Nr. 129 Erstes Matt 189. Jahrgang Dienstag, 6. Zum 1959 Erscheint täglich, nutzer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gietzener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mtt 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illusttierte . 1.80 Zustellgebühr . . , - 25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unterSammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gietzea Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Srühlsche Univerfitälrdruckerel R. Lange in Sieben. Schriftleitung, und SeschSfirftelle: Schulsttatze 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8*/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm hohe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps., für Textanzeigen von 70mm Breite 50 Rps.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25"/» mehr. Lrmähigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie ein- spaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rps., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts-u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Som Sande in die Mitte. Der Besuch des Prinzregenten Paul von Jugoslawien in Deutschland ist durch seinen Charakter als Staatsbesuch und durch seine Dauer von vornherein als Ereignis der europäischen Politik gekennzeichnet. Vielleicht ist es aus diesem Anlaß richtig, die Lage Jugoslawiens und des ganzen europäischen Südostens einmal nicht nur aus den Gesichtspunkten der Tagespolitik heraus zu sehen, sondern in dem Bereich weltweiter und geschichtlicher Zusammenhänge zu stellen. Uralte Handelswege zwischen dem Süden und dem Südosten auf der einen, dem Norden und Nordosten auf der anderen Seite verödeten, als die Entdeckung Amerikas das Weltschwergewicht in die westlichen Randländer Europas verlagerte. Zu diesen Randländern gehört in diesem toinne auch der überwiegende Teil des Altreiches, das durch seine Ströme so eng an die Nordsee angeschlossen ist. Wir können aber z. B. den letzten zwei Jahrhunderten österreichischer Geschichte mit ihren erst langsamen und später krassen Verfallserscheinungen niemals gerecht werden, wenn wir nicht diese Verlagerung des wirtschaftlichen Schwergewichts von der Mitte an den westlichen Rand Europas nach ihrem Vollgewicht in Rechnung stellen. Die Donau ist geradezu ein Symbol dieses zweihundertjährigen Zustandes; niemals erreichte sie die wirtschaftliche Bedeutung von Rhein, Weser, Elbe oder auch nur der Oder. Vieles, was in diesem Donauraum und dem anschließenden Balkan in dey letzten 60 oder 100 Jahren geschehen ist, muß als instinktive Auflehnung aller hier seßhafter Völker gegen die stiefmütterliche Nolle verstanden werden, die diese einschneidende Verlagerung des wirtschaftlichen Schwergewichts von der Mitte Europas und den nord-südlichen Verkehrswegen an den westeuropäischen Rand und an die atlantische Wirtschaftsorientierung mit sich gebracht hat. Der jähe oft bis zum Chauvinismus übersteigerte Nationalismus, die Hemmungslosigkeit manches Geschehens, die Erbitterung innen- und außenpoli- ttfcher Kämpfe erscheinen wie das Toben eines Gefangenen gegen die Gitterftäbe, die ihn von der goldenen Freiheit kennen. Und erst in diesem weltweiten Zusammenhang wird die fundamentale Bedeutung der politischen Nord-Süd-Achse und des mitteleuropäischen Verkehrs- und Kanalnetzes offenbar, zu dessen ungehemmten Ausbau die Angliederung der Ostmark und des böhmisch-mährischen Raums die Voraussetzungen geschaffen hat. Damit ist das Reich der unmittelbare Nachbar Ungarns und Jugoslawiens geworden, wie umgekehrt auch Italien von der Adria her an die südlichere Hälfte dieses Lebens- und Wirtschaftsraumes grenzt. Man braucht nur einmal mit einem Bleistift auf einer Landkarte dem Lauf der Donau und aller ihrer Nebenflüsse zu folgen, um sofort anschaulich — bildhaft vor den Augen zu haben, „was los ist". Wenn in den letzten Monaten die Idee einer Abkürzung des unteren Donaulaufs durch einen Kanal von Tfchernavoda nach Con- ftanza oder einer Verbindung der Donau unterhalb Belgrads durch das Morava- und Vardar-Tal nach Saloniki in die Debatte geworfen wurde, so handelt es sich dabei um Zukunftsmusik; aber die bloße Idee dieser wichtigen Bauvorhaben ist eine unmittelbare und gradlinige Auswirkung des gewaltigen deutschen Kanalnetzes zwischen Elbe—Weser- Rhein—Main—Donau im Oberlaufe des Flusses. Ohne die tatkräftige Inangriffnahme der wirtschaftlichen Erschließung der Donau im unmittelbarsten deutschen Sprachbereich — das gewalttge Werk wird 1945 vollendet sein! — wären die belebenden Hoffnungen am Unterlauf der Donau, im südslawisch-rumänischen Bereich, Schaum und Dunst. Werden die Donau- und Balkanvölker die gewaltige Möglichkeit, die sich weit und breit vor ihnen auftut, auch erkennen und mit zähestem, opferwilligsten Einsatz zu nutzen verstehen? Die Haltung der jugoslawischen Regierung gibt dieser Hoffnung Grund. Die Serben sind erst 1878 endgültig aus der alttürkischen Oberhoheit entlassen worden. Damit beginnt ihr selbständiges staatliches Dasein. So sprunghaft äußere Erscheinungen ihrer settherigen Geschichte manchmal gewesen sein mögen, ein bestimmter politischer und sozialer Grundgehalt kon- seroattven Gedankengutes im guten Sinne des Wortes ist unverkennbar. Glühende Vaterlandsliebe, der mächtige Einfluß der orthodoxen Kirche, die soziale Uebertieferung der großfamiliären Hausgenosien- fchaft, auch das Volksfängertum gaben diesem Volke eine sichere Basis, auf die sich die scharfe Ablehnung des Kommunismus gründete. Es ging nicht ohne Enttäuschungen ab, von denen manche erst in den letzten Wochen ganz kraß offenbar geworden sind. Die Idee des Balkan-Bundes, der die 60 oder 70 Millionen Menschen dieses Gebietes aus dem Kräftespiel der Großmächte herausnehmen sollte, ist durch den Anschluß der Türkei an England gescheitert, und Jugoslawien hat den Mut gehabt, diese Tatsache festzustellen und damit „aus- zusprechen, was ist". Vielleicht sind auch hier tiefere uhb zugleich weitere Ursachenreihen ausschlaggebend Die Verlegung des türkischen Regierungssitzes von Konstantinopel nach Ankara mag dem anatolisch- türkifcheii Bauernvolk seinen natürlichen politischen Mittelpunkt gegeben haben, aber niemand wird die verwegene These aufstellen wollen, daß Ankara politisch, sozial, kulturell oder wirtschaftlich Belgrad ober Bukarest näher liegt als Berlin ober Wien. Wir wissen, baß auch in Sübslawien ber Balkanbund Jdeenverbindungen an die Rolle von Byzanz — und das mit dem Namen Byzanz verbundene oströmische Reich überlebte das eigentliche römische Reich um 1000 Jahre! — eine große Rolle gespielt haben. Vielleicht war die Heilung durch Anschauungsunterricht notwendig. Dr- Ho- Vertrauensvolle Freundschaft und enge Zusammenarbeit. Mehrstündige Besprechungen des Führers mit Prinzregent Paul. Berlin, 5. Ium. (DRV.) Der Führer hatte heute noch einmal eine Zusammenkunft mit Seiner küniglichenhoheit demPrinz- regenten Paul von Jugoslawien in der neuen Reichskanzlei. Bei der mehrstündigen Aussprache waren der jugoslawische Außenminister Eincar-Markowitsch und der Reichsminister des Auswärtigen v. Ribbentrop zugegen. Bor- her hatte der Führer Ihre königlichen Hoheiten den Prinzregenten Paul und die Prinzessin Olga von Jugoslawien zum Frühstück in sein Haus gebeten und anschließend mit seinen hohen Gästen den Tee im Garten der Reichskanzlei eingenommen. Der Besuch des Prinzregenten Paul von Jugoslawien und seiner Begleitung in Berlin hat Gelegenheit zu einem umfassenden politischen Meinungsaustausch zwischen den jugoslawischen Gästen und den maßgebenden deutschen Stellen geboten. Die Besprechungen, die in offener Herzlichkeit und in freund- schaftlichstem Geiste geführt wurden, haben sich auf alle die beiden Ländern berührenden Fragen erstreckt. Beide Teile sehen in der v e r - trauensvollenFreundschaft und engen Zusammenarbeit, die Jugoslawien mit Deutschland und Italien verbindet, ein wesentliches Element für die Beruhigung Europas und für eine Politik, die eine mirklik auf- bauende Arbeit zum Ziele hat. Beide Regierungen sind fest entschlossen, ihre Beziehungen auf dieser klaren und festen Grundlage in politischer, wirtschaftlicher und kultureller Beziehung weiter zu vertiefen. Sie sind in voller llebereinstimmung mit der italienischen Regierung davon überzeugt, daß sie mit dieser klaren Politik der Aufgabe dienen, die gegenwärtig auf Europa lastenden politischen Spannungen zu entlasten und eine die Lebensrechte der Völker gewährleistende friedliche Entwicklung sicherzu- siellen. Abschluß des Staatsbesuches. Der Führer geleitet seine Gäste zum Bahnhof. Berlin, 5. Juni. (DNB.) Prinzregent Paul von Jugoslawien und Prinzessin Olga haben die Reichshauptstabt am Montagabend mieber verlassen. Der Staatsbesuch hat bamit feinen Abschluß gefunben. Der Prinzregent unb feine Gemahlin bleiben noch mehrere Tage als private Gäste in Deutschlanb. Der Son- berzug des Prinzregenten verließ ben Lehrter Bahn- Hof um 19.38 Uhr. Der Führ er gab seinen hohen Gästen bas Geleit zum Bahnhof unb verabschiedete sich von ihnen auf bas herzlichste. Auf ber Fahrt vom Schloß Bellevue zum Lehrter Bahnhof, auf ber Prinzregent Paul vom Führer begleitet würbe, brachten viele Hundert- taufenbe, bie sich zu beiden