Nr. 33 Erstes Blafi 189. Jahrgang Mittwoch, 8.§ebruar 1939 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vn-» und Verlag: vrühlsche Unlverfitätrdnickerei «.Lange in Siehe«. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps., für Textanzeigen von 70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrist nach vorh.Vereinbg.25°/<» mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- tu behördliche Anzeigen 6Rpf. 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Denn in Barcelona, der wichtigsten Handelsund Industriestadt Spaniens, hatte sich seit annähernd dreißig Jahren das Unwetter vorbereitet, dessen elementare Entladung im Juli 1936 nicht mehr auszuhalten war. Barcelona war der Herd der revolutionären Gärung geworden, die im April 1931 trotz des wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwungs in Spanien nach dem Weltkrieg und trotz des wohlgemeinten und zunächst auch erfolgreichen Rettungsversuchs durch die Diktatur des Generals Primo de Rivera, schließlich doch zum Sturz der Monarchie führte und die anfangs bürgerlich-demokratisch orientierte Republik unaufhaltsam der Komintern in die Armee trieb. Daß in der Sowjetunion schon längst mit der Möglichkeit gerechnet worden ist, Europa auch am entgegengesetzten Ende, auf der iberischen Halbinsel, in Brand zu stecken, unterliegt keinem Zweifel, und in den beiden großen Hafenstädten Barcelona und Lissabon schienen die Voraussetzungen hierfür am günstigsten zu sein. Während im katalanischen Industriegebiet die Träger einer vorwiegend anarchistischen Verseuchung zunächst nur unter dem internationalen Gesindel zu suchen waren, das sich stets in der Umgebung verkehrsreicher Häfen zusammenfindet, wurde die syndikalistische Arbeiterbewegung, die von Anfang an in ziemlich schroffem Gegensatz zu dem in Madrid dominierenden Sozialismus stand, sehr bald in ein revolutionäres Fahrwasser extremster Richtung getrieben. Doch die größte Gefahr bestand in der Verquickung der auf den sozialen Umsturz abzielenden Propaganda mit dem katalanischen Separatismus. Auf diese Weise wurden Elemente, deren persönliches Interesse durchaus die Erhaltung der bestehenden Ordnung entsprochen haben würde, durch ihre Opposition gegen die Madrider Zentralgewalt zu Förderern des politischen Chaos, aus dem schließlich der Bürgerkrieg geboren worden ist und dessen Opfer sie selbst werden mußten. Es ist bezeichnend, daß zu einem Zeitpunkt tiefer nationaler Depression, die eine naturgemäße Folge des unglücklichen Ausgangs des Krieges mit den USA. (1898) war, in neuerer Zeit das Zeichen zu einer Wiederbelebung der separatistischen Tendenzen in Katalonien, zunächst in der relativ harmlosen Form des Regionalismus gegeben worden ist. Zu den ersten ernsthaften Unruhen kam es 1909 in der sogenannten Tragischen Woche (semana fragica) anläßlich der Truppentransporte zu den in Nordmarokko beginnenden Operationen. Seitdem ist Katalonien bis zum Ausbruch des Bürgerkriegs der Wetterwinkel von Spanien geblieben. General Primo de Rivera suchte dem Katalanismus die Flügel zu stutzen, obwohl er sich seiner als willkommenes Sprungbrett bei dem Staatsstreich von 1923 bedient hatte. Beim Sturz der Monarchie (1931) wurde die Republik in Barcelona einige Stunden früher als in Madrid proklamiert, und Oberst M a c i a benutzte diesen Vorsprung, um sich als Präsident an die Spitze eines katalanischen Freistaats zu stellen, für den er schließlich Lurch sehr geschickte Erpressungen ein Statut weitgehender politischer Unabhängigkeit herausschlug. Seitdem gab es eine katalanische Sonderregierung, die „ G e n e r a l i d a d ", in deren Angelegenheiten man sich von Madrid aus kaum noch einmischen konnte. Doch erst als Macia nach seinem Tode einen Nachfolger in Companys land, dem langjährigen Advokaten der anarchistisch eingestellten A r - beitersyndikate, erfolgte die völlige Entgleisung nach der extremsten Linken. Während aber im Anfangsstadium die leitenden Persönlichkeiten der.jungen spanischen Republik in Madrid noch versuchten, eine zum Bolschewismus führende Entwicklung aufzuhalten, ja sich sogar verschiedentlich zu ziemlich energischen Gegenmaßnahmen aufgerafft hatten, wurde Barcelona sofort eine sichere Zufluchtstätte für alle Elemente, die systematisch auf eine Störung des sozialen Friedens hinarbeiteten. Allerdings hat sich insofern mit der Zeit ein Wandel vollzogen, als die katalanischen Anarchisten ^ausgesprochene Gegner der in der Volksfront domi- mierenden sowjetrussischen Einflüsse geworden sind: iihre revolutionären Ziele beschränkten sich auf die kpyrenäische Halbinsel (einschließlich Portugal) und fine in Barcelona gegründete FAI (Federacion Anar- oquista Iberica) bezeichnet sich daher auch als „iberisch" und nicht als „international". Daß die Anarcho-Snndikalisten bei der Oktober- Revolution 1934 mit Gewehr bei Fuß eine abwartende Haltung einnahmen, war gerade der Grund, warum sich im Juli 1936 General Goded über die von den proletarischen Massen des katalanischen Industriegebietes zu erwartende Einstellung schwer getäuscht hatte. Der von Goded im spanischen Nord- often erlittene Mißerfolg aber war hauptsächlich mit daran schuld, wenn es überhaupt zum Bürgerkrieg gekommen ist Denn dieser hätte vielleicht vermieden werden können, falls das ursprüngliche Projekt einer lleberwälttgung der Volksfront- durch eine gleichzeitige militärische Erhebung in allen spanischen Garnisonen überall lückenlos geklappt hätte. Es ist daher tatsächlich ein Ring, der sich schließt, und es wäre für die künftige Befriedung Spaniens jedenfalls nur zu wünschen, wenn mit dem Einmarsch der Truppen Francos in Barcelona im Januar 1939 der blutige Kreislauf des katalanischen Separatismus 'ein Ende gefunden hätte, nachdem er dort mit den Ausschreitungen der „Tragischen Woche" von 1909 begonnen hat. Immerhin ist wohl zu erwarten, daß eine große Mehrzahl der Katalanen durch Schaden klug geworden ist. Denn Tausende von ihnen haben seit Beginn des Bürgerkriegs, weil sie in ihrer eigenen Heimat ihres Lebens nicht mehr sicher waren, in Nationalspanien Zuflucht gesucht; während andere ihre Pflicht getan und zumal, wenn sie den ehemals karlistischen Kreisen angehören, in den Reihen der durch ihre Tapferkeit berühmt gewordenen nationalen Brigaden von Navarra gekämpft haben. Frankreich gestattet kein „rotspanisches Aeaieren^vom französischen Boden aus Paris, 7. Febr. (DNB.) Im Senat erklärte der Innenminister, daß es dem rotspanischen „Re- gierungsausschuß" nicht gestattet werde, von Frankreich aus weiter zu regieren. Es verstehe sich, daß die französische Regierung einer „verstorbenen oder bestehenden spanischen Regierung" nicht gestatten könne, sich auf franzö- sischem Boden einzurichten, um hier ihre politische Aktivität fortzusetzen oder militärische Operationen zu leiten. Die französische Regierung habe Maßnahmen ergriffen, die diese Grundsätze der Nichteinmischung respektieren. * Der offiziöse „Petit Parisi en" schreibt: In dem Augenblick, wo die spanischen „Minister" französischen Boden betreten, verlieren sie selbstverständlich ihre amtliche Eigenschaft und sind nur noch Privatleute. Keinerlei ausländische Regierung darf in Frankreich tagen. Die während des WeltLond on, 7. Febr. (DNB.) Die Palästina-Konferenz wurde am Dienstagmorgen durch Premierminister Chamberlain im St.-James-Palast eröffnet. Schon die Eröffnungssitzung brachte augenfällig die Schwierigkeiten zum Ausdruck, vor die sich die Konferenz gestellt sieht. Chamberlain mußte, da die arabischen Delegierten die Vertreter der jüdiscken Agentur nicht anerkennen und sich geweigert haben, mit ihnen zu verhandeln, vor zwei Eröffnungssitzungen sprechen — der der Arabervertreter und der der Juden. Außerdem drohte die Abordnung der Araber aus Palästina, die Anhänger des Mufti sind, der Eröffnungssitzung fernzubleiben, falls Vertreter der arabischen „Nationalen Verteidigungspartei" der Sitzung beiwohnen sollten. Diese Partei ist eine kleine arabische Gruppe, die den Aktivismus der Araber in Palästina ablehnt und glaubt, mit reinen Derhandlungsmechoden die arabischen Ziele erreichen zu können. Das Kolonialministerium hat vergeblich versucht, die Gegensätze zwischen den beiden arabischen Parteien auszugleichen. Das scheint aber nicht gelungen zu sein, denn in letzter Minute hat sich herausaestellt, daß die „Nationale Verteidigungspartei" auf ihre Teilnahme an der Eröffnungssitzung verzichtet hat. — Die britische Regierung ist.auf der Palästina-Konferenz durch Premierminister Chamberlain, Außenminister Lord Halifax, Kolonialminister M a c - donald und den Unterstaatssekretär im Außenamt Butler vertreten. In erster Linie werden Macdonald und Butler die Verhandlungen führen. Zur Eröffnung der Konferenz hatte sich vor dem St. James-Palast im strahlenden Sonnenschein eine große Menschenmenge angesammelt, di? d i e Auffahrt der arabischen Delegierten miterleben wollte. Es war ein eindrucksvolles Schauspiel, als in einem schwarzen Automobil die Prinzen und Stammesführer des arabischen Volkes in ihren reich mit Steinen bestickten Trachten vor dem Palast auffuhren. Während die ägyptischen Araber im einfachen schwarzen Rock mit' rotem Fez oor- suhren, trugen die Araber aus dem Jemen und den anderen arabischen Staaten Ueberwürfe aus Gold, grün, Schwarz und Gelb mit der üblichen weißen Kopfbedeckung. Ein starkes Polizeiaufgebot sorgte dafür, daß kein Unberufener den Palast betrat. Ministerpräsident Chamberlain eröffnete die Konferenz mit einer Ansprache an die arabischen Vertreter, in der er hervorhob, die Tatsache, daß Vertteter aller arabischen Länder zugegen seien, bedeute auf englischer Seite Anerkennung der Tatsache, daß zwischen der arabischen Welt eine Gleichheit von Interessen und Gefühlen bestehe. Der Kolonialminister habe vor dem Unterhaus erklärt, die britische Regierung gehe in diese Verhandlungen unter den Verpflichtungen hinein, die ihr d a s M a n d a t auferlege. Das seien Verpflichtungen sowohl Arabern wie auch Juden gegenüber. Die Regierung sei weiter gebunden mit ihren Verpflichtungen geaen- über Parlament, Genfer Liga sowie Amerika. Den- krieges zugunsten der belgischen Regierung gemachte Ausnahme bestätigt die Regel. Es handelte sich damals um eine alliierte Regierung, die sich vor dem mit Frankreich gemeinsamen Gegner hatte zurückziehen müssen. Das ist aber durchaus nicht der Fall bei der „Regierung" Negrin. Ihre Mitglieder hätten sich nach Valencia begeben können. Die meisten von ihnen haben das Exil vorgezogen. Da die republikanisch-spanische „Regierung" tatsächlich nicht mehr existiert, muß man sich fragen, was von dem Gebiet von Madrid bis zum Meer werden wird. Wird General Miaja den Widerstand fortsetzen oder mit General Franco über eine ehrenvolle Uebergabe verhandeln? Wie dem auch sei, es scheint nicht, daß eine reguläre „Regierung^ sich noch im republikanischen Spanien bilden werde. Neuer pohfndicr Mord in Schanghai Schanghai, 7. Febr. (Europapreß.) Nach zwei Mordanschlägen, die am Montag und Dienstag in Schanghai stattgefunden haben, wird nun ein dritter politischer Mord gemeldet, der sich wie die vorherigen in der Internationalen Niederlassung ereignete. Das Opfer dieses Anschlags war der Finanzrat der Nanking-Regierung Tschow» t s ch i t a n g, der von unbekannten Tätern während einer Rikscha-Fahrt mit einigen Schüssen nieder- gestreckt wurde. Nach der Ermordung klebten die Täter an die Kleider des Ermordeten einen Zettel, auf dem in chinesischer Sprache die Worte standen: „Du b i st ein Verräter!" Eine militärische Aktion geaen die Araber. Beirut, 7. Febr. (DNB.) Angesichts der beginnenden Verhandlungen in London hat die britische Regierung, wie aus zuverlässiger Quelle verlautet, eine neue militärische Aktion gegen die arabischen Freiheitskämpfer in Palästina eingeleitet. Der beabsichtigte große Schlag, der die Londoner Konferenz beeindrucken sollte, ist aber allem Anschein nach mißlungen. Seit Tagen werden große britische Truppenmassen, anscheinend 10—15000 Mann, konzentrisch a u f das Bergmassiv Abud bei Jenin angesetzt, wo arabische Freiheitskämpfer, die hier zu einer Beratung zusammenkamen, umzingelt werden sollten. Die arabische Presse in Syrien berichtet von Kämpfen, die für beide Seiten verlustreich waren. noch könnten auch Argumente vorgebracht werden, wie die Mandatsform abzuändern sei. Die Erörterungen sollten umfassend, offen und frei sein. Entsprechend diesen Verpflichtungen wolle England die Erörterungen nicht damit beginnen, daß es selbst eine Diskussionsbasis anbiete. Auch wolle es seine eigenen Ansichten nicht eher äußern, bis Arabern und Juden in getrennten Verhandlungen Gelegenheit gegeben sei, ihre Sache vorzubringen. Die britische Regierung bedauere die unglücklichen Vorkommnisse in Palästina und hoffe, daß Friede und Wohlstand bald wiederhergestellt sein werden. Die englische Politik sei eine Friedenspolitik. Seine besondere Methode, den Frieden herzustellen, sei eine wahre Verständigung, und der erste wahre Schritt zu einer solchen Verständigung sei die persönliche Fühlungnahme. Das Problem, vor das die Palästina- konferenz gestellt sei, sei schwierig; oft habe man es unlösbar genannt; aber . je schwieriger das | Wie unser Londoner abs-Korrespon- d e n t berichtet, hat die für Dienstagnachmittag angesetzte erste Arbeitssitzung zwischen den englischen Regierungsvertretern und den arabischen Abordnungen auf unbesttmmte Zeit verschoben werden müssen, weil eine Einigung über die Zusammensetzung der Vertretung der Palästina-Araber bislang nickst hat erzielt werden können. Durch das Verlangen der gemäßigten „Nationalen Derteidi- gungspartei", der sogen. Nashashibi-Anhänger, die wohl auf die Teilnahme an der Eröffnungssitzung verzichtet haben, aber als Mitglieder der Vertretung der Palästina-Araber an den Arbeitssitzungen teilnehmen wollen, sind erneut Schwierigkeiten aufgetaucht. Die englische Regierung vertritt den Standpunkt, daß die Zusammensetzung der Palästina-Araber-Delegation zwar deren eigene Sache ist, sie hat aber mit einer weiteren Teilung der Konferenz gedroht, falls die Nafhashibi-Anhanaer von den übrigen Palästina-Arabern nicht in ihre Vertretung ausgenommen würden. Die englische Regierung will sich aus dem Streit unter den verschiedenen Vertretern des Palästina-Arabertums heraus- hatten und jeder Partei „eine faire Gelegenheit" zur Vertretung ihrer Belange geben. Die Regierung würde auch gern in Besprechungen mit den Führern der Palästina-Araber eintreten, die aus anderen Parteien als der Nashishibi-Partei ausgewählt worden sind. Sie würde aber auch, falls keine einheitliche Vertretung aller Richtungen der Palästina- Araber zustandekommt, mit den Vertretern der Nashashibi-Richtunq gesondert verhandeln. In arabischen Konferenzkreisen wird die Zuversicht, die auf englischer Seite über die Möglichkeit einer raschen Ueberbrückung der Gegensätze zwischen Spanischer Pfeffer. Frankreich, das zusammen mit England in erster Linie für die Aufrechterhaltung der blutig-grotesken Fiktion von der Existenz einer rotspanischen „Regierung" verantwortlich zeichnete, hat sich nun nach der Flucht der Barcelona-Leute zu dem Eingeständnis entschließen müssen, daß es keine Regierung in Rotspanien mehr gibt. Das ist sicher ein sehr schmerzliches Eingeständnis, vor allem für diejenigen Kreise in Frankreich, die in der direkten und indirekten Unterstützung des Bolschewismus in Spanien eine Lebensaufgabe sahen. Wieweit dabei diese Tendenz im unmittelbaren Personalbereich der französischen Regierung Geltung hatte oder hat, ist angesichts der neuen Lage auf der Pyrenäen-Halbinsel ziemlich unerheblich geworden. Um so mehr drängt sich stattdessen die Frage auf, ob Frankreich die naheliegenden Folgerungen aus der obigen Erkenntnis ziehen wird.. Wir sprechen sicher nicht aus Schadenfreude, sondern aus dem Bedauern über eine erstaunliche Kurzsichtigkeit der französischen Außenpolitik, wenn wir feststellen, daß Frankreich sich seine jetzige diplomatisch und politisch heikle Lage in der Spanien-Frage selbst bereitet hat. Frankreich hat die lächerliche Fiktion von der „Regierung" in Barcelona selbst dann noch aufrecht erhalten, als die roten Machthaber in Spanien längst vor aller Welt als eine bolschewistische Clique von Massenmördern und Schwerverbrechern dastanden, ja selbst dann noch, als die Regierung Franco bereits drei Fünftel von Spanien beherrschte und seit Beginn der siegreichen nationalen Offensive in Katalonien ein Zweifel am Ausgang des Krieges in Spanien nicht mehr möglich war. Offiziell trug man dis „Nichteinmischung" zur Schau; unterdessen gingen die Transporte aus französischen Grenzorten und aus französischen Häfen ruhig roerter, nachdem eine vorübergehende und keineswegs ernst gemeinte Grenzsperre unliebsame Verzögerungen in der Belieferung der Roten mit Kriegsmaterial verursacht und in Barcelona mit Mißfallen vermerkt worden war. Man braucht heute nicht mehr die Frage zu untersuchen, wie lange Frankreich (und mit ihm England, dem das Verschwinden der roten „Regierung" sicher noch viel unangenehmer rft!) den zweckvollen Schwindel von der rotspanischen „Re- Problem, umsomehr sei er von der Bedeutung fier persönlichen Fühlungnahme überzeugt. Die Auf» gäbe eines Staatsmannes fei es, ein Kompromiß auf d er Basis der Gerechtigkeit zu schaffen, sobald er sich einer Krise zwischen zwei Völkern gegenüber sehe. Das sei die Aufgabe, die vor der Konferenz liege. Sie sei schwierig, übersteige jedoch nicht die Möglichkeiten einer gemeinsamen Kraftanstrengung. Prinz Mohamed Abdul Mo nein, der Führer der ägyptischen Delegation, dankte namens der arabischen Vertreter und brachte die Hoffnung zum Ausdruck, daß die Konferenz zu einer fairen und angemessenen Lösung des Problems führen werde. Wahrend dann die Araber den St. James- Palast verließen, betraten die jüdischen Delegierten, an der Spitze Chaim W a i z - mann, den Palast durch einen anderen Eingang. Man hatte es peinlich vermieden, daß selbst beim Hinaus- oder Hineingehen die Delegationen miteinander in Berührung kamen. Die ersten Schwierigkeiten. !lm die Vertretung der Palästina-Araber auf der Konferenz. der Abordnung der Palästina-Araber und den Anhängern Nashashibis zur Schau getragen wird, nicht geteilt. Immer wieder wird von den Mitgliedern der nattonalarabischen Palästina-Delegation betont, es fei im Grunde völlig verfehlt, von einer Nationalen Verteidlgungspartei zu sprechen Die Anhängerschaft der Nashashibis in der arabischen Bevölkerung Palästinas sei ganz geringfügig. Sie setze sich außerdem aus mit englischem Gelde g e k a u f t en Parteigängern zusammen, die •P nurlschaftlicher Abhängigkeit zu der sogenannten Parteiführung ständen. Am besten gekennzeichnet wird die Haltung der meisten maßgebenden Leute der nationalarabischen Palästinadelegation gegenüber den englischen Bestrebungen auf'Einbeziehung der Nashashibi-Gruppe wohl mit dem Wort „passiver Widerstand". Man betont, die Araber hatten Zeit und seien nicht gewillt, nach drei-- lahngen verlustreichen Kämpfen für ihre Rechte in Palästina jetzt von einem Tag zum anderen sich ihre Vertreter auf der Konferenz durch englische Wunsche vorschreiben zu lassen und bedingungslos die einmal eingenommene moralisch und politisch wohlbegrundete bisherige Haltung preiszugeben. Auf englischer Seite hat man aber die Hoffnungen auf ein Kompromiß in der Frage der Vertretung der Nashashibi-Leute noch nicht aufgegeben. Besonders lebhaft war am Dienstagnachmittag die Fühlungnahme zwischen Mac Donald und Vertretern der ägyptischen und irakischen Abordnungen. Bezeichnend ist, daß von den ägyptischen Vertretern der Presse gegenüber die Vermittlerrolle Aegypten s in dieser Frage erneut ausdrücklich unterstrichen wurde. Chamberlain eröffnet die Palästina-Konferenz. England arbeitet für „ein Kompromiß auf der Basis der Gerechtigkeit". weigert hoben. Di- Anerkennung dieser Eigenschaft Krieassands darftellen, sowie Rückgabe des Goldes sowie die Anerkennung der Regierung Franco als der spanischen Nationalbank. Regierung eines souveränen Staate- hätte die Lage Genera, granca habe den Krieg unternommen. Frankreichs und Englands heule gan; wesentlich um Spanien von der roten Gefahr und von srem- vereinsacht. Die politische Weisheit der „großen De- den Einflüssen zu befreien um ein erneutes und mokra ien" hat es anders gewollt ... B. R. aus neuen sozialen und politischen Grundsätzen auf- ' nahnufoc Snnman hon wnrttllPrn Oer Llebertritt über die Grenze NSDAP, und Beauftragten für die gesamt geistige unter einen Gouverneur oder einen Völkerbund, und zu einem gegenseitigen Massaker führen. Welches Territorium dann in Frage kommen auf der Hand. Es schließt sich dabei unmittelbar Der Leiter des Amtes Wissenschaft und Fach- nalsozialismus in ihre Parteibezeichnung :s Nationalsozialis- geschaltet sehen will, so tut sie damit die größte ist deshalb mensch-1 Vorarbeit für die Herbeiführung friedlicher 3n= Berlin, 7. Febr. (DNB.) Als Auftakt zur diesjährigen Vortragsreihe fand ein Empfang der aus- tum gegenüber, es nicht sich selbst zu überlassen, sondern jede größere Kolonie unter die Oberaufsicht einer polizeilich gut durchgebildeten Verwaltung zu stellen und diese Distriktspolizeibehörden wieder eine Ansiedlung auf Australien. Da die der englischen Insel oder in Juden st aates die Rede fein, sondern von beiden anderen Vorschläge, derEinrichtun-geines jüdischen Reservates. 