Nr. 260 Erstes Matt 180. Jahrgang Montag, 6. November 1030 Erfchemr tög Md), außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte (Bie^ener Famllienblättei Heimat im Bild • Die Scholle Monats-Vezugspreir: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr . e -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zentsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siesten Postscheckkonto: Sranffurt am Main 11688 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vroL und Verlag: vrühlsche UnlverfitStsdruckerei R. Lange In Siehrn. Schristlettung und SeschSftsstelle: Schulstratze 7 Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer ois8'/,Uhr des Vormittags Gmndpreife für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breite 50 Rpf..Platzvorschrift nach vorh. Vereinbg.25°/„ mehr. ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie ein* spaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf.. Familienanzei. gen, Bäder», Unterrichts» u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Erste Mmfeierstunbe der Jugend. Jm Dienst der politischen Erziehung. - Reichsminister Dr. Goebbels spricht zur Jugend. Berlin, 5. Noo. (DNB.) Am Sonntagvormittag hatte sich im ganzen Reich die deutsche Jugend in allen Filmtheatern versammelt, um ihre erste F i l m s e i e r st u n d e zu begehen. Im Üsapalast am Zoo in Berlin ergriff Reichsminister Dr. G o e b- b e l s selbst das Wort. Das Filmtheater war bis auf den letzten Platz erwartungsvoll gestimmter Jugend besetzt. Als Dr. Goebbels zusammen mit dem Reichsjugendführer den Raum betrat, erhoben sich Jungen und Mädels von ihren Plätzen und bald ertönte ein Lied, begleitet von einem Streichorchester und einer Spielschar, die auf der Bühne Aufstellung genommen hatten. Anschließend begrüßte ein Pimpf den Reichsminister und den Reichsjugendführer, wobei er Dr. Goebbels im Namen der deutschen Jugend dafür dankte, daß die deutschen Filmtheater für die Morgenfeiern zur Verfügung stünden. Dann führte Dr. Goebbels u. a. aus: Zum ersten Male tretet Ihr in solcher Geschlossenheit in dieser ernsten Zeit zusammen. Es soll damit nicht gesagt sein, daß die deutsche Jugend bisher teilnahmslos neben dem Kriege gelebt hätte. Im Gegenteil, Ihr habt Euch nach Euren besten Kräften und auf allen Gebieten unseres inneren Lebens betätigt und auch bewährt. Keine Aufgabe war Euch zu schwer und zu mühevoll. Ihr habt, wo sie Euch übertragen wurde, sie auch gelöst, ja Euch zu ihr hingedrängt, um auch Eurerseits einen wenn auch bescheidenen Beitrag zu dieser geschichtlichen Zeit zuzusteuern. Viele aus Euren Reihen haben auf die männlichste Weise das Gelöbnis, das Ihr so oft auf Euren Kundgebungen und Heimabenden dem Führer in Reden und Liedern gegeben habt, wahr gemacht. Eure Führer stehen zum größten Teil unter den Soldaten des Reiches im Felde, zum Teil sind sie im Polenfeldzug verwundet worden und 251 von ihnen sind gefallen. Ihr seid also im besten Sinne des Wortes eine politische Jugend gewesen. Wir Deutsche waren zu unserem Unglück früher ein unpolitisches Volk. Uns fehlte oft die Kenntnis der tieferen Zusammenhänge unseres geschichtlichen Lebens. So sind wir auch als Volk im August 1914 in den großen Weltkrieg hineingezogen. Heute weiß es in Deutschland jedermann, daß wir um unsere nationale und soziale Existenz kämpfen. Wir sind im besten Sinne des Wortes politisch geworden. Deshalb kämpfen wir diesen Krieg. Daß unser Volk sich mit (einer ganzen Kraft für diesen Krieg einsetzt, ist zum bedeutendsten Teil eine Folge unserer jahrelangen nationalsozialistischen Erziehungsarbeit. Diese Erziehungsarbeit ist heute wichtiger denn je, und zwar gerade bei einer Jugend, die -eben im Begriffe steht, in die Generation der kämpfenden Soldaten hineinzuwachsen. Wir haben es mit voller Absicht vermieden, in diesem Kriege das deutsche Volk in einen Rausch von Hurra-Patriotismus zu versetzen. Wir wollten *ein Strohfeuer anzünden, das ebenso schnell verlöscht, wie es angefacht wird. Für diesen Krieg ist eine harte und feste Entschlossenheit vonnöten, die sich mehr in der täglichen Pflichterfüllung als in lärmenden Siegesfeiern äußert. Well wir wissen, worum es geht, deshalb sind wir auch gänzlich immun gegen ausländische und vor allem gegen englische Betörungsversuche. Die dummen und albernen Flugblätter, die von englischen Flugzeugen über deutschen Städten und Dörfern abgeworfen werden, können unserer inneren Moral nichts anhaben. In Deutschland hört niemand mehr auf Stimmen, die aus dem feindlichen Lager des Auslandes zu uns herüberdringen. Wir hören alle nur noch auf die Stimme des Führers. Auch die wie im Weltkrieg wiederum zu uns herüberdringenden englischen Lügen können das deutsche Volk und vor allem die deutsche Jugend nicht aus ihrer Ruhe bringen. Wir stehen den englischen Verführungsversuchen vollkommen teilnahmslos gegenüber. Während die britischen Staatsmänner und Propagandisten im Weltkriege wahre Schreckensgespenster für die deutsche Kriegführung waren, sind sie heute für unser Volk nur noch Witzfiguren, die den Eindruck erwecken, als wären sie aus dem großen Krieg übrig geblieben. Ihren Lügen gegenüber führen wir Deutschen den Kampf für das Recht. Wir haben es nicht nötig, Lügen mit Lügen zu beantworten. Wir stellen der Verleumdungskampagne unserer Gegner die blanke Wahrheit entgegen, und wir erleben zu unserer Genugtuung, daß die Wahrheit sich mehr und mehr in der Welt durchzusetzen beginnt- Dieser Kampf ist ein politischer; er geht nicht nur die Staatsführung, er geht das deutsche Volk und er geht vor allem die deutsche Jugend an. Denn die deutsche Jugend wird einmal die Früchte dieses Krieges ernten. Für sie wird er durchgefochten. Deshalb ist es volittsche Pflicht jedes deutschen Jungen und jedes deutschen Mädels sich den Aufgaben des Staates und des Volkes mit allen Kräften zur Verfügung zu stellen. Es hat sich nun als notwendig erwiesen, die deutsche Jugend in regelmäßigen Ab ständen im ganzen Reiche z u s a m m e n z u f a s s e n , um sie für diese große Aufgabe auszurichten. Da es aber einerseits überall an Sälen für diese Zusammenkünfte fehlte, da anderseits die Abendstunden vor allem in den Gebieten des Reiches, die verdunkelt werden müssen, nicht geeignet erscheinen, um die Jugend zu versammeln, habe ich mich entschlossen, die deutschen Kinotheater an den Sonntagoornutta- gen für diese Zwecke zur Verfügung stellen zu lassen. Heute steht auch der Fllm im Dienste der nationalen Erziehung. Wir haben keinen Grund, das zu leugnen. Wir gehören nicht zu jenen Heimlichtuern, die eine kindliche, alberne Scheu vor dem Wort Propaganda oder Tendenz besitzen. Alles, was unserem Volke dient, ist gut, auch die Propaganda und auch die Tendenz. Die Propaganda wird nur dann eine gefährliche Waffe sein, wenn sie sich gegen das Volk richtet. Arbeitet sie jedoch für das Volk, dann kann sie ungeheuren Segen im Dienste des Volksganzen stiften. Auch der Film hat eine Aufgabe im Rahmen der nationalen Erziehung zu erfüllen. Wenn mir also Euch an den Sonntagvormittagen in die Kinotheater führen, so ist das auch ein Stück nationalsozialistischer Erziehung, und wende ich mich in dieser ersten Film- feierstunde der deutschen Jugend mit meinen Worten an Euch alle, so soll das, was ich Euch zu sagen habe, durch den Film als den künstlerischen Verfechter unserer Weltanschauung ergänzt und b e st ä t i g t werden. In diesem Sinne richte ich an Euch meinen Gruß. Wie alle Ereignisse des Gemeinschaftsgedankens unseres Volkes, so wollen wir auch diese Stunde mit einem Gruß an den Führer beginnen. In schwerer Zeit steht das ganze deutsche Volk und vor allem die deutsche Jugend in Treue und fester Entschlossenheit um ihn versammelt. Er ist für uns alle der Garant unseres Sieges und einer 'großen leuchtenden Zukunft, die sichtbar schon vor unseren Augen steht. Nachdem Dr. Goebbels unter stürmischem Beifall geendet hatte, wurde ein von der Reichsjugendführung zusammen mit der Deutschen Filmgesellschaft hergestellter Film „Einsatz der Jugend" vorgeführt. Im Rahmen einer Spielhandlung wurde hier gezeigt, wie vielfältig die Jugend ihre Kräfte der Allgemeinheit zur Verfügung stellt und mit welchem Eifer sie dabei ist, Hand anzulegen, wo Not am Mann ist. Mit großer Begeisterung wurde dann die Vorführung des Films „D 111 8 8" entgegengenommen, der den Jungen und Mädel ein packendes Bild aus dem Leben der deutschen Luftwaffe darstellte. So wurde diese Filmfeierstunde ein nachhaltiges Erlebnis im Sinne jener Erziehung zu den nationalpolitischen Tugenden, von denen Dr. Goebbels in seiner Rede gesprochen hatte. Größter dänischer Ozeandampfer auf englische Mine gelaufen. Englischer Versuch, das Unglück deutschen U-Booten zuzuschieben, durch die Schilderung des Kapitäns widerlegt. Kopenhagen, 5.Nov. (Europapreß.) Zum ersten Male in diesen Tagen ist ein dänisches Schiss Opfer einer Minensprengung geworden. Es handelt sich um den dänischen Dampfer „Canada" der Ostastatischen Company. Das Schiff lief nördlich von Grimsby an der englischen O stillste (bei Hüll) am Freitag um 14.20 Uhr a uf eine englische Min e. Es gelang, die gesamte Besatzung zu retten. Bei der Explosion wurde niemand verletzt. Das Schiff befand sich auf dem Wege nach Dänemark. Die sechzig Mann starke Besatzung ging sofort in die Boote, da man zuerst die Beschädigungen zu ernst genommen hatte. Als festgestellt worden war, daß das Schiff nicht sofort sank, gingen der Kapitän und dreizehn Mann der Besatzung wieder an Bord, um mit Hilfe inzwischen herbeigeholter Bergungsfahrzeuge zu versuchen, den Dampfer auf die englische Küste aufzusetzen. Der Versuch scheiterte jedoch, da es nicht gelang, die „Canada" über Wasser zu halten. Am Samstagabend soll der Dampfer dann gesunken fein. Der genaue Zeitpunkt steht ausfälligerweise noch nicht fest. Mit der Sprengung des dänischen Dampfers „Canada" der Ostasiatischen Company hat Dänemark fein größtes und neue ft es Ozean- schiff verloren. Der Dampfer war erst vor vier Jahren vom Stapel gelaufen und hatte noch in diesem Sommer das dänische Kronprinzenpaar nach Amerika zum Besuch der Neuyorker Weltausstellung gebracht. Das 11 000 - Tonnen - Schiff hatte, als