Seiten der festlich geschmückten Fahrstraßen eingefunden hatten, den hohen Gästen aus dem jungen soldatischen Nachbarstaat herzliche Ovationen dar, bie ihnen noch einmal bie ganze Sympathie bes beutschen Volkes zum Ausdruck brachte. Die festlichen Tage des Prinzregentenbesuches m ber Reichshauptstabt fanden ihren mürbigen Ausklang in ber Halle bes Lehrter Bahnhofs. Der Führer geleitete ben P r i n z r e g e n t e n zur Mitte des Bahnsteiges, wo sie von ben versammelten Ehrengästen begrüßt wurden. Dann verabschiedete sich Adolf Hitler herzlich von Prinzessin Olga, ber er einen prächtigen Orchibeenstrauß überreichte, während sich Generalfeldmarschall G ö - ring mit dem Prinzregenten unterhält. Dann wechselten der F ü h r e r und der P r i n z r e g e n t einen herzlichen Händedruck. Frau Göring verabschiedete sich von den hohen Gästen und überreichte Prinzessin Olga einen wunderbaren Lilienstrauß. Um 19.38 Uhr fuhr der Sonderzug unter ben Klängen der jugoslawischen Nationalhymne langsam aus ber Halle. Der Führer entbietet seinen Gästen zum Abschied ben deutschen Gruß: Freudiges Echo in Jugoslawien. Belgrad, 5. Juni. (DNB.) Die feierliche Verabschiedung des Prinzregenten Paul und seiner Gemahlin wurde v o n a 11 e n jugoslawisch e n R u n d f u n k s e n d e r n ü b e r t r a g e n. In Belgrad stauten sich die Menschen in den abendlich belebten Straßen vor ben Nuubfunkgeschäften unb Kaffeehäusern. Aus allen Häusern ertönten bie Lautsprecher. Ueberall ist man freubig berührt von ber herzlichen Begrüßung bes Prinzregentenpaares burch bie Berliner Bevölkerung. Der jugoslawische Rundfunksprecher brachte bie allgemeine Stimmung zum Ausbruck, als er erklärte, es fei eine nationale Pflicht, bas burch biefen erhebenden Staatsbesuch noch fester geknüpfte Freuudschafts- banb zwischen Deutschlanb unb Jugoslawien immer weiter zu festigen. London weiß nichts zu sagen. L o n d o n , 6. Juni. (DNB. Funkspruch.) Anläßlich bes Abschlusses bes Staatsbesuches bes jugoslawisch enPrinzregentenpaaresin Berlin veröffentlichen bie Londoner Blätter zum Teil ausführliche Berichte über ben letzten Tag bes Besuches, sowie über bie Abreise ber jugoslawischen Gäste. Kein Blatt nimmt jeboch in irgenbeiher Weise Stellung. Auch bas Abschlußcommunique wirb von ben Blättern kommentarlos verzeichnet. In Paris stark beachtet. Paris, 6. Juni. (DNB. Funkspruch.) In ber Presse vom Dienstagfrüh rückt ber lange Besuch bes PrinzregentenPaulvonJugoslawien beim Führer in ben Vorbergrunb der außenpolitischen Betrachtungen. Die Blätter veröfsentlichen bas amtliche (Kommunique über ben Abschluß der m ehrst ü n b i g e n politischen Besprechungen zwischen bem Führer unb bem Prinz- r e g e n t e n in Anwesenheit bes beutschen unb jugoslawischen Außenministers unb heben schon in ben Ueberschriften unb ber äußeren Ausmachung bie Be- beutung hervor, bie man in Paris augenscheinlich — wenn auch ungern — ber festen Entschlossenheit herber Regierungen zumißt, ihre Beziehungen auf allen Gebieten in enger Ueberem» stimmungmitJtalienzuvertiefen. Auch bem bevorftehenben Aufenthalt des Prinzregenten auf dem Wohnsitz des Generalfelbmarschalls Göring in ber Schorfheibe mißt tjian befonbere Bebeutung zu. Oer Appell der Tapferkeit. Gen-rats-ldmoeschatl Göring bei »en Gyani-nkämpser» der Luftwaffe. D ö b e r i tz , 5. Juni. (DNB.) Nachbern am Samstag der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, ün Lager der Legion Conbor auf bem Truppenübungsplatz Döberitz im Beisein ' zahlreicher Generale bie Freiwilligen bes Heeres, bie am Kampf in Spanien gegen ben Bolschewismus teilgenommen haben, besichtigt und bie vom Führer verliehenen Goldenen und Silbernen Ehrenkreuze an bie Tapfersten ber Freiwilligen überreicht hatte, fand qm Montag früh auf bem - ? ■ Xv... ÄM?- . ... Unser Bilb links geigt Großabmiral Raeb zeigt Generalfelbmarschall Göring, als er Zeichnung überreichte. - Appellplatz bes Lagers burch ben Oberbefehlshaber ber Kriegsmarine, Großabmiral Dr. h. c. Raeber, eine Besichtigung der an bem Kampf in Spanien ober vor der spanischen Küste beteiligten Marine- Einheiten statt. Der Großadmiral überreichte dabei den verdienstvollsten Offizieren und Männern ber Kriegsmarine bie ihnen vom Führer verliehenen Goldenen und Silbernen Ehrenkreuze. Ferner fand am Montag die große Besichtigung der an dem Kampf in Spanien beteiligten Einheiten er bei der Orbensübergabe. Das rechte Bild einem verwundeten Fliegeroffizier feine Aus- - (Scherl-Bilderdienst-M.) r - . S I der Luftwaffe durch den Oberbefehlshaber ber Luftwaffe, Generalfeldmarschall G ö r i n g, in Gegenwart zahlreicher Generale unb Vertreter von Partei unb Staat statt. Nach ber Meldung der Truppe durch den ehemaligen Kommandanten des Lustwaffeneiirsatzes, General der Flieger V.o l k- mann, schritt Generalfeldmarschall Göring bie Fronten in Begleitung des Chefs des Oberkommandos der Wehrmacht, 'Generaloberst Keitel, des Generalinspekteurs ber Luftwaffe, Generaloberst Milch, und der ehemaligen Kommandeure des Luftwaffeneinsatzes in * Spanien, ben Generalen Speprfe unb Volkmann, bie ebenfalls bas Ehrenkleib der Spanienkämpfer trugen, ab. Generalfelbmarschall Göring sprach bann als Oberbefehlshaber ber Luftwaffe ben heimgekehrten Freiwilligen ber Luftwaffe feinen Dank und feine Anerkennung für ihre Leistungen in Spanien aus. Er sagte in seiner Ansprache u. a.: In den vergangenen Jahren unb Monaten wurde von euren Taten nichts gesprochen und nichts ge», schrieben. Das Bewußtsein der Pflichterfüllung war euer einziger Lohn. Heute nun weiß das deutsche Volk, wie viele Freiwillige im Laufe der Kampfjahre nach Spanien eilten, um dort ihre Pflicht zu erfüllen, um ihr Leben einzusetzen für. dos ewige hohe Ziel des Soldaten. Viele sind nicht mehr zurückgekehrt. Sie haben die letzte Soldaten- Nichtangriffsverträge werben unterzeichnet. Morgen im Auswärtigen Amt in Berlin. Vertin. 5. Juni. (DRV.) Rach erfolgter Einigung über die Einzelheiten der Richtangrifss- vertrüge zwischen Deutschland und Lettland und Deutschland und, E st l a n d hat der Reichsminister des Auswärtigen von Ribben- t r o p den lettischen Außenminister M u n t e r s und den estnischen Außenminister Selters als Gäste der Reichsregierung nach Berlin eingeladcn. um hier die feierliche Unterzeichnung der beiden Verträge vorzunehmen. Dieser Einladung solgend. werden Außenminister Selters und Außenminister M u n t e r s am Dienslagnachmittag bzw. am Mittwochmorgen in Berlin eintreffen. Die Unterzeichnung der Richiangriffsvertcäge wird am Mittwochnachmittag im Ausivärtigen Amt stattfindcn. dient. Die spanischen Generale in Deutschland sich gegen eine demokratisch bolschewistische Welt durchgesetzt haben. Franco über Spaniens Wiederaufbau Ls ist nicht leicht, mitten im Frieden in den Krieg zu eilen, in einen Krieg, der fern der eigenen Heimat ausgefochlen wird. Um so höher mutz dieser Einsatz anerkannt werden; und wenn heute die eng befreundete spanische Nation wieder frei und glücklich sein kann, dann weitz das spanische Volk, datz es neben den eigenen unerhört schweren Vlutopfern, die es selbst gebracht hat, und der eigenen tapferen Haltung des ganzen spanischen Volkes unter seiner entschlossenen Führung es auch tausende deutscher Freiwilliger waren, die Seite an Seite mit der tapferen spanischen Armee, Seite an Seite mit den Freiwilligen des verbündeten Italien den Feind bekämpften und von Sieg zu Sieg eilten. Ich glaube und bin fest überzeugt, datz dieses Band der Kameradschaft und der kameradschaftlichen Verbundenheit auch in fernsten Zeiten fortbestehen wird. Hoher spanischer Orden für Srauchitsch Berlin, 5. Juni. (DNB.) Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brau chitsch, empfing am Montag den Führer der zur Zeit in Deutschland weilenden Offiziersabordnung des spanischen Heeres, General A r a n d a, der ihm mit einem Handschreiben des Generalissimus Franco den hohen spanischen Orden, das Militäroerdienstkreuz I. Klasse, überreichte. Zeichnung im Namen des deutschen Volkes verliehen Hot, zu danken. Unser Führer und Oberster Befehlshaber Adolf Hitler Sieg-Heil!" spanische Provinz Navarra bewohnen, gehören zu den besten Soldaten Spaniens, und General Sol- chaga, klein, dunkelhäutig, immer einsatzbereit, führte seine Navarresen vor allem im Kampfe gegen die asturischen Bolschewisten. Sein Korps war besonders im schwierigen Bergkampf bewährt. Es überwand die Dynamiteros des spanischen Nordens. Dann schlug Solchaga, nachdem er huesca befreit, bei Tremp die Gegenangriffe der Roten zurück, setzte zum Vormarsch auf Sagunt an und war bei der letzten großen Offensive gegen Barcelona an hervorragender Stelle beteiligt. Die erste NavarradiVision wurde von General D a l i n o kommandiert, der im vorigen Frühjahr den entscheidenden Schlag in Nordaragon mit dem Ebroübergang einleitete, eine Tat, die zur Zermiir- bungsschlacht am Ebro führte, in der die Roten so geschwächt wurden, daß die katalanische Offensive dadurch erst ermöglicht wurde. Valino hat ebenso wie General Alonso dann die Truppen an Frank- reichsGrenzen geführt und in seinem Korps — die fünfte Armee des Generals Ar and a, von der die beiden Generale je eine Kolonne führten — strenge Manneszucht gehalten. Diese Armee wurde von