It Begner, wieder. Cholin, Det. 108« lQd)bem ‘tägigen tnapp Hieben Me« von teichl. "pH, in 1 durch. Wagen )aris. I wurde Sonntag ’e lou. Iwischen Der einem 9 • Bor« !te aus« Stauen ie Rolle Punkte iem am wurde. lif Aus« t olgnk an der» ofal leget! skalweit« ?r Gaue jebnifien. igen auf er Deut« imburger furt und elfter ge« diese Er» suche der lkämM leiht. \djon vor if besiegt :aft des lutig mit itfe 04 ctoria greifen nachge- ct. tet Aachen :2 besiegt, i gleichen :er Spiel' ne, und Schlesiens rten M- der aegen | (4:2 ge* nchen und kam der der hessi' zu einem Der ent* es Stein« M". s. nun bald iinhW15' ifien °°» ,iefoereim« jeigten P» fierfl emP' •n siM«/ pper De innen Teutonen Unb < ’n die 3u )en. n emM 1 Elf d- lorenund Saden- ::Ä °-?K oon ( an ben>* ZM-ch Dienstag, 30. August 1938 188. Jahrgang 202 Erstes Blatt außerordentlichen S-itzung zusarn- in in London hat wissen lassen, es 4 den hatten. Gibt es denn niemand in London zu bm?en, daß der tschechische Terror sich ausgerechnet in >er Zeit der Tätigkeit Lokd Runcimans so stei- ia ri mittag zu einer c man, über Die man ... -------- , ,, .. . *!)a dle sich nicht um Besprechungen der Lage, son- ben um wichtige Beschlüsse in einer Lage, die man Wille zur Herausforderung. Die Fortsetzung der Schimpfserie, die der tschechische „Moravskoslezsky Denik" gegen die deutsche Armee veröffentlicht, ist das Zeichen eines unbedingten Willens zur Herausforderu n g. Eine große Zahl von Tschechen will den Weltkrieg. Sie kalkuliert etwa so: Wie wir dem Kampf der Großmächte gegeneinander das Entstehen unseres Staates verdanken, so soll uns ein neuer Kladderadatsch die Fortdauer des Zustandes verbürgen, den wir mit Lug und Trug erreicht haben. Denn darüber geben sich natürlich olle Tschechen vollkommen Rechenschaft, daß sie nur mit Lug und Trug in dem stürmischen Gedränge der ersten Nachkriegszeit die Errichtung der Tschecho-Slowakei in ihrer heutigen Form erreichen konnten. Ein berühmter Historiker hat einmal den Ausspruch getan, daß die Staaten mit den Mitteln erhalten werden, mit denen. sie gegründet wurden. Nun wohl: Die Tschecho- Slowakei ist auf Lug und Trug gegründet, Lug und Trug ist die Politik, die die Prager Regierung seit jeher getrieben hat, und mit Lug und Trug wollen die Tschechen auch heute das Rennen machen. Der tschechische Staatspräsident Dr. B e n e s ch schildert in seinem Buche „Der Aufstand der Nationen" sehr anschaulich, wie schwer es ihm und dem früheren Präsidenten Masaryk in Paris, London und Rom gefallen ist, die Forderungenvder tschechischen Emi- kanzler aus Hainburg an der Donau folgendes Telegramm gerichtet: „Anläßlich der Ueberschreitung der deutschen Grenze drängt es mich. Euerer Exzellenz, sowie der Reichsregierung und dem ganzen deutschen Volke für die mir und meiner Gemahlin erwiesenen Beweise der aufrichtigen Freundschaft unseren herzlich st en und innig st enDank auszusprechen. Wir,kehren in unsere Heimat mit den denkbar schön st en Eindrücken zurück und mit der Erinnerung an jenen überaus herzlichen Empfang, der die unsere beiden Länder verknüpfen- des berüchtigten tschechischen Hetzblattes „Moravskoslezsky Denik" nicht hätte für möglich halten sollen, ist dennoch eingetreten: Das Blatt hat nach seiner Ankündigung jetzt tatsächlich die S u d e l e i e n fortgesetzt, mit denen die Ehre des deutschen Weltkriegssoldoten in der gemeinsten Art und- Weise herabgesetzt und beschmutzt werden soll. Im Hinblick auf den deutschen Schritt sind die neuerlichen Gemeinheiten, die die tschechischen Sudelköche in ihren offenbar perversen Hirnen ausgebrütet haben, aber nicht nur Angelegenheit' jener verantwortungslosen Journaille, sondern die tschechische Regierung und der Staatspräsident Dr. Venesch selbst haben sich zu Mitschuldigen an dieser Skandalaffäre gemacht, weit sie es unterließen, rechtzeitig dagegen einzuschreiten, obwohl ihnen dies ohne weiteres möglich gewesen wäre. Die Tatsache, daß die maßgeblichen tschechischen Stellen es nicht für nötig gehalten haben, die weiteren unglaublichen Beschimpfungen der ruhmreichen alten deutschen Armee zu unterbinden, hat im ganzen deutschen Volk verständlicherweise die allerstärkste Empörung hervorgerufen. Ein auch nur annähernd so schwerer Verstoß gege die guten Sitten im Dölkerleben dürfte bisher noa. nicht dagewesen fein. Den Tschechen blieb es vorbehalten, diesen Gipfel der Unansiändig- k e i t zu erklimmen. Es ist einfach unfaßbar, wie Gefühle erneut bekräftigt. Nikolaus von Horthy, Reichsverweser des Königreiches Ungarn. Außenminister von Konya an den lieic-saußenminister. Berlin, 29. Aug. (DNB.) Seine Exzellenz der kgl. ungarische Minister des Aeußeren, Koloman von Kan ya, hat beim Verlassen des deutschen Bodens an den Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop folgendes Telegramm gerichtet: „Beim Ueberfchreiten der Reichsgrenze ist es mir ein aufrichtiges Bedürfnis, Ihnen, Herr Neichs- außenminister, für die mir in Deutschland zuteilgewordene Gastfreundschaft im G e i st e aufrichtiger Verbundenheit auf das aller- herzlichste und uErmste zu d a n k e n. K a n y a." Dieser Tage wurde mitgeteilt, daß das Buch des Führers „Mein K a m p f" die Auflage von vier Millionen Stück überschritten habe. Wenn gelegentlich gesagt wird, daß auch Bücher ihre Geschichte haben, so kann von diesem Werke gesagt werden, daß es dazu beitrug, daß Geschichte gemacht wurde. Sein Werdegang ist eng verbunden mit dem Aufstieg und dem Durchbruch der nationalsozialistischen Idee, es wurde eine der starken Waffen des Führers in feinem großen Kampfe um ein neues Reich. Als Adolf Hitler nach dem Niederbruch von 1932 mit vielen seiner Getreuen auf der Festung Landsberg am Lech saß, fiel es auf, daß er durch mehrere Stunden des Tages nicht zu sprechen war, ebenso fein nächster Vertrauter Rudolf H e ß. Nach einiger Zeit lichtete sich das Geheimnis, der junge politische Führer, den andere gern als einen „Trommler" abtun wollten, schrieb an einem Buche über den Kampf seiner Bewegung. Als es abgeschlossen war, trug das Manuskript den Titel „Viereinhalb Jahre Kampf gegen Lüge, Dummheit und Feigheit, eine Abrechnun g". Zunächst waren zwei Bände vorgesehen, so sehr hatte sich das Thema ausgeweitet. Noch bevor die Arbeit abgeschlossen wurde, begann die Werbung durch Zeichnungsliften. Bei dem Mangel an Geld war es notwendig, vor der Drucklegung für einen gesicherten Absatz zu sorgen. Der Ruf fand freudigen Widerhall, schon im Juli 1925 unh im Dezember des gleichen Jahres erschien die erste und zweite Auflage mit zusammen 18 OOO Bänden. Der zweite Teil wurde auf dem Obersalzberg abgeschlossen und erschien^ Ende 1926 im Buchhandel. Unter dem Titel „Mein Kampf, eine Abrechnung von Adolf Hitler", wanderte das Werk des Führers nun gerte, daß die Leitung der SDP. das Recht der Notwehr freigeben mußte? Gibt es niemand in London zu denken, daß die tschechischen Ueberfälle auf Sudetendeutsche sich so mehren, als gäbe es Überhaupt keinen englischen „Vermittler" in Prag? Dekorationen, Versatzstücke und Kulissen haben auf der Bühne die Szenerie darzustellen und den Hintergrund zu verbergen. Was England in der tschechischen Frage bisher getan hat, ist nichts als ein Spiel mit Dekorationen unb Kulissen. Es will nicht wahrhaben, daß es 1919 in her Tschecho-Slowakei ein unnatürliches Staatsmonstrum selbst mitgeschaffen hat-, es will weder