■ V #3?■'.'< V; -■ ■ I . r'' » ? . ,-K S • 4 *; m. 287 Erstes Matt 189. Jahrgang Donnerstag, 7. Dezember 1959 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druft und Verlag: vrühlsche UniverfitStrdruckerei «.Lange in Gietzen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulftraße 7 Hoffjemand Zahnschmerzen hatte, mußte er beispielsweise eine hundert Kilometer weite Reise von der Brüssel, 7. Dez. (Europapreß.) Die nationalistische Zeitung „Jour" macht sich erneut zum Sprecher der schweren Besorgnisse wirtschaftlicher Natur, die die französischen Mobilmachungsmoßnahmen allen einsichtigen Franzosen einflößen müssen. Bis zu der Erkenntnis, daß die Teilnahme Frankreichs an der Seite Englands in dem Krieg gegen Deutschland ein Abenteuer darstellt, das die Volkskraft Frankreichs auf die Dauer bei weitem übersteigen muß, ist allerdings ein weiter Schritt, zu dem der französische Nationalismus sich noch nicht durchgerungen hat. Aber es spricht auch so genug Selbsterkenntnis aus den erwähnten Ausführungen, die die Ueberschrift tragen „Verurteilung zur Ruh e". Das Blatt knüpft an die jetzt erfolgte Entlassung von 3000 Aerzten, Chirurgen und Zahnärzten aus dem Heeresdienst an, die wenigstens ein kleines Linderungsmittel für die allergröbsten Mißstände darstellen soll, die mit der Zeit nicht mehr tragbar waren. So war es z. B. selbst in dringenden Fällen nicht mehr möglich, einen Kranken am Blinddarm zu operieren, und wenn Die Aufnahme zeigt den Jubilar mit dem Führer und Obersten Befehlshaber. — (Scherl-M.) Japan besteht aus Sonderbehandlung für Exportwaren deutscher Herkunft. m ? 6 c r n leihen. Dies dürfte ein neues Geständnis der enormen Verluste der britischen HaWelsmarine sein. Mit besonderem Interesse wird die deutsche Oeftentlichkeit davon Kenntnis nehmen, daß bereits 1000 englische Handels- o?mpfer bewaffnet wurden, und daß Herr Churchill sogar 2000 Schiffe bewaffnen will. Im Landkriege behandelt man bewaffnete Zivilisten als Heckenschützen. Im Seekriege gelten keine anderen Grundsätze: bewaffnete Handelsschiffe sind Piratenschiffe! Obwohl jedermann weiß, wie sehr sich Churchills marschall von Mackensen zu dessen 90. Geburtstag die herzlichsten Glückwünsche übermittelt. Auch der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop hat des verdienten Heerführers aus dem Weltkriege mit einem Glückwunschtelegranrm gedacht. hieß seinen Gast auf das herzlichste willkommen. Der Führer schüttelte dem Generalfeldmarschall die Hände und sprach ihm seine herzlichsten Glückwünsche aus. Der Führer machte sich dabei gleichzeitig zum Sprecherder ganzen deutschen Nation und gab den Gefühlen Ausdruck, die sie heute gegenüber dem Mann bewegen, der durch seine Taten und Haltung in Krieg und Frieden bestes deutsches Soldatentum verkörpert und auch heute mit heißem Herzen am Schicksalskampf des deutschen Volkes Anteil nimmt. Generalfeldmarschall von Mackensen dankte dem Führer in bewegten Worten, insbesondere dafür, daß er in dieser Zeit selbst gekommen sei. Er brachte zum Ausdruck, daß es sein heißester Wunsch am heutigen Tage sei, den Sieg des deutschen Volkes unter seinem Führer noch miterleben zu können. Der Führer verweilte dann noch einige Zeit bei dem Jubilar und verließ gegen 13 Uhr den Erbhof Brüssow. Bei seiner Abfahrt wurden ihm wiederum herzliche Ovationen der Bevölkerung zuteil. Nach der Abfahrt des Führers erschienen die Abordnungen des Traditionsoerbandes ehemaliger Leibhusaren, der Vereinigung Oberkommando Mackensen, des ehemaligen Infanterie-Regiments „Generalfeldmarschall von Mackensen Nr. 129" und der NS.-Reichskriegerführung, die dem Generalfeldmarschall ebenfalls ihre herzlichsten Glückwünsche überbrachten. Generalfeldmarschall Ministerpräsident Göring hat in seinem eigenen Namen sowie als Oberbefehlshaber der Luftwaffe dem Generalfeld- n Ar. i ®ren- erstarkt ch btt uch setz, r Ijatttn !N auch rO chschnitt> i 1 v.h. t 120,25 ,BM Hen DM aus mit en M >tahl auf 1,75) an, jten mi| blieben. (128,25). verbliü nbbrieftii wäljrtti sitzanlck tosam I if IM tb Stadi' r gerinti . AM' aus 99,11 Tagest Churchill widerspricht sich selbst. Nie schweren englischen Echiffenerluffe können nichi mehr verschwiegen werden „Verurteilung zur Ruhe." Frankreichs Wirtschaft stöhnt unter Dem Kriegsabenteuer. »en ihre Glückwünsche aus Oberst Wiener, ommandeur des Kavallerieregiments Nr. 5, Major von Groeling, Kommandeur des I. Infanterieregiments 94, und Major der Reseroe.von Eisenhart-Rothe als Kommandeur der Ka- vallerieersatzabteilung V. Die Glückwünsche des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine überbrachte Konteradmiral Reiner. 11.30 Uhr traf der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst o. B r auch i t s ch , ein. Besondere Freude löste beim General- felümarschall das Geschenk des Heeres, ein Apfelschimmel, aus. Mackensen, der als passionierter Reiter noch heute beinahe täglich ausreitet, musterte mit sachverständigem Äuge das rassige Pferd und ließ es sich in verschiedenen Gangarten vorreiten. Durch nichts konnte der 90jährige Generalfeldmarschall jedoch mehr geehrt werden als durch eine persönliche Gratulation des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht. Dieser unerwartete Besuch löste bei der Bevölkerung die größte Ueberraschung und Freude aus. Die Glocken des Städtchens läuteten gerade die Mittagszeit ein, als die Wagen des Führers und seiner Begleitung auf dem Gutshof einfuhren. Das ganze Städtchen schien- auf den Beinen zu sein, und die Anfahrtsstraßen des Führers waren dicht umsäumt von den begeisterten Bewohnern, die dem Führer durch ihre Heilrufe ihre Liebe und Verehrung darbrachten. Als der Führer am Herrenhaus vorfuhr, erschien Generalfeldmarschall von Mackensen im Portal und Generalfeldmarschall von Mackensens 90. Geburtstag Oer Führer überbringt die Glückwünsche des deutschen Volkes. nach Marseille machen, in der zweifelhaften nung, dort einen Zahnarzt zu finden. Die jetzt erfolgte Maßnahme erweist sich aber nach den Ausführungen des „Journal" als v ö l l i g ungenügend, r^enn Frankreich und vor allem die Hauptstadt Paris nicht einem raschen wirtschaftlichen Verfall entgegengehen soll, und wenn vor allem die Kassen des französischen Staa- t e 5 infolge der durch die Mobilmachung aller Jahresklassen bis zu den Fünfzigjährigen verursachten ungeheuren Kosten sich nicht bald dem Bankrott ausgesetzt sehen sollen. D a l a d i e r habe das alles begriffen, heißt es in dem Artikel. Er bemühe sich inmitten der größten Schwierigkeiten, wenigstens die ältesten Jahresklassen zu entlassen und Urlaub für die Bauern durchzusetzen. Das Verttauen in die von Daladier versuchten Maßnahmen scheint aber nicht übertrieben groß zu sein, wenn das Blatt andeutet, man werde noch mehr Dinge verstehen, über die man aber nicht schreiben dürfe. Der Krieg koste Frankreich jeden Tag eine Summe, die man nicht nennen dürfe und die kein Pappenstiel sei. Es fragt sich nur, wie rasch sich die Erkenntnis von der Sinnlosigkeit der Frankreich zugemuteten Opfer durchsetzen wird. nicht gesagt, daß es seine grundsätzliche Ablehn u n ä gegenüber der englischen Kontrolle der deutschen Ausfuhr preisgegeben habe. Es kann festgestellt werden, daß das japanische Beispiel einen Einfluß auf die Haltung anderer neutraler Staaten in ihren Verhandlungen mit England ausübt. So hat I t a l i e n in den Verhandlungen über die deutschen Steintohlenlieferun- gen, die größtenteils über Rotterdam erfolgen, den Standpunkt vertteten, daß es sich hier um Ware handelt, die auf Grund des deutsch-italienischen Clearingverkehrs bereits als bezahlt zu betrachten ist, d.h. daß sie unter die in der Dlockadeverordnung vorgesehene Ausnahmebehandlung ' fallen müsse. Auch holländische Kreise in London verfolgen die englisch-japanischen Verhandlungen mit großer Aufmerksamkeit, um festzustellen, ob sie nicht vielleicht einen Präzedenzfall für eine Sonderbehandlung der über Holland nach Niederländisch-Jndien gehenden Ausfuhrgüter deutscher Herkunft ergeben werden. London 7 D«. (DNB.) Im englischen Un- terhaus sprach Wmfton Churchill am Mitt- n>o$ fDlgeniMm klassischen Satz: „Ich beabsichtige imcht Uber alle Schäden zu berichten, es sei denn, daß sie i n w e i t e n K r e i s e n bekannt werden, oder daß ich annehmen muß, daß der Feind davon Kenntnis erhalten hat/ Mit anderen Worten: Solange es irgend geht verschweigt der Erste Lügenlord die schweren Verluste, die seine Flotte erleidet. Dieses Einqe- standnis zeiat, was man von den märchenhaften Ziffern zu halten hat, die Churchill von Zett zu Zeit im Unterhaus vom Stapel läßt, wie er das am Mittwoch wieder getan hat. Seine Rede war gespickt voll Widersprüchen. Während er einmal davon sprach, die ständigen deutschen Angriffe seien „eine Lebensbedrohung" für Großbritannien, dehauptete er gleich danach, der englische Schiffsverkehr habe trotzdem aufrechterhalten werden können. Ja noch mehr, von Monat zu Monat feien die Verluste an Handelsschiffen zurückgegangen. Im Oktober seien sie nur noch halb so groß gewesen wie im September und im November um ein weiteres Drittel kleiner. Dabei konnten die Zeitungen in allen Hauptstädten der Welt noch nie so viele Schiffsuntergänge und Verluste der britischen Marine registrieren! Am meisten tobte sich dann Churchill — obwohl nach seiner Meinung die englische Handelsmarine ja gar nicht ernstlich bedroht ist — über die vielen Minenexplosionen in den letzten Tagen aus. Als schwachen Trost fügte er hinzu, vielleicht werde er nach Weihnachten imstande sein, hierüber mehr zu sagen. Churchill hatte bann die Stirn, zu behaupten, die englische Handelsschiffahrt habe in ben ersten drei Kriegsmonaten nur 340 000 Tonnen verloren. Dabe' mußte Reuter doch am Montag erst zugeben, daß die Zahl viel höher liege, nämlich bei rund 740 000 Tonnen. Natürlich müssen die deutschen U-Bootverluste ins Ungeheuerliche anwachsen. Herr Churchill weiß zwar nicht genau, wie viele U-Boote zerstört worden seien, aber frech ruft er: „Sicherlich 5". Daß der Erste Lügenlord, wie schon bisher, die schweren Verluste der englischen Kriegsmarine erneut verkleinerte und eine ganze Reihe glatt verschwieg, nimmt uns nicht Wunder. Er hielt es wieder nur für nötig, den Untergang der „Coura- geous", der „Royal Oak", zweier Zerstörer und eines U-Bootes von insgesamt etwa 50 000 Tonnen zuzugeben. Da Churchills Rede nicht beabsichtigte, über alle Schäden zu berichten, wollen wir hiermit seine Angaben vervollständigen. Torpediert wurden: Die „Repulse", die „Belfast", ein schwerer Kreuzer der London-Klasse. Durch deutsche Fliegerbomben wurden vernichtet bzw. schwer getroffen: die „Ark Royal", die „Hood", die „Southampton", die „Edinburgh", die „Mohawk" und die ,Hrcm Duke". leitftß*; ' GesO j; y $ll*| d°b dun*; >llle ßre* $ London, 6. Dezember. (Europapreß.) Der japanische Boffchaster Shigemitsu hat sich in seiner letzten Besprechung mit Lord Halifax über die verschärfte englische Blockade nicht auf grundsätzliche Forderungen beschränkt. Er hat vielmehr den praktischen Fall gewisser in der nächsten Zeit von neutralen Häfen aus zur Verschiffung gelangender bedeutender Lieferungen deutscher Herkunft für Japan angeschnitten und eine S o n d e r b e h a n d l u n g dieser Sendungen gefordert. Die japanische Regierung legt auf den Empfang der betreffenden Waren, die für die Durchführung des japanischen Fünfjahresplanes unentbehrlich find, besonders hohen Wert. Der Botschafter hat Lord Halifax darauf hingewiesen, daß Japan es nicht dulden könne, daß sein wirtschaftliches Aufbauprogramm durch die englischen Blockademaßnahmen gestört werde. Von japanischer Seite wird weiter darauf hingewiesen, daß Japan wegen besonderer Dringlichkeit der in Frage kommenden Lieferungen in diesem Falle sich um eine Sonderbehandlung bemühe. Damit sei aber Churchill kam bann auf die völkerrechtswidrige Blockade der deutschen Ausfuhr zu sprechen. Er behauptete, die Schiffsoerluste, welche die Neutralen erlitten hätten, hätten England genötigt, Vergeltungsmaßnahmen zu ergreifen. Wo. her sich Großbritannien das Recht nimmt, für die neutralen Länder Rache zu üben, wurde schamhaft verschwiegen. Mit unerhörtem Zynismus erklärte dann der Erste Lügen-Lord, durch diese Exportblockade würden „den Neutralen keine besonderen Unannehmlichkeiten verursacht" werden. Sie dürften eben einfach keine deutschen Waren auf ihren Schifen befördern lassen. Und damit die Neutralen von . dieser Arbeit ganz befreit würden, möchten sie doch« „ Vll •jre Dampfer für die Dauer des Krieges d e n! Heimatstadt Daladiers, Carpentras in der Provence, 0er schlechte (Schüler. Von unserer Berliner Schristleiiung. Die englische Regierung versucht krampfhaft man- dcls anderer Kriegserfolge, den Anschein aufrecht« zuerhalten, als habe England noch immer irgendwelche Verhandlungsmöglichkeiten gegenüber Deutschland in der Hand. Die Albernheit dieses Bemühens scheint nun sogar in London fühlbar geworden zu sein. Denn der britische Außenminister Lord H a l i f a x hat über dieses Thema dem Oberhaus eine Vorlefuna gehalten, deren Grundgedanken wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. England vertritt danach die — selbstverständlich allein maßgebliche — Lehre, daß Teilnehmer eines internationalen Konferenz^espräches die „Grundlektionen" beherrschen müssen, beispielsweise die Verwerflichkeit der Gewaltanwendung usw. Die deutsche Regierung hat, so fährt der Herr englische Außenminister fort, diese (englischen) Lektionen noch immer nicht gelernt, und er stellt daher mindestens zwei Bedingungen dafür, daß England die Teilnahme Deutschlands an einer Konferenz erlaubt, nämlich erstens die Annahme sämtlicher von England zu diktierenden Bedingungen, zweitens die Stellung von Bürgschaften für die gehorsame Durchführung der englischen Bedingungen. Wenn also Deutschland reumütig unter ein neues, erweitertes Versailles zurückkehrt, dann will England trotz der „Zerstörung