Nr. 209 Erstes Blatt 189. Jahrgang Donnerstag, r. September 1939 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monats-Vezugspreis: Mil 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr . , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zerusprechanschlüfle unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach« richten: Anzeiger Giehen Postscheckkonto: Zrankfurt am Main 11686 Giehemr Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche UnioerfitStrdruckerei R. Lange in Sietzen. Lchriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstratze 7 Annahme von Anzeige» für die Mitlagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breite 50 Rpf.,Platzborschrist nach vorh.Vereinbg.25"/, mehr. Lrmahigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B polnischer Rückzug auf der ganzen Krönt. Berlin, 7. September (DRB.-Funkspruch.) Das a u p l st a d t chaotische Zu stände einge- schäften sind durch Rundfunk aufgefordert worden, Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Der Rückzug des polnischen Heeres hielt am 6. September auf der ganzen Front an. Durch den entschlossenen Einsatz der Luftwaffe tatkräftig unterstützt, blieben die Truppen des Ostheeres dem weichenden Feind in scharfer Verfolgung auf den Fersen und stellten ihn an verschiedenen Stellen zum Kampf. In Südpolen wurde Reusandez genommen und nördlich davon der Dunajec überschritten. Kampflos besetzten unsere Truppen die Stadt Krakau. Am Grabe des Marschalls Pilsudski wurden militärische Ehren erwiesen. Rach der Einnahme von Kielce sind unsere Truppen in raschem Vordringen durch den Westteil des Lysa-Gora-Gebirges und nähern sich weiter nördlich der Stadt Tomaszow. 3 m Rorden ist die Tuch eie r Heide nordwestlich von Graudenz nunmehr von den versprengten Resten der polnischen Korridor-Armee gesäubert. Die Zahl der erbeuteten Geschütze hat sich auf 90 erhöht. Die 9. und 27. polnische Division, ein Panzerbataillon, zwei Jäger-Bataillone und die Kavallerie-Brigade Pomorska sind vernichtet. Ihre Reste haben sich ohne Waffen und Gerät durch die Weichsel schwimmend gerettet. Das noch in den schlechter». Sämtliche landwirtschaftlichen Genossen- gestellt werden könne. rissen, da Transportmittel fast völlig fehlen. Auch unter allen Umständen ihre Arbeit weiterzuführen, die Ernährungslage scheint sich fortlaufend zu ver- da sonst die Verpflegung des Militärs nicht sicher- M ■: GxJ x öwB MD D $ ?7 Y x < z z k Wäldern steckende Kriegsgerät kann erst in Wochen festgestellt und geborgen werden. Oestlich der Weichsel ist die Strafte Thor n— Der Führer überzeugte sich in der vordersten Frontlinie persönlich von dem Stand der Kampfhandlungen. — (Associated-Preß-M.) Lügen haben kurzeBeine Die infame Londoner Lüge, daß ein deutsches U-Boot angeblich den britischen Passagierdampfer „Athenia" torpediert haben soll^ ist um den ganzen Erdball gelaufen. Aber nur in den betont kapitalistischen und jüdischen Blättern des Auslandes fand sie ein uneingeschränktes Echo, während sie in vielen neutralen Ländern nur mit Vorbehalt oder mit betonter Skepsis ausgenommen wurde. Tatsächlich lassen auch die sonderbaren Umstände, unter denen die „Katastrophe" tter „Athenia" erfolgte, unter denen die Passagiere „gerettLt" wurden und die englischen Greuelerzäh- ler ihr? verschwommenen Behauptungen starteten, zuletzt nur noch eine Deutung zu: Churchill selbst, der neue Marineminister im Kriegskabinett Chamberlain, hat den Untergang der „Athenia" organisiert! Er ist es gewesen, der durch den Torpedoschuß eines englischen U- Bootes oder durch eine gewollte Kesselexplosion den „Unglücksfall" herbeigeführt bzw. vorgetäuscht hat. Denn gegen eine deutsche Urheberschaft spricht schlechthin jede Wahrscheinlichkeit. Der Befehl des Führers, sich an die internationalen Verträge und die Regeln der Seekriegsführung zu halten, wird von allen deutschen Soldaten als eisernes Gebot befolgt. Außerdem kann sich zur fraglichen Zeit gar kein deutsches U-Boot in der Nähe der Unglücksstelle befunden haben, und schließlich hat ja auch Deutschland das allergeringste Interesse daran, ein unbewaffnetes Passagierschiff zu torpedieHn und damit die öffentliche Meinung in USA. gegen sich aufzubringen. Dagegen sprechen alle Tatbestände für die Urheberschaft Churchills. Denn diesem Hetzer, der schon im Weltkrieg als Märineminister so kläglich versagte, mußte sehr daran gelegen sein, sich in das wieder übernommene Amt mit einem großen Befähigungsnachweis einzupauken. Die englische Zeitung „Daily Expreß" schrieb am 25. Februar 1939 über diesen Mann: „Mister Churchill gibt sich Strasburg überschritten und ein Brückenkopf über die Drewenz gebildet. Die aus Ostpreuften vorgehenden Truppen haben den Rarem beiderseits Pul tust und bei Ro- zan erreicht. Die Luftwaffe hat gestern in durchschlagenden Tiefangriffen die weichenden feindlichen Kolonnen angegriffen und zersprengt. Die Angriffe gegen Lisenbahnanlagen, Bahnhöfe und Brücken wurden fortgesetzt, dabei die Weichsel- Drücken südlich Warschau durch Bombentreffer schwer beschädigt. Der Warschauer Weft- Dahnhof steht in Flammen. Die polnische Regierung nach Lublin geflüchtet. Stockholm, 6. Sept. (DRV.) Die amtliche Schwedische Telegraphenagentur veröffentlicht folgendes Telegramm: Der schwedische Auftenminister teilt mit, haft der schwedische Gesandte in Warschau nach Lublin, dem gegenwärtigen Sih der polnischen Regierung, abgereist ist. Aus dieser Meldung der amtlichen schwedischen Agentur geht einwandfrei hervor, daft die derzeitige polnische Regierung es vorgezogen hat, das gefährdete Warschau zu verlassen und sich, nachdem sie das polnische Volk in unsägliches Leid gestürzt hat, nach Lublin in „Sicherheit" zu bringen. Rücktrittsangebot Rhdz-Smiglhs? N e u y o r k, 6. Sept. (DNB.) Wie Associated Preß meldet, bestätigt es sich, daß die derzeitige polnische Negierung Warschau verlassen hat und nach Lublin geflüchtet ist. Die amerikanische Agentur meldet ferner, daß Marschall Rydz-Smigly seinen Rücktritt angeboten hat. ispolmscheFlUMuaevermchtei Berlin, 7. Sept. (DNB.) Am Mittwoch wurden mindestens 18 polnischeFlugzeuge, davon mit Sicherheit 12 im Luftkampf, der Rest auf der Erde zerstört. Die Zahl der auf der Erde vernichteten Flugzeuge kann nicht genau angegeben werden, da die Beobachtung der bei derartigen Angriffen erzielten Erfolge außerordentlich schwierig ist. Die in den deutschen Berichten als auf der Erde vernichtet angegebenen Zahlen sind grundsätzlich Minde st zahlen. Warschau wird geräumt. Riga, 6. Sept. (DRV.) Unter der Ueberschrift »Warschau wird geräumt" bringt das Id- lische Blatt „Jaunaks Zinks" eine Meldung der lettischen amtlichen Telegrafenagentur aus War- ichau über Räumungsmaftnahmen in Warschau. Darin helft! es, die in Warschau herrschende P a - «i f fti m m u n g könne auch vom polnischen Rund- iunk nicht mehr verheimlicht werden. Trotz gegen- teiliger polnischer Behauptungen sei der unaufhalt- lome Vormarsch der deutschen Truppen unter der Warschauer Bevölkerung doch bekannt geworden. Rach Meldungen des Warschauer Senders sind frei der Evakuierung der polnischen Der Führer abermals im Korridorgebiet. Auf der Rückzugstraße der polnischen Armee. — Oie furchtbare Wirkung der deutschen Panzerwaffe. — Oer Führer vor Graudenz. — Ungeheure Beute. Von dem WB.-Sonderberichierfkaiier des DNB. Führerhauptquartier, 7. Sept. (DNB.- Funkspruch.) Der Führer begab sich am Mittwoch aufs neue zu den Fronttruppen in das Korridorgebiet. Er besichtigte vor allem den Raum zwischen Tuchei und Graudenz, wo bis zum Dienstag schwere Kämpfe nut den von deutschen Truppen eingeschlossenen polnischen Armeeteilen tobten, die schließlich zur Gefangennahme von — soweit sich bisher Übersehen läßt — über 15 0 0 0 Mann und der Eroberung von über 100 G e - schützen führten. Das Gebiet der Tucheler Heide ist zum großen Teil von dichten Waldungen bestanden, zwischen die sich weite Acker- und Heidestrecken einschieben. Es wird von einer größeren Straße durchzogen, die nach Graudenz führt. Es gibt in diesem Gebiet nur vereinzelt stehende Gehöfte und kleine Weiler. Die Polen haben bei ihrem Rückzug alle Brücken, die Über die Wasserläufe östlich Tuchei führen, ge s p r e n g 1-Längs der Straften bietet sich ein Bild, wie es selbst alte Frontsoldaten kaum je gesehen haben. Kilometer um Kilometer, bis nach Graudenz, ist die Jyarschstrafte der Polen übersät von Trümmern einer bis zur Vernichtung auf geriebenen polnischen Division. Bunt durcheinander liegen hier Karabiner und Pistolen, Tornister und Patronentaschen, Feldflaschen und Gasmasken, Kavalleriesättel und Zaumzeug, Mäntel und Ausrüstungsgegenstände. Unzählige Bagagewagen mit Bespannung liegen an den Straßenrändern und Halteplätzen; Hunderte von Munitionswagen sind umgestürzt und haben ihre Munition jeden Kalibers weithin verstreut. Zahlreiche Batterien — inmitten einer panischen Verwirrung abgeprotzt — stehen ohne überhaupt noch zum Schuß gekommen zu sein, auf der Straße und auf den angrenzenden Feldern. Infanteriegeschütze liegen kopfüber. Auf einem Stoppelfeld starrt das ausgebrannte Gerippe eines abgeschossenen polnischen Flugzeugs in die Luft. Dazwischen liegen zu Hunderten völlig zertrümmerte Bauern- wagen, mit denen die Polen Munition, Verpflegung und auch geraubtes Gut mit sich führten. # Dieses ganze grauenhafte Durcheinander einer völlig zerriebenen Truppe von Divisionsstärke an einer einzigen Strafte vermittelt einen Eindruck von den panischen Schrecken, der über die polnischen Truppen gekommen sein muß und sie zu zügelloser Flucht nach dem Motto: „Rette sich, wer kann!" veranlaßte. Die Bewohner dieser Gegend, die heute, von allen Schrecken befreit, froh gestimmt zurückkehren, berichten, daß es der Ueberraschungsan- griff einer deutschen Panzertruppe gewesen ist, der die polnischen Regimenter in kürzester Zeit geradezu schlagartig vernichtete. Die Aussagen der Gefangenen bestätigen die Berichte. Die polnischen Truppen marschierten nach Osten, um sich bei Graudenz der deutschen Umklammerung zu entziehen. Auf diesem Marsch wurden sie von den deutschen Panzerformationen überraschend in der Flanke gepackt. Als die deutschen Kanonen- und Maschinengewehrpanzer über die Aecker- und Heideflächen hervorbrachen, da erfaßte die Polen eine solche Verwirrung, daß sie alles von sich warfen, was sie trugen, und alles im Stich ließen, was sie mit sich führten. In einer halben Stunde war das Werk der Vernichtung getan. Heute füllt ein großer Teil dieser polnischen Regimenter bereits die Gefangenenlager. Die gewaltige Beute, die sie hinterließen, wird zur Zeit von den deutschen Truppen gesichtet und geborgen. Heberaü, wo der Führer erscheint, ruht diese Aufräumungsarbeit für einige Minuten. Jubelnd umdrängen die Soldaten den Obersten Befehlshaber und bereiten ihm mitten auf dem Schlachtfeld, auf dem dieser groftartige Sieg errungen wurde, begeisterte Kundgebungen. Helle Freude leuchtet auf allen Gesichtern, die noch gesteigert wird durch die Rachrichten von den Siegen in allen übrigen Frontabschnitten. Bis vor Graudenz trifft der Führer auf Teile der siegreichen deutschen Formationen, die das Gebiet von den versprengten polnischen Truppen säuberten, die sich führerlos in den Feldern verborgen halten. Der Führer begibt sich, nachdem er die Truppenaufftellungen an der Straße passiert hat, an die Weichsel nach Graudenz, jubelnd von den deutschen Weichselbauern begrüßt, die in den letzten Tagen Furchtbares von den zurückflutenden Polen auszustehen hatten. Die deutschen Bauern bringen dem Führer ihre Kinder, überreichen ihm die letzten Blumen aus ihren verwüsteten Gärten. Mit Tränen in den Augen stehen sie vor ihm und bringen nur ein paar Worte in ihrer tiefen Bewegung hervor. Es sind ^sielben Worte, die wir in der Ostmark und im S^eten- lande schon hörten: „Dem Herrgott sei Dank? daß wir nun wieder Deutsche fein dürfen" und das einfache, schlichte und ergreifende Wort: „Wir danken." Von Graudenz aus besichtigte der Führer weitere Stätten des Kampfes. Erst spät gegen Mitternacht kehrte er in das Führerhauptquartier zurück. v> MH ■ Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht bei einer Besprechung mit Offizieren an der Front. — (Scherl-Bilderdienst-Bauer-Ar.) Zu der heftigsten, tollsten und gefährlichsten Kam« f'agne her, um unser Land in den Krieg zu treiben, eitdem er selbst uns genau so in den Krieg gegen Rußland im Jahre 1919 hineingetrieben hat." Was damals das englische Blatt prophezeite, ist nun ein- getroffen. Churchill hat nicht nur England in den Krieg getrieben, sondern will auch die Bereinigten Staaten zur Intervention veranlassen. Deshalb fein Torpedo gegen die mit amerikanischen Fahrgästen besetzte „Athenia". Eine weitere Merkwürdigkeit besteht darin, daß bisher von keiner Seite irgendwelche konkreten Beweise für einen deutschen U-Boot- Angriff auf die „Athenia" erbracht werden konnte. Die nebelhaften „Beobachtungen" einiger weniger Besatzungsmitglieder ober angeblicher Passagiere besagen garnichts, weil sie sich erstens