»tr. Nonnen. 13. Hein. 142 Ä; '«Sahl se (115 ■ Georg 234 JL 223 31; 2011; ' 197 JL; geisborff nft Wag. Heinrich R. Te. h°Nz -uft Im Schn, iu ein« 'e Taste d Epi,, len, unb 'Nerstlig vlrsAt ^^SIqöq >en. bU|, '• kirrend 2 Ringe; zpd »•riet Stlt ressenden echhrrn. rage ver- esen. Ge- rich, die .aus nach 01,75 rot schwank« en wech I v. h. elfter nach- Geschäjii' ittich, Der AF-r- plus 0A lch 101,13, notierten v. h. «n. A. M ich N mar üben nglenverti sgeld 213 KaufrM" i: „Richlr h bekch!l- her.D cht drüben h Hie B M W ter W gesahrt'^ Nl? >■* Las Isl ’ t s- ,"Ä flöt'"" Ü9ie«Ja ** m. 285 Erstes Blatt 189. Zahrgcmg Samstag, 2./Sonntag,d. vezember 1939 Mehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Prüft und Verlag: vrühlsche Univrrfilätsdruckerei «.Lange In Sietzen. Schristleitung und SeschSstrftelle: Schulstratze ? Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für \ mm Höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Ie$t« anzeigen oonTOmm Brette 50 Rpf..Platzvorschrift nach oorh Beretnbg.250/e mehr. trmätzigte Grundpreise: Stellen», Vereins., gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzetgen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Erschemi »ügltch, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild ■ Die Scholle Monats-Vezugspreis: Ml 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 gustellgebühr , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt gernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postschecktonto: Sranffuri am Main 11688 Seit Knegsbeginn 194 Schiffe mit 235768 Tonnen versenkt. Eindrucksvolle Erfolgsziffern des deuifchen Handelskrieges. Berlin, 1. Dezember. (DNB.) Die Verluste der auf England fahrenden feindlichen und neutralen Handelsschiff- fahrt find weiter gestiegen. 3n der Zeit von üriegsbeginn bis zum 29. November 1939 find durch U-Boote oder Minen versenkt: a) (nach bereits bestätigten Meldungen): 162 Schiffe mit 639 689 Bruttoregistertonnen, davon 52 neutrale Schiffe mit 185 248 Bruttoregistertonnen. b) nach sonstigen Meldungen weitere 32 Schiffe mit 96 079 Bruttoregistertonnen. davon 16 neutrale Schiffe mit 39 321 Bruttoregistertonnen. Damit find die Gesa ml Verluste seit Kriegsbe- ginn auf 194 Schiffe mit 735 768 Bruttoregister- fonnen gestiegen. 3n dieser Zahl ist ein besonders hoher prozent- lah an versenkten Tankern enthalten, und zwar irettägt der versenkte Tankraum 150 867 Brutto- registertonnen, bei einer durchschnittlichen Tonnage lies einzelnen Tankers von 7500 Bruttoregisterton- ten. Unter Berücksichtigung der bekannten Tatsache, daß »on englischer Seite die Verluste an eigenen Schissen, insbesondere in der Nähe der englischen Küste verschwiegen werden, sind die Zesamlverluste noch wesentlich höher anzu- jetzen. Englandschrt - Todesfabrt. Ende Oktober wurde die erste deutsche Mit- leilung über die Verluste der nach England fahrenden Handelsschiffe veröffentlicht. Seit Kriegsbeginn varen 115 Schiffe mit rund 475 000 Bruttoregifter- bnnen versenkt worden. Im Monat November ind 79 Schiffe mit 280 768 Tonnen hinzugekorn- nen, so daß in den ersten drei Kriegsmoanaten insgesamt 194 Schiffe mit 735 768 Tonnen zu den vischen geschickt worden sind. Dieser Erfolg des deutschen Gegenfchlages ist um so bemerkenswerter, cis ein englischer Verlust von durchschnittlich monat- Ich einer Viertel Million Tonnen Schiffsraum e r ft im dritten Jahr des Weltkrieges zu rerzeichnen war. Aber diese deutsche Aufstellung ist sirr die Briten insofern noch sehr günstig, als viele Ienglische Schiffsverluste von den Briten verschwiegen werden. Wir wissen aus den Kriegs- rinnerungen Lloyd Georges und Churchills, daß damals die Verluste auch beträchtlich höher c's die offiziellen Ziffern waren, daß England an len Rand des Verderbens gelangt war und daß die l'tsächlichen Verluste verschwiegen wurden, um die deutschen nicht aus die gefährdete Lage Englands rfmerksam zu machen. Das „Giornale d'Jtalia" i reift in diesem Zusammenhang auf die Erfolge un- irer Kreuzer im Atlantischen Ozean hin, e die Rohstoff- und Lebensrnitteleinsubr von Ka- ada und den USA. nach der britischen Insel unter» nden, deren Meldungen aber noch nicht vorliegen innen, da sie sonst ihren Standort verraten Hürden. Die Energie, mit der Deutschland den Gegenschlag See gegen die britische Hungerblockade führt, B.rt) England an den Rand des Abgrundes bringen, imn man darf niemals übersehen, daß jedes versenkte Schiff im Durchschnitt jährlich vier- bis fünfmal nach England fahren könnte. Ilrßerdern ist zu beachten, daß die Ladesähig- f-i t eines Schiffes im Durchschnitt etwa 140 v. h. >rr Bruttoregistertonnen beträgt. Der Verlust von teioiertel Millionen Tonnen Schiffsraum für Engend bedeutet also einen 9(usfnfl non 5 bis 6 M-il- iinen Tonnen notwendigster Bedürfnisse! Dabei ist ' Ufer E folg i n einem Vierteljahr für uns u verzeichnen. Ferner muß man berücksichtigen, eß England trotz gestiegener Bevölkerung m i t vs Niger Schiffsraum in diesen Krieg hinein- li^g als in den Weltkrieg und dab es nicht in dem Tiaße über den neutralen Schiffsraum verfügen Mn wie damals. Die Lage Englands muß durch tiife Verluste also schon recht verzweifelt sein. Und vir werden dafür sorgen, daß diese Verzweiflung iuf der Briteninsel noch wächst! Vor allem wird «i Briten auch durch die Versenkung von Tankern o» nötige Del zum Schmieren und Betrieb ihrer ßlZazeuge und Kriegsschiffe genommen. \ Wenn Chamberlain und Churchill behauvteten, ee feien mit den U-Booten und den deutschen Minen fnrig geworden, so beweisen diese Ziffern das ®e= l^teil. Ihre Lügenworte wurden durch die Tat unterlegt. Gerade die letzten Tage brachten uns di der steigende Erfolge. Wer nach Enaland fährt, । ist die Lehre, der fährt in den Tod. England hat > du herausaefordert, es hat geglaubt, Deutschland di- seinem Würgegriff ersticken zu können und muß fcti erleben, daß der deutsche Gegengriff ihm selbst ‘ie Kehle zuschnürt. E. S. Aus Wnen gelaufen. London, 1. Dez. (DNB.) Der britische 4558 Joirnen große Dampfer „Dalrya n" ist, wie Reu- ür meldet, in einer Entfernung von sechs Meilen 131 der britischen Südostküste auf eine M i n e fsUaufen und langsam gesunken. Särnt- vche 38 Mitglieder der Besatzung sowie der Lotse W gerettet worden. Im Laufe der letzten Nacht * der dänische Dreimaster „G r e t h e" (264 Ton- auf der Good win-Sandbank gestrandet. Der Kapitän und die sechsköpfige Mannschaft sind gerettet ' worden. Der norwegische Tankdampfer ,,R e a l f" (8083 Tonnen) ist *uf dem Wege nach London a u f eine Mine gelaufen und an der britischen Küste gesunken. Die gesamte Besatzung des Schiffes wurde von einem italienischen Dampfer gerettet. Der finnische Dampfer „M e r - cator" (4200 Tonnen) ist an der schottischen Ksiste auf eine Mine gelaufen und in di e Luft 6 e f logen. Der Dampfer sank in sechs Minuten. Bei der Explosion ist ein Maat getötet worden. Die übrige Besatzung, konnte gerettet werden. ScharserVorbehatt Argentiniens Wahrung der argentinischen Handelsinteressen. Buenos Aires, 1. Dez. (DNB.) Der deutsche Botschafter von Thermann wurde von Außenminister C a n t i l o empfangen. Im Verlauf einer längeren freundschaftlichen Unterredung wurden auch die beide Länder betreffenden Fragen, insbesondere die neue Lage und die sich daraus ergebenden Folgen erörtert, die durch die verschärften Blockademaßnahmen Englands für den handel der neutralen Länder entstehen. Der Außenminister stellte in diesem Zusammenhang eine E r - klärung der argentinischen Regierung in Aussicht. Die gesamte argentinische Presse veröffentlicht bereits den Wortlaut eines gleichlautenden Memorandums an die hiesigen diplomatischen Vertretungen Englands, Frankreichs und Deutschlands, worin Argentinien Vorbehalte gegen die von kriegführenden Staaten letzthin beschlossenen Maßnahmen erhebt. Bekanntlich hat sich Argentinien bereits zu Kriegsbeginn gegen das englische Kriegs- konterbandefystem verwahrt. Die Note weist darauf hin, daß die durch Großbritannien und Frankreich angekündigte Beschlagnahme deutscher Exportwaren den neutralen Han- bei am schwersten gefährdet. Die Rechte kriegführender Mächte sind jedoch nicht unbegrenzt. Die Pariser Deklaration von 1856 besagt klar und deutlich, daß die neutrale Flagge mit Ausnahme von Kriegskonterbande selbst aus Feindesland stammende Waren schützt. Angesichts dieser neuen Sachlage, so heißt es abschließend, werde Argentinien zu gegebener Zeit die Interessen feines Landes zu vertreten und zu wahren wissen. Neues britisches Minenfeld am Ausgang des Kanals. Neuer Schlag Englands gegen die Neutralen. Mailand, 1. Dez. (Luropapreß.) Die britische Admiralität hat, wie die italienischen Morgenblätter aus London melden, beschlossen, in der Nordsee ein neues britisches Minenfeld von 300 Onadratmeilen Ausdehnung, ungefähr halb- wegs zwischen der T h e m s e m ü n d u n g und der holländischen Scheldemündung auszulegen. Die ausländischen Handelsschiffe werden auf die Gefahren der Schiffahrt längs der Ostküste Englands bei Harwich aufmerksam gemacht. Die Dampfer können dieses Gebiet nur auf eigene Gefahr befahren. Durch Erklärung dieses neuen Minenwarngebietes nimmt der Kampf Englands gegen die Neutralen immer schärfere Formen an. England will neutrale Schiffe kaufen. Um diegroßenSchiffsverluste auszugleichen London, 1. Dez. (Europapreß.) Nachdem die englischen Angebote, die durch die alliierten Blockademaßnahmen stillgelegten neutralen Handelsschiffe z u chartern, von mehreren neutralen Ländern a b - gelehnt worden sind, soll die englische Regierung jetzt beabsichtigen, möglichst zahlreiche neutrale Handelsschiffe anzukaufen. Damit soll eine möglichst rasche Vergrößerung der Handelsflotte Großbritanniens erreicht oder doch zumindest die durch U-Boote und Minen verursachten Verlustewiederaus- geglichen werden. Ein weiterer Grund für das Bestreben nach dem Ankauf neutraler Tonnage dürfte in der immer schärfer zutage tretenden Abneigung neutraler Reeder, ihre Schiffe nach englischen Häfen fahren zu lassen, gesucht werden müssen. Die Verhandlungen über den Ankauf neutraler Schiffe mit den Reedereien der verschiedenen Länder scheinen bereits im Gange zu sein. „Het Volk" bemerkt, in Kreisen holländischer Reeder glaube man nicht, daß es England gelingen werde, größere holländische Schiffe zu kaufen. Die holländische Regierung werde wahrscheinlich zu derartigen Schiffsverkäufen keine Exportbewilligung erteilen. Wohl seien in letzter Zeit kleinere holländische Küstenfahrzeuge nach England verkauft worden, aber die Eigentümer dieser Schiffe hätten ihre Fahrten zur See wegen der Minengefahr ein st eilen müssen. Für kleine Schiffseigentümer gebe es keine andere Möglichkeit, wenn sie sich vor dem wirtschaftlichen Bankrott retten wollen, als ihre Schiffe zu verkaufen. Die deutscheGegenblockade wirkt sich aus. Brüssel, 2. Dez. (DNB.) Man hat sich in der französischen Presse seit einigen Monaten immer über den Kaffeemangel in Deutschland lustig gemacht und erklärt, daß in keinem Geschäft echter Kaffee zu erhalten sei. Wie schon in so vielen anderen Fällen, wie z. B. der Einführung fleischloser und fleischarmer Tage, so müssen die Franzosen auch mit dieser Einschränkung Bekanntschaft machen; denn i n P a r i s gibt es schon feit einigen Tagen keinen Kaffee mehr. Die zuständigen Stellen behaupten zwar, daß dies nur eine „vorübergehende Erscheinung" sei. Aber man darf wohl annehmen, daß sie einfach nicht den Mut haben, anzuerkennen, daß die Kaffee-Einfuhr infolge der Erfolge der deutschen Seekriegführung eine wesentliche Einschränkung erfahren hat. Der finnisch-russische Konflikt Heue simrsche Mittung. Oslo, 1. Dez. (DNB.) Nach Meldungen aus Helsinki ist die Regierung Cajander trotz des vom Reichstag erhaltenen einstimmigen Vertrauensvotums heute Nacht zurückgetreten. Am frühen Morgen ist die neue Regierung gebildet worden. Zum Staatsminister ist der Direktor der Finnischen Bank, R y t i, ernannt worden und zum Außenminister der bisherige Finanzminister Tanner, der an den Verhandlungen in Moskau teilgenommen hat. Außenminister C r k k o und Staatsminister Cajander sind ausge- schieden. Die weitere Liste sieht folgendermaßen aus: Justizminister: Söderhjelm, Inland: Freiherr von Born, Verkehr: Salovaare, Handel und Industrie: Kotilainen (Leiter des Staatskonzerns Enso), Kriegsminister: N i n k k a - nen, Finanz: Pekkala, Kultusminister: Hannu la (unverändert), Landwirtschaft: H e i kk o n e n, stellvertretender Landwirtschaftsminister: Koi- v i st o, Sozialminister: F a g e r h o l m (unverändert), Minister für Versorgung: Direktor von Fiandt (unverändert). Der bisherige Gesandte in Stockholm und Delegationsführer für die Moskauer Verhandlungen, P a a f i k i v i, ist als Minister ohne Portefeuille in das Kabinett eingetreten. Weitere russische Bombenabwürfe auf militärische Ziele in Helsinki. Riga, 1. Dez. (DNB.) lieber die militärische Lage verlautet, daß erneut russische Bombenabwürfe über Helsinki stattgefunden haben, wobei der Bahnhof und die Kadettenanstalt das Ziel waren. Auch Flugblätter wurden über der Stadt abgeworfen. Größere Kampfhandlungen scheinen am Freitag nicht stattgefunden zu haben. Schwedens absolute Neutralität. Stockholm, 2. Dez. (DNB. Funkspruch.) Ministerpräsident H a n s s o n hebt in einer Ansprache in Norrkoeping, die er am Freitag hielt, den Willen Schwedens hervor, die absolute Neutra- l i t ä t aufrechtzuerhalten, die heute 'ebenso fest wie früher sei. ZüdischeAgenten des britischenSeheim- dienstes in der Slowakei verhafiet. Preßbury, 2. Dez. (DNB. Funkspruch.) Der slowakische Ministerpräsident Dr. T u f a hat in seiner letzten Rede vor dem slowakischen Parlament jenen politischen Kreisen, in welchen der Intelligence Service seine Handlanger findet, den schärfsten Kampf angesagt. Tatsächlich wurden gerade in den letzten Tagen in der Ost-Slowakei mehrere Personen aufgegriffen, die erwiesenermaßen im Auftrage d e s englischen Geheimdienstes durch Verbreitung alarmierender Gerüchte Unruhe in die Bevölkerung zu tragen versuchten. Diese Agenten sind z u m e i st Juden. Die Zeitung „Slowak" schreibt zu dieser von England organisierten Unruhestiftuni. daß wir durchschnittlich zwar die lächerliche Unsinnigkeit einer solchen Gerüchtemacherei erkennen, daß es aber Freibeutertum. Arn Montag soll die von England angekündigte Verschärfung der Blockade in Kraft treten, die sich so gut wie ausschließlich gegen die neutrale Schiffahrt und den neutralen Handel richtet und deshalb eine neue unerhörte Verletzung des Völkerrechts durch England darftellt. Die britische Regierung greift zu dieser ebenso unfairen wie rechtswidrigen Waffe, weil sich ihre bisherigen Blockademaßnahmen als unwirksam erwiesen haben. Die deutsche Seekriegführung hat das Gesetz des Handelns an sich gerissen, und aus der englischen Blockade der deutschen Küste ist eine deutsche Blockade der britischen Inseln geworden. Um diesen Schlag zu parieren, will nun England die Neutralen zwingen, ihren Handelsverkehr mit Deutschland einzustellen. Denn nichts anderes bedeutet es ja, wenn die Briten drohen, alle Waren, deren deutscher Ursprung nachgewiesen wird, auch wenn sie neutrales Eigentum sind und für Neutrale bestimmt sind, von neutralen Schiffen herunterzuholen, gleichgültig, ob diese von deutschen oder neutralen Häfen ausgelaufen sind und für diese bestimmt sind. Das ist selbstverständlich nichts anderes als glatte Piraterie, denn England vergreift sich damit auch an Gütern, die neutrales Eigentum sind, sie sind ja von Deutschland nicht auf Kredit geliefert worden, sondern durch Gegenleistungen der neutralen Käufer in deren rechtmäßigen Besitz übergegangen. In der Pariser Seerechtsdeklaration von 1856, die nach den Erfahrungen des Krimkrieges, den die beiden Westmächte gegen Rußland geführt hatten, der Willkür im Seekrieg ein Ende setzen wollte, war festgelegt worden, daß selbst feindliches Gut auf neutralen Schiffen, soweit es nicht Konterbande wäre, also für Zwecke der feindlichen Wehrmacht bestimmt fei, nicht der Beschlagnahme verfallen dürfe. Wieviel weniger neutrales Gut auf neutralen Schiffen! Aber England setzt sich über diese denkbar einfache und klare Rechtslage skrupellos hinweg. Es ist ein Rückfall in schlimmste Seeräubermethoden der Zeit der Königin Elisabeth und Cromwells, die ihre Kapitäne mit Kaperbriefen ausrüsteten, um durch Freibeuterei den gesamten Handel lahmzulegen und die eigenen Taschen zu füllen. Nichts anderes ist es, wenn die britische Regierung jetzt dazu übergeht, etwa Maschinen zu beschlagnahmen, die ein italienisches Handelshaus als Ganzes oder auch nur zu gewissen Teilen in Deutschland gekauft hat und nun von Genua aus auf italienischem Schiff nach Japan aus führt. In London weiß man natürlich genau, daß diese trotzdem die Pflicht jeden Bürgers fei, die Behörden auf das, Treiben dieser Agenten aufmerksam zu machen. Jeder Mann habe das Recht, solche Personen selbst den Behörden vorzuführen, damit ein für alle Mal die Slowakei von solchen Elementen befreit werde. Or.Hacha ein Jahr Präsident. Prag, 30. Nov. (Europapreß.) Die vor Jahresfrist erfolgte Wahl Dr. H a ch a s zum Präsidenten von Bohm en und Mähren wird in der tschechischen Presse in zahlreichen Betrachtungen gewürdigt. Von den Blättern wird hervorgehoben, daß durch diese Wahl eine grundsätzliche Wendung in der tschechischen Politik eingetreten sei. So schreibt der „Venkov", England und Frankreich, die schon in Friedenszeiten das tschechische Volk verlassen hätten, kämen heute in der Kriegszeit wieder mit Versprechungen. Die Stimmung der tschechischen Bevölkerung dem Auslande gegenüber habe sich jedoch geändert. Wenn jetzt neuerliche Versuche unternommen würden für eine Auferstehung der Benesch» Konzeption, und wenn man im tschechischen Volke Hoffnungen auf das Ausland zu wecken versuche, dann antworteten die Tschechen: Nichts wäre gefährlicher, als das blinde Hoffen auf die Hilfe der westlichen Großmächte, die uns schon einmal schwer enttäuscht haben. „Narodni Politika" sagt die damalige Wahl Hachas sei eine glückliche gewesen, sie habe an die führende Stelle einen Mann gestellt, der gleich in den ersten Mannten hervorragende Fähigkeiten bewiesen habe. Dr. Hacha sei es gelungen, das tschechische Polk vor den Leiden des Krieges sammenzuführen. Weiter habe er das tschechische Dolck vor den Leiden des Krieges bewahrt und bas Vertrauen des Volkes erworben. Das sei etwas, was gerade in der gegenwärtigen Zeit das wichtigste Erfordernis für das Amt eines Präsidenten sei. Um den Präsidenten schare ich tatsächlich das ganze Volk im festen Vertrauen auf feine vorausschauende und vernünftige Führung der nationalen Angelegenheiten, und das tschechische Volk werde in diesem Verhältnis trotz störender Eingriffe durch die ausländische feindliche Propaganda veicharren. Der Wehrmachtsbericht vom Freitag. Geringe Artillerie-undSpähtrupptätigkeit. Berlin, 1. Dez. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Westen geringe Artillerie- und Spahtrupp- tätigkeit. Bei der Luftaufklärung über der Nordsee gerieten die eingesehten Kräfte in ein schweres Unwetter. Vier Flugboote muhten auf See niedergehen und wurden teilweise beschädigt. Die Besatzungen sind sämtlich gerettet. Standmusik zwischen rauchenden Schloten. Frohe Weisen in der Arbeitspause. Freibeuterpraxis gegen alles Völkerrecht verstößt. Man hat deshalb nach einem Vorwand Ausschau gehalten und glaubt ihn in der Verwendung von Minen durch die deutsche Seekriegführung gefunden zu haben. Daß dies eben nur ein Vorwand ist, und zwar ein höchst fadenscheiniger, geht schon daraus hervor, daß die britische Presse schon Wochen vor den Minenverlusten der britischen und neutralen Schiffahrt, die jetzt als Ursache der Blockadeverschärfung herhalten müssen, diese an- aekündiat und ausführlich erörtert hat. Wenn England also von einer „Repressalie" spricht, die die Beschlagnahme von Waren deutschen Ursprungs in neutralem Eigentum und auf neutralen Schufen darstellen soll, so spricht auch hier die Rechtslage ganz eindeutig gegen die hier geltend gemachte englische Auffassung. Eine „Repressalie" darf nach den Bestimmungen des Völkerrechtes nur dann von einer kriegführenden Macht gegen die andere angewendet werden, wenn dieser anderen eine Völkerrechtsverletzung nachgewiesen werden kann. Man sieht, die von Englarw angedrohte Blockadeverschär- fung ist schon deshalb keine den Bestimmungen des Völkerrechts entsprechende „Repressalie", weil sie ja nur in höchst beschränktem Sinne eine Vergeltungsmaßnahme gegen Deutschland darstellt, sondern sich in allererster Linie gegen die Neutralen richtet, die einfach in die Blockade einbezogen werden. Die Rechtswidrigkeit einer solchen Blockadeerweiterung auf den ganzen Kontinent liegt auf der Hand. Schon die Blockade, die die britische Regierung gegen Deutschland auszuüben versucht, widerspricht den als bindend anerkannten Anschauungen des Völkerrechts, denn sie ist weder amtlich verkündet, noch verhängt und stellt zudem nur ein System blockadeartiger Belagerung dar, die nicht effektiv wirksam ist, wie es das Völkerrecht verlangt, sondern lediglich fiktiv ist, da sich längst erwiesen hat, daß England garnicht dazu in der Lage ist, die deutschen Häfen zu blöckieren. Genau wie im Weltkrieg hat sich die britische Kriegsflotte auf eine Fernblockade beschränkt und im übrigen durch gänzlich rechtswidrige Ausdehnung des Begriffs der Konterbande versucht, dem deutschen Handel Abbruch zu tun. Die Vorstöße der deutschen Seestreitkräfte bis hinauf in die Gewässer um Island haben aller Welt die außerordentlich schwache Position der britischen Seekriegführung vor Augen geführt. Ihr wieder auf die Sprünge zu helfen, soll die neue Verschärfung der Blockade dienen. Daß diese als „Repressalie- aufgezogene Maßnahme Englands schon als solche völkerrechtswidrig ist. weil sie sich in erster Linie nicht gegen einen Kriegführenden, sondern gegen die Neutralen richtet, sagten wir schon. Aber auch der für diese „Der- geltungsmaßnaymen" von England ins Feld geführte Vorwand, Deutschland führe einen völkerrechtswidrigen M i n e n k r i e g an der englischen Küste, hält keiner sorgfältigen rechtlichen Nachprüfung stand. Der Artikel 3 oes VIII. Haager Abkommens von 1907 verpflichtet die kriegführenden Mächte, durch Minen gefährdete Gebiete der internationalen Schiffahrt bekanntzugeben, sobald es die militärischen Rücksichten gestatten. Danach bleibt also die Bekanntgabe der minenverseuchten Gebiete ganz dem militärischen Ermessen überlassen. Die Schiffahrtswege dicht unterhalb der englischen Küste sind nicht mehr freie internationale Handelsrouten, sondern feindliches Operationsgebiet, das von britischen Seestreitkräften ständig überwacht wird und unter den Kanonen der britischen Küstenbatterien liegt. Es ist nicht Deutschlands Schuld,, wenn die Briten die neutralen Schiffe zum Zweck der Kontrolle zwingen, ihre Route durch das militärische Operationsgebiet zu nehmen und die in seinem engsten Bereich liegenden britischen Häfen onzulaufen, womit sie allen Gefahren der Seekrieg- ührung, wozu selbstverständlich guch die Minen- elder gehören, preisgegeben sind. Man durchschaut >en sauberen englischen Plan, die neutralen Schiffe gleichsam als Schild vor sich herzuschieben, um in seinem Schutz die eigene Kriegsflotte und die britischen Geleitzüge sicher operieren zu lassen. Wenn dann tatsächlich durch diese verantwortungslose englische Praxis der Kontrolle innerhalb des Kriegs- aebietes ein neutrales Schiff auf eine Mine gerät, fo erhebt sich in London ein großes Geschrei und man schreitet zu „Vergeltungsmaßnahmen". Die Bestimmungen des Haager Abkommens lassen die Verwendung von Minen in dem von der deutschen Seekriegführung eingehaltenen Rahmen ganz unzweideutig zu. England selbst hat die von ihm früher vertretene Auffassung, daß Minen nur innerhalb der Hoheitsgewässer verwendet werden dürsten, eine Auffassung, die übrigens im Haager Abkommen keinen Niederschlag gefunden hat, im Weltkrieg fallen gelassen und von der Verwendung von Minen auch außerhalb seiner Hoheitsgewässer weitgehend Gebrauch gemacht. Die angebliche Repressalie stellt sich also bei Licht besehen wiederum als einer der üblichen britischen Dölkerrechtsbrüche heraus, den man in London mit scheinheiligen Phrasen und hinterhältigen Verdrehungen von Recht und Moral zu verbrämen sucht. Aber daß man in den neutralen Ländern die britische Heuchelei durchschaut und den wahren Sinn der britischen „Repressalie" vollkommen begriffen hat, das bezeugen die scharfen Proteste, die von allen wesentlichen neutralen Mächten, besonders auch Japan und Italien, gegen diese neue völkerrechtswidrige Maßnahme Englands in London erhoben wurden. Die britische Regierung bat darauf wieder einmal versucht, ein doppeltes Spiel zu spielen. Während man in London über die Proteste der kleineren Länder zur Tagesordnung überging, hat die britische Diplomatie versuchen müssen, in den Hauptstädten der Großmächte besänftigend zu wirken. Aber ohne Erfolg, vor allem in Tokio hat man seinen Einspruch in aller Schärfe aufrechterhalten und Gegenmaßnahmen angekündigt, sobald japanische Interessen geschädigt werden sollten. Am härtesten getroffen werden natürlich die unmittelbaren Nachbarn Deutschlands. Wie sehr z. B. die Blockadeverschärfung in den holländischen Handel einzugreifen geeignet ist, beleuchtet die Tatsache, daß in den ersten neun Monaten dieses Jahres nicht weniger als rund 10 Millionen Tonnen Güter deutschen Ursprungs über Rotterdam und Amstsr- dam verfrachtet wurden. Da ist es begreiflich, daß ein führendes holländisches Blatt wie oer „Nieuwe Rotterdamsche Courant" schreibt: „Repressalien des einen Kriegführenden können immer nur gegen den anderen Kriegführenden gerichtet sein. Hier jedoch richten sie sich unmittelbar und absichtlich in erster Linie gegen neutrale Schiffe und neutrale Ausfuhrfirmen. Wie man sie auch immer beleuchtet, die Maßregeln Englands und Frankreichs gegen die neutralen Exporteure von Waren deutschen Ursprungs sind ein flagranter Bruch des Völkerrechts." Es bleibt abzuwarten, ob diese Erkenntnis, die sich mit der deutschen Auffassung vollkommen deckt, sich auch bei den kleinen Neutralen in tatkräftige Gegenwehr gegen die völkerrechtswidrigen Piratenmethoden Englands umsetzen wird. Daß England sich um leere Proteste nicht kümmert, hat es ja bei früheren Gelegenheiten immer wieder gezeigt, wie es ja auch PK. Das Musikkorps einer Flak-Abteilung gibt zwischen 12 und 14 Uhr ein Standkonzert für die Arbeitskameraden. Daß ein solcher Anschlag am schwarzen Brett unter den Gefolgschaftsmitgliedern eines großen Industriewerkes lebhafte Freude auslöste, konnte man verstehen. Seit Kriegsausbruch hatte man nämlich auf die schon zur Selbstverständlichkeit gewordenen Konzerte der Wehrmacht verzichten müssen. Nicht etwa, daß die Betriebsangehörigen hinsichtlich der kulturellen Betreuung zu kurz gekommen wären. Aber ein richtiges Wehrmachtskonzert, das war doch wieder einmal etwas anderes! Daß das Konzert zu einem frohen Ereignis für die Belegschaft wurde, das zeigte sich gleich, als die ersten Takte eines schneidigen Marsches ertönten. Vor dem großen Speisehaus des Werkes sammelte sich rasch eine stattliche Zuhörerschaft um das Mu- sikkorps, dessen Leistungen schon nach dem ersten Marsch durch lebhaftes Händeklatschen eine rückhaltlose Anerkennung fanden. Von Stück zu Stück steigerte sich der Beifall, zumal auch eine ausgezeichnet zusammengestellte Dortragsfolge nicht wenig zur Erhöhung der guten Laune bei den Zuhörern beitrug. Wenn dann die beschwingten. Walzermelodien aufklangen, dann gab es in der Runde ein Wiegen im Dreivierteltakt — besonders bei den (PK.) „Das ist ja toll" höre ich unfern Hauptmann immer wieder sagen, als Feldwebel Jakob von seinem vierten -Spähtrupp-Unternehmen erzählte, das ihn mit drei anderen Kameraden weiter hinter die französischen Feldstellungen führte. Wir haben ja schon viele derartige Unternehmen erlebt und geschildert, aber was wir du erfuhren, das war denn doch starker Tobak. Das war einfach eine ganz tolle Sache, was Feldwebel Jakob und feine drei Begleiter, der Feldwebel S t ü b i n g, Unteroffizier Karl Schneider und der Schütze Philipp Schmidt, hier erlebten. Das klang bei aller Selbstverständlichkeit und Schlichtheit der Schilderung beinahe so phantastisch und überraschend, daß man, im Banne des Berichtes, fast vergessen könnte, daß wir im Kriege leben. Die Vier erhalten vor einigen Tagen den Auftrag, sich einmal etwas hinter den französischen Feldstellungen umzusehen, um festzu- stellen, was da hinten eigentlich los ist. Und nun setzen sich die Vier — das „Schiffchen" keck auf dem rechten Ohr — den Stahlhelm haben sie zu Hause gelassen, da er beim Lauschen und sonstwie nur stört — mit Gewehr und Pistole bewaffnet und einige Handgranaten am Koppel, am Freitagabend gegen Einbruch der Dunkelheit in Trab, winden sich durch unsere Stellung hindurch und „fahren los gegen Frankreich". Einfach los und hinein nach Frankreich. Man sollte nun glauben, daß einem solchen „Ausflug" durch Stacheldrahtverhaue und Vorposten und Schützengräben bald ein Ende gesetzt würde. Daß sie nach dem Passieren des Niemandslandes bald ein „Qui vive” und vielleicht einige blaue Bohnen zu hören bekommen hätten. Fehlgeschossen — sie hatten Glück, sie kommen durch. Die Sicht war bei dem Mond nicht schlecht, und Schnee war auch gefallen, und bei dem Geschick und den Erfahrungen dieser erprobten Späh-Truppler kamen sie unangefochten durch die stark verdrahteten Stellungen hindurch, umgingen die Vorposten, beobachteten den nächtlichen Betrieb nächt- licher Ablösungen französischer Abteilungen, kamen durch die Wälder, umgingen französische Dörfer, die trotz der Fliegergefahr hell erleuchtet waren, und gelangten schließlich vor eine Reihe von Bunkern an Waldrändern. Dort herrschte der gleichfalls unbekümmerte Betrieb wie in den Ortschaften, die Poilus gehen ein und aus, das Licht fällt durch die geöffneten Türen ungehemmt ins Freie. Unsere Männer stoßen immer weiter vor. Dort stellen sie fest, daß hier und dort MG.-Nester ausgebaut. Batterien aufgefahren, Maschinenkano- nen-Abteilungen in Stellung aegangen, Drahthindernisse angelegt und welcher Art die Befestigungen sind, die um die Bunker herum sich ziehen. Kurzum, diesmal trotz der vorliegenden neutralen Proteste brutal und rücksichtslos die Verschärfung der Blockade in Kraft gesetzt hat. Wie Deutschland selbst auf diesen neuen Akt britischen Freibeutertums antworten wird, bleibt der Zukunft vorbehalten. Daß deutsche Gegenschläge nicht unwirksam zu sein pflegen, haben die Briten ja schon mit ihrer Blockade erfahren müssen. Wenn die deutsche Seekriegführung soeben mitteilen konnte, daß bisher insgesamt 194 britische und neutrale Schiffe mit zusammen 735 000 Tonnen versenkt worden sind, die auf der Fahrt nach oder von England betroffen wurden, fo ist diese Zahl der beste Beweis dafür, daß die deutsche Gegenblockade der Versorgung Englands mit lebensnotwendigen Nahrungsmitteln, Kriegsmaterialien und Rohstoffen bereits ernstliche Schwierigkeiten bereitet, aller lächerlichen Bagatelli- sierungsversuche des famosen Herrn Churchill zum Trotz.'So wird es sich auch zeigen, daß der neueste britische Coup ebenfalls wie ein Bumerang auf England selbst zurückschläqt; denn wenn wir Deutschen in der glücklichen Lage sind, daß mir mit unseren Landgrenzen an einen riesigen Wirtschaftsraum stoßen, der sich immer mehr als aufnahmefähiger Markt für unfern Außenhandel erweisen wird, sind weder die meisten Neutralen wie Belgien und Holland noch gar das ganz von der Sicherheit seiner überseeischen Zufahrtsstraßen abhängige England imstande, ihrem Handel andere Bahnen zu weisen. Wie sich also der jüngste Piratenstreich auswirken wird, ist nicht schwer vorauszuahnen.- Dr. Fr. W. Lange. Englands Hilferuf an Nepal. Von Nepal hat die Regierung in Delhi 8 Bataillone angefordert. Das zeigt, wie ungewöhnlich ernst man auch in maßgeblichen englischen Kreisen die neue Freiheitsbewegung in Indien beurteilt. Nepal ist eines der 563 indischen Fürstentümer von 140 000 Quadratkilometer mit etwa 6 Millionen Einwohnern in demjenigen Teil des Himalajagebirges, wo dieses seine größten Höhen erreicht. Das Land wird unter englischer Oberaufsicht beherrscht von der uralten Kriegerkaste der Gurkhab, die das Land vor knapp 200 Jahren in ihr« Gewalt gebracht haben. Mädels, denen man anmertte, wie gerne sie ein flottes Tänzchen gewagt hätten. An Tänzern wäre wahrlich kein Mangel gewesen. Standen doch zwischen den Arbeitskameraden etliche Flakkanoniere, die aus den im Werke befindlichen Geschützstellungen herbeigeeilt waren, um hier ihre Mittagspause zu verschönen. Aber auch diejenigen Schaffenden in dem Betrieb sollten ihre Freude haben, denen es nicht vergönnt war, während des Wehrmachtskonzertes ihren Arbeitsplatz zu verlassen. Mit klingendem Spiel marschierte das Musikkorps zwischen die Werkshallen und setzte dort das Standkonzert fort, das neue Zuhörer anlockte, an dem sich aber noch viele erfreuten, die mit der Musik herübermarschiert waren. Auch diese schöne Stunde verging wie im Fluge: eine Stunde der Entspannung und der Erholung zwischen hohen Fabrikhallen und rauchenden Schloten. Viel zu rasch für die Männer und Frauen aus dem Betrieb und für die Soldaten, die alle wieder an die Plätze zurück mußten, an die sie die Pflicht gestellt hat. Noch lange aber klangen im Innern all derer, die dabei sein konnten, die flotten Märsche und die schönen Melodien nach, die Sonne in den Arbeitstag gebracht hatten. Ein Wunsch nur blieb zurück: daß die Wehrmachtsmusiker recht bald wieder kommen mögen. Hans Jütte. sie erhalten einen Ueberblick über alles, was hinter den französischen Stellungen vorgeht. So kommen sie — die Kerls haben Nerven — immer ro eiter ins Hinterland, ohne auch nur daran zu denken, geschnappt ober abgeschossen zu werden. „Qui est tu?" schallte ihnen da auf einmal entgegen. Wie erstarrt bleiben die Mer stehen und rühren sich nicht, machen aber auch kein« Anstalten, sich etwa zu verteidigen, sondern Fedwebel Jakob sagt nur seelenruhig „Bon camaräde“ und gehen ruhig weiter. Der Franzmann gibt sich damit zu- srieden und läßt sie ungeschoren. Noch zweimal werden sie in der Dunkelheit gestellt, sie schauen sich gegenseitig an, keiner sagt ein Wort, dann geht der französische Posten wieder zurück— was mag er in oiesem Augenblick nur gedacht haben — und läßt d i e Deutschen laufen. Hat er es mit der Angst zu tun bekommen? — Hat er sie erkannt? — Wer weiß es. Sie tragen keine Stahlhelme, ihre Mützen haben zwei von ihnen verloren, der dritte hatte nur einen Ohrenschützer um, die Uniformen waren durch den Stacheldraht jämmerlich mitge- nornmen, die Gewehre, di« Pistolen und die Handgranaten aber reden eine gar zu deutliche Sprache und die Entschlossenheit in den Gesichtern war gewiß nicht weniger überzeugend. Und doch wurden sie einmal beschossen, da mußten sie ausrücken. Einen ganzen Tag verbrachten sie, um nicht gesehen zu werden, in einem Loch an einem Bach im Walde und froren ganz jämmerlich. In der darauffolgenden Nacht traten sie wieder den Rückmarsch an. Hierbei besaßen sie die unglaubliche „Unverfrorenheit" möchte man beinahe sagen, sich in Scheunen schlafende Franzosen näher anzusehen. Auf dem weiteren Rückmarsch, der unter geschickter Ausnutzung aller Möglichkeiten dann ebenfalls glücklich gelang, hörten sie aus einem Bunker aus einem Rundfunkempfänger einen deutschen Sender aerade das Englandlied spielen „... und wir fahren gegen Engelland, Engelland". Das Eiserne Kreuz 1. Klasse, das der Oberbefehlshaber der Armee dem tapferen Feldwebel für feine mutige und entschlossene Tat verlieh, mar, das können wir sagen, wohl verdient. Das so wohl geglückte Unternehmen aber steht einzig da in seiner Art. Dieser Spähtruppführer ist aus Hanau, Vater von sechs Kindern, ehemaliger Hanauer Ulan und Potsdamer Gardeulan, der schon im Weltkrieg schneidige Patrouillen geritten hat und als alter Marschierer und Kämpfer in der SA. stand. Feldwebel Jakob dient nicht etwa bei der Infanterie, sondern bei einer Panzer - Abwehr- Abteilung. Man sieht also, daß es auch hier wie in allen anderen Formationen der Wehrmacht tapfere Soldaten gibt. Konst. Pink. Auch die herrschende Familie, die das Fürstentum auf dem Status einer Militäroligarchie regiert, entstammt den Gurkhas. Eine besondere Eigenart der Regierung von Nepal besteht darin, daß das Amt des Premierministers seit über 70 Jahren in ein und derselben Familie erblich ist. Das reguläre Heer von Nepal, das relativ modern bewaffnet ist, zählt rund 45 000 Mann. Die Tatsache, daß England einer so starken indischen Truppenmacht bie Ausrüstung mit modernen Waffen, darunter 250 Geschützen, erlaubt, geht darauf zurück, daß die Fürsten von Nepal stets zu den treuesten Anhängern Englands gehört haben. So war es auch der Nisam (Fürst) von Nepal, der 1857 bei dem großen Aufstand der Sepoys den Engländern 40 000 Mann zur Verfügung stellte. Auf diese Weise hat England bei Aufstandsversuchen stets Inder durch Inder zu bekämpfen verstanden. Dafür verfügt Nepal über 20 Millionen Rupien (30 Millionen RM.) an Staatseinkünften, auf die das steinreiche Fürstenhaus jedoch nicht angewiesen ist. Oer Gründer der spanischen Falange im Escorial beigeseht. Madrid, 1. Dezember. (DNB.) Nach einem Marsch über 500 Kilometer traf am Donnerstag- ab ent) der Trauerzug mit den sterblichen Ue6erretten des Falangegründers Jos 6 Antonio Primo de Rivera vor dem Königsschloß El Escortal ein. Dor dem Eingang zum Schloßpark wartete der Nationalrat der Falange, übernahm den Sarg und trug ihn in den Schloßhof. Dort wurde der Sarg dem Politischen Ausschuß der Falange übergeben, der ihn bis zum Eingang der Schloßkirche brachte. Hier stand der Caudillo, begleitet von sämtlichen Regierungsmitgliedern sowie dem Diplomatischen Korps, voran die Botschafter Deutschlands, Italiens und Portugals. Außerdem waren die sechs größten Ortsgruppen der NSDAP, in Spanien nut ihren Hakenkreuzfahnen vertreten. Auch eine Abordnung des Fafcio nahm an der Feier teil. Nach dem Gottesdienst legte Landesgruppenleiter Thomsen im Auftrage des Führers einen Lorbeerkranz nieder. Ebenso hat der Duce einen Kranz geschickt. Urttex der Mttelkuppel der Kirche wurde der Sarg Land der -1000 Seen. Don Finnland kann in einer Gesellschaft nicht gesprochen werden, ohne daß aus irgendeiner Ecke das Reise-Werbewort vom „Land der tausend Seen" als schmückender Beiname ertönt. Mit diesem Werbe-Stichwort hat es eine eigentümliche Bewandtnis: es bleibt nämlich hinter der Wahrheit zurück, während sonst Reise-Werbeworte an übertriebener „Bescheidenheit" wahrhaftig nicht kranken. In Wahrheit zählt Finnland gut und gern 35 000 Binnenseen. Sie bedecken zusammen eine Fläche von über 44 000 Quadratkilometer, was in der Große fast dem Raum von Böhmen entspricht. Und das gibt schon einen Begriff von den Dimensionen des ganzen Landes. Der Bevölkerung nach ist Finnland mit seinen 3,7 Millionen Einwohnern em Kleinstaat, und die Russen haben auch das Argument in das Feld geführt, daß Finnland nicht ganz so viel Einwohner zählt, wie Leningrad, das frühere ©t. Petersburg, allein. Der räumlichen Große nach ist aber Finnland beinahe eine kleine Großmacht. Es hat sogar mit insgesamt 388 451 Quadratkilometer einen etwas größeren Umfang als das frühere Polen. Wenn wir diese wenigen zahlenmäßigen Angaben uns etwas verdeutlichen, so gewinnen wir ein einigermaßen anschauliches Bild von den politischen und militärisch-strategischen Problemen, die heute aufgerollt sind. Auf den Quadratkilometer in Finnland kommen nur ziemlich zehn Einwohner. Es ist also ein sehr dünn bevölkertes Land, das durch seine Lage am finnischen und bottnischen Meerbusen den nordöstliche Teil der Ostsee weitgehend beherrscht. Wenn die Binnenseen des Landes ein wesentlicher Teil seiner Eigenart sind, so sind es die weiten Wälder nicht minder. Finnlands Reichtum ist s e i n H o l z. Es wird zum großen Teile tm Rohzustande, aber auch als -Papier und als Zellulose ausgeführt. Land- und Viehwirtschaft decken im wesentlichen den Eigenbedarf. Allerdings wird Weizen nur in einzelnen klimatisch günstig gelegenen Landschaften des Südens gebaut und muß daher überwiegend eingeführt werden. Roggen, Hafer, Gerste und Kartoffeln werden dagegen ziemlich reichlich gewonnen und die Viehwirtschaft ist genau so wie in dem nahen Estland auf der Hohe. Bekannt ist, daß die Finnen nicht zur indoger« manischen Volkerfamilie gehören, auch wenn in ihre Sprache eine Menge altertümlicher germanischer Lehnwort« übergegangen ist, bie ein Gegenstück nur in der berühmten Goten-Bibel des Bischofs Ulftlas finden. Die finnische Sprache wird zu der fogenannten finno-ugrischen Sprachgruppege- rechnet, der auch das Ungarische und das Türkische angehören. Auch die Esten gehören zu dieser Sprachfamilie, ebenso die inzwischen untergegangenen Liren, von denen sich der jetzt auch Nicht mehr gebrauchte Ausdruck „Livland" herschreibt. Diese fin- nisch-mgrischen Stämme haben einmal das ganze ©e- bi>et vom westlichen Lappland bis zum Ural im Norden Euroaps bewohnt, jedoch ist im Lauf« des Mittelalters und der Neuzeit eine stark« slawische Unterwanderung «ingetreten, sodaß die Sprachgrenze immer weiter nach dem Norden verschoben wurde. Die finnische Hauptstadt Helsinki (schwedisch Helsingfors) hat in den letzten fünfzig Jahren eine fast amerikanische Entwicklung genommen und zählt heute über eine Diertelmillion Einwohner gegen nur 60 000 im Jahr 1890. In Helsinki und in West- Finnland wohnt eine beachtliche schwedische Minderheit, die etwa 350 000 Menschen zählt. Auch Stadt und Festung W i b o r g ist jetzt viel genannt. Wir gebrauchen mit Absicht die bekannten Worte „Stadt und Festung", die das Prinz-Eugen-Lied Belgrad widmet. Denn das jetzt vielgenannte Wiborg, das in finnischer Sprache „Diipuri" heißt, liegt auch an einer Sturmecke ersten Ranges, nämlich auf der karelischen Landenge, die, wie schon gesagt, das Gebiet der unteren Newa begrenzt und zwischen Ladoga-See und Finnischem Meerbusen liegt.. Di« Stadt Wibora zählt ungefähr 60 000 Cinviohner. Das alt« vielumkämpfte Schloß wurde bereits im Jahr« 1293 errichtet. Denselben Namen Wiborg wie die Stadt führt aber auch die zuge- kilometer groß ist, aber nur Yunb 610 000 Einwohner zählt. Zum Vergleich mag dienen, daß Brauner zählt. Zum Vergleich mag dienen, das Brandenburg 39 000 Quadratkilometer umfaßt und 2,8 Millionen Einwohner hat. in die Gruft gesenkt, die nur wenige Meter von den Gräbern der größten spanischen Könige liegt. General Franco trat bann vor die Gruft und verpflichtet« das neue Spanien, das Werk Primo de Riveras fortzuführen. Dann trat die deutsche und italienische Abordnung vor das Grab und senkten die Fahnen. In der Nacht flammten auf den Bergen rings um das Konigsschloß Holzstöße auf zu Ehren des Zünders der neuen spanischen Bewegung. Oie Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten. Berlin, 1. Dezember. (DNB.) Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten stellt sich für den Durchschnitt des Monats November 1939 auf 126,1 (1913/14 =* 100). Sie hat gegenüber dem Vormonat (125,8) um 0,2 v. H. angezogen. Die dexziffer für Ernährung hat sich von 121,7 auf 122,2 (plus 0,4 v. H.) erhöht. Hauptsächlich aus jahreszeitlichen Gründen zogen zum Teil die Preis« für Obst und Gemüse an; ferner traten für Eiet um die Monatsmitte die höheren Winterpreise in Kraft. Dagegen haben sich die Preis« für Weizen« kleingebäck auf Grund der Neuregelung der Stückpreise und -Gewichte im Durchschnitt ermäßigt. Bei der Berechnung der Indexziffer für die Nahrungsmittelpreise wurde ebenso wie tm Vormonat von der tatsächlichen Dersorgungslage ausgegangen, das heißt, «s wurden bie Nahrungsmittel berücksichtigt, die im November unter Zuteilung oder frei zu kaufen waren. Di« Indexziffer fürBekleidung hat sich von 133,7 auf 134,1 (plus 0,3 v. H.) erhöht. Die Indexziffer für Heizung unb Beleuchtung stellt sich für November auf 125,4 (Vormonat 125,3) und die Indexziffer für „Verschiedenes" auf 142,1 (Vormonat 142,0); beide Indexziffern sind gegenüber dem Vormonat kaum verändert (plus 0,1 v. H.). Die Indexziffer für Wohnung (121,2) ist gleichgeblieben. Kleine politische Nachrichten. Der Oberbefehlshaber des Heeres Generaloberst v. Brauchitfch, hat sichandie Oberrhein- front zur Besichtigung der dort eingesetzten Truppen begeben. In Bromberg besuchte Reichsminister Vr. Goebbels die Gräber der ermordeten Volksdeutschen auf dem Friedhof und ehrte die für ihr Deutschtum Gefallenen durch Nieoerlegung eines ftvaiW Am Abend vorher hatte Dr. Goebbels 1» „Hinter den französischen Steilungen!" Ein Spähtrupp schaut sich hinter den französischen Feldstellungen um. — Oas Snglandlied im französischen Bunker. Der Torpedo - die gefährlichste Waffe der modernen Seekriegsührung SPRENGLADUNG LUFTKESSEL GEFECHTSPISTOLE SCHEMA DES GRADLAUFAPPARATES Ganz vorn an -er Westfront Aus aller Welt. Max Skladanowsky gestorben Wir geben hier eine schematische Darstellung eines Torpedos in der Seitenansicht. Der Torpedo ist, wie die beiden anderen Kampfmittel der neuzeitlichen Seekriegführung, Mine und Wasserbombe, ein Unterwassergeschoß, das über un- unter Wasser abgeschossen werden kann. Er bewegt sich dann nach dem Abschuß aus eigener Kraft vorwärts, wobei mdn ihn genau auf eine vorher eingestellte Tiefe steuern kann. Wie die anderen Unterseewaffen enthält auch das Innere des Torpedos eine mehrere hundert Kilogramm schwere Sprengladung, die beim Auftreffen auf einen Schiffsrumpf gezündet wird. Im allgemeinen sind die Torpedos bis sieben Meter lang und haben ein Kaliber von 53 Zentimeter. Die maschinelle Anlage, die auf unserer Zeichnung der Uebersichtlichkeit wegen etwas auseinandergezogen ist, ermöglicht einen Einsatz auch auf große Entfernungen. Der große Luftkessel verleiht dem Torpedo seine Schwimmfähigkeit. Nach der Antriebsmaschine ist der Gradlaufapparat sein wichtigster Teil. Seine Wirkung veranschaulichen die beiden unteren Zeichnungen: Ein Der Erfinder des deutschen Films, Max Skladanowsky, ist soeben in Berlin im Alter von 75 Jahren gestorben. Er hatte vor 44 Jahren mit seinem Bruder Emil gemeinsam den ersten Apparat konstruiert, der trotz seiner Primitivität der Welt das Wunder der lebenden Photographie schenkte. Max Skladanowsky hat in seinen letzten Lebensjahren noch die großen Erfolge miterleben können, die der Film in der ganzen Welt erringen konnte. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Deutschland bekommt den Sicherheitsfilm. Die leichte Entzündbarkeit des Films hat immer wieder zu schweren Unfällen mit zahlreichen Opfern Kreisel, in schnellste Drehung versetzt, hat das Bestreben, die Richtung seiner Drehungsachse in der einmal gegebenen Schußlinie beim Torpedoschuß beizubehalten. Gerät der Torpedo aus seiner Bahn, so überträgt der richtunghaltende Kreisel die Abweichung auf das Seitenruder und bewirkt so auto- matisch ein Zurückkehren in die alte Laufbahn des Kurses. (Zeichnung — nach dem „Großen Brockhaus" — von Gatz. — (Scherl-M.) WASSER BRENNSTOFF GRÄOLAUFAPPARAT TIEFENSTEUER- ANTRIEBS ÖL APPARAT MASCHINE Scharfe Augen beobachten alle Vorgänge beim Gegner jenseits der Grenze. (PK.-Borchert-Presse-Bild-Zentrale-M.) Daneben wird auch sehr häufig die J s west tja zitiert. Jswestija heißt eigentlich „Nachrichten", während Prawda „Wahrheit" bedeutet. Die 3s- westija ist das führende Organ der Sowjet* regierung und legt besonderen Wert auf Ar- tikel und Erläuterungen zur auswärtigen Politik. Nur diese beiden Zeitungen haben ein „eigenes Gesicht". Von Bedeutung sind allerdings noch eine Reihe von Blättern, die für besondere Zwecke herausgegeben werden. So wird gerade jetzt auch viel angeführt die „Krasnaja Swesta" („Roter Stern"), das politische Organ des Kriegsministe- riums und der Armee. Gelegentlich wird auch die Zeitung ,,$ a I n d u st r i a l i s a z i u" („Für die Industrialisierung") zitiert. Wie der Name sagt, be- schäftigt sich dieses Blatt vor allem mit dem Auf- bau und der Leistung der Industrie, wobei die schwerindustriellen Interessen stark im Vordergründe stehen. Sogenannte Sensationsblätter gibt es in Sowjetrußland überhaupt nicht. Nur ein Moskauer Abendblatt hat eine etwas schlagkräfttgere „Aufmachung". Das Jnferatenwesen ist wenig entwickelt. Aus diesem Grunde rentieren sich auch nur einige wenige Moskauer Zeitungen mit ganz großen Auflagen, während die anderen Blätter Staatszuschüsse erhalten. Der Aamilienunlerhali bei Einberufungen weiter verbessert. Angchörigen derjenigen Einberufenen, die aus tan Wehrdienst oder Re'ichsardeitsdienst in Ehren entlassen werden und sosort eine nicht-seWständige Beschäftigung ausnehmen, wird zur Sicherung des notwendigen Ledensdedarfs Familienunterhalt bis zum Tage der ersten Lohn- oder Gehaltszahlung, längstens aber für zwei Wochen feit der Entlassung des Einberufenen fortgewährt. Ist auch der notwendige Lebensbedarf des Entlassenen selbst nicht gesichert und lebt er mit seinen Angehörigen tn Haushaltsgemeinschaft, so ist er in den Familienunterhalt einzubeziehen, und zwar als sonstiger be- rechttgter Angehöriger über 16 Jahre. Diese Bestimmungen sind nicht anzuwenden, wenn ein Einberufener nach der Entlassung aus dem Wehrdienst oder dem Reichsarbeitsdienst zunächst arbeitslos ist; in diesem Falle gewährt das Arbeitsamt auf Antrag Arbeitslosenunterstützung. Für die Fälle, in denen ein Angehöriger eines Einberufenen seinen Wohnort vorübergehend verläßt, wenn z. B. die Ehefrau des Einberufenen vorübergehend zu den Eltern reift, r[t zur Gewährung des Familienunterhalts der Stadt- oder Landkreis des bisherigen Wohnortes verpflichtet. Vorübergehende Abwesenheit ist dabei stets anzunehmen, wenn die Wohnung am bisherigen Wohnort beibehalten wird. Bereits gewährter Familienunterhalt ist dann nicht zurückzufordern, wenn ein Einberufener vor Ablauf eines Zeitraums, für den Familienunterhalt bereits ausgezahlt ist, aus dem Wehrdienst oder Reichsarbeitsdienst in Ehren entlassen wurde. Bei der Prüfung, ob der Einberufene zur Er- füllung feiner Unterhaltspflicht imstande ist, und bei Bemessung des Familienunterhalts für Einberufene bleiben der Wehrsold, die Frontzulage und auch das Arbeitsentgelt für den letzten Zahlungszeitraum vor der Einstellung sowie einmalige Zuwendungen, die der Einberufene in Anerkennung seiner bisherigen Tättgkeit im Betriebe erhält, Ei ^erfüllten Kundgebungen zu den Dolksdeut- scheu Brombergs gesprochen. Am Freitaqmittaa SSÄ“' *•;s“ -s «äs fra p u b 11 f a n i f d) e a r t e t an. Dewey ist bekannt geworden durch seinen energischen Kampf gegen da- Gangsterunwesen und die demokratische Parker- orgamsatton Tammany Hall. Oie sowjeirussische presse. Die Ereignisse der letzten Monate haben auch die Sowjetpresse mit ihren Nachrichten und Meinungen stärker m den Vordergrund gerückt. Amtliche Mitteilungen, Reden, Noten und die Berichte der sow- jettusstschen Heeresleitung werden verbreitet von T?,^graphen-Agentur der U dder Union der sozialistischen Sowjetrepubliken. Die wichtigste sowjetrussische Zeitung ist die in Moskau erscheinende Prawda die das Organ des Zentralkomitees der P artet ist Die Sowjetrussen unterscheiden bekanntlich zwischen Partei und Regierung. In der Prawda haben wir also das Sprachrohr der Partei vor uns. Neben dieser Moskauer Prawda gibt es durch ganz Sow- ietruhland noch eine ganze Menge örtlicher „Praw- oas", die alle in ihrem allgemein politischen Teil dem Moskauer Vorbild nachstreben und nur in ihren örtlichen Nachrichten eine landschaftliche Be- sonderheit zeigen. Eine Meinung der Prawda über irgendeine in Sowjetrußland wirkende Persönlich- kett wird immer sehr ernst genommen, im guten oder im schlechten Sinne. Eine Besonderheit dieser führenden Zeitung ist einmal die plakathafte Kar- rifatur und dann die sogenannte „Selbstkritik", also die Veröffentlichung von Zuschriften, die an persönlichen oder sachlichen Mängeln der Derwal- hing und der Durchführung des Aufbauprogramms Krittk üben. Vielfach vorbestrafter Verbrecher bei Widerstand erschossen. Der am 13. 8. 1913 in Ober-Kayna geborene Gustav Wolf, der am 25. 10. 1939 durch die Strafkammer in Naumburg a. d. S. wegen d erfüllen Raubmordes und Notzucht zu zchn Jahren Zuchthaus oerurteiTt worden war, wurde heute bei Widerstand erschossen. Der vielfach vorbestrafte Verbrecher hatte auf ein Mädchen, das er berauben wollte, mit einem Taschenmesser in rohester Weise eingestochen und es schließlich vergewaltigt. Schweres Eisenbahnunglück in der Türkei. Der Schnellzug der Linie von Haidar — Pascha nach Ankara ist etwa 60 Kilometer von der Ausgangsstation entfernt mit einem Güter- zug zusammengestoßen. Nähere Einzelheiten über das Unglück liegen noch nicht ror,; jedoch verlautet, daß zehn Personen ums Leben gekommen und eine größere Anzahl verletzt worden seien. Schweres Unglück auf rumänischem Bahnhof. Ein schweres Unglück, das zahlreiche Opfer forderte, ereignete sich auf dem Bahnhof Freck bei e! r m a n n ft a b t. Dort standen auf einer Seitenlinie eine Anzahl Waggons, in die Soldaten verladen wurden. Aus noch ungeklärter Ursache kamen die Wagen auf der abschüssigen Sttecke ins Rollen, rannten mit großer Wucht gegen einen Prellbock und gingen in Trümmer. Dabei fanden eine Anzahl Personen, den Tod. Die Angaben schwanken zwischen zchn und zwanzig Todesopfern; sechzehn Personen wurden verletzt. Die Universität Belgrad für fünf Tage geschlossen. Die Universität Belgrad wurde durch Beschluß des Rektors auf fünf Tage geschlossen. Anlaß dazu gaben Zusammenstöße in der Universität. Linksgerichtete Studenten waren mit nationalistischen in einen Streit geraten, der schließlich in Tätlichkeiten ausartete. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertteter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Han- Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor ÄümmeL Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis ,10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September x1937 gültig. außer Ansatz, vor allem auch Weihnachts- Gratifikationen, sog. 13. Monatsgehälter und Zuwendungen aus Anlaß des Jahresabschlusses. $aft2000 Ausländer trotz des Krieges an unseren Hochschulen. Trotz des Krieges hat das Studium des aus- ländischen Studententum? an den deutschen Hochschulen keinen Abbruch erlitten. Nach einer Uederficht der Reichsstudentenführung studieren gegen« wärtig 1941 Ausländer in Deutschland, darunter, abgesehen von England und Frankreich, Angehörige aller Kulturnationen der Erde. Zahlenmäßig das größte Kontingent stellen Bulgarien (532), Norwegen (142), Griechenland (101), Jugoslawien, Italien, China, die baltischen Länder, Skandinavien und USA. Die deutsche Wissenschaft übt gerade auch jetzt ihre Anziehungskraft auf das Ausland aus; zugleich zeigt sich das große Vertrauen, das der deutsche Student beim ausländischen Studenten besitzt. Einschränkung / der Repräsentationsauswendungen. Der Reichsfinanzminister gibt bekannt, daß die zur pauschalen Abgeltung des mit einem Amt für die Zwecke der Repräsentation verbundenen persönlichen Aufwandes gewährten Dienstaufwandsent« schädigungen aus öffentlichen Mitteln unter den gegenwärtigen Verhältnissen im Interesse der Sparsamkeit wesentlich herabgemindert werden müssen. Die Dienstaufwandsentschädigungen sind mit Wirkung vom 1. Dezember ab um 25 v. H. zu kürzen, und zwar insoweit der Jahresbettaa der Dienstaufwandsentschädigung 1200 Mark übersteigt. Für das Rechnungsjahr 1940 behält sich der Minister die Festsetzung eines weiteren Kürzungsbetrages vor. an Menschenleben und erheblichen Sachschäden geführt. Wenn jetzt die Reichsregierung die Verwendung des Sicherheitsfilms gesetzlich vorschreibt, so bringt das über den Arbeitsschutz hinaus auch der Allgemeinheit eine Erhöhung der Sicherheit und ge- ftattet ferner, die für das Bearbeiten, Vorführen und Lagern der Filme erforderlichen Baulichkeiten einfacher herzustellen. Der Sicherheitsfilm brennt auch in größeren Mengen nur schwer an und läßt sich vor allem mit Wasser leicht löschen. Es ist zu erwarten, daß in absehbarer Zeit der Sicherheitsfilm auch als Unterlage für den Negativfilm ausschließlich verwendet werden kann. Das Deutsche Reich wird das erste Land fein, in dem für Filmvorführungen ausschließlich Sicherheitsfilm benutzt werden darf. KrÜmenLÄf Weihnachtssendungen vor dem 15. Dezember aufgeben! Deutsche Beichspost Das Weihnachtspaket bringt Weihnachtsfreude ins Haus und ins Feld. Pakete und Päckchen, besonders Feldpostpäckdien, die rechtzeitig zum Fest vorliegen sollen, müssen aber spätestens bis zum 15. Dezember eingeliefert sein. Denkt daran! Wer sein Weihnachtspaket nicht bis zum 15. Dezember aufliefert, kann auf keinen Fall damit rechnen, daß es rechtzeitig ankommt. Schal lalten 8rounfel5' SONNTAG Mietgesuche Die schönsten Erinnenings- Photos-Ihre Mderbilder! Jetzt photographiert ... nach Jahren haben diese Aufnahmen ein Vielfaches ihres Wertes. Eine Agfa-Karat und der Agfa- Isopanfilm vermitteln Ihnen diese Freude. Lassen Sie sich beraten von Photo-Geller und Silber Carl Schmidt Bahnhofstraße 10 Gen. B. Nr. C 25947 Heimkino oder elektrische Eisenbahn z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 05310 a.d.G.A. SlI-SlW Grütze 38/39, zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 7148V an den Gietz. Anz. Gut erhaltener Militär- Regenmantel f. rnittl. Gröhe z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 05301 a.d.G.A. JilMZ z. kaufen gesucht. 7159V Noll, Neustadt 47. Empfehlungen] Alle alten Damen- u. Herrenhüte werden auf die neuen Formen fassoniert, gereinigt und gefärbt. [05298 Stets Eingang von neuen Damenhüten. ' H. Dubuaue, WKerstr. 19 H. Radio Kögel Bahnhofstr. 39 Fernspr. 2 89 5391 A| Verschiedenes HW) H als I. Hypothek auf nur prima Objekta.Privath. auszuleihen. Schr. Anfr. unt. 05257 a.d.G.A. Meinst. Fräulein evang.,40Jahre, vornehmer auf- richtig.Charakter, mit guten häuslichen Kenntn., möchte m. seriös. Herrn in sicherer Stellung zwecks Heirat bekannt werden. Ernstgemeinte Zuschr. m. Bild unt. 05285 a. d. Gietz. Anz. erb. Fräulein, 39 I., dkl., vollschlank, 170 grotz, ruh. frdl. Wesen, s. Häusl., musik- u.sportl., m. zw. Heiratcharakterv. Herrn bis 58 I. kennenlern.Wwr. mit Kd. angen. Zuschriften unt. 05247 an den Gietzener Anzg. Witwer, Ende der 30er Jahre, Landwirt mit 2 Kind., sucht kinderlieb. Fräulein ob. Witwe im Alter von 30 bis 40 Jahr., v. Land, zw. spät. Mill kennenzulernen. Zuschr. m. Lichtbild erwünscht u. 7105va.d.G.A. Strengste Ver- schwiegenh.zuges. JmStadttheater amSonntagabd. parterre rechts 1 Damenüberschuh Gr. 38 gegen 39 vertauscht. Umtausch: Frankf.Str.115l Schönes graues Kätzdien zugelauf. [05274 Diezftraße 6. Jetzt auch II. Hypotheken für Grundbuchbereinigung Alt- und Neubauten Hauskäufe 7117V Näheres unverbindlich durch die Hauptverwaltung der Bausparkasse Mainz A.G., Malus oder Gen.-Agent August Böttner Marburg/L., Am Grün 34. Zu Weihnachten bringe ich meine große Auswahl in Weihnachtskrippen Gesang- u. Gebetbüchern Schott-Meßbüchern Künstlerkarten und Kinderbüchern in Erinnerung. Ich bitte meine Ausstellung Mäusburg 12 zu beachten Verkauf nur Krenxplatz 14 (Eingang Rittergasse am Sporthaus Schwan, 3. Eingang). EMILIE GREGOR! Puppenreparaturen für osms Moritz Gregor!. Frankfurter Str. 76, können auch dort angenom. werden 5WoiWoieiin.lieteii nach der Naturschuhverordnung vom 18. März 1936 (RG SI.I Seite 181) und den ergänzenden Bestimmungen, ausführlich erläutert von Professor Dr. W. Weber, o. ö. Prof, der Rechte und Referent im Reichs- und Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Walther Schoenichen, Leiter der Reichsstelle für Naturschutz. Gebunden RM. 3,60. Bestellungen durch alle Buchhandlungen. tzugoLermüderverlog.veriln-cWerf. Sonntag 11.30—12.30 Uhr 4. Morgenveranstaltung : Klassischer Humor Kammermusik, Gesang, Rezitation. Leit.: Franz Schneider-Facius. Mus. Leitung: Richard Boeck. Preise: RM. 0.25, O.5O, 0.75 Platzmieter: RM. 0.25. 14.30—17 Uhr Erstaufführung: Der gestiefelte Kater Lustiges Märchenspiel von Arthur Wagner. Spielleitung: Karl Volck. Mus. Leitung: Richard Boeck. Tanzleitung: Thea Maaß. < Preise: RM. 0.30 bis RM. 1.6Ö. 19—22 Uhr Zu kleinen Preisen! AußerMiete 1 Gasparone Operette von Millöcker. Preise: RM. 0.80 bis RM. 2.60. Wochcn-Uebersicht: Dienstag, 5. Dez., 20—23 Uhr Gasparone. Mittwoch, 6. Dez., 19.30-22 Uhr Zum letzten Male Die Mutter. Freitag, 8. Dez., 20—22.45 Uhr Erstaufführung: Die Entführung aus dem Serail. 7039O Samstag, 9. Dez., 14.30-17 Uhr Der gestiefelte Kater. Sonntag, 10. Dez., 14.30-17 Uhr Der gestiefelte Kater. Sonntag, 10. Dez., 19-21.45 Uhr Der Zigeunerbaron. iitd&l Taunus-Anlage 21. 7100V Unsere neuen S-Tarife bieten durch ihre Vorteile für die Versicherten tüchtigen u. zuverlässigen Vertretern sehr große Erfolgsmöglichkeiten. Für diese S - Tarife suchen wir Mitarbeiter Leipziger Verein-Barmenia, Leipzig Kranken-Versicherung a. G. Bezirksdirektion Frankfurt M. Ordentlicher Hausbursche kauft [05148 Juwelier Wilh.Reusch, Seltersweg 65. 2 weitz lackierte Bettstellen mit Matratz., u. Nachttisch, zus. ob. einzeln, f. neue moderne Eßzimmer- lamve, geeichte Waage m. Gew. Friedrichstr.lvII Dampfmaschine fast neu, zu verkaufen. Zu erfr. in d. Geschäftsst. d.Gietz.Anz.05205 Gebr., gut erh. Fahrrad (Gold-Rad) zu verkaufen. 05311 Anzusehen bei Windisch, Hitlerwall 49 L Weitzer u. schw. Herd klein. Rundofen zu verk. [05297 Mäusburg 5 I. Haus: Kaisers Kaffeegeschäft. (MessiNg) 05264 Sol baten-Auto- Brücke verkfl. Stephans!* 39II Familiendrucksachen Verlobungsanzelgen VermShlungsanzelgen Geburtsanzeigen bei Brühl, Schulstr. 1 Grotzevurg m. Soldaten u. grötz. Baukasten usw.z. verk. 05292 Fröbelstr. 191. Wohnhaus mit 3-5-Zimm.- Wohnungen bei gr. Anzahl, z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 05304 a.d.G.A. Zi mhleii! 1 gut erh. elektr. u.l Uhrwerks- Eisenbahn 1 Damen-Fecht- anzug, neu, Grötze 44 1 Kühlerhaube f.Trumpf-Jun. Schnbertstr. 6 II. Altgold und Silber altes Silbergeld M.5II evtl. m. Schuh., Gr. 40, zu kauf. ges.Schr.Ang.u. 05269 a.d.G.A. Ein fast neuer Kinderwagen preiswert z. verkaufen. [05288 Steinstratze 72 P Kamelhaar- Dam.-Sportmantel (fast neu), mittl. Figur, zu verk. Zu erfr. in der Geschäftsst. des Gietz. Anz. 0527g gut erhalt.! 1 Lederhose mit Gamasch. 1 Vogelkäfig Suche einige Zentner gute KMlMMll Schr. Ang. unt. 05260 a.d.G.A. in Dauerstellung gesucht Kraftlahrzeng-Reparalur Neils&Kraft Gießen, Marburger Straße 68/72 ______________7113D KAUFE Altgold Altsilber sowie Silbergeld gegen bar! Carl Brück Juwelier Kreuzpl. 8 Telefon 3602 G.-B.C. 25924 6570D M möglichst im Ostviertel, gegen bar zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 05289 an den Gietz. Anz. 2 schwarze Oefen zu verk. 105258 Ebelftratze 13 Gebrauchter, weitzemaill. Herd gut erhalten, zu verkaufen. Schr. Ang. unt. 05295 a.d.G.A. Kreissäqgbock mit Kreissäge preiswert zu verkaufen. [05189 Wieseck, Wagengasse 10. Neuer Totapläiiger Wechselstrom, billig zu verkauf, od. gegen Gleich- stromempfänger zu tauschen. Zu erfr. i. d. Gesch.- Stelle d. G. A. Gut erhaltenes Bett zu verk. [7150D Klinikstr. 21 p. Gut erhaltene KM z. verkauf. [05202 Kleine Mühl- gasse 7 HI. Kinder- Schreibpult zukaufengesucht. Schr. Angeb. m. Preisang. unter 05272 a.d.G.A. Gebrauchter ginöenoflgeii mögl. Wochenendwagen, z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 7153va.d.G.A. Klavier sehr preiswert zu oerk. Zu erfrag. . d. Geschäftsst. d. G. A. [052'78 Gebrauchte, gut erhaltene Ml m. Wasserantr. billig zu verkaufen. [7147V Gr. Steinweg 15 Wegzugshalber zu verkaufen einfaches tilaleer m. 2 Bett. 05291 Kaiserallee 231. Gebrauchte Küche zu verk. [05508 Wo? sagt die Geschst. d. G. A. Chaiselongue Küchenschrank, Küchentisch und Stühle, Kindertisch und Stühlchen z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 05292 a.d.G.A. Geschweifte,alte fiomoioöe z. kaufen gesucht. Zu erfr. in der Geschäftsst. des Gietz. Anz. 05207 Ginfamllien- ÖflüS m.Garten,mögl. am Rande der Stadt, geg. Barzahl. zu kauf. ges. Offerten an H. Reinsckmidt, Jmmob.-Büro, Horst-W essel- Wall 51. 7057O Rentables gröberes Wohnhaus gegen bar zu kaufen gesucht. Angebote an Postfach 254, Gießen. [05225 Das wünschen sich ^4*944*6! J.B.Häuser Gießen, a.Oswaldsgarten (Parkplatz) Fernruf Nr. 2145-2148 Da freuen sie sich bestimmt, wenn diese Dinge unter dem Weihnachtsbaum liegen. Werkzeug- und Laubsäge- Garnituren, Rollschuhe, Schlittschuhe, Rodelschlitten dauerhaft und preiswert von i Wohnküche n. Schlafzimm., mit Abstellraum, Stadtmitte, an Berufstätige zu verm. Ang. unt. 05312 a.d.G.A. Verkaufsstellen. 1 >rogei ieH.Elges, Seltersw 66. Ludwigsplatz-Drog. Hans Noll. C. Seibel, Frankfurter Str. 0. Winterhof!, Kreuzplatz 9/10. Drog. Bornemann, Bahnhofstr. 17. Engel-Apotheke, Habrich, Marktpl Grünberg: Karl Schott u. sämtliche Filialen. Lanbach: Solms- Laubacher Drog. Karl Klein. 772V 4-6-3lmnift- Woönnüo mit Gattenan- teil am Prof.- Eck — Rödgener Str. 2, zu vermieten. Besichtigung zwischen 12—14 Uhr. 7075D Fln wichtiger Einkauf! Doppel* herz zur fortleyung der berühmten Kur! Neue Energien, ftählenbe Äufbauftoffe! Eine Köftlichkelt, eine Wohltat! Leeres Zimmer zumUnterstellen von Möbeln zu verm. [05245 Asterweg 47 I Schönes, kleines Zimmer an Berufstätig, bei ruh. Familie sofort od. später zu vermieten. Näh.i.d. Geschst. d.Gieh.Anz.05296 Einfach möbL Zimmer separat, zu vermieten. [7151V Fritz Euler, Hammstratze 16 Heilpraktiker LKaletsch wohnt jetzt Frankfurter Str. 37 Wäsche- Mitte. Schr. Ang. ui 05284 a. d. G. Jg.Ehepaarsucht 2-3-3iminer- Woönung sofdrt od. später Schr. Ang. unt 05265 a.d.G.A 2 Zimmer üä evtl, mit Ba! gesucht. Schr. Ang. unt 05263 a.d.G.A 3-Zimmemhiwg mit Bad, Balk. (Teilwobnung), 65,- RM., 2-ZimmerWohDüng mit Wohnküche, 60,- RM., in gut. Hause, zu verm.durch7i4sv H. Kirchner, Gleichstr. 