,254 Erstes Blatt Keitag, 6. Oktober 1959 189. Jahrgang etriebt, Serkin, 5. DEL (DNB.) Der Reichsminister des en dechh. )t« und irtltrh Portzeit u Eine Unterredung mit rlußenminister von Ribbentrop irp: „Ich bin sehr befriedigt über den Verlauf und das Ergebnis der Verhandlungen Livischen Deutschland und der Hb S SIL, die zu einer Klärung der Verhältnisse im khemaligen polnischen Gebiet und damit in Osteuropa geführt haben. Ich Mn der Heberzeugung, daß die Wiederher- tellung von Ruhe und Ordnung in tonte den Wunsch Rumäniens, den Krieg dem Balkan fernzuhalten. Rumänien werde unverändert die freundschaftlichen Beziehungen mit Deutschland und Rußland aufrechterhalten. ........ 6. OH. (DRB.-Funksprnch. PK.) Gemäß der neuen Festsetzung der deutsch-russischen Grenze in Polen wird das Gebiet um S u - walki von der sowjetrussischen Armee geräumt. Am Donnerstag begann auf Grund der Vereinbarungen der in drei Etappen erfolgende Einmarsch der deutschen Truppen. Am Mittwoch trafen sich im Zollhaus des oftpreußischen Grenzortes Me tunen die Unterhändler der deutschen Wehrmacht und der russischen Armee. 3n kameradschaftlicher Fühlungnahme vereinbarten der deutsche Oberstleutnant und der russische Kommandeur, dessen Verbände das Gebiet von Suwalki beseht hatten, die Hebergabe und Hebernahme. Donnerstag vormittag begannen die Russen dann mit der Räumung. Lin kalter regnerischer Herbsttag begleitet den Einmarsch der deutschen Truppen, dessen Planung und Durchführung durch die Ein- heilen einer Brigade erfolgt. An vier Stellen der bisherigen Reichsgrenze — bei Serfeggen, der einstigen Dreiländerecke, südlich des W y ß l y t e r Sees, ferner bei Merunen, Borawken und Reuß — hat am frühen Rochmittag die Heberfchreitung der Grenze durch AufNärungseinhei- ten, Infanterie und Pioniere begonnen. 3n langen Kolonnen folgt der Nachschub. Nach wenigen Stunden ist das erste Tagesziel der vereinbarten Be- sehungslinie erreicht. Auch größere Orte werden in Besitz genomme: Wizajny, Filipow, Raczki. — Für Freitag ist die Besetzung von Suwalki vorgesehen und am 7.Oktober wird sich das gesamte G e - -llank nach rar h Nieder^ 0 der jr irte Ack nden fönr- der Ui# herrscht. ort mbotf LV ig trug I ein fallip schönen, st lebenden verschiedenartigen Völkerschaft en dienen wird, sondern daß mit der Beseitigung dieses Unruheherdes Europas auch lin bedeutsamer Schritt zur Wiederherstellung des Weltfriedens -etan ist. Ferner glaube ich, daß diese Regelung eilen Kriegshetzern der Welt eine Lehre ist und von allen friedliebenden Tollem nur aufrichtig begrüßt werden vird. Deutschland und Sowjetruhland haben in ihrer gemeinsamen Erklärung England und Frankreich vor die Wahl gestellt, ob sie Krieg der Frieden haben wollen. Es liegt an len Westmächten, sich zu entscheiden." iiberlid) sein." üluf die Frage:. „Man sagt, Herr Reichsaußen- knister, daß Deutschland mit der deutsch-sowjeti- i^n Erklärung eine große Friedens- ^sensive eröffnet habe. Entspricht dies wirk- id den Absichten der deutschen Regierung?", ant- »-riete der Reichsaußenminister: „Deutschland Hal immer den Frieden and nicht den Krieg gewallt. Der polnische Krieg wurde uns, entgegen allen vernünftigen Angeboten des Führers, aufge- iwungen. Ebenso war es im Westen nicht veutschland, sondern England und Frankreich, die den Krieg erklär- i en. Wenn Deutschland daher immer noch bereit ist zum Frieden, so ist dies nichts rteues. Allerdings werden sich die Westmächte kalt) entscheiden müssen. Der sinnlosen vrohung englischer Kriegshetzer „Vernich- l ung des h i t l e r i s m n s". die nichts anderes bedeute als die Vernichtung des !> kutschen Volkes, könnte sonst ebenso gut eine deutsche Losung, wie z. B. „Vernich- iiing der englischen Demokratie" entgegenge- ikellt werden, was die Vernichtung des briti- Ichen 3mperiums bedeuten würde, und was nir ebenso sinnlos erscheint!" renomt, h । liefen Gebieten nicht nur zum Vorteil und ■ tom । um Segen für hie in diesem Raum Annahme von Anzeige» für die Mittagsnummer vis8'/.UHr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Brette 7 Rpf., für Te^t- anzeigen von70mm Breit« 50Rpf.,Platzvorschrift nach vorh. Dereindg. 25°/e mehr. Lrmatztgte Grundpreise: Stellen«, Vereins-, gemein* nützige Anzeigen sowie ein* spaltige Gelegenheitsanzei* gen 5 Rpf., Familienanzei* gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Beistandspakt zwischen der Sowjetunion und Lettland Militärische Hilfe im Falle eines direkten Angriffs.-Rußland wird in Lettland Stützpunkte für die Kriegsmarine und Luftwaffe errichten. einanderzuhetzen. Ich bin sicher, daß man sich in Japan dieser Tatsachen bewußt ist. Ich glaube daher, daß auch Ihre Nation ein Jn-teresse an der Wiederher st eil un g des europäischen Friedens hat." Des Führers Dank an die Soldaten der Ostfront Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht. Berlin, den 5. Oktober 1939. Soldaten der Wehrmacht im Osten! Am 1. September seid ihr auf meinen Beseht angetreten, um unser Reich vor dem polnischen Angriff zu schützen. 3 n vorbildlicher W affen- kameradschaft zwischen Heer, Luftwaffe und Kriegsmarine habt ihrdieeuchgestellteAuf- gabe erfüllt. 3hr habt euch mutig und tapfer geschlagen, heute konnte ich die gegen das befestigte Warschau eingesetzten Truppen begrüßen. Dieser Tag schließt einen Kampf ab, der von bestem deutschen Soldatentum berichtet. Mit mir dankt euch voll stolz das deutsche Volk. 3n unerschütterlichem Vertrauen den typ Krtenkich enden ms (N W;* ermann y ntzenr (r planmäßige Besetzung von Suwalki Der Einzug der deutschen Truppen hat begonnen. ' te®»|i#i1 N uirb- rt** Die Westmächte müssen sich entscheiden. teMoskauerAbmachungeneinbedeutsamerSchrittzurWiederherstellungdesWeltfriedens. Wi fe Fortschdü ninen fr® ngsbau uf: r ÄgefA nt dm«, chn, nro K ■ Zeit enro -ttchentt täglich, außer Sonntags und Feiertag, letlagen: Die Illustrierte Siebener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monarrvezugspretr: mtt 4 Beilagen RM. 1.95 ßhne Illustrierte . 1.80 Mellgebühr , -.25 rud) bei Nichterscheinen ion einzelnen Nummern stfolg« höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe fiter Sammelnummer 2251 Inschrift für Drahtnach* rd)ten; Anzeiger Sieben Postscheckkonto: jranlfurt am Main 11688 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitütsdruckerei R. Lange In Gießen. Schristlettung nnv Geschäftsstelle: Schnlftrahe 7 Amerikanische Heufralitäf. Von Konteradmiral z. V. Gadow. Angesichts des sich verstärkenden Widerstandes fast aller Neutralen gegen die Seerechtsvorschriften Englands, die ihren Unterhalt und ihre Hoheit so sehr in Frage stellen, ist die Haltung der Vereinigten Staaten, die noch im Weltkrieg zeitweilig als Vertreter der allgemeinen Rechte Neutraler auftraten, von besonderer Bedeutung. Diesmal allerdings handelt es sich nicht um eine ähnliche Führerrolle Amerikas in allgemeinen Rechtsfragen, andern um dessen eigene Interessen, über die zwischen Präsident und mindestens einem großen Teil der Nation Meinungsverschiedenheiten bestehen. Die Kernpunkte sind: Das provisorische Neutralitätsgesetz von 1935, mit 1. 5. 1937 zum Dauergesetz erhoben, war entstanden aus der weitverbreiteten lieber- zeugung, daß Amerika durch die Rüstungs- und Fi n a n z f p e k ul a n t e n von Wallst re.et in den Weltkrieg gezogen wurde, daß die daraus entstandenen Kriegsschulden von den Feinden Deutschlands nicht bezahlt wurden, sondern als Steuern auf dem Lande lasten, daß ferner nur einzelne Personen an den Lieferungen verdienten, die Wirtschaft aber nur eine Scheinblüte erlebte, auf die ein furchtbarer Rückschlag folgte. Das Gesetz versuchte daher, die nochmalige Einbeziehung Amerikas in den Kriegsstrudel durch folgende Maßnahmen zu verhindern : §1 . Bekanntgabe eines Kriegs- oder kriegsähnlichen Bürgerkriegszustandes durch den Präsidenten, anschließend Verbot der Ausfuhr von Waffen, Munition und Kriegsgerät an Kriegführende, direkt oder indirekt. §2 . Verbot der Ausfuhr anderer Waren und Stoffe, deren Zurückhaltung der Präsident im Interesse amerikanischen Friedens und Sicherheit für notwendig hält, auf amerikanischen Schiffen. Diese dürfen vielmehr nur durch fremde Schiffe, als fremdes Eigentum nach erfolgter Bezahlung befördert werden (cash and carry). Auf diese Weise sollte die Vorrücken zur deuisch- rufsischen Lntereffenqrenze. Der heutige Heeresbericht. Berlin. 6. Oft. (DNB. Funkspruch). Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht besuchte gestern die Truppen der 8. Armee vor Warschau und lieh Teile der an der Einnahme der Festung beteiligten Divisionen an sich vorbeimarschieren. Bei Kock, ostwärts Dublin, streckten heute 10 Hhr vormittags die letzten Reste des polnischen Heeres, etwa 8000 Wann, unter dem polnischen General Kleber die Wassen. Ostwärts der Weichsel begann gestern die Vorwärtsbewegung zur Besetzung des Gebietes des zur deutsch-russischen Interessengrenze. 3m Westen schwache Artillerie-Tätigkeit, sonst ruhiger Verlauf des Tages. Gedrückte Stimmung in Frankreich. Brüssel, 5. Okt. (DNB.) Aus Frankreich kam- mende Reisende bestätigen die gedrückte Stimmung, die in weiten Teilen des ftanzösischen Volkes angesichts des ihm von England aufgezwungenen Krieges herrscht. Aus ihren Schilderungen geht hervor, daß in Frankreich nicht die geringste Begeisterung für militärische Unternehmungen vorhanden ist und daß vor allem das französische Volk einen Krieg für sinnlos hält, weil Frankreich keinerlei Kriegsziele besitzt. Auch in einem Bericht der „Nation Belge" heißt es: „Hinter allen Gesichtern, hinter den sparsamen Gesten und Worten, in den Bewegungen und in den Unterhaltungen, die man hört, kann man die Sorge eines Volkes feststellen, welches weiß, daß es mit seinem Blut sparen muß, daß es nicht zu viel Blut vergießen darf, weil es sich sonst eine unheilbare Krankheit zuziehen würde." Glaubwürdige Personen, die aus Nordfrankreich kommen, berichten, im Gegensatz zu der offiziellen Darstellung würden die nach Frankreich transportierten englischen Truppen von der Bevölkerung oft mit recht geringer Begeisterung begrüßt. Die französische Zivilbevölkerung verhalte sich gegenüber den englischen Soldaten deutlich reserviert. Große Teile des französischen Volkes seien der Auffassung, daß der Krieg Frankreich von England aufgezwungen wurde. Englische Truppen seien aus dem Durchmarsch durch Saint Denis beschimpft worden. In den Gebieten, in denen die Engländer ro i e eine Art Besatzungsarmee austreten, habe die Bevölkerung geradezu eine feindselige Haltung gegen die englischen Soldaten eingenommen. In A v o r d sei ein höherer englischer Offizier der Luftstreitkräfte mit Steinen beworfen worden. : Wus die Frage: „Glauben Sie, Herr Reichs- kenrnirnfter, daß Japan bei dieser F^edens- c-l on irgend einen Beitrag zur Wiederherstellung k Weltfriedens leisten kann?" antwortete der 2k chsaußenminister: ~ Ach glaube, daß das Gewicht Japans, als der «I>°rr,chenden Macht Dftaftens. be stn großen Entscheidungen der Weltpolltik b 'orders in di- Waagschale fallt. Es ist pi Zweifel, daß heute in vielen Lande P.' i e g s h e tz e r sitzen, die an dem Ausbruch des Glichen Krieges in Westeuropa stärkstens tftter« :iifert sind. Ein Blick in die Presse, vor allem muh der Veröffentlichung der Deutsch-russischen ssedenserklärung, zeigt, wo diese Hetzer am Werk Diese internationalen Hetzer hetzen heute das fische und das französische. Volk gegen Deutsch- und morgen würden sie sich wct^t I®. das amerikanische und japanische Volk aus- biet bis zur litauischen und russischen Grenze in deutschem Besitz befinden. Kiekheben-Schmidt. Deulsch-russischesZusahprolokoll unterzeichnet. Genaue Bezeichnung der Jnteressen- Grenzlinie. Moskau, 6. Okt. (DNB.) Am 4. Oktober wurde vom sowjetrussischen Außenkommissar Molotow und vom deutschen Botschafter Graf von der Schulenburg das in Artikel 1 des deutfch-sow- jetrussischen Grenz- und Freundschaftsvertrages vorgesehene Zusatzprotokoll unterzeichnet, das die Grenlinie zwischen den staatlichen Interessen Deutschlands und der Sowjetunion auf dem Gebiet des ehemaligen polnischen Staates genau f e st l e g t. In dem Protokoll ist weiter vereinbart, daß die nunmehr festgelegte Grenzlinie durch eine gemischte deutsch-sowjetrussische Kommission im Gelände bezeichnet werden soll. Die Kommission wird die Grenzzeichen ausstel- len, eine ausführliche Beschreibung dieser Linie anfertigen und diese auf einer Karte im Maßstab 1:25 000 eintragen. Die Kommission soll ihre Arbeit am 9. Oktober beginnen. Die von der Kommission angefertigte Beschreibung des Grenzverlaufs und die dazugehörige Karte sollen von den Regierungen Deutschlands und der Sowjetunion bestätigt werden. Das Protokoll ist bereits mit seiner Unterzeichnung in Kraft getreten. * Jf •n Drtjdv. ■ Mr-tr n der V selbst -r Ver^ eser „Welche Rückwirkung, glauben Sie, Herr Reichs- «tßenminister, werden diese deutsch-russischen Ab- inichungen aus das deutsch-japanische Verhältnis einerseits und das japanisch- lissische anderseits haben?" ,^lch habe", so ant- entete der Reichsaußenminister, „mit Genugtuung in dem vor einigen Wochen herbeigeführten Ausgleich von Nomonhan zwischen Japan und k UdSSR. Kenntnis genommen. Ich glaube, daß Nif er erste Ausgleich einen positiven B e i - trag zu einer endgültigen Befriedl- ging auch im Fernen Osten darstellt. Jeder Bittere Schritt der beiden Länder in dieser Rich- .inn 4, ßjp intg wird von Deutschland warm begrüßt. Die dtsch-sowjetrussischen Abkommen von Moskau und ]Üi freundschaftlichen Beziehungen zwischen Japan kid Deutschland können diesen Bestrebungen nur blickt die Ration dank euch wieder auf feine Wehrmacht und ihre Führung. Wir gedenken unserer Gefallenen, die wie die zwei Willionen Toten des Weltkrieges ihr eigenes Dasein gaben, damit Deutschland lebe. Unter den Fahnen, die in stolzer Freude allerorts in deutschen Landen wehen, stehen wir enger denn je zusammen und bilden den Helmriemen fester. 