widersprechen und zweitens eine bestellte und bezahlte Arbeit dar- stellen. Aus dem Fehlen jeglicher einwandfreier Beweisstücke erklärt sich auch das Dunkel, in dem die britische „Athenia"-Hetze mit ihren halben Behauptungen und halben Dementis gehalten ist. Die Furcht, ertappt zu werden, steht deutlich in Churchills feistem Lügnergesicht. Die Drahtzieher der Warschauer Lügenzentrale find noch dümmer und ungeschickter als Winston Churchill. Es ist überhaupt dumm, gu erfinden, die deutschen Truppen hätten das Bild der Mutter Gottes von Tschenstochau beschädigt oder zerstört, nachdem es gerade deutsche Truppen gewesen sind, die von 1914 bis 1918 Tschenstochau und sein Kloster, also auch das wun- bertätige Mutter-Gotte s-Bild vor jeder Beschädi- gung sorgfältig geschützt haben. Es ist auch reichlich ungeschickt, zu lügen, es fei der Wallfahrtskirche bei Tschenstochau etwas geschehen, denn das ließe sich sofort feststellen, weil diese Kirche weithin sichtbar auf einem Bergrücken liegt. Aber daraus kommt es der Warschauer Lügenzentrale nicht an. Für Warschau handelte es sich vielmehr darum, eine Schauermär zu erfinden, um wieder einmal die öffentliche Meinung aller Völker gegen das deutsche Volk und sein Heer aufzupeitschen. Es mußte schon etwas ganz Tolles erfunden werden, um dies Ziel zu erreichen, etwas, was an sich ungeheuerlich ist und zum mindesten solche Gesüyle aufpeitschen muß, die den innersten Menschen angehen und erfüllen. Die englische Lügenzentrale hatte von 1914 bis 1918 einiges Material geliefert wie die Schäden an den nordfranzösischen Kathedralen, obschon alle diese Schäden in der Hauptsache durch englischen Beschuß entstanden waren. Daß die Polen über den blitzschnellen Vormarsch der Deutschen aus dem Raum von Mähren heraus überrascht und erbittert sind, ist deshalb zu verstehen, weil dieser Vorstoß das ostoberschlesische Industriegebiet umfaßt und sichert. Die Meldung, daß die deutschen Truppen TschenstochÄl erreicht hatten, mußte daher in Warschau einen Wutanfall auslösen, denn das bedeutete militärisch die vollzogene Umklammerung des oberschlesischen Industriegebietes. In Warschau ist es zuverlässig bekannt gewesen, daß die Besetzung von Tschenstochau ohne schwere Kämpfe vor sich gegangen ist. Militärisch ist den Deutschen nicht betzukommen, also muß es mit einer Greuelhetze versucht werden. Flugs wurde eine Greuelmeldung zurechtgemacht, die Zerstörung des Madonnenbildes von Tschenstochau. Was Warschau funkt, wird von London übernommen und weiter- gegeben, um mit den Gift- und Gasbomben einer abscheulichen Lügen- und Greuelhetze das deutsche Volk zu isolieren. Später wurde dann von Warschau gefunkt, es hätte sich ergeben, das Madonnenbild sei gar- nicht zerstört, sondern von dem Prior des Klosters in Sicherheit gebracht worden. Daß das ebenfalls faustdick gelogen war, kann von der aufgeregten und aufgepeitschten öffentlichen Meinung nicht sofort festgestellt werden, wie es sich auch nicht überlegen ließ, daß nach der ersten Warschauer Meldung nicht nur bas Madonnenbild, sondern auch die Wallfahrtskirche zerstört gewesen sein soll. Der Prior brauchte das Madonnen bild nicht in Sicherheit zu bringen, denn es war niemals sicherer als nach dem Einzug der deutschen Truppen in und um Tschenstochau. Die Lügenzentrale von Warschau hatte nicht von stch aus einen Anfall von Ehrlichkeit, sondern sie hatte es einfach mit der Ang st bekommen. Es muß ihr wohl gesteckt worden sein, daß sie z u dumm gelogen hatte und nicht erfreulich sein könnte, wenn es den Deutschen einfiele, einmal ein Exempel zu statuieren. Das ist geschehen, sehr kurzfristig sogar, aber auch sehr deutlich und entschieden: Es wurde neutralen Zeugen die Gelegenheit gegeben, sich an Ort und Stelle darüber zu unterrichten, was vor gegangen mar. Der Prior von Tschenstochau war der verläßlichste Augen- uMl> Ohrenzeuge, denn er war zugegen, als Oie polnischen Truppen flüchteten, als die deutschen Truppen einzogen und Stadt und Wallfahrtskirche mit dem Mabonnenbild sicherten. Von der gleichen Beschaffenheit wie die Lüge von Tschenstochau ist alles, was der Warschauer Sender von sich gibt, einerlei, ob es im polnischen Kampfgebiet geschehen sein soll oder etwa in Deutschland. Dieser Warschauer Lügensender hat ja auch zu gleicher Zeit gemeldet, daß 30 polnische Flugzeuge die deutsche Reichshauptstadt bombardiert hätten; was von Warschau kommt, ist gelogen. Wenn es der Londoner Sender gufnimmt, so nur. deshalb, weil seinen Hintermännern wie Winston Churchill jedes Mittel recht ist. H. Ev. London muß sich entschuldigen Englisches Flugzeug bombardierte den dänischen Hasen Esbjerg. London, 6. Sept. (DRB.) Nach dem Londoner Rundfunk hat die britische Regierung der dänischen Regierung wegen des Bombenabwurfs auf Esbjerg ihr Bedauern ausgesprochen. Dabei wurde erklärt, daß nach einer genauen Nachprüfung keines der vom Fluge über deutsches Gebiet zurück- gekehrten Flugzeuge diese Bombenabwürfe habe vornehmen können. Es könnte sich aber um ein verirrtes (disabled) Flugzeug gehandelt haben, das irrtümlich über dänischem Boden seine Bomben ab» geworfen hat. Zum Schluß drückt die britische Regierung nochmals ihr tiefstes Bedauern aus. Kattowitz deutscher Rundfunksender Berlin, 6. Sept. (DNB.) Nachdem sich der Sender Kattowitz in deutscher Hand befindet, ist der bisher mit dem Breslauer Programm laufende Sender Troppau zu einer Programmgemeinschaft mit dem Sender Kattowitz zusammengeschlossen worden. Troppau hat infolgedessen seine bisherige Welle 249,2 (1204 kHz) aufgegeben und ist auf die Welle des Kattowitzer Senders 395,8 (758 kHz) umgestellt worden. Die Endungen dieser beiden Sender werden zur Hälfte in deutscher und zur anderen Hälfte in polnischer Sprache erfolgen. Vorwärts zum Siege! 6in Tagesbefehl an die Truppen der Ostfront. Berlin, 6. Sept (DRV.) Der Oberbefehls- riM der Einnahme von Krakau hat das deutsche Heer auch das Grab des ersten Marschalls Graudenz Korridor Danzig vom men. Sein Ziel war der Friede mit Deutschland. Die Richtachtung seines Vermächtnisses führte zum Kriege. Das deutsche Heer achtet und ehrt diesen großen Soldaten. Auf Anordnung des Führers ist heute an seinem Grabmahl in feierlicher Form eine Ehrenwache aufgezogen. Haber des Heeres, Generaloberst von Brau- chitsch, hat folgenden Tagesbefehl an die Trup- von Polen, P11 sudskl, in seine Obhut genom- pen der Ostfront erlassen: Soldaten! Krakau, Bromberg und sind in unserer Hand. Der trennt nicht mehr Ostpreußen und deutschen Mutterland. Der Feind ist auf der ganzen Front zurückgeworfen und im Rückzug. Altvewährte Frontkämpfer des Weltkrieges wie junge Soldaten haben in gleicher Weise Anteil an den in kurzer Zeit errungenen Erfolgen. 3n entschlossenem Einsatz hat unsere tapfere Luftwaffe eueren Kampf hervorragend unterstützt. Ich spreche Soldaten! Tage großer Leistungen liegen hinter euch. Jetzt heißt es, dem Feind an derKlinge z u bleiben und alle Kräfte ansehen bis zur letzten Entscheidung! 3n Vertrauen und Zuversicht steht ganz Deutschland hinter euch. Vor uns sieht als Vorbild an persönlichem Mut und starker Entschlossenheit unser Führer und Oberster Besehls- haber. euch allen Bant und Anerkennung aus für euere Leistungen, die sich würdig an die großen Taten des Heeres der deutschen Geschichte reihen. Vorwärts zum Siege! von Brauchitsch, Generaloberst. Vormarsch über die polnischen Zerstörungen hinweg. Deutsche Truppen durchwaten einen Bach in Polen, nachdem diese die Brücke vorher gesprengt hatten. — (Scherl-Bilderdienst-M.) f 5 .. ■ ■ * ui WKMtz A | Der polnische Rundfunk berichtete am 3. September 1939 von der Vernichtung des polnischen Heiligtums der „Schwarzen Madonna" von Tschenstochau. Diese Hetzmeldung ist frei erfunden, wie dieses Bild beweist, das am 5. September 1939 in Anwesenheit des amerikanischen Journalisten L. P. L o ch n e r während der Messe im Kloster von Tschenstochau aufgenommen wurde. Man sieht links im Vordergrund L. P. Lochner sowie einige deutsche Offiziere während des Gottesdienstes. Im Hintergrund über dem Altar das berühmte Bild, dessen Unversehrtheit von dem Prior des Klosters auch schriftlich bestätigt wurde. — (Associated-Preß-M.) Londoner Regierung muß Warschau berichtigen. London, 6.Sept. (DNB.) In London wird erklärt, daß nach Informationen der britischen Regierung Bombenabwürfe durch deutsche Flieger in Polen im allgemeinen nur auf militärische Objekte vorgenommen werden. Im Unterhaus wurde heute die Regierung befragt, in welchem Maße es in Polen auch Opfer der deutschen Bombenabwürfe unter der Zivilbevölkerung gegeben hat. Unterstaatssekretär Butler erklärte, die Informationen, die bei Lord Halifax vorliegen, erlauben noch keine endgültigen Schlußfolgerungen. Aber was man allgemein sagen kann ist, daß die deutschen Bombenabwürfe gegen militärische Objekte und nicht gegen die Zivilbevölkerung als solche gerichtet sind. Oie Weltmeinung läßt sich durch Churchills „Athenia"-Lüge nicht täuschen. Dublin, 6. Sept. (DNB.) Der Kapitän der „Athenia", James Cook, hat bei seinem Eintreffen in Galway mit dem norwegischen Dampfer „Knut Leson" einem Berichterstatter der Agentur Havas erklärt, er habe nicht den geringsten Zwei- fei, daß die „Athenia" torpediert worden sei. Einer der Schiffsoffiziere berichtete, das Periskop des Unterfeebeootes einige Augenblicke vor der Torpedierung gesichtet zu haben. Dann sei das U-Boot aufgetaucht und habe auch eine Granate abgefeuert. Es ist nicht das erstemal, daß von englischer Seite Greuellügen, wie es jetzt wieder im Zusammenhang mit der Versenkung des Dampfers „Athenia" geschehen ist, in die Welt gesetzt werden, die den Zweck haben, einen Sturm gegen Deutschland zu entfesseln. Wenn sich auch die Engländer im Weltkriege als die Meister der Lüge erwiesen und mit ihren verbrecherischen Methoden Erfolge erzielen konnten, so scheinen sie heute vergessen zu haben, daß inzwischen ein Vierteljahr- Hundert vergangen ist und sich heute englische Zwecklügen gewöhnlich als Schüsse erweisen, die nach hinten loszugehen pflegen Die näheren Umstände der Versenkung der „Athenia" lassen immer deutlicher zutage treten, daß es sich hier wieder um eines der größten britischen Lügenmanöver handelt, daß der Kriegshetzer Churchill skrupellos ein Passagier sch iff versenken ließ, den Untergang mit verdächtiger Schnelligkeit derdeutschenkriegs- marine in die Schuhe schob und dann diese »^Tatsache" durch den früheren Präsidenten der künialichen Kommission für 3rHinn und geistige Störungen, Lord Hugh Pattison Mac Millan, der heute das Amt des englischen 3nformationsministers bekleidet, über das Reuterbüro in alle IDelt pof-aunen ließ. Das Berliner „Zwölfuhrblatt" hat eine Reihe peinlicher Fragen an Churchill und an das britische Informationsministerium gerichtet, die wie folgt lauten: 1. Wann ist das britische Schiff „Athenia" ausgelaufen und aus welchem Hafen? 2. Welche Route und welches Ziel hatte der Dampfer? 3. Welchen genauen Standort meldete das Schiff, als die angebliche Torpedierung erfolgte? 4. Ist eine Untersuchung darüber geführt worden, ob es ein Torpedo war, der das Schiff getroffen haben soll? 5. Wann erfolgte die Torpedierung und wann versank das Schiff in den Wellen? Welcher Zeitraum liegt dazwischen? 6. Ist untersucht worden, um «as für einen Torpedo es sich handelte? 7. Sind die mysteriösen Angaben englischer Matrosen, die ein U-Boot gesichtet haben wollen, genauestens nachgeprüft worden? 8. Sind die Namen dieser Matrosen bekannt? 9. Wurden ihre Aussagen präzisiert, wurden die Matrosen einzeln vernommen, und wie lauten ihre Angaben? 10. Wie kommt es, daß mehrere Schiffe sofort zur Hilfeleistung bereit waren und anscheinend neben der „Athenia" Kurs hielten? 11. Wie lange dauerte es, bis diese Schiffe die Rettung der Passagiere und der Besatzung aufnehmen konnten? 12. Zu welcher Stunde und Minute fünfte das „getroffene" Schiff SOS, wo und von wem sind diese Hilferufe gehört und ausgenommen worden? 13. Wer gab diese Hilferufe, sofern welche gesendet wurden, an das britische Informations- Ministerium weiter? 14. Was kann Churchill als Beweis dafür anführen, daß ausgerechnet e i n deutsches U-Boot den angeblichen Torpedo- schuß abgefeuert haben soll? 15. Wann wurde der Entschluß gefaßt, Churchill zum Ersten Lord der britischen Admiralität zu ernennen? 