Nr.25Erste§ Blatt 188. Zahrgang Montag, 31. Zanuar 1938 Lrfthem» täg ltd), außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die 30uftnerte Gießener Familienblätler Heimat im Bild Die Scholle Blonats-Besugsprets: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr e -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernfprechanfchliiffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Sieben Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Universitätsdruckerei R. Lange in Gießen. 8chriftleitvng und Geschäftsstelle: Schulstraße 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Grnndpreise für 1 mm höhe für Anzeigen oon 22 mm Breite 7 Rpf., für Text» anzeigen von70mm Breite 50Npf.,Platzvorschrift nach oorh Vereinbg 25"/„ mehr. Lrmähigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Deutschland feiert denGeburisiag des OrittenReichs Mr"®- Das große Wecken in der Reichshauptstadt je das Dritte Reich würbe Heichsminister Dr. Goebbels spricht zur deutjchen Iuoend. land um die Macht gerungen mirb. Die national- ^aliMche Bewegung stellt den Gegner in vierzehn U» viele Leiden und Entbehrungen hatten auf- !r«nhlJnnn,n ,,nh ,winat ihn zum Kampfe. Ein letz- wenden must-n. Um diese Stunde wurden m mals als Traum und ferne Sehnsucht vorschwebte, das Volk der Deutschen zu einigen, sein Reich wieder Berlin, 30. Jan. (DNB.) An dem Tag, an dem das ganze deutsche Volk mit Stolz und Freude auf das erste Jahrfünft der Regierung Adolf Hitlers zurückblickt, flattern wieder die Fahnen des Sieges von allen Giebeln und aus allen Fenstern im ganzen Reiche. Den Auftakt der Feierlichkeiten bildete das große Wecken, das in Berlin von fünfzehn Musik- und Spielmannszügen der Partei und ihrer Gliederungen ausgeführt wurde. Punkt 8 Uhr wieder leer lag, da gingen wir mit dem Führer- noch einmal das kurze Stück Weg oon der Reichskanzlei zum Kaiserhof zurück, für das wir in umgekehrter Richtung so viele Jahre, so viele Kämpfe, 1 in niolo Qpihpn lind t^ntbobrunaen hatten auf- krieges, wir sind nicht mehr schutzlos preisgegeben den Angriffen des Untermenschentums im eigenen Lande, wir lassen uns nicht mehr einschüchtern' Wir sind in jeder Beziehung Herren im eigenen Hause, uichXce liegt ganz allein in unserer Hand, wie wir unser Leben gestalten. Aber heißt das auch, daß wir jetzt, da alles so schön organisiert und geregelt ist, verzichten können auf die geistig-seelische ^kraftentfaltung, die sich im fast hemmungslosen Ueberschwang der Gefühle am 30. Januar so herrlich offenbarte? Rein, die Macht des Glaubens, welche einst die Bewegung Adolf Hitlers über die Parteien des Systems obsiegen ließ, wird immer und ewig auch die Grundlage sein müssen, auf der sich die Macht des Dritten Reiches erhebt. Von innen her müssen wir weiter an dem Ausbau des neuen Deutschland schaffen, von innen her müssen wir alle Probleme in Angriff nehmen, die in den ersten fünf Jahren noch ungelöst blieben. An solchen Aufgaben mangelt es gewiß nicht, und es ist gerade die weltanschauliche und sittliche Erneuerung auf vielen Lebensgebieten, welche die Zukunft von unserem Volke noch fordert. Die große weltanschauliche Auseinandersetzung dieses Jahrhunderts, das Ringen der Geister um eine neue Wertbestimmung des menschlichen Lebens, der Prozeß des nationalsozialistischen Umdenkens bis in die feinsten Verästelungen des Lebens hinein ist noch lange nicht abgeschlossen. Neben dieser wichtigsten Kampfaufgabe stehen die vielfältigen Notwendigkeiten auf den Gebieten der schöpferischen Kulturpolitik, der wirtschaftlichen und militärischen Sicherung der Nation, der ^Schaffung einer gerechten und dauerhaften Friedensordnung in Europa. So heißt unsere Parole: Vorwärts mit neuer Kraft ins zweite Jahrfünft, für Deutschland und den Führer! » H. Evers. setzten sich die Züge überall m Bewegung. Alte und neue Marschmeisen, Militärmärsche und Kampflieder der Bewegung schallten durch die anfangs noch fast menschenleeren Straßen der erwachenden Reichshauptstadt. Nach etwa halbstündigem Marsch waren die einzelnen Weckzüge an ihrem Ziel, Platze der verschiedensten Teile der Stadt, wo anschließend Platzkonzerte stattfanden. Berlin-Eharlottendurg unsere Kameraden Sturm- sührer M a i k o w s'k i und Polizeiwachtmeister Zauritz von feiger Kommunistenhand erschos- s e n. Das Dritte Reich war in seiner Geburtsstunde durch den Heldentod zweier Männer mit Blut geweiht worden. Jetzt war es Wirklichkeit, und der Aufbau konnte beginnen. , Nach fünf Jahren liegen nun die Resultat e' unserer bisherigen Arbeit sichtbar zu Tage. -Eine R e - auch fürihn gelten soll. Die Nation erwartet das gleiche. Aber die Situation ist geschichtlich noch nicht bis zur Reise^gediehen Die Forderungen des Führers werden zurückgewiesen, die Verhandlungen zerschlagen sich. Der Kampf um die Novemberwahl 1932 wird der Prüfstein für die Festigkeit der nationalsozialistischen Volksbewegung. Es gelingt nicht, den Nationalsozialismus zwischen Bolschewismus und Reaktion zu zerreiben. Er übersteht siegreich diese Prüfung und erweist damit seine innere Härte und Festigkeit. Während sog. maßgebende Männer d.es Regimes schon hochfahrend und von oben herab erklären, daß Hitler und seine Bewegung nun ganz und gar tot seien, setzt die Partei sich nach tiefem Atemholen erneut in Marsch und beginnt wiederum mit einem unerhörten Elan die gegnerifdjen Festungen zu berennen. Der Führer sitzt zwischen Weihnachten und Neujahr mit einem kleinen Kreis engster Mitarbeiter in seinem Berghaus auf dem Obersalzberg und prüft die Lage. Er kommt zu dem Entschluß, in dem für Mitte Januar 1933 für das kleine Sippe r Land angesetzten Wahlkampf aufs neue seine Formationen an die politische Front zu werfen und auf diesem kleinen Ausschnitt des Reiches noch einmal die Probe zu wagen. Hier gilt es, dem Lande zu zeigen, daß die 'nationalsozialistische Bewegung, ungebrochen wie nie, bereitsteht, die Verantwortung zu übernehmen. Da schreien die Gazetten in Berlin und im ganzen Reich: Hitler geht aufs Dorf. Unterdes aber erobert die nationalsozialistische Bewegung ein kleines deutsches Land, und als am Abend des 15. Januar 1933 die Wahlresultate von Lippe bekannt werden, da vergeht den Gegnern endgültig das Lachen. Eine Panik setzt ein. Jetzt weiß man im feindlichen Lager, was die Stunde geschlagen hat. Wiederum 14 Tage warten. Eine nervöse Spannung liegt über dem ganzen Land. Am 22. Januar marschiert die Berliner SA. auf dem roten Bülowplatz auf. Der kommunistische Janhagel tobt und johlt in den Seitenstraßen. Dort sieht man Panzerwagen und Maschinengewehre aufgefahren. Aber die SA. steht zur festgesetzten Stunde angetreten, getreu der' ausgegebenen Parole: „Front Karl-Liebkne.cht-Haus!" Der heiße Tag endet mit einem überragenden Sieg der nationalsozialistischen Bewegung. Am 29. Januar sind die Dinge dann reif. Das neue Kabinett ist fertig und kann berufen werden. Wir sitzen noch bei der Arbeit, als durch die Gardinen schon der graue Morgen des entscheidendes) Tages hereindämmert. Der Führer ist zur Audienz beim Reichspräsidenten drüben in der Reichskanzlei. Hm die Mittagsstunde kommt er in den Kaiserhof zurück. Unb nun ist es geschehen. Das neue Kabinett ist gebildet und bereits vereidigt. Einige Minuten später durchrast die Meldung: „Hitler ist ReichskanzlerBerlin und dann das Land und dann über Draht und Aetherwelle in die ganze Welt bis in ihren fernsten Winkel. Während wir schweigend und von tiefster Freude erfüllt in einem kleinen Wohnzimmer im Kaiserhof zusammenslehen, geht es hörbar wie ein Aufatmen durch das ganze Volk. Die Freunde und Anhänger triumphieren, die Gegner sind wie zerschlagen, und die Feinde packen bereits ihre Koffer, um mit den letzten Zügen Berlin und das Reich zu verlasiep und bei Rächt und Rebel über die Grenze zu gehen. Bei uns aber beginnt bie Arbeit. Der Führer entwirft die ersten Regierungsakte. Nachmittags tritt bereits das neue Kabinett zu einer Sitzung zusammen, und abends ergreift dann das Volk das Wort. Ohne Kommando und ohne Befehl sammeln sich die Hunderttausende an allen Ecken und Enden dieser 4,5-Millionenstadt, und nun beginnt der Triumphmarsch durch die Wilhelmstraße. Ein tiefes Glücksgefühl erfüllte alle Herzen bei dem Gedanken, daß unter dem Schmettern der Fanfaren und im Schein der Fackeln nun die Stunde der Erlösung angebrochen war. Als um 2 Uhr nachts der ganze Wilhelrnsplatz Von innen her. In seiner Rede an die Hitler-Jugend am Sonn- lugmorgen hat Reichsminister Dr Goebbels davon gesprochen, daß bei den Aufmärschen und Kundgebungen der nationalsozialistischen Bewegung niemals wieher eine so unbeschreibliche Begeisterung geherrscht habe, wie an jenem Siegesabend der deutschen Revolution, als Parteiformationen und Volksmassen dem ersten nationalsozialistischen Kanzler ihre Huldigungen darbrachten. Bedeutet diese Feststellung, daß wir heute nicht mehr den idealen Schwung besäßen, von dem wir in der Geburtsstunde des Dritten Reiches erfüllt waren? Gewiß nicht. Denn wäre wirklich die Flamme des revolutionären Wollens in uns erloschen, dann stünde Deutschland heute nicht auf einer so stolzen Höhe seiner Macht und seines Ansehens, dann hätten wir auch nicht den fünften Jahrestag der Machtergreifung mit so stolzer Freude und mit solcher Hingabe an den Führer begehen können, wie wir es gestern getan hab^n. Der Abend des 30. Januar 1933 war in jeder Hinsicht ein einmaliger Augenblick in der Geschichte. Das deutsche Volk glich in seinem damaligen Zustande einem Menschen, der, in höchster Lebensgefahr schwebend, plötzlich die Hand des Retters spürt und nun weiß: ich bin noch nicht verloren. Eine solche Stunde der Erlösung aus tiefster Hoffnungslosigkeit, der völligen Verwandlung aller bisherigen Daseinsbedingungen ruft Gefühle wach, die sich nicht wiederholen können. Seit diesem Umbruch ist unser Leben immer fester und sicherer geworden. Wir brauchen nicht mehr das Elend der Arbeitslosigkeit zu fürchten, wir sind nicht mehr abhängig von irgendwelchen Launen einer sogenannten Wirtschaskskönjunktur, wir stehen nicht mehr unter der Drohung eines Präventio- Zum Mittelpunkt der Morgenfeiern am fünften Jahrestag der nationalen Erhebung wurde der große Sendefaal des Berliner R uno f un k- haufes in der Masuren-Allee. Rund 1400 Angehörige der Hitler-Jugend füllten den Saal. Den Hintergrund der mit Tannengrun umwundenen und von den Fahnen der Banne und der anderen Formationen umsäumten Bühne zierte das rotweißrote Flgggentüch mit dem Adler der fügend. Dor dem Eingang zum Rundfunkhaus hatte eine Ehrenformation des Bannes 198 mit Mustkzug und Spielmannszug ' Aufstellung genommen.^ Reichsminister Dr. Goebbels wurde mit dem Reichsjugendführer Baldur v. S ch i r a ch am Eingang oon der HJ.-Führerschaft begrüßt und begab sich dann nach Abschreiten der Front durch ein oon Angehörigen der Marine-HI gebildetes Ehrenspalier in den Festraum. Mit dem Liede „Auf hebt unfre Fahnen" nahm die Feierstunde ihren 2Infang. Dann sprach Dr. Goebbels zu der deutschen Jugend, oie überall im Reich bei Gemeinschaftsempfangen seinh Rede hörte, in der er u. a folgendes ausführte: Meine deutschen Jungen und Madel! Es sind nun sechs Jahre seitdem vergangen! 1932 ist angebrochen. 12 Monate der Entscheidung, in denen in Deutsch' Wahlgängen und Zwingt ihn zum Kampfe, Ein letztes Mal bäumt sich das demokratisch-parlamenta- riföe Regime gegen die Umklammerung durch die nationalfoiialiititoe Soltsoppofition aus. Aber über, all im Lande ertönt jchon der Rus A d o l s H i t - ter Hebt d o r den Toren! Mit dem «kurz Brünings wird der blindwütigste Gegner der nationalsozialistischen Machtübernahme beseitigt. Ent- scheidungsvolle N e u w a h l e n z u m R e i ch s t a g loziallstische Opposition 1teig?dab1i'v°^107^ul°2M j oo'l u"tion'in des Wortes wahrster Bedeutung hat Manda mnb wird damit d i e größte Partei, sich oollzogen. Alle Gebiete unseres Lebens lmd in die der Deutsche Reichstag bis dahin gekannt hat. > ihr und durch sie umwälzend umgestaltet und neu- Keaen Adolf Eer laßt sich nur noch mit dem Kam-geordnet worden Der T ° t ° l i t a t s a n , p r u ch münismus oder durch eine reaktionäre Diktatur reM t) o n Idee und Bewegung hat sich leitdem a eren D a s P ° l k ° b e r w i I l, wie es durch im-; überall durchgesetzt. Der Nationalsoziatismus als mes wiederkehrende überwältigende Stimmabgaben politische Erichemungssorm ist in d,e Ertebniswett bekundet dast der Führer an die Verantwortung unseres eigenen Volkes und auch anderer Volker berustn wird Adolf Hitler erhebt dem Regime tief und unauslofchbar eingedrungen. Was uns da- nrnpniihpr die Forderung auf Führung der deut- m-------- . - . • • ■ - . s^pn Nolitik Er verlangt, daß das Gesetz ber Demo- Volk der Deutschen zu einigen, sein Reich roicber k?aUe^das auf der Mehrheit beruhend so oft gegen stark und mächtig zu machen seine Ehre wieder- lm angewandt worden ist, nun, da es für ihn herzustellen, fein Ansehen und seinen Ruhm zu spricht" nach den Spielregeln des Parlamentarismus! mehren, die Nation wieder als Großmacht m den Dor der Reichskanzlei in der Wilhelmstraße. Der Führer mit Dr. Goebbels auf dem Balkon. (Scherl-Bilderdienst-M.) < UL Qi r Kreis der anderen Nationen zurückzuführen, dem Volke Brot und Arbeit zu geben, die soziale Gerechtigkeit zum Fundament des Staates zu machen, dafür zu sorgen, daß Deutschland schöner und seine Menschen glücklicher würden, das alles ist nun Wirklichkeit. Warum aber schildere ich hier noch einmal den Werdeprozeß und die Geburtsstunde dieses Reiches? Rur darum, weil wir nicht vergessen dürfen, wie schwer das alles gewesen ist. was uns heute leicht erscheint, weil die Jugend, die diese geschichtliche Umwandlung zum großen Teil noch nicht bewußt miterlebt hak, das vor allem wissen muß, weil es notwendig ist, uns immer wieder bie Große unserer Zeit vor Augen zu halten, weil ich zeigen will, wieviel wir seitdem schon erreicht haben, und wie klein unsere heutigen Sorgen gegenüber unseren damaligen sind. Aber wo geschähe das besser, als vor der ganzen deutschen Jugend, und wann wäre es sinnvoller als an diesem 30. Januar, da unter neues Reich seinen fünften Geburtstag begeht. So grüße ich denn an diesem denkwürdigen Tage die ganze deutsche Jugend, die einmal unser stolzes (Erbe antreten soll. Ich preise sie glücklich, in einer so großen Zeil leben zu dürfen. Ich ermahne sie, zu arbeiten, zu lernen, zu kämpfen und st a r k zu sein. Ich grüße in ihrem Ramen den Führer, der uns allen Inbegriff des Deutschtums und Vorbild einer ringenden, tapferen Jugendlichkeit ist. Ihm nachzueifern wird immer der Stolz und die Ehre der deutschen Jugend sein. Wöge er viele Jahre noch in Gesundheit und Kraft der treue Sachwalter der deutschen Ration bleiben. In eurem Namen aber, ihr Jungen und Mädel, im Namen der ganzen deutschen Jugend grüße ich unser Reich und unser Volk, dessen treue Söhne und Töchter wir sind und immerdar sein wollen. Es lebe die nationalsozialistische B ewe- gung, die diesen Staat erkämpfte! Es lebe die deutsche Nation, der Inbegriff unserer Ehre und unserer Freiheit! Es lebe der F ü h*r e r und die tapfere deutsche Jugend, die seinen Namen trägt! Mit lautloser Stille verfolgten die Jungen und Mädel den spannenden Bericht, den Dr. Goebbels in seinem Rückblick über den Werdegang der deutschen Revolution zu geben wußte. Nachdem dann die vier Strophen des Liedes der Hitler-Juaend „Vorwärts, vorwärts schmettern die hellen Fanfaren" verklungen waren, schloß der Reichsjugendführer die Feierstunde mit dem beaeistert ausgenommenen Ruf Adolf Hitler — Sieg-Heil! Die Feier klang aus mit dem Gesang des Liedes der Deutschen und dem Lied des Freiheitskämpfers Horst Wessel. Staatsrat Heiner erhält den Titel <5*oo4sfefretör. LPD. Der Führer und Reichskanzler hat dem Staatsrat Reiner als ständigen Vertreter des Reichsstatthalfers in Hessen — Landesregierung — die Amtsbezeichnung „Staatssekretär" verliehen. MUMM — (Scherl-Bilderdienst-M.) Links der Führer in seinem Wagen, vor ihm der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß. eindrucksvollen Schauspiel «estai.e.essth der «. ^Gruppenführer W ° I f?