Galiciern, Requetes, Falangisten und Marok- tugend erfüllt und das Letzte hingegeben für Volk und Vaterland. Noch 24 Stunden, Kameraden, und ihr werdet einmarschieren in die Reichshauptstadt. Dann sollt ihr nicht die Zeit vergessen, die ihr nun schon wieder in der Heimat seid. Dann sollt ihr euch hineinversetzt fühlen in den Augenblick, als ihr gerade wieder Heimatboden betratet, denn erst jetzt kann euch der Führer, kann euch die ganze Nation den Dank bezeugen, den ihr verdient habt. Jetzt bekennt sich die Nation vor der ganzen Welt zu den Freiwilligen, die drüben gefochten haben. Sie dankt euch und würdigt eure Taten. Zusammenhang geißelte General Franco die schleppende Erfüllung des Abkommens Iordana-Börard durch Frankreich, das der spanischen Wirtschaft großen Schaden zufüge. Aber auch in England würden bedeutende Werte zurückgehalten, die Eigentum spanischer Banken seien. Dieses Vorgehen werde mit der ungeheuerlichen Tatsache begründet, daß eine sog. „wohltäsige Gesellschaft", die seinerzeit von den B o l s ch e w i st e n gegründet worden sei, noch immer weiterbestehc Man wisse, daß auch heute noch ein geheimer Bund gegen Spa- mie n arbeite, der von jenen geleitet werde, Heichsminister Or. Goebbels besucht Danzig. Danzig, 6. Juni. (DNB. Funkspruch.) Anläßlich der Danziger Gautulturwoche.die vom 13. bis 18. Juni stattfindet, wird, wie im vorigen Jahre, auch dieses Mal der Protektor der Gaukulturwoche, Reichsminister Dr. Goebbels, nach Danzig kommen. Reichsminister Dr. Goebbels wird am Samstag, 17. Juni, in Danzig eintreffen und am Sonntag, 18. Juni, auf der Kultu^kund- gebung im Staatstheater das Wort ergreifen. Am Sonntagnachmittag findet auf dem Langen Markt eine Feierstunde der Hitler-Jugend statt, bei der Reichsminister Dr. Goebbels zur Danziger Jugend sprechen wird. Nibelungen-Festspiele in Worms. In Worms finden auch in diesem Jahre wieder die Nibelunaen-Fe st spiele statt. Auf der Bühne des Festspielhauses wird am 25., 28. Juni, 1. und 2. Juli Unter der Schirmherrschaft von Reichsminister Dr. Goebbels Hebbels Trauerspiel „Die Nibelungen", 1. und 2. Teil, aufgeführt. Die Gesamtleitung hat der Generalintendant des hessischen Landestheaters Darmstadt, Franz E v er th, die Spielleitung Richard Weichert (Berlin). Neben den Mitgliedern des hessischen Landestheaters sind für die Hauptrollen erste Berliner Kräfte verpflichtet, so Agnes Straub als Kriemhilds, Maria Koppenhöfer als Brunhilde, Jocyen P o e l - z i g als Siegfried. Walter Jung als Dietrich von Bern. B e r l i n , 6. Juni. (DNB. Funkspruch.) Auf dem traditionellen Paradeplatz an der Technischen Hochschule in Berlin fand am heutigen Dienstogvor- mittag bei prachtvollem Frühlingswetter und unter stärkster Anteilnahme der Bevölkerung die g r o ß e Parade der ruhmreichen deutschen Freiwilligenformationen in Spa- nienvordemFührer statt, die sich zu einer begeisterten Heerschau kämpferischen deutschen Soldatentums gestaltete. Nach dem „Appell der Tapferkeit" am gestrigen Montag in Döberitz bildete jetzt diese Parade des Sieges die stolzeste und erhebendste Stunde für unsere in Hunderten von Schlachten bewährten heldenmütigen Spamen- kämpfer seit ihrer Rückkehr nach Deutschland. Denn mit dieser Ehrung, die ihnen der Führer zuteil werden ließ, sehen sie sich'zugleich durch die gesamte Nation geehrt. Gemeinsam mit der Legion Condor marschieren auch jene Legionäre, die den letzten Teil des Krieges in Spanien nicht mehr miterlebt haben, weil sie schon vorher abgelöst worden waren, am Führer vorbei. Schulter an Schulter Legionäre sämtlicher Wehrmachtsteile als kampfgestählte Einheit. Ein wuchtiges militärisches Bild der Disziplin und Geschlossenheit. Der stürmische Jubel, der ihnen von den die Paradestraße umsäumenden Menschenmassen immer wieder entgegenbrandete, war Ausdruck der Dankbarkeit eines Volkes, das mit nach dreißig Monaten wi-derseht. Es gehen Euch bk Tausende Eurer Kameraden voraus, die heldenmütig gefallen sind. Es begleiten Euch die Kameraden der legendären .Zeile', di- Blüte der spanischen In,an- terie. Legionäre! Auf den Schlachtfeldern habt Ihr mit dem Blute d i e, E i n h e i t zwischen Italien und Spanien besiegelt. Dank Eurer Opfer ist das Spanien Francos erstanden, einig, frei und groß. Dreißig Monate seid Ähr der Albdruck, buchstäblich der Albdruck der P l u t o k ra 11 e und Demokratie gewesen. Das muß Euch mit Stolz erfüllen. Die Division Littoria, die wohlbekannte, gefürchtete und unwiderstehliche Division, bleibt mit ihren Kadern und mit ihren Soldaten bestehen. Ähr habt diese große Belohnung wohl ver- gez.: Mussolini. die für die Greueltaten der spanischen Bolschewisten verantwortlich seien, nämlich den Freimaurern. Spanien befinde sich demzufolge in der Verteidigungsstellung gegenüber den Einkreisungsversuchen seiner Feinde. Es sei bereit, sich zu wehren, während es gleichzeitig den Wiederaufbau durchführe. Franco schilderte sodann die vordringlichen Aufgaben, unter denen besonders der Ausgleich des Budgets zu erwähnen fei, das durch den Goldraub sein Gleichgewicht verloren habe. In handelspolitischer Beziehung sei die Einfuhr auch für die Landesverteidigung sehr wichtig. Ausländifche Anleihen müßten auf ein Minimum herabgesetzt werden. Spanien müsse erzeugen, erzeugen und nochmals erzeugen! Es dürfe die Kaufkraft der Peseta nicht sinken lassen. Nach der Rede Francos fand die Vereidigung neuer Mitglieder statt, die in den Nationalrat der Falange ausgenommen wurden. Unter ihnen befand sich auch General Moscardo, der Verteidiger des Alcazars in Toledo. Sodann wurden die Arbeiten auf morgen vertagt. Italiens Spanienkämpfer in Neapel. Neapel, 5. Juni. (DNB.) Die neun großen Transportdampfer mit den italienischen Spanien freiwilligen und den spani- chen Legionären an Bord liefen am Montag mit dem Kreuzer „Duca d'Aosta" an der Spitze und begleitet von Einheiten der italienischen Kriegsmarine, die ihnen am Vormittag entgegengefahren waren, um 17 Uhr unter dem Donner der Salutschüsse und dem unbeschreiblichen Jubel der Bevölkerung im Hafen von Neapel ein. Auf den Kais, wo Ehrenformationen des Heeres und der Miliz Spalier bildeten, hatten sich Außenminister Graf Ciano, der spanische Botschafter, Abordnungen der Partei und der Wehrmacht sowie die Behörden eingefunden, die Innenminister S u n e r , die spanische Abordnung, General G a m b a r a und seinen Stab auf das herzlichste begrüßten. Die Fahrt durch die über und über mit den italienischen und spanischen Flaggen geschmückten Straßen gestaltete sich zu einem wahrhaften Triumphzug. Gin Tagesbefehl Mussolinis. Rom , 5. Juni. (Europapreß.) Anläßlich der Rück- kehr der italienischen Legionäre aus Spanien hot Mussolini folgenden Tagesbefehl erlassen: „Kameraden, Legionäre! Dos Vaterland grüßt Euch, während Ihr die heiligen Gestade tönern gebildet. Wir he grüß en in Deutschland die fünf Generäle mit Stolz und Freude. Spanien sollte das erste Land sein, das der Bolschewismus erobern und von dem aus er ganz Europa auf rollen wollte. Durch die gemeinsame Anstrengung der Nationalspanier, der deutschen -und italienischen Freiwilligen hat aber der Bolschewismus dieses ruchlose Spiel endgültig verloren. Spanien ist unter dem Caudillo und seinen Mitarbeitern mitten im furchtbaren Bürgerkrieg erneuert und geeinigt worden, genau Die Parade des Sieges. Dorbeimarsch der deutschen Spanienkämpfer vor dem Führer. liehen Mauern hinter den spalierbildenden Formationen. Im Umkreis des eigentlichen Schauplatzes der Parade ist der Andrang naturgemäß besonders groß. Die riesigen Tribünenaufbauten sind Kopf an Kopf dicht gefüllt und bieten em bunt- bewegtes festliches Bild. Von hohen Bannermasten wehen die Reichskriegsfahne und die Hakenkreuz- fahne, während die Front der Technischen Hochschule abwechselnd mit den rotgoldroten Bannern des neuerwachten Spaniens und den Fahnen des Dritten Reiches geschmückt ist; ein symbolhaftes Zeichen der Einheitsfront im Kampf gegen den bolschewistischen Weltsemd. Gegen 9.15 Uhr fahren die nationalspanischen E h r e n g ä st c und die Offiziersabordnung, die die deutschen Freiwilligen von Spanien nach Deutschland begleiteten, sowie Generalmajor von Richthofen vor. Empfangen von einem freudigen, minutenlang anhaltendem Beifallsklatschen, begibt sich die nätionalspanische Abordnung zum Führerpodium bzw. auf die vorderen Ehrenplätze auf der linken Tribünenhälfte. Inzwischen versammeln sich die zur Zeit in Berlin anwesenden Relchs- minifter und die führenden Persönlichkeiten der Partei, ihrer Gliederungen, sowie die hohen Offiziere der Wehrmacht. Dom Diplomatischen Korps bemerkt man die Botschafter Italiens, Spaniens und Japans sowie zahlreiche militärische Attaches der verschiedenen ausländischen Missionen. Besondere Ehrenplätze sind ferner den Verwundeten und den Angehörigen der im spanischen Freiheitskampf gefallenen deutschen Freiwilligen Vorbehalten. (Der Schluß des Berichts lag bei Redaktionsschluß noch nicht vor.) Oie englische Ll- Boot - Katastrophe. Chamberlain über dieUrfache desUnglücks. London, 5. Juni (DNB.) Ministerpräsident Chamberlain gab heute im Unterhaus persönlich die mit großer Spannung erwartete Erklärung über die Unterfeebootskatastrophe ab. Er sagte, daß dieses tragische Unglück nicht etwa auf das Extrapersonal