Kr.253 Erstes Blatt Donnerstag, S.Oktober 1939 189. Zahrgang ßernfprechanschlüffe Barcelona, Oktober 1939. nach einer Abwesenheit von wenigen Wenn man >roß Qusfa Tn M'ni o t I.WD zeiget )5 für irhrist: iferer inner a'giilh is die irigen Ibilge ledigt. eien ausgehängt sind, drängen sich zu jeder jgesstunde lebhaft diskutierende Gruppen und "*) eine etwas klarere Vorstellung von hinter; Am Freitag Reichstagssitzung. Berlin, 4.Ott. (DAV.) Der Deutsche Reichstag tritt am Freitag, dem 6. Oktober, 12 Uhr mittags, zur Entgegennahme einer Erklärung der Reichsregierung zusammen. iirrDenen Wochenschrift „Fotos", die eine anschau- foe Bebilderung vom polnischen Kriegsschauplatz Paris, 4. Okt. (Europapreß.) In Paris entwickelt sich mehr und mehr eine Atmosphäre politischer Hochspannung. In allen politischen Kreisen hat eine lebhafte Diskussion über die Aussichten der neuen Friedensoffensive eingesetzt. Bemerkenswert ist dabei, daß immer weitere Kreise dafür eintreten, die Friedenschancen ernsthaft zu prüfen. Nur die sattsam bekannten chauvinistischen Kreise, wie z. B. um einen Kerillis, sind für eine schroffe Zurückweisung der Friedensmögltchkeiten und für eine Fortsetzung des sinnlosen Kampfes. Der „Jour" stellt fest, der Start zu dem diplomatischen Rennen habe begonnen. Mit großer Spannung wird der Reichstagssitzung entgegengesehen. Neutrale Reisende, die aus Paris in Brüssel eingetroffen sind, berichten, in der französischen Hauptstadt werde überall gegen die Fortsetzung des Krieges protestiert und darauf hingewiesen, daß die von der französischen Propaganda verbreitete Auffassung, Deutschland wolle Frankreich angreifen, nicht der Wahrheit entspreche. Die Bevölkerung, die die deutschen Erklärungen mit dem französischen Heeresbericht vergleiche, habe sich davon vergewissert, daß Deutschland überhaupt keine Offensivmaßnahmen gegen Frankreich ergriffen hat. Man fragt sich deshalb, welchen Zweck der Krieg überhaupt Postscheckkonto: (canffuri am Main 11686 Inschrift für Drahtnach. [tf)ten: Anzeiger Siehrn * 61 p,run95 O -chenlach'.I - en Teiitl In der ersten Warnung liegt bereits eine v e r - st eckte Aufforderu n g der englischen Regierung an ihre Handelsschiffe z u offensivem Vorgehen. Die Meldung des britischen Rundfunks stellt eine bewußte Fälschung der deutschen Pressestimmen dar. Tatsächlich sind von der deutschen Presse die zahlreichen Meldungen über bewaffnete englische Handelsschiffe, insbesondere die Erklärung von Churchill vor dem Unterhaus am 26. September zum Anlaß genommen worden, die englische Handelsschifffahrt zu warnen. Es ist gesagt worden, daß bewaffnete Handelsschiffe, wenn und soweit anzunehmen ist, daß sie von ihrer Waffe Gebrauch machen, wie Kriegsschiffe niedergekämpft werden dürfen, eine Auffassung, die sich durchaus im Rahmen des anerkannten Völkerrechtes hält. Dagegen ist ausdrücklich hervorgehoben worden, daß die Bewaffnung allein Handelsschiffe noch nicht zu Kriegsschiffen mache. Indem von englischer Seite diese durchaus korrekten Ausführungen der deutschen Presse in eine angebliche Aenderung der deutschen U - V o o t - P o l i t i k umge- fälscht werden, daß Deutschland in Zukunft sämtliche feindlichen Handelsschiffe gründ- sählich als Kriegsschiffe betrachten nM pW ge anlf^ j i «hi d leim abrikate, gepaW jrdel ,d >ord ererAb»H Rabatt* iHai Telep11, ' erreicht i?! lit 99,2 ü ■ ‘ Mond bj i -Am Hl Donnenfiwi i, Poly ib sichtbar Oie Proklamation von Panama. Vom 23. September bis 2. Oktober tagte in Bal- boa in Panama die Panamerikanische Konferenz, die, sehr schnell zusammengerufen, beispiellos kurze Beratungen hatte und, ebenso beispiellos, zu einmütigen B e s ch l ü s s e n gelangte. Bezeichnend war, daß sich alle 23 amerikanischen Staaten für die schnelle Wiederher- stellung des Friedens aussprachen und daß sich unter den Unterzeichnern der Entschließung auch die Vereinigten Staaten befinden. Jedenfalls sind alle Versuche, diese Gesellschaft amerikanischer Nationen einseitig gegen Deuftchland aufmarschieren zu trichem, täglich, außer Sonntags und Feiertags Magen: Die Illustrierte ^ebener Familienblätter j eimat im Bild Die Scholle Monats-vezugrprets: oft 4 Beilagen RM.1.95 l'hne Illustrierte , 1.80 Mellgebühr , -25 such bei Nichterscheinen pn einzelnen Nummern rjolg* höherer Gewalt 'M Vliüsche Handelsschiffe sollen Ll-Voole rammen Neuer Dölkerrechtsbruch der britischen Admiralität. Warum kämpst England? Geteilte Ansicht. - Genaue Formulierung der Kriegsziele gefordert. politische Hochspannung in Paris. Wachsendes Interesse für die Friedensoffensive. — Frankreich in Erwartung der Reichstagssitzung. habe. Selbst die französische Presse sieht sich bereits gezwungen, dieser immer mehr zunehmenden Kriegsmüdigkeit Rechnung zu tragen. Die außerordentliche Schärfe, mit der man in Frankreich jede freie Meinungsäußerung unterdrückt, erhellt hinreichend aus den sich immer mehr anhäufenden Verurteilungen sog. D e f a i t i st en , d. h. solcher Leute, die eine andere Auffassung vertreten als die des französischen Jnformationsministeriums. Wehe denen, die den Frieden herbeisehnen und dies öffentlich bekunden! Ein treffendes Beispiel hierfür gibt das jetzt eingeleitete Gerichtsverfahren gegen 31 bekannte Schrift st eller und Journalisten, die vor einiger Zeit ein Flugblatt unterzeichnet haben, in dem unter der Ueberschrift „Sofortiger Friede" die Einstellung der Feindseligkeiten gefordert wurde. Unter den Unterzeichnern befinden sich Viktor Margaritte, der ehemalige Unterstaatssekretär Marcel De at, der sozialistische Parteigänger Marceau P i v e r t, Georges Piot, Henri Jensen, Jean Giono und andere. Das Gerichtsverfahren gegen sie wurde auf Befehl des Mikrtärgouverneurs von Paris eröffnet, der sich auf den Erlaß vom 1. Sept, stützt. Dieser Erlaß sieht die Bestrafung von Manövern vor, „die geeignet sind, einen ungünstigen Einfluß auf den Geist des Heeres und der Bevölkerung auszuüben". Berlin, 4. Oktober. lDNB.) Die britisch- A dm i r a l i t at hnt am 1. Oktober solgende W « r- nung an die britische Handelsschiff- ^,Mnig°^°u^t sch e. U-B°° t- sind in den letzten Tagen von britischen Ha n d e l s s ch f intern sie n a r ; c f e n. Jetzt jedoch will Deutsch- IfÄSS ich hat die deutscherseits zum Ausdruck gebrachte ürdigung des tapferen Widerstandes, den die pol- chen Soldaten stellenweise geleistet haben, einen r günstigen Eindruck gemacht. Ebenso wird in Presse ausdrücklich als Beweis der ritterlichen finnung der deutschen Armee die dem an der .ststont im Saarge-biet gefallenen französischen erleutnant Deschanel erwiesene militärische rung anerkannt. Bei dem Kult persönlichen utes in Spanien kann es nicht überraschen, wenn derartiges kühnes Wagnis, wie die Versenkung „Cvurageous", einen besonders lebhaften Bei- aL findet. Das Unterseeboot und sein noch namen- llier Kapitän sind daher mit einem Schlag populär lassen, nicht geglückt, vor allem nicht, da südamerikanische Nationen wie Chile, Argentinien und Uruguay- von vornherein sich ganz energisch gegen die Piraterie Englands wandten. Schon auf der panamerikanischen Konferenz in Lima 1938 hatten diese Staaten sich in diesem Sinne ausgesprochen. Diesmal waren sie darin einig, ihre Auffassung von der Neutralität und ihren Auswirkungen fest zu formulieren. Die Proklamation enthält denn auch die Versicherung der absoluten Neutralität, sie fordert die Freiheit des Verkehrs, insbesondere des Seeverkehrs, weiter das Recht, an Kriegführende alle Waren außer Waffen zu liefern, insbesondere aber Lebensmittel. England hatte in seine Bannwarenliste vollkommen völkerrechtwidrig auch Lebensrnittel ausgenommen, und als Antwort auf diesen Versuch, den Aushungerungskrieg zu erneuern, hat Deutschland ebenfalls Lebensmittel für England auf feine Bannwarenliste setzen müssen. Daß sich die Konferenz gegen die britische Bannwarendiktatur wandte, ist immerhin erfreulich. Ebenso wurde das System der Schwarzen Listen Englands, also die Verfehmung einzelner Firmen in neutralen Ländern, mit dürren Worten als völkerrechtswidrig abgelehnt. Don größter Bedeutung ist die Schaffung einer Sperrzone um den amerikanischen Erdteil, d. h. die Ausdehnung der Dreimeilenzone um ein Vielfaches. Begründet wird diese Ausdehnung mit der Sicherung'des Handels der anzerikanischen Staaten untereinander, aber unzweifelhaft hat die jüdische Lügenagitation, ausgerechnet Deutschland plane Böses gegen die Sicherheit des amerikanischen Kontinents, für die Annahme dieser Sperrzone Stimmung gemacht. Wieweit diese Beschlüsse auf Durchführung der Neutralität gerade vom größten amerikanischen Staat befolgt werden, steht dahin. Im Senat hat der Kampf um die Aufhebung der Neuttalitätsbill begonnen, dessen Ende noch garnicht abzusehen ist. Es ist nun bezeichnend, daß gerade Roosevelt das Neutralitätsgesetz aufgeben und den Demokratien Waffen liefern will, obgleich fein Vertreter Welles in feinem Namen den Beschlüssen von Balboa zustimmte, die sich gegen Waffenlieferungen aussprachen. Im Ringen um echte oder falsche Neutralität hat sich eine Gruppe, vertreten durch Senator Borah, sehr scharf gegen die Politik Roosevelts ausgesprochen. Sie konnte sich auf den Roosevelt des Jahres 1936 berufen, der damals gesagt hatte, wenn es sich darum handele, ob die amerikanische Nation den Frieden oder den Gewinn suche, dann wähle sie den Frieden. Heute aber rennen alle Rüstungslieferanten und kommenden Kriegsgewinnler gegen die wahre Neutralität an, um die krieg führenden Plutokratien mit Waffen und Munition zu beliefern und das unbequeme Neutralitätsgesetz zu Fall zu bringen. Es wäre vielleicht notwendig, wenn man sich auch in Washington einmal sehr genau die Beschlüsse der Konferenz von Panama ansähe. E- S. ^ge 3 Sv TS X ble b b die 3 - für J stwünscht wird." Daß Spanien selbst entschlossen ist, keinem Fall von der von ihm von vornherein ^gelegten Linie strengster Neutra l 11 a t j^uweichen, unterliegt keinem Zweitel. Es wiro Itöer als untrüglicher Hinweis hierfür betrachtet, k® die Madrider Regierung dis Wahrung der putschen Interessen in Algerien und Palästina, französischen in der Slowakei übernommen hat. k ist bezeichnend, daß in der Madrider Zeitung Arriba", dem Organ der „Falange", ein sehr Dörfer Artikel erschienen ist, der sich gegen das eiten der im Solde einer bestimmten Großmacht ' meint ist England) stehenden A g e n t e n richtet, w versuchen, die Stimmung gegen Deutschland M feine repräsentativen Männer "?lrunstig z Einflüssen. Als Herde dieses in gesellschaftliche |5 rmen gekleideten Intrigenspieles werden <3umai p „Halls" bestimmter großer Hotels tebrante hurft, die im spanischen Kriege zu beruchtiaten ! Stätten politischen Klatsches geworden sind Das Statt bezeichnet es als unerträglich,„daß tee fjxx W Neutralität, die der „Caudillo als tee! «n toe den augenblicklichen Interessen des Landes sprechende Haltung erkannt habe, auf teefeIBetl dhrch geldbedürftige Nichtstuer, denen der Begriff oer Serien Würde fehlt, gefährdet wird. Argentinien fordert Rückgabe der hott England geraubten Falklandinseln. Buenos Aires, 4. Okt. (DNB.) Der argenti- ' che Delegationsführer hatte auf der panamerika | ' chen Konferenz i n P a n a m a erklärt, sein Land »uche weiterhin Ansprüche und Rechte auf die unte Namen Falklandinseln bekannten Malvin en l l^tenb, die England nach bewahrter Art gaorten. Man hat im Verlaufe von drei Jahren zur Ge- nige in Spanien Erfahrungen mit britischer Unauf- nhtigkeit und Skrupellosigkeit gesammelt, um nicht ohe weiteres zu durchschauen, daß England kein Mit- id unversucht läßt, damit möglichst alle europäischen ßwber in diesen Krieg hineingezogen werden, mit dem «tee letzte Karte zur Rettung seiner von verschieden- Üin Seiten bedrohten Weltmachtstellung ausspielen «rechte. Es werden daher beinahe mit einer gewissen ßnugtuung die zahlreichen Neutrali- litsverletzungen registriert, die sich Engtend ir den ersten 'vier Kriegswochen bereits hat zuschul- bn kommen lassen. Anläßlich des Zwischenfalls mit br Privatjacht des Präsidenten von Venezuela, die in den territorialen Gewässern dieser südamerika- nIJäelnDen Vorgänge im Monat September in ' um M anien beurteilt werden, so ist jedenfalls .30 litt,) br stärkste und unmittelbare Eindruck Die vorbe- *ni fc ijutofe Anerkennung und BewunDe ° ert sich jep, . ng für Die Deutschen Waffenerfolge ' i Polen und Die aus ihnen sich ergebende Steml^Mberlegenhett einer mit automatischer Sicherheit *" " j ^Monierenden Kriegskunst. Ueberall, wo Landende Lchz °nb am p scheu sich !8. Am ÄHleil zu machen, Das für Die meisten bisher ein Mond Hi., mlich nebelhafter Begriff gewesen ist. Die letzte mDes in L, ^mmer Der während Des Bürgerkrieges neu ent- i Uhr M :------ iterganq In u -------- n links M Fracht hat, hat reißenden Absatz gefunden. Zu- [ ift Die Krt* Ma hont+irfaor&oMa. 21 INI 9fit«ihn irf nohrrrrfifp habe, Durch Die es unmöglich gemacht werde, den Krieg als einen ausschließlichen Kampf zwischen „Demokratie und Hitlertum" anzusehen, der in Dem Augenblick beendet werben solle, wenn die demokratischen Nationen Deutschland eine Niederlage zugefügt hätten. Dieses Gefühl Der Unsicherheit sei am stärksten in Der gestrigen Uuterhaus-Debatte in Den Ausführungen des Abgeordneten Sir Charles Cayzer zum Ausdruck gekommen. In einigen Kreisen, so habe Dieser gesagt, scheine man Der Meinung zu fein, daß England Durchfechten müsse, um Deutschland z u vernichten und irgendwelche Dor sch läge. Die gemacht werten roürDen, n i ch einmal erwägen Dürfe. „W a r u m ein s o l ch e r Krieg?" habe Cayzer ausgerufen. Glaube man, daß, wenn Dieser Krieg bis zum bitteren Ente durchgeführt würde, die Freiheit und all das, was England liebe, sichergestellt feien? Die Frage, warum überhaupt gekämpft werde, beschäftige in England Die Gemüter zweifellos sehr. Und immer mehr Dränge man auf eine deutliche Formulierung Der britischen Kriegsziele unD auf eine Klarstellung Der Bedingungen, unter Denen e i n Friede geschlossen werden könne. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Druck und Verlag: vrühlsche Universttatsdruckerei R. Lange in Giehen. 5christleitung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7 würde, käuschl man nur nach aller englischer Praxis ein völkerrechtswidriges Verhalten des Gegners vor. um sich dann s e l b st außerhalb aller Gesetze des Völkerrechts zu stellen. In der zweiten britischen Admiralitätsverlautüa- rung liegt eine offene amtliche Aufforderung zur unmittelbaren Beteiligung der Handelsschiffe an Kampfhandlungen, und zwar durch angriffsweisesW»gehen gegen Kriegsschiffe. Die britisch» AdmiraWlt hat mit dieser Weisung offiziell für den Seekrieg die Unterscheidung zwischen Kombattanten und Nichtkombattanten aufgehoben, für die sich gerade Deutschland immer wieder eingesetzt hat. Sie hat mit ihr aber auch die Integrität der englischen Handelsschiffe preisgegeben, die kriegsrechtlich alle Handelsschiffe vor unmittelbarer Anwendung von Waffengewalt durch den Gegner schützt. Bei chrem Vorgehen kann sich die britische Admiralität nicht darauf berufen, daß ihre Weisung eine Gegenmaßnahme gegen einen deutschen Befehl, feindliche Handelsschiffe grundsätzlich warnungslos anzugreifen, darstelle. Es wird nochmals festgestellt, daß ein solcher Befehl nicht erteilt wor- d e n ist. Vielmehr ist anzunehmen, daß die britische Behauptung nur aufgestellt wurde, um damit einen Vorwand zu dem den britischen Handelsschiffen erteilten Rammbefehl zu erhalten. Die britische Admiralität hat sich zu diesem letzten Schritt entschlossen, obwohl von deutscher Seite wiederholt auf die Gefahren hingewiesen worden ist, die sich aus einem angriffsweisen Vorgehen von Handelsschiffen für deren Besatzungen ergeben. Sie hak damit allein die Bet« antwortung vor der Geschichte für alle (Befahren zu tragen, denen die Besatzungen britischer Handelsschiffe ausgesetzt sind, wenn sich aus einem ihren Weisungen entsprechenden Vorgehen der Handelsschiffe Kampfhandlungen mit deutschen Kriegsschif- f e n entwickeln. Ltm das Waffenausfuhrverbot in LIGA. Washington, 4. Okt. (DNB.) Die Borah- Rede, die Den Kampf der Isolationisten für die Aufrechterhaltung des Waffenausfuhrverbots im Senatsplenum einleitete, hat im ganzen Lande großen Eindruck gemacht. Der Ausgang der Senatsdebatte ist noch völlig unübersehbar, wenn auch die Befürworter eine Aufhebung des Waffenausfuhrverbots behaupten, bereits 60 Senatoren auf ihrer Seite zu haben, von denen viele durch die Formel „cash and carry“ umgestimmt wurden. Man glaubt, daß die Debatte mindestens vier Wochen dauern und das Endresultat ein Gesetz sein wird, das den Grundgedanken des „cash and carry“ beibehalten wird. Daß der Neutralitätswille bei den meisten ehrlich gemeint ist, daß aber über'die einzuschlagenden Methoden größte Unklarheit herrscht, geht beispielsweise aus den Leitartikeln der „New York Daily News", Amerikas größter Tageszeitung, hervor, die zwar Aufhebung des Waffenausfuhroerbots fordert, aber täglich ihre Leser vor dem brittscken Lügentrick, sentimentalen Drohungen und Bestechungen warnt. Die Lage Englands und Frankreichs fei sehr prekär, schreibt „Daily News", aber das USA.=23oIt dürfe nicht vergessen, daß die Lage Amerikas, falls es in den Krieg verwickelt werde, heute viel gefährlicher als 1917 fein würde. Solange nicht definitiv die Ueberlegenheit des Kriegsschiffes über das Flugzeug erwiesen sei, bestehe nicht der Schatten einer Möglichkeit, daß Amerika eine neue Expe- „Robert Koch." Em Emil-Jarmings-Film der Tobis (Gloria-Palast). Es ist eine große und überaus lohnende, aber auch schwierige Ausgabe, die sich der Film gestellt hat, den Beruf des Arztes als Helfer der Menschheit im Kampf gegen die Krankheit nicht nur in dem Manne zu sehen, der in der Sprechstunde und am Krankenbett seinem leidenden Mitmenschen mit Rat und Tat zur Seite steht, sondern ebensosehr in dem Forscher, der in seinem Laboratorium mit Reagenzglas und Mikroskop um die Erkenntnis des Wesens der Krankheiten ringt und damit überhaupt erst die Voraussetzungen für ihre Bekämpfung und, was noch wichtiger ist, für ihr Vorbeugen schafft. Die Intuition des wahrhaft „berufenen" Arztes und hie- exakten Ergebnisse der medizinischen Wissenschaft müssen zusammenkommen, damit die Heilkunde sich zum Segen der Menschheit voll 'auswirken kann. Das zeigt der Film an einem Ausschnitt aus dem Leben eines der ganz Großen der Medizin, der als Mensch wie als Arzt und als Forscher durch und durch eine Persönlichkeit war: RobertKoch, dem Begründer der modernen Bakteriologie, dem wir die Entdeckung des Milzbrand-, des Tuberkel- und des Cholerabazillus und wesentliche Erkenntnisse der Malaria und der Schlafkrankheit verdanken. Der Film greift aus dem mit verbissener Hingabe seiner Forschungsarbeit gewidmeten Leben des großen Gelehrten die geradezu dramatische Episode seines Ringens um die Entdeckung des Tuberkelbazillus heraus und gestaltet sie packend und erschütternd. Wie am Anfang der Versuche Robert Kochs, die zu so umwälzenden Entdeckungen führen sollten, nicht nur der bohrende Erkenntnisdrang des Forschers stand, sondern mehr noch das Erbarmen des Menschenfreundes, der in feinem armen ostdeutschen Landkreis, wo er als Kreisphysikus wirkt, die verheerenden Wirkungen der Tuberkulose sieht, ohne helfen zu können, so steht am Ende der warmherzige Appell des zu Weltruhm Gelangten an die ihm huldigende studentische Jugend der Reichshauptstadt, die Fahne der Wissenschaft zum Siege zu tragen im Dienst der Menschheit als Diener wahrer Menschlichkeit. Aber zwischen beiden Polen liegt ein unsagbar schwerer Kampf mit dem Unverstand der Bevölkerung seines Kreises wie mit den Vorurteilen der gelehrten Welt und, was ihn am schwersten trifft, mit der Verständnislosigkeit seiner Frau, die nicht zu begreifen vermag, daß er sich in seiner Forschungsarbeit verzehrt, ohne Dank und Anerkennung zu ernten, statt sich an dem behaglichen Leben eines Kreisphysikus Genüge sein zu lassen. Nur der Glaube an sich selbst, der eiserne, durch nichts zu erschütternde Glaube an die Beweiskraft [einer exakten „Methode", die er den „Theorien" seiner wissenschaftlichen Gegner entgegenstellt, hält ihn aufrecht durch alle Verdächtigungen und Anfeindungen, durch alle Verständnislosigkeit und Enttäuschung. Diesen gläubigen Menschen, der, besessen von seiner Sendung, seine Ehe zerbrechen, seinen engsten ditionsarmee nach Europa sende, denn der USA.- Armee könnte durch feindliche Flugzeuge plötzlich die Rückkehr abgeschnitten werden. Außerdem könne es sich Amerika nicht leisten, seine Flotte nach dem Atlantik zu verlegen und den Stillen Ozean den Japanern freizugeben. Aehnliche Gedanken entwickelt der viel gelesene Publizist Walter L i v p m a n n, er schreibt: Die Kriegsteilnahme der USA. würde nicht nur die Sicherheit der Vereinigten Staaten, sondern die ganze westliche Hemisphäre gefährden. Unter allen Umständen müsse die USA.-Flotte über dem Süllen Ozean wachen. Es sei völlig undenkbar, eine Expeditionsarmee nach Europa zu schicken, die im Falle einer Niederlage verloren wäre. „Cash and carry.“ In kaufmännischen Klauseln verbirgt sich manches Geheimnis. So auch in der Klausel „cash and carry“, von der jetzt in den Verhandlungen des USA.-Kongrefses, aber auch sonst im Wirtschaftsverkehr zwischen den Vereinigten Staaten und England zum Leidwesen der Londoner City nur zu deutlich die Rede ist. Was die Klausel an sich besagt, verrät die wörtliche Uebersetzung. Das Wort „cash“ bedeutet so viel wie ,Kasse" oder „bares Geld", das Wort „carry“ so viel wie „tränen" oder „transportieren". Beides zusammen will sagen: „Bezahle bar und hole dir deine Ware selbst!" Diese Klausel hält also nicht viel vom Kundendienst, und sie klingt um so barscher, als große geschäftliche Transaktionen im allgemeinen auf dem Kreditwege vor sich gehen und der Verkäufer sich um die Zuführung der Ware sorgt. Don dieser Gepflogenheit will man nun in USA. nichts mehr wissen. Alle Geschälte mit England sollen fortab nach der „cash ana carry“-Klausel vor sich gehen. Warum diese Forderung? Sie hängt natürlich mit dem Kriege zusammen. Aber zunächst weniger mit dem gegenwärtigen als mit dem vergangenen Krieg, dem Weltkrieg. Damals nämlich hatten die Vereinigten Staaten keineswegs die „cash and carry“-Klausel gefordert. Und so kam es, daß England am Schluß des Weltkrieges an die Vereinigten Staaten mit einer Riesensumme von mehreren Milliarden verschuldet war. Amerika hatte angenommen, daß England, wie es sich gehört, diese Milliarden Kriegsanleihen prompt zurückzah- l e n würde. Indessen Onkel Sam täuschte sich ae- waltig. Noch heute sind die Schulden Englands an Amerika nicht zurückgezahlt, ja, nicht einmal die Zinsen wurden bezahlt! Die Spuren des Weltkrieges schrecken also, und daher die Forderung Amerikas: Bezahle bar und hole dir deine Waren selbst. Sowohl das eine als auch das andere ist heute für England eine peinliche Sache! Das Pfund genießt kein Vertrauen mehr, sackt täglich mehr und mehr ab, und der ehemalige Reichtum Englands schwindet auf diese Weise wie der Schnee an der Sonne dahin. Da macht das Barzahlen keinen Spaß. Aber auch mit dem A b holen der Waren in Amerika hapert es. Der britische Fracht- raum vermindert sich dank der deutschen U-Boot- roaffe von Tag zu Tag. Wie gesagt: eine sehr peinliche Angelegenheit für das stolze Albion, das bisher des Glaubens war, der Bankier der Welt zu fein und die Meere beherrschen zu können! Deutschland hält sich strikt an das Gaskampfverbot. London, 5. Oft (DNB. Funkspruch.) Unter- staatssekretär Buller erklärte im Unterhaus, die deutsche Regierung habe der britischen durch den Schweizer Gesandten in London mittellen lassen, daß Deutschland am Genfer Protokoll, das die Verwendung von Gas und Bakterien verbietet, fest halten werde, vorausgesetzt, daß die britische Regierung das Protokoll ebenfalls einhalte. Mitarbeiter von der tückischen Krankheit dahingerafft sieht und doch kein Verzagen, kein Abirren, ja nicht einmal ein Zögern und Zweifeln fejint, gestaltet Emil Hannings in ergreifender Schlichtheit. Neben die klare Zielstrebigkeit des Forschers stellt er die Güte und tiefe Empfindsamkeit des Menschenfreundes, der am Sterbebett des armen Kätnerstöchterleins wie in der Todesstunde seines Assistenten nichts als Mensch ist, der im Ringen um das Vertrauen seiner Frau warme Töne seiner Liebe findet und am Ziel feines Forschens, am Ende eines nervenzermürbenden Kampfes die Brille abnimmt, sich über die Stirn streicht, die von nächtlicher Arbeit müden Augen wie ahnend in die Ferne gerichtet, sich für einen kurzen Augenblick ganz der Entspannung hingibt, die jedem Vollbringen folgt. So gibt Emil Janmngs ein überzeugendes Bild der schlichten Größe eines Mannes, der hier für eine ganze Welt stillen deutschen Gelehrtentums steht, das um Anerkennung seiner Leistungen kämpft, nicht um des persönlichen Ruhmes willen, sondern der Sache wegen. Als ob es nicht immer so wäre, hat der Film Robert Koch, dem einfachen Kreisphysikus aus Wöllstein, den auf der Höhe seines wissenschaftlichen Ruhmes stehenden Berliner Pathologen Rudolph Virchow gegenübergestellt. Ihn spielt Werner Krauß als den selbstüberzeugten, eisig-kalten „Medizinpapst", der nicht ohne Eitelkeit, Herrschsucht und Dünkel und mit der ganzen Voreingenommenheit des berühmten Mannes die Forschungen Kochs mit einer Handbewegung abtut, ja gar nicht an sich herankommen läßt, wohl aus dem instinktiven Gefühl heraus, daß das Werk Robert Kochs seine eigenen „Theorien" ernstlich erschüttern könnte. Der Film könnte, zumal durch das Herausstellen des politischen Gegensatzes zu Bismarck und der höfischen Beziehungen Virchows, den Eindruck erwecken, als ob dieser seinen wissenschaftlichen Ruhm nicht seinen bahnbrechenden Leistungen allein zu verdanken habe, zu Unrecht, und es wird Werner Krauß, wie seine Rolle als Gegenspieler Robert Kochs angelegt ist, nicht leicht gemacht, die schwarzen Schatten auf dem Charakterbild Virchvws zu mildern. Das nächtliche Zusammentreffen der Beiden in der Anatomie, für unser Empfinden der Höhepunkt des Films, beleuchtet für einen Augenblick die Tragik eines Mannes, der einen Irrtum erkennt, aber nicht groß genug ist, ihn sofort und unumwunden einzugestehen. Raimund Schelcher, den Gießenern von seinem Wirken am Stadttheater bekannt, spielt den jungen Assistenten Robert Kochs, schlicht und gradlinig, vvn inbrünstigem Feuer für die Sache des Meisters erfüllt, feine Braut Viktoria von B a l - last o, Theodor Loos, den Assistenzart Dr. Gaffky, Paul Otto den Landrat von Wollstein. Die Frau des Forschers, die aus ihrer Enge nicht heraus kann und an Der Besessenheit des Mannes ihr persönliches Glück zerschellen sieht, spielt Hildegard Grethe, sie wußte begreiflich zu machen, daß Verzicht und Opfer oft genug der Lebensgefährtin eines großen Mannes Schicksal ift, Die dumpfe Atmosphäre blinden Unverstandes und fanatischer Um W! LlMI t-N fr Hltlü *1 in Kr utt h h 6t? nion linim tM Tosend brandeten die Sieg-Heil-Rufe, seierLh er Mangen die Lieder der Nation über den Wenzel;« platz. Dann setzte sich die Truppe wieder in BeM- ii(! C Mgen. rj erg nrfW j uiierl \ uirö E $ teil r deut iiplr s.M i«#i; Der iran SmlO. iflun jnenfte Siegreiche Heimkehr der Leibstandarte ff „Adolf Hitler" Neue Garnison für einige Zeit in Prag. Wünsche und das Gelöbnis unserer unverbrüch Wiidei lichen Treue fassen wir zusammen in dem Ru': I r Vehr Unser Führer Sieg Heil! , ! Prag, 4. Ott. (DNB.) Die Leibstandarte ff „Adolf Hiller" bezieht am 4. Oktober z u r ü ck k o rn- rnend aus dem Feldzug in Polen, wie planmäßig vor Kriegsausbruch für den 1. Oktober vorgesehen war, für einige Zeit ihre Garnison in Prag, und wird bei dieser Gelegenheit vom Reichsprotektor