des Vertrauens durch Deutschland" in feiner väterlichen Güte so weit gehen, eine „internationale Ordnung" zu schaffen, innerhalb derer die Völker „frei von der Einmischung ihrer mächtigeren Nachbarn" leben können, ja, England will für dieses wahrhaft ergreifende Ziel „fein Bestes geben". Unsere Leser werden diese tiefen Weisheiten britischer Weltbevormundung zweifellos mit dem gleichen Vergnügen lesen wie wir selbst. Wir vermögen es in Worten nicht auszudrücken, wie zerknirscht wir darüber sind, daß wir Deutschen nun vor aller Welt als die schlechtesten Schüler der englischen Gouvernante dastehen. Wir haben uns doch immer solche Mühe gegeben — aber wir müssen leider gestehen: ein so hohes und edles Beispiel, wie es uns England seit mehr als drei Jahrhunderten mit feiner, Raubkriegmethode der „internationalen Ordnung", mit feiner grenzenlosen Verlogenheit, mit feiner völligen Verachtung jedes gegebenen Wortes, stdes internationalen Vertrages gibt, das werden wir niemals erreichen können, und wenn die englische Gouvernante uns in noch so vielen strengen Nachhilfestunden „ihr Bestes" gibt. Es ist ein unwiderstehlich groteskes Bild, das England mit dieser Glanzleistung seines Außenministers wieder einmal bietet: jeden Tag bekommt es zu spüren, daß England keine Insel mehr ist — Generalfeldmarschall von Mackensen feiert (uf seinem Gute Brüssow in der Uckermark in Körperlicher und geistiger Frische im Kreise seiner Emilie seinen 90. Geburtstag. Die Häuser haben /laggenschmuck angelegt. Das Herrenhaus der Domäne Brüssow, die der Führer dem ruhmreichen Heerführer im Jahre 1935 bei der 20. Wiederkehr tes Tages seiner Ernennung zum Generalfeldmar- fhall zum Geschenk gemacht hat, ist an der Front ttnnenumkränzt. Das Hakenkreuzbanner weht von km First. Bei Tagesanbruch bezieht ein Doppeltsten vor dem Gutshause die Ehrenwache. Bald birauf tritt der Feldmarschall auf die große Frei- ueppe. Er trägt den weißverschnürten Uniformrock 2. Leibhusaren Danzig-Langfuhr mit dem feil3 N schmückten Tschako der Totenkopfhusaren. In (Kammer Haltung, die durch nichts das hohe Alter ds Marschalls erkennen läßt, nimmt er die Mekong der Wache entgegen und unterhält sich mit den titbaten, von denen einige mit Stolz das E.K. von 1^9 tragen. Nachdem die Angehörigen und Angestellten der pmäne ihre Glückwünsche .ausgesprochen haben, b'Sinnt der Generalfeldmarschall seinen Ehrentag Jtt einer Hausandacht. Dann eröffnete die Besuche p Wehrmachtsabordnungen ■ der stellvertretende ^mmanbierenbe General unb Wehrkreisbefehls- jtber II, Generalleutnant Feige, ber vom Chef ”C5 Generalstabes, Generalmajor von Zülow, dezleitet war. Darauf melbeten sich verschiedene iiuppenaborbnungen beim Generalfeldmarschall. Es handel muhex n von ife *7 itaiW märe, '!'J ' er W ; «■ M ein v .lbenV°1 Erlchemi tägltd), außer Sonntags unb Feiertags Betlagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monatz-Vezugspreir: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr e -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zeritsprechanschlüsse enter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Stattffurt am main 11686 Notte in alle Winkel verkrochen hatte, verstieß sich der Erste Lord ber Admiralität zu ber ungeheuerlichen Behauptung, biefer Krieg sei „ein merkwürdiger Krieg für Deutschlands Flotte, die überall zurückgettieben wird". Kurz danach bekam Churchill vor seiner eigenen Courage Angst und bemerkte bekümmert, der Preis für die Kontrolle der See durch Großbritannien sei „oft sehr t e u e r". Er warne ausdrücklich: Man müsse mit weiteren schweren Verlusten rechnen. Und darauf kann er sich verlassen. Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer vis 8'/,Uhr des Vormittag» Srnndpreise für l mm Höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Test- anzeigen von 70mm Breite bORpf.,PIatzvorschrift nach vorh. Dereinbg. 25°/, mehr. ermäßigte Grundpreise: Stellen», Vereins», gemein» nütjige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen. Bäder», Unterrichts- u. behördliche Anzeigen6Rpst Mengenabschlüffe Staffel B 6u«g1111 ret'4 i w i ich *, tn W e Oie Finnen auf der Karelischen Landenge im Rückzug Starker russischer Druck auch auf den anderen Fronten. hr > it"1, W1 k *1 Os L b- pr hnit® Liber Milk ilnla br , yt,J M * U an Amsterdam, 6. Dez. (DNB.) Im englischen Unterhaus wurde die Frage der Unter st utzun» gen für die Familien ein gezogener Soldaten angeschnitten. Auf die Erklärung des Pensionsministers, daß seines Wissens feine Schwierigkeiten mehr bestünden, diese Unter, stützungen zu beziehen, warf der Abgeordnete Bobbie ein: „Glaubt die Regierung nicht, daß es ein eigenartiges Licht auf ihre eigene Organisation wirft und daß sie eine Sch an d e für die ganze Regierung ist, daß stets diese gleiche Antwort gegeben wird und daß es trotzdem immer noch Frauen in England gibt, deren Männer seit August im Wehrdienst stehen, und die noch nicht einmal die erste Zahlung erhalten haben." Unter ständigen Zwischenrufen und Ordnung«, rufen fuhr Dobbie fort: „Ich fordere eine Antwort. Ich habe in meinem Wahlkreis eine Frau mit acht oder neun Kindern, die noch nicht einen Penny von der Regierung erhalten hat. Mit Ordnungsrufen können Sie hungernden Frauen und Kindern nicht kommen. In dieser Woche habe ich in meinem Wahlkreis Frauen in d i e Pfand« leihe gehen sehen, um für ihre Kinder etwas zu essen kaufen können. Ich schere mich nicht den Teufel um Ordnungsrufe, denn ich spreche hier für hungrige Frauen und Kinder." Als der Sprecher hierauf den Abgeordneten ersuchte, sich wegen seiner Bemerkungen zu entschul« digen, erwiderte Dobbie: ,Hch bin niemandem im Parlament oder im Lande zu einer Entschuldigung verpflichtet, wenn ich Namen hungriger Frauen und Kinder sprech«." Daraufhin ersuchte der Sprecher Dobbie, das Parlament z u verlassen, mas Dobbie auch tat, nachdem er erklärt hatte: „Im Namen dieser hungrigen Menschen verlasse ich dar Parlament, denn die Sache dieser Menschen steht mir höher als das Ansehen des Parlaments." aber die englische Regierung Chamberlain-Churchill- Halifax, Musterbeispiel sturer Altersgewohnheiten, bewegt sich noch immer in den Vorstellungen jener vergangenen Zeiten, in denen England in jeder Beziehung eine Insel war und sich das auch erlauben konnte. Heute führen beispielsweise von Deutschland so viele Brücken nach England, über Wasser, unter Wasser, durch die Luft. Und diese Brücken bauen wir nach unseren eigenen Bedingungen, nicht nach englischen! wußten, wie wichtia wir sind und daß sehr °KI von unseren Beobachtungen abhangt. So sahen wir', wenn wir von unserem Beobachtungsstand auf der Bergnase vorsichtig über Die Umwallung blickten, vor uns in kaum 80 Meter Entfernung die Franzosen sich eingraben. So mußten mir Doppelt aufmerksam sein und außer Dem Luftraum über uns auch noch das Gelände vor uns im Auge behalttn. Man konnte ja nie wissen, ob nicht em französischer Stoßtrupp im Schutze Der Dunkelheit Den Hang emporkommen würde. Aber nichts geschah, unD mir konnten unseren Dienst ungestört „versehen. Nun sind unsere Truppen wieder vorgerückt und haben den Franzosen hinter seine Grenzlinie gejagt. Nur dann und wann schickt Der Franzmann ewige 7,5- oder 10-cm-Granaten herüber." Es sind prächtige Menschen, Die hier vben einsam und ganz auf sich angewiesen ihre Pflicht er- füllen. Die meisten von ihnen stammen aus Der Gegend, einige von ihnen können sogar ihr Heimatdorf von ferne sehen .. ? Sie setzen sich in ihrem harten Dienst also nicht nur für Führer und Reich, sondern auch gleichzeitig noch für ihre engere Heimat, für die eigene Scholle em! Hans Jutte. Britische Soldatenfrauen müssen hungern. Sturm im Unterhaus über das Versagen der Familienunterstützung. blauen Potsdamer Grenadiere, Die blanken Seydlitz- kürassiere. Schon vorher — im Jahre 1660 — hatte Der Nürnberger Mechaniker GottfrieD Hautsch für Den französischen Thronfolger ein aus Reitern unD Musketieren zusammengesetztes Regiment SolDaten angefertigt. Das mit Recht höchste BewunDerung Deutscher Feinmechaniker erlangte! Führten Doch Die Truppen präzise Exerzierbewegungen aus: sie senkten unD hoben Das Gewehr, schlugen an unD gaben sogar auf Kommando Feuer! Darüber würDe sich gewiß noch mancher Deutsche Junge freuen, nicht wahr? Wir sehen, Daß Der Weg bis zu Den heute begehrten Spielgeräten „Auto, Flieger, Tank unD Flak" auf eine gute Vorschule deutscher Spielwarenherstellung zurückblicken kann. ohne daß darunter die Klarheit des Ablaufs des dramatischen Geschehens leidet. Anna Dam m a n n verkörpert Die Gestalt der Marikke, Die unglücklich Liebende, Die Verzichtende und lieh ihrer Rolle Züge einer bestechenden und scharf profilierten persönlichen Eigenart. Unproblematisch steht neben ihr Gertrud Meyen als Tochter des Gutsbesitzers und Georgs Braut, die wohl ahnt, Daß zwischen ihrem Verlobten und Marikke etwas ist, aber nicht Den Mut hat, entscheidend einzugreifen, sondern an der Hoffnung ihres Glückes festyält. Ernst von Slipftein steht in feiner Rolle zwischen Den schrift für bildende und darstellende Kunst, Architektur und Kunsthandwerk bringt in ihrer November« Folge einen gut illustrierten Aufsatz über Land schaftszeichnungen Der Niederländer. Besonderer Interesse wird der Beitrag Professor Pirchans finden: „Maler malten Maler". Bilder österreichischer Der Stellvertreter Des Führers empfing 17 Ho« heitsträger und Politische Leiter Der Auslands- b Organisation Der NSDAP, aus Dem ehemaligen Jn A Polen, Die ihm durch Gauleiter Bohle vorgestellt ' R- wurden. Der Landesgruppenleiter der ehemaligen ’ J Da "'N!: dieser Junge hieß Balthasar Paumgartner, und bat in einem nach Frankfurt gerichteten Briefe seinen Bä ter, ihm von Der Dortigen Messe „ein Pferd, so mit Geißhäuten überzogen" ist, mitzubringen. Es Dürfte sich um ein Schaukelpferd gehcmDelt haben. SolDaten! Das ist Der Weihnachtswunsch jeDes Deutschen Jungen! Vor einem halben Jahrtausend fertigte man für Die KinDer Krieger aus Papier- maffe unD Ton an, aus Dem gleichen Material, Daraus auch — neben Holz — Die Puppen Der MäDels zumeist beftanDen. Zinnsoldaten gab es bereits vor 1700, aber erst Die Siege Friedrichs Des Großen machten sie überall, sogar im feinDlichen Auslände, begehrt! Alle Knaben Europas wünschten sich zu Weihnachten Die roten Zietenhusaren, Die Ein Genfer Mummenschanz Die finnische Regierung hat es für richtig gehalten, wegen ihres Konfliktes mit Der Sowjetunion ein Dölkerbundsverfahren anhängig zu machen, obgleich es wohl zweckentsprechender gewesen wäre, sich mit dieser Beschwerde gleich an Die allein verantwortliche Stelle, nämlich an Die englische Regierung, zu wenden. Denn diese war es ja. welche die finnische Regierung in ihrer halsstarrigen Haltung gegenüber Den russischen Vorschlägen bestärkte und somit das Unglück einer gewaltsamen, im Grunde überflüssigen Auseinandersetzung herauf- ■ beschwor. Doch sei dem, wie es sein mag. Jedenfalls haben die plutokratischen Staatsverderber des Westens die Gelegenheit schnell beim Schopfe ergriffen, um in Genf wieder einmal Den starken Mann zu markieren. Freilich weiden sie dabei unter s i ch bleiben. Die meisten Großmächte dieser Erde beteiligen sich nicht mehr an Dem Mummenschanz. Es fehlt DeutschlanD, das bereits tm Jahre 1933 Die heiligen Genfer Hallen verließ, es fehlt I t a - lien, Das nach dem Sanktionsabenteuer seinen Austritt vollzog, es fehlt Japan, Das sich gleichfalls schon vor Jahren aus Der Liga zurückgezogen hat, es fehlt Spanien, das feit Der nationalen Erhebung mit Der Genfer Gschaftlhuberei nichts mehr zu tun haben will, es fehlen die Vereinigten Staaten von Nordamerika, die diesem Verein seit Anbeginn ferngeblieben sind, es fehlt schließlich sogar die Sowjetunion, obgleich sie Der zweite Partner in Dem zur Debatte stehenden Streitfall ist. Nur zwei Mächte halten es mit ihrer Würde noch vereinbar. Die tragenden Rollen in Dem KomöDiantenspiel am Genfer See zu besetzen, können wir Diesen beiden — England und Frankre ich — Das Vergnügen! Mitleid jeDoch beschleicht uns, wenn wir sehen, daß auch gewisse ^Staaten kleineren Formats sich nicht scheuen, als Statisten in Dieser Schmiere aufzutreten. Denn^ es ist ja kein Welttheater mehr, was Dort aufgeführt wird, sondern ein politisches Dilettantenstück im privaten Kreise. Wer sich dazu hergibt, mitzumachen, ist also nur zu bedauern. Wer es sich aber einfallen läßt, Den agierenden Personen demonstrativ Beifall zu klatschen, den werden wir uns genauer betrachten müssen. Denn es kann uns nicht gleichgültig sein, ob sich noch weitere Leute an Dem Kriegsverbrechen unserer Feinde mitschuldig machen wollen oder nicht. H. Ev. 3500 Jahren tat, sondern auch unsere Volkssorscher begeistert, da sie über Die anfite Back- und Knettechnik aus diesem Spiel werk mancherlei Wissenswertes entnehmen können. Aber auch Das germanische Altertum hat eine Spielwarenerzeugung gehabt, Die als handwerklich anzusprechen ist. Wohl mögen manche Holzpferde, Die unsere Ahnen vor 2000 Jahren kannten, Erzeugnisse besonders geschickter Väter oder Altenteilbesitzer gewesen sein; aber gewiß firib die in Den Sagas erwähnten Mnfiaturpserbe aus Messing gewerbliche Schmiedewaren gewesen. Denn dieser Stoff setzt Fachkenntnisse voraus! Dennoch darf man die planmäßige Spiettvaren- erzeugung als Sonders ach des deutschen Handwerkers gewiß erst fürs frühe Mittelalter ansetzen. Das zeigt ein Bild aus Dem „Hortus deliciarum", einem Buch über zeitinteressierende Kulturdinge; verfaßt hat es 1180 Die Aebtissin Herrad von LanDsperg; Da sehen wir unter anderen Darstellungen ein Kin- Derpaar. Das zwei Ritter gegeneinander kämpfen läßt; Die Puppen stehen vor ihnen auf Dem Tische und werden mittels Schnüren bewegt; sie heften Die Schwerter, decken sich mit Den Schilden. Die Fechtmethode ihrer harnischtragenden Väter ahmen Die Buben recht geschickt nach. Wer wollte bezweifeln, daß Die Ritterwhne auch für das Spiel im Freien spielerisches