zurückzuführen sei, das sich an Bord befunden habe, vielmehr fei das U-Boot dadurch gesunken, daß durch Versagen des Verschlusses eines Torpedoausstoß- r o h r e s die beiden vorderen Teile des U-Bootes voll Wasser gelaufen feien. Der Signalappa- rat des Schifses sei zerstört worden, so daß man sich mit über Wasser befindlichen Schiffen nicht habe in Verbindung setzen können. Die Rauch- ignale, die man gegeben, und die Bojen, die man )ochgelassen habe, seien nicht gleich bemerkt worden. Chamberlain beschrieb darauf, wie man das U-Boot entdeckt habe. Sofort darauf habe sich der Kommandierende in Plymouth mit einer Rettungs- aesellschaft in Liverpool in Verbindung gesetzt, um icherzustellen, daß alle notwendigen Geräte so chnell wie möalich zur Stelle geschafft würden. Chamberlain schilderte darauf die Rettung des Kapitäns Dram und der übrigen wenigen lieber« lebenden. Man habe dann später den Versuch gemacht, das Heck des Schifes weiter aus dem Wasser zu heben, um ein Loch hineinzuschweißen. Dieser Versuch fei aber fehlgeschlagen. Man nehme an, daß drei Besatzungsmitglieder ihren Tod gefunden hätten, als sie versuchten, ebenso wie die übrigen vier mit Rettungsapparaten an die Oberfläche zu kommen. Man habe sie wieder in das U-Boot zurückgezogen. Im Laufe der Schilderung der Rettungsarbeiten erwähnte der Ministerpräsident, -aß man um das U-Boot ein Tau habe legen können und auch die notwendigen Hebevorrichtungen bereitgehalten habe. Aber das U-Boot sei wieder aus der Trosse herausgeglitten. Der Ministerpräsident gab dann bekannt, daß man angesichts der Größe der Katastrophe eine öffentliche Untersuchung abhalten wolle. Anschließend brachte er namens der Regierung und des Parlaments die tiefe Trauer über den Verlust so vieler Menschenleben zum Ausdruck. Gleichzeitig bekundete er den Hinterbliebenen sein tiefstes Mitempfinden. Beileid der deutschen Kriegsmarine. Berlin, 6. Juni (DNB.) Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Dr. b. c. Raeder, hat der britischen Admiralität anläßlich des Unterganges des U-Bootes „Thetis" telegraphisch seine und der deutschen Kriegsmarine herzliche Anteilnahme ausgesprochen. Die britische Admiralität hat für diesen Beweis der Teilnahme ihren aufrichtigen Dank übermittelt. Attentat in London. London, 6. Juni. (DNB. Funkfpruch.) Als die Herzogin von Kent, die Schwester der Prinzessin Olga von Jugoslawien, am Montagabend ihr Hautz in London verließ, um sich zu ihrem Kraftwagen zu begeben, fiel ein Schuß, der allerdings nicht einmal den Wagen traf. Der diensttuende Polizeibeamte stürzte sich sofort auf einen Mann, der unweit des Wagens stand, und verhaftete ihn. In feiner Nähe fand man einen Revolver. Es ist bisher noch nicht bekannt, wer der vermutliche Attentäter ist, doch soll es sich um einen Engländer handeln. Die Londoner Morgenblätter berichten in großer Aufmachung über diesen Zwischenfall. Chamberlain fährt nicht nach Moskau. London, 5. Juni. (DNB.) Ministerpräsident Chamberlain wurde heute im Unterhaus gefragt, ob er es nicht für wünschenswert halte, Moskau einen offiziellen Besuch abzustatten, zumal er doch vor München erklärt habe, daß es äußerst nützlich sei, daß die Staatsmänner persönlich miteinander verhandelten. Chamberlain erwiderte, daß seine damalige Erklärung sich „auf die damaligen Bedingungen und auf die damalige Zeit" bezogen hätten. Unter den gegenwärtigen Umständen glaube er jedoch nicht, daß ein solcher Besuch einem nützlichen Zweck dienen könnte. iaud) den äußeren Dank sehen, den der Führer Euch im Namen des Volkes abstattet. Das ganze Volk wird morgen an eurem großen Ehrentage bei euch fein und Anteil nehmen an diesem großen Tage, an dem ihr vor den I P u r g o s, 6. Juni. (DNB. Funkspruch.) An Mon- Führer hintreten dürft, um ihm zu tog begann hier der erfte Kongreß d e r melden, daß der Auftrag, den er euch gegeben Falange unter dem Vorsitz des Caudillo, hat, erfüllt ist, daß ihr eure Pflicht getan habt Zu Beginn der Versammlung verlas der General- und die E r w a r t u n g e n, d i e d e r F ü h r e r sekretär der Falange, Landwirtschaftsminister Fer- hegle als er euch hinaus schickte, nandez Cuesta, eine Denkschrift der Bewegung, ooll uni> gan5 erfüll! worben |inb. die an General Franca gerichtet war. Darin ' ' . v I wird u. a. erklärt, daß Franco der einzige Das rft auch mein tiefer, aufrichtiger Dank, den Führer der spanischen Nation und ihres ich euch ausspreche. Ich danke euch in dieser Stunde Schicksals sei, das er geschmiedet habe. Damit habe dafür, daß ihr alle die Hoffnungen, die wir auf cr das Ziel erreicht, das Jose Antonio bei Gründung euch gesetzt haben, so großartig erfüllt habt. Gud), ber Falange vorgeschwebt sei. Damit habe er aber die ihr der jungen Luftwaffe angehort, danke ich auch das Vermächtnis der Toten des Befreiungs- insonderheit. Ähr habt bewiesen, daß es dem Feinde kampfes erfüllt. Cuesta gelobte im Namen der nach dem Weltkriege wohl möglich war, die äußere Klange dem Caudillo unverbrüchliche Gefolgschafts- Form der Luftwaffe zu zerstören, die Maschinen zu freue vernichten und vorübergehend zu verhindern, baß ber ^erlichen Eidesleistung aller Anwesen- immnnfi!hroamnr 'mHfl' Ä r* in h^n ben' öic sich damit dem General Franco ver- ™H f f r i p n A PfWeten, ergriff dieser zu einer großen Rede das tnurV? «iLrwhnLn® C1 *'T1 * 9 * 5 foort. Er bekannte sich einleitend rückhaltlos zur 9 ^hr hrifc hiHpr’fflpift s» k » n- Bewegung der Falange und bat ihre Mitglieder h ihr hnht 'hpmiofrm hnfe hi» Jump o,,s. "kN Unterstützung bei der Ueberwinduna der Schwie- waffc sich ebenbürtig an die Seite »er ©»r- hf''kX SÄXT MÄÄÄ S» fcn„,!?nn5X"er3Cn freiu’ng^mpf gewonnen^ fonbern rine ma^- Nack seiner Rede überreichte der Generalfeld, Kriegsindustrie geschaffen und soziale Verbesse- ÄSWÄ'g» LSkääääss 21il...» Offiziere und Manner der Luftwaffe aus. Darauf ln" ’ gemeinsamen Front ÄSfÄ'M Ä “in^ lnSpmnenfei W* fUcT"e U^TeenbetB3nr diese? 'stunbV wo ° ihr 6cr iberischen Halbinsel non'woher internationale? bohrt es uns, dem 5 u b r c r, ber_eud) biefe Sus. | fDgenonntcn Demokratien ausbeute,en In diesem Stolz auf seine wehrhaften Söhne blickt. Der Wunsch, unsere spanischen Freiwilligen marschieren zu sehen, hatte schon am frühen Morgen Hunderttausende von Berlinern auf die Beine ge- L , bracht. Um neun Uhr stehen sie bereits längs der Es war aber nicht allein die Aufgabe, einem be= ccMicu geschmückten Ost-West-Achse in undurchdring- freundeten Volk in seiner großen Not zu helfen, > sondern darüber hinaus galt es, einen Feind zu bekämpfen, der, wo immer er auf- tritt, auch unser Feind ist. Denn wenn (Spanien im Blutrausch des Bolschewismus unterge-, . . gongen wäre, dann weiß niemand, wo dieser Blut- Mit den deut chen Spanienfteiwilligon die als tato (ein Ende gefunden hatte. Nun hat die Ord- ..Legion Condor unsterblichm Ruhm an ihr« Fah- nnnq gesiegt in einem jahrlangen Ringen uni) nen heftete, sind fünf der be rühm testen «Zmnfpn ickmersten Ausmaßes ' panichen Generale i n Deutschland dampfen ^n>er n a^maBe^ eingetroffen und werden als Gäste des Deutschen Wir, die deutsche Wehrmacht und das ganze Freundschaft befestigen, die zwischen deutsche Volk, find unsagbar stolz auf Luch, die -em während des spanischen Krieges entstandenen 3hr in hervorragendem Maße an diesem Siege Großdeutschland und dem tapferen Spaniertum be- . < ... ?t M k A, c. -ifc hpr nittn steht, das durch die Bezwingung des Bolschewismus beteiligt seid. Und ich weiß, daß Ihr der alten abendländische Mission erfüllte. Die Generale Traditton und dem alten Ruhm deutschen Sol- R)ague, Solchaga, Valino, Alonso und dolcnlums auch auf fremden Boden unb in $ a mi p o 5 haben den Drachen der Anarchie unter ’ 1 ’ . . dem Kommando ihres Führers Franco gefallt, eie fernem Lande neuen Ruhm und neues Helden- badurch eingegangen in den Ruhmestempel tum hinzugefügt habt. der Weltgeschichte. ser Anerkennung zu ge gpneb' fatzkolonnen kommandierte. $ague ist ein Mann, mlch7nb^i^or'ge,chtag-ne" Liste untergebne?. Mi. Korrwra^bis^ur «n »oUmertia (Ut biÄ iu5«id)nuna nXn den wesen, jene spanische Marokkozone, di- so viel Blut • MMZZ säBkBs'sS“ bar, ine Verpflichtung nämlich, die so l da t l sch I L[agtertLge5 Korps, zäh, diszipliniert, das sich im H a l t u n g se i n ganze. L eben an g auch Bürgerkrieg einen gefürchteten Namen machte und KlÄ? fÄÄtäSkxnmabrib Mr mb C,ne '",d>e ^°'chnung "Vamb-nfL bas berühmt- Navarra kor ps DarX Waui sollt Ihr aber in diesem Zeichen Generals Solchaga. Die Menschen, di- bi- Der Führer auf dem Neichskriegertag in Kassel. •w -G cxd Langsdorf, 5. Juni. Unsere Gemeinde bildete seither nur eine Zelle in der Ortsgruppe Hungen der NSDAP. Das brachte für die Parteigenossen allerlei Erschwerungen mit sich bei der Teilnahme am inneren Leben der Bewegung. Nun ist ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen, indem Langsdorf durch die Kreisleitung zu einer selbständigenOrtsgruppe der NSDAP, gemacht wurde. Zum Ortsgruppenleiter ernannte der Kreisleiter den Landwirt Wilhelm Bender III. Aus einer altansässigen Bauernsippe stammend, nahm Bender an dem Weltkrieg bei der aktiven hessischen Feld-Artillerie von Anfang bis zum Ende ehrenvollen Anteil. Seiner vaterländischen Haltung entsprach es, daß er schon