die innere Unwahrhäftigkeit des Tschechenstaates, noch feine brutale Gewaltpolitik gegen die Sudetendeutschen wahrhaben: es weiß auch nichts von einer ständigen Rückenstärkung dieser Politik durch die Londoner Regierung. Aber schon bereitet sich in der Politik die Wahrung des guten Scheines die neue Kampagne gegen *bie Sudetendeutfchen und gegen das Reich vor, die nach der Londoner Meinung allein an einem Versagen der Londoner „Vermittlung" schuldig zu sein haben ... Rl dampfers „Zsofia" wieder in der ungarischen Hauptstadt ein, stürmisch begrüßt von einer riesigen Menschenmenge. Zur Begrüßung. hatten sich eingefunden das gesamte Kabinett unter Führung des Ministerpräsidenten I m r e d y , die hohe Generalität, die Abgeordneten des Ober- und des Unterhauses, die Bürgermeister der Stadt Budapest und der deutsche Gesandte von Erdmannsdorf mit dem gesamten diplomatischen Personal und den beiden Waffenattaches. Ferner waren anwesend der italienische Gesandte Graf Vinci, der Hofminister der gegenwärtig in Budapest weilenden Königinmutter in Aegypten. Trotz des anhaltenden Regens hatte sich eine unübersehbare Menschenmenge auf dem flaggenge- schmückten Platz vor der Pester Redoute angefam- melt. An der Dampfer-Haltestelle hatte eine Ehrenkompanie Aufstellung genommen sowie Abordnungen der ungarischen Frontkämpfer in ihren Uniforchen und die Kriegsinvaliden. Der Reichsverwefer und Frau von Horthy fuhren durch die reich mit Fahnen geschmückte Hauptstadt zum Landsitz Gödöllö, auf der ganzen Fahrt immer wieder begrüßt von der Menge, die in den Straßen ein dichtes Spalier bildete. Donk an den Führer. Berlin, 29. Aug. (DNB.) S. D. der Reichsverwefer des Königreiches Ungarn Admiral Horthy von Nagybanya hat beim Verlassen des deutschen Bodens an den Führer und Reichs- Reichsverweser von Horthy wieder daheim. Budapest, 29. Aug. (DNB.) Reichsverweser Nikolaus von Horthy und seine Gemahlin trafen Montagnachmittag 17 Uhr an Bord des Donau- „Mein Kampf" in vier Millionen Glücken Beispielloser Giegeszug eine«! Buches. Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer vis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf.. für Text- anzeigen von 70mm Breite 50 Rpf..Platzvorschrift nach vorh. 93ereinbg.25°/6 mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins«, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf.,Familienanzei- oen, Bäder-, Unterrichts- u. behördlicheAnzeigenbRpf. Mengenabschlüsse Staffel B Reue tschechische Beschimpfung deutscher Soldaten Jetzt wird auch die Ehre der ungarischen Armee von Tschechen besudelt. Oie Prager Regierung sieht weiter stillschweigend zu. krschetnt täglich, außer Scnntags und Feiertags Vülagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter tzümat im BUd - Die Scholle monat$«Be$ugsprei$: Ml 4 Beilagen RM. 1.95 Dine Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr . , -.25 Auch bei Nichterscheinen ton einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe allter Sammelnummer 2251 Urschrift für Drahtnach- ik)ten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: fiianlfurt am Main 11686 Oekoraiions- und Kuliffenpolitik. 5er englische Außenminister beruft telephonisch U Botschafter aus. Berlin zur Berichterstattung nah London. Die englische Regierung läßt einen früheren Außenminister, jetzigen Schatzkanzler, propagandistisch stark vorbereitete Rede zu dem brennendsten Problem in Europa halten. Der Be- auftragte der englischen Regierung in Prag, Lord ftunciman, erwirkt eine Unterbrechung der bienftreije Henleins und dessen Erscheinen zu einer ils sehr dringlich hingestellten Unterredung. Das malische Kabinett tritt am heutigen Dienstagvor- granten der französischen, englischen und italienischen Regierung plausibel zu machen; wie groß die Bedrängnisse waren, denen diese Staatsmänner — von Rußland ganz zu schweigen — unter dem Druck der deutschen Armee ausgesetzt waren, und wie wenig Lust sie zu politischen Träumereien hatten. Und nun kommt zwanzig Jahre nach dem Weltkrieg ein tsche- cho-slowakischer Schmierfink und schreibt, daß die preußischen, bayerischen und anderen „Helden" wie „Besessene vor den Franzosen davonliefen, dafür aber imstande waren, „auf die Zivilbevölkerung regelrechte Jagden zu veranstalten". So können nur Menschen mit schmutzigen Gedanken und erfüllt von feiger Verrätergesinnung zetern: siehe die tschechischen Legionen in Sibirien! Man darf aber die Prager Regierung noch einmal fragen, ob sie sich durch die weitere Duldung dieser gemeinen Verleumdungen und verbrecherischen Flegeleien wirklich mitschuldig machen will. Ein Skandal! Berlin, 29. Aua. (DNB.) Trotz des Protestschrittes der deutschen Reichsregierung wird in der Tschecho-Slowakischen Republik die wüste Beschimpfung der deutschen Armee fortgesetzt. Unter der Überschrift „Gin Skandal" schreibt dazu der „Deutsche Dien ft": „Was man nach dem von der deutschen Reichsregierung in Prag unternommenen diplomatischen Schritt gegen die unflätigen Auslassungen Prag, 29. Aug. (DNB.) Wie das > tschechische Hetzblatt „Moravskoslezsky Denik" kürzlich angekündigt hatte, setzt es seine dreisten und unerhörten Greueldarstellungen fort, die dazu bestimmt sind, die tschechische Bevölkerung zum Haß gegen alles Deutsche aufzuhetzen. Das Schmierblatt bringt in der Nummer 232 vom 24. August 1938 folgenden Schmutzartikel: „Deutsche Kulturtätigkeit während des Krieges. Gemetzel der Zivilbevölkerung in Frankreich während des Weltkrieges war eine Beschäftigung der „heldenhaften" deutschen Militärs. Wir schrieben bereits über diese preußischen, bayerischen und anderen Melden", die wie Besessene vor den Franzosen davonliefen, dafür aber imstande waren, auf die Zivilbevölkerung regelrechte Jagden zu veranstalten. Das deutsche Militär übte sich an der Zivilbevölkerung ein, die nicht damit rechnen konnte und in der Meinung, daß ihr nicht nahegetreten werden köyne, in ihren Heimen verblieben war. Den Deutschen dünkte es dumm, nach den wenigen Kindern, Frauen und Alten zu schießen. Sie richteten es sich im Laufe einer Woche nach dem Einfall in Belgien und Frankreich so ein, daß aus mit Petroleum gefüllten Spritzen die Häuser begossen wurden, die sie dann anzündeten. Sehr tapfer benahmen sich die deutschen Soldaten gegenüber Frauen und Kindern. Damit die Gatten ober Väter die Frauen nicht verteidigen konnten, wurden sie zuvor von den deutschen Soldaten erschlagen. Die Frauen und Mädchen wurden vergewaltigt und schließlich erschlagen. Solcher Vorfälle gibt es tausende. Auf diese Art hausten die Deutschen in Rußland, Serbien und Rumänien. Mit Recht nennt man sie van der Zeit ab „Hunnenmilitär". Die österreichischen Soldaten benahmen sich in dem eroberten Gebiet noch anständig, besonders, soweit es Soldaten slawischer Nationaltät waren. Regelrechte Verwüstungen verursachten die ungarischen Soldaten und ihre Offiziere. Aus einem Schloß oder Palast binnen 24 Stunden einen Düngerhaufen zu machen, war keine Kunst. Ställe errichteten sie in Kapellen, Schulen und besseren Häusern. Sa sah die deutsche und ungarische Kultur im Lichte der Wahrheit aus." in alle deutschen Gaue. Bis 1929 hatte der erste Teil die Aufluge van 29 000 erreicht. Im Jahre 1930 kannte endlich der Wunsch des Verfassers in Erfüllung gehen, eine billige Volksausgabe zu schaffen, die das Werk in einem einzigen handlichen Bande zusammenfaßte. Die Auflage