Nr. 284 Erstes Blatt 189. Jahrgang Montag, Dezember 19Z9 Annahme von Anzeige» für die Mittagsnummer vis8'/,Uhrdes Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps., für Test* anzeigen von70mm Breite 50Rpf..PIatzoorschrift nach vorh. Dereinbg.25°/v mehr. LrmStzigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rps.. Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzergen6Rpf. 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(D7lB.) heute !kin merkwürdiger Wandel hat sich in dem literalen Klub „Ateneo" vollzogen, der in dem Jahr- hirdert des spanischen Parlamentarismus eine füh- dm»e Rolle gespielt und stark unter dem Einfluß «r Freimaurerlogen gestanden hat. Als der spätere ^czident der spanischen Republik Azana Vorsitzen- zwei Minen gestoßen, die anscheinend mit einer Kette verbunden waren. 17 Mann wurden verletzt. Spähtrupp- und Iagdfliegertätigkeit. Berlin, 3. Dez. (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Westen örtliche Spähtrupptätigkeit und geringes Artilleriefeuer. An der Mosel- und Rheinfront sowie in der Gegend von Karlsruhe und Freiburg geringe eigene und feindliche Iagdfliegertätigkeik. Der finnisch-russische Konflikt. Das neue finnische Kabinett Tiyti zur Wiederaufnahme der Verhandlungen mit Rußland bereit. der des „Ateneo" war, hätte sich wohl niemand träumen lassen, daß in den Räumen dieses Klubs der deutsche Botschafter in Anwesenheit spanischer Minister am 9. November 1939 das Wort ergreifen würde, um der im Jahre 1923 an der Feldherrn- halle gefallenen Nattonalsozialisten zu gedenken. liche Wunsch zur Verteidigung des Landes verringere in keiner Weife den Wunsch des finnischen Volkes oder seiner Arbeiterklasse, alles zu tun, um für friedliche Beziehungen zwischen Finnland und Rußland in einem Geiste, der sich mit den Interessen beider Nattonen verträgt, zu arbeiten. Heftige Grenzkämpfe am Sonntag Stockholm, 3. Dez. (DNB.) Die schwedische Presse hebt hervor, daß die finnischen Truppen entschlossenen Widerstand leisten und meldet Erfolge der Finnen. Die Zahl der angeblich ab geschossenen russischen Flugzeuge wird in „Dagens Nyheter" mit 25 angegeben, andere Blätter melden auf Grund der amtlischen finnischen Mitteilungen den Abschuß von 16 bis 18 russischen Flugzeugen. Hervorgehoben wird, daß die Flug- er Mittelpunkt der nationalen Bewegung geworden st, hatte seine historische Rolle bereits ausgespielt, 1(5 im 15. Jahrhundert (1479) mit der Vereinigung her Kronen von Kastilien und Aragon der seitdem in Spanien dominierende Einheitsgedanke erwachte: Das letzte Wort über die Beendigung des spanischen Zürgerkrieges ist daher erst gesprochen worden, ds im November 1939 das Staatsoberhaupt General Franco dem von den Ministerien, diplorna- !ischeu Vertretungen und sonstigen an den Sitz der Regierung gebundenen Behörden bereits gegebenen beispiel gefolgt und als letzter ebenfalls von Burgos nach Madrid übergesiedelt ist. Die künftige Re- !edenz des Staatscbess wird vermutlich nicht in Nadrid selbst sein, sondern ein etwa 20 Kilometer entferntes Schloß, das dem Herzog von Jnfantado ! gehört. Es würde ein Irrtum fein, etwa annehmen zu vollen, es sei alles beim alten geblieben, weil sich Spanien und die der schwierigen Aufgabe seines > Tationalen Wiederaufbaues am besten entsprechende Hauptstadt schließlich doch wieder zusammengefun- ten haben. Wer das sorglos in den Tag hinein- lbende Madrid früherer Tage gekannt hat, wird Km ihm nur einen schwachen Schatten wieder- fnben. Gewiß beginnen die Erinnerungen an einige bessere Zeiten sich zu beleben, und man könnte nitunter sogar etwas überrascht sein, wie wenig nanche Kreise, die sich auch heute noch ein kom- ■ firtables Dasein leisten können, durch die Erfah- ningen, die sie zur Genüge gemacht haben, klüger ^-worben sind. Dach die Spuren einer vielfach über iöes menschliche Fassungsvermögen hinausgehen- dm Leidenszeit, die diese unglückliche Stadt durch- g! macht hat, sind zu deutlich ausgeprägt, als daß I.lDn sich darüber täuschen könnte, und trotz allem zeuge aus russischen Flugzeugstützpunkten in Estland gekommen seien, was damit belegt wird, daß bei den abgeschossenen russischen Fliegern estnische Geldmünzen gefunden worden seien. Ein Tagesbefehl des finnischen Generalfeldmarschalls Man- nerheim vom Freitag gibt die Zahl der bisher vernichteten russischen Tanks mit 36 an. Die Einnahme von Terijoki durch die Russen wird energisch dementiert. Die finnische Heeresleitung teilt mit, daß am Samstag zwei russische Flugzeuge im Luftkampf bei Valkjärvi zum Landen gezwungen worden seien. Die Maschinen seien unversehrt in finnische Hände gefallen. Die Gefechtstätigkeit an der russisch-finnischen Kampffront hatte am Samstag nachgelassen. Russische Flugzeuge hatten am Samstagmorgen erneut militärische Anlagen in der finnischen Hauptstadt angegriffen. Am Sonntag fanden keine Bombenangriffe auf Helsinki statt. Dagegen soll es an der Grenze zu heftigen Kämpfen gekommen ein, wobei sich die finnischen Truppen aus eigenen Orten, unter anderem aus Terijoki, zurückgezogen haben. Die finnischen Truppenteile, die sich aus der karelischen Landenge auf die Hauptbe- estigungslinie zurückgezogen haben, hätten bisher ihre Stellungen halten können. Im Norden setzten die sowjetrussischen Truppen den Vormarsch von der Eismeerküste auf der Straße nach Süden fort und dürften die Stadt Salmijeri erreicht haben. Die Räumung der südfinnischen Städte. Die Deutschen Helsinkis haben die Stadt verlassen. Die Behörden haben angeordnet, daß Helink i beschleunigt von der gesamten Zivilbevölke- rung geräumt wird. Ministerpräsident R y ti hat mit der Regierung die Hauptstadt mit unbekanntem Ziel verlassen. Man spricht von einer Verlegung des Regierungssitzes nach Vasa. Das Diplomatische Korps ist aufgefordert worden, zunächst nach einem kleinen Landstädtchen in der Nähe von Hel- infi überzusiedeln. Die Behörden haben die Bevölkerung aüfgeforbert, auch die größeren Städte Südfinnlands im Laufe des Sonntags frei- willia zu verlassen. Wyborg wurde am Samstag bereits zwangsweise evakuiert. Die Maßnahmen sind ruhig und diszipliniert vor sich gegangen. Die Schließung aller Schulen ist an- geordnet worden. Die Räumlichkeiten sollen den Evakuierten zur Verfügung aeftetlt werden. Im Laufe des Sonntags begann Die Bevölkerung Der größeren Städte von Nyland, Helsinki und Abo mit Der Räumung. Auch Die meisten Behörden und Redaktionen der Zeitungen in Helsinki bereiten den Umzug in die Umgebung vor. Die Einschiffung der Deutschen Helsinkis auf dem Dampfer „Donau" ist erfolgt. Bis zum Nachmittag waren 700 Deutsche an Bord, weiter 40 Mitglieder der russischen Gesandtschaft, 150 Italiener und 100 Esten. Die „Donau" hat Helsinki Sonntagabend verlassen. Auch Die britischen Staatsangehörigen sind angewiesen, Finnland zu verlassen. Die amerikanischen Staatsangehörigen werden sich am Montag nach Schweden begeben. haben englische Bombenflugzeuge versucht, die Insel Helgoland anzugreifen. Infolge des starken Abwehrfeuers konnten die feindlichen Flugzeuge nur wenige Bomben abwerfen, die nur geringfügigen Waterialschaden anrichteten. Ein Fischerfahrzeug wurde versenkt. Deutscher Dampfer entzog sich der Beschlagnahme. K a p st a d t, 3. Dezember. (DNB.) Der deutsche Passagierdampfer „W a t u s s i" wurde auf der Höhe Des Kap der Guten Hoffnung am Samstag von seiner Besatzung durch Anbohren versenkt, nachdem er von südafrikanischen Bombenflugzeugen entdeckt worden war. Die Bombenflugzeuge hatten dem Kapitän des deutschen Dampfers Anweisung erteilt, den Hafen von Simonstoron anzulaufen. Die Kapitän lehnte das jedoch ab und zog es vor, sein Schiff durch Anbohren zu versenken. Has geschieht, um gerade Madrid, als dem reprä= feitatioen Zentrum des nationalen Wiederaufstiegs, so schnell als irgend möglich auf die Beine zu frlfen, kann man sich, sobald man hinter Die Kittis- !n sicht, immer roieDer davon überzeugen, daß ti allenthalben noch am notwendigsten fehlt und «s sich, genau wie bei den meisten der in Eile wie- ^chergestellten Luxushotels vorerst naturgemäß um faen Anfang handelt. Mitunter hat man den Eindruck, als hätten mache Teile von Madrid zwar die äußere Form zu ihrer Zeit glanzvollen Residenzstadt bewahrt, bcch sei zugleich eine völlige Umwertung w* bisherigen Lebensbedingungen eingetreten, die M schon Darin kundgibt, daß Die Bestimmung vieler hi' Das StäDtebilD charakteristischer Gebäude eine w>2ig andere geworben ist. Dies trifft nicht nur st den auf stolzer Höhe über Dem Manzanares fegenen Bouvbonenpalast zu, Dessen Prunk- ?cnächer, Da sie geplünDert worDen sind, kaum noch len Zweck eines Museums Dienen können. Die kcimshohen Buchstaben, Die am Giebel Des Par-1 litientsgebäuDes angebracht waren unb Die Inschrift »Sangrejo De DiputaDos" bifDeten, finD herunter- p-ommen worden und sollen so mit aller Deut- j^eit zum Ausdruck bringen, Daß es künftig keinen Mrteienfampf mehr geben Darf. Der Senat, Die jfe Kammer Der spanischen Volksvertretung, ist aus Der Staatspartei, Der „Falange Espanola 2r:-DicionaIifta", hervorgegangenen Nationalrat tmfejo Nacional) eingeräumt worDen, Der künftig jr nationalsynDikalistischen Regierung beratend zur Ufijob toia Kirowsk sauKotkit ^Kandalaj ■wsfinki fr'vO Kem- । Oulu TZew ’J/ei Umi furmes; zaasa 'Bio iTurkufADo) ijokji STOCKHOLM Hanqö_ •Tytir-l LENINGRAD Dagg, ffio/jarnqjL fMormarnk Cunds-. van ) / Arvidsjari' Vensete •fr -— Boderi^'HaDBrani Joensuu® • H Sodtnkyl m J f (cAidicylty Kuuiamo Z K t Baitiuhpljrtv^ä^?' REVAL MW / MM / W / \ \ berget j L 6 o So 100 150 20O fcuumJ tn,,.....» -----i ■»}—■■ -==\ - - n \Pori rMHSINi(l=^^t/Z “ ^te^urkijokij Jaakkima+s^*■=> 1 - :a dqca-^ HotingJ Vx • fkauma — . —v.JuslkauDunkh r=kVA Herr Chamberlain, -er Dötterrechtsbrecher paßt.' bings nur etwa 6,1 Mllionen. Das benachbarte Norwegen ist 324 000 Quadratkilometer groß und hat 2,8 Millionen Einwohner. Diese Zahlen weisen schon darauf hin, baß beide Länder dünn bevölkert sind. Nach Norden zu nimmt die Bevölkerungsdichte schnell ab unb es kann als immerhin charakteristisch gelten, baß im Norden Schwedens und Norwegens noch Bären, Wolfe und Luchse Heeres. Die Regierungsverordnung wird damit begründet, daß die Regierung ihre Neutralität dadurch §u unterstreichen beabsichtige. Amsterdam, 2. Dez. (DNB.) Besondere Beachtung hat in Holland der Leitartikel des „leie* graaf" zum russisch-finnischen Konflikt gefunden. Das Blatt führt u. a. aus, daß es nützlich fei, diesen Konflikt eingehend zu untersuchen und aus ihm die Lehre zu ziehen, die er auch für andere kleine Staaten habe. Nach einem Rückblick auf die Entstehungsgeschichte Finnlands hebt das Blatt hervor, daß es nur unter den 1917 obwalten- ten machtpolitischen Verhältnissen habe geschehen können, daß Rußland sich zufrieden gab, daß einer der wichtig st en Seewege nach Rußland, nämlich der Finnische Meerbusen, völlig unter finnischen Einfluß kam. Auch der kurzsichtigste Staatsmann habe erkennen müssen, daß die Vorteile, die Finnland bei der Grenzziehung 1917 erworben habe, ein äußerst gefährlicher Besitz waren. Die finnischen Regierungen hätten hieraus den Schluß ziehen müssen, daß Finnland sich innerhalb dieser Grenzen nur halten könne, wenn es zu einem vollkommen vertrauenswürdigen Nachbarn für Rußland geworden war. Dies sei jedoch nicht der Fall gewesen. Als Operationsgebiet für fremde Truppen hätte Finnland für Rußland gefährlich werden können. Die jetzigen Ereignisse enthielten die Lehre, daß Kleinstaaten, die an große grenzen, sich nur dann selber erhalten können, wenn sie in bezug auf diese mächtigen Staaten vollkommen zuverlässige Nachbarn sind. Das Problem der Heinen Staaten wie Finnland bestehe darin, daß sie die Liebe für ihre eigene Unabhängigkeit und das eigene Volkstum in Uebereinstimmung mit den strengen Forderungen guter Nachbarschaft großen ! Staaten gegenüber immer bringen müssen. lascher Ausbau der ruisischen