Nr. Zl Erstes Blatt 189. Jahrgang Montag, 6. Zebruar 1939 Erich emt täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monatr-Bezugspreis: Mil 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach. richtens Anzeiger Gietzea Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Metzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Srühlsche Uuiverfilätrdruckerei «.Lange in Sietzen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftratz« 1 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8^/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Brette 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25°/g mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts» u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Propaganda in Frankreich Eigener Äericht des Gießener Anzeigers E. F. Paris, 4. Februar. Frankreich bereitet Konzentrationslager „Sentinelles de l'Empire" („Schildwachen des Imperiums"). Hier wird die mauretanische Wüste im Süden von Marokko gezeigt, wo die sranzösi- schen Offiziere, mit ihren aus Senegalnegern und eingeborenen Goumiers bestehenden kleinen Garnisonen ein einsames, ebenfalls dem Schutz des Imperiums auf vorgeschobenem Posten gewidmetes Dasein führen. Der Film über die Reise des Ministerpräsidenten Daladier nach Tunis und Algier zu Beginn dieses Jahres ist fast allen Franzosen, die Lichtspieltheater besuchen, gezeigt worden, wenigstens in einer gekürzten Wiedergabe in dec Wochenschau. Die Propaganda, die hier getrieben wird, ist nicht ungeschickt, sie wendet sich an die trotz allen weltbeglückenden Friedensphasen im Untergründe des Beweußtseins bei jedem Franzosen vorhandene Idee von Ruhm und Größe, die bewußt in den Strudel der außenpolitischen Tagesereignisse hineingestellt wird. Vorläufig bleibt es bei dieser unoffiziellen Propaganda, die dem Franzosen als solche gar nicht so sehr zum Bewußtsein kommt und doch ihre Wirkung bei der Arbeit für den neuen kolonialen und imperialen Rationalismus zeitigt. Im Außenpolitischen Ausschuß der Kammer hat jetzt der marxistische Abgeordnete G r u m b a ch , der einen südfranzösischen Wahlkreis vertritt, den Antrag gestellt, Frankreich möge ein Propaganda-Mi-, n i st e r i u m schaffen. Dazu scheint es nicht zu kommen. Man wird sich wahrscheinlich mit einem Unterstaatssekretariat begnügen. Zudem scheint dieses Unterstaatssekretariat in erster Linie für die französische Propaganda i m A u s l a n d bestimmt zu sein. Man wird abwarten müssen, welche Tätigkeit ein solches Unterstaatssekretariat entfalten wird. Was die Propaganda in Frankreich selbst betrifft, jetzt also z. B. die Propaganda für die Jm- periumsidee, so scheint es, allen Anzeichen nach, daß bei der ganzen Veranlagung der Franzosen es bei einer mehr privaten, allerdings von der Armee nachhaltig beeinflußten Propaganda bleiben wird. Eine behördliche Lenkung wäre für ein Land wie Frankreich auch aus anderen Gründen eine zweifelhafte Sache. Denn die wirkliche Meinung des Landes kommt nicht immer in den Doktrinen der Parteien zum Ausdruck, die das Gesicht des Parlaments, und hier in erster Linie der Kammer, bestimmen. Literatur, Film und Theater kontrollieren und berichtigen ständig die Doktrinen und die Tätigkeit der Parteien. Die Armee hat durch die Unterstützung solcher Filmwerke, wie der obengenannten, gezeigt, was sie dazu beitragen kann. Es ist bereits gesagt worden, daß der Widerstand Frankreichs gegen eine Neugestaltung kolonialer und imperialer Interessen durch ein solches Aufflammen des Nationalismus in äußerst nachteiliger Weife gestärkt werden kann. Hier liegen die Gefahren der nationalistischen Uebertreibungen bei dem Prozeß der Selbstbesinnung nach dem Volksfrontexperiment in Frankreich. änderung sprachen. Anderseits wird es innervolitifch die entscheidende Frage der nächsten Tage fein, ob die Einheit der Jugoslawisch-Radikalen Gemeinschaft, deren Präsident Dr. Sto- jadinowitsch ist, aufrechterhalten werden kann oder ob sie sich spalten wird. Rand des Abgrunds geführt haben. Die französische Armee hat bei dem Zustandekommen dieses Filmes, der Szenen von größter dramatischer Spannung bei der Verteidigung der vorgeschobenen Außenposten gegen die aufständischen Stämme im Wüstengebiet von Palmyra zeigt, mitgewirkt. Die Handlung wird planmäßig in das Gebiet des Imperiums verlagert; die Propaganda für die Jmperiums- i d e e ist zum Greifen deutlich und hat gleichwohl größte Wirkung. Auch in der Wochenschau, die am selben Abend läuft, findet man die gleiche Propaganda, diesmal in den Bildern, die Dschibuti zeigen. Schematische Kartenskizzen, die auf der Leinwand erscheinen, machen die Bedeutung des Hafens von Dschibuti als Etappe des Seeweges nach Jndo- china und Madagascar schlagartig deutlich, und Zum Schluß erhebt sich die Stimme des Erklärers: „Die Italiener wissen das, die Franzosen wissen es nicht". Das Publikum fühlt sich nicht betroffen und applaudiert heftig. Jmperiumspropaganda auch hier. Eine Reihe anderer technisch zum Teil recht guter Filme leistet gleiche Arbeit im Geiste dieses neuen imperialen Patriotismus. Vor allem ist hier ein anderer Kolonialfilm zu nennen, der seit einigen Wochen mit großem Erfolg gezeigt wird: Die neue Regierung setzt sich im wesentlichen aus Mitgliedern der Jugoslawisch-Radikalen Gemeinschaft zusammen. Außenpolitisch dürste die Regierung diebisherigeLiniebei- behalten, die in ihren Grundzügen bekanntlich vom Prinzregenten Paul selbst bestimmt wird. I n - n e r p o l i t i s ch hat die Regierung die Aufgabe erhalten, einen AusgleichmitdenKroatenzu schaffen. Es hat überrascht, daß die Provinzausgabe der Belgrader „V r e m e", die bekanntlich dem früheren Ministerpräsidenten Dr. Stojadinowitsch gehört, beschlagnahmt wurde, weil sie Treuekundgebungen aus den Kreisen der Jugoslawisch- Radikalen Gemeinschaft und ihrer Gliederungen für Stojadinowitsch veröffentlichte. In politischen Kreisen mißt man vor allem der Besetzung des Außenministeriums durch den Gesandten in Berlin besondere Bedeutung bei. Man sieht darin eine Widerlegung aller Gerüchte, die von einer Kurs- mee, Mut, Selbstverleugnung, Kameradschaft und Disziplin, alles Dinge, die die Größe des „Ewigen Frankreichs" ausmachen, finden hier ihre Verkörperung. Aus den sorgsam umhüteten Bezirken der Militärschule von Saint-Cyr, die im Laufe ihrer hundertjährigen Geschichte Tausende von französischen Offizieren hervorgebracht hat, führt der Weg in die Welt des französischen Imperiums, der ständig sich erneuernden Schule, wo militärische Tugenden im Kampf gegen aufständische Stämme an den Grenzen des Kolonialreiches gestählt werden und die Tradition der Selbstverleugnung, die den jungen Offiziersschülern in Saint-Cyr eingeimpft worden ist, ihre höchste Bewährung findet. Das Publikum in diesem westlichen Teil von Paris, das immer dem Nationalismus verschrieben war, geht restlos mit und sieht hier eine Bestätigung für seinen eigenen Glauben und seine Mystik, die meilenweit von den Intrigen politischer Parteien entfernt ist, die Frankreich mehr als einmal an den Italienischer Flottenbesuch in Aden. Rom, 4. Februar. (Europapreß.) Ein aus dem Kreuzer „E r i t r e a" und den Torpedobootsjägern „T i g r e" und „Leon e" bestehendes italienisches Geschwader ist in Aden, der englischen Flotten- sto.tion am Südausgang des Roten Meeres, eingetroffen, um dem englischen Gouverneur auf dessen Einladung hin einen Höflichkeitsbesuch abzustatten. Zwischen den Offizieren der italienischen Kriegsschiffe und den im Hafen von Aden liegenden englischen Kanonenbooten „Fleetwood", „Egret" und „Weston" wurden Besuche ausgetauscht. An Bord der „Fleetwood" fand ein Festessen und ein Empfang statt. Die Aufnahme, die die italienischen Offiziere gefunden haben, wird als außerordentlich herzlich bezeichnet, besonders durch den Gouverneur Sir Bernard Reilly. In einem Lichtspieltheater auf dem westlichen Teil der Boulevards findet ein Militärfilm mit dem Namen „Trois de Saint-Cyr“ („Drei von Saint-Cyr") der dort seit einigen Tagen vor überfüllten Häusern aufgeführt wird, begeisterten Beifall. Die besten Traditionen der französischen Ar- v. M. Belgrad, 5. Februar. Heber Nacht ist in Jugoslawien eine Regierungskrise ausgebrochen. Den unmittelbaren Anlaß gab eine Rede des Hnterrichtsministers Kujund- s ch i t f ch in der Skupschtina am Freitag. Kujund- schitsch verteidigte sich gegen verschiedene Anwürfe, die gegen sein Mandat erhoben wurden und berührte dabei auch die kroatische Frage. Er erinnerte an die Verständigung, die seinerzeit zwischen Matschet und der serbischen Opposition in Kupiec erzielt wurde, welcher Verständigung er „den Geist entgegenstellte, der das serbische Heer im Weltkriege bei Saloniki und Kajmantschalan zum Siege" führte. Dieser Sieg hatte dann die Errichtung Jugoslawiens zur Folge. Der Standpunkt Kujundschitschs in der kroatischen Frage fand nicht die Zustimmung seiner slowenischen und mohammedanischen Ministerkollegen, die darin, eine groß- serbische Tendenz erblickten. Die betreffenden Minister beschlossen ihren Rücktritt. Dieser wurde am Samstagvormittag dem Ministerpräsidenten Stojadinowitsch in einem Brief mitgeteilt, in dem die fünf Minister erklärten, daß Kujundschitsch sich in einer Weise über die Frage der Verständigung mit den Kroaten geäußert habe, die nicht die Auftassung der übrigen Mitglieder der Regierung wiedergebe. Sowohl das Regierungsprogramm als auch die großen Interessen des Staates erforderten, daß die Regierung je früher um so besser die endgültige Lösung der kroatischen Frage vorbereite, und zwar in Uebereinftimmung mit den Kroaten. Der Brief wurde unterzeichnet von Volkswohlfahrtsminister Zwetkowitsch, Verkehrsminister Spatz o, Bautenminister K r e k und von den zwei Ministern ohne Portefeuille K u l e n o w i t s ch und S n o j. Zwetkowitsch, Krek und Snoj waren die Vertreter der slowenischen Klerikalen Volkspartei in der Regierung und Vertrauensmänner des früheren Innenministers K o r o f ch e tz , während Spaho und Kulenowitsch die Vertreter der bosnischen Mohammedaner im Kabinett waren. Nach dem Rücktritt der fünf Minister wurde ein kurzer Ministerrat abgehalten, der den Gesamtrücktritt der Regierung beschloß, der vom Prinzregenten angenommen wurde. Prinzregent Paul hat den bisherigen Minister für Sozialpolitik und Volksgesundheit, Zwetko- witsch, mit der Regierungsbildung betraut. Zwet- kowitsch ist einer der fünf Minister, die aus der Regierung Stojadinowitsch ausgetreten waren, da sie mit der von den übrigen Mitgliedern des Kabinetts befolgten Politik gegenüber den Kroaten nicht einverstanden waren. Der neue Ministerpräsident ist Serbe. Er war mehrere Jahre Bürgermeister von Nisch und in mehreren Regierungen bereits Minister. Er gehörte der Regierung Stojadinowitsch seit deren Beginn an und galt als einer der ersten Mitarbeiter Stojadinowitschs. Sein Werk ist die Neues Kabinett in Jugoslawien. Die kroatische Frage im Vordergrund. - Der bisherige Berliner Gesandte als Außenminister der Negierung Zwetkowitsch. Schaffung des jugoslawischen Arbeiteroerbandes, einer auf nationaler Grundlage stehenden Arbeiter- Organisation, welche als Gegengewicht gegen die marxistische Arbeiter-Organisation gedacht ist. Von Zwetkowitsch war es schon seit langer Zeit bekannt, daß er eine Politik der Versöhnung gegenüber den Kroaten verfolgte und eine Verständigung mit den Kroaten als die dringlichste Aufgabe des Staates betrachtete. Seine Regierung wird daher als Hauptpunkt in ihr Programm die Versöhnung mit den Kroaten aufnehmen. Die neue jugoslawische Regierung hat folgende Zusammensetzung: Ministerpräsident und Innenminister: Zwetkowitsch; Außenminister: Dr. Alexander Cincar-Markowitsch (bisheriger jugoslawischer Gesandter in Berlin); Kriegsminister: Armeegeneral Neditsch (unverändert); 23er» febr^minifter: Dr. Spaho (unverändert — Vize» Präsident der Jugoslawisch-Radikalen Gemeinschaft und Vertreter der bosnischen Mohammedaner); Fi» nanzminister: Dschurtschitsch (Präsident der staatlichen Hypothekenbank); Industrie- und Handelsminister: T o m i t s ch (früher Vizepräsident der Skupschtina); Bautenminister: Dr. Krek (unverändert — Vertreter des slowenischen Flügels in der Jugoslawisch-Radikalen Gemeinschaft); Forst- und Bergbauminister: P a n t i t s ch (serbischer Abgeordneter aus Nord-Bosnien); Sozialminister: R a i k o - witsch (Abgeordneter aus Altserbien); Landwirt» schastsminister: Dr. Beschlitsch (Rechtsanwalt und serbischer Abgeordneter aus dein Banat); Justizminister: Dr. R u ch i t s ch (früher Bonus von Kroatien,er stimmte bei den letzten Skupschtina» wahlen für Matschet); Unterrichtsminister: Tschi - ritsch (früherer Skupfchtinapräsident); Postmini» fter: Altipanrnakowitsch (Senator aus Süd- ferbien); Minister für körperliche Ertüchtigung: T s ch e o w i t s ch (Abaeordneter aus Montenegro); Minister ohne Geschäftsbereich sind: Kulenowitsch (unverändert — bosnischer mohammedanischer Abgeordneter); Mastro witsch (früher Minister für körperliche Ertüchtigung und dalmatinischer Kroate); Snoj (unverändert — Vertreter des slowenischen Flügels der Jugoslawisch-Radikalen Gemeinschaft); Miljusch (serbischer Abgeordneter aus Nordbosnien). Die neue Regierung zählt somit 18 Mitglieder, von denen 10 zum erstenmal Minister sind. Aus dem früheren Kabinett Stojadinowitsch bilden die sechs ausgeschiedenen Minister, die den Rücktritt der Regierung Dr. Stojadinowitsch verursachten, den Kern der neuen Regierung. Auch der Kriegsminister ist übernommen worden. Der völkischen Zugehörigkeit nach sind in dem neuen Kabinett 12 Serben, 2 Kroaten, 2 bosnische Mohammedaner und 2 Slowenen. für die roispanischen Milizen vor. Der rote „Staatspräsident" Azana nach perthns geflüchtet. — Note Flieger werden interniert. Paris, 5. Febr. (DNB.) Das Gebiet zwischen Perpignan und der französisch-rotspanischen Grenze ist eine militärische Zone geworden, die die Zivilbevölkerung nur mit besonderer Erlaubnis der Militärbehörden passieren kann Sämtliche Straßen sind militärisch besetzt. Alle fünf Kilometer trifft man auf Absperrungen, an denen Fußgänger und Wagen einer scharfen Kontrolle unterzogen werden. Das freie Gelände wird von Patrouillen und Abteilungen der Mobilen Garde ebenfalls streng überwacht. In Porthus trafen am Sonntag neue Flüchtlingsscharen ein, darunter auch ein Beauftragter des rotfpanifchen Generalstabes, um mit den französischen Behörden über die Aufnahme einiger Tausend Milizsoldaten zu verhandeln, die sofort entwaffnet und in das Konzentrationslager von Argelus-fur-Mer befördert werden sollen, mit Ausnahme von denen, die nach Nationalspanien ab- transportiert zu werden wünschen. Es bestätigt sich im übrigen, daß der „Präsident der roispanischen Republik", Azana, in der vergangenen Nacht mit etwa 50 Personen seiner Umgebung und seinem gesamten Mobiliar die französische Grenze überschritten hat, um sich nach Paris zu begeben. Auch der rot- spanische „Arbeitsminister", der „Verkehrsminister", der „Unterstaatssekretär im Luftfahrtministerium", der ehemalige „Postdirektor" von Barcelona und andere haben sich in Frankreich in Sicherheit gebracht. Der Präsident der katalanischen Generalidad Companys und der Präsident der sogenannten baskischen Regierung Aguirre haben in Perpignan einen Diplomatenpaß erhalten und sind dann ohne Angabe des Bestimmungsortes nach Jnnerfrankreich abgereift. Der rotspanische Regierungshäuptling N e g r i n und die übrigen Regierungsmitglieder sollen sich auf dem Luftwege nach Valencia begeben haben. 