Nr. 261 Erstes Blatt 189. Jahrgang Dienstag, 7. November 1939 (Erld)etni täg Md), nutzer Sonntags und Feiertag- Betlagen: Die Illustrierte ©ießener Familienblatter Heimat im Bild Die Scholl» Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.l.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr e -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüste unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gietzev postfchecktonto: Kranifurt am Main 11688 Metzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvck und Verlag: vrühlsche Universtlützdruckerei R. Lange in Stehen. 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Warum hat die englische Regierung in diesen Jahren alle deutschen Vorschläge dilatorisch behandelt? Damals faßte sich jeder an den Kopf. Sowohl in Deutschland als auch in der übrigen Welt und fragte sich nach den Gründen dieser unbegreiflichen englischen Politik. Heute wissen wir alle den Grund: Die englischen Kriegshetzer Churchill und Genossen wollten keinen Frieden mit Deutschland! Wir sind nunmehr in der Lage, die wirklichen, hinter angeblichen Friedensbeteuerungen sich verbergenden Absichten der britischen Regierung erneut und schlagend durch einen dokumentarischen Beweis zu erhärten. Hiernach wird auch der letzte politische Träumer den wahren Schuldigen an diesem Krieg erkennen: England! 3n einem dieser Tage von der deutschen Luftwaffe abgeschossenen englischen Flugzeug wurde eine Zielkarte gefunden. Trotz der Beschädigungen, die die Karte durch das Feuer im brennenden Flugzeug erlitten hat, ist zu erkennen, daß bereits irn Jahre 193 6 sie in dieser zusammenfassenden Form die Well- Öffentlichkeit auf die unhaltbaren Z u st ä n d e aufmerksam gemacht hat, welche infolge der englischen Willkür die neutrale Schiffahrt und die neutrale Wirtschaft belasten. Ob aber dieser Protest gegen die britischen Seeräubermethoden irgendeinen praktischen Erfolg haben wird, das ist eine Berlin, 6. Nov. (DNB.) Amtlich wird verlautbart: Das Deutsche Reich hat, wie erst er in Dänemark selber durch deutsche Geschäftsreisende besucht, die die Vorkriegspreise aufrecht erhielten und prompte Lieferung verbürgten. Oie Kehrseite des Rüstungsgeschäfts England wird neue Schulden machen. London, 6. Nov. (Europapreß.) Die Gefahren, die die Aufhebung des Waffenausfuhroerbots aus den Vereinigten Staaten für die englische Wirtschaft in sich schließen, unterstreicht der „Eoening Standard". Das Beaverbrook-Blatt erklärt, es sei zwar angenehm, zu wissen, daß die Amerikaner Rüstungsgeschäfte machen wollten, „aber es besteht eine Gefahr, daß wir riesige Mengen von Waren in den Vereinigten Staaten bestellen, als eine leichte und schnelle Methode der Rüstung, und wenn wir das tun, werden wir unsere eigene Wirtschaft so untergraben, daß der Schaden nicht wieder gut zumachen ist". Der „Eoening Standard" weist darauf hin, daß noch aus dem vorigen Krieg große Schulden an die Vereinigten Staaten bestehen, die bis heute nicht beglichen sind. Außerdem gebe es riesige Zahlen von Arbeitslosen in England selber. England müsse alle seine Arbeitslosen unverzüglich einsetzen zur Produktion von Gütern, mit denen die Einfuhren bezahlt werden könnten bzw. u n ° nötig gemacht würden. Griechischer Dampfer untergeqanqen. London, 6. Nov. (Europapreß.) Der griechische Dampfer „Nicolaus Menbericos" von 5280 Tonnen, der Getreide nach England bringen sollte, ist nach zwei heftigen Explosionen untergegangen. Zwölf Mann der Besatzung wurden von einem holländischen Schiff gerettet und in einem südenglischen Hafen ausgeschifft, während weitere 14 Mann nach einem anderen Hafen gebracht wurden. Der Kapitän des Schiffes erklärte, nach der ersten Explosion habe fein Schiff ein Leck bekorn- Schon 1936 hat England den Krieg vorbereitet. Ein verräterisches Lustbild. - Systematische Spionage zur Vorbereitung von Nombenangriffen auf Deutschland. Kurs geändert und ist auf England gefahren. Dabei ist es von deutschen Seestreitkräften ertappt und beschlagnahmt worden. Es handelt sich hier nicht um einen vereinzelten Full. In den beteiligten Kreisen ist wohl bekannt, daß in vielen Fällen ursprünglich nach neutralen Ländern konsignierte Schiffsfrachten nach Passieren der deutschen Kontrolle nachträglich nach England umdirigiert werden. Nur gelingt es den deutschen Seestreitkräften nicht immer so wie in dem Fall des Dampfers „Margaretha", solche Schiffe zu fassen. Man nimmt in den beteiligten holländischen.Kreisen an, daß sich aus dem Vorfall „Margaretha" Weiterungen ergeben werden. Die englische Wirtschaft in Sorge um ihre Auslandsmärkte Oie Hemmungen der staatlichen Wirtschaftskontrolle. London, 6. Nov. (Europapreß.) Die behördliche Kontrolle des englischen Handels wird von Tag zu Tag weiter ausgedehnt. Mit ihrer Ausdehnung wächst aber auch in Industrie- und Handelskreisen die Kritik. Besonders schädigend soll sich diese Kontrolle für den englischen Ausfuhrhandel auswirken. Die an der Ausfuhr beteiligten Kreise sind im Handelsministerium unter Vorlage umfassenden Materials vorstellig geworden. Daraus ergibt sich, daß es Deutschland gelungen ist, seit Kriegsbeginn seinen Ausfuhrhandel nach einer ganzen Reihe von Ländern aufrechtzuerhalten oder sogar zu vergrößern, während Englands Handel durchweg starke Rückgänge zu verzeichnen hatte. Der Sekretär des Exportinstituts, W. T. Day erklärt, die britische Ausfuhr leide unter Ueber- organifation. Day sagt: „Die Lage ist wirklich ernst, so ernst in der Tat, daß sie zu B e - schwerden aus den Dominien wegen unserer Lieferungen an sie führt. Wir sind in schwerer Gefahr, einen erheblichen Teil unserer Märkte zu verlieren." Auch die „Sunday Times" beschäftigt sich sehr kritisch mit den durch die behördlichen Eingriffe geschaffenen Schwierigkeiten des Ausfuhrhandels. Das Blatt führt als Beispiel die Erfahrungen eines bedeutenden dänischen Fahrradfabrikanten an, der kürzlich in London war. Dieser beschwerte sich darüber, daß die Erledigung seiner Einkäufe mit England lange Zeit in Anspruch nehme, so daß ihm keine Wahl bleibe, als sich in Deutschland nach Lieferanten umzusehen. Der Däne beschwerte sich über die Verzögerungen in der Briefabfertigung in England. Die Briefe benötigten durchschnittlich eine Woche von Dänemark nach England gegenüber wenigen Stunden zwischen Kopenhagen und Deustch- land. Schwieriger aber sei noch, daß die englischen Fabrikanten sich noch nicht der veränderten Lage angepaßt hätten. Er könne beispielsweise keine Firma finden, die ihm feste Preise oder Lieferzeiten geben könnte. Die englischen Lieferanten erklärten, sie könnten die Preise erst am Tage der Verschiffung angeben, weil sie nicht wußten ob und wann sie ihr Rohmaterial bekommen könnten und zu welchen Preisen. Anderseits werde Ziele, sondern auf dichtbesiedelte deutsche Jndustriegegenden und Anlagen zur Versorgung der deutschen Zivilbevölkerung vorbereitet. 2. Während die britische Regierung Deutschland in den Jahren 1935/36 Vorschläge rür einen Luftpakt machte, der Bombenabwürfe völlig unmöglich machen sollte, hat sie selbst insgeheim bereits im Jahre 1936 solche Bombenabwürfe geplant und vorbereitet.. 3. Während die britische Regierung der deutschen Regierung wie der Weltöffentlichkeit ihre Friedensliebe beteuerte, hat sie gleichzeitig insgeheim den uneingeschränkten Vernichtungskrieg gegen das deutsche Volk auf allen Gebieten geplant und vorbereitet. 