Gewaffen befaßen, so gut ihre Schwestern Puppen, Wiegen, Puppenküche zur Verfügung hatten? Windräder, Kreisel, Fahnen und Trommeln gab es ebenfalls schon frühzeitig, Puppenhäuser Dann erst, als das stäDtische Leben seinen Aufschwung genommen hatte. Da waren Nürnberg und Augsbrug Erzeugungsplätze einer handwerklichen Industrie, „fo fast die ganze Welt mit Pup- penwerck, Dockenwerck und mit dergleichen netten, fleißig gemachten Maaren versehen". Auch Die Frankfurter und Leipziger Messe waren Liefer- ftätten begehrten Spielzeugs; Das läßt Der Brief eines kleinen Knaben aus Dem Jahre 1591 ersehen; Spielzeug, des Kindes Werkzeug. Don Werner Lenz. Weil Weihnachten ein Fest Der gebenden Liebe für Die Erwachsenen und Der hinnehmenden Liebe für Die Kinder rft, Darf es gerade in Diesem Jahre nicht feines liebevollen Charakters entkleidet werden. Denn unsere Kinder haben einen Anspruch daraus, im Strahle Der Liebessonne aufzuwachsen — besonders heut« unter wölken schwerem Himmel. Und wenn man schon vor Weihnachten, Durch Die Straßen gehend, die kleinen Kerlchen beobachtete, wie sie Den gefälligen Auslagen Der Spielwarengeschäfte eine heitere, Dabei ernst „sachliche" Aufmerksam kett zuwandten, Dann kommt man unwillkürlich zu Der Erkenntnis, daß Das weihnachtliche Kinderbeschenken Doch einen wichtigen Grund haben muß. UnD Das ist auch Der Fall! Italiens Austritt aus der Genfer Liga unwiderruflich und endgültig. Rom, 6. Dez. (DNB.) Entschieden wendet sich „Giomale D'Jtalia" gegen Pläne, Die Darauf abzielen, Italien irgendeine Rolle im russisch-finnischen Konflikt übertragen zu wollen. Es sei be- zeichnerid. Daß man neben Den Stimmen, Die Italien seit bald zwei Monaten in Verbindung mit einem sogenannten Balkanblock nennen, nunmehr auch Stimmen laut würden, Die ihm eine neue Mission zuteilen möchten. Wenn Die amerika- gische Zeitung „Washington Post" beispielsweise erkläre, man sollte sich am Vorabend Des Zusammentritts Des Genfer Rates bemühen, Italien zu einer Rücktehrin die Liga zu bewegen, so könne man Darauf nur antworten, Daß Derartige Bemühungen mit Aussicht auf Erfolg 1935/36 hätten unternommen werden können. Heute sei es 3 u spät. Am 11. Dezember, zwei Jahre nach Der Austrittserklärung Der italienischen Regierung, werde Italien unwiderruflich unD endgültig die Genfer Liga verlassen haben unD keinerlei Beziehungen, auch nicht verwaltungstechnischer Natur, mit ihr pflegen. _______________________ Denn — Spielzeug ist des Kindes Werkzeug! Der Heranwachsende kleine Mensch übt sich in Hantierungen, Die Der Knabe Dem Vater, Die Das Mädchen Der Mutter absicht. Diesem erzieherisch bedeutsamen Spieltriebe kommt Der Erwachsene — feit Jahrtausenden — entgegen, indem er dem Kinde Spielgeräte schafft. Wohl weih sich Das spielbedürf. tige Kind selbst zu Helsen, und schafft sich mit kühner Phantasie sein Gerät; ein Stecken wird Dem Jungen zum Steckenpferd; einen Holzscheit umwindet das Mädchen mit einem Stoffreste und sieht in seiner unscheinbaren Schöpfung ein Puppenkind. Schöner aber gewiß ist noch, was liebende Ettern - sorgfalt ihm zureicht! Da bastelt her Vater am Feierabend ein Spielwerk für den Knaben zusammen; Die Mutter näht Sin Kleidchen für her Kleinen Puppe. So war es schon vor Jahrtausenden; Funde in uralten Siedlungen zeigen sogar, daß nicht nur „Heimarbeit" Das kindliche Spielzeug er« schuf, sondern daß die Spielwarenindustrie mit mit ihrem naiven Raffinement bereits Jahrtausenhe tätig war, bevor her Weihnachtsstern aufging, her bis heute her Spielwareninhustrie mit ihrer weiten Arbeiterschaft so segensreich leuchtet. Da förderte Die Wissenschaft nicht nur Klappern, Rasseln, Bälle — lederne und bastgeflochtene — in Altägypten zutage; auch mechanische Spielgeräte hat man tm Nillande und m Vörde rasten entdeckt. Da ist ein auf Rädern laufender Igel, her stilistisch Vorbild unserer Holzschnitzereispielwaren fein könnte; Da Der knetende Bäcker, Der nicht nur so müssen wir jetzt die Karte vornehmen. Wir befinden uns tm Kriegsgebiet, m Dem sämtliche Wegweiser und Orientierungsschilder verschwunden sind. Ganz vereinzelt sehen wir Dann nur noch Soldaten auf Den Straßen und in den Ortschaften. Fast ausgestorben scheint das Land, aber wir wissen, daß Das eine Täuschung ist. In Den Bunkern, Die sich tiefgestaffelt im Westwallgebiet befinden, halten Die deutschen Soldaten Die eiserne Wacht. An einer Straßengabeluna treffen wir einen Doppelposten, Der energisch Die Weiter fahrt verwehrt. Beide Straßen sind von den Franzose h e n eingesehen, Die heute besonders schieß- wütig sind und bei jeder verdächtigen Bewegung mit ihren Kanonen ballern. So müssen wir eben einen anderen Weg wählen, um an die Flugwache heranzukommen, Die auf Der nächsten Höhe liegt. Irgendwo am Straßenrand kommt Der PKW. m Deckung, und Dann steigen wir auf hartgefrorenem Boden empor zu den Männern der Flugwache, die auf ihrem einsamen Posten so wenig „Besuch" bekommen. Vorsichtig blicken mir über Den Wall des Beobachtungsstandes hinweg, erkennen deutlich durch Das Glas jenseits her Senke in dem Wald auf einem Turm den vorgeschobenen französischen Beobachtungsposten. In Der weiten Runde rührt sich aber nichts — nur hoch oben in Den Lüften herrscht reger Flugbetrieb, der die ganze Aufmerksamkeit Der Flugwache auf sich lenkt. Muß doch jede feindliche Maschine, Die die Grenze überfliegt, rechtzeitig nach rückwärts gemeldet werden. Ueheraus verantwortungsvoll ist der Posten, den diese Männer von her Flugwache haben. Seit 15 Wochen stehen sie hier oben in unmittelbarer Nähe des Gegners, der heute zwar mehrere hundert Meter von ihnen entfernt ist, aber auch schon bis auf 80 Meter an Kriegsmaler, und Bilder aus Der Kriegs gefangen* schäft zeigen weitere Beiträge. Eine Reihe ganz* fettiger Abbildungen sind der Plastik Des ehemaligen Wiener Parlamentsgebäudes gewidmet. — Behelfsmäßig, aber vorbildlich! Das kann man von Den Luftschutz-Vorrichtungen sagen. Die ein neuer sechsseitiger Bildbericht im neuesten Heft bet „Sirene" zeigt. Wir sehen, wie man Kellen fenfter zum Notausstieg aus baut, Sandkisten uiö Säcke, ©teinparfungen und Balken als Splitterfckus verwendet, wie Der Splitterschutz vor Dem Not ausgang angebracht werden muß, wie man Türen und Fenster gassicher macht, und wie Die Deki des Luftschutzraumes abgestützt werden soll. Wet tere interessante Berichte und Bilder-Artikel behaN' Dein „Kriegsausbildungsplan für Selbstschutzkräfte, „Der Polnische Feldzug und Die Technische Not W" z Palast über die Leinwand geht, findet man — nach Der „Reise nach Tilsit" — abermals einen Filmstoff, der sich auf das engste an ein Sudermannsches Bühnenstück anlehnt und in gleicher Weise von jener verhaltenen und hintergründigen Spannung erfüllt ist, die einer ganzen Reihe von Bühnenwerken Sudermanns zu eigen ist. Lange bleibt in „Johannis feuer" das Schicksal Der unmittelbar beteiligten Menschen in her Schwebe, zusehends verschärfen sich die Konflikte, Die unheilschwangere Stimmung hält in Das letzte Bild, fesselt und beunruhigt, alles menschliche Mitempfinden heraus und schließlich doch noch mit einem ungelösten „80 Meter vor uns lag der Feind..." sich aber in sie, verlobt sich mit ihr und erkennt seinen Irrtum erst, als er Marikke gegenübertritt, die in Den Jahren seiner Abwesenheit zu einer faszinierenden Persönlichkeit geworden war. In der Iohannisnacht, her „Freinacht", finden sich Georg und Marikke, er will seinen Irrtum aus Der Wett schaffen, will sich von Trude, der Tochter des Hofes, trennen unb mit ihr, mit Marikke, in hie Welt gehen. Aber Marikke lehnt nun ab, erinnert ihn an eingeganaene Pflichten, leistet für sich selbst Verzicht und verläßt allein Den Hof Georg heiratet die ungeliebte Frau. Der Film ist ungemein reich an packenden Sze- neu und reich cm ländlicher Stimm ungsmalerei, Riga, 7. Dez. (DNB.) Auf Der Karelischen Landenge ziehen sich Die finnischen Truppen in zunehmendem Maße zurück. Am Mittwochmorgen roirh bestätigt, haß die vorgeschobenen finnischen Abteilungen hie Grenzorte Nykyrka, Valkjärvi unb Rautu aufgegeben haben. Der Rückzug erfolgt ' ' ' renzstellunaen hinter hem *■ sühöstlich von W i - PK. Mit dicken Reifkristallen sind Die Scheiben des PKW. überzogen, oer uns heute nach vorn zu Den vorgeschobenen Flugwachen bringen oll. Friedlich Liegt Das Land an diesem sonnenhellen, frostklaren Morgen. Nichts erinnert Daran, daß Krieg ist. Doch allmählich ändert sich Das Bild, als wir das Gebiet Der Luftverteidigungszone West hinter uns gelassen haben und durch Den Westwall fahren. Geschäftiges Leben und Treiben herrscht auf Den Straßen, in Den Dörfern. Einzelne Lastkraftwagen brausen dahin, ganze Kolonnen fahren in gleichmäßigem Tempo ... Dazwischen marschierende Infanterie, Derpflegungskolonnen, Munitionskolonnen ... Wir verlassen Die Hauptverkehrsstraße, die zur Front führt, fahren einen Feldweg entlang, um die Höhe zu erreichen, auf der ein Funkwagen auf einsamem Poften steht. Eisig fegt her Wind über die Felder, pfeift in Den Drähten Der Antenne, Die, kaum für Das Auge sichtbar, über Die ausgezeichnete Tarnung Des Fahrzeuges hinaus- ragt. Die Männer in dem Funkwagen blicken hin auf, als sich Die Türe öffnet. Sie Dürfen sich auch nicht ablenken lassen, Denn sie sind auf wichtigem Posten und müssen auf jedes Zeichen achten, das ihnen Durch den Aether zufliegt. Mit Den vorder- ften Flugwachen sieben sie in ständiger Verbindung, unD von ihrer Aufmerksamkeit hängt es ab, daß die Flugmeldungen feindlicher Flugzeuge rechtzeitig an die Batterien Der Flakartillerie gegeben werden. Wenige hundert Meter von Der Funkstelle liegt ein einsames Bauernhaus. Hier treffen wir Die Kameraden der Männer vom Funkwagen, die sich gerade zur Ablösung fertig machen. Sechs Stunden müssen sie mit Dem Kopfhörer an Den Apparaten sitzen und auf jedes kleinste Funkzeichen lauschen, ehe sie wieder abgelöst werden und in Die warme Bauenfftube zurückkehren können, Die ihnen zur Heber Die Tätigkeit Der russischen See. ( ftreitträfte heißt es am Mittwochmorgen, Daß j das Bombardement auf Hogland fortgesetzt wurde, auch seien Landungsversuche 1 unternommen worden. Die Besetzung der im Finni- \ scheu Meerbusen gelegenen Insel Groß-Tyttas- - tären durch Die Russen roirh bestätigt. Aus Hel- । sinkt meldet „Aftoitbladet", Die finnische Minensperre bei Aaland hindere russische Kriegsschiffe, in den Bottnischen Meerbusen einzufahren. Gleichzeitig werde mitgeteilt, Daß die V e r - schiffung finnischer Truppen nach Den Aalands-Jnseln Durchgesührt sei. „Nya Dag- light Allehanda" meldet, Daß Amerika eine große Anzahl Flugzeuge nach Finnland schicken werbe, Die von amerikanischen Staatsbürgern finnischer Volkszugehörigkeit gespendet worden seien und von amerikanischen Piloten geführt wurden. Aus Kirkenes wird gemeldet, daß Drei ruffiiche Flugzeuge Bomben auf K 0 l 0 sj 0 ki, bas Zentrum her großen kanadischen Nicke l g e- se 1 lschaft in Finnland, abgeworfen hatten. Es sei kein großer Schaden entstanden. Die finmschen Abwehrgeschütze traten in Tätigkeit, jedoch wurde kein s der Flugzeuge abgeschossen. Die Freimachung Helsinkis wird fortgesetzt. Die Stabt ist Sitz der Regierung geblieben. Die meisten Kadi- nettsmitglieber leben in den Vororten. Die Mui- fterien, die in Der Nähe Des Hafens gelegen waren, mußten verlegt werden. Der Bau neuer bombensicherer Unterstände wird bald fertiggestellt sein. junge Pflegesohn Georg Des Gutsbesitzers Vogelreuter, der jahrelang in Afrika war, kehrt zurück, trifft aber noch vor seiner endgültigen Rückkehr auf oen Hof die nun erwachsene Tochter Des Gutsbesitzers, die vor seiner Ausreise noch ein Kind war und ihm damals noch nicht soviel bedeuten konnte, in hie etwas ältere Marikke. Er verliebt Verfügung steht. Wetter geht unsere Fahrt Der Front zu. Bald ist die Grenze des steigern achten Gebietes erreicht. Nun beherrschen Die Soldaten ausschließlich die Straße. Sind bisher die Wegweiser und Ortstafeln —,----- .... . , . - für Die rasche Orientierung eine gute Hilfe gewesen, uns aber gab es nur eines: Aushalten! Wir au, Woukksen.-Fluß und ------ borg. Die Russen sind am Mittwochvormittag im . Dorrucken begriffen, wobei sie von zahlreichen - Panzerzügen und ft ar f e r Artillerie unterstützt werden. Die Tätigkeit Der Luftwaffe hat in Den letzten Tagen abgenommen. Nördlich vorn Ladogasee treffen hie russischen Truppen hart auf die finnischen Linien. An her östlichen Grenze vom Labogasee wirb auch ein ver- tärtter russischer Druck gegen S 0 ujärvi gernel- ;et. Die finnischen Vorposten hätten Salmis unb Suvilahtt aufgegeben. Es ist anzunehmen, daß die Finnen in diesen Gebieten in den nächsten Tagen ich weiter zurückziehen müssen. Eine ähnliche Entwicklung erwartet man für das Gebiet nördlich vom Ladogasee. Bis jetzt ist hie finnische Luftwaffe in dieser Gegend nicht eingesetzt worden. In den letzten 48 Stunden hat sich gezeigt, daß den Russen nur geringer Widerstand bei Der Einnahme von Koulajäna, Kuusomo und Sumvssalmi bereitet wurde. Weiter ist es den Russen gelungen, d 1 e Eisenbahnlinie östlich von Wurmes zu bedrohen. Im P e ts a m 0 d i st ri k t haben sich Die Sännen halten können. W JL__- ■ ' < / ■ |'>'5 A ■. W breiten Masse beliebten Erzähler stellten: „Die Wis- Ablaus5 der Gegen 5 Uhr ttt G armisch-Parte nkirchen und seine nnde Dom i o zu einer pfänd dulck Minister end besuchte i, mit dem Gianetti n Dr. Leys ationsmini' In Krakau traf die sowjetische Regierungs- delegation ein. Die Gäste traten dann eine Rund' ßahrt durch die Stadt an. Auf der Krakauer Burg empfing der Generalgouverneur, Reichsminister Dr. Frank, die Abordnung. -euÄ- „ ^Neuner auf den sich tapfer wehrenden sing 17 fiö’ Auslands ehemaligen. > vorgestellt ehmaligen Niederrhein" (1903) ermöglicht wurde. Nach Ausgabe seines journalistischen Berufes schuf Herzog die Werke, die ihn in die erste Reihe der bei Der )rbnung$i r« eint kreis eint 'ch nicht alten hat en Frauen loche habt Pfand- ’ etwas zu nicht den ie hier für bnekn er* u entschul' ;anbem int schuldigem trauen und ■ Sprecher rlassen, hatte: „3m sse ich das tschen steht Mts." ichten. ch «usg-i* ia R-b'', wein 9< ten der ep Mchm utzun. 