Nr. 54 Lrftes Man 189. Jahrgang Samstag. 4./§onntag,5. Marz (939 erld)etnt täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monats-Vezugrpreir: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüsse unter Sammetnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten^ Anzeiger Hießen postscheckfonto: Zronfturl am Main 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Srühlsche Univerfitätrdruckerei R. Lange in Liehen. Schristleitung und SeschSstrftelle: Lchulsttahe 7 Annahme Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8* /,Uhr des Vormittags Grundpreise für l mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps.. für Te^t- anzeigen von 70mm Breite 50 Rpf..Platzvorschrift nach vorh. Dereinbg.25°/^ mehr. 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N u r d i e Zeit könne den peinlichen Eindruck verwischen, den die Haltung Frankreichs während des spanischen Krieges hinterlassen habe „Ich bin", so erklärte General Iordana, „der Freund zweier Ihrer größten Persönlichkeiten gewesen, nämlich Marschall L i a u t e y s und Marschall P e t a i n s. Dies sind zwei Freundschaften, die die Zuneigung und die Gefühle eines Mannes bestimmen. Aber kann ich vergessen, daß in unserem Lande, das seit Monaten schwer heimgesucht wurde und geblutet hat, d i e öffentliche Meinung gekränkt, verletzt und erbittert worden ist? Es ist mir peinlich, zuzugeben, daß man einer vielleicht überaus empfindlichen Oeffentlichkeit, die dem Londe, in dem sie immer einen Freund gesehen hat, vorwirft, monatelang dazu beigetragen zu haben, einen furchtbaren Krieg zu verlängern, vor den Kopf gestoßen hat. Es ist nicht unser Fehler, wenn man Frankreich das viele Blut z u s ch r e i b t, das auf unserem Boden geflossen ist. Ich weiß sicherlich, daß Ihrem Lande in keinem Augenblick der Gedanke gekommen ist, von uns zu verlangen, undankbar zu sein gegenüber denjenigen, die von der ersten Stunde an in dem furchtbaren Kampf, den wir unternommen haben, unsere Kameraden waren. In der ungeheuren Aufgabe, die uns nach dem Kriege auf- gezwungen sein wird, wird es in dem wiederaufzubauenden Heer Platz für alle geben." Frankreich habe in diesen Tagen eine G e st e gemacht, so führte General Iordana weiter aus, indem es den besten und glorreichsten seiner Söhne zum Botschafter in <5(p a - nien ernannt habe. Er persönlich habe bei mehreren Gelegenheiten mit Marschall Petain zusammengearbeitet, und er freue sich, einen derartigen Botschafter in Burgos zu begrüßen. Seine Regierung habe in Paris ebenfalls um das Agrement für einen Botschafter nachgesucht, und er verspreche sich für die Entwicklung der gegenseitigen Beziehungen sehr viel von der Geschicklichkeit und dem Takt dieses Mannes. In beiden Ländern habe man d i e besten Botschafter gewählt, und es sei notwendig, daß alles vergessen werde, damit die gegenseitigen Beziehungen sich wieder harmonisch gestalteten. Der größte Botschafter zwischen Spanien und Frankreich heiße jedoch die Zeit. Eine japanische Frühjahrsoffensive. Schanghai, 3. März. (Europapreß.) Die in her Vorwoche von den japanischen Streitkräften i n der Provinz Hupeh (Hauptstadt: Hankau) begonnene Frühjahrsoffensive hat zur Einnahme der strategisch bedeutenden Stadt K i u f a u am Han- Fluß geführt. Der japanische Vormarsch gestaltete sich äußerst schwierig, da das dortige flußreiche Gebiet stark überschwemmt war. Die japanischen Truppen brauchten auf den völlig durchweichten Wegen anderthalb Tage zu ihrem Marsch auf einer sieben Kilometer langen Strecke, von Lukiatschi dis vor Kiukau. Die militärische Sicherheit Zndockmas Paris, 4. März. (Europapreß.) Vor dem Kolonialausschuß des französischen Senats legte Kolonialminister Mandel die Maßnahmen dar, die ergriffen worden sind, um die nst^WijOe Sicherheit der französischen Kolonien zw^yoyen. Der Minister versicherte, das französische Imperium befinde sich in einem Zustand steter Bereitschaft; Ueberraschungen seien nicht zu befürchten. Bei der Entfernung Jndochina.s vorn Mutterlande habe man in erster Linie das Augenmerk darauf gerichtet, die Wehrkraft dieser Kolonie zu erhöhen und sie von Materiallieferungen aus Europa in einer gewissen Weise unabhängig zu machen. Diesem Zweck diene die vorgenommene Industrialisierung und namentlich bie Anlegung von Waffenfabriken. Da die mehr als 200 amerikanischen Flugzeuge Siams den französischen Luftstreitkräften in Indochina wesentlich überlegen seien, werde gegenwärtig der Ausbau einer großen Flugzeug fabrik in Aussicht genommen. An der Schaffung eines Eingeborenen-Technikerkorps werde ständig gearbeitet. Die in Jndochina stehenden Truppen, die im vergangenen Jahre von 18 000 auf 38 000 erhöht worden seien, würden durch weitere Werbungen unter der Eingeborenen verstärkt werden. Eme Oopp^m^sion in 2Rom? Paris, 4. März. (Europapreß.) 3n Paris verlaufet, es fei beabsichtigt, zu den Krönungsfeierlichkeiten Pius XII. den ehemaligen Ministerpräsidenten Pierre Laval als Führer einer französischen Abordnung nach Rom zu schicken. Dieser Reise dürfte aber auch eine ausgesprochene politische Bedeutung beikommen. Man nimmt an, Laval werde in Rom vor allem auch mit den Vertretern Italiens Fühlung nehmen. Es würde dann Aufgabe Lavals sein, sich eingehend über den italienischen Standpunkt gegenüber Frankreich zu unterrichten. Frankreichs Rüstungen in Nordafrika. Paris, 3. März. (Europapreß.) Der General- resident von Marokko und Oberkommandierende der französischen nordafrikonischen Besitzungen, General Nogues, hat vor seiner Abreise nach Tunis eine längere, Besprechung mit dem Ministerpräsidenten und Kriegsminister D a l a d i e r gehabt. General Nogues wird die sogenannte tunesische Magi- not-Linie besichtigen, die fast vollständig fertig- gestellt ist. Da diese Verteidigungslinie, wie Außenminister Bonnet vor der außenpolitischen Kammerkommission zugegeben hah durch Truppen aus Algerien verstärkt worden ist, darf man annehmen, daß General Nogues die in Südtunesien getroffenen verschärften militärischen Mäsi- nahmen überprüfen wird. Die Palästina-Konferenz. Schon fast vier Wochen lang tagt in London die Palästina-Konferenz. Manche Klippe konnte in dieser Zeit dank des immer wieder klug vermittelnden Eingreifens der Engländer umschifft werden, aber immer neue Schwierigkeiten türmen sich auf, und so ist es auch heute noch nicht obzusehen, ob die Konferenz jemals zu einem Ergebnis führen wird wib wie bi es aussehen wirb. Nach wie vor verhanbelt bie englische Regierung getrennt mit Arabern und Juden, aber hinter beiden steht als ständige Warnung, es trotz der kaum überbrückbar erscheinenden Gegensätze nicht zum Aufstiegen der Konferenz kommen zu lassen, die Gewißheit, daß England, wenn die Konferenz ergebnislos ausein- andergehen sollte, von sich aus ein neues Palästina- ftatut oktroyieren wird, das vermutlich beiden Parteien nicht behagen würde. Die britische Regierung wird zweifellos diesen Schritt vermeiden, so lange sie noch die leiseste Hoffnung hegen darf, die arabischen und jüdischen Forderungen auf eine gemeinsame Linie zu bringen, bei der Englands politisches und militärisches Interesse gewahrt bleibt. Diese immer wieder ausgleichende und vermittelnde Haltung wird dem britischen Kabinett einmal nahegelegt durch die Rücksicht auf bie Vereinigten Staaten, benen gegenüber man sich seinerzeit zur Aufrechterhaltung bes Manbats in Palästina verpflichtet hat unb bie sich nun roieber wie ehemals im Weltkrieg zur Zeit ber Balfour-Deklaration zum höchst energisch auftretenben Anwalt ber Mischen Interessen aufwerfen, zum anbern burch ben Blick auf bie Solibarität, die die auf der Londoner Konferenz ja ebenfalls vertretenen unabhängigen arg; bischen Staaten mit ben Palästina-Arabern bekunbet haben. Aus bieser Zwickmühle einen Ausweg zu finden, ber allen Teilen gangbar erscheint ohne Eng- lanbs Interessen zu gefährben, ist bie Aufgabe ber britischen Staatskunst, bie ber Premierminister Chamberlain in ber Eröffnungssitzung ber Konferenz am 8. Februar mit ben Worten umschrieb, angesichts einer festgefahrenen Lage zwischen zwei Völkern gelte es, ein Kompromiß auf ber Grundlage ber Gerechtigkeit zu erreichen. Chamberlain persönlich hat sich in biefen Wochen mit aller Energie für eine berartige Lösung eingesetzt, aber bie Hauptlast ber schwierigen Verhanblungen ruhi auf ben Schultern bes erst 38jährigen Kolonial- minifters Malcolm Macbon alb, ber, wie sein Vater, ber verstorbene Premierminister, bie Phantasie und Zähigkeit des Schotten zeigt Eigenschaften, An der Front im Nordosten der Provinz Kiangsu ist das japanische Oberkommando im Begriff, ein großangelegtes Umfaffungsma» n ö d e r gegen etwa sechstausend Mann chinesischer Truppen und Freischärler durchzuführen. Der Sprecher des japanischen Oberkommandos teilte mit, daß die japanischen Truppen in dem Abschnitt ö st l i ch der Tientsin — Pukau-B ahn zwischen der Lunghai-Bahn und dem ^angtfe eine Säuberungsaktion durchgeführt hätten. Das Gebiet fei fast anderthalb Jahre lang von den militärischen Operationen unberührt geblieben. Nun habe die japanische Armee, unterstützt von Marinestreitkräften, begonnen, dieses Gebiet, das zu einem Mittelpunkt der chinesischen Bandenkriegsführung geworden fei, gründlich zu säubern. Japanische Streitkräfte seien an der Küste südlich von Haitschau, dem östlichen Endpunkt der Lunghai-Bahn, gelandet worden, während andere Abteilungen ben Vormarsch aus der Gegend der Tientsin — Pukau-Bahn angetreten hätten. Unterstützt von ber Luftwaffe feien diese Abteilungen in den Flußtälern vorgestoßen und hätten ein ausgedehntes Gebiet besetzt. Dabei fei auch der Hauptstützpunkt der chinesischen Kleinkriegsbanden, die Stadt Hwaiyin am Kaiserkanal, erobert worden. Eine von Tschinschan, 120 Kilometer n o r d w e st - l i ch H a n f a u s, auf Tschungsian am Hankiang vorstoßende japanische Formation macht schnelle Fortschritte. Die chinesische Verteidigung der Stadt Tfthungfian soll unzureichend sein, so daß man auch in chinesischen Kreisen mit einer baldigen Einnahme rechnet. Von Tschungsian aus soll der japanische Vorstoß dann den Hanfluß entlang weiter- ,gehen und sich zunächst auf das 85 Kilometer nordwestlich liegende Hsiangyang richten, das eine strategische Schlüsselstellung gegen Jtschang und Sian bildet und für die Umschließung der Provinz Sze - ischuan von großer Bedeutung ist. Zwei Beamte der füdchinesischen Begieruna erschaffen Schanghai, 4. März. (Europapreß.) Zwei Beiamte der südchinesischen Regierung in Kanton irotrrben am Samstag von Chinesen erschossen. Es IhLXidelt sich um den ersten Vorfall dieser Art in XSfibdjina, nachdem kürzlich verschiedene höhere Be- iamte, unter ihnen der Außenminister der japan- fsreundlichen chinesischen Regierungen in N an» ffing und in Schanghai erschossen worden roaren. ♦ Nach langen Verhandlungen wurde ein Abkom- imen zwischen dem Stadtrat von Schanghai und foen Japanern über die Verhütung weiterer Terrorakte erzielt. Das Abkommen sieht eine wirkungsvolle Zusammenarbeit der internationalen mit ber japanischen Polizei in ber Internationalen Nieberlassung ooor und gewährleistet einen sicheren Schutz ber Japaner auf internationalem Gebiet. Allen zweifelhaften Elementen wird der Zugang zur Jnternatio- malen Niederlassung gesperrt, unb die javanische Pvl'-ei in ber Internationalen Siedlung wird ver- ijtäift. NeM Aufgaben her deutschen Lufifahrtforfchung. Berlin, 3. März. (DNB.) Zur Erinnerung an ben Tag ber Freiheit ber beutschen Luftfahrt hielt bie Deutsche Akabemie ber Luftfahrtforschung eine Festsitzung im Haus ber Flieger ab. Der Chef ber Luftwehr, General ber Flieger Stumpfs, brachte bie Parole zur Kenntnis, bie ber Präsident ber Akabemie, Generalfelbmarschall Göring, für bie Arbeit ber Akabemie im fommenben Jahre erlassen bat. In ihr heißt es: Im vergangenen Jahr hat bie deutsche Akademie ber Luftfahrtfvrschung große Fortschritte in ihrer (Sefamtarbeit gemacht. Der aus ben verschiebensten Arbeitsrichtungen zusammengesetzte bebeutenbe Mitglieberkreis ber Akabemie wurde zu einer Einheit zusammengeschweißt. In weitem Maße wurden außenstehende Wissensgebiete an bie Lustfahrtforschung herangebracht. In ber Erwartung, baß die Akademie in ben ihr zugewiesenen neuen Räumen im kommenden Jahr mit verstärkter Kraft an ihr großes Werk geht, haben für bie zukünftige Arbeit folgenbe Richtlinien zu gelten: 1. Die regelmäßigen wissenschaftlichen Sitzungen ber orbentlidjen Mitglieber sollen eine Ergänzung burch einzelne Wissenschaftstagungen erfahren, bie sich besonbers bie Pflege ber Ranb- gebiete zwischen ber Luftfahrttechnik unb den allgemeinen Wissenszweigen zur Auiaabe setzen. Der Teilnehmerkreis soll auch bie Beteiligung bedeuten- ber ausländischer Wissenschaftlicher einschließen. 2. Das Berichtswesen der Akademie ist zu intensivieren. Die Mitglieder werden besonders an ihre Verpflichtung erinnert, wichtige Neuerkenntnisse des eigenen Arbeitsbereiches ober an anberer Stelle zuerst im geschlossenen Kreise ber Akabemie zum Vortrag zu bringen. 3. Auf den Einzelgebieten der L u f t f a t) r 11 e ch - n i k sollen größere Gemeinschaftsarbeiten aufgenommen werden, deren Durchführung sich über längere Zeiträume erstrecken wird und deren Ergebnisse geeignet sind, grundsätzlich allgemeine Fortschritte für die Gesamttechnik und -Wissenschaft zu ergeben. Hierzu folgenbe Beispiele: Die Flugmotorenforschung wirb bie physikalisch-chemischen Vorgänge ber Verbrennung im Flugmotor und das Problem der Kühlung aufzuklären haben. Der Erforschung ber Stratosphäre der fernabliegenden I o n o s p h ä r e sollen weitere Gemeinschaftsarbeiten gewidmet fein. Die flugmedizinische Forschung muß unsere Kenntnisse über die Wirkungen der mit der Höhe abnehmenden Luftdichte unb Luft- Zusammensetzung ergänzen. Auch ben Arbeiten über bie Einwirkunaen von Beschleunigungen beim Start, Kurven- unb Sturzflug auf ben menschlichen Körper kommt Bebeutung zu. Die Strömungsforschung muß sich mit ber Luftwaffenforschung verb'nben, um bie physikalischen Grunb- gesetze für bie Anwenbung ber Luftwaffe aufzuhellen unb der Entwicklung grundsätzlich neue Wege zu weisen. Die Wetterkunde hat genvinfam mit der Strömungsforschung Arbeiten in Angriff zu nehmen, deren Ziel die Weiterentwicklung ber meteorologischen Strömungslehre bilbet. Bei der Gründung dieser Akademie ist die Hermann-Göring-Denkmünze als höchste Auszeichnung de deutschen Luftfahrt- Wissenschaft gestiftet rooucn. Zum erstenmal wird diese Denkmünze dem ordentlichen Professor der Universität Göttingen Ludwig P r a n d t l im Hinblick auf seine außerordentlichen Verdienste um die wissenschaftlichen Grundlagen der Strömungsforschung verliehen. Seine roiffenschaftliche Arbeit hat die Grundlage für den Bau des modernen Luftfahrzeuges schwerer als die Luft auf einigen entscheidend wichtigen Gebieten geschossen. Der Wert dieser wissenschaftlichen Arbeit ist nicht nur in unserem Vaterland, sondern darüber hinaus bei alten Luftfahrt treibenden Ländern der Erde neidlos anerkannt. Die Verleihung ber Hermann-Göring-Denkmünze an Professor Pranbtl mürbe mit freubigem Beifall ausgenommen. Hierauf legte Generalluftzeugmeister Generalleutnant U b e t bie Führungsgrunblagen ber Luftfahrttechnik bar. Generalleutnant Übet führte ba- bei u. a. folgenbes aus: In militärischer Hinsicht ist berjenige Staat ben anberen überlegen, ber bie neue ft en Fortschritte wissenschaftlicher unb technischer Erkenntnisse a m schnellsten in bie Rüstung um setzen kann. Eine sofortige Umsetzung aller technischen Neuerkenntnisse auf bie Serienerzeugung neuer Luftfahrzeuge ist jeboch nicht möglich, ba allgemeine Gebrauchs- forberungen bes Flugbetriebes unb baneben auch wirtschaftliche Erwägungen unb Nachschuberforber- nisse eine weise Selbstbefchränkung erzwingen. Die Entwicklung ber letzten Jahre brachte beträchtliche Lei st ungs ft eigerungen für alle Flugzeuggattungen. Es beftanb jeboch von vornherein nicht bie Absicht, alle auf bem Gebiet ber technischen Neuentwicklung geleistete breitangelegte Arbeit in vollem Umfang für bie Ausrüstung ber Luftwaffe unb bes Luftverkehrs in ber Fabrikation auszuwerten. In Berücksichtigung ber inbi- vibuellen Leistung ber einzelnen Werke unb ihrer Icitenben Männer würbe ben Unternehmungen, bie praktischen Bebürfnissen am weitesten gerecht werben, ein besonbers weiter Spielraum für ihre schöpferische Eigenbetätigung gelassen. Die übrigen Firmen bagegen würben stärker auf bie reine Fabrikation bemährter Muster angesetzt. Im übrigen hat bie beutsche Luftfahrttechnik von ber Erkenntnis Gebrauch gemacht, baß bie Zahl grunblegenber Deränberungen burch Neuerkenntnisse überraschenb gering ist gegenüber ben burch planmäßige Fortentwicklung bewährter Erstkonstruktionen erzielten Fortschritten. Alle Leistungen auf materiellem Gebiet sind unlösbar mit ben Leistungen ber Menschen verbunden. Deshalb muß eine technische Führung mit Sicherheit an Mißerfolgen scheitern, wenn sie bie Sorge um bie Menschen nicht gleichzeitig einbegreift. In Erkenntnis bieser Frage ist deshalb bie Forbe- rung des Personalproblems auf einer breiten Basis betrieben worben. Der „Beauftragte für bas Luftsahrtinbustriepersonal" im Technischen Amt regelt einheitlich bas Problem ber Heranführung erstklassiger Facharbeiter in bie im Aufbau begriffenen Werke. Der Heranbilbung eines grünb- lich burchgebilbeten jungen Nachwuchses für bie Arbeiterschaft ber einzelnen Jnbustriewerke bienen mustergültige Lehrlingswerkstätten. Dem Mangel art gut burchgebilbetem Ingenieur personal für bie Konstruktionsbüros ber Firmen sowie ber Forschungs- unb Erprobungsstellen würbe burch auf bem Hochschulgebiet unb im übrigen technischen Lehranstaltsgebiet getroffene Maßnahmen begegnet. Auch ber Schaffung bes wissenschaftlichen Personals für bie Luftfahrt menbet bie tech-W irische Führung ihre ftänbige Aufmerksamkeit zu. Durch bie Begründung bes Ingenieur korps der Luftwaffe ist ein weiterer Schritt auf bem Wege zur Festigung ber inneren Verhält nisse unserer Luftfahrtechnik getan. Die an Hochschulen unb Lehranstalten für bie Jngenieuraus- bilbung getroffenen Maßnahmen haben sich immer noch nicht als ausreichenb erwiesen. Besonbers ba- burch, baß bie höheren Schulen ben tcdinb scheu Hochschulen nicht mehr ben erforder- liehen Nachwuchs liefern. Wir sind besbalb ben Weg gegangen, in Darmstabt besonders bewährten Arbeitern ber Luftfahrtindustrie eine Jngenieurausbilbung zukommen zu lassen, bie sie bei günstigem Abschluß ermächtigt, anschließend auch bie Hochschule zu besuchen. Es ist beileibe Weg, ben ber Reichsstudentenführer' mit bem Langemarck-Studium gegangen ist. Die heutige Glieberung kuppelt bie Forschung, Entwicklung, Beschaffung, Nachschub- unb Wirtschaftsfragen ber Jnbustrie aufs engste aneinander. Alle Belange mit ber Aufgabenstellung für ein Muster bis zur Auslieferung ber Großserie an bis Truppe find von ber Dienststelle bes Generalluft- zeugmeisters zusammenfassenb gesteuert. Die Luft- fahrtinbustrie bietet bas Bilb einer neuen Wirtschaftsform: Die Grunblinien ihrer Arbeit entsprechen einer Planwirtschaft, aber bie Entschlüsse im einzelnen finb ben verantwortlichen Wirtschafts- fübrern überlassen. Diese Luftfahrtechnik ist wahrhaft national, weil sie ben Forberungen bes Friebens wie benen bes Krieges in gleichem Maße Rechnung trägt. Aber sie ist auch sozial, denn bie Betriebsfübruna ber Werke, ber Forschungsanstalten usw. unb ihre Gefolgschaften finb zu einer Einheit zusammengewachsen. In enger Gemeinschaftsarbeit mit ber Deutschen Arbeitsfront ist hier ein soziales Werk entstanden, bas bem Namen des Schörüers unserer ßiütroaffe auch noch in fernen Zeiten Ebre machen wird. häufige Erip die Erkältuiß nach hat roein^” UeU MeA GxE ehk, eine A verlW diese Ui Manche &Mtes Wetter Ansteckung WLoidemie >Mchutz Orients unter die beiden Verbündeten. Das nach stiiren Urhebern Sykes und Picot genannte Abkommen, das durch einen Briefwechsel zwischen dem britischen Staatssekretär Sir Edward Grey und dem französischen Botschafter C a m b o n im Mai 1916 bestätigt wurde, teilte den Irak, Palästina und Transjordanien den Engländern zu, die übrigen, früher zu Syrien gehörigen Gebiete sollten Frank- reich zufallen. Tatsächlich blieb nach Beendigung des Krieges dieses Abkominen siegreich über alle gleich- ;eitig Arabern und Juden gemachten Versprechungen. Heber diese englische Politik schrieb der ältere Macdonald im Fahre 1922, als er noch nicht daran dachte, Premierminister zu werden: „Wir ermutigten einen arabischen Aufstand gegen die Türkei durch das Versprechen, ein arabisches Königtum mit Einschluß Palästinas zu schaffen. Gleichzeitig ermutigten wir die Juden, uns zu helfen, durch das Versprechen, ihnen Palästina zur Besiedlung Pius XII. im vatikanischen Rundfunk eine Botschaft in lateinischer Sprache an die Welt gerichtet. Er betont, fein erster Wunsch sei, der ganzen Welt den Segen zu erteilen. Er danke den Kardinalen, die ihn für würdig befunden hätten, die schweren Aufgaben des Pontifikats zu übernehmen und ersuche alle, ihm mit Rat und fiilfe beizustehen. Sein Segen gelte auch allen Prälaten, den Mitgliedern der Katholischen Aktion, den Leidenden, den Armen und Unglücklichen. Er gelte auch den noch außerhalb der katholischen Kirche stehenden Menschen, für die er bete, damit sie von Gott erleuchtet würden. Eindringlich trat der neue Papst für den Frieden ein, den Frieden in der Familie, unter den Menschen und unter allen Mffer Mlund Mtterien Jnnatmen ^ei andern. ybas Fieber. Ile Behandlung Der Mac Mhok-Vrieswechsel veröffentlicht England garantierte Palästina als Teil eines unabhängigen arabischen Königreichs. - Verdrehungsversuche der englischen presse (Sire Rundfunk-Botschaft des neuen Vopstes. Rom, 3. März. (Europapreß.) Unmittelbar t dem Tedeum in der Sixtinischen Kapelle will. Aber auch die Araber halten den englischen Regierungsvorschlag für unzureichend, weil er ihnen das Endziel der Schaffung eines unabhängigen Araberstaates allzusehr in die Ferne zu rücken scheint. Ihr Gegenvorschlag sieht die sofortige Bildung einer konstituierenden Versammlung vor, in der Juden und Araber im Verhältnis 1:2 vertreten sein sollen. Ein von dieser Versammlung eingesetztes Kabinett soll ohne Beteiligung Englands eine Verfassung ausarbeiten und dann mit England über den Abschluß eines Freundschattso"rtrages wohl nach dem Beispiel des Irak verhandeln, der das britische Mandat ablösen würde. Die jüdische Ein- L o n d o n, 3. März. (DNB.) Die britische Regierung hat heute die Korrespondenz, die der ehemalige Oberkommissar von Aegypten Sir Henry Mac- Ma h o n im Jahre 1915/16 mit dem Scher,f Hussein von Mekka geführt hatte, als Weißbuch veröffentlicht. In dem ersten Bries des Scherifs an Sir Henry heißt es, England möge die Unabhängigkeit der arabischen Länder anerkennen, die im Norden von Mersina und Adana bis zum 37. Breitengrad, bis zur Grenze von Persien und dem Golf von Basra, im Süden bis zum Indischen Ozean mit Ausnahme von Aden und im Westen bis zum Roten und dem Mittelmeer reichen. In dem entscheidenden Brief, den bareuf Mac- Mahon am 24. Oktober 1915 an den Scherif gerichtet hat, gibt der Oberkommissar die Erklärung ab, Idaß seine Regierung die vom Scherif oorge- ! schlagenen Grenzen des neuen Araber- vorgehe, daß England auch für das heutige Paläftina ein Unabhängigkeitsoersprechen abgegeben habe. So meint die „Times , daß die Frage Palästina auch noch weiter offen stehen würde. „Daily Telegraph" stellt die Behauptung auf, daß in dem ganzen Briefwechsel nichts erscheine, was der britischen Auslegung widerspreche, daß Palästina nicht in das Unabhängigkeitsversprechen einbegriffen war. Aus allen Pressestimmen geht eindeutig hervor, daß man nichts unversucht läßt, um von den damaligen Zusicherungen an die Araber weitgehend, abzurücken. London wünscht baldigen Abschluß der Konferenz Hoffnung auf ein Kompromiß mit den Arabern. London, 3. März. (Europapreß.) Die informellen Besprechungen zwischen der englischen Regierung und der jüdischenAbordnung auf der Palästina-Konferenz sind am Freitagnachmittag wieder aufgenommen worden. Die Unterhaltungen galten im wesentlichen der Erörterung der Oer deutsche Mensch das Maß aller GA-Arbeit. Stabschef Lutze sprach zu Berliner Journalisten. Berlin, 3. März. (DNB.) Stabschef Lutze verbrachte auf Einladung der Reichspressestelle der NSDAP, und in Anwesenheit des Reichspressechef? Reichsleiter Dr. Dietrich einen Abend, im Kreise der führenden Journalisten der Reichshauptstadt. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stand die Sorge um den durch Glauben und Kraft zu Großem befähigten deutschen Menschen. Dieser fet das Maß aller SA.-Arbeit. Der Einsatz des einzelnen aus heiliger Heberzeugung sei die Grundlage zum Ausbau des erstrebten Volksreiches. In der Kampfzeit fei der einzelne deutsche Mensch mühsam und oft langsam für Adolf Hitlers Bewegung gewonnen worden, auch heute müsse jeder einzelne SA.-Mann innerlich unzertrennbar mit den Ideen des Führers verbunden sein, und jeder müsse in seinem Kreise unablässig für diese Heberzeugung wirken. Hier komme es also auf einen echten Idealismus an, der seinen Lohn nicht in irgendwelchen materiellen Gütern finden könne, der aber wie jeder echte Jbealis mus eine ideelle Anerkennung brauche. Die SA. werde nach Uebertragung der vor- und nachmilitärischen Ausbildung keinesfalls ein rein militärischer Soldatenbund werden, wie ja auch be wuht bei der Gründung der SA. vom Führer Ferne militärische Organisation ähnlich den rein militari« schen Wehrverbänden der Nachkriegszeit geschaffen worden sei, sondern eine Organisation p o« litischer Kämpfer. Das nationalsozialistische Reich schweiße die Säulen Wehrmacht und Bewegung zu dem großen tragenden Pfeiler zusammen. In dem Zusammengehen der beiden Marschkolonnen müsse ebenso ein in den Waffen geübtes wie zu geistigen Auseinandersetzungen befähigtes Doll stehen. Die gegenseitige Befruchtung, die aus dieser neuen Einheitlichkeit der Ausgaben von Wehrmacht und SA. erwachse, sei schlechthin das Ideal eines Volkes, das weder rein technisch, noch nur politisch die Waffen seiner Dolkskraft verwenden und bewahren solle. Dann werde jener einzigartige, hochqualifizierte Deutsche restlos und erfolgreich seinem Führer dienen können und sowohl als Soldat wie als völkisch bewußter Kämpfer das Dritte Reich Adolf Hitlers schirmen. Oie British Legion zum deutschen Hetdeng-denktog. dem 'Wege einer Einigung zwischen der Regierung und den Arabern erfolgen kann, da man die Möglichkeit von arabisch-jüdischen Besprechungen für ausgeschlossen hält. Welche Form die arabisch-englische Einigung im einzelnen annehmen wird, ist noch nicht bekannt. Man hält es jedoch für möglich, daß ein Kompromiß zwischen den englischen Vorschlägen und den arabischen Gegenvorschlägen gefunden werden kann. Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautet, soll die englische Regierung entschlossen fein, die Palästina-Besprechungen möglichft bis Ende näch - ft e r Woche abzuschließen. Man ist sich darüber im klaren, daß ein solcher Abschluß nur auf Volkern. Der Friede bedeute gegens^tiges Verständnis und Vertrauen in der großen für d-n wahren Fortschritt und die Zwilssatian. Sic erste Botschaft des Papstes tonne nur eine Friedensbot sch aff sein. Unter der Fülle von Einzelheiten, die die italienischen Blätter Lnläßlich der Wahl Pacellis zum Papst veröffentlichen, befindet sich auch die Andeutung, daß die Wahl Pacellis im dritten Wahlgang einmütig erfolgt fei. Oie belgische Reqierungskrisiö Brüssel, 3. März. (DNB.) Der sozialdemokratische Senator S o u d a n , der dieser Tage mit der Bildung eines Kabinetts beauftragt worden war, hat diesen Auftrag ebenso wie kürzlich Pier- I o t zurückgegeben, da die Liberalen die Beteiligung an der Regierung ablehnen, solange der Fall Martens nicht gelöst ist. Darauf beauftragte König Leopold den Vorsitzenden der liberalen Kammerfraktion und Oberbürgermeister von Brüssel Adolphe M a x mit der Neubildung des Kabinetts. Max hat den Auftrag ebenfalls abgelehnt, da er sich feinem Amt als Oberbürgermeister von Brüssel widmen wolle. Man spricht nun von der Möglichkeit, daß das Kabinett P i e r l o t mit einer Kompromißformel hinsichtlich der Finanzpolitik, die auch die Sozialdemokraten befriedigen würde, vor die Kammer treten konnte. Sollte aber keine Einigung Zustandekommen, dann ist mit der Auflösung des Parlaments und Neuwahlen zu rechnen. Das hauptsächliche Hindernis für die Lösung der Krise besteht nach wie vor in der Ernennung des flämischen Arztes Martens zum Akademiemitglied. Die Verhandlungen Soudans haben erwiesen, daß die Bildung einer Drei-Parteien-Regierung unmöglich ist, so lange keine Einigung mit der liberalen Partei über diese Frage erzielt ist. Die Forderung der Liberalen nach einer bedingungslosen Demission oder Abberufung von Mattens ist bisher von den übrigen Parteien n i cht angenommen worden. Wanderung und der jüdische Landerwerb sollen sofort gesperrt werden und die Festlegung der jüdischen Minderheitenrechte der künftigen Palästina- Regierung vorbehalten bleiben. Man sieht, der arabische Gegenvorschlag, auf den sich anscheinend alle arabischen Gruppen, die Vertreter der arabischen Mächte, die Mufti-Anhänger und die Nascha- schibi geeinigt haben, geht in allen wesentlichen Punkten über den Plan der englischen Regierung erheblich hinaus, von den jüdischen Forderungen ganz zu schweigen. Auf welche Weise eine Annäherung der Auffassungen möglich sein soll, muß in der augenblicklichen Phase der Konferenz ganz dahingestellt bleiben. Für den äußersten Fall hat sich England ja, wie schon erwähnt, vorbehalten, von sich aus ein neues Palästina-Statut zu dekretieren. Ob man bann auf einen vor Beginn der Konferenz viel erörterten angeblichen Plan zurückgreifen wird, der die Bildung eines großen arabischen Staates aus Teilen von Syrien, aus Palästina und Transjordanien vorsehen soll, in dessen auf diese Weise vergrößerten Gebiet man bann leichter Raum für ein jüdisches Reservat zu finden hofft als in den heutigen Grenzen Palästinas, mag angesichts ber Empfindlichkeit, die Frankreich gegenüber jedem Vordringen seines englischen Rivalen in bas fett Jahrhunderten als spezifisch französischer Interessenbereich betrachtete Gebiet des Nahen Orients zeigt, immerhin fraglicherscheinen. Die Juden hoffen offenbar, bei diesem Plan besser auf ihre Rechnung zu kommen, während die Palästina-Araber den ihnen als Herrscher zugedachten Emir Abdullah von Transjordanien, einen Sohn des schon genannten früheren Scherifs Hussein von Mekka, ablehnen und auch wohl merken, daß ihnen hier nur eine Scheinfreiheit werden soll, hinter der in Wahrheit England die Zügel fest in der Hand behalten würde, um seine erheblichen politischen und militärischen Interessen im Nahen Orient, bas Mossul-Oel unb die Petroleumleitung nach Haifa, bie Flugzeugstützpunkte auf bem Luftweg nach Indien unb den Zugang zum Suezkanal van an ber Sinai-Halbinsel aus, unter allen Umftänben zu sichern. Dieser Gesichtsvunkt wird für Enaland bei jeder Losung der Palästina-Frage im Vordergrund stehen, mag sie nun auf diese ober jene Weise versucht werben. Fr. W Lange. ßonbon, 3. März. (DNB.) Die Deutschen in Großbritannien begehen in diesem Jahr den Helden- gebenftag am 5. März, da sich bie Veranstaltungen nicht mehr haben umlegen lassen. General Sir John Hamilton hat bie British Legion auf- geforbert, sich an ben Feiern zu beteiligen unb Blumen auf ben Gräbern ber Gefallenen ober ber in Gefangenschaft verstorbenen Deutschen nieber- zulegen. Der General weist barauf hin, baß burch bie Besuche ber Britih Legion ein enger Kontvkt zwischen beutschen unb englischen Frontkämpfern yergestellt worden sei, unb fährt bann fort: Ich rege baher an, daß am Sonntag jeher Angehörige ber British Legion, in besten Nachbarschaft sich bas Grab eines beutschen Solbaten befinbet, bas ©einige zur Förberung bes Friebens unb eines guten Willens beiträgt, inbem er feine Blume auf dieses Grab legt, selbst wenn es nur eine Primel unb ein Schneeglöckchen ist. Die Deutschen werben ihre Feier in Potters Bar abhalten (in Potters Bar sind die Besatzungen einer Reihe deutscher Luftschiffe begraben). Ich nehme daher an, daß bie Gruppe Potters Dar mit ihrer Fahne an ber Feier teilnehmen wird. Sie wird damit eine verdienstvolle Handlung begehen, durch die vieles wieder gut gemacht wird. — Die Erklärung Sir John Hamiltons, die zum ersten Male seit langer Zeit wieder einen betont freundschaftlichen Akt durch die British Legion bar- stellt, hat in England Aufsehen erregt. Mehrwöchiger Erholungsaufenthalt Äeneralfeldmarschalls Göring in Italien. B e r l i n , 3. März. (DNB.) Ministerpräsident Ge- neralfelbrnarschall Göring hat sich am Freitay in Begleitung feiner Gattin zu einem mehrwöchigen Erholungsaufenthalt nach Italien begeben. Um während seiner Abwesenheit dienstlich nicht in Anspruch genommen zu werden, hat er die Leitung seiner sämtlichen Aemter den Dert re- t e r n übertragen. ; englischen Vorschläge, doch hat sich an b er " ablehnenben Haltung ber Juben im Grunbe nichts geänbert. Eine weitere Be- ' sprechung zwischen ber Regierung unb ben Juben ls jüirb am Montagabenb abgehalten werben. bie schon manche kritische Phase der Konferenz uber-I brückt haben. Sein 1938 mit dem Irischen Freistaat zustande gebrachter Vertrag zeigt, daß er ähnlich schwiettge Probleme zu meistern versteht. Ob ihm jedoch diesmal ein gleicher Erfolg beschieden sein wird, steht freilich auf einem anderen Blatt. England erntet heute die Früchte der Saat, die es vor mehr als zwanzig Jahren gesät hat, als bie britische Regierung Arabern wie Juben gegenüber eine höchst unaufrichtige Politik betrieb, inbem sie beiben Palästina versprach, um im Weltkrieg| ihre Hilfe gegen die Mittelmächte zu erkaufen. Im-1 mer wieder kommen Araber wie Juden m den Verhandlungen der Palästina-Konferenz auf bie ihnen damals von Englanb gemachten, aber sich em- anber ausschliehenben Versprechungen zurucL öie finb nach wie vor bas Funbament ihrer Forderungen, die deshalb so schwer vereinbar erscheinen, weil sie heute, nachdem zwanzig Jahre Mandats- praxis die Unmöglichkeit des Zusammenlebens von Juden unb Arabern, zuminbest in ber bislang von ber Manbatsregierung protegierten Form, bewiesen haben, beiden Parteien als conditio sine qua non ihrer Existenz überhaupt erscheinen. Höchst unbe- quem für die englische Regierung haben die Araber „ c 0 ....... - die aus ben Jahren 1915/16 |tammenbe Korrespon- H.'. 1 s annehme. MacMahon schließt je- denz zwischen bem britischen Oberkommissar tn k , ^brücklich bie Distrikte von Mersina Aegypten, Sir Henry M a c M a h o n und dem yl l e r a n b r e 11 e sowie Teile von S y - Scherst Hussein von Mekka in bie Debatte■ flc-l . ß n mjt öem erweis aus, baß biefe Gebiete warfen. Dieser bislang streng geheim gehaltene n j Q (s r e {n arabisch anzüsehen seien. (ES/ Bttefwechsel, ben bie britische Regierung nun not° , babei um ba5 heutige französische gebrungen in Form eines Weißbuches veröffentlicht, Manbatsgebiet Syrien.) MacMahon er- bildete die Grundlage der damals zwischen England f[ärt ausdrücklich im Namen der britischen Regie- unb ben Arabern geführten Verhandlungen, bie ben r ba6 Großbritannien untef ber Voraussetzung Abfall ber Araber vom türkischen Sultan zum Ziel erwähnten Abänderungen bereit ist, die Hn° hatten unb tatsächlich auch m ber Folge für den Abhängigkeit ber Araber in ben g e - Zusammenbruch ber türkischen Macht im Nahen hQmte„ Don bem Scherif gef orberten Orient von ausschlaggebenber Bedeutung Wurden. Gebieten anzu er kennen unb zu unter- Soroeit über diesen Briefwechsel bisher beganntK.. MacMahon stellt sodann fest, daß bie Ara- wurde, sandte im Sommer 1915 der (pater oon Ibn bcr° ^schlossen haben, die Unterstützung, Führung Saud aus Mekka vertriebene Scherst Hujsein ber Großbritanniens a 11 e i n in Anspruch Großvater des jetzigen Königs des Irak,^durch ge- „ehrnen, und daß bie europäischen Berater unb Heime Boten einen Brief an ben bntstchen Ober- Ernten, bie zur Bilbung ber arabischen Verwal- kommissar nach Kairo, in bem er als Bebingung für . Gebiete notmenbig seien, Englänber eine allgemeine Erhebung ber Araber mürben türkische Herrschaft die Anerkennung der staatlichen ' in seinem Antwortschreiben Unabhängigkeit ber Araber forderte. Monatelang November auf bie Bereitschaft ber Araber gingen geheim- Br,efe h.n und^ her b«> M16 ’b“nra gnieresfe eine- baldigen Abschlusses der Henry Mac Mahon m einem Schreiben vom 24. Ok- Perhanblungen auf bie Einbeziehung ber Vilajets tober 1915, bas ben Kernpunk bes ganzen Brief- ^n Mersina unb Abana in bas arabische Königreich Wechsels hübet unb daher heute auch bie größte verzichten, verlangt aber, baß bie Vila - Aufmerksamkeit finbet, im Namen ber britischen Re- : D 0 n Aleppo und Beirut mit ben Gerung fick bereit erklärt bie Vorschläge bes Sche- ^ gehörigen Küstenstrichen in bas arabische rifs von Mekka anzunehmen, und zwar m ber Königreich mit einbezogen werben, ba diese Form, daß nach dem stegreichen Ausgang des Wei - ^0;^ ausschließlich von Arabern bewohnt seien krieges ein unabhängiger Ar aberstaat Hnterschied zwischen christlichen unjLznoham- geschaffen werde, dessen Grenzen das Msttttmeer I ^^nischen Arabern nicht bestehe. Ma^ Mahon im Norden e.ne Lime von Aleppo zum PechAen feinem Schreiben vom 15. Dezember die- Golf, sodann der Indische Ozean und das Rote Vorschlag hinsichtlich von Mersina Meer bilden sollten. Ausgenommen davon sollte I b yl b a n a an erklärt aber, baß bie britische bleiben ber Küstenstrich westlich von Damaskus b.s Gerung mit Rücksicht auf bie Interessen des sran- Aleppo hmauf, also bas heutige Syrien. .... chsischen Bunbesgenossen die Ent choidung über bie Diesen Vorbehalt machte Englanb mit Rücksicht o(j 8 «nb Beirut einer auf seinen französischen Bunbesgenossen und ver- ^j^ren Prüfung u 0 r b e h a 11 e n müsse, sprach, nut allen ihm zur Verfügung stehenben b-lcrcm Briefwechsel geht also unzweibeutig Kräften ben Aufbau bes Araberstaates zu unter- . h.l <=-XT &enrn m>ac Mahon im Namen ber stützen, dessen Unabhängigkeit und Sicherheit durch!? mpmeruna ein arohes Gebiet als unab- ein Militärbündnis gewährleistet ^rben stllt^ Der l)ängiges orabisches Königreich garantiert hat unb künftigen arabischen Regierung sollten dntstche B - innerhalb ber Grenzen biefes Gebietes Palä - roter zur Seite stehen unb England auch gern sie I Gönf Trnhhem verluckien bie Lonboner ’ ( nn.n j 2 tTIO 1 Varl nuf Blätter diese klare Tatsache zu verdrehen und schrei- pn‘^Uc9, daß J Um W* her- hinein erstreckte, angenommen unb auf dieser Grund-! läge brach bann unter ber energischen Mitwirkung ... , s des berühmten Obersten Lawrence der Ausstand der und Beherrschung zu ssbergeben und gl°,chz°,t,g Araber gegen die Turkenherrschast I05. Aus der Massen w,r geheim nut »rankre.ch das Sy es- Palästina.Konferenz in Landon wiesen die Araber Picot-Abkammen welches dasselbe S-b,- aufteüle, nun daraus hin, daß in diesem ganzen Briefwechsel das auf unsere Anweisung hm der ampt.sche G-ne- tein Wort van einem Res-rnat für die Juden in ralgouoerneur den Arabern versprochen hatte. Es Palästina enthalten ist und daß von dem damals in ist die Geschichte eines großen Doppelspiels, und Aussicht genommenen unabhängigen Araberstaat wir dürfen nicht hoffen, seinen unvermeidlichen un- lediglich das heutige französische Mandatsgebiet angenehmen^Folgen zul entgea-n. D,e ganze Un- Syrien ausgenommen bleiben sollte. Der Kolonial- aufnchligkeit der englischen Politik kan^ Nicht deut- minister Macdonald Hal dagegen den Standpunkt licher zum Ausdruck kommen als ,n^d°n °°rstchen- vertreten, daß die in dem Brief Mac Mahons um- den Saßen des britischen Staatsmannes d-si-n schrieben- Zone sich auch aus Palästina erstrecke. Sohn, der gegenwärtige, Kolonialminister i-tzt die Darauf hat der syrische Opposttionssührer Dr. „unangenehmen Folgen auszubaden hat, die der Schabander erklärt, die Kopie eines Brieses von ältere Macdonald schon 1982 als unvermeidlich Sir Henry Mac Mahon an ben Scherif Huffein vorausgefagt hat. zu besitzen, in ber ausbrücklich N a k u r a, ber heu- Die britische Regierung hat nun, um auf ber tige Grenzort zwischen Syrien unb Palästina als Lonboner Palastina-Konstrenz auf irgendeine Weise . süblichster Punkt bes von ber arabischen Unabhängig- voranzukommen, von sich aus einen Plan ausge- seit zunächst ausgenommenen französischen Inter-! arbeitet, ber, soweit baru^r etwas^ bekannt gewor- efsengebietes bezeichnet worben war. Man wirb ben ist, anschemenb bie Bilbung einer Verfassung^ darauf gespannt sein dürfen, auf welche Weise sich gebenden Nationalversammlung aus Düben unb bie epische Regierung an Hanb ihres Weißbuches Palastina-Arabern beider Richtungen, ber„ge^aßig aus ber Verlegenheit ziehen wirb, bie ihr diese ten Naschaschibi und der radikaleren Anhänger des Divergenz ber Auffassungen zweifellos bereitet. Mufti von Jerusalem, vorsieht, bie eine Verfassung Auch die Forberungen ber Juden gehen auf nach bem Muster Aegyptens entwerfen soll. Auch einen Briefwechsel zurück. Arn 2. November 1917 soll ein gesetzgebender Rat gebilbet werben, in dem richtete ber damalige britische Staatssekretär bes bie Araber bie Mehrheit hatten, wahrenb ber iubi= Auswärtigen Arthur Baisour in Verfolg voran- schen Minberheit gewisse Garantien zugesichert • gegangener Besprechungen an Lorb Rothschilb, werben sollen. Die Lösung ber von ben Arabern im- ben prominentesten Vertreter ber englischen Juden- mer wieder als das entscheidende Problem bezeich- schaft, ein Schreiben, in bem bie britische Regierung neten Frage bes jüdischen Grunderwerbs denkt sich versprach, „bie Einrichtung einer nationalen Heim- ber englische Plan offenbar fo, baß bas Land in stätte in Palästina für bas jüdische Volk zu be- drei Zonen geteilt wirb, in einem „hochentwickelten günstigen unb ihr Bestes zu tun, um bie Erreichung Teil" sollen Landkäufe durch Juden weiterhin ge- dieses Zieles zu ermöglichen". Die englische Regie- stattet bleiben, in einem zweiten, weniger entwickel- rung wollte sich, wie Lloyd George, ber bamalige ten Gebiet, sollen bie Lanbkaufe beschrankt und m Premierminister, vor bem Peel-Ausschuß in aller einem dritten noch unentwickelten gänzlich verboten Offenheit mitgeteilt hat, durch diese Erklärung in werden. Schließlich sieht der Plan vor daß bie ju= einer für bie Entente verzweifelten Lage die finan- bische Einwanberungsguote von vsiihr zu Jahr zielte Hnterstützung bes schon bamals vorwiegenb herabgesetzt wirb. Die jübische Abordnung in Lanin jüdischen Händen befindlichen amerikanischen don hat diesen Vorschlag abgelehnt und die Juden Großkapitals sichern und die Sympathie der in der in Palästina haben ihn mit der Entfesselung eines Hauptsache von Juden gemachten öffentlichen Mei- neuen blutigen Terrors beantwortet, der an zahl- nung in ben Vereinigten Staaten für bie Sache reichen Orten bes Landes Tobesopfer unter der der Entente gewinnend Aber nicht genug mit dieser arabischen Bevölkerung gefordert hat. Auch iHv Unvereinbarkeit der ben Arabern unb Juben ge- großer Freund im Weißen Hause zu Washington machten Versprechungen, wurde im November 1917 I ift von ben Juben sofort mobilgemacht worben. Der von ber Räteregierung aus bem russischen Staats- amerikanische Botschafter in ßonbon hat im Foreign archiv bie Abschrift eines bis bahin geheim gehab Office auf bie „schweren Gefahren" Hinweisen mus- tenen englisch-französischen Vertrages aus bem No-1 sen, bie eine Herabsetzung ber jüdischen Einwande- oember 1915 veröffentlicht, ber nichts anberes vor- rungsguote in Palästina für England in ber Hal- jah, als bie Aufteilung ber Gebiete bes Nahen I tung ber amerikanischen Oeffentlichkeit mit sich brin« ~ ' gen mühte. Die britische Regierung soll also mit allen Mitteln unter Druck gesetzt werben, um sie zu zwingen, einen Plan fallen zu lassen, ber ben Juben nicht besagt, weil er ihnen in einem künftigen Palästina-Staat nur Minberheitenrechte zubilligen ML — . .nsteckung ^ayer) schützen XB/ (hanflavin'. K PASTftZEN zu- Oie Entwicklung des posisparkaffendienstes Immer elegant Damen-Maß-Kostüm ttn Schneiderstil Krevert & Sohn 30 v. H. verstärkt wurde. Den derzeitigen Höhepunkt der Entwicklung stellt die vor einigen Wochen in Betrieb genommene Lokomotive mit einer Höchstleistung von 8000 PS dar, die bei geeignetem Oberbau Höchstgeschwindigkeiten bis 2 2 5 Kilometer in der Stunde entwickeln kann. Sie wird sich erst dann voll auswirken können, wenn man von Berlin bis zur Südspitze Italiens elektrisch fahren kann. Wetterbericht An der Westseite eines ausgedehnten hohen Luftdruckgebietes dringen über Westdeutschland in breitem Strome milde Luftmassen aus dem Mittelmeergebiet vor. Infolge der den ganzen Tag über wirksamen Sonneneinstrahlungen steigen die Temperaturen dabei vielfast bis plus 15 Grad an, und auch in den Gebirgen herrscht teilweise Tauwetter von 2000 Meter an. Eine Aenderung des tagsüber sehr milden Frühlingswetters ip noch nicht wahrscheinlich. Dorhersage für Sonntag: Heiter, trocken, Tagestemperaturen über plus 15 Grad ansteigend, schwache südöstliche Winde. beim Präsidenten des Reichskriegsgerichts die Aburteilung durch das Reich s'kriegsgericht in erster und letzter Instanz beantragen, wenn er die sofortige Aburteilung mit Rücksicht auf die Schwere oder die Verwerflichkeit der Tat oder die Erregung in der Öffentlichkeit für geboten hält." Ein Leistungsprogramm der Reichsbahn. Nachdem die ungeahnt großen Forderungen an die Reichsbahn im vergangenen Jahr vorübergehend zu einer Ueberbeanspruchung ihrer Leistungsfähigkeit geführt haben, sind heute überall Arbeiten eingeleitet, um auf Grund der Erfahrungen beim Reiseverkehr 1938 die Reichsbahn für derartig gesteigerte Forderungen leistungsfähig zu machen. Der Ausbau und Umbau von Bahnhöfen und Strecken in den überbeanspruchten Bezirken ist in vollem Gange. Reichsverkehrsminister Dr. Dorpmüller kündigt im „Arbeitsbund" an, daß ein bedeutendes Fahrzeugprogramm in wenigen Jahren das rollende Material der Reichsbahn für jeden nur erdenklichen Verkehr rüsten wird. Im Jahre 1938 wurden von den Zützen der Reichsbahn 955,6 Millionen-Kilometer zurückgelegt. Die tägliche Durchschnittsleistuna beträgt rund 2,6 Millionen Kilometer. Die Leistung ist gegenüber 1929 um ein Drittel gestie ° tzen. Eine besondere Zunahme ist bei den Reise- sonderzügen festzustellen, deren Zahl gegenüber 1932 um mehr a l s das fünffache angewachsen ist. Für KdF.-Züge wurden im letzten Jahre 2,6 Millionen Kilometer aufgewandt, eine Leistung, die der Fahrt von 65 Zügen um den Aequator entspricht. Angesichts des Leistungsstandes der Wirtschaft befindet sich der Gesamtbestand von 6000 Güterwagen in ständi- gern Umlauf. Auf über 150 großen Derschiebe- bahnhöfen werden täglich 2000 bis 9000 Wagen behandelt. UeBer die steigende El«ektrizifie- rung von Reichsbahn st recken wird mitgeteilt, daß dadurch die Reisegeschwindigkeit bis zu ickgezahlt. Oie Neugestaltung der Neichshauptstadt. Das größte Bauwerk Berlins: die Große Halle des deutschen Volkes. In einer Betrachtung über die Neuplanung der ^ichshauptstadt macht Generalbauinspektor Präses- it Speer in der neuen Zeitschrift „Der Deutsche Baumeister" die Feststellung, daß er nach den Ideen id Führers, die bereits viele Jahre zurückliegen, nen Plan für die neue Reichshauptstadt aufgestellt tbe, dessen Gerippe das Kreuz der beiden iroßen Achsen ist, die Berlin von Osten nach Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigenT!eil:ErnstBlumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. 1.39: 10 896. Druck und Verlag: Brühlsche Univerfitätsdruckerei R Lange, K.-G., sämtlich in Gießen Monatsbezugspreis NM. 2,05 einschließlich 25 Pf Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf mehr Einzelverkaufspreis 10 Pf und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr 4 vom 1. September 1937 gültig. Westen und von Norden nach Süden durchqueren und die Innenstadt an den Reing der Reichsautobahnen anschließen. Die Nord-Süd-Achse — das eigentliche repräsentative Kernstück der neuen Reicks- Hauptstadt —, die von Reichsautobahn zu Reichsautobahn 38,5 Kilometer messe, werde ihr Hauptgewicht in einem rd. 7 Kilometer langen Mittelteil haben, an dem die größten und repräsentativsten Bauten des Deutschen Reiches neu errichtet werden sollen. Durch die zwei großen Fernbahnhöse als Abschluß der Nord—Süd-Achse würden nicht weni- aer als zehn heute vorhandene, veraltete Fernbahn- Höfe ersetzt werden. Gleichzeitig verschwänden auch die ungeheuren Güterbahnhofs- und Abstellflächen der Reichsbahn aus der Innenstadt. Etwa an der Stelle, wo 7)ie beiden Achsen sich im Herzen der Stadt schneiden, werde sich das größte Bauwerk Berlins erheben, die Große Halle des deutschen Volkes. Als eine der wichtigsten Aufgaben bei der Neugestaltung Berlins sieht Professor Speer den Wohnungsbau an. Bevor an die Sanierung altstädtischer Viertel herangegangen wird, sollten große zusammenhängende Neubauviertel entstehen. Durch den Ausbau der großen Achsen werde, vor allem im Süden, in nächster Nähe des Stadtzentrums ausgedehntes Freigelände neu erschlossen, das die Errichtung einiger hunderttausend neuer Wohnungen ermögliche. Beschleunigung der Rechtspflege auch beim Kriegsgericht. Der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht und der Reichsminister der Justiz haben eine gemeinsame Verordnung über die Erweiterung der Zuständigkeit des Reichskriegs- gerichts erlassen. Sie ermöglicht eine beschleunigte Aburteilung besonders schwerer und verwerflicher Verbrechen und bestimmt daher: „Hat der Gerichtsherr erster Instanz Anklage wegen eines Verbrechens erhoben, dessentwegen ausTod oder lebenslanges Zuchthaus erkannt werden kann, so kann er, statt das Kriegsgericht zu berufen, luszaHlungsstelle der Reichspost zur Verfügung, -er Postsparkassendienst habe in den wenigen Wochen seines Bestehens schon den Nachweis feiner l>aseinsberechtiguntz erbracht. Bis Mitte Feoruar iien etwa 2d,5 Millionen Mark eingezahlt worden, :e auf etwa 254 000 Postsparbücher entfallen. Der igliche Einlagenzuwachs betrage etwa 730 000 7art Bisher seien etwa 2,5 Millionen Mark Berlin, 4. März. (NDZ. Funkspruch.) Durch m Postsparkassendienst ist Deutschland mit in em zusätzlichen nahezu lückenlosen Netz von 5p ar st eilen überzogen worden. In der NS.- !andpost weist Staatssekretär Nagel vom Reichsostministerium darauf hin, daß hier besonders ü r das flache Land eine erhebliche Erleichte- ung der Spartätigkeit geschaffen wurde. Nahezu estlos erschlossen werde das flache Land vor allem hirch die etwa 25 000 auf das ganze Reich verteil- Mi Poststellen, die von rund 1900 Landkraftosten bedient werden und mehr als 13,5 Millio- ch Landbewohner täglich zweimal mit Poft ver- irgen. Im Reichsdurchschnitt stehe für je 903 Einwohner und 6,4 Quadratkilometer eine Ein- und Kleine j-M oim ^-IZmer- (aurt) Mansard.) 3431» MllW evtl, mit Bad zu mieten gehievt. Sehr. Ang. unt. 01104 a.d.G.A. Anftänd., ruhig. Mieters kl.Fam.) sucht 2-3-3imm. MljlilW zu mieten gesucht.Schriftliche Angebote unter 01064 a.d.G.A. Suche 34-M- W»W Nähe d..Kliniken. Sehr. Ang. mit. 1579Da.d.G.A. BtanWoac sucht 2%-Z.-WoliODog (mb0l.n1. Bad). Sehr. Sing, mit Preis unt.01132 an d. Gieß. Anz. Wohnung mit all. Zubehör, mögt, mit Bad, zum 1. 4. oder später. Schristl. 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ZlehungStag In der heutigen Vormlttagsziehung wurden gezogen 322780 237423 244208 257062 325179 332226 355019 5620 7364 15648 43529 58909 80660 92432 99729 101033 131017 900 RM. 59008 70415 71629 76101 150873 181251 Hufterbem wurden 4602 Gewinn« zu je 150 RM. gezoaea. 180713 18845 209167 183949 327082 131803 150 RM. ußerdem wurden 3678 Gewinne zu je gezogen. e de^ dab waren C.Röder ; eUen.Tel.2332 128557 186895 142590 187336 156739 203830 130078 143754 168182 198068 218255 242444 257649 292179 325972 353737 383776 150586 177520 206403 241652 277480 330528 378271 113095 135893 178591 202440 214031 259594 287475 307113 323490 359629 394390 153211 178316 214806 248946 302661 351525 138176 178747 203296 217929 260618 295816 311720 329299 366689 396208 160685 212598 281775 379359 138611 182887 203747 239538 272083 296872 313649 330073 377541 134600 155195 181896 211159 231186 246499 265574 297911 343706 363246 397587 166026 216324 285988 380699 161307 186899 222322 259535 309449 363884 74165 134556 163837 188730 233992 262707 315782 364685 135635 163058 188740 211320 239286 252748 267536 312602 349667 366525 159740 180121 221814 254310 305412 354934 141621 ■77312 204854 240170 262896 ',28989 370826 l 10730 1143122 i 65973 I 91096 ■12992 ■42061 -55460 122189 157966 181948 221645 347072 132162 146868 172121 206538 225944 243566 260211 292663 332418 356693 384020 133278 146060 178535 210817 226870 246927 262572 297629 335343 359065 397254 155216 186538 209505 243909 272422 304828 318160 341908 383994 23364 115340 175092 230829 314228 10618 34853 ’ "73324 '.02158 113273 '.»4249 -84881 06554 :?22468 556769 889081 168396 194820 212864 246206 275955 305992 318824 364035 385554 18602 1551 54 '78317 .10711 3537637 5197943 3279 4284 7618 7866 21205 22865 29981 34836 „M 100“, Gr. E05t 130x75 RM. 05 “M101“’6rA480 150X75 RM.01 *77931 116399 Bn der heutigen Nachmittagsziehung wurden gezogen 2 Gewinne zu 10 000 RM. 374699 __ 6 Gewinne zu 5000 RM. 36676 242766 319483 Mäusburq14 1580V 'io macht es der Sohn 'lo macht es der Vater Üie gehen so gerne zum 183610 ------ ------ 231644 237262 270081 ------ 363620 360966 365105 397361 160508 166863 169114 175894 ------ ------ 195811 2C0:C7 112 Gewinne zu 600 RM. ________ _____ 46088 50038 60478 62151 69089 73753 ?2618 33566 44926 46616 83001 91235 94688 ' - ------ 124103 146187 148949 166102 40 Gewinne zu 1000 RM. 22436 24479 27899 7049,93485^119374 1^33016 166847^ 180932 233891 Im Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne Zu k 000 000 RM, 2 zu |e 50 000, 2 zu je 30 000, zu je 20 000, 18 zu je 10 000, 34 zu je 5000, .4 zu je 3000, 176 zu je 2000, 614 zu fe 1000, 40 zu ie 500, 1940 zu je 300, 39 194 zu je 150 NM. 