es vor der englischen Küste bei Hüll das Opfer einer englischen Mine wurde, 8000 Tonnen Soja-Bohnen an Bord, außer der normalen Last, bie es an der Pazifik-Küste geladen hatte. Nach den Berichten der Londoner Korrespondenten dänischer Blätter hat man am Samstag in der englischen Hauptstadt versucht, auch die Möglichkeit eines Unterseebootsangriffs als etwaige Ursache der Versenkung hinzustellen. Die Schilderung des Kapitäns Knudsen hat diesen Versuchen jedoch von vornherein die Spitze abgebrochen. Das Aeulralitälsgeseh der LISA, in Kraft. Washington, 4. Nov. (DNB.) Präsident Roosevelt unterzeichnete am Samstag das vom Kongreß angenommene Neutra- litätsgefetz, wonach den Kriegführenden erlaubt wird, auf eigenen Schiffen und g e- gen Barzahlung Waffen in den Vereinigten Staaten zu kaufen. Kurz danach unterzeichnete Roosevelt auch die Proklamation, durch die das Neutralitätsgesetz sofort in Kraft gesetzt wird. Eine weitere Proklamation beschäftigt sich mit der Benutzung amerikanischer Häfen und Gewässer durch U-Boote. Der Kongreß geht heute in Ferien und wird erst am 3. Januar wieder zu feiner planmäßigen Tagung zufammentreten. Dies entspricht dem dringenden Wunsch Roosevelts, der jetzt jede Aussprache über die sehr verfahrenen innerpolitischen Probleme vermeiden möchte. Hierzu gehören die schweren landwirtschaftlichen Sorgen, der Streit um die Arbeitsgesetzgebung, der Kampf gegen die Anhänger einer dritten Amtsperiode für Roosevelt und schließlich der Kampf gegen Hulls Handelsvertragsprogramm, das jetzt sogar den Widerstand des außenpolitischen Sprechers der Regierung im Bundessenat, Senator Pittman, hervorgerufen hat, well der beabsichtigte Handelsvertrag mit Argentinien als Konkurrenz zur Viehzucht in den westlichen Staaten Nordamerikas betrachtet wird. Die auf die Zusammenkunft im Januar verschobenen Diskussionen werden sich also hauptsächlich mit den Roosevelt unangenehmen inneren Sorgen befassen. In der Pressekonferenz zeigte Präsident Roosevelt ganz offensichtlich seine Freude über den Sieg im Neutralitätsstreit: „I ch b i n s e h r f r o h d a r- über", erklärte er, „daß dieses Gesetz den Der- einigten Staaten ihre historische Stellung als neutrale Macht zurückgegeben hat" (!). Was Roosevelt unter Neutralität versteht, zeigte sich schon wenige Minuten später, als er gefragt wurde, ob d i e Sperrzone um den amerikanischen Kontinent bereits m Kraft sei und ob deutsche Handelsdampfer unter dem Schutz dieser Zone den Handelsverkehr zwischen den amerikanischen Häfen durchführen könnten. Roosevelt antwortete sofort, d'.e Sperrzone sei in Kraft. Dies gebe jedoch deutschen Dampfern keinerlei Recht zu einem Schlft- fahrtsgeschäft in den Ländern des amerikamschen Kontinents. Er glaube nicht, daß beutle Schiffe es versuchen würden, in das interamerikanische Geschäft — also den Handel zwischen den einzelnen amerikanischen Häfen — zu gehen. Aus die Frage, was er tun würde, falls ein britisches Kriegsschiff einen deutschen Dampfer innerhalb der Sperrzone aufbringe oder versenke, vermied Roosevelt eine klare Antwort, indem er diese Frage als hypothetisch bezeichnete. Anschließend wurde im Staatsdepartement erklärt, nach seiner Auffassung hätten wederKriegsschiffe noch Handelsdampfer kriegführender Länder etwas innerhalb der Sperrzone zu suchen, Handelsdampfer sollten schon deswegen fortbleiben, um den feindlichen Kriegsschiffen keinen Anlaß zu kriegerischen Operationen zu geben. Diese Interpretation ist eine merkwürdige Auslegung der Deklaration von Panama, deren einziges klar formuliertes Ziel nicht die Unterbindung friedlichen Handels und nicht die Einschränkung friedlichen Schiffahrtsbemebes zwischen den amerikanischen Ländern, sondern die Fern- Haltung von Kriegsschiffen und deren kriegerischen Operationen war. Amerikanischer Dampfer von den Franzosen aufgebracht Auffallendes Stillschweigen der amerikanischen Presse. Berlin, 5. Nov. (DNB.) Aus Barcelona wird gemeldet, daß ein amerikanischer Dampfer der Reederei Lykes Brothers, New Orleans, von den Franzosen am 29. Oktober nach Oran aufgebracht wurde. Es handelt sich um ein Schwesterschiff des derselben Reederei gehörigen Dampfers „Oakman". Die Ladung besteht aus amerikanischer Baumwolle und war für Italien bestimmt. Es ist auffallend, daß die amerikanische Presse, die aus der Aufbringung der „City of Flint" eine wochenlang anhaltende Sensation gemacht hatte, diesen Fall noch nicht aufgegriffen hat. Die „City of Flint" hatte eine für Eng» land, also für eine kriegführende Macht, bestimmte Ladung an Bord, die Bannware enthielt. Bei dem jetzigen Fall dagegen handelt es sich um eine vollkommen rechtmäßige amerikanische Verschiffung von Waren für neutrale Länder, die diese Länder auch in Friedenszeiten regelmäßig aus Amerika beziehen. Das Ende des Waffenembargos. Wenn auch der völkerrechtliche Begriff der Neutralität feftgelegt ist, so hat sich in der Praxis doch immer wieder gezeigt, daß sowohl Kriegführende wie Neutrale dem Begriff eine besondere Auslegung zu geben wissen. Ein wahrhaft neutraler Staat kann dies nur unbedingt sein, unbedingt in dem Sinne, daß er auch nicht mittelbar einem Kriegführenden Rechte einräumt, deren der andere Teil nicht ohne weiteres teilhaftig werden kann. Hier hat ein Teil aus dem Kriege 1914/18 eine klassische Bedeutung erlangt, die zu erwähnen deshalb nützlich ist, weil es sich in diesem Falle auch um die Vereinigten Staaten handelt. Deutschland hatte 1916 zugesagt, den U-Bootkrieg so einzurichten, daß ein Bürger der Vereinigten Staaten n:cht verletzt werden konnte, was einer praktischen Unwirksamkeit des U-Bootkrieges gleichkam. Allein Deutschland hatte bei dieser Gelegenheit die Regierung in Washington darauf zu verpflichten versucht, England zu veranlassen, grundsätzliche völkerrechtliche Bestimmungen wie die Freiheit der Meere zu achten. Das wurde von Wilson abgelehnt, allerdings wie wir heute wissen, unter dem Einfluß der jüdischen Hochfinanz, die sich zugunsten der Alliierten schon so weit engagiert hatte, daß eine Niederlage Englands den finanziellen Zusammenbruch der USA.-Pluivkratie bedeutet hätte. Nun handelt es sich in den Vereinigten Staaten darum, nach der Aufhebung des Waffenembargos einen neuen Begriff der Neutralität zu schaffen, weil mit dem Begriff der echten Neutralität im völkerrechtlichen Sinne bei der Aufhebung des Waffenembargos nach Lage der Sache nicht viel anzufangen ist. Allerdings ist die „cash- anck-carr^"-Formel beibehalten worden, also die Bestimmung, daß in USA bestelltes Kriegsmaterial bar bezahlt und von dem Kriegführenden selbst abgeholt werden muß. Gewiß wird dies Recht theoretisch allen Kriegführenden eingeräumt, aber bei der Neutralität kommt es nicht nur auf. die Theorie, sondern auf die Praxis an, also auf die tatsächliche Gegebenheit. Selbst wenn es auf Grund dieser tatsächlichen Gegebenheit möglich wäre, daß die Kriegführenden gleichermaßen von der „cash-and-carry<<=5orm,el Gebrauch machen können, so wäre das an sich schon die Preisgabe der echten Neutralität. Neutral fein und bleiben heißt so wie das Völkerrecht das haben will, sich jeder Handlung und Unterlassung zu enthalten, die irgendwie geeignet sind, den Gang des Krieges unmittelbar zu beeinflussen. Wenn ein neutraler Staat sich hier Mühe geben muß, um seine Neutralität unter Beweis zu stellen, daß innerhalb seiner Grenzen nichts geschieht, was einen Kriegführenden auch nur moralisch belastet oder benachteiligt, so muß er sich wohl auch Mühe geben, daß ein solcher Nachteil nicht durch irgendeine andere Maßnahme einseitig zu Gunsten eines Kriegführenden vorgenommen wird. Es tff zwar richtig, daß der Begriff der echten Neutralität, völkerrechtlich gesehen, abweichend gedeutet wird, allein diese Abweichung geht nicht soweit, daß es als neutral gelten kann, wenn etwas vorgenommen oder unterlassen wird, was nur einer Kriegspartei Nutzen bringt. Die Vereinigten Staaten selbst haben z. B. 1898 im Kriege gegen Spaniien sehr scharf darauf geachtet, daß nichts von anderen europäischen Staaten geschah, um Spanien auch nur mittelbar so etwas wie eine Unterstützung zuteil werden zu lassen. Wäre das geschehen, so hätten die USA sehr wahrscheinlich die Philippinen überhaupt nicht erobern können, denn die USA. besaßen für diesen Zweck nur Kriegsschiffe, deren Kampfwert nicht größer war als die der spanischen. D. S. Ein französisches Flugzeug abgeschoffen. Der Montagsbericht des Oberkommandos der Wehrmacht. B e r 1 i n, 6. Nov. (DRB.Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m westen an einzelnen Stellen der Front etwas lebhaftere Spähtrupptätigkell. Sonst nur schwaches ArtNleriefeuer. 3n der Gegend von Saarburg wurde durch deutsche Jäger ein französisches Flugzeug ab* geschossen. Am Sonntag feine wesentlichen Kampfhandlungen. Berlin, 5.Nov. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Vesten keine wesentlichen Kampfhandhandlungen. Französischer Dampfer von deutschem U-Doot versenkt. Rom, 5.Roo. (Luropapreh.) Rach Meldungen aus Paris wurde der französische Frachtdampfer „Baoule" im Atlantischen Ozean von einem deutschen Unterseeboot versenkt. 