252 6rff« Blatt mi#wo*.4.®ttobett959 189. Jahrgang tn sich « ch mehr 41 in Graf ßiano berichtet Dem Duce rkt. bericht.) K ^nA) " I tc- en, von der polnischen Mililärführung auf den Anlagen und großen Straßen der Stadt Ge- sAtirl ^ühbatterien und auf den Häusern über 61 _ dii Ausmaß der gewöhnlichen Flugabwehr hinaus- leteilt,IIKend, Maschinengewehre und Klein- aschinengewehre und Klein- jeteilt, Sf hwienM Gewittei or Eifer Lhomberlain im Llnlerhavs habe." teren französischen Fortschritten" sprechen zu können und fand mit Bezug aus den Transport der britischen Armee nach Frankreich, fertigte Luftbilder eindeutig ergeben und neuerdings lik aus Warschau befreiten Ausländer bestätigt » umgefch e Samers komme"' Dieses Aufputschen in Spekulation auf die bekannte Schwäche der polnischen Mentalität ist noch am Tage der Kapitulation dadurch ge- chehen, daß diese schon überall in der Welt bekannte Tatsache noch in der Spätnachmittagssendung unter Erwähnung der folgenden angeblichen Verlautbarung des Warschauer Senders ab gegriffen worden ist: »Wir werden niemals nachgeben, solange noch einer von uns am Leben ist." Wenige Stunden später verkündete dann der Londoner Sender die nicht mehr zu verschweigende Kapitulation unter Betonung der Unmöglichkeit, den Polen die so „notwendige Hilfe bringen zu können" worüber man sich in London vorn ersten Kriegslage an im klaren war. Gerade diese letzte Episode der englischen Auf- Berfin, 4.Off. (DNB. Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Osten kam es bei der Säuberung des Gebietes zwischen der bisherigen Demarkationslinie und der neu festgesetzten deutsch-russischen 3nfer- essengrenze noch zuKämpfen mifverspreng- fen Teilen polnischer Truppen. 3m westen herrschte außer schwacher feindlicher Artillerie-Tätigkeit in Gegend Saarbrücken fast völlige Ruhe. 3m Handelskrieg wurden feil dem 30. September weitere 72 Dampfer von deutschen Seestreifkräften eingeh oft. Ein Teil von ihnen wurde wegen Beförderung von Bannware deutsche Häfen eingebrachf. Rom, 3. Okt. (DNB.) Außenminister Graf Ciano kehrte heute um 10.50 Uhr im Sonderzug von Berlin nach Rom zurück. Er begab sich sofort in den Palazzo Venezia, um dem Duce über seine Besprechungen mit dem Führer z u b e rich- t e n. Zum Empfang des Ministers hatten sich zahlreiche Beamte des Außenministeriums mit Staatssekretär Bastianini an der Spitze, ferner der deutsche Geschäftsträger von P l e s s e n, der Militärattache und der Ortsgruppenleiter der AO. der NSDAP, sowie der ungarische Gesandte auf dem Bahnsteig eingefunüen. Die Berliner Reise Graf Cianos beherrscht auch das Bild der Blätter, die die lebhaften Kundgebungen der Berliner Bevölkerung für den Duce und Graf Ciano sowie seine herzliche Verabschiedung von Reichsaußenminister von Ribbentrop unterstreichen. Bei Wiedergabe des Auslandsechos finden die deutschen Kommentare, in denen die deutsch-italienische Freundschaft und die von Mussolini zur Vermeidung einer allgemeinen Katastrophe unternommenen Bemühungen betont und gewürdigt werden, besondere Beachtung. Was die Haltung der Westdemokratien anbelangt, so weisen die Pariser und Londoner Korrespondenten vor allem auf den Unterschied zwischen der in der dortigen Presse zur Schau getragenen Intransigenz und der wahren Einstellung der Bevölkerung hin. Der diplomatische Mitarbeiter des „P o p o l o d'Jtalia", der den italienischen Außenminister nach Berlin begleitet hatte, stellt fest, daß die Haltung Italiens von der öffentlichen Meinung Deutschlands einmütig anerkannt wird, weil sie einen entscheidenden Einfluß auf die Lokalisierung des Konflikts ausgeübt habe. Die Haltung Roms habe die Ausbreitung des Krieges auf den Donau-Raum und dem Balkan, auf das östliche Mittelmeer und in gewissem Maße auch auf den Westen verhindert, wo die Armeen noch nicht über ihre Befestigungswälle hinausgegangen seien. Die politische Schiffahrt sei nie so schwierig gewesen, wie seit dem August dieses Jahres, und noch immer führe der Kurs durch klippenreiche Gewässer. Der italienische Außenminister habe das Steuer mit dem richtigen Augenmaß zu führen gewußt. Chamberlain verbreitete sich dann m großen Zügen über die Kriegsereignisse, glaubte von „wei- daß man „auf die Gründlichkeit stolz sein könne, fnit der diese komplizierte Bewegung ausgeführt worden sei. Er ging dann auf den deutschen U-Bootkrieg ein, behauptete daß die U-Boot- bekämpfung Fortschritte mache, gab aber zu, daß deutsche U-Boote immer noch an den englischen Küsten tätig seien. Die Beunruhigung wegen eines deutschen Angriffs auf englische Schiffe im Südotlantik versuchte Chamberlain dadurch zu beschwichtigen, daß „gegen diese neue Gefahr entsprechend vorher festgelegten Plänen vorgegangen würde". Mit Pathos sprach der britische Ministerpräsident dann von der „großartigen i I f e , die aus zwei Teilen des Empire komme, nämlich aus — Neufundland und Südrhodesien. In teile W linder^' ich LlM , ändern. Wenn Vorschläge gemacht würden, so würde die englische Regierung sie prüfen, und zwar „im Lichte dessen, was ich gerade gesagt Fakabwehr, in Mitleidenschaft gezogen wür- hn. Eine verantwortungsbewußte Verteidigung Me, wenn man schon eine solche Stadt zur Ver- Migung Überhaupt stellen wollte, entsprechende mungsanweisungen, mindestens für die gefähr- n Stadtbezirke ergehen lassen müssen. Nichts dem war geschehen. olnifcherfeils ist man nun noch weiter gegangen, man d i e Stadt als Ganzes, wie die itufe und Maßnahmen des Kommandanten von irschau belegen, öffentlich in den Derlei digungszustand gefetzt und die Zivilbevölkerung aufgerufen hat, bis Skrupellose englische Aufpuischung verschuldete die Katastrophe Warschaus pulschung veranschaulicht den englischen Zynismus und die Skrupellosigkeit gegenüber der auch von London vorausgeseheneu Katastrophe, die man jetzt aber wohlgefällig propagandistisch zum eigenen Ruhen ausschlachfef. Fahnen heraus! Beflaggung vom 4. bis 10. Oktober. B e r l i n, 3. Off. (DNB.) Das Reichsministerium für Bolfsaufflärung und Propaganda gibt bekannt: Die aus Anlaß des siegreichen Abschlusses des Polenfeldzuges ungeordnete siebentägige Beflaggung beginnt am Mittwoch, 4. Oktober, und endet Dienstag, 10. Oktober, abends. $ K A Ls "höh? r> **• k * V* 's°G isternn i :e bei U Reichs« ,25 (136 auf 122 gut kchq mit lOtf iegend V Main- -isi er Pchl Hfl. & Bus . NÄ ä| [innen-" .in", er®?' enüti oerin- 6 «A .□ er ,Der« feine tr 3n vier Tagen Z2 Dampfer von deutschen Geestreitkrästen eingeholt Der heutige Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht. chskoiuv Kerfes k England am Scheidewege. Polen wohl die Gelegenheit, aber „nicht die fundamentale Ursache" zum Kriege. der 6, 20. C lossenr^ inch, r auf, j, M tut undK l- unb fflen nj M it» nie M M k Er kr mchgebd Sie feinere Kriegsühmng. Don Major a. O. von Keiser. Es gibt wohl keinen Feldzug in der Geschichte, der im Tempo der Kämpfe und in der SchneMg- keck der Entscheidung sich dem jetzt beendeten Feldzug in Polen an die Seite stellen könnte. Der vorzüglichen deutschen Führung und der hervorragenden Ausbildung der deutschen Truppen, deren Marschleistungen und Kampftätigkeit auch die höchsten Erwartungen übertroffen haben, ist das glänzende Ergebnis in erster Linie zu danken. Wenn auch wohl kein Deutscher an der lieb erlegen- heit des deutschen Heeres über das polnische gezweifelt hat, so war doch die fast atemberaubende Schnelligkeit der Operationen, durch die binnen 2l/2 Wochen in mehreren großen Umfassungsschlachten das polnische Millionenheer vernichtet wurde, eine gewaltige Ueberraschung für jeden, der die Schwierigkeiten und Reibungen kennt, die sich in der Kriegswirklichkest auch der besten Führung und den besten Truppen entgegenstellen. Wenn ein französischer Generalstabsoffizier kürzlich geschrieben hat, daß zwar die Deutschen immer ihre Kampfmittel rücksichtslos einsetzen und brutal vorwärtsdrängen, daß sie aber die feinere Kriegführung, das sogenannte „Manöver", nicht beherrschen, so wird ihm der Feldzug in Polen Gelegenheit gegeben haben, seine Ansichten zu revidieren. Schon die vom Oberkommando bekanntgegebene Anlage der Operationen in der den Heeresgruppen- und Armeeführern nur allgemeine Richtlinien gegeben und ihnen im übrigen volle Freiheit des Handelns gelassen wird, kann als ein strategisches Meisterwerk bezeichnet werden. Und diese Operationen, die darin gipfelten, möglichst große Teile des feindlichen Heeres westlich der Weichsel zur Schlacht zu stellen, ihnen den Rückzug über die Weichsel zu verlegen und sie zu vernichten, sind mit einer Genauigkeit und Schnelligkeit ausgeführt worden, daß man fast glauben möchte, es handle sich um ein theoretisches Kriegsspiel auf der Karte und nicht um den wirklichen Krieg. Die Abschneidung der nördlichen Korridorarmee, die restlose Einschließung und Vernichtung gewaltiger polnischer Armeen bei Radom und bei Kutno war überhaupt nur möglich durch ein geradezu unübertreffliches Zusammenarbeiten der von Ostpreußen, Pommern, Schlesien und der Slowakei aus weit getrennt vorrückenden deutschen Armeen, also ein „Manöver" von größter „Feinheit". Dieser polnische Feldzug wird in die Geschichte eingehen als ein Musterbeispiel bcr Operationen „auf einer äußeren Linie", d. h. des konzentrischen Vorgehens getrennter Heeresteile gegen einen versammelten Feind. Mit einer solchen Operation ist immer die Gefahr verbunden, daß ein entschlossener Gegner den Vorteil, den ihm die „innere Linie" bietet, ausnutzt und die einzelnen, getrennt marschierenden Heeresteile Mit seiner geschlossenen Macht nacheinander angreift und vernichtet. Die polnische Heeresleitung hat, nach der sehr starken Gruppierung ihrer Streitkräfte um Ostpreußen herum zu schließen, anschei- i nend einen solchen Angriff auf unsere an der ost- preußisch - polnischen Grenze zusammengezogene Armee geplant, ist aber an der Ausführung dieser ; Absicht durch den blitzschnellen konzentrischen An- : griff der deutschen Heeresgruppe Nord aus Ost- ; preußen und Pommern heraus in Richtung War» i schau gehindert worden. Ebenso ist die dringende Hoffnung der Polen ■ auf die Wirkung ihrer bei weitem stärksten Armee i im Raume um Posen zuschanden geworden. Diese Armee sollte aus Pommern und Schlesien | vorgehenden deutschen Armeen mit ihrer über- Neufundland wurden „Vorkehrungen zur Aushebung von Rekruten getroffen, wofür bereits 100 Mann der Fischerflotte zur Verfügung ständen" und Südrhodesien stelle Offiziere und Mannschaften auch für den Dienst außerhalb des Landes" (vermutlich wird diese dünnbevölkerte Kolonie zwei Dutzend Soldaten stellen können. Anm. d. DNB.) In der Debatte ersuchte Lloyd George die Regierung, nicht zu voreilig über Friedensvorschläge Beschluß zu fassen. Vorschläge, die etwa von einer neutralen Regierung kämen, würden nicht allein vom Willen einer eifrigen Regierung abhängen. „Man habe züviele übereilte Entschlüsse gefaßt." Das Schicksal des Krieges, so meinte Lloyd George, hänge nicht von Deutschland, Frankreich oder England allein, sondern von den Neutralen, unter denen er Rußland, Italien, und die Vereinigten Staaten nannte, ab, „die freundlich oder feindlich neutral fein könnten". Im feiner Antwort erklärte Cha mb erlain noch einmal, „daß es nicht gut wäre, zu sagen, was die Regierung unter Umständen, die noch nicht vorliegen, tun würde". Die Voreiligkeit der „Garantie" an Polen versuchte er damit zu rechtfertigen, daß „die Sache sehr brenzlich war", aber jetzt handele es sich um eine ganz andere Sache, die sorgfältig geprüft werden müsse. Zum Schluß kam es zu einer heftigen Auseinander' fetzung zwischen Lloyd George und Duff Cooper, der dem ehemaligen Ministerpräsidenten „Defaitismus" vorwarf. -t liegt lose W ter|Prfd Dpi 3uL d ‘M Öd CA Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitättdruckerek ».Lange in Sichen. Schristleitnng nnd SeschSftsftelle: Schnlftratze 7 - , . Mäude, Kasernen, Munitions- und Waffenlager, (156,?. U-pflegungsanstalten, Eisenbahnwerkstätten, kriegs- mmn ri W schaftliche Industriewerke, -Sender usw- liegen nie r das ganze Weichbild der Stadt erg verstreut. Auch wenn nur diese sogenann- tei militärischen Ziele in^esondere von dir Luft aus angegriffen worben sind, ko icke keine tatsächliche Gewähr dafür geboten werde , daß nicht auch nichtmilitärische Ob- jefs in der Nachbarschaft, zumal bei der starken 1 i jm letzten die Stabt zu verteidigen, Schützen- Mben auszuheben und sich zu bewaffnen. Zahl- m Wf ; ttifje Rundfunkaufrufe der polnischen Sender, die Ä Mtäftig jeweils von den Londoner S en- r «di r *rEn sekundiert worden sind, sind als Belege |epp Ijjrfär bekannt. Ferner sind, wie deutscherseits ge- kkdchühe auf gestellt worden. | 3d dem seinerzeitigen ersten Eindringen der Ätschen Trupppen in Warschau wurden diese, wie । ic. auch von französischen Blättern bestätigt wor- llkt ist, von der Zivilbevölkerung aus Ichürzier, ?||en Wohnhäusern und von denDächern irscho s sen. Slim der Zivilbevölkerung die vorauszusehenden Mgen dieses unverantwortlichen Entschlusses zur Mulen Verteidigung zu sparen, hat ihr das Ober- pnmanäo der Wehrmacht durch Flugblätterabwurf sprechende Lage-Aufklärung gegeben und die be= Mmte Räumungsaufforderung ergehen pfen. Auch nachdem dieser Aufforderung nicht nach- Mdmmen worden war, hat die deutsche Heeres- W-Mng noch mehrere Tage von den notwendigen Wcoerwiegenden Kampfhandlungen A b st a n d g e- lummen, um der Verantwortung und Vernunft dl polnischen Lager im Hinblick auf den ohnehin Mc-eschlossenen Feldzug zum Durchbruch zu ver- Wen. Es wurden jedoch keine verantwor- siiimgs vollen Entschlüsse auf polni- I her Seite in dieser letzten Phase getroffen. Die u>ch Wiederholung entsprechender Aufforderungen iMrigstens möglich gewordene Räumung der Stadt L-pr den Diplomaten und Ausländern war auch nur "ich die Eigeninitiative der letzteren nach bewußter zögerung polnischerseits erreicht worden. Der gjrottrnanbant hatte von der Anwesenheit des Diplo- 1 dorischen Korps und der Ausländer, frevlerisch auch pi! dem Leben der Fremden spielend, sich einen P^utz ^r die Stadt versprochen. j Wese ganz sinn- und veranlworlungslose polmsche iMstellung wurde nun von Beginn der Derleidi- W g Warschaus an von London durch j^esse unb Runbfunk skrupellos unb ly^lema 1 ifch genährt unb aufgepulscht, poiei stets ausbrücklich ber helbenhafte Kampf der I ^iilbevölkerung unterstrichen wurde. Erst vor w gen Tagen erging u. a. ein zu weiterem Widernd aufmunterndes Funkgespräch des Londoner I Seibers mit dem Warschauer Stadlkommandanlen. $er wieder vorübergehend zur Sendetätigkeit ge- kcchle Warschauer Kurzwellensender wurde aus- | Miklich aufgefordert, auf den englischen Anruf zu •iMorfen. Doch am 25. September hat der Lon- I ')Tn ber Kapitulation Warschaus ist der zwangs- lss.jige letzte Akt des Dramas ber unver- MoorÜichen, wirklichkeitsfremden polnischen Krieg- fiijung zu sehen. Eine 1V2-Millionenftabt geradzu Ap militärischen „test case" des polnischen Ver- Digungswillens unb -Systems zu machen, rundet iw Blld ber völlig unfähigen unb verantwortungs- ym polnischen Staatsführung ab, die sih:n von Beginn des deutsch-polnischen Konfliktes an die realen Gegebenheiten und Chancen ver- ta-nt und sich sündhaft an dem Gedanken berauscht daß über Polen der Weltbrand entfacht wird. Warschau zur letzten Verteidigung zu stellen, er- schänt schon im Hinblick daraus ein Verbrechen, b$ die Stadt einschließlich ber Innenstadt, wie in kam einem anderen Falle, geradezu bespickt m t militärischen Objekten war. StLbs- Lcschemr täglich, außer Sonntags und Feiertags Silagen: Die Illustrierte Eetzener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monats-Bezugspreis: xii 4 Beilagen RM.L.95 Lyne Jllusttierte , 1.80 Fistellgebühr , -.25 gzich bei Nichterscheinen tzm einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt zernsprechanschlüfse gtter Sammelnummer 2251 sgrschrift für Drahtnach» echten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: jianlfurt am Main 11686 i------ Berlin, 3. Okt. (DNB.) Der englische Ministerpräsident Chamberlain hielt am Dienstag im ..... „ v , Unterhaus eine Rede, m der er u. a. Tpi-: ,n &er letzten Entwicklung doch nichts finden, was oendes erklärte: In den letzten Wochen sind irreig-1 enq[an^ dazu bringen könnte, feine Haltung zu niste von großer Bedeutung eingetreten: am 26. September begab sich der d e u 11 d) e 21^ue n= mjnister noch Moskau und am 28. Septem- ber wurde der Erfolg dieses B-fuch es b«- anntqegeben. Als Ergebnis heb! Lhamberlwn her- E die Erklärung der deutschen und der v°w,et- recheruna über die endgültige Regelung der aus dem polnischen Zusammenbruch sich erg=^n tragen und die Schaffung einer soliden ©runblage für Zeinen dauernden Fneden in Osteuropa^ ftrner ein wirtschaftliches Abkommen zwischen D-uttchland und Rußland, kraf! dessen Rußland Rohstoffe an Deutschland und Deutschland islnüustr,-waren an Aukland aus lange Zeit hinaus liefern werde c,n diesem Abkommen, so erklärte der englische Ministerpräsident, gebe es n . ch t s , was Eng- land veranlassen könnte, e t w a S a n d - res zu tun als das, was es setzt tue, nämlich d , e g e- inmteu Kräfte des britischen Empire -u mobilisieren. Denn Polen sei zwar die dfr"kte Gelegenheit zum Kriege gewesen nickt die fundamentale Ursache dam^ Zunder deutsch-russischen ErNärung über d-e bes Krieges meinte Chamberlain, er ?iqU?S nnfausfeh-n, welcher Art verdeutsch- ru7sisch- Vorschlag sein tonnt«. Jedensall- legen en Stärke in flanke urtb Rücken fallen. Ein reiner Defenslvgedanke, mit dem die polnische Heeresleitung von vornherein a u f eigene Initiative verzichtete und sich vom Gegner das Gesetz des Handelns aufzwingen ließ. Die Schnelligkeit des Angriffs der getrennten deutschen Armeen, die nördlich und südlich dieser polnischen Hauptarmee, aus Pommern durch den Korridor und von Breslau und Oppeln über Ka- lisch—Lodz—Tomaszow in Richtung Warschau vorgingen, brachte es denn auch zuwege, daß die polnische Hauptarmee, anstatt den vorgehenden deutschen Armeen in Flanke und Rücken zu fallen, selb st von diesen umfaßt und tn der großen Einkreisungsschlacht im Weichselbogen — im Raume von Kutno — vollständig vernichtet wurde. Ebenso erging es dem polnischen Heereskräften, die weiter südlich vor dem ungestümen deutschen Angriff in Richtung Radom zurückgewichen waren. Auch ihnen wurde der Rück- zug über die Weichsel verlegt, sie wurden im Raume von Radom vollständig eingekesselt und mußten nach vergeblichen Durchbruchsversuchen d i e Waffen strecken. Auch nordwestlich von Lemberg wurde Teilen der polnischen Siwarmee eine vernichtende Niederlage bereitet. Die Reste des polnischen Heeres traten teils nach Litauen, teils nach Rumänien über oder sie wurden von den vorrückenden sowjetrussischen Truppen ab gefangen. Neber xk Million Gefangene und ein unübersehbares Kriegsmaterial sind bie Beute eines Feldzuges von 2Vz Wochen, ein in der Kriegsgeschichte aller Zeiten einzig dastehendes Ereignis. Den gewaltigen militärischen Erfolgen entspricht die politische und wirtschaftliche Bedeutung des siegreichen deutschen Feldzuges. Danzig und der Korridor sind wieder deutsch, unsere ärnährungslage ist durch den sicheren Besitz Ost- und Westpreußens sowie durch die Besetzung ganz Polens bis zum Bug erheblich verbessert worden. Ostoberschlesien mit seinen reichen Kohlenschätzen und seiner Industrie ist für unsere weitere Kriegführung im Westen von unschätzbarer Bedeutung. Der alte Ruf des deutschen Heeres als bestes der Welt ist erneut bestätigt worden und hat unsere polittsche Stellung bei den neutralen Staaten in aller Welt gekräftigt. Unseren westlichen Feinden aber wird vielleicht die Erkenntnis dämmern, daß ein Heer, das solch gewalttge Taten vollbracht hat und nun den Rücken nach Osten frei hat, auch mit den stärksten Hilfsmitteln der Welt nicht zu schlagen ist. Deutschlands wirtschaftliche Mobilmachung Die deutsche Kriegswirtschaft allen Ansprüchen gewachsen. Der Generalbevollmächtigte für die Wirtschaft, Reichsminister Funk, gibt im neuen „Schulungsbrief" der NSDAP., der Deutschlands Abwehrkampf gewidmet ist, einen Ueberblick über unsere wirtschaftliche und finanzielle Mobilmachung. Mit Hinweis auf die entsprechenden Feststellungen des Führers betont er, Kriegsgewinne werde es im nationalsozialistischen Staat nirgends geben. Ebenso wie der zivile Bedarf müßten auch die öffentlichen Bedürfnisse, soweit sie nicht kriegswichtig sind, rigoros gesenkt werden. Die öffentlichen Ausgaben in Reich, Ländern und Gemeinden würden so ft a r f gekürzt, daß hieraus Ersparnisse für die Reichsausgaben entstehen würden, die in die Milliarden gehen müßten. Durch die scharfe Beschränkung aller nicht kriegswichtigen privaten und öffentlichen Ausgaben und Aufgaben, durch Lohn- und Preissenkungen und durch das Kriegsnotopfer würden die für die Kriegführung notwendigen Mittel insoweit aufgebracht werden, daß durch die dann etwa noch notwendig werdende zusätzliche Kredittchöpfung des Reiches keine Erschütterung der Wirtschaftsordnung, der Wirtschaftsleistung und der Währung eintreten könne. Auch die schwersten internationalen Krisen könnten die deutsche Währung und Wirtschaft nicht erschüttern. „Die von mir geführte deutsche Reichsbank", so sagt der Minister, „ist allen sich aus den Kriegsnotwendigkeiten ergebenden Anforderungen an den Zahlungsverkehr sowohl im Inlande wie nach dem Auslande gewachsen, weil sie_ ebenso wie die gesamte deutsche Wirtschaft sich für diesen Zeitpunkt rechtzeitig gerüstet hat. An- bererfetts werden die aus Einsparungen und zusätzlichen Einnahmen entstehenden erhöhten Mittel das Reich in die Lage versetzen, eine Kriegswirtschaft durchzuhalten und ständig zu vergrößern, die zu gigantischen Leistungen in der Herstellung von Kriegsmaterial führen wird, so daß wir ebenso wie militärisch auch wirtschaftlich vor allen Ländern einen gewaltigen DUrsprung haben." Dank an die Eisenbahner! Für hervorragende Leistungen beim Feldzug gegen Polen. Berlin, 3. Ott. (DJIB.) Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst v. V r a u ch i k f ch, Hal in einem besonderen, an den Reichsverkehrsminister Dr. Dorpmüller gerichteten Handschreiben den deutschen Eisenbahnern und der Deutschen Reichsbahn den Dank des Oberkommandos des Heeres für ihre Leistungen im Dienste der Einleitung und Durchführung des Feldzuges in Polen ausgesprochen. Die Leistungen, die hierbei erzielt worden feien und die Zusammenarbeit der Reichsbahn mit den Kräften des Heeres haben wesentlich dazu betgetragen, daß die Operationen durch die Führung in der gewollten Form und mit der erforderlichen Schnelligkeit durchgeführt worden feien. Hindenburg-Feier im befreiten Posen. Gedenktafel im Geburtshaus Hindenburgs. Breslau, 4.Oft. (DNB.) Am Montag beging das befreite Posen vor dem Geburtshaus des ver- ewigten Reichspräsidenten Generalfeldmarschall von Hindenburg die Erinnerung an den am 2.Oktober 1847 in Posen geborenen großen Sohn dieser nunmehr in bas großdeutsche Mutterland heimgekehrten Stadt. Zu vielen Tausenden fanden sich die Deutschen in Posen vor dem Geburtshause des Generalfeldmarschalls ein. Zwei Ehrenkompanien des Heeres und der Schutzpolizei marschierten mit klingendem Spiel auf, und um 12 Uhr erschienen der Militärbefehlshaber von Posen, General der Artillerie von Bollard-Bockelberg, und der Chef der Zioilverwaltung von Posen, Senatspräsident Greiser, um die Front abzuschreiten. Im Namen des Posener Hindenburg- b u n b e s , der sich seit Jahren vergeblich darum bemüht hatte, das Geburtshaus Hindenburgs käuflich zu erwerben oder wenigstens die Genehmigung zur Anbringung einer Gebenktafel zu erhalten, gab Direktor Kraft der Freude der Posener Deutschen über den glücklichen Wandel der Dinge in der alten deutschen Stadt Ausdruck. General vonDollard- Bockelberg überreichte der Stadt Posen die Gedenktafel mit einer Erinnerung daran, daß er fast während des ganzen Weltkrieges als Mitglied des Generalstabes dem Generalfeldmarschall nahe sein durfte. Der Stadtdirektor von Posen, Dr. Scheffler, übernahm die Gedenktafel mit dem Gelöbnis der unwandelbaren Treue der Posener Deutschen in die Obhut der Stadt. Die Llebergabe Helas. ■ .V; w < ■ Die befestigte Halbinsel Hela, der letzte Stützpunkt des polnischen Widerstandes, hat sich am Sonntag bedingungslos ergeben, noch bevor der von Heer und Kriegsmarine gemeinsam oorbereitete Angriff durchgeführt war. Unser Bild zeigt die Uebergabeverhandlungen im Kurhaus Zoppot unter Leitung des Generals K a u p i t s ch. — (Scherl-Bilderdlenst-Sönnke-M.) Wie die „Lourageous" torpediert wurde. Em Angehöriger der Ü-Doots-Besahung erzählt. DNB. ...29. Sept. (PK.) Am 17. September, etwa 20 Uhr, besiegelten mehrere Torpedoschüsse, die in kurzer Folge die Rohre eines deutschen U-Bootes verließen, das Schicksal des 22500 Tonnen großen englischen Flugzeugträgers „Courage o u s" ! Das deutsche Boot ging sofort nach dem Abschuß auf Tiefe und wurde sehr bald von einer beträchtlichen Anzahl englischer Zerstörer, die der „Courageous" als Sicherung gegen deutsche U-Boote beigegeben waren, mit ganzen Serien von Wasserbomben angegriffen, lieber seine Erlebnisse bei diesem ersten Angriff auf ein großes englisches Kriegsschiff und den hartnäckigen Wasserbombenangriff durch die feindlichen Zerstörer berichtet ein Angehöriger der Besatzung folgendes: Im stolzesten Augenblick der Jagdfahrt unseres Bootes, als die entscheidenden Torpeooschüsse unsere Rohre verließen, stand ich als Gefechtsrudergänger am vorderen Tiefenruder. Die genaueste Bedienung dieser Ruder oder, verständlicher gesagt, Steuereinrichtung ist mit von ausschlaggebender Bedeutung gerade beim Abschießen eines Torpedos. Denn nur die peinlichste Einhaltung der waagerechten Lage des Bootskörpers und das schnellrnöaliche Abfangen des mit dem Abschuß sich einstellenden Aufwärtstriebes des Bootes erhöhen einmal bte Sicherheit des Schusses, und £um anderen verhindern sie das zu weite Aufwartstauchen des Bootes. Ich wußte also, um was es diesmal ging, war bis zum äußersten auf die peinlich genaue Ruder- Haltung eingestellt und wartete mit einer fast um erträglich harten Spannung auf die Befehle meines Kommandanten, der den Gegner im Sebrohr genau eingepeilt hatte und bann mit einer durch den Ernst der Stunde besonders fühlbar verhaltenen Stimme den Befehl gab: „Erstes Rohr — los!" Unbeschreiblich ist es zu sagen, wie wir lauerten, Sekunden kamen uns vor wie Stunden! — Da! Don außen her dringt in unseren Raum ein hartes kurzes Geräusch, ein zweites, stärkeres dröhnt auf! Hurra! Getroffen! Wie groß und stark ist da die Freude, ist der Stolz auf unser Boot, auf unseren Kommandanten! Kommandos schallen durch alle Räume, das Tiefenruder wird hart nach unten gelegt, die ge- fechtspostenfteie Mannschaft eilt tn die vorderen Räume, damit die Abwärtsbewegung des auf Tiefe befohlenen Bootes beschleunigt wird — das Boot muß heraus aus der Gefahr, die von Seiten der in wilden Zickzackkursen heranpreschenden englischen Zerstörer droht! Tiefer und tiefer sinkt das Boot. Und wir Männer drinnen, wir haben keine Zeit, an weitere Gefahr zu denken. Wir haben ja den Gegner mächtig geschlagen, ein Kriegsschiff haben Indien wurde nicht gefragt. England soll seine KnegSziele bekanntgeben. Amsterdam, 3. Ott. (DNB.) Die englische Zeitschrift „Statesman and Nation" versucht in einem langen Artikel, eine Entschuldigung für die Art und Weise zu finden, in der England Indien in diesem Kriege mißbraucht. Die Zeitschrift stellt fest, daß die britische Regierung in der gegenwärtigen Krise bewußt die öffentliche Meinung Indiens ignoriert hat. England habe ohne dessen Zustimmung Indien zu einem kriegführenden Staat proklamiert. Es habe Kriegsgesetze erlassen und wichtige Maßnahmen getroffen, um die Vollmachten und die Betätigung der indischen Provinzialregierungen einzuschränken. Unter dieser Erfahrung leidend, habe die Äon« greßpartei England jetzt vor scharfe Alternativen gestellt. Wenn der gegenwärtige Krieg zur Verteidigung der imperialistischen Besitzungen, Kolonien und Interessen geführt werde, dann könne Indien nichts mit ihm $ u tun haben. Die Probe für die Inder sei einfach. „F r e i h e i t", wie sie sie sähen, „sei unteilbar", und Indien sei das entscheidende Problem, da Indien das beste Beispiel des modernen Imperialismus sei. Daraus ziehe man die logischen Folgerungen. Das indische Manifest ende mit der Forderung, daß England seine Kriegsziele bezüglich Demokratie und Imperialismus und der Schaffung einer neuen Weltordnung bekanntgebe und wir zum mindesten ganz schwer getroffen, wenn nicht gar versenkt! Alles in uns ist Jubel und Freude! Wir haben zupacken können, Haden den Engländer bestimmt ganz gehörig erwischt! Jawohl, Weddigens Geist lebt, wir sind deutsche U-Boot- fahrer. Wir wissen anzugreifen und zu treffen. Mitten hinein in diese Freude dröhnen gewaltige Detonationen! Serienweise klingen sie krachend, brummend und gewaltig polternd tn unseren Raum! Wasserstandsgläser platzen — Scheiben an Manometern und Uhren springen — Sicherungen schlagen durch — Wasserbomben!!! Haben sie uns getroffen? Werden sie uns treffen, diese unheimlichen Bomben?! Fast atemlos lauschen wir, ob etwa irgendwo das Geräusch eindringenden Wassers zu hören ist, und derweil geht unser Boot auf immer größere Tiefe. Weg vorn Gegner, der uns vernichten will! Und dabei durften wir unsere Maschinen nicht einmal voll laufen lasten. Der Feind horcht — er will das Singen der Motoren, das Mahlen der Schrauben unseres Bootes hören! Jegliches nur irgendwie vermeidbare Geräusch muß unterbleiben! Er soll uns nicht auffpüren, der Engländer, er soll es nicht. Immer noch kleckern Bomben! Aber wir hören an der Stärke der Detonationen, daß wir ihnen entwischt sind. Und wir atmen auf! Es ist nicht so einfach, so mitten drin zu schwimmen im Bombenregen und nicht sehen zu können, auf welchem Kurs der Gegner anläuft. Immer entfernter hören wir das hohe Singen der in höchster Umdrehungszahl laufenden Schrauben der englischen Zerstörer. Und immer freier und glücklicher sind wir! Sie bekommen uns nicht mehr! Das ist uns allen zur festen Gewißheit geworden. Wir können jetzt getroft höhere Fahrt laufen, weg aus dem Gefahrengebiet. Mitternacht ist längst vorüber. Da hören wir erneut das Geräusch langsam mahlender Schrauben, aufgetaucht stellen wir einen für uns im Augenblick ungefährlichen Dampfer fest. Seine Schraubengeräusche sind uns eine willkommene Deckung für unsere eigenen Geräusche. Wir laufen jetzt höhere Fahrt. Und geradezu diebisch ist die Freude, die uns erfüllt bei dem Gedanken: Was wird wohl Mister Chamberlain sagen, wenn er hört, was die so verhaßten und absolut nicht zu bannenden deutschen U-Boote wieder einmal an Beute geschlagen haben? Eine unaussprechlich große Freude und ein gewalttger Stolz fingen und klingen in uns! Und als dann etwa 24 Stunden spater der Befehlshaber der U-Boote uns durch Funkspruch feine Anerkennung ausspricht, als wir erfahren, daß wir alle mit dem Eisernen Kreuz ausgezeich. n e t worden sind, da ist in uns nur noch Eines: der Wunsch und der Wille, bis zum letzten Atemzug getreu der großen Tradition, die unsere Waffe trägt, unsere Pflicht zu erfüllen für Führer, Volk und Vaterland. Hans Kreis. gleichzeitig, wie diese Ziele auf Indien ange - wendet werden sollten. Dieses Manifest, so gesteht „Statesman and Na- tton", habe „durch irgendwelche unglücklichen Umstände" die Tagespresse nicht erreicht. Das indische Manifest enthalte eine Warnung, die England nur auf eigene Gefahr übersehen könne. Durch Enffchlüsse in Whitehall habe man Indien in diesen Krieg getrieben und zu einem kriegführenden Staat gemacht. Indien aber lasse England jetzt einen eigenen Willen erkennen: Indien sei nicht der Verbündete Englands. proteflflreit in Bombay Englands Krieg ist nicht Indiens Krieg. Schanghai, 3. Ott. (DNB.) Nach hier eingetroffenen Meldungen haben 50 000 indische Arbeiter aus 32 der insgesamt industriellen Betriebe von Bombay am Montag einen 24stün- tügen Proteststreik gegen die Hineinziehung Indiens in den europäischen Krieg durchgeführt. Dieser Streik gegen die Ausbeuter Indiens und ihren verbrecherischen Krieg gewinnt noch größere Bedeutung im Lichte einer öffentlichen Erklärung des Sprechers der Gesetzgebenden Versammlung von Madras, der sagte: „Die gesamte Bevölkerung uni J IE k h Enitb hP' U bi w hflff hOpfen Mll, r km toi, b Mini! ruf lilroi h die an Nif •• ÜU5D fönrid 'S»। England und Rußland in Zentralasien. R-t l Ni h gN w Md)l l^n [Ni w LNi Ml Ej» Nr ir i' W ( HB A । einen ist- iü r-Fol jÄ ff lügen» s!nn§e ifiielt iisju deinen lünfflta § der Ole i «n nr macht einen größeren Anspruch auf einen Welthafen, als das kleine Polen, das in feiner Großmanns« JQ sucht einen Hafen an der Ostsee haben wollte. Ruß« J land könnte sich diesen Zugang zum Weltmeer jj schaffen, wenn es in einem erfolgreichen Krieg mit E England durch Afghanistan nach Indien in das Tal J des Indus vorstoßen würde. In diesem Falle würde j den Engländern die Flotte nichs nutzen. Eine '.| Blockade der Ostsee käme nur dann in Frage, wenn 11 die deutsche Flotte vollkommen vernichtet wäre, und ob Italien einer Blockade des Schwarzen Meere; Ä ruhig zusehen würde, darf wohl bezweifelt werden. D England wäre also in der Hauptsache auf feint 1J indische Armee angewiesen, und ob diese nach Zahl, jjl Ausbildung und Bewaffnung sowie innerem Halt fl der russischen Armee gewachsen wäre? Und ob fer« 3 ner in einem Kriege mit Rußland die Bestrebungen B der Inder, sich des englischen Jochs zu befreien, jj nicht einen starken inneren Auftrieb erfahren wüp Z den? Fragen, die schwer zu beantworten sind, die aber Schicksalsfragen für das englische Empire wer« n den könnten. Warum hat Rußland den Gedanken, den Marsch fl nach Indien anzutreten, nicht schon früher ausflß*» führt? Abgesehen von einigen früheren Expedi« i; tionen in die Gebiete nördlich von Afghanistan, |j kann man erst von 1864 ab ein langsames, aber ij planmäßiges Vorgehen nach dieser Richtung fest' ij stellen. Kokan, Turkestan, Tschimkent und TasH-K kent wurden dem russischen Reich einverleibt mti) E hier Militärstattonen angelegt, Chodschents uitb E Samarkand wurden erobert. Man sieht daraus,! daß Rußland schon damals bafür sorgte, daß Eng*« land aus der Spannung nicht herauskam. Es fühlte Ij sich aber zu dieser Zett noch nicht stark genug, den» großen Waffengang mit England anzutreten. Er 1f wollte erst seine rückwärtigen Verbindungen aus« || ß 'n b(,r Indiens ist gegen Teilnahme am euro* päischen Krieg. Indien hat seine eigenen Probleme zu losen. Die Teilnahme an einem ] europäischen Krieg kann dem indischen Land unJ) i Volk keine Vorteile bringen. Es wäre daher im höchsten Grade absurd, wenn Inder an die europäische Front gehen. Sollte die englische Regie« rung dies befehlen, werden nur sehr wenige Folzi l leisten." Die islamische Wett erhofft Befreiung von briiischerSllavere! ’ Mailand, 3. Oft. (DNB.) Der Korrespondent der Turiner „Stampa" in Kairo weiß zu berichtm,! daß starke Strömungen in der öffentlichen Mei« nung der orientalischen Völker vorhanden seien, die i günstige Auswirkungen eines allgemeine» europäischen Krieges für die islamische Welt es- । hoffen. Man höre die Ansicht, daß das Unglück dec großen westeuropäffchen Kolonialmächte für b e n | Orient von Vorteil sei. Vor allem die Ara«! b e r glaubten in der gegenwärtigen europäischen ; Situation klare Anzeichen eines Verfalls und der. Endes der westlichen Zivilisation zu erblicken Dir ägypttsche Zeitung „Misr El Fattat", das Orga-it der „Jungen Aegypter", hofft, daß die Stunde ge* kommen sei, s i ch von dem Druck der briti* ; scheu Sklaverei z u befreien. Dieser Aus« druck des ägyptischen Nationalismus, so erklärt dir „Stampa" weiter, müßte vor allem die Eng' länder mit Besorgnis erfüllen, aber zunächst schienen sie berartige Bestrebungen eher unterstützen zu wollen. Man spreche von gebiete* mäßigenKompensationen für Aegyp' t e n nach einer „siegreichen Beendigung des Kne« ges durch England". Aber gerade hierüber beftüiv den bei den islamischen Völkern e r h e b l i ch r Zweifel. Falls England und Frankreich sich den Friedens« bemühungen Deutschlands und Rußlands widersetzen und den Krieg weiterführen sollten, werden die Regierungen der beiden letztgenannten Staaten sich gegenseitig über die zu ergreifenden Maßnah« men unterhalten. Das ist in dem Freundschaftspakt niedergelegt, und was man darunter zu verstehen hat, dürfte wohl jedem ttar sein. Man hatte eigentlich erwartet, daß die Westmächft auch an Rußland den Krieg erklären würden in dem Augenblick, in dem die Sowjet-Armee di« Grenzen Polens überschritt. Das geschah nicht, uni damit ist der Beweis erbracht, daß es den West« Mächten gar nicht darauf an kam, den armen Polen zu yelfen. Die Polen sollten dazu benutzt werden, den ,^)itlerismus" zu bekämpfen. Diese, nach An« sicht der Westmächte so wichttge Figur auf dein Schachbrett der Weltpolitik ging schneller verloren, als man in London und Paris dachte. Und mit sollen sich nun die Westmächte Rußland gegenüber benehmen, das man noch vor wenigen Wochen in den Ring um Deutschland einspannen wollte? Wir wollen Frankreich, das sich ja nur im Schlepptau Englands befindet, aus dieser Bettachtung aus« scheiden, zumal Frankreich keinerlei politische, witt« schaftliche und territoriale Forderungen an Rußland zu stellen hat. Anders liegen die Verhältnisse En» lands zu Rußland. Hier bestehen Gegensätze, dir schon jahrzehntelang zurückliegen, aber durch an« dere weltpolitische Ereignisse überdeckt wurden, bann wieder auftauchten, um wieder von wichttberen Dingen abgelöst zu werden. Diese Gegensätze liegen in Zentralasien. Von hier aus rann bas eng lische Weltteich an seiner empfindlichsten Stelle ge« troffen werden — in Indien. Bettachten mir einmal die Karte Zenttalasiens, Zwischen Indien und den zenttalasiattschen Gebie« ten Rußlands liegt der Pufferstaat Afghanistan, ein Land von rund 731 000 Quadratkilometer Baden fläche mit schätzungsweise 10 Millionen Eimvoh« nern, einem kriegerischen Volk, bas es trotz aller Rückschläge immer wieder verstanden hat, seine polittsche Unabhängigkeit zu wahren, und zwar dadurch, daß England ein großes Interesse an dem Bestand dieses Pufferstaates hatte. Englands Interesse an der Erhaltung Afghanistans ist ein rein defensives. Es mußte darauf Bedacht nehmen, bafj Rußland feine Grenzen in Zentralasien nicht weiter nach Süden in Richtung Indien ausdehnte. Die russischen Interessen sind dagegen ganz anders gelagert. Rußland besitzt trotz seiner gewaltigen Ländermässe und seiner ausgedehnten Küsten keinen unmittelbaren Zugang zu den Hauptlinien des Weltmeeres. Die Ostsee und das Schwarz« Meer sind Binnenmeere, die Küste des Eismeere; ■öi scheidet aus leicht begreiflichen Gründen ganz aus, und die Küste Oftafiens mit dem Hafen Wladiwostok, der monatelang vereist ist, liegt zu weit ab von den großen Welthandelsstraßen. Rußland hat als Groß i dein n ech «w M1 Nia II« Un ■M «ch f tsche, ujj >meter Moskau und die baltischen Staaten. Falle Mitt tH* spiel gegeben. sei möglich, ba^ Ru^ I^d RußlaL stelle ^natürliche Entw interessierten U8ä.