16. Ist nicht Churchill selb st der Urheber dieses teuflischen Planes von der angeblichen Versenkung der „Athenia" durch ein deutsches U-Boot? 17. Wurde dieser Plan vorher mit dem Informationsministerium abgesprochen, da es immerhin merkwürdig erscheint, daß niemand anders auf der weiten Welt eine Funknachricht von dem sinkenden Schiff aufgefangen hat, zumindest aber darüber bisher keinerlei Meldungen vorliegen? Alle diese Fragen weisen mit eindringlicher Deutlichkeit darauf hin, daß kein Zweifel mehr London, 7. Sept. (DNB. Funkspruch). Nachdem sich der angebliche deutsche Torpedoschuß auf die „Atheni a" immer klarer als ein teuflisches Agitationsmanöver Winston Churchills erweist, versuchte am Mittwochabend der englische Rundfunk, die ihm allmählich peinlich werdende Situation zu verbessern. Um die „Beweise", daß tatsächlich ein deutscher Unterseeboot a n g r i f f auf den Dampfer erfolgt sei, zu geben, ließ er nach einem erheblichen Aufwand an Greuelbehauptungen zweiSchallplatten a b- f n i e l e n , aut denen ein „Amerikaner" und eine „Amerikanerin" ihre „Beobachtungen" kundtun sollten. Diese bombastisch angekündigten Aussagen entpuppten sich aber als ein recht f ü m m e r I i rh e r „Beweis" Die „Amerikanerin" schilderte nämlich nur die furchtbare Q u a l m entwirf l u n g an Bord des Schiffes und die Z u - stünde an Deck. lieber das angebliche U-Boot vermochte sie „wirklich" nur folgendes zu sagen: „Vor mir sah ich etwa eine Meile entfernt eine Rauchsäule" Auch nicht überzeugender war die Schallplattenaufnahme des „Amerikaners", der ebenfalls nur die R a u ch f e tz e n explodierender Granaten gesehen hatte * Allein die verdächtige Geschäftigkeit des englischen Rundfunks, die „Athenia"-Angelegenheit in immer neuen Versionen aufzuwärmen, beweist, daß es sich bei dieser Affäre um einen aufgelegten englischen Schwindel handelt. Besonders kennzeichnen das die häufigen Widersprüche in der britischen Berichterstattung über den Fall, die von der eigenen Regie nicht einmal für die Rundfunksendung vermieden werden. Trotz allem Regie- auiwand entlarven sich diese Schallplattenaufnahmen des enolischen Rundfunks als niederträchtiae englische Lüge, haben doch diese „amerikanischen" Kronzeugen zwar eine „Rauchsäule" bzw. die Rauch, fetzen einer Granate gesehen, beileibe aber daran bestehl, daß ein Blilglieb des englischen Kabinetts die Beschießung und Versenkung des Dampfers selbst arrangierte, denn Churchill besitzt eine ausgezeichnete Praxis in diesen Wanövern vom Weltkrieg her. Es ist deshalb auch kein bloßer Zufall, daß der britische 3nformationsminister, der erste ANtarbei- ter des ebenso berühmten wie berüchtigten Rorthcliffe, als erster von der Versenkung Kenntnis erhielt. So wie bas Greuelmärchen um die Schwarze Madonna von Tschenstochau innerhalb kürzester Frist in sich zusammenbrach und vor aller Welt als ein gemeines Lügenmanöver für die Aufhetzung der Weltöffentlichkeit gegen Deutschland entlarvt wurde, genau so wird auch die Weltöffentlichkeit jetzt immer mehr zu der Uederzeugung kommen, daß es sich bei der Lüge von der Versenkung der „Athenia" durch ein deutsches U-Boot um einen verbrecherischen Plan des Herrn Churchill handelt. kein U-Boot oder ein Torpedo. Schließlich scheinen diese beiden „amerikanischen" Zeugen des englischen Rundfunks förmlich auf den Untergang der „Athenia" gewartet zu haben — vielleicht an Bord eines englischen Kriegsschiffes — wahrscheinlicher jedoch vom Londoner Rundfunk aus. Alles aber deutet darauf hin, daß aus dem von allein interessierter englischer Seite um die „Athe- nia" aufgewirbelten Rauch deutlich der ehemalige und jetzige Marineminister Churchill als hauptinteressierter Urheber steigt, der auch als Haupt der britischen Kriegspartei von 1914 und als Marineminister des ersten Weltkriegskabinetts berüchtigte Mister Churchill ist für die englische „Athenia"-Lügenkampagne nach bewährtem Weltkriegsmuster sowohl wie für das damit zusammenhängende teuflisch verbrecherische Spiel mit unschuldigen Menschenleben verantwortlich zu machen. Plumper EnNastunosversuch mißglückt. Berlin, 6. Sept. (DNB.) Dem Londoner Daily Herold zufolge soll die „Athenia" fünf Millionen Pfund Sterling in Goldbarren an Bord gehabt haben. Diese offensichtlich auf Anregung des englischen 9nlformationsmintfteriums verbreitete Meldung bezweckt anscheinend, in der Welt eine neue Welle der E n t r ü ft u n g zu entfachen, indem man die „Athenia" nachträglich zu einem besonders wertvollen Objekt stempelt, nachdem die erste Lüge über die Torpedierung der „Athenia" durch ein angebliches deutsches U-Boot zusammengebrochen ist. Auch dieser plumpe drittsche Versuch zur Beeinflussung der öffentlichen Weltmeinung kann nicht darüber Hinwegtäuschen, daß es sich um eine auf Befehl Winston Churchills' veranlaßte Torpedierung handelte, um neutrale Staaten gegen Deutschland aufzuhetzen. Seltsame Zeugen. Oer englische Marineminister allein hatte Interesse an der Torpedierung. iL imber Mms Diese 'M enheit hner u auf. gründ 4rend Altar i dem 'de. wird n Re» tsche ' auf »erden, efiöflt, t der enölte» er er- >x vor» ^folge. nn ist, iärische ölke- schm J des denn is in 4 ist btt irbd- igten ifung chwarze iirzester Leit als ung der t wurde, t immer es sich lthenia" brecheri» Mg. Schließ' Zeugen i Unter; vielleicht . n* int aus. >em non - E hernaliZk ll ol5 SS 'iegskab'' fiir öie ^währtent it i*"‘ mit u" tlii i“ ier * -reny auf. »rs tjfiS lf plB>^ E« Der rumänische Kronral beschließt völlige ÄeutralM. Bukarest, 7. Sept. (Europapreß). Am Mitt- Mchnachmittap war bcr rumänische Kronrat unter Vorsitz des Königs zusammengetreten. In b n Abendstunden wurde folgender amtlicher Bericht Mlsgegeben: „Seine Majestät der König hatte heute im Kö- ngspalast von Cotroceni einen Kronrat zu- slinmengerusen, an dem außer dem König die kmiglichen Räte, ferner der Ministerpräsident^ der ^rteidigung^minister und der Außenminister teil- mhmen. Rach den Exposees der drei Minister über d>s internationale Lage und über die in diesem Zu- scmmenhang getroffenen Maßnahmen billigte der Kronrat einstimmig die bisher verfolgte diploma- bche Aktion und die zum Schutze der Grenzen ge- toffenen militärischen Maßnahmen. Der Kronrat bschloß, die Regeln der Neutralität, wie sie tr den internationalen Konventionen niedergelegt ihb, im gegenwärtigen Konflikt gegenüber den kiaegführenden Parteien aufs strengste zu vnhren." Die rumänischen Zeitungen bemühen sich fast ausnahmslos, eine unparteiische und re» s rvierte Haltung einzunehmen. Sehr oft ringen sie die gleiche Nachricht aus verschiedenen £ jetten und überlassen es dem Leser, sich ein Bild z. machen. Am Mittwoch fällt vor allem die g r o ° Aufmachung des deutschen Weiß- bu ch e s , sowie des Tschenstochauer B e - r chtes des amerikanischen Berichterstatters L o ch- re r auf. Kommentare erscheinen kaum noch. Es t; rb darin immer wieder auf den rumänischen lsuttalitätswillen und den Wunsch nach friedlicher ZZsammenarbeit mit den Nachbarn hingewielen. Der ruhige und sachliche Ernst des deutschen Vol- 's und seiner Führung in diesen Tagen hat seine [mrfung nicht verfehlt. Immer wieder hört man, sonders vom kleinen Mann auf der Straße, an» kennende Worte darüber, daß sich der Führer fort selbst in die vorderste Linie b geben hat. Der schnelle deutsche Vormarsch in Polen macht sichtlich großen Eindruck. England kann nicht liefern. Stockholm, 6. September. (DNB.) Der Er- G eines, englischen Exportverbotes für iohlen nach Norwegen hat in schwedischen Hirtschaftskretsen erhebliches Aussehen erregt, zu- nl gerüchtweise verlautet, daß England kaum in ne Lage sein wird, seinen bisherigen Kohlenexport i:nf) anderen Ländern aufrechtzuerhalten. Schwe- uri hatte bisher auf Grund seines Handelsver- iiges mit England nicht weniger als 47 v. H. euer Kohleneinfuhr von dort erhalten. Infolge der eglischen Maßnahmen gegenüber Norwegen ist tc gewisse Sorge um die Sicherung des schwedi- cien Kohlenbedarfs entstanden. In der Oeffent- fofeit machte sich diese Sorge bereits durch Hamstern von Kohle, zumal durch die Kleinver» v'uucher, bemerkbar. Naturgemäß werden diese Er- fdeinungen durch Erinnerungen an den Weltkrieg »irftärft, in dem Schweden besonders unter Kohle- mingel zu leiden hatte. Da auch den Kleinver- biouchem bekannt geworden ist, daß englische Fir- nrn feit längerem ihre Lieservertäge, insbesondere fr Textilwaren, nicht einf) alten konnten, ebenfalls infolge vorbereitender kriegswirt- säoftlicher Maßnahmen in England, ist diese Sorge verständlich. In unterrichteten Wirtschastskreisen hat »eshalb umso befriedigender die Tatsache gewirkt, dch von Deutschland alles getan wird, in die normalen Handelsbeziehungen aiffrechtzuerhalten. Das Berwundeten-Abzeichen. -1 MA es 'k/X-Y’-x /iy ' X MM pr Führer und Oberste Befehlshaber hat ein Der- du ndetenabzeichen gestiftet, das in der äußeren form demjenigen des Weltkrieges gleicht, nur mit er Abweichung, daß es auf dem Stahlhelm ein jcckenkreuz trägt. Das Verwundetenabzeichen wird Unfalls in drei Stufen, in Schwarz, in Silber und in Gold verliehen. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Kleine politische Nachrichten. - Aus Deutsch-Ostafrika wird gemeldet, daß iir.ie größere Anzahl der dort lebenden Deutschen fern den Engländern interniert worden sei. Dich sei es zahlreichen Deutschen gelungen, sich lurd) den afrikanischen Busch zum neutralen por- stgiesischen Gebiet durchzuschlagen. Wie „Corriere della Sera" aus Moskau erfährt, D'ti) auf Grund des neuen Gesetzes über den Mili- iaQienst Rußland ein Friedensheer von tl n b einer Million Mann zur Verfügung feien. Mit ben Aufgeboten ber letzten Zeit hat bie Sowjetunion ungefähr brei Millionen Mann it t er ben Waffen. * » Wie bie italienischen Blätter aus Tokio melden, la der Ausbruch des Kampfes in Europa alle «vropäischen Kriegsschiffe aus den t) nesischen Gewässern entfernt. In bcponghai ist nur noch ber brittsche Kreuzer „Dun- l«j" zurückgeblieben. * Zehn japanische Dampfer, die sich in C-iTopa befinden, erhielten von der japanischen siizierung Anweisung, durch ben Panamakanal scch Japan abz'u dampfen Der englifche Dampfer „Queen Mary" tra i Neuyort mit 2331 Passagieren und 44,5 Dollar- Ersten Abteilung in Viertelteilung, in ber Zweiten und Dritten Abteilung in Achtelteilung ausgegeben. Ein Debdigen-Denkmat für Herford. Bevor biefc polnische Artillerie-Abteilung recht zum Schuß kam, war sie von den deutschen Truppen bereits erledigt. — (Presse-Bild-Zentrale-Schwahn-M.) AWW' PR ■ UH MM.W Die polnische Schwerindustrie in deutscher Hand, polen ohne Rüstungsbasis. Auch 95 v. H. der polnischen Steinkohlenförderung im besetzten Gebiet. Berlin, 6. Sept. (DNB.) Die Besetzung des ost oberschlesischen Industriegebietes (Kattowitz—Königshütte—Myslowitz) und des D a - iromaer Industriegebietes (Sosnowice— Dabrowa—Gornice und Dendzin) bedeutet für Polen den 23 e r I u ft fast feiner g e f am t en Schwerindustrie. Damit entfällt für die Rüstungsindustrie die Belieferung mit den entsprechenden Vorprodukten und Halbzeugen. Das bedeutet den Wegfall fast der gesamten Produktion an Geschütz-, Gewehr- und MG.-Rohlingen sowie an Panzerplatten und Panzerkuvpeln. Gleiches gilt ür den Bau von Flugzeug- und Kraftwagenmoto- ren, Kraftwagen, Panzerwagen, Lokomotiven und Eisenbahnwagen (Motorenteilen, Fahrgestellen und Kurbelwellen). Die im unbesetzten Teil verbliebenen Rüstungswerke und rüstungswichtigen Betriebe ind in ihrer Fertigung nunmehr ausschließlich auf die eingelagerten Rohstoffe- und Halbzeug-Vorräte angewiesen, die nach vorliegenden Nachrichten nur ür wenige Wochen ausreichen. In dem zur Zeit besetzten Gebiet werden rund 95 v. H. der polnischen Steinkohle gefördert. Der Rest fällt im Krakauer Gebiet an. Ferner liegen in dem von Deutschland besetzten Gebiet zehn Zink- und Bleihütten, deren Erzeugung mit 108 000 Jahrestonnen 100 v. H. der polnischen Erzeugung beträgt. Die im besetzten Gebiet 'liegenden Stick st ofswerke erzeugten rund 20 000 Jahrestonnen Stickstoff — rund 50 v. H. der gesamten polnischen Stickstofferzeugung. Eine Reihe wehrwirtschaftlich wichttger Erzeugnisse, wie Schwefelsäure, Benzol, Trinitotoluol und Oleum, wurden fast ausschließlich in dem besetzten Jndustrie- Sebiet hergestellt. Zerstörungen sind nur in geringem lmfange gemeldet. Dagegen ist anscheinend ein Teil der Ingenieure und Facharbeiter nach Jnnerpolen verschleppt worden. Unsere Truppe nähert sich dem Erdölgebiet von Jaslo, das mit 118 000 Jahrestonnen rund 24 v. H. der polnischen Gesamterdölförderung liefert. Furchtbare Greueltaten polnischerHorden Königshütte, 6. Sept. (DNB.) Diele der besttalischen Grausamkeiten und Mordtaten der polnischen Banditen werden erst jetzt nach dem Abzug aus Ostoberschlesien bekannt. So erklärt die „Ostdeutsche Morgenpost", daß die Polen noch am Freitag in Königshütte 60 deutsche Männer aus ihrer Wohnung heraus ohne Angaoe von Gründen verhaftet haben. Unter schwer bewaffneter Bedeckung wurden diese Deutschen durch die Straßen der Stadt geführt, wo ber polnische Mob an ihnen, die sich nicht wehren konnten, sich ausließ. In Autobussen würben ie dann nach Myslowitz in das berüchtigte Zefängnis für politische Häftlinge gebracht, wo sie ürchterliche Qualen erdulden mußten. In einigen Fällen wurden 10 und mehr zusammengepfercht und wurden gezwungen, sich zu entkleiden. Nur die notdürftige Unterwäsche wurde ihnen gelassen. Die Verpflegung war derart, daß die weiten vor Ekel hungerten, da sie das, was ihnen an- geboten wurde, überhaupt nicht zu sich nehmen konnten. Die Mißhandlungen wurden jede Stunde von einem Trupp, der sich ablöste, fortgesetzt. Der schrecklichste Tag war zweifellos der Sonntag; wahllos wurden 17 der Verhafteten aus ihren Zellen geschleppt und auf den Hof gestellt, wo von einer Seite Morbbanbiten auf sie aus aller nächster Nähe ein rasendes Gewehrfeuer eröffneten. 