, zielbewußtes Hindurch, vielleicht sehr langem, aber sehr kraftvoll. Denken wir noch einmal an das Schöpfen des Oster- «assers: es soll ein Stück aus dem Urbild der Reinheit Win, der Ursprünglichkeit, von der aufsteigenden Sonne leebreid) überalutet, Reinheit aber verpflichtet, stimmt hrfürchtig. Ohne die (Sonnengebanfen der höheren, der ewigen Welt sind keine Ostern möglich. Das lerabe erhebt bie Menschen-Ostern über die der Matur. Diese bedeuten eine wunderbare, ewig beglückende Wiederholung. Menschen-Ostern dagegen ' cUen mehr sein. Jede will unb soll in unserem Beben eine stets höhere Stufe inneren Daseins bar- itellen. So auch im Leben eines Volkes? So wirb anfer Menschen« und Volks-Ostern wirklich schönstes Morgenglück. Jede Ostern bedeutet, recht erlebt, den llnfcmg eines neuen Weges sieghaften Lebens. Von |) em Oster-Impuls des eigenen und des nationalen Daseins hängen Schwung unb Kraft, Freude, Liebe icrtb Opfermut ab, mit denen mir unfern Weg oeiferroanbern wollen. Vornotizen. Tageskalender für Samstag. Gloria-Palast (Seltersweg): „Drunter unb brü- ■ er". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Wasser ür Canitoga". Tageskalender für Sonntag (1. Off «feier tag). Stabttheater: 19 bis 22.30 Uhr „Der Rosenkcwa- ]; I er". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Drunter unb trüber". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Wasser ür- Canitoga". Tageskalender für Montag (2. Offerfeicrtag). Stabttheater: 19 bis gegen 22 Uhr: „Der Vetter rus Dingsba". — Gloria-Palast (Seltersweg): Drunter und brüber". — Lichtspielhaus (Bahnhof- raße): „Wasser für Canitoga". Stadlfheafer Gießen. Der Osterspielplan bes Stabttheaters bringt am L Dfterfeierfag (Sonntag, 9. April) bie letzte Wie-- Eine Unterredung des Gießener Anzeigers mit dem Vorstand des Kulturbauamts Gießen. Wir hatten mit dem Leiter bes Kulturbauamts Oberhessen in Gießen eine Unterredung über die Ausgaben und bie gegenwärtigen Arbeiten des Kulturbauamts unb feiner Dienststellen. Das Ergebnis dieser Unterredung ist in den nachstehenden Zeilen zusammengefaßt. In Hessen bestehen drei Kulturbauämter, und zwar in jeder ehemaligen Provinz eines. Das Kulturbauamt Ober Hessen in Gießen hat neben seinem hiesigen Hcmptsitz noch drei Dienststellen, die sich in A l s f e l d, L a u t e r b a ch und seit kurzem auch in Schotten befinden. Das Kulturbauamt ist für die Erledigung feiner zahlreichen und vielseitigen Aufgaben mit einer Anzahl etatsmäßiger Beamten und einer großen Zahl von Hilfskräften, die auf Privatdienstvertrag angestellt sind, besetzt. Oie Aufgaben der Kutturbauämter. Innerhalb des ihnen zugewiesenen Wirkungskreises haben die Kulturbauämter das landwirtschaftliche Meliorationsj^esen nach Kräften zu fördern. Daneben haben st- noch eine Anzahl von Hoheitsau^gaben wohrzunehmen, d. h. das Amt muß auf Grund gesetzlicher Bestimmungen bei einer Reihe von Fragen und Aufgaben Mitwirken, z. B. bei allen Fragen, die mit dem B ach gesetz zusammenhängen, bei den Feldbereinigungen, bei den Wassergenossenschaften, die nach dem neuen Gesetz nunmehr Wasser- unb Boden- verbände heißen. Außer diesen Hoheitsaufgaben ist das Kulturbauamt auch verpflichtet, mit feinem technischen Rat den Gemeinden zur Seite zu stehen, z. B. bei ben Fragen der ländlichen Trinkwasserversorgung, der Kanalisation, der Herstellung und Befestigung von Feldwegen, der Schaffung von Sportplätzen, Schwimmbad a n I a g'e n usw. Alle diese Beratungen finb Hoheitsaufgaben, die von Amts wegen zu erfüllen sind. Daneben ist das Kulturbauamt auf Antrag der Gemeinden auch bereit, auftragsgemäß für die geplanten Arbeiten Projekte auszuarbeiten und deren Durchführung zu übernehmen. Dafür werden vom Kulturbauamt sog. kulturtechnische Kosten erhoben, die allerdings nur einen Teil der in Rechnung zu stellenden Aufwendungen decken. Es spricht also bei der Ausführung dieser Arbeiten durch das Kulturbauamt nicht etwa ein Gewinnprinzip nach den selbstverständlichen Grundsätzen eines wirtschaftlichen Betriebes mit, da die Kulturbauämter nicht die Ausgabe haben, privaten Unternehmungen als Konkurrenz gegenüberzustehen. Das Melioratisrisarbeits- unb Siedwnasprogramm. Gegenwärtig liegt das Schwergewicht der Arbeiten des Kulturbauamts Oberhessen unb seiner Dienststellen auf der Durchführung des von der Landesregierung aufgestellten Meliorationsarbeits- unb Sieblungsprogramms. Daran sind m Oberhessen die Dienststellen in Alsfeld unb Laute r- bach besonders stark beteiligt. Bei diesen Arbeiten in der früheren Provinz Oberhessen handelt es sich um die Durchführung der Feldbereinigungen in den Kreisen Gießen, Friedberg, Alsfeld unb Lauterbach, soweit — vor allem im Vogelsberg — die Feldbereinigungen noch nicht oorgenom- men wurden. Im Kreise Friedberg, teilweise auch im Kreise Gießen, mußten Teil-Fe lbbereini- gungen durch geführt werden, da die bereits früher bereinigten Gemarkungen bei dem Bau der R e i ch s a u t o b a h n in ben Gemarkungsgewannen zum Teil so erheblich in Anspruch genommen wurden, daß dort ein zweckmäßiges Wege- und Grabennetz und zweckmäßige Grundstücksformen nur durch eine neue Teil-Feldbereinigung erreicht werden konnten. Es handelte sich hierbei um die Landumlegungen, die schon beim ^Beginn der Arbeiten an der Reichsautobahn angekündigt worden waren. Bei allen Feldbereinigungen wird ein Teil des Geländes als sog. Massegelände aus- geschieden und verwertet, um dadurch die Deckung der Kosten bes Verfahrens zu ermöglichen. Neben den Felbbereinigungen im Rahmen des Meliorationsarbeits- und Siedlunasprogramms hat bie Dienststelle Lauterbach feit Jahren als Sonderausgabe selbständig die Hutweidenmelioration im hohen Vogelsberg durchzuführen. Bei diesen Arbeiten werden geeignete Weideflächen von Steinen befreit, eingeebnet und, soweit es notwendig ist, gedüngt und eingesät, ferner eingezäunt und ebtL cn Koppeln aufgeteilt, sowie mit Tränkanlag m und Unterstellschuppen für das Vieh versehen. Die Hutweiden-Melioration dient dem Zweck, der Viehwirtschaft im Vogelsberg bessere Lebens- und Wirtschaftsbedingungen zu verschaffen unb dazu bei zutragen, baß das Vieh während einer möglichst langen Weidezeit ständig im Freien bleiben, durch möglichst geringen Kraftverbrauch den Fleischansatz und die Milcherzeugung steigern kann, zugleich aber auch wetterfest wird und gesund bleibt. Im Gegensatz zu der sonst ublicheu Einzelhut von Tieren soll durch bk Huttveiden die Gemein- fchastshut für 6Te Taire einer Mehrzahl von Besitzern unter Verwendung erntr möglichst geringen Zahl von Tierhütern gefördert werden, um dergestalt wirtschaftlichen Leerlauf zu vermeiden. Hinsichtlich einer rationellen Weidewirtschaft sind bei allen diesen Bestrebungen die bisher in vorbildlicher Weise gegebenen Beispiele des Versuchgutes Seligenhof bei Ulrichstein der Landesbauernschaft Hessen-Nassau gute Wegbereiter gewesen. Dränagen. Zur Verbesserung der Bobenwirtschast in vielen Gemeinden, aber auch von größeren Einzelwirt- schaftan sind an vielen Stellen Dränage n in der Durchführung begriffen bzw. geplant, da bie Ge- tneinben und alle Bauern- und Landwirte erkannt haben, daß die Dränage eines der besten Mittel zur Steigerung der Bodenerträgnisse und damit zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit des Betriebes ist. In zahlreichen Fällen hat es sich bereits erwiesen, daß die Kosten der Dränagen schon in roenigen Jahren durch bie erheblich gesteigerte Wirtschaftlichkeit bes Bodens voll gedeckt wurden und der gesteigerte Bobenerttag bann als bauernder Gewinn anzusehen war. In Ausübung seiner Hoheitsaufgaben steht das Kulturbauamt auch für biefe Ar« beiten den Gemeinden und den EinzelwirtschastSW als Berater zur Seite, auf Antrag übernimmt es auftragsgemäß die Durchführung dieser Arbeiten. Schwimmbäder und Sportstätten. Erfreulicherweise lassen sich immer mehr Gemeinden die Anlage von Schwimmbädern und Sportstätten angelegen sein. Auch hierbei hat das Kulturbauamt als Berater mitzuarbeiten und auf Antrag der Gemeinden auftragsgemäß Projekte auszuarbeiten und burchzuführen. U. a. finb zur Zeit Schwimmbabanlagen in Steinbach, Dorf-Gill, Inheiden, Muschenheim, Oberlais, Dornaffenheim und andere projektiert. Mitarbeit bei den Wafferwirtschastsstellen. Eine Fülle von intereffanten Arbeiten, Feststellungen unb Untersuchungen erwächst ben Kulturb aü- ämtern aus den Aufgaben ber seit kurzem eingerichteten Wafferwirtschaftsstellen, benen die Untersuchung aller Wasserverhältnisse in dem Einzugsgebiet der großen (Ströme abliegt. Dabei haben bie Kulturbauämter durch Messungen ber Wasserstänbe, Berichte über Strömungsverhältnisse, Auswirkung ber Niederschläge auf die Wasserstänbe usw. regelmäßige Mitarbeit zu leisten. In unserer engeren Heimat gehören die Kreise Lauterbach unb Alsfeld im wesentlichen zum Einzugsgebiet ber Weser. Der Kreis Gießen gehört zum Teil zum Ein- zugsgebiet ber Lahn, bie Kreise Friebberg unb Bübingen zählen zum Einzugsgebiet des Main; diese brei letztgenannten Kreise zusammengefaßt zum Einzugsgebiet bes Rhein. Die Früchte dieser fortlaufenden Arbeiten kommen in vielfältiger Weise ber Gemeinschaft zugute. B. derholung ber Oper „Der Rosenkavalier" von Richard Strauß. Musikalische Leitung: Paul Walter, Spielleitung: Hans Geißer, Bühnenbild: Karl Löffler. Für bie Rolle des Ochs von Lerchenau wurde Josef Niklaus vom Preußischen Staatstheater Kassel als Gast verpflichtet. Die Vorstellung findet außer Miete statt. Anfang 19 Uhr, Ende nach 22.30 Uhr. Am zweiten Osterfeiertag (Montag, 10. April) findet bie erste Wiederholung der Operette „Der Vetter aus Dingsda" von Eduard Künneke statt. Musikalische Leitung: Joachim Popelka, Spielleitung: Gert Buchheim, Tänze: Thea Maß, Bühnenbild: Karl Löffler. Die Vorstellung findet außer Miete statt. Anfang 19 Uhr, Ende nach 21.30 Uhr. Gießener Konzert-Verein. Als neunte und letzte Veranstaltung dieses Konzertjahres findet am Donnerstag 13. April, ein Symphoniekonzert statt, bas von oem Städtischen Orchester unter Leitung von Kapellmeister Pauk Walter ausgeführt wird. Zur Aufführung gelangen Mozarts Haffner-Symphonie und Bruckners fünfte Symphonie. Gsirckwunsch-Bildtelegramme an den Führer. DNB. Vom 11. April an können bei allen Annahmestellen der Deutschen Reichspost Glückwunsch- und Bildtelegramme an ben Führer auf gegeben werden, die am 20. April, dem Geburtstag, dem Führer zugestellt werben. Für das Telegramm ist ein besonderes Schmuckblatt h«gestellt worden, bas ausschließlich zu bildtelegraphischev Glückwünschen aus dem Reich an den Führer zu seinem 50. Geburtstag verwendet wird. Die Gebühr für das Glückwunschtelegramm beträgt 1,50 Mark. Zur Sicherstellung der rechtzeitigen Zustellung empfiehlt sich möglichst frühzeitige Aufgabe ber Telegramme. Vorsicht beim Genuß der Lorchel. Der Genuß der Lorchel, Frühlingslorchel (Hel- vella ober Gyromitra esculenta), die fälschlich meist Ois Mörschel bezeichnet wird, verursacht fast alljährlich im Frühjahr zahlreiche, in einzelnen Fällen 23erid)t von Isabel. Frankreich, das klassische Land ber Statistiken, hat kürzlich eine Reihe von Zahlen veröffentlicht, die tem Bubget ber Durchschnitts fr au aus fii n f Erbteilen entnommen würben. Nüchterne ^hlenkolonnen — und doch amüsant zu lesen, benn- nun kann man feststellen, wo in Wirklichkeit bie „ deale Gattin" lebt, das heißt, bie Frau, bie am wenigsten Geld für sich verbraucht, und auf der anderen Seite die Frage, von ber der Mann mit %cd>tfagen kann: „Du bist eine ,teuere’ Gattin ... liie Statistik ist gerecht vargegangen, sie hat sich r cht das Ausgabenbuch einer Millionärsgattin zigen lassen, und hat sich auch nicht interessiert für ,d>e mühevolle Haushaltsplanlegung einer Arbeiter- fiau mit geringem Einkommen, sie hat die Durchschnittsfrau gewählt. So kann sich keiner getroffen fühlen, und sollte ein Ehemann zu seiner Geattin sagen: „Die Statistik hat bewiesen, daß du n_ir einen neuen Hut im Jahr brauchst ...", so wirb b*? Gattin bestimmt darauf antworten: „... ent- Ijqgulbige, hältst du mich vielleicht für eine ,Durchschnitts f rau'?" Aber die Statistik lügt nicht: bie billigste und bie teuerste Frau ist entdeckt! Japans Ehemänner sind zu beneiden! Die Japanerin ist bie billigste Ehefrau ber IM! Wirklich, ber japanische Ehemann ist zu beneiden, denn bie Ansprüche ber Durchschnitts,apa- n-.rux finb, besonders was die Kleidung und den laergnügungsetat betrifft, äußerst bescheiden! Die jährlichen Ansprüche einer Durchschnittsfrau m To- fb lauten: 1 neues Kleib, 1 Paar neue Schuhe, ttt i n e n Hut und nur 5 Mark für Puder, Sippen- i'iift und Schminke! Sie geht einmal im Monat ins licater und einmal im Monat ins Kino. Das ein tqe, wofür die Japanerin etwas mehr Geld ausgibt, als z. D. eine Durchschnittsfrau in Deutschland, ist der Friseur. Dafür fallt aber die Hutrechnung fort, und die unendliche Flut von Witzen und Diskussionen über den neuen Frühlingshut, die die Spalten der illustrierten Blätter in aller Welt füllt, ist in Japan unbekannt. Nur jede tausendste Japanerin besitzt ein eigenes Auto — eine Ziffer, die für eine Amerikanerin einfach unvorstellb ar ist. Japans Ehemänner können auch über die Telephonrechnung nicht klagen, denn nur jede hundertste Frau in Japan hat Telephon. Kleine, bescheidene Japanerin — du bist wirklich die „ideale" Gattin und du bist sogar mit deinem Los so zufrieden, daß auf 1300 Eheschließungen nur eine Ehescheidung kommt! Halt — wie steht es denn mit dem Wirtschaftsgeld? Wenn ber japanische Gatte schon keinen Frühlingshut kauft — so ist er vielleicht um so großzügiger mit bem Budget für den Haushalt! Aber auch hier hat der Japaner wieder das große Los gezogen, denn die Japanerin ist auch in der Verpflegung äußerst bescheiden. Sie verbraucht für sich im Jahr: 25 kg Fleisch, 4,20 kg Tee, 400 Gramm Kaffee, 20 kg Zucker, 2 Liter Bier, kein Brot und teineti Wein! Da ist es wirklich kein Wunder, daß 1938 über 550 000 japanische Junggesellen in den Stand der Ehe getreten sind. Die höchsten Rechnungen zahlt Amerika. Man kann sich vorstellen, welch ein spöttisches Lächeln über bie Züge der Durchschnitts - Amerikanerin gleitet, wenn sie diese Ziffern lieft, und der amerikanische Ehemann beneidet seinen japanischen „Kollegen" glühend. Jedoch, in einem macht er sich die Sachg seichter: jede a ch4e Ehe in ben USA. wird wieder geschieden. Vielleicht liegt das in erster Linie daran, daß jede 7. Amerikanerin Telephon hat um sich über bie Freuden und Leiden der Ehe aus- zujvrechen und sogar jede 80. Frau ein eigenes Auto besitzt. Die amerikanische Frau ist teuer — bie teuerste Frau ber Welt: Sie beansprucht tm Jahre vier neue Kleiber, 2 Mäntel, 4 Hüte, 4 Paar Schuhe und 100 Mark für Schönheitspflege! Das ist genau achtmal so viel Geld für Parfüm, Puder und Schminke, wie die Französin verbraucht, und Frankreich gilt doch als das klassische Land der Kosmetik. Aber dieser Ruf ist antiquiert: bie Amerikanerin hat achtmal soviel Schönheitspflege-Ansprüche wie die Pariserin. Der Vergnügungsetat der Amerikanerin ist ebenfalls erstaunlich hoch, sie geht zweimal in der Woche ins Kino und zweimal im Monat ins Theater. „Dafür wirb die Amerikanerin aber sicher in der Verpflegung billig sein ..." denkt die eurasische Hausfrau, denn sie hat soviel von Hollywood- Kur und Abmagerungsmitteln gelesen. Auch hier muß die Statistik enttäuschen: die amerikanische Durchschnittsfrau hat das zweithöchste Ausgabenbuch für Lebensrnittel, hier wird sie nur geschlagen von der E n g I ä n b e r i n. Englanbs Frauen verzehren bie meisten Lebensmittel — unb dabei ist doch die englische Küche berühmt — schlecht! Aber bie englische Frau verzehrt im Jahr 55 kg Fleisch, bas ist im Vergleich zu allen anberen ßänbern — Australien ausgenommen — sehr viel, 5 kg Tee werden getrunken, eine fast unbegreifliche Menge, wenn man bedenkt, daß bie deutsche Frau nur 100 Gramm Tee im Jahr verbraucht. 