33 Mann, darunter der Kapitän, wurden von einem anderen französischen Dampfer gerettet und nach Frankreich gebracht. der Herbstsonne gewärmt, schimmerte das grüne I dringung straft darzustellen vermag. Das bestätig- Fruchtfleisch, von winzigen Adern durchzogen. Aus ten auch trte balladenhafte „Vatergruft m chrer jenen Tagen naht sich meiner Erinnerung ein lieb- Situationstreue und die Innerlichkeit der klangliches Mädchengesicht, das unter der Schar der schönen und warmen mezza voce in „lieber allen Beerenleserinnen den Hohlweg vom Weinbergshügel Wipfeln ist Ruh'". Auch hier wie bei der Auswahl herunterkam. Zum Schmuck hatte sie sich ein paar der Klavierstücke hätten sich noch Gaben finden lassen, die für Liszt charakteristischer waren als die den Es ihrer und z Hitlers Liszt und Wagner. Morgenfeier im Stadttheater. prägte sie jedoch markant genug aus. Liszt's Liedschaffen läßt die Entwicklung des Komponisten deutlicher erkennen als etwa seine Klaviermusik, die stets mehr oder minder in den Dienst der von ihm begründeten Klaviertechnik tritt. Das schmerzzerwühlte „Wer nie sein Brot mit Tränen aß", ist im Zeitrahmen gesehen, ein bedeutungsvoller Vorstoß auf Neuland in der Aus- druckswelt des Liedes. Gustav Bley zeigte sich hier süchtigen Nymphen im Lorbeergebüsch anzulocken Hinter der dünnen Traubenhaut war t ' deutschen Volke den Lebensraum, die Sicherheit für die kulturellen und wirtschaftlichen Leistungen zu geben, deren es fähig ist. So ist diese Feierstunde, in der mir Deutschlands älteste Hohe Schule zurückholen in den Schoß des Reiches, während an Deutschlands Grenzen unsere Soldaten das Reich beschützen, zugleich ein Symbol für den kulturellen Aufbau« willen des neuen Reiches. Reichsprotektor Freiherr von Neurath verwies auf die Bedeutung Prags für das deutsche Geistesleben. Er sprach auch von der Aufgabe, die sich aus der Neuordnung ergebe. Vor allem würden die völlig unzulänglichen räumlichen Verhältnisse der beiden Hochschulen gebessert werden. Der Reichs« Protektor schloß mit der Mitteilung, daß der Führer der Universität den Namen „Deutsche Karls- Universität in Prag" verliehen hat. Damit sei das durch das tschechische Universitäts-Gesetz, das die tschechische Universität als alleinige Nachfolgerin der alten Karls-Universität erklärte, der Deutschen Universität zugefügte Unrecht wiedergutgemacht. Der Reichsprotektor schloß seine Rede unter dem begeisterten Jubel der Anwesenden mit einem Treue« gelöbnis an den Führer. Trauben am Stiel zwischen die Lippen gesteckt. „Wenn du Lust hast, kannst du sie dir von meinem Munde pflücken", rief sie mir zu. Traubensüße und Kußsüße mischten sich. Es war der seligste Rausch, mir Silvanertrauben jemals bereitet hatten. „Deutsche Karls-Llniversttät in Prag." Oie Prager Deutsche Hochschule wieder in Obhut des Reiches. Krasser englischer Völkerrechtsbruch. Deutsche Konsulatsbeamte wie Schwerverbrecher behandelt. - Maffenverhastungen von Deutschen tagelang vor Kriegsausbruch. Japans Befriedungsprogramm Eine Regierung Wangtschingwei soll die Beilegung des Ehina-Konfliktes ermöglichen. „Eine Frau wie du ..." Eine bittersüße Liebesgeschichte! Das selbstsichere Fräulein Dr. Maria Pretorius, Sozialberaterin in einem großen Jndustriewerk, hilft anderen und kann sich selbst nicht helfen! Der draufgängerische Rechtsanwalt Dr. Manfred hatte es ihr angetan, und sie vermag es nicht, sich seiner liebenswürdigen Frechheit zu erwehren; sie geht mit ihm angeln und zelten, verliert sich an ihn und ist plötzlich nicht mehr nur Sozialberaterin, sondern liebende Frau, der es schwer fällt, mit den eigenen Kümmernissen fertig zu werden. Denn Dr. Manfred macht Unfug, und fährt, nach lustig verlebter Nacht, ausgerechnet mit einer Tänzerin im Auto gegen einen Baum. Im Krankenhaus sieht das Fräulein Doktor ihren Manfred wieder und ihr Herz bekommt einen heftigen Stoß, denn seine Freunde und eine Frau aus seinem Bekanntenkreis kommen auch an das Kranken-, bett und sie versetzen ihr die ganze Unfallgeschichte mit allen Einzelheiten brühwarm und in der frivolen Form des Scherzes. Aber der Film läßt daran die Liebe zwischen beiden nicht scheitern. Es scheint nur so! Das glückliche Ende bleibt nicht aus. Wenn es in diesem neuen Film, der im Glo- xia-Palast gezeigt wird, nur um die Wieder« Sogar im fernen Irak sind die dortigen Deut- chen auf Verlangen des britischen Gesandten drei Tage vor Kriegsausbruch verhaftete und später in Konzentrationslager übergeführt worden und das obwohl der Irak sich bis heute mit Deutschland nicht einmal im Kriegszustand befindet! In A e g y p- t e n wurden die Deutschen ebenfalls auf Verlangen der britischen Behörden bereits vor Ausbruch des Krieges verhaftet und als „Geiseln" in schmutzige Baracken und Zelte gesteckt, die in der Nähe der großen Oeltanklcrger errichtet waren. Der Chef der ägyptischen Polizei war von der britischen Regierung durch eine große Summe bestochen worden, um durch feine Leute die Deutschen befonders quälen, mißhandeln und demütigen zu lassen. Ebenso und zum Teil poch schlimmer wurde es in Indien und überall in Afrika gemacht. Zu diesen neuen unerhörten englischen Völkerrecht sverletzungen stellen wir fest: 1. Die Tatsache, daß man Deutsche ohne jeden Rechts gründ 24, 48, ja 72 und mehr Stunden vor Kriegsausbruch in allen Teilen der Wett verhaftet und angeblich fteie, in Wirklichkeit von England gegen den Willen ihrer Bevölkerung vergewaltigte und geknebelte Staaten zu gleichen Maß« nahmen zwingt, ist ein neuer Beweis dafür, daß die englische Regierung nunmehr den Zeitpunkt für den von ihr seit langem beschlossenen und vorbereiteten Krieg für gekommen hielt und dessen Ausbruch mit den üblichen brutalen englischen Gewaltmetho« den entgegensteuerte. 2. Die britische Regierung, die sich so gern das Mäntelchen der Humanität mnhängt, führt einen erbarmungslosen Kampf gegen wehrlose Zivilisten, gleich ob Männer oder Frauen. Selbst die feit Urzeiten befonders geheiligten und geachteten Vorrechte diplomatischer und konsulartsä^r Vertretungen existieren für die britische Regierung hierbei nicht. Großbritannien tritt damit das von allen anderen Kulturnationen geachtete Völkerrecht auch auf diesem Gebiet rücksichtslos Mit Füßen. Deutschland kämpft dafür, daß auch diese Methoden englischen Piraten- tums ein für allemal verschwinden. B e r l i n, 4. November. (DNB.) Der Deutsche Dien st meldet. In den letzten Tagen hat die britische Presse Bilder einer jungen Engländerin Miß I e s s i e Byrne, gebracht, die als Märtyrerin gefeiert wurde. Es wurde mitgeteilt, daß Miß Byrne, eine Sekretärin des britischen Vizekonsuls in Hamburg, fünf Tage in einem deutschen Gefängnis in Hamburg fest gehalten worden sei. Als besonders rührender und zugleich heldenhafter Zug bei Miß Byrne wurde hervorgehoben, daß sie sich freiwillig bereit erklärt habe, an Stelle ihrer Kollegin, Miß Mary Joß, die einen Nervenzu- sammenbruch bekam, diese Tage im Gefängnis zuzubringen. Wie verhält es sich mit dieser rührenden Geschichte? Es ist richtig, daß sowohl Miß Joß wie Miß Byrne ebenso wie Mr. Baylih, der britische Vizekonsul in Hamburg, einige Tage in Schutz- Haft sich befanden. Alle drei erklärten, daß sie keinerlei Klagen über die Behandlung in Deutschland vorzubringen hätten. Sie durften nach Belieben mit der Außenwett verkehren, erhielten Leinen für ihr Bettzeug, konnten täglich in die Stadt ausgehen und dursten darüber hinaus sich ihr Essen aus dem Hotel kommen lassen. Mr. Bayliß bedankte sich sogar in einem Interview des „Daily Telegraph" vom 19. Oktober dafür, daß er die Gelegenheit gehabt habe, täglich mit dem Def- kreter des „Daily Telegraph" in Kopenhagen zu telephonieren. Merkwürdig ist nun, daß chr Fall von der englischen Presse und Propaganda nicht groß ausgemacht worden ist. Worauf ist diese erstaunliche englische Zurückhaltung zurückzufübren? Der britische Dizekonsul in Hamburg und sein Stab sind deutscherseits in Schutzhaft gehalten wurde, weil die britische Regierung die Angehörigendes des deutschen Konsulats in Glasgow widerrechtlich fe st gehalten und einge- sperrt hatte. Die deutsche Maßnahme war also eine reine Vergeltungsmaßnahme. Nachdem auf den üblichen diplomatischen Wegen ein Austausch der Konsulatsbeamten vereinbart worden war, wurden die Briten in demselben Augenblick frei- gelassen, in dem die Angehörigen des deutschen Konsulats in Glasgow wohlbehalten auf holländischem Boden eintrafen. Soweit der.Tatbestand. Auch von deutscher Seife würde kein besonderes Interesse bestehen, auf diesen Fall nach seiner diplomatischen Erledigung noch näher einzugehen, wenn nicht, wie wir erst nach Rückkehr der verhafteten Deutschen erfahren haben, bei der Festhaltung der deutschen Beamten und Angestellten eine Reihe von Dingen sich ereignet hätte, die den ganzen Vorgang als ebenso beispiellos in derGeschichte derDiplo- matie wie empörend von der menschlichen Seite her erscheinen lassen. Darüber hinaus zeigt dieser Vorgang erneut, daß die britische Regierung in den letzten Augustlagen bewußt auf einen schnellen Kriegsausbruch hingearbeitel hat. Di-e Verhaftung der Angehörigen 'des deutschen Konsulats in Glasgow erfolgte 20 Stunden bevor di e britische Regierung dem Deutschen Reich den Krieg erklärte, also mitten im Frieden. Der das Konsulat damals leitende Beamte Liebste wurde am Samstag, dem 2. September, nachmittags um 15 Uhr durch die Polizei verhaftet und in das Strafgefängnis Varlinnie eingeliefert. Gleichzeitig wurde seine Sekretärin, Frl. W agn e r, verhaftet und in das Frauen gefängnis geschafft. Der Amtsgehilfe Ap f e l st ä d t wurde am frühen Morgen des 3. September, also eben- Prag, 4.Nov. (Europapreß.) In Anwesenheit des Reichsprotektors Freihern von Neurath, des Reichserziehungsministers R u st, des Gauleiters und Reichsstatthalters, Konrad Henlein, des Reichsdozentenführers Schulze und des Reichsstudentenführers Dr. S ch e e l wurde die Prager Deutsche Hochschule wieder in die Verwaltung des Reiches überführt. Damit ist die älteste deutsche Universität wieder in deutsche Verwaltung zurückgekehrt. Bei dem Festakt im Deutschen Schauspielhaus gab nach einer Ansprache der beiden Rektoren, des Reichsdozentenführers und des Reichsstudentenführers Dr. Scheel Reichserziehungsmini- ft er Dr. Rust in seiner Festrede zunächst einen Abriß der Geschichte der ältesten deutschen Universität und gedachte anerkennend des Kampfes der Deutschen Hochschulen in einem fremden Staat. Auf den Geist der neuen Universität eingehend, erklärte der Minister: „Wenn das nationalsozialistische Deutschland in dem ihm aufgezwungenen Kriege um die Existenz des deutschen Volkes ringt, dann mag auch einmal von der Stätte deutscher Wissenschaft ausgesprochen werden, daß unsere Bewegung nicht gekommen ist, um niederzureißen u zerstören. Das Tun und Denken Adolf gilt nichts anderem, als dem Ziele, dem Tokio, 5. November (DNB.) Wie „Tokio Asahi Schimbun" aus gut unterrichteter Quelle erfährt, wird die künftige China-Politik Japans auf folgende grundsätzliche Pun kte ab gestellt fein: 1. Japan werde Wangtsching w e i uneingeschränkte Unterstützung bei seinen Bemühungen um Die Einrichtung einer neuen Zentralregierung ge- währen. 