4. Denn ihre Friedensbeteuerungen hatten nicht etwa die Schaffung eines dauernden Friedens zum Ziel, sondern sie galten nur als Vorwand, um Zeit z u gewinnen. Erst als der britische Rüstungsstand auf ein Höchstmaß gesteigert war, konnte die britische Regierung die Friedensmaske abwerfen und ihre dunklen Pläne gegen Deutschland ins Werk setzen. deutsche Seestreitkräfte ist kürzlich gemeldet worden. Die Ladung war nachHolland konsigniert. Das Mißgeschick dieses Dampfers wird in gewissen holländischen Händlerkreisen lebhaft erörtert, die sich seit Kriegsausbruch einem neuen Zweig des internationalen Zwischenhandels widmen. Der Dampfer „Margaretha" hatte vorher den Kaiser-Wilhelm-Kanal passiert. Er war dort von den deutschen Kontrollstellen geprüft und zur Weiterfahrt f r e i g e g e b e n worden, nachdem er durch die üblichen Konnosse- • mente und Schiffspapiere nachgewiesen hatte, daß 9)s Holz nur für Holland bestimmt ist. Trotz dieser rkunden hat das Schiff aber nachher feinen Mit gleicher Münze. Man muß sich ein für allemal von der Vorstellung freimachen, als ob es sich bei den britischen Verletzungen des Völker- und Krieasrecht nur um gelegentliche Fehltritte handele. Vielmehr ist es so, daß der englische Imperialismus die Rechtsbrecherei aus Prinzip und innerer Veranlagung betreibt, denn der ganze Aufbau, die Existenz und die Macht des Empire beruhen ja geradezu auf der Ausschaltung des Rechtes durch die Gewalt. Dem gegenüber erhebt sich bei den Geschädigten die Frage, was sie dennoch tun könnten zur Wahrung ober Wiederherstellung ihres Rechtes. Im zivilen Leben pflegt man, wenn nicht gerade ein plötzlicher Ueberfall zur Notwehr zwingt, in solchen Fällen das G e r i ch t zu bemühen. Im internationalen Leden dagegen ist eine richterliche Instanz, die allgemeines Vertrauen genießt, und außerdem über die nötige Autorität verfügt, leider nicht vorhanden. Zwar hat es internationale Gerichtshöfe schon gegeben, aber sie standen entweder unter dem Einfluß des englischen Seeräuderstaates oder sie besaßen keine eigenen Machtmittel, um ihren Urteilen Geltung zu verschaffen. So bleibt den vom britischen Piratentum angegriffenen Nationen nichts anderes übrig, als f i ch selber ihrer Haut zu wehren und auf eigene Faust dem Wegelagerer auf allen Meeren entgegenzutreten. Nun gibt es verschiedene Wege, um das eigene Recht zu schützen. Das Orangebuch, das der holländische Außenminister van Kleffens jetzt heraus^egeben hat, versucht durch Aufzählung all der Drangsalierungen und Rechtsverletzungen, denen die niederländische Schiffahrt durch das britische men. Die Mannschaft habe sich sofort in die Rettungsboote begeben. Nach fünf Minuten sei eine weitere Explosion erfolgt. Der Dampfer sei aus- einanbergeborffen unb bas Deck in bie Luft geflogen. Die Rettungsboote seien mit Trümmern überschüttet worben. Die ganze Nacht seien bie Rettungsboote auf bem Meer getrieben, bis sie am Sonntag von einem hollänbischen Schiff wahrgenommen worben seien. Drei feindliche Flugzeuge adgeschvffeu. Sonst keine nennenswerten Kampfhandlungen an der Westfront. Berlin, 7. November. (DNB.-Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im w e st e n außer geringer Spähtrupptätigkeit und schwachem beiderseitigen Artilleriefeuer keine nennenswerten Kampfhandlungen. Im L u f t k a m p f wurden ein britisches Flugzeug bei Mainz und zwei französische Flugzeuge bei Saarlaut er n abgeschossen. Holtandisch-brlgische Besprechungen. Der König der Belgier im Haag. Amsterdam, 7. Nov. (DNB. Funkspruch.) Am Montagabend ist König Leopold von Belgien im Haag eingetroffen und hat sich nach dem königlichen Schloß Noordeinde begeben, um mit der Königin d er Niederlande einige Fragen des internationalen Zustandes zu besprechen. König Leopold ist von Außenminister Sp a a k begleitet, der bei der Besprechung ebenso wie der niederländische Außenminister van Kleffens anwesend war. Wie verlautet, wird der König der Belgier mit seiner Begleitung bereits am Dienstag die Rückreise nach Brüssel antreten. Italienisch-schweizerisches Transitabkommen. Genf, 6. Nov. (Europapreß.) Im Zuge der seit Kriegsbeginn stetig enger werdenden schweizerisch- italienischen Wirtschaftsbeziehungen ist in Bern em Abkommen unterzeichnet worden, das die Durchreise von Personen und die Durchfuhr von Waren durch Italien im Verkehr nach und aus der Schweiz vorsieht. Der Hafen von Genua ist mit für die Schweiz bestimmten Produkten aller Art angefüllt. Das Entgegenkommen der italienischen Regierung bei der Sicherung der fßerforgung der Schweiz mit den notwendigen Einfuhrartikeln wird in Benz sehr anerkannt. kürzlich wieder der Reichsaußenminister in Danzig mit zahlreichen Belegen nachgewiesen hat, England ständig seine Friedenshand angeboten. Auch die englische Regierung hat in diesen Jahren ihre Friedensbereitschaft beteuert. Warum ist es zu diesem Frieden nicht gekommen? Warum hat England die geradezu einzigartigen,--- ~-------- '■- »-- . f Angebote bes Führers nicht angenommen?,stellung non Fr>°denspro,ekten emzulullen verucht Warum hat England nichts getan, um diesen t>at der englische Geheimdlenst s y st e m a 11 [ d konkreten Vorschlägen des Führers überhaupt näherzutreten? Warum ist die brttische Regierung auf den großen Friedensplan des Führers vom 31. März 1936, der das deutsch-englische Verhältnis auf eine dauernde stabile Basis gestellt hat der englische Geheimdienst , y st e M a t i I ch Blockadesystem bisher ausgesetzt wurde, eine Aend-, Spionage in Deutschland betrüben, rung der bisher MM den Londoner Behörden ge- Zielkarten für den deutschen Lustraum hergestellt ,li und Bombenangriffe nicht etwa nur auf militärische über, das Expeditionsheer, gleichfalls auf Gund des hohen Reichtums in feiner kostspieligen Söldnerform ermöglicht, sicherte als Kolonialheer den eigenen Außenbesitz, half feindlichen wegneh- men und konnte in Flanke und Rücken des Gegners eingesetzt werden. So geschehen in Oberitalien und Holland gegen Napoleon, dann in Portugal und Spanien, im Weltkrieg in Gallipoli und Saloniki. Der Millioneneinsatz in Flandern dagegen erwies sich als verhängnisvoll und lastet heute noch mit seinen Verlusten auf der Nation, die sich vergreister und reaktionärer Führung gegenüber ganz veränderten Umständen ausgeliefert sicht. Denn diese Umstände find gegen früher gewaltig verändert Zunächst ist keine Rede mehr von einer Allgegenwart einer englischen Flotte, die in allen Meeren die Sicherheit der Reichsteile gewährleistet und die Seeverbindungen schützen kann. Schon mit Kriegsende und bis 1922 schob sich Amerika im W e ft a 11 a n t i f an die erste Stelle. Von einer englischen „Seeherrschaft" kann also an den Küsten Amerikas trotz der guten Stützpunkte von Halifax bis Trinidad ober den Falklandinseln so wenig gesprochen werden, wie in O st a si e n , wo Japan die See bis hinab ins Südchinesische Meer beherrscht. Im Indischen Ozean und der Südsee mag die Konkurrenz fehlen, ober schon im Mittelmecr wieder herrscht die Ungewißheit gegenüber Italiens See- und Luftmacht, die bei aller Neutralität ihr Gewicht wahrt. Im östlichen Atlantik ist England recht eigentlich zu Hause, aber kann man es See- hcrrschaft nennen, wenn trotz Bewaffnung und militärischer Begleitung der Handelsschiffe die Versenkungen ungestört ihren Fortgang nehmen, wenn deutsche Handelszerstörer freischweifend sich ihre Beute suchen, bald westlich von Irland, bald im Süd-, bald im Mittelatlantik gemeldet werden? In der Nordsee aber griffen deutsche See- und Cuftftreitfräfte bereits England in seinen nördlichen Stützpunkten an, ihre Sicherheit ist erschüttert, und damit chre