3ch weih, ihr seid zu allem bereit im Glauben an Deutschland. Gez.: Adolf Hitler. Oie Tieichstogserklärung wird auf alle Gender übertragen. B e r l i n, 5. OFL (DRV.) Der grohdeutsche Rund- funk überträgt die Reichslagssihung mit der Rede des Führers am Freitag, dem 6. Oktober, um 12 Uhr auf allen feinen Sendern. Wegen der Reichslagssihung findet an diesem Tage das einstündige Glockenläuten zum Gedenken des Sieges und zum Gedenken an die Gefallenen nicht von 12 bis 13 Uhr, sondern unmittelbar nach Beendigung der Rundfunkübertragung der Reichslagssihung statt. M o s k a u, 6. Okt. (DRV.) Dom 2. bis 5. Oktober haben in Moskau zwischen dem Vorsitzenden des Rates der Volkskommissare und Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten Wololow und dem Außenminister von Lettland W u n t e r s Verhandlungen über den Abschluß eines gegenseitigen Beistandspaktes zwischen Sowjetrußland und Lettland stattgefunden, die zur Unterzeichnung eines gegenseitigen Beistandspaktes führten, der ungefähr dem kürzlich zwischen der Sowjetunion und Estland abgeschlossenen Vertrage entspricht. Beide Seiten verpflichten sich, einander allseitige, darunter auch militärische Hilfe zu erweisen im Falle eines direkten Angriffes ober einer Mng ri f f sbr obung irgend einer europäischen Macht. Die Sorojetunion oerpflidjlet sich der lettischen Armee zu uorteilijaften Beengungen burch Kriegsmaterial hiise zu erweisen tettlanb räumt ber Sowjetunion bas Recht ein, in’ben Häsen von Eibau unb wmbau Stütip unkte sür bie sowjetische Kriegsmarine sowie einige Flugplätze für bie iowietische Eustmasse anzulegen. Weiler erhält ble Sowjetunion bas Recht, zur Berteibigung des Rigaer Meerbusens Basen für ihr e Ku - ftenarfilterie anzulegen. Beide vertragschließende Seiten verpflichten sich, keine Bündnisse oder Bündnissysteme einzugehen, die gegen eine der beiden vertragschließenden Seiten gerichtet sind. Die als Warinebasen oder Flugplätze der Sowjetunion eingeräumten Orte bleiben Territorium des lettischen Staates. Der Pakt wird auf 10 3ahre abgeschlossen. Der Vertragstext wird ferner von einer gemeinsamen Erklärung über den Charakter der sowjetisch- lettischen Verhandlungen begleitet, in der es u. a. heißt, daß die Verschiedenheit der staatlichen Regime der Sowjetunion und Lettlands kein Hindernis darstelle für eine ersprießliche Zusammenarbeit. 3ede der beiden vertragschließenden Seiten erkläre, daß sie auch in der neuen, durch den gegenwärtigen Beistandspakt geschaffenen Lage die staatliche, soziale und wirtschaftliche Struktur der anderen Seite respektieren werde. Gasencu unterstreicht Rumäniens Neutralität. 4 Athen, 6. Okt. (DNB. Funkspruch.) Der rumänische Außenminister G a f e n c u gewährte einem Vertreter der Zeitung „Arsyrmatos" eine Unterredung. Er befaßte sich darin mit der Haltung Rumäniens zum europäischen Konflikt. Gafencu be- N M gige (Staaten? Antwort: Oer Führer bei -en Siegern von Warschau ;\w Neuyork, 6. Okt. (DNB.) Der bekannte Pub- lizist Ernest Lindley analysiert in der „Washington Post" Amerikas nationale Interessen un gegenwärtigen europäischen Krieg. Lindley stellt vier Fragen und gibt gleichzeitig entsprechende Antworten: 1. Erfordern unsere Nationalinteressen die Wiederher st ellung Polens und der Tschecho-Slowakei als unabhän- t e r ■ *[ lAlr n in Vtv M *■ Ki .M Ktg zum Meer führenden neuen Straße verschiede^ Bauten eingeweiht. Don den Arbeitern wurde er begeistert gefeiert. Li 72 englische und französische Flugzeuge im ersten Kriegsmonat abgeschoffen. Das Ergebnis unserer Luftabwehr. Berlin, 5. OtL (DNB.) Am 30. 9. 1939 wurde als Ergebnis einer Jagdabwehr die Vernichtung von zusammen 14 feindlichen Flugzeugen an der Westfront und über der Nordsee gemeldet. Die genaue Ueberprüfung des Verlaufes der Luft- kämpfe an diesem letzten Tage des ersten Kriegs- monats hat nachträglich einwandfrei ergeben, daß die Verluste der Engländer und Franzosen nicht nur 14, sondern 23 Flugzeuge betragen, von denen 21 über der Westfront und 2 Über der Nordsee vernichtet wurden. Die eigenen Verluste beziffern sich dagegen nur auf 5 Flugzeuge. Die Luftkämpfe, die sich mit Unterbrechungen fast den ganzen Tag erstrecken, wurden von unseren Jägern mit ganz besonderem Schneid durchgeführt. So wurde, wie zum Teil bereits berichtet, ein geschlossener Verband von 5 feindlichen Flugzeugen restlos vernichtet, ans einem anderen Verband von nicht weniger als 37 feindlichen Flugzeugen 8 derselben abge- schossen, der Rest zur Umkehr gezwungen. Ohne die hohen Verluste, die den Engländern noch bei der Zerstörung bzw. Versenkung der beiden Flugzeugträger entstanden sind, haben unsere westlichen Gegner im Monat September insgesamt 72 Flug- zenge durch unsere Jagd- und Flakabwehr verloren, von denen auf die Engländer 27 und auf die Franzosen 45 Flugzeuge entfallen. itibtn rmgk lW W *.W 'M M 2 W teil! IW mich Rom, 5. Okt. (Europapreß.) Der Sonderdienst der „Tribuna" berichtet aus Paris, die Agence Radio behaupte, daß während des deutschen Fliegerangriffs am 26. September in der Nordsee auf eine englische Flottenabteilung „nur das Schlachtschiff o o b‘" von einigen Bombensplittern getroffen worden sei, ohne jedoch bemerkenswerten Schaden zu nehmen. Trotz chrer vorsichtigen Fassung, so bemerkt der Korrespondent des italienischen Blattes, gäbe diese französische Meldung doch teilweise der deutschen Darstellungsweise der Ergebnisse des Fliegerangriffes recht. Gar so geringfügig würden die Schäden, die das Schlachtschiff erlitten habe, schon nicht gewesen sein. Denn, wenn es sich tatsächlich nur um Bombensplitter gehandelt Das Schlachischiff „Sood" beim deulschm Bombenangriff getroffen Unser Bild zeigt die „H o o d", die 1350 Mann Besatzung hat und mit acht 38-cm-Geschützen und zahlreichen Flak-Geschützen bestückt war. — (Scherl-Bilderdienst-M.) noch die Tschecho-Slowakei existierten im Jahr- daß aber England und Frankreich diese deutsche hundert der unbestrittenen englischen Weltherrschaft,! Aktton in Polen dazu benutzten, um Deutschland 5 v itM w. R mgsa un E ' M1 'M m, 6 St N k j r-t/ rN Mf Z ir .tot s 'N !?f •tjjrc - M !!M 'M Ber 'kchu! «chlgr Führerhaupiquarlier, 5. Off. (DNB.) Der F(ihrer und Oberste Befehlshaber besuchte am Donnerstag die zur Einnahme von Warschau angesehten und nunmehr nach siegreicher Beendigung ihrer Operationen im Osten für andere Aufgaben freiwerdenden deutschen Truppenverbände. Den Abschluß des Führerbesuches bei der Truppe bildete ein Vorbeimarsch der an den Kämpfen um die ehemalige polnische Hauptstadt beteiligten Truppenteile vor dem Führer in Warschau. Bei der Ankunft des Führers auf dem Flugplatz hatten zur Meldung beim Führer und Obersten Befehlshaber Aufstellung genommen: der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst v. Brau- chitsch, Generaloberst Milch, der Oberbefehlshaber Ost Generaloberst von Rundstedt, die Generalobersten B l a s k o w i h und von Reichenau, die Generale der Flieger Kesselring und Loehr, der Kommandant von Warschau, Generalleutnant von Lochenhausen, der Kommandant des Führerhauptquartiers, Generalmajor Rommel, der Chef der Sicherheitspolizei ^-Gruppenführer h e y d r i ch. Der Führer begrüßte die versammelten Generale und hohen Vertreter der Partei und des Staates und schritt dann unter den Klängen des Präfen- tiermarsches die Front der angetretenen Ehrenkompanien des Heeres und der Luftwaffe ab. MU dem Führer trafen ein der Lhef des OKW.» Generaloberst kellel, Reichsführer ff Himmler, Reichsminister Dr. Lammers, die Reichsleiter Dr. Dietrich und Bormann, die Generalmajore Jodel und Bodenschah, Obergruppen- führer Sepp Dietrich, die persönlichen und militärischen Adjutanten des Führers mit den Lhef- abjufanfen Obergruppenführer Brückner und Oberst Schmundt. Mit dem Führer. Vom W. B.-Souderberichterftatter des DM Wir überfliegen das weite Weichselland, in das nun der Friede eingekehrt ist. Nichts erinnert mehr auf den Aeckern, Straßen, Feldern und Wiesen daran, daß hier vor kurzer Zeit die große Schlacht um Polen geschlagen wurde. In 2'/rstündigem Flug erreichen wir den Zentralflughafen Warschaus, O k e c i e. Auch der Flughafen ist bereits wieder völlig hergestellt. Das Flugfeld ist geebnet, nur die zerstörten Hallen geben noch Zeugnis von der Treffsicherheit unserer Luftwaffe. Dabei tobte hier ein besonders heftiger Kampf, liegt doch Okecie in unmittelbarer Nähe des Forts Mokotow. Wir erinnern uns des Tages, da der Führer hier die Operationen der deutschen Truppen gegen die schwer befestigten Forts und die ebenso schwer befestigte braucht, nichts zu gewinnen, aber viel zu verli» ren hat; Deutschland nicht, das den Versailler Bw trag nun in der Hauptsache beseitigt hat, im) wegen Polen mit sich reden lassen kann." Mussolini bei den Arbeitern - der Weltausstellung. R o m, 6. Okt. (Europapreß.) Als symbolische Frie- densgeste hat Mussolini den ganzen Mittwochvor- mittag unter den Arbeitern der Weltausstel« l u n a 19 4 0 verbracht. Er hat längs der Dia Imperiale und der mitten durch das Ausstellungsgelände W? er Mi o liegen Amerikas nationaleIntereffen? Sich England und Frankreich zu verschreiben, wäre außerordentlich kurzsichtig. ‘in 's- vorn Zaun z u brechen. Der Verfasser betont. Nein, weder Polen daß Deutschland zwar in Polen einmarschiert sei, die den napoleonischen Kriegen folgte. Beide sind Kreaturen der französischen Diplomatie z ur Aufrechterhaltung der französischen Hegemonie jn Europa, zu der Frankreich zu schwach war. England und Frankreich selbst weigerten sich bis vor einigen Monaten, die polnischen und tschecho-slowaki- schen Grenzen zu garantieren. Sie taten dred erst nur, um gegen Deutschland den Krieg st and der polnischen Truppen und der von verantwortungslosen Elementen aufgepeitschten Zivilbevölkerung Mr diese Stadt gehabt hat. Wir erkennen das ungeheure Verbrechen, das von einer verantwortungslosen polnischen Führung an der Warschauer Bevölkerung verübt worden ist. Man hatte sich nicht nur darauf beschränkt, d i e Forts von Warschau in den Kampf einzusetzen. Man hatte mitten in den Anlagen undParks, aus den Plätzen und in den Straßen, auf den Dächern der Häuser Geschütze und Maschinengewehre, Artilleriebeobachtungen und Flakbatterien eingebaut. Alle diese Kampfstellungen mußten naturgemäß n i e d e r gekämpft werden, und daß dabei die benachbarten Häuserviertel in Mitleidenschaft gezogen wurden, leuchtet ohne weiteres ein. Trotzdem sind die militärischen Kampfhandlungen gegen Warschau mit der größtmöglichen Rücksichtnahme durchgeführt worden. Auf dem Flughafen Okecie melden sich beim Führer der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, Generaloberst Milch, der Oberbefehlshaber Ost Generaloberst von Rundstedt, die Generalobersten von Reichenau und Blaskowitz, die Fliegergenerale Loehr und Kesselring, der Kommandant von Warschau, Generalleutnant v. Cochen- hausen. Fast alle tragen sie das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, das der Führer ihnen für ihre hervorragenden Verdienst bei der Truppenführung verliehen hat. Je eine Ehrenkompanie des Heeres und der Luftwaffe ist angetreten. Unter den Klängen des Deutschlandliedes und des Horst-Wessel- Liedes schreitet der Führer die Front ab. Auch in den Ehrenkompanien trägt mancher Mann voll Stolz das Eiserne Kreuz auf der Brust. Nach einer kurzen militärischen Besprechung im Befehlswagen des Armeeoberkommandos begibt sich der Führer in die Stadt, jubelnd begrüßt von den Kolonnen der deutschen Truppen. Wir fahren durch Warschau, vorbei am Palais Brühl, dem polnischen Außenministerium, und dem Hotel Euronejsk und biegen dann in die U j a z d o w s k i - A l l e e ein, an der sich die mei- ften Botschafts- und Gesandtschaftsgebäude erheben. Sie sind zum größten Teil völlig unversehrt, weil die deutsche Heerführunq es peinlich vermieden hat, dieses Viertel Warschaus zu bombardieren, obwohl auch hier auf polnischer Seite feine Rücksicht auf die Exterritorialität der Gebäude genommen wurde. Vollkommen zerstört ist aber die italienische Botschaft. Sie wurde von den Polen a u s g e p l ü n d e r t und in Brand gesteckt. Die unmittelbar danebenliegende niederländische Gesandtschaft ist völlig unversehrt. Nicht einmal die Fensterscheiben sind ge- Vorstadt Mokvtow verfolgte. Noch einmal werdens in uns die Kampfbilder dieser Stunde lebendig. Jetzt ist ttefe Stille, die nur unterbrochen wird von dem Dröhnen unserer Flugzeugmotoren. Vom Flugzeug aus hatten wir (T ' Folgen zu sehen, die der sinn Mr A iji istjet gen die deutschen Militärmärsche, fest ist der Schritt der Soldaten. Ihre jungen Gesichter sind im Kamp-'i fest und hart geworden. Freude und Stolz leuchten ihnen aus den Augen. Immer wieder grüßt der Führer die vorüber- ziehenden Truppen. Mit besonderem Stolz blickt et den Männern ins Antlitz, die das Eiserne Kreiq tragen, es sind eine Anzahl dabei, die sich in diesen knappen Wochen durch besondere Tapferkeit awd) schon das Eiserne Kreuz I. Klasse verdient hatten. Einige tragen bereits die Spange zum Eisernen Kreuz I. Klasse, ein Zeichen, daß sie bereits bn Weltkrieg sich diese Auszeichnung erwarben uri hier, in der Schlacht in Polen, diese ein zweite Mal sich erkämpften. Nach dem Vorbeimarsch besucht der Führer M das Belvedere, das Haus, in dem P i l> sudski lebte und starb. Völlig unzerstört ist des kleine Schlößchen, auch nicht ein Möbelstück ist ron seinem Platze gerückt, in den Schränken sehen Mk die Uniformen hängen, die der Marschall tniti Vor dem Eingang zum Schloß steht eine Ehren« mache der deutschen Wehrmacht. Zbf Führer verweilt kurz in dem Arbeitszimmer M großen Toten, der seinem Volke den Frieden t«* schieden hatte, einen Frieden, den die Männer, die nach des Marschalls Tode die Macht an sth rissen, so schmählich zerstörten .. Dann begibt fit) der Führer wieder zum Flugplatz. Westwärts startet die Maschine, begleitet von den jubeln' den Heilrufen der Soldaten, die noch einmal ihren Führer eine brausende Huldigung barbringen. Oie Säuberung ostwärts der Weichsel geht weiter. Der Bericht des Wehrmachtsoberkommandos. Berlin, 5. Off. (DNB.) Das Oberfomtnanfo der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Offen wurde die gestern begonnene Säude* rung des Gebietes ostwärts der Weichsel von versprengten polnischen Truppenteilen fortgesetzt. 3m Westen nur geringe Artillerie- und CuF* aufflärungstäfigfeit. anzugreisen. Es war ihr Entschluß, nichj unserer. „ Ä 2. Erfordern unsere Nationalinteressen die Zer, störung „Hitler-Deutschlands"? 2lnt wort: Nein. Je stärker Rußland wird, befh größeres Interesse müßten England und Frank, reich haben, um ein starkes Deutschland zu schalten. Ein starkes Deutschland fordert nicht outa, mattsch die Vernichtung der drittschen Seemacht und ihrer ersten Verteidigungslinie, der französisch» Armee. 3. Ist die Erhaltung des britischen Imperiums von unserem Standpunkt aus vorzuziehen? Antwort: I a. Zu betonen ist „vorzuziehen". England kämpft einen Präventivkrieg. Auch wenn ihm die Offen- fine mißlingen würde, so folgert daraus noch nicht, daß das Empire zerstört wird. England ist eine befriedigte Macht, die keine uns feindlichen Ambitionen hegt, und deren Einrichtungen unb Traditionen wir verstehen. 