3. te n 4. reich nicht Der Aaüonalsozialismus keine universalistische Lehre. Deutschland und für bolschewistische Propaganda würde das zu einer gegenseitigen Ausplünderung innerhalb der Demokratien einzusetzen. gebautes Spanien den Spaniern zurückzugeben. Nur fein politischer Sieg stelle also das Endziel seiner militärischen Aktion dar. Diesen politischen Sieg habe Italien und Deutschland als ihren Standpunkt zum spanischen Problem ange- kündiat. Frankreich und England hätten also keinen Grund, sich über das Eintreten Italiens und Deutschlands auch für den politischen Sieg Francos Alles was wir mit den Begriffen Rassenpolitik und Bevölkerungspolitik, was wir Deutsche Rechts- ouffasiung und germanisches Gemeinschaftsbewußtsein nennen, das alles ist nicht etwas, was aus einem gleichsam für alle gültigen Begriff „Nationalsozialismus" von selbst und in gleicher Weife für alle Nationen gefolgert werden könnte. Vielmehr kann es hier nur einen Weg geben: Daß jede Nation auf ihrem eigenen Nationalcharakter und auf ihre eigenen politischen und geistigen Traditionen zurückgreifen muß. Das beste Beispiel dafür ist der Faschismus. Er hat, ähnlich dem Nationalsozialismus, den gleichen Zweifrontenkampf geführt, um eine neue Zeit zu gestalten, und hat sich seine Kraft aus Idealen seiner eigenen italienischen und römischen Geschichte aeholt und bildet somit eine originale Form für die Gestaltung des Lebens, die mit dem 20. Jahrhundert beaonnen hat. dern rassisch und politisch Gefahren schlimmster Art Propaganda auf diese beiden Gebiete. für Europa und andere Länder heraufbeschwört,! Wenn sich Millionen Juden ansiedeln, so gebietet so bleibt eben als einzige Frage zu lösen übrig, die primitivste Menschenfreundlichkeit dem Juden- Evian-Konferenz in London ihre Mittel zur Der- zu einer derartigen Lösung nicht entschließen sollte, siigung stellen, was zweckmäßiger wäre, als sie sondern die Juden selbst in einem Staat von 12 in politische Hetze und Wirtschaftsboykott gegen bis 15 Millionen sich einrichten lassen wollte, so scheiden. Daß Alaska mit seinem herben nordi- Millionen Juden aus Zentral- und Osteuropa ein- schen Klima für die Juden zu schade wäre, liegt mal aufzunehmen und nicht zerstreut, sondern g e - an hoffnungsvolle Landstriche Kanadas, darüber allen bisherigen Vorschlägen bleiben zunächst zwei hinweg der Vereinigten Staaten und würde somit übrig. Und zweitens: Bei einer solchen Ansiedlung eine ähnliche rassische Gefahr heraufbeschwören wie kann nicht von der Errichtung eines zu verwundern. Man müsse sich vielmehr darüber wundern, daß während man bereits eine versöhnliche Haltung gegenüber der Regierung des siegreichen Franco hervorkehre, in Paris und London einen Unterschied zwischen dem Sieg der Waffen und dem Sieg der Politik machen wolle, die doch der Anlaß zu diesem blutigen Konflikt gewesen sei. sie sich die schlimmsten Angriffe maßgebender politischer Kreise gefallen lassen und wurden gleichsam als Söldner Mussolinis hingestellt. Ein ähnlicher Fall könnte sich unter Umständen in Zukunft wiederholen, und es wäre feimm mit der Herbeiführung einer solchen Lage gedient. Es erscheint deshalb heute notwendig, zu betonen, daß genau so wie der Faschismus eine originale Antwort des italienischen Volkes an d.rs Schicksal ist, auch der Nationalsozialismus für sich in Anspruch nehmen kann, die Weltanschauung des deutschen Volkes in unserem Jahrhundert darzustellen und die Antwort der deutschen Nation an das Schicksal unserer Epoche. Wer von anderen Völkern in sich die Kraft fühlt, eine ähnliche Antwort zu finden, der soll es unter Zurückgreifen auf Persönlichkeiten und Ideale seiner eigenen Vergangenheit tun oder aber Prägungen finden, die diese Nation aus der Gegenwart in die Zukunft ihrer Form weisen. Geistige Kämpfe habe es in der Weltgeschichte stets gegeben, und weltanschauliche Auseinandersetzungen würden den Völkern auch in Zukunft nicht erspart bleiben. Aber das brauche nicht zur Folge zu haben — wenn alle guten Willens seien —, daß nun aus diesem weltanschauliches Ringen einer großen Epoche notwendigerweise politische ober gar militärische Konflikte entständen. Der revolutionäre Nationalsozialismus verstehe jede echte Tradition zu würdigen und bemühe sich aus der Achtung und Befolgung der seelischen Gesetze des deutschen Volkes, auch mit Achtung lyib Aufmerksamkeit anderen Völkerschicksalen gegenüberzutreten. und weltanschauliche Erziehung der NSDAP. । Reichsleiter Rosenberg im Hotel Adlon statt. Der Reichsleiter konnte neben zahlreichen Missions- ob und welches in f i ch abgeschlossene 9is zu Francos pollM em Sieg Voraussetzungen für die Zurückziehung der italienischen Freiwilligen. Rom, 7. Febr. (DNB.) Zur Spanienfrage erklärt „Giornale d'Jtalia", die Zurückziehung der italienischen Freiwilligen hänge von folgenden Voraussetzungen ab: 1. Vollkommene Demobilisierung und Zerstreuung der nach Frankreich geflüchteten rotspanisch en.Heere, die sonst noch immer schlossen gesiedelt unterzubringen Aus Es ist klar, daß vieles, was wir mit dem Begriff „Nationalsozialismus" umfassen, zweifellos zwar viele arischen Völker berühren kann, im übrigen aber eine rein deutsche Angelegenheit ist. Die nationalsozialistische Bewegung steht auf dem Standpunkt, daß es falsch ist und zugleich politisch unzweckmäßig, wenn sich irgendeine Erneuerungsbewegung eines anderen Volkes nationalsozialistisch nennt. Der Kampf zwischen Nationalismus und Marxismus in allen feinen Formen ist ein europäisches Problem und wächst auch in den Vereinigten Staaten zu einem solchen heran. Deutschland mar vor die Probleme unmittelbarer als andere Völker gestellt worden, weil es 1918 zusammenbrach und den Weg zu wählen hatte, entweder in einem Blutrausch unterzugehen oder aber bod) noch mit dem Aufruf aller Kraftreserven einen rettenden Gedanken zu gebären. Es fand sich in die- Ier ^chicksalsstunde ein Mann, der der Nation e i n neues Ideal schenkte, wert, daß die Besten sich dafür mit allen ihren Kräften einsetzten. Dieses Kampfprogramm wurde „n a t i o n a l f o z i a l i- Ü i s ch" genannt in der Erkenntnis, daß die beiden großen Fronten, die sich bisher todfeindlich gegen- uberstanden, nach Entgiftung beider Seiten sehr wohl durch ein neues, beide u m f a-f i e n » bes Lebensg^fühl vereinigt werden konnten. chung der i—, v---------, . rotspanifchen Machthaber, deren Anwesenheit in Frankreich an sich schon sonderbar und Oer Nationalsozialismus ein Ergebnis deutscher Weltanschauung Alfred Rosenberg spricht vor presse und Oip'omatie. bedenklich erscheine. bedingungslose Kapitulation der Ro- in und außerhalb der Grenzen Spaniens. Rückgabe der geraubten und nach Frank- verschleppten Schätze Spaniens, die nur ein nationales Gut, sondern einen ,sfonds darstellen, sowie Rückgabe des Goldes die durch den Reichserziehungsminister verfüate Kürzung des M e d i z i n st u d i u m s erfolgt ist. Es gehe um eine sinnvolle Neuordnung des Studiums und der akademischen Ausbildung rm Hinblick auf eine optimale Erziehung und Ausbildung des Nachwuchses der geistig-schaffenden Berufe und damit um eine Leistungssteigerung der deutschen Wirtschaft und Technik, sowie um eine Erhöhung der Leistungsfähigkeit unserer wissenschaftlichen Forschung. Die bestehenden Mängel des heutigen Studien- und Ausbildungswesens, wie zu lange Studien- und Ausbildungsdauer, zu hohe Kosten, ungenügende Besoldung der Jungakademiker usw. müßten wegen der in ihnen liegenden Gefahren durch Sofortmaßnallmen behoben werden. Dabei gelte als Grundsatz, daß nur solck-e Maßnahmen zu treffen find, die jeden Leistungsabfall verhindern, die im Gegenteil zu einer Leistungssteigerung führen. Erforderlich als Sofort1 maßnahme erscheine die generelle Studien- und Ausbildungsverkürzung. Sie könne durch eine sinnvolle Verbindung zwischen wis-. senschaftlichem Studium und berufspraktischer Ausbildung sowie durch eine Verlängerung b e r Semesterarbeitszeit um je einen Monat ermöglicht werden. Es würden dann immer noch vier Monate Ferien bleiben und damit genügend Zeit für die eigene Arbeit der Stu* Die Lösung der Mensroge. Rosenberg wies darauf hin, daß der Nationalsozialismus immer bereit sei, Tradition und Wesen anderer Völker zu begreifen, und gar nicht die Absicht habe, wenn er in Ruhe gelassen werde, fremde Staatsmänner und andere Staaten mit einer negativen Kritik und Propaganda zu verfolgen. An! einer Stelle aber zeige sich heute besonders deutlich, wie sehr über Staatsformen und Traditionen hinaus die Meinungen dank einer weltanschaulichen Wende auseinandergingen: in derJudenfrage. Die Maßnahmen des Deutschen Reiches zur Ausschaltung des Judentums aus dem gesamten deutschen Leben haben die noch vorhanden gewesenen Hoffnungen zerstreut, und eine Welthetze'aller Juden und der non ihnen Abhängigen ist die Antwort auf diese Selbstverteidigung der deutschen Nation. Damit ist die Frage einer entscheidenden Auswanderung wieder zu einem weltpolitischen Problem aktuellster Art geworden. Das kleine Palästina kommt für eine weitschauende Auswandererpolitik nicht in Frage. Bereits die heutige Zahl der Juden hat zu dem arabischen Freiheitsaufstand geführt und hat gezeigt, daß dank der jüdischen Ansprüche England zu keinem Utfxreinfommen mit den Arabern kommen kann Der sogenannte zionistische Staat, der erstrebt wirh, hat ja gar nicht zum Ziele, dasftüdisd)e Volk in Palästina unterzubringen, sondern nur e i n alljüdisches Machtzentrum im Nahen Osten zu schaffen. Ein jüdischer Staat soll dem Weltjudentum die Möglichkeit geben, seine diplomatischen Vertreter Überallhin zu entsenden, ohne dabei die jüdische Zahl und Macht in den Demokratien irgendwie zu beeinträchtigen. Dieser Judenstaat hätte zweitens die Aufgabe, amtliche für die sogenannten jüdischen Minderheiten in allen Ländern einzutreten. Drittens ist er gedacht als ein Zentrum zur wirtschaftlichen Beherr- schungdesNahen Ostens. Viertens hätte ein solcher Judenstaat die Aufgabe, den verdächtigen Juden aus aller Welt ein unantastbares Asnl'zu verschaffen. Dort würde man alle diese Juden mit neuen Photographien, neuen Namen und Pässen ausstatten und sie jeweils dann in jene Länder entsenden, wo sie noch nicht waren. Das heißt, wir hätten hier ein Weltzentrum zur Beherbergung des Hochstaplertumes der ganzen Welt zu erwarten, einen Zustand, den Europa, wenn es überhaupt noch etwas auf sich halten will, auf die Dauer nicht hinnehmen könnte. Da also auch Palästina als eine Lösung für Oer Arbeitseinsatz. Wo können noch Fachkräfte freigemacht werden? Ministerialrat Dr. Münz vom Reichsarbeitsministerium gibt in dem Fachorgan „Die Ortskrankenkasse" einen Ueberblick über das 1939 immer bestimmender werdende Problem des Arbeitseinsatzes. Die Suche nach der Arbeitskraft hatte bereits dazu geführt, kleine selbständige sog. Einmannbetriebe beim Handwerk, die nicht voll beschäftigt waren, zu überprüfen. Dadurch wurden 1 0 4 0 0 0 Handwerker frei die als Facharbeiter, Gesellen od'er Werkmeister in die Industrie gingen. Weiter ist auch, neben dem verstärkten Einsatz von Frauen, Ruhestandsbeamten, Sozialrentnern und mithelfenden Familienangehörigen eine - Erhöhung der durchschnitt, lichen Arbeitszeit bis auf 8,3 3 Stun- ben täglid) festzustellen. Bei der Fülle der vorliegenden Aufgaben werde der Bedarf an Arbeitskräften unvermindert am halten. Eine scharfe Durchprüfung werde noch Kräfte aufspüren können. Nachdem das Handw"rk im großen und ganzen durchgekämmt ist, werde man jetzt an den Einzelhandel denken können, der zweifellos an vielen Orten übersetzt fei. Man werde dabei mehr davon ausgehen, daß das Verhältnis zwischen selbständiger und unselbständiger Arbeit nicht unabänderlich ist. Von der Landwirtschaft abgesehen werde man in anderen Berufen noch mithelfende Familienangehörige, für eine Vollbeschäftigung freimachen können. Cs werde weiter barefh gedacht werden müssen, auch alle Stellen des Staates, der Partei und der Organisationen darauf zu prüfen, ob nicht Fachkräfte vorhanden sind, die nicht gemäß ihrer Ausbildung beschäftigt werden. Alle diese Arbeitskräfte feien für einen richtigen Arbeitseinsatz frei zu machen. Damit im Zusammenhang stehe die Forderung, mehr denn je auf eine Vereinfachung unseres öffentlichen Verwalt ungsapparates bedacht zu fein. Genen den Ruf nach mindestens zeitweiser Nachwuchssperre für bestimmte Berufe äußert der Referent Bedenken. Es sei gefährlich, den kontinuierlichen Altersaufbau eines Berufes zu unterbrechen, zumal man die Berufslenkung nicht nach einer augenblicklich vorherrschenden Linie allein bestimmen könne. $ür allgemeine Verkürzung des akademischen Gindinms. riums stehen. Die Flugmannschaften werden nach den militärischen Konzentrationslagern gebracht. Der, ftanzösische kommunistische Abgeordnete Marty, der in Sowjetspanien die Internationalen Brigaden organisiert hat, hat am Dienstagnachmittag bei L e Perthus 683 Angehörige der Internationalen Brigaden über die französische Grenze geführt. Sie trugen neue Zioilkleidung und marschierten, im Gegensatz zu den sonstigen Rotmilizen, im Gleichschritt in Dreier-Reihen. Sie wurden von ftanzösischen Mobilgarden mit aufgepflanztem Seitengewehr nach dem Konzentrationslager von Argeles gebracht. Unmittelbar darauf folgte die 13 6. Sowjetfpanifche Brigade. In Bayonne in Südwestfrankreich und in Hendaye fahren seit acht Tagen unaufhörlich ganze Eisenbahnzüge mit spanischen Zivilflüchtlingen und ehemaligen Angehörigen der fowjetspanifchen Milizen durch, die jetzt in das Gebiet von Nationalspanien zurückkehren, nachdem sie, von Katalonien kommend, die französische Grenze bei Le Perthus überschritten hatten. grofje ^Territorium bie Demokratien bereit- chefs und den Herren ihrer Botschaften und Ge- stellen wollen, um bie Juden als Gesamtheit sandtschaften namhafte Vertreter der Partei und I anzusiedeln. Dieses Territorium müßte vorsehen ihrer Gliederungen, des Staates, der Wehrmacht eine Kapazität von rund 15 Millionen Juden. Zu Aspirationen um die kleinere der Balearen-Inseln, > eine . , Menorca, braucht man heute nicht mehr darzulegen, wurden nuAöHiAmn Zweifellos muß man damit rechnen, daß Pans 2. Ausemandergehen und UnfchadNchma und London gegenüber Burgos nicht etwa begangenes Unrecht wieder gutzumachen, sondern als maßgebliche westeuropäische Mächte aufzutreten versuchen werden. Aber England und Frankreich bekommen jetzt die Quittung dafür, daß sie infolge ihrer bekannten Beziehungen zu Moskau und infolge ihrer imperialistischen Jnteressenpolitik in Spanien und im Mittelmeer der Regierung Franco bisher die Anerkennung als kriegführende Macht Der= cimn%u$mril>tCn ahnbmr Völker, die ebenfalls 'Weltbolschewismus und bas*tuju^cntun^'Sd 2 h?r5rer großen Krise unserer Zeit zersetzende Kraft aus dem europäischen L^benaus- biegeszug des Nationalsozialis- geschaltet sehen will, so tut sie damit die größte Eonnen, und es ist deshalb mensch-1 Vorarbeit für die Herbeiführung friedlicher ^u- JleJnv bem Glauben, auch stände in Europa. Nichtsdestoweniger fmb mir a Gedanken helfen zu kön- Nationalsozialisten niemals so utopisch veranlagt nen, stellenweise auch den Namen „N a t i o -- gewesen, nicht zu sehen, daß auch nach Ausfchei- gierung" wohl noch aufrechterhalten hätte, wenn das rote Gesindel sich nicht nach Frankreich in Sicherheit gebracht hätte, sondern nach dem rot- spanischen Reststück im Südosten über See geflüchtet wäre. Das wäre zweifellos für beide Mächte im Sinne ihrer imperialistischen Interessen sehr bequem gewesen; genau so, wie man mit den Drahtziehern des Spanienkrieaes, den Sowi»ts, w einmütiger Heuchelei am Londoner Tisch in „Nichteinmischung" machte, so machte man mit Barcelona in „diplomatischen Beziehungen" und hätte die les kriegverlängernde Spiel mit aller Wahrscheinlichkeit auch noch im Fall einer Uebersiedlung der Azana, Negrin, del Vayo usw. nach Valencia bis zum Schluß des Krieges weitergetrieben. Genug, Moskaus spanische Funktionäre haben wie ihre Herren und Meister den besieren Teil der Tapferkeit in der Flucht nach Frankreich gesucht. Das hat zunächst zwei unmittelbare Folgen. Erstens haben Frankreich und England letzt keinen Verhandlungspartner mehr auf bolschewistischer Seite — es sei denn, daß Moskau in Madrid eine neue „Regierung etwa um den sog. General Miaja befiehlt. Von einem auf den anderen Tag sind jetzt alle bis- herigen politischen und kommerziellen Geschäfte Frankreichs und Englands mit den Roten zu einem sicheren Verlustgeschäft geworden. Zweitens besteht jetzt praktisch keine Möglichkeit mehr, dem nationalspanischen Staatschef und Generalissimus Franco mit der Zumutung zu kommen, er möge sich zu einem Waffenstillstand, zu einem Kompromiß und dergleichen bereitfinden. Gewiß machen sich im Augenblick solche Versuche wieder in London bemerkbar, wo es ja ein traditionelles Mittel der Politik ist, die Augen vor Tatsachen zuzumachen, die der britischen Außenpolitik nicht in den Kram passen. Aber es ist selbstverständlich, daß die wiederholten kategorischen Ablehnungen jeglicher Art von Kompromiß durch General Franco heute noch mehr Geltung haben als je; es ist tatsächlich ja auch niemand mehr da, mit dem Franco noch verhandeln könnte, selbst wenn ein Verhandeln mit dem Bolschewismus überhaupt denkbar wäre. Im übrigen sind Frankreichs und Englands politische Debetseiten gegenüber dem nationalen Spanien im Laufe dieser 2V2 Jahre Krieg so belastet worden, daß beide Mächte für irgendeine Art von Vermittlung am wenigsten geeignet erscheinen. Auch in Burgos ist man sich natürlich darüber klar, daß die jetzige Londoner und Pariser Geschäf- tigkett ausschließlich bezweckt, mit dem zukünftigen national geeinigten Spanien so schnell wie möglich wieder ins politische und wirtschaftliche Geschäft zu kommen. Daß hinter dieser Geschäftigkeit noch ganz andere Fragen stehen wie beispielsweise der noch existierende 'französisch-rotspanische Vertrag über den freien Durchtransport französischer Kolonialtruppen durch Spanien im Kriegsfall, ein Vertrag, der auch in englischen Augen für England selbst höchst wertvoll ist, oder die gemeinsamen englisch-französischen einführten in der Erkenntnis, daß hier tatsächlich *r3le9uni bei der Reichsstudentenfuhrung, Dr. Fritz das politische Grundprinzip symbolisch durch die u b a £, befürwortet in dem orgamsationsamt- Wortprägung in Erscheinung trat. Aber eines ist ‘l$cn Organ „Der Altherrenbund" den Wunsch bei manchen hier übersehen worden: Das Wort Reichsstudentenführung nach Maßnahmen der „nationalsozialistisch" führt an sich nicht notwendig sStudienverkürzung auf allen Gebieten, jene entscheidende weltanschauliche Hal- wobei er davon ausgeht, daß nunmehr auf di" tung mit sich, die das deutsche Volk mit ihm Der- Verkürzung des U chni s che n Studiums auch knüpft hat. Perpignan, 7. Febr. (Europapreß.) Am Dienstag ergoß sich der Strom der fowjetspanifchen Milizen und Flüchtlinge von neuem über die französisch-spanische Grenze. Bei Puigcerda hat nun ebenfalls der Grenzübertritt der Milizen eingesetzt, lieber La Tour de Carol und Bourg-Madame erwartet man das Eintreffen von 25—30 000 Milizsoldaten. Bereits in der Nacht zum Dienstag waren sechzehn sowjetspanische Geschütze und zwei Luftabwehrgeschütze, ferner Maschinengewehre über die Grenze nach Frankreich gebracht worden. Bei Cerbere waren am Dienstagmorgen mehr als fünfzig Geschütze aller Kaliber, eine Abteilung von fünfzig bewaffneten Motorwagen und ein vollständiger Flugzeugpark eingetroffen. Bis jetzt sind auf ftanzöfisischem Boden an verschiedenen Stellen, so in Carcassonne, Toulouse, Bordeaux usw. 32 sowjetspanische Militärflugzeuge gelandet, darunter ein sowjetrufsisches Jagdflugzeug mit vier Maschinengewehren. Die Flugzeuge wurden nach dem Militärflugplatz von Toulouse gebracht, wo sie unter Aufsicht des französischen Luftfahrtministe- I ‘eine wirklich kompakte Siedlung der Judenheit' G u y a n a und Madagaskar, bereits amtlich . , w , . . , „ | nicht in Frage kommt und sine zerstreute Aus- besprochen worden sind, verengt sich also das gewärtigen Diplomatie und der ausländischen Presse Wanderung das Problem nicht nur nicht löst, son- famte Problem nach Ausschaltung unmöglicher durch den Chef des außenpolitischen Amtes der 1 Aus allen diesen Ueberlegungen ergibt sich von könnte, darüber müßten naturgemäß ine Besitzer' unserem Gesichtspunkt also die Notwendigkeit, die dieser teilweise menschenleeren Gebiete selber ent- Hunderttausende aus Deutschland, dann später die ihrer Gliederungen, des Staates, der Wehrmacht „ r„v xx„ sowie der Presse begrüßen. Nach einem Hinweis diesem Zweck müßten die jüdischen Millionäre und der dieses jüdische Reservat im Auftrag der De- auf den Sinn dieser Empfangsabende, die auslän- Milliardäre aus aller Welt etwa dem Büro öer' mofratien zu beaufsichtigen hätte. Falls man sich dische Diplomatie mit führenden deutschen Männern c----- 0—k*•— 1 — —u— n-r---- und ihren Aufgabengebieten bekannt zu machen, behandelte Reichsleiter Rosenberg außenpolitische Fragen und sprach besonders über das Thema: „Müssen weltanschauliche Kämpfe staatliche Feindschaften ergeben?" Gefahr für da- nationale Spanien darst°ll°n du^ ^von ^BoWewismus unö 3u&cnhim^| r oergeyen unu Unschädlich.,.