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März in Frankfurt am Main den Besuchern vermittelt wird, mögen wichtige Gebiete, die sich mit der rnenhang steht, ober wegen Dolltrunkenheit zu einer Strafe verurteilt wird und die Unterbringung die dann neben der Strafe auszusprechen ist — forderlich ist, um ihn an ein gesetzmäßiges und ordnetes Leben zu gewöhnen. Eine neue Dornier-Maschine, der „Seefalke", hat die Aufmerksamkeit der Welt auf sich gezogen. Sie ist nicht die erste, die wegen ihrer großartigen Leistungen ausfällt. Und sie wird auch nicht die letzte sein. Claudius Dornier, der Vater der berühmten Dornier- Flugzeuge, schildert im neuesten Heft „Die Luftreise" mit wenigen Worten seinen Werdegang und sein Werk, auf das er voller Stolz blickt. , Als ich im Jahre 1910", schreibt er, „als Ingenieur zum Zeppelinbau kam, hatte ich schon eine harte Schule hinter mir. Ich begann im Luftschiffbau in der Versuchsabteilung. Schon nach kurzer Zeit wurde Graf Zeppelin auf mich aufmerksam. Meine erste große Arbeit war der Entwurf einer drehbaren Luftschiffhalle. Die Konstruktion wurde später preisgekrönt. Bereits 1913 beauftragte mich Graf Zeppelin mit dem Entwurf eines Luftschiffes für den Transozeandienst, doch machte der Ausbruch des Krieges diesen Arbeiten ein Ende. Der alte Graf Übertrug mir Ende 1914 die Aufgabe, ein großes Wasserflugzeug zu bauen. Damals sagte man noch Aeroplan! Die Namen: Flugzeug, Flugboot oder Flugschiff haben sich erst viel später eingebürgert. Ich dachte, als wir mit diesen Arbeiten begannen, sicher nicht daran, daß es mir nach vielen Jahren beschieden sein würde, das erste wirkliche Flugschiff Asrika und Indien -bon •J Wirk p. das mit Kenyas möglich machte. Von den Indern, die beim Bahnbau beschäftigt wurden, kehrten zwar die meisten in die Heimat zurück, aber viele wurden doch auch dauernd als Arbeiter oder Angestellte der Bahnverwaltuna beschäftigt, während ander- als Händl-'- oder Pflanzer auf afrikanischem Boden festen Fuß faßten. Nun kam die Einwanderung aus Indien lebhafter in Gang. Bei der letzten Zählung im kiohre 1031 gab es in Uganda 14 150, in Konna 43 623. in Sansibar 15 246, in Tanganyika (Deutfch- Hft) 25 144 Inder. Zwischen 1911 und 1931 nahm die indische Bevölkerung in Kenya um 273 v. H zu. Auf jeden Europäer kommen in diesem oft» afrikanischen Gebieten drei Inder, wenn auch ihre Zahl im Vergleich iu einer Eingeborenenbevöl- femng von insnefa™4 1C> Millionen noch gering er- tch-inen mag Der r ""nde Dünkt ift aber, daß sie für den Handel ''t den Eingeborenen eine monopolartige Stellung errangen. Ganz zu bauen. . . Die gestellte Ausgabe war überaus schwierig, da alle Grundlagen fehlten, und die Bewältigung der Aufgabe wurde, dadurch nicht leichter, daß ich mir vorgenommen hatte, das Wasserflugzeug ganz in Metall zu bauen. Nachdem aber durch zähe Arbeit alle Anfangsschwierigkeiten überwunden waren, machte der Krieg auch dieser Arbeit ein jähes Ende. Aber gerade in den folgenden Jahren, in denen die alte hölzerne Zeppelinhalle in Seemoos unser schwer- umkämpfter Arbeitsplatz war, und wir oft nicht wußten, wie die nächste Löhnung aufzubringen war, entstand unter unendlichen Mühen das, was man heut- i ’t „Dornier-Bauweise" bezeichnet. Dann kam bc .ede Weiterarbeit lähmende Friedensvertrag., — ~~ *—7— । - - Wir mußten daher unser Interesse nach dem Ausland 1 mich auch frohen Mutes in die Zukunft blicken. Noch auf andere Art und Weife ist die Industrie bemüht, am (gelingen der landwirtschaftlichen Er- zeugunasschlacht mitzuhelfen. Sie fördert nach besten Kräften den Kleingartenbau und die Kleintierzucht ihrer Gefolgschaftsmitglieder. Vorbildliches leistet hier ebenfalls die Firma Krupp, die nicht nur für die nötigen Ställe sorgt, sondern den Gefolgschaftsmitgliedern zu erleichterten Zahlungsbedingungen mich einwandfreies Tiermaterial und das nötige Futter zur Verfügung stellt. So beschafft sie auch in diesem Jahre w-eder Eintagsküken und garantiert 90 0. H Hennenküken. Die Junghennen werden in eigenen Auszuchtstationen bis zum Alter von sechs Wochen herangezogen und dann an die Werksangehörigen verbilligt abgegeben. Es werden nur Tiere aus anerkannten Wirtschaftsrassen beschafft. Die ersten Junghennen im Alter von sechs Wochen werden in den ersten Aprilwochen geliefert. Auch bei der Beschaffung von Schweinen, Ziegen und anderem Vieh ist die Firma ihren Werksangehörigen behilflich. Ein eigens angestellter Diplomlandwirt steht den Kruppschen Tierhaltern jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. So steht im Ruhrgebiet die Kleintierzucht in voller Blüte. Zahlreiche Nahrungsmittel werden da- durch erzeugt, wertvolle Devisen, die sonst für die Einfuhr fremder Erzeugnisse ins Ausland wandern müßten, erspart. Daneben verschafft diese Klein- zwei besonders —,..o- „ . ... Wahrung und Erhaltung der Volksgesundheit beschäftigen, betrachtet werden. Der Beschauer wird darauf hingewiesen, wie schädlich übermäßige Lärmerzeugung für die Gesundheit ist. Es ist bereits wiederholt von zuständiger Stells betont worden, daß es Pflicht eines jeden Volksgenossen ist, durch Ruhe und Rücksichtnahme zum Dienst am Volke beizutragen. Dies gilt für den Kraftwagenführer und Motorradfahrer so gut wie für den Rundfunk- Hörer. Die allgemeine Bedeutung und Wichtigkeit der Uebertragungen durch Lautsprecher ändert nichts daran, daß Uebertreibungen für dis Umwelt schad- l i ch und unzulässig sind und daß ungebührlich ruhestörender Lärm, namentlich auch in der Nachtzeit, mit Strafe b e droht ist. Dabei kommt es darauf an, ob das verursachte Geräusch geeignet ist, die Ruhe zu stören und die Allgemeinheit zu belästigen. Umstände, die das Geräusch zu einem unzulässigen und deshalb verbotenen machen, können in dem Oefsnen von Türen und Fenstern, in der Art der Aufstellung des Musikinstrumentes und besonders lauter Einste 11ung d e s Apparates liegen. Hierdurch kann eine erhebliche Ruhestörung, namentlich nachts, hervorgerufen werden, wobei leichte Bauart von Wohnungen zu gegenseitiger Rücksichtnahme besonders verpflichtet. Die Vorschriften der Reichsstraßen-Verkehrsord- nung wollen in ihrem Rahmen zur Verminderung unnötigen Lärms beitragen. Fahrzeuge müssen so gebaut und so ausgerüstet sein, daß ihr verkehrsüblicher Betrieb niemanden schädigt oder mehr als unvermeidbar behindert und belästigt. Fahrzeuge, die solchen Anforderungen nicht genügen, dürfen nicht gefahren waren. Warnzeichen mit der Hupe sind nur abzugeben, wenn andere Verkehrsteilnehmer gefähr- der südafrikanischen Union zu organisieren. Schon ist eine Königliche Kommission an Ort und Stelle, um gegebenenfalls bei einer solchen Gründung Gevatter zu stehen und dann möglichst zu verhindern, daß, wie die weißen Siedler verlangen, Inder von der Einwanderung vollständig ausgeschlossen werden. England wird in seinen asiatischen Machtstellungen immer abhängiger von einer freiwilligen Gefolgschaft der Bevölkerung Indiens. Es kann im Ernstfälle Singapur nicht verteidigen mit einem unruhigen Indien im Rücken. Bis zum großen Kriege hatte England sein Möglichstes getan, die Entwicklung moderner Produktivkräfte in Indien zu verzögern. Seitdem hat es diesen unvermeidlichen Vorgang nach Kräften beschleunigen helfen, um einer Verwicklung in ostasiatische Wirren gewachsen zu sein, Zufuhren nicht nur von Lebensmitteln,, sondern auch von Waffen und Munition aus Indien würden für die Verteidigung britischer Besitzungen im indopazifischen Raum eine äußerst wichtige, vielleicht ausschlaagebende Rolle pielen. Dazu bedarf es aber des Vertrauens der ireiten Massen der indischen Bevölkerung, was nicht nur ein immer größeres Entgegenkommen im Ausbau der Selbstverwaltungsrechte der Inder bedingt, sondern auch den Zwang mit sich bringt, das afrikanische Sicherheitsventil für den indischen Bevölkerungsdruck offenzuhalten. Die verbotenen Hungaristen. Die ungarische Regierung, die vor einigen Tagen neu gebildet worden ift, hat ihre Innenpolitik mit dem Verbot der Hungaristen-Bewe- g u n g, der stärksten rechtsradikalen und antisemitischen Bewegung Ungarns eingeleitet. Schon einmal haben die Anhänger dieser Kampfpartei das Vollgewicht der staatlichen Gegnerschaft auskosten müssen. Am 16. April 1937 wurde die „Partei des nationalen Willens" verboten und gegen ihren Gründer Franz S z a l a f y ein Strafverfahren eingeleitet, das im Vorjahre zu feiner Verurteilung führte: Major Szalasy erhielt drei Jahre Zuchthaus. Nack dem Verbot der „Part Siebtem, währenb bie inbische Regierung bem Vorgebot billiger unb williger Schutbknechte in bem- sch^g zustimmte. Nach langwierigem weiteren Hin- elben Augenblick aus bem Boden stampften, wo es, H^aerhandeln gab bie ßonboner Regieruna bas ihre Ehre als Wettzivilisatoren erheischte, sich aus berühmte Weißbuch von 1923 heraus, bas erklärte, bem Geschäft mit „schwarzem (Elfenbein" zurück- in Kenya sollten die Interessen ber Eingeborenen zuziehen. Die Ueberschwemmung asiatischer Märkte, jorooM denen ber Weißen wie denen der Inder vor- mit billigen, maschinell hergestellten Textil- und anderen Waren ließ bis in die entlegensten Dörfer einheimische Gewerbe zusammenbrechen, warf Millionen und aber Millionen von Menschen aus jahrtausendealten Gleisen des Broterwerbs unb schuf für britische unb anbere europäische Unternehmer erst die Voraussetzungen, die Beschaffung von Roh- stoften fabrikmäßig zu organisieren. Man brauchte bie Menschen für bie Arckeit auf Pflanzungen nicht zu kaufen, sonbern nur bie Schutbscheine, bie sie ihren Gläubigern ausgestellt hatten; denn jahrelange Arbeit auf britischen unb hoNänbischen Plantagen war in großem Umfang bie einzige Möglichkeit für bie Opfer fremben Handels in Süb- unb Ostasien geworben, Schulben abzuarbeiten. Von Britisch- unb Nieberländisch-Jnbien würbe bas Kulisystem auf Australien, Westinbien unb die pazifischen Küstenstriche Gesamtamerikas, schließlich auf Südafrika übertragen, wo es aber allenthalben auf unerbittlichen Wiberstanb bei europäischen Einwanderern stieß, die mit ber Zeit ihren Wlllen burch- setzten Im Jahre 1860 setzten es bie Z u ck e r p s l a n z e r in Natal burch, Kontraktarbeiter aus Jnbien ein» Anführern Die nach fünfjähriger Kontraktzeit Frei- . . . . . . gelassenen blieben meist im Lande und zogen Fa- London sieht dieser Entwicklung immer h.lsl°,-r zu milienanq-horiq-, Verwandte und Bekannte nad Wohin die Reise geht lehrt die Forderung der und da sich das System bis 1911 behauptete, so weißen Siedler m den beiden Rhodesien und Rnassa- kannte es dahin kommen, daß 1934 mehr als l""d ihr tg-tawwebiet nnn 2‘/. Millionen Quadrat- 170 000 Menschen asiatischer, hauptsächlich inbischer Herkunft, in Natal gezählt wurden. Die Gegenbewegung war schon stark geworden und hatte „freien" Indern bereits den Aufenthalt im Lande ihrer Wahl zur Hölle gemacht, als ber junge Ghanbi 1891 als Rechtsanwalt aus Lonbon nach Durban kam, um eine von ihm übernommene Streitsache durchzufechten. In London, wo er seit 1888 seine Studien vollendet und seine ersten juristischen Lorbeeren geerntet hatte, konnte er sich in der vornehmen Gesellschaft frei bewegen. Erst auf südafrikanischer Erde erhielt seine von Hause aus bri= tenfreundliche Gesinnung die ersten Stoße. Als er gleich nach seiner Ankunft in Durban im Gerichtssaal einer Verhandlung beiwohnen wollte, wurde er hinausgewiesen, weil er im Turban eines indischen Barristers erschienen war. Als er mit einem Bittet erster Klasse im Zuge nach Pretoria saß unb sich ejn weißer Fahrgast beswegen beschwerte, würbe' er auf ber nächsten Station samt seinem Gepäck h i n a u s g e w o r f e n. Als er zur Weiterreise eine Kutsche benutzte unb sich mit bem freien Bocksiß begnügte, würbe er von einem weißen Reisegefährten auf gefordert, sich vor ihm auf ben Boden zu kauern und ihm den Sitz zu überlassen, um rauchen zu können. Als er sich weigerie, mußte er einen Schlag ins Gesicht einftecfen. In Johannesburg erlebte er es nicht lange danach, daß er in keinem besseren Hotel Aufnahme finden konnte. Er begann nun für eine menschenwürdige Behandlung seiner Landsleuf» zu kämpfen, aber es dauerte noch viele Jahre, ehe er ber britischen Kolonialmacht als solcher unversöhnliche Fembschaft schwor. Währenb bes Burenkrieges ftanb er treu auf englischer Seite, weil er vom Siege Englands eine Besserung der Lage der Inder in Südafrika erwartete. Er wurde bitter enttäuscht. Nach Friedensschluß ließ er sich als Anwalt in Johannesburg nieder unb entwickelte nun als Führer des füd- nfrikan'f^en Jndertums jene Strategie des passiven W i d e r st a n d e s , bie er nach bem großen Krieae in seine Heimat einführte. So würbe Südafrika zur Wiege einer asiatischen Freiheitsbewe- qung, die die britische Herrschaft rund um den Indischen Criean erheblich zu lockern vermochte. Auch während des Großen Krieges hatte Ghandi ber indischen Sache am besten dadurch zu nützen ge- alaubt, daß er seinen Landsleuten ’iim Burgfrieden gegenüber ihren Unt-rdrückern riet. Erst bas Blut- bab, das General Dyer 1919 im Pundschab anrichtete, machte ihn tum unversöhnlichen unb unbedingten Hatter britischer Herrschaft. Auch in Oftafrita erhielt die Anwesenheit von Indern erst durch die Beschäftiaung indischer Kon- h-aftarbeiter einen gefährlichen Charakter. Mit diesen Kulis hauvtsächlich wurde in den Jahren 1885 bis 1901 die Ugandabahn gebaut, die erst die Besiedlung der Hochländer Kenyas dmch Weiße und eine rorffame Verwaltung und Erschließung Ugan- „SeMlmd muß leben." Don GauamtSlefter Pros. Or. Kranz, Gießen. NSG. Während außerhalb Deutschlands Parteien und Völker sich befehden, während jenseits unserer Grenzen der Lärm der Waffen dröhnt und blutige Bürgerkriege das große bolschewistische Chaos auch in Europa vorzubereiten suchen, kämpft das neue Deutschland unbekümmert und in tiefstem Frieden einen Kampf um die Seele des deutschen Menschen, versuchen die deutschen Menschen wieder zurückzufinden zu sich selbst. Während bei anderen Völkern jüdische Bolschewistenkliquen und internationale Drahtzieher ihr Unwesen treiben, festigt das deutsche Volk die ihm vom Führer geschenkte Volksgemeinschaft und arbeitet an der Erhaltung und Entfaltung seines überkommenen besten Erbgutes Mit dem vom Nationalsozialismus durchgeführken Kampf um die deutsche Seele ist nicht nur seit Jahren wieder Ruhe und Ordnung in unsere Gaue eingekehrt, sondern auch der Weg zur Gesundung beschritten, der uns und unsere späteren Generationen in der Stärke und Kraft des Volkes zwangsläufig den Weg nach aufwärts führen muß. Unerhörtes ist bereits geleistet worden. Unfaßlich für manchen ist der Aufstieg, den wir in der Erringung unserer Volkskraft genommen haben. Voll Haß und Mißgunst aber auch voll Staunen und Bewunderung sieht heute eine ganze Welt auf das Deutschland Adolf Hitlers, das aus einem zerstückelten und geknechteten Lande in wenigen Jahren zu einem Großdeutschen Reiche wurde. Wir Deutsche wissen, daß dies nur eine Voraussetzung und ein Anfang sein kann und sein soll, denn alle die aü diesem grandiosen Aufbauwerke mitarbeiten dursten,kennen die großen völkischenAufgaben, die noch harren. Gilt es doch, den durch den Führer abgebremsten Volkstod in ein die Jahrhunderte überdauerndes Wachsen und Blühen unseres Volkes in Gesundheit, Freiheit und Glück zu verwandeln! Wir haben klar erkannt, daß ein sterbendes Volk, das um seine biologische Zukunft ringt, sein völkisches Ziel nicht durch die Arbeit weniger Jahre erreichen wird und kann, sondern daß ein Weiterleben des Volkes auf lange Sicht, d. h. ein wirklicher bevölkerungspolitischer Sieg nur durch den vollen Einsatz aller Volksgenossen in Generationen errungen werden kann. Wir sind davon überzeugt, daß das letzte Geheimnis unseres Aufstiegs in dem wieder und neu gewonnenen Glauben und in der Idee beruht, die uns der Führer in seinem unerschütterlichen Vertrauen auf die rassischen Hochwerte unseres Volkes geschenkt hat. Auf diese Weise wurde er der große Volk- he Arzt, der in letzter Stunde an das Krankenbett 'eines sterbenden Volkes trat, und der große Erzieher zu neuen Werten und Formen. Seitdem ein abgewirtschaftetes politisches System durch den Nationalsozialismus über den Haufen gerannt wurde, und seitdem der große geistige Umbruch in Deutschland einsetzte, ist im rassischen Denken ein Höchstmaß an Erziehungsarbeit am deutschen Volke geleistet worden, eine Erziehungsarbeit, die aber noch keineswegs als abgeschlossen angesehen werden kann und in den kommenden Jahren und Jahrzehnten auch niemals aufhören darf, wenn unser Volk in zukünftigen Geschlechtern weiterleben, groß und mächtig, gesund, frei und glücklich sein und bleiben will. Zweifellos haben wir den seit der Jahrhundertwende zu beobachtenden Geburtensturz aufgehalten und unsere Geburtenziffer wieder zum Ansteigen gebracht. Von einem Geburtensieg kann aber noch lange nicht geredet werden. Ebensowenig wie hier ein Pessimismus am Platze ist, dürfte ein geruhsamer Optimismus gerechtfertigt sein. Noch haben wir die Jahre nicht Überständen, in denen sich der katastrophale zahlenmäßige Niedergang unserer Geburtenziffer auswirken wird, noch haben wir den Verlust rassisch besten Erbgutes, den wir mit unseren zwei Millionen Toten des Weltkrieges erlitten haben, nicht verschmerzt, noch haben wir die Zahl der 10 Millionen Nicht- und zu wenig Geborenen nicht aufgeholt. Wohl haben wir Gesetze eingeführt, und durch diese vieles anders und besser gemacht. Aber schließlich und letzten Endes kann man keinem Mann befehlen, mehr Kinder zu zeugen, und keine Frau verpflichten, auch nur einem einzigen weiteren Kinde das Leben zu schenken, wenn nicht bestimmte Voraussetzungen vorhanden sind. Wir sind davon überzeugt, daß der Erfolg unserer erzieherischen Arbeit auf dem zahlenmäßigen bevölkerungspolitischen Gebiete nur dann erreicht werden kann, wenn jeder Einzelne durch eine neue geistig-seelische Haltung Stellung nimmt zu den Fragen des Lebens und des völkischen Seins. Zweifellos haben wir durch unsere ausmerzenden Maßnahmen die Gefahr einer weiteren Verschlechterung der Rasse in der Qualität unseres Volkes eingedämmt und z. B. durch die Unfruchtbarmachung von erblich schwerkranken Menschen für die Zukunft unsägliches Leid, Sorgen und Tränen in vielen deutschen Familien verhütet. Darüber aber, wie die Gesundheit und Qualität unseres Volkes in der nächsten, und in der übernächsten Generationen aussehen wird, entscheiden letzten Endes die Haltung und die Gesichtspunkte, unter denen die zukünftigen Ehen in Deutschland geschlossen werden. Den international gebundenen und zersetzenden jüdischen Einfluß auf das deutsche Volk haben wir durch eine immer weiter ausgebaute und vorbildliche Rassengesetzgebung beseitigt, die Reinerhaltung der Rasse aber, und damit die Erhaltung unserer ureigensten Wesensart wird entschieden durch die Wege, die der einzelne Volksgenosse einschlägt, um seine rassische Eigenart zu bewahren, d. h. einzig und allein durch seine unbeirrbare rassische Jnstinktsicherheit. So sehen wir, daß auf allen Gebieten, ganz gleich, ob es sich um quantitative, qualitative oder rassische Aufgaben handelt, unsere Zukunft entschieden wird durch die geistig-seelische Grundhaltung des Einzelnen. Diesen Einzelnen wollen wir gewinnen, erziehen und zurückführen zu den Urwerten völkischen Seins. Ebenso streng und ehrlich wollen wir auch lernen, zu werten, aber nicht zu werten nach Rang, Stand oder Geld, sondern wir wollen den Wert des einzelnen messen an der Einsatzbereitschaft für die Aufgabe, die i ihm gestellt ist, an der Opferbereitschaft, die er für unsere Idee aufzubringen vermag, an der Jnstinktsicherheit, die ihn bei den vorausschauenden national» > sozialistischen Zielsetzungen beherrscht, an seinem Mut, seiner Pflichtauffassung, seiner Verantwortungs- freudigkeit, an der Treue in seiner Haltung und alles = in allem an der Tat, die er für die völkische Gesamtheit zu leisten vermochte. An den Stolz eines jeden einzelnen wollen wrr appellieren, ganz gleich ob er in Amt und Würden steht, im Bauernkittel hinter dem Pfluge schreitet oder als Arbeiter ehrlich sein Brot verdient. Groß ist die , Aufgabe, aber sie ist des Schweißes der Edelsten wert I aus allen Bevölkerungskreisen. Ihre Erfüllung bedeutet nicht allein Glück und Freiheit für die, welche nach uns kommen, sondern letzten Endes auch die Rettung unseres alten europäischen Erdteiles und seiner Kultur vor Zerfall und Untergang im jüdischen und asiatischen Chaos und Despotismus. In diesem Sinne soll die Wanderausstellung des rassenpolitischen Amtes, Hessen-Nassau, die am Samstag, dem 4. Mär^, in Darmstadt durch den stellvertretenden Gauleiter Linder eröffnet wird, den Rassegedanken auch bei den Volksgenossen unseres Gaues wecken und vertiefen, denn unsere deutsche Rassen- und Bevölkerungspolitik wird nur dann den gewünschten und notwendigen Erfolg haben, wenn jeder einzelne deutsche Mensch sie zu seiner eigenen Sache macht. Die Autobahn Salzburg-Wien wird am 8. April 1941 eröffnet. Der Referent beim Generalinspektor für das deut- che Straßenwesen, Dipl.-Jng. E. von Gott- t e i n, teilte auf einer Veranstaltung des Amtes ür Technik der Gauleitung Niederdonau mit, daß die erste Teilslrecke der Reichsautobahnen, die durch den Gau Niederdonau führt, nämlich die Strecke Salzburg—Wien, auf Wunsch des Führers am 8. April 1941, also drei Jahre nach dem er st en Spatenstich, eröffnet werde. Der Plan, die Reichsautobahn um Wien * 4*1 f M 4 Reichsminister Dr. Goebbels veröffentlicht in der Samstagausgabe des „Völkischen Beobachters" einen Artikel „Der Insulaner und die Spanienfrag e". Der Aufsatz enthält eine Abrechnung mit den Mächten, die die Rettung Spaniens vor dem bolschewistischen Verfall zu sabotieren versuchten. , * Die Reichsfrauenführerin Frau Scholtz - Klink hat am Freitagabend mit ihrer Begleitung von Mailand aus die Heimreise nach Deutschland angetreten, nachdem sie vorher noch verschiedene soziale Einrichtungen besichtigt hatte. Der Führer richtete an das Verlagshaus E. S. Mittler & Sohn aus Anlaß seines 150- jäbrigen Bestehens ein Glückwunschschreiben. Generalfeldmarschall Göring und Reichsminister Dr. Goebbels sprachen dem Verlag ihre Anerkennung aus für die Förderung des Wehrgedankens im deutschen Volk. Die Mitglieder der Reichsregierung, führende Persönlichkeiten der Partei und die Oberbefehlshaber der Wehrmacht übermittelten dem ältesten' und größten deutschen Militärverlag ihre herzlichen Glückwünsche. * Auf Einladung des Rektors der altberühmten portugiesischen Universität Coimbra sprach der deut- che Gesandte von Hoyningen-Hüne auf einer Festsitzung zu Ehren des portugiesischen Dich- Aus all Reichstagung der deutschen Lebensmittelchemie in Karlsruhe. Die zweite Reichstagung der deutschen landwirt- chaftlichen Gewerbeforschung und Lebensmittelchemie, verbunden mit der 36. Hauptversammlung des Vereins deutscher Lebensmittelchemiker, findet vom 25. bis 30. September in Karlsruhe statt. Es wird auf dieser Tagung der derzeitige Stand der Arbeiten in der landwirtschaftlichen Gewerbeforschung, einschl. der Lebensmittelforschung, insbesondere der bisherige Einsatz im Vierjahresplan auf allen Ernährungsgebieten beleuchtet und mit den neuesten Wissenschaftsergebnissen auf dem Gebiete der Vorratspflege, Erzeugnisverarbeitung und Untersuchungsmethodik dar- gelegi. Drei Todesopfer eines Verkehrsunglücks. In München wollte ein Personenkraftwagen im Forstenrieder Park an einem Lastauto vorbeifahren, dessen Lenker im gleichen Augenblick ein Pferdefuhrwerk überholen wollte. Der Lenker des Personenkraftwagens, der dies offenbar zu spät bemerkt hatte, bremste stark ab und steuerte nach rechts, wobei er einen Radfahrer zu Boden schleuderte und auf das Fuhrwerk auffuhr. Der Zusammenprall war so stark, daß der Kutscher vom Bock geschleudert wurde. Während der Radfahrer und der Kutscher sofort t o t waren, wurden die drei Insassen des Kraftwagens schwer verletzt. Bei der Ueberführung in ein Krankenhaus erlag eine Insassin ihren Verletzungen. Verunglückker amerikanischer Geschwaderslug. Ein Geschwader von 12 Marineflugzeugen wurde während eines nächtlichen Ausbildungsfluges von großem Pech heimgesucht. Sieben der Maschinen mußten infolge des plötzlich aufgetretenen starken Nebels und wegen Erschöpfung der Benzinvorräte n o t l a n d e n. Einige stürzten ab. Ein Flugzeug ging in Flammen auf, wobei ein Leutnant u m s Leben kam. Die Insassen der anderen Maschinen konnten sich alle durch Fallschirme in Sicherheit bringen. Zwei französische Militärflugzeuge zusammengestoßen. Neber der tunesischen Stadt Bizerte stießen zwei französische Militärflugzeuge zusammen. Eine Maschine stürzte ins Meer und sank sofort mit ihrer vierköpfigen Besatzung, während das zweite Flugzeug auf die Uferfelsen fiel und völlig in Trümmer ging Der Pilot versuchte, sich durch Fallschirmabsprung zu retten. Da der Fallschirm sich nicht rechtzeitig öffnete, fand auch dieser Flieger den Tod. Zwei italienische Arbeiter vom elektrischen Strom gelötet. Ein eigenartiger Unfall, dem zwei Menschenleben zum Opfer fielen, ereignete sich in Baratt» (Oberitalien) Während einige Arbeiter damit beschäftigt waren, das Drahtseil für eine Seilbahn zur Holzbeförderung zu spannen, kam dieses mit einer in der Nähe oorbeiführenden Hochspannungsleitung in Berührung. Zwei der Arbeiter wurden auf der Stelle getötet, drei weitere Personen wurden verletzt. Das durch den elektrischen Strom glühend gewordene Drahtseil verursachte einen Waldbrand Großfeuer in Manchester. Ein Großfeuer legte eines der größten Modehäuser in Manchester in Schutt und Asche Das Feuer brach an verschiedenen Stellen zu gleicher Zeit aus und war von heftigen Explosionen begleitet. Innerhalb 15 Minuten stand das ganze Gebäude in hellen Flammen Die Feuerwehren waren dem Riesenfeuer gegenüber machtlos Em großer Stab von Polizei- und Kriminalbeamten begab sich sofort an die Brandstätte, um nach der Ursache des Feuers zu suchen. Die Ansicht, daß es sich um Brand st iftung handelt ist allgemein. Ob das Feuer mit den Bombenattentaten in Zu- in Form eines Ringes zu führen, wurde fallen- 1 gelassen. Statt dessen wird die Reichsautobahn Wien östlich umkreisen und auf einer Brücke I mit sechs Fahrbahnen die Donau überqueren. Die Strecke Wien —Graz wird bis Wiener Neustadt in drei Fahrbahnen geführt werden, von dort aber nicht über den Semmering, sondern über den Hartberg verlaufen. Oas Deutschtum in Jugoslawien. Belgrad, 3. März. (DNB.) Ministerpräsident und Innenminister Z w e t k o w i t s ch empfing die parlamentarischen Vertreter der deutschen Volksgruppe, Senator G r a ß l und die Abgeordneten Hamm und T r i s ch l e r , die die Sorgen und die Wünsche der Deutschen Jugoslawiens oortrugen. Zwetkowitsch versprach, für eine ungehinderte Entfaltung des Deutschtums in Jugoslawien auf kulturellem und wirtschaftlichem Gebiet sorgen zu wollen und empfahl die Fühlungnahme mit den einzelnen Fachministern, die die deutschen Wünsche weitgehend berücksichtigen und berechtigte Klagen sofort abstellen würden. ters und Professors Eugenio de Castro über die Entwicklung des großdeutschen Gedankens bis zu seiner Verwirklichung im Dritten Reich. * Die britische Regierung hat Sir Maurice Drummond Peterson, den bisherigen Botschafter Großbritanniens in Bagdad, zum Botschafter in Nationalspanien ernannt. * Der in Berlin verstorbene amerikanische Geschäftsträger in Berlin und frühere Generalkonsul in Genf Prentiß B. Gilbert wurde, seinem Wunsche entsprechend, auf dem Friedhof von Petit Saconnex bei Genf zur letzten Ruhe bestattet. An der Trauerfeier, die im engsten Familien- und Freundeskreise stattfand, nahm der deutsche Generalkonsul Dr. Krauel teil. * Der englische Politiker und Freund Deutschlands, Lord Allen of Hartwood, ist in Montana- Vermala (Schweiz) im 50. Lebensjahr gestorben. Lord Allen war der Sohn einfacher Handwerker und dann als Leiter der Unabhängigen Arbeiterpartei in England lange Zeit die rechte Hand Ram- say Macdonalds. Er hat in England immer wieder den Grundsatz vertreten, daß man Deutschland Gerechtigkeit widerfahren lassen müsse, um den Frieden in Europa zu sichern. Er besuchte auch wiederholt das nationalsozialistische Deutschland. er Wett sammenhang zu bringen ist, ließ sich noch nicht klären, doch wird auch des vermutet. Schreckliches Flugzeugunglück in England. In dem nicht weit von London gelegenen Seebadeort Brighton raste bei dichtem Nebel ein Flugzeug — wie man annimmt, eine Maschine der britischen Luftwaffe — in voller Fahrt in einen von drei Familien und fünf Kindern bewohnten Häuserblock. Durch die Gewalt des Anpralls explodierte der Benzintank des Flugzeuges und verwandelte das Flugzeugwrack wie auch den Häuserblock augenblicklich in ein Flammenmeer. Der Brand hinderte Polizei und Feuerwehr, die genaue Zahl der Opfer des Unglücks festzuftellen. Bis jetzt konnten vier Leichen aus den Flammen geborgen werden. Dabei handelt es sich um den Flugzeugpiloten, eine Frau und zwei Kinder. Vorgefundene Spielfachen deuten darauf hin, daß das Unglück die Kinder beim Spielen im Zimmer überrascht hat. Gefährliche Diebes- und Hehlerbande abgeurleilk. Vor der 9. Strafkammer in Moabit wurde eine der gefährlichsten Diebes- und Hehlerbanden in Deutschland abgeurtedt. Der Bande gehörten neben mehreren vielfach vorbestraften schweren Verbrechern auch zahlreiche Juden an, die von 1928 bis 1938 152 Einbrüche in größeren Städten Deutschlands begangen hatten. Bis auf zwei Geschäftseinbrüche haben die Verbrecher nur Wohnungen ausgeräumt. Die Hauvttäter, die Juden Israel Schapiro und Süskind Fuks, wurden bereits früher zu neun bzw. zwölf Jahren Zuchthaus und Sicherungsverwahrung verurteilt. Von den übrigen 14 Angeklagten, darunter der Jude Jankel Zellermayer und feine Ehefrau Rifka R u ch l a , erhielten sieben Zuchthausstrafen von einem bis zehn Jahren und Sicherungsverwahrung bzw. Polizeiaufsicht. Die übrigen sieben Angeklagten kamen mit Gefängnisstrafen von drei Jahren bis zu neun Monaten davon. Der größte deutsche Ballon. Auf dem Olympia-Platz im Prater in Wien fand der Abnahmeflug des neuen Heißluft- Ballons „ D — Stadt Wien" (Type Marek- Emmer III) statt. Der Ballon ist ein neues Baumuster der Wiener NSFK.