24 rotspanische Jagdflugzeuge, die am Sonntagnachmittag auf dem Flughafen von Carcassonne gelandet sinh, sind unter Bewachung der Gendarmerie und der Mobilen Garde gestellt worden. Die Maschinengewehre sind abmontiert worden. Eine weitere mit drei Militärfliegern besetzte rotspanische Kriegsmaschine hat sich einen Landungsplatz 6 e i Perthus ausgesucht. Die Flieger, die am frühen Mittag Figueras verlassen haben, erklärten, daß etwa 60 Flugzeuge in Figueras aufgeftiegen sind, um sich nach Frankreich zu begeben. In dem französischen Grenzdepartement Ostpyrenäen sind Maßnahmen zur Ausnahme der angekündigten rotspanischen Truppen getroffen worden. Der Befehlshaber des Wehrkreises hat Vorsorge für die Internierung von 10 0 bis 140 000 Mann getroffen. Das Konzentrationslager von Argeles, an dessen Errichtung zahlreiche rotspanische Deserteure gearbeitet haben, kann rund 100 000 Mann aumehmen. Zwei weitere Konzentrationslager in Carcassonne und in Prades sind für die Unterbringung der übrigen rotspanischen Milizen bereit Arn Samstagabend haben schwere Lastkraftwagen mit spanischen Kun st schätzen beladen, die französische Grenze passiert. Man rechnet damit, daß für die Weiterbeförderung b i s Genf 60 Lastkraftwagen eingesetzt werden müssen. Es handelt sich im wesentlichen um 4 0 0 G e - m ä l d e von Delasquez, Murillo, Goya und anderen spanischen Meistern aus Madrid, Toledo, Barcelona und Valencia, die der internationalen Kommission der Genfer Liga überlassen werden sollen. Gleich nach der Einnahme von Barcelona hat der Genfer Internationale Ausschuß sich bereit erklärt, dies Werte „in Sicherheit zu bringen". Die ersten roten Trnvven haben die Grenze überschritten. Paris, 6. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die Trümmer der geschlagenen Armeen der bereits geflohenen katalanischen Machthaber gingen über d i e französische Grenze. Am Montagmorgen kurz nach 5.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit traf der erfte Haufen an der Grenze bei Perthus ein. Es handelte sich um eine Abteilung jener berüchtigten „Sicherheitstruppen" zu Pferd, die als erbarmungs- lofe Einpeitscher und Tschekisten galten, sozusagen „Mädchen für alles", die von ihren Befehlshabern ebenso für Verkebrsdienst wie für Exekutionen eingesetzt wurden. Die roten Reiter wurden an der Grenze von ftanzösischer Garde Mobil sofort entwaffnet. Hierauf wurden sie — halb als Aufseher, halb als Jntern'erte — beauftragt, tausend zivile Flüchtlinge nach dem Konzenttations- lager Duolou zu begleiten. Unmittelbar nach den Reitern trafen völlig desorganisierte und durcheinander gewürfelte Bataillone roter Milizen ein. Der Strom reißt nicht mehr ab. Die Geschlagenen können kaum von den französischen Grenzmannschaften verteilt werden. Die geschlagene Armee macht einen stumpfen, maßlos abgerissenen Eindruck. Aach der Einnahme GeronaS. Bormarsch zur französischen Grenze. Barcelona, 6. Febr. (DNB.) In den frühen Morgenstunden des Samstag setzten die nationalen Truppen zum Angriff auf die Stadt Qerona an. Die Legionärkorps gingen von Cafa de la Selva längs der von San Feliu Guixols kommenden Sttaße vor und überschritten dabei das Gavarras- Gebirge. Die motorisierten Verbände drangen auf der Straße vor, während die übrigen Kolonnen längs der Bahnlinie vormarschierten. Gleichzeitig setzten die Naoarrabrigaden unter der Führung General Solchagas nach der Eroberung der Kreisstadt Santa Coloma Farnes den Vormarsch längs der Straße Santa Coloma—Gerona fort. Im Gebiet südlich von Gerona erfolgte die Vereinigung der Naoarrabrigaden mit dem Legionärkorps. Um 10 Uhr begannen die gemeinsamen Operationen beider Korps zur Einkreisung der Stadt. Kurz darauf drang der erste nationalspanische Tank in Gerona ein, wo kein Widerstand mehr geleistet wurde. Wie in Barcelona wurden die einmarschierenden nationalspanischen Truppen von der Bevölkerung mit ungeheurer Begeisterung begrüßt. Die nationalspanischen Truppen drangen am Sonntag auf allen Sektoren weiter vor. Der Feind leistete nur vereinzelt Widerstand. Der Imke Flügel besetzteS e o d e Urgel, während der rechte Flügel P a l a m o s eroberte. Palamos ist der letzte bedeutende Hafen, den die Roten noch in ihrem Besitz hatten. Die nationalspanischen Truppen verfolgen die allenthalben fliehenden feindlichen Kolonnen und drangen gegen die Kreisstadt L a B i s b a l vor, wo sich heftige Kämpfe entspannen. Dabei wurde der Ort Santa Pelaya erobert. Am Sonntagnachmittag verlief die Front folgendermaßen: Etwa von La Palamos an der Küste über La Bis» bal, Gerona und Manlleu, nördlich von Dich, dann Roosevelt behauptet, seine vertraulichen Mitteilununrichtige Wiedergabe zu nicht, welche unrichtig sind, die von der Aeußerungen Militärausschuß eine Höch st unglückselige auch hier ebenso wie bereits an der Spitze und stehen, die gegen seinen Standpunkt erhoben wur- Unter der Ueberschrift: mehr und Fahrturnier in der Deutschlandhalle erreichte auf eine öffentliche Erklärung irischen Nationalistenpartei, gbeß Führers der nord- Patric Maxwell, zurück- Zufuhren, der seine Anhiinaer auf,orderte sich Iportführcr Staatssekretär feder D l - n stl e t st u n g sur das brit sch- unb Osten, der Letter d übt werden. Auch stehen führende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens auf dieser schwarzen Liste,' Don den toriums ist diskontbank zuletzt das kom- Ge- Vor- aller voneinander abwichen. Roosevelts Haltung nach seinem überstürzten Rückzug werde das amerikanische Gewissen ebensowenig beruhigen wie sein radikaler Vorstoß zum Rhein. Die Volksgemeinschaft Grundlage unserer Arbeit. Gauleiter Sprenger sprach in Bad Ems. lution und die Der Große $at des Faschismus, der an jenem Tage Zusammentritt, wo mit dem Fall von Gero na ganz Katalonien nunmehr von der bol- ichewistischen Barbarei befreit ist, entbietet den nur je einem halben Fehler den Sieg. Die deutschen Offiziere konnten den Ehrenpreis des Führers — eine tellerförmige goldene Schale auf vierfüßigem Sockel — aus den Händen des Generalfeldmarschalls Presse weist die gegen Verleger und Senatoren erhobene Beschuldigung der „lügenhaften Berichterstattung" entrüstet zurück, sondern auch die demo- gegen das deutsche Staatsoberhaupt gerichteten Anpöbelungen ein starkes Stück sei. Das Blatt nennt schließlich die Debatte über die von Roosevelt gebrauchten Aeußerungen eine Wortklauberei, die die Anwendung des Ausdruckes „bewußte Lüge" nicht rechtfertige, da die verschiedenen Versionen wenig sterialdirektor in das Reichswirtschaftsministerium übernommen, wo er auch weiterhin die Abteilung für Banken und Kredit leiten wird, so daß also en Mitgliedern leitete Ministerialdirektor Lange früher die Fi- nanzierungsabtcilung im Amt für deutsche Roh- und Werkstoffe. Anfang 1939 wurde er als Minidarunter maßgebliche Männer von Scotland Yard, die erschossen werden sollten. Die Straße zu Scotland Pard ist gesperrt. Selbst uniformierte Polizisten müssen bei Betreten der Straße ihre Dievstausweise vorzeigen. Bocke betreute die auswärtigen Geschäfte, so auch die Beziehungen zur Bank für Internationalen Zahlungsausgleich. Direktor B l e s s i n g bearbeitete die Sonüergeschäfte . auf dem Devisengebiet. Er war während der Amtstätigkeit Dr. Schachts im Reichswirtschaftsministerium dort Generalrefe- rungen Roosevelts vor dem Militärausschuß zitiert1 gen im Ausschuß seien falsch wiedergegeben worden, hatte, ohne dementiert zu werden, hat das verspä-1 und er stellt die Frage, welcher seiner Zuhörer die Ute Dementi des Präsidenten wie eine Bombe ein- Verantwortung für diese unrichtig ' ' geschlagen. Nicht nur die gesamte republikanische I tragen hat. Der Präsident sagt also »• A fi A HA A I fl X.I A A A A AH A »•( A A A m II itX AHaIavAM Ar*. Gf . . . f. ....... . ... ...... 1 -f- * £2 . . S >ige goldene Schale auf vierfüßigem den Händen des Generalfeldmarschalls Göring entgegennehmen. Führers auch Garant fein für die Lösung mender Aufgaben. Die nationalsozialistische meinschast bleibe stets wirksam, wenn in dem bild des Führers die Selbsterziehung Deutschen einsetzt und ausgebaut wird. macht haben. Es bleibt die Tatsache bestehen, daß Roosevelt ebenso wie sein Vorgänger Wilson d i e Monroe-Doktrin verlassen hat, die vor 120 Jahren den Grundsatz ausstellte, daß Nordamerika sich niemals in europäische Angelegenheiten einmische, dafür ober auch erwartet, daß europäische Mächte sich gegenüber den Staaten Amerikas neutral verhalten. Im gleichen Augenblick aber, in dem der Führer als Sprecher Deutschlands sich zum Frieden bekannte, hat Roosevelt feine Jnterventionsabsichten bekanntgegeben. Daran ändert auch das Schein- Dementi nichts. Derteidigungsprogramm zu widerfetzen. Die mit fieberhaftem Eifer Tag und Nacht durchgeführten Untersuchungen in der Bombenaffäre haben Sonntag zu weiteren Spreng st off- funden geführt. Außerdem will die Polizei von Ulster die Namen von zwölf Leuten festgestellt haben, die sich vor sechs Monaten nach England begeben hätten, wo sie sich bis heute vielleicht als Leiter der ganzen Terrororganisation betätigen. Gegen Mitternacht wurde ein Polizeibeamter auf dem Rochesterflugplatz von zwei unbekannten Männern niedergeschlagen. Die Männer hatten sich an den Flugzeugschuppen gemacht, waren aber dabei von dem Polizei- Presseoeröffentlichungen über seine vor dem Militärausschuß des Senats gebrauchten Ausdrücke zu dementieren. Er verlangte dabei zu wissen, wer es gewesen sei, der seine Ausführung falsch wieder gegeben habe. In der amerikanischen Presse, die seit mehreren Tagen die ihr hinterbrachten angeblichen außenpolitischen Ausfüh- / * ausscheidenden Mitgliedern des Direk- Direktor Ehrhardt von der Goldin die Reichsbank gekommen, wo er Personalreferat bearbeitete. Direktor velt jedes Mitleid in seiner Notlage. \ ernstlich über die Folgen für Amerika besorgt sein, dessen Außenpolitik niemals zuvor verworrener gewesen sei. Rückzüge Roosevelts nach außenpolitischen Erklärungen seien nichts Neues, ober der vorliegende Fall schlage alle Rekorde. Das Blatt besteht darauf, daß Roosevelt von „Amerikas Grenze in Frankreich" oder mindestens von „ e r st e r Verteidigungs - Linie Amerikas in Die Bombenatieniaie in England. Verschärfte Sicherheitsmaßnahmen — Wachsende Nervosität. London, 6. Febr. (DNB. Funkspruch.) In der Deutschland gewann den preis des Führers. Spannungsvolle Snischeibungskämpfe beim Berliner lie.tiurn er. kratischen Blätter, die bisher mit der Roosevelt- Regierung durch dick und dünn gingen, können ihr Befremden über die ungewöhnliche Handlungsweise Roosevelts kaum verbergen, da Roosevelts Angriffe gegen die amerikanische Presse unverständlicherweise durchaus generell waren. So nennt die „New Port Times" Roosevelts Geheimsitzung mit dem Ein seltsames Dementi. Roosevelt sucht den Eindruck seiner geheimen Erklärungen im Senatsausschuß abzuschwächen. Frankreich und England im Kriegsfälle" gesprochen habe. Italiens treffende Antwort, daß dann der Panama-Kanal Italiens Grenze märe, habe Roosevelts Beifall nicht gefunden, viel- habe Amerika formal gegen diese Bemerkung worden, daß von einem Geheimnis keine Rede mehr letzt das Devisende^ernat inne. Ministerialrat " Bayrhoffer bearbeitet seit vielen Jahren im Die Golidarität der Achse. Der faschistische Grotzrat bekundet tiefe Genugtuung über die Fnhrerrede. Rom, 5. Febr. (DNB.) Der Große Rat des Faschismus hat in der Nacht zum Sonntag nach Entgegennahme eines Berichtes des Duce über die allgemeine internationale Lage und eines Berichtes des Außenministers Graf Ciano über einige besondere Fragen der italienischen Außenpolitik durch Zuruf folgende Tagesordnungen angenommen: „Der Große Rat des Faschismus bekundet feine tiefe Genugtuung über die vom Weitere Veränderungen im Reichsbank-Oirektorium. Berlin, 4. Febr. (DNB.) Der Führer hat dis Mitglieder des Reichsbänk-Direktoriums Geheimer Finanzrat Dr. Wilhelm Bocke, Carl Ehrhardt und Karl Walter Bles sing von ihrem Aemtern entbunden. Zu Mitgliedern des Reichsbanl-Direktoriums wurden neu ernannt: der Direktor in der Reichsbank Friedrich Wilhelm, der Hauptabteilungsleiter im Reichswirtschaftsministerium, Ministerialdirektor Kurt Lange und der Ministerialrat im Reichsfinanzministerium Walter B a y r h vf f e r , die beiden letzteren u n - ter Belassung ihrer bisherigen Aem- te r. am Samstag mit der Entscheidung des Preises der Nationen um den Ehrenpreis des Führers seinen Höhepunkt. Mit 18 Fehlern siegte Deutschland mit der aus Alchimist (Major M o m m), Tora (Rittmeister H. Hasse), Baron (Rittmeister Brinkmann) und Artur (Oberleutnant M. Huck) bestehenden Mannschaft vor Italien (24V« Fehler), Polen (23V, Fehler), Frankreich (40), Belgien (56V2) und Schweden (IZIV,). In der Einzelwertung teilten sich Major Mo mm und Major F i l i p p 0 n i - Italien mit Mit diesem Dementi ist nichts anzufangen, es kann sich auf Nebensächlichkeiten beziehen und damit die Kernpunkte der Rede, die die Welt in Erstaunen setzte, bestätigen. Solange Präsident Roosevelt nicht klipp und klar mitteilt, mos er dem Militärausschuß eröffnet hat, bleiben alle Einwendungen beBrachte schon die erste Runde außerordentlich spannende Kämpfe, so nahm die entscheidende zweite, bei der Roß und Reiter vor Ueberwindung der Hindernisse ihr Höchstes herzugeben hatten, nicht selten einen geradezu dramatischen Verlauf. Als die irei besten Mannschaften