Flotte. Helsinki, 2. Dezember. (Europapreß.) Alle Nachrichten aus Sowjetrußlind weisen darauf hin, daß innerhalb der Sowjetslotte eine äußerst inten« Isive Bautätigkeit herrscht. „Soeriges Motta" be° Vorlage Stellung genommen. Das Tragen englischer Uniformen in Irland verboten. London, 2.Dez. (Europapreß.) Die Regierung der irischen Republik hat ein verbot des Tragens englischer Uniformen auf irischem Boden erlassen. Iren, die in der britischen Armee dienen, werden daher in Zukunft, bei Heimaturlaub nicht mehr Uniform tragen, bürfen. Die einzige Uniform, die in Zukunft in Irland getragen werden darf, ist die der e l g e n e n Streitkräfte des irischen „Eine Lehre, für andere kleine Staaten." Ein holländisches Blatt znm russisch-finnischen Konflikt. Stimme zu übertönen. Zwischen das französische Volk und seine Regierung schiebe sich^ ein Geist gegenseitigen Unverständnisses. Das französische Volk glaube zwischen seiner Staatsführung und sich selbst eine Art „moralischer Barriere" zu sehen. Nichts aber sei gefährlicher für einen Chef, als vor den unangenehmen Wirklichkeiten Zuflucht zu nehmen Herr Chamberlain hat ein schlechtes Gewissen. Er will dies übertönen mit solchen Anklagen und hochtrabenden Worten. Jedoch die Welt ist heute kritischer geworden. Der Nebel der früher erfolgreichen, heute aber gänzlich wirkungslosen englischen Propaganda vermag die Völker nur vorübergehend zu I betäuben. Das englische Gold kann heute gegen das erwachende Völkergewissen auf die Dauer nichts ausrichten. Die Völker sehen zu schnell wieder klar. So sehen sie auch in diesem neuen Erguß des Herrn Chamberlain nichts anderes als einen allzu durchsichtigen Versuch, sich ein Alibi zu verschaffen für den größten V ö l k e r r e ch t s b r u ck , der von England in neuester Zeit begangen wurde durch feine B l o ck a d e e r k l ä r u n g, bie Prak- tisch auf eine Blockadeerklärung gegenüber der geharnten Welt herauskommt. Daß es sich hier nach alter englischer Tradition um reinste Seeräuberei handelt, wird heute von allen neutralen Staaten der Welt registriert. Daß England diese (Seeräuberei aber aufgezwungen sei, und daß es diese sozusagen imNamendesDölkerre ch t s ausuben will, bedeutet selbst in der Geschichte britischer Heuchelei einen gewissen Höhepunkt. Denn nach dem Weltkrieg von 1914/18, den England angeblich für das Völkerrecht, für die Vertragstreue, für die Rechte der kleinen Nationen geführt hatte, wurde ein Bau errichtet, der alle diese Ideale verwirklichen sollte: Der Völkerbund, der Haager Internationale Gerichtshof, die Generalakte zur ftiedlichen Schlichtung von Streitigkeiten und viele andere Pakte dieser Art. um in echt britischer Unverfrorenheit zum Anwalt ™ - * * ----* * 5" gemacht, das von Deutschland angeblich ständig verletzt, von England angeblich ständig verteidigt wird, das in Wirklichkeit aber fiir England einfach nicht existiert, wenn es sich um seinen imperialen Machthunger Die Blätter der Rechten geben ihrer Unzufriedenheit über den Verlauf der langen Debatten Ausdruck, die der Abstimmung vorausgingen. Das „Journal" bemerkt, daß die Mehrzahl der Abgeordneten die Erklärung Daladiers, die französische Regierung müsse mit derselben Schnelligkeit und mit demselben Geheimnis arbeiten können wie die von ihr bekämpften gegnerischen Regierungen, durchaus feindselig „mit dem Gemurmel einer unzufriedenen Klasse" aufgenommen hätte. Als Daladier in Erwiderung auf eine Intervention des Abgeordneten Marin die Frage stellte, ob denn die Kammer ständig tagen solle, er- hoben'sich die Abgeordneten von der äußersten Rechten bis zur äußersten Linken, um in den Ruf „Ja, Ja" auszubrechen. In diesem Augenblick habe man für das Schicksal des Ministerpräsidenten fürchten müssen. Der Leiter der französischen Sozialpartei, de la Rocgue, stellt fest, daß Daladiers Volkstümlichkeit im Rückgang begriffe n fei. Er empfiehlt Daladier, an die Gefahr der Isolierung zu denken, nichts fei gefährlicher als die Stimme des Volkes mit dem Klang der eigenen gefährlicher für einen Chef, a chmen Wirklichkeiten Zuflucht in einem beschränkten Kreise seiner eigenen Berlin, 2. Dez. (DNB.) Amtlich wird verlautbart: Der englische Ministerpräsident hat in seiner Rundfunkrede vom letzten Sonntag erneut wie schon öfters die deutsche Regierung be- gejagt werden. I schuldigt, daß sie im Namen des Staatsinteresse- Der frühere starke Drang Schwedens zu politischer tz e n Bruch eines einmal gegebenen und militärischer Wirkung ist ganz erloschen: einmal Wortes zu rechtfertigen sucht, wann immer ihr weil die Geburtenziffer recht gering isiund dann, dies pafct. "nmalt weil die schwedische Auswanderung m alle Welt ein k.,, ... -----,-A.. Ventil geschaffen hat. Man kann fast von einem bes sogenannten "Völkerrechts skandinavischen Ruhebedürfnis sprechen. Seit unge- ffnnhm n* führ 100 Jahren hat sich zunächst auf schöngeistig- künstlerischem Gebiet ein gewisses Zusammengehörigkeitsgefühl ausgebildet, für das die Bezeichnung Skandinavismus gefunden wurde. Die Angleichung des kulturell-sozialen Lebensstandards, der recht hoch ist, hat auch Finnland in den Bereich dieses Skandinavismus gebracht, von dem man aber nicht sagen kann, daß er eine einheitliche und starke Hiernach war England verpflichtet, in allen Streitigkeiten über Dölkerrechtsfragen nicht nach eigener Willkür zu handeln, sondern sich der Entscheidung eines internationalen Gerichtshofes zu beugen. England war es, das bei allen diesen Pakten als Hauptpate auftrat. Mit tönenden Phrasen verkündete es dieses Ideal der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit. Dies waren Worte. Jedoch die Taten? ,r L . 1. Bereits im Februar 1939, also mehr als em halbes Jahr vor Ausbruch des Krieges, hat Großbritannien anläßlich der Verlängerung ferner aus der Generalakte folgenden Vertragsverpflichtungen einen bedeutsamen Vorbehalt gemacht. Inder britischen Note an den Generalsekretär des Volkes buntes wird nämlich erklärt: Von nun an wird sich diese Bindung nicht auf Streitigkeiten in bezug auf Geschehnisse erstrecken, die sich im Verlauf eines Krieges ergeben, in welchen England verwickelt ist. England hat also lange vor dem Ausbruch des Krieges, ja lange vor jenem Datum des 15. März, der nach englischen Erklärungen angeblich ein Wendepunkt der britischen Politik gewesen sei und den Krieg mit Deutschland früher oder spater unvermeidlich gemacht habe, für den ftnegsfau seine Verpflichtung zur internationalen richterlichen Erledigung von Streitigkeiten a u f g e tun b 1 g t. Dabei konnte es sich bei solchen Streitigkeiten aus „Geschehnissen, die sich im Verlauf eines Krieges ergeben , natürlich nicht um Streitigkeiten mit dem Kriegsgegner handeln, die einer Entscheidung nicht unterliegen, sondern um «Streitigfeiten mit Neutralen. Dieses England, das das Völkerrecht und die Rechte der Neutralen angeblich so überaus gewissenhaft achtet, erklärt also bereits im Februar 1939, daß es im Falle eines Krieges den Neutralen keine schiedsrichterliche Genugtuung zu geben bereit sei, sondern sich freie Hand für Völkerrechtsbruche vorbehalte. . Peinlich war es nun für England, daß es trotz dieses Vorbehalts für einen zukünftigen Krieg noch weiter, und zwar durch das Statut des Haager Gerichtshofes, vertraglich gebuw ten war. Diese Bindung lief für England nämlich erst im Jahre 1940 ab. Eine Kündigungsmöglichkeit bestaitt) überhaupt nicht. Was tut nun aber England angesichts dieser Lage? Man hör« und staune: Kraft wäre. .. In einem gewissen Sinne verwandt dem Skandl- navismus, aber nicht gleichbedeutend sind die Bestre- bunten, die sich um die sogenannten,, Os10 - Staa- t e n" gruppieren. Damit hat es folgende Bewandtnis: Die nordischen Staaten gehörten zu den eifrigsten Mitarbeitern der Genfer Liga, weil sie von ihr eine Bürgschaft ihrer staatlichen Selbständigkeit erhofften. Schon sehr früh stellte es sich aber heraus, daß die neutralen Länder einzeln in Genf zur Rolle des stummen Statisten verurteilt waren. Im Dezember 1930 schloffen deshalb die skandinavischen Staaten, aber auch die Niederlande, Belgien und Luxemburg in der norwegischen Hauptstadt Oslo eine Konvention über Zoll- und Handelsfragen. Dieser | Versuch, auf wirtschaftspolitischem Gebiete eine gemeinsame Plattform für die neutralen Staaten zu schaffen, scheiterte wegen der weit auseinandergehen- den Interessen. Zurück aber blieb eine mehr oder Minder lose Tuchfühlung. Dieser ziemlich unklare Gegenseitigkeitskomplex ist die Grundlage für den Begriff „Oslo-Staaten" GelegenMch fand auch eine Fühlungnahme mit der Schweiz statt. In den Jahren 1936 und 1938 fanden Besprechungen der Oslo- Staaten zu Dölkerbundsf ragen,. insbesondere über das Problem der „Sankttonen" statt. Man einigte sich darauf, daß jedes Land im Einzelfall über feine Teilnahme an Sanktionen (Strafmaßnahmen der Genfer Liga) selbst in voller Freiheit zu bestimmen hat. Dr. Ho. richtet von dem Dau eines 3 5 0 0 0 Tonnen- Schlachtschiffes und von dem Plan, weitere zwei Schiffe von derselben Tonnage zu bauen. Nach weiteren Angaben umfaßt die rusische U-Bootswaffe 60 Fahrzeug« von 300 bis 1200 Tonnen, 45 Fahrzeuge von 600 Tonnen und 40 Fahrzeuge von 200 Tonnen. Daladiers „Mehrheit". Wir berichteten schon kurz darüber, daß der französische Ministerpräsident Daladier bei ter Tagung der Kammer trotz des Drucks mit ter Der- trauensfrage nur mit 318 gegen 172 Stimmen die Verlängerung seiner Notverordnungsvollmacht durchgesetzt hat. Es ist bezeichnend, daß die französische Presse den Text dieses Ermächtigungsgesetzes vor der Abstimmung nicht veröffentlichte. Jetzt stellt sich aber heraus, daß 47 Kommunisten an der Abstimmung gewaltsam „verhindert" waren, daß 30 Abgeordnete sich beurlauben ließen und 51 Abgeordnete sich ihrer Stimme enthiel- t e n. Daraus ergibt sich, daß von den 618 Abgeordneten ter französischen Kammer 300 nicht f ü r das Ermächtigungsgesetz stimmten und daß Daladier trotz des Krieges nur die schwache Mehrheit von ganzen 18 Stimmen für sich buchen konnte. Rußlands finnisches Programm. M 0 s k a u, 3. Dez. (DNB.) Wie amtlich bekannt- gegeben wird, hat die sowjettufsifch« Regierung die finnische RegierungKuusinen anerkannt, die sich im finnischen Grenzgebiet gebildet hat, und di« diplomatischen Beziehungen mit dieser Regierung ausgenommen. Die Verhandlungen zwischen dem sowjetrussischen Außen- kommissar Molotow und der finnischen Dolks- regierung führten am Samstagabend zum Abschluß eines Beistands- und Freundschaftsvertrages von zunächst 25 Jahren. In diesem Vertrag verpflichtet sich di« sowjet- russische Regierung, 70 000 Quadratkilometer russischen Gebietes mit überwiegend karelischer Bevölkerung der finnischen demokrattschen Republik a n z u - gliedern. Dagegen erklärt sich die demokratische Republik Finnlands bereit, die Grenze der Sowjetunion bei der karelischen Landenge nördlich von Leningrad um ein Stück nach Norden oor- zuschi« b « n , wobei 3900 Quadratkilometer an die Sowjetunion fallen sollen. Diese verpflichtet sich zu einer Entschädigung in Höhe von 120 Millionen f Finnmark für die in diesem Gebiet liegenden Eisenbahnlinien. Die Sowjetunion erhält das Recht, die Halbinsel Hangö und deren näher« Umgebung zu pachten, um dort eine Basis für die sowjetisch« Kriegsmarine anzulegen und dort eine begrenzte Zahl von Truppen ihrer Land- und ßuftftreitträfte zu unterhalten. Die sowjet- russische Regierung erhält ferner das Recht, einige Inseln im Finnischen Meerbusen sowie den westlichen Teil der Fischer-Halbinsel gegen eine Entschädigung von 300 Millionen Finnmark käuflich zu erwerben. Die beiden vertragschließenden Parteien verpflichten sich zu gegenfei tiger, auch militärischer Hilfeleistung und dürfen keine gegen den anderen gerichteten Bündnisse abschließen. Sie verpflichten sich ferner zum Abschluß eines Ha ndelsvertrages. Darüber hinaus sieht der Vertrag die Lieferung von Kriegsmaterial durch die Sowjetunion