2. Japan werde Chinas eigene unabhängige Entwicklung unter Ächtung der chinesischen Oberhoheit als Grundlage für die neue Regierung anerkennen. 3. Demgegenüber sei Japan jedoch an der politischen Zusammensetzung des neuen Chinas, insbesondere der neuen Regierung interessiert. Besonderer Wert werde auf die Stellung Nordchinas und der Mongolei gelegt.__ falls noch einige Stunden, bevor die brittsche Regierung den Krieg erklärte, verhaftet und ebenfalls in das Strafgefängnis Barlinnie em- geliefert. Den Verhafteten wurde auf ihre Frage, warum sie verhaftet seien, lediglich mitgeteilt, daß ein B e - fehl aus London vorläge. Sonst wurde ihnen jede Auskunft verweigert. Die Akten des Konsulats in Glasgow wurden völlig rechtswidrig von der englischen Behörde beschlagnahmt und bis in die keinften Einzelheiten durchwühlt. Der Konsul wurde gezwungen, auch den Geheimtresor zu öffnen. Im Gefängnis wurde Liebste wie ein normaler Strafgefangener, d. h. also wie ein rechtskräftig verurteilter Schwerverbrecher behandelt. Seine Bitte um Informierung der Botschaft in London wurde schroff abgelehnt. Es wurden ihm sämtliche Wertsachen, seine Uhr, seine Ringe, sein Rasierzeug und alles, was er bei sich hatte, ab genommen. Ferner wurde von iym Zuchthäuslerarbeit verlangt. Erft auf seinen mehrfachen Protest hin wurden einige kleine Milderungen eingeführt. 21 Tage lang wurde so der Vertreter des Deutschen Reiches in Glasgow von den Engländern, ohne daß sie in der Lage gewesen wären, das geringste gegen ihn vorzubringen, im englischen Gefängnis roieein gemeiner Verbrecher behandelt. Daß keinerlei Gerichtsverfahren gegen ihn stattgefunden hatte, mutet im Lande der vielgerühmten habeas- Lorpus-Akte ganz besonders grotesk an. Apfelstädt erlebte das gleiche Schicksal, volle 23 Tage und ohne jede Milderung. Danach wurde Apfelstädt in das Konzentrationslager Edinburgh übergeführt. Infolge der unsagbaren hygienischen Verhältnisse des Gefängnisses und der Feuchtigkeit in der Einzelzelle hat Apfelstädt sich ein schweres Ohrenleiden zuge- zogen. Immerhin hat man bisher gehofft, daß sich die Engländer wenigstens Frauen gegenüber anständig benehmen würden. Einer Frau solle, das wird von den Engländern als die angeblich herrschende Auffassung verkündet, von der englischen Polizei kein Haar gekrümmt werden. Leider hat die Sekretärin des Konsulates von Lieser britischen „Humanität" nicht das geringste verspürt. Frl. Wagner, zu deren Verhaftung, wie die britische Regierung durch ihre Freilassung zugeben mußte, ebenfalls keinerlei Anlaß bestand, wurde nicht weniger als 31 Tage im Frauengefängnis f e st g e h a l t e n. Man zwang sie dort, Straflingskleidung anzulegen und die Aborte und Latrinen des Frauengefängnisses zu säubern. So hat die britische Regierung es fertig gebracht, in der nie« derträchtigsten Weise wehrlose deutsche Frauen zu demütigen. Aber das Kapitel der englischen völkerrechtswidrigen Gefangennahme von Deutschen vor Ausbruch des Krieges ist damit nicht zu Ende. Wie neuerliche Nachrichten bestätigen, hat das von dem Juden hore-Belisha geleitete Kriegsministerium — und zwar ohne Zweifel mit Zustimmung des britischen Kabinetts — derartige völkerrechtswidrige Verhaftungen und Einkerkerungen von Deutschen in Hunderten von Fällen im gesamten Bereich der britischen Inseln unter dem lügenhaften Vorgeben vorgenommen, daß sie sich mit S p i o- nage befaßt hätten. Das Tollste daran aber ist, daß man eine Reihe dieser Deutschen zwei, drei, ja einzelne bereits vier Tage vor Ausbruch des Krieges willkürlich verhaftet und eingesperrt hak! gebotenen. Mit menschlicher Eindringlichkeit ttrrib feinsinnigem, fast musikalischem Empfinden für Richard Wagners Briefstil las Hans Caninenbery zwei Briefe aus der Zeit der Entstehung des „Tristan". Die Aeußerungen Richard Wagners gegenüber der Frau (Mathilde Wesendonk), der wir die nachhaltigste Einwirkung auf sein Schaffen zusprechen müssen, bereiteten die Aufnahmefähigkeit des Hörers für die fünf Wefendonk-Lieder vor. Mathilde Wefen- donk, die Verfasserin der Dichtungen, bestätigt gerade hiermit ihre überragende geistige Stellung als Frau; wurden doch diese Lieder die Keimzellen für die Tristan-Musik. Anni A s s i o n schloß diese Gefühlswelt auf mit dem Einsatz ihrer zu großer Steigerung fähigen Mittel und stellenweise ausladender Linienführung. Es war nur zu bedauern, daß diese so eindrucksvolle Morgenveranstaltung verhältnismäßig schwach besucht war; um so freudiger folgten die Hörer mit berechtigten Anerkennung. Dr. Hermann Hering. 4. Nach dem Zustandekommen der neuen Regierung sei Japan unverzüglich zur formellen Anerkennung und Entsendung eines bevoll« mächti-gten Botschafters bereit. 5. Mit der Anerkennung der neuen Regierung werde Japan an die Beilegung des China- Konfliktes gehen. Alle Vereinbarungen über die Lösung des Koftiktes auf allen Gebieten des politischen Lebens würden mit der neuen Regierung getroffen werden. 6. Hinsichtlich der innenpolitischen Maßnahmen in China auf allen Gebieten der Kultur, der Erziehung usw. werde die neue Regierung eine unabhängige Politik verfolgen, wobei jedoch Japan zur Unterstützung und Zusammenarbeit bereit sei. 7. Japan werde jede Unterstützung vermeiden, die den Eindruck einer Einmischung Japans in Drei Trauben-Giilleben. Von Anton Schnack. Für die Weinfreunde und verständigen Zecher will ich drei Stilleben von Trauben zeichnen, tue der sonnige Herbst reifen ließ und die von der schwarzhaarigen Winzerin von den Stöcken geschnitten wurden. Die Riesling-Traube. Sie ist klein und unscheinbar, aber sie schenkt den großen Wein. Sie reifte die herrlichen Weine von 1904, von 1911, 1915, 1917, 1921, 1934 und 1937. Die Süße des Honigs schlummert in ihrer Beere und die Fülligkeit des Fruchtgeschmackes bis zur Vollkommenheit. Sie bereitet den Wein, mit dem man sich zur einsamen Zecherei zurückzieht, den Wein, bei dem weder gelacht, geredet, noch gelärmt wird. Das Seelenauge des Zechers sieht, wenn er das Glas gegen das Licht hebt, die Schmetterlinge des Sommers darin gaukeln, die Gedichte der sanften Abendwinde darin wehen, die Träume der Seligkeit erwachen und die schwarze Schar der Sorgen fortgehen. Die Traminer-Traube. Ihren Namen hat sie nach dem Ort Tramin im ehemaligen Südttrol. Der Wein, der aus ihr entsteht, hat eine schwere, goldene Farbe und ein eigentümliches Aroma. Man geht an Gewürzmühlen vorbei, an Apotheken, an Schiffen, beladen mit Zimtbündeln aus den Tropen — dieser Duft ist auch der Dust des Traminers. Diesen Wein mit der Zunge schmecken, läßt an ugeunerhafte, gelbhäutige und unergründlich leidenschaftliche Frauen des Südens denken. An Julia von Verona und an Francesca aus Rimini. An Hügel, darauf die bitterharzige und regungslose Zypresse steht. An Kneipen unter Maulbeerbäumen, wo die Maulesel halten und an goldgelben Maiskolben knabbern. Die Silvaner-Traube.- Sie ist auch unter dem Namen Oesterreicher Traube oder Frankentraube bekannt. Ich habe sie aus den Weinbergen der Kindheit getragen. Sie war in anttken Zeiten ein Lieblingsschmaus des Gottes Silva, dem Wald, Heide und Felder untertan waren; dem fränkischen Knaben, der, unbemerkt vom Weinbergshüter, zur Zett der Weinernte durch die blauen Schlehenhecken an die Wein- stöcke herankroch, waren sie nicht minder zugehörig als dem bärtigen Gott, der einen Kranz aus Trauben um den Hals trug, um die weißen und nasch- als der schon oft bewährte Lied gestalter, der das uiotren. Ganze in seinen inneren Bedingungen erkennt und Hinter der dünnen Traubenhaut war der süße in ausgeglichener Einheit zwischen beherrschtem, Saft gesammelt. Im durchsichtigen Fleische, von I stimmlichen Vermögen und musikalischer Eingabe einer Liebesgeschichte schlechthin ginge, wäre nicht sonderlich viel dazu zu sagen. Dieser Bavaria« Film aber, unter der Regie von V. T o u r j a n s k i, einem Roman von Dinah Nelken nachgeschaffen, fordert doch die Aufmerksamkeit lebhaft heraus^ denn er ist nicht nur mit großer Sorgfalt, sondern auch mit viel Geschicklichkeit und Schwung in Szene gesetzt worden. Den geschliffenen und häufig humorvollen Dialogen folgt man mit innigem Vergnügen, Scherz und Ernst halten sich glücklich die Waage, die Darstellung bewegt sich auf einer Linie erheb« lief) über dem Durchschnitt und die bewußt bild« mäßige Fotografie, wie auch der geschmackvolle Rahmen sind schon gar nicht zu übersehen. Brigitte H o r n e y als Fräulein Dr. Maria gibt der Sozialberaterin Züge großen Ernstes und menschlicher Reife und distanziert sich damit eigentlich lebhaft von dem lebenslustigen Dr. Manfred Joachim Gottschalks und seinem Freundeskreis, der es mit der Moral und mit der Liebe durchaus nicht so ernst nimmt, wie eben das Fräulein Doktor. Charlotte Susa mimt die mehrfach verheiratete mondäne Frau Lyda Lehmann, vermag dafür aber auch in den Szenen auf dem Canale Grande weniger zu überzeugen, als es darum geht, einer echten Liebe Ausdruck zu verleihen. Hans Brause- roetter und Kurt Meisel, Manfreds Freunde, erweisen sich sehr geschickt als die Elefanten im Porzellanladen und ihnen wieder steht Volker von C o l l a n d e als Ingenieur Wallrodt und treuer opferbereiter Freund Marias in betonter Gegen« fätzlichkett gegenüber. Einer Reihe ausgezeichneter Darsteller begegnet man auch in den liebevoll behandelten kleineren Rollen. Dem Unterhaltungsfilm in feiner Gesamtheit sind mannigfache Qualitäten nicht abzusprechen. Im Beiprogramm interessieren die Ufatonwoche mit Bildberichten aus der Arbeit verschiedener Wehrmachtsteile und einige vielversprechende Voranzeigen für die nächsten Spielpläne. Heinrich Ludwig Neuner. Zeitschriften. — Don zeit- und sachgemäßer Kleiderpflege handelt ein bebitbeter Aufsatz in der neuesten „M o - d e n w e l t", die auf der Titelseite die Filmschau- spielerin Hannelore Schroth in einem einfachen Kleidchen zeigt. Weiter beschäftigt sich das bunte Heft mit Fragen des Färbens, des Umänderns, des Modernisierens ufw. Außerdem findet man darin viele Modelle, darunter besonders zahlreich solche, die aus zweierlei Stoff geschneidert werden. Ferner bringt die „Modenwelr' Kinder-Kleidung, Handarbeiten, Weihnachtsgeschenke von fleißiger Kinder« Hand, schneider-technische Tips, Schnittebogen und vieles anders. war überaus