Ur. 235 Erstes Blatt 189. Jahrgang Samstag, r./5onntag,«.Oktober 1939 L f UF. ■ IBIW M- V G 7 A ____......__V 4L M MZM. WG Die Welt im Banne der Worte des Führers Großes Znterefse in Holland Der Reichstag bereitete dem Führer begeisterte Kundgebungen m s« m»r*rtl»ffhiditltd)en Rede des Führers am yi lon cyen o. utioner maajien ujm uie ;auyt:uLUHC«n u« Nigüng d«^ Ltt Mrer hat auf unferem Bild bereits wieder auf bet Bant der WAregienmg Matz genommen. ^ (Sch-rl.Bilberbienjt-M^ ienn sich DeutschlandundEnglandver- iLndigen". Weiter hebt das Blatt besonders die Mitteilung des Führers hervor, daß Deutschland lit Holland durch traditionelle Freundschaft ^bunden sei. — Im „Telegraaf" wird hervorge- loben, Berlin und Moskau würden das zukünftige Rom. 7. Oft (DAV.) Die weltgeschichtlichen Ausführungen Adolf Hitlers werden, wie von 1 u - ftändiger italienischer Seite erklärt wird, in Rom mit dem größten Interesse, der größten Aufmerksamkeit und voll Verständnis ausgenommen und werden durchaus sympathisch beurteilt. Der allgemeine Eindruck ist sehr günstig, da es sich um eine ebenso entschlossene wie inhaltreiche und konstruktive Stel- lungnahme handelt. In Rom erwarte man nunmehr mit großem Interesse die Aufnahme der Führerrede bei den Regierungen der West- mächte. die sich seht ihrer vollen Verantwortung bewußt sein müßten, wie auch die Auswirkungen auf die öffentliche Meinung Englands und Frankreichs. Mit der Rede, so wird in Rom betont, sei die Möglichkeit für eine friedliche Lösung des Konfliktes durchaus gegeben. che W ® »inet bksttss ^schrieben. । der frenv finde *s n der M olizei-hE e von Srai1 so stark w Ährt mertr >rweise nitf- >eten P n. Aus p nachdrüi^ von W abgebleM Haft,!« aten i«ft M rNichtM. zur Tat rten ges^ rdet. die gejacti alizei in br . der AM inSbefoM lahmen W eit der > Ebenso entschlossen wie konstruktiv Starker Eindruck der Führerrede in Ztatien. ' ’n i s s«i? i d>e^ “f’tt L i ® Ultili i ‘ W hilj> । '■ te bei J !■ 12.61 Steile J । * Ünb, J rSänjt& Miet, h »Uni, | yi’m *ef f* । »nbije ij | d-r Sty | » W I Itaribg» uj; gelange^ i s cinjtinn M Ach I chren« NÄU I l, damit bi ordmuy N M a6 es gc: [ 3 WiW 'i : nur b® | en lütfenh; j bngen } lüung butg | e und jek- faßt wort« Die Brüsseler Zeitung ,,P a y s R e e I werft dar M hin. wie sinnlos die Fortsetzung des gegen Artigen Kriegszustandes in Westeuropa "Die lassen in England und Frankreich seren voll g ^erwirrt und wüßten nicht, was man ergenti cy mit ihnen vorhabe. Es fei lächerlich, wenn man das französische und englische Volk gegen das deutschsowjetrussische Abkommen aufzuhetzen versuche. Man habe nicht vergessen, daß Frankreich und England noch vor wenigen Monaten selbst mit all ihren Kräften sich bemüht hätten, ein ähnliches Abkommen zu erzielen. Auch die Schlagworte, die darauf abzielten, die Völker gegen die totalitären Staaten in Aufwallung zu bringen, seien ohneWirkung. Es sei bemerkenswert, daß seit einigen Tagen die Hetze gegen das Hitlerregime etwas schwächer geworden sei. Die Debatte über den Frieden gehe jetzt in aller Oeffentlichkeit vor sich, und zwar nicht nur in den neutralen Staaten, sondern auch in London und Paris. Viele Franzosen und auch viele Engländer fragten sich jetzt, ob es wirklich der Mühe wert sei, den Krieg fortzusetzen. Man habe erklärt, daß man sich für Polen schlagen wolle, aber Polen bestehe nicht mehr. Es werde nicht mehr lange dauern, so werde niemand mehr wissen, warum man überhaupt in den Krieg gezogen sei. Sesriedigmig m Schweden. Stockholm, 6.Okt. (Europapreß.) Die Ausführungen Adolf Hitlers vor dem Deutschen Reichstag finben in Schweden große Beachtung, da eine Beilegung der Feindseligkeiten auch der Wunsch eines jeden Schweden ist. Der Rechenschaftsbericht für die letzten fünf Wochen des polnischen Feldzuges hat hier überrascht, da die Zeitungen, gestützt auf Angaben aus London und Warschau, von einer zehnfachen Anzahl von Gefallenen berichtet hatten. Auch wird dem Passus, in dem der Führer betonte, daß das Verhältnis des nattonalsozialisti- schen Deutschlands zur Sowjetunion einer Interessengemeinschaft entspringe, Bedeutung beigemessen. Schließlich unterstreicht man die erneuten An das Weligewiffen. Starker Eindruck der Führerrede im Protektorat. Prag. 7. Okt. (DNB.) Die große Rede des Füh- xrs wurde von den Deutschen des Protektorates in s^meinschaftsempfängen angehört. Sie machte auf [ putsche und Tschechen den stärksten Eindruck und kbete in der Oeffentlichkeit und in politischen Kreist das einzige Gesprächsthema. — „Rarodny k t r e d" schreibt unter der Ueberschrift: „Rede des Ehrers an das Weltgewissen": „Millionen Men- ! Len nicht nur in Europa, sondern auch in allen | Weltteilen hörten am Freitag eine mannhafte ; ede, die ebenso sehr von der Festigkeit und Kraft Ls auch von der aufrichtigen Entschlossenheit zeugte, tzuropa und der g inzen Welt den Frieden als Dor- vssetzung einer gedeihlichen Entwicklung aller Völ- t tr zu geben. Das Reich hat in Europa keine territorialen Ansprüche und erhebt seine ' t-imme nur zur Wiederholung der Forderung nach Zurückgabe der Kolonien. Diese Forderung ?! äußerst gerecht. Die Mäßigungder Forde- tn n g e n, wie sie aus der Rede des Führers sich (gibt, konnte nur vom Führer selbst aus- i »sprachen werden, da hinter diesem eine unzerstör- [ Ire Einheit eines 80-Millionenvol- t s steht. Das deutsche Volk bildete nie ein so festes vd einheitliches Ganzes wie heute. Rach der Be° iledung im Osten durch das Reich will er lftichtig, daß sich ganz Europa des Segens des riebens erfreut. Das hat er in seiner großen Rebe isgesprochen. Die ganze Rede war durch eine un- Lertreffliche Klarheit gekennzeichnet. Die Welt reiß heute, daß das Versailler Diktat änzlich tot ist, das deutsche Volk aber i b t. Obwohl er den Frieden wünscht, wird er licht zögern, den Fehdehandschuh aufzunehmen, tenn ihm der Kampf aufgezwungen werden würde, itb er wird ihn zum siegreichen Ende führen. Die große Rede des Führers hat i n g a n z I t a - lien den denkbar stärksten Eindruck hinterlassen. In den Großstädten standen die Leute in Mengen vor den Gast- und Kaffeehäusern, vor den Radiogeschäften, überall, wo nur ein Lautspre- dier au hören war, um den Worten Adolf Hitlers --------~ - .. 3U lauschen. Die Menschen drängten sich um die I darstellen, um eine Katastrophe zu vermeiden. Zeitungsstände, um die Abendausgabe der Zeitung so schnell wie möglich zu erhalten. Niemals ist eine Rede des Führers mit solcher Spannung von der ganzen Bevölkerung erwartet 'worden wie diesmal. Als die ersten Zeitungen mit dem vollständigen Wortlaut der Rede in den frühen Abendstunden erschienen, wurden die Zeitungsoerkäufer geradezu gestürmt, im Nu waren die Exemplare vergriffen. Man riß sich die Blätter aus der Hand, um möglichst als erster zu erfahren, was der Führer der Welt zu sagen hatte. Sämtliche großen Blätter bringen Extraausgaben, in denen die Rede in ihrer ganzen Länge im Wortlaut roiebergegeben wird. Alle Sonderausgaben heben schon in riesigen 'Schlagzeilen wie „Angebot eines Friedens der Vernunft und der Gerechtigkeit nach dem deutschen Siege im Osten" — „Weshalb sollte ein Krieg im Westen stattfinden?" — „Deutschland bekundet erneut seinen Friedenswillen" usw. die weltanschauliche Bedeutung und Tragweite der Erklärung Adolf Hitlers hervor. Besonders unterstrichen werden ver- vermerkt die Worte des Führers über die Beziehun- gt zu M SJS Achtes das^Führ'erwortt"„Es kann nur Friede sein, ebal)n MP *on" fiA 7^ o 1, i s rb s r, n d und Enaland ver- gen mit Italien und die über die Ziele der deutschen Politik zur endgültigen Befriedung Europas. In politischen Kreisen weist man darauf hin, daß die Rede die Lage kläre. Die hauptsächliche Bedeutung der Worte des Führers liege in der । Tatsache, daß sie einen letzten Versuch Deutschlands I darstellen, um eine Katastrophe zu vermeiden. Annahme von Anzeige» für die Mittagsnummer vis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Testanzeigen von 70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh. Dereinbg. 25% mehr. Lrmätztgte Grundpreise: Stellern, Vereins«, gemein« nützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzei. gen, Bäder«, Unterrichts« u. behördliche Anzeigen 6Rpft Mengenabschlüsse Staffel B «bieS* sehr n» i *1 h-t fteJJ « w* verlieren st I SÄ inte st« 5 -Ö» Sft ‘Ä e kleA tz r Ep Zu allem bereit! „Zwischen den Kriegen" haben neutrale Blätter die Situation bezeichnet, in der sich die europäischen Völker augenblicklich befinden. Erst auf der Schwelle zum Kriege, auf der noch eine Umkehr möglich ist, so ist wenigstens die Hoffnung der Völker, die, nachdem der deutsche Feldzug in Polen und das deutsch-russische Abkommen die Fundamente für eine neue Ordnung eines gerechten und dauerhaften Friedens gelegt haben, nicht zu begreifen vermögen, warum ein kaum ernsthaft begonnener Kampf fortgesetzt werden soll, der für keines der beteiligten Völker ein irgendwie greifbares politisches Ziel haben kann, wenn es nicht die Niederwerfung Deutschlands sein soll, das man unter ein zweites, noch weit furchtbareres Versailles beugen will. Die Überraschend schnellen Erfolge der deutschen Waffen in Polen, die ersten Ergebnisse der deutschen See- streitkräfte im Handelskrieg, die ersten schweren Verluste der britischen Flotte und der Luftwaffen Englands und Frankreichs, vor allem aber ein nüchterner Blick auf die gegenüber 1914 grundlegend andere politische Konstellation, die sich schon allein durch die enge politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit Deutschlands und Rußlands und die deutsch-italienische Freundschaft ausdrückt, sollte auch fanatische Deutschfresser in den westlichen Demokratien darüber belehren, daß sie einer Utopie nachjagen, wenn sie ihre Völker in einen furchtbaren Krieg hineinhetzen, um den „Hitlerismus" in Deutschland zu zerschmettern. Der ,hitlerismus" ist Deutschland. Und dies nationalsozialistische Deutschland wird nicht kapitulieren, solange ein deutscher Mann noch ein Gewehr halten, eine deutsche Frau ihm Mut zusprechen kann. Die Generation, die Versailles erlebt hat und^seine furchtbaren Folgen am eigenen Leibe gespürt hat, wird bis zum letzten Atemzug kämpfen, um die Wiederholung eines Dramas zu verhindern, das diesmal nur miPbem Untergang des deutschen Volkes enden könnte. Aber gerade Versailles sollte auch dey Verblendeten, die zwanzig Jahre nach einem Siege, dessen Fragwürdigkeit heute auch für die Sieger von damals klar auf der Hand liegt, ihre Völker in einen neuen Krieg führen wollen, zum Bewußtsein gebracht haben, daß am Ende dieser neuen Selbstzerfleischung Europas die Vernichtung der abendländischen Kultur, das Ausscheiden der europäischen Völker aus der Weltpolitik stehen wird. Das sollte man sich vor allem in Frankreich sagen, dessen Volkskraft schon unter den Blutopfern des letzten Krieges schwer gelitten hat und das wiederum bestimmt zu sein scheint, die Hauptlast eines Kampfes zu tragen, an dem es selber nicht das geringste nationale Interesse haben kann. In dieser ernsten Stunde der Entscheidung zwischen Krieg und Frieden hat der Führer noch einmal seine mahnende und warnende Stimme erhoben, um den europäischen Völkern den Weg zu einem von gegenseitiger Achtung und aufrichtigem Vertrauen getragenen Zusammenleben zu zeigen, für das die Beseitigung der letzten Folgen des Versailler Diktats und ditz Auftichtung einer neuen Ordnung im mittel- und osteuropäischen Raum die Bahn frei gemacht haben. Der Führer hat gesprochen auf die Gefahr hin, daß ihm seine ernsten Worte der Mahnung wie leider so oft schon erneut als Schwäche ausgelegt werden, aber erfüllt von dem ganzen Derantwortungsbewußtsein des Staatsmannes, der gewillt ist, was an ihm liegt, alles zu tun, um seinem deutschen Volke und den europäischen Völkern insgesamt einen Krieg zu ersparen, weil er selber als Frontsoldat in viereinhalb Jahren blutigen Ringens den Krieg kennengelernt hat und weiß, daß das Ziel einer europäischen Neuordnung niemals durch einen neuen Krieg erreicht werden kann, an dessen Ende, möge er ausgehen Amsterdam, 6. Okt. (DNB.) In Holland wird : kt Wert des großen konstruktiven Planes zur Be- t.edung Osteuropas und zur Schaffung neuer, wirk- ch friedlicher Verhältnisse in dem Teil der alten Delt, der durch Versailles besonders stark gelitten h:t, in seinem vollen Umfange erkannt. Es wird isonders hervorgehoben, daß aus den Worten des Führers die Ansichten eines Staatsmannes gesproßen hätten, der die Dinge in ihren größten Zusammenhängen zu sehen befähigt sei. Das jj)Mdelsblad" stellt an die Spitze seines Be- T« ift IMr X ste Ä SIM Versicherungen des Führers, die N e u t r a I i t ä t der skandinavischen Länder zu respek- tieren, da Deutschland keinerlei Interessenkonflikt mit ihnen hätte. „Aftonbladet" überschreibt seinen Bericht „Kein Nachgeben Deutschlands!", während „Allehanda" Hitlers Forderung nach einer Friedensoffensive an die Spitze stellt. „Aftonbladet" unterstreicht besonders den Vorschlag einer internationalen Konferenz zur Lösung der wirtschaftlichen Probleme Europas. Auch die Erklärung Des Führers über das Verhältnis Deutschlands zu seinen Nachbarn und die Feststellung, daß Deutschland keinerlei «Streitfragen mit dem Norden fjabe, werden stark hervorgehoben. In politischen Kreisen der schwedischen Hauptstadt hört man fast übereinstimmend die Auffassung, daß der Führer mit seiner Rede ein großzügiges Angebot gemacht habe, dessen Annahme als Grundlage für Verhandlungen eine dauernde Bereinigung des europäischen Kontinents, ja sogar der weltpolitischen Lage mit sich bringen könne. Obgleich man hier ein Friedensangebot des Führers erwartet hatte, ist man dennoch überrascht über den weitschauenden Plan, den der Führer zur Sicherung des Friedens der Weltöffentlichkeit unterbreitet hat. Besonderes Interesse haben die Ausführungen zur Lösung der Wirtschaftsftagen und über die neue Abgrenzung der Handelsmärkte sowie die Pläne zur Lösung der Judenfrage hervor- gerufen. Es entsprach auch den allgemeinen Erwartungen, daß der Führer im Zusammenhang mit einer Lösung aller möglichen Konfliktsfragen erneut den deutschen Anspruch auf Befriedigung des Rechtes auf Kolonialbesitz erhob, und man begrüßt es hier, daß der Führer ausdrücklich betonte, diese Forderung trage keinen ultimativen Charakter. Nach Auffassung weiter Kreise hängt es nunmehr lediglich von England ab, ob der Friede wiederhergestellt werden kann. krlchemi täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Siebener Familien blätter Heimat im Bild • Die Scholle Monarr-Vezugsprets: gilt 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen ton einzelnen Nummern «folg* höherer Gewalt zernsprechauschlüfie tnter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehea poftfchecktonto: frankfurt am Main 11686 jbs Polens bestimmen. „Bedeutende Friedensrede". Das Echo in Belgien. I Brussel, 6.Okt. (DNB.) Die Führerrede hat [in Belgien einen tiefen Eindruck gemacht. Mele Belgier, darunter auch mehrere Regierungsmttglie- bir, hörten die Rede selbst im Rundfunk an, lange lAuszüge aus der Rede wurden auch im belgischen ILandfunk wiedergegeben. Der Eindruck geht dahin, m es sich um eine bedeutende Friedensrede und Ium ein wichtiges historisches Dokument handele, |bt5 eine sorgfältige Prüfung verdiene. Be>ondere .Beachtung fand der Hinweis des Führers auf die Isirundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschlam. luicb Belgien und seine Feststellung, daß Deutsch- |l«nd keine Re v i si o n s f o r d e r un g en ge- hsuuber Belgien erhebt. Eine wesentliche Be- putung mißt man auch den Vorschlägen des Fuh- pes bei, die auf eine endgültige Regelung der ost- propäischen Probleme nach völkischen Grundsätzen ihmzielt. . „ I In amtlichen belgischen Kreisen wird ebenMs eiklärt, daß man sehr befriedigt über die ik-undschaflichen Worte des Führers an die Adresse k Belgiens sei. Diese Worte bestätigt e n d i e Ib üb er e n Garantien, denen man bekannt- Ifä) eine große Bedeutung beimesse. Ferner ist man Regierungskreisen der Ansicht, daß es sich um ' eile große und bedeutsame Rede handelt, die ihre .Wirkung in den neutralen Landern h:d)t verfehlen werde. Da Belgien aber- als Iteutraler Staat außerhalb des Konflittes stehe, f tirme es sich vorläufig zu den übrigen Teilen der »B'ichstaaserkläruna nicht äußern. \ Die belgischen Abendblätter veröffentlichen vw k dorische Führerrede in großer Aufmachung uns sehr ausführlichen spaltenlangen Auszugen. In | bin lieberschriften werden besonders diejenigen er« | Jlirungen hervor gerufen, die sich mit der Wie- l^rberftelluM des F r i ed e n s befassen. IjM die Äußerungen des Führers uber d k^uffch-belgische Verhältnis werden stark h«rvor- moben. Besonders unterstrichen wird auch, daß Führer die Schaffung eines polni« |i^en Staates vorsehe. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Uulverfitättdruckerei R.Lange in Siehen. Schriftleitung und Seschäftrftell«: Schulstrahe 7 wie er wolle, nur neue Verbitterung, neues Mißtrauen und die Keime zu neuer Zwietracht stehen würden. Die Spuren von Versailles sollten alle die schrecken, die von einem neuen Krieg eine europäische Neuordnung von Dauer erwarten. Wie die „Friedensmacher" von Versailles in ihrer Ahnungslosigkeit der historischen, ethnographischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge nicht einmal die ihnen gestellte Aufgabe begriffen hatten, so hat später der Völkerbund versagt, der mit der Revision der schon damals als Fehlentscheidungen und Quell neuer Konflikte klar erkannten Vertragsbestimmungen betraut war. Nicht eine einzige Revision ist von Genf aus durchgeführt worden, wohl aber hat der Führer, ohne die Regierungen der Westmächte mit dem Odium der Revision zu belasten, Deutschlands natürliche Lebensrechte wiederheraestellt. „Ich habe mein Wort verpfändet, den Versailler Vertrag zu beseitigen", so erklärte der Führer vor dem Großdeutschen Reichstag und rief feinen ausländischen Kritikern mit erhobener Stimme zu: „Dieses Verbrechen beseitigt zu haben, ist kein Wortbruch, sondern meine Ehre, mein Stolz und eine große geschichtliche Leistung. Weder das deutsche Volk noch ich sind auf das Versailler Diktat vereidigt." Das Ausmaß der von Deutschland erstrebten Revision war außerordentlich begrenzt, der Führer selbst hat dem deutschen Volke geraten, sich in seinen Zielen zu bescheiden, wo keine Lebensinteressen des Reiches auf dem Spiel standen, und er selbst hat immer wieder versucht, diese auf dem Verhandlungswege zu sichern. Wenn man heute in gewissen Kreisen des Auslandes über die „Methode" der nationalsozialistischen Außenpolitik zu nörgeln pflegt, so möge man sich gefälligst daran erinnern und sich sagen, daß das Ergebnis ftiedlicher Revision wesentlicher ist, als die Methode, zumal man selber mit den eigenen Methoden nicht einen einzigen Beitrug zu einer friedlichen Neuordnung unhaltbarer Zustände hat leisten können. Die nationalsozialistische Arbeit an der Wiederaufrichtung des deutschen Volkes war und ist ganz nach innen gerichtet und hatte und hat eine friedliche Klärung des Verhältnisses zwischen Deutschland und seiner Umwelt zur Voraussetzung. Daß diese auf Konsolidierung des Friedens gerichtete Außenpolitik des nationalsozialistischen Deutschlands von sichtbarem Erfolg war, dafür zeugen die Nichtangriffspakte mit den baltischen Staaten und mit Dänemark und weiter die ausgezeichneten vertrauensvollen Beziehungen, die das Reich wie zu den nordischen Ländern so auch zu allen seinen Nachbarn unterhält. Auch zu den andern europäischen Großmächten hat Deutschland ein von gegenseitigem Vertrauen getragenes Verhältnis angestrebt, mit welchem Erfolg zeigt die enge Freundschaft mit Italien, die bei gegenseitiger Achtung der verschieden gearteten Staatsprinzipien aufrichtige und nützliche Zusammenarbeit mit Rußland und das nach der Rückgabe des Saargebiets von keinerlei Revisionsforderung belastete Verhältnis zu Frankreich, dessen Gestaltung von dem Wunsche getragen wurde, die alte Feind- schäft für immer zu begraben und an ihre Stelle im deutschen Volke die Achtung vor den unvergäna- lichen kulturellen Leistungen des französischen Nachbarn und den Taten seiner ruhmreichen Armee zu setzen. Wenn sich das Verhältnis zu England nicht so gestattet hat, so lag das weiß Gott nicht an uns. Das deutsche Volk ist sich keinerlei Eingriffe in In- teresien des britischen Weltreiches bewußt und der Führer hat von Anbeginn seiner politischen Laufbahn an die Herstellung einer deutsch-englischen Freundschaft erstrebt, weil er in ihr den Eckstein zu einer dauernden Konsolidierung des Weltfriedens sah. Seine immer wiederholten Bemühungen, zu einer Verständigung zu kommen, sind bekannt, aber nur mit Bitterkeit mußte er auch gestern wieder feststellen, daß er bei gewissen englischen Politikern immer nur auf eine ihn persönlich geradezu erschütternde Feindseligkeit gestoßen sei. Trotzdem hat sich der Führer nicht entmutigen lassen, aus seinem hohen Verantwortungsgefühl als deutscher Staatsmann und in einem wahrhaft europäischen Geist seine Gedanken zu den beiden im Brennpunkt des politischen Geschehens stehenden Problemen bekanntzugeben, wie sie einmal aus dem Auseinanderfallen Polens und zum andern aus der Notwendigkeit erwachsen, Europa das Gefühl einer Sicherheit zu geben, die politisch wie wirtschaftlich ein friedliches Nebeneinanderleben und eine gedeihliche Zusammenarbeit auf lange Zeit gewährleistet. Der Führer hat zu beiden Problemen mit einer Klarheit und Offenheit gesprochen, die sich eben nur ein Staatsmann leisten kann, besten Prestige im eigenen Volke unerschütterlich und draußen in aller Welt groß genug ist, um in Ruhe abwarten zu können, daß der Gang der Geschichte die Richtigkeit seiner Gedanken beweisen wird. Was er dann im Einzelnen darlegte, war ein scharf durchdachter konstruktiver Plan, der sorgsam Masche zu Masche fügt und weder in bezug auf die Zukunft der deutschen Interessensphäre im ehemals polnischen Raum noch auf die Sicherung einer europäischen Friedensordnung eine Frage offen ließ. Eine den historischen, ethnographischen und wirtschaftlichen Bedingungen entsprechende Reichsgrenze und eine wahrhaft großzügige Lösung des Nationalitätenproblems durch Umsiedlung, um damit im ganzen Osten und Südosten Europas jenen Kon- fliktsstoff zu beseitigen, der so ost schon der Anlaß zu blutigen Auseinandersetzungen gewesen ist. Damit hängt der Versuch einer Regelung des jüdischen Problems eng zusammen. Der Neuaufbau des Verkehrs- und Wirtschaftslebens in diesem Gebiet, für dessen Verfall unter der verflossenen polnischen Herrschaft der Führer geradezu erschütternde Beispiele anführte, die Garantierung der Sicherheit und die Errichtung eines neuen polnischen Staates, der bestimmte Kautelen bietet, nicht wieder auf die schiefe Bahn der Versailler Staatsgründung zu geraten, sind Aufgaben von einem Ausmaß, die Deutschland auf Jahrzehnte hinaus in Anspruch nehmen werden und deren Bewältigung ganz Europa zugute kommen werden. Mit nicht geringerer eindringlicher und überzeugender Klarheit legte der Führer sodann die Voraussetzungen für die Herstellung des Gefühls einer europäischen Sicherheit dar. Um Klarheit über die Ziele der Außenpolitik der europäischen Staaten zu schaffen aeht Deutschland voran mit der Erklärung, daß der Versailler Vertrag für das Reich nicht mehr besteht und es keinen Anlaß sieht für irgendwelche weitere Re- Vision, wenn dem deutschen Volke durch die Rückgabe feiner Kolonien wieder die Beteiligung an den Rohstoffquellen der Erde offen steht. Die Neuordnung der Mächte und endgültige Regelung der Währungen müssen die Weltwirtschaft von den Faktoren der Unsicherheit befreien, die heute den internationalen Warenaustousch belasten. Wichtiger aber noch für die Herstellung wahren Vertrauens unter den Völkern und die Einkehr eines echten Sicher- heit^gefühls ist ein Abbau der Rüstungen und, was damit eng zusammenhängt, das internationale Verbot bestimmter Waffen, deren Anwendung auch die nichtkämpfende Bevölkerung in Mit- K £ H - I L, 'M? ■ ----- ■ M Kim Nr CtB 'n mi iiubi Bffll'S -dtun BW ETtTÄei Mtn MM h get irpter i M Hi« »! B iijW fr m - nad totiti W Libau und" indau Lettlands neuer Zustand ist eben tn den Der- Handlungen festgelegt worden, die der lettländische Außenminister Munters in Moskau geführt hat. Es wird das rufsisch-lettländtsche Verhältnis ungefährt in derselben Weise geregelt, wie das Verhältnis Estlands zu Rußland. Beide Staaten schließen einen gegenseitigen Beistandspakt, wonach einmal Hilfeleistung bei einer Angriffsdrohung einer । europäischen Macht zugesichert wird. Ferner wird die Sowjetunion der lettischen Armee Kriegsmaterial zu vorteilhaften Bedingungen liefern. Schließlich werden der russischen Flotte die Häfen von Libau und Windau als Stützpunkte eingeräumt; die russische Luftwaffe erhält einige Flugplätze und im Raum des Rigaer Meerbusens dürfen die Russen Küstenbatterien aufbauen. Es lohnt sich ein rein militärischer Ueberblick über die wesentlichen Veränderungen, die sich schon jetzt im östlichen Raume der Ostsee scharf abzeichnen. In E st l a n d erhält die russische Flotte den Seehafen Baltischport, ferner die großen Inseln Dagö und Oesel, die zugleich die Südeinfahrt in den finnischen Meerbusen beherrschen, wie sie auch dem Rigaer Meerbusen vorgelagert sind. Diese Linie russischer- Stützpunkte wird jetzt nach Süd - Westsüd ergänzt durch die Flottenstützpunkte in Windau und Libau. Die beiden Häfen von Windau und Libau sind besonders deshalb wichtig, weil sie bis auf ganz seltene Ausnahmen eisfrei bleiben, und selbst wenn m sehr harten Wintern Eisbildung auftreten sollte, so können die bekannten starken Eisbrecher der Sowjetflotte mit Leichttgkeit eine Fahrrinne offen halten. Die Verhandlungen von Moskau mit Finnland sind noch nicht voll in Gang gekommen, von ihnen wird das Maß der Sicherungen ab- hängen, die die russische Flotte am Nordufer des finnischen Meerbusens erwirbt. Die Verhandlungen Moskaus mit Litauen habe keine unmittelbare seestrategische Bedeutung, weil Litauen zwar einen schmalen Küstenstreifen von 30 Kilometer besitzt, aber an ihm keine Häfen hat. Mit Sicherheit kann dagegen vorausgesagt werden, daß der Handelsverkehr in der Ostsee einen großen Aufschwung nehmen wird, da die russische Aus- und Einfuhr — gestützt auf das großzügige Wirtschasts- ab kommen mit Deutschland — den Durchgangsverkehr durch die baltischen Häfen, teilweise sicherlich auch durch Königsberg und Danzig stark beleben wird. Außerdem ist wahrscheinlich, daß der Schiffsverkehr zwischen den skandinavischen Staaten und den neuen Ausgangspunkten des russischen Handels sehr steigen wird. Sei, eine Hauplsorge Englands. Angesichts der zunehmenden Beeinträchtigung der englischen Schiffahrt durch den Handelskrieg steigt in England die Sorge um eines der wichtigsten Er- zeutznisse für Flotte, Schiffahrt und Industrie, um Del. Nicht weniger als 12 Millionen Tonnen ober 12 Milliarden Kilo braucht England jährlich an Del. Dabei werden nur 8 v. H. im Lande selbst erzeugt. 