begrüßt. Anläßlich dieses Ereignisses erfahren wir über die Kampfhandlungen des Regiments in Polen folgendes: Nachdem das motorisierte Regiment von Berlin-Lichterfelde ausgerückt war, trat es sofort am er ft en Gefechtstage in die Kämpfe in Polen ein. Am ersten Kriegstag war dem Regiment der Auftrag gestellt, den Proszna- Abschnitt für den Vormarsch der bei Groß- Wartenberg eingesetzten deutschen Kräfte zu öffnen. Der Auftrag wurde befehlsgemäß durchgeführt. In den folgenden Tagen führte die Standarte einen Dorstoß gegen d i e Warthe durch. Der Uebergang über den Fluß wurde durch das Regiment erzwungen. Im weiteren Verlauf erhielt das Regiment den Auftrag, weit vorgestaffelt vor anderen Kräften südlich LodH vorbeizu- stoßen und den Kräften der VIII. Armee den Weg nach Lodz zu öffnen. Bei der Losung diefer Aufgabe kam es zu harten Gefechten bei P a b i a n i c e , die vollen Erfolg hatten. Nach Erfüllung dieses Auftrages wurde das Regiment einem Korps der X. Armee unterstellt, das den Vorstoß auf Warschau durchzuführen hatte, und es wurde von diesem Tage an bei Gefechtshandlungen eingesetzt, die im Raume westlich Warschau zur Einschließung starker polnischer Kräfte am Bzura-Abschnitt führten. Es gelang dem Regiment in den Gefechtstagen bis 3um 20. September den stark überlegenen Gegner über d i e Bzura zurückzuwerfen und mehrfache Durchbruchsversuche der Polen an diesem Frontabschnitt zu verhindern. Die Gefechte waren durchweg durch außerordentliche Härte gekennzeichnet, zumal es sich beim Gegner um Kräfte des Pilsudski-Regiments handelte. Nach einem kurzen Ruhetag am 21. September wurde das Regiment aus der Unterstellung des Korps gelöst und einer Division zugeteilt, die die Einschließung der Festung Modlin zum Auftrag hatte. Nach der Kapitulation der Festung hatten die Kriegshandlungen für das Regiment ihr Ende gefunden. Prag begrüßt die Leibstandarte. Feierlicher Empfang auf dem Wenzelsplatz Prag, 5. Okt. (DNB.) Prag hat der ^-Leib- ftanbarte des Führers einen feierlichen Empfang bereitet. Der Wenzelsplatz war mit Hakenkreuzfah- nen und weißrotblauen tschechischen Fahnen reich geschmückt. Den Abschluß bildete die Ehrentribüne, überragt von dem schwarzen Hoheitszeichen auf weißem Tuche. Viele Zehntausende von Deutschen und Tschechen säumten den Platz. Als die Spitze der ^-Leibstandarte, zwei Panzerspähwagen, gegen 16 Uhr den Platz erreichte, erschollen brausende Sieg-Heil-Ruse. Mit dem Präsentiermarsch und erneuten Sieg-Heil-Rufen wurde das ruhmgekrönte Feldzeichen der Standarte begrüßt, als ihr Kom- mandcmr, Obergruppenführer Sepp Dietrich, und die Offiziere vor der Ehrentribüne Aufstellung nahmen. Prag sah dabei die ersten Träger des Eisernen Kreuzes von 1939. Unter den Ehrengästen bemerkte man Staatssekretär Brigadeführer rtan bi un geführt. Durch sträflichen Uebermut und Unvernunft einer Regierung ist ein großer Teil des polnischen Volkes in schwerstes Leid gebracht worden. Sie, die Leib standarte, haben an diesen Kämpfen hervorragenden Anteil genommen. G« haben an Ihre jungen Fahnen unvergängliche ßar» beeren geheftet. Wir gedenken heute in dieser Stunde aber ganz besonders auch derer, die ihr Leben für die Freiheit und Sicherheit DeutschlaM dahingegeben haben." Die Menge entblößt ihr Haupt, tief ergriffen harrte sie im Stillschweigen, bis die Weise des alten Liedes ,Zch halt' einen Kameraden" verklungen war. Dann schloß btr Reichsprotektor: In dieser feierlichen Stunde gehen unsere Gedm- ken zu unserem Führer, und alle unsere Die Ansprache des Reichsprolettors. 16.45 Uhr erschien der Reichsprote!« tor für Böhmen und Mähren, Freiherr von Neurath mit seinem Kabinettsches Gesandten Völkers und Legationsrat von Holleben. Stille herrscht über dem ganzen Platz, als der Reichsprotektor die folgende Ansprache an die heimgekehrten Krieger richtete: „Offiziere und Soldaten der Leibstandarte „2M Hiller"! , Ich und mit mir die ganze deutsche Bevölkerung Prags begrüße Sie bei Ihrem Einzug in die Hauptstadt des Protektorats Böhmen und Mähren mit stolzer Genugtuung. In einem Feldzug vvn unerhörter Wucht und Schnelligkeit, wie ihn die ■Unfünf Mist n WIM I III W Am Pulverturm vorbei ging der Weg am Neu« f bauüfer entlang, lieber die Moldaubrücke hinweg J der „Adols-Hitle r "-Kaserne zu. Längs des ganzen , v Weges standen die Menschen Kopf an Kops. W Deutsche und Tschechen sahen voll Bewunderung Die vorbeidefilierenden Truppen. Frank, Unterstaatssekretär Dr. v. Burgs, borff, den Wehrmachtsbevollmächttgten bei® Reichsprotektor, General Friderici, und bei Befäsishaber der Ordnungspvlizei, Generalleutnant von Kamptz. Tschechischerseits waren erschien® als Vertreter des Präsidenten Hacha Genera Hrabcik und General Marvan von den tsch^ chischen Regierungstruppen sowie General Fas. sati, der Polizeidirektor von Prag, Dr. Chai, v a t. w Weltgeschichte noch nie erlebt hat, hat bas deutsche Heer einen Feind niedergerungen, sein Land besetzt, feine Armee, soweit sie nicht gefallen oder j Aa über die Grenze entwichen ist, als Gefangene ad- gung, defilierte an der Ehrentribüne vorbei uri wurde überall, besonders aber beim Einbiegen in die Hauptstraße Prags, den Graben, von der m- ibeuer figen Menge immer wieder aufs herzlichste b-e« ||S. üb grüßt. Unaufhörlich erschollen die Sieg-Heil-Rufe, Blumen wurden den Kämpfern zugeworfen, mit Tausenden Keinen Hakenkreuzuümpeln ihnen zu« gewinkt. Verranncheit kennzeichneten in den erschütternden Eingangsszenen Hilde Körber und Josef Sieber als Kätnersehepaar, Bernhard Mine11i als eifernder Anführer einer Gesundbetersekte und Paul Dahlke als tückischer Lehrer in Wollstein. In der Rolle des Alten Kaisers haben die Gießener Gelegenheit, ihren früheren Intendanten Dr. P r a s ch zu sehen. Mit sonorer Stimme, nicht ohne Pathos spricht Friedrich Otto Fischer den Bismarck in der Reichstagssitzung. Die Regie Hans S t e i n h o f f s hat den Film von Paul Josef Cremers und Gerhard Menzel nach dem Drehbuch von Walther Wassermann und Silier und unter wissenschaftlicher Mitarbeit des bekannten Arztdichters Dr. Hellmuth Unger, dem wir eine knappe Biographie Robert Kochs verdanken, in einfachen großen Linien zu einem grandiosen Denkmal kämpferischen deutschen Forschungsgeistes gestaltet. Es ist ihr aud) gelungen, freilich durch scharfe Verengung der Dinge, das hier zur Debatte stehende wissenschaftliche Problem klar hinzustellen und einen Eindruck zu geben von der selbstlosen Hingabe an das Werk, die die medizinische Wissenschaft von allen denen unerbittlich fordert, die in den Bann der Forschung- geraten. Die Sendung des Arztes, von der Robert Koch so ganz erfüllt war, hat in Emil Hannings einen eindringlichen Künder gesunden. Dr. Fr. W. Lange. Hochschulnachrichten. In der Nacht zum Dienstag ist der Staatsrechtler der Deutschen Universität in Prag, Professor Dr. Fritz Sander, einem Herzschlag erlegen. Professor Sander ist besonders in der Kampfzeit des Sudetendeutschtums als einer der Führer im Rechtskampf hervorgetreten. Er war es auch, der sich an die Spitze des Widerstandes stellte, den die Deutsche Universität Prag zur Berufung Professor Kelsens nach Prag, die seinerzeit vom tschecho- slowakischen Staat betrieben wurde, entgegensetzte. Es ist übertragen worden: dem Professor Dr. med. Ernst Bach der Lehrstuhl für Geburtshilfe und Gynäkologie in Marburg; dem Professor Dr. Carl (fuge! der Lehrstuhl für Vor- und Frühgeschichte in Greifswald; dem Professor Dr. K. G. Felle- rcr der Lehrstuhl für Musikwissenschaft in Kiel; dem Professor Dr. Rolf Fricke der Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre in Karlsruhe; dem Professor Dr. Ulrich Knoche der Lehrstuhl für Klassische Philologie in Hamburg. Zeitschriften. — Der Ministerrat für die Reichsverteidigung verordnete kürzlich eine Aenderung des Luftschutzgesetzes. Darüber berichtet „Die Sirene". Praktische Winke zur Verdunkelung werden den Volksgenossen in der Aussatzreihe „Lehren und Lernen" gegeben. Unter der Ueberschrift „Wir wissen Rat!" gibt das Präsidium auf Anfragen praktische Ratschläge über alle den Luftschutz betreffende Fragen. Ein Feldpostbrief. £on Max Zrmgnickel. Als ich heute in alten, vergessenen Briefen blii« terte, da stieß ich auf einen angegrauten, etwa; stockfleckigen Bogen, der sich jahrelang, wie aus M sicht oder Scham, verborgen hielt. Jetzt auf einmal war er da, machte sich so gutmütig und so selbst« verständlich breit, und fing mit feiner kindlichen Schrift, auf Linien gezogen, froh und herzlich an zu sprechen: „Wenn ich erst groß bin und der Krieg noch immer tobt, pflege ich verwundete Soldaten Dann bringe ich ihnen Wasser, kühle ihre Wunden und versuche, daß sie rasch gesund werden. Wenn dann einer von ihnen wieder hergestellt ist, heirÄk ich ihn, und wir ziehen zusammen in ein hübscher Häuschen. Dann setze ich mich jeden Abend mit ihm ans Fenster, und indem die Sonne untergeht, ei« zählt er mir von seinen Abenteuern, die er im Kriege erlebt hat." Und nun steht die Zeit wieder da, in der mi'ch dieser Brief erreichte. Ich lag, durch den Hals g*« schossep, in einem Kownoer Lazarett. Eine Barak'e, durch die der Winterwind pfiff und fegte. In der Ecke puffte und bibberte ein dickbäuchiger Kanone»« ofen. Die Heimat war weit, aber das Bild bet Heimat umschloß mich wie ein warmer, glitzernder Reis, legte sich um mein Herz und machte es stütz. Da bekamen wir ßiehe5gabenpafete. Aus meinem Bett lag ein Päckchen, kindlich verschnürt mit Wolle, Zwirn und Bindfaden. Wahrhaft dauerhaft mi« schnürt. Und in diesem Päckchen, in Zeitungspapier eingeschlagenr ein Paar Wollhandschuhe. Jawohl, ein Paar graue, selbstgestrickte Wollhandschuhe. Um) die Zeitung, in der sie verwahrt lagen, war dir Dorfzeitung aus Hildburghausen. Ich weiß es not) wie heute. Wollhandschuhe! Auf dem Krankendes! Und aus Thüringen. Vorläufig konnte ich sie allerdings nicht gebrauchen, aber aus lauter Langeweile fing ich an, sie überzuziehen. Kaum bin i// "Oh L, Wehrmacht keinen TM der Besteuerungs- i dm (Nachdruck verboten.) 1 Fortsetzung. isere Md alle imfti Beispielhafter Einsatz eines Landwehroffiziers Briefen » outen, etr-- fag zur Einkommensteuer. Die persönliche Steuer- icht wirb nicht dadurch in Frage gestellt, daß • Steuerpflichtige zur Wehrmacht einge» ---ist. Uebersteigen z. B.die Bezüge eines i n e h m e r s, die ihm sein Arbeitgeber eg am 5t rüde hiiM des goinr f an N undenm h ch, feiert! »en WenA er in Lm voräfl iri Wegen' von der n> »rzlW k eg-heM worfen, c? i ihnen p WsumMMöe MMNvsnwsliherklliepstr lysrighl by Hari Duntfcc verlsg - Berlin w 62 Ä'ü ' Mi? 'S 7.Z nüber N ete 6oNj ihre W teM iit E ein W bendinil°1 llntergehl ! i, die er 1 in brr nj-1 den (sine M fegte. 3n ger W w er, DÄ * 2 AI «** cnieM Ara^Ä LA Briei- J >sen, fäÄ U W ungen auf den Kriegszuschlag zur Ein- nsteuer fällig. In der Deutschen Steuer- ig klärt Regierungsrat Dr. Oermann vom ftnanzministerium noch einige wichtige Zwoi- rtnuhH sisfragen, die sich bei den veranlagten Steuerpfti ch- ein ml' Wen ergeben haben. Er betont, daß persönlich stez^ iDuerpftichtig nur Einkommen st euerpslich- 11 tige sind. Entgegen anders lautenden Behauptun- unterliegen Körperschaften, Personenvereinigun- en W: 5n und Vermögensmassen nicht dem Kriegszu- wmen. $ir. — - - — ...... ~- sie an einer neuen Dachrinne herum. Der Oberlehrer Weinzierl, von seinem Dackel begleitet, kommt gemächlich daher. „Pressant? Hab's schon gehört. Hals- und Beinbruch!" Für Dr. Severin ist und bleibt es ein Rätsel, durch welche Kanäle den Eschelbrunnern all diese Neuigkeiten Aufließen. Man meint, sie riechen es, wenn was los ist. Die Oberschwester öffnet. „Patient schon da? Kollege auch?" „Alles in Ordnung. Solche Kranke sollten Sie uns öfter schicken", lächelt Schwester Sekunda. „Dis die Instrumente sterilisiert sind, will ich Visite machen." Er geht durch die wenigen belegten Zimmer. Zuerst zu Parsunke. Der liegt mit leidender Miene im Bett und wickelt Binden auf. Schwacher Zigarettenduft hängt in der Lust. Neben Parsunke stöhnt ein alter Mann, dem vorige Woche ein Bein abgesetzt wurde. Jetzt jammert er diesem Bein nach und läßt sich nicht trösten. Dann kommen die Säle mit den „Hundertjährigen". Lauter alte Leute, 80 90, nicht eigentlich krank, aber doch pflegebedürftig. Sie sitzen und liegen herum, machen den Schwestern Arbeit und warten, ohne daß sie es wissen, auf den Tod. Es ist Severins fixe Ädee, diese Leutchen auf hundert zu brinoen; er hat sich das in den Kopf gesetzt, aber es ist bislang noch immer f ^Jrn^^Wcu'tezimmer stehen Leinfelder und Lankes verängstigt herum, rauchen eine Zigarette die nicht schmeckt und bestürmen Severin, doch alles anzuwenden, was in seiner Macht steht. Severin kauft sich mit einem Dutzend Dersprechunaen los und geht in den Operationssaal» Der Nachbarkollege wascht sich bereits die Hände. Es riecht nach Alkohol und Lysol, nach trockener Hitze und den gestärkten Hauben der Schwestern. u „Sie Patientin kann letzt gebracht werden, bestimmt er, ist glaaklar und ruhrg und Surftetbie tanger mit Spiritus, Man schiebt die Fabri berem. Äbr brauenloses Gesicht, von den emsigen Schwestern gesäubert, blickt angstverzerrt und nackt aus dem stummen Weiß der Tücher. Sie weint nicht mehr sie stöhnt nicht, die Schmerzen haben sich ver- ftüchtigt, sie ist eingefroren vor Schrecken. Sie sckließt die Augen, um Dr. Severins rote (Summt- Kürze nicht mehr sehen zu müssen, aber sie kann nickt die Nase verschließen und nicht die Ohrm, um sich abzukapseln wider andrängende Gerüche und Geräusche. Sie war nie sehr tapfer, und in die- sen Minuten ist sie völlig erledigt. Geordnetes Denken ist unmöglich. Die letzten zehn Jahre, vol^e- vrovft mit Liebschaften, ehrgeizigen Planen, Tumult und Abenteuern, ja, wo sind sie? Das Nächstliegende, ihre Karriere, der Film, Tmo — ausge- Darum? Warum? So können bloß Kinder fragen. Lril er nichts merkt, aber rein gar nichts merrr, Üifer