interessant und anregend, und es entsprach der Novemberftimmuna, wie durch die 3. Moraenveranstattung in die Geisteswelt von Franz Liszt und Richard Wagner Einblicke gewährt wurden. Durch die Verknüpfung von Musik und brieflicher Aeußerung konnte das Bild der beiden Persönlichkeiten in anschaulicher Eindringlichkeit nahegeführt werden. Ja, dieser Weg erscheint gerade den beiden Meistern gegenüber geboten, wenn man ihre Wesenseigenart voll erfassen will. So zeigte Gerhard Reuter durch eine Auswahl aus den Briefen von Liszt das Selbstbekenntnis des Künstlers über seinen Beruf, sein Verhältnis zur Umwelt (Naturschwärmerei und Kinderliebe) und seine innere Einstellung zu Vaterland und Heimat im Lichte der eigenen zeitlichen Entwicklung. „Consolations Nr. 1, 2 und 4" sollten in die geistige Sphäre einleiten. Nun lassen gerade diese Stücke, die außerhalb des von Liszt sonst bevorzugten Konzertrahmens stehen, das Wesen der Lrsztschen Klaviermusik nicht in ihrer vollen Tiefe erkennen, und infolge ihrer stimmungsmäßigen Gleichartigkeit fehlt in ihrer Abfolge der für den Hörer belebende Kontrast. Richard Bo eck ging diesen kurzen Gaben mit weicher Stimmungseinfühlung nach, ohne dabei jedoch auf die innerste Tiefe vorzustoßen. Er hielt sowohl die Grundstiimmung fest, riegsauszeichnungen hierfür er- e r n taubes" Venezia Augenblick hereiirbrach. Das kam so: es war acht Uhr etwa. Einige der abgelösten Poften sind gerade bei der „Morgentoilette", waschen und rasieren sich, die anderen sitzen am Disch und trinken Kaffee, da kommt plötzlich die Meldung: feindliches Flugzeug über dem Rhein. So mte sie eben waren und standen, sausten sie die Holztreppe hinauf zum Geschützstand. Der Kanonier M. hat nur einen Stiefel angekriegt, ein anderer rennt mit dem Seifenschaum im Gesicht hinauf. Ader das wird gar nicht beachtet. Wie gut es war, daß bis zur Feuerbereitschaft nur wenige Sekunde^ vergangen sind, stellt sich gleich heraus. Denn wie sie an ihrem Geschütz Lehen und zu schießen anfangen, ist der Franzose, eine Potez 63, schon auf 800 Meter herangekommen. Er fliegt ganz tief am Ufer ent» ang, noch unter den Wipfeln der hohen Pappeln, springt über die Kronen hinweg, daß den Flak- Männern fast der Atem vergeht. Jetzt zieht er Schwimmende Flak-Siellungen aus dem Rhein. Wie die Kanoniere einen französischen Tiefflieger erledigten. Von den Schlachtfeldern, auf denen Generalfeld- maeschall Mackensen seine geschichtlichen Erfolge errungen hatte, sandte der Führer dem verdienten Soldaten ein Telegramm, in dem er auch der Stätten des Wirkens von Mackensen als Kommandierender General gedachte. Dazu gehörten auch die alten deutschen Garnisonen im Osten, die jetzt wieder deutsch und frei sind. Graudenz war die Heimstatt des Infanterie- Regiments Generalfeldmarschall von Mackensen (3. Weftpreußisches) Nr. 129, des Kulmer Infanterie-Regiments Nr. 141 (III. Batl. Strasburg), des 8. Weftpreußifchen Infanterie-Regiments Nr. 175 (III. Batl. Truppenübungsplatz Gruppe), ferner des Jäger-Regiments zu Pferde Nr. 4, des Feldartillerie-Regiments Nr. 71 Groh-Komtur, der Festungs-MG.-Abteilungen Nr. 3 und 4, der Festungsfernsprecher-Kompanie Nr. 2. Thorn säh in seinen Mauern das Jnfantene- Regiment von Borcke (4. Pommersches) Nr. 21, nach seinem Wahlspruch „Zage nie!" die „Zage- nichtse" genannt, das Infanterie-Regiment von der Marwitz (8. Pommersches) Nr. 61 und das 9. West- preußische Infanterie-Regiment Nr. 176, ferner das Thorner Feldartillerie-Regiment Nr. 81, die MG - Abteilung Nr. 4, Feftungs-MG.-Wteilung Nr. 5, das 1. Westpreußische Fußartillerie-Regiment Nr. 11, die Festungsfernsprecherkompanie Nr. 1 und .das 1. Westpreußische Pionier-Bataillon Nr. 17. In Kulm lag das Jäger-Bataillon Fürst Bismarck (Pommersches) Nr. 2. Der Hauptteil Westpreußens gehörte zum Bezirk des XVII. Armeekorps, dessen letzter Kommandierender General vor dem Kriege und in der ersten Kriegszeit der General der Kavallerie von Mackensen war. Westpreußen war durch eine Feftungskette gesichert, so daß sich dort viele Formationen zusammenfanden. Außer den schon erwähnten Truppenteilen des XVII. Armeekorps standen noch Formationen des zweiten oft^reußtschen XX. A.-K. in den durch das Versailler Diktat abgetrennten Gebieten Weftpreußens. Bromberg und Brauns berg waren die Garnisonen des 5. Westpreußischen Infanterie-Regiments Nr. 148, dessen I. Bataillon unter Hauptmann Picht nn Rumänien-Feldzug 1916 im Rücken der feindlichen Armee Turnu-Severin einnahm und sodann im Verein mit österreichischen Waffenbrüdern eine rumänische Armeeabteilung nach unablässiger Verfolgung und schweren Kämpfen am unteren Alt zur Kapitulation zwang. Außerdem befanden sich m Weftpreußen noch weitere Truppenteile des XX 21t-- meekorpsr Ulanen-Regiment von Schmidt (1. Pomzahlreiche Truppenabteilungen und die Verbände der ehemaligen Kriegsteilnehmer und der Kriegsverletzten teunahmen. Vor Beginn der Messe, die durch Artilleriesalut ange'kündigt wurde, beugten der Thronfolger und der Duce das Knie vor dem Grab des Unbekannten SoDaten, an dem zahlreiche Kränze niedergelgt waren. Nach der Feier brachte die nach vielen Tausenden zählende Menschenmenge dem Duce eine begeisterte Kundgebung dar. Mussolini, der die Uniform des Ersten Marschalls des Imperiums mit Stahlhelm trug, erschien auf dem Balkon des Palazzo Denezia und richtete eine kurze Ansprache an die Menge. Der Duce führte dabei aus: „Das italienische Volk, das geschloffen um das Liktorenbündel geschart ist, feiert heute den Sieg von 1918 mit reiner Seele und mit festestem Vertrauen in die Geschicke des Vaterlandes. Der Sieg ist sein, weil er durch sein großes Opfer erobert wurde, ebenso wie die nicht weniger glänzenden und entscheidenden Siege, die später folgten. Im Gedenken an das, was vollbracht wurde, richten wir den Willen und die Kräfte auf das Morgen." Die Massen nahmen diese Worte des Duce mit stürmischem Beifall auf. Dann zog die Menge vor Den Königsplatz und verlangte mit unermüdlichen Zurufen den Thronfolger zu sehen. Das Kaiserpaar ist gegenwärtig von Rom abwesend. Kunst und Wissenschaft. Oie Goethemedaille für Prof. Or.-Zng. e. h. Schumacher. Der Führer hat dem Oberbaudirektor a. D. Professor Dr.-Jng. e. h. Fritz Schumacher in Hamburg aus Anlaß der Vollendung seines 70. Lebensjahres die Goethemedaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Fritz Schumacher ist geborener Bremer. Er studierte an den. Technischen Hochschulen Berlin und München und war von 1896 bis 1901 Architekt beim Rat der Stadt Leipzig. 1909 wurde er nach Ham- bürg berufen, wo er später Oberbaudirektor wurde. Von 1920 bis 1923 war er nach Köln beurlaubt, wo er die Grundzüge der modernen Stadt mit ihren Grüngürteln schuf. Zahlreiche öffentliche Gebäude Hamburgs zeugen von der Kunst Schumachers, der außerdem zu den wenigen Architekten gehört, die sich schriftstellerischen Arbeiten wid- meten, in denen seine umfassende Bildung und eine glänzende Darstellungsgabe zum Ausdruck kommen. Schumacher ist Ehrendoktor der Ingenieur- Wissenschaften, der Medizin und der Technik verschiedener Universitäten und Hochschulen. Seit 1937 gehört er auch der preußischen Akademie der Künste an. griffen gegen den jetzigen Ministerpräsidenten Smuts fuhr Hertzog fort, er wünsche nicht, daß alle Bande zwischen Südafrika und Großbritannien sowie dem britischen Empire zerrissen würden, aber die Haltung, die Smuts einnehme, trage stark zur Zerstörung dieser Bande bei. Wenn die Südafrikanische Union nicht als freies und un-abhängiges Land regiert werde, dann könne ihre Zugehörigkeit zum britischen Weltreich nicht mehr von langer Dauer fein. Es sei die höchste Pflicht aller Südafrikaner, dafür zu sorgen, daß der Kriegszustand nicht länger dauere, als es nach den wirklichen Interessen Südafrikas zu rechtfertigen sei. Die Beziehungen zwischen den englischsprechenden und den afrikanischsprechenden Volksgruppen hätten einen schweren Schlag erlitten; aber er glaube immer noch, daß es möglich sei, aus den beiden großen Volksgruppen einen reinen Afrikanerstaat aufzubauen. Nationalfeiertag in Italien. konnten. Im Orangebuch wird dann darauf verwiesen, daß auch verschiedentlich Fahrgäste und Besatzungsmit- glieder deutscher Nationalität durch englische und französische Behörden von Bord niederländischer Schiffe geholt worden seien. Sowohl in Paris als auch in London seien Schritte zur Freilassung der Festgenommenen unternommen worden. Auch die Postoerbindungen wurden durch englische Maßnahmen gestört. Hertzog übernimmt die Führung des Südafrilanerturns. London, 4. Nov. (DNB.) Der frühere südafrikanische Ministerpräsident General Hertzog hielt in Smithfield im Oranje-Freistaat eine Rede, m Der er mitteilte, daß er nach der Zersplitterung der Vereinigten Partei wegen der Teilnahme am europäischen Kriege die Führung des „rekonsoli- dierten Afrikanertums" übernommen habe. Der Leiter der Nationalistenpartei, Dr. M a - ian, habe sich ihm unterstellt. Nach scharfen An- Alle deutsche Garnisonen im befreiten Ostland Don Walther Beckmann. Weftpreußisches) Nr. 6 noch Infanterie-Regiment Graf Kirchbach (1. Niederschlesisches) Nr. 46 III. Batl.Wreschen),Inf.-Regt. König Ludwig von Bayern (2. Niederschlesisches) Nr. 47 (II. Batl. Schrimm); Regiment Königs-Jäger zu Pferde Nr. 1, 1. Po- senfches Feldartille Ni e-R egiment Nr. 20, Festungs- MG.-Abteilung Nr. 6, Niederschlesisches Fußartil- terie-Regiment Nr. 5, Posensches Pionier-Bataillon Nr. 29, Festungsfernsprecher-Kompanie Nr. 8, Niederschlesische Train-Abteilung Nr. 5 und das Flieger-Bataillon Nr. 2. Weiterhin standen in Rawitsch-Lifsa das 3. Niederschlesische Infanterie-Regiment Nr. 50, in Kr otoschin das Füfelier-Regiment von Steinmetz (Weftpreußisches) Nr. 37, in Ostrowo - Pieschen das 7. Westpreußische Jnfanterie-Regl- ment Nr. 155, in Mielitfch-Ostrowo das Ulanen-Regiment Kaiser Alexander III. von Rußland (Weftpreußisches) Nr. 1, in Lisfa das 2. Po- sensche Feldartillerie-Regiment Nr. 56 — Regimenter, die zum überwiegenden Teil bereits vor 1914 eine ruhmvolle Tradition aufwiesen. Die Mielitscher Ulanen waren das älteste Regiment ihrer Gattung in der deutschen Armee, hervor gegangen aus den fridericianischen Bosniaken, den nachmaligen „To- wartschis". Aus den Reihen des Regiments ging der berühmteste deutsche Kampfflieger des Weltkrieges, Rittmeister Manfred Freiher von Richt- Hofen, hervor. mersches) Nr. 4, Standort Thorn, 2. Weftpreu- ßifches Pionier-Batäillon Nr. 23, Masurisches Pionier-Bataillon Nr. 26, Standort Graudenz. Im abgetrennteu Teil Ostpreußens war S o l d a u die Garnison des II. Bataillons Infanterie-Regiments Freiherr Hiller von Gaertringen (4. Posensches) Nr. 59, das in der Schlacht bei Tannenberg im Brennpunkt des Kampfes stand und am Tage von Waplitz außerordentliche Opfer brachte. Die beiden ostpreußischen Armeekorps und das westpreußische XVII. A.