18 H. oder dergleichen zu mieten ge sucht. [0525 Cafe Schwarz. Leeres od.teilw möbl. Zimmei m. Küchenben gesucht. 7-Zimmer- Wohnung in schönst. Lage, Etagenheizung und sämtl. Zubehör, zu vermieten. [05294 And.Johannes- kirche 4. 3-Zimmerwohnung f. einen unserer Angestellten sof. oder später zu mieten gesucht. Engen Diirr & Co„ Liebigstratze 61. Im städt. Haus Licher Stratze 45 ist der Laden mitWohnnng best. aus Ladenraum, Lagerrm., 3Zimmer,Küche m.Sveisekamm., Dachkamm.,Bad, Balkon u. Keller, sofort zu verm. Anfragen sind an d. Vermessungs- u.Grundstückamt Gietzen, Berg- stratze 20, Zimmer 5, zu richten. v. Möbeln, Näh« Johannesstr., gesucht. Schriftl Angeb. an (0528 Goethestr. 68II 2-3-Zimmer- Wohnung mit Bad fofon gesucht. [7161E Frau Povve, Friedensstr. 44 bei Birkholz. Kirchliche Anzeigen. (G. = Gottesdienst, KG. = Kinder- äottesdienst, HG. = Hauptgottes- oienst, HG.-Abendm. --Hauptgottesdienst mit Beichte und Abendmahl.) 1. Advent. Gießen. Sonntag, 3. Dezember. Staotkirche. 9.30, Schmidt, Abdm. f. Matth.- u. Mark.-Gem.- 11.15 KG. Matth.-Gem.; 15, Becker. Johanneskirche. 9.30, Ausfeld, Aüendm. f. Luk.- u. Johs.-Gem.,' 11.15KG.,Luk.-Gem.i 16,Bastian. Kapelle Alter Friedhof. 9.30, Missionar Walther, Abendmahl. Kapelle Wetzlarer Weg. 9.30, Jost (Aufnahme der Vorkonfirmanden),' Abendmahl. Gießen-Klein-Linden. 9.30 10.30 KG.; 14 Adventsfeier für Jugend und Gemeinde. Gietzen-Wieseck. 10 G.; 11 KG. Dienstag, 5. Dezember. Stadtkirche. 16 Kriegsandacht, Becker. Freitag, 8. Dezember. Johanneskirche. 16 Kriegsandacht, Ausfeld. Evang.Stadtmission, Löberstt. 14. Sonnt., 3. 12., 8.30 Andacht und Gemeinschst.,-13.30 S.-Sch. ^15.30 Advents-Gottesdienst. - Mittw., 6.12., 17 Bibelstunde. Freie evang. Gemeinde Gießen. Sonnt., 3. 12., 9.45 Erbauungsstunde ; 11 Sonntagsschule; 15.30 Gemeindestunde. Neuavostol. Gemeinden Gietzen, Händelstr. 1, Ederstr. 13. Sonnt., 3.12., 9.30 und 15 G. tonen mit Büro sowie Lagerräume z. vermiet. [ 05202 Bahnhofstr. 121 Anzusehen von 13—16 Uhr. Homöopathie, Magnetopathie Gymnacolon Darmbad __05314 MÄM 1 großer Lagerraum m. Garage, in d. Mitte der Stadt, zu vermieten. Schriftl. Angeb. unter 7155V an den Gietz. Anz. | Vermietungen*] Sonnige 7-Zimmerwohnung und Mansardenräume, in tadellosem Zust., mit Bad, Heizung, Balkon «zu vermieten. Schriftl. Ang. unt. 7144V an 0. Gietz. Anz. 6-Zimmer- Wohnung mit Bad, Balk., evtl, für 2 Fam. teilbar, 3. verm. durch [7142V H. Kirchner, Bleichstr. 18 H. Schöne, geräum. 6-Zinnner-Wohn. II.St.,m. Balk., reichl. Zubehör, sow. Bad, Heiz, u. Warmwasserversorgung zu vermiet. [7159V Hindenburg- wall 10 p. Schöne 3-Zimin. Wohn, m. Küche u. Bad, ab 1. Jan., evtl, früher, z. verm. Schr. Ang. unt. 05313 a.d.G.A. Schöne, große Mimttii. gr. Küche, Bad u. Kammer, mit Heiz., f. 100 Mk. zu vermieten. Schr. Ang. unt. 05309 a.d.G.A. Zu vermieten möbl. Wohn- u. Schlafzimmer m. Telephon, in ruh. Wohnl., in Einsam.-Haus, Nähe Bergkas. Näh.i.d. Geschst. d.Gietz.Anz.05277 Schloßbrauerei Braunfels fcIscC PILSNER Stellenangebote Keine nenameee in Urschrift ।anoam nm ßeugntft* abldiriften oem Be- werbungSichreiden beilegen - Lichtbilder unoBewervunaeunrer- ^>gen müllen Ber- metbung von Verlusten auf der iJiürffeite Ji» men und tinfdjrift de» Bewerbers tragen I Kraftfahrer zum sofortigen Eintritt gesucht. [7124V Burhenne, Gnauthstr. 5. Suche sofort tüchtige MMo Tamenschneid. Zeidler, Ludwigstraße 7 gesudit 7060D Einspaltige Arbeit mätziglen Grund, preis von 5 Pf. MrdierMllimeter, teile veröSenUichi Junger, kräftig. Mann sucht Wir suchen für sofort flotten tüchtigen Arbeiter für Lager u. gesunden jugendlichen Arbeiter (Mindestalter 16 Jahre) f.Glas- schle ferei. Meldung über das Arbeitsamt. 7126D 6 askontor Gebr. Wolf K.-6. Gießen OPEL MarburgerStr.145 Für die Erledigung einfacher Büroarbeiten wie Registratur, Botengänge usw. wird von hiesigem industriellem Unternehmen eine jüngere, männliche Hilfskraft zum sofortigen Eintritt gesucht. Bewerbungen unter 7116V an den Gießener Anzeiger erbeten. Nettes, ordenil. Mädchen das sich für den Verkauf in der Lebensmittelbranche eignet, gesucht. Schriftl. Ang. u. 7128V an d. Gietz. Anz. gleich welch. Att. Führerschein III. Schr. Ang. unt. 05306 a.d.G.A. Tüchtiger, erfahrener, selbständiger Magen-Fabrer für sofort gesucht. 7166d Baugeschäft H. W. Rinn G. m. b. BL, Hitlerwall 12 Stundenfrau für sof. ges.[ 05268 Goethestr. 54 II Tüchttges mofleo zum 1. Januar gesucht. [05271 Prof. Schaum, Wilhelmstratzel4 Wegen Heirat meines jetzigen tüchtiges Mädchen für alle Hausarbeiten zum 1. Januar 1940 gesucht. [ 05282 Frau Käthe Jhring Lich (Hessen), Brauerei. Tüchttges, ordentliches MW f. Küche u. Haus gesucht. [05276 Konditorei Hettler. Ehrlich., erfahr. MM z. 1. Januar od. früher ges. 7149V Dr. Spiegelberger, Zahnarzt, Butzbach, Stratze d.SA.15 Mädchen mit Kochkenntn., auch nur für vormittags, in kl. Haushalt sofort gesucht. [05200 Leihgesterner Weg 21. Tuditige Autoschlosser | Verkäufe"""] Giute pflastermüde, abzugeben. Gebr. Kahl, 7124V Gießen, Frankfurter Stratze 159. Acht Mon. altes zu verk. [05242 ^oeucßelßeitttf Marktstratze 15 2 Schweine zum Schlachten 0. Weiterfüttern zu verkauf. [05236 SllMllllMM MwM m.3-5-Zimmer- Wohnungen und Gatten zu verkaufen. Schr. Ang. unt. 05290 a.d.G.A. Garten in schöner Lage, zu verkaufen. Schriftl. An geb. unt. 7139 V an den Gietz. Anz. Gut erhaltener lieWfltigel Umstände halber für 500,— RM. zu verkaufen. Schr. Ang. unt. 7154va.d.G.A. Ehrl., ordentt. Mädchen das- kochen kann, in gepflegten Haush. gesucht. Guter Lohn zugesichert. 7160V Schwab, Gießen, Marb. Str. 44. 7056V Bewerbung erbitten wir über das Arbeitsamt Gießen Wir suchen zum baldmöglichen Eintritt für unsere Abteilung Sandgießerei Maschinenformer Handformer für unsere Abteil. Kokillengießerei und Gußputzerei Hilfsarbeiter Hilfsarbeiterinnen für unsere Abteilung Kernmacherei Kernmacher Kernmacherinnen Wilh. Zimmer ß.m.b.H. Metallgießerei Gießen (Lahn), An der Kläranlage 30 LeMdcta per sofort gesucht. [7iosA Parfümerie Doll Marktstraße 28. Tüchtiges, brav. Zimmermädchen gesucht. - Gute Bezahl. [7122V Hotel Schütz, Gießen. Ein mit all. vorkommend. Büroarbeit. vertraut, kaulmänn* Angestellter sucht ab 1. Jan. 1940 Beschäftig. Zuschriften unt. 7150va.d.G.A. Haushälterin (gebild.), wirtschaftlich u. sehr häuslich, sucht Stelle in geordnetem frauenlos. Haushalt. Schr. Ang. unt. 05286 a.d.G.A. Verloren vor ca. 14 Tag. I yisteoipnl ca. 17 cm lang, mit Zeichen G 2. Geg. Belohnung abzugeb. [05249 FraE Stt.23p Kl eine Anz eigen tm Gießener Anzeiger werden von Taulenden beachtet und geteleu । Vereine T. V. 1846 Gieben. Die Kinder- Turnstunde für Mädchen beginnt morgen Sonntag, den 3. Dezbr. 1939, vorm. 9-10Uhr, in d. Schillerschule. [7122V Der Turnrat. Kaufgesuche DOPPELHERZ das rassig, herbe Edelbier' Stadttheater Nr. 285 Zweites Bloh Gießener Anzeiger (General-Anzelgsr für Gberheffen) 2./3. Dezember |939 C H LO RO D 0 NT tinien sowie von Britisch-Honduras an Guatemala einsetzen sollten, ohne daß freilich diese Anregung in Argentinien — wo man es den Vereinigten Staaten heute noch nicht verziehen hat, daß sie 1833, trotz der von ihnen selber verkünde- ten Monroe-Doktrin, die Annexion der Inseln durch England duldeten — besonders begeistert ausgenommen worden wäre. Denn wie alle süd amerikanisch en Länder bezeichnet Argentinien, das in dieser Beziehung eine führende Rolle unter den Staaten des Kontinents einnimmt, die Monroe-Doktrin als eine einseitige Erklärung, die nur die Vereinigten Staaten selbst angehe, aber keines der südamerikanischen Länder binde. Demzufolge will Argen- tinien die Rückerstattung der Malvinas auch nicht der Monroe-Doktrin, sondern lediglich der eigenen Energie und der Beharrlichkeit, Wit der es seinen Rechtsstandpunkt vertritt, zu verdanken haben ... Das Interesse an der antarktischen Region hat jedoch nicht allein kontinentalpolitische, sondern nicht weniger wichtige wirtschaftliche Gründe, denn diese Gegenden sind besonders reich an Wal- fischen und Robben, und die Walfisch- und Robbensagd wird in den antarktischen Meeren gegenwärtig von Engländern, Nordamerikanern, Norwegern (bis zum Kriege auch von Deutschen) betrieben, ohne daß es bisher möglich war, über die Fischereierlaubnis und ihre Vergebung vertragliche Abmachungen zuftandezubringen. Die Schwie- rigkeiten einer solchen Regelung rührt daher, daß, wie bekannt, verschiedene Staaten einander die Souveränität über die gleichen Gebiete streitig machen. In Argentinien hofft man, daß das ver- stärkte Interesse Nordamerikas, das in der Expe- dition Byrds zum Ausdruck ksmmt, dazu beitra- gen wird, daß es bald zu einer Klärung der Sou- oeränitätsansprüche kommt. Zweierlei ist notwendig, um die Zähne gesund zu erhalten, vernünftige Ernährung und richtige Zahnpflege. ß'ge, treue und ehrliche Volk, gehorsam und recht- liebend, eines der eigenartigst gebildeten der Erde, mahhaltend in Arbeit, Freude und Genuß, Selbst- emkehr gehalten, allen Haß und Widerstreit niedergerungen, alle guten Kräfte in Bewegung gesetzt hat. Immer war der Kampf um unser Recht begleitet vom Gedanken ans allgemeine Recht — man denke an die Reichstagsrede des Führers vom 6. Oktober Wir können uns immer einem neuen Weltzustand anpassen. Die Gegner brachten die dafür nötige moralische Kraft nicht auf — ihre Völ- ker waren mutig, als sie uns fünfzig Monate lang fn, Waffen gegenüberstarrden, ihre Führer zitterten letzt aus Furcht vor Frieden! Diesmal kann selbst in Feindesland kein Einsichtiger glauben, daß Deutschland schuldig sei am Südslawische Reise-Skizzen Von Dr. Paul Rohrbach. Byrds neue Antarktis-Expedition Von unserem Hs.-Korrespondenten. feit Jahren aus den südlichen Orkaden eine meteorologische Station unterhält. In Nordamerika geht man verschiedentlich noch weiter, dort wurde kürzlich verlangt, die Regierung solle die Monroe-Doktrin auf das antarktische Gebiet ausdehnen. Eine logische Folge einer solchen Ausdehnung würde jedoch sein, daß auch alle übrigen europäischen Besitzungen und Kolonien im eigentlichen Süd- und Mittelamerika in die Monroe-Doktrin eingeschlossen werden müßten, nicht zuletzt die von England 1833 widerrechtlich besetzten Falklandinseln, die „Malvinas", gegen deren Raub Argentinien nie aufgehört hat zu protestieren. In der Tat hat ja auch der nord amerikanische Senator Reynolds kürzlich verlangt, daß die USA sich für die Rückerstattung der Malvinas an ArgenFurcht vor Frieden. Machen; ein Kapellmeister hat zum 10. Jahres" tage s°mes Dienstantritts Beethoven s Neunte tangiert: Freude, schöner Götterfunken .. alle Menschen werden Brüder wo dein sanfter Flüaek weilt. Und wir erinnern uns: die Neunte ist ent- &eh.BU«, ?eift btr Befreiungskriege. Die Armee des Welteroberers, des Anbesiegbaren war geschlagen Korner, Arndt und Schenckendors hatten W Freiheitslieder gelungen, Europa durfte das Joch der Kriegsgefangenschaft abschütteln. Wir aber Jatte es angefangen? Gneisenaus Entwurf zur nationalen Erhebung war oom König abgelehnt wor- den mit der Randbemerkung: Als Poesie aut! 91» ^^?^lührbarkeit hatte Friedrich LuhLm III nicht geglaubt. 1 Alles wiederholt sich. Auch wir waren nahe 6ayan,™-%j’0ff?u,y.an Möglichkeit der natio- nchen Wieherauferstehung aufzugeben. Kurz nach dem Wafsenstillstand von 1918 schrieb Bernard Shaw das Drama .Laus cherzenstod". Haus Herzenstod, das war nicht nur irgend ein Wohnhaus in London; das Stück wandte sich an sein ganzes Volk, das seine eigene Seele erstickt die Klarheit des Denkens verloren, allen gesunden Menschenverstand eingebüßt hatte — wie es im Vorwort heißt. > Buenos Aires, 27. November 1939. Während in Europa gegenwärtig, infolge der Kriegsereignisse, die neue antarktische Expedition tes nordamerikanischen Polarforschers Admiral Byrd wenig beobachtet wird, beschäftigt sich die argentinische Presse mit ihr in ausführlichen Ar- ttkeln. Die wohl ausgerüstete Expedition besteht aus zwei Schiffen, dem Motorschiff „N o r t h S t e a r", das besonders für die Polarexpedition gebaut worden ist, und dem Walfischfänger „Bear", einem Schiff, das bereits zahlreiche Fahrten in den antarktischen Meeren hinter sich hat. Das Ziel der r!^yen Expedition ist die wissenschasttiche Durchforschung des Sektors, der zwischen dem sogenannten Roß-Meer und dem Wedell-Meer liegt. Das zu erforschende Antarktische Meer wird als besonders eisreich und demzufolge als besonders gefährlich bezeichnet. Byrd hat bereits früher Expeditionen in diesen Teil des Antarktischen Meeres unternommen, wobei er einmal mit seinem Schiff „R u p p e r t" eine Woche lang vom Eis blockiert wurde, in einer Gegend, welche die Expeditionsmit- glieder aus diesem Grunde den „Teufelsfriedhof" tauften. Außerdem überflog Byrd diesen Sektor bei drei verschiedenen Südpol-Flügen im Flugzeug. Soweit bekannt ist, gibt es in dem Sektor keinen Anlegeplatz, keine Bucht, die geeignet wäre, vor Anker zu gehen, weshalb die Byrdsche Expe- ütion, die vor einigen Tagen Boston verlassen hat, ich zunächst zur Walfischbai wendet, die im britischen Sektor des Roß-Meeres x liegt. Von dort wird sich die Expedition nach Osten begeben, um innerhalb des von den Vereinigten Staaten bean- pruchten gewaltigen Sektors des antarktischen Gebietes eine Landbasis einzurichten. Bisher kennt man von diesem Kontinental-Gebiet, das von Byrd auf seinen früheren Flügen entdeckte und von ihm Marie-Byrds-Land genannte Gebiet, ferner das — ebenfalls von Byrd entdeckte — R o cke f e ller -- L a nd und das von dem amerikanischen Flieger James Ellsworth überflogene uni) nach ihm benannte Gebiet. Es handelt sich dabei um eine riesige eisbedeckte Hochfläche von verschiedener Höhe, aus der einige Hügel und Bergketten herausragen. Das Interesse gerade Argentiniens an der Expedition wie an der Antarktis überhaupt ist ver- ständlich, es kam auch vor einigen Wochen, als die argentinische Regierung die Einladung der norwegischen Regierung zur Polarkon'ferenz von Bergen im Jahre 1940 annahm, in zahlreichen Zeitungskommentaren zum Ausdruck. Argentinien beabsichtigt auf dieser Konferenz seine Ansprüche auf einen großen Teil des gegenwärtig von England reklamierten Sektors der Antarktis,- in dem u. a. die üblichen Orkaden und das Graham-Land liegt, an- zumelden, es verttitt bei seinen Ansprüchen die These, daß der antarktische Kontinent eine durch das Meer unterbrochene Fortsetzung des südameri- kanischen darstelle, daß also in erster Linie die südamerikanischen Nationen berechtigt feien, die Antarktis für sich zu reklamieren. Ferner stützt Argentinien seine Ansprüche auf die Tatsache, daß es Tat die Aufhebung der bäuerlichen Leibeigenschaft. Das ist noch kein Jahrhundert her, und in dieser Zeit hat sich das kroatische Bauerntum zum Träger des kroatisch-nattonalen Gedankens entwickelt. Meine Freunde in Zagreb versichern mir mit Stolz, daß die heutigen kroatischen .^Intellek. hielten", die Vertreter der politisch und geistig führenden Berufe, meist Bauern zu Vätern und Großvätern haben. Das unmittelbare Bewußtsein dieser Blutsgebundenheit von Bauerntum und städtischer Berufsbildung ist die Wurzel der Entschlossenheit und Energie, mit der hier auf nationalem Gebiet gearbeitet wird. Der ßüdslawische Gedanke ist in Agram älter als in Belgrad. In den 30er urtb 40er Jahren hüllte er sich in den historisierenden Namen des Jllyrismus, bis ihm, zur Zeit des deutsch-französi. schen Krieges und des Vatikanischen Konzils von 1870, der Bischof Sttoßmayer — er gehörte zu den Bischöfen, die dem Dogma von der päpstlichen Unfehlbarkeit vergeblich Opposition zu machen suchten — durch die Gründung der Südslawischen Akademie das Fundament schuf, auf dem aus der zuerst noch Man kann weder von Zagreb noch von Kroatien sprechen, ohne zwei Namen zu nennen: den Banns Jelacic und den Bischof S t r o ß m a y e r. Je- lacic war zur Zeit |öer 48er-Revolution Bonus (Stadthalter) des damals staatsrechtlich mit Ungarn verbundenen Kroatien. Er war aber nicht ungarisch gesinnt, sondern habsburgisch, und durch die Unterwerfung des aufständischen Wien rettete er die Dynastie. Für Kroatien war seine fundamentale L Besuch in Zagreb. Zagreb, Mitte November 1939. Zagreb ist dieselbe Stadt, die zur Zeit der k. k. Doppelmonarchie amtlich noch Agram hieß und so auf unseren Vorkriegsattanten verzeichnet steht. Die Kroaten jedoch haben ihre Landeshauptstadt immer Zagreb genannt, und sie legen Wert darauf, daß auch der Gast sich jetzt daran gewöhnt. Unkundige rechnen Kroatien vorschnell zum Balkan. Das ist ein gründlicher Irrtum. Mein Gastfteund, Professor an der Universität Zagreb, ging mit mir durch das Hochschulviertel, und als ich ihn nach der Bestimmung eines imponierenden Prachtbaues fragte, sagte er: „Das ist unsere Universitätsbibliothek!" Ich kenne keine Hochschule im Reich, die sich eines größeren und repräsentativeren Bibliothekbaues rühmen könnte. Ebenso achtungsgebietend sind die anderen wissenschaftlichen Institute. Mein Begleiter hatte die Philosophie als akademisches Lehrfach. Als ich mich nach feiner Richtung erkundigte, erhielt ich die Antwort: „Ich verttete einen aktivistischen Voluntarismus." Das ist schulmäßig ausgedrückt, aber die Worte sind leicht zu deuten, um so leichter, wenn man sich vergegenwärtigt, wie sehr ein Philosophie der willensbestimmten Aktivität ins heute kroatische Volkstum paßt. Krieg. Ein großes und fleißiges Volk, das nichts wollte als Frieden und Arbeit in dem ihm gehörenden Lebensraum, soll nicht zum Handelskonkurrenten heranwachsen. Der Kriegsgrund ist der gleiche wie 1914. Aber der Ekel gegen Neid und Niedertracht ruft alle guten Kräfte wach. Nur einen Gedanken haben wir, nur einen Willen: durchs Chaos hindurch, gegen Neid und Niedertracht, wieder. zu Frieden und Arbeit in dem uns gehörenden Lebensraum! Auf das Wirtschaftliche, sagt der Gegner, komme es an; es ist ihm Weg und Ziel, Ein und Alles. Wir sagen: siegen wird der Mut, nichtdas Geld. Und wir hörten's von Italien her: Alles vom Leben und vom Tod empfangen, leben in der Kraft des Rechts, sterben, wenn es sein muß, im Opfer der Liebe! Kem vernünftiger Mensch verteidigte Versailles John Maynard Keynes, Professor am Kinas College in Cambridge, brachte schon 1919 ein Buch über „Die wirtschaftlichen Folgen des Friedensvertrages und bald darauf, als Fortsetzung des ersten, „Revision des Friedensvertrages" heraus Der Amerikaner Frank Vanderlip reifte in Europa umher und machte Revisionsvorschläge in einem ausführlichen Buche „Was aus Europa werden soll" In der paradiesischen Landschaft Halbwegs zwischen Neapel und Sizilien schaute Francesco N i 11 i hinaus in die flimmernde Unendlichkeit des Thyrrhe- nischen'Meeres und schrieb „Der Niedergang Europas", „Die Wege zum Wiederaufbau", das unvergeßliche Buch, das er feinem Sohne widmete, der als Kriegsfreiwilliger hinausgezogen, dreimal vor dem Feinde dekoriert, dann verwundet fünfzehn - Monate lang in Deutschland kriegsgefangen war. Und noch viele andere Stimmen wiesen darauf hin, daß, wie es bei Nittt heißt, der sog. Frieden den Krieg fortsetze, aber grausamer und sinnloser als alles, was angeblich während der fünfzig Kampf- monate in der Absicht der Besiegten gelegen haben soll, daß nur eines sich geändert habe: die Erpressungen, Vergewaltigungen, Wutausbrüche geschehen nun im Namen der siegreichen Demokratte. Jahr für Jahr erschienen in den europäischen Ländern und in Nordamerika neue Bücher, Tag für Tag irgendwo Zeitungsartikel über die Notwendigkeit der Revision, und noch 1931 konnte ein Engländer feiner Regierung sagen, daß Deutschland wenigstens zunächst einmal soviel Selbstbestimmungs- recht haben wolle wie die Botokuden. Aber unverletzlich fest, geheiligt stand der Versailler Vertrag. Niemand glaubte an seine Gerechtigkeit, niemand aber an die Möglichkeit einer Revision auf dem Derständigungswege. Man sagte, mit dem Deutschland Goeches und Schillers, mit dem Geist von Weimar könne man verhandeln, mit dem Deutschland Ludendorffs nie. Schon Emerson ijctte festgestellt, daß seine Landsleute nie fähig fein würden, den deutschen Geist zu begreifen. Emerson gehörte zu den wenigen Ausnahmen, er wußte von der deutschen Sehnsucht, die sich in der Musik am klarsten ausgesprochen hat, er wußte vom deutschen Streben nach gegenseitiger Anerkennung und Harmonie, er hatte tiefe Einblicke in die gewaltige schöpferische Leistung von 2000 Jahren deutscher Kultur. Emerson hat es auch seinen Landsleuten gesagt, daß innerlich gesund nur jene Nationen bleiben, denen die Wirtschaft ein Mittel ist im Kampf für nationale Kultur, nicht Selbstzweck. Es ist sicherlich eines der ergreifendsten Kapitel der Menschheitsgeschichte, wie das große und flei- (Stimmen der Weihnacht. Von Hedwig Zerstreuter. Die Schritte der Einsamkeit gehen ums Haus, Man kann sie zur Nachtzeit hören; Durch Tannenrauschen und Windgebraus Immer im Schnee die Schritte ums Haus Und Stimmen von. fernen Chören. Wer rastlos war und sehr leise schlief. Darf wieder den Schlummer lernen Und fühlt es wie Freude, daß jemand rief Mit sanfter Stimme, dringend und tief O Stimme über den Sternen! O Stunde des Wachens, so fern aller Qual, Erfüllt von dem ewigen Lauschen, Der Wind auf den Höhen, das Klingen im Tal, Du weißt es im Herzen: dies war schon einmal. Und es kam wie mit Flügelrauschen. Der Tag war wie Nacht und die Nacht wie der Tag So strömend von urtiefem Leben Geheimnisvoll pochender Pulse Schlag Der Lichtwende zu und dem schimmernden Tag, Den Mythen und Wunder umweben. Sie kommen unabweisbar, so bittend und klar, So sicher durch alle Fernen Und ruft um die dunkelste Zeit im Jahr — Weil dunkel immer das Heilige war — Die Stimme über den Sternen. Die Fabel vom Weihnachisapfel. Von Paul Gurk Als der Herbst windhöflich änklopfte und dann u» einiger Sturmstärke feine Besuchskarte abgab, anzukündigen, er käme nun bald und begänne |ht seiner Lieblingsbeschäftigung, mit dem Schüt- 1 lu, betrachteten auch die Apfelbäume sorgenvoll tire teils geratenen, teils ungeratenen Kinder. Wie D'ele waren schon von Um en gegangen, vorzeitig, faion im Frühjahr! Sie