25 Liter Bier läßt sich Mrs. John Bull schmecken, fünfmal so viel wie die Französin, die allerdings mit einem Weinkonsum von 100 Liter im Jahr auf diesem Gebiet ben Re korb hält. ♦ Die Französin ist eine gute Hausfrau — aber sie ist anspruchsvoll. Sie hat einen ausgesucht guten Geschmack, sowohl was bie Küche wie auch bie „haute couture“ betrifft. Sie schafft sich im Jahr drei neue Kleider, 4 Hüte, 3 Paar Schuhe unb einen Mantel an, auch muß sie 50 Mark für Schönheits- pflege beponieren. Dafür stellt sie an ben Auto- Sport nicht so hohe Ansprüche, nur jede 250. Französin besitzt einen eigenen Wagon. Der Dergnü- gungsetat ist gering, durchschnittlich geht Madame nur alle zwei Monate einmal ins Theater, unb nur einmal im Monat sieht sie sich bie flimmernbe Leinwand an. Die Engländerin, bie bas meiste Gelb für die Verpflegung ausgibt, ist bescheidener in bet Kleidung, aber stellt höhere Ansprüche an die geistigen Genüsse. Der Durchschnitts-Engländer muß zweimal im Monat seiner Frau ein Theaterbillett kaufen, unb bretinal im Monat geht sie ins Kino. Dafür wird aber in Englanb von 80 Ehen nur eine wieder geschieben, eine ganz erfreuliche Ziffer, in Deutschland allerdings sind bie Ehen noch solider aufgebaut, hier kommt erst auf 200 Eheschließungen eine Scheidung. Die besten und die schlechtesten Heiratschancen. Frcmkreich hat affo in bu Ausgabenbücher ber Durchschnittsfrauen aller Wett hineingesehen — unb es läßt großmütig alle Junggesellen bie Zahlen lesen, bamit sie sich bie Jbeal-Gattin wählen können. Die Männer können ja im allgemeinen wählerisch sein, denn in fast allen Ländern herrscht Fra^en-Ueberschuß. Bulgarien ist bas einzige Land ber Welt, wo auf 100 Männer 100 Frauen kommen, und in Lettland finb bie Chancen für die heiratslustigen Mädchen am allerschlechtesten, denn 114 Frauen müssen sich in 100 Männer teilen. Wie gut hat es da die Argentinierin, wo 87 Frauen unter 100 Männern wählen können. Gut finb bie Heiratsaussichten in ben USA., Australien, Japan unb Luxemburg, auch in Hollanb, Spanien unb Italien hat beinah jebe Frau Aussicht, einen Mann zu bekommen. In Schweden, ber Türkei, Frankreich, aber ganz besonbers in Sowjetrußland ist die Konkurrenz groß, denn hier kommen 110 Frauen auf 100 Männer. Natürlich wird sich jede Frau als „ideale Gattin betrachten, unb sie wirb über nüchterne „Durchschnittszahlen" die Achseln zucken. So bleibt fcer Trost, daß es überall noch „teuere" unb „billigr Frauen gibt — und daß man schließlich nur sewyj Derantutortiicb ist für bas, was man in fein Aas- gabebud) -einschreibt. Aber vielleicht ist tfranfrekp' halb so indiskret unb veröffentlicht einmal bie Au*- gabcn'büÄer der Männer in aller Welt — eine größte Greuds tonnte es ben Frauen nicht machen. Mahlzeit erforderlich sind, damit kein Rest bleibt, der zum nochmaligen Genuß von Lorcheln am gleichen oder folgenden Tage verleitet. Einen etwa gesammelten Ueberschuß trockene man scharf, um ihn gelegentlich zum Würz« der Speisen zu verwenden. Getrocknete Lorcheln, wie sie auch im Handel erhältlich sind, haben ihre Giftigkeit verloren und bedürfen keiner besonderen Vorbehandlung. Besichtigung Der Mädelgruppe 1/116 Sießen-Süd. Die Mädelgruppe 1/116 Gießen-Süd ist aus dem Leistungswettkämpf der Gruppen als untergaubeste hervorgegangen und wurde am Dienstag noch einmal von der Obergauführerin Else Riese besichtigt. Im Heim war eine Werk-Ausstellung der m den Heimabenden gearbeiteten Sachen aufgebaut. Ferner lagen hier die Akten und das Gruppenbuch zur Einsicht offen. Die Gruppenführerin Marianne Eger hatte einen Appell angesetzt. Im Verlauf dieses Appells zeigte die Gruppe Ausschnitte verschiedener Arbeitsgebiete. Zuerst kam der Sport in einigen Hebungen am Pferd an die Reihe. Dann wurde Lieder gesungen und das Märchen „Rumpelstilzchen" erzählt. Inzwischen waren die Märchen- gesralten fertig gekleidet, und die Aufführung konnte beginnen. Im Anschluß daran folgten mehrere Volkstänze. Dann richtete die Obergauführerin einige Worte 4, Wirsing, grün, Vi kg 20, Weißkraut 13, Rotkraut 18, Karotten 10 bis 15, Roterüben 10 bis 15, Spinat 35, Hnterkohlrabi 8 bis 10, Feldsalat 15 bis 18, Tomaten 40 dis 50, Zwiebeln 15 bis 16, Meerrettich 30 bis 70, Schwarzwurzeln 40 bis 50, Rha- den größte Hochachtung genießt. Der Bahnarbeiter Adolf Lotz und Ehefrau Annemarie, geb. Nachtigall, Gießener Straße 154, können am 13. April das Fest der S i l b e r h o ch - zeit feiern. Dem Jubelpaar unseren herzlichen Glückwunsch. Der Turnverein Wieseck konnte am Donnerstag innerhalb einer Woche die zweite Ehrung für jahrelangen Einsatz eines verdienten Turners vornehmen. Dem Ehrenmitglied Ludwig Deibel, der über 50 Jahre dem Verein angehört, brachte die Es kommt dem einzelnen nicht immer zum Bewußtsein, wenn sich die Ernährungsansprüche gesteigert haben. Man kauft etwas besonderen Brotbelag, zu einem Gemüse-Kartoffelgericht wird ein Stück Fleisch spendiert, auch Kuchen und verschiedene nicht unbedingt notwendige Nahrungsmittel werden häufiger als ftüher besorgt, ohne daß man das als Steigerung der Lebenshaltung empfindet. Die Statistik aber, die viele Zahlen sammelt, hat auch diese in zahlreichen Haushaltungen vorhandene Entwicklung festgehalten. Die V e r b r a u ch s st e i g e r u n g seit 1933 ist naturgemäß daher besonders auffällig, weil viele Arbeitslose, die vorher knapp das Notwendigste zum Leben hatten, nun wieder genügend Lebensmittel kaufen können. Also auch wenn eine große Zahl von uns von einigen Lebensrnitteln nicht mehr als vor ein paar Jahren ißt, so liegt doch kein Rechenfehler vor, wenn die Statistik einen erhöhten Verbrauch je Kopf feststellt. Es.handelt sich ja nur um eine Durchschnittsrechnung, und verzehren wir selbst nicht mehr von einem Nahrungsmittel, so essen dafür andere vielleicht das Doppelte als früher davon. Nicht nur der Fleischverbrauch ist in den Jahren 1932 bis 1937 gestiegen, sondern auch der Verbrauch an Butter. Je Vollperson wurden 1932 8,8 Kilogramm jährlich, 1937 aber 10,3 Kilogramm ver- braucht; auch Speisetala wurde mehr verbraucht. Besonders stark ist der Verbrauch von Weizenmehl und seinen Erzeugnissen in dieser Zeit gestiegen, und zwar von 51,8 auf 64,6 Kilogramm. Diese Nahrungsmittel können, wie uns heute nicht mehr unbekannt fein dürfte, nicht immer im gewünschten Maße im Inland erzeugt werden, trotzdem ist ihr Bedarf nicht etwa gesunken, sondern sogar noch gestiegen., Gewiß, eine große Anzahl Hausfrauen wird schon eine gewisse Umstellung des Küchenzettels vorgenommen haben. Es wird nicht nur Fleisch, sondern auch Fisch bevorzugt. Bei der Speisenzuberei- Gesangsabteilung anläßlich seiner goldenen Hochzeit ein Ständchen. Dereinsführer D a u p e r t über» brachte dem Jubelpaar die Glückwünsche des Vereins und würdigte besonders das Verdienst der alten Turner um die Entwicklung des Vereins. LPD. Iustizpersonalien aus dem Oberlandesgerichtsbezirk Darmstadt Ernannt wurden: Staatsanwalt Ludwig Rex» roth aus Darmstadt zum Oberlandesgerichtsrak beim Oberlandesgericht Darmstadt, Gerichtsassessor Karl Zahn in Mainz zum Amtsgerichtsrat beim Amtsgericht Friedberg, Gerichtsassessor Walter Ziegler in Groß-Gerau zum Amtsgerichtsrat beim Amtsgericht Lauterbach. Versetzt wurde mit Wirkung ab 1. April 1939 Staatsanwalt Freiherr Burkhardt Schenck zu Schweinsberg in Landau an die Staatsanwaltschaft beim Landgericht Darmstadt. * * 70 Jahre alt. Der frühere Inhaber der Weinstube „Naafs Häuschen" in der Walltorstraße, Heinrich N a a f, kann am kommenden Montag, 10. April, in bester Rüstigkeit seinen 70. Geburtstag begehen. Der Jubilar, der sich schon lange vor der Machtübernahme der Bewegung des Führers anschloß, erfreut sich in weiten Bevölkerungskreisen großer Beliebtheit. Auch unfern herzlichen Glückwunsch zum 70. Geburtstag. * * Arbeitsjubiläum. In der von Mün- chowschen Unioersitätsdruckerei Otto Kindt G.m. b. H. in Gießen feierte der Schriftsetzer Karl Körber (Gießen-Wieseck) sein 40jähriges Berufsjubiläum. Eine würdige Feier am geschmückten Arbeitsplatz vereinte ihn mit feinen Arbeitskameraden. Betriebsführer Schmitz, der Beauftragte der DAF., Pg. Stein, und der Betriebsobmann Baues übermittelten dem Jubilar in kurzen Ansprachen ihre Glückwünsche. Nach dem Gruß an den Führer folgte die Heberreichung verschiedener Geschenke. Die Är- beitskameraden schlossen sich den Glückwünschen an und gaben der Hoffnung auf eine weitere gedeihlich Zusammenarbeit Ausdruck. * * Sterbefälle in Gießen. In der Zeit vom 15. bis 30. März verstorben: 15. März Heinrich Volz, Schuhmachergeselle, 74 Jahre, Krofdorser Sttaße 21; Eva Joedt, ohne Beruf, 82 Jahre, Diezstraße 7; 16. März Annemarie von Grolman, geb. Schmidthals, ohne Beruf, 75 Jahre, Horst- Wessel-Wall 10; Katharine Eleonore Strauß, geb. Am 5. April konnte der Maurer Christian von hier auf eine 40jährige Tätigkeit bei dem Bau- aefchäft Georg Becker in Gießen zurückblicken. Während dieser langen Zeit lernte man in Herrn Gräf einen tüchtigen Fachmann kennen, der bei dem Betriebsführer und bei seinen Arbeitskamera- Nos Möchm fflatit. Roman von Walther kloepffer. Copyright bg Carl Duncker Verlag,ÄerlinV^Z5 39. Fortsetzung (Nachdruck verboten.) „Hnd ich war schon am Straucheln, da habe ich die Paula Giesecke näher kennengelernt, und das war mein Glück. Die hat mir den Kopf zurechtgesetzt und zu mir gesagt, ich soll doch so etwas nicht machen und lieber den Namen opfern als mich zu einer Gesetzwidrigkeit verleiten lassen. Unb da habe ich dem Gaidl erklärt, ich mache nicht mit, und habe ihm gedroht, ich würde Ihnen den ganzen Plan verraten. Unb bann hat mich der andere niebergeschlagen. So war das." Tinser war jetzt fertig mit seinem Bekenntnis. Heber seine Wangen liefen kleine salzige Bächlein Schweiß. Er lag erschöpft in feinem sauberen weißen Bett unb harrte auf Hegemanns Antwort. Er hatte, obwohl er die Augen geschlossen hielt, bas ganze Zimmer noch sehr beutlich auf seiner Netzhaut, bas Helle Fenster, bas Bild über dem Waschtisch und die massige Gestalt seines Chefs, aus dessen Mund nun bas Urteil kommen würde. Tinser hatte sich nicht leicht zu dieser Selbstentblößung entschlossen, sondern sie war bas Ergebnis vieler oergrübelter Stunben. Denn in einem Menschen, ber haarscharf am Tobe vorüberschreitet, geschehen manche unb seltsame Dinge. Er wird selbstbesinnlich und mürbe, ja er wird sogar beherzt, wenn ihm eine Frau wie Paula zur Seite steht und seinem schwankenden Willen eine Stütze ist. Er findet dann auch die schweren Worte, sich selbst anzuklagen. Nun wartete er, denn der Chef ist ein bedächtiger Mann in solchen Sachen, aber dieses Warten dünkte ihn beinahe das Aergfte. „Das sind ja nette Geschichten", knurrte Hege- mann endlich und sah durch Tinser hindurch, der erschrocken die Lider aufschlug. Dann nahm er unwillig seinen gestutzten Schnurrbart zwischen die Zähne. „Ich verstehe, daß Sie mir böse sind, Herr Hegemann; sehr gut verstehe ich das. Aber die Paula meint, mit meinem verdroschenen Schädel da und mit ber vielen Angst vorher hätte ich vieles gebüßt", murmelte der Kranke schüchtern. „Warum erzählen Sie mir bas alles? Wenn ich recht unterrichtet bin, war Gaibl der einzige Mitwisser um Ihre Verfehlungen, und der ist ja nun tot! Heh?" ,Zch will ein neues Leben anfangen, Herr Hege- mann, und da muß vorher reiner Tisch gemacht werden. Wir haben das lange besprochen, die Paula und ich. Ich kann doch bei Ihnen nicht weiterarbeiten, als ob nichts gewesen wäre. Paula hat ihre zwei Boote losgeschlagen unb ich habe ben Wagen verkauft; für einen bescheibenen Anfang wird es schon reichen. Wir werben schon etwas finden. Wenn Sie mir verzeihen könnten, Herr. Hegemann, wäre halt alles viel leichter." Wieder eine Pause. Ein bißchen Sonne überspielte Tinsers faltiges Gesicht, bieses fleischarme beinerhe Gebirge voll Spalten und Einsenkungen. Hegemann erwog Für und Wider mit gekaufter Stirn und sagte schließlich unliebensroürbig: „Sind diese Geschichten jetzt endgültig begraben oder geistern sie noch?" „Begraben, Herr Hegemann, Gaidls Kumpan, ber entflohene Hatschek, weiß nichts von meinen Entgleisungen", entgegnete Tinser bemütig. „Hier bleiben können Sie auf keinen Fall, bas ehen Sie ja selbst ein. Sie würden bie Erinnerungen und einen gewissen Druck nie los. Aber wie wäre es mit Helsingfors? Wir wollen bort eine Niederlage errichten. Sprachentalent haben Sie ja. Schwebisch ober Finnisch müßten Sie eben lernen. Wäre eine ganz passenbe Beschäftigung während Ihrer Genesung." Tinser brachte nichts heraus als: „Herr Hegemann!" „Keine Aufregung, Herr von Tinser. Ich sorge schon bafür, baß Sie bort oben nicht ber Hafer sticht. Sie werben sich bort gefälligst auf ben Hosen- boben setzen und arbeiten. Verstanden? Unb wenn Sie mir Ihre Paula nicht gut behanbeln, fahre ich persönlich hinauf und nehme Sie bei ben Ohren! Unb noch eins! Lassen Sie's mit dieser einen Beichte genug fein; es ist nicht nötig, baß Sie Ihrem Vater denselben Sums erzählen wie mir. Es langt, wenn einer aus ben Wolken fällt. Na schön und gute Besserung!" Hegemann erhob sich, nickte Tinser ernst zu unb ging hinaus. Drüben in der Villa begegnete er seiner Tochter. „Nun, Papa, wie ist ber erste Ausflug bekommen?" „Gut, wie du siehst. Aber du gefällst mir nicht, Maxie!" „Ich? Wieso, Paps?" „Das wirst du vermutlich selbst am besten wissen. Schon zwei Wochen merke ich, daß etwas bei dir nicht stimmt. Du läufft herum, wie wenn dir die Hühner das Brot weggenommen hätten. Wo brennt's denn? Kein Vertrauen zu deinem Vater?" „Doch, Papa." Sie zupfte verlegen ein Fäserchen von seinem Aermel. „Nur... Es ist so schwer zu sagen." Ich bin der reinste Beichtvater, dachte Hegemann. Er hatte keine Ahnung, was seiner Tochter fehlte und was nun kommen würde. „Wir wollen ins Rauchzimmer, Kleine!" Er legte feinen Arm um Maries Schulter, verstaute sie in einem bequemen Sessel, hotte seinen besten Damen- likor unb brannte sich eine Gemütlichkeit schasfenbe Zigarre an. „So. Ich bin soweit; jetzt kannst bu beginnen. Also was ist los, Pintscherl?" „Nicht so, Paps", flehte Maxie. „Es ist eine sehr ernste Sache. Ich liebe Doktor Holl!" „Was nicht gar? Holl?! Hm. Schon länger?" „Seit jener Reise im Frühjahr. Er war damals unser Reiseleiter", gestand sie. „Dann habt ihr mir also in Seesham wüstes Theater vorgespielt?" forschte er mit hochgezogenen Brauen. „Mußten wir doch, Paps. Wir haben uns beide nicht recht getraut", entschuldigte sich Maxie. „Bin ich denn so zum Fürchten? Du, das ist nicht schmeichelhaft." „Nein, Paps. Aber Holl ist doch arm, besaß keine glänzende Stellung und hatte noch nichts geleistet." „Es kann nicht jeder als Geheimrat anfangen. Soviel Einsicht darfst du deinem alten Vater ruhig zutrauen. Uebrigens hat dein Holl ziemlich viel los. Heller Kopf. Leider ist er uns untreu geworden." „Daran bin ich schuld. Wir haben uns gezankt. Er war im Recht, aber damals hatte ich das noch nicht eingesehen. Dann hat er nichts mehr von sich hören lassen —" „Gefällt mir von dem Mann, daß er dir nicht nachläuft. Andere wären an feiner Stelle zu Kreuz gekrochen. Weißt schon, warum. Weil die Maxie Hegemann eine sogenannte gute Partie ist." „Ich bin ja noch nicht zu Ende, Papa. Unb schließlich hat uns so ein albernes Mißverstänbnis noch vollenbs auseinanbergebracht. Auch meine Schulb. Unb jetzt ist er über alle Berge, schon volle acht Tage — roieber so eine Denebigtour — und ich habe bas Gefühl, daß er mich überhaupt nicht mehr mag. Denn ich habe ihm ein Telegramm geschickt unb auf bas hat er bis heute mit keiner Zeile geantwortet", erklärte Maxie weinerlich. „Hm. Das scheint ja ein ziemlich verfahrener Karren zu sein", sagte Hegemann teilnahmsvoll. „Unb von Mama weiß ich auch nicht, wie sie sich dazu stellt!" „Wenn es nach ber geht... Aber zu zweit werden mir sie schon herumkriegen. Dein Holl mit seiner Entdeckung ist schließlich auch nicht ber nächste beste", tröstete er. Kleine Kinber kleine Sorgen, große Kinder große Sorgen, überlegte er. „Was