an Finnland vor. Die russischen Heeresberichte. Berechtigten Wünschen wir- nachgegangen. Ein Auftrag für den Chef der Kanzlei des Führers. Berlin, 2. Dezember. (DNB.) Generalfeld mar. schall Göring hat als Vorsitzender des Minister, rate5 für die Reichsverteitegung Reichsleiter Bouh. ler den Auftrag erteilt, all« bei ihm e in ge- henden Hinweis« und Beschwerden ein- zelner Volksgenossen zu prüfen und nötigenfalls fördernd und unterstützend einzugrei. f e n. Reichsleiter Bouhler wird dabei nach den gleichen Gesichtspunkten verfahren, nach denen er als Chef der Kanzlei des Führers bereits die bei dem Führer eingehenden Zuschriften aus der Bevölkerung bearbeitet. Jeder Volksgenosse hat somit die Gewähr, daß berechtigten Beschwerden und Wünschen über Maßnahmen der Kriegswirtschaft und der Reichsverteidigung fofort nacygegangen und ihm im Rahmen der vor« handenen MöAichkeiten mit Rat und Tat geholfen wird. Der Bedeutung dieser Aufgaben entsprechend wird Reichsleiter Bouhler hinfort regelmäßig an den Sitzungen des Ministerrates für di« Reichsverleid igung teilnehmen. Das Deutsche Volksbildung-- werk in Prag. Eine Ansprache Dr. Lehs. Moskau, 2. Dez. (DNB.) Spät in der Nacht zum Samstag wurde folgender Heeresbericht des Stabes des Leningrader Militärbezirkes üoer bie Kampfhandlungen in Finnland veröffentlicht: Die Truppen des Leningrader Militärbezirkes haben im Laufe des 1. Dezember ihren Vormarsch fortgesetzt. In Richtung von Murmansk aus haben wir den Hafen Pätsamo besetzt. In Richtung von Robolsk (an der Grenze zwischen Sowjet- Karelien und Finnland) aus nähern sich unsere Truppen der Eifenbahnstatton Sturmes. In Richtung von Porososersk und Petrosawodsk sind unsere Truppen 25 Kilometer weit von der Staatsgrenze vorgedrungen. Auf der karelischen Landenge haben unsere Truppen die Mündung des Flusses Toppalien-Joki am Ufer des Ladoga- Sees erreicht sowie die Eisenbahnstation Rautu (an der Eisenbahn nach Kexholm) besetzt, ferner die Stadt T e r i j 0 k i hinter sich gelassen und den Eisenbahnknotenpunkt T ü r i s e w a besetzt sowie den Ort K a u n i s und die Eisenbahnstatton W a m m e l f u u an der Eisenbahn nach Koiwiste. Die finnische Luftwaffe versuchte, gegen unsere -Truppen auf ter karelischen Landenge anzugehen, wurde jedoch von unserer Luftwaffe v e r - trieben und zog sich rasch wieder ins Innere des finnischen Territoriums zurück. Gegen die Bombar- dierungsflüge unserer Luftwaffe versuchte die finnische Luftwaffe da und dort den Kampf aufzunehmen, wobei jedoch zehn finnische Flug- zeuge vernichtet wurden. Don unserer Luftwaffe kehrten zwei Flugzeuge nicht auf ihre Flugplätze zurück. Am Sonntag wurde folgender Bericht des Stabes des ßeningroter Militärbezirks bekanntgegeben: Im Laufe des 2. Dezember setzten die Truppen des Leningrader Militärbezirks ihren Vormarsch fort. In Richtung von Murmansk verfolgten die sowjetrussischen Truppenteil« die finnischen Truppen, die sich von Pältsamo zurückziehen. In Richtung von Uchta, Rebola, Porosvsero und Petrosawodask rückten die sowjetrussischen Truppen 30 bis 35 Kilometer westlich der Prag, 4. Dez. (Europapreß.) Am Sonntagvlw mittag sand im Prager Ständetheater die Eröffnung des Deutschen Volksbildungswerkes in Prag statt Reichsorgamsattonsleiter Dr.Ley hielt dabei eine Rede, in der er ausführte: „5m Deutschen Reich ist noch nie soviel für Theater und Kunst getan worden, wie gerate heute. Trotz des Krieges gibt es nicht nur keinen Stillstand, sondern jetzt mm) erst recht nach der Kunst und der Musik gegriffen, um Kraft zu schöpfen, Mut und Freud«. Ein Mensch, der fein« Pflicht ehrlich tut und arbeitet, darf auch vorn Leben fordern, was er will. Der Arbeiter war bisher recht bescheiden. Um uns wirb manchmal der Vorwurf laut: Der Arbeiter oerland’ zu viel. Nein, deutscher Arbeiter, du verlangst nicht. zuviel; du kannst gar nicht genug verlangen. Greif' nur in den Himmel; hole dir die Musen, die 5reiM das lachende, lebenswerte Leben. Du barffti. Freude, Leben und Genuß, aber auch« Härte und Kampf, das ist unsere Welt. wollen den Krieg nicht, doch wir haben vor ihm keine. Angst und nehmen ihn auf uns, wenn er an uns herantritt, weil wir Männer sind!" Weiter erklärt« Dr. Ley: „Don der deutsche« Kultur leben viele Völker. Auch bie Tschechen hätten manchmal nicht viel zum Theaterspielen unoi Musizieren gehabt, wenn wir nickt früher scho« so Großes und Gewalttges geschaffen hätten. Wir haben Kultur überreichlich. Damit ist uns ein gr£ ßer Schatz gegeben. Daraus kann jeder Deutsch« Kraft und Freud« schöpfen; das muß jeder Deutsch« wissen. Wir haben dazu ein leuchtendes Vorbild, unseren Führer Adolf Hitler. Er M Soldat und Künstler, die edelste Verkörperung für beides. Da wir ihn haben und da wie das Leben fo lieben und für das Leben auÄ den Kampf und bie Härten auf uns nehmens» werden wir siegen. Ja, Deutschland mir« diesmal siegen. Diesmal wird nicht der GelM" siegen, sondern der Soldat, die Kunst und die tur. Das ist unser Glaube." — Anschließend eröffnete der Reichsleiter das Deutsche Volksbildungs- werk und übergab es dem Schutz des Reichsprotei'' tors und des Gauleiters. Das Schuhwattehrenzeichen wird verliehen. Berlin, 2. Dez. (DNB.) Do, Deutsche Schul' wall-Ehrenzeichen wird an alle Arbeiter der en* gesetzten Bau- und Transportunternehmungen ott- iiehen, die ihre Einsatzbereitschaft für den Schutz Staatsgrenze vor. Aus der karelischen Land- enge haben unsere Truppen folgende Dörfer eingenommen: Charmaa, Tarpila, Lautsitta, Achriarwi, Kirka, Kiwennapa, das Städtchen Raiwola und das Dorf Palkola an der Küste des Finnischen Meerbusens. Infolge ungünstigen Flugwetters fanden keine Kampfhandlungen der Luftwaffe statt. Der amerikanische Voischaster bei Molotow. M o s k a u , 2. Dez. (DNB.) Nach einer von der Tah veröffentlichten Mitteilung wurde der amen- konische Botschafter in Moskau, Steinhardt, von Molotow empfangen. Dieser Besuch des amerikanischen Diplomaten stehe im Zusammenhang mit der Vermittlerrolle, die Präsident Roosevelt im finnisch-russischen Konflikt zu spie- len beabsichttge. Im Verlaufe der Unterredung habe Molotow einige Aufklärungen zu den Ereignissen in Finnländ gegeben. Der Wunsch Roosevelts, so sagte er, die Bombardierung der Bevölkerung finnischer Städte aus Flugzeugen nicht zuzulassen, beruhe, sowett er an I der Sowjetregierung gerichtet sei, auf einem Miß- verständnis. Die sowjetrussischen Flugzeuge hätten Anweisung, nur m i li täri s ch e Ziele I anzugreifen und offene Städte nicht zu bombardieren; denn ter russischen Regierung feien die In- tereffen der finnischen Bevölkerung nicht memaer teuer als einer beliebigen anderen Regierurng. Aus Amerika, das mehr als 8000 Kilometer von Finnland entfernt sei, möge man das nicht sehen, dennoch bliebe aber diese Tatsache bestehen. Infolgedessen sei der von Roosevelt ausgesprochene Wunsch gegenstandslos. Die Sowjetregierung hege die Hoffnung auf eine fri edl i ch e und befriedigende Lösung der gegenwärtigen Krise, wobei Molotow auf das Bestehen einer im finnischen Grenzgebiet gebildeten Volksregierung hinwies. Am 7 September 1939, vier Tage nach Eröffnung des englischen Angriffskrieges geaen Deutschland, richtet« England eine vom Unterftaatsfefretar im Londoner Auswärtigen Amt, Sir Alexander Ca» d o g a n, unterzeichnet« Note an den Generalsekretär des Völkerbundes und erklärt, daß eine Verpflichtung aus dem Statut des Haager Gerichtshofes von ihm nicht mehr als bindend betrachtet werden könne. Eine rechtlich irgendwie beachtliche Begründung dieses Bruches einer jeier- ltch eingegangenen Völkerrechtsverpflichtung gab England nicht. Dagegen glaubte es, durch diesen Bruch seiner mit dem Völkerbund und dem Haager Gerichtshof ein gegangen en Bindungen sich der Verantwortung für feine den Neutralen gegenüber be- gangenen Völkerrechtsbrüche entziehen zu können. 2 Schon damals konnte man annehmen, daß England nunmehr eine Seekriegpolitik einleiten würde, die jeder Rückfichtnahm« auf di« Rechte der Neuttalen bar sein würbe. Was inzwischen geschehen ist, übertrifft noch all« Erwartungen. Der gesamte neutrale Handel ist nach den neuesten britischen Blockadeerklärungen nicht mehr von den Schiedssprüchen eines Gerichtshofes, fon- dem vom Belieben und der Willkür britischer Prisengerichte, di«, wenn auch in mancherlei Weise getarnt, nach den Weisungen der Admiralität und ausschließlich nach brittscher Staatsraison ihre Urteile fällen werden, abhängig. Die Bindung an das Völkerrecht, bie England 20 Jahr« lang heuchlerisch vortäusckte, ist feit dem 7. September 1939 radikal über Bord geworfen. England hat also durch sein« Handlungsweise gegenüber der internationalen Schiedgerichtsbarkeit erneut unter Beweis gestellt, daß es erstens bewußt und systemattsch den Krieg gegen Deutsch- land vorb er eitet hat und zweitens für einen solchen Kriegsfall von allem Anfang an Mit einem Zynismus und einer Unbekümmertheit ohne gleichen entschlossen war, die Rechte der Neutralen mit Füßen zu treten. Di« Wett weiß nunmehr, wo bie Regierung sitzt, die — wie ihr Ches selber sagt — „im Namen des Staatsinteresses den Bruch eines einmal gegebenen Wor- : tes zu re (^fertigen sucht, wann immer chr das den den Kantonen hat das Schweizer Volk am Sonntag bie eidgenössische Vorlage über die Besoldungen und Äersicherungskasse n bes Bund espersonals mit einem Stimmenverhältnis von 2:1 verworfen. Es fehlen noch die Ergebnisse aus einigen Kantonen, die jedoch am Endergebnis einer unerwartet starken Ablehnung nichts ändern können. Dieses Ergebnis bedeutet eine Niederlage sowohl für die Regierung als auch für die Regierungsparteien, die sich hinter das Gesetz gestellt hatten. Offiziell hatten lediglich bi« Basler und Genfer Liberalen sowie die Erneuerungsbewegung der Nationalen Front gegen bie gebung. Eine Niederlage der Schweizer negieruug. Bafel, 3. Dezember. (Europapreß.) Nach bis 17.30 Uhr vorliegenden Ergebnissen aus fcs l«r hj r C? n b hs, ^bt, ' leitr. '>h Ntr ^bh ^N. ?n- dH sS K- s * Jrt md)t u’> Ultür ■nn qUq bK 7öngii frVJ w km «hu. ^swch HSbürfth 5 bevch putsch. JA« einen e gleiche r ft tu. Mt Ä e - tat । Stoots- len Wn. chr b« damit bf ralitii en i. anzle! ÄfelbiM 1 MHtk> ter Boü i eingd ; rbentb. lötigenfglj zugre» nach ki denen i: its die te s der K> hat forit : eschaxil ahmen te jung fofß n der w i latjf Angler HE temtes ft bongt xkxl xS' E>oiWt e GröN Prag P ■ dabei 0 Wn W- KuB B Krieges n W 3 fit rfffl Sft* er rv'll^ - im uns liier erlanA an« Du aber J -e den twj ns, ft-« eM ftüh« s R; und ö» Lebens s neft G Ä'S r-F Aus der Siadi Gießen Aus aller Welt der benachbarten im Alter von 91 der Bet niens schicken werde, sondern sich gung ihres eigenen Landes und Besitzungen beschränke. Richterliche Vertragshilfe für die Anpassung von Schuldverhältnissen an die Kriegstvirtschaftslage. ** I m Kampf gegen Verkehrssünder. Die Polizei hatte in der Zeit vom 24. bis 30. November wieder gegen eine stattliche Anzahl Verkehrssünder vorzugehen. Sechs Kraftfahrzeugführer, ein anderer Fahrzeuglenker und ein Radfahrer mußten zur Anzeige gebracht werden; zwei Kraftwagenführer, zwei sonstige Fahrzeugführer, 48 Radfahrer und acht Fußgänger wurden gebührenpflichtig verwarnt. (Weitere Stadtnachrichten im zweiten Blatt.) sparverttäge mit RM. 6 026 000.