ZO.September/».Oktober »959 HL 229 Srfte5 ölan »89. Jahrgang Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Te^t- anzeigen von70mm Breit« 50 Rpf.,Platzvorschrift nach oorh.Vereinbg.25°/, mehr. Lrmähigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemein* nützige Anzeigen sowie ein* • spaltige Gelegenheitsanzei* gen 5 Rpf., Familienanzei* gen, Bäder-, Unterrichts» u. behördlicheAnzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Siebener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monatt-vezugspreis: pltt 4 DeUagen RM. 1.95 -hne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr . , -.25 2uch bei Nichterscheinen ion einzelnen Nummern nsolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe Utter Sammelnummer 2251 Inschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gieheo Postscheckkonto: ftankfurt am Main 11688 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche.Univerfitätrdruckerei ».Lange in Giehen. Schriftleitung und SeschSstsftelle: Schulfttahe 1 ). w* Starker Eindruck im Ausland zum (Der Reichsautzenminister erwähnte dann noch die l'ofougige Wirtschaftsplanung, die zwi- öen der deutschen und der sowjetrussischen Regie- nng vereinbart wurde und die sich zum Vorteil ten die Westmächte, als sie den Kriegszustand erklärten, sich die Möglichkeit einer solchen Entwicklung gedacht, wie sie heute eingetreten ist? Hätten sie es nicht, dann sei ihre Lage heute wirklich nicht angenehm. Das Organ der sozialdemokratischen Regierungspartei „Arbeiderbladet" schreibt, das Abkommen von Moskau bedeutet die aktive Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Rußland. Es sei ausdrücklich als Friedensabkommen bezeichnet worden. Dadurch komme Rußland in direkten Gegensatz zu den West mach ten. Und man erkenne, daß Rußlands Aktion nicht, wie vielfach vermutet wurde, gegen Deutschland gerichtet ist. Rußland stütze die deutsche Politik voll und ganz und somit auch die Friedensforderungen. Die Formulierung, daß im Fall der Ablehnung dieses Friedensangebots beide Mächte untereinander über passende Maßnahmen beraten werden, sei in der Form sehr zurückhaltend, werde aber an dem Tage, wo es sich als notwendig erweisen würde, ihre ganze Bedeutung offenbaren. Rußland sei jetzt so eng mit der deutschen Politik verbunden, daß es ganz natürlich sei, wenn es Deutschland all die wirtschaftliche Unterstützung gewährt, die es überhaupt leisten kann. Viele Umstände deuten ferner darauf hin, daß Italien dem Friedensangebot seine Unter st ützung gewähren werde. jfyjJ petlin, 29. SepL (DNB.) Der Reichsminister ai bs Auswärtigen v. Ribbentrop traf am Jrdtag- U ^hmiltag gegen 18 Uhr aus Moskau kommend in |tm Londor-Ftugzeug „Grenzmark" mit den Herren ledsq, jener Begleitung auf dem Flughafen Tern- q135'?1 ßelhof ein, wo sich zur Begrüßung des Reichs- ieG' Lßenministers der Staatssekretär v. Weiszacker scheu Zerstörern und Torpedobooten auf Bannware untersucht und ein Teil von ihnen aufgebracht. Zwei Schwärme von zusammen zwölf britischen Flugzeugen versuchten in das deutsche Hoheitsgebiet an der Rordseekiiste einzufliegen. Ein Schwarm griff in der Deutschen Bucht Zerstörer ohne jeden Erfolg an. Die britischen Flugzeuge wurden durch Flakfeuer vertrieben. Bombentreffer wurden nicht erzielt. Den anderen Schwarm stellten deutsche Jagdflieger in der Nähe der ostfriesischen Inseln Wangeroog und Langeoog. 3m Luftkamps wurden von sechs britischen Ftug- r alle'"' Ribbentrop berichtet dem Führer. Oer Reichsaußenminister sagt: Bier punkte in Moskau geklärt. Erfolgreicher Handelskrieg unserer Zerstörer und Torpedoboote. Fünf englische Flugzeuge im Lustkampf bei den ostfriesischen Inseln obgeschoffen. - Llebergabe der Besatzung des Brückenkopfes von Modlin. hsD' zeugen fünf abgeschosjen. Die Besatzungen zweier deutscher Jagdflugzeuge, die auf See notland en muhten, wurden unverletzt durch deutsche Kriegsschiffe gerettet. Festung Modlin bedingungslos kapituliert. Der Freitag-Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht. Berlin, 29. Sept. (DNB.-Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Verlauf der planmäßigen Bewegungen über die Demarkationslinie wurde am 28. September Przernysl-Süd durch den deutschen Kommandanten in feierlicher Form an die russischen Truppen übergeben. t Der Ausmarsch der entwaffneten Besatzung von Warschau beginnt heute abend und wird sich auf zwei bis drei Tage erstrecken. Der Einmarsch der deutschen Truppen ist daher für den 2. Oktober vorgesehen. Hilfsmaßnahmen für die Verpflegung und sanitäre Versorgung der Zivilbevölkerung sind eingeleitet. Die Festung Bl o d l i n hat unter dem Eindruck der deutschen Angriffe sowie als Folge der Zermürbung durch Artilleriefeuer und Bombenabwürfe bedingungslos kapituliert. Die Einzelheiten der Hebergabe werden nach Weisung der Heeresgruppe Rord durch das vor Modlin eingesetzte Korps-Kommando festgelegt. In der Festung befinden sich etwa 1200 Offiziere, 30 000 Wann, 4000 Verwundete. 3m Westen Lrdkarnpftätigkeit wie bisher. 3m Luftkampf wi^rde bei Weißenburg ein französisches, bei Osnabrück ein britisches Flugzeug abgeschossen. Holland stellt erneut britischen Neutralitätsbruch fest. Amsterdam, 29. Sept. (DNB. Funkspruch.) Bon amtlicher niederländischer Seite wird mitgeteilt, daß in der Nacht zum Donnerstag die hol» ländische Neutralität durch britische Flugzeuge verletzt worden sei. Wie eine amtliche Untersuchung ergeben habe, seien in dieser Nacht fremde Flugzeuge, die in sehr großer Höhe flogen, in ostwestlicher Richtung über Holland geflogen. Da in verschiedenen Orten des Landes Flugblätter britischen Ursprunges gefunden worden seien, könne angenommen werden, daß es sich um zurückkehrende britische Flugzeuge gehandelt habe. In dem Bericht heißt es weiter, die britischen Flugzeuae seien an verschiedenen Stellen Hollands durch Flak beschossen worden. Eine völlig neue Situation Das Echo in Holland. Hi w. Für eine neue Ordnung. Der Feldzug der 18 Tage in Polen ist zu Ende. Auch die letzten Widerstandslinien, die polnische Hauptstadt Warschau und die starke Narew- Festung Modlin, unter ihrem russischen Namen Nowo-Georgiewsk aus dem Weltkriege her bekannt, haben sich den deutschen Truppen bedingungslos ergeben. Nach ihrer Kapitulation sind alle Vorbereitungen getroffen worden, die hier eingeschlossenen Truppenmassen, rund 120 000 Mann m Warschau und 30 000 in Modlin, in die Kriegsgefangenschaft abzutransportieren. Es bleibt jetzt nur noch zu tun übrig, das stäche Land von versprengten polnischen Truppenteilen zu säubern und jenen Zustand unbedingter Sicherheit zu erreichen, der in allen Teilen des besetzten Gebietes die Wiederaufnahme von Industrie und Landwirtschaft, die Wiederingangsetzung von Handel und Wandel erlaubt. Das wird umso geringere Schwierigkeiten machen, als bei der außerordentlichen Schnelligkeit, mit der dank der überlegenen deutschen Führung und dem stürmischen Vorwärtsdrängen der deutschen Truppen aller Waffen die militärischen Operationen in Polen vertäuen sind, es nur an wenigen Stellen zu sich länger hinziehenden, mit größeren Zerstörungen verbundenen Kampfhandlungen gekommen ist. So lasen wir aus Berichten von Mitkämpfern, daß oft schon wenige Kilometer hinter den von den deutschen Truppen erreichten Linien der polnische Bauer wieder seiner Feldarbett nachging. Sowohl das nun wieder zu einer politischen und wirtschaftlichen Einheit vereinigte oberschlesische Industriegebiet wie die meisten bedeutenden pol- nischen Industriestädte wie Lodz, Krakau und Lublin sind von den Kämpfen kaum berührt worden, so daß man annehmen darf, daß auch hier ebenso wie in der polnischen Landwirtschaft bald alle Hände wieder am Werke sein werden. Diese Episode der Befriedung und des Wiederaufbaues findet ihre äußere Gestatt in der Ernennung des Oberbefehlshabers der Heeresgruppe Nord, Generaloberst von Rundste d t zum Oberbefehlshaber Oft und des Reichsministers Dr. Frank zum Chef der Zivilverwal- tung in den von deutschen Truppen besetzten polnischen Gebieten. Der Vorgang erinnert an die Einrichtung ähnlicher Verwaltungsstellen während des Weltkrieges. Damals unterstand dem Oberbefehlshaber Ost im wesentlichen die Verwaltung Kurlands und Litauens, während das Generalgouver- nement Warschau den nördlichen Teil des ehemaligen Kongreßpolens umfaßte und in Lublin von Oesterreich eine Militärverwaltung für den südlichen Teil ;en tut I i genü; \ ini> kl en. 1 I i WI "unke ir' imaljl afl'er eiben, aus W Iß der, seine J n W inn M» Ht iW’ iergn^ den leitenden Beamten des Auswärtigen Amtes Sj1 rrd den Mitgliedern des persönlichen Stabes ein- nden hatte. Reichsauhenminister v. Ribbentrop 6 bh • !l Ml rl D’: leg ab sich vom Flughafen Tempelhof aus zum C ührer zur Berichterstattung. Berlin, 30. September. (DRV.-Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: , . _ ., , 3m Osten haben sich nach der kapetula- tion von Modlin auch die im Brückenkopf von Modlin südlich der Weichsel befindlichen 269 Offhiere und eliva 5000 Mann ergeben. 5S Ge- schiihe 183 Maschinengewehre und zahlreiches an- dercs Kriegsgeräl wurden erbeutet. im Westen an verschiedenen Stellen etwas lebhastere A r I i ll c r i c t ° I ig k e, t. 3m Skagerrak und Satlegat wurden an den beiden letzten Tagen 45 Dampfet tron deut- fern ro(i'y Amsterdam, 29. Sept. (DNB.) Die holländischen Blätter stehen völlig im Zeichen der Rutsch-russischen Abmachungen. Besonders wird ;bitont, daß es sich hier um eine Friedens- 1*" t i o n handele. So sagt der „Telegraaf": „Die !sstiedensoffensive hat begonnen". Im „Handsls- Mab" wird besonders hervorgehoben, daß bei der ^FZctsetzung des Krieges in Westeuropa Deutschland urb Rußland beratschlagen würden, welche Mittel IMeinsam anzuwenden seien. Auch die wirtschaft- llihe Seite dieses Abkommens findet besonders starke Pachtung. Es sei höchst bemerkenswert, daß Berlin prt) Moskau in ihren Friedensbesttebungen zusarw litsngingen. Sie gäben England und Frankreich | bimtlicf) zu fühlen, daß die mitteleuropäische Frage toft sei. Die politisch-wirtschaftliche Bindung zwl- i |6en Deutschland und der Sowjetunion bedeutet für V* Westmächte einen schweren Schlag und stelle sie r völlig neue Situationen. x Die Besitzungen der Westmächte um eine Einkreisungs- | front hätten zu einer Reihe diplomatischer Nieder-- i legen geführt, deren Ausmaß nicht zu unterschätzen Ifr- Es müsse gefragt werden, ob England noch in 'btr Lage sei, i m Schwarzen Meer anzu- hreifen. Es sei ungewiß, welchesKriegs- 3 el England und Frankreich aufstellen wollen, ' ®!*nn sie diesen Krieg fortsetzen. Ebenso fraglich fet ob sie dieses Ziel verwirklichen könnten. ; Die Blätter äußern Zweifel daran, ob die West- k>rnchte auf die Friedensbemühungen so eingehen plirben, daß sie von Erfolg begleitet sein könnten. |h wirtschaftliche Uebereinfunft zwischen Deutsch- lltnb und Rußland gäbe Deutschlands wirtschaftlicher k Widerstandskraft eine unbeschränkte Dauer und : ®3d)e die britischen Blockademaßnahmen T®ßen Teil wertlos. Dor seinem Abflug aus Moskau hatte der Reichs- ^^.»nisker des Auswärtigen v. Ribbentrop der presie , 90j Pgende Erklärung gegeben: ch A. Mein Aufenthalt in Moskau war wiederum kurz, Jj1 Hder zu kurz. Das nächste Mat hoffe ich, langer 2 vyMr zu bleiben. Trotzdem haben wir die zwei Tage *1:'ausgenuht. Folgende Punkte wurden bis)'. S^klart: PNA'I 1. Die deutsch-sowjetische Freund- fhaft ist nunmehr endgültig etabliert: 2. In die o st europäischen Fragen werden 99:1Mk) die beiden Rationen niemals mehr her- 8ti nreden lassen: ul utlil 3, beide Staaten wünschen, daß der Friede ^rlttied erher g e st ellt wird und daß England 2,5), dij unb Frankreich den völlig sinnlosen und aussichts- 12,5 friji] le en Kampf gegen Deutschland einff eU en: 45) Hip’ sollten die Kriegshetzer in diesen Ländern aber (31 M bi? Oberhand behalten, so werden Deutschland ; ünb Sowjetrußland dem z u begegnen Oto MH en. Unmittelbar nach feiner Rückkehr aus Moskau begab sich Reichsaußen- Minister von Ribbentrop zum Führer, um ihm über feine Verhandlungen Bericht zu erstatten. — (Preffe-Jlluftration-Hoffmann-M.) beider großen Mächte auswirken wird. Zum Schluß statt. Vor allem aber möchte ich des überaus Herzsagte Herr v. Ribbentrop: „Die Verhandlungen lichen Empfanges gedenken, der mir von der fanden ineinerbefondersfreundschaft- Sowjetregierung und besonders durch die Herren lichen und großzügigen Atmosphäre Stalin und Molotow zuteil wurde." Deine ' M' ise P „Rußland an Deutschlands Sette." Starker Eindruck in Norwegen. Oslo, 29. Sept (DNB.) Die Nachricht von dem Tröstauer Uebereinfommen hat einen tiefen Em- ittuck auf die norwegische Oeffenttichkeit gem^acht. So hmßt es in dem liberalen „Dagbladet", das deursch- i'.'fsische Abkommen enthalte einen Fri e d e n s - Erschlag. Auf der Grundlage der jede Em- »'.schung einer dritten Macht ablehnenden und als »Eendete Tatsache anzusehenden Neuordnungen tifeuropas werde den Westmächten der Friede an-» geboten. Im Falle der Nichtannahme walllen die deutsche und die russische Regierung, indem sie die Westmächte für die Fortsetzung des Krieges verantwortlich machen, über passende Gegenmaßnahmen beraten. Dies bedeute, daß Rußland sich an Deutschlands Seite stellt. Gleichzeitig werde der Handelsverkehr zwischen Rußland und Deutschland in weitestem Maße ausgebaut. Das bedeute wiederum, daß die Blockade Englands Deutschland gegenüber in sehr wesentlichen Teilen geschwächt wird. Die Blockade ei Englands schärfste Waffe, und die Siegesaussichten für die Westmächte seien folglich sehr verringert worden. Diese jüngsten Ereignisse seien ein harter Schlag für die Westmächte. Werde )er ^rieg jetzt weitergeführt, so müsse man a u f die gefährlichsten Kombinationen gefaßt sein. Das englische Weltteich werde in einen verwundbarsten Punkten b e - ; r o h t werden. r, „Aftenposten" schreibt, das Abkommen schaffe einen deutsch-russischen politischen und wirtschaftlichen Block in Osteuropa, dem dort keine andere Macht den Rang streitig machen könne. In dem Augenblick, wo diese vereinten Machte stch mit einem Friedensvorschlag an den Westen wenden, müsse dieser mit einer solchen „Schwere wirken, daß sicherlich sehr, sehr starke Kräfte notwendig seien, um ihm widerstehen zu können. Hat- ll. taflno:1 - 1 Kongreßpolens errichtet wurde. Der „Ober-Ost" hat sich damals ebenso wie das Generalgouvernement Warschau durch die Einrichtung einer mustergültigen Verwaltung einen Namen gemacht und durch sein segensreiches Wirken namentlich auch auf wirtschaftlichem und sozialpolitischem Gebiet auch bei der polnischen Bevölkerung größte Anerkennung gefunden, wenn auch der überhebliche polnisch« Chauvinismus später gern vergessen machen wollte, daß die deutsche Aufbauarbeit in den besetzten polnischen Gebieten in vielen Dingen die Fundamente gelegt hat, auf denen der polnische Staat errichtet wurde. Wenn die Errichtung oberster militärischer und ziviler Verwaltungsstellen in den besetzten polnischen Gebieten als Uebergangsmaßnahme gewertet werden muß, so haben die von dem Reichsaußenminister v. Ribbentrop bei seinem zweiten Besuch in Moskau mit der Sowjetregierung getroffenen Vereinbarungen durchaus und absolut endgültigen Charakter. Der deutsch-russische Grenz- und Freundschaftsvertrag vom 28. September 1939 liquidiert die aller politischen und wirtschaftlichen Vernunft hohnsprechende Staatskonstruktion J)er „Friedensmacher" von Versailles und schafft unter Beobachtung der geschichtlichen Entwicklung und natürlichen Bedingtheiten neue, feste Grundlagen für eine bessere Zukunft der Länder und Völker in dem weiten Raum zwischen Ostsee und Schwarzem Meer, der nunmehr aufhören wird, als osteuropäische „Schütterzone" ein politischer Brandherd zu sein, von dem aus die westlichen Demokratien nach Bedarf die Welt in Flammen setzen können. Der deutsch-russische Vertrag spricht es deshalb klar und unmißverständlich aus, daß Deutschland und Rußland es ausschließlich als ihre Aufgaben anseh en, im Raum des unter den Schlägen des deutschen Schwertes zusammengebrochenen und an seinem völligen Mangel an politischer, ethnischer, wirtschaftlicher und kultureller Homogenität zerfallenen polnischen Staates Versailler Prägung die Grundlagen einer Neuordnung zu legen, die, wie der Vertrag sagt, den dort lebenden Völkerschaften ein ihrer völkischen Eigenart entsprechendes friedliches Dasein sichert. Und weil Deutschland und Rußland als die beiden diesem Raum allein benachbarten Großmächte hier auch allein lebenswichtige Interessen zu verteidigen Haden, müssen sie seldstverständ- lich irgendwelche Einmischungsversuche dritter Mächte ablehneu. Die Geschichte der britischen Garantie für Polen hat ja aller Welt hinreichend deutlich gezeigt, wie es mit dem wahren Interesse Englands für den osteuropäischen Raum bestellt ist. Polen fand nur solange das Interesse Englands, wie man es in London als Festlandsdegen gegen Deutschland gebrauchen zu können glaubte. Nachdem es unter den deutschen Schlägen überraschend schnell zerbrochen ist, hat man in London Polen ohne jede Gemütsbewegung von seiner politischen und militärischen Rechnung abgesetzt und sich anderen Kombinationen zugewandt. Denn das Schicksal des polnischen Volkes war den westlichen Demokratien von jeher höchst gleichgültig. Ihr einziges Interesse am osteuropäischen Raum bestand in einem polnischen Staat, der schon durch seine künstliche Aufblähung als Folge der Einbeziehung so vieler nichtpolnischer Volksgruppen notwendigerweise in Gegensatz zu seinen beiden großen Nachbarn Deutschland und Rußland geraten mußte und zudem geeignet erscheinen konnte, für alle Zeiten eine Erneuerung der deutsch-russischen Freundschaft zu verhindern, die solange der Alpdruck britischer Staatsmänner gewesen war. Wie vor zwanzig Jahren der polnisch-französische Militärpakt, so hatte auch das polnisch-britische Garantieabkommen dieses Jahres einzig und allein den Zweck, an Deutschlands Ostgrenze eine politische Unruhe zu stabilisieren, die das Reich dauernd in Atem halten sollte. Das mußte aufhören, wenn das nationalsozialistische Reich sich jemals in Ruhe den großen Aufgaben seines inneren Aufbaues zuwenden wollte. Da der polnische Staat im Vertrauen auf Englands Unterstützung keinem gütlichen Ueber- einkommen zugänglich war, mußte das deutsche Schwert sprechen und müssen nun Deutschland und Rußland ihre historische Aufgabe in Angriff nehmen, dem osteuropäischen Raum jene völkische Gestalt zu geben, die ihren eigenen Lebensinteressen entspricht und den Völkern dieses Raumes eine friedliche Zukunft sichert. Polen als Großmacht war eine Illusion, die in den Hirnen maßloser polnischer Chauvinisten von Paris und London aus sehr durchsichtigen Gründen genährt wurde. Die deutsch-russische Regelung macht mit diesem Traum ein radikales Ende. Und das ist gut so. Das wetden die Polen selbst, die wohl schon inzwischen erkannt haben dürften, was sie von der angeblich so uneigennützigen Freundschaft Englands und Frankreichs zu halten haben, auch bald begreifen und sich frei von der Belastung politischer Aspirationen, die weit über die innere Kraft ihres Staates ging, den großen Aufgaben zuwenden, die zum Schaden des polnischen Volkes in der unter dem Unstern von Versailles stehenden Phase seiner Geschichte ungelöst geblieben sind. Die deutsch-russische Uebereinkunft ist ein sicheres Fundament für einen dauerhaften Frieden in Osteuropa und nach Auffassung beider Vertragspartner entfällt damit jeder Grund, den Kriegszustand zwischen den westlichen Demokratien und Deutschland sortzusetzen. Der Führer hat ja noch in seiner Danziger Rede erklärt, daß Deutschland im Westen keinerlei Kriegsziel hat; sollten also die erneuten Bemühungen, dem Kriegszustand zwischen Deutschland und den beiden Westmächten ein Ende zu machen, keinen Erfolg haben, so steht die Verantwortung der beiden Westmächte hierfür vor aller Welt fest, lieber die daraus sich notwendig machenden Maßnahmen werden Deutschland und Rußland dann erneut Beratungen aufnehmen. Das ist eine ganz klare Linie, darüber darf man sich in London keinerlei Täuschung hingeben. Die britische Politik hat so lange Rußland falsch eingeschätzt und sich noch törichten Illusionen hingegeben, als Moskaus Ent- schloß, mit Deutschland zusammen die Neuordnung in Osteuropa durchzuführen, längst feststand, daß es vom britischen Standpunkt aus unverzeihlich wäre, an der Eindeutigkeit der Moskauer Beschlüsse den geringsten Zweifel zu setzen. Reichsaußenminister von Ribbentrop hat vor feiner Abreise aus Moskau noch einmal mit aller nur wünschenswerten Eindeutigkeit festgestellt, daß Deutschland und Rußland sich in die osteuropäischen Fragen niemals mehr hineinreden lassen werden und daß beide entschlossen sind, wenn die Westmächte keine Neigung zeigen sollten, den völlig sinnlosen und aussichtslosen Kampf gegen Deutschland auszugeben, dem mit geeigneten Maßnahmen zu begegnen. Daß auch dies so wenig eine leere Drohung ist, wie einstmals der deutsch-russische Nicht- angriff spott ein bloßer Blust war, darauf deutet schon das in Moskau ebenfalls vereinbarte Programm einer engen wirtschaftlichen Zu- sammenarbeit zwischen Deutschland und Rußland hin. Deutsche Luftwaffe auch über See hervorragend erfolgreich. Zum heutigen Lagebericht des Oberkommandos der Wehrmacht. Zu dem Freitags-Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht schreibt der „Deutsche Dien ft": In den letzten Tagen konnte der Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht stets Meldungen der Luftwaffe über erfolgreiche Kämpfe mit englischen oder französischen Flugzeugen veröffentlichen. So wurden seit Sonntag im Westen nicht weniger als 19 feindliche Flugzeuge, dazu 2 Fesselballons, abgeschossen. Diese Zahl erhöht sich heute durch die 5 nach dem erfolglosen Angriff auf deutsche Seestreitkräfte heruntergeholten britischen Flugzeuge auf 24. Die deutsche Luftwaffe hat auch dort, wo sie sich nach der raschen und gründlichen Erledigung ihrer Aufgaben in Polen darauf beschränkt, feindliche Flüge abzuwehren, sehr beachtliche Erfolge erzielt. Sie konnte darüber hinaus gegenüber der englischen Flotte in so durchschlagender Weise wirksam werden, daß die gespannte Aufmerksamkeit der ganzen Welt erregt wurde. Am Mittwoch wurde die Zerstörung eines englischen Flugzeugträgers und die schwere Beschädigung eines englischen Schlachtschiffes durch mehrere Treffer bekanntgegeben. Am gleichen Tage griff eine deutsche Kampfstaffel weit im Norden Großbritanniens bei der Jsle of May keine 50 Kilometer von der schottischen Hauptstadt Edinburgh entfernt, einen englischen schweren Kreuzer an, der dabei durch eine 250- Kilogramm-Bombe beschädigt wurde. Der Angriffsgeist der deutschen Flieger, der in Polen innerhalb von acht Tagen die feindliche Luftwaffe völlig zum Verschwinden brachte, hatte sich auch hier wieder hervorragend bewährt und den für die Kriegführung verantwortlichen englischen Amtsstellen große Sorgen bereitet. Sie suchen sich durch Flugblattabwürfe über westlichen Teilen des deutschen Reichsgebietes zu entschädigen. Aber diese Entlastungsversuche sind allzu billig. In Mondnächten 6000 bis 7000 Meter hoch über Gaue des deutschen Westens zu fliegen — in einer Höhe, aus der Bombenflugzeuge wirkungsvolle Angriffe nicht zu führen vermögen — das ist ein Reklametrick, aber fein militärisches Unternehmen. Militärische Aktionen werden durch Jagdflieger abgewehrt. Die Abwehr der Flugblätter aber, die aus der Himalajahöhe auf die Moore und Wiesen Nordwestdeutschlands geworfen werden, besorgt das gesamte deutsche Volk, das gegen das Gift des Londoner Lügenministeriums immun ist. Es bedauert nur die englischen Flieger, die als anständige Soldaten gezwungen sind, die schmutzigen Erfindungen internationaler Hochstapler, wie des Herrn Knickerbocker, unter Einsatz ihres Lebens ab- rocrfen zu müssen. Vor der ganzen Welt aber haben die letzten Septemberlage wieder bewiesen, daß die britische Flotte nicht nur aus und unter dem Wasser angreifbar ist. Die deutsche Luftwaffe hat gezeigt, daß sie England in seiner bisher unbeschrankten Herrscherstellung auf dem Tileere zu verwunden vermag. Die Konterbandefrage auf der Panama-Konferenz. Südamerikanischer Beschluß gegen britische Seeräuberpraxis dringt durch. Panama, 30. September. (DNB.