Hr.76 Erstes Blatt Donnerstag, 51. Marz 1938 188. Jahrgang Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Universttatsdruckerei R. Lange in Gießen, schristleitung und Geschäftsstelle: §chulstratze 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Brette 7 Nps., für Textanzeigen von 70mm Breite 50 Nps..Platzvorschnst nach oorh 93erembg. 25°/o mehr. Ermäßigte Grundpreise: Steilem, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Lrschetnt rüg ltch. außer Sonntags dinb Feiertags Beilagen. Dte Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat tm Bild • Die Scholle Monats-Vezugspretr: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 225) Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Zronkfurt am Main 11686 Der Gau Hessen-Nassau grüßt den Führer Das Programm für den Empfang Der Führer verläßt den Kölner Hauptbahnhof, im Hintergrund der Dom. — (Scherl-M.) Ganz Hessen-Nassau hört heute den Führer In seiner Erwiderungsansprache erinnert der Führer in kurzen Worten daran, daß vor knapp zwei Jahren auch das Rheinland selbst erst endgültig seine letzte Rückkehr zu Deutschland feiern konnte. Denn erst mit der Wiederherstellung der vollen Souveränität habe man auch «dieses Gebiet als endgültig für Deutschland gerettet ansehen können. In bewegten Worten gibt der Führer seiner Freude Ausdruck über die unermeßliche Begeisterung, mit der er in Köln empfangen worden sei. Ganz Deutschland werde hinter seiner nunmehr vollzogenen Einigung stehen. Tief bewegt schließt der Führer dann mit den Worten: ,Hch bin aus übervollem Herzen für die kurz vorher erfolgte Wiederherstellung der Wehrhoheit im Westen des Reichs danken konnte. In Frankfurt a. M. rief der Führer in einem Staatsakt am 23. September 1933 Tausenden bis dahin vom Elend der Arbeitslosigkeit umfangenen Volksgenossen jenes „Fanget an!" zu, das der Ausgangspunkt für das gewaltige Werk der Reichsautobahnen war. Und PA? Jahre später, am 19. Mai 1935, eröffnete der Führer die erste Teilstrecke Frankfurt a.M.— D a r m st a d t. Frankfurt a. M. hat die erhebenden Tage der Wiedervereinigung Oester- r e i ch s mit dem Reich mit heißem Herzen miterlebt, verbindet doch Frankfurt a. M. mit Wien eine tausendjährige Geschichte des Ersten Reichs und stand doch Frankfurt a. M. mit feiner Pauls- kirche vor einem Jahrhundert im Mittelpunkt der heißen Bemühungen um ein einiges Deutsches Reich. Nun kommt der Schöpfer des Großdeutfchen Reichs selbst nach der alten Krönungsstadt, die ihm entgegenschlagenden Wellen der Begeisterung werden ihm auch hier zeigen, wie aus der tiefsten genossen bei aller Begeisterung und bei aller Siebe zum Führer doch Disziplin zu halten und den Anweisungen der Absperrmannschaften unbedingt Folge zu leisten. Es ist nicht nur unnötig, zu versuchen, die Absperrungs- ketten zu durchbrechen, sondern auch ein Zeichen von Rücksichtslosigkeit gegenüber den anderen Volksgenossen, die bessere Disziplin halten. Es ist auch selbstverständlich, daß keine Blumen in den Wagen des Führers geworfen werden dürfen, weil dadurch Unfälle verursacht werden können. Jeder einzelne möge sich heute in Frankfurt so verhalten, als ob er für den glatten Verlauf des Festtages die Verantwortung trüge. Der Führer fährt, wie der NS.-Gaudienst rnit- teilt, von Köln kommend, den Rhein herauf und kommt bei Bingen in den Gau Hessen-Nassau. Die Dörfer und Städte, die an dieser Bahnstrecke liegen, haben bereits reichen Schmuck angelegt, und ein Dorf ringt mit dem andern, dem Führer den schönsten Gruß zu entbieten. Gegen 16 Uhr wird der Führer im Hauptbahnhof Mainz eintreffen. Von dort aus führt der Zug durch den Kreis Groß-Gerau nach Frankfurt a. M. An der ganzen Bahnstrecke und an den Bahnhöfen werden die Formationen angetreten fein, die Bevölkerung wird dem Führer einen großartigen Triumphzug durch den Gau bereiten. Etwa gegen 16.30 Uhr wird der Führer im Hauptbahnhof in Frankfurt eintreffen, wo er von Gauleiter Sprenger willkommen geheißen wird. Vom Hauptbahnhof aus begibt er sich über Kaiferstraße, Zeil, Neue Kräme zum Römerberg. Am Eingang zum Römer erwartet ihn der Oberbürgermeister. In den Römerhallen werden dem Führer vom Gauleiter die Spitzen von Partei, Staat und Wehrmacht vorgestellt. Zur immerwährenden Erinnerung an diesen Besuch m Frankfurt, der alten deutschen Reichsstadt, trägt sich der Führer dann im Kurfürstenzimmer in das Goldene Buch der Stadt ein. Anschließend findet die feierliche Begrüßung des Führers im Kaiferfaal statt. Etwa 17.30 Uhr begibt sich der Führer über Neue Kräme, Zeil, Kaiserstraße und Hindenburg-. lande abstatten durften. Heute jubelten wiederum hunderttaufende Rheinländer in grenzenloser Be- platz zumsBaseler Hof. Zu der großen Kundgebung, die um 20 Uhr von Gauleiter Sprenger eröffnet wird, begibt sich der Führer gegen 20.30 Uhr vom Baseler Hof über die Hohenzollernanlage zur F e st h a l l e. Die Kundgebung wird mit Lautsprechern auf alle Straßen übertragen, die der Führer bei seinem Besuch in der Gauhauptstadt berührt. Wie der ganze Gau Hessen-Nassau an dem Besuch des Führers teilnimmt, zeigt am besten die große Zahl von Sonderzügen, die aus allen Kreisen des Gaues Hessen-Nassau nach Frankfurt kommt. Allein SA. und ff haben für die Beförderung ihrer Angehörigen 24 Sonderzüge vorbereitet, und mit „Kraft durch Freude" werden ebenfalls durch 24 Sonderzüge die Volksgenossen und Volksgenosfinnen aus der näheren und weiteren Umgebung in die Gauhauptstadt gebracht. Damit wird die Kundgebung in Frankfurt die größte Führerkundgebung werden, die der Gau Hessen- Nassau jemals gesehen hat. Oer Kunhfunf überträgt aus Frankfurt. DRB. Die Rede des Führers am heutigen Donnerstag in der Festhalle zu Frankfurt a. 21t von 20 bis 22 Uhr, wird von den Reichsfendern Frankfurt a.21t und Saarbrücken übertragen. Gegen 17 Uhr bringen die Sender einen Bericht vom Empfang im Römer. hohen Türmen die Hakenkreuzfahnen wehen. Jung- oolffanfaren und Trommeln zerreißen die Luft, und ein einziger Schrei unermeßlichen Jubels empfängt hier den Führer. Um den ganzen Dom herum geht die Fahrt, bis der Führer dann vor dem Dom-Hotel Halt macht und das Hotel betritt. Aber die Massen wanken und weichen nicht. Ununterbrochen branden ihre Heilrufe zum Hotel empor, und endlich wird ihr Herzenswunsch erfüllt:. Der Führer tritt a irf den Balkon heraus und grüßt nach allen Seiten die vielen Zehntaufende, die aus dem ganzen Rheinlande nach Köln zufammengeströmt find. Inzwischen ist es dunkel geworden. Neben der Leuchtreklame und den Lichtsassaden der Geschäftshäuser sind Überall in den Fenstern buntfarbige Lichter aufgepflanzt, die zusammen mit dem gewaltigen Bau des Kölner Domes dieser Abendstunde am Domplatz eine feierliche Würde geben. Farben und Lichter, Fahnen und Fackeln vereinigen sich zu einer, einzigen Symphonie der Freude, vereinigen sich mit den brausenden Heilrufen und den Klängen der Musikzüge zu einer einzigen Huldigung der Metropole des Rheinlandes für den Führer. Und immer wieder von neuem muß sich der Führer zeigen, fo urgewaltig branden die Sprechchorrufe zum Domhotel. Zur übergroßen Freude der Zehntaufende zeigt sich der Führer auf allen Balkonen auf den drei Seiten des Hauses. Um 19.30 Uhr leuchten auf dem Domplatz d i e Scheinwerfer auf, der gewaltige Bau des Kölner Doms erstrahlt nunmehr in festlicher Beleuchtung. Der weite Platz ist in eine Helle getaucht, in der sich nunmehr, vom Hotel aus gesehen, die Massen noch eindrucksvoller abzeia-nen. Durch ein Lichtermeer zur Messehalle. Kurz nach 20.30 Uhr verläßt der Führer das Domhotel. Herrlich ist das Bild des um den weiß leuchtend zum Himmel emporragenden Dom erstrahlenden Lichtermeeres des großen Platzes, imposant und von gewaltiger Wirkung. Nicht weniger schon ist die in der Pracht tausend bunter Fenster, Lampen und Lampions erstrahlende Altstadt. Hier wie dort fängt sich das Licht in den flackernden Fahnen und dem Schmucke der Fassaden, Licht- effefte von bezaubernder Schönheit auslösend. Unbeschreiblich wirkt auch in ihrer Schönheit die Hängebrücke zwischen den festlich beleuchteten Rheinufern und den in bengalischem Licht aufflammenden anderen Kölner Brücken. Wieder sind es Hunderttaufende, die dem Führer auf feiner Triumphfahrt zur Messe noch einmal die Liebe, Dankbarkeit und Begeisterung der rheinischen Menschen zum Ausdruck bringen. Wieder spielen sich Szenen des Jubels ab, die alle Vorstellungen überfteigen. An dem von Lichtfchnüren eingefaßten Deutzer Bahnhof, wo eine unübersehbare Menschenmenge den Abschluß der Fahrt erleben will, brandet die Begeisterung zu einem letzten Jubelschrei empor. Dann hat tfer Führer die Messe erreicht und betritt die große Festhalle. Der Führer spricht. Das Rheinland gelobt seinemBcfreier jubelnd treuste Gefolgschaft. glücklich — das können Sie ermessen —, daß mich das Schicksal ausersehen hat, diese geschichtliche Wende herbeizuführen". Der Führer trägt sich darauf in das Goldene Buch der Hansestadt Köln ein. Ein Ortan der Begeisterung um den Führer. Als der Führer den Gürzenich verläßt und auf den Vorplatz hinaustritt, da umgibt ihn wieder wie ein tosender Orkan die jubelnde Begeisterung der Kölner. Der Führer besteigt seinen Wagen und grüßt nach allen Seiten und fährt über den Neumarkt und den Altemarkt, auf denen sich unübersehbare Menschenmassen dicht zusammengeballt haben. Zehntausende von Händen strecken sich Adolf Hitler entgegen, Hunderttausende von Fähnchen werden geschwungen, ein einziger Rausch der Freude und des Jubels hat ganz Köln erfaßt. Am D o m p l a tz stehen die Menschenmassen unübersehbar dicht gedrängt Kopf an Kopf, lieber ihnen erhebt sich die Majestät des Kölner Doms, von dessen Oie deutsche Westmark huldigt dem Führer. Beispiellose Kundgebungen der Liebe und Verehrung umgaben den Führer in Köln Seele dankbar das deutsche Volk dem Führer für seine Tat ist. Alle Volksgenossen halten Disziplin. Es ist selbstverständlich, daß heute jederVolks- genösse, der mit einem der vielen Sonderzüge oder mit dem Auto nach Frankfurt fährt, den Führer sehen will. Dazu ist auch in den Straßen Frankfurts bei der langen Strecke, die der Führer vom Bahnhof zum Römer, von dort zu seinem Hotel am Wiesenhüttenplatz und dann wieder zur Festhalle für alle die vielen Tausenden reichlich Gelegenheit. Um so leichter ist es für alle Volks- : in grenzenloser Begeisterung und Verehrung dem Führer als dem größten Sohne des deutsch-österreichischen Landes zu, der die tausendjährige Sehnsucht aller Deutschen nach dem Großdeutschen Reiche erfüllt habe. Als Zeichen der Dankbarkeit überreichte der Oberbürgermeister dem Führer dann eine Bronze st atue des sudetendeutschen Bildhauers Zettlitzer „Der gefesselte Mensch". Frankfurts Ehrentag. Frankfurt a. M., 