hatten keine Hänqefestig- kät bewiesen, waren leichtfertig, obwohl sie noch Acht erwachsen waren, und hatten sich tänzelnd auf öc Reise gemacht. Windige Gesellen mochten ihnen ^geflüstert haben: der Apfel fällt sehr weit vom stamm! Zuwellen aber sind sogar Sprichwörter nähr. Jene Unreifen fielen sehr nah am Stamm verschwanden schleunigst. Die gefallenen Aepfel! Nun aber war es soweit. Die Apfelbäume mußten ihre Kinder hergeben, wie es alle tun müssen, und der Unterschied besteht nur darin, daß sie abgemacht oder abgelesen werden! So geschah es, daß drei sehr verschiedene Aepfel zusammenkamen, sich musterten, und dann ein Gespräch anfmgen. „Wie unrecht tat man nur, daß ich schon jetzt in die rauhe Welt entlaffen werde!" sagte ein grüner Apfel mit braunen Flecken. „Ich bin so zart! Ich bin em Nachkömmling! Ich bin so vornehm! Mein Vater hat viele Aeste und Zweige. Wir sind sehr reich. Aber das verzeihe ich ihm nicht, daß er mich abschüttelte, ehe meine Ausbildung vollendet war. Ich wollte mir noch einige braune Schönheitspflästerchen zulegen!" Ein vollreifer, praller Apfel mit roten Backen lachte über das ganze runde Gesicht und meinte: „Sie schneiden bemerkenswert auf, junger Mann! Sie sind ja noch ganz grün! Und ausgewachsen ist nur Ihre Eitelkeit! Was Sie da als braune Schönheitspflästerchen bezeichnen, sind einfach Stockflecken oder — noch schlimmer — Wurmstellen! Vermutlich sind Sie innerlich hohl, taub und zerfressen. Darum hat man Sie auch so unfertig fallen lassen!" „Dieses nicht, Sie ungehobelter Bursche!" lispelte der grüne Apfel sehr beleidigt. „Ich haoe mir nur tiefere Gedanken gemacht — trotz meiner Jugend! Was aber sind Sie? Einfach Fleisch, Apfelfleisch, nichts weiter! Sie haben gar keine seelischen Hohlräume. Sie sind einfach nur dazu geboren, gefressen zu werden!" „Sie werden noch früh genug im Magen eines Schweines enden, Sie Pflanze", sagte der rotbäckige Apfel verächtlich. „Ich bin reif. Das freut mich. Ich bin nahrhaft und gesund. Das freut mich noch mehr. Aber Sie wollen aus Ihrer Wurmstichigkeit einfach einen Vorzug machen — und sind doch nur Schweinefraß! Ihr Herr Vater muß sehr viel Nachsicht mit Ihnen gehabt haben, daß er Ihnen solange Kost, Logis und Unterricht gegeben hat, Sie — Früchtchen! Mein Vater hätte Sie bereits im Mai zum Teufel gejagt, zu den Schweinen, obwohl ich mich dagegen verwahren will, etwas gegen diese friedfertigen, äußerst klugen und nützlichen Tiere gesagt zu haben!" — Die beiden streitenden Apfelparteien sahen sich um, als suchten sie Unterstützung. So kam es, daß beide ein Auge auf den dritten, bisher schweigenden Apfel warfen. Sie nahmen feine Figur und feine Art in sich auf und waren beide verdutzt, der dritte Apfel sah so aus, als ob er überhaupt nicht reden könne. Er war zwar groß und gutgewachsen, aber er hatte eine Wachsfarbe und sah kalt und hart aus. „Warum hat man Sie eigentlich schon vom Stamm entlassen", fragte der grüne, braunflediqe Apfel hochmütig. „Weil es an der Zeit war, obwohl es noch nicht meine Zeit ist", antwortete der dritte Apfel. Er konnte sich also wirklich in der Apfelsprache ausdrücken! Man erkannte jedoch, daß er nur ungern redete. „Sind Sie überhaupt reif?" fragte der rotbäckige Apfel. -„Nein. Ich reife nach." — Die beiden Aepfel waren zum erstenmal einig im Erstaunen und im Unverständnis. Sie schüttelten den Kopf und dem Grünen platzte sogar die Haut. „Ich denke mich zuschanden!" lifpelte der Grüne erschrocken. „Ich habe nun einmal eine unglückliche Anlage und Vorliebe dafür, allem auf die Sprünge zu kommen. Fottern Sie meine Seele nicht länger, Sie Wachsgesicht! Sprechen Sie nicht in Rätseln! Bilden Sie keine neuen Worte! Das macht mich ganz tieffinnig. Was ist mit Ihnen? Sind Sie reif oder nicht? —" „Für den Magen eines Schweines oder für zusammengekochtes Mus brauchen Sie nicht tief finnig zu fein und vorzugeben, an Seele zu leiden! Aber ich gebe zu: dieser kalte, harte Apfel ist mir unverständlich!" erregte sich auch der rotbäckige Apfel. „Sind Sie überhaupt nicht essenswürdig? Etwa nur ein Schaustück, ein Ausstellungs- oder Museumsapfel? Diese unglücklichen Geschöpfe haben es ja leicht, unzeitgemäß zu sein! Aber Sind Sie etwa, und das wäre ja geradezu unnatürlich, entsetzlich, sind Sie etwa überhaupt nur ein künstlicher „Das wird es sein!" näselle der Grüne obenhin und legte sich noch einen braunen Fleck zu. „Eben habe ich mich an ihm gestoßen! Er ist ganz hart, daher der neue braune Fleck. Er hat gar keinen Saft und keinen Geschmack. Er ist nachgemacht, und nicht einmal ein Schwein kann ihn fressen! Aber wie kann er dann reden?" „Zauberei!" sagte der Rotbäckige. — Der dicke Apfel schwieg eine Zeit. Dann sprach er. „Es ist wahr: ich bin noch sehr hart und habe augenblicklich keinen Geschmack. Ich bin noch nicht reif. Ich sagte es schon. Aber meine Zeit ist nur eine andere Zeit, als die Eure. Ich werde eingelagert, schlafe und reife noch eine lange Zeit. Ich reife nach in der Stille, schweigend; denn ich habe eine besondere Sendung zu erfüllen." „Aber welche denn um des Urapfetbaumes willen?" fragte der Rotbäckige mit gesunder Ungeduld und Neugier. ,Lch bin für eine hohe Zett aufgefpartl Wenn es'sehr kalt sein wird und der Schnee liegt, wenn es schneit, als ob die Sonne dem Leben der Erde immer feindlicher werde und sich immer mehr entferne: dann wird ein großes Fest gefeiert in der Zeit, in der die Menschen erkennen, daß diese Sonne nicht ewig zürnt und sich ab kehrt. Zur Feier der Geburt des neuen Lichtes werde ich gegessen. Dann bin ich reif, habe ein köstlich duftendes Apfelfleisch und bin eine Erquickung. Die schönsten von meinen Brüdern aber werden vergoldet." „Vergoldet?" rief der Grüne empört und neidisch. „Das darf doch gar nicht sein!" „Vergoldet — und hängen mit den silbernen Nüssen an einer geschmückten Tanne. Was zu hohen Zielen reif werden soll, muß lange ruhen. Ich bin der Weihnachtsapfel!" Da schwieg der rotbäckige Apfel voll Ehrfurcht, der Grüne aber redete und redete und machte solange bissige Bemerkungen, bis er weggeworfen wurde. Den Frühreifen, Frühfaulen hatte es zu sehr gewurmt ... Lleberall ist Leitung. Von Walter von Molo. Es saßen ein Mann und eine Frau fid) am kleinen Fenster ihrer düsteren Wohnung in schweren Sorgen gegenüber. Sie starrten kummervoll und voneinander abgetrennt in sich hinein, denn sie hatten die Ungrotzmütigkeit des Schicksals erfahren. Der Mann wußte nicht, wie er von nun an ihr Essen verdienen sollte, den Anteil an dem schirmenden Dache über ihren Köpfen; die Frau sah nicht mehr aus, was sie ihm jetzt noch Gutes anrichten könnte. Sie meinten alles vorbei und zu Ende und waren noch jung. Nach einer Weile schob die Frau, die mit ihren Augen vorwurfsvoll das kleine Stück Himmel über dem Lichthof gesucht hatte, die Hand auf eines der Knie ihres Gatten, und ihre Stirn und ihre Augen wiesen ernst und bedeutungsvoll zum Fenster, vor dem ein paar Blätter eines Blumenstöckchens, wenn auch oom Ruß arg beschmutzt und von den vergangenen Sommermonaten angedörrt, tm SBinbe fröhlich auf und nieder tanzten. Die Frau lächelte, und der Mann lächelte feine Frau an. Sie erhoben sich gemeinsam aus dem Ring der Sorgen, den diese um sie gelegt hatten, zum Leben zurück. Der Mann gab seiner klugen Frau einen festen Kuß auf ihren Mund, den sie dankbar banbot V Jfi Für den Weihnachts-Büchertisch Vec BptikcramSohnhof Manne fort Erinnerungen, die er heraufbeschwö-1 dann wohl auch Johannes Rückstein anerkennen XT.ff'nä.TiV.w. -* »«-'ÄÄJJÄJB* *** (Nachdruck verboten.) 17. Fortsetzung. Mebelhcuii !Ruhl_ 29/30 V Matthias Heitfeld hatte in Orb eine unerwartete Begegnung. Er sah seine alte Freundin gleich am ersten Tage feines Aufenthaltes. Er hatte an einem der kleinen Tische zum Mittagessen Platz genommen, an einer der breiten Glastüxen, die zum Kurpark hinaus- führten. Etwas später sah er Anna-Elisabeth Rückstein in den Speisesaal kommen. Ein weichfallendes dunkles Seidenkleid umhüllte die schmächtige Gestalt. Sie stützte sich auf einen Stock. Aber den kleinen Kops mit dem noch dunklen Haar trug sie sehr aufrecht Diese stolze Kopfbewegung mit einem gut Teil Eigensinn hatte sie schon immer gehabt. Sie nahm am Tisch einer älteren Dame Platz uni» sah Mat- thias Heitfeld nicht. Anna-Elisabeth ... dachte der Mann. Es ist sehr lange her, seit wir uns zuletzt sahen. Es wird vor zwanzig Jahren gewesen sein. Damals lebte Heit- elds Frau noch und hatte ihn begleitet. Da traf man sich in Innsbruck und beließ es bei emer kurzen Begrüßung. Anna-Elisabeth war damals schon Witwe. Am Nachmittag, als Heitfeld durch den Kurpark schlenderte, sah er die alte Dame am See. Da saß ie auf einer Bank und sah mit einem stillen Ge- icht über die liebliche Landschaft, die sich vor ihr breitete. tungsklage um meinen Sohn gewinnen." Sie stand auf und reichte Morcwitzky die Hand: „Geh jetzt, bitte. Man erwartet dich also morgen mittag in der Franklinstraße." Er trat näher. „Guten Tag, Anna-Elisabeth! Die alte Frau sah aus, Erstaunen im Blick, dann Freude. Sie rechte dem Jugendgeliebten die Hand, eine schmale, schon wenig unruhige Hand. Matthias Heitfeld neigte sich darüber. „Eine freundliche Begegnung! Bist du auch zur Kur hier? Er setzte sich neben sie. . „Ja. Aber ich fahre schon in drei Tagen wieder ab'.' Schade! Weshalb bist du nicht eher gekommen, Matthias?" Der Mann lachte: „Du bitt noch ganz wie früher! Gleich kommandierst du! Aber erzähle ... wie geht es dir?" ,Wir werden älter und klapprig, Matthias. Sonst wären wir nicht hier, sondern vermutlich auf lustigerer Fahrt!" mehr unpolitild) geiahten N-e der pofitW Aktiv!-- MUS des Südflawentums erwuchs. - Jelacic war eine Säule der Habsburger, Strohmayer dachte noch an keine Zersprengung der habsburgischen Monarchie, aber sie haben, jeder auf feine Art, einen Grundstein zum heutigen Sudflawenstaat gelegt. Dor dem Denkmal des soldatischen Bauernvaters auf dem nach ihm genannten Platz inmitten der Stadt, und vor dem des Bischofs, der fern Der mögen der Idee der südslawischen nationalen Einheit opferte, vor dem Akademiegebaude wird dem Gast ein Gefühl dafür lebendig, wie notig wir es haben, etwas von den Menschen und den Vorgängen zu wissen, die unsere Nachbarvölker zu dem geformt haben, roa» sie heute sind. .. .... Ein Volk hat Anspruch daraus, daß man die histo rischen Persönlichkeiten kennenzulernen sucht, die es verehrt, und es wird nicht geneigt sein, an besondere Wertschätzung zu glauben wenn> seme großen Namen Schall und Rauch für den sind, der sich ihm nähern möchte. Die Auseinandersetzungen inner, halb des heutigen Südslawentums, wie die soeben zu Dorläuftgem Abschluß S-k°-nm°n° über die kroatisch eAutonomie innerhalb des Äonig- reichs Südflawien, gehen praktisch in erster Linie nur die Beteiligten etwas an. Wir werden uns - Kurt Hi elsch er: Unbekanntes Jta- Tißn 240 ganz fettige Bilder in Kupfertiefdruck. Preis in Seinen geb. KTO. 6,80. »erlag 3- haus in Leipzig. — (341) — tzlelfcher, der Meister der Landschastslichtbildnereh hat aus dem Ertrag seiner Reisen schon eine Reihe Jtalienbucher 3« ammengestellt. In diesem neuen Bande w>rd^ das abseitige Italien in seiner ganzen TOanmg- faltigteit der Landschaften und bauten gezer^, manch Bekanntes ist durch einen neuen BMpuntt Mi einem überraschenden Motiv geworden. Manche fern der üblichen Reiseroute gelegene Städte wie Mterbo und Matera wurden ausgeschopsi, aus viele kleine, kaum dem Namen nach bekannte Nester, wurde wegen ihrer besonders malerischen Lage oder als Standort bemerkenswerter Bauten durch schöne Bilder hingewiesen. Auch Trachten und Volksgebräuche sind festgehalten. Fast immer gelingt es Hielscher etwas Eigenartiges zu sehen und auf die Platte zu bannen, so daß man immer wieder mit Jnteresie in diesem neuen Buche blättert. Fr. W. Lange. hüten Partei für einen südslawischen Zentralismus ober Regionalismus zu ergreifen, aber w^r werden die nationalpolitische Durchbildung des kroatischen Bauern, der die Autonomie fordert, als einen be merkenswerten Erweis feiner ftraffen, wett über das Materielle hinausgehenden Charakterentwicklung betrachten. Aehnliches wird uns auch beim Serben begegnen, der auf ganz andere Art als der Kroate Fühlung mit einer neuen Zeit gewann. Nur dürfen wir uns nicht davon dispensieren, uns etwas Muhe um unsere Nachbarn zu geben. Was den Reichsdeutschen hier In Zagreb freut, Ist die allgemein verbreitete Kenntnis des Deut' sch en Der gebildete Kroate halt das für selbstver- standlich; er hat auch von jeher viel mehr für Wien und für Oesterreich übrig gehabt, als für Budapest und die Ungarn. Oesterreich ist ihm immer noch em „sympathischer Begriff". Gerade das habe ich aber heute ganz unaufgefordert auch von em em Laden- fräulein gehört! Man kann in jedem Zagreber Geschäft deutsch sprechen und wird deutsch bedient. Daß Oesterreich jetzt ins Reich zurückgekehrt ist, bildet eine Brücke zum neuen Deutschland. Mit diesem auch meinerseits „sympathischen" Gefühl sage ich Zagreb für dieses Mal Lebewohl. er wissen. Er bat mit heißem Blick uni) dringlichen Worten: „Ich gehe rüber, Muschi ... aber komm' du mit mir ... wir wollen beide einen neuen Anfang finden ..." ... n.. r. Nein!" sagte sie. „Das ist aus, Franz. Langst aus. Das weiht du. Und du solltest nicht versuchen, an alte Geschichten zu rühren. Aber ...", sie zeigte auf das Bild im schmalen Silberrahmen, „vielleicht dachte ich nun doch an unsere Kinderzeit, an unsere Kinderfreundschaft. Obgleich ich das neulich ablehnte. Sonderbar, wie unsere Wege immer wieder zusam- menliefen ..." Sie nahm das Bild in die Hand und sagte: „3a, ich denke an die Zeit auf dem Gut deines Vaters. Und daß wir nun wenigstens auf eine anständige Weife auseinandergehen sollten. Es ist jetzt alles ^Nichts ist klar, Luise. Ich mag mich nicht drücken." Sie beachtete feinen Einwand nicht. Sie sagte: , Du kommst also morgen mittag zu Doktor Heitfeld. Er wird dich sicher engagieren. Es wird nur noch eine Formsache sein. Und es ist selbstverständlich, daß du die Erwartungen unserer Firma unb unse- res amerikanischen Bevollmächtigten nicht ent- — M. v. Hagen: Landfahrer sind wir. Die Tragödie eines Großen. Preis in Seinen gebunden 4,50 RM. Verlag I. F. Steinkopf in Stutt- aart __ (317) — Ein Paracelsus-Roman, der die eigenartige Persönlichkeit des großen deutschen Arztes und die Tragik seines Lebens, fernen Kampf mit dem Althergebrachten und fein Gingen für eine neue Anschauung der Natur und des Menschen höchst lebendig darstellt._____ Ein Wort des Paracelsus, den der Verfasser Zitiert, nämlich, „daß im M-nfch-n Sonne und Mond und alle Planeten sind" weist deutlicher den Weg, der gemeint ist, Goethe wandelt auf ihm wenn «in seinem orphischen Vierzeiler unser So len ur Mus. sen unter das Gebot der Sterne stellt: ,Da ist's denn wieder wie die Sterne wollten: Bedingung und Gesetz und aller Wille Ist nur ein Wollen, weil wir eben follten. Und vor dem Willen schweigt die Willkür stille. Strauß verfügt nicht nur über ein gründliches Wissen, sondern er beherrscht auch die einschlägige Literatur, auf deren Autoren er sich Zum Teil beruft ober mit denen er sich auseinanberfetzt, m erschöpfender Weise, wie die über 40 Anmerkungen am Schluß des Buches bezeugen. Das trotz ferner lebendigen Darstellung nicht leicht zu lesende Buch wird jedem ernsten und strebenden Menschen starke Anregungen und wertvolle Fingerzeige geben. ° Peter Dauer. _ Meisterwerke japanischer Land- , s ck a f t s k u n st. Eingeleitet von Pros. Dr. O. Küm- , mel. Mit 13 Abbildungen und 10 fertigen Tafeln ( sowie 12 einfarbigen Tufchgemälden auf Atteln. Breis: Kart. 9,60 RM., Lwd. 12,80 RM. Verlag Woldemar Klein, Berlin. — (344) — Kein Volk steht in Innigerer Gemeinschaft mit der Natur als bas japanische. Der japanische Künstler hat Mem stummen Gefühle des Volkes die Sprache geliehen. Gerade in den bescheidenen Werken der japanischen Volkskunst, den Farbholzschnitten, die zur Zett dyrer Entstehung für einige Pfennige die künstlerischen Neigungen des Kleinbürgers befriedigten, erschließt sich dem Europäer die hingebende Naturliebe des Japaners. Die Landschaften von Hiroshlge, Hokusai und ihren besten Schülern gehören zu den großartigsten landschaftlichen Schöpfungen der Welt. Zehn der vorzüglichsten legt das Werk in farbigen Reproduktionen von fast originaler protze und Der technischen Vollendung vor, die die raffinierte Drucr- technik der Urbilder und ihre wundervolle farbige, Harmonie fordern. In Textabbildungen und einfarbigen Tafeln bringt außerdem dieser Band Wiedergaben von Tuschmalereien, die ins in Das 15. Jahrhundert zurückreichen. — Antoine de S ai n t-E xu p 6 r y: Wind, Sand und Sterne. Aus dem Französischen übersetzt von Henrik Becker. Preis in Leinen geb. 5,50 RM/ Karl Rauch Verlag, Leipzig-Markkleeberg. _ (339) — Wind, Sand und Sterne, das ist die Welt des berühmten französischen Verkehrsfliegers, der für sein Erlebnisbuch den Grand Prix der Französischen'Akademie erhielt. Seine Route führt über die Gebirge Spaniens, die weite Flache des Mittelmeers und die Unendlichkeit der afrikanischen Wüste. Mit ganz anderen Augen lernt er schen, und neue Erkenntnisse werden in ihm wach für den Standpunkt des Menschen im Zeitalter der Maschine, aber immer wieder sucht er nach den ewigen Lebensweisheiten und findet den^Sinn^des^ __Joachim non der Goltz: „D ie Marcellus flut." Erzählung. In Leinen gebunden 5 RM. Verlag Albert Langen/Georg Müller, München. — (318) — Das gewaltige Lied von Bewahrung und Untergang, von Mannesmut und Menschenohnmacht, das Jahrhunderte hindurch dem Stamme der Friesen zum Schicksal wurde, hat Joachim. von der Goltz in diesem Werke geschrieben. Ins Zeitlose entrückt, wie eine ferne Sage, klingt seine Erzählung von der Verheerung jener mächtigen Flut,, unter deren Ansturm der heutige Dollart in der Mündung der Ems entstanden ist. Ein ganzes Land nut feinen Menschen, seiner Natur, seiner Art in einer Astalt so sichtbar zu machen, daß wir in ihr das Ganze fassen können, ist Joachim von der Goltz gelungen. Die Macht der Sprache und das tiefe Wissen um der Menschen Schicksal, um das Opfer ihres Werdens und Vergehens im Strom der Zeiten, hat hier ein Werk entstehen lassen, das wie eine Chronik aus vergangenen Tagen an unser Ohr bringt — Emilie Buysse: Spokenhos. Roman, aus dem Flämischen übertragen von Erich Stuck. Verlag Rütten & Loening in Potsdam. Preis geb. 5 40 RM — (334) — Der weiche, feuchte, graue Nebel der so oft über den Küstenstrichen des flandrischen Landes liegt, hängt auch wie ein Schleier vor den Gestalten, die auf dem Spoken- hof aus- und eingehen. Schemenhaft gleiten sie durch Felder und Wiesen der fetten, braunen Pol- derlanLfchast. hart ist ihr Leben auf dem alten Bauernhof, in dessen Gemäuer noch die Geister aus der spanischen Zeit Irrlichtern. Die Unrast des großen Krieges geht über das Land, ergreift feine Menschen und wirbelt sie durcheinander. Die wider- ftreitenbften Gefühle, Liebe und Haß, Habsucht und Opferwille, treiben auch hier ihre wunderlichen Blu- , freu. Der leidenschaftliche Kampf um die Rechte des flämischen Volkstums hat scharfe Gegensätze i aufgerissen. Die niedrigsten Instinkte werten wach, aber auch Mut und Treue und Hingabe an die große Sache. Fernab von dem betriebe der großen Welt, in dem engen Zirkel des bäuerlichen Lebens eines flandrischen Dorfes spiegelt sich die Unruhe der Nachkriegsjahre, der erbitterte Kampf um Volkstum und Scholle. Die Eigenart der flandrischen Landschaft und die Tragik ihrer Menschen deutet dieser Roman in packenden Bildern, deren pttm- mungsgehalt sich uns tief einprägt. Fr. w. Lange. — Ritt durch den Fezzan. Geheimnisvolles Libyen. Don Dgcm Vietta (Socieiäts-Dertag, Frankfurt a. M. Preis 6.80 RM.) Mit 32 Bildseiten, Zeichnungen von Hans Kuhn. — (211) — Ein außerordentlich fesselndes Buch über ein in hohem Maße interessantes und politisch bedeutsames Land. Auf dieses geheimnis- volle Libyen sind schon seit Jahren und gerade jetzt Mieder die Augen der ganzen Welt mit gerichtet, denn dort spielen EntwicNungsrnö Achtelten eine Rolle die in vielerlei Hinsicht von großer Bedeutung sind, nicht nur für den Herrn des Landes, das römische Imperium, sondern auch für Oie Nachbarländer und für die europäische Politik über- Haupt. In dieses Land führt her Autor seine Leser. Er zeichnet vor ihrem geiftigen Auge nicht ein übliches Reiseerlebnis auf mit den entsprechenden Beschreibungen, sondernder Abt ihnen eine Schau, i die ebenso einzigartig wie fesselnd ist, nämlich eine „Die machen wir außerdem. Ich bestimmt!" sagte Matthias Heitfeld. „Ja, du hast dich gut gehalten! Die scharfe» Augen in dem schmalen Gesicht der alten Frau gingen forschend über das Männergesickt. Er nickte ihr zu: „Arbeit erhält jung, Anna-Elisabeth!" ,',Dann' als wollte sie nicht von Persönlichkeiten sprechen, erwähnte Frau Rückstein eine Fahrt, me sie morgen plante. ,Zch ivürte mich freuen, wolltest du mitkommen, Matthias!" Heitfeld spürte wenig Lust dazu. Er wollte hm keine Badebekanntschaften machen und vermutete, daß mit Anna-Elisabeth noch andere Leute fuhren. Er wollte seine Ruhe haben. willst!" . Und wenn sie das annehmen ... was vannc Luise hatte ein entschlossenes, kampfmutiges Gesicht. „Was wirt bann fein? Zaduk soll sich mit mir in Verbindung setzen! Dann mußte er das Ansinnen das er die stellte, wiederholen. Und dann haben'wir chü doch in der Hand. Gegen das Zeugnis von uns beiden wirt er ja wohl nicht mehr ableugnen können. Sie werten sich bann hüten, dir den Prozeß zu machen. Fahre du nach drüben. Und vielleicht... , sie sah den Mann ernst an......vielleicht findest du drüben noch einmal einen neuen Anfang, Franz. Er nahm ihre Hände. Er sah in das blasse schone Gesicht. In seinen graublauen Augen stand eine zwingende Frage. „Muschi ...".und ungeduldig, weil Luise sich wieder diese Anrede verbitten wollte ... „laß mich doch ... sage mir, Muschi, weshalb? Weshalb willst du mich schützen ...? Die Frau machte sich frei und trat von dem „Nein, Luise!" sagte Moravitzky. Sie saßen wieder oben bei Luise. „Nein, ich gehe auf keinen Fall als Vertreter der Parfümerie Heitfeld nach USA. Wie denkst du dir das? Erstens bin ich kein Kaufmann. Zweitens — soll ich dich hier diesen Erpressern überlassen? Dich allein lassen? Luise hatte alles überlegt. „Du mußt den Zaduks sagen, baß du hier nicht an bas Rezept herankommst. Daß du einstweilen froh bist, überhaupt in die Parfümerie hinemzu- kvmmen." m m Moravitzky schüttelte den Kopf: „Ganz falsch überlegt, Muschi!" , . . q., „Nenne Mich nicht immer Muschi! forderte Luise streng. Seit Heitfeld diesen Namen kannte, konnte sie ihn nicht mehr hören. Ganz falsch überlegt!" wiederholte der Mann. Wo du hier bei den Heidfelds in einer Vertrauens- stelle sitzt, lachen Mich die Zaduks doch aus wenn ich ihnen Mit solchen Mätzchen kommen wollte und ihnen weismachen, ich brauchte den Umweg über Amerika, um zu dem Rezept zu kommen. Lächerlich Für Joso Zaduk steht bann nur fest, daß du nicht Roman von Meta Brix CARL DUNCKER VERLAG • BERLIN ^Nun war der Mann doch bestürzt. Das hatte er nicht gewollt. „Verzeih mir, Luise. Aber sage selbst, liegt der Gedanke nicht nahe? Bei einer Frau, die so schon ist wie du ..." „Das ist deine Auffassung!" sagte Luise verächtlich. „Du meinst, es muh natürlich ein Mann im Spiel sein. Don wirklicher Arbeit und von kameradschaftlicher Gemeinschaft weiß du nichts. Begreife doch ... ich muß hier eine Reche von Jahren arbeiten. Dann will ich von Matthias Heitfeld den Ausweis haben, daß ich auch etwas geleistet habe. In tüchti^r, kaufmännischer Arbeit. In einem bürgerlichen Beruf. Er wird mir das bestätigen. Er ist mit mir zufrieden, das weiß ich. Und fein Name hat in der Industrie einen guten Klang. Das wird Schilderung von Land und Leuten, ihrer Kultur mrt ihrer völkischen Eigenschaften, lhver geschichtlichen Entwicklung, chres Wertens und Seins, mit den Augen des Dichters gesehen unb unter diesem Blickpunkt künstlerisch geformt Dank Forderung durch den Gouverneur, Marschall Balbo, und dank der Unterstützung von italienischen Freunden mar es Vietta möglich, diese einzigartige Reise durch das geheimnisvolle Libyen zu niochen, wobei Auto, Pferd und Kamel als Transportmittel dielten. Das märchenhafte Gadames wurde besucht. Dann ging es in großer Fahrt bis nach Gat, ms Reich der Tuareg, im äußersten Sudwesten der Kolonie. Hierauf folgte der Ritt quer durch ben Fezzan, das geheimnisvolle Bergland tief in Der Sahara. Bei der Lektüre dieses Reiseabschnittes erlebt der stark gefesselte Leser den Höhepunkt des Buches. Mit bewundernswerter Liebe und großer in geistvoller Gestaltung dem Leser alles nahe, was dieses Land und seine Bewohner so ungemein fesselnd macht. Damit gibt er em kulturelles Geschenk, das hoher Anerkennung wert ist, und ^as immer wieder erfreut, so oft man das Buch " Mußestun den zur Hand nimmt. Für den guten Weihnachts- Mch-rti'ch le- i>=s M-ch Lebens In Dem Bewußtfeln feiner Deren Erfüllung. Es ist ein schönes und nEenk. liches Buch, das es wert ist, auch m Deutschland gelesen zu werden. r-w.. Lan;g . — 21. <5. Strauß: Psychologie der Götter. Formende Kräfte De s Sehens in ihrer psychologischen Bedeutung L. C. Wittich, Verlag, Darmstadt. 