Rolle als Wachtposten vor den Zugängen zum Atlantik und vor dem Skagerrak. Seeherrschast bedeutet Freiheit der eigenen Zufuhren, Abriegelung der feindlichen. Aber die englischen Zufuhren ließen bereits nach, die Versorgung stockt, besonders von den nordischen Ländern her, es fehlt an Nahrungsmitteln, Erz und Holz für Bau- und Gruben- "zwecke. Mangelhafte Vorrats- und Wehrwirtschaft verschärft die Lage, an der die Flotte nichts ändern kann. Der Gegner aber, den man aushungern will, steht sicher da mit Deckung im Rücken und in beiden Flanken, er hat vorgesorgt und seine Abhängigkeit von den Seezufuhren vermindert und sie gegen kontinentale Hilfsquellen vertauscht. Der Nok- den, Osten und Südosten Europas sind seine Märkte und Lieferanten, von der Blockade nur schwer ober gar nicht erreichbar. Vor eine völlige Vergewaltigung ber kleinen Neutralen durch England aber schiebt sich ber Einspruch unb Schatten R u ß - lanbs. Ein englischer Seeoffizier schrieb: „Mit dem Augenblick, wo Deutschland blockadefest wird, ist die englische Flotte kampflos geschlagen." Wie steht es mit den anderen Faktoren unb Kampfmitteln? Der Reicht u m Englanbs ist gewiß noch bebeutenb, jeboch im Abnehmen. Die Pfundentwertung auf runb 10 RM. halbiert das Reichsvermogen, große Werte sind eingefroren unb unverkäuflich, bie Macht des Golbes ließ nach, Preis- und Lohnsteigerungen gehen weiter. Da bleibt nicht viel für ausländische Waffenkäufe, die bar zu bezahlen sind, oder Finanzierung von Bundesgenossen. Das türkische Geschäft wurde teuer, der Gegenwert — Deffnung ber Darbanellen — bleibt fraglich, ba Rußland es nicht will. Schließlich ber Einsatz bes Expeditionsheeres: Die Ostsee ist verriegelt, im Westen regiert die große Wall-Linie, im Mittelmeer stürzte Italiens Neutralität alles ins Ungewisse, und feste Pläne eines Angriffs vom Balkan ober anderen Bereichen her mußten vertagt werden. Der französische Festlandsdegen aber kann nicht aus der Scheide. Alle diese Möglichkeiten aber, alle strategischen Pläne stehen unb fallen mit ber Seeherrschaft unb ber Sicherheit bes Mutterlanbes, als Sitz aller kontrollierenben Kräfte ber Reichsverwaltung unb -sicherung. Beibe aber, Seeherrschaft unb Sicherheit ber Heimat, sehen wir erschüttert durch die Kampfmittel der Zeit. Nachträglich nach England nmöirtoterf! Den Haag, 6. Nov. (DNB.) Die Aufbringung unb Beschlagnahme des neutralen Dampfers „M a r- g a r e t h a" mit einer neutralen Holzladung durch ganz andere Frag«. Wenn das Orangebuch auch erklärt, daß sich Holland in den angezogenen Fällen alle fjn? rf)te vorbehalte, so fehlt doch feder Hinweis darauf, daß man notfalls auch kräftigere Mittel gebrauchen werde, um zu feinem Recht zu kommen. Um papierne Proteste aber hat sich das hochmüttge England noch nie gekümmert, es wird also die Holländer mit ein paar schönen Phrasen ab speisen und im übrigen Beherrscht England die Meere? Don Konteradmiral z. B. Gadow. Die Macht des englischen Weltreiches beruhte seit langem aus drei Faktoren: Der überlegenen Flotte, dem überlegenen Reichtum und einem beweglichen, expeditionsfähigen Heere. Durch alle Phasen seiner Geschichte der letzten zwei- bis dreihundert Jahre ist der wirkungsvolle Einsatz dieser Machtmittel au verfolgen. Die Gründung einer Seemacht unter Cromwell ging voran, sie war das Mittel, den Spaniern und Holländern ihre kolonialen Reichtümer abzujagen und den Geaner durch Blockade auszuhungern. Damit zog d e r R e i ch t u m ein und gewährte die Möglichkeit, nicht nur diese Seemacht auf stets überlegenem Fuß zu halten, sondern auch rm Kampf mit kontinentalen Gegnern diesen einen von England finanzierten Kämpfer entgegenzustellen. Das geschah gegen Holland, gegen das Frankreich der Bourbonen und Napoleons, und gegen Deutschland im Weltkriege. Das dritte Machtmittel &' W W^W M -WA L WUs Ä M r-Mw "W SÄ MM T><: M I l^> - WkL 5- '^-4 M W^d W^MUW LUK§»:uu Enttäuschung in Paris Bei unseren Soldaten an der Westfront In jeder Stunde liegen unsere-Soldaten im Westen auf der Wacht, bereit, jeden feindlichen Angriff abzuwchren. Unser Bild zeigt einen gut getarnten, feuerbereiten, schweren Granatwerfer an der Front und einen Artilleriebeobachtungsstand am Westwall. — (Presse-Bild-Zentrale-M.) Kronprinz und Duce am Nationaldenkmal. Bei der Erinnerungsfeier an den Sieg Italiens über das Haus Habsburg begaben sich der italie* Nische Kronprinz Umberto und der Duce zum Grabmal des Unbekannten Soldaten, um hier einen Kranz niederzulegen. — (Associated-Preß-M.) hatte man den Plan in Erwägung gezogen, den bei Grimsby liegenden Dampfer von Bergungsdarnp- fern wieder heben zu lassen, jedoch wurden am Montag die ersten Stimmen laut, in denen es heißt, man werde dieses größte Schiff der dänischen Marine als Totalwrack erklären und aus den Listen der Ostasiatischen Company streichen müssen. (Scherl-Bilderdienst°M.) Die Begrenzung des Schiffsverkehrs der Vereinigten Staaten Rückganges iL in den wiederholten R u ck - zügen der Aentralbanken und in dem — was in internationalen Finanzkreisen alarmierend gewirkt hat — B e r s ch w i n d e n des Postens „G a r a n t i e f 0 n d s der französischen Regierung zu suchen. USA.-Flotte soll um 95 Einheiten verstärkt werden. Washington, 6. Rov. (Europapreß.) Der Vorsitzende des Flottenausschusses des Repräsentantenhauses, Vinson, hat anaekündigt, in der m? deutlichen Januar-Session werde dem Kongreß eine weitere Verstärkung der Flotte der Vereinigten Staaten durch den Bau von 95 Einheiten aller Klassen mit Ausnahme der Schlachtschiffe, von 2395 Flugzeugen und 36 k l e i n e n L u s t - schiffen für den Aufklärungsdienst vorgeschlagen. Das Programm sehe den Bau von drei Flugzeug- ttägern, acht Kreuzern, 52 Torpedoboots-Zerstörern und 32 U-Booten vor und erfordere eine Ausgabe von 1,3 Milliarden Dollar. Washington, 5. Rov. (Europapreß.) Rach der Unterzeichnung des neuen Neutralttätsgesetzes hat Präsident Roosevelt eine Verordnung erlassen, durch die die Zonen der aktiv Kriegführenden festgelegt werden, in die sich die USA.-Schiffe nicht begeben dürfen. Es sind dies der Golf von B i s c a y a mit Ausnahme der Nordküste Spaniens, alle Gewässer um Großbritannien und Irland und der umliegenden Inseln einschließlich jener des Aermelkanals, die ganze Nordsee bis zu einem Punkt der norwegischen Küste unmittelbar südlich von Bergen, die ganze Ostsee mit den dazu gehörenden Gewässern. Alle neutralen Häfen des Mittelmeers und des Schwarzen Meers, des Stillen Ozeans und des Indischen Ozeans und alle Häfen südlich der Kanarischen Inseln bleibenoffen. In einem Kommentar zu dem Erlaß hat Roosevelt erklärt, im Grunde bedeute dieser, daß keine nordamerikanischen Handelsschiffe in Zukunft irgendeinen Hafen der kriegführenden Länder nördlich des Breitegrades der' Kanarischen Inseln erreichen dürfen. Er fügte noch hinzu, es handele sich um die vorgeschriebene Auslegung des neuen Neutralitätsgesetzes und nicht um die Ausnutzung seiner Vollmachten. Nach der Annahme des neuen, von der Regierung der Vereinigten Staaten vorgeschlagenen Neutralitätsgesetzes durch Senat und Repräsentantenhaus hat also mit einem Schlage die amerikanische Schiffahrt nach den meisten Staaten Europas völlig aufgehört. Nicht aufgehört aber hat die amerikanische Jagd nach Narrengold, wie Präsident Roosevelt in früheren Jahren einmal die Profitsucht gewissenloser Ru- stungsfabrikanten bezeichnet hat. Die große Frage ist nun, wie beide Tatbestände miteinander in Einklang zu bringen sind: Die Freigabe der Waffenlieferungen