4. Ist die Erhaltung des britischen Weltreiches notwendig? Antwort: Nein. Zu erklären, daß die Erhaltung Großbritannien; unbedingt unerläßlich für uns fei, hieße unser? eigene Stärke herabsetzen. Falls die britisch? Flotte vernichtet würde, wären wir versucht, an) eigene imperialistische Abenteuer auszugehen. K„. nada und die britischen Besitzungen im Karibischen Meer und nahe der Atlantikküste sind bereits amerikanische Protektorate. Wenn wir mit allen unseren Hilfsmitteln eine solche Lage nicht meiftea könnten, verdienten wir nicht zu leben. Schlußfolgerung: Wir wären daher außer- ordentlich kurzsichtig, wollten wir uns unwiderruflich und rückhaltlos England unb Frankreich verschreiben. Oie Ginnlosigfeii der Fortsetzung des Krieges. SchweizerStimmenzurChamberlein-Rede. Basel, 4. Oktober. (Europapreß.) In einen Kommentar zur Unterhausrede Chamberlains roerl die „Neue Basler Zeitung" auf die Sinn- losigkeit hin, den Krieg fortzusetzen. Das Watt schreibt: „Betrachtet man nun die Lage, wie si? sich nach dem polnischen Feldzug ergibt, bann kommt man zu dem paradox scheinenden Schluß daß ausgerechnet die drei Mächte, die fiq gegeneinander im Krieg befinden, das aller- geringste Interesse daran haben, ihn fort» Zttsetzen: England nicht, das sein Empire bester oertA haben sollte, dann hätte es sich ja unter Berücksichtigung der kolossalen Dimensionen dieses Schiffs- riesen von 42 000 Tonnen gar nicht gelohnt, überhaupt davon zu sprechen. Die deutsche Meldung, daß ein zweites Flugzeugmutterschiff 5 e r ft ö r t worden sei, werde schon zutreffend sein. Der amerikanische Rundfunk habe versichert, es habe sich um die „G l o r i o u s" gehandelt. Heute erhalte nun auch die weitere deutsche Versicherung, daß ein Panzerkreuzer durch 250-Kilograrnm-Bornben getroffen worden fei, ihre Bestätigung, und man wisse nun, daß es sich hierbei um eines der mächtigsten Schiffe der englischen Flotte, das Schlachtschiff „Hood", gehandelt habe. amerikanische Flagge oor Kriegsberührung, das Land vor fremden Kriegsschulden geschützt werden. Diese Gesetzesvorschrift war gültig bis 1.5. d. I. §3. Verbot des Handels mit Wertpapieren der Kriegführenden und Gewährung von Krediten und Anleihen (Grund wie zu 2.). § 4. Keine Anwendung des Gesetzes a u f amerikanische Republiken, die mit nicht- amerikanischen Staaten im Kriege sind. § 5. Ueberwachung der Durchführung und zugleich der gesamten Rüstungsindustrie durch einen Regierungsausschuß. § 6. Verbot für amerikanische Schifte, über« Haupt Kriegsgerät an Kriegführende zu transportieren (z. B. kanadische Waffen). § 7 Amerikanische Häfen dürfen nicht zum Nachschub für kriegführende Seestreitkräfte benutzt werden und können § 8 für Unterseeboote und bewaffnete Handelsschiffe gesperrt werden. § 9. Amerikanischen Bürgern ftt es verboten, auf Fahrzeugen Kriegführender zu reifen (Lusitania! Grund wie zu 2). § 10. Amerikanische Handelsschiffe dürfen nicht bewaffnet sein. Mit Ablauf der Vorschrift zu 2. — Verbot des Transports „sonstiger" Waren und Stofte auf amerikanischen Schiffen, cash and carry — am 1. 5. dieses Jahres begann der Kampf für und wider d i e Revision des Gesetzes. Die amerikanische Regierung griff darin ein durch ein Schreiben des Staatssekretärs Hüll an die Vorsitzenden der Auswärtigen Ausschüsse im Kongreß, danach wurde durch eine Abänderungsvorlaae, die vom Senat trotz einer dringenden Botschaft des Präsidenten und weiterer Erklärung des Staatssekretärs Hüll bis zur nächsten Sitzungperiode vertagt wurde. Das oben skizzierte Neutralitätsgesetz besteht also, außer Punkt 2, bis dahin weiter. Die amerikanische Regierung und der Präsident bringen folgende Revisionsvorschläge ein: 1. Das Waffenembargo soll aufgehoben werden. 2. Das Befahren von Kriegszonen soll, amerikanischen Schiffen überhaupt verboten werden. 3. Das Reisen amerikanischer Bürge r in Kriegszonen ist zu beschränken. (Unter fremder Flagge zu fahren, war schon verboten.) 4. Die Waren für K r i e g f ü h r e n d e müssen vor der Ausfuhr bezahlt sein (Erneuerung der abgelaufenen Bestimmung § 2). 5. Das Verbot von Anleihen und Krediten ist fortzusetzen. 6. Das Ersuchen um und das Ansammeln von Fonds für Kriegführende im Lande ist „zu regeln". 7. Munitionsüberwachungsausschuß bleibt bestehen. In diesen Abänderungsvorschlägen unterscheidet man leicht solche, die das Gesetzeswerk in gleichem Sinne fortsetzen, von dem ersten, der die Waffenausfuhr freiqeben will. Die Begründung dazu scheint von Sophismus gefärbt, beim sie geht davon aus, daß es nötig werden könne, einem angegriffenen, weniger gerüsteten Staat gegen einen hochgerüsteten zu helfen, um wahrhaft neutral und unparteiisch zu sein und aus dem Krieg und aller Verantwortung herauszubleiben. Diese Wendung stammt noch von der tschechischen Krisis, die bekanntlich ohne Waffen gelöst wurde, und wurde im Namen Polens wiederholt, auf das die Anwendung nicht mehr in Frage kommt, auch nie in Frage kam. Gegenüber der augenblicklichen Lage, wo einmal Deutschland nicht güt als Angreifer der Westmächte bezeichnet werden kann und diese auch nicht als schwach gerüstet oder der Rüstungsindustrie ermangelnd hin- gestellt werden können, verliert sie chren Sinn. e Die Opposition wendet aber doch ein, daß von „Unparteilichkeit" keine Rede sein könne, wenn die frei gegebene Waffenausfuhr offensichtlich nur her seebeherrschenden und zahlungsfähigen Partei zugute kommt, wie der Fall Japan—China schon gezeigt habe. Und schließlich wirb mit Recht eingewandt, daß sich damit alle schlechten Erfahrungen der Kriegszeit mit Rüftungsinflatton und Scheinblüte wiederholen müßten, während das Land auf echte innere Gesundung warte. Das amerika- nffche Volk hat nicht vergessen, wie es unter gleichen Friedensgründen von Wilson in den Krieg geführt wurde, und die polittsch besser Unterrichteten verzichten für Amerika gern auf das neutrale „Recht des freien Handels", wenn es ihm ein Kriegsrisiko und alles übrige erspart. Zu sagen wäre freilich noch, daß das Verbot von Kriegskrediten und Wertpapierkäufen und das Gebot der Barzahlung selbst dem reichen England und Frankreich Mr Waffenkäufe Grenzen setzen mühte, denn ihre bare Kaufkraft liegt wett unter derjenigen von 1914 und für einen anderweitigen Werte- und Handelsaustausch mit Amerika ist wenig Raum. sprungen, ein Beweis mehr, daß keine Bombe unb kein Granattreffer auf die Ujazdowski gefallen ist. Ul() Etwa in der Mitte der Allee Ht eine kleikv, ||ji«n tannengrüngeschmückte Tribüne erricytet. Hier for« mieren sich die deutschen Truppen zum Vorbeimarsch vor dem Führer. Hakenkreuzfahnen wehen hn Sonnenschein. Leuchtend spannt sich hinter b'« brifrj '«imt,; Hetzen, j , ®aribjk Mälr. allen u metfe en nur 9 and tt| Die Durchführung des SeistandSpakteszwischenEstland und der Sowjetunion. Bedeutsame Auswirkungen des Handelsabkommens. Reval, 6. Okt. (DNB. Funtspruch.) Nach einer amtlichen Mitteilung von estnischer Seite nähern sich die estnisch-sowsetrussischen Verhandlungen in Reval über die Durchführung des Beistandspaktes seinem Ende. Die estnisch-sowjetrussische Militärkom- Mission habe überdie Gebiete gesprochen, die der Sowjetunion auf Grund des Beistandspaktes zur Benutzung als Stützpunkte überlasten werden sollen, wozu die Inseln Oesel und Dagö sowie Baltisch-Port gehören. Nach dem endgültigen Abschluß der Arbeiten der Kommission könne bald die tatsächliche Durchführung des Paktes erwartet werden. In einem Leitartikel beschäftigt sich die offiziöse Baltic Times mit dem neuen estnischstowj etrussischen Handelsabkommen. Als eine der wichtigsten Rachrichienhunger an der Front. Zahlreiche Kompanien des Heeres haben „zu- ammengelegt" und sich auf gemeinsame Kosten linen der tragbaren Kofferempfänger angeschafft Die sie in ähnlicher Form auch als Autoempfänger in weitem Umfange Eingang gesunden haben. So |tarf ist der Durst nach Neuigkeiten. Und zwar ein Durst" im üreigentlichen vollen Wortsinn. Denn >er richtige Durst ist als körperliche Mangelerschei- .itung noch viel empfindlicher als der Hunger und jar nicht zu vergleichen jenem anderen „Durst"- Zefühl, das Anlaß zum Kippen eines Glases Bier leibt. Diesen Durst meinen wir, wenn wir von dem Bedürfnis der Feldgrauen nach Nachrichten spro hen. Denn selbst kleinere und auch größere Trup- ?enverbände sehen im Verlaufe eines Feldzuges :ur jeweils einen sehr kleinen Teil der Gesamt- tont. Im Grunde merken sie nur, ob es vorwärts -'sder rückwärts geht, etwa so, wie der naturkun- Iige Wanderer an dem Lauf der Sonne oder der jestirne oder an den Windseiten der Bäume merkt, b er nach Westen oder Osten, nach Süden oder lorben marschiert, wenn menschliche Siedlungen der andere Hilfsmittel einfach nicht da sind. So atte denn auch die Heimat bei dem eben beendig- 8en „Deutschen Feldzug in Polen" einen viel größeren und klareren Ueberblick über die Operationen cis die Front. Da ist es durchaüs begreiflich, wenn sich eine Kompanie einen leicht beweglichen Emp- fangsapparat zulegt, wie denn auch unsere Sender furch die langsame Durchgabe der Heeresberichte fern Bedürfnis nach Genauigkeit, also letztlich nach einer anschaulichen Vorstellung von der tatsächlichen ie i che nd e n Nachwuchs für diese Derufsgrup- pn. Es widerspräche dem Wesen des totalen Krie- 625, wollte man wie zu Beginn des Weltkrieges werstürzt unb willkürlich die exakte schulische Er- zichung für diese wichtigen Berufsgruppen dadurch In Frage stellen, daß man Jungen wie ungelernte Arbeiter in Fabriken schickt, um dann später bei im Männern empört festzustellen, daß sie chren stchkichen Anforderungen nicht genügen. Der Aufsatz betont daß ein geregelter Cchulunterricht die Voraussetzung für den «i-folgreichen Einsatz der kriegswichtigen deutschen Wissenschaft und Technik sei. Selbstverständlich Müsse der Schulunterricht auf die Nahziele im gestellt werden, die sich durch den besonderen Bedarf der Nation an Fachkräften für die Zweige der totalen Kriegführung ergeben. Die Aufstellung von Kriegslehrplänen erscheine pierläßlich. Stundenzahl und Stundendauer muh- i-n im Notfall beschränkt werden, unbedingt er- Losentaschen haben — den Hut nicht auf dem »opf behalten, das ist höfliche, gebildete Art. Den Lut abnehmen bedeutet Höflichkeit. Aber hat man nicht zuweilen einen feierlichen Hut auf dem Kopf, ist ein Zylinder nicht geradezu en Symbol der Feierlichkeit? Ja schon — aber bei der Feier selbst, scht, tft er nicht dabei, da bleibt ei draußen, er wird zumindest in zwei Fingern ge« falten — auf dem Kopfe, dem er zugehort, da b'.cibt er nicht. Er begleitet nur feinen Herrn auf ihn Wege zum feierlichen Orte hin und zeigt den Stuten auf der Straße an: Scht, mein Herr geht & einer hohen Feier! „ Ich wollte indessen ebensowohl über Damen- wie u’>er Männerbüte sprechen, und ich muß hun er- ftlen, daß ich (eben an dieser Stelle) mein Blei frnlegte und eine Dame anrief. „Ich schreibe ge* rcde , sagte ich, „über Hüte, könntest du nur mcht ^er Damenhüte etwas erzählen?" .. Ich schriebe dieses kurze Telephongesprach bter M» weil es rundweg alles Wesentliche über den unterschied zwischen Männer- und Frauenhuten nut vnemmal sagt. Ich hatte cs kaum gefragt: „Kannst jr mir über Damenhüte etwas erzählen? Da "in aus der Hörermuschel der spontane Ausruf. ; -Ach^du, ich habe mir grade einen neuen Hut ge- wesenden Aerzte einzutreten. Sie betreuen zugleich die Praxis der zum Wehrdienst eingezogenen Aerzte. Auch das Einkommen der eingezogenen Aerzte soll soweit wie möglich erhalten bleiben. Der Reick)s- gesundheitsführer hat deshalb neue Grundsätze für ie Verteilung der ©efamtoergütun« gen durch die Kassenärztliche Vereinigung erlassen. Danach werden die Gesamtoergütungen sowohl, an die in der Heimat verbliebenen wie auch an die zum Wehrdienst einaezogenen Aerzte verteilt. Die Vergütung der abwesenden Aerzte erfolgt nach den gleichen Grundsätzen wie bei den in der Heimat verbliebenen, die für die Vertretung der anderen Aerzte keine zusätzliche Vergütung erhalten. Den zur Wehrmacht eingezogenen Aerzten wird von ihrem bisherigen Nettoeinkommen ein Betrag abgesetzt zum Ausgleich dafür, daß sie für ihre Person den Lebensunterhalt von der Wehrmacht erhalten. Für ledige Aerzte erhöht sich dieser Abzug. Wehrmachtshilfe in der Landwirtschaft. Berlin, 5. Oktober. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht hat dafür Sorge getragen, daß die Landwirtschaft bei der Einbringung der Hackfruchternte und während der Herbstbestellung von der Ersatzwehrmacht, soweit es die Ausbildung der Truppe gestattet, weitgehend unterstützt wird. An Maßnahmen ist die Abstellung von Gespannen und Kraftfahrzeugen, die Gestellung von Erntekommandos sowie in Ausnahmefällen die Einzelbeurlaubung von Soldaten vorgesehen. Ferner gelangen die Kriegsgefangenen vordringlich in der Landwirtschaft zum Einsatz. Darüber hinaus wird bis zur Beendigung der Hackfruchternte und der Herbstbestellung weitgehend von weiteren Einziehungen von Wehrpflichtigen, die in der Landwirtschaft tätig sind, Abstand genommen. Dagö in den Vordergrund politischen und strategischen Interesses gerückt. Es handelt sich um die müßten Inseln im Moonsund-Archipel. Die wirtschaftliche Bedeutung dieser Inseln ist sehr gering. Obgleich sie recht erheblichen Umfang haben, Oesel rund 2600 Quadratkilometer und Dagö 960 Qua- Man hat auch in Estland bei kühler Beurteilung erkannt, daß eine Bedrohung Estlands — bei freundschaftlicher Zusammenarbeit mit Sowjetrußland —nun in keiner Weise mehr möglich ist. Denn der große östliche Nachbar hat seine ersten Verteidigungsstellungen nun weit in die mittlere Ostsee vorgeschoben. Englische Zukunststräume dürfen damit in ihrem letzten Rest im Hinblick auf die Ostsee ausgeträumt sein. Baltischport — bisher der Name emer kleinen, völlig unbedeutenden estländischen Stadt an der Küste des finnischen Meerbusens, heute ein oftgenannter Hafen und künftiger Flottenstützpunkt Ja, so ist es. Es wurde mir sofort klar: Der Hut der Dame hat ja mit dem Männethut nichts, garnichts zu schäften, er M kaum mehr als den Namen mit ihm gemein, es ist überhaupt em In- ftrument ganz anderer Art. Er hat tatsächlich kaum eine einzige Funktion des männlichen Hutes, er hat nicht einmal die Aufgabe, gegen Wind und Wetter zu schützen. Ach welches Wort für einen Damenhut: Kopfbedeckung! Was, ich bitte euch, ruft eine Dame jo fort, wenn es plötzlich vom Himmel regnet? „Mein Hut, mein Hut!" .. Der Hut der Dame hat selbst seinen ursprünglichsten Sinn eingebüßt, den einer Kopfbedeckung. Das klingt womöglich böse, aber es ist so böse nicht. Schließlich ist der ganze äußere Habitus Europas nicht so rein „praktisch , wie er aus steht (abgesehen vielleicht von Regenmänteln die ge- radezu für Wolkenbrüche konstruiert lind), schließ- lich geht auch ein Mann mit feinem Hut unter der schützenden Simse der Häuser, wenn es unversehens regnet Trotzdem hat natürlich der Mannechut eher nach den Sinn einer Kopfbedeckung behalten. aber der Unterschied zum Damenhut kommt wie- der heraus, wenn man sichs ansteht, wie der Mann und wie die