im strahlenden Scheinwerferlicht in Linie inmitten der Kampfbahn auf- marschierten, erklangen die deutschen Nationalhymnen sowie zu Ehren der italienischen Einzelbestlei- stung die Hymnen des faschistischen Italiens. Bild darauf ließ sich Generalfeldmarschall G ö - ring die Mannschaften der sechs Nationen vorstellen; jeden Reiter begrüßte er herzlich. Der General- fcldmarschall nahm dann die Ueberreichung der Preise an die drei Siegermannschaften vor. Er übergab zunächst Major Mo mm für die deutsche Mannschaft den Preis des Führers, wobei er seiner besonderen Freude über die hervorragenden Leistungen der vier deutschen Reiteroffi- ziere Ausdruck gab. Weiter händigte er jedem einzelnen Wettbewerbteilnehmer der drei Siegermannschaften, denen er insgesamt für ihre, wie der Ge- neralfeldmarschall sagte, tadellosen Leistungen gleichfalls Dank und Anerkennung ausfprach, ein silbernes Tablett mit Widmung aus. Major Filippoli- fungen, Hunger und Elend wären in der kapitalistischen Epoche die Auswirkung. Heute bedeutet dieses Wort nichts anderes als eine für das ge- famte Volk nutzbringende vernunftmäßige Gestaltung. Die Polizei von Ulster hat ein Schriftstück beschlagnahmt, in dem genaue Aufzeichnungen über b i e zu sprengenden Brücken und Gebäude Großbritanniens enthalten sind. U. a. soll die Sprengung des Buckingham-Pa- lastes darin vorgesehen sein. Auf die Auffindung dieser Lifte scheinen auch die Maßnahmen zurückzuführen fein, die von der Polizei in Schloß Wind- for, in der Bank von England, im Parlamentsgebäude und in Scotland Pard selbst ergriffen worben finb. Auf alle biefc Punkte sollten Anschläge ver- Kleine politische Nachrichten. Am 1. unb 2. Februar tagte ber Hauptausschuß des Verbandes der deutschen Volksgruppen in Europa. Zur Verhandlung standen Fragen der staatsrechtlichen Voraussetzungen für die Sicherung des völkischen Eigenlebens der Volksgruvpen und die Ausgestaltung ihrer Beziehungen unterelncHder. Zum Präsidenten wurde NSG. Im Rahmen der von ber Gcmpropagan- daleituna zum Einsatz gebrachten Versammlungs- ■ sprach Gauleiter und Reichsstattbalter Führer am 6. Jahrestage der Machtergreifung gehaltene Rede, in der er die politische, geistige und militärische Solidarität bekräftigt hat, die die faschistische und die nationalsozialistische Reoo- tölker verbindet. 3. Zur Sicherstellung dieser Zusammenarbeit zwischen dem NSKK. und der Fachgruppe Kraft- sahrlehrer treten die Leiter der Fachgruppe Kraftfahrlehrer und sein Geschäftsführer Dr. Pagenftecher zum Stab des Inspekteurs Reichsfinanzminifterrum Anleihe- und Finanzierungsfragen. Der Tag des Deutschen Handwerks. NSG. In diesem Jahr findet der Tag des Deutschen Handwerks vom 18. bis 21. Mai in F r a n k f u r t a. M. statt. Durch die verschiedenen wichtigen Maßnahmen auf dem Gebiete des Deutschen Handwerks wie der Altersversorgung der Handwerker, dem Handwerkerwettkampf, dem Sozialwerk der DAF. für das Handwerk und zahlreiche andere Wege der Gestaltung wird dem Tag des Deutschen Handwerks in diesem Jahre eine große Bedeutung zukommen. Auch dieses Mal ist mit dem Tag des Deutschen Handwerks der Reichsentscheid des Handwcrkerwettkampfes verbunden, allerdings mit Ausnahme des modeschafsenden Handwerks, das den Reichsentscheid in Wien durchführt. Die ausgezeichneten Arbeiten im Handwerkerwettkampf werden wieder in einer großen Ausstellung gezeigt werden. Zum Tag des Deutschen Handwerks werden wieder namhafte Männer aus Bewegung, Staat und Wirtschaft erwartet, unter ihnen der Reichsleiter ber Deutschen Arb itsfront, Dr. Ley. Ein großes Volksfest wird den festlichen Rahmen der Tagung erhöhen. Eine Feuerschuhf euer ol«Reichssteuer. Berlin, 4. Febr. (DNB.) Nach einer Mitteilung des Reichsfinanzministeriums hat die Reichsregierung ein Feuerschutzsteuergeseh beschlossen. Es tritt an Die Stelle der verschiedensten Vorschriften, nach denen bisher in den Ländern zur Förderung des Feuerlöschwesens und des vorbeugenden Brandschutzes Abgaben erhoben wurden. Nachdem durch das Gesetz über das Feuerlöschwesen ein straff organisiertes, vom Führergrundsatz geleitetes, reichseinheitlich ge st a l t e t e s, von geschulten Kräften geführtes Feuerlöschwesen geschaffen ist, ist es erforderlich, die bisher von den Versicherungs- Unternehmungen zur Förderung des Feuerlöschwesens und des vorbeugenden Brandschutzes aufgebrachten Geldmittel nach einheitlichen Grundsätzen durch das Reich als Reichs- [teuer zu erheben. Die Steuer ist von den Feuerver sicherungsunternehmungen zu entrichten. Sie ist den bisherigen Leistungen der Feueroersicherungsunternehmungen angeglichen und stellt feine neue steuerliche Bela - ft u n g bar. Zusammenarbeit zw schen NSKK. und Kraftfabrlehrer. weiter über Dilada nach Organa im Tal des Segre unb von hier steil nach Norden über Seo de Urgel bis unmittelbar an die französische Grenze. Die nationale Luftwaffe war bemüht, der flüchtenden sowjetspanischen Luftflotte den Weg nach Frankreich abzuschneiden. Es kam zu zahlreichen Luftkämpfen, bei denen 3 4 sowjet- spanische Maschinen adgeschossen wurden. Haber der Kriegsmarine, Generaladmiral vr. h. c................* uu,. ^lU|Ul yvuuvuu- Nieder, der Generalmspekteur der Luftwaffe,' Italien konnte als bester mit Major Momm qleich- Staatssekretar^ Generaloberst Milch, der Reichs- wertiger Einzelsieger den Preis des Generalobersten Ir~ V ®on Tschammer Keitel aus der Hand des Stifters entgegenneh- und Osten, der Leiter der Obersten Behörde für 1 men. Generalfeldmarschall Göring wohnte dann Dollblutzucht und Rennen, Oberlandstallmeister Dr.1 auch noch den AbenbOorführungen bei. beamten überrascht worden. Ob der Zwischenfall mit den Bombenattentaten im Zusammenhang steht, konnte noch nicht festgestellt werden. In Liverpool ist ein allerdings mißglückter Versack gemacht worden, die Gesängnismauer in öie । oM,,‘ ycvruupcn -oci|uiiiiiumiy*>- Lust zu sprengen. Liverpool hat eine zahlreiche welle sprach Gauleiter und Reichsstattbalter irische Kolonie. Die Polizei veranlaßte daher sofort Sprenger am Samstag auf einer überfüllten eine Reihe von Verhaftungen im irischen Wohn» Massen kundgbung in Bad Ems. Das Wollen viertel. Die Explosion der Bombe wurde in einem des Führers und die Kraft seiner Idee waren es, I Umkreise von 20 Kilometern gehört unb erregte so sagte er, die sich auf das Volk übertrugen und | Von besonderer Bedeutung waren dann die daher das größte Aufsehen, obwohl der durch die es nach Jahren der Feigheit und des Verzichtes Ausführungen des Gauleiters über die An gabe Explosion angerichtete Schaden nur geringfügig auf jedes Leben von Freiheit und Ehre w, e d e r der Landflucht zu begegnen. Der deutsche ist. Der zweite Anschlag ereignete sich in London, kampfbereit machte. Die Besten des Voltes Bauer wirb anerkennen, daß er, der einst ver- wo im Stadtviertel von Coventry innerhalb waren es, die den Sieg erftritten. Im Ringen um loren mar, durch den Nationalsozialismus aeretteth- i '<..»«— ---- — —--------- einer Stunde Feuer in vier Läden ausbrachen, die Macht erprobt standen sie vor den großen rnurde. Wir aber müssen anerkennen daß er die *ur*. Ausbildung und Geräte des NSKK. das jedoch in kürzester Frist gelöscht werden konnte fff Km x«« stt>«»s.« x«. l.<<— *.• ■ und nie wiirfcffl/hAriinnanfdiiior »,« x«. Die Polizei stellte fest, daß in allen Fallen das Feuer durch ein Pulver verursacht worden ist, das sich selbsttätig nach kurzer Zeit an der Luft entzündete. Mit dem Generalfeldmarschall hatten in ber Ehrenloge Platz genommen der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauch itsch unb Reichsernährungsminister Reichsbauernführer unb bie Bezirksfachgruppenletter zu den Stäben der NSKK.-Motorgruppen. | 4. Die für bie Zusammenarbeit notwendigen An- jorbnungen trifft ber Inspektor für technische Aus» jbifbung unb Geräte des NSKK. im EinDernehmen mit dem Leiter ber Fachgruppe Kraftfahrlehrer. I 5. Die Zugehörigkeit der Kraftfahrlehrer zur Reichsverkehrsgruppe .Lraftfahrgewerbe" wirb burch diese Vereinbarung nicht berührt. heldenhaften spanischen Kämpfern unb den Legionären, die zusammen den Sieg errungen haben, seinen begeisterten Gruß unb erklärt allen, bie es wissen wollen, baß bie freiwilligen Kräfte des Faschismus die Partie nicht aufgeben werden, bis sie so geendet hat, wie sie enden muß, mit dem Siege Francos." Miliz und GA. Kameradschaftliche Zusammenarbeit bei sportlichen Wettkämpfen. Rom, 5. Febr. (DNB.) Der Generalgouverneur von Libyen, Marschall I t a l 0 B a l d 0 , hat dem Stabschef der SA., Viktor Lutze, in seinem römischen Hotel die Einladung zu einer Besichtigungsfahrt durch Libyen wiederholt. Stabschet Lutze der sich mit Marschall Balbo über Fragen der SA. und der faschistischen Miliz angelegentlich unterhielt, wird mit seiner Begleitung am Montag aufbem Luftwege über Palermo unb Messina nach Tripolis reifen unb von dort aus auch einen Abstecher nach Gadames machen. Der Rückflug nach Italien wird am 11. Februar angetreten. Einem Vertreter des DNB. erklärte der Stabschef über das Verhältnis von faschistischer Miliz und SA., was Zusammenarbeit anbelangt, so ist hier vor allem an eine immer ftärfere Beteiligung an den sv 0 rtlichen Wettkämpfen ber befreunbeten Hampforganisationen gedacht. So werden zahlreiche Angehörige ber Miliz an den Nationalsoziali st ischen Winterkampf, spielen in Villach teilnehmen, wo Wettbewerbe im Fechten, Schwimmen und Reiten durchgeführt werden, die, wie dies die erste Probe in Rom glänzend bewies, sicherlich zur Steigerung der Leistungen und gleichermaßen ber Freunbsckaft beitragen werben. Mussolini hat mit Worten hoher Anerkennung sein Lob über bie vorbildliche Haltung und die ausgezeichneten Leistungen unserer nach Rom entsandten Reiter und Boxer zum Ausdruck gebracht unb den Wunsch ausgesprochen, daß die Kameradschaftskämpfe zu einer steten Einrichtung werden. Presse seines eigenen Landes ausführlich veröffentlicht wurden. Er sagte nicht, wie der wirkliche,.... ^^.^,-»,...,^1.-.......,^^»... uun wtireiuuM«** Wortlaut seiner Ausführungen gelautet habe, rent des Ministers. Von den neuen Mitgliedern Aufgaben, die das Werden des nationalfozialisti- Stellung, die er im Rahmen des Vierjahresplanes !chen Staates stellte. Ehernes Fundament aller in der Erzeugungsschlacht nicht nur gehalten son-i Wiedergeburt war die Gemeinschaft b er’bem den Angriff für die Nahrungsfreiheii des« K a m p f e r , die nun auf das ganze Volk über- j deutschen Volkes mutig und erfolgreich vorange-! gehend zur Volksgemeinschaft wurde. Die tragen hat. Bauerntum ist die ewige Wie-I Gesetze der einstigen kämpferischen Auslese wur- bergeburt des deutschen Volkes Der. den nunmehr vom ganzen deutschen Volk gelebt. Nationalsozialismus hat das nicht vergessen unb’ So konnte Zug um Zug vieles verwirklicht werben, wirb durch seinen Einsatz daraus die notwendigen an dessen Verwirklichung früher keiner zu glauben Folgerungen zu ziehen wissen. Auch hier können ^6ke. । bie wirtschaftlichen Probleme nur durch die tätige Der W e h r w i 11 e des kämpferischen Nativ- und wirksame Volksgemeinschaft gelöst werden, nalsozialismus schuf im Reich die Waffe, die 2ldolf Hitler hat sie uns gewiesen und hat sie auch Waffe, ber bie Idee bereits vorausgegangen war, Jür dieses Jahr als große Aufgabe gestellt. Dieser die uns im Frieden durch entschlössenen Einsatz Aufgabe zu dienen und damit dem Führer zu fol- Großdeutschland, den Wunschtraum vieler 9*n, wird auch in den kommenden Monaten unser Generationen, schuf. Die Volksgemeinschaft wurde ganzer Stolz sein. so zum Unterpfand des Gelingens all unserer po-s .....— litischen Ziele. Sie wird nach dem Willen de Unter ber Ueberschrift: „Roosevelt in seiner sein kann. So hat „New Dort Heralb Tribüne" mit- selb st gegrabenen Grube" verweigert bie geteilt, daß aus dem Bericht des Ausschusses ganze republikanische „New Pork Herald Tribüne^ Roose- Seiten der Akten entfernt worden finb, besonders *aU f-:—“ Man müsse über diejenigen Aussagen, die ber Finanzminister besorgt sein, Morgenthau unb der Kriegsminister Woodring ge- München, 5. Febr. (DNB.) Die fortschrei- tende Motorisierung und die sich weiter erhöhende Verdichtung des Verkehrs stellen an bie Kraftfahrzeuglehrer ständig wachsende Anforderungen. Eine enge Zusammenarbeit zwischen dem NS.