-Funkspruch.) Auf der Panamakonferenz gelang es am Samstag den Chilenen, aus ihren Vorschlägen und den Vorschlägen Argentiniens und Uruguays einen Kompromiß zu formen und im Unterausschuß zur An ahme zu bringen. Das gemeinsame Vorgehen dieser drei Staaten hat besonderen Eindruck hinterlassen. Der Beschluß wendet sich entschieden gegen die britische Auffassung, als Konterbande Waren oder Stoste anzuerkennen, bi-e für den Lebensbedarf der Bevölkerungen kriegführender Länder notwendig sind. Der Beschluß unterscheidet nicht zwischen Zivil und Militär und läßt nur eigentliches Krie gsmaterial als Konterbande zu. Die größte Zeitung Chiles, „Mercurio", schreibt, daß Chiles Haltung, unterstützt durch Argentinien, seine Rechtfertigung im internationalen Recht finde. Die amerikanischen Republiken hätten ein unbestreitbares Recht, ihren Handel innerhalb und außerhalb des Kontinents weiter- autrei'ben ohne andere Einschränkungen als solche, die durch Vereinbarungen der Gemeinschaft der Völker von vornherein gegeben sind. Das englische System der Schwarzen Listen bedeute eine unzulässige Einmischung und Störung der Wirtschaft dieser Republiken. Im Weltkrieg habe sich die absolute Ignorierung der politischen und wirtschaftlichen Souveränität der süd-amerikanischen Länder durch gewisse Kriegführende gezeigt. Die freien Länder Amerikas könnten und dürften sich aber nicht eine Behandlung als Faktoreien gefallen lasten. Die europäischen Konsularvertreter hätten die Verpflichtung, die Landesgesetze zu respektieren, arckernfalls könne ihnen ohne weiteres das Exequatur entzogen werden. Ebenso dürften Staatsangehörige kriegführender Länder nicht Bedingungen stellen, die mit den Landesgesetzen unvereinbar seien. Die chilenische Regierung verteidige ihre nationale Souveränität, lehne die subalterne Rolle einer Faktorei ab und beweise unbedingten Neutralitätswillen, indem sie gemeinsame Entschlüsse der Panamakonferenz gegen das System der Schwarzen Listen anstrebe. Eine Frievensrede des amerikanischen Kriegsministers. Washington, 30. Sept. (DNB.-Funkspruch.) In einer Rundfunkrede anläßlich des 150. Jahrestages der Organisierung der amerikanischen Bundesarmee erklärte Kriegsminister Woodring, die nationale Wehrkraft werde verstärkt, um es den Vereinigten Staaten zu ermöglichen, nachdrücklich für den Frieden einzutreten. Die Regierung sei entschlossen, soweit es in ihrer Macht liege, zu verhindern, daß sich kriegerische Ereignisse auf Amerika aus dehnten. Diesem Zweck diene das Programm zur Stärkung der Verteidigungskräfte. Woodring betonte wiederholt die konstruktive Arbeit der Bundesarmee in Friedenszeiten auf den Gebieten des Straßen-, Kanal- und Flußdammbaues. Die neuen Moskauer Vereinbarungen erneuern die alte historische Freundschaft zwischen Deutschland und Rußland. Die klare Abgrenzung der beiderseitigen Interessensphären erlaubt nicht an irgendwelchen Konfliktsstoff zwischen beiden großen Mächten zu glauben. Die Zusammenarbeit beider ist fest und kompromißlos. Darüber muß man sich in London klar werden, daß es in seiner Hand liegt, ob ein ganz sinnloser Kriegszustand fortgeführt werden soll oder nicht. „Krieg oder Frieden" ist die Frage, die nun vor aller Welt an England gestellt wird. Dr. Fr. W. Lange. Lteberwältigend und nieder schmetternd. Ein polnischer Oberst über den Zusammenbruch. Stockholm, 29. Sept. (DNB.) Das „Nya Dagligt Allehanda" bringt einen Bericht ihres Sonderberichterstatters, der das Internierungslager für polnische Offiziere in Litauen besucht hat. Der Berichterstatter gibt ein Gespräch mit einem polnischen Obersten wieder. Dieser erzählt ihm, man habe geglaubt, daß Hitler bluffe. Eine große Ueberraschung aber sei d i e phantastische Schnelligkeit gewesen, mit der die Deutschen zum Kampf über gegangen feien, und gleichzeitig auch die nahezu unglaubliche Menge von Panzern und Flugzeugen, die deutscherseits eingesetzt worden seien. Es fei überwältigend und niederschmetternd gewesen, zumal die Polen nicht genügend mit Pan- zerabwchrgeschützen versehen gewesen seien. Die polnischen Soldaten hätten teilweise versucht, auf die deutschen Panter zu klettern und durch die Ausguckluken mit Dem Revolver zu schießen. Aber das ganze sei völlig sinnlos gewesen. Es sei eine Tatsache, daß die polnische Armee einem ganz anderen Kriege gegenübergestellt worden sei als man erwartet habe. Weiter berichtet der polnische Oberst, daß durch den starken Einsatz der deutschen Luft- waffe die polnischen Truppenteile schon vernichtet waren, ehe sie überhaupt nur zur Aufstellung gekommen seien. Ehe der Krieg richtig angefangen habe, seien die Verbindungs« linien zerstört gewesen. Die neu aufzustellen- den Abteilungen hätten niemals aufgestellt und organisiert werden können. Am zweiten Tage nach Kriegsausbruch habe die deutsche Luftwaffe sich auf eine neue Taktik eingestellt. Mit ungeheurer Schnelligkeit hätten sie die Pferde der polnischen Artillerie niedergemäht..Dies fei ihnen so vollständig geglückt, daß schon wenige Tage nach dem Ausbruch des Krieges verschiedene Artillerieabteilüngen überhaupt nicht mehr ihre Stellungen wechseln konnten. Der phantastische Blitzangriff Deutschlands habe die Polen von Anfang an niedergeschmettert. Es habe überhaupt gar keine Rolle gespielt, wo die polnischen Armeeabteilungen gestanden hätten, ob in Der Nähe aer deutschen Grenze oder in der Nähe der russischen. U e b e r a II feien sie ständig neuen Luftangriffen bei Tag und Nacht ausgesetzt gewesen. Sobald ein deutsches Geschwader zu einem deutschen Stützpunkt zurück- gekehrt wäre, feien bereits neue gestartet. Das ganze sei hoffnungslos gewesen. Die bulgari?ch-ru?sischen Beriehungen. Sofia, 29. Sept. (Europapreß.) In politischen Kreisen verlautet, daß Ministerpräsident Kjosse- i w a n o s f und Finanzminister B o s ch i l o f f sich am 30. September nach Moskau begeben werben zur Unterzeichnung des neuen Handelsvertrages mit Sowjetrußland. Diese Reise sowie auch die bekannt gewordene Ernennung eines neuen Sowjet- gesandten in Sofia werden als neue Beweise der russisch-bulgarischen Annäheruna auf-1 gefaßt, deren Grundlage bereits im Frühjahr während des Besuchs des stellvertretenden Kommissars für auswärtige Angelegenheiten, Potjemkin, in Sofia gelegt wurde. Kleine politische Nachrichten. Im Interesse der Hebung des Zahlungs- und Kreditverkehrs im besetzten polnischen Gebiet erließ der Oberbefehlshaber des Heeres zwei Verordnungen, nach denen die Reichsmark neben dem Zloty als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt rSird und Reichskreditkas- s e n In diesem Gebiet errichtet werden. Der Jugendführer des Deutschen Reiches, Reichsleiter Baldur von Schirach, hatte die Führer derGebiete und die K.° Gebietsführer zu einer Arbeitstagung nach Berlin berufen. Er teilte ihnen hier die Richtlinien für den weiteren Einsatz der HI. während der Dauer des Krieges mit. * Reichsleiter Dr. Ley hat von der Ordensburg Crössinsee eine mehrtägige Fahrt durch We stpreußen und das posensche Gebiet nach Danzig und Gotenhafen angetreten. Dr. Ley wird am Sonntagmittag auf einer großen Danziger Werft zur Gefolgschaft sprechen und mit dem Danziger Gauleiter Forster Einrichtungen der Deutschen Arbeitsfront im Danziger Gebiet besuchen. In Berlin fand unter Vorsitz des Reichsministers Darr6 eine Zusammenkunft der Landesbauernführer statt. Die Landesbauern, sichrer erstatteten über die in den ersten fünf Wochen der Kriegsernährungswirtschaft von ihnen geleistit, Arbeit Bericht und erhielten Anweisungen für iie kommenden Aufgaben, besonders auch in der Er, zeugungspolitik. Alle über 15 Jahre alten Staatsangehorst gen des Irak müssen sich innerhalb von 24 Stunden bei der nächsten Ort;, Polizeibehörde persönlich melden. * Der Führer empfing den neuernannten tüt, fischen Botschafter Hüsreo Gerede m Überreichung seines Beglaubigungsschreibens. Bei der An- und Abfahrt erwies eine Ehrenwache bts Heeres militärische Ehrenbezeugungen. * Die luxemburgische Regierung hat sich bereits zweimal veranlaßt gesehen, bei brr französischen Regierung Protest wegen klar er» wiesener Hebers li eg ung des luxembut. gischen Hoheitsgebietes durch f r an. zöfische Flugzeuge zu erheben. Durch die UeberfDiegung von Esch und von Mondors haL stellung erstreben. Zur Behandlung dieser Freiwild I ligenmelbungen hat das Oberkommando der Wehr'' I macht in einer Verfügung die erforderlichen Am« I Weisungen getroffen. Wenn nicht irgendwelche zwin.« ] gende Gründe entgegenstehen, ist dem geäußerte» I Wunsch möglich stzu entsprechen. Vorläufig keine Verleihung von Oienst- auszeichnungen der Wehrmacht. Die Verleihung von Dienstauszeichnungen auf I E r und von Dienstzeiten nach dem 1. <5ep' tember 1939 wird vorläufig ausgesetzt, wie I eine Anordnung des Oberkommandos der Wehr- | macht ergibt. Die Verleihung wird zu gegebener I Zeit unter voller Anrechnung der Dienstzeit für De- I rufssoldaten und aktive Wehrmachtsbeamte nach- I geholt. Anträge auf Grund b i s ein schließe I l i ch 31. August 19 3 9 ab geleisteter entsprechen» der Dienstzeiten können dagegen noch gestellt und I die Verleihungen durchgeführt »erben. Magen cü 7jv.fi. voroen em ouen. irr giui cme «v« ------; * Mzisen Zahlen dieser angeblichen Bankkonten und TO rennt eine endlose Reihe von Namen, auf du; dre 8 ' tonten angeblich lauten sollen, oder von Mittels- i des jortmuno, enmoerre aus ^rayranyrage teiegru„„tmnrfon ,Die Behauptung des Journalisten Knickerbocker,! ken Enthüllungen aufwarten. fo meint er, „hätten jedoch Gebiete besetzt, die nichtpolnisch wären, sondern nach dem Weltkrieg trotz heftiger Proteste der Bevölkerung durch Polen a n - nektiert worden feien." skrupellosen Auftraggeber in London entlarvt. Wer glaubt ihnen von nun an auch nur noch ein Wort? Dir werden in den nächsten Tagen mit weiteren dokumentarisch beleg- 8 n int Sin aufschlußreicher Vries Lloyd Georges. Berlin, Budapester Straße 38, L e b e n s v e r - sicherungen abgeschlossen für sich selbst auf 1,5 in chen beflo iber aiH Lehrer k neuen llr wagten. ?' irb in M r Unten rgefilhl- t ber pil1 ’0h| n. bq.' n Ife feint \ >rt uni V l atz in König tx Kamps i bM etmirj norben. auch sein mögen, bis in die letzte Einzelheit aufzuklären, bis der Hehjour- nalift Knickerbocker und sein Auftraggeber 2Hc Mllan und Churchill entlarvt sind. Demzufolge Hal gestern mittag der Leiter der Aus- landspresseabteilung der Reichsregierung den ausländischen Pressevertretern in Berlin milge- teilt, daß sie sich jeder Informations- Möglichkeit bedienen könnten, die sie für zweckmäßig halten zur Aufklärung der skrupellos durchgeführteu Verleumdungskampagne des feindlichen Agitationsapparates. Dar- rüber hinaus sind unmittelbar nach dem Bekanntwerden der neuen Lügen Knickerbockers die in Frage kommenden ausländischen Missionen des Reiches aufgefordert worden, ihrerseits Feststellungen zu treffen über die Wege, die nach den verleumderischen Angaben die verschobenen Gelder dann ins Ausland gewandert sein sollen. Schließlich werden diese ausländischen Missionen des Reiches auch an den Stellen nachforschen, die bei den sehr allgemein gehaltenen Behauptungen als jetzige Depots der angeblich verschobenen Gelder überhaupt in Frage kommen könnten. stund der Dortmunder Union-Brauerei.' 3. Knickerbocker behauptet, Rudolf Heß habe fr u fem 35000 lZe Land M LtrardB -n bes M und PlE n 28.W 'age brlänger® menhang mit einem Knickerbocker gebracht wird. Jaüch, Hübener & Co." 4. Knickerbocker behauptet, ein gewisser Paul B o t ch e i m aus Dresden, ein Bankenvermittler für Deutsche aus Südamerika, der von Valparaiso nach Buenos Aires reifte, fei einer der weiteren Agenten, die für Dr. Goebbels Kapitalien im Auslande angelegt hätten. Dieser Mann habe für Dr. Goebbels bei der Osaka-Filiale der japanischen Nippvn^Ginlko-Bcrnk Bargeld und Sicht- Tratten im Gegenwert von 64000 Pfund hinterlegt. Hierzu teilt die japanische Nachrichten-Agentur Domei, Berliner Büro, SW. 68, Zimmerstraße 28, folgendes mit: „In bezug auf die Meldung von Mr. Knickerbocker bekam die Berliner Office von Domei folgendes Telegramm, das ich in wörtlicher Heber« setzung hier wiedergebe: „Auf die Anfrage der Do- mei, Japanische Nachrichtenagentur, Zweigstelle Osaka, bezeichnete der Generaldirektor der Osaka« Filiale der Nippon-Ginko, Japanische Staatsbank, Mr. Okada, die Meldung über ein Depot von Herrn Reichsminister Dr. Goebbels bei ihr als einfach lächerlich, und er führte folgendes aus: „Nippon-Ginko nimmt keinesfalls ein Pn- vatdepot an, so daß ein Depot von Herrn Reichsminister Goebbels bei unserer Filiale gar nicht in Frage kommt und ausgeschlos« sen ist. Eine derartige Meldung dient bestimmt nur einem dunklen Zweck, ober man wollte vielleicht damit die deutsch-japanischen Beziehungen trüben." Mit nationalem Gruß S. Ejuri, Domei Tsushin Sha Berlin-Ofsice." Damit ist Herr Knickerbocker und sind seine nännern, die diese Depots angelegt haben sollen, leider verschweigt er aber wohlweislich Die Angabe der einzelnen Namen von Sanken oder Firmen, t>ei benen diest märchenhafte Schätze ruhen. Hier beschrankt er sich d!», t den t(i idten i aes Aw laltschch ” ihn A Septeck ) der L iren, nst Betrogenes Polen. England nicht bereit, für Wiederherstellung des polnischen Regimes zu kämpfen. ie irlP* 8.1939)*- t>e e‘d di- # Seien SK ,r 1939 « M und« licht DOI^ )beri^ Das britische Lügenministerium am Pranger. er neue Knickerbocker-Schwindel an Hand dokumentarisch belegter Wahrheiten entlarvt Diebergegeben waren. . ,w..;r, Jetzt ist der Moment gekommen, dem britischen Sügenminifter zu zeigen, daß auf der anderen Seite keine knieweichen Bürger sitzen, ^te Die Anwürfe mit Achselzucken übergehen oder sich für zu siut halten, in den Dreck, Ser Da fleftreuit nnrb. Hineinzusteigen, sondern Nationalsozialisten, o rücksichtslos entschlossen find, den Augiasstall dieses verleumderischen Unrates auszumisten Wenn oer britische Lügenminister darauf spekuliert hatte, Daß üs zu unbequem fein würde, die absichtlich allgemein gehaltenen und vagen Anwurfe zu emkrast , w hat er sich einem für ihn sehr bedauerlichen Jrr- !mm hingegeben. Reichsminister Dr. G o e b b e l s Hal den Kampf gegen die ungeheuerliche Verleumdung mit der Waffe der dokumentarisch belegten Wahrheit ausgenommen, um die gesamten Behauptungen, jo unklar sie Sank im Fernen Osten. , Allzu durchsichttg bei dieser Aktion mar tue Tätliche daß sie bereits vor ihrer Veröffentlichung im lug'lischen Unterhaus zur Sprache kam, »o der britische Lügenminister m der Form Der Antwort auf eine bestellte Anfrage mitteilte, daß tian dem Material des Herrn Knickerbocker große Aufmerksamkeit schenke. Damit wurde immer deut- lcher, daß der kleine Lügner Knickerbocker nach der nrften Schlappe, die er erlitt, jetzt von der Buhne Abgetreten war und daß nun unter seinem Namen (emid)tigere Personen, nämlich Mac Mil l a n und ier feit Jahrzehnten bekannte Lügner Chur ch l l l, les üble Ziel der hetzerischen Verleumdung fort- Um aber völlige Klarheit über diesen Punkt zu irreichen, wurde mit der Veröffentlichung der unter l«m Namen des Mr. Knickerbocker herausgegebenen Sehauptungen in Deutschland 24 Stunden gewarnt. In dieser Frist tat das britische Lugemnimste- lium das, was von ihm zu erwarten war, es führte nfteiwillia den logischen Beweis dafür, daß nicht Mr. Knickekbocker sondern der Herr Lugen- ninister mit seinem Kollegen C hur- tzill persönlich für die Aktion verantwortlich Dar. Er ließ über einigen nordwestdeutschen Bezir- kn Flugblätter abwerfen, in denen die Lugen ! er Firma Knickerbocker, MacMillan und Co. M) vil «, T>\ i;i V \ 'M $4 1 r 'rtf v\ z gierung Jorga 1931 bis 1932 Finanzminister. Als solcher hat er die Umschuldung durchgeführt, 1938 wurde er vom König zum Kronrat ernannt und war seit einiger Zeit Senatspräsident. Die Ernennung Argetojanus zum Ministerpräsidenten wurde von der rumänischen Oeffentlichkeit mit großer Genugtuung zur Kenntnis genommen. Der Sowjet-Heeresbericht. Moskau, 29.Sept. (DNB.) Der sowjetrussische Generalstab veröffentlicht folgenden Heeresbericht vorn 28. September: Die Streitkräfte der sowjetrussischen Armee erreichten auf ihrem Vormarsch in Richtung auf die Demarkationslinie Grajewo, Tchijew (20 Kilometer südwestlich von Mazowetsk), Mejiretschie, Krenpetz (12 Kilometer südöstlich von Lublin), Chebrechin, Walodytsch (15 Kilometer nord« westlich von Liubaschuw), Peremyczl, Ustrzykid (40 Kilometer südwestlich von Peremyczl). Bei weiteren Säuberungsakttonen in West-Weißrußland und in der Westukraine von den Ueberbleibseln der polnischen Truppen entwaffneten die sowjetrussischen Streitkräfte fünf polnische K a v a l lene- Regimenter und machten sie zu Gefangenen; ferner erbeuteten sie in der Gegend von Krukenitza 15 Geschütze und lösten verschiedene isolierte Gruppen der polnischen Streitkräfte auf. .Mi füfjen w /fregient !' um Wn Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz, Sport und Wirtschaft: Ernst Blumschein. An- zeiqenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den In- halt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Der- lag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K^-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September *—- IW MtjL Das vorläufige Ergebnis dieser Untersuchung ist mehr als verblüffend. Die gründliche Aktion, die in vier Erdteilen anrollte, erfordert natürlich em paar Tage Zeit. Aber schon heute liegen die ersten Ergebnisse der sofort emgeletteten Feststellungsaktton vor: 1 Knickerbocker behauptet, Dr. Goebbels habe durch einen Wilhelm Achterberg oder Achtermann aus Berlin und Hamburg, der für den Franz-Eher- Derlag nach Montevideo reifte, 1850 000 Dollar bei einer deutschen Exportfirma in Buenos Aires für sich deponieren lassen. Auf telegraphische Anfrage antwortete der Leiter des Zentralverlages Reicysleiter Amann fol- aendes: „Habe mit Empörung von der unverfcham- ten Lügendehauptung Knickerbockers Kenntnis genommen, nach der ein Dertteter des Zentralverlages namens Achterberg oder Achtermann 1 850 000 Dollar in Ihrem Auftrage in Buenos Aires deponiert haben soll. Ich teile Ihnen rechtsverbindlich nut, baft es einen Vertreter dieses Namens tm Zentralverlag nie gegeben hat und daß auch niemand aus dem Verlage jemals einen Aufttag erhalten hat, auch nur einen Pfennig im Auslande m Ihrem Auftrag zu deponieren. Bin bereit, diesen Sachverhalt zu beeiden und jedem AusläiHer gegenüber den Wahrheitsbeweis anzutreten." , - „ 2 Mr Knickerbocker behauptete, ein hoher Beamter des P r o pagand am i n lsierinms mit Namen Thomas Broeckheer oder Bruckhues habe mit Hilfe der Kreisbank-AG. München-Gladbach für Dr Goebbels bei einer Bank i n ßujenis bürg auf den Namen lautend« Aktien tm Werte von 2 280 000 Belgas hinterlegt. Hierzu ist festzu- haß gezeugte ... bewiesen hat. Inzwischen bat, noch vor dem Abschluß der Moskauer Verhandlungen, die Behandlung der polni- 26 000 RM. Auf Anfrage unter der angegebenen Anschrift lief folgende Antwort der Firma Jauch Hübener & Co. ein: „Wer hören, daß unsere Firma Jauch, Hübener & Co. (der Name soll verstümmelt sein in Georg Hübener & Co., eine solche Firma existiert nicht) durch den feit Jahren als notorischen Lügner de- kannten amerikanischen Journalisten Knickerbocker in Zusammenhang gebracht wird mit angeblichen ausländischen Lebensversicherungs- und anderen Transaktionen, die im Auftrage von Staatsmännern des Deutschen Reiches durchgeführt worden sein sollen. Wir erklären, daß wir weder direkt noch indirekt an irgend solcher oder ähnlicher Transaktion beteiligt sind, daß wir auch nur irgendetwas von solchen gehört haben. Wir erklären, daß wir weder direkt noch indirekt in Verbindung mit den Staatsmännern des Deutschen Reiches wie z. B. Minister Dr. Goebbels, Minister Heß oder anderen gestanden haben oder stehen. Die Behauptungen sind daher erlogen. Wir haben sofort einen Anwalt beauftragt, entsprechende Feststellung bei unseren Firmen vorzu« nehmen. Es ist selbstverständlich, daß unsere vorstehenden Angaben non sämtlichen Inhabern eidlich bekräftigt werden. Wir bitten ergebenft um Mitteilung, ob wir eine weitere Untersuchung in unseren ' Firmen übertragen dürfen dem Minister Exz. Graf ’ V olpi, Rom, mit dem wir in seiner Eigenschaft als Präsident der uns nahestehenden größten italienischen Versicherungsgesellschaft Generali bekannt sind. Wir bitten weiter ergebenft um Erlaubnis, das vorstehende Telegramm an die ausländische neutrale Presse und an unsere ausländischen Geschäftsfreunde weitergeben zu dürfen, da wir als eine der größten europäischen Rückversicherungsfirmen Wett darauf legen müssen, daß unser in allen Ländern bekannter Name nicht in Zusam- heute nicht einmal die „Dmes" zu machen. Man müsse ein für allemal die Idee einer Wiederherstellung des Versailler Europas aufgeben; eine solche sei weder möglich noch wünschenswert. Derartige Gedanken tauchen jetzt öfter in der englischen Presse auf, so eben erst in einem offenen Brief des bekannten Historikers H u x l e y in der Firnes". Darin wird dringend geraten, den Gedanken an eine Aufteilung Deutschlands und ähnliche Dinge aufzugeben. Die Aufgabe solcher englischen Wunfchträume wäre in der Tat ein nützlicher und längst notwendiger Verzicht. Aber damit haperts. Wie sollte wohl selbst das „vernünftige Deutschland" des „New Statesman" aussehen? Immer taucht hinter solchen Halbwegs vemünfttgen Anwandlungen wieder die Narrheit auf, daß mit dem „gegenwärtigen Regime" Deutschlands eine „vernünftige" Regelung nicht möglich sei. Solange man aber in England dieser Narrheit nachhängt, ist England für uns nicht verhandlungsfähig. beikannte, besten Spuren hier nicht festzustellen waren, vielleicht in Luxemburg durch fein hinterlassenes Bankkonto aufzufinden gewesen wäre. Durch die deutsche Gesandtschaft in Luxemburg wurden Nachforschungen bei sämtlichen Banken und Banlkiers angestellt, die es in Luxemburg überhaupt gibt. Das Ergebnis wurde von Luxemburg telegrafisch übermittelt. Es lautet: „Die von Rechtsanwalt Neyens, ehemaligem Luxentburgischem Finanzminister, gemäß telegrafischem Auftrag an hiesige Banken und Bankiers gerichtete Anfrage hat einwandfrei völlige Widerlegung vorliegender Hetzlüge ergeben. Von sämtlichen um Auskunft befragten 14 luxemburgischen Banken, die nachstehend einzeln aufgezählt werden, erfolgt negative Antwort: Banque Alfted Levy et Cie., Caisse Hypothecaire du Luxemburg, Banques Commerciale Credit, Anversois CreM Jn- dustri-el d'Alsace et de Lorraine, Credit Lyonnais, Banque Devulle Wigrelx et Fils, Banque Werttng et Cie., Banque Generale du Luxembourg, Banque Jnternattonale La Luxembourgeoise, Banque Mathieu Freres, Banque Nattonale de Belgique, SoeiStö Generale Alsacienne, Union Financieres Luxembourgeoise (Ufina), Banque Bech Tschiderer Diekirch, — Thun. Knickerbocker behauptet, Dr. Goebbels habe durch Vertreter der Dortmunder Union-Brauerei AG. Lebensversicherungen für sich abgeschlossen in Höhe von 350 000 Dollar, 2350000 Holländische Gulden und 1235000 Belgas; für seine Gattin auf demselben Wege in Höhe von 670 000 Schweizer Franken, 89 500 Pfund Sterling und 4,5 Millionen RM. Der Leiter der Dortmunder Union-Brauerei, Dortmund, erwiderte auf Drahtanfrage telegrafisch: Mag alle Welt über die traurige Regierung der Moscicki, Rydz-Smigly und Beck Spott und Verachtung ergießen. Eine Nation gab es — mit einer noch traurigeren Regierung — und ein Land, wo man unter keinen Umständen das tief in den Abgrund gestürzte polnische Volk hinterher noch beschimpfen durfte: England! Welche heiße Wut muh in einem polnischen Herzen aufbrennen, wenn der alte Lloyd George wie zum Hohn von dem „giganttschen Kamps und den unbeschreiblichen Opfern Englands" in diesem Kampf spricht. Wo hat England, das einer seiner eigenen Söhne das perfide" nannte, für Polen gekämpft, was für Polen geopfert, wenn einen Finger gerührt, um die Blankovollmacht zu erfüllen, die es den betrogenen Betrügern in der verflossenen Warschauer Regie- rung ausgestellt hatte? Lloyd George selber war seinerzeit heftig gegen die Schaffung des Polen, das jetzt wieder von der Karte Europas gestrichen wurde. Aber welcher Rekord an Verlogenheit, wenn er jetzt einen grundsätzlichen Unterschied zu konstruieren sucht zwischen dem russischen Einrücken in Polen, das Gebiete erfaßt habe, die ,/ursprünglich nicht polnisch" gewesen seien, und dem deutschen Vorgehen, das „im wesentlichen polnische" Gebiete erfasse. — Glaubte er wirklich, damit einen Keil zwischen die deutsche und die russische Polittk treiben zu können, so werden ihm die neuesten Nachrichten aus Moskau inzwischen gezeigt haben, daß er vergebens abermals — fein besseres Wissen verleugnet hat. Denn er selbst war ja vor 20 Jahren der erste, der in feinen Versailler Denkschriften an die Alliierten, in seinen Londoner Parlamentsreden vor dem Unterhaus und seither in feinen Büchern und Aufsätzen die D e u t s ch h e i t Danzigs, des Korridors und Ober- schlesiens schlagend bargetan und die Unmöglichkeit des von dem Versailler Deutschen- daß Sie für sich und Ihre Gattin durch Denmtt- haß gezeugten polnischen Raubstaates vernichtend lung der Dortmunder Union-Brauerei in Dort- yuD v \ r- munt) im Auslande eine Lebensversicherung über Inzwischen hat, noch vor dem Abschluß der Mos- eine sehr hohe Summe abgeschlossen hatten, hübe kauer Verhandlungen, die Behandlung der polni- ich untersucht. Ich kann Ihnen die Erklärung ab- schen Frage in London überhaupt eine wesentliche geben, daß an dieser Behauptung kein Wendung genommen. Keine Rede mehr von pol-^wahres Wort ist