sehr früh sich zur Bewegung des Führers bekannte. Bald nach der Machtübernahme wurde ihm das Amt des Ortsbauernführers übertragen, das er jetzt noch verwaltet. In der gestrigen Versammlung der Parteigenossen stellte er sich als Ortsgruppenleiter vor, ermahnte die Parteigenossen zu einträchtigem Zusammenstehen unter dem Hakenkreuzbanner und versprach gerechte und sachliche Führung feines Amtes. Zuchthaus für Revolverhelden. LPD. Mainz, 5. Juni. Das Mainzer Schwurgericht erkannte am 28. März gegen den 25 Jahre alten Ernst Tröller aus Merlau wegen Tot- schlags, sowie versuchten Totschlags und wegen Waffenvergehens auf sechs Jahre Zuchthaus. Dieses Urteil ist jetzt rechtskräftig geworden, da das Reichsgericht die vorn Angeklagten hiergegen eingelegte Revision als unbegründet ver- worfen hat. _ Tröller war in der Nacht zum 4. August v. I. nach einer ausgiebigen Bummelreise mit einigen Bekannten in Streit geraten, in dessen Verlaus er einen Revolver zog und einen Schuß abfeuerte. Daraus eilte ein Wachtmeister der Luftwaffe namens Damm herbei, der sich in Zivil befand, um dem leichtfertigen Schützen die Waffe abzunehmen. Tröller tötete hierbei den Wachtmeister durch einen aus etwa zwei Schritt Entfernung abgegebenen Schuß ins Herz. Außerdem verletzte der feige Revolverheld auf der Flucht seinen Verfolger Veite. ; Zwei gefährliche Verbrecher verhaftet ging der Gesangverein „Germania" die Feier seines 75jährigen Bestehens, das mit einem Teilwertungs- ingen des Sängerkreises Ohm-Lumdatal verbunden war. Lange Vorarbeiten wurden gekrönt von einem prächtigen Erfolg. Am Samstagabend wurden die Feierlichkeiten durch einen Festkommers auf dem Festplatz eröffnet. Der 2. Vereinsführer Kohler begrüßte hier alle Anwesenden und gab einen kur- zen Ueberblicf über die Geschichte des Vereins. In gesanglicher Hinsicht zeigte Chorleiter Daupert (Ulrichstein), daß feine Vereine vorzügliches zu leisten vermochten. Am Sonntagmoraen trafen 11 Vereine des Sängerkreises Ohm-Lumdatal im festtich geschmückten Dörfchen ein, um sich in einem Wertungssingen der Kritik des Kreischormeisters Hugo Lotz (Wetzlar) zu unterstellen. Den Vereinen war aufgetragen, den Chor „Der deutschen Arbeit Feiertag" von Richard Trunk oder einen freien Chor zu singen. Außerdem mußte jeder Verein zu Ehren des Volksliedkomponisten Friedrich Silcher ein Silcherlied vortragen. In eiper öffentlichen Kritik sprach dann der Wertungsrichter anschließend an das Singen. Allgemein stellte er heraus, daß die Leistungen befriedigten. Wert müsse noch auf die Aussprache und insbesondere auf die Vokalbildung gelegt werden. Sodann besprach er noch die Leitungen der einzelnen Vereine. Kreisführer Dönges dankte dem Wertungsrichter für seine oftmals mit Humor gewürzten Ausführungen und gab dann unter allgemeinem Bedauern bekannt, daß er auf eigenen Wunsch hin, infolge Ueberlaftung, vön einem Amt entbunden worden sei. Für die Zukunft will er sich dem Kreis nicht entfremden, sondern als Chorleiter weiterhin wirken. Er dankte allen denjenigen, die sich in eifriger Pflichterfüllung für die Sängersache eingesetzt hätten. Der stellvertretende Kreisführer Ihm (Homberg) überbrachte dem scheidenden Kreisführer den Dank des Kreises. Er gab bekannt, das alle Geschäfte des Sängerkreises von Schriftführer Becker erledigt würden. Am Nachmittag bewegte sich ein stattlicher Fest - 3 u g durch die Ortsstraßen. In der Mitte des Dorfes gruppierte man sich zur Kreiskundgebung. Zu Beginn gedachte Kreisführer Dönges der feldgrauen und braunen Kameraden, die für Volk und Vaterland ihr Leben ließen, und legte einen prächtigen Kranz am Ehrenmal nieder. Kreisführer 03 Beuern, 6. Juni. Für die Amtsttäger der Gemeinde(Aroßen-Buseck imReichsluftschutzbund fand bei Gastwirt Ranft durch die Luftschutz-Hauptschule Gießen ein Sonderlehrgang statt. LS.-Führer Magold eröffnete den Lehrgang und sprach zunächst in grundsätzlichen Darlegungen über die Luftschutz- Dienstpflicht. LS.-Führer Bergener sprach über eine Reihe verwaltungstechnischer Notwendigkeiten im RLB. In einem längeren Vortrag sprach ferner LS.» Führer Magold über das Verhalten beim Ausruf des Luftschutzes, bei Flieger-Alarm, beim Ftte- ger-Angriff und bei der Entwarnung, sowie über eine Reihe anderer Fragen für den Luftschutz auf dem Lande. Im weiteren Verlauf des Lehrgangs sprach die Sachberaterin Frau Heidt über das Thema „Die Frau im Luftschutz" und über „Erste Hilfeleistungen". Nach der Mittagspause referierte AG. Dudemssche Eisenwerke Wetzlar. Fwd. In der in Frankfurt a. M. abgehaltenen ordentlichen Hauptversammlung wurde der bekannte Jahresabschluß 1938 einstimmig genehmigt und die Dividende antragsgemäß auf wieder 5 v. H. sestge- etzt. Ein satzunasmäßig ausscheidendes Auftichts- ratsmitglied wurde wiedergewählt. lieber die Entwicklung im neuen Geschäftsjahr berichtete der Vorstandsvorsitzer noch ergänzend, daß der Ablauf der ersten fünf Monate die vorausge- agten günstigen Beschäftigungsaussichten betätigt habe. Es gelang, den Umsatzrückgang des Vorjahres völlig auszugleichen. An dem Mehrabsatz sind in der Hauptsache die eisenverarbeitenden Betriebe beteiligt. Die für eine Reihe von Gießerei-Erzeugnissen von der Gesellschaft eingeführte Beschränkung der Zahl der Modelle habe sich bereits durch Leistungssteigerung ausgewirkt, eisensparende neue Ausführungsarten ermöglichten entsprechende Erzeugungsvermehrung je Einheit. Der Anteil der aus Austauschstoffen ganz oder teilweise angefertigten Erzeugnisse am Gesamtabsatz sei nicht unbeachtlich. Der vorliegende Auftragsbestand und die mit einiger Sicherheit vorauszusehende Betriebsentwicklung der nächsten Monate berechtigten zur Erwartung eines sich umsatzmäßig günstig gestaltenden Geschäftes in 1939. Das Ausfuhrgeschäft konnte durch einige größere Aufträge um 20 o. H. gesteigert werden. Für den Ausbau der Rohstoffbetriebe waren in den letzten Jahren erhebliche Summen ausgewandt. Im Eisensteinbergbau sei der Ausbau der in Förderung stehenden Gruben so gut wie vollendet, lediglich zwei Gruben (hauptsächlich Tempererze) erforderten noch aewisse Mittel. Die Untersuchungsarbeiten, Aus- und Vorrichtungen gingen weiter. Von den in anderen deutschen Erzrevieren gemachten guten Erzaufschlüs- fen erwarte man mit dem In gang kommen dort entstehender Förderanlagen eine Entlastung für das eigene Revier. Obwohl in Kürze zwei abgängige Hochöfen ausgeblasen werden, werde eine Verminderung der Gesamtroheisenerzeutzung dadurch nicht eintreten, da ein moderner leistungsfähiger Hochofen zum Anblasen bereitstehe. Der Ausbau des Hochofenwerkes Oberscheld konnte bis jetzt nur langsam gefördert werden. In den letzten Monaten wurden hier Versuchsverhüttungen saurer Dillerze durchgeführt, die wertvolle Aufschlüsse brachten und die jetzt ausgewertet werden. Den Bau eines weiteren Drehofens im Zementwerk Wetzlar hofte man in diesem Jahr in Angriff nehmen zu können. Zum Schluß befaßte sich der Dorstandsvorsitzer mit dem Anschluß des Wirtschaftsgebietes an Lahn, Dill und Oberhessen an das deutsche Wasserstraßennetz und befürwortete die Berücksichtigung des Ausbaues der Lahn bis Gießen, für den die technischen Pläne bereits fertig vorlieyen würden und der nur eine verhältnismäßig geringe Summe erfordern würde. Mein-Mainische Börse. INittagsbörse still und knapp gehalten. Frankfurt a. M., 6. Juni. Das Börsengeschäft kam auch zu Wochenanfang kaum in Schwung, da die Zurückhaltung der Kundschaft fortbeftanb. Im wesentlichen beschränkte sich die Umsatztätigkeit am Rentenmarkt auf Steuergutscheine, wenngleich auch hier das Geschäft gegenüber den lebhaften Vortagen einen Rückgang erfuhr. Am Aktienmarkt zeigten die wenigen Erstnotierungen keine einheitliche Haltung, meist ergaben sich aber kleine Abbröckelungen. Es eröffneten JG.-Farben mit 149,75 (149,90), Metallgesellschaft mit 112,25 (112,50), AEG. mit 113 (113,65), Demag mit 140,75 (141,50), Mannesmann mit 104,75 (105,13), ferner Klöckner etwas fester mit 117,75 (117), Lahmeyer mit 107,75 (107). Außredem kamen noch Reichsbank mit wieder 178,50, Hoesch mit uno. 108,13 und Westdeutsche Kaufhof mit unv. 104 zum Kurs. Von Renten lagen Reichsaltbesitz ex Ziehung mit 132 (132,75) behauptet. Steuergutscheine etwas' LPD. Mainz, 5.Juni. In der letzten Zeit sind in den Mainzer Vororten und in der näheren Umgebung von Mainz Wohnungs - und Wirtshauseinbrüche ausgeführt worden, bei denen Kleidungsstücke, Wäsche, Eßwaren, Geld und Wertgegenstände gestohlen wurden. Als Täter sind jetzt der 26jährige Johann Hutterer und der 19jährige Wichelm Bischof, die vor einiger Zeit nach Mainz zugereist sind, f e ft a e n p m m e n worden. Es handelt sich um zwei gefährliche Burschen, die bei Ausführung der Verbrechen eine geladene Schußwaffe bei sich führten, von der sie beim Hinzutreten einer Person rücksichtslos Gebrauch gemacht hätten. Insgesamt konnten bis jetzt fünfzehn Einbrüche nachgewiesen werden. Arbeitsbuch für Landwirte und deren Angehörige. Der Reichsarbeitsminister hat angeordnet, daß . eine Erweiterung des Personenkreises der Arbeits- buchinhaber erfolgt. Der Leiter des Arbeitsamtes Gießen hat heute in der öffentlichen Bekanntmachung sämtliche Landwirte und ihre mithelsenden Familienangehörigen zur Antragstellung aufgefordert. Die für die Antragstellung vorgesehenen For- ; mulare sind beim Arbeitsamt, seinen Nebenstellen und den Bürgermeistereien abzuholen. Es wird darauf hingewiesen, daß es Pflicht eines jeden Aufgerufenen ist, die Antragstellung möglichst bald vorzunehmen, damit die Ausstellung der Arbeitsbücher erfolgen kann. Irgendwelche Kosten entstehen nicht. Die Ausfüllung der Anträge muß sorgfältig erfolgen, insbesondere muß die Handschrift deutlich lesbar sein. Besonders wichttg ist das sorgfältige Schreiben der Familiennamen und bei Ehefrauen die Hinzufügung des Geburtsnamens. Auskünfte erteilen das Arbeitsamt und seine Nebenstellen. Hauptversammlung des Verkehrsvereins in Grünberg. 