^ verschiedenen Völkern und Rassen aift dem Erdball nach Frankreich geflüchteten möglich, ja wahrscheinlich sind. Unterd'esen Ge — ■ - - v----- or--- sichtsnunkten wäre es höchst unzweckmäßig, wenn die deutsche nattonalsozialistische Regierung mit einer sich ebenfalls nationalsozialistisch nennenden Regierung eines anderen Staates in einen politischen Kon'likt geriete. Ein Beispiel prinzipieller Art bot während des abessinischen Konfliktes die Fafchi st Ische Partei in England. Als Großb»'it''nnien der Ueberzeugung war, während des Abessinienkrieges in prinzipieller Feindschaft Italien gegenüber stehen zu müssen, kamen die faschistischen Gruppen in England in eine pein- volle und politisch geradezu verhängnisvolle Lage. Als Briten standen sie selbstverständlich auf Großbritanniens Seite, als . Faschisten" aber muffen Gauleiter Sprenger empfängt die Repräsentanten des Volkes. denken, evtl. Leistung von Wehrmachtübungen usw. Weiter wiederholt der Referent die Forderung nach gebührenfreiem Studium, vor allem im Hinblick auf die Erweiterung der Möglichkeiten des Zugangs zum Hochschulstudium für die Besten aus allen Volksschichten ohne Rücksicht auf ihre wirtschaftliche Lage. Sodann sei die Erhöhung der Förderungsmittel und Vereinheitlichung de^ Förderungswesens geboten. Ferner müsse eine B e - soldung der Jungakademiker erreicht werden, die ihrer Leistung entspricht und die auch während der berufspraktischen Ausbildungszeit ein Existenzminimum sichern muß. Zusammen mit der Ausbildungsverkurzung müsse die Möglichkeit der F a m i l i e n g r ü n d u n g für die Akademiker m i t 25 Jahren geschaffen werden. Darüber hinaus sei eine Nachwuchssicherung durch Ausbau auch des Langemarck-Studiums dringend nötig. Die Nationalpolitifchen Erziehunasanstalten. Die durch Führeranordnung 1933 vom Reichserziehungsminister Rust ins Leben gerufenen Nationalpolitischen Erziehungsanstalten stellen einen neuen Typ dar, der nunmehr durch Einrichtung weiterer An st alten in der O st - m a r k und im S u d e t e n l a n d auf insgesamt 21 Institute gesteigert werden wird. Sie sind, wie ihr Inspekteur, ^-Obergruppenführer H e i ß - meyer, im „Altherrenbund" erläuternd ausführt, Versuche, die Erziehung der Jugend von der Ebene der Bildung auf die der echten, möglichst vielseitigen politischen Erziehung zu stellen. Völker und Volksschichten, die auf Nachwuchs für ihre staatstragende Schicht bedacht waren, hätten Jd)on immer aus politischem Instinkt oder politi- ichem Wissen heraus zur Gemeinschaftserziehung der Jugend gegriffen, so Sparta und England, die katholische Kirche und das preußische Offizierkorps. Von den Jungmannen der Nationalpolitischen Erziehungsanstalten werde erwartet, daß die hier getroffene Auslese bester deutscher Jungen, die in harter Gemeinschaftserziehung zu Männern erzogen wird, nicht sich f e l b st leben wollen, sondern für ihr-Volk und Vaterland. Es liege nicht im Sinne der Anstalten, nur Jungen aus bestimmten Ständen oder von bewährten Parteigenossen aufzunehmen; es solle jeder tüchtige deutsche Junqe den Weg zu den Anstalten offen finden. Infolgedessen werde bei der Aufnahme auch nicht nach dem Geld oder dem Stand der Eltern gefragt, wohl aber nach ihrer Artund ihrem Blut. Die Anstaltsleiter hätten vom Reichserziehungsminister die Ermächtigung, aus allen Schulen die für die Anstaltserziehung tauglichen Jungen auszusuchen. Die Lehrer seien angewiesen, ihre begabtesten Jungen zu melden. Auch die Partei und ihre Gliederungen schlagen Jungen zur Aufnahme in die Anstalten vor. Diele Eltern meldeten ihre Jungen selber an. Der Inspektor schildert dann die vielseitige Ausbildung auf den Anstalten auf den Gebieten der höheren Schule und in weltanschaulich-politischer Art, sowie beim Sport. Auslandsreisen stehen ebenso wie Reiten und Boxen und Einsatz in der Industrie und beim Bauern auf dem Unterrichtsplan, der hier ein neuer Gesamterziehungsplan wird. In Oesterreich werden z. Zt. vier frühere Staatserziehungsanstalten zu Nationalpolitischen Erziehungsanstalten umgewandelt, nämlich die von Maria Theresia gegründete einstige Akademie „Theresianum" in Wien, die Anstalten Traiskirchen N. D. und B r e i t e n s e e in Wien, sowie die Staatserziehungsanstalten für Mädchen in Wien und Hubertendorf. Als erste Anstalt im Sudetenland wird in absehbarer Zeit die Anstalt Schloß P l o s ch k o w i tz bei Leitmeritz eröffnet. Führergrundsatz bei den Jugendämtern Eine Aenderung des Reichsgesetzes für Jugendwohlfahrt beseitigt die mit dem Führergrundsatz in Widerspruch stehende bisherige Kollegialverfassung der Jugendämter und die Bestimmungen über ihre Zusammensetzung und setzt an die Stelle der bisher oorgeschriebenen Entscheidung des Jugendamtkollegiums die Entscheidung des Bürgermeisters bzw. des L a n d r a t e s. In Wahrung der besonderen Belange der Jugendwohlfahrt sieht das neue Gesetz jedoch die Bestellung von Beiräten vor, zu denen neben dem Vormundschaftsrichter und Lehrpersonen ins- vesondere der zuständige Kreisamtsleiter des Amtes für Dolkswohlfahrt und je ein Vertreter der HI. und des BDM. gehören müssen. Es trägt dadurch der Bedeutung dieser Parteiorganisationen auf dem Gebiete der Jugendfürsorge Rechnung. Röntgen-Reihenuntersuchungen bei Jugendlichen. Berlin,?. Febr. Der Reichsjugendführer stattete dem Röntgeninstitut des Virchow-Krankenhauses in Berlin in Begleitung des Chefs des Gesundheitsamtes der RIF., Oberbanyführer Hördemann, und des Staatsrates Conti einen Besuch ab. In den^ Institut hat Professor Cramer bei 3000 Jungen und bei 1000 Mädeln in den letzten Wochen mit Hilfe des S ch i r m b i l d v e r f a h r e n s Möntgen-Reihenuntersuchungen angestellt. Durch dieses neue Verfahren sollen die an sich sehr teuren Röntgenaufnahmen bei Reihenuntersuchungen er- imäglicht werden. Dem Reichsjugendführer, der der Untersuchung einer Anzahl Jugendlicher beiwohnte, »geht es darum, in seiner Aktion zur Steigerung der «Gesundheit der deutschen Jugend die modernsten wnd zweckmäßigsten Mittel, welche diesem Ziele Dienen, kennenzulernen und einzusetzen. Oer Landesgruppenleiter in der Tschecko-Slowakei. Berlin, 7. Febr. (DNB.) Der Leiter der Aus- llandsorganisation der NSDAP, hat den Gauamts- lleiter Richard Z e i s s i g zum Landesgruppenleiter 5er AO. der NSDAP, in der Tschecho-Slowakei er- monnt. Zeissig, geb. 1897, erlernte nach dem Besuch Des Realgymnasiums die Landwirtschaft und ging 1914 als Kriegsfreiwilliger ins Feld. Er wurde dreimal verwundet, mit dem Eisernen Kreuz 1. und 2. Klasse ausgezeichnet und schied 1918 als Leutnant aus dem Heeresdienst. 1920 wanderte Zeissig nach Argentinien aus, wo er zunächst in der Landwirt- 'chaft und später als Kaufmann tätig war. Schon ! aor der Machtergreifung trat er der NSDAP, in Buenos Aires bei, war dort anschließend Ortsgrup- ! aenleiter und von 1934 bis 1935 Landesgruppeneiter in Chile. Seit 1935 ist Zeissig als Gäuamts- I eiter in der Leitung der AO. tätig. NSG. Am Dienstagabend hatte Gauleiter Sprenger zum drittenmal die Veranstaltung im Gau Hessen-Nassau durchgeführt, die der gesamten Bevölkerung die wahren Repräsentanten des Volkes vor Augen führt. Diese Abende sind bereits im Gau Hessen-Nassau seit Jahren zum Ausdruck der neuen Gesellschaftsform und der vom Nationalsozialismus bestimmten neuen Geselligkeit geworden. Außer den Männern der Alten Garde, den Kämpfern des großen Krieges und den Opfern der Arbeit konnte der Gauleiter auch in diesem Jahr wieder eine große Zahl hoher Vertreter der Partei, der Wehrmacht, des Staates und der Behörden im Palmengarten begrüßen. Auf den Sinn dieses Abends eingehend, betonte der Gauleiter, daß diese Veranstaltung nicht durch den Zufall entstanden sei, sondern das Ergebnis reiflicher Ueberlegungen darstelle. sei eine dringende Notwendigkeit, überkommene Rückstände im gesellschaftlichen Leben zu überwinden. Der Nationalsozialismus habe im deutschen Volk nur- deshalb Fuß gefaßt, weil er dem ganzen Volk klarmachte, daß durch die Grundlage des Blutes alle Deutsche Kameraden und gleichwertig seien. Diese Grundlage müsse auch in das gesellschaftliche Leben übertragen werden. Im gesellschaftlichen Leben schlage deshalb in Deutschland jeder Versuch fehl, der besondere Vorrechte konstruieren wolle, die man vielleicht zu Anfang übersehen konnte. Heute aber ist das deutsche Volk sich klar, daß der Umbruch statt- finden muß. Der Führer selbst hat in seiner Rede vor dem Großdeutschen Reichstag mit den über« alteten Begriffen aufgeräumt, indem er betonte, daß der heutige deutsche Volksstaat keine gesellschaftlichen Vorurteile kennt. Das gesellschaftliche Leben basiert einzig und allein auf der Weltanschauung des Nationalsozialismus. Oe Valero lehnt Gewalt ab. London, 8. Febr. (DNB.) Im irischen Senat erklärte Ministerpräsident de Valero zu den Bombenanschlägen, die irische Regierung könne es nur bedauern, wenn sich Dinge ereigneten, die sie nicht wünsche. Sie sei als die legale Regierung des Landes gewählt worden. Keine andere Körperschaft habe daher ein Recht, im Namen des irischen Volkes zu sprechen. Dabei spielte de Valera sichtlich auf die Irische Republikanische Armee an. Er wolle von Gewalt nichts wissen und wünsche, dies klar zu machen. Der Justizminister werde daher im Dail Gesetze einbringen, die der Regierung die nötige Vollmacht geben, damit sie ihre Autorität beibehalten könne. Die britische Regierung allein sei für d i e Teilung Irlands verantwortlich. Diese Ungerechtigkeit hätten die britischen Minister nur für zeitweilig erklärt. Seither habe man aber nichts mehr davon gehört. England hindere den natürlichen Lauf der Gesetze. Wenn nicht die britischen Truppen in Nordirland stehen würden, dann würde das Volk dort aus freien Stücken zu Südirland kommen.- Die irische Regierung fei bereit, in gewissen Dingen entgegenzukommen. In verschiedenen Punkten aber müsse' Irland unnachgiebig fein, vor allem in der Wiedereinführung der irischen Sprache. Von einer Einigung aus Kosten des Selbstbestimmungsrechtes des irischen Volkes könne keine Rede fein. Kunst und Wissenschaft. Die Schriftstellerin Agnes Harder f. In Berlin starb kurz vor Vollendung ihres 75. Lebensjahres die Schriftstellerin Agnes Harder. 1864 in Königsberg geboren, war Agnes Harder, die einer Juristenfamilie entstammte, ursprünglich Lehrerin, begann aber bald zu schreiben: Gedichte, Romane, Jugendbücher und Reiseberichte; vor allem aber hot sie sich mit ftauenrechtlichen, sozialen und politischen Problemen beschäftigt. Sie gehörte zu den Gründerinnen des deutschen Fraueir- bundes und führte einen idealistisch genährten Kampf gegen die Sozialdemokratie.' Dozentenbundstag in Königsberg. Die Pressestelle des Reichsdozentenbundes teilt mit: Im Rahmen der Kant-Coppernikus-Woche in Königsberg findet am 15. Februar ein Dozentenbundstag statt. Nach (Eröffnung einer Ausstellung und einer Reihe wissenschaftlicher Vorträge endet der Tag mit einer Kundgebung des NSD.- Dozentenbundes, aus der außer dem Gauleiter Erich Koch auch der Reichsdozentenführer ^-Brigade- führer Professor Dr. Walter Schultze sprechen wird. 10 000 Wuschelschnecken für die Universität Halle. Der derzeitige Rektor der Martin-Luther-Uni- versität und Leiter des Geologisch-Paläontologischen Institutes, Prof. Dr. I. W eigelt, konnte eine wertvolle Muschelschnecken-Sammlung aus Bremen erwerben, die mit ihren seltenen Funden für die hallische Universität von großer Bedeutung ist. Es handelt sich um Sammlungen des Lehrers Jordan, der im Nebenberuf die paläontologische Abteilung am Bremer Museum betreut. Die große, über 10000 Exemvlare umfassende Sammlung stellt die Lebensarbeit Jordans dar. Ein Teil der Jordanschen Sammlung, der das Arbeitsgebiet der Preußischen Geologischen Landesanstalt berührt, wurde von dieser aufgekauft. Kleine politische Nachrichten. Am Dienstag versammelten sich die Leiter der Reichspropagandaämter im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda zu einer Ar b e i t s t a g u n g, bei der Referate über wichtige Tagesfragen gehalten wurden. Im Mittelpunkt stand eine Rede des Reichsministers Dr. Goebbels über die politische Lage. * Am Dienstagvormittag verpflichtete Reichspropaleiter Reichsminister Dr. Goebbels im Stucksaal des Reichspropagandaministeriums in Berlin durch Handschlag 47 neue Reichs- und Stoßtruppredner der NSDAP., die durchweg schon jahrelang im Dienste der Partei und ihrer Gliederungen als alte Parteigenossen rednerisch tätig waren und zum größten Teil bereits in den Kampfversammlungen vor der Machtübernahme für die Idee des Nationalsozialismus warben. * Der Inspekteur der n a t i o n a l v o l i t i s ch e n Erziehungsanstalten, ff=Dbergruppenh"'r- Unsere Aufgabe ist dabei, die nationalsozialistischen Einrichtungen so zu gestalten, daß sich jeder dort hingezogen fühlt. Theater, Kino und viele andere Einrichtungen wenden sich auch nicht an bestimmte Schichten, sondern sie stehen allen offen. Künstlich aufgerichtete Schranken aber werden von uns restlos beseitigt. Vor drei Jahren haben wir zum erstenmal im Gau Hessen-Nassau dem deutschen Volk die wirklichen Repräsentanten vor Augen gestellt. Sie haben ihr Heldentum im zähen Ringen des Weltkrieges, im Kampf der Nationalsozialistischen Bewegung und bei der Arbeit bewiesen. Diese Menschen, die ihr ganzes Leden opferwillig eingesetzt haben, sind wert, dem Volk vor Augen gestellt zu werden. An ihre Taten muß immer wieder erinnert werd.en, weil zu schnell vergessen wird, wie diese Männer des Krieges sich einsetzten, daß die alten Nationalsozialisten in ihrem Kampf gegen eine ganze Welt den Grundstein zum heutigen Deutschland legten und daß auch die Opfer der Arbeit nur in treuester Pflichterfüllung Schaden erlitten. Diesen Männern und allen, die ihrem Kreis angehören, muß jeder Volksgenosse Achtung zollen. Mit diesem Kreis vereinigt sich die Führerschaft der Partei, der Wehrmacht, des Staates und der Behörden. Sie alle bilden die wahren Repräsentanten des Volkes, die auch vom Volk anerkannt werden. Sie sind das Beispiel für die Jugend, die zum Heldischen erzogen wird. Auf das ganze Volk übertragen sichert dieses Heldentum die Ewigkeit des deutschen Volkes! — Diese Worte des Gauleiters gaben den Grundton für den gesamten Abend, der die durch Opfer und Leistung ausgezeichnete!) Männer zu einigen geselligen kameradschaftlichen Stunden verband, die durch ein ausgesuchtes Programm, das vom Rhein-Mainischen Landesorchester und einer Reihe bekannter Künstler geboten wurde, verschönert wurden. E. K. rer Heißmeyer, besichtigte mit Staatskommissar ff« Standartenführer Dr. Plattner die Staatserziehungsanstalt Hubertendorf in Niederdonau, die die erste nationalpolitifche Erziehungsanstalt für Mädchen in Großdeutschland fein wird. * Der Führer der elsässischen Autonomisten, Karl Roos, ist in Straßburg verhaftet worden. Man macht ihm den Vorwurf, ein autonomisti - f cf) e s Manifest vorbereitet zu haben. Roos war vor zehn Jahren bereits wegen feiner politischen Kurze Tage, wenig Sonne und wenig Bewegung im Freien, das sind Nachteile der Wintermonate, die unser körperliches Befinden ungünstig beeinflussen. Kinder und Erwachsene nehmen in dieser Zeit Bioferrin, das blutbildende Kräftigungsmittel. Bio- ferrin hat eine vorzügliche Wirkung auf das Allgemeinbefinden bei Appetitlosigkeit, Blutarmut, Schwäche- und Effchöpfungszuständen. Zb\ ( A \ (BAYER) Tätigkeit zu zehn Jahren Zwangsarbeit und zwanzig Jahren Aufenthaltsverbot verurteilt, dann aber im Berufungsverfahren freigefprochen worden. ♦ Der Staatsbesuch des italienischen Außenministers Graf C i a n o in Warsch au ist auf den 25. Februar angefetzt worden. Der Aufenthalt in Polen wird vier Tage dauern. Nach den Besprechüngen in der Hauptstadt ist eine Jagdoeranstaltung in den Staatswäldern von Bialowiece und ein Besuch in Krakau zur Ehrung des Grabes von Marschall Pil- sudski vorgesehen. Wie amtlich mitgeteilt wurde, haben der Herzog und die Herzogin von Kent auf Anraten der nordirischen Regierung ihren vorgesehenen Besuch in Nordirland auf eine spätere Zeit verschoben. Es ist anzunehmen, daß diese Verschiebung auf die jüngsten Bombenanschläge der irischen republikanischen Armee zurückzuftihren ist. Aus aller Wett. Die „Internationale Verkehrsausstellung Köln 1940“. Nach Genehmigung der Pläne der internationalen Verkehrsausstellung durch den Führer sind die Vorarbeiten für die große Ausstellung rasch vorwärtsgekommen. Die Internationale Verkehrsausstellung ist die erste große internationale Veranstaltung Deutschlands, die das internationale Ausstellungsbüro in Paris, eine ! Konvention, der 28 Staaten angehören, genehmigt und eingetragen bat. Sie wird das größte Aus- stellungsereiqnis Deutschlands, das in der Nachkriegszeit überhaupt stattgefunden hat. Das Präsidium dieser. Ausstellung hat Reichsverkehrsminister Dr. Dorp müller übernommen. In einer von der Ausstellungsleitung herausgegebenen Denkschrift sagt er: In dieser lebhaften Zeit stets fortschreitenden Verkehrs allen Fachgeftossen und der Öffentlichkeit aller Länder den jetzigen Hochstand der Verkehrsmittel und ihre Beziehungen zueinander zu zeigen, das ist der Sinn der Internationalen Verkehrsausstellung Köln 19 40. Arbeilslagung der NS.