bist bu doch für ein lieber guter Papa", flüsterte Maxie und legte ihm die Arme um ben Hals. „Schon gut, schon gut; beruhige dich nur. Keine Tränen, bitte ich mir aus. Wann kommt benn dieser schreckliche Doktor Holl zurück?" „Heute abend. Ich habe mich bei seiner Gesellschaft erkundigt." „Sieh mal an, bas heiße ich Regie. Wenn ich nicht irre, wird eine gewisse Maxie Hegemann heute abend um soundsoviel Uhr ein bißchen Posten stehen in ber Neuhauser Straße?" lächelte er. „Ach, Paps. Es wird zwecklos sein. Er wird nichts mehr von mir wissen wollen. Jetzt schon gar nicht, wo er an jedem Finger eine haben kann. Ich will ihm auch gar nichts von Liebe Vorreden. Ich will ihm nur sagen, daß ich mich scheußlich benommen habe unb daß ich das einsehe." „Ich finde deinen Standpunkt ziemlich bescheiden. Auf alle Fälle werde ich dir ben Daumen halten. Unb nun mache kein so unglückliches Gesicht mehr. Auch ein wenig Puber könnte nicht schaden. Du hast eine verwünscht empfindliche Nasenspitze, das reinste Tränenbarometer." Er streichelte ihr übers Haar unb dachte: da muß sich das Mädel schon selbst durchfressen. „Du bist in letzter Zeit so viel unterwegs. Wo steckst bu benn immer, Kleine?" „Patenfamilien. Ein Dr. Klotz hat mir bie Adressen gegeben. Ich sehe da ein wenig nach dem Rechten, so lange bie Frauen krank sind." „Bravo! Darf man sich finanziell ein bißchen daran beteiligen?" fragte er unb zog feine Brieftasche. „Du bist so nobel, Paps. Komm, gibt mir einen Kuh!" * Hotel Bellevue, Meran. Dor dem mit Oleandern geschmückten Eingang ein Ungetüm von Reifeomnibus, weiß und blau gestrichen, Kennzeichen IIA, eine Unmenge Koffer auf dem Verdeck. In der Halle, vor dem Empfangsbüro, ein Schwarm gutgelaunter Herren und Damen, 24 an der Zahl, die andächtig den Reiseleiter Holl umstehen, um ihre Zimmernummer zu erfahren. Der verhandelt soeben mit dem Empfangschef, unb ihre Köpfe sind über eine Liste gebeugt. Holl hält in der Linken lässig ein offenes Telegramm, bas er vorhin bei der Ankunft nur flüchtig überflogen hat; über feinem rechten Arm baumeln sein sturmerprobter alter Regenmantel, ein neckisches Cape, eine Strickjacke unb zwei Schals, lauter Dinge, die er aus angeborener Höflichkeit zwei älteren Damen abgenommen hat. Sein bunfler Brigantenschopf überragt bie Herbe seiner Schutzbefohlenen ganz beträchtlich. „Frau Major Zumkoft bekommt biesmal ein Zimmer vorn heraus", erklärte er. „Unb Herrn Oekono- mierat Mayerseber bitte ich, mit einem rückwärtigen vorlieb zu nehmen, bas auch erstklassig ist." Er winkte dem Genannten heran unb raunte ihm ins Ohr: „Sie wollen doch heute noch bummeln? Da paßt dieses Zimmer ausgezeichnet. Es liegt dicht neben der Treppe." Herr Mayerfeder unterdrückte seinen Protest unb war zufrieden. Ein Reiseleiter von Rang muß neben Autorität auch über Diplomatie verfügen. Als alle ihren Schlüssel in Händen hatten und über die Treppe abschoben, seufzte Holl erleichtert auf. Die Verteilung der Hotelzimmer war immer eine schwierige Sache; einer wollte hoch wohnen, einer nieder, einer ungestört; kurz, es war eine Kunst, es jedem recht zu machen. Man mußte befchwichttgen, verttöstcn und mit Redensarten verzuckern. (Schluß folgt] Der Odenwald als »ege wie hält heute dos Andenken an den verdienten Voran oer« Odenwälder Lands- predigte, sondern auch praktisch derlebte. i beft* men holten Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücher mieden. % M beno«' Schleussner Film mil Garantieschein gegen Fehlbelichtung das Sternviereck des Raben, den Becher und die lange Sternreihe der Wasserschlange oder Hydra. Der Kopf der Hydra ist gegen Prokyon gerichtet. Im Krebs suchen wir uns den schönen Sternhaufen der Krippe auf. Durch ein lichtstarkes Fernglas erkennen wir etwa 50 Sterne, die auf gemeinsamer Fahrt durch das Weltall begriffen sind und gewissermaßen eine kosmische Reisegesellschaft bilden. Dieser Sternhaufen ist 600 Lichtjahre oon uns entfernt. Am Nordwesthimmel sehen wir die hellstrahlende Kapella im Fuhrmann, die in gleichem Maß tiefer sinkt, wie die Wega im Novdosten aufsteigt-, rechts vom Fuhrmann folgen Perseus, das lateinische W der Kassiopeia, Kepheus und tief im Nordosten De- neb im Schwan. Der bedeckungsveränderliche Stern Algol im Pevseus, dessen Licht alle 69 Stunden durch den umlaufenden Begleiter auf ein Drittel seiner normalen Helligkeit ab geblendet wird, hat günstig zu beobachtende Minima am 15./16. April um Mitternacht und am 18. April um 21 Uhr. Der Himmelswagen im Großen Bären steht gegen 22 Uhr nahezu im Zenit. Zwischen Großem und Kleinem Bären windet sich der Drache hindurch. Der diesjährige April ist planetenarm. Am Abendhimmel ist überhaupt kein Planet mit freiem Auge sichtbar. Venus und Jupiter erscheinen morgens im Osten kurz vor Sonnenaufgang. In der Frühe des 17. April stehen Jupiter und Venus scheinbar nahe beieinander, und dicht über Jupiter sehen wir die schmale Sichel des abnehmenden Mondes. Aber die Dauer der Sichtbarkeit beträgt eine halbe Stunde. Dagegen leuchtet Mars im Schützen während der zweiten Nachthälfte: er geht anfangs um 2 Uhr, Ende April um 1 Uhr auf. Mars nähert sich der Erde, seine Helligkeit nimmt daher merklich zu. Der Mond zeigt folgende Lichtgestalten: Vollmond am 4., letztes Viertel am 11., Neumond mit Sonnenfinsternis am 19., erstes Viertel am 26. April. en hoch, ri über, des Der. Nt bet 'eins. Dienst an der Jugend ist Dienst an der Zukunft. Gebt der 71 SB. Freiplahe! Baue gut.... mit Abermann Hysikalisch eine besondere Stellung ein: er gehört ;u den gelben Riesensternen, die sich im aufsteigen- ttn Ast ihrer Entwicklung befinden. Die Oberflächen- i mperatur ist mit 4300 Grad geringer als die der könne, wird aber ebenso wie die noch sehr geringe 2 ichte mit der weiteren Zusammenziehung des 6tern noch wesentlich ansteigen. Dagegen übertrifft Lrktur die Sonne bedeutend an Größe und Leucht- In einer Uebersicht über die Leistungen der. einzelnen Genossenschaftszweige betonte der Redner den Wert der dörflichen Spar- und Darlehenskassen. Der Kreis Gießen hat heute die leistungsfähigsten Dorfkassen des Gaues, auch Beerfelden im Odenwald hat eine musterhafte Bank. Neben dem Kastenwesen hat heute der genossenschaftliche Zusammenschluß zum Zwecke des Drusches, der Anschaffung von Bulldog-gs und Kartofteldämpfmaschinen. der Flachsverwertung, der Viehweide und der Milchoerwertung größte Bedeutung für die bäuerliche Wirtschaft und damit für die Ernährung unseres Volkes. Fehlschläge im Genossenschaftswesen können nicht vorkommen, wenn drei Bedingungen erfüllt sind: gesunde finanzielle Grundlage, tüchtige und einwandfreie Führung und genossenschaftliche Treue der Mitglieder. Dem Redner wurde reicher Beifall der dankbaren Zuhörer zuteil. Oberstudiendirektor Michel (Duisburg) sprach anschließend noch vom Genossenschaftswesen unserer Dolksgenosen im Ausland. Auf Grund eigner Anschauung berichtete er, wie z. B. die Siebenbürger Sachsen nicht nur an ihrem deutschen Volks- und Brauchtum festhalten, sondern auch das ländliche Genossenschaftswesen nach deutschem Muster aufgebaut haben. ® räf JW Glitten öer bei hntera, Ehefrau Ke 154 rhoch glichen "nerslaq Jr j-chre- vonieh. eJ- der Hie die wn Mün- G.in.b.h. Körber sjubiläum. lrbeitsplatz . Betriebe. VAF, W les über* ichen ihre jrer folgte 2)ie Ar- rschen an etieihlich* i der Zci! cz fycinrii) Kroidock 82 W. । ©rölmci ihre, M )ttauß, 5 bem mstadt. 9 Rex, serichtsrat )tsassessor Tat beim Walter erichtsrat irbe mit Freiherr berg in andgerch Haber 6a iltvrskrch, Montez, Geburtstag ie vor her ihrer? an- ingsfreifen hen Glück- Viele Söhne des Odenwaldes haben sich in den vergangenen Jahrzehnten auf dem Gebiete des Genossenschaftswesens einen Namen erworben, Kommerzienrat Ihrig von Erbach, Iraner von Beerfelden, Lehr und Brunner aus Michelstadt, Hallstein und H i l d aus Hainstadt, Miltenberger aus Olfen, Kunz aus Aschbach, Saal aus Lengfeld und Weyrauch aus Ober-Mossau. Am 16. April werden 64 neue Jugendherbergen geweiht. Das Deutsche Jugendherbergswerk weiht am 16. April 64 neue Jugendherbergen in allen Gauen des Reiches. Der Reichsjugendführer wird in Schardorf bei Leoben in der Steiermark die Einweihung des Rheinlandhauses vornehmen, das heute der erste Bauzeuge des Dritten Reiches in der Südostmark nach der Wiedereingliederung ist. Zu gleicher Zeit findet überall im Reiche die Einweihung der neuen Jugendherbergen statt. Es gehören dazu u. a. die Neubauten in Regensburg, in Goslar und Halberstadt, in München-Gladbach, Kamp-Lintfort und Krefeld, in Bad Dürkheim, in Frauenstein (Sa.), in Görlitz, in Gera, Goldap und Husum. Einschließlich der 64 neuen Jugendherbergen erhöht sich damit die Zahl der seit 1933 geschaffenen modernsten Jugendherbergen auf nahezu 300. Monat mit Sonnenfinsternis Oer Sternenhimmel im April. . Von Dr. Erwin Koffinna. kraft. Bei einer Entfernung von 38 Lichtjahren besitzt Arktur 22fachen Sonnendurchrnesser und die 95fad}e Leuchtkraft der Sonne. Zwischen Bootes und Großem Löwen bemerken wir die beiden zierlichen Sternbilder der Jagdhunde und Haar der Berenike, bei deren Betrachtung man mit Vorteil ein Fernglas verwendet. Oestlich vom Bootes folgen der schöne Halbkreis der Nördlichen Krone, das ausgedehnte Sternbild Herkules und im Nordosten die Leier mit der bläulich funkelnden Wega. Nach 22 Uhr erscheinen über dem südöstlichen Horizont die beiden hellen Sterne der Waage, deren unterer ziemlich genau in der Ekliptik steht. Ihr Verlauf von Nordosten nach Südosten wird durch die Tierkreisbilder Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau und Waage angedeutet. Die hellen Sterne Aldebaran, Pollux, Regulus, Spika stehen nahe der Ekliptik. Spika in der Jungfrau unterscheidet sich durch ihr weißes Licht auffallend von dem tief- gelben Arktur. Am Südhorizont sehen wir sodann Die Monatsversammlungen der Odenwälder Hei- matvereinigung entwickeln sich in letzter Zeit zunehmend zu wertvollen und inhaltreichen Vortrags- und Ausspracheabenden. Die Aprilversommlung stand unter dem Zeichen des ländlichen Genossenschaftswesens. Zunächst gedachte der Vereinsführer in seinen einleitenden Worten der großen außenpolitischen Erfolge unseres Führers im vergangenen Monat. Dann hielt der stellvertretende Vereinsführer Georg Hartmann einen aufschlußreichen Vortrag über Sinn und Aufbau des ländlichen Genossenschaftswesens. Der Redner ist als Oberrevisor im Genossenschaftswesen des Kreises Gießen tätig und hat sich als Gründer und Leiter der Volksbank Gießen um die heimische Wirtschaft sehr verdient gemacht. Die Wiege des deutschen Genossenschaftswesens steht im Odenwald. Neben Fr. W. Raiffeisen, der im Westerwald den Kampf gegen den jüdischen Wucher aufnahm, war es der Kirch-Brombacher Pfarrer Groh, der nach dem nationalsozialistischen Grundsatz „Einer für alle, alle für einen" im Jahre 1862 die erste landwirtschaftliche Genossenschaft in seinem Odenwalddorf gründete. Zusammen mit dem Darmstädter Wilhelm Haas, im Dolksmund „Dizegroßherzog von Hessen" genannt — seine Mutter stammte aus der Künzels- mühle bei König im Odenwald —, gründete der Pfarrer Groh im Jahre 1873 in Mainz den hessischen Landesverband der landwirtschaftlichen Ge- nossenschaften, der in seiner mustergültigen Organisation richtunggebend für den späteren Aufbau des Reichsoerbandes wurde, in dem heute rund 46 000 deutsche Genossenschaften zusammengeschlossen sind. (Eine Gedenktafel am Pfarrhaus in Kirch-Brombach -es ländlichen Genoffenschastswesens Vortragsabend bei der Odenwälder Heimatvereinigung. mit denen es im Kindexgarten zusammenkommt. Wo es sich als nötig erweist, wird eine Durchleuchtung erfolgen. Der Befund bildet die Grundlage für das Gesundheitsstammbuch. Regelmäßige ärztliche Besuche in Kindergärten werden mindestens einmal im Monat erfolgen. In jedem Halbjahr findet außerdem eine gründliche Untersuchung statt. Die Kindergärtnerin, die täglich den Gesundheitszustand der Kleinen beobachtet, wird die beste Mitarbeiterin des Arztes sein. Schließlich wird die neue Gesundheitsgymnastik dazu beitragen, das Ziel zu erreichen, den allgemeinen Kräftezustand zu heben und körperlichen Fehlentwicklungen entgegenzuwirken. Es ist hier ein wertvoller Ansatz zur Erfüllung einer Zukunftshoffnung gegeben, daß wir einmal nicht mehr einen so hohen Prozentsatz von Haltungsschwächlingen und mit Frühschäden Behafteten haben werden, wie wir ihn leider wegen Vernachlässigung in der Vergangenheit jetzt aufweisen. 'M 'Ne, 40 bis 45 bis W 25 H nun damit begonnen wird, die Kleinkinder in allen diesen Kindergärten nach bestimmten Richtlinien in ärztliche Obhut zu nehmen, so bedeutet das einen Gesundheitsdienst an weit über 300 000 Kleinkindern, was um so bedeutsamer ist, als sich in der Vergangenheit immer wieder zeigte, daß gerade im Kleinkindesalter Schäden entstehen können, die später erst deutlicher hervortreten und dann nicht mehr so leicht zu beheben sind. Es ist daran gedacht, an den Kleinkindern vor der Aufnahme eine Tuberkulin-Probe vorzunehmen, nicht nur im Interesse des Kleinkindes selbst, sondern auch zum Nutzen der Spielgefährten, Dopfer, 54 Jahre, Hillebrandstraße 12; 18. März Johanna Büchner, geb. Jochem, ohne Beruf, 64 sichre, Liebigstraße 62; 19. März Marianne Hüter, zeb. Weber, ohne Beruf, 65 Jahre, Steinstraße 90; JO. März Christiane Weitzel, ohne Beruf, 79 Jahre, sicher Straße 106; 22. März Georg Keil, Schorn- jteinfegermeifter, 48 Jahre, Fröbelstraße 23; Eva Großmann, geb. Reibold, ohne Beruf, 91 Jahre, Licher Straße 106; 23. März Elise Neuling, geb. Bockmeyer, ohne Beruf, 42 Jahre, Löwengafse 5; ! Friedrich Jörg, Gastwirt, 59 Jahre, Asterweg. 7; iRarl Leo, Polsterer, 60 Jahre, Bahnhofstraße 23; 24. März Heinrich Lind, ohne Beruf, 59 Jahre, Jicher Straße 106; Maria Schubert, geb. Hartmann, ohne Beruf, 58 Jahre, Licher Straße 106; Heinrich Lotz, Invalide, 82 Jahre, Asterweg 22; Marie Leo, geb. Bertram, ohne Beruf, 86 Jahre, i r)inbenburgmaU 3; 25. Mörz Elisabetha Schmidt, zeb. Wolf, ohne Beruf, 72 Jahre, Ebelstraße 41; 26. März Gerhard Außenwinkler, 4V2 Monate, sicher Straße 74; 29. März Fritz Flimm, Kaufmann, 61 Jahre, Marburger Straße 10; 30. März Elisabeth Scharmann, geb. Reul, ohne Beruf, 76 Jahre, Marburger Straße 82; Charlotte Hardt, 4 Jahre, Friedrichstraße 1; Theodor Baumann, Elektrotechniker, 66 Jahre, Neuenweg 7. **Die Anmeldung zur Berufsschule lir das Schuljahr 1939/40 erfolgt am nächsten Donnerstag, 13. April. Der Unterricht für die übrigen Zerufsschüler beginnt am Freitag, 14. April. ** Aufnahme der Abc-Schützen. Am irädyften Donnerstag, 13. April, findet die Aufnahme )er Schulanfänger in die Volksschule statt. Die Ubc-Schützen werden in der Goetheschule am Horst- Hessel-Wall, in der Schillerschule in der Schiller- Itrafce und in der Neuen PestaloMschule in den Lichgärten aufgenommen. Die Kinder, die für die Ulte Pestalozzischule eingeschrieben werden, sind zu- lächst in die Schillerschule zu bringen. — Der Unterricht für die übrigen Schüler und Schülerinnen beginnt am Donnerstag, um 7.25 Uhr. ten W? i und £ rW ,u ersaht 19 («n K n P; '(ropf, (kW? . bi« rH 8 r * M1 iii* M Das bedeutendste astronomische Ereignis im Lpril ist eine ringförmige Sonnenfinsternis, die am 11-9. April zwischen 18 und 20 Uhr stattfindet. Freilich »erben mir in Deutschland, günstiges Wetter vorausgesetzt, nur den ersten Teil der Verfinsterung bedachten können, da die Sonne sich schon dem west- ^Mü.chen Horizont nähert, wenn der Mond beginnt, ch von rechts vor die Sonnenscheibe zu schieben. Den Anfang der Bedeckung der Sonne durch den • Mond wird man in Königsberg um 18.19 Uhr, in Bremen um 18.24 Uhr, in Berlin um 18.25 Uhr. in Sien um 18.34 Uhr, in München um 18.35 i ichen können. Aber nur in Nord Westdeutschland : leibt die Sonne so lange über dem Horizont, bis iier größte Betrag der Verdunkelung erreicht ist. Das !; ft in Köln um 19.18 Uhr, in Bremen um 19.15 Uhr her Fall. Rund vier Zehntel des Sonnendurchmes- !