dumme Mensch, denkt Nikotine zornig. Sie staubt ab, dazu ist sie heute noch nicht ge- lortmen, schießt in die Apotheke, wiegt Brusttee ab, M Tabletten in weiße Tüten und verbindet zwl- Mimin den blutenden Finger eines brüllenden haben. Dann gießt sie den GumMibaumableger, ki chr die Pfarrköchin geschenkt hat. Tatsächlich, tr treibt schon ein neues Blatt. Dr. Severin, gehetzt und eilig wie immer, fegt toi der Besuchstour zurück. „Wir haben einen MnbDarm, Fräulein Ferber! Die junge Dame bet poggenchaler, eine Filmschauspielerin. Wir werden Wer feiner. Fährt zum Vergnügen nach C|a)ei- tann und kriegt Blinddarmentzündung unterwegs. Wen Sie für den Kollegen eine Kleinigkeit her, 'Mchnitt, Kuchen, was Sie wollen; .Hergott, wir pteen doch noch Gummihandschuhe, wie? Ntkoltne Fiitfyigt ihn. ~ Dieser Dr. Severin ist ständig im Trab. Selbst h den Pausen seines Betriebes, wenn er nach ^enhin ruhig erscheint, sitzt ihm sein Beruf tm hden und jagt ihn verschlungene Denkpfade ent- ■^ßenn nur das mit den Sanitätern klappt. Diese btLdtpatienten sind so zimperlich, Frühholz> ist ja Wiig, aber da sind so ein paar Junge dabei, Die R*n sich an wie die Mondkälber." .Wann kommen Sie heim? Es ist wegen dem veden." ,2Ius der Baderei wird heute kaum was werden. M nicht. Alto hat wieder eine Bier im Deutschen Wbt. Lesen Sie bitte seinen Aufsatz durch und 2?gen Sie ihm aufs Dach, wenn er schlampig ijt , pt Severin, schon in der Haustür. ,2as Krankenhaus, ist zehn Minuten entfernt von Wohnung. Einige Weiber «rußen betteten den Vtor; aha, er trägt die ominöse Jnstrumenten- :iJf)e! Die ist wie ein roter Hund bekannt und geachtet. Ein paar Rangen balgen sich auf Der ^aße, der Gemeindediener schellt eine Holzv ' ‘ ^gerung aus und beim Schlosjer Putz Hammern Einkommen des Kalenderjahres 1939 ad gestellt ist, kommt dieser Tatsache für sich alle in entscheidende Bedeutung nicht zu. Durch die geringeren Einkünfte verringert sich aber das Einkommen und damit auch die Einkommensteuer und der Kriegszu'schlag im ersten Erhebungszeitraum. Die Vorschriften über die Abrundung und den Kleinbetrag bei Vorauszahlungen gelten auch für den Kriegszuschlag, Vorauszahlungen werden nur erhoben, wenn sie vierteljährlich mindestens drei RM. betragen. „Willkür im Geerecht." Geharnischte holländische Stimme gegen England. Amsterdam, 4. Oft. (Europapreß). „Willkür im Seerecht" überschreibt „Algerneen Handelsblad" einen sehr scharf gehaltenen Leitartikel über das unberechtigte Festhalten von niederländischen Schiffen bei Duins uni) spricht über eine wachsende Mißsti m mun g, die sich in niederländischen Handelskreisen über dieses Festhalten durch England offenbart. Besondere Verärgerung besteht dadurch, daß die Reedereien vollkommen in U n w i s s e n he i t gelassen würden über das Los ihrer. Schiffe. Den Kapitänen werde jede Verbindung mit dem Fe ft land verboten. Im Widerspruch mit dem Völkerrecht sei ihnen nicht einmal hie Verbindung mit dem Konsul erlaubt. Bei der entstehenden Anhäufung von angehaltenen Schiffen in brittschen Häfen und dadurch verursachten Ladungsschwierigkeiten beginne die Dauer dieser Aufenthalte höchst bedenkliche Ausmaße anzunehmen. Das Blatt fragt weiter, ob das Anhalten der Post durch bn- ttsche Stellen nicht gegen den Artikel 1 des elften Haager Vertrages von 1907 verstoße. „Not bricht Gesetz" sei eine Auffassung, die in jedem Kriege wieder aufs neue gelte. Wer aber das Recht in der Welt fördern wolle, müsse in dieser Hinsicht große Selbstbeherrschung zeigen, wenn er nicht die moralische Grundlage seines Auftretens dadurch unterminieren wolle, daß er selbst tue, was er anderen verweigere, nämlich die willkürliche Anpassung des Rechts durch den Stärkeren. Wie der „Telegraaf" aus London meldet, sind die vorläufigen Besprechungen zwischen der niederländischen Abordnung und dem englischen Mnisterium für wirtschaftliche Kriegführung vorläufig abgeschlossen. Gegenstand der Verhandlungen bildete die Frage einet milderen Anwendung der Kontrollmaßnahmen aus Konterbande, die von niederländischer Seite angestrebt wirb. Der Leiter der niederländischen Delegation ist nach Holland zurückgekehrt, wo er seiner Regierung berichten will. Wie der „Tele- graa'f" hört, seien festurnrissene Beschlüsse noch nicht in Aussicht, so daß mit der Möglichkeit einer holländisch-englischen Uebereinkunft noch nicht gerechnet werden könne. General Terauchi an den Führer. Berlin, 4. Oft. (DNB.) Der kaiserlich-japanische General Graf Terauchi hat aus München nachstehendes Telegramm an den Führer gerichtet: „3m Begriff, Deutschland nach erlebnisreichen Tagen zu verlassen, drängt es mich. Eurer Exzellenz von ganzein Herzen für Die Einladung z u danken, die mir diesen Besuch ermöglicht hat, daß ich dieses neue Reich gerade in einer Zeit Wiedersehen Durfte, Das es unter Ihrer Führung in ernsten Kämpfen um große Ziele steht und alle geschichtlichen Tugenden so glänzend bewährt. Was ich an Der äußeren wie an der inneren Front sah und erlebte, wird mir eine große unvergeßliche (Erinnerung bleiben. Mit aufrichtigen Wünschen für glückliche Erfolge des befreundeten Deutschlands und seines genialen Führers bleibe ich Eurer Exzellenz ergebener Graf Terauchi." Handelspolitische Schwierigkeiten in Tokio. Tokio, 5. Oft. (DNB.) Der vom Kabinett am Dienstag verabschiedete Plan zur Einrichtung eines neuen Außenhandelsministeriums führte plötzlich zu ernsten Schwierigkeiten, weil der Leiter der Han- mie aus 5' 11» I- N Eit fiiw 2 in bite r«, bk i A < MN |r6eit i^Ngl hott' ei® i irrend der (Einberufung zum Heeresdienst wei- ßizahlt, die Freigrenze, so ist der Arbeitnehmer .... iim Kriegszuschlag zur Einkommen- W k' fitiier heranzuziehen. Das gleiche gilt für iche Steuerpflichtigen, die zum Kriegszuschlag zur tttommensteuer zu veranlagen sind. Dabei ........ । aber zu beachten, daß Das Diensteinkom- inroerbLü [Jen der mobil verwendeten Angehörigen Berlin, 4.Oft. (DNB.) Zu Beginn des pol- rscheu Feldzuges hatte in Den Kämpfen um iie Befestigungen bei Lomza ein Land- vehr-OffiM der L a n D w e h r-B r i ga D e Löt- durch sein selbständiges Handeln an Der Er- irtrung der Festung Lomza entscheidenden Anteil, dr überrumpelte Den Gegner, indem er die Befesti- tingen von rückwärts angriff und durch fcn Draufgängertum zu Fall brachte. Diese Heber- rftchuna Des Gegners war aber nur dadurch mög- ch, daß Leutnant Der LanDwehr KlingenfelD tu entscheidenden Augenblick durch außerordentlichen Lut, rasche Entschlußkraft und tafttsch richtig über- totes Handeln zum Angriff mit seinen Leuten vor- t-ach. Kennzeichnend für die kaltblütige Entschlössen- hü des Offiziers ist, daß er feine Kompanie m i t ungeladenen Gewehren gegen den Feind fhtte, um zu verhindern, daß Der Feind aufmerf» U wurde, wenn Männer feiner Landwehrkom- p:nie vorzeitig feuern sollten. Leutnant Klingenfeld " turDe vom Oberbefehlshaber Des Heeres z u m j0। Jduptmann Der LanDwehr befördert, [h J0”'• Ls bewährter Soldat, der Den Weltkrieg von 1914 ch'e 1' 1918 als Gefreiter mitmachte, errang Klingen- •‘Mb mit feiner Landwehrkompanie einen enffcheiden- kn Erfolg und gab Damit ein Beispiel, das in Die - - --schichte deutschen Soldatentums eingehen wird. 0er Kriegszuschlag bei Den |L; teranlagien Gieuerpflichügen. Die Am 10. Oktober werden die ersten Voraus- das beurii 1 öanb Hillen । Nent^l | gunDlage bildet. 5 Ankünfte aus Land- und Forstwirt- ft a f t werden im vollen Umfang zur Einkorn- IHrnfteuer herangezogen, wenn Das Einkommen (00 RM. übersteigt. Wird Dieser Bettag nicht cerschritten, so werden Die Einkünfte zur Einkom- niisteiuer nur herangezogen, soweit s i e 3000 lM. übersteigen. Diese Vergünstigung beruht cvr Dem Gedanken, daß Die Einkommensteuer Der Bent)- und Forstwirte mit kleinem Einkommen irch Die Grundsteuer abgegolten sein soll. V« Höhe Des Einkommens wird durch diese be- lorjugte steuerliche Behandlung nicht berührt. Für ii Anwendung Der Freigrenze von 2400 RM. für ki Kriegszuschlag bleiben diese Vorschriften Daher ^berücksichtigt. Der Kriegszuschlag selbst wird aber ir don Der tatsächlich gezahlten Etn- hmmenfteue r erhoben. Auf einen Steuer- nichtigen, Der nach Abzug Der Sonderausgaben er Einkommen von 5300 RM. hatte, findet also Freigrenze keine Anwendung, obwohl fein fiaerpftichttges Einkommen von 2300 RM. noch in 100 RM. unter Der Freigrenze liegt. (Er ist |r Zahlung Des Kriegszuschlages verpflichtet. i$s kann vorkommen, Daß Steuerpflichtige, die jir Wehrmacht eingezogen sind, nach ihrer (Einbe- rhmg erheblich geringere Einkünfte ve- chen als vorher. Da der Kriegszuschlag auf Das delsabteilung Matsushima mit acht Beamten Des Außenamtes Den Rücktritt erklärten. Auf die Nachricht von Der Demission versammelten sich 150 Beamte Des Außenministeriums, um die Lage zu erörtern. Sie waren auch nicht durch einen persönlichen Vortrag des Außenministers zu überzeugen, daß ein Ausscheiden unzweckmäßig wäre. Nach dem Handelsblatt „Chugai" soll die Opposition auch in Wirtschaftskreisen nur Daraus herzuleiten fein, daß sich aus Der Zusammenlegung Der Handelsabteilungen verschiedener Ministerien in ein neues Ministerium bürokratische Hemmnisse für den Außenhandel ergeben, die gerade in der gegenwärtigen Krise ernste Gefahren für Japans Außenhandel bedeuten würden. Bauernsiedlung in Sizilien. Rom, 4. Okt. (DNB.) Der italienische Ministerrat hat unter Dem Vorsitz des Duce Der Aufteilung der sizilianischen Latifundien zugestimmt. Es handelt sich um ein Gebiet von 500 000 Hektar, auf Dem 20 000 Bauernhöfe erstehen sollen. Die Kosten werden sich auf rund zweieinhalb Milliarden Lire belaufen, von Denen eine Milliarde vorn Staat aufgebracht wird. Die Besitzer der Latifundien werden innerhalb beftimm- ter Fristen Die Melioration durchzuführen haben, wobei sie bei einem neuen Kolonisationsinftttut in jeder Hinsicht Unterstützung finden können. Die Presse betont, daß es sich um eine zehnmal größere Flache handele als bet Den Mustersiedlungen lm Gebiet der ehemaligen Ponttnischen Sümpfe. „Gior- nale d'Jtalia" erklärt, daß Sizilien einer neuen Zukunft entgegengehe, Die auch für die Autarkie von großer Bedeutung sei, Staatssekretär Tassinari habe bereits errechnet, daß Die Reform zu einer Verdoppelung, wenn nicht gar Verdreifachung der Produktion in Der ehemaligen Kornkammer Roms führen werde. Kleine politische Nachrichten. Der russische Kriegskommissar Woroschilow empfing am Dienstag Den türkischen Außenminister Saracoglu, Der von dem türkischen Boffchafttr Aktai begleitet war. Am gleichen Tage wurde Saracoglu auch vom Auhenhandelskommissar M i ■ kojan empfangen. Den (Empfängen wohnte auch Der Sowjetbotschafter in Ankara, Terentiew, bei. ♦ Der litauische Außenminister U r b s y s wird sich in Bälde erneut nach Moskau begeben, um die (Erörterung der Litauen und Rußland berühren- ren Fragen fortzusetzen. * Die Regierung Chiles hat in Italien Den Bau zwei neuer Kreuzer b e st e l l t. Die Zahlung wird in Kupfer und Nitraten erfolgen, Rohstoffe, Die Der italienischen Industrie willkommen sind. Aus aller Welt. Wegen plünderns im geräumten Gebiet zum Tode verurteilt. Wegen Plünderns im geräumten Gebiet verurteilte das Sondergericht beim Landgericht in Trier den 25jährigen Josef Steinacher zum Tode sowie Aberkennung Der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit. Steinacher, der in Böblingen in Württemberg geboren ist, war bereits 13mal wegen Arbeitsverweigerung, Diebstahls, Bettelns usw. bestraft. Er trieb sich ohne festen Wohnsitz umher und kam Ende August nach Saarbrücken, wo er sich auch noch auf- hielt, als die Stadt bereits geräumt war. Hier nutzte er die sich bietende Gelegenheit aus, seiner verwerflichen Gesinnung nachzugehen, indem er außer Lebensmitteln eine große Menge Schmuck und andere Wertsachen eines Juweliergeschäfts sich aneignete. Bei einem zweiten Einbruch brach er einen Koffer auf, der Parteiabzeichen, Abzeichen Der SA., y und weitere wertvolle Gegenstände enthielt. Der Verbrecher wurde in Hermeskeil verhaftet, wo man noch eine große Menge Schmucksachen, dutzendweise Ringe, Broschen und Uhren bei ihm fand. Die Verhandlung vor Dem SonDergericht ergab, daß es sich bei Dem Angeklagten um einen wirklich u n • verbesserlichen Menschen handelte, Dem jeder innerer Halt fehlt und der daher als gerne in- gefährlicher Verbrecher anzusehen ist. Das Gericht folgte Dem Antrag des Staatsanwalts mit feinem gerechten Spruch. Brandstifter zvm Tode verurteilt. Von einem SonDergericht Des Landgerichts Linz wurde Der 32jährige Alois Stadler aus Schmied- ling in Oberdonau zum Tode verurteilt. Städler hatte in Der Scheune feines Dien st- g e b e r s, Den er wegen Streitigkeiten während der Ernte ohne Kündigung verlassen hatte, einen Brand gelegt, dem 1200 Zentner Kartoffeln, 200 Zentner Stroh, 20 Fuhren Heu, 17 Fuhren Klee sowie eine Anzahl Maschinen und zahlreiche landwirtschaftliche Geräte zum Opfer fielen. Schweres Einsturzunglück in Bukarest. Ein über einem Lichthof in Der Höhe Des vierten Stockwerks errichtetes G e r ü ft, auf Dem sich mehrere Arbeiter befanden, Die mit einem Auszug Kübel mit Beton heraufzogen, brach plötzlich zusammen unD riß Drei Arbeiter mit in Die Tiefe. Zwei andere Arbeiter konnten sich an Den Resten des Gerüstes anklammern unD wurden schließlich unter großen Schwierigkeiten von ihren Kameraden gerettet. Die in Die Tiefe Gestürzten erlitten sämtlich schwere SchäDelbrüche und wurden sterbend in Das Krankenhaus gebracht. Das Unglück ist auf mangelnde Sorgfalt bei der Errichtung des Gerüstes zurückzuführen. Todessiurz aus der Straßenbahn. Ein 67 Jahre alter Mann aus einem Ort Der Obermosel, Der seine in Trier wohnenDe Tochter besuchen wollte, tat beim Verlassen Der Straßenbahn einen Fehltritt unD stürzte auf die Straße. Hierbei zog er sich einen Schädelbruch und eine Gehirnerschütterung zu. Der Deruntzlückte starb im Krankenhaus, ohne Das Bewußtsein wiedererlangt zu haben. Deutschlands größte „Vioat-Band"-Sammlung. Ndz. Gin Herforder Einwohner besitzt eine der größten unD umfassendsten KriegssamMlungen, in Der sich eine besondere Kostbarkeit befindet: Die umfangreichste Sammlung deutscher „Vivat- Bänder". Mit unermüdlichem Meiß sind Diese bunten Bänder zusammengetragen worden, Die auf Sride oder Leinen in Der Art jener bunten Wimpel, die Die Lauten schmücken, Die (Erinnerungen an große Schlachten, überragende Heldentaten lebendig erhalten. Der Brauch, Divatbänder zu schaffen und auszugeben, geht auf die Zeit Des Sieb e n - jährigen Krieges zurück. Die ältesten Stücke Der Sammlung verweisen deshalb auf Schlachten jenes Krieges. Im Kriege 1914/18 lebte Der Brauch wieder auf und viele, zum Teil hochkünftleri'sche Bänder, erzählen noch heute vom Ruhm und Opfer deutscher Soldaten in jenen Jahren. Besonderes Interesse dürften einige Bänder beanspruchen. Die Mit Ereignissen unseres kolonialen Krieges verknüpft sind. Eines der Vivatbänder erhält auch die Heldentat von U 9 leb end i g. Es zeigt einen Spruch nebst Dem Bild Des O-Boot-Kommarwan- den Otto Weddingen und einen hochaufgereckten Matrosen, der am Turm steht und Mit seiner Mütze Dem heimatlichen Strand zuwinkt. Papageienkrankheit in Buenos Aires. In Der argentinischen HauptstaDt sinD etwa M Personen an Der Papageienkrankheit erkrankt. Fünf Personen sinD bereits g e ft o r b e n. Vulkanausbruch in Chile. Der Vulkan Llaimas in der Provinz Eautin ist in heftige Tätigkeit getreten. Das Lonauimai-Tal wird Durch gewalttge Aschenwolken, die Die Sonne verdunkeln, vollständig eingehüllt. Die Bewohner verlassen erschreckt die durch Lava-Aschen- und Funkemegen verwüsteten Gäter. Es enfftand großer Sachschaden. Dem Ausbruch des Vulkans war ein Erdbeben vorausgegangen. 