30. März. Mit Freude und Dankbarkeit hat die Bevölkerung des Gaues Hessen-Nassau die Kunde vernommen, daß der Führer nach seinem Besuch in Köln am Donnerstag auch nach der alten Kaiserwahl-' und Krönungsstadt Frankfurt am Main kommen und am Abend in einer großen Kundgebung in der Festhalle sprechen wird. Die Frankfurter Bevölkerung hat schon oft das Glück gehabt, den Führer in den Mauern der Stadt zu sehen, das letzte Mal am 16. März 193 6, dem Jahrestag der Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht, an dem sie dem Führer Die großen Hallen der Kölner Messe waren bereits Stunden vor der Kundgebung mit Tausenden und aber Tausenden von festfrohen Menschen b i s auf den letzten Platz besetzt. Draußen auf öem großen Vorplatz und an der Straße längs des Rheins harrten noch viele Tausende. Die ganze Halle ist mit gelber Seide ausgeschlagen, die Ränge und der Aufgang zum Podium sind mit frischem (Brün abgesetzt. Von der Stirnseite leuchtet das Hoheitszeichen des, Reiches, die Rückseite ist mit einem Kranz Eichenlaubes geschmückt. Der Kölner Männergesangverein unter Leitung von Generalmusikmeister Eugen Papst singt den Kanon „Ein Volk, ein Reich, ein Führer!" Während einer kurzen Ansprache des Gauleiters Grohe dringt von draußen der Jubel der begeisterten Menschen, die die Straßen auf dem Weg des Führers umsäumen, in die große Messehalle, der zu einem gewaltigen Orkan anschwillt, als der Führer unter den Klängen des Badenweiler Marsches den Festsaal der Messehalle betritt. Immer neue Begeisterungsstürme branden dem Führer entgegen, als er nach Grußworten des Gauleiters feine Rede beginnt. Als er einleitend erklärt, daß es für ihn selbstverständlich gewesen sei, in diesen Tagen auch der deutschenWestmark einen Besuch abzustatten, wo man vielleicht am stärksten fühle, was es bedeute, ein freies, großes Deutschland zu besitzen, bestätigt ihm unermeßlicher Jubel, mit welcher Dankbarkeit gerade das Volk in der West- marf die beglückende Wirklichkeit der durch den Führer erfüllten jahrhundertealten Sehnsucht nach einem großen, einigen Deutschen Reich aller Meuchen gleicher Sprache und gleichen Blutes emp- inbet. Wo kann auch die Freude über diese neue gewaltige Friedenstat ursprünglicher fein als in öes Reiches Westmark. Hat man doch hier gleiche Not und gleiche Drangsal der Unfreiheit unter fremder Besatzung, unter dem volks- verräterischen Treiben der Separatisten erlebt ist man doch auch hier mit Blut und Leben einge- tanden für den Bestand des Reiches. Zu tiefst gefaßt folgt die Menge den Worten des Führers, als er von dem Kampf der Bewegung um die Seele der deutschen Menschen spricht,' aus der Zerrissenheit des deutschen Volkskörpers wieder eine Einheit zu machen, darauf kam es an. Ein neues Volk zu schaffen und ein neues volkliches Ideal und in diesem Ideal das Volk zu einigen — Unvorstellbarer Zubel begrüßt den Führer. Triumphaler Einzug in die alte Domstadt. Köln, 30. März. ,(DNB.) Ein Orkan des Jubels, ein Meer der Begeisterung empfing den Führer, als fein Sonderzug um 17.30 Uhr in die große $aUe des Kölner Hauptbahnhofes einlief. Eine einzige Welle unvorstellbaren Jubels, in die die ehernen Stimmen der „Deutschen Glocke am Rhein" von den zum Himmel ragenden Domtürmen und das dröhnende Geläut der übrigen Kirchenglocken schwingen, empfängt den Befreier des Rheinlandes und der deutschen Ostmark. Die Heilrufe vereinigen sich zu einem einzigen Jubelschrei, zu einer Huldigung ohnegleichen. Wie eine Lawine pflanzten sich die Begeisterungsstürme von Straße zu Straße fort, von Platz zu Platz. Aufrecht in dem langsam fahrenden Wagen stehend, grüßt der Führer nach allen Seiten. Immer wieder dankt er für die unbeschreiblichen Huldigungen, die ihm ent- gegenschlagen. Ueberall, wo der Führer hinkommt, strecken sich ihm die- Hände der Begeisterten aus den Fenstern, von den Dächern, von den Bürgersteigen, von den Tribünen entgegen. Tücher und Fähnchen wirbeln über den Köpfen der jubelnden Masse. Wie ein einziges rotes Band reihen sich die geschwungenen Fähnchen aneinander. Eine wahre Symphonie des Glücks und der Freude durchbraust das festliche Köln. FestlicherMllkommim Gürzenich Ein Ehrengeschenk der Hansestadt. Mit erlesener Pracht ist der Gürzenich für d^n Empfang des Führers ausgestaltet worden An der mit weißer Seide bespannten Stirnseite des Saales ist ein grüner Wald von Palmen und Blattpflanzen entstanden, vor dem sich ein herrliches Beet blühender Frühlingsblumen ausbreitet, lieber die ganze Saalfläche ist ein roter Teppich ausgelegt, auf dem in der Mitte der Längsseite ein alter Rats- tifch mit dem Goldenen Buch der Stadt Köln steht. Die Wand ziert ein rotbrauner Samtteppich, auf dem unter einem brokatenen Hoheitszeichen die Karte des neuen großen Deutschlands, das uns der Führer schenkte, in weißer Seide mit der Losung unserer historischen Tage „Ein Volk, ein Reich, ein Führer" leuchtet. Don den hohen hellen Wänden hebt sich das herrliche Holzwerk der Galerien, der Säulen und holzgetäfelten Decke wirkungsvoll ab. Oberbürgermeister Dr. Schmidt erinnert an den großen Tag vor zwei Jahren, da an dieser Stätte die glückerfüllten Vertreter aller Stände dem Führer den Dank der befreiten Rhein- £ M das war auch die Voraussetzung für den wirtschaftlichen Wiederaufstieg. Die stürmische Zustimmung, die dem Führer immer wieder aus begeistertem Her- zem entgegenklinat, beweist, daß sich auch das rheinische Volk mit seinem Führer eins weiß und mit ihm fühlt. Sie alle wissen es, der.ärmste Eifelbauer wie der Winzer an der Mosel, Rhein und Ahr, der Landmann der niederrheinischen Tiefebene und des Westfalenlandes, der Schiffer auf dem Rhein, die Männer in Hütte und Schacht im rheinisch-westfälischen Industriegebiet, sie alle lebten hoffnungslos und ohne Glauben an eine bessere Zukunft dahin; sie alle danken in dieser Stunde ihrem Führer, der ihnen neuen Glauben und Lebensinhalt, der ihnen Freiheit und Ehre,.Brot und Arbeit Wiedergabe und weithin hallt wie ein Freudenhymnus ein einziger Jubelschrei, als der Führer von dem schönsten und größten Strom des Reiches als dem Symbol deutscher Kraft und Einigkeit spricht. Einem Gelöbnis gleich klingt die jubelnde Zustimmung der Menge, als der Führer die Notwendigkeit des Einsatzes der ganzen geballten Kraft der Nation, der Mitarbeit der Millionenmassen des Volkes für die Lösung der gewaltigen Probleme unserer Zeit betonte. Unermeßlicher Jubel .unb begeisterte Zustimmung sind die Antwort auf die Frage des Führers: Ist es nicht herrlich, in einer solchen Zeit zu leben, mit Hingabe der Idee des Nationalsozialismus zu dienen?" Zum Schluß wendet sich der Führer dem Zusammenschluß Deutschlands und Oesterreichs zu. Alle springen wie ein Mann von der Sitzen, als der Führer die Befreiung der Volksgenossen in Oesterreich mit hinreißenden Worten schildert. Der Nationalsozialismus habe, so schließt er unter dem nicht endenwollenden Jubel der Massen in drei Tagen Weltgeschichte g e m a ch t und erreicht, was früher in vielen Jahrhunderten n i ch t m ö g l i ch war. Es sei die Aufgabe des deutschen Volkes, ihm nun am 10. April zu bestätigen, daß ermitRecht und zu Recht gehandelt habe, eine Aufforderung, die die stürmische Zustimmung der begeisterten Menge findet. Und als der Führer geendet hat, braust ihm ein orkanartiger Jubel entgegen. Bauernhof Großdeutschland von ^-Oberführer Or. Richard Wagner, Landesbauernführer, Hessen-Nassau. NSG. „Urstand der Nation", so nannte Generalfeldmarschall Hermann Göring bei seiner ersten Rede im befreiten Wien das Bauerntum, dem auch im österreichischen Teil des Reiches nun diese ehrende und zugleich verpflichtende Bezeichnung zukommen soll. Urstand, das heißt, der Stand, der seit Urzeiten da war^ und in Süddeutschland bezeichnet man mit diesen Worten auch die Auferstehung, das immer neue Werden. Grundlage und Entwicklung Kunst und Volk gehören zusammen. Or. Goebbels weist den Kulturschaffenden Oesterreichs den Weg in eine neue Zukunst. Wien, 31. März. (DNB.) Zu allen Zeiten hat Wien unter den deutschen Städten als Kunststadt eine besondere Stellung eingenommen. Immer hat der Lebensraum des deutschen Oesterreich eine be- onders hohe Zahl geistiger und künstlerischer Kräfte hervorgebracht, die im deutschen Kulturleben von hervorragender Bedeutung gewesen sind. Mit großer Spannung erwarten darum die Wiener Künstler die Stunde, in der Reichsminister Dr. (Goebbels vor d.en Kunstschaffenden das Wort ergreifen sollte. Feierlich erklangen das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied, als^Dr. Goebbels in Begleitung des Reichsstatthalters Dr. Seyß - In - qu art, der Minister Wolff und Men ghi n, der Staatssekretäre Hanke und M ü h l m a n n, des Bürgermeisters Neub a che r und des Berliner Polizeipräsidenten Graf Helldorf erschien. Dr. Goebbels spricht. Ausgehend davon, daß sich in unserer Zeit eine eschichtliche Wende auch auf dem Gebiet des Geisteslebens vollzogen habe, zeigte Dr. Goebbels, daß sich auch der Künstler den politischen Geschehnissen gegenüber nicht gleichgültig verhalten könne. Er, der feine beste Kraft aus den tief-- sten Wurzeln des Volkstums schöpfe, könne gar nicht anders, als mit innerster Anteilnahme die revolutionäre Zielsetzung aller politischen und weltanschaulichen Begriffe und Verhältnisse mit zu erleben. Wenn die Kunst im Laufe der letzten 20 Jahre sowohl ihre Resonanz wie auch ihre materielle Grundlage verloren habe, so deswegen, weil die Künstler unter dem beherrschenden Einfluß destruktiver jüdischer Ideen sich vom Boden wayren Volkstums entfernt hätten. Unter dem Beifall aller Hörer betonte Dr. Goebbels, daß die ganz großen Künstler der Vergangenheit, ein Shakespeare, Goethe, Michelangelo und Leonardos da Vinci deshalb die Weltkünstler geworden sind, weil sie zugleich große Engläitder, Deutsche und Italiener waren. Die revolutionäre Weltanschauung des Jtafio- nalsozialismus habe nicht die Absicht, Kunst zu befehlen oder Kunst zu machen, sondern sie bringe es gemäß dem in ihr lebenden Gesetz mit sich, daß alle deutschen Menschen unserer Gegenwart, nicht zuletzt aber auch die Künstler, um neue Beziehungen zur Vergangenheit und zu allen Dingen der Umwelt ringen müssen. Aus solchermaßen neugeslallelen Lebensgrundlagen werde sich dasVolkwiederzurKun st zurückkehre, beschloß die Rede. An dem immer wieder einsetzenden Beifall konnte man ermessen, wie sehr des Ministers klare Darstellung der Verquickung politischer Und künstlerischer Probleme, die so ganz dem künstlerischen Thema dieser Rede angemessen war, seine Hörer fesselte. So war bet zum Schluß hervorbrechende Beifall ein Ausdruck von Herzen kommenden Dankes für eine Blickweifung in eine bessere Zukunft, die alle künstlerisch schaffenden