an die europäischen Demokratien und das gleichzeittge Verbot jeglichen amerikanischen Schiffsverkehrs nach den kriegführenden Ländern. Welche Gründe den Präsidenten bewogen haben, das Neutralitätsgesetz in der neuen Fasiung zu unterzeichnen, ist klar. Roosevelt wollte mcht zwei, sondern gleich drei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Er wollte erstens seinen demo- kratischen Freunden in London und Pans etwas zugute kommen lassen, er wollte zweitens den Kanonen-Fabrikanten und Wallstreet-Bankiers eine Chance geben, und er wollte drittens das durch Weltkriegserfahrungen argwöhnisch gewordene amerikanische Volk bei guter Stimmung erhalten, um seine dritte Präsidentschaftskandidatur nicht zu g^ fährden. i Aus diesen zum Teil sich widersprechenden Wun- schen entstand das Kompromiß des neuen Neutralr- tätsgefetzes. Die Engländer und Franzosen sollen, was sie kaufen, bar bezahlen und selber holen. Aber sie sollen natürlich auch recht viel kaufen, damit das Geschäft in den USA. blüht. Aber gerade hier ist ein wunder Punkt, denn erstens ist der Schiffsraum der Entente nicht unerschöpflich und zweitens ist mit ziemlicher Sicherheit anzunehmen, daß dieser Schiffsraum durch deutsche Torpedos noch erheblich dezimiert werden wird. Die Jagd nach dem Narrengold, welche durch die neuen Neu- ttalitätsbestimmungen möglichst risikolos und dennoch erfolgreich gestaltet werden sollte, könnte unter diesen Umständen doch eine harte Einschränkung erfahren, die wir nur begrüßen. H. Evers. gesehenen 6000 Waggon Dörrpflaumen werden 7000 ausgeführt werden können, von denen ein Teil nach Frankreich und Holland ausgeführt werden soll. Auch für die Ausfuhr von Schweinen und y , „ „ , , . Schlachtvieh wurden genügend Märkte und Deutschland l ä n g st nicht , günstige Preise erzielt. Durch die Abkommen mit Wirksamkeit hat. Eine Anzahl von Zeitungs- Deutschland und Italien gelang es auch, die not- artikeln bezeichnet es daher als "Unerläßlich, wendige Ausfuhr von Produkten der Holz- „fchärfere Maßnahmen gegen Deutschland industrie zu sichern, die in der letzten Zeit ein insbesondere gegen die deutsche Ausfuhr großes Sorgenkind der jugoslawischen Regierung ge nach den neutralen Ländern zu ergreifen, wesen ist. Der „Matin" kann allerdings -nicht umhin, festzu- , .... , «r» r k 4 stellen, die Daumenschrauben, die man damit den Ole firimsch-rusfischen Verhandlungen. neutralen Ländern anzulegen im Begriffe sei, ließen Helsinki 7 Nov tEurovavreß). Die finni- sich schlecht in Einklang bringen mit der freund- schen Delegierten werden während der Feiern zur 'chaftlichen Haltung, die man offiziellvon engisih- Erinnerung an die Oktober-Revolution in Moskau französischer Seite gegenüber den neutralen Lan- bleiben. Sie haben Einladungen angenommen, oern an den Tag legen mochte. Der 11 000 Tonnen große dänische Ozeandampfer „Canada", den unser Bild zeigt, lief, wie schon gemeldet nördlich von Grimsby an der englischen Nordseeküste in der Nähe von Hüll auf eine englische Mine. Die gesamte Besatzung konnte geborgen werden. Das Schiff, das erst vor vier Jahren gebaut wurde, war eines der größten und modernsten Schiffe der dänischen Handelsflotte. Ursprünglich Auch die römischen Blätter unterstreichen die immer ernsteren Zweifel der Franzosen an die Wirkung des Wirtschaftskrieges gegen Deutschland, auf den man, wie der Pariser Vertreter der Tribuna betont, so große Hoffnungen setzte. Man halte nähmtich, wenn es auch nicht gern eingestanden wird, Deutschland auf militärischem Gebiet für unbesiegbar. Sei Frankreich schon durch Die Tatsache überrascht, daß die Blockade gegen Deutschland keinerlei Wirkung habe, so sei man fast bestürzt, daß sich der Rhythmus der deutschen Produktion in keiner Weise aeänüert habe und Deutschland sogar in der Lage sei, den Neutralen zu liefern. Man langweile sich im Innern, so erklärt der Pariser Vertreter des „Lavoro Fascista". Gerade die gegenwärtige Lage gebe einen Nährboden für Mißstimmungen ver- schiedenfter Art. Mehr als einmal könne man das Stoßgebet hören: „Wir kämpfen für dir Londoner Bankiers." Frankreichs innere Front. Paris, 6. Nov. (DNB.) Im letzten Kabinetts- rat wurde auf Vorschlag des Ministerpräsidenten Daladier eine Maßnahme beschlossen, von der sich die Behörden anscheinend erhoffen, daß sie zur Hebung der offensichtlich nicht besonders glänzenden Moral an der französischenKriegs« front beitragen werde. Danach sollen alle Sol- Daten und Unteroffiziere, die direkt an den Kämpfen beteiligt sind, eine tägliche Zulage von 10 Francs erhalten. Vielleicht erwartet man, daß sich dadurch die bisher noch nicht vorhandene Begeisterung des Poilu, sich für die englischen Interessen totschießen zu lassen, endlich einftellen werde. Verschiedene französische Zeitungen weisen auch auf die Mißstände in der inneren Front Frankreichs hin. Insbesondere werden die Behörden aufgefordert, ein wachsames Auge auf die Arbeiterschaft zu haben, die in Munitionsfabriken beschäftigt ist und offensichtlich mit ihrem Los nicht zufrieden ist. Der „Jour" erklärt, die Disziplin hinter der Front müsse die gleiche sein wie an der Front. Das Blatt gibt offen zu, daß es z u Streiks und Sabotageakten gekommen ist und schreibt: „Sowohl die Frontsoldaten wie die Munitionsarbeiter müssen wirkliche Soldaten sein. Die Sabotage und der Fabrikstreik kommen einer Fahnenflucht gleich. Es müssen daher dieseben Strafmaßnahmen wie an der Front ergriffen werden." Das Blatt beklagt sich darüber, daß unter den Arbeitern, die von der Front zurückgeholt würden, viele „P r o p a g a n - d i st e n" seien, und meint damit offensichtlich solche Arbeiter, die mit der Politik der Londoner und Pariser Kriegshetzer nicht einverstanden sind. Senator Hachette vom Seine-Departement weist auf die Unzufriedenheit in der französischen Landbevölkerung hin. Die Regierung möge sich in acht nehmen. Im Laufe der letzten 14 Tage hätten jene, die die Fühlung mit der Land- bevölkerung aufrecht erhielten, einige warnende Anzeichen festgestellt. Das Blatt schließt: „Der Krieg wird nicht nur an der Front geführt, und die Regierung muß sich auch im Innern des Landes schlagen, wo sie auf verschiedene Hindernisse stößt." Die „Libre Belgique" stellt fest, daß die Verschickung der elsässischen Bevölkerüng nach Inner-Frankreich zum Teil, unter großen Schwierigkeiten und Reibungen vor sich gegangen sei. Den Evakuierten wurde nur eine Stunde oder noch weniaek Zeit gegeben, ihre Wohnungen zu verlassen, und sie mußten kilometerweite Strecken zurücklegen, bevor sie den Zug besteigen konnten. In vielen Fällen dauerte ihre Beförderung länger als eine halbe Woche. Die verschickten Elsässer wurde von der Bevölkerung Südwestfrankreichs teilweise sehr unfreundlich ausgenommen. Es kam zu Zusammenrottungen und zu Zusammenstößen. dem großen diplomatischen Empfang beim Außenkommissar Molotow sowie der Parade und Tr u p p e n s ch a u auf dem Roten Platz! am Dienstag beizuwohnen. In Helsinki ist man noch immer damit beschäftigt, d i e neuen Instruktionen für die finnische Delegation in I Moskau auszuarbeiten. Während des Sonntags haben verschiedene Besprechungen zwischen Regie-1 rungsmitgliedern stattgefunden, die auch Montag fortgesetzt wurden. Die neuen Instruktionen, um die! die Moskauer Delegation gebeten hatte, werden Dienstag oder Mittwoch nach der russischen Hauptstadt abgehen. Oie Umsiedlung der Volksdeutschen in Estland. Helsinki, 7. Nov. (Europapreß.) Die vorläufige Uebersiedlung der Baltendeutschen aus Estland wird bis Mitte der nächsten Woche beendet sein. In Estland bleiben dann nur noch etwa 3000 Volksdeutsche, die in den Monaten Dezember, Januar und Februar nach Deutschland gebracht werden sollen. Voraussichtlich werden bis März kommenden Jahres die letzten Deutschen Estland verlassen haben. Stark rückläufiger Ausweis der 2533. Genf, 7. Nov (Europapreß.) Die Bank für internationale Zahlungen in Basel weist einen sensationellen Rückgang aus. Seit dem 30. Juni d. I. ist die Bilanzsumme von 702 Millionen Ultimo Oktober auf 452 Millionen Schweizer Goldfranken zurückgegangen. Der ausschlaggebende Grund dieses Oie „Canada" nicht mehr zu retten. .. mr < ■' " ---------------........ -A‘ -/-■ Paris, 6. Nov. (Europapreß.) Der französischen Oeffentlichkeit läßt sich nicht mehr länger verheimlichen, daß die englisch-französische Blockade gegen ~ v " r‘ -1 -r‘t d i e erhoffte fortfahren, seinen Blockadekrieg gegen die Neu-I traten so zu führen, wie es ihm paßt. Eine andere Art der Abwehr und Vergeltung englischer Rechtsbrüche hat das nationalsozialistische Deutschland gewählt. Durch Erfahrungen gewitzigt, zahlen wir jetzt mit der gleichen Münze zurück, welche die Londoner City in den internationalen Verkehr gebracht hat. Dcr Fall des brittschen Vizekonsuls in Hamburg, der in beut» sche Schutzhaft genommen wurde — als Vergeltung für die Einkerkerung des deutschen Konsulatsbeamten in Glasgow —, ist dafür das jüngste Beispiel. Der Erfolg hat uns Recht gegeben. Nach 21 Tagen wurde der deutsche Beamte, der in den englischen Gefängnissen wider alles Völkerrecht und im Gegensatz zu der ritterlichen Behandlung des brittschen Vizekonsuls in Hamburg, wie ein Schwerverbrecher gehalten wurde, endlich freigelassen. Dieser Einzelfall ist symptomattsch für eine erfolgreiche Bekämpfung des britischen Piratenunwesens. Vor einem Rechtsbrecher aus Prinzip, vor einem Gewohnheitsverbrecher also, schützt man sich nicht dadurch, daß man ihm gut zuredet, sondern nur dadurch, daß man ihn für alle Zeiten unschädlich macht. Deutschland jedenfalls wird dafür sorgen, daß es in Zukunft von den brittschen Imperialisten nicht wieder überfallen wird. H. Evers. Nie wirtschaftliche Erschließung Albaniens. Belgrad, 6. Nov. (Europapreß.) Die Italiener beginnen in Albanien mit der Durchführung von Projekten von größter wirtschaftlicher Bedeutung. Italienische Sachverständige sind der Ansicht, so berichtet die Belgrader Zeitung „Vreme", daß der albanische Boden reich an Erzen und Mine- r aii e n ist. Das Vorkommen von Erdöl in Albanien ist bekannt, italienische Gesellschaften fördern schon seit Jahren Erdöl in Albanien. In den letzten Monaten wurden neue erfolgreiche Bohrungen vorgenommen. In der Nähe des Sees von Ochrida, der die Grenze gegen Jugoslawien bildet, wurden reiche Eisenerzlager entdeckt, deren Eisengehalt auf 20 Millionen Tonnen geschätzt wurde. Die gesamte Produktion soll zur Verarbeitung nach Italien ausgeführt werden. Um den Transport aus diesen und anderen Bergwerken in Ost-Albanien zur Küste zu erleichtern, soll eine Eisenbahnlinie anschließend an die jugoslamischen und griechischen Eisenbahnen bei Bi- tolia bis Dura^zo und Dalona ausgebaut werden In derselben Gegend sind auch Kohlenlager, Chromerze und Pyrit mit starkem Kupfer- aehalt entdeckt worden. Die Afphaltwerke in Albanien sollen vergrößert werden. Außerdem legt die italienische Regierung besonderen Wert auf Meliorationsarbeiten, durch die der albanische Boden für die Landwirts cha ft, insbesondere für intensive Viehzucht, nutzbar ge- macht werden soll. Durch Trockenlegung der Randgebiete des Sees von Skutari sollen 200 000 Hektar fruchtbaren Neubodens für die Landwirtschaft geschaffen werden. Auf diesen Boden sollen. Italiener und Albaner aus dem Ausland angesiedelt werden. Gleichzeitig soll der Fluß B o j a n a , der den See von Skutari mit der Adria verbindet, für große Seeschiffe fahrbar gemacht und am See von Skutari ein großer Hafen ausgebaut werden. Günstige Aussichten des jugoslawischen Außenhandels. Belgrad, 6. Nov. (Europapreß.) Jugoslawien hat, wie der jugoslawische Minister für Handel und Industrie, Dr. Iwan Andres, Journalisten erklärte, in der zweiten Hälfte des Monats Oktober fünf neueHandelsabkommen mit Deutschland, Griechenland, der Schweiz, Italien und Bulgarien unterzeichnet, so daß die Zukunftsaussichten für den jugoslawischen Außenhandel günstig bezeichnet werden können. Jugoslawien hatte in diesem Jahr durchschnittlich eine günstige Weizenernte, so daß zur Ausfuhr etwa 35 000 Waggon Weizen bereitstehen. 12 700 Waggon wurden bereits ausgeführt und weitere 10 000 Waggon sind durch die neuen Handelsabkommen mit Deutschland und Italien erfaßt. Mais wird Jugoslawien wegen der diesjährigen schwachen Ernte zur Ausfuhr nicht haben. Besonders günstig war die Aus- fuhr von Obst und Dörrobst. Statt der vor Der Reichsverkehrsminister stellt fest, daß der als it Aus aller Welt n ’n jnö fe sparsame ECKSTEIN-Packung effhfft Jeden sachlichen Zweck, vornehmlich den der Frischhaltung. Aber sie erreicht diesen Zweck mit den geringstmöglichen Kosten, so daß mehr für den Tabak übrig bleibt - Und darauf kommt es aal 3’/3 5>fg. r i# n t, ie Verschärfte Lleberprüfung des Krafiwagenverkehrs. Bezugsscheine für neue Wagen. 0* ie- en ,d- >de ieg ie- >e- he a« n s ie ie u r- nfl ter n* rde et jen, en Jen. n- le« int* Föhneinbruch bis auf eine , 1500 Metern w e g g e f ch m o l z en. Das Thermometer stieg innerhalb ganz kurzer Zeit von minus 7 auf plus 18 Grad. Dom Küdfuß des S i m - p l o n wird starker Schneefall gemeldet. In einigen Gebirgstälern liegt der Schnee bereits einen Meter hoch. Auch in den italienischen Voralpen und am Lago Maggiore schneit es. if ss er ch er diesen zusätzlichen Ehrendienst zu leisten. Durch großzügiges Entgegenkommen der Saalbesitzer und aller der Stellen, die für das Zustandekommen dieses Vorhabens wichtig sind, ist es möglich geworden, diese „Konzerte der Jugend" völlig kosten- los für die Besucher durchzuführen. Mit den „Konzerten der Jugend" wird in keiner Weise den planmäßigen Konzerten des Winterhalbjahrs eine Konkurrenz entstehen. Die Besucher sind Jugendliche und Volksgenossen, die auf Grund ihres Einsatzes wenig Gelegenheit hoben, an kulturellen Veranstaltungen teilzunehmen, die aber diese Stunden der musikalischen Besinnung brauchen. Im Gegenteil wird auf diese Weise dem deutschen Konzertleben ein sicherer Hörernachwuchs herangezogen. Aus den Reihen der HI. selbst werden in den „Konzerten der Jugend" ebenfalls zahlreiche Solisten an die Oeffentl'ichkeit treten, es sind alle Spielscharen, Orchester und Musikzüge der Jugend eingesetzt. Beim ersten dieser Konzertreihe, am Samstag, dem 4. November, spielten die Berliner Philharmoniker unter Generalmusikdirektor Hermann Abendroth. Arbeitsmaiden als Schulhelferinnen für die Ostaebiete. Der Reichserziehungsminister beabsichtigt, vorübergehend geeignete weibliche Hilfskräfte für die Betreuung der Jugend der östlichen Gebiete in Kindergärten und Volksschulen zur Verfügung zu stellen. Sie sollen die für diese Aufgabe eingesetzten planmäßigen Kräfte in ihren erzieherischen und unterrichtlichen Maßnahmen unterstützen. Der Reichsarbeitsführer wird einige Lager des RAD. für die weibliche Jugend an der bisherigen deutschen Ostgrenze zur Vorbereitung geeigneter Arbeitsmaiden für die erwähnte Aufgabe zur Verfügung stellen. Arbeitsmaiden, die dos Abschlußzeugnis einer als vollausgestaltet anerkannten Mittelschule oder das Derfetzungszeugnis aus Klasse 6 nach Klasse 7 