-Schwesternschaft. In der Reichsschule der NS. - Frauenschaft in Berlin-Wannsee hat unter Leitung der Generaloberin Böttger die erste große Arbeitsund S ch u I u n g s t a g u n g der NS - Gau - Vertrauensschwestern begonnen, an der auch die Vertreterinnen der ostmärkischen Gaue und des Sudetenlandes teilnehmen. Die Tagung gibt/ wie die NSK. berichtet, Einblick in die Weiterentwicklung des deutschen Frauenschaffens, wie es im Deutschen Frauenwerk zur Auswirkung gelangt. — Das erste Referat hielt Medizinalrat Dr. Cropp über die Gesundheitspolitik des nationalsozialistischen Staates. Er gab einen Ueberblick über die gesetzlichen Maßnahmen, die seit 1933 aus nationalsozialistischen Erkenntnissen heraus ergriffen wurden, um der damaligen verhängnisvollen Entwicklung Einhalt zu tun. Von großer Bedeutung sind u. a. die Neuordnung des Schwesternwesens, ferner neue gesetzliche Bestimmungen für die Ausbildung und den Einsatz der Hebammen (keine Entbindung mehr ohne Hebamme) und die allgemeine Ausrichtung auf einen Gesundheitsdienst. Ein Zirkusjubiläum. In diesem Jahre begeht der Zirkusdirektor Carl Krone ein seltenes Jubiläum: seit 50 Jahren ist er als Elefantenlehrer tätig. In den fünf Jahrzehn- ten hat Krone mehr als 60 Dickhäuter aus Indien und Afrika als Schüler gehabt. Mit Liebe und Ruhe bracht Carl Krone den Kolossen die unglaublichsten Kunststücke bei, und mit Stolz zählt er heute in feiner Elefantenherde 23 Prachtexemplare. Dreifacher Mord und Selbstmord. In Troisdorf wurde eine entsetzliche Bluttat entdeckt. In einer» Wohnung wurden vier Personen, und zwar zwei Männer, eine Frau und ein Mädchen, t o t aufgefunden. Die Kölner Mordkommission stellte folgendes fest: Drei Personen waren erschossen urch einer erhängt. Der. Wohnungsinhaber, ein 41jähriger Mann, hat vermutlich seine 39jährige Frau und seine 16jährige Tochter und außerdem einen 69 Jahre alten Mann, der sich in der Wohnung befand, erschossen. Alle drei lagen am Boden. Der Mörder hat vermutlich unmittelbar nach seiner Bluttat Selbstmord durch Erhängen begangen. lieber das Motiv der Tat konnte'bisher noch nichts festgestellt werden. Vollstreckung eines Todesurteils Berlin, 7. Febr. (DNB.) Am 7. Februar 1939 ist der am 9. August geborene Lorenz Bracher aus Aigelsbach hingerichtet worden, der vorn Schwurgericht in Memmingen am 21. September 1938 wegen Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden ist. — Bracher hat am 12. September 1937 die 61 Jahre alte Franziska Saller in Bad Wörishofen auf grausame Weise ermordet, um seine Geliebte mit Hilfe eines von ihm gefälschten Testaments zur Erbin des Nachlasses der Ermordeten zu machen. . Großfeuer in einem Londoner Warenhaus. In einem Warenhaus im Zentrum Londons brach ein Großfeuer aus. Sämtliche umliegenden Feuerwehren wurden alarmiert, dennoch wurde das Warenhaus schwer beschädigt, ehe die Feuerwehren das Feuer eindämmten. Ob dieser Brand irgendwie mit den jüngsten Attentaten in London und ganz England in Zusammenhang gebracht werden kann, steht noch nicht fest. Luflschuhübungen mit echten Brandbomben. Nachdem in Paris erst kürzlich in den an das Lateinische Viertel angrenzenden Weinhallen eine nächtliche Luftschutzübung stattgefunden hatte, wurde jetzt auf dem dazu besonders geeigneten Ausstel- lungsgelände an der Porte de Versailles neuerdings eine Luftschutzübung unter Einsatz von technischem Personal, Angestellten der städtischen Wasser- und Gasgesellfchaft, abgehalten. Die Bedeutung dieser Luftschutzübung lag in der erstmaligen Verwendung richtiger Brandbomben. Die Löschung der Brandherde erfolgte durch die mit Löschsand und in feuerfester Kleidung arbeitende Feuerwehr. Eine große Zuschauermenge verfolgte- d-n Verlauf der Hebung mit gespannter Aufmerksamkeit. Auszeichnung eines Rheumaforschers. Für feine Verdienste um die Rheurnaforschung hat die Deutsche Rheurna-Gesellschaft den in Wiesbaden wohnhaften Generaloberarzt a. D. Dr. Walter Krebs, den früheren langjährigen Chefarzt des Landesbades zu Aachen und Begründer des Aachener Rheuma-Forschungsinstituts, anläßlich seines 70. Geburtstags durch die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet. Nächtliche Ruhestörung durch Starenschwärme. Ein Schwarm von Tausenden von Staren jagte den Bewohnern eines Etagenhauses in dem englischen Seebad Bridlington an der Küste der Grafschaft Porkshire in der Nacht einen gewaltigen Schrecken ein. Die Stare, die offenbar von einem langen Flug durch Regen und Nebel ermüdet waren, ließen sich auf dem Dach des Hauses nieder. Hunderte fielen durch die weiten Kamine in das Innere des Hauses und ‘gelangten in die Wohnungen. Sie vollführten dort einen solchen Lärm, daß die Bewohner erschreckt aufwachten und meinten, Einbrecher seien im Hause. Die verängstigten Vögel flogen in den Zimmern hin und her, stießen gegen die Fenster und Türen und waren weder zu beruhigen noch zu entfernen. Einige Einwohner hatten das Uebersallkommando benachrichtigt, das auch rasch erschien. Die Bewohner des Hauses kamen aber bis zum frühen Morgen nicht zur Ruhe, da in einzelnen Räumen bis zu 50 Stare umherflogen und erst nach stundenlangen Bemühungen ins Freie gejagt werden konnten. Wetterbericht Während sich in Südwestdeutschland bei schwacher Luftbewegung die Nebelwetterlage bei verhältnismäßig tiefen Temperaturen gehalten hat, ist das deutsche Küstengebiet schon unter den Einfluß der atlantischen Wirbeltätigkeit gekommen und hat bet lebhaften Westwinden und Temperaturen von etwa + 5 Grad zeitweise Regen. Di^e Westströmung wird langsam weiter auf das Festland übergreifen und uns nach Beendigung der Nebellage lebhaftes und mildes Wetter bringen. Voraussage für Donnerstag: Teilweise noch neblig, sonst heiter bis wolkig, noch trocken, Tagestemperaturen etwas höher als seither, westliche. Winde. Lufttemperaturen am 7. Februar: mittags —1,4 Grad Celsius, abends —3,6 Grad; am 8. Februars morgens —3,6 Grad. Maximum 0,9 Grad, Minimum heute nacht — 3;9 Grad. — Erdtemperatureu in 10 cm Tiefe am 7. Februar: abends 0,2 Grad; am 8. Februar: morgens 0,5 Grad. — Keine Niederschläge. Sonnenscheindauer 2,5 Stunden. Wintersport. Rhön. Wasserkuppe: Heiter, + 6 Grad, Firn* schnee, Schi und Rodel gut. Sauerland. Winterberg: Bewölkt, + 2 Grad, 5 cm Schnee, verharscht, Sportmöglichkeit nur stel-. lenweise. Schwarzwald. Feldberg: Heiter, + 1 Grad, 60 cm Firnschnee, Schi und Rodel sehr gut. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot: für ben übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. I. 39: 10 896. Druck und Verlag: Brühlsche Unioerfitätsbrucferei R Lange, K.-G., sämtlich in Gießen Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Jllu« girierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Das Tierkreislicht. Der gestirnte Himmel im Februar. Don Or. Erwin Koffinna. Wer an einem klaren, mondschemlosen Februarabend kurz nach dem Eintritt völliger Dunkelheit aufmerksam den westlichen Himmel mustert, wird einen zarten, äußerst schwachen Lichtschein bemerken, der von der Gegend des «onnenuntergangspunktes schräg nach links oben aufsteigt und sich etwa m halber Himmelshöhe verliert. Der Schein hat die Gestalt eines nach oben sich verschmälernden Lid)t- kegels, dessen Helligkeit von der Mittellinie nach den beiden Rändern abnimmt. Seine Lage stimmt mit der Ekliptik oder dem Tierkreis (Zodiakus) nahezu völlig überein, weshalb man chn Zodiakal- oder Tierkreislicht genannt hat Nun steigt die Ekliptik in den frühen Abendstunden im Februar stell über dem Horizont empor. Ihre hohe Lage wird bekanntlich durch die Sternbilder Widder, Stier, Zwillinge, Krebs und Löwe angedeutet. Dementsprechend steigt auch das. Tierkreislicht steil auswärts und ist im Februar am günstigsten zu beobachten. Aber selbst zu dieser Jahreszeit erreicht das Tierkreislicht in unseren Gegenden kaum die Helligkeit der Milchstraße. Man wird daher zu seiner Beobachtung nicht nur einen besonders klaren Abend wählen, sondern auch alle störenden Lichtquellen vermeiden müssen; den nur ein ausgeruhtes, an die Dunkelheit gewöhntes Auge kann den eigenartigen Lichtschein wahrnehmen. Auffälliger als bei uns ist das Tierkreislicht in südlichen Gegenden, besonders in den Tropen, wo es zu jeder Jahreszeit einen wunderbaren Schmuck der Nachte bildet. Neuere Beobachtungen haben die Ansicht bestätigt, daß das Zodiakallicht nicht atmosphärischen Ursprungs ist, sondern von einer Wolke äußerst fern verteilten kosmischen Staubes herrührt, der die Sonne in der Ebene der Ekliptik umgibt und das Sonnenlicht reflektiert. . Am Abendhimmel sind im Februar von den Planeten mit freiem Auge nur Jupiter und Sa- turn zu sehen. Jupiter steht nach Sonnenuntergang bereits tief im Westen und verschwindet Mitte Februar in der Dämmerung. Saturn im Sternbild der Fische bleibt bis 21 Uhr über dem Horizont. Am Morgenhimmel strahlt Venus als weitaus hellster Stern. Eine reizvolle Konstellation bietet sich dem Sternfreund am 15. Februar, etwa 1 ^Stunden vor Sonnenaufgang, wenn die schmale Mondsichel unmittelbar neben dem Morgenstern steht. Der rötliche Mars erscheint bereits gegen 3 Uhr im Sudosten und bewegt sich langsam im Skorpion über dem ebenfalls rötlichen Antares. . Bon ungewöhnlicher Schönheit ist im letzten Wintermonat der abendliche Fixsternhimmel. Die glanzvollen Wintersternbilder befinden sich bald nach Eintritt der Dunkelheit in günstigster Stellung. Gegen 20 Uhr finden wir den Orion hoch im Süden, rechts darüber den Stier mit den beiden Sternhaufen der Hyaden rings um Aldebaran und der Plejaden. In der Verlängerung der drei Gürtelsterne des Orion nach links unten funkelt Sirius mit bläulich weißem Licht. Unter dem Orion bemerken wir die nur aus schwächeren Sternen bestehenden Bilder Hase und Taube, wahrend Enda- nus, Walfisch und-, Fische den Südwcsthimmel erfüllen Als mattschimmerndes, aber in sich reich gegliedertes Lichtband zieht die Milchstraße von Südosten zwischen Sirius und Prokyon hindurch über die Zwillinge Kastor und Pollux zum Fuhrmann, wo nahe dem Zenit die Helle K a p e l l a strahlt, und senkt sich dann über Perseus und die XV-förmige Kassiopeia zum Kepheus im Nordwesten. Besonders die Himmelsgegend zwischen Fuhrmann und Kassiopeia ist durch großen Sternreichtum ausgezeichnet, und es gewährt einen großen Reiz, diese Gebiete mit dem Feldglas zu durchmustern. Mit dem «Fernglas finden wir auch leicht den Doppel- Ist e r n h a ufen im Perseus, hart an der Grenze gegen die Kassiopeia, der auch schon mit freiem Auge erkennbar ist. Die beiden Sternhaufen enthalten zahlreiche Blinksterne, deren Helligkeit periodisch zu- und wieder abnimmt. Da die Blinkperiode in enger Beziehung zur Leuchtkraft steht, ließ sich die Entfernung dieser Sterne, die sämtlich Lichtriesen im Vergleich zu unserer Sonne sind, leicht ermitteln/ Danach sind die beiden Sternhaufen rund 3000 Lichtjahre entfernt, entsprechend 30 000 Billionen Kilometer. Im Perseus suchen wir uns den optisch veränderlichen Stern Algol auf, dessen Licht alle 69 Stunden durch den umlaufenden Begleiter stark abgeblendet wird. Solche Lichtminima lassen sich beispielsweise beobachten am 11. Februar, 22 Uhr, und am 14. Februar, 19 Uhr Die Helligkeit Algols sinkt dabei auf ein Drittel der normalen. Westlich schließt sich an den Perseus die Sternreihe der Andromeda mit dem berühmten Spiralnebel sowie Dreieck und Widder an. Oestlich der Milchstraße sind die Sternbilder Krebs und Gr. Löwe heraufgekommen. In dem unscheinbaren Sternbild des Krebses erkennen wir mit bloßem Auge einen milchigen Lichtfleck, die „Krippe". Ein gutes Fernglas zeigt uns etwa 50 Sterne, die dort in rund 600 Lichtjahren Abstand zu einem lockeren Sternhaufen vereinigt find und in gemeinsamer Fahrt durch das Weltach ziehen. Regulus, der Hauptstern des Löwen, steht ziemlich genau in der Ekliptik; er gehört zu den heißen Heliumsternsn mit Strahlungstemperaturen von mehr als 13 000 Grad (Sonne 5900 Grad). Regulus besitzt bei einer Entfernung von 59 Lichtjahren die 84fache Leuchtkraft der Sonne; sein Durchmesser ist fast doppelt so groß wie der unserer Sterne. Als Vorbote des kommenden Frühlings erscheint gegen 22 Uhr der gelbe Riesenstern Arkturus über dem östlichen Horizont. Am Nordhimmel sehen wir rechts vom Polarstern, an dem der Kleine Bär hängt, den Himmelswagen .im Gr. Bären aufwärts wandern; seine Deichsel ist nach unten gerichtet. Zwischen Kleinem und Großem Bären können wir die stark gewundene Sternlinie des Drachen verfolgen. Sein durch ein Sternviereck angedeuteter Kopf weist nach unten auf die dicht am Nordhorizont flimmernde Wega. Die Sonne beginnt im Februar kräftiger zu steigen; ihre Mittagshöhe wächst um reichlich 8 Grad oder 16 scheinbare Sonnendurchmesser, die Tageslänge in Mitteldeutschland um l3/< Stunden. Der Mond zeigt folgende Lichtgestalten: Vollmond am 4., letztes Viertel am 11., Neumond am 19., erstes Viertel am 27. Februar. Zwei Mädchen bei einem Autounglück getötet. LPD. Frankfurt a. SDi., 7. Febr. Ein schwe- res Autounglück ereignete sich in der vergangenen Nacht auf einer Zubringerstraße zur Reichsautobahn. Ein mit vier Personen besetztes Auto kam auf der mit Glatteis überzogenen Straße ins Schleudern und raste mit hoher Geschwindigkeit in den Biegwald hinein, wo es an den Bäumen zerschellte. Zwei junge Mädchen, das eine in Frankfurt, das andere in Bad Homburg wohnend, wurden auf der Stelle getötet. Ein weiteres junges Mädchen erlitt Knieverletzungen, während der Fahrer des Autos, ein Händler aus Frankfurt, schwere Rippenbrüche davontrug. Der Autofahrer wollte die jungen Mädchen nach Bad Homburg fahren. Bon einem umstüczenden Baumstamm erschlagen. LPD. Marburg, 7. Febr. Beim Holzfällen im Walde bei Leidenhofen (Ebsdorfer Grund) blieb ein abgefägter Baum in den Aeften anderer Bäume hängen. Als man den Baum völlig umlegen wollte, brach plötzlich ein Ast ab, der den Baurn bis dahin hauptsächlich gehalten hatte. Der Baum stürzte im gleichen Augenblick um und traf den 46jährigen Bauer Konrad Grau aus Leidenhofen so wuchtig auf den Kopf, daß Grau sofort getötet wurde. ------------——— ----------—> Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach- mittag geschlossen Und jetzt zum Schluß des Winter-Schluß-Verkaufs ILBs ■ Gebrauch! 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Den Geschäftswert bestimmt der Richter nach freiem Ermessen, mindestens auf Vio des For- wohl Gläubiger, wie Schuldner können inner- 6 Wochen nach der Kündigung des Gläubigers bei dem für das belastete Grundstück zuständigen Amtsgericht richterliche Vertragshilfe beantragen. Bei unverschuldeter Fristoersäumnis kann der Antrag innerhalb von 2 Wochen nach Beseitigung des Hindernisses unter Begründung der Verspätung nachgeholt werden, sofern sich nicht für den Antragsgegner oder einen Dritten unzumutbare Nachteile dadurch ergeben: bei einem Verschulden des Vertreters darf der Richter Nachsicht nicht gewähren. Der Antrag auf richterliche Dertragshilfe ist zu begründen. Der Schuldner bzw. Grundstückseigentümer insbesondere hat möglichst seine Einkommensverhältnisse, sowie die Ertragsfähigkeit des Grundstücks nachzuweisen und über die Ver- handsungen mit dem Antragsgegner Mitteilung zu machen. Kann der Richter, was in erster Linie geschehen soll, eine endgültige Einigung über die Zahlung nicht erreichen, so regelt.er die Fälligkeit des Kapitals nach folgenden Gesichtspunkten: Die Fälligkeit des Kapitals soll mir dann geändert werden, wenn der Schuldner über die zur Zahlung erforderlichen Mittel nicht verfügt und sie sieh auch nicht zu ihm bittigerweise zuzumutenden Bedingungen verschaffen l'n'nn. Selbst wenn dies zutrifft, soll es bei der Fälligkeit bleiben, wenn die Aenderunq bei richterlicher Abwägung der beiderseitigen Belange für den Gläubiger eine unbillige Härte bedeuten würde. Letzteres wird ohne weiteres angenommen wenn der vom Gläubiger zurückverlangte Betrag im Verhältnis zum Grundstückswert gering ist. Eine Zahlungsfrist darf der Richter erforderlichenfalls bis höchstens zu einem Jahr bewilligen: nach ihrem Ablauf wird der gestundete Betrag ohne weiteres fällig. Der Richter soll, soweit der Schuldner das Kapital nicht alsbald zahlen kann, auf allmähliche Abtragung seitens ius Schuldners entsprechend seiner Leistungsfähigkeit hinwirken. Hinsichtlich der Leistungsfähigkeit ist von dem Ertrag des Grundstücks oder des Betriebs, dem es dient, unter Berücksichtigung des notwendigen Erhaltungsaufwandes auszugehen; das sonstige Einkommen und das Vermögen des Schuldners sind angemessen zu berücksichtigen. Mit Zustimmung des Gläubigers können Teilzahlungen festgesetzt, Hypotheken "in Abzahlungshypotheken ober unkündbare Tilgungshypotheken umgewandelt werden. Soweit sich die Fälligkeit des Kapitals oder Teilbetrages nach diesen Richtlinien nicht regeln läßt, kann "der Richter die vom Gläubiger ausgesprochene Kündigung für unwirksam erklären und die ordentliche Kündigung für ihn auf 2 Jahre ausschließen, anderseits darauf hinwirken, daß eine unzureichende dingliche Sicherung der Forderung angemessen ergänzt wird. Eine unverzinsliche Forderung, die der Schuldner nicht alsbald zahlen kann, kann auf Antrag des Gläubigers von dem für das Grundstück zuständigen Richter für mit 5 v. H., bei landwirtschaftlichen (fortstwirtschaftlichen, gärtnerischen) Grundstücken mit 4 v. H. jährlich verzinslich erklärt werden. Vereinbarungen und Satzungsbestimmungen über eine vorzeitliche Fälligkeit des Kapitals aus besonderem Anlaß, sowie die Gläubiger- rechte des BGB. (§§ 11 33/35) bleiben unberührt. Der Gläubiger darf sich auf die Vereinbarung bzw. Satzungsbestimmung jedoch nicht berufen, wenn der Schuldner die Leistung nachträglich oornimmt und Viichsühniligspflichl und Kreditbedarf im Einzelhandel. Von Konrad Wilhelm Oielsch, Berlin. eine unbillige Härte darstellt. Heber das Rückforde- wirken indem sie sich zur Sache äußert und Anträge runqsrecht des Gläubigers in den erwähnten Härte- stellt. Gegen einstweilige Anordnungen ist die Werfällen entscheidet auf Antrag der zuständige Richter, tere Beschwerde ausgeschlossen Auch wenn der Schuldner mit ihm vom Rich-! Die Ko st en des Verfahrens tragt der Anter auferlegten Leistungen in Verzug tragsteller, sofern der Richter nicht aus Billigkelts- kommt, richten sich die Derzugsfolgen, sofern sie der gründen eine andere Bestimmung trifft. Eine l^r- Richter nicht besonders geregelt hat, nach den wie- stattung außergerichtlicher Konten kann angeordnet dergegebenen Grundsätzen. Das gleiche gilt bei einer werden. Bei Zurücknahme von Anträgen wird keine erfolgten Einigung zwischen den Beteiligten über Gebühr erhoben. Bei richterlichen Entscheidungen Ausbildung und Aussichten des Landarbeiters. Wenn heute das deutsche Larckwolk, .gestützt durch das eindeutige Willensbekenntnis der politischen Führung, auch an die Stadtjugend mit der Aufforderung herantritt, die Lebensaufgabe in einem Berufe der Landwirtschaft zu erkennen, dann verlangen die Eltern oder sonstigen Erziehungsberechtigten mit Recht Klarheit über die Art der Aus- - bilung und über die Berufsaussichten Die Schaffung klarer, übersichtlicher Lehr- und Lernoerhält- niffe in der Landwirtschaft war allein schon deshalb notwendig, um der Mißachtung ihrer Berufe entgegenzutreten: die Geringschätzung konnte nur deswegen Boden gewinnen, weil der Landarbeiter als „ungelernter"' Arbeiter betrachtet wurde. Tatsächlich ist aber Landarbeit hochwertige Facharbeit. Dem - mußten die Ausbildungsbestimmungen entsprechen. Als notwendige Folge ergab sich dabei der Schutz der Berufsbezeichnung „Landarbeiter". Als Mittelpunkt der landwirtschaftlichen Erzeugung betrachten wir den Bauernhof, die wichtigste Wirkungsstätte des Landarbeiters. Wer sich einer der landwirtschaftlichen Ausgaben widmen will, muß immer erst die Laandarbeitslehre als Grundlage erfolgreich durchlaufen. Jedem Lehroerhältnis ist w'e in anderen „gelernten" Berufen auch ein LehrvertraF zugrunde zu legen, der auf einem Vordruck des Reichsnährstandes abgeschlossen wird. Die Bedeutung, die diesem Vertrag zuzumessen ist, geht am eindringlichsten wohl aus der Bestimmung hervor, daß er durch die Genehmigung den