deutschen Menschen in Oesterreich seit Jahren ersehnt haben. Reichsstatthalter Dr. Seyß-Jnquart machte sich zum Dolmetsch für diese Gefühle. zwangsläufig eine neue Kunst ergeben, die um so stärker fein werde, je tiefer sie in den neuen Lebensgrundlagen verwach sen sei. Am Schluß seiner Ausführungen verwies der Minister auf die von ihm im Jahre 1933 aufgenommene Führung in der Kulturarbeit des Reiches, die damals nicht geringer Skepsis begegnet fei, auf deren Erfolg er heute aber mit Stolz zurückblicke. Ein leidenschaftlicher Appell an Oesterreichs Künstler, nun auch ihrerseits diesem Aufbau ihre ganze Kraft zu widmen, auf daß die Kun st dem Volke wiedergegeben werbe, damit auch Dr.Goebbels begrüßt die Wiener Kanalbrigade Reichsminister Dr. Goebbels stand während seines Besuches in Wien im Mittelpunkt begeisterter Kundgebungen. Beim Empfang im Rathaus wurden ihm auch die ältesten Kämpfer vorgestellt, der Stoßtrupp der Wiener Künalbrigade, der mitten im roten Magistrat Wiens einen zehnjährigen Kampf für Adolf Hitler führte. Links von ihm Staatssekretär Kühlmann und Reichsstatthalter Dr. Seyß-Jnquart. — (Scherl-Bilderdienst-M.) für die Nation, für Staat und Volk, ist somit das Bauerntum, und das große, oft zitierte Wort Adolf Hitlers, daß Deutschland ein Bauernreich sein muß, rückt wohlverstanden heute wieder besonders in das Gesichtsfeld, wo nach dem Abschluß der Epochen der Hohenstaufen und Hohenzollern nun auch der Schlußstrich unter das Kapitel „Habsbuxg" vom Griffel der Weltgeschichte gezogen ist. Habsburg mußte vergehen, Großdeutschland ist erstanden, und auch Großdeutschland wird ein Bauernreich sein, nicht nur, weil jetzt wieder Millionen n?uer Bauernfäuste den vergrößerten Hof Deutschland bestellen helfen, sondern weil Geist und Wille, der unsere Stammesbrüder in der Ostmark durch die Jahrzehnte der Unterdrückung kämpfen und ausharren ließ, ein bäuerlicher Geist und ein bäuerlicher Wille war, der nun einmündet in den gleichen starken Geist und Willen des Nationalsozialismus, der alle Deutschen umfaßt und eint, und jetzt durch den Führer dieses größte der „deutschen Wunder" vollbracht hat. Neuland gewinnen ist des Bauerntums höchste Vollendung, ein neues Volk gewinne n ohne Saat von Haß und ohne blutige Sensen, ist der Gipfel menschlicher Leistung auf Erden. Angesichts ihrer gilt kein Rechnen und Wägen, verstummen alle Bedenken kleinlicher Herzen, gibt es nur ein freudiges, heißes Bekennen der Zustimmung. Da ist es nicht nötig, daran zu erinnern, daß es dem Bauerntum im alten Reichsgebiet vor fünf Jahren noch genau fo schlecht ging wie dem Oesterreichs vor kurzem, da brauchen wir alle die bisher in so reichem Maße erkämpften Erfolgsziffern von der Wiederbefvuchtung und dem Gedeihen des Bauernhofs Deutschland, die Vervielfachungen der Produktionsmengen unb Arbeitsleistungen zur Sicherung der Ernährung nicht aufmarschieren zu lassen. Das deutsche Landvolk weiß, daß ihm über alle materielle Hilfestellung hinaus von Adolf Hitler wieder eine Gegenwart voll A r - beitsfreudigkeit und Lebensbejahung und eine Zukünft voll Verantwortung und Stolz gegeben wurde. Es ist nicht bäuerliche Art, an Dankespflicht zu erinnern, das ewige Gefühl des Rechtes, das zutieftt im bäuerlichen Herzen wohnt, lenkt in den großen Stunden des Lebens über allen Kleinkram des Tages hinweg stets feine Entschließungen. Der 10. April bringt mit dem einmütigen Bekenntnis zu Adolf Hitl'er solch eine große Stunde, um die noch Kinder unb Kindeskinber unser Geschlecht beneiben werben. Großbeutschlanb soll ein wahrer Bauernhof fein: unteilbar, unveräußerlich unb ewig! Dein „Ia", beutscher Bauer, sichert ihm die Ewigkeit! Uebergangeiregdung im Reiseverkehr mit Oesterreich. Berlin, 30. März. (DNB.) Der Reichswirt- schaftsminister hat die b e v i s e n r e ch t l i ch e n Beschränkungen für den Reiseverkehr zwischen dem Lande Oesterreich unb dem übrigen Reich mit sofortiger Wirkung weitgehenbst aufgehoben. Im Interesse einer reibungslosen Ueberleitung in einen völlig freien Reiseverkehr ist zunächst eine lieber- g a n g s r e g e I u n g getroffen worben, die sobalb als möglich von einer völligen Aufhebung ber de- visenrechtlichen Beschränkungen abgelöst werden soll. Reichsmarknoten unb beutsche Scheidemünzen dürren bis zum Betrage von 300 RM. je Person unb Ka- lenbermonat (Freibetrag) ohne Genehmigung nach dem Lande Oesterreich mitgenommen werden. Der mitgenommene Betrag wird von den Zollbeamten in den Reisepaß eingetragen, lieber den Freibetrag hinaus können MER.-Hotelgutscheine sowie MER.- Gutscheine für Gesellschafts- und Pauschalreisen bis zu einem weiteren Betrage von 200 RM. ohne Genehmigung nach dem Lande Oesterreich verbracht werben. Die Devisenstellen können in brin- genben Fällen die Nachsendung von Reichsmark- noten unb beutschen 'Scheidemünzen in Wertbriefen genehmigen. Für den kleinen Grenzverkehr ist ein Betrag bis zu 20 RM. in Reichsmarknoten und deutschen Scheidemünzen durch die bisherigen deutschen Grenzbewohner bei jedesmaligem Grenzübertritt zug^lasien. Die Mitnahme von Reichsmarknoten und deutschen Scheidemünzen ist nur über d ie bisherige deutsch - österrei- chische Grenze zulässig. Die paßrechtlichen Bor- chriften bleiben unberührt. Generalfeldmarschall Göring in Klagenfurt. Klagenfurt, 30. März. (DNB.) Generalfeldmarschall Göring traf in Klagenfurt ein. Auf einer Fahrt durch die Stadt bereitete ihm die Bevölkerung begeisterte Kundgebungen. Göring hatte eine Fahrt in Bleiberg unterbrochen, um dort Besichtigungen des Bergbaues durchzuführen. An Hand vyn Erzprbben ließ er sich über die Erzvorkommen in Kärnten unterrichten. Dabei gab er Anweisungen für die Intensivierung des Erzabbaues in Bleiberg. Anschließend besichtigte Goring auch die Bleihütte Geilitz und von Klagenfurt aus die in der Nähe gelegene Hollenburg, die einen beherrschenden Standort im ehemaligen Abwehrgebiet innehat. Um 19 Uhr sprach Göring bann in der Klagenfurter Ausstellungshalle in einer Kundgebung. Die österreichische SA. kehrt heim. Freilassing, 30.März. (DNB.) Stabschef Lutze besichtigte beim Bahnhof Freilassing die hier stationierten Abteilungen der ö st e r r e i ch i s ch e n Legion unb sprach von b£r Bebeutung bieses Augenblicks, da die Männer ber Legion in das befreite Oesterreich heimkehren dürften, weil sie sich ihren Glauben, die Treue zum Führer und zur nationalsozialistischen Weltanschauung bewahrt hätten. Ihre Aufgabe für die nächste Zukunft sei, daran mitzuarbeiten, daß am 10. April der übrigen Welt ber Beweis erbracht werbe, daß die Tat bes Führers ber Auffassung von 75 Millionen Deutschen entsprang. Nach bem 10. April hätten sie sich als weltanschauliche Soldaten des Führers zur Verfügung zu stellen für die Arbeit am großen deutschen Vaterland. — Am Donnerstag früh wird mit einer Autokolonne der Weg von Freilassing nach Salzburg angetreten. Dort wird auf bem Domplatz bie feierliche Uebergabe ber 15 alten Sturmfahnen ber Stanbarte 59 an biß Salzburger SA. erfolgen. Regierungsumbildung im Fürstentum Liechtenstein. Vaduz, 30. März. (DNB.) Jrn Landtag des Fürstentums Liechtenstein wurde auf Grund ber Vereinbarungen zwischen ben beiben politischen Parteien, ber fortschrittlichen Bürgerpartei unb ber Vaterlänbischen Union, eine Umbildung ber Regierung vorgenommen. Hierbei würbe der Vaterländischen Union als Mindeicheitspartei ein vermehrtes Mitsprachrecht eingeräumt. Die Regierung, deren Wahl einstimmig erfolgte, setzt sich nunmehr wie folgt zusammen: Regierungschef: Dr. Josef Hoop (bisher Bürgerpartei), Regierungschef- Stellvertreter: Dr. Alvis Vogt (neue Union), Ständiger Regierungsrat: Anton Frommelt (bisheriger Regierungschef-Stellvertreter, Bürgerpartei), Regierungsrat: Arnold Hoop-Eschen (neu Union), Regierungsrat-Stellvertreter: Jakob Schurte-Triesen (neu Bürgerpartei) und Eugen Meier-Mauren (neu Union). Im Anschluß an die Regierungsumbildung gab ber Landtag die Erklärung ab, an ber Selb - ftänbigfeit bes Fürstentums »und an ben b e - stehenden Staatsverträgen festznhal- t e n. „Es muß schön sein, ein Deutscher zu fern. O-Zug-Gespräche zwischen Beuthen und Dresden. -Wie das deutscheBolk denkt. Von unserem auf eine Deuischlandreise entsandten Sonderberichterstatter Heinz Otto. Dresden, im März 1938. Es ist keineswegs immer nur eine Frage des persönlichen Geschmacks, ob man lange Strecken, die man,in der Eisenbahn zurückzulegen hat, gleich- ■ am im Schlafe des Nachts überwindet, oder mit offenen Augen am Tage. Eine kleine Panne des Kraftwagens, ber mich in Beuthen zum Nachtzug an die Bahn bringen sollte, zwang mich, die Nacht über in Beuthen zu bleiben. Ein harmloser Nagel, den irgend jemand auf der Landstraße zwischen Wie geht's den Kindern? Im Sommer haben sie Sonne, Luft unb Freiheit in Fülle, aber jetzt sehen sie boch etwas mitgenommen aus. Appetitlosigkeit, Mubigkeit und Blutarmut sinb bie beutlichen Merkmale der Stubenluft. Geben Sie Ihren Kindern das blutbildende Bio- f er rin, damit sie kräftig unb wiberstanbsfähig werben. Bioserrin ist in allen Apotheken erhältlich. ZT\ ( a \ (BAYER) \E / X—R V Gleiwitz unb Beuthen, verloren hatte, ist also die eigentliche Ursache ber interessanten Fahrt gewesen, bie ich ganz unbeabsichtigt erlebte. Zusammen mit einem Offizier bestieg ich in Beuthen den Frühzug, um über Breslau nach Dresden zu fahren. Das monotone Geräusch der rollenden Räder macht eigentlich nicht sonderlich gesprächig, aber als kurz hinter der Stadt Heydebreck rechts der Annaberg auftauchte, begann der mir gegenüber fitzende Offizier zu sprechen. „Sehen Sie da drüben ben Annaberg unb das Denkmal ba drauf. Dort haben wir vor 17 Jahren im Feuer gelegen. Damals begann unser Kamps um Deutschland, ber jetzt durch die Tat des Führers am 12. März seine Krönung erfahren hat. Auf dem Annaberg werden wir am 22. Mai d.J. eine würdige Gedenkstätte einweihim, die für alle Zeiten die Erinnerung an jene blutigen Wochen vor 17 Jahren erhalten soll. In ber Nacht vom 2. zum 3. April werben die Gebeine von fünfzig unserer damals beim Sturm auf dem Annaberg gefallenen Kameradep, die jetzt noch auf den verschiedenen Dorffriedhöfen der Umgebung ruhen, von 500 Fackelträgern der SA. geleitet, zum Denkmal auf den Annaberg überführt und dort beigesetzt werden." Lange Zeit schaut ber Offizier zum Fenster hinaus. Seine Augen gleiten über jebes Haus, jebe Bobenwelle um den Annabertz. „Das waren damals böse Tage. Wir haben hart gekämpft um unsere deutsche Erde, und doch wußten wir nie, ob uns bie bamalige deutsche Regierung nicht zu guterletzt boch noch in ben Rücken fallen würbe. Dieser niederbrückende Zustand hat uns Offiziere damals besonders gequält. Wir trugen schließlich die Verantwortung für unsere jungen Kameraden, die