- Kraftsahrkorps und ber Organisation der Kraft- fahrlehrer ist daher unerläßlich. Aus diesem Grunde haben ber Korpsführer des NSKK. Reichsleiter Hühnlein und der Leiter der Fachgruppe Kraftfahrlehrer K l e i st folgende Vereinbarung getroffen: Eingehend behandelte ber Gauleiter bann das 1. Die Einrichtungen unb Erfahrungen be« beute auftretende Problem ber Menschen- NSKK. auf bem Gebiete ber motorischen Ertüch- knapphei t. Ein planmäßiger Arbeitseinsatz, tigung ber Jugend werden vom Korps den Kraft- eure Oekonomie der Arbeitskräfte werde auch hier fahrlehrem mit dem Ziel ihrer Weiterfchulung zur Wandel schaffen. Durch entsprechende Rationali- Verfügung gestellt Die Kraftfahrlehrer stellen fierung wirb uns bas gelingen. Wenn dieses Wort ihrerseits ihr Personal und ihre Berufseinrich- früher ausgesprochen wurde, wußten wir es als tungen in den Dienst des NSKK. Schrecken des Volkes zu werten. Arbeiterentlal- j 2. lieber diesen gegenseitigen Erfahrungs- unb Jungen, Hunger und Elend wären in der knpita- Sckmlungsaustausch hinaus übernimmt das Epoche die Auswirkung. Heute bedeutet NSKK. die Sonderausbildung der Bezirksfachgruppenleiter und aller Lehrkräfte für die WeiterckiLung der Kraft-- fahrlehrer. Episode, bie er burch einen Generalangriff auf hen. Es wird keinen Zweck haben, wenn er ben j beim Vizepräsidenten der Reichsbank eine Perso- bie Presse gekrönt habe. Die völlig unter jüdischem । Versuch machen wollte, sich auf die Vertraulichkeit nalunion mit dem Reichswirtschaftsministerimn Einfluß stehende Zeitung verspricht aber, Roosevelt | jener Rede zu beziehen, denn über die betreffende chergestellt wird. Direktor Wilhelm ist aus der ihre Gunst wieder zu schenken, falls der Präsident Sitzung sind nun schon so viele Enthüllungen gemacht Reichsbanklaufbahn hervorgegangen und hatte 311» das Neutralitätsgesetz abänbere (!). worben, daß von einem Geheimnis keine Rede mehr letzt das Devisenbezernat inne. Ministerialrat Washington, 4. Febr. (DNB.) Nachdem seit j protestiert, was angesichts ber kürzlich von Ickes brei Tagen weite Kreise des amerikanischen Volkes gegen das deutsche Staatsoberhaupts gerichteten Anden Präsidenten Roosevelt wegen seiner Beteiligung an dem entdeckten geheimen Waffenhandel mit Frankreich schärfster Kritik unterzogen hatten, sah Roosevelt sich jetzt genötigt, die amerikanischen Berlin, 4. Febr. (DNB.) Das Berliner Reit-s S e y f f e r t, und Generalstallmeister Staatssekretär ■K - i-— - „ - » Alpers. nori»rt(d)en Grasschaft Londondcrry wurden am Darr« als bie Chess der am Turnier beteiligten Sonntag Tau ende von Flugze teln auf den Sttatzen Verbände, der Chef des Oberfommanbos der Wehr- oerb rannt, die für den freiwilligen Nationa - macht, Generaloberst Keitel, der Oberbefehls, dienst aufriefen. Die Verbrennung der Flugzettel ist [~ - - • - - 1 - der Landesobmann der Volksgemeinschaft der Deutschen in Rumänien, Fritz Fabrizius, gewählt neof- sindk Füh-Buf f * Ministerialrat Scheer vom Oberkommando des Heeres ist zum Korps in tendanten und Chef der Wehrkreisverwaltung IX. Armeekorps ernannt worden. Professor Hunke. Der neue Präsident des Werbcrates der deutschen Wirtschaft. In fast allen zivllisierten Ländern der Welt finden sich in wichtigen politischen Führerstellen Männer, die aus der Wirtschaft hervorgeganaen sind und deren privatwirtschaftliche Erfolge die Plattform ab- gaben, von der aus sie ihre politische Karriere begannen. In Deutschland ist das — auch in der Vergangenheit — sehr selten der Fall gewesen. Die führenden Persönlichkeiten des Nationalsozialismus kamen gleichfalls fast ausnahmslos nicht aus den Kreisen der sogenannten Wirtschaftsführer: denn die Aufgaben des nationalsozialistischen Kämpfers und Revolutionärs bildeten sich nicht in der Sphäre bürgerlicher Sicherheit und in der Verteidigungszone kapitalistischer Interessen. Trotzdem ist es unerläßlich, daß nach dem Gelingen einer Revolution für die Durchsetzung der voli- tischen Ziele auch in der Wirtschaft politische Führer» köpfe wirtschaftliche Sachverständige werden, damit sich die Wirtschaft nicht den politischen Zielsetzungen entziehen kann und damit nicht das Funktionieren des Wirtschaftsapparates durch Führerlofigkeit und mangelnde Sachkenntnis gefährdet wird. So einfach und klar das Programm des Führers auch für die wirtschaftliche Zukunft des Reiches formuliert war, so notwendig war es, daß Nationalsozialisten sich bereit sanden, sich in die Einzlaufgaben seiner Durchführung zu vertiefen. Wie frühzeitig der nunmehrige Präsident des Werberates der deutschen Wirtschaft, Professor Dr. Heinrich Hunke, die Probleme der national» sozialistischen Wirtschaftsführung angesaßt hat, beweist die Tatsache, daß er schon 1929 das Amt des Gauwirtschaftsberaters der NSDAP, für Groß-Berlin übernahm und seitdem ein Großteil seiner gesamten Arbeitskraft für die wirtschaftliche und soziale Gesundung Berlins eingesetzt l-at. Fe größer die Wirtschaftskrise und die Arbeitslosigkeit in Deutschland wurden, um so mehr sah sich Hunke veranlaßt, sich den immer schwieriger werdenden Problemen entgegenzuwersen und für wirtschaftspolitische Aufklärung zu sorgen. Diese Aufgabe führte ihn 1932 zur Gründung der ersten national« so.zialistischen Wirtschaftszeitung „Die Deutsche Volkswirtschaft', die damit das älteste wirtschaftspolitische Kampforgan des Nationalsozialis- mus ist „ , , Schon damals erkannte Hunke den untrennbaren Zusammenhang zwischen den wirtschaftlichen Krisenerscheinungen in Deutschland und der tiefgehenden Strukturänderung, die der Weltkrieg der nationalen Wirtschaftskraft des Reiches auferlegt hatte. Die Möglichkeit einer Wiedererstarkung sah er in der Entwicklung des wehrwirtschaftlichen Denkens, d. h. der Erringung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit auf den Gebieten, auf denen durch eine Produktionserweiterung eine Selbstversor- gung zu erreichen war. Diese wegweisenden Erkenntnisse, denen er erneut in seinem Buche „Grund- züqe der deutschen Volks- und Wehrwirtschaft" zum Durchbruch verhalf, führten zu seiner Ernennung zum Wehrwirtschaftsführer. Als im Jahre 1933 der Werberat der deutschen Wirtschaft gegründet wurde, des- sen Aufgabe ja nicht nur in der Ordnung und Ausrichtung der gesamten Wirtschaftswerbuna besteht, sondern vor aLem in der Zusammenfassung aller Kräfte auf dem Gebiete der Absatzförderung, der Derbrauchslenkung und Ausfuhrförderung, wurde Hunke zum Dizepräsibenten dieser Reichsstelle ernannt. Diese Tätigkeit brachte ihn in engste Fühlung nut der Wirtschaft, für deren Wiederaufrichtung er die großen Werbemittel (Presse, Ausstellung, Film usw.) erfolgreich einsetzte. Die grundlegende Arbeit von Prof. Dr. Hunke auf dem Gebiet der Wirtschaftswerbung und Wirtschaftspropaganda war der Anlaß, ihn 1935 zum Ministerialrat im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaaanda und neuerdings zum Präsidenten des Werberates der deutschen Wirtschaft zu ernennen. Seit 1933 ist Hunke Mitglied des Beirats der Deutschen Reichspost, des Reichsverkehrsrates und des Reichsausschusses für Fremdenverkehr Hunke ist 1902 in Lippe geboren, studierte Volkswirtschaft, Geographie und' Naturwisienschast in München, Berlin, Göttingen und Halle, promovierte 1927 und legte 1930 sein Assessorexamen für das höhere Lehramt ab Seit 1927 war er R-lerent im Reichsweh rmi niste ri um und seit 1932 Mitglied des Reichstages Hunke ift auch Träger des Goldenen Ehrenzeichens der NSDAP. (5ir Henri Deterding gestorben. Den Haag, 4. Febr. (DNB.) In Moritz starb Sir Henri Deterding, der Begründer des Royal-Dutch-Konzerns, im Alter von 72 Jahren an einem Herzschlag. Deterding wurde 1866 als das vierte von fünf Kindern eines holländischen Seekapitäns in Amsterdam geboren. Mit sechs Jahren schon vaterlos, muhte er früh zum Lebensunterhalt der Semen beitragen. So kam es, daß er bereits mit 16 Jahren als Banklehrling tätig wurde. Später wurde er, der durch seine Tüchtigkeit schnell aufgefallen war, der engste Mitarbeiter Keßlers, des leitenden Direktors der Royal Dutch Oil Company, womit fein sensationeller Aufstieg in der Erdölindustrie begann. Er erkannte, daß die Fragen des Transportes und der Lagerung nicht weniger Bedeutung hatten ols Produktion und Verarbeitung. Als Nachfolger Keßlers machte er der Konkurrenz der holländischen Erdölindustrie durch ein Berkaufsadkommen 1903 ein Ende. Mit der gleichzeitigen Hinzunahme der englischen Shell wurde die Asiatic Petroleum Company Ldt gegründet. Später die Anglo-Saxon Petroleum Company und die Batavsiche Petroleum Maatschappij, und zwar in der Weise, daß alle Transportmittel auf die erstere übertragen wurden, während letztere Oelselder, Produktion und Rafft- merien in sich vereinigte. Die Asiatic Petroleum Company blieb mit Deterding an der Spitze Der- kaufsdüro für sämtliche Gesellschaften in der Gruppe. Unter feiner Führung hat die Royal Dutch Shell sich eine beherrschende Stellung auf dem Weltpetroleummarkt gesichert. Die Veränderungen in der Lustwaffe. Unsere Aufnahme zeigt (links) Generaloberst Milch, der Generalinspekteur der Luftwaffe wurde, und (rechts) General der Flieger Stumpff, der Chef der Luftwehr wurde. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Oie Chefs der dreiLustflottenkommandos Im Zuge der organisatorischen Veränderungen der Luftwaffe wurden ernannt (von links): General der Flieger Felmy zum Chef der Luftflotte 2 und Befehlshaber Nord; General der Flieger Kesselring zum Chef der Luftflottel und Befehlshaber Ost, und General der Flieger Sperrte zum Chef der Luftflotte 3 und Befehlshaber West — (Scherl-M.) Die erste Lustpofikuische. Zum 20jährigen Jubiläum der deutschen Lustpost. Die Deutsche Luftpost blickt am 6.Februar auf ihr zwanzigjähriges Bestehen zurück. Eigentlich besitzt sie mehrere Geburtstage, offiziell wurde sie aber vor zwei Jahrzehnten ins Leben gerufen, als es bei uns im Lande drunter und drüber ging, als die Reichsregierung es für zweckmäßiger hielt, die eben gewählte Nationalversammlung nicht in dem von Revolutionsfiebern hin- und hergeschüttelten Berlin, sondern in dem etwas ruhigeren und abseits liegenden Weimar zusammentreten und tagen zu lassen. Berlin behielt aber den Verwaltungsapparat, folglich mußte für ein gut funktionierendes Benachrichtigungswesen gesorgt werden. Auf die Eisenbahnen war kein Verlaß. Briefe, die man in Berlin ober Weimar einsteckte, kamen erst nach Tagen an. Denn wenn nicht irgendwo aus betrieblichen Gründen Verkehrspausen eingelegt werden mußten, bann waren es bestimmt die das ganze Land unsicher machenden spartakisftschen Revolutionsgarben, Die sich im wahrsten Sinne des Wortes quer legten und den Verkehr behinderten, bis sie mit kräftigen Mitteln eines Besseren belehrt wurden. Oder es fehlte an Kohlen, so daß der schon unter der Ablieferung von vielen tausend Lokomotiven und Wagen an Frankreich schwer leibende Eisenbahnbetrieb in Unordnung geriet. Auch das Telephon war nicht verläßlich genug. Entweder hörte Rot irgendwo mit und veröffentlichte alsbald in der unabhängigen "oder spartakistischen Presse, was die sozialdemokratische Regierung zu tun beabsichtigte, oder eine Drahtschere spartakistischer Saboteure zerschnitt die Verbindungen. Man zerbrach sich also den Kopf, was geschehen müsse^ um einen Verkehr sicherzustellen, der wichtige Briefe und Dienstschreiben rasch und zuverlässig von Berlin nach Weimar und zurück brachte. Und da verfiel man auf das Flugzeug. Kriegsmaschinen gab es trotz der ungeheuren Zahl an die Entente abgelieferter Flugzeuge noch genug. Man nahm an einigen dieser Maschinen ein paar Umbauten vor, und am 6. Februar 1919 brauste d i e erste Luftpost kutsche — sie steht jetzt im Luftfahrtmuseum in Berlin — von Berlin nach Weimar ab. Herzliche Glückwünsche begleiteten sie, aber niemand glaubte ernsthaft an deren Erfüllung. Denn im Lande sah es zu traurig aus und an den Grenzen wie in den deutschen Gauen stand der Feind, während eine deutsche Wehrmacht dank der „tüchtigen" Staatsführung jener Elemente, die frühzeitig mit der Zermürbung der deutschen Widerstandskraft begannen, bis sie schließlich im Regierungssessel saßen, nicht mehr vorhanden war. Nur Freiwillige bewahrten mit der Waste in der Hand die schwer gestörte Staatsordnung einigermaßen. Man braucht nur einmal die alten Zeitungsstände jener Zeit herzunehmen, um das gewaltige Elend vor Augen zu haben: Spartakistenkämpfe im Reich, Streiks, keine Kohlen, bann wieder etwas bessere Förderung, weil man zur Abwechslung nicht streikte, sondern arbeitete, Konflikte mit der diktierenden Waffenstill- standskommission, französischer Einmarsch in Kehl, Kriegsberichte von der polnischen Front, die nicht weit vor den Toren Berlins lag. So geht es endlos. Don dem ersten Flug nach Weimar weiß der Chronist nichts zu berichten. Er hat in feiner Zeitung keinen Platz dafür. Wesentlich alter als die Flugpost ist die Idee, Briefe auf dem Luftwege zu befördern. Wenn wir durch das Postmuseum in Berlin gehen, bann fällt unser Blick auch auf eine Zeichnung, die ein Luftschiff zeigt, bas ben stolzen Namer „Adler" erhalten hat. Es handelt sich nur um einen Entwurf, gebaut würbe es niemals. Wäre es aber gebaut worden, bann hätte es Briefe beförbern sollen. Jahrzehnte später war es ber Reichspostminister Stephan, der am 24. Januar 1874 in einem Vortrag die Luftpost voraussagte, ohne daß man damals brauchbare Einrichtungen für einen Derartigen Dienst besaß. Man kannte nur die Brieftauben, man hatte außerdem einige Jahre zuvor bei ber Belagerung von Paris feststellen bürfen, baß ber Luftballon für bie Post- unb Personenbeförberung nicht ganz ungeeignet, wenn auch mehr als unzuverlässig mar. Auf bie Zuverlässigkeit kam es jedoch ber deutschen Post von jeher an. Darum verhielt sie sich allen späteren Angeboten gegenüber sehr reserviert. Im Februar 1912 würbe aus ben schon im Flugsport recht rührigen Düsselborfer Kreisen heraus das Angebot gemacht, einen Dienst von Köln über Düsseldorf nach Neuß einzurichten. Man wollte 3ur Hebung ber Fliegerei einen unregelmäßigen Passa- qierbienft einrichten und Post mitnehmen. Grunb- sätzlich lehnte Berlin die Inanspruchnahme von Flugzeugen nicht ab, erklärte sich aber auch nicht damit einverstanden, unbesehen jeder Maschine das ihr anvertraute Postgut mizugeben. Und damit hatte sie vollkommen recht. Schließlich steckte die Fliegerei noch in den Kinderschuhen. Die Schaffung einer sehr rasch wieder eingeschlafenen Flugpostlinie Bork—Brück im Februar 1912 zeigte zwar, daß man sich der Flugpost bereits mit Riesenschritten näherte, aber vom flugplanmäßigen Streckendienst konnte vorerst noch gar keine Rede sein. Auch der gelungene Flug mit dem „Gelben Hund" des hessischen Leutnants vonHiddessen von Frankfurt nach Darmstadt, der sich einen Post- beutel mit 20 000 Postkarten zwischen die Knie klemmte, war nur ein Vorläufer. Der eigentliche Geburtstag des Postflugdienstes war der Tag dieses Fluge- auch noch nicht. Es gab aber noch weitere Vorläufer. 1917 verkehrten regelmäßig Militärflugzeuge mit Heerespost zwischen Dünaburg und Kiew, 1918 gab es einen gut funktionierenden Dienst zwischen Brest-Litowsk und Kiew, vom 15. Februar 1918 bis 15. Mai 1918 wurde sogar bie innerbeutsche Strecke Berlin—Hannover—Köln im Postdienst beflogen. Dieser Dienst ließ genau wie die Flüge an der Ostfront erkennen, daß das Flugzeug auch über ben Krieg hinaus zu gebrauchen war, und baß es gerade auf dem Gebiete des Verkehrs eine Zukunft besaß. Uebrigens wurden während des Krieges schon Verkehrsflugzeuge entworfen, eines, ein Großraumflugzeug mit vier Motoren, wurde gebaut, mußte aber zerstört werden. 