4- Grünberg, 5. Juni. Der Verkehrs- verein hielt im Hotel „Hirsch" seine Hauptversammlung ab. Der Vorsitzende, Wagner- meister Zi n ß e r, erstattete den Jahresbericht. Mit ehrenden Worten gedachte er des im Berichtsjahre verstorbenen Vorsitzenden Christoph Schweißguth, der 18 Jahre lang den Verein leitete, ebenso des verstorbenen Ausschußmitgliedes Oberforstmeister i.R. Schneider. Neben den alljährlich wiederkehrenden Ausbesserungen an den Spazierwegen im Brunnen- tag und an den Ruhebänken daselbst konnte er noch auf folgende Verbesserungen Hinweisen: Durchforstung des Weges hinter dem Friedhof, Her- ■ fteUung eines gepflasterten Weges am Eingang zum Brunnental und Errichtung eines Sandspielplatzes in der Höfetränke. Er wies hierbei darauf hin, daß gerade diese letzteren Arbeiten Hand in Hand mit der Stadt vorgenommen wurden. Die Mitgliederzahl von 96 konnte durch Werbung um 27 vermehrt werden. Die Einnahmen betrugen 593,92 Mark, hierin ist ein städtischer Zuschuß von 100 Ntark enthalten. Die Ausgaben ergaben 311,45 Mark. Der Schutzhüttenfonds, seinerzeit von in Amerika lebenden Grünbergern zur Errichtung einer Schutzhütte auf dem Hain gestiftet, beträgt 285,72 Mark. Es wurde beschlossen, aus diesem 100 Mark zur Errichtung einer Schutzhütte am Eingang zum Brun- nental zu verwenden, die Restsumme trägt die Stadt. Die weitere Aussprache drehte sich besonders um die Herrichtung des Denkmalsplatzes in der Höfe und des Kirchenplatzes. Bei ersterem soll vor allem eine Verbreiterung des Fußsteiges an der Londorfer Straße vorgenommen werden, um hier größere Sicherheit an einer verkehrsreichen, scharfen Straßenecke zu schaffen. Der Platz soll Rasen erhalten und als Einfassung eine Ligusterhecke. Hinsichtlich des Kirchenplatzes wurde es allgemein begrüßt, daß nunmehr die seinerzeit angefahrene 20 Zentimeter hohe Erdschicht wieder abgefahren wurde. Nachdem nun auch die alten Kastanien, die zum Teil zu dicht an der Kirche standen, entfernt wurden, beabsichtigt die Stadt, in genügendem Abstand Linden anzupflanzen und hierbei die Kronengasse ebenfalls zu bepflanzen. Dieser Plan fand die Zustimmung der Versammlung. Die Verbesserung der Straßenbeleuchtung durch Aufhängen der Lampen über der Straßenmitte wurde allgemein gutgeheißen, ebenso wurde es begrüßt, daß die allgemeine Beleuchtung bis Mitternacht dauern soll, während einzelne Richtlampen die ganze Nacht brennen sollen. Hinsichtlich der Anlagen am Brunnental wurde eine starke Auslichtung gewünscht, um bessere Ausblicke auf die Stadt als auch auf das Brunnen- tal zu gewinnen. Ein weiterer Wunsch, einen bequemeren Zugang zu den Anlagen von der Alsfelder Straße her zu schaffen, wird seine Verwirklichung erst bei der bald erfolgenden Feldberemigung finden. Endlich wurde noch der Wunsch geäußert, die Höfetränksbrücke durch Zurückversetzung der Mauer ■am Schloßgarten um einige Meter zu verbreitern, was eine Verbesserung der Derkehrsverhältnisse bedeuten würde. Nachdem der Vorsitzende versprochen hatte, diesen Anregungen und Wünschen nachzugehen, schloß Ortsgruppenleiter Schütz die Versammlung in üblicher Weise. Landkreis Gietzen. Ausbildungsleiter Schmalz über die Angriffs- mittel der ßuftftreitträfte. Eine rege Aussprache schloß sich an. Mit dem Fahneneinholen und dem Führergedenken fand der Lehrgang seinen Abschluß. — Die hiesige Frauenhilfe unternahm dieser Kunst und Wissenschaft. Der Komponist Joseph Reiter f. In Bayrisch-Gmain bei Bad Reichenhall ist der ostmärkische Komponist Joseph Reiter im 78. Lebensjahre einem Herzschlag erlegen. Reiter wurde am 9. Januar 1862 in Braunau geboren. Da er sich frühzeitig der nationalsozialistischen Bewegung angeschlossen hatte, mußte er 1934 Oesterreich verlassen und lebte seitdem in stiller Zurückgezogenheit in Bayrisch-Gmain. 1937 wurde ihm gleichzeitig mit der Goethe-Medaille von der Preußischen Akademie der Künste der Beethoven-Preis für 1937 verliehen. Joseph Reiter war Träger des Goldenen Ehrenzeichens der NSDAP. klagten G., der Landwirt W. B. habe trotz Seuchen- fperre mit seinem Pferdefuhrwerk öffentliche Straßen befahren. Der Angeklagte G. machte hierauf die Anzeige. Die Angeklagten haben, wie sie zugeben, selbst keine Wahrnehmungen gemacht, behaupten ober, von einem Zeugen unterrichtet zu sein. Der Zeuge bestreitet eine derartige Aeußerung. Der Vertreter der Anklage beantragte gegen G. wegen falscher Anschuldigung eine Geldstrafe von 50 RM., ersatzweise 10 Tage Gefängnis, gegen L. wegen Beleidigung und übler Nachrede Geldstrafen von 50 + 50, zusammen 100 RM., ersatzweise 20 Tage Gefängnis. Die Angeklagten wurden dem Antrag entsprechend verurteilt und dem Beleidigten die Befugnis zugesprochen, den entscheidenden Teil des Urteils bezüglich G. an der Ortstafel anzuschlagen. schwankend, jedoch wenig verändert. Serie II. 98,10 bis 97,85 (97,95), im Telefonverkehr Serie I. 101,45 bis 101,25 bis 101,30 (101,40). Reichsbähn-VA. zogen 0,25 v. H. an auf 122,40. Meist eine Kleinigkeit höher lagen auch Industrie-Obligationen, außerdem verschiedene Liquidationspfandbriefe. Don Stadtanleihen kamen Darmstädter nach Pause beide mit 95,75 (26er 96,65 und 28er 96,50) zur Notiz, ebenso 4,50 v. H. Heidelberger mit 96,65 (96,25). Im Freiverkehr nannte man Din gier mit 112 bis 113 (zuletzt 112 bis 114) und Katz & Klumpp mit 89 Geld (88 bis 89). Tagesgeld sehr leicht mit 2 (2,25) v. H. Abendborse still. Die Abendbörse verlief sehr still bei kleinstem Geschäft. Soweit Kurse zur Notiz gelangten, hatten sie zumeist nur nominellen Charakter. MAN. waren mit 140,50 nach 141, Gesfürel etwas fester 129, VDM. unverändert, von Montanwerten Rheinstahl 128 (128,75), Verein. Stahlw. 100,65 (100,75), Bem- berg in Anpassung an den Berliner Kurs etwas fester mit 131,50 nach 130,75. Reichsbahnvorzüge unverändert. An Steuergutscheinen hörte man Steuergutscheine I. mit 101,20 bis 101,30, II. nüt 97,80 bis 97,90. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 6. Juni. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 9 213, W 11 215, W 12 216, W 13 217, W16 220, W 18 222, W 19 224, W 20 226, Roggen RH 199, R12 200, R14 202, R15 203, R 16 205, R 17 206, R 18 207, R 19 209 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 bis W 20 30,05 (gegen 29,95 am 31. Mai), W 20 (Kreis Worms) 30,40 (30,30) plus 50 Pf. Frachtausgleich. Für Weizenmehl Type 812 mit Beimischung von Maisbackmehl liegen die Preise 30 Pf. unter den Notierungen. Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R19 23,50 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W 18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Roggenfuttermehl R19 12,50, Roggenoollkleie R 19 11,00. Roggenkleie N 12 9,95, R15 10,15, R16 10,25, R18 10,40, R19 10,50 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Treber getrocknet —. Wiesenheu, handelsüblich, 5,40, Wiesenheu, gut, gesund, trocken 6,40, Kleeheu, do. 7,40 bis 7,80, Luzerneheu, do. 7,80 bis 8,20, Weizenstroh, bindfadengepreßt oder gebündelt 2,80, Roggenstroh, do. 3,00, Hafer- und Gerstestroh, do. 2,60 bis 2,70 Erzeugerpreis ab Erzeuger-Verladestation. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. TL, 6. Juni. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 773 Kälber, 30 Hämmel, 50 Schafe, 4900 Schweine. Es kosteten: Kälber 30 bis 65 Mk., Hämmel 40 bis 50, Schafe 27 bis 42, Schweine 50 bis 59 Mk. — Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt; Hämmel und Schafe mittel. ©Jlxfport Davispokal: Deutschland — England 5:0. Der Vorschlußrundenkampf der Europazone im Davispokal-Wettbewerb zwischen Deutschland und England endete am Montagnachmittaa auf den sonnenüberfluteten Berliner Rot-Weiß-Plätzen mit dem erwarteten 5:0-Siege der Gastgeber. Auch die beiden letzten Einzelspiele wurden von den Deutschen glatt gewonnen. Roderich Menzel trat zunächst gegen den englischen Nachwuchsspieler Ronald Shayes an und siegte klar 6:1, 6:1, 6:0. Der lange Neichenberger brauchte sich in keiner Phase des Kampfes voll auszugeben; er gewann wie er wollte. Das letzte Einzel sollten ursprünglich Henner Henkel und der Engländer Charles Hare bestreiten. Da aber Hare infolge seiner Muskelzerrung immer noch nicht spielfähig war, kam Deutschland kampflos zum fünften Punkt. Beide Länder einigten sich auf eine Ersatzpaarung. Deutschland setzte Georg von Metaxa ein, während für England der Doppelsieger Wilde den Kampf aufnahm. Der Wiener brauchte einen Satz, um in Fahrt zu kommen, wurde dann zusehends sicherer und siegte noch eindrucksvoll 3:6, 6:0, 6:2, 6:3. Damit hatten die Engländer den einzigen Satz in fünf Spielen gewonnen. Regionaler Eegelflugwettbewerb der Gruppe 11 beendet. Der regionale Segelflugwettbewerb der Gruppe 11 Hessen-Westmark der NS.