-Männer Marek und Emmer und gegenüber den oorangegangenen Konstruktionen Marek-Emmer im wesentlichen durch technische Neuerungen ausgezeichnet. Er stellt eine Widmung des Bürgermeisters Dr Jng. Neu- b a ch e r an die NSFK.-Gruppe 17 Wien dax. Der neue Ballon hat bei einem Durchmesser von 20 Meter einen Inhalt von 4000 cbm und ist damit zur Zeit der größte deutsche Ballon mit einer Tragkraft bis zu sechs Personen Der Ballon startete um 14.23 Uhr bei günstigem Wetter und stieg innerhalb von 23 Minuten bis zur Atmungsgrenze auf 5700 Meter. Die durchschnittliche Stcigegeschwin- digkeit betrug 4 bis 5 Meter je Sekunde. Fernsehsender Brocken im Sommer fertig. Für den Aufbau und den späteren Betrieb des Fernsehsenders auf dem Brocken wird die Straße Schierke-Brockenkuppe von der Reichspost instand- gefetzt, um sie auch im Winter befahren zu können. Wie sich aus dem Jahresbericht der Reichspostdirektion Magdeburg weiter ergibt, ist der Bau und die technische Einrichtung des Fernsehsenders auf dem Brocken so weit fortgeschritten, daß mit der Inbetriebnahme im Laufe des Sommers 1939 zu rechnen ist. In Athen sollen 500 000 Bäume gepflanzt werden. Die von Minister Kotzias eingeführte „ P f l a n z e r w o ch e " wurde in Athen unter religiösen Feierlichkeiten durch den König und den Erzbischof von Athen sowie durch die Regierung eröffnet. Der König, die Minister, die Führer der Jugendorganisationen und einige Gesandte pflanzten persönlich eine Anzahl von Bäumchen, die die ersten von 500 000 Bäumen find, die Athen in Alleen und Parkanlagen erhalten soll. — Die deutsche Kolonie stiftete 200 Bäumchen. Bücheriiscb. — Handbuch der Kulturgeschichte. Herausgegeben von Dr. Heinz Kindermann, Professor an der Universität in Münster i. W Etwa 3000 Abbildungen. Preis RM. 2,80 pro Lieferung. Akademische Verlagsanstalt Akhenaion, Potsdam. In den neuen Lieferungen 41—45 führt Professor W. Bauer seinen Beitrag über die „Deutsche Kul- tur von 1830—1870" weiter. Auswanderung, soziale Frage, liberaler Staatsbegriff, Volksbewegung gegen die Juden, beginnende Industrialisierung, hemmungsloser Kapitalismus, kaufmännisches Denken auf allen Lebensgebieten, der Beginn der Eisenbahn und die Furcht vor Veränderungen in der damaligen Gesellschaft, das sind einige Stichworte aus diesem fesselnden Abschnitt. Professor W. Flemming schrieb über „Deutsche Kultur im Zeitalter des Barock". Professor F. Schönemann schließt die erste deutsche Kulturgeschichte der Vereinigten Staaten ab. Die Kulturgeschichte Skandinaviens breitet Professor H. de Boor mit wissenschaftlicher Ueb erlegen» heit vor uns aus. Die starke Gruppierung innerhalb der nordischen Volker, die man nur in Deutschland als Einheit sieht, gibt neue Perspektiven. Professor W. Kirsel behandelt die Kultur der Inder. Der Textteil findet seine Ergänzung in dem reichhaltigen und erlesenen Anschauungsmaterial. — In der Serie der „Deutschen Meister -- aufnahmen" (Verlag F. Bruckmann, München) sind vier neue Hefte erschienen. Heft 13: Ottmar Maudry, Tierporträts. Wochenlang ist der Verfasser im Zoo herumgestreift, um aus einer großen Anzahl von Aufnahmen 23 meisterhafte Tierporträts auszuwählen, die das Heft in herrlichem Druck wiedergibt. — Heft 14: Johannes Padelt, Segelflug. Ein Heft für Freunde des edlen Sportes. Zweimal war der Verfasser Nicht hungern Zeuge der großen Segelflugwettbewerbe auf der Mass er kuppe in der Rhön und hat hier die fesselnden Aufnahmen vom Flugzeugbau, der Montage, der Arbeit von Halte- und Startmannschaft und der großen Vogel geschaffen. — Heft 15: Christos Croeber, Kurs nach Süden. Das Heft legt dem Photoreisenden nahe, nicht immer nur die übliche Postkartenansicht von Sehenswürdigkeiten zu knipsen, sondern mit eigenen Augen zu schauen. — Heft 16: Professor Walther Hege, Heiteres Rokoko. Das Heft führt in den Nymphenburger Park in München, in den schönsten Rokoko bau, die Amalienburg. Professor Hege hat den Formenreichtum des kleinen Jagdschlößchens bildhaft vorzüglich gemeistert. Preis jeden Heftes RM. 0,85. — (584) — — Paul Anton Keller: Der klingende Brunn. Gedichte. 68 Seiten. Geb. 2,80 Mark. Verlag Albert Langen / Georg Müller, München, 1938. — (422.) — Paul Anton Keller gehört der jungen Generation an, sein Werk steht mitten in unserer Zeit. Darum ist es natürlich, daß feine Lieder und Gesänge sich zu dem Wollen und Glauben unserer Tage freudig bekennen, das Neue begeistert bejahen und sich der Zukunft des Volkes leidenschaftlich verpflichten. Was er an kunstvoll geformten, wort- und klangreichen Gedichten geschaffen und in diesem Bande vereinigt hat, ist ein Zeugnis der Jugend aus der deutschen Ostmark. — Curt Langenbeck: Der Hochverräter. Tragisches Schauspiel. Geh. 2 Mark, geb. 3 Mark. 80 Seiten. Verlag Albert Langen/Georg Müller, München, 1938. — (423) — Der heldenhafte Kampf und tragische Untergang des Deutschen Jakob Leisler, des ersten Kommandanten von Neuyork, ist für den Dichter Beispiel großen Schicksals. Langenbeck kommt es nicht auf die getreue Wiedergabe des geschichtlich überlieferten Vorgangs an, ihm ist die Geschichte nur Anlaß zur Darstellung des dramattschen Konfliktes, in dem der edle Mensch, streng und hochmütig im Bewußtsein seines Rechtes, zusammenstößt mit der Welt des Gemeinen und Alltäglichen, und in dem er ihr unterliegt. Aus dem männlichen Bekenntnis zur tragischen Dichtung und dem Willen zur strengen Form geschrieben, fesselt das Drama durch den feierlichen Ton, die klare Fügung des Aufbaus und seinen tiefen Sinn. — Deutscher Wehr-Kalender 1 939. Herausgegeben von der Schriftleitung der Zeitschrift „Deutsche Wehr". (Gerhard Stalling Verlag, Oldenburg i. O. Gebunden RM. 1,60.) —5— Der Kalender bringt in gewohnter Reichhaltigkeit alles Wichtige und Wissenswerte für den jungen und für die ehemaligen Soldaten, für die Jugend und für die Angehörigen der Wehrverbände. Durch die Beiträge hervorragender Mitarbeiter aus allen Gebieten des Heeres, der Kriegsmarine, der Luftwaffe, der Partei und ihrer Gliederungen, der Organisationen der Wehrerziehung und der Landesverteidigung ist dieser interessante Taschenkalender zu dem wertvollen Handbuch für Wehrmacht und Wehrerstarkung geworden, das er sein soll und den man nur empfehlen kann. — Reclams Schülerkalender 1939/40. Mit vielen Abbildungen. (230 Seiten.) In Ganzleinen RM. 1,00. Verlag Philipp Reclam jun., Leipzig. — (9)— Der Kalender will dem Schüler ein praktisches Handbuch für den täglichen Bedarf geben, ihn in seiner weltanschaulichen Haltung festigen, vor allem aber der Jugend in lebendiger Weise die Welt des Buches nahebringen. Für die Leitaufsätze „Aufgabe und Wesen der Hitler - Jugend" und „Die Eigenbücherei des Schülers" konnten zwei berufene Persönlichkeiten gewonnen werden, Friedrich W. Hymmen und Karl Rauch. Es folgen neben lebendigen Schilderungen über die Segelfliegerei, Gronaus ersten Flugversuch, das Fernsehen, das Schicksal des Kaisers von Kalifornien mannigfache Angaben sachlicher Art, die in Schule und Freizeit wertvolle Dienste leisten. — Eduard Beninger: Germanischer Grenzkampf in der Ostmark. Mit 50 Karten und Bildern. 123 Seiten. RM 3,20. Verlag Wilhelm Frick, Wien. — (574) — Ein hervorragender Kenner der germanischen Vorgeschichtsforschung kommt hier zu dem neuen Ergebnis, daß die Germanen auch in der Ostmark im Grenzkampf standen. Der bayerischen Mark ging somit eine altgermanisch-swebische Mark voraus. Den heldenhaften Grenzkampf schildert Beninger, der Landesleiter Oesterreich des Reichsbundes für deutsche Vorgeschichte, in allgemeinverständlicher Darstel- i lung. Reichhaltiges Anschauungsmaterial ergänzt Iden Text sehr lebendig. Krofdorf, den 4. März 1939. Mitglied der Elektro-Gemeinschaft । 01058 Statt besonderer Anzeige 8 Friedrich Bork, Zugführer i. R. im 72. Lebensjahre zu sich in die Ewigkeit 01116 1560V Gießen, den 4. März 1939. 01063 Keller 92Ü Ernst Weller und Familie. Gießen, den 4. März 1939. 01119 Tel. 58707 Blumenstr. 2 (Eschenheimer Tor) 1541V M.Brockmann 'S bis SO"/n <1. GesamtkoHten durch 1. u. 2. Hypoth. bei sof. Baubeginn. Hauplat>.wert gleich Eigen kapital. Bei Altbauten Beleihung b. 70'7» d. Verkehrswert. Bez.-Berater Dahlhoff, Frankfurt a.M. 6 J. Wellhöfer, Telephon 2313, Marb Str 24 Die Beerdigung findet Sonntag, den 5. März, nachmittags 3y2 Uhr, vom Trauerhause Gießener Straße 304 aus statt. Nach kurzem, schwerem Leiden rief Gott der Herr meinen lieben Mann, unseren treuen Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Katharina verw. Kaak im Namen aller Hinterbliebenen. Für die uns beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen erwiesene Teilnahme sowie für die Kranzspenden sagen wir unseren herzlichsten Dank. Achtung! Versenkbare Nähmaschinen Marse ..Victoria“ vor- u rück wartsnähend mit Garantie. RM.125.- Fast WO Jahre Wertarbeit ist die Traditon dieses Hauses JbnrtbrcuiihüU. ä Wagen 5 Mk , Anmachholz, ä Wagen H Mt , 1 Sark Anmach- UoU 1 Mi tret Die Beerdigung findet am Montag, dem 6. März um 14 Uhr. vom Trauerhause aus statt Die unter der Schirmherrschaft des Herrn Oberbürgermeisters der Stadt Gießen stehende Festwoche bringt ein hervorragendes Festprogramm für Theater, Schrifttum und Musik. Der genaue Veranstaltungsplan ist unentgeltlich beim Verkehrsbüro (Selterstor) sowie in der Musikalienhandlung Challier, Neuenweg, erhältlich Am Donnerstagmittag 12 Uhr entschlief nach kurzem Leiden mein innigstgeliebter Mann, unser treusorgender Vater, unser lieber Sohn, Bruder, Schwager und Onkel In tiefer Trauer: Lina Schieferstein, geb. Schneider nebst Kindern und allen Angehörigen. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres heben Vaters, Schwiegervaters und Großvaters, sowie für die Kranzspenden sprechen wir unseren tiefgefühltesten Dank aus. üesund-fasleii nach bewährter Kur unter ärztlicher Leitun? Rhönkurheim Bronnzell b. Fulda Prospekt u. Abhdl. „Ueber des Fasten'* yrati» GichtnetGoethc»Fc(tmodit VOM 19- BIS 26* MÄRZ 1939 Mehr Milch, mehr Eier, hochbewertete Kaninchen durch bieechte gewürzte Fufterlaltmischung Zwess - LNarrke Zu haben in den einschlägigen Geschäften H. Kraft Seltersweg 30 Ferdinand Schieferstein (Zimmer geschält) im Alter von 44 Jahren. In tiefer Trauer: Marie Bork, geb. Müller Familie Ludwig Luh Familie Friedrich Bork Familie Heinrich Bork Lützellinden, den 3. März 1939. MeWWgUVkMMkWe Gießen Gterbekaffegegr.1889 zahlt den Hinterbliebenen eines verstorbenen Mitgliedes eine Begräbnisbeihilfe von 300 bis 500 Mk. sofort in bar, je nach dem Eintrittsalter Im abgelaufenenGeschäfts'ahr gelangten 14500 Mk. zur Auszahlung. Geben Sie Ihre Anmeldung noch heute zur Post, oder an ein Ihnen bekanntes Mitglied. Wir gewähren bei einem Eintrittsalter bis 35 Jahre = 500 Mk., v. 36-40 I --- 480 Mk., v. 41-45 I. --- 400 Mk., v. 46-50 I. — 315 Mk. Sterbegeld. 1531V Sonntag, den 19. März 1939, nachm. 3 Uhr: Generalversammlung im „Burghof" (früher Cafs Ebel), wozu wir unsere Mitglieder herzlichst einladen. MS I X. Radio/ Sonntag 1600 V Sonntag, den 5. März TentoniaWafzBnhoFn-Steinbera-1900 Entscheidungsspiel um die Bezirksklassen-Meisterschaft Beginn 13 Uhr Nach dem Spiel gemeinsame Teilnahme der Zuschauer an der Kundgebung der NSDAP, in der Volkshalle Restaurant Stadt Mainz 34. Musikalische Abendfeier Johanneskirche , den 5. März, 17 Uhr heute, Samstag, den 4. März TANZ BI* L Ehr nachts geöffnet 15710 WIESECK Sonntag, den 5. Ilärz 1939 4 Uhr TANZ 4 Uhr Zum kühlen Grund Inhaber A. Schepers, ^v Edgar BORRMANNg Gießen, Neustadt 5 7, Bnt 4165u.415B 16 Fenster Schaufront zeigen. Ihnen entzückende Neuheiten der führendsten Möbelfabriken Deutschlands 5 Stockwerke unseres Hauses bestätigen, daß wir nicht nur hinsichtlich Qualität und Formvollendung, sondern auch zeitgemäßer Preisstellung jeden Wunsch erfüllen Spezialwerkstätte für gute Polstermöbel Alleinverkauf der weltberühmten Antimott-Sessel ünstnau. PLATZ Das führende Fachgeschäft Oberhessens Wir haben geheiratet Dr. Richard Schwind Landwirtschafisassesior Margarete Schwind, geb. Schneider z.Z. Gießen (Schiffenberger Weg 29), 4. Marz 1939 01017 SELTtfRSWEG 47 Allen Verlobten und zukünftigen Eheleuten in Gießen und Umgebung gewidmet ist das vornehm ausgesiattete, reich bebilderte Hans- und Kochbuch Praktische Winke und Ratschlage für die Hausfrau Kostenlose Vermittlung des Buches nur an Verlobte durch die Geschäftsstelle des Verlages Schulstraße 7. Marktplatz 2 ,56SA Marktplatz 2 Sonntag, den 5. März 1939, ab 8 Uhr Tanzabend im Cafe Leib Eintritt 50 Pfennig Peftfialle Frankfurt am JKain Samstag, den 11. März 1939, 20 Uhr: SroPSoxftampf Neusel — Lenglet deutscher Meister bester französischer Schwergewichtler Santade Leo — Hower italienischer Meister deutscher Exmeister und weitere 3 Rahmenkämpfe! Vorverkauf: Frankfurter Verkehrsverein, Hindenburgplatz 10;' in Giefaen; Hapag-Reisebüro, Seltersweg OeffentHcbes Training: Täglich 18 Uhr (außer Montag und Donnerstag) in der Lersner-Schule, Frankfurt a. M., Burestraße. 1584 V — Nr. 54 Drittes Blatt (Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) 4-/5. März M jene Jdealmaschine, von denen die Techniker immer träumten, die sich nie abnutzt, die einen Teil der von ihr erzeugten Kraft zur „restlosen" Instandsetzung ihrer selbst verwendet und die darum stets frisch wäre und auf höchsten Touren liefe. Nein, wir erfahren nur allzu oft im Leben, daß im körperseelifchen Getriebe Hemmungen Vorhände:: sind. Die können uns das Leben verbittern und zur -Qual machen. Bei manchen stellen sich Kopfschmerzen ein, andere verzweifeln in schlaflosen Nächten, wieder andere, die auf geistige und schöpferische Arbeit gerichtet sind, stellen trübsinnig fest, daß ihnen nichts Rechtes mehr einfällt. Aber warum sollen wir der Bilder mehr herzaubern? Jeder weiß am besten, wo sich in diesen Wochen seine Kräfte vermindern. Wir wollen ja keine Verneinung und Schwarzmalerei, sondern wir wollen gemeinsam einen Weg finden, wie wir aus diesem Zustand her- ausfinden und von neuer Frische erfüllt, mit der Gnade neuen Lebensmutes beschenkt werden. Gemeinsam — darauf legen wir in erster Linie Wert. Auch hier, wie an so vielen anderen Stellen, kann eine recht und wahrhaft verstandene gegenseitige Verantwortung sehr viel helfen. Einer trage des anderen Last — so steht es in dem Buche, in dem auch von den Mühseligen und Beladenen die Rede ist. Wir erleben nun so stark, wie es selten Völker erlebten, daß das Abgespanntsein und die Mühseligkeit nicht der Sinn des Daseins sein kann. Die Tat, das frische Anpacken, die Erneuerung der abgenutzten Kräfte, der Wille, jedem Volksgenossen den ihm zukommenden Teil an erholenden und befeuernden Kräften zukommen zu lassen — das ist der Sinn der Stunde. Ihn gilt es-zu erfüllen. Aber diese gesteigerte Verantwortung des einen für den anderen muß sich treffen mit dem ernsthaften Willen des einzelnen, herauszukommen aus seiner Frühjahrsmüdigkeit. Dazu gehört nicht nur fester Wille, sondern auch Besinnung auf die „biologischen" Gesetze, denen wir unterworfen sind. Wir müssen vermeiden, Raubbau an uns selbst zu treiben. Das ist nationale Pflicht. Es ist auch Pflicht gegen die Familie und die uns Anvertrauten. Wir müssen in Ernährung, Krankheitsvorbeugung, Kleidung und Erholung den Stadttheater Gießen. Heute abend die letzte Ausführung der Oper „Mda" von G. Verdi. Musikalische Leitung Joachim Popelka. Spielleitung Gert Buchheim. Chöre Heinz Markwardt. Tanzleitung Thea Maaß Bühnenbilder Karl Löffler. Die Vorstellung findet gleichzeitig als 9. Vorstellung für den KdF.-Feierabendring statt. Sonntag, 5. März, findet die letzte Ausführung der Operette „Die lustige Witwe" von Franz Lehar statt. Musikalische Leitung Kapellmeister Heinz Markwardt. Spielleitung Gert Buchheim. Tänze Thea Maaß. Bühnenbilder Karl Lössler. Die Vorstellung findet außer Miete statt. Dienstag, 7. März, Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr: „Minna von Barnhelm", Lustspiel von G. E. Lessing. Spieleitung Hannes Nazum. Dienstag- Miete, 22. Vorstellung. Mittwoch, 8. März, Anfang 19.30 Uhr, Ende 22 Uhr: Erstaufführung „Die andere Seite", Drama von R. C. Sherriss Spielleitung Hannes Razum. Mittwoch-Miete, 22. Vorstellung. Freitag, 10. März, Anfang 19.30 Uhr, Ende nach 23 Uhr: „Der Rosenkavalier", Oper von R. Strauß. Musikalische Leitung Paul Walter. Spielleitung Hans Geißler. Freitag-Miete, 23. Vorstellung. Samstag, 11. März, Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr: KdF. - Feierabendring, 10. Vorstellung, „Die andere Seite", Drama von R. C. Sherriff. Sonntag, 12. März, 11.30 Uhr: 10 Morgenveranstaltung, „Morgenfeier zum Heldengedenktag" Es liest der bekannte Kriegsdichter Thor Goote, es spielt das Städtische Orchester unter Leitung von Heinz Markwardt. — Anfang 19 Uhr, Ende 21 30 Uhr: „Die andere Seite", Drama von R. C. Sherriff. Außer Miete! Platzkonzert des Musikkorps der Luftwaffe. Zur Unterstützung der 5. Reichsstraßensammlung wird morgen, Sonntag, 5. März, in der Zeit von 11 bis 12 Uhr das Musikkorps unserer Gießener Luftwaffe in der Anlage vor dem Stadttheater ein Platzkonzert gebeit Verkehrswerbung für Oberheffen. Der Gebietsabschnitt Oberhessen des Landes- ftemdenverkehrsoerbandes Rhein - Main hat am Donnerstag und Freitag in Nidda und in Lauterbach über wichtige Fragen der Der- tehrswerbung für Oberhessen beraten. Unser Berichr über die Tagung in Nidda (Gieß. Anz. Nr 53 vom 3. März) hat die geplanten neuen Werbemaßnahmen zur Kenntnis unserer Leser gebracht Es ist ein weitreichendes Programm, mit dessen Durchführung der Landesfremdenverkehrs- oerband den Fremdenverkehrsgemeinden in Ober- Hessen gute Dienste leisten will. Wer durch eigene Arbeit die Bedeutung, aber auch die mannigfachen Schwierigkeiten der Verkehrswerbung kennengelernt hat, kann ermessen, wie bedeutsam die Aufgabe ist, die sich der Verband unter Leitung unseres Gießener Oberbürgermeisters Ritter zur Förderung unserer oberhessischen Heimat gestellt hat, und es kann nur der dringende Wunsch ausgesprochen werden, daß diese Arbeit bei allen zur Mithilfe berufenen Stellen weitgehende Förderung erfahren möge. Es ist zu begrüßen, daß in Kürze eine neue Werbeschrift für unser Oberhessen heraus- flebrad)t wird, die zu Beginn der Urlaubs- und ^Reifezeit vielen Volksgenossen ein willkommener I Ratgeber sein dürfte. Nach den Proben dieser Werbe- । ßchrift, die wir auf der Tagung in Nidda sehen tonnten, kann man sagen, daß der Prospekt ein gutes Mittel zur Werbung für unseren Vogelsberg unb für die übrigen Orte unserer engen Heimat zu werden verspricht. Dieser Wegweiser durfte vor . ollem für die vielen KdF.-Urlauber von besonderer i Bedeutung sein, die auch in diesem Sommer wieder «us dem Gau Hessen-Nassau und aus anderen föauen mit zahlreichen Sonderzügen in unser schönes Oberhessen kommen werden. Im Hinblick auf diesen Besuch möchten wir die Feststellung auf der Tagung in Nidda unterstreichen, daß unsere oberhessische *f)eimat besonders für den KdF.-Urlauberver- kehr in Betracht kommt und in allen Erholungs- ’i Drten nach jeder Richtung hin alles getan werden muß, um den Urlaubern den Aufenthalt so an- agenehm wie möglich zu machen. Es ist richtig, daß unfer Heimatgebiet — abgesehen von Bad-Nau- I heim, Bad Salzhausen und vielleicht auch noch > Gießen — sich vor allem auf den Urlaubsbesuch 6er Volksgenossen mit kleinerem Geldbeutel ein- 1 stellen muß, wenn das Werk der Verkehrswerbung fsin guter Erfolg werden soll. Reiselustige mit großen , lIeldmitteln und dementsprechend hohen Anforde- ' irungen an die Beherbergungsmöalichkeiten wird " man als Dauerbesucher z. B. im Vogelsberg nicht erwarten können, sie werden dort allenfalls für den Pasiantenoerkehr in Rechnung zu stellen fein, bei dem es sich um einen Stundenaufenthalt an schönen Nachmittagen oder Abenden handelt, der mit der Weiterfahrt im Kraftwagen seinen Abschluß finden Wird. Daraus ergibt sich für die Gaststättenbesitzer tunb die Städte eine doppelte Notwendigkeit: die Gärten und die sonstigen Aufenthaltsplätze im , Freien müssen so beschaffen sein, daß die Passanten sich zu jeder Zeit wohlfühlen und wiederkommen, aber auch Freunde und Bekannte auf den Ort aufmerksam machen, und es ist dafür zu sorgen, daß die Unterkunstsverhältnisse für Besucher mit län- i zerem Aufenthalt den berechtigten Ansprüchen ge- I nügen, die nach Maßgabe der finanziellen Mittel [ und unter dem Gesichtspunkt einer gediegenen Wohnkultur von dem Urlauber mit bescheidenen Geldmitteln gestellt werden können. Mit dieser Forderung, die der Landesfremdenoer- | k'ehrsverband mit Recht zu einer der wichtigsten macht, kommen wir zu den in Aussicht genomme- | nen Besichtigungen der Gaststä11en in »en Fremdenverkehrsorten durch örtliche Kommissionen,.die den Zweck verfolgen, durch sach- ! gemäße Anregungen und guten Ratschlag den Gast- Üätteninhabern Mittel und Wege für die zeitgemäße und verkehrssördernde Gestaltung ihrer Gast- Itätten zu zeigen. Diese Tätigkeit der Kommissionen »ll und kann keine zwingenden Vorschriften in sich chließen, aber es darf erwartet werden, daß jeder Haststätteninhaber schon in seinem eigenen Unterste den gutgemeinten Vorschlägen, bei denen auch •er jeweilige Bürgermeister mitwirken wird, Folge reiftet, um fein Haus mit guter Anziehungskraft auf iiie Urlauber auszuftatten und dadurch über die Zeit- iauer des einzelnen Besuches hinaus zu einer angenehmen, sich immer wieder geschäftlich auswir- lenben Erinnerung zu machen. Daß in manchen Gaststätten unserer Fremdenverkehrsorte — auch hne allzu hochgeschraubte Ansprüche — noch Ver- esserungen angebracht und notwendig sind, wenn . en neuzeitlichen Erfordernissen des Fremdenver- sehrs entsprochen werden soll, kann von niemand Gestritten werden. Derjenige Gaststätteninhaber, der ch diesen Notwendigkeiten gegenüber am aufge- chlossensten zeigt und bereitwillig an der zeitge- 7iäßen Ausgestaltung seines Gästeheims arbeitet, wird daraus rechnen können, daß er durch verstärken Zuspruch den notwendigen wirtschaftlichen Aus- cleich findet. Die Gesamtheit aller dieser Verbesse- tiungen in den Fremdenoerkehrsorten unserer enge« isn Heimat wird dazu beitragen, den Anreiz auf Urlauber und sonstige Reiselustige zu erhöhen und unser schönes Oberhessen zu einem immer mehr beliebten Urlaubs- und Reisegebiet zu machen. Der angetünbigten Ausstellung „W ille 1 n b Tat" im 21 u g u ft in Wiesbaden sieht man auch in Oberheffen mit großem Interesse ent- ($gen. Aus dieser Schau dürsten sich allerlei Möglichkeiten bieten, die zur Herausstellung unserer fiÄttebaulichen und landschaftlichen Schönheiten, wie end) der vortrefflichen Eigenarten des oberhessischen V olkstums mit feinen ehrwürdigen Bräuchen geeignet find. Eine bessere und weitreichendere Wertung für unsere engere Heimat als diese Ausstel- hng in dem Weltkurort Wiesbaden können wir für obfehbare Zeit wohl nicht erhoffen. Darum sollte fider Fremdenverkehrsort durch seine Bürgermeiste- r i oder seinen Verkehrsverein sich an dieser Aussolung rege beteiligen, um die einzelne Gemeinde rit ihren Vorzügen gut zur Geltung zu bringen und euch für die Gemeinschaft unserer oberhessischen Orte tiertDoIIen Dienst zu leisten. Zur guten Vorberei- hng auf diese bedeutsame Aufgabe empfiehlt sich cver das Arbeiten von langer Hand her, nicht etwa e:'ft eine mehr ober minber improvisierte Zusammenstellung im letzten Augenblick. Es wird also gut s-iin, wenn man in allen Frerndenverkehrsorten schon sitzt eifrig an die Arbeit geht, um das vorhandene Liild- und sonstige Werbematerial noch im Laufe d;s Frühjahrs und der Sommermonate zu ergänzen tnb auf den neuesten Stand zu bringen, damit jm,,- ■ und zu welchen Zeiten ganz befonbere ärztliche Betreuung der Heranwachsenden Jugend notwendig sei. Aber auch das sei gesagt, daß die Jugend im BDM., dank der steten ärztlichen Aufsicht, volle Gewähr dafür biete, als gesunde Jugend heranzuwachsen, die später dem Kampf des Lebens gewachsen ist und ihre Kräfte für den Dienst an ihrem Volke voll einsetzen kann. BOM-Aerztin Or. Friedel Reuter wies anschließend darauf hin, daß es jedem Mädel int Alter von 17 bis 21 Jahren-ermöglicht werde, an der Ausbildung im Gesundheitsdienst, die von Fachkräften geleitet wird, teilzunehmen. Tie Reichsjugendführung hat für eine einheitliche Ausbildung der Jugend Richtlinien aufgestellt, die Kurse über die „Entwicklung des Menschern, den „Aufbau des Menschen", die „Funktion des Menschen", „Vererbungslehre", „Rassenhygiene", „Gesundes Wohnen" und andere vorsehen. Dies sind alles Ausbildungsstoffe, die gerade für die weibliche Jugend praktische Dinge sind. Nach diesen Vorträgen warteten die Mädels wieder mit einem Lied aus und führten den Zuhörern dann eine sehr nett ausgedachte „Scharade" vor. An die Vorträge schloß sich eine Aussprache der Eltern mit den BDM.-Aerztinnen und den Führerinnen an. Frühiahrsmodenschau in Gieren. Ein bekanntes Gießener Modehaus veranstaltet in der nächsten Woche eine Frühjahrsmodenschau, bei der in den Räumen des Gesellschaftsvereins (Klub) die neuesten Modelle der deutschen Mode gezeigt werden sollen. Unsere Frauen werden dort sehen können, was die gut angezogene Frau vom Morgen dis zum Abend während der verschiedenen Tageszeiten trägt. Paul Nieren hat die Ansage, die Kapelle Heinz Nickel wird die Stunden musi- kalisch bereichern. Einige Gießener Geschäfte werden bei dieser Gelegenheit Hüte und Handschuhe zeigen. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verblndlichkeit der Schriftleitung 1 0. fi. in G. Da in Ihrer Anfrage jeglicher Hinweis darauf fehlt, um welche Forderung (öffentlich-rechtliche ober private) es sich handelt, ist eine klare Auskunft nicht möglich. A. D. Ihre Anfrage ist unklar. Wenn Sie im Arbeitsverhältnis arbeitsunfähig erkrankt find, haben Sie unter der Voraussetzung rechtzeitiger Meldung vom 4. Tage der Arbeitsunfähigkeit an Anspruch auf Auszahlung von Krankengeld durch die zuständige Krankenkasse. Der Anspruch auf Krankengeld ruht jedoch, wenn und soweit während der Krankheit Arbeitsentgelt gezahlt wird. Zuschüsse des Arbeitgebers zum Krankengeld gelten nicht als Entgelt: ihre Zahlung richtet sich nach den mit dem Arbeitgeber getroffenen besonderen Vereinbarungen, oder aber nach dem evtl, in Frage kommenden Tarifverträge. Oer Schuhanzieher. ^on Waldemar Keller. Als der Schriftsteller Maiwald abends gegen elf Uhr die Einzimmerwohnung betrat und Licht machte auf dem FluF erschreckte ihn ein silbernes Blinken in der Tiefe des Arbeitsraums, dessen Tür weit offenftanb. Genau zu erkennen mar I nichts, die Glühbirne an der Korridordecke hatte nur wenig Leuchtkraft, aber soviel wußte Mai- wald, daß dieses Blinken von seinem Schlafsofa kam. Auf dem Sofa lagen vier bunte Kissen; die glänzen nicht, wenn der Schein einer Lampe sie trifft. Etwas anderes hatte dort keinen Platz, in jedem Winkel herrschte peinlichste Ordnung. Heber- legend und unbeweglich verharrte Maiwald neben der geöffneten Tür, den Hut in der Hand. Sollte im Laufe des Abends ein Unbekannter in die Wohnung.eingedrungen sein, ein Dieb, ein 'Räuber? Was konnte er aufs Sofa geworfen haben. das so glitzerte? Am Kleiderhaken hing her Wintermantel, friedlich und unangetastet. Nicht zu begreifen. Wird ein Dieb, jetzt vor Beginn der kalten läge, solch einen schönen Mantel über-1 sehen? Maiwald griff rasch hinter den Dürprokln ' und drehte das Licht im Zimmer an. Keine Spur von Verwüstung. Auf dem Sofa lag ein Schuh- anzieher. Es ist völlig undenkbar, sagte sich der Schrift- steller, daß ich den Schuhanzieher Hegengelaffen habe. Soweit ich mich erinnere, und mein Gedächtnis ist gut, habe ich mir die Schuhe in der Küche angezogen. Im übrigen bleibt in meiner Wohnung nichts liegen. Der Aschenbecher ist geleert, die Bücher stehen im Fach, nirgends ein Stäubchen — wie könnte ich einen Schuhanzieher vergessen! Wer also hat ihn hierhergelegt? Wessen Schuhanzieher ist es? Di- Untersuchung ergab, daß es sich zweifsllos um Maiwalds Eigentum handelte. Eins her vielen kastenförmigen Schubfächer seiner Küchenkommvde hing lang heraus, als fei es eilig aufgeriffen worden, und war leer; darin verwahrte er den Schuhanzieher. Also ist es wirklich meiner, grübelte der verwunderte Mann den Ereignissen nach, aber ich hatte doch gar keine Veranlassung zu Haft und Ungestüm, ich kann und kann cs nicht gewesen fein, der diese Schublade so weit herausgerissen hat, daß sie nur noch leicht in den Führungs- leisten hängt! Holterdiepolter — das albte hei mir nicht Wer, frag' ich, wer hat sich in meiner Ab- Wesenheit des Schuhanziehers bedient? Waren denn alle Schuhe vorhanden? Die' Schranktür flog auf. Richtig, da fehlten die abgetragenen grauen Wildlederfchuhe, merkwürdigerweise die schlechtesten, die er besaß. Schon lange war er mit dem Gedanken umgegangen, sie zu verschenken. Vielleicht hatte er sie bereits verschenkt? Nein, nein! Die Wildlederfchuhe standen noch am Nachmittag hier im Schrank, auf fein Gedächtnis schwor Maiwald. Er löschte das Licht und setzte sich in den Lehnstuhl, unentwegt grübelnd. Wer hat ein Interesse daran, in meine Wohnung einzudringen, meine durchgelaufenen Wildlederschuhe herauszunehmen und mit meinem Schuhlöffel anzuziehen? .. • „Verzeihen Sie", sagte da eine tiefe Stimme im Dunkel, „bas bin ich gewesen. Eigentlich hatte ich nicht die Absicht, mich zu melden. Ader nun, da ich sehe, wie Sie sich den Kopf zerbrechen, mag ich nicht länger schweigen." „Wer sind Sie?" flüsterte Maiwald. „Mein Name ist Balthasar Wiedehopf", entgegnete die Stimme. „Ein lächerlicher Name, doch Sie selbst, Herr Maiwald, sind dafür verantwortlich. In einer Nachtstunde, die Sie zu Ihren glücklichen zählen, haben Sie mir diesen Namen gegeben. Ich bin die bedauernswerte komische Person ihres neuen unvollendeten Romans." „Wiedehopf", sagte der Schriststeller leise, „gewiß, ich kenne Sie. Ich kenne Sie sogar sehr gut. Was ist das für eine dumme Geschichte mit den Wildlederschuhen und dem Schuhanzieher, Wiedehopf?" „Eine Zwangshandlung, Herr Maiwald. Entschuldigen Sie bitte. Ich bin zwar ein «sonder- Hng, aber trotzdem ein guter Kerl; das werden Sie mir bestätigen. Mein Uebergriff ist lediglich auf Ihre Erfindungsgabe zurückzuführen." „Wie soll ich das verstehen?" „Ganz einfach zu erklären, Herr Maiwald. Sie. mit dem poetischen Namen, haben mich Balthasar Wiedehopf getauft. Das schon war nicht nett von Ahnen. Aber Sie lassen mich obendrein immerfort 1 auf Strümpfen herumlaufen, sobald ich in meiner Wohnung bin, und in diesem Punkt, Herr Mai- | wald, weigere ich mich, Ihnen weiterhin zu folgen. Ist es nicht genug, daß ich einen Bart trage roie ein Kammerdiener aus der Mitte des 19. Jahrhunderts? Genügt cs nicht zur Erheiterung Ihrer Leser, daß ich, ein ehemaliger Buchhändler, meine Zeit damit verkürze, dem Papagei Sarda- napal Zitate aus französischen Klassikern beizu- , bringen? Wo ist die Notwendigkeit, nur die Schuhe oorzuenthalten? Bitte. Herr Maiwald, oei> suchen Sie einen einzigen Tag, innerhalb Ihrer Wohnung nur mit strumpfbekleideten Füßen umherzugehen. Sie werden bald bemerken, wie das tut! Die Küche ist mit Fliesen ausgelegt, das Badezimmer auch. Ein Badezimmer haben Sie mir gütigst zugebilligt, Schuhe jedoch nicht, und nun muß ich — in meinem Alter — tagaus tag ein auf Socken, die Ihrer Beschreibung nach große Löcher haben, über die kalten Fliesen laufen. Ist Ihnen das völlig entgangen, Herr Maiwald? Sie erwähnen es jedenfalls nicht im kleinsten Nebensatz, Dichter sollten etwas schärfer denken." „Ich bin kein Pfuscher!" stöhnte Maiwald grimmig. „Ob Sie das sind oder nicht, werden wir schon im nächsten Kapitel sehen. Logischerweise müisen Sie mich spätestens im nächsten Kapitel an einer schweren Erkältung erkranken lassen, und die dürfte ich kaum überwinden. Ich soll aber bis zum Ende des Romans durchhalten. Wie haben Sie sich das vorgestellt?" „Abwarten! Abwarten!" röchelte es aus dem Lehnstuhl. „Nein, danke. Ich habe kein Zutrauen zu Ihrer Kunst, einen Greis mit beiderseitiger Lungenentzündung wieder gesund zu machen. Deshalb — und weil ich sowieso das Laufen auf Strümpfen über eiskalte Fliesen satt habe — nahm ich mir Ihre Wildlederschuhe und benutzte Ihren Schuhanzieher, denn sieh oben eine recht kleine Nummer, die nur knapp für meinen Fuß paßt. Sie werden also in Zukunft Balthasar Wiedehopf in Wildlederschuhen auftreten lassen. Wie Die das deichseln, ist Ihre Angelegenheit; ein Sonderling kann ja plötzlich auf kuriose Ideen verfallen —" „Sie haben gar keine Ideen", keuchte Maiwald, „die Ideen hab ich! Wenn ich will, ist Ihr Kopf eine hohle Nuß!" „Prahlen Sie, immerzu! Das entlockt mir nur ein mitleidiges Lächeln. Der Aerger treibt Sie. Herr Maiwald. Sie sehen ein, daß Sie etwas vergessen haben, nämlich die Lungenentzündung, und Sie waren doch der sicheren Meinung, Sie könnten gar nichts vergessen, nicht wahr? Ein halbwegs vernünftiger M-nsch sollte weniger überzeugt fein von sich selber. Als Sie ' vor dem Schrank standen und auf Ihre sanfte bedächtige Art schmoren, war ich schon nahe daran, ein Wört- leln mit^ureben. Lieber Herr Maiwald, Sie müßten sich einmal sehen, wie Sie zappeln und tapern! Sie leiden an gewaltiger Selbstüberschätzung. Ich geb- Ihnen den qirt BriwO deine W-i-heiten für dich, ärmliche Kreatur! Gib meine WMederschuhe heraus!« „Ich denke nicht dran." „Sofort!" schrie Maiwald, schlug mit der Faust auf die gepolsterte Lehne des Sessels und sprang H. Tiefe Nachtstille empfing ihn, beängstigend war der dunkle Raum mit Schweigen gefüllt. Er schaltete die Tischlampe ein. Da stand der Tabakskasten, und an den Wänden hingen die Bilder, vertraute Dinge, die sich nicht rührten. Die Uhr ging auf zwei. Sollte er wirklich die W'ldleder- schuhe verschenkt haben? War er es gewesen, der Den Schuhanzieher hatte liegenla'fcn? — Nachdenklich riß Maiwald ein Blatt Papier vom Block und schrieb darauf: „Wiedehopf, Lungenentzündung, sehnige Natur, wunderbare Rettung." Dann zog er sich gähnend aus. Hochschulnackrichten. Der em. Ordinarius der Deutschen Philologie an der Universität Jena, Professor Dr. Albert Leitz- mann, tonnte fetn goldenes Doktorjubiläum feiern. Die Universität Freiburg i. Br. erneuerte aus diesem Anlaß das Doktordiplom. Die Urkunde würdigt die großen Verdienste, die der Gelehrte „als Herausgeber und Deuter deutscher Texte und Quellenschriften von Wolfram von Eschenbach über Luther und Hans Sachs, Lichtenberg, Humboldt und Jacobi zu Schiller und Goethe vollbracht hat, und die er schließlich durch große Veröffentlichungen des Briefwechsels der führenden Forscher der Frühzeit seiner Wissen- schäft bereichert hat". Professor Leitzmann stammt aus Magdeburg und steht im 72. Lebensjahr. Dem Professor Dr. Earlos d e la Torre y Huerta, Professor der vergleichenden Anatomie, Zoologie, Geologie und Biologie an der Universität Habana, wurde von der Medizinischen Fakultät der Universität Jena wegen seiner hervorragenden Verdienste auf dem Gesamtgebiet der Biologie die Würde eines Doktors der Medizin ehrenhalber verliehen. , Professor Dr. med. Paul Schmidt, Ordinarius für Hygiene an der Universität Halle, wurde von den amtlichen Verpflichtungen entbunden. Schmidt, der ursprünglich als Schisfsarzt tätig war, habilitierte sich 1907 in Leipzig für das Fach der Hygiene. 1912 wurde er dort zum ao. Professor ernannt, zwei Jahre später folgte er einem Ruf als o. Professor der Hygiene nach Gießen. 1916 übernahm er den Lehrstuhl in Halle, den er bisher inne gehabt hat. Professor Schmidt ist Mitglied der Leopoldina in fiatte und der Chilenischen Naturwissenschaftlichen .Gesellschaft tg Santiago, Aus -er Wett des Ulms. „Aufruhr in Damaskus/' Gerhard dienert ist einer der Darsteller des Terra-Films „Aufruhr in Damasku s", der demnächst auch in Gießen gezeigt werden wird. — (Photo: Terra.) Gute Zdeen. Ein brennendes Film-Problem. Das kluge Wort „Lehre ist trockenes Brot — aber Beispiel ist Muttermilch" sei hier befolgt. Stellen wir uns daher einen Tuchfabrikanten vor, dessen Geschäft blüht, weil er seine Groß-Abnehmer mit Tuchen beliefert, deren Muster von jedermann sehr begeht werden. Während nun eine Lieferung nach der anderen die Fabrik verläßt, zerbricht sich der Tuchfabrikant den Kopf darüber, woher er immer wieder neue Muster nehmen soll. Er selbst, der den allerbesten Blick für gute neue Muster besitzt, kann unmöglich die täglich zu Hunderten angebotenen Muster durchsehen, denn die Herstellung seiner Tuche nimmt ihn von morgens bis abends in Anspruch. Selbstverständlich hat der Tuchfabrikant Angestellte, die nach neuen Mustern ausschauen sollen. Allein diese Angestellten haben wegen vieler anderer Aufgaben auch nicht viel Zeit, nach neuen Mustern zu fahnden. Könnte der Fabrikant nicht einfach weitere „Muster-Sucher" einstellen? Er täte es gern. Aber gute Muster-Sucher sind selten. Nicht ohne Grund. Sobald sich nämlich ein Muster-Sucher bewährt hat, packt ihn der Ehrgeiz, und er strebt entweder danach, innerhalb des Betriebes einen höheren Posten bekommen, oder aher er macht ein eigenes Geschäft aus. Wer hätte nicht mit diesem Tuchfabrikanten Mitleid? Denn — beim Zeus! — er sitzt in einer argen Zwickmühle, weil er neuer Muster dringend bedarf, sie aber weder selbst noch durch seine Angestellten beschaffen kann! In einer solchen Zwickmühle befindet sich heute auch der Film. Weder die maßgeblichen Leiter der Filmgesellschaften, die den besten Blick und Spürsinn für gute Ideen haben, noch die Filmdramaturgen (das sind die „Muster-Sucher") haben Zeit, aus der Fülle des täglichen Angebots die guten Filmideen herauszufinden, obwohl die Filmgesellschaften ihrer dringend bedürfen, um den Groß-Ab- nehmern (das sind die Kinobesitzer) laufend neue Filme zu liefern. Als Zeuge dafür, daß die Filmdramaturgen mit zuviel Filmüberwachungen belastet sind, als daß sie auf die Pirsch nach neuen, Original-Filmstoffen gehen könnten, wie auch dafür, daß ein Mangel an Film-Dramaturgen besteht, kann der neue Produktionsleiter der Tobis, Ewald von Demandowfky, angeführt werden, der vor kurzem — noch als Reichsfilmdramaturg — in einem sehr beachteten Aufsatz „Der Film von gestern und morgen" über diese als auch über viele andere „verzwickte" Fragen des Films geschrieben hüt. Nach der Grippe — Bioferrin! Leistet Bioferrin schon allgemein in den Wintermonaten bei Blutarmut, Müdigkeit und Appetitlosigkeit gute Dienste, so ist seine Anwendung in Genesungszeiten besonders nützlich Kinder und Erwachsene nehmen, um nach überstandenen Erkältungskrankheiten rasch wieder hergestellt zu sein, das Kräftigungsmittel Bioferrin. dem Schiller seine „Räuber" zugeschickt hatte, das Stück „brühwarm" dem Leiter des Mannheimer Nationaltheaters, Freiherrn von Dalberg, vorgelesen hätte. Wie, wenn Schiller sein Erstlingswerk dem Theater direkt zugeschickt hätte, wenn es dort von dem zuständigen Dramaturgen zwar registriert, aber wegen anderweitiger Ueberlastung nicht gelesen worden wäre? Oder wenn der Dramaturg das Genie Schillers nicht erspürt hätte, weil ihm weder der Wie könnte nun die Zwickmühle des Films, was das Finden neuer Filmideen anbelangt, umgangen werden? Bei dem Tuchfabrikanten können wir keinen Rat holen. Er weiß selbst keinen Rat, Aber es gibt eine „Branche", die dem Film viel näher steht als die Tuchfabrikation: das Theater. Auch beim Theater laufen täglich Hunderte von Theaterstücken ein, die weder der Intendant noch der Theaterdramaturg prüfen kann. Das Theater kennt aber eine Zwischeninstanz zwischen dem Bühnenautor und dem Intendanten. Es ist der Bühne n o e r l eg e r. Er nimmt dem Theater ein gut Teil, oft die meiste Arbeit ab. Er kann dies, weil er fachlich geschult ist und einen vorzüglichen lieber« blick über die Bühnen hat. Der Gedanke liegt deshalb nahe, eine solche Instanz, den Filmoerleger, auch zwischen den Filmautor und der Filmgesellschaft einzuschalten. Das Wort Instanz darf nicht schrecken. Am allgemeinen pflegen zwar Instanzen den Weg von unten nach oben zu verlängern. Beim Bühnenoerleger ist dies nicht der Fall. Vielmehr sind sehr viele dramatische Talente erst durch den Bühnenverleger auf den richtigen Weg geführt und dem Theater gewonnen worden. Dieselbe pflegliche Behandlung aufkeimender Begabung stünde dem Filmoerleger zu, sieht doch auch Ewald von Dernandowsky die Notwendigkeit, den jungen Filmautor zunächst einmal filmisch zu schulen.' Jeder könnte die Frage einwerfen: Was geht uns Zeitungsleser die Zwickmühle des Film an? Das ist eine' interne Angelegenheit der Filmgesellschaften. Weit gefehlt! Im vergangenen Jahr füllten in Großdeutschland rund 500 Millionen Besucher die deutschen Lichtspielhäuser. Diese 500 Millionen Besucher, zu allermeist-deutsche Volksgenossen, haben ein Recht auf das Beste vom Besten! Nochmals ein Beispiel als „Muttermilch": Es ist durchaus denkbar, daß Schillers „Räuber" in den deutschen Thea- terarchioen verstaubt, d. h. niemals aufgeführt worden wären, wenn nicht der Mannheimer Buchhändler und Bühnenoerleger, der Hofkammerrat Schwan, Blick Schwans noch Dalberas eigen war? Falsch das Wort, daß jedes Genie sich selbst Bahn bricht! Rudolf D i e s e l, der Erfinder des Dieselmotors, hat es einmal ausgesprochen: „Von 100 Genies gehen 99 unentdeckt zugrunde!" Demnach: fünfhundert Millionen Besucher deutscher Lichtspielhäuser dürfen fordern, daß alle einlaufenden Filrnideen von den Allerbesten der Filmgesellschaften gesichtet und geprüft werden, damit kein „Schiller des Films", der uns so nottut, zugrunde geht. Wie diese schwierige Aufgabe zu bewältigen ist? Vielleicht hilft der kommende Filmoerleger den Filmgesellschaften aus der verzweifelten Zwickmühle des Films, indem er den maßgeblichen „Dalbergs" des Films die besten Filmideen ... brühwarm oorlieft? Dr. F. B. Zb\ < A > BAYER \ E ) V RV Theodor Fontanes „W Briest" im Mm. rr? X < ch z 9 ' W $ ' MM Fotos Gründgens-ProcL / Terra Eine Szene aus dem Terra-Film „Der Schritt vom Wege", den Gustaf Gründgens nach Theodor Fontanes Meister-Roman „Effi B r i e st" «gedreht hat. Unser Bild zeigt Marianne Hoppe als Effi und Carl Ludwig Diehl als Inftetten. Der Film wird in den nächsten Tagen auch in Gießen laufen. „Die Hochzeitsreise •F, 1 *■ ; fc?; Wv<< Angela Salloker und Matthias Wieman in dem neuen Ufa-Film „Die Hochzeitsreife". (Scherl-Bilderdienft-M.) Kartenspiel im Kulturfilm. Die Erfinder des Kartenspiels sollen die Chinesen sein. Im 14. Jahrhundert wurde in Europa das Spiel mit bebilderten Karten eingeführt. Seitdem hat die Spielkarte eine vielfältige Wandlung durchmachen müssen. Das Prinzip der Spiele ändert sich indessen nicht, nur die Bilder der Karten wechselten je nach Geschmack und Laune Die Spielkarte war der Mode unterworfen. Besondere geschichtliche Ereignisse fanden in der Bebilderung des Kartenspiels ihren Niederschlag. Insofern bildet heute die alte Spielkarte ein für den Sammler überaus interessantes Kulturdokument. Wenn wir das Spiel mit den bunten Karten auch von den Chinesen übernommen haben sollen, so ist der beliebte „Skat" doch ein urdeutsches Spiel. Mit ihm erfreuen sich „66", Romms und Bridge in Deutschland besonderer Beliebtheit. Es soll auch neben dem Spiel jene „Spielerei" nicht ohne Erwähnung bleiben, die wir als Kartenkunststück bezeichnen. Wir lachen, wenn Herrn Schulze ein ganzes Kartenspiel aus der Nase gezogen wird, oder Herr Müller aus 32 Blatt die „richtige" Karte zieht. Geschwindigkeit ist keine Hexerei, — aber Kartenkunststücke am Spieltisch sollte man sich entschieden verbitten. Wenn unter dichten Tabakwolken drei oder vier Männer das bunte Spiel kräftig auf den Tisch hauen, kernige Randbemerkungen dazu machen und nach dem Spiel genau wissen, wie eigentlich hätte gespielt werden müssen, dann können mir davon überzeugt sein, daß es noch nie gemütlicher war, und vorläufig kein Ende dieser Stimmung abzusehen ist. Nicht nur unsere wackeren Skatspieler und — nota bene ihre Hausehren — wird ein Kulturfilm „Spielkarten — Kartenspieler" interessieren, der unter der Produktionsleitung der Ufa vom Kulturfilminstitut hergestellt und von der Terra-Filmkunst herausgebracht wird, sondern über den diesem Thema nahestehenden Kreis hinaus dürfte sich ein breites Publikum finden, das hier mit Freude einmal die Entwicklung des Kartenspiels nach der kulturellen Seite hin aufgeblättert sieht. Da gibt es manche Ueberraschungen. Denn dieses volkstümlichste aller Spiele, das Spiel mit den Karten, ist durch die Jahrhunderte hindurch ein Spiegel der Geschehnisse gewesen, da die verschiedenen Epochen immer wieder auf den Kartenblättern das im Bilde festhielten, was ihr Dasein bewegte. Sudermann, verfi'.mt. Nach der „Heimat" die „Meise nach Tilsit". In der Kälte des späten oftpreußischen Winters, in dem weltverlorenen Fischerdorf Pillkoppen am Kurischen Haff, hat Veit Harlan mit den Aufnahmen zu seinem neuen Film „Die Reise nach Tilsit" begonnen. Die Hauptrollen spielen Kristina Söderbaum, Anna Dam mann (aus dem Deutschen Theater in Berlin neu für die Kamera entdeckt) und Frits van Dangen. Ursprünglich ist „Die Reise nach Tilsit" eine Novelle des ostpreußischen Dichters Hermann Sudermann. Sie gehört — wen nicht zeitlich, so doch geistig — zu dem Schaffensabschnitt, in dem er den „Tollen Professor" schrieb Der Film muß sich seine Stoffe — da er sie ja doch nicht Dialog um Dmlog Gesicht um Gesicht und Kapitel uni Kapitel übernehmen kann — nach anderen Blickpunkten aussuchen als nach denen der Literaturgeschichte Der Film übernimmt von der dichterischen Vorlage im allgemeinen nie mehr als das Gerüst, das Gerüst der Handlung und das Problem. Die „Reise nach Tilsit" ist dafür ein besonders anschauliches Beispiel. Von dieser Grundlage ging unser Gespräch mit Veit Harlan aus Die Novelle schildert, wie eine fremde Frau in den Frieden einer dreiköpfigen Familie einbricht rote sie den Mann aus der Stille seines Dcyeins hervorlockt, wie sie ihn mit ihrer wilden Triebhaftigkeit ansteckt und wie er sich an sie verliert. Während einer Schiffskatastrophe auf dem Haff erreicht auch, denn Sudermann war Naturalist, die seelische Katastrophe ihren Höhepunkt Sudermann hat diese fremde Frau — primitives Gegenstück zu dem geistvollen „tollen Professor" — als eine besessene, im Grunde abstoßende Magd gezeichnet. Später griff der Stummfilmregisseur Murn au diesen Stoff noch einmal auf Er drehte in Hollywood den Film „Sunrise“ („Sonnenaufgang"). Er war trotz seines verheißungsvollen Titels eine kalte und etwas grausame Paraphrase über das Thema der menschlichen Bösartigkeit. Murnau begnügte sich nicht mit Tilsit. 'Er baute Wolkenkratzer auf, vdn Hochbahnbrücken überzogene Straßenschluchten und blechglitzernde Lasterhöhlen. Er entdeckte für diesen Film die Schauspielerin Janet Sopor. Und damit ging vermutlich der erste Vamp der Kinogeschichte über die Leinwand. Murnau hatte — den Wolkenkratzern entsprechend — die triebhafte Mckgd in ein ebenso kaltschnäuziges, wie elegantes Geschöpf aus der Gosse der Weltstadt umgewandelt. Es ist deutlich zu erkennen, was er an Sudermann geändert hat. Und es ist typisch für die Nachkriegszeit, in der dieser Film entstand Harlan hat nun, in unserer Zeit, von Sudermann nicht mehr übernommen als den rein sachlichen Bericht: Eine Ehe droht einer zweiten Frau wegen in die Brüche zu gehen. Murnaus Wolkenkratzer sind wieder auf die in Tilsit üblichen zwei Stockwerke abgetragen. Harlan will auch die Echtheit des Milieus beibehalten. Nur die Schiffskatastrophe hat er gestrichen und hat sie in eine Schlittenfahrt über das zugefrorene Haff adgeänderl. Der Film hat sich seit Murnaus Zeiten so entwickelt, daß ein Schiffsuntergang auf der Leinc'wand nichts sonderlich Neues mehr ist. Zudem hat Harlan eine solche Szene gerade in seinem letzten Film („Das unsterbliche Herz") zu inszenieren gehabt. Das im allgemeinen unbekannte Erlebnis einer Schlittenreise in Ostpreußen bietet filmisch jüngere und stärkere Reize. Entscheidend ist die Wandlung, die das Bild der fremden Frau — gegen Sudermann und auch gegen Murnau — bei Harlan erfahren hat In Harlans Fassung ist die Fremde — mit einem kleinen Schuß ins Ausländische — eine durchaus vollendete Dame. Sie ist charakterlich im Grunde der Ehefrau gleichwertig. Ihre Liebe ist von der Gewalt und Unfaßbarkeit eines Naturereignisses. Es ist nichts Schmutziges in ihr. Um so schärfer wird das Problem Es wird einmal aus der naturalistischen Schicksalsergebenheit weggerückt. Und es wird anderseits auf den Nenner keiner anderen Tendenz gebracht. Es muß, sich in diesem Film fast alles aus der Intensität der schauspielerischen Leistung entwickeln. E^ müssen drei gleichwertige Kräfte miteinander ringen Harlan läßt den Film darin ausklingen, daß die Ehe der jungen Leute (Frits van Dangen und Kristina Söder bäum) sich nach dieser ungeheuren Krise um so fester fügt. Damit ist Sudermann nicht weiter gedient: aber er wird in seinem Dichterhimmel lächelnd darauf verzichten Und der Stoff erhält den Sinn und den Ausklang, der dem Wesen unserer Zeit gemäß ist. fb. Das erste Km. Eine Erinnerung zum Film-Bolkstag. Wenn man die gewaltige Entwicklung des heutigen Filmwesens sieht, das einer der wichtigsten Kulturfaktoren geworden ist und mit Milliardenwerten rechnet, das Hunderttausenden von Menschen Beschäftigung gibt, so erscheint es kaum begreiflich, daß der Anfang erst 40 Jahre zurückliegt. Die ersten „Laufbilder" wurden zwar schon etwas früher gezeigt: Edison hatte 1693 sein „Kinetoskvp" konstruiert, und im Jahre 1895 meldeten die Brüder Lu miere am 13. Februar einen Apparat zum Patent an, der bewegliche Bilder aufnehmen, kopieren und vorführen konnte und mit dem sie im März darauf die „Uraufführung" ihres ersten Films veranstalteten, während bei uns Mar Hklada- n o w s k i) bereite 1892 ein Filmaufnahmegerät entwickelt hatte, mit dem er im November 1895 die erste „Wochenschau" im Berliner Wintergarten öffentlich vorfuhren konnte. Aber zunächst waren dies alles Vorführungen, die im Rahmen anderer Veranstaltungen gegeben wurden, das eigentliche Lichtspieltheater kam erst vier Jahre später in die Welt, um aus den bescheidensten Anfängen schnell zu seiner heutigen Bedeutung aufzusteigen. Anfang der neunziger Jahre kam ein junger Mann namens Blackton, der aus Sheffield aus« gewandert war, und der einige Zeit als Zimmermann gearbeitet hatte, auf den Gedanken, sich journalistisch zu betätigen und erlangte eine Unterredung mit Edison, der ihm von seiner neuesten Erfindung erzählte. Er zeigte dem jungen Berichterstatter einen 50 Fuß langen Film, der den Titel ,,D e r schwarze Diamanten-Expreßzug" führte Es mar nicht viel mehr als das Bild eines Eisenbahnzuges, der sich bewegte. Aber diese neue Form der Vorführung machte auf den jungen Blackton einen unvergeßlichen Eindruck, und er hatte sofort die dunkle Ahnung, daß mit dieser neuen Erfindung ein Geschäft zu machen sein müsse. Blackton teilte seine Ahnungen einem Freunde namens A E. Smith mit, der sich als Taschenspieler sein Brot verdiente und mit den Wesen der herumziehenden Schaubudenleute vertraut war. Smith, der besonders gern elektrische Experimente vorführte, steuerte einiges Geld zu dem Unternehmen bei und brachte ein gewisses Verständnis dafür mit. Mit einem Kapital von 600 Dollar tauften nun die beiden eine Kinoausrüstung und zogen im Lands herum, um kurze Szenen im Film auf Jahrmärkten und Rummelplätzen vorzuführen. Zum ersten Male traten sie mit ihrem Kino, das als die Urform der Lichtspieltheater gelten kann, am 10. März 1899 vor das Publikum Obwohl die Unvollkommenheit der Instrumente und Materialien viele Unfälle und Schwierigkeiten bereitete, fanden sie doch vielen Beifall und natürlich auch Nachahmung. Ein Mann namens Rock machte ihnen mit einem „Biofkop- Apparat" scharfe Konkurrenz, so daß sie schließlich, um den lästigen Nebenbuhler zu beseitigen, sich mit ihm vereinigten Rock, der 1914 mit einem Vermögen von zehn Millionen Dollar gestorben ist, gründete nun mit Blackton und Smith die „ V i t a g r a p h - Filmgesellschaft", die erste Filmgesellschaft, die die Welt gesehen. Man ging bald dazu über, nicht nur einfache ebenen vorzuführen, sondern kleine aufregende Dramen herauszubringen, und das erste Filmdrama, das sie zeigten, schilderte einen Mann, der in seinem Zimmer von einem Geist besucht wird untF dadurch in das größte Entsetzen gerät. Dieser erste Film, „Das Sputhaus ‘, wie er genannt wurde, war ein ungeheurer Erfolg und der Vorläufer einer großen Reihe solcher kurzen schauerlichen und spannenden Geschichten Bald begnügten sich Smith und Blackton nicht mehr mit einaktigen Dramen, sondern es wurden lange Geschichten in mehreren Akten bargeftellt Die Schauspieler, zunächst von der Straße herbeigeholte Komödianten, deren Namen nicht einmal erhalte:: sind, traten mehr und mehr in den Vordergrund, und das Starsystem begann sich auszubilden. Eine Sensation der neuen Filmindustrie war im Jahre 1904 der Film „Das Leben von George Washington" dem ein nicht minder beliebter Fünfakter .Das Leben von Moses" folgte, dessen Ausführung eine volle halbe Stunde dauerte. Die Kinobesitzer, deren es damals schon eine ganze Menge gab, hielten den Film zwar für viel zu lang, aber man fand Gefallen daran. Die Vitagraph-Gesellschaft brachte auch 1907 die ersten Starfilms, und zwar entstand diese Gattung durch den Einfall Blacktons, die Namen der Schauspieler auf der Leinwand groß anzuzeigen Nicht lange danach war die Filmgesellschaft von Smith und Blackton zu einem großen Unternehmen heran« gewachsen, das ein jährliches Budget von fünf Millionen Dollar hatte. 