-Geschäftsleuten weiter, daß ritzen. Gin frage, m t wäre, uü zen Meeii- selt wertet e aus I«! e irach ZÄ mmm U Unb ob ffl' Beftrebunpr zu besteig neue Verfassung dann ins L----- • ff Schm am 6. Dezember 1920 mit 68 Stimmen -u acht Jahre -um Präsidenten de* £ * Mts gewählt. In Anerkennung seiner Verdienste ^rde er nach Ablauf seiner l. Amtsperlode am 8 Dezember 1928 mit 75 von 84 abgegebenen britischen Versuch einer Einmischung in Nordamerikas Handel mit iberoame- rikcmischen oder anderen in neutralen Ländern domizilierten Firmen widersetzen, die England wegen ihrer Sympathien für oder wegen ihrer Geschäftsverbindungen mit Deutschland auf die Schwarze Liste setzte. Nadle erklärte nach einer Konferenz mit an iberoamerikanischem Handel den W ruber am mi n bas eit! Stelle «J lung dar. In neutralen Kreisen erkläre man, daß mit der Orientierung der baltischen Staaten nach Berlin und Moskau ein Aufblühen der Wirtschaft in diesem Teil der Ostsee zu erwarten sei. Dis jetzt habe London durch große Kredite eine den Bedürfnissen und Notwendigkeiten dieser Länder widersprechende Handelspolitik durchzusetzen vermocht. Oer türkische Minifierbesuch in Moskau Genf, 3. DFL (Europapreß.) lieber Molotows Verhandlungen mit dem türkischen Außenminister in Moskau schreibt der „Matin" aus London: „Wenn die Russen über die in Moskau gepflogenen Verhandlungen äußerste Zurückhaltung üben, so hat sich Saracoglu nicht weniger schweigsam gezeigt. Man behauptet sogar, daß sich der türkische Delegierte gegenüber dem Botschafter Englands und dem Geschäftsträger Frankreichs, die ihn vor seiner Unterredung mit Molotow sahen, sehr schweigsam und demonstrativ zurückhaltend verhalten habe. Als von außerordentlicher Bedeutung werden in London die Unterredungen bezeichnet, die der türkische Delegierte mit den diplomatischen Vertretern Irans und Afghanistans hatte Die Ansicht britischer Kreise über den Ausgang der türkisch-russischen Verhandlungen werde von Rumänien nicht geteilt. Diese rumänische Auffassung wird in Paris mit besonderem Interesse aber auch mit Beunruhigung registriert, da man Bukarest in der Beurteilung der Situation auf dem Balkan und der Bedeutung der russisch- türkischen Verhandlungen bessere Kenntnis zu- gesteht. London befürchtet Schließung der Dardanellen. Amerika und der Krieg. Panama-Konferenz vereinbart EicherheitSzone um Amerika und schränkt Konterbandebegriff ein. AfchanA Farnes, ffl tkW H imb W werleift H rschents 4 sieht te, daß A f Hungen W'i nM iie«Ä ■ Si' öd M •y\ «tn eeijiy «w««11,1 « L-sL i wäre W venlge H ^mmen wiedergewählt. A 5m 14. 4.1931 wurde Sahm dann Zum Ober ^rgermeister von Berlin gewählt, irr rnahm die Leitung der Reichshaupfttadt m der Atzten Krisen- und Korruptionszelt. Er hatte me ^mugtuung, die Reichshauptstadt in den national- Malistischen Wiederaufstieg hinelnzufuhren. vme ff: ersten Verfügungen der neuen preußischen M ff'rungen unter Ministerpräsident Goring war dl sDrvisorische Aenderung der Berliner Derlassun^ ^ann wurde der Reichshauptstadt der Charakter l>slo, 3.Okt. (DNB) Der deutsche Gesandte r h.c. Heinrich Sahm tst heute abend nach 115er schwerer Krankheit im 63. Lebensiahr ver- | Heinrich Sahm wurde 1877 in Anklam in Pom- ilitrn geboren. Nach dem Studmm der Staats- sdssenschaften wurde er Magistratsassessor in Stet- j Kn später Stadtrat in Magdeburg und 1912 Miter Bürgermeister von Bochum. Wahrend des srreges war er beim Polizeipräsidium m Warschau M Kommunalreferent für die Lebensmittelver or- ittitog dieser Stadt tätig. Nach dem Kriege wurde s ft «Geschäftsführer des Deutschen Stadtetages. Am jWFebruar 1919 wählte ihn die Stadtverordneten- ftsammlung in Danzig zum Oberbürgermeister^ s!b solcher hatte er die Geschicke der StadtDanzig wächst während der internationalen Besetzung zu J’iven. Er war auch Vorsitzender der Danziger Mvwmission bei den Pariser Verhandlungen über künftige Stellung der Stadt und ebenso bei den ^Handlungen über die Konvention mit P - rt arbeitete auch den ersten Entwurf einer Der- ■■Lr.. . __ / . ___r _ tk-S. l TXflMirrt <1115 einer Provinz gegeben unb sie -chi-ll eine über- geordnete Instanz in der Person de- Stnot-kom- misiaro Dr. Lippert. Dr. Sahm wurde m den Reichsaußendienst übernommen und zum Gesa n d t e n i n Oslo ernannt. Washington gegen Londons Politik der Schwarzen Listen. baten und seinen Besitz durch die Eroberung xMas abrunden, di« im Jahre 1873 erfolgte. Im ^chen Jahr kam ein Abkommen mit England zu- |Kpbe, auf Grund dessen Afghanistan als äußerst der russischen Interessensphäre liegend erklärt linrH 1874 wurde Kokan zur russischen Provinz L>r dem Namen Ferghana. Dieses außerordent- fruchtbare Gebiet lieferte in den kommenden toten Rußland einen sehr ansehnlichen Betrag )rPr Rohbaumwolle. Rr russisch-türkische Krieg brachte naturgemäß Lin Stillstand in die russischen Bewegungen in flertralafien, verschärfte aber den Gegensatz zu Eng- M, da dieses in diesem Krieg für die Türkei Par- L ergriffen hatte. Aber schon kurz nach dem rus- sjic! türkischen Kriege können wir wieder eine leb- Uere Tätigkeit Rußlands in Zentralasien feststel- E 1883/84 unterwarfen sich Merw und die süd- ’Ö MU fahren _.........- . . . ten sind,! Ejerc Unruhen, Thronstreitigkeiten und Revolutw- Tmpire m T5. ben Aufschwung des Landes gestört. So bleibt «r auch heute noch trotz aller UnAhanglgkettser- feungen ein Spielball zwischen Rußland u^ Eng- K), Lobei zu bemerken ist, daß der russische Em- S$ sich sehr stark geltend macht. Man mag Uber |n Bolschewismus denken, wie man will, er Ym Wi diesen unkultivierten Ländern nicht unwesentlich pi Befteiung von alten überlieferten Formen bei- Grxetren und den Anstoß zu einer sozialen, staat- rkbsn und religiösen Entwicklung gegeben, deren Mergebnis noch nicht abgesehen werden kann. Imiti ein Kampf zwischen Rußland und England »diesen Gebieten zum Ausbruch, dann kcmn sich Wer zu einer Schicksalsfrage für das englische Em- :|ir auswirken. An dieser Stelle ist England am ■joerften zu verwunden. L- Gnessbauer. Hesandier Dr.h.c. Sahm Mailand, 3. Okt. (DNB.) Das lange Hinaus- ziehen der Verhandlungen zwischen Rußland und her Türkei löst in London, wie der „Qaaaetta di Popolo" gemeldet wird, ernste Besorgnisse aus. Auch die optimistischsten Engländer müßten zu- ' ” "" *• -tt das leh4"' als einzige von allen Weltmächten seine Stimme erhoben, Chile verteidigt habe und dafür eingetreten sei, daß die kleinen Staaten ihr Schicksal elbst bestimmen. Deshalb sei Chile aus loyaler Dankbarkeit verpflichtet, die deutsche Haltung zu vergelten und Deutschlands Recht zur Selbstbestimmung seines Schicksals anzuerkennen. Ltm das Waffenausfuhrverbot in USA. Die Diskussion im amerikanischen Senat hat begonnen. Washington, 3. Oktober. (Europapreß.) Im Senat hat die Diskussion über die Aenderung des Neutralitätsgesetzes zur Aufhebung des Ausfuhrverbotes für Waffen und Munition unter Anteilnahme des ganzen Landes begonnen. Es handelt sich um die größte Parlamentsschlacht, die in den letzten zwanzig Jahren in den Vereinigten Staaten ausgetragen wurde, man erwartet daher eine mehrwöchige Dauer der Beratungen. Bei der Eröffnungssitzung brachte Senator P i t t m a n als Präsident des Auswärtigen Ausschusses den Gesetzentwurf ein. Er behauptete, die Regierung wolle mnt der Aufhebung des Verbotes der Ausfuhr von Waffen und Munition die Neutralität weiter vervollkommnen. Das Ausfuhrverbot fei unvereinbar gewesen mit dem festen Entschluß des Landes, jedem Krieg außerhalb des amerikanischen Kontinents fernzubleiben. Es müsse dccher aufgehoben werden, zumal es nicht das wahre Symbol der amerikanischen Neutralität sei. Senator Borah sprach für die Opposition. Er verwies eindringlich auf die Gefahr einer Verwicklung der Vereinigten Staaten in den europäischen Krieg und gab der Ueberzeugung Ausdruck, das jetzige Neutralitätsgesetz entspreche durchaus dem Völkerrecht. Eine Abänderung des Gesetzes nach Beginn der Feindseligkeiten in Europa würde dagegen dieses Recht verletzen. Senator Borah sieht Amerika au f schiefer Ebene von dem Augenblick an, da es das Waffenausfuhrverbot aufgebe. Er sieht nicht ein, wie es dann nicht zur Ausfuhr amerikanischer Divisionen für die enMche Kriegführung kommen sollte. Die Forderung Rodsevelts „enthalte nichts, was zur Friedenssache beitrage, im Gegenteil ... st eure man damit rapide auf eine Kriegsbeteiligung h i n". Profite machen werde dabei nur der jüdische Munitionsfabrikant. Die Kosten aber werde der amerikanische Steuerzahler zu tragen haben, denn man habe „es mit Nationen zu tun, die nicht einmal die Zinsen, geschweige denn das Milliarde n kapital der im letzten Krieg gemachten Schulden zurückgezahlt hätten." Panama, 3. Okt. (Europapreß.) Die Voll- ltzung der Panama-Konferenz hat die von der Kommission für die Aufrechterhaltung des Friedens vorgelegte Resolution, die die Schaffung einer Sicherheitszone um den amerikanischen Kontinent herum mit Ausnahme Kanadas vorsieht, als ogenannte „Deklaration von Panama" angenommen. Die Kommission erklärt eine derartige Sicherheitswne während der Kriegszeit erforderlich ür den Schutz des interamerikanischen Handels. Der Verlauf dieser Sicherheitszone soll den jetzigen ober zukünftigen Kriegführenden durch gemeinsame Sorte üun gen der amerikanischen Staaten mitgeteilt werden. Jeder Staat kann, so ist in der Deklaration vorgesehen, in seinem angrenzenden Seegebiet innerhalb dieser Zone seine Oberhoheit ausüben. Die amerikanischen Regierungen erklären, daß sie sich über die Maßnahmen, die ie einzeln oder kollektiv ergreifen werden, verständigen wollen. Die amerikanischen Republiken können jedoch im Falle eines Krieges, an dem sie nicht beteiligt sind, Patrouillen einzeln oder kollektiv in der ganzen Zone unternehmen. Die Erklärung wurde in der Vollsitzung einstimmig gebilligt, jedoch fügte Brasilien noch eine besondere Begründung für die Notwendigkeit der Schäftung dieser Sperrzone hinzu. Argentinien protestierte gegen die Einbeziehung nichtamerikani- cher Besitzungen in die Zone und behielt sich insofern Handlungsfreiheit vor. Von argentinischer Seite würben dabei besonders die argentinischen Ansprüche auf die Malvinen-Jnseln (Falklands-Inseln) betont. Honduras verwies schließlich noch auf seine Kontroverse mit dem Britischen Reich und machte dabei ähnliche Vorbehalte wie Argentinien. Die Dominikanische Republik schlug einen interamerikanischen Völkerbund vor. Mit der Annahme der Konterbande-Resolution, die den Grundsatz des freien Handels bestätigt, wie er auf der Habana-Konferenz im Jahre 1928 feftgelegt wurde, beendete die geheime Vollsitzung spätabends ihre Arbeiten. Auf Grund der Konterbande-Resolution werden die Teilnehmerstaaten der Panama-Konferenz Nahrungsmittel, Rohftolffe für nicht kriegswichtige Industrien und Bekleidung nicht als Konterbande betrachten. Eine Begrenzung des legitimen Handels mit neutralen Staaten anderer Kontinente betrachtet die Resolution als u«gerechtfertigL Eine Stimme aus Chile. Santiago de Chile, 4. Okt. (DNB. Funk- spruch.) Die chilenische Zeitung „Opinion" behandelt die geistige neutrale Haltung gegenüber den Kriegführenden. Es fei zwar jetzt gut, besondere Sympathien nicht sehr in Erscheinung treten zu lassen. Eins jedoch müsse betont werden, daß Deutschland bereits 1884 in einem für Chile histo - rischen entscheidenden Augenblick hinsichtlich der Auseinandersetzung über Tacna-Arica Moskau, 3.Okt. (DNB.) Die gegenwärtig in Moskau herrschende diplomatische Aktivität, die mit der politischen Neuordnung in Osteuropa verbunden ist, bestimmt weiterhin das Gesicht der Sowjetblätter. Alle Zeitungen veröffentlichen Meldungen über die Unterredungen des lettiscken Außenmrm- fters Munters und des litauischen Außenmmi- fters Urbsys mit Molotow und Stalin. Der türkische Außenminister S a r a c o g l u, der offenbar vor dem Abschluß seiner Moskauer Verhandlungen noch auf Instruktionen aus Ankara wartet, hatte am Montag keine Begegnung mit den sowjetrussychen Staatsmännern. Er besuchte die Moskauer Untergrundbahn sowie den Wolga-Moskwa-Kanal und wohnte abends einer Vorstellung in der Moskauer Oper bei. Die Ratifizierung des fowietlsch-estmschen Beistandspaktes durch den estnischen Staatspraslden- ten Paets wird in allen Blättern stark hervorgeho- bcn. Wahrscheinlich dürfte das Erscheinen der s o w - ietischen O st seeflotte vor Oesel und D a g ö und im Hafen von Baltis ch - P o r t nur noch eine Frage von wenigen Tagen fern. . Die „3 sn> e (ti j a" si-ht in dem Pakt em« Garantie ersprießlicher Zusammenarbeit zw'Ich-n Est- land unb ber Soroietunton. Daburch. batz b-r Sawsitunian bi- 3nle(n Oesel unb Dago sowie ber Anfen van Baltisch-Part als Basen ihrer Kriegsmarine eingeräumt wurden, seien die operativen Möglichkeiten ber so w ietischen Ostsee flotte unb ber sowjetischen Luststreit- kräfte sowohl in ber Einfahrt $um Finnischen und J Rigaer Meerbusen als auch m ber Ostsee übechaupsi beträchtlich erweitert worben, Zugleich aber schaffe die neue Lage auch .kur Est- kand eine absolute Sicherung feines territorialen Bestandes. Die wachsende Bedeutung der sow,eti- scben Kriegsmarine und die Befestigung ihrer strategischen Positionen in der Osftee stellten ferner die sicherste Garantie für die ßebensmteref en auch der übrigen baltischen ©taaten dar. Estland habe als erster der Baltenstaaten diese em- fache Wahrheit begriffen unb_ durch den Abschluß des Beistandspaktes nut der e-oroietunion auch den anderen baltischen Staaten ein würdiges Bei- im Warenverkehr mit neutralen Häfen Dorsch r bf t e n zu machen, auf scharfen Widerst a n d stoßen werde. Die britische Schwarze Lifte sei jedoch bisher den Vereinigten Staaten noch nicht amtlich zur Kenntnis gebracht worden. Auswirkung des Handelskrieges auf die britische Schiffahrt. London, 4. Okt. (Europapreß.) Der englische Handelsminister Oliver Stanley mußte im Unterhaus indirekt zugeben, daß die englische Handels- schiffahrt in den vergangenen Wochen durch die deutschen Unterseeboote außergewöhnlich hohe Verluste erlitten hat. Der Handelsminister gab die Erklärung ab, daß dis englische Regierung bemüht sei, den Bau bereits auf Kiel gelegter Handelsschiffs zu beschleunigen und Neubauten anzuregen. Die britische Regierung werde in Zukunft für den Bau von Handelsschiffen Darlehen geben, da diese Neubauten dem nationalen Interesse dienten. Moscicki läßt sich in der Schweiz nieder. Bern, 3. Okt. (DNB.) Der Bundesrat gab seins Genehmigung für den Uebertritt des früheren Präsidenten der'polnischen Republik Moscicki und seiner Familie nach der Schweiz. Moscicki, der sich gegenwärtig nach in Bukarest befindet, ist übrigens seit 1 908 Schweizer Bürger einer Gemeinde im Kanton Freiburg und wird sich auch in Freiburg niederlassen. — Die Millionen von Polen, die er ins Unglück führte, besitzen allerdings kein neutrales Bürgerrecht, das sie jetzt schützt. Kleine politische Nachrichten. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat den Korvettenkapitän von Putt« kamer mit Wirkung vom 1. 10. 39 zu seinem Adjutanten der Wehrmacht (Kriegsmarine) ernannt. ♦ Am Montag wurde die schweizerische Neutralität durch ein französisches Flugzeug aufs neue verletzt. Eine graue Maschine flog besonders niedrig und wurde in einem der Vororte von Genf als ein franzäsftcher Typ erkannt. Nach einer großen Schleife über schweizerischem Gebiet entfernte sich das Flugzeug in Richtung der französischen Befestigungen von ^Clufe. Der britische Außenminister Lord Halifax empfing am Montag den früheren Danziger Völker- dundskommissar Prof. Burckhardt in Privataudienz. Die britischen Behörden haben angeordnet, daß alle Kinder im Alter von zwei bis fünf Jahren , fofortbie englische Hauptstadt zu ver- ‘ lassen haben. Sie sollen ohne Begleitung der Eltern in Städten und Dörfern Nordenglands im- ’ t ergeb rächt werden. Der sowjetische Regierungschef und Außenkom- 1 missar Molotow empfing Oberst B o j d e f f, der ' in den letzten Tagen Verhandlungen über eine ■ Luftkon'oention zwischen Bulgarien I und der Sowjetunion und über die Her« i stellung e|ner Flugverbindung Moskau—Sofia get [ führt hatte. Warum sotten wir nicht ausgehen? Es ist erklärlich, daß in den ersten Tagen des Kriegszustandes das öffentliche Leben in den deutschen Gaststätten, Cafes, Filmhäusern, Darietös und Theatern eine gewisse Stockung erfuhr. Diese Flaute dürfte vor allem auf die Gründlichkeit und Genauigkeit zurückzuführen sein, mit der der deutsche Staatsbürger die vorgeschriebenen Maßnahmen der Verdunkelung der Wohnungen und die Ausrüstung der Luftschutzkeller vornahm. Heute sind Wohnungen und Luftschutzkeller immer in Alarmbereitschaft. Da selbststoerständlich auch sämtliche öffentlichen Betriebe die vorgeschriebene luftschutzmäßiae Sicherung aufweisen, besteht keinerleiGrund, abends zu Hause zu sitzen, statt in den Film, ins Theater ober ins Cafe zu gehen. Auch ist die Verdunkelung ber Straßenzüge so burchgeführt, baß für einen späten Nachhauseweg keine unüberwindlichen Hindernisse vorhanden sind. Auch nach ber moralischen Seite hin haben wir keinen Grund, während des Kriegszustandes zu Hause zu bleiben und womöglich Trübsal zu blasen. Der Krieg wurde bisher an den äußeren wie an ber inneren Front mit größtem Erfolg geführt. Alle Wunschträume der Feinbe, nach Berlin zu marschieren ober die deutschen Städte in Schutt und Asche zu legen, sind zur Lächerlichkeit verdammt. Gewiß, in diesem und jenem Hause herrscht Trauer. Aber diese Trauer verbindet sich mit dem stolzen Gefühl des Opfers für Volk und Reich. Das heutige deutsche Volk ist sich seiner Kraft und seiner Sicherheit bewußt, es kann in seinem Selbstvertrauen nicht erschüttert werden. In dieser Haltung liegt es begründet, daß z. B. mit der Eröffnung der Spielzeit der Theater sich eine auffallende Zunahme der Be- ucherzahl bemerkbar machte. Ebenso erfreuen sich oie Filmtheater und die Caf^s eines guten Besuches aus allen Schichten der Bevölkerung, womit auch ein Beweis für die innere Haltung und die moralische Widerstandskraft Großdeutschlands in dem aufgezwungenen Krieg geliefert wird. Warum sollen wir nicht ausgehen? Es kommen natürlich nicht nur persönliche Wünsche ber Unterhaltung in Betracht, sondern auch Volkswirtschaft-' liche Überlegungen. Wir wissen aus England und Frankreich, daß die Arbeitslosenziffer schnell an- teigt, weil die dortigen Kriegsmaßnahmen unmittelbar zahlreiche Betriebe trafen, die daraufhin ihre Angestellten entlassen mußten. Es ist schließlich klar, daß sich mit der Schließung aller Gaststätten und Filmhäuser in den Abendstunden wesentliche Ausfälle verbinden, deren Opfer in den demokratischen Staaten die Angestellten wurden. Wenn wir in Deutschland das öffentliche Leben dieser Art nicht begrenzen, wenn die Bevölkerung aus dem Gefühl des Vertrauens und der Sicherheit heraus nach der Tagesarbeit unbekümmert Unterhaltüngsstätten aller Art aufsucht, so sind damit diese Erwerbseinrichtungen wirtschaftlich gesichert. Deutschland kann beispielsweise seine Filmproduktion ohne jede Einschränkung fortsetzen, weil die Frequenz der. Lichtspielhäuser so erfreulich ist, daß die Realisierung nicht gefährdet wird. Wenn man beobachtet, daß auch in Gegenden, wo Ausflugs- und Wochenendverkehr eine wichtige wirtschaftliche Rolle spielen, die Besucherzahl trotz der Beschränkungen im Reichsbahn» und Autoverkehr noch zufriedenstellend ist, so spiegelt sich auch darin die gesunde Haltung des Deutschen im gegenwärtigen Kriegszustand wieder. tttfittm, daß dieses Land in einer Auseinander- thng mit Rußland auf seiner Seite steht Nr russisch-japanische Krieg, der Weltkrieg und ti Umwälzungen, die dieser rm Gesolge hatte, Ü‘en die zentralNsiattschen Fragen in ihrer Be- nhmg für die WeltpoMt zurücktreten lassen, dich dem Weltkrieg mußte England nach, einer Nfgeri'schen Auseinandersetzung mit dem jungen frr entschlossenen Emir Ammanulla die Unab- K-giWit Afghanistans anerkennen und zusehen, «i selbst ckn sowjetrussischer Vertreter m Kabul M'.oq. 1921 hat auch Rußland die Unabhängigkeit jchanistans anerkannt, aber immer meta haben E?' V«______c— eru__hn itnh RkMOlutlO- Washington 3. 1°. | j&rSaM Staaten wAdm sich' j e d °-n I irgend einer -mopäsichen Macht, dem USA.