92 v. H. stammen aus Nord- und Südamerika, aus Iran, Rumänien, Sowjetrußland usw. Sowjetrußland selbst hat seine Lieferungen vor einigen Tagen eingestellt. Etwa 35 v. H. des gesamten englischen Delbeoarfes gingen früher durch das Mittelmeer nach England, aber England hat selbst seine Schiffahrt im Mittelmeer nach der Verkündung des Kriegszustandes stillgelegt. England muß, je länger die kriegerischen Akttonen dauern, mit einem Ausfall an Del rechnen, der mindestens bis zu 4 Millionen Tonnen, also bis zu einem Drittel des Gesamt- b eb ar f e 5 steigen kann. Der Gesamtbedarf ist nur dann gesichert, wenn er durch tägliche Antransporte über See ständig ergänzt wird, zumal ttz Bauten für unterirdische Deleinlagerung nur ju® Teil fertig geworden sind. Aber selbst bann, wenn die Möglichkeit der darfsdeckuna nach wie vor gegeben wäre, so bleist immer noch die fast größere Sorge des nötigen Schiffsraumes Wir haben in anderem Zu sammenhang bereits nachgewiesen, daß Enaland heute über einen wesentlich geringeren Gesam!. schiffsraum verfügt als im Weltkriege. England be> sitzt so noch nicht einmal ein Drittel der ganzen Welttonnage an Tankdampfern; es hat nur 3,2 Millionen Tonnen, alles in allem, von 11,4 Millionen Tonnen insgesamt. Die beiden nächst, größten Inhaber von Tankdampferflotten sind dir Vereinigten Staaten und Norwegen. Dazu komm!, daß gerade die militärische Sicherung von Tank, dampsern außerordentlich schwierig ist, da diese Schiffsart keine hohe Geschwindigkeit hat und zu dem bei der Beschießung hochgradig feuergefährlich ist. Meinungsverschiedenheiten über Kanadas Kriegsbeteiligung. Neuyork, 7. Dtt. (DNB.-Funkspruch.) Nach Berichten aus Dttoroa herrschen in Französisch. Kanada innerhalb der Provinzialregierung Que. becks akute Meinungsverschiedenheiten über Ka. nadas Kriegsbeteiligung. Dieser bittere Kampf führte schließlich am Donnerstag zum Rück, tritt des Ministers Layton, der dem Mi. nisterpräsidenten D u p l e s s i s vorwarf, durch die Anberaumung von Provinzialwahlen für diesen Monat unter einer Wahlparole, die sich gegen die Kriegsbeteiligung richtet, gefährde er die kanadische Einigkeit und Reichs« treue. Wenn Duplessis siegreich aus den Wahlen heroorgeht, hält man es für wahrscheinlich, bafc sämtliche drei Quebecker Mitglieder aus der Ottawa. Bundesregierung ausscheiden, was möglichet« weise nicht ohne Komplikationen abgeht. Vorbeimarsch der Sieger vor dem Führer in Warschau. Der Führer und Dberfte Befehlshaber der Wehrmacht besuchte am Donnerstag die zur Einnahme von Warschau angesetzten und nunmehr nach siegreicher Beendigung ihrer Operationen im Osten für andere Aufgaben frei werdenden deutschen Truppenverbände. Den Abschluß des Führerbesuches bildete ein Vorbeimarsch der an den Kämpfen um Warschau beteiligten Truppenteile vor dem Führer. Unser Bild zeigt den Führer während des Vorbeimarsches in Warschau. — (Scherl-Bilderdienst-M.) leidenschaft zieht. Der Führer hat in vielen seiner früheren Reden gerade auf diesen Punkt immer wieder hingewiesen und nun erneut in zu Herzen gehenden Worten bargetan, wie sehr eine humane Kriegführung seiner innersten Ueberzeugung entspricht. Und auch im Ausland wird sich niemand, der sich noch klare Vernunft und ein Gefühl für die tiefe und echte Sehnsucht der Völker nach einem gesicherten Frieden bewahrt hat, den Beweisgründen des Führers verschließen, die er dafür anführte, lieber heute in enger Zusammenarbeit der Nationen an die Lösung dieser Probleme heranzutreten, als erst in einem neuen Krieg aus Europa ein Trümmerfeld zu machen, aus dem dann doch wieder die gleichen Probleme aufstehen, aber wiederum neu oelaftet mit all den unwägbaren Folgen dieses Kampfes, die das Zueinanderfinden der Völker so erschweren. Daß Deutschland zu kämpfen entschlossen ist, wenn Frankreich und England es nicht anders wollen, darüber hat der Führer keinen Zweifel gelassen. Daß es auch zum Kamps bereit ist, dafür war der Bericht, den der Führer zu Anfang seiner Rede über den Verlauf des Feldzuges in Polen gab, ein eindrucksvoller Beweis. Die deutschen Truppen aller Waffengattungen haben in Polen unter zielbewußter und entschlußfreudiger Führung Leistungen vollbracht, die über alles erhaben sind und dem Waffenruhm der deutschen Armee neuen unvergänglichen Lorbeer gewonnen haben. Unser Dank gebührt unfern Brüdern im feldgrauen Rock, die die deutschen Fahnen von Sieg zu Sieg geführt haben, vor allem denen, die dort draußen geblieben sind, unser Mitgefühl ihren Angehörigen. Ihr Opfer wird nicht umsonst gebracht fein. Das deutsche Volk steht wie ein Mann hinter seinem Führer, bereit, wenn man es nicht anders haben will, den Bestand des Reiches und die Lebensinteressen der Nation bis zum äußersten zu verteidigen, aber auch überzeugt, daß der Friede ein zu köstliches Gut ist, um es leichtfertig preiszugeben. Der Führer hat gesprochen, aus tiefstem Verantwortungsbewußtsein für fein Volk und die gemeinsame untrennbare Zukunft der europäischen Nationen. Nun ist es an den andern, sich zwischen Krieg und Frieden zu entscheiden. Fr. W. Lange. Das Echo in Moskau Moskau, 6. Okt. (DNB.) Die Rede des Füh- rers wurde in politischen Kreisen mit der größten Spannung erwartet. Das klare und eindeutige Friedensangebot des Führers an die Westmächte findet hier um so größeren Widerhall, als es der deutsch-russischen Erklärung und dem Geist der Moskauer Abmachungen vom 28 September in allen Stücken entspricht. Insbesondere werden ferner die Ausführungen des Führers über die deutsch- russische Zusammenarbeit zur Neuordnung Osteuropas stark beachtet, sowie jene Stellen der Rede, die dem künftigen Schicksal der innerhalb der deutschen Interessenzone liegenden polnischen Gebiete ge- widmet stich. Mit Spannung steht man in Moskau der Antwort der W e st m ä ch t e aus die Vorschläge des Führers entgegen. Um das Waffenausfuhrverbot Washington, 7. Okt. (DNB.) Der Senat setzte am Donnerstag die Aussprache über das Neutrali- tätsgesetz forH Der republikanische Senator N y e unterstützte den Vorschlag des Republikaners T o • bei), vor der Beratung einer Aufhebung des Waffenembargos zunächst das cash and carry« Programm zu erledigen, um die der amerikanischen Schiffahrt und damit dem amerikanischen Frieden durch das Nichtvorhandensein einer cash and carry- Klausel drohenden Gefahren zu bannen. Es sei nicht einzusehen, warum Amerika nicht sowohl das Waffenembargo wie das cashandcarry- Klausel haben solle, die den gesamten zur Zeit durch das bestehende Embargogesetz nicht geschützten amerikanischen Handel umfasse, Der demokratische Senator Averton, der sonst die Regierungspolitik meistens unterstützt, verlangte gleichfalls die Beibehaltung des Waffenembargos und erklärte, der Verkauf amerikanischer Rüstungen an Kriegführende in Europa würde eine bewaffnete Intervention Amerikas darstellen. Die Annahme fei irrig, daß die Aufhebung des Embargos kein Schritt zum Krieg wäre; denn den amerikanischen Waffenlieferungen würde bald der amerikanische Dollar, die amerikanische Flagge und amerikanisches Militär aus Europas Schlachtfeldern folgen. Er teile nicht die von anderer Seite geäußerten Befürchtungen einer erfolgreichen Invasion Amerikas durch irgendeine fremde Macht oder Mächtekombination. Senator P i 11 m a n beschuldigte die Anhänger der Isolationspolitik, sie dächten nur an Baum- wol»le, Petroleum und Metalle, wenn sie für die Beibehaltung des Ausfuhrverbots für Waffen und Munition einträten. Diese drei Rohstoffe seien Mordwerkzeuge, und das Embargo könne auf die Feindseligkeiten nur einen Einfluß haben, wenn die Ausfuhr dieser drei Roh stosse gleichfalls verboten werde. Es kam zu sehr erregten Auseinandersetzungen. Schließlich wurde die Debatte vertagt. Englisches ll-Nooi schwer beschädigt Amsterdam. 7. Okt. (DM.) Die „United preß" aus Conbon meldet, ist ein britisches U-Boot schwer beschädigt nach seiner Basis znrückgekehrt. Das U-Boot habe mehrere Stunden unter Wasser in der Nordsee zubringen müssen, da es von deutschen Kriegsschiffen angegriffen worden war. Periskop, Radioanlage sowie einige Maschinen des U-Boots feien zerstört worden. Doch habe das Schiff spater an der DafferoberflSche feinen Heimathafen erreichen können. Trauerfeier für Or. <5otjnt Oslo, 6. Okt. (DNB.) Unter starker Teilnahme der deutschen Kolonie sowie norwegischer Kreise fand in der Frogner-Kirche die Trauerfeier für den Ak« sandten Dr. Sahm statt. Vor dem Altor war der Sarg unter einer Fülle von Blumen und Kränzen darunter dem des norwegischen Hofes aufgebahit Den Kranz des Führers legte der Geschäftsträger in Oslo, Gesandtschaftsrat von Neu hanr W/v ■ Ä nieder. Der deutsche Gesandte in Stockholm, P rinz zu Wied, der mit dem Marine- und Luftfahrt- attache Konteradmiral Steffan gleich dem Gesandten von Renthefink aus Kopenhagen als Vertn- ter des Auswärtigen Amtes zur Trauerfeier ein« getroffen war, legte den Kranz des Reichsaußei' Ministers v. Ribbentrop an der Bahre nieder, hierauf Ortsgruppenleiter S p a n a u s einen Kranz des Gauleiters Staatssekretärs Bohle. - Nach Schluß des Trauergottesdienstes wurde dck Sarg ins Krematorium gebracht, wo die Einäfch^ rung der sterblichen Ueberrefte im Rahmen ein# Feier der nächsten Angehörigen stattfindet. ein Arenz,wischenfall. Berlin, 6. Okt. (DNB.) Ein UnterofM1 zier und cif Mann der deutschen Wehrmacht fuhren inderGegendvonAachenmit einem Militärlastwagen unbeabsichtigt über die belgische Grenze. Sie wurden von der bei« gischen Gendarmerie angehalten, auf ihre" Irrtum aufmerksam gemacht und interniert^ belgische amtliche Presseagentur „Belga" stellt hierzu fest: „Sämtliche Nachrichten gaben zu der Desto ki' gung Anlaß, daß diese Soldaten irrtümlich belgisches Gebiet übergetreten sind." Dom Einsatz einer Marine-Sturzkampfstaffel. ArhAx5c?vtuig » R6 Aus aller Welt ÖW 1 "v, wuiiieriv uie -pi uiiuc _ rci«nn- ^tzungsgebühr enthaltenes Entgelt von dem Eigen 1 llmVF • »t n.n n » n « n n miirh ■ ^mer eingezogen wird. Die wertvollste Zutat für eine gehaltvolle Mischung ist der kostbare, aromatische Yakka-Tabak aus dem berühmten mazedonischen Xanthidistrikt - der teuerste Tabak der Welt. Die intensive Würzkraft dieses hochwertigsten Qualitätsträgers verleiht einer Cigarette bei vorsichtiger Dosierung jene erfrischende Lebendigkeit, die einer glücklichen Mischung den geheimnisvollen Erfolg bringt. ff nunmehr )luh bei eigt den M & den TG einlich, u der DttaS 5 mögli^, ioN fer leih* >er Kreises r für den v lltor mor N und es auigM der GeW n Neuh"' ftaiintfchriftUiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. ffMfnJrfreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum» s^ein. Verantwortlich für Politik, Feuilletonund d^e Dr Rr W Lange; für Stadt Gießen, Pro» ?cr^nnrt und Wirtschaft: Ernst Blumschein. An» vinz, >- mecf Verantwortlich für den In- kClrtir 9Inxehien- Theodor Kümmel. Druck und Der» ?Qlt Universitätsdruckerei, R. Lange, K.°G., in^Gi°ß°n M°n°t-b-,ugspr°is 2 05 RM. mf Zustellgebühr, mit der Illu- emschl.eßl ch 25 ^^^j^Lerkaufspreis 10 P . mit der Illustrierten 5 Pf. mehr er ZZ ist 4 °°m 1- S-pt-mb-r «LiztzJ /'Seh« «tul 18 n au^ / r" 'jfc* lottsil^ mit a betj M h enEI ? * °°nü t « I« N" «rjtfj iftn i<)Ung. nid).) j lniö|i| !rH”9 Qu ! "btt f. "(er bin * Sil i. durch rl“.1* Bis auf 400 Meter sind die Manner herunter» gegangen, um die Bombe auszuklinken. Bei 300 Meter gibt es „Hängebacken". Der Körper wird mit dem sieben» bis achtfachen seines normalen Gewichts gegen den Sitz gepreßt, für Sekunden flimmert es schwarz vor den Augen und nur instinktiv gelingt es den Flugzeugführern, ihre Maschine über diese kritische Phase hinauszubringen, um noch in rasendem Abwehrfeuer den Blick zur Seite und nach hinten auf das Angriffsziel zu wenden. Den ersten 250-Kilogramm-Treffer brachten zwei Unteroffiziere an, den zweiten, der das endgültige Schicksal des stolzen polnischen Kriegsschiffes besiegelte, ein Oberleutnant und sein Beobachter, Funker und Maschinengewehrschütze. Drüben im Hafenwasser liegt immer noch kieloben das Wrack des Zerstörers „Wicher", auf der Mole liegen die Trümmer der erledigten Flakbatterie und weit hinaus noch die Spuren verheerender Detonationen. Minen des Minenlegers „Gryf" waren nämlich zur Explosion gebracht worden. Rund eine Woche später wird die Staffel gegen Flakstellungen zwischen Ramel und S a g o r s ch eingesetzt. Eine Batterie wird durch Volltreffer bis auf den letzten Mann kampfunfähig gemacht, Geschütze und alle Betonunterstände zerstört. Die Batterien hcrtten die tapferen Stukas nicht an der Erfüllung ihrer Aufgabe hindern können. Die nächsten Tage brachten immer neue Einsätze, bei denen ein Panzerzug vernichtet wurde, b e i Heisternest drei Kanonenboote und drei weitere kleinere Einheiten. Tag für Tag wurden Batterien, feste MG. - Stellungen, Gehöfte und Truppen» ansammlungen, bewaffnete Fischerkähne, Zufuhrstraßen, Gleisanlagen und Brücken angegriffen. Fast nach jedem Einsatz bearbeiteten die Staffeln mit den leichteren Bomben und mit MG -Feuer noch einmal die Angriffsziele. Der Fall von O x h ö f t ist ebenfalls zu einem wesentlichen Teil dem heldenhaften Einsatz der Stoffeln zu verdanken. Kriegsschiffe, Flak-Batterien, Bunker, befestigte Infanterie- Stellungen, das waren ihre Ziele, die in einem Zeitraum von kaum zwei Wochen erfolgreich nieder- gefämpft wurden. Keine Maschine ist heute in der Staffel, die weniger als zwei, drei oder vier Treffer aufzu-- weisen hat. Der Staffelkapitän weist auf einige mit Heftpflaster überklebte Durchschüsse, neben denen mit säuberlicher Schrift das Datum vermerkt ist. Manche Maschine ist getroffen worden, und nur mit Mühe und Not haben die Besatzungen ihr Flugzeug wieder an den Boden gebracht. Die Zerstörung von „Wicher" und „Gryf", der kleinen Kriegsschiffe, die Erfolge auf der Oxhöfter Kempe, das alles sind Ruhmesblätter einer Waffe, die im Verein mit Land- und Seestreitkräften entscheidend waren für die schnelle Bezwingung der polnischen Seestellung, in der polnische Soldaten mit dem Mut der 23er» ; zweiflung kämpften wie kaum an anderen Fronten i im polnischen Feldzug. asrden. ... .. Für die Dauer der Stillegung gewahren die Ver- sHerungsunternehmungen weiter V e r 11 cye- rmgsschutz für die Schäden, die sich an dem Kraftfahrzeug bzw. durch das Kraftfahrzeug er» fffcen. Die Kaskoversicherung wird als -teil- kaskoversicherung aufrechte r h a 11 e n. umfaßt alle Schäden, die an dem stillgelegten Kraftfahrzeug durch Brand oder ®l,0' I on entstehen. Sie deckt ferner Diebstahl, »aub und Unterschlagung des ganzen 8>hrzeugs sowie der befestigten oder im v JW l Führung. Aus der Manne yervorgegangene itjunge Offiziere führten die Ketten, während das rige fliegende Personal rund zur Hälfte Unter« iziere der Luftwaffe und Funkmaate der Kriegs- rine waren. Dann kamen überraschend die Kampfhandlungen en Polen. Den Angriffsübungen auf das fernge- tfe Zielschiff „Hessen" folgte nun der Einsatz n die stark befestigte polnische Seezone, die Stukas eine Abwehr erwartete, wie sie kaum 100 Jahre „Dlll-Zeilung-. Am 5. Oktober konnte die im Verlag Paul W ei» denbach erscheinende „Dill-Zeitung" in Dillenburg auf ihr lOOjähriges Bestehen zurückblicken. Der Plünderer hingerichtet. Am Mittwoch ist der am 18. August 1914 geborene August Steinacher hingerichtet worden, der vom Sondergericht in Trier wegen Der- brechens gegen die Verordnung gegen Dolksschad- Itnge vom 5.9.1939 zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt wor- den ist. Steinacher, ein m e h r f a ch v o r b e st r a f. ter und arbeitsscheuer Verbrech er hat in einem von der Zivilbevölkerung aus militärischen Gründen geräumten Grenzort geplündert. Bei dem Versuch feine Beute in Sicherheit zu bringen, wurde er ergriffen. Er hat nunmehr fein volksverratensches Treiben mit dem Tode sühnen müssen. Dem gerechten Urteilsspruch folgte die Strafe auf dem Fuße. Wolfsplage in Lettland. Wölfe flüchten aus Polen in die lettischen Walder. Hunderte vonWölfen haben in den letzten Wochen in den lettischen Wäldern an der polnischen Grenze Zuflucht gesucht, nachdem sie Durch Die Kriegshandlungen aus Polen vertrieben worden waren. In Berichten aus Ost- lettland spricht man von einer W o l f s p l a 6 e. Die nnsaebunaerten Wölfe rauben das Vieh- Oesters kommt es^vor" daß Menschen von den Wölfen an- gefallen werden. Die Forstverwaltung, plant eine Riesentreibjagd. Ferner werden Prämien auf die Erlegung von Wölfen ausgesetzt. Gewitterstürme in Oberitalien. Die Stadt Genua und die Riviera wurden von einem Gewittersturm Heimgesucht, der mehrere Hauser^abdeckte, Kabinen und Baracken umriß und zahlreiche Barken zum Kentern brachte. Em alter Bootsmann ist ertrunken. An dem Hunnel der Eisen- hdhnltnie Ventimiglia—Euneo—Turin hat sich ein Erd ütlch -rÄ-t. Der Verkehr wird auf 6iC|=r Streck- mi^estens zehn Tage unterbrachen bleiben. crn m i ft o i a hat ein Gewittersturm große Heber» Aw—gen verursacht. Zahlreiche Hauser wurden unter Wasser gesetzt. Mo- und Sastpflichlverficherungen für stillgelegle Kraftfahrzeuge. Für die stillgelegten Kraftfahrzeuge bleiben die hsfo. und Haftpflichtversicherungen mit der Maß- ßbe aufrechterhalten, daß sich die Vertage um die Dauer der Stillegung o e r • Ungern. Bis zur Stillegung, fällig gewordene Ramien müssen bezahlt werden; sie mebben bim Versicherungsnehmer nach der WiedetbeNutzung maekürzt in Anrechnung gebracht.^Zur Der» ireibung von Härten werden die Detslckerungsun- toehmungen nur eine Viertel iah re s- prämie einfordern. Für dreiemgen Schuldner, tr? durch die unmittelbaren oder mittelbaren Ein- airhrngen der gegenwärtigen politischen tage ohne ihr Verschulden ae ini) er1 fnw, di- Prämien zu zahlen, treten Rechtsnachteile nicht ein. Prämien, die nach der Stillegung fällig ozrben, brauchen nicht mehr entrichtet zu vÖ/i/Q un3ere, , s rfer fein konnte. Am ersten Ta^ erfolgten An- ffe auf Hela und später auf die Westerplatte, her Hela war die Hölle los. Schon im Anflug 7000 Meter Höhe wurden die Stukas von schwe- i Flaks heftig unter Feuer genommen. Eine mit rengwolken übersäte Sperrzone in 5500 Meter ihe mußte durchstoßen werden. Der Staffelanstug erfolgte in Gefechtsreihe. Ein» n, nacheinander lassen die Piloten die Maschinen kippen, um in rasendem Sturzflug auf die An- -sstMe niederzugehen. Die Geschwindigkeit be« iifft dabei 550 bis 600 Stundenkilometer. Schon Dine Feindwirkung ist das eine starke seelische und cpettiche Belastung, der die Besatzung ausgesetzt In 30 bis 40 Sekunden wird ein gewaltiger i-uckunterschied der Atmosphäre überwunden. Oben cb viele Kältegrade, der Höhenatmer muß benutzt x-kden und dort unter ist nach dem Passieren des ürkungsbereichs der schweren Flaks ein tobendes -femo von Abschüssen und Leuchtspurbahnen aus ier zweihundert Flugabwehrwaffen. Das groß» ttaste Brillantfeuerwerk ist ein harmloses Kinder- r el dagegen. v In mehreren hundert Meter werden dann die Üomben gelöst, meistens 250- und 50-Kilo- xamm-Bomben. Zwischendurch auch eine 500- logramm-Bombe. In dieses Bikd höchster Feuer- tfaltung stärkster Flakstellungen, in das Brausen ns eigenen Motors mischt sich der Anblick der kre- p»reitt>en Bomben, die oft bis zu 100 Meter hohe Killen von Rauch und auseinanderspritzenden em, Dreck und Sand erzeugen, aus denen JUI gewaltige Detonationsbkitze, gelb und rot her» rzucken. Die Maschinen werden nun aufgefangen d immer noch liegen sie im Feuerorkan der oschinenwaffen. 240 Rohre, schwere und leichte aks sowie andere zahlreiche Maschinenwaffen zur wehr aus der Luft hatten ihr Feuer auf die I k7ukas konzentriert. Wie ein Wunder mag es erlernen, daß die Staffel an diesem Tage keine Verluste erlitten hatte. Beim Angriff auf den Kriegshafen Gdingen n dem sich die polnischen Seestreitkräste, soweit sie 'M <6fi O-e una °*e n ^ho^^en Ai Farbe: Herkunft: Sortenbezeichnung: *llcL&^CL-£^CLdnrLaL W. Größe: itein- mMet D[ O< -a dTX n5-nJ M we Schallplqlleit k J? " 1 Kaufgesuche ZMoröWeMtzeizW in unserem Hause Johannesstr. 17,1.5t. zu vermieten. wsM 6ommerj-unö ütioat-Bont. Laden in guter Verkehrslage zu mieten gesucht. Schristl. Angebote unt. 6288D an d. Giehener Anzeiger Danksagung Regierungsrat Dr.Georg Krüger im Alter von 46 Jahren. Gießen-Wieseck. den 7. Oktober 1939. 6277D Gießen, Oktober 1939. 6276V 6263V Dorlar über Giefeen 6259V Anna Nicklas, geb. Dörmer Stellenangebote 4-5-Zim w mit klein. Küche WöllDDDO zu vermiet. 04550 » :n mit all.Zubehör, Gießen, den 7. Oktober 1939. 6281 d In tiefer Trauer: ■ Sonntag Gießen (Friedensstraße 11), den 7. Oktober 1939. Die Trauerfeier fand in der Stille statt 04555 Unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Tante 62«$D ist heute sanft entschlafen. 04556 Am 5. Okt erlag einer heimtückischen Krankheit nach kurzem schwerem Leiden mein inniggeliebter Mann, unser guter Vater, Sohn, Schwiegersohn und Bruder ist nach kurzer, schwerer Krankheit am 4. Oktober 1939 im Alter von 53 Jahren für immer von uns gegangen. Gießen (Schwarzlachweg 241), den 4. Oktober 1939. Helene Br6e. geb. Deibel Karl BrSe und Anna, geb. Thein Herta Br6e Fritz Br£e. Heinrich Volk und Frau Paula, geb. Lotz Am Mittwoch, dem 4.d. M., verschied im 69. Lebensjahre unerwartet meine liebe Frau Luise Krüger, geb. Rathschlag Klaus Krüger, Soldat im Feld Jürgen Krüger Familie Prof. Dr. Gustav Krüger Familie Otto Rathschlag. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen, insbesondere für die vielen Blumen- und Kranzspenden, sprechen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank aus. iten je p enni W pfiii P ta d) W' ■"-in Chöre: Rich. Boeck. Tanz: Thea Maaß. Preise: RM. 0.90-3.60. Die Trauerfeier fand am 6. Oktober statt - Von Beileidsbesuchen bitte ich absehen zu wollen. MNIW mit Küche wird von Beamten sof. ob. 1. Nov. z. mieten gesucht Schr. Ang. u 04572 a.d.G. Die Beisetzung hat in der Stille stattgefunden. — Für die erwiesene Teilnahme danken wir herzlichst. Für die Beweise herzlicher Anteilnahme und die Kranzspenden bei dem Hinscheiden unserer Entschlafenen danken wir herzlichst Die trauernd Hinterbliebenen: Familie Willy Becker Familie Ludwig Becker. Im Namen der Angehörigen: Peter Nicklas, Oberpostsekretär a. D, im Alter von 70 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Helene Balser, geb. Albrecht Ernst Balser und alle Angehörigen. Steinbach, den 6. Oktober 1939. Die Beerdigung findet Sonntag, den 8. Oktober, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause Kirchstr.45 aus statt. ___________________6264V 4-MM- Mm in zentraler Lage gesucht. Schrift!. Angeb. unter 6290 D an den Gieß. Anz. zräulein 23 I., m. Steno- und Schreibm.- Kenntn., sucht ab 15. b. M. Stelle auf Büro. Schr. Ang. unt. 04551 a. b. Gieh. Anz. Hausmädchen mögl. für sofort, gesucht. [6295D Goethestratze 33 Am 5. Oktober 1939 starb nach kurzem, schwerem Leiden unser lieber, verehrter Mitarbeiter Regierungsrat Dr. jur. Georg Krüger. Mit ihm ist ein aufrechter deutscher Mann von anständigster Gesinnung, reichem Wissen und großem Können und von einer nimmermüden Einsatzbereitschaft und Einsatzfreudigkeit dahingegangen. Wir verlieren an ihm den besten Kameraden und einen wertvollen Mitkämpfer am Wohle des uns anvertrauten Landkreises und seiner Gemeinden. In seinem Wirken und in unserem Herzen hat er sich ein bleibendes Denkmal gesetzt An seiner Bahre stehen in tiefer Trauer mit seinen Angehörigen alle Beamten und Angestellten und alle Bürgermeister und Gemeindebeamten des Landkreises Gießen und alle diejenigen, denen einmal sein Wirken galt. Gießen, den 6. Oktober 1939. Der Land rat des Landkreises Gießen. Dr. Lotz. Wochenübersicht: Dienstag, 10. Okt., 20—22.30 Uli Neueinstndiernng: La Traviata. Mittw., 11. Okt., 19.30-22.15 Mr Die Freier. Freitag, 13. Okt., 20-22.45 Mr Die Freier. Sonnt., 15.Okt.,11.30-12.30 Mr Uraufführung: DieToch ter von Houlih®0 Sonntag, 15. Okt., 19-21.15Mr Bezauberndes Fr&nleinJ möglichst mit Zentralheizung für sofort gesucht Angebote an Dr. Plügge Med. Klinik Tel. 3045. [0452s v w L in hm W Gietzen-Kl.