Kreisbauernschaft erst in Kraft tritt. Im Auftrage des Reichsbauernführers wacht diese Stelle über die gute Unterbringung und die angemessene Verpflegung des Lehrlings, der von Anfang an Tariflohn' erhält und Anspruch auf angemessenen Urlaub hat. Ein Lehr- oder Kostgeld darf in den vom Reichsnährstand überwachten Beruien nicht erhoben werden. Der Lehrherr, dessen Eignung die Genehmigung der Kreisbauernschaft bestätigt, unterweist den Lehrling während der zweijährigen Grundlehre in der gesamten praktischen Landarbeit. Der Besuch der Berufsschule ergänzt die Ausbildung. Nach Ablauf der Lehrzeit nimmt die Kreisbauern- fchaft die Landarbeitsprüfung vor, der junge Landarbeitsgehilfe kann nach der damit beendigten Grundlehre in die Sonderberufslehre eintreten. Der Ausgangspunkt zu den vielen Aufstiegsmöglichkeiten ist geschaffen. Die „Grundregeln des Reichsnährstandes" für die Ausbildung verpflichten den Lehrherren, den Ortsbauernführer und die Kreisbauernschaft dazu, den Lehrling sozusagen ständig auf Herz und Nieren zu prüfen. Wer sich während der Grundlehre durch besondere Tüchtigkeit hervortut — und das erwartet man doch von einem fixen Jungen aus der Stadt! —, wird vom Reichsnährstand durch Freistellen an Landwirtschafts- und anderen Fachschulen, durch kostenlose Teilnahme an Lehrgängen ober durch Zuweisung besonders ausgewählter praktischer Ausbildungsstellen gefördert. Das gilt natürlich auch für den Landarbeitsgehilfen, der sich — am besten in einem anderen als dem Lehrbetrieb — bewährt und nach Ablauf von zwei Gehilfenjahren mit dem durch die Kreisbauernschaft verliehenen „Landarbeiterbrief" zeigt, daß er ein vollwertiger „gelernter" landwirtschaftlicher Fachmann ist. Für ein umfangreiches, durchaus nicht etwa einseitiges Arbeitsgebiet' muß er nun einzusetzen sein. Er wird nun aus dem Felde, dem Hofe und im Stalle wie der Bauer oder Landwirt jede Arbeit ausführen können und mit Saat und Ernte aller Feldfrüchte vertraut sein; er weiß Wiesen und Weiden zu pflegen und je nach der Gegend auch Sonderkulturen von Obst, Gemüse, Industriepflanzen usw. zu .betreiben; er muß mit der Viehhaltung und auch 'mit der Viehzucht Bescheid wissen. Hinzu kommt heutzutage in steigendem Maße die Aufgabe, die technischen Hilfsmittel, vor allem die Vielfalt der Landmaschinen, zu warten und erfolgreich einzusetzen. In welchem anderen Berufe ist das Tätigkeitsgebiet wohl so weit gesteckt wie das der Landarbeit? Hinter der Lebensaufgabe soll aber auch der Lebenserfolg stehen. Gehilfe und Meister kann man. । auch in anderen Berufen werden; *ber Landarbeiter 1 hat es jedoch in seiner Hand, auf dem Boden seiner : Landarbeiterstelle für sich selbst zu schaffen und seine ; Kinder in dem für ihn und seine Familie errichteten Hause heranzuziehen. Und weiter: Durch die Neu- - bilbung deutschen Bauerntums wird ihm tatkräftige = Hilfe geleistet, um selbst eine Neubauernstelle zu i übernehmen und auszugestalten. Als ein freier : Mann auf freiem Grunde zu schaffen ist die Krö- - nung dieser Laufbahn, denn der Landarbeiter ist t und bleibt bevorzugter Anwärter auf Neubauern- i stellen! teren Altpapiers aus Haushaltungen und Betrieben stockt. Es ergeht daher an alle Haushaltungen, Betriebe und sonstige Anfallstellen von Altpapier die eindringliche Aufforderung, dieses Material in Zukunft nur in völlig sauberem Zu st and an den Sammler abzuliefern, da weiterhin nur für die Abholung des nicht verunreinigten Altpapiers Gewähr besteht. Fettiges, verschmutztes und feuchtes Einwickelpapier gehört in den Müll, wo es zum Teil ebenfalls noch eine Verwertung findet. Auch ist nichts dagegen einzuwenden, wenn derartiges Papier anstelle der bisher verwendeten Feuerungsmittel zum Anfeuern benützt wird. Gutes und faubFves Altpapierr darf jedoch selbstverständlich nach' wie vor als vollwertiger Rohstoff nicht verbrannt werden. Obstreste, Sardinendosen, Zigarettenschachteln aus Blech und ähnliche Dinge gehören auf keinen Fall in den Papierkorb oder in die Papierkiste. Die in manchen Häusern bereits errichteten Hausvorsammelstellen für Altpapier sind keine Mülltonne. Sie müssen unter allen Umständen von Verunreinigungen freigehalten werden. Nur sauberes Altpapier ist für die Papierindustrie ein wertvoller Rohstoff, der Holz ersetzt. Nur sauberes Altpapier dient dem Vierjahresplan. Die bisherigen allseitigen Erfolge der Altmaterialsammlung haben bewiesen, daß das deutsche Volk in allen Schichten diszipliniert an der Erfüllung der Aufgaben des Vierjahresplanes mitgearbeitet hat. Es "muß daher auch bei der Papiersammlung erwartet werden, daß sowohl die deutschen Hausfrauen als auch die Büros, Betriebe und alle sonstigen Anfallstellen diese Mitteilung genau befolgen und künftighin jede Verunreinigung des gesammelten und als Rohstoff äußerst wichtigen Altpapiers mit allen Mitteln vermeiden. Richter. Die bisherigen Kündigungsde- fchränkungen und Stundungen bleiben b e ft e h e n , so die gesetzliche Verlängerung der vertraglichen Kiindigungsausschluhfrist bis zum 31.12. 39, die gesetzliche Stundung bis zum 30. h. 39 bzw. bei landwirtschaftlichen Hypotheken bis zum 31.3.40. Dagegen tritt die Verordnung zur Regelung der Aufwertungsfälligkeiten am 31. 12. 3.8 außer Kraft: die bisherigen Vorschriften über die Gewährung richterlicher Vertragshilfe usw. bleiben nur anwendbar, sofern der Gläubiger auf Grund dieser Bestimmungen gekündigt hat (DO. v. 21. 8. 36 Art. 2). Der Gläubiger kann die Zahlung des Kapitals bei Forderungen, die unter die Neuregelung fallen, nur verlangen, wenn er nach dem 24. 12. 38 gekündigt hat. Vertragliche Kündigungsausschlußfristen bleiben unberührt. Für die Art und Weise der Kündigung sind die vereinbarten Bestimmungen maßgebend: die Kündigungsfrist beträgt jedoch mindestens 3 Monate. Mangels Vereinbarung kann der Gläubiger mit einer Frist von 3 Monaten schriftlich zum Schluß eines Kalendervierteljahres kündigen. Für Tilgungsbeträge (Zuschläge zu den Zinsen) ist die Kündigung nicht erforderlich, ebenso für Abzahlungsbeträge, soweit sie 5 v.H. jährlich übersteigen oder nach den bisherigen gesetzlichen Vorschriften gestundet sind. Bei Aufwertungsforderungen kann der Schuldner das Kapital nebst fälligen Zinsen unter Einhaltung einer dreimonatigen Kündigungsfrist bei schriftlicher Kündigung spätestens am dritten Werktage des Kalendervierteljahres zu dessen Schluß — auch vor Eintritt der. vereinbarten Fälligkeit — zurückzahlen. Im Falle der Kündigung seitens des Gläubigers hat der Schuldner das Kapital, unter Einsetzung seiner eigenen Mittel nach besten Kräften, zur rechtzeitigen Zahlung bereitzustellen. Nötigenfalls muß er sich die erforderlichen Mittel durch Umschuldung besck>affen, sofern dies unter zumutbaren Bedingungen möglich ist. Ist der Schuldner zur alsbaldigen Zahlung des ganzen Kapitals außerstande, so hat er dem Gläubiger einen Vorschlag zur anderweitigen Regelung der Zahlung zu unterbreiten. Richterliche Vertragshilfe wird gewährt, wenn der Gläubiger sich mit dem Schuldner über dessen Vorschlag oder einem anderen nicht einigen kann. Sogen. Junge Kaufleute brauchen Kredit zur Ueber- nahme von bestehenden Geschäften. Welche Bedeutung es für den Einzelhandelskaufmann und auch für feine Lieferanten hat, wenn er bar bezahlen kann, ist bekannt. Es kommt hinzu, daß jede Skontoersparnis für den Geschäftsinhaber von großer Bedeutung ist. Die Buchführungspflicht schafft auf dem Gebiet des Rechnungswesens klare Verhältnisse. Der Kassenberichtszettel, der von dem Kaufmann für jeden Geschäftstag ausgefüllt werden soll, enthält Raum für die Eintragung der Zahlungen für Wareneinkäufe, für Geschäftsausgaben, für Privatentnah- men, für Sonstiges usw. Er soll täglich neben der Kasse liegen, damit jeder Betrag, der aus der Kasse herausgeht, gleich auf dem Kassenberichtszettel festgehalten werden kann. Jede, auch die kleinste Ausgabe ist wichtig. In seinem eigenen Interesse soll der Einzelhandelskaufmann dazu erzogen werden, alle Ausgaben einwandfrei festzuhalten. Damit schafft der Kassenberichtszettel die Möglichkeit einer einwandfreien Ermittlung des täglichen Erlöses aus Warenverkauf und des Kassenbestandes. Das Geschäftstagebuch für den Einzelhandel enthält folgende Konten: Kaffe, Postscheck und Bank, Betriebsunkosten, Privat, Waren, Verschiedene. Für Einzelhandelsgeschäste, die eine weitergehende Kon- tenaufteilung wünschen, ist das Geschäftstagebuch in vergrößerter Form zu haben. Es ist Wert darauf gelegt, daß für alle Konten Lastschrift- und Gutschriftspalten vorhanden sind. Das Geschäftstagebuch entspricht damit in seinem Aufbau der doppelten Buchführung. Außerordentlich wichtig ist die genaue Führung des Wareneingangsbuches. An Hand.der Eintragungen im Wareneingangsbuch kann der Einzelhandelskaufmann sich feinen wirklichen Wareneinstandspreis einwandfrei errechnen. Der neue Kontenrahmen für den Einzelhandel, der ebenfalls am 1. Januar 1939 in Kraft trat, baut auf dem für die gesamte gewerbliche Wirtschaft für verbindlich erklärten Kontenrahmen auf. Mit der Einführung dieses Kontenrahmens ist also auch die Buchführung der Mittel- und Großbetriebe einheitlich ausgerichtet. Irgendwelche Vorschriften für ein bestimmtes Buchführungssystem sind selbstverständlich nicht gemacht. / Es kann also gesagt werden, daß durch die Einführung der Buchführungspflicht eine der wichtigsten Forderungen — Ordnung im Rechnungswesen des Kaufmanns — erfüllt sind, Es wird nunmehr möglich fein, klare Feststellungen über feinen Kreditbedarf zu machen und ihm auch zu dem nötigen die vorzeitige Fälligkeit herbeigeführt hat (z. B. Entfernung von Grundstückszubehör), beseitigt sind, unter der gleichen weiteren Voraussetzung. Ist über die vorzeitige Fälligkeit des Kapitals nichts vereinbart, so kann der Gläubiger ohne Fristeinhaltung vorzeitig kündigen, wenn der Schuldner mit Abschlags- bzw. Tilgungsraten oder Zinsbeträgen, die den halben Jahresbetrag dieser Leistungen übersteigen, länger als einen Monat in Verzug gerät. Auch hier entfällt das Rückforderungsrecht des Gläubigers, wenn der Schuldner nachträglich leistet und die Aufrechterhaltung der Fälligkeit NSG. Die im Rahmen des Vierjahresplanes durchgeführten Maßnahmen zur Erfassung von Altpapier haben auf Grund der verständnisvollen Mitarbeit der gesamten 'Bevölkerung eine erhebliche Steigerung des Altpapieraufkommens bewirkt. Wie der Reichskommissar für Altmaterialoerwertung mitteilt, ist der Anfall von Altpapier im Zeitraum von kaum zehn Monaten von rund 700 000 Tonnen auf über eine Million Tonnen erhöht worden. Bei richtiger Beschaffenheit des gesammelten Altpapiers können durch diese Steigerung allein schon eine Million Kubikmeter Papierholz eingespart werden. Voraussetzung hierfür ist jedoch, daß das Altpapier in völlig sauberer Beschaffenheit anfällt. Dies ist um so wichtiger, als gerade die erwähnte Steigerung in erster Linie durch eine erhöhte Sammlung von gemischten Papierabfällen, d. h. von sogenanntem Knüllpapier aus Hauschaltungen, Büros usw. erreicht worden ist. In den letzten Monaten mußte nun festgestellt werden, daß gerade dieses Altpapier oft außerordentlich verschmutzt und mit Beimengen aller Art durchmischt an die Sammler abgegeben wurde. Derart verunreinigtes Altpapier, das zudem durch Beimengung harter Gegenstände, wie Konservendosen, Zigarettenschachteln usw., die hochwertigen Papiermaschinen gefährdet, stellt selbstverständlich keinen Rohstoff für die Papierindustrie dar. Anderseits sind der nachträglichen Aussortierung dieses Materials durch Handel und Industrie infolge der Lohn- und Preisverhältnisse und des überall vorhandenen Mangels an Arbeitskräften enge Grenzen gesteckt. In verschiedenen Gebieten des Reiches ist es infolge der geschilderten Lage zu ernstlichen Absatzschwierigkeiten für gemischte Papierabfälle gekommen. Dies bringt die gesamte weitere Erfassung des Altpapiers in Gefahr, da bei mangelndem Absatz des verunreinigten Materials naturgemäß, die Abholung wei- Am 1. Januar 1939 ist für den gesamten Einzelhandel im Altreich die Buchführungspflicht in Kraft getreten. Alle Einzelhandelskaufleute, ohne Rücksicht auf Art und Umfang ihres Betriebes, sind verpflichtet, unbeschadet der sonstigen gesetzlichen Bestimmungen von diesem Zeitpunkt an eine ordnungsmäßige Buchführung zu haben. Für Kleinbetriebe des Einzelhandels, d. h. in der Regel Betriebe bis zu 75 000 bzw. 100 000 Mark Jahresumsatz, gelten die Mindestanforderungen; Mittel- und Großbetriebe sind zur Anwendung des Kontenrahmens für den Einzelhandel verpflichtet. Die Buchführungspflicht im Einzelhandel ist feit langem sorgfältig vorbereitet. Allein im Winterhalbjahr 1937/38 sind über 80 000 Einzelhandelskaufleute in den Buchführungs-Arbeitsgemeinschaften mit den Mindestanforderungen der Buchftih- rungspsticht vertraut gemacht worden. Diese Mindestanforderungen besagen, daß 1. ein Geschäftstagebuch zu führen ist; 2. ein Wareneingangsbuch zu führen ist; 3. Kassenberichte über den täglichen Kasfenverkehr anzufertigen sind (Kassenberichtsblocks); 4. Forderungen und Schulden laufend auf= zuzeichnen sind; 5. jährlich Inventur zu machen und ein Abschluß zu erstellen ist. Geordnete Buchführung im Einzelhandel ist aus vielerlei Gründen notwendig. Maßnahmen der Marktordnung und Preisregelung haben auf vielen Gebieten die Handelsspannen zum Teil einschneidend geändert. Höhere Anforderungen werden an den Betrieb gestellt" Eine gewissenhafte Prüfung, wie weit die neugeschaffenen Verhältnisse die Grundlagen des Einzelhandelssbetriebes geändert haben Erleichterungen für die Rückzahlung von Hypotheken. Von Or. jur. et rer. pol. K Wuth, Berlin. Um die Rückzahlung alter Hypotheken zu erleichtern, ist die Verordnung zur Regelung der Fälligkeit alter Hypotheken vom 22.12.38 ergangen. Sie bezieht sich grundsätzlich auf Forderungen, die am 3 0. 1. 1933 durch Hypothek an einem im Reichsgebiet gelegenen Grundstuck gesichert waren. Eine besondere Regelung gilt für das Saarland das Land Oesterreich und die sudetendeutschen Gebiete; an Stelle des 30.1.1933 tritt im Saarland der 1.3.35, im Lande Oesterreich der 13.1.38 und in den sudetendeutschen Gebieten der 1.10.38. Unter die Verordnung fallen auch nach dem 30.1.33 entstandene oder gesicherte Forderungen, zu deren Begründung bzw. dinglicher Sicherstellung sich der Schuldner — hierunter sind stets der persönliche Schuldner, wie der Grundstückseigentümer zu verstehen — bereits vor dem Stichtag verpflichtet hat. Die Erleichterungen gelten auch entsprechend für durch Grundschuld gesicherte Forderungen und die zugehörigen Grundschulden. Soweit die Beteiligten nach dem 30.1.33 eine Vereinbarung über die Zahlung des Kapitals getroffen haben oder noch herbeiführen, gilt die Verordnung nicht. Doch fallen vorläufige Vereinbarungen über ein weiteres Stillhalten des Gläubigers', durch die die Zahlung des Kapitals nicht endgültig unter Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit des Schuldners geregelt ist, nicht hierunter. Die Regelung gilt allgemein nicht für Forderungen auf Grund eines Rechtsgeschäfts, bei dem eme langfristige Bodenbeleihung nicht beabsichtigt war, für Forderungen, für die das Gericht die Fälligkeit durch eine Entscheidung über die Freistellung des Gläubigers von der Stillhaltepflicht endgültig geregelt hat, für Forderungen von Bausparkassen aus Baudarlehen, für Forderungen aus zwecks Ablösung der Gebäudeentschuldungssteuer (Hauszinssteuer) aufgenommene Darlehen, für Forderungen, deren Fälligkeit im Rahmen der landwirtschaftlichen Schuldenregelung und Osthilfe geregelt ist oder wird, sowie für vor dem 24.12. 38 vorzeitig fällig gewordene Forderungen. Bei Zweifeln, ob eine Forderung unter die Verordnung fällt, entscheidet auf Antrag der für das Grundstück zuständige u„'4i™ tw $"?y.TS " K'S. Äi. und ob der Betrieb unter den neuen wirtschaftlichen Voraussetzungen in der Lage ist, die Anforderungen zu erfüllen, muß durch den Kaufmann vorgenommen werden. Dazu ist er ohne geordnete Buchführung nicht in der Lage. Auch für die Aufnahme von Krediten ist eine geordnete Buchführung notwendig. Gerade der Einzelhandelsbetrieb, der wenig „reale Sicherheiten" ousweisen kann, muß durch ordnungsmäßige Buchführung seine Kreditwürdigkeit beweisen können. In der Vergangenheit ist einer der Haupteinwände öer Kreditinstitute der gewesen, daß das unzureichende Rechnungswesen des Einzelhandels keinen Einblick in die Betriebe und ihre Rentabilität gestatte, und daß es deshalb unmöglich fei, ein Urteil über die Kreditwürdigkeit des Einzelhandelskaufmanns abzugeben. Geordnete Buchführung entzieht diesem Einwand den Boden. Der Einzelhandel braucht Kredit zur Ablösung alter Lieferantenschulden, zum Neueinkauf und zur Barbezablung der Waren, QU llluu/cn । !owie zur Verbesserung seiner Belriebseinrichtun-1 Kredit zu verhelfen. Mim nimmt H en 3 bei Be- Bauwerke, die nach vor- fen wurden und die oie- Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) .Stein ist bei ihr. Im übrigen habe ich Munk K umberge schickt, er ist zuverlässig, kann sie heim- r ngen ... die Bewachung bleibt natürlich .. Der kampf der dein und Ncichsberufswett- 1939, der Leichen den. Dtb iorb= vom Ein- teils, nt. ■nt. mb be- :hl= $er= lich, nen bet rde- in- bie bas !