^rtM Genf, 3. Okt. (Europapreß). Zu dem Bei st and sp akt zwischen Sowie rutz no^ öer emen ^ue von nugcano unv und Estland schreibt die „Travail , daß mit Der, ber anderen durch Italien begrenzt und über Annfa?tabtUL Danzig aus, Wendung im Ostseeraum ^rßon bone r Hch j ^n Balkan reichen würde, und der so vollständig i hing der Freien und Hans asta ^nz» ^lskapitalismus wieder eimge feiner tu Ich. w beabsichtigte Einkreisung Deutschlands a u f 5t Sahm nm fi Tle.iember 1920 mit 68_ Stimmtn „ ■ natürliche Entwtck-1 Nh* *01111 k Ni, i den fcli» -_____ . , ... nenv iftfrr wohnenden Turkmenen „freiwillig" den Rufst toerL fcn Sarachs, ein Überaus wichtiger strategischer nach? Mikt an der persischen Grenze wurde von den Qllj ji&m gegen unbekannt gebliebene Gegenleistun- ■ Derb |a' an Rußland abgetreten, und so waren die Und i! Men, der für sie bedeutungsvollen Einbruchsstelle 9«? M» Afghanistan ein ganz erhebliches Stück näher Dothen aebmmen. Zur Sicherung wurden damals ganz olite? » blutende Truppenmassen in die neugewonnenen Stblennf. Miete gelegt. W , infolge dieser Machtverschiebung wurde die Frage ;=*; Grenzregulierung von England wieider aufge- n ti' n^men, zog sich aber wegen ber grundsätzlich ver- tnifle Ebenen Auffassung in die Länge. Die Gegen- « die im einzelnen hier zu erwähnen zuweit LA*1 Kren durfte, nahmen eine solche Schärfe an, daß rfenV Mland am 30. März 1884 sich veranlaßt sah, vickti^ lebe gesamten Land- und Seestreitkräfte mobil zu ßj F iLcfjen. Eine friedliche Lösung schien ausgeschlos- 0 061110 Rußland hatte aber für sein Dorwäittsdrän- einen äußerst günstigen Zeitpunkt gewählt; . England war gerade zu dieser Zeit in an» ittTöIar» bein Gebieten fernes Reiches (Aegypten, Sudan be« £ usr.) so sehr engagiert, daß es ohne Gefährdung aniRi Weltmachtstellung nicht in der Lage war die ''T Uten Folgerungen Rußland gegenüber zu ziehen. ‘nffiLil !mm man aus der damaligen Lage Englands nict gewisse Schlüsse aus die Gegenwart ziehen? bot i 7!-h langen und schwierigen Verhandlungen wurde h >mÄJ? i fd) cWh eine Einigung zwischen den beiden Staa- erzielt. Rußlands Wünsche wurden erfüllt, es nha hre sich ohne daß es gezwungen war, sich in die L .| Kreii Verhältnisse Afghanistans zu mischen, eine J " J iTl machfttellung in Zentrala'sien errungen. SMIl betrachten wir noch kurz die Stellung Eng- ? kütbs zu Afghanistan. Schon seit 1839 führt Eng- fiGTJ* einen ständigen Kampf um die Freundschaft 1 ^Hchamftans, bald kriegerischer Art, bald auf dem n.er ß*' kge der Verhandlungen und der Subsidien. Un- Lauere Opfer an Geld und Mut hat England brL-geit müssen, um sich einen festen Wall zu schaf- 1 der Indien vor einem Eindringen Rußlands dsmetjH n Eine Expedition der (wglänber gegen off shitianiftan haben die Afghanen nie vergessen, denn Maonwy b-(, wurde von den Engländern unter den Gene- * fDCI, ra'-n Pollok und Rott mit einer Grausamkeit durch- mV Iceührt, die ihresgleichen in den Kolonialkampfen Met. Jedenfalls stehen die Erfolge Englands «iJfcin Lande gegenüber in keinem Verhältnis zu D0$-N in*opfern, die England in diesen hundert Jahren 1 Altm „iracßt hat. Bei dem treulofen Charakter der inanen, der Unsicherheit der inneren Verhält m da°u an, tann England niemals mit Sichecheit daran Oie Kniw ck'una im BaNttum eineneuefli'HlocFContone , f a m schließen würde. Man würde so einen ewaltigen Block von Neutralen schaf- — der von der einen Seite von Rußland und Partei und Wehrmacht unlöslich verbunden. Der Nationalsozialistische Gaudienst Hessen-Nassau schreibt: Partei und Wehrmacht, die Garanten und Träger des nationalsozialistischen Reiches, sind unlöslich miteinander verbunden. Keine Zeit wäre geeigneter, die Festigkeit der in sechs Jahren besiegelten Kameradschaft zwischen Wehrmacht und Partei so vor Augen zu führen als diese entscheidenden Wochen der großen Bewährungsprobe, in denen hinter die Front des Kampfes die starke innere Front der Heimat getreten ist. Partei und Wehrmacht haben einen unüberwindlichen Wall aus Stahl und Eisen, aus Entschlossenheit und Opferwillen aufgerichtet. Jeder ist jetzt Soldat der Nation, gleich an welcher Stelle ihn der Führer gestellt hat. Das Bild dieser Kameradschaft, das sich aus den Notwendigkeiten der Zeit auch im Gau Hessen- Nassau ergibt, könnte gar nicht anders sein als es ist: Diele der Männer im feldgrauen Rock haben, bevor sie zur Fahne gerufen wurden, das Braunhemd getragen. Und unter den Politischen Leitern, die auch weiterhin als Beauftragte des Führers an der inneren Front der Heimat tätig find, waren die meisten Frontsoldaten des großen Krieges. So schlagen sich hier die Brücken von einem zum anderen. Beide sind sie Soldaten des Führers, ganz gleich, ob sie heute den feldgrauen oder den braunen Rock tragen. Der Feldgraue steht an der Front gegen den Feind und der Mann im Braunhemd an der Front der Heimat. „Front überall" — dieses Wort leitet die gesamte Arbeit. Der politische Soldat weiß, was er dem feldgrauen Soldaten schuldig ist. Der Mann im grauen Rock aber hat die Gewißheit, daß er sich heute vorbehaltslos auf die Heimat verlassen kann. In enger Verbindung und in engster Tuchfühlung steht die Partei neben der Wehrmacht und erfüllt die Aufgaben und Pflichten, die ihr in diesen ernsten Zeiten zufallen. Partei und Wehrmacht sind unlöslich für immer miteinander verbunden. Aeue Höchstgeschwindigkeiten für Kraftfahrzeuge. Eine Anordnung des Führers. Auf Anordnung des Führers werden die Höchstgeschwindigkeiten für Kraftfahrzeuge mit sofortiger Wirkung weiter herabgesetzt. Sie betragen nunmehr: Innerhalb geschlossener Ortschaften: für Kraftfahrzeuge aller Art 40 Kilometer je Stunde, außerhalb geschlossener Ortschaften und auf den Reichs- autobahnen: für Personenkraftwagen sowie für Krafträder mit und ohne Beiwagen 80 Kilometer je Stunde, für Lastkraftwagen, Omnibusse und alle übrigen Kraftfahrzeuge 60 Kilometer je Stunde. Ausdrücklich wird darauf hingewiesen, daß es sich tim Höchstgeschwindigkeiten handelt, daß also noch wesentlich langsamer gefahren werden muß, wenn die jeweilige Derkehrslage dies erfordert. Gegen Aeberschreitung der höchstzulässijen Fahrgeschwindigkeit wird schärfstens eingeschritten werden, erforderlichen Falls mit Entziehung der Fahrerlaubnis und Einziehung des Kraftfahrzeugscheins. Die Verordnung tritt mit dem 4. Oktober 1939 in Kraft. Keine Aenderung für die Grußform. Wie das OKW. mitteilt, liegt Veranlassung vor, darauf hinzuweisen, daß die Formdes Grußes für Angehörige uniformierter Verbände keinerlei Aenderung erfahren hat. Den militärischen Gruß erweisen demnach nur Zewaffnele Handelsschiffe Kriegsschiffen gleich. Das Risiko einer warnungslosen Versenkung trägt England. Neuyort, 3. Okt. (DNB.) Der Professor für internationales Recht an der Pale-Universität Dr. Edwin B o r ch a r d und der Professor an der Columbia-Universität Charles Cheney H y d e unterstützen in öffentlichen Erklärungen die bereits bekanntgegebene Rechtsauffassung ihres Kollegen Moore, daß bewaffnete Handelsschiffe als Kriegsschiffe onzusehen sind. Bor- chard verlangt daher, daß bewaffneten Handelsschaffen das Anlaufen von Häfen der Vereinigten Staaten verboten werde. Die deutsche Warnung, die U-Boote würden bewaffnete britische Handelsschiffe, wenn sie gesichtet würden, versenken, berühre nicht den Stand der amerikanischen Schiffahrt und der der anderen Neutralen. Es bestehe aber die Gefahr einer V e rw i ck l u n g , falls England seine Praxis aus dem Weltkrieg wiederaufnehmen und die amerikanische Flagge mißbrauche. Damals habe England seine Schiffe, wie es selbst eingestanden habe, wiederholt unter amerikanischer Flagge fahren lassen, um die deutschen U-Boote irrezuführen. Auch die „Lufitania" habe auf ihrer vorletzten Fahrt die Flagge der USA. geführt. Bewaffne England jetzt erneut seine Handelsschiffe, so müsse es auch die Konsequenzen und das Risiko einer Versenkung ohne Warnung auf sich nehmen. Hyde erklärte, daß ein auch nur für Derteidigungszwecke bewaffneter Handelsdampfer nicht die Immunität gegen Angriffe offne Warnung für sich beanspruchen könne. Beförderungen in der Wehrmacht. Berlin, 2. Okt. (DNB.) Der Führer hat befördert: zu Generalobersten: den General der Inf. Blaskowitz, die Generale der Art. von Kluge, von Reichenau; zum General der Inf.: den Generalleutnant von Falkenhorst; zu Generalen der Art.: die Generalleutnante Modrig, Petzel; zu Generalleutnanten: die Generalmajore Brand (Albrecht), Clößner, Richter, Theisen, Tiemann, Baltzer, Felber, Reinhard (Hans), Dernard; zum Generalstabsarzt: den Generalarzt Dr. Meyer; zu Generalmajoren: die Obersten Anger, von Sommerfeld, Rathke, von Uthmann, Mühlmann, Kohl, Tittel, von Prittwitz und Gaffron, Mellmich, Meyer-Buerdorf, von Zülow, Güntzel, Graeßner, Lahode, Himer, Horn, Gollwitzer, Dippold, Haarde, Zickwolff, Gercke; zum Generalarzt: den Oberstarzt Dr. Full; zu Obersten: die Oberstleutnante: Petrini, Raab, Stenzel (Richard), Schalber, Peter (Franz), Dedek, Philipp (Konrad), Leeb (Leopold), Gerber, Taude, Aldrian, Hegedüs, Schwarzböck, Jesser, von Herff, von Kessel, Helwig (Hans), Lindner, von Ziegefar, von Klinckowström, von Stockhaufen, Dipl.-Jng. Dybilafz, von Graffen, Mühl- mann, Jordan, Werner (Paul), Haack, Kusfin, Bef- fell, Dr. Schwager, von Roden, Becher, Meyer (Fr^iß), Kampfhen'kel, Schulz (Rudolf), Stiller, Braun (Julius), Dipl.-Jng. Fritsch, Weßel, Schitt- nig, Mittermayr, Newiger, Gläsche, Felser, Daum, Kökail, Körpert, Skutta, Dormagen; zu O b e rft - ä r z t e n : die Oberfeldärzte Vorberg, Dr. Rau, Dr. Dobbek (Johannes), Dr. Raeß, Dr. Kern, Dr. Baldenius; zu Ober st veterinären: die Oberfeldveterinäre Dr. Daniels, Dr. Krieger; zu Generalmajoren: die Obersten im Generalstab Speidel, von Seidel; zu O b e rst e n den Oberstleutnant im Generalftab Hoffmann von Waldau. In der Luftwaffe werden befördert: Zu Generalen der Flieger: die Generalleutnante Kitzinger, Grauert, Wimmer; zum General der Flakartillerie: der Generalleutnant Weise; zu Generalleutnanten: die Generalmajore Mohr, Danckelmann, Schmidt; zum Generalmajor: der Oberst Menzel; zu Obersten: der charakterisierte Oberst Osterkamp, der Oberstleutnant des Generalstabes Dipl.-Jng. Schimpf, die Oberstleutnante Creutzburg, Lohmann, Rütgers, Junck, Steindorf, Berger-Eickstedt, von Mafsow, Frommherz, Brakert, Leon, Henke, Hamel, Hörmann von Hörbach, Werner, Langemeyer, Koeppen, Graf, Klimitsch, Zimmerl, Riedl, Schöbitz, Steidler. In der Kriegsmarine wurden befördert: Zu Konteradmiralen: die Kapitäne z. S. von Stosch, Wenneker; zu Kapitänen zur See: die Fregattenkapitäne Wagner (Andreas), Hüffmeier, Scherf, Klingner, Andresen, Becker (Hans); zum Kapitän z. S. (Jng.): der Fregattenkapitän (Jng.) Peters (Max); zum Generalmajor: der Oberst Vara. Wehrmachtsangehörige in Wehrmachtuniform. Dagegen grüßen die Angehörigen der Polizei, des Reichsarbeitsdienstes, des Dahn- und Postschutzes usw. auch dann weiterhin mit dem deutschen Gruß, wenn sie in ihrer bi s-h e r i g e n Uniform bei der Wehrmacht Dien st tun und durch eine gelbe Armbinde mit der Aufschrift „Deutsche Wehrmacht" oder ■ mit aufgedruckten Hoheitszeichen als im Gefolge der Wehrmacht befindlich gekennzeichnet sind. Keine vorzeitige Beendigung der Lehre. Nicht nur die Schuljugend, sondern auch die junge Gefolgschaft der Betriebe nimmt verstänülicherweise jetzt jede Gelegenheit wahr, um sich in den Dienst wehrpflichtiger Aufgaben zu stellen. Dabei taucht immer wieder der Gedanke auf, die Lehre möglichst sofort zu beendigen, um vollständig in die Produktion eingeschaltet zu werden und einberufene Arbeitskräfte zu ersetzen. In einer Verlautbarung der Reichsjugendführung wird erklärt, daß ebenso, wie der Bedarf an berufstätigen Frauen zunächst vollkommen gedeckt ist, auch für den Schülereinsatz in gewerblichen Betrieben keine zwingende Veranlassung besteht. Auch eine Berufung aus die vorzeitigen Prüfungen in Schulen und Universitäten besage nichts für die Lehr- und Anlernverhältnisse. Entsprechend der Regelung für die Schulen seien auch nur diejenigen Lehrlinge zu einer früheren Lehrabschlußprüfung zuzulassen, die von der Wehrmacht angefor- d e r t werden. Alle übrigen Lehrlinge und Fachlehrlinge kämen zu dem ursprünglich vorgesehenen Zeitpunkt zur Prüfung. Eine Vorverlegung sei weder beabsichtigt, noch allgemein durchführbar. Die Lehrzeit sei er st im vorigen Herb st auf drei Jahre verkürzt worden, und zwar mit der ausdrücklichen Begründung, daß die Jugendlichen frühzeitiger als vollwertige Arbeitskräft zur Verfügung stehen sollen. Eine weitere Verkürzung der Lehrzeit wäre nicht zu vertreten. Auch Berufsertüchtigung sei ein Teil der Wehrhaftmachung des Volkes. Wer beute in der Lehrausbildung stehe, könne nichts besseres tun, als nun erst recht zu arbeiten und zu lernen, um dann in der Front der Arbeit wirklich voll emsatzfahh zu sein. Es sei nicht nur unter allen Umständen zu verhindern, daß Jugendliche freiwillig ihre Be- rufsausbildung abbrechen, sondern die zuständigen Stellen seien" darüber hinaus bestrebt, diejenigen wieder in eine ordnungsmäßige Aus. b i l d u n q zu vermitteln, deren Lehrbetrieb vorübergehend eingestellt sei oder die ihren Wohnort wechseln mußten. $ 3 Aus aller Welt rbra fe gibt ist, Hau jeher ein toafji erf ßlisge i bis hen nie t > Htit fr* ihrer (ist ist ein M ein IM jffl fol :nn I6i miri Ml ■ geral jirf g ge jjerhn ren r reten. P« nicht iren, en, w jen. Wasserhose bei Biareggio. Während eines heftigen Gewitters suchte eint Wasserhose den Strand östlich von Viareggio, dem bekannten Seebad an der italienischen Riviera, heiim. Acht Häuser wurden abgedeckt und auf einer Strecke von einem Kilometer zahlreiche Bäume entwurzelt. Auch die Weinberge wurden stark verwüstet. hochzeitssahrt in der Straßenbahn. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz, Sport und Wirtschaft: Ernst Blumschein. An- zeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pfund Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf- mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig Am Wochenende sah Essen eine originelle Hochzeitsfahrt. Da Autos und Pferdewagen für eim solche Fahrt in diesen Tagen knapp sind, tarn, ein Straßenbahner auf die Idee, bei seiner Direktion einen Straßenbahnwagen zu beantrage«. Die Direktion sagte zu, so daß sich am Morgen vor. der Haltestelle in der Nähe der Wohnung des Stra- ßenbahners zur Kirche ein frischfröhlicher Hochzeits- zug mit Geklingel in Bewegung setzte, dessen fest' ■ licher Schmuck seine Bestimmung verriet. I I ,r DOr Gemeiner Brandstifter verhaftet. In.Schmieding im Gau Oberdonau brach in einem Wirtschaftsgebäude ein Feuer aus, durch das 600 Doppelzentner Kartoffeln, IOC Zentner Stroh sowie zahlreiche Buttervorräte und alle landwirtschaftlichen Geräte vernichtet wurden. §Die Kriminalpolizei stellte Brandlegung fest und forschte als Täter den ehemaligen Knecht Alois Stadler aus, der 18 Jahre auf dem Hofe bedienstet gewesen war und den Brand aus Rache angelegt hatte, er wird sich vor einem Sondergericht zu verantworten haben. Frankfurter Kraftwagen in Tirol abgestürzt. Nach einer Meldung aus Innsbruck stürzte aus der Fa^rt von Namlos nach Stanzach im Außer- # 3 ' fern ein Kraftwagen, der von Dr. Rupprecht M Schopp aus Frankfurt a. M. gelenkt wurde, etwa W L 40 Meter tief in den Namloser Bach ab. Dr. Schopp jfj J war in Begleitung des Aufsichtsjägers Josef Glotz tPn § aus Namlos und dessen neunjährigem Söhnchen und ist mit dem schweren Wagen über die schmale und kurvenreiche Straße in zu schnellem Tempo gefahren. An einer besonders gefährlichen Stell« gerieten die Räder des Wagens über den Straßenrand hinaus, der Wagen überschlug sich und kollerte den steilen Abhang hinunter. Dr. Schopp erlitt schwere Verletzungen und wurde bewußtlos in das Innsbrucker Krankenhaus übergeführt. Der Jäger Glatz erlitt einen Bruch des Unterschenkels, das Kind blieb wie durch ein Wunder unverletzt' Trotz der schweren Verletzungen konnte der Jäger die Jnfassen aus dem zertrümmerten Wagen bergen und vor dem Ertrinken retten. Frau Anna Heß, geb. Lex in Frieden heim gehen. G im 57. Lebensjahre für immer von uns gegangen. Gießen-Wieseck, den 3. Oktober 1939. 6216V | Mietgesuche | |Stellenangebote) 04518 L? fol Freitag Heuchelheim, Gießen, den 4. Oktober 1939. 6225V Ferner: 6217Ä Beiprogramm und die neueste Ufa-Woche Stadttheater Die Beerdigung findet Donnerstag, den 5. Oktober, nachm. 4 Uhr. vom Trauerhause Ernststr 16 aus statt. Die Beerdigung findet Donnerstag, 5. Oktober, 15 Uhr. vom Trauerhaus, Wieseck, Gießener Str. 149. aus statt. * bürfi sind Am Samstag, dem 30. September, ist plötzlich und unerwartet meine liebe Frau, unsere gute, unvergeßliche und treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante hen !' das Gestern mittag um 12 Uhr wurde in der Klinik zu Gießen nach schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine liebe Frau, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Schwiegertochter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Erwachsene auf allen Plätzen 70 Pf. Kinder auf allen Plätzen 40 Pf. Wei Die for: Bur Au! Dli 19.30-21.45 Uhr 1. Mittw.-Miete infolge Erkrankung nicht AgnesBernauer sondern Bezauberndes Fräulein Operette von R. Benatzky. wn !t e Gießen, Straßburg, Trier, Saarbrücken, Worms, den 4. Oktober 1939. im 60. Lebensjahre durch einen sanften Tod erlöst. In tiefer Trauer; Wilhelm Ruppert II. Familie Emil Reuschling Familie Karl Enders Minna Ruppert Die Trauerfeier fand im Sinne der Verstorbenen in aller Stille statt. — Für die Beweise der Teilnahme herzlichen Dank, Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; Jakob Heß, Lokführer, und Kinder. 20-22.15 Uhr 2.Freitag-Miete Bezauberndes Fräulein Operette von R. Benatzky. Preise: RM. 0.90-3.60. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elisabeth Auerswald Marie Müller. 2 Zimmer nebst Küche möbliert oder unmöbliert, per sofort zu mieten gesucht. Angebote unter [6232D Stahlwerke Röchling - Bullerns A.-G. Abt. Architektur, Wetzlar. Zeitschriftenhandlung sucht für Gießen tüchtige und zuverlässige ahtoträfler(innen) mit Fahrrad. 