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März stattfindet und eine spätere Aufnahme in die zweijährige Handelsschule nicht mehr vorgenommen werden kann. Ein-u halbjährige Handels- farhldaccpn Schüler m.VoIks- labllnldoövll schulreife u. höherer Schulbildung, bei Sekunda- oder Mittelschulreife ohne besondere Aufnahmeprüfung. — Schulgeld RM. 19.— keine Nebengebühren. Anmeldungen für das neue Schuljahr und Auskünfte jederzeit im S hnlgeJäuäe Gießen, Goethestr.32. Ruf 2486. C.Röhr&Co Bahnhofstraße 44 (frühere Schreinerei A A 1 A Haubach) - Unsere || Fernsprech-Nr. ist: UvTv Sraunfelsi AtiFSl 4./5. Marz 1Q50 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Nr. 54 vierter Blaff Wtz ■ i =8 ES* I 4 H - x | | . •'Ä- 1 wo;-! JM ....../ ,i i 4 HW - ...............' M | .'■ ' ' W -sJ F t * *w Ä r* ch III | %* ■ x: ■ aJb& 1-: :.♦ Ein Blick in den vorbildlichen Kassenraum der Handels- und Gewerbebank. \w& As ; Ein besonderer Raum im Tresor ist den Kunden-„Sases" gewidmet. Ein Blick m einen Esfekten-Tresor. MW Wi Sie modernste Errungenschast der Sicherungstechnik: Das elektrisch geladene, gelenkige Sicherheitspendel. handelt werden, die meist noch am gleichen Tage versandt werden. Die Eisekten-Abteilungen beschäftigen sich insbesondere mit Börsenaufträgen zum An- und Berkaus.von Wertpapieren. Zu diesem Zweck wird von den größeren Geldinstituten zu den Börsen in Frankfurt a. M. und in Berlin eine ständige Die Gießener Geldinstitute stellen für unsere heimische Wirtschaft Einrichtungen von großer Bedeutung dar. Die Abwicklung der Geldgeschäfte der Wirtschaft im Kleinen wie im Großen ist nicht denkbar ohne die Arbeit dieser Institute, die gerade jetzt im Dritten Reich mehr denn je im Dienste der Wirtschaft stehen, nicht Selbstzweck sind, sondern das Aufbauwerk fördern. Viele Volksgenossen stehen im Dienst der Geldinstitute, wirken als Fachkräfte an verantwortungsvollen Posten, denn wo es um Geld geht, muß genau gearbeitet werden. Die Arbeit scheint dabei auf den ersten Blick und auf'den äußeren Eindruck hin Büroarbeit schlechthin zu sein — das ist sie auch —, sie hat aber ihren eigenen Rhythmus, ihre eigene Terminologie. Im Laufe eines Arbeitstages gilt es, eine Fülle der verschiedenartigsten Geschäftsvorgänge zu erledigen. Wenn der Arbeitstag beginnt, dann muß die eingegangene Post schon vorliegen, so daß möglichst frühzeitig mit ihrer Bearbeitung begonnen werden kann. Die Post wird in der Posteingangsstelle zunächst sortiert, nach Wertsachen und gewöhnlichen Sendungen geordnet und, nachdem die Direktion Kenntnis von den Eingängen genommen hat, auf die einzelnen Abteilungen verteilt. Es gibt Banken, bei denen es Grundsatz ist, jeglichen Posteingang noch am gleichen Tage zu erledigen Diese rasche Erledigung geschieht in erster Linie im Interesse des Kunden. Das Bankwesen unterscheidet innerhalb des Betriebes eine Reihe von Hauptabteilungen. Da gibt es die Kasse, die Korrespondenz, die Buchhaltung, die Wechsel-Abteilung, die Scheck-Abteilung, die Devisen- und Dokumenten-Abteilung, die Effekten- Abteilung, die Kupon- und Sortenkasse und das Sekretariat. Jede Abteilung hat ihre besonderen Aufgaben, und die Direktion sichert das Zusammenwirken. Im K a s s e n v e r k e h r ist das Hauptbestreben wohl bei allen unseren hiesigen Geldinstituten darauf gerichtet, den Kunden schnell abzufertigen und ihm Wartezeit zu ersparen. Bei der Commerz- und Privatbank finden wir für diesen Zweck eine Registrierkasse vor, ähnlich der in Ladengeschäften, die alle Kassenvorgänge aufnimmt und schnellste Abfertigung ermöglicht. Die Kassenvorgänge werden sogleich in der Buchhaltung verarbeitet und im Konto des Kunden verbucht. Da sich der bargeld- lose Zahlungsverkehr in stetig ansteigender Richtung bewegt, müssen pro Tag viele hundert Schecks be- drahtliche Verbindung aufrechterhalten. Die Aufträge gelangen dadurch noch am gleichen Tage des Eingangs an die Börse. Don dort werden dann auf gleichem Wege die neuesten Nachrichten über die Entwicklung der Kurse und die Stimmung an der Börse übernommen. Zu den Aufgaben der Effekten-Abteilung gehört auch die Beratung des Kunden über die zweckmäßige Anlage seiner Vermögenswerte. Die wichtigste Abteilung des Instituts ist das Sekretariat. Es ist geradezu der Kopf des Betriebs. Vom Sekretariat aus werden z. B. sämtliche Kreditangelegenheiten behandelt, die eine sorgfältige Bearbeitung und Ueberwachung erfordern. Nach dem Reichsgesetz über das Kreditwesen sind die Ban- ’-m : - Der Tresor wird immer nur in Anwesenheit zweier Beamten geöffnet. Die Tür ist 80 Zentner schwer. ken heute veranlaßt, noch mehr als früher ihr Kreditgebaren zu handhaben. Das Gejetz fchreibt unter gewissen Voraussetzungen zwingend Die Vorlage der Bilanzen der kreditsuchen den Kundschaft vor. Die Bank muß aber auch aus sich heraus auf einer Prüfung der Bilanzen bestehen, weil sie als Verwalterin des ihr anvertrauten Geldes darauf achten muß, daß die Gelder möglichst ohne Risiko angelegt werden. Zu den Aufgaben des Sekretariats gehört ferner das Konsortialgeschäft (Zusammenschluß von Banken zu einem (größeren! Geschäft), die Neuemission von Anleihen, Kapitalerhöhungen von Aktiengesellschaften usw. Jede der Abteilungen hat also ihre speziellen Aufgaben. Ein Arbeitstag bei Gießener Geldinstituten Umschau in Tresoranlogen. Selbstverständlich, daß in unseren Gießener Geldinstituten die zeitgemäßen Einrichtungen den Bedürfnissen der ungemein gesteigerten wirtschaftlichen Entfaltung entgegenkommen. Alle Institute haben für die Bedienung der Kunden große und modern eingerichtete Kassenräume zur Verfügung. Auch die universellen Buchungs- und Rechenmaschinen sind überall zu finden, und sie sind unentbehrliche Helfer im Geschäftsbetrieb geworden. * Ein solches Institut ist auch nicht denkbar ohne Tresoranlagen. Sie sind eine teure' (dabei nicht einmal wirtschaftliche), aber unbedingte Notwendigkeit. Werte, die der Bank übergeben werden, müssen oft über Jahr und Tag gesichert aufbewahrt werden können. Sie müssen vor jedem noch so raschen oder raffinierten Zugriff der gewiegtesten „Spezialisten" sicher sein. Und nach dem neuesten Stand der Sicherungstechnik sind sie es auch! Wir sahen die Tresore der Bezirkssparkasse, der Handelsund Gewerbebank und die großen über zwei Stockwerke ragenden Tresoranlagen der Commerz- und Privatbank. Diese Tresore sind Massen von Stahl und Beton. Sie sind auf großen Betonmengen funda- mentiert, und das Gewicht zählte, wenn es sich exakt feststellen ließe, nach Hunderten von Tonnen. Dabei stehen diese Tresore nur bedingt im Zusammenhang mit den Gebäuden, die sie bergen. Vielmehr befindet sich bei einigen Banken zwischen Tresor und Mauerwerk des Hauses ein Gang, der zu Nachtzeiten von einem Wächter begangen wird. Durch diese Anlage könnte sofort festgestellt werden, wenn der Tresor von außen her angegriffen würde. Die Hauptsicherungseinrichtungen sind aber an den Tresortüren angebracht. Die Türen stehen zu Zeiten der Nacht oder an dienstfreien Tagen unter raffiniert ausgeklügelten elektrischen Sicherungsanlagen, die sofort wütenden Alarm schlagen, wenn bei eingeschaltetem Strom unbefugte Hände die Türen berühren oder gar mit Gewalt gegen sie vorgehen wollen. Der „letzte Schrei" auf diesem Gebiet ist das „A l a r m p e n d e l", ein überaus empfindliches und in mehreren Gelenken bewegliches Metallgerät, das wir in einem unserer Bilder zeigen. Jegliche Berührung beantwortet das Gerät mit einer Alarmierung im Haus und — bei der Polizei! Auch eine Temperaturerhöhung, wie sie zum Beispiel durch einen Schneidbrenner hervorgerusen würde, versetzt das Pendel in Aufregung und in Funktion. Eine Vorstellung von der Empfindlichkeit dieses Sicherungsgerätes kann man sich aber erst dann machen, wenn man hört, daß einmal in der Tresor- Anlage der Commerz- und Privat-Bank ein Nachtfalter, der sich dorthin verirrt hatte, mit dem Pendel karambolierte und dadurch die 'Alarmanlage auslöste. Diese Tatsache läßt daraus schließen, daß es selbst für den gewiegtesten Spezialisten ein aussichtsloses Beginnen ist, sich einer solchermaßen geschützten Tresoranlage mit Hoffnungen auf einen erfolgreichen Angriff auch nur nähern zu wollen. Die Güter der Kunden, die Werte der Bank liegen also sicher! Die Türen der Tresore wiegen bis zu 80 Zentner. An manchem Tresor findet inan Doppeltüren und zwischen beiden noch ein Stahlgitter. Die Schlösser der Tresore sind Kunstwerke und Meisterstücke ihrer Art. Die Riegel, die durch die Schlösser bewegt wer- (Ausnahmen (5J: Neuner, Gießener Anzeiger.) * iw -W Vas Möchm Marie. Noman von Walther üloepffer. Copyright by Carl Äuncker Verlag,^ctlinWss 11. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Wir müssen umkehren!" rief Paula Gieseke, und .Holl nickte. Sie hielt mit ihren starken verarbeiteten .Händen Ruder und Großschot, und ihre Friesen- iaugen waren noch heller und blauer als sonst. Sie besaß eine dunkle Altstimme, die weithin über das Wasser schwang, und der Sturm riß ihre blonden chalblangen Haare waagerecht nach hinten. „Ja, kehren wir um", pflichtete Holl bei und machte sich Vorwürfe, daß er der Urheber dieser '.Teufelsfahrt gewesen war. Maxie kauerte mit verängstigten Augen im Boot, von Flottfein war nicht mehr die Rede. Die Lage war nicht ungefährlich, idas Schiff tanzte, ritt auf den Wellen, sank in ldunkelgrün gläserne Täler. Plötzlich schrie das Mädchen: „Was hak der Bub?!" - Das Mannderl war schneeweiß im Gesicht, schlang den einen Arm um den Mast und erbrach sich. !Jhm war schon die ganze Zeit her nicht gut gewiesen, und nun rebellierte eben der Magen. Paula warf einen bestürzten Blick auf den Knaben und hatte ein paar Sekunden lang nicht acht «auf Ruder und Segel. Schon war das Unglück [fertig. Es geschah alles so schnell, daß sie später 'Mühe hatte, sich zu erinnern. Die „Liefet II", eben mach hoch auf einem Wellenberg, machte einen Ihastigen Satz in die Tiefe, legte sich auf die Seite, «die Mastspitze berührte das Wasser, und dann stram- ppelten vier Menschen ums nackte Leben. Paula tauchte dem sinkenden Buben nach Holl hielt Umschau nach Maxie, die bereits dem Ufer zu- sschwamm, das zum Glück nur einige hundert Meter «entfernt war. „Kannst du dich halten?" schrie er. „Jawohl", schrie sie zurück. Er hatte Sorgen ■Degen des Vorfalls damals am Lido, aber das Mädchen griff ganz wacker aus. Holl bekam den Mund voll Wasser, spuckte und sah die Segellehrerm mit dem Reimar-Dieter auftauchen. Er schwamm Liu die beiden zu, nachdem er den treibenden Rettungsring aufgefischt hatte, und half Paula das Kind nach dem umgekippten Boot bringen. „Geht das nicht unter?" „Nein. Hat Schotten. Wir müssen den Bub fest- binden. Er ist mir zu schwer. Mannderl, armer Bub, hast du viel Wasser schlucken müssen?" „Laß nur, Paula; es geht schon wieder", klapperte das Mannderl mit den Zähnen und kämpfte gegen eine Ohnmacht. „So, danke", sagte die Gieseke zu Holl. „Aber jetzt müssen Sie dem Fräulein nach, daß dem nichts passiert. Und dann gleich telephonieren", keuchte sie und zog sich an dem Boot in die Höhe. „Können Sie sich solange halten?" „Ja.- Aber machen Sie so schnell wie möglich." Holl gab ihr zur Sicherheit noch einen weiteren Strick in die Hand, unentwegt Wasser tretend, und dann stieß er sich ab. In mächtigen Stößen arbeitete er sich Maxie nach. Es schien ihm, als ob der Sturm ein wenig nachließe und die Wellen kleiner würden. Kurz vor dem rettenden Ufer holte er Maxie ein. „Na, geht's noch?" Das Mädchen Maxie, erschöpft und ausgepumpt, gab keine Antwort und bewegte automatenhaft die Glieder. Aber bei Holls dröhnendem Anruf floß eine warme Glückswelle durch sie hin und verlieh ihr neue Kraft. Schorfchi ist da, das ist gut, jetzt form es nicht mehr schief gehen, dachte sie voll Erleichterung. Sie wateten zusammen an den Strand, verschnauften eine kurze Weile, eilten durch einen park- ähnlichen Garten und läuteten an der dazugehörigen Villa Sturm. Ein erschrockenes Dienstmädchen wies ihnen ftumn\ den Apparat in der Diele. Holl verlangte die ,/Neue Post", fluchte, weil das ewig dauerte, und schrie alles Nötige in den Trichter. Dabei machte er einen kleinen See auf den schönen Läufer aus Turkestan und gestikulierte erregt mit den Händen. Dann stürmte er mit Maxie ohne viel Dank und Abschied hinaus und gewann die Aiphalt- chaussee, die am See entlang zwischen Landhäusern in den Ort führte. Bestürzte Leute blickten ihnen nach und riefen sich aufgeregte Worte zu. Maxies feuchter Segeldreß klebte beängstigend plastisch um ihre Formen und von geringelten Löckchen war nicht mehr die Spur. „Schweinstrab, Maxie! Immer fest laufen, sonst gibt es Lungenentzündung", feuerte er sie an. „Jetzt kann ich aber bald nicht mehr", jammerte sie. „Nimm dich zusammen; wir müssen so schnell als möglich ins Hotel. Schon wegen deinem Pater, der in Sorge sein wird. Hoffentlich ist die Rettungsmannschaft inzwischen schon losgezittert. Es ist nur gut, daß die Paula den Korkring hat —" „Laß mich ausschnaufen", stammelte sie außer Atem. „Mein armer ,Bobs< hat Pech mit dem Wasser." „Mich siehst du die nächsten fünf Jahre nur noch ii» der Badewanne", schwor sie. Als sie endlich anlangten, klatschnaß und von allen Seiten umringt, lief Hegemann ganz außer Fassung seiner Tochter entgegen. \ „Was war denn los? Hast du dir wehgetan? Gott, sind das Sachen!" „Mir fehlt gar nichts, Paps. Beruhige dich. Wir sind in eine Bö gekommen und das Boot ist gekentert. Ihr müßt sofort die Paula und den Buben holen. Herrgott, ist denn noch niemand weg?" „Doch. Tinser. Mit einem Motorboot." „Dann »ft es ja in Ordnung. Ich bin schrecklich müde und will mich gleich hinlegen", seufzte Maxie zwischen den beiden Herren und bekam eine wohltätige kleine Ohnmacht. Als Tinser aus dem Büro der Geschäftsleitung trat, wo er über das Argentiniengeschäft Bericht abgestattet hatte, stieß er auf den Hausmeister, der im Flur eine schadhafte Glühbirne auswechselte. Gieseke war mit einer blauen Arbeitsschürze angetan und hemdärmelig. „Fleißig, Herr Gieseke?" „In so einem Betrieb gibt es immer zu tun. Ich denke, Sie sind mit Hegemann ins Seesham, Herr Baron?" War ich auch. Hier bin ich bloß auf einen Sprung, dienstlich, verstehen Sie. Ich habe riesigen Dusel gehabt. Sie, das muß ich Ihnen erzählen. Vielleicht trinken wir ein Glas Wein zusammen in der Kantine, wenn es Ihre Zeit erlaubt?" Tin- !>r strahlte über das ganze Gesicht, wozu ihn das Ergebnis des heutigen Vormittags vollauf berechtigte. Sein Anzug, von einem der namhaftesten Wiener Schneider gebaut, strahlte mit. Daß er den alten Hausmeister so familiär zum Wein einlud, hatte seine Gründe. Einmal besaß Tinser, seiner lebhaften Wesensart entsprechend, ein ziemlich reges Mitteilungsbedürfnis und dann war Gieseke eben nicht der nächstbeste Hausmeister, sondern ein alter Mitarbeiter von Hegemann, eine Art Vertraucnsperson im Betrieb. Gieseke war jetzt fertig, stieg mit der schadhaften Birne von der Leiter und sagte geschmeichelt: „Ehrt mich sehr, Herr Baron. Zeit nehme ich mir eben. Aber in der Kantine ist der Wein nicht besonders gut. Ich weiß da in der Nähe ein kleines Beisel, wo es einen hervorragenden Tropfen Erlauer Burgunder gibt, Bißchen teuer, so'n Erlauer, aber dafür auch mit großem .E' geschrieben." „Einverstanden. Wir nehmen meinen Wagen. Mensch, Gieseke, denken Sie mal an, ich habe das erste Geschäft hinter mir! Und was für ein Geschäft! Kommen Sie, wir wollen das begießen." „Ich muß mich erst ein wenig zurechtmachen, Herr Baron." „Ich warte unten solange. Da fällt mir etwas ein. Haben Sie nicht eine Tochter? So eine blonde zwischen fünfundzwanzig und dreißig?" „Eine Tochter? Ich? Nein", stotterte Gieseke unsicher. Diese Unsicherheit siel Tinser natürlich auf. „Wie kommen der Herr Baron auf so etwas?" fragte Gieseke. „Ich habe kürzlich ein Fräulein getroffen, das wie Sie heißt", erwiderte Tinser nachdenklich. Der Hausmeister ging auf den Gesprächsstoff nicht weiter ein und murmelte, er wolle jetzt seinen Rock holen. Als er dann neben Tinser in dem wunderschönen Wagen „Pourquoi pas“ saß und sich bequem in die Polster zurücklehnte, dachte er: Patente Leute, diese Oesterreicher; gar nicht stolz. Mit diesem Tinser hak der Chef einen guten Griff getan. Ich werde das gelegentlich mal anbringen. Herr von Tinser hingegen, der in einer Art Glückseligkeit durch lauter rosarote Wolken steuerte und ein bißchen unvorschriftsmäßig um die Kurven brauste, dachte: der Himmel hat mir diesen Gieseke in den Weg geschickt. So viel Erfolg mag der Kuckuck bei sich behalten. Mit denen in der Direktion, mit diesen steifen Oelgötzen, kannst du ja nicht reden. Die wollen bloß Zahlen hören, andauernd Zahlen. Und wenn du astronomische Ziffern vor sie hinstellst, sie verziehen auch noch lange nicht die Visage. Kann übrigens gar nichts schaden, wenn ich den alten Gieseke ein bisserl hofiere. Der hat beim Alten einen schweren Stein im Brett. (Fortsetzung folgt!) den. sind Stahlstücke vom Durchmesser eines Oberarmes. Die Banken unterhalten in ihren Tresoren eine Abteilung, die ausschließlich für die Kunden da ist. Es handelt sich um Fächer, ähnlich den Sckließ- fächern bei der Post, um sogenannte „Safes , für die der Kunde einen Schlüssel bekommt. Sein Sicherheitsfach kann der Kunde aber nur in Anwesenheit eines Bankbeamten öffnen, der seinerseits erst mit einem besonderen Schlüssel das Schlüsselloch für den Schlüssel des Kunden freilegt. Auch für die Banken selbst ist es Grundsatz, daß der Tresor nur in Anwesenheit zweier Beamter geöffnet werden darf. _ Aus all dem — es find hier nur gedrängte Abrisse aus dem Bankbetrieb gegeben — geht hervor, daß bei den Geldinstituten auch in unserer Stadt die Begriffe: Dienst an der deutschen Wirtschaft, Dienst am Kunden und Derantwortungsbewußtsein? vorangestellt sind und ihr ganzes Wirken bestimmen. N. „Grundsätze uni» Aufgaben staatlicher Wirtschastslenkung " Die Abteilung „Berufserziehung und Betriebs- fühvung" der DAF. setzte gestern (im „Burghof") die Vortragsreihe „Gegenwarts- und Zukunftsfragen der deutschen Wirtschaft" fort. Nach der Eröffnung durch Abteilungsleiter Müller sprach Dr. Strathus (Berlin) über das Thema: „Grundsätze und Aufgaben staatlicher Wirtschaftslenkung". Der Redner stellte voraus, daß die Wirt- schastslenkuna sich als Notwendigkeit erwiesen habe, da das bisherige Wirtschaftssystem liberalistischer Prägung, versagte. Das bedeute nun nicht, daß alles gelenkt werden müsse, was Wirtschaft heiße! Staatliche Wirtschaftslenkung dürfe nicht zur Planwirtschaft werden. Nationalsozialistisches Bestreben sei es, mit geringsten Lenkungsmaßnahmen das Größte zu erreichen. Der eigenen Initiative dürfe dabei niemals die Kraft genommen werden. Der Satz: „die Wirtschaft müsse sich selbst überlassen werden", habe keine Geltung mehr. Zwar habe sich in Jahrzehnten vor hem Kriege d-ie Wirtschaft selbst regeln können, Krisen seien zu Zeiten kraftvoller Entwicklung der Wirtschaft wenig zu spüren gewesen, eine Stabilität sei aber auch damals nicht gewährleistet gewesen. Nach dem Kriege habe das „freie Spiel der Kräfte" gar gründlich Schiffbruch erlitten, der Preis sei nicht mehr Regulator gewesen, sondern sei Manipulationen unterworfen worden, der Zins habe seine Steuerungskraft für die Wirtschaft verloren und noch andere Elemente der Wirtschaftssteuerung seien bedeutungslos geworden. Demgegenüber sei ein neues Generalrezept für die Steuerung der Wirtschaft aber auch noch nicht entdeckt, sei vielleicht auch nicht nötig. Die nationalsozialistische Wirtschaftsführung habe instinktiv richtig gehandelt. Für die deutsche Wirtschaft sei es wichtig, die erreichte Vollbeschäftigung zu stabilisieren, Reibungs- und Kräfteverluste zu vermeiden. der Gefahr einer Derbürokratisierung der Wirtschaft aus dem Wege zu gehen und kräftig den frischen Wind einer gesunden Konkurrenz wehen zu lassen. Deutschland sei in der neuen Wirtschaftsform anderen Ländern bereits weit voraus. Die Form der Preispolitik habe dabei stets im Mittelpunkt gestanden. Der Spekulation wurde der Boden entzogen. In feinen weiteren Darlegungen wandte sich der Redner den neuen Formen des Kapitaleinsatzes zu und besprach insbesondere die anregende Finanz- gebahrung des Reiches durch Kreditausweitung, durch finanztechnische und kreditwirtschaftliche Maßnahmen. Er betonte aber dabei, daß es vom Staat nicht gewollt sei, den Geld- und Kapitalmarkt zu beherrschen. In Fortführung der Gedanken über den Kapitaleinsatz sprach der Vortragende sodann über die „totale Jnvestitionsplanung" als einen Kernpunkt der Wirtschaftslenkung und ließ an Hand von Zahlenmaterial die hohe Bedeutung einer Jnoesti- tionsplanung für die deutsche Volkswirtschaft erkennen. Er betonte, daß gerade durch eine sorgfältige Jnvestitionsplanung Rückschläge vermieden werden könnten und eine Atmosphäre der Beruhigung, eine Stabilisierung der gesamtwirtschaftlichen Verhältnisse, Platz greife. Abschließend bemerkte der Redner, daß das gesamte Problem der Wirtschastslenkung noch Neuland sei, durch das noch keine bequemen Straßen führten. Die hier erwachsenen Aufgaben seien groß und schwer, groß sei aber auch das Verantwortungsbewußtsein im Reichswirtschaftsministerium. Der Vortrag wurde mit größter Aufmerksamkeit verfolgt. Abteilungsleiter Müller schloß den Abend. Aus der engeren Heimat. Gemeinderatssihung in Schotten. c. Schotten, 2. März. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wurden die neuberufenen Rats- Herren, Otto Heil, Heinrich Kromm VI. und Heinrich Rebscher in ihr Amt eingeführt. Der Bürgermeister begrüßte und beglückwünschte sie und wies auf ihre bedeutungsvolle Aufgabe hin, die dauernde Fühlung der Verwaltung mit allen Schichten der Bürgerschaft zu sichern, den Bürgermeister eigenverantwortlich zu beraten und den Maßnahmen der Stadtverwaltung in der Bevölkerung Verständnis zu verschaffen. In feierlicher Form erfolgte die Vereidigung und Heber- reichung der Ernennungsurkunden. Ortsgruppenleiter Zeschky richtete für die Partei Begrüßungs- löorte und Wünsche an die neuen Ratsherren, in deren Auftrag Ratsherr Otto Heil in trefflichen Worten dankte und tatkräftige Mitarbeit in der Gemeindeverwaltung zusicherte. Der Bürgermeister gab alsdann über die Finanzlage der Stadl eine eingehende Uebersicht und berichtete über einen günstigen Abschluß der 1937er Stadtrechnung, die in Kürze vorgelegt wird und die Grundlage für den neuen, bald zur Vorlage gelangenden 1939er Gemeindevoranschlag bildet. Auch der Haushalt für das laufende Rechnungsjahr 1938 bietet dank einer vorsichtigen Wirtschaft ein günstiges Bild, lieber den Stand des Krankenhauses, seine Rechnung und dauernde gute Belegung wurde berichtet, desgleichen über die allgemeine Vermögens- und Schuldenlage der Stadt. Von den Vorhaben und Maßnahmen, die die Stadt in diesem Jahr durchführen will, seien erwähnt: eine allgemeine Verschönerungsaktion, Herrichtung verschiedener Plätze und Anlagen, die in Verbindung mit der Ortswaltung von KdF. geplant ist, Aufstellung von Bänken, Freilegung von Fachwerkhäusern, zu denen die Stadt Zuschüsse gibt. Die Straße um Rathaus und an der Kirche wird mit Kleinpflaster versehen, ferner noch ein anderes Stück Straße mit Kleinpflaster belegt, lieber Jbie Nidda dem Bahnhof gegenüber wird eine Brücke geführt. Die Siedlung an der Laubacher Straße wird weiter betrieben und eine Reihe Siedlungsbauten dort errichtet. Hierfür muß eine Straße nach der Badeanstalt neu erbaut werden, desgleichen ein Stück Wasserleitung und Kanalisation. Das Rathaus, der stolze Fachwerkbau, die Zierde der Stadt, soll einen neuen Anstrich erhalten. Für das HJ.