«rs werden durch den Mond abgeblendet. Die Zone der ringförmischen Verfinsterung erstreckt !«ch vom Nordland nördlich der Taymirhalbinsel über hen Nordpol und durch Alaska nach den Aleuten. Hur innerhalb dieses etwa 6000 Kilometer langen, r der nur 200 bis 300 Kilometer breiten Streifens ^scheint die Sonnenfinsternis ringförmig. Da der Mond auf feiner ellyptischeu Bahn um die Erde r icht sehr weit von der Erdferne steht, ist es zur 1 Xeit der Sonnenfinsternis scheinbar etwas kleiner Itls die Sonnen scheibe, weshalb die Finsternis keine ntale sein kann. Unser Tagesgestim wandert im Lpril auf seiner scheinbaren Bahn um mehr als 10 Grad ober 25 scheinbare Sonnendurchmesser nach Norden, und um ebensoviel vergrößert sich die Mittagshöhe der Sonne. Die Tagesdauer wächst im mittleren Deutschland von knapp 13 Stunden auf ,43/< Stunden. Am abendlichen Fixsternhimmel vollzieht sich im fpril ein rascher Uebergang vom Winter- zum Sommerhimmel, da die abendliche Dunkelheit täglich ein Ins zwei Minuten später einsetzt, andererseits die Fixsterne täglich vier Minuten früher untergehen. Es iit von hohem Reiz, diese Wandlung zu verfolgen. Doie glanzvollen Wintersternbilder Stier, Orion und löroßer Hund mit Sirius, dem hellsten aller Fix- •erne, wandern im Laufe des Monats immer weiter nach Westen und verschwinden Ende April in leer Dämmerung. Dafür steigen im Osten die Som- r erfternbilber Jungfrau, Bootes, Herkules und Leier herauf. Den Südh'immel beherrscht noch das schöne Sternbild des Großen Löwen mit dem Königsstern Regulus. Aber Regulus, wird an Helligkeit weit Übertroffen von ArkturuS, des Hauptstern des Boo- t-s, der gegen 22 Uhr bereits hoch im Südosten sieht. Schon im Altertum zog die wunderbare Leucht- fraft dieses mächtigen Filterns die Aufmerksamkeit end) der Dichter auf sich. Die Germanen nannten l.rttur den „Tagstern". Arktur nimmt unter den Fixsternen auch astro- ** Folgenschwere Schlägerei. In der Nacht zum Freitag entspann sich in der Mühlstraße eine Schlägerei, in deren Verlauf ein Mann schwere Schädelverletzungen erlitt. Der Verletzte mußte in die Klinik gebracht werden. Die polizeilichen Ermittlungen sind im Gange. ** Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Donnerstag gegen 12 Uhr an der Ecke Hindenburgwall/Goethestraße. Dort fuhr ein junger Mann auf seinem Motorrad vorschriftsmäßig auf der rechten Straßenseite nach dem Selterstor. Als er bereits die Straßenkreuzung überquert hatte, wurde er von einem Auto, das aus der Richtung Bleichstraße kam und in Richtung Goethestraße/ Seltersweg einbog, erfaßt und zu Boden gerissen. Dabei trug der Motorradler leider einen Ober- schenkelbruch und weitere Bein- und Kopfverletzungen davon. Er mußte sofort dem Krankenhaus zugeführt werden. Der Kraftwagen gehört einer Gießener Firma. ** Auf der Ferntransportfahrt vom Tode ereilt. Am gestrigen Karfreitagfrüh, gegen 7 Uhr, wurde ein Begleitfahrer eines Möbeltransportautos aus Frankfurt a. M. während der Fahrt auf der Reichsautobahn von einem starken Unwohlsein befallen. In Steinbach wurde die Fahrt unterbrochen und ein Arzt zur Hilfeleistung herbei- gerufen, jedoch war inzwischen der Tod des bedauernswerten Mannes bereits eingetreten. Ein Herzschlag hatte dem Leben des Mannes ein jähes Ende bereitet. Bei dem Toten handelt es sich um den 54 Jahre alten Arbeiter Dietrich aus Thale (Harz), der mit dem Transport aus Stuttgart kam. ** A u f der Baustelle schwer verunglückt. Am heutigen Samstag früh stürzte auf einem Neubau im Tannenweg der Maurer August Konstanz aus Grohen-Buseck so unglücklich ab, daß er mit einem schweren Schädelbruch vom Roten Kreuz nach der Chirurgischen Klinik gebracht werden mußte. kämpfer des deutschen Genossenschaftswesens wach, Der Austausch persönlicher Erinnerungen der vor 80 Jahren schon den Grundsatz „Gemein- diente Genossenschaftler hielt die Odenwälder nutz geht vor Eigennutz" seinem Volke nicht nur vor- leute bis Mitternacht zusammen. Besicht W schaden. ft nispitze, dar e ihr ubet= Mdel W Zeit so ü,?l Kleine?" , ir die Adres- h dem Rech' Bei nervösen Herzstörungen, Schwächezuständen und ähnlichen Beschwerden, die häufig mit Schlaflosigkeit verbunden sind, wirkt Klosterfrau-Melissengeist ausgleichend auf die Herztätigkeit. Vor allem, wenn sie durch Genuß starken Kaffees, schwerer Zigarren, Übermäßige körperliche und geistige Anstrengungen oder seelische Aufregungen auftreten. Man trmkt m solchen Fällen dreimal täglich einen Teelöffel Klosterfrau-Melissengeist in einem Eßlöffel Bitte lesen Sie, wie seine Verbraucher urteilen! So schreibt Frau Julius Ahlers, Hausfrau, Köln, Kvllftr. 3a am 16. 3. 37: »Seit vielen Jahren gebrauche ich Klosterfrau-Melissengeist. Ich selbst kann ihn, nicht mehr entbehren, feit ich. an nervösen Herzbeschwerden leide, wo er bei mir immer hilft. Ich nehme dann einen Teelöffel Klosterfrau-Melissengeist in Zuckerwasser mehrmals täglich Weiter Herr Werner Cremer (BUd nebenstehend), Rentner, Koln-Rheinkassel. Feldkasseler Weg 98, am 16. 2. 39: „Im Jahre 1934 erkrankte ich an nervösen Herz- und Magenbeschwerden sowie Schivindelgefühl. Ich bin über ein Jahr krank gewesen und mußte 3 Monate das Bett hüten. Meinen Dienst konnte ich nicht mehr aufnehmen. Da wandte ich Klosterfrau-Melissengeist an. Er hat mir gut geholfen: Nachdem ich ihn einige Monate regelmäßig einnahm, konnte ich schon eine Besserung verspüren. Ich kann Klosterfrau-Melissengeist jedem empfehlen!' , , n Machen auch Sie einmal einen Versuch mit Klostersrau-Melissengeist! Sie erbalten Kloftcrfr au -Melifs en- geht in der blauen Original-Packung bei Ihrem Apotheker ob. Drogisten in Fl. zu RM 2.80, 1.65 u. —.90. Gegen Alkohol- und Nikotin- mißbrauch in der Luftwaffe. Ndz. Der Reichsluftfahrtminister und Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Generalfeldmarschall Göring, hat einen Erlaß über Alkohol- und Nikotinmißbrauch herausgegeben. Es gehört zu den vornehmsten Pflichten jedes Soldaten, so heißt es darin, seine Gesundheit mit allen Mitteln zu erhalten und zu fördern. Jeder Soldat müsse wissen, daß Alkoholgenuß den menschlichen Körper, insbesondere den noch in der Entwicklung begriffenen, schwer schädigt und die dienstliche Lefttungsfähig- keit herabsetzt. Ueberdies seien die Zeiten vorbei, in denen ein Rausch als Zeichen besonderer Männlichkeit zu gelten pflegte. Auch übermäßiger Mko- tingenuß sei für einen jugendlichen Körper Gift. Der Minister erklärt, er denke nicht daran, jeden Genuß von Alkohol und Nikottn zu verdammen. Er bekämpfe jedoch den Mißbrauch dieser ®e» nußgifte. Deshalb wird verboten: das Einrichten von Bars in Offiziers-, Unteroffiziers- und Ka- meradschaftsheimen und Kantinen, das Herumstehen und Trinken an Schankttfchen, das sogenannte Stiefeltrinken, der Ausschank von Alkohol an Soldaten, die bereits angetrunken sind, der Alkoholgenuß unmittelbar vor federn Dienst und während des Dienstes, das Rauchen auf öffentlichen Straßeh innerhalb von Ortschaften, ferner auf Märschen, während kurzer Dienftpausen, bei Unterricht, Ausbildung usw., der Verkauf von ausländischen Weinen und Rauchwaren in den Heimen und Kantinen, das Offenhalten dieser Heime und Kanttnen über die Polizeistunde hinaus und das Fortsetzen von Kompanieveranftaltungen, Kameradschaftsabenden usw. auf Stuben, in Wohnungen oder öffentlichen Gaststätten. Der Minister erwartet von allen Truppenvorgesetzten, daß sie rücksichtslos jeden übertriebenen Alkohol- und Nikotin-Genuß bekämpfen und durch geeignete Erziehungsmaßnahmen dafür sorgen, daß alkoholische Entgleisungen in der Truppe unmöglich werden. Gesundheitsfürsorge für 300000 Kleinkinder. is^dz. Nachdem die NSV. mit Wirkung vom 1. April die Einrichtung oon Gesundheitsstamm- büchern in den NSV.'Kindergärten aufgenommen hat, wird oom Hauptamt für Volksgesundheit näheres darüber mitgeteilt, in welcher Weise die Gesundheitsführung der Kleinkinder unter sechs Jahren in der NSV.-Betreu- ung erfolgen soll Die NSV. verfügte bereits Ende 1938 über 5216 Dauerkindergärten, in denen sich im Monatsdurchschnitt im Altreich 166 500 Kleinkinder befanden. Dazu kamen in der Ostmark 10 500 Kinder. Weiter waren 1938 insgesamt 5613 Erntekindergärten mit 136 500 Kindern im Altreich und rund 13 000 in der Ostmark errichtet worden. Wenn Im Frühjahr rar Obst-11. Gartenbau Forst- n. Landwirtschaft Haus- und Ziergarten . 01; Vermehrt die Bmnnssebstanz 0^ Verhesssert den Boden Frühere und reichere Ernten ist der lohn! Tf» - ist gebrauchsfertiger, hochaktiver, bakterienhaltiger, dabei billiger filOnUm Humusdünger ist feinkrümelig, säurefrei, geruchlos u. kann als milder Humusdünger X*lO*lUm direkt zum Saatgut oder Pflanzenwurzel gegeben werden Biohum düngt und verbessert den Boden auf natürliche Weise Vorbestellungen und lieferbar durch Stadtwerke Gießen Lager: Biohumwerk sowie durch alle örtlichen Verteilungsstellen 2556 A ein btW seine Lnes' )t mir einen 0 Waschstoffe, bedr. u. einfarbig 75 solide Waschkleider p. m 87 kleidet und Kittel p. m 94 Streifenmustern p. m 96 vielen Farbstellungen p.m 2.40 A Webeffekten p. m Trachten-Kretonne. 75cm br., in neuen entzückenden Blumen- und Trachten-Kretonne. 78 cm br. in flotten Zweifarbendrucks, f.Haus- , Relief-Krepp. 94 cm breit, ein modisches K.S.-Gewebe m. schönen Beiderwand. 70 cm breit in schönen Streifen und Karos, für Zellwoll-Monsseline,78cmbr., in den beliebten Tupfenmustern und KgT Wie immer nach Ostern bei Bernard: siohHiwk Stoffspezialhaus Bernard & Sohn Gießen, Plockstr.14-16 Einf arb. und bedr. 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MM * M 2*. < FW ; ' J| |R *l|l” H i ’i tz U U Dings auch aus Buchenholz. ^unberte von Tonnen dieses Halbstoffes, noch zu 60 bis 70 v. H. wasserhaltig, harren der Verarbeitung. Es wird ober auch trockener Halb- stoff von den Zellulose- sabriken geliefert, vor allem von jenen Werken, die weit von der Verarbeitungsstätte entfernt sind. (Trocken - Zellulose kostet weniger Fracht.) Im Lagerraum türmt sich die Zellulose zu Bergen. Und vom Lager aus beginnt dann ein weiter Weg durch Maschinen. Zuerst bemächtigt sich eine Maschine der Zelluloseballen, in der das Material in lauter F^ok- ken gerissen wird. Die Flocken fallen rasch und dicht in den „Holländer", Das fertige und trockene Papier wird aufgerollt. während auch schon zu gleicher Zeit Wasser einschießt, so daß Wasser und Zelluloseflocken sofort einen dicken Brei bilden. Dieser Brei passiert nun in oftmaligem Umlauf einen Mahlgang, durch den die Zellulose immer feiner aufgelöst,' ja die Faser sogar in ihrer Struktur verändert werden kann. Längeres Mahlen führt zu kurzen Fasern und im Endergebnis zu härterem Papier, kürzeres Mahlen läßt die Fasern lang und ergibt geschmeidiges Papier. Im „Holländer" wird dem Werkstoff noch Harzleim zugesetzt, der sich, ausgefüllt durch einen Zusatz von Alaun, der Faser innig mitteilt, sie für den weiteren Verarbeitungsgang untereinander eng verbinden läßt und sie außerdem für die Farbe (Anilin) aufnahmefähig macht. Die verschiedenen Qualitäten der Zellulose, die im „Holländer" gemischt werden, der Zeitraum des Mahlgangs, die Zusätze an Harzleim und Alaun entscheiden letztlich über die Struktur und Art, wie über die Qualität des Endergebnisses. Der Zellulosebrei im „Holländer" wird im weiteren Gang der Verarbeitung aber noch erheblich verdünnt (bis zum 200fachen der Trockensubstanz), um schließlich als dünne Flüssigkeit eine große Zentrifuge zu passieren, in der alle Fremdkörper (Sand, Steinchen, Eisenteilchen usw.) ausgeschieden werden. Und nun kommt erst noch eine Maschine, die alle eventuell vorhandenen Knötchen aus der nunmehr zur Papiermaschine strebenden Flüssigkeit entfernt. Dann erst tritt die Papierherstellung in ein entscheidendes Stadium. Durch mehrfache Schütze sorgfältig gesteuert fließt die Masse gleichmäßig auf ein breites, feinmaschiges endloses Siebband (aus Kupferbronze) aus'. Sofort beginnt das Wasser durch das Sieb zu fallen, die Fasern bleiben auf dem Sieb, vereinigen sich zu dünner Schicht (zum werdenden Papier), verfilzen sich durch eine ständige und heftige Rüttelbewegung ineinander, das nasse Papierband erhält zwischen Walzen aus Stahl und Filz mehr Wasser entzogen, wird von endlosen Filz- bändern weitergetragen, trägt sich über kurze ©treffen auch schon selbst, und verliert zwischen nun mit Dampf geheizten Walzen immer mehr an Feuchtig- feit. Am Ende der Maschine läuft das wundervoll gleichmäßige breite Papierband völlig trocken auf Rollen. Der flüssige Stoff ist auf einem Weg von etwa 25 Meter Länge zum Papier geworden. Etwa 20 bzw. 30 Meter lang sind die beiden großen Papiermaschinen, die in Qber-Schmitten unaufhör- Teil der Papiermaschine — ein komplizierter Mechanismus. Durch viele dampfgeheizte Zylinder führt der Weg der Papierbahn. lich — Tag und Nacht — in Betrieb sind. Beide Maschinen können zusammen im Laufe eines Tages bis zu 12 000 Kilogramm Papier Herstellen. Je nach der Zweckbestimmung des Papieres schließt sich nun ein Satinier-Dorgang an; d. h. das Papier wird maschinell geglättet. Dies geschieht nach vorheriger Anfeuchtung (durch feine' Düsen wird Wasser auf die rollende Papierfahne gesprüht) unter einem ungeheuren Druck. Das Papier passiert auf einer vertikal konstruierten Maschine einen Satz Stahlwalzen und wird nach vollendeter Satinage wieder selbsttätig aufgerollt. Je nachdem es der Kunde verlangt, wird das Papier gerollt oder aber plan-geschnitten geliefert. Das Papier geht zu diesem Zweck noch über eine Rollmaschine, auf der das Papier in großer Festigkeit aufgerollt wird, oder aber es passiert eine vollautomatische Schneidemaschine. Geschnittene Bogen werden noch einmal Unter großem Druck wird das Papier in der Satiniermaschine geglättet. (Aufnahmen |6j: Neuner, Gießener Anzeiger.) Von -er Zellulose zum Papier. Besuch in der Papierfabrik Moufang in Ober-Schmitten. hohen wirtschaftlichen Bedeutungen, die einem solchen Werf zu eigen sein müssen. Dabei ist das Werk — es gibt übrigens zwei Papierfabriken in Qber-Schmitten — nicht etwa auf universelle Produktion, auf die Herstellung vieler verschiedenartiger Papiere abgestellt, sondern vielmehr ganz speziell auf nur wenige P a - piere. in der Hauptsache auf die Herstellung von „Pergamin" und von Durchschlagspapieren. Die jahrzehntelange fachmännische Erfahrung gilt also den wenigen Papiersorten, die natürlich in verschiedenen Qualitäten und Farben hergestellt werden und dabei den vielseitigsten Verwendungszwecken zu dienen haben. Da wird Papier her- gestellt, in das Karamelbonbons eingepackt werden, und es wird Papier gemacht, dem wir in einer künstlichen Blume begegnen könnten. Wieder anderes Papierblatt aus dem gleichen Werke können wir in unserem Photoalbum finden, und zwar jenes Blatt, das zwischen die Kartonblätter eingeschaltet ist. Es würde eine lange Litanei geben, wenn hier alle diese Gegenstände und Waren aufgezählt wer- Hier liegt die Zellulose und harrt der Verarbeitung. Das Erscheinungsbild mancher unserer ländlichen Gemeinden in Oberhessen wird eindeutig von Jn- dustriewerken bestimmt. So steht z. B. Heuchelheim im Zeichen der Tabakindustrie, Wölfersheim ist überragt von den technischen Anlagen der Braunfohlenschwelerei, in Ober-Widdersheim ist es das Basalt- werf, in Trais-Horloff die Grube und in Ober- Schmitten— die Papierindustrie. Noch manche andere Gemeinde ließe sich nennen, deren Einwohnerschaft in Landbau und Industrie den Lebensunterhalt verdient. Ober-Schmitten liegt lieblich im Tale der Nidda. Ein hoher Schornstein verrät zwar, daß Industrie im Orte ist, ober wenn man sich von Nidda her nähert, sollen die Industrieanlagen nicht sonderlich auf. Bis Nidda fährt man zunächst mit der Bahn der Linie Gießen—Gelnhausen, steigt dann um in das Bähnlein Nidda—Schotten, das einträchtig mit Bauernfuhrwerfen auf der Landstraße einherfährt, und zwar ohne sonderliche Eile! Am „Bahnhof" Ober-Schmitten steigt man aus und steht nach wenigen