—. Jihein-Mainische Börse. Uneinheitlich. F r a n k f u r t a. M., 2. Dezember. Die Geschäftstätigkeit war auch zum Wochenschluß nicht lebhafter, da beim Publikum zwar weiteres Anlageinteresse vorhanden ist, jedoch eine gewisse Zurückhaltung fortbestand. Bei freundlicher Grundstimmung eröffnete der Aktienmarkt mit wieder uneinheitlichen Kursen, wobei sich aber die durchschnittlichen Veränderungen zumeist unter 1 v. S). bewegten. Verhältnismäßig fest lagen AEG. ntit Am Sonntag starb in London Jahren Prinzessin Luise. Herzogin von Argyll. Prinzessin Luise war das älteste überlebende Kind Der zur Zeit in London weilende südafrikanische Minister für Eingeborenenfragen, Reitz, erklärte der „Sunday Times", daß die Südafrikanische Union keine Truppen zur Unterstützung Großbritan- "' auf die Verteidi- ligung von Teilzahlungen aber Stundung regeln. Erleidet der Eigentümer eines Grundstückes dadurch einen erheblichen Einnahmeausfall, daß er feinen auf dem Grundstück befindlichen Gewerbebetrieb gar nicht oder nur noch in vermindertem Umfange weiterführen kann, oder dadurch, daß die Miete herabgesetzt oder das Mietverhältnis vorzeitig aus- gelöst wird, oder dadurch, daß ihm infolge der Freimachung von Gebietsteilen die Nutzungsmöglichkeit genommen wird, so kann der Richter die Zinsen von Hypotheken oder Grundschulden stunden ober um einen angemessenen Betrag, jedoch nicht unter einen Zinsfuß von 5 v. H., herab setzen. Wird nach dem 25. August 1939 ein Hypothekenoder Grundschuldkapital fällig und ist es dem Schuldner nicht möglich, den Betrag aufzubringen, deutschen Heimat durch eine mindestens Aehnmnrtim., Arbeitsleistung am Westwall unb im g S 9' Sofortprogramm 1938 bewiesen haben Vorzeitige Beendung der Tätigkeit infolge Einberufung zu? W-hrm°cht oder * Falle oon Krankheit wird be- ru-kf,chtigt. Für den Einsatz im östlichen Teil des Strobe^au-Sofortprogramms wird statt des Deut- fchen Schutzwallehrenzeichens die Medaille zur ffrin. nerung an den 1, Oktober 1938 (Sudetenmedaillei verliehen. Als Einfatz in beiden Füllen gilt für Öen Änu» b-w IS Juni 1938 und 31. August 1939, für das Sofortprogramm nnm 15.3™ bis 31. Dezember 1938. 21Ue,"r Z ÄÄ? io^ra9e etom.men- können sich ab 10. Dezember 1939 auf einem beliebigen Arbeitsamt melden. flcn Hermann Leitz i*. Wie der Nationastozialistifche Gaupreffedienst mit- teilt, ist auf einer Dienstfahrt am Freitagabend der 3ur Zeit als Feldwebel und Offiziersanwärter in 2"" Propaganda-Kompanie der Wehrmacht tätige Houptfchnfileiter Gauhauptstellenleiter eh fier, m ° 's.? Le, tz tödlich oerunglüctt. Mit ihm ist einer tefmn K°mps,ournalisten der nationalste, l'st'lchrn Presse dahingegangen, ein Nationalsozialist öeffen Seben em ständiger und bemühter Opfergang für Deutschland mar. Sechzehnjährig zog er im Jahre 1914 als Kriegsfreiwilliger ins Feld Mit dem Eisernen Kreuz T und 2. Klasse ausgezeichnet kehrte er 1918 zuruck. Er setzte dann im frühen Kampf des Nationalfozlalismus feine von ihm ge- gründete Zeitung „Das Schwarzwälder Tagblatt" ^'^sozialistische Kampfzeitung Süd- Westdeutschlands, für die Wiederauferstehung unseres -Volkes ein. Immer war er dort zu finden, wo die ^eder für den Aufbau und Ausbau der deutschen ZEsgemeinschaft, für die Verwirklichung der Ziele rJ - ^rieb: So war es für ihn nur selbst- verftanollch, daß er im nunmehrigen Verteidigung-- kämpf des deutschen Volkes wiederum als Soldat antrat. Eine große Freude war es ihm hierbei, daß er in feinem Einsatz bei der Wehrmacht an der 2Iuf- gäbe mttwirken durfte, den Kampf der Front der Heimat nahezubringen. Millionen von Lesern der Tageszeitungen ist er so durch seine Beiträge bekannt geworden. Eindringlich erlebte der Leser den harten Kampf der Vorpostenstellung wie die frohen Stunden unserer Soldaten in den Ruheguartieren. Hinter diesen Beiträgen aber stand der Soldat Hermann Leitz: Er sah die Dinge, die er berichtete mit Seele, und er sah ihnen bis auf den Grund. -wenige Stunden, bevor er im Dienst der Wehrmacht dem tragischen Unglücksfall zum Opfer fiel, erreichten uns nach die von ihm tags zuvor auf- geschr leben en Gedanken der Westfront zur nahen Winter-Sonnenwende. In ihnen schreibt er: „Unsere Generation ist berufen, diesen Frühling unseres Volkes herbeizuführen. Gleichgültig bleibt, ob du, mein junger Kamerad, oder ich ihn selber erleben werde. Auch wenn der bevorstehende Entscheidunqs- kampf das Opfer unseres Lebens fordern sollte, sei es drum! Im Sterben noch wollen wir einen Hauch des Glückes darüber empfinden, daß in unserem Tod öie Voraussetzung zum Sieg begründet lag." Kampf dem Verderb. Der Reichsnährstand führt eine neue Aufklärungsaktion „Kampf dem Verderb" durch, die sich auf die Dauer des ganzen Krieges erstreckt. Im Kriege muß diese Parole noch stärkeren Erfolg haben, als in Friedenszeiten. Jedes Stück Brot, das verdirbt, wird zum Bundesgenossen Englands im Kamvs gegen uns. Wenn in den letzten Jahren schon ein stärkerer Rückgang von Brotresten in Papierkörben und Abfalleimern festzustellen war, so darf in Zukunst in diesen Behältern überhaupt kein Brot mehr gefunden werden. Auch Lebensmittel, die reichlich vorhanden sind, dürfen keineswegs vergeudet oder dem Verderb ausgesetzt werden. Speisereste sind auch kein Tier- futter, sondern lediglich Abfälle, die durch den Menschen nicht mehr zu verwerten sind. Heute ist nicht die Vernichtung der geldlichen Werte das Entscheidende im Kampf gegen den Verderb, sondern die der mengenmäßigen Werte. Ein jährlicher Verlust oon vier bis fünf Millionen Tonnen Kartoffeln, von 450 000 bis 500 000 Tonnen Gemüse und 600 000 bis 650 000 Tonnen Obst, von 750 000 Tonnen Getreide, von 80 000 Tonnen Schlachtvieh und von 240 Millionen Stück Eiern ist keine Kleinigkeit. Diese Zahlen sind durch die letztjährigen Aktionen bereits herabgedrückt, müssen aber im Kriege vollkommen verschwinden. Ein einziges Rattenpaar hat jährlich 860 Nachkommen, die jährlich drei Eisenbahngüterwagen voll Lebensmittel stessen. Auch gegen den Kornkäfer und andere pflanzliche und tierische Schädlinge muß eingegriffen werden. Nicht nur der Städter, sondern auch der Bauer kann an der Herabdrückung aller dieser Verluste mithAen, schließlich aber auch der Einzelhändler, dessen Verluste bei der Lagerung von Lebensmittel zwischen einem halben und sechs Prozent schwanken. Das Deutsche Frauenwerk im November. Mindestens zweimal in der Woche läutet die Dlockfrau an der Tür von Mitgliedern und Nichtmitgliedern des Deutschen Frauenwerkes. Immer gilt es eine Mitteilung, eine Bitte zur Mitarbeit zu Übermitteln, oder das Einkassieren des Beittages. 5o ist die Blockfrau, in der Folge auch die Zellfrau inb die Ortsfrauenschaftsleiterin, immer beschäftigt. In diesem Monat galt es, die Frauen aufzufor- tiern, aus alten Wollresten kleine Quadrate zu triefen, die dann zu Decken für unsere Soldaten zu- ommengenäht wurden. Mit großer Begeisterung Daren auch hier wieder die Frauen bereit, für un- ere Truppe etwas zu arbeiten, und in Bälde gehen Ine schönen warmen Wolldecken ihrer Bestimmung zu. Der Bahnhofsdienst, die Arbeit in der Nähstube n der Schanzenstraße und die Mitarbeit beim Roten Kreuz nahmen unentwegt ihren Fortgang. Die Ab- Ein neuer Impfstoff gegen die Ruhr. Dor der Senckendergischen Naturforschenden Ge- s>Uschast in Frankfurt a. Main machte Prof. Dr. Drigge Mitteilungen über einen neuen Impfstoff 9 gen die Ruhr. Gegen die Ruhr, die zwar stark zü rückgegangen ist, aber gelegentlich immer wieder einmal epidemisch auf tritt, gab es bisher kein be- aührtes Mittel. Die Ursache dafür mar, daß die Wissenschaft zu wenig von dem Bazillus wußte, der be Ruhr hervorruft. Dr. Prigge hat ein Toxin ent- »cf eit, das die Giftstoffe dieses Bazillus unschädlich lrncht. Es hat sich bereits bewährt, so daß es im Itmmenben Frühjahr allgemein ausgegeben werden tonn. Der neue Impfstoff hat den Namen E t a er« bdten. Im Kriege ist natürlich bei der erhöhten nihr-Infektionsgefahr das neue Schutzmittel von anderer Bedeutung. Wie wirkungsvoll man mit ^'kinen, das sind Gegengifte, eine Seuche bekämp- ’en kann, beweist die Pockenschutzimpfung. Die Men hatten bis zur Einführung der Schutz- nspfung fürchterlich gehaust. Schon wenige Jahre 'cch der Schutzimpfung waren die Pocken prakttich ^schwunden uto heute sind sie in Deutschland it-rhaupt unbekannt geworden, Jeden Abend daran denken: Chlorodont wirkt abends am besten! Dor Sandeisvertragsabschluß Japan - Nußland. Sofia, 3. Dezember. (DNB.) „Sofia Asahi bchimibun" meldet, daß sich Außenkommissar M o - lo t o w und der japanische Botschafter in Moskau, < o g o, grundsätzlich über den Abschluß eines Handelsvertrages geeinigt hätten. Der f rü- f^re Direktor der Handelsabteilung im japanischen dußenamt, jetzt Gesandter in Schweden, M a t s u- shima, werde demnächst zur Einleitung offiziel- Irr Dechandlungen nach der russischen Hauptstadt l-isen, der Handelsvertrag werde in enger Begehung zur kriegswirtschaftlichen Mobilisierung taperns stehen. SondergerichtKönigsberg i. Pr. wegen Verbrechens gegen die Verordnung gegen Volksschädlinge zum Tode und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit sowie zur Sicherungsverwahrung verurteilte Ernst Langanky hingerichtet worden. Langanky, ein wiederholt vorbestrafter Schwerverbrecher, hat in Memel unter Ausnutzung der zur Abwehr von Fliegergefahr getroffenen Verdunkelungsmaßnahmen einen Einbruch in eine Gastwirtschaft und eine Woche später auf der Straße beim Morgengrauen einen Raubüberfall verübt. Ferner ist am 2. Dezember der am 15. Oktober 1897 geborene Hermann Preuß hingerichtet worden, der vom Sondergericht Königsberg am 6. November 1939 in Memel wegen Verbrechens nach § 3 der Verordnung gegen Volksschädlinge vom 5. September 1939 zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden war. Der erheblich vorbestrafte Verbrecher hatte am 22. Oktober 1939 eine mit Getteidevorräten sowie landwirtschaftlichen Arbeitsgeräten gefüllte Scheune eines Bauernhofes in Schlappfchill vorsätzlich in Brand g e ft e cf t und dadurch die Widerstandskraft des deutschen Volkes geschädigt. Kleine politische Nachrichten. Arn Sonntagvormittag traf der Jugend sichrer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, in Prag ein. Er besuchte zunächst den Reichsprotektor und stattete dem Altstädter Rathaus einen Besuch ab, wo er von Oberbürgermeister-Stellvertreter Professor Dr. P f i tz n e r namens der Prager Deutschen willkommen geheißen wurde. Der Rektor der Technischen Hochschule Berlin, Professor Dr. Storm, ist in Sofia eingetroffen, um König Boris III. von Bulgarien die Urkunde über die Verleihung des Ehrendoktorats der Technischen Hochschule zu überreichen. Nach einer Pariser Havasmeldung wurde am Sonntagvormittag in Nordfrankreich wieder Fliegeralarm gegeben» 119,50 (118,25), Verein. Deutsche Metall mit 160 (158,50) und Heidelberger Zement mit 137 (136), während Lahmeyer mit 115,25 (117) und Mku- muhtoren mit 227,50 (229) stärker rückläufig waren. Die Farben-Aktie blieb mit 159,13 (159) gut gehalten, ebenso u. a. Scheideanstalt mit 220, Siemens mit 210,75 (210), Rütgerswerke mit 153,25 (153). Montanpapiere waren durchweg etwas leichter, Verein. Stahl 99,75 (100,25), Klöckner 121,50 (122), Mannesmann 106,40 (106,65), Buderus 97,65 (98). Von ZellstoffaMen konnten sich Waldhof auf dem um 5 v. H. ermäßigten Stand von gestern mit 115,50 behaupten. Der Rentenmarkt lag im allgemeinen ruhig, auch kursmähig traten keine größeren Abweichungen ein. Lebhafte Nachfrage erhielt sich in Steuergutscheinen; von der Serie I gingen im Telephon- oerkehr April-Mai mit 99,15 bis 99,25 (98,95) um. Liqui-Pfandbriefe teilweise nachgebend, 5,50 v. H. Frankfurter Hyp. sogar 0,50 v. H. auf 101,25. 5 pro- zentige Industrie-Obligationen. gaben vielfach 0,25 bis 0,50 v. H. ab, währe-nd von 4,50 prozentigen Voigt & Haeffner mit 94,75 (94,25) und Main- Kraft mit 94,13 (93,50) notierten. Staats- und Stadtanleihen ruhig und unverändert. Im Verlaufe war die Haltung am Aktienmarkt bei mäßigen Käufen der Kulisse etwas fester, doch wurden nur einzelne Papiere hiervon erfaßt. JG.-Farben 159,50 nach 159,13, AEG. 120,50 nach 119,50, Heidelberger Zement 137,50 nach 137, Mannesmann 107 nach 106,40. Von später notierten Werten stiegen Bembera auf 127,50 (125,75), dagegen Aschaffenburger Zellstoff nach Pause 104 (105,75). Am Einheitsmarkt holten Ada-Ada-Schuh die Hälfte ihres Dividendenabschlags von 5,10 v. H. auf 120 (122,50) ein. Äm Freiverkehr wurden Dingler mit 81 bis 83, Elsäsi. Bad. Wolle mit 78 bis 79 und Rastatter Waggon mit 41 Geld bewertet. Tagesgeld unverändert 2 v. H. jRunhfunfprogramtn Dienstag, 5. Dezember: 6 Uhr: Landvolk, merk' auf! 6.10: Morgengymnastik. 