'gener rung ? peine le Unter, geordnete ''cht, daß ’e eigene 'chande stets öirb und England Wehrdienst Erst als die Kunde von dem großen S e e s i e g bei Coronel, den Admiral Graf Spee im Kampf mit dem Geschwader des englischen Admirals Craddock am 1. November 1914 errungen hatte, in ßonDon eingetroffen war, erkannte man dort mit Bestürzung die ungeheure Gefahr, die der britischen Seeherrschaft drohte, wenn es dem Grafen Spee gelänge, von der chilenischen Küste aus die Südspitze Amerikas zu umschiffen und in den Atlantischen Ozean vorzustoßen. Aus diesem Grunde nahm der neu ernannte Erste Seelord der britischen Admiralität, Admiral Fisher, eine völlige U m • stellung der englischen Seestreitkräfte im Atlan- kNtk- v°- *£ IM 3yii, K|H «eiw»y , mail * j töt «’s «* Die Seeschlacht bei den Jalkland-Znseln Zum Gedenken an den heldenmütigen Untergang des Kreuzergeschwaders Graf Spee am 8. Dezember 1914. ralen Olympischen Instituts, Carl Diem, gibt hierzu im „NS.-Sport" eine Ueberficht über die Mbzügigen Vorbereitungen. 18 Nationen hatten bereits die Einladung zu den V. Olympi- shen Winterspielen angenommen, und mit iner Reihe weiterer Völker durfte gerechnet wer- ‘bm. Das zehntägige Programm enthielt die win- brfportlichen Kämpfe einschließlich des Schilaufs, ‘fräs vielumstrittene Schilauf-Programm Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine Groß- admiral Dr. h. c. Raeder besichtigte am 5. Dezember in Wilhelmshaven Besatzungen von Streitkräften des Führers der Zerstörer. Anläßlich der Einweihungsfeier des neuen Berliner Hauses der Deutsch-Italienischen Gesellschaft, in Anwesenheit von Minister Stuft, Minister Lammers, Staatssekretär von Weizsäcker (als Vertreter des Reichsaußenministers), Botschafter von Mackensen, Staatssekretär Zschintzsch und anderen, erhielt die Deutsch-Italienische Gesellschaft auch ein Telegramm des Führers und des Duce. Wie aus La Paz gemeldet wird, ist die bolivianische Regierung zurückgetreten, veil die meisten Minister Kandidaten für die Prä- sidentschastswahl sind und gemäß der Verfassung ’iin halbes Jahr vorher jedes politische Amt nie- herlegen müssen. Das neue Kabinett wurde von tlkberto Ostria Gutierrez als Ministerpräsident Lnd Außenminister gebildet. tischen Ozean vor und entsandte vor allem die beiden großen Schlachtkreuzer ,^J n v i n c i b l e" und „Inflexible" unter Admiral Sturdee nach Südamerika. In der Nacht zum 8. Dezember 1914 steht da s deutsche Kreuzer-Geschwader südlich der Falklandinseln. Don den Felsen gestützt ankert bei Port Stanley und Port William Das starke Geschwader S t u r d e e s. Es ist, vom La Plata kommend, erst am 7. Dezember eingelaufen und nimmt Brennstoff über. Die Schiffe sind noch nicht gefechtsbereit. Als Graf Spee in einer Kommandantensitzung den Vorstoß gegen die Falklandinseln beschloß, schwebte ihm die Zerstörung der für den britischen Nachrichtendienst außerordentlich wichtigen F unkst a t i o n vor und bestenfalls ein Gefecht mit den Panzerkreuzern „Carnarvon" und „Cornwall". Er wußte nichts von der an Zahl und vor allem Artillerie außerordentlichen Verstärkung des Gegners. Panzerkreuzer „Gneisen au" und Kreuzer „N ü r n b e r g" wurden beauftragt, nach Port Stanley und Port William vorzustoßen, die Funkstation zu zerstören und zu landen, wenn die Häfen von feindlichen Schiffen frei sein sollten. In diesem Falle lautete der Auftrag dahin, den britischen Das holländische U-Boot „0 23" ist auf der Werst der Rotterdamschen Drogdock Mij. vom Stapel gelaufen. Die „0. 23" gehört zum gleichen Typ wie die beiden am 21. November fer- ciggestellten U-Boote „O. 21" und „0.22". Es hat 1430 Tonnen Wasserverdrängung unter Wasser und läuft 9 Knoten unter Wasser, es ist bestückt mit acht Torpedorohren. Die holländische Marine zählt 24 U-Boote, sechs weitere sind im Bau. Unser Bild zeigt oben Vizeadmiral Graf Spee und unten seine beiden Söhne, die bei den Falklandinseln ebenfalls den Heldentod fanden. — (Scherl°Bilderdienst°M.) n W ’r!S 11««. " uns Ntn. I Hh, lnS "Hi, ?*■ iiit 7,5. Sein. >«f» (t. dn in nee iint Jutte. ien Auf Einladung der Sowjetregierung begab sich der < Oberbefehlshaber der estnischen Armee, General ?3aidoner, aus Anlaß des Abschlusses des Bei- tandspaktes zwischen der UdSSR, und Estland in Begleitung von zwei Offizieren nach Moskau. Ministerpräsident D a l a d i e r hat General Weygand, den früheren Generalstabschef der französischen Armee, empfangen. Weygand berichtete über das Ergebnis seiner Mission im Nahen Orient und auf dem Balkan. Darauf hatte Daladier eine Besprechung mit dem Generalissimus G a - m e I i n. väre durchgeführt worden, denn wir hatten mehr cs die Hälfte Stimmen, um den hierfür erforder- lchen außerordentlichen Schi-Kongreß durchzusetzen, ,^-isok fit*1 Winterspiele zupackend und schöpferisch g e l ö st i Men. Bleiben wird der olympische Stand- 7 ■ - : ...... •er« — Pilch-5« Ä ;„W*" e imglüM ihrer W filierten W steht nebti Dutsbesitztt> )oB ft, aber nnt> (en, ■ zwischen arfteüerW "SV ® r*!LaV€' bie in ihrer Gesamthett auf der Welt nicht ihresgleichen hat. Bleiben wird, wenn wieder Friede eintritt, die gastfreie Ein- i a o u n 8 — Die großartigen neuen Sportanlagen m Garmisch-Partenkirchen werden mit der Inter- nattonalen Wmter-Sportwoche vom 27. Januar bis 4. Februar 1940 in Betrieb genommen. Die Goethemedaille für Rudolf Herzog Der Führer hat dem Schriftsteller Rudolf Herzog m Rheinbreitbach aus Anlaß der Vollendung feines 70. Lebensjahres die Goethe- Medaille für Kunst und Wissenschaft ?RAde^en'ro^u^)0^ Herzog wurde am 6. Dezember ,.™ Barmen geboren. Er verlebte eine glück- ttcye Kliwheit, war ein guter Schüler des Barmer Gymnasiums und trat, nachdem sein Wunsch, Maler zu werden, von der energischen Großmutter abgetan worden war, 1884 als Lehrling in ein Pharmazeutisches Handelshaus in Düsseldorf ein. -Don Dort kam er nach Elberfeld, wo er zum Farbentechniker ausgebildet werden sollte. Allein 1890 agte er sich von dem ihm innerlich fremden Berufe los und zog nach Berlin, wo er von 1891 bis 1893 Philosophie studierte und als literarischer Mitarbeiter seines Bruders Albert tätig war. Seine erste größere Jugendarbeit, die Novelle „Frau Kunst", wurde im £,en!II(^on öer "Frankfurter Zeitung" veröffentlicht. 1894 übernahm Herzog die Feuilletonleitung der ^^Monatsschrift „Schwarz-Rot" in Darmstadt, 1897 die Chefredaktton der „Hamburger Neuesten Nachrichten", 1899 das Feuilleton der „Berliner Neuesten Nachrichten", um sich von da an ganz seinem Beruf als freier Schriftsteller zu widmen, was ihm durch die großen Erfolge seiner Romane „Der Graf von Gleichen" (1901) und „Die vom Deutschlands Vorbereitungen für das Winter-Olympia. Wie der Reichssportführer von Tschammer und listen bekanntgab, hat Deutschland sich gezwungen gesehen, den Auftrag auf Durchführung der V. Olym- ! stschen Winterspiele 1940 Garm i sch- Pa rten kirchen Mrückzugeben. Der Direktor des Jnternatto- kottens" (1905), „Die Hanseaten" (1910), „Die Burgkinder" (1911), der Krupproman „Die Stoltenkamps und ihre Frauen", der im Kriege enfftandene Roman „Das große Heimweh" (1914). Nach dem Kriege find u. a. erschienen: „Die Buben der Frau Opferberg", „Das Fähnlein der Versprengten" und „Kornelius Vanderwelts Gefährtin". In den folgenden Jahren erschienen u. a. „Die um Bismarck", „Volk in Wehr", „Horridoh Lützow" und „Die Tänzerin und ihre Schwestern", die „Geschichte des deutschen Volkes und seiner Führer", ,Zch sehe die Welt" und „Elisabeth Weisens Weggenossen". Gouverneur mit an Bord zu bringen, als Gegenmaßnahme gegen die unwürdige Behandlung des deutschen Gouverneurs von Samoa. Um 8.30 Uhr morgens stehen die beiden Schiffe vor der Einfahrt. Von Bord aus sieht man hinter den Felsen die Masten der Funkstation. Da stellt man auf der „Gneisenau" die typischen Dreibein- Masten der neuen englischen Großkampfschiffe fest! Sechs feindliche Kriegsschiffe werden ausgemacht. Jetzt rast ein Schiff mit hoher Fahrt aus dem Hafen auf die Einfahrt zu. Es ist der Kreuzer „K e n t". Die ersten Granaten schlagen wett vor der „Gneisenau" ein ... Admiral Graf Spee ruft die beiden Schiffe zurück. Inzwischen sind acht feindliche Kriegsschiffe aus Port Stanley und Port William ausgelaufen, darunter ,Hnvincible" und Inflexible". Spees Geschwader geht mit hoher Fahrt auf Südostkurs. Aber zwei Engländer schieben sich immer höher über die Klimm. Aus dem Flaggschiff „Scharnhorst" und dem Kreuzer „Leipzig" hat man sie zuerst erkannt: die modernsten Schlachtkreuzer Englands mit überlegener Geschwindigkeit und Panzerung und vor allem 30,5-cm-Geschützen, sind die Gegner! Um 12.55 Uhr haben sich die beiden englischen Großkampfschiffe auf 16 Kilometer herangeschoben. Die ersten Granaten heulen heran. Die 21-cm-Geschütze auf „Scharnhorst" und „Gneisenau" reichen über 13,5 Kilometer, die Mittelartillerie kann erst bei 12,5 Kilometer in Einsatz gebracht werden. „Leipzig" fährt am Schluß der Linie. Das Schiff wird zugedeckt von den aufgeschleuderten Wasserfontainen! Da gibt Admiral Graf Spee an die kleinen Kreuzer den Befehl: „Entlassen! Versuchen zu entkommen!" Gleichzeitig gehen „Scharnhorst" unb „Gneisenau" näher an Den Feind ... Kurs Ostnordost ... Sturdee schwenkt ab und vergrößert wieder die Entfernung. Die Kreuzer sagen nach Südost, verfolgt von den englischen Kreuzern und Panzerkreuzern. „Scharühorst" und „Gneisenau" stehen allein gegen ,Znvincible" und Inflexible". Zu ihnen schießt in höchster Fahrt „Carnarvon" auf. Das bedeutet vierfache Uebermacht gegenüber den deutschen Schiffen. Selten ist etwas von den englischen Schiffen zu sehen und doch schlagen die englischen Granaten ein. Decks werden durchschlagen, die Aufbauten weggerissen, Kommando stände gehen in Trümmer und Funkstationen, hier schweigt ein Turm und dort enffteht unter Deck ein Brand. Masten knicken zusammen, die durchlöcherten Schornsteine gehen über Bord. Vor der durch die Kursänderung bedingten Gefechtspause war es Admiral Graf Spee gelungen, bis auf 11 Kilometer an den Feind heranzukommen. Da heulten die Salven gegen den Briten. Dann ging der Vorteil verloren und die beiden deutschen Schiffe lagen unter dem Hagel der feindlichen Artillerie. Und doch feuert jeder Turm, bis er zerstört ist. Gegen 4 Uhr fährt „Scharnhorst" ohne Masten, drei Schornsteine fehlen. Da erhält der Kommandant der „Gneisenau" durch Winkspruch vom Flaggschiff den Befehl, das Schiff in Sicherheit zu bringen. Der vierte Schornstein geht über Bord ... Spee läßt „S ch a r n h o r st" auf das feindliche Flaggschiff zudrehen . . Er will den Feind durch Torpedos vernichten! „Scharnhorst" liegt kaum noch zwei Meter aus dem Wasser. Aber noch feuert ein Geschütz, noch macht das Schiff Fahrt! Noch liegt es im Eisenhagel. Da neigt sich um 4.17 Uhr der Bug und mit laufenden Maschinen geht „Scharnhorst" mit Dem Admiral an Bord und mit wehender Flagge in Die Tiefe! Dann erfüllt sich auch das Schicksal der „Gneisenau". Sie wehrt sich noch länger als eine Stunde gegen eine siebenfache Uebermacht. Trotz ruhiger See versucht (eins Der feindlichen Schiffe eine Rettung Der Ueb erleb enden Der „Schamhorst". Alle stürzen mit ihrem Feuerorkan ist das letzte Geschütz zum Schweigen gebracht. Brände lodern unter Deck, Wasser Dringt ein. Das Schiff ist gefechtsunfähig? Der Kommandant gibt Befehl zur Sprengung. Um 5.45 Uhr legt senau" sich auf die Seite und folgt dem Flaggschiff. Jetzt erst versuchen Die Engländer eine Rettung Der Ueb erleb enden. Um 9 Uhr abenbs haben die Granaten Des Panzerkreuzers „Cornwall" und Des Kreuzers „Kent" Die „Leipzig" zu einem Trümmerhaufen zusammen- geschossen. Das Wrack treibt ohne RuDer. Die Eng- länDer schießen in Die im Wasser treibenDen Ueber- lebenden hinein und in Den Trümmerhaufen, weil Die Flagge nicht gestrichen wirD. Kreuzer „Leipzig" sinktmitwehenDerFlagge. Nur 18 Ueber- lebende entgehen Der englischen Wut! Kreuzer „Nürnberg" schoß unter Dem Eisenhagel Der „Cornwall" unD „Glasgow" schon um 6.30 Uhr in Die Tiefe. Hier vollbrachte Der FeinD ein besonderes Heldenstück, inDem er aus nur Drei Kilometer Entfernung feine ganze Artillerie auf Das Wrack jagte und zwischen Die im Wasser schwimmenden Ueber- lebenden. Aber trotzdem: das Schiff ging unter, während „inmitten einer Gruppe von Mannschaften, an einer Stange hochgehalten, die deutsche Kriegsflagge wehte!" (Admiral Sturdee in feinem Gefechtsbericht.) Vom Kreuzer „Nürnberg" wurden nur sieben Mann gerettet. Der Kreuzer „Dresde n" enttarn feinen Verfolgern. Wieder hetzten englische Geschwader hinter dem Kreuzer her. Am 12. März 1915 wurde das Schiff in chilenischen Gewässern bei Der Insel Masa Fuerra von Den englischen Kreuzern „Kent" und „Glasgow" unter Bruch Der chilenischen Neutralität zusammengeschossen! — ADmiral SturDee sagte nach der Schlacht: „Ihre Leistungen waren Derart, Daß keine Marine Der Welt s i e nachmachen kann!" An Der Küste SüDbrasiliens. Die Leiche eines deutschen Mattosen ist vom Meere angetrieben worden. Sie ist an Der Kartuschbüchse angebunben. Als man die Büchse öffnet, findet man in ihr d i e Kriegsflagge Des „Scharnhor st". Kurt Winkler. Aus aller Well. Drei Landesverräter hinaerichtet. Die Iusttzpreffestelle beim Volksgerichtshof teilt mit: „Der gestern vom Volksgerichtshof wegen Lan- des- und Hochverrat zum Tode und zu dauerndem Verlust Der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilte Heinrich Peters ist heute hingerichtet worden. Peters ist bereits im Jahre 1933 wegen staatsfeindlicher Betätigung beftraft worden. Trotzdem hat er feine Tätigkeit wieder ausgenommen und bis in Die Kriegszeit fortgesetzt. Dabei hat er versucht, Das Deutsche Volk durch Flugzettel hetzerischen Inhalts gegen feine Führung aufzuwiegeln. Im Sommer 1939 hat er