_Dem^ Vorbei- marsch' wohnen ferner bei die Reichsleiter Dr. _ 1 ; , < s. er\.. « i »• ; 4a -'trhc;mrit>nn = fr" und Propaganda Dr. Goebbels bei. •ytl- •: ‘ r. - , t Berlin, 30. Jan. (DRV.) Der Führer und Reichskanzler empfing am Sonnlag in feinem Arbeitszimmer in der Reichskanzlei die Träger des von ihm durch Erlaß vom 30. Januar 1937 gegifteten Deutschen Rationalpreises für Kunst und Wissenschaft. Mil herzlichen Worten des Dankes und höchster Anerkennung für ihre fo hervorragenden Leistungen überreichte der Führer Frau Professor T r o o st für ihren verstorbenen Gatten, Professor L u d w i g T r o o ft, Reichsleiter Alfred R o sende r g, Dr. Wilhelm F i l ch n e r . Geheimrat Professor Dr. August Bier und Geheimrat Professor Dr. Ferdinand Sauerbruch die zugleich mit dem Rationalpreis verbundenen tragbaren Goldenen Ehr en z e l ch e n sowie die zugehörigen Urkund en. Die Ehrenzeichen entsprechen in ihrer wertvollen künstlerischen Gestaltung der Bedeutung, die dem Deutschen Rationalpreis für Kunst und Wissenschaft als der höchsten Auszeichnung, die das nalional- sozialistsche Deutschland auf diesem Gebiet zu vergeben hat, zukommt. Das Ehrenzeichen besteht aus einem auf der linken Brust zu tragenden mit Brillanten besetzten S t e r n , der in der Witte in Gold den Kopf der Pallas Athene zeigt sowie aus einem breiten,.» über der rechten Schulter getragenen B a n d e, das auf der linken Hüfte in einer Rosette mit dem Hoheitszeichen endet. — Der Ueberreichung wohnte der Reichsminister für Volksaufklärung und Das Ehrenzeichen des Nationalpreises. tßcherl-WHMMiUj _ f *r Beförderungen im SG.-Oberabschnttt Mein. Oie Nationalpreisträger sprechen heute im Rundfunk. Berlin, 31. Jan. (DNB.) Die Träger des Nationalpreises 1937, denen am Sonntag vom Führer in der Reichskanzlei die Ehrenzeichen dieses Preises verliehen wurden, sprechen heute abend im Rundfunk. Die Nationalpreisträger werden in dieser Sendung, die im Deutschland-Sender im Deutschlandecho in der Zen von 21 bis 21.15 Uhr gebracht wird, über entscheidende Schicksalsstunden sprechen. Zu einem Uhv*»»**«““— —•• • ., am Dormittag der Vorbeimarsch der L e t b st a n = barte Adolf Hitler ' CK"t™ Q” h*°- mon rechts- Dr Wilhelm F i l ch n e r, Geheimrat Prof. Bier, Reichsleiter zlipreD Jtojen- bera derFührer, Frau Prof. Troost und Geheimrat Prof. Sauerbruch. (Presse-Illustrationen Hoffmann — M.) 1 , N p. -$» V''& V In mustergültiger Ordnung schwenkt der Muslk- und Spielmannszug unter Leibstandarten-Ober- musikmeister Müller-John vor dem Führer ein, und dann führt Obergruppenführer ^ e p p Dietrich, der Kommandeur der Lelbstandarte, seine Männer an dem Führer vorbei. Mit gesenk- em Degen erstattet er dem Führer Meldung^Well- hin erdröhnt der eherne Marschtritt der Manner vom Schwarzen Korps. Den Blick fest auf den Mann gerichtet, dessen Namen sie tragen, fo mar» schieren die Männer der Leibstandarte am Fuyrer vorbei. Der Führer grüßt jede Reche, Den drei Sturmbann der Leibstandarte folgen die ---Nach- richtensturmbann Adlershof und die ---Totenkops- Verbände. Als der Musik- und Spielmannszug wieder einschwenkt, bereiten die Maßen dem Führer noch einmal jubelnde Kundgebungen, für die er mit erhobener Rechte nach allen Seiten hm oanrt. Unter den Tausenden befanden sich auch die Angehörigen der zur Zeit in Deutschland wellenden Abordnung des „Gerechtigkeitsbundes von Groß-Japan" („Dai Nippon Seigidan), die auf Einladung des Reichsführers -- vom Fenster des Propagandaministeriums aus dem Vorvel- marfch beiwohnten. geisterte Sunbgcbungen bereiteten m B t ea.m . Mn tt ber Musik StB l Dtf W *<» Z un d* *in r1 ö' qt.rer Z« xS en Hf. erid) ®rn" ßtjrenjiur^ JSfl! Eberhard M aller ® * sikzug die 4 Beethoven" dartenfuhrer und Sterb" renb der K° @eneralma|or vbenoachtmel tztabschef drnburg legtk 40 m an der w Malt -Berlin, hat folgende dige Anwach NSG. Mas sammenhäng fch-stlich durch den 2 Bank der planten gros eine N e u o waltung als notroent dieses Auso leitet, Pg. hält die hi> Mit Wir vernehmen folgende N waltungsw waltung de mann, 5>alder, ch o f f m a nehmunge Bank der Hauer, Hard Bo W aui kehren. Ml orbnung, bi jungen der der Bollmaa Reichsorgani adjutanten de» DAF. ei hengen lätii »Grußi Freunl und Berlin, führte die HI Rundfunk be toufchsenduna Deutschlands des Berliner strer des D. dem Stabsfü mann Laut ^Sendführunc °aren Votsch des Grasen ch Menen. Fe SWimt Wetter h ( deutsche verftnr Weibe’ ?.N)enl Ä L'dsüh «' u de, Kl r-tz! k d,s |"SUf Ä SK We?Ä 'S Ott, Gruppenarzt 2; zum Oberstarzt: Oberstfeldarzt Dr. Genz (Paul) in der San.-Abtl. 2, zu Oberstärzten (E) die Oberstfeldärzte (E): Dr. Heine- mann-Grüder beim Stabe des Gen.-Kom. HI A -K., Dr. Lör z, beim Stabe d. Wehrers.-Jnsp. Mannheim; zum Oberstarzt (E): Oberfeldarzt (E) Dr. Scholz- Sadebeck beim Stabe der Wehr- ersatz-Jnsp. (Münster-Westfalen); zum Oberstoete- rinär (E): Oberfeldveterinär (E) Dr. Kunke beim Stabe des Generalkom. I. Mit dem l^Februar 1938 ist ernannt: Oberst Gawantka, Kdr. Schutzen- Regt. 2 zum Kdr. der 3. Schützenbrigade. In der Luftwaffe: Mit Wirkung vom 1. Februar 1938 erhält den Charakter als Generalleutnant der Generalmajor Niehosf. Es werden befördert: zum Generalmajor: der Oberst des Generaltabes Löb; zum Oberst: der Oberstleutnant des Generalstabes Freiherr von Richt Hofen. Vor dem Führer stehen der bes Führers Rudolf Heß und der Reichsfu hrer -- und Chef der Deutschen Polizei Hemrick) 5) \ m m - ler, daneben der Chef des ^-Hauptamtes Obergruppenführer H e i ß m e n e r , der Chef des Hauptamtes Ordnungspolizei ---Obergruppenführer D a - luege, der Chef des Hauptamtes Sicherheitspolizei ff - Gruppenführer H e h d r ich und der Chef des persönlichen Stabes des Relchsfuhrers Berlin, 30. Jan. (DNB.) Der Führer hat aus Anlaß des 30. Januar einer Reihe von Parteigenossen im Hinblick auf ihre außerordentlichen Verdienste um die nationalsozialistische Bewegung und den nationalsozialistischen Staat das Goldene Ehrenzeichen derNSDAP. verliehen, darunter auch Karl Adam, Gauinspekteur, Kassel; Herbert Backe, Staatssekretär, Berlin; Ludolph B ä h r e, Vors. Disziplinarhof DAF., Berlin; Otto Bene, Landesgruppenleiter, Mailand; Willy B l o e d o r n , Landesbauernführer, Stettin; Rudolf Braun, Dr., Gauwirtschaftsberater, Kassel; Wilhelm Brückner, Obergruppenführer, Berlin; Robert Claußen, Kreisleiter, Koblenz; Nikolaus Eiden, Gruppenführer, Koblenz; Herbert Fust, Gruppenführer, Mannheim; Arthur Greis e r, Senatspräsident, Danzig; Hedwig Gustloss, Davos; Karl H a n ck e, Staatssekretär, Berlin; Wolf v. Helldorff, Polizeipräsident, Berlin; Willi Holländers, Bürgermeister, Limburg; Dietrich v. I a g o w , Obergruppenführer, Berlin; Wilhelm K l e i n m a n n , Staatssekretär, Berlin; Herbert Köhler, Gauobmann DAF., Kassel; Joseph Kremmer, Gauamtsleiter, Frankfurt a. M.; Werner Lorenz, Obergruppenführer, Berlin; Otto Löwer Frankfurt a. M.; Hans Lommel, Landrat, Hessen-Nassau; Fritz Marrenbach, Kreis- leiter, Siegburg; Karl Moder, Gruppenführer, Berlin; Hermann Neuburg, Gaugeschästsführer, Kassel; Heinrich Nietmann, Regierungsdirektor, Saarbrücken; Otto Nippold, Stellvertretender Gauleiter, München; Günther v. O b e r m tz, Obergruppenführer, Nürnberg; Heinrich Reiner, Landesregierung Hessen, Frankfurt a. M.; Fritz Schmidt, Oberführer, Kassel; Eva v. S ch r o d e r, Reichsleitung NSV.; Albert Speer, Prof., Berlin. Auszeichnung von Künstlern Be r l i n, 31. Jan. (DNB.) Der Führer und Reichs- kanzl?r hat namhafte Künstler und Wissenschaftler durch Verleihung eines Titels ausgezeichnet. Es wurden verliehen: d e r T i t e l P r o f e s s o r: dem Maler Elk E b e r in München, dem Kammersänger Karl E r b in Ravensburg, dem Maler Konstantin G e r - hardinger in Türwang bei Rosenheim, dem Architekten Hermann G i e s l e r in Sonthofen im Allgäu dem Architekten Wilhelm Härter in Mainz, dem Oberarzt Dr. Julius Hallervorden m Potsdam, dem Konzertfänger und Hochschullehrer JosefH a u s ch i l d in Berlin, dem Besitzer und Leiter der Rostocker Ernst Heinkel-Flugzeugwerke Dr. Ernst H e i n f e l in Warnemünde, dem Kunstmaler Hermann Kaspar in München-Ramersdorß dem Architekten Regierungsbaümeister a. D. Walter Krüger in Berlin-Frohnau, dem Maler Georg L e b r e ch t in Berlin-Zehlendorf, dem Jagdmaler Gerhard Löbenberg in Berlin, dem Maler und Graphiker Wilhelm Petersen in Neubabelsberg, dem Maler Paul Rosner in München, dem Intendanten Dr. Saladin Schmitt in Bochum, dem Kunstmaler Franz Triebsch in Berlin, dem Maler Adolf Wissel in Velber bei Hannover, dem Kunstmaler Rudolf Zenker in Straßberg bei Plauen i. 23.; her Titel Generalmusikdirektor: dem Dirigenten des NS.-Reichssinfonieorchesters Franz Adam in München; der Titel Generalintendant: dem Intendanten des Stadttheaters Duisburg, Dr. Georg Hartmann (Duisburg), dem Intendanten der Städtischen Bühnen in Essen, Alfred Roller, Essen, dem Intendanten, des Deutschen Theaters in Wiesbaden, Karl von Schirach; Beförderungen bei derpolizei. Berlin. 30. Jan. (DNB0 Aus Anlaß ter Wiederkehr des Tages der natiQalsozialiskschen Erhebung sind in der Ordnungspolizei folgende Ernennungen ausgesprochen worden: Zu Oberstleut n a n t e n der Schutzpolizei: die Majore der Schutzpolizei Hartmann, Polizeiverwaltung Oberhausen; K ü l l m e r, Polizeiverwaltung Hamm; Voelerling, Polizeiverwaltung Berlin; W i e - d e r badisches Ministerium des Innern m Karlsruhe. Zu Majoren der Schutzpolizei: die Hauptleute der Schutzpolizei Hahn, Polizeiverwaltung Berlin; Kleinfeld, Rheinpolizei Köln; K n u t h, anhaltifches Staatsministerium in Dessau; Korn, Polizeiverwaltung Mannheim; Lechthaler, Polizeiverwaltung Königsberg; Olbrich, Kreis- hauptmannschast Zwickau; S t a g l i ch , Polizeiverwaltung Oberhausen; Tennstädt, Pollzeiyerwal- tung Berlin; Wößner, Polizeiverwaltung Bochum; Zählte, Regierung Potsdam. Zu Hauptleuten der Schutzpolizei: 47 Oberleutnante der Schutzpolizei; zp Hauptleuten der Gendarmerie: sieben Oberleutnante der Gendarmerie; zu Oberleut n a n t e n der Schutzpolizei: 62 Leutnante der Schutzpolizei. Beförderungen in GA., GG. und AGKK. der Titel Kammersänger: dem Opern anger Hans Fleischer in Leipzig, dem Opernsänger Edwin Heyer in Berlin-Charlottenburg; der Titel K a m m e r f ä n g e r i n :öer Opernsängerin Ruth Jost-Arden in Köln, der Konzert- und Oratoriensängerin Amalie Merz-Tunner in Duisburg, der Konzert- und Dratorienfangerm Anny Quiftorp in Leipzig; der Titel Staatsschauspieler: dem Schauspieler Max Gülstorf in Berlin, dem Schauspieler Erhard Siedel in Leipzig; .... V der Titel S t a a t s s ch a u s p, e l e r i n : der Schauspielerin Franziska Kinz in Berlin, der Schauspielerin Olga Tschechowa; der Titel Kammervirtuose: dem Kammermusiker Heinrich B u r m e i st e r in Oldenburg, dem Kamermusiker Dietrich Entelmann in Oldenburg, dem Konzertmeister Volkmar Flecken in Oldenburg, dem Kammermusiker Kurt Gill- mann in Hannover, dem Ersten Konzertmeister Mar Ladscheck in Hannover, dem Kammermusiker Otto M e ch l e r in Hannover, dem Konzertmeister im NS.-Reichssinfonieorchester Michael Schmid (München); der 'Titel Kammermusiker: dem Waldhornisten Wilhelm K r ü g e r in Leipzig, dem Bratscher Hans R i p h a h n in Dresden, dem Cellisten Fritz Schröder in Berlin, dem Pauker Albert Geifert in Leipzig, dem Posaunisten Franz Winter in Berlin, dem Oboer im NS.-Reichs- sinfonieorchester München, I o s e f Z a u s (München), dem Ersten Hornisten Rudi Z i d l e r in Altenburg, dem Cellisten Wilhelm Zwingmann in Dresden. Beförderungen in der Wehrmacht. YVSG. Anläßlich des 30. Januar wurden im --- Oberabschnitt Rhein befördert: zum ---Oberführer Standartenführer Bornhausen; zum Obersturmbannführer Sturmbannführer H o-f f m a n n ; zum Sturmbannführer ---Hauptsturmführer Hildebrandt, Führer des Sturmbannes 1/33, Darmstadt; zum ---Hauptsturmführer ---Obersturmführer Avieny, Stab Oberabschnitt Rhein, und ---Obersturmführer Lorenz, Fürsorge • Referent Ober- abschmtt Rhein; zum Obersturmführer ---Untersturmführer Burandt, C1* rsi berfturmfübrer ---Unter- I ¥v nf e I m Kdr Oes '.'^"nrvezirrs nres-- jiurmiuyiri u i u n u i, Stab Oberabschnitt Rhein l ten I. M» metalftabäaiät. .(Scneialatjt Di. uni ^.-Sturmiührrr, »jutaut te 33. ü-sstaniarte, Verleihung des Goldenen Ehren-! Der Vorbeimarsch der Leibslandarte vor dem Führer Zeichens der ÄSDAp. --— ' Berlin, 29. Jan. (DNB.) Vom Obechen SA- Führer wurden anläßlich der fünften Wiederkehr des Jahrestages der Machtübernahme u. a. folgende Beförderungen in den Führerkorps der SA., -- und NSKK. vorgenommen: In der Obersten SA.- Führung wurden befördert: zum Brigadefuhrer: der Oberführer Gg. Thierack. Dem Stabe der Obersten SA.-Führung werden als SA.-Fuhrer z. V. zugeteilt: der Stabsleiter des Reichspropagandaleiters Hugo Fischer mit dem Dienstgrad als Oberführer, die Parteigenossen Waldemar Schön, Rolf Rienhardt mit dem Dienstgrad Standartenführer. Im Führerkorps der -- wurden befördert: zu ---Gruppenführern: die ---Brlgade- sührer Schaub, Hennicke, Zech. Willi- k e n s, Lammers, Dr. Backe; zu ---Bngade- führern: die ---Oberführer von Behr Conti, Dr. Jo Hst. Im Führerkorps des NSKK. wurde befördert: zum Brigadeführer: der Oberführer Adolf Berlin, 30. Jan. (DNB.) Der Führer Reichskanzler hat befördert: I m H e e r : Zu Generalleutnanten die Generalmajore: Bock, Kdr. der 11. Division, Hoepner, Kdr. der 1. leichten Brigade, von Ob st selber. Kdr. der 28. Division; zu Generalmajoren die Obersten: Lichel, Kdr. des JR. 22, von Hanneken, d. Gen. Stabes, z. V. des Oberbefehlshabers des Heeres; zu Obersten die Oberstleutnante: Grafe, i. St. des Gen.-Kdo. des 1. A.-K, Sauvant, im JR. 24, Spengler,.^ im JR. V9, Warlimont, Kdr. des Art.-Regts. pitter oon e n . 26, Baier, Kdr. des Art.-Regts 73, Dr.-Jng. Ritter von Horftig, genannt d'Aubigny von Engelbrunner, Kdr. der 2. Äbt. Art.-Regt. 53, von Erdmannsdorff, im JR. 30, Schlemm, d Gen.-Stabes z. D. des Oberbefehlshabers des Heeres,. Schuberth, Kraftfahrgerät-Jnspizient 2, von D i t f u r t h , im JR. 16; zu Obersten (E) die Oberstleutnante (E): von Heuß, Kdr. des Wehrbezirks Paderborn, Sturm, im Oberkommando des Heeres, Ziegenrücker, Kdr. des Wehrbezirks Stettin II, Liebe, Kdr. des Wehrbezirks Berlin VII, 21 u gar, Kdr. des Wehrbezirks Königsberg (Preußen) I, Schön Kor des Wehrbe- »irks Glogau, H e i t s ch , im Stabe des Gen.-Kdom IV 21 ’S? - Helm. Kdr des Richrbezirks Dres- i • - ' / ' /... KÄW 33, A Suter Jost, Wagner. 33. ---Standarte. Saufmann, Klann, Dr. Koch, Kräcker, Lerch, Rem-1 - Der Mrer • empsängtdieTrägerdesDeutschenAalionalpreises Feierliche Lleberreichung der Ehrenzeichen. Staat und Bewegung gedenken der Ermordeten des 30. Januar. Berlin, 30. Ian. (DNB.) Im Jubel der Feiern wird nie das Gedenken der Opfer untergehen Zum fünften Male jährt sich auch der Todestag von Sturmführer Heinz Eberhard M a i-- k o w s k i und von Polizeioberwachtmeister Z a u - ritz, die in txeuer Pflichterfüllung ihr Leben ließen. Ihrer gedachten in würdigen Feiern Staat und Bewegung. An der Mordstelle in der Mai- kowski-Straße zogen um 7. Uhr ein SA -Mann und ein Schutzpollzeibeamter zur Ehrenwacht auf. Anschließend wurden zahlreiche Kränze niedergelegt. An der schlichten Feierstunde am Grabe auf dem Jnvalidenfriedhof nahmen neben dem Traditionssturm 33/1 sämtliche Führer der Standarte 1 mit den Fahnen der Standarte teil. Standartenführer Erich E r n st gedachte 'n schlichten Worten der Ermordeten. Zu mitternächtlicher Stunde fand an der Mordstätte eine Gedenkfeier statt. Nach dem Aufmarsch der SA.