6.30: Frühkonzert. Ausführung: Das Rhein- Mainische Landesorchester. 7 bis 7.15: Nachrichten. 8: Gymnastik. 9.10: Kleine Ratschläge für den Garten. 9.30: Schulfunk (Mittelstufe). Sendereihe: „Lebendige Geschichte". „Generalfeldmarschall von Mackensen". 10: Frohe Weisen. Einlage 10.30 bis 10.40: Buntes aus der Saarpfalz. 11: Musik am Vormittag: Es spielt das große Orchester des Reichssenders Frankfurt. 12: Stadt und Land — Hand in Hand. 12.10: Mittagskonzert. Es spielt das Musik- korps einer Kraftfahrschule der Luftwaffe. 12.30 bis 12.40: Nachrichten. 13: Mittagskonzert. Es spielt das große Orchester des Reichssenders Frankfurt. 14: Nachrichten. 14.15: Das Stündchen nach Tisch.. 15: Nachmittagskonzert. Dazwischen: 16 bis 16.15: Vom Rhein zur Saar. Gedichte und Erzählungen aus der saarpfälzischen Heimat. 17: Nachrichten. 17.10: Bücher für unsere Soldaten. 17.15: Volkslieder. Ausführung: Der Chor des Reichssenders Frankfurt. 18: Ruf ins Land: Berichte vom Lan- desernährungsaM. 18.25: Otto Dobrindt spielt. Dazwischen: 18.30: Aus dem Zettgeschehen. 19.10: Berichte. 20: Nachrichten. 20.15: Üebertragung vom Deutschlandsender: Dazwischen 22 bis 22.15: DD- Nachrichten. 24 bis 24.15: DD-Nachrichten. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeiaenleiter: Han- Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Jllusttierten 15 Ps. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Vr,4 vom 1-September IZN.MiS- Der Dirigent 7Nax Fiedler gestorben. In Stockholm ist der deutsche Dirigent Max Fiedler kurz vor Vollendung seines 80. Lebensjahres plötzlich verstorben. Max Fiedler war von 1903 bis 1904 Direktor des Leipziger Konservatoriums und übernahm 1904 die Leitung der Philharmonischen Konzerte in Hamburg, die er bis 1908 inne hatte, um dann bis 1912 — als Vorgänger oon Dr. Karl Muck — in Boston tätig zu sein. Von 1916 bis 1933 war er städtischer Musikdirektor in Essen. Fiedler gehörte zu jenen deutschen Dirigenten, die sich in stiller Arbeit abseits jedes sogenannten „Star-Dirigententums" größte Verdienste um die deuffche Musik erworben haben. Unablässig hat er sich für die deutschen Meisterwerke im Äk- und Ausland eingesetzt und sie in vorbildlicher Werktreue zu Gehör gebracht, ohne dabei nach äußerem Ruhm zu streben. Beispielhaft ist vor allem seine Wiedergabe der Brahms'schen Sinfonien gewesen. Der Volkspreis der deutschen Gemeinden für deutsche Dichtung 1939. In einer Feierstunde, an der mit den Reichsleitern Fi e hier und Alfred Rosenberg viele führende Männer des kulturellen Lebens teilnahmen, wurde in der Reichshaupfftadt mit dem Volks- preis der deuffchen Gemeinden und Gemeindeverbände für deutsche Dichtung 1939 Josef Georg Oberkofler für seinen Roman „Der Bannwald" ausgezeichnet. Als weiteres Preisbuch wurde dem Dolkspreis Friedrich Grieses Erzählung „Die Wagenburg" beigegeben. Vollstreckung von Todesurteilen. Am 2. Dezember 1939 ist die vom Sonder- gericht Königsberg i. Pr. wegen Derbre- diene gegen die Verordnung gegen Dolksschädlinge zum Tode verurteilte Frieda Lörzer hingerichtet worden. Sie hat am 1. November 1939 aus Rache Scheune und Stallungen mit Erntegut und Vieh ihres Betriebsführers i n Brand gefteckt und dadurch der deutschen Volkswirtschaft einen Schaden von über 30 000 RM. zugefügt. — Am 2. Dezember 1939 ist der vom so kann der Richter die Fälligkeit des Kapitals entsprechend der durch den Krieg geschaffenen wirtschaftlichen Lage neu regeln. Hat schließlich ein Schuldner infolge der Auswirkungen des Krieges ohne fein Verschulden eine Verpflichtung nicht rechtzeitig erfüllen können, so rann der Richter die etwa durch die Säumnis entstandenen nachteiligen Rechtsfolgen für nicht eingetreten erklären (z. B. die Verpflichtung zur Zahlung von Verzugszinsen, die Entstehung von Künoigungs- und Rücktrittsrechten, die Verpflichtung zur Zahlung einer Vertragsstrafe usw.) Um Betriebe, falls sie Schonung verdienen, vor dem Konkurs zu bewahren, ermöglicht das Kriegsausgleichsoerfahren eine Gesamtstundung, notfalls aber auch einen Teilerlaß der nicht dinglich gesicherten Verbindlichkeiten. Von dem gewöhnlichen Vergleichs- oder Ausgleichsverfahren unterscheidet dieses Verfahren sich namentlich dadurch, daß es nach Möglichkeit jedes kreditschädigenden Charakters entkleidet ist. Die Umstellung der deutschen Wirtschaft auf die durch den Krieg geschaffenen Verhältnisse hat manchen Gewerbetteibenden gezwungen, seinen Betrieb stillzulegen, umzustellen oder einzuschränken. Es wird erwartet, daß die Gläubiger auf die besondere Lage eines solchen Schuldners Rücksicht nehmen und sich mit ihm über die Abwicklung seiner Verpflichtungen gütlich einigen. Wo dennoch eine solche Einigung nicht zuftandekommt, kann ein Gewerbetreibender beim Amtsgericht Vertrags- Hilfe beantragen. Daraufhin kann der Richter die Fälligkeit von Zahlungsverpflichtungen aus der Zeit vor dem 1. September 1939 durch Bewilligung von Teilzahlungen oder Stundung entsprechend der Leistungsfähigkeit des Schuldners regeln, ferner einen gegenseitigen Vertrag (z. B. über die Herstellung einer Werkzeugmaschine oder über die Lieferung von Waren), den der Gewerbetreibende vor dem 1. September 1939 im Zusammenhang mit dem Gewerbebettieb geschlossen hat und der noch von keiner Seite vollständig erfüllt ist, ganz oder teilweise — unter Umständen gegen billige Entschädigung des Verttagsgegners — aufheben, wenn die Erfüllung des Vertrages die. Weiterführung oder die Abwickelung des Gewerbebetriebes gefährden würde. Drittens kann der Richter, wenn die Miete oder ine Pacht für die Geschäftsräume in einem erheblichen Mißverhältnis zu dem verminderten Erttag des Gewerbebetriebes steht, die Miete oder Pacht um einen angemessenen Betrag, jedoch nicht um mehr als die Hälfte, herab setzen, aber nur, wenn der Gewerbetreibende auch bei angemessener Berücksichtigung seiner sonsttgen Mittel nicht in der Lage ist, die bisherige Miete oder Pacht (selbst bei Bewilligung von Stundung oder Teilzahluna) weiterhin zu bezahlen. Auf Anttag kann der Richter auch das Miet- oder Pachtverhältnis über die Gescbäftsräume unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist vorzeitig auf lösen, wobei den Vermietern oder Verpächtern eine nach billigem Ermessen festzusetzende Entschädigung zu bezahlen ist. Ist jemand infolge der behördlich anaeordneten Räumung oder Freimachung oon gefährdeten Teilen des deutschen Reichsgebietes gezwungen, seinen bisherigen regelmäßigen Aufenthaltsort zu verlassen, und kann er deshalb seine Zahlungsverpflichtungen nicht rechtzeitig erfüllen, so fartn der Richter die Fälligkeit seiner Verbindlichkeiten durch Bewil- teilung Grenzland-Ausland konnte zwei der hüb- scheu Säuglingskörbe ihrer Bestimmung zuführen. Die Kurse des Mütterdienstes über Erziehungsfragen und gefundheits-häusliche Krankenpflege nahmen ihren Fortgang. Die Frauen aller Orts- gruppen haben es unternommen, kleine Puppen- bettchen aus alten Zigarrenkistchen zu basteln. Die Bettchen werden hübsch gestrichen, mit buntem Bett- 3eug und einem Püppchen versehen und bereiten an Weihnachten den Kleinen große Freude. Die Jugendgruppen haben sich an ihren Arbeitsnachmittags an sämtlichen Arbeiten beteiligt. Bei diesen Zusammenkünften wird auch viel gesungen und vorgelesen. Die Ortsgruppenabende waren diesmal sehr bereichert durch einen Vortrag von Frau Düse- berg über nationalsozialistische Rassenpolitik. Mit eindringlicher Deutlichkeit sprach sie über die Ge- fahren für eine Nation, die sich mit einer anders- blütigen Rasse (Juden oder Neger usw.) vermischt. Dann erklärte sie die ungeheure Wichttgkeit der Ge- setze zur Verhütung der Fortpflanzung erbkranker oder asozialer Elemente. Lichtbilder unterstützten ihre interessanten Ausführungen. Die Ortsgruppenleiterinnen richteten auch diesmal wieder ermahnende, aufklärende und ernste Worte an ihre Frauen. Die Zeit erfordere ganzen Einsatz. Aber der Opfersinn der Frauen ist ungeheuer groß und wird niemals erlahmen. Gis. Kinderwäsche-und Spielzeugsammlunq Vom 3. bis 9. Dezember 1939 sammeln BDM. und Jungmädel Kinderwäsche und Spielzeug für das Kriegs-Winterhilfswerk. Ueberall da, wo die Kinder größer geworden find und von ihren Spielsachen keinen Gebrauch mehr machen können oder wo herangewachsene Kinder ihre Kinderwäsche nicht mehr benötigen, wird man gern bereit sein, die entbehrlichen Gegenstände dem Kriegs-WHW. zu überlassen. Viele kinderreiche Familien oder Familien, deren Väter im Felde stehen, sind nicht in der Lage, ihren Kindern eine Weihnachtsfreude zu bereiten oder genügend Wäschestücke für ihre Kinder zu erstehen. Jeder sehe deshalb seine Bestände auf Entbehrliches durch und halte es bereit, um es den BDM.« ober Jungmädeln auszuhändigen, wenn diese in den nächsten Tagen bei allen Haushaltungen vorsprechen. Bausparkasse Mainz AG., Mainz. _.. her Monatszuteilung für November konnte die Bausparkasse Mainz RM. 621 000.— an 84 Sparer zuteilen. Die gelegentlich der Oktober-Zuteilung bereits festgestellte verstärkte Spartätigkeit nach Kriegsausbruch hält demnach an, denn auf die Vorkrieg smonate des Jahres 1939 entfällt .nur eine monatliche Durchschnitts-Zuteilungsleiftung von rund RM. 533 000.—. Die Gesamtzuteilungen der Bausparkasse Mainz stiegen mit vorstehender Zuteilung auf 3 556 Bausparverträge mit RM. 32 817 500.—. Davon wurden im Jahre 1939 zugeteilt 737 Bau- Königin Victoria. Wirtschaft - r T WH?-..- 'z . X MMA "■ «J > m ^zzz^ZWk MZ X^W» M. /‘ ; z vz C"r /./■'aJ jf *■? ' ■ ■ WW^iÄWWWM^W^^ ■ ? 'i^^M •i.'« '■Smäw^" ' - '7 ■■■• • .. - _W . , STATION III Ihre Vermählung geben bekannt Mlm Kapune Ausbildungsingenieur Hella Kapune, geb. Küster Studien-Affessorin Dessau G'eßen Älumenchalstraße 4 Senckenbergstraße 15 Gießen, 3. Dezember 1939 05319 Todesanzeige. Gießen (Am Nahrungsberg 65), den 3. Dezember 1939. Photo/Kino - Krenzplatz 10, Fernruf 3153 Die Trauerfeier findet in der Stille statt. 7171V im Alter von 64 Jahren. 1 ihr 7176V l fern W LÄRM 05317 Gießen, den 4. Dezember 1939. 05315 1. 2. 717M 4. 5. 7161A Ferner: 6. Beiprogramm und Ufa -Ton-Wochenschau 7. MerneAnzeigev im Gießener Anzeiger werden von Tausenden beachtet und aeleien Die trauernden Hinterbliebenen : Anna Schlesier, geb. Dorizio Familie Wilhelm Becker Familie Willi Schlesier Familie Albert Schlesier. Verlobungs-Anzeigen liefert Brühl'sche Druckerei Gießen (Wilhelmstraße 62), Essen, 4. Dezember 1939. Die Trauerfeier findet Mittwoch, den 6. Dezember, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Rudolf Weber, Gärtnereibesitzer Fritz Weber und Frau, geb. Weeg Luise Ruhl, geb. Weber Wilhelm Ruhl. Meine liebe, fleißige Frau, unsere treusorgende Mutt-r, Schwester, Schwägerin und Tante Mie ... « Gießen (Kirchenplatz 5), Maulbach, Alsfeld, Rülfenrod. Homberg, den 4. Dezember 1939. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 5. Dezember, 14.45 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. erteilung. Rechnungsabschlüsse für 1937 Rj. der städtische« Elektrizitätswerke, des städtischen Gaswerks, oe- städtischen Wasserwerks, der städtischen Straßenbahn und des städtischen Biohumwerks. Rechnungsabschlüsse für 1938 Rj. a) der Kasse der Oberschule für Mädchen; b) der Kasse der Gewerbeschule. 8. Umgestaltung des Platzes am Selterstor; Yie^ Neufestsetzung von Straßenfluchtlinien. 9. Neufestsetzung der Straßenfluchtlinien am Yltler wall und der Walltorstraße. Gießen, den 1. Dezember 1939. » Der Oberbürgermeister: Rittes Beachten Sie unsere Geschenk - Gutscheine für ehern. Reinigung I FÄRBEREI GEBR. ROVER in allen Läden erhältlich! F Kd jtOllU' 'M üöß B ■ •! KT b W 6 SÄ’ b | Einspaltige | werden zum ermäßigten . . Grundpreis von 5 Pf. für die Kleinanzeigen Millimeterzelle veröffentlicht! Ein spannend.Kriminalfilm, Zollpolizei gegen Schmuggler I Wir können kaum folgen, so rasend ist das Tempo der Ereignisse! Darsteller: Gustav Fröhlich,] utta Freybe, Hans Nielsen Kirsten Heiberg, Herrn. Speelmanns,Walter Frank Statt Karten. Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Anteilnahme, sowie Kranzspenden bei dem Heimgang unserer lieben, guten Mutter Sophie Dülfer, geb. Schröder sage ich auf diesem Wege und im Namen der Hinterbliebenen herzlichsten Dank. Georg Dülfer. Bekanntmachung. Wegen Neu-Eichung bleibt die städtische Lastwaage in der Gabelsbergerstraße ab Alonlag, den 4. Dezember 1939 auf die Dauer von einer Woche geschlossen. Gießen, den 2. Dezember 1939. 7169C Der Oberbürgermeister. Bekanntmachung. Am Donnerstag, dem 7. Dezember 1939, 16 Uhr, findet im Sitzungssaal des Stadthauses, Bergstraße Nr. 20, eine öffentliche Beratung mit den Ratsherren statt. 71751 I1 Tagesordnung: Einführung und Verpflichtung der drei neu* berufenen Ratsherren. . Haushaltssatzung und Haushaltsplan der Staol. l( Gießen für 1939. .. Ij Rechnungsabschlüsse für 1934 Rj. der Stadt uno* der städtischen Nebenkassen; hier: Entlastungs«' erteilung. vi . I Rechnungsabschlüsse für 1935 Rj. der Stadt unü r der städtischen Nebenkassen; hier: Entlastungs» |j erteilung. . I Rechnungsabschlüsse für 1936 Rj. der Stadt un» I der städtischen Nebenkassen; hier: Entlastungs- It Frau Anna Weber geb. Bintz ist nach kurzer, schwerer Krankheit am Samstagabend im Alter von 62 Jahren sanft und schmerzlos entschlafen. Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme bei dem Heimgang unserer teuren Entschlafenen sagen wir innigen Dank. Im Namen der Hinterbliebenen: Familie Josef Maier. Gießen, den 4. Dezember 1939. LICHTSPIELHAUS Ab heute Montag bis einschl. Sonntag, den 10. Dezember: Bienenhatter im Bereich der Ofgr. Gießen, die nicht Mitglied sind, u. deren Volker nicht in die Liste der Ofgr.J. vom 4.12.1939 mit ausgenommen sind, müssen für d. Zuckerbezug m 1940 ihre Völkerzahl bis spat. 8.12.1939 bei mir schriftl.gemeld.haben. 7182D MoöenuenOer, Gießen, öönöeiRr.25 Am Samstagabend entschlief sanft nach längerem Leiden mein lieber, guter Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel .Max Schlesier Reichsbahnwerkmeister i. R. Swangsverrftelgevrrng Dienstag, den,5. d. M., nachin. 2 Uhr, sollen im Vertaufslokal Hartnrefi, Neuenweg 28 ( bzw. an Ort u. Stelle) zwangsweise geg. sofortige Barzahlung versteigert werden: Haus-, Laden- u. Büromöbel aller Art, 1 Personenwagen, Klavrere, Uhren, Bilder, Staubsauger, em Kassenschrank, 1 Photo-Apparat, 1 Vervielfältigungs-Apparat, eine Schnellwaaye. . . Bestimmtwrrd versteigert rlAus- stellungskasten-Aufsatz- aus Glas. Scharmann Gerichtsvollzieher in Gießen Wiesenstraße 2, Telefon 3108. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, am Samstagabend meine innigstgeliebte Frau, meine treusorgende Mutter, unsere unvergeßliche Tochter, unsere gute Schwester, Schwägerin und Tante Frau Lina Becker, geb. Becker nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden im Alter von 42 Jahren in die Ewigkeit abzurufen. Im Namen aller Angehörigen: Ludwig Becker und Tochter Elfriede. Bekanntmachung. Die Strom- und Gasgelder im Stadt- und lieber» landgebiet sind nach den Lieferungsbedingungen grundsätzlich bei der Ablesung an den Erheber zu zahlen. Geschieht dies nicht, dann können die Strom- und Gasgelder noch innerhalb der nächsten 8 Tage ohne kosten an der Kasse der Stadtwerke Gießen, Gartenstrahe 3, auf Postscheckkonto Frankfurt a. M. Nr. 277 07 oder auf die auf den Quittungskarten verzeichneten Bankkonten eingezahlt werden. Bei Ueber- schreiten des Zahlungstermins müssen die Beltreibungskosten berechnet und entrichtet werden. Vom 16. Dezember 1939 ab wird die Strom- und Gaslieferung bei allen Abnehmern gesperrt, die die Strom- und Gasgelder für den Monat Oktober 1939 einschließlich kosten noch nicht entrichtet haben. Die Kosten der Strom- und Gassperre gehen zu Lasten der Säumigen. 7168A Gießen, den 1. Dezember 1939. Direktion der Stadtwerke Gießen. Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücherj Polizeiverordnung betr. Ausschankoerbot für Branntwein. Auf Grund der Ermächtigung im § 15 des Gaststättengesetzes vom 28. April 1930 (Reichsgesetzblatt I S 146) wird für das Land Hessen mit sofortiger Wirkung der Ausschank von Brantwein vormittags vor 9 Uhr sowie an allgemeinen Lohnzahlungstagen untersagt. 7170D Zuwiderhandlungen werden gemäß §29 des Gaststättengesetzes mit Haft oder Geldstrafe geahndet. Darmstadt, den 1. November 1939. Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — Sprenger. Wird veröffentlicht. Gießen, den 29. November 1939. Der Polizeidirektor. M. d. F. b.: gez.: H e llw e g e - E m d L u. Die Wünsche der Hausfrau. Wäre es nicht sehr schön, wenn Sie der Hausfrau Geräte schenken, die ihr Küchenarbeit abnehmen, damit sie nicht mehr so müde und abgespannt ist? Schenken Sie Weihnachten diese Arbeits-Erleichterung I Die Reibe- und Schneidemaschine, die Teigruhrmaschine, der Fleischhacker, der Teppichkehrer und viele andere sind solche Gerate. Alle werden Ihnen gern erklärt und gezeigt bei Kinderliebes Mädel oder Kindergärtnerin tagsüber ob. nachmittags zu zwei Kindern (3 u. IN Jahre) gesucht. Vorzustellen tägl. bis 15 Uhr. ?isoD 3rou Willi Beder,8aön6omr.i6 m. Rotkäppchen Hänsel und Gretel, Schneewittchen, Froschprinzessin, die Geschichte vom Struwelpeter, die Geschichte vom Hans Guck in die Luft, die Geschichten vom Priembacke und viele andere schöne Märchen - Filme kann man billig kaufen und daheim den Kindern vorführen! Das gibt herrliche KINO- ABE N D E in der Familie! Auskunft erteilt kostenlos Ihr Photo-und Kino-Berater J Löslichke; e,chler ,^°^6pT'V/e,n / 1 r unb ! I ii mch 0 eben 61 1 M GLORIA-PALAST Der Großhirn der Luftwaffe Dill 88 bis Dienstag, den 5. Dezember einschließlich J.B. HAUSER Gießen, Am Oswaldsgarten (Parkplatz) Fernruf Nr. 2145-2146 Geburtsanzeigen bei Brühl. Gießen |Vermietungen| In Villa a.d. Lande, in der Nähe Gießens, zu verm. p. 1. Januar 40: 1. Stock, 4 Zimmer m. Bad und KUche nebst Kammer. Mansarde: 3 (evtl. 4 Zimmer) mit od.ohneKüche.Beide Stockwerke könn. a. zusamm. verm. werd. Wasserk.elektr.Licht Garage,Gartenanteil. A, Pascoe, Dutenhofen tib. Wetzlar. Tel. 2782 Amt Gießen. | Mietgesuche"| JnngesEhevaar sucht LZimmer mit Küche sofort od. später. : Schrift!. Ang. u. 05316 a.d.G.A. | Stellenangebote! Handwerk, sucht passende Frau zwischen 30—40 Jahr. z. Führung des Haushaltes und Mithilfe im Geschäft zwecks I späterer Heirat. Zuschr.rn.Bildu. 05320 a.d.G.A. Ordentliches Tagesmädcben zum 1. Januar 1940 gesucht. I Zu erfragen in Geschäftsst. des I Gieß. Anzeigers. lelnätiea per sofort gesucht. 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Dezember 1939. _____________7181V ijniir alle w ■; m n wir W :rg 31 «b! Kr. 284 Zweites Blatt Gießener Anzeiger lGeneral-Anzetger für Oberhessen) Montag, 4. Dezember 1939 Eine Fünfundachtzigjährige. 115 05319 l Abend der alten Soldaten in Gießen jierung- bcn. Klassischer Humor Hoven Caffrooi^i tDej® geschsos^ 7169C Der bessere Soldat Von Werner Schumann. IN ■er le. bei s. Üt en König aufgebracht los. „Auf der Stelle!" Der Zügel in seiner trockenen, sehnigen Hand bebte. Doch Zieten, dessen Unterlippe mit der alten Narbe nun auch zitterte, schien einen Augenblick wie vom Donner gerührt, und ehe er, noch immer zögernd, sein Roß Herumriß und davontrabte, reckte sich sein hagerer, feingliederiger Retterleib empört über soviel Undank kurz im Sattel auf. In dieser Sekunde fiel Friedrichs Mick auf die Adlerflügel an der Zobelmütze seines alten Kampfgenossen, er sah die blinkenden Orden auf Zielens Brust und das offene, hochgemute und beschämte Antlitz. Und wäre er jetzt nicht Preußens König, sondern irgendein Regimentskamerad dieses Tapferen da gewesen, so hätte er wohl die Hand ausgestreckt: „Laß gut sein, Kamerad, wir sind allesamt Menschen und gehen wohl einmal in die Irre!" So aber blieb sein Stolz Herr, Zieten ritt davon und ließ dem König noch selbigen Tages seine Indisposition melden, was — ganz nach Wunsch — zur Folge hatte, daß im Manöver General v. Winterfeldt und jener unfähige Nadytsch die zwei feindlichen Parteien befehligten, in die man seine geliebten Husaren aufgeteilt hatte. Scheinbar sich vom öffentlichen Schauplatze zurückziehend, entwarf Zieten noch am Abend mit seinen Offizieren, die alle seinem Herzen nahestanden und den Nadytsch haßten, einen eigenen Kriegsplan. Anderen Tages mußte der König es erleben, daß sein Nadytsch als Armeeführer ein völliger Versager war. Er hatte den Ueberblick verloren und fand sich plötzlich allein auf weiter Flur. Zn diesem unbewachten Augenblick wurde er von einem Ritt- I unb IW edingungc Lrhebn F die AM len 8 &!1 rfc W itfurt starten^ Bei W die W 46 J Da schmetterten die Winterfeldtschen ihr „Viktoria!" in den Hellen Tag. Tausend Hufe und mehr stampften trommelnd über die Erde. „Majestät!" meldete der Flügeladjutant näherreitend, „Herr Oberst von Zieten bittet untertänigst um eine Audienz." Ein Leuchten schien über des alten Königs faltige Züge zu gehen. „Ich werde Euch pardon- nieren, mein lieber Zieten", ging es ihm fröhlich durch den Sinn, ,m>eil ihr der bessere Soldat seid!", und er sprengte aufgeräumt mit seinem Gefolge noch Spanbau zurück. Artilleristen- Kameradschaft 1895 Gießen. Der Monatsappell der in der Artilleristen-Kame- radschaft 1895 Gießen vereinigten ehemaligen Artilleristen am vorigen Samstagabend im Kameradschaftsheim „Hessischer Hof" stand besonders im Zeichen der engen Kameradschaft zwischen Front und Heimat, zwischen den Aktiven und den ehemaligen Waffenkameraden. J8ei diesem Monatsappell konnte Kameradschaftsführer Müller nicht nur eine stattliche Reihe von Briefen und Feldpostkarten von Angehörigen unserer Gießener Artillerie-Abteilung, die sämtlich neue eindrucksvolle Beweise der engen Verbundenheit der aktiven Soldaten mit der Kameradschaft der Alten waren, zur Kenntnis bringen, sondern er konnte auch die Feststellung machen, daß die Gedanken der Kameradschaft ebenso wie die der Karneradschasts- führung mit aller Herzlichkeit bei den Waffenbrü- Wie steht es um die Sojabohne? Erster populär-wiffenschastlicher Vortrag der Landbauwiffenschaff in Gießen. in les Gch Malli sofortig« )rmittags lngstagin 7170D F des Tch: chndet. f * Großen-Buseck, 4. Dez. Am morgigett Dienstag kann eine der ältesten Einwohnerinnen un|erer Gemeinde, Frau Katharine Schmidt Wwe., geb. Schmidt, Schloßgasse 41, in körperlicher und geistiger Frische ihren 85. Geburtstag feiern. Drei Kinder, vier Enkelkinder und vier Urenkelkinder feiern mit. Die hochbetagte Frau ent- tammt einer alten, angesehenen Familie, die nicht nur in Großen-Buseck, sondern auch in Gießen gut bekannt ist. Die Jubilarin, die den Ereignissen unserer Zeit noch mit aller Aufgeschlossenheit folgt, betätigt sich noch am Spinnrad, und es ist eine Freude, sehen, wie unter ihren geschickten Fingern der Wollfaden entsteht. Die Familie Schmidt gehört seit nahezu 50 Jahren zum freuen Leserkreis des Gießener Anzeigers. Wir beglückwünschen die Jubilarin herzlich zum Geburtstag. Aus der Stad« Gießen »Der gestiefelte Kater " l ihm schafft Freunde und Feinde zugleich. Das Wfe auch der brave Zieten Wer erfahren. Der m.rglejchliche Ritt seiner tollkühnen Husaren durch »eindlichen Stellungen in Oberschlesien hatte ihn Ito volkstümlichsten Soldaten in ganz Preußen jjadjt, was den östereichischen Obersten von Na- l'Zander, einen eitlen Günstling des großen Wirich, in feinem krankhaften Ehrgeiz wurmte, verstand, dem Monarchen einzuflüstern, daß Zie- «s Reiterschar in der Garnison verlottere, schob Irlich in das Husaren-Regiment allerlei rohe und Mi-nutzige Burschen ab und hoffte so auf nichts .Wigeres, als daß der König ihm selbst eines •wjis die berühmte Kavallerietruppe unterstellen Ann Tizia Leitich: Die Wienerin. •J?1* 3n Leinen gebunden 5,80 RM. »rankh