Schritten im Hof der Papierfabrik Moufang. Wir unternahmen den Ausflug in den Vogelsberg, um unseren Lesern einmal in Umrissen zeigen zu können, wie das alltäglichste Erzeugnis — das Papier — entsteht. Ein Rundgang durch das Werk lohnt und vermittelt einen starken Eindruck von deutscher Technik, von sorgfältiger Werkmanns- arbeit vom Wunder der Organisation und von Am „Holländer". Zellulose, Wasser, Harzleim und Farbe bilden einen dicken Brei. den sollten, die in Papiere des Werkes Moufang eingepackt werden. Das in großen Mengen her- geftellte „Pergamin" dient vor allem der Verpackung von Lebensmitteln. Wenn, man mit dem Betriebsleiter durch das Werk geht, dann muß man höllisch aufpassen, wenn man alles verstehen will. Denn bei der Papierfabrikation stehen Chemie und Physik gemeinsam komplizierte Patenschaften. Das Ausgangsmaterial für die Papierfabrikation in Ober-Schmitten ist der Halbstoff Zellulose aus dem Rohstoff Holz, aus Fichten- und neuer- Johann Sebastian Bach: Oie Matthäus-Passion. Musikalische Abendfeier in der Johanneskirche. Wie stark dar Verlangen war, in stiller Andacht das Gedenken der Todesstunde Jesu zu vertiefen, das bewies der überaus starte Besuch der Aufführung der Matthäus-Passion in der Johan- neskirche. Die Leitung der musikalischen Äbendseiern, die ständig der inneren Erbauung durch die Kirchenmusik dienten, hat mit dieser Aufführung den Willen bewiesen, ein Werk, dessen Darstellung für alle Mitwirkenden eine unendlich mühsame Arbeit umfaßt, den weitesten Kreisen zugänglich zu machen und ihnen Erhebung zu geben. Der Kirchenchor der Gesamtgemeinde, dem die musica sacra das eigentliche Betätigungsgebiet bedeutet, konnte auf Grund feiner entwickelten Fähigkeiten berechtigt an diese Aufgabe herantreten. So wurden besonders die zahlreichen Choralstrophen zum zusammenfassenden Stimmungsbild der vorausgegangenen Szenen, gewährleistet durch das Dabeisein und die Hingegebenheit seiner Sänger. Ganz besonders aber gab der große Schlußchor dem erlebten Geschehen nachhallenden Ausklang. Walter B o d*e l (Kassel) -hatte den äußerst schwic- rrigen Evangelistenpart übernommen. Seine leicht .ansprechenden stimmlichen Mittel wurden mit iihrem ausgedehnten Umfang durchaus den Anfor- fcerungen gerecht. In seiner Deklamation folgte er fsinngemäß seiner Aufgabe sowohl in dramatischer Bewegtheit wie auch in dem Eingehen auf das Persönlich-Menschliche der lyrischen Stellen. In seiner Arie „Ich will bei meinem Jesus wachen" spannte oer den gesanglichen Bogen mit artikulierter Gliederung der Linie. Maria Reinhold-Schaefer (Kassel) verband mit stimmlicher Wärme besondere Ausdruckskraft, zumal in den Rezitationen der Geißelung und 13er Golgathaklage. In der Arie „Erbarme dich" mischte sich die Stimme aufs innigste mit der Solo- Violine, Der Anteil für Solobaß wurde von Ernst Fleischhauer (Frankfurt a. M.) und Erwin B u g g c (Gießen) bestritten. Die Worte Jesu fang Ernst Fleischhauer mit andächtiger Einfühlungsfähigkeit und besonderem Eingehen auf die Ausdruckswelt Bachs; arios entfaltete er sich in der Abendmahlsszene, während Erwin B u g g e mit Akzent die Einwürfe der Einzelpersonen erfüllte. Mit schlichter Innigkeit ließ Maria N e b e l i n g die Sopranarien erklingen; in dem Duett nach der Gefangennahme fand sie sich mit der Altistin in sauberem Zusammenklang. Im Orchester hörten wir die bewährten Kräfte unseres Stadttheaters. In dem reichlich bedachten Soloanteil bestätigten sie aufs neue, ganz besonders in den Holzbläsern, ihr wiederholt bezeugtes Können. Anscheinend liegt die Hauptfähigkeit des Dirigenten Johannes Nebeling auf dem Gebiet der reinen Chormusik. Auf Grund feiner bisher bewiesenen Leistungen und angesichts des Schlußchores ist es zu erhoffen, daß sich ihm Bachs instrumentale Ausdrucksfymholik noch voll in ihrer ausgeprägten plastischen Akzentuierung erschließen und ihm der Blick für die Struktur des Bachschen Satzes mit feiner innerlich bedingten Tempogestaltung zu eigen wird. Dr. Hermann Hering. „Wasser für Camioga." Lichtspielhaus. Wir haben vor längerer Zeit das Schauspiel „Wasser für Canitoga" von G. Turner Krebs auf der Bühne gesehen. Es handelt sich, wie die Besucher von damals sich erinnern werden, um den Bau einer Wasserleitung für die kanadische Stadt Canitoga, die wegen Mangels an Trinkwasser von Epidemien bedroht wird. Der Bau der Leitung wiederum wird bedroht durch eine Reihe von schweren Sabotageakten. Es stellt sich heraus, daß einer kapitalkräftigen Jnteressentengruppe mehr an der Lieferung von Alkohol als an der Zufuhr von Trinkwasier gelegen ist, und daß diese Gruppe durch den Bau der Leitung ihr einträgliches Geschäft bedroht sieht. Der Kampf gegen die Saboteure macht den eigentlichen Inhalt der Fabel aus, die der Film (Bearbeitung von Dr. Emil B u r r i und Peter F r a n ck e) im wesentlichen vom Schauspiel übernommen hat. Im Kern des Konfliktes entspricht die Filmhandlung der Bühnenhandlung ziemlich genau; wys der Film über das Drama hinaus vermochte, mar, wie gewöhnlich in derartigen Fällen, eine Ausweitung des Schauplatzes: der Film konnte zum Beispiel, was dem Theater nicht möglich mar, den sehr spannenden, entscheidenden Schlußakt unmittelbar miterleben lassen. Man sieht nämlich, wie der Mann, der die Seele des Kampfes gegen die Saboteure ist (obrnohl er selbst dabei in ein zrneideutiges Licht und in schlimmen Verdacht gerät), in den Senkkasten hinuntersteigt, um unter Lebensgefahr die dort angebrachten Sprengladungen zu entfernen. Allerdings ist fein vom Alkohol geschwächtes Herz dem im Caisson herrschenden Ueberdruck nicht gewachsen, und als der Mann wieder ans Tageslicht kommt, hat er gerade noch so viel Atem und Lebenskraft, den Leitungsbau gerettet und sich vor aller Welt feierlich rehabilitiert zu sehen. Dann bricht er zusammen, und über den Toten sinkt langsam die Flagge feines Landes. Wenn man genau zusieht, wird man bemerken, daß die Uebertragung des Stosses aus der Bühnenform auf die Leinwand keiner künstlerischen Notwendigkeit entsprang. Den Vorzügen, welche die Beweglichkeit der an kein festes «Spielfeld gebundenen Kamera schafft, steht im Theater die stärkere Konzentration der Handlung gegenüber. Der Film hingegen hat ausgedehnte Partien, die lediglich stimm'ungsmäßig zu werten sind und die Handlung nicht nennenswert weiterbringen. Erst gegen Ende setzen die dramatische Aktion und die unmittelbare Spannung wieder ein, mit denen der Film begann. Unbestreitbar ist indessen, daß die Rolle des Mannes Oliver Montstuart, der hier die Hauptperson ist und eigentlich alle Szenen entscheidend beherrscht, Hans Albers geradezu auf den Leib geschrieben mar: sie liegt genau auf der Linie aller seiner früheren Rollen, mit denen er seinen Erfolg begründete, und deren volkstümliche Anziehungskraft, wie man sieht, unerschöpflich ist. Montstuart ist eine völlig unkomplizierte Natur, er ist, auf die einfachste Formel gebracht, ein Mann unter Männern, ein Kerl. Diesem Mann und Kerl verleiht Albers all bie sympathischen Züge, die ihn zu einer runden, kraftstrotzenden Persönlichkeit machen. Er ist, man muß es eigentlich bei jedem seiner Filme und bei jeder neuen Rolle wiederholen, ein Mann mit Muskeln und ein Mann mit goldenem Herzen, schlagfertig sowohl mit der Faust wie mit dem Mundwerk und trocknem Mutterwitz; ein Mann, der weiß, was Recht und Pflicht ist, und wie man sich in einem kanadischen Barackenlager zu benehmen hat; ein Mann, der den Frauen gefällt: auch Dies gehört dazu, und alles vereinigt Alders mühelos zur Einheit, er singt sogar diesmal einen herzhaften und dennoch gefühlvollen Song, eine Art kanadischer Filmballade. Herbert Selpin führte Regie und sorgte für Stimmung, für Spannung und Steigerung zum Schluß; es geht hier fast allenthalben sehr laut und lärmend zu, Der Alkohol fließt in Strömen, Das Wasser vorerst nur an Den Durch Die Sabotage verursachten Einbruchstellen. Das Silvefterfeuerwerk von 1906, Dynamit und Revolver knallen, und es ist, alles in allem, eine rauhe und männliche Geschichte. Charlotte Susa und,Hilde S e s s a k sind die beiden einzigen charakterlich pointierten Frauengestalten in dieser Welt der Kerle, in der neben Albers Peter Voß, Josef Sieder und Heinrich K a l n b e r g die darstellerisch ergiebigsten Rollen besetzen. — (Bavaria.) Zuvor sieht man die neue Todis-Wochenschau mit einem Bildbericht vorn Stapellauf des Schlachtschiffes „Tirpitz". Hans Thyriot. Hochschulnachrichten. Der Ordinarius für Chirurgische Zahnheilkunde an der Universität Berlin, Professor Dr. Georg Axhausen, wurde auf eigenen Antrag von den amtlichen Verpflichtungen entbunden. Professor Ax- hausen, Der im 63. Lebensjahre steht, stammt aus Landsberg a. d. W., habilitierte sich 1909 an Der Universität Berlin, wo er 1912 zum Leiter Der Poliklinik ernannt rourDe. Zwei Jahre später wurde er stellvertretender Direktor der Chirurgischen Klinik der Charite, tat ab 1916 im Felde als Chirurg Dienst und kehrte nach dem Kriege auf seinen Posten an der Charite zurück. 1924 schied er aus dieser Stellung aus. 1928 wurde er an Der Universität Berlin zum Orbinarius für Zahn-, Mund- und Kieferchirurgie ernannt. SPITZENLEISTUNG Aus der engeren Heimat Z t a g t Rundfunkprogramm r 2 Wirtschaft ausgestellt Die .'Rabl der ausgegebenen Sparbücher 01 »i sch rhl Es E 8- E ir v r> p ti i 6: 6 ut ei (D hier 2 h E L le ei ei feiern. Ein langgesuchter Einbrecher auf frischer Tat erwischt. ir Z ®ii überprüft, gezählt, riesweise verpackt und dann verladen. r, r In der Papierfabrik Moufang, die schon seit über hundert Jahren besteht, sind viele Arbeiter und Arbeiterinnen beschäftigt. Zu einem großen Teil handelt es sich dabei um Fachmänner, die seit Jahrzehnten im Werke tätig sind und täglich ihre reiche Erfahrung einsetzen. Im Jahre 1929 hat das Werk Margarete Wagner alles gelernt haben. Die Arbeiten fanden bei den Besuchern alles Lob. — Der zweitälteste Einwohner unserer Gemein^, Christian Cloos II. kann heute bei verhältnismäßig guter Gesundheit seinen 8 7. G eb ur t s- «nb< he i führt werden. )—( Ruppertsburg, 3. April Die hiesige Kriegerkameradschaft hielt einen Appell ab. Kameradschaftsführer Seipp II. hieß besonders die Kameraden der Kreisführung aus Gießen willkommen. Im Verlaufe des Abends wurden verschiedene Kameraden für 50» bzw. 25jährige Mitarbeit durch die Ueberrsichung der Ehrennadel des RS.-Reichskriegerbundes geehrt: Es sind dies Port, Wilh. I., (Spanier, K., Peter, (3g., Port, Otto I., Parr, K. I., Bocher, Otto, Horst, Ernst, Wörner, (3g., Högy, Aug. II., Fritz, Friedr., Alles, Wilh., Schlörb, K. I., flögt). Ehr. II., Lehr, Wilh. II., Lein, Wilh., Seipp, Wilh. II., Parr, Heinr. II., Dietz, Johs., Parr, Heinr. IV., Marx, Hermann, Schneidmüller, Wilh., Port, Otto II., Diehl, Wilh. I., Hahn, Wilh., Debus, PH., Högy, Heinrich II., Peter, Otto, Lehr, Adolf, Wagner, Otto I., Hahn, Hermann, Port, Wilh. II., Moll, Heinrich. Kamerad Diesel (Gießen) sprach sodann über die Aufgaben und Ziele des Reichskriegerbundes. Schließlich gelangten noch durch die Kameraden der Kreisführung vier Filme zur Aufführung, die mit großer Aufmerksamkeit verfolgt wurden. Die Kameraden Port und Schneidmüller erzählten außerdem heitere Kriegserlebnisse. Die Dorfkapelle trug durch einige Militärmärsche zur Verschönerung des Abends bei. Gfs. Weitershain, 6. April. Dieser Tage fand die Abschlußfeier des Krankenkursus der Abteilung Briefkasten der Hebaftion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit dc. Schriftleitung.) 0.71. in Qu. Das Gesetz kennt zwar einen Unter» . lassungsanspruch des Eigentümers bei Vertiefungen des Nachbargundstucks, bei Erhöhungen jedoch ist ein derartiger Anspruch nicht ausdrücklich gegeben. Es käme von Fall zu Fall auf die Schwere der Mein-Mainische Börse. Mittagsbörse freundlich. Frankfurt, 6. März. Auch die letzte Börse vor den Feiertagen nahm einen freundlichen Verlaus, da sich von der Kundschaft weiterhin mäßige Anlagekäufe fortsetzten. Die Umsatztätigteit erreichte aber keinen besonderen Umfang. An den Aktienmärkten ergaben sich durchschnittliche Erhöhungen von 0,50 bis 1 v. H., doch stellten sich vielfach auch Steigerungen darüber hinaus ein, wobei jedoch in erster Linie die Marktenge verantwortlich zeichnete. So waren z. B. Scheideanstalt in verhältnismäßig kleinen Beträgen gesucht, aber ohne Angebot und daher 5 v. H. hoher mit 210 genannt. Ferner befestigten sich Conti Gummi um 2 v. H. auf 217, Zellstoff Aschaffenburger um 1,50 v. H. auf 108,75 und Westdeutsche Kaufhof um 1,50 v. H. auf 106. Fest lagen sodann Autowerte, insbesondere Daimler mit 138,50 (138) und BMW. mit 148,75 (147,50); sonst lagen Maschinenwerte still und kaum verän- dert. Don den führenden Papieren blieben IG- Farben gut behauptet mit 150,65 (150,25), Mannesmann gewannen 0,65 .o. H. auf 112,75, Hoesch und Verein. Stahl lagen gehalten mit 109 bzw. 105,25, dagegen Klöckner 0,90 v. H. schwächer mit 117. Elektrowerte lagen still, Licht & Kraft 0,75 v. H. hoher mit 133,75. Etwas schwächer lagen Reichsbank mit 180,75 (181,25). Das Rentengeschäft hielt sich in engen. Grenzen, ebenso im allgemeinen die Kursveränderungen. Reichsaltbesitz wieder fester mit 131,25 (131). Kommunal-Umschuldunq halbamtlich knapp gehalten mit 93,65 (93,70). Reichsbahn-VA. gewannen 0,25 v. H. auf 124,40, andererseits Deko- fama I 135,65 (135,90). Goldpfandbriefe, Korn- munal-Obligationen und Stadtanleihen lagen unverändert, von Liquidationspfandbriefen Hessische 101 (100,75), Rheinnische 101,20 (101,10). Indu- strie-Obligationen wenig verändert, leicht rückläufig 5 v.H. Mitttelstahl auf 100,40 (100,65), 5 v. H. Re Du (9r Mi 98 Ku wii dok Mc ftäi Sn tun fr de, bet wii f« ÖU| fr tel| au, kbt 6 ein ®r9< Herren-Kleidung nach Maß in formvollendeter Ausführung Krevert & Sohn eine bedeutende Erweiterung erfahren und dabei vorbildliche Arbeitsräume schaffen können. Zahlreiche Maschinen arbeiten, beherrscht von Hand und Geist des Menschen, in diesem Werk, das abseits vom Verkehr im Tal der Nidda liegt, aber mit seinen Erzeugnissen in weitem Umkreis täglich uns allen in Erscheinung tritt, ohne daß wir es bewußt wahrnehmen können. Kreis Wetzlar. Frankenbach, 6. April. Dieser Tage fand die Entlassungsfeier für die Mädchen des S 2 h. im «0 bit! Um Tn fri & N S M 5ie Sonntag, 9. April. 1. Offerfekrtag. 6 Uhr: Hafenkonzert. 8.10: Besinnliche Feierstunde mit Werken deutscher Meister: Ludwig van Beethoven. Einlage: Hermann Stehr: Osteransprache. 9: Osterhäschens Morgengruß! Buntes auf Schall- platten. 9.40: Dichter im Dritten Reich: Paul Alver- des: „Jeder vor seiner Batterie". 10: Chorgesang. 10.30: Wie schon ist so ein Feiertag! Frohsinn auf Schallplatten. 11.15: „Die Lerchen jauchzen und die Knospen springen". Hörfolge mit Texten von Johann Wolfgang von Goethe, Theodor Storm, Helmut von Cube, Friedrich Schnack, Will Vesper, Karl Heinrich Waggerl und Musik. 12: Musik am Mittag. 13: Das Mikrophon unterwegs. 13.15: Musik am Mittag. 14: Für unsere Kinder: Lauter bunte Ostereier ... 14.30: Gute Unterhaltung, liebe Hörer! (Jn- dustrie-Schallplattey und Eigenaufnahmen.) 15.15: Volkstum und Heimat: Osterbräuche. Hörfolge aus dem Oberland. 16: Musik zur Unterhaltung. 17 bis 17.10: Fußball: Eintracht Frankfurt — Rapid Wien. 18: SpalttablettLN. Heitere Hörszenen. 19: Weltgeschichte im kleinsten Format: Schnurren, Schwanke und Anekdoten. Gesammelt und herausgegeben von Wilhelm von Scholz. 19.15: Konzert für Violmcello und Klavier. 19.45: Sportspiegel des Tages. 20: Nachrichten. 20.10: Festliches Mozart-Konzert. 22: Nachrichten. 22.15: Sportbericht. 22.30: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 3: Nachtkonzert. Montag, 10. April. 2. Ofterfeiertag. 6 Uhr: Hafenkonzert an Bord des Dampfers „Stuttgart" des Norddeutschen Lloyd. 8.10: Besinnliche Feierstunde mit Werken deutscher Meister: Carl Maria von Weber. Einlage: Eine österliche Betrachtung. 9: Sonntag ist's. Militärkonzert. 