Frau einen „neue n" Hut erlebt: die grau träumt von ihm — der Mann hat Angst vor ihm. Was ein rechter Mann ist, der hat am liebsten einen Hut, den er ein paar Jahre kennt der halt mit seinem Hut. eine männliche Freundschaft, eine, bei der es gelegentlich ein paar in die Seiten gibt, aber solche Freundschaft taugt etwas, so ein Hut, der macht auch ein paar Stürme nut, wenn es feinen Herrn zu schützen flilt, der ,st überall dabei, der bänqt treu am Garderobenhaken, wenn fein fierr mit ein paar Freunden einen Abend lang um ein paar gute Flaschen sitzt, der trottet lustig schief auf seinem Kopf mit heim, wenn er guter 6hm. mung dann nach Haufe geht — ober menn fein Herr einen heiligen Zorn hat, aller Welt und allen Menschen auf ihr flucht, dann laßt sich fo em ftut allch einen Faufthieb auf den Hut gefallen und nimmt die Beulen gelassen hin, das ist wie em gutes männliches Einverständnis mit feinem Herrn. Bon fo einem Hut trennt sich ein Mann nicht gern - beareift man das? Den beulte er wieder aus und glättet chn, fo gut es geht, und fchenk ihm noch zu allerletzt em neues Band und tragt h7 noch ein Jahr und will nicht einen neuen. Ein Mann und fein Hut, ine halten zusammen, uni wenn ihr letzt, t»i? ein Mann feinen Hut er- Reval, 5. Okt. (Europapreß.) Durch den jüngst | Sowjetrußlands am Eingang bes Finnischen Meerabgeschlossenen estländisch - so wj etrussi- busens, d. h. jenem Teil der Osftee, der an seinem scheu Beistandspakt sind neben dem Hafen Ostende das einzige östliche Fenster des russischen Baltischport auch die Inseln Oesel und j Riesenreiches' nach Europa und den Meeren der i Welt ist. Wer den Finnischen Meerbusen sperren konnte, der besaß die Macht, dieses Fenster zu schließen. Deshalb mußte ein in seinen Grundzügen bereits vorhandenes „Gibraltar der nord- ö st l i ch e n O st s e e" auch den wirklichen Charakter eines solchen erhalten und in den Besitz bzw- die Verfügung jenes übergehen, der es am, meisten benötigte — Sowjetrußland. In allernächster Zukunft bereits soll also neues Leben dort pulsieren, wo eben nicht mehr als 700 Menschen — Pensionäre, Seeleute und Fischer — in paradiesischer Ruhe ihren Lebensabend verbringen, oder aber ohne ftaft und Raffsucht ihren Berufen nachgehen. Rund 50 Kilometer von der heutigen Hauptstadt des Freistaates Estland entfernt befindet sich dieses „Gibraltar" an der denkbar günstigsten Stelle. Wirklich bedeutend sind diese Inseln jedoch nur in strategischer Hinsicht. Die Engländer zeigten lebhaftes Interesse für die Inselgruppe und hofften, sich auch hier für lange Zeit festsetzen zu können. Die strategische Bedeutung der Inseln geht insbesondere aus ihrer Lage im Hinblick auf den finnischen Meerbusen hervor. Es gilt der Satz, daß, wer diese Inseln besitzt, auch den Schüssel zum Finnischen Meerbusen in Händen hält. Die Wasserstraßen innerhalb der Inselgruppe sind zwar nicht tief, aber es aibt zahlreiche Ankerplätze, deren Benutzung mühelos möglich ist. Selbst größte Kriegsschiffe — schwere Kreuzer und Schlachtschiffe — haben hier bereits geankert. Ties sind auch die Hauptdurchfahrtsstraßen, was eine schnelle Umgruppierung der Seestreitkräfte errnög- ?rgibt, fo iden Schc halten bleiben müsse aber die Re gelmäßig» keit des Unterrichts. Die Erfahrungen des Weltkrieges hätten gezeigt, welche schweren Gefahren die Jugend in ihrer Charakterentwicklung ausgesetzt sei, wenn der Schulbetrieb nicht in aller Strenge aufrecht erhalten werbe. Der Unterricht dürfe nicht nur äußerlich, sondern müsse auch gehaltvoll und verantwortungsvoll weitergeführt werden. Das gelte in gleicher Weife für Volksschule, Mittelfckule, Fachschule und höhere Schule. Der Aufsatz äußert sich auch über den außerschulischen Einsatz der Jugend. Während eine Heranziehung Unter-Vierzehnjähriger für Kriegswirtfchaftszwecke im wesentlichen nicht in Frage komme, sei der Einsatz im zivilen Luftschutz und bei Materialsammlungen ein selbstverständlicher zusätzlicher Hilfsdienst der Schuljugend. Darüber hinaus fei es zu billigen, wenn von Fall zu Fall ein Arbeitseinsatz für gelegentliche besonders dringliche Aktionen verabredet werde. Eine befonbere Stellung nehme der Einsatz in geschlossenen Gruppen bei der Einbringung der Ernte ein. Oie Sicherung der ärztlichen Versorgung. Nach den für die ärztliche Versorgung des deutschen Volkes ergangenen Anweisungen gibt es nur eine ärztliche Front, der alle Aerzte angehören. Der Arzt erfüllt seinen Dienst an der Gesundheit bei der Wehrmacht oder bei der ärztlichen Versorgung der Zivilbevölkerung. Jede Zersplitterung ist dabei Bestimmungen bezeichnet das Blatt die A u s b a * lancierung der Handelsbilanz zwischen beiden Staaten in Höhe von jeweils 39 Millionen Estenkronen. Dadurch werde sich der Handelsverkehr zwischen Estland und Sowjetrußland vervierfachen. Nach einer Auszählung der von beiden Seiten zu liefernden Waren hebt das Blatt als bid bemerkenswerteste Bestimmung des neuen Vertrages die darin enthaltene Transitklausel hervor, die Estland, dessen Verbindung mit dem Atlantik durch zwei Blockaden behindert werde, das Recht gebe, Waren über d i e Häfen bes Eismeeres und bes Schw arze n Meeres zu versenden und zu bekommen. Die Sowjetunion habe bis vor kurzem im estnischen Außenhandel keine wichtige Rolle gespielt, der Transit sei gleich Null gewesen. Das neue Abkommen schasse hierin eine neue Sachlage. Nichts wäre natürlicher als ein lebhafter Verkehr Estlands mit seinem großen östlichen Nachbar. Es bestehe kein Zweifel daran, daß dieser Vertrag von gleichem Nutzen für beide Parteien sei, vorausgesetzt, daß sie in gleicher Weise an seiner Erfüllung interessiert feien. Lord Halifax vor dem Oberhaus. London, 5. Okt. (DNB.) Der englische Außenminister LordHalifax sprach Mittwoch im Oberhaus. Im Verlauf feiner Rede erklärte Halifax, daß Friedensvorschläge unter folgenden Gesichtspunkten betrachtet werden müßten: 1. die U m st ä n b e, unter denen sie gemacht werden; 2. die R e g i e r u n g, von der sie gemacht werden, und 3. die Sicherheit, die man haben könne, daß irgendein Abkommen, zu dem man gelangen würde, auch eingehalten wird. Aus aller Welt. Ehrenpalenschafl für die Kinder von Gefallenen. Der Stadtrat von Kiel hat beschlossen, die Ehrenpatenschaft für die Kinder der gefallenen Kriegsteilnehmer der Stadt zu übernehmen. Es wurde eine besondere Verwaltungsstelle für die Ehrenpatenschaften geschaffen, der die Aufgabe übertragen ist, die verwaisten Kinder zu betreuen, den Müttern jederzeit in allen Sorgen und Nöten mit Rat zur Verfügung zu stehen und über die gesunde Entwicklung und das Fortkommen der Kinder zu wachen. Voraussetzung für die Ehrenpatenschaft ist, daß der Vater von Kiel aus zum Wehrdienst einberufen worden ist ober als aktiver Soldat von Kiel aus an den Kampfhandlungen teilgenommen hat und der Wohnsitz der Familie Kiel ist. Ein Gummiring, der zum Tode führte. In Mannheim hat sich ein eigenartiger Unglücksfall mit tödlichem Ausgang zu getragen. Ein 15jähriges Mädchen, das feiner Mutter beim Obstsinkochen half, wickelte sich spielerisch einen Gummiring von den Kochgläsern um den Finger und vergaß, ihn vor dem Zubettgehen abzunehmen. Ueber Nacht staute sich in dem Glied das Blut derart, daß der Finger morgens ganz dunkel gefärbt war. Statt sofort den Arzt zu holen, versuchte die Mutter, das gestaute Blut durch Mcrssieren wieder in den Blutumlauf zu treiben. Das gelang auch, aber zum Unheil, denn das Mädchen war nun dadurch, daß das abgestorbene Blut in die Blutbahn kam. verloren. Der Arzt konnte nicht mehr helfen, das Mädchen starb. Rechtzeittge Arzthilfe hätte das Mädchen durch Amputieren des Fingers noch retten können. Hauptschriflleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantworllich für Politik, Feuilleton und die Bilder: vr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz, Sport und Wirtschaft: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezuaspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig Freizügiger Einkauf auch mit Lebensmittelkarten. Die Aufteilung der zum Lebensmittelbezug eingeführten Reichskarten, insbesondere die Handhabung des zu einigen Karten gehörigen Bestellscheines, führte bei einigen Verbrauchern zu der irrtümlichen Ansicht, in Zukunft würde dadurch die Freizügigkeit in der Wahl der Lebensmittelgeschäfte aufgehoben. Dies ist nicht der Fall. So enthält die linke Seite der Reichsfleischkarte einen Bestellschein, den der Verbraucher bei einem beliebigen Verteiler abgiüt, also beispielsweise an den Metzgermeister, der ihm schon seit Jahr und Tag das Fleisch liefert. Die Wurst dagegen wurde von manchen Verbrauchern aus einem anderen Betriebe geholt, aus irgendeinem Grunde, etwa aus der Vorliebe für einen bestimmten Geschmack. Das ist heute genau noch so möglich, denn die reckte Seite der Fleischkarte weist mehrere Einzelabschnitte auf, die ohne Bestellscheine zum Wareneinkauf verwendet werden können und die jeder Fleisch- und Wurstwarenverteiler annimmt. Bei der Reichsfettkarte tritt die Freizügigkeit des Einkaufs noch deutlicher in Erscheinung. Der Bestellschein für Normalverbrauch dient dem Einkauf von „Margarine oder Pflanzenfett oder Kunstspeisefett oder Speiseöl". Er besteht aus zwei Hälften, und jede Hälfte ist mit zwei Einzelabschnitten verbunden, die für je zwei Wochen gelten. Wenn also eine Hausfrau die zur Verteilung angemiesenen Fettwaren in zwei verschiedenen Geschäften beziehen will, so steht dem nichts im Wege. Die Brotkarte und die Lebensmittelkarte gestatten dem Karteninhaber ebenfalls freie Wahl des Lieferanten, wie das von vielen Verbrauchern gewünscht wird. Appell an die deutschen Gesangvereine. Der Präsident der Reichsmusikkammer, Professor Peter Raabe, spricht in einem Appell an die deutschen Gesangvereine die Erwartung aus, daß sie trotz der ihrer Tätigkett jetzt erwachsenen Schwierigkeiten ihre Uebungen weiter abhalten. Ebenso wie das Konzertleben geht auch die Arbeit der Gesangvereine weiter. Wo aus irgendwelchen Gründen ein Wechsel in der Chorleitung vorgenommen werden muß, sollen für bezahlte Stellungen nurBerufschorleitereinge stellt werden. Beamtenmaßnahmen bei der Reichsbahn. Auch für das Gebiet der Reichsbahn sind Sondermaßnahmen des Beamtenrechts verfügt worden. Nachdem die Ausbildungszeit im gehobenen Frauen und Mädel als Haushalthttse. NSG. Schon im Juli forderte das Deutsche Frauenwerk im Gau Hessen-Nassau Frauen und Mädel auf, sich als Haushalthilfen zu melden. Zum Unterschied von der Nachbarschaftshilfe, die jede Frau ehrenamtlich leistet, übernimmt für die Haushalthilfe Bezahlung und Versicherung die NSV. Eine ständige Betreuung der Haushalthilfen wird gemeinsam durchgeführt von der Abteilung Hilfsdienst im Deutschen Frauenwerk, die auch den Einsatz mit überwacht, und der NSV. Als Haushalthilfe für die NSV. und bas Deutsche Frauenwerk kann jede Frau und jedes Mädel, das keinem Beruf nachgeht, tätig sein. Selbstverständlich muß die Hilfe gesund und leistungsfähig sein. Nach der Teilnahme an den vorgeschriebenen Kursen des Deutschen Frauenwerks unterschreibt die Haushaltshilfe eine Verpflichtungserklärung, nach der sie jederzeit eingesetzt und angefordert werden kann. Es ist zu hoffen, daß sich im Gau Hessen- Nassau viele Frauen und Mädel für diesen Hilfsdienst melden, der vor allem charakterlich einwandfreie Menschen erfordert. Das Ziel der gesamten Arbeit der Abteilung Hilfsdienst im Deutschen Frauenwerk und der NSV. ist, in jeder Ortsgruppe einige Haushaltshilfen zu gewinnen, die dort immer einsatzbereit sind. Meldungen nehmen alle Dienststellen der NS.-Frauenschaft — Deutsches Frauenwerk — entgegen. Die Meldungen sind nicht an die Mitgliedschaft der NS.-Frauenschaft — Deutsches Frauenwerk — gebunden. Es ergibt sich nun die Fruge: wo werden in der heutigen Zeit Haushalthilfen gebraucht? Die Haushalthilfe wird in den meisten Fällen durch die NSV. und Deutsches Frauenwerk eingesetzt. Sie kann auch durch einen Arzt, oder eine Hebamme über die Krankenkasse angefordert werden. Sie wird überall da in die praktische Arbeit eingesetzt, wo es sich darum handelt, eine Hilfeleistung tm Haushalt, bei der Kinderbetreuung und der Krankenpflege zu übernehmen. Das Deutsche Frauenwerk schult daher alle Haushalthilfen im Mütterdienst, bevor sie in die praktische Arbeit eingesetzt werden. Die Schulung wird besonders intensiv gestaltet in bezug auf Kranken- und Säuglingspflege. In zweiter Linie wird Wert gelegt auf die Schulung in volkswirtschaftlich-hauswirtschaftlichen Fragen. maschinentechnischen Dienst schon auf zwei Jahr verkürzt worden war, ist jetzt auch die Ausbildungszeit für den gehobenen nichttechnischen Reichsbahndienst auf 2% Jahre herabgesetzt worden. Die Kürzung um sechs Monate wird ohne Beeinträchtigung der Ausbildung erreicht. Auch die Vorschriften für die Prüfung der Anwärter wurden geändert. Ebenso wurde die große Staatsprüfung fiir Reichsbahnbaureferendare vereinfacht. Weitere Maßnahmen betreffen die Sicherstellung des Personals für den Lokomotivfahrdienft. Vereinfachte Bekanntgabe der Grundsteuer. Im Rahmen der Dereinsachungsmaßnahmen in der Verwaltung wird auch eine Vereinfachung der Bekanntgabe der Grundsteuer erfolgen. Erstmalig mit Wirkung für das Rechnungsjahr 1939 sind d i e Gemeinden, in denen sich die Grundsteuerhebesätze eines Rechnungsjahres gegenüber denen des vorhergehenden Jahres nicht geändert haben, ermächtigt worden, grundsätzlich von der Bekanntgabe neuer Grundsteuerbescheide abzusehen und die Grundsteuer durch eine in ortsüblicher Weise zu bewirkende öffentliche Bekanntmachung allgemein festzusetzen. Die öffentliche Bekanntmachung hat zur Folge, daß die Steuerschuldner die Grundsteuer in der Höhe zu entrichten haben, wie sie sich im einzelnen Fall aus dem letzten Grund st euerbescheid ergibt. In der öffentlichen Bekanntmachung ist zum Ausdruck zu bringen, daß die Grundsteuer nur in den Fällen durch schriftlichen Bescheid bekanntgegeben wird, in denen ein Grundstück in die Grundsteuerpflicht neu eingetreten Ist öfter in denen sich die Grundsteuer gegenüber dem Vorjahr geändert hat. Postversorgung der Abwanderer aus den westlichen Grenzzonen. Um allen Personen, die infolge der politischen Lage das Grenzgebiet im Westen verlassen mußten, die sofortige Wiederaufnahme etwa unterbrochener Poftbeziehungen mit ihren Verwandten usw. von ihrem neuen Aufenthaltsort aus zu erleichtern, geben die Postämter auf Anfordern unentgeltlich einige Postkarten mit Vordruck zur Anschriftsmit- teilung an sie ab. Mit ihnen sollen die Abwanderer ihren Verwandten usw. ihre neue Postanschrift bekanntgeben, sobald sie einen Ort erreicht haben, an dem sie voraussichtlich längere Zeit bleiben. Die Postkarten werden gebührenfrei befördert. Ferner werden die Abwanderer gebeten, ihre neue Anschrift, auch ihrem Heimatpostamt, das an beftimtnleg Stelle weiterarbeitet, mitzuteilen. Dabei ist bie frühere Anschrift mit anzugeben. Die noch nach bei# Heimatort gelangende Post wirft dann nach des# neuen Aufenthaltsort nachgesandt. Die Deutsche Reichspost erleichtert ferner alb# Personen, die ihren Aufenthalt aus den westliche Grenzzonen haben verlegen müssen, die Versenftu^ von Postpaketen Mit Kleidern und Wäsche an ihj Angehörigen in der Heimat und umgekehrt durch Ermäßigung der Paketgebühr. Die Gebühr für ge, wöhnliche Pakete und unversiegelte Wertpakete ist ohne Rücksicht auf Gewicht und Entfernung auf 50 Rpf. festgesetzt worden. Die Pakete und die zu, gehörigen Paketkarten müssen den Stempel'abftruik riner NSV.