3m Handelskrieg gegen England. Leichte deutsche Seestreitkräfte kontrollieren die Schiffahrt im Skagerrak. DNB......., 4. Oft (PK) Wir prescken nordwärts, ein Verband leichter Seestreitkräfte. Auf- gäbe: Störung des englischen Handels- schiffsoerkehrs. Bootsmann Jonathan" hatte heute vor einer Stunde mit besonderem Nachdruck durch die Decks und Quartiere gepfiffen: „Beide Divisionen aefechtsgruppenweise auf der Schanz antreten!" Jeder ahnte eine besondere Ueberraschung bei dieser Rollenausgabe und hing daher mit gespannter Aufmerksamkeit an den Lippen des I.O. (Erster Offizier), der in knappen Worten das Ziel der Fahrt bekanntgab. Also doch endlich eine Aufgabe draußen zu lösen, heraus auf See, dorthin, wo der „Tommy" glaubt, Alleinherrscher aller Meere zu sein. Ins Skagerrak wird die Fahrt gehen, um nachzusehen, was wir dort schnappen können. Das letzte Kommando des 1. O.: „Steuerbord- Kriegswache weggetreten!" — „Klarschiff-Derschluß- zustand Herstellen!" wird heute abend mit einer besonders zackigen Kehrtwendung beantwortet. Völlig abgeblendet marschieren wir mit 20 Seemeilen in die Nordwestbrise des kalten und klaren Herbstabends hinein. Die Sonne ging glutrot hinter den Wolken im Westen unter, und nun zaubert schon der volle Mond eine silberne Straße von Ost nach West quer durch die See. In einigen „Kreuzworträtseln" schlängeln wir uns durch eine Minensperre. Die beiden Steuerleute auf der Brücke und im Kartenhaus lassen Zirkel, Stoppuhr und Peilkompaß nicht zur Ruhe kommen, bis wir heil durch sind. Dann wird zugelegt. Unser Flottillenboot gibt das Tempo an, denn wir wollen heute Nacht noch an dem richtigen Schiffahrtstreck kapern. Sieht man über Deck, so scheint alles ausaestorben zu sein. Aber das scheint nur so. Auf allen Stationen stehen Krieg s- wachen, jetzt wird gerade gewechselt. Die Backbordwache zieht auf. Sie geht von 20 bis 24 Uhr. Wenn kein Alarm kommt, hat man Zeit, vier Stunden „Miefkorb" zu „torfen". Glücklich, wer hier eine Hängematte besitzt. Wir marschieren Stunde um Stunde durch die klare Herbstnacht. Nur das Brummen der Ventilatoren über den Kessel- und Maschinenräumen übertönt das Rauschen der Bug- und Heckwelle. Die Männer auf den Gefechtsstationen haben ihre Kopfhörer mit den Gummischalen fest angeschnallt. Sie lassen sich von diesem Lärm nicht stören. Ihre Augen suchen die Oberfläche des Wassers ab, denn die U - B o o t g e f a h r wird nur durch größte Aufmerksamkeit aller gebannt. Da: Durch alle Räume und über Deck ruft die Signalanlage das Zeichen „Alle Mann auf Station!" Was ist los? Prisenschiff in Sicht. Nun, ihr „müden Braten", tönt der Gefechtsbootsmann den aus der Back kommenden Matrosen entgegen. Bewegung, Bewegung, Leute, gleich ist er da. Ach, heute Nacht sind ja alle gleich auf den Beinen. Man nimmt sich nicht die Zeit, die Augen zu reiben. In drei Minuten sind sämtliche Stationen vesetzt. Jeder peilt gespannt voraus. Die Brücke meldet: „Ein Holländer,ist in Sich t." Deutlich erkennt man die von hellen Lampen beleuchtete Nationalität an der Bordwand. „Kutter klar!", hallt es über Deck. „Kutter ist klar!", ruft die Wache zurück. Auf dem Bootsdeck steht schon das Prisenoorkommando. Es sind die zwei Offiziere, ein Signalgast, ein Funker und zwei Posten. Die Kuttergästo legen ihre Schwimmwesten um, und in wenigen Minuten hört man über Deck das Kommando des I.O.: „Klar zum Slippen!" Nervige Seemannsfäuste fieren jetzt beim Kommando „Kutter zu Wasser!" langsam durch. „Los?", heißt es wie der Kutter ein Meter über dem Wasser scdwebt, und schon klatscht der Kutter in den „Bach . Es wird ausgepikt, und nun hört man den Bootssteuerer mit seiner markigen Stimme durch das Dunkel der Nacht Kommando auf Kommando rufen. „Setzt ab!" Und dann „Klar bei Riemen!" Die eschenen Bootsriemen werden hochqerissen und fallen im Gleichtakt rumpelnd in die Dollen. „Ruder an!", hört man nun, und dann erstirbt in der Ferne das oft sich wiederholende lang- gezogene „Hol' weg!" Mit wenigen Schlägen ist der Kutter in der Dunkelheit verschwunden. Der Holländer hat gestoppt, denn wir haben uns ihm bis auf ganze kurze Entfernung genähert und ihn durch Lichtsignale aufgefordert, sofort zu stoppen. Ganz kurz blitzt jetzt unser Scheinwerfer auf. Der Kutter muß gleich drüben fest- machen. Jawohl, da ist er. Unsere Blauen Jungens haben sich tüchtig ins Zeug gelegt, und wir sehen jetzt im Scheinwerferlicht, wie der erste Kuttergast mit dem Bootshaken das Fallreep krallt. Schon entert der Erste Offizier auf, ihm folgen die anderen Männer vom Prisenkommando. Der Scheinwerfer verlischt. Nur noch ein Glitzern der Lampen des Holländers. Wir liegen abgeblendet völlig im Dunkeln. Drüben verhandelt jetzt der Prisenoffizier mit dem Kapitän. Er läßt sich die Papiere vorlegen und untersucht ihre Richtigkeit. Kurze Zeit des Wartens. Unsere Mannschaften stehen, soweit sie nicht an Gefechtsstationen gevunden sind, eifrig diskutierend an Deck. Sollte dies etwa schon der erste „fette Braten" sein? Da! Es blitzen von drüben Morsezeichen des Funkers vom Prisenkommando. Er meldet: „Dampfer hat Stückgut von Rotterdam nach G ö te b o r g". Das heißt mit anderen Worten: Wir werden ihn laufen lassen. Unser Kutter kommt zurück, wird wieder eingeschwungen. Der Prisenoffizier macht beim Kommandanten Meldung. Alles, was wir erleben, zieht wie ein schneller Traum an uns vorüber, denn wir laufen ja schon wieder große Fahrt nordwärts. Wenige Minuten erst find vergangen, und jetzt schaukelt der Holländer schon wieder wie ein Lichtpllnktlein am Horizont. Das Alle-Manns-Manöver des Kuttereinsetzens ist beendet. Die Mannschaften können wegtreten. Nur die Kriegswache bleibt. Wir steuern in dieser Nacht noch manchen kleinen Frachter an, doch s i e sind uns alle zu klein. Endlich will es Morgen werden. Der „zerquetschte" Mond sinkt feuerrot im Westen ins Meer. Wie ein großes Quadrat taucht er ein und „Piet" am 5. Geschütz hält jetzt eine große Rede über dieses Wunder, während er sich voll Behagen aus der Tabakdose seines Kameraden eine Zigarette rollt. Langsam wird es im Osten hell. Die Männer auf der Brücke haben schon wieder einen Dampfer ausgemacht. Aber der Flottillenchef will weiter nordwärts. Er funkt daher an Boot „X": Den lasse ich Ihnen, ich suche mein Glück in der Ferne." Weitere Befehle lösen den bis in den jungen Morgen hinein gefahrenen Verband auf. Jetzt beginnt das regelrechte Abkämmen des großen Wassers. Nordwärts geht es! Wir laufen mit noch mehr Fahrt. Das zeigt auch sehr deutlich die hohe Gischt am Heck unseres Fahrzeuges. Am Horizont zeigen sich hier und da dünne Rauchfahnen. Der Nachrichtenverkehr unter den einzelnen Booten wird lebhafter. Eben trifft ein Spruch von Backbordseite ein: „Beabsichtige den Dampfer vor uns zu durchsuchen. Ueberlasse Ihnen aber gern den Vortritt." Ein Nachsatz kommt noch dazu: „Ich fahre dann für Sie die U-Boots-Sicherung." Kurze Antwort: „Ich danke für beides." Wir führen den Verband und haben im Suchen vorneweg zu bleiben. Boot „Y" hat sich unserem Verbände wieder eingereiht. Wir wissen, es liegt an Steuerbordseite. Der Flottillenchef wird sich auch mit dem nächsten in Sicht kommenden Dampfer noch nicht beschäftigen, sondern funkt „Guten Morgen ,Y‘, verstaut noch einen Jetten Happen'." Ja, in der Tat. Hier kann man großzügig sein. In wenigen Stunden wird ein ganzer Schlffahrts- treck förmlich ausgeräumt. Der erste, ein Finnländer mit englischer Besatzung, läuft unter deutschem Prisenkommando bereits auf Südkurs. Für uns heißt es aber nordwärts, immer nordwärts. Vom hohen Stand der Brücke beobachtet man ein immer wiederkehrendes lustiges Bild. Man sieht durch die scharfen Zeißgläser hinter der herbst- klaren Kimm er st eine dünne Rauchfahne auftauchen. Bald folgen langsam die M a st e n und der Schornstein. Etwas weiter gefahren, hebt sich danach der S ch i f f s r u m p f in seiner ganzen Massigkeit aus dem Wasser empor. Man kann deutlich die vorn und achtern angepinselten Nationalen ausmachen. Im Lloydregister finden wir alle Einzelheiten, und während wir auf das Schiff zuhalten, macht sich schon das Prisenkommando klar zum U ebersteigen. Uns trennt noch eine Seemeile vom Dampfer. Da geht schon an unserem Signalmast der Wimpel hoch: „Ich will mit Ihnen In Verbindung treten." Der gejagte Dampfer antwortet: „Habe verstanden." Ein neuer Flaggensatz geht hoch, in dem von uns befohlen wird: „Bringen Sie sofort ihr Schiff zum Stehen!" Ja, mein Lieber. Hier sind leichte deutsche Hochseestreitkräfte, die möchten einmal nachsehen, ob ihr Konterbande an Bord habt. Wir signalisieren weiter in Befehlsform: „Benutzen Sie keinen Funk!" Wenige Minuten später ist unser Prisenkommando schon an Bord. Die immer wiederkehrenden Spielregeln beginnen. Während wir unser aufgebrachtes Schiff in langsamer Fahrt umkreisen, ist auf allen Stationen an Deck verschärfter U-Boots-Ausguck befohlen. Wir find nämlich in dieser langsamen Fahrt auch ein „fetter Braten" für em feindliches U- Bool. Aber die Jungens passen auf. Ihre Augen sind im Sehen scharf geübt. Was? Ist dort 230 Grad an Backbordseite nicht ein Flugzeug? Jawohl! Meldung geht durch Telephon zur Brücke. In der nächsten Minute weckt die Klingelanlage durch Fliegeralarm die, Freiwachen auf Station. Es geht alles „Auf Zack", wie im Manöver. Atemlose Spannung mischt sich hier mit Neugierde. Hier und da sieht man eine Mütze aus Deckung heroorlugen, bis der Oberbootsmaat mit einem Donnerwetter dazwischenfährt. Die Entwarnung kommt durch. Schade, ich hätte so gerne einmal meinen „Flitzkötel" gelöst, meint Hein. Aber was gibt es hier schon zu meinen. Es sind doch unsere Aufklärer, die an Backbordfeite vorüberziehen. Sie fliegen noch schneller als wir laufen, und bald werden wir von ihnen hören, wer dort oben im Norden den Weg nach England sucht. Ihre Auskunft spart uns Zeit und Oel. Den Frachter eben ließ man laufen, er fährt Eisenerz für Deutschland. Weiter „suchen wir unser Glück in der Ferne". Höher in den Norden geht es hinein. Hier und da treffen uns noch die Meldungen der anderen Boote. Sie haben alle ohne Ausnahme fleißig zu tun, denn unsere Unternehmung kommt der Schiffahrt sehr überraschend. Hier oben, das ist doch das „Vorrecht" der Engländer, zu „kreuzen". Unsere Meinung ist eine andere. Das wird jetzt einige Tage energisch durch unseren Besuch dokumentiert und bekräftigt dadurch, daß die angetroffene Konterbande südwärts h unsere Häfen geschickt wird. So laufen wir Meili um Meile, Tag und Nacht und wieder Tag um Nacht. Die Männer an den Maschinen und Kesseln, diese „Oelgeister" unter Deck sorgen dafür, daß untere Unternehmung erfüllt wird. Schnelligkeit ist die größte Kampfkraft im Handelskrieg. Uns em- wischt in diesen Tagen auch nicht ein einzige:, dessen Rauchfahne auch nur für einen AugenbliL am Horizont auftaucht. Die Männer an der Maschine regieren mit sicherem Gleichmut Zehntausende von Pferdestärken und zaubern daraus für jede Station die nötige elektrische Kraft. Unzählige kleine Positionen hängen an ihren Strippen, die aus den jagenden Turbinen gespeist werden. Was kümmert sie dort unten die grobe See, die oben an Deck alle; durcheinanderrempelt! Hier heißt es Dampf halten und die hohe Marschgeschwindigkeit sichern, banvt der Kommandant sein Unternehmen erfolgreich bt« enden kann. Nirgendwo besser auf diesem kleinen Schiff fühlt man im Augenblick, wie die ganze Mannschaft blind auf ihren Kommandanten vertraut, (fr steht nun schon Tag und Nacht und wieder einen Tag ununterbrochen auf der Brücke. Er ist für alle das Vorbild höchster Pflichterfüllung und führt mit ruhiger Sicherheit die ihm gestellte Aufgabe durch. Für den einzelnen Mann genügt das stolze Bewuhl. fein des Dabeigewefenfeins. Gewiß, so ein kleines bißchen hätte man ja gerne auch mal geknallt. Aber alle wissen es, der Handelskrieg kann au dröhne Pulver und Blei wirkungsvoll durchgefühlt werden. Wir haben blitzartig den gesamten Handeü. schiffsverkehr der Nordstaaten durchkontrolliert. Was für England bestimmt war, ist in deutsche Häfen ge. schickt worden. Die gestellte Aufgabe wurde ohne Verluste für uns erfüllt. Das alles gilt als ein । voller Erfolg. Eschenburg. 