-Heim wird wie in den Vorjahren ein weiterer Betrag von 2000,— RM. zurückgestellt. Mit den vielen sonstigen Projekten, Feldbereinigung, Schaffung von Bauernhofreiten, Sport- und Schwimmbadanlage u. dgl. m. wird sich der Gemeinderat noch besonders befassen müssen. Eine Reihe von Fragen wurde noch besprochen und die Sitzung mit einem Treugelöbnis für den Führer geschlossen. Schwerer Derkehrsunfall in Grünberg 12jahriger Junge verunglückt. + Grünberg, 3. März. Am Freitagnachnüt- iag gegen 16 Uhr ereignete sich hier ein Ver- kehrsunfall. Auf der Alsfelder Straße wurde gleich nach, der Kurve am Stadtausgang ein Radfahrer, der 12jährige Hermann Porth von hier, von einem Alsfelder Bierauto beim Ueberholen so unglücklich getroffen, daß er mit seinem Rade vor das rechte Hinterrad des Autos zu liegen kam. Durch sofortiges Halten des Lastautos wurde der Junge nicht überfahren, sondern nur etwas geschleift. Der bedauernswerte Junge wurde dabei verletzt und mußte durch die Frelwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz Gießen in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden. Nach ärztlicher Untersuchung mußte ein Beckenbruch, eine innere Verletzung und eine Gehirnerschütterung festgestellt werden. Die polizeilichen Ermittlungen über die Schuldfrage wurden sofort aufgenommen. Wieder zwei jüdische Steuerbetrüger. LPD. D a r m st a d t, 2. März. Der Jude L ü b in Griesheim wurde durch Unterwerfungsverhandlung vom Finanzamt Darmstadt-Lattd wegen Umsatz-, Einkommen- und Gewerbesteuerhinterziehung mit einer Geldstrafe von 22000 Mark belegt. LPD. Frankfurt a. M., 2. März. Der Jude Dr. Salomon Adler in Frankfurt a. M. wurde wegen Hinterziehung der Einkommensteuer mit 800 Mark Geldstrafe bestraft. Das schwere DerkehrSunglück in Frankfurt. Lpd. Frankfurt a. M., 3. März. Das Verkehrsunglück in der Kronprinzenstraße, über das wir gestern bereits beridjteien, hat zwei Todesopfer gefordert. Bei den tödlich Verunglückten handelt es sich um den 28jährigen Erich G o e d i ck e aus Chemnitz, der das Motorrad steuerte, und feinen Beifahrer, den 24jährigen Ludwig Weiß aus Frankfurt a. M. lieber den Hergang des Unglücks teilt uns die Verkehrspolizei noch mit: Das 'Motorrad fuhr aus Richtung Schauspielhaus durch die Kronprinzenstraße nach dem Hauptbahnhof. An der Haltestelle Ecke Weserstraße mußte der Motorradfahrer stoppen, weil hier ein Zug der Straßenbahn hielt. Als die Straßenbahn weiterfuhr, konnte sie der Motorradfahrer zunächst nicht überholen, weil hintereinander drei Autos parkten. Kurz vor der Einmündung der Elbe- in die Kronprinzenstraße gelang es dem Motorradfahrer, an dem Straßenbahnzug vorbeizukommen. Unglücklicherweise streifte er dabei einen dort haltenden Kraftwagen. Dadurch, geriet die Maschine ins Schleudern und direkt vor den in Richtung Hauptbahnhof fahrenden Straßenbahnzug. Gleichzeitig kam aus der entgegengesetzten Richtung ein Straßenbahnzug, der nach dem Schauspielhaus zu fuhr. Das Motorrad geriet zwischen die beiden Straßenbahnzüge und wurde zertrümmert. Als kurz darauf die Straßenbahnen hielten, lag das Motorrad hinter dem Anhänger des in Richtung Schauspielhaus fahrenden Zuges, der Beiwagen in Höhe des Triebwagens. Der Motorradfahrer Goedickc war auf der Stelle getötet worden. Weiß, der im Beiwagen saß, wurde in bewußtlosem Zustand abtransportiert und starb kurz darauf. Die beiden Wagenführer der Straßenbahn trifft an dem Unfall keine Schuld. Ein gewerbsmäßiger Abireiber. Es bleibl bei acht Zähren Zuchthaus. LPD. Hanau a. M., 3. März. Wegen gewerbsmäßiger Abtreibung ist im Dezember vorigen Jahres vom Schwurgericht der zuletzt in Büdesheim (Oberhessen) tätig gewesene 42jährige Dr. Otto Konrad Schmelzer zu achtJahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust verurteilt worden. Die von ihm eingelegte Revision ist in dem Beschlußoerfahren des Reichsgerichts als völlig unbegründet abgewiesen worden. Kreis Büdingen 00 Klein - Linden, 2. März. Die Gemeindegruppe Klein-Linden des Volksbundes für das Deutschtum im Ausland hatte ihre Mitglieder und Freunde zu einer Versammlung in den Saal der Gastwirtschaft „Zur Burg" eingeladen. Der örtliche Vertreter für den Dolksbund, Schuchard, richtete herzliche Begrüßungsworte an die Teilnehmer, Studienrat 2 e y b o l d (Gießen) sprach sodann über das Thema „Deutsche in aller Welt und ihre Leistungen". An Hand von Lichtbildern, die Studienrat Sch w a r z (Gießen) zeigte, konnte man den Fleiß und den zähen Aufbauwillen unserer Volksgenossen jenseits der heimatlichen Grenzen erkennen Ortsgruppen» leiter Dr. Crößmann sprach dem Redner Dank aus und wies noch einmal auf die Bedeutung des VDA. im neuen Deutschland hin Einige neue Mitglieder wurden gewonnen. Die Veranstaltung war von Liedern, Gedichtvorträgen und Musikstücken der zweiten Klasse unserer Volksschule umrahmt. * Alten-Buseck, 4. März. Der hiesige Alt- bürgtrmeifter Körber kann am heutigen Samstag, 4 März, in geistiger und körperlicher Frische seinen 9 4. Geburtstag feiern. (Wir beglückwünschen.') cZ Steinbach, 2. März. Der Obst- und Gartenbauverein veranstaltete einen Rund- gang durch die Baumstücke unserer Gemarkung. Obstbauinspektor R e n t s ch (Friedberg) erörterte an Beispielen, die die Obstbaumstücke boten, manche Frage des Obstbaues und zeigte eine Reihe von abstellbaren Fehlern auf. Das Ergebnis des Rund- ganges ließ erkennen, daß in unserer Gemarkung schon manches für den Obstbau geschehen ist. daß aber auch noch einiges zu tun übrig bleibt. In einer Schlußbesprechung faßte der Rundgangsleiter noch einmal alle Beobachtungen zusammen. * Garbenteich, 2. März. Der Gesangver- ein „Frohsinn" hielt in seinem Vereinslokal „Zum weißen Roß" sein 61. Stiftungsfest ab. Der- emsführer Wahl sprach einleitend über die hohen kulturellen Werte, die im deutschen Lied verankert liegen. Er gedachte des Führers und der großen Ereignisse des Jahres 1938. Die im Laufe des Abends vorgetragenen Chore ließen erkennen, daß der Chor des Vereins sich in seinen Leistungen auf beachtlicher Höhe bewegt und in Ehrenchormeister Harnisch (Steinberg), einen ausgezeichneten Dirigenten hat. Im Verlaufe des Abends gelangte auch ein Volksstück zur Aufführung. Die Kapelle Schäfer (Garbenteich) sorgte für ausgezeichnete Unterhaltungsmusik. <£ Leihgestern, 2. März. Die bäuerliche Bezugs - und Absatzgenosse nsch a f t hielt ihre ordentliche Hauptversammlung im „Löwen" ab. Nach der Begrüßung der zahlreichen Genossenschaftler durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Wilhelm Jung V., hielt Dr. Hahn von der Pflanzenschutzstelle einen Vortrag über den Kartoffelkäfer. Die Vorbeugungs- und Bekämpfungsmaßnahmen gegen diesen immer weiter vordringen- den Schädling führte er den Anwesenden im Film vor. Hierauf trug Direktor Otto Heß den Jahresbericht vor, dem zu entnehmen war, daß die Genossenschaft sich in ansteigender Linie bewegt. Eine Dämpfanlage ist im vorigen Jahre neu erworben worden. An Weizen wurde durch die Genossenschaft 2506 Zentner abgeliefert. Der Mitgliederstand betrug am Jahresende 1938 246 Genossen. Die Jahresbilanz, vom Rechner Heinrich Sern vorgetragen, ergab in den beiden Verteilungsstellen und dem Lager einen Gesamtumsatz von 120 561,05 RM., und damit ein Mehr gegen das Vorfahr von 2000 RM. An Rückvergütung wurden durch die beiden Verteilungsstellen 1650 RM. gezahlt. Dem Rechner wurde für seine gewissenhafte Geschäftsführung Dank abgestattet und ihm Entlastung erteilt. Die Beschlußfassung über die Gewinnverteilung erfolgte gemäß dem Vorschlag des Vorstandes, der je die Hälfte zum Reservefonds und zur Betriebsrücklage überwies. Der Revisionsbericht, vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats vorgetragen, gab zu Beanstandungen keinen Anlaß. Die ausfcheidenden Aufsichtsratsmitglieder wurden wiedergewählt, mit Ausnahme des Otto Wagner I., der gebeten hatte, von seiner Wiederwahl abzusehen. Ein gemütliches Beisammensein schloß sich an. s. Lang-Göns, 4. März. Am nächsten Montag, 6. März, kann Frau Anna Elisabeth B e p p - ler ihren 8 2. Geburtstag feiern. Frau B e p p l e r, die immer gesund und schaffensfreudig war, ist zur Zeit an der Grippe erkrankt. Wir wünschen baldige Genesung und viel Glück im neuen Lebensjahre. # Allendorf (L a h n), 2. März. Der hiesige Landwirtschaftliche Konsumverein hatte in die Wirtschaft Hörr zur Jahreshauptversammlung eingeladen. Der Aufsichtsratsvorsitzende, Fr. L u h, eröffnete die Versammlung. Der im vergangenen Jahre verstorbenen Mitglieder Karl Euler und Artur Kurmann wurde in würdiger Weise gedacht. Den Geschäftsbericht erstattete sodann der Rechner Steinmüller. Die Bilanz schließt in Aktiven und Passiven mit 7962,07 RM., und die Gewinn- und Verlustrechnung in Aufwendungen und Erträgen mit je 2882,59 RM. ab. Der Bruttogewinn aus dem Warenverkehr belief sich auf 2682,59 RM. Der Geschäftsbericht wurde von der Versammlung gutgeheißen. Dem Vorstand und dem Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Für das ausscheidende Vorstandsmitglied Heinrich Heep wurde Ludwig Weiß V. in den Vorstand berufen. Für das ausscheidende Aufsichtsratsmitglied Karl Becker und das verstorbene Mitglied Arthur K u r m a n n wurden Karl Henkelmann und Ludwig Sten- g e I in den Aussichtsrat berufen. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurde die Umbenennung des Vereins beschlossen. Der Verein firmiert in Zukunft als Warengenossenschaft. Der Reingewinn des vergangenen Geschäftsjahres wurde dem Reservefonds zugeschrieben. In lebhafter Aussprache wurde die Durchführung der Feier des 50jährigen Bestehens im nächsten Jahre erörtert. Direktor Hch. Rees richtete zum Schluß den Avpell an die Mitglieder, der Genossenschaft auch in Zukunft die Treue zu halten. T Dorf-Gill, 1. März. In unserem Gemeindesaale fanden mehrere Veranstaltungen statt, die sehr zahlreich besucht waren. Unsere Krieger- kameradschaft hielt ihren Jahresappell ab. Sieben Kameraden, die 40 und mehr Jahre dem Verein angehörten, konnten Führer - Bilder, mit einem Dankschreiben des Reichskriegerführers Reinhard überreicht werden. Anschließend wurden durch den Kameradschaftsführer Jung zwei Filme norgeführt, die sehr beifällig aufgenommen wurden. Vorgestern abend veranstaltete unser G e - fangoerein „Heiterkeit" einen Liederabend m Gunsten bes Winterhilfswerkes. Auch die Kapelle schäker (Garbenteich) verschönerte den Abend durch den Vortrag mehrerer Musikstücke. Rund ^0 Mark konnten dem W H W. zur Verfügung gestellt werden. Der Zellenwalter der NSV. sprach allen Mitwirkenden Dank aus. ooEberstadt,2. März. Der hiesige Gesangverein „L i e d e r k r a n z" hatte seine Mitglieder mr Generalversammlung in das Gasthaus „Zum Wer" eingeladen Nach der Begrüßung durch den Vereinssührer H. M ü Her und nach einem Chorlied erstattete zunächst Rechner Alles den Kassenbericht, der mit einem Ueberschuk abschloß. Der Tätigkeitsbericht zeugte von reger Arbeit im ver- aangenen Jahr und von wertvoller Leitung des Chores d'u-ch Lehrer Andres. Im weiteren Verlaut der Versammluna zeichnete der Chrenpräsibent Afthiirgermeister Gärlach, die Sänger August ^eHina. Ernst Knorr, Hermann Heim, 'v;*nrb Weisel, Hermann Engel, Heinrich Müller und Wilhelm D ü r i n a e r mit dem sil- hern-n Ehrenr"ichen für regelmäßigen Singstundenbesuch au<;. Mit einem Lied sand die Versammluna ihren Abschluß Eine Familienfeier, bei der noch manche^ Lied aefunge wurde, schloß sich an. Auch an humorvoller Unterhaltimg fehlte es nicht (T) Nonnerot h, 2 März. Um den Stand der Einsatzbereitschaft der hiesigen Selbstschutzkräfte im zivilen Luftschutz sestmstell-m land unter Leitung des (Bemeinbegrunoemührers Meckel unb d'y Ausbildungsleiters Hild eine Luktichutnibung statt. Der Hebung folgte im Beisein aller tätig gewesenen Selbstschutzkräfte eine Besprechung im Sitzungssaal der alten Schule. Gemeindegruppenführer Meckel würdigte Haltung und Tätigkeit aller an der Hebung Beteiligten und fand Worte besonderer Anerkennung für den hohen Stand der Luftschutzausrüstung der Untergruppe Nonnenroth. Dank der verständnisvollen Leitung des Luftschutzes durch Bürgermeister Koch ist der Selbstschutz im Besitz von zehn Gasschutzanzügen und zehn Luftschutzhelmen, außerdem hat jeder der drei Blocks eine neue Bahre und jeder der Luftschutzkeller eine Luftschutzapotheke mit Schienen für Arm- und Beinbrüche. Die benötigten Einstellspritzen stellen die privaten Besitzer zur Verfügung. Zum Schluß überreichte Gemeindegruppenführer Meckel bem Unter» gruppenführer Ploch als Anerkennung für vorbildliche Mitgliederwerbung und Organisationsarbeit die reich bebilderte Geschichte des Reichsluftschutzbundes „Fünf Jahre Reichsluftschutzbund". Ein kameradschaftliches Beisammensein schloß sich der gelungenen Hebung an + Grünberg, 2. März. Am Mittwochnachmittag fand hier im „Rappen" eine gut besuchte Handwerkeroersammlung statt, die von Kreishandwerksmeister Stühler (Gießen) geleitet wurde. Herr Bouverat (Frankfurt) hielt einen aufklärenden Vortrag über das am 22. Dezember 1938 erlassene neue Gesetz „Altersversorgung des deutschen Handwerks". Das Interesse der Teilnehmer zeigte sich auch in den zahlreichen Anfragen, die von dem Redner beantwortet wurden. + Grünberg, 3. März. Unter dem Vorsitz seines Direktors Konrad Trinkaus hielt der Viehversicherungsverein in der Wirtschaft Böß seine Generalversammlung ab. Die Mit- Krümenk’tSt gliederzahl beträgt 58, die insgesamt 333 Stück Rindvieh im Werte von 74 920 Mark versichert haben. Vierteljährlich wird der Wert des Viehes durch Taxation neu festgestellt. Für beste Kühe soll über den Betrag von 400 Mark nicht hinausgegangen werden. Die vom Rechner Karl Schäfer vor- getragene Rechnung wies eine Einnahme von 1287,67 Mark und eine Ausgabe von 1536,84 Mark auf, so daß noch ein Betrag von 269,15 Mark zu decken verbleibt. Die zu deckenden Viehschäden betrugen im abgelaufenen Jahre 1420 Mark, worin ein Betrag von 493 Mark aus dem Vorjahre enthalten ist.'Beilltzer sind: Karl Werner, Gmrg Ful-> bat, Heinrich Werner II. unb Sebastian Riebmann. *Queckborn, 2. März. Der Gesangverein „I u g e n b t r e u e" trat bieser Tage mit einer größeren Winterveranstaltung an bie Oeffentlichkeit. Am Samstagabenb fanb im Saal bes Gastwirts Görnert ein Konzertabenb statt, ber sehr gut besucht war unb von Vereinsführer Bück eröffnet würbe. Unter ber Leitung von Chormeister Nicolai (Großen-Buseck) brachte ber Chor im Laufe bes Abenbs manches Lieb zum Vortrag unb bewies gute Schulung. Die Darbietungen würben mit reichem Beifall ausgenommen. Den Höhepunkt bes Abenbs bilbeten zwei Aufführungen für Chor unb Orchester. Die Kreiskapelle trug durch einige musikalische Darbietungen zur weiteren Verschönerung des Abends bei. Kreis Bübingen. = Babenhausen I, 28. Febr. An ber hiesigen Volksschule, zu ber auch bie benachbarte Ge- meinbe Bellmuth gehört, kommen zu Ostern 11 Schüler (6 Knaben unb 5 Mäbchen) zur Entlassung. Die Zahl ber aufzunehmenden Schulrekruten steht noch nicht fest. Q Babenhausen I, 3. März. Als ber Schreinermeister Heinrich Kämmerer von hier mit einem Sarg unterwegs war, ben er nach bem Nachbarorte Wippenbach bringen wollte, wurde er auf ber Lcmbstraße von einem Schlaganfall betroffen, ber feinen sofortigen Tob zur Folge hatte. Daburch würbe dieser Sargtransport zugleich zum letzten Lebensweg bes fleißigen Hanbwerkers. Unter allgemeiner Anteilnahme würbe er gestern zur letzten Ruhe bestattet. ORunbfunfproaramm Sonntag, 5. März. 6 Uhr: Hafenkonzert. 8.10: Römisch - katholische Morgenfeier. Ansprache: Dr. Vogt, Kassel. 8.50: Deutsche Meister. Einlage: „Gott wohnt nur in stolzen Herzen." 9.45: Dichter unserer Zeit. 10: Chorgesang. 10.30: Wie schön ist so ein Feiertag! Frohsinn auf. Schallplatten. 11.30: Albert Bauer, Bilbnis eines Dichters. 12.05: Musik am Mittag. 13: Das Mikrophon unterwegs. 13.15: Musik am Mittag (Fortsetzung). 14: Für unsere Kinder: Kasperlstunbe. 14.30: Uns gehört ber Sonntag! Ein Auf der Zugend: Die Zehnjährigen zu uns Reigen sorgloser Melodien. 15.15: Volkstum und Heimat. „Kampf um bie Heimaterbe." Hörfolge. 16: Nachmittagskonzert. Einlage 17 bis 17.10: Sportereignisse bes Sonntags. 18: Des Volkes Seele lebt in seiner Sprache. Hörfolge mit Musik. 18.30: Hochzeit machen... Sieh, bas'Gute liegt so nah! (Eine luftige Unferhaltungsstunbe. 19.30: Sportspiegel bes Sonntags. 20: Nachrichten. 20.10: Richarb-Wagner-Konzert. In ber Pause: „Aus ben Briefen Richarb Wagners." 22: Nachrichten. 22.20: Sportbericht. Boxmeisterschaften Gau 13 im Hippo- brom zu Frankfurt a.M.*22.30 bis 24: Unterhaltung unb Tanz. THonfag, 6. März. 6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In ber Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.30: Nur Kassel: Nachrichten. 9.40: Kleine Ratschläge für ben Garten unb bie Zimmerpflanzen. 10: Schulfunk. Kinber- lieberfingen, Lieberblatt 11. 10.30: NSDStB. und bie beutsche Hochschule. Deutsche Stubenten sehen England. 11.40: Ruf ins Land. 12: Schloßkonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Schloßkonzert 14: Nachrichten. 14.15: Das Stündchen nach Tisch 16: Nachmittagskonzert. Einlage 17 bis 1710: Neues für ben Bücherfreunb. 18: Hier spricht ber Jurist: „Staatsangehörigkeit unb Reichsbürgerschaft". 18.10: fiebern biges Museum. 18.20: Auf gut deutsch. 18.30: Eulespiegel auf bem Dorfe. Ein fröhliches Stellbich- ein von länblichen Schelmen unb Käuzen. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher 20: Nachrichten. Grenzecho. 20.15: Stuttgart spielt auf. 22: Nachrichten. 22.20: Kamerab wo bist du? 22.35 bis 24: Nachtmusik unb Tanz. SJ.Jporf Weitere Sauverbandsspiele im Basketball. Am gestrigen Freitagabend nahm die Spielrunde im Basketball der Gruppe Gießen in der $)alle des BfB.-Reichsbahn ihren Fortgang. Zum Austrag kamen die Begegnungen des Männerturnvereins gegen Spieloereinigung 1900 und To. Heuchelheim gegen Poli^eisportoerein Gießen. Die Spiele standen unter Der Leitung des Gausachwarts Mohr (Gießen). Die Fortsetzung der Runde erfolgt bereits am kommenden Sonntagvormittag. Mto. Gießen — SpVgg. 1900 Gießen 28:18 (12:9). Ueberraschend gut fand sich die Mannschaft der Spielvereinigung 1900 Gießen zusammen und konnte sogar anfangs in Führung gehen; langsam nur kamen die Männerturner ins Spiel und hatten alle Mühe, den Vorsprung aufzuholen. Erst in der zweiten Spielhälfte kam die regelmäßige Trainingsarbeit der Männerturner zur Geltung. Sie gestalteten das Feldspiel etwas überlegen und konnten bis zum Schlußpfiff eine Ueberlegenheit mit weiteren Korbwürfen sicherstellen. Io. Heuchelheim — Polizeisporloerein Gießen 27:15 (15:7). Schon der Altersunterschied beider Mannschaften war für den Spielausgang ausschlaggebend; man kann schon sagen, daß die Mannschaft der Polizisten fast ausnahmslos ihrem Alter entsprechend für eine Altersklasse in Frage käme. Dennoch hätte das Ergebnis bei einigermaßen Glück der Polizisten im Korbwurf wesentlich günstiger lauten können, denn der Kampf bot fast gleichwertiges Feldspiel. GerÄ-Mnnschastskamp e der Schulen. Die Schulen des Kreises tragen jetzt als Abschluß der Winterarbeit Wettkämpfe im Geräteturnen aus. Es ist natürlich nicht zu vermeiden, daß die Klassenstärken innerhalb der Gruppen verschieden groß sind. Einer größeren Auswahl in den großen Klassen steht bessere Uebungsmöglichkeit in den kleineren Klassen gegenüber. Die Wettkämpfe sind nicht nur ein Leistungsvergleich, sondern vor allen Dingen soll der für den Winter vorgesehene Uebungs- stoff, der die Wettkampfübungen enthält, Anregung zu intensiver turnerischer Arbeit geben. Als Richtzahl für die Stärke der Mannschaften wurden 75 v. H. der kleinsten Klassen bestimmt. An den Geräten werden Einzelübungen geturnt und von Kampfrichtern gewertet. Jeder Wettkämpfer kann an jedem Gerät 4 Leistungspunkte erreichen. Die Leistungspunkte der Mannschaft an jedem Gerät werden innerhalb der Kampfgruppe in Kampfpunkte umgerechnet und so die Gesamtpunktzahl und der Rang ermittelt. Erfreulich ist die Einsatzbereitschaft, mit der die Jugend die gestellten Aufgaben zu erfüllen sucht. Ganz besonders ist dies bei der Gemeinschaftsübung festzustellen, bei der verschiedene Hindernisse zu überwinden sind und die benötigte Zeit in Kampfpunkte umgerechnet wird. Wer sieht, wie hier jedes Kmd alles hergibt, der erfaßt den Sinn der Wettkämpfe, Einsatzbereitschaft und Mannschaftsgeist zu wecken, Eigenschaften, die dann später sich zum Wohle unseres Volkes auswirken werden. Unter diesen Voraussetzungen konnte auch der Wettkampfleiter, Kreissportlehrer Mohr mit Recht den Kindern sagen, daß ihre Arbeit nicht nur ihrer Klasse und ihrer Schule, sondern dem Wohle unseres Volkes gilt. Dieser Tage traten die Mädchen des Bezirkes Gießen-Sta'dt in 3 Kampfgruppen nach dem Alter getrennt an. Die Kämpfe hatten folgendes Ergebnis: INädchen, 8. Schuljahr. Mannschaftsstärke 15: Geräte: Barren, Reck, Pferd, Bock: Pestalozzischule I, M. 1. Mannschaft, 42 Punkte; Schillerschule la, 36 P.; Oberschule f. M. 4a, 34 P.; Schillerschule Ib, 34 P.; Oberschule f. M. 4b, 26 P. Oberschule f. M. 4c, 26 P.; Pestalozzischule I, M. 2. Mannschaft, 13 Punkte. Alädchen, 7. Schuljahr. Mannschaftsstärke 18, dieselben Geräte: Schillerschule 2c, 37 P.; Goetheschule 2 M., 34 P.; Oberschule f. M. 3c, 31 P.; Schillerschule 2b, 31 P.; Schillerschule 2a, 30 P.; Oberschule f. M. 3a, 24 P.; Oberschule f. M. 3b, 12 Punkte. Mädchen, 6. Schuljahr. Mannschaftsstärke 16, dieselben Geräte: Schillerschule 3a. 36 P.; Schillerschule 3b, 32 P.; Goetheschule 3 M., 31 P.; Oberschule f. M. 2a, 22 P.; Oberschule f. M. 2c, 19 P.; Oberschule f. M. 2b, 14 Punkte. Am vergangenen Donnerstag trafen sich dann die Mädchen des Bezirks Gießen-Land in der Reuen Pestalozzischule zum Wettkampf, der folgendes Ergebnis hatte: 7. und 8. Schuljahr. Mannschaftsstärke 15, geturnt am Reck, Barren und Pferd: Wieseck, 1. Mannschaft, 35 P.; Lich 24 Punkte; Großen-Linden 24 P.; Watzenborn-Steinberg 20 P.; Heuchelheim 19 P.; Wieseck, 2. Mannschaft, 17 P.; Allendorf (Lahn), 6 Punkte. Mädchen, 6. Schuljahr. Mannschaftsstärke 11: Wieseck 25 P.; Heuchelheim 19 P.; Großen-Linden 18 P.; Watzenborn-Steinberg 10 P.; Lich 7 Punkte. Handball im ASRL.-Kms Gießen. Wer angenommen hat, der Ausgang des vorsonntägigen Treffens „Barbara" gegen Luftwaffe sei von ausschlaggebender Bedeutung für die zukünftige Gestaltung der Tabelle der Staffel IV der Bezirksklasse gewesen, so ist zunächst noch von falschen Voraussetzungen ausgegangen. Fest steht zwar, daß Der MSV. einen-Schritt weitergekommen ist; vorerst aber hat Der Mio. Gießen Die Spitze noch inne unD wirD sie wahrscheinlich auch nur nach Kampf abgeben. Die Luftwaffe Dagegen liegt nach ihrer überraschenDen RieDerlage mit 3 bzw. 2 Punkten im Rückstand und kann normaler Weise nur durch unvorhergesehene Umstände den Anschluß an die Spitzengruppe behaupten. Die übrigen Mannschaften nehmen an dem Geschehen keinen wesentlichen Anteil mehr; sie sind abgeschlagen und können ihr Augenmerk nur noch auf eine Verbesserung ihrer Positionen richten. Aehnlich liegen Die Dinge im Bereiche Der Staffel V. hier beherrschen Hörnsheim unD LützellinDen nach wie vor Die Situation und sollten auch von keiner Mannschaft Daran gehindert werden. Die Spiele des Sonntags können nun für die Gestaltung Der Tabelle in Der Staffel IV von großer Bedeutung sein, hier treffen Barbara und Mto. Gießen zusammen. __________________ MSV. Barbara Gießen — Mto. Gießen Luftwaffensportverein — Tv. Heuchelheim Ockershausen — 1860 Marburg Lützellinden — Niedergirmes Garbenheim — Katzensurt. MSV. Barbara — Mto. Barbara — Mto.! wieder einmal ein Lokalkampf in Gießen! Diesmal ein Spiel zweier führender Gießener handballmannschaften! Die Entscheidung für Den Staffelsieger sollte am Sonntag auf Dem Sportplatz Des MSV. Barbara fallen. Zwei gleichstarke Mannschaften, Die nur ein Punkt in Der Tabelle trennt, stehen sich gegenüber. Wer wirb Sieger werben, wer wirb biesrnal zu ben beiben wertvollen Punkten kommen? Noch führen Die Mtv.er, gefolgt von bem sonntäglichen Gegner, bie Tabelle an. Die Mannschaft ber Männerturner konnte in Der VorrunDe eine ausgezeichnete Figur abgeben unD sofort mit Beginn Der RunDe bis heute bie Tabellenführung halten. Trotzbem glauben wir aber kaum, baß sich bie Mannschaft am Sonntag burchsetzen kann! Stark ersatzgeschwächt muß bie Elf am Sonntag ben Kamps aufnehmen. Anbers sieht es bei ber Platzmannschaft aus! Erst am letzten Sonntag konnte sich Der MSV. Barbara gegen Die spielstarke Mannschaft Der Lust- daß Die Mannschaft jetzt stärker geroorDen ist, aber für ben Verbleib in ber Bezirksklasse leiber zu spät. Die Elf verfügt über ungeheuren Kampfgeist, gepaart mit Schnelligkeit. Die Grünweißen wissen, baß Der Gegner zu Überraschungen fähig ist unb haben mieberum eine starke Mannschaft gestellt. Es spielen: Gottschalk, Leutheüser I., Schöller, Krämer, Lukaschewski, Kramer, Berlebach, Gobglück, Heß, Gorrissen unb Wunberlich. Mit Diefer Mannschaft, bie eingespielt ist unb schon wieberholt ihr Können unter Beweis stellen konnte, hofft man im Lager ber Grünweißen auf einen Sieg. Aufstiegspiel zur Bezirksklasse. Großen-Linden I — SV. 1920 Lollar I. Am Sonntag empfängt Großen-Linbens I. die gleiche des SV. 1920 Lollar zum ersten Aufstiegsspiel zur Bezirksliga. Die junge Elf Der Platzbesitzer, Die zum erstenmal an solchen Spielen teilnimmt, steht hier vor einer sehr schweren Aufgabe, Denn hier muß sie zeigen, ob ihre Neroenkraft ausreicht. Dieser Belastungsprobe standzuhalten. In Dieser Beziehung haben ihnen Die Gäste, Die schon einmal Der Bezirksliga angehörten, vieles voraus. TrotzDem geht Die Mannschaft unentmutigt an Die schweren Kämpfe. Wie Das Spiel ausgeht, ist im voraus roaffe knapp Durchsetzen. Auch bie Aufstellung Der Mannschaft ist wesentlich günstiger als Die Der Gäste. Die Luftwaffe Darf Die Begegnung mit Heuchelheim keineswegs auf Die leichte Schulter nehmen. Die Turner sinD geraDe in letzter Zeit roieDer eifrig bei Der Sache unD haben recht schöne Ergebnisse erzielt. Es ist also — wenn Die Flieger gewinnen wollen — größte Vorsicht am Platze, Damit es nicht abermals zu einer Ueberraschung kommt. In Ockers- Hausen wirD es vermutlich Den ersten Sieg Der Platzbesitzer geben. LützellinDen wirD, soweit sich auf Den ersten Blick übersehen läßt, Den Gästen aus NieDergirmes kaum eine Chance zum Siege lassen. Die beiDen Neulinge stoßen in Garbenheim aufeinanDer. Diesmal wirD es einen Sieg Der Einheimischen geben, Die gerade in letzter Zeit eine langsame aber stete Formverbesserung an Den Tag legen. Die Spiele Der 1. Kreisklasse gewinnen jetzt mehr unD mehr an BeDeutung DaDurch, Daß nunmehr Der Kampf um Den begehrten 2. Platz eingesetzt hat. Denn es steigen zwei Vereine auf, so Daß sich Die Anstrengungen lohnen. Nicht minder interessant ist es in der Staffel I der 2. Kreisklasse. Nach dem kampflosen Punktgewinn des To. Londorf über Die 2. Mannschaft Des Mtv. Gießen ist LonDorf Damit Staffelsieger. Es kann von keiner Mannschaft mehr eingeholt werDen. Da vorgesehen ist, auch Die jeweiligen Tabellenzweiten mit in Die Aufstiegspiele zu nehmen, geht Der Kampf nunmehr um Den zweiten Platz. Es treten an: To. Atzbach — To. Holzheim To. Dutenhofen — Tv. Dillenburg Tv. KrofDorf — Mtv. Gießen II To. Lich — Luftwaffe II. Das Spiel in Atzbach gewinnt um so mehr an BeDeutung, als es einmal Holzheim Den enDgültrgen Sieg, 3um anderen aber auch Atzbach Die weitere Teilnahme bzw. aussichtsreiche Bewerbung um Die beiDen ersten Plätze bringen kann. — Nicht weniger aufschlußreich wirD Das Zusammentreffen von Dutenhofen und Dillenburg werden. Gewinnt Dutenhofen, so hat es immer noch Aussichten, in die Entscheidung einzugreifen. Lich ist in letzter Zeit wieder stark nach vorne gekommen und sollte auch gegen die Flieger gewinnen. Spiele Gew. Unentsch. Verl. Pkte. Mto. Gießen 8 7 0 1 14:2 MSV. Barbara 8 6 1 1 13:3 Luftwaffe 9 6 1 2 13:5 Heuchelheim 9 4 0 5 8:10 1900 Gießen 9 3 1 5 7:11 1860 Marburg 8 1 1 6 3:13 Ockershausen 7 0 0 7 0:14 Staffel V. Spiele Gew. Unentsch. Verl. Pkte. Hörnsheim 8 7 0 1 14:2 LützellinDen 6 5 1 0 11:1 Katzensurt 6 3 0 3 6:6 Garbenheim 8 4 0 4 8:8 NieDergirmes 9 4 0 5 8:10 Wetzlar 8 0 1 7 1:15 Tv. Münchholzhausen ausgeschieDen. Steinberg vor Das einzige für Sonntag vorgesehene Meisterschaftsspiel Steinberg — 1900 erhält seine Bedeutung dadurch, daß von dem Ausgang die Meisterschaft abhängt. Denn gelingt Den Teutonen ein Sieg, Dann ist an ein Aufholen nicht mehr zu Denken. Selbst wenn Die beiDen letzten Spiele gegen VfB.-R. unD Wetzlar verloren gehen, besitzen Die Steinberger Das bessere Torverhältnis unD Damit Den Meistertitel. Die anDeren Mannschaften Der Bezirksklasse bestreiten Die zweite ZwischenrunDe ber Tscham - mer-Pokalspiele. Die Paarungen finb: VfB.-R. — Ehringshausen Wetzlar — Naunheim Sinn — Frohnhausen. Im ersten Spiel treffen Die Leute Des WalDsport- platzes auf Den Ueberraschungssieger Der ersten ZwischenrunDe. Die Begegnung Wetzlar — Naunheim trägt lokalen Charakter unD demzufolge besondere Anziehungskraft. Nach Dem AbschneiDen Des vergangenen Sonntags — beiDe Mannschaften erlitten Nie- Derlagen in Den Punktekämpfen — ist eine Voraussage sehr schwer. Auch bei Dem Treffen Sinn — Frohnhausen ist ein Typ für Den Sieger sehr ungewiß, Da auf Der einen Seite Der Platzvorteil unD auf Der anDeren Seite das bessere Können vorhanDen ist. „Teutonia" Steinberg -1900 Gießen Zu einem erbitterten Kampfe um Die Meisterschaft Dürfte es am kommenDen Sonntag auf Dem Sportplatz an Der Neumühle kommen. Geht es Doch Darum, wer Meister Der Diesjährigen RunDe wirD. Es stehen sich hier zwei Mannschaften gegenüber, Die an sich ziemlich gleichwertig sein Dürften. Bis jetzt ist es Den Teutonen noch nicht gelungen, auf eigenem Ge- länDe Die Gäste in einem VerbanDsspiel zu schlagen. Es wirD Deshalb auch am kommenden Sonntag einen hartnäckigen Kampf geben, Denn 1900 trägt sich auch noch mit Meisterschafts-Hoffnungen. Die Gäste verfügen über 'ne Els, bei Der Die Abwehr Das Glanzstück ist. Dies beweist allein schon Das Torresultat. Allerdings bedeutet Der Sturm auch für Die Dereinsleitung ein Schmerzenskird, zumal man auch fast jeDen Sonntag auf anDere Leute zurückgreifen muß. Die Mannschaft Der Teutonen wirkt, in Der Gesamtheit gesehen, geschlossener. Vielleicht Dürfte man hier Dem Sturm ein kleines Plus zuschreiben, Denn in Den vergangenen Spielen konnte öfters gerade Der Sturm mit einer fabelhaften Spielweise gefallen. Diese beiden Faktore, Gießens Abwehr unD Steinbergs Sturm, werben wohl im großen unD ganzen Das Spielgeschehen Diktieren. Das Vorspiel in Gießen konnten Die Teutonen in ganz überzeugender Weise gewinnen, aber Dies soll kein Anlaß zu Der Behauptung sein, Daß Steinberg auch morgen wieDer Den Sieg baoonträgt. Wir hoffen, Daß es einen sportlich hochstehenden und harten Kampf gibt, aus Dem Der Bessere als Sieger hervorgehen mag. Zu Dem morgigen Spiel werDen folgenDe Vertretungen genannt: Steinberg: Happel, SchmanDt, Fett, SchmiDt, HeDerich, Fritsche (?), Lang, Däublin, SchmanDt, Haus, Buß. 1900 : Herbst (3/116), Pankok (2/116), Lippert (2/116), Rensing, Quick, Schäfer, Rost (2/116), Krämer, Hormel (2/116), Löbsack, Heuser. VfB.