-K. bildeten mit dem I. Reserve-Korps und einigen Reserve- und Landwehr- Truppen bei Kriegsausbruch 1914 d i e 8. Armee und schlugen unter der Führung Hindenburg-Luden- dorffs die Schlachten bei Tannenberg und an den Masurischen Seen. Der Herbst 1914 sieht sie sodann in den schweren Kämpfen um Lodz. Dom Herbst 1915 ab nahmen west- und ostpreußische Regimenter auch an den Kämpfen im Westen und anderwärts teil. Mit dem Infanterie-Regiment Nr. 61 verbindet sich der Begriff der „Fahne von Dijon" im Feldzuge 1871 gegen Garibaldis Scharen: „Wenn wir nun ohne Fahne wiederkommen, ihr Brüder allesamt, gebt uns Pardon; verloren haben wir sie schon, doch keinem Lebenden ward sie genommen!" In der alten Hansestadt Danzig lagen das Grenadier-Regiment König Friedrich I. (4. Ost- preußisches) Nr. 5, das feiner ruhmgekrönten Geschichte im Weltkriege neuen Lorbeer zufügte — so bei der erfolgreichen Abwehr der amerikanischen Massenanstürme im Juli 1918 bei Coincy —, ferner das Danziger Infanterie-Regiment Nr. 128, das während der Ehemin-des-Dames-Offenfive Mai 1918 in siegreichem Vorwärtsstürmen als erster Truppenteil die Marne erreichte. Das Straßenbild D a n- zig-Langfuhrs war beherrscht von den schwarzen Attilas mit weißer Beschnürung der „Leib-Husaren-Brigade" — der berühmten „Totenkops-Husaren": 1. Leib-Husaren-Regi- ment Nr. 1, 2. Leib-Husaren-Negiment Königin Viktoria von Preußen Nr. 2. Ihre Stammväter waren die Ruesch-Husaren, neben den Zieten-Husaren die bekanntesten Husaren der fride- rizianischen Zeit. — Außerdem standen in Danzig das 2. Westpreußische Feldarkillerie-Regiment Nr. 36, in Danzig-Pillau das 2. Westpreußische Fußartillerie-Regiment Nr. 17 und in Danzig-Lang- fuhr die Westpreußische Train-Abteilung Nr. 17. Das V. Armeekorps der Provinz Posen zählte gleichfalls alte Regimenter in seinen Reihen. In der Festung Posen standen außer dem Gre- nadier-Regiment Graf Steift von Rollendorf (1. gebaut. Da diese Brücke natürlich gegen etwaige Angriffe geschützt sein muß, kam man auf die naheliegende Idee, die leichten Flak-Geschütze gleich a u f den großen Pontons zu montieren, die die schwimmende Brücke tragen. Im „Untergeschoß" haust die Mannschaft. Die Kanoniere steuen sich über diese ideale Stellung. Sie haben keine Langeweile, denn die Freizeit bietet viel Abwechslung. Den ganzen Tag zichen die qualmenden Schlepper vorbei, rheinauf und rheinab, und der Verkehr über die Brücke, wenn sie eingefahren ist, gibt gleichfalls mancherlei Kurzweil. Das Essen ist gut, Der Chef voller Verständnis für die kleinen Sorgen und Nöte seiner Mannschaft. Eigentlich müßten sie unter solchen Umständen restlos zufrieden sein. Da sie es dennoch nicht sind, begründen sie es so wie es viele ihrer Kameraden in anderen Stellungen tun: f i e kommen zu wenig zum Schuß. So spähen sie. Tag für Tag den Himmel ab und namentlich der Flugmelde- poften, der mit seinem Glas vom Morgen bis zum Abend auf dem Posten ist, guckt sich die Augen wund... bis dann eines Morgens doch der große R o m, 5. November. (Europapreß.) Ganz Italien beging am Samstag den Jahrestag des Waffenstillstandes als Nationalfeiertag. Die Hautpstadt prangte im Flaggenschmuck. Am „Altäre des Dater- ' * " auf dem Nationaldenkmal der Piazza fand ein Feldgottesdienst statt, an dem Wie weit die Informationen der Zeitung „Tokio ; Asahi Schimbun" mit den Absichten der Regierung Ade übereinstimmen, kann heute noch nicht im einzelnen festegestellt werden. Die Grundtendenz freilich, die Absicht, unter die militärischen Operationen in China einen Schlußstrich zu ziehen, hat sich seit Ausbruch des europäischen Krieges als klares Ziel der Japaner herausgestellt. Wangtschingwei, der frühere Ministerpräsident Tschianakaischeks, der gleichwohl stets sein, größter Gegenspieler gewesen ift, erfreut sich schon seit geraumer Zeit der vollen japanischen Unterstützung. Mit seiner formellen Em- setzung könnte Japan ein wichtiges Kriegsziel als erreicht ansehen. Es ist bemerkenswert, wie weitgehend die Zugeständnisse sind, die Japan nach der Meldung des „Tokio Asahi Schimbun" dieser neuen Regierung zu machen bereit ist. Damit wird ohne Zweifel versucht werden, nach außen hin die volle Souveränität dieser Regierung herzustellen und damit dem Kampfe Tschiangkaischeks auch den letzten Schein der Rechtfertigung zu entziehen. Holland protestiert in London gegenengiicheMkerrechtsdrüche DieholländischeSchiffahrtschwergeschadigt A m ft e r D a m , 6. Nov. (DNB. Funkspruch.) Der niederländische Außenminister hat ein Orangebuch veröffentlicht über die Bemühungen der niederländischen Regierung zur Erhaltung des Friedens. In einem besonderen Kapitel werden die Verletzungen des niederländischen Hoheitsgebietes behandelt. Die niederländische Regierung müsse sich das Recht vorbehalten, zu protestieren, wenn Rechte niederländischer Untertanen durch schwarze Listen oder andere britische Maßnahmen, die nicht in Uebereinftimmung mit dem Völker - recht sind, Schaden leiden. Die übermäßig langen Wartezeiten, die der niederländischen Schiffahrt großen Schaden gebracht hätten, hätten Veranlassung gegeben, Protestschritte in London zu unternehmen, am schwerwiegendsten sei die Klage Darüber, daß die Schiffe vollkommen ohne Verbindung m i t d e m L a n d e seien, so daß die Kapitäne ihre Reeder nicht benachrichtigen könnten, wo sie sich aufhalten. Die niederländische Regierung sei überzeugt, daß die britische Regierung als Regierung eines seefahrenden Volkes sich dessen bewußt sei, welch enormerSchadender neutralen Schifffahrt Dadurch zugefügt werde. Die niederländischen Reeder seien ernstlich über die Trägheit verstimmt, die bei der Behandlung ihrer Schiffe und Frachten an den Tag gelegt werde und die unerträglichen finanziellen Lasten, die ihnen auferlegt werden. Es komme immer wieder vor, daß niedreländische Schiffe länger als drei Wochen fe st gehalten werden. Die niederländischen Reeder seien tiefst enttäuscht durch die geringe Aufmerksamkeit, die ihren Jnteresseii geschenkt werde. In der Antwort der britischen Regierung heißt es, die niederländische Regierung könne von sich aus zur Vermeidung von Verzögerungen beitragen, falls sie den niederländischen Reedern gestatten wollte, wie während des vorigen Krieges die Verpflichtung zu übernehmen, die Teile der Ladungen, die verdächtig waren, in niederländischen Bestimmungshäfen so lange festzuhalten, bis ein Beschluß erfolgt sei, daß sie freigegeben werden die Innenpolitik China« erwecken könnte, wie z. B. die Entsendung politischer Berater. 8. Hinsichtlich der schwierigen Aufgabe der Schaffung einer finanziellen Grundlage Der neuen Regierung werde Japan auf ausdrücklichen Wunsch der Zentralregierung einen Finanzberater entsenden. 9. Desgleichen werde Japan beim Aufbau der Wissenschaft und Technik technische und. personelle Hilfe zu gewähren. 10. Zur wirksamen Gestaltung wirtschaftlicher Zusammenarbeit sei Die Bildung eines sogenannten japanisch-chinesischen Wirtschafts- r a t e s beabsichtigt in Anlehnung an die bereits bestehende Einrichtung zwischen Japan und Nordchina. Die gesamte japanische Presse befaßt sich ausführlich mit Der 9t e D e Molotows. „Tokio Nifchi Nischi", „Kokumin Schimbun" und „Somiuri Schimbun" befürworten eine Annäherung an Rußland. „Tokio Asahi Schimbun" meint, der Vorschlag Mo- lotows an Japan sei nicht abzulehnen und die Frage Der Initiative sei Dabei nebensächlich, sofern es Moskau nur aufrichtig meint. „TDkio Nischi Nischi" greift Englands und Frankreichs Kriegspolitik an und betont die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit mit Deutschland und Rußland. „Jomiuri Schimbun" hofft, daß das Nomonhan- Abkommen (mit dem der mandschurische Grenzstreit beigelegt wurde) ein Wendepunkt in den Beziehungen beider Länder sei. Schon zur raschen Beendigung des China-Konfliktes müsse Das Angebot Molotows angenommen werden. Das Blatt tritt entschieden für eine Annäherung an Rußland ein, da Die „öffentliche Meinung Japans auf engen Be- Ziehungen zu Deutschland besteht und hierbei ein Ausgleich mit Rußland erforderlich ist". Ein Ausgleich ntit England und Amerika erscheine fast aussichtslos, weshalb Der Weg der japanischen Außenpolitik durchaus klar sein müsse, um Japan nicht zu isolieren. Besonders wichtig sei auch ein Handelsabkommen mit Moskau, um Japan gegen Amerika unabhängig zu machen. Wie „Hotschi Schimbun" aus gut unterrichteter Quelle hört, tollen Besprechungen zur Klärung wichtiger schwebender japanisch-russischen Fragen über japanische Del» und Kohleninteressen sowie übey die Behandlung japanischer Staatsangehöriger in nächster Zeit ausgenommen werden. Hauptschriflleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und Die BilDer: Dr. Fr. W. Lange; für StaDt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt Der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit Der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit Der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Äeit Hier irrt der König! Der englische Könia hat es für notwendig befunden, fünfen gli s che Fliegermiteinem hohen Orden auszuzeichnen. Diese Tatsache wäre an sich keiner besonderen Erwähnung wert, wenn es sich bei Den also dekorierten Männern nicht um die „Helden von Kiel" handelte. Wir müssen zu Gunsten Des Königs annehmen, daß er nicht von seinen eigenen Ministern hintergangen worden ist, als sie ihm Die betreffenden Flieger zur Ordensauszeichnung vorschlugen. Wir müssen vielmehr unterstellen, daß König Georg genau wußte, welchen faulen