-Standarte 1 mit ihren Feldzeichen, eines Ehrensturms der ff, einer Ehrenhundertschaft der Polizei mit der Fahne der Schutzpolizei Berlin, der Abteilung des Neichsarbeitsdienstes 4/92 „Hans Eberhard Maikowfki" und weiterer Abordnungen aller Gliederungen der Bewegung leitete der Musikzug die Feierstunde mit dem Trauermarsch von Beethoven ein. Der Führer der Standarte 1, Standartenführer Erich Ernst, sprach von dem Leben und Sterben seines gemordeten Kameraden, während der Kommandeur der Berliner Schutzpolizei, Generalmajor v. Kamps, des Opfertodes von Oberwachtmeister Zauritz gedachte. Im Namen von Stabschef Lutze und der SA.-Gruppe Berlin-Bran- denbutg legte dann Obergruppenführer von Ja- gow an der Mordstätte einen Kranz nieder. Ordnung des Finanz- und VerwallungsapparalesderDAF. Berlin, 29. Jan. (DNB.) Reichsleiter Dr. Ley hat folgende Anordnung erlassen: „Durch das ständige Anwachsen der Aufgaben der DAF. bzw. der NSG. ,Kraft durch Freude^ und der damit zusammenhängenden Errichtung neuer wirtschaftlicher Unternehmungen, ferner durch den Ausbau der Versicherungen, der Bank der D-eutschen Arbeit sowie der geplanten großen S i e d l u n g s t ä t i g f e i t, hat sich eine Neuordnung im Finanz - und Ver- waltungsapparat der Deutschen Arbeitsfront als notwendig erwiesen. — Mit der Gesamtleitung dieses Aufgabenbereiches habe ich meinen Stabsleiter, Pg. Heinrich Simon, beauftragt. Er erhält die hierzu notwendigen Vollmachten. Mit Wirkung vom 1. Februar 1938 tritt im Einvernehmen mit dem Reichsschatzmeister der NSDAP, solgende N e u e i n t e i l u n g des Finanz- und Verwaltungswesens der DAF. in Kraft: Finanzverwaltung der DAF.: Reichssachwalter Paul-Brinkmann, Etatamt der DAF.: Leiter Alexander Halder, Prüfungsamt der DAF.: Leiter Josef Hoffmann, Amt für die wirtschaftlichen Unternehmungen der DAF.-: Leiter Hans Strauch, Bank der Deutschen Arbeit: Leitung: Rosenhauer, Geylhalter und L e n c e r. Pg. Bernhard Bolz scheidet hiermit als Amtsleiter der DAF. aus, um in die freie Wirtschaft zurückzukehren. Ausführungsbestimmungen zu dieser Anordnung, besonders hinsichtlich der Aufgabenabgrenzungen der einzelnen genannten Sachgebiete sowie der Vollmachten, erläßt mein Stabsleiter." — Der Reichsorganisationsleiter hat ferner seinen Ches- adjutanten Marrenbach zum Geschäftsführer de» DAF. ernannt unter Beibehaltung feiner bisherigen Tätigkeit. „Gruß zwischen Ostund West." Freundschaftskundgebung der HI. und der Jugend von Nippon. Berlin, 29. Jan. (DNB.) Am Samstagmittag führte die HI. mit der japanischen Jugend über den Rundfunk beider Staaten ihre erste Jugendous^ tauschsendung durch.'. In dem mit den Fahnen Deutschlands und Japans geschmückten Sendesaal des Berliner Funkhauses waren mit dem Jugendführer des Deutschen Reiches von^Schirach und dem Stabsführer der Reichsjugendführung Hartmann L a u t e r b a ch e r die Amtschefs der Reichs- jugendführung erschienen. Von japanischer Seite waren Botschaftsrat Janai sowie der Vertreter des Grafen H u t a r a in Deutschland, Myamoto, erschienen. Ferner waren der Reichsintendant des deutschen Rundfunks Dr. G l a s m e i e r und Reichs- fende leite r Hadamowsky anwesend. Der deutsche Teil der Sendung begann mit dem Nürnberger Fahnenmarsch, gespielt von einem verstärkten Bläserchor unter Leitung von Hauptbannführer Georg B l u m e n \ a a t, und dem Lied „Wir Jungen tragen die Fahne", gesungen von der verstärkten Rundfunkspielschar ,^oer RIF. und Lehrgangsteilnehmerinnen der Reichsführenn- nenfchule 1 des BDM., Potsdam. Der Jugendfuhrer des Deutschen Reiches hielt dann eine Ansprache an die japanische Jugend. Der deutsche Dell der Sendung klang aus mit der Heidelberger Festspielfanfare und dem Lied der HI. Noch einem herzlichen Begrüßungswort des Rundfunksprechers in Tokio nahm das Wort ö e r Jugendführer Japans Graf Hutara. „Liebe junge Kameraden in Deutschland!" begann er. „An erster Stelle habe ich die Ehre, aus dem fernen Japan als Sprecher der japanischen Jugend dem von uns hochverehrten deutschen Führer und Reichskanzler auf dem Funkweg die ehrerbietigsten Gruße der japanischen Jugend zu übermitteln. Die schönste Erinnerung an meine Deutschlandreise im von gen Jahr ist der Besuch in Osnabrück. Der Reichs- jugendführer hatte damals die Güte, mich am 14. und 15. August zum Aufmarsch des Gebietes Nordsee der Hitler-Jugend einzuladen. Mit großer Begeisterung habe ich damals mit meinen Jungen den Aufmarsch und das Kampfspiel Ihrer Kameraden gesehen. Ferner konnte ich in Nürnberg Öen eindrucksvollen Aufmarsch Ihrer HJ.-Kameraden erleben." Hutara berichtete dann, wie viele Bortrage übet die HI. in allen Teilen des japanischen Reiches gehalten wurden. Die bis auf den letzten Pivtz gefüllten Säle hätten das Interesse der japanischen Jugend an der Entwicklung des nattonalsozialistl- schen -Reiches kundgetan. Ein Chor japanischer Jugend und ein nationaler Marsch aus Tokio beschlossen die Stunde. Neuer Dorstand des Vereins der Ausländischen presse. Berlin, 29. Jan. (MSB.) Der Verein des Aus- ländischen Presse in Berlin wählte den neuen Vorstand, der sich folgendermaßen zusammensetzt: Vorsitzender: Dr. B o j a n o (Italien), Stellvertretender Vorsitzender: Cable Oechsner (USA.), Schriftführer: Iourniac (Frankreich), Stellvertretender Schriftführer: Kronika (Dänemark), Schatzmeister: L. S u ß (Frankreich), Kontrolleur: Dr. Frucht (Tschechoslowakei), Beisitzer: Blok- zijl (Holland), Graf Dembinski (Polen), Lambert (England), Dr. Mayer (Schweiz), (USA.” °1 &5 (®n9lanö) und Sigrid Schultz Nalionalspanischer Durchbruch an der Südfront. Salamanca, 31. Jan. (DNB. Funkspruch.) Wie der nationalspanische Heeresbericht meldet, gelang es der im Südwesten Spaniens operieren5 Berlin, 30. Jan. (DNB.) Lodernder Fackel- chein gegen den nachtjch^varzen Himmel; wehende Hakenkreuzbanner im Strahlenglanz der Scheinwerfer; zündende Marschmusik und sieghafte Kampflieder zum Marschtritt der 25 000; zahllose Men- chenmengen im Rausch der Begeisterung; bran- )ende Heilrufe und immer wieder aufk'lingender dankerfüllter Jubel zum Führer; das sind die unmittelbarsten Eindrücke aus dem Erleben dieses heutigen Abends auf dem Wilhelmsplatz, der den Berlinern die Wiederholung des historischen Fackelzuges vom 30. Januar 1933 brachte. Stundenlang harrten die Massen Kopf an Kopf a u f dem Wilhelmsplatz aus, der im Lichte der von Scheinwerfern angestrahlen Gebäudefronten und Hakenkreuzfahnen ein wunderbar schönes und bewegtes Bild bot. Am Brandenburger Tor rund um den Pariser Platz, die Linden und dann die Wilhelmstraße entlang stauten sich die begeisterten Berliner zu undurchdringlichen Mauern. Ohne Unterbrechung strömten von allen Seiten neue Menschenmassen zu, so daß die Polizei alle Mühe hatte, die notwendigen Absperrmaßnahmen aufrechtzuerhalten. Inzwischen haben sich in der Charlottenburger Chaussee und in der Siegesallee die Marschkolonnen formiert; die Fackeln lodern auf, und unter begeistertem Jubel setzt sich die gewaltige Marschsäule in Bewegung. Noch warten die Massen auf dem Wilhelmsplatz in angespanntester Erwartung. Plötzlich ertönen in tosender Begeisterung Hestrufe: der Führer ist auf dem Balkon erschienen. In seiner Begleitung sieht man neben Rudolf Heß fast alle führenden Persönlichkeiten der Partei, des Staates und der Wehrmacht. Eine endlos scheinende breite Feuerkette flutet die Wilhelmstraße heran. Und nun hat die Spitze, geführt von Obergruppenführer von Jagow, die Reichskanzlei erreicht. Der Führer hebt grüßend die Hand, und häufende Heilrufe brechen los. Obergruppenführer v. Jagow begibt sich dann auf den Balkon der Reichskanzlei, um Meldung zu erstatten. Hinter dem SA.-Musikzug, der am Wilhelmsplatz einschwenkt, folgen zunächst die SA.-Standarten, danach ein gewaltiger Fahnenblock und dann in Zwölferreihen die braunen Kolonnen d e r SA., mehr als 10 000 Mann in kurz nacheinander folgenden Marschblocks, darunter die mit stürmischem Jubel empfangene SA. -Standarte „Feldh er r nh alle". Einer kleineren Einheit der Werkscharen schließen sich 3 00 0 NSKK.- Mk n n e r in ihren Sturzhelmen an. Es folgen die SA., SS. und ASM. sammeln. Berlin, 30. Jan. (DNB.) Die 4. Reichsstraßensammlung des WHW. am 5. und 6. Februar, auf der SA., SS. und NSKK. sammeln werden, steht im Zeichen deutscher Soldatenbilder. Zwölf Seidenbild-Webereien, deren Soldatenbilder uns bis in die Zeiten mittelalterlicher Landsknechte zurückführen, geben tauf diese Weise einen historischen Rückblick über die^Entwicklung deutscher Wehrmacht und damit deutschtzk Geschichte. Der Wert dieser WHW.-Abzeichen ist vor allem, daß sie nicht nur bedürftigen deutschen Volksgenossen helfen sollen, sondern daß sie auch vielen Hunderten von schaffenden Händen Arbeit, Brot und Lohn geben. Viele Arbeitsgange sind erforderlich, bis diese zierlichen Ansteckabzeichen versandbereit vorliegen. An zwei entgegengesetzten Ecken sind die reizenden Bildwebereien entstanden: im äußersten Westen des Reiches, in der Gegend oon Wuppertal und Krefeld und in der schlesischen Textilstadt Landeshut. Viele hundert fleißige Hände waren monatelang beschäftigt, rund 20 Millionen Stück dieser Soldatenbilder herzustellen Aber jedes Bild muß auch einen Rahden nationalspanischen Südarmee, im Abschnitt Granja de Terrehermosa (Provinz Badajoz) zahlreiche Gebirgszüge zu besetzen und sodann die feindliche Front bei Guarda de los Pinganillos z u durchbrechen, wobei ihr zahlreiche Waffen und Hunderte von Gefangenen in hie Hände fielen. Auch die Bleiminen vo>n Santa Barbara wurden oon den nationalen Truppen besetzt. Die Südarmee durchstieß die. feindliche Front in einer Breite von 20 Kilometer bis zu 10 Kilometer Tiefe. Von den eroberten Stellungen aus beherrscht sie das gesamte Pedroso-Gebirge. Nationale Flieger bombardierten als Antwort auf die heimtückischen Versuche roter Flugzeugangriffe auf Salamanca das feindliche Hauptquartier in Barcelona mit großem Erfolg. Ein Angriff im Abschnitt Jaca (Provinz Huesca) wurde abgewiesen; ein sowjetspanisches Bataillon ist bei dem Ansturm aufgerieben worden. Formationen der Politischen Leiter in Stärke von 2000 Mann und dann, mit Begeisterung begrüßt, 3 0 0 0 Hitlerjungen in ihrer kleidsamen Uniform. Eine Abordnung desRelchs- arbeitsdienstes mit geschultertem Spaten, dann die Männer des N S F K., der NSKOV., des Reichsluftschutzbundes, des Deutschen Reichskriegerbundes (Kyffhäuser), der Technischen Nothilfe, des N S. - M a- rinebundes und des R e i ch s t r e u e b u n - des. Dazwischen die Fahnenblocks und Musikzüge, .umsäumt von Hunderten von Fackelträgern. Und nun kommen zum Schluß die schwarzen Kolonnen der ff in Stärke von nahezu 4000 Mann, die Männer der -Leib standarte in Paradeuniform und die ^-Derfügungs- truppe. Die Begeisterung der Hunderttauseiide bricht sich in erneuten brausenden Heilrufen Bahn. Immer wieder dankte der Führer nach allen Seiten für die überwältigenden Treuebekundungen, auch diesmal war es den Absperrmannschaften nicht möglich, die Menge zurückzuhalten. Das Bild der von allen Seiten zum Führer hindrängenden und ihm mit erhobenen Händen zuwinkenden und ihm zujubelnden Massen bleibt unvergeßlich. Nie Feiern in Italien. Im Zeichen der deutsch-italienischen Freundschaft. Rom, 31. Januar (DNB. Funkspr.) Die Feiern des fünften Jahrestages der Machtübernahme standen in ganz Italien im Zeichen der deutsch-italienischen Freundschaft und trugen einen besonders festlichen Charakter, du zum erstenmal Schwarz- Hemden als Vertreter der faschistischen Partei und des italienischen Staates erschienen waren. In Rom wurde die Feier ausgezeichnet durch die Anwesenheit des Gouverneurs von Rom, Fürst Colonna, des Präfekten von Rom, Presti, des Gauleiters der Provinz, Ippolito. Die Festansprache hielt Hauptschriftleiter ff - Standartenführer Günther d^Alquen. Besonders herzliche Worte widmete er der engen politischen und geistigen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Italien. Die persönliche Freundschaft der beiden Führer, hinter der eine Kameradschaft der Millionen der beiden Länder stehe, sei keine politische Phrase, ihr Handdruck sei mehr wert als jeder Pakt. men haben. Die schlichten, geschmackvollen Metallumrandungen des WHW.-Abzeichens entstanden in der alten Bergwerks- und Eisenhüttenstadt Harzgerode. Aus deutschem Leichtmetall, aus Elektron, wurden sie oon vielen hundert Arbeitern während mehrerer Monate gefertigt. ' Seidenbilder und Leichtmetallrahmen mußten nun noch zu einer Einheit zusammengefügt werden. Diese Fertigstellung erfolgte wiederum in Wuppertal und in Schlesien, und zwar in der Hauptsache in den schlesischen Städtchen Frankenstein und Freiburg. Da wurden zunächst die Seidenbilder von Handwerkern, wie Buchbinder, Tapezierer und Maler auf große Pappbogen aufgeklebt. Dann wanderten die fertigen Bögen zu den Stanzern, die die Abzeichen aus den Bögen herausschlugen. Die beiden letzten Arbeitsgänge wurden von Frauen besorgt. Denn erst abaezählt und in Kartons verpackt, waren die „Soldaten" marschbereit. Viele jahrelange Wohlfahrtsempfänger haben bei dieser Arbeit Brot und Lohn gefunden. So Hilst also auch hier das WHW. durch Arbeitsbeschaffung Not zu lindern. Die prächtigen Seidenabzeichen sind dabei ganz aus deutschen Rohstoffen von deutschen Händen geschaffen. n e r heute nachmittag auf der italienischen Botschaft vor, um die Anteilnahme des Führers und Reichskanzlers und der Reichsregierung an dem Explosionsunglück zum Ausdruck zu bringen. Oie Kronprinzessin der Niederlande von einer Prinzessin entbunden. Amsterdam, 31. Jan. (DNB. Funkspruch.) Um 9.59 Uhr wurde die glückliche Geburt einer Prinzessin bekanntgegeben. Der Jubel in Amsterdam und im ganzen Lande ist unbe- chreiblich. , „Carl-Schurz-Schüleraustausch der national-politischen Erziehungsanstalten/' Berlin, 30. Jan. (DNB.) Mit dem Dampfer St. Louis verließen elf deutsche Teilnehmer des „Carl-Schurz-Schüleraustausches der nationalpolitischen Erziehungsanstalten" unter Führung eines Erziehers Deutschland, um sich f ü r e ch s Monate nach den Vereinigten Staaten zu begeben. In Neyyork treffen sie mit der gleichen Anzahl deutscher Austausch-Jungmannen zusammen, die nach einem halbjährigen Besuch amerikanischer Internate in die Heimat zurück k e h r e n. Der Austausch erfolgt in der Weise, daß elf amerikanische Schüler für ein ganzes Jahr nach Deutschland kommen, während die Jungmannen der nationalpolitischen Erziehungsan- talten bei einer doppelten Teilnehmerzahl in zwei Gruppen aufgfieilt sich j e s e ch s M o n a t e in Amerika aufhalten. Das Unternehmen, an dem sich zehn amerikanische Internats-Anstalten beteiligen, wird bereits seit einigen Jahren van der Landesverwaltung der nationalpolitischen Erziehungsan- talten durchgeführt. Einen wesentlichen Anteil daran nimmt die Vereinigung Corl Schurz, die darin eines der wichtigsten Mittel auf dem Gebiet der Pflege freundschaftlicher Beziehungen zu anderen Völkern sieht. Kleine politische Nachrichten. Der Leiter des Flugverkehrs auf dem Flughafen Rhein-Main, Ritter von Lechner, übernimmt ab 1. Februar die Leitung des Flugbetriebs auf dem Zentral flughafen Berlin-Tempelhof. Sein