-Linden. G.9; KG. 10. Gietzen-Wieseck. Beichte 9.30; G.-Abendm. 10. Freie evangelische Gemeinde. 9.45Erbauungsstunde,lO.OOSonn- tagsschule, 15.30 Erntedankfest. NeuavostoL Gemeinden Gietzen, Händelstr. 1, Eberstr. 13. 8. 10.: G. 9.30 u. 15. Mittwoch, den 11. Oktober. StadMrche. Andacht 17, Becker. | Mietgesuche MöblierlesZimmer ab 10. Okt. sowie Eifliamiienhaus oder S-Zimni.-Wohnung mit Mansarde u. Gartenanteil zu miet, gesucht. Schrift!. Angeb. unter 6260 D an den Gieh. Anz. Frau Margarete Becker Wwe geb. Junker W W 1 nc ZilMWlg. MM zum Besorgen d. Zentralheizung gesucht. [04567 Hochstätter, Brandvlatz 111. Kirchliche Anzeigen. (G. = Gottesdienst, KG. = Kinder- gottesdienst, HG. --Hauptgottes- oienst, HG.-Abendm. = Haupt- gottesdienst mit Beichte und Abendmahl.) Gießen. Sonntag, den 8. Oktober. Stadtkirche. 9.30, Schmidt; KG. 11, Matth.-Gem.; 14, Becker. Johanneskircke. 9.30, Lic. Trom- mershausen; KG. 11, Luk.-Gem.; 14, Bastian. Johannessaal. 14, Taubstummengottesdienst, Ausfeld. Kavelle Alter Friedhof. 9.30, Bastian; KG. 10.45. Kavelle Wetzlarer Weg. 9.30, Gestern abend 11% Uhr verschied nach längerem Leiden mein lieber Mann, mein guter Vater, unser Bruder, Schwager und Onkel Peter Balser Wie Buchhalter, und vollkommen selbst, in allen Büroarbeiten, sucht geeignete osit'. rn Dauer- llung per sof. _ chriftl. Angeb. unter 04574 an den Gieh. Anz. 19-21.45 Uhr. Außer Miet« Neueinstudierung Der Zigeunerbaron Operette von Johann Strauß Mus. Leitung: Heinz Markwardt. Spielleitung: Harry Grüneke. ; Maschinenbuchhalter oder Maschinenbuchhalterin sofort gesucht. - Kurzgefaßte Bewerbungen mit Gehaltsanspruch, Zeugnisabschriften und Lichtbild erbeten an Neumühle Gebrüder Marx. Inh.: Gebrüder Gräf Berlin - LichterfeVt E iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii £ leine eengnisse in Urschrifi ilmdern nur Zeugnis» abschriften dem Bewerbungsschreiben beilegen i — Lichtbilder unvBewerbungsunter. Alflen müssen zur Ber- «eidung von Verlusten aus der Rückseite Namen und Anschrift oeS Bewerbers traaeul Zu beziehen durch IÄ, f *i Buchhandlung! : Hugo Bermühlt^ Verlag sucht schöne 2-Zifflmer-Wolin. mit Wohnküche Am Alten Friedhof oder Nahrungsberg zum 1.Nov. o.l.Dez. Schrift. Ang. u. 04527 a.d.G.A. leerer tarn ob. gr. Zimmer zum Unterstellen guter Möbel sof. gesucht. Schristl. Ang. unt. 04558 a. d. Gieh. Anz. clung. Ehepaar (Akadem.) sucht 1—2 möblierte Zimmer evtl, mit Kochge- legenh., in Gie- hen oder Lollar. Schr. Ang. unt. 04560 a.d.G.A. Suche ab 15.10., nahe med. Instituten, gut heizb. eil. Zimmer mit ausreichend, voller Pension, in nur gut. Familie. Schristl. Angeb. m. Preisangabe U.6268D a. d. Gieh. Anz. MeineAmeigen im Siebener Anzeiger werden von Tausenden beachtet und gelesen. UW für Büro- zwecke gesucht. Schristl. Ang. u. 6289 D an d. Gieh. Anz. Näheres: Seltersw. 85III Gut möbliertes Wohn- und Schlafzimmer in gut. u. ruhig. Hause, mit Tele- phonbenutz.,zum 15. Okt. zu vermiet. Wo? sagt d. Geschäftsstelle d. G. A. [ 6275P Zwei möblierte MIM zu vermieten. Ludwigstr. 33, H. Part, l o4ses Stellengesuche] Aelterer,zuverL Herr in allen Büroarbeit. bewand., sucht Beschäftigung, auch halbtags. Schr. Ang. unt. 04545 an den Gieh. Anz. Serlotei am Freitag, 6.10.1939, v.ttj mittags, fkiDij gold. Sa«! Armbandchi (Kettenarmband)^ auf d. Wege oolj Brandvlatz^ 1 Neue Bäue, Bergstraße« Stadthaus» I Gartenstrah«,' Theater, Plockstrahe. Der Finder ei^ hält gute $1 lohnung, da denken. [o-'iil Bollmachec. Brandvlatz 1* Fernruf 32$M 'M, ■ jint möbliert evtl, mit Küche oder Küchenbenutzung zu miet, gesucht. Schrift!. Angel). u. 04552 a. bu Gieh. Anz. M-äiMiem. v. Däuermieter (Neick)sangest.), für sofort oder später zu mieten gesucht. Schriftl. Ang. unt. 04564 an 0. Gieß. Anz. Mädchen oder Frau mit Kochkenntn., in 2-Pers.-Haus- halt z. 1. 11. 39 gesucht. [ 04542 Hillerwall 47 I. Borzust. zw. 7 u. 8 Uhr abends. Ich suche gewissenhafte Hilfe für Hausarbeit, 2-3mal wöchentlich. Stund, nach Bereinb. s 04554 Marie Tasche, Wernerw. 61 II. Junges Mädchen (Frau) 'ür leichte Be- schäftigu^ g sucht, auch hat tags. ! 045 Strickerei Beck, Neustadt 45. Braves MM in allen Hausarbeit. bewand., nach Mainz ges. Frau E. Thüre, 6266DGietzen, Ärberstr. 24. Geräumige 7-Zimmer- Wohnung mit Bad,Balkon, Heizung, Alicen- strahe33v., zum 1. November zu vermieten. 62osD Näh. A. Becker Keplerstrahe 9 Telefon 3804. 6-7-311«- VohNNg 1. St., mit Bad u. Etagenheizg., sofort od. später zu vermieten. Schr. Ang. unt. 04563 a.d.G.A. Z-Ammer- Wohnung mit Küche zu vermieten. 04500 Weimar, Allendorf /Lda. Leihgestern, Gieh. Str. 100, bei der Rindsmühle, ist ab 1. Nov. schöne 2-3-31mmet- Mmg mit Küche zu vermieten. 04546 Nachlässe vonzvrs 20 v. tz. erhallen Ste bet wiederhollen Auf. nahmen einer Ameise WWW gesucht für einmal wöch. 4 bis 5 StllNd. [ 04566 Roonstr. 2911. Stütze gesucht in nettes ländlich. Haus (Treis a. d. Lda.). Geboten werden 2 möbliert.Räume (evtl, auch für 2 Personen) dazu kleine Vergütung gegen sorgsame Betreuung der betagten Besitzerin. Schriftl. Angebote unter 04504 an den Gieh. Anzeiger. Bahnhofstr. 39 Fernspr. 2 8ü 539 u «lllllllllllllllllIHHf Für den Natur, freund? VklMevei Die Lebensgemeh, schast des deuts-g, Waldes in Silöem 150 NaMraufnahm« aus dem Tier» wb Pflanzenleben des hj. matlichen Waldes ctf 128 Kupfertiefdmt, tafeln, mit lebendigi?, und auffchluhreichAt- Einführungstext dir K.Gerhardu.tL.W'L Preis RM. 4.80. „(Es lebt und webt bf dem Buche, und ntr es versteht, mit eng. fänglichen Sinnen iiej1 bildgeword. Nolu« schönheitenin fick'arf. zunehmen, dem sing«, u. klingen die Tafilir; tausend Erinnerung!« wach an einstnickg leibhaft Erschautes- Reclams Univerluil Verlangen Sie kostenlos unsere bebilderten WerbeblStter Mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel Emil Bröe | Vermietungen"! Schöne 6-Zimmer- Wohnung Hindenburg- wall 10II, sonn. Balkon, mit all. Zubehör, sofort preisw. zu ver- mieten. [ O4548 Suche eine Mgani zu sofortig. SCitf kauf. Angeboie/ Preis, Gröhe tu Alter an ! 6271C1 L. Bölzing, Horst-Wessel«. Wall 46. HS zn kanten gesd Schriftl. Angeb, unt. 6219DatiM Gieh. Awz. erb etu Kinder- laufställche« zu kauf, gesuckit. Schristl. AngebJ unter 6270V m den Gieh. SltiJ Gebraucht»! Ofen (Dauerbrenner! f. gröh. Raml zu kauf. gefuciL! Angeb. m.Pre:^ angabe. [627.P Emil Schmall, Biergrohhanslg^ sofort gesucht. Marburger 6292D Str. 40p. toMoischer Lehrling in Kurz-, Weih- und Wollwaren- Grohhandlung für sofort gesucht. Schnftl. Angebote unt. 6279V an den Giehener Anzeiger. Verschiedenes Stadttheater r./8. Oktober zyZ9 Strahlungsforschung, die dem nachgehen; die „Dor- no-Strahlung" (Ultraviolett-Strahlung) der öomie und ihr Einfluß auf das Wohlbefinden ist jedem Arzt bekannt; die bleichen, müden Kinder in licht- losen Gassen der großen Städte zeigen deutlich, daß sie von dieser Strahlung allzu wenig abbe- kommen. Aber meit über diese Einflüsse hinaus haben sich andere Forscher mit dem Problem be- schäftigt. Ws vor zehn Jahren die Pariser Mediziner F a u r e und Ballot den schon früher von dem Russen Tschejewski behaupteten Einfluß starker Sonnenflecken auf nervöse Krankheiten näher untersuchten und an Beobachtungen der Pariser Krankenhäuser kontrollierten, fanden sie ganz unverkennbare Zusammenhänge. Anfälle und Ster- ZI 235 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhesfen) l t- l | UULU) r. .------- I---I- -----I- ’ ---- p a 5 begeben. *1 e r.e n- Dabei werden sie aber ihr Bauerntum n e r A n z e i -। $re landwirtschaftlichen Ueberschüsse behalten, am natürlichsten sein Augenmerk aus Leistungen 8er Optiker am gahnhof | Itäier bäuerlich geworden. Reine oder weit über- bSen,^?’ Baueriüänder sind Bulaarien und n von 373 Millionen auf 666 Millionen RM. letRn.ßid)« iden Ausgleich der bewegten Werte es sich m Länder vergewaltigt und verkümmert hätte. Wer an Wallt«. raten, Kindel' (auiW r gegen sei iger wirtschaftlicher Ergänzung, das , liö! 150 Millionen Menschen bewohnt und von von !U kauf, gelt M mitgeteilt von S. v ^adecki. bö keinen Zweck. Lehör lieh-D Amta che. ( „ ^ostatuen, ).9°-8'60' j zeigt H setn- Und das Len war das Petersburger ,^eln — es waren gesprochene Anführungsstriche. 015 w°r vor die em Lächeln fid)er. Es entwertete An diesem Lächeln ist Petersburg zugrunde UV .• ngen. re lirb dann gab es noch ein drittes Lachen, s und Ge- 'drßchen Industrielandschaften und die Sudeten- jür.ier ausdehnen wird, ist aus dem Stadium eines lof^ungsvollen Projekts in das der begonnenen i&siten gelangt. In einer nicht zu fernen Zukunft 'Hi"1 die Donau mit ihren natürlichen und künft- fer großdeutfche und der benachbarte füdoft- llrlpäische Raum stehen einander an Große nahe, ^qen beträgt die Bevölkerungsdichte der Donau- /Balkanländer im Durchschnitt wenig über die Me der deutschen, worin sich ihre jüngere wirt- tzFiche Entwicklung und geringere Jndustriali- ^ng ausspricht. In der Hauptmasse sind sie )Vernländer. Ungarn, das aber mehr zu ^eleuropa gehört, hat noch ziemlich viel Lctti- Bienwirtschaft. Die Griechen sind zugleich ein taenv, ein Handels- und ein Seevolk, aber im Indischen Griechenland, namentlich in Maze- itsn, wiegt das Bauerntum vor. In R u m ä - [im herrschte bis zu der umfassenden, nach dem kiZe durchgesührten Agrarreform eine typische. k-hen wir von Ungarn ab, so hat sich in den lin Jahren von 1932 bis einschließlich 1938 der zrit der Einfuhr Deutschlands aus den Südost- ttchen Zubringern vielleicht einen ähnlichen Verkehr zu tragen haben, wie heute der Rhein. Nichts wäre irrtümlicher, als sich die weitere Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Südosteuropa als einfachen Austausch von Lebensmitteln und Rohstoffen gegen Fertigfabrikate zu denken. Die Länder an der unteren Donau und am Balkan wollen sich innerhalb der möglichen Grenzen selb st tndustriali- Unser langjähriger außenpolitischer Mitarbeiter hat sich auf eine Reise durch die LänderSüdosteurof Er wird von chr im Gießener Anzei- ger regelmäßig berichten. Mende Bauernländer sind, Bulgarien und Jugoslawien. Alle genannten zusammen be» ptien wir als den europäischen Südosten. W he der geographischen Beziehungen und jet*, rlichen Wirtschaftsgefälles. Großdeutschland IGosteuropa, einschließlich Ungarn, bilden ein Südosteuropa nach Deutschland eingeführt wird, je nach dem Lebens- und dem Kostenstandard des Erzeugungslandes ein höherer als der fogenannte Weltmarktpreis gezahlt wird. Auf Grund dieses höheren deutschen Einkaufspreises für Agrarimporte sind jene Länder auch in der Lage, deutsche Jntnrstrieausfuhrwaren vor anderen zu bevorzugen. Heute nimmt Großdeutschland schon von einem Drittel bis über die Hälfte der Gesamtausfuhr der einzelnen südosteuropäischen Länder auf, und es liefert ihnen im gleichen Berhältnis Waren, deren 2r Roheit und Ueberfeinerung, von Ueppigkeit Mangel — man kann sie alle gar nicht aus- Wrn, die Gegensätze! Die wenigsten Menschen machen sich eine rechte und anschauliche Vorstellung davon, daß alles Erd- ge^chehen, auch die Welt des Menschen, ja, auch das Wohlbefinden des Menschen, abhängig ist von der Sonne und ihren verschiedenen Strahlungsarten. Ja, selbst das Verhältnis Sonne — Erde wird selten richtig vorgestellt. Versuchen wir einmal, uns das in einfachen Begriffen klarzumachen, denken wir uns die Sonne als eine Kugel glühender Gase von annähernd 6000 Grad Oberflächentemperatur, und nehmen wir an, sie sei so groß wie ein normales Großstadt-Wohnhaus. Dann ist unsere Erde, im gleichen Größenmaß vorgestellt, ein Ball von der Größe einer Kegelkugel oder eines Fußballs, der gut zwei Kilometer von dieser feurigen Masse entfernt schwebt, von ihrem Licht erhellt, von chrer Glut erwärmt wird, sofort jedoch in Nacht und Eis erstarrte, wenn dieser Feuerball nicht wäre. Alle Wettererscheinungen, alles Wachstum hängen aufs engste mit der Sonnenstrahlung zusammen, aber diese Sonne sendet uns nicht nur Licht- und Wärmestrahlen zu, sondern auch Strahlen anderer Art, die direkt oder indirekt auf unfern Körper, auf unser Wohlbefinden und auch auf unsere Seele einwirken. Wir sehen ohne weiteres ein, daß irgendwelche Aenderungen der Sonnenstrahlung sich auf der kleinen, ganz von ihr abhängigen Erde und auf das Erdenleben auswirken müssen, und in letzter Zeit ist man deshalb (ganz abgesehen von dem Interesse, das der Astronom selbstverständlich an allen Erscheinungen auf der Sonne nimmt) immer eingehender allen Schwankungen der Sonnenstrahlung und des Zustandes der Sonne nachgegangen. Es gibt heute große wissenschaftliche Institute, die die Sonne sozusagen überwachen, ja, es ist wirklich so, wie es einmal jemand humorvoll ausdrückte: Der Sonne werden „Zensuren" erteilt, und Meteorologen, landwirtschaftliche Zentralstellen, Ernte-Statistiker, Aerzte versuchen herauszubekommen, ob und wie irgendwelche Schwankungen der Sonnenstrahlung einwirken. Die wichtigste und am besten erkannte und überwachte Zuftandsänderung der Sonne ist die gerade in den letzten Jahren vielbehandelte Sonnenflecken-Periode. Wir erkennen schon mit kleinen Fernrohren in dem gewaltigen Glutmeer dunkle Flecken; oft sind sie so groß, daß selbst ein einfacher Feldstecher genügt, um ihr Vorhand en fern festzustellen. Einer der größten Flecken der letzten Jahre, den ich selber längere Zeit aufmerksam in seinen Wandlungen verfolgte, war in seiner Ausdehnung achtzehnmal größer als der Erdball, und es sind zuweilen Flecke beobachtet worden, die 300 000 Kilo- iri dem Parzellen-Pachtverhältnis aufgebaute AMüterwirtschaft. Seitdem ist auch dieses Land defälle geigten an den Tagen bedeutende Steigerungen, an denen große Fleckengruppen die Mitte der Sonnenscheibe passierten, von ihnen ausgehende Strahlungen und Elektronen-Ströme also die Erde trafen. In Deutschland sind diesen Einflüssen vor allem die Forscher B. und T. Düll in Frankfurt am Main nachgegangen; eine ganze Reihe von Veröffentlichungen der beiden Gelehrten beweist, daß Vorgänge auf der Sonne und Gesundheits^ Störungen unverkennbare Zusammenhänge zeigen. Eben jetzt veröffentlichen sie im neuesten Heft dey „Umschau" die überzeugenden Resultate chrer Untersuchungen, denen Millionen statistisch erfaßter Krankheitsfälle zugrunde liegen. Im Grunde ist das durchaus nicht verwunderlich! Vergessen wir doch nicht, daß die Erde der Sonne gegenüber em kleiner Ball ist, ein Pfefferkorn neben einem Kürbis, daß das ganze Erdenleben sich in einer hauchdünnen Schicht abspielt, die diesen Stern überzieht, überlagert von einem dünnen Luftmantel, in dem die Sonnenstrahlung Strömungen, Störungen, vielerlei physikalische Wandlungen hervorruft, und daß unausgesetzt von der Sonne Elektronen-ströme zu uns dringen, wir einem ewigen Bombardement ausgesetzt sind, das irgendwie auf uns einwirkt. Die Sonne ist der gewaltige Motor, der alles hier in Schwung erhält. — Es hat nicht wenige gegeben, die die kühne Behauptung aufstellten, daß auch Unruhezeiten in der Menschheit auf veränderte Sonnenstrahlung zurückzuführen seien; man kommt hier leicht in die Gefahr, den testen Boden wissenschaftlicher Erkenntnisse zu ver- meter Durchmesser hatten. Manches ist da noch geheimnisvoll und ungeklärt, aber man darf etwa sagen, daß wir in den Flecken Gebiete sehen, in denen der normale Verlauf der Erscheinungen auf der Sonne gestört ist; wir haben es mit etwas ähnlichem zu tun wie mit schweren Unwetter-Zentren in der Erdatmosphäre: auch da mächtige Wivbel, elektrische Erscheinungen, die sich bis zu unserer Erde hin auswirken. Nur darf man nie aus dem Auge verlieren, daß die Sonnenoberfläche ein glühendes Gasmeer ist, das sich nicht mit der irdischen Lufthülle vergleichen läßt. Es ist auch heute noch rätselhaft, woher die Sonnenflecke kommen, welche letzten Ursachen ihr Entstehen bewirken, und genau so ungeklärt ist die Frage, weshalb die ganze Erscheinung in Perioden ansteigt und ab nimmt. Es ist, als leide Frau Sonne an einer periodischen Krankheit. Vor allem ist eine rund elfjährige Periode ganz deutlich ausgeprägt, aber es scheint, als ob etwa alle achtzig bis fünfundachtzig Jahre dieser Pulsschlag, diese Fieberkurve besonders hoch steigt. Eben jetzt haben mir eine solche Periode erreicht, in der sich besonders hohe F le cken-Maxima folgen; die Jahre um 1780 und die von 1835 bis etwa 1872 zeigen die gleichen Verhältnisse. Im übrigen haben wir nun den Gipfel des gegenwärtigen Sonnenflecken-Maximums hinter uns; ganz langsam nimmt die Zähl der dunklen merkwürdigen Gebilde ab. Es scheint, vor allem nach den fortgesetzten Untersuchungen des Astrophysikalischen Observatoriums zu Washington, das seit vielen Jahren aus Bergstationen in Kalifornien, Chile, Südafrika mit großen Mitteln und ausgezeichneten Instrumenten die Sonnenstrahlung überwacht, als ob auch die Temperatur der großen Weltleuchte periodischen Schwankungen unterliegt; sie sind nicht bedeutend, aber die Amerikaner meinen doch, daß sie die allgemeine Wetterlage (nasse und trockene, kalte und warme Jahre) beeinflussen, und einige Statistiken beweisen denn auch unverkennbare Zusammenhänge zwischen Sannenfleckenzahl, Regenmenge, Temperatur, Gewitterhäufigkeit, Polarlichter-Häufigkeit, Schwankungen des elektromagnetischen Kraftfeldes der Erde usw. Daß sich die (Sonnen- flecken-Perioden an den Jahresringen alter, starker, gefällter Bäume nachweifen lassen, ist längst bekannt, und viele andere Einflüsse (das alles muß erst genau nachgeprüft werden) werden behauptet und vermutet. Was uns aber besonders interessiert, ist der Zusammenhang zwischen Sonnenstrahlung, Fleckenzahl und Gesundheit. Wir haben Institute für klingen dist ulend ach an tt* Großdeutschland und Güdofieuropa Bon Or. Paul Rohrbach schriftl. A unter 627ÖDi -S lebt unb 'Bliebt Mi "pichen Sikh logeword. SS* “edamjlfc Ängeb.n^- angabe. I& Emil ZtM BiWWÜ Bfoergrupp e — außer Großdeutschland. her spricht kein Zwang, keine Politik, keine Ver- snimngskünstelei, sondern hier sprechen allein die ' des Heren und m den Sumpf der Phantasterei zu ge- aber im Grunde hat der Dichter-Philosoph Wes» NM fein, mit sie bedürfen. Besonders ausbaufähig find unsere Handelsbeziehungen mit Jugoslawien, denn dieses Land besitzt die größte Mannigfaltigkeit von Produkten agrarischer, waldwirtschaftlicher und mineralogischer , Art. Es besitzt auch in seinen Bodenschätzen — bis inwgj Studie»rt iiuerN'11 A-""' Pulsschlag Oer (Sonne 23on Bruno H. Bürgel. Oer silberne Engländer von Köln. Als in der Besatzungszeit ein hoher englischer Offizier sich in den Kölner Dom führen ließ, besichtigte er auch den Domschatz. Unter den mancherlei Kunstgegenständen sah er dort auch eine silberne Maus und ließ sich erklären: „Es war einmal eine große Mäufeplage in Köln. Da opferte der hohe Rat der Stadt auf Empfehlung der Geistlichkeit eine silberne Maus, und die Plage ging vorüber." Ungläubig und halb spöttisch sah der Engländer den Fremdenführer an: „Und Sie glauben an solche Geschichten?" „Enä, Här General" — bekam er zur Antwort — „süß hätte mer ald längs ne selverne Engelländer geopfert." (Sonst hätten wir schon längst einen silbernen Engländer geopfert!) Bayern im Feld. Daß der Bayer sich an Preußens Sette im Wellkrieg wacker geschlagen hat, weiß man im ganzen Reich. Er hat aber noch ein Uebriges getan, indem er eine besondere Art von Grabenhumor schuf, die oft genug inmitten des vielfältigen Todes befreiendes Lachen weckte. Die schönste Kriegsanekdote ist bayrischer Volkshumor. In der „Liller Kriegszeitung" erging ein Preisausschreiben für die lustigste Schützen- arabengeschichte, Länge 200 Worte. Den ersten Preis erhielt ein Bayer für folgendes Werk: „Unsere Kompanie hat eine Latrine. Diese hat ein Brett. Dieses wurde vom Kriegsfreiwilligen Kraullinger durchgesägt. Das sind 15 Worte. Die übrigen 185 Worte sagte der Vizefeldwebel Hintertupfer, nachdem er sich auf das durchgefägte Brett gesetzt hatte ..." „Sieh tna Sima." Der bekannte Filmschauspieler Oskar Sima erzählle kürzlich im vertrauten Kreis ein ulkiges Berliner Erlebnis. Der Schauspieler steht inmitten einer großen Volksmenge, um sich ein Feuerwerk anzusehen. Plötzlich hört Sima hinter sich einen Jungen zu feinem Freund sagen: „Sieh ma, Sima!" Oskar zuckt zusammen. Der angeredete Junge erwidert: „Ick seh ja schon!" „Nee, Sima!" „Na ja, wat denn?" „Oskar!" „Blöder Kerl, ich heiße doch Paule!" „Na, da vorne, Oskar Sima!" „Mensch, roennfte noch mal Oskar zu mir sagst, denn hau ich dir eene in de Terrine, bette Klöße an de Gardienenstange kleben!" „Ich zog es vor", erzählt der Schauspieler hier, „fachte zu verschwinden, um eine Freundschaft nicht zu zerstören. Max Weinheber. ■uh dann gab es nach ein drittes Lachen. Es - das Lachm des genialsten Menschen, den Rutz- recht, wenn er sagt, daß wir „alle nur zitternde Vögel sind im Weltenbaum!" Büchertisch. — General a. D. oonWahl: Zwei Gegner im Osten. Palen als Widersacher Rußlands. 100 Seiten Großaktao. Mit 2 Karten. Kartoniert 3 RM. Aus dem Russischen übersetzt von Arend Freiherr von bet Pahlen. Volkschaft-Verlag, Dortmund. General von Wahl zeigt, wie die hervor- steckenden Wesenszüge des polnischen Charakters immer wieder für das Schicksal dieses Volkes bestimmend gewesen sind und ausschlaggebend bleiben werden. Die wenig bekannte Fragwürdigkeit der ehemaligen polnischen Ostgrenze, die aus vielen Gegebenheiten unüberbrückbare Gegnerschaft Polens zu einem nationalen Rußland, zu Litauen und dem 44-Millionen-Volk der Ukrainer wird bargeftellt. Ein besonderes Kapitel ist den Schleichwegen der englischen Politik gewidmet, die seit 1914 immer wieder Anlaß zu den Katastrophen und Fehllösungen im Osten Europas gewesen ist. land hervorgebracht hat: Alexander Puschkin — und zugleich das Lachen der russischen Bauern. Treffsicher mar es, mutwillig, weise und ungeheuer lebendig! Ich kann nicht glauben, daß dieses Lachen gestorben ist. Es lebt irgendwo in Katakomben meiter, und es wird wiederkommen. Huchen. Der Herr des Hauses gießt sich Rum in fein Glas Tee Wie durch ein unwillkürliches Zittern der Hand überschreitet er dabei die normale Portion und maskiert dieses durch ein erschrockenes ,Luch! Dann bietet er auch dem Gaste Rum in den Tee an (das fogenannte „Advokatchen", weil es tne QUnqe löst und beredt macht) — aber hier gießt her Haucherr äußerst vorsichtig und beherrscht ein ... „Nein", sagt der Gast, „„feien Sie fo gut — chucherü Sie auch schon mir!" Die Brücke. Die russischen Landstraßen und Brücken haben einen zweifelhaften Ruf. Am Flußufer angelnd, erlebte ich einmal folgende Szene: Zwei Bauern- maaen trotten gemütlich der Brücke zu. Kurz vor der Brücke lenkt der erste Bauer fern Pferdchen behutsam von der Straße weg, das )teile Flußufer hinunter, und fährt plantschend ms Wasser m die Furt hinein. Der zweite Bauer schaut mürrisch vor sich hm, biegt Nicht ab, sondern fährt geradenwegs auf bie Brücke los. Gespannt beobachtet Bauer Nr. 1 van der Furt aus tonen Kollegen auf der Brücke. Da — an plötzliches Krachen — ein Geschrei: die Bruck« ist unter dem Gefährt zusammengestürztl Da totrt der erste Bauer mißbilligend mit dem Beitschenstock auf da- Debakel uni ruft mir zu: So «in Cs-l —! Er sicht: eine Brücke! - nein, er muß doch fahren!" Potemkiu als Regisseur. Sur Seit als Potemkin der Zarin Katzarina- GäEing war. gab es in Tula als Generalgou. ^neur einen fierrn KretschÄnikow. der den einen : Mi r hatte, daß er sich mit übermäßigem Pomp in Szene fetzte. Um ihm die Satrapenmameren °b- »SnJn i-dickte Potemkin eines Tages einen ; SÄuffen £it Seheimorder nach Tula Nnb ein Adjutant von Potemkm war zu jenitt nUmrtfhfür etwas das alles schlottern machte. ' ^^er Adfutant S an und b'eM sich in den Kaufop^isIMoral, zuerst durch Darb t eu und bann —. \hiim den tschechischen Minister Hodscha, wurde ter1 .................. Allrussischer Humor Cang anders war das Petersburger Lachen. Nein, !a>ar kein Lachen, sondern ein ständiges ironv Lächeln, das zu dem Petersburger genau Uo gehörte wie die Gummischuhe und me ^'intasche. Es gibt solche uralte, frühgnechlsche wo der Gott ewig ein gefrvrenes ...... zeigt —- so ähnlich sah auch dieses Peter - ^'-er Lächeln aus. Es mar nicht direkt spöttisch '1.