ün= itit- 'öfle vei- ICirifa Helgers war ein Mädchen von vielleicht 25 28 Jahren, sie trug'einen dicken braunen Flausch- Hi tel, der einen leuchtend gelben Pullover im HiGchnitt sehen- lies;, eine Baskenmütze, flache du. ne Wildlederhandtasche, hatte ein klargeschnit- >ern ist sie hinausgegangen? Heimlich? Ist das denn nicht ausgefallen?" „Sie ist mit Ihnen herausgegangen?" ,,Ia. Ich selbst habe das allerdings nicht gesehen. Aber die Kinder erzählten es mir. Sie wissen vielleicht, welch großen Eindruck auf Kinder ein auf- rnlhges Aeußere macht. Unter meinen Zöglingen befanden sich auch einige Mädcheii oon etwa dreizehn, vierzehn Jahren, die nach den Proben die Kleinsten Heimbringen. Sie fragten mich, ob ich auch die aufgeregte Frau gesehen hätte, in deut Hellen Mantel mit dem Pelz dran? Sie habe sich unter die große Kindergruppe gemischt und sei mit ihr hinausgegangen ..." Schaub sprang auf. „Mit den Kindt Wendung des Ziegelsteines, vor allem aber der Systematik für Lage und Verbund i>er Steine untereinander erkennen ließen. Die Meister unö Po- liere, die sich als Prü- ^iuffaglrctren Hautpflege -.25, -.45. -.90. Um einen ersten lieber» blick zu gewinnen, hatte die Deutsche Arbeitsfront (hier der Kreisbeauftragte für den Neichsberufswett- knmpf Baur) angeregt, eine Rundfahrt durch verschiedene Betriebe zu unternehmen, in denen gerade Lehrlinge und Gehilfen in größerer Anzahl gemeinsam an ihren Aufgaben für den NBWK. arbeiten. An dieser Rundfahrt, die am gestrigen Dienstag stattfand, nahmen Kreisleiter Backhaus, der Kreisobmann der Deutschen Arbeitsfront Katzen- meier, der Kreisbeauftragte für den NBWK. -öanr, der Bannführer des Bannes 116 der HI. Rohrbach, ferner der Berufsberater beim Arbeitsamt Gießen B o ch, und die Vertreter der Gießener Presse teil. Kreisleiter, Kreisobmann (DAF.) und Bannführer beobachten einen Setzerlehrlmg bei feiner Arbeit.im Gießener Anzeiger. (Aufnahmen |2]: Neuner, Gießener Anzeiger.) „Nein. Es kommt doch häufig vor, daß Verwandte oder Eltern mal die Kinder begleiten — in dem Trubel von über zwanzig Kindern achtet man ja auch auf so etwas nicht ..." „Machte die Frau einen sehr verstörten Eindruck? Erzählen Sie mir doch davon noch etwas!" „Ich hatte allerdings den Eindruck, daß sie äußerst erregt sei. Als ich die Treppe herunterkam, öffnete sie gerade die Glastür, die den dritten Stock und das Treppenhaus trennt, vielmehr, sie stieß sie förmlich auf und stand dann eine Sekunde schweratmend an der Wand. Obwohl ich mit den Kindern beschäftigt Schuß im Funkhaus (Ein Roman von Rlaria Ober! in. Copyright by Prometheus-Verlag, Dr. Eichacker, Gröbenzell bei München. fungskommifsion zur Verfügung gestellt hatten, stam dcn immer zwischen den schaffenden jungen Menschen und sahen ihnen wortlos zu, gewannen ihre Ein- drücke, die sich dann in Punktwertungen ;u einem Urteil über die Leistungen des Einzelnen formten. Wiederum ein interejiantes Bild bot der Rcichs- berufswettkampf der M a l e r und Weißbinder, bie sich zur gemeinsamen Arbeit in der Turnhalle des Turnvereins 1 84 6 an der Steinq straße eingefunden hatten. Vor vielen Tafeln standen die jungen Männer in ihren weißen Kitteln und wareit bemüht, mit selbstgemischter Farbe aus eine Helle Fläche einfache und schwierigere Linienfiguren zu zeichnen, klare Striche zu ziehen, gleichinäßig die r-sarbe aufzutragen und einen guten Gesamteindruck ihrer Arbeit zu erreichen. Kreishandwerksmeister t ü h l e r führte die . Besucher in dem großen, von reger Arbeit und von Schaffensfreude-erfüllten Saal umher und gab allen gewünschten Aufschluß über bie Durchführung des Reichsberufs Wettkampfes der Maler und Weißbinder. * 3n der Setzerei des „Gießener A u zeige r s" wurde hierauf Umschau gehalten und da- ,e kleine tenes, ruhiges Gesicht mit zuverlässigen blauen Augen und mattem aschblonden Haar. Wie verschieden diese berufstätigen Mädchen doch dachte Schaub flüchtig, als er die Besucherin begrüßt hatte und höflich zum Sitzen aufforderte. Vorhin dieses Fräulein Hutstein — ein billiges Krno-Nachtbild, hier so ein recht gesunder, solider Schlag. Erika Helgers sprach kurz, klar und bestimmt, mit einer Sicherheit und Anschaulichkeit, wie sie Menschen eigen ist, die ständig vor vielen zu reden haben. „Ich habe erst eben von dem -schrecklichen Unglück gehört, Herr Kriminalrat. Da fiel mir eine Beobachtung ein, die ich heute einige Minuten vor acht Uhr gemacht habe ..." Schaub beugte sich gespannt vor. „Einige Minuten vor acht? Das ist ja sehr interessant! Bitte, erzählen Sie!" „Ja, ich kam einige Minuten vor acht Uhr mit den Kindern die Treppe herunter —" Auf Schaubs etwas erstaunten Blick klärte sie schnell auf. „Ich leite hier im Haus die Kinderstunde der Jüngsten .. /' Ein frauliches Lächeln verschönte die etwas herben Züge und machte sie hinreißend sym- pathilch. „Ah — Sie sind die Kindertante?" lächelte Schaub freundlich. ,,Ia. Ich hatte heute von halb sieben bis halb acht Uhr eine Märchenspielprobe mit den Kleinen. Im,kleinen Sendesaal im dritten Stock. Wie es so häufig mit den Kindern geht--wir verspäteten ein wenig. Es war genau drei Minuten vor acht, als ich mit denen die Treppe herunterkarn. Ich war etwas nervös, denn es war mir ein peinliches Gefühl, daß die Eltern auf die Kinder war- teten und sich Sorge machten. Trotzdem fiel mir auf, was ich im zweiten Stock sah ..." „Was?" Schaub beugte sich noch näher. - (rrifa Helgers sprach klar und bestimmt weiter. „Ich hatte übrigens vorher im zweiten Stock ange= rufen und nach Dr. Derichs gefragt, er arbeitet auch im zweiten Stock. Er kam noch — in Hut und Man- tel — wie er sagte — an den Apparat und gab mir eine Auskunft, die ich von ihm erbat. Dabei erzählte er, als ich nach einem feiner Mitarbeiter ragte, daß im zweiten Stock schon alles fort fei, id) solle besser morgen nochmal anfragen. Ich war deshalb, als ich mit den Kindern die Treppe her- unterging, um so erstaunter, als plötzlich aus der Glastür des zweiten Stockes eine Dame in den ■ tflur trat, die auffallend verstört ausfah ..." Schaub warf schnell ein: „Können Sie sie beschrei- । hen?" 7 ; stungskamps aller schaffenden Deutsd)en, ist jetzt auch in unserer engeren Heimat auf breiter Front im Gange. Insbesondere beteiligt sich die Jugend daran; überall sind es in der Hauptsache die Lehrlinge der verschiedensten Berufe, die ihre Leistung unter Beweis stellen und Beste sein wollen im Kreise der Berufskame- raden. Ein gesunder und ritterlicher Wettbewerb Hub in vielen Werkstätten und Betrieben an, und mit aller Konzentration der Kräfte bemüht sich jeder um eine ansehnliche Punktzahl. Einen starken Eindruck gewann man ferner bei einem Besuch in der O e f f e n t l i ch e n Handels- war, fiel mir ihr außerordentlich verstörtes Gesicht auf, ich glaube, sie zitterte am ganzen Körper." Enka Helgers blickte dem Kriminalrat klar und ruhig ms Gesicht. „Ich weiß imtürfid) nicht, ob meine Aussage Ihnen irgendwie von Nutzen sein kann", meinte fie ;öqcrnö Schaub sah sie fveunblid) an. „Gewiß, natürlich, Fräulein Helgers", meinte er höflich. „Alle Anhaltspunkte sind widjtig —" „3d) vergaß die aufgeregte DaiTie natürlich wieder schnell, id) war ja auch mit den Kindern sehr beschäftigt. Erst als ich heute abend von dem schrecklichen Unglück erfuhr und mir einfiel, daß niemand von den Angestellten des zweiten Stocks mehr im Hause war, dack)te id) wieder daran —" „Es ist sehr freundlich von Ihnen, daß Sie sich herbemühen!" Schaub stand auf und reichte dem Mädchen dankbar-die Hand. „Id) habe mir die Beschreibung der Dame notiert — wir werden dann sehen — nochmals, id) danke Ihnen —" „Bitte, nichts zu danken, Herr Kriminalrat." Sie verneigte sich nod) einmal knapp und gesammelt. Dann ging sie mit schnellen, beherrschten Schritten wieder hinaus. 'Sir j Aus der Stadt Gießen. Freundliche Besucher. Ganz hinten in der Gartenecke steht der alte Haselnußstrauch. Unverdrossen treibt er jedes Jahr feine Schößlinge und bringt oft zahlreiche dicke Haselnüsse. Er ist ansprud)slos und bescheiden, und dock) haben wir ihn gern. Unter seinem Schatten sitzt es sick) gut. Im Sommer steht da immer eine Bank Im dichten Geäst, das selten gelichtet wird, nistet fast jedes Jahr einige kleine Sänger. Der Garten liegt eben öde und verlassen. Aber in der Ecke im Haselnußstrauch regt sich das neue Leben. Er hat seine Kätzchen, die er schon im Vorjahre bildete, ganz groß und locker werden lassen, und wenn sich ein Wind erhebt, dann fliegt der Blütenstaub in Wolken über den ganzen Straud) !lßir sehen nach, und richtig!, auch die kleinen, roten roeiblidjen Blüten sind schon da, um den Blutenstaub zu empfangen. Der Haselnußstrauch hält Hod)zeit, ohne Bienensummen, ohne Schmet- 'terlmgsbefud). Kalt und kahl sind nod) die Zweige, aber die Blätterknospen schwellen schon. Bald werden die breiten, grünen Blätter die jungen Früchtchen schützen. feie Turn- und Sporthalle kennen, in der die Lehrlinge jeden Morgen Leibesübungen treiben. Der nächste Besuch in Lollar galt den Wettbewerbern im Sägewerk Nuhn und hier insbesondere den Zimmerern, die am hellen und freundlichen Arbeitsplatz unter der überdeckten Halle die verschiedenartigsten Holzvcrbände hcr- frclltcn, und dabei durch die Schwere der Aufgabe Gelegenheit hatten, ihr Können zu zeigen. Neben den Lehrlingen beteiligten sick) hier auch einige Gehilfen in den höheren Leistungsklassen. Auf einem kurzen Rundgang lernte map außerdem die vorbildlichen tcd)nifd)en Einrichtungen des triebs kennen. Die Fahrt, die sick) außerordentlick) anregend gestaltete, führte zunächst nach Lollar. Der erste Besuch aalt dort der Lehrlingswerkstätte der B u - o e r u s f d) e n Werke, die in ebenso zweckmäßiger, wie sck)öner Form eingerichtet ist und eine geschlossene Ausbildung'der Lehrlinge gestattet. Gestern allerdings hatten sick) die ungelernten Hilfsarbeiter in der Lehrlingswerkstätte ein- gefunden, um ihre Arbeit für den Reichsberufswetk- kampf zy leisten und am Werkmaterial „Holz" zu zeigen, was ihnen an Können bereits zu eigen ist. Der erste Eindruck, den man dabei gewann, war sehr erfreulich. Die Eingangstore waren mit frischem Tannengrün geschmückt, an den Wänden konnte man Worte lesen, die zur Leistung für die Gemeinschaft aufforderten, und schließlich konnte man feststellen, daß aud) die Arbeitstische der Lehrlinge aus Anlaß des Reichsberufswettkampfe-; mit frischem Grün geschmückt waren. Die Hilfsarbeiter waren eifrig bei der Sacke und ließen sick; auch durch den Befuck) im eifrigen Feilen, Messen, wieder Feilen nnh midhor 'IDoiinn HirW ÜXr.n * den Setzerlehrlickgen über die Schulter in den Setzkasten und Winkelhaken gesehen. Aud) den Druckerlehrlingen wurde bei ihrer Arbeit des Zu- ridjtens (des Druckausgleichs) zngesehen und damit ein Einblick gewonnen in eine Arbeit, die mit viel Verstand und Gefühl angefaßt und bewältigt fein will. Das besondere Interesse der Besuck)er galt hier übrigens auch den so ungemein komplizierten Einzelbuchstaben-Setz- und Gießmaschinen und den Setzmaschinen, auf denen die Zeilen für den Zeitungssatz gesetzt und gegossen werden. An- its- inet eine "9en lung illen iung chtn For- 3n der Turnhalle an der Steinstraße zeigten die Maler und Weißbinder im Reichsberufswettkampf ihr Können. „Haben Sie gehört, Torsten?" Schaub wandte sick) an feinen Assistenten, der langsam eingetreten war und.ein paar Blätter aus der Hand legte. „3a, id) habe alles gehört und mitgeschrieben. Ich - dachte, es wäre besser, id) bliebe draußen, damit das Fraulem nicht gestört wurde — sie sprad) ja so „3a, alles, was sie sagte, trug den Stempel der Aufrick)tigkeit und Wahrheit —" „Dann wäre also die Aussage von Fräulein Kay dod) richtig?" „Vielleicht — vielleicht aud) nicht" Er sah seinen Assistenten an. „Horen Sie, Torsten! Der Portier ist noch im Haus. Er muß dod; die Dame angemeldet haben, es kommt dock) niemand außer den Angestellten ohne weiteres ins Haus! Und. eine Angestellte kann es nicht gewesen sein Fräulein Helgers hätte sie gewiß gekannt — rufen Sie mir den Portier doch mal eben. 3d) will ihn noch fragen. Wir wollen Hann heimgehen, wir tonnen dod) nicht viel machen, ehe id) nicht morgen mit Bortefeld gesprochen habe —" Torsten sah zweifelnd vor fid) hin. "3ch glaube nicht, da^ Sie von Bortefeld über das Attentat viel erfahren werden!" meinte er skeptisch. „Wenn er schon ersucht, die Ermittlungen überhaupt emzustellen, wird er erst recht nicht den Namen der Täterin verraten —" (Fortsetzung folgt.) Schaub sah die ruhig E-zählende nad)denklid) an. „ftennen Sie Fräulein Kay?" fragte er dann sachlich. . - Erika Helgers dachte einen 2lugenblick nach. „Dr. Stein hat mich nculid) mal auf der Treppe Zufällig mit ihr bekannt gemacht. Näher kenne ich sie nid)t ..." 1 „War sie vielleicht die Besucherin?" Erika Helgers schüttelte bestimmt den Kopf. „Nein, aus* ^ausgeschlossen! Die Dame sah ganz anders „Und Sie glauben,-daß diese Dame vielleicht .. ?" fragte er behutsam. "Ich möchte keine Anschuldigung ausspred)en, die ich nicht beweisen kann", sagte das Mädchen ruhig. "Ich hlelt es für meine Pflicht, Ihnen diese Be- obad)tung mitzuteilen. Um so mehr, als die Dame wlt den Kindern und mir das Haus verlassen „Fluchtig wohl. Sie war außergewöhnlid) zier- lid) und klein, sehr elegant gekleidet, das fiel mir noch auf, mit so betont künstlerischem Akzent dabei Wenn id) mich recht erinnere, trug sie einen hellblauen Mantel mit elfenbeinfarbenem Slate- ud)s ich glaube, daß sie blond war, sie hatte ein sehr hübsches Gesicht." .'Er stand auf, zog seinen Mantel an, steckte die Hunde fröstelnd in die Taschen. .„Was ist mit Fräulein Kay?" meinte er dann ii ch malt. „,Sie ist vollkommen schwach!" sagte Torsten, lei- \t>i Mitleid schwang in der sonst so gleichgültigen 5 inime. • 3m Garten weht noch eisiger Wind, und dock; sagt UNS der Haselnußstrauch, daß der Winter schon den Rückzug antritt. Wir wollen aud) ein Stückchen von dem kommenden Frühling haben. Einige Zweige des Haselstrauches stehen mm auf dem Tisch. In der Wärme des Zimmers find die Kätzchen nod) lockerer geworden und lassen nun bei der gerinnst, Berührung ihren Staub auf die dunkle Tischdecke fliegen. Sie ist ringsum schon gelb überstaubt. Und die kleinen weiblichen Blüten entfalten fid) zusehends und leuchten uns rot entgegen. Sie warten auf den Blutenstaub. Sie werden ihn empfan- Sehr anschaulich gestaltete sich auch dann Besuch bei den Maurern, deren 36 sich auf Gelände des Fliegerhorstes eingefunden dort im Freien, mit weitem Ausblick auf das Tal der Wieseck, einen Arbeitsplatz gesunden hatten, wie er diesem Bauhandwerk zu eigen ist. Zedern der jungen Wettbewerber war eine andere Aufgabe gegeben. Steine standen in großer Menge Zur Verfügung, der Mörtel aber fehlte. An Stelle dessen wurde „Griesheimer Speiß" (Sand) verwandt, der zwar nicht den dabei entstandenen Reichsberufswettkampf überall im Gange Taufende junger Menschen im Leistungskampf. ' gen, aber sie werden keine Früchte bringen. Das Zimmer aber wird Heller und freundlicher durck) diesen ersten Besucher, der den Frühling ankündet.— Während id) diese Zeilen schreibe, kommt der ) Zweite Besucher. Er hat fid) wohl etwas verfrüht. In irgendeinem Winkel mag er geschlafen haben. Nun hat ihn die Zimmerwärme geweckt. Ganz munter und vergnügt spaziert er mir über meine Pa- l pierbogen. Es stört ihn nicht, daß seine Beinchen von der nassen Tinte beschmutzt werden. Es ist ein | lieber Bekannter vom vorigen Sommer, ein Ma- I nüenkäferchen. Seine Flügelschutzdecken glänzen im schönsten Rot. I Darauf sind die sieben schwarzen Pünktd)en. Nun ; t)at es den Rand des Papiers erreicht. Ob es wohl weiter marschiert? Nein, es kehrt wieder um und ! bleibt ruhig sitzen. Neugierig schaut es mir zu, wenn tch schreibe. Es muß also wohl ein Weibchen sein; löenn Männchen sind niemals so neugierig, (f) Im I =>ommer wird es sicher zahlreiche Eier legen, mitten | unter die Blattläuse, die unsere Rosen jedes 3ahr I Deimsuchen. Aus den Eiern kriechen dann die Lar- : oen, d^e man aud) Blattlauslöwen nennt. Sie fres- en die Läuse mit Haut und Haar, die Marienkäfer- chen selber aber and So sind sie uns vertraut und lieb. Schade, daß >a5 Tierchen so früh kam. Wir können ihm noch nicht mit Blattläusen dienen. Es muß sick) gedulden. Vorsichtig nehme id) es auf die Spitze meines Blei- |i|Biftes und setze es zum andern Frühlingskünder uf den Zweig vom Haselnußstrauch. Da soll es : an wohnen und den Duft des Blütenstaubes ein-- i itmen. Nun läuft es von Zweig zu Zweig, dann I tzt es wieder still auf einem Kätzchen. Was es wohl ! i enten magy Es sind zwei kleine freunblid)e Besucher, die mir !»eute nachmittag eine große Freiide ins Zimmer I lirachten. Mag es draußen auch nod) frieren, mögen I nod) Schneefttirme und Regengüsse kommen, einmal ivird aud) wieder der Frühling da sein. Frohe Gesunken erfüllen» das menschlid;e Herz, und die er- joen Boten einer kommenden schönen Ziit sind im- | t-er die angenehmsten. Ein Marienkäferchen auf dem ! ' iveig eines blühenden Haselnußstrauchs: das Sinn- l 1 Id des nahenden Frühlings. H. ,.Natürlich!" betonte Schaub. „3ch glaube immer Ach, daß sie--" Er brach ab. ;; Das Telephon schrillte jäh und aufreizend. s. Torsten sah Schaub an. ,3st das nod) für Sie?" murmelte er fragend. ;; Schaub griff eilig nach dem Hörer. „Wahrschejn- ik!" sagte er. „Man hat mir ja hier das Zimmer r ungestörten Untersuchung zur Verfügung gestellt." n preßte den Hörer näher ans Ohr. „Ja? Hier Gooaub. 3a. 3n der Sache Bortefeld?" Torsten blickte gespannt herüber. '(Sine Aussage in der Sache Borte seid?" Jagd- ?i£ 'er kam in die kühlen grauen Augen. „Natürlich ü id) nod) da!" rief er stark. „Ja, bitte, kommen 3ii_ nur. Zimmer 35. Id) warte--" ;r sah Torsten an. „Ein Fräulein Erika Helgers icpt an, ob sie mir trotz der späten Stunde noch n - Aussage in der Sache Bortefeld machen dürfte!" ! Torsten, pfiff leise durck) die Zähne. .Schau einer an! Ist vielleicht das die beschützte ame und nicht Fräulein Kay?" .Werden sehen, Torsten!" tarn kurz Schaubs mroort. „Gehen Sie nur einen Augenblick nach io en. Wenn ich Sie brauchen sollte, rufe ich Sie : stln!" Schaub setzte fid) zurecht. Sehr gespannt sah er r Dame entgegen, die nach kurzem Anklopstm ein= t: und sich leicht, verneigte ... Bauwerken Ewigkeitswert geben konnte, wohl aber die Möglichkeit gab, erkennen zu lassen, ob der Junge seine Sache richtig machte und ob er !*", U"d wieber Messen "nicht' stören/ BUÄwMg ! Grundprinzipien 'vcrflan" SMben sie daher aut manche Frage Antwort, und den hatte. So entstanden wer von den Leiuchern mehr Ausschluß über die auf dein großen freien Arbeit in der Lehrwerkstätte haben wollte, wurde Plast ,ahlrei-tr durch den ousbildendeu Fachmann, oder durch den Paaweeke, b,c nam vor Betriebssichrer rasch unterrichtet. Mit besonderem handenen Planen aclchaf Sntereffe betrachtete man sich eine Reibe ausgezeich-' fen wurden und die nie. neter febr präzis gearbeiteter Werkstücke, die von len Möglichkeiten berSkn öen Lehrlingen des Werkes für den Reichsberufswettkampf hergestellt waren. Dabei ließ fid) unschwer feststellen, daß die Aufgabenstellung den ganzen Kerl erforderte unö eine tatsächliche ernste Aufing des jungen Menschen auf sein Wissen unö Können öarfteUt. Von den Einrichtungen der ßefy> wertftatte lernte man noch eine vorbildlich cingerid)= durch ischen Aus- ünem i verbrech. Ausschuß rhD. i des- ierufe ; nur 'beiter lab arbeit i enb dabei eifer", krzeu- Me einer ‘ | muß e er- I MVft dte B&t- 1)t® ■ hsmii lauem1 < Reitz' e gute flegung ihn' er- tb Hat- Reitz' in wer« enehmi« | terweijt i Grund- * nt. Der j bildung. | bauern- ; zeLand- eudigtcn intreten. : egsmög- . . I es" jur en, den st dazu. ) Rieten ,re durch , errvar- aus der r -ch Frei' ** I len oder rottiW | A* m b-I ° bewahr mit denr mharbei; .elernter umfang' eitsaebiet auf bem aiier oder und nn । t fein; er . d je «jf Gemulf- tit* >-L i ein, ; K? V erscheinen wird. Der gestrige Vortragsabend der Volksbildungs- Lisen und Metall (Gewerbliche Berufsschule). z anstatt). kurz an ged unstet, das Gemüse zugegeben und mit Wasser und etwas Salz garen lassen. Nach gut einer Viertelstunde fügt man die Kartoffeln zu In letzter Zeit mehren sich die Fälle, daß Arbeits- und läßt sie zwanzig Minuten mit garen. Mit kräfte, die bereits bei den Festungsbauten an der fein gewiegter Petersilie und nochmals uach Salz Westgrenze beschäftigt waren oder dort beschäftigt abgeschmeckt ist der Eintopf tischfertig. Oder man zu werden wünschen, sich unaufgefordert dorthin be- nimmt 375 Gramm Hammelfleisch, etwas Zwie- geben und sich an den Baustellen um ihre Einstellung beln oder Porree, 3/< Kilogramm Gelberüben, 40 bemühen. Gramm Fett, Salz, Petersilie, s/< Kilogramm Kar- Einstellungen erfolgen aus besonderen Gründen löffeln. Das Fleisch schneide man in Stückchen, die nur durch die Arbeitsämter, und zwar durch Der- man in Fett und Zwiebeln anbrät und salzt. Die mitllung des Arbeitsamtes, in dessen Bezirk der Ar- geputzten Gelberüben läßt man mit dem Fleisch ergänzt und veranschaulicht werden wird. Arbeitseinsatz bei den Festungsbauten an der Westgrenze. Männern zu danken sind. In klaren Gegenüberstellungen hörte man im weiteren Verlaufe des Vortrages von den mannigfachen Wechselbeziehungen, die zwischen den Krankheiten der Tiere und der Menschen bestehen, und von der Forschungsarbeit, die gerade hier geleistet worben ist mit dem Bestreben, durch die Erkennung der Möglichkeiten der Uebertragung von tierischen Krankheiten auf den Menschen Riegel vorzuschieben und Schädigungen der Menschheit zu verhindern. Von großem Interesse war es ferner, zu hören, daß der größte Teil der Seuchen, die früher die Tierbestände der Landwirtschaft heimsuchten, fast zur Bedeutungslosigkeit abgesunken ist. So sei der Schweinerotlauf fast verschwunden, der Milzbrand sei sehr selten geworden, der Rotz der Pferde sei lediglich als eine Seuche zu betrachten, die an Kriegszeiten gebunden sei, parasitäre Erkrankungen gingen immer mehr zurück, die Tollwut der Hunde sei in Deutschland sehr selten geworden, Schweine- und Rinderpest könnten kaum mehr austreten usw. Lediglich die Tuberkulose bei Rindern und^, die Maul- und Klauenseuche seien es, denen die Wissen- schäft bisher noch nicht völlig habe den Boden entziehen können. Der Vortrag, der noch vieles andere Wissenswerte vermittelte, wurde mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Zahlreiche Fragen bewiesen das lebhafte Interesse, das man dem Vortrag entgegenbrachte. Ein Film, der den Verlaus der Tollwui. veranschaulichte, beschloß den anregenden Abend. nahmequelle für seinen Lebensabend zur Verfügung steht, diese Sicherstellung bietet ober fast nur die Rente. Dem Wunsch, der vielfach in Handwerkerkreisen besteht, sich für später netzen der Rente außerdem eine feste .