Nachfolger ist der bisherige Flughafenleiter in München O. Wieprich. Die Volksabstimmung im schweizerischen Kanton Waadt über das Verbot der kommunistischen Organisationen ergab eine Annahme des Verbotes mit der großen Mehrheit von 34 536 gegen 12 693 Stimmen. In der Stadt Lausanne, wo die Marxisten bei den Gemeindewahlen im November nahezu 10 000 Stimmen aufzuweisen hatten, sprachen sich jetzt nur 4536 Personen gegen das Kommunistenoerbot aus. * Am Samstag verließen das britische Schlachtschiff „N e l s o n" mit dem Oberkommandierenden der britischen Heimatflotte, Sir Robert Backhouse, an Bord sowie das Schlachtschiff „Rodney" und fünf Zerstörer Portsmouth mit Ziel Lissab o n. Die Schiffe werden dort drei Tage bleiben, um sich dann zu den großen Manövern nach Gibraltar zu begeben. Eine britische Militärabordnung wird am 20. Februar in Lissabon Verhandlungen mit der portugiesischen Regierung führen. * . Der rurnänische Gesandte in Moskau Ciuntu ist von seinem Posten ab berufen worden. Die Abreise des Gesandten, der seit der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Rumänien und der Sowjetunion die rumänische Gesandtschaft in Moskau geleitet hat, dürfte mit der plötzlichen Abberufung des Sowjetgesandten in Bukarest Ostrowski im Zusammenhang stehen. * * In den zwischen Oesterreich und der Tschechoslowakei geführten Verhandlungen über die Beseitigung der Benachteiligungen von österreichischen Staatsbürgern durch das tschechoslowakische Staatsverteidigungsgesetz wurde völlige Uebereinftimmung erzielt. Wetterbericht. Die äußerst lebhafte, vom Atlantik ausgehende Wirbeltätigkeit setzt sich fort. Einzelne Störungen folgen dicht dabei in ungewöhnlicher Schnelle, so daß die Witterung auch bei uns ein sehr unruhiges wechselhaftes Gepräge trägt, wodurch es am Sonntag zu verbreiteten, vielfach recht beträchtlichen Schneefällen und in unseren Nachbargebieten teilweise wieder zu neuen Schneesportmöglichkeiten kam. Es muß bereits am Montag wieder mit dem Eindringen kühlerer Meeresluft und mit dem Einsetzen neuer Regen- fälle gerechnet werden. Das sehr unbeständige Wetter bleibt erhalten. Aussichten für Dienstag: Unbeständig, mit einzelnen auch im Gebirge meist Regenfällen, mildere, lebhafte westliche Winde. Aussichten für Mittwoch: Fortdauer der unruhigen und unbeständigen Witterung mit Niederschlägen. Lufttemperaturen am 30. Januar: mittags 4,6 Grad Celsius, abends 2,1 Grad; am 31. Januar: morgens 4,5 Grad. Maximum 4,7 Grad, Minimum — 0,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 30. Januar: abends 2,1 Grad; am 31. Januar: morgens 1,2 Grad. — Niederschläge 2,4 mm. — Sonnenscheindauer 0,7 Stunden. Jintersport-Wetterbericht. Vogelsberg. Herchenhainer Hohe: Bedeckt, — 4 Krad, 40 Zentimeter Gesamtschneehöhe, 15 Zentimeter Neuschnee, Ski und Rodel gut. Rhön. Wasserkuvpe: Nebel, —3 Grad, 16 Zentimeter Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut._________________________________________ Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XII. 37: 11 000. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Explosionsunglück in einer italienischen Pulverfabrik. 18 Tote und 200 Leichtverletzte Rom, 29. Ian. (DNB.) In der 60 Kilometer südlich von Rom hinter den Lepiner Bergen gelegenen großen Pulverfabrik Segni hat sich am Samstagvormittag ein Explosion suu glück ereignet. Die Pulverfabrik Segni beschäftigt Tausende von Arbeitern in Tag- und Nachtschicht. Gegen 7.30 Uhr ereignete sich eine erste Explosion, der •X Stunden später die hauptexplosiou folgte und die einen ausgedehnten Brand verursachte. Die erste amtliche Liste der bis jetzt identifizierten Toten weist 18 Namen auf. Gleichzeitig wird von amtlicher Seite festgestellt, daß in einem Teil der Pulverfabrik bereits Mitte dieser Woche die Arbeit wieder ausgenommen wird. — Aus Rom ist der ganze Ambulanzpark mit Rettungsmannschaft und Polizei zur Hilfeleistung aufgeboten worden. Der König ha» sich sofort nach Eintreffen der Unglücks- nachricht nach Segni begeben, wo seither die Bergungsarbeiten mit Aufbietung aller Kräfte in vollem Gange sind. Der Duce ist am frühen Nachmittag nach Segni abgefahren. * lieber bas Unglück wird folgende amtliche Mittel- lung ausgegeben; „In den Werken zur Herstellung von Explosivstoffen in Colleferro ist in der Abteilung für Tritol eine Explosion erfolgt. Als Opfer sind einige Tote, deren Namen noch veröffentlicht werden, und einige Dutzend Verwundete, zum größten Teil Leichtverletzte, zu beklagen." Nach dem ersten Ergebnis der gerichtlichen Untersuchung scheine das Unglück auf Unvorsichtigkeit zurückzuführen zu sein, wodurch ein Rohr mit komprimierter Luft explodierte. — Agenzia Stefani hat eine weitere amtliche Mitteilung herausgegeben. Danach hatte man zunächst befürchtet, daß das Unglück sehr viel schwerer war als die anschließenden Forschungen ergeben haben. Ferner wird bekannt, daß der K ö n ig in Begleitung der Königin und der italienische Regierungschef Mussolini in Begleitung des Parteisekretärs die Unglücksstelle besichtigt und die Verwundeten im Krankenhause besucht haben. Wie verlautet, ist die Gefahr neuer Explosionen auszuschließen. Dem umsichtigen Eingreifen der Feuerwehr und der Truppen ist es gelungen, des Brandes vollständig Herr zu derben. Die Gemeinde Segni hat keinen ernsthaften Schaden genommen. O»e Anteilnahme des Führers. Berlin, 29. Jan. (DNB.) Im Auftrage des Führers und Reichskanzlers sprach der Staatsminister und Chef der Präsidialkanzlei Dr. M e i ß > OerhistorischeFackelzugznrIieichskanzlei 3m Zeichen -er Sol-aienbil-er. Oie 4.Heichsstraßensammlung am 5. und « Februar 1938. versteigert: Langholz: M. iGLORlAl Das grobe Ereignis! Heute Montag! Ein neuer spannender Ufa-Film mit Gießen, Marburger Straße 75III, den 31. Januar 1938. Kurt Richter M Käthe Richter, geb. 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Es wird gebeten, das Holz vorher einzusehen, da Beanstandungen nach der Versteigerung nicht mehr berücksichtigt werden. Nähere Auskunft durch Revierförster Bauer zu Merlau und das unterzeichnete Forstamt. — Steigerer, die ihre alte Holzgeldschuld bis zum Tage der Versteigerung bezahlt haben, erhalten den Zuschlag. Diejenigen, die ihre Holzgeldschuld am 1. Dezember 1937 nicht bezahlt hatten, müssen sich durch Vorlage der Quittung auswcisen. Nummerauszüge werden ab Mittwoch, den 2. Fe« bruar 1938, zum Preise von 30 Rpf. auf dem Ge- schäftszimmer des Forstamtes abgegeben. Grünberg, den 29. Januar 1938. , 613D Hess. Forst amt Nieder-Ohmen. Bähringer. ________ mustert, ca. sucht MITARBEITER die sich eine Dauerexistenz aufbauen wollen. Nach kurzer Einarbeitung (mit Tagegeld), neben wöchentl. Provis.-Vorauszahlung, fester Zuschuß. Schriftliche Angebote unter 614V an den Gießener Anzeiger erbet. Für Schwerhörige > Nur Siemefi$=Phonophore Vieltausendfach bewährt. 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Nachlässe von z di§ 0410 0408 Die Beerdigung findet heute nachmittag 3V2 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. Am Samstagabend entschlief nach langer, schwerer Krankheit mein innigstgeliebter Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel im Alter von 69 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Adolphine Bernhardt Philipp Bernhardt Bauunternehmer Freitagnachmittag entschlief sanft und wohlvorbereitet im Herrn unsere liebe Kusine, Tante und Großtante x , im 92. Lebensjahre. , ... . ... , Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; Frau Greta Fritz Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 2 Februar, nachmittags 3 Uhr vom Trauerhause, Frankfurter Straße 4, aus statt. _____________ 0412 Ischias- kranke trinken Linsser-Tee. Paket 1.54MK. und 2.13 Mk. 5n Apotheken. Probe gratis! Mele Anerkenn. Tinsser Leipzig 202 Nr.25 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Montag. Zl.Zanuar 1958 Der fönsteZahresiag derMachiübernahme in Gießen. Zum fünften Jahrestag der Machtübernahme des Führers zeigten die Straßen unserer Stadt am gestrigen 30. Januar außerordentlich reichen Flag- aenschmuck. Nach den heftigen Stürmen und Niederschlägen oom Samstagabend waren am Sonntagfrüh bei weiterem Negen, der zeitweise auch mit Schnee vermischt war, die Wetterausfichten zunächst wenig verheißungsvoll, jedoch klärte sich das Wetter vom Mittag ab immer mehr auf, so daß das Hauptereignis des Tages, der große Fackelzug am Abend mit der anschließenden Kundgebung auf Oswalds- garten, sich unter besten Voraussetzungen abwickeln konnte. Am Sonntag in der achten Morgenstunde fand zunächst Großes Wecken statt, das im Bereich der Ortsgruppen Gießen-Süd und Gießen-Mitte von der Kreiskapelle der Partei, im Bereich der Ortsgruppen Gießen-Nord und Gießen-Oft von dem Mufikzug der Standarte 116, gefolgt von einem Ehrensturm (11/116 unter Führung des Obersturmbannführers Förster) ausgeführt wurde. Die schneidige Marschmusik brächte auch die Langschläfer auf die Beine und war ein schöner Auftakt des Tages. Weitere Stürme führten am frühen Morgen Propagandamärsche durch. Der Vormittag brachte dann für die Hitler- Jugend und den B D M. die Uebertragung der Rede des Reichsminifters Dr. Goebbels, die von den Einheiten der Jugend in den verschiedenen Heimen gehört wurde. In den Kasernen unse- ferer Garnison fanden feierlicheAppelleder Truppenteile statt, bei denen die Bataillonskommandeure bzw. der Abteilungskommandeur in Ansprachen auf die Bedeutung des Tages hinwiefen. Am Abend, etwa von 18.30 Uhr ab, herrschte in den Straßen starker Betrieb. Die Männer der Politischen Leitung, der SA. und des NSKK. und die Jungens der HI. machten sich auf den Weg zu den Sammelplätzen ihrer Einheiten, von wo aus gegen 19 Uhr der Anmarsch der geschlossenen Formationen nach h^m gemeinsamen Sammelplatz in der Ludwigstraße und auf dem Ludwigsplatz erfolgte. Zu dieser Zeit befanden sich auch viele weitere Volksgenossen unterwegs nach dem Mittelpunkt der Stadt, um hier als großes Ereignis des Tages den Eine Vorstellung von der Länge der Marschsäule gibt die Tatsache, daß die Spitze des Zuges vom Horst-Wessel-Wall her bereits wieder beim Hotel Schütz angelangt war, als das Ende des Zuges gerade beim Hotel Schütz die Kreuzung Bahnhofstraße / Horst-Wessel-Wall passiert hatte; der Marschblock füllte also den Raum oom Hotel Schütz die Bahnhofstraße entlang bis zum Schipkapaß, die Kaplansgasse hindurch, den Seltersweg hinauf und oom Selterstor bis zum Hotel Schütz aus. lieber den Horst-Wessel-Wall erfolgte der Anmarsch zur Kundgebung auf Oswaldsgarten Nachdem die Formationen in einem großen Viereck aufmarschiert und von Standartenführer L u t - t e r dem Kreisleiter Backhaus gemeldet waren, eröffnete Kreispropagandaleiter Heymann die Kundgebung. Er forderte alle Volksgenossen auf, nach der Machtübernahme, zu tiefinnerlicher Dankbarkeit. Und diese Eintracht, die heute nur noch von notorischen Stänkerern, von Judenfreunden und dem Pfaffengezänk einzelner Konfessionen gestört wird, hat letzten Endes zu den großen Erfolgen der letzten fünf Jahre geführt. Sie hat nach Ueber- windung großer außenpolitischer Schwierigkeiten uns in letzter Zeit auch viele Freunde in Europa und in der weiten Welt zugeführt. Und weil wir nun wissen, daß auch in der Zukunft die Einheit des Dorfes, der Stadt und letztlich die Einheit des ganzen Volkes die Voraussetzung bildet für unsere Erfolge außen- und innenpolitischer' Art, deshalb wollen wir unsere Hauptaufgabe in der nächsten Zeit darin sehen, den Judenfreunden das schmutzige Handwerk des Geschäftemachens mit Juden zu legen und den politisierenden Schwarzröcken, die in den Dörfern in der Jugend beiderlei Geschlechts iA.m'-vw ;>• :M| tf Kreisleiter Backhaus während feiner Ansprache zur Kundgebung auf Oswaldsgarten. — (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) Fackelzug der Gliederungen der Partei zu sehen. Um 19.30 Uhr fetzte sich die außerordentlich lange Marschkolonne in Bewegung. Unter Vorantritt des Musikzuges und des Spielmannszuges der SA.-Standarte 116 marschierten die Einheiten, an der Spitze der großen Marschsäule Kreisleiter Backhaus, von der Ludwigstraße durch die Bleichstraße, Hindenburgwall, Frankfurter Straße, Liebigstraße, Bahnhofstraße, Kaplansgasse, Seltersweg/Horst-Wessel-Wall zum Oswaldsgarten. Es war ein prächtiger Anblick, den der Fackelzug als eine unübersehbare lange doppelreihige Feuerschlange bei dem Marsch durch die Straßen bot. Ueberall auf seinem Wege wurde der Zug von den großen Zuschauermassen herzlich begrüßt. In der ersten Gruppe des Zuges marschierte die SA. unter Führung des Standartenführers Lutter. An der Spitze der zweiten Gruppe marschierten unter Führung des stellvertretenden Kreisleiters Holländer die Politischen Leiter der Kreisleitung und aller vier Ortsgruppen, Vertreter der Werkscharen, das NSKK. mit seinem Standartenführer Nagel an der Spitze, NS.-Studen- tenbund, die Hitler-Jugend unter Führung des Unterbannführers Schneider, Jungvolk mit dem Jungbannführer Taesler an der Spitze, am Schluffe die ff unter Führung des Führers des ff-Sturmbanns 1/83, ff-Hauptfturmführer Hainbach. den Geist der Bewegung in der Kampfzeit wachzuhalten und in diesem Geiste weiter zu marschieren und weiter zu kämpfen für ein einiges deutsches Volk, in dessen Reihen niemals wieder Zwietracht einkehren kann. Hierauf sprach Kreisleiter Backhaus zu der großen Versammlung der Formationen und zu den Hunderten von Volksgenossen, die ringsum Aufstellung genommen hatten. Er sagte in seiner Rede u. a.: „Als wir soeben diesen schönen Fackelzug, an dem die Partei mit der SA. und all ihren sonstigen Gliederungen und Organisationen teilgenommen hat, durch die Hauptstraßen unserer oberhessischen Stadt Gießen geführt haben, da werden Ihnen genau wie mir allerlei Gedanken durch den Kopf gegangen fein. Unsere Gedanken sind zurückgekehrt in die Kampfzeit und in die vergangenen fünf Jahre nach der Machtübernahme. An nianchen Straßenecken haben wir unwillkürlich nach links oder rechts in die Nebenstraße geschaut in Erwartung eines Ueber- falls von jüdisch verhetzten Volksgenossen. Das ist heute Gott sei Dank vorbei. Allein die Tatsache, daß heute alle in einem geschlossenen Zuge marschieren, daß keine Morde und Ueberfälle in Deutschland mehr stattfinden, daß in den Betrieben, Kontoren und Werkstätten der Arbeitsfriede Einkehr gehalten hat, verpflichtet uns heute, fünf Jahre und hauptsächlich bei den Frauen ihren zerstörenden Einfluß geltend machen, gehörig auf die Finger zu klopfen; natürlich nur bildlich gesprochen. Die anständigen Pfarrer mit nationalsozialistischer Gesinnung wollen wir natürlich keineswegs irgendwie behelligen. Die anderen aber, die beispielsweise anstatt für das WHW. einzutreten, glauben, Pakete für politische Verbrecher entgegennehmen zu müssen, ober uns Vorschriften machen zu können, wie wir die weltanschauliche Schulung durchzuführen haben/ sollen wissen, daß mir uns das nicht gefallen lasten. Und so wollen wir denn nach der Totenehrung unseres unvergeßlichen Sturmführers Maikow- f f i, der heute vor fünf Jahren gefallen ist, unsere Kameradschaftsabende durchführen mit dem unbeugsamen Willen im Herzen, auch in den kommenden Jahren treu zum Führer zu stehen und von dem uns gesteckten Ziel keinen Fußbreit abzuweichen!" Nunmehr folgte eine eindrucksvolle Totenehrung zum Gedenken an den am Abend des 30. Januar 1933 von Kommunisten in Charlotten- burg durch feigen UeberfaU ermordeten Sturm- führer Hans Eberhard M a i k o w f k i. Standartenführer Lutter erinnerte in feiner Gedenkansprache an die Kampfzeit und an den 3 0. Januar 1 933 als den Tag des Sieges. An jenem Tage, so sagte er u. a., war der Höhepunkt des Siegesmarsches der SA. der Vorbeimarsch vor dem Führer. Wußten doch alle, daß nun eine neue Zeit für Deutschland hereinbrach. Durch die Machtübernahme des Führers hatten die schärfsten Gegner des Nationalsozialismus, Kommune und Sozialdemokraten, eine harte Niederlage erlitten, aber sie waren noch nicht tot. Das zeigte sich auch bald, als der- Fackelzug an diesem Tage beendet war und die Stürme in ihre Standorte zurückkehrten. Der Charlottenburger Sturm 33 mit seinem Sturmführer Hans Eberhard Maikowski bog gerade in die Waldstraße ein, als plötzlich alle Lichter erloschen und hinter dem marschierenden Sturm sich eine Horde von Menschen ansammelte, johlte, pfiff und Drohrufe gegen die SA. ausstieß. Zu feige für einen offenen Kampf, lauerten diese dunklen Gestalten einem kleinen Häuflein SA.