20 Jahre Technische Noihilse Berlin, 1. Okt. (DNB.) Aus Anlaß des 20. Jahrestages dser Technischen Nothilfe fand im Reichsamt TN. Berlin-Steglitz ein Appell statt. Der Eehf der TN. ^-Gruppenführer Weinreich gab einen Rückblick auf die Geschichte der TN. und sprach seinen Mitarbeitern, von denen die beiden Landestührer beim Reichsamt, Fornoni und Dr. Röthermeier, an diesem Tage auf eine zwanzigjährige Mitgliedschaft zurückblicken können, seinen Dayk aus. Der Chef der Ordnungspolizei, General Daluege, zu dessen Amtsbereich die TN. als technisches Hilfsorgan der Polizei gehört, dankte für die Leistungen, die die TN. in selbstloser Weise für das Volksganze geleistet hat. Er ging dabei aus von den eigenen Erfahrungen, die er als alter Nothelfer in früheren Jahren und später in seiner Eigenschaft als Chef der Ordnungspolizei gesammelt hat und hob besonders die Leistungen der TN. in der heutigen Zeit hervor. Reichsinnenminister Dr. Frick sandte der TN. ein Glückwunschschrekben, in dem er den Dank der Reichsregieruna übermittelte. Auch vom Reichsführer H und Chef der deutschen Polizei Himmler ging ein Glückwunschtelegramm ein. Als besonders wichtiger Abschnitt wird das Tätigkeitsjahr 1938/39 — das 20. feit ihrer Gründung — in die Geschichte der TN. eingehen. Einmal erreichte in diesem Jahre die 1933 begonnene organisatorische Entwicklung ihren Abschluß durch das „Gesetz über die Technische N o t h i l s e" vom 25. 3. 1939. Die TN. wurde durch dieses Gesetz technische Hilfspolizei und Körperschaft des öffentlichen Rechts. — In dem glänzenden Feldzug gegen Polen hat auch die TN. ihren Mann gestellt. Unmittelbar im Gefolge der siegreich vordringenden Truppen waren die „T e ch- nifchen Kommandos" der TN. eingesetzt. Sie hatten wichtige Aufgaben zu losen; so u. a. die großen lebenswichtigen Betriebe, vor allem Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke zu erkunden und zu besetzen. Im oberschlesischen Industriegebiet wurden Bergwerke, Eisenhütten und ähnliche Betriebe von ihnen erkundet und alle Maßnahmen getroffen, daß ohne Verzug weitergearbeitet werden konnte. Der Truppe selbst haben die Technischen Kommandos bei der Errichtung und Einrichtung von Stellungen, bei der Legung von Leitungen, bei der Ausräumung von Hindernissen, beim Brückenbau, bei Sprengungen usw. wertvolle Dienste geleistet. Don nicht minder großer Bedeutung waren die Aufgaben, die her „B e r ei t s ch a f t sd i e n st" in den weiter hinter der Front zurückliegenden Gebieten zu lösen hatte. Schlagartig erfolgte der Einsatz der motorisierten Bereitschaftszüge. Lang uni vielseitig ist die Liste der geleisteten Arbeiten: Gc- bäude und Schornsteine waren aus militärischen Örünben niederzulegen, Notbrücken und Uin- gehungsbrücken zu bauen, Straßen und Wege wieder herzustellen. Eine besonders gefährliche Arbeit war die Ausräumung der polnische« Bunker; im Industriegebiet wurden Eisenbahn' anlagen wieder hergestellt, so daß der Transport der wieder in Gang gesetzten Produktion sofort wieder ausgenommen werden konnte, und ähnliche; mehr. Den Höhepunkt erreichte die Tätigkeit dec Bereitschafts- und Jnstandsetzungstrupps mit den Großeinsatz Berliner, brandenburgischer und schic- sischer Nothelfer in Ostoberschlesien. Sehr stark war selbstverständlich auch der Einsatz im Bereich bet Aufgaben, welche die TN. im Luftschutz zu leisten hatte. Bei all diefer befonderen Beanspruchung ist die Tätigkeit der TN. im Rahmen ihrer ge- wohnten Aufgaben in keiner Weife becin- trächtigt worden. Die Zahl der geleisteten Arbeite 'stunden ist sogar im Vergleich zum vergangenen Tätigkeitsjahr nicht unerheblich gestiegen. Sie beträgt 363 763 (rund 340 000 im Vorjahr). Diese Arbeitsstunden wurden von 52 073 Nothelfern geleistet. Die Einsatzstellen lagen vor allem wieder im schlesischen Hochwassergebiet, ferner in der Ostmark, wo mehrfach verheerende Unwetter Einsätze notwendig machten, schließlich i n Sachsen, wo im Winter 1938/39 besonder; starke Schneeverwehungen zu beseitigen waren. So hat das 20. Tätigkeitsjahr ein Höchstmaß an Einsatzbereitschaft, an technischer und organisatorischer Leistungsfähigkeit seitens der TN. gefordert. Hauptschriflleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum» schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Dr. Fr. Wränge; für Stadt Gießen, Provinz, Sport und Wirtschaft: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den In» halt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig IN DEUTSCHLAND HF RGESTEl.Lf W * i 'M !' M M MM Das ist das a * MaScKM • Die „Astra" ist aromatisch! • Die „Astra" ist leicht! • Die „Astra" ist frisch! M Jo • wer die „Astra" raucht, kann wirklich schmutw zeln! Man schmeckt es gar nicht, wie leicht die„Astra* ist - so voll ist ihr Aroma. Kein Wunder, daß immer mehr genießerische und überlegende Raucher zu* „Astra" greifen. Do heißt es dann: Versucht • geschmeckt und treu gebliebenl' Denn auch die „Astra" selbst bleibt sich in ihren Vorzügen stets gleich. Besonderes Wissen um den Tabak und seine edelsten Provenienzen, dazu besondere Tobak- Mischkunst ■ beides im Hause Kyriazi schon in de* dritten Generation verwurzelt • sorgen dafür. Kaufen Sie noch heute eine Schachtel „Astra" und bedenken Sie: Eine Cigarette.die soviel verlangt wird, kommt auch stets frisch in die Hände des Räuchert So werden alle Ihre Wünsche von der „Astra" erfüllt. Mit und ohneMdsidu Rauchen Sie „Astra" — dann schmunzeln Sie auch! Rr. 235 Zweites Blatt Donnerstag, 5. Oktober 1959 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Lagd und Fischerei im Oktober Schlei und inkel uch 01)3! 'urchM I 'n 1 Eiert. I figdj ung, die es uns zur Aufgabe macht, nach diesem xrbe ob I -roßen Erfolg unserer Waffen den Helm fester zu e Kraftfahrzeugen nimmt I fahrzeugs nicht zumutbar ist, oder wenn mit einem n einem Erlaß an die' Personenkraftwagen — als Ersatz für ein anderes Zur Weiterbenutzung von : und tschutz und Donners- i*^ Mittwoch von Dienstag und 1 ve^1' 22 Uhr. Dienststunden der Kasse: Dienstag tag von 20 bis 22 Uhr. Dienststunden der Frauenschaft: 15.30 Uhr bis 18 Uhr. Dienststunden des NS.-Beraters: Freitag von 20 bis 22 Uhr. noch gut. Lachsaibling, Forelle und Seeforelle laichen. Die Bachforellen haben vom 1. Oktober an in fast allen deutschen Ländern Schonzeit. Dasselbe gilt für den Lachs und die Saiblinge. überstrahlte Erinnerung an die teuren Toten ist. Wenn auch bis jetzt noch kein endgültiger Friede sieder über Deutschland liegt, so ist uns der große deutsche Sieg in Polen doch eine heilige Verpslich- Än einem vielseitigen Jagdrevier weiß der Jäger im Oktober gar nicht, welcher Wildart er sich zunächst widmen soll. Bei Beginn des Monats ist noch die Hirschbrunst in vollem Gange. Herrlich ist es, im bunten Herbstwald dem Orgelkonzert der Hirsche zu lauschen. Gegen Mitte des Monats tritt auch das Damwild in die Brunft. Das Schreien der Damfchaufler kann zwar nicht mit dem der Rothirsche verglichen werden, hat aber auch seine Reize. Fast alles jagdbare Wild hat im Oktober Schußzeit, und deshalb kann eine Tagesstrecke im Monat Oktober sehr bunt ausfallen. Die größte Aufmerksamkeit muß der Jäger jetzt noch dem Abschuß des weiblichen Wildes entgegen bringen. Es muß immer wieder betont werden, daß hier eine der Hauptaufgaben ihrer Lösung entgegensieht. Im ganzen deutschen Reichs gebiet dürfen vom 1. Oktober ab Hasen und Fasanen geschossen werden. Mit dem Hasenabschuß sollte man aber vorläuftg langsam zu Werke gehen und nur diejenigen Hasen abschie- der Reichsverkehrsminister in _ Landesregierungen Stellung. Danach wird grundsätzlich daran festgehalten, daß ein öffentliches Interesse an der Weiterbenutzung von Personenkraftwagen mit einem Hubraum von mehr als 2,5 Liter und von Krafträdern mit einem Hub raum Verkehrsmittel — ein Anhänger mitgeführt werden soll. Im letzteren Falle ist zu prüfen, ob bte Weite rbenutzung eines Kraftfahrzeugs nur mit Anhänger zu genehmigen ist, was dann im Kraftfahrzeugschein zu vermerken wäre. Wer seinen Lastkraftwagen der Wehrmacht zur Verfügung gestellt hat, dem werde in der Frage der Ueberschreitung des Hubraums für fein Ersatzkraftfahrzeug entgegenzukommen sein, sofern bei ihm ein öffentliches Interesse an der Weiterbenutzung anzuerkennen ist. Die Entscheidung über Beschwerden gegen Verweigerung der Anerkennung des öffentlichen Interesses hat'sich der Minister selbst vorbehalten. ßen, die man für den eigenen Haushalt unbedingt braucht. Unausgewachsene Oktoberhasen machen doch keine reine Freude. Infolge der oft noch warmen Tage muß man auch sehr vorsichtig mit den erlegten Hasen umgehen, sonst verderben sie ganz. Im Oktober ist es auch an der Zeit, die Dorbe- reitungen für die Fütterung zu treffen. Die Fasa- nenfütterungen müssen sogar jetzt schon beschickt werden, um ein Verstreichen der Fasanen zu verhindern. Das Sammeln von Kastanien ist im letzten Jahr erstmalig auf dem Derordnungswege geregelt worden, und deshalb wird es auch erforderlich sein, daß sich die Revierinhaber rechtzeitig um Ort^amvpe Sießen-Oft. Die Diensträume der Ortsgruppe Gießen-Ost der NSDAP, sind ab 1. Oktober 1939 von Kaiserallee 2 nach Kaiserallee 6 verlegt worden. Der Telefonanschluß ist der gleiche wie seither, Nr. 3330. Dienststunden: Dienstag und Freitag von 20 bis liebergang zu schwachen Wagen wird dringend empfohlen. Auch den Haltern der mit rotem Winkel versehenen stärkeren Kraftwagen sei im eigenen Interesse dringend zu raten, sich unverzüglich auf einen schwachen Wagen, bis höchstens 1,7 Liter Hubraum, oder ein schwaches Kraftrad umzustellen. Sie hätten dann Aussicht, bei etwaiger allgemeiner Stilllegung der Mittelstarken Wagen ihren schwachen Wagen in Betrieb halten zu können. Die Freigabe der Weiterbenutzung sei sofort zurückzunehmen, der rote Winkel zu entfernen und der Vermerk im Kraftfahrzeugschein zu streichen, wenn Mißbrauch des Fahrzeugs feftgestellt werde. Mißbrauch liege insbesondere vor, wenn jemand im Stadtverkehr ein Kraftfahrzeug benutzt, wo ein öffentliches Verkehrsmittel zur Verfügung stcht, oder mit Kraftfahrzeug über weite Sttecken fährt, wenn eine Eisenbahn ans Ziel ober dicht ans Ziel führt, ober wenn jemand ein Kraftfahrzeug zu seinem Vergnügen, zu Spazierfahrten, Jagduusflügen und dergleichen benutzt. fachen Verdienste um Volk und Vaterland, sein Leben als Solbat und Kamerad und sein Wirken als Förderer unserer Universität mit herzlichen Worten der dankbaren Anerkennung gewürdigt. Zahlreiche Kränze als letzter Gruß an den Heimgegangenen wurden am Sarge niedergelegt. Die Feierstunde, die durch Trauermusik eines Musikkorps der Wehrmacht umrahmt wurde, fand mit dem Spiel des Liedes vom guten Kameraden ihren Abschluß, während zur gleichen Zeit vor der Kapelle die Ehrensalve als letzter Gruß der Wehrmacht an den im Krieg und Frieden hochverdienten Soldaten abgefeuert wurde. Auskunft über Feldpostankchristen. Es sind in den letzten Tagen verschiedentlich an die Postsammelstellen Anfragen gerichtet worden, die Auskunft erbaten über Wehrmachtsangehörige, ihren Standort und ihr Befinden. Die Reichspost kann derartige Anfragen nicht beantworten, ihre Dienststellen können aber auch nicht Antwort geben auf Fragen, ob Feldpostanschristen richtig oder falsch.sind. r r, Unterlagen zur Prüfung der Felbpostanschnften haben die Wehrmachtsbriefstellen, die bei jedem Wehr- kreiskommanbo eingesetzt ftnb. Prüfung einer Felb- postanschrfft kann bei ber Wehrmachtsbriefstelle nur erfolgen, wenn der Truppenteil bes Soldaten angegeben ist. Krankenscheingebirbr für Familienangehörige der Einberufenen. Die Frage ber Krankenscheingebühr für Familienangehörige ber Einberufenen ist kürzlich vom Reichsoersicherungsamt nach einer Mitteilung des Reichsoerbandes ber Jnnungskrankenkassen geklärt worden. Der Bescheid des Amtes besagt zusammengefaßt folgendes: „Für die Ausstellung von Krankenscheinen für Familienkrankenhilfe ist während einer Wehnnachtübung eine Krankenscheingebuhr nicht zu erheben." i)img isl fe Her gi. Weise bw ten tot- Dergangtitr. en. Sie b fahr). M ithelseni llem M' net, sem leerende lb chliehlich i: 9 beiW i mären. & iah an if:’ anisatM irdert von mehr als 500 ccm nicht anerkannt werden soll. Anträge auf ausnahmsweise Weiterbenutzung von Personenkraftwagen mit einem Hubraum über 3,2 Liter oder Krafträdern über 750 ccm sind dem Minister überhaupt nicht mehr vorzulegen: sie sind von den unteren Verwaltungsbehörden unmittelbar und endgültig abzulehnen. Das bedeutet, daß ber sogenannte schwere Wagen vorübergehend aus bem privatwirtschaftlichen Autoverkehr verschwinden muh. Der Minister ist bamit einverstanben, baß die unteren Verwaltungsbehörben über Anträge auf ausnahmsweise Weiterbenutzung von Personenkraftwagen mit einem Hubraum bis 2,7 Liter oder Krafträdern bis 600 ccm von sich aus entscheiden, verlangt aber, daß dabei aufs schärfste geprüft wird, ob dem Antragsteller die Verwendung eines Ersatzfahrzeugs, etwa eines Pferdefuhrwerks, eines Elektrofahrzeugs oder eines Kraftfahrzeugs mit geringerem Hubraum unter gar keinen Umständen zuzumuten ist. „Wird", so sagt ber Erlaß, „bei dieser Prüfung nicht der allerschärfste Maßstab angelegt, so muß damit gerechnet werden, daß in absehbarer Zeit der größte Teil der mit roten Winkeln versehenen Fahrzeuge wieder stillgelegt wird." Allgemein bemerkt ber Minister u. a., daß eine Begründung wie etwa die, es genüge, z. B. in Gebirgsgegenden, für den in Frage kommenden Verkehr ein Kraftwagen bis 2,5 Liter nicht, grundsätzlich nicht stichhaltig sei. Dagegen könne ein stärkerer Wagen z. B. belassen werden, wenn neben dem stets erforderlichen öffentlichen Interesse an der Weiterbenutzung die Benutzung eines Ersatzkraft- [m Lange. Ernft M etonlinddi Ziehen, Mein. & für den -uckund^ !angeM 5 2,05 M it ber M ureis 10 