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Verlegen sahen sich die Soldaten einander an und versuchten der Frau, da sie es mit Worten nicht konnten, durch Zeichen verständlich zu machen, daß sie nichts zu befürchten habe. Der Anführer der kleinen Gruppe, der Unteroffizier, ging an ihr vorbei und mit begütigendem Lächeln auf die weißhaarige Alte zu, die im Hintergrund vor einer Wiege saß. Er hoffte, bei ihr mehr Glück zu haben. Aber die Greisin hob die gefalteten Hände von ihm fort zu dem kleinen Bild über dem Kopfende der Wiege empor und murmelte Gebete. Es war eine farbige Wiedergabe der Schwarzen Muttergottes von Tschenftochau, die Mutter und Kind in reichem Schmuck und mit großen goldenen Kronen darstellte. Der Unteroffizier nahm seinen Helm unter den Arm und sah in das kleine Gesicht in der Wiege. Die großen Augen blickten ihn unverwandt an, und schließlich, da des Mannes Züge ganz von Zärtlichkeit und Gutseinwollen erfüllt wurden, lächelte das Kind. Da stand die Alte, die ihn ohne Unterlaß beobachtet hatte, auf und klopfte ihm dankbar und wie es eine Mutter ihrem lieben erwachsenen Jungen tut, auf die Schulter, während ihre Worte der jungen Frau, die vermutlich ihre Schwiegertochter war, beruhigend und ermunternd zusprachen. Der Unteroffizier dankte der Greisin mit einem herzlichen Händedruck und verließ mit seinen beiden Kameraden das Haus. Ein paar Tage danach erschien er allein wieder. Die Stube war leer, aber die Hintertür zum Garten stand auf. Er gewahrte die junge Frau mit dem Kind auf der Treppe sitzen und nahm in einigem Abstand neben ihr Platz. Sie erkannte ihn wieder, und mit freundlichem Lächeln und Kopfnicken beantwortete sie seine stammelnden Worte und Zeichen. Sie gab ihm zu verstehen, daß sie von dZ ifr. 252 Zweites Matt d'ejenM Ip— — Aos der Stad« Gießen. Jetzt Herbstpilze sammeln. sm hen ä iS urft schopp ° Die Zeit der Somtnerpilze ist in den meisten Agenden im wesentlichen vorbei. Man trifft wohl H und dort noch den Steinpilz, den Pfifferling, in Parasol, manche Röhrlingsarten und besonders cir hochgelegenen Waldwiesen sogar noch in Men- M den Champignon. Butterpilz und Ziegenlippe fr) stellenweise auch noch verhältnismäßig häufig ^treten, aber im allgemeinen gehen die Erträge cn landläufig bekannten eßbaren Pilzen, je tiefer es in den Herbst geht, mehr und mehr zurück. Trotz- dm ist der Pilzreichtum unserer Wälder im Herbst niot kleiner als im Sommer. Vielmehr begegnen trri: gerade jetzt einer Reihe von Arten, die häufiger in viel größeren Mengen vorkommen, als wir es bisher gewöhnt waren. Wenigstens wenn man von PjfferlingeP, Perlpilzen, Champignons und etlichen enteren ab sieht, die meist in ansehnlichen Beständen l an treten. Aber seltsamerweise wagen sich an diese Iw au-gesprochenen Herbstpilze viele Sammler offenbar ga: nicht heran; sonst wäre es nämlich kaum zu a/nf?" erfären, daß sie, obwohl sie oft in Massen auf- 3 n W tiren, nicht gesammelt werden und ungenützt ver- öeiben. stark t» lhv. iam.Ql r Sitefr m Sangt, irnst Aus ton und ti iesten, Pi» «schein. Sn für Öen 3? itf und ange, > 2,05 N t der reis 10 f . Aber sehr zu Unrecht; denn außer dem an rem seidig schimmernden blauvioletten Hut und er braunen Unterseite leicht zu erkennenden Lila- kfuß, der ungenießbar oder höchstens schwach bg ist, sind wohl fast alle schwarz- bis grau- blau^lilafarbenen Pilze eßbar. s gibt unter diesen Herbstpilzen verschiedene Ar- üie zu den vorzüglichsten Speisepilzen zählen, r von ihnen ist der an Hut und Lamellen matt laue Nackte Ritterling, den man bis spät in Herbst hinein oft in gewaltigen Mengen meist wäldern antrifst. Auch der Graue Ritterling • ' odr den Frühlings- und Sommerarten her unge- n für ,i «chnte Farbe in den Verdacht geraten, giftig zu suchte 6Q :e99io. ltz n d auf eis Bäume $ beanti borgen g des 5 r hoG dessen t. el. l u brach > durch ein, tterooi' ? räte dh !llte ehMalixe re aus der i $rat! rd sich oo' erantaom imi aschgrauem Hut und gelbgrauer Unterseite formt fast überall häufig vor und ist nicht zu «reichten. In Buchenwäldern begegnet man nicht je :n dem an feinem breiten grauen und unregel- mzig gebuckelten Hut leicht erkennbaren Nebel- tr Sterling, einem Pilz großen Formats, der auch mh feine Qualität nicht enttäuscht. Dasselbe gilt dem bläulich-grauen, an seinem gewellten Hut den vertikal angeordneten und scharf gefurchten mellen leicht erkennbnren Drehling. Auch die entrompete, die von ihrer düster grauen Farbe unt ihrer eigenartigen Trichterform diesen Namen ■: im, ist ein ganz vorzüglicher Speisepilz und zu- dm fast nirgends selten. Voraussetzung für das Emmeln ist, daß man sich einigermaßen aus- mt. Mit flüchtiger Unterrichtung durch farbige i «tafeln allein sollte es nicht getan sein; am besten man einen Praktiker begleiten und sich von Diese mangelnde Kenntnis ist um so mehr zu bedauern, als die hier in Frage kommenden Pilze Mistens genau so gut schmecken, wie die anderen, bit jeder Sammler kennt. Wenn sie trotzdem manchen ein unverdientes Mißtrauen einflößen, so ist da- wahrscheinlich nur auf ihre gegenüber den Lcnmerpilzen verschiedene Farbe zurückzuführen. Di, ausgesprochenen Herbstpilze sind nämlich vielfach grm bis intensiv lila gefärbt und wohl durch diese. aufklären lassen. Wer die nötigen Kenntnisse kstzt, sollte noch sammeln, was erreichbar ist. Und ? bann Ueberfluß hat, weckt das Entbehrliche ein. n wird es nicht bereuen. Schl. ien: .erich*6 ierten 5 J! .. Septem on defl Zelte"' e das &" isei ienk^ür- dterleben rtilttafl8 Uhr I" Gießener Giadtiheater. Eichendorff: „Die Freier". Unser Gießener Stadttheater läßt mit dem Lust- sie „Die Freier", das gestern abend vor vielen Äg? regten Zuschauern zum ersten Male gegeben 6i.De, einen der bedeutendsten Romannker der huschen Literatur zu Worte kommen. Das Lust- f;c, das im ganzen 19. Jahrhundert verhaltms- ^itfig selten zur Aufführung gelangte und erst Hadi der Jahrhundertwende aus der Versenkung ge- hii wurde, ist bestimmt von einer übermütigen feie Ifreubigt eit, ja, geradezu von einer Neigung $-t Mummenschanz. Es bringt manche derbe feere, aber auch viel feine und durchaus empfind- ifne Stimmungsmalerei ganz Eichendorffl cher I Irogung. Seine Lyrik ist geschickt eingefugt. In h' Abwechslung zwischen wohlabgewogenem der- l|m Scherz und Poesie liegt ein Reiz, den man n1 missen möchte und der dcks Werk als völlig hm Dichter gemäß charakterisiert. Das Lustspnel Freier" gilt als das Beste aus Eichendorffs Whnenschaffen. | P>e Handlung hält es eindeutig und konsequent ifrt Irrtum, Verwechslung und Verkleidung. Mit hr Verkleidung wird es sogar so weit getrieben, M schon verkleidete Personen sich noch einmal Weiten und etliche zum Schluß nicht mehr Mfn, wer diese oder jene, dieser oder jener i|t. WNm ter Hauptbeteiligten gehen nicht einmal zum Wuß alle Lichter auf. Dabei geht es ausschlietz- M und allein darum, zwei etwas extravagante Aschen unter die Hauve zu bringen. Der ret|e* Graf Leonard soll (und will auch) m den An der Ehe steuern, und er sucht seine .3ll^n..,qe il-C2 Frau, die gerne Schauspieler und Musiker l^sich sicht, in solcher Maske auf. Er trifft auf Wege zu ihr einige ramponierte Kerle vo Wcuspi,eiern und Musikern, nut denen er unauj« Mi, zu Schlosse zieht und dort ein großes Theater ffäljrt, ohne eine eigentliche Vorstellung zu geben. ■er- die schöne Gräfin Adele hat unter Brief und Meoel von dem ganzen Vorhaben „Wmd - !«Mien und begegnet dem ganzen Ansturm qfe ebenfalls mit Maskerade. Wie sich in ver i vll« die Handlung grenzenlos verwirren mutz ■ t) wie sie sich wieder löst, wie sich mit gutem II und Gefühl die Richtigen finden, das latzt I |l sich am besten «on den Darstellern un srer I Rne zeigen und sich damit zwei Stunden rang ■ F unterhalten. Aicht kleinlich beim Höchstgewicht für Feldpostsendungen. !as Reichspostministerium hak angeordnet, daß Prüfung des Höchstgewichtes von 250 Gramm Feldpostbriefe nicht' kleinlich zu verfahren ist. ter Gewichtsüberschreitungen bis zu 10 v. j).ift iwegzusehen. Feldpostbriefe, die das zulässige Mgewicht von 250 Gramm erheblich überschrei- tn dürfen vorerst noch nicht abgesandt werden. K sind den Absendern zurückzugeben nut dem Heimstetten, die Sendung in mehrere aufzuteuen. cht LtM gl. bei aller end. W >r.Am.A iihiiiiihiib Ww i. tz. erW®* ©irtertoHtnS nrn dnfl^ Gießener Anzeiger (Generai-Anzeiger für Gberheffen) Aufruf des Kreisleiters. An alle Ortsgruppenleiter der NSDAP. An alle Betriebsführer. Der gegenwärtige Kampf des deutschen Volkes um feine Freiheit und Existenz ift eine ungeheuere Zerreißprobe der Nerven jedes Volkes. Deshalb soll und muß in dieser Zeit die Tätigkeit der NSG. „Kraft durch Freude" in einer den gegenwärtigen Verhältnissen entsprechenden Weise verstärkt fortgeführt werden. An die in den Ortsgruppen und Betrieben eingesetzten Warte der NSG. „Kraft durch Freude" ergeht daher die Aufforderung, gemäß den von dem Kreiswart KdF. ergangenen Richtlinien sich für die Erfüllung der gestellten Aufgaben und Arbeiten restlos einzusehen. Es ist unbedingt notwendig, daß in der heutigen Zeit alles getan wird, um dem deutschen Wenschen seine Nervenkraft zu erhalten. Durch die Veranstaltung der Feierabendringe, in denen der unterhaltende Eharakter und der lebensbejahende Inhalt nicht zu fehlen brauchen, sowie durch Wanderungen, Betriebssport, Bildung von Schach- und sonstigen Arbeitsgemeinschaften, Durchführung von Volksbildungsabenden mit Vorträgen, Feierstunden usw. ist dieser Aufgabe nachzukommen. Die Ortsgruppenleiter und Vetriebsführer des Kreises bitte ich, dieser Arbeit größte Unterstützung zukommen zu lassen. Die bisherigen Ergebnisse haben gezeigt, daß bei einigermaßen gutem Willen hier wertvolle Arbeit geleistet werden kann. Ich erwarte, daß sämtliche Orts- und Betriebswarte, sowie Betriebsführer im vorstehenden Sinne sich restlos einsehen und an der Erfüllung der der KdF. gestellten Aufgaben arbeiten. heil Hitler! gez. Backhaus, Kreisleiter. Springbrunnen am Ludwigsplatz. Am gestrigen Dienstag Spätnachmittag wurde der zur Verschönerung des Ludwigsplatzes inmitten der großen gärtnerischen Anlage geschaffene Springbrunnen zunächst probeweise in Betrieb gesetzt. Gegen 19 Uhr wurde die auf der Bodenfläche des Wasserbeckens installierte Beleuchtungsanlage, bestehend aus vier wasserdichten Kugellampen, für einige Minuten eingeschaltet, um die Wirkung des Springbrunnens bet abendlicher Beleuchtung zu prüfen. Das Ergebnis dieses Probebetriebes befriedigte allgemein. Von heute ab wird der Springbrunnen täglich vom Vormittag bis zum Abend in Betrieb sein und damit Öem Lud w igs platz eine weitere Verschönerung geben. Die Springbrunnen-Anlage besteht aus einem mit Gailschen Spaltplatten ausgelegten runden Becken von 7 Meter äußeren Durchmesser mit 8 Wasserrohren rundherum und einem Wasserrohr in der Mitte bei 40 Zentimeter Wassertiefe. Der Wasserstrahl des Mittelrohrs steigt 5 Meter hoch, die 8 Seitenftrahlen erreichen eine Höh? von drei Meter. Das Becken ist mit Wasser aus der Wasserleitung gefüllt worden, das nunmehr ständig im Kreislauf zirkuliert, d. h. das durch die Röhren emporgeschleuderte Wasser fällt immer wieder in das Becken zurück und wird durch motorische Kraft erneut in die Strahlrohre getrieben. Zu diesem Zwecke befindet sich neben dem Becken unter der um den Springbrunnen geschaffenen Rasenfläche ein etwa 2 Meter tiefer Einsteigschacht, in dem ein kleiner Motor von 4 PS. aufgestellt ist, der eine Kreiselpumpe antreibt und 500 Liter Master in der Minute in Bewegung setzen kann. Dieser Motor wird jeweils am Vormittag eingeschaltet und arbeitet den ganzen Tsig über bis zum Abschalten am Abend. Die für den Betrieb des Prunnens erforderliche Wastermenge umfaßt nur die einmalige Füllung des Beckens. Infolgedessen ist der Wasserverbrauch äußerst gering, und es braucht besonders an heißen Sommertagen nur das verdunstete, ober vielleicht auch durch starken Wind vertriebene kleine Quantum geleaentlid) einmal ersetzt zu werten. Damit wird erreicht, daß auch an heißen Sommertagen der Springbrunnen feine wohltuende Wirkung ausüben kann, ohne daß fein Betrieb von den Schwankungen des sommerlichen Wasservorrats abhängig wäre. Der Springbrunnen wird in den kommenden Wochen so lange in Betrieb bleiben, bis die Witte- rungsverhältnisse die Stillegung erfordern. Vom Frühjahr ab wird er bann erneut bis zum Spätherbst durch seine Wasserstrahlen bie Passanten des Ludwigsplatzes erfreuen. Das große Anlagenftück rund um den Springbrunnen wird für bie nächsten Wochen als Grünfläche in Erscheinung treten. Vom nächsten Frühjahr ab soll es schönen Blumenschmuck tragen, so baß bann ber Springbrunnen inmitten vieler Blumen ben Platz zieren wirb. Mit dieser Einrichtung ist ein weiterer ansehnlicher Beitrag zur Verschönerung unseres Stabt- bilbes geleistet und zugleich ein oft geäußerter Wunsch der Bevölkerung erfüllt worden. Dstür kann man der Stadtverwaltung nur dankbar fein. B. 700 jungen und Mädel im Lmiehilssdieust. In schöner, reibungsloser und rascher Zusammenarbeit von Arbeitsamt, BDM., HI., Ortsbauernführern und unter dem bereitwilligen Entgegenkommen der Schulleitungen konnten bisher nicht weniger als 700 Jungen und Mädchen zur Erntehilfe eingesetzt werden. 700 junge Menschen sind hinausgefahren auf das Land, meldeten sich bei den Bauern, wurden für die Zeit von 14 Tagen ausgenommen in die ländliche Familie, und täglich zogen fie mit hinaus auf das Feld und halfen, soweit die Kräfte reichten. Sie alle standen in gleicher Furche mit Bauer und Bäuerin, mit Sohn oder Tochter des Bauern, mit Knecht und Magd und waren mit allem Eifer dabei. Daß dabei wertvolle Arbeit geleistet wurde, geht schon aus der Tatsache hervor, daß von zahlreichen Bauernsührern beim Arbeitsamt angeru'fen und darum gebeten wurde, die Jungen und Mädel nicht nur 8, sondern 14 Tage bei der Erntehilfe zu belassen. Die Bauern wußten die Mithilfe der jungen Volksgenossen also wohl zu schätzen. So kam es auch, daß fast alle Jugendlichen 14 Tage lang in der Erntehilfe für Hackfrucht und Obst standen. Vom Arbeitsamt Gießen wurde bei der Vermittlung dieser jugendlichen Heiser ein verhältnismäßig großes Gebiet ersaht. In s a st allen Dörfern des Kreises Gießen wurden Erntehelfer eingesetzt. Auch mehrere Dörfer ber Wetterau erhielten Jungen und Mädchen zugewiesen. Die Organisation des gesamten Einsatzes geschah unter der Verantwortung des Arbeitsamtes im engsten Einvernehmen und "unter der lebhaften Förderung von Hitler-Jugend und BDM. Häufig genug war es so, daß, wenn beim Arbeitsamt am Die bewährten und die neuen Kräfte unseres 'Stadttheaters bemühten sich mit außerordentlicher Liebe und mit gutem Erfolg um die Aufführung des Lustspiels. Es galt dabei, das Stück, das aus einer Zeit stammt, derem romantischen Geist der Mensch der Gegenwart doch einigermaßen entrückt ist, so wiederzugeben, daß auch gefühlsmäßig zu folgen war. Deshalb war man darum bemüht, den Ton nicht allzu empfindsam zu stimmen, vielmehr blieben die Künstler mit beiden Beinen auf der Erde, und das war ganz gut so. In der Rolle der Gräfin Adele sah man HiLe Heinrich, die in schöner Zurückhaltung eine glückliche Mitte zwischen der Teilnahme an Scherz und Lustigkeit und weiblicher Würde hielt. In kräftigeren Farben legte Elisabeth Le ipre cht die Rolle der Pseudogräfin, der Kammerjungfer Flora, an und fand dabei auch den richtigen Ton. Herr C a n i n e n- berg zeigte sich als selbstsicherer und feuriger Graf Leonard, der auch in den bewegten Szenen Mittelpunkt war und in allen Zweifeln und Irrtümern seine entschiedene Haltung bewahrte. Viktor von G s ch m e i b l e r bereitete als Hofrat Fieder in der Eingangsszene, die er sehr originell gestaltete besondere Freude und löste damit viel freundliches Schmunzeln aus. Hilmar Manders als glitt, Siegfried Lowitz als Schlender, statteten ihre Rollen mit prächtiger Komik aus und schrieben manchen Lachersolg aus ihr Santo. UnubertretrM) waren beide in der Gememjchast mit dem Wem- schenk Knall «Walter Erlet) m der Wirtshausszene. Hans Albert Sch-w- «erkorp-rt- den treibenden Geist aller Verwirrungen, den Jager Viktor, cherr Volck hatte in der Darstellung des biederen Gartners eine td-ale Aufgabe und Jngeborg Riehl war fein schnippisches Töchterchen. Die Regie lHans G e i tz l e r) glänzt- mit einigen hübschen Einfällen und ließ es auch am notigen Schwung nicht fehlen. Mufik fiS-arbe.tung und Leitung-Richard B a e ck) belebte manche Szene ,n glücklichster Weife. Zum Abschluß, zur Doppeloer- lobung gab es gar noch ein Ständchen und eine betorit^'zierliche Rokoko-Gaootte lEtnstudi-rungi Thea Ma a Sierr L ä s f l e r hat der heiteren Geschuhte entzückenden farbenprächtigen Rahmen geschah, en eine grazil- Schloßfront gebaut vor der sich die'chandlung schön ausspinnen ließ, und der Schloß- gärten war der ideale Schauplatz für amouros- ‘’SÄ Beifall dankte allen Mtwirkenden für die viele aufgewandte Liebe und Muhe. Heinrich Ludwig Neuner. Mittwoch, 4-Mobec (939 Fahnen heraus! Anläßlich des großen und raschen Sieges unserer Wehrmacht im Osten wird die Bevölkerung gebeten, zugleich mit den öffentlichen Gebäuden auch ihrerseits den Häusern Flaggenschmuck zu geben. Der festliche Schmuck der Stadt vereinigt sich mit dem Gtockengeläute, das während der sieben Tage vom heutigen Mittwoch bis einschließlich nächsten Dienstag den Sieg verkündet. Kreisleitung des Kreises Detterau. rühen Morgen die Anforderungen ber Ortsbauern, ührer telephonisch eingingen, und vom Arbeitsamt ofort HI. oder BDM. verständigt wurden, bann tanben schon am Nachmittag bie jungen Erntehelfer zum Einsatz und zur Abfahrt in die Dörfer bereit. Durch diese rasche Organisationsarbeit war der Bauernschaft besonders geholfen. Zum weitaus größten Teil rekrutierten sich die bereitwilligen Helfer aus den Gießener höheren Schulen (Gymnasium, Langemarckschule, Justus-von- Liebig-Schule, Oberschule für Mädchen, Oeftentliche Handelslehranstalt, Vogtsche Handelsschule und Gewerbeschule). Schüler der Volksschulen (hier nur die ältesten und kräftigsten) wurden nur an schulfreien Nachmittagen und nur in nächster Nähe ber Stadt eingesetzt. Die Angehörigen der Hitler-Jugend und des BDM. traten zu diesem Dienst fast ausschließlich in Uniform oder in Kluft an. Im Tornister wurde alles, was an Kleidung für die Feldarbeit notwendig war, mitgeführt. Die Jugend bewies damit auch äußerlich ihre Geschlossenheit im Einsatz für die Volksgemeinschaft. Allen den an diesem Erntehilfeeinsatz beteiligten jungen Menschen war es eine besondere Genug. Schnappschüsse im Theater mit einer Kamera von Photo-Geller, am Bahnhof. tuung, sich dabei nicht nur für 14 Tage den Lebens« * unterhalt (Kost und Unterbringung) sondern auch noch je Tag eine Reichsmark zu verdienen. Don vielen der Erntehelfer wurden die ersten dieser selbstverdienten Markstücke mit besonderer Freude in die Taschen versenkt und sicherlich werden sie auch bedachtsamer ausgegeben, als das Taschengeld, das bisher ber Vater verdienen mußte. Durch die gesamte Maßnahme des Erntehilfe« einfatzes ist es der Bauernschaft unserer Heimat möglich gewesen, die Kartoffeln zum größten Teil in einer verhältnismäßig kurzen Zeit einzubringen. N. Domoiizen Tageskalenber für Mittwoch. Stadttheater: 19.30 bis 21.45 Uhr: „Bezauberndes Fräulein". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Robert Koch". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: ,Zn letzter Minute". Spielplanänderung infolge Erkrankung! Infolge Erkrankung im Personal heute statt „Agnes Dernauer" die Operette „Bezauberndes Sräufeln" von Ralph Benatzky. Spielleitung: Harry rünefe. Musikalische Leitung: Heinz Markwardt. Bühnenbilder: Karl Löffler. Die Vorstellung findet gleichzeitig als 1. Vorstellung ter Mittwoch-Miete statt. Beginn 19.30 Uhr, Ende 21.45 Uhr: Der Fahrpion der Reichsbahn. Der gegenwärtige Fahrplan der Reichsbahn wird auch in den kommenden Wochen noch manche Ver- önberungen erfahren. Neue Züge werden hinzu« kommen, jetzt bereits bestehende vielleicht andere Fahrzeiten und andere Ausgangs- bzw. Endpunkte erhalten. Der alljährlich in diesen Tagen als feste Gewohnheit angesehene Uebergang zu einem neuen Fahrplan der Reichsbahn wird also in diesem Jahre nock nicht eintreten. Daher werden alle seinem und seiner Kameraden Aufenthalt im Dorfe wisse und daß die Deutschen gar keine Bösewichte seien. Er stellte den Helm zwischen sich und bie junge Frau und kauderwelschte ihr mit viel Mühe von seinen letzten Erlebnissen daheim in Deutschland. Jyr wurde soviel klar, daß er feit etwa zwei Monaten auch ein Kind habe, Vater sei, aber bas Kleine noch gar nicht gesehen habe. Es gehe ihm wie ihrem Manne, verdeutlichte ihm die Frau, ber auch im Felde stehe und sein Kind noch nicht kenne. Sie verstummten beite und blickten hinunter in den herbstlichen Garten, ber an tiefgebogenen Zweigen reichlich Obst trug und schwer nach Reife duftete. Als der Unteroffizier wieder bie junge Frau an« sah, reichte sie ihm das Kind, und er hob es mit zärtlichen und behutsamen Händen langsam zu seinem Gesicht empor. Seine völlig fernen und träumenden Blicke und fein überströmendes Herz beschworen, was ihm versagt war, und er hauchte einen leisen Kuß auf die Stirne des Kleinen. Es war fein Kind, bas in diesem Augenblick spürbar in seinen Händen ruhte. Die junge Frau sah und fühlte es. In ihrem strahlenden Gesicht glänzte eine Träne, da sie ihr Kind zurücknahm. Rasch erhob sich ber Mann, schüttelte der jungen Frau beide Hände zum Abschied und wünschte ihr und dem Kinde alles Gute. - Eine Stunde danach verließen die Deutschen das Dorf. \ Düchertisch. — ThorGoote: WirtragendasLeben. Preis Seinen 4,40 RM. E. Bertelsmann, Verlag, Gütersloh. — Die sieben Freunde, bie ba in abgeschabten Uniformjacken wieder die Schulbank drücken, bie sich auf ber ungeheizten Stubentenbube dem Examen entgegenhungern; bie mit ben hellwachen Augen ehrlicher Frontsoldaten bas Schieben unb Schachern, und mit heißen Herzen bas Hungern ihrer Mütter und Schwestern mit ansehen müssen; sie tragen deutsches Schicksal in feiner ganzen Schwere und in seiner ganzen — Größe! Ober- schlesien in Gefahr! Wieder binden Deutschlands letzte Landsknechte ben Helm fester, und im Singen der Kugeln um den Annaberg wird es ihnen noch sterbend jubelnde Gewißheit: „Wir tragen das Leben!" Das GaMlengewerbe in der Kriegswirtschast HÜ u Rit 'N di;: in den Un- übi- -Iti hie wird gezeigt, wie man ältere Garderobe auffrischen kann. Im Handarbeitsteil werden warme Pullover und andere nützliche Sachen gezeigt. mil 150) < .B MN 131. M M n DK «eh * -fort 4h i?M w Nsl Mei Ser zücht getrieben zu haben. Der Angeklagte, der in vollem Umfange geständig war, wurde zu einer Gesamtgefängnis st rafe von sechs Monaten und zwei Wochen verurteilt. Strafmildernd wurde das umfassende Geständnis des Angeklagten, sowie die Tatsache, daß er der Verführte war, berücksichigt. Lpd. Es gibt einige Frauenberufe, die zahlenmäßig — verglichen mit anderen — nicht sehr stark sind, denen aber doch eine beachtliche Bedeutung zukommt, z. B. die Volkspflegerinnen, die technischen Assistentinnen, Haushaltspflegerinnen u. a. m. Bei den Angehörigen dieser Berufe handelt es sich um qualifizierte Einzelkräfte, für deren jeweils richtigen Arbeitseinsatz vielleicht nur wenige Arbeitsplätze im Reich in Frage kommen. Deshalb wurde für sie im Jahre 1936 eine Reichsvermittlungsstelle bei der damaligen Hauptslelle der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung geschaffen, die Hand in Hand mit den Arbeitsämtern arbeitet. Sehr bald erfaßte sie einen großen Teil der Arbeitsgesuche, wie auch der Stellen und konnte so auf breitester Grundlage dafür sorgen, daß dem besonderen Vermittlungsbedürfnis dieser Berufe Rechnung getragen wurde. Diese schönen Erfolge führten zu einer allmählichen Erweiterung des Kreises der erfaßten Berufe, und ab 1. Oktober 1939 wird die Reichsvermittlungsstelle in Berlin, die Arbeitsuchende und Bedarfsstellen aus dem ganzen Reich zusammenführt, nunmehr auch für sämtliche akademischen Frauenberufe tätig werden. Der Entschluß des Reichsarbeitsministers, diese Erweiterung gerade jetzt durchzuführen, geht von der Erwägung aus, daß in der augenblicklichen Lage Strafkammer Gießen. Der A. W. in Büdingen war angeklagt, in Jahren 1936 bis 1938 mit anderen Männern Zum Wohle also, sinnensroher Freund der fränkischen Kunst und Künstler, und auf daß dir, indem du tief ins Glas blickst, zu guter Stunde alle die schimmernden Herrlichkeiten des Barock und des Rokoko dieser gesegneten Stadt aufgehen mögen! Vergiß auch nicht, dir in einer der kuriosen Fischbackstuben an der Alten Mainbrücke zum leckeren Gericht einen Schoppen kredenzen zu lassen. Selbst die Bäcker führen hier, da Brot und Wein seit altersher zusammengehören, einen köstlichen Tropfen, schlürfe ihn mit Bedacht und Andacht, so schlüpfst du auch das Licht Würzburgs, wie es vor dir die weltlichen und geistlichen Herren genießerisch gehalten. Und so mag es uns, find wir längst wieder in anderen Breiten, ergehen, wie es einem der großen Söhne der Stadt des Weins und der Kunst, Max Dauthendey, der aus der javanischen Ferne das geliebte Würzburg also besang: Ach, im Hügelland am alten Main, In dem Rebenland im frohen Franken Möchte ich mit beiden Füßen sein. Richt nur mit den sehnenden Gedanken. Manches gute Lied singt man am „Stein", Manchen guten Tropfen wir dort tranken. Warum muß das Gute fern jetzt sein? Ach, die Liedertage, sie versanken ... der richtige Einsatz dieser Kräfte von besonderer Bedeutung ist. Die Akademikerinnen sind wegen der umfassenden Ausbildung, die sie genoßen haben, der Gemeinschaft in besonderem Maße verpflichtet. Sie können diese Schuld abtragen, indem sie vor allem in ernsten Zeiten mit Einsatz all ihrer Kräfte in die Bresche springen, wo man ihrer bedarf. Das gilt für Angehörige aller Fakultäten. Möglichkeiten für den Einsatz von Akademikerinnen finden sich in breiter Streuung auf allen Gebieten der deutschen Wirtschaft, der Verwaltung und des sozialen Lebens. Die Bewerberinnen wenden sich zweckmäßig an das örtlich zuständige Arbeitsamt. Dort erhalten sie die richtigen Bewerbungspapiere. Betriebe und Dienststellen, die Akademikerinnen einstellen wollen, melden ihre Arbeitsplätze gleichfalls am besten durch das Arbeitsamt an, mit dem sie ohnedies zur Zeit in engster Zusammenarbeit stehen. Wichtig ist, daß das Bestehen dieser Dermittlungseinrichtung recht bald bekannt wird, damit die Akademikerinnen sofort die richtige Stelle aufsuchen, um einen Arbeitsplatz zu erlangen, anderseits auch Betriebsführer, die eine Akademikerin beschäftigen möchten, wissen, wie sie eine geeignete Kraft finden können: gilt es doch in diesen Zeiten mehr als sonst, möglichst zweckmäßig und rasch zu handeln. -ö u: N W grau Zeitschristen. — Das Abc vom sparsamen Selber- schneidern heißt das Preisausschreiben der neuesten „M o d e n w e l t", das könnte gleichzeitig auch Motto des ganzen Heftes sein. Unter den rund 90 neuen Modellen darin gibt es zahlreiche Möglichkeiten für die Verarbeitung von Stoffresten und unbrauchbar gewordenen Kleidungsstücken. Ferner Aus der engeren Heimat. Dom Deutschen NotenKreuz in Alsfeld. * Alsfeld, 3. Okt. Am heutigen Vormittag traf in Alsfeld der Landesführer der Landesstelle 9 Weimar des Deutschen Roten Kreuzes, ^-Brigadeführer, Staatssekretär, DRK.-Generalhauptführer Ort- l e p p , mit seinem Stabe zum Besuch der Kreisstelle Alsfeld des DRK. ein. Kreisführer Oberfeldführer Dr. S ch ö n h a l s stellte ihm seine engeren Mitarbeiter bei der Kreisstelle vor. Anschließend wurden wichtige, das Deutsche Rote -Kreuz betreffende Fragen einer Besprechung unterzogen. 400 Jahre Gemeinderechneramt in einer Fam l'e LPD. Biedenkopf, 3. Okt. Am 1.Oktober waren es 100 Jahre her, daß der Gemeinde- rechnerdienst von W a l l a u in den Händen der ** Gendarmerie-Personalie. Gendarmerie-Hauptwachtmeister Heinrich Hahn in Lollar wurde mit Wirkung vom 23. September 1939 zum Gendarmeriefliachtmeister ernannt. Gleichzeitig wurde er weiter mit der Führung des Gendarmerie- Postens in Lollar beauftragt. ** Städtische Bücherei. Im September sind 1532 Bände ausgeliehen worden. Davon kamen auf: Literaturgeschichte 2, Zeitschriften 13, Gedichte und Dramen 9, Erzählende Literatur 952, Jugendschriften 242, Länder- und Völkerkunde 84, Kulturgeschichte 1, Geschichte und Biographien 136, Kunstgeschichte 9, Naturwissenschaft und Technologie 35, Heer- und Seewesen 30, Haus- und Landwirtschaft 5, Staatswissenschaft 14 Bände. ii.Si Erleichterter Einsatz von Akademikerinnen Bewerberinnen und Betriebsführer wenden sich an das Arbeitsamt. * A A i# Würzburg — durchs Weinglas gesehen. Äon Werner Schumann. Es gehört nun einmal zur Poesie des Reisens, sich den klimatischen und gastronomischen Verhältnissen anzupassen. Auch wenn die Reise-Handbücher nichts darüber sagen, ist es ratsam, in Hamburg Grog, in Bremen Kaffee, in München Bier und in Würzburg — Wein zu trinken, nicht etwa nur, weil diese Getränke in den genannten Orten auf besonders treffliche Weise bereitet zu werden pflegen, sondern weil sie sich gewissermaßen aus der landschaftlichen und geselligen Atmosphäre ergeben und ihr Duft dort Menschen und Dinge zu umschweben scheint. Würzburg durchs Weinglas gesehen — wer's nicht begreifen kann und will, der zähle einmal in den Straßen und Winkeln der leichten, feinen Stadt am Main die Weinhandlungen, Weinstuben, Weinkeller und Schaumweinfabriken. Ihr würziges Aroma be- aleitet uns üuf allen Spazierwegen, die wir bocksbeutelbeflügelt zwischen dem strahlenden Barock der Residenz und dem landbeherrschenden Marienberg unternehmen. Weinberge sind es, die Strom und Burg verbinden seit den Tagen des großen Rudolf von Scherenberg, dessen vertrautes, zerknittertes Antlitz im Mittelschiff des Domes milde auf uns niederblickt. Weinsorten von altem Rang und großem Namen wogen zu den zyklopischen Mauern der Feste empor. Wein mildert die Quadernwucht und lockert die steinernen Blöcke. Scheint nicht auch der kräftige, würzige Stein Auslese und der lieblichere Leisten-Wein, den die Damen gern trinken, seinen geheimen, sinnlichen Zauber in den prunkenden Sälen des Schlosses auszuüben, in den Stuckarbeiten des Antonio Bofsi oder in den Fresken des Venezianers Tiepolo? Das gewaltige Treppenhaus ist ein Lobgesang, in den unser Herz fröhlich einstimmt. Feierlich und doch voll leichten Sinns führt es uns hinauf wie der Wein des reichen Landes, an dem sich doch gewiß auch, falls wir ihre Werke nicht mißverstehen, der minnesingende Walter, der Bildschnitzer Tilman Riemenschneider und der Baumeister Balthasar Neumann zu laben pflegten. „Ein Glas edlen Weins", schrieb Carl Gustav Carus vor hundert Jahren, „fehlt hier nie und erhebt von irdischen Unvollkommenbeiten zu poetischer Ansicht der Dinge, welche nun in Träumen sich weiter fortspinnen wird ..." So läßt uns der Würzburger Rebensaft Flügel der Phantasie wachsen und uns die Quellen des Schöpferrausches jener Großen ahnen, die einst, nun längst zu Erde geworden, in den altberühmten Weinstuben des Juliusspitals oder des „Bürgerspitals zum Heiligen Geist", im „Stachel", beim Brückenbäck ober bei der Schiffbäuerin, um nu rein paar der durstlöschenden Winkel zu nennen, ihre dickbauchigen Flaschen abendlich leerten. Fleischgerichte Abschnitte der Fleischkarte, für Mehlspeisen die betreffenden Brot- (bzw. Mehl-) Marken verlangt werden müssen. Trotz mancher technischen Schwierigkeit werde es nicht zu umgehen sein, daß der Gastwirt von seinen Stammgästen auch Fettkarten verlange. Für eine Reihe von weiteren Lebensmitteln werden Abschnitte der Nährmittelkarte verlangt werben müssen. Das Stammgericht solle so gestaltet fein, daß es ohne Lebensmittelmarken abgegeben werden könne. Schließlich wurde noch über die Form der Le- bensmittelzuteilung an die Betriebe des Gaststätten- und Beherbergungsgewerbes gesprochen und den Mitgliedern aller Ausschluß gegeben, soweit er nach der gegenwärtigen Lage ber Sache gegeben werden konnte. Verschiedene Fragen aus dem Kreise der Berufskameraden wurden beantwortet. Immer wieder wurde darauf hingewiesen, daß es für jeden Gaststätteninhaber zweckmäßig sei, sich streng an die erlassenen Bestimmungen zu halten, wenn er sich vor Schaden bewahren wolle. Die Versammlung wurde dann mit dem ehrenden Gedenken der kämpfenden Truppe, der gefallenen Helden und mit dem Gruß an den Führer geschlossen Tragikomödie in Wilna. Von Karl Leibs. Als der russische General Kutusow — Michail Jlarivnowitsch Golenischtschew, Fürst Smolenskij — die Niederlage, die ihm Napoleon an der Moskwa bereitete, durch seine Siege bei Tarutino, Malo Jaroslawez und Smolensk gerächt hatte, zog er auf ber grimmigen Verfolgung bes Feindes in Wilna ein. Alsbald wurde ihm der Direktor der dortigen Schauspiele gemeldet und trat, da man ihn vorließ, unterwürfig, glatt und geschmeidig lächelnd in Erscheinung. Er habe, sagte der vielgewandte Mann, sich unterfangen, ein dramatisches Gemälde zur Verherrlichung ber glorreichen russischen Armee zu verfassen — ein großartiges, mit geeigneter Musik ausgestattetes und des erhabenen Gegenstanbes würdiges Stück; und er bitte untertänigft um die Erlaubnis, es am heutigen Abenb in Anwesenheit Seiner Exzellenz und der Offiziere des siegreichen Heeres aufführen zu dürfen. Kutusow, mächtig, einäugig (das andere Auge hatte er bei ber Belagerung von Otschakow verloren), mit nachlässig geöffnetem Waffenrock, lehnte am Tisch und betrachtete den geläufig redenden Herrn mit jener heiteren Aufmerksamkeit, die man einer durch humorige Schöpferlaune heworgebroch- Familie Balzer liegt. In großer Gewißenhafttg. kett hat die Familie Balzer in diesem Jahrhundert ihren Dienst versieht. Seil dem Jahre 1908 bis zuni heutigen Tage versieht Heinrich Balzer IV. diese; Amt. Schwer verletzt neben dem Gleis aufgefunden. Lpd. Dillenburg, 3. Okt. Bei Quotshau, sen wurde eine Frau neben dem Bahn, körper der Strecke nach Biedenkopf mit schwe. ren Verletzungen aufgefunden. Sie wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, wo sie das Bewußt, sein noch nicht wiedererlangt hat. Wie sich der Unfall zugetragen hat, kann noch nicht gesagt werden, doch liegt die Vermutung nahe, daß die Frau au; einem fahrenden Zug herausgefallen ist. Landkreis Gienen. > Lollar, 3. Okt. Am Sonntag fand hier in der neuen Schule ein Kurzlehrgang der Luftschutzhauptschule Gießen für dir Untergruppenführer der Gemeindegruppe Lollar des Reichsluftschutzbundes statt. Der Führer der Orts-Kreisgruppe Gießen, Luftschutzoberführer C l o tz, behandelte zunächst das Thema „Einsatz der Amtsträger in ber Gegenwart". Er umrih im einzelnen die Aufgaben, bie ben Amtsträgern durch den Aufruf des Luftschutzes entstanden sind, wie; sie auf ihre hohe Verantwortung hin und ermahnte sie, ihre Pflicht bis zum äußersten zu erfüllen unL so wie der Soldat draußen an der Front ihren Mann zu stellen. Sodann sprach Reviergruvpen- sührer, LS.-Führer Magold, über „Luftschutz- mäßiges Herrichten des Hauses und der Wohnui^, der Gehöfte, sowie LS.-Gemeinschaftsübunqen" in sehr eingehender Weise und gab wertvolle Hinweise aus der Praxis. Hieran schloß sich ein Vortrag de; Ausbildungsleiters ber Orts-Kreisgruppe über „Tätigkeit ber Bautrupps, Schutzraum, Deckungsgräben, Abbichten der Ställe gegen Kampfstoffe", der ebenfalls wertvolle Fingerzeige gab. Der Führer ber Gemeindegruppe Lollar, LS.-Führer Eberle, berichtete sodann über verschiedene Beobachtungen, die bei den Kontrollgängen gemacht wurden, und forderte die Amtsträger auf, ihr besonderes Augenmerk auf die vorschriftsmäßige Verdunkelung, die vielerorts noch sehr zu wünschen läßt, zu richten. Eine rege Aussprache, in der noch die verschiedensten Fragen besprochen wurden, schloß sich an. Hierauf schloß der Ortsgruppenführer in der üblichen Weise die Tagung, die sicher ihren Zweit nicht verfehlen wird. Kreis Alsfeld. * Ruppertenrod, 3. Okt. Frau Elisabeth Kratz Wwe., wohnhaft „In der Ecke" bei ihrem Sohn, Polizeihauptwachtmeister i. R. Friedrich Kratz, konnte dieser Tage ihren 9 3. Geburtstaz feiern. Don ihren vier Kindern sind zwei noch am Leben. Ein Sohn ist im Weltkrieg gefallen. Außer einer großen Zahl von Enkeln hat sie auch eine Reihe von Urenkeln. Sie ist körperlich und geistiz noch verhältnismäßig rüstig und nimmt an den Zeitgeschehnissen lebhaften Anteil. Auch aus alter Zeit weiß sie viel Interessantes zu erzählen. — Ende voriger Woche wurde das Obst in unserer Gemeinde und an ben staatlichen Straßen versteigert. Die Äepfel waren dieses Jahr nicht fo teuer, da die Ernte eine gute war. Birnen uiti Zwetschen gab es weniger, sie waren daher auch etwas teuerer. — Die Kartoffel- und Hack' f r u d) t e r n t e ist als gut zu bezeichnen und zürn größten Teil auch eingebracht. Wo Leute zur Erntearbeit fehlen, treten andere Ortseinwohner ein, damit die Ernte restlos eingebracht wird. Kreis Büdingen. A Schotten, 3. Okt. Am Sonntag^ dem Erntedankfest, wurden im Singsaal der Turnhalle h feierlicher Form die Ehren kreuze an die kinderreichen Mütter in unserer Stadt durch den Orts- gruppenleiter überreicht, nachdem man gemeinsam bie Ansprache des Stellvertreters des Führers an- Sochschulnachnchten. Es wurde übertragen: Dem Professor Dr. med. Erich Letterer in Dresden ber Lehrstuhl für Pathologie in Tübingen, bem Oberregierungsbaurat Dr.-Jng. Erich Marquard in Berlin-Grune- wald ber Lehrstuhl für Kräftfabrwesen und Verbrennungsmaschinen in Aachen, oem Professor Di. Gerhard Moldenhauer ber Lehrstuhl für Romanische Philologie in Wien, dem Professor Dt. Frist Overbeck in Hannover der Lehrstuhl für Landwirtschaftliche Botanik in Bonn, dem Professor Dr. med. Friedrich 2öeigmann in Berlin ber Lehrstuhl für Hygiene in Innsbruck, bem Dozenten Dr. Fritz Baumgart der Lehrstuhl für Kunstgeschichte in Jena, bem Professor Dr. Karl Siern- Hofer ber Lehrstuhl für bie Krankheiten ber Klauentiere in Wien, bem Dozenten Dr. Nikolaus 5)o frei ter der Lehrstuhl für Mathematik tu Wien, dem Professor Dr. Kurt Rehorst der Lehrstuhl für Biochemie und landwirtschaftliche Technologie in Breslau, bem Dozenten Dr. med. Helmut Scharse11er ber Lehrstuhl für Psychiatrie und Neurologie in Innsbruck, dem Professor Dr. med. habil, et phil. Erich Strack ber Lehrstuhl für Stosfwechsel-Physiologie in Leipzig, bert Professor Dr. Werner Ulrich ber Lehrstuhl für systern. Zoologie in Berlin, bem Professor Dr. med. Anton Werkgartner in Wien ber Lehrstuhl für Gerichtliche Medizin in Graz, dem Dozenten Di. phil. habil. Ernst Witt der Lehrstuhl für Mathematik in Hamburg. Don ben amtlichen Verpflichtungen sind entbunden worden: ber ordentliche Professor für Staats- recht an ber Universität Jena Dr. Heinrich ©erlaub; der ordentliche Professor für Kunstgeschichte an der Universität Innsbruck Dr. Heinrich Hammer; der außerordentliche Professor für flämische Sprache an der Universität Leipzig Dr. Andrei; Jolle s; der ordentliche Professor für klassische Philologie an der Universität Erlangen Geheimer Regierungsrat Dr. Klotz; der ordentliche Professor für klassische Philologie an der Universität Graj Dr. Josef M e s k, sämtlich wegen Erreichens der Altersgrenze; der ordentliche Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Jena Dr. Ernt Pape auf seinen Antrag; der ordentliche Professor für klassische Philologie an der Universität Gr«; Dr. Karl Prinz; der ao. Professor der Philosoph»! an der Universität Leipzig Dr. Hermann S ch n ei' ber; der o. Professor der praktischen Theologie an der Universität Marburg D. Alfred Uckeley un? der o. Professor der Mineralogie an der Universität Halle Dr. Ferdinand von Wolff, sämtlich roege^ Erreichens der Altersgrenze Volksgenossen vor Antritt einer Reise gut tun, sich an den Aushängen im Bahnhof über die Fahrzeiten und die Zugfolgen der Reichsbahn zu vergewissern. DerEinsatz des BDM. für die Wintermonate festgelegt. NSG. Auf einer Tagung der Untergauführerinnen bes BDM.-Obergaues Hessen-Nassau am Dienstag in Wiesbaden gab Obergauführerin Else Riese die Richtlinien für ben Einsatz bes BDM. in den kommenden Wintermonaten bekannt. Besondere Ar- bettsmöglichkeiten eröffnen sich in dem verstärkten Einsatz für das Deutsche Rote Kreuz und bei der Zusammenarbeit mit dem Amt für Volkswohlfahrt der NSDAP. Gauamtsleiter Haug sprach im Rahmen dieser Arbeitstagung im einzelnen über diese Möglichkeiten und über die Aufgaben, bie einen besonderen Einsatz des BDM. nötig machen. So werden die in ben kommenden Wochen in unserem Gau entstehenden Kriegs-Kindertagesstätten der NSV. mit Kräften aus bem BDM., mit BDM.