Zauber er mit feiner Person decken sollte, daß er also Die Ansicht des Lügenministeriums teilte, man könne durch Den königlichen Akt der Ordensverleihung Dem neutralen Ausland gegenüber Das Prestige der britischen Luftflotte und das ramponierte Ansehen Der britischen Propaganda noch einmal retten. Doch hier irrt Der König! Die Welt weiß nämlich ganz genau, daß Der von Der Londoner Regierung seinerzeit triumphal hinausposaunte Bombenangriff englischer Flieger auf Kiel — niemals stattgefunden hat. Die Wett weiß das nicht nur aus den Berichten neutraler Journalisten, die in Kiel vergeblich nach Den Spuren des „vernichtenden" englischen Bombardements gesucht haben, sie weiß das auch aus Dem Munde Des britischen Luftfahrtministers Sir Kingsley-Wood selbst, Der etwas später kleinlaut zugab, ihm wäre von englischen Fliegerangriffen auf Kiel nichts bekannt. Das Unglück wollte es aber, daß an Dem gleichen Tage schon, da Der zweifellos richtig informierte Luftfahrtminister dieses Dementi bekanntgab. Der englische Aufklärungsflieger, Der Kiel als erster erreicht haben wollte, sowie Der Führer Des Bombengeschwaders, das anschließend Den angeblichen Angriff auf Kiel durchgesührt hallen sollte, die hielten. Dieses Mißgeschick, das wohl durch die mangelnde Koordination der verschiedenen Londoner Lügenämter verursacht wurde, hat offenbar zu heftigen Auseinandersetzungen im Schoße des englischen Kabinetts geführt, wobei schließlich die „Churchillians" Die Oberhand behielten. Denn bald darauf wurden wir von der Meldung überrascht, daß im amtlichen Auftrag ein Dokumentarischer Film mit Dem verheißungsvollen, aber mehr ein zoologisches Thema verratenden Titel „Der Löwe hat Flügel" hergestellt worden sei, in dessen Mittelpunkt Der Bombenangriff auf Kiel stünde. Was man erwarten mußte, trat ein: Ein neutraler Journalist hat diesen Film gesehen und teilt nun mit, daß in der einzigen dokumentarischen Szene, Die auf Der LeinwanD erschien, nur für wenige Se° kunDen zu sehen sei, wie englische Flieger in ermüdetem Zustand aus ihren Maschinen — aus- stiegen. Woher die Maschinen kamen, ob Die tapferen Besatzungen vielleicht durch Die langweiligen Proben vor Der Kamera ermüdet waren, Das ist aus Dem Film allerdings nicht ersichtlich. Er- ichtlich ist nur soviel, daß es im heutigen England — gute Beziehungen vorausgesetzt — nicht schwer ein Dürfte, mit imaginären Heldentaten funkelnde Orden zu erwerben. H. Ev. teile für sich. Aber Die Flak-Männer arbeiten mit bewundernswerter Präzision. Gleich Die ersten Schüsse auf Den Tiefflieger sitzen. Die Kiste kommt trotzdem mit unverminderter Geschwindigkeit in Richtung Der Geschützftände, während Der Heckschütze in Der Feindmaschine seinerseits mit seinem MG. Das Feuer eröffnet. Als er noch 150 Meter entfernt ift, läßt er einen schweren Gegenstand ins Wasser fallen. Man weiß nicht, was Das gewesen ift. Vielleicht ein Photogerät? Die Flak schießt weiter, Der Franzose auch. Aber Die Maschine kippt und verliert rasend an Höhe. Mttlerweile hat Der Franzose, ein richtiger Draufgänger, wie auf Der deutschen Seite ehrlich zugegeben wird, Die Brücke erreicht. Er berührt fast Das Wasser, setzt sich mit einem Sprung über das Gelände hinweg; eine Geschoß gäbe aus Dem Maschinengewehr, Das Der Heckschütze immer noch bedient, trifft Die Umrandung Der Stellung des ersten Geschützes. Dann ist Die Maschine auf Der anderen Seite, beschreibt einen engen Bogen und beschießt Dann das zweite Geschütz. Drei brave Kanoniere werden von MG.-Geschossen getroffen. Aber Der Franzmann pfeift nun doch aus Dem letzten Loch. Ein paar Schüsse schickt Der zähe Bursche, Der in Der Heckkanzel sitzt, noch zum Beobachtungsstand hinüber, Den er anscheinend in der letzten Sekunde erspäht hat. Die Verankerung eines Leiterstückes 'geht in Trümmer, sonst ist nichts passiert. Die Potez strebt mit letzter Kraft Dem anderen Ufer zu, setzt Dort zur Landung an, überträgt sich und bleibt Dann als Ueberrest eines Flugzeuges auf einem Acker liegen. Ein kleines Fährboot, Das eben Passagiere über Den Strom fetzte, erhielt einen Schuß durch Die - Bordwand. Aber verletzt wurde dort niemand. Die Batterie ist natürlich stolz auf ihren Erfolg. Sie hat auch allen Grund dazu, Denn ihre Arbeit ist des höchsten Lobes wert. Nun warten sie bis Der nächste kommt. Sie werden ihn, wie sie zuversichtlich erklären, mit derselben Präzision auf Den Boden zwingen. PK. Irgendwo am Rhein hoben die Pioniere, über das Wasser herein, rast genau auf die Brücke eben' der Fähre eine ft a b i l e Brücke zu. Die Sicht ist schlecht, ein unangenehmer Dunst ' ' — ' lttlich gegen etwaige liegt auf dem Rhein. Der Franzose hat alle Vor- Oie Siebzigjährigen wieder im Dienst. Nachdem viele Männer in den besten Jahren ihren Arbeitsplatz verlassen mußten, um Handwerkszeug oder Federhalter mit dem Gewehr zu vertauschen, wurde es selbstverständlich notwendig, daß alles Handwerkszeug auch wieder ausgenommen wurde. Von anderen älteren Händen! So mancher Vater fand sich bereit, an die Stelle seines Sohnes zu treten. So mancher 65- bis 70jährige Mann, der sich mit gutem Recht und nach vielen Jahren der Arbeit zur Ruhe gesetzt hatte, tritt wieder in die Sielen, um dem Sohn den Betrieb aufrecht zu erhalten. Auch in unserer Stadt gibt es manchen Handwerker- und manchen Handelsbetrieb, der nun unter der Leitung eines hochbetagten Mannes steht. Ein nun 78jähriger Wagnermeister im Neuenweg erzählte uns bei einem Besuch in seiner Werkstatt, daß der gegenwärtige Krieg nun schon der fünfte sei, der in seine Lebenszeit falle. Und sein Sohn, der jetzt im Westen steht, sei auch schon zum zweiten Male dabei: Wettkrieg und nun geaen Engelland. Für das Geschäft ist es gut, daß der Vater das Handwerkszeug niemals so ganz aus den Händen gegeben hat. Jetzt sindet man ihn, den rüstigen 78jährigen, vom Morgen bis zum Abend in der Werkstatt. Mit Stolz fuhrt er den Besucher in das mehrstöckige Lagerhaus und zeigt die Stapel der von langer Hand vorgearbeiteten Räder, Speichen, Naben, usw. aus fachmännisch gepflegten, durchge- trockneten Hölzern. Sauber gearbeitete Stiele für Hacken, Beile, Schaufeln usw. aus gewachsenem Holz geschnitten, stehen abrufbereit im Keller. Er erzählt mit Freude von seiner Kundschaft, die ihm seit 50 Jahren die Treue hält und es heute mehr denn je tut. Das Handwerk ernährt feinen Mann noch, und der Hochbetagte sorgt dafür, soweit er dazu beitragen kann, daß es auch so bleibt. Die Buchrührung und die schriftlichen Arbeiten macht die Schwiegertochter. In einer Maßschneiderei! 15 Gehilfen sitzen noch in der Werkstatt, obwohl ihrer 6 auch schon unter die Fahnen gerufen wurden! Auch der Junior-Chef steht im Westen! Da blieb für den „alten Herrn" auch nichts anderes zu tun übrig, als wieder die Initiative und alle Verantwortung zu übernehmen. Keine Kleinigkeit, wenn für 15 Mann Arbeit vorhanden sein soll! In jüngster Zeit gab es viele Uniformen anzufertigen, und viele davon sehr rasch, während die Nachfrage nach zivilen Anzügen zurückgegangen ist. Für den derzeitigen Leiter des Geschäftes ist es naturgemäß kein Leichtes, ohne den Sohn den Anforderungen gerecht zu werden, und feit Wochen gibt es für ihn keinen rechten Sonntag. Die jahrzehntelange Erfahrung kommt aber sehr zustatten und, da der Vater immer in lebendigster Verbindung mit dem Geschäft blieb, steht der Sohn beruhigt und ohne Sorge vor dem Feind, denn er weiß, daß das Geschäft in bewährten Händen ist. Der alte Maler- und Weißbindermeister, dem unser nächster Besuch galt, vermißt den Sohn auch im Geschäft; nun steht der alte Meister um so mehr auf dem Posten; es fällt ihm aber doch nicht schwer, denn die Konjunktur ist gegenwärtig von dem privaten Auftraggeber her nicht allzu lebhaft, dafür gibt es aber für einige Behörden zu. tun. Für den Weißbindermeister im vorgerückten Alter ist es allerdings nicht leicht, sich mit dem neuen synthetischen Anstrichmaterial zu befreunden, auch Oele und Firnisse sind nicht etwa so reichlich zu haben wie seither, und es gilt, alle handwerkliche Geschicklichkeit aufzubieten. * Im Stadtzentrum, in einer Bäckerei, wird das Fehlen des Meisters auch lebhaft empfunden. Hier ist es nun der Schwiegervater, der der Tochter beisteht und für das Geschäft jeden Morgen um 4.30 Uhr in der Backstube steht. Es fällt der Kundschaft gar nicht sehr auf, daß der Meister selbst nicht mehr da ist. Der alte Bäckermeister hatte bereits vor einigen Jahren das Geschäft an Schwiegersohn und Tochter abgegeben, da ihn selbst hin und wieder das Asthma belästigte und er es aus Gesundheitsrück- stchten für besser hielt, sich zurückzuziehen. Jetzt aber bleibt nichts anderes übrig; er muß wieder mit zupacken. Er macht also morgens die Brötchen, hilft beim Brot und beim Kaffeegebäck, während der Gehilfe die Konditoreiwaren macht. Dadurch, daß es morgens schon sehr früh aufzustehen gilt, werden die fehlenden Stunden der Nachtruhe durch ein Schläfchen am Nachmittag nachgeholt. Die Tochter steht indessen resolut im Laden und vertritt das Geschäft nach außen. Aber nicht nur im Kreise des Handwerks und des Handels sind die 65- und 70jährigen wieder angetreten, vielmehr sind auch bei mancher staatlichen und städttschen Behörde (Kreisamt, Stadtverwaltung usw.) Beamte wieder an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt, die schon vor Jahren in den Ruhestand versetzt worden waren. Zum Teil hatten sie sich gerne und freiwillig gleich zu Kriegsbeginn zur Verfügung gestellt, zum Teil erbaten die Dienststellenleiter ihre Mithilfe und fragten, ob und in welchem Ausmaß sie wieder mitarbeiten zu können Nach längerer Pause war bei den Frauen der NS.