und daß sie ^ll komme nischer Wiederherstellung. In der bekannten Wo- a u s d e r L u f t g e g r l f f e n ist. Dr. Claser, Dor-. j.'m-— w-'.rfrx har ftfnnlh her Tlnrtmiinher Umon-Brauerei. Es bat im Propagandaministerium ni e mal S einen Beamtm ober Angestellten mit Namen Thomas Broeckher oder Brockhues ober fo ähnlich Müncken-Gladbach antwortete auf drahtliche Be- äSS» »r. @=«bbe15 in Ver. gfSSWÄ g” tu Vn Md« Autu« “SÄÄ'1 wird, daß der er° c) «Wenn W B existierende Thomas Broeck- Mtel-nermaß-n mcht xyt Angeblich aber Heer oder Bruckyues °o t > bie SrEi5ban( ZA-LSSÄÄLBSSK Bukarest, 29. Sept. (Europapreß.) Als nach der Ermordung Calinescus der General Arge f e a n u zum Ministerpräsidenten ernannt wurde, war man sich darüber klar, daß diese Ernennung nur eine vorläufige Lösung sein könne. Im Laufe dieser Woche hat sich der König vor allem mit dem Kronrat Dajda-Voewod über die Neubildung der Regierung beraten. Dajda soll dem König eine Wiederheranziehung der alten Parteileute, vor allem Manius, empfohlen haben. Der König hat jedoch den Mann, der bereits in den ersten Stunden nach der Ermordung Calinescus als dessen Nachfolger ernannt worden war, nämlich Argetojanu, mit dem Ministerpräsidium betraut, nachdem General Argeseanu die scharfen Maßnahmen gegen die Mörder Calinescus und die Reste der Eisernen Garde mit seinem Namen gedeckt hatte. Argetojanu hat eine Anzahl Männer seines Vertrauens in das Kabinett hineingenommen. Es bedarf kaum der Erwähnung, daß die Außen- Politik Rumäniens, vor allem seine Neutralitätspolitik, sich durch die Regierungsneubildung nicht ändern wird. Argetojanu ist ein ausgesprochener Wirtschaftler, vor allem Finanz- fachmann. Als Präsident des Obersten Wirtschaftsamtes hat er den rumänischen Fünfjahres- plan zu einem wesentlichen Teile entworfen. Er gilt seit langer Zeit als Befürworter der wirt- schaftlichen Zusammenarbeit mit dem Deutschen Reich. Auch rühmt man fein Verständnis für die Minderheitenfrage. Ministerpräsident Argetojanu ist 1871 im Bezirk Dolj in der Nähe von Crajowa als Sohn eines Generals und Großgrundbesitzers geboren. Er studierte in Frankreich Heilkunde und promovierte in Paris. Außerdem hat er sich stark mir Archäologie beschäftigt. In der Jnnenpolittk war er zuerst konservativ und war nach dem Kriege im Kabinett Avarescu Innenminister. Als solcher griff er sehr scharf gegen die damals um sich greifende Anarchie, vor allem die kommunistische Bewegung, durch und galt lange Zeit als Mann der starken Hand. Dann trat er in dis Liberal« Partei ein. Später war er in der Rein Mr. Knickerbocker gehandeA Hätte. Aber schon tmnals war klar, daß Knickerbocker nur alsBe-- cu f t r a g t e r d e s britischen Lügenmini- feriums handelte und von ihm zur besseren Zarnung vorgeschickt war. Deshalb forderte Reichs- Minister Dr. Goebbels den Schwindler auf, d X e Unterlagen für feine Behauptung zu ' ^öffentlichen, um ihn zu entlarven. Er dot ihm jDd H aller von ihm „entdeckten" Au stand sgut- ! toben dieser Art an. Der Lügner Knickerbocker zog es vor zu schweigen. Er ließ die ihm ■ ssMe Frist für den Wahrheitsbeweis verstreichen. Vier Tage nach Ablauf dieser Frist wird nun ilötzlich der bereits erledigte Schwindel w ieder cufgenommen. Der saubere Herr Knicker- locker veröffentlichte diesmal in Frankreich, und !' war im „Paris Soir", eine ganze lange Nste von Auslandsguthaben, die angeb« Ich von sechs führenden Nationalsozialisten angelegt ' vorden sein sollen. Er gibt eine Fülle von scheinbar Berlin, 29. September. (DNB.) Der amerb ische Hetz- und Lüaen-Journattst Knicker- ,cker hatte bekanntttch in einer amerikanischen eihmg die phantastische Behauptung aufgestellt, rß sechs führende Nationalsozialisten ine halbe Milliarde Mark in Devisen .uf eigene Rechnung ins Ausland verschoben hätten. Der Sache wäre keine Bedeutung bttzumessen gewesen, wenn es sich nur um eine ^hffuntuna Des mehrfach als Schwindler entlarv- Eine unmögliche Logik, Montevideo, 30. Sept. (DNB. Funkspruch.) Das Abendblatt El Diario brandmarkt scharf die unmögliche Logik der englisch-französischen Politik. Das Blatt schreibt, wenn diese beiden Länder den Schutz Polens übernommen hatten, durften sie keinen Unterschied in der Behandlung Deutschlands und Sowjetrußlands machen. Es fehle jeder Vorwand, Deutschland anzu- areifen. während man anderseits Sowjetrußlands Interessen anerkenne und seine Schritte billige, wie es Lloyd George getan habe. itt miu DigL K ß e bens einheitlich! zefuhrU Reis, It: mb 2in|fi 'ehl, A reifeöl. Fn ische Lck fernen. ft chenzeitschrift „New Statesman" wird der Oeffentlichkeit dringend empfohlen, bei der Erörte- — —r runfl ber polnrfd>en Fraqe höchst- Barsicht durch Bermittlung von G-arq chubener S C°„ walten zn lasten. Eine Wiederherstellung Palens Berlin, Budapester Strafe« ,38 5 eben stier- käme nur im Falle eines gleichzeitigen Zusammen- siche r u n g e n abgeschlossen für sich seM auf 1,5 bruches von Deutschland und Sowjetrußland in Mi Uonen Schweizer i>ranken, 000 Holländische Frage; eine derarttg kühne Voraussetzung wage Gulden, 53 000 Pfund Sterling und 1 380 000 RM., beute nicht einmal & „Times" zu machen. Man für seine Gatttn auf 24 000 Psund Sterling und London, 29. Sept. (Europapreß.) Großes Auf- lüen erregt ein offener Brief des ehemaligen Ministerpräsidenten Lloyd George an den pol- stschen Botschafter in London Graf Raczins ky. 7er Botschafter hatte sich an Lloyd George gewandt gegen dessen scharfer Kritik an der polnischen Re- a-rung in einem Zeitungsartikel. Lloyd George er- kirt in seinem Brief, er sei davon überzeugt, daß d.s englische Volk nic^t bereit sei, „riesige Opfer i bringen" für die Wiederherstellung des polnischen jirgimes, wie es durch die heutige Regierung re» idfentiert würde. Diese habe eine kümmerliche jaur abgegeben. Er wolle vor allem betonen, so reibt Lloyd George, daß die Engländer bei die- n giganttschen Streit und bei den „unermeßlichen fern", die sie brächten, nicht dafür kämp- , n, wieder Völker unter die polnische Herrschaft zu ingen, die einer anderen Rasse ange« 5 r t € n und sich gegen eine derartige Unterwer- gwehrten, die ihnen nur durch die Gewalt der lnischen Waffen aufgezwungen war. Eben- Ienig kämpften die Engländer für die Wieder- rftellung einer Regierung, die in einem Augen- tcf versagt hätte, als ihr Volk in Not geriet. Lloyd George versuchte dann eine bessere Erklä- g für das zwiespältige Verhalten der englischen lttik einmal Deutschland und andererseits Ruß- gegenüber zu geben, als dies Ehamberlain ge= n war. Der deutsche Einmarsch, so behauptet yd George in unsinniger Verkennung der Tat- chen, habe zum Ziele gchabt, solche Gebiete zu ektteren, deren Bevölkerung nach Rasse, Sprache Tradttton überwiegend polnisch sei. Daß die Opferung sowohl in Westpreußen als auch in rschlesien in Abstimmungen die Einaliederung in n polnischen Staat klar ab gelehnt hat, oufrt Lloyd George ruhig unter den Tisch fallen jsen zu können. Die russischen Truppen dagegen, LÄUFER 6162D Friedrich Eisenträger im 62. Lebensjahr. Gießen, den 30. September 1939. Empfehlungen Für die Beweise der Die Trauerfeier fand in der Stille statt Teilnahme herzlichen Dank. 04470 Danksagung. Für die vielen Beweise liebevoller Teilnahme an unserem schmerzlichen Verlust sagen wir innigsten Dank, Dr. Maennchen und Familie. Gießen (Keplerstraße 1), den 29. September 1939. 04495 Gießen -Wieseck, den 30. September 1939. 6130D 21. Ziehunystag 26. September 1939 26. September 1939 21. Ziehungstag Ln der heutigen Dormittagsziehung wurden gezogen 640 10226 21666 33954 263676 285783 288793 302981 358030 179243 176652 81030 134846 - 135227 W Sonntag 1402 4202 109441 75898 75370 72634 112450 wurden 6585 Gewinne ju ie 3m Gewinnrade verblieben- 3 Zu Mkrkttn . uuude» 6^31 Kewirmr » it töQ Ä3R ge-gg^k Stadttheater 28459 29697 33076 36057 38149 39360 58770 64132 69738 83132 89753 94180 62592 330152 62269 261072 182041 385802 204176 259123 335279 206933 275731 380267 213234 311366 382258 128261 210607 241952 290208 367735 8261 25818 39569 130123 214350 249264 291526 386925 35751 44579 121452 170366 231791 97263 280270 127795 182434 233534 64861 182225 218914 325492 81201 101294 130203 136934 171790 195237 214097 234729 254065 283682 313009 331596 348532 370320 384153 192569 226767 334997 111414 133100 153097 177850 198301 221133 239502 257621 288967 322466 338708 352145 373360 386821 165947 179614 200294 221316 239998 258364 304097 328457 339132 357467 374350 388598 168422 182167 206452 224441 248768 262215 307402 328705 342462 361505 380673 339515 356343 171358 369564 ' 5525 25766 46457 64766 81817 101379 114759 134440 149221 161736 176712 189634 201783 225114 240835 249775 267258 279181 286827 298994 308842 322345 ■334943 3459.73 363337 373458 382481 389733 117217 127588 168671 187231 217651 222404 262290 292708 309742 344794 379155 27553 43638 118924 134491 172053 187307 218551 224977 265484 298996 310266 348944 382426 151399 219832 253586 298591 119952 145285 178543 190872 220012 236988 267813 299217 316738 349280 392248 166920 229051 260025 299944 65707 342048 156225 185418 210819 221020 244511 279297 306948 325681 361672 105322 115424 134728 149659 162177 178504 189766 204083 229264 240936 252921 268948 280914 289232 299686 309043 323329 336506 348935 366082 374181 383597 394321 107694 130814 145665 172856 195855 218321 236929 255920 285892 321115 332978 349854 372709 384808 206555 262578 373057 129316 148321 161671 175087 185853 198802 224711 234851 246773 267116 278850 285957 298777 308170 321799 333899 344801 359717 370679 382181 388305 396701 8518 198099 399338 Wir wollen und werden den allezeit pflichtbewußten Beamten und treuen Kameraden nicht vergessen. Im Kampf für sein Volk und seinen Führer fiel am 22. September d. J. im Westen im Alter von 30 Jahren unser lieber Mitarbeiter 105725 117436 137783 150022 165236 181707 192031 208361 231060 241288 257024 270767 281088 290717 303847 310288 325139 336686 351035 366682 375209 384867 395024 96666 125713 137748 171360 191213 213675 229750 250191 265393 309014 331062 343950 363568 362359 90459 116232 132571 145360 150157 168725 193811 213749 228543 242485 259133 288814 296275 308614 349195 364665 376986 389590 Außerdem 129432 140348 148918 166434 187475 204625 222487 237096 256077 280565 294426 303560 331461 364156 373160 388522 1072k 24106 51241 95873 1158k' 12557^ 16513- 186189 216370 222081 251460 283905 309169 328228 378824 1 6189 24597 38150 54914 75239 89082 110713 130173 142696 149147 166952 18841* 20636C 22576 24050 25881 2863C- 29571 30715 3371C 36416 37326 38872' 31789 44006 124181 146644 181625 200872 220245 237988 268055 303012 318202 360111 399060 23351 37618 47253 112208 124180 141179 155023 167484 183271 192953 212306 233027 242807 261289 276270 282190 292171 304013 311529 330625 342621 357325 368765 377471 385675 396865 124459 142641 159889 167930 184214 193672 217214 234370 246751 264566 277121 282749 292236 305858 312838 331332 342769 358435 370490 381015 386968 398492 106002 121489 136341 146522 158485 175788 195537 218970 230520 250976 271975 291959 300237 326171 360536 369169 380272 393103 127043 138689 147495 161434 185156 196120 220772 234981 255366 275186 293852 302169 331336 363115 369509 381798 394511 Verwaltungsanwärter Wilhelm Cuny Oberwachtmeister d. R. in einer Nachrichten-Abteilung. : 4484 23522 37752 51629 66216 88343 Werbe-Drucksachen liefert Brdhl’sche Druckerei Giesser/ Triedrichstr.7 Lieferant aller Kassen Am 26. September 1939 starb plötzlich mein lieber Mann, unser treusorgender Vater und Schwiegervater 96750 121263 135839 145384 157167 169064 194277 216190 228597 246859 263394 289206 297530 319908 359582 369165 377017 392316 | Kaufgesuche | Haus mit 15000 Mark Anzahlung zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote u. 6135V an den Giehener Anzeiger erbet. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Juliane Eisenträger, geb. Jung. Gewinaauszug 5. Klasse 1. Deutsche Reichslotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten 1239 7782 9932 AlwMweM mögl. über 24 Jahre, für mein Textil-, Kurz-, Modewaren- usw. Geschäft. Antritt sofort oder später. Zeugnisse erbeten. Johannes Biehusen Marburg, Elisabethstratze 11. 6182V 11.30-12.30 1. Morgenveranstaltung Erstaufführung zum Erntedankfest veiMeiMM von Böhmen Ein Spiel von Joh. von Saaz. Spielleitung: Dr. H. Razum. Preise: RM. 0.25, 0.50, 0.75 Platzmieter auf allen Platz. 0.25 Klavier und älterer güWrant gut erhalten, zu verkaufen. 04464 Bismarckstr.401 denn Erleichterung Ans jede gezogene Stummer sind drei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den drei Abteilungen i, n und in 2676 2812 4660 150 RM qezogc Prämien zu 30 Gewinne zu 3000 RM. 198916 199191 245372 397731 39 Gewinne zu 2000 RM. 105404 162180 163203 317987 363555 370643 W ocheniibersicht: Dienstag. 3. Oktober, 20-22.30 Erstanlftthrnng: Die Freier. Mittwoch, 4. Oktob., 19.30-22.15 Agnes Bernauer. Freitag, 6. Oktober, 20—22.15 Bezauberndes Fräulein. Sonntag, 8. Oktober, 19—21.45 Erstanlftthrnng: 6145D Der Zigeunerbaron. Der Landrat des Landkreises Gießen. Dr. Lotz. Miet- Pianos Bei späterem Ankauf Anrechnung laut Vertrag Schönau Bahnhofstr.76 KeinSchaufensler 500 000 NM. 3 Gewinne zu le 50 000 NM 15 je 20 000, 12 zu |e 10 000, 30 zu je 5000 36 zu 4000, 111 zu je 3000, 216 zu le 2000, 699 zu 1000, 1386 su je 500, 2847 zu je 300, 39 645 “ tr M VW. Miro* 2 PS, 220/380 Volt, gebraucht, zu verkaufen. Schrift!. Angeld unter 6165D an den Gieß. Anz. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen Frau Marie Kreiling Witwe. geb. Keller für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden, dem Herrn Dekan für die trostreichen Worte am Grabe, sowie allen denen, die ihr das letzte Geleit gaben, sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Emil Kreiling II. Familie Karl Kreiling. 19-21.15 Uhr Außer Miete! Erstaufführung Bezauberndes Fräulein Operette von RalphBenatzky Spielleitung: H. Grünecke. Mus. Leitung: H. Markwarat. Preise: RM. 0.90-3.60. WM wenig getragen, zu verkaufen. Zu erfr. in der Geschäftsst. des Gieh. Anz. s 04476 Haus- bursche gesucht. Franz Bolle Gießen Mäusburg 10. 111 Gewinne zu 1000 RM. 58145 69570 64389 90065 95630 Zwei kleine Zimmer mit Wohnküche, Zentralheiz., zu vermieten. Schr. Ang. unt. 04448 a.d.G.A. ündpavtev für Dieselmotoren Paul Läufer Gießen a Wageng., Nähe Marktplatz LÄUFER Mm gefunden. Zu erfr. in der Geschäftsst. des Gieh. Anz. s 04485 Mink- HeparalM durch WW Bahnhofstr. 39 Fernspr. 2980 5807V 395961 300 Gewinne zu 500 RM. 5215 7772 18289 22965 26576 35981 38431 56107 73933 75331 QinQn ----- 84529 84552 85456 87399 88213 ----------- 121909 124775 Oopieler! Dann zum £ Fachmann • Kammerjäger Schomber jetzt Schiffen« bergerWeg 3S 531 Gewinne zu 300 RM. ----. 5649 7895 9665 9848 21006 23324 23614 27758 35894 38474 38822 40635 42547 50105 53363 54536 56342 58763 63888 ----- ----- 78619 79419 81485 82510 83260 83817 93014 93144 93422 ------ ----- ----—' 113577 61180 61284 61634 62361 65024 81173 81619 82455 82619 85144 ----- ----- ------ ------ 110072 Aelterer BomoeHletd.5. sucht eutsvrechende Beschäftigung LBaugeschäft oder bei Behörde. Angebote erbet, an [6is2V H. Rögner Duisburg - Wanheim Augsburger Strahe 19. 435 Gewinne zu 300 RM. —' 13287 14443 19376 96468 97287 99403 100028 108664 110565 ------ '— 124944 Kirchliche Anzeigen. (G. -- Gottesdienst, KG. -Kinder- gottesdienst, HG. --Hauvtgottes- oienst, HG.-Abendm. = Hauvt- gottesdienst mit Beichte und Abendmahl.) Gietzen. Sonntag, d. 1. Oktober. Erntedankfest. Stadtkirche. 9.30, Becker,- KG. 11, Mark.-Gern.; 14, Schmidt,' KG. 15, Matth.-Gern. Johanneskirche. 9.30, Schmidt; KG. 11, Joh.-Gem.; 14, Bastian. Kabelte Alter Friedhof. 9.30, Bastian. Kavelle Wetzlarer Weg. 9.30, Missionar Waltherr KG. 10.45. Gietzen-Klein-Linden. G. 9; KG. 10. . , , Gietzen-Wieseck. G. (Chorschule) 9L0; KG. 10.45. Ev. Stadtmission, Löberstr. 14. 1. 10.: Andacht u. Gemeinschaftsstunde 8.30; S.-Sch. 9.45; Predigt 17. - 4. 10.: Bibelstunde 17. Freie evang. Gemeinde. 1. 10.: Erbauungsstunde 9.45; Sonntagsschule 11; Gemeindestunde 15.30. Neuavostol. Gemeinden Gietzen, Handelst!. 1, Ederslr. 13. L 10.: G. 9.30 und 15. bei fjjg. Zwei gesvielte Klarere Blüthner und Berdux, sehr, gut erhalt., zu verk. 5 Jahre Garantie. [o4469 G. Ebert, Klaviermacher, Bleichstratze 17. Wein- und Einmachfässer Dezimalwaage, Kommode, klein. Wascntisch Küchentisch, vol. oval. Tisch, Nähmaschine -.verkauf. [o4446 Asterweg 4511. 288 Gewinne zu 500 RM. ____ ____ ____ 14019 17418 17825 20649 21936 22968 AM für Geschäftshaushalt gesucht. l 04479 Walltorstratze5. Zuverlässiges, perf., ordentlich. Tagesmädchen bei gutem Lohn zu sof. gesucht. 04483 Frau Ernst Dinslage, Hindenbnrg- wall 18L Neuer hemliWlike! sowie Damenmantel mittlere Gröhe, zu verkaufen. Schr. Ang. unt. 04458 a.d.G.A. Schw. Herbst- Herren Mantel fast neu, Maßarbeit, f. große, schlanke Figur, z. verkaufen. [04447 Asterweg 45 U. Gröbere Partie Holzwolle (zum Einbacken) abzugeb. [eisoD Televhon 3655. Geschäftsdracksacheb Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten Geschäfts karten he! Brühl« Schulstr. 7 Hausgehilfin gesucht. [emD Bogt, Liebigstratze 34. [Stellengesuche) Hllato sucht Stellung. Schriftl. Angeb. unter 04454 an den Gieh. Anz. Hlöm.3iminer mit Heizung zu vermieten. [ 04492 Frankf. Str. 311 Kaiserallee 27 Garage zu vermieten. 6175D Näheres: A. Becker, Kevlerstratze 9. [ Mietgesuche | Grobe Parterre- Wohnung in guter Verkehrslage gesucht. Schriftl. Ang. u. 6155D an d. Gieh. Anz. 2 Klaviere gebraucht, schöner, voller Ton,Elfenbein- tast., vollkommen überholt, für nur 150 0.385 RM. zu verkaufen. Teilzahlung gestattet. Reiche Aasw. in neuen Klavieren Klavierstimm. u. Reparaturen sehr preiswert. E.Zollinger Klavierbauer und -stimmet, Gießen,Wilsonstr.5 Tel. 3119 (6I67D 8n der grätigen Nachmittagszlehung wurden gezogen 3 Gewinne zu 100 000 RM. 364997 9 Gewinne zu 4000 RM. 18444 21384 329481 Mädchen oder [6i7sD junge Frau von 9—12 Uhr sofort gesucht. Moltkestr. 8 p. Tüchtige Hausgehilfin für tagsüber od. ganz sucht [04471 Frau M.Täubert, Seltersweg 7011 Zuverlässiges Machen (eventl. Tagesmädchen) zu sofortigem Eintritt gesucht. 6H6D Zahnarzt Dr. Bender Gr.Steinroeg21 Bat möbliertes M- and Äiae eventl. mit Garage in der Nähe zu sofort gesucht. Schriftliche Angebote unter 04460 an den Gießener Anzeiger erbeten. Junges Ehepaar ohne Kinder sucht sofott möbliertes Zimmer mit Küchenbenutzung. Schriftliche Angebote U.6181D a.d. Gieh.Anz. Jungten sofort lieferbar. WM« Frankfurt a.M., Gutleutstr. 293. 5957P Tel. 33285 Steuerfreier Personenwagen (Limousine) preiswert z. oer- kaufen. [ 04472 Steinstratze 49. Lagerräume z. vermiet. [o4468 ZojelWsseg. | Wohnungstausch | Wohnanfisiaiiscn! Biele: herrsch.5 ZI.- Whg.m. Nebengelaß, Veranda, beste Lage. Suche 3-4-Zi.-Whng., sonnige, ruhige Lage, größere Räume, kein Neubau. zum1.11.39. Einzelne Dame. Schriftl. Angebote u. 04444 a. d. Gieß. Anz. 4 Zimmer und Küche an alleinstehende Frau ohne Anhang zu vermieten. l 04459 Frankf. Str. 175 Elegant möbl. Zimmer mit 2 Betten zu vermieten, l 04477 Zu erfr. in der Geschäftsst. des Giehener Anz. Zwei ineinandergehende, gut M Zimmer an Herrn z. vermieten. l04488 Hindenbnrg- wall 7 p. Vermählungsanzeigen bei Brühl, Schulstr. 7 Gesucht 4-5-3immer- Mmg mit Bad, i. Süd- viettel, eventuell Tausch g. preiswerte 3-Zimm.- Wohn. ebenda. Schriftl. Angeb. unter 6177 D an den Gieh. Anz. Suche zu sofort oder später 2-3-3imniet- WWW mit Bad. Angebote unter 6114Pa.d.G.A. 2-3-31» WWW mit Küche, evtl. Bad, sofort oder später zu mieten gesucht. Schriftl. Ang. unt. 04475 an d. Gieh. Anz. Bess. Handw., 38 I., sucht eins., aber sauberes miMmmer m. voll. Pension, f. 60,- Mk. mon. Nähe Seltersw. Schriftl. Angeb. unter 04474 an den Gieh. Anz. Ung* Ende 30, selbst, i. Küche u. Haus, sucht Stelle in besser. Haushalt. Gute Zeugnisse. Schriftl. Angeb. unter 04466 an den Gieh. Anz. Frl., 39 J.,verf. im Kochen sowie Haushalt, sucht z. 15. Okt., auch später, passende Stelle, auch als MWtin Beste Zeugnisse. Schr. Ang. unt. 04465 a.d.G.A. | Verkäufe | Brauner Oldenburger IBflllflU 2 ^jährig,-.verkaufen. [ ’0 4 4 4 5 RichardSchmidt Kolbenmühle bei Harbach. Ein hochträchtig. Simmentaler Btt zu verkauf. 04490 Nödgen Bahnhofstr. 27. Verkaufe 39«JMlHfr Wen Krofdorf 129. Bekanntmachung. Der Unterricht in der Gewerblichen, Kaufmännischen und Mädchenberufsschule wird am Monkag, 2. Oktober 1939, nach dem seitherigen Stundenplan wieder ausgenommen. . 6140D Die Kaufmännische Berufsschule ist in dem Liebig, bau, Liebigstraße 16, untergebracht. Die Gewerbliche und Mädchenberufsschule sind in ihrem früheren Gebäude, Kirchstraße 16, verblieben. _________Stadtschulamt. I. V.: Walter. Bekanntmachung. Nach einer Anordnung des Reichsversicherungs- amts vom 18. September 1939 ist die Beglaubigung der Unterschrift sowie der Lebens- und Mlwen- schaftsbescheinigungen für die Renten der Invaliden- und Unfallversicherung nurnoch einmaljähr- tich, und zwar auf dem Empfangsschein für die Ianuarrente erforderlich. Die Aenderung gilt bereits für die Oktoberzahlung. 6160V Giehen, den 29. September 1939. Der Polizeidirektor. M.d.F.b.: Heltwege-Lmden Major der Schutzpolizei und Kommandeur. KIM» 3 Bis 5 51mm« mit Garten in Giehen oder Umgebung geg. bar zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb.m.Preis- angabe u. 04420 an d. Gieh. Anz. Gebrauchter MW zu kauf, gesucht. Schr. Ang. mit Preisangabe u. 04421 an den Gieh. Anz. erbet. Irischer oder Kanouenofen sowie Allesürenner u. svau. Wand gut erhalten, zu kaufen gesucht. Schr. Ang. mit Preis u. 6168D an d. Gieh. Anz. Akten- f ch rank aebcaudrt, z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 04467 a.d.G.A. | Verschiedenes! wer am Wartweg zu verpachten. Horst-Wessel- Wall 49. Dortselbst Garage zu ver- mieten. lo4489 3 Gewinne zu 50000 RM. 351459 3 Gewinne zu 20000 RM. 287717 9 Gewinne zu 5000 RM. 138670 273400 9 Gewinne zu 3000 RM. 37751 263876 27 Gewinne zu 2000 RM. 111755 119793 282156 290798 303373 343169 367237 ----- 87 Gewinne zu 1000 RM. 5031 16772 24530 61475 ----- 96293 104436 157619 1'7CÄKn 5’QO4Q Tagelöhner in Zigarrenfabrik gesucht. [ 04486 Zu erfr. in der Geschäftsstelle des Gieh. Anz. Junger Hilfsarbeiter gesucht. l 04480 Walltorstrahe 5 [Stellenangebote) Kaue Zeugnisse m Urschrift wildern nur Zeugnisabschriften dem Bewerbungsschreiben beilegen ! — Lichtbilder unoBewerdungsunte» tgen müssen zur Vermeidung von Verlusten aus der Rückseite Ra» men und Änschriit des Bewerbers ttooent Büro oder Lager sucht ält.Angest., dauernde Tätigkeit. - Näheres: 6157D Tel. 3205. | Vermietungen | Haus m. 11 Zimmern, Bad, Zentralhz., Balkon, Garten, z.Alleinbewohn., oder 7-Zimmer- wohnung und 3-Zimm.-Wobn. zum November zu vermieten. Schr. Ang. unt. 04462 a.d.G.A. Schöne, sonnige 6-Zimmer- Wohnung mit Zubehör, zu vermieten. 044?8 Mühlstratze 341 Ecke Horst- Wessel-Wall. Schöne I. St., m. Bad, Etagenheizung, sofort od. später zu vermieten. Schriftl. Angeb. unter 04487 an den Gieh. Anz. S-Zimmer- Wohnnng m. Bad u. Balk. für 1. 11. 1939 zu verm. [o4465 Bismarckstr. 401 Schöne Mansard.- Wohn. 3 Zimmer und Küche, mit Zubehör, in schöner Lage, Gietzen- Wieseck, zu vermieten. Schriftl. Ang. unt. 04484 an d. Gieh. Anz. Das Haus ImiiiiplaM best. aus 10 Zimmern u. Zubeh. ist im ganzen od. in 2 Stockwerken getrennt sofort zu verm. 6174D Näh.: A. Becker, Kevlerstratze 9, Televhon 3804. Schöne Hine-too. mit Bad u. Balkon, Wilhelm- strahe 41,1. St., zum 1. Novemb. zu vermiet. Näh. A. Becker Kevlerstratze 9 Tel. 3804. Radio- MendesZH Wechselstrom, für RM. 45,— gegen Kasse zu verkaufen. emD Steinstr. 38 P. Grötzerer nmklavv barer Tisch als Zeichen-, Schneider- oder Schreibtisch geeignet, z. verkaufen. [04445 Friedrichstr.8U Gut erhaltener Mndev wasen zu verkauf. 04491 Steinstratze 37 p Weißer Herd zu verkauf. 04493 Mäusburg 16. IHerd und mehrere Simmeiöfen zu verk. [6179D Hammstr. 12 I. Gebrauchter Ösen zu verkauf. 