^apitalsumme zu bestimmten Zwecken zu sichern, können weitgehend die Privatversicherungs- gesellschaften entsprechen. Es wird in den meisten Fällen, in Zeiten wirtschaftlichen Wohlstandes, den einzelnen Handwerkern möglich sein, neben den Beitragszahlungen zur Altersversicherung noch einen Teil des Einkommens abzuzweigen. Diese Geldmittel Pflicht bewußt sein und gern ein Opfer bringen. Aber ist es wirklich ein so großes Opfer? liniere tüchtigen Hausfrauen sind doch jedesmal bemüht, immer wieder mit einem anderen Eintopfgericht zu überraschen. Sie passen ihre Gerichte jeweils dem augenblicklichen Stand des Nahrungsmittel- marktes an. Wäre nicht nächsten Sonntag ein „Gelbe-Rüben- H.'.mmelfleisch-Eintopf" sehr schön? 1 Kilogramm Gelberüben, 775 Gramm Hammelfleisch, j Teelöffel Salz, etwas gewiegte Petersilie. 1 Eßlöffel Fett. Man bereite dos Gemüse sauber vor, die K>rto"eln werden geschält, gewaschen und in Scheiben geschnitten. Das Fleisch wird mit Fett Aufruf. Am heutigen Tage führen folgende Wettkampfgruppen ihren Wettkampf durch: 914O können zu Prämienzahlungen für eine später auszuzahlende Kapitalsumme verwendet werden. Lagerraum für (Scheibe w:rd gebraucht DNB. Zur Bergung der deutschen Getreideernte wird jeder dafür nur irgendwie geeignete, über 150 qm große Lagerraum benötigt. Jeder Volksgenosse wird gebeten, soweit er noch über derartigen Lagerraum verfügt, diesen unter Angabe der Grundfläche in Quadratmeter und der Höhe in Meter der Reichsstelle für Getreide Futtermittel und sonstige landwirtschaftliche Erzeugnisse, Geschästsabteilung Berlin-Wilmersdorf, Fehrbelliner Platz 3, zu melden. Treudienst-Ehrenreichen bei ber Reichsbahn. Für 25jährige Dienstzeit wurde den Reichsbahnbediensteten der Bahnmeisterei 1 Gießen: Heinrich Bischoff, Brückenschlosser, Josef H a u s r a t h , Brückenschlosser, Heinrich Schäfer, Weißbinder, Adolf Drescher, Schlosser, Heinrich O p p e r, Betriebsarbeiter, Wilhelm Theiß, Betriebsarbeiter, Otto Schäfer, Reichsbahn-Betriebsassistent, das Treudienst-Ehrenzeichen nebst Urkunde durch den Dienststellenvorsteher, Reichsbahnamtmann Kaiser, in feierlicher Weise ausgehändigt. Tierseuchen und ihre Bekämpfung." auch das Kennenlernen der landschaftlichen Schönheiten Deutschlands ermöglichen werden. Auf diesen Reisen sollen neben hervorragenden landwirtschaftlichen Betrieben auch landwirtschaftliche Forschungs- einrichtungen in den verschiedensten Gegenden Deutschlands besichtigt werden. Durch diese Reisen werden die ausländischen Gäste Gelegenheit haben, sich in weitem Ausmaße von der großartigen Aufbauarbeit in Deutschland seit der Machtübernahme durch unseren Führer selbst überzeugen zu können. Das Generalsekretariat des Internationalen Landwirtschaftskongresses wird aus diesem Anlaß auch ein offizielles Handbuch über die deutsche Landwirtschaft herausgeben, das in den Hauptsprachen — Auf Einladung des Goethe-Bundes, des Kaufmännischen Vereins und des Oberhessischen Kunst- vereins Gießen wird der schwedische Dichter Albin W id sn am morgigen Donnerstag, 9. Februar. 20 Uhr in der Reuen Aula der Universität über das Thema „Altschwedische Kulturüberlieferungen in der Gegenwart" sprechen. Der Vortrag wird insofern eine besondere Ausgestaltung finden, als er durch Vorführung von Lichtbildern und einem Film, sowie durch Lesungen aus eigenen Werken ** Eine städtische N a ch t r a g s h a u s- Haltssatzung für das Rj 1 9 3 8, die mit einem Betrag von 536 000 RM. abschließt, wird heute vom Oberbürgermeister zur öffentlichen Kenntnis gebracht. ** E i n Lichtbildervortrag über die Bekämpfung des Kartoffelkäfers wird von der Stadtverwaltung heute für den kommenden Sonntagnachmittag im Sitzungssaals des Stadthauses Bergstraße angekündigt. Auf diese wichttge Vortragsveranstaltung sei besonders hingewiesen. Amtsgericht Giehen Der K. L. in Gießen erhielt einen Strafbefehl über 10 Mark, weil er 1. am 1. Dezember 1938 gegen 12 Uhr mittags mit einem Fahrrad vor dem ÄiemaüonaleLandwirlschaflswiffenschafi tagt in Deutschland. Eine ffnferrebung bes Gießener Anzeigers mit bem Sektionspräsidenten Professor ©r. SessouS, Gießen. Wir haben den ord. Professor für Pflanzenbau und Pflanzenzucylung an der Universität Gießen Dr. S e s s o u s, von desien Ernennung zum Präsidenten der Sektion IV, Pflanzenbau, de s XVIII. Internationale n Landwirtschaftskongresses wir bereits am Freitaa berichteten, über diese große internationale Tagung der Landwirtschaftswissenschaft und ihre Arbeiten befragt. Aus der Unterredung ist folgendes zu berichten: Der XVIII. Internationale Landwirtfchaftskon- greß, die Tagung des Internationalen Verbandes der Landwirtschaft (früher Internationale Landwirtschaftliche Kommission), findet vom 6. bis 12. Juni 1939 in Dresden statt. Das Arbeitsprogramm sieht eine Aufteilung des Verhandlungsstoffes auf 9 Sektionen vor. Es werden sich beschäftigen: Sek- tion I mit „Agrarpolitik und Wirtschaftslehre des Landbaues", Sektion II mit der Gruppe „Landwirtschaftlicher Unterricht und Propaganda". Sektion III mit „Landwirtschaftliches Genossenschaftswesen". Sektion IV mit „Pflanzenbau". Sektion V mit „Weinbau, Obstbau und Sonderkulturen", Sektion VI mit „Tierzucht", Sektion VII mit „Landwirtschaftliche Industrien", Sektion VIII mit der Gruppe „Das Landleben und die Tätigkeit der Landfrau", Sektion IX mit „Landwirtschaftswiffenschaften". In den Sektionen werden zu dem jeweiligen Thema je ein Hauptreferent, außerdem noch Korreferenten sprechen. Daneben ist natürlich völlige Freiheit zum Austausch von Erfahrungen und Erkenntnissen im Rahmen des Themas gegeben. Zu den Sitzungen der Sektionen haben alle Tagungsteilnehmer Zutritt, insbesondere werden sich dazu diejenigen einfinden, die das erforderliche Interesse an den Fachvorträgen haben. Die Bestellung der Hauptreferenten erfolgt nach dem Gesichtspunkt, daß möglichst ein Vertreter d e s Landes mit den größten Erfahrungen auf dem betreffenden Fachgebiet den Hauptvortrag halten wird. So wird z. B. in der Sektion IV, Pflanzenbau, über das Thema „Der gegenwärtige Stand der Kartoffelkäferbekämpfung" ein französischer Fachgelehrter als Hauptreferent sprechen, da der Kartoffelkäfer bisher in Frankreich am stärksten aufgetreten ist und man dort mit feiner Bekämpfung die größten Erfahrungen gemacht hat; über das Thema „Die Abbau- krantheiten bei den Kulturpflanzen, besonders bei der Kartoffel" wird als Hauptreferent ein Holländer das Wort ergreifen, denn auf diesem Gebiete ist Holland mit den Abwehrmaßnahmen bisher am erfolgreichsten gewesen. Das Thema „Die Nutzbarmachung städtischer Abwässer für die Landwirtschaft" wird von einem deuffchen Gelehrten als Hauptreferent behandelt werden; hierüber ist man in Deutschland bisher am weitesten vorangekommen. In gleicher Weise wird sich die Tagungsarbeit in allen Sekttonen abspielen. Hauptverhandlungssprachen sind deutsch, französisch, italienisch und englisch. In diesen Sprachen werden die Vorträge gedruckt erscheinen. Im Anschluß an die Tagung werden die Teilnehmer auch Gelegenheit haben, die zur gleichen Zeit in Leipzig stattfindende 5. Reichs- nährstands-Ausstelluny, eine der größten Veranstaltungen dieser Art, zu bestchttgen. Ferner sind Studienreisen vorgesehen, die einen Einblick in die Arbeit der deutschen Landwirtschaft, aber beiter, der für eine Beschästtgung bei diesen Bauten 20 Minuten dünsten, gibt dann die Kartoffeln zu, in Betracht kommt, seinen Wohnort hat. Arbeiter, die läßt weitere 20 Minuten gardünsten. Die frische ihr Arbeitsamt übergehen und sich unmittelbar beim gewiegte Petersilie wird beim Anrichten über das Bauunternehmer bewerben, können nicht mit ihrer Gericht gegeben. Einstellung rechnen. Dies gilt auch für Arbeitskräfte, ä »x i «o x die bereits früher bei den Westarbeiten beschäftigt $AÜplt(Xl 0OCF JiCtltC Zr I in ber HandwerkeralterSversorgung? Io« ausa-w-nd-t Vor Bewerbungsreisen wird daher NSG. Durch da« Gesetz über die Altersversorgung gewarnt. Wer bei den F-stungsbauten im Westen fiir das Deutsche -andw-rk vom 21. Dezember 1938, b^aftigt w-rden mochte setzt sich zweckmäßig mitt das am 1. Januar 1939 in Straft getreten ist, soll der dem für seinen Wahn- oder Aufenthaltsort lufuim Leber,«abend der selbständigen Handwerker sicher- bigen Arbeitsamt in Verbindung, das am besten gestellt werden. Auskunft zu geben vermag. (£5 herrscht vielfach die Meinung, daß es für den Der vorletzte Eintovfsonntaa. H?an^Cr,T DOrte;lI)after sei'sich bei Zurruhesetzung ’’ die Versicherungssumme auf einmal auszahlen zu RSG. Am 12. Februar versammeln mir uns taffen. Vor allem wird diese Ansicht von den privaten wiederum zum Eintopsessen, das für diesen Winter Versicherungsanstalten propagiert. Demgegenüber das vorletzte ist. Wieder werden wir uns unserer! stellt das Sozialamt der Deutschen Arbeitsfront fest: Eine Altersoerforgung ist meistens nur bann sicher- gestellk, wenn dem Schaffenden eine fortlaufende (Ein» 1838 Butzbach. Einbrecher in Grünberg am Werk. * Grünberg, 7. Februar. In der Nacht zum Dienstag wurde in die hiesige Dienststelle des Arbeitsamtes Gießen ein Einbruch verübt. Der Täter- brach ein Fenster auf und stieg in die Büroräume ein. Hier erbrach er mehrere Schreibtische und durchsuchte auch die übrigen Em- richtungsgegenstände, offenbar in der Hoffnung, Geld vorzufinden. Nach dieser Richtung hin wurde er jedoch vollkommen enttäuscht. Ohne Beute mußte er den Schauplatz seiner Einbrecherarbeit verlassen. Die Nachforschungen sind im Gange. Vom Wetterau-Museum in Friedberg. * Friedberg, 8. Februar Am heuttgen 8. Februar wird ein neuer Ausstellungs« raum im W e t t e r a u - M u s e u m zur Besichtigung freigegeben. Er stqjlt die Verbindung her zwischen dem Saale des Handwerks und dem Burg- grafen-Saal und zeigt vornehmlich Erinnerungen aus der Zeit vor dem Weltkrieg, wie den Besuch des ersten Luftschiffes (1909) über Friedberg, das Bombenattentat, den Besuch der Zarenfamilie (1910) und vieles andere mehr. Desgleichen ist Ende des Monats die Eröffnung der Kolonialabtei- I u n g zu erwarten, deren Rückgrat die umfangreichen Sammlungen Trapp und Grothufen sind. Durch Verlegung der Diensträume in das Erdgeschoß ist nun der ganze erste Stock des Häuserblocks Haagstraße 16 den städtischen Sammlungen vorbehalten, nämlich acht große Säle und sechs kleinere Räume. Und es ist nur mehr eine Frage der Zeit, daß im Erdgeschoß weiterer Platz geschaffen wird für die leider noch magazinierten Steindenkmäler aus der römischen Zeit und dem Mittelalter. Die für das Wetterau-Museum und das Stadtarchiv nebst -bibliothek fortlaufend eingehenden Schenkungen sind der schönste Lohn für die Arbeit des Geschichtsoereins und die von der Stadtverwaltung gebrachten Opfer im Dienste der Heimatkultur und Volksbildung. Dr. Landkreis Gießen y~ Heuchelheim', 6. Febr. In der vollbefetz» len Turnhalle hielt der Gesangverein „Germania" am Samstagabend fein Winterfest ab. In feiner Begrüßungsansprache gedachte der Der- einssuhrer Adolf R e u f ch l i n g besonders der großen geschichtlichen Ereignisse des Jahres 1938, und erinnerte an das große Deutsche Sängerbundesfest 1937 in Breslau. Die Festfolge war so gestaltet, daß dem Volkstum unserer Ostmark besonders Rechnung getragen wurde. Ein Theaterstück führte die Teilnehmer in das Salzkammergut und machte sie mit den Sitten und Gebräuchen dieses schönen deutschen Landes bekannt. Der Chor des Vereins brachte unter . der Stabführung seines Leiters Ludwig Schrei« Postamt Gießen geparkt hat, obwohl ein Verbot- schild angebracht war, weil er 2. trotz Aufforderung, dies zu unterlassen, sein Rad an dem Surgerfteig aufstellte. Gegen den Strafbefehl legte er Einspruch ein. In der gestrigen Verhandlung gab er Den Tatbestand zu, wandte aber ein, daß er nur angehal« ten hätte, weil er im Postamt sein Schließfach hatte entleeren wollen. Nachdem er trotz seiner Schuld Die Durchführung des Verfahrens verlangte, wurde die Strafe auf 12 Mark, Hilfsweise zwei Tage Haft, erhöht. c Der A. H. in Bad-Nauheim erhielt einen Straft befehl über 5 Mark, weil er am 24. 7.1938 in Leihgestern einen Karussell- und Schießbudenbesitzer bei Ausübung des Gewerbebetriebes (er half bei Der Schießbude) begleitete, obwohl er nicht bei diesem 'im Wandergewerbeschein eingetragen war. Der Angeklagte war vom Erscheinen in der Verhandlung entbunden. Die Beweisaufnahme ergab feine Schuld, und da er bei feiner richterlichen Vernehmung unwahre Angaben über feine Vorstrafen gemacht hatte, wurde die Strafe auf 10 Mark, hilfsweffe zwei Tage Haft, erhöht. Aus der engeren Heimat. Zm Dienste des WHW. CO Klein- Linden, 6. Febr. Arn Sonntag- nachmittag hatten sich die G -, angv - r -, ne und Sportvereine unseres Dorfes in den Dienst des Winterhilfswerks gestellt. Irn Saale „Zur deutschen Eiche" boten die Männergesangvereine , Arion", „Eintracht" und „Harmonie" unter ihren 'Chorleitern Nicolai, Harnisch und Spory schöne Chöre dar, die sämtlich von guter Schulung zeugten und allgemeinen Beifall fanden. Auch die Massenchöre aller Sänger und der gemischte Chor des Gesangvereins „Harmonie" wurden mit starkem Beifall ausgenommen. Die Radfahrerverelnigung zeigte Kunstsahren, der Turnverein Barren- und Pferdübungen, die von den jugendlichen Sportlern mit großem Eifer bargeboten wurden und den Besuchern viel Freude bereiteten. Der Ortsgruppenleiter dankte allen Mitwirkenden für die Bereitwilligkeit, mit der sie sich in den Dienst ber guten Sache gestellt hatten. Abschied von Konrad Schneider. = Butzbach, 7. Febr. Heute nachmittag fand die B e i s e tz u n g des durch Herzschlag verstorbenen Buchdruckereibesitzers und Verlegers Kon r a b Schneider statt. Hunderte von Volksgenossen gaben dem Toten das letzte Geleit. Der Turnverein hatte die Aufbahrung in der Turnhalle veranlaßt, wo eine Gedenkstunde stattfand. Der Leiter des Turn- und Sportvereins hob in einer Ansprache die großen Verdienste Schneiders um die Forderung ber Leibesübungen innerhalb bes Vereins hervor. Es hielten weiterhin Ansprachen: Ortsgruppenleiter unb Bürgermeister Dr. Mörschel für bie Partei, Stadt, Faselmarktsgesellschaft unb Verkehrs- unb Verschonerungsoerein; Sturmführer W e i ß für die SA.; der Vertreter des Kreisführers im NS.-Reichs- bunb für Leibesübungen Studienrat Dr. Dietz; ber ehemalige 1. Gauvertreter bes Turngaues Hessen, Fabrikant Pfeiffer (Wetzlar); bie Spreche: des Turnvereins 1846 und Männerturnvereins Gießen und Offenbach-Bürgel, deren Ehrenmitglied der Verstorbene war; die Vertreter der Turnvereine Nieder- Weisel, Sambach, Pohl-Göns, Großen-Linden u. a., der Vertreter der hessischen Zeitungsoerleger unb der Vertreter ber Freiwilligen Feuerwehr Butzbach. Die Musikkapelle umrahmte die erhebende Feier mit einigen Chorälen. Don sechs Turnern wurde bann ber Sarg aus der Turnhalle getragen. Ein unüber= sehdar langer Trauerzug gab dem Verstorbenen das letzte Geleit. Auf dem Friedhof zeichnete Pfarrer Linden st ruth ein Lebensbild von dem Verewigten, wobei er dessen Wohltätigkeit unb Nächstenliebe besonders hervorhob. Abermals würben Kränze niedergelegt von bem Bürgermeister Gebhard des Geburtsortes bes Verblichenen Langenhain-Zre- genberg, besten Ehrenbürger er war, bem Vorsitzenden des Geschäftsoereins Butzbach, Professor H o r st, und dem Leiter des Gesangvereins Männerchor lehr an st alt am Wernerwall. Sämtliche SchAe- rinMn und Schüler der Anstatt, etwa 400 an Der Zahl, beteiligen sich ausnahmslos am .Reichsberufswettkampf, beweisen ihr Können im Rechnen, Schreiben, in Kurz- und Maschinenschrift, in Materialkunde und in all den Wissensgebieten, bie in ber Schule gepflegt werben. ♦ Mit bem Besuch ber Oeffentlichen Hanbelslehr- anftalt fand ber gestrige Rundgang seinen Abschluß. Alle Teilnehmer hatten den Eindruck, daß der Nachwuchs auf dem besten Wege ist, durch den Willen zur Leistung und durch die Leistung selbst siwen Teil dazu beizutragen, daß zu wertvollen Gliedern in der Gemeinschaft der schaffenden Deutschen wird. Reichsberufswettkampf in den Didier-Merken. Mainzlar, 4. Febr. Am gestrigen Montag fand in den hiesigen „Didrer-Werken der Reichsberusswettkampf der Wettkämpfer für die RBG. „Stein und Erde" (Fachschaft 17, Feuerfest- ^ormer) statt. Der Wettkampf begann nut Den praktischen Arbeiten im Betrieb. Angetreten waren 20 Teilnehmer. Die Organisation lag in den Händen Des bewährten örtlichen Wettkampfleiters Kirdorf. Vom Kreiselbrechergebäude der Fabrik wehte zur Feier des Tages die Hakenkreuzlahne. Die praktischen Aufgaben, Die unter Kontrolle von Pq. Weigand, Meister Schäfer und Dor- arbeiter Grölz standen, füllten den ganzen Vor- mittag aus. Anschließend ging es zum gemein» Untren Mittagessen. Nachmittags begann Der theoretische Teil der Prüfung. Der zweite Teil des Wettkampfs begann mit dem Fahneneinmarsch der Werkschar und Der Hitler-Jugend in den würdig geschmückten großen Aufenthaltsraum. , _ w , s Dann sprach der Führer des Betriebes und Orisbeauftragter für" den RBWK Direktor S ch r o t h , kurze, herzliche Worte über Die Bedeutung bes Tages unb wünschte guten Erfolg. Der Betriebsobmann dankte» bem Betriebssichrer im Auftrage ber Teilnehmer für bie Forderung unb Unterstützung beim Wettkampf. Hieran schloß sich zunächst Die weltanschauliche und Dann Die lbeoretische Prüfung, für Die sich u. a. Schulleiter Weisel von hier zur Verfügung stellte. Der gestrige Dortragsabenb ber Volksbilbungs- In kurzen Zusammenfassungen gab er dann einen , statte Gießen (Reihe Der Vorträge „Wissenschaft im Ueberblicf über bie Bemühungen ber Wissenschaft, Per Deutsche handel (Oeffentliche Hanbelslehr- Dienst am Volk") konnte nicht ohne weiteres auf ein ben Seuchen zu Leide zu gehen; er schilberte bie anstatt). starkes Allgemeininteresse unserer stäbttschen Bevöl- grundlegenben Arbeiten Pasteurs unb Robert Der Sportwettkampf im Rahmen des RBWK. kerung rechnen. Daß Der VorlragsabenD aber doch Kochs auf dem Gebiete der Bakteriologie und die findet nicht, wie bisher angeordnet, am Sonntag, für alle Zuhörer außerordentlich lohnend war, log bedeutenden Erkenntnisse, die gerade diesen beiden Dem 19. Februar, statt, sondern bereits am Samstag, daran, daß der Vortragende, Prof. Dr. Beller, dem 11., unb Sonntag, dem 12. Februar. nur in sehr beschränktem Umfange spezielle Aus- Die Antreteplatz- werden durch die Presie bekannt- jührungen bracht- ländern em umfassendes allge- npnphpn v 9 rneinverstandliches Bild entwickelte, das Die Zuhörer J ’ ________ in die Urwelt, in die Zeiten Der Entstehung der .. ersten Pflanzen und Tiere zurückführte und sie Dann ASOrttOtl^CtL im Geiste durch Die Jahrtausende bis in unsere Zeit Taaeskalender für Mttwoch. leitete, in ber bie schweren seuchenhaften Krank- Stadt,h-ater Gießen: 19.30 Uhr „Bereniz--. beim Menschen, wie auch beim Der) melienbame . .... . schen Erkenntnissen über die Entwicklung ber Lebe- Stadttheater Gießen. „ wesen in den verschiedenen Stadien unserer Erd- Heute abend erste Wiederholung „Berenize", geschichte. Der Redner zeigte an Hand einer einsa- Tragödie von Jean Racine, im Versmaß bes Ori- ^cn graphischen Darstellung, in welchen Zeitaltern ginals übertragen von Rudolf A. Schroeder. ersten Pflanzen, die Amphibien, die ersten Rep- Spielleitung: Hermann Schultze-Griesheim, Büh- tuten und die ersten Landtiere auftraten, wie sie nenbilb: Karl Löffler. Die Vorstellung finbet gleich- durch oeränberte Umwelt- unb Lebensbedingungen zeitig als 18. Vorstellung ber Mittwoch-Miete sich entwickelten, lebten und vergingen. Man hörte statt. insbesondere von jenen riesigen Tieren ber Urwelt, Vortragsabend des schwedischen Dichters ben Sauriern und Echsen, die durch die. Wandlung Albin Widen. Der Vegetation in ihren Lebensbedingungen geschmälert dahin wanderten, wo sie sich noch einigermaßen halten konnten, aber dann durch ihre Zusammenrottungen den auftretenden Seuchen zum Opfer fielen. In grundsätzlicher Darlegung sprach Der ReDner davon, daß das Auftreten von Seuchen — zum Beispiel auch der Seuchen bes Mittelalters — immer eine Folge von Notzeiten, von Kriegszeiten fei, in benen der Organismus der Menschen, wie auch ber Tiere geschwächt werde und anfälliger fei. n e r (Daubringen) Lieder ZUM Vortrag, die von guter Schulung zeugten. Für musikalische Unterhaltung sorgte die Kapelle Schleuse. Als Abschluß brachte der Chor mit Orchesterbegleitung ein lustiges Lied in vierstimmigem Männerchor, das stürmischen Beifall auslöste. A Treis a. d. Ld a., 7. Febr. Die hiesige Kriegerkameradschaft hielt in der Wirt- schäft von Heinrich Will ihren Jahresappell ab. Zur Freude aller Kameraden konnte der Kameradschaftsführer einige aus dem Heeresdienst entlassene jüngere Kameraden als neue Mitglieder begrüßen. In würdiger Weise wurde anschließend der Toten des veraangenen Jahres gedacht. In seinem Jahresbericht sprach der Kameradschaftsführer von den bedeutenden politischen Ereignissen des Jahres 1938, an denen die jüngeren Kameraden starken Anteil hatten. Die Mitgliederzahl der Kameradschaft hat sich durch Neuanmeldungen um 9 erhöht. Zum neuen Kassenwart wurde Kamerad Rabenau bestimmt. Der Kassenbericht verzeichnete in Einnahmen 195,89 Mark, in Ausgaben 184.74 Mark, so daß ein Ueberschuß von 11,15 Mark verblieb. Im weiteren Verlaufe des Abends sprach Kamerad Strack (Allendorf) über das Weltfreimaurertum. Der Vortrag wurde mit großem Beifall ausgenommen L e i h g e st e r n , 8. -Febr. Ihre silberne Hochzeit können am heutigen Mittwoch, 8. Februar, der auf Gut Neuhof dahier bedienstete und wohnhafte Gespannführer Ludwig Schneider und Ehefrau Auguste, geb. Groß, begehen. Unseren herzlichen Glückwunsch. Um die Eisbockey-Deltmeisterschast. Deutschland in der Zwischenrunde! Nach zweimaligem Unentschieden zwischen den Eishockey-Mannschaften Deutschlands und Italiens in Zürich befaßte sich der Internationale Verband noch am Montagabend mit dieser Angelegenheit und beschloß nach eingehender Würdigung der Lage, diejenige Mannschaft in die Zwischenrunde zur Weltmeisterschaft kommen zu lassen, die das bessere Torverhältnis besitzt. Da Deutschland 16:9 Tore erzielt hat, während die Italiener nur auf 9:11 Tore kamen, ist Deutschland für die Zwischenrunde spielberechtigt. Die deutsche Mannschaft spielt in Zürich in der ersten Abteilung zusammen mit Kanada, England und der Tschecho-Slowakei. ♦ Deutschlands Eishockeyspieler erzielten am Dienstagnachmittag vor 10 000 Zuschauern in Zürich im ersten Zwischenrundenspiel zur Weltmeisterschaft gegen die Tschecho-Slowakei nach dreimaliger Verlängerung ein bemerkenswertes Unentschieden von 1:1. Perge im zweiten und Jänecke im dritten Drittel waren die Torschützen. Erfolqreiche Fechterinnen des Turnvereins 1846. Anläßlich eines großen Fechtturniers am vergangenen Sonntag in Kassel trugen die Fechterinnen des Turnvereins 1846 Gießen einen Mannschaftskampf gegen die Fechterinnen der dortigen C. T. „Hessen-Preußen" und des JG.