14 deutsche Männer starben auf der Stelle, einer wenige Stunden später an den Folgen der Verletzungen. Zwei von ihnen wurden so schwer verwundet, daß sie heute noch in Myslowitz liegen. Unter den Verhafteten, die nach Myslowitz verschleppt wurden, befand sich auch der • Oberturnwart Berthold Hildebrandt aus Königshütte, ein alter unerschrockener Vorkämpfer des Deutschtums in Ostoberschlesien, einer der führenden Männer des ostoberschlesischen Turnwesens und der Jungdeutschen Partei. Am Sonntag wurde Hildebrandt aus dem Kerker entlassen. Auf dem Heimwege, von dem er glaubte, daß er für ihn der Weg in die endgültige Freiheit und der Weg in die befreite Heimat sein würde, fiel e r a ufftän« dischen Verbrechern in bie Hände, die ihn wie einen tollen Hund niederschlugen und fürchterlich zurichteten. Wenige Stunden vor der end- gülttgen Befreiung seiner ostoberschlesischen Heimat hat dieser unerschrockene Kämpfer für deutsche Ehre und für deutsche Freiheit sein Leben hingegeben. Er hett die Stunde der Befreiung nicht mehr erlebt. Seiner schwergeprüsten Frau, seinen Kindern, seinen Kameraden, die ihn liebt'ey^ und verehrten, möge der Gedanke Trost sein, daß er zu denen gehört, deren Name immer un-vergeßlich bleiben wird. Wie so viele andere gab er sein Leben für die Befreiung ber Heimat und für sein großdeutsches Vaterland. In V e u t h e n fand man am Montag und . Dienstag die Leichen von vorerst 18 Volksdeutschen. Sämtliche Leichen waren grauenvoll verstümmelt. Meistens waren diesen Opfern polnischer Brutalität die Augen ausgestochen sowie die Nase u n d d i e Ohren abgeschnitten worden. Der größte Teil der bisher gefundenen 18 Volksdeutschen ist derart grauenvoll verstümmelt worden, daß man nur mit Mühe die Identität der Toten fesistellen konnte. Man fand diese Leichen im Gelände zwischen der Deutsch-Bleischarly-Grube und dem Grenzübergang an der Königshütter Landstraße. Am Mittwoch wurden diese bedauernswerten Opfer ebenso wie drei weitere Ermordete vom Städtischen Krankenhaus auf dem Park-Friedhof feierlich zur letzten Ruhe bestattet. Die Leiche des seit Samstag früh vermißten SA.»Obersturmbannführers Pisarski konnte bisher noch nicht gefunden werden. Man nimmt an, daß dieser wackere deutsche Mann ebenso wie ein Teil seiner Kameraden irgendwo in der Gegend bei Birkenhain verscharrt worden ist. Die Kunde von diesen entsetzlichen polnischen Greueltaten löste unter der Beuthener Bevölkerung eine beispiellose Erregung aus. Professor H l n k e l b e y , ber burch sein Horst- Wessel-Denkmal für Bielefeld und bas gewaltige Relief für bas Tannenberg-Denkmal bekannt geworben ist, befaßt sich seit langen Jahren auch mit bem Plan eines Weddigen - Denkmals für Herford, dessen Stanbort bie Bergertorinsel in ber Werre sein soll. Der Bilbhauer ist gegenwärtig mit ber Schaffung bes enbgültigen Entwurfs beschäftigt. Auf bem Bug eines riesigen U-Bootes reckt ich bie Gestalt des ruhmreichen Kommanbanten. Das Schiff ist so angeorbnet, baß es mit seinem Bug in bas Wasser ber Werre schneibet. Herforb ist die Vaterstadt Webbigens. Die 61 deutschen Großstädte. Von den Einwohnern bes Reiches ohne das Protektorat entfallen 23,9 Millionen auf die 61 Groß- täibte mit mehr als 100 000 Einwohnern, über die )er „Gemeindetag" eine Zusammenstellung veröffentlicht. Mit siebenstelligen Einwohnerziffern warten nach Berlin nur Wien und Hamburg mit 1,9 bzw. rund 1,7 Millionen Einwohnern auf. Die kleinsten Großstädte sind Würzburg, Remscheid, Bonn und B e u t h e n. Beuchen hat die 100 000-Grenze gerade um 644 überschritten. Manche dieser Städte sind erst durch Eingemeindungen in die Reihe der Großstädte aufgerückt, wie Potsdam, Dessau und Darmstadt. Die neue auf geloderte Siedlungsform sorgt dafür, daß die Großstadt im alten Sinne, mit dem Charakteristikum ber Mietskasernen, Jnbustrieoiertel usw. zurücktritt. Trotzdem ist nicht zu übersehen, daß der Anteil der großen Städte an ber G es am tb ev ötker u ng ununterbrochen gewachsen ist. Im Jahre 1870 gab es acht Großstädte im Reich, bie 5 v. H. der Bevölkerung beherbergten. 1910 waren etwa 20 v. H. in Großstädten wohnhaft, und jetzt sind es 30 v. H. 1933 hatten wir 52 Großstädte, 1939 sind es 61. Darunter befinden sich Saarbrücken, Wien und Graz, die dem Reiche zurückgewonnen wurden, so daß im Gebiet des Altteichs vier Städte im Laufe ber letzten sechs Jahre bie Großstadteinwohnerzahl überschritten. Internationaler Rekord fowjetrussifcher Langstreckenflieger. Moskauer Blätter berichten von einem neuert internationalen Rekord ber sowjetrussischen Fliegerei. Die Piloten Daikussow, Quebanoro und Met- wejew legten auf bem zweimotorigen Flugzeug „Stal 7" bie 5068 Kilometer lange Strecke Moskau — Swerdlowsk — Sebastopol — Moskau in 12 Stunden 30 Minuten 56 Sekunden zurück, bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 404,936 Kilometer in der Stunde. Da die bisherige Rekordleistung über 5000 Kilometer nur eine Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 400,810 Kilometer aufweist, ist mit dem Flug ein neuer internationaler Rekord erreicht. Dreimal in einem Jahre abgebrannt. Bei dem Müller Vogt in Grünhartau im Kreise Strehlen in Schlesien brannte es am Dienstag zum dritten Male in diesem Jahre. Vermutlich durch Brandstiftung entstand ein Scheunenbrand, wobei außer erheblichen Getteidevorräten auch eine Dreschmaschine vernichtet wurde. Die Scheune war erst im Januar abgebrannt und inzwischen wieder aufgebaut worden. Vor etwa vier Wochen wurde die Mühle des gleichen Besitzers durch Blitzschlag vernichtet. Deutsche Bergsteiger in den hochanden verunglückt. Zwei Mitglieder der vom Deutschen Alpenverein zur Erfvrschuna der Peruanischen Hochanoen entsandten Expedition, Schweitzer und Rohrer, sowie ein in Lima ansässiger Schweizer namens Diener sind in der Nähe von Huancayo tödlich abgestürzt. Wahrscheinlich handelt es sich um ein Lawinenunglück. Die Bergungsarbeiten sind im Gange. Räuber, die vorher ihre Visitenkarte abgeben. Bei Wettbergen in Hannover hat sich eine Bluttat ereignet die schnell aufgeklärt werden konnte. Die. beiden Täter waren auf einem Vergnügen mit einem jungen Mann in Streit geraten, der aber von anderen Gästen geschlichtet wurde. Aus Rache folgten die beiden Männer später ihrem Opfer, das sich in Begleitung eines jungen Mädchens befand. Während der eine ben Kraftwagen steuerte, gab der andere vier Schüsse ab, von benen einer ben jungen Mann traf. Eine Visitenkarte, bie einer ber Täter auf ber Festlichkeit bem jungen Mädchen gegeben hatte, führte bald zur Feststellung ber Revolverhelben, bie aus bem Bett heraus verhaftet wurden. Heringe mit der Hand zu fangen. Zwischen ber Insel Röm und dem Festland geriet das Fährboot in große Heringsschwärme, die von verfolgenden Makrelen in das Wattenmeer getrieben waren. Die Schwärme von einer Länge von mehr als brei Kilometern bildeten einen unüber- schissbaren Wall. Links und rechts des Fährbootes waren die Heringe mit der Hand zu fangen. Erst nach längerem unfreiwilligen Aufenthalt lief das Fährboot Ballumschleuse an und benachrichtigte dort die Fischer. Diesen gelangen große Fänge. Sie stiegen teilweise ins Wattenmeer und schaufelten ihre Boote bis zur Höchstbelastung voll. 35 Tote bei einem Zugunglück in Frankreich. Zwischen Orleans und Paris ereignete sich am Samstagabend ein schwerer Zugzusammenstoß. Bisher zählt man 35 Tote und über 50 Verletzte. rnillionen Gold ein. Die „Queen Mary" wurde, während des größten Teils der Ueberfahrt von zwei britischen Kriegsschiffen begleitet. Präsident Roosevelt hat heute auf Grund des Neutralitätsgesetzes die Ausfuhrsperre für Waffen, Munition und sonstiges Kriegsgerät verkündet. * In Polen wurde der durch die Deutschenverfolgungen berüchtigte ostoberschlesische Wojewode G r a s z y n s k i zum 3 n f o r m a t i o n sm i n i ft e r ernannt. Seine bisherige Tätigkeit in Kattowitz ist unmöglich geworben, da das widerrechtlich Deutschland entrissene ostoberschlesische Land durch bie deutschen Truppen befreit worden ist. An ber Grob- brähtigkeit der in Warschau herausgegebenen Meldungen konnte man bereits die ersten Spuren von Graszynskis Tättgkeit erkennen. Er wird auch dort den Polen nur schweren Schaden zufügen Die Regierung von P a n a ma hat heute Einladung an alle amerikanischen Republiken zu einer Konferenz herausgehen lassen, auf ber bie Erhaltung des Friedens auf der westlichen Halbkugel sowie die Weiterführung normalen Handels und die Verhütung finanzieller ^Störungen au dem amerikanischen Kontinent beraten werden soll. Die Konferenz soll nach bem 21. September in Panama ftattfinben. Zusagen sollen bereits von sämtlichen amerikanischen Republiken vorliegen. Die britische Regierung hat beschlossen, ber Kommunistischen Partei Englands und der britischen Faschistischen Union jede Tätigkeit zu untersagen. Aus aller Wett. Lin Glückslag bei ber Reichslotterie. In ber Mittwochvormittagsziehung ber 5. Klasse ber 1. Deutschen Reichslotterie fielen brei G e - winne zu 300000 Reichsmark auf bie Losnummer 277 999. Die Glücksnummer wirb in allen brei Abteilungen in Achtelteilung gespielt. In ber Nachmittagsziehung fielen brei Gewinne z u 1 0 0 0 0 0 Reichsmark auf bie Losnummer 1395 794. Die Glücksnummer wirb in allen brei Abteilungen in Achteln gespielt. In der 5. Klasse der Ersten Deutschen Reichslotterie fielen drei Gewinne von je 200 000 RM. auf die Nummer 187 592. Die Losen werden in der Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 7. Sept. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 530 Rinder (63 Ochsen, 96 Bullen, 255 Kühe, 116 Färsen), 520 Kälber, 24 Hämrnel, 6 Schafe, 274 Schweine. Es kosteten: Ochsen 37,50 bis 46,50 RM., Bullen 35,50 bis 44,50, Kühe 20 bis 44,50, Färsen 36,50 bis 45,50, Kälber 30 bis 65, Hämrnel 40 bis 50, Schweine 52 bis 61 RM. — Marktverkauf: Rinder, Kälber und Schweine zugeteilt; Hämrnel und Schafe flott. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot (z. Z. abwesend), i. 23.: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport Heinrich Ludwig Neuner (z. Z. abwesend), i. 23.: E. Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VIII. 1939: 8777. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Wo unsere Truppen kämpften E E wnwm- Heia Goldap dingen oppor Braunsberg Angerbung tAauer-S. Heilsberg °Kolberg Stuhm Marienwerder o Npidenbur JJramburg Braudenz omza roCuim ^Briesen Krqjanke Mlawa orn Czarnikau Friedeberg Kren ongrownz ensalza Mozlawuk • tandsber strefno Briesen Hurno kow tech urief o$chrimi Kartzen Sorau Petnkau Sprottau Weißwasser. Wohlan Trenn 'ßunzlau örlitz KlßlCB Namslau Ohlau landeshut Reichen- N Trautenau; oOlkusch Rzesrzow Tarnow Königgrätz ’reiwaldau Pardubitz Kohn Schönberg o Wadowice Neu-Sand ec ROHM Olmiifz Tabor Pad Holleschau sillein M A ? 10 20 30 W 5p 60 TU 80 90 100 Km (Scherl--Bil-erdienst°M.) o ,o Jablonka o Rudnick Kempen^—. Krpckow Karpathen, ist ein Städtchen von 30 000 Einwohnern nahe der polnisch-slowakischen Grenze am Dunajec, nicht weit von den Schlachtfeldern von Liwanowa (Dezember 1914) und Gorlice-Tarnow (Mai 1915). Von den nordwärts Tschenstochau genannten Orten ist P i o t r k o w das deutsche Petri- kau, eine Stadt von 50 000 Einwohnern an der Bahnstrecke Tschenstochau—Warschau. Von hier und über Sieradz am Warthefluß geht der deutsche Vormarsch auf Lodz, der bedeutendsten Industriestadt Polens und mit 650 000 Einwohnern der zweitgrößten Stadt des Landes, die ihre blühende Textilindustrie ganz wesentlich deutscher Initiative und deutschem Fleiß verdankt. In der Schlacht bei Lodz (16. November bis 15. Dezember 1914) kämpfte die 9. Armee Mackensens. Die aus Ostpreußen in südlicher Richtung vordringenden deutschen Truppen gelangten auf Eich a n o w an der Bahnstrecke Mlawa—Warschau, nur noch etwa 75 Kilometer von der polnischen Hauptstadt entfernt, und R o z a n , auf gleicher Höhe am unteren Narew, einem rechten Nebenfluß E N Viele deutsche Soldaten des Weltkrieges sind damals auf der Fahrt zur Front in Galizien durch Krakau gekommen, dessen Einnahme durch die deutschen Truppen am Mittwochmittag gemeldet wurde. Krakau ist mit etwa 250 000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Galiziens und die fünfte der polnischen Großstädte, alte polnische Krönungsstadt und im Miitelalter zwei Jahrhunderte lang sogar Polens Hauptstadt, aber eine Stadt, die ihre kulturelle Blüte und ihre wirtschaftliche Stellung dem Fleiß deutscher Kaufleute und Handwerker verdankte, wie sie auch seit 1257 nach magdeburgischem Stadtrecht verwaltet wurde. Herrliche Bauten, wie die Tuchhalle und Kunstwerke wie der berühmte Altar des Veit Stoß und eine Grabplatte des Peter Vischer in der Marienkirche zeugen von dieser deutschen Epoche der Krakauer Stadtgeschichte. Hoch über dem Weichselstrom, der hier in die Ebene tritt, erhebt sich der Wawel, das Schloß der polnischen orojheen- hDL Lindenwaid PrFriedl. Linjfe0 "deutsch Brod Jglau Könige, mit