04473 Braugasse 11 HI Kelter mit Mühle und einige HfelMiii- Mki zu verkaufen. Carl Heller, 04494 Lich, Mengesstratze 3. !tr. 229 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) beur. Das Korridorgebiet einst und heute icbman” iolstr.31 A.M MV 6en latz Der geographische Korridor ist eine Erfindung des Versailler Diktates und hat eine traurige Berühmtheit erlangt In den 14 Punkten des Präsidenten Wilson war dem neuen Staate Polen ein „A u s g a n g zum Meere" versprochen worden. , Wilson dachte dabei an keine ganze Provinz, sondern an die Internationalisierung des Laufes der Weichsel und an einen polnischen Freihafen in Danzig.' Erst in den Verhandlungen um die Gestaltung des Diktates gelang es den Feinden, auf Grund falscher Darstellungen und frisierter Landkarten fast das ganze Weichseltal der Provinz West- preußen diesem „Korridor zuzuschanzen. Das Gebiet bildete seitdem mit der früheren preußischen Provinz Po s c n die Wojewodschaft Pommerel- I e n. Die nördlichen und überwiegend deutschen Teile Posens bilden gemeinsam mit den alten west- preußischen Kreisen an der Weichsel den sog. Korridor, nachdem das Gebiet von Danzig-Stadt und Land herausgeschnitten und zu einem sog. Freistaat gemacht worden roar. Die alte Provinz Westpreußen mit Danzig und Thorn brachte bei den Reichstagswahlen von 1912 rund 173 600 deutsche und nur 115 000 polnische Stimmen auf. B r o m b e r g , das zum Pofenschen zählte, war eine der größten und deutschesten Städte des damaligen Ostens. Bei der Nationalversammlungswahl von 1919 wurde eine deutsche Stimmenzahl abgegeben, die weit über die Hälfte aller Wähler darstellte. Zur eigentlichen Volksabstimmung gemeinsam mit dem südlichen Ostpreußen wurde aus Westpreußen nur der Bezirk Stuhm-Marienwerder zugelassen, der zu 9 3 v. H. für Deutschland stimmte und daher in der Hauptsache beim Reiche verblieb, obwohl man diesem rechtswidrig die Dörfer an der Weichsel vorenthielt. Betrachten wir uns den bisherigen Korridor von Norden nach Süden, so bildet die Halbinsel teruniy Ditivy, nvalidk». Ijijt 1 fut ft gilt d 61600 imerjägef homber Ischl"®* lerWei11 Zwei Morgen Kartoffeln Don Joachim Lange. Jlotfe ’M 61400 eluih. rblich, anos späterem jikauf ■echnung ; Vertrag hönau ohofctr.fi cbaiifenW 21.15^ jerM»1 D Oberschlesien das polnisch-oberschlesische Industrie- und Rüstungsgebiet, während die Armee des Generals Blaskowitz diese ganzen Operationen gegen einen von Posen aus erfolgenden F l a n k e n st o ß der Polen zu sichern hatte. Unterstützt wurde dieses konzentrische Vorgehen durch die Luftflotten des Generals Kesselring im Norden urtb des Generals Löhr im Süden. Sie zerschlugen die feindliche Abwehr in der Luft und auf dem Boden in raschen, vernichtenden Schlägen; sie belegten die marschierenden Polen, ihre Munitionskolonnen, ihre Sammelstellen, ihre Bahnhöfe mit Bomben, sie ließen ebenso wie die motorisierten deutschen Truppen den Gegner nicht zu Atem kommen. Die abgeschlossene Korridor-Armee mußte sich ergeben, die von der Armee des Generals von Reichenau u m R a d o m eingekesselten Truppen desgleichen, während gleichzeitig vorgeworfene Kräfte dieser Armee der langsam aus dem Posener Raum auf K u t n o zurückweichenden Armee den Weg nach Warschau abschnitt. Diese größte polnische Armee war also im westlichen Weichselbogen abgeschnitten, die Armeen Blaskowitz und Reichenau hatten sie in die Zange genommen, und sie hielten fest. Verzweifelt versuchten die Polen immer wieder, diesen ehernen Ring zu durchbrechen. Die deutsche Zange hielt, und fast vor den Toren Warschaus mußte die größte polnische Armee sich ergeben. Die größte Vernichtungsschlacht der Weltgeschichte war geschlagen worden. Ganz Polen lag den Deutschen offen, und nur in Warschau kämpfte gegen alles Völkerrecht eine aufgehetzte Zivilbevölkerung als Heckenschützen im Verein mit versprengten polnischen Truppen einen aussichtslosen Kampf. Diese beispiellose Niederlage der Polen ist erzielr worden durch die geniale Führung unseres Heeres, durch fcn Geist, der die Führung und Truppe beseelt, und durch die geschickte Anwendung der neuesten technischen Waffen, die nur im Verein wirken, einzeln aber keine Entscheidung zu bringen vermögen. Eugen Siebert Änkel Fritz sah sich um, wie wenn er die „Km- V4 suchte. Dann stand er einen Augenblick fmnenD sagte: „Wir wollten gerade morgen mindern Icitoffelbuddeln anfangen. Ein Stück hat seine Verbindungen zu zerschneiden, um ihn somit in Einzelkämpfen zu überwinden, gelang. Die Einheitlichkeit der deutschen Führung hatte die einzelnen Heeresgruppen am 1. September nach ^diesen Weisungen marschieren lassen. Der strategische Stoß kam den Polen derart überraschend, daß eigentlich schon am 2. September ihr ganzer Feld- zugsplan zusammengebrochen, war und daß von da an jede einzelne polnische Gruppe für sich focht und untergehen mußte. Wenn ihr Marschall Rydz- Smigly jetzt in Rumänien erklärte, er tjabc schon am zweiten Tage des Feldzugs eingesehen, daß sein Plan falsch war, er habe dann Frieden machen wollen, so spricht diese Erkenntnis durchaus gegen ihn und für die Geniafttat der ihm turmhoch überlegenen deutschen Führung. Gegen die stärkste Macht der Polen umPosenherum richtete sich zunächst der deutsche Stoß überhaupt nicht. Von der Heeresgruppe Nord des Generalobersten von Bock ging die Armee des Generals von Kluge aus Pommern vor, überschritt zwischen Grau- denz und Bromberg die Weichsel und trennte im Zusammenwirken mit Teilen der in O st preußen aufgestellten Armee des Generals von Küchler die starke polnische Korridor-Armee von ihren Verbindungen. Dieser Schlag gegen General Bornowski erfolgte so rasch, daß die P o s e n e r Zentralgruppe der Polen gar nicht in der Lage war, ihn zu verhindern. Ihre eigenen rückwärtigen Verbindungen waren bereits bedroht, zumal die Armee des Generals von Küchler aus Ostpreußen bereits den Marsch an den Narew angetreten hatte und damit den Polen zuvorkam. Dieser Stoß erschütterte die Polen; Teile der Armee Küchler standen bald hinter Warschau. Gleichzeitig erfolgte aber auch der Stoß aus d e m S ü d e n. Die Heeresgruppe Süd des Generalobersten von Rundstedt war in drei Armeen eingeteilt Die Armee des Generalobersten L i st griff aus dem südlichen Teil des Protektorats und aus der Slowakei in Richtung Krakau an, die mittlere des Generals von Reichenau aus termilch schaffen sollte, schien ihm ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Nun zeigte chm Onkel Fritz, wie man es machte: wie man am besten immer eine etwa fünfzehn Schritt lange Reihe aufhackte, nicht zu nah, aber auch nicht zu weit hinter jeder Staude, wie man sich dann auf die Erde niederließ und keine Knolle beim Sammeln vergaß Walter, eine bis auf die Füße reichende Schürze aus Sackstoff vor dem Leib, mußte es nachmachen, und Onkel Fritz war zufrieden. Stellst dich ganz gut an, Junge!" sagte er. „Aber lege nicht gleich ein zu scharfes Tempo vor! Wenn dahinten rechter Hand der v-Zug vorbeifahrt, ist es neun dann frühstücken wir. Und wenn da linker Hand auf dem Gute die Glocke geläutet mtrb, tft es Zwölf, dann kommst du zum Essen. Die vollen Sacke läßt du stehen, wo sie stehen; ich hole sie heute abend mit dem Kastenwagen ab. Und nun viel Vergnügen „Danke gleichfalls!" rief Walter ihm nach und stürzte sich auf die Arbeit. Donnerwetter, das machte Spaß, die Hacke mit dem Kraftaufwand eines Holzfällers durch die Luft zu schwingen, sie tief in die Erde bringen zu lassen und sie mit einem gewissen Zug nach oben, der das Wurzelwerk lockerte, wieder herauszuziehen! Scharf aufpassen mußte man freilich, daß die Zinken nicht die Knollen trafen, aber das lernte man bald. Dann rutschte man kniend auf der Erde entlang, und es war lustig, wenn man die feuchten Knollen aus ihrem dunklen Verstecf aufstoberte und ste mit lässigem Schwung in den Korb warf Schon war der erstes Korb voll und wurde in den ersten leeren Sack aSÜttam her v-Zug und die sechs Stullen waren im Nu weg, die Kanne auf einen Zug ge= teert. Aber als Walter nun wieder ftifch gestärkt die Arbeit aufnehmen wollte, war sein Rucken vpm Stillsitzen ganz steif geworden. Teufel noch einmal, tetzt ging das Hacken nicht mehr so schwungvoll von der Hand! Und als er wieder auf dem Boden kniete, merkte er erst, wie scheußlich dreckig die Erde war. Sie war naß und kalt und klumpig, kleine kantige Steine bohrten sich einem schmerzhaft unterdle Fingernägel, manchmal mußte man ohne Scheu ein ftcuheliges, festverwurzeltes Unkraut greisen und beEreißen, manchmal faßte man m etwas um anaenehm matschiges, das war die verfallene Mutter- karüfffel, manchmal hatte man einen glibberigen Reaenwurm zwischen den Fingern. In den Fingerspitzen war ein merkwürdiges rauhes Gefühl, und Fischerdörfer verschwinden, deren Einwohner zunächst auf der Insel Rügen eine neue Heimat suchten. An der Ostsee liegen die Kreise Neustadt— Karthaus und Berent — Stargard, die im wesentlichen von K a s ch u b e n bewohnt werden, einem Doiksstamm, der nicht zu den Polen gehört. Das Gebiet stellt eine Endmoräne dar, ist mit Hügeln ünd Kuppen landschaftlich reizvoll, aber arm. Die Zahl der Kaschuben ist unter dem Druck der Polonffierung zurückgegangen und beträgt heute 100 000 bis 140 000. Die Kaschuben sind stets willige' Bürger des deuffchen Staatswesens gewesen. Der Korridor wird in seinem mittleren Teil rnest- lich von der Stadt Könitz (10000 Einwohner), im Osten an der Weichsel von dem Städtchen Mewe begrenzt, das von einer stolzen Ordensburg überragt wird, die von der Kolonisation des Landes Zeugnis liefert. Dazwischen liegt das dünn besiedelte Land der T u ch e l e r Heide. Von der auf altem Reichsgebiet liegenden Stadt Schneidemühl führt die Hauptstrecke der Reichsbahn ü b e r Könitz und Dirfchau mitten durch den Korridor nach Marienburg und weiter nach Königsberg. Bei Dirschau (16000 Einwohner) befindet sich die große W e i ch s e l-b r ü ck e , ein stolzes Zeugnis deuffcher Technik. Weiter aufwärts der Weichsel liegt die F e st u n g ©raub e n3 , die vor dem Weltkriege über 33000 Bewohner zählte, von denen 85 v. H. deutsch waren. Hier verteidigte im Unglücksjahre 1807 der alte Courbiere die letzte.Festung Preußens und gab zur Antwort, wenn es keinen König von Preußen mehr gebe, so sei er der König von Graudenz. Südlich davon liegt Bromberg an der Brahe, eine schöne und saubere Stadt, die früher Sitz eines Regierungspräsidenten war und unter fast 90 000 Einwohnern 77 v. H. Deutsche aufwies. Durch die Verdrängung und Vertreibung der eingesessenen Bevölkerung hat sich auch hier unter der polnischen Herrschaft das Zahlenverhältnis fast, umgekehrt. Daher war der Vorschlag des Führers voll berechtigt, daß bei einer Volksabstimmung nur diejenigen OerZeldzugderlSTage In einem Feldzug von achtzehn Tagen haben hutsche Soldaten das Heer der Polen, eines Fünf- mddreißig-Millio.nen-Volkes, hinweggefegt; die deut- |i>e Führung hat in schweigender Tat die alle Welt joerraschende Antwort auf die bramarbasierenden Sieben der polnischen Oberstenclique gegeben, die hirterwärts der deutschen Hauptstadt die deutsche «cmee vernichtend schlagen wollte. „Der Pole", scgte der Führer in seiner Danziger Rede am p. September, „hat an vielen Plätzen tapfer ge- fchten. Seine untere Führung machte verzweifelte Anstrengungen, feine mittlere Führung war zu tsnig intelligent, seine oberste Führung schlecht, Utter jeder Kritik. Seine Organisation war pol- irfd)!" Dieses Urteil ist vom Auslande unwidersprochen geblieben. Die harten Ereignisse hatten die gründe dafür geliefert. Die deutsche Ostfront hat jmechalb weniger Tage Geschichte gestaltet und enen der Versailler Un- und Aberwitze aus der Lmdkarte Europas ausgelöscht. Polen ist zerfallen, Europa steht vor neuen politischen Tatsachen. Am 24. September lüftete das Oberkommando der Sehrmacht in einem Rechenschaftsbericht, der wegen Iner sachlichen Sprache im Auslande ungeheuren ndruck gemacht hat, den Schleier von den Ope- riionen in Polen. Der polnische Marschall Rydz - (migly, der während des Sommers in öffent- khen Reden nicht nur Breslau und Königsberg er- joterte, sondern auch in Tempelhof westwärts Ber- frt die Deutschen schlug, hatte seine Armee, mit oder eine Wissen der französischen und englischen Heeres- fctungen, folgendermaßen offensiv aufgestellt: Drei Heeresgruppen sollten O st preußen und janzig bedrohen, und zwar — von Osten ziehen — eine zwischen Njemen und Narew, also zwischen Grodno und Wilna, eine mitt- sehr ftarfe nördlich von Warschau «oa zwischen Kolno und Mlawa, und eine dritte w Korridor. Die Hauptmasse des polnischen heres befand sich im Raume von Posen; sie sllte die Angriffe aus Oberschlesien und aus Pom- rem abwehren und von ihrer zentralen Lage inso- jrn Gebrauch machen, als sie den vorgehenden putschen in der Flanke und im Rücken bedrohen fite. Damit aber ließ sich diese starke Polengruppe v Wirklichkeit das Gesetz des Handelns vom deut- ji-en Gegner auferlegen, denn wenn tatsächlich die- ir Fall ein getreten wäre, hätten die Polen um ^isen den Vorteil ihrer zentralen Stellung ver- Iren und überdies die Aussicht, gegen Berlin, das man durfte sie nicht zu fest an dev groben Sackschürze abstreifen, das ging einem kribbelnd durch alle Nerven. Aber dann war es doch wieder schön, mittags, als die Glocke läutete, die fünf prallen Säcke zu sehen, wie sie gleichsam zuftieden inmitten des ausgerissenen Kartoffelkrautes standen. „Nicht schlecht für den Anfang!" lobte Onkel Fritz. „Heute nachmittag kann Rotkäppchen mitgehen, die Kinder können nebenbei auf dem Feldweg spielen." Rotkäppchen, eigentlich (Erna, war die Maid aus dem Arbeitsdienstlager, die vormittags die beiden Kinder besorgt, die Wohnung gesäubert und das Essen bereitet hatte. Aber davon wollte Walter nichts wissen. „Nein", sagte er, „nehmt Fräulein Rotkäppchen nur mit zu den Rüben!" Die Kartoffeln mache ich ganz allein." Sein Onkel sah ihn rasch und scharf an. „Schön!" sagte er nur. Und als er mit seiner Frau allein war, meinte er: „Bin neugierig, ob er durchhalten wird!" Und Walter hielt durch. Es kam ihm oft sauer genug an, aber er hielt durch. Am dritten Tag war es am schlimmsten. Da war er so steif, daß er kaum ausstehen konnte. Aber er stand doch auf. Selbst im Traum sah er Kartoffeln vor sich — schnurgerade Kartoffelreihen, die sich bis an den Horizont erstreckten, Wälder aus Kartoffelkraut, die sich im Herbstwind bewegten. Berge von Kartoffelknollen, die auf ihn zurollten und ihn zu ersticken drohten. Der fünfte Tag war ein Sonntag, und sie wollten alle gleich nach dem Essen mit dem Kastenwagen an die eine Wagenstunde entfernte See fahren. Walter hatte das Meer noch nie gesehen, aber er sagte: „Ich komme nicht-mit, ich muß buddeln." Denn er hatte sich blitzschnell ausgerechnet, daß er keinen Tag auslassen durfte, wenn er sein Ziel erreichen wollte. „Junge, du mußt gar nicht", verwies ihn Onkel Fritz. „Wir verlangen es nicht, und du kannst mit deinen Ferien anfangen, was du willst." „Doch, ich muß", sagte Walter, und da Onkel Fritz sehr gut wußte, daß Walter keinen äußeren Zwang gemeint hatte, sondern ein inneres Müssen, nickte er nur. Später sagte er zu seiner Frau: „Der Bengel gefällt mir von Tag zu Tag mehr. Er ist mit dem Mund ein bißchen vorneweg, aber wenn etwas dahintersteckt, bann macht das ja nichts aus." So vergingen für Walter die Ferien, und da er sich so tüchtig ins Zeug legte, hatte er am vorletzten Abend vor seiner Heimreise alles geschafft; im Keller und in tiefen Mieten lag geborgen, was er II*. * irch .! ?rettCa$ .bBen»w ss -«> r- fre^' 1S.^' Ä ,, '*# Hfl-„tu itr einige Tagemärsche entfernt lag, offensiv Vorgehen. Oberschlesien war durch eine etwas scwächere polnische Armee gedeckt, die aber in Ver- । fcibung mit den tief gestaffelten polnischen Kräfte stand, die bei Krakau und Lemberg gruppiert ! Baren. Der polnischen Heeresleitung standen im- Arhin die großen Vorteile der inneren Linie |ir Verfügung, während die deutsche zunächst ihre ir.'it auseinanderliegenden Heeresgruppen in Der- hbung setzen mußte, was immerhin — so waren irischen Ostpreußen und der deutschen Heeresgruppe did, der Armee List, immerhin die (Entfernungen m Tannenberg bis Krakau zu überwinden — m-ige Zeit erforderte, selbst wenn alles gut ging. Der strategische Plan der Deutschen unter Lneraloberst von Brauchitsch war in voll- jtim Maße auf das Zusammenwirken aller Wasfen- etttungen des deutschen Heeres aufgebaut. Mit die- p Instrument wurde die polnische Ausstellung Mal aus den Angeln gehoben. Die deutschen Truppen wurden gewissermaßen an den polnischen Auf- Mungen vorbeigeschoben, sie stießen tief ir die Verbindungslinien der feindlichen UffteUung hinein, zerschnitten sie und zertrümmerte' damit die ganze polnische Armee, die bald in erzelne umklammerte Telle zerfiel.. Diese Strate- jii erscheint einfach, ist aber in Wirklichkeit geradezu ■fh Meisterstück für Führung und Truppe, denn die Lien hatten die Möglichkeit, sich mit stärkeren saften gegen einzelne vorgehende Truppen der Düitschen zu wenden und sie zu vernichten, wenn he Führung von demselben Angriffsgeist beseelt moesen wäre und dasselbe Truppenmaterial gehabt ^pp-n di- K°nk°'n d°- Gegner- zu b°Lr°h-n, ger Zeit b°s°It,gt°n. mußtm mehrere deutsch- I I 1 L | Ulljjvll» x-/1 * übrigens schon vor zwei Wochen gemacht-- inten die Ecke an der Wegkreuzung. Du wollteft in* ja Helsen: wie wür's, wenn du morgen mal ein Aschen in die Kartoffel gingst und siehst, wie weit - - kackommst? Dann könnten Tante Lotte und ich schon ^er mit den Zuckerrüben anfangen, die machen Die : "kffte Arbeit." „Aber klar, Onkel! Faulenzen wollt ich ja hier h id»ieso nicht. Du mußt mir's bloß zeigen. Wieviel Witner hat denn ein Morgen?" i Ma, hier so ungefähr hundert." 'Was, nur hundert?" ! Ha, und wenn du nach Tonnen rechnest, dann : es sogar nur fünf Tonnen." Mur fünf Tonnen? Das ist ja rein gar nichts! » Jruh um 7 ging es los. Walter trjug stolz feine FÄfcife, ein paar Säcke und einen Drahtkorb, nicht zu M^Dessen sein Frühstück. „Werden sechs Stullen ■Jiiijen?" hatte Tante Lotte gefragt. „Na klar! hotte ;| 8:Iter, der eben erst vier Stullen verdruckt hotte, »antwortet Und daß er die große Kanne voll But- H/M ,Unb der kleine Fetzen Land hier sind eure Kar- Utilu vfeln, Onkel Fritz?" fragte Walter. „Da hat ja man- nm ruiv i Laubenkolonist bei uns in Berlin mehr!' Der Neubauer Fritz Rohde warf einen raschen, Hirsen Blick auf seinen dreizehnjährigen Neffen. £o?" meinte er. Und er erklärte ihm: dies hier sei th besonders guter Boden für Weizen und Zuckerten, deshalb baue er nur so viel Kartoffeln an, wie tr für die eigene Wirtschaft brauche. Nur zwei 3b.rg „ Mur zwei Morgen? Das ist ja rein gar nichts. Es war in der Abenddämmerung, vor em Paar stinben war Walter angekommen, um bei dem -Vru- te seiner Mutter die Herbstferien zu verleben, und M führte der ihn über sein junges Eigentum Ha, nur zwei Morgen", wiederholte Onkel Sriö- llnb wenn du es in behördliches Maß umrechnest, ta-n ist es sogar nur ein halber Hektar." ,Mur ein halber Hektar? Aber, Kinder, damit mutzt doch im Handumdrehen fertig werden!" 50. September /(. Oktober (939 Unseren Toten. Don Gerhard Seeger-Ahleri. Und nun schweigen die Fanfaren, Und die endelosen Scharen Stehen still, wie festgebannt. Und die Fahnen sinken schweigend. Denen ehrfurchtsvoll sich neigend, Die da starben für das Land. Alle stehen schweigend stille. Fühlen, daß ein heil'ger Wille Sie in diesen Ring gespannt. Und erfüllt von tiefer Ahnung Denken sie der Toten Mahnung, Reichen sie sich stumm die Hand. So hat sich das Volk gesunden, Und für wenige Sekunden Wird das Herz der Stärksten weich. — Doch nun höher die Standarten! Deutschland soll nicht länger warten, Stehe fest, du Drittes Reich! NSG. Gerhard Seeger-Ahlert fiel in diesen Tagen an der O st front. Der 23jährige junge Dichter gehört dem Kulturamt der Reichs^ jugendführung an. Dieses Gedicht wählte Baldur von Sch i r a ch vor Jahren für eine Sammlung bester junger Lyrik aus. Nun lebt der junge Dichter selbst in der unsterblichen Gemeinschaft toter deutscher Soldaten weiter, denen er diese Verse schrieb. Deutsches Goldateutum. Von Hans Sturm. Soldaten sind geboren Ans ritterlichem Stamm. (Des Knaben Wunderhorn.) Die Verse dieses alten Volksliedes zeigen, welche Achtung schon unsere Vorfahren vor dem Soldatentum hatten. Wenn der Herzog zum Heerbann aufrief, folgten alle waffenfähigen Männer. Wer ein Schwert tragen konnte, mußte es auch führen zur Verteidigung von Grenze, Herd und Familie; und alle folgten ohne Zwang, pflichtgemäß. Der Begriff der Pflicht hat immer zum geistigen Besitz der Deutschen gehört, er hat Denker angeregt. Dichter ibegeiftert und den deutschen Soldaten erfüllt. Kant, Goethe, Friedrich der Große, Gneisenau und Moltke, das sind uns nur verschiedene Namen für eine Sache; sie erwarben sich ewige Gültigkeit, well sie sich bedingungslos fügten den ftrengen Gesetzen beteiligt werden durften, die im Jahre 1918 im Korridor wohnten. Zwischen Bromberg und Graudenz liegt Kulm, die alte Bischofsstadt, die einst der Mittelpunkt der deutschen Kulturarbeit war. Die „Kulmer Handfeste" war die vorbildliche Verfassung für alle Städte des Ordenslandes. WeMch von Bromberg finden wir N a k e l, das einst ein wichtiger Holzhafen an der Netze war. Die Besiedlung des Landes hat sich in der Hauptsache zwischen 1250 und 1350 vollzogen. In diese Spanne fallen die Gründungsjahre der meisten Städte, an denen das Land reich ist. Nach der Vertreibung von hunderttausenden deutscher Bürger und Bauern ist hier ein kultureller Stillstand eingetreten. Besonders hatten es die Polen auf die deutschen Ansiedler abgesehen, die meist im Erbbaurecht angesessen waren. Sie behaupteten, der polnische Staat sei der Nachfolger der preußischen Ansiedlungkommission und habe das Recht, die deutschen Siedler zu verdrängen, um Zuwanderer aus Galizien und Kongreßpolen anzusetzen, wo einst deutscher Schweiß die Scholle gedüngt hatten mit feinen Händen an vielen ewig gleichen endlosen Tagen aus der Erde gewühlt hatte. Am letzten Tage wanderte er, von Tante Lotte wohl versehen mit Stullen und Limonade, an die Küste. Das war ein schöner Abschluß der Ferien und der Arbett, als er zum erstenmal die See, die weite graue See hinter den weißen Dünen auf sich zurollen sah. Aber noch viel mehr als über die See freute er sich schon während des ganzen Tages auf etwas anderes, nämlich auf das Festessen, das es heute abend zu seinem Abschied geben sollte. „Etwas ganz besonders Feines!" hatte Onkel Fritz ihm verheißen, und Tante Lotte hatte geheimnisvoll dazu gelächelt. Sonst gab es an einem Abend Pellkartoffeln mtt Specktunke, am nächsten Specktunke mit Pellkartoffeln, am dritten wieder Pellkartoffeln mit Specktunke — was würde es wohl heute geben? Ob Onkel Fritz ein Huhn geschlachtet hatte? Ob Tante Lotte beim Bäcker eine Torte hatte machen lassen mit seinem Namen in Zuckerguß? Und was brachte Tante Lotte dann auf den Tisch in riesigen dampfenden Schüsseln? Pellkartoffeln und Specktunke ... „... aber keine gewöhnlichen Kartoffeln", sagte Onkel Fritz, „sondern zum erstenmal Kartoffeln von dir. Ich denke, sie werden dir besser schmecken als jemals Kartoffeln." Besser als jemals Kartoffeln? Besser, viel beffer, als ihm das zarteste Hühnchen, die feinste Torte hätte schmecken können! Aber Onkel Fritz hatte noch etwas. „Ich weiß. Junge", sagte er, „du möchtest gern ein Fahrrad haben. Hier, kauf dir eins, wenn du wieder in Berlin bist! Es soll kein Lohn sein für deine Arbeit, denn der Lohn, bas hast du ja gemerkt, steckt nicht im Geld. Und mir hat es Spaß gemacht, dir zuzusehen." Damit holle er was aus der Tasche. Drei Zehnmarkscheine! Walter konnte sich kaum bedanken, so überwältigt war er. Aber bald kaute er wieder Kartoffeln, seine Kartoffeln, und schließlich meinte er: „Aber was ich dir schon immer sagen wollte, Onkel Fritz, so wenig ist das doch nicht, zwei Morgen Kartoffelland!" „Da hast du recht", sagte Onkel Fritz, und in seiner Stimme war auch nicht eine Spur von Spott. „Ueberhaupt kann man die Größe eines Ackers nur schlecht aus seiner Morgen- oder Hektarzahl ermeffem Wie groß ein' Acker ist, weiß man erst, wenn man ihn selber abgeerntet hat," der Pflicht. Hier ist die Wurzel deutscher Gemein- schaft uni) Heldentums zugleich. Was gibt dem Soldaten die Standhaft!akeit, was leiht ihm die Kraft und Ausdauer zu todesverachtenden Leistungen? Nicht jähe Begeisterung, nicht eitle Nuhmsucht, einzig der Geist der gemeinsamen Pflicht, der den Soldaten vom General bis zum letzten Wehrmann härtet und alle in einer auf Leben und Tod geschlossenen Gemeinschaft bindet; er gibt dem Antlitz des deutschen SoDaten sein einmaliges, scharfumrissenes Gepräge. Aus wahrem Pflichtgefühl, das mir durch Manneszucht und Menschlichkeit gewonnen werden kann, erwachsen die übrigen „Soldatentugenden", von denen Clausewitz in seinen Schriften spricht: Gutmütigkeit, gläubige Gelassenheit, Heldenmut und Vaterlandsliebe. Die alte germanische Kampfstimmung, der es am wohlsten „im wilden Handgemenge" war und die sich im Angriffsgeist und in der Rauflust bis heute erhalten hat, ist gebändigt durch eine in Fleisch und Blut übergegangene Manneszucht, der auch das heldenhafteste Vorgehen untergeordnet werden muß; jene Manneszucht, von der Fichte in feinen „Reden an die deutsche Nation" gesagt hat: „Frühe Zucht sichert vor der späteren sehr mißlichen Zucht und Verbesserung." Die deutsche Manneszucht hat kein Dichter packender behandelt als Heinrich von Kleist im „Prinzen vom Homburg": Die noch so wertvolle Tat des Einzelnen wird zum Frevel am Ganzen, wenn sie die Grenzen des Gehorsams mißachtet. Der soldatische Dienst ist das Sinnbild des Unpersönlichen, aber gerade die Unterordnung persönlichen Lebens stählt den Charakter; dieser wächst unter der Losung ,Zch dien'!" Von der Menschlichkeit des deutschen SoDaten braucht man wohl kaum zu reden; von ihr sagt Lessing in seiner Hamburgischen Dramaturgie: „Es sei uns immer angelegener, Menschlichkeit zu zeigen als Lebensart." Gsethe sagte: „Alle menschlichen Gebrechen sühnet reine Menschlichkeit." Diese uns abzusprechen blieb im Weltkrieg den Briten vorbehalten, die an das Wort ihres Staatsmannes James Fox erinnert seien: „Die Menschlichkeit gehört zu den schönsten Gedanken des Christentums, das uns lehrt, den Menschen nicht nur Gutes zu tun, sondern sie auch als unsere Brüder zu lieben!" Die Gutmütigkeit des deutschen Soldaten ist sprichwörtlich geworden. „Gutmütigkeit", weiß ein altes deutsches Sprichwort, „ziert den Mann mehr als Lorbeerreifer." «Sie ist die Eigenart des Deutschen, auf die in Krieg und Frieden unsere Gegner stets gesündigt haben. Die unseren Soldaten angeborene Gelassenheit nannte Bismarck einen „Fonvs von Gottesfurcht", der in Führern und Mannschaft nie verbraucht sei. In allen Kriegen ist diese vertrauende Gelassenheit ein machtvoller Antrieb zur Pflichterfüllung bis zum äußersten gewesen. Nicht durch fatalistischen Stumpfsinn oder chauvinistischen Dünkel, noch weniger durch Augenblicksbegeisterung erhält der Soldat seine charakterliche Selbstzucht, sondern durch eine im Schmelztigel des Krieges gehärtete gläubige Gelassenheit. Aus den vielen Briefen Gefallener wird deutlich, wie rege das religiöse Denken des deutschen Soldaten gewesen ist; gleichzeitig zeigen sie, daß der Soldat nicht nur von außen her mit irgendwelchen Mittelchen, sondern auch mit ideeler Seelsorge fampffreudig erhalten werden muß. Der Soldat braucht eine seelische Führung, die ihm die innere Unabhängigkeit läßt; sein hartes Handwerk bedarf einer verständigen religiösen Untermauerung dringender als jeder andere waffenlose Beruf. Aus diesem Untergrund erwächst dem Soldaten der wahre Heldenmut, der im deutschen Heere keine beruft oder sportliche Angelegenheit ist; er wird weniger als besondere Leistung denn als erfüllte Pflicht gewertet, und dieser Pflichtbegriff beherrscht das soldatische Leben mit durchwaltender Strenge. Nur so wird der Soldat vertraut mit dem To-de. Dem Druck der Mühsale, Entbehrungen und dem drohenden Untergang muß ein stärkerer Gegendruck gegenüberstehen, als ihn noch so schöne Worte aus äußerlicher Erfahrung geben können, hier hilft nur der eigene Wille, der sich selbst befiehlt; ein Wille, der aus dem gelebten Wort Fichtes klingt: „Nur über den Tod hinweg, mit einem Willen, den nichts, auch der Tod nicht beugt und ab schreckt, taugt der Mensch etwas!" Kämpft der deutsche «Soldat für die Pflicht oder für sein Vaterland? Diese unnütz erscheinende Frage sei gestellt, weil sich unsere Gegner im Weltkriege nicht genug tun konnten, den heiligen Begriff „Vaterland" zu verhöhnen; sie stellten es „vor Machthunger dampfend" hin und wollten nicht wissen, daß der deutsche Soldat, wenn er an die Heimat 3« wenig Boden In England hat man sich darüber aufgeregt daß wir Bezugscheine einführten. Man hat anscheinend nicht damit gerechnet, daß die Regelung des Derorauchs bei uns längst d o r bereitet war und einen Bestandteil der Vorratswirtschaft darstellt. Es wäre besser gewesen, wenn die hochmütigen Leute auf der Insel darüber Ueberlegungen angestellt hätten, wie es denn um ihre eigene Ernährungslage bestellt ist. Es ist ja bekannt genug, daß das britische Volk e i n Volk ohne Bauern ist. Siebenmal mehr Menschen sind in den Fabriken beschäftigt als auf dem Land; mehr als die doppelte Anzahl verdienen als Dienstboten ihr Brot. England hat sozusagen zu wenig Boden unter den F ü.