10: Schöne deutsche Volkslieder. 10.30: Eins ins andere! (Jndu- strie-Schallplatten und Eigenaufnahmen.) 11.30: Das Tier und wir. Unterhaltsames und Belehrendes aus dem Frankfurter Tiergarten. 12: Schloßkonzert. 14: Frühling, Frühling, wird es nun bald. Eine Ringsendung aller deutschen Sender mit Kinderliedern vom Frühling. 14.30: Hedwig Jungkurth — Willy Schneider und das Tanzorchester Hans Bund. 15.15: Das singende Dorf. Vom Bauernwerk im dörflichen Lied der Jahreszeiten. 16: Nachmittagskonzert. 17 bis 17.10: Internationales Hockey-Turnier in Bad Kreuznach. 18: Herz und Wiege: Welt der Mutter — Welt des Kindes. Belauschtes und Erzähltes. 1845: Uns macht das Singen halt Spatz I Ausführung: Da, Männerquartett des Reichssenders Frankfurt. 19. Wellen-Brettl. (Jnbustrie-Schallplatten und Eigen- aufnahmen.) 19.30: Sportspiegel des Ostermontags. Mit Berichten vom Osterhockey. 20: Nachrichten. 20.10: Monika. Operette in 3 Akten von Hermann Hermecke. 22: Nachrichten. 22.15: Sportbericht. 22.30: Nachtmusik und Tanz. 24 bis 3: Nachtkonzert. Dienstag, 11. April. 5.50 Uhr: Bauer, merk auf! 6: Fuge in C-dur. von Moritz Brosig — Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Kleine Ratschläge für den Garten. 8.40: Froher Klang zur Werkpause. Es spielen die Münchner Rundfunffchrammeln. 10: Schulfunk. Ein Land der Wiesen und Seen. Hörbilder aus Oberdonau. 11.40: Ruf ins Land. 12: Mittaaskonzert. Ausführende: Mitglieder des Städtischen Orchesters Freiburg. 13: Mütterdienst des Deutschen Frauenwerks statt. Die Leiterin der NS.-Frauenschaft begrüßte die Teilnehmerinnen. (Es waren 34 und somit die Beteiligung eine sehr große). Schwester Josefine Englert sprach über die Aufgaben der Abteilung Mütterdienst zu Herzen gehende Worte. Ortsgruppenleiter Pg. Nau schloß die Feier und dankte der Schwester sowie allen Teilnehmerinnen für das Gelingen des Abends. Kreis Alsfeld A Alsfeld, 6. April. In Gegenwart von Vertretern des Landratsamts, der Stadtverwaltung und des Handwerks fand im Versammlungsraum der Gewerbeschule die Schlußfeier des Wintersemesters 1938/39 . statt. Gewerbelehrer Pabst gab in seiner Ansprache einen Ueberblick über das Winterhalbjahr, wobei in erfreulicher Weise ein weiterer erheblicher Aufschwung der Schülerzahl, die am 1. November 1938 — 61 betrug, festgestellt werden konnte. In dem Bürgermeister der Stadt Als- feld und dem Landrat des Kreises besitze die Anstalt verständnisvolle Förderer, denen dafür Dank gesagt wurde. Kreishandwerksmeister Koch (Alsfeld) als Vertreter des Handwerks übermittelte den abgehenden Schülern die herzlichsten Glückwünsche. Von den Schülern der Oberklasse hatten sich sieben der Abschlußprüfung unterzogen, die alle bestanden, einer davon sogar „mit Auszeichnung". Der bei der Prüfung anwesende Referent der hessischen Landesregierung, Schulrat «Stierte (Darmstadt), konnte am Schluß der Prüfung die vorzüglichen Leistungen der Schule hervorheben. Nach der Schlußfeier war Gelegenheit geboten, die sauberen Arbeiten der Schüler, die Pläne und Entwürfe und die sonstigen Zeichnunaen zu besichtigen. O Mücke, 6. April. Die Spar - und Darlehenskasse Merlau hielt ihre Jahreshauptversammlung ab. Nach der Begrüßung durch Direktor M ü n ch gab Rechner Kaufmann einen Ueberblick nnf bng reraonm'ne Jahr und wies auf dis Spareinlagen um 50 v. H. erhöhten. Die tpd)ub parfaffe allein brachte den ansehnlichen Betrag von 900 RM. Die angeforderten Darlehen konnten restlos bewilligt, der Warenumsatz bedeutend ge- teiqert werden. Insbesondere ist man zum Vertrieb landwirtschaftlicher Maschinen übergegangen. Der Reingewinn hat sich gegenüber dem Vorjahr um das Doppelte erhöht, so daß dem Reservefonds und dem Rückstellungskonto erhebliche Betrage zugewiesen werden konnten. Den Mitgliedern werden auf die Geschäftsanteile 3 v. H. Dividende bezahlt. Dem Rechner Kaufmann wurde für feine sorg- fällige Arbeit Dank und Entlastung zuteil. Die ausscheidenden Vorstands- und Aussichtsratsmit- glieder Kämmer und Hörle wurden wieder- gewählt. Die Saatgutreinigungsanlage und der Beizapparat werden fleißig benutzt. Für Merlau und Flensungen soll eine Kartoffeldampfkolonne be» schafft werden. Kreis Friedberg. -L Münzenberg, 7.April. Dieser Tag- »er- anftolteten die Vereine Münzendergs. einen S-- meinschafts-Abend zugunsten der Winterhilfe. Der Turnverein sowie der Gemischte Chor des Gesangvereins „Eintracht" (unter «Stabführung B Nern, Pohl-Gons) erfreuten mit schönen Darbietungen. Eine Kapelle aus Butzbach und Gambach bot gute Musik Es wurde dabei ein Wunschkonzert Deranftab tet, das guten Erfolg hatte. B. Nern (Pohl-Gons) hatte drei Musikschüler aus Gambach mitgebracht, die mit ihren Ziehharmonika-Vorträgen helle Begeisterung auslösten. K. Stroh (Tenor), Gambach, sang Lieder und eine Frauengruppe brachte eben- alls ein Lied zum Vortrag. Dem Winterhilfswerk konnte der Betrag von 70 Mark zugeführt werden Im Verlaufe des Abends dankte der Bürgermeister den Vereinen für ihren Einsatz und allen denen, die zum Gelingen des Abends beigetragen haben. dritten Verufsschuljahres statt. Die Mädchen, die in Hauswirtschaftskunde, Kochen, Bügeln, Nahrungsmittellehre, Säuglingspflege und Gartenbau unterrichtet worden waren, fanden sich zu einigen schonen kameradschaftlichen Stunden. In der Schule wurde eine H anbar bette ausstell u n g gezeigt, durch die die Schülerinnen bewiesen, was sie unter der Leitung von Frau Nachrichten. 13.15: Mittaaskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: O holde Frau Musika (Eigenaufnahmen des Deutschen Rundfunks). 16: Nachmittagskonzert. Ausführung: Das Rhein-Mainische Landesorchester. 17 bis 17.10: Das Mikrophon unterwegs. 18: Volk und Wirtschaft: Deutschlands Handel mit dem Südosten. 18.15: Ein Kaiserstühler Landarzt erzählt. 18.30: Volksmusik (Jndustrie-Schallplatten und Eigenaufnahmen). 19: Dreh dich, Rädchen! Volkslieder, gesungen vom Frauenterzett des Reichssenders Frankfurt. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Frohe Weisen zur Frühlingszeit. Es spielt das Orchester der Rundfunkspielschar 8, Frankfurt a. M. 20: Nachrichten, Grenzecho. 20.15: Batterie haaalt'. Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde. 21: Gute Unterhaltung, liebe Hörer! (In- dustrie-Schallplatten und Eigenaufnahmen). 22: Nachrichten. 22.20: Politische Zeitungsschau. 22.35: Nachtmusik und Tanz. 24 bis 3: Nachtkonzert. 1. Orchesterkonzert. 2. Operettenreigen. LPD D ar mft ab t, 7.April. In den letzter zwei Jahren sind in Darmstadt, Mainz Offenbach, Gießen- Mesbaden und Aschaffenburg unter Öen gleichen Umständen wiederholt Wohnungs- e i n o r ü ch e vorgekommen, ohne daß es damals gelang, des Täters habhaft zu werden. Nunmehr konnte die Kriminalpolizei in Darmstadt durch Mitwirkung einiger beherzter Volksgenossen den seit langem gesuchten Dieb auf frischer Tat ertappen. Es handelt sich um den 26jährigen Karl H. aus Frankfurt, der unter der erdrückenden Last des bet ihm und bei Verwandten beschlagnahmten Beweis- materials bis jetzt 34 Einbrüche zugegeben hat. Die Frau des Täters und ein 15jähriger Junge, die bei vielen Wohnungseinbrüchen mitgewirkt hatten, wurden gleichfalls festgenommen. r $ fern, Jonn ®riii bare. rr D«, X Krh W * Alsfeld, 6. April. Wie bereits kurz berichtet, ■ fand das Richtfest des im Rohbau fertiggestellten ! Straß enmei st ereigehoftes bei A U; i selb in Gegenwart zahlreicher Gaste statt. Der , stattliche Bau umfaßt ein großes Dienftgebäube, mit den Aufenthaltsräumen im Erdgeschoß für die . Gefolgschaftsmitglieber, im Obergeschoß sind die ; Dienstwohnungen für den Straßenmeister und den , Kraftwagenfahrer. Die 70 Meter lange Wagenhalle, in oberhessischem Lungstein ausgeführt, paßt, sich dem Landschaftsbild günstig an. Im Bau begriffen ist noch ein Silo für die Streumittel. Die Lage des Straßenmeistereigehöfts befindet sich an einem der schönsten landschaftlichen Punkte der Reichsautobahn gegenüber dem auf der Hohe liegenden malerischen Alsfeld. Trotzdem mit dem Bau erst im Spätherbst begonnen wurde, konnte der Rohbau unter Ueberroinbung aller Schwierigkeiten jetzt schon fertiggeftellt werden. Oer letzte Strumpfweber gestorben. LPD. Schotten, 7.April. Hier starb der letzte Strumpfweber von «Schotten, der 81 Jahre alte Valentin Schuhmacher. Er mar das letzte Glied der einst in «Schotten sehr angesehenen Strumpfweberzunft, die auf Webstühlen die Herstellung von Strümpfen betrieb. Schuhmacher ging im Jahre 1894 auch zur Strickmaschine über, womit der letzte Strumpswebstuhl in Schotten außer Betrieb gesetzt wurde. Landkreis Gletzen * Heuchelheim, 7. April. Die Landwirtsehefrau Marie Volkmann erlitt bei der Arbeit einen Unglücksfall, bei dem sie einen schweren Unterschenkelbruch dovontrug. Die Frau mußte nach Gießen in die Klinik gebracht werden. wg. Großen-Buseck, 7. April. Heute mittag fuhren hier in der Zeilstraße, Ecke Bahnhofstraße, zwei Radfahrerinnen aus Hattenrod m i t ihren Fahrrädern zusammen. Bei dem Sturz erlitt eines der Mädchen einen Beinbruch, so daß es noch Gießen in die Chirurgische Klinik überführt werden mußte. * Großen-Buseck, 7. April. Der Arbeiter August Adolf von hier stürzte an seiner Arbeitsstätte so unglücklich, daß er mit einem Armbruch, sowie schweren Brust» und Rippenquetschungen der Klinik in Gießen zugeführt werden mußte. — Das drei Jahre alte Söhnchen Otto des Milchausträgers Dort von hier stürzte so unglücklich von einer Treppe herab, baß es einen Schäbeldruch erlitt. Das bebauernsmerte Kind mußte nach Gießen in die Klinik verbracht werden. A Allenborf a. b. Lda., 6. Avril. Der Spar- u u b Dorschußverein vereinigte seine Mit- glieber zur Jahreshauptversammlung in der Gastwirtschaft Horn am Bahnhof. Direktor Becker gedachte einleitend drei verstorbener Mitglieder. Die Kasse zählt gegenwärtig 291 Angehörige. Kassenrechner D ö II erstattete den Bericht über die Jahresrechnung und die Bilanz. Seinen Ausführungen war zu entnehmen, daß sich die Kaffe gut entwickelt hat. Jahresrechnung und Bilanz wurden von der Versammlung gutgeheißen. Direktor Becker gab sodann den Geschäftsbericht. Im Laufe des Geschäftsjahres wurden 89 Svarbücker neu FeierlicheEingemeindunginLauterbach LPD. Lauterbach, 7.April. In einer Ratsherrensitzung wurde offiziell die durch Erlaß des Reichsstatthalters in Hessen — Landesregierung — vom 22. Februar verfügte Eingliederung der Gemeinden B l i tz e n r o d und Rudlos in die Stadt Lauterbach vollzogen. Landrat B o n - Hard sprach über die Bedeutung, die Gründe und die Folgen der Eingemeindung. Bemerkenswert ist, daß dadurch die Stadt Lauterbach nicht nur um etwa 450 Einwohner vermehrt, sondern daß die Gemarkung von 1260 auf 2134 Hektar fast verdop- pelt wird. Wie der Landrat weiter mitteilte, werden voraussichtlich im Laufe dieses Jahres noch weitere 20 kleine, leistungsfähige Gemeinden des Kreises Lauterbach zusammengelegt werden. Kreisleiter Zürtz als ^Beauftragter der NSDAP, berief drei neue Gemeinderäte aus den seitherigen selbständigen Gemeinden für die Stadt Lauterbach. Lahresabschluß der Sparund Oarlehnskaffe Großen-Linden. -Großen-Linden, 6. April. Die hiesige Spar- und Darlehnskasse hielt in der Wirtschaft ,Hur Sonne" unter Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Johannes Leun IX. ihre ordentliche Generalversammlung ab. Der Aufsichts- ratsvorsitzende gedachte zunächst der im verflossenen Geschäftsjahr 1938 verstorbenen Mitglieder. Der Rendant erstattete hierauf den Geschäftsbericht und die Bilanz. Aus dem Geschäftsbericht war zu ent» nehmen, daß der Stand der Kaffe als sehr günstig betrachtet werden kann. Der Jahresumsatz ist im abgelaufenen Geschäftsjahr fast um das Doppelte gestiegen, so daß erstmalig ein Umsatz von über einer Million Mark erreicht wurde. Die, Spareinlagen steigerten sich um 28 000 Mark auf 236 000 Mark. Die Kleinspareinlagen, wie Sparkarten und Schulsparkasse, erbrachten den Betrag von 14 300 Mark. Der Reingewinn in - Höhe von 2832 Mark wurde auf Vorschlag wie folgt verteilt: 5 v. H. Dividende auf Geschäftsguthaben der Genossen 636 Mark, Reservefonds 1200 Mark, Betriebsrücklage 896 Mark, Volksschule Großen-Linden 40 Mark, Kleinkinderschule Großen-Linden 30 Mark, VDA. 30 Mark. Nach Verlesen des Geschäftsberichtes wurde dem Vorstand und Aufsichtsrat Entlastung erteilt. Die satzungsgemäß ausscheidenden Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder wurden einstimmig wiederge- wählt. Als Ersatz für das verstorbene Aufsichtsratsmitglied Wilhelm Keßler wurde Ludwig W e - her II. neugewählt. Der Aufsichtsratsvorsitzende Johannes Leun schloß die Versammlung mit einem Appell an die Mitglieder, auch fernerhin treu zur Kasse zu stehen, und mit dem Sieg-Heil auf den Führer. Die Straßenmeisterei -er Reichsauiobahn bei Alsfeld. Die Kasse konnte im Berichtsjahr 53 000 RM. Kredite geben. Trotz mancher Rückzahlung (im Betrag von insgesamt 25 000 Mark) konnten sich die Spareinlagen um 12 500 RM. erhöhen. Die Klein- und Schulsparkasse brachte im Berichtsjahr rund 2500 RM. neue Spareinlagen. An Schulen wurden 31 000 RM. zurückbezahlt. An Geschäftskrediten waren in-laufender Rechnung 122 386 RM. vorhanden. Die Guthaben in laufender Rechnung haben sich um 3338 RM. auf 39 386 RM. erhöht. Der Reingewinn in Hohe von 908 RM. wird zur Zahlung einer 3prozentigen Dividende und Zuschreibung zum Reservefonds verwandt. Die Gewinnverteilung wurde gutgeheißen. Die satzungsgemäß ausscheiden- ben Dorstanbs- und Aufsichtsratsmitglieber Wilhelm Rein III. unb Peter Muhly wurden wieder- gewählt. GLaubach,4. April. DieLaubacherBank stielt im „Solmser Hof" ihre diesjährige Hauptver- sammlung ob. Der Direktor ber Kasse, Lubwig H o h m a g n , erstattete ben Geschäftsbericht, der ein günstiges Ergebnis zeigte. Die Zahl der Genossen erhöhte sich im Laufe des Jahres auf 95. Der Umsatz hat sich im abgelaufenen Jahre um eine halbe Million erhöht. Durch Rückzahlung von Krediten und guten Eingang ber Zinsen konnte ben Kreditbebürfnissen weiterer Mitglieber Rechnung getragen werben. Der Direktor schloß seinen Bericht mit bem Dank an die Vorstandsmitglieder und ben Aufsichtsrat für ihre unermübliche, treue Mitarbeit. Die öfters vorgenommenen Kasse Prüfungen ergaben nach bem Bericht des Aufsichtsratsvorsitzenden Hans H a r i g keinerlei Beanstandungen. Nachdem Rechner Bohn die Bilanz erläutert statte, wurde sie von ber Versammlung genehmigt unb bem Vorstanb sowie Aufsichtsrat Entlastung erteilt. Zum neuen Direktor ber Kasse würbe Hans Hörig gewählt. In ben Aufsichtsrat würbe Lubwig Hohmann (ber seitherige Direktor ber Kasse) ausgenommen unb die seitherigen Mitglieder Bürgermeister G r a (Gonterskirchen) unb Wilhelm Kreicker (Laubach wiebergewählt. Der Verbanbsrevisor Kröck (Frankfurt a. M.) gab zum Schluß sachkundige Erläute- rungen über das Genossenschaftswesen unb forberte zur weiteren treuen Mitarbeit unb Hebung des Ge- nossenschaftsgebankens in Laubach und Umgebung auf. — Die hiesig^ Landwirtschaftliche B e - zugs- und Absatzgenossenschaft stielt im Gasthaus „Zur Traube" ihre ordentliche Hauptversammlung unter dem Vorsitz des Direktors Johann Wilhelm Frank ab. Wie aus dem Geschäftsbericht unb ber Bilanz ersichtlich war, hat auch diese Genossenschaft im abgelaufenen Jahre einen guten Fortschritt zu verzeichnen gehabt. Das satzungsgemäß ausscheibende Vorstanbsmitglieb Karl Jockel sen. würbe einstimmig wiebergewählt. — Der hiesige Schützen-Verein veranstaltete sein biesjähriges Opferschießen. Die Ergebnisse waren gut. Bester Schütze war Ernst Högy mit 35 Ringen. Ein namhafter Betrag konnte bem Winterstilfswerk zuge- durch die Erhöhung eingetretenen Benachteiligung an, bei deren Dorliegen bann ein allgemeiner Unter« lassunasanspruch des Eigentümers gegen Eigen- 105,25, Rheinstahl gewannen insgesamt 1 v. H. auf 137,75 bisl38, Daimler weiter fest mit 139,25 nach 138,25, Deutsche Erdöl 127,40 nach 127,13, andererseits Mannesmann 112,50 nach 112,75 und Reichsbank 180,25 nach 180,75. Scheideanstalt kamen schließlich 5 v.H. höher mit 210 zur Notiz. Im übrigen erhöhten sich die später notierten Papiere bis zu 1 v. H., Nordd. Lloyd um 2,50 v. H. auf 61. Am Einsteitsmarkt lagen verschiedene Brauereiaktien beachtlich fest. Schweinemarkt in Vuhbach. ♦ Butzbach, 6. April. Nachdem die Maul- und Klauenseuche in der Umgegend 16 Monat« lang die Durchführung der Butzbacher Schweinemärkte unmöglich gemacht hatte, fand heute zum ersten Male wieder Schweinemarkt statt. Die lange Pause unb bie verhältnismäßig kurze Anberaumung des neuen Marktes hatten zur Folge, daß ber Auftrieb auf diesem ersten Markt noch gering war, währenb auf der anberen Seite viele Kaufinteressenten erschienen. Es standen 38 Ferkel zum Verkauf, für die bei der starken Nachfrage entsprechend hohe Preise erzielt wurden. Es kosteten bis zu 6 Wochen alte Ferkel bis 30 Mark, 6 bis 8 Wochen alte Tiere 33 bis 40 Mark pro Stück. Der geringe Auftrieb wurde glatt verkauft. Zugelassen waren nur Ferkel aus seuchenfreien Gemeinden ber Kreise Friebberg, Gießen unb Wetzlar, Hänbler- schweine waren ausgeschlossen. Gelsenbera 100,75 (100,90). s lassunasanspruch bes Eigentümers gegen Eigen- uu=Me|tv»xi uvl ....m.vi: bie Forts^ e hin, die die Kasse in wirtschaft- Im Verlaine berrschte w:i«erhin freunbliche, tumsstörnng geltend gemacht werden kann. Zu einer überhaupt beläuft sich auf 852. Der Gesamtumsatz kicher Hinsicht zu verzeichnen hatte. Aus der Rech-j Tendenz, bie Umsätze blieben aber begrenzt. Et- emgehenberen Auskunft auf Ihre Frage fehlen dk des Vereins heziffert M auf 4 Millionen MarkU nungsablage und. der Bilanz ging dervor, datz tzchlwas. höher wäre» Verein, Stahl mit 10o£Q pach i nötigen tMAAß» ÄnjMtzxuMtk SJl.