voll Begeisterung ihr Leben in die Schanze schlugen, um dieses Stück deutschen Bodens dem Deutschen Reich zu erhalten unb wußten boch nie, ob die Opfer, die diese Jungen brachten, nicht am Ende noch »ergebens fein würden. Denn was waren das damals für kümmerliche Vertreter in Berlin, die dort Politik machten und Regierung spielten." Der Annaberg ist längst vorüber. Weiter rollt ber Zug nach Norden, vorbei an dem jungen Grün ber Felber, vorüber an ben Schloten und Förder- türmen, bie noch vereinzelt rechts unb links von ber Bahn in ben Frühlingshimmel ragen. Unser x Gespräch wendet sich von ben Zetten einer schmachvollen Vergangenheit dem Heute zu. Wir unterhalten uns — wie es nicht anders sein kann — über die letzten Ereignisse, die Europa bewegten und uns Deutsche glücklich und stolz machten. Ich kann von dem Einmarsch der deutschen Truppen in das Land Oe st erreich erzählen, ben ich in den ersten Vormittagsstunden des 12. März in Passau miterlebte. Ich kann berichten von ben erschütternden Szenen, die sich abspielten, als unsere Soldaten von der Bevölkerung Oesterreichs empfangen wurden. Wie die Männer ihr Ackergerät liegen ließen, in langen Sätzen zur Landstraße heruntereilten und hier ben Hut in den schwieligen Fäusten haltend standen Und sich ber Tränen nicht schämten, als die ersten Truppen in das Land vorrückten. Ich kann aus jenem kleinen Gasthaus bei Schärding berichten, in dem wir zusammen mit ben Dorfbewohnern die Proklamation des Führers höxten, während draußen vor den niedrigen Fenstern im Frühlingssonnenlicht deutsche Truppen hinter ber flatternben Regimentsfahne vorbeimarschierten. Unser Abteil hat sich gefüllt. In Oppeln steigt noch ein alter Herr dazu, unb es dauert nicht lange, bis er sich an unserem Gespräch beteiligt. ,Zch beneide Sie, mein junger Freund, daß Sie bas alles miterleben konnten. Ich fahre jetzt nach Berlin, um einmal nur den Führer sehen zu können. Einmal will ich bem Mann in die Augen schauen dürfen, ber uns Deutsche wieder stolz gemacht hat, Deutsche zu sein. Was ist das für ein Mannl" In Breslau verläßt ein Mitreisender, ber sich auf ber Fahrt bisher an unserem Gespräch nicht beteiligt hat, bas Abteil. Doch bevor er auf ben Gang bes O-Zug-Wagens hinaustritt, roenbet er sich noch einmal um unb sagt im gebrochenen Deutsch 3u uns allen: „E s mußschön sein, ein Deutscher zu sein!" Wie lange ist es her, baß man uns Deutsche in ber Welt über die Schulter ansah? Wie lange ist es her, daß sich Deutsche draußen in fremden Ländern den würdelosen Männer schämen mußten, die auf den Sesseln der deutschen Regierung saßen, sich Minister nannten und am Ende boch nichts anderes waren, als die Konkursverwalter der deutschen Vermögenswerte, die von jenen skrupellosen Schwätzern an alle Welt verpfändet worden waren, um dem Volk mit geliehenem Geld eine Scheinblüte vortäuschen zu können? Sind wirklich erst' fünf Jahre seit jener Zeit vergangen, da in Deutschlands Städten der Bürgerkrieg fast täglich seine Blutopfer forderte? Der v-Zug donnert vorüber an einer Ballste Ile ber Reichs autobahn. Die Arbeiter richten sich auf und winken mit lachenden Gesichtem dem Zuge zu. Die Arbeit» die hier geleistet wird, ist gewiß nicht leicht, und die Männer, die hier schaffen, können gewiß auch keine Reichtümer sammeln. Aber sie arbeiten wieder, und sie verdienen genug, um sich und ihre Familie anständig ernähren und kleiden zu können. Unb s i e wissen, wofür sie arbeiten. Sie haben teil an dem Aufbau, ber heute schon vorbildlich für alle Welt ist, und auf den unsere deutschen Brüder in Oesterreich Jahre hindurch voll Wehmut blickten. Es wird nicht lange mehr dauern, bann werden dort ebenso, wie überall im Reich, die Straßen des Führers das schone Land erschließen, dann werden dort glückliche Menschen mit schäften-' den Händen die Auswirkungen jahrelanger, drückender Not überwinden. 9m Speisewagen sitze ich zusammen m i t e i n e m Deutsch Österreich er, der jetzt zu Besuch zurückfährt in seine Heimat. Er mutzte noch vor Jahresfrist bei Nacht und Nebel sein Heimatdorf verlassen, um den Häschern jenes Herrn Schuschnigg zu entgehen, die ihm zu einem Freiaufenthalt in dem Konzentrationslager Wollersdorf verhelfen wollten, weil er sich offen zum Führer und zu Deutschland bekannt hatte. Er mutzte, gehetzt wie viele Tausend seiner Kameraden, seine Heimat verlassen, mutzte mit geballten Fäusten, zusehen, wie seine Angehörigen daheim schikaniert und gequält wurden. Fetzt fährt er nach Hause, zunächst nur auf Besuch, denn er hat Arbeit in Deutschland gefunden und will seinen Kameraden drüben, die jetzt im Vollzug des von der deutschen Regierung aufgestellten Aufbauprogramms Arbeit finden werden, keinen Arbeitsplatz streitig machen. Er zählt die Stunden, bis er seiner Mutter und seinem Vater gegenüberstehen wird. Er fiebert vor Aufregung, seine Heimat wieder zu sehen, seine Berge und Täler, in denen er aufwuchs. Schlimme Dinge erzählt er aus der Zeit der Verfolgung in Oesterreich. Aber diese Zeit liegt hinter uns, sie soll ausgelöscht sein in der Erinnerung. „Es hat ja keinen Zweck, die alten Wunden wieder aufzureißen", so meint mein Gegenüber, „in meiner Heimat sind schon zu viel Tränen geflossen in der vergangenen Zeit. Wir haben heute nur den einen sehnlichen Wunsch, aufbauen zu können. Die wunderbare Tat des Führers ist viel zu groß, als daß wir Oesterreicher heute noch an Rache denken könnten, als daß wir kleinlich unseren ehemaligen Gegnern gegenüber sein könnten. Viele von ihnen haben ja auch nur mitgeschrien, um sich ihr kümmerliches Brot /erhalten zu können. Warum soll man Vergeltung üben, selbst an Leuten, die es eigentlich verdient hätten? Wir sind zu stolz und zu glücklich, um jetzt noch an die kleinlichen Gemeinheiten, die man uns antat, denken zu können." Stunde um Stunde rollt der v-Zug durch Wälder, an Aeckern entlang, die von der jungen Saat des Wintergetreides wie mit sattgrünem Samt überdeckt erscheinen, vorbei an sauberen Städten voll wimmelnden Lebens, vorbei an einsamen Dörfern, deren Männer draußen auf den Aeckern arbeiten. Fünf Menschen sitzen in unserm Abteil zusammen. Männer aus den verschiedensten Berufen ganz verschiedenen Alters, aber es glbt nur ein Thema, das sie alle beschäftigt: das große neue Deutschland. Die wenigen Tage, die seit der Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Reich vergingen, sind eine zu kurze Zeit, als daß man sich schon wieder mit den kleinen Dingen des Alltags befassen könnte, wenn man stundenlang zusammensitzt. Es ist verständlich, daß die Bewohner des oberschlesischen Grenzgebiets, aus dem wir kommen, besonders innigen Anteil an der jüngsten Entwicklung genommen haben, denn fast alle von ihnen haben Verwandte und Freunde jenseits der Grenzen. Sieben Stunden ist der O-Zug durch deutsches Land' gerollt, sieben Stunden hindurch zogen an den Fenstern saubere Häuser, wohlbestellte Äecker, rauchende Schlote/ gepflegte Straßen und blühende Städte vorüber. Es ist nur ein kleiner, ein winzig kleiner Ausschnitt aus dem herrlichen deutschen Reich, das heute um ein fruchtbares schönes Land mit 6,5 Millionen deutscher Menschen reicher geworden ist, Es ist ein beglückendes Gefühl, als Deutscher ^>urch Deutschland zu reisen! Ein beglückendes Gefühl, das sich paart mit der Dankbarkeit für den Mann, der dieses Reich schuf, einen Traum von Jahrhunderten Wirklichkeit werden ließ. VonderNor-seebiszumSchwarzenMeer JUGOS Bulgarien «ASS AU Wien BASEL SOWJET- RUSSLAND Boden x-see w; - W-.A ^RE6CN5-*f. - KELM£lM*V ); 4.8AM8ER6 *, . i(LnÜ»NBEI>6 X. Durch die Heimkehr Oesterreichs ins Reich wird die seit 16 Jahren im Bau befindliche Grotz- schiffahrtsstraße Rhein-Main-Donau zu einem Wasserweg, der das Reich vom äußersten Westen bis zum äußersten Osten durchzieht. Mit diesem direkten Wasserweg von dem industriellen Rheinland nach dem Donauwirtschaftsraum wird die Nordsee mit dem Schwarzen Meer verbunden. Der Gedanke dieser großen Wasserstraße ist schon alt, 1922 wurde mit dem Bau des Kachlet- werkes bei Passau, des größten Wasserwerkes des ganzen Unternehmens, ein Anfang gemacht. Während des Krieges war die Großschiffahrtsstraße bis Aschaffenburg vorgetrieben roorben. 1927 begannen dann die Arbeiten der M a i n - kanalisierung oberhalb Aschaffenburgs auf dem Abschnitt bis Lengfurt. Sieben Staustufen wurden errichtet. Von dem zweiten größeren Abschnitt Lengfurt—Beilngries ^wurde zunächst die Teilstrecke bis Würzburg in Angriff genommen. Sechs Staustufen waren erforderlich. Bis zum Sommer 1938 wird Würzburg an die Großschifffahrtsstraße angeschlossen sein und die Fortführung bis Nürnberg beschleunigt. Die Großschiffahrtsstraße benutzt von Mainz über Frankfurt a. M. — Aschaffenburg — Würzburg bis Bamberg den Main, von Bamberg über Nürnberg bis Beilngries eine Kanal st recke, von Beilngries bis Kehlheim die Altmühl und von Kehlheim ab die Donau über Regensburg, Passau, Linz, Wien bis Preßburg. Bei Preßburg verläßt die Großschiffahrtsstraße deutsches Gebiet und wendet sich über Budapest südlich weiter über Belgrad und Braila zum Schwarzen Meer. Den größten Umschlag hat der Mainhafen in Frankfurt a. M., der mit 2 920 299 Tonnen die Dreimillionengrenze erreicht hat (gegen 2119 862 Tonnen im Jahre 1935). Regensburg und Passau hatten vor dem Kriege einen Umschlag von 363 OOO Tonnen, der 1937 auf 1 Million Tonnen angewachsen ist. Linz konnte feinen, Umschlag in der Vergleichszeit verdoppeln (150 000’ Tonnen), während Wien von seinem Vorkriegsumschlag in Höhe von 1,75 Millionen bisher etwa erst 1 Million zurückgewonnen hat. Auf her Bergfahrt wurde bisher über Wien überwiegend Kohle befördert^ auf der Talfahrt hauptsächlich Getreide, Holz und Steine. Der beschleunigte Ausbau der Rhein-Main- Donau-Verbindung ist, wie Generalfeldmarschall Göring in seiner Wiener Rede ausführte, eine der wichtigsten Aufgaben zum Anschluß der österreichischen Wirtschaft an das Reich. Reichsminister Dr. Frank sprach in Kiel. Die Stadt der deutschen Kriegsmarine gelobt sich dem Führer. Kiel, 30. März. (DNB.) Reicksminister Dr. Frank sprach in der größten Versammlungshalle der Nordmark, der Kieler Nord-Ostsee-Halle. Schon um 18 Uhr begann die Bevölkerung Kiels, der Stadt der Kriegsmarine und der großen Werften, in immer größeren Scharen zur Kundgebungsstätte zu strömen. Noch vor 5% Jahren war der Kieler Hafen verödet. Äe großen Kräne und Hellinge der Werften wurden vom Rost zernagt. Heute grüßen den Besucher die schmucken Schiffe der wiedererstandenen deutschen Flotte. An den Quais liegen große Handelsschiffe und auf den Werften dröhnt und klingt das Lied der Arbeit. 