-Männer auf. Der Gesang verstummte, und Sturmführer Maikowski ging zurück, um nach der Ursache zu sehen. Er befahl weiterzufingen. In diesem Augenblick fielen aus der Menge Schüsse, ein Polizeibeamter, der sich freiwillig dem Shurm anreihte, sank tödlich getroffen nieder, auch Sturmführer Maikowski traf die todbringende Kugel. Trotz seiner schweren Verwundung führte er seinen Sturm aus der ^gefährlichen Gegend, und an einer Straßenecke brach er zusammen. Im Krankenhaus erlag auch er seiner Verwundung. Als erster Blutzeuge des großen Sieges ging er ein zur großen Standarte Horst Wessel. Sein Name wird weiterleben in der SA. und wird ewig verbunden sein mit dem Ehrentage der SA. Die SA. aber marschiert weiter, und sie wird so lange marschieren, so lange Deutschland lebt, und Deutschland wird nicht zugrunde gehen so lange SA. marschiert! Zum Gedächtnis wurde zum Appell für Sturmführer Hans Eberhard Maikowski aufgerufen, und aus taufend Kehlen erschallte, gleich einer Mahnung für alle Zeiten, das „Hier!" in die Nacht hinaus. Nach dem Treuegelöbnis zum Führer und dem Gesang der Nationallieder als Abschluß der Kundgebung wurden Standarte und Fahnen zum Fahnensaal zurückgebracht. Die SA. nahm dann an den Kameradschaftsabenden der Ortsgruppen teil. Die Kameradschastsabende. Ortsgruppe Nord. Die Parteigenosten und alten Kämpfer aus den Reihen der Politischen Leiter, der SA., ff, NSKK., der Ortsgruppe Gießen-Nord und eine große Zahl junger Kämpfer fanden sich zu einigen frohen Stunden im Cafe Leib zusammen. Ortsgruppenleiter Thomas begrüßte die Parteigenossen mit herzlichen Worten und gestaltete den Abend zu einem schönen Kameradschaftsabend. Nach dem gemeinsamen Lied „Volk ans Gewehr" wies in einer Ansprache ff-Untersturmführer Pg. Heinz Horn auf die Bedeutung des 30. Januar hin und stellte noch einmal in der Schilderung der Kampfzeiten, der politischen Lage vor der Machtübernahme und der großen Stunden des politischen Erlebnisses damals und heute die gewaltige Größe unserer Zeit aller vor Augen. Pg. Horn erwähnte, daß in Gießen während der Kampfzeit die alten Kämpfer einen schweren Stand hatten, für die Idee des Führers zu kämpfen, um die Volksgenossen auf den Weg zu bringen, den sie heute gehen. Die alten Parteigenossen wußten, daß sie sich nicht umsonst einsetzten bis ins letzte, sie wußten, daß ihr Weg und ihr Ziel richtig war und daß einmal der,Tag kommen mußte, an dem der Führer die Macht ergriff. Und dieser Tag, der 30. Januar 1933, wurde Wirklichkeit. In Organisationen und Verbänden sei nun das deutsche Volk zusammengeschlossen worden Gießener Stadttheater. Giuseppe Verdi: „Der Troubadour." Wenn Verdi bis zu seinem 38. Lebensjahr mit den sechzehn Opern noch keinen andauernden Erfolg erreicht hatte, so ist es um so verwunderlicher, daß die drei folgenden Werke ihn plötzlich in den Mittelpunkt des Interesses der italienischen Oper stellen: „Rigoletto", „Troubadour" und „La Tra- viata". Wenn auch in den vorausgegangenen Opern typisch Verdische Züge nicht fehlen (die Verdi- Renaissance der vergangenen Jahre konnte davon genugsam zeugen), so hielten sie sich doch noch zu stark in den traditionellen Bahnen der italienischen Oper. Verdi hat einmal selber bekannt, „daß er zehn Jahre früher den Rigoletto nicht gewagt haben würde", „aber heute nicht mehr über Gegenstände wie ,Nabucco', ,Foscarft schreiben würde". „Sie weisen Szenen vom höchsten Interesse auf, ober sie sind ohne Mannigfaltigkeit. Es ist nur eine Saite erhebend, wenn man will, aber immer dasselbe." *- In den drei genannten Spitzenwerten steht immer eine Person im tragischen Mittelpunkt, die sich durch ihre Ungewöhnlichkeit außerhalb der menschlichen Gesellschaft einordnet: im „Rigoletto" der Narr, im „Troubadour" die Zigeunerin (Hexe), in „Xramata die Dirne. In einem Brief an seinen Textdichter Salvatore Camarano bezeichnet Verdi die Zigeunerin als ein „Weib von besonderem Charakter . „Nach ihr will ich die Oper nennen." Damit erklärt Verdi, daß ihn gerade das Besondere, nicht das Alltägliche und Traditionelle anreizt, und das ift der Schlüssel für die Durchschlagskraft der drei Werke. . _ , Die Handlung unserer Oper schließt sich an das Drama „El Trovador" von Antonio Garcia Gutierrez, dem Begründer der spanischen romantischen Schule, an. Auf die Durchgestaltung des Textes wie auch ganz besonders auf die Durchformung der einzelnen Charaktere hat Verdi entscheidenden Einfluß gehabt, zumal die Schlußszene in ihrer realistischen Auswirkung ist ihm zu danken. Es ist notwendig, bis zuletzt die beiden großen Leidenschaften dieser Frau fortdauern zu lassen, die Liebe zu Manrico und den wilden Durst, die Mutter zu rächen. Wenn Manrico tot ist, wird,ihr Rachegefühl gigantisch, und sie sagt in äußerster Erregung: „Ja, er war dein Bruder... du Tor... Mutter, du bist gerächt". Die Handlung mit dem Kampf der Brüder um Leonore ist reich an musikalischen Situationen und dramatischen Momenten, und mit Rücksicht daraus kann man über einige allzu opernhafte Züge hinweg sehen. Für die musikalische Durcharbeitung gebrauchte Verdi im Vergleich zu andern Werken verhältnismäßig lange Zeit; sein Ringen um den treffendsten Ausdruck ging soweit, daß er bisweilen die Melodien mehrfach änderte, ehe er sie gelten ließ, die Schaffensarbeit an dieser Oper ist besonders getrübt durch den Tod seiner Mutter; aber selbst der Textdichter sollte die Vollendung der Oper nicht erleben, er starb inmitten der Arbeit, und Leone Emanuele Bardare mußte das Werk zu Ende führen. Aus solcher inneren Haltung ist es dann zu verstehen, daß Verdi an Clarina Maffei schreibt: „Man sagt, die Oper wäre zu traurig und es gäbe zu viele Tote darin. Aber schließlich ist doch im Leben alles Tod; was bleibt sonst noch übrig?" Nicht nur in den Arien und Duetten gibt Verdi musikalische Höhepunkte, die explosiv aus der sich zuspitzenden Situation herausstrahlen, auch im Ensemble weiß er mit seiner Charakteristik die Gegensätze in der musikalischen Form ausgleichend zusammenzuschweißen. Von gant besonderer Wirkung ist das „Miserere“ in letzten Akt mit der A-cappella- Führung des Chores, der verzweifelten Leonore und dem Abschiedsgesang Manricos vom Turme her. Entsprechend den Ereignissen und den einzelnen Charakteren strebt seine Musik dem Heldischen zu; der Azucena verleiht er ins Dämonische vorstoßende Züge? immer aber ist Verdi situationssicher und hält sich frei von sentimentalen Zügen. Die Duettszene zwischen Mutter und Sohn im letzten Akt ist von Einfachheit und bezwingender Innigkeit; erschütternd, wie das Heimatsthema in die Auseinandersetzung zwischen Manrico und Leonore hinein- ^Äe Anforderungen, die Verdi an die Vertreter der einzelnen Partien stellt, überschreiten bei weitem das übliche Maß. Es verlangt nicht nur volle Ausprägung der melodischen Linie, sondern geht oft an die Grenzen des Stimmumfanges heran, um seinem dramatischen Akzent letzte Auswirkung zu geben. ' Um so erfreulicher ist es. daß mit den Bedingtheiten des Gießener Ensembles eine so hochstehende Aufführung ermöglicht werden konnte, die in ihrer inneren Geschlossenheit und in ihrer künstlerischen Durcharbeitung keinen Vergleich mit größeren Bühnen zu scheuen hat. Im geistigen Mittelpunkt der Aufführung stand Hildegard I a ch n o w als Azucena. Von ihrem ersten Erscheinen an im dritten Bilde ging etwas Dämonisches, ungemein Zwingendes ja, fast Ueberfinnliches von ihr aus, jeder Blick, jede Gebärde, jede kleine Bewegung ließen die Sphäre des Unheimlichen wachwerden, von Szene zu Szene wachsend und bannend, und im voll geladenen Affekt sich ZU wuchtender Größe emporreckend Das ermöglichten ihr bis zum Letzten die zu jeder Charakterisierung fähigen stimmlichen Mittel, die im hohen dramatischen Akzent den Umfang von zwei Oktaven überschritten, gefüllt von der Glut des Timbres und der reichen Skala charakterisierender Ausdruckswerte. Aus diesen Grundlagen her durchdrang sie das Musikalische in stilsicherer, jeder Möglichkeit nachgehender Durchleuchtung. Eine Azucena von außerordentlichem Format. Margarethe Merian ließ in der Leonore betont das Weibliche, Lyrische hervortreten, dem Charakter ihres Organs folgend, das im Decrefzendo der Höhe mit den klanglich beschwingten Pianissimo- tönen besondere Wirkungen einzufangen weiß. Ihr zur Seite stand Elfriede Grell als Ines, eine Freundin voll teilnehmender Besorgtheit und erfreulicher Anpassung an die gesangliche Aufgabe. Als kämpferisch bereiter Gegner faßte Gustav Bley den Grafen Luna mit zwingender dramatischer Kraft, ein unerbittlicher Gegenspieler der Zigeunersphäre. Weit ausgreifend in bewußter Führung seines akzentsicheren Organes, gab er dieser Gestalt starkes inneres Gewicht, dabei in fein- gegliederter Linie den Bogen der Kantilene voll Wärme und stimmlichem Wohlklang spannend und sieghaft durchschlagend in der Höhe des Affektes. Den Manrico hatte Ernst Riemenschneider als Gast übernommen. Seine Stimme ist in der Mittellage am ergiebigsten; da erklingt sie breit, fast ins Baritonale gefärbt. Seine mezza voce vermag er auch leicht in die höheren Lagen überzuführen, während sonst die Expansion seiner Höhe nicht in gleicher Richtung mit der Klangentwicklung in der Mittellage verläuft, da in seinem Organ die glvcken- hafte Weitung der Kvpfresvnanz noch nicht restlos durchgebildet ist. So konnte sein hohes C in der Stretta als der gesteigertste Ausdruck kämpferischen Mutes nicht durchschlagend zünden. Dagegen vermochte er in der Turmszene und im letzten Lied eindrucksvoll zu wirken. Der Erfolg des ersten Bildes ist der charakterisierenden Darstellung der Ferrando durch Alfons F o r ft n e r zu danken, sowohl mit feiner pointierenden Durcharbeitung des Gesanglichen wie durch die begleitende Geste. Der Chor der Nonnen hatte hier ebenso Anteil daran, wie mit den kriegerischen Klängen an der Vertiefung des fünften Bildes. Besondere Frische war der Chorszene des Zigeunerlagers eigen; die gedämpfte Verhaltenheit des Chores gab der Turmszene die Untermalung. Das Ganze hielt vom Dirigentenpult aus Joachim Popelka fest in der Hand, mit feinem Nachgehen beim Unterstützen der einzelnen Sängerindividualitäten. Bei einigen Tutti-Stellen wäre mit Rücksicht auf die Stimmen eine leichte Zurückhaltung des Klangkörvers angemessen gewesen. Das Orchester folgte seiner schwungvollen, aus den musikalischen Bedingungen herauswachsenden Führung mit vollem Einsatz trefflichen Könnens. Die Vorgänge der Bühne erfuhren durch Wolfgang Kühne Ausgeglichenheit und innere Gelöstheit. Der häufige Szenenwechsel der eindrucksstarken Bilder (Karl Löffler) vollzog sich überraschend schnell. Das leider nicht voll besetzte Haus brach oft und mit Recht in überaus begeisterten Beifall aus. Dr. Hermann Hering. Filme und Dichter. Immer wieder wird geklagt, daß so wenig Dichter sich finden, die etwas für den Film schreiben. Das liegt, wie Dr. Hans L e b e d e in einem gründlichen Aussatz des Februarheftes von V e l h a g e n & Klasimgs Monatsheften auseinandersetzt, zum Teil daran, daß sie des filmischen Brauches nicht mächtig sind und ihre Stoffe also nicht filmgerecht gestalten können. Folglich müssen filmdramaturgisch bewanderte Helfer kommen, die man oft geringschätzig als Routiniers bezeichnet, weil sie ein handwerksmäßiges Können beherrschen, ohne daß es nun einmal nicht geht. Und die machen dann des Dichters Schöpfung mit mehr oder weniger Behutsamkeit für den Film zurecht. Findet sich aber der Dramatiker, der bereit ist, den schweren Lernweg zu gehen, sich erst einmal mit den filmischen Forderungen bis ins letzte vertraut zu machen und dann ein Drehbuch zu schreiben, so wird er herzlich willkommen fein und dann bald auch keines Mitarbeiters mehr bedürfen, um das Filmkunstwerk aus einem Gusse zu schaffen. Andererseits: hat sich so ein Dichter bereits gefunden — wie etwa Gerhard Menzel, d'er nach seinen aus dem Roman entstandenen „Flüchtlingen", im „Mädchen Johanna" und an anderen Stoffen erwiesen hat, was er für den Film schaffen kann —, so darf er billig verlangen, auch als geistiger Urheber der filmischen Leistung gebührend bewertet zu werden. Und beachtet und herausgestellt. Kein Bühnenautor wird dulden, daß seist Stück auf dem Theaterzettel als „Schauspiel von Werner Krauß" angezeigt wird, weil der die Titelrolle spielt und damit einen großen Erfolg hat. Der Filmdichter aber soll dulden, daß ihm gewöhnlich alle vorangestellt werden, die noch an dem Werden dieses Gemeinschaftswerkes beteiligt sind: die „promrnen- ten" Darsteller, der Regisseur und mancher andere; er soll es dulden, daß, er allenfalls als „Zubringer" betrachtet wird, aus/dessen Einfällen die andern erst das wahre „Kunstwerk" schaffen! Er wird sich dafür mit Recht bedanken — und damit bleibt das Feld denen überlassen,' die gewiß nicht m ihrer Leistung herabgesetzt werden fallen, wenn man sie als „Drehbuch-Autoren" bezeichnet, aber nicht al« Dichter... ‘t. )e nd lle jm r • ■ts« )es es« ü r eilt b n ib 'n b n, en rb ne on ich m, id- im m n, uf i ■ ch ?rg ien >ch- au« jen er rde örz 133 en. .er« hen ü n» ‘orps die » ein Tau« i den Lehr- • n e r a Es« irt Ar« Ab. um ien. tiflt, den irze eck« als« fl besten i m llen sie An« lach er s, fest« fön« iben iber coße t. ölke« ittag n ts stabt lajor >ber» will- ihre !rzen Inter > die iben, über l der jrenb en. rung der SA. übernahm, bis dann Adam Lotz als Ortsgruppenleiter und SA.