der Kathedrale, in der die Gebeine des Marschalls Pilsudski ruhen. Krakau ist auch heute eine rege Handels- und Industriestadt, daneben herrscht seit altersher ein reges kulturelles Leben, dessen Mittelpunkt die 1364 gegründete Universität ist. * Kielce am Fuße der Lysa Gora, eines weit in die polnische Ebene sich vorschiebenden Gebirgsstocks, der im Heiligen Kreuzberg 611 Meter erreicht, ist mit fast 60 000 Einwohnern Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, In ihrer Nähe findet sich Kupfer-, Eisen- und Bleibergbau. Hier kämpfte die Armee- Abteilung Woyrsch auf dem Vormarsch auf Iwangorod im August 1915, von Kielce nach Lublin, wohin sich die polnische Regierung geflüchtet hat, ifirrb es. in der Luftlinie nur etwa 150 Kilometer. Das am gleichen Tage von deutschen Truppen besetzte Neu-Sandez, am Fuße der Beskiden, einem vorn Weltkrieg her bekannten Gebirgszug der VKomgsh. „Kattowitz °My5tewdz richau P/eß/ jjamerkow ^CadcafyIMF oSchlawe Crangen Ralibon Hunsc^ Troppau J^nkfu , Krosse buben . Beut. Hmdenbn u Prechlau Neusteftin Poiimt^ Schlodw Fircha Stehlnammer Cranz otabiau t^h3U5enKnniasberg ' SteWmev . wa-fr Naugard Stol Lauenburg des Bug, der unterhalb Warschaus bei Nowo« georgiewsk (Modlin) in die Weichsel mündet. Auch hier kämpften die deutschen Truppen auf berühmten Schlachtfeldern des Weltkrieges. Die starke Vertei. digungsstellung der Russen am Narew (Pultusk— Rozan—Ostrolenka—Lomza—Osowiec) wurde im Hochsommer 1915 von der Armeegruppe Gallwitz in schweren Kämpfen genommen. Die große Beute an Gefangenen und Geschützen, die die aus Ost- preußen nach - Süden rückenden deutschen Truppen bei ihrem schnellen Vormarsch an den Narew ge« macht haben, zeigt, daß sie den deutschen Regimen« lern des Weltkrieges ebenbürtig sind an Schneid und Zähigkeit. Das deutsche Volk ist stolz auf seine Vätech' Söhne und Brüder im feldgrauen Rock, die schon in der ersten Woche des Kampfes gegen Polen auf allen Fronten so hervorragende Erfolge erstrit- ten haben und durch ständiges scharfes Nachdrängen den Gegner nicht zur Besinnung kommen lassen. Fr. W. Lange. Bütowo A,/ SS****}" mAA, Lubr bürg zabna0 ueubcaa” Onu/lIL Plasshütte W^^^rgard oSkurz Harden- berg°^ oßlümdien Neutomischei Kopmtz ° Rosten Setwiege? / 'Tä 0oLUSchwiti J %tf^Lindensee / Küntopp tissa Neusatz „ - J ivc+aru- Fraustad - t, ä» • p .. ,°5ag.-5oray ^Unesenfjjrßtzinmuhte irpbaum 'oOder- oFreistidi Ostrau^ ° Tesc^en Heustao Rlusin Steinau Liegnitz SctlW! Zullichau Oppeln ßcStrehlitz Greifenberg chivelbein rd Deut Krone Rrnswalde ^"muh ß Pyritz Schonlanke iistrin Prossen . Mesen t eopen cielenzig rirs Ueu-K^‘ \j3rtrtschin Pieschen oK05chmin Kafisch Krotoschin Jstrowo Sierad Schildberg °Pr Holland T imons- Pasen^Qyreschen Schroda ilenstein l'i^sterode oftohenstem Belgard Bublitz ^^J^^Oumbjngi 9utzii ’rEyiau verdauen Bartenstein ’ck Ottelsburg, Ostrolenka 'romberi takei ßiaiystok Modln, Warschau Frankfurt Lodz TO, ’SZO* Ladern Lublin SandomierZf 'düng-ßunzlau trakau Wbnik ’oehma ■ 'rag Kose/ 0\ Uublinitz wissek Matz fä&^TzersK ^Könitz • Tuche! Kamin o >qk_. ’onin Kolj, «3- Tilsit ’n-Uunaburg . Köslin w Verl f Zossen ! Horden L den, W lunge ' Infolge \ allo " oon eir ■ ;8um 51 rung fchen ftimm ''Denn hatte,-! Kenntn I j an de einer [ seinerfe 1 f“!0’I IIauf s ''gerb befreite Uten un zur r sich i"E war, ai rung, d zu Fa Am 3 Ijbtitrsche ? 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Nachdem das französische Volk, wenn auch verspätet, über den Briefwechsel des Führers mit dem französischen Ministerpräsidenten D a l a d i e r orientiert worden war, ist es bisher in Paris versäumt worden, das französische Volk auch über die letzte Phase der diplomatischen Verhand- ungen in genügendem Ausmaße zu unterrichten. Infolge dieses schwerwiegenden Versäumnisses weiß also das französische Volk in seinen breiten Massen, von einigen wenigen Eingeweihten abgesehen, bis zum heutigen Tage nicht, daß seine Regie- rungansich bereitsdemletzten italieni- 'chen Vermittlungsvorschlag zuge - stimmt hatte, einem Wege, den bekanntlich auch Deutschland als gangbar akzeptiert Zhatte. Das französische Volk hat ferner bisher keine Kenntnis davon, daß es allein England war, □n dessen Halsstarrigkeit diese letzte Möglichkeit einer friedlichen Lösung scheiterte. England, das Deinerseits den italienischen Vermittlungsvorschlag zu torpedieren trachtete, verharrte bekanntlich auf der ehrenrührigen ultimativen Forderung, daß die deutschen Truppen aus den befreiten Gebieten zurückgezogen werden müßten und übte auf Frankreich allen ihm zur Verfügung stehenden Druck aus, sich dieser Intransigenz anzuschließen. Damit war, auch nach Auffassung der italienischen Regierung, die Initiative des Duce durch England ;u Fall gebracht. Am 3. September, vormittags 9 Uhr, erschien der britische Botschafter Sir Neville Henderson im Auswärtigen Amt und überreichte eine Note, in der die britische Regierung mit zweistündiger Befristung die Forderung auf Zurückziehung der deutschen Truppen stellte und sich für den Fall der Ablehnung nach Ablauf dieser Zeit als i m K r i e g e mit Deutschland befindlich erklärte. Am glei- f)en Tage, jedoch auffälligerweise er st um 12.20 Uhr mittags, suchte der französische Botschafter in Berlin, Coulondre, den Reichsaußen- mintfter auf. Der zeitliche Unterschied der französi- chen und der englischen Mitteilung an Deutschland rklärt sich aus der unterschiedlichen Hal- ung der beiden Verbündeten. Frankreich batte wieder einmal sich der englischen politischen Führung in einem verhängnisvollen Augenblick unterstellt. Von ganz besonderem Interesse aber wird es |ür das. französische Volk sein, zur Kenntnis zu nehmen, was der Reichsaußenminister von Ribben- r o p dem französischen Botschafter Coulondre anläßlich ihres letzten Gespräches zum Ausdruck gebracht hat. Hierzu erfahren wir zuverlässig noch (olgende aufschlußreiche Einzelheiten, die zu ersahen das französische Volk ein Recht hat. In der Unterredung, die am Sonntag, dem 3. September 1939, zwischen dem Reichsaußenminister und dem französischen Botschafter stattfand, lat der Reichsaußenminister den französischen Bot- chafter in ausführlicher Darlegung auf die gründe für die Ablehnung des englischen Ultt- matums durch Deutschland mit einem deutschen Memorandum hingewiesen, das dem französischen Botschafter zur Kenntnis übergeben wurde. Die deutsche Reichsregierung, so führte Reichs- außenminister von Ribbentrop aus, könne es nur bedauern, wenn die Haltung Frankreichs zu Deutschland durch dieselben Erwägungen bestimmt sein sollte wie die der englischen Regierung. Deutschland habe immer einen Ausgleich mit Frankreich gesucht. Sollte die französische Regierung trotzdem auf Grund ihrer vertraglichen Verpflichtungen zu Polen eine feindliche Haltung Deutschland gegenüber einnehmen, so würde die deutsche Regierung dies als einen durch nichts gerechtfertigten Angriffskrieg Frankreichs gegen Deutschland ansehen. Deutschland selb st würde sich jeder Angr»ffshandlung gegen Frankreich enthalten. Sollte Frankreich jedoch eine andere Haltung einnehmen, so würde Deutschland gezwungen sein, in entsprechender Weise zu antworten. Die deutsche Reichsregierung wü n s ch e nichts von Frankreich und dem französischen Volk und würde es nur mit Bedauern sehen, wenn trotz der immer wiederholten deutschen Bemühungen, mit Frankreich zu einem Ausgleich zu kommen, das französische Volk als alte Kulturnation sich am deutschen Westwall verblute. Der französische Botschafter Coulondre übergab sodann zum Schluß der Unterredung die schriftliche Mitteilung der französischen Regierung, daß Frankreich gezwungen sei, vom 3. September 1939, 5 Uhr nachmittags, ab die Polen gegenüber eingegangenen Verpflichtungen zu erfüllen. Nachdem Reichsaußenminister von Ribbentrop diese Mitteilung gelesen hatte, fügte er anschließend nochmals eindringlich hinzu, daß Deutschland nicht die Absicht habe, Frankreich anzugreifen, und daß die heutige französische Regierung für das Leid, das den Ländern zugefügt wird, falls Frankreich Deutschland angreife, die volle Verantwortung trage. Die Deutsche Diplomatisch-Politische Korrespondenz nimmt zu diesen für die Kenntnis des französischen Volkes entscheidend wichttgen Feststellungen abschließend folgendermaßen Stellung: „Frankreich befindet sich heute in einer Lage, zum Angriff gegen das deutsche Volk antreten zu müssen, der ihm weder durch unmittelbare Bedrohung noch infolge einer Beihilfepflicht auf Grund einer „Attaque non provoqu£e“ aufgezwungen wäre. Es muß wissen, daß, ebenso wie es selbst gewiß keinen Haß gegen das deutsche Volk empfindet, auch dieses den jahrhundertelangen alten Streit mit dem französischen Volk endgültig begraben wissen möchte. Ein durch nichts gerechtfertigter fränzösischer Angriff würde die Friedensaussichten zwischen den beiden Völkern wohl um Generationen zurückwerfen, die deutsche Nation aber geschlossen zur Selbstverteidigung aufrufen." Deutsche Panzer brechen durch den Wald. In hervorragendem Maße waren die deutschen Panzer an den schnellen Vorstößen unserer Verbände in Polen beteiligt. — (Scherl-Bilderdienst-Fremke-M.) ” V " *-xVks‘ Z<' . ,i- * 4 x polen als Seemacht. Von Konteradmiral z. V. Gadow Die Meldungen des Oberkommandos der Wehrmacht haben über das Schicksal berichtet, das einen Teil der polnischen Marine betroffen hat: Drei Zerstörer nach englischen Häfen ausgewichen, einer versenkt, desgleichen drei U-Boote und andere Kriegsfahrzeuge, der Kriegshafen von Gdingen und auf Hela mehrfach bombardiert und kaum noch benutzbar. Wie kam Polen zu dem ehrgeizigen Plan, sich mit seiner 140 Kilometer Küste — geraubten Landes — und seinem offensichtlichen Uebergewicht an kontinental gerichteten Interessen zu einer Seemacht aufzuschwingen und sogar große Hoffnungen an solche Entwicklung zu knüpfen? Der Plan geht eigenartigerweise auf Marschall Pil« • klein® ** sudski zurück, der allerdings damit die Voraussetzung einer dauernden und guten Nachbarschaft mit Deutschland verband und dessen Wiederaufstieg zu militärischer und maritimer Macht klar voraussah. Eine kampfbereite Seestellung zwischen auseinandergerissenen Landteilen dieses Nachbarn und in Abhängigkeit von dessen Seemacht lag ihm wahrscheinlich fern. Die polnische Kriegsmarine wurde durch Erlaß vom 28. November 1918 ins Leben gerufen, jedoch datiert die Erlangung des Zugangs zum Meer erst vom 10. Februar 1920, ein Datum, das als „Fest des Meeres" zum Nationalfeiertag ernannt und jährlich festlich begangen wurde. Die ersten Anfänge der Marine waren bescheiden: ein Seebataillon, ein paar Flußmotorboote, danach Organisation des Leuchtfeuerwesens und Küstennachrichtendienstes. Ein Vermessungsschiff „Pomorzanin" wird angekauft, aus der Kriegsbeute werden sechs kleine deutsche Torpedoboote übernommen, in Finnland zwei Kanonenboote gekauft, in Dänemark einige Fischdampfer. Mannschaften werden ausgebildet, als Dffi- ziere bienen ehemalige Angehörige der russischen und österreichischen Marine, dazu Handelsschifss- offiziere. Nach dem Rücktritt Pilsudskis 1923 ergibt sich ein Rückschlag: Großes Verständnis hat der Marine- plan im Lande nicht gefunden, die Finanzen warnen, man spricht von „nutzloser Romtz' [ heraus, •n Datek Ke Kartoffelernte gut wenn nicht sogar sehr gut zu werden. Eine Verknappung dieses Nahrungs- rfon auf t ganzen Die Zuckerversorgung ist gesichert. Der Stand der Zuckerrübenfelder ist in diesem führe bisher als durchaus befriedigend zu bezeichnen. Das Wetter der letzten Wochen hat das Wachs- hiTi der Pflanzen gefördert, und die Aussichten auf lit Ernteergebnisse sind daher gut. Hinzu kommt, laß die Anbaufläche im Altreich gegenüber dem Vor- ji'r r sogar noch etwas vergrößert werden konnte. Es DiTbe errechnet, daß in Großdeutschland einschließlich les Protektorates bei vorsichtiger Schätzung die mög- !öj>e Zuckererzeugung dieses Jahres etwa 3,37. Mill. Tonnen beträgt. In diesen Gebieten betrug der Zuckerverbrauch 1936/37 = 2,34 Mill. Tonnen und 1937/38 = 2,30 Mill. Tonnen. Das heißt also: die mögliche Zuckerqewinnung liegt um etwa 1 Mill. Tonnen oder fast 50 v. H. über dem Normalbedarf. Damit ist die Zuckerversorgung unseres Volkes in diesem Jahre vollauf gesichert, ja, es kann und wird einen Teil der Zuckerrüben, wie in den Vorjahren, auf Futtermittel verarbeitet werden, die die Futtergrundlage unseres Viehbestandes verbessern. Diese Tatsache kann als Beweis dafür gewertet werden, daß die Einführung der Zuckerbezugsscheine mcht aus Mangel an Zucker zur Durchführung kam, sondern daß es aus Gründen einer weit Vorausschauen- den Vorratswirtschaft geschah, die auch evtl. Mißernten künftiger Jahre berücksichtigt. Im übrigen sind die Zuckerrübenerträge, ebenso wie die Anbauflächen der letzten Jahre, höher als vor dem Kriege. 