1939. Preis kart. 4 RM. — (350) — Anknüpfend an die antike Got- terlehre und ihre gestalteten Formprinzipien m Der antiken Temperamentenlehre und m moöer"c^ psychologischer Typenerfassung zeigt der^2lutor den Menschen als Mikrokosmos als physlsch-psychisches Gesüae, Das in innigster Beziehung steht 3" den bemegenDen Grundkraften Der Welt. Die Kenntnis dieser Gewalten genügt aber mcht °udnn es ist Aufgabe jedes einzelnen von uns, auf fle G-m luß zu gewinnen und sich ihrer praktisch zu behienen. Lieferant auch Ihrer Krankenkasse — Anna Brand. Roman von Wilhelm Schmidtbonn. (Propyläen-Verlag, Berlin. GebD. 5,— RM.) — (244) — Der Autor erzählt vom Schicksal her jungen Studentin Anna Brand aus Innsbruck, die mit großer Begeisterung dem Studium der Meteorologie obliegt und dann m Die Welt von Forschern eindringt, die in einer wissenschaftlichen Gemeinschaft hoch oben in der rauhen Bergwelt weit jenseits der Degetattonsgrenze leben. Dort droben zeigen sich die großen persönlichen Werte dieses Mädchens, bas sich gegen allerlei Wi- derstände durchzusetzen vermag und Tut) eme ge- achtete Position schafft. jener abgeschiedenen Bergwelt erhält ihr Leben die entscheidende Wendung durch den Mann, dem sie sich vermahlt wo- durch sie dann als Dienerin der Wissenschaft und Mutter ihrer Kinder vor eine schwere Entscheidung gestellt wirt, nämlich die Wahl zwischen Wissenschaft und Mutterpflicht. Der Autor bringt alle Probleme auf diesem ungewöhnlichen Lebenswege dem Leser in fesselnder Sprache nahe, und er gestaltet dabei seine Erzählung so interessant daß man das Buch bis zum Eirte mit ungemmberter Spannung liest. Ernst Biumschein. - Mirko Jelusich: Der S ° l d a t. Roman. ' F.G. Speidelsche Verlagsbuchhandlung Wien IX. । Preis geb. 7 RM., brofch. 4,60 9^2)1. — (320) । Der Patriot", dieser Titel hätte den Wesensinhalt dieses Scharnhorst-Romans eindeutiger getroffen, denn nicht so sehr den genialen Reorganisator der preußischen Armee nach dem Zusammenbruch von 1806 als den glühenden Daterlandsfreund schildert Jelusich, der an die hohen sittlichen Kräfte seines Volkes glaubt und sie als tragendes Element m Den neuen Kampf gegen Napoleon fuhrt. Zwischen dem Unglückstag von Auers adt, an dem Scharnhorst neben Dem unentwegten Blücher Die Reste der einst so stolzen friderizianischen Armee aus Der verlorenen Schlacht nach Norden rettet, und Der Todesstunde des großen Patrioten m $ra9' ™ überstrahlt wird von der Gewißheit, daß ganz • Deutschland gegen den Korsen marschiert, zwischen diesen beiden Polen liegt ein Leben gespannt, das mit fanatischer Hingabe dem einen Z'el der Erhebung Preußens gewidmet war und bas schließlich auch in großartiger Selbstverständlichkeit das letzte Opfer brachte, als es für den in der ersten Schlacht der Befreiungskriege auf den Tod 33er- wundeten galt, auch Oesterreich für die gemeinsame Sache zu gewinnen. In ungtmem leüeningem Dialog und scharfen Charakterzeichnungen stellt ^lusich die unvergeßlichen Gestalten der preußischen Erhebung vor uns hin: die großen Soldaten Blücher, Gnei- senau, Grolman, ?)orck, Clausewitz, den eisernen Willensmenschen Stein, den beweglichen vorstch- tigen Staatskanzler Hartenberg, den nach der Jae» herläge von Jena von tiefstem Mlß^?uen m die eigene Kraft erfüllten König und schließlich die weichliche Hofkamarilla der Kalckreuth und Ancillon. Allen, die es gut meinen mit Preußen, gibt Scharnhorst Halt und Kraft, seine unerschütterliche Ruhe, die aus der inneren Harmonie einer großen, geschlossenen Persönlichkeit ausstrahlt, feine zie bewußte Selbstsicherheit, sein eiserner Wille sein feines Taktgefühl und seine noble Menschlichkeit, mit denen er auch schwierige Charaktere wie Porck zu sich hinzwingt und in kritischen Situationen, wie m Den letzten Verhandlungen mit Oesterreich, sich durchsetzt. Dies Bild Scharnhorsts, von Jelusich mit Leidenschaft und Wärme prägnant und plastisch^ gestaltet, hebt sich ab von der packenden Schilderung einer großen Zeit, Die in ihren heften Mannern unserem Volke heute wieder so viel zu sagen hat. Fr. W. Lange. täuschst!" . v - Moravitzky lächelte schon wieder ironisch. Er sagte: „Du zeigst ein sehr großes Interesse für das Haus Heitfeld ... oder, Luise ..., ist es dieser Doktor Heitfeld ...?" „Schade!" sagte Luise. „Schade, daß du in die Versönlichkeit unserer heutigen Besprechung zuletzt doch noch eine Niederträchttgkeit hinembringen Aber Anna-Elisabeth entgegnete: „Ich fahre na« türlich allein. Fällt mir nicht ein, mir den ganzer Weg lang von jemand irgenwelche FamiliengefchiA len erzählen zu lassen!" Der Stack klopfte energisch den Kiesboden und unterstrich die Worte. „Ich wu nach Gelnhausen fahren ... in die alte Kaiserpfalz. Komm nur mit, Matthias!" Am anderen Tage, einem schonen sonnigen Bov mittag, gingen sie durch Den alten Burghof und setz' ten sich ausruhend auf das halbzerfallene Gemäuer. Vor ihnen ragten Die alten Palastmauern, umrann von einem fremDartigen Efeugerank. Die schmalen, unruhigen Finger der Frau gnßen hinüber zu Der kräftigen, lebenswarmen Hand oes Mannes. Sie sagte: „Deine Frau ist nun auch schon lange tot, Matthias. Ihr wart glücklich?" „Sehr glücklich", bestätigte her Mann. „Und Dein Ehe, Anna?" ~ _ ,, Er nannte sie bei hem alten Namen. Zu her Zell ihrer Jugenbliebe hatte er sie nie mit ihrem Doppel' namen gerufen. Anna-Elisabeth erroiberte: „Meine Ehe mit 3^ Hannes Rückstein war sehr ruhig unb sehr nüchtern Sie sagte es mit schmalen Lippen „Unb Deine Söhne? Sicher bist du schon GraZ mutter?" , . 1llt6 „Meine Söhne sind Ruckstein nachgeartet, un- auch meine Enkel. Bis auf den einen ..." , „Ich stand übrigens mit Deinem Sohn vor ei paar Jahren in loser Geschäftsverbindung , fnd. Es war Krieg. Das Geschäft ging feinen Mlen Gang und brachte gerade soviel ein, daß die Mden Menschen sich behaupten konnten. Sie, die Achter, in ihrer stillen, ernsten Art, wollte helfen, v»llte mittun in einer Zeit, wo draußen, außer- Hlb de? Vaterlandes, die feurigen Würfel fielen. =<* schloß Freundschaften mit den Kindern, die ihre Ücker im Felde hatten und die, weil die Mutter »«-dienen mußte, ost ohne Aufiicht waren. Sie zählte ihnen Märchen, brachte ihnen Bilderbücher« mmtr W Die schmälten Fr« Kamerad Weißkohl. Von Heinz Klockenbusch. Eigentlich hieß er Weißkopf. Seinen Vornamen haben wir erst später erfahren. Er war ein baumlanger Jüngling mit schlaksigen Gliedmaßen. Das wesentliche an ihm aber, so glaubten wir damals, war sein unglaublich guter Appetit, über den in unserm Frontabschnitt bald die ungeheuerlichsten Gerüchte im Umlauf waren. Er kam zu uns in die Gruppe, und wir nannten ihn „Kamerad Weißkohl". Teils wegen seiner ausgesprochenen Vorliebe für dieses in der Schützengrabensprache als „Fußlappen" bezeichnete Gemüse, teils wegen der sagenhaften Mengen, die er davon zu vertilgen vermochte. Wir waren ja allerlei gewöhnt, aber was unser neuer Gruppenkamerad im Futtern leistete, stellte alles in den Schatten. Dagegen war sogar Kruppa von der vierten Gruppe ein Waisenknabe. Es war ein Naturschauspiel, Kamerad Weißkohl beim Essen zuzusehen und die Gemütsruhe zu bewundern, mit der er ungeheure Mengen in seinem dürren Leibe verschwinden ließ, um dann, wenn sich nichts, aber auch gar nichts Eßbares mehr vorfand, seufzend den Löffel beiseitezulegen. Nicht lange, da wurde er seines gesegneten Appetits wegen von allen gern gehänselt. Kamerad Weißkohl lächelte gutmütig zu unseren bisweilen derben Scherzen. Höchstens, daß er sich zu der Bemerkung hinreißen ließ: „Nur kein Neid. Wer hat, der hat —!" In schweren Fällen aber pflegte er zu sagen: „Da solltet ihr euch mal den Kruppa von der Vierten ansehen! Mit dem kann ich bestimmt nicht antreten —!" Es ist nie ergründet worden, ob diese Behauptung den Tatsachen entsprach. Wohl aber geschah eines Tages vor Arras etwas, das alle blöden Witze mit einem Schlage verstummen ließ und zur Folge hatte, daß wir Kamerad Weißkohl nur noch wie jeden anderen mit dem Vornamen riefen. Es war ein regnerischer Herbstabend, als Kamerad Weißkobl an der Reihe war, sich dem Trägertrupp anzuschließen und für unsere Gruppe das Essen zu holen. Diese Gänge durch das zertrommelte, unwegsame Gelände, auf dem in diesen Stunden immer schweres Störungsfeuer lag, waren nicht nur mühsam und beschwerlich, sondern auch gefährlich. Manchen Essenholer vom Trägerzug haben wir im Morgengrauen kalt und stumm neben seiner Traglast gesunden. Kamerad Weißkohl ging pfeifend aus dem Unterstand, und wir warteten ruhig auf seine Rückkehr. Das wußten wir alle: Den Kessel mit dem Essen würde er unter keinen Umständen im Stich lasset ihre Puppen und buk für sie Kuchen. Von ihren mageren Ersparnissen machte sie Liebesgaben und schickte sie ins Feld. Dankbriefe, von Soldatem Händen geschrieben, kamen hin und wieder. Sie beantwortete sie steudig und sorgfältig. Nun muß man bedenken, daß sie eine kräftige Handschrift hat. Ihren Vornamen setzte sie nur mit dem Anfangsbuchstaben hin. Sie war eben eine schüchterne Person und wollte nicht aufdringlich erscheinen. Ein Soldat, der bei Cambrai lag, schrieb ziemlich oft. Er war Schlosser gewesen, und weil er elternlos war, hatte er diesen ober jenen Wunsch. Er bat sie, doch gelegentlich mal in seiner Fabrik anzufragen, wie es dort stünde, ob man sich noch feiner erinnere, und ob er Aussicht habe, nach Kriegsschluß wieder eingestellt zu werden. Ein Mensch, der in der Hölle des Schützengrabens voller Dankbarkeit und Sehnsucht seines Arbeitsplatzes gedachte. Sie führte gewissenhaft seinen Auftrag aus, schickte dann wieder ein Paket und wieder einen Brief. Und dann schrieb er ihr, mitten zwischen Zeilen, darüber Tod und Vernichtung hingestrichen waren: „Ich wünschte. Sie wären mein Vater!" — Sie mußte laut auflachen wie über ein gelungenes Versteckspiel. Und bann schrieb sie nicht mehr. Sie stellte sich aber den Soldaten vor, phantasierte sich sein Bild zurecht und verspürte eine gelinde Reue darüber, daß sie ihren Vornamen nicht voll und ganz hingesetzt hatte. Eine Schüchternheit hielt sie davon ab, ihr Dersteckspiel einzugestehen. Und dann! Eines Tages steht ein Soldat im Laden und stellt sich vor, fragt nach dem gütigen alten Herrn, der ihm so viel Gefälligkeiten erwiesen hatte. Er erwartete offenbar einen schlohweißen Vollbart, der sich jeden Augenblick durch die Tür schieben wird. Und da muß sie freilich Farbe bekennen. Die Augen des Soldaten blicken zuerst groß vor Staunen, und bann lächeln sie hell, verwundert und glücklich strahlend. Und nun ahnt sicherlich jeder, wie der Pfeil des Liebesgottes losschnellte und die Urlaubstage des Soldaten selig durchfunkelte. Und bas Ende biefes felbgrauen Erlebnisses? Gleich nach Kriegsschluß heirateten sie. Er ist heute Werkmeister in seiner alten Fabrik geworben. Vier Kinber haben sie. Unb manchmal sagt ihr ber Mann, wenn er sie flink unb nimmermüde am Feierabend antrifft: „Eigent- lich so unrecht hatte ich doch nicht, als ich bich für einen Mann hielt." — Dann sieht sie wie verwandelt von ihrer Arbeit auf, unb ihr Gesicht hat einen leuchtenb hellen Schimmer. Richtig setzte denn auch zur gewohnten Stunde heftiges Feuer auf die Anmarschwege ein. Aber unsere Sorge erwies sich als unbegründet. Nach drei Stunden war Kamerad Weißkohl zurück und stellte den Kessel auf den Tisch. Im Unterstand duftete es nach „Fußlappen". Ader bas Unerhörte geschafft Kamerab Weißkohl griff nicht zum Löffel, sondern verschwanb wieber im Graben. Er ließ fein Leibgericht im Stich. Da mußte etwas geschehen fein ...! Ww rieten hin unb her. Kamerad Weißkohl blieb verschwunden. „Sicher hat der mitleidige Küchenbulle dem Ewig« Hungrigen etwas Besonderes zugesteckt, unb bas per* speist er nun irgenbroo, um nicht mit uns teilen zu müssen!" sagte jemanb von uns. Eine Stunbe mochte vergangen fein, da stapfte Weißkohl schwer in den Unterftanb unb begann zu essen. Aber er legte ben Löffel balb wieber beiseite unb sah schweigend in das Kerzenlicht. Auf unsere Frage, ob er keine Angst gehabt habe, wir würden ihm nichts übrig lassen, lächelte er still unb fonberbarN „Diekmann von ber vierten Gruppe ist beim Essenholen schwer verwunbet worben", sagte er. „Da bin ich noch mal losgegangen unb habe beim Essenkessel ber Vierten angefaßt. Denkt boch mal, wenn Kruppa heute abend nichts zu essen gekriegt hätte ...!" Das sagte er mit seinem stillen, guten Lächeln und einem unendlich traurigen Gesicht, und es war eine Weile sehr still in unserem Unterstand. Dann begriffen wir. Und seitdem nannten wir ihn, ber seine kamerabschaftliche Tat hinter biesem Scherz verbarg, nicht mehr „Kamerab Weißkohl", - Nti' iuen, vM ■ roottte d venmte Leute W' ich Sl pst- «jg rte. ÄJ ;e Smje* onnigens M und.' ene®^ utm, rtun auch 5 Md" Ifl. qu bet’ U- v M ihretu ■ K- & » ^"1 ich^I > Leute- M. 283 Dritter Blatt 2./3. Dezember 1939 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) wertvolle Schätze im Gießener Stadtarchiv Eine reichhaltige Fundgrube für die Geschichte unserer Stadt von 1600 an *) Bei der Brotzuteilung für Kinder über 6 Jahre besteht folgende Anordnung: Kinder von 6bis 10 Jahren erhalten pro Woche 1700g Brot oder 1200g Brot und 375 g Mehl, Kinder üb e r lOJahre gelten als Normalverbraucher, d. h. sie erhalten wöchentlich 2400 g Brot oder 1900 g Brot und 375 g Mehl. Zitiert, nb uiti der 1 er in Müs, en, stille.« I "bliche. Sw lei! be« , in er« rkuWi, Ö seiner de Ach n starte )en. Sauer. Wilhelm Berlin. ■ erzählt i Brand tny dem m in die r wissen- r rauhen leben. Wichen erlei ®. eine ye- Ichiedemü ibt Wem ählt, chaft und tscheidunz i Wissen, üngt all- ’benswegi nb er ge sant, bd’ mindert« nschein. inb wir; Leinen ze> ■ ; in Shit!11 n, der di' deutsche- iai Kams'! m für ein , Menscher Aus der Stadl Gießen. Licht im Herzen... Wenn die dunkelste Zeit des Jahres gekommen ist, wenn die Sonne in ben kurzen Tagesstunden kaum noch sichtbar wird unb ber graue Dämmerschein durch die Scheiben sieht, bann erscheint gleich einem freundlichen Tröster ber Advent. Und damit hebt sie an, die köstliche vorweihnachtliche Zeit deren stille Poesie die Tage verklärt, die uns noch von dem Weihnachtsfest trennen. Es ist kein Zweifel, daß der Sttmmungszauber der Aboentszeit in jener tiefen Sehnsucht nach dem Licht begründet ist, die uns alle bewegt. Schon unsere Vorfahren beseelte der Lichtgedanke, und wenn die Kirche auch verstand, diesem Gedanken eine ihrem Wesen gemäße Ausdrucksform zu verleihen, so blieb im Grunde doch die alte Sehnsucht als wesentlichste Erscheinung. Ein Wunder ist bas freilich nicht bei einem Volke, in dessen Breiten sich die unwirtliche Jahreszeit ganz anders auswirkt, als etwa bei den Völkern in den südlichen Zonen. Um so inniger formt sich deshalb unser Weihnachtserleben, das die Empfindungsttefe des deutschen Gemüts widerspiegelt, während es anderswo vielfach in Aeußerlichkeiten verebbt. Hat aber in anderen Jahren die Adventszeit bei uns ihren köstlichen Zauber entfacht, fo geschieht es in diesem Jahre des Krieges nicht minder. Der Lichtgedanke in dem Sinne eines geistigen Faktors bewegt uns mehr denn je, unb wenn wir an bas Oie Lebensmittelzuteilung vom 4. bis 40. Dezember 4939. Müsse für die Familiensorschung finden. Beachtenswert sind ferner zwei alte ZinsbücheiL von 1495 und 1533, deren Eintragungen die an dis damalige Landesherrfchaft abzuliefernden Zahlun». gen und deren Fälligkeiten aufmeifen. Die Gießener Stabtrechnungen von 1542 ab bis in untere neueste Zeit hinein sind in dem Archiv ebenfalls vorhanden, aus der älteren Zeit fast tüt« fenlos, aus ber neueren Zeit vollständig. Die Ho«, spitalrechnungen (Armen- und Krankenwesen) sind bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts in dem Archiv anzutreffen. Aus der neuesten Zeit ist natürlich alles Mats« rial aus den Geschäften ber Stabtverwaltung, soweit es schon archivreif ist, hier zusammengesaht. U. a. ist auch bereits bas ältere Gemeindearchiv von Wieseck, bis Anfang 1820 reichend, übernommen worden, bas Archiv von Klein- Linden wird noch eingegüebert werden. Bei bet vorstehenben Auszählung hanbelt es sich nicht etwa um eine vollständige Kennzeichnung ber Archivbe^ ftänbe, sonbern nur um eine auszugsweise Inhaltsangabe über bie wichtigsten unb interessantesten Schätze. Das Stadtarchiv dient in erster Linie natürUch den Zwecken ber Stadtverwaltung selbst. Daneben findet es auch für die Familienforschung in weitem Ausmaß Verwendung, da es eine besonders wertvolle Quelle der Gießener Stadtgeschichte darstellt. Die Archivbestände sind weiterhin eine geschätzte Grundlage für Dissertationen, auf der bisher u. a. Dissertationen über den Gießener Wald, über die Geographie von Gießen, über die Geschichte des Veterinärwesens usw. entstanden sind. Für dis Zwecke der Namenforschung (Personen- und Flurnamen) und für mancherlei wissenschaftliche Arbeiten, ja sogar für die Durchführung eines Prozesses, mußten die Archivbestänbe als Quelle dienen. Aus diesem reichen Schatz ber Gießener Lokalgeschichte sind auch für die Folgezeit noch mancherlei interessante und bedeutungsvolle Arbeiten zu erwarten. B. Bestände von 1600 bis etwa 1840. Don den Archiv - beständen sind als besonders wertvoll unb interessant bie alten Lanbtagsakten aus ber Zeit bis 1800 anzusehen, als Gießen Vorort für ganz Oberhessen war; bie Akten erstrecken sich in ihrer Gültigkeit auf bas ganze Lanb Hessen. Aus ber Zeit von Mitte bes 16. Jahrhunberts unb Anfang des 17. Jahrhunderts find Gerichts bücher besonders bemerkenswert, in benen sich Eintragungen im Rahmen ber damaligen ftäbtifchen freiwilligen Gerichtsbarkeit vorfinden. Diese Gerichtsbücher find für bie Zeit von 1552 bis 1614 mit einigen Lücken vorhanden, sie stellen gewissermaßen die Vorläufer bes heutigen Grundbuchs bar, allerdings waren damals die (Eintragungen freiwillig. Ihre Fortsetzung fanden diese Bücher in den ftabt» geschichtlich besonders wertvollen unb interessanten Kontraktenprotokolle, bie etwa ben Büchern unseres heutigen Ortsgerichts zu vergleichen sind. Diese Dokumente, die seit etwa 1600 bis zur Mitte bes 185Jahrhunderts vorliegen, sind besonders für die Familienforschung von großer Bedeutung. In diesen Protokollen aus der Zeit von 1643 bis 1689 unb von 1707 bis 1773 — es klafft also zwischen den beiden Materialgruppen eine große Lücke — findet man interessante Eintragungen über Grunbstückskäuse und -tausche, Schenkungen, Güterteilungen, Erbschaften usw., alles Material, das für bie Gießener Familienforschung in vielerlei Hinsicht sehr aufschlußreich ist. Nicht ntinber interessant ist bas etwa um 1600 einsetzende Gießener Bürge rbuch, das ein Verzeichnis derjenigen Bürger darstellt, bie bas Bürgerrecht hatten. Auch in biesem Buche, bas in gewissem Ausmaße ein Vorläufer des heutigen Adreßbuches ist, kann man viele wertvolle Auf- kommende Weihnachtsfest denken, bann entfachen wir erst recht bas Licht in unseren Herzen. Die Verbundenheit mit unseren Lieben draußen und daheim, bas Bemühen, ihnen zum Fest der Liede eine herzliche Freude zu bereiten, verleihen diesen Adventswochen den weihevollen Glanz tiefer Empfindungen. So geht durch die Häuser der deutschen Familie in ben dunklen Tagen vor dem Fest der gute Geist der Gemeinschaft. Er zündet helle Lichter an, deren symbolische Kraft es vermag, bie Herzen warm unb empfänglich zu machen für bie Hingabe, die sich nicht erschöpft im Tun unb Handeln für den einzelnen, bie vielmehr darauf sinnt, dem Großen und Ganzen zu dienen. Wo immer auch in den besinnlichen Abendstunden fleißige Hände rege sind, wo bie heimlichen Vorbereitungen für bas weihnachtliche Geschehen erfolgen: überall ist jener gute Geist wirksam, ber bas Gemeinschaftserlebnis zu werfen weiß. Wir haben uns mit bem Betreuer unb Bearbeiter des Archivs der Gießener Stabt- verwaltung, Bibliothekar Dr. Lehnert, über bas Werden des Gießener Stadtarchivs und dessen Material für bie Geschichtsschreibung unserer Stabt unterhalten. Dabei ergab sich eine Fülle von interessanten Dingen, aus der hier eine Zusammenfassung in großer Linie gegeben sei. Das Gießener Stabtarchiv ist gegenwärtig im Hause ber früheren Burschenschaft Akemannia an ber Gutenbergstraße untergebracht. Es hat in ber Zeit feines Bestehens schon vielfach fein Obdach gewechselt. Lange Jahre befand es sich im alten Stadthaus, bann fand es feine Aufbewahrung in ber früheren Milchküche (Säuglingsheim) in ber Kirchstraße. Hierauf wurde es im Dachgeschoß ber Oberrealschule eingerichtet, bann erhielt es Räume in ber Universitäts-Bibliothek. Don bort mußte es aus dringlichen Gründen in bie Kellerräume ber Oberschule für Mäbchen überführt werden, und von da kam es nun in bas frühere Alemannen-Haus, wo es tm ersten Stockwerk fein Heim hat. Diele Jahre lang wurde bas Stadtarchiv von bem im September 1933 verstorbenen Direktor ber Universitäts-Bibliothek Professor Dr. Ebel betreut und bearbeitet. Seit dessen Tode ist bas Archiv der sorgsamen Pflege unb stark interessierten Arbeit bes Bibliothekars Dr. Lehnert an vertraut. Der Bestand bes Gießener Stadtarchivs umfaßt gegenwärtig etwa 2000 Urkunden unb Rechnungsbände aus der Zeit um 1600 bis heute, ferner eine Bibliothek von rund 800 Bänden und etwas über 100 Urkunden. Das Archiv ist zur Zeit in der Neuordnung begriffen, die in Kürze abgeschlossen sein wird; im wesentlichen geordnet sind bis jetzt die Darum freuen wir uns dieser schönen Wochen des vorweihnachtlichen Wirkens. Sie geben bem Alltag einen Schimmer stiller Seligkeit, der feinen Ursprung nimmt von bem Hellen Licht, bas sich in unseren Herzen entzündet hat. H. W. Sch. HSOAp., Gießen-Nord. Am Dienstag, 5. Dezember, um 20 Uhr, findet '.in Eaft Leib, Walltorstraße, ein ttamerabschaftsabend ber Ortsgruppe Gießen-Nord in Verbindung mit ber NS.