-Führer den Ausbau durchführte, so daß Adam Lotz zum ersten Kreisleiter der stetig wachsenden Bewegung berufen werden konnte. Er flocht die Erinnerung an manche persönliche Episode ein und machte verständlich, wie schwierig damals das Bekennen zum Führer wurde. Er erinnerte an die vielen Schwierigkeiten und die Auseinandersetzungen, die die SA. zu überstehen hatte, und sagte abschließend, wenn wir das Glück hätten und in diesem Jahre, gestützt auf die großen Erfolge der ersten Hitler-Urlauber-Kameradschaft, für hundert Männer mit dem goldenen Parteiabzeichen, davon fünfzig mit dem Blut-Orden, einen vierzehntägigen Urlaubsaufenthalt in Gießen zu- standezubringen, so wäre das der schönste Dank an die Männer, die ihre Gesundheit für das neue Deutschland geopfert haben. Beim Gesang vertrauter Weisen blieben Die Volksgenossen noch einige Zeit kameradschaftlich beisammen. Aus der Giadi Gießen. in einem einigen Deutschen Reich. Durch den Neuaufbau sei Deutschland wieder Weltmacht geworden. Kein Volk der Erde wage es heute, irgend etwas gegen Deutschland zu unternehmen. Das seien die Verdienste unseres Führers, hinter dem ganz Deutschland stehe. Wenn der Führer auch daraus Hinweise, daß sein Werk in erster Linie durch die Mitarbeit seiner Kämpfer und des ganzen Volkes zum bisherigen Erfolg gebracht werden konnte, so wüßten wir doch, daß all unsere Einsatzbereitschaft, all unser Wollen und Streben umsonst gewesen wären, wenn der Führer uns nicht mit unerschütterlicher Zuversicht, mit seinem starken Glauben an Deutschlands Zukunft geführt hätte. Deshalb sei es heute unsere Pflicht, dem Führer dankbar zu sein. Diese Dankbarkeit müsse man darin finden, daß wir, wie in den vergangenen Jahren, auch in der Zukunft eisern zusammenstehen und in Treue stets und überall dem Führer folgen. Der Führer befiehlt und wir folgen! t. . . Ortsgruppenleiter Thomas brachte hierauf das Sieg-Heil auf den Führer aus und schloß den offiziellen Teil mit dem Horst-Wessel-Lied. Bei flotter Musik und dem Gesang alter Kampflieder verblieben die Besucher noch einige Stunden in echter Kameradschaft beisammen. Ortsgruppe Ost. Die Ortsgruppe Ost hielt ihren Kameradschaftsabend in den Räumen des Schützenhauses ab, die bis auf den letzten Platz besetzt waren. Ortsgruppenleiter Kreuder begrüßte die Erschienenen, besonders willkommen hieß er die Altgardisten der Bewegung. Im Verlaufe seiner Ansprache gab er einen Rückblick auf die vergangenen 15 Jahre. Ausgehend von dem Jahre 1923 wies er auf den steten Aufstieg der Bewegung hin und schilderte in eindrucksvoller Weise die harten Kämpfe, die geführt werden mußten, bis der 30. Januar 1933 endlich den Sieg brachte. Er gedachte in Ehrfurcht der 16 Toten des 9. November an der Feldherrnhalle und widmete dem ersten Blutzeugen des Sieges, Hans Eberhard M a i k o w s k i, eine Minllte stillen Gedenkens. Die Parteigenossen ermahnte er angesichts der ungeheuren Opfer, die gebracht wurden, um Deutschland neu erstehen zu lassen, ihre ganze Kraft auch weiterhin zur Verfügung zu stellen zum Wohle unseres Volkes und Vaterlandes. Der Ortsgruppenleiter konnte dann an die Blockleiter Braun, Großblotekamp, Grundke, Hofmann, Klinkel, Plank, Spohn, Schwarz, Wagner, Warn und Weber für ihre verdienstvolle Mitarbeit in der Partei die Ausweise aushändigen, die damit die Verpflichtung übernommen haben, auch weiterhin ihre ganze Kraft der Partei zur Verfügung zu stellen. Im weiteren Verlaufe des Kameradschaftsabends trug Pg. Geiger durch Vortrag einiger Dichtungen „Kameraden" (von Wendnagel), „Wir Soldaten" (von Schumann) und „Wahlkampf im Fischerkietz (von Gerh. Pantel) wesentlich zur Verschönerung des Abends bei. Der musikalische Teil wurde von Männern des SA.^Musikzuges der Standarte 116 in bester Weise bestritten. Die Bordkapelle der Marine-HI. hatte sich in den vorderen Räumen niedergelassen und erfreute durch ihre munteren lustigen Weisen. In guter Kameradschaft blieben die Mitglieder der Ortsgruppe Ost noch einige Stunden zusammen. Gießen-Güd. Die Kameraden der Ortsgruppe Gießen-Süd fanden sich im Studentenhaus zu ihrem Kameradschaftsabend ein. Ortsgruppen - Propagandaleiter Blinzig eröffnete den Abend. Anschließend hielt Ortsgruppenleiter Holländer eine kurze Ansprache, der wir folgendes entnehmen: Immer wieder, wenn wir die Wiederkehr des Tages der nationalsozialistischen Revolution festlich begehen, wird außer dem Gefühl stolzer Freude auch der schmerzliche Gedanke uns bewegen, daß mancher Kamerad nicht mehr mitfeiern kann. Wir erinnern uns an die Zeit, da das ■ Bekenntnis zum Führer von Gefahren, Tücke und Kampf begleitet war, aber wir wissen auch, daß gerade in jener Zeit der Not und der Sorge die Treue und die Kameradschaft unter unserer Fahne wohnten. Das gibt auch unserer Feiergestaltung immer wieder jene geheimnisvolle Kraft, die uns alle umfängt, daß wir immer m diesen Stunden jener 400 gefallenen Kameraden gedenken, die ihr Leben für Deutschland gaben. Der Sturmführer Maikowski wird ewig beim letzten Appell Zeugnis für die Disziplin der NSDAP, ablegen. Und so, wie wir gestritten und gekämpft haben um Sieg und Erfolg in der Zeit des Kampfes um die politische Macht, so wollen wir fester und leidenschaftlicher noch hinter unseren Standarten marschieren in die Höhen einer Wirklichkeit gewordenen Verheißung. Wir wissen, das deutsche Volk hat sich gefunden nach einer schweren dunklen Zeit. Aber unser Führer hat uns nicht nur zu einer Einheit zusammengeschweißt, sondern uns wieder hingeführt zu den alten Kraftquellen völkischen Daseins und Denkens. Wir wollen weiter treu fein in der Erfüllung unserer Pflichten und uns auch ein gutes Auge und ein offenes Ohr bewahren. Nie wieder wird sich das deutsche Volk fremden Autoritäten beugen. Das deutsche Volk wird sicher seinen Weg gehen, in festem Glauben an seine Berufung und wird weiter treu marschieren hinter seinen Fahnen. Nach einem eindrucksvollen Derswort aus der Feder des Reichsjugendführers schloß Ortsgruppenleiter Holländer seine Ansprache mit Worten des Dankes an Gott, der uns den Führer zu rechter Zeit sandte. Orts- gruppen-Propagandaleiter Blinzig brachte das Sieg-Heil auf den Führer aus. Gemeinsam wurden die Lieder der Nation gesungen. Im weiteren Verlauf des Kameradschaftsabends wurde dem Ortsgruppenleiter im Auftrag der Politischen Leiter der Ortsgruppe durch Pg. Fey ein Gedenkblatt als Anerkennung und Dank für feine Arbeit innerhalb der Ortsgruppe überreicht. Auf dem Gedenkblatt war ein Gedicht verzeichnet, das von Pg. Männche verfaßt war. Ortsgruppenleiter Holländer dankte für diese Ehrung, betonte aber, daß der Dank vor allem seinen stan- tilgen treuen Mitarbeitern gelten müsse. Pg. M a - g e I schilderte anschließend einige Erlebnisse aus der Kampfzeit. Bei Musik und kameradschaftlicher Unterhaltung klang der Abend aus. Gießen-Mitte Die Ortsgruppe war im „Württemberger Hof". Ortsgruppenleiter Weber hob in einer kurzen An- spräche hervor, wie dieser 30. Januar neben den vielen stolzen Feiertagen des jungen Reiches zu den schönsten Erlebnissen zählt, und würdigte die Einsatzbereitschaft der braunen Kämpfer, denen in erster Linie dieser Tag des Sieges zu verdanken ist. Dabei verwies er auf die eindrucksvolle Ehrung für SA.-Sturmführer Maikowski, mit dessen Blut dieser Sieg besiegelt wurde, und ließ dann die Gedanken über Die Jahre des Kampfes zurück- fäpüeifen. An den großen Taten, durch die Die Festigung und Der Ausbau Des Dritten Reiches zielsicher durchgeführt wurde, wies er Die planmäßige und sichere Einlösung Der in Dem Parteiprogramm feftgelegten Versprechen des Führers nach. Abschließend gedachte er der Opferbereitschaft Der SA.- und ---Männer und machte sich zum Dolmetsch der Gefühle des Volkes für Den über alles geliebten Führer. Nach einer musikalischen Ueberleitung gab Der Träger des goldenen Parteiabzeichens Lorenz Eifert feine Erinnerungen aus der ersten Zeit der Gießener Bewegung wieder. Er führte die erste Gründung an, streifte Dann die Uebergangszeit unter Dem Sturmführer August Weller bis zu Der Zeit, als Ingenieur C o m p t e r die Ortsgruppe führte, und bis Der Ausgang der „Dinter- Dersammlung" auf Der Liebigshöhe eine vorübergehende Einstellung Der Arbeit notwendig machte. Nach den ersten Vorbereitungen unter Lucius und Hermann Leyerzapf berichtete er aus Der Zeit, in Der er selbst vorübergehend Die Füh- Wann wird es Frühling? Diese so überaus wichtige Frage wird manchen von uns in diesen Tagen bewegen. Der eine denkt Dabei an seinen Kohlenvorrat, Der andere an eine Reise, und eine Frau — ich meine eine richtige Frau — denkt gewiß an ihren neuen Frühjahrshut! Aus dem Kinderzimmer tönt es von kleinen, klavierübenden Händen, und ich singe es innerlich leise mit: „Früh--ling, Früh--üng wird .. es nun ... bald!" Die lauen Lüfte dieses Januars, das ftöhliche Pfeifen Der Meisen lassen wirklich ein erstes Frühlingsahnen in uns aufblühen, doch der „Vernünftige" denkt an den Kalender! Ist es wirklich schon an der Zeit? Aber halt! Morgen ist ja Maria Lichtmeß! Eine alle Bauernregel befiehlt: „Maria Lichtmeß: Das Spinnen vergeß, und bei Tag zu Nacht gegeß!" Wirklich ist es schon merklich länger hell, und Die sparsame Hausfrau denkt erfreut an Die kleinere Rechnung, Die Der „elektrische Mann" bringen wird, wenn auch für uns Städter das Abendessen noch bei künstlichem Licht ftattfinben muß. Mit Maria Lichtmeß hat es aber noch ein^ andere Bewandtnis. Der Dachs nämlich, dieses sonst so nette Tier, besitzt die meiner Ansicht nach üble Angewohnheit, an diesem Tage aus seinem Bau zu kommen und nach dem Wetter Umschau zu halten. Scheint dann Die Sonne und erblickt er seinen Schatten, zieht er sich wieder in seine Gemächer zurück, um weiterzuschlafen, denn: es wird noch sechs Wochen kalt!! O weh, denkt da mancher, da kann man am Ende seine vorwitzig hervorgeschossenen Frühlingshoffnungen wieder begraben? Für die Vorerwähnten — ich meine die mit Dem Kohlenvorrat, Der Reise oDer Dem Frühlingshut — bleibi nur Die einzige Hoffnung, daß es morgen regnet. Oder, vielleicht könnte das liebe Tier auch mal den Tag verschlafen?? E. L. St. Dornotizen. Tageskalender für Montag. Gloria-Palast (Seltersweg): „Habanera". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Der Schimmelkrieg von Hollerdau". — Naturheilv'erein: 20.15 Uhr im Katholischen Dereinshaus „50 Jahre ... und doch jung." — Oberhessischer Kunstverein Turmhaus am Brand: Frankfurter Künstler der Gegenwart, Besuchszeit: 17 bis 18 Uhr. Der Forscher Dr. Vernahik spricht in Gießen. Der Goethe-Bund und Kaufmännische Verein haben in Verbindung mit der Volksbildungsstätte der NSG. ,Kraft durch Freude" für Freitag, den 4. Februar, den bekannten Forscher Dr. Hugo Adolf Bernatzik zu einem Lichtbildervortrag „Auf den Spuren unbekannter Völker in Hinterindien" gewinnen können. Drs Be r n a tz i k, der auch Verfasser zahlreicher hervorragender Werke ist, hat, wie man uns schreibt, 1936/37 zusammen mit seiner Frau eine wagemutige Expedition nach Hinterindien unternommen, um eine Reihe wichtiger völkerkundlicher Probleme Hinterindiens zu lösen. Ohne militärischen Schutz drangen Die Forscher in die Urwaldgebiete ein und brachten reiche Beute zurück. Der Vortragende spricht an Hand interessanter Lichtbilder von seinen spannenden Abenteuern mit Menschen und Tieren. NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude". Sonntag, den 6. Februar 1938, 14.45 Uhr, „Eine Nacht in Venedig", Operette in 3 Akten von Johann Strauß. Wiederholung aus vielfachen Wunsch. Preise: 1,20 RM., 1,— RM. und 60 Rpf. Diese Vorstellung bietet die letzte Möglichkeit, die erfolgreiche Operette zu sehen. 619l) Theatermiete Gruppe I. Die Theaterkarten der obigen Gruppe können abgeholt werden. Die nächste Vorstellung dieser Gruppe ist am 5. Februar 1938, und zwar kommt die Operette „Die Geisha" zur Aufführung. Omnibusfahrt zur Jubiläumssihung des Mainzer Karneval-Vereins. Am 12. Februar 1938 führen wir eine Omnibus« fahrt nach Mainz zur Jubiläumsfitzung des Mainzer Karneval-Vereins in der Stadthalle durch. Der Teilnehmerpreis beträgt einschl. Eintritt in Die Stadthalle 6.— RM. Omnibussahrt am Rosenmontag nach Mainz und Köln. I Am 28. Februar führen wir Die beiden vorstehenden Fahrten durch. Der Teilnehmerpreis beträgt für Die Fahrt nach Mainz 4,40 RM., für die Fahrt nach Köln 7,50 RM. Die Theaterkarten und die Omnibusfahrfcheine find in der Kartenverkaufsstelle, Gießen, Seltersweg 60, erhältlich. * 612D ** Ernennungen b e: m ® e r r amt Gießen. Der Herr Reichs- und Preußische Arbeitsminister hat Den Verwaltungssekretär Peter Iöckel Dom Versorgungsamt Gießen mit Wir- Eung vom 1. November 1937 zum Verwaltungs- infpeftor, und Den Assistenten Heinrich Lipp« h a r D t vom Versorgungsamt Gießen mit Wirkung vom 1. Januar 1938 zum Sekretär ernannt. ** Polizeiliches Einschreiten gegen Verkehrssünder. Die Polizei schritt in der Zeit vorn 21. bis 27. Januar ein: gegen Kraftfahrzeugführer mit 16 Anzeigen und 22 Verwarnungen; gegen Radfahrer mit 1 Anzeige und 11 Verwarnungen und Belehrungen; gegen Fußgänger mit 1 Anzeige und 1 Verwarnung und Belehrung. ** Heftige Stürme und Schnee - und R e ge n f ä 11 e gingen am Samstagnachmittag und in Der Nacht zum Sonntag bis in Den gestrigen Sonntagvormittag hinein in unserer engeren Heimat nieder. Die heftigen Stürme haben teilweise allerlei Schaden angerichtet. U. a. wurden am Samstagabend an Der 4. Schneise Des Stadtwaldes mehrere große Bäume von dem Sturm umgeriffen und quer über die Landstraße Gießen—Steinbach geworfen. Soldaten aus der Waldkaserne mußten zur Beseitigung Der Hindernisse herbei gerufen werden. In Der Umgegend wurden weiter an verschiedenen Oie Mädchen ans der Burgflraße. Vornan von Hilde K Lest. 4. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Macher zuckte Die Schultern. „Meinetwegen. Glauben Sie, mir steht Der Sinn Danach, solche Feststellungen zu treffen? Was ich von Den Lenzmädels weiß, weiß ich von Lisbeth. Die spricht von Ursula immer als von einem Kinde." „Wir nähern uns dem entscheidenden Punkt", sagte Stelling, „ich glaube, daß ich mich von nun an verständlich ausdrücken kann. Ich habe dieses Kind vor einigen Monaten kennengelernt. Wir sehen uns alle Tage oder doch beinahe alle Tage. Leider immer nur für wenige Minuten. Denn oa man Fräulein Ursula trotz ihrer achtzehn Jahre zu Hause tatsächlich wie ein Kind behandelt, gäbe es einen Höllenlärm, wenn — etwas herauskäme. Ich habe Ursel sehr gern, ich habe es nicht auf eine romantische Liebschaft abgesehen, mir ist diese Heimlichtuerei ein Greuel. Ich möchte lieber mit offenen Karten spielen. Ich könnte mich doch einfach unter irgendeinem Vorwand bei Der Familie einführen. Ich wollte zum Beispiel den Mittagstisch der Mutter Lenz besuchen. Aber Ursel hat schreckliche Angst, weniger vor ihrer Mutter als vor ihrer Schwester Lisbeth, Die ja, wie Sie selber sagen, Männern nicht sehr hold ist." „So", sagte Macher lachend, „und Da soll ich, ausgerechnet ich, bei Lisbeth um Schönwetter bitten. Da ist ein junger Mann, soll ich sagen, ich kenne ihn zwar auch nicht näher, aber nehmen Sie ihn Doch in Gottes Namen und mir zu Liebe als Schwager auf!" „Worauf sie genau das Gegenteil machen würde! Nein, Herr Macher, so einfach habe ich mir Das Doch nicht vorgestellt. Aber Ursel hat mir oft von Ihnen erzählt — Das Kind weiß durch die Schwester mehr von Ihren Dingen als Sie ahnen mögen — und Das mar’s, was mich zwang, mich mit Ihrem Dampfkessel zu befassen. Wir kommen also wieder zur Technik. Sie sagte einfach: du bist Ingenieur, eigentlich müßtest Du etwas für Macher tun können! Das ist JungmäDchenlogik, aber es ist eine. Und da ich mich mit Ihrer Arbeit beschäftigt habe, wurde aus dem Saulus ein Paulus." „Aus guten Gründen ..." „Herr Macher", sagte Stelling ernst, „das mögen Sie halten, wie Sie wollen. Ich verfolge hier zwei getrennte Absichten, und es ist mir gleichgültig, welche Sie an erste und welche an zweite Stelle setzen wollen.. Für mich ist Absicht eins: mich für Ihren Kessel einzusetzen, Absicht zwei: durch meine Leistung Das Vertrauen Lisbeths zu gewinnen, Damit ich nicht länger wie ein Schuljunge Den heimlichen Liebhaber spielen muß. Sie sehen, daß ich offen mit Ihnen spreche. Ich hätte Ihnen Die Absicht zwei auch verschweigen können. Aber ich mag nicht mit irgendwelchen Hintergedanken mit jemand arbeiten. Ich bin nun mal so. Und nun frage ich Sie: Wollen Sie mich, so wie ich bin, haben oder nicht?" Macher beschäftigte sich, ehe er antwortete, eindringlich mit einem Bleistiftspitzer. Dann sagte er langsam: „Wenn Ihnen Hintergedanken unbequem sind, was ich anerkenne. Dürfen Sie von mir auch nicht erwarten, daß ich mit Ihnen ein Komplott hinter Dem Rücken Lisbeths schmiede. Sie haben mir ganz privat Ihr Herz ausgeschüttet. Ich Danke Ihnen für diese unterhaltsame Stunde. Und nun will ich alles, was Sie mir gesagt haben, wieder vergessen." „Ist Das alles?" sagte Stelling