ging mit dem Wachsen ber nationalsozialistischen Bewegung sprunghaft in 'die Höhe. 1932 brachte allein den Absatz von 80 000 Stück. Im Jahre des Sieges 1933 wurde die erst e M i 11 i o n überschritten, 1935 die zweite Million überholt und 1937 war die Auflage auf 3,45 Millionen gestiegen. Damit war wohl der größte Erfolg erreicht, den je ein politisches Buch auf dem Erdenrund gefunden hatte. Jetzt, Mitte 1938, kurz vor dem Nürnberger Reichsparteitag wird gemeldet, daß die vierte Million des Buches in die Hände der Leser gewandert ist. Das Ausland hat den Nationalsozialismus jähre- lang nicht begriffen oder ihn als störend beargwöhnt. Was konnte hier aufklärender wirken als die U e b e r f e tz u n g e n des Standard-Werkes bes« Führers in fremde Sprachen? Damit wurde auch dem Versuch am besten begegnet, durch nichtautorisierte Uebersetzungen und tendenziöse Auszüge falsche Eindrücke zu erzwecken. So erschienen seit 1933 Nacheinander Uebersetzungen in Nordamerika, England lAuflage 47 000), Norwegen, Schweden, Italien, Ungarn, Dänemark, Spanien, Brasilien unb Arabien. In ber italienischen Ausgabe finb Abolf Hitler, Benito Mussolini und General Franco als bie Führer eines neuen Europa bezeichnet. Mit Recht kann man. sagen, baß bas Buch bes Führers einen Siegeslauf burch bie Welt angetreten hat, im beutfchen Volke selbst ist es schon längst heimisch geworben. ul fürchten haben würbe. .c ni Großbritannien von 1938 ist bie Wahrung ; bes guten Scheines, er mag so äußerlich sein wie ix will, ber zweite Grundsatz der Außenpolitik so im wie je in Merry Old-England. Also machte ßo-.bon, als die Rückenstärkung für Prag dann doch sii großen Staub in Europa aufwirbelte, eine billige Sete, indem es einen hervorragenden englischen ( Antiker mit einer Mission als Ermittler und Vermittler in der Tschechei beauftragte. Gleich- icii g aber wurden die Tschechen mit jeder nur erdenklichen Freundlichkeit dahin beschwichtigt, daß bet also beauftragte Lord Runciman weder Btilreter der englischen Regierung sei, noch imAuf- fr6$e der Regierung handle, noch irgendwelche Ich-dsrichierlichen Befugnisse haben usw. usw. Wie- jeram war ber gute Schein gewahrt, Englanbs llvzenpolitik fanb sich von ben bengalischen Feue n jeher Freunbe illuminierend angekuchtet — unb >it Tschechen selbst wußten längst, was sie von ber Uten Aktion zu halten -hatten. (5 ist nötig, biefe Vorgänge einmal kurz zu- sarmenzufassen, um den richtigen Blick für bie jec=nmärtige Situation im allgemeinen unb für die mi tisch kostenlose Geschäftigkeit Londons im beson- 5ertn zu gewinnen. Es überrascht keineswegs, daß itris und Prag der Rede John Simons zu- föirmten. Denn es ist ja nicht nur so, daß diese Rebe nicht ein einziges energisches 03 r t an d i e Pranger Adresse enthalt, nach- iHrtt die wochenlange englische Politik;fe festgestellt werden mußten, die außer zahl- lisrn Schwer- und Leichtverletzten drei Tote zur „ernst" ansehe. i.urz, man veranstaltet in London einen schon unenglischen Wirbel von Unternehmungen in und derselben Angelegenheit. Das stimmt noch be mklicher als nachdenklich. Die englische Regie- rurg hat sich seinerzeit zur Vermittlung in dem foiflitt angeboten, ber burch ben Ausbruch eines alles von politischer Geisteskrankheit in ber L jecfjei für Europa entstauben ist. Dieses Ange- vo mürbe von Deutschland begrüßt, solange, der chein ehrlichen Maklertums gegeben d - Dieser Anschein schwanb dahin, als sich bie an- ze^iche englische Vermittlung zunächst sehr bald in :iib offene Parteinahme unb — zusammen mit Funkreich — in eine Rückenstärkung für bie Tscheche oerroanbelte. Damit war ber Prager Regierung 90: selbst bie Direktive gegeben, daß sie weder aus vvris, noch aus London irgend etwas Ernstliches JI der weiteren Verfolgung ihrer Terror-Politik Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrSHIsche UuiverfttStrdruckerei «.Lange in Siehen. Schristleitvng und SeschSftrftelle: Schulftrahe 7 Gauleiter Bohle KMMNNW aüd) Deutschland I gezwungen werden könnten, zu kommen. s deutschen in Stuttgart in einer besonderen Ostmark» Weihestunde der gefallenen Helden der Ostmark gedenkt, so tut sie es deshalb, weil die heldische Haltung und der Opfertod dieser Männer der gesamten Ostmark und der Bewegung immer Vorbild sein wird. Die Idee Adolf Hit. lers konnte nur groß und mächtig werden, weil ihr Helden aus allen Gauen Deutsch, lands erstanden und für sie Opfer brachten." Mit diesen Worten leitete Gauleiter Bohle die Ostmark-Weihestunde und die in ihrem Mittelpunkt stehende Totenehrung ein, die am Montagabend im festlich geschmückten Großen Haus der Württembergischen Staatstheater in Gegenwart zahlreicher Auslandsdeutscher stattfand. Großkundgebung der Auslandsdeulfchen in der Stuttgarter Adolf-hitter-Kampfbahn. Unser Uebersichtsbild wurde während der Begrüßungsansprache des Gauleiters Bohle ausgenommen, der in einem Akt von symbolischer Bedeutung die Fahne der ehemaligen Landesgruppe Oesterreich als Traditionsfahne der Auslandsorganisation übernahm. — (Scherl-M.) Sonderwertzeichen zum Reichsparteitag. WWW^^WWWWWWWWMW Auslandsorganisation -er Partei un- frem-e Staaten. Gauleiter Dohle spricht vor Vertretern der presse. Stuttgart, 29. Aug. (DNB.) Gauleiter Bohle sprach am Montag in der Messehalle in einer Arbeitstagung vor dem Führerkorps der.AO. über die Arbeit der Auslandorganisation während des vergangenen Jahres und gab Richtlinien für die weitere Tätigkeit. Die völlig unbegründeten Verdächtigungen, die von gewissen Landern gegen die Auslandorganisation ausgesprochen worden waren, gaben dem Gauleiter Veranlassung, noch einmal auf die seit Jahren bestehende Anordnung hinzuweisen, sich in keiner Weise in die Politik ihrer Gastländer einzumischen. Oer Gruß des Führers Auf das Telegramm des Gauleiters Bohle von der VI. Reichstagung der Auslanddeutschen in Stuttgart hat der Führer und Reichskanz- l e r telegraphisch wie folgt geantwortet: „Ich danke für die Meldung von dem Beginn der VI. Reichstagung der Äuslanddeutschen in Stuttgart und entsende allen Teilnehmern meine herzlich lt en Grüße. Ich verbinde damit den Wunsch, daß auch diese Tagung dazu beitragen möge, die Verbindung der Äuslanddeutschen mit der Heimat immer fester und inniger zu gestalten. Adolf Hitler." Weitere Grüße. Zum Schluß der Arbeitstagung verlas der Gauleiter noch Telegramm, die er von Generalfeldmar- chall Göring, von Reichsaußenminister v. Ribbentrop und dem Reichsminister Lammers erhalten hatte. Hermann Göring telegraphierte an Gauleiter Bohle: „Durch meine dienstliche Inanspruchnahme bin ich leider verhindert, in diesem Jahre im Kreise der Äuslanddeutschen zu weilen. Deshalb bitte ich Sie, allen auslanddeutschen Landsleuten, mit denen ich mich eng verbunden fühle, zugleich mit besten Wünschen für den erfolgreichen Verlauf der Reichstagung meine herzlichen Grüße zu übermitteln." ' Reichsaußenminister von Ribbentrop sandte folgendes Telegramm: „Ich bedauere sehr, daß dienstliche Pflichten mich verhindern, wie beabsichtigt, an der Eröffnungssitzung der VI. Reichstagung der Auslandorganisation teilnehmcn zu können.' Ich wünsche der VI. Reichstagung vollen Erfolg und bitte, den dort versammelten Äuslanddeutschen, mit denen ich mich als ehemaliger Auslanddeutscher ganz besonders verbunden fühle, meine herzlichsten Grüße zu übermitteln." erinnerte in seiner Ansprache an den 