1917 wurde zur Untermauerung dieser Bestrebungen bie Deutsche Luftreederei gegründet, die am 8. Januar 1910 ihre behördliche Genehmigung erhielt. Leutnant von Hiddessen hatte seinerzeit 203 Kilo Dost mitgenommen, die beiden ersten Weimar- Flieger Höhndorf und Koennecke nahmen für die Nationalversammlung schon wesentlich mehr mit. Dieser Dienst spielte sich rasch ein, er wurde etwas ausgebaut, so baß innerhalb eines Jahres 100 000 kg Post auf bem Luftwege über eine beflogene Strecke von 650 000 km beförbert wurden. Demgegenüber die Zahlen von heute, wie sie der Abschlußbericht für das Verwaltungsjahr 1937/38 erkennen läßt: Briefsenbungen 564 800 kg, Pakete 156 300 kg unb Zeitungen 627 000 kg, zusammen also in einem Jahr 1 348 100 kg Fluapost. Tag unb Nacht geht bie Flugpost in die deutschen Gaue und in die ganze Welt hinaus. Sie wird in Spezialflugzeugen durch bie Lufthansa beförbert ober von ben Passagierflugzeugen mitgenommen. Wenn die Anlagen des Zentralflughafens in Berlin fertig sind, erfolgt hier ber gesamte Postumschlag in riesigen unterirdischen Räumen, in die die Kraftwagen hineinfahren können. Die Reichspost bedient etwa 155 über die Reichsgrenzen hinausgehende Strecken flug- planmäßig. Im Auslande erfolgt für weitergehende Briefpost bie Umlabung in die Anschlußflugzeuge. Binnen kurzem befinden sich die Briefe in den Händen von Empfängern, die am andern Ende der Welt wohnen. Briefe, die sonst Monate unterwegs waren, sind heute nach einem Dutzend Tage an ihrem Bestimmungsort. Denn auch bas Auslanb fliegt kurs- buchmäßig, es ergänzt in ber besten Weise bas beutsche Streckennetz, ausgenommen bie bolschewistische Sowjetunion, bie wohl auch über Strecken verfügt, von ber man aber niemals einen festen Flugplan erhalten kann, was an sich nicht über» raschenb ist, ba es im Reiche Stalins nichts gibt, was nach Drbnung aussieht. D. S. Aus aller Wett. Riesenerfolg ber Grünen Woche.' Die Grüne Woche 1 9 3 9, die am Sonntagabend abgeschlossen wurde, hatte am Sonntag mit rund 85 000 Besuchern einen Rekord aufzuweisen. Insgesamt passierten während der zehntägigen Dauer 4 21 7 00 Besucher die Drehkreuze, ein Erfolg, ber selbst nach ber vorjährigen Pause alle Erwartungen übertrifft. Die letzte Grüne Woche 1937 hatte demgegenüber 330 000 Besucher aufzu- weisen. Besonders groß was das Interesse für die Ausstellungsabteilungen, die die Probleme der Ernährungsumstellung, ber Produktionssteigerung, ber Landflucht und ber Verteilung bes Volkseinkommens zwischen Stadt unb Land behandelten Aussträmende Kohlengase fordern zwei Todesopfer. Eine folgenschwere Kohlenoxybvergif- tu n g ereignete sich in bem Städtchen Lingen an ber Ems, bem bisher zwei Menschenleben zum Opfer fielen. Eine Familie, bestehend aus ber verwitweten Mutter unb zwei Töchtern, war seit vier Tagen nicht mehr gesehen worden. Die Nachbarn schöpften Verdacht unb verständigten die Polizei. Als Diese die Türen erbrach, bot sich ihr ein schreckliches Bild. Die beiden Töchter im Alter von 18 unb 20 Jahren wurden in ihren Betten liegend t o t aufgefunben, während die Mutter noch schwache Lebenszeichen von sich gab. Der herbeigerufene Arzt stellte fest, daß der Tod ber beiden Mädchen bereits vor ad)t Stunden eingetreten sei. Die Mutter wurde in ein Krankenhaus geschafft, doch wird an ihrem Aufkommen gezweifelt, bas Unglück ist auf ausströmende Gase eines eisernen Ofens zurückzuführen. Zwei folgenschwere Feuersbrünste in England. Im Osten Londons brannte während der Nacht zum Samstag ein Wohnhaus völlig nieder, wobei eine ganze Familie, die Eltern, ein fünf Jahre unb ein sechs Monate altes Kinb, ihr L e b e n einbüß - ten. Die Familie lebte im zweiten Stock bes Hauses und konnte nicht mehr gerettet werben. * In Slough (Buckinghamshire) brannte in ber Nacht zum Samstag bas große Jnbustriewerk ber Stabt, bie Rheostatik-Fabrik fast völlig nieber. Trotz höchsten Einsatzes ber Feuerwehr wurde nur ein Teil des Werks gerettet. Während des Brandes kam es zu mehreren Explosionen in ber Fabrik, so baß man zunächst annahme, daß es sich auch hier wieder um Bombenattentate gehandelt haben könnte. Die Polizei erklärte jedoch, für diese Vermutung keinerlei Bestätigung zu haben. Ileberschwemmungen in USA. fordern Todesopfer. Infolge schwerer Regen- und Schneefälle traten der Ohio unb anbere amerikanische Flüsse aus ben Ufern. Weite Gebiete in Ohio, Illinois, Indiana, West-Dirginien, Pennsylvanien, Kentucky, Arkaysas und Tennesfee wurden überflutet. Etwa 20 Menschen sind ertrunken. Chattanooga und andere Orte stehen teilweise unter Wasser. — Drei Austernboote kenterten im Orkan vor Maryland. Neun Fischer sind ertrunken. Büchertisch. Frühjahrsneuerscheinungen des Verlages Gerhard Slalling. Der Verlag Gerhard Stalling. Oldenburg i. O., Berlin, kündigt folgende Neuerscheinungen an: Rolf Bathe: Mäner am Feind Die bedeutendsten Leistungen einzelner deutscher Soldaten unb Truppenteile im Weltkrieg als Beispiele für die „Pflichten des Soldaten". — Ulrich Sander: Mann vom See. Roman. — Bruno Nelissen Haken: Du hast gut trillern, Lerche! Ein humorvolles Buch. — Andrieu-Morin: Auf Horchposten vor Verdun. — Pros. Dr. von D r i g a l s k i: Der Aufstieg bes Sanitätskorps. — Dr. Theobor Sonnemann: Die Frau in der Landesverteidigung. — Hans Flemming: Der Unteroffizier des deutschen Volksheeres. — Josef Remo 1 d: Geländeaufgaben für die Hitler-Jugend. — Kurze russische Grammatik, von Generalmajor a. D. Baschkewitz-Gorbatsky. — Die Lieder bes Georg von ber Bring. Wetterbericht Die Aenderung ber Großwetterlage macht langsame Fortschritte. Während in Sübdeutschland in der Nacht noch Fröste von 12 Grad unter Null überwiegen, wird die Nordseite von Westdeutschland von einer milderen und feuchteren Westströmung erfaßt. Diese führt zu stärkerer Nebelbildung, die örtlich den ganzen Tag über anhält. Niederschläge sind aber noch nicht zu erwarten. Vorhersage für Dienstag: Meist neblig, trocken, Temperaturen etwas unter Null Grab, schwache Winde. Lufttemperaturen am 5. Februar: mittags 2,1 Grad Celsius, abends —1,9 @rab; am 6. Februar: morgens —3,0 Grad. Maximum 3,0 Grad, Minimum heute nacht —4,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 5. Februar: abends 0,2 Grad: am 6. Februar: morgens 0,2 Grad. Wintersport-Wetterbericht. Schwarzwald. Wildbad Sonneberg: Heiter, — 9 Grad, Gesamtschneehöhe 15 cm, Firn, Schi und Rodel sehr gut. Alpen. Predigtstuhl: Heiter, + 4 Grad, Gesamtschneehöhe 75 cm, Firn, Schi und Rodel gut. — Bad Tölz: Heiter, —14 Grad, Gesamtschneehöhe 14 cm, gereift, Schi gut, Rodel mäßig. Hauptschristleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum» schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hcms Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. 1.39: 10 896. Druck und Verlag: Brühlsche Unioersitätsbruckerei R.Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit ber Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. unb Samstags 15 Pf., mit ber Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Tor- und Langlauf im dichten Mel. Kreismeisterschafiskämpfe auf dem Hoherodskopf. Allen Unkenrufen zum Trotz wurde gestern auf dem Hoherodskopf die Kreismeifterfchaft im Langlauf und im Torlauf durchgeführt. Auch der reichlich ungünstig lautende Wintersport-Wetterbericht, wie er oom Reichssender Frankfurt gegeben wurde, „Schilauf nur im Walde gut", konnte daran nichts ändern. (3m „Gießener Anzeiger" vom Samstag lautete der Wetterbericht allerdings erheblich freundlicher!) Tatsächlich fanden die Schiläufer auch bessere Schneeoerhältnisse vor, als man zu hoffen wagte. Der Optimismus der Gießener Schi- ailde war stark genug, die beiden wunderbaren Omnibusse, die um V-7 Uhr am Ludhigsplatz standen, mit Schiläuferinnen und Schiläufern zu füllen. 3n Breungeshain fand man eine fast ge» schlossene Schneedecke vor. Es war kalt, aber eigentümlicherweise wieder einmal nicht s o kalt wie in Gießen! Hinter den beiden Gießener Omnibussen trudelten auch noch zwei vollbesetzte Omnibusse aus Wetzlar ein und auch von Lauterbach her waren zahlreiche Schiläufer gekommen. So war also wieder einmal alles so, wie man es sich für einen Wettkampfsonntag aus dem Hoherodskopf wünschte. Es gab Betrieb, den auch die Nebelkappe, die während des ganzen Sonntags über dem Hohe- ordskopf lag, nicht beeinträchtigen konnte. Während der Hang nach Breungeshain zu ausgezeichneten Firnschnee aufwies, war die Renüwiese in schlechter Verfassung. 3m Walde selbst konnte man sehr gut laufen. Sofort wurde mit den Vorbereitungen für die Wettkämpfe begonnen. Kreisfachamtsleiter D ö r f - ner nahm sie mit aller Energie in die Hand. Leider hatten die Bad-Nauheimer und ihr Kreis 11 abgesagt. Der Langlauf war noch nicht abgesteckt, den ursprünglich der Kreis 11 organisatorisch durchführen wollte. Unter der Leitung von Dr. Spöt- t e l wurde er aber dann doch noch festgelegt. 3n- zwischen aber wurde am Hang nach Breungeshain zu, in einer Länge von etwa 1000 Meter und einem Höhenunterschied von etwa 100 Meter, der Torlauf abgesteckt. An einen schnellen A b f a h r t s ° lauf war leider nicht zu denken, da der Nebel alle Sicht nahm. Auch von Tor zu Tor war schlecht zu sehen, und Papierfähnchen zwischen den Toren mußten den Weg weisen. 3nsgesamt wurden 22 Tore auf die Strecke gebracht, dabei mehrere quer zum Hang, so daß einige scharfe Spitzkehren gelaufen werden mußten. Und neben der gründlichen Markierung der Strecke wurde — um ganz sicher zu gehen — die abgesteckte Strecke erst einmal von allen Wettkämpfern abgegangen. Dann pilgerte man von Breungeshain wieder hipauf zum Startplatz. 3ndessen hatten Kameraden der jj (Nachrichtenzug III/373. - Nachrichten - Sturmbann) innerhalb ganz kurzer Zeit über die Strecke des Torlaufs eine Fernsprechleitung gelegt, die auf Anhieb ausgezeichnet funktionierte. 3etzt konnte es losgehen! Erfreulicherweise beteiligten sich etwa 45 Wettkämpfer an diesem Torlauf. 3n kurzen Abständen wurden sie gestartet. Wer ein Auge dafür hatte, für den ergab sich ein phantastisches Bild. Schon nach Sekunden, schon nach dem ersten Tor entschwanden die Läufer den Blicken und wurden oom Nebel verschluckt. Einsam stand bei jedem der Tore ein Wächter, der aufzupassen hatte, daß jeder Läufer das Tor vorschriftsmäßig nahm. Der Läufer selbst aber hatte alle Aufmerksamkeit darauf zu verwenden, die Fähnchen zu entdecken, die ihm den Weg zum nächsten Tore wiesen und — dabei Tempo oorzulegen. Für die Zuschauer, die sich an dem einen oder anderen Tor einfanden, tauchten die Läufer wie Schemen auf und verschwanden wieder im milchigen Weiß. Der Kampf wurde von den Stoppuhren entschieden. Es mußte nur gegen die Stoppuhr gelaufen werden. Das gelang diesmal dem ausgezeichneten Wetzlarer W a l d f ch m i d t am besten, der gestern sogar den sonst ausgezeichneten Burg st einer (Gießen), der auf dem dritten Platz hinter Knüttel (Lauterbach) einkam, hinter sich ließ. Die Wetzlarer Garde war übrigens durchweg gut in Form und gab in allen Klassen einen ernsthaften Gegner der Gießener Läufer ab. Auch einige Läuferinnen gingen auf die Strecke und errangen gute Zeiten. Waren die Schneeverhältnisse für den Torlauf, dank des schnellen Firnschnees noch sehr günstig, so galt dies nicht für den Langlauf. Es war gegen Mittag wärmer geworden, und der Schnee wurde im Walde schwerer als er am Vormittag war. Die 14 Läufer, die in verschiedenen Altersklassen für den Langlauf gemeldet hatten, sanden aber eine gute Spur und eine gute Markierung vor. Nur einer der Wettkämpfer verlief sich. Die Loipe führte durch den Oberwald, führte fast ausschließlich durch Wald, stellte aber durch den schweren Schnee und durch die zu bewältigenden Höhenunterschiede hohe Anforderungen. Trotz alledem wurden erfreulich gute Zeiten gelaufen. Den Sieger stellte der Gießener Flieger Zörnsch (Schiklub Gießen) mit der ausgezeichneten Zeit von 1:28,8 Stunden für die Strecke von etwa 14 Kilometer. Bei den 3ungtfiannen siegte Reuten (Wetzlar) in der Zeit von 41,34 Minuten für etnra_ 8 Kilometer Strecke. Walter Zerndt, Wetzlar (Schiklub Gießen), lief in der Altersklasse II ein tapferes Rennen. Start und Ziel lagen dicht hinter dem Klubhaus. Die Strecke war so verlegt, daß die Läufer zweimal die Runde machen mußten. Den Abschluß des Tages bildete dann die Siegerverkündigung im Klubhaus, dessen großer Gastraum bis auf den letzten Platz besetzt war. Herzlicher Dank wurde aus dem Kreis der Schikameraden heraus dem Kreisfachamtsleiter D ö r f n e r für seine viele Mühe und Arbeit um die Durchführung der Wettkämpfe gesagt. 3n angeregtester Stimmung wurde dann die schnelle Abfahrt nach Breungeshain angetreten, bei der es allerdings noch manchen harten Sturz gab, da ja der Schnee kaum zehn Zentimeter hoch lag. Aber doch landeten alle glücklich und ohne ernsten Unfall in Breungeshain. Eine Stunde später — sie verging beim gemeinsamen Gesang wie im Fluge — kam man dann wieder in Gießen an. Ein dreifaches, kraftvolles „Schi-Heil!" beschloß den schönen Tag. Der tanglaus. Männer (Allgemeine Klasse): 1. Theo Zörnsch (Fliegerhorst), SC. Gießen, 1:28:8,4 Std.; 2. Fritz Bender, Wetzlar, 1:36:38,8 Std.: 3. Adolf Walz, Wetzlar, 1:42:18 Std.; 4. Gerh. Schmidt, Wetzlar, 1:45:42 Std. Altersklasse I: 1. Fritz Rakosky, Wetzlar, 1:28:39,5 Std. Altersklasse II: 1. Walter Zerndt, SC. Gießen, 1:49:35,5 Std. 3ungmannen (8 km): 1. Otto Reuter, Wetzlar, 41,34 Min.; 2. Heinz Ellwanger, Wetzlar, 50,48 Min.; 3. Alfred Schuster, Wetzlar, 52,42 Min. Der Abfahrtslauf. Männer (Allgemeine Klasse): 1. Fritz Wald- schmidt, Wetzlar, 2:14 Min.; 2. Hch. Knüttel. Lauterbach, 2:17,6 Min.; 3. Karl Burgsteiner (6./3R. 116), SC. Gießen, 2:19,5 Min.; 4. Otto Seibert, Wetzlar, 2:19,9 Min.; 5 K. H. Schlüter, 2:30,6 Min., 6. G. Bösselmann, 2:38,9 Min., 7. G. Eidmann, 2:40,4 Min., 8. Franz Koch, 2:42 Min., 9. Otto Spägele, 2:45 Min., 10 Fritz Werner (Pi. 2/116), 2:45,3 Min. (sämtlich Schiklub Gießen); 11. Lehr, Wetzlar, 2:52,3 Min.; 12 Otto Reuter, Wetzlar, 2:53,8 Min.; 13. Heini Bergemann (Fliegerhorst Gießen), SC. Gießen, 3:00 Min. Altersklasse I: 1. Karl Althaus, SC. Gießen, 2:19,7 Min.; 2. Arthur Koch, Wetzlar, 2:38 Min.; 3. Fritz Rakosky, Wetzlar, 2:46,3 Min. Altersklasse II: 1. Walter Zerndt, SC. Gießen, 2:50 Min. Altersklasse III: 1. Gerlach. Wetzlar, 2:55,4 Min.; 2. Max Engelmann, Wetzlar, 3:33,4 Min. Frauen (Allgemeine Klasse): 1. Susi Lünz- mann, Wetzlar, 3:54,8 Min.; 2. Elline Gerlach, Wetzlar, 3:56 Min.; 3. Johanna Greb, Lauterbach, 4:06,2 Min. Frauen (Altersklasse I): 1 Frau Mengel, Wetzlar, 4:02,2 Min.; 2. Frau Gerlach, Wetzlar, 4:09,8 Min. | ! | 1 I L, * \z " Unermüdlicher Kreisfachamtsleiter Dörfner am Telephon der jj. Langlaufsieger Zörnsch, Fliegerhorst Gießen (rechts), und Burgsteiner. Frau Eleonore Keller, geb. Born im 61. Lebensjahr. Die trauernden Hinterbliebenen: 859C 862P Gießen (Schubertstraße 99). den 4. Februar 1939. B64D Vermietungen I Garbenteich, Steinberg, Großen-Buseck, 4. Februar 1939. Die Beerdigung findet am Montag. 6. Februar, nachmittags 3 Uhr statt B63D 0560 Schwerhörige möglichst aus der Haus- und Küchengeräte- oder Glas- und Porzellanbranche gesucht. Schrift!. Angebote mit Zeugnisabschriften unter 0603 an den Gieß. Anzeiger erbeten. maddien sof. gesucht. 87oD Bahnholllr.6811 Protokoll vorzubringen. Gießen, den 3. Februar 1939. Der Oberbürgermeister: Ritter. Baue gut.... mit Abermann | Verkäufe | Gebrauchter Gasherd mit Bratofen billigst abzugeb. Hessisch. Hof Frankf.Straße7. 