-Gemeinschaft ,Kraft durch Freude" statt, ;u dem alle Partei- unb Volksgenossen hierdurch ungeladen werden. Es wird das große DarietS- programm „Der bunte Vogel" gebracht. (Eintritts» tarten sind im Vorverkauf bei den Mockleitern unb auf der Geschäftsstelle, Marburger Straße 20, erhältlich. ZM-Untergau 116 Gießen. Befr: Wochenendfchulung. Ich erinnere an bie Dezember-Wochenenbschulun- jen bes ganzen JM.-Untergaues in den Standorten Äch, Heuchelheim (bzw. Gießen), Watzenborn- Steinberg, Großen-Bufeck, Lollar, Laubach, Grünberg, Dfarben, Friedberg, Bad-Nauheim, Butzbach. Die Schulung für ben Ring Gießen-Stabt ist am 10.12. 939. Gertrud Samper, JM.-Untergauführerin. Dornotizen. Tageskalender für Samstag. Glorta-Palast, Seltersweg: „DIII88". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Königswalzer". — Ar- tilleristen-Kameradschaft 1895: 20.30 Uhr „Hessischer Hof". Tageskalender für Sonntag. NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude", Volkse bitbungsftätte Gießen: 11 Uhr im Großen Hörsaal ber Landwirtschaftlichen Institute, Senckenbergstraße, Vortrag Professor Dr. Sessous: „Wie steht es um die Sojabohne?" — Stabttheater: 11.30 bis 12.30 Uhr „Klassischer Humor"; 14.30 bis 17 Uhr Lebensrnittel Normalverbraucher Gramm Schwerarbeiter Gramm Schwerstarbeiter Gramm bis 3 Jahre Gramm Kinder 3—6 Jahre Gramm 6—14 Jahre Gramm Brot.............. 2400 2900 3900 1100 1100 *) Siehe oder 1900 g Brot u. 375 g Mehl und 500 g Brot od. 375 g Mehl sowie für jed bezeichnete 60 g unb 500 g Brot od. 375 g Mehl en mit a u. b n Abschnitt Brot oder 600 g Brot u. 375 g Mehl oder 600 g Brot u. 375 g Mehl Fußnote Fleisch ob. Fleischwar. 625 1125 1325 375 375 625 Butter............. 250 250 250 250 375 250 Margarine ob. Del... 90 130 255 — — 125 Schmalz ob. Speck... 62,5 125 437,5 — — — Käse .............. 62,5 62,5 oder 62,5 oder 62,5 62,5 oder 62,5 oder oder ober 125 g Quarg 125 g Quarg, 125 g Quarg 125 g Quarg 125 g Quarg 125 g Quarg Vollmilch.......... nur für werden Mütter, Wöchr die Dauer vor ferner für besor y2 Liter, )e u. stillende terinnen für 6 Wochen, tbere Berufe % Liter y2 Liter y4 Liter Marmelade......... 100 100 100 100 100 100 ob. 40g Zucker ob. 40g Zucker ob. 40 g Zucker ob. 40g Zucker ob. 40g Zucker ob. 40 g Zucker Zucker............. 250 250 250 250 250 250 Eier............... nach Aufruf nach Aufruf nach Aufruf nach Aufruf nach Aufruf nach Aufruf gibt cs Mondamin ans die Krcnz- Abfchnittc der Ueichsbrattarte für Kinder bis zu t» Jahren, iind zwar pro Monat zwei Pakete zn je 250 g = 500 g M ondamin. am Mitt« Aus der Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes Uhr: Hafenkonzert auf dem Dampfer „Wadai* *)U& ÜMid wächst - uud u»it ihu* wächst eu* ftofritat! der Weihnachtsmarkt in diesem Jahre nicht in der üblichen Form stattfinden kann. Den ortsansässigen ambulanten Gewerbetreibenden wird die Möglichkeit gegeben, auf dem Wochenmarkt ihre Stände auszu- schlagen. ** Eine Fünfundsiebzigjährige. Am morgigen Sonntag, 3. Dezember, kann Frau Theo« dore DogelWwe., Schützenstraße 5, ihren 75. Geburtstag feiern. Wir beglückwünschen herzlich. Strafkammer Gießen. Rundfunkprogramm Sonntag, 3. Dezember: Weihnachtsausstellung des Oberhefsischen Kunstvereins Straße und stieß mit einem ihm entgegenkommen. den Motorradfahrer zusammen, wodurch dieser tödlich, die Mitfahrerin leicht verletzt wurde. Der Anklagevertreter beantragte eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten. Der Verteidiger führte aus, die Schuld des Angeklagten an dem Zusammenstoß sei nicht so groß, daß das Straffreiheitsgesetz nicht Platz greifen könnte Der Angeklagte wurde der fahrlässigen Lotung in Tateinheit mit einer Uebertretung der Reichsstraßen, verkehrsordnung schuldig erkannt und zu^iner Ge, fängnisstrafe von vier MonSten ver- urteilt. Strafmildernd wurde berücksichtigt daß den Motorradfahrer ein Mitverschulden trifft, straferschwerend dagegen, daß der Angeklagte ®egen oerkehrswidrigem Fahren bereits mehrmals bestraft wurde. Amtsgericht Gießen Der E. T. in Henriettenhof wurde beschuldigt, in der Nacht vom 4./5. April in Birklar aus einem offenen Schuppen eine zum Trockenen ausgehängte Hofe und eine Strickweste entwendet zu haben. Der Angeklagte ist ein rückfälliger Dieb. Er bestritt den Diebstahl, wurde aber in der Hauptverhandlung überführt. Dem Antrag des Ankagevertreters entsprechend wurde er unter nochmaliger Annahme mildernder Umstände zu einer Gefängnis- träfe von 9 .Monaten verurteilt. „Der gestiefelte Kater": 19 bis 22 Uhr „Gasparone". — Gloria-Palast, Seltersweg: Dill88"; vormittags 11 Uhr „Mit der Hapag rund um die Welt". — Lichtspiechaus, Bahnhofstraße: „Königswalzer" -- Oberhessischer Kunstverem: 11 bis 13 Uhr und 14 bis 16 Uhr Weihnachtsausstellung oberhessischer Künstler im Turmhaus am Brand. Sladtthealer Gießen. Arn Sonntag, 3. Dezember, findet die 4. Morgenveranstaltung statt. In dieser Veranstaltung kommt der Humor der großen Klassiker in weniger be- kannten Dichtungen dieser Meister zu Wort. Kam- mermusik und Lieder umrahmen die Rezitationen. Leitung: Franz Schneider-Facius. Musikalische Leitung Richard Boeck. Am Flügel: Richard Boeck. Am Sonntagnachmittag wird zum erstenmal das Märchen „Der gestiefelte Kater" aufgeführt Die Spielleitung dieses lustigen Spieles, das von Arthur Wagner mit der Musik von Josef Dorsmann nach Grimms Märchen bearbeitet ist, hat Karl Dolck. Die musikalische Leitung hat Richard Boeck die der Tanzgruppe Thea Maaß. Anfang 14.30 Uhr. Ende ^Am Sonntagabend gelangt die Operette von Karl Millöcker „Gasparone" zur Aufführung. Musikalische Leitung: Heinz Markwardt; Spielleitung Harry Grüneke. Anfang 19 Uhr, Ende 22 Uhr. Außer Miete. Gießener Wochenmarktpreife. • Gießen, 2. Dez. Aus dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,60 RM., Käse, das Stück 5 bis 10, Wirsing, H kg 6 bis 10 Rpf., 50 kg 6 RM., Weißkraut, XA kg 5 bis 7 Rpf., 50 kg 4 bis 5 RM., Rotkraut, % kg 8 bis 10 Rpf., 50 kg 7 RM., aelbe Ruben, % kg 7 bis 9 Rpf., rote Rüben 9 bis 10, Spinat 25, Unterkohlrabi 5 bis 8, Grünkohl 15 bis 20, Rosen- kohl 25 bis 45, Feldsalat, ‘/io 10 bis 12, Zwiebeln, % kg 10, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kartoffeln, A kg 4 Rpf., 5 kg 40 Rpf., 50 kg 3,15 bis 3,45 RM., Aepfel, kg 15 bis 25 Rpf., Birnen 15 bis 20, Nüsse 50, Blumenkohl, das Stück 10 bis 60, Salat 5 bis 8, Endivien 5 bis 10, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 40, Rettich 5 bis 15 Rpf. * **WeihnachtsmarktaufdemWochen- markt. Der Oberbürgermeister gibt bekannt, daß Prüfung beiwohnende Vertreter der DRK.-Kreis- stelle Gießen, DRK.-Feldführer Dr. Gros, tonnte seiner Freude über dieses Ausbildungsergebrns Ausdruck geben und allen für die große und ersprießliche Arbeit danken. Kurze Worte der Begrüßung und des Glückwunsches sprach die DRK.- Oberwachtführerin Haase aus Gießen, die als Vertreterin der Bereitschastsdienstleiterin zusammen mit der Bereitschaftsführerin, DRK.-Haupthelferm Annemarie Honig aus Großen-Buseck erschienen war, aus. Zum Schluß sprach der Bürgermeister Kloos, der mit dem Ortsgruppenleiter der NSDAP. D ö II als Gast erschi-nen war, anerkennende Worte für die große und dankenswert ge- leistete Arbeit. Ein kameradschaftliches Beisammensein vereinigte die Anwärterinnen (9 aus Alten- Buseck, 8 aus Trohe und 4 aus Rödaen) und die an der Prüfung Beteiligten, wobei des Führers in Dankbarkeit und Treue gedacht wurde. Großen-Linden. Am 28. November wurde in Großen»Lin- d e n ein vom dortigen Arzt Dr. Speck geleiteter GrundausbiDungskursus des Deutschen Roten Kreuzes mit der- Abschlußprüfung zu Ende geführt. Im Beisein des Abgeordneten Volk, der Ortsfrauenschaftsleiterin Watz, der stellvertretenden Bereit- schastsdienstleiterin DRK.-Oberwachtführerin Sofie Wolf aus Gießen und der Bereitschaftsführerm, DRK.-Oberhelferin Weisel aus Watzenborn-Steinberg, sowie der DRK.-Helfer und -Helferinnen der Einheiten aus Leihaestern nahm der Leiter der Führungsabteilung der DRK.-Kreisftelle Gießen, DRK.-Hauptführer Dr. Trautmann, die Prüfung ab, nach deren Beendigung er allen 21 Teilnehmerinnen die mit Erfolg bestandene Prüfung mitteilen konnte. Er sprach sodann den um die Durchführung des Kursus bemühten und den Erfolg gewährleistenden Lehrkräften, Dr. Speck aus Großen-Linden, DRK.-Haupthelfer Zöller, DRK.- Vorhelfer Lang und den L-ang-Gönser DRK.- Anwärterinnen seinen Dank aus. Die zukünftigen Aufgaben einer DRK.-Helferin wurde den Prüflingen . noch kurz bekanntgegeben. Mit dem Gruß an den . Schirmherrn des Deutschen Roten Kreuzes, den ► Führer Adolf Hitler, wurde di« Veranstaltung be- : endet. Tagung des Neichskriegerbundes. LPD. Don der Gaukriegerführung Fulda-Werra des NS.-Reichskriegerbundes ist für den 13. und 14. Januar 1940 eine große Tagung der Kreiskrieger- führer, der stellvertretenden Kreiskriegerführer, der Kreispropagandaobmänner und anderer nach Eisenach einberufen worden. Auch die Reichskriegersüh- rung wird auf dieser Tagung vertreten sein. Sießen-Klein-Linden. Die nun der Stadt Gießen unterstellte Volks- und Schülerbücherei konnte infolge finanzieller Unterstützungen durch die Stadt und die Sparkasse Mein-Linden ihren Bücherbestand auf fast 600 Bände erhöhen. Für Jugendliche wurden Bücher von Tolten, Zedtwitz, Ferry und Kipp neu anae- schafft. Den Erwachsenen dienen neu angeschaffte Bücher von Beumelburg, Führing, Rothacker, Bertram, Bechthold und Lerch. Die Bücherei wird von einem Lehrer geleitet und steht unter der Auflicht der staatlichen Landesstelle für das Büchereiwesen in Hessen. Die Bücherei wird zur Zeit stark benutzt, die Ausgabestunden sind Donnerstagvormittag zwischen 11 und 12 Uhr. Die Benutzungsgebühren find so niedrig gehalten, daß es jedem Volksgenossen möglich ist, die Bücherei zu benutzen. Heuchelheim. In Heuchelheim fand die Abschlußprüfung der DRK.-Anwärter und Anwärterinnen im kleinen Saal der Turnhalle statt. Sie wurde durchgefuhrt vom Leiter der FührungsabteilungderDRK.-Kreis- stelle Gießen, DRK.-Hauptführer Dr. Trautmann aus Gießen, in Gegenwart des DRK.- Hauptführers und Adjutanten R ö h r als Vertreter der Kreisstelle Gießen und der Dereitschaftssuhre- rin DRK.-Oberwachtführerin Charlotte Haase aus Gießen. Als Gäste wohnten der Prüfung bei der Ortsgruppenleiter der NSDAP., W o b k e r, Bürgermeister Rinn und die Ortsfrauenschaftsleiterin, deren gemeinsamem Mitbemühen es zu danken war, daß der Ausbildungskursus in dieser Stärke zustande kam. Der leitende Arzt Dr. Trautmann konnte sich von der guten Ausbildung und dem recht guten Wissen aller Prüflinge überzeugen und zu deren Freude feststellen, daß alle 7 Anwärter und 13 Anwärterinnen die Prüfung bestanden hatten. Den Ausbildungskursus hatte bis zu seiner Embe- rufung Dr. Keller aus Heuchelheim geleitet, dessen Vorarbeit von DRK.-Haupthelfer Schom- burg und DRK.-Hauptführer Dr. Trautmann weiter geführt wurde. DRK.-Hauptführer und Adjutant Röhr dankte den Gästen für ihre Unter- stützung und forderte die DRK.-Anwärter und An- roärtertnnen zu reger Mitarbeit'und restlosem Einsatz im Dienste des Deutschen Roten Kreuzes auf. In seinen Abschlußworten konnte Dr. Traut- mann den Ausbildern und Prüflingen den Dank für die geleistete Arbeit aussprechen. Mit dem Treugruß an den Führer schloß der offizielle Teil. In kameradschaftlicher Weise blieben die Teilnehmer noch lange zusammen. Rödgen. Auch in diesem Jahre erfüllt der Oberhessische Kunstverein die schon traditionell gewordene Ausgabe, die Werke unserer heimischen Künstler möglichst vielen Volksgenossen nahe^ubringen. Der Kreis der Aussteller umfaßt alle in Oberhessen ansässigen Künstler. Es lassen sich etwa 25 Namen verzeichnen. Da ist es erklärlich, daß diesmal im Ausftellungs- saal im Turmhaus am Brandplatz vielerlei vereinigt ist. In lebhaften Kontrasten stehen sich die Temperamente gegenüber. Stark drängen fid) me Gegensätze der subjektiven kunstlen chen Persönlichkeiten auf. Unterschiedlich sind die Arbeiten im Hinblick auf Technik und Farbenbehandlung, Korn- Sosition und angestrebten Stimmungswerten, in lotiv und Format. .. „ Es ist natürlich nicht möglich, jede der ausgeftell- ten Arbeiten einer besonderen Bettachtung zu unter- ziehen. Nur ein gedrängter Ueberblick sei hier gegeben. Felix Klipstein (Laubach) zeiat einige seiner hervorragenden älteren graphischen Arbeiten, vor allem ein lebensvolles Selbstbildnis aus jüngeren Jahren. Lotte Droese (Gießen) zeigt Frauen- gestalten in lebendiger Bewegung und außerdem innige Stilleben, lockende Kirschen sowie Rosen von unendlicher Zartheit der Farbe. Durch Muller- Leute rt lernt man die Künstlerin außerdem in einem guten Porträt kennen. Einige raumige Land- schäften vom Mehr und von den Dünen, wie auch ein Apfel-Stilleben lassen erkennen, daß Muller- Leutert seiner Art künstlerischen Ausdrucks unwandelbar treu bleibt. Walter Kröll zeigt einen in großen Linien gesehen Ikarus und eimae Haff- landschaften von feinem Stimmungsgehalt. Auch das „Aufziehende Gewitter" verdient Beachtung. Don Hage naue r fallen einige in sicher geführten Strichen gezeichnete Bauernköpfe angenehm auf. Eine stark naturalistische Nvte tragen Ine Arbeiten von Levin (Merlau), dessen „Dorf tm Vogelsberg" nicht nur durch die starke malerische Auffassung, sondern auch durch die exakte Oeltechmk besticht. Von Geil fuß (Gießen) losen einige im Thema sehr originelle, humoristische bunte Zeich- nun gen vergnügliches Schmunzeln aus. Ein Kavi- nettstück von besonderem Reiz stellt eine barocke Reiter- und Kampfszene in kleinem Format dar, die von Professor Schlarb stammt. Emern hoffnungsvollen Talent begegnet man in Wol finger (Harheim), der mit einer stark impressionistischen Waldlandschaft angenehm überrascht. Außerdem fällt von ihm ein nahezu lebensgroßes Bud des Kreisleiters Backhaus auf. Margret Kranz beweist mit ihren charakteristischen Blumenstücken ihre künstlerische Eigenart. Mit veichältmsmäßig vielen Arbeiten sind Großhaus und Di ey mann (Lützellinden) vertreten. Ferner sieht man ArbeücN von Limpert, List, Rohrbach, Stephan und Fromman (Gießen), von .Dorring (Pfordt), Klingelhöfer (Großen-Lmden) und Schmidt (Friedberg). Eine Bereicherung erfahrt die Ausstellung durch eine kleine Schau des in sorgfältiger kunsthandwerklicher Technik hergestellten Silberschmuckes von Küchel (Gießen), durch die farbenprächtigen volkstümlichen Töpferwaren von Seitz (Homberg) und durch die plastischen Akte von Schmulb ach (Mainzlar). Die Ausstellung ergab sich aus den Zusendungen der Künstler, die einsenden tonnten, was sie für gut und der Ausstellung für würdig hielten. Die Ausstellungsleitung sah von einer ,Hury' ab und gab den Künstlern ohne Einschränkung Raum. So darf die Ausstellung immerhin als ein Querschnitt künstlerischen Schaffens in unserer Heimat gelten, auch wenn sie ohne Ausrichtung nach bestimmten Gesichtspunkten zustande kam. Heinrich Ludwig Neuner. In Rödgen wurde am 27. November die Abschlußprüfung des dort beendeten Grundausbil- oungskursus des Deuflchen Roten Kreuzes durchgeführt. Dabei konnte festgestellt werden, mit mel- cher Freude und Begeisterung die DRK.-Anwärterin- nen den Vorträgen des ausbildenden Arztes, Militär-Assistenzarztes Dr. Lezius, gefolgt waren. Der vortreffliche Stand ihres theoretischen und praktischen Könnens gab hiervon Zeugnis. Der der Llchlbildervortrag des Fliegerdichlers Dr. Supf in Sichen. Der nächste Vortragsabend, den der Goethe- Bund, Kaufmännische Verein und die angeschlossene Gesellschaft für Erd« und Völkerkunde in Arbeits- gemeinschaft mit der Volksbildunasstätte Gießen der NS -Gemeinschaft „Kraft durch Freude" am Mitt- woch, 6. Dezember, veranstalten, vermittelt ein besonderes Dorttagsereignis. Der bekannte Flieger- dichter Dr. Peter Supf wird zum erstenmal seinen Lichtbildervortrag „Werdezeit der deutschen Fliege- rer halten und damit in Gießen zur Uraufführung bringen. Dr. Supf, dessen ausgezeichneter Lichtbildervortrag „Flieger sehen die Welt" in unserer Stadt noch in bester Erinnerung steht, ist der Verfasser der ersten grundlegenden deutschen Flug- geschichte, die als ein Heldenepos deutschen Erfinder- geistes und vergessener Flugpioniere bezeichnet wurde. Der kommende Vortrag, der mit vielen, zum größten Teil unbekannten und erstmalig in einem Vortrag gezeigten Lichtbildern den schweren und opfervollen Weg bis in die fliegerische Gegenwart aufzeichnen wird, verdient besondere Beachtung. 6 Uhr: Hafenkonzert auf dem Dampfer „Wadai der Deutschen Afrika-Linien. 7 bis 7.15: Nachrich« ten. 8: Wir fingen den Sonntag ein! Ausführung: Der Chor des Reichssenders Frankfurt. 8.40: Dich' ter unserer Zeit: Paul Alverdes: „Brief an einen jungen französischen Offizier." 9: Wie schön ist fi ein Feiertag. 9.30: Gläubiges deutsches Herz. Em< Stunde der Besinnung am Feiertag. „Die Tat ist- alles." 10.25: Funkstille. 10.30: Die Schöpfung. Oratorium für Soli, Chor und Orchester, von Josef Haydn. 12: Das Tier und mir. Unterhaltsames um Belehrendes aus dem Frankfurter Ziergarten 12.30: Nachrichten. 12.40: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.15: Uns gehört der Sonntag! Gin Reigen sorgloser Melodien. 14.45: Für unsere Kinder: Das Weihnachtspreisrätsel für unsere Kinder. 15.25: Volkstum und Heimat: Spinnen und Weben. (&■ schichten um die Svinnstube. 16: Großes Wunschkonzert für die Wehrmacht. 17 bis 17.10: Nachrichten 19.10: Berichte. 20: Nachrichten. 20.15: lieber- tragung vom Deutschlandsender: Dazwischen: 22 bis 22.15: DD-Nachrichten. 