1914 Gegenseitige Rücksichtnahme im täglichen Leben üben ist für viele Menschen nicht so sehr ein Bedenkt man, daß sich zur Zeit in unserer engeren Heimat die normale Verbraucherzahl erheblich erhöht hat, so ist deren Ernährung im Rahmen der Lebensmittelausweiskarten allein schon eine Leistung. Dazu kommt, daß die nicht dieser Bewirtschaftung unterliegenden Grundnahrungsmittel ebenfalls in größeren Mengen bereitzustellen sind. Im einzelnen wird dazu vom Landesernährungsamt Abteilung A (Landesbauernschaft Hessen-Nassau) folgendes gemeldet: Sowohl für die auf Lebensmittelausweis karten zu erhaltenden Nahrungsmittel wie für die von dieser Verteilungsart freien Lebensmittel ist die Versorgung im Gaugebiet Hessen-Nassau durchaus sichergestellt. Gewisse Transportschwierigkeiten, die bei der Zufuhr von norddeutschen Lieferfirmen, wie für den Transport vom Güterbahnhof oder Hafen zu den einzelnen Händlern auftreten, werden in Kürze behoben sein. Getreide: Brot und Mehl sind ausreichend vorhanden, ebenfalls Nährmittel, Graupen und Grieß. Milch und Fett: Die Dutterversorgung ist gesichert, so daß für diese Woche die allgemeinen Sätze abgegeben werden können. Ebenfalls ist die allgemeine Schmalzzuteilung in entsprechender Höhe gesichert. Für die etwa fehlenden Margarinemengen wird der Ausgleich mit anderen Fetten durchgeführt. Die Milchoersorgung ist sichergestellt. Die zusätzlichen Mengen sind ebenfalls vorhanden. Käse ist genügend da, jedoch müssen in erster Linie die Sauermilchkäse und fettarmen Käse abgesetzt werden, da hier die Gefahr des Verderbens besteht. Nunmehr war eine Form zu finden, die einerseits den staatspolitischen Notwendigkeiten entspricht, anderseits aber Härten vermeidet. Diesen Notwendigkeiten trägt die vomReichsarbeitsministerium erlassene Anordnung vom 4. Sept. 1939 Rechnung. Und hier ist bestimmt worden, daß einem Dienstverpflichteten, der infolge der Dienstleistung von seinen Angehörigen getrennt leben muß, neben dem Arbeitslohn an der neuen Arbeitsstelle vom Arbeitsamt Trennungszuschläge bis zu 19 RM. wöchentlich gewährt werden können. Außerdem kann dem Dienstverpflichteten vom Arbeitsamt eine Sonderunter? stützung gewährt werden, wenn der Dienstverpflichtete aus der Zeit vor der Verpflichtung Verbindlichkeiten hat, die seiner bisherigen wirtschaftlichen Lage entsprachen, und die er nun infolge der Dienstleistung nicht mehr oder nicht mehr ganz erfüllen kann. Die Sonderunterstützung wird die Erfüllung solcher Verbindlichkeiten ermöglichen. Bei dieser Regelung steht nicht nur der Gedanke des vollen Lohnausgleiches im Vordergrund, sondern die Absicht, zusätzliche Kosten einer doppelten Haushaltführung zu übernehmen bzw. die Abdeckung früher eingegangener Verbindlichkeiten in angemessenen Grenzen zu ermöglichen. Nähere Auskunft erteilen die Arbeitsämter, bei denen auch die Anträgd auf Gewährung einer Unterstützung für Dienstverpflichtete zu stellen sind. Mit «2 gebiw vooer r" n atio nalsoziali sti s che n Ernährungspolitik bewährt hat, hat in diesen Tagen der erhöhten politischen Spannung eine neue und größere Probe bestanden. Schon heute ist erwiesen, daß sie in Verbindung mit einer weit vorausschauenden Vorrats- und Lagerhaltung den Nahrungsbedarf des deutschen Volkes befriedigen und sicherstellen wird. Eier: In der laufenden Woche ist mit einer Zuteilung an Eiern — darunter vornehmlich belgi-'den können. OieMarktordnung im Gau Hessen-Nassau hat ihre probe bestanden. gemacht hat. Die Anmeldestellen für Frauen und Mädchen Die Sicherung der Lebensrechte unseres Volkes erfordert es, daß die Arbeitskraft jedes Volksgenossen an d e r Stelle eingesetzt wird, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Diese große und wichtige Aufgabe muß von den deutschen Arbeitsämtern verstärkt auf dem Wege der Dienstverpflichtung gelöst werden. Ursprünglich lediglich als Ausnahme- Erscheinung im Arbeitseinsatz gedacht, wird die Dienstverpflichtung in dem uns aufgezwungenen Kampf um unsere Existenz zum wichtigen und schlagkräftigen Instrument des wehrwirtschaftlichen Arbeitseinsatzes. Der wirtschaftliche Gestellungsbefehl tritt neben den militärischen Gestellungsbefehl. Er ist nicht minder wichtig als dieser, um das Gelingen der großen Ausgabe zu sichern. Bisher ist die Frage der Gewährung einer Unterstützung an Dienstverpflichtete neben dem Arbeitslohn an der neuen Arbeitsstelle von dem Gedanken des vollen Lohnausgleiches beherrscht gewesen, das heißt, man hatte sichergestellt, daß durch die Dienstverpflichtung keine Minderung des bisherigen Arbeitseinkommens erfolgte. Dieser Gedanke war gut, solange die Dienstverpflichtung im Frieden die letzte Zuflucht im Arbeitseinsatz war und zahlenmäßig keine größeren Ausmaße an- nahm. Die durch die Aenderung der außenpolitischen Lage notwendig gewordene Konzentration der Kräfte macht jedoch ein Festhalten an einer solchen Regelung unmöglich. 5„airf uber- AuyH der ‘ vor. ' seine e am auch 1 aus. 5 er. Der Pilz als Beikost. „Deutschland kann durch Hunger nicht wieder in lie Knie gezwungen werden." Dies zuversichtliche Dort des Reichsernährungsministers Darrs ist durch Ue Berichte über unsere sehr günstige Getreideernte, Die Reichsfrauenführerin Gertrud Scholtz- Klink veröffentlicht im amtlichen Pressedienst der NS.-Frauenschaft einen Appell an die deutschen Frauen, in dem es heißt: Der Führer hat uns deutsche Frauen gerufen, und keine von uns darf fehlen. Unsere Männer sollen es wissen, daß wir zu Hause zusammenstehen und einer des anderen Sorge trägt. Unsere Soldaten sollen sich auf uns verlassen können. Wie eine große Familie stehen wir zusammen. In diesen schicksalsschweren Tagen fühlt sich jede von uns dafür verantwortlich, daß sich in keiner Frau die Bitterkeit der Einsamkeit einschleicht. Wer' noch keinen Einsatzplatz zugewiesen bekommen hat, meldet sich. Zur Unterstützung der Landfrau, zur Betreuung der Kinder werktätiger Frauen, bei Gerneinschaftsverpflegungen und Speisungen werden ungezählte Hände gebraucht. Es darf keine Frau mehr geben, die die Hände in den Schoß legt und zusieht. Wenn auch Schweres und Schwerstes uns auferlegt wird, unser Stolz bleibt der gleiche, als deutsche Frauen mit dem Führer in eiserner Disziplin diesen Weg zu gehen und ihm die Gewißheit tagtäglich zu geben, daß auch die Heimat mitzukämpfen und mitzusiegen sich y ’? >» ber kann so, ’ebot der Höflichkeit, als der Klugheit. Es lebt sich ächter so. Darum darf die Höflichkeit, jene echte Michkeit des Herzens, aber durchaus nicht etwa ir den Hintergrund treten. Es kann sogar voraus- cstetzt werden, daß jeder unter uns in diesen lagen viel davon mitbringt und auf seinen Wegen md Gängen dem Mitmenschen gegenüber betätigt. Üegenmärtig ergibt es sich schon einmal, bei den Einkäufen kürzere oder längere Zeit mit anderen Kauflustigen in einem Geschäft verweilen zu müs- fen. Insbesondere die Hausfrauen sind da beteiligt uib müssen Zeitverluste hinnehmen, weil eine fehlende Arbeitskraft noch nicht ersetzt ist, ober das Meldungen von Frauen und Mädchen, die Dienststellen und landwirtschaftlichen Betrieben nch W. L, jjett»# htt, K & t ,rd°' w rndiger tOst. ieder chreren Jen ab« ten er« Yd Md unb 1 amt. if niviier ’n innF in einem ijreiW"' jmt ®er' Erleichterung ganz selbstverständlich gebührt! Dem Kranken, dem vom Alter gebeugten Mütterchen, ban Kriegsbeschädigten sei ebenfalls und überall iitfer tätiges Mitgefühl sicher. Und wer das in alzu großer Selbstversunkenheit doch vergißt, dem gifchieht recht, wenn er von der Gemeinschaft und ötT der Gemeinschaft nachdrücklich auf den guten I»n beim Einkäufen aufmerksam gemacht wird. Nur späte Kartoffelsorten einlagern! wurden im Gebiet des Altreiches z. B. 466 000 Hektar mit einem Ertrag von je 299 dz geerntet. 1938 aber 564 000 Hektar mit einem Ertrage von 310 dz je Hektar. 1937 betrug der Hektarertrag sogar 345 dz. Die guten Ernteaussichten dieses Jahres sichern also auf jeden Fall die Versorgung unseres Volkes mit Zucker. Laßt die Fenster so, wie sie sind. Bei „Fliegeralarm" sofort in den Luflschuhraum! DNB. Zur Behebung bestehender Zweifel wird vorn Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe folgendes bekanntgegeben: Um das schnelle Aufsuchen der Luftschutzräume bei „Fliegeralarm" zu erleichtern, können die Fenster, Fensterläden, Rolläden, Jalousien usw. in dem Zustand belassen werben, irt dem sie sich gerade be* sind en« steht, muß darauf geachtet werden, daß es sich um Dottausgerelfte, schalenfeste Ware handelt, damit keine unnötigen Verluste bei der Lagerung eintreten. । Die übrigen Verbrauchergebiete des Gaues werden von ber Umgebung hundertprozentig versorgt wer- Iben können. e ’n 29. 19, ff , , , w v 1Q(l! über die vollen Stapel von Schlacht- und Mastvieh mb schließlich über die noch unberührten Lager- lorräte an aufgespeichertem Getreide und Fleisch ganztätig gegen Entgelt arbeiten wollen, nehmen die zuständigen Arbeitsämter entgegen. Meldungen von Frauen und Mädchen, die sich ehrenamtlich halbtags- ober stundenweise zur Verfügung stellen wollen, können an die Dienststellen ber NS.- Frauenschaft gerichtet werden. Wer sich meldet und nicht sofort eingesetzt werben kann, gibt seine Anschrift an unb teilt mit, wie er zu erreichen ist. Alle, die in den ersten Tagen noch nicht abgerufen werben, verwenden die Zeit am besten zu schneller und gründlicher Vorbereitung. Das Deutsche Frauenwerk hat deshalb die Pläne seiner Mütterschulungslehrgänge entsprechend um- gestellt und vermittelt in verschiedenen Kursen Kenntnisse über die Betreuung von Kindern, in der Pflege von Kranken in Familien unb Heimen unb in ber Verbanbtechnik, über bie Beschäftigung unb Erziehung von Kindern in Gruppen, über die Verpflegung Erwachsener unb Kinder in Familien unb Heimen nach sparsamen und volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten, sowie über die Her- Ö, das Umänbern unb Ausbessern von Klei- , ücken. Anmeldungen zu diesen Lehrgängen nehmen die Dienststellen der NS.-Frauenschaft usw., die Mütterschulen entgegen. Von dem Beainn der Kurse werden die Frauen, die sich jetzt schon anmelden können, rechtzeitig unterrichtet. scheu und finnischen — zu rechnen, die in der bisher üblichen Höhe liegt. Fleisch: Durch das aus den Grenzbezirken zurück genommene Vieh und durch Zuweisungen von Bayern wird in dieser Woche die Fleischversorgung besser sein als in der vergangenen Woche. Es kann außerdem damit gerechnet werden, daß in Kürze die in Ostpreußen im Ueberfluß vorhandenen Schweine, die früher in starkem Maße nach Hessen- Nassau kamen, wieder hier eintreffen werden, zumal die Transportmöglichkeit auf dem Landwege nun wieder hergestellt ist. Obst und Gemüse: Alle jetzt anfallenden Erzeugnisse sind in reichlichem Maße vorhanden. Ein verstärkter Verbrauch ist bei Mirabellen und Früh- birnen, sowie bei Blumenkohl, Weißkohl und Tomaten erforderlich. Blumenkohl muß besonders stark aus den Verbraucherkreisen ausgenommen werden, da sonst die Gefahr des Verderbens bei dem Handel vorliegt. Zucker: In Rheinhessen, Starkenburg, Hessen- Nassau-Süd und im südlichen Teile von Oberhessen sind zur Zeit keine De rso r gung s schwi erig ketten vorhanden. Im nördlichen Oberhessen und in Hessen- Nassau Nord-Ost und Hessen-Nassau Nord-West bestehen geringe Verso rguna ss chwi eri g ketten. Diese Teile werden von norddeutschen Zuckerfabriken beliefert, bei denen Zucker vorhanden ist, die aber Transportschwieri g k e i ten haben. Es wird dafür gesorgt werden, daß diese Firmen eine Dringlichkeitsbescheinigung bekommen, um aus Grund dieser Bescheinigung bei den zuständigen Reichsbahndirekti 0 - nen Waggons zu erhalten. Kartoffeln: Die Anlieferungen für Frankfurt a. M. find etwa doppelt so groß, wie der normale Bedarf, so daß noch Kartoffeln an die benachbarten rheinischen und westfälischen Gebiete abgegeben werden konnten. Bei der Einlagerung größerer Kartoffelmengen, der an sich nichts im Wege Die Kartoffel, die zu den wichtigsten Nahrungs- giitern unseres Volkes gehört, ist bezugsscheinfrei Mieden, weil die deutsche Landwirtschaft auch in m günstigen Jahren überreichlich Kartoffeln für die menschliche Ernährung erzeugt. Don 50,8 Mill, t, Üifc im Durchschnitt der letzten 3 Jahre geerntet mrden, sind nur rund 13 Mill, t zu Speisezwecken verbraucht worden, während der größte Teil für Ke Fütterung der Tiere und für industrielle Zwecke Anwendung fand. Auch in diesem Jahre verspricht ju werden. Eine Verknappung dieses Nahrungs- mttels für die menschliche Versorgung ist also auf feinen Fall zu befürchten. Trotzdem konnte in den letzten Tagen eine starke Nachfrage nach Kartoffeln beobachtet werden, die zum Teil wahrscheinlich ein- Mgert werden sollten. Davor muß der Verb rau - lhrr gegenwärtig in eigenstem Interesse gewarnt werden, denn die Sorten, die gegenwärtig auf den Diartt kommen, gehören zu den früh reif end en, die eine längere Lagerung in den Kellern der Verbraucher nicht oder nur mit größeren Verlusten Übsrstchen. Jede Hausfrau sollte z. B. jeweils nur soviel Kartoffeln kaufen, wie sie in der nächsten tfc»r höchstens, übernächsten Woche verbrauchen fcnln. Später — im Oktober — wenn die spätreif ende Sorten geerntet sind und auf den Markt fonmen, ist eine Vorratshaltung von Kartoffeln im hc ushalt der Verbraucher durchaus erwünscht. Die Ipditen Sorten