-Reichsbahn I. — Ehringshausen L WieDer einmal tritt Die Mannschaft Der Sport- gemeinDe Ehringshausen auf Dem Walbsportplatz an. Diesmal geht es nicht um Die Punkte, fonbern um Den weiteren Verbleib in Den Pokalspielen. GeraDe Die Gäste waren es, Die Die Blauweißen aus Dem Rennen warfen, unD man kann getrost behaupten. Geschichten ans aller Welt. (NachDruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Vogelspinne bringt einen Zug zum Stehen. AS. Kalkutta. Wegen einer Vogelspinne hat ein indischer Bahn- oorsteher einen Eisenbahnzug in Der Nähe Der Station Naihati angehalten. Hier war beim Einlaufen eines Zuges aus Dem närDlichen LanDbezirk unter ben Reisenben eines Wagens eine Panik ausgebrochen, bie währenb ber Fahrt ben Wagen verlassen hatten unb sich auf Trittbrettern unb ben Plattformen gufammenbrängten. Die Ursache ber Panik war ein giftiges Insekt, bas sich wahrscheinlich schon länger in Der Holzverschalung verborgen gehalten hatte, Durch Die Erschütterung Der Fahrt her- oorgetommen war und einige Der ReisenDen bebroht hatte. Der Zug mußte angehalten werben, ba bie Gefahr eines größeren Unglückes beftanb. Unter Beobachtung aller Vorsichtsmaßnahmen würbe bann Der Waggon vom Zugpersonal Durchsucht unb Die Vogelspinne getötet. Nach längerem Aufenthalt konnte Der Zug seine Fahrt nach Kalkutta fortsetzen, wo er mit zweistünDiger Verspätung eintraf. Ans Spiel wird Ernst. B. HollywooD. Eine aufregenDe Szene ereignete sich währenb Der Aufnahmen zu einem Film „Beau Geste“ in Puma in Arizona. Der irische Filmstar Brian Donlevy hatte als Offizier ber französischen Legion bie Aufgabe, auf seinen fianbsmann Ray Lmillanb während eines Kampfes mit Arabern auf einem Außenposten in ber Wüste zu schießen. Lmillanb brang zur „Selbstverteibigung" mit einem Bajonett auf ihn ein, aber statt baß bie Waffe, wie es bie beste Theaterüberlieferung verlangt, zwischen Donleoys Körper unb Arm hinburchging, traf sie seine Brust über den Lungen. Die Legionssolbaten sahen entsetzt, wie plötzlich aus Dem Spiel Ernst geroorDen war, unb Gary Cooper unb anbere Filmstars stürzten herbei, um Donlevy zu helfen. Nach Anlegung eines Notverbanbes rourbe ber verwunbete Schauspieler zum Mma-Hospital gebracht. Glücklicherweise zeigte sich, baß keine Lebensgefahr vorhanben war, aber er mußte boch im Krankenhaus bleiben. Donlevy scheint sich baran gewöhnen zu müssen, baß es ihm im Film schlecht geht. In seiner nächsten Rolle in bem Film „Union Pacific" muß er sich mit einer langen schweren Ochsenpeitsche burchprügeln lassen — zwei anbere Schauspieler hatten bereits banfenb ad- aelehnt, biefe Rolle zu übernehmen, bie er nun spielen will. Die Lokomotive im Eßzimmer. Ndz. Buenos Aires. Ein Unfall befonberer Art hat sich in La Plata zugetragen, wo bie Bewohner breier Häuser mit fassungslosem Staunen zusehen mußten, wie eine Lokomotive bie Mauern ihrer Behausungen einbrückte, um sich im Innern nieberzulasfen. Es war bie Lokomotive eines regelrechten Personenzuges, bie vorübergehend abgehängt war. um Wasser aufzunehmen. Während des Wasseraufnehmens kam bie Lokomotive ins Rollen, unb ber Maschinist hatte nicht so lange Beine, baß er sie roieber einholen konnte, zumal ber kurze Rest ber Strecke etwas abschüssig war. Die Gleise enbeten offiziell an zwei Puffern, bie aber nicht von soliber Bauart waren, denn bie Lokomotive legte sie wie Strohhalme um. Dann rannte sie in bie Hausmauer, bereu Stärke ihrem weiteren Freiheitsbrang aUerbings ein Enbe setzte. Nur burch ein Babezimmer unb einen benachbarten Raum setzte sie ihre Fahrt noch fort, mitten im Eßzimmer blieb sie stehen. Die Verwüstungen in bem Hause waren ungeheuer, unb auch bie benachbarten beiben Gebäude bekamen etwas ab. Einige Personen wurden verletzt, glücklicherweise aber nicht schwer. Hartnäckige Gäste. Ndz. Oslo. Ein starker Elch, ben zur Weihnachtszeit bie bittere Not aus seinem Wilbrevier zu ben Menschen getrieben hatte, ist seitbem zum täglichen Besucher ber Gärten bes norwegischen Stäbtchens Furnes geworben. Den Einwohnern rourbe ber Gast halb recht unangenehm, weil er schweren Schaben an ben Obstbäumen anrichtete. Er würben mit Lärm-Instrumenten verjagt, kam aber immer roieber. Enb- lich erlaubte bie Behörbe ben Abschuß, unb vor einigen Tagen würbe ber König ber Wälber zur Strecke gebracht. Jetzt zeigt sich aber, baß bie Gartenbesitzer mit ber Elchjagb nichts erreicht haben. An bie Stelle bes starken Elches sinb jetzt als tägliche Gäste mehrere anbere getreten, bie vorher wohl aus Furcht vor bem Starken fein Aesungsgebiet mieben. Die neuen Gäste finb zwar schwächere Elche, aber sie finb noch hungriger als ihr Vorgänger. Italienische Höpenickiade. AS. R o m. Das Kassationsgericht in Rom hatte unlängst einen Fall in letzter Instanz abzuurteilen, ber burch seine Begleitumstänbe an bie Affäre bes „Hmpi- manns von Köpenick" erinnert. Im Dezember 1938 fuhren vor ber Pfarrkirche von Digliano d'Asti zwei prächtige Kraftwagen vor, Denen zwei Männer entstiegen. Der eine trug bie Uniform eines Felb- webels ber Carabinieri, ber anbere die Uniform ber Miliz. Die beiben Uniformierten ließen ben Orts- pfarrer, Umberto Torchio, rufen, ber gleichzeitig Kassierer ber landwirtschaftlichen Sparkasse bes Ortes war, und erklärten ihm in barschem Tone, daß die Behörden Kenntnis von groben Unregelmäßigkeiten in ber Kasfenführung erhalten hätten. Sie seien daher beauftragt, bie Bücher nachzuprüfen unb ihn, ben Pfarrer unb Kassierer, gegebenenfalls zu verhaften. Der eingeschüchterte Dorfgeistliche wagte kaum zu widersprechen; die Nachprüfung ergab Denn auch Die besagten „Unregelmäßigkeiten" in Der Kassenführung, unD Die beiDen Uniformierten „beschlagnahmten" Darauf Die Bücher nebst Kasseninhalt, BargelD unD Wertpapiere. Nach Dieser „AmtshanDlung" benutzten Die beiDen „Beamten" einen unbewachten Augenblick, um in ihre Kraftwagen zu springen unD in höchster Geschwin- Digkeit Das Weite zu suchen. Der Polizei gelang es jeboch nach kurzer Zeit, Die beiDen Spitzbuben aus- finbig zu machen, bie vom Schwurgericht in Assisi zu je zwölf Jahren Zuchthaus verurteilt mürben Das römische Kassationsgericht verwarf jetzt bie Berufung, bie bie Gauner gegen Dieses Urteil eingelegt hatten, so Daß sie ihre zwölf Jahre abzubrummen haben. Ereignisreiches Hochzeitsfest. Ndz. Wien. In Der Rosegger-SieDlung in VäsenDorf fanD bei. Der Familie Karl T. ein Hochzeitsfest statt, Das allen Gästen sicherlich befonbers lange in Erinnerung bleiben wirD. Als nämlich Die Gäste am zweiten Tage Der Feier einen gewissen Höhepunkt ber Stimmung erreich hatten, kam es zu einem Streit, ber schließlich in eine Schlägerei ausartete, Karl T. rourbe schwer verletzt. Die Gäste zogen bann ab. Balb barauf kehrten sie jeboch wieder mit Bierflaschen und Stöcken bewaffnet zurück, drangen erneut in bie Wohnung ein, worauf bie Tätlichkeiten abermals begannen. An biefer festlichen Schlägerei beteiligten sich sieben Personen. Sie alle würben entroeber burch Messerstiche ober Stockschläge ober Bierflaschen verletzt. Sogar mehrere kleine Kinber, bie sich in ber Wohnung befanben, würben burch bie Glassplitter gesührbet. Mit biesem Ergebnis endete die Hochzeit von Dösendorf. Der Gemeindearzt unb bas Amts-, gericht haben nun bas letzte Wort. Der wandelnde Eierkuchen. AS. Belgrab. Ein sonberbarer Zweikampf rourbe auf bem Marktplatz ber kroatischen Stabt Sissak geführt. Er enbete bamit, baß einer ber Kämpfer in einen lebenben Eierkuchen umgeroanbelt rourbe. Der Marktaufseher Mirko Zwetischanin unb bie Marktfrau Sawka Mraowitsch waren schon seit längerer Zeit in Streit. An biesem Tage entstaub aus de- leibigenbem Wortwechsel eine Schlägerei. Frau Sawka lanbete einen wohlgezielten Schlag auf bie Nase ihres Gegners, bie zu bluten begann. Dieser versetzte mit einem Stock ber kriegerischen Marktfrau zwei so heftige Schläge, baß sie wilb aufbrüllte. In ihrer Wut ergriff sie von einer Bäuerin, die nichts Boses ahnenb vorbeizog,' einen großen Korb mit Eiern unb warf ihn bem Gegner an ben Kopf. Er stürzte unter ber Last nieber unb mußte aus Der Eierspeise herausgezogen werDen, um nicht zu ersticken. Sprechstunden der 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach-, mittag geschlossen. gelegen hoben sollen. Bei der herrschenden Zurückhaltung blieb die Aufnahmebereitschaft sehr gering, trotz der vorliegenden günstigen Wirtschaftsberichte, so baß bei nicht ganz einheitlicher Entwicklung meist Rückgänge von 0,50 bis 1 o. H. eintraten. Von den sogenannten „schweren Werten" verloren Eorm Gummi 2,75 v. H. auf 206, ferner Scheideanstalt 1 v. H auf 203, anderseits ober Reichsbank um 0,65 v. H. auf 180 erholt. Elektropapiere liehen meist 0,25 bis 0,50 v. H. noch, Lahmeyer erneut mehr gedrückt auf 111,50 (112,75). Von Montan- werten verloren Verein. Stahl 0,90 v. H. auf 108,65, Mannesmann 0,50 v. $). auf 108,65, anderseits Hoesch 107,75 (107,50), Deutsche Erdöl 123,65 (123). JG.-Farbcn blieben zu 149,65 (149,50) gut dehaup- nicht zu sagen. Es ist mit einem spannenden Kampf zu rechnen, den die Platzbesitzer mit folgender Mannschaft bestreiten werden: Schmelz, Größer, Feller, Nürnberger, E. Heil, Heep, Fischer, Velten, Kolwes, Luh und Pag. Vorher stehen sich die Iugendmannschaften beider Vereine im Freundschaftsspiel gegenüber, Die KrersNasienspiele am Sonntag. I. Preisklasse. Wißmar — Klein-Linden Hungen — Leihgestern Steinbach — Lich. II. Kreisklasse. Geilshausen — Harbach Grünberg — Ettingshausen Nieder-Lchmen — Saasen Londorf — VsB.-R. III Krofdorf — Treis. Wißmar empfängt Klein-Linden und hat Aussichten, das erste Spiel zu gewinnen, da die Gäste Mannschaftssorgen haben. Leihgestern sollte stark genug fein, selbst in Hungen seinen Vorspielsieg zu wiederholen. Geilshausen erwartet Harbach zum Rückspiel und wird versuchen, die Vorspielniederlage auszumerzen. Grünberg hat im letzten Spiel gezeigt, daß die Mannschaft wieder ihre alte gute Form gefunden hat. Deshalb haben die Gäste aus Ettingshausen keine Chancen. Nieder-Ohmen sollte, selbst nach der unerwarteten Niederlage des Sonntags doch stark genug sein, den Gästen aus Saasen das Nachsehen zu geben. Die III. Mannschaft des VfB.-Reichsbahn muß in Londorf beim Tabellenführer antreten und hat dort einen schweren Stand. Treis fährt nach Krofdorf und dürfte dort kaum ungerupft davonkommen. Steinbach I. — Lich I. Zum letzten Pflichtrundenspiel treffen die Rasenspieler in Steinbach auf die bottige Erste. Der Kampf beider Mannschaften ist schon immer ein „Lokalderby" gewesen. Der Gastgeber wird auf seinem eigenen Platz alles daransetzen, das Spiel für sich zu entscheiden, um so vielleicht noch den dritten Tabellenplatz zu erringen. Hoffentlich sind sich die Gäste, die in ihren beiden letzten^ Heimspielen keineswegs überzeugen konnten, der Schwere des letzten Punktespieles gewußt und knüpfen noch einmal an ihre früheren Spielleistungen an. DfB.-Reichsbahn II. — GroßenBufeck I. Ein interessantes Spiel steigt vor dem Spiel der ersten Mannschaften. Als Gegner wurde die bekannte Mannschaft von Großen-Buseck verpflichtet. Die Mannschaft brachte es fertig, Lollar und Heuchelheim auf Gegners Platz zu besiegen und steht an zweiter Stelle der spielstarken I. Kreisklasse hinter Lollar. Die Reserve der Grünweißen, die in den letzten drei Spielen überzeugende Siege erfochten hat, wird nun Gelegenheit haben, ihre Spielstärke mit der I. Kreisklasse zu vergleichen. Wirtschaft. Dresdener Bank im Jahre 1938. Tie Dresdner Bank hat auch im Jahre 1938 eine kräftige Aufwärtsentwicklung genommen, deren Richtung durch die großen politischen Ercignissc des vergangenen Jahres weitgehend bestimmt wurde. So konnte das Institut nach der Heimkehr Oesterreichs in das Reich die ihr nahestehende Mercurbank unter liebe mal) nie des österreichischen Geschäfts der Europäischen Länderbank und der Wiener Filiale der Zivnosteuska Banka zur Länderbank Wien A.G. ausbauen, die bereits für Ende 1938 eine Bilanzsumme von RM. 340 Millionen ausweist, gegenüber RM. 85 Millionen Bilanzsumme der Mercurbank Anfang April 1938. Heber die allgemeine Geschäftsentwicklung wird gesagt, daß die Umsätze der Dresdner Bank sich gegenüber dem Vorjahr weiter um 16 v. H. erhöht haben; zum Vergleich sei die Steigerung des Bruttoproduktions-Wertes von Industrie und Handel angegeben, die rd. 15 v. H. beträgt. Die Zahl der Kunden ist von rd. 540000 auf rd. 585000 gestiegen, während I gleichzeitig die Summe der neu bewilligten Kredite (ohne Prolongationen und Wiedererhöhungen) auf 955 (861) Millionen sich erhöht hat. Dieser starken Geschäftsausdehnung gegenüber erscheint die vor kurzem erfolgte Ausgliederung des Genossenschaftsgeschäftes ohne größere Bedeutung, zumal die Dresdner Bank ohnehin gerade das mittel- ständische Kreditgeschäft im Rahmen ihres Gesamt- geschästs in den letzten Jahren stark gefördert und entwickelt hat und auch in Zukunft der Pflege dieses Geschäftszweiges ihre besondere Aufmerksamkeit widmen wird. Tie Gewinn- und Verlustrechnung weist einen auf (einschlieslich Vortrag) RM. 11,68 (9,62) Millionen erhöhten Reingewinn aus, der die Verteilung von 6 v. H. (5 n. H.) Dividende gestattet; zuvor wurden, wie i n Vorjahre, dem Pensionsfonds RM. 1 Million und dem offenen Reservefonds RM. 2 Millionen zugeführt. Tas Ergebnis ermöglicht es außerdem, der Gefolgschaft e'.ne wiederum gegenüber dem Vorjahre erhöhte Sonderzuwendung zu machen. Tie Bilanzsumme hat sich kräftig um RM. 270 auf RM. 2785 Millionen erhöht, obwohl der Geschäftszuwachs im Sudetengau in ihr nur zum kleinen Teil enthalten ist. Tie Gläubiger uud Spareinlagen sind zusammen um saft % Milliarde Reichsmark gestiegen. Der Sozialbericht vermittelt einen weitgehenden Einblick in die soziale Struktur und das betriebliche Leben der Betriebsgemeinschaft Dresdner Bank. Verschiedene Maßnahmen sozialer Art sind int Berichtsjahre neu eingeführt, ober weiter ausgebaut worden. Genannt werden in diesem Zusammenhang vor allem die Frühehenzulage, die zusätzliche Kinderzulage für Betriebsangehörige mit 3 oder mehr Kindern und die Urlaubsbeihilfen. Wie weiter mitgeteilt wird, hat sich die Bank an einem Siedlungsunternehmen beteiligt, um geringer besoldeten Gefolgschaftsmitgliedern preiswerte Wohnungen zu beschaffen. Mem -Mainische Börse. Mittagsbörfe Aktien uneinheitlich. Frankfurt a. M., 3. März. Die Börse brachte an den Aktienmärkten zu Beginn des amtlichen Verkehrs überwiegend weitere leichte Rückgänge, da sich kleine Abgaben fortfetzten, wobei auch Verkäufe für Rechnung von Sperrmarkkonten vor- So macht es der Sohn — So macht es der Va er Sie gehen so gern zum 4»*— 1615A tet, während Metallgesellfchaft 1 v. H. nachgaben auf 113,75. Maschinenaktien bröckelten zumeist leicht ab, Daimler jedoch 0,75 v. H. erholt auf 133. Etwas niedriger fetzten noch Zement Heidelberg mit 150 (151), Bemberg mit 134,40 (135,25) und Westdeutsche Kaufhof mit 103,25 (103,50) ein. • Abendbörse leichte Besserungen. Die Abendbörse brachte bei allerdings sehr kleinen Umsätzen überwiegend leichte Erhöhungen um etwa 0,25 bis 0,50 v. H., da kaum mehr Angebot vorlag. Im Hinblick auf den Wochenschluß blieb aber die Unternehmungslust äußerst klein. Nicht ganz gehalten waren IG. Farben mit 149,75 (149,90), Mannesmann mit 109 (109,13) und Rheinstahl mit 135,25 (135,40). Anderseit. zogen u. a. Verein. Stahl 0,13 v. H. auf 109,25, Hoesch 0,25 v. H. auf 108, Deutsche Erdöl 0,13 v. H. auf 123,13 an. Von Auto- werten erhöhten sich BMW. auf 149,50 (148,75), Adlerwerke auf 106 (105,75), Daimler unverändert 133. Am Elektromarkt besserten sich Gessürel weiter um 0,25 v. H. auf 136 (nach 134,75 bis 135,75 mittags), ferner Licht und Kraft auf 132,25 (131,75), Elektrische Lieferungen auf 128 (127,75), und von Maschinenaktien stellten sich Demag auf 146,50 (146) und Rheinmetall auf 132 (131,50). ‘Qeadjien <5ie unsere berufenster.' M I Gebrauchen Sie bei 1567V SROSSE FRIEDBERGER STRASSE 6. 1. 1. 2. genutzte Fläche wird bis 10,0 ha auf 3. 3. auf ganze ha auf- oder abgerundet. Honen Eigenschaften 4. Ausführungen eowh 6 HdSü monatlich verkauft: 1542D 8. 9. zum 10. nicht F RANKfURT A. M. [MOB E LFABRIK- El NRICHTÜ NGS HAUS-] BrUhl'sche Druckerei Schulstr. 7. 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Kraft Seiten.weg 30 Fernspr 3861) Nachdem von den zuständigen Stellen ein Teil der neuen Strompreise für die Kleinabnehmer des Ueberlandrverkes Oberbessen genehmigt wurde, wird besonders darauf bingeiviesen, daß gemäß den Ausführungen III LandwirtschnftStarifc, Ziff. 5 und 6, die Abnehmer, die durch diese Bedingungen zum Landwirtschaftstaris einen Zuschlag nach den Bestimmtingen des Gewerbetarises zu zahlen haben, vorerst noch nicht die neuen Tarife eingeräumt erhalten können, da der Gewerbetarif noch nicht sertiggeftellt und auch noch nicht genehmigt ist. Die Veröffentlichung der Gewerbe- tarife und der Tarife für die Haushaltabnehmer wird nach erfolgter Genehmigung an der gleichen Stelle dieser Zeitung erfolgen. RM. RM. 0,15 RM. 0,15 fchaftlich genutzten Fläche. III. Landwirtschaftstarife. Tie Verrechnung des GesamtbedarseS für landwirtschaftliche Abnehmer erfolgt nach dem folgenden Taris. Als monatliche Teilbeträge des JahreSgrundvreises werben erhoben: Der Landwirtschaftstaris und der Nachtftrorntarif sittd vorerst zur walckweifen Einsührung vorgesehen, und ist es nach der Ber- ordnuttg über die Bildung allgemeiitcr Tarifpreise für die Versorgung mit elektrischer Energie l Tarifordnung für elektrische Energie vom 25.Juli 1938) erforderlich, daß die Abnehmer die Tarife, nach denen sie in Zukunft elektrische Energie beziehen wollen, selbst wählen. Näheres hierüber ist aus ben nachfolgenden allgemeinen Bestimmungen ersichtlich. Es haben somit die Abnehmer, die diese neuen Tarife für den Bezug elektrischer Energie wählen wollen, die Pflicht, schriftlich den Antrag beim Ueberlandtverk Dberhessen auf Gewährung dieser Tarife einzureichen. Ablauf dieses Jahres dem Versorgungsuttteritehinen schriftlich mitteilt, welche andere Wahl er treffen will. Erklärt sieh der Abnehmer nidit, so kann ihn das Versorgungs- unternehmen nach fimrbtlofetn Ablauf einer angemessenen Erklärungssrist mit verbindlicher .Straft in einen Tarif ein» stufen, längstens jedoch für ein Jahr. Tie Vorschrift itt Ziffer 2, Satz 2, gilt entsprechend. Der Abnehmer behält sein Wahlrecht, wenn er nachweist, daß er zur rechtzeitigen Abgabe der Erklärung ohne Verschulden nicht in der Lage war. Soweit die allgemeinen Bedingungen eine vorzeitige Kündigung oder Auflösung des Vertragsverhältnisses mit dem Abnehmer versehen, wird dieses Recht durch die Bindung nach Zisser 2 und 3 nicht berührt. Knüppel: Buchen 60. Anbruch und Abfall: 12. Reisig Wellen: Buchen 2700. Zusammenkunft: 10 Ahr an der Grenze röder Straße—Meckbach im Rehlränksberg. Lich, den 2. März 1939. -Der Bürgermeister: Geil. Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücherl Walter&lehmann ROSENVERSAND STEINFURTH 68 ÜBER BAD NAUHEIM Brennholz-Verkauf im Cicher Stadtwald. ' Donnerstag, den 9. März 1939, werden im Forst- ort Rehtränksberg und Fichtenkopf verkauft: rm Scheiter: Buchen 67. knorrholz: Buchen 84. Der Bestimmung des Grundpreises, wird die gesamte land- wirtschastlich genutzte Fläche, also ^(rferlanb, Wiesen, Weiden, Gärten und Weinberge (einschließlich Pachtland) zugruitde gelegt. Dabei werden einschürige Wiesen mit 50 Pro;., Gärtnereiland, für Feldgemüsebau genutztes Land, Wartenlanb, abgesehen von den Hausgärten, mit 200 Pro;, der Flache in Ansatz gebracht. Nicht als landwirtschastlich genutzte Fläche im Sinne des Tarises gelten und außer Ansatz bleiben: Waldungen, Gewässer, Oeblanb, Heide, Almen, Wege u. dergl. Es wird darauf hingewiefen, daß die Distr. 30, 32, 39, 41, 42 und 64 in der Zeit vom 7. bis 15. IHärj wegen Schießens der Wehrmacht gesperrt sind. Für Wärmespeicherzwecke (Heißwasserspeicher, Futterdämpfer, Speicheröfen usw.) beträgt der Arbeitskreis: in der Zeit von 21.00 Mir bis.6.00 Uhr = 4 Rpf./KWh. Für die zur Sieffung dieses Verbrauches erforderlichen Rießeinrichtungen ivird ein Zuschlag zum (Grundpreis nach ben unter VI 7 angegebenen Sätzen verrechnet. lieber die Anwendung der Tarife im Einzelfall entscheidet das Versorgungsunternehmen. Der vorstehende Taris tritt am 1. Januar 1939 in Straft. Gleichzeitig tritt die Bestimmung in Ziffer 3 b, Absatz 3 der seitherigen Stromlieferungsbedingungen (Strompreise für die Kleinabnehmer) außer Straft. 14?° AS STEIHfUQTH Allgemeine Tarifpreise für die Versorgung mit elektrischer Energie. Das Elektrizitätsversorgungsurtternehmelr stellt zu den jeweils geltenden allgemeinen Bedingungen elektrische Energie zu folgenden Tarifen zur Verfügung: Der Strompreis setzt sich aus einem Jahresgrundpreis für die Bereitstellmrg der Anlagen und erneut Arbeitspreis für die abge- nommene elektrische Slroeit zusammen. Die Höhe des (Grundpreises richtet sich 1. bei den Haushaltstarifen nach der Zahl der Räume, 2. bei den Gewerbetarifen nach der Raumgröße und teilweise nach dem Anschlußwert, 3. bei den LandwirtschastStarifen nach der Größe der landwirt- fiw die Meinahnehmesr des Aebevlandtvevkes Sbevhessen Sind mit einem landwirtschaftlichen Betrieb Räume verbunden, die gelverblichen oder sonstigen beruslichen Zwecken bienen, so wirb ber Grunbpreis für sie bzw. für bie in ihnen tiorbanbenen Verbrauchseiltrichtungen nach ben Gewerbetarif eit bestimmt. V. Nachtstromtarif. für Zweileiter-Zähler bis 1 x io Amp..... für Zweileiter-Zähler über 1 x 10 Auw. und Dreileiter- und Vierleiter-Zähler bis 3 x 10 Amp. für Dreileiter- und Vierleiter-Zähler bis 3 x 50 Amp............... für Treileiter- und Vierleiter-Zähler über 3 x 50 Amp.............. Wird der Stromverbrauch eines Abnehmers nach Tarifen abgerechnet, jedoch über weniger Zähler V I. Allgemeine Bestimmungen. Die Abnehmer haben dem Ueberlandwerk Oberhessen, Friedberg, alle zur Bildung des Grundpreises notnienbigen Angaben zu machen. Sie finö verpflichtet, dein Ueberlandwerk Oberhessen jede Aenderung der tatsächlichen Verhältnisse, die eilte Aenderung des Grundpreises zur Folge hat, spätestens bis zum nächstfolgenden Ablesezeitvunkt mitzuteilen. Die Anzeigepflicht gilt erst dann als erfüllt, wenn die Anzeige von dem Ueberlandwerk Oberhessen schriftlich bestätigt ist. Wird bei einer Prüfung festgestellt, daß sich die Verhältnisse geändert haben, die für die Festsetzung des (Grundpreises maßgebend waren, ohne daß dem Versorgungsunternehmen Anzeige gemacht worden ist, so kann der Grundpreis für den ganzen Zeitraum seit der letzten Feststellung des Grundpreises nachberechnet werden. Rückrechnnngen sinden bei einem Wechsel des Tarifs nicht statt. Die .Kosten einer Meßeinrichtung sind im Grundpreis jedes einzeliten TariseS enthalten. Für zusätzliche Meßeinrichtungen werden nachstehende Zuschläge zum Grundpreis erhoben: IHittrood), den 8. März 1939: Revierförsterei Walbhcms, Distr. 41, 42, 52, 53: - 1020 rm Ei.- und Bu.-Derbholz und 580 rm Reis, unaufgearbeitet. Freitag, den IE März 1939: Revierförsterei Waldhaus, Distr. 30, 32, 39, „ Salzböden, „ 64, „ Krofdorf, „ 4, 700 rm Ei.- und Bu.-Derbholz, 680 rm Reis Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit elektrischer Energie aus dem Leitungsnetz des Lleberlanöwerkes Oberheffen, Friedberg (Hessen). 2. Macht der Abnehmer von dem ihm eingeräumten Wahlrecht Gebrauch, so ist er an die getroffene Wahl für die Dauer eines Jahres gebunden. Die Bindung gilt jeweils für ein weiteres Jahr, wenn der Abnehmer nid)t spätestens einen Monat vor Forstamt Krofdorf. Nachstehendes Brennholz wird in der Wirtschaft Bender, Krofdorf, jedesmal von 9 Uhr ab, zu festgesetzten Höchstpreisen an die Käufer des Vorjahres --------------------- ------- ----- ---------------- gemessen, so sind für die erwarten Meßeinrichtungen Abschläge vonr Grundpreis nach Zisser 7 zu machen. Friedberg/Hess., den 30. Januar 1939. iUedevlandwevk Sbevbeffen. EihmCfüriieCBew k Dieses Uebergewichi mutj ja Schmer— Ä zen und zu Senkfuß führenI Fort H mit dem überschüssigen Fel!; dann a fühlen Sie sich leichter und frische» auch als Drix-Tabletten— Drix-Dragees Asthma, Bronchialkatarrh sowie ähnlichen Erkra-knngen der Atmnngsorgane mein Anti-Bronchial-Ozon, wodurch schon viele Leidende geheilt wurden. Zahlreiche Anerkennungen darüber liegen vor. - Auskunft kostenlos. Fritz Kleine, Herstellung Pharmazeut. Erzeugnisse, Bonn, Roonstraße 19 höheren halben ober ganzen ha aufgerunbet. Bei Flächen über 10,0 ha: Werte unter 0,5 ha werben auf den nüchstniedrigeren vollen ha abgerundet. Werte von 0,5 ha an aufwärts werben auf ben nächsthöheren vollen ha aufgerunbet. 4. Die Abrechnung seines Gesamtverbrauches nach bem Lanb- wirtschaftstaris kann ieber Abnehmer beanspruchen, ber mim bestens 2,5 ha lanbwirtschaftlicher Nutzfläche bewirtschaftet. Beansprllckit ein Abliehmer bie Abrechnung seines Gesamtverbrauches nach bem Lanbwirtschaststarif, obwohl er weniger als 2,5 ha lanbwirtschaftlicher Nutzfläche bewirtschaftet, bann muß er nachweisen, baß unb warum er trotz ber geringen Größe seiner lanbwirtschastlichen Nutzfläche als lanbwirtschaftlicher Abnehmer im Sinne ber Tariforbnung für elektrische Energie anznseben ist*). Jeboch muß ber Abnehmer auch bei geringerer Größe seiner lanbwirtschastlichen ^Nutzfläche ben Grimbpreis für 2,5 ha zahlen. Ter Anspruch aus Abrechllung bes Gesamtverbrauches nach bem Lanbwirt- schaftstarif ist ausgeschlossen, menn bie Lanbwirtschast nur zufällig ober nebenbei betrieben wirb. 5. Ueberschreitet ber Anschlußwert von Anlagen und Einrichtungen, insbesondere von Motoren, die für den Betrieb der Landwirtschaft ober des dazugehörigen Haushalts erforderliche Höhe, so wird der Grundpreis für den darüber hinaus- gehenden Anfchlußwert nach den Gewerbetarifen berechnet. *) Anmerkung: Hierzu vergleiche Ziffer II, 7b des ersten Ausführungserlasses zur Tarisordnung vom 3. November 1938 (Mitt.Bl. des Reichskommissars für die Preisbildung I, Nr. 36) und Zimmer II 2 des zweiten Ausführungserlasses vom 16. November 1938 (Mitt.Bl. 1, Nr. 38). 15911)1 W' pllTfE Bekanntmachung. Die Bauarbeiten für einen rb. 1000 m langen Regen- und Schmutzwasserkanal ber Ring-Allee zwischen Wiesenstraße uno Straße Am Sanbseld sollen auf Grunb ber RDO. öffentlich vergeben werben. 1552D Die Unterlagen find ab Montag, den 6. März 1939, bei uns zu erhalten. Die Angebote finb bis zum Montag, dem 13. März 1939, vormittags 10 Ahr, auf bem Stadtbauamt, Aftermeg Nr. 9, abzugeben, wo die Oeffnung im Beisein ber erschienenen Anbieter erfolgt. Gießen, ben 3. März 1939. Der Oberbürgermeister. Stadtbauamt. _____________________I. A.: G r a v e r t._____________________ Holzverkauf der Fürstlichen Forstverwaltung Cid). Obersörflerei Cid). Monlag, 6. März, wird aus ben Distrikten Meil- bad) und Riedwald in der Meckbach am Pflanzgarten öffentlich verkauft: rm Scheitholz: Buche 110, Eiche 16; Knüppel: Buche 165, Eiche 26; Stockholz: Buche 50; Knüppelreifer: Buche 170, Eiche 28; Wellen Reisholz: Buche 3100, Eiche 800. 1563V Zusammenkunft 9.30 Uhr. Es empfiehlt sich vorherige Besichtigung des Holzes, da dasselbe nichi vorgezeigt wird. | Herzkraft | w a.Leiftuugszucht weiße amerifan. Leghorn f. März, April u. Mai 50 Pfennig öas Stück. I511D Lieferung frei Haus bzw. Hof. Geflügelhos E.Krause Treis a.d.Lda. Seiher nähen macht viel Freude B Natürlich ge- 8 hört auch die 0 Pfaff- 8 Zick-Zack- I Nähmaschine j zur Aussteuer fl Sie sollte in ■ keinem Haus- B halt fehlen I B Alles Küchen Inventar wird durch INI rein und klar!