-Frauenschast und des Deutschen Frauenwerkes der Wunsch nach den Zusammenkünften bei den Gemeinschaftsabenden außerordentlich stark geworden.Man Hat das Empfinden, daß das Verlangen nach Zusammenschluß stärker als je zuvor geworden ist. Daher veranstaltete jede Ortsgruppe wieder ihre Gemeinschaftsabende. In der Ortsgruppe Nord stellte die Ortsfrauenschaftsleiterin Frau Standfuß den Abend unter das Motto von Frau Scholtz-Klink: „Wir sind zur Stelle." Sie sprach über die neu zu erfüllenden Ausgaben und von den schon geleisteten Arbeiten. Dann kamen die Abteilungsleiterinnen zu Wort. Frau Alt, die Abteilungsleiterin von Volkswirtschaft-Hauswirtschaft, berichtete über die neu- zeittichen Küchenzettel und empfahl kleine Schriften, die der Hausfrau manchen Rat in der augenblicklichen Wirtschaftsführung geben können. Frau S p r u ck, die Abteilungsleiterin Hilfsdienst, erläuterte die Aufgaben, die heute dieser Abteilung erwachsen. Vor allem fei nun die in dieser Zeit so wichtige Nachbarschaftshilfe geregelt. In jedem Block stehen 2 Frauen zur Verfügung, um im Notfälle hilfreich einspringen zu können. Die Ortsgruppe Ost hielt ihren Ortsgruppennachmittag in Form einer Feierstunde ab. Die Ortsgruppenleiterin Frau Hummel sprach über die Größe des Zeitgeschehens und die Haltung, die von der deutschen Frau in dieser Zeit gefordert wird, um sich den Leistungen und der Opferbereitschaft des im Felde stehenden Mannes würdig zu erweisen. Frau Hummel fand warme Worte der Ausrichtung und des Mutes für alle, auf denen die Sorge des täglichen Lebens und die noch größere um das Ergehen lieber Angehöriger an der Front lastet. Sie schloß mit dem Gedicht des glaubten. So traten viele Im Dienst ergraute Männer wieder in die „Sielen" und wurden erneut zu wertvollen Mitarbeitern. Da gerade diese älteren Beamten mit den bei Entscheidungen irgendwelcher Art zu beachtenden gesetzlichen Bestimmungen vertraut sind, standen diese Beamten innerhalb kürzester Zeit wieder „mitten drin" und füllten wirkungsvoll die Lücken aus, die durch die Einberufung der jungen Berufkameraden gerissen worden sind. * So erlebt unsere Volksgemeinschaft auf vielfältige Weise die Einsatzbereitschaft des deutschen Menschen. Von der jungen Briefträgerin bis zuni ergrauten Bürodirektor stehen viele an der inneren Front im Bewußtsein dessen, daß eben eine außerordentliche Zeit auch außerordentlichen Einsatz fordert. N- Frauenschaftsmitgliedes H. Schön „England". Frau Fischer und Frau Caesar erfreuten die Frauen noch mit einem Satz aus der Pathetique von Beethoven, der ganz der erhebenden Feierstunde an gep aßt war. Die Ortsgruppe Mitte eröffnete ihren Abend mit dem Liede „Auf hebt unsere Fahne". Nach einer ernsten Begrüßung durch die Ortsgrup- penleitertn Frau Wemper wurden einige Mitteilungen, die Ortsgruppe und die laufende Arbeit betreffen, bekanntgegeben. Frau Fischer und Frau Willecke erfreuten hierauf die Frauen mit einem Musikstück von Mozart für Klavier und Geige. Es erfolgte ein kurzer Bericht über die Außenpolitik nach der Rede Reichsaußenministers von Ribbentrop. Mit dem Lied „Uns war das Los geben" schloß der Nachmittag. Der Nachmittag der Ortsgruppe Süd wurde von der Ortsgruppenleiterin Frau Kranz ausgefüllt mit einem Ueberblick über die geleistete Arbeit während der letzten Kriegswochen. Dann kamen ein Bericht -über die anfallenden Arbeiten und die Aufforderung an die Frauen, sich auch für die neuen Anforderungen mit der gleichen Pflichterfüllung einzusetzen, wie in den vergangenen Wochen. Ferner wurden die Mitgliedskarten an die vom Frauenwerk in die Frauenschaft übernommenen Frauen und die neu zum Frauenwerk ein getretenen Frauen verteilt. Durch die Lieder der Frauenschaft und der Nattoin erhielt der Nachmittag seine Weihe. Die Abteilung Grenzland-Ausland hatte ihren ersten Arbeitsnachmittag. Es wurde eifrig an den herzustellenden Säuglings körben gearbeitet. Zur Aufklärung der Frauen wurde einiges aus dem interessanten Buch: „Polen kurz vor dem Kriege" vorgelesen. Gfs. Kleine politische Nachrichten. Der Führer hat den seitherigen Botschaftsrat bei der Botschaft in Paris, Dr. Curt Bräuer, zum Gesandten in Oslo ernannt als Nachfolger des vor kurzem verschiedenen Dr. Sahm. Zur Fortsetzung der Sachverständigen- beratungen, zu der sich Mitte September die Delegierten der O s l o st a a t e n in Brüssel versammelt hatten, ist für Montag eine neue Kon- ferenz nach Kopenhagen einberufen worden. Die Verhandlungen gelten verschiedenen fragen des neutralen Rechts. Der Duce hat den italienischen Äj o n- Prinzen empfangen, mit 'dem er eine Stunde lang über militärische Fragen sprach, welche die dem Kronprinzen unterstehenden Armeegruppen de- treffen. Ferner hatte Mussolini mit dem neuen Generalstabschef des italienischen Heeres, Marschall G r a 3 i a n i, eine zweistündige Unterredung. Zum stellvertretenden Generalstabschef des Heeres ist der bisherige Militärattache in Berlin, General R o a t- t a, ernannt worden. Am Sonntag hatte der Duce eine Besprechung mit dem neuen Staatssekretär im Kriegsministerium, General Soddu, über die Erweiterung der Offtziers- und Unterofsiziers- f obere. * Im Zuge der großen Umsiedlung der deutschen Volksgruppe in Lettland in das Sletd) verließen am Sonntagabend mit dem deutschen Dampfer „General von Steuden" 2858 Volksdeutsche Riga. Es ist der erste große Transport von Volksdeutschen aus Lettland. Bisher konnten nur deutsche Reichsangehörige abtransportiert werden. Aus aller Wett. 22 Minuten. Zugunfall auf dem Bahnhof Sluttgark-Wesk. Auf dem Bahnhof Stuttgart^West stieß am Samstag um 21 Uhr der Schnellzug Zürich—Berlin mit einer Leerlokomotive zusammen. Dabei wurde die Stirnwand eines D-Zugwagens eingedrückt. Ein 18jähriges Mädchen trug schwere Verletzungen davon, wahrend zehn Personen leicht verletzt wurden. Ein Plünderer hingerichtet. Am 4. November 1939 wurde der am 24. September 1904 in Miltenberg (Main) geborene Heinrich Hubert hingerichtet, der vom Sonderge- richt Kaiserslautern wegen Verbrechens wider die Verordnung gegen Volksschädlinge zum Tode und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit verurteilt worden ist. Hubert hat in einem aus militärischen Gründen von der Zivilbevölkerung geräumten Grenzort geplündert. Der Gariher Raubmörder festgenommen. Der Raubmörder Erich Seufert, der vor einigen Tagen die alleinstehende 61jährige Witwe Grafe in Garitz bei B ad Kissingen ermordet hat, wurde am Samstag in Wien f e ft genommen. Seufert ist geständig. Lastkraftwagen mit belgischen Soldaten verunglückt. In der Nähe von H a s s e l t in Belgisch-Limburg raste ein Militärlastwagen, in dem sich 28 Soldaten befanden, infolge Versagens der Steuerung mit voller Geschwindigkeit gegen einen Baum und überschlug sich. Ein Soldat wurde auf der Stelle getötet, zwei weitere starben im Krankenhaus. Von den Verletzten haben vier Soldaten so schwere Verletzungen erlitten, daß man an ihrem Aufkommen zweifelt. Absturz eines niederländischen Bombers. Ein Bomber der niederländisch-indischen Luftwaffe ist bei der Halbinsel Hintu gegenüber Ambon abgestürzt. Wie der Telegraaf erfährt, ist die Maschine verbrannt. Die fünf Besatzungmitglieder fanden den Tod. Hochherzige Spende eines Ausländsdeutschen. Einen prakttschen Beweis seiner engen Verdun- denheit mit der alten deutschen Heimat gab der feit Jahren in Kopenhagen lebende Obersteiner Otto Decker. Er wird der NSV. seiner Heimatstadt I d a r - O b e r st e i n von jetzt ab bis Weihnachten jede Woche einen Zentner Butter üb erweisen. Frauenhilfsdienst ist Ehrendienst. Einsatz des Frauenhilfsdienstes für Wohlfahrt und. Krankenpflege zur Unterstützung der Schwestern. Aufnahme: Otti Zacharias (M.) ZEn" näher«! die künstliche Atmung in den über 9ben RrouenhiHs-Tweren Luftregionen gestattete. Der Fall dauerte len. Göring-Ufer 25. Partei eingesetzt. Die arbeitsmäßige Belastung der Frau ist heute zum Teil sehr groß, und die pflegerischen Berufe bedürfen der Unterstützung. Es ist daher eine Ehrenpflicht jedes jungen Mädels, das sich dafür frei machen kann, sich für den zweijährigen Frauen- hilfsdienst zur Verfügung zu stel- Fallschirmabsprung aus 10 000 INeter Höhe. Der russische Ingenieur Solodovnik hat die bemerkenswerte Leistung vollbracht, aus 10 000 Meter Höhe mit dem Fallschirm abzuspringen. Er hatte zu diesem Zweck einen besonderen, hermetisch verschlossenen Anzug an- Auskunft über den Frauenhilfs- dienst erteilt schriftlich und mündlich die Gaustelle des Deutschen Frauenwerkes, Abt. Hilfsdienst, Frankfurt am Main, »Hermann- NSG. Im Gau Hessen-Nassau wurde in den letzten Wochen eine große Anzahl von Mädel in Krankenhäusern, Kindergärten und Wohlfahrtseinrichtungen zur Hilfe der NS.-Schwester und in Siedlungen zur Entlastung der dort arbeitenden Fachkräfte der Gemeinschastsabende der AS.-Frauenschast. Gießen, den 6. November 1939. 6714D aus Lollar, im 16. Lebensjahre. Wir verlieren in ihr eine treue, pfichteifrige, nie ermüdende, jederzeit bereite, freundliche Arbeitskameradin, deren Andenken wir stets in Ehren halten. Sie wird uns stets Vorbild bleiben. Betriebsführer und Gefolgschaft der Firma Lebensmittel- und Feinkosthaus Otto Avemann Infolge eines tragischen Unglücksfalles verschied am Samstagabend unsere Arbeitskameradin Fräulein Irene Wolf MIM WMW evtl. 3-4 Räume, mit Küchenbenutzung, Bad, Heizung, in guter Lage per sofort gesucht. Angebote an Fako b Doll, Hotel Sckütz. e?09D Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinanzeigen in die Heimatzeitung, den Bleßener Anzeigei AUTO- Klarsiühtsciieiben alle Grüß. a. Lag. ELLltboff.Auto- LichtLllicenstr.35 Tel 4335 [oms IMInlMO das zweite Mal gedeckt, wegen Platzmangel zu verkaufen. B7uD Heinrich Roth VI. 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An den Verlag des siebener Anzeigers, Gießen Versenden Sieden Gießener Anzeiger zum Bezugspreis von RM 2.05 für den Monat unter folgender Anschrift: (Feldpostanschrist genau angeben) Die Äezugsrechnung zahlt: (Genaue Anschrift des ÄeftcNers) Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Else Mahr Karl Schüler llnierosfizier Gießen Marburg/Lahn Ludwigftr. 39 Iägerkaserne im November 1939 ________________________________________ 671OD Nr. 260 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Montag, 6. November (939 9,116 ®00 Zuschauer im Berliner Poststadion zum ersten Fußballstadte- kämpf zwischen Berlin und Sofia emgefunben. Der Kampf stand im Zeichen auter sportlicher Kameradschaft, die sich auch in Kriegszeiten bewahrt, und endete mit einem verdienten Siege der Reichshalgit- ftäbter von 4:2 (2:1) Toren. Nach Beendigung des Spieles luden die Bulgaren ihre Berliner Kamera- der zum Rückspiel am 6. Mai 1940 nach ihrer Heimatstadt ein. Kurze Sportnotizen. I