5 Vorzüge in den Akustik-Modellen 1939! Verfeinerte Sprachfreqneni — Verbesserte Schall-Dämphmg — Hören durch Knochenleit falsch unterrichtet war. Id) versuchte es daher nochmals. Ich ging in den zweiten Stock herauf Plötzlich brach sie iäb ab, schloß die schmalen blassen Lippen und schwieg. Die Gesichter der beiden Männer waren in höchster Spannung auf sie gerichtet. „Und--unb?" drängte Schaub heftig. Evelyn schwieg, immer noch. „Dann will ich es Ihnen tagen!" sagte Schaub ruhig. „Sie gingen zu Bortefeld, Ihre Erregung steigerte sich und in höd)ster Erregung zogen Sie den Revolver und schossen —" „Es hätte so sein können!" murmelte Evelyn schließlich schwer. „Aber es war nicht so!" Schaub zog die Handtasche aus der Lade. Er hielt Evelyn die Revolverhülse hin. Nach einer Weile griff er in die Tasche und zog auch den kleinen Revolver heraus. ^„Das ist doch Ihr Revolver..." Evelyn sah verwirrt auf die Waffe. „Sie hatten ihn doch bei sich?" forschte die ruhige unerbittliche Stimme weiter. „Sie können es doch nicht leugnen!" „Ich hatte den Revolver bei mir! Aber — es ist nicht mein Revolver. Ich habe ihn nie besessen." „Interessant!" kam es in leichter Ironie aus Sd>aubs Mund. „Nicht Ihr Revolver? Wie kam er denn in Ihre Handtasche? Sie trugen ihn doch bei sich?" „Ich--ich nahm ihn jemandem fort..." „Wem?" Evelyns Gesicht trug einen abwehrenden Zug. „Das möchte ich nicht sagen ..." Es war sehr still im Zimmer. In Schaubs behäbiges Gesicht war eine langsame Röte gestiegen, er schüttelte jetzt energifd) den Kops. „Nicht sehr klug, was Sie da sagen, Fräulein Kay!" sagte er kühl. „Eine im Affekt begangene Handlung läßt sich verzeihen. Ihr Vertuschen und Verheimlichen macht die Sache schlimm ..." Plötzlich stand Evelyn auf. Sie stand hock) und schlank vor den beiden sitzenden Herren, ihr schnee- bleiches Gesicht hatte einen festen, eisernen Zug. „Ich habe keinen Anschlag auf Bortefeld verübt!" sagte sie fast rauh und sehr entschieden. „Ich sage Ihnen das jetzt zum letztenmal...!" Schaub seufzte. Dann sagte er bekümmert: „Dann erzählen Sie uns wenigstens, ob Sie Bortefeld noch gesehen und gesprochen haben beim drittenmal Ihres Besuches." „Gesehen habe ich ihn ... gesprochen nicht. Ich kam die Treppe herauf und fand die Vorzimmer von Herrn Dr. Bortefeld offen. Die Sekretärin hatte abgeschlossen, er muß wohl wieder geöffnet haben. Ich trat ins Vorzimmer. Die Tür zu feinem Arbeitsraum mar offen ..." Schaub machte ein etwas ungläubiges Gesicht, als höre er einem Märchen zu. ' । führte der Kameradschaftsführer die Schaffung des Reichskriegerbundes an, der nach dem Wunsche des Führers das Sammelbecken aller alten Soldaten darstellt. Die Kameradschaft ehern. 115er hat sich ebenfalls dem NSRKB. angeschlossen. Es wird ihre Aufgabe auch im kommenden Jahr fein, wie der Redner betonte, im gleichen Geiste wie bisher ihre Pflicht zu erfüllen. Der Kameradschaftsführer gedachte der Gefallenen des Weltkrieges und der der Bewegung und widmete auch den verstorbenen Kameraden; insbesondere dem ehern. Hauptmann d. R. der 115er, Oberlandwirtschaftsrat Dr. Otto Wagner, der als Förderer der oberhessischen Landwirtschaft bei den Oberhessen unvergessen bleiben wird, ein stilles Gedenken. Der Schriftführer, Kam. Oehlenschlägcr, erstattete den Jahresbericht, aus dem u. a. zu entnehmen war, daß die ehern. Leibgardisten auch int verflossenen Jahre bei allen größeren Veranstaltungen vertreten waren. Die Mitgliederzahl, in der sich auch zahlreiche auswärtige befinbert, hat zugenommen. Aus dem vom Rechner Kam. Strack vorgelegten Rechenschaftsbericht gingen gesunde FinanzoerHält- nisse hervor. Kameradschaftsführer Stühler erteilte hierauf dem Rechner und dem Beirat Entlastung und dankte seinen engeren Mitarbeitern für die wertvolle Unterstützung, die sie ihm zuteil werden ließen. Er dankte auch für das ihm einmütig entgegengebrachte Vertrauen, gleichzeitig sprach er der Kameradschaft und all den Kameraden, die ihm aus besonderem Anlaß ihre Verbundenheit zum Ausdruck gebracht hatten, für diese Beweise der Kameradschaft feinen Dank aus. Der Führerrat der ehern. 115er besteht aus dem stellvertr. Kameradschaftsführer Stein, dem Schriftführer Oehlenschläger, Rechner Strack und dem Schießwart Gill er. Kam. Stein sprach noch über das Versicherungswesen, das für jeden Kameraden sehr weitgehend ist, und über das Schießwesen. Es wird eine Mannschaft aufgestellt, die sich an allen Wettbewerben beteiligt. Kameradschaftsführer Stühler erinnerte daran, daß am 12.3. in Darmstadt der Verbandstag des Traditionsverbandes des ehern. Leib-Garke-Jnfan- terie-Regiment 115 stattfindet und im Juni in Kassel der Reichskriegertag abgehalten wird. Er forderte die Kameraden auf, alle ehern. 115er der Kameradschaft zuzuführen, damit die Aufgaben erfüllt werden können, die den alten Soldaten aufgetragen wurden. Bei dem anschließenden kameradschaftlichen Beisammensein kam auch der Soldatenhumor zu seinem Recht. Mein-Mainische Börse. Freundlich. Frankfurt a. M., 4. Febr. Wie erwartet, Hatte das Geschäft an der Wochenschlußbörse keinen besonderen Umfang. Da sich aber seitens der Kundschaft kleine Käufe fortsetzten, während andererseits die in den letzten Tagen vorliegenden Abgaben fast völlig aufgehört haben, blieb die Grundtendenz am Aktie n m a r k t recht freundlich, und überwiegend stellten sich durchschnittliche Besserungen von 0,50 bis 0,75 v. H. ein. Autoaktien tendierten fest, wobei Adlerwerke auf 109 (107,50), Daimler auf 138 (136,75) und BMW. auf 152,75 (152) anzogen. Stärker erhöht waren außerdem noch Bemberq mit 137,75 (136,65). Etwas lebhafter gingen Vereinigte Stahl mit 110,25 (110), IG. Farben mit 150,73 (150,25) und AEG. mit 120 (119,25) aus dem Verkehr. Der IRentenmarft lag still und meist gut behauptet. Industrie-Obligationen lagen allerdings eher etwas schwächer, so 5 v. H. Gelsenkirchen Berg mit 100,50 (100,90) und 5 v. H. Chem. Essener Steinkohle mit 100 (100,50), sowie 5 v. H. AEG. von 1936 mit 100,75 (101). Reichsaltbesitz und Reichsbahn-Vorzugsaktien zogen bis 0,13 v. H. an auf 129,20 bzw. 123,40, und im Freiverkehr bewegten sich Kommunal-Umschuldung bei unverändert 93,20 und 4 v. H. Rentenbank-Ablösung bei 88,90 bis 89 (88,75). Der Pfandbriefmarkt lag still und kursmäßig nur bei Liquidationspfandbriesen geringfügig verändert, Rheinische 101,10 (101,25), Franks. Hyp. 100,90 (101). Auch Staats- und Stadtanleihen wiesen kaum Veränderungen auf. „Sie konnten also Herrn Dr. Bortefeld sehen?" meinte er mit leisem Spott. „Ja, er war nicht allein. Es war jemand bei ihm..." Schaub richtete sich auf und sah das Mädchen kopfschüttelnd an. „Fräulein Kay, Fräulein Kay! Sind Sie nicht zu gescheit, um das Märchen vom großen Unbekannten aufzusagen?" Evelyn wurde vom spöttischen Ton der Worte nicht verletzt. „Ich wußte, daß Sie es nicht glauben würden. Es ist aber so. Es war eine Dame bei ihm. Ich wollte nicht stören und ging wieder. Dann habe ich das Funkhaus verlassen." „Es gehört zu Ihren Gewohnheiten, abends früh daheim zu sein, Fräulein Kay?" „Sie sind gut unterrichtet!" gab Evelyn bitter zurück. „Ja!" „An diesem Abend handelten Sie gegen Ihre Gewohnheit." „Ja." „Es war scheußliches Wetter draußen, Schnee und Regen. Warum gingen Sie nicht heim?" „Sie haben ja den Brief gelesen", sagte das Mädchen. „Ich mußte mit den Dingen fertig werden ..I „In Schnee unb Regen?" kam es skeptisch zurück. I „War es nicht mehr ein Schuldgefühl, was Sie I hinaustrieb, Fräulein Kay?" Plötzlich hob Evelyn den Kopf und sah den Kriminalrat gerade an. Es waren verstörte, angstvolle I Augen, die den Mann anblickten, unb doch erschien es auch, ihm plötzlich, als seien cs nicht die Augen I einer Schuldigen. Verrückt, sagte er sich. Verrückt. Plötzlich stand groß wie eine riesige Filmaufnahme das Bild des Schwerverletzten vor seinen Augen, er sah das tobbleid)e Gesicht, das blutbefleckte Oberhemd, die matt herabhängenden kraftlos gewordenen I Hände, die Bahre, die man von irgendlvoher be- I l'djafft hatte, um den Verletzten in die Hausmeister- ’ wohnung zu bringen ... Unb bann sah er bas Mädchen noch einmal forschend an. „Sie sagen also, daß eine Dame bet ihm war. Können Sie sie beschreiben?" Evelyns Gesicht wurde noch bleicher. „Nein" sagte sie hastig. Es klang wie eine Lüge unb war aud) eine. Schaubs geübtes Ohr hatte den unechten Klang der Worte sogleich aufgespürt. „3d) glaube doch, daß Sie es können", sagte er scharf. Was ist nun richtig, dachte er. Ist sie eine virtuos raffinierte Schauspielerin ober wirklich ein hilfloses, junges Weib, das nicht aus noch ein weiß? Sein Blick wurde noch schärfer. (Fortsetzung folgt!) 9J.-fpor/ nach^ ausgeglichenem Die Handballkämpse des Sonntags Vss.-R.-Wetzlar 2:0! bei- Deutsche und Wehrmachts-Schimeisterschaslen schweren Kampfes kein Glück. Der goldene Schi für Gustl Berauer von pro- Alois Funk berührte beim Ausfuhren eines blitzschnellen Rückreißers für einen Moment die Matte. "Weltergewicht: Ein äußerst harter Kampf entspann sich zwischen dem ausgezeichneten Dauth (Hanau) und Adolf Klotz (Gießen). Beide Ringer gaben sich zunächst keine Blöße. Klotz ging plötzlich durch schulterschwung in Führung und siegte kurz darauf durch seitlichen Untergriff. Mittelgewicht: Weber (Gießen) erhält die Punkte kampflos. ^Halbschwergewicht: Der junge Gießener Schmidt ist gegen Weide (Hanau) 'm Gewicht stark benachteiligt und unterliegt durch Eindrücken der Brücke. Schmidt ist jedoch ein vielversprechendes Talent, das noch von sich hören lassen wird. Schwergewicht: Durch das Fehlen des er- Jm Gewichtheben zeigten Nold, Fritz Funk, Mat« tieß, Schmidt und' Rabow gute Durchschnittsleistungen. iQriet, HM inen beson» Kundschas! seits die in fast völlig j am Al' bcrmiegent i von (WO fest, wobt! 1 auf 138 ) anzogrn mbera mit Bereinig!! it 150,1 i dem Bei Bayern und Schlesien im Endspiel. Zweimal 2:1 in der Vorschlußrunde zum Reichsbund-Pokal. Auch bie Vorschlußrunde zum Reichsbund-Pokal der Auhball-Gaumannschaften brachte am Sonntag wieder eine große Ueberraschung.- Schlesien, der große ..Außenseiter", schlug in Stuttgart die sieghafte Elf der Württemberger, die einen ausgesprochen schlechten Tag hatte, verdient mit 2:1, und mit dem gleichen Ergebnis, das allerdings erst in der Verlängerung erzielt wurde, schaffte sich Bayern in München ins Endspiel am 5. März. Dem Münchner Treffen wohnten 20 000 und dem Spiet in Stutt- gart 55 000 Zuschauer bei. Fuhball der (Hauliaa-Mannschafien ® ? “ H essen : Kewa Wachenbuchen — SC. 03 Hanau 93 — Hessen Hersfeld 5:1; DsB. Friedberg — VfB. Großauheim 2:1; Kurhessen Kassel — BC. SportKassel 2:1. ®au Südwest: Eintracht Frankfurt — SV Man sollte eigentlich annehmen, daß sich die Mannschaften der Bezirksklasse über die Folgen eines etwaigen Nichtantretens klar wären. Und doch kommt es immer wieder vor,, daß es dadurch kompjlose Punktgewinne gibt. Diesmal war es VfL. 1860 Marburg, der dem Spiel gegen Mtv. Gießen fernblieb. 1. und 2. Kreisklasse. Tv. Gröningen — Tv. Dillenburg 4:5 (2:3) Tv. Ahbach — Tv. Rauborn 20:2 (7:1) Mtv. Gießen II — VfB.-R. Gießen 5:3 Tv. Krofdorf — Tv. Londorf 6:7 (3:4). Wer mit einem sicheren Sieg der Grüninaer auf eigenem Platz gerechnet hatte, der sah sich eines besseren belehrt. Die Mannschaft war auch diesmal wieder ausgesprochen schlecht, sonst hätte es zu einer Die Spiele des Sonntags sind, abgesehen einigen kleinen Ueberraschungen im übrigen grammgemäß verlaufen. Bezirksklasse. Spannende Kämpfe auf der Matte. ..Reichsbahn-Eiche" Hanau besiegt Gießen 93 5 :2. Erwartungsgemäß unterlag die Gießener Mannschaft dem Tabellenersten mit dem erwähnten Ergebnis. Die Hanauer stellten eine äußerst kampfstarke Mannschaft, die den Gießenern auch körperlich überlegen war. Es gab schöne Kämpfe zu sehen, die bewiesen, daß es um den Nachwuchs nicht schlecht bestellt ist. ' Die Ergebnisse. Bantamgewicht: Dem 'n über 500 Kämp- fcn erprobten Hanauer Konrad Müller leistete der junge Gießener Dern herzhaften Widerstand und zeigte schöne Paraden. In der Bodenrunde siegte der stärkere Hanauer durch Eindrücken der Brücke Federgewicht: Der Gewichtheber Fritz Fuilk zeigte auch im Ringen anständiges Können und eistete dem Hanauer Kurt Müller längeren Widerstand, bis ihn in der 5. Minute durch Eindrücken der Brücke das Schicksal ereilte. Leichtgewicht: Dieser Kampf war der schönste des Abends. In Schronklcr (Hanau) und Alois Funk standen sich zwei ausgezeichnete Techniker gegenüber. Blitzschnell wechselten die Situationen, bald war Schrankler im Vorteil, bald Funk. In der '6. Minute kam das unerwartete Ende, denn Umgestaltung des Ergebnisses reichen müssen. — Auch Nauborn kann sich vermutlich in der 1. Kreisklasse nicht mehr halten. Die Mannschaft macht schon seit geraumer Zeit eine Krise durch, die ihr Niederlage auf Niederlage einbringt. Krofdorf verlor diesmal nur knapp, obwohl die Mannschaft nur ersatzgeschwächt antreten konnte. Mlv. II — VfB.-Reichsbahn 1 5:3 (4:1). Infolge plötzlicher Erkrankung erhielten die Männerturner noch kurz vor dem Spiel eine Absage der Marburger; somit führt der Mtv. weiterhin die Tabelle in der Bezirksklasse an. Der kommende Sonntag sollte im Spiel gegen die Luftwaffe eine Klärung der Spitzenfrage geben. Die zweite Elf der Männerturner gewann ihr kleines Lokalderby gegen die erste Mannschaft des VfB.-Reichsbahn mit 5:3 Toren verdient. Der VfB: hatte von Beginn schon den Nachteil nur mit zehn Mann anzutreten. Zudem verlor die Mannschaft noch einen Spieler durch Platzverweis. Das Spiel stand auf feiner allzugroßen Höhe, Platzverhältnisse, bzw. Glätte des Bodens machten beiden Mannschaften viel zu schaffen. Der dem Spiel anwesende Kreis-Schiedsrichter-Obmann sprang für den ausgebliebenen Schiedsrichter ein und leitete den Kampf einwandfrei. Die Männerturner gehen gleich zu Beginn durch Lindenstruth mit 1:0 zur Führung. Eine leichte Ueberlegenheit der Platzmannschaft bringt bis zur Halbzeit einen Vorsprung von 4:1. Die zweite Spielhälfte gestaltet sich für die Gäste etwas günstiger, sie verkürzen das Ergebnis auf 4:2. Ein ausgeglichener Endkampf läßt beide Mannschaften noch einmal erfolgreich werden und beendet das Sviel mit einem verdienten Siege der Männerturner. -B- flune Sportnotizen Deutsche Seglererfolge gab es bei der internationalen Segel-Regatta vor Genua. Die beiden Kriegsmarine-Boote Pegasus (Oblt. Kop- penhagen) und Eapella (Lt. Christiansen) belegten die beiden ersten Plätze. In der 6-m-K-Klasse wurde Dr. Collignon (Berlin) Zweiter. Die italienischen Fechter waren beim internationalen Turnier in Innsbruck sehr erfolgreich. Der Olympiasieger Marzi gewann den Florettkampf vor dem Deutschen Heim (Offenbach a. M.) uni) Eisenecker (Frankfurt a. M.) und sein Landsmann Manqiarotti siegte im Degenkampf. Als bester Deutscher kam-hier Hil- debrandt (ff Berlin) auf den vierten Platz. 