einer höheren Schule erlangt haben, können sich bis zum 10. November 1939 bei ihrer Lagerführerin melden. Vorgebildete Arbeitsmaiden können nach Vollendung der Arbeitsdienstpflicht im Kindergarten bzw. Volksschuldienst der besetzten Gebiete als Heilerinnen Verwendung finden. Bei Bewährung wird ihnen voraussichtlich später der Zugang zum Lehrerinnenberuf in erleichterter Form ermöglicht werden. Arbeitsmaiden mit dem Reifezeugnis können sich ebenfalls zur Verfügung stellen. Doch ist es erwünscht, daß diese Bewerberinnen sich nach Ableistung des Arbeitsdienstes möglichst bald der ordentlichen Ausbildung als Lehrerin an einer Hochschule für Lehrerbildung unterziehen. Otte Kamellen. Kürzlich, es war in der neunten Kriegswoche, haben die Engländer wieder einmal ein n e ue s Weißbuch herausgegeben, um der Welt zum neunten Mal einen neuen Grund anzugeben, weshalb sie eigentlich Krieg führen. Denn das wissen nicht nur die Tommys und die Arbeiter in England nicht, das wissen nicht einmal die britischen Parlamentarier, die neulich im Unterhaus zum so- undsovielten Mal von ihrer Regierung eine genaue Definierung der englischen Kriegsziele verlangten. Ja, es wurde sogar der durchaus ernstgemeinte Vorschlag gemacht, man solle doch ein „Ministerium für Kriegsziele" in London schaffen. Aber das ist alles vergebliche Liebesmühe, denn die eigentlichen Kriegsmacher, die hinter den Kulissen der Londoner Regierung das große Geschäft inszenieren, werden natürlich niemals in aller Öffentlichkeit bekennen, worum es ihnen bei der Entfesselung dieses Konfliktes ging. So ist es auch ganz belanglos, was Chamberlain in seinen Wochenübersichten jeweils als Kriegsgrund angibt oder was in den verfchie- denen Weißbüchern über diese Frage steht, und wir hätten sicherlich von dem neuesten Produkt amtlicher britischer Lügentätigkeit keine Notiz genommen, wenn nicht ein neutraler Journalist zufällig bei der Lektüre des letzten Weißbuches über fein eigenes Gedächtnis gestolpert wäre. Dieser Journalist — ein Holländer — beschreibt ti „Het Nationale Dagblad" sein Erlebnis folgendermaßen: „Da ich nun einmal neugierig von Natur bin und alles genau wissen muß, habe ich mir das letzte englische Weißbuch angeschafft und mich ans Lesen gemacht. Als ich ein paar Zeilen gelesen hatte, dachte ich: Das kommt mir doch bekannt vor! Gerade als ab ich das schon früher einmal gelesen hätte! Ich besah mir das Buch noch einmal von außen, es war wirklich das englische Weißbuch. Ich las also weiter. Aber je länger ich las, desto oekannter kam es mir vor. Da ging mir plötzlich ein Licht auf: Die Engländer hatten mir das alte jüdisch-marxistische ,B r a u n b u ch' gegen Deutschland als funkelnagelneues englisches »Weißbuch angedreht." Diese Beobachtung ist in der Tat nicht nur sehr Instruktiv, sondern erfüllt uns auch mit unbändiger Heiterkeit. Denn wer vermöchte sich vorzustellen, daß die englische Regierung mit den ollen Kamellen, die sie da wieder ausgegraben hat, noch einen Hund hinter dem Ofen hervorlocken könnte? Andererseits müssen wir aber dem Holländer für seine Belehrung auch dankbar sein, denn er zeigt damit allen Interessenten die ungebrochene Linie der britischen Politik seit 1 9 3 3. Damals wie heute gebraucht man in London die Greuel- märchen jüdischer Emigranten, um gegen den neuen deutschen Ordnungsstaat zu hetzen, damals wie heute „kämpft" man in London für die Befreiung der in Deutschland eingesperrten Verbrecher und asozialen Elemente, damit diese einmal die Nachfolge Hitlers antreten könnten. Das letzte Weißbuch hat die wahren englisch-jüdischen Kriegsziele doch mehr entlarvt, als es seinen Urhebern lieb ist. H. Evers. Oer Reichsproiekior in Mähren. Uebernahme der Deutschen Technischen Hochschule in Brünn. ten worden sei. Der Minister erwartet, daß nunmehr mit allem Nachdruck und denkbarster Beschleunigung die Durchsicht der Karteikarten der be- winkelten Personenfahrzeuge erfolgt, und daß mit allerschärfstem Maßstab eingeariffen werde gegenüber jedermann ohne Ansehung der Person. Mit einem weiteren Erlaß ordnet der Minister den Erwerb von Kraftfahrzeugen wäh- rend der Kriegszeit. Die im Einvernehmen mit dem Generalbevollmächtigten für das Kraftfahrwesen erfolgte Regelung sieht vor, daß die Verteilung der vom Generalbevollmächtigten freigegebenen neuen Fahrzeuge durch den Reichsverkehrs- Die Frankfurter Sternwarte im Dienste der Sonnenlichtforschung. Nach der Streichung der Frankfurter Sternwarte als Universitätsinstitut diente sie dem Planeten- Institut als Heimstätte. Nachdem jetzt das Pla- neten-Jnstttut der Heidelberger Sternwarte angegliedert und der Leiter des Pla- neten-Jnstituts, Dozent Dr. B o d a, an die Heidelberger Sternwarte auf dem Königsstuhl berufen wurde, ist die Sternwarte in Frankfurt a. M. an den Physikalischen Verein übergegangen. Die Leitung hat Professor Dr. Linke, der Leiter des Meteorologischen Instituts der Universität, übernommen. Professor Dr. Linke wird die Sternwarte in erster Linie in den Dienst der von ihm begründeten Sonnenlichtforschungen stellen, die damit eine wesentliche Erweiterung erfahren. Reifung aus Bergnot Im Einvernehmen mit Reichsminister Seyß-Jn- quart haben der Reichssportführer von Tschammer und Osten und der geschäftsführende Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, ^-Brigadführer Dr. Gra- witz, fürdas Rettungs - und Bergungs- Reichenberg, 6. Nov. (DNB.) Reichsprotektor Freiherr von Neurath stattete am Montag dem Lande Mähren und der Landeshauptstadt Brünn erstmalig einen Besuch ab, der von der gesamten Bevölkerung ohne Unterschied der Volkszugehörigkeit mit frohem Herzen erwartet wurde. Gleichzeitig wurde die Deutsche Technische Hochschule, die sich stets ihrer hohen Sendung als deutsches Bollwerk im Osten bewußt war, in die Verwaltung und Obhut des Reiches übernommen. In einer Rede im Rathaus erinnerte der Reichsprotektor daran, daß das Großdeutsche Reich auch den Schutz des tschechischen Teiles der Bevölkerung übernommen habe und nicht daran denke, die Angehörigen dieses Dolksteiles all die Bitternis vergelten zu lassen, die den deutschen Volksgenossen in den letzten 20 Jahren seelisch und materiell widerfahren ist. Wer ehrlich und loyal zum Reich stehe, werde in feiner Arbeit stets unsere Unterstützung finden. Jeder Bürger dieser Stadt, gleich welcher Nationalität,' könne sich vertrauensvoll an die Behörden wenden, deren oberstes Gebot lautet: „Gerechtigkeit und Fürsorge für alle!" Das Land Mähren sei durch feine Wetterumschwung in den Glarner Alpen. In den Glarner Alpen ist plötzlich ein riesiger Wetterumschwung erfolgt. Die Schneedecke, die zum Teil bis ins Tal reichte, ist d u r ch p l ö tz l i ch e n Föhneinbruch bis auf eine Berghöhe von Berlin, 6. Nov. (DNB.) Im Hinblick auf den Kriegszustand werden die diesjährigen Feierlichkeiten aus Anlaß des 8. und 9. November in der Hauptstadt der Bewegung nur mit einem wesentlich eingeschränkten Programm durchgeführt. Am 8.11., 19 Uhr, wird im Bürger-' bräukeller ein Treffen der Marschierer des 879.11.1923 durchgesührt. Am 9. November findet mittags 12.50 Uhr eine Kranzniederlegung an der Feldherrnh alle und anschließend an den Ehrentempeln am Königlichen Platz statt. Auch in München ist der 9. November in diesem Jahre zum Arbeitstag erklärt worden. Das Treffen der Marschierer des 8. und 9. November 1923, das am Mittwoch, 8. November, im Münchener Bürgerbräukeller stattfindet, wird an diesem Tage ab 19.30 Uhr überalledeutschen Sender übertragen. Die Sendung wird in die