ß e n. Die Agrarbasis reicht nicht aus, um das Volk zu ernähren. 1937 betrug die Weizenernte 1,53 Millionen Tonnen. Das ist etwas mehr als der Durchschnitt der Jahre 1930/31. Damit die Engländer genug Weizen hatten, mußten noch 5,3 Millionen Tonnen eingeführt werden. Mit den Kartoffeln war es nicht ganz so schlimm. Fünf Millionen Tonnen erzeugte man im Lande und etwa 170 000 Tonnen mußte man e i n f ü h r e n. 1937 legten die englischen Hühner 4,42 Milliarden Eier, Und mehr als die Hälfte mußte die Insel h e r e i n n e h m e n. Gegenüber 1914 war im Jahre 1938 zwar die Rindvieh Haltung um 12,3 v. H., die Schafhaltung um 4,6 v. H., und die Schweinehaltung um 107,9 v. H. gestiegen, aber dennoch mußte man im Ausland bzw. in den Dominions noch 1,5 Millionen Tonnen an Fleisch und Speck, 465 000 Tonnen an Butter und 146 000 Tonnen an Käse kaufen. Die britische Regierung wußte naturgemäß um diese sehr schwierige Ernährungslage Bescheid. Gedenkt, darunter die geweihte Stätte feiner Liebe, Sorge und Arbeit versteht. Aus der einstigen Heimat ist nun nach langen leid- und freudvollen Zeiten der wuchtige Raum des Vaterlandes geworden, ein Land von machtvoller Größe und gewaltiger Kraft, das der deutsche «Soldat mit seinem Leibe schützt; seiner Ehre, seiner Macht und seiner Ordnung dient er, für dieses ,/gange Deutschland" lebt und stirbt er. Der Ltnterschied Der Nationalsozialistische Gaudienst Hessen-Nassau schreibt: Wenn man die englische Ernährungslaae mit der deutschen vergleicht, dann wird man unwillkürlich an den Ausbruch der Verzweiflung des Königs Karl VII. in der „Jungfrau von Orleans" erinnert: Kann ich Armeen aus der Erde stampfen? Wächst mir ein Kornfeld in der flachen Hand!" Wo soll England die wichtigste Ernährung für seine Bevölkerung hernehmen, wenn seine Schiffe, die nicht ankommen, nichts mitbringen, wie Generalfeldmarschall Göring zutreffend in seiner großen Rede bemerkte. Die deutsche Hausfrau blickt aus die reiche Ernte dieses Jahres, sie kennt die riesige nationale Reserve des vorigen Jahres, ste weiß, daß sich diese Reserve um die großen diesjährigen Ernteüberschüsse vermehrt, und sie blickt in eine gesicherte Zukunft. Wie aber ist es in England? Die Waffe, mit der sie wieder deutsche Kinder, Frauen und Greise vermittels der Hungerblockade zu morden gedachten, wendet, sich gegen sie selbst. Heute schon herrscht Anarchie auf dem Ernährungsgebiet, die Preise steigen von Tag zu Tag in dem Maße, als das englische Pfund in die Tiefen der Entwertung sinkt. Graue Sorgen nisten in jedem englischen Haus, denn — es gibt keine Kornfelder, die in flachen Händen wachsen! Es gibt keine Ernährungswirtschaft, wie sie Deutschland in vieljähriger Voraussicht und Kampfbereitschaft aufgebaut hat, es gibt keinen Nährstand, der wie der deutsche dem Heimatboden in unerhörtem Fleiße den «Segen reicher Ernten ab ringt! Das ist der Unterschied zwischen hüben und drüben und dann — der Frontgeist der Heimat, der auch die deutschen Frauen beseelt! Man muh sich diesen Unterschied vor Augen halten, um erst recht die weitreichende Kraft und lieber« legenheit der deutschen Ernährungslage zu verstehen und den «Segen einer fürsorglichen Rationierung richtig ermessen zu fönnen. unter Den Füßen. wisse Fachkreise haben auch rechtzeitig darauf aufmerksam gemacht, daß eine Vorratswirtschaft zur Sicherung der Ernährung des Landes unbedingt notwendig fei. Heute allerdings müssen dieselben Sachverständigen zugeben, daß die Regierung diese Pflicht nicht erfüllt hat und daß die Vorräte höchstens ausreichen, um den Bedarf für zwei Monate sicherzustellen. In der englischen Fachpresse kann man die entsprechende Statistik, die sich nur auf die sichtbaren Vorräte bezieht, nachlesen. Was Weizen anbelangt, so schätzte man den Vorrat Ende August d. I. auf 29 Millionen Bushel. Mit dieser Menge könnte man einen Monat und sieben Tage auskommen. Zum gleichen Termin waren etwa 374 000 Tonnen Zucker vorhanden. «Sie sind in etwas über 2 Monaten aufgebraucht. Die vorhandene Gerste reicht für 2 bis 3 Monate, die H a - feroorräte für einen halben Monat, die Maisvorräte für 3. bis 4 Monate. Und mit Vorräten an anderen Lebensrnitteln hat es nicht viel besser ausaesehen. In der Fachpresse stand allerdings zu lesen, daß die Vorräte an Tee und Kakao, die Ende August 1938 vorhanden waren, für etwas über vier oder für dreizehn Monate gelangt hätten. Gewiß, die englische Bevölkerung braucht ihren Tee und ihren Kakao — um durchzuhalten. Aber man kann damit keinen Krieg gewinnen. Im ganzen steht es um die Vorratswirtschaft an Nahrungsmitteln in England schlechter als zur Zeit, da der Weltkrieg begann. Im übrigen verlassen sich die Briten auf die Stärke ihrer Flotte, auf ihre allerdings zusarnmengeschrumpften Goldvorräte und die von ihnen abhängigen Lieferanten. 2(ber es wäre möglich, daß sie ihre Rechnung ohne die wachsamen und verteufelt schnell arbeitenden deutschen U-Boote gemacht haben. Vorbildlicher Einsatz der HZ. in den ersten Kriegswochen. Berlin, 29. «Sept. (DNB.) Die Reichs- jugendführung teilt amtlich mit: Auf Anforderung von Dienststellen der Partei, des «Staates, der Wehrmacht und der Wirtschaft, aber vor allem auf ihr eigenes Drängen hin find in den ersten Kriegswochen große Massen Jugendlicher in der Heimat für wichtige Aufgaben durch die HI. eingesetzt morden. Zahlenmäßig mar der Einsatz von Hitler- jungen und BDM.-Mädeln am stärksten bei der Landarbeit. Die Hackftuchtemte machte den umfangreichen Einsatz Jugendlicher notwendig. Hinzu tarnen Hilfsdienste für Polizei und Luftschutz, für Reichspost, Reichsbahn und Behörden. Erfolgreich führte die HI. Sammelaktionen durch, half bei der Verteilung oon Bezugsscheinen; BDM.-Mädel wurden in kinderreichen Familien, beim Bahnhofsdienst der NSV., im Hilfsdienst der Braunen Schwestern, im Roten Kreuz, in Kindergärten, in Flüchtlingslagern ufro. eingesetzt, wenn sie gebraucht wurden. Der Einsatz durch die HI. erfaßte im ersten Kriegsmonat im gesamten Reichsgebiet auf Grund der vorliegenden Berichte 1019 000 Jugendliche. Es hat damit im Reichsdurchschnitt jeder zehnte Angehörige der HI. in der Heimat irgendeine besondere Aufgabe freiwillig und mit Begeisterung übernommen. Trotz dem ununterbrochen zum Ausdruck kommenden Willen der Jugend, besondere Aufgaben zu erhalten, wird die Reichsjugendführung die Jugend nur für solche Arbeiten einsehen, für die nicht inzwischen freigemorbene Arbeitskräfte auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Wenn in Zukunft der Einsatz Jugendlicher zahlenmäßig sich verringern aber aber erneut an- steigen sollte, so wirb die Reichsjugendführung in jedem Falle besonders für eine planmäßige Durchführung des regel mäßigen H I. - Dienstes, der körperlichen Ertüchtigung und seelischen Führung der Jugend Sorge tragen. Jeder Pimpf und Hitlerjunge, jedes Iungmädel und BDM.-Mädel sowie die Angehörigen des BDM.» Werkes „Glaube und Schönheit" helfen der Heimat und unserem Führer in erster Linie durch regelmäßige Teilnahme am Dienst der HI.« Einheiten, auch wenn sie vor der Hand nicht zu einem Sondereinsatz herangezogen werden. Eine Standarte für das Begleitbataillon des Führers Berlin, 29.Sept. (DNB.) Nach der Rück, kehr des Führerhauptquartiersvoni östlichen Kriegsschauplatz wurde aus öen Einheiten der Wehrmacht, die bei den Frontfahrky des Führers den militärischen Schutz übernommen hatten, das Führerbegleitbataillon auf. gestellt. In der Kaserne des Regiments General Göring in Berlin-Reinickendorf erfolgte der erfh Zusammentritt des Bataillons, das nunmehr dir Bezeichnung „Begleitbataillon des Führers" trägt. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehr, macht verlieh dem Bataillon eine Stan- barte, die die Führer-Embleme und die Hoheits. Zeichen des Reiches zeigt. Generalmajor Rommel, der Kommandant bt; Führerhauptquartiers, übergab im Auftrage de; Führers die Standarte an den Führer des Batail. Ions und sprach den Einheiten seine Anerkennung für die vollbrachten Leistungen aus. Er erwähnt« besonders die Leistungen der Frontgruppe, die trog unerhörter Marschleistungen und schlechtester Stra. ßenverhältnifse in Polen auf jeder Front.s fahrt des Führers zur Stelle war uni dazu oft Tag und Nacht hintereinander kreuz uni quer durch Polen fuhr. Er erinnerte an die großen Erfolge der deutschen Truppen an der Front unb ermahnte mit eindringlichen Worten das Führer begleitbatattlvn zu weiterer treuester Pflichterfül. hing. Das deutsche Musikleben gebt weiter. Wie Kino und Theater geht auch das Konzert wesen in Deutschland unverändert weiter. Im An. schloß an die für die Weiterführung der Musst, arbeit ergangenen Anweisungen wird es in dsy „Signalen für die musikalische Welt" als ein Gebot der «Stunde bezeichnet, daß an dem Konzert, leben der Städte keine wesentlichen Ab. striche erfolgen. Jedem, dem die Möglichkeit ge> geben fei, an der Erhaltung der Substanz unsere; Musiklebens mitzuarbeiten, müsse es darauf an- kommen, neben dem Weiterbestehen unserer Opern. Häuser und Kulturorchester auch die Summe al jener Konzerte nicht verringert zu sehen, die von Solisten, Kammermusikvereinigungen und Ehörn alljährlich veranstaltet werden. Eine Rundfrage bei den Berliner Konzertdirekttonen habe ergeben, M z. B. bei den bisherigen Konzerten der Berliner Konzertgemeinde nur 5 v. H. der Besuch«: ausgeblieben sind, ein Ergebnis, das alle Erwartungen übertroffen habe. Die V erd unke. luna fei keine Gefahr für den Fortbestand des Konzertlebens. Die Menschen zu Beethoven.) Zeiten seien auch unbeleuchtet und u nbe- schadet zu ihren Konzerten gekommen. Der Aufsatz wendet sich weiter gegen gewiss« Angsthasen, die in den ersten Kriegslagen sofort den Musiklehrer auf die Straße setzten. Keine Zeit bereite in der Heimat den Boden für die P fley: der Hausmusik so gut wie die Kriegs.zeit, in der die Daheim geb lieb enen sich wieder auf die inneren Werte des Familienlebens und einer häuslichen Kultur zu besinnen pflegten. Es gehe nicht an, den Musikunterricht gedankenlos als einen entbehrlichen Luxus zu betrachten. Eine weitere Kategorie non Angsthasen seien jene Gaststättenbesitzer, die dcc; Verbot der Tanzmusik in selbstsüchtiger Weise zum Anlaß nahmen, ihre Hauskapelle vi entlassen oder beträchtlich einzuschränken. Es me’t» dabei vollkommen vergessen, daß durch den Auslal der Tanzmusik die Ensemblemusiker wieder vor, hi: Aufgabe gestellt seien, der guten Unterhaltungsmusik größere Bedeutung zu verschaffen, eine Wendung zum Guten, die aus der Not eint Tugend mache. Oas Tragen Der Spange zum E K 2. Kla^e. Inhaber des Eisernen Kreuzes 2.Klasse aus den Kriege 1914/18, denen jetzt für Tapferkeit vor dem Feinde wiederum das EK. II verliehen wird, erhalten, um beide Auszeichnungen zweckvoll tragen und von einander abheben zu können, diesmal, wie bereits gemeldet, eine Spange Zum E.K. II. Diese Spange wirb auf bem mil- gelieferten schwarz-weißen Band befestigt unb dar Banb im obersten Knopfloch des Tuchrockes oder des Waffenrockes befestigt. Sehen wie Die Katzen. Erst nach einer Stunde haben wir uns an die Dunkelheit gewöhnt! Von Or. H. Woltereck. Im Zeichen der Verdunkelung hat sich das abendliche Gesicht unserer Städte völlig verändert: die ftragenden Lichter sind verschwunden, und vorsichtig bewegt sich nach Einbruch der Dunkelheit der «Strom der Menschen durch die Straßen. Wer genau stusieht, wird allerdings bemerken, daß manche Passanten trotz der Dunkelheit ziemlich rasch und sicher vorankommen, während andere sich mühsam Vorwärtstasten und einzelne besonders Langsame schließlich geradezu blind zu sein scheinen. Jetzt sind diejenigen gut daran, die über „Katzenaugen" verfügen, während die „Nachtblinden" des Abends am besten zu Hause bleiben. Woher kommen nun diese Unterschiede und was kann uns die moderne Wissenschaft über die Leistungen unserer Augen beim „Dunkelsehen" sagen? Wenn wir des Abends aus einem beleuchteten Raume auf die dunkle Straße hinaustreten, dann sehen wir zunächst überhaupt nichts: unser Auge muß sich bekanntlich erst an die Dunkelheit „gewöhnen". Um das zu verstehen, müssen wir uns einen Augenblick mit dem Bau des Auges und seinen besonderen Eigenschaften für bas „Dunkel- fehen" etwas näher beschäftigen. Das Auge besteht aus verschiedenen durchsichtigen, optisch brechenden Schichten, Hornhaut und Kammerwasser, Kristalllinse und Glaskörper, die bas Licht erst durchwandern muß, ehe es auf die Netzhaut stößt. Sie bilden sozusagen den optischen Apparat, der die Strahlen bricht, sie zusammenballt und die Gegenstände der Außenwelt scharf auf bie Netzhaut, der photographischen Platte des Auges, abbildet. Hier fitzen die licht- und farbenempfindlichen «Sinnes« zellen, Stäbchen und Zapfen; sie werden von den auftreffenden Strahlen gereizt, die Erregung sammelt sich im Sehnerv und fließt nun aus verschiedenen Wegen dem Großhirn zu. Die Netzhaut mit dem dicken Sehnerv ist eigentlich weiter nichts als eine besonders feine lichtempfindliche Ausstülpung, ein Vorposten des Gehirns, der von der Außenwelt nur durch ein durchsichtiges glasklares Fenster geschieden ist- In der Netzhaut unseres Auges sind zahlreiche Apparate verborgen, die alle eine besondere Aufgabe besitzen und je nach den äußeren Anforderungen in Aktion treten oder sich ausruhen. Bei hellem Tageslicht arbeiten wir nun mit ganz anderen Netzhautbezirken als im Dämmerlichte und im Dunkeln. Der „Dämmerungsapparat" der Netzhaut kann nicht wie eine elektrische Lampe blitzschnell ein- und aus« geschaltet werden, sondern er paßt sich erst langsam den erhöhten Anforderungen an. Die Netzhaut produziert nämlich in der Dunkelheit bestimmte Substanzen, den fo genannten Seh purpur, der die Lichtempfindlichkeit des Auges gewaltig steigert. Die Anpassung des Auges an die Dunkelheit erfolgt sehr langsam: unser Sehvermögen steigt zunächst innerhalb der ersten 20 Minuten rasch und dann langsamer an. Den Höhepunkt hat die Leistungsfähigkeit des Auges beim Dunkelsehen e r ft nach einer vollen Stunde erreicht! Dann ist allerdings die Lichtempfindlichkeit unseres Sehorgans gegenüber dem Verhalten bei Tageslicht enorm gestiegen: sie ist bis £U 8000mal größer als im Hellen! Beim Sehen im Dunkeln funktionieren also, wie wir sahen, nur die „Stäbchen" unserer Netzhaut mit ihrer Sehsubstanz, dem Sehpurpur. Da diese Stäbchen aber keine Farben wcchmehmen, erscheint unserem Auge in der Dämmerung die ganze Welt grau in grau. Dafür ist aber, wie gesagt, bie optische Leistung unseres Auges sehr groß — sie übertrifft sogar bie empfindlichste photographische Platte. Mit einem Photoapparat können wir eine Landschaft im hel- lenSonnenschein ohne weiteres mit einer tausenbstel Sekunde Belichtungszeit auf bie Platte bannen, während wir im ungewissen Mondlicht viele Minuten lang belichten müssen, um ein brauchbares Bild zu erzielen. Mit unseren Augen erkennen wir aber die mondbeschienene Landschaft „im Augen« b l i ck" — der Seh purpur ist also um ein vielfaches empfindlicher als selbst der beste Film! Vor kurzem erst entdeckte man ein neues Hormon, das eigens dazu bestimmt rft, die Licht« empfindlichkeit unseres „Dämmerungsauges" zu steigern. Man träufelte diesen eigenartigen Stoff tropfenweife ins Auge ein und erreichte damit, daß sich das Auge viel schneller an die Dunkelheit gewöhnte und bereits nach kürzester Zeit die maßgebenden Gegenstände in einem finsteren Zimmer deutlich unterscheiden konnte. Bekanntlich gibt es auch verschiedene Krankheiten, bei denen entweder nur bas „Tag"- ober nur -das „Nacht"-Auge gestört ist. Ein Kutscher, der durch eine bestimmte Netz- Hautentzündung die Fähigkeit zum „Hellsehen" verloren hatte, konnte seinen Beruf nur noch nachts ausüben, denn sein „Dämmerungsapparat" war völlig intakt, während er bei Tage die «Straßern schilder und Hausnummern nicht mehr entziffern konnte. Umgekehrt gibt es auch „Nachtblind e", die mit dem Eintreten der Dunkelheit hilflos werden — man pflegt zu sagen „wie ein blindes Huhn". Das Huhn ist nämlich von Natur aus nachtblind, es besitzt in seiner Netzhaut fast nur Tag es sch zellen. Menschen, die „nachtblind" sind, haben es natürlich gegenwärtig im Zeichen der Verdunkelung sehr schwer, denn ihr Auge ist gar nicht oder nur sehr schlecht in der Lage, die Anpassung an die Dunkelheit zu vollziehen. Wie kommt nun dieses Leiden Auftanbe? Einmal kann es sich um eine dauernde Unterfunktion der in Betracht kommenden Teile des Auges, vor allem der Netzhaut und ihres «Sehpurpurs handeln: in solchen Fällen ist wenig zu machen, unb die Betroffenen müssen sich eben bei ihren Gängen über verdunkelte Straßen helfen lassen. Solche Fälle sind aber recht selten, und bie Mehrzahl der Nachtblinden verdankt ihr Leiben einer — Ernährungsstörung! Das ist zweifellos überraschend, aber an der Richtigkeit dieser erst kürzlich von der Wissenschaft festgestellten Tatsache ist nicht zu zweifeln. Man hat nachgewiesen, daß in manchen Gebieten Europas eine znächst ganz unerklärliche Häufung der Fälle von Nachtblindheit im Frühjahr auf tritt unb bann im Laufe des Sommers verschwindet. Nähere Untersuchungen dieser seltsamen Erscheinung führten schließlich zur Erkennung der Ursache dieser Fälle von Nachtblindheit: es handelte sich um eine mangelhafte Versorgung des Körpers mit einem bestimmten Vitamin, dem sogenannten Site» min A. Fehlt dieses Vitamin in der Nahrung, wie das namentlich im Frühjahr der Fall sein fanr, dann tritt bei manchen Menschen Nachtblindheit aus. Eine ganze Reihe von Menschen braucht nun am« scheinend besonders viel Vitamin A, um nicht nachtblind zu werden — sie haben das nur in normalen Zeiten nicht bemerkt. Wer also jetzt in diesen lagen bei der Verdunkelung festgestellt hat, daß er sich auf den finsteren Straßen schlechter als andere zu- rechtfindet, dem ist zu empfehlen, einmal einen Versuch mit der Vitamin-A-Kur zu machen. Besonder» reich an Vitamin A ist bie Tomate. Ferner kommt als Lieferanten für dieses Vitamin Lebertran in Frage. Er kann also Tomaten essen, er kann aber auch eines der von der Industrie hergestellten Vitaminpräparate nehmen, die diesen Stoff in konzentrierter Form enthalten. Diese Hell- methode wird, wie gesagt, nicht in allen Fällen helfen, da das Leiden auch andere Ursachen haben kann — aber der Versuch ist zu empfehlen. Büchertisch. — Henry d e Montherant: „Nutzloses Dienen". Verlag Karl Rauch, Markkleeberg bd Leipzig. Preis gebunden 3,60 RM. — (262) — Dieser Essayband ift vielgestaltig wie MontheranE» Leben selbst und zeigt in besonders ausgeprägter Form die Grundlagen seiner Kunst unb seine» Denkens. Vornehmlich finben wir hier literarische Dokumente ber kritischen Lebenseinstellung Month-k- rants. Doch ist biese leibenschaftliche Kritik getragen vom Wissen um bas wahre Leben unb bie höheren Werte bes Menschen: bie Selbstsicherheit eines stauten Charakters, dessen Grundsatz „Die Ehre übet alles" ihm schon in die Wiege gelegt wurde, gilben kritischen Abhandlungen ihre schöpferische Kra'i unb ihre allgemeingültige Bebeutung. „Meine Rolle ist es, anzugreifen", schrieb er, „aber es möge fwä halt bie Gesellschaft verteidigen!" Sein Werk steht M Gegensatz zum „Zeitgeist" des „Nachkriegsfrankreich • es ist der sittlich-künstlerische -Protest gegen Verflachung oder Entartung feiner Umwelt: es ist Werk eines „Moralisten". ft. 229 Drittes Blatt '3g Aus der Stadt Gießen An ben Mugfchar und Sense mit dem Schwert vertauscht um eine Ernte einzubringen, die fast überreif n. tnie Heer der deutschen Arbeit und neben beiden lenkreuze überreicht werden. Für die Mütter im Erntedanktag. Brot bricht die Not. Sät das Volt — mäht das Volk, Hat es Brot. • Ohne Brot mäht der Tod. Ein Volk bringt feine Ernte ein Wir wollen Erntehelfer fein Mit Senfe, Schwert und Spaten Arbeiter — Bauern — Soldaten. diefem 1. Oktober gehen unsere Gedanken Und so, wie Adolf Hitler des Reiches erster »eiter ist, so ist er auch sein erster Soldat. Arbeiter, Bauern und Soldaten! So geschloffen stt t die Nation an diesem Erntedanktag zusammen. D, Millionen, die in Waffen stechen, schafft des de tschen Arbeiters Fleiß die erzene Wehr. Die äi?,ere Front weiß heute hinter sich eine innere Font, die ebenso unerschütterlich steht, wie sie selbst. & Bauern Fleiß hat vörgesorgt, daß diese Fron- Ki tschen Volkes ist fichergestellt worden. Das in Jahrzehnten Meralistischer Wirtschasts- ftrung auch auf dem Agrarsektor gesündigt wurde, he der deutsche Bauer in sechseinhalb Jahren zu «rem großen Teil wieder gutgemacht. Seine ver- «elvortungsvolle Arbeit war schwer und hart. Der Wer und die, die ihn pflügten, mußten mehr herben von Jahr zu Jahr, von Ernte zu Ernte, um ft den Tag -gewappnet zu sein, der uns in Bereit- flkft finden mußte, allen versuchen, dem Weltkrieg «fen zweiten Aushungerungskrieg folgen zu laffm, zu trotzen. Nicht zuletzt der Bauer hat erfahren Affen, wie furchtbar nach der Aushungerung vor zumzig Jahren er in den großen Abgrund hinein- Biiffen wurde. heute steht der Führer nicht inmitten feiner Duern. Heute weilt Adolf Hitler bei seinen Solda- k. Und auch unter ihnen steht der Bauer, der Arbeiter, Bauern und Soldaten! Sie schützen das Ilch Adolf Hitlers gegen Not und Tod! E. D. Feierliche tteberreichung der Mütterkreuze in Gießen. frie Ortsgruppen der Partei in unserer Stadt mnstalten am morgigen Sonntag Feiern, in mit Rahmen den kinderreichen Müttern die im Saal des Gefell fchaftsvereins, Lunenftraße, abgehalten. Außer den Müttern, die )er es in d, ls ein & n KonU hen i\ llichkeit f nz unfc» tormif, je: Open Dumme t n, biet: lld Thön Abfrage k ■geben, b? t Beito Befugt: l Es «c------v- ---------H-------- v . - - - - - - den Am !Gleich der Ortsgruppen Süd und Ost findet die ?ber cor' |F;r um 11.45 in der Neuen Aula der Univer- nterhc! M statt. Für die Mütter in den Ortsgruppen Mrd und Mitte wird die Feier um 11.30 Uhr er Not tos as alle 5t rbunh u”* 5 Dö6 w 'W t { nbani \ ter des deutschen Volkes so unbezwingbar fein tön- öW ne, daß keine Macht der Welt sie zerbrechen kann. «etM 50 sind an diesem 1. Oktober Spaten und Sense unH|tti) Schwert zum Symbol unserer Zeit geworden, iSioen dem grauen Heer an der Front steht das liegsK uf die i,n r HLuslia icht an, tr ntbehrliä j tegock ic | t, die te Mtfüchtir skaM r , __________ zu« tü zu- den Erntedanktagen vergangener Jahre. Kr sehen Adolf Hitler auf dem Bückeberg inmitten tfr deutschen Landvolkes an dem Tag, an dem die gn;e Nation dem Bauern dankte für feine opfer- bple Arbeit um die Versorgung unseres Volkes mit fcm täglichen Brot. Nie fo deutlich wie jetzt erken- iKfi mir in tiefer Dankbarkeit, wie wichtig diese Artist und wie erfolgreich sie war. Das Brot des erkenn eiN. !,1 M otom] ®ar | N I ;le W jront I 9 tfühtfl !tn M tnie Heer der deutschen Arbeit und neben beiden affen (oh fo- Bauer, durch dessen Arbeit mir unser Brot Keine ie Pslec ige Mnentlich eingeladen sind, werden auch Partei- Massen und Parteigenossinnen sowie die Mitglieder MNS.