-Dienststelle und den Vermerk ,Llei. dungsstücke" tragen. Jüdischer Steuerbetrüger bestrast. Lpd. Frankfurt a. M., 5. Oft. Der Jude Du, vift Israel Kahn in Frankfurt a. M., Beethoven, straße 35a, wurde wegen fortgesetzter Hinterziehunh der Vermögens- und Einkommensteuer vom Finanz amt Frank,urt-West mit insgesamt 15 400 Mark Geld st rase belegt. Frankfurter Schtachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 5. Oft. Austrieb: Großvieh 1064 (gegen 1042 am 28.9.), darunter 162 (133) Ochsen,' 200 (175) Bullen, 409 (456) Kühe, 293 (278) Färsen. Kälber 636 (509), Hämmel urb Schafe 145 (79), Schweine 596 (562). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 45 bis 46,50 (43,50 bis 46,50), b) 41 bis 42,50 (41,50 bis 42,50), c 37,50 (36 bis 37,50). Bullen a) 43,50 bis 44,50 (42,50 bis 44,50), b) 38 bis 40,50 (40,50), c) 35,50 (33 bis 35,50). KW a) 43 bis 44,50 (41,50 bis 44,50), b) 37,50 big 40,50 (38 bis 40,50), c) 30 bis 34,50 (29 bis 34,50), d) 16 bis 25 (20 bis 25). Färsen a) 43,50 big 45,50 (42,50 bis 45,50), b) 38.50 bis 41,50 (40 bis 41,50), c) 34 bis 36,50 (30 bis 36,50), d) 26 bis 28 (28). Kälber a) 62 bis 65 (63 bis 65), b) 55 bis 59 (55 bis 59), c) 45 bis 50 (46 bis 50), d) 30 bis 40 (30 bis 40). Hämmel a2) 49 bis 50 (49 bis 50), b2) 44 (44 bis 46), c) 40 bis 42 (35). Schafe a) 40 bis 42 (42), b) 33 bis 35 (38), c) SO (28 bis 32). Schweine a) 61 (61), bl) 60 (60), b2) 59 (59), c 55 (55), d) 52 (52), Sauen gl) 60 (60). Marktverlauf: Großvieh, Kälber, Schafe mtb Schweine zugeteilt. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnah mittags geschlossen. * chihc Meral Wr ttntn! itfU A* w Pf 'M M jshir W Mt B' a M! $1 liide * [in ' SM I IM M im 84. Lebensjahr. 6247V k Die trauernd Hinterbliebenen: Familie Wilhelm Damm VII. Familie Heinrich Damm I. Familie Ludwig Schomber. Reiskirchen, den 4. Oktober 1939. Die Beerdigung findet am Samstag, dem 7. Oktober, nachm. 2 Uhr statt. Heute abend 3412 Uhr entschlief nach kurzem, mit Geduld ertragenem Leiden unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Herr Philipp Damm IX., Fuhrunternehmer i. R. Nachruf Am S.Oktober 1939 verschied unerwartet unser lieber Kamerad Regierungsrat Dr. Georg Krüger. Mit ihm ist einer der Besten von uns gegangen. Er war uns immer ein vorbildlicher Kamerad, dessen Andenken unauslöschlich in uns fortleben wird. Die Kameraden des ehemaligen R.I. R.224 1. A. Strauch. Die Trauerfeier findet am 7. Oktober 1939, vormittags 10 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. Ich bitte um zahlreiche Beteiligung. 6257V w Hepöraturen billig I5930D M. Liebler Kreuzplatz 2. | Mietgesuche | Aell Beamtenehepaar sucht schöne 2-ZinuDßr-Wohn. mit Wohnküche Am Alten Friedhof oder Nahrungsberg zum l.Nov.o.l.Dez. Schrift. Ang. u. 04527 a.d.G.A. Altersvereinigung 1886—1936. Unser Alterskamerad Emil Bree ist verstorben. Wir verlieren in ihm einen aufrichtigen und lieben Kameraden und werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Die Alterskameraden. Beerdigung: Samstag, den 7. Okt. 1939, 12,30 Uhr. Beteiligung der Alterskameraden wird erwartet. 6252d Neuausgabe zu 12.— Reichsmark Adreßbuch Stadtkreis und Landkreis Gießen Großstädtisch ausgestattetesNachschlagewerk von 624 Seiten Umfang, mit Stadtkreis Gießen, acht Städten und 75 Landgemeinden von mehr als 111000 Einwohnern Stabtplan Gießen einschl. Klein-Linden u. Wieseck, ergänzt bis in die letzte Zett Sorgfältig bearbeitete Anschriften-, Straßen-und Geschäftsverzelchnisse, Abschnitt über NSDAP., Behörden, Vereine, Standes-, öffentliche Einrichtungen usw. OberhesMerAdreßbuchverlag Gießen Schulstraße 7 Fernsprecher 2251 IIIII1IIIUIII11IIIIIIIIIIII1III1IIIIIIN ?? Husten ?? festsitzender Katarrh, alter Schleim, Asthma, Brust-, Lungen - Erkältung usw. Jungs Asthma, Husten-Brusttee, seit vielen Jahren bewährt Spitzwegerichsaft ab 65 Pfg. 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Schriftliche Anfragen u. 04511 an den Gießener Anzeiger erbet. Freitag, Samstag und Sonntag auch im Hauptprogramm. p1 N p. vH Betr.: Personenstands- und Betriebsaufnahme »gen wüsten zur Ser- weidung von Verlusten auf der Rückseite Romen und Anschrift des Bewerbers trauen l Sollten bis zum 10. Oktober 1939 Hausbesitzer, HaM haltungsvorstände, Betriebsinhaber usw. die Vor« drucke nicht erhalten haben, dann sind die fehlenden Vordrucke auf Zimmer Nr. 18 des Stadthauses Bens» straße 20 abholen zu lassen. Nach dem Stand vom 19. Oktober 1939 sind tnnHl’ zufüllen: 1. Hauslisten, enthaltend sämtliche Haushaltung« II und Betriebe des Grundstücks und zwar durch II den Hausbesitzer oder seinen Vertreter, 3. ÖS } s°ush°ltung-»°rp-nd, 4. Betriebsblätter, vom Betriebsinhaber. Es wird empfohlen, die Anleitung auf den San II drucken genau zu beachten. Die einzelnen Spalten d-eilR Listen müssen vollständig und gut leserlich ausgefuAlU werden, da nach den Haushaltsliften die Steuerkartell IU und zum Teil die Bürgersteuerbescheide für 194(1 H ausgestellt werden. Durch die rechtzettige Abgabe urtill genaue Ausfüllung der Vordrucke wird den ©teuer* 11; pflichtigen die Gewähr gegeben, später nicht müll Unrichtigkeiten der Steuerkarten, Anforderung 5” 11 hoher Lohn-, Kirchen- oder Bürgersteuer nsv.ll rechnen zu müssen. Die ausgefüllten Vordrucke und zwar die Hau4«II Haltsliste«, Quartierkarten und Betriebsblatter, sind II nach dem Stand vom 10. Oktober 1939 sofort beeil' Hausbesitzer oder dessen Vertreter abzugeben, der in II der Hausliste die Vollständigkeit der HaushaltslistENfll und Betriebsblätter zu bescheinigen und die gefönt* II meltetr Listen zur Abholung bereitzuhalten hat. Die Erfüllung dieser Verpflichtungen kann en Erscheinung verurteilt wird. Wie es m den MÄchkn nur h-lle und dunkle Menschen g.bt, f° troqen auch Hauptmanns Gestalten alle ihre einmal^-, »"wandelbare Farbe^ Hannsgearg Lau- benthal als fid)tcr Peter. Franz Nrckl.sch ats &%.*-■ als İenÄAr°°He^°g° o°n Foix Schön und Einzug des Führers in Danzig. ' Da^tellerin findet. Mit Anstand M Westwall gezeigt. W ® °dan - den Kanzler en AufklärerHeinrich Ludwig Neuner. jfrde ein ... Aber noch ist der Tag für den Bauern nicht be- rbet. Die Wagen müssen abgeladen, alles für den atiiem Tag hergerichtet werden, das Vieh muß f«n Futter bekommen, die Kühe müssen gemolken vpiden, und vieles andere ist zu erledigen. Dann eri setzt sich der Bcruer zum Nachtmahl nieder ... Nach kurzer Ruhe beginnt ein neuer Tag, der weder viel Arbeit bringt Das ist keine ländliche ütthe mehr, das ist das Lied stärkster Arbeit, das wr in diesen Tagen in allen Dörfern in uns auf» ' H. l^bis | 'bis 42^ sshrrfcht Werall Hochbetrieb. (38), c, l« Me aber sieht das herbstliche Dorf erst zur bl) 60 WMxndzeit aus! Welch gefchäfttges Leben herrscht gllil ;bi auf den Straßen! Es ist manchmal ein Kunst- &N Ul' fck, sich durch die Menge der Fuhrwerke hindurch- Vziwinden. Das geht bis in die späte Nacht und --vrkt — weil keine Lampen brennen — fast ge- ktion. ftnstechaft. -) 37^ \ bis M g 43,-50 Z x , (40 ii I | tKU/l Cl, llinynuo S_/lll4|t'U4UU, uvt-n S 26 zochstum, für das tägliche Brot. Hc tttinndion ftnfoTt ffp Mine eine Hausyaltsliste einschl. Quartierkarte uni) jeder jrüc nS ätri !5| inbi (Nachdruck verboten.) 8 Fortsetzung j( rad do trüber. Er war auf der Krankenkasse M euch sehr Er Auge ttrs h° M’or mzl bl! M zi hat sein Entbindungsgeld geholt. Er ist gnugt und hat ein wenig Schlagseite, etliches aufgeschnappt und bleibt stehen. „Wen machts denn da schlecht? Habts ausgeschleimt?" gröhlt er angeregt. :jii g irrit Betried usw. durch ein Betriebsblatt erfaßt worden ist. Dk P' Mi llri' ein! || ibt Miihti Kuben: pi Krtref und Der- hat letzt ruft „Geh heim zu deiner Alten, du Saufaus", die Wexler. ------------------!-----------——Milch Gefängnis und einer Woche Haft, sein Mittäter Daniel zu zwei Monaten Gefängnis und zwei Wochen Haft. Beide hatten schon vor der Zertrümmerung der Richtungslampe mit einem Terzerol, das sie auch zur Tat benutzten, an von Menschen bewohnten Orten geschossen und damit die Allgemeinheit gefährdet. In diesem Zusammenhang wird an die gesamte Bevölkerung die Bitte gerichtet, die Polizei in der heutigen ernsten Zeit mehr denn je bei der Aufklä« rung von Straftaten zu unterstützen, insbesondere, wenn es sich um Verstöße gegen Maßnahmen handelt, die zum Schutze und zur Sicherheit der Per- Aufschluß, was tuts. Er ist seiner Sache sicher. Ec kennt die Cranache zu gut, hat in seiner besseren Zeit sogar eine Abhandlung darüber geschrieben. Auf dem lächelnd geöffneten Mund der fremden Frau sitzt ein Tröpfchen Wasser. Parsunke tupft es vorsichtig weg. 8rü 8eli f, höi lüg „Sind Sie dach nicht fo ordinär", giftet sich die Einbirn. k >lk ht hi k n * yß M 0 6*** N Hl f MrsuMöerMöl! Roman non Waltfttt Kloepfcr Copijrfgbt hu Jarl Duntfct Verlag - Berlin w 62 genossen bestimmt erwartet, daß sie die < tätigen Helfer (Politischen Leiter der bei ihrer Arbeit weitgehendst unterstützen, damit des W Austeilen und Einsammeln der Listen ordnungs- , :a grünes und rotes Licht bei der Eisenbahn besondere Bedeutung haben. * er wischt, tupft und trocknet. Das Antlitz, sehr hold, sehr lebendig, gehört einer jungen Frau, die mit schrägen Augen ziellos ins Weite lächelt. Sie hat goldene gekräuselte Haare, eine gerade schmalrückige Nase und eine liebliche sorglose Stirn. Ihre Finger, dünn und gotisch, sind über einem steifen Brokatkleid gefaltet und umschließen eine rotflammende Bohnenblüte. Eine Heilige vielleicht oder die Frau eines Ritters. Der edle Hals steigt stengelgleich aus der überladenen Pracht der Prunkseide des Gewandes. Ein Brustbild. Parsunke hält das Bild prüfend von sich ab. Er zittert ein bißchen vor Aufregung; denn ein seltsamer Gedanke hat in ihm Wurzel geschlagen, eine Erleuchtung, eine Ueberzeugung geradezu ... das ist ein Lukas Cranach! Jede Einzelheit spricht für den Meister; ein Zweifel ist kaum mehr erlaubt, auch wenn das Handzeichen Cranachs, die geflügelte Schlange, fehlt. An dieser Stelle muß ein Weniges über den Mann Parsunke eingeschaltet werden. Parsunke ist ein Stromer, ein Sprüchemacher und ein Heruntergekommener. Er ist haltlos, trinkt gerne und verabscheut ernsthafte Arbeit. Er sttolcht durch das Land, macht die Pfarrhöfe unsicher und mißbraucht dke Gutmütigkeit seiner Mitmenschen. Wenn ihm das Wetter zu schlecht ist, beehrt er die Krankenhäuser und ist nicht mehr loszukriechen. Er schwindelt die Aerzte an und ein Lump in Folio. Das ist Parsunke. Aber in dieser schäbigen Hülle steckt doch ein anderer Parsunke, der — 1890 zu Teltow als Sohn respektabler Eltern geboren — einige Semester Kunstgeschichte gehört hat, zu bummeln anfing und von dem entsetzten Vater als Volontär in die Kunst- und Antiquitätenhandlung Pastouri geschickt wurde. Hier flog er nach einigen Jahren wegen dunkler Geschichten wieder heraus, verluderte jetzt endgültig, und das Weitere läßt sich erraten. Parsunke, ein kleiner Gauner und großer Nichtsnutz, rettete aus dem Schiffbruch feines Lebens nur ein einziges; eine verspielte und merkwürdige Liebe zum Kunstwerk. Kommt er in ein Dorf, in ein Städtchen, dann ist sein erster Gang in die Kirche. Da stöbert er herum, lehnt versonnen in den Ecken und vermag sich über ein geschnitztes Gestühl, einen 2Htar oder einen altertümlichen Sarkophag bis zur Begeisterung zu freuen. Manche deuten ihm das zu Unrecht als Frömmigkeit, und er fährt nicht schlecht dabei. Dieser zweite bessere Parsunke, rasiert uttd in einen Krankenttttel gekleidet, betrachtet angespannt und glühend die Frau mit den schrägen Augen, die er aus Schmutz und Verräucherung erlöst hat. Vier Jahrhunderte sind zwischen ihm und der ftemden Frau, die bestrickend und ziellos in die Ferne lächelt. Das Handzeichen fehlt, richtig; wahrscheinlich ist es übermalt; auch die Rückseite gibt keinen kann. si)e, Jeder muß sich darüber klar sein, daß es gaiti -auch allgemein darauf ankommt, vollwertiges Zählmate- i |.ropa rial zu erhalten. Die Zählung erfüllt nur harnt , W ihren Zweck, wenn alle gestellten Fragen lückenlos beantwortet worden sind und daß im übrigen jede; nur die ständig dort wohnenden Familien in besondere Haushaltslisten aufzunehmen. Die zur Zeit zum Heeresdienst einberufenen Familienanaehörigen sind in der Haushaltsliste unter B aufzuführen. Jeder Betrieb wird durch ein Betriebsblatt erfaßt. Ein Betriebsblatt ist von jedem selbständigen Gewerbetreibenden, auch von Angehörigen der freien Berufe (Rechtsanwälte, Aerzte usw.), Provisionsreisenden, von allen Behörden, öffentlichen Betrieben und Verwaltungen (ohne Unterschied, ob es sich um Betriebe gewerblicher Art oder Hoheitsverwaltungen handelt) auszufüllen. Das Betriebsblatt ist immer dort auszufüllen, wo sich die Niederlassung oder Betriebsstätte befindet. Z. B. ein Gewerbetreibender, der im Selterswea ein Ladengeschäft unterhält und in der Ludwigstraße wohnt, wird im Seltersweg durch ein Betriebsblatt und in der Ludwigstraße durch eine Haushaltsliste erfaßt. Sollten Hausbesitzer, Haushaltungsvorstände, Betriebsführer usw. ine vorstehenden Listen nicht erhalten haben, so wird ersucht, die fehlenden Listen auf Zimmer 18 des Stadthauses, Bergstraße 20, abholen zu lassen oder dorthin telephonisch Nachricht zu geben, damit die Uebersendung der Listen veranlaßt werden kann. Nach dem Stand vom Dienstag, 10. Oktober 1939, müssen somit ausgefüllt werden: a) Haus listen, enthaltend sämtliche Haushaltungen und Betriebe des Grundstücks. Diese Listen sind nur durch den Hausbesitzer oder seinen Vertreter auszufüllen. Falls ein Vertreter nicht ausdrücklich bestellt ist, kann die Ausfüllung auch durch den Mieter des Hauses erfolgen, der sonst im Auftrage des Hausbesitzers derartige Angelegenheiten erledigt. b) Haushaltsliften vom HauShaltungsvor- stand, c) Quartiert arten vom Haushaltungsvorstand, d) Betsiebs blätter vom Betriebsinhaber. Es wird empfohlen, bei Ausfüllung der Listen die Anleitung auf den Vordrucken genau zu beachten. Die einzelnen Spalten der Listen müssen