-Mädel, Öungmäbel und Mädelführerinnen besetzt werden. Der übrige Verlaus ber Tagung ergab einen Arbeitsbericht über bie verflossenen Wochen und über die vielseitigen Möglichkeiten ber Aufgabengebiete des BDM., die auch im Winter 1939/40 verstärktes Arbeiten forbern. Werteschaffende Ausflüge. Mit Recht ist daraus hingewiesen worden, daß Kraststosf nicht zu Spazierfahrten und Ausflügen mißbraucht werden darf. Es kann auch wirklich darauf verzichtet werden, um so mehr, als man in größerer Nähe feines Wohnsitzes mit der Erholung bes Ausfluges gleichzeitig nützliche Arbeit verbinden kann. Infolge ber großen Inanspruchnahme durch die Tätigkeit auf dem Acker fallen jetzt viele Kräfte derjenigen aus, die sonst um diese Zett fleißig die Wildsrüchte bes Waldes, in erster Linie Pilze fammelten. Diese sind ein wichtiger Teil unserer Ernährung und dürfen nicht umkommen. Wer also seine freie Zeit verwendet, um den Wald „durchzukämmen", handelt nützlich für sich und die Gemeinschaft. Einige Pilze kennt wohl jeder Volksgenosse so genau, daß er nicht der Gefahr der Verwechslung mit giftigen ausgesetzt ist. Er möge sich zunächst aus bie Werbung dieser beschränken. Darüber hinaus sollte er sich durch Befragen wirklicher Kenner auch mit anderen Sorten vertraut machen. Dabei ist systematisch und geduldig vorzugehen, etwa, indem man sich von Sonntag zu Sonntag auf eine neue Art konzentriert. So eignet man sich allmählich ein sicheres und gründliches Wißen der Pilzkunde an. Die Wirtschafts gruppe Gaststätten- und Beher- bergungsgeroerbe, Kreisgruppe Gießen, hatte für den gestrigen Dienstagnachmittag ihre Mitglieder zu einer Kreisversammlung in dem Saalbau Liebig- straße zu Gießen zusammengerufen, die ben Mitgliedern manchen wichtigen Ausschluß gab. In der Versammlung wurde insbefonoere bie Durchführung des Lebensmittelkartensystems und die Frage der Zuteilung von Lebensmitteln erörtert. Kreisgruppenleiter Herr (Gießen) leitete die Versammlung. Der Geschäftsführer der Kreisgruppe, Sauer, gab Richtlinien bekannt, bie von ber Neichsfachgruppe herausgegeben wurden und den Angehörigen bes Berufsstandes wertvolle Hinweise für bie Handhabung der Lebensmittelkarten und viele andere Fragen gaben. In diesen Richtlinien wird eingangs besonders darauf hingewiesen, daß es notwendig sei, das Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe leistungsfähig zu erhalten. Von allen Angehörigen des Berufsstandes werde gefordert, daß sie sich der Größe der Aufgabe, die die Gegenwart stellt, bewußt seien. Es wurde nach- brücklich darauf aufmerksam gemacht, daß di? Speisekarte denkbar einfach fein solle, daß die Preisgestaltung gerecht sein und jeder Nachprüfung standhalten müsse, schließlich müsse auch mit allen vorhandenen Derbrauchsgütern und Lebensmitteln sparsam gewirtschaftet werden. Es gelte, bie fleischlosen Tage strikt einzuhalten, Eintopfgerichte dürften höchstens dreimal in der Woche gegeben werden, täglich sei auch ein Stammgericht in die Speisekarte aufzunehmen, das einfach, schmackhatt und preiswert sein solle. Das Stammgericht solle insbesondere eihe Dienstleistung an der Volksgemeinschaft darstellen. Ferner müsse von den jahreszeitlich anfallenden Gemüsen weitgehend Gebrauch gemacht werden. Ferner wurde gebeten, davon abzusehen, fremdländische Namen für die einzelnen Gerichte in der Speisekarte zu nennen. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurde über die Frage der Lebensmittelkarten gesprochen. Es wurde eindeutig darauf hinaewiesen, daß es in Zukunft nicht angängig sei, Speisen ohne entsprechende Entgegennahme von Lebensmittelkarten abzugeben, da ber Gastwirt keineswegs mit außerplanmäßigen Zuweisungen von Lebens- und Nährmitteln rechnen könne. Das bedeute, daß für ten wunderlichen Kreatur widmet. Dann wischte er ben Vorschlag mit einer abschließenden Handbewegung weg. „Ich verzichte", sagte er. „Aber ich habe mir erzählen lassen, daß Sie ein ebenso großartiges dramatisches Gemälde zur Verherrlichung der glorreichen französischen Armee verfaßt und zu Ehren des Kaisers Napoleon in Ihrem Theater gespielt haben. Dieses Stück will ich sehen. Sie werden es heute Abend vor mir, meinen Offizieren und Soldaten und den vornehmsten Bürgern der Stadt aufführen." Seine Stimme schwoll zu drohender Stärke. „Sie werden es Wort für Wort so geben wie damals. Wenn Sie etwas weglassen, werden Sie Mitsamt Ihren Schauspielern eingesperrt. Und wenn die Aufsühung schlecht ist, laße ich sie solange wiederholen, bis sie mir gefällt — und sollte es die ganze Nacht dauern." Der jammernde Protest des Direktors verhallte, da Kutusows Wink den nachdrücklich drängenden Griff einer. Ordonnanz in Tätigkeit gesetzt hatte, auf bem Hausflur. Am Abend füllte sich das Theater mtt den erwartungsvollen russischen Eroberern. Kutusow, von seinem Stabe umgeben, saß mächtig und massig in der Ehrenloge und strahlle in genießerisch aus gekostetem Vergnügen. Neben ihm hockte der unselige Direktor und löste sich angstschlotternb zusehends in feine Bestandteile auf. Die Darsteller, denen der Schweiß durch bie Schminke strömte, spielten unter Höllenqualen mit ber Todesverachtung, wie sie die Verzweiflung verleiht. Jedesmal, wenn eine schwungvolle Tirade zur Verherrlichung Napoleons und ber Franzosen durchs Haus hallte, gab Kutusow das Zeichen: und Gelächter und Beifall donnerten durch bas Theater. „Sie haben mir", sagte Kutusow am Schluß, als der letzte große Lachanfall über die Apotheose ihn wieder zu Atem kommen ließ, zu den Resten des Direktors, „ben seltsamsten Theaterabend aller Zeiten und ein besonders eindrucksvolles Beispiel polnischer Nationaldichtung gezeigt. Da der Kaiser der Franzosen Sie gewiß nicht nach Gebühr belohnt hat, nehmen Sie das da als Zeichen meiner Erkenntlichkeit." Und ber Direktor blieb, zu feinem Wort und keiner Bewegung fähig, mit einem prallen Deutel voll guter russischer Silberrubel in der starren Hand in ber leeren Loge zurück. in Gold: Kirchner, Marie hmeyer mit 108 (107,75) und nm ch Pause Sie- Jto mit 151,50 (1:3,50) ein. Maschinenaktien lagen 0,50 bis 1 v. ch. sonders für Zigarren und Schauinwein zu davon im allgemeinen die vorhandenen fßi ,u, weil bestände der Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) dem viel Erziehung und Höflichkeit liegt. Ihre Ge- I hnrtfnw Knmmom nm mit itnh e auch eh und geilii; nmt en b» h aus ch: erzählen - t in unjiii’ raßen »er» Jahr nicht h Birnen ul' daher w. und en und zur :e zur CM wahner fr. rd. ung bei Erhöhungen von 0,50 bis 1 v. ch., ch. Mittelstahl sogar plus 1,50 v. ch. auf 100. Handball: Deutschland - Dänemark. Der vierte Handball-Länderkampf zwischen Deutschland und Dänemark steigt am kommenden Sonntagnachmittag auf dem VfB -Platz in Leipzig. Deutschland ist es nicht schwer gefallen, eine spielstarke Nationales auf die Beine zu bringen, obwohl viele Spitzenkönner unter den Fahnen stehen. Die Dänen, bekannt als erstklassige challenhandballspieler, haben in den letzten Jahren auch im Feldhandball große Fortschritte gemacht und erst kürzlich konnten sie Schweden im Länderkampf ganz überlegen schlagen. Bisher fanden drei deutsch-dänische Begegnungen, bei denen die Dänen stets die deutsche Ueberlegenheit anerkennen mußten. Man darf erwarten, daß es in der Messestadt Leipzig zu einem sehr spannenden iw» aufsM rme Staffel 1: 8. 10.: Hörnsheim — Hochelheim: Dornholzhausen — Lützellinden: Holzheim — Münchholzhausen. — 15. 10.: Hochelheim — Dornholz- Kampf kommen wird, bei dem allerdings deutsche Sieg nicht zweifelhaft sein sollte. Spiele um den Lahnpokal im Handball. Terminliste für die Vorrunde! nicht' eine Ecke. »rmihert Severin und zieht Leinfelder in danken klammern sich an Dr. Severin, der gut und „ ,mei Stunden bricht die Geschichte zuverlässig zu sein scheint. Der Film, ihr Ehrgeiz, durch, dann sind die Aussichten die Männer — alles ist setzt weggeblasen und un- ^ai^ N^ll Reden Sie ihr um Himmels willen zu. wichtig. Wichtig ist.nur das nackte Leben das m gg föt mal Sawi Morphium geben fürs die Hand dieses fremden Arztes gegeben ift i dem EM lurnhalle r ! an die fr rch den Dfr n gemein'rj Führers m Mein-Mainische Börse. Freundlich. - - fr I Hrn diiic M Lullen iqj bis weit über diesen Termin hinaus reichen werden. Der Retchsfinanzrninister hat sich in einem Erlaß (vom 19.9 1939) mit dieser Frage besaßt. Er weist zunächst darauf hin, daß die Unternehmer $ur Entrichtung des Kriegszuschlages in gewissem Umfange auf ihre flüssigen Mittel und ihre Kredit- Wirtschaft. Gießener Schlachtviehmarkt. Im § 15 der ersten Durchführungsverordnung über den Kriegszuschlag zum Kleinhandelspreis von Bier, Tabakwaren und Schaumwein ist bestimmt, daß alle Einzelhandelskaufleute und Gastwirte den am 11.9.1939 vorhandenen Bestand an Bier, Tabakwaren und Schaumwein bis zum 20.10.1939 nachversteuern. Die Nachversteuerung der alten Bestände wird den Kaufleuten wenig Schwierigkeiten bereiten, deren Bestände am 11. 9" 1939 nur gering waren, oder denen es möglich ist, bis zum 20. Oft. 1939 ihre Bestände zu veräußern (z. B. Bier und Zigaretten). Zn manchen Fällen werden jedoch die Kaufleute zur pünktlichen Zahlung des Kriegs- Zuschlages nicht in der Lage sein. Dies trifft be- möglichkeiten zurück«ugreifen haben. Anderseits darf jedoch nicht verlanA werden, daß alle Hilfsquellen zur Entrichtung des Kriegszuschlages erschöpft werden. Es ist vielmehr Stundungsanträgen und Anträgen auf Ratenzahlung zu entsprechen. Werden monatliche Ratenzahlung gewährt, so haben die Finanzämter jedoch daran die Auflage zu knüpfen, daß der Steuerpflichtige monatlich mindestens den Kriegszuschlag entrichtet, der den im vergangenen Monat verkauften Warenbeständen vom 11. 9.1939 entspricht. Zur Erfüllung dieser Auslage gehört es, daß der Steuerpflichtige die Lieferungen von Waren aus dem alten Bestand buchmäßig gesondert aufzeichnet. Unter Umständen werden die Finanzämter auch die Stundung von einer Sicherheitsleistung abhängig machen. Durch diesen Erlaß des Reichsfinanzministers ist sichergestellt, daß die Finanzämter berechtigten Anträgen auf Stundung entsprechen und daß Schwierigkeiten für den Kaufmann infolge der Nachver- steuerung vermieden werden, weil sie nur den Betrag zu entrichten brauchen, der ihnen vom Kaufenden im Kaufpreis erstattet ist. WsliMöerMlnöe Roman oon Walter topfet lepyrlBht Du larl Dumfcr Verlag - Berlin«62 Nach Versteuerung der alten Bestände von Tabakwaren und Schaumwein. Stundungen und Ratenzahlungen ermöglicht. Vollstreckungsschuh in der landwirtschaftlichen Siedlung Kündigungsschutz von Kleingärten. erste. Dann können die Sanitäter die Dame in mein Krankenhaus bringen." „Gestatten Sie, daß ich das mit Fräulern Fabri bespreche." Severin verläßt mit der Wirtin das Zimmer. Er telefoniert mit einem Nachbarkollegen, der ihm zu assistieren pflegt. Er telefoniert mit der Operationsschwester und der Sanitätskolonne. Alles klappt wie am Schnürchen Nun kommt Leinfelder hinzu und murmelt: „Ich habe sie so weit: aber könnte man sie nicht in eine Klinik bringen, in die nächste größere Stadt? Sie müssen bedenken, daß ich eine Art Verantwortung trage. Mein Wagen unten ist schnell, bequem und stoßsicher." „Das wäre Mord, Herr! Es ist mit Sicherheit anzunehmen, daß dieser Transport den Durchbruch beschleunigt. Wollen Sie dasauf sich nehmen? Oder setzen Sie Zweifel in mich und meine Anstalt?" ,^ch dachte, in einer großen Klinik..." „... sind auch nicht besser eingerichtet als ich. Sie können ganz aüßer Sorge sein." „Wenn man einen Fachchirurgen beiziehen würde?" „Das steht bei Ihnen", sagte Severin kühl und gekränkt. Er verträgt es nicht, wenn man seinem Können mißtraut. Wie diese Stadtfräcke immer angeben! Leinfelder saust ans Telefon, bekommt ewig keinen Anschluß und erfährt schließlich, daß der Professor in I. verreist ist. Einen Assistenten könnten sie gegebenenfalls schicken Leinfelder verzichtet. Dann schon lieber diese Landpomeranze, diese eingebildete, gekränkte Leberwurst Dr. Severin sitzt unterdessen am Bettrand und beschwichtigt: ,, . diese ■ Angst ist ganz unnötig. Es ist nicht zu spät. Ich werde Ihnen gar keine Schmerzen machen. Sie bekommen etwas zu riechen, werden einschlafen, und wenn Sie aufwachen, ist alles weg Wer wird denn weinen! Man muß zu dem Onkel Doktor doch ein bissel Vertrauen haben. Na, sehen Sie! Jetzt haben wir keine Angst mehr, was?" „Doch", haucht die Fabri und nickt dreimal mit dem Kopf. Severin hat ihr wie einem kleinen Mädchen das Gesicht angerieben, und sie schaut nun wieder ganz manierlich aus. Das Morphium wirkt und entführt sie in federleichte Regionen. Sie versucht sogar ein kleines Lächeln, ein Aufwand, in hausen; Lützellinden — Holzheim; Münchholzhausen — Hörnsheim. — 22. 10. Dornholzhausen — Münchholzhausen: Holzheim — Hochelheim; Hörnsheim — Lützellinden. — 29.10.: Dornholzhausen — Holzheim; Hochelheim — Lützellinden. — 5. 11.: Holzheim — Hörnsheim; Lützellinden — Münchholzhausen. — 12. 11.: Hörnsheim — Dornholzhausen; Münchholzhausen — Hochelheim. Staffel 2 : 8. 10.: Garbenheim — Niedergirmes; Atzbach — Katzenfurt; Krofdorf — Dutenhofen. — 15. 10.: Niedergirmes — Atzbach; Kätzen- furt — Krofdorf; Dutenhofen — Garbenheim. — 22. 10.: Garbenheim — Katzenfurt; Krofdorf — Niedergirmes; Atzbach — Dutenhofen. — 29. 10.: Niedergirmes — Katzenfurt; Garbenheim — Atzbach. — 5. 11.: Katzenfurt — Dutenhofen; Atzbach — Krofdorf. — 12. 11.: Dutenhofen — W.- Niedergirmes; Krofdorf — Garbenheim. Staffel 3: 8. 10.: 1900 Gießen — Mtv. Gießen; Heuchelheim — VfB.-R. Gießen — Londorf; SA. 116 Gießen. — 15. 10.: Mtv. Gießen — Heuchelheim; DfB.-R. Gießen — Londorf; 10.: Mtv. Gießen — VfB.-R. Gießen; Heuchelheim — SA. 116 Gießen — 1900 Gießen. — 22. 10.: Heuchelheim — SA. 116 Gießen; Londorf — Mtv. Gießen; 1900 Gießen — VfB.-R. Gießen. — 29. Nicht operieren, bitte, bitte", fleht die Fabri und bohrt ihre hübschen großen Augen in sein Gesicht. Sie hat gräßliche Angst, neben der sogar die Schmerzen verblassen. Könnte man nicht abwarten, einen Tag viel- teid^ Eisbeutel machen?" meint Leinfelder Saflbaft. „Möchte ich nicht empfehlen. Ganz und gar ordnung noch nicht durchgeführt ist. Durch Zeitablauf endende Pachtverträge gelten als auf unbestimmte Zeit verlängert. Die nach dem Kleingarten- recht zuständige höhere Verwaltungsbehörde kann Ausnahmen von dieser Vorschrift vor allem bei Inanspruchnahme von Kleingartenland für Zwecke der Reichsverteidigung zulassen, wenn die Kleingärtner geeignetes Ersatzland und eine angemessene Entschädigung erhalten. Streitigkeiten, die sich aus der Anwendung dieser Verordnung ergeben, werden von der höheren Verwaltungsbehörde unter Ausschluß des Rechtsweges endgüllig entschieden. Diese (im Reichsgesetzblatt Teil I Nr. 193 vom 30. 9.1939 veröffentlichte) Verordnung tritt mit dem Tage ihrer Verkündung in Kraft. zieht er sich diskret ans Fenster zurück und dreht sich um. „Haben Sie diese Schmerzen in der rechten Seite schon lange?" „Seit heute früh. Mit Unterbrechungen. Ich habe mich auch übergeben müssen", stöhnt die Fabri. „Ganz schlimm ist es aber erst seit Mittag." ,Lch habe dem Fräulein Tee gemacht, Herr Doktor. Kamillen und Muiterblätter. Auch übergewärmt haben wir, aber das tut ihr nicht aut, sagt sie", mischt sich Frau Muggenthaler ins Gespräch. Dr Severin hat die Hand unter der Bettdecke und drückt behutsam. „Hier, nicht?" Die Fabri nickt heftig. Der Tee und die Wärme waren ein großer Blotsinn, denkt Severin, verschweigt es aber mit Rücklicht auf die Wirtin „Blinddarm." Leinfelder bekommt blasse Ohren und denkt: das ist eine schöne Schweinerei. Nette Geschichten macht mir das Mädel. „ Da muß natürlich sofort was geschehen , erklärt Dr" Severin bestimmt. Und sieht die Fabri an und bann Leinfelder. „Es ist die allerhöchste Zeit. Hat die Dame einen Beruf?" „Sie ist beim Film " „So. Leim Film, tzm." Also |o I-h-n dl- Füm- damen aus. Reichlich seltsam. Das haar sehr hell (ehr blond, messimmelb und pebleichi, bat viel von seiner Apartheit eingebußt. Die schwarzen Stricke welche die Augenbrauen ersetzen, sind ver- Mjmiert und von Tranen verwischt Aus dem Kissen sind komische rote kleine Mlinder . nicht lehr appe- fitlid) das Ganze Alles in allem -in G-stcht w,e es Dr Severin in seiner Praxis bisher noch nicht vor- gekommen ist. Jetzt fängt die Fabr, unterdrückt zu "^.Aberaberaber. Nur keine Angst, liebes Fräulein So schlimm ist das nun nicht. Wir werden es ganz schmerzlos machen, und ui o.er Wochen können Sie wieder tanzen" tröstet er und tatichest Frankfurt a. M., 3. Oktober. An der Börse hrrschte eine freundliche und zuversichtliche Stirn- Miig. Von der Kundschaft lagen überwiegend ir&ige Anlagekäufe vor, so daß am A ktien- -- ,- -----, Katharine Dolph, Kätchen Adam, Christine Stockum und (tu . 2-argarete Faatz. An.fünf Frauen wurde das fil= ferne, an sieben Frauen das bronzene Ehrenkreuz fliehen. — Die heute abgehaltene städtische Obst- 0?rfteigerung bradjte bei dem guten Behang otsf) i Dir vielen Bäume einen ansehnlichen Ertrag. jfor Dr.R Lehrstuhl? i egierungKk'i Sfl sra HM Bem W* «58* rJ dem« .[ fiir M Dr. iw Bffl Sj !hl fl'H ■es ’ste '!»en müssen. Sie haben ihn von der alten Kerzlem ^■geholt, der er eine Spritze gemacht hat. Nun W ist er da, stellt sich gemessen Leinfelder vor MÄ Frau Muggenthaler zu und legt seinen Hut P die Kommode. Er bringt ein Thermometer zum P'schein, ein Perkussionshämmerchen und em Hor- vlr. Er greift reflexartig nach dem Puls der Kran- M die er für Leinfelders Frau hält, und fragt mit |W*r temperierten Freundlichkeit, wie sie Aerzten I Empfangschefs von Berufs wegen eigen t) . I tut es weh, bitte?" . l Enfelder übernimmt die BerichterstaUung; dann Eine im Reichsgesetzblatt I Nr. 193 veröffentlichte Verordnung des Reichsministers der Justiz und des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft verlängert die Geltungsdauer der Verordnung über einen Vollstreckungsschutz in der landwirtschaftlichen Siedlung vom 5. 4. 1938 bis zum 31. Dezember 1940. Nach dieser Verordnung angeordnete Vollstreckungsbeschränkungen treten erst mit dem Ablauf des 31 12. 1940 außer Kraft. Der Reichsarbeitsminister 'hat u. a. verordnet: „Pachtverträge über kleingärtnerisch genutztes Land dürfen vom Verpächter nicht gekündigt werden. Bereits ausgesprochene Kündigungen sind rechtsun- wirksam, wenn die Räumung des verpachteten Geländes im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Ver- •iats= und Länderanleihen kaum verändert, Stadt - Leihen vereinzelt etwas gebessert. .Im Freiver- e!r späte Schuldbücher 98,25 (98), auch Wiederauf- nizuschläge noch gefragt. Steuergutscheine I (März) ?57V2, Avril 97,55. Sm Verlaufe erhielt sich die festere Haltung, zu- m:I etwas Nachfrage des Rheinlandes verblieb, frlfach ergaben sich weiterhin kleine Erhöhungen, üjsinstahl 123 nach 122,50, IG.-Farben 156,25 bis 15,50 nach 156,65, Demag 130,50 nach 130, Manin. mann 101 nach 100,90, hingegen Gesfürel 133,90 üch 134. das Freiverkehrs geschäft war belanglos. Hin nannte: Katz & Klumpp 91 bis 93, Rastatter Biggon 40 Geld, Elfäß. Bad. Wolle 78 bis 80. uqesgeld sehr leicht mit 2 (2,25) v. H. Frankfurter Schtachtmehmark» Frankfurt a.M., 3. Okt. Auftrieb: Kälber 752 frgen 869 am 26. 9.), Härnrnel und Schafe 88 (117), verneine 1559 (2020). Notiert wurden je 50 Kilo- Lebendgewicht in RM.: Kälber a) 62 bis 65 (62 bis 65), b) 55 bis 59 (55 bis 59), c) 43 bis 50.(45 bis 50), d) 30 bis 40 (30 bis 40). Härnrnel a2 49 bis 50 (49 bis 50), b2) 46 bis 47 (46 bis 47), cs— (44), d) 28 (39). Schafe a) 42 (40 bis 42), b)35 bis 39 (34 bis 39), c) 20 bis 32 (26 bis 32). 66 meine a) 61 (61), bl) 60 (60), b2) 59 (59), c) 55 d) 52 (52), Sauen gl) 60 (60). Marktverlauf: IcLer, Schafe und Schweine zugeteilt. i s-ört hatte. Es erhielten das Kreuz bis^ Sriebride Sck)walb, Katharine Kirchnc IV. jj? |=pp, Katharine Müller, Elise Neeb, uiw] hlNLki', W- v'v' -----O-----1 ' ---, I- öorNbti «ar tt zumeist Besserungen von durchschnittlich ^Pe iit;: 1’0 bis 1 v. H. eintraten. Die Umsatztätigkeit blieb ' MKch im engen Rühmen, da man die bevorstehen- ampfftopj ba Ereignisse ab wartet. Am Montanmarkt gerpan- Der W Hiti Mannesmann 1,13 v. H. auf 100,90, Rheinstahl LT.-Mj. MO v. H. auf 122,50, Deutsche Erdöl 1,25 v. H. auf eben^^ 1^0 und Verein. Stahl 0,40 v. H. auf 93,40. Jen gemet K.