fche Verlagshandlung, Stuttgart. — (323)__ Sie Wienerin nimmt als ein geschichtlich, geistig und landschaftlich ausgeprägter Typus eine besondere OteUung ein. Der Versuch, diesen Typus abzugrenzen und im Wandel der Zeiten zu verfolgen, ergibt ein nächst reizvolles Bild wienerischen' Lebens. Die Fülle der Erscheinungen verdichtet sich immer wie- oer zu einem lebendigen Schicksal, ob es sich in Maria Theresia, in Fanny Elßler, Kachi Fröhlich, Anna Sacher oder einer der weniger bekannten Frauen erfüllt, die Ruf und Ruhm der Wienerin begründet und gefesttgt haben. — Marine-Geschichisfibel. Von Vize, adnnral a. 3. Dr. e. h. Eberhard von Manien »Uene Worte", Berlin V 35. Kart. 1,30 ~ ®" sehr interessantes Buch mit 75 Bildern und Zeichnungen sowie 6 Karten. Diese Ausgabe ist durch die Hinzufügung der Geschichte der früheren österreichischen Kriegsmarine erweitert worden. Von der Wikingerzeit bis in untere Tage enthält dieses interessante Buch alles, was mit der deutschen Marinegeschichte aller Zeiten zusammenhangt. Das Büchlein kann allen Freunden der Seefahrt, insbesondere unseren jungen Män- nern, die zur See gehen wollen, nur warm emp< pfohlen werden^ Kameradschaft der alten Kavalleristen. Am Samstag fand im „Bayerischen Hof" der Monatsappell der Kameradschaft ehemaliger Kavalleristen statt. Propagandawarf Karl Storck brachte einige geschäftliche Angelegenheiten zur Erledigung und las aus der Fronfzeitung der Soldaten, dem „Westwall-Boten", einen Beitrag vor. Kameradschaftsführer Ernst Hartmann kam dann auf das tägliche Geschehen zu sprechen und ries die letzten politischen Ereignisse in die ©rinne- ^uug zurück Damit verband er in interessanter ^eise Schilderungen aus seinem Wirkungsbereich. Er las weiterhin die eingegangene Feldpost vor. Da die zur kämpfenden Truppe einberufenen Ka- geraden vom Beitrag befreit find, find neue Er- Hebungen notwendig, mit denen Kassenwart Kam. Unser Stadtfheater macht es sich aüiöhrG* s Zeit vor Weihnachten zu fd)önen unh h?n h?er Aufgabe, den Kindern mit einem Märchenspiel eine Freude zu machen. Diesmal ist es Ser aeitLbrt» ^ater , der zur Aufführung gelangt und drei Stunden lang (fast etwas zu lang!) die Kinder in hält. Die Kinder gewinnen ihn rasch li b den staunlich großen Kater Münz, mit einen roten Stiefeln, — schon deshalb, weil er so bubkh mimt!" und auch menschlich sprechen kann, Lu erlr^ zürn br-wen Fn-der halt, weil er bem Frieder keiftet in allen Gefahren gegen Hexe und Zauber hm zum Rang eines chofgeiehrten beim fiPoniq Runke! nill und Zum Schluß sogar zur Prinzessin Binsebill als Frau verhilft. Auch dem Weihnachtsmann dem der böse Zauberer Dullerdopp den Schlüssel' 2 Weihnachtsberg mit den vielen Spielsachen nicht geben will, wird geholfen und schlick ick ist , ,™ Schluß alles lautere Weihnachtsfreude K'nder gab es in diesem Märchenspiel unendlich viel zu sehen Schon im ersten Bttd gmq 65 «Hi b°wegt her, als der Büttel alle Katzen in einen Käsig sperrte als sich Frieder und Kat r Münz verbargen und Nicht gefunden mürben- wie 3er reiche Zauberer Dullerdopp dem Frieder die Muhle nahm und Frieder und sein l^ber Kater aü >ie Wanderschaft mußten. Im Konigsschloß ging es >ann auch sehr lustig zu und es gab für die Kinder "el ZU lachen. Das dritte Bild spielte im Zauber- Daü> in dem es zwar etwas gruselig zuging, um Llu^lser>.'?,2r Ea dann aber in Dullerdopps Zaüber- chloß und schließlich vor dem Weihnachtsberg unter i«m Weihnachtsbaum. Alles bot sich bunt und arbenprachtig bar; König und Prinzessin, Zauberer md chosgelehrter, Hofdamen und Diener und sechst- । verständlich auch Frieder hatten die schönsten Kleider ; in, tue Musik spielte, es wurde mancher Reigen Ijetanzt, es wurde gesungen und die kleinen Zu- ihauer hatten gar nicht Augen und Ohren genug im alles in sich aufzunehmen Die Künstlerinnen und Künstler führten bas Mär- öenfpiel mit aller Hingabe auf, sodaß den ange= rgten Besuchern alles zur unnennbaren Wirklich- l'it wurde. Ueber 40 Mifwirkende waren aufge- Wi und machten die Bühne zum Märchenreich ks wäre unmöglich, sie alle nennen zu wollen. Die stegie führte der gute Märchenonkel Volck Jnge- brg Riehl war der hübsche Frieder und Anne- lch ®arb e ließ sich als Kater Münz prächtig an fins AMrt Schewe stellte den gütigen König Sunkemll dar, und EkisabeH L e i p r e ch f war die v'nzessin. Herr Gröndahl mimte den super- ftge • Hofgelehrten und Walter Erler war der ge- «Mche Hofbarbier. Hilmar Manders hatte in ton Zauberer Dullerdopp gerade die richtige Rolle hns Seitz, Hilde Kneip, Frau Rose Stirl vd ihr Töchterchen Antonie (als Mohrenknabe) nrffen auch mit und noch viele andere verhalfen dem Drchenspiel zum großen Erfolg. Aber auch die linder im Zuschauerraum selbst spielten lebhaft irt und waren mit ganzem Herzen bei der Sache, fi;geregt und ganz erfüllt von dem reichen (£rteb= machten sich die Kinder an der Hand der Mutter «r den Heimweg. Heinrich Ludwig Neuner. Weil eine rechte Fröhlichkeit des Herzens das beste Nervenpulver in ernster, spannungsreicher Zeit ist, war die gestrige Morgenoeransfaltung des Stadtfheaters unter das Motto „Klafft, scher Humor" gestellt. Manche aus der leider nicht sehr zahlreich sich eingefundenen Theafergemeinde mögen wohl überrascht gewesen sein, zu hören, wie sehr auch die Großen im Reich deutscher Musik und Poesie dem Humor als Moment des Ausgleichs und der Entspannung in ihrem künstlerischen Schaffen gehuldigt haben. Wir erinnern uns der melodischen Deutschen Tänze von Schubert, die das Quartett des Städtischen Orchesters (Jost, Einbrodt, Mürrle und Schneider) anmutig beschwingt zum Vortrag brachten. Des großen Johann Sebasttan Bach humorvoll behagliche Epopöe auf die Tabakspfeife und Haydns Lob der Faulheit wurden von Max Schneider-Oe st sehr fein charakterisiert, ebenso wie Goethes bissig-satirisches Flohlied in der prägnanten Vertonung von Beethoven und die „Schneidercourage", die Zelter in Musik gesetzt hat. Später hörten wir noch Marsch- ners „Kuriose Geschichten" und den „Reigen" von E. M. von Weber, beide von Max Schneider-Oest "mit guter Akzentuierung wirkungsvoll vorgetragen, wobei es überraschte, wie sich die Eigenart des musikalischen Stils auch in diesen Kleinigkeiten eindeutig durchgesetzt hat. (Am Flügel: Richard B o e ck.) G e l - lerts treuherziges Sinngedicht von der Brücke, die Lügenbolden und Aufschneidern gefährlich wird, und weitere kleine Kostbarkeiten des Humors von Lessing, Schiller und M ö r i Le, von Körner : „Des Feldpredigers Kriegstatei^, das heitere Spottgedicht vom ewigen Prahlhans „auf dem Bagagewagen", las Viktor von Gfchmeidler ebenso wie ein paar besonders hübsche Anekdoten von Heinrich von Kleist. Seine gepflegte Sprache und packende Gestaltung setzten die Dichtungen in unfeint)es Licht. Hilde Heinrich trug klangvoll und formsicher sarkastisch-ironische Gedichte von Goethe und Grillparzer vor und eine köst- lich-nawe Fabel von Simrock. Elisabeth Lei- p.recht erzählte — ein ganz wenig zu schnell — em lustiges Geschichtchen des phantasiereichen Jean dem an der Front weilen. Aus dieser Verbundenheit heraus ergab sich im Verlaufe einer Aussprache aud) allseitiges volles Einverständnis mit der Ab- sicht der Kameradschastsführung, zu Weihnachten den im Verbände unserer Gießener Artillerie-Abteilung im Felde stehenden Kameraden und Kameradensöhnen, sowie der Abteilung in ihrer Gesamt- jeit wieder eine Freude zu bereiten, wie dies durch die bisherige Päckchensendung bereits geschehen ist. Zur Durchführung dieses Gedankens sagten die Kameraden ihre volle Unterstützung zu. Als Vorläufer dazu wurde den im Felde stehenden Kameraden vom Monatsappell aus ein herzlicher Kartengruß übermittelt, mit dem die zahlreichen Grüße aus dem Felde erwidert wurden. Im übrigen brachte der Verlauf des Appells die Bekanntgabe einiger Befehle der Reichskriegerfüh- rung für den Sienftbetrieb innerhalb der Kameradschaften. Ferner empfahl der Kameradschaftsführer, einer Anregung der Reichskriegerführung entfpre- Eine Anzahl Kostproben von der Soja in Mehl- und Grießform ermöglichte den Besuchern, sich auch em Urteil über den Geschmack dieses Nahrungsmittels zu bilden, das in jeder Hinsicht positiv war und den hohen Wert dieser Pflanze auch dem Laien erkennbar machte. Der lehrreiche Vortrag sand durch wohlverdienten starken Beifall die gebührende dankbare Anerkennung. meister, der zur Partei Winterfeldt gehörte, so heftig attackiert, daß er kopfüber vom Gaule purzelte und als Gefangener inmitten eines Hufaren- Kommandos ab geführt wurde. Wütend protestierte er gegen diese Schmach — aber es hals ihm fein Weh und Ach. Dann werde er beim Könige selbst Klage führen! Ausgezeichnet, ward ihm mit schallendem Gelächter erwidert, gerade dahin ginge ja die Reise ...! Fridericus, hoch zu Roß, als er den räsonnieren- den Schlachtenlenker also auf sich zutraben sah, schnitt ein gar böses Gesicht, um nicht laut heraus- zulachen. „Nun, wie steht die Schlacht? Will er mir eine siegreiche Bataille melden, Oberst?" Ganz zugekniffen ist sein linkes Auge. Sein Hohn war entwaffnend. Und als der Nadytsch zuerst fassungslos, gerade zu einer großen Anklage wider den Zielen ansetzen will, fährt auch schon gebieterisch und endgültig des Alten Rechte durch die Lust. Wie anders würde der Zieten vor ihm stehen, unbeugsam, voller Würde und Männlichkeit! Der König erschrak — über sich selbst. So also konnte man sich täuschen. Immerhin, sann er, was der Zielen, der tolle Kerl, ba nut einem Offizier an gestellt hat, war auch nicht recht, nein, das war es nicht, und man müßte es ihm unter die lange Nase reihen! Kend, den am kommenden Mittwoch stattfindenden Lichtbilder-Vortrag von Dr. Supf über das Thema „Werdezeit der deutschen Fliegerei" der Ausinerk- amfeit der Kameraden. Die in stattlicher Zahl versammelten alten Waffenbrüder hörten dann noch mit großer Spannung einen Bericht, den Kamerad August Schmidt, der zur Zeit für einige Tage hier auf Urlaub weilt, über seine Erlebnisse bei dem Feldzug in Polen gab und in dem in außerordent- "ch anschaulicher Weise von den glänzenden Lei- ftungen unserer Truppen erzählt wurde. Der Kame- radschaftsfuhrer erinnerte sodann noch an den 90. Geburtstag des Generalfeldmarschalls von Mackenfen am 6. Dezember, dem der soldatische Gruß der alten Artilleristen galt. Der offizielle Teil des Appells wurde dann mit öem ubtirfjen Gruß an den Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht geschlossen. Gute kameradschaftliche Unterhaltung hielt die Teilnehmer des Appells aber noch längere Zeit beisammen. Eintopfgerichte am 10. Dezember. 