vollständig und gut leserlich ausgefüllt werden, da nach den Haushaltslisten die Steuerkarten und zum Teil die Bürgersteuerbescheide für 1940 ausgestellt werden. Die rechtzeitige Abgabe und genaue Ausfüllung der und damit auch zum Segen seiner engeren Heimat fruchtbar mitgearbeitet zu haben. So wird biefer ausgezeichnete Mensch und hochbewährte Beamte nicht nur im engeren Kreise feiner Berufskameraden, sondern auch in weiten Bevölkerungskreisen in Stadt und Land in dankbarer Erinnerung fortleben, denn seine Werke sind wett über sein Grab hinaus ein Erinnerungsmal, das diesem Manne in verdienter Weise bleibende Ehrung sichert. Gewichte und preise für Brot und Kleingebäck. Der Getteidewirtschaftsverband Hessen-Nassau hat eine Anordnung Nr. 3/39 über Gewichte und Preise für Brot- und Kleingebäck erlassen. Sie bringt hie entsprechend den neuen Reichsbestimmungen künftig zugelassenen Gewichte und setzt für ein Stück Kleingebäck im Normalgewicht von 46 Gramm, hen Preis für Wasserware auf 3,5 Rpf., für Milchware auf 4 Rpf. fest, wobei beim Verkauf von Kleingebäck der Preis, sofern sich bei der Berechnung des Gesamtbetrages 0,5 Rpf. ergibt, auf hen vollen Pfennigbetrag nach oben aufgerundet werden darf. Die Preise für Brot einschl. Schnittbrot und Weißbrot sind unter Zugrundelegung des bisherigen Preises je Gewichtseinheit entsprechend her vorzunehmenden Aenderung des Gewichtes umzustellen. Soweit sich dabei Bruchteile eines Pfennigs ergeben, sind diese bei 0,5 Rpf. und darüber nach Bis zum kommenden Sonntag werden die Listen für die Personen st ands- und Betriebsaufnahme nach dem Stand vom 10. Okto b e r 19 3 9 zugestellt sein. Der Oberbürgermeister macht heute in einer Bekanntmachung auf diese wichtige Anordnung aufmerksam. Um hie Ausfüllung her Listen zu erleichtern, seien die nachstehenden Winke der dringenden Beachtung empfohlen. JedesHaus (Wohnhaus, öffentliches Gebäude, Fabrik, Lager, Scheune usw.) wird durch eine Hausliste gezählt, die vom Hauseigentümer, Hausverwalter ober deren Beauftragten zu unterzeichnen ist. Ersatzweise kann die Hausliste auch vom Zähler unterzeichnet werden. JedeHaushaltung wird durch eine Haus- Ha l t s l i st e erfaßt. Die Haushaltsliste, in die alle zur Haushaltung gehörenden Familienangehörigen (auch Untermieter, Personal usw.) aufzunehmen sind, ist vom Haushaltungsvorstand zu unterzeichnen. Außerdem ist von jeder Haushaltung eine Quartierkarte auszufüllen: hierin hat der Haushaltungsvorstand einzutragen, wieviel Personen er bei militärischen Einquartierungen aufnehmen kann. Die Quartierkarten sind nur auf der Vorderseite auszufüllen. Bei abwesenden Familien ist vom Zähler eine Haus- haltsliste aufzunehmen und zu unterzeichnen; die Personalangaben werden dann von Amts wegen eingetragen werden. Für die in Militärgebäuden befindlichen Haushaltungen (z. B. verheiratete Unteroffiziere) sind ebenfalls Haushaltslisten auszufüllen, während die in Mannschastsräumen untergebrachten Wehrmachtsangehörigen von der Zählung ausgenommen sind. In Anstalten (Kliniken und Krankenhäusern) untergebrachte Haushaltungen (Verwalter, Aerzte, Portier usw.) werden durch Haushaltslisten gezählt, und zwar jeder Haushalt für sich. Das in einer Anstalt wohnende, keinen eigenen Haushalt führende ledige Personal (Schwestern, Pflege- und Dienstpersonal) wird in einer besonderen Haushaltsliste ge- führt und ist, wenn diese nicht reicht, mit Einlagebogen zu versehen. Der Zähler wird sich in solchen Fällen mit der Anstaltsleitung ins Benehmen setzen und dort die erforderlichen Vordrucke zum Ausfällen abgeben. Anstaltsinsassen (Patienten) werden nicht gezählt. In Gasthäusern sind außer dem Personal Die Fabri erwartet Dr. Severin, her die Wund- klamm ern entfernen will. Ob es wohl sehr weh tut. Der heutige Tag ist ein Wendepunkt, es geht lang' sam besser. Wenn sie ganz still liegt, hat sie keine Schmerzen mehr. Sie kann auch wieder zusammenhängend denken, ohne den Faden zu verlieren oder gleich wieder einzuschlafen. Manchmal grübelt sie über ihren Beruf nach, ob alles gut heilt und ob sie hie anstrengende Film' tätigteit fortsetzen kann. Sie war ruhmsüchtig bisher, das kann man wohl sagen, sie wollte um jeden Preis in die Höhe klettern und sehnte sich nach großen Rollen. Sie ift noch nicht allzu lange befon Bau, und gute Freunde, Beziehungen, ihr vM Großvater her glanzumwobener Name haben ift die Wege geebnet. Der Vater ist als Oberstleutnant gefallen, die Mutter ihm nachgestorben, sie selbst ist ohne strenge Erziehung herangewachseN, ein wenig wild, von den Jnstitutsfteundinnen ziemlich beneidet. Man hat viel Zeit, in einem nüchternen Spitalbett über solche Dinge nachzudenken- Ihr erstes Liebesabenteuer bestand sie mit 17 Jahren; her Glückliche war ein Student und siel ihretwegen im Examen durch. Dann kamen viele Männer. Komisch eigentlich, was so eine kleine Frau alles zusammenlebt. Der letzte war Tino. Sie fühlt das Unrichtige dieser Beziehung, aber sie schiebt es aus vielerlei Gründen immer wieder hinaus, sich von ihm zu lösen. Nein, Dino fehlt ihr in diesen Tagen nicht sehr. Tino ist Unterhaltung. Dino ist Ergebenheit. Tino bedeutet Luxus. Er ist seit einem halben Jahr ihr Freund und erfüllt unausgesprochene Wünsche mit seltener Großzügigkeit. Aber Tino ist Nichts fürs Herz. Sie hat einmal geglaubt, ihn zu lieben, aber das hielt nicht lange vor. An Dino muß sie keinesfalls auf solch bohrende und unverständliche Weile denken, wie beispielsweise an diesen Doktor Severin, der zweimal täglich Visite macht, freundliche Sachlichkeit von sich gibt und dennoch beim Gehen eine Leere im Zimmer zurückläßt, hie auch die betuliche Schwester nicht auszufüllen vermag. Dr. Severin hat ihr das Leben gerettet urth ist ihr einziger Halt in diesen unbegreiflichen Tagen. Sie harrt feinem Kommen wie ein Schulmädchen tn# Herzklopfen entgegen und kennt die Farbe jeder einzelnen seiner Krawatten. (Fortsetzung folgt) „Mit einem Rauschigen möcht ich mich gar nicht abgeben", flüstert die Silberhorn. Sieben tritt ist heute viel zu gut aufgelegt, um sich in ein Wortgefecht einzulassen. Er schreit „Angenehme . Ruhe allerseits" und beschließt die Unterhaltung mit einer klassischen Redensart, wie sie in Bayern gang und gäbe ist 5. Kapitel. Parsunke hat geruht, das Bett zu verlassen. Er geht wieder herum. Wenn eine Schwester um den Weg ist oder der Arzt, humpelt er und setzt seine Leidensmiene auf. Wenn jedoch die Luft rein ist, pfeift ,er Gassenhauer oder unverfrorene Weisen, die diesem feierlichen Haus keineswegs angemessen sind. Ja, dieser Parsunke versteht es. Er wickelt den Schwestern Binden auf, er putzt Salat, er geht in die Kirche. Er erzählt den aushorchenden Nonnen schreckliche Anekdoten aus dem Krieg, obschon er nur hinten und in einer Kanzlei war. Die Schwestern, vertrauensvoll und harmlos, zeigen sich erkenntlich, sie füttern ihn mit vielem gutem Essen. Wenn Parsunkes Widersacher, der Arzt kommt, zieht er sich in sein Bett wie in eine Festung zurück und berichtet mit umflorter Stimme neue Symptome. Eschelbrunn gefällt ihm. Augenblicklich poliert er eine Messingklinge. Zwei Schwestern eilen gesenkten Blickes vorüber. Die Flügel ihrer weißgestärkten Hauben flattern. Die eine schleppt Seife, Eimer und Wurzelbürste, die andere ein großes verstaubtes Oelgemälde. Sie gehen über den Hof und lehnen gemeinsam das Bild an den Brunnen. Die eine taucht die Wurzelbürste ein. Parsunke sieht es, läßt fein Messing im Stich und läuft hinüber. Wie ein Hase läuft er, erstaunlich. Seine Hände fuchteln entsetzt. „Aber so doch nicht! Doch nicht bürsten, Schwester Jgnatia! Sie müssen das Rehleder nehmen. Ganz zart macht man das. Sehen Sie mal zu." Er kennt alle Schwestern beim Namen, und außerdem spricht er Hochdeutsch. Die beiden gucken ihm verlegen zu., „Was stellt denn das Bild eigentlich vor?" Die Nonnen wissen es nicht. Sie sind beauftragt, dieses alte fliegenbeschmutzte und von Spinnen bewohnte Bild sauber zu machen und es wieder ins Refektorium zu hängen. Parsunke gibt sich ordentlich Mühe und reibt ganze Schichten Dreck herunter; er hat ein besonderes Handgelenk für so etwas. Farben erscheinen, ein Frauenantlitz, ein Hintergrund. Die Nonnen b er eben sich, sind unschlüssig, verschwinden schließlich. Nun ja, wenn Herr Parsunke es besser versteht, wollen sie ihn gewähren lassen. Die Oberschwester wird nichts dagegen haben. Parsunke macht mit dem Rehleder zärtliche Striche, Vordrucke erspart unter anderem persönliche Eirv ladungen und Vorsprachen, spätere Nachfragen nach der Steuerkarte für 1940 usw. Die 3 u ft e 11 u n g her Zählpapiere an btt Grundstückseigentümer soll bis spätestens Sonntag, 8^ Oktober 1939, nachmittags, erfolgt fein. Die ausgefüllten Vordrucke, und zwar die Haus- Haltslisten und Betriebsblätter, find sofort dem Hausbesitzer oder dessen Dertteter abzugeben, der in der Hausliste die Vollständigkeit der Haushalts, listen und Betriebsblätter zu bescheinigen und die gesammelten Listen zur Abholung bereit zu halten hat. Das Einsammeln' der Zählpapiere bei den Hausbesitzern erfolgt am Donnerstag, 12. Oktober 19 3 9. Dabei wird an Ort und Stelle geprüft, ob sämtliche Fragen beantwortet Jinh, gegebenenfalls werden die Listen sofort ergänzt ober richtiggestellt. Besonders wird darauf geachtet, baf die Fragen über das Arb e its ve rh ältniz, das Wehrverhältnis und die Religionszugehörigkeit vollständig beantwortet sind. Es wird noch bemerkt, daß die vollständige uiti rechtzeitige Ausfüllung der Zählpapiere durch Geld strafen erzwungen werden kann (§ 202 der Reichs- abgabenordnung). Es ist selbstverständlich, daß der Zähler verpstich. tet ist, über die ihm bei her Personenstands- und Betriebsaufnahme zu feiner Kenntnis gelangenden Verhältnisse über die Persönlichkeit des einzelnen Verschwiegenheit zu wahren. iil$ Es wird von allen in Frage kommenden Volks» > IregierungSrat Or. Krüger f. Nach kurzer, schwerer Krankheit ist am gestrigen Donnerstag der Regierungsrat beim Landratsamt Gießen, Dr. jur. Georg Krüger, im 47. Lebensjahre verstorben. Mit chrn ist allzu früh ein Mann aus dem Leben abberufen worden, der weithin in Stadt und Land bekannt war. Dr. jur. Krüger war Gießener, der am 8. März 1893 als Sohn des hiesigen Universitäts-Professors Geheimen Kirchenrats D. Dr. Krüger geboren wurde. Von 1899 bis 1911 besuchte Georg Krüger das Landgraf-Ludwigs-Gymnafium in Gießen, das er .Ostern 1911 nach bestandener Reifeprüfung verließ. Anschließend studierte er Rechtswissenschaft an den Universitäten Tübingen, Jena, Berlin und Gießen. Im Frühjahr 1915 legte er in Gießen die Fakultätsprüfung ab. Vom Mai 1915 bis Februar 1919 kämpfte er im freiwilligen Kriegsdienst für Volk und Vaterland, u. a. als Leutnant der Reserve und Kompanieführer im Res.-Jnf.-Regt. 224. Seine Verdienste als Frontsoldat wurden durch die Verleihung des Eisernen Kreuzes I. und II. Klasse, der Hessischen Tapferkeitsmedaille und des Hanfeaten- kreuzes anerkannt. Von 1919 bis 1921 erfolgte feine Ausbildung als Referendar beim Amtsgericht, Landgericht, bei einem Anwalt und beim Kreisamt in Gießen. Im November 1919 promovierte er an der Universität Gießen mit einer Arbeit über „Die Anerkennung der Staatsform als Gegenstand des Völkerrechts und des Staateninteresses" magna cum laude zum Dr. jur. Im April 1921 bestand er das juristische Staatsexamen in Darmstadt. Vom 2. Juli 1921 ab wirkte er als Regierungs-Assessor beim Kreisamt und der Provinzialdirektion in Gießen. Am 1. Ium 1927 erfolgte hier seine Ernennung zum Regierungsrat. Im Jahre 1935 war er längere Zett als Vertreter des Kreisdirektors beim Kreisamt in Schotten und im Jahre 1936 ebenfalls als Vertreter des Kreisdirektors mehrere Monate lang beim Kreisamt in Alsfeld tätig. Als geborener Gießener, her sich mit Stadt und Land feiner engeren Heimat tief verbunden fühlte, und durch sein langjähriaes Wirken am Kreisamt in Gießen war es ihm in besonderem Maße vergönnt, seine Arbeit sehr fruchtbar zu geftalten und sowohl dem Kreisamt, als auch her Bevölkerung ein besonders wertvoller Mitarbeiter und Berater zu fein. Sein weitschichttges Arbeitsfeld, das die Aufgaben der Baupolizei, des staatlichen Naturschutzes, des Luftschutzes, das Siedlungswesen, die Mitarbeit im Derwaltungsgericht, das Schiedsgericht für gemeindliche Beamte, die Mitarbeit im Gießener Musik-- ausschuß usw. umfaßte, brachte ihn mit vielen Volksgenossen in Stadt und Land in Berührung, die gerne feinen Rat einholten und denen er jederzeit ereitwillig mit feinem reichen Wissen und feinem wertvollen Schatz von Erfahrungen förderlich war. Auch in schwierigen Fragen, die nicht im engeren Bereiche seiner dienstlichen Aufgaben lagen, hie aber mit der Geschichte und der Entwicklung des Kreises Gießen im Zusammenhang standen, konnte man bei ihm allezeit zuverlässigen Aufschluß und wertvolle Hinweise erhalten; er war beim Kreisamt Gießen gewissermaßen, wenn auch ohne amtlichen Auftrag, der Historiker und sachkundige Kenner her politischen Geschichte und staatsrechtlichen Entwicklung oes Kreises Gießen, ja bis zu einem gewissen Grade auch her Provinz Oberhessen. Zu seinem umfangreichen Wissen kam noch seine schier unerschöpfliche Schaffensfreude hinzu, die ihn auch veranlaßte, trotz seiner Krankheit noch bis, in die letzten Tage feinen Dienst zu tun, da er meinte, in der jetzigen schweren Zett zum Kranksein keine Zett zu haben. Der vorbildliche Charakter dieses Mannes, feine allezeit von Herzen kommende Liebenswürdigkeit und feine stete Hilfsbereitschaft, sein starkes soziales Empfinden und seine volle Aufgeschlossenheit für alle großen und für unser Volk segensreichen Erneuerungen und Aufgaben machten diesen echt deutschen Mann noch besonders schätzenswert. Seine Verdienste für Volk und Vaterland fanden im Frühjahr dieses Jahres durch die Verleihung des Treu- dienst-Ehrenzeichens für 25jährige treue Dienstzeit eine wohlverdiente äußere Anerkermung. Seinen schönsten Lohn aber sah er stets in dem Bewußtsein, an feiner Stelle zum Besten unseres Volkes Im übrigen ist es wendet irifchast Den, 0 hen. ;rn wend un« l unter i. Der ochen; 6 Tage ,W7r $7/7 zwe/ Gegner, die sich einig sind wenigstens darin, daß die ECKSTEIN gut schmeckt - sogar sehr gut! >gs be- in Sie- hwaren Absicht and in kal. In labe, er riewert, it Der« t Ver- ängnis- wutte i einer s Wo- Was ist „unbillige Härle" bei der Mehreinkommensteuer? Nationalsozialistische Gemeinschaft. transporte im Straßenverkehr sicherzustellen. Sie können hierzu alle .Straßenverkehrsmittel aufgrund ihrer gesetzlichen Befugnisse in Anspruch nehmen und arbeiten eng mit den Dienststellen der Deutschen Reichsbahn, Wehrmacht und Wirtschaft zu- den Operationsgebieten bleibt es bei der tnrf der Grundlage vollziehender Gewalt getroffenen Dr- ganifati on sr eg el ung. Der Ministerrat für die Reichs» verteidiguna hat bereits die notwendigen Vorschrift ten beschlossen. Als Reichsverteidigungskommissare sind durch den Vorsitzenden des Ministerrates für die Reichsverteidigung, Ge neralfeldmarschall Göring bestellt worden: Wehrkreis I: Oberpräsident und Gauleiter Koch, Wehrkreis II: Oberpräsident und Gauleiter Schwede-Coburg, Wehrkreis III: Oberpräsident und Gauleiter Stürtz, Wehrkreis IV: Reichsstatthalter und Gauleiter Mutschmann, Wehrkreis V: Reichsstatthalter und Gauleiter Murr, Wehrkreis VI: Oberpräsident und Gauleiter Ter- boven, Wehrkreis VII und XIII: Staatsminister und Gauleiter Adolf Wagner, Wehrkreis VIII: Ober Präsident und Gauleiter Joseph Wagner, Wehrkreis IX: Reichsstatthalter und Gauleiter Sauckel, Wehrkreis X:Reichsstatthalter und Gau- leiter Kaufmann, Wehrkreis XI: Reichsstatthalter und Gauleiter Jordan, Wehrkreis XII: Reichsstatthalter und Gauleiter Sprenger, Wehrkreis XVII: Reichskommissar und Gauleiter Bürckel, Wehrkreis XVIII: Landeshauptmann ung Gauleiter Rainer. Durch die Schaffung des Ministerrates für die Reichsverteidigung und durch die Einsetzung der Reichsverteidigungskommissare in den Wehrkreisen ist auch für den Bereich der zivilen Verwaltung eine straffe Organisation und einheitliche Ausrichtung von Verwaltung und Wirtschaft auf die Notwendigkeiten der Reichsver- teidigung sichergestellt. brud)s» >igt. in nMetz. 