sich nicht gescheut, an Die diplomatischen Verttetungen Englands und Frankreichs yeranzutteten, um Diese Mächte zu einem bewaffneten Einschreiten gegen Das Reich zu veranlassen. Ferner sind heute Der vom Volksgerichtshof wegen Landesverrat zum Tode und zu Dauerndem Ehrverlust verurteilte Walter Israel Becker aus Wien und Der ebenfalls wegen Landesverrat zum Tode und zu Dauerndem Ehrverlust verurteilte 58jährige Hermann S t e t e f e I D aus Ruhla hin- gerichtet worden. Der Jude Becker hat bis 1934 in Deutschland gelebt. Dann wanderte er über Frankreich nach England aus, stellte sich Dem britischen Geheimdienst zur Verfügung und kehrte in Der Spannungszeit des Jahres 1938 mit Ausspähungsaufträgen, Die gegen Die Deutsche Wehrmacht gerichtet waren, in sein früheres Gastland zurück. Ueber Die Beobachtungen, Die er hier machte, sandte er an seinen Auftraggeber Berichte, Die deutsche Staatsgeheimnisse enthielten. Durch die Aufmerksamkeit eines Volksgenossen, dem der Verurteilte durch sein Interesse für militärische Angelegenheiten auffiel, gelang es, ihn festzunehmen, bevor er größeren Schaden stiften konnte. Nach der Festnahme versuchte der Verurteilte mit Hilfe eines falschen Passes Die Rolle eines Engländers zu spielen, der nur aus Vaterlandsliebe gegen Deutschland tätig gewesen sei. Er wurde jedoch als jüdischer Emigrant entlarvt. Der aus Gewinnsucht und Haß gegen das nationalsozialistische Deutschland gehandelt hatte. Stete selb hat ebenfalls aus Gewinnsucht Aufträge Des britischen Geheimdienstes angenommen, und seinem Auftraggeber u. a. geheimzuhaltende Mitteilungen aus einem deutschen Luftschutzbetrieb übermittelt. Zuchthaus für Angriff auf einen Gendarmen. Ein Einwohner aus Kiedrich hatte sich aus Verärgerung über Die ungeordneten Verdunke- lungsmaßnahmen dazu hinreißen lassen, einem kontrollierenden Gendarmen, als dieser eben den Hof wieder verlassen wollte, eine leere Weinflasche nachzuwerfen. Die Flasche flog dem Beamten haarscharf am Kopf vorbei. Die Strafkammer Wiesbaden nahm ein unter Dem Schutz Der Verdunkelung vorgenommenes Verbrechen an und erkannte auf eine Zuchthausstrafe von einem Jahr. Haupffchriftteiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter Des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein: für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Han- Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich In Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illusttierten 15 Ps. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit Der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Landesgruppe Polen Der AO., Gesandtschaftsrat Dr. Krümmer, aab einen kurzen Abriß über Die Tätigkeit seiner früheren Ortsgruppenleiter und Politischen Leiter, Die zum «roßen Teil schon vor Ausbruch Des Krieaes von Den Polen festgenommen und in Das Innere Des Landes verschleppt wurden. Rudolf Heß dankte Den Hoheitsträgern für ihren Einsatz und überreichte ihnen fein Bild mit Unterschrift. ♦ Der Jugendführer Des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, wurde in Der slowakischen Hauptstadt vom Präsidenten der Republik Dr. T i s o und Ministerpräsident Dr. Tuka empfangen, die ihr lebhaftes Interesse an Den GrunDsätzen unD MethoDen der Deutschen Jugendorganisation und Erziehuna bekundeten. ä mb aus Diesem Schikongreß wäre Die Mehrheit er» irückend geworden, denn einige Länder hatten zwar isre Stimme nicht für Den Kongreß, aber im Falle les Gelingens ihre Stimme für Die Abhaltung Der Sümpfe zugesagt. Deutschland hatte alle schilaufenden Nationen ein- Fladen, je nach Größe zwischen 20 und 100 Wett- timpfer zu entsenden, Die ab ihrem Heimatort Höste Des Reichs fein sollten. Wir hatten bereits Wffsplätze ab Japan, Australien, USA. und । ® e r n 1Kanada für Diesen Zweck belegt. Sollte es Doch t allen y" hlne Schi-Wettkämpfe geben, Dann sollten Die Schi- t ostdelE Rufer an Der in jedem Fall vorgesehenen großen ihöser^ flunDgebung „lag Des Schilaufs" teil« den whmen, Der für sich etwas einmaliges beDeutet t»5 hstte. Aus 10 Bahnen wären über 10 000 Läufer hierbei angetreten, in Der letzten Abteilung, nach br Jugend, Den Frauen, Den Alten und Dem Aus- lttid, Die Berufe zu Schi: Die Förster, Zollbeamten, amitäter, Polizei unD Die Wehrmacht. Alle Diese kuppen wären in geschlossenen Blocks zu 50 und 1(0 Läufern Den gewaltigen Kranzberg herab ge- schren, eine berauschenDe Sinfonie Des Schilaufs. Zmn Schluß seines Berichtes stellt Carl Diem M: Bleiben wird das Gefühl, Daß wtt auch W, rmittelt übertragene Aufgabe Der Aus -er Stadt Gießen. Was soll ich zu Weihnachten schenken? Manchem mag diese Frage wie ein Problem erscheinen. das nur schwer zu lösen ist. In Wirklichkeit ist das Schenken heute wie immer genau so schwierig und leicht zugleich. Mit dem Kaufen allein ist es allerdings bekanntlich nickt getan, man muß sich schon etwas dabei denken und die Wünsche des anderen zu erraten versuchen. Außerdem darf man mit dem Kauf nicht bis zum letzten Tage warten, denn die Auswahl wird natürlich von Tag zu Tag geringer und der Andrang entsprechend größer. Es braucht jedoch niemand zu befürchten, daß er zu diesem Weihnachtsfest nicht das. Richtige für seine Lieben fände. Trotz Reichskleiderkarte und sonstigen im Interesse der Allgemeinheit notwendigen Beschränkungen gibt es noch genug Dinge, mit denen man viel Freude bereiten kann. Man wird zwar nicht mehr das obligate Oberhemd, die Krawatte oder ein Paar Strümpfe schenken können: im Grunde genommen sollten wir jedoch nur froh darüber sein, denn mittlerweile war das ewige Oberhemdenschenken schon zu einer richtigen Plage und zum untrüglichen Zeichen fortgeschrittener Gedankenlosigkeit geworden. Der Weihnachtsmann von heute wird also ein wenig phan- tasiebegabter sein müssen. Wir zweifeln nicht daran, daß er seiner Aufgabe gewachsen ist und beschränken uns deshalb darauf, ihm einige kleine Ratschläge und Winke zu geben. Besonders ausgewählt wollen die Geschenke für unsere Männer an der Front sein. Schenkt ihnen vor allem Dinge, an denen sie auch wirkliche Freude haben und die sie auch gebrauchen können. Vergeßt vor allem nicht, genügend Bücher und Zeitschriften zu schicken und denkt daran, daß auch der Mann im Felde gelegentlich ein Fachbuch gern zur Hand nimmt, um die Verbindung zu seinem Beruf nicht ganz zu verlieren. Auch die Männer in der Heimat werden ein Buch nicht verachten. Vielleicht freuen sie sich auch über Theater- oder Konzertkarten oder über ein Zeitschriftenabonneckent. Ferner nennen wir Photoapparate, optische Instrumente, Musikinstrumente, Roten, künstlerische Photographien, Kunstdrucke, Antiquitäten und Sammlerobjekte aller Art. Landkarten, Globen und Atlanten dürften in der heutigen Zeit besonderes Interesse erwecken und ein aufmerksames Geschenk darstellen. Schließlich hat jeder noch ein bestimmtes Steckenpferd, mit dem sich ein Geschenk von ganz persönlicher Rote verbinden läßt. Ebenso reiche Auswahl gibt es in Geschenken für die Frau. Taschen, ein Lieblingswunsch aller Frauen, sind heute noch in dem gleichen Maße vorhanden wie zuvor. Gern gesehen sind auch kunstgewerbliche Artikel, Uhren, Glas und Porzellan sowie praktische Einrichtungsgegenstände. Auch auf Schmuck brauchen wir zu diesem Weihnachtsfest nicht zu verzichten. Erinnert sei nur an Bernsteinschmuck, der preiswert und äußerst vielgestaltig ist. Aber auch Gold- und Silberschmuck können wir schenken, wenn wir alte, unmoderne Goldbroschen oder Armbänder zum Umarbeiten geben. Fast kaum einer Einschränkung unterliegen schließlich Spielsachen und sonstige Geschenke für Kinder. Mit Ausnahme von gewissen technischen Spielwaren und Fahrzeugen werden wir das gleiche vorfinden wie in früheren Jahren. Vergessen wir aber nicht, Kindern auch erzieherische Dinge zu schenken, wie Bücher, Musikinstrumente, Roten, vielleicht auch eine Sparbüchse oder ein Sparkassenbuch. Unser Gabentisch braucht also auch diesmal keineswegs ärmlich zu sein. Wer mit Liebe schenkt, wird auch diesmal nicht in Verlegenheit kommen, sondern Mühe haben, aus der Fülle der Möglichkeiten das passendste herauszufinden. Dornotizen. Tageskalender für Mittwoch. Gloria-Palast, Seltersweg: „Johannisfeuer". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Alarm auf Station 111". — Oberhessischer Kunstoerein: 15 bis 16 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand. Probe-Betriebe der Groß-Alarmanlagen. Der Polizeidirektor kündigt heute Probebetriebe der Großalarmanlagen an, die in unregelmäßigen Abständen in den nächsten Monaten stattfinden werden. Diese Probebetriebe unterscheiden sich von den Fliegeralarmen für den Ernstfall in einem wefenllichen Punkte. Die Gießener Bevölkerung mag sich nach dieser Richtung hin die Bekanntmachung des Polizeidirektors genau ansehen. Geldspende erseht: eihnachtspaketaktion Am Sonntag, 10. Dezember, ist wieder Opfersonntag. Was der Opfersonntag dem deutschen Volke bedeutet, weiß heute jeder in Deutschland, und es bedarf keiner besonderen Hinweise mehr, daß gerade dieser Tag ein Symbol für die Opferbereitschaft und die schicksalsverbundene Volksgemeinschaft ist. Mehr aber als den vorhergehenden Opfersonntagen kommt dem Opfersonntag im Dezember dieses Jahres eine besondere Bedeutung zu. Alljährlich wurde vor Weihnachten eine alle Volksgenossen umfassende Weihnachtspaketaktion im Gau Hessen-Nassau durchgeführt zu dem Zwecke, daß jeder, der dazu in der Lage ist, eine Weih- nachtspaketspende für die Betreuten des Winterhilfswerkes zur Verfügung stellt. In diesem Jahre muß die Weihnachtspaketaktion unterbleiben, da die Einführung der Bezugscheine die Durchführung unmöglich macht. Um aber in anderer Weise die mit der Weihnachtspaketaktion verfolgte Absicht zu erfüllen, soll am kommenden Opfersonntag, 10. Dezember, jeder denjenigen Betrag dem Kriegs-Win- terhilfswerk zur Verfügung stellen, den er für die Zusammenstellung eines Weihnachtspaketes aufgewendet haben würde. Die Opferbereitschaft unserer Soldaten verpflichtet uns alle, für sie, ihre Angehörigen und für alle, die sich irgendwie in einer Notlage befinden, alles bereitzustellen, was wir zu geben in der Lage find. Bedenken wir, daß die Entschlossenheit unseres Führers und die Bereitschaft seiner Truppen den Schutz unserer Heimat gesichert haben und beweisen wir unsere Dankbarkeit dadurch, daß wir am kommenden Opfersonntag ein Opfer bringen, das der Höhe der normalen Spende zuzüglich der Aufw ndungen für ein Weihnachtspaket entspricht. Werdezeit der deutschen Fliegerei. Lichtbildervortrag von Or. Peter Gupf. In der Vortragsgemeinschaft Goethebund. Kaufmännischer Verein und Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde fand gestern abend in der Neuen Aula der Universität wieder einmal eine Vortragsveranstaltung statt, die der zahlreichen Zuhörerschaft einen tiefen Einblick in ein Gebiet ermöglichte, dessen überragende Bedeutung in der Gegenwart unbestritten ist. Dr. Peter S u p f erinnerte zunächst und aus eigener Anschauung und Teilnahme an die jüngste Etappe des Flugwesens, an den Einsatz der deutschen Sturzkampfbomber in Polen, aab eine anschauliche Schilderung der Bedeutung dieser Waffe für das Schicksal eines Volkes, führte aber dann im Geiste weit zurück und schilderte in chronologischer Folge die Entwicklung des Flugwesens über den Zeitraum von Jahrtausenden. Er schilderte, wie aus Traum, Hirngespinst, aus Narrheit und fanatischer Verbissenheit, aus Phantasie und Idee, aus Opfer und Enttäuschung die Realität des Flugzeuges unserer Tage erwuchs. So hörte man, daß es nicht nötig wäre, an Ikarus zu erinnern, um auf die ersten Gedanken des Fliegen-wollens hingewiesen zu werden, vielmehr sei auch in der Edda, in der germanischen Mythologie, der Gedanke des Fliegens zum Ausdruck gekommen und in mehreren Sagen festgehalten und überliefert. Der Redner verfolgte dann die Entwicklung im Mittelalter, die Bemühungen zweier Nürnberger Erfinder im 16. Jahrhundert, er erzählte von dem „fliegenden Pater von Schussen- ried", an den noch heute ein Deckengemälde in der Klosterkirche erinnert, und von der tragikomischen Gestalt des „Schneiders von Ulm", der ein Plagiator war. Mit größter Aufmerksamkeit verfolgte man die Darlegungen über die Gedanken eines Melchior Bauer, der als erster erkannte, daß es mit der menschlichen Kraft allein zu fliegen unmöglich sei, sondern daß es eines Motors bedürfe. Er war es auch, der dem „Alten Fritz" feine Gedanken nahebrachte und dessen Förderung erbat. In einem Brief, den der Alte Fritz an den Erfinder schreiben ließ, ist deutlich zum Ausdruck gebracht, daß der König die überragende Bedeutung dieser Erfindung erkannte — jedoch, die Zeit war noch nicht reif. Weiter hörte man von den erfolglosen Versuchen, die Dampfmaschine in den Dienst der Fliegerei zu stellen und von den Versuchen des Wieners D e - gen, der es vermochte, mit einem minutiös konstruierten Klappenflugzeug bis an die Decke eines Saales emporzusteigen. Schließlich beschäftigte sich der Vortragende eingehend mit dem Flugpionier Lilienth al und seinen großen Erfolgen. In klaren Darlegungen sprach der Redner von der Entwicklung des Flugzeugs, nach der Erfindung des verhältnismäßig leichten und kraftvollen Benzinmotors, von den Erfolgen, die die Brüder Wright damit erzielten, und abschließend von der Pionierarbeit, die Grade im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts leistete. Zahlreiche Lichtbilder ließen neben dem gesprochenen Wort den Weg erkennen, den die Fliegerei ging. Anhaltender Beifall dankte dem Redner. BDM.-!lntergau 116 Gießen. Betr.: Ringschulung für Dezember. Die Ringschulungen für Dezember finden für Gießen-Stadt (Mädel) am 7. 