-fport Keldhus-Gießen betreut Vie deutsche Box-Mannschast. Der stellvertretende Gaufachwart für Boxen im NSRL. und Leiter der neu gegründeten Box-Abteilung des DsB.-Reichsbahn, Karl Feldhus, begleitet die deutschen Nachwuchsboxer zu ihren Starts in Posen gegen Polen und in Memel gegen eine Staffel des Gaues Ostpreußen. Feldhus, der auch schon die Mannschaft für die Olympiade 1936 vorbereitet hat, schult auch jetzt wieder den deutschen Nachwuchs. Bei diesen Der- aleichskämpsen soll der Nachwuchs planmäßig gefördert und international geschult werden denn wichtiger als Kraft und Technik ist, daß sich die „Namenlosen" die notwendige Ringpraxis aneignen. Mer-Gaue-Kampf der Kunstturner. Der große Turnkampf zwischen den vier am deutschen Rhein liegenden Gauen Niederrhein, Mittelrhein, Südwest und Baden, der am Karfreitag in Essen unter dem Leitwort „Vom Bodensee bis Emmerich" zum ersten Male durchgeführt wurde, gestaltete sich in jeder Hinsicht zu einem glänzenden Erfolg. 7000 Freunde des Geräteturnens kamen in die Essener Eissporthalle und wunden Zeugen einer eindrucksvollen Demonstration reifster Turnkunst. In kämpferischer Hinsicht kam man allerdings nicht ganz auf seine Kosten, weil sich in der am Vormittag beim- vorweggenommenen Pferdlängs- soruna ergebenen Reihenfolge während des ganzen Kampfes nichts mehr änderte. Die favorisierte Riege Badens siegte mit 572,4 Punkten recht deutlich vor Südwest (557,6), Mittelrhein (544,5) und Niederrhein (538,4). Bester Cinzelturner war Olympiasieger Willi Stadel (Baden) mit 116,4 Punkten vor seinem Bruder Karl Stadel (B) mit 115,5 und Pludro (B) mit 114,4 Punkten. Also drei Badener aus den ersten Plätzen! An vierter Stelle folgte Niederrheins Spitzenturner Sandrock und erst dann kam Olympiasieger Frey, der an der Spitz« der Mittelrheinriege turnte. Dulop Hanau in Steinberg zu Gegner ins Feld. Sie haben in der Alsfelder »Gruppe mit Erfolg gespielt. Die Gießener werden tmit bester Besetzung antreten. Besonders der Sturm Sonnte wieder verstärkt werden. Die 2. Jugend spielt nach der 1. Mannschaft auf ff Arolren Hessens Handballmeifter Im Gau Hessen ist jetzt die Handballmeisterschaft endgültig entschieden und in der ^-Mannschaft aus Arolsen der neue Meister 1939 ermittelt worden. Die Arolser gewannen am Karfreitag ihren vorletzten Punktekampf auf eigenem Gelände gegen Tuspo Kassel überlegen mit 16:7 (6:1) Toren. Das für Ostermontag vorgesehene Meisterschaftsspiel zwischen ff Arolsen und Kurhessen Kassel gilt für die ^-Elf als kampflos gewonnen, da. Kurhessen auf die Austragung des Kampfes verzichtet hat. Mßlein - Sieger in London Das internationale Tennisturnier der Berufsspieler in London endete erwartungsgemäß mit dem überlegenen Siege Hans N ü ß l e i n s. Der Nürnberger schlug am letzten Tage Tilden sicher 6:2, 6:4 und besetzte unbesiegt den ersten Platz. Ramillon (Frankreich) bezwang am Donnerstag noch den Engländer Maskell 6:1, 7:5. Hessens Meisterschaften im Ringen. Die Termine für die Schwerathletik-Meisterschaften des Gaues Hessen wurden jetzt festgelegt. Die Titelkämpfe im griechisch-römischen Ringen und im Judo werden am 28. und 29. Mai in Alsfeld durch den dortigen VfK. ausgerichtet, während die Meisterschaften im Freistilringen, Gewichtheben und Rasenkraftsport am 1. und 2. Juli in Hanau a. M. stattfinden. Verantwortlicher Ausrichter ist der Reichsbahn-TSV. Hanau. ... und im Fechten. Die hessischen Einzelmeisterschaften im Florett- und Säbelfechten wurden nach Kassel vergeben, wo sie am 22. und 23. April stattfinden werden. Teilnahmeberechtigt sind die Endrundenteilnehmer der vorjährigen Gaumeisterschaften und die beim Bezirks-Ausscheidungsfechten ermittelten Vertreter der Gauklasse. Die Florettmeisterschaft wird nach Möglichkeit schon Samstags entschieden, während der Sonntag den Säbelkämpfen vorbehalten ift. dem Waldsportplatz gegen die 1. Jugend des VfR. Lich. Hier wird sich die Elf des Platzvereins an- strengen müssen. Das Vorspiel ging mit 8:0 Toren verloren. Am zweiten Feiertag fährt die 1. Jugend mit nach Betzdorf. Spielvereinigung 1900 Gießen. Rieder-Florstadt — 1900. Als Osterprogramm führen die Blau-Weißen am 2. Feiertag eine Reise nach Nieder-Florstadt durch. Die Voraussetzungen für das Spiel der ersten Mannschaft sind zwar nicht die besten, da verschiedene Spieler wie Lippert, Pankok, Rensing und Herbst ersetzt werden müssen. Die Elf von Nieder- Florstadt ist feit Rückkehr von Hübner, der einige Zeit bei „Borussia" Fulda tätig war, wieder erstarkt und auf eigenem Gelände gefürchtet. Rieder-Florstadt II — 1900 II. Die Reserve, die einen Teil ihrer Spieler an die Ligamannschaft abgeben muß, hat unter diesen Bedingungen ebenfalls einen schweren Stand. Vier Spiele der Jugendmannschaften. Die Jugendmannschaften der Blauweißen haben sich für die Dfterfeiertage ein auserlesenes Programm mit namhaften Gegnern zusammengestellt. Die 1. Jugend weilt am ersten Feiertag bei der 1. Jugend von FC. „Union" Niederrad zu Gast. Diese Mannschaft ist eine der besten Frankfurter Jugendmannschaften, die schon vor einigen Jahren hier weilte und sehr gut gefallen konnte und damals einen eindeutigen Sieg mit nach Hause nahm. Die 1. Jugendmannschaft spielt gegen diesen Gegner in stärkster Aufstellung und der Gastgeber wird sich anstrengen müssen, einen Sieg zu erringen. Die 2. Jugend trägt auf eigenem Gelände ein Freundschaftsspiel gegen die 1. Jugendmannschaft von „Germania" Marburg aus. Dieses Spiel dürste nach Anstrengungen von Marburg gewonnen werden, denn die Marburger sind nicht nur körperlich überlegen. Am zweiten Feiertag weilen die 1. und die 2. Ju- gendmannschaft der Blauweißen bei dem SD. 03 Ffm.-Fechenheim zu Gast, um dort gegen die Jugend anzutreten. Die Frankfurter Jugendmannschaften sind sehr gut, doch nicht so bekannt wie Ffm.-Niederrad. Einen Ausgang dieser beiden Spiele vorauszusagen ist daher sehr schwer, doch man hofft mit wenigstens einem Sieg für 1900. Sportverein 1920 Lollar. Sportfreunde Wehlar I — Lollar I. Arn morgigen ersten Feiertag fährt die ßollarer Elf zu einem weiteren Aufstiegsspiel zur Bezirksklasse nach Wetzlar. Die Gastgeber stehen zwar am Schluß der Tabelle und man könnte der Papierform nach annehmen, daß es für die ßollarer ein Leichtes wäre, sich dort zu behaupten. Dem dürfte aber nicht ganz so sein. Meist nur knappe Torresultate konnten die jeweiligen Gegner in Wetzlar herausholen. Die Lollarer Elf tut gut, wenn sie das Spiel nicht auf die leichte Schulter nimmt. Die zwei Verlustpunkte, die Lollar aus den beiden unentschieden ausgetragenen Spielen auf eigenem Platze einstecken mußte, hängen der Els schon stark nach. Die Mannschaft ist zudem wieder gezwungen, innerhalb ihrer Reihen einige Veränderungen vorzunehmen. Durch Abgang in den Arbeitsdienst stehen Gerlach, Schilling und Pfarre der Elf vorerst nicht mehr zur Verfügung. Wie sich nun die Umstellung der Mannschaft und die Einfügung eines neuen Spielers auswirkt, muß man erst abwarten. Trotzdem füllte, man mit der Aufstellung K. Ziegler: Äd. Ziegler, Geißler; Hörstel, Klinke!, Rudolf; Hch. Ziegler, Gabriel, W. Zieg- ter, Walter und Haas die Reste nicht ganz aussichtslos antreten können. Londorf I — Lollar II. Am zweiten Feiertag fährt die neu aufgestellte Zweite Mannschaft zu einem Gesellschaftsspiel nach Londorf. Hier ist man auf die Standhaftigkeit und Spielstärke der Elf gespannt, die seit längerer Zeit ausgesetzt hat. Turnverein Londorf. 1. Seierlag: 1900 Sichen Ib — Conborf I. hJ.-EIf. Londorf wird eine starke Mannschaft ins Feld stellen, die in der Lage fein sollte, dem Gegner das Nachsehen zu geben. Das Spiel wird bei dem Schlußpfiff erst entschieden fein. 2. Feiertag: Londorf — Rieder-Ohmen H3.-Elf. Bei diesem Spiel auf heimischem Gelände kämpft zum erstenmal die für die Zukunft neu aufgestellte Jugend, und man ist gespannt, wie sich der Nachwuchs anläßt. Ueber den Ausgang dieses Spieles ist nichts oorauszusagen. Hessens ^ußvall-Aufitiegspiele. Die 21ufftiegfpiele zur Fußball-Gauliga werden im Gau Hessen am letzten April-Sonntag beginnen. Fünf von den acht Gruppenmeistern, die wieder in zwei Abteilungen spielen werden, stehen bereits fest, und zwar Phönix Bad Vilbel (Gruppe Friedberg), Teutonia Watzenborn-Stein- berg (Gießen), SC. Wirges (Lahn), FV. Breidenbach (Marburg) und Rb. FSV. Bebra. Hinzu kommen mit größter Wahrscheinlichkeit Tura Kassel (Kassel), Hanau 1860 (Hanau) und Borussia Fulda (Fulda). Ob Phönix Bad Vilbel als Meister der Gruppe Friedberg bestätigt werden wird, ist zur Stunde noch ungewiß, denn Bad Homburg darf sein unentschieden ausgegangenes Spiel gegen Massen- heim wiederholen und kann im Falle eines Sieges mit Vilbel punktgleich werden. Die Termine für die Aufstiegspiele lauten wir folgt: Gruppe Nord. 30.4.: Meister Kassel gegen Rb. FSV. Bebra; FV. Breidenbach — Meister Fulda; 7.5.: Bebra — Breidenbach; Fulda — Kassel; 14.5: Breidenbach — Kassel; Bebra — Fulda; 21.5.: Kassel — Breidenbach; Fulda — Bebra; 4. 6.: Bebra — Kassel; Fulda — Breidenbach; 11. 6.: Breidenbach — Bebra; Kassel — Fulda. Gruppe Süd. 30.4.: Teutonia Watzenborn- Steinberg — SC. Wirges; Meister Friedberg gegen Meister Hanau; 7.5.: Wirges — Friedberg; Hanau gegen Watzenborn; 14.5.: Wirges — Hanau; Friedberg — Watzenborn; 21.5.: Watzenborn — Fried- Mit Ausnahme des 1. FC. 05 Schweinfurt haben nun also alle Gaumestter ihr erstes Endspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft hinter sich. Der Mittelrheinmeister Sülz 07 spielte sogar schon zweimal, dagegen wird Bayerns Meister erst am Ostermontag in die Kämpfe eingreifen. Von den drei Begegnungen, die am Karfreitag ausgetragen wurden, war zweifellos die in der Gruppe 3 zwischen S V. 0 5 Dessau und V f R. Mannheim das wichtigste. Der badische Meister, der vor Jahresfrist beim Mittemeister nur ein 1:1 erreichte, siegte diesmal mit 3:1 (2:1) Toren und rechtfertigte damit das Vertrauen, das man im Süden in ihn setzte. Es hat also ganz den Anschein, als berg; Hanau — Wirges; 4.6.: Wirges — Watzenborn; Hanau — Friedberg; 11.6.: Friedberg gegen Wirges; Watzenborn — Hanau. Turn- und Sportgemeinde Rodheim a. d. Bieber. Rodheim I. — Steindorf I. 3:1. Was sich Rodheim vorgenommen hatte wurde erreicht. Durch Einstellung verschiedener Jugendspieler hat Rodheim wieder eine schnelle, schlag» kräftige Mannschaft auf die Beine gebracht. Die Rodheimer gingen sofort zum Angriff über und belagerten das Gästetor. Doch mit viel Geschick und Glück konnten die Gäste einen Erfolg der Ein» heimischen vereiteln. Kurz vor Halbzeit konnte bei? Rechtsaußen von Rodheim eine schön vorgelegts Flanke zum Führungstor einsenden. Nach der Pausa fanden sich die Steindorfer und bedrängten das Tot der Einheimischen, wobei ein grober Deckungsfehler des linken Läufers zum Ausgleich führte. Rodheim ließ sich nicht einschüchtern und stürmte um so ener« gischer. Bis zum Schluß konnten die Gastgeber noch zweimal erfolgreich sein. An den Feiertagen führt Rodheim zwei Spiels durch, und zwar am 1. Feiertag in Werdorf gegen die dortige Erste und am 2. Feiertag in Rodheim gegen Werdorf. Heuchelheim — Ehringshausen 4:2 (2:2). Heuchelheims 1. Jugend hatte die gleiche von Ehringshausen zu einem Freundschaftsspiel Der- pflichtet. Beide Mannschaften lieferten sich anfangs einen gleichwertigen Kampf und konnten bis zur Halbzeit je zweimal erfolgreich fein. Nach der Halbzeit machte sich eine leichte Überlegenheit der Platzbesitzer bemerkbar. Heuchelheim konnte das Spiel mit 4:2 verdient für sich entscheiden. DreMämpse um diedeulsche Wballmeisterschast. Handball an Ostern im ASM.-Kreis 8. Hochelheim — Dutenhofen: Dutenhofen konnte sich in den letzten Spielen wesentlich verbessern; erst der vergangene Sonntag brachte der Mannschaft einen schönen Erfolg. Auch Hochelheim ist auf der Scheibe. Es wird zu einer interessanten und abwechslungsreichen Begegnung kommen. Mtv. Gießen Jgd. — Garbenheim Igd.j Die Mtv.