'Kühl« sich ge« gestellt te vor gte mit e Min« Angenstände >aft zu Jahr uberes Aschen massen helfen! Er. inmehr t wor- Tätig. VevollmächWe für den Mverkehr eingesetzt. Maßnahmen zur Durchführung der notwendigen Transporte im Straßenverkehr. n sind ! « Um. Urfunmann Imorten. ifjner in :n einer er Ge- g dieses )uittuiv benbanb Der An- andlung r Amts- ib schM« thaus- ?n, fer- 2-5 Tage mgerech' i Ehren- nnt. n an ^eine *8 9. auf. Ndz. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley sich in einem Aufsatz in der Deutschen Arbeitskorrespondenz an den deutschen Arbeiter. Er hebt die Lehre von der Ganzheit des Kampfes tun Sie nsch un? zch kern- die Ner- eg! Mr ®8 ion. ,5” cht. y 1 «el"” nef« * ums Dasein hervor und betont, daß der Svzia- l i st nie ein Pazifist sein könne, sondern, um das sozialistische Ziel zu erreichen, immer in h ö ch- ster soldatischer Bereitschaft stehen müsse. Die Voraussetzung für jeden Kampf und die Voraussetzung für den Einsatz aller Kräfte sei die Volks- und »Schicksalsgemeinschaft aller Deutschen. Wir würden diesmal beweisen, was die nationalsozialistische Gemeinschaft zu vollbringen vermöge. Diese Gemeinschaft stehe nicht auf dem Papier, sie sei keine Phrase. Die erste vorsorgliche Maßnahme, die Einführung der Bezugsscheine, habe bewiesen, wie ernst es dem na- tionalsozialistischen .Staat mit der sozialen Volksgemeinschaft ist. Weiter heißt es in dem Aufsatz: So wirst du, deutscher Arbeiter und deutsche Arbeiterin, begreifen, daß in diesem gigantischen Ringen Deutschlands um Recht und Freiheit, um Lebensraum und Brot, der alltägliche Zwist keinerlei Platz hat. Du, schaffender Mensch, wirst begreifen lernen, daß die große Linie des Führers schon von selbst jede Zwietracht ausschließt. Es wird auch künftig unmöglich sein, Heimat und Front und Front und Heimat gegeneinander auszuspielen. Nicht ein dünner Frontabschnitt an irgendeiner Grenze steht im Kampf, sondern das gesamte deutsche Volk. Der Arbeiter am Schraubstock, Der Kaufmann am Ladentisch, der Erfinder im Atelier, der Soldat im Graben, alle sind gleichermaßen gefährdet und alle sind gleichermaßen mutig entschlossen, um Deutschlands Freiheit zu ringen. Der Frage: „G l a u b st du an Deutschland?" wird sich niemand zu entziehen vermögen und wird sich auch niemand entziehen wollen. Reichsverleidigungskommiffare. Verantwortlich für diegesamte zivile Reichsverteidigung innerhalb der Wehrkreise. Berlin, 5. September. (DNB.) Auf Anordnung des Führers find vom Ministerrat für die Reichsverteidigung im ganzen Reich mit b e - sonderen Vollmachten ausgestattete Reichsv erteid'igungskommissare eingesetzt worden. Ihre Bereiche decken sich mit den Wehrkreisen. Sie sind im Wehrkreis die Organe des Ministerrates für die Reichsverteidigung. Die Reichsverteidigungskommissare sind verantwortlich für die gesamte zivile Reichsverteidigung innerhalb eines jeden Wehrkreises. Die Behörden und sonstigen Stellen führen ihre Arbeiten in der bisherigen Form und nach den geltenden Zuständigkeitsregelungen fort. Die Aufgabe der Reichsverttidigungskommissare besteht darin, in allen Angelegenheiten der zivilen Reichsverteidigung die Einheitlichkeit der Maßnahmen innerhalb des Wehrkreises sicherzustellen und die enge Zusammenarbeit mit den zuständigen Wehrmachtsdienststellen, insbesondere mit dem Wehrkreisbefehlshaber zu gewährleisten. In fr er bekanntgegebenen Richtlinien angenommen wer über den Seeweg befördert. en?" . rit, nein- \A\* ntxr °°» W?' 're#1”' Iten' irt «* to“ ,rif 60' Eine Einkommenssteigerung im Sinne des Neuen Finanzplanes liegt nicht schon dann vor, wenn der Steuerpflichtige rein zahlenmäßig ein höheres Einkommen erzielt hat. Eine wirkliche Einkommensteigerung ist vielmehr, wie Regie- pungsrat Dr. Kapp im „Deutschen Recht" darlegt, nur dann gegeben, wenn zugleich pne Steigerung der wirtschaftlichen Leistungs- Zähigkeit eingetreten ist. § 32 Abf. 2 der Durchführungsverordnung zum Neuen Finanzplan gibt daher die Möglichkeit, „außergewöhnliche Verhältnisse" zu berücksichtigen, wenn wegen der Art des Berufs oder aus anderen Gründen die Zugrundelegung des vollen Mehreinkommens -nne „unbillige Härte" wäre. Diese Bestimmung erklärt Kapp dann für anwendbar, wenn der Steuerpflichtige sein Mehreinkommen nicht im Sinne einer Verbesserung seiner Wirtschaftsführung verwenden kann, weil entweder im Jahr des Mehreinkommens be- vnders ungünstige Verhältnisse bei ihm vorlagen, dder weil aus Vorjahren noch Belastungen für ihn bestehen, zu deren Abdeckung er das Mehreinkom- nten verwenden muß: in Betracht kommen Der- chuldung, lange Krankheit, Unglücksfall, jahrelange Verluste, längere Erwerbslosigkeit, Studium oder Lehrzeit. Allerdings muß es sich um eine erhebliche Abweichung von der Regel und um eine „brückende L a st" handeln, und der Umfang der Kürzung 'iegt im freien Ermessen des Finanzamts. Die volle Heranziehung des rechnerisch fest- gestellten Mehreinkommens zur Meh reinkomme n- ' teuer wirkt sich vor allem bei übernommenen oder lneu'gegründeten Betrieben, sog. anlaufenden stellung und Sicherstellung von Kraftfahmeuaen, Pferden und anderen Straßenverkehrsmitteln An» träge unmittelbar bei den Wehrersatz-Jnspekttonen zu stellen. Derarttge Anträae sind, soweit sie überhaupt Aussicht auf Erfolg haben sollen, seitens der Wirtschaft den zuständigen Wirtschaftsstellen (Industrie- und Handelskammern, Ernährungsamt, Holz- und Forstwirtschaftsamt), im übrigen den Bevollmächtigten für den Nahverkehr und ihren Fahrbereitschaftsleitern zuzuleiten. jammen. Die Anschriften der Fahrbereitschaftsleiter werden in den Zeitungen veröffentlicht. Es wird gebeten, sich tünfttg bei Transportschwierigkeiten im Straßenverkehr an die Fahrbereitschaftsleiter zu wenden, zwecklos, wegen der Bereit- rllung von Kraftfahrzeugen, ' hrsmitteln An« Vor einer Kabinettserweiterung in Krankreich. Paris, 6. Sept. (Europapreß.) Ministerpräsident Daladier wird in den nächsten Tagen zu der mehrfach angekündigten Erweiterung des Kabinetts schreiten. Unterrichtsminister Zay, der im Alter von 35 Jahren steht und das jüngste Mitglied des Kabinetts ist, will bei seinem Regiment Dienst tun und daher vorläufig aus der Regierung ausscheiden. Justizminister M a r ch a n - d e a u will als Bürgermeister von Reims sich gMiz der Verwaltung seiner Stadt widmen. Außerdem ist der Handels-Marineminister de Chappede- l a i n e, der kürzlich schwer erkrankt war, für längere Zeit erholungsbedürftig. Diese Minister müssen ersetzt werden. Außerdem ist die Schaffung eines Rüstungsministeriums und vielleicht auch eines Verpflegungsministeriums beabsichtigt. Als Kandidaten für den Eintritt in die Regierung werden nach wie vor Louis Marin von der rechtsstehenden Republikanischen Föderation, Flandin von der Demokratischen Allianz, Leon Blum von der Sozialistischen Partei und Fros - s a r d von der Sozialistisch-Republikanischen Union genannt. Neutralitätserklärung der Bereinigten Staaten. Washington, 5. Sept. (DNB.) Am Dienstag wurde vom Weißen Haus verkündet, daß Präsident Roosevelt die Neutralitätserklärung der USA. unterzeichnet hat. Das Marinedepartement hat allen amerikanischen Schiffen in einer Funkmitteilung empfohlen, nicht Zickzackkurs zu fahren oder die Lichter z u löschen. Es sei dagegen ratsam, die ameri- kanischen Landesfarben auf Deck und an den Seiten der Schiffe groß aufzumalen und sie in der Nacht durch Scheinwerferanstrahlung deutlich sichtbar zu machen. Das Washingtoner Staatsdepartement hat angeordnet, daß nur diejenigen Amerikaner, denen eine zwingende Notwendigkeit bescheinigt werden kann, die Genehmigung erhalten, nach Europa zu reisen. Die „Panamerican Airways“ stellten den Flugdienst nach Marseille und Southampton ein und fliegen nur noch Irland und Portugal an. Deutsche Vergeltungsmaßnahme zwingt polen zur Freilassung deutscher Diplomaten. Berlin, 5. Sept. (DNB.) Wie bereits gemel- det, hatten die polnischen Behörden im grobey Bruch völkerrechtlicher Gepflogenheiten von dem nach Litauen ausreisenden Stab der deutschen Botschaft in Warschau im letzten Augenblick grundlos zwei Mitglie- Nhein-Mainische Börse. Aktien leicht nachgebend. Frankfurt a. M., 5. Sept. Bei ruhiger geworbenem Geschäft war die Börse am Aktienmarkt nach den anhaltenden Steigerungen der Vortage leicht abgeschwächt. Die Rückgänge hielten id) — gemessen an den Erhöhungen der letzten Woche — mit 0,50 bis 1,50 v. H. im Durchschnitt im engen Grenzen, da den mäßigen Gewinnmit- «ahmen besonders in den schweren Papieren weitere Kundschaftskäufe gegenüberstanden. Die Ge- iomthaltupg war weiterhin durchaus zuversichtlich -> Und freundlich. Die verfügten kriegswirtschaftlichen Dieder Güterverkehr nach Ostpreußen FWD. Die Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. : eilt mit: Die Annahmesperre für Güter aller Art 'ür Ostpreußen ist mit soforttger Wirkung aufgehoben. Die Güter werden, soweit sie im Rahmen Wertem weitere Umsätze, wobei die Entwicklung nicht ganz einheitlich war. Teilweise ergaben sich leichte Erholungen, anderseits auch noch mäßige Abschläge. Verein. Stahl 98,25 nach 98,65, Gesfurel 132 nach 132,50, JG.-Farben 159,75 nach 159,25, Demag 143 nach 142,50. Bei den später notierten Werten hielten sich die Abweichungen im oben erwähnten Ausmaß. Ilse Genuß nach Pause 143,50 (139), anderseits Metallgesellschaft 112,50 (114,50). Unnotierte Werte waren ohne Geschäft. Tagesgeld um). 2,50 v. H. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 5. Sept. Auftrieb (vom 1. bis 5. Sept.): Kälber 1133 (gegen 382 am 29.8 ), Hämmel und Schafe 112 (218), Schweine 1280 (1897). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in RM.: Kälber a) 62 bis 65 (63 bis 65), b) 56 bis 59 (56 bis 59), c) 45 bis 50 (45 bis 50), d) 30 bis 40 (38 bis 40). Hämmel bl) 49 bis 50 (—), b2) 45 bis 48 (—), c) 32 bis 44 (—). Schafe a) 40 bis 42 (42), b) 38 bis 39 (37), c) 20 bis 32 (22 bis 32). Schweine a) 61 (62), bl) 60 (61), b2) 59 (60), c) 55 (56), d) 52 (53), Sauen gl) 60 (61). Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe flott. Betrieben, häufig als unbillige Härte aus. Aber Dr. Kapp erklärt den § 32 Abs. 2 auch für einen anlaufenden Betrieb dann nicht für anwendbar, wenn der Steuerpflichtige neben den nunmehr erzielten Einkünften aus Gewerbebetrieb oder selbständiger Arbeit nach wie vor Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit erzielt. Denn in einem solchen Fall erfolgte die Uebernahme des an- laufenden Betriebs völlig aus freien Stücken in Ausnutzung des allgemeinen Wirtschaftsaufschwungs. Auch bei einem MehreiNkommen, das durch einen gewöhnlichen Berufswechsel erzielt ist, will Dr. Kapp keine „außergewöhnlichen Verhältnisse" anerkennen, ferner auch dann nicht, wenn ein Beamter aus dem Staatsdienst ausscheidet und in die freie Wirtschaft übergebt; der damit verbundene Verzicht auf die Pension rechtferti'ge die Anwendung der Härteklausel Nicht. Als Mehreinkommen gelten nach § 7 des Neuen Finanzplans nicht die Beträge, die einem Arbeitnehmer nach einer Tarif- oder Besoldungsordnung wegen höheren Alters, Beförderung oder höheren Zahl der Familienmitglieder zugeflossen sind. Diese Vergünstigung gilt, wie Kapp klarstellt, nicht für d i e außertariflich bezahlten Ange- stellten der freien Wirtschaft. Den Grund für diese unterschiedliche Regelung erblickt er darin, daß bei einem Arbeitnehmer, für dessen Bezüge eine Tarifordnung nicht gilt, praktisch nicht nachprüfbar ist, aus welchem Grund er eine Gehaltszulage erhalten hat. Diese gesetzliche Bestimmung darf durch § 32 Abs. 2 der Durch- führungsverordnung nicht außer Kraft gesetzt werden. Maßnahmen wurden stark beachtet. Don den Spitzenwerten gaben JG.-Farben auf 159,25 (160,25). Verein. Stahl 0,75 v. H. auf 98,65, Rhein- stahl 0,50 v. H. auf 133, Hoesch 0,25 v. H. auf 109 und Siemens 0,25 v. H. auf 194,50 nach, lagen also verhältnismäßig sehr widerstandsfähig. Etwas mehr rückgängig waren BMW. auf 138 (139,50), Bekula auf 164,90 (167) und Zellstoff Waldhof auf 112,50 (115). Rhein. Braunkohlen gewannen 1 v. H. auf 231. Nach einer Bekanntmachung des BörseNvor- standes wird die variable Notiz für die beiden Schiffahrtswerte Hapag und Nordd. Lloyd ab sofort eingestellt. Der R e n t e n m a r f t lag zwar weiterhin sehr still, aber gegenüber kleinen Aba ab en widerstandsfähig. Besonders Goldpfandbriefe und Staatstitel blieben unverändert, während Liquidationswerte meist etwas zurückgingen und nahe an 100 v. H. heranreichen. Ebenso ließen die meisten Stadtanleihen und Industrie-Obligationen weiter etwas nach. Steuergutscheine I gingen mit unv. 97,50 um. Im weiteren Verlaufe erfolgten nur in wenigen 'estim. 