1932 waren 31 000 Erwerbslose in Kiel vorhanden, heute haben darüber hinaus noch fast 10 000 Facharbeiter von auswärts in der Kriegsmarinestadt Arbeit und Brot gefunden. Auch auf allen anderen Gebieten ist ein unaufhaltsamer Aufschwung seit der Machtübernahme zu verzeichnen. In der Viertel-Millionen- Stadt wurden in den letzten Jahren, allein rund 8000 Wohnungen neu erstellt. Großzügige Straßenbauten wurden durchgeführt und auch als kultureller Mittelpunkt der Nordmark gewann Kiel neue Bedeutung. Brausender Jubel der 15 000 Kieler Volksgenossen- die die Nord-Ostsee-Halle bis auf den letzten Platz füllten, begrüßte Reichsminister Dr. Frank, als er das Wort nahm. Die Geschichte hatte es uns gelehrt, so sagte er, daß man die Freiheit eines Volkes nicht erbetteln und nicht erhandeln oder durch Pakte und Demütigungsbeteuerungen erkaufen kann, sondern daß man sie erkämpfen muß mit Treue, Energie und Opfermut. Ein Opfergang ohnegleichen war wahrhaft der Weg der NSDAP, zur Macht, aus einer kleinen Gruppe heraus aber erstand die gigantische Bewegung, Und der Sieg des Nationalsozialismus war die Bestätigung der innerlichen Gesundheit des deutschen Volkes. Aus der Tiefe unseres völkischen Lebens erstand der überzeugende Glaube, daß der Herrgott uns d e n F ü h - r e r sandte, auf daß das deutsche Volk nicht unter- gehe. Der deutsche Staat wurde wieder eine Einheit unter einheitlichem Regierungswollen auf der Grundlage des gesicherten deutschen Blutes, oeut- schen Bodens und der deutschen Arbeitskraft. Zum | Schutz der deutschen Rasse haben wir die Nürnberger Gesetze geschaffen und wir können uns in diesem Punkt auf keinen Handel einlassen: Der Blutkern unserer Nation ist das heilt gste Gut, das wir übernommen und in die Zukunft zu überbringen haben. Wir haben-das Rasseproblem gelöst, indem wir klare und eherne Gesetze errichteten. Während der Führer im Inneren das Volk einte und zur Versöhnung jedem die Hand bot, der bereit war, am deutschen Aufbauwerk mitzuarbeiten. Oer Führer: „Der deutsche Arbeiter wird nicht übersehen, daß an der Spitze des Reiches heute ein 2Hann steht, der noch vor kaum 2 5 Jahren felbst Arbeiter war, daß ehemalige Land- und Industriearbeiter heute in zahllosen führenden Stellen unten und in zahlreichen höchsten Stellen oben tätig sind, und zwar bis zu Reichsstatlhattern." — Aus der Rede des Führers auf dem Schluhkongreß, Nürnberg 1936. während das Reich emporstieg zu Macht und Größe, mußte ez erleben, daß in seiner Heimat das Bekenntnis zum Deutschtum einen strafbaren Tatbestand darstellte und eine Clique von politischen Hasardeuren, deren brutale Gewalt sich gründete auf die Unterstützung fremdländischer Staaten, unsere Brüder in Oesterreich mit den gemeinsten Mitteln terrorisierte. In grenzenloser Großzügigkeit gab Adolf Hitler als erkorener Führer des wiedererstarkten mächtigen deutschen Volkes zur Versöhnung die Hand einem Manne, der weder vom Vertrauen des österreichischen Volkes getragen war, r^ck sonst ein Recht hatte, sich als Repräsentant dieses Volkes zu bezeichnen. Die Antwort auf die Dersöhnungs- bereitschaft des Führers und feine Friedensliebe war gemeiner Verrat und Betrug. Als Retter feiner e Fest- meter, Elchenstämme (Schreinerholz) 40 bis 85 Mark je Festmeter, Eichenscheitholz, 2,20 Meter lang, 18 bis 22 Mark je zwei Raummeter, Buchenstamme 15 bis 18 Mark je Festmeter, Fichtenstangen 40 bis 85 Pf. je Stück, Kiefernschnittstämme 20 bis 32 Mark je Festmeter. (7) Groß-Rechtenbach, 29. März. In der Gastwirtschaft „Zur Post" sand ein gemeinsamer. Nutzholzverkauf der Gemeinden Lützellinden, Hörnsheim, Groß-Rechtenbach, Volpertshausen, Vollnkirchen und Hospital Wetzlar statt. Als Bieter waren nur Selbstoerbraucher und Kleinhandwerker zuge- an. Hier ist es wie bei der 1. Jugend. Man muß den Gästen die besseren Siegesaussichten einräumen. Zum 90. Mole Oxford-Cambridge. unveränderten Kursen ausgeführt werden. Soweit Abweichungen gegen den Mittagsschluß einttaten, 0,616 42,08 0,145 47,00 55,25 47,00 12,375 5,475 7,592 137,96 13,09 Spiele um die Bannmeisterschast. Fällt am Sonntag die endgültige Entscheidung? Diese Frage wird am kommenden Sonntag der Spielausgang zwischen den beiden Tabellenersten VfB.-Reichsbahn — To. Großen-Linden beantworten. Die Gäste, die nicht mehr in der Aufstellung wie im Vorspiel antreten können, werden sich mächtig anstrengen müssen, wenn sie den Dorspielsieg wiederholen wollen. Es ist daher auf dem Waldsportplatz ein spannendes Spiel zu erwarten. In Klein-Linden treffen sich die beiden Tabellenletzten in dieser Vierergruppe, To. Wieseck — Tv. Klein-Linden. Hier fällt die Entscheidung, -wer den dritten Platz erringen wird. In der Jugendgruppe findet nur ein Spiel statt, und zwar treffen sich Muschenheim — Garbenteich. Die Platzbesitzer werden schwer kämpfen müssen, wenn sie die Punkte erringen wollen. 1900 1. Jugend gegen Teutonia Watzenborn-Steinberg 1. Jugend. Beide Jugendmannschaften der Blauweißen bestreiten am Sonntag auf eigenem Platze Freundschaftsspiele. Vor dem Pokalspiel 1900 Liga gegen Teutonia Watzenborn-Steinberg Liga mißt die erste Jugend der Blauweißen ihre Kräfte mit der gleichen von Watzenborn-Steinberg. Die Jugend der Teutonen könnte man wohl als die Bessere bezeichnen. Die Blauweißen werden mit ihrer zur Zeit stärksten 1. Jugend auf den Spielplan treten. Die Mannschaft der Spieloereinigung 1900, Die mit Kraft I; Schuldt I, Kreiling; Sasse, > Goß, Botz; Stork Otto, Bonarius, Fiedler, Schmück antritt, wird den Gästen aus Stenberg einen Sieg nicht leicht machen. Die 2. Jugend der Blauweißen tritt ebenfalls auf eigenem Platze gegen die 1. Jugend von Steinbach Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Ludwig W a g n e O und Wilhelm Will ersetzt. In den Aufsichtsrat wurden hinzugewählt: Wilhelm Stroh, Karl Stroh und Heinrich Spei er. * Erda, 29. März. Die hiesige Milch absatz, genossenschaft hielt im Rathaus ihre Generalversammlung ab. Vorstand Heinrich Jakob begrüßte die Mitglieder. Rechner Wießner erstattete den Geschäfts- und Kassenbericht. Die Genos- senschaft zählt 122 Mitglieder, gegenüber 70 im Vorjahre. An die Milchzenttale Gießen wurden 267 234 Liter Milch geliefert. 6469 Liter Frischmilch wurden am Orte verkauft. Es wurde ein Durchschnittspreis von 14,06 Pf. je Liter erzielt. 161460 Liter Magermilch und 7377 Pfund Butter wurden ! zurückgenömmen. Der Kassenbericht, der einen Heber. 0,721 5,694 62,20 11,24 63,77 57,12 8,691 2,490 I Jahresabschluß Der Kreisviehkaffe Biedenkopf. * Biedenkopf, 29. März. Die K r e i s v i e h - kaffe Biedenkopf, deren Wirkungsbereich sich über zehn Kreise erstreckt, hielt ihre Jahreshauptversammlung ab. Kreisbauernführer Veite begrüßte die Teilnehmer. Geschäftsführer Plitt erstattete den Geschäftsbericht. Der Geschäftsbetrieb hat im vergangenen Jahre weiter zugenommen. 406 Viehbesitzer sind neu eingetreten, 25 traten aus. Das Dersicherungskapital betrug am Ende des Geschäftsjahres 6 063 606 Mark gegen 5 632 969 Mark im Jahre 1936. Die Zunahme betrug also 432 637 Mark. Versichert waren 2399 Pferde, 10 230 Stück Rindvieh, 9959 Schweine, 1575 Ziegen und Schafe, zusammen also 24163 Tiere. Entschädigt wurden: 151 Pferde mit einer Entschädigungssumme von 54 045 Mark, 455 Stück Rindvieh mit 60142,55 Mark, 548 Schweine mit 24 746,80 Mark, 95 Ziegen und Schafe mit 2214,80 Mark. Im ganzen wurden 1249 Stück Vieh mit einer Summe von 141149,15 Mark entschädigt, gegenüber einer Entschädigungssumme von 115 044,35 Mark im Jahre 1936. Für Tierarztkosten wurden 4633,19 Mark ausgezahlt. Bei den Schweinen wurde ein Ueberschuß erzielt. Bei Pferden, Rindvieh, Ziegen und Schafen reichten die Beiträge nicht aus. Die Heberzahlung wird durch die Rücklagen gedeckt. Das Vermögen hat sich auf .162 201,18 Mark erhöht. Die Kreisviehkasse Biedenkopf D. a. G. erstreckt sich über zehn Kreise. Es wurde ein Heberschuß von 201,18 Mark erzielt. Die Jahresrechnung und Vermögensübersicht waren geprüft worden, Anstände ergaben sich nicht. Die Versammlung nahm von den Ausführungen des Geschäftsführers Kenntnis und genehmigte die Rechnung. Vorstand und Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Die satzungsgemäß ausscheidenden Dorstandsund Aufsichtsratsmitglieder wurden wiedergewählt. Auf Vorschlag des Landrats Dr. Burghof wird die Satzung dahingehend geändert, daß Juden von der Versicherung ausgeschlossen sind und Mitglieder, die mit Juden handeln, ausgeschlossen werden können. Kreis Wehlar. (D Krofdorf-Gleiberg, 29. März. Am 1. April tritt Polizeihauptwachtmeister Langs-- d o r f, da sein Gesundheitszustand schon längere Zeit zu wünschen übrig läßt, in den Ruhestand. Vier Jahre lang konnte er seine Kraft in den Dienst der hiesigen Gemeinde stellen, nachdem er zuvor 25 Jahre im Amt Rechtenbach in gleicher Diensteigenschaft tätig gewesen war. Mit ihm scheidet ein Beamter aus dem Gemeindedienst, der im Hm- gang mit seinen Volksgenossen zu allen Zeiten korrekt handelte und stets seine dienstlichen Obliegenheiten so auffahte, wie es das Interesse von Staat und Gemeinde erforderte. Er wird seinen Lebensabend in seinem Heimat- und früherem Wirkungsort Groß-Rechtenbach verbringen. cZ Wißmar, 29. März. Die hiesige Milch- absatzgenossenschaft hielt chre Generalversammlung bei gutem Besuch im Lokal Leib Wwe. ab. Der Vorsitzende H. Bittendorf schilderte in kurzen Zügen die günstige Aufwärtsentwicklung ber Genossenschaft. Rechner H. Stroh gab den Geschäftsbericht bekannt. Die Mitgliederzahl beträgt 109. Die gesamte Milchanlieferung bftrug 464 699 Kilogramm (gegenüber dem Vorjahr mit 427 468 Kilogramm). Als Trinkmilch wurden 68 068 Kilogramm abgesetzt. Zur Werkmilchverarbeitung wurden 396 361 Kilogramm abgegeben. Die Gesamteinnahme belief sich auf 67 083 RM. (im Vorjahre 56 283 RM.). Die Milchgeldauszahlung für den Ge- samtmilchanfall machte einen Betrag von 65 009 Reichsmark aus. Die Untoften betrugen 3549 RM. Der Reingewinn wurde mit 66,13 RM. festgestellt. 10 v. H. werden der Betriebsrücklage, 10 v. H. dem Reservefonds und der Rest für das neue Geschäfts- Buenos Aires. Brüssel.....;. Rio de Janeiro Dolen........ Kopenhagen... Danzig....... London....... Helstngfors.... Paris........ Holland ...... giaNen....... Die Werbewoche des deutschen Sports in der heimgekehrten deutschen Ostmark erfährt am kommenden Sonntag mit den Spielen der deutschen Auswahl- und Städtemannschaften in Wien, Salzburg, Linz, Innsbruck und Klagenfurt ihren Höhepunkt. Dor allem der Kampf im Wiener Stadion zwischen der deutschen Nationalelf und der früheren österreichischen Ländermannschaft ist ein Ereignis größter Bedeutung. Man kann und darf nicht mehr von einem „Länderkampf Deutschland — Oesterreich" sprechen, hier in Wien kommt es m einer sportgeschichtlich einmaligen Stunde zu einem „Freundschaftstreffen zweier deutschen Auswahlmannschaften". Dolle sieben Jahre sind vergangen, feit zum letzten Male die deutsche Fußball-Nattonalelf in Wien spielte. Damals hatte Oesterreich seine „Wunderelf", während im Reich der Fußballsport einen Tiefstand erreicht hatte mie.nic zuvor. Mit 0:5 verlor die reichsdeutsche Elf, nachdem sie einige Monate vorher bereits in Berlin mit 0:6 gegen Oesterreich unterlegen war. Das waren Niederlagen, wie sie in der Geschichte der deutschen Länderkämpfe sehr selten verzeichnet sind und auch die höchsten, die in der Reihe der deutsch-österreichischen Begegnungen, die insgesamt 10 Kämpfe umfaßt, zu finden sind. Don diesen 10 Kämpfen gewann Oesterreich sechs, Deutschland nur drei ünd einmal trennte man sich unentschieden. Das Gesamt-Torverhältnis lautet 32:18 für Oesterreich. Der deutschen Nationalelf gelang auf Wiener Boden überhaupt nur ein einziger Sieg, nämlich im Jahre 1922. Schon bei der Weltmeisterschaft 1934 kündete sich Deutschlands Wiederaufstieg im Fußball sehr eindrucksvoll an und in den letzten Jahren war ja der Aufstieg ein stetiger und die Erfolge der Nationalelf sind in aller Erinnerung. Bei den Oesterreichern verlief der Weg umgekehrt und zuletzt dachte man mit Wehmut an die Zeiten der „Wunderelf" zurück. In der großen Gemeinschaft des deutschen Sports wird aber auch wieder der Fußball der Ostmark unter 1 v. H. Am Rentenmarkt ermäßigten sich Reichs- bahn-DA. um 0,40 v. H. auf 131,40. Im Freiverkehr blieben Kommunal-Hmschuldung mit 96,35 (96,40) knapp gehalten, höher waren Zinsver- aittungsscheine mit 98,50 (98,25), Wiederaufbauzuschläge mit 84,25 (84) und späte Schuldbuchforderungen mit 99,90 (99,75). Am Pfandbriefmarkt blieb die Lage unverändert, Liquidationswerte zeigten die üblichen Abweichungen. Stadtanleihen und Industrie-Obligationen notierten meist unverändert, auch Staatspapiere wichen wenig ab. Der Freiverkehr brachte nur geringe Veränderungen. Man nannte u. a. Dingler mit 92,65, Rastatter Waggon mit 54,50, Schuh Berneis mit 79, gif äff. Bad. Wolle mit 92,50, Pokorny mit 161 unb Ufa mit 67,75. Tagesgeld unv. 2,50 v. H. Abendbörse behaupte!. Nachdem die deutsche Elf bereits seit einigen Tagen bekannt war, wurde' nun auch die Vertretung des Gaues Oesterreich aufgeftelU. Unter der Leitung von Alfred Birlem (Berlin) werden sich folgende Spieler gegenüberstehen: Deutsche Elf: Jakob Janes Münzenberg Kupfer Goldbrunner Kitzinger ' Lehner Gellesch Berndt Gauche! Fath Peffer Binder Sindelar Stroh Hahnemann Skoumal Mock Wagner I Schmaus Sesta Oesterreich: Platzer Die Spieler der deutschen Elf sind bekannt, es erübrigt sich also eine erneute Würdigung. Die österreichische Vertretung setzt sich mit wenigen Ausnahmen aus bewährten Spielern der früheren österreichischen Ländermannschaft zusammen, die den bekannten Wiener Vereinen Austria, Admira, Vienna und Rapid angehören. Noch vier Städtespiele. Außer dem Wiener Spiel zwischen der Nationalelf und der österreichischen Auswahl finden im Gau Oesterreich noch vier Städtespiele statt. Salzburg spielt gegen München, Linz gegen Dresden, Innsbruck gegen Berlin und Klagenfurt gegen Breslau. Eine ganze Reihe von Sonderzügen wird zahlreiche Fußballfreunde nach Wien bringen, die Zeugen der großen Ereignisse sein wollen. hielten sie sich bei 0,25 bis 0,50 v. H. Von Montanwerten blieben Mannesmann gefragt mit 116,50 (116,13), Hoesch notierten unv. 115,50, Rhemstahl und Verein. Stahl je 0,25 v. H. leichter mit 149,25 bzw. 116, letztere zum Einheitskurs; Otavi Minen gingen auf 27,90 (28,13) zurück. Weiter fest waren AEG. mit 119,50 (119). MAN. mit 136,75, BMW. mit 159,50, Deutsche Erdöl mit 143,25, Gesfurel mit 149,50 und AG. für Verkehr mit 137,50 lagen bis 0,50 v. H. höher, knapp gehalten waren IG.- Farben mit 159,25 (159,50) und Licht & Kraft mit 144,50 (144,75). Unoeränbert notierten u. a. Adler mit 124, Bemberg mit 148,25, Betula mit 164,50, Berger mit 157,50, Demag mit 156, Junghans mit 125,65, Metallgesellschaft mit 142,25, Moenus mit 133,50, Schuckert mit 181,75 und VDM. mit 180,50. Am Einheitsmarkt kamen Bronzefarben Schlenk nach eintägiger Pause mit 111 (108,50), ferner von Versicherungswerten Allianz Verein gegen den Mit« tagskurs 2 v. H. höher mit 289 zur Notiz. Die Rentenmärkte lagen weiterhin sehr still. Reichsaltbesitz hatten zu unv. 132,75 und im Freiverkehr Korn- munal-Hmschuldung mit unv. 96,35 etwas Geschäft. 6proz. IG.-Farben waren zu unv. 130,40 gefragt. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 30. März. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen W13, 211, W 16 214, W 19 218, W 20 220, Roggen R12 193, R 15 196, R 18 200, R19 20£ Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futter- Hafer —. Weizenmehl Type 812 W.13 29,50, W lo 29,60, W 19 29,60, W 20 29,95, Roggenmehl Type 1150 R12 22,45, R15 22,80, R18 23,30, R19 23,50 plus 0,50 RM. Fracht-Ausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W IS 10,90, W19 11,10, W20 11,20, Roggenkleie R12 9,95, R15 10,15, R 18 10,40, R19 10,50 Mühlenfestpreise ob Mühlenstation. Soyaschrot —, Palm- kuchen —, Erdnußkuchen —, Treber getr. 14,00- Höchstpreis ab Erzeugerstation, Trockenschnitzel —, Heu lose 5,50, do. drahtgepreßt —, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt 3,30, do. gebündelt 3,00 Erzeugerhöchstpreise frei Erzeuger-Verladestation. Tendenz: ruhig. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 31. März. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1051 Rinder (205 Ochsen, 173 Bullen, 501 Kühe, 172 Färsen), 500 Kälber, 14 Hämmel, 26 Schafe, 304 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 34 bis 45 Mk., Bullen 32 bis 43, Kühe 20 bis 43, Färsen (Kalbin- Jaocm....... Jugoslawien . Oslo ....... Wien......... Lissabon...... Stockholm .... Schweiz...... Spanten..... Viag........ Budapest.... Neuyork..... Arn Samstag, 2. April, tragen die Achtermannschaften der Universitäten von Djrforb unb Cam- bribge auf der Themse zum 90. Male ihr traditionelles Rennen aus, das nun schon feit über 109 Jahren eines der wichtigsten und vÄkstumlichsten .................. Sportereiqnisse Englands bildet. Das Rennen fuhrt aufwies, wurde gutgeheißen und dem Rech- über die verhältnismäßig lange Strecke von fiebert ner Entlastung erteilt. Vorstand und AAilhtsrat Kilometer gegen den Strom. blieben in ihrer bisherigen Besetzung im Amt. Im Die hellblauen Cambridger liegen in der „Gesamt- weiteren Verlaufe der Versammlung sprach Be-1 Wertung" mit 47:41 Siegen klar in Führung. Im -irksleiter Weber (Gießen). * 1 Jahre 1877 endete der Kampf unentschieden. Bis' zum vergangenen Jahre hatten die Cambridger 13mal hintereinander gesiegt, dann aber sorgten die Dunkelblauen für eine Überraschung durch einen hart erkämpften, aber deutlichen Sieg. Auch in.diesem Jahre ist Oxford Favorit, da die Mannschaft! Rbem-Mamische Börse. im Training die weitaus besseren Leistungen zeigte, vJiaiHifiwe «cj I während die Hellblauen mit Mannschaftsschwierig- Mttagsbörfe uneinheitlich. ketten zu kämpfen hatten. F r a n k f u r t a. M.,30. März. An den Aktien- Kur-re Evortnotizen. Märkten hielt das Anlageinteresfe der Kundschaft < r, " r. an. Zu den ersten Notierungen erfolgten vielfach Felix Kaspar, der deutsche Kunstlauf-Welt- nod) Glattstellungen, so daß die Kursentwicklung meister, fand bei seinem Auftreten in Neuyork eine uneinheitlich war, wobei sich aber im allgemeinen begeisterte Aufnahme. Die Blätter feierten ign als nur Veränderungen ergaben. Im Verlaufe einen würdigen Nachfolger Karl Schäfers. Beson- tonnte Teil der Rückgänge wieder ausgeglichen deres Lob fanden wieder die phantastischen Sprunge werden. Die Grundtendenz blieb zuversichtlich und des Wieners. absolut freundlich, das Geschäft war allgemein etwas belebter. Starke Beachtung fand die Einglie- Die Danziger SA. erledigte als erste und h^rung der Alpine Montan in die „Reichswerke zunächst einzige in den SA.-Gruppen den als Wie- ^rmann Göring". Verein. Stahl bröckelten 0,25 derholungsübung für das SA.-Sportabzeichen be« D a aut ng, waren aber auf dieser Basis gesucht, fohlenen 15-Itverhandlung wurde der Angeklagten restlos überführt. Er wurde deshalb, wie oben angegeben, verurteilt. Schwerer Unfall bei der zweiten Lustschiffhatte. NSG. Am Mittwochnachmittag um 16 Uhr ereignete sich auf dem Flug- und Luftschiff- Hafen Rhein-Main an der im Bau befindlichen zweiten Luf tschi'ff h alle ein schwerer Unfall. Aus bisher ungeklärter Ursache stürzte während der Montage ein Stahlträger, ein Teil des neuen Westtores, der Halle ein. Sechs Arbeiter kamen hierbei ums Leben, während sechs weitere schwerverletzt geborgen werden konnten. Die notwendigen Rettungsmaßnahmen wurden sofort durchgeführt. Die NS- Volkswohlfahrt hajt sofort die Betreuung der betroffenen Familien übernommen. Die zuständigen Dienststellen überzeugten sich an der Baustelle von dem Umfang des Unglückes und trafen die ersten Anordnungen. Die Ermittlungen über die Entstehung des Unglückes sind im Gange. wehr statt, bei der die Wehren mit „Sehr gut" abschnitten. Mustergültige Leistungen wurden "im Fuß- und Geräteexerzieren gezeigt. Die Mitgliederzahl hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Für den Ernstfall brauchte die Wehr nicht anzutreten. Allen Mitarbeitern wurde herzlicher Dank gesagt, insbesondere aber der Gemeinde für finanzielle Unterstützung der Wehr. Für die neuangeschaffte Motorspritze wurden die Kameraden Wilhelm Melchior Hahn, Heinrich Henkel. Willi Wagner, Wilhelm Pfeiffer XII., Heinrich Zecher, R. Dietz und Wilhelm Wagner XI. eingefeilt. £ Garbenteich, 29. März. Am Samstag hielt die hiesige Spar - und D arlehenskasse im Saale von Mitglied Lotz ihre Jahreshauptversammlung ab. Von dem Vorsitzenden des Auffichts- rates Keßler wurde die Versammlung in Anwesenheit von 101 Mitgliedern eröffnet und die weitere Leitung dem Vorstandsmitglied Kontrolleur Stumpf übertragen. Der von Direktor Kissel bekanntgegebene Geschäftsbericht ließ einen großen Aufschwung der Kasse im letzten Jahre erkennen. Bei zwölf Neuanmeldungen und drei Austritten hat die Mitgliederzahl die stattliche Höhe von 258 erreicht, wovon ein kleiner Teil auf die Nachbargemeinde Hausen fällt. Der Umsatz stieg auf über 300 000 Mark, die Einlagen der Schulsparkasse waren dem Vorjahre gegenüber um ein Drittel gewachsen. In der Vorlage der Bilanz durch Rechner L a n g sowie des Revisionsberichtes durch Aufsichtsratsmitglied Wilh. Kissel war eine einwandfreie Kassenführung festzustellen. Der Gesamtleitung konnte Entlastung erteilt werden. Die Verteilung des Reingewinnes wurde nach dem Vorschlag' des Vorstandes angenommen, ebenso erfuhren die Erweiterung der Kreditgrenze von 200 000 auf 300 000 Mark sowie die neue Dienstanweisung und Geschäftsordnung einstimmige Annahme. Das satzungsmäßig ausscheidende Aufsichtsratsmitglied Keßler und Vorstandsmitglied Direktor Kissel wurden durch Zuruf wiedergewählt. Am 14. Dezember 1938 kann die Kasse auf ihr 40jähriges Bestehen zurückblicken; es wurde der Beschluß gefaßt, dieses Jubiläum entsprechend zu feiern. Durch eine Sammlung konnte dem Winterhilfswerk der Betrag von 14 Mark überwiesen werden. Für eine größere Spende anläßlich der Katastrophe des Luftschiffes „Hindenburg" wurde der Kasse durch das Reichsluftfahrtministerium eine Urkunde übersandt und diese der Versammlung be- tanntgeaeben. In seinen Schlußworten forderte Vorstandsmitglied Stumpf erneut auf, der Kasse als dem einzigen Geldinstitut des Dorfes auch weiterhin Treue zu bewahren. (D Garbenteich, 30. März. Die hiesige Schule veranstaltete im Saale von Gastwirt Jung einen Elternabend. Rektor Mörschel begrüßte die Besucher und sprach kurz über die jüngsten politischen Ereignisse in der Ostmark. Die 5 a m 5 f a g, 2. April, 20 Uhr: Große „kdF."