halten sich bei richtiger Lagerung bis weit in das Frühjahr hinein, ohne daß größere Arluste zu befürchten sind. Daher muß jeder Haus- frcu nur dringend geraten werden, mit der Einlagerung größerer Kartoffelmengen noch einige Nochen zu warten. Die Kartoffelernte wird be- |tinmt so groß, daß alle Ansprüche restlos befriedigt werden können. unter Beweis gestellt worden. Die vom Reichsnähr- ftanö ausgeübte Marktregelung konnte gerade in fiesen Tagen dazu beitragen, daß die Verteilung und eer Verbrauch von Nahrungsmitteln, dazu auch die Preisgestaltung sich in den gezogenen Grenzen be- negte. Das deutsche Volk weiß, daß alles getan wird, im jedem Volksgenossen den täglichen Nahrungs- lebarf zu sichern. Die Natur hat uns zudem ein ziemlich regnerisches Kohr beschert und damit ein Nahrungsmittel geliefert, !as als Ergänzung von Wert ist: den Pilz, den nan ja auch als „Fleisch des Waldes" bezeichnet hat. Ins wissen auch viele Tiere des Waldes zu schätzen, ^sonders die Wildschweine, die fast alle Pilzsorten rsrzehren. Ebenso machen es die zahmen Schweine, renn sie in den Wald getrieben werden. Die Fütterung der Fische in Teichen und Seen mit Pilzen ist lielfad) bekannt; 10 Pfund frisch verfütterte und leingehackte Pilze sollen ein Pfund Fleischzuwachs (eben. In Deutschland sind die „Schwämme" im frühen Nittelalter wenig beachtet worden. Erst unter dem t influß der Klosterküchen verbreitete sich von Italien str, wo sie immer gern gegessen wurden, der Genuß nm Schwämmen, ebenso auch die Bezeichnung „Pilz" aus dem kirchenlateinischen „bolitus“. Nur f ne Art — der Champignon — wird angebaut oder it Kellern gezüchtet, alle übrigen werden eingesam- nelt, wo sie gerade wachsen. Aber wo soll man nun sammeln? Im Walde sind -e nach Süden und Westen gelegenen Teile und lbhänge ertragreicher als die nach Norden und 1. orboften Itegenben; nur in ganz trockenen Jahren t es umgekehrt ber Fall. Sehr viele Pilzsorten be- aupten ihren befonberen Stanbort, sie finb sozu- :gen seßhaft. So haben Wiesen, Walbränber, moosig- rasige Stellen, Hochwälber, Stangenhölzer, Ge- jsche, Dickichte, Walbwege ihren bestimmten Bestanb n eigenen Sorten und halten ihn vielfach jahrelang ift. Der richtige Pilzsammler merkt sich sorglich solche : teilen und Nester. Bornotizen. Tageskalenber für Donnerstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Paradies für Jung- psellen". Dom guten Ton in den Geschäften. r h»b, R-, 'nem f': 5m isnrint. 'm da. NW meder- LW . mit Frage er mit chlich Bat. 15 erste ta ge« wohnte Lieferauto nicht schon wieder bereitsteht. (Zugegeben, daß wir alle keinen Spaß am Warten hiben, aber ebenso sicher ist es, daß mancher unter dm Wartenden besonbers stark angestrengt wird inö dennoch das Recht der bemahe gewalttätigen sich als stgensreiches Werkzeug in ber Hand ber Clenbogenfrerheit nicht anmenben will. Die wer- fFmnfiritnn«nnTiHf hpmäbrt dnde Mutter verlangt für sich selbst keine Ruck- schtnahme; wir anderen aber empfinden und wissen e-, daß ihr größte Rücksicht und jede erdenkliche Zuschläge für Spirituosen in Gaststätten erst ob 12. September. 1 ie W'c»'ckaitsgruppe Gaststätten- unb Be» Herbergungsgewerbe teilt zur Unterrichtung ihrer Mitglieder mit, daß die Abgabe von Bier unb der glasweise Ausschank von Spirituosen in Gaststätten bis 11. September 1939 ohne den in der Kriegswirtschaftsverordnung bestimmten Zuschlag erfolgt. Die Abgabe von Tabakwaren erfolgte nach vorgenommener Bestandsaufnahme bereits ab 5. September mit einem Zuschlag von 20 v. H. Schulunterricht wird wieder ausgenommen. Wie das Deutsche Nachrichtenbüro vorn Oberkommando der Wehrmacht erfährt, hat ber Reichsminister ber Luftfahrt unb Oberbefehlshaber der Luftwaffe seinen Erlaß über den vorläufigen Ausfall des Schulunterrichtes dahin। gelockert, daß der Unterricht wieder aufgenommen werden kann, soweit einzelne Dienstftellen ber Luftwaffe nicht abweichende Bestimmungen treffen. Vereinfachte Prüfungen für Gerichtsreferendare und Nechtsstudenten. z Rechtsstubenten können sich nach einem Rechts- ftubium von fünf Halbjahren, Gerichtsreferenbare nach einem Vorbereitungsbienst von 2 ¥i Jahren, Wieberholer brei Monate nach bem Mißerfolg, bei einem Justizpvüfungsamt bzw. bei einer Prüfungsstelle bes Reichsjustizprüfungsamtes ober bei einem Oberlanbesgericht zur vereinfachten Prüfung melben, wenn sie zur Wehrmacht einberufen worben sind. Die Prüfung wirb sofort nach ber Melbuna abgenommen unb Möglichst am gleichen Tage oeenbet. Die Gebühr für bie Notprüfung beträgt 15 RM. Doch ist bie Prüfung ohne Rücksicht auf bie Zahlung ber Gebühr abzunehmen unb bie Gebühr zu erlassen, wenn ber Prüfling nach seiner pflichtgemäßen Erklärung außerstanbe ist, die Gebühr zu entrichten. Günstige Lage auf dem deutschen Fischmarkt. Die Versorgung der Bevölkerung mit Fisch ist jetzt von besonderer Bedeutung geworden. In den Binnengewässern hat, der Jahreszeit entsprechend, die Herbstfischerei erneut an Umfang gewonnen, die Zufuhren an Süßwasserfischen sind durchweg gestiegen. Der äußerst große Verbraucherbedarf führte stets zu sehr glatter Räumung des Marktes, ohne daß dieser restlos gedeckt werden konnte. Die An- lanöungen von Seefischen hatten in der vergangenen Woche einen sehr großen Umfang. Die Kauflust hat sich ausgeweitet, der Absatz gestaltete sich recht flotiP In erster Linie wurden Rotbarsch, Rotbarschfilet und Schellfisch angeliefert, Kabeljau und Kabeljaufilet dagegen nur in mäßigen Mengen, so daß der Bedarf hier nicht restlos gedeckt werden konnte. Während bei der Hochseefischerei in den kommenden Wochen mit einem Rückgang ber An- lanbungen zu rechnen ist, hat die deutsche Ostseefischerei den Fangbetrieb verstärkt aufgenommen, wodurch bereits größere Zufuhren an Dorsch ein» traten. Die Auslandseinfuhr fetzte sich auch in ber neuen Woche in dem üblichen Rahmen fort. Oie Abgabe von Landbutter. Die HB. der deutschen Milch- unb Fettwertschaft veröffentlicht eine Anordnung Nr. A 3 betr. Ablieferung der vom Milcherzeuger hergeftellten Butter (Landbuttxr) vom 1. 9. 1939. Hiernach haben Milcherzeuger/oie vom Milch- und Fettwirtfchafts- verband zur Herstellung von Landbutter zugelassen finb, die hergestellte Landbutter, sowie bie selbst ausgeschmolzene Butter (Butterschmalz) an die vom Milch- und Fettwirtschaftsverband bestimmten Land- buttersammelstellen abzuliefern. Jebe anderweitige Abgabe (Verkauf, Tausch, Schenkung usw.) ist verboten. Ausgenommen von diesen Bestimmungen finb1 Mengen, bie ber Hersteller zur Selbstversorgung b6nötigt. Bei direkter Abgabe an Verbraucher auf Grund besonderer Ermächtigung darf bie Abgabe nur gegen die für Butter gültigen Abschnitte der Ausweiskarte erfölgen. Das lleberschreiten derNeichsautobahn ist verboten. Von zuständiger Stelle wird mitgeteilt: Viele Autobahnbenutzer sind immer noch im Glauben, baß sie bie Fahrbahnen ber Reichsautobahnen im Bereich ber Anschluß- unb Tankstellen überschreiten dürfen, um die dortigen Einrichtungen zu benutzen. Sie fetzen sich und das Leben anderer Menschen in Gefahr und haben dadurch schon die schwersten Unfälle hervorgerufen. Es wird deshalb nochmals eindringlich darauf hingewiesen, daß das Ueber- schreiten der Fahrbahnen wegen ber damit verbundenen Gefahr verboten ist. Der Benutzer muß bie Tankstellen unb Erfrischungsräume immer von ber richtigen Fahrbahn anfahren unb zwar mittels ber Auffahrtsrampen ber Anschlußstellen, oder durch besondere Zufahrtswege bei einf-eitig angelegten Tankstellen. Sollte einer der Benutzer dazu nicht in der Lage sein, hat er durch ein Rufzeichen den Tankstellenwärter herbeizurufen. Wie man von ber falschen auf die richtige Seite ber Tankstelle kommt, wirb burch besönbere Beschilberung beutlich gemacht. Zuwiderhanblungen werben unverzüglich zur Anzeige gebracht. Gießener Vochenmarktpreise. * Gießen, 7. Sept. Auf bem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, V» kg 1,60 RM., Matte 25 bis 50 Rpf., Käse, bas Stück 4 bis 10, beutsche Eier, Klaffe S 13, B 12, D 10^, Wirsing, % kg 6 bis 7, Weißkraut 5, Rotkraut 7 bis 8, gerbe Rüben 7 bis 8, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20, Römifchkohl 8 bis 9, Bohnen, grün 13 bis 20, gelb 13 bis 20, Erbsen 20, Felbsalat, iho 10 bis 15, Tomaten, V» kg 12 bis 15, Zwiebeln 8 bis 15, Kürbis 8, Kartoffeln, % kg 5 Rpf., 5 kg 47 Rpf., 50 kg 3,50 RM., Frühäpfel, V> kg 15 bis 25 Rpf., Falläpfel 5 bis 8, Pfirsiche 32 bis 35, Brombeeren 35, Birnen 10 bis 20, Zwetfchen 12 bis 18, Mirabellen 20 bis 25, Renekloben 15 bis 18, Blumenkohl 10 bis 40, Salat 5 bis 8, Salatgurken 10 bis 30, Einmachgurken 1 bis 5, Endivien 8 bis 15, Oberkohlrahi 5 bis 8, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 20, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Rpf. Amtsgericht Gießen- Der Fr. K. K. in Steinbach hatte wegen fahrlässiger Körpervexletzung einen Strafbefehl über 40,— RM. erhalten.^ Er fuhr am 8. Mai mit seinem Motorrad durch den Hindenburgwall in Gießen in Richtung Frankfurter Straße und bog nach links in Bleichstraße ein. Beim Kreuzen der Fahrbahn ließ er dem in Richtung Hitterwall fahrenden Rckdfcchrer 2L nicht das. Vorfahrtsrecht, Da« durch erfolgte ein Zusammenstoß mit dem Radfahrer, wobei dieser am Kopf leicht verletzt wurde. Gegen den Strafbefehl legte der Angeklagte Einspruch ein. In der gestrigen Hauptverhandlung wurde er durch einen einwandfreien Zeugen und durch Einnahme richterlichen Augenscheins an Ort und Stelle überführt. Der Angeklagte wurde zu einer Geldstrafe von 4 0.— R M. verurteilt. G. A.-6>port. Reilausbudung Oer HZ. 12000 Reiterscheine in einem Halbjahr. Die Reit- und Fahrausbildung der Hitler-Jugend stellt einen nicht gerade unbedeutenden Teil der von der HI. betriebenen Wehrertüchtigung dar. Das beweisen einige Zahlen von abgelegten Prüfungen- sowie £ie Erfolge dieser jungen Reiter bei den Wettkämpfen auf kleineren, teilweise auch bedeutenderen Turnieren. In Verden sah man kürzlich auch eine Gruppe Hitlerjungen, die von dem Führer der bekannten Kosaken-Gruppe Terassenko ausgebildet worden ist und mit ihren Kunststücken auf galoppierenden Pferden großen Eindruck hinterließ. Die HI.-Reiter bilden keine Sonderformation, ihre Ausbildung im Reiten, die in den Reiterstürmen der SA. durchgeführt wird, ist vielmehr zusätzlicher Dienst und kann höchstens an die Stelle des Sport- dienst^ der Jungen treten. 28 000 Hitlerjungen machen gegenwärtig die in großem Stil betriebene Ausbildung mit, nachdem schon im ersten Halbjahr 1939 mehr als 12 000 amtliche Reiterscheine an HI.-Angehörige ausgegeben werden konnten und im Jahre vorher ebenso beinahe 10 000 Hitlerjungen den Reiterschein erwarben. Die Inhaber des Reiterscheines tragen als Abzeichen die Reiter-Armscheibe mit zwei gekreuzten Fähnlein auf der Uniform. Der Umfang, in dem die Ausbildung im Reiten, zugleich aber auch in der Pferde- und Materialpflege, erfolgt, garantiert einen ausreichenden Nachwuchs für die berittenen Wehrmachtsteile. Denn ohne das Pferd als treuen Helfer ist ein neuzeitliches Heer auch im Zeitalter der Motorisierung nicht denkbar. Segelstua über Wüstengelande Langstreckenflüge von Motorflugzeugen durch die Tropen und über das Wüstengelände in Jnner- afrika sind heute durchaus keine Seltenheiten. Neuerdings dringen nun auch die Segelflieger bis in diese Gebiete vor, und erst vor wenigen Monaten ist eine Forschungs-Expedition unter Leitung des bekannten Professors G e o r g i i, die unter Mitwirkung unserer erfolgreichsten Segelflieger in Libyen mitten in der Wüste aus verschiedenen Flugzeugtypen die thermischen Verhältnisse erforschte, mit guten Ergebnissen und Erfahrungen nach Deutschland zurückgekehrt. * ' Der Segelflug ist dank der deutschen Pionier- orbeit bis in alle Teile der Welt vorgedrungen. In Südafrika wurden mehrere Segelflug-Klubs gegründet, so auch in Johannesburg, wo einige deutsche Piloten mit unseren erfolgreichen Konstruktionen, wie „Minimba", „Wolf" und „Grunau-Baby" einen umfangreichen Uebungs- und Schulbetrieb durchführen. Man beschränkt sich hier noch auf den Auto- Schleppstart an einem 500 Meter langen Stahlseil, das der Flugzeugführer ausklingt, wenn er eine Höhe von etwa 200 Meter erreicht hat. Mit einer Steigegeschwindigkeit von vier Meter in der Sekunde geht es dann bei einigermaßen günstigen Aufwinden sehr schnell in die Höhe, und anschließende Streckenflüge, einige hundert Kilometer weit bis in die Wüste hinein, sind beinahe jede Woche zu verzeichnen. Die Landung eines Segelflugzeuges ist dann immer eine kleine Sensation. Aus der gewöhnlich nahen Siedlung strömen unter großem Geschrei die Schwarzen herbei, und wenn sie den „Vogel" erst befühlt haben, dann hat der Pilot Mühe, die Maschine vor Beschädigungen zu schützen, bis sie abtransportiert werden kgnn. Einige Tage vergehen allerdings immer, bis vom Startort das Transportauto eingetroffen ist. Kurze Sportnotizen. SA.-Gruppenführer Beckerle (Frankfurt a. M.), der Führer des NSRL.