5 (Be. “ <9. s9nip, Trink. °°r. ^trie. ^osen DNB. Das Reichsverkehrsministerium gibt amtlich bekannt: Durch die Einberufungen zur Wehrmacht sind eine große Anzahl von Straßenverkehrsmitteln ^Kraftfahrzeuge, Pferde und anderes mehr) . dem Straßenverkehr entzogen worden In letzter Zeit find an die verschiedensten Behörden und Wirtschaftsstellen Anfragen wegen Bereitstellung von Kraftfahrzeugen und Pferden für die zivilen Bedürfnisse gerichtet worden. Hierzu ist auf folgende Maßnahmen hinzuweisen: Der Reichsverkehrsminister hat mit dem Ausgleich der für den zivilen Straßenverkehr verbliebenen Verkehrsmittel in jedem Wehrkreisbezirk bei den Mittelbehörden der inneren Verwaltung (das sind die Landesregierungen, Oberpräsidenten usw.) einen „Bevollmächtigten für den Nahverkehr" beauftragt. Bei den Oberbürgermeistern und Landräten sind hierfür „Fahrbereitschaftsleiter" eingesetzt worden. Diese Behörden haben die Aufgabe, die Durchführung der notwendigen Personen- und Güter- 04183 der f e st g e h a lt e n. Es waren daraufhin deutscherseits zwei Mitglieder der hiesigen polnischen Botschaft bei ihrer Ausreise nach Dänemark zurückgehalten worden. Durch diese Vergeltungsmaßnahme konnte nunmehr unter Vermittlung eines neutralen Staates die Freilassung der beiden deutschen Botschaftsmitglieder erreicht werden. Daraufhin ist den beiden polnischen Beamten die Weiterreise nach Dänemark freigegeben worden. Kleine politische Nachrichten. Dem deutschen Vertreter in Neuseeland wurden die Pässe ausgehändigt. * In Deutsch-Ostafrika ist die Internierung der männlichen Deutschen, die im kriegsfähigen Alter stehen, ohne Zwischenfälle und ohne Widerstand durchgeführt rooroen. * Die spanische Regierung erließ folgendes Gesetz: Angesichts des Kriegszustandes zwischen England, Frankreich und Polen einerseits und Deutschland anderseits wird die strikteste Neutralität aller Spanier entsprechend den Gesetzen und Grundsätzen des internationalen Völkerrechtes anbefohlen. * Die Neutralitätserklärung Argentiniens wurde von Staatspräsident Dr. Ortiz und sämtlichen Ministern unterzeichnet und darauf bekanntgegeben. * Das brasilianische Außenministerium gab der deutschen Botschaft in Rio de Janeiro durch Verbalnote zur Kenntnis, daß die brasilianische Regierung ihre Neutralität im gegenwärtigen Kriege Deutschlands mit Großbritannien, Frankreich und Polen aufrecht erhalte. Unter Vorsitz des Präsidenten Aguirre beschloß das chilenische Kabinett am Abend die offizielle Erklärung der absoluten Neutralität Ehiles abzugeben. Nachdem bereits vor einigen Tagen der Umfang der italienischen Tageszeitungen auf sechs Seiten beschränkt worden war, ist nun angeordnet worden, daß die Blätter zum Zwecke der. weiteren Papier- und Zellulose-Ersparnis von Samstag, 9. September, ab nur noch mit vier Seiten herauskommen dürfen. * In London wurde amtlich bekanntgegeben, daß die englischen Banken und Sparkassen am Montag geschlossen bleiben: gleichfalls bleibt die Börse geschlossen. Eine weitere Verordnung besagt, daß in Großbritannien alle im Privatbesitz befindlichen Bestände an Gold und ausländischer Währung sofort abgeliefert werden müssen. Südafrika fügt sich englischem Druck. General Hertzog zurückgetreten. Berlin, 5. September. (DNB.) Nach einer Meldung aus London hat das Parlament der S ü d- afrikanischen Union einen Antrag des Iustizministers Smuts auf Abbruch der Beziehungen zu Deutschland angenommen. Premierminister Hertzog deutete an, daß es zu ernsten Meinungsverschiedenheiten im Kabinett gekommen sei. Er brachte zum Ausdruck, daß er zwar nicht beabsichtige, Chamberlain und den anderen englischen Staatsmännern den guten Glauben abzusprechen, daß aber andererseits feiner Meinung nach nicht der gering st e Beweis für die Deutschland in die Schuhe geschobenen aggressiven Absichten vorlägen. General Smuts forderte, daß die Südafrikanische Union alle notwendigen Verteidigungsmaßnahmen ergreifen sollte. Eine Entsendung von südafrikanischen Streitkräften nach Uebersee solle jedoch nicht stattsinden. Er beantragte weiter den A b - bruch der Bezieh ungen zu Deutschland, wobei er zur Begründung auf das alte Greuelmärchen deutscher Angriffsabsichten gegen Südafrika zurückgriff. Dieser Antrag wurde dann mit 80 gegen 67 Stimmen vom südafrikanischen Parlament angenommen. Ministerpräsident Hertzog ist darauf zurückgetreten. Mit der Neubildung des Kabinetts wurde General Smuts beauftragt. wie das Bombardement dieser offenen Stadt. In Kopenhagen spricht der Mann auf der Straße von dem englischen Bombardement auf Esbjerg und vergleicht dabei zwei Tatsachen: Einmal die am Montagabend vom deutschen Gesandten von Rent'he-Fink abgegebene Erklärung, daß es sich bei dem Flugzeug aus verschiedenen Gründen unter gar keinen Umständen um eine deutsche Maschine handeln könne und zum Zweiten die Meldung des englischen Informations- minifteriums, wonach englische Bomber in großer Höhe Holland über flogen und in Deutschland mehr als sechs Millionen Flugblätter in deutscher Sprache abgeworfen hätten. Man glaubt nicht, daß England die dänische Neutralität mehr achtet als die holländische, die am Montag zum ersten Male verletzt wurde. „Nationaltidende" erklärt, daß es sich um das Nachspiel eines Luftkampfes über der Nordsee, d. h. um die Flucht einer Bombenmaschine vor der Verfolgung durch eine Iagd- maschine handelt. Augenzeugen haben an dem Bombenflugzeug das Merkzeichen der britischen Luftwaffe — die weiß-blau-rote Kokarde — einwandfrei erkannt. Fest steht, daß die englische Maschine sehr niedrig, aus nordöstlicher Richtung kommend, über Esbjerg dahinflog, als sie ihre zerstörende Last von fünf Bomben im Nordwesten der Stadt zwischen dem neuen Fischereihafen und dem Flugplatz fallen ließ. Die Folgen des Bombardements haben sich als weitaus verheerender herausgeftellt, als angenommen worden war. Die Zahl der Verletz- t e n' ist aufzehn gestiegen, e‘i n e Frau i ft tot, ein Kind vermißt, man befürchtet, daß es unter den Trümmern umgekommen ist. Zwölf Wohnungen wurden vollkommen vernichtet. Bei den abgeworfenen Bomben muß es sich um hochexplosives Material gehandelt haben, denn ein neues dreistöckiges Haus wurde durch einen einzigen Einschlag dem Erdboden völlig gleichgemacht. Die Bevölkerung Esbjergs ist in der Nacht zum Dienstag nicht ins Bett geforrfmen, da man einen neuen englischen Angriff befürchtete. 150 Einwohner haben Esbjerg bereits mit einigen wenigen Habseligkeiten verlassen, um sich an geschützterer Stelle eine Unterkunft zu suchen. Verheerende Folgen des englischen Voniben- angriffs auf die offene dänische Siadl Esbjerg. Kopenhagen, 5. Sept. (Europapreß.) In Dänemark zweifelt heute niemand daran, daß die westjütlsche Stadt Esbjerg von einem englischen Flugzeug bombardiert worden ist. Auch der Gedanke, daß die Bombe sich versehentlich gelöst haben könnte, wird von der Hand gewiesen. „Von sachkundiger Seite", so schreibt „Berlinske Tidende", „wird festgestellt, daß es so gut wie ausgeschlossen ist, daß die Bomben durch einen Irrtum oder ein Versehen ausgelöst worden sind. Einer unserer bekanntesten Fliegeroffiziere erklärt, daß man bei modernen Bombenmaschinen vollkommen von der mechanischen Bombenauslösung abgekommen sei." Die dänische Regierung wird bei der zuständigen Stelle einen energischen Protest einlegen und Schadenersatz fordern. Mehrere aus verschiedenen Ministerien zusammengestellte Untersuchungsausschüsse, die sich noch in der Nacht zum Dienstag nach Esbjerg begeben haben, find mit der Untersuchung der gefundenen Bombensplitter beschäftigt. In der seriösen dänischen Presse hat der verheerende Angriff auf die kleine Stadt die Erinnerung an den Feuerüberfall eines englischen Kriegsschiffes auf das dänische U-Boot „Havmanden" in dänischen Gewässern im Jahre 1916 wachgerufen und „ähnliche Versehen", wie sich heute „Politiken" ausdrückt. Man gibt allerdings zu, daß die bisherigen englischen „Versehen" noch nie so folgenschwer gewesen sind, 5848 V Lang-Göns, Düren (Rhld.), den 5. September 1939. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 7. September, nachmittags 1% Uhr statt. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren lieben Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Bruder, Schwager und Onkel Herrn Heinrich Boller II. Schreinermeister nach kurzem Krankenlager im 85. Lebensjahre in die Ewigkeit abzurufen. Die trauernden Hinterbliebenen. «elfen! Das Deutsche Rote Kreuz benötigt dringend altes sauberes Leinen und atte Wäschestücke zur Verwendung als Verbandsmaterial für die Lazarette und Krankenanstalten. Um Ablieferung in der DRK.- Kreisstelle Gießen, Hitierwall 41 part., wird gebeten. Zum Abholen stehen Hilfskräfte zur Verfügung. -^velSttelle Gießen. 5847V Bekanntmachung Statt Karten Mr haben uns verlobt Anneliese Hahn Heinrich Rühlmann Regierungsreferendar Mainz 3. September 1939 Gießen, 6. September 1939. 58520 Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. 5849V Ritter. legen i Lichtbilder Mädchen I X5MA wähl läei Brühl. Schulstr.? Nachdruck verboten Ohne Gewahr Haus 2. September 1939 1. Ziehungstag sucht 5850D On der heutigen Dormittagsziehung wurden gezogen 316924 Wertvoller Radioapparat 43722 28897 54284 55522 70319 71642 80145 80496 90400 98184 102688 103281 111705 Kaufgesuche"] 483 Gewinne zu 300 RM. 8328 9283 10236 10285 sowie 95599 106535 113369 117089 117412 304553 '304930 VuLerdem..wmden 665Z45gmtPae- au je J5Q RM. gezogen 84124 158816 263249 316690 29540 ; 90633 160472 282986 318741 30000 RM. 10000 RM. 3000 RM. 2000 RM. 151074 226025 292856 127600 156070 180212 205731 222362 227894 240409 261021 268377 285382 127606 363152 19334 157017 245593 302211 21634 33136 60286 69383 90824 125489 140244 163976 186076 210202 225356 233746 244687 263044 282420 293915 310709 317301 324356 351378 362479 375663 388141 399716 111109 187277 288184 371459 500 RM. 126267 154165 166248 193824 211020 227211 234887 248763 266503 282700 300250 311201 318132 324806 355603 364634 377523 388852 126991 155653 166666 200847 219391 227670 238665 253689 268172 283438 301790 311296 318325 330403 359256 365273 379800 396309 313761 320548 331707 360062 367285 380734 396733 314624 321477 344380 360476 367799 384239 397778 135073 162793 182663 205737 223468 230155 242150 261281 268753 289582 121946 150245 190621 226037 252727 280391 302689 334423 362979 392760 115376 147404 184794 221734 250276 277095 296932 334253 360558 387472 22716 28540 29604 30676 30763 31016 34481 34877 39926 43397 47283 47447 60941 61702 61761 64953 66284 66687 315251 11244 132801 111159 22493 108259 125162 136834 162994 184625 209673 223649 231593 243040 262195 277346 293376 306801 316250 321704 344554 362177 370921 387745 399056 138837 222966 289170 393851 21898 SELTERSWEG 47 »TELEFON 2373 552 2273 6283 10924 13783 15447 180165 266630 352203 1000 RM. 2062 14899 Fr. Groß Neuenwea 32 Keine Zeugnisse in Urschrift lonoem nur Zeugnis- abichristen dem Be- werbungSichreiben be4 35023 56427 65161 71444 75562 219 Gewinne zu___ 46125 51278 53061 Familiendrucksacheii Verlobungsanzelgen Vermählungsanzeigen Geburtsanzeigen MnilttW Hilfe unoBewerbungsunrer- '■gen müften zur Her- meidung von Verlusten auf der Rückjette R» men und Anschrift des Bewerbers trauen I 96 Gewinne zu 25314 ----- ‘ Heute, am 6. September 1939, nachmittags, fahren vorn Bahnhof Gießen zwei Züge in das Bergungsgebiet ab. Die Personen, die in den letzten Tagen mit Bahn oder Kraftfahrzeug aus den Grenzgebieten in Gießen eingetroffen und hier untergebracht find, werden aufgefordert, sich sofort bei der Ausgabestelle für Fahrtausweise im ßiebigbau, Liebigstraße 16, zu melden. Wer sich nicht meldet, verliert Anspruch auf Weiterbeförderung und Verpflegung. Wechselstrom, zu verkaufen oder zu vertauschen, flCfl*. Gleichstromgerät. Schr. Ang. unt. 04186 a. d. G. A. Gewinnauszug 5. Klasse 1. 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Um den Einwohnern entgegenzukommen, sind folgende Bezirksgeschäftsstellen des Ernährungsamtes, Abteilung B, errichtet worden, die ihre Tätigkeit am 7. September 1939 aufnehmen: 1. im Gymnasium Hindenburgwall 6 (für den Bezirk der NSV.-Ortsgruppe Mitte); 2. in der Geschäftsstelle der NSV.-Nord, Walltorstraße 38 (für den Bezirk der NSV.-Ortsgruppe Nord); 3. im Hause Gartenstraße 30 (für den Bezirk der NSV.-Ortsgruppe Ost); 4. im Physiologischen Institut, Friedrichstraße 24 (für den Bezirk der NSV.-Ortsgruppe Süd); 5. für den Bezirk Gießen-Kleinlinden bei der Verwaltungsstelle Gießen-Kleinlinden; 6. für den Bezirk Gießen-Wieseck bei der Verwaltungsstelle Gießen-Wieseck. . Außer den Ausweiskarien über den allgemeinen Bezug von Lebensrnitteln werden bei den Bezirksgeschäftsstellen auch ' folgende Bezugsscheine au& gegeben: a) Bezugsschein über 0,3 Liter Milch täglich für werdende Mütter, b) Bezugsschein über 0,5 Liter Milch täglich für Kinder unter 6 Jahren, C) Bezugsschein über 100 g Feinseife, 500 g Seifenpulver- oder 200 g Waschmittel, für Kinder unter 2 Jahren, d) Bezugsschein über Rasierseife ober Rasierkreme, e) Bezugsschein über Spinnstoffwaren oder Schuhwaren. Alle Bezugsscheine über sonstige zusätzliche Lebensmittel u. dgl. werden weiterhin im Stadthaus Bergstraße ausgegeben. Gießen, den 5. September 1939. 5845C Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Ernährungsamt Abt. B. I. V.: Nicolaus. Feuerlöscher und Geräte für Garagen, Gebäude, Betriebe, Laboratorien nsw. Uebernahme von Kontrolle vorhanden. Feuerlöscheinrichtungen durch den Vertreter L, Sommeriad, Giefoen, Wernerwall 9. 04i8i Angebote und Beratung über Feuerschutz kostenlos. Donnerstag, den 7. Sevtember, nachin. 2 Uhr, versteigere ich an Ort und Stelle (Bekanntgabe erfolgt im Versteigernngs-Lokal, Neuenweg 28 dahier) zwangsweise gegen Barzahlung: kssiD 1 elektr. Kühlschrank, 1 Kuh, Klaviere, Sofas,«t Vertiko, 1 Kautsch, 1 Nähmaschine, 1 Personenwagen, 1 Registrierkasse, 1 Ladentheke, 1 Bücherschrank, Kertus-Kaltleim, Wärmflaschen, Vorhangschlösser, 1 Gartenschlauch, 1 Herd u. 1 Ofen. Möll Gerichtsvollzieher in Gießen Ludwigstraße 33 Tel. 3239 Für die wohltuenden Beweise herzlicher Anteilnahme bei dem Heimgang unseres teuren Entschlafenen sagen wir innigen Dank. Für die trauernden Hinterbliebenen: Frau Luise Krebs. Gießen (Selters weg 62), den 5. Sept. 1939. Volkstümliche Naturwissenschaft in reichbebilderten, leichtverständlichen Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlagserzeugnisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick in die Geheimnisse des Naturgeschehens unddamitdurcherweitertesWissen erhöhte Freude an den vielfältigen Schönheiten der Natur. Verlangen Sie Prospekte und äuch Probehefte der Zeitschrift: „Aus der Natur“ Hugo Bermü hier Verlag Berlin-Lichterfelde Auto-Sattlerei FR. GROSS Neuenweg 32 • Ruf 3379 Schonbezüge * Lastwagen-Planen Verdeckanfertigung 5676A ab Lager Vorrat lieferbar Franz Vogt S Co., Goethestraße 32 Ruf 2464 l 58460 j Selters weg 44 Auf jede gezogene Nummer stad drei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den drei Abteilungen i, n und in ( Verkäufe | Mietgesuche"] 1-2 möbl. Zimmer m. Kochgelegenheit sofort oder 15. 9. gesucht. Schr. Ang. unt. 04190 a. d. G. A. [Stellenangebote] Aelteres Ehepaar sucht für 3 mal wöchentlich auf 2 bis 3 Stunden vorm eine saubere Mi89 Hilfe. (tzutenberg- straste 19 II. 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