'd dankte ?lle Uni Ben. (Ff gebrachte ^^fchaft MOnb^tem r Mrach, Wft seine» besteh. Stein, "echner 'cherun^, wachend ine Mann, ^bewerben -rte daran, idstag des foe-Jnfan» ri in Kaf. ’• Er for. r der ’en erfüllt ufgetragen ichen Bei. zu feinem Der Beginn des Endkampfes um die Tabellengestaltung bzw. die Verfolgung des Tabellenführers erlebte gestern mit dem Spiel VfB.-R. — Wetzlar seinen Anfang. Bei den anderen Spielen blieb auch eine Ueberraschung nicht aus, und zwar die, daß Naunheim in Ehringshausen mit 1:0 unterlag. Dadurch hat sich in der Spitzengruppe der Tabelle eine große Wandlung vollzogen. VfB.-R. — Wetzlar 2:0 Steinberg — Frohnhausen 4:2 Ehringshausen — Raunheim 1:0 Bissenberg — Sinn 1:1. Die Teutonen kamen gegen Frohnhausen zu dem erwartetey Sieg, der in dem Torergebnis jedoch nicht den richtigen Ausdruck findet, womit der klare Vorsprung weiterhin gewährleistet bleibt. Ehringshausen brachte dos Kunststück fertig und legt« die Naunheimer mit 1:0 herein, wodurch der Kampf durch Hüftschwung. Ein Jugendturnier gewann Fritz Dem vor Paul Hatz und Oskar Rabow. 'W Eine Vorentscheidung gefallen VfB.-B. auf dem zweiten Tabellenplatz. krankten Becker (Gießen) wird Häfner (Hanau) kampflos Sieger. In einem Einlagekampf besiegte Schmidt seinen Dereinskameraden Weber XMlh- allete irchen W. :m. Wn D.j). M Ibesitz Hf! 13 d.V kehr dem unoeränk g bei W ia still uni esen gering 25), Fron!! tadtanleihtl WC sö ,?,e d« >L ann m ° «°g. bcn wird, Häger • ent. ‘ Qud) ini ontoltun. ’? sich äugenom. 'gelegten 'Zverhäit. Spezialsprtngen. Josef Bradl Springermeistcr. Mit dem Spezialsprunglauf am Sonntag wurden die Deutschen und Wehrmachtsschirneisterschaften a b* geschlossen. Der große Favorit Josef Bradl (Innsbruck) bewies feine große Form erneut, obwohl man ihm von Zeit zu Zeit feine Sturzverletzung doch noch anmerkte. Er wurde nach einer harten Auseinandersetzung mit dem Titelverteidiger Oberjäger Franz Haselberger mit 6,3 Punkten vor diesem Sprunglaufmeister mit der Note 227,6. Hans Marr (Oberhof) belegte den 3. Platz. Paul Kraus (Johanngeorgenstadt) verscherzte sich seine Aussichten durch einen Sturz bei 70 Meter im zweiten Durchgang. Bradl wartete mit 67 Meter auch mit der größten Weite auf. Die gesamte deutsche Sonderklasse war zu dieser ersten großdeutschen Springermeisterschaft auf der Hindenburgschanze versammelt. Bei herrlichem Winterwetter hatten sich 20 000 Zuschauer eingefunden. Die Sonne setzte allerdings dem Schnee derart zu, daß sein Zustand immer schlechter wurde und man auf den dritten Durchgang verzichtete. Auch der böige Wind machte den Springern zu schaffen. Nach dem ersten Durchgang führte Bradl mit 108 Punkten von Hans Lahr (Harrachsdorf) 107, Josef Haslinger (Berchtesgaden), der mit 65 Meter den weitesten Sprung gestanden hatte und die Note 105 erhielt, sowie Hans Lahr mit der gleichen Note. Dann kam Paul Kraus (Johanngeorgenstadt) mit 104 Punkten. Paul Kraus ging im zweiten Durchgang aufs Ganze, doch stürzte er bei 70 Meter. Das gleiche Geschick ereilte noch Gust Berauer und Oskar Weisheit. Hans Marr und Oberjäger Häckel konnten sich durch wunderschöne Sprünge noch weit nach vorne schaffen. Der Staffellaus. Rcichenhaller Jäger im Pech. Einen unvermuteten Ausgang nahm bei den Deutschen und Wehrmacht - Schimeisterschaften in Oberhof am Sonntag der 4X10-km-Staffellauf. Die schon nach dem ersten Wechsel weit in Führung gegangenen Reichenhaller Gebirgsjäger kamen um die Titel, als der Schlußmann Zängel in einer Bodenwelle beide Schier brach und aufgeben mußte, obwohl er einen kaum mehr aufholbaren Vorsprung hatte. Die mit erheblichem Abstand folgende ff'« Sportgemeinschaft München mit Haberle, Pesentheiner, oeibolö und Bogner sicherte sich dann in 3:17,21 Stunden den Deutschen - Meister - Titel gegen die Junker der Ordensburg Sonthofen, die 25 Sekunden mehr benötigten, und den neuen Wehrmachtsmeister, Pionierbataillon 54. Flachlandmeister wurde die Schigilde Rotweiß Berlin vor der SA -Kampfspielgemeinschaft Fulda, deren zweiter Platz in der starken Gegnerschaft hochachtbar ist. Zusammen mit den Mittelgebirgs- und Hoch- gebirgstruppen nahmen die Mannschatten der Gaue 4, 5, 6, 8, 9, 15, 16, 17 und 18 den Kampf der Hochlandgruppen auf. Die Strecke war nicht leicht zu laufen, davon zeugt, daß trotz Einsatzes von vier Mann auf der 40 Kilometer langen Reise mehr Zeit benötigt wurde als tags zuvor im 50-Kilometer-Dauerlauf. Vor 5000 Zuschauern ging der Start vor sich. Nach dem ersten Wechsel hatte das Pionierbataillon 54 einen Vorsprung von 150 Meter gegen die Reichenhaller Gebirgsjäger, die Hirschberger und Münchener ff. Oberjäger Fal - l e r lief aber auf dem zweiten Abschnitt für die Reichenhaller ein großes Rennen und brachte seine Staffel weit in Front. Auf dem dritten Abschnitt gab es wenige Veränderungen. Die Ordensburg schönen Kombinationsfußball, aber die Torerfolge blieben aus. Trotz größter Anstrengungen konnten ste bis zur Pause nichts mehr erreichen. Frohnhausen kam auch manchmal gefährlich durch, aber aud) hier waren alle Anstrengungen vergebens, so daß man schließlich mit der l:0-Führung der Teutonen zur Pause schritt. Nach Wiederanpfiff ergab sich das gleiche Bild, oteinberg war sofort im gegnerischen Strafraum und erzwang einen Eckball. Den schon getretenen Ball beförderte wiederum Schmidt mit dem Kopfe ins Netz. Eine fabelhafte Leistung! Nun setzte auch Frohnhausen zu Gewaltangriffen an, und als Happel einen Ball fallen ließ, brauchte der Gäste-Halb- linke nur noch einzuschießen. Angefeuert durch diesen Erfolg versuchten sie noch mehr zu Torehren zu kommen, aber vorläufig kam es noch nicht dazu. Im Gegenteil: Däublin erzielte noch ein 4. Tor. Aber auch Frohnhausen war noch einmal erfolgreich. Diesmal war es ein Deckungsfehler, den der Gäste- Halblinke mit einem Torschuß ausnützte. Die Teutonen verließen als verdiente Sieger das Feld. T zweite Mannschaft zeigte nichts Außergewöhnliches, sonst hätte sie dieses Spiel gewonnen. ielb sehen' jemand V äs Mach Sie nid)t! llnbütünnki der d-n «ück- ?i ihm- \ mn habe i- abends frä Evelyn bM gegen A' I Plauener Soldaten. Mit 150 Meter Vorsprung ging Zangel als letzter Läufer der Rcichenhaller ins Rennen. Zängel vergrößerte noch den Vorsprung vor der Münchener ff, und Willy Bogner sagte später selbst, daß er Zängel nie gesehen habe. Da brach sich der Neichenyaller beide Schi und mußte aufgeben. Ungefährdet führte nun Bogner seine ---Staffel zum Sieg und zur Meisterschaft. Bei der Flachlandgruppe zeigte sich die Schigilde Rotweiß Berlin in ausgezeichneter Form. Sie holte mehrere Staffeln der mit zehn Minuten Vorsprung gestarteten Hochlandgruppe ein und siegte überlegen in 3:43,59 Stunden. Sehr gut hielten sich auch die hessischen Schiläufer, gelang es doch der SA.-Kampfspielgemeinschaft Fulda mit 3:45,09 den zweiten und der Kasseler Turngemeinde Hessen- Preußen in 3:45,48 den dritten Platz zu erobern. Selten wohl lag über dem Ausgang einer deutschen Schimeisterschaft in der nordischen Kombination eine solche Spannung wie diesmal in Oberhof. Bier Mann, Oberjäger B u r k, Gustl Berauer, der blonde Titelverteidiger Günther Meergans und der Münchener Altmeister Willy Bogner, glaubten nach ihrem vorzüglichen Abschneiden im Langlauf noch an den Sieg, weil sie sich gerade im Sprunglauf am Samstag viel zutrauen durften. Und so tarn es zu einem erbitterten Kampf, den schließlich der Sieger von Garmisch-Partenkirchen, ®uftl Berauer (Petzer) gewann. Auf dem zweiten Platz endete Oberjäger Günther Meergans, der sich damit den Titel des Wehrmachtsmeisters erkämpfte. Unterfeldwebel Christi Merz verdrängte erwartungsgemäß noch Willy Bogner vom dritten Platz. Hans Lahr und der Ostmärker Josef Gstrein waren die Nächstem Der Lcmglauf-Sieaer Oberjäger Burk hotte in der entscheidenden Minute des Es mögen wohl 1000 Zuschauer gewesen sein, die Zeuge eines spannenden und schnellen Spiels wurden, das die Grünweißen verdient gewinnen konnten. Die Grünweißen lieferten ein großes Spiel, nur eine große Portion Schußpech ließ die Niederlage der Gäste so niedrig ausfallen Die Mannschaft, die in der Aufstellung: Wunderlich, Leutheuser I.. ^choller, Krämer, Kramer, Lehrmund, Berlenbach, Fischer, Drumm, Heß, Szponick spielte, konnte allgemein gefallen und wird noch manchem Gegner »gefährlich werden. Jeder einzelne tat seine Pflicht, mur Berlenbach wirkte matt. Die Gäste stellten eine l^arte, wuchtige Mannschaft, die technisch den Grün- 'weißen nicht gewachsen war, aber durch ihre große 'Harte unangenehm auffiel. Wohl war die Läuferreihe sehr gut, jedoch konnte sich der Sturm durch Die liebevolle Bewachung nicht entfalten. Vorerst begann das Spiel mit vorsichtigem Ab- Laften des Gegners, die Grünweißen fanden sich schnell und trugen gefährliche Angriffe vor des Gegners Tor. Ein Freistoß, von Kramer wuchtig ge- reten, verfehlte fein Ziel. Auf der anderen Seite niar Blech gut durchgekommen, und dessen Schuß enkte Wunderlich in feiner Manier über das Tor. Die Ecke für die Gäste brachte nichts ein. VfB. Drängte auf Erfolge, aber die Schüsse waren zu ungenau und wurden mühelos abgewehrt. Wetzlar rzielte zwei weitere Ecken, ohne aber zu Erfolgen u gelangen. Bei einem Freistoß, den Lehrmund ichön vor das Tor gab, wurde der Ball nach vielem •in und her von Berlebach zum Führungstor eingedrückt. Dieses Tor sollte das einzige der ersten Halbzeit fein, denn der Torwart hielt die unglaub- ichsten Bälle. Eine große Chance vergab Heß, der iine Ecke neben das Tor köpfte. Berlenbach hat Wieder eine zwingende Torchance, jedoch ging der ^chuß daneben. Die Wetzlarer konnten sich nur iurch einzelne Durchbrüche Luft schaffen, die aber •on der aufmerksamen Hintermannschaft abgestoppt rierben. Kurz vor der Pause hatte Heß, allein :or dem Tore stehend, Gelegenheit, die Torquote u erhöhen, aber er schoß zu unplaciert, und der orwart konnte noch zur Ecke lenken, die aber ins lus ging. Nach dem Wechsel sah man die Gäste wieder nehr im Angriff. Sie hatten sich etwas oorgenom- nen. Die Hintermannschaft war aber nicht zu über« r inben. Das Spiel würbe offener, ohne aber an -eempo zu verlieren. Balb war ber Ball vor bem loore ber Grünweißen, und burch wuchtigen Schuß >on Kramer waren bis Grünweißen vor bem Tore t r Wetzlarer. Berlenbach gab gut zur Mitte, Heß k pfte, aber baneben. Der Sturm ber Grünweißen Dürfte etwas matt, bie Spieler hielten ben Ball zu lange, so daß immer wieder ein Gegner dazwischen- hiringen konnte. Mehrere Ecken wurden vergeben, und erst kurz vor Schluß (85. Minute) fiel bas weite Tor. Heß war allein burchgegangen, flankte hön vor bas Tor, bort konnte Zielberg nur mit bir Hanb abwehren. Den fälligen Elfmeterball ver- nnnbelte Szponick sicher. Jetzt mürben die Gäste ((i)r hart, und Fischer würbe ihr Opfer. Auch Ber- lmbach mürbe, obwohl er ohne Ball mar, getreten, flier ber Elfmeterball blieb aus. E B.-K. II. — Sportverein 05 Wetzlar II. 7:0 (3:0). .Die zweite Mannschaft hat sich in eine große i lYirm hineingespielt und konnte bie nicht schlechten TÄste mit einer beutlichen Nieberlage heimschicken. Inifonia Steinberg I — Frohnhausen I 4:2 (1:0). ußinen weiteren Erfolg konnte gestern bie Elf ber • Diutonen verzeichnen. Gelang es ihr boch, die ge- ü'chteten „Dränier" nach stets überlegenem Spiel it besiegen. Frohnhausen stellte eine körperlich kräf- ür Mannschaft, die sich vollkommen ihrer Auf- i jene bewußt war. Unter ber Leitung von Wingenfelb (Fulda) Ulten sich die Teutonen in folgenber Aufstellung: Happel; Jung, K. Schmanbt; H. Schmanbt, Hederich, fett; Lang, Däublin, Schmibt, Haas, Buß. Sofort ach Anstoß übernähmest die Teutonen das Kom- Kmbo. Bereits in der 7. Minute erzielte Schmidt | tos; Führungstor. Ein Mißverständnis in der stiohnhausener Abwehr nutzte Schmidt aus und h »ß wuchtig ein. In ber Folge arbeiteten bie Teu- 1 "2N noch manche Gelegenheiten heraus, aber es ! dichte nicht zum Torschuß. Die Steinberger zeigten i Wiesbaden 1:0; Reichsbahn Frankfurt — FSV Frankfurt 1:1; FK. 03 Pirmasens — Wormatia Worms 1:1; Bor. Neunkirchen — Kickers Offenbach 3:1; FD. Saarbrücken — TSG- 61 Ludwigshafen 3:1. (Bau Bayern: Jahn Regensburg — 1 FC Nürnberg 7:0. H u Aus benachbarten Bezirksklassen. : P^nik Bad Silbel gegen »V. Bad-Nauheim 3:0; FEV. Niederslorftadt gegen RTSV. 05 Bad Hamberg 1:5; SS Groft- ~ TSG. Blchbach kpfl. f. Gr.; Sitt. Ober- ^berschmitten kpfl. f. Ober-Roftb.; 1-, 0^ Oberursel — SV. Obermärlen kpfl. für Obermorlen; SA. Nidda - TSV. Massenheim 4:1 Gruppe Marburg: Ockershaufen — Sarnau 1:1; Wetter — Eckelshausen 3:0; Bottenhorn gegen Hartenrod 0:4; Breidenbach — Wallau 6:1. hanbballergebnisse ber Gauliga Hessen. ^A'rr^sel — Jahn Genfunaen 14:4; CT. Hcss.- Arolsen 5:6; Tuspo. 86/09 Kassel IUfP° Kaufen - Zweite Tabellenplatz unb wohl auch die letzte Hoff- nung auf einen der vorderen Plätze verloren ging Sie Begegnung Bissenberg — Sinn blieb trotz der größten Anstrengungen beider Mannschaften bei einem Unentschieden. Die Tabelle hat jetzt folgendes Aussehen: Der Sprunglauf. Der Sprunglauf auf der Hindenburgschanze, der über die Vergebung des deutschen Meistertttels ent» scheiden sollte, stellte an die Aktiven große Anforderungen. Der Schnee mar etwas stumpf geworben. Derständlicherweise legten sich die Springer im ersten Durchgang eine weise Zurückhaltung auf. Der weiteste Sprung, der auch am besten bewertet wurde, glückte Hans Lahr mit 63 Meter. Der knappe Punktunterschied zwischen den Spitzenreitern zwang nun im zweiten Gang alle Favoriten zu verschärftem Einsatz. Ruhig flog Bernauer bis zur 64-Meter-Marke. Er kam glatt auf unb schwang im Auslauf sicher unb beherrscht ab. Die sofort verkündete Haltunasnot ließ keinen Zweifel mehr, baß sich der Sudetendeutsche mit diesem Sprung den Titel des deutschen Meisters^ erkämpft hatte. Eisgruber stürzte bei 70 Meter, Lahr machte mit einem famosen 65-Meter-Sprung Boden gut. Günther Meergans kam drei Meter weiter als sein großer Rivale Berauer, wurde aber für einen sehr schönen Sprung nicht sonderlich gut bewertet. Echi-Mralhon. Der Schlesier Herbert L e u p o l d , der nun schon feit über einem Jahrzehnt zu unseren tüchtigsten Schi-Dauerläufern gehört, errang am Samstag in Oberhof abermals den Sieg im Deutschen Schi-Marathon, der schwierigsten und härtesten In Katzenfurt trat der eigenartige Fall ein, baß Zwei Schiedsrichter in Aktion traten. Unter diesen Umständen ist kaum anzunehmen, daß das Spiel nach dem Endergebnis gewertet werden kann. Die endgültige Entscheidung ergeht in Kürze. Garbenheim konnte diesmal in allen Teilen gefallen. Die Mannschaft wies keinen schwachen Punkt auf und gewann, wie sie wollte. Das Ergebnis fiel allerdings etwas zu hoch aus und mifb so den ' ' beseitigen Leistungen nicht restlos gerecht. »en. y. heim? i ite das »erben hl, * - I-h 6«» D H die ™ Sfc ierr11- s \ Sei *Ä. Tv. Heuchelheim — 1900 Gießen 11:4 (2:3) AUv. Gießen — 1860 Marburg kampflos für Mtv. Tv. Hörnsheim — Tv. V.