-Gaues Südwest, wendet sich in einem Aufruf an alle Kameraden und Kameradinnen, in dem es heißt, daß es der uns vom Führer gestellten Aufgabe entspricht, den Betrieb der Leibesübungen auch unter den augenblicklich erschwerenden Umständen weiterzuführen. 24Leichtathleten haben in diesem Jahre auf Grund ihrer besonderen Leistungen Eingang in die Olympiaklasse" gefunden, darunter Neckermann Königshütte, ein Zentrum der Industrie Oberschlesiens. Blick auf einen Teil der großen Hüttenwerke des deutschen Königshütte. — (Scherl-M.) 1 WW ■ - ..x ' M Erweiterung des Fahrplans der Reichsbahn Essen—Frankfurt, D 82 Kassel—Frankfurt, E 40 Frankfurt—Kassel E 79 Frankfurt—Hamburg, D 73 Hamburg—Frankfurt, D185 D 74 D186 Frankfurt—Essen, D 81 Uhr 21.31 21.40 9.31 9.37 21.02 21.07 Gießen Gießen Gießen Gießen Gießen Gießen an ab an ab an ab 15.45 15.48 14.38 14.40 Ab 9. September 1939: Stuttgart—Göttingen, Gießen an Gießen ab Göttingen—Stuttgart, Gießen an Gießen ab Auf dem Bahnhof Gießen verkehren in Erweiterung des bisherigen Fahrplans künftig folgende weitere Züge: Ab 8. September 1939: Gießen an Gießen ab 9.10 9.12 Gießen an 21.12 Gießen ab 21.14 Gießen an 8.32 Gießen ab 8.40 Uhr (Mannheim), Scheuring (Ottenau), Borchmeyer (Frankfurt), Harbig (Dresden), Kaindl (München), Eberlein (München), Stöck und Wöllke (Berlin) und Storch (Fulda). Im Vorjahr gehörten der obersten Gruppe 16 Athleten an. Wirtschaft. Aufgehobene Frühkartoffelbewirtschastung. FWD. Der Kartoffelwirtschaftsverband hat durch Anordnung vom 30. 8.1939 eine am 1. 9.1939 in Kraft getretene Bestimmung getroffen, wonach die Anordnung vom 7. 6.1939 über die Frühkartoffelbewirtschaftung aufgehoben wird. Die Bezirksabgabestelle Hanau und die ihr unterstehenden Ortssammelstellen kommen vom 1. 9.1939 an in Fortfall. Gießener Schlachtviehmarkt. Zum Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) am Dienstag in der Versteige- rungshalle Rhein-Main in Gießen wurden 5 Ochfeih 3 Bullen, 11 Kühe, 27 Färsen, 72 Kälber, 147 Schweine aufaettieben. _ Preise: Ochsen 44 bis 45,5, Bullen 43,5, Kühe 18 bis 43,5, Färsen 40 bis 44,5, Kälber 30 bis 65 Rpfg. je V2 Kilogramm Lebendgewicht. Für Schweine wurden je Kilogramm Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,20, bl (135 bis 149,5 kg) 1,18, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,16, c (100 bis 119,5 kg) 1,08, d—f (unter 100 kg) 1,02, gl (fette Specksauen) 1,18, i (Altschneider) 1,16, g2 (andere Sauen) und h (Eber) 1,06 RM. Marktverlauf: Großvieh, Schweine und Kälber zugeteilt. Alles ausverkauft. Rhein-Mainische Börse. Aktien abbröckelnd. Frankfurt a. M., 6. September. Das Geschäft an der Börse bewegte sich ungefähr auf dem gestrigen Stand. Am Aktienmarkt lagen weiterhin Kaufaufträge vor, andererseits setzten sich auch Abgaben offenbar zum bevorstehenden Steuertermin fort. Infolgedessen war die Kursentwicklung etwas uneinheitlich, größtenteils traten aber leichte Rückgänge von durchschnittlich 0,50 bis 1 v. H. ein. Weiter fest waren Laurahütte auf die Rückgewinnung des ostoberschlesischen Gebiets mit 23,50 bis 24 (21,75) ferner Scheideanstalt mit 220 (218), Kali Salzdetfurth mit 161 (160,25). JG.-Farben 0,25 v. H. erholt auf 160, Metallgesellschaft um 0,65 v. H. auf 113,13. Westdeutsche Montanwerte meist nachgebend, Verein. Stahl 97,65 (—1 v. H), Mannesmann 106,40 (107,13), Hoesch 108,40 (—0,25 v. H.). Auch Elektropapiere gingen bis 1 v. H. zurück, darunter Siemens auf 194,25 bis 193,65 (194,50), AEG. auf 116,65 (117,50), Betula auf 163,90 (164,90). Von Maschinenwerten waren Adlerwerke 1 v. H. ermäßigt auf 93,50 und Rheinmetall 2 v. H. niedriger gefragt mit-118. Im Freiverkehr hörte man Katz 8z Klumpst mit 92 bis 95. Tagesgeld leicht mit 2,25 (2,50 v. H.)< Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 6. Sept. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) iit RM.: Weizen W 9 197, WH 199, W 12 200, W 13 201, W 16 204, W 18 206, W 19 208, W 20 210, Roggen R 11 183, R 12 184, R14 186, R 15 187, R 16 189, R 17 190, R 18 191, R 19 193 Groh- Handelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 bis W 20 einschl. Kreis Alzey 30,05, W 20"Kreis Worms 30,40, do. Type 630 W 13 bis W 20 einschl. Kreis Alzey 31,20, W 20 Kreis Worms 31,55, do. Type 1600 W 13 bis W 20 einschl. Kreis Alzey 23,05, W 20 Kreis Worms 23,55; Roggenmehl Type. 997 R12 22,45, R15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50 alles zu- züglich 50 Rpfg. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl W19 13,60. Weizenvollkleie W19 11,60, Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W18 11,00, W19 11,10, W 20 11,20 Mühlenfeftpreife ab Mühlenstation. Roggenfuttermehl R18 12,90. Roggenooll- kleie R18 10,90, Roggenkleie R12 9,95, R 15 10,15, R 16 10,25, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Treber —. Wiesenheu, handelsüblich 5,00 bis 5,20, do. gut, gesund, trocken 5,60 bis 6,00; Ackerheu, gut, gesund, trocken 6,00 bis 6,30; Kleeheu, handelsüblich 6,00 bis 6,40, do. gut, gesund, trocken 6,40 bis 6,80; Luzerneheu, handelsüblich 6,60 bis 7,00, do. gut, gesund, trocken 7,00 bis 7,50; Weizenstroh, bindfadengepreßt oder gebündelt 2,50, Roggenstroh, do. 2,70, Hafer- und Gerstestroh, do. 2,30 bis 2,40 Erzeugerpreis ab Erzeuger-Verladestation. Tendenz: ruhig. gestern abend von uns gegangen. Gießen (Wolfstraße 16), den 7. September 1939. Die Beerdigung findet in aller Stille statt. 5859P Statt Karten gesucht 5856D Botel Schütz. Eberswalde, Ruhlaer Straße 33 04199 SELTERSWEG 47 » TELEFON 2373 Forstreferendar Justus Soltau Annemarie Soltau, geb. Ärüning Tüchtiger junger Mann als Hotel- diener Nach kurzem, schwerem Leiden ist mein unvergeßlicher Mann, unser treusorgender Vater, unser lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder und Schwager Studienrat Dr. Heinrich Fuhr Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Helene Fuhr, geb. Schmidt Hildegard und Ria. Ein im Kochen und im Haushalt erfahrenes 04195 Mädchen mm 1. Oktober gesucht. de la Cha 11 x, Gutenberg. straße 24 I Unsere am 5. September 1939 vollzogene Vermahlung zeigen wir hiermit an Stellengesuche! Junger Kaufmann sucht Aushilfsposten (evtl.halbeTage) AührerscheinKl 3 Schr. Ang. unt. 04192 a. d. G. A. | Verkäufe | Früh- zwetsdien zu verkaufen. ^101 Goethestr.lv Ur. Kaufgespche Leichten Pritschenwagen für kleines Pferd gesucht. Schr. Ang. unt. 04198 a. d. G. A. [Verschiedenes] tthmW für engl. Anf.- Unterricht ges. Schriftl. Angeb. unter 04187 an den Gieß Anz. Privatunterricht in Stenographie und Schreibmaschine gesucht. Schr. Ang. unt. 04197 a. d. G. A. 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Kenntnis, daß mein Vvot im Lebensmittelgeschäft Heinrich Haas Gießen, Kirchenplatz 14 erhältlich ist. 04193 Hugo Weitzel Bäckerei, Lang-Göns. Zur Aufbewahrung von Wertgegenständen aller Art empfehlen wir unsere modernen Tresor-An lagen, in denen wir Schrankfächer vermieten oder Koffer, Kisten usw. zur Aufbewahrung gegen eine mäßige Gebühr entgegennehmen. Commerz- und Privat-Bank Aktiengesellschaft, Filiale Gießen Johannesstraße 17 Fernruf 2051 5855V Gewinnauszug 5. Klasse 1. Deutsche Reichslotterie Ohne Gewähr_____________ Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind drei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den drei Abteilungen ___________I, n und III_______________ 2. Ziehungstag September 1939 In der heutigen Vormittagsziehung wurden gezogen 304753 139824 62021 155334 144166 141413 206123 316155 147207 128176 75813 229304 108148 170941 223011 276051 173442 234993 294584 393531 232979 81995 222635 265686 343347 121015 152895 178792 216311 241664 265115 290731 316559 343290 369750 125394 171194 225089 287131 383271 167239 197706 221547 248330 272590. 302472 322280 356576 375692 296821 396566 172632 199193 222987 250724 274988 306881 324998 356872 394866 372090 171608 19657 58367 118964 150464 177856 211470 241094 257880 288609 312070 342952 368601 398861 175410 206947 232805 252664 280562 307344 332590 368422 395429 123482 166527 179936 220320 244055 265476 295257 .317302 354915 373051 626 3247 3435 3 Gewinne zu 10000 RM. 262877 12 Gewinne zu 5000 RM. 61746 200365 ------ 253920 260759 26168 31365 37083 39977 48952 55848 63278 65605. 99683^103142 „107^5 ,108822 374899 . _____ 234 Gewinne zu 500 RM. 377330 9 Gewinne zu 4000 RM. 196973 21 Gewinne zu 3000 RM. 61977 173651 215656 253959 364455 42 Gewinne zu 2000 RM. 38736 80575 97317 193668 215505 224300 224736 237130 282808 30617136^41 ____ — -Vl'/Gewinn°e"zu WOO^H 3056 6231 24837 37726. 46133. 495M «X)66,70229 7*04 ,87600 I040/ 9443 9681 113081 106147 150 RM. Außerdem wurden 6612 Gewinne zu je gezogen. 105606 124834 129796 148579 157688 174056 185106 207460 253984 263857 282828 294557 315854 329217 342799 351413 375490 385868 392952 127856 131431 149675 160053 179419 193759 236201 255420 269414 289269 309312 326095 332404 344714 360627 377820 390870 398209 128624 136037 . 151462 162857 180461 201652 236518 257124 269529 290559 310637 328169 333826 346977 372148 378450 391662 103014 120731 129480 146395 152931 169872 184495 206067 245661 261552 277790 293299 313886 329097 342260 351091 375200 384531 392623 129375 145028 152215 163315 184434 205914 244303 260769 276594 291083 312777 328915 338758 347571 375039 379315 392137 105852 127026 130264 148722 158002 175573 192168 21 1950 255064 267081 282977 ' 304628 325189 332036 343431 356040 376798 389961 396569 10094 10275 22857 27013 31335 31945 84624 8752^.68511^ 89495 ,95533 UJ0226 1243^7®Ä8Ull3g2^559Ö "18521 27303 28358 29065 30434 30941 34100 34240 37143 38213 45666 52448 53626 66135 66888 66993 67617 75945 82286 .84W5 In der t^trigen Nachmittagsziehung wurden gezogen. 3 Gewinne zu 40000 RM. 386323 3 Gewinne zu 5000 RM. 41707 6 Gewinne zu 4000 RM. 1 74546 299679 27 Gewinne zu 3000 RM. 13391 44548 202518 309707 311087 311707 313500 349321 388243 54 Gewinne zu 2000 RM. 2686 22994 27991 55929 88490 92402 97999 104960 174894 185622 214322 220861 269487 272995 277382 340091 356133 362754 123 Gewinne zu 1000 RM. 3589 8820 19887 2192T 22051 40516 50125 53180 54092 60093 6813« 83798 100866 103854 104279 107858 109128) 118561 141859 144069 161491 179725 18444» 186617 187203 190112 196364 209692 24112» 254133 255613 267784 286288 316906 321539 331339 346415 351329 381609 388179 39697» 276 Gewinne zu 500 RM. 1443 3047 8241 10300) 16085 16154 17387 18547 21350 22233 24578) 31908 31960 33559 35848 40282 46418 49423- 49500 50204 56668 58751 62805 66827 67709 86957 91361 102476 106971 110094 115435 118175 119535 125088 125861 150014 150349 153264 159958 170616 173715 181108 184129 197312 198796 199156 200632 209863 210511) 216335 217791 218630 221467 222662 232456a 233189 235853 244294 246249 256031 2623721 272589 277703 283594 284000 291166 295223 297504 311643 311647 312419 314408 315022 316073 323888 326155 336542 340046 344159 345649 347671 356465 365072 366746 38028» 380951 381000 382583 394388 395943 397561,'! 398082 483 Gewinne zu 300 RM. 1122 1770 208c i 4607, 4996 8656 9210 12549 12918 13460 35920 38321 39274 39745 40892 44265 46902 47521 49615 51877 60193 60743 67035 67235 67907 68654 69929 70731 73460 80594 82905 89464 90052 100840 101213 103125 103441 108506 112867 113943 114326 121681 122638 125323 131319 132088 132168 135678 138919 140176 140996 145163 146660 146881 149719 154710 154876 164192 165716 167758 172120 179125 182822 186739 187560 189490 190689 191078 191820 193960 196145 196830 197212 200913 202618 211803 215941 219357 223316 230826 230857 234172 234280 235375 241940 242042 244043 245947 246074 247250 247585 248910 250471 250476 250773 254921 255634 255654 256762 257042 257500 260803 261293 262944 265120 267013 268112 269091 282307 284938 286481 290072 290671 291849 294900 301013 305602 310744 311194 311282 311848 312200 316468 318981 319476 321347 322222 324264 325405 332842 333115 335066 336578 340523 341732 345408 348735 351299 351593 353214 354159 355955 356909 358409 358774 360808 365050 366487 375439 381003 385337 386420 386481 386717 387263 390817 395787 396050 396373 397056 399762 Außerdem wurden 6525 Gewinne zu ie 150 RM. gezogen. firn Gcwinnrade verblieben: 3 Prämien zu je 500 000 NM, 3 Gewinne zu je 500 000 NM, 3 zu je 300 000, 6 zu se 100 000, 12 zu je 50 000, 12 zu je 40 000, 18 zu se 30 000, 36 zu se 20 000, 132 zu je 10 000, 306 zu se 5000, 387 zu se 4000, 837 zu se 3000, 1635 zu je 2000, 4689 zu se 1000, 10 989 zu je 500, 22 011 zu se 300, 288 924 zu je 150 NM. AL fall’10*1 r Mal Mi ahne^ MV Aach b non ein inW Zen» Michis richte"' ps zranlst ber Oberto Die men a I folg” poch J1 Südc bringen M Stat; westlich Die 1 Angriff Merl ivieckc Vacjchc Drero Die 1 Hal sich "Pioniere mehr ui gebroche Jlori bei pull 3n de und Jtoi An bii Cuffro Mssene polnische kamps kamps ei jugsroec gangen Angriffe Die D sind na Durchga verslo Stabt Zwei Gebiet i Das I geltet 3n 3 !! von y einer Sfranbt Lin oi »erni Ms Dieb bis jur 126 G Die 3a wehre । "och n Der p rowsk geriet nach t nimmt l fll -L Mando der T Danke Wx schert würben hone: "ahmen U°nge: Verkehr 3ünbetei Achten °w t [hegen, würben 9en, । usches Sitte $ -Sen ^eute n*en n y eb Met N