25. Juli 1934, wo deutsche Männer der Ostmark aufstanden gegen ein System des Hasses, der Unterdrückung und Verfolgung gegen alles, was deutsch war. Wie Wil- Helm Gustloff feige und hinterlistig hingemordet wurde, weil er dem Führer die Treue schwur, so sind auch die Helden der Ostmark hingemordet worden. Ihr Tod bleibt jedoch Garantie des Sieges der Bewegung, und alle sollen wissen, daß die toten Soldaten Adolf Hitlers dieses Groß, ^utschland geschmiedet haben. Wir werden die Namen dieser gefallenen Helden unauslösch- lich im Herzen tragen, und mir wissen, daß eine Bewegung und ein Reich nicht untergehen, für das I solche Männer ihr Leben gegeben haben. Der Gauleiter richtete in diesem Zusammenhang Ian ole in dieser Gedenkstunde anwesenden auslandsdeutschen Brüder und Schwestern den Appell, die Namen dieser um Deutschland gefallenen Käme- raden bis in den kleinsten Winkel der Erde und über alle Meere zu tragen, da diese Männer ge- fallen seien, um allen deutschen Menschen eine stolze und glückliche Zukunft zu sichern. Nachdem der Gauleiter den von beispiel- loser Grausamkeit begleiteten Opfergang dieser treu- esten Söhne der Ostmark geschildert hatte, verlas er unter den Worten: „Im Jahre der Befreiung gedenkt das Auslandsdeutschtum in Trauer, aber auch mit stolz erhobenem Herzen der österreichischen Kameraden, die am Galgen starben" die Namen Reichsminister Lammers drahtete: „Der VI. Reichstagung der Auslanddeutschen in Stutt- mpft erklang das Lied vom guten Käme- gart wünsche ich am. Tage ihrer feierlichen Eröff- “QLreI$ Anwesenden die Toten mit nung aufrichtig vollsten Erfolg und übermittle 3UJ r^f°?fn&er 9ru6ten- Diese dreizehn Helden, gleich meine herzlichsten Grüße für die in Stuftd "schieren m der.Stan- gart versammelten-Äuslanddeutschen." Horst Wesel und nut ihnen alle, die im Im Rahmen eines Empfanges der aus ganz fur Deutschland fielen. Deutschland und allen Teilen des Auslandes zur Mit Ergriffenheit hörte man dann Verse aus dem 6. Reichstagung der Ausländsdeutschen nach Stutt- "^^d der Getreuen". Sie leiteten über zu der gart gekommenen Pressevertreter am Mon- Ansprache von Gauamtsleiter Dr. Kaderle, der tagabend hielt der Leiter der Auslandsorganisation aU5 eigenem Erlebnis die' lange Leidenszeit der der NSDÄP., Gauleiter Bohle, eine Ansprache, Ostmark schilderte. Die letzten Worte, so schloß der in der er u. a. in kurzen Zügen die Aufgaben Redner, mit denen unsere Helden starben, haben der Auslandsorganisation umriß, für ro^r gehalten und geglaubt in Not und Tod, in die in gewissen Teilen des Auslandes ein besonders der Freiheit und im Gefängnis, im Glück und im „reges Interesse" bestehe. Demgegenüber sei darauf Unglück, die Worte: Adolf Hitler! Deutschhinzuweisen, daß in einer ganzen Reihe von Staa- lund! ten, so. in Litauen, Norwegen, Dänemark, Estland, Polen, Schweden, Frankreich, Holland, Spanien, der Tschecho-Slowakei, Bulgarien, Griechenland, Jugoslawien, Italien, der Schweiz, Ungarn und Japan, Organisationen bestehen, die der Auslandsorganisation ähnlich sind und die zum Teil unter « dem Protektorat sehr hoher Persönlichkeiten die E Interessen ihrer Auslandsangehörigen wahrnehmen. 8 England habe eine solche Auslandsorganisation I 8 zwar nicht offiziell, aber de facto bestehe ebenfalls eine Organisation, die die Engländer im Auslande erfasse. Mit humorvollen Worten betonte der Gauleiter, daß wir in Deutschland gar mcht so geheimnisvoll sind, wie die anderen es immer darzustellen versuchten. Es wäre für eine gewisse Presse endlich an der Zeit, über die Auslandsorganisation etwas sachlicher zu berichten. Wenn Tausende aus der Welt nach Stuttgart gekommen seien, um die alte Heimat wiederzusehen und das neue Deutschland zu, erleben, dann werde man zugeben müssen, daß M diese Leute, die die Reise zum Teil nur unter größ- • ten persönlichen Opfern machen konnten, n i ' sich diese Wiederholung ereignen konnte, nachdem bereits die erste unerhörte Anpöbelung der deutschen Soldatenehre einen einzigen Aufschrei des Abscheus und der Empörung in Deutschland zur Folge gehabt hatte. In Prager Regierungskreisen wird so häufig von Dem guten Willen und von der Verständigungs- bercitfdjaft gesprochen. hier wäre eine Möglichkeit gewesen, diesen Verständigungswillen zu zeigen, indem man die Zensurbehörde angewiesen halle, die Veröfsent- lichung der in aller Form angekündigten weiteren Gemeinheiten zu verhindern. Dadurch, daß die Herren in Prag die hehjournaille sich weiter auskoben liehen, haben sie sich selbst den allerschtechlesten Dienst erwiesen, der sie vor der ganzen Weltöffentlichkeit bloßslelll. Denn seht ist es klar, daß man an der Moldau nicht das mindeste Interesse daran hat, mit dem großen deutschen Nachbarvolk in Frieden zu leben, wie dies in heuchlerischer Scheinheiligkeit immer wieder ausposaunt worden war. Die tschechische Regierung hat sich selbst demaskiert, indem sie eine Gräuelhetze zu- ließ, die sogar noch die unglaublichsten Kriegspropagandalügen gegen Deutschland aus dem Weltkriege bei weitem in den Schatten stellt. Wir halten es für unter unserer Würde, und vor allem unter der Würde unserer tapferen Soldaten, die die deutsche Heimat gegen eine Welt von Feinden vier Jahre erfolgreich' verteidigt haben, uns mit den Anwürfen auseinanderzusetzen, die das tschechische Gossenblatt wieder verzapft hat. Es handelt sich dabei ja nur um die stinkende Ausgeburt eines für seine schmutzigen Ergüsse von dunklen Hintermännern ausgehaltenen tschechischen Schreiberlings. Allerdings, eine Gefahr ist dabei. Wenn wir in Deutschland auch wissen, was wir von diesem ungereimten Zeug zu halten haben, so ist es doch möglich, daß der einfache Mann im tschechischen Volke solchen Blödsinn glauben könnte, womit der in der Tschechei pfleglich genährten Haßpsychose gegen alles Deutsche weitere Nahrung zugeführt werden würde. Dessen hätte sich die Prager Regierung bewußt sein müssen, wenn sie es mit ihrem Verständigungs- w'llen ernst gemeint hätte. Daß von den Sudeleien des „Moravskoslezsky Denik" diesmal auch die rln r *e n Soldaten, deren hervorragendster Repräsentant in diesen Tagen erst ein verehrter ©aft des deutschen Volkes war, auch einen Dreck- [pri^et abbefommen, paßt durchaus in die Linie diestr Hetzer, denen die berechtigten Forde- rungen der ungarischen Minderheit Lr Tschechoslowakei ein Dorn im Auge [mb. An der tschechischen Regierung ist es sich zu diesem unglaublichen Skandal 3 u äußern. Das deutsche Volk wartet darauf. Gudetendeuisches Dorf unter Tschechen-Terror. Trautenau, 30.Aug. (DNB.) Unerhörte Vor- falle die abermals ein grelles Schlaglicht auf rne tschechischen Terrormethoden werfen spielen sich seit Sonntag in dem sudetendeutschen öab er söorf bei Trautenau ab. Ortsfremde Tschechen, die zu öffentlichen Bauten dort eingesetzt sind, haben Gabersdorf vollständig unter Terror gesetzt. Am Sonntagabend drangen die Tschechen in das Gasthaus Stump, dessen Inhaber Ortsleiter der SDP. ist, ein und zertrümmerten die Gasthauseinrichtung. Am Montag kamen die Tschechen wieder zertrümmerten die Fensterscheiben des Gasthauses und begannen mit einer regelrechten Belagerung des ganzen Dorfes. Sie stellten sich in den Straßen des Ortes auf und ließen niemanden durch. Die Gendarmerie war zu schwach, um die Ausschreitungen verhindern zu können; sie forderte daher militärische Hilfe an. Die Feuerwehr wurde