°war auch nicht unbefangen munter Es Hane Mrd) das zu tun, was im Druckbilde bie; 21 VMngszeichen bemirfen. Wenn ich hrnfetze: so steht das. Setze ich aber: er ist „mutig, htt bet Betreffende^ dem das M kemES- werden keine Fabrikländer werden, sondern B a u - ernländer bleiben. Dagegen werden sich ihre Wohlhabenheit und ihre Kaufkraft für Fertigwaren höherer Ordnung vergrößern, und das Gefühl zunehmender Eigenversorgung auf dem Gebiete der grundlegenden industriellen Bedarfswirtschaft wirb ___________, ... , , , „ ihnen den vom Ausland her genährten Verdacht auf die Kohle, für die es auf Mitteleuropa an» widerlegen, als ob sie in eine organisierte Abhän- gewiesen ist — die breiteste Grundlage für den gigfeit von Großdeutschland gebracht werden sollen. Aufbau einer eigenen Industrie. Hierfür wirb es Es ist ein burchaus loyales Verfahren, wenn, nach! am natürlichste" f-"M 9fitn<)nm1>rP mrf Leistungen dem Plan bes Ernährungsministers Darrs, für aus bem großdeutfchen Raume her richten. Lebensmittel, vor allem für (Betreibe, das aus * -------- riesigen Empfangssaal bes Gouvernementspalastes. Der gesamte Adel steht bereits in ehrfürchtigem Schweigen versammelt. Seine Exzellenz, der Generalgouverneur, soll gleich erscheinen. Und wirklich: die Flügeltüren gehen auf, und Kretschstnikow, gefolgt von einer blendenden Suite, schreitet auf roten Stöckelschuhen und in einer Riesenperücke stolz herein. Da — plötzlich — springt der Adjutant, der im Hintergründe gestanden, lachend auf einen Stuhl, fängt frenetisch zu applaudieren an und schreit: „Bravo, Kretschetnikow, bravissimo! Umkehren!!! Dakapo! BrabMmo! Umkehren — noch einmal!!" Und Seine Exzellenz, der Generalgouoemeur, mußte wirklich umkehren — die Flügeltüren schlossen sich — taten sich wieder auf: und der krebsrote Kretschetnikow stelzte Mtt seiner ganzen Suite langsam wieder herein. Ein offenes Wort. Dor vielen Jahren diente beim Großfürsten Konstantin in Polen ein gewisser Gallitzin — ein Mann mit allerhand Humoren, der sich (aber auch andere) lächerlich machte. So sagte er eines Tages zum Großfürsten: Sehen Sie, Kaiserliche Hoheit, Sie haben sich, scheint es, an mich gewöhnt. Sie beschenken mich, Sie ehren mich durch Ihr gütiges Wohlwollen — aber im Grunde ist darauf doch kein Verlaß! Wenn der Kaiser Ihnen zum Beispiel plötzlich sagen täte: „Heute möchte ich Gallatzin aufessen, jo "mürben Sie ja doch bloß fragen: „llnb mit welcher Soße wünschen Majestät ihn zubereitet?" Angenehme Nachricht. Der kluge, aber zerstreute Gras N. machte eines Tages dem Staatskanzler Rumjanzew seine Aufwartung. Rumjanzew mar fast taub. Doch mollte es ein Zufall, daß er bie ersten Worte des Besuchers richtig beantwortete. ,^Zch bemerke mit befonberem Vergnügen", sagte Graf N., ,chaß Exzellenz besser hören." Der Kanzler: „Wie bitte?" Graf N.: „Ich bemerke mit besonderem Vergnügen, daß Exzellenz besser hören." Nachdem es derart noch einigemal hin und her gegangen war, weist der Kanzler auf eine Schiefe rtafö, die ständig auf feinem Wsch lag, und bittet, das Gesagte yinzuschreiben. Graf N. schreibt mtt unerschütterlicher Gelassenheit auf die Tafel: „Ich bemerke mit besonderem Vergnügen, daß Exzellenz besser hören." :ßm sich die Rumänen, die Jugoslawen und die 'Biiaren, mit einem wichtigen Teil ihrer Erzeugnis auch bie Griechen, nach einem großen, zugleich '«tiahme- unb lieferungsfähigen Wirtschaftskörper ,-mchen, mit dem sie in eine wechsel fettig vorteil- [|o|inlmW Mi Interessengemeinschaft treten können, so bietet UUlluuöW sich Ihnen dazu kein Land, auch keine kombinierte RCftcrios ur. bebilhenti Insn vu.i u.o «iu».«.. »m vw u^v. ’Giten, also nahezu uerboppelt Im selben Zett- ÄIö sind Deutschlands Lieferungen nach Südost- jyripa von 450 auf 681 Millionen RM. angewachsen. fß man bie beiben Enbziffern, 666 und 681 Mil- leriin e? jMll, gegeneinander, so sieht man, um welch einen Suche ei/ßeiicht, bie Donau- unb Balkanlänber ganz oder n: । fett) eife in ein wirtschaftliches System mit mög- II DfnBl! ■^,cr Beiseitelaffung Deutschlands zu bringen. Die uiiuiiyui erroies sich aber als unmöglich, weil ihre u sofortig. 1 DrHsübrung die Wirtschaftsinteressen der betrof- auf. Slngtti™ — * * 'M öreis/"' L.MM HorstMks l Starrhett und tobsüchtiger Ungebundenheit, nnn Uevviakeit । Der 8^^- Wt öjr öenken- > VoME Mm schüft!. N mt.6219Da mittag93'11"1 133 alte Rußland, bas Rußland vor bem Kriege, ..(k » ein Land, in dem viel gelacht wurde. O sicher, F'Li । s Diirbe auch viel geweint, und in ke iner Litera- s der Wett fließen soviel Tränen wie in der Aschen. Aber lachen bedeutet ja einen Gegen- anuv*- dadurch überwinden, daß man sich darüberstellt auf d. W' - .nrd dazu hatte damals der Russe die Kraft. Er BraE ( feucht- sie. Denn soviel Gegensätze wie m Ruß- haben sich wohl s^ten vereinigt gefunden: ^'Gegensatz von Asien und Europa, von byzan- Sußland hatte damals zwei Hauptstädte — Mos- ii unb Petersburg, unb daher gab es em Mos- g,0™ hur Lachen unb ein Petersburger Lachen. Das juranbi’1^ JMoixer Lachen ging ein wenig in die Brette. Kr.altes russisches Witzblatt trug, erinnere ich mich, 1 — J fcnbe Titelzeichnung: ein haushoher, rotbackiger [«sjabl sitzt nackt auf einem Hügel und stehl Jimi ftteichholzwinzigen, europäischen Friseur bei ^Arbett zu. Dieser haargenau gescheitelte Gent- P'-n ist nämlich damit beschüstigt, Rübezahls Zehe zu pediküren. Und dieses breite, jtiue 'i'Jen, mtt dem der Gigant ihm zuschaut —- oas das Moskauer Lachen. Es bedeutete: „Mensch, Nrg, was gibst du dir nur soviel Muhe nut jun und Scheren und Nagellack — es hat ja natürlichen Verkehrsader erster Ordnung "' "te LichzogkN wird, bem Donaustrom. Der Rhein- i '^in-Donau-Kanal, der die Nordsee unb Schwarze Meer auf bem Wege burch bas west- Gebraillb'ftlerßche Industriegebiet unb burch bie Korn-, Erz- Deltammem bes Sübostens miteinander Der« O|ß|| feen wirb, nähert sich seiner Vollendung. Der e-Ober-Donau-Kanal, der den 23er= iS N von Massengütern zwischen Mittel- unb Süd- T't Lj ajii^fenropa auch auf bas Ostfeegebiet, die inner- jde* Zigaretten und Zigarren, vielleicht auch den von der Mutter, der Frau oder der Braut gebackenen feil in« für unsere Front und für die Heimat. iwt Wttn und beträchtliche Unannehmlichkeiten. (Nachdruck verboten.) 9. Fortsetzung. 29/30 - 2i B -ch ft cnic d ten trunken aus NikMne zu, streift ihre linke und stottert erschrocken davon. Sie läuft paar Schritte nach, eine weißhäutige, Baumnymphe... Herr Friedrich hinter einem Baum, i al den eder reit tyri RenS 4 Boi hl Vas polei Kuchen aus gehändigt bekommt. Die Auflieferung von Feldpostsendungen bim Postamt Gießen war bereits in den ersten lagen nach Eröffnung des Feldpostbetriebes recht umfma. reich. Selbem ist dieser Teil des Posteingangs m! stark angewachsen. Waren es in der ersten Zeit meist nur Karten und Briefe, die zum Versand an bii Front aufgegeben wurden, so bilden jetzt auch bi; Päckchen bis zu 250 Gramm einen außerorln lich großen Bestandteil der Feldpost aus dem reich des Postamtes Gießen. Der gesamte Eing an Feldpostsachen beim Postamt Gießen wird I lich bis zum letzten Stück aufgearbeitet. U Gießener Postamt hat zwar zahlreiche Beamte andere Zwecke abgeben müssen, dafür hat es aber die Mitarbeit vieler junger Helfer die den erfahrenen Postbeamten tatkräftig an ök Hand gehen. Unseren bewährten Gießener beamten und ihren jungen Helfern rst es denn zu danken, daß am Schlüsse jedes Arbeits keinerlei Rückstände in der Abfertigung der Postsendungen, sowohl der abgehenden als der ankommenden Post, vorhanden sind, leisten sie alle wertvollen und dankenswerten Di< R Urnn kl Schulter ihm ein fröhliche hundert MN die len! -Üb- n tth rft Uff fjri 'tu WNN Ri Dore SleftsiiMönMöe Roman oon maltbcr filoepfcr Copyright by Carl Duntfcr Verlag«Berlin w sr entsprechenden Gesuchen in jedem Falle abzusehen.sM^ Die Einreise ohne Genehmigung zu versuchen, ist l-ri^ aussichtslos, verursacht deshalb nur unnötige Mi Mui K I täte 8- \N n !' rin s fe fe Ser »I M * Kn ö #- * prja Siner Ja ei Pck 'hn Ldlli »6 Ende 22.15 Uhr: ,I)ie Freier", Lustspiel von Joseph von Eichendorft. Spielleitung: Hans Geißler. 2. Vorstellung der Mittwoch-Miete. Freitag, 13. Oktober, Anfang 20 Uhr, Ende 22.45 Uhr: „Die Freier", Lustspiel von Joseph oon Eichendorff. Spielleitung: Hans Geißler. 3. Vorstellung der Freitag-Miete. Sonntag, 15. Oktober, Anfang 11.30 Uhr, Ende 12.30 Uhr: 2. Morgenveranstaltung. Uraufführung „Die Tochter von Houlihan", Irische Sage von William Butler Deals. Spielleitung: Dr. Hannes Razum. Sonntag, 15. Oktober, Anfang 19 Uhr, Ende 21.15 Uhr: „Bezauberndes Fräulein", Operette von Ralph Benatzky. Spielleitung: Harry Grüneke. Musikalische Leitung: Heinz Markwardt. Di« Vorstellung findet außer Miete statt. Ernährungsamt Gießen im Liebigbau. Dom kommenden Montag ab befinden sich die Zentrale des Ernährungsamts Gießen-Stadt und die Bezirksgeschäftsstellen Süd und Mitte im Erdgeschoß des Liebigbaus in der Liebigstraße. Wegen des Umzugs bleiben diese Dienststellen am kommenden Montag geschlossen. LagSrt Eure Dolksgasmasken richtig! TM Besitzer von Dolksgasmasken werden daraus aufmerksam gemacht, daß mit Beginn der Heizperiode der Aufbewahrungsort der Volksgasmasken überprüft werden muß. In der Gebrauchsanweisung, die jeder Dolksgasmaske beiliegt, heißt es: allem etwas Rauchbares erhalten. Umgekehrt geht es der Heimat nicht anders; auch hier warten täglich Hunderttausende auf Nachricht aus dem Feld, und sie freuen sich, wenn ihnen die Post die erhoffte gute Kunde von ihrem Vater, oder Sohn, oder Bruder, oder Bräutigam an der Front bringt. Die Feldpost ist die nie rastende, Tag und Nacht emsig tätige Mittlerin zwischen draußen und daheim und umgekehrt; sie hat zu jeder Stunde große Berge von Post zu .erarbeiten", zunächst schon bei dem Postamt in der Heimat, bei dem die Sendungen aus einem größeren Bezirk zusammenkommen, dann noch viel viel mehr bei einer Postsammelstelle, bet der Dutzende von größeren Postämtern ihre Berge von Feldpost zur Weiterleitung abladen, schließlich aber vor allem auf den Wegen von dort nach vorne zur Truppe. In umgekehrter Richtung arbeitet der Feldpostapparat unter den gleichen anstrengenden Bedingungen Tag und Nacht. Dieser Großbettieb der Feldpost tritt für unsere engere Heimat bereits beim Postamt Gießen stark in Erscheinung. In den weiten Abferttgungs- räumen des Gießener Postamts sind neben allen übrigen Postsendungen des Werktags noch die Feldpostsendungen aus 55 Orten des Gießener Postamtsbezirks täglich zusammenzufassen und für den Weiterversand fertigzumachen. Hinzu kommt noch der über das Postamt Gießen geleitete Feldpost-Durchgangsverkehr von den Bahnstrecken Fulda—Gießen und Gelnhausen—Gießen. Diese Feldpostsachen sind hier schon einer ersten Sichtung daraufhin zu unterziehen, ob sie z. B. hinsichtlich der Anschriften den Bestimmungen entsprechen, d. h. daß in der Anschrift nicht der Truppenteil des Adressaten genannt ist, auch nicht etwa ein Aufenthaltsort, falls der Mann im Feld eine solche Angabe heimgeschrieben haben sollte. Unbedingt zu beachten ist in diesem Zusammenhang, daß die Anschrift keinerlei Truppenbezeichnung enthält, sondern nur den Dienstgrad des Adressaten (Soldat, Gefreiter, Unteroffizier, Feldwebel, Leutnant usw.), aufweist, dazu die Feldpostnummer und die Postsammelstelle. Besonders zu beachten ist fernerhin, daß di« Feld- postsendungen nur ein Gewicht bis zu 2 5 0 Gramm haben dürfen; kleine Ueberschreitungen Wer selbst im Felde gewesen ist, weiß die große Bedeutung der Feldpost zu würdigen. Wie froh war jeder Soldat, wenn er durch die unermüdliche Feldpost Kunde aus der Heimat erhielt. Alle Anstrengungen, Entbehrungen und nicht zuletzt auch manches Sehnen waren in dem Augenblick vergessen, in dem beim Post-Appell, oder durch die Essenholer der Grabenbesatzungen Post aus der Heimat in den Besitz des Kämpfers vor dem Feinde bzw. seines treuen Kameraden auf den rückwärtigen Verbindungslinien kam. Postempfang war, insbesondere in der vordersten Front mit ihren vielfältigen Entbehrungen, von der ständigen Gefahr für Leib und Leben gang zu schweigen, immer so etwas wie ein Freudenfest. Und umgekehrt wurde auch möglichst oft Post von vorne mit „nach hinten" geschickt, um durch die Vermittlung der Feldpost den Angehörigen, oder den Freunden und Bekannten in der Hei- mat ein Lebenszeichen zu geben. Auf dem Beobachtungsposten, im Graben, oder in der Sappe konnte man ja so viel und so ost seine Gedanken nach Hause wandern lassen, nicht selten bot sich an ruhigen Tagen auch einmal Gelegenheit, selbst auf der B-Stelle schnell einige Zeilen auf eine Feldpostkarte zu kritzeln, um nur ja beim nächsten Gang der Essenholer oder der Melder nach hinten ein, wenn auch kurzes Lebenszeichen rnttzuschicken. Daß in den Unterständen die Briefe- oder Kartenschreiberei für jeden Soldaten eine besonders schätzenswerte Angelegenheit war, braucht nicht weiter dargelegt zu werden. So bildeten sich mit Hilfe der Feldpost starke Bande zwischen Front und Heimat und umgekehrt heraus, die beiden Briefschreibern, vor allem aber dem Kämpfer an der Front starke seelische Kräfte gaben, wenn die Briefe ins Feld den rechten Geist enthielten und sich vor allem nicht in mancherlei Widerwärtigkeiten des Alltags verloren. So war es 1914 bis 1918 in der großen Zeit der Männer, die wir heute als die alten Frontsoldaten ansehen. Feldpost aus Gießen. Starkes Bindeglied zwischen Heimat und Front ,/TM Dolksgasmaske muß während der vor Feuchtigkeit, Frost und Hitze, z. B. Dfenni geschützt werden." Wenn die Dolksgasmasken also im Sommer dem Ofen oder einem Heizkörper der Zenttalhei gestanden haben, öder in ihrer unmitttelbaren M untergebracht waren, so muß jetzt ein anderer ausgewählt werden. Die Dolksgasmasken des zwar aus hochwertigem ©ummiftoff, das ist fein Grund, sie nicht pfleglich zu behandeln. Also schützt Eure Dolksgasmaske vor F Feuchtigkeit und Hitze! Kein Besuch von Wehrmachtsangehörigen an der Westfront. Wie das DNB. erfährt, haben Angehörige an der Westfront stehenden Soldaten den bcgccil lichen Wunsch, die Soldaten dort zu besuchen. W in Kampfhandlungen im nennenswerten Umfange in Westen zur Zeit auch nicht stattfinden, so ist doü n Frage kommende westdeutsche Gebiet trotjim Kriegsgebiet. Die Einreise kann deshalb nur mit Genehmigung der militärischen Dienststellen erfüll gen; diese sind aber leider gezwungen, alle deracks gen Gesuche ausnahmslos abzulehnen. Es wird deshalb im eigenen Interesse bringt gebeten, derartige Reisepläne aufzugeben und m Eschelbronnerinnen und diesem Prachtstück m einer Nymphe. „Das ist etwas Hervorragende'! gegen die können sich die Weibsbilder hier eitffdjfll lassen", murmelt er anerkennend. Dann sucht wozu soll ich überhaupt heiraten? Weißt du N nimmer? Und jetzt auf einmal brennt es und frfl fiert es, und eine Fremde, Zu gewanderte muß fein." (Fortsetzung folgt.) moorig. Nikoline hat eine Steinnelke zwischen den festen weißen Zähnen, und Alto taut abwechselnd Bonbon und Sauerampfer. In das Himbeerrot dieser Bonbons sind hübsche helle Sternchen eingelassen, und wer am besten sausen kann, bekommt eines. Der Ziegelweiher, flach und schilfbestanden, ist fast schon ein kleiner See. Erlen beugen sich über die Flut und vorwitzige Karpfen versuchen Sprünge. Es herrscht Fröschequaken und das schwirrende Geräusch der Stechmücken. Enten knistern ihm Röhricht, und ein verliebter Erpel quarrt. Die Kinder suchen mit viel Lärm und Aufruhr Auskleideplätze, und Nikoline verschwindet ihrerseits hinter einem Wacholderbusch. Sie knöpft ihre geflickten kleinen Halbschuhe auf, streift bas Kleid ab, das Leibchen, die Unterwäsche, und hängt alles ordentlich auf einen niederen Ast. Sie singt dabei leise vor sich hin, ein bißchen falsch zwar, aber das schadet nichts. Dann schnuppert sie fröhlich in die Luft. Sie ist festlich geftimmt von der Sonne, vorn Freihaben und von dem kommenden Genuß des Wassers. Sie schreitet auf hohen schöngedrechselten Beinen, wie sie ist und ohne was dabei zu denken, hinter ihrem Busch hervor in die Sonne. Eine Grille stellt das Zirpen ein, und nun ist g^ße Ruhe. Ein genäschiger kleiner Falter, die Flügel von einem sehr dunklen und ganz unwahrscheinlichen Blau, taumelt be- Die Fabri vernimmt Schritte im Gang, Röckerauschen und Geflüster. Dann geht die Tür auf. „Morgen! Wie geht's? Wie geschlafen? Haben wir Veronal gebraucht? Kein Deronal? Aber bas ist ja blendend! Jetzt wollen wir nach dem Verband sehen. Sie brauchen Nicht zu zittern. Sie Angsthäschen. Das mit den Klammem tut gar nicht weh." Natürlich tut es weh. Man muß nur staunen, mit welcher Unverfrorenheit diese Aerzte lügen können; bas Abziehen des Heftpflasters, das Entfernen des Mulls, alles ist eine Pein und genau so, wie die Fabri gefürchtet hat. Eine sehr junge Schwester hält btt Insttumentenschale. In ihrem wetten Rock sieht sie wie ein Kaffeewärmer aus. Severin beäugt den schrägen roten Strich, der nicht mehr Wunde und noch nicht Narbe ist. lieber seiner Nasenwurzel wölben sich zwei kleine Buckel vor. „Famos, Fräulein Fabri. Das haben Sie außerordentlich gut gemacht. Den Sandsack, Schwester, etwas strammer. Haben wir Temperatur? Keine. Ich soll Ihnen Besuch ankündigen, Herrn Üeinfelder. Er hat sich telephonisch angesagt. Aber nicht zu lange, bitte. Die Geschichte wird jetzt zweimal täglich getupft und verbunden. Verstanden, Schwester?" Die Fabri lauscht gehorsam, Nickt, schüttelt den Kopf. Sie ist ein bißchen gehemmt durch den Einfall, daß ihre nachwachsenden Brauen wie kurze Bürsten abstehen und sie verunstalten. Sie wird die Schwester nachher um einen Spiegel ersuchen. Severin sagt noch einige aufmunternde Nettigkeiten und raufdyt bann hinaus. In Wahrheit ist ihm gar nicht aufgeräumt zumute. Da war vorhin eine Winzigkeit, die er bei anderen Patienten bestimmt Nicht tragisch nehmen würde — die Wunde eitert eine Spur. Hat nicht viel zu sagen, aber bei so einer vom Film kann man nie wissen, die hängen dir den schönsten Prozeß auf wegen so etwas. Er entsinnt sich gewisser Zeitungsberichte. Er hat ein Gefühl, das von Annehmlichkeiten weit entfernt ist. Zudem fällt ihm ein, daß er im Drang der Geschäfte vergessen hat, diesen Parsunke dem Für- sorgeverband anzumelden. Nun bekommt er die ■ : Oe s •M Nicht minder groß sind die Ausgaben der Feldpost und ihre segensreichen Auswirkungen auch in diesem Kriege. Wir wissen, daß unsere Soldaten in der Front alle Tage auf den Augenblick warten, da die Post kommt, daß sie sich freuen, wenn sie einen Kartengruß, einen Brief, die Zeitung, ober auch in einem etwas umfangreicheren Brief vor Am Nachmittag fängt ihn Leinfelder ab, der mit dem Auto von München gekommen ist. Er will wissen, was es mit der Eiterung auf sich hat. Wahrscheinlich hat bi« junge Schwester, diese Gans, geplaudert. „Keine Sorge, Herr Leinfelder. Das ist belanglos und bleibt den größten Kliniken nicht erspart. Nicht jede Wunde hettt per primam. Die Heilung verzögert sich dadurch ein bißchen, das ist alles. Dieser Mensch wird ihm allmählich unbequem. Soll sich doch um seine Zementsäcke kümmern. In welchem Verhältnis steht er überhaupt zu der Patten- tin? „Es wäre eine große Beruhigung, wenn Sie Professor Stöhr zuz'iehen würden. Kosten spielen keine Rolle. Stöhr ist ein Bekannter von mir und eine Kapazität. Fräulein Fabri bekommt demnächst eine Rolle zu spielen, die sehr anftrengenb ist. Da muß sie absolut auf der Höhe sein", bohrt Leinfelder höflich. „Wie Sie wollen." „Wie lange wird die Geschichte eigentlich dauern?" „Das ftagen Sie am besten Professor Stöhr", sagt Dr. Severin kalt unb verabschiedet sich. Eschelbrunn hat drei wundervolle Tage hinter sich. Die Kinder betteln bei Fräulein Ferber, sie soll Mit ihnen zum Baden gehen. ,Hhr seid ja übergeschnappt. Jetzt im April?" ,4>er Muggenthaler Schorsch war auch schon. Bestimmt, Tante Nikoline. Das Wasser ist brühwarm. Alles badet", versichert Alto. „In Gottes Namen ihr Quälgeister." Alto stößt Kriegsgeschrei aus, er ist ein eifriger Karl-May-Leser. Luis beginnt zu fchuhplatteln, was ihr untersagt wird. Ueberhaupt soll sie sich gefälligst umziehen. Sie hat Altos kurze Hirschlederne an, auf deren Patt na sie sehr stolz ist. Nikoline sucht das Badezeug hervor. Ihr Trikot hat Mottenlöcher, die ausgebessert werden müssen. Dann verlassen die Drei durch die Gartenpforte das Haus. Unterm Tor auf der schwarzen Anschlagtafel sind Schriftstücke mit Reißnägeln befestigt. Eine Geldbörse mit Inhalt ist verloren worben, der Landwirt Harniebel hat eine Muttersau zu verkaufen, und auf dem Gemeindeplan ist ein Grundstück zu verpachten. Die Drei kommen an der „Gemischtwarenhandlung" von Emerenz Einbirn vorüber, und Alto möchte um ein Zehneri sauere Guts, wie hier die Bonbons heißen. Dann tollen sie Mit viel Geschrei und Lachen einen Fußpfad entlang, der zwischen Hopfengärten unb Wiesen zum Weiher läuft. Der Sand hört auf; es wirb feucht und dieses Gewichts werden von der Post mit @ro§> zügig kett zu gelassen, es ist aber nicht möglich, aüs Sendungen dieser Art etwa kleine Pakete zu macht. Daher müssen denn auch alle Feldpostsendungen,dit die Grenze von 250 Gramm erheblich üiber« schreiten, den Absendern zurückgegeben werden. diese Unannehmlichkeit nicht haben will, muß feiu Sendung der zugelassenen Gewichtsgrenze anpef, sen. Dann hat er die Gewähr, daß die <5enbm pünktlich befördert wird und fein Soldat im W nicht nur den Brief, sondern auch das Päckchn Dornotizen. Tageskalender für Samstag. Gloria-Palast (Seltersweg): „Robert Koch". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): , Sondervorstellung 16 Uhr „Der Westwall"; ab 18 Uhr „Wenn Männer verreisen" und „Der Westwa". Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 19 bis 21.45 Uhr „Der Zigeunerbaron". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Robert Koch". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): Sondervorstellung 11 Uhr „Der Westwall"; zu den bekannten Zeiten „Wenn Männer verreisen" und „Der Westwall . Spielplan des Sladtthealers vom S. bis 15. Oktober. Sonntag, 8. Oktober, 19 Uhr, kommt die klassische Operette „Der Zigeunerbaron" in der Neueinstudierung von Harry Grünste zur ersten Aufführung. Die männttchen Haupttollen fingen Christoph Neuland, der neue Operettentenor, und Bernhard Schmitz, der neue Bassist. Musikalische Leitung: Heinz Markwardt. Chöre: Richard Boeck. Tänze: Thea Maaß. Bühnenbilder: Karl Löffler. Die Vorstellung findet außer Mete statt. Ende 21.45 Uhr. Dienstag, 10. Oktober, Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr: Neueinstudierung „La Traviata", Oper von Guiseppe Verdi. Musikalische Leitung: Heinz Markwardt. Spielleitung: Bernhard Schmitz. 2. Vorstellung der Dienstag-Miete. Mittwoch, 11. Ottober, Anfang 19.3 0 Uhr, Aus her Stadt Gießen. Amor in der Patronenhülse. Im Dcchnhof eines Landortes. Unser Zug hat Verspätung. Noch unterhäll man sich in Gruppen hinter dem Lattenzaun des Bahnsteiges und läßt sich von der warmen Sonne bescheinen. Es ist ein jchöner Herbsttag, ringsum auf den Feldern arbeiten Landleute an der Kartoftelernte. Zwischendurch tragen die Läutewerke ihren Weckruf über die Strecke: zweimal je fünf Schläge kommen von der „verkehrten" Richtung, einmal fünf dagegen ist „unser" Zug, d. h. unter den fotanen Umständen „ein" Zug, ein leerer oder beladener Güterzug, oder gar nur eine Lokomotive. Also warten mit Geduld und Humor! Ein Stammgast unserer Fahrstrecke meint trocken „nor net brumm, — 'r werd schun lumme"! Mer wieder ist es ein Militärzug aus der verkehrten Richtung. In den offenen Türen ihrer Pferdewagen sehen wir unsere Feldgrauen stehen, liegen, auf dem Türrand sitzen, essen, Zeitungen lesen, aber alle, hüben wie drüben, winken sich gegenfeitig freundliche Grüße zu. Darüber hinaus macht ein stattlicher Unteroffizier schon beim Heranrollen eine Geste, als ob er etwas herüberwerfen wolle, zwei-, dreimal, bis es ihm gelingt, mit schwungvollem Zielwurf trotz des starken Luftfttomes ein metallisch glänzendes Etwas in unserer Mitte zu landen. Ein Arbeiter hebt es auf, es ist eine Patronenhülse. Doch wo sonst das verderbenbringenbe Mei oder der Holzpfropf einer Platzpatrone heraus schaut, steckt hier ein harmloses Papier, sorgfältig gefaltet, sauber und weiß, lieber die Schulter hinweg leien noch zwei, drei Kameraden Mit: An ein hübsches Mädchen abzugeben! Es folgt genaue Anschrift mit Feldpostnummer und Sammelstelle. Einmütig geben wir das nun nicht mehr so harmlose Stückchen Papier wunschgemäß an das hübsche Landmädchen weiter, das 6ei einer jungen Landfrau gerade in unserer Nähe steht. Sie breitet es gelassen zwischen ihren Händen aus, liest, wechselt die Farbe und — liest. Scheinbar ruhig faltet sie es wieder, steckt es sinnend in die Hülfe zurück, öffnet zügig ihre Handtasche, nimmt das seltsame Wursgut in sorgsame Verwahrung und meint verlegen: „Ein Andenken!" Sollte mtt dem Zuziehen des Reißverschlusses wirklich ein Schlußstrich unter diesen fpannungs- reichen Augenblick gezogen sein so, daß nur ein empfindsames Gedenken übrig bleibt? Wir können es nicht gut glauben! Wer regelmäßig und mit warmer Anteilnahme seine Zei- tungsromane lieft und sich Mit wachen Sinnen im Leben umsteht, staunt gewiß immer wieder, wieviel tausenderlei Gelegenheiten Amor, der lose Götterknabe, liftig zu benutzen versteht, um seine süßen, grausam peinigenden Pfeile, wirksam anzubringen. Gewiß wird er in diesen Zeiten totaler Verdunkelung auch mehr als einmal daneben schießen; aber hier geschah es am hellichten Tag, mit Militärischer Kürze unb doch umspielt von dem milden Glanz romantischer Gefühlswellen. Aus dem Ungefähr mit dem Flügelrad kam der Wurf wie eine Frage an das Schicksal, und wiederum aus dem Ungefähr wird die Antwort erwartet. Auch die schicksalhafte Empfängerin scheint nachdenklich und versonnen, chr Blick geht immer wieder sinnend an uns allen vorbei — mtt dem Militärzug — in die Ferne ... Was eine teilnehmende Phantasie auch immer aus diesem dramatischen Erlebniskeim herausentwickeln mag, eins scheint uns gewiß: Sie wirb ihm schreiben. Und das ist recht so! Denn der Soldat im Felde freut sich, wenn bei der Verteilung der Post auch ein freundlicher Gruß an ihn dabei ist. — Inzwischen hat es wieder unsere Strecke entlang geläutet. Diesmal ist es wirklich „unser" Zug, zwar mtt einer Verspätung, die aber immerhin in jenen geheimnisvollen Zusammenhang gehören wird, der gerade hier und in dieser Minute einen zarten Faden mehr zwischen der äußeren Front und der inneren der Heimat anspinnen sollte. R. B. Schritte weg und willens sich eine Zigarre anzu- zünden, hält den Atem an. Er war über Land, ist auf dem Heimweg und wird nun unbeabsichtigter Zeuge dieser ungewöhnlichen Szene. Sein Zwicker zittert, und er ist verdutzt. Nanu! Dieses Fräulein Ferber ist ein bißchen sorglos. Er bekommt gerötete Ohren und will eigentlich weg- schauen, schüchtern in solchen Dingen und ehrbar wie er ist. Er hat kein Uebermaß an Phantasie, aber er kann nicht umhin, diese Situation ist reizvoll zu finden. In einer Zeitschrift, wo war es gleich?, ober in einem Magazin, wie sie bet den Stadtfri- feuren aufliegen, hat er Aehrliches, unlängst gesehen. „Spielende Nymphe" war es betitelt. Er sieht Fräulein Ferber mit Bedauern seinem Gesichtskreis entschwinden und zieht sich zurück. Er wählt sogar einen Umweg, obwohl ihm das eine Viertelstunde kostet. Er ist ein wenig beschwipst und aus der Fassung gebracht von so viel Vergnügen. Er ist Junggeselle und hat nicht viel mit Frauen zu tun gehabt. Er zieht Vergleiche zwischen den Helbt ür. 255 Drittes Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) i.'8. Oktober 1939 kW WB ’S*- MW * i _ . \ - Die große Rede des Führers vor dem Reichstag. Die historische Sitzung TM Berlin, 6. Ott. (DNB,) Ueber allen gro jhen Gauen wehen die Fahnen des Sieges to/ih.' lrolloper hat aus Anlaß der Sitzung des mr l)dtK h Leib standarte ab, um dann das Reichstagsge- ?.e 9^ ; Sude zu betreten. lurWg «k d Im Sitzungssaal des Reichstages sind die Tri- Metzenn z firKn ijtesmcil zum großen Teil von Offizieren der o,.