-Sportoereins Frankfurt a. M. aus. Das erste Treffen, To. 1846 — C. T. „Hessen- Preußen" endete mit einem sicheren 10:6 - Sieg der Gießener Mannschaft. Schon das erste Gefecht, das Frl. Wirth mit der vorjährigen Kasseler Gaumeisterin zusammenführte, gewann die Gießnerin hoch mit 4:0. Obwohl nun die beiden nächsten Gefechte an die Kasseler Fechterinnen fielen, konnte das vierte Gefecht von Frl. C a st e i n wieder ge- wonnn werden, so daß der erste Durchgang unentschieden 2:2 ausging. Im nächsten und übernächsten Durchgang- holten die Gießener Damen je 3 Siege heraus. Somit stand der Kampf nach dem 3. Durchgang bereits 8:4 für Gießen. Wenn die Kasseler Fechterinnen den Kampf jetzt noch unentschieden gestalten wollten, mußten sie im vierten und letzten Durchgang alle Gefechte gewinnen. Aber auch hier war es wieder Frl. Wirth, die gleich beim ersten Gefecht des letzten Durchganges infolge ihres 4:1 - Sieges über die bekannte Kasseler Fechterin Frau Lengemann den Mannschaftssieg für Gießen sicherstellte. Auch das nächste Gefecht gewann Frl. Hahn noch für Gießen, während die beiden letzten an die Kasseler Fechterinnen sielen. An dem 10:6 - Sieg waren beteiligt: Frl. Wirth mit 3 Siegen Frl. Castein " 3 " Frl. Hahn "2 Frau Drebes " 2 " Daß die Mannschaft des JG.-Sportoereins aus dem starken Fechtergau Frankfurt a. M., die in Frl. Hindrichs eine Fechterin der Deutschen Spitzenklasse in ihren Reihen hatte, einen überragenden Gegner abgeben würde, stand von vornherein fest. Der Mannschaftssieg fiel dann auch mit 12:4 an die Frankfurterinnen. Ganz besonders verdient jedoch hervorgehoben zu werden, daß die Gießener Fechterin Frau D r e b e s , die in dem Kampf am Vormittag gegen Kassel nicht so recht in Schwung kam, gegen die Frankfurter Mannschaft dreimal siegreich war. Sie war in diesem Kampf neben Frl. Hindrichs, die vier Siege hatte, die beste Fechterin. Den vierten Sieg für Gießen errang Frl. Wirth während die beiden anderen Gießenerinnen der Kampferfahrung der Frankfurter Fechterinnen nicht gewachsen waren. Am tapfersten hielt sich noch Frl. Hahn, die zweimal nur mit dem sehr knappen Ergebnis von 3:4 verlor. Der Kampf JG.-Sportverein Frankfurt — C. T. „Hessen-Preußen" Kassel endete mit einem hohen 13:3 - Sieg für IG. Frankfurt. Ergebnis des Mannschaftsturniers: 1. JG.-Sportverein Frankfurt a. M. 2 Mannschaftssiege, 25 Einzelsiege, 2. Turnverein v. 1846 Gießen 1 Mannschaftssieg. 14 Einzelsiege, 3. C. T. „Hessen-Preußen" Kassel 0 Mannschaftssiege, 9 Einzelsiege. Fuhball der Kreis-klaffen. Nieder-Ohmen schlägt Geilshausen 4:0! Wohl niemand der zahlreichen Zuschauer bä"e dem Sportverein 1933 Nieder-OHmen einen solch einwandfreien Sieg zugetraut Leider waren die Platzverhältnisse sehr schlecht. Kreisfachwart Henkel richtete zu Beginn des Spieles herzliche Worte der Ermahnung zu ritterlichem Kampfe an die Mannschaften. Beide Mannschaften gingen sofort mit Feuereifer los. Die schweren Spieler der Gäste konnten sich aber bei den Bodenverhältnissen im Nahkampf nicht durchsetzen. Trotzdem behielten die Geilshausener zunächst leichte Oberhand. Aber die kritischen Auaen- blicke gingen schnell vorüber. Die einheimische Läuferreihe ließ aber den gegnerischen Sturm immer weniger zu Morte kommen. Dann brachten die Stürmer des Sportvereins mit flüssigem Sviel das Gästetor in Gefahr. Aber außer Ecken und Pfostenschüssen brachte die Drangperiode nichts ein. Erst Mitte der ersten Halbzeit brach der Bann. Ein Handelfmeter für Nieder-Ohmen wurde unhaltbar verwandelt. Nach der Pause zeigte sich, daß den Gästen der große Platz und die Bodenverhältnisse immer mehr zu schaffen machen. Nieder-Ohmen kann das Spiel überlegen gestalten.. Die Gäste wurden in ihre Hälfte zurückgedrängt. In gleichen Abständen fielen drei weitere Tore, denen die -Geilshausener nicht einmal das Ehrentor entgegensetzen konnten. Das Eckenverhältnis lautete 11:1 für Nieder-Ohmen! Die Mannschaft des Siegers verdient für ihren Einsatz ein Gesamtlob. Schiedsrichter war Fischer-Steinberg. Pokalspiel: Hungen I — Heuchelheim I 2:4 (1:2). Ersatzgeschwächt stellten sich die Heuchelheimer dem Schiedsrichter Gerhard (Annerod) in Hungen zum fälligen Pokalkampf. Die Einheimischen drehten gleich mächtig auf, um die Gäste zu überraschen. Doch die Abwehr der Blauen stand. Heuchelheim drückte jetzt stark und konnte bald durch seinen Halblinken einsenden: 1:0. Die reifere Technik der Gäste suchte die Platzmannschaft durch großen Einsatz und Wucht auszugleichen. Bei eineip plötzlichen Durchbruch erzielte Hungen durch scharfen Schuß den Ausgleich. Doch die Freude dauerte nicht lange. Einen gut in die Mitte gegebenen Eckball beförderte der Halblinke der Blauen mit feinem Kopfstoß in die Maschen. Nach der Pause griff Hungen mit großem Elan weiter an und erzielte wiederum durch prachtvollen Schuß den Ausgleich. Jetzt kam Leben in die Heuchelheimer Mannschaft. Der Ball wanderte von Mann zu Mann. Zeitweise war das Zuspiel der Gäste geradezu begeisternd. Wieder war es dann der Halblinke, der durch wuchtigen Schuß seiner Mannschaft erneut die Führung brachte. Ungefähr eine Viertelstunde vor Schluß wehrte der einheimische Torhüter eine Flanke von rechts etwas unglücklich ab. Der blaue Mittelstürmer war aber zur Stelle und besorgte den Rest: 4:2 lautete das Ergebnis für die Gäste. Wirtschaft Gießener Schlachtviehmarkt. Zum gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt — Schlachtviehverteilungsmarkt — in der Viehversteigerungshalle Rhein-Main in Gießen wurden 8 Ochsen, 6 Bullen, 34 Kühe, 38 Färsen, 108- Kälber, 71 Schweine, 28 Schafe aufgetrieben. Preise: Ochsen 41,5 bis 45 Pf., Bullen 40,5 bis 44, Kühe 32 bis 43,5, Färsen 36 bis 44,5, Kälber 32,5 bis 65, Schüfe 25 bis 42 Pf. ie Yi kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,15 RM, bl (135 bis 149,5 kg) 1,13, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,11, c (100 bis 119,5 kg) 1,03, d bis t (unter 100 kg) 0,97, gl (fette Specksauen) 1,13, i (Altschneider) 1,11, g2 (andere Sauen), h Eber) 1,01 Mark. Marktverlauf: Großvieh und Schweine zugeteilt; Kälber und Schafe ausverkauft. Mein-Mainische Börse. IMlkagsbörse überwiegend befestigt. Frankfurt a. M., 7. Febr. Die Börse behielt ihre feste Grundtendenz. Es'lag weiterhin kleines Kaufinteresse der Kundschaft vor, während anderseits nur wenig Angebot an die Märkte gelangte. Das Geschäft erfuhr aber weiterhin keine Ausdehnung, vielmehr schien es gegenüber gestern eine leichte Schrumpfung erhalten zu haben, da sich der Berufshandel kaum beteiligte. Am Aktienmarkt war die Kursentwicklung wieder etwas unregelmäßig, meist ergaben sich aber erneut durchschnittliche Besserungen - von 0,50 bis 1 v. H. Eine Sonderbewegung hatten am Chemiemarkt Th. Goldschmidt mit 137,65 (134,50) bei allerdings geringem Umsatz. IG. Farben wesentlich ruhiger und nur knapp gehalten mit 152 (152,13), dagegen Metallgesellschaft 121 (120,75). Elektropapiere zeigten vorwiegend Erhöhungen bis 0,75 v. H., Siemens zogen um 2 v. H. auf 198 an, dagegen Mainkraftwerke 89,50 (90,50). Montanwerte lagen ziemlich still und nur ganz geringfügig verändert. 23er. Stahl 110,75 (110,90) Mannesmann 112,50 (112,25), Hoefch 109,65 (109,50), Rheinstahl 138,75 (139)a Buderus unverändert W9. Mafchinen- und Autowerte wiesen Schwankungen bis 0,50 v. H. | auf. Von Einzelwerten sind Holzmann mit 151,50 (149,75), Conti Gummi mit 220 (319), Reichsbank mit 182 (181,40) und Westdeutsche Kaufhof mit 106,50 (106) zu erwähnen. Der Rentenmarkt lag wieder außergewöhnlich ruhig. Von öffentlichen Anleihen lagen Reichs- bahn-DA. mit 123,13 behauptet. Reichsaltbesitz etwa 0,13 v. H. höher mit 129,13; im Freiverkehr blieben Kommunal - Umschuldung mit 93,25 unverändert. Von Goldpfandbriefen wurden sömttiche Serien der Nass. Landesbank Wiesbaden auf 99,50 (99,75) her- a.bgesetzt; sonst zeigten nur Liquidationspfandbriefe die üblichen geringen Abweichungen. Industrie-Obligationen waren wenig verändert, ebenso Stadt- anleihen. 4,5 v. H. Mainz von 28 jedoch 96,75 (97), anderseits 28er Darmstadt 97,90 (97,75). Kommunal Umschuldung bröckelten im Verlaufe auf 93,20 nach 93,25 ab. Auch in der zweiten Börsenstunde blieb das Geschäft eng begrenzt, da kaum weitere Aufträge einliefen. Schwankungen traten fast nicht ein, so daß die Anfangskurse zumeist behauptet blieben. Westdeutsche Kaufhof 0,25 d. H. ermäßigt auf 106,25. Don den erst später notierten Papieren sind BMW. mit 154 (152,50), Lahmeyer mit 116,50 (114,75) und Schuckert mit 178 (176,50) als fest zu erwähnen. Von Hypothekenbankaktien stiegen Frankfurter Hyp. auf 112,50 (111). Abendbörse fest. Die Abendbörse war weiter fest gestimmt, wobei das Motiv weiterhin der Materialmangel war, während Käufe der Kundschaft nur in kleinem Umfange sich fortsetzten. Das Geschäft hielt sich daher meist in engen Grenzen, auch die Kursveränderungen gingen im großen und ganzen über Prozentbruchteile kaum hinaus. In Erwartung des Zahlenwerks weiter fest lagen aber Siemens mit 200 (198), dagegen büßten AEG., allerdings nur zum Einheitskurs, 1 v. H. ein auf 121; Licht und Kraft 134 (133,75), Geffürel Unverändert 139,25. Von Autowerten traten BMW. mit 155 (154) mehr hervor; Adlerwerke unverändert 109.50, aber Daimler 139 (139,50). Von den Standardwerten lagen IG. Farben weiter ruhig und mit 152 unverändert, ebenso 23er. Stahlwerke mit 111. Zu erwähnen wären noch Reichsbank mit 182,50 (182), Deutsche Erdöl mit 128,25 (127,75), Buderus mit 109,25 (109),. Rheinstahl mit 139 (138,75), Mannesmann mit unverändert 112.65, Holzmann mit unverändert 151,50, Metallgesellschaft mit unverändert 121 und Rheinmetall, die zum Einheitskurs 0,50 v. H. verloren, auf 134,50. Der Rentenmarkt lag bei behaupteten Kursen sehr ruhig; 6 v. H. IG. Farben 119,65, Reichsbahn-DA. 123,13. .^tanffurtpr Sd)!achtbtphmarft. Frankfurt a. M, 7. Febr. Auftrieb: Kälber 777 (gegen 912 am 31. Januar), Schafe 288 (216), Schweine 2879 (3100). Notiert wurden je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Kälber andere a) 62 bis 65 (62 bis 65), b) 54 bis 59 (54 bis 59), c) 45 bis 50 (45 bis 50), d) 35 bis 40 (35 bis 40). Hümmel bl) 47 bis 50 (47 bis 50), b2) 43 bis 44 (43 bis 46), c) 35 bis 42 (38 bis 40). Schafe a) 40 bis 42 (40 bis 42), b) 33 bis 38, (33 bis 39), c) 27 bis 32 (16 bis 32). Schweine a) 58,50 (58.50), bl) 57,50 (57,50), b2) 56,50 (56,50), c) 52,50 (52,50), d) 49.50 (49,50). Sauen gl) 57,50 (57.50). Marktverkauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Hümmel und Schafe mittel. RESTE < zu kaufen bei Enöl. Fett-Bücklinge . 500 g RM. 0.36 C. Röhr & Co . 3% Rückvergütung! 905A Während der letzten 3 Tage lllllllllllllllllllllllillllllllllllllllllllllllllllllllllllll und jetzt noch 3 fFagc günstige Gelegenheitnichtentgehen 925 A KUt 3836 Capctcn, Ceppifie, Gardinen, Linoleum iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiniiiiiüniuiiiiuttiiiiii Mit unseren" kleinen Preisen treffen wir den Nagel auf den Kopf ! Heute Mittwoch frisch von der See eintreffend 500 g RM. 0.25 500 g RM. 031 500 g RM 0 35 500 g RM. 0.39 500 g RM 0.50 Kabeljau o. Kopf Schellfisch o. K. . Seelachs Filet ... Kabeljau Filet... Rotbarsch-Filet.. Goethe-Bund, Kaufmännischer Verein inVerbindunghiitderLandesuniversität und dem Oberhessischen Kunstverein Unter diesem Leitgedanken gibt der Hugo Dermühler Verlag, Verlin- Lichterselde, eine Reihe Werke über ferne Länder und fremde Völker heraus 3n v eiseitiger Darstellung und mit lebensvollen ®übern werden Eigenart, Landschaft, Volksleben und Kulturdenkmäler an. schaulich von Deutschen geschildert, die diese Länder erst in den letzten Jahren unmittelbar erlebten und unsere auslandsdeutschen Volks» genossen mrtbe uchten. Also keine gewöhnlichen Rei ebeschreibungcn, jondern neuzeitliche, lebensnahe Wort- und Bildberichte! Bitte, fordern Sie von Ihrem Buchhändler die ausführlichen Werbeblatter über die Werke „Iranische Reise" und .Jur Wildnis ferner Wälder" an. Hugo Dermühler Verlag Berlin-Lichterfelde Es lohnt sich schon, einmal in die Seiden-Reste, Kleiderstoff-Reste Gardinen-Reste zu außergewöhnlich billigen Preisen 'HAUS DER GUTEN / /QUALITÄTEN Bahnhofstraße ZU kommen — und Winter-Schluß-Ve rkaufs bringe ich fieinrich. fiodiftätter S)ie 35lejie-Sa6e*”wÄ, Modehaus Schiltberger Gießen, Schulstraße 4 ___________ ____________________926A Donnerstag, den 9. Februar 1939, abends 8 Uhr, Neue Aula Vortrag des bekannten schwedischen Dichters Albin Widän „Altschwedische Kulturüberlieferungen in der Gegenwart“ anit Lichtbildern, Film und Leanng ans eigenen Werken Die Mitglieder des Goethe-Bnndes. des Kaufmännisch en Vereins nnd des Oberbess. Kunstvereins haben freien Eintritt (G. B. blauer Ausweis, Kontrollabschnitt Nr. 1 — K.V. grüner Ausweis, Kontrollabschnitt Nr. 8 — Oberhess. Kunstverein Mitgliedsausweis). Mitglieder tder NSDAP., der NS.-Franenschatt. des Landschafts- ümndes Vo.ksLm nnd Heimat, des Ortsverbandes Gießen des VDA. erhalten ermäßigte Eintrittskarten zum Preise von 50 Pf. gegen Vorzeigen des Mitgliedsausweises, Nichtmitglieder zn 75 Pf. bei Challier und an der Abendkasse, Staden en, M litä nnd .--chüler zu 80 Pf. bei Hausverwalter Becker, Universitätsgebäude. 82iD [ Einspaltige werden zum ermäßigten |/i • . Grundpreis von 5 Pf für die 8UeiHanZeigen Millimeterzelle veröffentlicht! Verbrauchergenossenschaft (Heben e. G. m. b. H. __________________________________912 A 7. Februar 1939 3. Ziehungstag In der heutigen Vormittagsziehung wurdet gezogen 153600 118804 1 20 Gewinne zu 2000 NM. 143800 216761 230526 23632 1000 RM. 46486 24045 2918 7600 7728 118534 119843 150 RM. Bezogen. Außerdem wurden 4672 Gewinne zu je In der heutigen Nachmittagsziehung wurden gezogen 366037 । K t G * 394799 138779 176722 179110 251409 255607 256154 I 364766 376123 58331 gjsweti. 81 ^ftricfzsacftcn Außerdem wurden 4670 Gewinne zu je gezogen. Eine Leistung! OeaflcteWeMraDi eoeD tftTidtercitBedx Nachiragshaushalissahung Bekanntmachung Zweijährige Handtlshlasse für Schulentlassene m.acht- jähr.Schulbildüng. FürMäd- chen auch Kochen u. Nähen. 2 304 529 Arbeiisvergebung festgesetzt. § 3. Der Oberbürgermeister. Stadtbauamt. I.A.: Gravert. Ruf 2486. 40?A 1. Nur die beste Drucksache Ist die billigste! Zur Weiterleitung an die Gemein- 2. Brühl'sche Druckerei. Schulstraße 7. Anruf 2251 nützige Wohnmigsbau - G. m. b. Sy, Gute Gerichte 4 700 80 200 Rezepte erhalten Sie bei uns gratis» Diese Woche frisch wie aus dem Netz! 158 000 ein Goldbarsch Ohne Kopf..500„ 40 , 74 000 Zusammen 536 900 Gießen, den 21. Dezember 1938. Der Oberbürgermeister: Ritter. Eine weitere Auswahl in unseren Fenstern im Hause sind. NORDSEE- 020A Gießen, Seltersweg 18 Drogerie Kreuzplatz 10 Der Oberbürgermeister^ Ritfer. X ... x 294110 344157 11008 242587 283001 339561 27316 21631 36577 208974 328773 28935 248301 298812 347586 289467 20449 224506 68886 360690 77821 291081 93436 212251 373947 298713 350109 110708 191611 216289 266650 318894 116074 192849 216380 278557 359644 101854 130547 161236 169989 193549 215529 256286 277334 318915 352914 388364 130130 244069 266454 324787 362837 5000 RM. 3000 RM. 100846 121703 132180 171949 185057 220093 255100 288046 319603 356429 372405 199471 231518 284586 369315 135787 249756 273022 334903 363664 138688 162983 174459 197120 229586 266953 281526 322522 367849 -392440 200139 233738 299690 384019 108107 11013 219925 123702 134204 173801 185884 227184 257353 289024 321969 356799 397952 201408 250523 311961 147594 164759 176628 199222 236293 270642 297934 329733 377850 393144 50229 206785 367459 43249 213816 333039 206174 257895 312748 10038 35056 63422 97177 121978 157437 165440 176857 204129 237585 275297 309346 335526 379288 394305 49411 62876 86290 118268 131406 161404 180515 201040 236927 279155 315707 344260 367373 107708 136055 162823 172872 194796 220839 266938 279924 320303 366605 391831 7520 149900 360788 RM. 220 000 2 Gewinne zu 2 Gewinne zu 10 Gewinne zu 335899 364091 126088 136646 178179 193972 227211 262509 292267 328961 360076 399205 150 RM. 99207 167216 274928 277552 6 Gewinne zu 10000 RM. 7230 - ~ m V .'/'Vyv,! MM Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücher! 877D Per HCU€ HANOMAG 1,3 IITER ist eingetrüffw! • 115 km/Sld. Höchstgeschwindigkeit • 100 km/Sld. Aulobahn-Dauerleistung • 8,5 Liter Kraflsloflnormverbrauch • für 5 Personen bequem Platz • Ganzslahlkarosse — 32 PS 4 Zyl.-Motor ADAM KIRCHER Gießen, Bleichstraße 15, Ruf 3338 rlr.. Lrsch^ Sonn» Beilag1 Liehen Heimar W ohne/ 3*d Auch 1 von e" infolge unterSa Ansch^ ridlM'' das hü! f den 1 Ä nh- fürchterli umlpann hende S Eine b sitzen, ste Stabt Cc nals m 'esuchten. um das: ■ Da spi JJerbinbii hort ma Goncepci drittgröß llniöer|il daß er aber das Santiagc cepcion j Radio ffi werbe ich Hub nun nninbete, i stört. 150 an M lanu5, ai es fehlt Abtrans: Wir s Radio 5 Sjmateui Mitteln, Ls ist k ruck doi Werk v löste ur , Provinz Irümme Luche nt ' Schre richtete Dörfer. Zehntat geht in ort LH Cinwoh San l ■ Teil ze wie CH Chiles Ls ;l ',,nQUc J > der I [ |nbbtd,en- ihn : ft : t i-r vnqch .L i qe.1 . M W» Flutz nahe bei und weit xb. Ein leit. 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