2er Leiter der Wirtschaftsgruppe Gaststätten- und flse-erbergungsgewerbe hat angeordnet, daß am imnrenibenten Opfersonntag, 10. Dezember, in der M von 10 bis 17 Uhr in allen deutschen Gast- Wen folgende Eintopfgerichte angeboten und ab- jeceben werden dürfen: Kohlsuppe mit Kartoffeln rul Fleischeinlage, Pichelsteiner Fleisch, Mohrrüben- eiropf mit Rindfleischeinlage, Gemüsegericht nach Achl ober vegetarisch, letzteres als landsmann- iMstliches Gericht. In den Kreis der populärwissenschaftlichen Dor- ragsoeranstaltungen in Gießen ist nunmehr auch a-stri^n^"bwirtschaftswis enschaft eingetretem Am ST -anntagnormittag eröffnete si- im Hör- saat üer Landmirtfchafttichen Institute ihr Wirken -egrüßenswerte Tätigkeit wirb vom Institut sur Pflanzenbau und 1(5^^611= der'NSG^" in Gemeinschaft mit itätte Fr°ud-", Vatksb.Idunqs- Itafte Gießen durchgefuhrt, und sie ist geeignet der ben Blick auf ein wifsenfchaft. uches Arbeitsfeld zu erschließen, das heute mehr «" baunjiffenfcfjafi behandeln soll, wurde am gestrigen Sonntag vor einer zahlreichen Zuhörerschaft von be5 Znstituts für Pflanzenbau und Pflanzenzuchtung Professor Dr. Sessous mit ?or~a9. ub,er das Thema „Wie steht es r^Lnh e ® 0 ! a b 0 e?" eingeleitet. Der Vor- ' bS u3U bem "einen Kreise der ersten Pio- Snfnhnhn 2Inu-Öll= #unb Zuchtungsversuche mit der Sojabohne gehört, konnte im Verlaufe seiner auher- aenben 1 Inb,en Darlegungen den gespannt fol- m->erin£et] unb Hörern ein klares Bild non dem Weg dieser Pflanze aus dem fernen Oft- ?,„!n r?m ujVere Rutsche Heimat geb-m. Dabei unterstrich er die große wirtschaftliche Bedeutung der Sojabohne, die nicht nur in Deutschland, son- Ä(in ^nxUbrk9en europäischen Ländern in Interesses der einschlägigen xer Ernährungswirtschaft getreten btinrn bie Entwicklung der wissenschaftlichen Anbauversuche und ging dabei vor allem von dem stand von 1932 und 1933 aus. An Hand nou instruktiven Zahlenvergleichen mit verwandten Pflanzenarten konnte er in überzeugender SBeife die große Bedeutung der Sojabohne nach- welsen, die neben Eiweiß noch andere/vertvolle Sub- Uenzen, z. B. das Lezithin und die Vitamine A und B embalt, und die vom ernährungswirtschaftlichen Standpunkt aus als ein hochwertiges vegetabiles Nahrungsmittel anzusehen ist. In diesem Zusammenhang empfahl der Vortragende den Hausfrauen eine bessere Kombination von animalischen und vegetabilen Eiweißen bei ihrer Küchenführung, wo- bei der Sojabohne eine hervorragende Bedeutung zukomme. Auch in der Diabetikerküche und in der Kinderkost spielt diese Pflanze eine große Rolle, da oie von ihr stammenden Nährstoffe keine Säuren bilden. Die Hochwertigkeit dieses Nahrungsmittels kommt ferner dann zum Ausdruck, daß die Soja eine Ersparnis an Fett ermöglicht und alle Erwartungen hinsichtlich ihrer Vollwertigkeit in Erfüllung gegangen sind. Die Soja findet in verschiedenen Formen Verwendung, z. B. als Mehl, Grieß, in Suppenwürzen ufw. Auch die chemische Industrie hat sich der Erforschung dieser Pflanze in steigendem Maße zugewandt und bereits hervorragende Ergebnisse erzielt. Nach allen bisherigen Erfahrungen kann man also mit vollem Recht der Soja als wertvolles Nahrungsmittel einen hervorragenden Platz in unserer Ernährungswirtschast einräumen. Professor Dr Sessous zeigte dann in zahlreichen guten Lichtbildern die Standorte und die technische Anlage der verschiedenen Anbauflächen, die im Rahmen der bisherigen wissenschaftlichen Der- uche m den verschiedensten Teilen unseres Vaterlandes geschaffen wurden. Bei dieser Gelegenheit kam er auch zu einer Besprechung der Zuchtziele, die der großen Aufgabe dienen, aus der Masse der Anbauversuche die leistungsfähigsten Pflanzen her- auszuflnden und sie zu immer größerer Steigerung ihrer Erträge zu entwickeln. Auch in unserer engeren Heimat sind derartige Anbauoersuche im Gange, weitere Anlagen dieser Art sind hier in Aussicht genommen. "Aus den sehr interessanten und in hohem Maße aufschlußreichen Darlegungen des Vortragenden über die Arbeiten und Erfolge auf den verschiedensten Anbaufeldern konnten die Hörer entnehmen, daß auch hier unsere Landbauwissenschaft eine außerordentlich fruchtbare und für unsere Volksgemeinschaft segensreiche Tätigkeit entfaltet, bie aller Anerkennung wert ist. Die guten Bilder auch im Farbfilm, waren ein wertvolles Anschauungsmaterial, das eine gute Ergänzung zu dem Vorttag war. äWn' 'A Vergebung, Majestät!" fuhr Zieten in das !'U?u8liche Schweigen zwischen ihnen, den ein» rltel^ FW sreunben, „aber ich bin Soldat, ich bin Sol- Majestät! Ich stehe hier für meine Husa- Kartätsche, die ihnen einst die Knochen 4.U;'^ber riß, traf auch mich. Jeder Schimpf, der l/Tr.ingetan wird, brennt mir die Scham auf AH bitte Majestät um den Abschied." t" W Er mir aus den Augen!" schrie da der Paul. Den bunten Kranz klassischen deutschen Hu- mors hatte Frans Schneider-Facius mit Diel Geschmack und Spürsinn zusammengestellt und em paar anregende Worte zur Einführung mit auf Öen Weg gegeben. Fr. W. Lange. Bücheriisch. -Eine Frau fliegt mit ... Von Inge Stoltmg. (Gerhard Stalling Verlag, Oldenburg. Gebunden 680 RM.) - (189) - Die Verfasserin berichtet m dem außerordentlich fesselnd geschriebenen Buch über einen 44 000-lcm-Flug von Rio de Janeiro über den ganzen amerikanischen Kontinent bis nach Neuyork. Der Flug über Urwald, Wüste, ^oro^ere, Anden, Pampa und Ozeane wurde von der Verfasserin in Gemeinschaft mit zwei Fliegern in einem deutschen Reiseflugzeug, die Messer- schmitt-„Taifun", ttotz mancherlei Hemmungen in einem beispiellosen Zeitmaß zurückgelegt. Das Trio (Horst von Salomon, genannt „Hörstchen", als Expeditionsleiter, der Pilot Otto Brindlinger genannt „Rintintin", und die Verfasserin als 'fliegende Berichterstatterin") erlebt auf diesem Flieger- „Tramp" eine Unmenge Interessantes. Darüber be- richtet ,Fnge" außerordentlich fesselnd, und mit Dielen herrlichen Leica-Aufnahmen gibt sie dem Lllche eine wertvolle Bereicherung. Unseren Frau- en und Mädchen sei das frisch und flott geschriebene Buch besonders empfehlen. Ernst Blumschein den. Strom; f errt, jtfobet 1!» ■ro'-' vn wiuyimc jvuvuuciiKiiuppt: uiuci ficuvn n 3U WE. In Spandau endlich, auf einem Manöver, , öie bald unerträgliche Spannung zwischen i K' Tief) und Zieten jäh zur Entladung. IllJfc taugt zu nichts!" fuhr der alte König bei l«e zornig den vorauftrabenden Pauker an, : cto>(5)I dessen schöne, silberne Pauke ein Beutestück L - r»e. Und dann begann er weiter furchtbar zu nig 16Stornieren, da ihn bei dem Regenwetter die Gicht r»T plagte, schalt die Husaren plumpe Tölpel i Niitsh^Ü^otterjane, die den langen Frieden nicht wohl i-" MvM. gen, und ließ unterm ausgefahlten Dreispitz Lichtblauen Augen funkeln, daß den verdutzten jjtei ty?9 angst und bange wurde. ?r a,Lß*varen aber alles verdiente Krieger, die ihrem en manche Bataille hatten gewinnen an Und so ging es denn ihrem Zieten doch b*e Ehre und über die Hutschnur, er griff 1 bie Zvbelmütze, ritt schnurstracks auf die e' - ;^at zu, stieß mit Wucht — man hätte das "^inen Hand gar nicht zugetraut! — feinen iei tii' nJif n türkischen Säbel in die Scheide und rief eiter’. Dor Erregung seltsam rauher Stimme: rtolltMajestät! Wenn wir auch jetzt nichts mehr h°ben wir doch vormals unsere volle 1 k^M-gkeit getan. Und als Ew. Majestät uns 4firie|ii da waren Zietens Husaren gut genug!" dec R,« Oberst! Er vergißt sich!" Der König sagte ®°6 -rt: ^lter, halblauter Stimme. Seine schmalen jd)6i169 | j';r waren zusammengepreßt. Er sah starr ge- uerts- über Zieten hinweg, als wäre der gar nic^t3rhanben. Dornotizen. Die 2. Jugend kam in Heuchelheim zu einem be- ÄK|r«?a»E Sä».:« d°ch $u”,£"" «Ä 1 0 tid) Hirten In S« für vi« tannteiOen SM- nm bi« LuisiT'-Lich" n?erÄ das ^dÄ-nlnnd mit Anlaß Mt. 1:3 gegen Ostmark. 1 lleberfall in der Dunkelheit. (Nachdruck verboten.) 18. Fortsetzung. zicrer ]ie dui njn yu|nu/, unouuu».. Es war dann nur ein kurzes Gespräch, mn überraschendem Inhalt. Luise hörte erstaunt aufmerksam zu, als Dottor Mainz ihr mtiW daß er seine Stellung in der Parfümerie He, aufzugeben gedenke. „Die Fabrik kosmetischer Zeugnisse, an der ich dann finanziell und arbe, betiligt sein werde, hat eine Zukunft. Zudem w-t sio in c^iiddsTitsMand in einer landschaftlich r- Sie!" (Fortsetzung folgt) und Unbehagen. Ader sie bat chn höflich, einzutreten. Spannende Kämpfe um den Neichsbundpokal. Deutschland-Slowakei 3:1 (0:0). $. — Ein gutes uno ziel gab es in Braunschweig, wo mit 3:2 gegen Niedersachsen “ ' u r g hatte man Anna-Elisabeth zeigte auf das andere Bild: „Und das ist der einzige Sohn von Johannes ... Heitfeld sah auf das kleine Bild, sah es lange an. Es zeigte einen Knaben, zehnjährig etwa Emen schlanken Knaben mit einem merkwürdig trotzigen Zug um den schöngeschwungenen Mund. Die alte Frau tippte auf das Bild: „Der wird im ganzen Leben kein Rückstein. Der geht nach ferner Mutter. Leider!" .. Leider ...? Die Mutter muß eine sehr schone -krau sein ..sagte Heitfeld. Er sah noch immer nachdenklich auf das Bild ... wem nur ähnelte dieser yiuui uxiit yiupuinyv» ।>---- <* Nationalmannschaft gegen den Weltmeister Italien im Berliner Olympia-Stadion folgte am 1- Dezember-Sonntag in Chemnitz ein weiterer deutscher Fußballsieg, der diesmal von einer mit erfahrenen Könnern durchsetzten Nachwuchself erzielt wurde. Gegner war die Mannschaft der Slowakei, ine am 27. August in Preßburg im ersten Länderkampf der deutschen Vertretung mit 2:0 das Nachsehen gab. Mit 3:1 (0:0) Toren wurde n der Weiseler Straße. An der einsamen Stelle ver- suchte der üble Bursche ein Notzuchtsverbrechen an dem Mädchen, das laut um Hilf« rief und fluchtete. Der later nahm die von dem Mädchen auf der Flucht zurückgelassene Tasche aus und -nkvend^e das darin befindliche Geld, woraus er die Tasche sortwars, Dor dieser gemeinen Tat hatte er in ver< chiedenen Butzbacher Wirtschaften Zechprellereien begangen. Dem raschen Augreisen der Polizei ge- lang es, den Burschen sestzunehmen und in Nummer Sicher zu bringen. Da seine Tat während der Verdunkelung begangen würbe, wirb fte ihn besonders teuer zu stehen kommen. Der Tater wurde dem Lanbgerichtsgefängms in Gießen Angeführt. normt „Hören Sie zu, lieber Jäckel — jetzt Hobe ich eine Frage. Und ich muß von Ihnen eme ganz klarel Antwort haben. Sofern Sie natürlich Luise Domkat so gut kennen, um überhaupt diese Antwort geben du können. Zuvor aber muß ich Ihnen sagen, daß ich die alte Frau Rückstein, die Schwiegermutter also, sehr gut kenne. Ich traf sie hier. Und durch einen Zusall sah ich dieses Bild ihres Enkels, sah die Ähnlichkeit mit der Frau Domkat und ahnte die Zusammenhänge. Die Frage also: Könnten wir Heitfelds uns für Frau Domkat einsetzen und sie in diesem Kamps und ihr Kind unterstützen?" „Sie können es getrost, Matthias Heitfeld! sagte drüben in Wien Balthasar Jäckel. h * Handball im Miv. Ilifo. gewinnt in Hörnsheim 11:7 (3:6). Das WHW.-Spiel in Hörnsheim zeigte zwei ganz verschiedene Halbzeiten. Gleich von Beginn an sagen die Mtver mächtig los, und schon mit prächtigem Wurf den gegnereschenTorwaribe. zwungen. Glaubte man nun damit «fine Angriffs- ierte eingeleitet, so sah man sich gründlich getauscht. Es bauerte 20 Minuten, bis die Gießener einen weiteren Erfolg buchen konnten. Inzwischen waren di« schnellen, kampskräftigen chornsh«im«r^ch°nwett vorausgeM, Mit 5:1 Toren konnten dl« Horns- Heimer zeitweise führen, Erft als.Brenner ausitem Sturm in di« Läustrreih« zuruckgmg, gewann bte Mannschaft an Boden. Bittendorf konnte dann auch verkürzen. Di« Angrisft des Sturmes wurden ge- fährlicher. Die Gastgeber zeigten trotzdem in der ersten Hälfte die besser« Gesamtleistung. Nach der Pause wurden die Rollen vertauscht. Die Gießener hatten sich in der Abwehr gesunden^Die Angriffe des Mtv.-Sturmes wurden durch Kümmel (2), Spccfmann (2), Bitt-ndorf (3) und Suahard (4) mit Erfolgen abgeschlossen. Auf d«r Gegenseite war der Sturm schr stark, konnte allerdings nur noch durch ein Mißverständnis bei den Gießener Himer» spielern zu einem Erfolg kommen. 2Hfo. 2. 3gb. — Tv. Heuchelheim 1. 3gb. 6:6 (5:3). Land - Hand in Hand. 12.10: Schloßkonzert Han. nover. Es spielt das Riedersachsen-Ofchester 12^30 bis 12.40: Nachrichten. 14: Nachrichten. 14.15. Das Endchen nach Tisch ... 15: 'Aus einemLazarM in Frankfurt a. M.: Bunter Nachmittag. 17. Nach- richten. 17.10: Musikalische Kurzweil. 17.45: Klm- Me Nebesgaben. Eine fröhliche Sendung des Reichssenders Frankfurt für die ^Eera^n am HnpU-maif In Verbindung mit der N^v "Gemein- X« durch FreL«" 19.1°: * R Feierabend. Dazwischen: Benchte. 20. Nachrichten. 20.15: Uebertragung vom Deittschlandsender: Da- zwischen: 22 bis 22.15: DD°Nachrichten. 24 bl, 24.15: DD-Nachrichten. S$i’ee Ehe wurde längst geschieden", erklärte Frau Rückstein. Es klang hart. „Eine Tänzerin paßte nicht in unsere Familie." „Und das Kind ...?" „Gehört natürlich zu uns! „Gibt es das — daß eme Mutter auf ihr Kind verzichtet...?" . , „Sie hat ihren Prozeß um den Jungen verloren! triumphierte die alte Frau. Nur zögernd gab Matthias Heitfeld das Bild des Knaben zurück. Roman von Meta Brix CARL DUNCKER VERLAG•BERLIN Tageskalender für Montag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Dill88". - Licht- spi-lhaus, Bahnhofstraße: Alarm auf