-Miele Gruppe I und II: „Großer Bunter Abend" im Stadttheater für Gruppe I und II gemeinsam (fein Kartenverkauf). Die 14. Vorstellung der Gruppe I findet ausnahmsweise am Vlontag, 11. April, statt. Operette „Clivia". Schulfeiern zur Volksabstimmung. Der Reichserziehungsminister ordnete an, daß in allen Schulen die Abschlußfeier des Schuljahres bzw. die letzte Schulstunde vor Ferienbeginn der bevorstehenden Volksabstimmung des Geeinten deutschen Volkes in würdiger Form gewidmet wird. 2000 Kinder aus Oesterreich kommen in unseren Sau. NSG. Am 6. und 7. April treffen im Gau Hessen-Nassau vier große Sonderzüge mit 2000 Ferienkindern aus Oesterreich ein. Drei Züge laufen im Hauptbahnhof Frankfurt a. M., ein Zug im Haupt- bahnhof Darmstadt ein. Von den beiden Sädten aus werden die Kinder im ganzen Gaugebiet verteilt. In erstaunlich kurzer Zeit war es der NS.-Dolks- wohlsahrt gelungen, die 2000 Freiplätze für die Kinder zur Verfügung zu bekommen. Eine große Anzahl Volksgenossen hat sich sofort bereit erklärt, ein österreichisches Kind zu einem mehrwöchigen Aufenthalt bei sich aufzunehmen. Dieser praktische Sozialismus der Tat legt wieder Zeugnis davon ab, wie begeistert das deutsche Volk von der großen Tat des Führers ist, der die Ostmark dem Reiche angegliedert hat. Sie ist aber auch ein Beweis für die Opferfreudigkeit, wie sie ungemindert feit der nationalsozialistischen Erhebung im deutschen Volke lebendig ist. IlSLS., Bezirk Gießen-Land. In der gestrigen Arbeitstagung des NSLB., Bez. Gießen-Land, hielt nach Begrüßungsworten des Bezirkswalters, des Rektors Siegfried (Gro- ßen-Linden), Studienrat Dr. Glöckner (Gießen) einen sehr interessanten Vortrag über „D a s Germanen- und Römertuman dem ß*i m e s". In einleitenden Worten wies der Redner zunächst auf die große Bedeutung der Heimatgeschichte hin und gab danach Ouellenbücher an. Dann schilderte er ausführlich in großen geschichtlichen Ueberblicken idie Entstehung des Pfahlgrabens, das Eindringen her Germanen, die Kämpfe, die Besiedlung, die Entstehung der Ortsnamen usw. Zum Schluß sprach er die Bitte an die Lehrer aus, chm bei der Arbeit der Erforschung unserer Heimat zu helfen und auch die unscheinbarsten Funde zu melden. Reicher Beifall wurde dem Redner zuteil. Rektor Siegfried betonte dann vor allem, daß bei dieser Tagung die Fachschaften höhere Schule" । und „Volksschule^ gemeinsam getagt hätten und daß damit auch für die Zukunft ein Weg. gezeigt fei für diese gemeinsame Weiterarbeit. Der Fachschaftsleiter j der »Höheren Schule", Prof. Dr. Adolph, unter- strich diese Gedankengänge und begrüßte die Zu- j jammenarbeit Nach einer kurzen Pause gab der Bezirkswalter noch geschäftliche Mitteilunaen bekannt. Zum Schluß wies er auf die großen geschichtlichen Tage hin, die mir zur Zeit erleben, erinnerte an. die Wahl am 10 April und schloß die Versammlung in der üblichen Weise. Gießener Wochenmarktpreiie. * Gießen, 31. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, % kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Eier, Klasse S 13, Klasse A 12%, Klasse B 12, Klasse C 11%, Klasse D 10%, Wirsing, % kg 14 bis ,16, Weißkraut 10 bis 12, Rotkraut 14 bis 15, gelbe Rüben und Karotten 10 bis 12, rote Rüden 10 bis 12, Spinat 12 bis 15, Hnterkohlrabi 8, berufenen Männer sofort angenommen hat, und die herzlichen Wunsche für baldige volle Genesung gelten den Arbeitskameraden, die jetzt noch an ihren Wunden darniederliegen. Sängerfahrk der SV. „Cacilia" Lich. * Lich, 30. März. Die Sängervereinigung „C ä c i I i a" weilte am vergangenen Sonntag zum Run d fun k si n g e n in Frankfurt. Wie bisher allgemein festgestellt werden konnte, darf die Sängervereinigung mit den gebotenen Leistungen sehr zufrieden fein, was am besten durch eine große Anzahl Glückwunschschreiben aus Rüdesheim, Darmstadt, Mainz usw. bewiesen wird. — Mit dieser Fahrt nach Frankfurt verband man gleichzeitig die Besichtigung des Weltflughafens und der Großmarkthalle, um allen Teilnehmern auch einmal Bauwerke deutschen Erfinder- und Schaffensgeistes vor Augen zu führen. Nachmittags traf man sich in Bockenheim mit dem bekannten Frankfurter „Neebschen Männerchor" zu einigen geselligen Stunden, die bei Unterhaltung und Gesangsvorträgen leider allzu schnell vergingen. Doch alle konnten in dem Bewußtsein nach Hause fahren, einen Tag verlebt zu haben, der noch lange in Erinnerung bleiben wird. Mit den Sängern des „Neebsc^n Männerchors" konnten die schon bestehenden Freundschaftsbande noch enger geknüpft werden, und die Sangesfreunde gaben schon die Zusicherung, an unserem Fest an Pfingsten geschlossen teilzunehmen. Landkreis Gießen wg. Großen-Bu.seck, 28. Mär§. Im Der- einslokal „Zum Schwanen" hielt die hiesige Freiwillige Feuerwehr ihre Hauptversammlung ab. Kommandant Wilhelm Harbach III. begrüßte die Kameraden und gedachte kurz der Wiedervereinigung der Ostmark mit dem Reich. Schriftführer dritte Schulklasse zeigte dann unter Leitung toon Lehrer Lutz mehrere Spiele, brachte Gedichte zum Vortrag und fang Lieder. Die Eltern folgten mit dankbarer Aufmerksamkeit. Lehrer Stumpf führte anschließend an Hand eines Filmes ins Märchen- reich. < s. Lang-Göns, 30. März. Im ganzen werden zu Ostern 3 8 Kinder in die vierte Klaffe^ unserer Schule ausgenommen werden. <> Holzheim, 30. März. Die Schützenabteilung der hiesigen Kriegerkameradschaft veranstaltete zugunsten des Win ter Hilfs« wertes bei guter Beteiligung ein Preisfchietzen. Ein ansehnlicher Betrag konnte dem WHW. zur Verfügung gestellt werden. Es wurden folgende Ergebnisfe erzielt: 1. Ludwig Reitz, 2. Wilhelm Zeiß XII., 3. Willi Klee (je 36 Ringe), 4. Wilhelm Zeiß, 5. Wilhelm Buß, 6. Wilhelm Laux, 7. Erwin Klee, 8. Wilhelm Görlach, 9. Wilhelm K. Grieb und 10. Heinrich Wetz (je 35 Ringe). — Die jüngste WHW.-Straßenfammlung in unserem Orte erbrachte einen Betrag von 57 Mark. X Dorf-Gill, 30. März. Die Land st raße Holzheim — Dorf-Gill, die seit anderthalb Jahren infolge Brückenbaues der Reichsautobahn für den gesamten Verkehr gesperrt war, ist nun wieder hergestellt. Sie hat auf einer Länge von etwa 1 Kilometer eine schöne Teerdecke erhalten. Die Freigabe für -ben öffentlichen Verkehr dürfte in den nächsten Tagen erfolgen. csd Eberstadt, 29. März. Der Turnverein „Gut Heil" E b e r st a d t hatte seine Mitglieder zur Generalversammlung in das Gasthaus „Zum Schwanen" eingeladen. Schriftwart Ph. Reitschmidt gab einen ausführlichen Bericht über die Arbeit im vergangenen Jahre. Vorturner- stünden und Führertagungen wurden regelmäßig besucht. In Dillenburg und in Grünberg war der Verein mit seinen Wettkämpfern vertreten. Ober- turnroart Wilhelm Reitschmidt sprach von der regen Arbeit, die yi den Turnstunden geleistet wird und forderte zur regelmäßigen Beteiligung auf. Der Kassenbericht, von Kassenwart K. S ch n e i d e v erstattet, wies einen günstigen Stand aus. Die Turner H. Bender, W. Schäfer und A. v. D i e m e r wurden für ihre turnerischen Leistungen mit Diplomen bedacht. Der Dereinssührer Koch wurde erneut in feinem Amte bestätigt. Zum stellvertretenden Dereinssührer ernannte er den Turner PH. Herbert. csd Eberstadt, 29. März. Die kirchliche Statistik unserer Gemeinde zeigt für das Jahr 1937 folgende Zahlen: Die Gemeinde Eberstadt (mit Arnsburg) zählt nach der letzten Erhebung 601 evangelische Einwohner. Geboren wurden 7 Kinder (3 Knaben, 4 Mädchen), konfirmiert wurden 5 Kinder (2 Knaben und 3 Mädchen), getraut wurden 4 Paare, verstorben sind 6 Personen. Die Gottesdienste waren von 11541 Personen (4429 Männer, 4014 Frauen und 3098 Kinder) besucht. An Kollekten gingen 492,27 Mark ein. gfs. Eberstadt, 30. März. In unserem Ort sammelte die NS. -Frauen schäft 350 Eier für die NSV. Die Werbung für Freiplätze wurde erfolgreich durchgeführt. Es stellten sich zehn Haushaltungen zur Aufnahme von Ferienkindern bereit und einer für einen SA-Mann. Auch an der Frei- platzfpende haben sich manche opferbereit beteiligt. ch Birklar, 30. März. Das hiesige Jungvolk hielt im Saale Engel einen wohlgelungenen . Volksgemeinschaftsabend ab. Fähnleinführer Funk (Bellersheim) sprach kurz über den Zweck und den Sinn des Abends, der im übrigen mit Lieddarbietungen, jnit der Aufführung von Hans-Sachs-Spielen und mit sportlichen Darbietungen des Jungvolks ausgefüllt wurde. Stammführer Bocher sprach zum Schluß noch über die Fahrten der Hitler-Jugend und des Jungvolks im Sommer 1938. )( Lich, 26. März. In unserer Kirche fand eine Dolksmissionswoche statt. An den Vortragsabenden sprach der Dolksmissionar der Wichern- Vereinigung von der Lühe. Die Abende fanden in der Gemeinde großen Anklang. Die Woche schloß mit einem Dankgottesdienst und am Abend mit einem Vortrag. + Grün berg, 27. März. Eine eigenartige Form der Werbung haben etwa 40 hiesige Handwerker und Kaufleute, die sich unter dem Namen Grünberger Wer b e g e m e i n scha ft (GWG.) zusammengeschlossen haben, durchgeführt. Sie hatten am Samstagabend zu einer Schau in die Turnhalle eingeladen, und. eine grofjtf Zahl Besucher hatte sich eingefunden. Der Vorsitzende der Vereinigung, Kaufmann Friedel Hofmann, erläuterte den Zweck der GWG.» leistungsfähig zu fein, Schulung der Mitglieder, Dienst am Kunden zu üben, Verkehrsmöglichkeiten zu schaffen und die Beziehungen zur Landkundschaft weiter auszubauen. Syndikus Dr. Fröhlich von der Industrie- und Handelskammer Gießen wies auf die Pflichten und Aufgaben des Einzelhandels hin und wünschte besten Erfolg. Bürgermeister Krämer gab seiner Anerkennung über die Leistungen der Grünberger Geschäftswelt Ausdruck. In einem bunten Programm zog dann die Werbeschau an den Augen der Besucher vorüber. Als äußere Form hatte man eine Anzahl dramatischer Szenen gewählt, die Henner Bocher geschickt verfaßt und zusammengestellt hatte. Wesentlich zur Bereicherung und Abwechslung« tymenj meine ial: berartige «bitten- M begreife Sie g Wf 'n”6 es »»liett it einem » nn » yss St? -As Äd- *9.