alarmiert und ging mit Wasser gegen die tschechischen Terroristen 'vor. Dies war jedoch der Gendarmerie wieder nicht recht, sie untersagte die weitere Tätigkeit der Feuerwehr mit dem Hinweis, daß dadurch „die Tschechen nur noch mehr gereizt" wüvden. Erst kurz vor Mitternacht zu Dienstag verließen die Tschechen den Ort unter wüsten Schimpfereien und Beleidigungen der Sudetendeutschen. Das von der Gendarmerie angeforderte Militär ist noch nicht eingetroffen. Als Opfer des Tschechenterrors sind in Gabersdorf u. a. auch zwei durch Mesferstiche schwer v e r l e tzteSudetendeutschezu beklagen. Der Bevölkerung hat sich eine verständliche starke Erregung bemächtigt, zumal damit gerechnet werden muß, daß die Tschechen auch noch an den folgenden Tagen ihre Terroraktionen fortsetzen werden. Nur der Disziplin der sudetendeutschen Bevölkerung und dem Eingreifen des sudetendeutschen Abgeordneten Kellner ist es zu danken, daß es bisher noch zu keinen ernsteren Auseinandersetzungen gekommen ist, obwohl die Geduld und Disziplin der Sudetendeut- schen im Falle Gabersdorf wahrlich auf eine härteste Probe gestellt wird. Zur Zeit hat die Gendarmerie, die im übrigen Öen tschechischen Terrorakten nicht gewachsen ist, die Zugänge der Ortschaft Gabersdorf besetzt. Der Abgeordnete Kellner hat sich sofort mit den zuständigen tschechischen Stellen in Verbindung gesetzt und mit dem Büro Runcimans gesprochen. Falls nicht die Staatsgewalt umgehend in Gabersdorf mit jller Energie durchgreift, werden neue Gewalttätigkeiten der ortsfremden Tschechen befürchtet. Besprechungen in London. London 29. 2Iug. (DNB.) 3m Saufe des Montag haben in London verschiedene Besprechungen stattgefunden, die die Probleme im Zusammenhang mit der Lage in der Tschecho- Slowakei zum Gegenstand hatten. Lord Hale zugl tzndenheit ist. Öeutfö in 66 ..Stockholm, «mittag landete general der Leneralstabes d Stumpft mit Ju52" auf dem hin (Südschr hchwedischen ßufl ZUbsches, Oberst Iffimn höheren zgrM wurden. ; Die deutschen ffier schwedischen Wcfuch des Gei Vie im vergan; Woben waren. ; Im Laufe d deutschen Gäste Xbic Fliegerschul lfschmader der sc gjjen ausführte. :iin ^aelfingbo rg Mig nach Mim Japan 6e(ud AeUin, 29/ B Uhr liessen n Meuyork lommer Wresse als (Z ■T 5 9 i e r u n g r Journalisten" w Auch Deutschla Meichsparteitag l 3n Bremerhc nilalisten von 3 rrriums, des Au «der Stadt Are Empfang im I Achter erfolgt W "°ch fort S* Zll Ehre ™;n (Empfang 0 S ^ll'en di Mr Bahnhof Regie, l6a,ie der Presse ■Berg Äte 5 S,™"" Kr .i-rtn u Atbund «CU"1* I Ä-i-h-'NÄ ÖS lD,et A'w“ | / CK \\ n i v Ml die W Verbundes, jrf*1 mH l)er'’ 2J 811 i.rob b jeger i cid)5sr W >te ^r., R e P ; V? Uiiiaestr ihian ? Hm?, bi Fünf größte hessische Städte werden Stadtkreise er Führer und die alten Soldaten. NS. NSG. Der Reichsstalthalter in Hessen. (Bauleiter bi 0 keit. Provokation. Eger, 29.Aug. (DNB.) Das Prager Tschechen« Deutsche Fliegergeneräle in Schweden zu Besuch. llten Kamt Toten mi sehn HM n der ’Ue, die in sche-idung abzugeben. hat der Oberbürgermeister oder der Polizeipräsident (Polizeidirektor), an den eine Sache abgegeben worden ist, in der gleichen Angelegenheit bereits entschieden und will er seine Entscheidung nicht ändern, so hat er den Beteiligten zu eröffnen, daß seine Entscheidung als an Stelle des Kreisdirektors (Kreisamts) oder'des Kreisausschusses als Beschlußbehörde gefaßt gelte. Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — regelt die durch das Ausscheiden der Städte aus den bisherigen Kreisen etwa erforderliche Auseinandersetzung im Verwaltungsweg. Seine Anordnungen begründen Rechte und Pflichten der Beteiligen und bewirken den Uebergang, die Beschränkung und die Aufhebung von dinglichen Rechten. fort in die gewaltigen Elevatoren der eigentlichen Gctreideplätze, wie Chikago, St. Louis usw. überzuführen. Der Fassungsraum dieser Silos ist allerdings ein ganz anderer als der der deutschen Kornspeicher; er würde ausreichen, die deutsche Gesamternte doppelt und dreifach unterzubringen. Bisher gab es in Deutschland, außer den großen Lagerhäusern und Kornspeichern, wenig oder gar keinen Raum, Getreide auf Vorrat unterzubringen. Bis ins zweite Drittel des 19. Jahrhunderts, also zu einer Zeit, in der Deutschland getreidepolitisch nicht nur Selbstversorger war, sondern auch Getreide ausführt^, hatte sich ein kurzfristiger Verkehr an der örtlichen Schranne herausgebildet, woran in Bayern z. B. noch die Bezeichnung „Schrannenplatz" in manchen Städten erinnert. Als in den neunziger Jahren die Bewegung in Gang kam, Kornspeicher zu errichten, war Deutschland in Hinsicht auf die Versorgung mit Brotgetreide schon Zu- schußland geworden. Die zu jener Zeit errichteten Kornspeicher sollten nicht eigentlich dazu dienen, Getreidevorräte anzusammeln, sondern vornehmlich dazu, über ungünstige Marktpreise Hinwegzukommen. Alles, was Agrarpolitik hieß, drehte sich damals darum, für den Körnerbau wieder lohnends Preise zu schaffen. Sowohl die Konkurrenz des russischen, als des amerikanischen Getreides hatte bei unzulänglichem Zollschutz so auf den deutschen In- landpreis gedrückt, daß der Getreidebau ein Verlust war. Die Einrichtung von Kornspeichern war in dieser Form etwas Neues, allein sie blieb auf die agrarischen Gebiete in Ost- und Süddeutschland beschrankt. Für eine Einlagerung der Gesamternte kamen sie nicht in Frage, ebensowenig die großen Lagerhäuser in den Rhein- und Ruhrhäfen, die immer nur die Mengen aufstapelten, die sich int Konsum sofort absetzen ließen. Nach der Schöpfung des Reichsnährstandes haben die Erzeugungsschlachten von Jahr zu Jahr die landwirtschaftliche Produktion gesteigert, so daß sich für die Aufspeicherung einer großen Körnerernte heute ganz andere Voraussetzungen ergeben, als in früheren Zeiten. Es sind seit der Machtergreifung sowohl in den agrarischen Ueberschußgebieten, als auch in Derkehrszentren neue und große Lager- bäuser errichtet worden, dazu bestimmt, immer größere Teile der Gesamternte an Brotgetreide aufzuspeichern Damit wird der Gefahr vorgebeugt, irgendwie Brotgetreide zu verfüttern, einer Gefahr, die immer dann vorhanden ist, wenn es an geeigneten Lagerräumen für das (Betreibe fehlt. Dis aMWnfw n auslQnb- Appell, dj, "en Kan» Erde uns Danner Kenf^ei "“»ft i l0n beispje! dieser treu latte, verlas r Befreiui» rauer, ab« ierreichischq die Nomk- Mussolini ehrt den Gauleiter mit seinem Bild. meindeordnung wahrgenommen. Die Geschäfte der allgemeinen Landesoerwaltung, die nach den Gesetzen und Verordnungen von dem Kreisdirektor (Kreisamt) und die von dem Kreisausschuß im Beschlußoerfahren zu erledigen sind, werden im Stadtkreis von dem Oberbürgermeister oder dem Polizeipräsidenten (Polizeidirektor) wahr- aenommen, soweit der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — im Rahmen der reichsrechtlichen I Regelungen nichts anderes bestimmt. Berg Zsel in der Obhut des iieichskriegerbundes. Innsbruck, 29. Aug. (DNB.) Der Reichskrie- gerführer Generalmajor a. D. R e i n h a r dt, nahm an Sonntag in Innsbruck an den Feierlichkeiten arläßlich des Gedenktages der Feuertaufe der Tiroler uri) Vorarlberger Truppen im Jahre 1914 teil. Am Jv rmittag legte er auf dem B e r ge I f e l vor dem Ebrenmal der Kaiserjäger im Gedenken an Die 40000 im Weltkriege gefallenen Tiroler und Vor- atlberger einen Kranz nieder. Der Berg Jsel, die Heldenstätte der