-Frauenschaft und ihre Angehörigen an den eausd!' Erstunden teilnehmen. II«Illi * * W Gießener Gtadttheaier. e 6paM' Friedrich Hebbel: „Agnes Bernauer." [h deutsches Trauerspiel nennt Hebbel fein «Qua „Agnes Sernaue r", und es ist deutsch rbim tiefen Erfassen und kompromißlosen Gestalten Konflikts zwischen der Willkür des einzelnen dem Gesetz der Gesamtheit, zwischen dem per- Ichen Glück und den Notwendigkeiten der Staats- m, die das ihn entgegenstehende Einzelschicksal ■ Agnes Bernauer unerbittlich vernichtet, ohne i> Schuld und Unschuld zu fragen, oder das seinen !«Zen zuwiderhandelnde Menschenwesen wie den |P8 Albrecht zwingt, sich einzuordnen. „An der s Bernauer", so schrieb Hebbel vor der Munch- ' Erstaufführung des Stückes im März 1852, nn nichts interessieren als das Verhältnis, worin menschliches Individuum, das zu schön ist, um > die glühendsten Leidenschaften hervorzurufen, doch zu niedrig gestellt, um auf einen Thron Possen, zum Staat und Vertreter desselben gerat, ■ es höher erhoben wird, als die Ordnung der li es verträgt." Und er sagt weiter über fein fcna: „Es ist darin ganz einfach das Verhältnis Individuums zur Gesellschaft dargestellt und icht nun n nicht M in nE nbieeP A,Wr [5 al einens >Ti 8#* VonthA t >er V- lliing ■ iriti* S i» d>- „it e* i ft: ick ,. ten W taM [I sein I bIinbN°r if dein V- hrocker1 [ l.as Stadttheater öffnet feine Pforten für die Ws Spielzeit in großer, ernster Zeit, der Aufgabe Mußt, die ihm in der inneren Front unseres Voller gestellt ist, durchdrungen von der Verpflichtung, 'n Bestes geben zu sollen in einer Stunde, in der Irr Volk auf feine letzten Kraftquellen zurück- n muß, um aus innerer Harmonie jene stäh- me Härte zu schöpfen, die es in feinem Kampf um Jrheit und Recht unwiderstehlich machen wird, inft und Volk gehören zusammen", diesen Satz der Nationalsozialismus an die Spitze feiner burpolitik gestellt und nach ihm gehandelt. Das k hat der Kunst wieder jene Achtung und Anteil- e bezeugt, die ihr Tun fruchtbar und schöpfe- gestalteten. Nun ist die Kunst aufgerufen, viel- Ittig zurückzugeben, was sie empfangen hat. J .,Daß um den Kelch, worin uns Freiheit rinnt, „ Fss Der Freude Götter lustig scherzen, I Der holde Traum sich lieblich spinnt, I Dafür seid liebevoll umfangen!" 2 es Schiller-Wort an die Künstler gilt heute Broeg den Mittlern der dramatischen Kunst, die oittssen sind, fernab jeder blassen Aesthetik hinzu- I^I'n zum innersten Wesen des Deutschen, bas in Mrz und Ernst, in froher Besinnlichkeit und hoch- liimmter, fartstürmender Leidenschaft jene wahrst harmonische Einheit sucht, aus der ihm höchste Rat erwächst. iftn «K »r* n. Diel'L I allen g I rsachen W I ;b!en. Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) 30. September /L Oktober 1959 — ■ ■■! '-1! Reichsbahndienst in der Verdunkelung. Durch die völlig verdunkelten Straßen wandern wir zum Bahnhof. Es ist ein gewaltig verändertes Bild, das wir dort gegenüber den früheren Verhältnissen erblicken. Einst vor der Verdunkelung vor und im Bahnhof strahlende Helle von vielen Lampen mit unzähligen Kerzenstärken — heute dagegen nur winzige, sorgfältig abgeschirmte Lichtquellen, die wir zuerst in der Bahnhofshalle finden, während draußen alles ebenso in völliger Verdunkelung versinkt, wie die übrigen Stadtteile auch. Unb trotz dieses gewaltigen Gegensatzes zu dem bekannten Wort „Es werde Licht" muß der Dienst unserer Eisenbahner mit aller Pünktlichkeit und Sorgfalt weiter getan werden, denn der Reiseverkehr ist auch für die Kriegsverhältnisse noch immer sehr erheblich, und dazu kommen die weitgehenden Anforderungen des Gütertransportes. Daß unter diesen Umständen die Aufgabe unserer Männer vom Flügelrad heute mehr denn je den Einsatz aller Kräfte erfordert und mit außerordentlicher Verantwortung belastet ist, liegt ohne weiteres auf der Hand. schon spurlos in der Nacht verschwunden. Nicht minder gespensterhaft wickelt sich der Rangierbetrieb ab. Hier ist die Tätigkeit der Männer vom Flügelrad noch besonders erschwert dadurch, daß Züge, oder Zugteile, oder einzelne Wagen gleichzeitig auf mehreren Gleisen hin- und herrollen, die Beamten an den Weichenhebeln natürlich auch nur bei bescheidensten Lichtquellen arbeiten können. Rangierer und Hilfsarbeiter zwischen den Gleisanlagen tätig find — dennoch alles feinen pünktlichen, gewohnten Gang gehen muß, und in der Tat nach unseren mehrstündigen Wahmeihmungen auch ordnungsmäßig verläust. Es ist, ebenso wie im Personenbahnhof, ein gewaltiges, hohes Lied der pflichtbewußten Arbeit und des allezeit tatfrohen Einsatzes für die Gemeinschaft, das hier aus der Tätigkeit unserer Eisenbahner zu dem schauenden und zugleich seelisch empfindenden Beobachter erflingt. Es ist ein Musterbeispiel von Berufsfreudigkeit und Verantwortungsbereitschaft, das all diese Männer, jeder einzelne auf seinem Posten für sich und fte alle zusammen als Gemeinschaft, im Interesse unseres Volksganzen bringen, dem sie mit ihrer Arbeit in vielfältiger Weise auch unter den erschwer« ten Umständen der Verdunkelung dienen. * 1 So können wir nach der mehrstündigen Beobi achtung des Bahnhofsbetriebes abschließend nur bekunden, daß hier in diesem lebenswichtigen Zentral« punkt des Verkehrswesens nicht nur alle Verdunke- lunasmaßnahiyen in bester Weise durchgeführt werben, sondern zugleich auch Nacht für Nacht eine Dienstleistung vollbracht wird, vor der man sich in rückhaltloser Anerkennung für alle Männer des Reichsbahndienstes dankbar verneigen muß. Nächtliche Fahrt mit der Straßenbahn. Schon in der Bahnhofshalle kann man sich überzeugen, daß die Verdunkelungsmaßnahmen vorbildlich durchgeführt find. Die paar spärlichen Lichter, die natürlich erheblich abgeschirmt find, reichen gerade aus, um an den Arbeitsplätzen der Beamten den notwendigen Dienst zu ermöglichen. Betritt man den Bahnsteig, so wird der Wandel der Dinge noch viel eindrucksvoller sichtbar. Abgesehen von wenigen sorgfältig verdunkelten Lampen ist alles unter das Gebot der Finsternis gestellt. Die Arbeitsräume, deren Fenster nach ber ©eite des Bahnsteigs liegen, haben bei der Umschau in der Nacht Beine Fenster mehr, sondern nur große schwarze Flächen, hinter denen in den vollbeleuchteten Zimmern der anstrengende Dienst seinen geregelten Gang nimmt, wie er sonst auch in schönster. Friedenszeit im strahlenden Licht der Lampen sich abwickelte. Auf dem Bahnsteig aber gleicht alles Leben gewissermaßen einem nächtlichen Spuk. Die Personen tauchen schon auf wenige Meter Entfernung in der Dunkelheit unter, denn das Licht ist mit Recht so weit eingeschränkt worden, daß man zwar auf kurze Entfernung alle ‘für die Sicherheit der Menschen und des Verkehrs erforderliche Ueber- ficht hat, darüber hinaus aber auf den früheren Fernblick verzichten muß. Und das ist ja auch der richtigverftandene Sinn und Zweck der Verdunkelungsmaßnahmen. Die Züge laufen ein und wirken wie ein riesiges schwarzes' Ungeheuer, das plötzlich vor den Augen austaucht, sich vorbeischiebt, kurze Zeit hält, und bann ebenso spukhaft in der Nacht verschwindet, wie es vorher daraus aufgetaucht war. So wickelt sich Abend für Abend und Nacht für Nacht der Verkehr im Zeichen der Verdunkelung ab, der dank der weitgehenden und umsichtigen Fürsorge oer Reichsbahn und dank der Disziplin der Reisenden sich bisher stets glatt und ohne Nachteil für Reisende und Eisenbahner abgewickelt hat. * Wir halten nach dem Besuch auf dem Bahn- fteig auch draußen in ben weiten Arbeitsbezirten des verdunkelten Bahnhofgeländes Umschau, lieber« all sehen wir das gleiche Bild der Sorgfältigen 93er» dunkelungsmaßnahmen und zugleich des unermüdlich roeiterlaufenbcn Bahnbetriebs, für dessen reibungslose Abwicklung alle Männer der Reichsbahn, von der obersten Leitung bis zum letzten Arbeiter, in dankenswerter Weife auch während der Nachtstunden ihre ganze Kraft einsetzen. Aus dem Dunkel der Nacht ^tauchen unversehens „schwarze Schlangen" polternd und ratternd aus. Es sind Personenoder Ö-Zuge, die in ausgezeichneter Verdunkelung aller Wagen als rabenschwarze Ungeheuet auf wenige Meter Entfernung an uns vorbeibrausen. Kaum hat man sie wahrgenommen, sind sie auch Unsere Straßenbahner haben es jetzt bei ihrem abendlichen Dienst besonders schwer. Stundenlang starren sie von ihrem Führerstand aus in das undurchdringliche Dunkel der Nacht, denn das spärliche Licht, das der schmale Schlitz der Verdunkelungskappe der Richtlampen hervordringen läßt, reicht kaum aus, um auf mehr als fünf Meter Entfernung auch nur irgendetwas erkennen zu können. Mancher Straßenbahnfchaffner geht nach Stunden des Dienstes in der tiefen Dunkelheit mit Kopfschmerzen nach Hause, denn die angestrengte Schau in die Finsternis kann nicht ohne Rückwirkung bleiben. Hinzu kommt, daß der Fahrplan in keiner Weise eingeschränkt werden soll und die Fahrzeiten eingchalt'en werden müssen, wenn nicht der ganze Fahrplan in Unordnung kommen soll. Es kann also nicht etwa langsamer gefahren werden, als zu Zeiten des hellen Tages. * Wer einmal nachts mit der Straßenbahn zu fghren Gelegenheit hat, wird sehr schnell die ganze Problematik erkennen, die damit verbunden fein kann. Da ist zum Beispiel zu beobachten, wie ein Fahrgast die vordere Plattform besteigt und in seinem Geldbeutel zu wühlen beginnt, bis ihm schließlich mit gutem Glück im engbegrenzten Scheine der abgedunkelten Lampe die 25 Pfennige in die Hand fallen, die die Fahrt nach Meseck kostet. Und auf der Straße warten noch drei Fahrgäste! Dieser eine Mann, der durch fein Suchen nach dem Fahrgeld den Betrieb aufhält, veranlaßt den Fahrer unweigerlich, die nächsten Strecken Lebensmittelkarten Was müssen Gass und Gastwirt Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft hat durch Erlaß vom 27. 9.1939 für die Zeit vom 2.10. bis 22.10.1939 folgende Regelung getroffen: Fleisch, Brot und Nährmittel können in den Gaststätten, Kantinen usw. sowohl auf die ausgegebenen Hau sh a l t s k a rten , als auch auf Reif e- karten entnommen werden. Die Reisekarten werden zu diesem Zweck auf Antrag auch ohne Nachweis einer Reiseveranlassung ausgestellt. Auch ein Umtausch von Wochenabschnitten der HcWshalts- karten in Reisekarten, die bis zum 22.10.1939 gültig geschrieben werden können, ist zulässig. Der Umtausch in Reisekarten erfolgt durch die Gemeindebehörden bzw. Kartenausgabestellen. Für Fleischspeisen, die mit Fett zubereitet sind, brauchen bis zum 22.10.1939 Einzelabschnitte der rascher zu fahren als sonst, wenn er den Anschluß am Markt erreichen will. Wenn das jeder Fahrgast so machen wollte, dann würde der ganze Fahrplan in Unort)nung kommen, der in der tiefen Dunkel« heil an sich schon schwer einzuhaltcn ist. Die Stra« ßenbahn wird übrigens, seitdem die Stadt nächt« kicher Weile so tief' im Dunkel liegt, stark benützE Niemand tastet sich gerne einen vielleicht langen» Heimweg durch die dunklen Straßen. Die Straßenbahn nach Wieseck ist meist stark besetzt. Bei drefeL Sachlage sollte jeder Fahrgast nur mit abge« zäh ltem Fahrgeld den Straßenbahnwagen besteigen. Eine solche nächtliche Fahrt mit der StraßenbohNi hat für den, dem ein Auge für solche Dinge ge* geben ist, aber auch feine romantischen Reize. Das Wageninnere ist tief verdunkelt. Nur ein mattef Schein von oben her liegt auf den Gesichtern. Alls Menschen scheu bedeutender aus, als im schonungs« losen Licht der Sonne und des Tages. Das Licht von oben wirft tiefe Schatten um Augen, Mund und Kinn, jedes Gesicht erscheint plastischer, ausdrucksvoller und auly geheimnisvoller. Geredet wirt» nicht viel! Wenn sich bann die Straßenbahnen den Endstationen nähern, lösen sich die schweigenden Versammlungen auf, deren Teilnehmer mit dem Aussteigen im Nu von der Dunkelheit verschluckt werden. Nur der Sttaßenbahnschoffner ist der ruhende Punkt in der Erscheinungen Flucht. Ihrer« müdlich tut er feine Pflicht. auch in Gaststätten, von der neuen Regelung wissen? Fettkarte nicht abgegeben zu werden. Falls ein Gast jedoch, etwa der Hotelgast, zum Frühstück reine Fettparttonen bestellen will, muß er von der' Reise- karte, die eine Reihe von Einzelabschnitten für Fette in Unterteilung bis zu 10 Gramm enthält, Gebrauch machen. Fleischgerichte in Gaststätten und Kantinen dürfen nur gegen die mit „Fleisch oder Fleischwaren" bezeichneten Abschnitte über je 50 Gramm Fleisch auf der rechten Seite der Reichsfleischkarte ober gegen die auf der Reisekarte enthaltenen Abschnitte für Fleisch über je 50 Gramm abgegeben Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen! ■■ ; .•' -• : -'n . '• demgemäß an zwei Charakteren, von denen der eine aus den höchsten Regionen hervorging, der andere aus den niedrigsten, anschaulich gemacht, daß das Individuum, wie herrlich und groß, wie edel und schön es immer fei, sich der Gesellschaft unter allen Umständen beugen muß, weil in dieser und ihrem notwendigen formalen Ausdruck, dem Staat, die ganze Menschlichkeit lebt, in jenem aber nur eine einzelne Seite derselben zur Entfaltung kommt. Das ist eine ernste, bittere Lehre, für die ich von dem hohlen Demokratismus unserer Zeit keinen Dank erwarte; sie geht aber durch die Weltgeschichte hindurch .. So steht Hebbel mit seiner Sympathie notwendig bei dem Herzog Ernst als dem Vollstrecker dieses höheren Gesetzes der Staatsraison, die nicht dulden kann, daß um eines persönlichen Glückes willen Land und Volk, dem Fürsten zu treuen Händen überkommen, den Schrecken der Erbfehde ausgesetzt werden, ja, die nicht einmal zuläßt, daß der zur Führung Berufene sich durch persönlichen Verzicht seiner Pflicht entzieht. Eine durchaus moderne Auffassung, für die freilich der Dichter in ben historisch belegten Tatsachen bes Schicksals ber Agnes Bernauer, an die sich Hebbel treulich gehalten hat, hinreichend Unterlagen fand. Es klingen zwar im Drama Hebbels noch andere Motive an, die ber Vorstellungswelt des 15. Jahrhunderts entsprechen. So wenn eine Rivalin der überirdisch schönen Baderstochter dieser vorwirft: Allen machst du abspenstig, was ihnen gehört! ... Nonne und doch keine! Heilige, aber noch nicht im Wimmel' ... „Ei, sei wie wir, guck auf, sprich, und es wird sich geben!" Das Ungewöhnliche, Außerordentliche erscheint der Mitwelt verdächtig, scheint ihr Teufelswerk und Hexerei, aber es ist festzuhalten, daß der Dichter dieses billige Motiv für den Unter« aanq der Agnes Bernauer nicht in Anspruch nimmt. Sein Herzog Ernst weiß sich frei von jenen populären Vorstellungen der Zeit. Er handelt nach dem Gebot der Staatsidee, aber er leidet schwer unter ber Pflicht, ihr bas persönliche Glück feines Sohnes unb bas Leben eines Menschen opfern zu mu sen, ben keine anbere Schuld trifft, als eben da zu sein. Hebbel schlägt auch das naheliegende und seiner eigenen Zeit sympathische Motiv ber engen Verbindung von Volk unb Herrscher an, wenn er feinen Herzog Albrecht sagen läßt: „Wer weiß^ was geschähe^ wenn ich mein Volk 3um ©prud) aufriefe, wenn ich sagte: Seht, ich soll nicht würdig fern, eud) 7u behm chen, weil mein Vater eine eurer Tochter lu sich erhoben hat, eine, die ihm am besten .ns Ohr sagen konnte, was euch sehlt , weil rn,r s iw Blut liegt, euch beizusprmgen! ... Wer weiß, was sie tun werden, die alten treuen Bavaren, wenn mein Sohn dereinst ... so zu ihnen spricht!" Aber Hebbels Herzog Albrecht ist fo wenig wie ber historische ber Mann, der einen so revolutionären Gedanken in die Tat umsetzt, „daß das ganze Deutsche Reich zu wackeln anfängt unb ber große Karl zu Aachen in seinem ©arge erschrocken nach ber Krone greift!" Herzog Albrecht ringt seinen Schmerz um bie Verlorene nieber unb beugt sich bem Gesetz ber ©taatsibee. Freilich bie Drohung mit Reichsacht unb Kirchenbann allein kann ihn nicht schrecken, aber bie Weisheit bes Vaters unb bas Beispiel seines kategorischen Imperativs der Pflicht nehmen ihn in die ©chule ber Erziehung zu bem Beruf bes Herrschers, zu bem er geboren ist. „Wenn bas Gewalt ist, was du erleidest", so ruft der alte Herzog dem noch Trotzenden zu, „so ist es eine Gewalt, bie alle deine Väter dir antun, eine Gewalt, die sie selbst sich aufgeladen und ein halbes Jahrtausend lang ohne Murren ertragen haben, unb bas ist bie Gewalt des Rechts! ... Wir müssen das an sich Wertlose stempeln und ihm einen Wert beilegen, wir müssen den ©taub über ben ©taub erhöhen, bis wir wieber vor bem stehen, ber nicht Könige unb Bettler, nur Gute und Böse kennt, und ber seine Stellvertreter am strengsten zur Rechenschaft zieht. Weh bem, ber biefe Uebercinfunft ber Völker nicht versteht, Fluch bem, ber sie nicht ehrt!" Sv ist ber alte Herzog ber tragische Helb bes Dramas, ber aus bem tiefen Begreifen biefer lieber» einfunft der Notwendigkeit „das reinste Opfer" darbringen muß unb „nicht fragen darf, was es ihn kostet". Dr. Hannes Razum wollte mit feiner Regie, wie er im Programmheft andeutet, das Balladeske im Hebbelfchen Drama, bas schlicht Volksliedmäßige herausarbeiten. So blieb ber Akzent vielleicht länger, als es ber Erkenntnis bes Grunbproblems bienlich war, auf der Liebesgeschichte des jungen Bayern- Herzogs und der schönen Baderstochter, die durch weise Zusammenraffung in ihrem ekstatischen Rausch und ihrer schmelzenden Süße wirklich wie eine Ballade gestaltet war, überzeugend unb ergreifend zugleich, während das ihr entgegengestellte eiserne Postulat der Pflicht des alten Herzogs sich erst langsam aus einer kühl akademischen Atmosphäre befreien konnte, um dann freilich in der Kerkerszene zwischen Preising und Agnes scharf herauszutreten und in der großen Schlußszene auf dem Schlachtfeld vor Straubing in der Auseinandersetzung zwischen Vater und Sohn in großartiger Steigerung zur Entscheidung gestellt zu werden. Da hatte auch Hans G e i ß l e r als Herzog Ernst seinen großen Auftritt, bei dem er aus der fast trockenen Gehaltenheit der erften Szenen in wuchtiger Sprache zu jener sittlichen Größe aufsteigt, die Unerhörtes forderst darf« weil sie an sich selbst die gleiche Forderung stellt. Hans Caninenbergs Herzog Albrecht war der sttahlende, liebestrunkene junge Fürst, wie ihn Hebbel in Augsburg ber Baberstochter gegenübertreten läßt, reich an Schattierungen in ber letzten stillen Abschiebsstunbe ber Straubinger Kennnate und dann, nach dem Rasen der Schlacht, am Vater em» porwachsend zur fast stummen lleberroinbung und zum Sieg über sich selbst. Ganz einheitlich auf ihrer Linie fortschreitend von ber keuschen Schlichtheit des liebreizenden Bürgermädchens der ersten Szenen bis zu erschütternder menschlicher Größe im Kerker die Agnes Jngeborg Riehls. Viktor von Gschrneidler gab den Kanzler Preising als überlegenen Staatsmann, aber mit warmem Gefühl für das Furchtbare des Unausweichlichen. Siegfried Lowitz war als Graf Törring unter ber Maske bes ironischen Spötters ber seinem Herrn bis zum Tode getreue Ritter, Karl Dolck, der schlichte, doch selbstbewußte und auf feinen Bürgerstol^und seine Daterehre pochende alte Bernauer. Mit ihnen vereinte sich die große Zahl der übrigen Mitwirkenden zu einem wohl akzentuierten Ensemblespiel, das den Absichten der Regie in großer Geschlossenheit Ausdruck gab. Das Bühnenbild Karl Löfflers, eine wuchtige Stadtmauer mit gotischem Bogen, Altan und Treppe, erlaubte durch geschickte Andeutungen der Jnnenräume einen schnellen Szenenwechsel, der der bewegten, sich nach der Kerkerszene noch zu äußerster Spannung steigernden Aufführung zugute kam. * Bevor der Vorhang sich hob leitete das Städtisch« Orchester unter Stabführung von Paul W a 11 e r bie Eröffnungsvorstellung im festlich geschmückten Hause mit ben ernsten, weihevollen Klängen ber Egmont- Ouvertüre Beethovens ein. Dr. Hannes Razum als stellvertretender Intendant richtete eine kurze Ansprache an die Versammelten, in der er mit dem Vorurteil ins Gericht ging, daß das Theater nicht zeitgemäß fei, unb bie große Aufgabe berausftellte, zu ber bie beutsche Kunst und vorweg das deutsche Theater gerabe in biefer Stunbe berufen fei. Zuspruch, Kraft und Ermunterung wolle bas Theater allen geben, bie danach suchten. Der Redner schloß mit einem warmherzigen Appell, das Wollen des Theaters zu begreifen und zu würdigen. Künstler und Zuschauer gemeinsam erst machten das deutsche Nationaltheater aus, wie es erstrebt werde. — Eine erfreulich große Theatergemeinbe folgte bann mit wachsenberÄnteilnahme ber Aufführung bes Hebbel- schen Dramas und bankte zum Schluß ergriffen dem Regisseur und seinen Künstlern für einen Abend ernster Besinnung in großer Zeit. Dr. Fr. W. Lange, .,;n. Wer jedoch regelmäßig in derselben Gast- alte oder Könige ißt, hat auch die Möglichkeit, die Abschnitte aus der linken Seite der Reichsfleischkarte zu verwenden, wenn er den Bestellschein her Reichs,leischkarte in der Gaststätte oder Kantine ab- gibt und jeweils die entsprechenden Abschnitte durch Lochung oder Durchkreuzen mit Kopierstift entwerten läßt. Für die Abgabe von Brot und Mehlspeisen gilt die Reichsbrotkarte und die Reisebrotkarte. Bei der Verabfolgung von Mehlspeisen erfolgt die Umrechnung von Brot in Meyl im Verhältnis von 100 ZU 75. . Für Speisen, in denen kartenpflichtige Nährrmttel, wie z. B. Graupen, Reis, Haferflocken, Nudeln, Sago usw. enthalten sind, müssen die entsprechenden Ein^elabschnitte der Lebensmittelkarte abgegeben werden. Die Einzelabschnitte der Reisekarten gelten auch für den Einkauf in Lebensmittelgeschäften, Bäckereien usw. Der Leiter der Wirtschaftsgruppe für das Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe hat ungeordnet, daß in jeder Gaststätte ein besonders preiswertes, kartenfreies Eintopf- oder Tellergericht bereitgehalten werden muß, das in Zukunft die Bezeichnung „Stammgericht" führt. Dieselbe Anordnung begrenzt auch die Hahl der Vorgerichte, Suppen, Fischgerichte, Teller- und Eintopfgerichte, Salate, Süßspeisen und Kompotte. In Zukunft kann jeder Gast aus einem entsprechenden Vermerk auf der Speisekarte ersehen, welche Einzelabschnitte bei der Bestellung eines Gerichtes abzuliefern sind. Durch Ausbau und Verfeinerung des Gaststättenrechts wird den Bedürfnissen der Berufstätigen, die dauernd auf Reisen oder auf die Verpflegung in einer Gaststätte und Kantine angewiesen sind, in Zukunft noch mehr Rechnung yetragen werden. Aus sozialen und versorgungspolittschen Gründen kann jedoch auf die Einführung der Kartenpflicht in den Gaststätten und Kantinen nicht verzichtet werden. Dornotizen. Tageskalender für Samstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Roman eines Arztes". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Fräulein". Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 11.30 bis 12.30 Uhr: „Der Ackermann von Böhmen"; 19 bis 21.15 Uhr: „Bezauberndes Fräulein". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Roman eines Arztes". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Fräulein". Stadttheater Gießen. Am Sonntag, 1. Oktober, bringt das Stadttheater das musikalische Lustspiel „Bezauberndes Fräulein" zur Erstaufführung. Mit der Inszenierung dieser Operette von Ralph Benatzky stellt sich Harry G r ü n e k e, der neuverpflichtete Oberspielleiter der Operette, als Regisseur und mit der Rolle des Felix als Buffo vor. Unter der musikalischen Leitung von Heinz M a r k w a r d t wirken ferner mit die Damen Duill, Fornallaz, Garbe, Leiprecht; die Herren Bley, Erler, Lowitz, Manders, Schewe, Voß. Das Bühnenbild gestaltete Karl Löffler. Am Vormittag des 1. Oktober findet die erste Morgenveranstaltung zum Erntedankfest statt. Dr. Hannes R a z u m hat für diese Morgenveranstaltung das Spiel des Böhmen Johannes von Saaz „Der Ackermann von Böhmen" inszeniert. Es wirken mit Viktor v. Gschmeidler, Hannes Razum und Hans Albert Schewe. Das Bühnenbild stammt von Karl Löffler. Gießener Konzertverein. Trotz der Zeitumstände gedenkt der Gießener Kon- zertverein, in Uebereinstimmung mit den Anweisungen der Reichsmusikkammer, sein vorgesehenes Programm auch im kommenden Winter durchzuführen. Eine Anzahl namhafter Künstler konnten bereits verpflichtet werden. Näheres wird demnächst bekanntgegeben. Die Konzerte sollen nach Möglichkeit zu Tageszeiten stattfinden, um den Musikfreunden einen mühelosen Besuch der Veranstaltungen zu ermöglichen. Hitler-Jugend Bann 116. Ernteeinsatz der Hitler-Jugend. Die vom Bann und Jungbann 116 eingesetzten Hitlerjungen verbleiben auch in der nächsten Woche Umschulung auf die Kriegswirtschaft. «und 800 Uebungsleiter der DAF. stehen im Gau bereit. NSG. Durch die in diesen Wochen sich vollziehende Umstellung auf die Kriegswirtschaft wurden zahlreiche Arbeitsplätze frei, wodurch für mele Betriebe eine sofortige Umstellung des Einsatzes der Arbeitskräfte notwendig wird. Die Lücken, die häufig in den kriegs- und lebenswichtigen Bettieben, Werkstätten und Büros in der Industrie zutage treten, müssen so schnell wie möglich durch die Heimatfront ausgefüllt werden. Hier bedarf es vor allem auf den technischen Gebieten einer schnellen und gründlichen Vorbereitung für die betriebliche Arbeit. Im Gau Hessen-Nassau hat das Amt für Berufsexziehung und Betriebsführung in der Deutschen Arbeitsfront für diese Aufgabe seine Berufs^ erziehungswerke einschließlich seiner in der Heimatfront tätigen rund 800 Uebungsleiter in den Dienst der Sache gestellt. In den jetzt neu eingerichteten vier- bis sechswöchigen Schnellunterweisungen werden die in den Bettieben neu einzusetzenden weiblichen und männlichen Arbeitskräfte an die Bewältigung bestimmter Teilarbeiten und Ferttgkeiten herangeführt. Das diesen Arbeitskräften noch vielfach fehlende fachliche Verständnis und vor allem ihre unvollständigen technischen Voraussetzungen werden nicht durch Theoretiker geweckt oder ergänzt, sondern durch in der Praxis stehende Arbeitskameraden, die als Uebungsleiter der DAF. mechodisch ausgerichtet sind. Im Vordergrund der technischen Schnellunterweisungen steht eine Grundschulung der manuellen Handhabung der Arbeitsvorgänge. Ein aus dem Arbeitsleben der Teilnehmer gewähltes Werkstück, ein Maschinenteil, eine Zeichnung, ein Arbeitsvorgang oder ein Akkordschein ist die methodische Ausgangs- und Durchführungsbasis des Arbeitsunterrichtes. Die gründlich vorbereitete technische Schnellunterweisung beispielsweise im Fachzeichnen erreicht zwar nicht die Vermittlung des sauberen und normgerechten Zeichnens, dafür ist die Zeit zu knapp bemessen, dagegen wird das richtige sichere Lesen der Werkstattzeichnung fraglos erreicht. Damit ist aber eine Grundschulung vorbereitet, die dem einzelnen die Arbeitsausführung erheblich erleichtert. Dieses grundsätzliche Ziel der Schnellunterweisung gilt sinngemäß auch für andere technische Ferttgkeiten und Aufgabengebiete. Nähere Auskünfte erteilen die Abteilungen für Berufserziehung und Betriebsführung der Kreis- waltungen und der Gauwaltung Hessen-Nassau der Deutschen Arbeitsfront in Frankfurt a. M. Lebensmittelzulagen für Schwer- und Schwerstarbester. Ein amtlicher Hinweis. Don amtlicher Seite wird auf folgendes hinge- wiefen: In den Tageszeitungen sind vielfach Arbeitergruppen bekanntgegeben worden, die nach der Verordnung über die Gewährung von Sonderzulagen an Schwer- und Schwerstarbeiter als solche zu gelten haben. Diese Angaben stützen sich auf die mit der Verordnung veröffentlichten Richtlinien, in denen eine Reihe von Arbeitergruppen bezeichnet ist, die für die Gewährung einer Lebensmittelzulage in Frage kommen können. Die Aufführung in diesen Richtlinien besagt aber nicht, daß diese Arbeiter in jedem Fall Schwer- oder Schwerstarbeiter sind. Auch die in den Richtlinien angeführten Arbeiter können Lebensmittelzulagen nur bann erhalten, wenn in jedem einzelnen Falle die in der Verordnung festgelegten allgemeinen Voraussetzungen erfüllt sind, d. h. wenn die Arbeiter tatsächlich entweder dauernd schwere körperliche Arbeit ober dauernd durchschnittliche körperliche Arbeit unter erschwerenden Arbeitsbedingungen zu leisten haben. So sind zum Beispiel Kesselheizer nicht immer Schwerarbeiter, sondern nur bann, wenn der Kessel eine dauernde schwere Handbedienung erfordert. Ebenso sind nicht alle Schmiede Schwerarbeiter, z. B. nicht die Edelmetallschmiede. Während die Lokomotivführer der Reichsbahn auf langen Fahrten ohne Zweifel Schwerarbeiter sind, können bei Lokomotivführern größerer Jndustriewerke wegen ber, häufigen, zwischen den Fahrten liegenden Wartezeiten die Merkmale der Schwerarbeiter fehlen. Um unliebsame Verzögerungen bei der Prüfung der Schwer- und Schwerstarbeiterlisten durch die Gewerbeaufsichtsämter zu vermeiden, empfiehlt es sich, daß die Betriebsführer bei der Aufstellung der Listen von sich aus auch bei den in den Richtlinien ausgeführten Berufsgruppen in jedem einzelnen Falle sorgfältig prüfen, ob die Voraussetzungen der Verordnung erfüllt sind. zum Ernteeinsatz in den Einsatzdörfern, da sich der Ernteeinsatz auch auf die nächsten acht Tage erstreckt. BOM.-llntergau 116 Gießen. rilädelgruppe 1/116. Zu dem Dienst am Sonntag, 1.10., treten alle Mädel um 10.30 Uhr am Uhlheim an. Die gesammelte Wäsche ist mitzubringen. Die Mädel, die die Reichsjugendkämpfe noch nicht wiederholt und die das Leistungsabzeichen angefangen haben, bringen Turnzeug mit. Fortfall der Herbstferien in Heffen. Mit Rücksicht auf den mehrfachen Ausfall des Unterricht in den letzten Wochen und die üielerorts noch weiterhin erforderliche Unterrichtseinschränkung kommen in den Schulen Hessens die Herbstferien für 1939 in Wegfall. Die Schule darf nur dort geschlossen werden, wo die Jugend durch Ernteeinsatz dringend benötigt wird. Bei gegebener Dringlichkeit kann der zeitliche Rahmen der üblichen Herbstferien überschritten werden. x2>er klassenweise Einsatz der Schüler und Schülerinnen unter Führung der Erzieher ist jeweils mit den zuständigen Stellen zu überprüfen und gegebenenfalls zu verwirklichen. Einzelbeurlaubungen steht bei begründeten Anträgen nichts im Wege. Oie abgelaufenen Michs-Fleisch- und -Fettkarten. In einem Erlaß des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft über die Durchführung des Kartensystems für Lebensrnittel wird auch die Frage geregelt, was mit den ab gelaufenen Karten zu geschehen hat, wenn also sämtliche am Stamm- abschnitt verbleibenden „Weisch-"Bezugsscheine ab- geschnitten sind ober aber noch nicht verbraucht sind, die Zeit, in der sie Gültigkeit hatten, aber verstrichen ist. Es heißt hierzu in einem Erlaß: „Die Ern äh rung säm ter oder die damit beauftragten Stellen haben die abgelaufenen Karten von den Versorgungsberechtigten zurückzufordern. Dadurch erhalten sie die Möglichkeit, den Verteilungsstellen diejenigen Mengen bei der Erteilung eines späteren Bezugscheines anzurechnen, die sie auf Grund von Bestellscheinen zuviel erhalten haben." Sollte also ein Karteninhaber aus irgendwelchen Gründen nicht sämtliche Bezugscheine verbraucht haben, der Fleischer aber auf Grund der abgelieferten Bestellscheine so viel Vieh und Fletsch wgetofo, fen erhalten haben, daß er damit auf sänMche Be, zugscheine seiner Kunden Fleisch oder Fleischware^ hätte ausgeben können, so wird ihm der durch bi» NickMnlösung einzelner Bezugscheine durch die Km- teninhaber verbliebene Ueberschuß bei der nächstki Kontingentsfestsetzung abgezogen. Deckung suchen, wenn die Flakartillerie schießt. In Durchführung ber Luftschutzmaßnahmen wirb folgende Warnung nochmals bekanngegeben: Volksgenossen! Beachtet, daß es oorfommen kann, baß einzelne unb hochfliegende feindliche Aisi klärungsflugzeuge von unserer Flakartillerie be« schossen werben, ohne baß es notwendig mar, Fliegeralarm zu geben. In solchen Fällen Haden alle Personen, die fiih im Freien befinden, sofort Deckung in Häusern ober an sonstigen geschützten Stellen zu nehmen, bamit sie nicht durch herabfliegenbe Sprengstücke unserer Flakartillerie getroffen werden. Fahrt in her richtigen Wagenklaffe. In den Tagen der Zugeinschränkung haben Rei. sende mtt Fahrkarten 3. Klasse ohne vorherige In, stimmung des Zugschaffners in ber 2. und 1. Klasse Platz genommen, während Reisende mit Fahrkarten der 2. und 1. Wagenklasse in ber 3. Klasse un« tergebracht werden mußten. Diese Verhältnisse sind mit der Aufrechterhaltung ber Ordnung in den Zügen nicht vereinbar. Die Schaffner sind daher angewiesen, die Fahrkarte^ nachzuprüfen. Wer mit einer Fahrkarte für 3. Klasse in der 2. Klasse betroffen wird, kann unter Umständen zur Zahlung des doppelten Fahrpreise;, mindestens eines Betrages von 3,— RM. henw gezogen werden. Nur Feldpostbriefe bis 250 Gramm. Bei ber PostsamlNelstelle Frankfurt (Main) gehen Feldpostbriefe mit Lebensmitteln, insbesondere mit Tomaten, Pfirsichen, Zwetschen, Weintrauben usw. in beschädigtem Zustand in solchen Mengen ein, daß zur Wiederverpackung des noch brauchbaren Inhalts sechs volle Kräfte dauernd beschäftigt werden müssen. Die Beschädigungen sind darauf zurückzn- führen, daß die Briefe nach ihrem Umfang unb Inhalt sowie nach der Länge der Seförberungsftrede nicht haltbar und nicht sicher verpackt sind. Durch den abgesetzten Fruchtsaft werden andere Feldpostbriefe durchnäßt und deren Inhalt häufig ebenfalls beschädigt. Diese Schäden müssen vermieden werden. Zur Zeit sind Feldpostbriefe nur bis 250 Gramm Gewicht zugelassen. Zur Verpackung von Gegen- ständen, die unter Druck leiden unb Feuchtigkeit ad- setzen, eignen sich feste Pappschachteln, deren Hohlräume mit aufsaugendem Stoff (Sägmehl und der gleichen) ausgefüllt werden. Zur Aufschrift ist tun liehst nur Tinte, aber kein Bleistift oder Tintenstift zu verwenden. 0 Freimachungszwang für Pakete und Postgüter. Vorübergehend werben von ber Deutschen Reich;« poft wegen ber zur Zeit bestehenden außergewöhD liehen Dienst- unb Personalverhältnisse einige Pos!- oronungsbeftimmungen geändert. Danach wird bis auf weiteres für Pakete unb Postgüter ber Frei« machungszwang eingeführt. Ihm unterliegen nicht Pakete mit Zivilkleidung, die von den zur Wehrmacht Einberufenen herrühren, wenn die Paksle ßeren Mengen bei der Post eingeliefert werden. AÜ- vom zuständigen Truppenteil gesammelt unb in gro- gehoben wirb ferner die Bestimmung, wonach bis drei Pakete mit einer Paketkarte und 10 Postgütii mit einer Postgutkarte versandt werben dürfen. Von jetzt an ist also jedem Paket eine Paketkarte unb jedem Postgut eine Postgutkarte beizufügen. Endlich muß die Zustellgebühr für Pakete, die nach den Bestimmungen grundsätzlich der Empfänger jjU entrichten hat, bis auf weiteres ber Absender iwr Pakete vorauszahlen. Empfängern, die ihre Pakete regelmäßig auf Grund einer Abholungserklärung abholen, wird die vorausgezahlten Zustellgebühr p rückgezahlt. WWMöerMöe Roman non wallhcr MeM üopytiflbt hy Hari Wer Verlag - Berlin w 62 3. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Leinfelder sieht gehorsam und bedrückt geradeaus. Lankes vertieft sich in die Feinheiten des Wogens und denkt neidvoll: so 'ne Karre möchte ich auch mal haben; der Bursche, dieser ßeinfelber, stinkt vor Geld. Die Fabri drückt ihre Faust in die rechte Seite, bas nimmt den Schmerz ein bißchen. Es ist eine Sache, die sie noch nie gehabt hat außer heute morgen und da viel schwächer. Der Luftzug tut ihr gut, Lankes soll rascher fahren! Allmählich läßt ber Schmerz nach, verttöpfelt, wird erträglich. Die Fabri rutscht an Leinfelders Seite unb legt ihre Schläfe an seine Schulter. „Das war schrecklich, Tino; wie wenn man dir mit einem Messer ..., siehst du — hier. Es wirb doch nicht wiederkommen?" haucht sie mit geschlossenen Augen. Leinfelder findet ihr Gesicht — sonst hochmütig, jetzt aber durch die Angst seltsam verwandelt unb kindlich gemacht — überaus beglückend. Er atmet ihren Duft, den ihm der Wind zuweilen zuträgt, mit starkem Genuß, er hält ihre Finger, er ist wunschlos und sehr froh. Er ttöstet: „Nein, nein, bas bars nicht wiederkommen, bas werden mir schon fortjagen, so ein böses Wehwehchen darf meinem Kleinen gar nichts tun, wäre ja noch schöner." Er kann sich nicht genug tun mit guten und aufmunternden Worten, deren kindischer Tonfall die Fabri kurios einschläfert. „Ist es nun besser? Sichst du, ich habe es ja gewußt. Was sagst du zu dem Wagen? Gefällt er dir? Er hat Radio. Auch ein Kühlschränkchen ist eingebaut, und die Polster kann man zum Schlafen umlegen. Ich werde dir bas nachher vorführen. Urti) wem meinst du, daß dieses hübsche Auto jetzt gehört?" fragt er geheimnisvoll. „Du bist so nobel, Tino. Ich banke dir", flüstert sie zwischen Angst und Schwäche. Leinfelder genießt den Triumph des Schenkens. Zwar war diese Großzugigkett vorhin noch keines- wegs eine beschlossene Sache, aber hilflose schöne Frauen machen chn schwach. Wie blau dieser Aprilhimmel ist! Schaumige Wölkchen zergehen darin. Eine unvorsichtige Hummel zerscheltt an ber Windschutzscheibe. Der Motor, langgestreckt und mit vielen Pferdestärken ausgestattet, ist kaum zu hören. Eine kleine Stabt mit roten Schloten, ein Fluß, eine Brücke. Die Fabri, verträumt in sich hineinspürend, ob nicht eine neue Attacke im Anzug ist, wünscht inbrünstig das Reiseziel herbei. Sie wird sich bann ein wenig hinlegen. Ach, wäre sie doch nicht mitgefahren! Aber die beiden haben so gebettelt. Tino hat da in einer Zeitung etwas von einem alten Schloß gelesen, das da zum Verkauf steht. Das will er sich nun ansehen. Ein paar Dörfer mit rauchenden Misthaufen vor den Ställen, ein Bauernfichrwerk auf der falschen Straßenseite, Zwischenfall unb Aufenthalt mit einer störrischen Kuh und endlich nach einer Wegkrümmung in ber Feme ein Hügel mit Burg und Giebelhäusern — Eschelbrunn nach Tinos Karte. Etwas später fahren sie im Schneckentempo durch ein mittelalterliches graues Stadttor in eine breite, behäbige Hauptstraße. Eine Gänseherde stiebt schnatternd auseinander. Ein Mann in Amtstracht schellt Neuigkeiten aus, auf der Diehwaage stehen Säcke. Die Anwesen haben braunes Fachwerk in weißem Verputz. Gin verdattertes Kind zeigt ihnen den Gasthof „Zum weißen Löwen", den man ihnen empfohlen hat. Im Gastzimmer schält sich die Fabri aus ihrem Reisepelz, was ihren Umfang um die Hälfte verringert. Tino und Lankes stehen wie Vasallen um sie herum. Ein paar Bauern triyken Bier und gucken interessiert zu. „Sie bleiben hier, Lankes, wenn Tino das Schloß besichtigt. Ich möchte mich eine Stunde hinlegm, irgendeine Stube wird es schon geben. Ich glaube, es fängt schon wieder an", sagt sie bekümmert. Leinfelder geht in die Küche, wo die Wirtin hinter Kochtöpfen hantiert. „Frau Muggenthaler, nicht wahr? Mein Name ist Leinfelder. Architekt. Da ist eine Dame mit uns, der es nicht ganz gut ist. Nichts Schlimmeres, hoffe ich. Sie haben doch sicher ein Fremdenzimmer?" Die Wirtin geleitet die Fabri dienstbereit über eine Stiege in ihr bestes Zimmer und erzählt ihr dabei, daß in ihm schon einmal ber hochwürdige Herr Bischof übernachtet hat. Dann fragt sie, was Frauen einander in solchen Fällen zu fragen pflegen, rät zu einer Wärmflasche und zu starkem Kamillentee mit einem Schuß Sennesblätter. Sie ist der feinen jungen Dame noch beim Auskleiden behilflich; denn sie schwört auf Bettwärme und behauptet, die Bettfedern zögen das Wehding weg. Und bann sieht sich die Fabri allein gelassen. Die Wärmftasche bereitet Druck und Mißbehagen, bas Bett — zu weich, zuviel Federn — ist ungewohnt und komisch. Die Kissen sind viel zu hoch, wahre Federtürme. Das Plüschsofa, Frau Muggenthalers besonderer Stolz, wird durch Häkeldeckchen geschont, unb um den Spiegel schlingen sich Papierrosen. Alles das stört die Fabri, macht sie nervös und kribbelig, nimmt ihr die Haltung. Wenn jemand da wäre, Tino zum Beispiel oder ihr Dienstmädchen, würde sie sie jetzt anschreien und herumhetzen. Aber niemand ist da, niemand kümmert sich um sie, und so kann sie nichts tun als ein bißchen meinen. lieber dem Bett ist eine Urkunde oder ein Diplom, das Herrn Muggenthaler bescheinigt, baß er die Metzgerprüfung vor dem unterfertigten Meisterkollegium mit großem Erfolg abgelegt hat. Gegenüber hängt ein Oelüruck, einen schwebenden Schutzengel darstellend, der zwei sanftgelockte artige Kinder and er Hand führt. Auch Nippsachen sind da, ein Storch, ein Liebespaar, auch ein Teppich mit phantastischen Ornamenten. Und plötzlich wird alles weggeschluckt von einem angaloppierenden neuen Schmerz, ber zischend in ihren Eingeweiden herumfährt. Die Wände stehen schief und kommen auf sie zu. Sie windet sich, sie schreit, sie zerbeißt die Kissen. Niemand hört es aus dem abseitigen, unheimlichen Zimmer. Hans Lankes, als Sportler große Klasse, Torwart im FC. Bayerland, sitzt unterdessen in der Gaststube und langweilt sich. Die biertrinkenden Bauern am übernächsten Tisch lärmen in fremden Zungen. Was Lankes für ausbrechenden Streit Hütt, ist aber nur Unterhaltung. Sie kommen von einer Beerdigung, tragen feierliche Gehröcke und disputieren über die zu niedrigen Viehpreise. Lankes hat ein Bierglas vor sich, auf dessen Rand eine unternehmende Fliege kokett ihre Hinterbeine putzt. Der Wirt Muggenthaler, ein Mann von Weltkenntnissen — er war schon in Oberammergau und bei den Zweibrückener Ulanen — setzt sich zu ihm, wohl wissend, was schickt. Lankes, sorglos, stets vergnügt, ein wenig oberflächlich, läßt sich nicht ungern aus fragen. „Der Herr, ber bas Schloß besichtigt? Das ist ein Bauunternehmer aus München. Reich, sag ich Ihnen, so! Bekannte Firma. Beschäftigt 800 Arbeiter und stellt die großen Luxuskästen her. Er interessiert sich für euer Schloß. Wie ist denn ber Besitzer?" „Herr von Depenau? Oh, ein ganz patenter Mann, nichts dawider zu sagen, umgänglich, ohne Stolz." Muggenthaler schielt nach den Bauern, bann denkt er: was liegt mir daran. Der Konsul könnte sein Fleisch ja auch bei mir holen statt beim Bürgermeister „Nicht uneben, aber ein bißchen verdreht. Hat so Ideen im Kopf. Bodenkultur, Moor- ßeinfelber läutet am Schloß portal. Ein größt1 Hund bellt. Aus altem Gemäuer sprießt Frauet haar und Hauswurz. Ein Burggraben ist auch W verwildert und voll Rosenbüschen. Wenn die blühet muß bas eine ganz große Sache sein, denkt ßtin- felber wundersam angerührt. Er ist Geschäftsmann bas zu allererst, aber zu Zeiten — wenn er Maria zusammen ist oder wie jetzt vor diesem vtt wunschenen Gemäuer — unterliegt er romantisch^ Stimmungen. Er geht auf die Fünfzig zu und ip voll Betriebsamkeit und Lebensfreude. . Ein Herr öffnet, barhaupt mit Einglas, in La»' schuhen und Cutaway. Ein wenig sonderbar. (Fortsetzung folgt.) entmäfferung. Und bann macht er so Sachen. Vorigen Sommer geht er auf der Schloßmauer spazieren, Nichts an als ein Tip selchen Badehose. Sagt das fei gesund. Nun bitte ich Sie, wenn bas all machen würden! Letzte Woche läßt er die Laus buben, mein Schor sch mar auch dabei, Schützen graben im Schloßhof ausheben unb spendiert ih Bretzeln, damit sie Sturmangriffe machen. Inge ertüchtigung heißt er das. Na ja, Kopfschuß, der Lorettohöhe, da bleibt immer etwas zur finden Sie nicht auch? Mr haben sie bei Di zwei Finger weggeputzt. Und bann der Leistenbi und bas Gas! Kennen Sie Maukreuz? Trotzt gehe ich wieder hinaus, wenns pressiert, ich sch Wie schmeckt Ihnen bas Bier?" „Ich trinke zwar selten Bier, aber „Nicht wahr — prima? Heber Haferlbräu s nichts drüber auf. Die tun noch was rein. Und Dame?" „Das ist eine Filmschauspielerin. Mattia Fak Haben Sie vielleicht schon gehört den Namen." „Wir haben auch manchmal Kino hier", erklc Herr Muggenthaler nicht ohne Lokalstolz. „2 Postsaal. Ist ganz unterhalttich. Meine Frau ta-j das Geflimmer nicht vertragen. Fabri sagen Sie' Es ist nur wegen ber Anrede." „Eine Figur, was. Ihr Großvater war der berühmte Steinacker." , „Und Sie selbst, wenn die Frage gestattet ist? „Ich bin Fußballer." „Kann man denn davon leben?" „Nebenbei schreibe ich Sportberichte", erklärt« Lankes nachsichtig. „Vatter, du sollst rauskommen, die Försterin w ein Pfund Suppenfleisch", plärrt der Schvrschl ff die Wirtsstube. „Unsereins hat nie Ruh", jammert Herr genthOler. „Der Herr entschuldigt schon." Aus der engeren Heimat lng und jj :rü(f liefern. (Siebener lvochenmarktpreije. Ul Der „Lohnpokal" der Handballer Wirtschaft Fußball-nundenspiele im Bezirk Gießen. 1 kg 4 Rps., 5 kg 40 Rpf.. 50 kg 3,25 bis 3,95 RM., Lepfel, % kg 15 bis 30 Rpf., Falläpfel 5, Birnen 1) bis 25, Pfirsiche 25 bis 30, Zwetschen 8 bis 15, Mirabellen 17 Rpf., Hähne 1,10 bis 1,20 RM., Cuppenhühner 90 Rpf. bis 1 RM., Nüsse 40 Rpf., Aumenkohl, das Stück 10 bis 35, Salat 5 bis 8, Eolatgurken 10 bis 25, Endivien 8 bis 12, Ober- tchlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Cellerie 10 bis 25 Rpf. ♦ ♦* Persiluhr Kaiserallee bleibt vorläufig. Die Persiluhr an der Ecke Kaiserallee, le wegen des Umbaues für einige Tage ihren Säenft nicht versehen konnte, ist nunmehr zurückver- sitzt worden und wird wieder an bas, Stromnetz i?r Uhren angeschlossen. . Die Uhr bleibt bis aus reiteres an dem Platz, an den sie jetzt gebracht inrDe. Verdunkelung und Unfallversicherung. Verpflichtung zu erhöhter Aufmerksamkeit. Es ist schon wiederholt darauf hingewiesen worden, daß bei der Verdunkelung jeder Verkehrsteilnehmer zu erhöhter Vorsicht und Aufmerksamkeit im Verkehr verpflichtet ist. Gleichwohl werden Unfälle nicht ausbleiben. Deshalb ist auch die Frage verständlich, ab die Angehörigen von Betrieben, die der reichsgesetzlichen Unfallversicherung unterliegen, auch dann Unfallentschädigung beanspruchen können, wenn ihnen infolge der Verdunkelung auf dem Wege nach oder von der Arbeitsstätte ein Unfall zuskoßt. Die Vorschriften über Gewährung von Entschädigung aus der Unfallversicherung bei Unfällen auf dem Wege nach ober von ber Arbeitsstätte haben zur Zeit burch die Kriegsereignisse keine Aenderung erfahren. Daher gilt das bisherige Recht weiter, wonach der Schadenersatz nur bann ganz ober teilweise versagt werben kann, wenn eine grobe Fahrlässigkeit des Verletzten bei der Entstehung des Unfalls auf dem Wege nach ober von ber Arbeitsstätte mitgewirkt hat. Daraus ergibt sich, daß die Versicherten bei ber mit der Verbunkelung verbundenen höheren Unfallgefahr auch zu erhöhter Vorsicht und Aufmerksamkeit im Verkehr verpflichtet sind, damit ihnen nicht der Vorwurf einer den Schadenersatz ganz ober teilweise ausschließenden groben Fahrlässigkeit gemacht werden kann. Anderseits haben sie, wenn sie die gebotene Sorgfalt be« obachten, durchaus Anspruch auf Uusallentschädi« gung. Verarbeitung der Bucheckern angefallenen* Buch- ckernkuchen in einer Menge von 65 v. H. des Ge- Große Aufgaben der privaten Kreditbanken. bringt auf mehreren ..... i. die branU Kain) J sondere t: rauben p. iw D Mannschaften eingeschaltet. Der Rest folgt schon m Kürze. Bis dahin wird auch die Jugendrunde, die diesmal wieder ausgezeichnet besetzt ist, gestartet merken können. Die Spiele beginnen am 8. Oktober. Die endgültige Einteilung ergibt folgendes Bild: Staffel 1: Tv. Hörnsheim, Tv. Lützellinden, Tv. Hochelheim, To. Dornholzhausen, Tv. Münchholzhausen, Tv. Holzheim. Staffel 2: Tv. Garbenheim, W.-Niedergirmes, Tv. Atzbach, Tv. Katzenfurt, To. Krofdorf, Tv. Dutenhofen. Staffel 3: Mtv. Gießen, Spvgg. 1900 Gießen, DfB.-R. Gießen, To. Heuchelheim, Tv. Londorf, SA.-Kampfgem. 116 Gießen. W; *5 llatÄ * « I* t war V. * eben; ' "llerie.. ndig „t dii J lfj uti «Haffe. hoben Nil Die Spiele um den vom Fachamt Handball aus- geschriebenen „Lahnpokal" haben nunmehr Form und Gestalt angenommen. Die Maßnahmen der Kreisspielleitung sind mit freudiger Genugtuung be- arllßt wodd-n. Es kommt gerade bei den Spielen im öen Lahnpokal nicht ,° sehr darauf an, die Spitze zu erreichen. Zeigen soll sich vielmehr, wer ohne seine etatsmähige Elf in der Lage rst, em« Runde ordnungsgemäß durchzustehen und einen "^Da? °-s T^bem nötigen Interesse der vefsenMch- keit rächt Wt, dafür sarzzen die interessanten Paa- runaen bzw. die Zusammensetzungen der emzelnen Staffeln. Wir haben zunächst nur einen Teil der Lollar — Londorf, Großen-Linden — DfD.-R. Gießen, Spvgg. 1900 — FC. „Teutonia" Watzenborn- Steinberg, Steinbach — Lich. . Die Lollarer Elf sollte auf eigenem Platze in der Lage fein, die Gäste, wenn auch mit knappem Ergebnis, niederzuhalten. — In Großen-Linden tritt die Mannschaft des DfB.