24 bis 24.15: DD-Nach- Aus der engeren Heimat. Tödlicher Motorradunfall. • Steinbach, 2. Dezember. Gestern, gegen 18.50 Uhr, ereignete sich in der großen Kurve am Ortsausgang nach Gießen ein schwerer Unglücks- fall, dem leider ein Menschenleben zum Opfer fiel. Der 27jährige Heinrich Weh rum von hierüber sich mit seinem Motorrad auf der Fahrt von seiner Gießener Arbeitsstätte nach Hause befand, wurde, soweit die bisherigen Ermittlungen ergaben, aus der Kurve getragen und stürzte so schwer, daß seine sofortige Ueberfuhrung in ärztliche Behandlung nach Gießen notwendig wurde. Er wurde in das evaw gelische Schwesternhaus aebracht, wo er heute morgen den erlittenen Verletzungen erlag. Landkreis Gietzen. Leihgestern, 2. Dez. Seinen 83. Gell u rt s t a g kann am nächsten Montaa, 4. Dezember, der Landwirt Johannes Heß XXL, Hinden- burgstraße dahier wohnhaft, in guter Gesundheit begehen. Dem alten Herrn unseren herzlichen Glückwunsch. wg Großen. Bus-ck, r. Dez. Am s-ltrigen Freitag feierte der frühere Zimmermann und Landwirt Heinrich Dort, wohnhaft Schloßsttaße, feinen 8 3. Geburtstag. Der Jubilar erfreut sich noch aller körperlichen und geistigen Frische und verfolgt mit regem Anteil die Geschehnisse unserer Zeit. Frau Margarethe Wagner Wwe., geb. Münch, Alten-Busecker Straße, feierte dieser Tage, ebenfalls bei guter Gesundheit, ihren 8 7. Ge- burtstag. Beiden Jubilaren nachträglich unsere herzlichen Glückwünsche. kreis Alsfeld. —Homberg, 2. Dez. Am gestrigen Freitag feierte der ehemalige Weißbindermeister Peter Fischer seinen 8 2. und am heutigen Samstaa be- geht der ehemalige Spenglermeister und ßanbroirt Heinrich Weitzel seinen 73. Geburtstag. Beide hochbetagte Männer erfreuen sich guter Gesundheit. Wir beglückwünschen herzlich. kreis Vehlar. (D Krofdorf, 2. Dezember. Frau Witwe Wil- belntine Schmidt, geb. Bender, von hier, Hauptstraße 260, vollendet am kommenden Montag, ihr 8 0. Lebensjahr. Ausgerüstet mit guter Ge- Mund geistiger Frische erfüllt die Jubilarin se ihrer Angehörigen noch häusliche Pflichten. Das tiefen ohne Brille macht ihr noch keine Mühe. An der Seite chres im vorigen Jahre verstorbenen Gatten erzog sie in einem arbeitsreichen ' Leben sechs Kinder, von denen zwei Söhne im 1 Weltkrieg 1914/18 ihr Leben für Volk und Vater- 1 land Hingaben. Der Jubilarin unseren herzlichen ' Glückwunsch. Der W. K. in Offenbach a. M. war angeklagt, am 14. Juli in Grebenhain durch Fahrlässigkeit den Tod eines Menschen und die Körperverletzung eines anderen verursacht zu haben. K. überholte in einer Kurve mit seinem Personenkraftwagen einen Handwagen, kam dabei unter Außerachtlassung der er- forderlichen Sorgfalt, zu der er traft seines Berufs besonders verpflichtet war, zu weit in die Mitte der richten. Rechtzeitige Auflieferung der Pakete und Päckchen zu Weihnachten. Die Deutsche Reichspost fordert in diesem Jahr mit Rücksicht auf die besonderen Verhältnisse der Kriegszeit die Bevölkerung auf, ihre Pakete und Päckchen — auch Feldpostpäckchen —, die rechtzeitig zum Fest vorliegen sollen, spätestens bis zum 15. Dezember "ufzuliefern. Nur bann kann erwartet werden, bc* die Sendungen die Empfänger noch zum Fest erreichen. Alle, die mit Gaben eine Weihnachtsfreude bereiten wollen, mögen daran denken und ihre Sendungen möglichst bald der Post übergeben. , Grüße an btt Seimar. Vier Soldaten von der Westfront schickten uns eine Karte mit der Ditte, die besten Front grüße an die hessische Heimat zu übermitteln. Dieser Bitte der feldgrauen Kämpfer — der Gefreiten Heinrich Weißmüller aus Gießen, Otto Röhrsheim aus Krofdorf, Konrad Klein aus Salzböden und des Soldaten Heinrich A l l e n d o r f als Alsfeld — kommen wir hiermit gerne nach. Den Kame^den am Westwall entbieten wir zugleich die herzlichsten Grüße und besten Wünsche der Heimat für eine gesunde und siegreiche Heimkehr. tiin stünfhunderter in der Kriegs-WSW.-Lotterie. Am gestrigen Freitagabend zog ein Feldwebel, der in Polen mitgekämpft und sich dort das Eiserne Kreuz erworben hatte, bei einer Erholungsstunde in einem hiesigen Caf6 ein Los der Kriegs-WHW.- ßotterie mit dem schönen Gewinn von RM. 500.—. Seit Beginn der Lotterie, den 15. November, ist dies der zweite Fünfhunderter, der in Gießen in der Kriegs-WHW.-tiotterie gezogen wurde. Die Los- kästen bergen aber Immer noch eine große Anzahl Gewinne, darunter auch noch manchen Fünf- hunderter. Ein Kapital, das einst Ihrem Kind den Eintritt ins Leben, in den Beruf, in die Ehe erleichtern solll Ein Kapital dessen Auszahlung durch einen Versicherungsvertrag garantiert wird, das auch dann zur Auszahlung gelangt wenn durch das Ableben des Vaters die Beiträge nicht mehr gezahlt werden können. -Welch eine verantwortungsbewußte Tai der Eltern, die Zukunft des Kindes zu sichern - durch den Abschluß einer Kinderversorgungsversicherung, einer Berufsausbildungs- bzw. Aussteuerversicherungl >at. O.A.-'Spoit Es ist ohne weiteres klar, daß mir uns mit 05273 7111V Darmstadt, den 2. Dezember 1939. MSv ltl» 7106D 7114D im Alter von 83 Jahren. 7110V urst recht '* ieEh® ruo^8* durch \Velch djerö' **7^Giesser. rriedrichstr.7 Lieferant aller Kassen i Mltcha und M straße, |i|. erfreut sitz rische d sie unfere: lefer lojt 87. Ti. sich Uliski! In tiefer Trauen Familie Karl Pauli III. Familie Georg Pauli Familie Georg Velten Einlagen Leibbinden Gummi- strömpfe 6475 A J. Frohn Marktplatz 19 Lieferant aller Krankenkass. Ml» nirve H Nüij. Jlrä' In tiefer Trauer: Familie H. Peucker Familie H. Alffen Familie W. Döringer Familie W. Heinrich. Lollar, Marburg, Gießen, den 1. Dezember 1939. Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 3. Dezember, nachmittags 3 Uhr statt. Statt Karten. Für die vielen wohltuenden Beweise herzlicher Teilnahme und Blumenspenden beim Heimgang unsres lieben Kindes sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Erich und Luise Espich- Lollar, im Dezember 1939. Nach kurzer Krankheit verschied am 30. November, vormittags 11 Uhr, meine unvergeßliche, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Katharina Seipp, geb. Moos im nahezu vollendeten 76. Lebensjahre. sen Freit« Peter Fi> mstaa ib ) Laimin urtstoi guter Tb Nachruf. Nach kurzem Leiden verschied am Mittwoch, 29. November 1939, unser Gefolgschaftsmitglied Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die uns beim Heimgang unserer lieben, unvergeßlichen Entschlafenen zuteil wurden, für die vielen Kranz- und Blumenspenden, sowie die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Germer am Grabe, sagen wir auf diesem Wege allen unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Erwin Pfaff Familie Willy Pfaff. Gießen, den 2. Dezember 1939. ‘tritt ?3 n6nii, Der Reichssportführer in Olympia. RSichssportführer von Tschammer und Osten ist zusammen ntit Dr. Earl Diem zu einem kurzen Aufenthalt in Achen eingetroffen, wo er auf dem Flughafen von Unterstaatsfekretär Spentzas vom Kultusministerium, dem Athener Bürgermeister P l y t a s sowie führenden Männern des griechischen Sports empfangen wurde. Die Reise gilt einem Besuch der auf Wunsch des Führers in Olympia vorgenommenen Ausgrabungen der Kampfstätte der alten Olympischen Spiele. Die Ausgrabungen sind jetzt so weit vorgeschritten, daß das einstige Stadion völlig freigefegt ist. Witwe M jicr, Olt* K guter @b i Fudilm iliche PM noch Jahnw rbeitsreil^ Söhne c und M n herz^' 8 eihtö leU8t< 83. Ti. 4. dtM fiinh lndyeit bb jen At Johannes Leuning aus Gießen Wir haben ihn in langjähriger Tätigkeit und Zusammenarbeit als einen tüchtigen Mitarbeiter und guten Kameraden kennen gelernt und werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren Gießen, den 30. November 1939 Betriebsführung und Gefolgschaft der Firma Poppe ri «L iianW w- SM .denn Erleichterung bei bringt । die leichte; von Kampfe-Verderb Etwas zu haben. Das soll und darf sich nicht wiederholen. Es muß mit dem, was vorhanden ist und für die Heimat zur Verfügung gestellt werden kann, unbedingt hausgehalten werden. Das gilt für neues Schuhwerk, das gilt erst recht für Reparaturen, mit denen die Schuhmacher vielfach in einer Weise überlaufen worden sind, die sich nicht mehr rechtfertigen läßt. Es muß allen Volksgenossen eingehämmert werden, daß alles, was wir brauch e n, d a ist, auch Schuhe und Leder, daß aber jeder nicht mehr beanspruchen kann und darf, als er unbedingt benötigt. Ausnahmen von der Regel gibt es immer, so für den Arbeitsprozeß, so für Kinder im Wachstum. Das alles kann berücksichtigt werden, das alles wird auch berücksichtigt, aber es wird verlangt, daß jeder Volksgenosse auf die Gesamtheit Rücksicht nimmt. Wir können und sollen weiter zerrissenes Schuhwerk nähen und besohlen lassen. G e - flickte Schuhe tragen ist keine Schande! Wtr können bei Reparaturen auf vollwertigen Ersatz für Leder zurückgreifen, auf Gummi- und Faser- sohlen. Zeder Sportsmann z. B. weiß aus Erfah- III. Tschammerpokal-Schlußrunde. Vom Reichsfachamt Fußball werden die Paarungen für die III. Schlußrunde des Tfchammer- Pokal-Wettbewerbes am 10. Dezember bekanntgegeben. Zuvor spielen am 3. Dezember Fortuna Düsseldorf — FSV. Frankfurt und Spvg. Köln- Sülz 07 — Westende Hamborn; damit werden die beiden ausgefallenen Kämpfe der II. Schlußrunde nachgeholt. Die Paarungen der III. Schlußrunde am 10. 12. lauten: Blauweiß Berlin — Spfr. Leipzig BC. Hartha — 1. FC. Nürnberg WKG. Neumeyer Nürnberg — Berliner SV. 92 Rapid Wien — Vorw. Rasensp. Gleiwitz Für die vielen Beweise aufrichtiger Anteilnahme an dem schmerzlichen Verlust, der uns durch das Hinscheiden unseres lieben Vaters und Großvaters betroffen hat, danken wir herzlich. Dr. Heinrich Bausch Ilse Bausch, geb. Horn und Kinder. Ganz einerlei, ob der von England organisierte Handelskrieg gegen Deutschland und die Neutralen Jahre dauert oder nicht, ohne Rücksicht auch darauf, ob das britische Imperium früher oder später zusammenbricht, ist es ein zwingendes Gebot der Vorsicht, mit allem Material, das unbedingt ae° braucht wird, pfleglich umzuaehen. So haben wir einen Ueberflutz an Kohlen, sind sogar das reichste Kohlenland Europas und eines der reichsten Kohlenländer der ganzen Erde, wirtschaften aber trotzdem mit der Kohle überlegt und sorgsam So geht es mit Zucker und Kartoffeln, um nur Bedarfsgüter zu nennen, die wir in überreichem Maße selbst erzeugen. So muß es nun auch mit Schuh und Leder gehen, was leider manche Volksgenossen noch immer nicht recht begriffen haben. Leder ist reichlich vorhanden, mehr sogar als nor- malen Zeiten: allein es ist ein Verbraucher da, der übernormal verbraucht, der aber gerade deswegen in ganzem Umfang versorgt werden muß: die Wehrmacht. Es würde bestimmt für die Heimat keine Schwierigkeiten geben, hätte sich eben jeder Volksgenosse von Anfang an darauf eingestellt, daß er es nicht allein ist, gegen den England den Handels- krieg führt. Jeder in der Heimat muß sich zu allen Zeiten daran erinnern und jederzeit danach handeln, daß er im Wirtschaftskrieg Englands gegen Deutschland nicht untätiger Zuschauer sein kann, sondern tatsächlich ein Kämpfer in der Wirt- schafts front ist. Jeder kann sich hier auszeich- ntn, jeder kann dazu beitragen, daß England den Wirtschaftskrieg auf der ganzen Linie verliert. Voraussetzung dafür ist, daß er sich in allen Dingen des täglichen Verbrauchs und Bedarfs auf die gegebene Lage einstellt. DfL. Köln 99 -r- Wacker Wien <523. Waldhof — DfL. Osnabrück Fort. Düsseldorf oder FSV. Frankfurt — Tennis Borussia Berlin: Hamburg SV. — Köln-Sülz 07 oder Westende Hamborn. Ratsherren-Sitzung in Laubach. 0 Laubach, 30. November. In der gestrigen Sitzung der Ratsherren legte Bürgermeister Höay die städtische Rechnung für 1938 vor. Sie schloß für den Betrieb in Einnahme mit 238 643,73 RM., in Ausgabe mit 238 673,73 RM. (1937: 231 295,33 RM.) ab. Die liquidierten Ausstände betrugen 3088,50 RM., die Vorlagen 754,34 RM. In der Abteilung für das Vermögen waren 2984,85 RM. in Einnahme und Ausgabe gebucht. Nach Anhörung der Ratsherren wurde die Haushaltssatzung für 19 39 erlassen. Der ordentliche Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1939 Wenn Äugen versagen Magnus-Brillen tragen! schließt in Einnahmen und Ausgaben mit je 208 827 RM. (1938: 214 673,84 RM.), der außerordentliche Haushaltsplan mit je 531 RM. (1938: 24 204,84 RM.) ab. Die Steuersätze für die Gemeindesteuern würden wie folgt festgesetzt: 1. Grundsteuer a) von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben auf 114 v. H. der Steuermehbeträge; b) von Grundstücken 105 v. H.; 2. Gewerbesteuer vom Gewerbeertrag und Gewerbekapital auf 280 v. H. des einheitlichen Steuermeßbetrages: 3. Bürgersteuer: 500 v. H. des Reichssatzes: 4. Zweigstellensteuer mit 364 v. H. der gemeindlichen Gewerbesteuer: 5. Hundesteuer mit einem Jahresbetraa von 16 RM. Sodann gab der Bürgermeister bekannt, daß im Einverständnis mit dem Kreisleiter die neue Verbindung zwischen Schottener- und Stiftsstraße in Horst-Wessel-Straße neubenannt und die bisherige Kaiserstraße in Adolf-Hitler-Straße umbenannt worden sei. Weiterhin wurden für die im vergangenen Sommer erfolgte Instandsetzung von zwei Fachwerkhäusern Zuschüsse gewährt. Sodann wurde beschlossen, mit Wirkung vom 1. Januar 1940 an Privatbekanntmachungen durch die Ortsschelle nicht mehr erfolgen zu lassen. Eine kurze vertrauliche Besprechung schloß sich an. Rheuma- Beschwer-en Herr Fritz Stetefeld, Konzert, sänger, Nürnberg, Goethestr. 44, schreibt am 16.10.39: ,^mmer wieder leide ich, besonders in der Uebergangszeit, an rheumatischen Beschwerden, die ich mir im Weltkrieg zugezogen habe. Die Trineral-Ovaltabletten wirken bet mir hervorragend. Schon wenige Tabletten machen mich schmerz- und beschwerdesrei. Aus Dankbarkeit teile ich Ihnen dies gerne mit." Bei allen Erkältungskrankheiten, Grippe, Rheuma, JSchias. Nerven- u. Kopfschmerzen haben sich die hochwirksamen Triueral-Ovaltabletten bestens bewährt. Keine unangenehmen Nebenwirkungen auch bei Magen-, Herz- oder Darmempfindltchkeit. Machen auch Sie einen Versuch! Packung 20 Tabletten nur 79 Pfg. In «tnschl. Apoth. erhältlich oder durch Trineral GmbH. München 27. Hausfrau, begreife: ATA fpart Seife! An jedes Waschbecken gehört eine Flasche ATA. ATA ist beim Händerer* nigen (allein oder auch in Verbindung! mit etwas Seife) ein ganz ausgezeichnetes Mittel, Seife zu sparen- JFATA UcstjesteUt in dm Jkrsd- Werken. Bekanntmachung. Der für die Zeit vom 9. big 17. 12. 1939 vor- gesehene Deihnachtsmarkl kann durch die Zeitumstände nicht in der seitherigen Weise abgehalten werden. Es besteht jedoch für die ortsansässigen ambulanten Gewerbetreibenden die Möglichkeit, während der obengenannten Zeit auf dem Dochenmarkt einen Verkauf ihrer Waren einzurichten. 7131C Interessenten wollen sich im Stadthaus, Bergstraße 20 — Zimmer Nr. 18 — melden. Gießen, den 2. Dezember 1939. Der Oberbürgermeister. I. V.: Nicolaus. Ein guter Gedanke Wir schenken unserer Mutter, unserer Tochter einen Webrahmen mit Material und allem Zubehör Rat und Anleitung bei C. Röhr & Co. _____________________________________ 5172A IMHiHerj wie Kleiderstoffe Kunstseidenstoffe Mantelstoffe Kinderkleiderstoffe und anderes mehr in großer Auswahl zu unseren bekannt niedrigen Preisen Stoffspezialhaus I Bernard & Sohn I Gießen, Plockstraße 14-16 Unsere Geschäftsräume sind durchgehend geöffnet Goelhe-BöDd und hauimänniicher Verein GIESSEN in Arbeitsgemeinschaft mit d.Volksbildungsstätte Gießen der NS.-Gemeinschaft Kraft durch Freude Mittwoch, den 6. Dezember 1939, abends 8 Uhr, in der NEUEN AULA der Universität Uraufführung des Lichtbilder-Vortrages des Fliegerdichters Dr. Peter Supf: Werdezeit der deutschen Fliederei Die Mitglieder des Goethe-Bnndes nnd des Kaufmann. Vereins haben freien Eintritt (für GB. blauer Kontrollabschnitt Nr. 1, für K.V. Kontrollabschnitt Nr. 4). Mitglieder der Gesellschaft ftir Erd-nnd Völkerkunde erhalten gegen Rückgabe des G.B.-Gutscheins Nr. 4 Eintrittskarten zum ermäßigten Preise von 50 Pf., Mitglieder der NS.-Franenschaft, des Landschafts- hnndes Volkstum nnd Heimat zum Preise von 60 Pf. gegen Vorzeigen des Mitgliedsausweises, Nichtmitglieder zu 1RM. bei Challier und an der Abendkasse, Stndentenkarten zu 30 Pf. bei Hausverwalter Becker, Universitätsgebäude, HJ., BDM., Militär nnd Schüler zu 30 Pf., Angehörige der Volksbildungsstätte Gießen der NS.-Gemeinschaft KdF. zu 50 Pf. bei der Kartenverkaufsstelle der KdF. 7121D Gloria-Palast Einmalige Spnderveranstaltung Sonntag, den 3. Dez., vormitt. 11 Uhr: Der große Weltreisefilm der Hapag Mit der Hapag rund um die Welt Eine wundervolle Weltreise durch 33 verschiedene Länder der Erde. — Mit Vortrag von Herrn Kapitän Bloß, der persönlich anwesend ist. Sie erleben: Amerika, Europa, Indien, China, Japan, Honolulu, San Franzisko, Panamakanal, Neuyork. Versäumen Sie bitte diesen hochinteressanten Film und Vortrag nicht. Sichern Sie sich Plätze im Vorverkauf I Preise: RM. 0.50, 0.70, 1.00, 1.30, 1.50 Blumen Knöpfe usw. in schönen Modefarben Grobe Auswahl 7127 A Spitzen- u. Stickereistoffe Kragen / Westen / ' * A KOHLER für gute Herrenkleidung Verständnis für individuelle Wünsche Eigene Maßschneiderei für Anzüge und Uniformen in höchster Vollendung Im Alleinverkauf Markenkleidung v. Weltruf Lodenfabrik München 6580 A G Bitte ausech nei den nnd anfheben1 Neue Kurse n Kurzschrift u. Maschineschreiben Zeit: Dienstag und Freitag: 18.30-19.30 Anfänger-Lehrgang in Kurzschrift 19.30-20.30 Diktat, 60-100 Silben mit Uebungen 19.30-20.30 Erlernung der 10-Finger-Blindschreib- methode 20.45-21.45 Diktat, 160 und höher 19.30-20.30 Eilschrift für Anfänger Kursbeginn: Dienstag, 5. Dezember 1939 Zeit: Montag und Donnerstag: 19.30-20.30 Kurzschrift,Fortbildungu.Wiederholung 20.30-21.30 Diktat, 120-140 Silben Kursbeginn: Montag, 4. Dezember 1939 Unterrichtsränme: Oeffentliche Handelslehranstalt, Gießen, Werner- wall 11. - Anmeldung: Zu Beginn des Unterrichts 7115D Deutsche SlngrataM Ortsverein Giessen Jn festlicher fjülle unsere vankspardücher und fjeimfpatbüdifen DRESDNER BANK Male Ließen, Zoliannesstraße 1 Oberhessischer Kunstverein Turmhaus am Brand Weihnachtsausstellung oberhessischer Künstler (Oelgemälde, Plastik, Graphik und Kunstgewerbe) Oie Verlobung ihrer Tochter Marianne Mit Herrn Regierungs. asiessor Wilhelm Trauimann, z. Z. Leutnant in einem Artillerieregiment, geben bekannt Medizinalrat Or. Frih Hill und Frau Frieda, geb. Arfi Gießen, im Dezember 1939 Sismardstraße 41 Meine Verlobung mit Fräulein Marianne Hill beehre ich mich anzuzeigen Wilhelm Trautmann Reglerungsasseffor z. Z. Leutnant in einem Artillerieregiment Langen (Hessen) Odenwaldstraße 15 Dauer der Ausstellung: 3. bis 23. Dezember 1939. Besuchszeiten: Sonntags von 11 -13 und 14-16 Uhr Werktags von 15-16 Uhr Eintritt für Mitglieder frei „ „ Nichtmitglieder 0.30 RM. „ n Studenten,Soldaten u.Schüler 0.10 RM. 7120V NSG. „Kraft durch Freude“ Montag, den 4., und Dienstag, den 5. Dezember, abends 8 Uhr im Cafe Leib Gastspiel des weltbekannten russischen Theaters DKVWMKMgM in 20 Bildern mit Orchesterbegleitung Eintritt RM. 1.—. Karten-Vorverkauf: KdF.-Dienststelle, Schanzenstraße 18, Rickersche Universitäts-Buchhandlung, Seltersweg 58, und Friseur Schmidt, an der Bergkaserne. 7099 D + „Brudileiflenfle hört zu!“ 4- Sie zu mir in die Sprechstunde kommen, lassen Sie sich von DCuOt mir „gratis" die Broschüre mit ärztlichen Gutachten und Dankschreiben Geheilter vom Kind bis zum Greis „Die Wahrheit Uber das Danieisenö-System" und den Preis senden! lief Oberauerbach bei Zweibrücken. 15. 6. 37, Wagnerstratze 5. Sehl geehrter Herr Backhaus! Heute nachdem ich den Dauzeiscns Apparat schon zwei Nonate nicht mehr trage, teile ich Ihnen folgendes mit: „Mein „Hodenbruch", der fo groß war, wie der Kopf eines größeren Kindes, ist — „geheilt"! Sie, Herr Backhaus, haben meine Familie und mich nicht nut von dem schweren seelischen Druck befreit, der jahrelang auf uns lastete, nein. Sie haben mich auch wieder arbeitsfähig gemacht. Nächst Gott, der Sie uns zuführte, danke ich Ihnen sehr für Ihre Hilfe. Alles, was ich tun kann, soll geschehen um das Bruchhcilsystem Danzeiscn bekanntzumachen, damit es Ihnen gelingt, daß daS Mißtrauen, das gegen dies Shstem noch herrscht, beseitigt wird. Der Heilprozeh war sehr einfach und absolut nicht störend. Nun Lin ich trotz meiner 70 Jahre wieder stark unbz darf wieder fröhlich sein!" H. Nickel, Schreinermeister. „K ostenlos" zu sprechen bin ich für jeden interessierten Bruchleidenden: Friedberg, 12. 12.: Hotel Deutsches Haus, 8—11.30 Uhr; Gießen 12. 12.: Hotel Hindenburg, 14—18 Uhr; Dillenburg, 13. 12.: Hotel Hirsch, 10—14 Uhr; Limburg, 14. 12.: Nassauer Hof, 9—12 Uhr. Wilhelm Backhaus, Neustadt / Weinstrahe, Friedrichstraße 7. Die Reichsärztekammer hat mich beauftragt, Kassen- und Privat-Praxis in der Praxis des Herrn Dr. med. Stamm, Lieh Bahnhofstraße 9 auszuüben. - Sprechstunden von 14 bis 15 und 18 bis 19 Uhr Samstags und Sonntags keine Sprechstunde - Telephon 220 R. Hechler, prakt. Arzt 7129V Sanatorium für Hämorrhoidalkranke Wiesbaden. Auch während des Krieges geöffnet. (Hämorrhoidan,Fisteln,Fissuren,Vorfall, Ekzem.) Prospekt durch das Sekretariat des Sanatoriums,Wiesbaden 15,Taunusstraße 6. Nadel- und Laubholz, Schnittmaterialien aus eigenen großen Produktionen Ostpreußisches Kiefernschnittholz Sperrholz - Lsolierplatten - Furniere Hartplatten für Fußboden usw. lie em ab Lager ober Werk 5399A Eugen Dürr & Eo., Gießen Mil offenen fingen Drei Jungen und ein Mädel en’bedien ihre Waldheimat. Von Werner Siebold 135 Seiten Text und 8 Kunstdrucktafeln Leinen RM. 2,8b Hugo Bermühler Verlag Berlin «Lichterfelde 05280 General vertrieb Jasmine Baums & Treibig Gießen Bahnhofstr. 26 Ruf 3700 !3srA m£m 726 a Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstätte Kurt Kling vorm. Heger Nacht. Baodaßistenmeist. Marktstr.16 Lieferant der Krankenkassen Damen. Bedienung Nachläße von z vis 20 v. S. erhalten Sie vei wiederholten Auf« «ahmen einer Anreise Hertha Müller Or. med. Otto Luh Verlobte Vahnhofstraße 48 u. 51 Kllnllstraße 16 z. Z. prakt. Arzt in Lich Gießen, 3. Dezember 1939 05282 Ihre Vermählung geben bekannt üffz. Willi Ouhme Trude Ouhme, geb. Groß z. 3f. im Felde Gießen -.Dezembers Wflfr.« 05267 „ Hans Bergen Gxportkaufmann (My Sergen, geb. Hiby zeigen ihre Vermählung an Gevelsberg lWestf.) Gießen (Lahn) Ennepestraße 2 Plettenberg (Wests.) 2. Dezember 1939 7146D Sonntag, 3. Dezember 1939 TAMZ auf der »Ludwigsburg« bei Wieseck. 7123D Anfang 19 Uhr! INHABER: ADAM DÖBUS Burg Gleiberg Sonntag, den 3.Dezember von abends 7 Uhr TANZ Musik wird ausgeführt von Mitgliedern der Fliegerhorstkapelle Gießen. 7140V Maschinen eher Art repariert mchgemäk Heinrich Wallbott Schlossermeister, Gießen, Löberstrahe Nr. 19. Nul über 3075- k73bD 12 bekannte Marken Eine Auswahl, die Sie sich ansehen sollten! Schon für RM. 462.- gibt es ein gutes Klein-Klavier! In unseren Räumen in Ruhe zu erproben 7138d Pianohaue R. SCHÖNAU Bahnhofstr. 76, Hochparterre Kein Schaufenster Größtes Lager Oberheesene Ihre Vermählung geben bekannt Wilhelm Kauck Elli Kauck, geb. Hedrlch Gedern Gießen z. Z. Im Felde Liebigstraße 107 2. Dezember 1939 Trauung: 14.30 Uhr, Iohanneskirche 05299 Allen Verlobten und zukünftigen Eheleuten in Gießen und Umgebung gewidmet ist das vornehm ausgestattete, reich bebilderte Haus- und Kochbuch Praktische Winke und Ratschläge für die Hausfrau Kostenlose Vermittlung des Buches nur an Verlobte durch die Geschäftsstelle des Verlages Schulstraße 7. H- rQr.Gaubtitz* fylanbelkleie! ___ itund reinigt wie Seife • Sauerstoffhaltig-Macht Ihr Gesichf fugen^iß^imd^liitenrein Streudose RMQ90 - Nachfüllbeutel RMQ45 er-haltlichd