12., um 19 Uhr, im Donnerstag, 7.12., um 19.30 Uhr, im Möserheim statt. Für die Gruppen Wieseck, Heuchelheim, Klein- Linden, Großen-Linden, Watzenborn-Steinberg, Großen-Buseck am 10.12. in Gießen. Antreten 8.30 Uhr am Möserheim, Seltersweg 38. Für die Gruppe 10/116 in Holzheim am 10.12. Für die Gruppen 11, 14 und 15/116 in Hungen am 10.12. Für die Gruppen 12 und 13/116 in Lich am 10.12. Für die Gruppen 16, 17 und 21/116 in Grünberg am 10.12 Für die Gruppen 22, 23, 24/116 in Lollar am 10.12. Für den Ring VI (Gr. 26, 27, 28 und 29/116) in Butzbach am 10.12. Für die Ringe VII, VIII und IX in Friedberg am 10.12. Ich erwarte restlose Beteiligung. Die Führerin des Untergaues 116. Käthe Töpelmann, Untergauführerin. BDUl.-Werk la/116. B e tr.: Dienst am 10. 12. Sonntag, 10.12., tritt die gesamte Gruppe in Kluft zum Gemeinschaftsempfang im Gloria-Palast um 8.30 Uhr. am Volksbad an. Pünktlich sein. Die Schaftsführerinnen bringen Dienstbücher mit zur Kontrolle. Belr.: Feldpostpäckchen und WHW.Arbeilen. Ich erinnere auch hier noch einmal daran, daß alle Sachen für die Feldpostpäckchen bis späte- ft e n s 12. Dezember mit Verpackung, aber noch nicht verschnürt, bei mir auf dem Untergau abgeliefert sein müssen, da die Post nach dem 15. keine Päckchen und Pakete mehr annimmt. Die Sachen für bas WHW. und die gestrickten Läppchen für die Soldatendecken müssen bis spätestens 15.12., mit den Namen der Geberin versehen, hier abgegeben fein. Die Führerin der BDM.-Werk-Gruppe la/116. Fuhry, M.-Gruppenführerin. BDAl.-Werk-Gruppe 4a/116, Werkschar. Am Sonntag, 10. Dezember, treten alle Mädel der Werkschar um 8.30 Uhr am Volksbad an. Wir hören die Uebertragung der Rede des Reichsjugendführers. Gietzener Wodjenmarftpreife. * Gießen, 7. Dez. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,60 RM., Matte 25 Rpf., Käse, das Stück 5 bis 10, ausländische Eier, Klasse D 10, Wirsing, H kg 7 bis 10, Weißkraut 5 bis 7, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 7 bis 9, rote Rüben 9 bis 14, Unterkohlrabi 5 bis 8, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 32 bis 40, Feldsalat, 1/io 10 bis 12, Zwiebeln 10, Meerrettich 35 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kartoffeln, % kg 4% Rpf., 5 kg 42 Rpf., 50 kg 3,35 bis 3,55 RM., Aepfel, % kg 10 bis 25 Rpf., Birnen 15 bis 20, Salat, das Stück 8, Endivien 5 bis 10, Oberkohlrabi 6 bis 12, Lauch 5 bis 15, Sellerie 10 bis 40, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bündel 10 Rpf. ** Schwerer Verkehrsunfall. Gestern ereignete sich an der Straßenecke Hindenburgwall und Bismarckstraße ein Verkehrsunfall. Der nahezu 70jährige Polizeidiener i. R. Johannes Fett aus Watzenborn-Steinberg wurde, als er im Begriff war, die Straße zu überqueren, von einem Kraftwagen angefahren und dabei erheblich verletzt. Er erlitt einen Schädelbasisbruch und mußte sofort in ärzt« liche Behandlung gebracht werden. Sein Befinden ist, wie wir auf Anfrage hören, den Umftänben ent« sprechend leidlich gut. Landkreis Gissten. & ß o [ I a r, 7. Dez. Am heutigen Donnerstag bei geht unsere Mitbürgerin Katharine W e i n r i ch, geb Seipp, ihren 7 5. Geburtstag. Frau Wein« rich gehört über 50 Jahre zum treuen Leserkreis ihrer Heimatzeitung, des Gießener Anzeigers. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. Verhängnisvolles Spiel mit der Schußwaffe. Lpd. Weilburg, 6. Dezember. Im benachbar, ten Hirschhausen weilte am Sonntagabend die 19 Jahre alte Elli Wirth mit ihrem Vater in einer Gastwirtschaft. Ein junger Mann aus Karls« hausen bei Kassel gesellte sich zu ihnen und zeigte ihnen eine Pistole, die er dem Mädchen erklären wollte. Plötzlich löste sich ein Schuß und traf das Mädchen in den Kopf. Es brach schwerverletzt zu. sammen. In seiner Erregung stürzte sich der 23ater auf den unglücklichen Schützen, und ehe man ihn hindern konnte, hatte er ihn zu Boden geschlagen und erheblich verletzt. Das schwerverletzte Mädchen und der gleichfalls verletzte junge Mann wurden sofort in das Krankenhaus nach Weilburg transportiert. Dort ist das Mädchen am Montag gestorben. Nhein-Mainische Börse. Tendenz: Uneinheitlich. Frankfurt a. M., 6. Dez. Der Auftragsein, gang blieb in engen Grenzen, demzufolge bewegte sich das Geschäft im bisherigen kleinen Rahmen. Es lagen sowohl kleine Käufe, als auch noch mäßige Abgaben vor, bei letzteren handelte es sich z. T. noch um Vorbereitungen für den Steuertermin. Am Aktienmarkt blieb die Kursentwicklung uneinheitlich, die durchschnittlichen Schwankungen hielten sich bei Prozentbruchteilen. Einzelne Spezial- werte wichen stärker ab. So u. a. Scheideanstalt mit 223 (220,50), Zellstoff Waldhof mit 113,50 (112) und Bemberg weiter fest mit etwa 133,50 (131), da- gegen Licht und Kraft 138,50 (140,50), Lahmeyer 118,50 (119,50). JG.-Farben gingen auf 159,25 (159,75), Hoesch auf 1P8 (108,65) und AEG. auf 119,50 (120,25) zurück, während Mannesmann 0,40 v. H. gewannen auf 106,50. Als weiter befestigt zu erwähnen find noch Moenus Maschinen mit 117,75 (117) und Metallgesellschaft mit 118 (117,65). Am Rentenmarkt hielt die freundliche Tendenz an. Weitere Käufe erfolgten am Pfandbriesmarkt, auch Steuergutscheine wurden gefragt, ferner Reichsaltbesitz, die 0,40 v. H. gewannen auf 136,90. Industrie-Anleihen lagen still und kaum verändert, Liqui-Pfandbriefe bröckelten z. T. bis 0,40 v. H. ab, und von Stadtanleihen kamen 1928er Darmstadt nach Pause mit 93,50 (95) zur Notiz, ebenso 1928er Mainz mit 94,25 (94,50). Mannheimer Altbesitz gaben auf 134,50 (135) nach, Dekosama I auf 140,90 (141). Der Freiv erkehr blieb vernachlässigt. Tagesgeld unverändert 1,75 v. H. Frankfurter Schtachtviehmarkt. Fran kfurt a.M., 6. Dez. Es notierten je 59 Kilogramm Lebendgewicht in RM.: Kälber anders a) 60 bis 65 (am 28.11. 6p bis 65), b) 54 bis 59 (55 bis 59), c) 43 bis 50 (43 bis 50), d) 32 bis 49 (28 bis 40). Hämmel a2) 49 bis 50 (49 bis 50), b2) 44 bis 48 (44 bis 48), c) 32 bis 43 (30 bis 43), d) — (22 bis 25). Schafe a) 40 bis 42 (40 bis 42), b) 34 bis 39 (36 bis 39), c) 20 bis 32 (25 bis 32). Schweine a) 56 (56), bl) 56 (56), b2) 56 (56), c) 55 (55), d) 52 (52), e) 50 (50).' Sauen gl) 56 (56). Marktverlauf: Kälber, Hämmel, Schafe unb- Schweine zugeteilt. Frankfurter Schtachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 6. Dez. (Dorbericht.) Um 10 Uhr kosteten: Ochsen 37,50 bis 46,50 RM., Bullen: 35,50 bis 44,50, Kühe 18 bis 44,50, Färsen 28 bfc 44,50, Kälber 30 bis 65. Hämmel 30 bis 50, Schaft 20 bis 42, Schweine 50 vis 56 RM. — Marktverkaufs Alles zugeteilt. W _ Jo-wer die „Astro" raucht, kann wirklich schme* leWMan schmedct es gar nidit.wle leicht die. AstrO* ist — so voll ist ihr Aroma. Kein Wunder, daß im®« mehr genießerische und überlegende Raucher zer .ÄstTa" greifen. Da heißt es danni Versucht —g»- schmedct — und treu geblieben I Denn auch die ^Astro** selbst bleibt sidi In ihren Vorzügen stets gleich. Besonderes Wissen um den Tabak und seine edelsten Provenienzen, dazu besondere Tobolr* Mhddcunst - beides im Hause Kyriazl schon In d* dritten Generation verwurzelt - sorgen do«* Kaufen Sie noch heute eine Schachtel,,Astro* bedenken Sie: Eine Cigarette, die so viel verlangt wird, kommt auch stets frisch in die Hände de* Boucher». So werdeg aMe Wünsche, vqa & KWWWW • Die „Astra" ist aromatisch ! • Die „Astra" ist frisch! • Die „Astra" ist leicht! Das sind 3 gute Gründe — dasz/Astra-Schmunzeln"beweist es! Nr. 287 Zweites Blatt Donnerstag. 7. Dezember 1039 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Der Gießener Haushaltsplan für 1939. ©eifere Aufwärtsentwicklung auf alten Gebieten. — Gute Rechnungsabschlüsse. — Zahlreiche neue Aufbaumaßnahmen. Der Oberbürgermeister hat die Ratsherren der Stadt Gießen aus den heutigen Donnerstaanachmit- tag zu einer Sitzung in das Stadthaus Bergstraße eingeladen, in deren Mittelpunkt der Haushaltsplan der Stadt Gießen für das Rj. 1939 unddie Berichte über frühere Haushaltsjahre stehen werden. Den Haushaltsplan für 1939 hat der Oberbürgermeister Anfang September, unmittelbar nach Kriegsausbruch bereits festgestellt, so daß die Ratsherren heute nachträglich zu benten haben. Der ordentliche Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1939 schließt in Einnahme und! Ausgabe mit 7 101716,33 RM., im außerordentlichen Haushaltsplan mit 2 658 584,— RM insgesamt also mit 9 760 300,33 RM. in Einnahme und Ausgabe ab. Ferner wurden festgesetzt: 1. der W i r t s ch a f t s- plan der Stadtwerke: das Elektrizitätswerk im Erfolgsplan auf 2 242000,— RM., des Gaswerks im Erfolgsplan auf 675 440,— RM., des Wasserwerks im Erfolgsplan auf 573 450,— RM. der Straßenbahn im Erfolgsplan auf 364 600,— RM.. des Omnibusbetriebs im Erfolgsplan auf 76 100,— RM. je in EinnaHme und Ausgabe. 2. Der Wirtschaftsplan der Stadtwerke im Finanzplan für Elektrizitätswerk, Gaswerk, W0serw"rk. Straßenbahn und Omnibusbetrieb auf 1 727 048,35 RM. Der Wirtschaftsplan des B i o h u m w e r k s im Erfolgsplan auf 45 200,— RM., im Finonzplan auf 3455,37 RM. je in Einnahme und Ausgabe. 4. Der Sonderhaushaltsplan der Oberschule für Mädchen in Einnahme und Ausgabe auf 228 485,41 RM., der Sonder Haushaltsplan der G e - werbeschule in Einnahme und Ausgabe auf 52 035,42 RM., der Sonderhaushaltsplan der Plock- schen Stiftung auf 2755,44 RM. in Einnahme und Ausgabe. In.die Haushaltsansätze für 1939 und 1938, sowie in die Rechnungsergebnisse 1937 sind die entsprechenden Wahlen der früher selbständigen Gemeinden Wieseck und Klein-Linden und der selbständigen Gemarkung Schiffenberg eingebaut worden. Damit konnte für 1939 — wie in dem Vorbericht zum Haushaltsplan u. a. mitgeteilt wird — schon die Aufstellung besonderer Haushaltspläne für diese Gemeinden unterbleiben. Durch die Aenderung des Finanzausgleichsgesetzes vom 31. Juli 1938 sind die Einnahmen aus der Gemeinde-Bier st euer, aus der Körper- schaftssteuer der Ve r s or g u n gs b e t r i e b e, sowie der Grunderwerbssteuer auf das Reich übergegangen. Diese Verschiebung zugunsten des Reiches macht für den Haushalt 1939 einen Betrag von 464 670,— RM. aus. Der Gesamtplan — nämlich ordentlicher Haushalt, Wirtschaftsplan der Stadtwerke, des Biohumwerks und der Sonderhaushaltspläne der Oberschule für Mädchen und der Gewerbeschule — schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 11359026,33 RM., gegen 10 574 839,77 RM. im Vorjahr ab. AeueMßnahmen im außerordentlichen Haushalt Der außerordentliche Haushalt schließt in Einnahme und Ausgabe mit insgesamt 2 658 584 RM. Die Stadtverwaltung betont in ihrem Dorbericht, daß es auch in diesem Jahre zweifelhaft erscheint, ob die vorgesehenen Maßnahmen alle zur Durchführung kommen werden. Zur Deckung der im außerordentlichen Haushaltsplan vorgesehenen Maßnahmen ist ein Darlehnsbedarf in Höhe von 1 963 407,15 RM. errechnet. Diese Summe soll nach dem Haushaltsplan für folgende Zwecke verwandt werden: Für Beschaffung einer Drehleiter und einer Kraftfahrspritze resÜich 41 000 RM. Für den Ausbau des Kulissenschuppens des Stadt- theaters erste Rate 20 000 RM. Für die Schaffung eines Sportfeldes, von Sportplatzanlagen, Stadion, Frei- und Hallenbad, zweite Rate 250 000 RM. Für die Neuherrichtung der Schießstandanlage an der Grünberger Straße auf dem Grundstück des früheren Schützenhauses 15 000 RM. Für Zwecke der Altstadtsanierung 100 000 RM. Für Errichtung von Wohnhäusern usw. 155100 RM. Für Zwecke des Straßen- und Wegebaues 449 850 RM. Für Kanalbau 70 000 RM. Für die Fortführung der Geländeregulierungen aus dem neuange kauften Teil zur Erweiterung des neuen Friedhofes 1000 RM. Für Errichtung der Anlagen für den Mittelmarkt 160 000 RM. Zur Beschaffung von Hochspannungskabeln für das Elektrizitätswerk 120 000 RM. Zur Herstellung von Stromanschlüssen und Verteilungsleitungen für das Stadtgebiet 20 000 RM. Für Errichtung der Omnibuslinien Bahnhof—Lud- wigsplatz—Dolkshalle—Fliegerhorst und Ludwigs- Platz—Verdunkaserne 300 000 RM. Für Beschaffung von zwei Dieselomnibussen einschließlich Werkzeugen 60 000 RM. Für den Einbau einer Heizungsanlage in die Dolkshalle 31000 RM. Zum Ankauf von Anteilscheinen des Volkshallen- l>ereins 39 000 RM. Für den Erwerb von Grundstücken 131 457,15 RM. In dem Vorbericht wird betont, daß es voraussichtlich nicht notwendig fein wird, Darlehensbeträge in dieser Höhe aufzunehmen, da angenommen wer- den kann, daß die zur Durchführung kommenden Maßnahmen des außerordentlichen Haushalts zum weitaus größten Teil aus zu erwartenden Einnahmen dieses Haushalts gedeckt werden können. Vermögen tnd Schulden. lieber das Vermögen der Stadt können zah- lenmäßia genaue Angaben in diesem Zusammenhänge nicht gemacht werden, da die von der Reichsregierung in Aussicht genommenen neuen Bewertungsgrundsätze für die Vermögensobjekte der Städte bis jetzt noch nicht vorliegen. Nach einer Schätzung vom vorigen Jahre kann das Vermögen der Stadt ließen mit rund etwa 30 Millionen Reichsmark angenommen werden. Die Schulden der Stadt beliefen sich nach der Schuldenstatistik vom 31. März 1939 auf 14 331 282 RM., d. h. gegenüber dem gleichen Termin vom Jahre vorher um 342 246 RM. weniger. In dem Schuldenstand vom 31. März 1939 sind 3 668 837 RM. an Dritte weitergeleitete Darlehensbeträge enthalten, so daß sich der Netto-Schuldenstand der Stadt an diesem Tage auf 10 662 445 RM. belaufen hat. Durch die Eingliederung von Wieseck und Klein-Linden in die Stadt Gießen sind vom Rj. 1939 ab zusammen 603 647 RM. Schulden als Zugang zu verzeichnen. Davon entfallen auf die frühere Gemeinde Wieseck 451062 RM., aus die frühere Gemeinde Klein-Linden 152 585 RM. Die Kassenlage war auch im Jahre 1938 durchweg günstig. Die Stadtkasse konnte ihren Verpflichtungen jederzeit in vollem Maße gerecht werden. Dabei mußte sie auch in diesem Jahre für den Wohnungsbau der Gemeinnützigen Wohnungsbau G. m. b. H. teils mit größeren Beträgen, zeitweise bis zu einer Million RM., in Vorlage treten; aber auch dies war ohne Schwierigkeiten möglich. lieber den Kapitaldienst sind folgende Zahlen von allgemeinem Interesse: Der Zinsen- d i e n ft (ohne Wieseck und Klein-Linden) erforderte im Jahre 1936 nach der Rechnung 724 485,34 RM., im Jahre 1937 nach der Rechnung 696 997,76 RM., im Jahre 1938 nach dem Haushaltplan 711 629,44 RM., im Jahre 1939 nach dem Haushaltplan 666 331,47 RM.: für Tilgung wurden aufgewendet (ohne Wieseck und Klein-Lmden): Im Jahre 1936 nach der Rechnung 312 828,11 RM., im Jahre 1937 nach der Rechnung 479 662,25 RM., im Jahre 1938 nach dem Haushaltplan 451385,15 RM., im Jahre 1939 nach dem Haushaltplan 473 137,77 RM. Personal- und Sozlalausgaben. Die Personalausgaben der Stadt belie- fen sich im Hcchre 1938 nach dem Haushaltplan auf 1 822 357 RM., im Jahre 1939 beziffern sie sich nach dem Haushaltplan auf 2 041 300 RM. Der Mehrbetrag gegenüber 1938 beläuft sich also auf rund 219 000 RM. und ist durch die Erhöhung der Personalausgaben infolge der gesteigerten Derwal- tungsaufgaben notwendig geworden. Für das Fürsorgewesen (Sozialamt) waren folgende Zuschüsse zu leisten: im Jahre 1936 nach der Rechnung (ohne Wieseck und Klein-Linden) 877 049,21 RM., im Jahre 1937 nach der Rechnung (ohne Wieseck und Klein-Linden) 841 260,76 RM., im Jahre 1938 nach dem Haushaltsplan 906 782,84 RM., im Jahre 1939 nach dem Haushaltsplan 982 582,50 RM. Bei dieser Steigerung spielt natür- lich die Vermehrung der Einwohnerzahl nach der Eingemeindung von Wieseck und Klein-Linden eine gewisse Rolle. Gutes Ergebnis der Vetriebe. Die Stadtwerke (Elektrizitätswerk, Gaswerk, Wasserwerk, Straßenbahn und Omnibusbetrieb, Volksbad) haben in den letzten Jahren eine erfreuliche weitere Steigerung ihrer Erzeugnisse und Betriebsergebnisse aufzuweisen. Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang das Anwachsen der Frequenz bei der Straßenbahn und dem O m n i b u s b e t r i'e b , das durch die nachfolgenden Zahlen gekennzeichnet wird: beförderte Personen im Jahre 1935 = 2 050 021, im Jahre 1936 = 2 041 943, im Jahre 1937 - 2 224 925, im Jahre 1938 = 2 775 447. Die Fahrgeldeinnahme entwickelte sich wie folgt: im Jahre 1935 = 225 633,30 RM., im Jahre 1936 = 228 171,50 RM., im Jahre 1937 = 258 153,85 RM., im Jahre 1938 = 324 506,01 RM. Diese Steigerung beim Straßenbahn- und Omnibusbetrieb um rund 550 000 beförderte Personen ist besonders erfreulich und ein verheißungsvolles Zeichen für den weiteren Ausbau dieses Verkehrsmittels. Der Wohnungsbau. Auch .im vergangenen Jahre hat die Stadt Gießen dem Wohnungsbau, insbesondere der Errichtung von Volks - und Kleinwohnungen, besondere Förderung angedeihen lassen. Trotzdem bleibt noch immer viel zu tun, da eine fühlbare Erleichterung auf dem Wohnungsmarkt noch nicht eingetreten ist. Die Stadt Gießen läßt bekanntlich durch die von ihr ins Leben gerufene Gemeinnützige Wohnungsbau-GmbH. feit dem Jahre 1936 Schl ich t- wohnungen und Volkswohnungen errichten. Insgesamt waren bis zum Jahre 1938 bezugsfertig: 234 Wohnungen, teils in der Nähe der Krofdorfer Straße, teils in der sog. Schwarzlach. Zu Beginn des Jahres 1939 find weiterhin bezugsfertig geworden: 290 Wohnungen und 4 Läden im Schwarzlachweg, am Sandfeld, in der Werra- und in der Schottstraße, sowie am Asterweg, so daß sich die Gesamtzahl der bis jetzt mit Förderung durch die Stadt errichteten Wohnungen auf £24, sowie vier Läden beläuft. Bei den zuletzt bezogenen Wohnungen bewegt sich die monatliche Miete zwischen 27 und 36 RM., je nach Größe. Für das Jahr 1939 waren zwei weitere Bauvorhaben, und zwar 96 Volkswohnungen in der Ederstraße, im Schwarzlachweg, Am Sandfeld und im Asterweg, sowie 156 Wohnungen in der Ederstraße, int Schwarzlachweg und Am Sandfeld vorgesehen. Davon ist das erstere in der Ausführung oegriffen, das zweite Vorhaben konnte bisher noch nicht begonnen werden. Bis wann die Wohnungen bezugsfertig fein werden, steht noch nicht fest. Weiterhin befindet sich ein Bauvorhaben, bestehend aus einem Doppelhaus mit acht Wohnungen in den Eichgärten / Ecke Wolfstraße, zur Zeit in der Ausführung. Dort sollen Wohnungen für alleinstehende Personen geschaffen werden, die jetzt große Wohnungen innehaben, deren Miete für sie auf die Dauer nicht tragbar ist. Bei dem Projekt I der Altstadtsanierung am Lindenplatz, Kirchenplatz und Schloßgasse haben sich 20 neue Wohnungen ergeben, während drei weitere Wohnungen für gewerbliche Zwecke reserviert wurden, ferner 9 Läden» Die Stadt hat auch weiterhin die Privatinitiative zum Wohnungsbau durch Vermittlung von Darlehen aufs kräftigste unterstützt und damit ebenfalls einen Beitrag zur Linderung der Wohnungsnot geleistet. Steuern und Rücklagen. Mit der Umstellung der G r u nd ft e u e r — so wird in dem Dorbericht gesagt — nach den Bestimmungen des Reichsgesetzes vom 1. Dezember 1936 sind die mit der Reform der Realsteuern rnsammen- hängenden Arbeiten zu einem gewissen Abschluß gekommen. Durch die Eingemeindung von Wieseck, Klein-Linden und Schiffenberg ergeben sich für das Jahr 1939 bei einer Reihe von Steuern unterschiedliche Steuersätze, die auf die Bestimmungen der Eingemeindungsverträge zurückzuführen sind. Während die Bürgersteuer ab 1940 für Den ganzen Stadtkreis in gleicher Höhe erhoben wird, soll sich die Angleichung der Realsteuer- Hebesätze auf mehrere Jahre erstrecken. Diese Angleichung wird so durchgeführt, daß Härten für den Jetzt Nivea-Schutz! ? Mit Nivea gepflegte Haut bleibt auch bei rauhem Wetter glatt und geschmeidig. Die Haut ist widerstandsfähige« und zeigt natürliche Frische. Dosen und Tuben. 22 Pf. bis 90 Pf. -^üzenfhängr^— 7 | Roman von Meta Brix CARL DUNCKER VERLAG•BERLIN 21. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Was war da im Gange? Was hatten Moravitzlch und die Domkat mit dem Zaduk in Belgrad zu schaffen? Eine Lumperei war im Gange! Das schien sicher! Und Luise — Herrgott nochmal, das war doch nicht auszudenken! — Aber sie mußte natürlich ihre Finger im Spiel haben. Die Gedanken bohrten und konnten verrückt machen — Ihn hatte gleich ein unklares Gefühl vor diesem Moraoitzky gewarnt. Heitfeld nahm den Hörer vom Haustelephon. Er beorderte Doktor Mainz zu sich. Dann Herrn Warnte. Sofort sollten sie kommen. Es ellte. Die Herren kamen. Heitfeld sagte: „Ich glaube, ich bin durch einen Zufall einer Schweinerei auf die Spur gekommen!" In unbeherrschtem Zorn schlug er auf den Tisch und wiederholte: „Nur durch einen Zufall —" Er erzählte das Telephongespräch. Auch Warnte fuhr diese Mitteilung in die Glieder, aber er schlug nicht mit der Faust auf den Tisch. Er überlegte. Es gab da vielleicht doch noch eine andere Erklärung: „Vielleicht ist dieser Moravitzky so tüchtig, daß er zugleich für Amerika eine Vertretung für Zaduks Vegetabilien übernahm?" „Das wäre unzulässig. Er arbeitet für uns — sollte vielmehr für uns arbeiten. Und wird dementsprechend bezahlt. Und was sollte Frau Domkat damit zu tun haben?" „Vielleicht hat sie die Vertretung vermittelt?" Heitfeld schüttelte den Kopf. Nein, das glaubte er nicht. Er hatte einen weit schlimmeren Verdacht. Er sah feinen Chemiker an, der noch nichts zu der-Sache gesagt hatte. Er sah das zugeschlossene Gesicht und fügte: „Und Sie glauben das auch, Doktor Ttnin^ Ein Bote trat ein und brachte einen Brief für Doktor Heitfeld persönlich. Dekken schickte das Tele- gramm. „ „Da werden wir gleich sehen, was drm steht , ’agte Heitfeld. , „Das Telegramm dürfen wir nicht ohne weiteres offnen", gab Warnte zu bedenken. _ . Heitfeld hatte schon wieder den Hörer m der Hand: „Nun gut. Ich benachrichtige die Kriminalpolizei. Man kann das ja auch vorbeugend tun." „Einen Augenblick .. .", sagte Doktor Mainz. „Ich meine, Sie erwähnen die Frau besser noch nicht." Warnte war der gleichen Meinung. Er schätzte Frau Domkat sehr. Er konnte und wollte chr irgendeine Handlungsweise gegen die Interessen der Firma nicht zutrauen. Doktor Heitfeld behielt sein hartes Gesicht. Er hatte schwerwiegende Verdachtsgründe, von denen seine Mitarbeiter nicht wußten. Er hatte eine Erinnerung an eine Feststellung, die er kürzlich gemacht hatte. Es war ein paar Tage nach der Mreise des alten Herrn, und Doktor Heitfeld arbeitete eines Abends noch zu später Stunde allein im Laboratorium. Er hatte Grundöle fertiggestellt, denn es galt als ein von dem Gründer der Firma übernommenes und streng befolgtes Gesetz, daß die Grund- essenzen der Heitfeldschen Parfüme nur den Inhabern bekannt und nur von ihnen selbst zusammengestellt wurden. Diese Grundöle benutzten dann die Chemiker in den verschiedenen Variationen zum Aufbau der Parfüme und anderen Kosmetiken. Doktor Heitfeld hatte also im Laboratorium gearbeitet und war dann in das Chefbüro gegangen. Er wollte das alte Geheimbuch vornehmen, das sich in einer besonderen Abteilung des Tresors befand, und eine neue Eintragung machen. Als er den Schrank aufschloß und das alte, in Leder gebundene Buch herausnehmen wollte, lag es nicht am gewohnten Platz. Er fand es auch bei längerem Suchen nicht. r . m £ Das war sonderbar. Nur sein Vater und er kamen an diesen Schrank. Und jetzt, in der Abwesenheit des alten Herrn, die Sekretärin, Frau Domkat, die volles Vertrauen besaß. Heitfeld sah noch in seinem Schreibtisch nach, auch in anderen Fächern, obwohl er wußte, daß er die Geheimrezepte nie anders verwahrte als im Tresor. Es blieb noch die Möglichkeit, daß Matthias Hett- seid das Buch versehentlich in feinem Schreibtisch geschlossen hatte. .. Doktor Heitfeld war an jenem Abend ärgerlich und auch etwas unruhig nach Hause gefahren. Als er am anderen Morgen die Geschäftsräume betrat, saß Frau Domkat wie an allen Tagen bereits an ihrem Arbeitsplatz. Er erkundigte sich so- fort . wußte Frau Domkat zufällig, ob Matthias Heitfeld in den letzten Tagen vor seiner Abreise das alte Rezeptbuch benötigte? Luise wußte es nicht. „Aber Sie kennen das Buch ... wissen, was ich meine?" hatte Doktor Heitfeld gefragt. Und Luise hatte genickt. Ja, sie kannte es. „Ihr Herr Vater zeigte mir die alten Handschriften. Auf meine Bitte. Doktor Mainz erzählte mir davon." Heitfeld hatte dann den Tresor aufgeschlossen und darin das obere Fach ... seit Jahr und Tag lag das Buch doch dort ... und ... Da sah er den Lederband. Er lag am gleichen Platz wie immer. Frau Domkat war zu ihm getreten und fragte befremdet: „Ja, aber Herr Doktor, das Buch ist ja da! Alles ist in Ordnung!" Heitfeld hatte sie angeseyen und den Kops geschüttelt. War er denn gestern abend blind gewesen? Nein ... hier schien etwas ganz und gar nicht in Ordnung zu sein. „Sie werden das Buch ganz gewiß übersehen haben!" beruhigte die junge Frau. Heitfeld hielt das für ausgeschlossen. Er sah die alten Handschriften genau durch ... alles war wirklich in Ordnung. Trotzdem wurde er ein unbehagliches Gefühl nicht ganz los. Doktor Heitfeld behielt fein hartes Gesicht. Er erzähtte seinen Mitarbeitern von jenem Abend. Das Gesicht des Chemikers war unbeweglich. Er fragte: „Und ...?" „Und ... Nun, das alles gehört wahrscheinlich zusammen. Ein gut gesponnenes Betrugsgewebe. Man wird Abschriften genommen haben oder wollte fie^ nehmen. Und muß man nicht annehmen, daß Frau Domkat ..." Er brach ab. Er ging durch den Raum. Es war fürchterlich, den Gedanken weiter zu denken. Luise Domkat ... Hinter ihm sprach Doktor Mainz. Langsam und nüchtern: „Ich erinnere mich ... einmal fragte mich Frau Domkat nach den Geheimrezepten der Firma. Ob es solche gäbe. Sie zeigte große Anteilnahme." „Das ist noch kein Derdachtsgrund", sagte Warnke. Erst sollte man die Angelegenheit zu klären versuchen. Er glaubte nicht, daß Luise Domkat sich in so unsaubere Geschäft einließ. Weiß Gott, was da für Zusammenhänge waren. Und wie kam Mainz überhaupt dazu, jetzt die Frau ganz offensichtlich zu belasten ...? Das Gespräch mit der Polizei war nur kurz. Der Kommissar vom Dienst war sehr hilfsbereit. Wenn Doktor Heitfeld mit dem betreffenden Telegramm vorbeikommen wollte ... „Sofort. Ich danke vielmals." Der blonde Mann stand auf. Er steckte das Telegramm in die Tasche. „Kommen Sie mit, meine Herren. Wir fahren zum Alexanderplatz." Doktor Mainz blieb am Tisch stehen. Er fragtet „Meinen Sie nicht, daß es genügt, wenn Herr Warnte Sie begleitet?" „Ja, natürlich .. Der Kommissar ließ bitten, sich einen Augenbkitk zu gedulden. Heitfeld stand in einem verbissenen Zorn am Fenster des kleinen Zimmers. Unten war Der Hof des Untersuchungsgefängnisses. Da wurden eine Anzahl Frauen auf ihrem täglichen Spaziergang herumgeführt. Sie saßen wohl alle hier in Untersuchungshaft. Es schien eine bunte Gesellschaft; al eich gültige Gesichter und auch dreiste. Einige schlicht getleitet, andere mit einer billigen, auf falle n- oen Eleganz. Warnte trat neben feinen jungen Ehest Auch er sah hinunter. Er meinte: „Vielleicht sind sie nicht einmal alle schuldig; es wird sich erst Herausstellen müssen." Eine große, schlanke und sehr blonde Person schlenderte allein, Hände in den Taschen ihres Jackenkleides. Ihre Blicke gingen neugierig umher und kamen auh zu dem Fenster. Sie lächelte den Männern zu ... dreist, herausfordernd ... Heitfeld wandte sich ab. Gleich darauf trat der Kommissar ein. Er öffnete das Telegramm. Es lautete: „Imatefi odmahn receptat za mene. Zaduk.” Er reichte den Streifen Doktor Heitfeld. „Können Sie Das übersetzen?" Heitfeld konnte es. Er las und wurde blaß vor Wut. Er las: „Haben Sie sofort Rezept für mich. Zaduk." „Läßt ja allerlei Schlüsse zu", nickte der Kommissar und fragte: „Wollen Sie also Anzeige erstatten, Herr Doktor?" Heitfeld zögerte. Sein Blick begegnete dem seines Mitarbeiters. Sie dachten beide dasselbe ... Luise Domkat in Untersuchungshaft ... Heitfeld stand auf und antwortete dem Kommissar: „Nein. Noch nicht. Verbindlichen Dank, Herr Kommissar." Der herbstlich kühle Wind umslpielte Luise, als sie zu Fuß von ihrer Wohnung durch den Tiergarten, am Salzufer entlang, zur Parfümerie ging. Vor wenigen Tagen war es noch sommerlich warm gewesen, und jetzt spiette der Wind schon mit herbstlich-gelben Blättern. Sie dachte an die Ausstellung in Dresden. Sie war gestern abend von den Vorarbeiten dort zurückgekommen. . Das Parfüm „Inkognito" würde feinen Siegeszug auch in Dresden fortsetzen. (Fortsetzung folgte Sie Rechnungsabschlüffe von 1037 0,70 1,00 1,30 7232V *se w m.'Mnui nut erkalten 7228 A Nanhlöoco von3 bls20v*H-erha,,ensie6elwl8fl8r iiäulllduuB holten Veröfientlichunaen einer Anzeiflil 3oöanne51tt.9. ELEGANTEN MANTEL UND Svende Das große Spezial-Haus für Herren- und ^n-benkleidung und eigener Maßschneiderei Für die Neuherrichtung der Schießstandsanlage sind 15 000 RM. an gefordert. Für die Errichtung der notwendigen Anlagen für den Mittelmarkt, dessen Einführung demnächst zu erwarten ist, sind 160 000 RM. bereit- gestellt. warten, auf Deine MODELLE möchte ich Ihnen zeigen ! Preise: Kinder 30, 50 und 70 Pfennig Erwachsene 50, 70 Pfennig und 1 RM. —........... 