-Farden befestigten sich auf 156,65 (155,75). auf, ihr j:, Mn Elektrowerten setzten Gesfürel mit 134 (132,50), näßige B Mmeyer mit 108 (107,75) und nut' u wünlifl Wns mit 200,90 (201,90) und Bekul .. _ ______ in der Z ®Ü3,5O) ein. Maschinenaktien lagen 0,50 bis 1 v. H. urben,ff (Fortsetzung folgt) Der Marschallsiab imTornister Fünf deutsche Generale aus dem Mannschaftsstand. Das Wort vom Marschallstab im Tornister wird kaum irgendwo sonst fo eindeutig in die Praxis umgesetzt, wie in der Wehrmacht des Großdeutschen Reiches.. Das ergibt sich aus einer Uebersicht des Bundesorgans des Reichstreubundes ehemaliger Berufssoldaten, worin hervorgehoben wird, daß gegenwärtig in der deutschen Wehrmacht fünf Generale zu verzeichnen sind, die aus dem Mannschafts st ande hervorgegangen sind und nicht den üblichen Weg über den Fahnenjunker in die Offizierslaufbahn nahmen. Zunächst verzeichnete die „Geschichte des deutschen Unteroffiziers" lediglich, den General Wecke von der Luftwaffe als einen, der von der Pike auf gedient hat. Run sind jedoch mit den Tannenberg- Beförderungen einige weitere Offiziere in der gleichen Weise zum General befördert worden. Es sind dies die nunmehrigen Generale- Deinhard (Luftwaffe), Thams, Kleist und Th o fern. Diese ehemaligen Unteroffiziere haben sich im Weltkrieg 1914/18 den Offiziersrang erkämpft und sind dann mit Dorpatentierungen auf der militärischen Stufenleiter bis in die Generaliät ausgerückt. Hunderte alter Unteroffiziere, die in Offiziers- stellungen der Wehrmacht Großdeutschlands dienen und heute wieder kämpfen, erleben so, wie die Führung der Wehrmacht nicht das Herkommen der Soldaten, sondern allein die Tapferkeit, Tüchtigkeit und Fähigkeit bei den Beförderungen würdigt. Die Beförderungen tüchtiger Unteroffiziere zu Offizieren bis in die höchsten Rangstufen hinein ist aber auch deshalb so bemerkenswert, weil in Deutschland im Gegensatz zu manchen anderen Staaten auch Beförderungen von Unteroffizieren zu Offizieren der Grundsatz nicht verlassen wird, daß die so Herausgehobenen das gleiche Maß an Wissen, Können, Erfahrung und vor allem Charakterhal- tnng nachzuweisen haben, wie diejenigen, die auf dem Weg über den Fahnenjunker in die Offiziers- laufbahn gelangen. Der Marsch der Deutschen in polen. Heute singen die deutschen Truppen in Polen den „Marsch der Deutschen in Polen", der uns allen aus dem Rundfunk wohl vertraut ist. Sein Text beginnt mit den Worten: „Was auch daraus werde, steh' zur deutschen Erde, bleibe wurzelstark. Kämpfe, blute werbe, für dein höchstes Erbe, siege oder sterbe, deutsch sei bis ans Mark!" Rub erzählt der Dichter dieser Verse, Heinrich Gutberlet, in einer Berliner Zeitung die Geschichte dieses Textes. Das Gedicht ist bereits 26 Jahre alt. Gutberlet schrieb unter dem Eindruck des Kampfes der österreichischen Deutschen um ihr Volkstum gegen die schwarz-gelbe Politik und gegen die slawische Ueberfremdung schon 1897 „Kampflieder aus der Ostmark", die die österreichische Regierung verbot, aber die eben darum in dem österreichischen Volkstum zahlreiche Leser fanden. Als Gutberlet im Jahre 1913 auf einer Wanderung durch den böhmischen Teil des Erzgebirges die fortschreitende Bedrängnis der Volksdeutschen durch die tschechische Ueberfremdung sah, gab ihm dieses Erlebnis die Eingebung zu einem Feuerspruch. Daher schließen sich an die eben zitierten Verse auch die folgenden Zeilen: „Was dich auch bedrohe: Eine heil'ge Lohe aib dir Sonnenkraft! Laß dich nimmer knechten, Gott gibt dem Gerechten wahre Heldenschaft." Dieser „Feuerspruch" ist also aus der Not des Grenzdeutschtums dichterisch empfangen; er wurde im Weltkrieg veröffentlicht und auch durch etwa 20 Komponisten vertont, darunter auch durch Hugo K a u n. Aber die Verse wurden nicht Volksgut. Erst im März 1934 las sie der volksdeutsche Abgeordnete im polnischen Sejm, Eugen Naumann, vertonte das Gedicht und sprach die Hoffnung aus, daß es das Lied der Deutschen in Polen werde. Die Nau- mannsche Melodie ist dann durch den Heeresmufik- infpizienten Professor Schmidt zu dem „Marsch der Deutschen in Polen" geformt worden. Oer Monat her Milchstraße. Oer Sternenhimmel im Oktober. Bon Or. Erwin Koffinna. Der gestirnte Himmel erhält in diesem Monat sein Gepräge durch das eindrucksvolle Nebeneinander der beiden größten Planeten Jupiter und Saturn, die im Osten während der ganzen Nacht sichtbar sind. Jupiters Glanz übertnfit den der Wega um das Zehnfache. Im Fernrohr sieht man beiderseits der hellen Aequatorzone zwei dunkle, bräunliche Streifen, die sich scharf abheben, im einzelnen jedoch zahlreiche helle und dunkle Flecken aufweisen, deren Lage und Form sich dauernd ändert. Wir blicken also nicht auf die Jupiteroberfläche, sondern auf eine in der Jupiteratmosphäre befindliche mächtige Wolkenschicht, die in wirbelnder Bewegung sich befindet. Saturn gelangt am 22. Oktober in den Gegenschein zur Sonne und erreicht zugleich mit 1242 Millionen Kilometern seine geringste Entfernung von der Erde. Da in seiner Nähe keine besonders Hellen Fixsterne stehen, erscheint Saturn, der Wegahelligkeit erreicht, als ein auffälliges Gestirn. Er besitzt den zehnfachen Erddurchmesser und ist nur wenig kleiner als Jupiter; wegen seiner größeren Entfernung von der Erde und der geringeren Bestrahlung durch die Sonne ist seine Helligkeit kaum ein Zehntel der Jupiters. Das aus zahllosen Meteoriten bestehende Ringsystem des Saturn, dessen schmale Außenkante 1937 allein sichtbar war, ist jetzt weit geöffnet. Saturn bietet daher im Fernrohr einen wunderbaren Anblick: die stark abgeplattete Kugel inmitten eines freischwebenden, dreifach geteilten Ringes. — Tief im Süden zieht der rötliche Mars seine Bahn. Obwohl er mit zunehmender Entfernung von der Erde beträchtlich an Leuchtkraft verloren hat, beherrscht er nach wie vor den Südhimmel. Sein Untergang erfolgt kurz vor Mitternacht. Merkur und Venus bkeiben unsichtbar. Uranus steht als Stern 6. Größe im Bild des Widders und kann während der ganzen Nacht beobachtet werden. Auch im Oktober bildet die Milchstraße den schönsten Schmuck des Fixsternhimmels. Infolge der Verdunkelung kann jetzt auch der Großstädter die prächtige Naturerscheinung mühelos betrachten. Treten wir an einem klaren, mondlosen Herbstabend gegen 21 Uhr ins Freie, so sehen wir die Milchstraße wie einen mattleuchtenden Lichtbogen von Nordasten, wo die helle Kapella rm Fuhrmann funkelt, durch den Zenit nach Südosten Ziehen. In ihrem östlichen Ast liegen Fuhrmann, Perseus, Kassiopeia, Cepheus; in dem westlichen Schwan, Leier, Adler, Schild des Sobieski und Schlangenträger. Die auffallend Hellen Sterne, die diese Sternbilder zusammensetzen, sind fast ausnahmslos Lichtriesen in der verhältnismäßig geringen Entfernung von 50 bis 500 Lichtjahren. Der Helle Grund der Milchstraße wird dagegen von Milliarden fernster Wir haben uns verlobt ' Ruch Wintterlin Max Hardt Frankfurt a. M. (Rotlintstraße 22) Gießen 1. Oktober 1939 6226D Zhre Verlobung geben bekannt Gertrud Schuchard Or. med. Karl Schaum Gießen Kirn a. d. Nahe lm Oktober 1939 6213D Muß das Heizen Schmutz machen? Ganz gleich welche Oefen Sie haben — durch gute Heizgeräte vermeiden Sie Schmutz und sparen Arbeit Koksschütter, Brikettträger, Ascheneimer, Schaufel, Haken, Ofenvorsetzer u. Ofenschirm. Diese Helfer bekommen Sie preiswert und gut bei J.B.Häuser I Gießen, a.Oswaldsgarten (Parkplatz) Fernruf Nr. 2145-2146 BeröimltlonflsM« 1,50 breit, in Nollen von 50, 100 und 200 Meter, schwarz, bis auf weiteres lieferbar. 6224V Wilh.Schnndt,Paviergroßhand., Kreuztal i. W., Nuf 358. tu J-B Lh Gewinnauszug 5. Klaffe 1. Deutsche Reichslotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten 23. Ziehungstag 28. September 1939 Vn der heutigen Nachmittagszlehung wurden gezogen 3 Gewinne zu 60000 RM. 208603 6 Gewinne zu 20000 RM. 7670 147777 6 Gewinne zu 6000 RM. 81165 288763 3 Gewinne zu 4000 RM. 309368 16 Gewinne zu 3000 RM. 7605 63738 73335 154849 295205 30 Gewinne zu 2000 RM. 330 107035 110830 121418 140731 140737 199631 238825 246329 312946 111 Gewinne zu 1000 RM. 29496 29701 33761 36426 42550 46098 48074 56761 67302 169681 184499 191008 194316 207918 219887 223065 246045 247435 255735 260756 261904 301174 303977 307346 318355 324063 332162 336842 361970 353000 356941 367903 366680 376676 377867 378127 392020 243 Gewinne zu 500 RM. 3926 24288 25618 32321 35164 44762 66845 69661 72529 72636 76218 87097 94306 96841 97586 107733 116655 121114 122296 125218 126973 127110 136869 147381 156470 157074 158115 169716 176881 176889 182584 184523 186243 196624 205837 206971 212807 214357 215634 228968 229230 232706 233036 236938 238460 238942 247342 261321 267906 268580 272180 277245 279416 282232 285140 303265 305024 316173 315409 316781 319562 323050 326262 341287 346204 348043 355125 356738 360188 362120 362182 363327 370166 370327 373475 373816 374888 375129 382015 393955 398283 390 Gewinne zu 300 RM. 2929 3939 5507 7765 10545 11882 13458 15048 16002 19875 21023 21797 24388 24801 33500 40139 40580 44494 45701 47130 48977 49445 50069 67400 59698 64333 70383 73120 74677 80371 80685 83410 87199 98940 99472 107769 109338 115586 121600 126155 137519 137818 138194 140478 143647 149995 150150 165674 156985 166989 157174 159042 160712 162035 162140 162236 172821 174800 178360 191797 192161 192331 195826 199815 201969 209878 210045 210615 211533 215558 216105 220737 227569 229160 232828 235749 241680 246395 246478 246998 247604 248586 257117 262697 263174 264650 266995 267972 268850 274766 284160 287988 292606 295914 301460 310611 311475 313666 317236 320184 329768 333549 337514 349511 349525 350703 356687 356685 363705 366043 366226 367586 369382 373804 374834 375309 376164 376384 377192 379753 380222 381607 382493 385508 390137 390236 394216 394743 398131 398231 Autzerdem wurden 6693 Gewinne ju Je 150 RM gezogen. Im Gewinnrade verblieben: 3 Prämien zu se 500 000 NM, 3 Gewinne zu se 20 000 NM, 12 • u je 10 000, 6 zu se 5000, 18 zu se 4000, 33 zu je 3000, 66 zu se 2000, 252 zu se 1000, 486 zu je 500, 963 au ie 300, 13 161 au ie 150 NM. Gewinnauszug 5. Klasse 1. Deutsche Reichslotterle Ohne Gewähr Nachdruck verboten 24. Ziehungstag 29. September 1939 In der heutigen Dormittagsziehung wurden gezogen 3 Gewinne zu 20 000 RM und 3 Prämien zu 600 000 RM. 157654 3 Gewinne zu 10 000 RM. 104304 3 Gewinne zu 5000 RM. 233702 12 Gewinne zu 4000 RM. 10448 118020 358841 378648 6 Gewinne zu 3000 RM. 174392 296708 46 Gewinne zu 2000 NM. 58350 63085 73277 80000 94489 100580 135554 181170 189563 243448 246680 258818 265405 315673 388183 105 Gewinne zu 1000 RM. 3750 6631 32410 44946 85379 94282 95317 119199 144335 1462-37 178508 184944 193679 206227 214658 227365 242940 243318 247113 262172 254598 258526 269889 278529 286010 286356 304111 305720 324986 327894 331441 343434 344192 366855 388098 225 Gewinne zu 500 RM. 6493 7688 7808 13127 13519 16554 18765 26050 27992 31367 42152 42636 44112 45582 53336 54367 63600 94576 101450 103501 110377 111926 117052 118962 132104 143318 144101 144936 145231 157271 157756 158885 159419 166373 167095 182126 185361 185489 197933 198331 201805 208343 218528 223972 224465 238869 245565 255686 258592 268490 268899 269181 284388 289563 292439 295326 296810 301343 308960 310486 311508 312480 320874 346089 347014 351810 360031 362611 363749 367081 367876 373844 384483 393645 395985 519 Gewinne zu 300 RM. 692 791 21058 31795 48767 68740 83411 99602 24191 41002 61818 75248 90841 101386 110370 129633 147676 162724 173753 192351 207350 217030 232029 239006 254979 278522 293625 315826 328741 343711 348175 364699 379725 391340 106004 114406 131176 150634 164540 179524 195705 212051 224562 232445 243476 264671 281431 300499 320908 330385 344485 348562 369069 383165 394675 30767 46811 67853 81733 97183 36903 49041 70334 87923 100480 107345 127504 140289 153293 167842 - 186530 205006 215133 228571 234324 248571 268108 291392 312626 324234 340746 346826 350953 372661 387805 28027 42143 66853 77852 92992 28806 46534 67713 78782 96713 106106 123759 135917 152065 165033 182774 203288 214475 226976 233881 246897 265834 289100 310052 323070 330907 345476 350246 371291 385236 398822 40546 61417 73106 90773 100751 108035 128629 145616 159187 169536 188874 205761 216068 230721 236131 252543 269933 292765 313116 327490 341546 346978 351419 374068 389672 101545 111020 129709 148821 162791 177563 195186 208027 223679 232241 240508 257543 279019 296168 318652 328963 344363 348229 367442 380717 391846 ------------ ---------- —- ,w. 3294 6866 7092 9671 10593 11526 14268 16032 18142 18165 ----- 21450 ----- ----- ----- ----- ----- Außerdem wurden 6576 Gewinne zu je 150 RM gezogen. Bekanntmachung betreffend: Bezeichnung der Skandesamlsbezlrke der Stadt Gießen. Vom 15. September 1939. Gemäß Erlaß des Reichsstatthalters in Hessen vom 3. Januar 1939 Nr. 651 / E / 38 wurden die Gemeinden Wieseck und Klein-Linden, die je einen Stqndesamtsbezirk bildeten, sowie die selbständige Gemarkung Schiffenberg im Kreise Gießen mit Wirkung vom 1. April 1939 in die Stadt Gießen eingegliedert. Die Stadt Gießen und die Gemarkung Schiffenberg waren seither schon zu einem gemeinsamen Standesamtsbezirk zusammengeschlossen. Nach den Eingemeindungsverträgen sollen die seitherigen Standesamtsbezirke Wieseck und Klein-Linden bestehen bleiben. 6214D Ich ordne daher an, daß ab 1. April 1939 die in Gießen bestehenden drei Standesamtsbezirke folgende Bezeichnung führen: Standesamtsbezirk Gießen. Standesamtsbezirk Gießen-Wiefeck. Standesamtsbezirk Gießen-Klein-Linden. Darmstadt, den 15. September 1939. Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — In Vertretung: Reiner. Wird veröffentlicht. Gießen, den 25. September 1939. Der Oberbürgermeister: Ritter. Geschmackvoll Vornehm Oieee 3 wesentlichen Eigenschaften der guten Familien-Drucksache Persönlich cletet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Aue* führungearten schnell und zu müßigen Preisen Brühl'sche Druckerei. SchulRtraöe 7. Anruf 2251 24. Ziehungstag 29. September 193h ön der heutigen Nachmittagsziehung wurden gezogen 9 Gewinne zu 10000 RM. 19257 150207 202653 3 Gewinne zu 5000 RM. 35635 6 Gewinne zu 4000 RM. 244097 323549 27 Gewinne zu 3000 RM. 94868 115661 116605 130969 136343 209742 222204 242136 372998 21 Gewinne zu 2000 RM. 17109 175118 183608 203152 219833 277313 347549 147 Gewinne zu 1000 RM. 5110 13406 15669 30614 36101 39235 50600 66900 73942 80366 81940 86830 88674 96494 105439 111113 123642 133431 137180 152929 158207 159917 183660 195073 198609 198640 202272 216754 221333 225711 225838 232923 235589 240139 261005 267576 268272 272314 282299 293598 300625 333403 348778 350002 356992 381021 388033 391864 396929 261 Gewinne zu 500 RM. 1882 7477 8602 10513 13823 13963 30861 32389 35288 37782 38432 42646 45033 47921 49431 51657 53129 55142 56780 59483 62034 681Ä9 79332 81796 84995 89100 91824 98257 105630 107209 117142 125268 129322 129717 142126 160177 161249 161534 177881 192296 192433 202753 204562 208976 209154 209509 221155 227899 231678 231942 232257 240507 241687 245806 248127 249392 252837 262936 264745 267140 271696 272807 276974 281650 286030 288385 290119 298064 306598 311639 324696 332352 336040 336096 339543 344224 345372 365886 367172 377477 378229 379462 380918 388203 392598 392764 398633 444 Gewinne zu 300 RM. 646 856 4911 10035 11086 16267 19623 22714 25769 27806 28237 32525 32747 33023 34010 39207 40484 40683 41969 42360 44340 44528 54162 54171 54637 54661 55477 61927 69140 70045 70939 73003 78347 85220 89208 93420 94379 97054 97286 98470 99753 105650 108019 114810 115038 115805 117495 119646 119686 120740 121540 124676 124954 125959 127165 132707 137047 142208 143785 143887 146338 150383 157480 161511 163713 166717 166889 169621 169918 170388 171834 175217 177754 180411 180625 183323 184378 185346 185589 186523 187549 188056 190297 196568 204246 219129 228404 229988 236002 241486 242644 244486 246266 248482 250040 252690 254535 254786 255203 257293 259162 260812 261020 264030 267715 275000 275564 279174 285829 287326 288101 289879 291307 293185 294166 295081 297662 297745 299849 300412 307120 309024 312032 318098 318447 321185 322027 324530 326631 328387 332251 334339 336463 337555 352607 355783 359050 359638 361367 361885 364976 370621 376809 378780 379539 384017 384175 385850 Außerdem wurden 6582 Gewinne zu je 16O RM gezogen. Die Ziehung der 1. Klaffe der 2. Deutschen Reichs- lotterie findet am 7. und 8. November 1939 statt. (Genaue Anschrift des Bestellers) (Feldpostanschrist genau angeben) Oie Äezugsrechnung zahlt: tastaMo zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 6219Vand. Gieß. Anz. erbet. An den Bering des siebener Anzeigers, Sieben Versenden Sie den Gießener Anzeiger zum Bezugspreis von RM. 2.05 für den Monat unter folgender Anschrift: 0et$el6uofioer|anö Des SlekenerMelgm hält die ersehnte Verbindung unserer Soldaten und unserer Arbeitsmänner mit ihrer oberhessischen Heimat täglich aufrecht! - Senden Sie an uns die Anschrift Ihres Familienangehörigen oder Ihres Freundes ein; alles übrige wird von hier aus pünktlich erledigt. Znr Bekämpfung des Froslspanners jetz Leimringe anlegen 1 Raupenleim 6170A bewährter Fabrikate, Unterlagepapier Drahtkordel sowie die fertigen Leimringe „Fix-Fertig“ und „Rekord"- Obstbauvereine u. Gemeinden erhalten bei größerer Abnahme entsprechenden Rabatt I Heinrich Hahn Samenhandlung, GIESSEN Bahnhofstraße, Teleph. 3408 Sterne gebildet, die 10 000 bis 100 000mal schvM cher sind als die kleinsten, mit bloßem Auge wahr, nehmbaren Sterne und deren Abstand nach vielen Tausenden von Lichtjahren zählt. In der MilG straße wechseln helle Sternmolken mit dunklen Ez, bieten, wo ausgedehnte kosmische Staubwolken big Licht der hinter ihnen stehenden Sterne abschirmkq. Auffallend ist der Doppelsternhaufen im Perser,, dessen Abstand 3000 Lichtjahre beträgt, die Iona, gestreckte Sternwolke im Schwan und die brti< eckige Schildwolke südlich vom Adler, für bereu Entfernung mir rund 9000 Lichtjahre annehmen müssen. Angesichts der gewaltigen Ausdehnung d?z Milchstraßensystems spielt die Bewegung der Steril innerhalb eines Zeitraums von einigen Jahrtausei. den keine Rolle. Das Bild, das Ptolemäus vor 1800 Jahren von der Milchstraße entworfen hat, stimmt in allen Einzelheiten mit dem heutigen Au blick überein. Im Osten steigt als Vorbote des Winters her Stier mit den Plejaden empor. Es ist besonder, reizvoll, die Plejaden oder das „Siebengestirn" mit dem Feldstecher zu betrachten. Man erkennt bann zehn helle und zahlreiche schwächere Sterne, -och am Südhimmel sehen mir den Pegasus und die Au dromeda mit dem schönen Spiralnebel, darunter di, Dreieck und den Widder. In geringerer Höhe be. merken mir die ausgedehnten Sternbilder Walfisch, Fische, Wassermann und Südlicher Fisch mit dein glänzenden Fomalhaut., Die Namen dieser „feuch. ten" Sternbilder, die griechischen Ursprungs sich, hängen damit zusammen, daß in Griechenland die Regenzeit herrscht, wenn die Sonne diesen Teil des Tierkreises durchläuft. Algol im Perseus, beffen Licht durch den umlaufenden Begleiter in Abständm von 69 Stunden abgeblendet wird, hat günstig m beobachtende Lichtminima am 7. Oktober um 22 Uhr. am 27. um 23.30 und am 30. um 20.30 Uhr. In Norden gemährt der Himmelsmagen im Großen Bären einen prächtigen Anblick; er nähert sich seiner tiefsten Stellung, in der er besonders groß aussieht. Darüber bemerken mir die gemundene Sternlinie des Drachens und den vom' Polarstern gleichsam herabhängenden Kleinen Wagen. Der Mond zeigt im Oktober folgende Lichtge» stalten: letztes Viertel am 7., Neumond am U, erstes Viertel aip 20., Vollmond am 28. Am Mor« gen des 2 8. Oktober findet eine M o n d fin« fternis statt. Der Eintritt des Mondes in den Kernschatten der Erde erfolgt um 5.54 Uhr ME^ also nur eine Stunde vor dem Untergang bet Mondes. Der Schatten schiebt sich von links oben über die Mondscheibe. Beim Untergang ist die obere Mondhälfte verdunkelt. Um 7.36 Uhr erreicht die Verfinsterung ihren größten Betrag mit 99,2 v. H.; sie ist also beinahe total; jedoch ist der Mond bann in Deutschland schon untergegangen. — Am 12. Oh tob er ereignet sich ferner eine totale Sonnenfinslcr« nis, die aber nur in Südostaustralien, Polynesien im südlichen Eismeer und in Feuerland sichtbar ist. KinderwaS« in großer M wähl. 1 *81" Fr. Groß Neuenweg Verschiedenes] Junge Kater in gute Hände zu geben. [04519 Bleichstr. 11 vt. öescnansorucKsachen Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten Geschäftskarten bei BrühI. Schulstr. 1 Zement vorrätig eaisö C. Rübsamen Kom.-Ges., Wißmarer Weg bl. ( Verkaufe Kinderwickel Kommode Waschgarnitur 2 Kopfkissen zu verkauf. 04524 FrKbelstr. ltt I. | Kaufgesuche Gebrauchtes Klein-Auto (Opel ob. DKW) z. kaufen gesucht. Schriftl. Ang. m. Preis unt. 04525 a.den Gietz.Anz. Wer liefert sofort ca. 30001 WM nach Lollar? PreisangebM mit Lieferzeit unter 6223D an Gieß. Anzeiger. Heu oder Kleeheu z. kaufen gesucht. B. Glatte & Sohn Gießen, Frankfurter Straße 19. 62i8D