®5 Kehrmacht besetzt. Auf dem Platz des Abaeord- !s Arb^ Der Lorbeer des deutschen Soldaten Llnveraänaltches deutsches Heldentum t der Lm ). 8. Öjm m Soinm, • Zentrchis ittteLaren 5: in andern ’ SS, en SA A« »«"Ä gung der gl nden ol} i n sind, !> nswertsn not 5 der vergeblich. Ich habe daraufhin angeboten, einen ganzen Stadtteil, P r a g a, überhaupt nicht zu beschießen, sondern für die zivile Bevölkerung zu reservieren, um dieser die Möglichkeit zu geben, sich dorthin zurückzuziehen. Auch dieser Vorschlag wurde mit polnischer Verachtung gestraft. Ich habe mich zweimal bemüht, dann wenigstens die internationale Kolonie aus der Stadt zu entfernen. Dies gelang endlich nach vielen Schwierigkeiten, bei der russischen er st in letzter Minute. Ich habe nun für den 25. September den Beginn des Angriffes befohlen. Dieselbe Verteidigung, die es erst unter ihrer Würde fand, auf die menschlichen Vorschläge auch nur einzugehen, hat dann allerdings äußerst schnell ihrehalkunggeändert. Am 25. September begann der deutsche Angriff und am 27. September hat sie kapituliert. Sie hat es mit 120000 Wann nicht gewagt (so wie einst unser deutscher General Lihmann mit weitaus unterlegene- ren Kräften bei Brzeziny), einen kühnen Ausfall zu machen, sondern es nun vorgezogen, die Waffen zu strecken. Wan soll daher hier keine Vergleiche mit dem Alkazar ziehen. Dort haben spanische Helden wochenlang schwersten Angriffen heldenmütig getrotzt und sich damit wirklich mit Recht verewigt, hier aber hat man in gewissenloser Weise eine große Stadt der Zerstörung anheimgegeben und dann nach 48 Stunden Angriff kapituliert. beerkranz, der ihm 1918 hinterlistig geraubt worden war, nunmehr wieder fest um das Haupt gelegt Wir alle stehen in tief ergriffener Dankbarkeit vor den vielen unbekannten namenlosen tapferen Wännern unseres deutschen Volkes. Sie sind zum ersten Wale angetreten aus allen Gauen Grohdeulschlands. Das gemeinsam vergossene Blut aber wird sie noch stärker aneinanderbinden als jede staatsrechtliche Konstruktion. Uns alle erfüllt das Bewußtsein dieser Stärke unserer Wehrmacht mit selbstsicherer Ruhe. Denn sie hat nicht nur die Kraft im Angriff bewiesen, sondern auch im haltendes Erworbenen! Die vorzügliche Ausbildung des einzelnen Offiziers und Mannes hat sich auf das h ö ch st e bewährt. Ihr ist die überaus geringe Zahl der Verluste zuzuschreiben, die — wenn auch im einzelnen schmerzlich — im gesamten doch weit unter dem liegen, was wir glaubten erwarten zu müssen. Allerdings gibt die Gesamtsumme dieser Verluste kein Bild über die Härte der einzelnen Kämpfe. Denn es gab Regimenter und Divisionen, die von einer Uebermacht polnischer Verbände angegriffen oder im Angriff selbst auf sie stoßend, sehr schwere Blutopfer bringen mußten. Ich glaube, ihnen aus der großen Reihe der so rasch aufeinander tolaenden Schlachten und Kämpfe nur zwei Episoden als Beispiel für viele erwähnen zu dürfen: im Westen die deutsche Wehrmacht in ruhiger Bereitschaft und erwartet den Feind. Die Reichs« kriegsmarine hat im Kampf um die Westerplatte, Gdingen, Oxhöft und hela, in der Sicherung der Ostsee und der Deutschen Bucht chre Pflicht er» üllt. Unsere U-Boot-Waffe aber kämpft würdig der einstigen unvergessenen Helden. Angesichts dieses geschichtlich einmaligen Zusammenbruchs eines ogenannten Staatswesens erhebt sich wohl für eden die Frage nach der Ursache eines olchen Vorganges. Die Wiege des polnischen Staates stand in Versailles. Aus unermeßlichen blutigen Opfern nicht der Polen, sondern der Deutschen und Russen, war dieses Gebilde geboren worden. Was vorher schon in Jahrhunderten 'seine Lebensunfähigkeit erwiesen hatte, wurde durch eine ebenso lebensunfähige deutsche Staatsführung erst im Jahre 1916 künstlich gezeugt und 1920 nicht weniger künstlich geboren. Unter Mißachtung einer fast tausendjährigen Erfahrung, ohne Rücksicht auf die Gegebenheit einer mchthundertjährigen geschichtlichen Entwicklung, ohne Würdigung der ethnographischen Verhältnisse und unter Mißachtung aller ;r den Führer und sein deutsches Volk hingegeben |it, lag ein Lorbeerkranz. Kurz vor Beginn der sitzung füllte sich die Diplomatenloge, in der ran alle in Berlin weilenden Missionschefs sah. !uf den Regierungsbänken sah man sämtliche Mit- jieber der Reichsregierung und die Oberbefehls- iiber der Wehrmachtsteile Die Reichsleiter der Partei hatten als Abgeordnete neben den anderen Männern des Großdeutschen Reichstages Platz ge- ommen. Kehrmacht besetzt. Aus dem Platz des Abgeord- ?>ten Meyer-Quade, der in Polen sein Leben Begleitung von Reichsführer ff Himmler sowie jiner Adjutanten erschienen ist, hat seinen Wagen xrlassen und schreitet die Front der Ehrenkompanie nur einwandfrei militärische Objekte anzugreifen i , und meine Aufforderung wiederholt Es blieb wie-1 digt wurde und seinen Anfang nahm. schlossen. Als die Gefangenen abmarschierten, bot sich ein ergreifendes Bild: Die Sieger, zum großen Teil bejahrte Männer, viele mit den Abzeichen des großen Krieges auf der Brust, und an ihnen zogen die Kolonnen der Gefangenen vorbei, junge Menschen im Alter von 20 bis 28 Jahren. Da ich Ihnen nun d i e Zahl unserer Toten und Vorletzten bekannt gebe, bitte ich Sie, aufzustehen. Wenn auch diese Zahl dank der Ausbildung unserer Truppe, dank der Wirkung unserer Waffen und der Führung unserer Verbände kaum den 20. Teil von dem ausmacht, was wir bei Beginn dieses Feldzuges befürchten zu müssen glaubten, so wollen wir doch nicht vergessen, daß jeder Einzelne, der hier sein Leben gegeben hat, für fein Volk und unser Reich das größte opferte, was der Wann feinem Volke geben kann. Es find nach der Angabe vom 30. September 1939, die wesentliche Veränderungen nicht mehr erfahren wird, in Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe einschließlich der Offiziere gefallen: 10 572, verwundet: 30 322, vermißt: 3409 Wann. Von diesen Vermißten wird ein Teil, der in polnische Hände fiel, leider wohl ebenfalls als massakriert und getötet angesehen werden müssen. Diesen Opfern des polnischen Feldzuges gehört unsere Dankbarkeit, den Verwundeten unsere pflege, den Angehörigen unser Mitempfinden und unsere Hilfe. Mit dem Fall der Festung Warschau, Modlin und der Uebergabe von hela ist der polnische Feld zu g beendet. Die Sicherung des Landes vor herumstreichenden Marodeuren, Räuberbanden und einzelnen Terroristen wird mit Entschlossenheit durchgeführt. Das Ergebnis des Kampfes ist die Vernichtung aller polnischen Armeen. Die Auflösung dieses Staates war die Folge. 694 000 Gefangene haben den Marsch nach Berlin angetreten. Dis Beute an Material ist noch unübersehbar. Seit Ausbruch des Krieges steht zugleich ft bchaM ste vor y '"düngen 11 ersten J. \ 5 recht ^3 'fcingaZ versand y 1 jetzt aut tn Mw elmnt Myrratze jieyenven ^len,cyenmengen Denaren yarre. ser Präsentiermarsch erklingt. Der Führer, der in ^gen iM r - «*» • < ' - irbeitet ( che Venn^ D Oer Führer zeigt den Weg zu einem neuen Frieden » du Sie T rt , Gefolgt vom Präsidenten des Reichstages, Gene- rlfeldmarschall Göring, dem Stellvertreter des Wrers, Rudolf Heß, und Reichsinnenminister ir. Frick betritt dann Adolf Hitler, wieder Der polnische Soldat hat im einzelnen an manchen Stellen tapfer gefochten, seine Führung aber kann — von oben beginnend — nur als unverantwortlich, gewissenlos und unfähig bezeichnet werden. Auch vor hela hatte ich befohlen, ohne gründlichste Vorbereitung keinen Mann zu opfern. Auch dort erfolgte die Uebergabe in dem Augenblick, da endlich der deutsche Angriff angekün- Berlin, 6. Okt. (DNB.) Ueber allen großdeut- hen Gauen wehen die Fahnen des Sieges. Die LJ- “** V aus Anlaß der Sitzung des Groß- !:utfchen Reichstages besonders festliche Beflaggung ngelegt. hoch vom Dachfirst flattern die Reichs- ^nstfahnen, eine dichte Reihe von hakenkreuzban- rsrn schmücken den Gebäudesims und je acht große ' t>eiße Bannermasten mit lang herabwallenden Fah- ;5ntüchern umsäumen den Haupteingang. Ein herrlicher, sonniger Herbsttag liegt über der ZeichShauptstadt, vor der Krolloper und im weiten ' Imfreis des Königsplatzes, wie auch auf sämtlichen '.insahrtsstraßen vom Wilhelmplatz bis zur Krolloer haben sich hinter dem Spalier der feldgrauen Hanner der Leibstandarte „Adolf Hitler" ungezählte lausende in Erwartung des Führers eingefunden. Im 11.30 Uhr rückt mit klingendem Spiel eine chrenkompanie der Leibstandarte ff Adolf Hitler n. feldgrauer Uniform an. Schon gegen 11 Uhr lit die Anfahrt der Abgeordneten begonnen. Brau- Jubelrufe künden das Nahen des Füh- isrs, der kurz vor 12 Uhr die Reichskanzlei, umbaust von den endlosen Heilrufen der in der Wil- stünsttaße stehenden Menschenmengen verlassen hatte. es doch, \ as Re J machte itfifronl. Angehöch: ten den bin: besuchen, t. en UnN «n, so ist te Aebiet ich i »eshalb nur; ienststellen ir zen, alle btn tn. nteresse dO ngeben unb1 Falle abzu'ü i zu versochei, unnötige fc n.__ (Fs wäre für uns kein Problem gewesen, den Widerstand von Warschau, so wie wir ihn vom 25. bis 27. September gebrochen haben, vom 10. bis 12. zu brechen. Ich habe nur 1. deutsche Menschenleben schonen wollen und 2. mich der — wenn auch trügerischen — Hoffnung hin- gegeben, es könnte auch auf der polnischen Seite wenigstens einmal die verantwortungsbewußte Vernunft statt dem verantwortungslosen Wahnsinn siegen. Es hat sich aber gerade hier im kleineren Rahmen genau das gleiche Schauspiel wiederholt, wie wir es in größtem Umfange vorher erleben mußten. Der Versuch, die verantwortliche polnische Truppenführung — soweit es eine solche überhaupt gab — von der Zwecklosigkeit, ja dem Wahnwitz eines Widerstandes gerade in einer Millionenstadt zu überzeugen, schlug fehl. Ein Generalissimus, der selbst in wenig ruhmvoller Weise die Flucht ergriff, zwang der Hauptstadt seines Landes einen Wider st a n d auf, der höchstens zu ihrer Vernichtung führen mußte. In der Erkenntnis, daß die Forttfikationen allein dem deutschen Angriff wohl nicht standhalten würden, verwandelte man die Stadt als solche in eine Festung, durchzog sie kreuz und quer mit Barrikaden, richtete auf allen Plätzen, in Straßen und in Höfen Batteriestellungen ein, baute Tausende von Maschinengewehrnestern aus und forderte die gesamte Bevölkerung auf zur Teilnahme am Kampf. Ich habe einfach aus Mitleid mit Frauen und Kindern den Machthabern in Warschau angeboten, wenig- ft e n s d i e Zivilbevölkerung ausziehen zu lassen. Ich ließ Waffenruhe Eintreten, sicherte die notwendigen Ausmarschwege, und wir alle warteten genau so vergebens auf einen Parlamentär wie Ende August auf einen polnischen Unterhändler. Der stolze polnische Stadtkommandant .würdigte uns nicht einmal einer Antwort. Ich habe die Fristen für alle Fälle verlängern lassen, Bomber und schwere Artillerie angewiesen, Der Führer spricht Abgeordnete, Männer des Deutschen Reichstages! In einer schicksalsschweren Zett haben Sie, meine ldgeordneten als Vertreter des deutschen Volkes am ! September d. I. hier getagt. Ich mußte Sie damals n Kenntnis setzen von den schweren Entschlüssen, die tns durch die intransigente, provokatorische Haltung eines Staates aufgezwungen werden waren. Sett- Irm sind nun fünf Wochen vergangen. Benn ich Sie nun heute wieder herbitten ließ, dann pschah es, um Ihnen einen Rechenschafts° !«richt Über das Vergangene und den für Sie ütigen Einblick in die Gegenwart und — soweit es r öglid) ist — in die Zukunft geben zu können. Seit zwei Tagen sind unsere Städte, Märkte und ! örfer geschmückt mit den Fahnen und Symbolen des e?uen Reiches. Unter Glockenläuten feiert das deut- jhe Volk einen großen, in feiner Art ge° jchichtlich einmaligen Sieg. Ein Staat von inmerhin 36 Millionen Einwohnern, eine Armee von rinb 50 Infanterie- und Kavallerie-Divisionen sind fsgen uns angetreten, ihre Absichten waren wett- <*fpannte, die Zuversicht der Äernichtung unseres deutschen Reiches galt als selbstverständlich. Acht Tage nach Ausbruch dieses Kampfes .laji oie tfoiqe lyrer xuauiyieu, Wen Klugheit und unserem Verantwortungsb - j Mtfein zuzuschreiben. Ich habe -s DnLr bu n b ? •' 5,°hr Menschen zu Jnngt notwendig war. Das hecht. Ich : - deutsche Kriegführung von der noch im « u t ’tege herrschenden Meinung, um de- Prest g * l»eitungsstrategen der anderen Welt das Tempo ! > Feldzuges als für Deutschland dennoch enttau- tzend hinstellen wollte, so wissen wir doch °ll«^daß ' 1= eine größere Leistung h°tzst°n!?ber ! imtentumes in der Kriegsgeschichte b> sh er 'Äy-‘ «um gegeben hat. Daß sich die letzten Res H 5r panischen Armee in Warschau, Modlin und i bi» zum 1. Oktober zu halten vermochten, war MM L.di° Z°lge ihrer Tüchtigkeit, f™bem«fem tiit^' tD^ des Friedens mit diesem Lande zu finden. Es gckb eine Zeit, da Marschall Pilsudski noch lebte, in der es zu gelingen schien, diese Hoffnung — wenn auch in bescheidenem Ausmaß — verwirklichen zu können. Es gehörte dazu eine unerhörte Geduld und eine noch größere Selbstüberwindung, denn für viele der polnischen Woiwoden schien die staatliche Verständigung zwischen Deutschland und Polen nur ein Freibrief zu sein für die nunmehr erst recht ungefährliche Verfolgung und Vernichtung des dortigen Deutschtums. In den wenigen Jahren bis 1922 haben über 1% Millionen Deutsche ihre frühere Heimat verlassen müssen. Sie wurden davongejagt, ohne oft auch nur ihre notdürftigsten Kleider mitnehmen zu können. Als im Jahre 1938 das Olsaer Gebiet an Polen fiel, gingen diese mit der gleichen Methode auch gegen die dort wohnenden Tschechen vor. Viele Tausende von ihnen mußten oft innerhalb weniger Stunden von ihren Arbeitsplätzen, ihren Wohnungen, ihren Dörfern und Städten fort, kaum daß ihnen geftattet war, auch nur einen Koffer oder ein Kistchen mit Kleidungsstücken mitzunehmen. So ging es in diesem Staat seit Jahren zu, und jahrelang haben wir dem zugesehen, immer bestrebt, durch eine Verengung unseres staatspolitischen Verhältnisses vielleicht eine Besserung des Loses der dort lebenden unglücklichen Deutschen erreichen zu können. Allein, es konnte nicht übersehen werden, daß jeder deutsche Versuch, auf diesem Wege zu einer Behebung der Mißstände zu kommen, von den polnischen Herrschern nur als Schwäche aus- gelegt wurde, vielleicht sogar als Dummheit. Da die polnische Regierung nun daran ging, auf tausend Wegen auch Danzig allmählich zu unterjochen, versuchte ich, durch geeignete Vorschläge eine Lösung sicherzustellen, die nationalvolitisch Danzig entsprechend dem Willen seiner Bevölkerung Deutschland angliedern konnte, ohne den wirtschaftlichen Bedürfnissen und sogenannten Rechten Polens dadurch Abbruch zu tun. Wenn heute jemand behauptet, daß es sich hier um ultimative Forderungen gehandelt hätte, dann ist dies eine Lüge. Denn die lm März 1939 der polnischen Regierung zugeleilelen Lösungsvorschläge waren nichts ' anderes, als die von mir persönlich mit dem Außenminister Deck selbst schon längst vorher besprochenen Anregungen und Gedanken, nur daß ich glaubte, im Frühjahr 1939 der polnischen Regierung vor ihrer eigenen öffentlichen Meinung das Eingehen auf diese Vorschläge erleichtern zu können durch das Angebot, als Aeguiva- lent ibr einen Anteil an der von der Slowake! gewollten Sicherung ihrer Anabhänaigkeit einräumen zu können. Denn die polnische Regierung damals nun das Eingehen auf eine Besprechung dieser Vorschläge ablehnte, dann gab es hierfür zwei Gründe: 1. Die hinter ihr »stehenden auf geputschten chauvinistischen Triebkräfte dachten überhaupt nicht daran, die Frage Danzig zu lösen, sondern im Gegenteil, sie lebten bereits in den später publizistisch und rednerisch vorgetragenen Hoff- Tnmaen, weit über Danzig hinaus das deutsche Reichsgebiet erwerben, d. h. also angreifen und erobern zu können. Und zwar blieben diese ‘ Wünsche nicht bei Ostpreußen stehen, nein, in einer Flut von Publikationen und in einer fortgesetzten Folge von Ansprachen und Reden, von Resolutionen usw. wurde außer der Einverleibung Ostvreu- ßens auch noch die Annektion von Pommern, Schlesien verlangt, die Oder als mindeste Grenze gefordert, ja, am Ende sogar die Elbe als die natürliche Scheidelinie zwischen Deutschland und Polen bezeichnet. Diese heute vielleicht als irrsinnig empfundenen, damals aber mit fanatischem Ernst vorgetragenen Forderungen wurden in einer geradezu lachhaften Weise motiviert mit der Behauptung einer „polnischen zivilisatorischen Mission" und als berechtigt, weil erfüllbar hingestellt mit dem Hinweis auf -die Kraft der polnischen Armee. Während ich dem damaliaen polnischen Außenminister die Einladung zur Besprechung über unsere Vorschläge schickte, schrieben die polnischen militärischen Zeitschriften bereits von der Wertlosigkeit des deutschen Heeres, der Feigheit der deutschen Soldaten, der Minderwertigkeit der deutschen Waffen, der selbstverständlichen Ueber- legenheit der polnischen Wehrmacht und der Sicherheit im Falle eines Krieges, die Deutschen vor Berlin zu schlagen und das Reich zu vernichten. Der Marm aber, der die deutsche Armee vor Berlin „zerhacken" wollte, war nicht irgendein kleiner polnischer Analphabet, sondern der zur Zeit in Rumänien sitzende Generalissimus Rydz-Smigln. Was Deutschland und die deutsche Wehrmacht an Verletzungen und Beleidigungen durch diese militärischen Dilettanten einstecken mußte, wäre von keinem anderen Staat hingenommen worden, allerdings auch von keinem anderen Volke zu erwarten gewesen. Kein französischer und wohl auch kein englischer General würde sich jemals ein ähnliches Urteil über die deutsche Wehrmacht erlaubt haben und umgekehrt kein deutscher über die englischen, französischen oder italienischen Soldaten, so wie wir dies seit Jahren und nach dem März 1939 immer wieder von polnischer Seite zu hören und zu lesen bekamen. Es gehörte eine große Selbstüberwindung dazu, diesen frechen, unverschämten Anpöbelungen gegenüber ruhig zu bleiben trotz dem Bewußtsein, daß die deutsche Wehrmacht in wenigen Wochen diesen ganzen lächerlichen Staat samt seiner Armee zerschlagen und von der Erde hinweg fegen würde. Allein, diese Geisteshaltung, für die die führende Schicht in Polen selbst verantwortlich war, bildete die erste Ursache, warum die polnische Regierung es ablehnte, die deutschen Vorschläge auch nur in einer Diskussion zu erörtern. Der zweite Grund aber lag in jenen unseligen Garantieversprechungen, die man einem Staat gab, der überhaupt nicht bedroht war, der aber, nunmehr gedeckt durch zwei Weltmächte, sich sehr schnell in die Ueberzeugung hineinlebte, eine Großmacht ungestraft provozieren zu können, ja vielleicht sogar hoffte, damit die Voraussetzung für die Verwirklichung seiner eigenen hirnverbrannten Ambitionen herbeiführen zu können. Denn so wie sich Polen im Besitz dieser Garantie wußte, begann für die dort lebenden Minoritäten ein wahres Schreckensregiment. Ich habe nicht die Aufgabe, über das Los der ukrainischen oder der weißrussischen Volksteile zu sprechen, deren Interessen liegen heute bei Rußland, aber ich habe die Pflicht, über das Los jener hunderttausende von Deutschen zu reden, die einst diesem Lande seit vielen hundert Jahren überhaupt er st die Kultur gebracht haben, die man nun auszutreiben, zu unterdrücken und zu vergewaltigen begann, die aber seit dem März 1939 einem wahrhaft satanischen Schreckensregime ausgeliefert waren. Wie viele von ihnen verschleppt sind, wo sie sind, kann auch heute nicht festgestellt werben. Ortschaften mit Hunderten von deukscyen Einwohnern haben keine Männer mehr. Sie sind restlos ausgerottet worden. In anderen wieder hat man die Frauen vergewaltigt und ermordet, Mädchen und Kinder geschändet und getötet. Im Jahre 1598 schrieb der Engländer Sir George Garem in seinen diplomatischen Berichten an tue britische Regierung, daß die hervorstechendsten Cha- raktereigenschaften der Polen Grausamkeit und moralische Zügellosigkeit seien. Diese Grausamkeit yat sich in den vergangenen Jahrhunderten nicht verändert. So wie man erst Zehntausende und Zehntausende von Deutschen abschlachtete und in sadistischer Weise zu Tode marterte, so hat man die während des Kampfes ae- fangenen deutschen Soldaten gefoltert und massakriert. Dieses Schoßkind der westeuropäischen Demokratien gehört überhauptnichtzuden kutturetten Rationen, lieber vier Jahre war ich !m großen Krieg im Westen. Auf keiner der streitenden Seiten wurde damals etwas Aehnliches getan. Was sich aber in diesem Lande in den letzten Monaten abgespielt hat, was sich in den letzten vier Wochen ereignete, ist eine einzige Anklage gegen die verantwortlichen Macher eines sogenannten Staatsgebildes, dem jede votkliche, historische, kulturelle und sittliche Voraussetzung fehlt. Wenn nur 1 v. h. von diesen Scheußlichkeiten irgendwo in der Welt an Engländern verübt würde, dann möchte ich die empörten Biedermänner sehen, die heute in scheinheiliger Entrüstung das deutsche oder russische Vorgehen verurteilen. Rein, diesem Staat und dieser Staatsführung eine Garantie auszustellen, so wie dies geschehen war, konnte nur zu schwerstem Unheil führen. Weder die polnische Regierung oder der sie tragende Klüngel, noch das polnische Staatsvolk waren befähigt, die Verantwortung zu ermeßen, die in einer solchen Verpflichtung halb Europas zu ihren Gunsten lag. Aus dieser aufgeputschten Leidenschaft einerseits sowie aus dem Gefühl der Sicherheit, die ja Polen unter allen Umständen garantiert worden war, entsprang das Verhalten der polnischen Regierung in der Zeit zwischen den Monaten April und August dieses Jahres. Dies bedingt auch die Stellungnahme zu meinen Defriedungsvorschlägen. Die Regierung lehnte diese Vorschläge ab, weil sie sich vor der öffentlichen Meinung gedeckt oder sogar angetrieben fühlte, und die öffentliche Meinung deckte und trieb sie auf diesen Weg, weil sie von der Regierung nicht eines Besseren belehrt worden war und vor allem, weil sie sich bei jedem Akt nach außen hin als genügend gesichert empfand. So mußte es zur Häufung der furchtbaren Terrorakte gegen das deutsche Volkstum kommen, zur Ablehnung aller Lösungsvorschläge und endlich zu immer größeren Übergriffen auf das Reichsgebiet selbst. Es war bei einer solchen Mentalität allerdings wohl auch verständlich, daß man dann die deutsche Langmut nur als Schwäche ansah, d. h., daß jedes deutsche Nachgeben nur als Beweis für die Möglichkeit eines weiteren Vorgehens angesehen wurde. Die Warnung an die polnische Regierung, Danzig nicht mehr mit weiteren ultimativen Noten zu belästigen und vor allem die Stadt auf die Dauer nicht wirtschaftlich zu erdrosseln, führte zu keiner Erleichterung der Lage, sondern im Gegenteil zur verkehrstechnischen Abschnürung der Stadt. Die Warnung, die ewigen Erschießungen, Mißhandlungen und Marterungen der Volksdeutschen endlich einzustellen bzw. ihnen entgegenzu- treten, führte zu einer Vermehrung dieser grausamen Akte und zu verschärften Aufrufen und Hetzreden der polnischen Wojewoden und militärischen Machthaber. Die deutschen Vorschläge, noch in letzter Minute einen billigen und vernünftigen Ausgleich herzustellen, wurden mit der Generalmobilmachung beantwortet. Das deutsche Ersuchen (entsprechend der von England selbst gegebenen Anregung), einen Unterhändler zu schicken, wurde nicht befolgt und am zweiten Tag mit einer geradezu verletzenden Erklärung beantwortet. Unter diesen Umständen war es klar, daß bei weiteren Angriffen auf das Reichsgebiet die deutsche Geduld nunmehr ihr Ende finden würde. Was die Polen fälschlicherweise als Schwäche ausgelegt hatten, war in Wirklichkeit unser Verantwortungsbewußtsein und mein Wille, wenn irgend möglich, doch noch zu einer Verständigung zu kommen. Da sie aber glaubten, daß diese Geduld und diese Langmut als Schwäche ihnen alles gestatten würde, blieb nichts anderes übrig, als sie über diesen Irrtum aufzuklären und endlich mit den Mitteln zurückzuschlagen, deren sie sich selbst seit Jahren bedient hatten. Unter diesen Schlägen ist dieser Staat nun in wenigen Wochen zerfallen und hinweggefegt worden. Eine der unsinnigsten Taten von Verfailles ist damit befeitigt. Die Mreffengemeinschast mit Rußland. Wenn sich nun in diesem deutschen Vorgehen eine Interessengemeinschaft mit Rußland