# einem e fie 6 rifdr X-Ä 'st %[i0? de^ * A« erft«"2 &' in(l"’&rb<11 des Programms trugen sowohl die guten musikalischen Darbietungen einer kleinen Kapelle unter Leitung von Dr. Herdt, als auch mehrere Lieder von Fräulein Herdt bei. Der Sonntagnachmittag brachte eine Wiederholung der Vorführungen, die wieder gut besucht war. * Kreis Friedberg. -j- BUtzbach, 27. März. Die hiesige Bezirkssparkasse, Mathildenstift, hat auch im verflossenen 89. Geschäftsjahr eine günstige Aufwärtsentwicklung zu verzeichnen. Die Kasse konnte grijßere Summen zur Förderung des Wohnungsbaues und der Bautätigkeit im allgemeinen für den gesamten Bezirk zur Verfügung stellen. Der Gesamtumsatz betrug 1937 - 88 596 000 RM., gegenüber 4 224 000 RM. im Jahre 1913. Ende 1937 waren die Spareinlagen auf 9 022 000 RM. gestiegen, sie hatten sich im Berichtsjahre um 764 000 RM. erhöht. Die Zahl der Spar- und Aufwertungskonten ist auf 12168 angewachsen, hat also eine Zunahme von rund 600 Konten aufzuweisen. Einer ganzen Anzahl Darlehns- und Kreditanträgen, soweit sie satzungsgemäß zulässig sind, konnte mit einem Ausleihebetrag von 650 000 RM. entsprochen werden. Er fand in der Hauptsache für Wohnungsbauten und andere produktive Zwecke Verwendung. Der Betrag der flüssigen Mittel ist von 2 047 000 RM. auf über 2 750 000 RM. gestiegen. * Münzenberg, 30. März. Am heutigen Mittwoch kann unser Einwohner Landwirt Anton Hengst I. seinen 8 0. Geburtstag feiern. Der hochbetagte Mann ist geistig noch außerordentlich rege und nimmt an den Ereignissen unserer Tage lebhaften Anteil. Er feiert seinen Geburtstag im Kreise von 6 Kindern, 11 Enkeln und einem Urenkelkinde. Kreis Alsfeld. △ Alsfeld, 28. März. Am Samstag und Sonntag beging der Sanitäts-Zug Alsfeld des Deutschen Roten Kreuzes, die ehemalige Freiwillige Sanitätskolonne, die Feier des 25jährigen Bestehens. Am Samstagabend fand im „Deutschen Haus" ein Kameradschaftsabend unter Mitwirkung der Sängeroereinigung „Lieder- tranz-Harmonie" und der Turnerinnen-Abteilung des Turnvereins Alsfeld statt, der recht gut besucht war. Kreiskolönnenführer Bellinger (Alsfeld) gab in seiner Ansprache ein anschauliches Bild über die Entwicklung und die Tätigkeit des Roten Kreuzes in Alsfeld und im Weltkriege seit der im Jahre 1912 erfolgten Gründung. ■ Hauptbrandmeister Hartmann von der Freiwilligen Feuerwehr Alsfeld sowie der Geschäftsführer des Alice-Frauenvereins Alsfeld und der Führer der Kriegerkameradschaft Alsfeld, Lehrer Hartmann, überbrachten die Glückwünsche ihrer Organisationen und betonten das gute Einvernehmen mit dem Sanitätszug Alsfeld. Am Sonntagmorgen fand eine Kranzniederlegung am Ehrenmal auf dem Friedhof, mittags gemeinschaftliches Mittagessen im „Deutschen Haus" anschließend kameradschaftliches Zusammensein statt. § Alsfeld, 29. März. Der Besuch von 20 österreichischen Kindern in Alsfeld ist angemeldet für einen längeren Erholungsaufenthalt. Die Pflegestätten wurden von der RSD. beschafft. Im Rahmen der Kinderlandoerschickung treffen im Laufe des Monats April weitere 13 Kinder aus anderen deutschen Gauen in Alsfeld ein. ch Höingen, 30. März. Am kommenden Samstag, 2. April, kann der ä l f e st e Einwohner unserer Gemeinde, .Dietrich Scholl II., im Kreise Dort zwei Kindern, zwei Enkeln und einem Urenkelkinde seinen 8 6. Geburtstag feiern. Der hochbetagte Mann erfreut sich noch guter Gesundheit. Wir gratulieren! Kreis Wehlar. # Lützellinden, 29. März. Der Gern e i n de r a t beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung mit der Festsetzung der vorläufigen Hebesätze der Grundsteuer für das Rechnungsjahr 1938. Die Grundsteuer für die land- und forstwirtschaftlich genutzten Betriebe wurde auf 200 v. H., die Grundsteuer für Gebäude auf 115 v. H. festgesetzt. Die endgültige Festsetzung der Grundsteuer erfolgt bei Aufstellung des ordentlichen Haushaltsplanes. Eine neue Friedhofsordnung wurde erlassen, für die der Gemeinderat seine Zustimmung gab. — Gegenwärtig sind die hiesigen Landwirte damit beschäftigt, ihre Kartoffe'lsilos ein zweites Mal zu füllen. Die Dämpfung wird von einer auswärtigen Dämpfkolonne vorgenommen, biq von Hof zu Hof fährt. Reues Bauerntums Lpd. Das neue Deutschland braucht eine Vielzahl gesunder Bauernfamilien auf eigenem Grund und Boden. Daher wurde schon am 14. Juli 1933 das Reichsgesetz zur Neubildung deutschen Bauerntums geschaffen, das namentlich die Unterbringung nachgeborener Bauernsöhne auf eigener Scholle ermöglichen soll. In Hessen wurden auch auf diesem ngtional- politisch wichtigen Gebiet bedeutende Erfolge erzielt, und dadurch sowohl der Einwurzelung neuen Bauerntums, als auch der Steigerung der landwirtschaftlichen Erzeugung ein wichtiger Dienst geleistet. Insgesamt wurden im Land Hessen seit der Machtübernahme über 150 N e u b a u e r n h ö f e Deine Stimme dem Führer, denn er gab der deutschen Wirtschaft auf allen Gebieten einen Auftrieb, den selbst die größten Optimisten in diesem Ausmaß nicht erwartet hatten. Ob es nun die Förderung der Stein- und Braunkohle, die Erzeugung von Stahl, die Produktion an Wolle oder die Steigerung unseres Kraftverkehrs ist, der Führer kann mit Ergebnissen aufwarten, die UNS mit stolzer Freude, andere Staaten mit Be^ wunderung und — 77eid erfüllen. angelegt, über 2000 Betriebe wurden im Anliegerverfahren auf Erbhofgröße gebracht, über 40 0 0 kleinen Landwirte n wurde zur Existenzsicherung Land zugeteilt, über 3000 Landarbeiter, Dorfhandwerker, A r - beiter und Gewerbetreibende erhielten kleine Landzulagen. Bisher wurden etwa 5 0 0 0 0 Morgen S i e d l u n g s f l ä ch e zugeteilt, für 1938/39 steht noch ein Landvorrat von 20 000 Morgen zur Verfügung. Die Namen Riedrode, Rosengarten, Allmenfeld, Hessenaue und der Erbhofweiler bei Heppenheim a. d. B. werden für immer der sichtbarste Ausdruck dieser gewaltigen Arbeit sein, die in wenigen Jahren von der nationalsozialistischen Regierung in Hessen mit so großem Erfolg durchgeführt wurde. Derkeyrsunfail kn Llch. L i ch, 31. März. Heute morgen um 9.10 Uhk ereignete sich an der Ecke Hintergasse und Bahnhof, straße ein Verkehrsunfall. Ein Motor, radfahrer stieß mit einem Lastkraftwagen zusammen. Der Führer des Kraftrades Reinhold Köhler aus Langd erlitt dabei erhebliche Verletzungen am Kopf. Lebensgefahr besteht jedoch nicht. Der Beifahrer kam ohne Verletzungen davon. Das Motorrad wurde schwer beschädigt. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt. Die Gendarmerie ist mit den Ermittlungen beschäftigt. Rundfunkprogramm Freitag, 1. April. 6 Uhr: Morgenlied. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: „Hamburg- mächtiger hebst du dein Haupt." Hymne von Hermann Claudius. 6.35: Welthafen im Erwachen. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 10: Schulfunk: Leben ist Arbeit — Arbeit ist Glück. 10.30: Deutsche Boxmeister reisen nach Frankfurt a. M. 11.55: Offene Stellen. 12: Musik zur Werkpause. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.15: Musikalische Kurzweil. 15: Kleines Konzert. 15.30: Mutter turnt und spielt mit dem Kind: Aprilsjeck — Aprilsjeck. 15.45: Allerlei vom Sport der Wache. 16: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Wie — bitte? Der fröhliche Lautsprecher aus dem Häuschen! 19: Nachrichten. 19.10: Klang der Landschaft. Stolze Burgen am silbernen Fluß. Ein Wandertag im hessischen Werratal. 20.10: Des Reiches Tor zur Welt. Klänge und Rufe aus dem Tagewerk einer Hansestadt. 22: Nachrichten. 22.20: Worüber man in Amerika spricht Von Kurt G. Sell. 22.30: Nachtmusik. Briefkasten der Redaktion. Mechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung) A. F. Die Kündigungsbeschränkung gilt sowohl für Wohn-, als auch für .Geschäftsräume; für ein aus einer Zwangsversteigerung erworbenes Haus gibt es bezüglich der Zeitspanne von drei Jahren keine besondere gesetzliche Regelung. 2099 A Auf die morgen Freitag, den 1. April, vormittags ab 10 Uhr pünktlich und bestimmt beginnende MMIiMklWMU (siehe gestrige Anzeige) wird nochmals hingewiesen £. Mtboff gerichtlich beeidigter Taxator für den Landgerichtsbezirk der Provinz Oberheffen u. Versteigerer für die Kreise Gießen, Lauterbach, Schotten Ein preiswertes Mittagessen! Hülsenfrüchte mit GEG.-Würstchen Linsen.......... 500 g Mk. 0.3ß, 0.36 Erbsen......... 500 g ab Mk. 0 28 Bohnen.............. 500 g Mk. 0.24 Hierzu die guten GEG. - Siedewürstchen 500 g Mk. 1.10 GEG.-RindsWürstchen 500 g b^k. 1.08 3% Rückvergütung! Verbrauchergenossenscliaft Gießen e. G. m. b. H. i 2085A Mehr Freude an der Natur durch Vermühler-Äücher! 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II. ein Stimmberechtigter, der nicht in eine Stimmliste oder Stimmkartei eingetragen oder darin gestrichen ist, 1. wenn er nachweist, daß er ohne sein Verschulden die Einspruchsfrist versäumt hat; 2. wenn er wegen Ruhens des Stimmrechts nicht eingetragen oder gestrichen war, der Grund aber nach Ablauf der Einspruchsfrist wegge- sallen ist; 3. wenn er Auslandsdeutscher war und seinen Wohnort nach Ablauf der Einspruchsfrist in das Inland verlegt hat; '4. wenn er Auslandsdeutscher ist und sich am Wahltag im Inland aushält. Den Grund zur Ausstellung eines Stimmscheines hat der Antragsteller glaubhaft zu machen, lieber seine Berechtigung, den Antrag zu stellen und den Stimmschein in Empfang zu nehmen, muh er sich gehörig ausweisen. Für Ausländsdeutsche werden noch am letzten Tage vor der Wahl während der Dienststunden von 7 bis 13 Uhr Stimmscheine ausgestellt. Für alle übrigen Stimmberechtigten ist wegen der ,Abschlußarbeiten für die Wahl die Ausstellung von Stimmscheinen nur Volksabstimmung und Wahl zum Großdeutschen Reichstag am 10. April 1938; hier: Stimmscheine. Stimmscheine für die obige Abstimmung werden vom Montag, dem 4.» bis einschließlich Freitage dem 8. April 1938, im Stadthaus, Bergstraße 20 — Zimmer Nr. 17 —, während der Dienststunden von 7 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr ausgestellt, jedoch nur in gesetzlich zugelassenen Fällen. Hiernach erhält auf Ankrag einen Stimmschein: l. ein Stimmberechtigter, der in Gießen in der Stimmliste eingetragen ist. Bekanntmachung. Die auf dem hiesigen Flughafengelände stehende Flugzeughalle der „Oblag" aus Eisenkonstruktion, 15 X 25 m groß, etwa 8,00 m hoch, als Montagehalle oder Werkstatt geeignet, soll an Interessenten zum sofortigen Abbruch abgegeben werden. 2092V Preisangebote sind bis zum 5. April an uns ein- zureichen. Gießen, den 30. März 1938. Städtisches Hoch- und Tiefbauamt. 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