-Fliegerkorps wurde nach einwöchiger Dauer im Sonntag mit einem Ziel- Dreieckflug Darmstadt—Frankfurt—Wiesbaden— Darmstadt auf dem Darmstädter Flughafen beendet. Die Woche brachte ganz ausgezeichnete Leistungen, denn allein 15 Flugzeugführer erfüllten die Bedingungen des silbernen Leistungsabzeichens innerhatb einer Woche. Diese Bedingungen erforderten 50 Kilometer Streckenflug, 1000 Meter Startüberhohung und fünf Stunden Dauerflug. Die Wettbewerbsteilnehmer waren iiisgesamt 369 Stunden in der Luft, und die unermüdlichen Transportmannschaften legten zum Zurückholen der Maschinen insgesamt 28 740 Kilometer zurück. Sieger und Gewinner der Goldenen Plakette wurde in der Sonderklasse der NSFK.-Obertruppführer Kühn vom Stab der NSFK.-Standarte 77 Darmstadt mit 1389,4 Punkten und 814 Kilometer, in der Wettbewerbsklasse NSFK.-Mann L i p p m a n n (Frankfurt a. M.) mit 1202,8 Punkten und 479 Kilometer. Leutnant Pawlak (Gießen) erwarb die bronzene Medaille des Sanderwettbewerbs und außerdem das silberne Leistungsabzeichen. Ergebnisse desReichssportweltkampfes in Gießen * I.. % , Am vergangenen Samstag und am Sonntag wurden in Gießen auf den Sportplätzen der Spieloereinigung 1900 und des VfB.-Reichsbahn die Reichssportwettkämpfe der Gießener Hitler-Jugend ausgetragen. (Wir berichteten bereits darüber.) Nachstehend bringen wir di§ Ergebnisse des Wettkampfes der Hitler-Jugend und des BDM. Hitler-Jugend, Stamm 1/116. Zum Wettkampf waren 562 Junggenossen angetreten. Davon konnten 177 Junggenossen 180 Punkte erreichen und wurden damit Sieger im Reichssport- wcttkampf 1939. 1. Die stammbesten Gefolgschaf t c n (10 besten Einzelkämpfer als Mannschaft gewertet): 1. Flieger 1/116 mit 2538 P.; 2. Gef. 2/116 mit 2514 P.; 3. Gef. 3/116 mit 2332 P.; 4. MHI. 1/116 mit 2288 P.; 5. Gef. 1/116 mit 2286 P.; 6. Gef. 4/116 mit 2199 P.; 7. Nachr. 1/116 mit 2068 P. 2. Die gefolgschaftsbesten Kameradschaften: Gef. 1/116 (1) mit 1580 P.; Gef. 2/116 (1) mit 2514 P.; Gef. 3/116 (8) 1995 P.; Gef. 4/116 (4) 1952 P.; MHI. 1/116 (4) 1534 P.; Feldscher (1) 1899 P.; Nachr. 1/116 (1) 1719 P.; Flieger 1/116 (3) 1848 P. 3. Die st a m m b e st e n E i n z e l k ä m p f e r : 1. Jughard, MHI. 1/116, 318 P.; 2. Demper, MHI. 1/116, 301 P.; 3. Keil, Flieger 1/116, 298 P.; 4. Herget, Gef. 1/116, 284 P.; 5. Herrmann, Gef. 1/116, 281 P.; 6. Boll, Flieger 1/116, 275 P.; 7. Gante, Gef. 2/116, 272 P.; 8. Nordmann, Gef. 4/116, 270 P.; 8. Stratmann, Flieger 1/116, 270 P.; 9. Dietrich, Gef. 2/116, 269 P. BDM. Die Leistungen, die von den Mädchen gezeigt wurden, waren sehr beachtlich. Aus der Menge der Ergebnisse seien die besten der vier Mädelgruppen genannt: Mädelgruppe 1/116 Gießcn - Süd : Martha Philipp: 75-Meter-Lauf 10,6 Sek.; Trudi Philipp: Weitsprung 4,30 Meter; Annelore Kratz: Schlagball-Weitwurf 50 Meter. Madelgruppe 2/116 G i c ß e n - M i t t e: Hermine Buß: 75-Meter-Lauf 10,8 Sek.; Hermine Buß: Weitsprung 4,30 Meter; Marianne Brunottc: Schlagball-Weitwurf 49,50 Meter. Mädelgruppe 3/116 Gicßen»Ost: Ilse Roth und Erika v. Bentheim: 75-Meter-Lauf 10,9 Sek.; Erna Krug: Weitsprnng 4,15 Meter; Erna 51rug: Schlagball-Weitwurf 52 Meter. Mädelgruppe 4/116 Gießen-Nord: I. Dietrich: 75-Meter-Lauf 10,4 Sek.; I. Dietrich und Marie Licher: Weitsprung 4 Meter; I. Dietrich: Schlagball-Weitwurf 48 Meter. Zn Gießen-Klein-Linden. Jungvolk. Am Samstagvormittag fanden auf dem Sportplatz die Sportwettkämpfe des Jungvolks im Fähnlein 7 (Gießen-Klein-Linden) des Jungbannes 116 statt. 94 Pimpfe traten zum Wettkampf an, und fast 50 v. H., nämlich 45, konnten Sieger werden. Die besten Einzelleistungen waren: im Weitsprung 4,65 Meter (Herbert Jung, Gießen-Klein-Linden); im Schlagballweitwurf 55 Meter (Ernst Gelitzer, Gießen-Klein-Linden, und Herbert Heep, Allendorf a. d. Lahn); im 60-Meter-Lauf 8,8 Sekunden (Hans Weber, Gießen-Klein-Linden). Die elf ersten Sieger minder höchsten Punktzahl nehmen an den Ausscheidungskämpfen in Gießen teil. Es sind dies folgende Jungen: 1. mit 259,5 Punkten Herbert Jung (Gießen-Klein-Linden); 2. mit 249,5 Punkten Hans Stein (Gießen-Klein- Linden); 3. mit 235 Punkten Ewald Volk (Ackendorf a. d. Lahn); 4. mit 231 Punkten Willi Lutz (Gießen-Klein-Linden); 5. mit 230,5 Punkten Ernst Gelitzer (Gießen-Klein-Linden); 6. mit 229 Punkten Herbert Heep (Allendorf a. d. Lahn); 7. mit 228,5 Punkten Friedel Müller (Gießen-Klein-Linden); 8. mit 225,5 Punkten Heinz Erich Grünewald (Gießen-Klein-Linden); 9. mit 225 Punkten Adolf Müller (Allendorf a. d. Lahn); 10. mit 222 Punkten Hans Weber (Gießen-Klein-Lindcn); 11. mit 221 Punkten Willi Siegmund (Gießen-Klein-Lindcn). Jungmädel. Die Jungmädel trugen gemeinsam mit den Jungmädeln von Allendorf auf dem Sportplatz in Allendorf a. d. Lahn ihre Sportwettkümpfe aus. Bon den 90 teilnehmenden Jungmädeln konnten 22 die zuin Siege notwendige Punktzahl 180 erreichen. Nachfolgend seien die ersten zehn Siegerinnen aufgeführt: 1. mit 341 Punkten: Emmi Dick (Sie warf den Ball 62 Meter weit, eine für ein Mädchen in diesem Alter erstaunliche Leistung!)'2. mit 240 P.: Marie Schütz; 3. mit 225 P.: Irmgard Hof; 4. mit 222 P.: Marie Schmidt; 5. mit 217 P.: Elfriede Klein; 6. mit 211 P.: Lotti Dönges; 7. mit 205 P.: Margret Müller; 8. mit 203 P.: Klärchen Pfaff; 9. mit 202 P.: Margret Türner; 10. mit 195 P.: Hilde Damm. Hiller-Jugend. Der Neichssportkampf der HI. von Gießcn-Klein- Linden wurde von der Gefolgschaft 6/116 in Heuchelheim durchgeführt. Um 7.30 Uhr trafen die Scharen Allendorf (Lahn) und Klein-Linden in Heuchelheim ein. 160 Hitlerjungen und 83 Müde! des BDM. traten zum Wettkampf an. Bis gegen 10.30 Uhr war der vorgcschriebcne Drei-Kampf beendet und die Einzclwettkümpfc begannen. Ein Handballspiel Schar 1 gegen orijar 2 wurdc^ ausgctragcn, das die Schar 2 (Heuchelheim) als Sieger sah. Nach der Mittagspause wurden noch zwei Fußballspiele ausgetragen. Heuchelheim 2. Jugend gegen Allendorf 1. Jugend 4:3 und Heuchelheim 1. Jugend gegen Klein-Linden 1. Jugend 3:2. Die zehn besten Junggcnossen, die die Gefolgschaft am konnnenden Sonntag auf dem Bannsportfest im Mannschafts-Drcikampf vertreten, erreichten die Zahl von 2758 Punkten. z Die 4 besten Einzelsieger im Drei-Kampf waren: Werner Kreiling, 319 Punkte; Hans Rinn, 301 Punkte; Albert Lenz, 282 Punkte; Werner Schmidt, 282 Punkte. Bei den nach dem Drei-Kampf durchgeführten Einzelwettkümpfcn wurden folgende Leistungen erzielt: im 100-Meter-Lauf Werner Schmidt 12,4 Sek.; im Weitsprung Werner Schmidt 6 Meter und im Hochsprung Albert Rinn 1,60 Meter. Zu unseren Silbern: Oben: Am Start zum 100-Meter-Lauf. In der Haltung der Lüufer drückt sich' die ganze Spannung vor dem Startschuß aus. Nebenstehend: Die Kameradinnen im BDM. zeigten im Weitsprung manche ansprechende Leistung. . (Aufnahmen s2s: Neuner, Gießener Anzeiger.) r* Kakteenjäger - ein wilder Beruf! Zn der Heimat der Klapperschlangen. - Kugelkaktus als Wasserkaraffe. Oer Bauschtrank der ZndioS. Auf der kleinen Insel Aruba, im Karibischen Meer, fing dieses Abenteuer an. Unser Fracht- darnpfer hatte Ladung für eine amerikanische Oel- gesellschaft und ging für einige Tage in dem verträumten Hafen vor Anker. Wir waren ehrlich gesagt, enttäuscht, denn Aruba ist nicht halb so schon wie sein klangvoller Name. Es gibt hier keine Palmen und Dschungelgewächse, allenfalls ein paar verstaubte Dornenbüsche und zahllose^Kakteen. Kakteen in allen Formen und Größen. Sie überziehen die Insel wie undurchdringliche Drahtverhaue, und die Eingeborenen haben sich ängstlich an den Rand der Insel zurückgezogen. Hier lernte ich einen braungebrannten Abenteurer kennen, dem es sichtlich Spaß machte, in dieser unangenehmen Wildnis herumzustreifen, und der sogar sein gutes Geld dadurch verdiente. Während jeder vernünftige Mensch einen Bogen um die Kaktushecken machte, verschwand der sonderbare Mann oft tagelang in der unheimlichen Einöde, um schließlich schwerbepackt, mit blutigen Kratzern in Gesicht und Händen, in die Zivilisation zurückzukehren. Eine schwere Arbeit. Eines Tages schloß ich Freundschaft mit dem Sonderling. Ich stolperte gerade einen schmalen Lehmpfad entlang, da kam ein uralter Ford über den Weg geschaukelt. Ganz behutsam wogte er von einer Seite zur anderen. Der Fahrer rollte so vor- ichtig daher, als hätte er Dynamit im Wagen. Jetzt zog er sachte die Bremsen an. Vielleicht brachte er einen Kranken zur Stadt. Doch als ich in den Wagen blickte, sah ich nur einen besonders umfangreichen Kaktus. Der Fremde grüßte freundlich und fügte fluchend auf englisch hinzu, daß es eine „bloody“ Arbeit war, diesen Burschen aus der Wildnis fortzu- chaffen. Im übrigen sei er nicht verrückt, wie die Leute an der Küste behaupteten. Er treibe sich keineswegs zum Vergnügen in der Stachelwildnis herum. Well — in den Büchern bezeichne man Leute seines Schlages als Kakteenjäger. Mein Bekannter, offenbar Amerikaner, nickte eifrig mit dem Kopf. Seit zwei Jahrzehnten betrieb er dieses seltsame Gewerbe. Er hatte die heißen Geröllwiesen Kaliforniens durchstreift, kannte die Schluchten der kolumbianischen Anden und lebte zwischen den Indianern des (9ran Chaeo. Auf diesen abenteuerlichen Fahrten