ruhm- ischen Schlacht des Freiheitskampfes von 1809, auf dem sich auch das Ehrenmal Andreas Hofers und das Museum der Tiroler Kasierjäger befinden, wurde v»m Reichstriegerführer in Obhut ge- nrmmen. Eine würdige Ausgestaltung des Tiroler h ldenberges wird bereits in nächster Zeit in An- güff genommen. schimpfungen des deutschen und ungarischen Soldatentums wurde heute zahlreichen deutschen Familien zu gestellt und in die Wohnung gebracht. Man erblickt sowohl in dieser eifrigen Verbreitung durch die Tschechen wie in dem unglaublichen Inhalt eine Provokation gegenüber den Millionen Staatsdürgern, die sich mit Stolz als Sudetendeutsche bezeichnen und deren ältere Generation im Weltkrieg als deutsche Soldaten der österreichisch-ungarischen Armee treu ihre Pflicht erfüllten und mit ihrem Blut vor dem Feind oft genug bezahlen mußten, daß nichtdeutsche und nichtungarische Truppenteile der alten k. und k. Armee versagten. Ueberall ist der gemeine Artikel Gegenstand ingrimmiger Verachtung. Tfe aus dt? der zu l derle,!' idenszeit! o schloß b rben, Ijüte mb Tod, m llück und 'm I Deuftch- Oer (Streit am die 40-Giunden-Woche. Doch noch Einberufung des Parlaments? , Paris, 30.Aug. (DNB. Funkfpruch.) Im An- iäluß an den gestrigen Pariser Kabinetts- rst wird in unterrichteten Kreisen daran erinnert, de'ß hinsichtlich der Innenpolitik bisher die schwe- binde Frage über die verfassungsmäßige Recht- Mäßigkeit einer auf dem einfachen Derordnungswege gckroffenenAbänderung des 40-Stunden- S s e tz e s nicht klargestellt worden sei. Der Mini- st'irpräsident hatte bereits den Vertretern des Lmks- nsschusses der Kammer mitgeteilt, daß er diese 5 Qge einem Juristen-Ausschuß vorgelegt, daß er oter noch keine diesbezügliche Antwort erhalten dcbe. In unterrichteten französischen Kreisen weist inin nun am Montag darauf hin, daß nach Auf- ja sung dieses Juristenausschusses eine Reihe der be» aüstchtigten Maßnahmen, ganz besonders hinsichtlich itiiter Erhöhung der Zahl der Ueberstunden, nur uf legislativem Wege rechtmäßig Me Nelchs- dem Md- rb Klein ntf h Hoffma^ 9 M WertstE cherg W5, desM-rS. SVU.-Mord in Polen. Warschau, 30. August. (DNB. Funkspruch.) Eine furchtbare Mordtat ließen sich in P olen Agenten Moskaus zuschulden kommen. Ein gewisser Rosental, der früher in den Diensten der Komintern stand, hatte nach Ableistung einer langen Freiheitsstrafe geschlossen, sich aus der Arbeit für die Kommunistische Partei zur uck- Anziehen. Während einer nächtlichen Eisenbahn- reise ist er nun in seinem Abteil, in dem er allem Oie Ernte-Lagerung. Von £)r. San Eyssen. Die Verordnung des Beauftragten für den Vierjahresplan, Marschalls Göring, die Brotgetreideernte einzulagern, hat, wie alles, was in Deutschland geschieht, Aufsehen erregt. Tatsächlich handelt es sich um eine Verordnung, hie die unvermeidliche Folgerung aus einer ungewöhnlich guten Ernte zieht. An und für sich ist das Verfahren, die Getreideernte einzulagern, nicht neu, sondern schon vor Jahrtausenden in Aegypten, in China und im antiken Rom geübt worden. Wenn die Kornspeicher in Deutschland unzulänglich sind, wenn sie räumlich noch nicht ausreichen, um eine ungewöhnlich gute Brotgetreideernte aufzunehmen, so ist es wieder unvermeidlich, daß nach andern geeigneten Räumlichkeiten Umschau gehalten wird. Soweit Lagerhäuser in Deutschland vorhanden sind, mit Einschluß der Lagerräume der großen Mühlen, reichen sie knapp aus, um Vorräte von zwei Millionen Tonnen aufzuspeichern. Was an Kornspeichern vorhanden ist, wurde in der Hauptsache um die Jahrhundertwende gebaut, immer noch unter dem Eindruck der schweren Agrarkrise der neunziger Jahre. Allerdings gab es in Brandenburg-Preußen eine Agrarpolitik, die vorsorglich darauf bedacht war, Getreide einzulagern. Aber wenn Friedrich Wilhelm I. Einrichtungen schaffen konnte, um etwa zehn Millionen Scheffel einzulagern, so reicht das in einem Großstacrt nicht entfernt aus. Die Agrarkrise in den neunziger Jahren, die besonders schwer auf Deutschland lastete, die die deutsche Landwirtschaft dem Zusammenbruch nahebrachte, war wesentlich das Ergebnis der internationalen Ueberzeugung, sowie ejner Technik des Getreidehandels, die auf die Eigenart der deutschen Landwirtschaft keine Rücksicht nahm. Dieser Getreidehandel führte zwar regelmäßig den geschätzten Zuschußbedarf ein, er dachte aber nicht daran, irgendwie Vorräte einzulagern. Sie hätten ja verderben, oder sich nach Jahr und Tag nach einer besonders guten Ernte in Deutschland im Werte vermindern können. Große Lagerhäuser, in Verbindung mit Großmühlen, gibt es in Deutschland seit Jahrzehnten in den sogenannten Zuschußgebieten, also am Rhein und an der Ruhr, sowie in Mitteldeutschland. In den neunziger Jah- ’-Suli 18; "den qen, >9 unb 6 SBie H Gemach ■ Ihvur: Sieges le tot(; 55 n Mitgliedern so zu gestalten, daß er zum In dem Gesetz, das heute un „Anzeiger ber Hessi- i’erläf Haften unb treuesten Gebilbe schen Lanbesregierung" veröffentlicht wird, ist u. a. er ehemaligen Soldaten des Groß- folgendes bestimmt: schen Reiches wird. . . T 2)ie Ausgaben, die den Kreisen als Selbstverwal- er Führer und Reichskanzler janote soi- tungskörperschaften obliegen, werden in dem Stadt- res Antworttelegramm: kreisvonbemOberbürgermeisteralsGemeindeange- Berlin W, 27. 8. 193». legenheit nach ben Vorschriften ber Deutschen Ge- 5s’S -r.ii. hie herzliche Aufnahme, die Gau- Gegen die Entscheibungen des Oberbürgermeisters NSG.. our s ? 3 cy -1*' ö ™ oder des Polizeipräsibenten (Polizeibirektors) finben Reichssti'tatter Sprenger dem Ge i ^.^sbehelfe statt, die gegen die Ent- A:; ii 8» S 'i” Su r svsrsesss s ■ iXhäniiaen Unterschrift: „Dem (Bauleiter! Stadtverwaltung-gericht. - ~ ----- - : -------x f eu « t + —I Ferner beschließt das Stadtverwallungsgencht in Angelegenheiten, über die nach reichsrechtlicher Vorschrift in erster oder zweiter Rechtsstufe eine kollegiale Behörde entscheiden muß, falls bie reichsrechtliche Vorschrift bei Anwendung ber vorstehenden Grunbsätze nicht erfüllt werden würde. Die geltenden statutarischen Anordnungen der Kreise (Kreissatzungen) und die Kreispolizeiverordnungen bleiben für die Stadtkreise so lange in Kraft, bis sie aufgehoben oder ersetzt sind. Die Verwaltungsgerichtsbarkeit (Erledigung von Derwaltungsstreitsachen) übt im Bezirk des Stadtkreises an Stelle des Kreisausschusses das Stadtverwaltungsgericht als Verwaltungsgericht erster Jn- S"ü m*p H ' mit ihrer Begleituna im Flugzeug I stanz nach Maßgabe des Gesetzes, die Verwaltungs- x52" auf dem Militärflugplatz Ljungbyhe- rechtspflege betreffend, vom 8 Juli 1911 aus. b n (Südschweden), wo sie vom Chef der Das Stadtverwaltungsgericht besteht aus dem fäwedischen Luftwaffe General F r i i s, feinem Oberbürgermeister oder dessen Stellvertreter als Sabsrfief Oberst N o r d e n s k i ö l d, und von an- Vorsitzenden und vier Mitgliedern, sowie der glei- iu-en höheren schwedischen Fliegeroffizieren bedien Zahl von - Stellvertretern, die ber Reichsstatt- aüht würben Halter in Hessen — Lanbesregierung— ernennt. Di- deutschen Generale sind vier Tage lang Säfte Di- ämt^it ber TOHgtieto ies ?^tv-rwal. x {rPiori QitHmafft» unh prmibern damit ben I tungsgerichts unb der Stellvertreter betragt vier ।