ergeben hat, so ist diese nicht nur in der Gleichartigkeit der Probleme begründet, die die beiden Staaten berühren, sondern auch in der Gleichartigkeit der Erkenntnisse, die sich in beiden Staaten über die Ausgestaltung der Beziehungen herausgebildet haben. Ich habe schon in meiner Danziger Rede erklärt, daß Rußland nach Prinzipien organisiert ist, die verschieden sind von unseren deutschen. Allein, seit es sich ergab, daß Herr Stalin in diesen russifch-sowjettsck)en Prinzipien keinen Hinderungsgrund erblickte, mit Staaten anderer Auffassung freundschaftliche Beziehungen zu pflegen, kann auch das nationalsozialistische Deutschland keine Veranlassung mehr sehen, etwa seinerseits einen anderen Maßstab anzulegen. Sowjetruhland ist Sowjetrußland, das nationalsozialistische Deutschland ist das nationalsozialistische Deutschland. Eines aber ist sicher: Im selben Momenten dem die beiden Staaten sich gegenseitig ihre verschiedenen Regime und deren Prinzivien respektieren, entfällt jeder Grund für irgendeine gegenseitige feindselige Haltung. In geschichtlich langen Zeiträumen der Vergangenheit hat es sich erwiesen, daß die Völker dieser beiden größten Staaten Eurovas dann am glücklich st en waren, wenn sie miteinander in Freundschaft lebten. Der große Krieg, den einst Deutschland lind Rußland gegeneinander führten, ist zum Unglück beider Länder geworden. Es ist verständlich, daß besonders die kapitalistischen Staaten des Westens heute ein Interesse daran besitzen, die beiden Staaten und ihre Prinzipien wenn möglich g egen = einander auszuspielen. Sie würden zu diesem Zweck und insoweit sehr wohl Sowjetruß- land als genügend salonfähig betrachten, um mit ihm nützliche Militärbündnisse abzuschließen. Sie halten es aber für eine Perfidie, wenn diese ehrbare Annäherung abgelehnt wird und sich statt dessen eine Annäherung zwischen jenen Mächten ergibt, die allen Grund haben, in gemeinsamer friedlicher Zusammenarbeit, im Ausbau ihrer wirtschaftlichen Beziehungen das Glück ihrer Völker zu suchen. Ich habe schon vor einem Monat im Reichstag erklärt, daß der Abschluß des deutsch-russischen Nichtangriffspaktes eine Wende in der ganzen deutschen Außenpolitik bedeutet. Der unterdes zwischen Deutschland und Rußland abgeschlossene neue Freundschafts- und Interessenpakt wird beiden Staaten nicht nur den Frieden, sondern eine glückliche, dauerhafte Zusammenarbeit ermöglichen. Deutschland und Rußland werden gemeinsam eine der gefährlichsten Stellen Europas ihres bedrohlichen Charakters entkleiden und jeder in seinem Raume zur Wohlfahrt der dort lebenden Menschen und damit zum europäischen Frieden beitragen. Wenn heute gewisse Kreise darin je nach Bedarf bald eine Niederlage Rußlands ober eine Niederlage Deutschlands erblicken wollen, so möchte ich ihnen darauf folgende Antwort geben: Die Neuordnung im polnischen Raum. Man bat feit vielen Jahren der deutschen Außen- polittk Ziele angedichtet, die höchstens der Phantasie eines Gymnasiasten entspringen könnten. In einem Augenblick, da Deutschland um die Konsolidierung eines Lebensraumes ringt, der nur wenige 1Ö0 000 Quadratkilometer umfaßt, erklären unverschämte Zeitungsschreiber in Staaten, die selbst 40 Millionen Quadratkilometer beherrschen, Deutschland strebe seinerseits in diesem Kampfe nach der Weltherrschaft. Die deutsch-russischen Ab- machungen müßten gerade für diese besorgten Advokaten der Weltfreiheit eine ungeheure Beruhigung darstellen, denn sie zeigen ihnen doch wohl in authentischer Weise, daß alle diese Behauptungen eines Strebens Deutschland nach dem Ural, der Ukraine, Rumänien usw. nur eine Ausgeburt ihrer erkrankten Marsphantasie waren. In einem allerdings ist der Entschluß Deutschlands ein unabänderlicher, nämlich: auch im Osten unseres Reiches friedliche, stabile und damit tragbareVerhältnisse herbeizuführen. Und gerade flier decken s i ch die deutschen Interessen und Wünsche restlos mit denen Sowjet-Rußlands. Die beiden Staaten find entschlossen, es nicht zuzulassen, daß zwischen ihnen problematische Zustände entstehen, die den Keim von inneren Unruhen und damit auch äußeren Störungen in fick bergen und vielleicht das Verhältnis der beiden Großmächte zueinander irgendwie ungünstig tangieren könnten. Deutschland und Sowjet-Rußland haben daher eine klar? Grenze der beiderseitigen Inter- eine klare Grenze der beiderseitigen Interessengebiete gezogen mit dem Entschluß, jeder auf seinem Teil für die Ruhe und Ordnung zu sorgen und alles zu verhindern, was dem anderen Partner einen Schaden zu fügen könnte. Die Ziele und Aufgaben, die sich aus dem Zerfall des polnischen Staates ergeben, sind dabei, soweit es sich um die deutsche Interessensphäre handelt, etwa folgende: 1. Die Herstellung einer Reichsgrenze, die den historischen, ethnographischen und rotrl- schaftlichen Gegebenheiten gerecht wird. 2. Die Befriedung des gesamten Gebietes im Sinne der Herstellung einer tragbaren Ruhe und Ordnung. 3. Die absolute Gewährleistung der Sicherheit nicht nur des Reichsgebietes, sondern der gesamten Interessen- zone. 4. Die Reuordnung, der Reuaufbau des wirtschaftlichen Lebens, des Verkehrs und damit aber auch der kulturellen und zivilisatorischen Entwicklung. 5. Als wichtigste Aufgabe aber: eine neue Ordnung der ethnographischen Verhältnisse, das heißt, eine Umsiedlung der Rationalitäten so, daß sich am Abschluß der Entwicklung bessere Trennungslinien ergeben, als es heute der Fall ist. In diesem Sinne aber handelt es sich nicht um ein Problem, das auf diesen Raum beschränkt ist, sondern um eine Aufgabe, die viel weiter hinausgreift. Denn der ganze Osten und Süd- osten Europas ist zum Teil mit nichthaltbaren Splittern des deutschen Volkstums gefüllt. Gerade in ihnen liegt ein Grund und eine Ursache fortgesetzter zwischenstaatlicher Störungen. Im Zeitalter des Rationalitäten-Prinzips und des Rassegedankens ist es utopisch, zu glauben, daß man diese Angehörigen eines hochwertigen Volkes ohne weiteres assimilieren könne. Ls gehört daher zu den Aufgaben einer weitschauenden Ordnung des europäischen Lebens, hier Umsiedlungen vorzunehmen, um auf diese Weise wenigstens einen Teil der europäischen Konfliktsstoffe zu beseitigen. Deutschland und die Union der Sowjet-Republiken sind übereingekommen, sich hierbei gegenseitig zu unterstützen. Die deutsche Reichsregierung wird es dabei niemals zugeben, daß der entstehende polnische Reststaat irgendein störendes Element für das Reich selbst ober gar eine Quelle von Störungen zwischen dem Deutschen Reich und Sowjetruhland werden könnte. Wenn Deutschland und Sowjetrußland diese Sani erungsarbett übernehmen, dann können beide Staaten mit Recht darauf Hinweisen, daß der Versuch, dieses Problem' mit den Methoden von Versailles zu losen, restlos mißlungen ist. Und er mußte mißlingen, weil diese Aufgaben überhaupt nicht vom grünen Disch aus oder durch einfache Anordnungen erledigt werden können. Die meisten der Staatsmänner, die in Versailles über diese komplizierten Probleme zu urteilen hatten, be» faßen nicht die geringste historische Vorbildung, ja oft nicht einmal eine blasse Ahnung von dem Wesen der ihnen gestellten Ausgabe. Sie trugen aber auch keinerlei Derantwortuna für die Folgen ihres delns. Die Erkenntnis, daß ihr Werk vielleicht nicht richtig sein konnte, war deshalb ohne deutung, weil in der Praxis kein Weg zu ei wirklichen Revision vorhanden war. Denn im D sailler Vertrag war wohl vorgesehen, daß die Mc lichkeit solcher Revisionen vorgesehen bleiben müs allein in der Wirklichkeit sind alle Versuche, einer solchen Revision zu kommen, gescheitert uch sie mußten um so mehr scheitern, als ja der Vos. kerbund als die zuständige Instanz aufhör« eine innere Berechttgung für die Durchführung einer solchen Prozedur in Anspruch nehmen zu fönntn, Nachdem es zuerst Amerika abgelehnt hatte, btn Friedensvertrag von Versailles zu sanktionieren, oder gar in den Völkerbund einzutreten, später aber auch andere Volker ihre Anwesenheit in diesem Gremium mit den Interessen ihrer Länder nicht mehr vereinbaren zu können glaubten, sank diese Bereinigung immer mehr zu einem Zirkel der Interessenten des Versailler Diktates herab. Tatsache ist jedenfalls, daß keine der von Anfany an als notwendig erkannten Revisionen durch bm Völkerbund erfolgt ist. Da sich in der heutigen ZE der Gebrauch einbürgert, eine geflüchtete Regie, rung noch immer als existierend zu betrachten, Mich wenn sie nur aus drei Mitgliedern besteht fofern sie nur soviel Geld mitgenommen hat, um niht den demokratischen Gastländern wirtschafttich zur Last zu fallen, ist anzunehmen, daß auch der W. kerbund tapfer weiter bestehen wird, wenn Mich nur 2 Nationen in ihm beifammenfitzen. Ja, cm Ende tut es auch vielleicht eine? Nach dem Gesetz! des Bundes aber würde jede Revision der &r- sailler Klauseln auch dann noch ausschließlich dieser illustren Vereinigung unterstehen, d. h. mit anderen i Worten, praktisch unmöglich sein. Nun ist der Völkerbund nichts lebendes, fonbem! schon heute etwas totes, aber die betroffenen Volker sind nicht tot, sondern sie leben. Und ihre Lebensinteressen werden sie auch baim| durchsetzen, wenn der Völkerbund unfähig sein sollte, sie zu sehen, zu begreifen oder zu berütf. \ sichttgen. Der Nationalsozialismus ist daher mich keine Erscheinung, die in Deutschland groß wurte, um mit boshafter Absicht dem Völkerbund feint Revisionsbestrebungenz u verhindern, sondern ei« Bewegung, die kam, weil man 15 Jahre lang Ile Revision derUnterdrückungder natürlichsten Menschen, und Volksrechte einer großen Nation verhinderte. Und ich persönlich möchte es mit verbitten, wenn ein fremder Staatsmann nun auftritt und erklärt, ich fei wortbrüchig, weit ich diese Revisionen nun durchgeführt habe. Ich habe im Gegenteil dem deutschen Volke mein heiliges Wort verpfändet, den Versailler Vertrag zu beseitige« und ihm das natürliche Lebensrecht als große Ration wiederzugeben. Das Ausmaß, in dem ich dieses Lebensrecht sicher- stelle, ist ein bescheidenes. Wenn 46 Millionen Erg- länder das Recht in Anspruch nehmen 40 Millionen Quadratkilometer der Erde zu beherrschen, dann ist es kein Unrecht, wenn 82 Millionen Deutsche dar Recht verlangen, in 800 000 Quadratkilometer ju leben, dort ihren Acker zu bebauen und ihrem Haud^ werk nachzugehen. Und wenn sie weiter verlang-in, daß man ihnen jenen kolonialen Besitz zurückgndt, der einst ihr eigen war, den sie niemanden duL Raub oder Krieg abnahmen, sondern den sie fid} durch Kauf, Tausch und Verträge redlich erworben haben. Ich versuchte außerdem bei allen Forderm- gen, die ich aufstellte, immer erst a u f d e m W e gr von Verhandlungen die Revisionen zu er« reichen. Ich habe es allerdings abgelehnt, das deck' fche Lebensrecht irgendeinem internationalen ni±i zuständigen Konsortium als untertänige Bitte vN- zutragen! So wenig ich annehme, daß Großbritcn- nien um die Respektierung seiner Lebensinteresse» bittet, so wenig soll man das gleiche vom national« sozialistischen Deutschland erwarten. Ich habe aber, das muß ich hier in feierlicher Weise erklären, ias Ausmaß außero,rdeutlich begrenzt A) habe besonders überall dort, wo ich nicht natürlichsten Lebensinteressen meines Volkes bedroht sah, dem deutschen Volke selbst zr« raten, sich zu bescheiden und zu verzichten. Irgend aber müssen diese 80 Millionen leben. Denn einfl Tatfache hat auch der Versailler Vertrag nicht aus der Welt zu schaffen vermocht: Er hat wohl in M unvernünftigsten Weise Staaten aufgelöst, Wir!' schaftsgebiete zerrissen, Verkehrslinien durchschnitte» usw., aber die Völker, d. h. die lebendige ©ubftcti aus Fleisch und Blut ist geblieben, und sie w auch in der Zukunft bleiben. Es kann nun nicht bestritten werden, daß feit Lai deutsche Volk im Nationalsozialismus feine Wiederauferstehung erhalten und gefunden hat, eine Klärung des deutschen Verhältnisses z ul Umwelt in einem großen Ausmaß eingetreten i|L Die Unsicherheit, die heute das ZusammenleM der Volker belastet, stammt nicht aus deutsch» Forderungen, sondern aus den publizistischen Veli dächtigungen der sogenannten Demokratien. JDj deutschen Forderungen selbst sind sehr klar uni präzise gestellt worden. Sie haben allerdings chi Erfüllung gefunden nicht dank der Einsicht M Genfer Völkerbundes, sondern dank der IM' namik d e r natürlichen Entwicklung. Das Ziel der von mir geführten Außenpolitik M Reiches war aber in keinem Fall ein anderes, dem deutschen Vol/ die Existenz und damit N Leben sicherzustellesi. die Ungerechtigkeiten und 111 finnigfeiten eines Vertrages zu beseittgen, der !» nicht nur Deuftchland wirtschaftlich zerstört sondern die Siegernationen genau fo h das Verderben hineinriß. Im übri-gd. aber war die ganze Arbeit der Wiederaufrichtuch des Reiches eine nach innen gewandte. In feine* Land der Welt war deshalb die Sehnsucht naß Frieden großer als im deutschen Volk. Es ist ei' Glück für die Menschheit 'und kein UnMs daß es mir gelungen war. ohne innerpolitische lastung der fremden Staatsmänner die wahnsinnig sten Unmöglichkeiten des Versailler Vertrages frick lich zu beseittgen. Daß diese Beseittgung im einF nen für gewisse Interessenten schmerzlich m mochte, ist verständlich. Allein, umso großer p wohl das Verdienst, daß sich die neue Regelung " allen Fällen mit Ausnahme der letzten 06 n< Blutvergießen vollzog. Die letzte RevM dieses Vertrages aber hätte genau so auf fti^ lichem Wege erfolgen können, wenn nicht die mir erwähnten zwei Umstände sich zum GegeM ausgewirkt hätten. Die Schuld daran tragen ow in erster Linie jene, die nicht nur nicht erfrH waren über die früheren friedlichen RevisilN»^ sondern die es im Gegenteil beklagten, auf fri^ lichem Wege ein neues Mitteleuropa sich aufbacki zu sehen und zwar ein Mitteleuropa, das allm'-' lich seinen Bewohnern wieder Arbeit und geben konnte. Ich habe es erwähnt, daß es ein Ziel der Reiche regierung war, Klarheit in die Dezi»' Hungen zwischen uns und unsere' Reich hat die traditionelle Freund- ü-mommen und keine neuen geschaffen. Miwfa s°u»«n, auch zu den Großmächten, n 40 MiiS yabe im Verein Mit dem Duce eine Aenderung Zufall. verhindert r verbltta. austrill ) diese B habe im 6t- eiliges W ju beseiligei hl als gch g o s l a w i e n mitgeteilt, daß die Grenze auch fr diesem Staut, von jetzt ad für Deutschland eine ixrbänderiiche sei, und daß wir nur in Frieden KD Freundschaft mit ihm zu leben wünschen. >. Mit Ungarn verbindet uns ein langjähriges Mtionelles Band enger und herzlicher Freund- S»ft. Auch hier sind die Grenzen'unveränderliche, h. Die Slowakei hat selbst an Deutschland Die Beseitigung des Verbrechens von Versailles, eine große geschichtliche Leistung. den Atem an. Ein Gefühl der Unendlichkeit geht durch die Seele; das Auge nimmt noch einmal alles auf, saugt gleichsam das ganze Bild dieses Augenblicks in die grenzenlose geweitete Seele. Wird es der letzte Tag sein? Wird ein Geschoß von drüben, wenn die Sonne durchgebrochen, dies Herz zerreißen? Auch das Ohr, auf alles gespannt, nimmt die leisesten Geräusche der erwachenden morgendlichen Natur wahr. Jeder Sinn ist wach. Die Nasenflügel wittern, der Ruch der Erde und der Pflanzen ist noch einmal spürbar. Dann ein Kommando: Halbrechts ... der Wind, der aufkommt, verweht den Ruf, aber jeder hat sofort den Sinn begriffen. Und nun — rund um den Tod — triumphiert noch einmal das Leben in seiner ganzen Herrlichkeit. Es ist ja nicht nur der Kampf der Schützen, der Gewehre, es ist ja zugleich der Kampf der Seele, die hier im morgendlichen Erwachen der Natur anstürmt und — von Welle zu Welle des Geländes — dem Tod den Einsatz bietet, den ganzen Einsatz des inneren Widerstandes. Vielleicht war es das, was dies alles in so unvergeßlichen Erinnerungsbildern wachhielt. Vielleicht ist es immer das Leben, das in der Gefahr sich seiner am tiefsten bewußt wird, das über alles andere hinweg in uns erhalten bleibt. vom Ginn der Gegenwart und Zukunst. Don Hans Brandenburg. ' * »ur neu formieren, unser «irem f * E-fchichte über, der groß- Ozean, dessen Auf JUC । Vir wir erleben, muß uns wichtiger werden alsb Ä, “V 1 [yne Nußschale auf ihm, die uns tragt, und die doch k"-r »der später' versinkt, ob sie strandet ob« VW’3 : M«! was wir streiten und eiben, wirdzum rÄ $ Mmf bei spätesten Geschlechtern und unser V1 „j ^ngvolle Gegenwart die Zukunft unserer Enkel, sl» ' t[*5 aber geschieht au- Notwendigkeit und nicht wieder einen Kampf zu eröffnen. Je weniger sachliche Gründe diese Männer für ihr Beginnen besitzen, um so mehr versuchen sie, mit leeren Phrasen und Behauptungen eine Motivierung ihres Handelns vorzutäuscyen. Ich glaube aber auch heule noch, daß es eine wirkliche Befriedigung in Europa und in der Dell nur geben kann, wenn sich Deulfchland und England verständigen. Ich bin aus dieser lleberzeugung heraus sehr oft den Weg zu einer Verständigung gegangen. Denn dies am Ende doch nicht zu dem gewünschten Ergebnis geführt hat, dann war es wirklich nicht meine Schuld. Als letztes habe ich nun auch versucht, die Beziehungen des Reiches zu Sowjetrußland zu normalisieren und endlich auf eine fteundschaft- liche Basis zu bringen. Dank gleicher Gedankengänge Stalins ist nun auch dieses gelungen. Auch mit diesem Staat ift nunmehr ein dauerndes freundschaftliches Verhältnis hergestellt, dessen Auswirkung für beide Völker segensreich sein wird. So hat im gesamten die von mir durchgeführte Revision des Versailler Vertrages in Europa kein Chaos geschaffen, sondern im Gegenteil die Voraussetzung für klare, stabile und vor allem tragbare Verhältnisse. Nur derjenige, der diese Ordnung der europäischen Zustände haßt und die Unordnung wünscht, kann ein Feind dieser Handlungen fein. Wenn man aber mit scheinheiliger Miene glaubt, die Methoden ablehnen zu müssen, durch die im mitteleuropäischen Raum eine tragbare Ordnung entstanden ist, dann kann ich darauf nur antworten, daß letzten Endes nicht so sehr die Methode entscheidend ist als der nützliche Erfolg. Vor meinem Machtantritt versanken Mitteleuropa, und zwar iricht nur Deutschland, sondern auch die umliegenden Staaten in eine Not der trostlosen Erwerbslosigkeit. Die Produktion fiel und damit verminderte sich zwangsläufig auch der Konsum der Menschen. Der Lebensstandard sank, Not und Elend waren die Folgen. Es kann keiner der kritisierenden fremden Staatsmänner bestreiten, daß es nicht nur im alten Reich, sondern darüber hinaus auch in allen nunmehr mit ihm vereinten Gebieten gelungen ist, diese Verfallserscheinungen zu beseitigen, und zwar unter den erschwerendsten Bedingungen. Es hat sich damit erwiesen, daß dieser mitteleuropäische Raum überhaupt nur zusammengefaßt lebensfähig ist, und daß derjenige, der ihn trennt, ein Verbrechen an Millionen von Menschen begeht. »eben. Mühe, Einschränkung unb Entbehrung kon- >"i also schon an sich eine Ehre unb Ausze chnung s, erst rechl aber in einer Zeit, wo st-nur dem 8:«äen zu bienen haben. Wenn wir schon verg eichen °L°n, so gebührt einer Kriegsze t Kampfzeit und Allzeit manch großer Vorzug. Auch zum tiefsten hatten gehört sein besonberes, vielleicht nur bei k-eres Ächt. Eine Welt, bie aus ben Sugeni ift, i k nur neu formieren, unser Atem geht in ben Atem iiLndwie geeignet gewesen wäre, in Belgien als te Bedrohung empfunden zu werden. >. Diese gleiche Haltung nimmt Deutschland der Ehweiz gegenüber ein. Die Reichsregierung hat rschen, bann n Deutsche catkilomeler ri) ihrem f)t eiter netto besitz zurück? ienwnben rn den sie edlich erwori allen F fdemWe Visionen zu lehnt, das V rationalen r nige Bitte i Kiß GroßM Lebensintn » vom nafißiK i Ich habe r ; auch das geringe Ausmaß meiner Forderungen die Bescheidenheit meiner'Vorschläge als Schwäche ausgelegt und deshalb abgelehnt. Dies konnte niemand mehr leid tun als mir selbst. Allein, es gibt im Leben der Völker Notwendigkeiten, die, wenn sie nicht auf friedlichem Wege ihre Erfüllung finden, dann durch die Kraft ihre Verwirklichung erhalten müssen. Das mag bedauerlich sein, aber dies gilt ebenso für das Leben der einzelnen Bürger wie für das Leben der Gemeinschaft. Der Grundsatz, daß das größere, allen gemeinsame Interesse nicht verletzt werden kann durch den Eigensinn oder gar den bösen Willen der einzelnen Individuen und Gemeinschaften, ist unleugbar richtig. Ich habe auch Polen die maßvollsten Vorschläge unterbreitet. Sie verfielen nicht nur der Ablehnung, sondern im Gegentell, sie führten zur Generalmobilmachung dieses Staates, mit einer Begründung, die genau ersehen läßt, daß man gerade in der Bescheidenheit meiner Vorschläge die Bestätigung für meine Schwäche zu sehen glaubte, ja am Ende sogar für meine 2Ingft. Eigentlich müßte einen diese Erfahrung geradezu einschüchtern, überhaupt noch vernünftige und maßvolle Vorschläge vorzutragen. Auch in diesen Tagen lese ich in gewissen Zeitungen bereits, daß jeder Versuch einer friedlichen Regelung des Verhältnisses zwischen Deutschland einerseits und Eng- Zeitschristen. — Die neueste Nummer der Jllu strikten Zeitung, die jetzt in Abständen von 14 Tagen erscheint, wird eingeleitet mit einer ganzseitigen Zeichnung von Rudolf Lipus „Sturzbomber oer deutschen Luftwaffe". Der tragende Aufsatz ist England gewidmet und zeigt noch einmal in einem historischen Rückblick mit Bildern aus früheren Bänden der Jllusttirten Leitung, wie sich Großbritannien sein Weltreich aufgebaut hat. Eine Doppelseite mit Bildern steht unter dem Titel „Aeußer- fter Einsatz vom obersten Befehlshaber bis wm Mann im Glied", eine Zeichnung von Rudolf Lipus versinnbildlicht durch die realistische Schilde- derung eines behelfsmäßigen Brückenübergangs das Tempo des deutschen Vormarsches. Der amtliche Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht über den Feldzug in Polen ist mit den Fotos sämtlicher Heerführer, sowie 5 Landkarten, umrahmt. Es folgen weitere Bilder vom Kriegsgeschehen in Ost und West und Ausnahmen aus dem politischen Leben. Ein Artikel von K. Seesemann „Wirtschaftskrieg unb Kriegswirtschaft", ist mit zahlreichen Illustrationen und graphischen Darstellungen versehen. se erklären, grenzt. 5 ich nicht! essen nwisi Volke selbst! chten. 