7218A Zum Ankauf der restlichen, noch in PrivathanL befindlichen Anteilscheine des Volks Hal« l e n - V e r e i n s ist ein Betrag von 45 000 RM. vorgesehen. Mit dem Ankauf sämtlicher Anteilscheine soll die Volkshalle alsbald in das Eigentum der Stadt überführt und der Volkshallen-Verein aul- gelöst werden. Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücherl Probebetriebe werden vorher nicht öffentlich kanntgegeben. Gießen, den 6. Dezember 1939. Der Polizeidirektor. M. d. F. b. als örtlicher Lustschutzleiter: Hellwege-Emden Major der Schutzpolizei und Kommandeur. und Dreileiter- und Vierleiter-Zähler bis 3X10 Amp............. für Dreileiter- und Vierleiter-Zähler bis 3X50 Amp............... für Dreileiter- und Vierleiter-Zähler über 3X50 Amp............... Friedberg, den 5. Dezember 1939. Ueberlandwerk Oberhessen. KallweiL '*■ ///^ SMes Wen für ausgedehnte Großhandlung gesucht. 100 000 Mk. Anzahlung möglich. Schriftl. Angeb. unter 05359 an den Gießen. Anzeiger. gut erhalten zu verkauf, loss-s Meile Konlorislin in Dauerstellung von hiesiger Großhandlung zum 1. Januar gesucht. — Gest. Zuschriften unter 7210D an den Gießener Anzeiger erbeten. VIELE ANDERE . tzew ^Lsgs-WirrLrchtlfKwrre für unrrre Trüder im Osten X 'KÖHLER. GIESSEN Freitag, den 8., und Samstag, den 9. Dez. nachmittags 2.30 Uhr, im: Lichtspielhaus Sonntag, den 10. Dez., nachm. 1.30 Uhr gleichzeitig im: Gloria-Palastund Lichtspielhaus Große Märchenvorstellung Die Heinzelmännchen Freibankverkauf am 8. Dezember 1939: von 8- 9 Uhr Nr. 712-790 von 9-10 Uhr 9Zt. 791-870 von 10-11.30 „ Nr. 871-990 o.11.30-12 Uhr Nr. 1- 40 am 9. Dezember 1939: 7231A von 8- 9 Uhr Nr. 41-110 von 9-10 Uhr Nr. 111-180 von 10-11 Uhr Nr. 181-250 von 11-12 Uhr Nr. 251-320 Städt. Schlachthof, Gießen. Ergänzung zu den allgemeinen Tarifpreisen für die Versorgung mil elektrischer Energie vom 30. 1. 1939 des lieber- landwerks Oberhessen, Friedberg L h. Zu Ziffer VI (Allgemeine Bestimmungen) Absatz 7 tritt noch folgende Ergänzung für die Abrechnung von Doppel-Tarif-Zählern: „Für zusätzliche Doppel-Tarif-Zähler mit Schaltuhren werden folgende Zuschläge zum Grundpreis monatlich erhoben: für Zweileiter-Zähler bis 1 X 10 Amp. . 0,50 RM. für Zweileiter-Zähler über 1 X 10 Amp. m kaufen gesucht, su erfragen im Sieben. Anzeig. 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H. - 291 542,05 RM., im Jahre 1938 bei einem Hebesatz von 600 v. H. = 322 932,64 RM. Sie Rückagen. Auf Grund der Nachweisungen beläuft sich die Summe der Rücklagen (etnschl. Wieseck und Klein-Linden) am 31. März 1937 auf 1784 500 RM., am 31. März 1938 aus 1 879 332 RM. Nach dem Sammelnachweis über die Rücklagen zum Haushaltsplan 1939 wird mit einem voraussichtlichen Stand am 31. 3.1939 von 2 468 421 RM. gerechnet. Aus der Sonder-Nachweisuna über den Stand der Rücklagen sind nach dem Abschluß am 31. März 1938 u. a. folgende Rücklagen zu verzeichnen: Luft- schutz-Rucklage 35 000 RM., Kleinkinderschulbau- Rücklage und Waisen-Rücklage 15 267,29 RM., Schwimmbad-Rücklage 5697,77 RM., HJ.-Heim- Rücklage 194 600 RM., Straßenbau - Rücklage 153 225,23 RM.; Erneuerungs-Rücklagen: a) der Straßenreinigung 5638,96 RM., b) der Kanalisation 98 759,13 RM., c) der Müllabfuhr 3580,60 RM., d) des Fuhrparks 1209,39 RM., e) des Friedhofs 1083,92 RM., k) des Schlachthofs 61 800,61 RM., g) des Volksbades 12 834,34 RM.; bei der Finanzverwaltung: a) allgemeine Ausgleichs-Rücklage 120 205,36 RM., b) Betriedsmittel-Rücklage 250 000 RM. Die kleineren Rücklagen haben wir hier beiseite gelassen. Ferner sind noch folgende Rücklagen nach dem Stand vom 31. Marz 1938 zu erwähnen: Geländeerwerbs-Rücklage 23 293,01 RM.; Elekttizitätswerk: a) Erneuerungs-Rücklage 596 348,51 RM., b) Betriebsmittel-Rücklage 220 000 RM.; Gaswerk: a) Erneuerungs-Rücklage 510 338,38 RM., b) Betriebsmittel-Rücklage 50 000 RM.; Wasserwerk: a) Erneuerungs-Rücklage 266 098,61 RM., b) Betriebsmittel-Rücklage 30 000 RM.; Straßenbahn- und Om- nibusbettieb: a) Erneuerungs-Rücklage 180 733,76 RM., b) Betriebsmittel-Rücklage 18 098,54 RM.; Biohumwerk-Erneuerungs-Rücklage 7714,93 RM. Aeues im Haushalt 1939. Die Stadt Gießen hat unter der Bezeichnung „Frauen-Arbeitsschule" mit dem 1. April 1939 die bisher von dem Alice-Schulverein unterhaltenen Einrichtungen übernommen. Als Schulgebäude ist neben dem bisherigen Hause Stein- straße 10 die Alte Pestalozzischule vorgesehen. Für besondere Herstellung und erstmalige Herrichtung in der Alten Pestalozzischule und im Schulgebäude Steinsttaße 10 sind im neuen Haushaltsplan 24 000 RM. vorgesehen. Mit dem Uebergang der Einrichtungen des Alice-Schulvereins auf die Stadt ist auch das Seminar Kinderhort auf die Stadt übergegangen. Der Alice-Schulverein wird sich auflösen und sein gesamtes Vermögen auf die Stadt überführen. Für die Zwecke der Landes-Universität und der Studentenhilfe sind insgesamt 20 000 RM. vorgesehen. Für die Ereuerung der Bühnenbeleuchtung des Stadttheaters find einmalig 30 000 RM. bereitgestellt. Das Ober* yessifche Museum und die Gailschen Sammlungen sollen in den Liebig-Bau verlegt werden, für die Neugestaltung, für Umbau und Umzug sind vorerst 2000 RM. veranschlagt. Die Ausgaben des Fürsorgewesens erfordern Mehraufwendungen in Höhe von etwa 75 000 RM., für die größtenteils Erstattungen zu erwarten sind. Für Verbesserungen auf den Tennisplätzen (u. a. Errichtung von Aus- und An kleid eräurnen, Brausen und Bedürfnisanilagen) sind einmalig 10 000 RM. veranschlagt. Die Lagerplätze des Stadtbauamtes sollen ausgebaut und dafür 10 000 RM. auf« gewandt werden. Für die Beschaffung eines neuen Müllwagens sind 21 000 RM. einmalig vorgesehen. Für einmalige Ausgaben auf dem Gebiete des Feuerlöschwesens, insbe- fonbere auch für die Eingliederung der Fenerwehren von Wieseck und Klein-Linden und der Freiwilligen Gailschen Feuerwehr in die Gießener Wchr, sind rund 10 000 RM. vorgesehen. Die Umstellung der elektrischen Einrichtungen des Schlackt- Hofes von Gleichstrom aus Drehsttom und die Abänderung der Kühlanlage des Schlachthofes sind mit einmalig 16 000 RM. bzw. 10 000 RM. veranschlagt. Für die Beschaffung von vorerst acht geschlossenen Verkaufsständen für Messeveran- staltungen sind 5 000 RM. vorgesehen, denen künftig auch entsprechende Einnahmen gegenüberstehen werden. Für die Beschaffung von Markttischen und Horden, sowie für die Erweiterung des Geräteschuppens im Turmhaus am Brand sind 4000 RM. vorgesehen. Die Stadt Gießen hat vom Schützenverein Gießen das Schützenhaus, sowie die gesamte Schieß- standsanlage erworben. Die Schießstandsanlage soll modernisiert werden, während das Sstützenhaus wie bisher weiterbewirtschaftet wird. Bekanntmachung. Erhöhung der Renken in der Invalidenversicherung durch Anrechnung der kriegsdlenskzeiken. Nach dem Gesetz über den Ausbau der Rentenversicherung vom 21. Dezember 1937 werden in der Invalidenversicherung die Zeiten, in denen Der« sicherte während des Weltkrieges 1914 bis 1918 dem Deutschen Reiche ober einem mit ihm verbündeten oder befreundeten Staate Kriegs-, Sanitäts- oder ähnliche Dienste geleistet haben, rentensteigernd cnv gerechnet, wenn die Versicherung vorher bestanden hat. Die Frist für die Anmeldung des Anttags auf Bewilligung der Steigerungsbeträge für die Kriegsdienstzeiten endet mit dem 31. Dezember 1939. Sollten Rentenempfänger oder deren Hinterbliebenen, denen von einem vor dem 1. Januar 1938 liegenden Zeitpunkt ab Renten von der Landesversicherungsanstalt Hessen in Darmstadt bewillig! worden sind, den Anspruch auf den Steigerungsbettag für die Kriegsdienstzeiten noch nicht geltend gemacht haben, so ist dies umgehend unter Vorlage des Militärpasses oder sonstiger Militärpapiere bei der genannten Anstalt nachzuholen. Nach dem 31. Dezember 1939 gestellte Anträge können nicht mehr berücksichtigt werden. 7212D Wie aus dem Dorbericht zum Haushaltsplan für das Rj. 1939 hervor geht, schloß der Haushaltsplan 1937, wie auch seine Vorgänger ohne Fehlbettag ab. Die Kassenrechnung 1937 erbrachte wieder einen Bar Überschuß in Höhe von 349 481,93 RM. Von diesem Ueberschuß wurde der Bettiebsmittelrücklage ein weiterer Bettag zugeschrieben, so daß diese jetzt den verordnungsgemäßigen Bestand von 250 000 RM. aufweist. An eine neuzubildende Ausgleichs- rücklage nach den Bestimmungen der Rücklagen- verordnuna werden 110 000 RM. überführk. Für eine Straßenbaurücklage sind 120 000 RM. vorgesehen, die Kanalbaurücklage erhält eine weitere Zuführung von 60 000 RM. Der nach diesen Zuweisungen und anderen Verwendungen verbleibende Rest von rund 900 RM. ist auf die neue Rechnung vorgettagen worden. Die Verbesserung des Rechnungsergebnisses gegenüber dem Haushaltsplan ist in der Hauptsache aus den weiteren Wirtschaftsaufschwung zurückzuführen. Aus dem Rechnungsabschluß der st ä d t i s ch e n Elektrizitätswerke für das Rj. 1937 sind folgende Festsetzungen bestimmt worden: die Bettiebsmittelrücklage auf 220 000 RM., die Rücklagen zum Erneuerungsstock auf 579 645,96 RM., der an die Stadtkasse abzuführende Finanzzuschlag auf 12 522 RM., die Ablieferung an die Stadtkasse für Benutzung der Wege und Plätze (Wegebenutzunas- gebühren) auf 244 451,77 RM. Die Rechnung für 1937 schließt in Einnahme mit 3 374 229,27 RM., in Ausgabe mit 3 365 524,15 RM., es verbleibt somit ein Rest von 8705,12 RM. Nach dem Rechnungsabschluß des Städtischen Gaswerks für 1937 sind u. a. folgende Fest- seungen bestimmt worden: die Rücklagen zum Erneuerungsstock aus 52 989,20 RM., die Betriebsmittelrücklage auf 50 000 RM., die Ablieferung an die Stadtkasse für Wegebenutzungsabgabe auf 75 874,98 RM., der an die Stadtkasse abzuliefernde Finanzzuschlag auf 21213,82 RM. Die Rechnung schließt mit 977 068,36 RM. in Einnahme und mit 957 989,81 RM. in Ausgabe, also mit einem Rest von 19 078,55 RM. ab. Bekanntmachung. In den nächsten Monaten finden in unregelmäßigen Abständen Probebettiebe der Großalarmanlagen statt. Für diese Probebetriebe wird jeweils nur das Signal „Entwarnung" (hoher Dauerten) auf die Zeit von etwa einer Minute gegeben. Beim Ertönen dieses Signals ist von der Bevölkerung nichts zu unternehmen. Ls wird ganz besonders darauf aufmerksam gemacht, daß für diese probebettiebe nur der hohe Dauerton (Signal „Entwarnung") auf die Dauer von einer Minute benutzt wird. Sollte in der nächsten Zeit das Signal „Fliege» alarm" (der bekannte an- und abschwellende Heul- Sportanzüge mh zwei Hosen, auch Spezial-Berufs-Anzüge 38.00 46.00 58.00 68.00 76.00 82.00 Straßenanzüge, Sportsakkos, Hosen zum Kombinieren, Lodenmäntel (Marke Frey, München) für Herren, Damen und Kinder, Hausjacken und Hausmäntel, Pelzjacken, Lodenjoppen, Windblusen, Kletterwesten,Kleidungfüralle Berufe, Kleidung f. Knaben, Wettermäntel, HJ.-Blusen, Skihosen, Pullover, Krawatten, Sportstrümpfe, Ledergürtel, Hosenträger, Militärhandschuhe usw. als Geschenke aus gutem Hause wirken wertvoller Evtl. Änderungen werden sofort vorgenommen Am Sonntag von 12 bis 17 Uhr offen AM InimDf-junior kavriol.-Limousine 12 500 km gelaufen, mit gleich bereiftem neuen Anhänger, gut gepflegt, istsofort zu verkaufen. Schr.Anfr. unter 7222Pa.d.G.A. Dunkelblauer filnöetroagen zu verkauf. [05344 Preis 20 NM. Heuchelheim Wilhelmstr. 47. Fast neuer Bozener Mantel f. 10-14). 3 ung., ZHerrenaozüge^; kaum gebraucht. 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Vom Rechnungsabschluß de» städtischen Straßenbahn für 1937 wurden u. a. folgende Zuweisungen bestimmt: die Abführung an den Er- neuerungsstock auf 80 579,66 RM., die Abführung an den Rücklagestock auf 1614,98 RM., der Betriebszuschuß auf 17 249,29 RM. Die Rechnung schließt ab in Einnahme mit 407 568,82 RM., in Ausgabe mit 407 322,76 RM., also mit einem Rest von 246,06 RM., der in das folgende Rechnungsjahr zu übertragen ist. Die Kaffe des städtischen Biohumwerks schließt für das Rechnungsjahr in Einnahme und Ausgabe mit 50 006,04 RM. ab. Die Zuführung zu einer neuzubildenden Erneuerungsrücklage wurde auf 7 714,93 RM. festgesetzt. Abschluß für 1938. Die Rechnung der Oberschule für M äd - chen für das Rechnungsjahr 1938 schließt in Ein- nähme mit 217 902,10 RM., in Ausgabe mit 217 762,10 RM. ab. Es verbleibt formt ein Einnahme lasierest von 140 RM. Der Zuschuß aus der Stadtkasie für dieses Rechnungsjahr beläuft sich auf 75 285,81 RM. Die Rechnung der Gewerbeschule für das Rechnungsjahr 1938 weist in Einnahme 28 599,86 RM., in Ausgabe 28 527,86 RM. auf, sodaß ein Einnahmerest von 72 RM. verbleibt. Der Zuschuß aus der Stadtkasse beziffert sich auf 6 772 RM. Der Haushaltsplan für 1938 schloß, ebenso wie sein Vorgänger, ohne Fehlbetrag ab. Ein reizender Märchen-Tonfilm. Im Beiprogramm: Der Wolf und die sieben Geiß'ein Kasper bei den Sioux-Indianern Kinderlieder. | Verkäufe*“ lut- Hennen weiße amerikan. Leghorn, 4 Monate alt,verkauft Geflügelhof Krause, Treis a. d. Lda. Junge FM»H mit Mutterkalb zu verkauf. [05354 Holzheim Langgasse 11. Gas-Waschautml „Lava-Expreß“ einmal für Vorführungszwecke gebrauchten verkaufen. 7230D Heinrich Lieh jnn. Sanit. Einricht ngen Sonnenstraße 31 (Verschiedenes I Garten im Südviertel zu pachten gesucht. Schriftl. Angeb. unter 05345 an denGieß.Anzeig. 5-Tonnen- Fahrgelegenheit nach Gladenbach und Biedenkopf. Näheres (7234D Emil Pislor Nacht. 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