enttäuscht. „Alles, was ich Ihnen zu sagen habe. Wenn Sie aber in irgendeiner Form mit uns arbeiten wollen, steht es Ihnen ja frei, Die Verhandlung, Die Sie heute mit Fräulein Lenz begonnen haben, mit ihr nach Belieben fortzusetzen." Stelling streckte ihm dankbar beide Hände entgegen. Macher nahm nur Die eine, aber in seinen Augenwinkeln zuckte ein verstehendes Lächeln. Als Stelling in Der hell erleuchteten Königstraße stanD, mar es halb zehn Uhr abends. Zum Hause Lenz war. kein weiter Weg. Er ging zur Burg- straße hinab, bog um Die Ecke und ging am Spree» gelänDer entlang bis zum Hause 118. Unten am Fluß hatte ein Schleppkahn festgemacht, Der Wachhund begrüßte Stelling mit lautem Kläffen. Es war so still hier, Daß Die Schritte eines einzelnen Menschen laut durch die Nacht hallten. Die Burgstraße schlief. Das Schloß stand als schwarze, von keinem Lichtschein unterbrochene Masse vor Dem rötlichen Schimmer Des Großstadthimmels. Im Norden aber leuchtete die Kuppel des Domes wie grünes Glas unter Den Lichtern Der Scheinwerfer. Das Hündchen des Schiffers hatte sich wieder beruhigt, die Positionslichter des Kahnes spielten mit kleinen Wellen, Die Der AbenDwinD vor sich hertrieb, unsichtbar über Der nachtschwarzen Fläche der Spree klagte eine Wildente. Der junge Mann lehnte am Geländer und nahm dieses Bild Berlins in sich auf. Das war Berlin, wie er es lieben gelernt hatte, seit es ihm mehr zu bieten hatte als Arbeit, Arbeit und wieder Arbeit. Diese Riesenstadt, Die ihr Herz nicht jedem offenbart, Der gedankenlos den großen Strömen der Verkehrswege folgt und sich treiben läßt von der Hast des Alltags. Er hatte gelernt, hinter Die Fassaden zu sehen, die jeder vor sich aufbaut. Aus der dunklen Häuserzeile der schlafenden Burgstraße leuchtete gerade vor iym das helle Rechteck eines Fensters. Es war das Fenster, hinter Dem zu dieser Zeit Ursel sich aufhielt und mitunter auf ein Zeichen von üjm wartete, auf einen Gutenachtgruß, eine Verabredung für den morgigen Tag. Er bückte sich und suchte nach einem Steinchen. Das warf er geschickt gegen Die Fensterscheibe. Der Schatten einer weiblichen Gestalt ward sichtbar, das Fenster wurde geöffnet, das Mädchen lehnte sich hinaus. „Pst!" machte Stelling und trat näher auf das Haus zu auf Den Fahrdamm. In diesem Augenblick bog ein Wagen, von Der Königstraße kommend, in Die Burgstra'ße ein unD warf seinen Lichtkegel über Stelling. Zur gleichen Zeit erkannte Stelling das Mädchen im Fenster, es mar nicht Ursel, die er erwartet hatte, es war Lisbeth. Das Auto fuhr an ihm vorbei, die Dunkelheit nahm ihn wieder auf, aber er sah noch, wie Lisbeth unwillig Den Fensterflügel zuwarf. „Esel!" sagte er und schlich mit eingezogenem Kopf davon. Er kam sich wie ein ertappter Schuljunge vor. Als er am schwach erleuchteten Portal des kleinen Hotels „König von Spanien" vorbei- Eam, hielt gerade eine Droschke mit kreischenden Bremsen neben ihm. Das Licht fiel auf Den Fahrgast, Der sich mit etwas linkischen Bewegungen bemühte, einen umfangreichen altväterlichen Koffer auf den Bürgersteig zu zerren. Stelling blieb belustigt stehen, denn der Mann und der Koffer paßten wundervoll zu diesem alten Hotel und in dieses Stück Alt-Berlin, über Dem Der Geist Minna von Barnhelms schwebte. Nun drehte sich Der Ankömmling um unD tat Den Mund auf, etwas zu sagen, denn er hielt Stelling offenbar für Den Portier. Stelling fühlte sich ein zweites Mal seit wenigen Sekunden ertappt, Denn er kannte das Gesicht dieses Mannes, er hatte ihn erst heute gesehen. Rich- tig! er hatte ihn sich heute nachmittag in der Konditorei „Zur Sonne" sogar» sehr genau angesehen, recht wütend angesehen. Nun lief er ihm abermals in die Quere. War das ein Zufall, daß dieser Fremdling nachmittags mit Ursel bei Kaffee und Kuchen saß und abends ein Hotel bezog, Das nur zwei Häuser vom Hause Lenz trennten? Stelling fand, daß ihm jetzt nur noch Die berühmte schwarze Katze fehlte. Sie kam Denn auch aus Der Tiefe Der Spreeböschung, funkelte ihn argwöhnisch an und wollte gerade in ein Haustor laufen, als Stelling ihr ärgerlich einen Stein entgegenwarf, Der noch für Ursels Fenster bestimmt war. Der Stein landete haargenau vor den Pfoten des Katzentieres, und dieses nahm eiligst wieder den Weg, den es gekommen war. Dann verließ auch Stelling seinen Beobachtungsposten und ging nach Haufe. Indessen hatte der Ankömmling seine Verhandlungen mit dem „König von Spanien" beendet und seinen Namen auf den Meldeschein gesetzt: Dr. Walter Mansfeld; Beruf: Studienassessor; letzte Wohnung: Berlin-Grunewald, Hubertusallee Nr. 123; voraussichtliche Dauer des Aufenthaltes: bis auf weiteres. Der Phantasie des Portiers war ziemlicher Spielraum gelassen. Zunächst vermerkte er, daß der Doktor um sieben Uhr geweckt werden und bis dahin einen Anzug gebügelt haben wollte. Diesen Anzug brachte Der Hausdiener eine halbe Stunde später zur Besichtigung in die Portierloge. Es war mehr als ein Anzug. Es war ein Cutaway. „Pikfeine Qualität, ganz auf Seide, mit Tressen abgesetzte Kanten", stellte Der Hausdiener fest. „Leider völlig unmodern", ergänzte Der Portier unD fuhr fort: „Entweder er macht morgen eine Prüfung oder er seht uff Brautschau ..." Der Morgen brachte die Entscheidung. Als Der Hausdiener um zehn Uhr an Der Portiersloge vor« beiging, sagte er: „Brautschau!" Und als der Portier eine Frage tun wollte, bekam er einen duftenden Rosenstrauß unter Die Nase gehalten. „Ha'ck soeben holen müsien. Mit sowat seht man nich uff Prüfung!" „Einen Wagen, Herr Doktor?" Dienerte Der Hausdiener, als Mansfeld in feinem feierlichen Anzug die Treppe herabkam. Seine Antwort: „Danke, ich gehe nur eine paar Schritte!" ließ Die Erregung auf Den Siedepunkt steigen. Das Hotelpersonal stand wie ein Mann, um Den „paar Schritten" mit neugierigen Blicken zu folgen. Und als Der Assessor gleich Darauf im Tor Nummer 118 verschwand, fanb allein die Küchenfee einen Ausdruck für die starre Verwunderung, Die alle befallen hatte: „'ne Lenzsche isset, aba nu sag' mir eena — welche!" Die Mutter Lenz war zwar auch an ihrer Flur- tür zurückgeprallt, als sie Den Assessor in seinem eindeutigen Auszug, mit Rosenstrauß und Seidenhut dastehen sah, aber Die Frage „Welche —?" bewegte sie nicht. Und sie hätte doch etwas Dafür gegeben, wenn sie diese Frage noch hätte stellen können. So brachte sie nur ein verlegenes: „Herr Assessor! so früh und so feierlich!" heraus. ,Zch weiß", sagte der Assessor, keinesfalls unsicher und mit der Bestimmtheit eines Mannes, Der jedes seiner Worte genau bedacht hat, „ich weiß, daß Der Zeitpunkt ungehörig früh ist. Aber wichttge Gründe zwingen mich, keine Minute zu verlieren, und ich bitte Sie sehr, liebe Frau Lenz, mein frühes Eindringen zu entschuldigen." Mutter Lenz hatte sich gefaßt, sie band Die Kü- chenschürze ab, strich vor Dem Spiegel Das graue Haar ein wenig zurecht und nötigte Mansfeld in den Salon. Dort zog sie Die Jalousien hoch und öffnete ein Fenster, denn es roch ein wenig nach Mottenkugeln. „Sie müssen entschuldigen, daß es bei mir so aussieht", sagte sie und wies auf die von weißen Ueberzügen bedeckten Plüschmöbel, „die Sonne bleicht sie nämlich so sehr aus. Sie verstehen das. Ich habe selten Gäste außer meinen Tischgästen. Dafür sind Sie mir aber auch zu jeder Zeit herzlich willkommen!" lFortjetzung folgt.) Hauptversammlung -er alten 116er Wirischast Handels- und Gewerbebank Gießen. Ä»“o95o llmfahslelgerung. — Erhöhte Dividende. Aus aller Well auf ?n gegen jtitt in der n Krastfahr- -Warnungen: Lerwornun' r mit 1 An- g 60, 612D und Ar- Omnibus« des Main, durch. Der tt in die l°uoer '"!chen ude-, »Eine 1 Johann Duchch. Pf. Diese 'e erfolg. 619D ungeheurem Getöse zusammen. 30 Häuser von Bergarbeitern st ü r z t en ein, doch konnten die Bewohner sich in Sicherheit bringen. 200 Personen sind obdachlos geworden. Auch die Eisenbahnlinie wurde auf etwa 1000 Meter zerstört. Der Sachschaden wird auf mehrere Millionen Franken geschätzt. Karell Entlastung erteilen konnte. Bei der anschließenden Wahl des Kameradschaftsführers, die unter Leitung des Seniors, Kamerad R e i tz , vor sich ging, wurde der bisherige Kameradschaftsführer Bill mit herzlichen Worten der Dankbarkeit für seine hervorragenden Leistungen und für seine allzeit unermüdliche Arbeitsfreudigkeit im Interesse der Kameradschaft einstimmig wieder an deren Spitze berufen. Kamerad Bill nahm das Amt erneut an und bestätigte die bisherige Führerschaft in chren Aemtern. Innerhalb der Führerschaft wurde der bisherige zweite Schriftführer Kamerad Röder zum Leiter des Vergnügungscmsfchufses bestimmt. Kamerad Biedenkapp wurde zweiter Schriftführer, Ka- merd Bechtold stellvertretender Zeugwart. Kamerad Müller wurde zum zweiten Rechner bestimmt. Jrn übrigen trat keine Veränderung ein. Schließlich wurde noch eingehend über die vom Regiment veranstaltete 125-Fahrfeier des JR. 116 gesprochen, hei der die alten 116er nicht selbst Träger der Veranstaltung sind, sondern auf Anruf vom Regiment als Mitarbeiter bei der Vorbereitung beteiligt sein werden. Einhellig kam zum Ausdruck, daß die alten 116er mit aller Kraft und mit aller Freudigkeit zur Mitarheit bereitstehen, wenn das Regiment den Ruf an seine Alten richtet. Daß die alten 116er unter den Teilnehmern dieser festlichen Tage sein werden, ist allen natürlich eine Selbstverständlichkeit. Kameradschaftsführer Bill schloß sodann die Versammlung mit einem begeisterten und von soldatischem Kameradschaftsgeist erfüllten Bekenntnis der Treue zum Führer, dem der freudige Gruß der alten «Äldaten galt. Kunst und Wissenschaft. Slaalstheatergaslfpiel in Beuchen. Der fünfte Jahrestag der Machtübernahme fand in Oberschlesien seinen festlichen Höhepunkt mit der Aufführung von „Emilia Galotti" durch das Preußische Staatstheater unter Generalintendant Staatsrat Gustaf Gründgens. Die in Elbing mit großem Erfolg begonnene Reise, die die Künstler als Ausdruck des Dankes für die nachdrückliche Förderung des deutschen Theaterlebens durch den nationalsozialistischen Staat, unternehmen, hatte auch in Beuthen einen durchschlagenden Erfolg. Von Aufzug zu Aufzug steigerte sich der Beifall des dankbaren Publikums. Bei einem Empfang brachte Oberbürgermeister Schmieding Staatsrat Gründgens und den übrigen Mitwirkenden den herzlichen Dank Oberschlesiens zum Ausdruck und überreichte ihnen Erzeugnisse oberschlesischen Kunsthandwerks als Erinnerungsgabe. । Preußische iretär Peter i mit Wir- erwaltungs- ch Lipp- nt Wirkung \ee« unb mittag und n gestrigen ren Heimat Weise aller* in Samstag« Ides mehrere jen und quer .ch geworfen, ten zur Ve« i werden. 2n verschiedenen gegen einen Zaun gefahren und hatte von dort seinen Weg durch die Limburger Gasse genommen, von wo er in die Menge auf dem Römerberg raste. Bisher sind 20 Verletzte gemeldet, jedoch dürfte sich die Zahl noch erhöhen. Im Verlaufe des Abends besuchte Gauleiter Sprenger die verletzten <521.* Männer, die ins Krankenhaus übergeführt werden mußten, und sprach ihnen die besten Wünsche für baldige Genesung aus. Dieser Unfall ruft bei der Bevölkerung tiefstes Bedauern und große Empörung hervor. Einsatzbereite SA.-Männer wurden das Opfer unverantwortlicher Burschen. Das Verhalten dieser Burschen verdient schärftte Verurteilung. Die Tat wird die Sühn; finden, die sie verdient. Kraftwagen vom v-Zug überrannt Bei Trechtingshausen im Kreise St. Goar geriet ein mit zwei Personen besetzter Kraftwagen im Schneegestöber von der Landstraße ab und stürzte über ein Geländer auf den 4,50 Meter tiefer liegenden Eisenbahndamm. Der im gleichen Augenblick die Strecke passierende O Zug 204 Köln—Frankfurt zermalmte den Wagen vollständig. Die beiden Insassen,ein Ehepaar aus Wuppertal, wurden auf der Stelle getötet. Neun Todesopfer eines Grubenbrandes in England. In einer Kohlengrube bei Glasgow brach ein großer Brand aus, durch den neun Bergarbeitern der Rück ug abgeschnitten wurde. Rettungsmannschaften iämpften stundenlang mit den Flammen, konnten aber nicht rnchr rechtzeitig zu den Eingeschlossenen vordringen. Die Bergarbeiter wurden schließlich erstickt aufgefunden. Einsturzunglück im belgischen kohlengebiet. Eine ungewöhnliche E i n st u r z k a t a st r o p h e, die schweren Schaden anrichtete, ereignete sich nördlich von Charleroi im belgischen Kohlengebiet. Eine Kohlenhalde in Lourcelles stürzte mit Micher Schl- er, daß der i und bis da- DDllte. Diesen Halde Stunde rloqe. Es mar Oien ab- . Truppe Operette werke jedoch 0,25 v. H. höher mit 118,50. Im einzelnen kamen Reichsbank 1 v. H. mit 210, Feldmühle Papier 0,50 v. H. mit 136 und Goldschmidt 0,50 v. H mit 141 niedriger zur Notiz. Schiffahrtsaktien blieben ebenso wie einige andere Dieben teerte unverändert. Der Rentenmarkt lag wohl ruhig, die Nachfrage hielt aber an. Erhöhtes Interesse verblieb am Pfandbriefmarkt, an dem verschiedene Goldpfandbriefe' repartiert wurden, während Liquidationswerte und einige Kommunal-Obligationen weiter um 0,13 bis 0,25 v. H. befestigt waren. Stadtanleihen kamen unverändert zur Notiz, ebenso wiesen die übrigen festverzinslichen Papiere kaum Abweichungen auf, ausgenommen Industrie-Obligationen, die die üblichen kleinen Schwankungen hatten. Der variable Markt lag still bei behaupteten Kursen. Altbesitzanleihe 130,13, Reichsbahn-VA. 129,65, Städte-Altbesitz 134,75, Kommunal-Umfchuldung 95,20, Zinsvergütungsscheine 97,25. Auch im weiteren Verlaufe war das Geschäft sehr klein, die Kurse erfuhren kaum noch Veränderungen. IG.-Farben bröckelten auf 160,50 nach 160,75 ab, auch sonst hielten sich die Schwankungen in engen Grenzen, wobei zu niedrigeren Kursen durchweg Nachfrage vorlaq. Die erst später zur Nottz gekommenen Papiere zeigten Abweichungen innerhalb eines Prozentes, wobei sich Besserungen und Minderungen die Waage hielten. Im Freiverkehr nannte man Elsäss. Bad. Wolle mit 84,50, Katz & Klumpp mit 111,50 (112), Rastatter Waggon fest mit 56,50 (55), Schuh Berneis mit 76,25 (76), Ufa mit 70,25 (70,50). Tagesgeld unverändert 2,75 v. H. vorstehen- beträgt für Fahrt nach „w. w: 19 neue S bie östlich Das Holz als Rohstoff Ein treuer Helfer der Wirtschaft. bis auf weiteres gesperrt worden. Auf der Unterelbe liegen zahlreiche Schiffe vor Anker, die besseres Wetter abwarten. Die deutschen Küstenstattonen der Nordsee meldeten im allgemeinen nicht mehr als Windstärke 7. In der freien Nordsee herrschen jedoch, wie die unterwegs befindlichen Schiffe funken, noch Windstärken von 8 bis 10. Auch in der westlichen Ostsee herrscht Sturm. * lieber dem Nordharz ging ein Unwetter nieder, wie es seit Jahren nicht erlebt wurde Bei Windstärke 10 wurden Bäume umgeknickt und Dächer beschädigt oder abgedeckt. In den Waldungen ist der Schaden erheblich. Die von den Bergen herabfließenden Wassermassen brachten erhebliche Schlammengen in die Straßen Goslars. Die Fern- sprechleitunqen wurden zu einem großen Teil zerrissen In Seeboldshausen am Westharz ist 'm Sturm ein stattlicher Hof niebergebrannL Ans dem Brocken erreichte der Sturm bei heftigem Schneetreiben Orkan-Stärke. Angetrunkene Autofahrer rasen in einen SA.