-R. mit einer verjüngten Mannschaft an und hofft besser abzuschneiden als am Vorsonntag gegen den Lokalrivalen. — lieber die Begegnung 1900 — „Teutonia haben wir gestern bereits^ berichtet. — In Steinbach sollte es 3U einem Lokalkampf kommen, der von einiger Spannung bestimmt ist, aber kaum einen Sieger im Voraus nennen läßt. Die Spiele durften schon recht aufschlußreich dafür sein, wie die Vereine mit der Schwierigkeit der Mannschaftsaufstellung fertiggeworden sind. In den Monaten Juni und Juli war die an die privaten Banken herangetragene Kreditnachfrage gewachsen. Die Summe der Ausleihungen stieg bei den Großbanken zwischen Mai und Juli 1939 um 270 auf 3563 Mill. RM. Bei den Regionalbanken wurden 195 Mill. RM. mehr ausgeliehen: die Debitorensumme betrug hier Ende 1938 rund 1239 Mill. RM. Insgesamt ist also das Ausleihungsvolumen bei den privaten Banken um rund 465 Mill. RM. im Laufe von zwei Monaten gestiegen. Diese zusätzlichen Ausleihungen sind nicht aus ich wird b - ?r der P1 irliegen nie ■ i zur U die $o!r werden. & t und in jij wonach b '10 PoW rden iwrii- te Paketkio » beizufüp tete, Mer,:: •mpfänger ’ Absender X t ihre N mgsertlänr; tellgebühr? len ein, bi fjbaren fr,! vv *" «/• [tigt werb- nichts der angelieferten Bucheckern eingeräumt wor- iis zurück^ । M- Den Oelmühlen nürid die Ausgleichsvergütung - -ich dann gezahlt, wenn sie das Bucheckernöl, das für den eigenen Verbrauch der Sammler im Anschlag geschlagen Haben, abgesehen von reinem Wieder Handball im MTÄ. Gießen. Um in Gießen den Handballspielbetrieb nicht ganz ruhen zu lassen, hat sich der Mtv. entschlossen, aus den noch anwesenden aktiven Spielern und den körperlich stärksten der Jugend eine 1. Mannschaft neu erstehen zu lassen, die erstmalig am morgigen Sonntag in Katzenfurt auf den Plan tritt. Wie der Spielführer des Tv. Katzenfurt mitteilte, ist seine Mannschaft bisher fast noch ungeschwächt. Es ist ihr daher eine sichere Gewinnchance zuzusprechen, zumal noch der Vorteil des eigenen Platzes hinzukommt. Trotzdem wird sich die Mannschaft des Mtv. bemühen, den Ausgang des Spieles jederzeit offenzuhalten, um den Anhängern des Handballspiels in Katzenfurt keine Enttäuschung zu bereiten. Die Aufstellung der Mtv.-Mannschaft: Knaus: Krausch, Grieb: Diemann, Kümmel, Lindenstruth: Jughard, Winter, Bittendorf, Brenner, Weigand. Für den Kenner immerhin eine starke Mannschaft, deren bester Teil unzweifelhaft der Sturm fein sollte. Knaus im Tor wird als Jugendlicher etwas unsicher sein, aber er wird tun, was er kann. In der Verteidigung stehen zwei Spieler, die zum eisernen Bestand der 1. Mannschaft gehören. In der Läuferreihe ist Lindenstruth der einzige Aktive, die beiben Jugendlichen werden die fehlende Erfahrung durch Eifer wettmacheft müssen. Der morgige Sonntag bringt auf mer Spielfeldern mehrere Fußballbegegnungen, L«. sicherlich einiges Interesse finden werden. Auf dem Programm stehen folgende Spiele: Sachen. mauer U idehose. o? MN er die bchM pentnert A * topriW etwasU sie bs r Leistes iert, 'ch W* erungsftxei Haglohn," frei "von' allen übrigen Zuschlägen rig iben rnertm. _ 250 Giar-, * Gießen, 30. Sept. Auf dem heutigen Wochen- von tcrft kosteten: Markenbutter, kg 1,60 RM., lchtiMo- Ratte 25 bis 50 Rpf., Käse, das Stück 4 bis 10, deren HÄ, butsche Eier, Klasse S 13, A 12%, B 12, C 11%, Hl und io n io%, ausländische 11, Wirsing, % kg 5 bis 7, jrift ifttoi Weißkraut 4 bis 5, Rotkraut 6 bis 8, gelbe Rüben !r TintM i bis 8, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20, Römisch- kchl 8 bis 10, Bohnen, grün 15 bis 18, Unterkohl- t:bi 8, Feldsalat, 1/io 10 bis 12, Tomaten, % kg 10 ; jjg 15 Zwiebeln 8 bis 10, Kürbis 8, Kartoffeln, Feuer in Großen-Linven. * Großen-Linden, 29. Sept. In Stallung und Scheune des hiesigen Landwirts Ludwig Luh IX. brach heute gegen 11.15 Uhr aus bisher noch nicht völlig aufgeklärter Ursache Feuer aus, das sehr rasch um sich griff. Trotz aufopferndem Einsatz der Feuerwehren von Gro- ßen-Linden Lützellinden und Lollar, die mit ihren Motorspritzen erschienen, war es nicht möglich, die Scheune und die Stallung zu erhalten. Da in der Scheune etwa 4 0 0 Zentner Heu und Stroh lagen, fanden die Flammen reiche Nahrung, und die Wehren mußten sich darauf beschränken, das anschließende Wahngebäude und weitere Nachbaranwesen §u schützen. Einige wertvolle landwirtschaftliche Maschinen fielen den Flammen ebenfalls zum Opfer. Das Vieh konnte gerettet werden. Dank des Einsatzes der Feuerwehrmänner und freiwilliger Helfer konnte das Feuer auf feinen Herd beschränkt werden. Der Schaden ist erheblich. Die Brandstätte bietet ein Bild wüster Zerstörung. Der Feuerwehrdezernent des Landkreises Gießen, Regierungsrat Dr. Fuh r, und Kreisfeuerwehrführer Bouffier weilten an der Brandstelle. Die Gendarmerie unter Leitung von Gendarmeriemeister Gunkelmann nahm die Ermittlungen über die Ursache des Brandes auf. Mutmaßlich liegt fahrlässige Brandstiftung vor. Eine Erinnerung an den Weltkrieg. * Lang-Göns, 30. Sept. Vom Jahre 1915 an gab der inzwischen verstorbene Pfarrer Theodor Weber ein besonderes Kriegs-Gemeinde- blatt heraus, das den Titel ,Hriegsbrot" führte. Es erschien bis zum Juli 1918 und umfaßte 15 Nummern. Alle, die diese Zeitschrift aufhoben, werden wähl in diesen Tagen wieder einmal hineingeschaut haben, um alte Erinnerungen auf zu- frischen. Neben kirchlichen Nachrichten enthüll das „Kriegsbrot" eine fast lückenlose Liste aller Kriegsteilnehmer. Bis zum Sommer 1918 waren aus unserer Gemeinde 336 Männer zur Fahne gerufen. Außerdem wurden zahlreiche Feldpostbriefe abgedruckt. lieber die Tätigkeit Des damaligen Hilfs- Vereins wurde ein genauer Bericht erstattet. Es waren gewaltige Mengen von Liebesgaben, die ins Feld gesandt wurden. In einer Berlage gab das Gemeindeblatt Bilder von 35 gefallenen Lang- Gönfern (im ganzen waren es 59). Aber auch sonstige Nachrichten aus der damaligen Zeit erwecken unser Interesse. So wird u. a. berichtet, daß im Jahre 1915 zum ersten Male alle Konfirmanden gleichmäßig in städtischer Kleidung erschienen, die alte (kurze) Mädchentracht war damit abgetan. Eingehend wird auch über die hohe Auszeichnung des ältesten Sohnes unseres damaligen Bürgermeisters Rornpf, des Oberleutnants O t tv Ritter von Rornpf, berichtet, der wegen seiner am 10. März 1916 bei der Wiedereroberung einer vom Feinde überfallenen Sappe bewiesenen außerordentlichen Umsicht, Kühnheit und glänzenden persönlichen Tapferkeit den höchsten bayerischen Kriegsorden, den Militär-Max-Joseph-Orden erhielt. Mit dieser hohen Auszeichnung ist der persönliche Adel für den Beliehenen verbunden. Die Überreichung des Ordens fand am 29. August 1916 durch den Kommandierenden General statt. An der Feier nahmen außer sämtlichen direkten Vorgesetzten auch der Berichtsperivde bei Groß- und Regionalbanken zusammen um 9 Mill. RM. angenommen, bageaen sind die „sonstigen Gläubiger , also die eigentlichen Jnlandsbankeinlagen, um 280 Mill. RM. auf 9392 Mill. RM. gesunken. Dieser geringfügige Rückgang der Bankeinlagen ist nicht so sehr auf echte Abhebungen, als auf Verschiebungen in den Zahlungsaepfloaenheiten der Behörden zurückzuführen gewesen. Solange das Reich seine Verpflichtungen außer mit ©teuerem- gängen mit der Hingabe von Lieserfchätzen bezahlte, die ihrerseits von den Banken übernommen und in Bankguthaben der Einreicher umgewandelt wurden, stand dem laufenden Abfluß von Bankguthaben durch Bargeldabhebungen der zusätzlich Arbeitskräfte einstellenden Kunden ein Zufluß von neuen Bank guthaben gegenüber. Der lieber gang zum Steuergutscheinsystem, bei dem die mit Steuergutscheinen bezahlten Firmen diese chrerseits in natura oder über Sammeldepotschecks zu Zahlungen benutzten, hat den bisher durch Lieferschaftdiskontierung entstandenen Guthabenzufluß unterbrochen. Es mußte zu der erwähnten kleinen Verringerung des Bankguthabenvolumens kommen, da der zusätzliche Bargeldbedarf durch Mehrbeschäftigung andauerte. Die Neuordnung der Finanzwirtschaft durch die Verordnungen des Reichsverteidigungsrats hat dieses Stadium unserer Finanzwirtschaft inzwischen wieder beendet. Wichtig bleibt aber die Feststellung, daß während dieser Monate leichter Guthabenminderung die Banken annähernd % Milliarde RM. zusätzlich ausleihen konnten durch Ausschöpfung anderweitig gegebener Möglichkeiten. Es geschah dies insbesondere durch Minderung des Bestandes an Wechseln und an Wertpapieren. Die von den Banken begebenen Indossamente haben sich jedoch nicht vermehrt, so daß die Mehrbeanspruchung aus eigener Kraft der Banken, nicht durch Schuldenkontrahierung befriedigt wurde. Handwerkswerbung auch für Weihnachten. htechch. Etnbar. jL AahrkM neunter ü ** Kuriosum am Birnbaum. Aus einem tarnen am Aulweg wird uns eine interessante Sirne gebracht. Der Baum trug unter vielen Früch- lin eine Birne, die sich nicht daraus beschränkte, ?Zrne an sich zu sein, vielmehr entwickelte sich aus km Blütenrest eine zweite Birne, die auf das egste mit der ersten verwachsen ist. Die zuerst aus- ß: bildete Birne ist reif und gelb, die zweite, ebenes vollständig ausgebildete Frucht, ist noch grün. ** Zimmerbrand und Kellerbrand. Unsere Feuerwache wurde gestern zu später Nachtsunde nach dem Aulweg gerufen. Dort war der Maben einer Tür, die ins Freie führte, in Brand fi’ raten. Die Flammen hatten schon den Kasten der Jalousie ergriffen. Die Feuerwehr, die rasch zur stelle mar, wurde mit dem kleinen Löschgerät, mit dr Kübelspritze, sehr schnell mit dem Feuer fertig. Unmittelbar danach wurde die Feuerwache nach dr Walltorstraße gerufen, wo im Keller eines Ge- shäftshauses Packmaterial und Kisten in Brand fi'raten waren. Auch hier kannte mit dem kleinen i^schgerät das Feuer erfolgreich bekämpft werden. ** Zur Richtigstellung. Das in der heuti- »~n Ausgabe unserer „Illustrieren" auf Seite 2 er- shiene Bild „Das Oelgebiet von Drohobycz rst mit sr nem Begleittext vor dem Zeitpunkt der Grenz- si'tsetzung in Druck gegangen. Nach der nunmehri- gim endgültigen Festsetzung der Grenze ist der Be- Asittext als überholt anzusehen, denn dieses Gebiet li'Ft jetzt innerhalb des russischen Interessengebiets. Große Strafkammer Gießen. Der einschlägig vorbestrafte Fr. Kl. in Klein- L nden war am 21. August vom Amtsgericht Gie- frn wegen Zechbetrugs int Rückfall in 13 Fallen 5'J einer Gesamtgefängnisstrafe von 10 Monaten Beurteilt worden. Geaen das Urteil verfolgte er n-gen der Strafhvhe Berufung. Diese wurde, dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend, verwor- fw. Dem Angeklagten wurde eröffnet, daß er im T iedecholungsfall mit Zuchthausstrafe und Siche- ngsverwahvung zu rechnen habe. W. St. in Villingen hatte sich wegen fahrlässiger lötung zu verantworten. Es wurde ihm zur Laj (liegt, am 15. Juli in der Grube Abendstern bei langen durch Fahrlässigkeit den Tod des K. E. ver- a sacht zu haben, indem er dem Fördermaschinisten bcs Signal zum Hochziehen der Forderschale ge- fltben habe, obgleich ihm aüs dem Schacht noch rem 2-gnaI zugegangen war. Der ?uf der 20-Meter° rohle einen Förderwagen vor sich herschiebende K^ S stürzte dadurch mit feinem Wagen 25 Meter tief it den Schacht und fand dabei den Tod. Der An- ! 8-klagte wurde üb erführt. Es wurde aber feftge- st llt, d°h den zu Tode gekommenen K. E. em Mit- ^schulden trifft. Der Vertreter der Anklage führte «::s, daß eine höhere als dreimonatige Gefangnis- | li' afe nicht verhängt werden könne, und beantragte, i>cs Verfahren entsprechend dem Amnestiegesetz rnzustellen. Das Verfahren wurde antragsgemäß engestellt. Erweiterung des Fahrplans im Bahnhof Gießen. In Erweiterung des Fahrplans des Bahnhofs Ließen verkehren ab 2. Oktober auf der Strecke Gie- Koblenz und Koblenz—Gießen folgende Züge: Strecke Gießen —Koblenz: Gießen ab 803 Uhr bis Koblenz: der nächste Zug fährt um 1)58 Uhr ab, und zwar ebenfalls bis Koblenz, ein iritter Zug verläßt um 17.24 Uhr unseren Bahnho md fahrt bis Limburg. Don der Strecke Koblenz — Gießen kom- v«n Züge zu folgenden Zeiten in Gießen an: um 721 Uhr von ßtmburg, um 15.41 Uhr von Koblenz mb um 17.55 Uhr, ebenfalls von Koblenz. Die geinten Züge verkehren als Punktzüge täglich. Berkehrskontrolie. In verschiedenen Hauptverkehrsstraßen unserer etabt wurden gestern nachmittag Verkehrskontrollen cdgchalten, die dem Zwecke dienten, die Berechti- fjng der Benutzung von Kraftfahrzeugen nachzu- püfen. Die Polizei sah die Kennzeichen nach, ob f» mit dem roten Winkel versehen waren, und die Beamten ließen sich gleichzeitig den Kraftsahrzeug- trtef zeigen, tn dem verzeichnet ist, zu welchem Meck die Fahrzeuge gefahren werden dürfen. Die Kontrolle, die rasch und reibungslos vor sich ging, f eit den Verkehr nicht wesentlich auf. Don den reiften Kraftfahrern wurde die Notwendigkeit der Kontrolle eingefehen und den Beamten bei ihrem Jienft alles Verständnis entgegengebracht. Jetzt Bucheckern sammeln' Die Ernte an Bucheckern muß jetzt mchr denn j< für die Oelgewinnung nutzbar gemacht werden. Sucheckern sind auch in diesem Jahre in die För- rirungsmaßnahmen des Reichsministers für Ernäh- rmg und Landwirtschaft zur Oelgewinnung aus tsükfchen De Cf aalen einbezogen worden. Die Oel- ruhlen werden durch Bewilligung einer Ausgleichs- urgütung in die Lage versetzt, dem Sammler von Lucheckern einen Kaufpreis von 25 RM. für den Loppelzentner zu zahlen. Darüber hinaus ist dem Gammler noch ein Rückkauftecht für die bei der Den Aufruf der maßgebenden Stellen, keineswegs jetzt etwa die Wirftchaftswerbung einschlafen zu lassen, befolgt insbesondere auch der Reichsstand des deutschen Handwerks, der soeben mitteilt, daß das Handwerk eine Weihnachtswerbung 1939 durchführen wird. Als Motiv wurde die Verbindung Des Weihnachtsbaumes mit dem Reichsstandszeichen gewählt. Die Parole lautet: „Wer Handwerksarbeit schenkt, gibt mehr! ... und wenn's auch noch so wenig wär'!" Für Gemeinschafts- und Einzelanzeigen werden in Anlehnung an das Hauptmotiv Entwürfe ausgearbeitet, die als Vorschläge rechtzeitig herausgehen. Für das Schaufenster ist ein schönes Plakat vorbereitet, zu dem passende Aufttellschilder für Preise bezogen werden können. Für den Schau- fensterausfchlag ist ein zu dem Plakat passendes Dekorationspapier entworfen worden, das nur an Handwerksbetriebe abgegeben wird. Die Werbestelle des Reichsstandes steht den Dienststellen zu besonderen Auskünften zur Verfügung. Nbein-Mainiscke Börse. rNiltagsbörse weiter fest. Frankfurt a. M., 29. Sept. Die Börse war weiter fest und unter dem Eindruck der Moskauer Besprechungen zuversichtlich gestimmt. Don der Kundschaft waren in größerer Zahl Kaufaufträge eingegangen, während Abgaben kaum erfolgten. Lediglich späterhin beobachtete man hin und wieder kleine Gewinnmitnahrnen der Berufskreise, die aber die feste Gesamthaltung nicht beeinträchtigten, sondern zu einem besseren Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage führten. Zu den ersten Kursen ergaben sich bei lebhaften Umsätzen am Aktienmarkt durchschnittliche Erhöhungen von 1 bis 2 v. H., bei einer ganzen Reche von Werten gingen sie infolge Der Marktenge Darüber hinaus. Von Den führenden Papieren stiegen u. a. AEG. auf 115 (112), Verein. Stahl auf 92,75 (90,75), Siemens auf 202,65 (199,40), Gesfurel auf 134 (131) und JG.-Farben auf 157.50 (156,50). Ferner gewannen Holzmann 4 v. H. auf 142, Daimler 3 v. H. auf 111, Rheinmetall 3 v. H. auf 114,50 und Zellstoffwerte stellten sich 3 bis 5 v. H. höher. Am Rentenmarkt zeigte sich ebenfalls roei- tere Nachfrage, was aber kursmäßig weniger zum Ausdruck kam. Beachtet waren im Hinblick auf Den Kupontermin ©oIDpfanDbriefe. Auch Liqui-Pfand- briefe z. T. weiter gesucht und höher. Industrie- Obligationen zogen fast Durchweg 0,25 bis 0,50 v. H., 5 v. H. Gelfenberg 0,65 v. H. auf 98 an. In StaDtanleihen verblieb Dagegen z. T. noch Angebot, 4,50 v. H. Pirmasens 94 (94,50), 4,50 v. H. Mannheimer 96,50 (97). Reichsaltbesitz unv. 132, Reichs- bahn-DA. 122 (121,25), Dekofama I 135,75 (135,50). Steuergutscheine I im telefonischen Freiverkehr weiter anziehend. In der zweiten Börsenstunde erhielt sich die feste Tendenz, Das Geschäft ging aber in Ermangelung weiterer Aufträge merklich zurück. JG.-Farben 0.25 v. 5) nachgebenD auf 157,25, anDerfeits Verein. Stahl 93,25 nach 92,75, Mannesmann 100 nach 99,13, Rhein. Braunkohlen 219 nach 218,50. Der Freiverkehr lag ruhig. Tagesgeld 2,25 v. H. Prinz Franz von Bayern, ein Sohn des Königs Ludwig, teil. Es schloß sich eine ParaDe vor dem neuen Ordensritter und ein Frühstück beim Regimentskommandeur an. Bei letzterem hielt Prinz Franz eine längere Ansprache und brachte ein Hoch auf Den jüngsten Max-Joseph-Ritter aus. Der Bericht schloß mit Den Worten: „Alles in allem, ein an Ehren überaus reicher Tag für Oberleutnant Rornpf: an seiner FreuDe über die hohe Ehrung nimmt sicherlich jeDer Lang-Gönser lebhaften Anteil mit dem innigen Wunsch und Gebet, daß Gottes gnädiger Schutz ihn auch ferner durch alle Kriegsstürme begleite." Leider fiel Otto von Rompf am 20. Mai 1917 im Kampfe für sein Vaterland. Schwerer Verkehrsunfall in Wetzlar. Zwei Tote. * Wetzlar, 30. September. Ein verhängnisvoller Zusammenstoß zwischen einem mit zwei Männern besetzten Motorrad und einem L a st - a u t o ereignete sich hier in der Steindorfer Straße. Das Motorrad mit den beiden Insassen fuhr m i t großer Geschwindigkeit gegen Den Lastkraftwagen, sodaß Die beiden Motorradfahrer eine ganze Strecke weit fortgefchleudert wurden und mit schwersten Verletzungen liegen blieben. Die Verunglückten wurden nach dem städtischen Krankenhaus verbracht, wo sie einige Stunden nach ihrer Einlieferung oerftarben. Mit dem Motorrad gegen einen Baum Lpd. Nidda, 29. Sept. Drei junge Leute, die sich auf einem Motorrad mit Beiwagen auf einer Fahrt nach Frankfurt a. M. befanden, fuhren in der Nähe von Ranstadt mit großer Geschwindigk eit gegen einen Baum. Dabei trug der Lenker des Motorrades Brüche an beiden Beinen, der Soziusfchrer Beckenbrüche und andere Verletzungen davon, während der Insasse des Beiwagens mit leichteren Verletzungen Davon kam. Die Verunglückten mürben nach Friedberg ins Krankenhaus gebracht. Landkreis Gießen. 4- Grünoerg, 29. Sept. Die städtische Ob st Versteigerung erbrachte bei mittleren Preisen einen Gesamterlös von 1444 RM. Im Vorjahre, Das nur geringen Obftertrag hatte, betrug die Einnahme 351,90 RM. Ein ganz verschiedenes Bild ergaben die Ob st Versteigerungen an den Landstraßen bei Grünberg. Die erste Versteigerung war auf Der Teilstrecke Der Hochstraße von Der Neumühle bei Grünberg. Hier kamen reichliche Mengen Tafeläpfel und Birnen zum Ausgebot, u. a. Goldparmänen, die entgegen in anderen Jahren beobachteten Ausartungserscheinungen Durchweggut ausgewachsen waren, wohl infolge Der Spritzaktion. Die Preise lagen Daher durchweg hoch. Besonders überboten sich Di^Käufer bei einer Anzahl gut tragender Birnbäume „Neue Poiteau". Ost erfolgte Der Zuschlag, während Die Bieter noch weiter steigern wollten. Der Preis stellte sich etwa auf 8 bis 10 RM. für den Zentner am Baum. Dagegen erbrachte die Versteigerung an der Hauptstraße 49, Abzweig Harbach bis ©rünberg und Grünberg bis Lehnheim, niedrige Preise. Nur wenige Käufer waren erschienen, so daß stellenweise Bäume nur schwer ein Angebot fanden. Die Sommermonate des laufenden Jahres haben eine Art Generalprobe auf die L^ung^sa^gke t s, x»nffrhen Banksystems bei starkem Bean hrifür anaesehen werden, daß unser deutsches pri X Bantfpftem in der k°mm°nd°n Z-^I°d. .hm, Z^chUs Ei^gsb-st°nd°s S X5 * 1 Beitritten Mn. heben zwar in tylll. •Sa E-Z 'Äi 5dl Ml (orf*” I AB HEUTE befindet sich mein vergrößerter Damen- und Herren-Salon 30 FRANKFURTER STRASSE 42 JAHRE Hans Qötz, Gießen, Telephon 3762 Bernard-Stoffe 6153D Athen. Timoleontos 41 Gießen, Röntgenstraße 2 September 1939 04452 Ihre Vermahlung geben bekannt Gießen, Steinstraße 17 04431 Ihre Vermählung geben bekannt 6169A ■ III ■ Kubnr. 29H Uevigstraßc 16 04482 Ihre Vermählung geben bekannt Gießen, den 30. September 1939 Hammstraße 13 Liebigstraße 68 04482 Wir haben uns am 26. September in Lüdenscheid (Wests.) vermählt - Gießen, am 29. September 1939 Ächtung! Achtung! 6171D 5399 A He.em ab «Lager ober Werk Eugen Dürr & Eo., Gießen Gewerbeschule Gießen Martin Eschtruth, Wachtmeister Dora Eschtruth, geb. Kern Heedfeld bei Lüdenscheid Gießen, den 30. September 1939 z. 3- Wehlar Oie glückliche Geburt einer gesunden Tochter zeigen an ' "TtabGa Marktstr. 22 Ein zuverlässiger Wecker läßt ruhig einschlafen und pünktlich Oie Verlobung meiner Tochter Elisabeth mit dem Hauptschristleiter der„NeuenAthenerZeitung^Verend Freiherr von Tiesenhausen zeige ich hiermit an Gertrud Noll geb. Schmidt ©L Dloll Lt. d. Fliegertr. Emil Weigel, Obertruppführer im RAD. Mathilde Weigel, geb. Klapper Gießen, a. Oswaldsgarten (Parkplatz) Fernruf Nr. 2145-2146 (§lsa Koch-Grünberg geb. Wasmuth Curt Müller Else Müller, geb. Hillgartner Meine Verlobung mit Fräulein Elisabeth Koch, Tochter des der- storbenen Forschungsreisenden Prof. Or. Theodor Koch-Grünberg und seinerGemahlinElsa,geb.Wasmuih, beehre ich mich anzuzeigen Berend Freiherr von Tiesenhausen Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstätte Kurt Kling vorm.Hofier Nach'. Bandafiistenmeist. Marktstr. 16 Lieferant der Ixrankenkassen Damen - Bedienung 3-semestr., unter Staatsaufsicht stehende Fachschule für: Baugewerbe, Maschinenbau- u. Elektrotechnik,Maler, Schreiner. Vorbereitung auf die Kunstgewerbeschule. Staatl. Abgangsprüfung. Semesterbeginn 2.11.1939. Vor Vollendung des 17. Lebensjahres ist eine Aufnahme nicht möglich. 24 Monate Werkpraxis müssen nachgewies. werd. Auskunft u. Prospekte kostenlos d. d. Direktion. 5959V heißt: Dreißig Jahre Verkauf von Qualitätswaren. Seit der Gründung des Geschäftes war es unser oberster Grundsatz, gute Qualitäten zu niedrigen Preisen zu bringen. Die ständig zunehmende Zahl unserer Kunden hat unser Unternehmen zu dem größten Stoffspezialhaus Oberhessens heranwachsen lassen. Auch in Zukunft wird es unser Bestreben sein, gute Qualitäten in großer Auswahl zu niedrigen Preisen zu bieten. Aufmerksame Bedienung und richtige Beratung werden Ihnen den Einkauf auch weiterhin erleichtern und zur Freude machen im mit moderner Schönheits- Pflege und Parfümerie Mehr Freude an der Natur durch Äermühler-Bücher! Die kleine Schreibmaschine auf den großen Vorzügen General vertrieb Hannis & Treibig Gießen Bahnhofstr. 26 Ruf 37Q0. (1328A Erwin Hedrich und Frau Gertrud, geb.Haagen Gießen, den 30. September 1939 Weserstraße 2 Ludwigstraße 6 Gießen-Klein-Linden Wilhelmstraße 7 04461 Radel- und Laubholz, Schnittmaterialien aus eigenen großen Produktionen Ostpreußisches Kiefernschnittholz Sperrholz - Isolierplatien — Furniere Hartplatten für Fußboden usw. Nervös - Erschöpfte Spezialkurantlalt Hofheim 15 (Taunus) bei Frankfurt am Main. Telefon 214 Mäßige Preise. S.-R. Dr. M. Schulze-Kahleys«, Nerven««* tfiacht hor/e .-------. xx Wasser Henko=Henkels.Wasch-und Bleich-Soda Allen Verlobten und zukünftigen Eheleuten in Gießen und Umgebung gewidmet ist das vornehm ausgestattete, reich bebilderte Haus- und Kochbuch Praktische Winke und Ratschläge für die Hausfrau Kostenlose Vermittlung des Buches nur an Verlobte durch die Geschäftsstelle des Verlages Schulstraße 7. Sie finden bei mir in FerWiflünfi ii. Stoffen stets eine gediegene und nette Auswahl! Zur BekämpfnnO des Froslsnanners jetz Leimringe anlegen! Raupenleim 6,70A bewährter Fabrikate, Unterlagepapier Drahtkordel sowie die fertigen Leimringe „Fix-Fertig“ und „Rekord“. Obstbauvereine u. Gemeinden erhalten bei größerer Abnahme entsprechenden Rabatt! Heinrich Hahn Samenhandlung, GIESSEN Bahnhofstraße, Teleph. 3403 Direkt vom Herd auf den Tisch. Jeder Hausfrau Ist es angenehm, wenn sie gleich angerichtet kochen kann. Das feuerfeste Jenaer Glas erspart das Umfüllen der Speisen und damit auch Abwasch. Sehen Sie sich die Brat- u. Backschüsseln, Schalen und Pfannen an bei Häuser MODEHAUS Carl Nowack Inhaber: Carl-Heinz Schlüter Gießen, Seltersweg 81,Ruf 2382 6159A Is Industrie- Speifekartoffeln zum Eiskellern empfiehlt Loh.LNiMev Landesvrodukte 6173D Frankfurter Strahe 60. Tel. 3571 Tanz-Unf erricht Unsre diesjährigen Winterkurse beginnen ab Diontag, den 2. Oktober 1939, 20 Uhr. Weitere Anmeldungen erbeten. eissD Tanxfdiule Bäulke Herto-. einen warmen Morgenrock ein flottes Nachmittagskleid einen feschen Hänger einen Uebergangsmantel Gießen, Plockstraße 14-16 6163 A Stoffspezialhaus Bernard & Sohn Gießen - Kreuzplatz 15 Es wird kalt Sorgen Sie für IhreWinterkleidung Besichtigen Sie unser großes Lager der neuesten Winter-Ulster in den Preisen: 40.50, 56.00,64.50,70.00 85.00, 94.50 bis 110 RM. Ulsterpaletots marengo 46.00, 58.00, 69.00, 74.50 85.00, 100.00 RM. Stutzer. . . 28.00, 34.00 39.00, 45.50 RM. Sakkoanzüge,die schönsten Muster in den Preislag. von 35.00 bis 110.00 RM. Schlachlplerde ii. Schlachltohlen werden ständig zu Höchstpreisen angekauft. Bei Notschlachtungen schnelle und reelle Bedienung. Vermittler erhalten hohe Provision! Roßschlachterei Schilling (Sieben, Vetzsleingosie 8, Tel. 3547 Verlobungs-Anzeigen bei*BrUhl. Schulstr. 7 99 A bteiht irnma z m \ Aw