j ierten 5» 1. Septem ,*<•**' Oie deutsche Wandersache darf nicht ruhen. Der Deutsche Wattderführer, Ministerpräsident a. D. Professor Dr. Werner, hat an die deutschen Gebirgs- und Wandervereine eine Anweisung erlassen, in der u. a. gefordert wird, auf keinen Fall die Arbeit für die deutsche Wandersache ruhen zu lassen, weil sie als lebensnotwendig für das innere Sein unseres Volkes anzusehen sei. Die Ge- birgs- und Wandervereine des Rhein-Main-Ge- b'iets haben bereits allgemein ihre Planwanderuw gen den Zeitverhältnissen angepaßt und sie beson« ders auf die heimatkundlichen Belange eingestellt. Zetzt Kartoffeln einlagern NSG. Die diesjährige Kartoffelernte verspricht wieder eine Rekordernte zu werden. Die Qualität ber, Kartoffeln ist als erstklassig zu bezeichnen. Da die Kartoffeln ohne Marken und in jeder Menge bezogen werden können, müssen seitens der Verbraucherschaft unbedingt die nachfolgenden Richtlinien befolgt werden, um Verluste, die unter allen Umständen zu vermeiden sind, von vornherein aus» zuschalten. Es dürfen nicht mehr Kartoffeln eingelagert werden, als zur Versorgung des Einzelnen Haushaltes dringend notwendig sind. Nur wirklich ausgereiste Kartoffeln sind zum Einlagern geeignet. Die Beschaffenheit des Kellers ist für eine ein» wandfteie Lagerung ausschlaggebend. Keller, in denen sich unmittelbar ober in nächster Nähe Heizungsanlagen befinden, sind zur Einlagerung größerer Mengen Kartoffeln nicht geeignet, denn Wärme fördert und beschleunigt die Fäulnis ber Kartoffel. Es ist daraus hinzuweisen, daß die zur Zeit gelieferten mittelfrühen Sorten zur Einkellerung genau so geeignet sind, wie die ausgesprochenen späten Sorten, so daß bei den geschilderten günstigen Voraussetzungen zur Lagerhaltung jetzt un« bedingt mit dem Einkellern begonnen werden sollte. Oie Verwendung entrahmter Frischmilch. NSG. Seit dem 25. September erhalten die Erwachsenen entrahmte Frischmilch. Wohlgemerkt: die Erwachsenen! Denn für die Kinder wird Vollmilch ausgegeben, und es ist streng darauf zu achten, daß diese Vollmilch auch für die Kinder verbraucht wird. Die für die Kinder zugemessenen Fettmengen sind nämlich berechnet mit Rücksicht darauf, daß die Kinder auch noch das in der Milch vorhandene Milch- fett zu sich nehmen. Es geht also nicht an, daß die Erwachsenen die den Kindern zustehende Vollmilch aufbrauchen. Es ist reichlich.enttahmte Frischmilch zu haben, die sich von der Vollmilch ja nur dadurch unterscheidet, daß ihr das Butterfett entzogen wurde; alle anderen Nährstoffe aber, wie Eiweiß, Milchzucker und Mineralstoffe sind darin ent- irklicM^ iehi«e> „,>**’ je Ron*611 Ve»*1'* lern'01*1* 150-200 g Spinat, 3 ERL IDafTet 3 g(1 yestr. ted.) Dr. Oetker 1 Efll wasser 3um Rnrühren. Oie Kraftwagen mit dem roten Heuer Erlaß des Veichsverkehrsministers. !«* Seit gestern prangt unsere Stadt anläßlich des iberwältigenben deutschen Sieges im Feldzug gegen 3olen hn Schmucke ber Fahnen bes Großbeutschen Reiches, und gestern um die Mittagszeit ließen zum rsten Male eine Stunde lang die Glocken ihr Siegesgeläute über die Stadt erklingen. In allen Sttaßen zeigen die Häuser als äußeres Zeichen >es Dankes an den Führer und an unsere siegreiche Wehrmacht aus allen Wohnungen die Haken- üeuzbanner. Beim Klang der Glocken, die uns nun täglich bis ;um kommenden Dienstag, während ber Mittags- vutlde, an den weltgeschichtlichen deutschen Erfolg ~n Osten erinnern werden, gedenken wir aber nicht ^ur ber Soldaten, die mit stolzer Erinnerung auf tat siegreichen Abschluß des Feldzuges gegen eine sarfe Armee zurückblicken, wir verneigen uns auch im Geiste voll Ehrfurcht und in tiefer Dankbarkeit mr der Größe des Opfers unserer Gefallenen in liefern Feldzug. Und wir aedenken dabei nicht minier der Trauer, die ihre Hinterbliebenen Angehöi" 5plnatba?i fUr Säuglinge and Kleinkinder (1 pot&m) Der oedefene. geiDafihene Spinat wird gä MyÄnW Ö® Ö* WlB Wer einmal durch solche Betriebe geht, in denen ^Dteifterfrauen ihren Mann in der Werkstatt verbeten, kann nur immer wieder staunend bewun- tent, wie sie das machen. Bei Schmieden und Schlossern, Klempnern und Installateuren, bei Tisch- t-rn, Kraftfahrzeughandwerkern, Herrenschneidern ntb Buchbindern steht man die Meisterfrauen bei !er Führung ber Bücher, bei ber Arbeitsverteilung h ber Werkstatt, sie erledigen den Kundenbienst, nachen Lohnabrechnungen und setzen die Anttäge ms, die das Kontingentierungssystem ersorbert. Da huthen Fragen auf, die selbst manchem Meister Kopfzerbrechen machen. Aber die Handwerker-Jn- rmngen haben es sich zur Aufgabe gestellt, als Treu- iänber der wehrdienstpflichtigen Meister den Mei- Ferfreuen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Rehrere Innungen haben schon Vertrauensleute iestM, die von Zeit zu Zett in solche Betriebe iehen, deren Meister im Felde steht, um nach dem Rechten zu sehen. Es sind aber nicht nur die neben ber Werkarbeit irlbst herlaufenden Arbeiten, die von der Meister- rau geleistet werden, auch praktisch betätigt sie ich. Denken wir nur an die Metzger und Bäcker; lier haben die Meisterfrauen überraschend schnell 'ch in das Kartensystem gefunden, so daß sie ber kundschaft mit guten Ratschlägen über die Eintei- Ltng ebenso zur Seite stehen, wie sie für den Be- bieb selbst die Arbeit, die nun einmal damit zusam- kienhängt, erledigen. Gerade bei den Metzgern ist rrit der Kartenregelung eine fortwährende Auf- iLamng der Kundschaft verbunden, wie auch eine Beratung über die Fleischsorten notwendig ist. Im lterrenschneiderhandwerk Hilst die geschickte Hand ier Meisterin in der Werkstatt mit, wenn es gilt, Tnzüge zu reinigen, auszubessem, Hosenschoner an= 1 stisetzen, Knopflöcher einzufassen und bergt mehr. Die Meisterfrau erfüllt die ihr in dieser Zeit übertragenen besonderen Pflichten mit Stolz, weiß sie | ttch, das ist wertvolle Arbeit für das Vaterland! Dornoii^en Tageskalender für Donnerstag. Gloria-Palast (Seltersweg): „Robert Koch". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): 16 Uhr Sonder- lorfteüung „Der Westwall", ab 18 Uhr „Wenn Männer verreisen". Stadtkhealer Gießen. Das Stadttheater Gießen — Intendant Hermann öchultze-Griesheim — bringt am 15. Oktober m ber !ieihe seiner Morgenfeiern „Die Tochter von Houli- Icn", eine irische Sage von William Butler Peats, geniert von Dr. Hannes Razum, zur Aufführung. VOM.-Llntergou 116 Gießen. Mädelgruppe 2/116. Die Gruppe tritt am Sonntag, 8.10., zum Herm- tfcenb von 13 bis 14.30 Uhr, pünktlich am Uhl- ieim an. __ >tDdr(s | wir >>& 5UnBs' >r i ' Tur u M 1 Derk G | 5? T 1 “Weidjd Fannie;, ertrauu "der eit.,; *11 föt Ci, halten. Wie verwenden wir nun die entrahmte Frischmilch? Grundsätzlich läßt sich die enttahmte Frischmilch genau wie Vollmilch verwenden. Allerdings eignet sie sich eher zum Kochen als zum Roh- ttinken ober Aufsetzen zu Dickmilch. Alle Gerichte, bie man mit Vollmilch herstellt — also Suppen. Tunken, Süßspeisen, Milch als Zugabe zu Aufläufen, Backwerk, zum Anrühren von Quark usw. — werben genau so gut mit entrahmter Frischmilch zubereitet. Auf folgendes hat man achtzugeben: entrahmte Frischmilch brennt leichter an; deshalb muß man den Kochtopf vor dem Gebrauch mit kaltem Wasser ausspülen. Sicher verhütet man das Anbrennen durch ständiges Schlagen ober Rühren ber Milch. Noch ein besonderer Kniff: Mein reibt den Topfboden mit einer Speckschwarte ein, bann erübrigt sich natürlich das Rühren. Man kocht am besten in einem Emailletopf, ber nur für die Milch verwenbet wirb unb nicht abgesprungen sein barf. Man kann darin auch ruhig bie Milch aus kühlen unb stehen lasten. Bold wird sich jede Hausfrau an bas Kochen mit entrahmter Frischmilch gewöhnt haben. Besondere Schwierigkeiten sind nicht vorhanden, so daß sie. bann kaum noch einen Unterschied merken wird. Seidenbau in jeder Schule. Ein neuer Erlaß des Reichserziehungsministers überträgt den Schulen eine in der heutigen Lage besonders bedeutungsvolle Aufgabe. Im Unterricht ist nunmehr grundsätzlich Seidenbau durchzuführen, und überall sind Maulbeeren anzupflanzen. Die Pflege dieser Anlagen unb solcher, bie in ben letzten Jahren in den Gemeinden bereits geschaffen wurden, übernehmen die Schulen, sofern sie nicht von anderen Volksgenossen vorgenommen wirb. Die für unsere Wehrmacht wichtige Seidenerzeugung wird somit aus weiteste Grundlage gestellt, denn durch ben Erlaß wird die Mitarbeit aller Schulen — auch großstädtischer — ermöglicht. Nur dort, wo infolge klimattscher Bedingungen der Anbau von Maulbeeren nicht in Frage kommt, entfällt die Mitarbeit der Schule. In ben vergangenen Jahren haben sich schon viele tausend Lehrer dem Seidenbau gewibmet. Die Er,cchrungen zeigten nicht nur ben Wert bes Seidenbaues für eine anschauliche und interessante Gestattung der verschiedensten Unterrichtsfächer, sondern auch, baß die Güte ber durch die Schulen erzeugten Kokons ben Erwartungen voll entsprach. Diese Pioniere des deutschen Seidenbaues können heute mit Recht darauf stolz sein, die Wege gewiesen zu haben für die weitere Einführung und Sicherung dieses werttollen und unerläßlichen Zweiges der Kleintierzucht.___________ uniMb IWeifterfrau eine besondere Rolle gespielt. Das liegt n oer Struktur vieler Handwerkszweige, deren lick? M 1 ^ein- und Mittelbetriebe die Mitarbeit ber Meister- ttn'l? Mau nicht entbehren können. In vielen kleinen 2rl',y|| i>anbwerktsbettieben insbefonbere war bie Meister- • e: 200 g Tomaten. bethieingefchnittenenZwiebel unö DemSckz kurze ZeUgeöünfteL ä—s’-jssaT.» 2 6flL wasser zum Anfuhren. das -^ufan 9 angerührte ..Guflin" unter Rühren hinem wiö junLAbfdLm^AeiL üßt noS 2 niüfuten kacken. Die Suppe wert bann mtt Stü, unb Sucher 'ff.' °ffX—.*> *— - - un» W. io E gefcüe*» Pf— <— •-*- g'd. -- auf M. für D„L12 e ou"f bie flbTchnitt« mit °in°m X. im filonot alfo 2 PaAAcn r-.g ..___ i • ■ - £)r- Oetker Puddingpulver gibt es auf Lebensmittelkarte Abschnitt L tf. ir Oetker Pudding mit ffüchien - seh-rvwCjortuiiMCn; wm gäbe bä ein^[S.: ler ber Trauer, die ihre Hinterbliebenen Angehöri- Inallt. en erfüllt, die eine stolze, vom deutschen Sieg Nun rollen die Kastanien. Ls ist wichtig, sie zu sammeln. Lpd. Die Zeit der Reife der wilden Kastanien naht heran. Die stachelige Kugel in grüner Hülse läßt die braune, glänzende Frucht aus der Umklammerung los, und so oft ein Windstoß um die Baumkronen fährt, schüttelt er die Kastanien aus dem absterbenden Laubdach auf den mehr und mehr vergilbenden Wiesenboden. Die reifen Kastanien bildeten schon immer ein beliebtes, von der Natur geschenktes Spielzeug für unsere Jugend, und Bu- oen und Mädel sammeln sie gerne und basteln da- mit. In diesem Jahre ist es besonders notwendig, die wilden Kastanien zu sammeln, dienen sie doch besonders als Futtermittel für das Wild, vor allem für die Hirschfütterung. (Siebener Dochenmarktpreise. * Gießen, 5. Okt. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, Yi kg 1,60 RM., Matte 25 bis 50 Rpf., Käse, das Stück 4 bis 10, Wirsing, ¥i kg 5 bis 7, Weißkraut 4 bis 5, Rotkraut 6 bis 8, gelbe Rüben 7 bis 8, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20, Römischkohl 8 bis 10, Unterkohlrabi 8, Rosenkohl 15 bis 20, Feldsalat, '/io 10 bis 12, Tomaten 10 bis 15, Zwiebeln 8 bis 10, Kürbis 8, Kartoffeln, % kg 4 Rpf., 5 kg 40 Rpf., 50 kg 3,25 bis 3,45 RM., Aepfel, %kg 10 bis 30 Rpf., Falläpfel 5, Birnen 10 bis 25, Preiselbeeren 30, Zwetschen 10 bis 12, Mirabellen 20, Blumenkohl, das Stück 10 bis 40, Salat 5 bis 8, Salatgurken 10 bis 25, Endivien 8 bis 12, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 35, Radieschen, das Bündel 10 bis 12 Rpf. * ** E i n Siebenundsiebzigjähriger. Am morgigen Freitag, 6. Oktober, kann unser Mitbürger Karl Dechert, Reuen Bäue 2, seinen 77. Geburtstag feiern. Der hochbetagte Mann stand 31 Jahre lang in städtischen Dienten beim Gaswerk und lebt seit dem Jahre 1928 im wohlverdienten Ruhestand. Aus seiner Ehe mit Frau Margarethe, geb. Reichel, gingen 7 Kinder hervor. Uover 40 Jahre lang hat der Jubilar dem „Gießener Anzeiger" die Treue gehalten. ** Torhaus als Transformatoren- sta ti o n. Das Torhaus auf der linken Seite der Walltorstraße erfährt gegenwärtig einen Umbau. Eine Reihe von Wänden innerhalb des Hauses wurde niedergelegt, da das Haus in Zukunft anderen Zwecken dienen soll. Wie wir hören, wird dort eine Transformatorenstation des Elektrizitätswerkes eingerichtet. ** Fällige Strom- und Gasgelder. Die Direktion der Stadtwerke weist darauf hin, daß die die Strom- und Gasgelder grundsätzlich bei der Ablesung an den Erheber zu zahlen sind. Vom 16. Oktober ab wird die Strom- und Gaslieferung bei allen Abnehmern gesperrt, die die Strom- und Gasgelder für August noch nicht entrichtet haben. Aus der engeren Heimat. Ein verdienstvoller ORK.-Iührer gestorben. Lpd. Darmstadt, 4. Okt. Der trotz seines vor- aeschrittenen Alters noch bis zuletzt aktiv in den Diensten des Deutschen Roten Kreuzes stehende Hauptmann ä la suite Reinhard Lotyeißen, Frankfurt a. M. in der Nähe von Ranstadt mit großer Geschwindigkeit gegen einen Baum. Alle drei Fahrer mußten nach Friedberg ins Krankenhaus eingeliefert werden. Dort ist jetzt einer der Verletzten, der Kraftfahrer Paulus aus Staden, an feinen schweren Verletzungen gestorben. ein verdienstvoller Förderer des Deutschen Rolen Kreuzes, ist g e st o r b e n. Hauptmann Lotheißen war lange Jahre Führer der Sanitätskolonne Darmstadt des Deutschen Roten Kreuzes und Inhaber ver DRK.