3rgenti i ) e n. Denn <• ertrag nichts h-tw-hl» aufgeWj en d«E tnitge 6* n, unöf«®1 morgen oder übermorgen oder ...So lebte man auch am Tag in dem kleinen Etappenstädtchen, zwischen Marktständen, Quartierstuben, Gulaschkanonen und den Marschbefehlen, die heute den, morgen jenen mit seinem Bataillon davonführten. War es das: dieses Leben aus dem Augenblick und für den Augenblick, im vollen Bewußtsein der Unmittelbarkeit der Gegenwart, was all diese kleinsten Erinnerungsbilder so festhielt? Oder war es bas: Man fuhr von Strij eines Tages mit einem Truppenzug südostwärts durch die Ausläufer der Waldkarpathen. Es ging langsam — am sonstigen Tempo gemessen — zunächst sehr langsam vorwärts. Da und da hielt der Transport. Irgendeine kleine galizische Station. Die Bahnbeamten radebrechten ein paar deutsche Worte. Dann ging es wieder ein ober zwei Stationen weiter, und der Abend hatte schon über ein Gewässer, bas sich breit und mit sumpfigen Uferrändern in ein Tal schob, feine roten und violetten Schleier gebreitet. Das Haupttal erreichte man einige Stunden danach und auch den stillen kleinen Ort, der „Tal" — „Do- lina" hieß. Da aber stand auf einmal ein wunderbarer klarer Sternhimmel über dem waldigen Karpathenhange, der sich gleich hinter der Bahnlinie emporschob. War es das vielleicht, daß man — Soldat — und in fremdem, vorher nie betretenem Land fuhr und marschierte, wo alles so anders, so neuartig für das Auge war und doch darüber diese alten Sternbilder standen und mitreiften wie ein Stück der Heimat? Es war Spätherbst und in diesen Höhen immerhin schon etwas kalt, und man fröstelte unb war auch immer etwas müde. Aber in Augenblicken fielen Frösteln und Müdigkeit ab, und man scih über dem leisen, matten Glänzen von i, nbert Gewehrläufen, über hundert Köpfen und Tornistern, die nun ein Stück nach dem andern die Waggons verließen unb in Marschkolonne durch Wald und Bergland dem betreffenben Frontabschnitt zuschritten — die ewigen Sterne in einer Klarheit unb Nähe, daß man sich an Sommerabende erinnerte, die weit zurücklagen, und in denen ein Glück und ein Gefühl des Geborgenseins: Kindheit und Heimat von neuem lebendig waren. War es das? Aber vielleicht war es am allermeisten bas: Ein grauender Morgen. Nach einer Gefechtspause setzt drüben erneut der Geschützlärm ein. Das Knattern der Maschinengewehre. Man nützt jede Deckung. Der Dunst der ersten Frühe ist noch wie eine riesige Tarnkappe, die uns alle verdeckt. Auf den Gräsern in tausend feinsten Schleiern zwischen Farn und Wiesenkraut perlen Myriaden von Tautropfen. In Minuten muß bie Sonne durchbrechen. Man hält n -echbarn zu bringen Und ich darf hier nun lb J Tatsachen Hinweisen, die mcht durch die Schrei- 7*16 " L * 1 . w.n<■"> nrr.nlor SH rAflnf -. Ml Den, d-M t bat, eine*1, ltniss^i' ß eingefrelejj ringen überhaupt auch nur zur Sprache zu Dringen, nicht, weil ich dazu gezwungen gewesen wäre, sondern weil diese Angelegenheit überhaupt kein Problem ist, das jemals zwischen dem deutsch- sranzofischen Verhältnis stehen könnte. Ich habe die Entscheidung des Jahres 1919 akzeptiert unb es ab- gelehnt, früher ober später für eine Frage wieder Jn blutigen Krieg einzutreten, der in keinem -öerpaltms zu den deutschen Lebensnotwendigkeiten steht, aber wohl geeignet ist, jede zweite Generation m einen unseligen Kampf zu stürzen. Frankreich weiß dies. Es ist unmöglich, baß irgendein französischer Staatsmann aufsteht unb erklärt, ich hatte je- mals eine Forderung an Frankreich gestellt, öle zu erfüllen mit der französischen Ehre oder mit den französischen Interessen unvereinbar gewesen wäre. Wohl aber habe ich statt einer Forderung an Frankreich immer nur einen Wunsch gerichtet, die alte Feindschaft für immer z u begraben und die beiden großen Kationen mit ihrer geschichtlichen Vergangenheit den Weg zueinander finde n zu lassen. Ich habe im deutschen Volke alles getan, um den Gedanken einer unabänderlichen Erbfeindschaft auszurotten und anstatt dessen die Achtung einzupflanzen vor den großen Leistungen des französischen Volkes, seiner Geschichte, genau so, wie jeder deuffche Soldat die höchste Achtung besitzt vor den Leistungen der französischen Wehrmacht. Nicht geringer waren meine Bemühungen für eine deutsch-englische Verständigung, ja darüber hinaus für eine deutsch - englische Freundschaft. Niemals unb an keiner Stelle bin ich wirklich den britischen Interessen entgegengetreten. Leiber mußte ich mich nur zu oft britischer Eingriffe deutschen Interessen gegenüber erwehren, auch dort, wo sie England nicht im geringsten berührten. Ich habe es geradezu als ein Ziel meines Lebens empfunden, bie beiden Völker nicht nur verstand es-, sondern auch gefühlsmäßig einander näherzubringen. Das deutsche Volk ist mir auf diesem Wege willig gefolgt. Wenn mein Bestreben mißlang, dann nur, weil eine mich persönlich geradezu erschütternde Feindseligkeit bei einem Teil britischer Staatsmänner unb Journalisten vorhanden war, die kein HM bar aus machten, daß es ihr einziges Ziel wäre, aus Gründen, die uns unerklärlich sind, gegen Deutschland bei der ersten sich bietenden Gelegenheit rM'i und । Verhältnisses des Reiches zu Italien her- hrgesührt. Die zwischen den beiden Staaten be- jtijtenben Grenzen sind von beiden Reichen als Mmbäl^eriich feierlich anerkannt. Aede Möglichkeit von Interessengegensätzen terri- taiialer Art wurde ausgeschaltet. Aus den einstigen ®$nern des Weltkrieges find unterdes herzliche Fxunde geworden. Es blieb nicht bei einer Nor- mllifierung der Beziehungen, sondern es führte dies m der Folgezeit zum Abschluß eines weltanschau- fit und politisch fundierten engen Paktes, der sich ot ein starkes Element der europäischen Zusam- mnarbeit ausgewirkt hat. 3d) habe es aber vor allem unternommen, bas 8 rhältnis zu Frankreich zu entgiften iiid für beide Nationen tragbaw zu gestalten. Ich l)we hier in äußerster Klarheit einst bie deutschen Sicherungen präzisiert, und ich bin von dieser Er- ftcung niemals ab gewichen. Die Rückgabe des Liargebietes war die einzige Forde- n ng, die ich als unabdingbare Voraussetzung tret deutsch-französischen Verständigung ansah. Lchdem Frankreich felbft dieses Problem loyal ge- lö: hat, siel jede weitere deutsche Forderung an frnnfreief) fort; es existiert feine solche q: rberung mehr, unb es wird auch nie eine svche Forderung erhoben werden. Das heißt: Ich fv'e es abgelehnt, das Problem Elsah-Loty- n land unb Frankreich anderseits ausgeschlossen fei unb daß ein Vorschlag in dieser Richtung nur be- weise, daß ich angsterfüllt den Zusammenbruch Deutschlands vor mir sehe, daß ich ihn also nur aus Feigheit ober aus schlechtem Gewissen mache. Wenn ich nun trotzdem au diesem Problem meine Gedanken bekanntgebe, dann nehme ich es also auf mich, in den Augen dieser Leute als Feig- ling oder als Verzweifelter zu gelten. Ich kann dies auch, weil bas Urteil über mich in der Geschichte Gott sei Dank einst nicht von diesen erbärmlichen Skribenten geschrieben wird, sondern durch mein Lebenswerk feststeht, und weil es mir ziemlich gleichgültig ist, welche Beurteilung ich nun im Augenblick von diesen Leuten erfahre. Mein Prestige ist groß genug, um mir so etwas erlauben zu können. Denn ob ich diese meine folgenden Gedanken nun wirklich aus Angst ober aus Verzweiflung ausspreche, das wird ja in jedem Fall der spatere Lauf der Dinge erweisen. Heute kann ich es höchstens bedauern, daß die Leute, die in ihrem Blutdurst nicht genug Krieg sehen können, leider nicht dort sind, wo der Krieg wirklich ausgekämpft wird und auch schon früher nicht dort waren, wo geschossen wurde. Ich verstehe wohl, daß es Interessenten gibt, die an einem Krieg mehr verdienen als an einem Frieden, und ich verstehe weiter, daß für eine gewisse Abart internationaler Journalisten es interessanter ist, über den Krieg zu berichten als über die Handlungen ober gar kulturellen Schöpfungen eines Friedens, die sie nicht ermessen unb nicht verstehen. Unb endlich ist es mir klar, daß ein gewisser jüdisch-internationaler Kapitalismus und Journalismus überhaupt nicht mit ben Völkern fühlt, deren Interessen sie zu vertreten vor- geben, sondern als Herosttaten der menschlichen Ge- sellschaft ben größten Erfolg ihres Lebens in der Brandstiftung erblicken. Ich glaube aber auch noch aus einem anderen Grunde meine Stimme hier erheben zu müssen. Wenn ich heute gewisse internationale Presseorgane lese oder die "Reden verschiedener heißblütiger Kriegsvecherrlicher höre, dann glaube ich im Namen derer sprechen und antworten zu dürfen, die die lebendige S u b st a n z für die geistige Beschäftigung dieser Kriegszielsetzer abzugeben haben, jener lebendigen Substanz, der ich über vier Jahre lang im großen Krieg auch als unbekannter Soldat angehört habe. Es wirkt großartig, wenn ein Staatsmann ober ein Journalist auftritt unb in glühenden Worten die Notwendigkeit der Beseitigung des Regimes in einem anderen Lande im Namen der Demokratte oder von so irgend etwas Aehnlichem verkündet. Die Ausführung dieser ruhmvollen Parolen sieht dann wesentlich anders aus. Es werden heute Zeitungsartikel geschrieben, die der begeisterten ZusttMmung eines vornehmen Leserpublikums sicher sind, die Verwirklichung der in ihnen enthaltenen Forderungen wirkt allerdings viel weniger begeisternd. Heber die Urteilskraft ober Fähigkeit dieser Leute will ich hier nicht sprechen. Was immer sie aber auch schreiben mögen, das wirkliche Wesen einer solchen Auseinand ersetzung wird dadurch nicht berührt. Vor dem polnischen Feldzug erklärten diese Skribenten, die deutsche Infanterie fei vielleicht nicht schlecht, allein die Panzerwaffe — überhaupt die motorisierten Verbände — wären minderwertig und würden bei jedem Einsatz glatt versagen. Jetzt — nach der Vernichtung Polens — schreiben bie gleichen Leute mit eiserner Stirne, daß die polnischen Armeen überhaupt nur infolge der deutschen Panzerwaffe unb der übrigen Motorisierung des Reiches zusammengebrochen wären, daß aber demgegenüber die deutsche Infanterie in einer geradezu bemerkenswerten Weise sich verschlechtert. hätte und bei jedem Zusammenstoß mit Polen ben Kürzeren gezogen habe. „Darin", so meint wörtlich ein solcher Schreiber, „sehe man mit Recht ein günstiges Symptom für die Führung des Krieges im Westen, und der französische Soldat werde sich dies wohl zu merken wissen." Das glaube ich auch, sofern er das wirklich zu Gesicht bekommt und er sich später noch dessen erinnern kann. Er wird vermutlich diesen militärischen Wahrsager bann an den Ohren nehmen. Leider wird dies aber deshalb unmöglich fein, weil diese Leute die Tüchtigkeit oder Minderwertigkeit der deutschen Infanterie ja gar nicht auf dem Schlachtfeld erproben, sondern nur in ihren Redakttonsstuben beschreiben fg' K^rieg'und Armut können zum Segen H ^den fflhiho fpinMirönfuna und Entbehrung kon El QI1? ^on an si Dieses verbrechen b e f e i 11 gf zu haben, ist । kein Wortbruch, sondern meine Ehre, mein Stolz und eine große geschichtliche Leistung. Weder das deutsche Volk noch ich find' auf den Vertrag von Versailles vereidigt worden, sondern ich bin nur vereidigt auf das Wohl meines Volkes, dessen Beauftragter ich bin und auf das Wohl jener, die das Schicksal ; in unseren Lebensraum gestellt hat und damit unlösbar mit unserem eigenen Wohle verband. Ihnen alle die Existenz und damit das Leben sicherzustellen, ist meine einzige Sorge. Der Versuch, dieses mein handeln vom Katheder einer internationalen Rechthaberei herab zu krltsiieren, zu beurteilen oder abzulehnen, ist unhistorisch und läßt mich persönlich eiskalt. Das deutsche Volk hat mich durch sein Vertrauen berufen und wird durch jeden solchen Versuch einer fremden Kritik oder Einmischung in dieser Einstellung zu mir nur bestärkt. Im übrigen habe ich bei jeder einzelnen Revision vorher Vorschläge unterbreitet. Ich habe versucht, auf dem Wege von Verhandlungen das unbedingt Notwendige zu erreichen und sicherzustellen. Es ist mir dies auch in einer Reihe von Fällen gelungen. In anderen Fällen aber wurde leider mein Verhandlungswille und oft wohl Volksgemeinschaft bleibt ein großes Wort, solange es nicht in der Not und durch Opfer feinen Inhalt gewinnt; sie kann nur vom einzelnen aus und durch die Treue im kleinen lebendig werden. Wenn dieses Kleine oft kleinlich aussieht — dem Sinn und dem Ziel nach gibt es jetzt nichts Kleinliches mehr. Und auch im Kummer unb Verlust haben wir em Recht auf Freude, denn die wahre Freude ist allem der wahre Ernst, sie ist Trost und Kraftquelle sie ist Ueberwindung des Schicksals. Gememfchaftsnot schafft Gemeinschaftsliebe, das Heer kämpft aus dem Geist der Heimat, die äußere Front ruht auf der inneren Front und in unseren verdunkelten Städten können die Sterne der Zuversicht und die innere Sonne die aus der engsten Gemeinschaft und aus den Büchern der Dichter sttahlt, desto sieghafter aufgehen. ©er Weg zur Front. Don Rudolf Adnan Dietrich. Quer durchs Vaterland war das Regiment von der Ostfront nach dem Westen geworfen worden. Eme Zeit blieb man in der Nähe von ^Feville. Spater ging es ziemlich bunt los. Und als Schlußeffekt lag man in einem Lazarettzug und fuhr durch das herbstlich-verzauberte Lahntal zuruck „m die Heimat" Aber schon ein paar Monate spater gab es mieder eine Verwendungsmöglichkeit, und diesmal hieß das Reiseziel Galizien. Das war vor funf- undAwanzig Iahren; und blieb doch— wahrend so viel anderes der Vergessenheit anheimfiel- fn farbiger Erinnerung. Ist heute noch nahergeruckt, weil unsere Truppen wieder an jenen Platzen stehen, nm hie damals gekämpft wurde. . UtV,g mar es doch, was jenen Erinnerungen so Diel ^a?de verlieh? Da ist der Ballsaal im Kurhotel von Stris südlich von Lemberg. An den Pilastern und h?n Mten her Stukkatur konnte man dem rund- Ahnten Saal auch damals noch eine eigentliche Ä^nna ablefen Aber da unten, wo sich ehedem mik'blendendem Parkett die Füße im Tanzschritt be- hnlaaen Strohsack an Stroh ack die Kameraden und li-ß-n°stch weder oom Schritt der Wachen noch non den kleinen bissigen Tierchen zwischen Hemd unb oon pen nein " | ^orggn ober übermorgen /g weiter - nach Stanislau zu: dort warnte ^'ront U™i> bis dahin hieß « jeden Tag und ,ede Sn^ nusAufoffen, beim bie Ruhe sammelt Kraft. Nacht auszuw) , simpler Eindruck, wenn einmal aufwachte und über diese Schla- !SÄ-KX, ®S 1V*~ MtO" 4i| leiwtr*; | 11# i i -sl-ckg । d-t 6'* 'l ant H.’ , , ein «Si unb St, ich E W - - „ 0-0 ------ — -----V---T1------o -Z-- sie tiu Mals auch nur im Leisesten zu einem Zweifel 'le ter a ihrem Wunsch zu einer loyalen Gestaltung der unfähig v ßziehungen zwischen den beiden Ländern Anlaß )er Zu btrü treten. Sie hat im übrigen auch selbst niemals st Mer ch Klage über das Derhältckis zwischen beiden 3 H Nj 'finbern vorgebracht. lkettM hi T. Ich habe sofort nach vollzogenem Anschluß ; tu f " ' - - - - Mre tojü hstenMens^ bi Wunsch um Hilfe anläßlich ihrer Enfftehung xichtet. Jyre Selbständigkeit wird vom Reich an= iannt und nicht angetastet. -Klein nicht nur zu diesen Staaten hat Deutsch- Jr2) die doch immerhin zum Teil durch den Der- jensred)t fitat Mer ©ertrag belasteten Beziehungen geklärt und Die Zukunft ist die einzige Sache unseres Glau- I i«us und unserer Hoffnung — sie kann von uns v "," i -cht gewußt und auch nicht gelebt werden. Auch> im 3u^^i Den Frieden weiß niemand, sei er uun alt oder i kg, krank oder gesund, mit Sicherheit, ob er de u,M'hAft 'Men Tag, ja, die nächste Stunde noch erlebt. ftier ist nur der Tod und Abschied, aber beide hi uchen uns nicht zu schrecken, denn beide-sind.nichts di Wandlung und Verwandlung, als solche fino fie 8i*en, und wir haben das Leben nur in dieser Unser einziger irdischer Anteil an der Ewig- le: ist der Augenblick. Wer im Geiste vorauslebt, kiügt sich um das wirkliche Leben, das immer nur htiber Gegenwart liegt und nur von «Jr |tig und seine Aufgaben erhält. Es güt stets nu ta* zu tun, was vorliegf, so zu leben und fo f 8'icht zu erfüllen, wie die Stunde es verlangt Attisch also geht uns die Zukunft nichts an. Ader p-u den Augenblick erfaßt, wird bennod) mithelfen Hi Zukunft zu gestalten/ ob er klein ober groß, Wievu- kr, «Ein Handelnber ober Dulbenber ist; unb wenn tote anbte. bi Gebot ber Stunde gehorchen, wenn w»r die ' ® feenroart bestehen, wird uns auch die Zukunft ge- st-en in dem einzigen Sinne, in dem sie uns g ben kann, nämlich eine Zukunft, die über unsere Mon unb bie Dauer unseres Lebens hmausgeht. Seine Gegenwart ist besser ober schlechter als eine •Mere. Ruhe, Friebe unb Reichtum können zum t T----' V „ 7.' ^lyrei- teeten internationaler Presselugner aus der Welt , schaffen sind. Deutschland hat mit ben baltischen Staa- tl n 31 i d) t an g rt ff s p atte abgefchlosiew Seim yertffen find hort ausschließlich wirtfchastlicher N ^Deutschland hat mit den n o rdif ch en in,, „J'U siaaten ftifon fncher keine Jnteressenkonflikte rü *c 9« Streitpunkte befeffen und hat sie heut« n onau so wemg, Schweden und Norwegen ii VNä feen beide von Deutschland Nichtangriffspakte an- {an?K% Wien echalten und sie nur abgelehnt, weil sie trei». fiD- selbst gar nicht als irgendwie bedroht fühlten. 8. Deutschland hat Dänemark gegenüber kei- T'lei Konsequenzen aus der im Versailler Vertrag KoX ^-genommenen Abtrennung des deutschen Gebie- m?"; te gezogen, sondern im Gegenteil mit Dänemark l^fileiin loyales und freundschaftliches ^-rhältnis hergestellt. Wir haben keinerlei ftrderungen auf eine Revision erhoben, sondern t/Wtg Dänemark einen Nichtangriffspakt abgeschlossen. 2^ Ä Is Verhältnis zu diesem Staat ist damit auf eine Sa uObänderttche loyale und freundschaftliche Zusam- N^t joSJ ^Das neue^Reich hat die ttMttonelle Freund- Rjy iri spft zu Holland weiterzuführen versucht, es w L keine Differenz zwischen den beiden Staaten .Quö) ber ^»mommen und keine neuen geschaffen. wenn j Ich habe sofort nach der Uebern-ahme der 9t,, ^tzÄrtsgeschüfte versucht, das Verhältnis zu Bel- ? die it fteund sch östlich zu gestalten. Ich habe auf p ber Revision und auf jeden Revisionswunsch ner= ^u^lich 5,teL Das Reich hat keine Forderung gestellt, die )• mH antf-g| .Wia no-cAnn»t n-pmpipn mnrp in dern seine Ehre, sein Stolz und seine große ge. schichtliche Leistung, brachten ihm die Abgeordneten, die von ihren Sitzen aufgesprungen waren, stür. mische Huldigungen dar, die sich noch stei. gerten und minutenlang andauerten, als der Füh- rer gegenüber den internationalen Brunnenvergiftern darauf verwies, daß das Urteil der Weltgeschichte über ihn durch fein Lebenswerk f e ft ft e h e. In lautloser Spannung verfolgte dann der Reichs, tag die Schilderungen, mit denen der Führer ein Bild des Krieges zeigte, der durchgekämpft werden muß, wenn die Vernunft nicht zum Durchbruch kommt. Der gewaltige Appell an das Welt- gewissen, der in diesen Worten lag, machte einen ungeheuren Eindruck. So stand denn auch am Abschluß der Rede eine einzigartige Kundgebung des Dankes und des Vertrauens, des Glaubens und der Treue. Tief bewegt sprach der Reichstagspräsident Gene- ralfeldmarschall Göring im Namen der Vertreter des deutschen Volkes und des deutschen Volkes selbst. Mein Führer! so sagte er: Sie haben die Stellungnahme der Reichsregierung zu den Problemen des Kampfes, aber vor allen Dingen zu den Problemen des Friedens bargelegt. Und diese Stellung, nähme zeigt die ganze Großzügigkeit des Staatsmannes, ebenso wie die Ereignisse der letzten glor. reichen Wochen die ganze Kraft und den hohen Mut des überragenden Soldaten gezeigt haben. Wenn heute nun die Gegner glauben, zwischen dem deutschen Volk und diesem von ihm heiß geliebten Führer, diesem von ihm bewunderten Staatsmann und dem ersten Soldaten durch Flugblattpropo- ganba, durch lächerliche Aufforderungen, einen Keil zu treiben, so zeigt bies, baß man bort bas beutsche Volk nicht kennt ober zuminbesten nicht kennen will. Wo ist jemals, in welcher Zeit und bei welcher Nation ein Führer von seinem Volk so geliebt worben, wo hat jemals ein Volk auf feinen Führer so blind vertraut, wie dies heute bei uns der Fall ist? Heute, mein Führer, steht das Volk einiger denn je um Sie geschart. Was Sie immer von bie- sem Volk fordern werden, es wird freudig alles in blindem Vertrauen geben. Es wird in blindem Vertrauen bem Führer fob. gen wie ein stählerner Block gehärtet. Gehärtet im Feuer gewaltiger Ereignisse ist heute die Ein- heit Deutschlanbs. Das Volk acht dorthin, mein Führer, und wird borthin marschieren, wohin Sie ihm bie Richtung weisen, sei es z u m erwünsch- ten Frieden, fei es aber auch zum ent« schlossensten Widerstand. (Beifall und Heilrufe.) Niemals aber haben wir, hat bas ganze beutsche Volk freubiger, überzeugter und entschlösse- ner den Willen bekundet: Führer befiehl, wir folgen! Der machtvolle Gesang ber Lieber der deutschen Nation beschloß bie geschichtliche Sitzung. Die_ Be- geisterung ber Abgeorbneten und aller Tribünen- besucher, ihre tiefste Zustimmung zu den Worten unb Taten des Führers machten sich in iiberwäl- tigenben Kundgebungen Luft, als ber Führer den Sitzungssaal verließ. Vor ber Krolloper wurde ber Führer von den Tausenden, die draußen an den Lautsprechern in atemloser Spannung seiner Rede gelauscht hatten, mit brausenden Heilrufen empfangen. Die Siegesglocken, bie bald barauf von allen Türmen ber Reichshauptstadt läuteten, bilbete.n ben Ausklang biefer geschichtlichen Reichstagsfitzung. Go kämpft der deutsche Goldai 10 Gebote für die Kriegführung. Im Gegensatz zu dem barbarischen Voraehen polnischer Soldaten, die an volksdeutscher Zwilbeool- kerung unb verwunbeten unb gefangenen brutschen Soldaten Greuel verübten unb im Gegensatz zu den gemeinen englischen Aushungerungsversuchen an Frauen unb Kindern ist der deutsche Soldat zur ritterlichen Kriegführung erzogen worben. Dies kommt in ben „10 Geboten für bie Kriegführung bes beutfchen Sotbaten" 3um Ausbruch bie nunmehr, soweit noch nicht geschehen, auch schriftlich im Soldbuch jedes Soldaten nieder- gelegt werden. Die 10 Gebote lauten: 1. Der deutsche Solbat kämpft ritterlich für den Sieg seines Volkes. Grausamkeiten unb nutzlose Zerstörungen sind feiner unwürdig. 2. Der Kämpfer muß uniformiert ober mit einem besonders eingeführten, weithin sichtbaren Abzeichen versehen sein. Kämpfen in Zivi l k l e i b u n g ohne ein solches Abzeichen ist verboten. 3. Es barf kein Gegner getötet werden, der s i ch ergibt, auch nicht ber Freischärler unb der Spion. Diese erhalten ihre gerechte Strafe durch die Gerichte. 4. Kriegsgefangene dürfen nicht miß« handelt ober beleibigt werben. Waffen, Pläne unb Aufzeichnungen finb abzunehmen. Von ihrer Habe barf sonst nichts weggenommen werden. 5. Dum-Dum-Geschoffe finb verboten. Geschosse dürfen auch nicht in solche umgestaltet werden. 6. Das Rote Kreuz ist unverletzlich. Derwunbete Gegner finb menschlich zu behandeln. Sanitätspersonal und Feldgeistliche dürfen in ihrer ärztlichen bzw. seelsorgerischen Tätigkeit nicht gehindert werden. 7. Die Zivilbevölkerung ist unverletzt l i ch. Der Soldat darf nicht plündern ober mutwillig zerstören. Geschichtliche Denkmäler und Gebäude, die dem Gottesdienst, der Kunst, Wissenschaft oder der Wohltätigkeit dienen, sind besonders zu achten. Natural- und Dienstleistungen von der Bevölkerung dürfen nur auf Befehl von Dorgesetz' ten gegen Entschädigung beansprucht werden. 8. Neutrales Gebiet darf weder durch Betreten oder Ueberfliegen noch durch Beschießen in die Kriegshandlungen einbezogen werden. 9. Gerät ein deutscher Soldat in Gefangenschaft, fo muß er auf Befragen feinen Namen und Dienstgrad angeben. Unter keinen Umständen darf er über Zugehörigkeit zu seinem Truppenteil und über militärische, politische unb wirtschaftlichen Verhältnisse auf ber beutschen Seiü aussagen. Weber durch Versprechungen noch durch Drohungen barf er sich dazu verleiten lassen, 10. Zuwiderhanblungen gegen bie vorstehenden Befehle in Dienstsachen finb strafbar. Verstöße des Feindes gegen bie unter 1 bis 8 angeführten Grunbsätze finb zu metben. Dergeltungsmaßregeln sind nur auf Befehl ber höheren Truppenfuhrung zulässig. WS stre^ ptnN. K @cln lijiit11 N n i*,; erten u Kn Mie A Fach L Verte vge kor Misko ■rigung reits m $ finl jMt fit lchrAu 6 wir r#nb i : die be W wird men i itzer 1h roi Malta 2er Re e Sabri men en pent, t etc.), itelbare in sind lejen Un wigirng ü) ccm Dean j -Mich' i die Kr D illen 1 i|oi ei r diesem v Orts« "vorbei ichn d s' «mg bi vNusbil .Nerbe Nw ■ die kn N u »den. j mä. l Asat hn 3i He Mi n3Qrb( ® ilrbei «niing x « in $ »lilenb Meid 2 Teg Hr. 255 viertes Blatt 7./«. Moder 1959 Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhejfen) Aus der engeren Heimat Unfälle auf dem Lande Die NSDAP., Amt für Volkswohlfahrt, Gau nN Die Rundenspiele des Sonntags ■n"|| Ker rote Winkel an Kraftfahrzeugen. nsch.I Anträge nur an die Kreispolizeibehürden. Start zur Lahnpokat-Runde! »ihoi das lcher 5 Ihre Vermählung geben bekannt Dir haben heute geheiratet kriegsgetraut Gießen (Schloßgaffe 16 II), den 7. Oktober 1939 6267D Ihre Vermählung geben bekannt Ihre Vermählung geben bekannt Ihre Vermählung geben bekannt Köln, den 7. Oktober 1939 Odenkirchener Straße 18 I 6261D W NSG. Die Einführung von Lebensmittelkarten t!?, in!) Bezugscheinen hat zur Folge, daß sich ein län- Erich Kropp, Feldwebel Anny Kropp, geb. Schott oder f- ichtbLs Neue Schtechiwetterregelung für den Winter 1939/40. Or. med. Leonhard Müller Käthe Müller, geb. Iingscheidt lieble smani prop;> Derderstraße 22 l (Gießen, Asterweg 31 p) Or. Erwin Jacob Annemarie Jacob, geb. Wittich (Sem. = I r trete i I Kans Sander Hauptmann in einem Inf.-^Regt. und Frau Hertha, geb. Oieh ibüm» Worlü berwet. rer Sri rde Ss an t Rrb! *mpN n all-r ten bs ng- Hrssen-Nafsau hat nach einer Vereinbarung mit bim Fachamt „Der Deutsche Handel" in her DAF. ! bk Verteilung roter Ausweiskarten an die in eins Großen-Linden. Sowohl die Einheimischen als auch die Großen-Lindener haben bis jetzt ein Run- denspiel.ausgetragen, und dieses eine Spiel sah je« weils den Gegner als Sieger. So werden am morgigen Sonntag beide Mannschaften sehr bemüht sein, ihre Position zu verbessern. Wem dies gelingt, bleibt abzuwarten. Trotz der erheblich veränderten Mannschaftsaufstellung konnten die Teutonen am vergangenen Sonntag in Gießen ganz gut gefallen und so hofft man, daß die eingestellten Nachwuchsspieler bald den nötigen Kontakt mit den resüichen vier Stammspielern gefunden haben. von Lang-Göns Unfall schwer zu Schaden. Er brach beide Arme und mußte in ärztliche Behandlung gebracht werden. — Die 70jährige Frau Katharine I u d t aus Königsberg kam unglücklich zu Fall und erlitt einen Oberschenkelbruch. — Dem Autoschlosser Ernst Friedrich von Grün berg flog bei seiner Arbeit ein Metallstück an den Kopf, so daß er eine erhebliche Verletzung an Schläfe und Auge erlitt. Die Verunglückten wurden in die Chirurgische Klinik in Gießen aufgenommen. Landkreis Gießen + Grünberg, 6. Okt. Wohl die letzte O b st - Versteigerung in unserer Gegend fand am Donnerstag im benachbarten Lauter statt. Das Dorf, in einem geschützten Tale gelegen, ist weit über seine Grenzen hinaus als Obstdorf bekannt. Sind es im Sommer die Kirschen, so jetzt die großen Mengen Aepfel, und zwar nicht nur Kelter- und Wirtschaftsäpfel, sondern auch feinstes Tafelobst. Viele Leute und b esonders Obschändler aus der näheren und weiteren Umgegend erscheinen dann bei der Obstversteigerung, um hier Obst zu kaufen. Dieses Jahr ergab nun ein ganz anderes Bild, denn außer Einheimischen waren nur wenig Auswärtige zur Versteigerung erschienen. Obschändler und Keltereibesitzer fehlten überhaupt. Dementsprechend Richard lenz Trubi lenz, geb. Älochwitz Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! 2t % "M ** D i e heute fällige Nummer der „Illustrierten d e s G. A." kann erst anfangs der nächsten Woche ausgegeben werden. ** Ein Fünfund sechzigjähriger. Am heutigen Samstag, 7. Oktober, kann unser Mitbürger Theodor Stein, Löberstraße 7, seinen 65. Geburtstag feiern. Seit 35 Jahren ist er als Schmied im Städtischen Gaswerk beschäftigt. Mit dem heutigen Tage tritt er in den wohlverdienten Ruhestand. Seit nunmehr 45 Jahren gehört er zur treuen Leserschaft des „Gießener Anzeigers". Wir beglückwünschen ihn zu seinem Geburtstag und wünschen ihm einen schönen Lebensabend. terüi ten roelbK irleriv - Are« Otto Hublitz Lieselotte Hublitz, geb. lerch t in')' Sagten- lükE ngA Staffel 2: Garb anheim—W.-Niedergirmes Atzbach—Katze nfurt Krofdorf—Dutenhofen Garbenhsim und Niedergirmes haben sich schon oft und mit wechselndem Erfolg gegenübergeftan» den. Es wird auch diesmal wieder zu einem spannenden Kampf kommen, dessen Ausgang offen ist. In Krofdorf rechnet man mit einem ausgeglichenen Kampf, wenn auch Krofdorf kleine Vorteile haben wird. Staffel 3: Spvg. 1900 Gießen—Mtv. Gießen Heuchelheim—VfB.