hatte er so nebenbei mehrere neue Kakteenarten entdeckt. Seine stachlige Beute verkaufte er an Botanische Gärten und private Liebhaber nach allen Weltteilen. Was soll ich leugnen: Ich wittere neue Abenteuer, und eines Tages folgte ich meinem Bekannten auf die Kakteenjagd, um mir diesen „bloody“ Sport, wie er vielversprechend meinte, mal aus der Nähe anzusehen. Ein schläfriger Maulesel trottete mit zwei Packlisten neben uns her. Bald war die letzte Wegspur verschwunden, und wir mußten mit der Machete, dem unentbehrlichen Buschmesser einen Pfad in das dornige Dickicht schlagen. Leblos und starr ragten überall die verstaubten Säulen empor. Nichts als Steine und Kakteen — eine ftumme, wildromantische Landschaft. „Königin der Nacht." Dennoch gab es viel zu sehen. Weit über unseren Köpfen leuchteten die Blüten ungeheurer Kandelaberkakteen. Bis zu zwanzig Meter werden diese Riesen hoch. Manche Gewächse sind nur dem geübten Auge des Kakteenjägers sichtbar. Weite Flachen scheinen völlig vegetationslos zu sein, bis eine winzige Blüte verrät, daß in den vermeintlichen Felsblöcken und Steinen Leben ist. Die unscheinbaren grauen Pflanzen entwickeln oft eine märchenhafte Pracht. Im Dschungelgestrüpp von Haiti sah ich die „Königin der Nacht", eine zauberhafte K a k t u s b I ü t c, die im Licht des dämmernden Tages welkt und vergeht. Tückisch winden sich die wilden Opuntien über Felsen und Hindernisse. Gleich den Armen eines Polypen halten sie ihr Opfer fest und senken ihre Widerhaken schmerzend in die Haut. Unheimlich mutet das Erlebnis eines mexikanischen Pflanzers an, der auf der Flucht vor aufständigen Indianern unter so ein Opuntiengestrüpp kroch und erst nach dreitägi- gerSuche halbverdurstet aufgefunden wurde. Die schrecklichen Greifzangen hatten seinen Körper umklammert, und es dauerte lange, bis er von allen Stacheln befreit war. Mitunter hat man das Gefühl, als käme man nie wieder aus dieser unheimlichen Landschaft heraus. Als hätte man sich rettungslos verirrt. Aber der erfahrene Kakteenjäger lacht über meine Besorgnisse, Erstens ist Aruba viel zu klein für solche Abenteuer, und dann weiß er sich zu helfen. In Texas war er einmal vom Wege abgekommen und hatte kein Trinkwasser mehr. Da schnitt er einen kugelförmigen Kaktus auf und fand Saft in genügender Menge. Die mißachteten Stachelgeschöpfe haben manche nützliche Eigenschaft. Sie dienen den verirrten Einwohnern nicht nur als Wasserkaraffe, sondern in vielen Fällen auch als Schnapssabrik! Aus dem Saft der Agave wird der berauschende Pulgue gewonnen, der gefährliche Festtrank der Indios. Kostbare Beute. Fortan ist meine Unternehmungslust gedämpft. Allmählich werde ich rechtschaffen müde und denke an den Heimweg. Da geschieht es! Mein Freund zuckt zusammen und starrt ein graugrünes Ungetüm an, das uns gerade den Weg versperrt. Ich kann nichts besonderes dabei entdecken, ober ich bin ein unerfahrenes Greenhorn. Der Kakteenjäger strahlt über das ganze Gesicht und murmelt einen langen lateinischen Namen. Er streift die ledernen Handschuhe über und greift zur Machete. Dann fährt er krachend ins Gestrüpp. Jetzt weiß ich auch, warum er die ganze Zeit eine lange Schnur am Gürtel getragen hat. Mit der Geschicklichkeit eines Cowboys wirft er den Lasso um die Aeste des starken Riesen. Bald liegen die stachligen Triebe wohloerpackt in den Packkisten des geduldigen Maulesels, um später im Gewächshaus irgendeines spleenigen Dollarkönigs wieder aufzuerstehen. Als wir endlich den Heimweg antreten, singt der Yankee fröhliche Lieder. Dann haut er mir begeistert auf die Schulter. „Well, my boy, das ist ’ne Beute! Seit Wochen bin ich hinter diesem Kaktus her! Ueb- rigens, wie gefällt Ihnen der Sport? Werden Sie mein Teilhaber — scheinen mir wirklich Glück zu bringen!" Aber ich blicke nur betrübt auf meine zerschun- denen Hände und denke an die Klapperschlangen. „No, Sir, vielen Dank!" Es ist nicht jeder zum Kaktusjäger geeignet! Rudolf Jacobs. Tv. 57 Sachsenhausen Deutscher Hockeymeister. Endlich ist dem Turnverein 57 Sachsenhausen der große Wurf geglückt: burd) einen 1:0- (0:0-) Sieg gegen den Berliner HC. in Berlin-Dahlem wurde er Deutscher Hokeymeister! Schon im vergangenen Jahr standen die Frankfurter im Endspiel. Damals unterlagen sie zu Hause gegen den Berliner SC., der die beiden ersten Deutschen Hokeymeistersd)aften gewann, mit 1:0. Im Jahr davor wurden sie ebenfalls durch den BSC. in der Vorschlußrunde durch ein 2:1 in der Verlängerung ausgeschaltet. Der zweifache Deutsche Meister Berliner SC. wurde diesmal schon im Kampf um die Brandenburgische Gaumeistmchaft aus dem Nennen geworfen. Der Berliner HC. war der neue Titelträger, dem man im Kampf um die Deutsche Meisterschaft die größeren Aussichten cinräumtc. Der Reichssportführer brachte aber am Sonntag nicht das „Sieg-Heil!" auf die Neichshauptstüdter aus, sondern auf den tüchtigen Turnverein 57 Sachsenhausen, der nad) einem prächtigen Spiel dritter Deutscher Hokey- meifter wurde! Germania Marburg — 1900 3:3. Das Gastspiel der Blau-Weißen bei „Germania" Marburg nahm einen unentschiedenen Ausgang. Das Resultat entspricht dem Spielverlauf, selbst unter Berücksichtigung der teilweisen Feldüberlegenheit der Gastgeber. Die überaus große Hitze ließ von allem Anfang an keine Meisterleistungen erhoffen. Man begnügte sich bei gemächlicher Gangart mit technischer Spielanlage. Hierdurch wurde das Spiel nicht uninteressant. Die Torerfolge mußten deshalb aud) auf diesem Wege fallen. Bei den Gastgebern war es eine ebenso schöne Kombination, die den Führungstreffer einbrachte, wie bei den Blau-Weihen, die zum Ausgleich führte. Mit diesem Ergebnis wurden die Seiten gewechselt. Kurz nad) dem Wechsel kamen die Germanen mieberum zur Führung. Der Ausgleich ließ aber auch biesmal nicht lange auf sich warten, und als die Gastgeber kurz vor Schluß erneut in Front zogen, schassten die Blau-Weißen abermals den Ausgleich, woburch das unentschiedene Endergebnis zustande kam. Germania Marburg, mit Ausnahme des Linksaußen, in stärkster Besetzung, ist wieder im Kom- men und wird in dieser Aufstellung in der kom- menben Serie in der Bezirksklasse wieder ein Wort mitreden. 1900, in der Besetzung Fischer, Schneider, Schäfer, Günther, Jäger, Bischoff, Bonarius, Koch, Kraft, Liebel, Häuser, zeigte ein beachtliches Spiel. Das Unentschieden ist in diesem Falle jneljr als verdient. VfB.-Heichsbahn Giehen. VsV.-R. komb. — Großen-Vuseck I. In einem Trainingsspiel stehen fid) am Mittwochabend auf dem Waldsportplatz beide Mannschaften gegenüber. Die Grün-Weißen haben vorwiegend junge Spuler eingesetzt, die im Herbst in den Meisterschaftsspielen die Farben des Vereins vertreten sollen. Einige Neuerwerbungen werden ebenfalls in der Mannschaft spielen. Die Gäste sind in großer Form, sie konnten in Lauterbach gegen den Altmeister einen 3:0-Sieg herausholen. Die Reserve der Grün-Weißen mußte ebenfalls hod) geschlagen in Großen-Buseck abtreten. Die spielstarke Reserve des Wetzlarer Sportvereins wurde in Wetzlar mit 9:2 besiegt, ein Zeichen für das Können der Gäste. Die Grün-Weißen, die sich erst noch einspielen müssen, werden auf der Hut fein müssen, wenn ein knapper Erfolg errungen werden soll. Aus aller Wett. Deutsches Sängerbundesfest 1942 in Wien. Als Ort für das nächste Deutsche Sängerbund e s f c st im Jahre 1942 wurde Wien be» bestimmt. Schwere Unwetterschäden in Oberitalien. Die Regengüsse und das Hochwasser, das in den letzten Tagen die nördlichen Apenninenhänge und die Ebene der Emilia heimgesucht hatte, wirken sich weiter in gewaltigen Erdbewegungen aus. So hat fid) eine Erdlawine bei Montefiorino südlich von Modena von den Hängen des Monte Cantiere losgelöst, die fid) langsam, aber unaufhaltsam in bas Tal des Dragone 'vorschiebt. Die Verwüstungen bieser Lawine erwecken den Eindruck eines Erdbebens. In Maesta bei Cigni mußten 50 Häuser wegen Einsturzgefahr geräumt werden. In Prig- nano hat ein Erdrutsch drei Häuser und das Post- gebäude zerstört. Bei Tontola in der Gegend von Forli wurde eine Ortschaft unter den Erbmassen begraben. Die Straße von Predappio nach Premil- cuore ist unterbrochen worden. Zum Glück konnten 28 Familien noch rechtzeitig zum Verlassen ihrer Häuser aufgefordert werden. Ein Geschenk Dr. Goebbels' an die Eltern Ernst vom Raths. Reichsminister Dr. Goebbels ließ den Eltern des in Paris von dem Juden Grünspan ermordeten Gesandtsd)aftsrates Ernst vom Rath aus Anlaß des Geburtstages ihres Sohnes ein Bild des Verstorbenen überreichen, das der Maler ter Hell in seinem Auftrage gemalt hat. Schulhauseinstur; in Amerika. — Zahlreiche Kinder verletzt. Eine folgenschwere Gasexplosion ereignete fid) in Akron (Ohio). In dem dortigen Vorort Barberton stürzte infolge der Explosion das aus Holz erbaute Schulhaus ein, als etwa hundert Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren in den Klassenräumen waren. Nur die Hälfte der Kinder konnte fid) noch rechtzeitig ins Freie retten, während die übrigen Kinder und vier Lehrerinnen unter den Trümmern hervorgezogen werben mußten. Verletzt wurden insgesamt 49 Kinder, davon sechs sehr schwer. Die Explosion, die in der Heizanlage entstand und vermutlich auf Selbstentzündung zu- rückzuführen ist, ereignete sich am letzten Tage vor Ferienbeginn.