-Riedergirmes 10:6 (7:2) Tv. katzenfurt — Tv. Lühel-cinden 2:6 (0:0) Tv. Garbenheim — Tv. Wetzlar 18:5 (8:3). Eine Halbzeit lang konnte 1900 dem Ansturm der Platzbesitzer standhalten. Dann mar es allerdings vorbei. In einem anständigen und jeder Zeit spannenden Spiel mußten sich die Gießener einwandfrei geschlagen bekennen. Ob das Ergebnis allerdings gewertet werden kann, steht einstweilen noch nicht fest, weil wieder einmal der Unparteiische ausblieb. Eine recht gute Leistung bot diesmal W.-Nieder- girmes, das Hörnsheim schwer zusetzte und sich erst nach hartem Kampf geschlagen begab. Allerdings darf nicht außer acht gelassen werden, daß die Platz- besiher mit Ersatz antraten und so die sonst übliche Geschlossenheit der Leistung vermissen ließen. der Deutschen und Wehrmacht-Schi-1Sonthofen erkämpfte sich den dritten Platz gegen die meisterschaften. Der letzt in Berlin lebende Schlesier ""--------------- " 9 ” - Hot damit erneut der nachdrängenden Jugend erfolg-1 reichen Widerstand geleistet und bewiesen, daß er noch immer als Vorbild unserer Dauerläufer zu gelten hat. Diesmal fiel dem Meister der Jahre 1936 und 1937 der Sieg allerdings sehr, sehr schwer. Als er aber auf den letzten 10 km zum Endspurt ansetzte und all seine Erfahrung und Kraft ausspielte, da nutzte seinen jüngeren Gegnern aller kämpferische Einsatz nichts mehr. Leupold gewann in der prächtigen Zeit von 3:08,29 Stunden vor Rttttthias ’ Kern (München) in 3:10,01, Alois Horn (Polaun) ! mit 3:10,47 und Hans Obermann (Kanzelhöhe). Uffz. Poppa, (l./J.-R. 10), der als Zehnter der ' Gesamtwertung einkam, wurde in 3:17,29 Stunden 1 wie im vergangenen Jahre Wehrmachtmeister. 1 Spiele Gew. Unentsch. Verl. Pkte. Steinberg 14 11 2 1 24:4 VfB.-R. 13 9 0 4 18:8 Naunheim 13 8 1 4 17:9 Wetzlar 14 7 3 4 17:11 1900 11 5 4 2 14:8 Frohnhausen 14 5 2 7 12:16 Bissenberg 14 4 4 6 12:16 Sinn 14 3 4 7 10:18 Ehringshausen 14 3 0 11 6:22 Burg 13 0 4 9 4:22 Deutscher Eislauf-Triumph. Herber-Baier wieder Europameister. Die am Samstag in dem polnischen Winterkurort Zakopane entschiedene Europameisterschaft der Paare im Eiskunstlauf wurde zu einem wahren Triumph der deutschen Eislaufkunst. Das deutsche Meisterpaar Herber-Baier verteidigte seinen Titel erfolgreich gegen die Geschwister Erich und Ilse P a u s i n und Inge Koch- Günther N o a cf. Das vierte deutsche Paar Gisela Grätz - Otto Weiß belegte einen ehrenvollen s"chsten Platz. — Herber-Baier zeigten in ihrer Kür eine unübertreffliche Meisterleistung. Zn wundervoller Zusammenarbeit nützten sie zu ihrer? schwierigen Programm den ganzen Platz aus und erhielten von allen Punktrichtern den ersten Platz zugesprochen. Die Geschwister Pausin liefen wieder elegant und schwungvoll, erreichten aber nicht den Schwierigkeitsgrad unseres Weltmeisterpaares. Wiener LämerimEistanzhervmragend Winkelmann-Löhner Reichssieger im Eistanz. Neun Paare traten am Samstagabend in der ausverkauften Essener Eissporthalle zu einem Reichswettbewerb im Eistänzen an. Die Zuschauer begeisterten sich an den eleganten und beschwingten Vorführungen, die alle Bewerber um den Reichssieg zeigten. Aus der Fülle des Gebotenen ragten der Walzer von Winkelmann-Löhner, der Kirschblütentanz von Wagner-Staniek und der Tango von Stöhr-Hackl hervor. Ueberhaupt waren die Wiener Läufer und Läuferinnen eine Klasse für sich und legten auf die ersten sechs Preise Beschlag. Reichssieger wurde das öorjähriqe österreichische Meisterpaar Winkelmann-Löhner vom Wiener EV. mit Platzziffer 7 und 11,32 Punkten vor Wagner-Staniek und Stöhr-Hackl. Im Rahmenprogramm wurde Benno Faltermeier für seine urkomischen Darbietungen reich mit Beifall belohnt. Oer Lette Bersinsch Europameister. Norwegens Eisschnellauf-Garde geschlagen. Der 22jährige lettische Ingenieur Alfons Bersinsch vollbrachte bei den Europameisterschaften der Eisschnelläufer in Riga das Meisterstück, die Vorherrschaft Norwegens zu brechen und den Titel zum erstenmal für Lettland zu gewinnen. Mit den hervorragenden Plätzen in den 500-, 1500- und 3000= Meter-Läufen und mit einem Siege im abschließenden 5000-Meter-Lauf stellte Bersinsch seinen Endsieg mit 216,973 Punkten vor dem Titelverteidiger M a - t h i s e n (Norwegen) sicher. Als bester Deutscher kam Max S t i e p l auf den zehnten Platz in der Gesamtwertung, während unser Meister Karl Wazulek Dreizehnter wurde. Eishockey-Weltmeisterschast. Mit drei Spielen in drei verschiedenen Gruppen wurden am Samstagnachmitlag die Kämpfe um die Eishockey-Weltmeisterschaft in Basel und Zü-, rief) fortgesetzt. Dabei erlitten Lettland, Holland I und Finnland jeweils ihre zweite Niederlage und kommen damit für die Zwischenrunde nicht mehr in Frage. Die deutsche Eishockeymannschaft wurde hei den Weltmeisterschaftskämpfen in Basel am Samstagabend geschlagen. Sie verlor gegen USA. mit 0:4 (0:2, 0:0, 0:2) Toren. Die Schweiz war in Zürich mit 23:0 (7:0, 7:0, 9:0) erfolgreich. Deutschland und Italien war es Vorbehalten, den dramatischsten Vorrundenkampf zur Eishockey- Weltmeisterschaft in Basel auszutragen. Bis zur Erschöpfung kämpfte man auf beiden Seiten und die Deutschen, die während des ganzen Kampfes drückend überlegen waren, mußten sich schließlich mit einem 4:4 (0:1, 2:3, 2:0) Unentschieden begnügen, nachdem der erbitterte Kampf dreimal (jeweils für zweimal 5 Minuten) verlängert worden war. Deutschland gewinnt den „Königspokal". Der Königspokal-Tenniskampf zwischen Deutschland und Dänemark wurde bereits am Samstag in der Uhlenhorster Tennishalle in Hamburg zugunsten Deutschlands entschieden. Heikel-Menzel schlugen Plougman-Gerdes 6:0, 6:4, 6:2 und stellten damit das Gesamtergebnis auf 3:0. Deutschland wurde damit Sieger in diesem Hallentennis-Wettbewerb und gewann den von König Gustaf von Schweden gestifteten Wanderpreis. Am Sonntag wurde der Kampf mit den beiden letzten Einzelspielen beendet. Redl (D.) schlug Gerdes (Dü.) mit 6:3, 6:3, 6:2 und Henkel (D.) bezwang Plougman (Dä.) 6:2, 6:1, 6:3, so daß der Endstand 5:0 lautet. D i e Davispokal-Auslosung für den Wettbewerb 1939 wurde in Neuyork vorgenommen. Von den 20 Ländern, die in der Europazone spielen, kommen 12 kampflos in die zweite Runde. Deutschland muß gleich in der ersten Runde antreten und trifft hier auf die Mannschaft der Schweiz. Zuwachs in der Fußball-Bezirksklaffe. Aßlar nimmt an der Runde teil. Durch Anordnung des NSRL. ist der VfB. 24 «Aßlar der Bezirksklaffe zugeteilt worden. Aßlar nimmt ohne Punktwertung an den Rückspielen teil. Am Ende der Spielrunde finden zwischen Aßlar und den beiden Tabellenletzten — voraussichtlich Burg und Ehringshausen — Vor- und Rückspiele statt. Diese Spiele dienen zur Ermittlung des Vereines, der in der Bezirksklasse verbleibt. Somit t>at Aßlar zu beweisen, daß es den beiden Tabellenletzten in der Spielstärke voraus ist. Anderseits haben die beiden Letzten noch einmal Gelegenheit, sich die Klassenzugehörigkeit zu erhalten. Am 19. Februar finden keine Pflichtspiele in der Bezirksklasse statt. An diesem Tage werden die Bezirksklassenvereine mit den aus den Kreisklassei« Pokalspielen hervorgegangenen Siegern in Pokalst spielen Zusammentreffen. Im ganzen sind fiebere Paarungen vorgesehen. Die aus diesen Pokalspielen verbleibenden Sieger werden am 5. März miteinander gepaart. . Durch die Anordnung in bezug auf Aßlar und durch das Eingreifen der Bezirtsklassenoereine in die Tschammer-Pokalspiele werden die Termins wesentlich geändert und können nur jeweilig eine Woche vorher festgelegt werden. Am 19. Februar herrscht im politischen Kreise Gießen für alle Vereine Spielverbot, weil an diesem Tage in Gießen die internationale Basketball- runde stattfindet. Die Pokalspiele werden alle außerhalb des Kreises gelegt. Der Mercedes-Benz -R en n tö a g e n , der in Kürze auf der neuen Dessauer Rekordstrecke zu Rekordversuchen eingesetzt werden soll, wurde am Donnerstag auf der Reichsautobahn bei Stuttgart noch einmal einer Prüfung unterzogen. Nach Ansicht der Werks-Ingenieure hat der Wagen den Erwartungen entsprochen. Glatteis und Rebel. Lerkehrsunfälle bei Steinbach. - Zehn Kraftfahrzeuge ineinander gefahren. Die starke Nebelbildung in Verbindung mit Glatteis am heutigen Montagfrüh hat auf der Landstraße Gießen — Steinbach kurz vor diesem Ort und zum Teil auch im Orte selbst eine Anzahl Verkehrsunfälle verursacht. Zunächst fuhr in der letzten Nacht ein Motorradler auf der glatten Straße im dichten Nebel gegen ein Haus, wodurch allerlei Sachschaden entstand, zum Glück aber Personen nicht zu Schaden kamen. Heute früh rannten in der Kurve am Ortsausgang von Steinbach nach Lich zu im Nebel zwei Personenautos aufeinander, die beide erhebliche Schäden erlitten; auch hier kamen zum Glück Personen nicht zu Schaden. D^r schwerste Unfall ereignete sich am heutigen frühen Vormittag kurz vor Steinbach auf der Landstraße nach Gießen zu. Hier mußte auf der abschüssigen Straße in der Kurve ein Lastauto wegen des Glatteises halten, und es konnte auch die Fahrt nicht fortsetzen. Auf dieses schwere Fahrzeug fuhren nun in der dichten Nebelwand auf der glatten Straße vier weitere Lastautos mit drei Anhängern und außerdem noch zwei Personenwagen auf. Die Folge war ein erhebliches Durcheinander von insgesamt fünf Lastautos, drei Anhängern und zwei Personenwagen, insgesamt also zehn Fahrzeugen, die sämtlich Sachschaden erlitten, zum Teil sogar erheblich. Das Gewirr von Autos ist so stark, daß heute vormittag gegen 11 Uhr die Landstraße noch gesperrt war und der Verkehr über einen nahegelegenen Feldweg umgeleitet werden mußte. IGLO RI R Heute Montag 660 A Erstaufführung des Curt-Goetz-Filmes Seit Wochen das Tagesgespräch von Berlin Edgar BORRMANN5 Gießen, Neustadt 5-7, Ruf 4165 u. 4156 1. Ziehungstag 4. Februar 1939 3n der heutigen Dormittagsziehung wurden gezogen 90106 211714 56274 60384 65284 66670 93228 7319 12288 13360 24139 CURT GOETZ .der amüsante Schauspieler und geistreiche Dichterregisseur Außerdem rouibeir 4694 Gewinne zu je 150 RM. gezogen. r der Bühne, schrieb, inszenierte und spielt diesen Film — 3n der heutigen Nackmüttagsziehung wurden gezogen In weiteren Rollen: 57887 88172 i 221402 231839 313151 370632 500 NM. 5204 20012 2-1867 32192 scharfe Satire und überraschende Pointen Beiprogramm ILa-Ton-Woche 300 RM. 15072 . 20762 Täglich 4, 6 und 8.30 Uhr. 84459 85448 88302 93506 95359 Außerdem wurden 4662 Gewinne zu je 150 RM. gezogen. Tierseuchen und ihre Bekämpfung 867 B WWW 110296 175672 202612 227242 262705 289256 308520 325418 374859 15005 145051 153402 249931 291228 326748 398691 119785 172208 250075 292902 335055 52429 47074 384289 24978 114693 131024 172914 216834 247120 308120 329397 346392 369331 386539 95737 118081 134398 174820 219387 271840 310776 329811 354177 370694 391689 88269 126658 174963 222081 236734 276603 324708 109596 165939 187656 222635 262194 280501 307867 323853 372763 398270 140711 227918 272114 303156 376290 96766 123346 142614 181558 228164 293880 315258 330132 357329 370789 394156 95350 133C09 187539 222753 250600 277419 331050 147823 243564 278099 311125 379562 96347 153271 190612 224855 256336 .281081 373749 150686 244307 286112 318782 390252 126378 147543 184324 230724 295590 317513 336805 359693 371321 106118 126861 158718 194526 239128 296317 319130 337659 364732 373060 41900 11026 379606 102700 159389 180776 206478 245056 270251 302252 316726 364414 390430 53647 158648 269194 83192 123009 172322 216620 236379 272410 314470 120307 196236 254759 298554 344174 29651 137957 291446 353598 87841 105188 1000 NM. 129343 119383 177395 203111 232425 268073 299554 310219 336839" 376796 108856 166720 211688 231084 257493 300177 375881 107286 129165 162201 215340 246582 306332 323757 344312 366500 373982 119768 170024 214211 232442 271837 305561 397553 39179 42540 42737 69628 59765 64242 335352 23213 388572 48229 361292 40079 156812 241248 377441 Prof. Dr. Beller 155363 179934 205786 232661 268182 301556 316322 353084 376876 55315 56603 56635 Sichern Sie sich Karten im Vorverkauf 16 Gewinne zu 2000 RM. 156308 222611 271818 158 Gewinne zu____ 24144 30208 38078 47984 62699 72691 73074 362330 364930 373358 385315 78 Gewinne zu 500 RM. 9824 12836 17269 37986 193626 212663 225574 229378 249920 298200 303501 311381 333024 336255 40 Gewinne zu 81601 95946 209780 217723 293721 297717 104 Gewinne zu 37853 37916 < Fenster 6 Sonntag 3, 5.30 und 8.30 Uhr 21481 53268 76831 105138 160711 182457 222603 252425 276244 307749 321179 366450 390617 4 Gewinne zu 5000 RM. 16 Gewinne zu 3000 RM. 272671 339156 352504 146 Gewinne zu 300 RM. 24370 42768 51810 55664 56322 63237 71657 100146 ------ ------ i : Ein bezaubernd buntes Feuerwerk von Witz, Humor und Volksbildungsstätte Gieren in derNSG. „Krall durch Freude und NSD.-Dozentenbund Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II 16 Gewinne zu 2000 RM. 26764 145045 185209 274460 280521 3m Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu je 1 000 000 NM, 2 zu je 500 000, 2 zu je 300 000, 2 zu je 200 000, 2 zu je 100 000, 2 zu je 75 000, 4 zu je 50 000, 10 zu je 30 000, 24 zu je 20 000, 100 zu je 10 000, 188 zu je 5000, 378 zu je 3000, 968 zu je 2000, 2908 zu je 1000, 4818 zu je 500, 9896 ru ie 300 und 233 608 Gew nne zu je 150 NM. 8 Gewinne zu 5000 RM. 62946 230796 6 Gewinne zu 3000 RM. 25782 überraschend komischen Einfällen. — Revue, Ausstattung, Szenen und Dialoge voll treffendem Witz, grotesker Komik, PQLQST Giessen [ Paul Henckels, Max Gülstorff, Else v. 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