-R. Gießen Londorf—SA. 116 Gießen Die Reize der Gießener Lokaltreffen werden auch unter den augenblicklichen Verhältnissen nicht nachlassen. Gerade die drei beteiligten Vereine haben sich bis jetzt stets einwandfreie und spannende Spiele geliefert. So wird es auch am Sonntag sein. Wert das Spiel 1900 — Mtv. gewinnt, ist nicht so ohne weiteres zu sagen. Der VfB.-Reichsbahn wird sich in Heuchelheim strecken müssen, wenn er die eifrigen PlaAefitzer niederhalten will. Immerhin darf man ihm einige Erfolgaussichten einräumen. l ASG. Der Reichstreuhänder der Arbeit für iirtschaftsgebiet Hessen, Dr. Schmetter, hat als vom üiichsarbeitsminister bestellter Sondertreuhänder ter Arbeit auch in diesem Jahr durch eine Tarif- obnung wieder eine Regelung über die Bezahlung her im Winter 1939/40 infolge schlechten Wetters ^fallenden Arbeitsstunden für die Bauvorhaben er Reichsautobahnen und der Wehrmacht tm bmtschen Reich erlassen. 3m Gegensatz zur vorjährigen Schlechtwetterrege- Londorfer. Die Grünweißen konnten zwar einen knappen Sieg in Großen-Linden herausfpielen, jedoch ist die Mannschaft gezwungen, auf Schmuck zu verzichten, dafür spielt Lukafchewfki wieder. Die Mannschaftsaufstellung hat sonst kaum eine Veränderung erfahren. Die Grünweißen tun gut daran, den Gegner nicht zu uickerschätzen. „Teutonia“ — Großen-Linden. Nach langer Pause treten die Teutonen erstmals auf eigenem Gelände wieder an. Gegner ist die 1. Mannschaft der Fußballabteilung des Turnver- w Es wird nicht uninteressant sein, wie die Vereine ihre Mannschaften zu den Spielen um den Lahnpokal zusammenstellen werden. Vielerorts ist es so, daß ganze Mannschaftsteile nicht zur Verfügung stehen. Es mag manchem Spielwart schwer fallen, die Lücken auszufüllen. Am ersten Sonntag sind angefetzt: Staffel 1: Hörnsheim—Hochelheim Dornholzhausen—Lützellinden Holzheim—Münchh olzhausen Hörnsheim hat es nicht leicht gchabt, eine spielstarke Elf zusammenzübringen. Trotzdem glaubt nym, daß die Mannschaft in der Lage ist, einen Gegner cLzugeben, der auch den ungestümen Angriffen der- jungen talentierten Elf der Hochelheimer standhalten wird. Einen nicht leichten Gang geht Lützellinden, das ebenfalls reichlich Ersatz in seinen Reihen hat. Dornholzhausen wird mit seiner Mannschaft, die zum größten Test aus' Jugendlichen besteht, sicherlich auf der Hut sein und dem Gegner den Sieg nicht ohne Kampf überlassen. Holzheim hat die Möglichkeit, den ihm voraus- gehenden guten Ruf zu wahren. Ob es allerdings gelingt, Münchholzhausen zu schlagen, halten wir kaum für möglich. ________________ enbK I yju Der Reichsverkehrsminister gibt bekannt: lieber bi- 9fnhrinnunn roten Minkel«; nn Krciltfnbr- Neue Fahrplanverbefserungen der Reichsbahn. Ab Montag, 9. 10., verkehren täglich als sog. t unktzüge nachstehende Personenzüge: Strecke Gießen — Fulda: Personenzug Ließen—Fulda: Gießen ab 5.48 Uhr, Fulda an 840 Uhr. — Personenzug Fulda—Gießen: Fulda 0) 16.50 Uhr, Gießen an 19.30 Uhr. Strecke Gießen — Gelnhausen: Per- Snenzug Gießen—Gelnhausen: Gießen ab 10.30 ;r, Gelnhausen an 12.05 Uhr. — Personenzug elnhausen—Gießen: Gelnhausen ab 10.31 Uhr, gießen an 12.05 Uhr. Note Ausweise für bevorzugte Abfertigung. Aus Der Siadi Gießen Gießen (Schlffenberger Deg 32), im Oktober 1939 6286V >rn äler.^ i W id» »»«$ hi-i" •s -,Ä M za | leit | na^- j Jht. I Btn nis der Obstversteigerung für den Gemeindesäckel einen bedeutenden Ausfall. X Ruppertsburg, 6. Okt. Am Tage der Verleihung des Ehrenkreuzes der deutschen Mutter wurden folgende Frauen in un- unferer Gemeinde ausgezeichnet: Mit dem Ehrenkreuze der 2. Stufe (in Silber): Anna Diehl, Lina Müller und Luise Sck eel; mit dem Ehrenkreuze der 3. Stufe (in Bronze): Margarete Böcher, Luise Bö- cher (vor kurzem verstoß'n), Emilie Beuler, Margarete Ester, Josephine H .hn, Elise Lind, Minna Schlörb, Magdalene Schuchard und Emma Stein. — Bei den Leiden Ob ft oer ft eigerungen erlöste unsere Gemeinde im ganzen etwa 1000 RM. Es kosteten am Baume, 1 Zentner Tafeläpfel 3 bis 4 RM.; 1 Zentner Wirtschaftsäpfel 2 bis 3 RM. Es hatten sich nur sehr wenige Steigerer eingefunden. Kreis Alsfeld. < Deckenbach, 7. Okt. Am morgigen Sonntag, 8. Oktober, kann unser Mitbürger Wilhelm Friedrich im Kreise von Frau, 6 Kindern und 11 Enkelkinoern seinen 7 6. Geburtstag feiern. (Wir beglückwünschen!) ilemc gtrer Aufenthalt in Geschäften nicht immer ver- trüben läßt. Wir müssen deshalb darauf bedacht fluitj jln, daß allen denjenigen Personen, die wegen itaat- erhöhter Inanspruchnahme besondere Rücksicht er- i g’s:, »irten können — wie kinderreiche Mütter und hch> tzbrechliche, oder stillende und werdende Mütter — habr. ! Ü? Zeit des Wartens nach Möglichkeit verkürzt n fr® Brb, ______ DfB.-R.—Lollar Steinbach—1900 Steinberg—Großen-Linden Londorf—Großen-Bufeck Der dritte Spielsonntag bringt interessante Paarungen. Die Vereine der Bezirksklasse haben als Gegner spielstarke Mannschaften der Kreisklasse. Da letztere in der Lage sind, mit fast kompletter erster Garnitur anzutreten, werden die Vertreter der Bezirksklasse einen schweren Stand haben. DfB.-Reichsbahn empfängt Lollar und muß alles aufbieten, um günstig abzuschneiden. Leichter hat es die Spvg. 1900, die nach Steinbach reist. Man rechnet mit einem sicheren Siege der Blauweißen. In Watzenborn-Steinberg müssen die Teutonen sich anstrengen, denn die Gäste gelten als fehr stark. Londorf konnte beim letzten Spiel in Lollar gefallen und geht mit guten Aussichten in den Kampf. Großen-Buseck tut gut daran, den Gegner sehr ernst zu nehmen, denn sonst ist eine Niederlage sehr leicht möglich. VfV.-Reichsbahu I —VfL. Lollar I Auf dem Waldsportplatz stehen sich morgen die alten Rivalen im Kampf um die Punkte gegenüber. Die Lollarer haben das Glück, mit noch mehreren Spielern der ersten Mannschaft anzutreten und bewiesen ihre Spielstärke erst am letzten Sonntag durch einen Sieg über die gewiß nicht schwachen Strafkammer Gießen. Der A. G. in E. hatte sich weAn fahrlässiger Tötung zu verantworten. Er wurde beschuwigt, am 15. Februar in der Gemarkung Reibertenrod als Führer eines Lastkraftwagens durch Fahrlässigkeit den Tod eines Mannes und die Körperverletzung eines anderen verursacht zu haben, und zwar unter Außerachtlassung der erforderlichen Sorgfaltspfkcht. Der Angeklagte war auf der Waldstraße Gverfen- hain—Seibelsdorf mit dem Kraftrad des M. zu- sammenaeftoßen, der an den Folgen des Unfalles verstorben ist, sein Mitfahrer hatte Verletzungen davongetragen. Der Anklagevertreter beantragte nach dem Sachverständigengutachten die Einstellung des Verfahrens auf Grund des Amnestieerlasses, da infolge schweren Mitverschuldens des M. auf eine höhere als eine dreimonatige Freiheitsstrafe mcht erkannt werden könne. Das Verfahren wurde aufgrund des Gnadenerlasses des Führers emgestellt. Zur Begründung wurde ausgefuhrt, daß nach Ansicht des Gerichts das größere Verschulden auf Seiten des Kraftradfahrers M. liege und tm Falle einer Verurteilung des Angeklagten keine höhere als eine dreimonatige Freiheits strafe hätte erkannt werden können. eutir, jag« kommenden Personenkreise veranlaßt. Diese n M Lisweiskarten berechtigen jUr bevorzugten Ab- ?r sttigung in den Geschäften. Die Ausgabe erfolgt torbtr bireits in diesen Tagen. Die Ortsgruppen der > W 31523. sind mit deren Ausfertigung beschäftigt. Es fyyii bmdelt sich im Gau Hessen-Nassau um rund 30 000 beut ksicher Ausweiskarten. Jnfe Cs wird erwartet, daß diese Einrichtung ent- ub:: tzrechend gewürdigt und beachtet wird. Wer glaubt, > n. (’■ fr die bevorzugte Abfertigung in Frage zu kom- • |of, MN, wird aufgefordert, bei den zuständigen Orts- ehöilüi Ss-Ppen der NSV. feinen Antrag unter Vorlage e ©fr;' »tiger Unterlagen und Ausweise zu stellen. hing, die die vom Betrieb auf die Baustelle entsandten Arbeiter nicht einbezog, erstreckt sich die neue Regelung auf alle Arbeiter, also auch die entsandten Gefolgschaftsmitglieder (Stammarbeiter). Damit wurde einem vielfach geäußerten Wunsch fowohl der Bauarbeiter als auch der Betriebsführer Rechnung getragen und die unterschiedliche Behandlung von Gefolgschaftsmitgliedern auf einer Baustelle beseitigt. Im übrigen wurde die vorjährige Schlechtwetter- regelung, die sich wegen chrer Klarheit und Einfachheit sehr gut bewährt hat, weitgehend übernommen. Dem Arbeiter werden die infolge schlechten Wetters ausgefallenen Arbeitsstunden wieder mit 60 v. H. seines tatsächlichen Lohnes bezahlt. Die Tarifordnung, die im Reichsarbeitsblatt Nr. 28 vorn 5. Oktober 1939 veröffentlicht ist, tritt mit der Lohnwoche in Kraft, in die der 16. Oktober 1939 fällt. Ausreißer festgenommen. Der Polizeibericht der Staatlichen Kriminalpolizei Gießen teilt mit: Bei einer am 5. Oktober durch die Schutzpolizei vorgenommenen Autokontrolle in der Frankfurter Straße sprang ein Insasse eines Personenkraftwagens, als er nach seinen Ausweispapieren be- ftagt wurde, aus dem Wagen und versuchte zu entkommen. Auf zwei abgegebene Schreckschüsse reagierte der Ausreißer nicht. Mit Hilfe von Wehrmachtsangehörigen konnte er in der Nähe des Garnisonlazaretts festgenommen werden. Es handell sich um den 31jährigen Strafgefangenen Theophil I ä n i k e aus Pronikpolle, der bei der Außenarbeit des Strafgefangenenlagers Nr. 2 Dieburg am 2. 10. 1939 entwichen war. Am Bahnhof in Gießen wurde, ebenfalls am 5.10., der von der Kriminalpolizeistelle Frankfurt am Main gesuchte 34jährige Otto Müller aus Göttingen festgenommen. Gießener IBochenmarftpreife. * Gießen, 7. Okt. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, Vi kg 1,60 RM., Matte 25 bis 50 Rpf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 13, Klasse A 12^, Klasse B 12, Klasse C 11K, Klasse D 10>$ Rpf., junge Hahne, Yt kg 1,10 bis 1,20 RM., Suppenhühner —,90 bis 1,— RM., Wirsing 5 bis 7 Rpf., Weißkraut 4 bis 5, Rotkraut 6 bis 8, Gelberüben 7 bis 8, Roterüden 8 bis 10, Spinat 20, Römischkohl 8 bis 10, Unterkohl- rabi 8, Rosenkohl 20 bis 30, Feldsalat, Vio 10 bis 12, Tomaten 10 bis 15, Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 35, Kürbis 8, Kartoffeln, kg 4, 5 kg 40, Rpf., 50 kg 3,25 bis 3,45 RM., Falläpfel, kg 5 Rpf., Pfirsiche 30 bis 35. Preiselbeeren 40, Aepfel 10 bis 25, Birnen 10 bis 25, Zwetschen 10 bis 12, Mirabellen 20, Nüsse 40, Blumenkohl, das Stück 10 bis 35, Salat 5 bis 8, Salatgurken 10 bis 25, Endivien 8 bis 10, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 30, Radieschen, das Bündel 10 bis 12 Rpf. Gießen, 7. Oktober 1939 Dutzbach, Hindenburgallee 55 Gießen, Liebigstraße 93 'N Der| leih. henPW leuWl nfag ?| ^rfudy Lck: er joj oten ß n" M efchtz flieh* Gießen, Alicenstraße 20 Köln am Rhein am 7. Oktober 1939 Verstärkte Lustschuhschulung der BOM.-Mädel. NSG. Im Laufe der kommenden Wochen wird in allen Untergauen des BDM.-Obergaues Hessen- üUffau eine verstärkte Luftschutz sch ulung einsetzen. & diesem Zwecke stellen die Einheiten des BDM. kn Orts- bzw. Ortskreisgruppen des RLB. die argeforderte Zahl von BDRt.-Mädel und Ange- hirigen des BDM.-Werkes „Glaube und Schön- |r zur Ausbildung zur Verfügung. Die Aus- didung besteht in Lehrgängen für Luftschutzwarte, fü- Ausbildungstrupps oder Lehrkräfte. Außerdem wurde der Jungmädeldienst durch khulungen zum Selbstschutzeinsatz ergänzt, in denn die Jungmädel des BDM. von Angehörigen bes BDM.-Werkes „Glaube und Schönheit^ mit dien Anfangsgründen der Luftschutzarbeit bekannt Macht und für den Luftschutzgedanken eingesetzt »nden. Mit dem auf vielen anderen Arbeitsge- H>ten während der Kriegswochen bewiesenen Eifer m Einsatz greifen die Mädel der nationalsoziali- siichen Jugendbewegung auch diese neue Aufgabe waren die Preise niedrig, selbst gutes Tafelobst erbrachte nur mittlere Preise und kam höchstens auf Der 37jährige Maurerpolier Wilhelm Schäfer 8 Mark pro Zentner. Am Nachmittag fanden sogar kam bei einem Motorrad- große Bäume mit Kelterobst nur noch selten und ~ dann so niedrige Angebote, daß die Gemeinde deren Versteigerung unterließ und das Obst selbst ernten und verwerten will. Jedenfalls bedeutet das Ergeb- QQn;. de Anbringung des roten Winkels an Kraftfahr- [Aflj, zeigen entscheidet die Kreispoli^eibehörde (Pvlizei- ! piifident, Polizeidirektor, Oberbürgermeister, Land- rc etc.), Anträge sind nur dahin zu richten. Un- mttelbare Anträge an das Reichsverkehrsminifte- rä;' ckm sind zwecklos, da ihre Erledigung durch einen 0 fachen Umweg nur verzögert wird, lieber die An- br.ngung des roten Winkels an Kraftwagen über M ccm Hubraum und an Krafträdern über 6(0 can Hubraum entscheidet zwar das Reichsver- k^rsministerium, die Anträge find aber ebenfalls er die Kreispolizeibehörde zu richten. Gießen sWemerwall 29II), den 7. Oktober 1939. 04570 iiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiim Ueber Naturschutz und Naturkunde mit oen allgemeinverstänolichen Büchern oes Hugo Bermühler Verlages, Verlin» Lichterfelde. Bitte verlangen Sie noch beute von Obrem Gießener Buchhändler das ausfübrlid)r bebilderte Werbeblatt .freunde er Natur sind Freunde guter Bücher- NlllllllllllllllllllllllllliIi!IIiIII«IIUliIlIl>llIlIiiIilllIIIllllI>II>«l>II>ilIIl!!lIIIIlIIIlIIHlllllIIIIIIIIUIIIIIIttU Wagenz hoffen/ gewinnen! Die Lose der 2. Deutschen Reichslotterie sind da Ziehung 1. Klasse 7. und 8. November Dr. Flimm Staatl. Lotterie-Einnehmer Walltorstrafee 63 Buchacker StaatL Lotterie-Einnehmer Neuen Bflue 11 Geschäftszeit: 8-13, 15-19 Uhr 6274 A En zuverlässiger Wedcer läßt ruhig einschlofen und pünktlich erwachen Marktstr. 22 V J Alles Kücheninventar Obstannahme la Jnduftrle 61»1D 6272V SvkWMW S »Ml Etn leichtes, alt. _ , CouvS u. halb takM 62650 geschähe liefert: am Lager eingetroffen Bahnhofstraße Telefon 8408den Gieß. Anz. Str. 113 L 04547 Geschlossener Fahrrad» Miet Trums junior Limousine, steuerfrei, 42000 km gel., gegen bar zu verkaufen. [046 68 Plockstr. 12, Laden. Telephon 2196. Gebr., g. erhalt., grober Svort- Slnöenoßgen (dunkelblau) vreisw. zu verk. Frankfurter Wiifttii ein starkes WffWW zu verkauf. 04557 Näheres durch Jakob Hensel, Wetzsteingasse 10 Idiatelielel schwarz, Gr. 45, für RM. 15,- zu verkaufen. Schrift!. Angeb. unter 6294D an Feldpost -Kartons an Wiederverkäufer und Laden- verd.,m.Gummi Sommerwagen, Untergebene, Achsen und Näder, Leder- u. Tuch- Pferdedecken, Schlitten, Schellengeläute zu verkaufen. Leichter Rollwagen z. kaufen gesucht. Otto Huhn, Lohnkutscherei, Gießen, Rittergasse 23. Fernruf 2668. fiflttoffeln Aevfel und Weißkraut liefert wieder frei Haus l 04555 Ernst Köhler, Bettenhausen. Bestell, auf dem Markt oder Tel. Lich 383. *7uiesserJ Friedrichstr.7 Lieferant 1 aller Kassen \ Gebr. weißer Herd (rechtsf.) zu verkaufen. f 04573 Schillerstraße23 it Gummibe- ifung vreisw. zu verkauf. 04551 Joh.Svieß LCo. Alieenstraße 35. Asbest- Platten 1,2,3,4 u. 5mm, wieder am Lager. 61Md CarlSchunck Bahnhofstr. 66 Mit offenen Augen Drei Jungen und ein Mädel «»'decken ihre Waldheimat. Don Werner Siebold 135 Seiten Text und 8 Kunstdrucktafeln Leinen RM. 2,85 HugoBermühler Verlag Berlin, Lichterfelde Abgabe von Apfelsaft (Lohnmost) kann nur noch Montags, Dienstags und Mittwochs erfolgen. Fruditsaftkelterel Einhart Mittel Marburger Straße 79, Ruf 4389 Wintergerste Mahndorfer Deutscher Ringroggen Weizen Carstens Dickkopf Nr. V Zur EMME des Frostspanners Maschinen jeder Art revartert sachgemäß Heinrich Wallbott Schlossermeister, Gießen, Löberstraße Nr. 19. Ruf über 3075. wsM braun., '/(langer Pelzmantel Mr RM. 25,—, braune Wildleder- Damenschuhe (Bally), Größe 40/41, wenig getragen, Wert RM. 32,—, füT RM. 18,— zu verkaufen. Schrift!. Angeb. unter 6293 D an den Gieß. Anz. Willy Meister Offenbach a.Maln Wasserhofstraße 17. MM zu verkauf. 04545 Goethestr. 65 I. die leichte Maßei^6 ^****e^ von 6 Ml zu verkaufen. Wirtschaft Hofmann, Bersrod, orerv zum Einkellern empfiehlt 3oQ. mfidet. fanöesptoöane Frankfurter Straße 60, Tel. 3571. Jungten sofort lieferbar. WAM Frankfurt a.M., Gutleutstr. 293. 5957!) TeL33285 Heinrich Hahn Samenhandlung, GIESSEN Bahnhofstraße, Teleph. 8408 jetz Leimringe anlegen 1 Raupenleim 6,70A bewährter Fabrikate, Unterlagepapier Drahtkordel sowie die fertigen Leimringe „Fix-Fertig“ und „Rekord“. Obstbauvereine u. Gemeinden erhalten bei größerer Abnahme entsprechenden Rabatt! MWk (weiß) zu verk. Wieseck, Turnstr. 17. o«»«» Nachttisch, Konsole mit Spiegel, Ofenschirm, Tischlampe zu verkaufen. Schr. Ang. unt. 04521 a.d.G.A. bei General vertrieb Baums 8 Treibig Gießen Bahnhofstr. 26 Ruf 3700. 1328Ä Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstätte Kurt Kling vonn. Hefter Nacht Bandaftistenmetst. Marktstr. 16 Lieferant der Krankenkassen Damen-Bedienung Familiendrucksachen Verlobungsanzeigen VermÄhlungsanzelgen Geburtsanzeigen bei Brühl, Schulstr.7 Tanz- Unterriebt in Karsen and Einxelstanden erteilt Tanzschule Bäulke Wolfstraße 81 Tel. 8835 Luftschutz- Lampsn, Batt, für Militär,Eisenbahn, Post pp. eingetroffen. Carl Schnnck Bahnhofstr. 66. wird durch INI rein und klar! 3tse c/w Ttadel- und Laubholz, Schnittmaierialien eigenen großen Produktionen Ostpreußisches Kiefernschnittholz Sperrholz - Lsolierplatten - Kurniere Hartplatten für Fußboden usw. Ue em ab Lager oder Derk 5399 A Eugen Dürr & Co., Gießen Maschinen; I und | Cyünderök Wagenfett und andere Fette Paul Läufer Gießen, Wagengasse Schloßbrauerei Braunfels selset PILSNER SOHNTAG Bekanntmachung gl. Da 6284C Gießen, den 7. Oktober 1939. Der Oberbürgermeister — EruahrungSamt. Bekanntmachung faioii| ausgenommen sind. HL a) b) c) d) 62820 tätige), wer sich seit 22. September 1939 in einer ordnungsmäßigen Berufsausbildung (Lehrlinge, Anlernlinge, Volontäre und Praktikanten) oder auf einer Tagesfachschule befindet (in beruflicher Ausbildung Stehende), wer sich mindestens seit Ostern 1939 auf einer öffentlichen Schule befindet (in schulischer Ausbildung Stehende), Kinder von Bauern, Landwirten und Landarbeitern, die als mithelfende Familienangehörige in der Landwirtschaft dringend benötigt werden. IV. persönliche Anmeldung zur Erfassung und Musterung. Persönlich haben sich einzufinden: Alle Dienstpflichtigen der Geburtsjahrgänge 1920 und 1921, soweit sie nicht nach Ziffer HI von der Meldung befreit sind. e 'Bemo h trau $ di gar Hie bei htznahn K Laut Manen l foroi fe’onberc i«e in tziehung it dem 1'and j kctttni! Eie w hi die W siehl »nb a ftn diese Mtrie s nicht h engli fnden N vMd 5 Itlgien a ienotwe liDÖlfert hie 211 t imen c fort ge< lochen «hl di ÜOOO i über die Anmeldung der Wehrpflichtigen, die b-ir Ersatzreserve II oder der Landwehr II ««gehör« und im Besitze eines Wehrpasses oder ein.» Musterungsausweises sind. Auf Grund des Wehrgesetzes vom 21. 5. 1935 M; des Runderlasses des Reichsministers des Inne« vom 29. 9. 1939 wird hiermit folgendes befand# gemacht: Die Wehrpflichtigen des Beurlaubtenstandes, dir der Ersatzreserve II oder der Landwehr II ««gehör« — das sind diejenigen Wehrpflichtigen, die bei Musterung oder militärärztlichen Untersuchung od>-r bei der Entlassung von der Truppe „beschränkt taiu;< lich" oder „untauglich für den Waffendienst" befunten worden sind, — im Besitze eines Wehrpasses oder ein.» Musterungsausweises sind und in der Stadt Gießen einschließlich der Vororte Klein-Linden und Wiesnj wohnen, haben sich in der Zeit vom 9. 10. bis einschließlich 14. 10. 1939, jeweils von 8 bis 12 und 15 bis 17 Uhr, SamStag von 8 bis 12 Uhr bei der Polizeidirektion Gießen, Einwohncrmelte. amt, Neuen Bäne 22 I, Zimmer 3, unter Vorlage M Wehrpasses oder des MnsterungsauSweiseS melden. Wer der angeordneten Meldepflicht nicht oder niet pünktlich nachkommt, wird, wenn keine höhere Strm verwirkt ist, mit Geldstrafe bis zu 150 RM. oder init Hast bestraft. Evtl, werden polizeiliche Zwangsma" nahmen gegen die Säumigen ergriffen. 6283:D Gießen, den 6. Oktober 1939. Der Polizeidirektor. M. d. F. b. Hellwege-Emden. ist, mit Geldstrafe bis zu 150,— RM. oder Haft bestraft. Gießen, den 6. Oktober 1939. Der Polizeidtrekwr. m. d. F. b.: Hellwege-Emden. Befreiung von der Heranziehung zum Reichelarbeitsdienst der weiblichen Jugend. Von der Heranziehung zum Reichsarbeitsdienst WJ. und von Tanzschule Kieferdort Bahnhofstraße 42, Telefon 3783 Auf Grund des Reichsarbeitsdienstgesetzes vom 9. September 1939 und die Verordnung über die Durchführung der Reichsarbeitsdienstpflicht für die weibliche Jugend vom 4. September 1939 sowie der Verordnung zur Durchführung und Ergänzung der Verordnung über die Durchführung der Reichsarbeitsdienstpflicht für die weibliche Jugend vom 21. September 1939 wird folgendes bekanntgegeben: I. Reichsarbettsdienflpflicht der weiblichen Jugend. Der Reichsarbeitsdienst ist Ehrendienst am deutschen Volke. Alle Angehörigen der weiblichen deutschen Jugend sind verpflichtet, ihrem Volke im Reichsarbeitsdienst zu dienen. II. Bezeichnung des dienstpflichtigen Personenkreises. Dienstpflichtig sind: Alle ledigen weiblichen Angehörigen der Geburtsjahrgänge 1914 bis 1922 deutscher Staatsangehörigkeit, soweit sie nicht nach Ziffer III Ma W H.? B ei" -Zschnf Oten: po Allen Verlobten und zukünftigen Eheleuten in Gießen und Umgebung gewidmet ist das vornehm ausgestattete, reich bebilderte Haus- und Kochbuch Praktische Winke und Ratschläge für die Hausfrau Kostenlose Vermittlung des Buches nur an Verlobte durch, die Geschäftsstelle des Verlages Schulstraße 7. der Meldepflicht sind befreit: wer ein Arbeitsbuch besitzt und mindestens seit 22. September 1939 als Lohn- oder Gehaltsempfänger voll tätig ist (Voll-Berufs- Oi Zusc Die de I man h Wtdiilgl 41 Köst le belgi tf mgen Sichtlich icn alle M e- Wt ist,; Nig im I» Aeri 5n sie, Ier habe big -lassen, Iriihe e: eine Eh n i & ).?s V Loni faharl in AUFRUF übev die Meldepflicht füv den rreichsavbeitsdienft dev werblichen Lugend Im Stadtkreis Gießen VII. Fahrtkosten. Fahrtkosten, die im Zusammenhang mit der Erfassung und Musterung entstehen, werden den Dienstpflichtigen nicht vergütet. VIII. Freiwillige Meldungen. Weibliche Angehörige der Geburtsjahrgänge 1914, 15, 16, 17, 18,19 und 1922 können sich bei dem RAD.-Meldeamt 243 in Gießen, Liebigstratze 16 (Alte Klinik) unter Vorlage der in Ziffer V aufgeführten Personalpapiere freiwillig melden. Inhaber eines Arbeitsbuches können als Freiwillige des Reichsarbeitsdienstes nur eingestellt werden, wenn das Arbeitsamt bescheinigt, daß arbeitseinsatzmäßige Bedenken gegen die Einstellung in den Reichsarbeitsdienst nicht bestehen. Vom Erscheinen dieses Aufrufs an fallen die Freiwilligenmeldungen bei den Bezirksleitungen RADwJ. fort. Die bisher bei den Bezirksleitungen RADwJ. abgegebenen Freiwilligenmeldungen behalten ihre Gültigkeit. Bewerberinnen für die Führerinnenlaufbahn, die schon Arbeitsdienst geleistet haben oder älter als 25 Jahre sind, melden sich bei der für ihren Wohnsitz zuständigen Bezirksleitung RADwJ. IX. Meldepflichten. Die Dienstpflichtige ist verpflichtet, dem Aufruf oder der Einzelaufforderung eines RAD.-Meldeamtes zur persönlichen oder schriftlichen Meldung nachzukommen. X. Strafbestimmungen. Eine Dienstpflichtige, die ihren Meldepflichten gemäß Ziffer IX nicht nachkommt oder bei der Meldung wissentlich unrichtige Angaben macht, kann mit polizeilichen Zwangsmaßnahmen zur Erfüllung der ihr obliegenden Pflichten angehalten werden. In schwereren Fällen wird sie, soweit die Tat nicht mit einer höheren Strafe bedroht bi( K Bfeir BH: jJ.foii Die Zentralstelle des Ernährungsamtes Gieß«. 1L f - Stadt, Abteilung B, im Stadthaus Bergstraße, soirir ’ °Qnn> die Bezirksgeschäftsstellen des Ernährungsamtei,| Abteilung B, für den Bezirk der NSV., Ortsgruppe Süd, im Physiologischen Institut, Friedrichstr. 24, infr für den Bezirk der NSV., Ortsgruppe Mitte, ht Universitätsgebäude, Ludwigstraße 24 werden am Montag, dem 9. Oktober 1939, in boi Erdgeschoß des Liebigbaues, Liebigstratze H, verlegt und bleiben an diesem Tage geschlossen. Meine diesjährigen WINTERKURSE beginnen Dienstag, 10. Okt. 1939 Weitere Anmeldungen, auch für Einzelunterricht, jederzeit erbeten. ei89D Die i« der Stadt Gieße« einschließlich der Bororte Klein-Linde« und Wieseck wohnenden Dienstpflichtigen melden sich in Gieße«, Wilhelmstr. 59 (Staatl. Gesundheitsamt): a) am 9. 10. 1939 um 8 Uhr mit dem Anfangsbuchstabe« des Familiennamens A—F b) am 10. 10. 1939 um 8 Uhr mit dem Anfangsbuchstaben des Familiennamens 6— K c) am 11. 10. 1939 um 8 Uhr mit dem Anfangsbuchstabe« des Familiennamens L— S and d) am 12. 10. 1939 um 8 Uhr mit dem Anfangsbuchstabe« des Familiennamens Sch—Z. Dienstpflichtige, die am Erfassungstage infolge Erkrankung nicht erscheinen können, haben sich unter Vorlage eines amtsärztlichen Zeugnisses schriftlich zu melden. V. Vorlage der Perfonalpapiere. Die Dienstpflichtigen haben zur persönlichen Meldung vorzulegen: a) die Geburtsurkunde, b) den Nachweis über ihre Abstammung, soweit sie in ihrem oder ihrer Angehörigen Besitze sind (Ahnenpaß), ferner soweit vorhanden: c) das Arbeitsbuch; dieses hat der Betriebsführer der Dienstpflichtigen zu diesem Zwecke auszuhändigen, d) den Gesundheitspaß, e) Ausweise über Zugehörigkeit zur NSDAP., zum BDM., f) den Nachweis über die Zugehörigkeit oder die Ausbildung bei einer Gliederung des Deutschen Roten Kreuzes oder den Sanitätsschein des Deutschen Roten Kreuzes (Personalausweis DRK.), g) den Nachweis über bereits geleisteten Arbeitsdienst. VI. Zurückstellungsantrag. Dienstpflichtige, die aus häuslichen, wirtschaftlichen oder beruflichen Gründen zurückgestellt werden wollen, haben dies bei ihrer persönlichen Meldung unter Vorlage der erforderlichen Beweismittel schriftlich zu beantragen. » Zer Wüelbi W sind Knig, Ömer ? BW Wen f * Er 9,1 gtaitn Wo