-Jungens, die auf dem besten Wege zum Gruppenmeister sind, wollen sich am zweiten Feier« Befonöcrs fchmachhafte Salate tag in einem Freundschaftsspiel weiter vorbereiten. Obwohl die Mannschaft in den letzten Tagen reichlich Abgänge zum Arbeitsdienst hatte, hofft man, daß sich die Neueinstellungen gut in den Rahmen der Elf eiypassen. Dornholzhausen Jgd. — Nauborn Jgd.: Dieses Spiel dient der Ermittlung des Bann» Meisters des Bannes 88. Großen-Bufeck Jgd. — Sp. Dg. 19 00 Gießen Jgd.: Dieses Freundschaftsspiel steigt am ersten Feiertag in Großen-Buseck. Es ist erfreulich, das auch Großen-Buseck seit der Derbands- runbe nunmehr den Spielbetrieb wieder aufnimmt. Durch die starke Inanspruchnahme der teilweise noch laufenden Pflichtspielreihe aller Mannhaften ist in diesem Jahre das Osterprogramm an Freundschaftsspielen mäßig ausgefallen. Ständige Spieloerlegungen des öfteren' hervorgerufen durch die undenkbar schlechtesten Platzverhältnisse, machten soga Ansetzungen zu Punktspielen für den Feiertag notwendig. Da steigt vor allem ein entscheidender Kampf in der Bezirksklasse der Staffel 5. Hörnsheim, augenblicklich Tabellenführer, hat Gelegenheit, seine führende Position zu behaupten. Katzensurt — Hörnsheim: Hörnsheim wird am zweiten Feiertag in Katzenfurt alles hergeben müssen; die Platzbesitzer konnten sich von Spiel zu Spiel zusehends verbessern und werden auch den bevorstehenden Kampf nicht so leicht verloren geben. Holzheim — Darmstadt 98: Holzheim ift für beide Feiertage voll beschäftigt; eine bekannte Mannschaft des Südwest-Gaues, Darmstadt 98, wurde für Ostersonntag verpflichtet. Werden die eifrigen Holzheimer diese starke Els bezwingen können. — Für zweiten Feiertag ist die Mannschaft des Tv. Londorf eingeladen. Trotz des Spieles am Vortage sollten die Platzbesiher bei kompletter Aufttellung das Treffen entscheiden. Londorf — Ockershausen: Auch Londorf spielt an beiden Feiertagen! Wenn schon Ockershausen in der Bezirksklasse in diesem Jahr nicht so recht gefallen konnte, so ist es immerhin für Londorf, eine Mannschaft aus der zweiten Kreisklasse, erfreulich, sich an einen weit höheren Gegner heranzu- wagen. Londorf sollte eine gleichwertige Partie liefern können. Zwei Mercedes gegen 28 Italiener. Der 13. Große Preis von Tripolis, das Rennen auf der Mellaha-Rundstrecke, bringt am 7. Mai insgesamt dreißig Wagen der 1500-ccm-Klasse an den Start. Die zwei von Rudolf Caracciola und Hermann Lang gesteuerten neuen kleinen Mercedes-Benz stehen einer italienischen Uebermacht von sechs Alfa Romeo und 22 Maserati gegenüber. Manfred von Brauchitsch fährt ebenfalls nach Tripolis und steht als Ersatzmann für die beiden deutschen Wagen zur Verfügung. Die Alfa Romeo werden von der starken Rennmannschaft Alfa Corse gefahren. Unter den Maserati-Fahrern befinden sich die beiden Deutschen P i tsch (Neustadt i. Schw.) und G o l l i n (Erfurt). ttölMin schlägt Santa de Leo. 5000 Zuschauer erlebten am Donnerstagabend in der Hamburger Hanseatenhalle im Hauptkampf einen verdienten Punksieg des Berliners Arno Kölblin über den italienischen Schwergewichtsmeister Santa de Leo, in dessen Rekord de- kanntlich auch ein achtbares Unentschieden gegen Walter Neusel zu verzeichnen ist Kölblins Mehrgewicht von 12 Pfund machte sich im Verlauf des Kampfes sehr zu feinem Vorteil bemerkbar. Seine größere Reichweite und Schlagkraft brachte ihm einen verdienten Punktsieg ein. rvestham United ersetzt Everton. Der FC. Everton Liverpool, der vor einiger Zeit von der Reichssportführung (Fachamt Fußball) zu vier Spielen gegen deutsche Nachwuchsmannschaften verpflichtet worden war, hat es bekanntlich für notwendig gehalten, seine Deutschlandreise a b 3 u • sagen. Es wurden, da die „L e h r s p i e l e" für unsere Nachwuchskräfte unbedingt stattfinden sollten, daraufhin Verhandlungen mit anderen Vereinen angeknüpft, die jetzt ein erfreuliches Ergebnis gezeitigt haben. Anstelle von Everton wird eine andere englische Berufsspielerelf- und zwar W e st - Ham United London, im Mai nach Deutschland kommen und die vier Spiele gegen deutsche Nachwuchsmannschaften in Berlin, Wien, Stuttgart und Dortmund bestreiten. Kurze Sportnotizen. DerEngländer Sir Malcolm Campbell hat sich ein neues Rennboot, den „Blue Bird II", bauen lassen, mit dem er seinen eigenen Weltrekord von 210,78 km/st verbessern will. Campbell hofft, mit seinem neuen Boot, das einen Rolls- Royce-Motor hat, 240 km/st erreichen zu können. Die Rekordfahrten sollen auf dem Bala-See in Wales unternommen werden. Di e deutsche Billard-Mei st erschaft im Cadre-Spiel mit 71 Zentimeter Abstrich wird vom 11. bis 14. April in Remscheid entschieden. Sorge und Krüger (Berlin), Wagner (Nürnberg), Defner und Kocian (Wien), Thielens (Gelsenkirchen), Förster (Aachen), Dr. Herbing (Hannover) und Hahn (Düsseldorf) wurden zum Titelkampf zugelassen. Der Dorjahrsmeister Joachim (Berlin) ist diesmal nicht dabei. Büchertisch. — Im Ludwig Doggenreiter Verlag, Potsdam, sind einige neue Bändchen zeitgenössischer Dichtung erschienen: „S te r n des Nordens", — (536) — Dichtungen des früh verstorbenen Thilo von Trotha, der hier eigene Lyrik mit Nachdichtungen aus dem nordischen Kulturkreise zusammenstellt; man findet da den finnischen Lyriker Koskennierni, den schwedischen Lyriker A. E. Karlfeldt, ein Liebeslied Swinburnes, außerdem das Spiel „Gevatter Tod", „jene alte, tief geheimnisvolle Sage, die merkwürdige Anklänge an den Nornegast der Edda enthält". Trotha hat diesen Baüd Adolf Bartels als einem Vorkämpfer deutscher Dichtung gewidmet. Die Zusammenstellung geschah aus Dem Gefühl der Gemeinsamkeit im dichterischen Schaffen der Völker des nordischen Kulturkreises. — Von Adolf Beiß erschien ein Bändchen Gedichte „Kleine Welt- f u a e", — (538) — das sich in die Kreise „Gefährten", „Heimat" und „Gott" airfgliebcrt; neben bereiten Naturgedichten finden sich Strophen zum Gedächtnis Hölderlins und Georg Trakls, womit wohl die Herkunft dieses Lyrikers nicht unwesentlich charakterisiert wird. Eine Erzählung aus der Zeit um 1806, „Der Freiheit Silberton" — (537) — ergänzt das Bild des Dichters Adolf Beiß vom Epischen her. hth. ob es in der Gruppe 3 zu einem großen Zweikampf zwischen VfR. und Admira Wien käme. In der Gruppe 2b wurde der erste Kampf vom Dresdner SC. und dem Warnsdorfer FK. bestritten. Mit 3:1 (2:0) siegten hier die Dresdner „Rotjacken", die schon in der ersten Halbzeit durch zwei Treffer den Grundstein zum Endsieg legten. In der Gruppe 2a maßen die Meister von Pommern und Mittelrhein in Stolp ihre Kräfte. Viktoria S t o l p konnte auch in heimischer Umgebung gegen die technisch bessere Spvgg. Köln- Sülz 0 7 nicht bestehen und verlor mit 0:2 (0:0) Toren. Fnßball-Frenndschastskämpse an den Osterlagen. Kinderwagen liefert in allen Preislagen Frau Betty Vaeth, geb.Lony Friedrich Groß Neuenweg 32 im fast vollendeten 88. Lebensjahr für immer von uns gegangen. Gießen (Plockstraße 10), den 8. April 1939. Die Beisetzung findet in aller Stille statt 2544D Frau Emilie Buß, geb. Sarnes im Alter von 44 Jahren von einem schweren Leiden erlöst. Gießen, den 7. April 1939. Neues Leben r 2570V im i neuen Laden t Karl Egner - Frankf. Str. 9 Sanitätsgeschäft KräuterhausZung 1909A r mit Persil 99 A 2549V H) 24,68 hn Möbelfabrik-Einrichtungshaus in jedem Stockwerk unseres großen Einrichtungshauses ... nervöses fieri? Öfters Herzstörungen, Schwäche, Herzbeklemmung u. Angstgefühle? Das Herz durch Herzkraft" schonend stärken! Flasche RM. 2.70, nur in Apotheken. Heute wurde meine treue Lebenskameradin, unsere liebe, gute Mutter, Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Am 5. April ist unsere liebe gute Mutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin und Tante KleineAnzeigen bn Gießener Anzeiger »erden von Tauiendea beachtet und gxlele». Lina Bramm, geb. Vaeth. Auguste Kröll, geb. Vaeth b( nie ab QU tot hu Im Namen der Trauernden: Studienrat Dr. Hermann Buß und Kinder. d r ei Ql 9 n fi C in »v für die wir bürgen finden Sie Giesser.1 Friedrichstr.7 Lieferant aller Kassen Eine Fülle interessanter Anregungen Preise die niedriger sind, als Sie annehmen Modelle die ein Leben lang Freude machen Qualitäten Geschäftsverlegung! Meiner werten Kundschaft zur gefl. Kenntnisnahme, daß ich mein Geschäft von Kirchstraße 6 nach Gießener Straße 80 verlegt habe Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 9. April, nachmittags 3 Uhr, in Holzheim, Kreis Gießen, statt — Von Kranz- und Blumenspenden sowie Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. jetzt Mäusburg 13 2599V Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. VVerkstätte Kurt Kling vorm. Heger Nacht. Bandafiistenmeist. iflarktstr.16 Lieferant der Krankenkassen Damen-Bedienung tenbauvevelne üftö. Das Stammkapital mit 20 000 Reichsmark wird auf diese Art bald zusammen gebracht, und die neue Genossenschaft ist in der Lage, alsbald ihre Tätigkeit aufzunehmen, die zum Segen der ganzen Kreisbevölkerung ausschlagen wird. E»ne zeitgemäße Erinnerung. Leider ist es vielen Deutschen aus dem Gedächtnis entschwunden, daß am 9. November 1918 dem Reiche nicht ein Waffenstillstand gewährt wurde, sondern nur eine W a f f e n ft i l l st a n d s f r i st. Sie lief von Monat zu Monat. Und jede Erneuerung wurde zu neuen Erpressungen des wehrlos gewordenen Deutschland benutzt, gegen das die Hungerblockade fortgesetzt wurde. Während sich das Reich in Krämpfen wand, wurden von außen die Daumenschrauben angezogen. Bei der Verlängerung des Waffenstillstandsvertrages am 19. März 1919 in Trier wurde die Ablieferung der deutschen Handelsflotte erpreßt — angeblich zur Lieferung von Lebensmitteln, tatsächlich auf Nimmerwiedersehen. Insgesamt setzten sich die Kriegsgewinner — wohl verstanden nach einem Waffenstillstand, der auf Grund der 14 Punkte Wilsons Kleine General vertrieb Baums 8 Treibig Gießen Bahnhofstr. 26 Ruf 3700. i32sA Wertholz-Verkauf aus den Waldungen des Zorstamts Gießen. Samstag, den 15. April, von 10 Uhr ab, werden auf der Burg Staufenberg nachstehende Werthölzer (Schneideholz und Schneideholzhaltige) öffentlich verkauft: 24880 b bt ni n Zinshaus ZU kaufen gesucht. Schriftliche Angebote mit näheren Angaben u.01804 an den Gießener Anzeiger erbeten. Leihgesterner Weg 16 Gründliche Vorbereitung für die Reifeprüfung und die Aufnahme in die höheren Schuldn. — Tägliche, gewissenhaft beaufsichtigte Arbeitsstunden. Aufnahme von Schülern und Schülerinnen jederzeit. — Sprechstunde des Schulleiters, Studienassessor Walther, täglich von lll/2 bis 13 Uhr, Fernruf Nr. 2129. 1755D Gutgehendes, rentables Geschäft gleich welcher Branche/ von erfahrenem Kaufmann zu kau fei» gesucht. Eventl. käme auch tätige Beteiligung in Frage. Schriftliche Angebote unt. 2540D an den Gießener Anzeiger erbet. Tagung des Kreises Büdingen. Gründung einer Genossenschaft für Obst- und Gemüseverwertung. 8 Nidda , 6. April. Im Saale des „Gambrinus" hielt der Kreis Büdingen unter Leitung von Landrot Dr. Becker mit den Ortsbauernführern und den Vorsitzenden der örtlichen Gartenbauoereine des Kreises Büdingen eine gemeinsame Arbeitstagung ab. Zunächst hielt der Leiter des Kartoffelkäfer- • abwehrdienstes, Außenstelle Hanau, Pg. Reimann. einen Vortrag über die Bekämpfung des für unseren Kartoffelbau sehr gefährlichen Kartoffelkäfers. Ein Lehrfilm ergänzte den Vortrag in anschaulicher Weise. Landwirtschaftskammerrat Pfeiffer von der Landesbauernschaft Frankfurt sprach alsdann in fesselnder Weise über den Obstbau früher und jetzt. Landrat Dr. Becker widmete hierauf dem in den Ruhestand tretenden Obstbauinspektor Metternich, der 41 Jahre in den Kreisen Büdingen und Schotten die Obst- und Gartenbaupflege geleitet Horei Motorräder REPARATUREN Wilhelm Balser Standardvertretung Giefeen Dammstrafce 8 / Telephon 3597 ____________________________________________2583D abgeschlossen war — in den Besitz von 912 Ozeanschiffen mit über vier Millionen Re- gistertonnen, die einen Wert von sechs Mil * Norden G 0 ldmark darstellten. Dazu kamen! Binnenschiffe im Werte von HO Millionen, die Abtretung aller deutschen Kais un d Lagerhäuser im Ausland, Auslieferung von 190 000 Tonnen Schwimmdocks, Kränen und Baggern. In den ehemals so regen deutschen Häfen blieben nur ein paar veraltete Kähne von etwa 1000 Tonnen Frachtraum zurück. Schlagartig wurde die gesamte deutsche Handels- Flotte vernichtet, schlagartig wurde Tausenden von deutschen Seemännern und Hafenarbeitern die Exiq stenz geraubt. Und alles unter einem Vorwand, der jeden Engländer davon überzeugte, daß es auf den Inseln nur prächtige und edle Menschen gebe.. Wir erinnern uns dieser Untat vor zwanzig Jahren, um darüber die Gegenwart nicht zu vergessen, um vor allem den Engländern, wenn sie die Lippen bewegen, gleichzeitig auch ins Herz zu schauen. Und um auch für die Zukunft dafür zu sorgen, daß mir niemals wieder mit oder ohne Einkreisung Engländern oder anderen Völkern ausgeliefert werden. Staatswald (Revierförster Mack in Treis a. d. Lumda) Gemeindewald Allendorf a. d. Lumda (Revierförster Mack in Treis und Förster in Allendorf a. d. Lumda) Gemeindewald Annerod (Revierförster Brück, Rödgen) Gemeindewald Alten-Buseck (Revierförster Wirth, Alten-Buseck) Gemeindewald - Climbach (Revierförster Förster, Allendorf) Gemeindewald Daubringen (Revierförster Wirth, Alten-Buseck) Gemeindewald Lollar (Revierförster Velten, Wieseck) Gemeindewald Rödgen (Revierförster Brück, Rödgen) Gemeindewald Ruttershausen (Revierförster Braun, Daubringen) Gemeindewald Staufenberg (derselbe) Gemeindewald Treis a. d. Lumda (Re- oierförster Förster, Allendorf) Bei den betreffenden Bürgermeistereien sind Nummerauszüge zu haben. Die angeführten Revierförster zeigen das Holz bei zeitiger Benachrichtigung vor. Gießen, den 3. April 1939. Hessisches Forstamt Metzeik - hak, warmherzige Dankcsworle. Er gab bekannt, daß Pg. Metternich zum Oberinspektor ernannt sei, auch ein schöner Rauchtisch mit Rauchservice wurde ihm als Abschieds gescheut übergeben. Seitens der Partei und der Landesbauernschaft wurden Pg. Metternich ebenfalls herzliche Dankesworte gezollt. In bewegten Worten dankte Herr Metternich für alle Ehrungen und gab einen Rückblick auf die Entwicklung des Obstbaues im Kreise im Lauf dieser 41 Jahre, dabei aller seiner Mitarbeiter, vor allem auch seiner früheren Kreisräte dankbar gedenkend. Nach dem gemeinsamen Mittagessen hielt der Leiter des Gartenbauwirtschaftsoerbandes Hessen-Nassau, Hoß, einen Vortrag über die Marktordnung auf dem Gebiete des Obst- und Gartenbaues. Eine feste Organisation und Zusammenfassung aller interessierten Teile sei notwendig. Zum Zwecke der gemeinsamen Erfassung, Sortierung und Verwertung des im Kreis anfallenden Obstes wurde eine G e - nofsenschaft für O b st - und Gemüseverwertung im Kreis Büdingen gegründet. Sämtliche Gemeinden traten der Genossenschaft bei, auch eine große Anzahl privater Interessenten, die ländlichen Genossenschaften, die Obst- und Gar- Leibbinden,Bruchbänder,SunnnstriiniDfeJ- Nachtstühle, Belt-Tische, Verbandkästen” sowie sämtl. Artikel für die Krankenpflege Zu allen Krankenkassen zugelassen Gegen Graue Haare /1 Das seit Jahren bewährte kombinierte Haarwasser ‘cNTRUPAL gibt selbst ganz weissem Haar die jugendliche Farbe wieder,befreit von Kopfschuppen und verhindert Haarausfall.In der Anwendung , so einfach wie jedes Kopfwasser .— wird ENTRURAL sofort benutzt, das erste graue HaarCsHhÄUM sich zeigt oderSchuDoen auf treten. In Fachgeschäften. Flasche RM. 4.32. Drogerie Winterhoff, Kreuzplatz 10. be' B ejSp” •^^pringt die leichte! flaßeinlag? Wegen Todesfall des Inhabers ist das mit mittelgroßem maschinell eingerichtetem Fabrikations - Betrieb von Stielen und Rundstäben aller Arten in kleiner Stadt bei Gießen zu verkaufen oder zu verdachten Günstige Einkaufsbeziehungen zum Walübesitz u. erstklassige Stammkundschaft vorhanden. >L>chr. Ang. unt. 2576V an den Gieß. Anzeiger. VornehmI Geschmackvoll! Persönlich! 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Es ind zuständig: 25360 a) die Mädchen-Berufsschule im Schulhaus Kirchstraße 16, Eingang Kirchstraße, für alle berufsschulpflichtigen Mädchen außer Verkäuferinnen und Kontoristinnen; b) die Kaufmännische Berufsschule im Liebigbau, Liebigstraße 16, für alle in kaufmännischen Betrieben, in Ladengeschäften und Kontoren tätigen Lehrlinge und Lehrmädchen; c) die Gewerbliche Berufsschule im Schulhaus Kirchstraße 16, Eingang durch den Hof der Alten Pestalozzischule, für alle Industrie- und Handwerkslehrlinge, für Gärtner und Junglandwirte, für Hilfsarbeiter aller Art und Berufslose. Für diejenigen Berufsschüler, die nicht in die Berufsschule neu eintreten, beginnt der Unterricht am Freitag, dem 14. April 1939. Im übrigen verweise ich auf die Veröffentlichung im lokalen Teil. Gießen, den 8. April 1939. Stadtschulamt. I. V.: Nebeling. Bekanntmachung. Die Ausnahme der Schulanfänger in die Volksschule zu Gießen findet statt am Donnerstag, dem 13. April 1939, und zwar: um 10 Uhr für die Goetheschule, Horst-Wessel-Wall, Schillerschule, Schillerstraße, Neue Pestalozzischule, In den Eichgärten. Die Kinder, die für die Alte Pestalozzischule eingeschrieben werden, sind zunächst in die Schillerschule zu bringen. Dort wird ihre neue Zuteilung bekanntgegeben. 25350 Für alle anderen Schüler(innen) beginnt der Unterricht am Donnerstag, dem 13. April 1939, um 7.25 Uhr. Gießen, den 8. April 1939. _________Stadtschulamt. I. V.: Nebeling._________ Bekanntmachung. Auf Grund des § 2 der Verordnung des Reichs- statthalters in Hessen — Landesregierung — zum Schutze der Felder und Gärten vom 9. 3. 1939 (abgedruckt im Amtsverkündigungsblatt Nr. 9 vom 30.3.1939) wird die Sperrzeit für Tauben innerhalb des Stadtkreises Gießen auf die Zeit vom 10. April 1939 bis 8. Mai 1939 festgesetzt. 2566C Zuwiderhandlungen werden nach § 5 der Verordnung unnachsichtlich zur Anzeige gebracht werdens Gießen, den 6. April 1939. Der Oberbürgermeister. I. V.: Nicolaus. Herzkrafi] Nachlässe nm 3 vis 20 v. s. erhalten Eie bei wiederholien Auf. nahmen einer 21meia» Edgar Borrmann«: Sieben. Neostadt 5-7, Ruf4165 u.4156 2587 A .6 .äs. Kiefer Fichte km km 28,06 — 30,04 16,55 27,96 4,79 24,34 8,07 — 16,86 9,04 41,14 49,79 — 4,06 3,04 2,89 16,44 1,62 2,65