-Medaille. Oie erste Raststätte an der Reichsautobahn in Hessen. Straßenmeistereien vor der Fertigstellung. Lpd. Eine Reihe von Bauten an der Reichsautobahn im Bereich der Obersten Bauleitung Frankfurt a. M. geht ihrer Vollendung entgegen. Die neue Straßenmeisterei bei Alsfeld ist am weitesten vorgeschritten. Der Hallenbau für die Fahrzeuge wurde'bereits fertiggestellt. Gegenwärtig erhält der Verwaltunasbau seinen Verputz. Auch die Planierungsarbeiten des Hofes sind bereits in Angriff genommen, doch wird ihre Vollendung noch einige Zeit beanspruchen. Bei R e i n h a r d s h a i n , oberhalb von Gießen, geht die erste Raststätte der Nord-Süd-Reichs- autobahn im Bereich der Obersten Bauleitung Frankfurt ihrer Vollendung entgegen. Der Rohbau ist jetzt unter Dach, und mit dem Innenausbau wurde begonnen. In dem eingeschossigen Haus, dessen Dachgeschoß gleichfalls ausgebaut wird, findet der Autofahrer die Möglichkeit eines angenehmen Aufenthaltes. Ein Teil der der Autobahn zugekehrten Wand der Raststätte wurde durch eine zusammenhängende Fensterreihe aufgelöst, so daß sich ein schöner Ausblick nach den oberhessischen Bergen bietet. In einem Seitenanbau wird eine große Tankstelle untergebracht. Ein großes freies Gelände wird als Parkplatz für die Besucher der Raststätte ausgestaltet. Bei der Platzwahl dieser Raststätte war vor allem der prächtige Ausblick über das oberhesst sche Land bestimmend. An die Raststätte schließt sich ein Waldgebiet an, das dem Autofahrer gute Erholung bietet. Die Straßenmeisterei bei Reiskirchen geht gleichfalls ihrer Vollendung entgegen. Wie eine Burg mit nach allen Seiten geschloffenem Hof wur^ den hier die Gebäude an geordnet. Bis auf einen kleinen Teil der Kraftwagenhalle sind alle Gebäude unter Dach. Am weitesten vorgeschritten sind wohl die Arbeiten an der Straßenmeisterei in Darm- stadt, die gegenüber der Tankstelle an der Ausfahrt liegt. Todesopfer der Motorradraserei. Lpd. Nidda, 4. Okt. Vor einigen Tagen rannte, wie von uns berichtet, ein mit drei jungen Männern besetztes Motorrad auf der Fal)rt nach Landkreis Gießen. I Lollar, 4. Okt. Die Kartoffelernte ist hier in vollem Gange. Der stark fühlbare Man- gel an Arbeitskräften wird durch die Hilfe von Soldaten, Hitlerjugend, BDM. und Schülern der oberen Schulklassen ausgeglichen. Der Ertrag kann als gut bezeichnet werden. Auch die Obsternte erbrachte einen guten Ertrag. Seit einigen Tagen ist auch die Dreschmaschine in Tätigkeit. — In dem hiesigen Kino wurde am Samstag und Sonntag der Film „Der W e st w a l l" gezeigt. Weiter lief der Spionagefilm „Rote Orchideen" gezeigt. Die Filme fanden so starkes Interesse, daß alle Vorstellungen bis auf den letzten Platz ausverkaust waren. — Dem Leiter des hiesigen Postamtes, Postverwalter Ries, wurde vom Führer das silberne Treuedienstehrenzeichen verliehen. Wirtschaft. Oer Versicherungsbeitrag bei Einziehung von Pferden. Das Reichsaufsichtsamt für Pri-vatversicherung hat den Versicherungsbeitrag vei Einziehung von Pferden geregelt. Werden während der Dauer des gegenwärtigen besonderen Einsatzes versicherte Pferde derart in Anspruch genommen, daß sie aus dem Besitz oder Gewahrsam des Versicherungsnehmers ausscheiden, so darf der Beitrag nur vis zum Schluß des Versicherungsviertelfahres erhoben werden. Ein etwa darüber hinaus bezahlter Beitrag ist auf den Beitrag für eingestellte Erfatzpferde oder aus Len nächstfälligen Beitrag für die dem Dersicherungsnehmer verbliebenen Pferde anzurech- nen bzw. am Schluß des Jahres zurückzuvergüten. Nhein-Mainische Börse. NUttagsbörse: Aktien und Renten fest. Frankfurt a. M., 4. Okt. Die Börse hatte sowohl am Aktien- als am Rentenmarkt ein weiter festes Gepräae. Wäbrend bei den Dividendenwerlen nur kleine Käufe erfolgten und vielfach auch kleine Abgabm vorlagen, herrschte in festverzinslichen Werten auf Grund der außerordentlich flüssigen Geldmarktlage fast nur Nachfrage. In Aktien entwickelte sich das Geschäft zö° aernd, da im Hinblick auf die kommenden politischen Ereignisse eine gewisse Zurückhaltung bestand. Auch war die Entwicklung nicht ganz einheitlich, । es überwogen aber Erhöhungen kleinen Ausmaßes. Mehr befestigt waren am Elektromarkt Siemens Freibankverkauf Am «.Oktober 1939: 8— 9 Uhr. ..Nr. 301—350 9—10 Uhr . Nr. 351—400 10—11 Ubr.. Am 7.Oktober 1939 8— 9 Ubr... Nr. 401—450 Nr. 451—500 9—10 Uhr.. .Nr. 501—550 10—11 Ubr.. .Nr. 551—600 Andere Nummern können nicht berücksichtigt werden. «zanA Stadt. Schlachtbof Gießen. Jede Menge kleinere und mittlere Een zu kaufen gesucht. 02450 MasnuA & <£<>♦ Gießen, Diezstratze 6, Ruf 3532. mit Bad zu sofort oder später von NeichSbe- amten gesucht. Angebote unter 04kK0a.d.G.A. 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Stahl auf 94,13 (93,40), Rheinstahl auf 123,25 (123) und Deutsche Erdöl auf 131 (130,50), aber Mannesmann 0,25 v. H. ermäßigt aaif 100,75. Die Färb en-Aktie hatte bei kleinem Umsatz einen Gewinn von 0,75 v. H. auf 157,25. Renten lagen, wie schon erwähnt, fest. Gesucht blieben vornehmlich Goldpfandbriefe. Auch Industrie-Anleihen weiter beachtet, ebenso teilte sich die Nachfrage anderen Gebieten zu. Kursmäßig traten allerdings wenig Veränderungen ein, auch war das Geschäft mangels entsprechenden Angebots nicht sonderlich lebhaft. Reichsbahn-VA. 123,25 (123), hingegen Dekofama I 136,50 (136,75). Industrie- Anleihen kamen schließlich meist 0,25 bis 0,50 v. H. höher an. Stadtanleihen unverändert, ebensß Staats- und Länderanleihen. Im Freiverkehr tutf ren Steuergutscheine I in allen Serien gesucht. 1 Zrankfurier Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 5. Okt. (Vorbericht.) Unit 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 587 Rinder (102 Ochsen, 114 Bullen, 213 Kühe, W Färsen), 550 Kälber, 90 Hämmel 35 Schafe. 421 Schweine. Es kosteten: Ochsen 37,50 bis 46,50 RR, Bullen 35 bis 44,50, Kühe 20 bis 44,50, Färsen J bis 45,50, Kälber 30 bis 65, Hämmel 35 bis 50, Schafe 25 bis 42, Schweine 52 bis 69 RM. -w Marktverlauf: Alles ausverkauft. frankfurter Getreidebörse Frankfurt a. M., 4. Okt. Die Preise bliebeit gegen den Markt vom Montag unverändert. Helfer des Bauern. Spende für den Kriegsfonds des Führers. NSG. In unserem Gau gibt die Dolksgemein- schäft täglich Beispiele vorbildlicher Einsatzbereitschaft. Die Volksgenossen wissen um die Härte des Kampfes, der Deutschland aufgezwungen wurde, und helfen jeder nach seinen Kräften die „Innere Front" zu stärken. Die Jugend, Frauen und Männer dienen in freien Stunden freiwillig dort, wo es not tut, dem Vaterland. Wie kann ich helfen? Diese Frage stellt sich heute jeder. Und wo er eine Lücke findet, springt er einsatzsreudig ein. Die Gemeinschaft findet in diesen Wochen vor allem auf dem Lande den besten Ausdruck. Diele Kräfte sind zum Heeresdienst eingezogen. Doch, die letzte Ernte tnu6s zur Sicherung der Ernährung restlos unter Dach und Fach gebracht werden. Da überbrückt wieder unsere Gemeinschaft, die der Nationalsozialismus formte und heute ihre Bewährungsprobe ablegt, alle Not. Freiwillige Erntehelfer stehen der Bauersfrau in großer Zahl zur Verfügung. HI. und BDM. sind seit Wochen in den I Dörfern des Rhein-Main-Gebietes eingesetzt. Dar« ! rüber hinaus unterstützen in den meisten Ortschaften die Dorfgemein schäften ihre Bauern. Zahlreich Meldungen besagen, daß alle Schichten der Bi» I Dörterung sich beim Bauern melden uni) geschlossen hinauszichen aufs Feld. Frauen lassen selbst drir« gende Hausarbeiten liegen, um bei der Bergung der Hackfruchternte nicht zu fehlen. Dieser Einsatz erfüllt uns mit Stolz. Auf andere Weise versuchen die Betriebe, un» serem Führer den Abwehrkampf bis zum Letzten durchführen zu helfen. Ein schönes Beispiel gilt hier die Gefolgschaft und Führung einer Fabrik in Oberhessen. Jedes Gefolgschaftsmitglied spendet wi» chentlich am Zahltag freiwillig, je nach Derhältnü, einen Stundenlohn und mehr. Der Gesamtbetvag wird von der Betriebsführung mit einem entspn- chenden Betrag aufgerundet und dem Kriegsfondr des Führers zur Verfügung gestellt. \ SJL-’Sport Aufruf zum Wintersport-Training. Jlafionde und internationale Kampfe finden statt. Der deutsche Sport hat trotz aller Hemmnisse ge- ra'de in diesen Tagen bewiesen, wie sest seine Grundlagen sind. Hebung, Spiel und Kampf gehen weiter. Mit Geschick und gutem Willen werden alle Schwierigkeiten gemeistert, so daß wir auf fast allen Sportgebieten wieder regelmäßige Veranstaltungen und einen geordneten, jetzt um so strafferen Betrieb finden. Der Winter beginnt in wenigen Wochen! Für den Schisportler heißt es jetzt, mit seiner Trainingsarbeit anzufangen. Gewiß sind infolge der Zeitver- hältnisse mannigfache Einschränkungen notwendig geworden. Aber das Fachamt Schilauf im NSRL. hat den festen Willen, seine Erfolgreiche Arbeit fortzufetzen. Ein Aufruf forderte alle aktiven Schisportler und die Vereine auf, mit allen notwendigen Vorbereitungen für eine sportliche Tätigkeit in den Wintermonaten zu beginnen. Die großen Trainingskurse müssen zwar ausfallen, dafür hat aber jeder Gelegenheit, sich durch Waldläufe und Gymnastik zweckentsprechend auf den Wintersport oorzitbereiten. Sowohl für den einzelnen Sportler als aud) für die Vereine, die keinen eigenen Sportlehrer Haven, sind die vom Fachamt herausgegebenen Richtlinien für das Konditionstraining ein wertvoller Helfer. Das Fachamt regt die Bildung von Kameradschaften an, dort wo sich kleinere Gruppen von Schisportlern zusammenftnden. Es sei jetzt die Zeit, in der sich der wahrhafte Sportler und Kamerad bewährt. Nicht eine der großen nationalen Veranstaltungen und internationalen Wettkämpfe, einschließlich der Olympischen Winterspiele in Gar misch - Partenkir- chen, wurde bisher abgesagt. Sollte aber die Durchführung der großen Rennen nicht möglich fein, so werden auf jeden Fall alle lokalen Veranstaltungen beibehalten. Die Kreis- und Gaumeisterschaften dürften Mitte Januar entschieden werden. Vorher werden die Weihnachts-Schiveranstaltungen Aufschluß über die Stärke und Leistungsfähigkeit unserer Schisportlergarde geben. Aus dem ganzen Reich treffen Berichte ein, daß der Aufruf des Fachamts besten Erfolg hat. Fast überall begann man mit einer eifrigen Trainings- arbeit, und das läßt uns hoffen, daß wir auch diesmal eine Saison besten und erfolgreichen deutsches Wintersports erleben. Die slowakischen Wintersportler bereiten sick umsichtig für die kommende Sportzeit dm, Der Elsyockeyverband hat 18 Spieler benannt, die für die slowakische Auswahl in Betracht kommen. 20 Schiläufer der Slowakei sollen an den Olympischen Winterspielen in ' Garmisch-Partenkirchen teilnehm em Olympia -Bauten machen Fortschritte. An den olympischen Bauten in Helsinki sind gegenwärtig noch rund 1700 Arbeiter beschäftigt, so daß die verschiedenen Bauten gute Fortschritte machen und zu den vorgesehenen Terminen fertig gestellt sein werden. Der Erweiterungsbau des Olympia-StMons soll am 1. Novemb er ab geschossen werden. Sehr weit ist man auch mit dem Bitt der Haupttribüne auf der Radrennbahn, wo die finnischen Radsportler schon seit langer Zeit einem eifrigen Training obliegen. Kein Kampf Enaland-Holland Der Englische Fußball-Verband hat nach einer Meldung aus den Haag dem Königlich Niederlän- dischen Fußball-Bund mitgetM, daß der zim 8. November nach London vereinbarte Länder« kampf England—Holland nicht stattfinden könne. Diese Absage kennzeichnet das Gefühl der Unsicherheit, die in der englischen Hauptstadt herrscht. Fußball im T -V.-Londorf. FE. Rübbingshaufen 1.3gb. — Tv. Conborf 1. Jak». 2:3 (1:0). Am vergangenen Sonntagnachmittag trug bit Lonüorfer Jugend in Rüddingshausen ein fällige; Rückspiel aus. Londorf siegte in einem schönen, fair durchgeführten Kampf verdient. Kurze (Sportnotizen Die deutsche Handballelf zum 4. ßän- derkampf gegen Dänemark am kommenden Sonn« tag in Leipzig steht wie folgt: Schne-egans (Mägde» bürg); Oepen (Düsseldorf), Kunze (Leipzig); Krittr, Brinkmann, Mücke (alle Berlin); Hermann oder Pörner (Berlin), Mtschel (Leipzig), Klingler (Wei» ßenfels), Dhielscher (Magdeburg), Brüntgens (Lim- fort). 185U.37. . . Fahrplan der Bieberia:bahn. Ankunft Abfahrt 7.30 Uhr 7.45 Uhr 12.07 „ 13.20 ,, 14.50 „ 15.30 „ 17.20 „ 17.40 „ 19.00 „ 19.35 „ Die Züge verkehren täglich einschließlich sonn- und festtags. 6243V meöt Srtuöe an öernmiH öuiil) Beim WWtr Bekanntmachung. Die Strom, und Gasaelder im Stadt- und Uebet landaebiet sind nach oen Lieferungsbedingungen grundsätzlich bei der Ablesung an den Erheber 30 zahlen. Geschieht dies nicht, dann können die Strom- und Gasgelder noch innerhalb der nächsten 8 ohne kosten an die Kasse der Stadtwerke Gießen, Gartenstraße 3, auf Postscheckkonto Frankfurt a. M Nr. 27707 oder auf die auf den Quittungskarten Der» zeichneten Bankkonten eingezahlt werden. Bei lieber- schreiten des Zahlungstermins müssen die Beitrel- bungskosten berechnet und entrichtet werden. Vom 16. Oktober 1939 ab wird die Strom- url Gaslieferung bei allen Abnehmern gesperrt, die bie Strom- und Gasgelder für den Monat August 1959 einschließlich kosten noch nicht entrichtet haben. Ne Kosten der Gas- und Stromsperre gehen zu Lasten der Säumigen. 6239A Gießen, den 3. Oktober 1939. Direktion ber Stabfroerfe Gießen. Folgende Sparkassenbücher der Vezlrkssparkosle Gießen sind abhanden gekommen: 62409 Sparkassenbuch Nr. 928 Gertrud Dettmann, Gießen. Sparkassenbuch Nr. 25 981 Marie Mohr, Annerod. Sparkassenbuch Nr. 27 980 Richard Glößner, Frankfurt a. M. Sparkassenbuch Nr. 28 055 Willi Georg, Stock- Hausen/L. Sparkassenbuch Nr. 53 036 Arnold Handloser, ßen-Wieseck. Ausw.-Sparbuch Nr. 10709 Helene Wißner, Amerika. Aufw.-Sparbuch Nr. 23890 Johannette Wolf Witwe, Orüningen. Die Inhaber der genannten Sparkassenbuch werden hiermit aufgefordert, ihre Ansprüche an binnen drei Monaten vom Erscheinen oieser ®” kanntmachung an bei uns geltend zu machen, andern' falls die Kraftloserklärung erfolgen wird. Gießen, den 5. Oktober 1939. Der Vorsitzende des Verwaltungsrates der Bezirkssparkaffe Gießen. Ritter. iitttli k r 8"! * H». i'? 0 Wit 'krisch ^is. ’ttes «Eil dr hon 1 zerli BOlti föoni m Hw 5 R mit Wo: i Kun ’M d nkm iiidj । Aers >Deu mb *ig Ihn n»' iftnantt Ki 3tei I ||H “ ; * im t -st«! laffli I *11 her itllu io« : Mbt I fchosl Srfeitis (io be ' ierhe cknis illen ühn 'm n O. k W l hkt >str Zelchi 1 hmmiti chiM •jjLrbä 1 sV ■?5oir