-Aufmarsch. Oer Schweinebestand in Hessen. Fwd. Bei der allgemeinen Viehzählung, die Anfang Dezember 1937 durchgeführt wurde, wurde im ganzen Reich ein Schweinebestand von 23,8 Millionen Tieren ermittelt. Die Zählung in Hessen ergab einen Bestand von 401 036 Schweinen. Darunter befanden sich 48 450 unter acht Wochen alte Ferkel und 163 778 Jungschweine. Ferner wurden 1044 Eber, zur Zucht geeignet, und 21 349 Zuchtsauen, darunter 12 498 trächtig, gezählt. Stellen Holzmasten von Stromleitungen umgerissen, ebenso wurde in einigen Gärten mancherlei Schaden angerichtet. Der Sturm und die peitschenden Regen- Schneefälle behinderten auch den Verkehr auf den Landstraßen erheblich, jedoch ist bisher erfreulicherweise von Unglücksfällen nichts bekannt geworden. ** Leichenfund in Der Lahn. Am gestrigen Sonntagmittag wurde in der Lahn beim Stau am Elektrizitätswerk die Leiche einer etwa 50 Jahre alten Frau geländet. Die Bedauernswerte war am Sonntagmorgen in der Nähe der Bleiche in die Lahn gesprungen. de, mit Tre ausdiener fG :e der W morgen eine jung. Als der rtierslogevor' als der W ’ einen duften- chatten. M man nich un irrte der Häuschen Anzug „w h-,s iw; f) e ®?. toll«« tii* Sb" U 3“ , I« w, tf W äße" w ) aber im zweiten Rennen sicherte sich der Engländer Fußball-Ergebnisse der Gauliga-Mannschasten. Ein reges Treiben herrschte am Sonntag bei den beiden letzten Rennläufen zu der Viererbob-Weltmeisterschaft. England sicherte sich durch McEvoy abermals den Titel. Einen großen Erfolg errangen die beiden deutschen Bobs, von denen Deutschland II mit Kilian am Steuer sogar einmal vor dem Weltmeister in Führung gelegen war. Im Kampf um den zweiten Platz konnte Kilian den deutschen Zweierbob-Meister Fischer auf den dnt- ken Platz verweisen. Im ersten Lauf war Kilian mit 1:26,83 die weitaus schnellste Zeit gefahren, Handball-Ergebnisse im Gau Hessen. MSV. Hanau — Tuspo Bettenhausen 6:4; Jahn Gensungen — Hessen-Preußen Kassel 6:7; Tv. Kirchbauna — Kurhessen Kassel 4:9; Tv. 47 Wetzlar gegen SpV. Kassel 5:7; CT. Kassel — Tuspo 86/09 Kassel Den Eröffnungskampf bestritten die Leichtgewichtler Rudolf K r e tz s ch m a r (Dresden) und Albert rinnen beteiligen wird. Die Vereinsführung rechnet aber damit, daß sich diese Zahl noch erhöhen wird. Der Turnverein hält mit dieser verhältnismäßig starken Beteiligung eine Tradition aufrecht, insofern, als sich der Verein an großen nationalen Festen noch immer zahlreich beteiligte und niemals Opfer scheute. Der größte Teil der teilnehmenden Gießener Turner und Turnerinnen des Tv. 1846 wird sich aktiv beteiligen. Unsere heimischen Turner werden auch bei Der Vorführung des Gaues Hessen (Kugelgymnastik) mitwirken. Sodann wurde noch über die finanzielle Sicherung der Breslaufahrt gesprochen. Die Einzahlungen'auf die Reisesparkasse sind sehr rege. Die entstehenden Unkosten wurden besprochen und auf die mannigfachen Erleichterungen hingewiesen, die den Festteilnehmern geboten werden. Im weiteren Verlauf des Abends sprach Oberturnwart Müller über die einzelnen Uebungen und gab die notwendigen technischen Erläuterungen hierzu. Aus dem Kreise der Vereinskameraden wurde ferner manche wertvolle Anregung, gewonnen aus der Teilnahme an früheren großen Veranftaltun- Igen, gegeben. Nachdem noch einige interne Angelegenheiten besprochen waren, blieb man bei kameradschaftlicher Unterhaltung noch geraume Zeit beisammen. *1. Punktsieg. Auch Vesselmann Punktsieger... Der Turnverein 1846 veranstaltete am vergangenen Samstagabend im „Frankfurter Hof" einen Kameradschastsabend. Im Mittelpunkt des Abends standen eingehende Besprechungen über die Beteiligung des Turnvereins Gießen am Deutschen Turn- und Sportfest in Breslau. Vereinsführer R e i n i n g hieß die Kameraden willkommen, sprach in einigen grundsätzlichen Ausführungen über die Bedeutung des Turn- und Sportfestes in Breslau und erörterte die Beteiligung des Turnvereins an dieser großen Kundgebung der deutschen Leibesübungen. Vereinsführer Remmg Hob die außerordentlich sorgfältige Vorbereltungs- arHeit hervor, die von der Feftftadt Breslau und vom Reichsbund geleistet wird und ließ wissen, daß bereits jetzt das Programm der großen Veranstaltung in allen Einzelheiten festliege. Selbst die Durchsührung der Freiübungen ist schon genau fest- gelegt (im Wort und im Bild), so daß von den Vereinen sofort mit der Vorbereitungsarbeit be- St-. gönnen werden kann. Da die Feststadt einen Ueberblick über die zu erwartende Beteiligung gewinnen mutz, ist schon jetzt, so führte der Vereinsführr weiter aus, eine vorläufige Abgabe der Meldungen aus den einzelnen Vereinen notwendig. Die Erhebung innerhalb des Turnvereins 1846 ergab, daß sich der Verein voraussichtlich mit 50 Turnern und Tur ne = e £• Esser (... ... der Dresdener zu verteidigen hatte. £5 s Um dieDiererbob-Europa-Meisterschast In der Nacht zum Samstag gab es in Garmisch- Partenkirchen und im Werdenfelser Land einen Wetterumschlag Aus sechs Kältegraden wurden innerhalb weniger Stunden ebenso viele Wärmegrade und der Schnee verwandelte sich in Regen. Die Bobbahn oberhalb des Rießerjees war aber so gut hergerichtet, daß der erste Teil der Viererbob- Weltmeisterschaft programmäßig erledigt werden konnte. • . . ... Am Start waren acht Schlitten, je zwei deutsche und österreichische und je ein englischer, französischer, italienischer und amerikanischer. Schon im Probelauf erzielte Bob England mit dem zweifachen vorjährigen Weltmeister M c E v o y am Steuer Die beste Zeit, aber zur Ueberraschung der 2000 Zuschauer fuhren auch die beiden deutschen Bobs mit Altmeister Hans Kilian und dem deutschen Zweierbob-Meister Fischer am Steuer ganz vorzüglich. So herrschte große Spannung, als die beiden Rennläufe gestartet wurden. ~ Im 1 Lauf fuhr Bob England (M c Evon) mit 1:22,14 Minuten die beste Zeit. Hinter dem Briten besetzten Bob Deutschland I (Fischer) und Bob Deutschland II (Kilians mit 1:23,45 und 1:24,02 die nächsten Plätze aber ganz zum Auskkmg der jnicmationalen Wintersportwoche m Garmisch-Partenkirchen. 2 vH. <4 _ *■ Der Kampf zwischen dem Deutschen Meister aller Klassen, Max S ch m e l i n g, und dem Südafrikaner Ben F o o r d , dem ehemaligen Schwergewichtsmeister des Britischen Empire, endete mit einer großen Ueberraschung. Der Deutsche erreichte nach Ablauf der zwölf Runden einen allerdings haushohen Punktsieg. Mit gewohnter Meisterschaft führte Schmeling den Kampf, konnte aber seinen Gegner, der neben großer Härte, einer trotz seiner Größe und seines Gewichtes erstaunlichen Schnelligkeit auch bewundernswürdige Tapferkeit zeigte, nicht auf die Bretter zwingen. Der Gast mußte eine ganze Reihe von schweren Rechten einstecken, die ihn erheblich erschütterten. Mit seiner Linken ging er aber immer wieder zum Gegenangriff über, zerstörte damit oft eine Offensive des Deutschen und konnte sich über die volle Rundenzahl hinwegretten, eine Leistung, die anerkannt werden muß, da es nicht viele Schwergewichtler auf der Welt gibt, die dem Deutschen einen derartigen Widerstand entgegensetzen können. Nach Schluß des Kampfes erklärte Schmeling am Mikrophon, daß die soeben beendete Begegnung mit dem Südafrikaner die beste Vorbereitung gewesen sei, die er sich für den Weltmeisterschaftskampf mit Joe Louis wünschen konnte. Begrüßung durch Dr. Mehner. Als Führer des deutschen Boxsports begrüßte Ministerialrat Dr. M e tz n e r kurz vor Beginn der Kämpfe die zahlreichen Ehrengäste. Vor allem aber gedachte Dr. Metzner zum 30. Januar des Mannes, dem Deutschland seinen glänzenden Aufstieg verdankt, unseres Führers Adolf Hitler, dem er auch für Die Zukunft restlosen Einsatz des deutschen Boxsports gelobte. Nach dem Gesang der Nationalhymnen und einer Gedenkminute für Bernd Rose- meyer begannen die Kämpfe. Rund 25 000 Zuschauer füllten die Ränge der riesigen Halle, und etwa 600 Mann der ---Standarte Germania sorgten für eine glänzende Organisation. Kurz nach 17 Uhr betraten die Gegner des Hauptkampfes, Max Schmeling und Ben Foord, den Ring. Beide wurden von rauschendem Beifall begrüßt, der natürlich in erster Linie unserem Meister aller Klassen und Exweltmeister galt. Als dritter Mann im Ring erschien der bekannte Unparteiische Max P i p p o w. Pcmn wurden die Gewichte beider Boxer bekanntgegeben. Schmeling wog 85,5 Kilogramm, hatte also sein gewohntes Gewicht in den Ring gebracht. Ben Foord hatte 94,3 Kilogramm. Oer Kampfverlauf. •' 4 > Gau Hessen: SpB. Kassel — VsB. Graß. Auheim 3:1; VfB. Friedberg — SC. 03 Kassel 1:2; Germania Fulda — FC. Hanau 93 0:2. Gau Südwest: Eintracht Frankfurt — 1. FC. Kaiserslautern 7:1; Borussia Neunkirchen — SV Wiesbaden 5:1; Kickers Offenbach — Wormatia Worms 7:2. Gau Bayern: Bayern München — FC. 0d Schweinfurt 4:0; SpVg. Fürth — 1860 Münchens Jahn Regensburg — Schwaben Augsburg 4:1. Gewitter, Hegen und Schnee. F r a n k f u r t a. M., 30. Jan. (Lpd.) Am Sams« tag und Sonntag vollzog sich über dem Rhein-Main- Gebiet ein Witterungsablauf, wie er nur selten zu. beobachten ist. In rascher Folge wechselten Erwar» mung und Abkühlung, Regen und Schnee. Dabei: tobte ein Sturm, der teilweise eine Windstärke U- und Böen von einer Geschwindigkeit von 25 Meter in der Sekunde hatte. In vielen Gegenden, so mr Taunus und im Westerwald, gingen Winter- g e w i t t e r mit ungewöhnlich starken Niederschlagen nieder. In den Waldungen des Taunus, des Westerwaldes, der Rhön usw. hat der Sturm starken W i n d b r u ch verursacht. Die Temperaturen wechselten fast stündlich. Die Quecksilbersäule schwankl- fortgesetzt zwischen + 2 und — 4 Grad. Dementsprechend ging der Regen bald in Schnee, der Scyne« bald in Regen über. Am Sonntagvormittag herrscht« stundenlang äußerst heftiges Schneetreiben und verwandelte das ganze Rhein-Main-Gebiet m em winterliches Bild. Diese Herrlichkeit war aber nu von kurzer Dauer. Das Thermometer stieg am 2 Grad über Null und bald ging der Schnee unede. in Regen über. . „ Im Laufe des Samstags fegten über das ’Jt i eJ orkanartige Stürme, die von Regenschauern begleitet waren. An der Straße nach Franksun wurde in der Kastanienallee ein schwerer Ast vom Sturm abgerissen und auf die Telegraphenleitun^ geschleudert. Dabei rissen sämtliche Drähte, so öa 5 die Leitung unterbrochen wurde. Dem Flammentod entronnen. Lpd. Marburg, 29. Jan. Ein in voller Fahnt befindliches Personenauto geriet nachts n der Nähe von Gisselberg in Flammen W brannte völlig aus. Fünf Insassen des W , gens konnten sich noch rechtzeitig in Sicherheit or gen. Schmeling auf vollen Touren. Jetzt erst erkennt man, welche Reserven der Deutsche noch besitzt. Er dreht plötzlich auf, ruckt seinem Gegner unerbittlich zu Leibe, steigert das Tempo und bringt seine Rechte mehrmals gut durch. Der Südafrikaner wird in der sechsten Runde regelrecht eingedeckt. Beifall rauscht von den dicht besetzten Rängen auf, als der Gong ertönt und Schmeling nochmals seine Rechte einsetzt. Von der siebenten'Runde an steht nur noch ein Mann im Ring: Max Schmeling! Meisterhaft variiert der Deutsche seine Angriffe, taucht und duckt unter Foords Linker hinweg und ist ganz klar überlegen. Verzweifelt stellt sich der Südafrikaner in der achten Runde wieder zum Kampf. Obwohl er weiß, daß er den Kampf nicht mehr gewinnen kann, setzt er sich immer von neuem zur Wehr und zeigt, was für ein tapferer und mutiger Kämpfer er ist. Mit letzter Kraft versucht er seine Linke anzubringen, ober Schmeling ist mit seinen kurzen Haken schneller und hat auch in dieser Runde alle Vorteile beiden deutschen Fahrzeuge schieben. Bob USA. (For) schied aus. Im 2 Laus wurde durchweg langsamer gefahren. Mc Eooy und Kilian waren mit 1:24,59 die Schnellsten. Der Brite behielt damit mit einer Gesamtzeit von 2:46,73 die Führung, wahrend sich Kilian mit 2:48,61 dicht hinter Fischer, der insgesamt nur ilwo Sekunde schneller war, auf den Dritten Platz schob. c K Zwischen den beiden Rennläufen fand eine eindruckvolle Totenehrung statt. In einer Gedenkminute, die mit dem Lied vom guten Kameraden ausklang, gedachte man oberhalb des Rießersees Bernd Rosemeyers. der im Jahre 1935 als Partner des Hannoveraners Wiese auch ein Kamerad der Bobfahrer geworden war. öpIf'E ZMZ - yP U 51 c "O I “ o £ >- . «H..H g.2 »> seine Linke einzusetzen. „Max" kommt und kommt nicht zum Kernschuß und muß sich wieder mit einem hohen Punktvorteil begnügen. Vor Beginn der Schlußrunde reichen sich die beiden ritterlichen Gegner in der Mitte des Ringes die Hand und starten dann zum letzten Gang. Foord versucht noch einmal, seine Linke anzubringen. Schmeling taucht und duckt und treibt dann den Gegner mit Hakenserien vor sich im Ring herum. Immer schneller läuft der Südafrikaner rückwärts, aber er ist nicht von den Beinen zu bringen. Stehend erreicht er das Ende des Kampfes. Schmelings Punktsieg gefeiert. Ben Foord ist restlos geschlagen, aber Die helle Freude steht ihm im Gesicht, daß es ihm gelungen ist, über die volle Rundenzahl zu kommen, otanD er doch soeben dem besten Schwergewichtler gegenüber, den die Welt zur Zeit besitzt. Beifall der Zwanzigtausend rauscht auf, als der riesengroße Punktsieg des Deutschen verkündet wird. Beifall gilt aber auch dem tapferen Verlierer, der sich so mutig einsetzte und wohl den besten Kampf seiner Laufbahn geliefert hat. Foord beglückwünscht Schmeling, dann verlassen beide den Ring. Oie Hahmenkämpfe. Esser besser als krehschmar. 8m Gießener Turner bereiten sich für Breslau vor! Kameradschastsabend des Turnvereins 1846 Gießen. Ben Foord eröffnet das Gefecht in Der ersten Runde mit einer schön gestochenen Linken. Schmeling läßt sich Zeit und gibt die Punkte an seinen Gegner ab. Beim Gongschlag der zweiten Runde kommt der Deutsche schnell aus seiner Ecke heraus. Er kontert den Südafrikaner und bringt kurze Haken an Kopf und Körper an. Doch setzt Foord seine Linke schnell und flüssig ein, bis Max Schmeling seinen Gegner in dessen Ecke festnagelt und zum erstenmal seine schwere Rechte landet, die den Gast stark durchschüttelt. Runde an Schmeling! Die 'Dritte Runde sieht den Deutschen wieder in Fahrt. Er treibt Foord mit seinen Haken und lockt ihn Dann zum Angriff, um genau und hart mit feiner Rechten zuzuschlagen. Doch Foord ist auf der Hut; er weicht aus und muß auch die Punkte dieser Runde abgeben. In der vierten Runde verläßt sich Foord wieder auf seine schnelle Linke. Schmeling nimmt den Kampf an und zieht den Südafrikaner auf sich. In der Mitte des Ringes gibt es unter Dem Beifall der Taufende einen bewegten Schlagaustausch. Es sieht so aus, als ob der Deutsche jetzt seine Härte im Nehmen erproben will. Er steckt viel ein; dadurch ist diese Runde als offen zu bezeichnen. Eine Linke Ben Foords kommt zu Beginn der fünften Runde gut durch. Wieder nimmt Schmeling, der sich auf sein scharfes Auge verlassen kann, den Kampf sofort an. Der Deutsche behalt in dem Schlagaustausch die Oberhand. Sein Gegner muß mehr einstecken, als er geben kann und verliert auch diese Runde. für sich. Noch einmal Ben Foord! Ueberraschend frisch erscheint der Brite zu Be- 1 ginn der neunten Runde in der Ringmitte. Er bringt den sogenannten „zweiten Wind" mit. Niemand will es glauben, aber Ben Foord ist plötzlich wieder da! Seine Linke kommt fast so schnell wie zu Beginn des Kampfes und der Mann, der eben noch restlos geschlagen zu sein schien, lampst und kämpft. Aber Schmeling bleibt zuversichtlich Er läßt seinen (Segner laufen, dessen Kraft ja doch nicht mehr lange Vorhalten kann. Bei dieser Taktik kann der Deutsche aber nicht verhindern, daß Foord noch einmal die Punkte einer Runde für sich bucht. Schlußrunden hoch für Schmeling. In der zehnten Runde erreicht der Kampf seinen Höhepunkt. Der im Gesicht merklich gezeichnete Brite greift erneut an, aber Schmelmg schlägt härter- dadurch geht die Runde klar an den Deutschen. Noch ist ein vorzeitiges Ende des Kampfes und em f o -Sieg Schmelings durchaus möglich, als die elfte Runde beginnt. Schmeling treibt feinen Gegner pausenlos vor sich her. Der Mann aus Süd- ofrika ist schwer angeschlagen. Er taumelt im Ring, aber seine Energie ist bewundernswert Mtt letzter Kraft hält er sich aufrecht und versucht dabei noch, k,-. y D 5': c D ° i: c -