örtlichen Feierstunden der NSDAP, übernommen. Der Warthegau dankt dem Führer. Berlin, 6. Nov. (DNB.) Reichsstatthalter Gauleiter Arthur Greiser hat an den Führer folgendes Telegramm gerichtet: Mein Führer! Wir Deutschen Ihres neuen Gaues Wartheland sind heute in 32 großen Kundgebungen versammelt und danken Ihnen als unserem Befreier aus polnischer Knechtschaft und Wegbereiter in eine große deutsche Zukunft. Wir geloben, stets treu und hart für das von Ihnen gesteckte Ziel weiter zu kämpfen. Heil mein Führer! Der Führer hat hierauf geantwortet: ,Zhnen und den Deutschen des neuen Reichsgaues Wartheland danke ick für die mir von den gestrigen Kundgebungen telegraphisch übermittelten Grüße. Ich erwidere sie herzlich in der sicheren Ueberzeugung, daß der Warthegau nach den Jahren der Unterdrückung und des Niederganges einer neuen Entwicklung und einer glücklichen Zu- k u n f t entgegengeht. Adolf Hitler." Haupttreuhandstelle Ost. Berlin, 6.Nov. (DNB.) Der Vorsitzende des Ministerrates für die Reichsverteidigung und Beauftragte für den Vierjahresplan, Generalfeldmarschall Göring, hat die Errichtung einer Haupttreuhandstelle Ost verfügt. Sie hat ihren Sitz sowohl in Berlin wie beim Generalgouverneur der besetzten polnischen Gebiete. Sie arbeitet im Benehmen mit dem Generalgouverneur, den Reichsstatthaltern und den Oberpräsidenten. Sie hat die Verwaltung des Vermögens des polnischen Staates innerhalb des von den deutschen Truppen besetzten Gebietes, die Regelung des Geld- und Kreditwesens, die Anordnung aller wirtschaftlichen Maßnahmen, die zur Ueberleitung der Wirtschaftsführung auf die einzelnen Verwaltungsgebiete erforderlich find, und die Durchführung der etwa notwendigen Auseinandersetzungen und Verrechnungen. Beschlagnahmungen dürfen nur noch von der Haupttreuhandstelle Ost im Benehmen mit dem beteiligten Verwaltungschef bzw. dem Generalgouverneur für die besetzten polnischen Gebiete verfügt werden. Sie kann zur Verwaltung und Betreuung der Vermögensstellen aller Art kommissarische Verwalter bestellen. minifter erfolgt. Anträge sind bei den örtlichen zuständigen unteren Verwaltungsbehörden, also Landrat, Oberbürgermeister bzw. Bezirksbürgermeister, zu stellen. Nach Maßgabe des verfügbaren Bestandes und der Dringlichkeit werden Bezugscheine durch die Bevollmächtigten für den Nahverkehr ausgestellt, die dem Antragsteller und in Abschrift dem Lieferwerk zugehen. Der Kauf kann dann in üblicher Weise unter Vorlage des Bezugscheins, der nicht übertragbar ist, erfolgen. A u f Grund früherer Bestellungen stehen noch Kraftfahrzeuge aus der Friedens-Auslaufproduktion zur Verfügung. Nähere Mitteilung geht den Bestellern von den Lieferwerken zu; sie sind ermächtigt, gegen Dringlichkeitsbescheinigung den Verkauf abzuschließen. „Konzerte der Lugend " Vor einem Parkett von Hitlerjungen und Mädeln, von Müttern, Urlaubern, Angehörigen der im Felde stehenden HJ.-Führer und vor vielen tatbereiten Mithelfern an der inneren Front werden in den nächsten Monaten deutsche Künstler ihre Gaben spenden. Es ist ein schöner Beweis für den Gemeinschaftsgeist auch in kulturellen Dingen, daß eine Anregung der Reichsjugendführung, solche Kriegskonzerte durchzuführen, nicht nur in den Reihen der HI., sondern auch bei. den Künstlern sofort begeisterte Zustimmung fand. Städtische und staatliche Orchester, erste Dirigenten, Instrumental- solisten und Sänger haben es auf sich genommen, zu ihrer bereits festliegenden Konzertverpflichtung geographische Lage dazu bestimmt, eine Drücke zwischen Schlesien und der O st mark zu bilden. Die Stadt Brünn und das Land Mähren würden durch die Verbesserung der Verkehrswege zum Reich, namentlich durch den Bau der Reichsautobahn in zunehmendem Maße mit wichtigen deutschen Wirtschaftsbezirken verbunden werden und damit die Voraussetzung für eine günstige Aufwärtsentwicklung erhalten, an der alle Bewohner dieses Gebietes in gleicher Weife Anteil haben werden. Bei der Uebernahme der Deutschen Technischen Hochschule in die Reichsverwaltung gab der Geschäftsführende Rektor, Prof. Dr. Kriso, einen geschichtlichen Rückblick über die Brünner Alma water, deren Verbundenheit mit Volk und Land und über die Bestrebungen, die deutsche Prägung dieser Hochschule allen Bedrängnissen zum Trotz zu wahren. Der Reichsprotektor betonte dann, es werde fein Bestreben fein, dazu beizutragen, daß die Einrichtungen der Hochschule auf den für unsere Zeit erforderlichen Stand gebracht werden, und er werde darauf hinwirken, daß den deutschen Hochschulen in Böhmen und Mähren Blut aus dem Reich zugeführt werde, damit das auf Grenzwacht gestellte Deutschtum sehe, daß es die ganze Kraft des Reiches hinter sich habe. Oie Münchener Feiern am 8 /9. November. wesen in den deutschen Alpen folgende Richtlinien vereinbart: Die Aufgaben der Alpenvereins-Bergwacht im alpinen Gelände der gesamten deutschen Alpen erstrecken sich auf die Rettung und Bergung aus Bergnot unter Einsatz berg- steigerischen Leistungen und Sondererfahrungen. Dabei verzichtet der Deutsche Alpenverein auf jeden selbständigen Sanitätsdienst. Das Deutsche Rote Kreuz ist dafür im alpinen Gelände für den sanitären Teil des Rettungsdienstes voll verantwortlich und verzichtet seinerseits auf die selbständige organisatorisch taktische Durchführung des alpinen Rettungs- und Bergungsdienstes. Außerdem übernimmt das Deutsche Rote Kreuz die sanitäre Kurzausbildung der Bergwachtmänner, während der Alpenverein die berasteigerische Ausbildung der in Betracht kommenden DRK.-Mi tglied er gewähneistet. Für die organisatorisch-taktische und bergsteige risch» technische Durchführung des Einsatzes bei der Rettung und Bergung von Verunglückten ist die Alpenvereins-Bergwacht derantmortTicf). Insbesondere verfügt über den Einsatz der Deutsche Alpenverein ausschließlich. Die Königinmutter von Belgien Dr. med. h. c. Der belgischen Königinmutter E l i f a b e t h wurde von der Medizinischen Fakultät der französischen Universität Montpellier, die aus dem 12. Jahrhundert stammt und zu den drei ältesten Universitäten gehört, der Doktortitel honoris causa zuerkannt. In dem Ernennungsschreiben erinnert die Fakultät daran, daß die Königin Zeit ihres Lebens sich für Krankenpflege und Medizin eingesetzt hat. Dabei wird auch an die Verdienste erinnert, die sich ihr Vater, der Herzog Karl Theodor i m B a y e r n als Augenarzt erworben hat. zulässig bezeichnete Satz von 15 v. H. der vor dem Krieg in Betrieb gewesenen Personenkraftfahrzeuge fast überall ganz erheblich überschrit- AH t Aus her engeren Heimat. Frontsoldaten freuen sich über Zeitungen. A Heuchelheim, 7. Nov. Daß die regel- mäßiae Zusendung von Zeitungen und Zeitschriften ins Feld von den Frontsoldaten mit Freuden begrüßt wird, beweist der Brief eines Oberleutnants an der Westfront. Er schreibt der Ortsgruppe: „Mit Freuden entnahm die Kompanie aus Ihrem Schreiben vom 25. v. M., daß Sie uns von jetzt ab regelmäßig einige Zeitungen und Wochenzeitschriften zur Verfügung stellen wollen. Diese Aufmerksamkeit zeigt uns, daß sich die Heimat mit chren Frontsoldaten verbunden fühlt, und dafür danken wir Ihnen. Die Zeitungen laufen durch die ganze Kompanie und vermitteln somit jedem Kameraden Grüße auf der Heimat. Wenn die Heimat mit uns eine Front bildet, dann mag kommen, was will, der Sieg wird unser sein. Denn wir halten es hier mit den Worten des Generalfeldmarschalls Hermann Göring: .Führer befiehl, wir folgen'. In diesem Sinne grüßen .. Hote-Kreuz-Arbeit in Lich. * Li ch, 4. November. Der Rote-Kreuz-Gedanke und die Rote-Kreuz-Arbeit haben, wie das beim vorjährigen 70jährigen Jubiläum des damaligen 2ftice-Frauenvereins bzw. Ortsvereins im Festbericht zum überzeugenden Ausdruck kam, schon seit Jahrzehnten in unserer Stadt eine eifrige Pflegestätte gefunden. So war es denn auch ganz natürlich, daß bei Ausbruch des Krieges sich eine stattliche Zahl von Frauen und Mädchen aus Lich zur Ausbildung durch das Deutsche Rote Kreuz meldeten. Ein Teil dieser Kräfte konnte bereits vor einigen Wochen die Abschlußprüfung als Laienhelferinnen für den Luftschutz ablegen. Nunmehr fand in Anwesenheit der Vertreter - bzw. Vertreterinnen der Partei, der Stadt, des RLB., der Kreisstelle Gießen, DRK.-Hauptführer Medizinalrat Dr. Trautmann und stellvertretende Bereit- schaftSdienstleiterin DRK.-Oberwachtführerin Sophie Wolf, sowie der örtlichen Stellen des DRK? und einer Anzahl geladener Gäste, darunter auch der Zugführerin der weiblichen Bereitschaft aus Laubach, Gräfin Johanna zu Solms-Laubach, die A b - schlußprüfung des DRK.-Grundausbildungskursus statt. Nach Begrüßung der Gäste durch den Geschäftsführer der DRK.-Orts- gemeinschast Lich nahm der Leiter der Führungsabteilung der DRK.-Kreisstelle Gießen. DRK.-Haupt- führer Med.-Rat Dr. Trautmann, Gießen, der sich neben der DRK.-Zugführerin Else Winter, Lich, große Verdienste um die Durchführung des Kursus erworben hat, die Prüfung ab. Sie erstreckte sich u. a. auf den Aufbau des menschlichen Körpers und seine Funktionen, die verschiedenen Arten der Verletzungen, die Kampfstoffe und ihre Wirkungen, die Erste Hilfe bei Unfällen, die Geschichte und Organisation des DRK. und die Anlegung von Verbänden aller Art. Alle 18 Prüflinge, darunter auch eine Anwärterin aus Laubach, bestanden mit bestem Erfolg. Zum Abschluß der Prüfung gab Dr. Trautmann seiner Befriedigung über den Erfolg Ausdruck, sprach vor allen Dingen der-Lei- terin des Kursus, Zugführerin Winter, Mer- kennung aus, dankte der Leiterin der Ortsgemeinschaft Lich, Für st in Reinhard zu Solms- L i ch, für die Ueberlassung des schönen Raumes im Schloß während des ganzen Kursus und forderte die DRK.-Anwärterinnen auf, in ihrer Ausbildung und ihrem Einsatz für das Deutsche Rote Kreuz jeder Zeit zur Verfügung zu stehen und alle Zeit in solchem Dienst auf das hohe Vorbild des großen Schirncherrn des DRK., unserem Führer, aufzuschauen. Mit dem Gruß an den Führer fand der Ab-end feinen erhebenden Abschluß. Außer den 16 Laienhelferinnen und den bisherigen DRK.- Helferinnen stehen nun dem DRK. 17 Anwärterinnen ur unserer Stadt zur Verfügung, die nach abgelaufener Probezeit DRK.Helferinnen werden. Landkreis Gießen <£ Leihgestern, 7. Nov. Seinen 83. Geburtstag kann am heutigen Dienstag. 7. November, der Landwirt und Wagnermerster Johannes Pauli V., Schillerstraße, dahier wohnhaft, in leidlich guter Gesundheit begehen. Z Lich, 6.Nov. Nach sorgfältiger Vorbereitung wird nunmehr die hiesige Schweinemästerei des E H W. am heutigen Dienstag in den dafür hergerichteten Stallungen in der „Charlottenburg" ihre Tätigkeit aufnehmen. Dienstags und Donnerstags werden die bereitgestellten Küchenabfälle von dem EHW. abgeholt. Es wird erwartet, daß alle Haushaltungen, die ihre Küchenabfälle nicht selbst nutzbringend verwerten können, diese restlos dem EHW. zur Verfügung stellen. — Obwohl annähernd 30 Sänger der Sängervereinigung „Sä» eilt a" den feldgrauen Rock tragen, wird doch jeden Samstag regelmäßige Singstunde abgehalten. Trotz des weiten Weges von Nassau an der Lahn läßt es sich Chorleiter Jlge keineswegs verdrießen, mit der Bahn den Weg bis nach Lich zurückzulegen. In den ersten Kriegswochen, als auch Chorleiter Jlge nicht zur Verfügung stand, hielt Ehrenvorsitzender Hch. B a r z trotz seiner 72 Jahre vertretungsweise die Uebungsstunde ab. Zuchthaus für einen Autoplünderer. Lpd. Frankfurt a. M., 6. Nov. Das Amtsgericht verurteilte den 25jährigen Fritz Port zu drei Jahren Zuchthaus und drei Jahren Ehrverlust. Port n?ar in 10 Fällen in Garagen eingedrungen und hat aus dort untergestellten Autos allerlei Gegenstände wie Musterkoffer, Photoapparate usw. gestohlen. Ferner plünderte er in fünf Fällen Autos aus, die unbeaufsichtigt auf der Straße standen. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriflleitung.) 5.3t in <5. Die Anordnung der allgemeinen Verdunkelung entbindet den Verantwortlichen nicht von der Verpflichtung, Baustellen und sonstige verkehrs- gefährdende Punkte durch Anbringen von Warnlampen und dergleichen zu kennzeichnen. Anderseits sind aber auch an den Verkehrsteilnehmer während der Verdunkelung besonders hohe Anforderungen hinsichtlich seiner Aufmerksamkeit zu stellen. Eine eingehendere Begutachtung des vorliegenden Falles ist ohne nähere Kenntnis der Unfallumstände nicht möglich. I A Sie fjaben die Möglichkeit, das Wassergeld mit Genehmigung der Preisbildungsstelle auf die einzelnen Mieter umzulegen. Voraussetzung ist, daß die gesetzliche Miete um 3 v. H. der Friedensmiete gesenkt wird. Evtl, könnten Sie auch auf Grund der Bestimmungen des Mieterschutzgesetzes Klage auf Mietaufhebung durchführen, wenn der fragliche Mieter trotz erfolgter Abmachung nach wie vor übermäßig viel Wasser verbraucht. Sie müßten allerdings in diesem Fall den Nachweis führen, daß der fortgesetzte hohe Wasserverbrauch nicht notwendig und auf ein Verschulden des Mieters zu- rückzufuhren ist. Frau H. in G. Eine Verordnung, wonach das Wassergeld nicht mehr auf die Miete umgelegt werden darf, ist hier nicht bekannt. Offenbar liegt hier eine Verwechslung vor. Nach den bestehenden Bestimmungen ist es nur dann zulässig, das Wassergeld auf die Miete umzulegen, wenn die gesetzliche Miete um 3 v. H. der Friedensmiete gesenkt wird. Diese Umlegung bedarf jetzt der Zustimmung der Preisbildungsbehörde. 3. 3. k. in G. Wenn der Mieter den Abmachungen nicht nachkommt, so ist die Möglichkeit gegeben, gegen ihn eine Mietaufhebungsklage nach dem Mieterschutzgesetz durchzuführen. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und dte Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Stadt Gießen. Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein: für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zett ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Am 3. November wurde unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Fräulein Anna Stein durch einen sanften Tod von ihrem langen Leiden erlöst Im Namen der Hinterbliebenen: Gießen, den 7. November 1939. Die Trauerfeier hat in der Stille stattgefunden. 04956 Nachruf, Werke von Bach, Beethoven, Schumann, Schubert. karte um Wir haben uns verlobt Gießen, den 6. November 1939. 04967 6717D Ihre Verlobung geben bekannt Mariechen Pfaff lm November 1939 im Alter von 30 Jahren 04969 Wißmar, Rheinböllen, im Felde, 5. November 1939 UNIFORMEN nach Maß für Luftwaffe, Wehrmacht Forst RAD. in höchsterVoWendung eventl. mit Bad Hotel Schütz. 6709D Stadttheater Verschiedenes Betriebsführer und Gefolgschaft der Stadtwerke Gießen, Abt Elektrizitätswerk und Straßenbahn. für sof. gesucht. Schriftliche Angebote u. 04958 an d. Gieß. Am. ab sofort oder 1. Dezember ge- sucht.Schriftliche Angebote unter 04961 and.Gieß. Anzeiger erbet. Der Verstorbene erfreute sich bei uns größter Wertschätzung. Wir verlieren in ihm einen fleißigen und treuen Mitarbeiter. Ein dankbares Gedenken werden wir ihm bewahren. Emma Schüßler, geb. Stein Heinrich Jughardt und Frau Paula, geb. Stein. verhütet größeren Schaden! 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