A^nerals^^rlis^unb^^feine5°<5tabschefs, I S^re. Wird während ber Amtszeit die Ernennung vergangenen Jah7n7ch Deutschllnb e?nge-I neuer Mitglieder ober neuer Stellvertreter erforber- ,St ockh olm. 29. Aug. (DNB.) Am Montag- d 'mittag tanbeten ber Staatssekretär ber Luftfahrt, Gneral ber Flieger Milch unb ber Chef bes meralstabes der Luftwaffe, Generalleutnant .. .< im Flugzeug Einlagerung hat weiter den Vorteil, daß sich eine zuverlässige Berechnung der vorhandenen Vorräte aufftellen läßt. Diese Einlagerung hat nichts damit zu tun, daß sie irgendwelchen spekulativen Zwecken dienstbar gemacht werden kann, wie das mit Hilfe des Warrants bei den großen Weizenstaaten in Uebersee die Regel ist. Die Verordnung des Marschalls Göring ist also in jeder Hinsicht sinnvoll und durchdacht, hat nichts damit zu tun, was zu irgendwelcher Aufregung Veranlassung gebo« kann. Es verrät wenig Sachkunde, es läßt eher auf böse Absicht schließen, wenn ein englisches Blatt, das sich über solche Dinge von seinem Handelsschriftleiter wohl besser hätte unterrichten lassen dürfen, im Zusammenhang mit der Verordnung über die Ernte- Einlagerung zu melden weiß, die deutschen Lagerhäuser und Mühlen hätten den Befehl bekommen, anderthalb Millionen Tonnen Brotgetreide aufzuspeichern. Das geschieht nach Ausweis des Statifti- jchen Jahrbuchs für das Deutsche Reich an sich schon jeweils zu Anfana eines jeden Jahres, also nach dem Beginn des Ausdrusches der Ernte. Wir hoffen sehr, daß die deutschen Lagerhäuser und Großmühlen heute imstande sind, erheblich größere Mengen einzulagern, als nur 1% Millionen Tonnen. Aus aller Welt. Wegen politischen Mordversuchs nach sechs Jahren verhaftet. Im August 1932, kurz nach der Ermordung des SA.-Mannes Hein Hammacher, wurden die Bewohner des Dortmunder Stadtteils Meiderich durch eine zweite Schreckenstat des damals noch herrschenden roten Terrors in Aufregung versetzt. In der Wohnung des SA.-Mannes Steininger krachten plötzlich mehrere Revolverschüsse, die auf ein Bett gerichtet waren, in dem Steininger für gewöhnlich schlief. Seine in diesem Bett liegende Ehefrau wurde wie durch ein Wunder nur am Fuß verletzt. Die Ermittlungen führten damals zu keinem Erfolg, da eine Reihe gleichgesinnter Zeugen dem Verdächtigen ein Alibi lieferte und es eidlich bekräftigte. Die Wiederaufnahme des Verfahrens im Jahre 1934 blieb ebenfalls erfolglos, und erst in diesem Jahre gelang es, den Fall restlos aufzuklären und die beiden Täter zu verhaften. Es stellte sich heraus, daß die damaligen fünf Alibizeugen wissentlich falsch geschworen hatten, mit den beiden der Tat dringend Verdächtigen • in der fraglichen Nacht ununterbrochen Karten gespielt zu haben. Zwei der Zeugen waren mit den Tätern in jener Nacht überhaupt nicht zusammengewesen. Sie wollen auf Grund von Anweisungen einiger Vertrauensleute der KPD. gehandelt haben, sie selbst hätten der KPD. nicht angehört, sondern nur mit ihr „sympathisiert". Die Angelegenheit wird demnach das Gericht beschäftigen. Frauenmord in Wiesbaden. In Wiesbaden wurde am Montag im Haufe Ora- nienstraße 52 im 3. Stock die 61 Jahre alte alleinstehende Lehrerin a. D. Valeria Fischer ermordet aufgefunden. Nach gerichtsärztlichem Befund ist der Tod durch Zertrümmerung der Schädeldecke durch zahlreiche Beilhiebe verursacht worden. Die Tat ist zwischen 10.30 llnd 12.30 Uhr geschehen. Für die Ermittlung des Täters ist eine Belohnung von 1000 Mark ausgesetzt worden. Schwere Explosion in einer Erfurter Benzinwäscherei. Ein Explosionsunglück ereignete sich in der Benzinwäscherei einer Färberei und chemischen Reinigungsanstalt in Erfurt. Der Inhaber der Firma war mit drei Gefolgschaftsmitgliedern in der Benzinwäscherei beschäftigt. Plötzlich explodierte aus noch nicht bekannter Ursache ein Benzinkessel. Durch die Stichflamme wurde die Inneneinrichtung sofort in Brand gesetzt. Der Inhaber konnte mit zwei Gefolgschaftsmitgliedern noch ins Freie kommen, doch hatten zwei Personen bereits so schwere Brandverletzungen erlitten, daß an ihrem Aufkommen gezweifelt wird. Der 17jährige Lehrling versuchte sich in einem der mit Wasser gefüllten, in der Benzinwäscherei stehenden großen Kübel zu retten. Das Wasser verdunstete jedoch in der großen Hitze, so daß nur der völlig verbrannte Körper geborgen werden konnte. Durch die Gewalt der Explosion wurden sämtliche Fenster aus dem Gebäude hinausgeschleudert. Als die Feuerwehr mit den Löscharbeiten begann, ereignete sich eine zweite Explosion und durch die lange Stichflamme kohlten Türen und Fenster des Nachbargebäudes an. Der Gauleiter und Reichsstatthalter S a u ck e l hat den von dem Unglück Betroffenen sein Beileid übermittelt. Schwerer Zusammenstoß auf der Autobahn Magdeburg—Berlin. Auf der Autobahn Magdeburg—Berlin ereignete sich bei Ziesar, Kreis Jericho I, ein schwerer Z u - || I .......... lsammenstoß eines Personenkraftwagens mit einem Lastzug. Der Lastzug hatte gehalten, um eine Ausbesserung vorzunehmen. Er war vorschriftsmäßig aufgestellt und mit Warnsignalen, versehen. Plötzlich raste ein Personenkraftwagen von hinten auf den stehenden Lastzug auf. Der Zusammenprall war derart heftig, daß der neben dem Lenker Willi Schlüter aus Döberitz sitzende Mitfahrer Polizeimeister Hilliges aus Berlin-Spandau getötet wurde. Der Fahrer sowie ein dritter Insasse wurden schwer verleg t in das Brandenburger Krankenhaus eingeliefert. Die Personalien des zweiten Schwerverletzten konnten noch nicht festgestellt werden. Schweres Unwetter in Chemnitz. Montagabend entlud sich über Chemnitz ein sehr schweres Gewitter, das, von schwerem Hagelschlag und wolkenbruchartigem Regen begleitet, viel Unheil anrichtete. Das Wasser stand stellenweise bis 70 Zentimeter hoch. Viele Bäume wurden durch den Sturm entwurzelt und versperrten die Straßen. Die vom höhergelegenen Gelände hereinbrechenden Wassermassen führten Aeste und Erdreich mit sich, die zusammen mit den Hagelschlossen bald die Schleusen verstopften, so daß die Straßen großen Seen glichen. Zwei hitlerjungen Opfer eines betrunkenen Kraftfahrers. In Düsseldorf fuhr im Stadtteil Gerresheim ein Kraftwagen in eine Marschkolonne der Hitler- Jugend. Dabei wurden mehrere Hitlerjungen verletzt, und drei von ihnen mußten mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Don diesen sind zwei inzwischen gestorben. Wie die Untersuchung ergab, ist das Unglück aus die starke Trunkenheit des Fahrers des Lieferwagens zurückzuführen. Die Marschkolonne der Hitler-Jugend marschierte vorschriftsmäßig auf der rechten Straßenseite. Der betrunkene Kraftfahrer wurde verhaftet und ins Polizeigefängnis ein- geliefert. Zwei Tote, drei Schwerverletzte bei einem verkehrsungtück. Ein Derkehrsunglück trug sich in der Ortschaft Ralingen a. d. Sauer zu. Vier Männer sowie ein achtjähriger zu Besuch weilender Knabe aus Esch (Luxemburg) wurden, als sie vor einem Lesekasten dessen Inhalt studierten, von einem Lastkraftwagen gegen die Wand gedrückt. Zwei Männer' wurden auf der Stelle getötet. Die beiden übrigen Männer und der Knabe mußten mit lebensge. jährlichen Verletzungen dem Krankenhaus in Trier zugeführt werden. Der Fahrer des Lastkraftwagens wurde festgenommen. Wetterbericht In dem über Deutschland neu zur Entwicklung gekommenen Tiefdruckgebiet strömen Luftmassen verschiedenster Herkunft und Temperatur zusammen. Dabei hat sich gerade auch in unserem Gebiet die Regentätigkeit wieder verstärkt, auch traten vieler, orts Gewitter auf. In der Mainebene waren die Niederschläge besonders ergiebig. Es gingen zwj. schen 20 bis 50 Liter pro Quadratmeter nieder. Wenn auch mit gelegentlicher Aufheiterung gerechnet werden kann, so ist doch beständiges Wetter keineswegs zu erwarten. Vorhersage für Mittwoch: Besonder morgens vielfach diesig, sonst gelegentliche Aufheit» rung, aber unbeständig und zu einzelnen Regen- fällen geneigt. Leichte Abkühlung, veränderliche Winde. Vorhersage für Donnerstag: Trocken, gelegentlich aufheiternd, doch immer noch unbeständig und zu Regenfällen geneigt. Lufttemperaturen am 29. August: mittags 20,5 Grad Celsius, abends 16,2 Grad; am 30. August: morgens 15,8 Grad. Maximum 21,5 Grad, Minimum heute nacht 14,7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 29. August: abends 17,8 Grad; am 30. August: morgens 16,5 Grad. — Niederschläge 8,2 mm. — Sonnenscheindauer 1,5 Stunden. Hauptschriftleitek Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange (in Urlaub), i. 23.: Ernst Blum- schein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Ham Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VII. 38: 9034. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Jllu« ftrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Vermählte 5563D 55G8D Vermietungen"] Schuhhaus Weidemann Gießen, Seltersweg 59 5562V [ Empfehlungen] Dr.Wilh. Klein 5571D Sm Löwen 5577® Neuenweg 28 Eß- 6570D WERBE DRUCKSACHEN I. Gießen 18. Ziehungstag 29. August 1938 On der heutigen Dormittagsziehung wurden gezogen In der heutigen Nachmittagszichung wurden gezogen 86707 110737 50 Gewinne zu 103867 106653 166917 271091 74 Gewinne zu 500 RM. 164865 174641 176826 154 Gewinne zu 300 RM. 3415 5056 7818 10315 48064 KOHLER aufeabejB awubta 4618 Eewmue au 150 RM. 56890 250231 216650 93578 315382 139575 238264 324515 1000 RM. 118300 185351 264215 365070 136033 173457 181870 203091 237251 247816 278930 333730 360420 395700 159738 208090 233429 324370 387833 120816 147814 180001 205156 215002 239601 262673 285555 298247 327083 345249 378185 142644 160317 214187 283585 327765 399941 105087 121075 151990 182483 205201 216670 240632 266717 285809 299911 327595 349587 379253 145204 178646 214341 292372 337063 145576 193563 221503 292949 341280 107482 123058 158296 184919 205947 223631 246855 270121 285953 301018 340674 353902 386049 108426 127898 161851 190288 206812 224448 246940 276711 290429 310020 341323 363222 386364 58031 ’ 129716 154969 200399 231327 293879 343909 23785 124096 210326 279658 368232 75103 130933 157378 207859 232035 293918 346296 186437 247533 297553 359757 391494 119953 161217 174640 184903 218018 242153 256977 305217 343678 367382 204748 252928 312877 375359 391691 167930 179031 186879 220244 242207 263996 305552 344666 376126 144661 253187 334684 216055 261537 319103 375838 397974 170532 180190 187550 221594 246377 264656 330191 344948 377283 132982 173360 181827 194222 222501 247179 275474 331381 353620 379565 318379 275315 40798 33225 123627 216987 305555 106356 184448 224467 265282 343709 381709 163985 185035 225058 284496 349631 388915 94285 130020 223717 320171 102540 145124 174491 182434 212550 237867 252945 293515 343026 360514 75698 100302 118046 133523 179734 204097 214983 236591 255945 282377 296553 326325 344701 378139 117602 131164 162370 198595 208685 233086 254741 279066 290573 323075 343944 372163 396543 44775 134690 211087 279844 373361 Für Privatpatienten auch noch Dr. Neumann-Spengel Marmelade,Gelee, Fruchtsaft lassen sich mit diesen Helfern herstellen: Obst-u.Fruohtpressen,Saftgewinner, Gelee- u.Einkooh- gläser, Einkoch-Apparate Wie wird das Fallobst verwertet? Gießen Dilhelmstraße 10 Gewinnauszug 5. Klasse 51. Preußisch-Süddeutsche (277. Preuß.) Klaffen-Lotterie Ohne Gewähr • Nachdruck verboten allelästtg.Haare. Leberflecken Pickel, Sommer- spross, usw. entf. u. Gar.kür immer Frau B. Gulden seit 1935 Fr. W. Henkel Svrechstund.jetzt mittwochs.Gießen Am Riegelpfad 32, 9-6%Uhr dnrchg. 29495 121705 213932 281719 373524 43024 , 177743 ' 220939 263018 339376 381576 398396 Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden __________ Abteilungen I und H Baue gut.... mit Abermann Gießen, Seltersweg 17 Eigene Maßschneiderei - Zivil u.Uniformen Vtttovf, Gerichtsvollzieher. verreist Vertreten Dr. Mehl Aushilfe für Vrivathaus- halt sof. gesucht. Zu erfragen in d. Geschäftsstelle d.Gieß.Anz.557kD Fernruf Nr. 2145 — 2146 Zakob Friedrich Zimmer, Rechtsanwalt und Frau Oon't, geb. Gozdz Mod. Einfam.-Haus 10 Zimm., groß. Diele, Wintergarten, 2 Balk., tL kalt. u. warm. 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Ihnen wird die in diesem Album dargebotene naturgetreue mehrfarbige Dildwiedergabe in bestem Vierfarbendruck ein gutes Hilfsmittel sein wer sich durch Nachschlagen in diesem Büchlein von dem Aussehen der unter Schuh stehenden Pflanzenarten zuverlässig unterrichtet hat, der wird jederzeit in der Lage fein, den unserer heimischen Pflanzenwelt drohenden Gefahren zur rechten Zeit zu begegnen. Dieses handliche Album ist ein zuverlässiges Bestimmung»' buch für jeden Pflanzenfreund. Hugo Dermühler Verlag Verlin-Lichlerfelde Helle 3-Zimmer-tfohir. Küche,Bad,Balkon, im Neubau an d. Bahn und am Wald geleg., in der Nähe von Hungen, zum 15. Sevl. od. 1. Oft. zu verm. 6566D Wo, sagt die Ge- schäfAt. d. G. A. 206 ru 300 RM. 3415 5056 7818 10315 20006 27400 28633 30076 37968 38072 40898 52057 55701 57398 63717 65785 70139 76183 78392 80597 87495 92518 97173 102990 ------ ------ ------ ------ Äerlin-Oberschöneweide Goethestraße 2 30. August 1938 Haus-, Laden- und Büromöbel, Näh- u. 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Huguft 1958 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Hr.202 Zweites Blatt Voranschlag des Kreises Gießen für das Rechnungsjahr 1938 Am gestrigen Montag zwischen 15 und 17 Uhr ng über Wetzlar und den benachbarten Orten ItDütf 5563D imilie // WlD für Einnahmen Ausgaben höneuM aße2 [er Art kS&X&W l^-u. Schnür arscb-Stiefel ischuhe itoff u. Leder Gastspiel Hilde Hildebrand in „Hedda Gabler". Schweres Gewitter über dem Hüttenberg Bahnverkehr Dutenhofen-Garbenheim unterbrochen. — Keller unter Wasser „Geheimzeichen L. B. 17 leiten. Es war natürlich unvermeidlich, daß unter diesen Umständen alle Züge in dieser Richtung große Verspätungen erlitten, die sich noch bis in die heutigen Frühstunden hinein auswirkten. Bereits in den gestrigen Abendstunden gelang es, den Bahnkörper so weit wieder in Ordnung zu bringen, daß der Verkehr eingleisig ausgenommen werden konnte. Während der ganzen Nacht wurde eifrig gearbeitet, um die Strecke insgesamt wieder befahrbar zu machen. Im Verlaufe des Unwetters schlug ein Blitz in die bei dem Dorfe Atz b ach stehende Feldscheune des Landwirts Georg A g e l von Atzbach ein. Die Scheune mit allen darin geborgenen Erntevorräten brannte leider vollständig nie- ging über ein schweres Gewitter nieder, das neben starken Blitzen und Donnern auch so gewaltige Regenfälle brachte, daß die Augenzeugen durchweg von einem Wolkenbruch- sprechen. Bei den nahmen und Ausgaben folgendes von Interesse zu berichten: Belriebsrechnung. Allgemeine Verwaltung: 5193 Mark (im Vorjahr 5163 Mark), starken Regengüssen füllten sich die Fluß- und Bachläufe so rasch mit Wasser, daß sie schon nach kurzer Zeit nicht nur bis zur oberen Grenze ihres Bettes vollgelaufen waren, sondern auch über die Ufer traten und das Land weithin überschwemmten. Die großen Wassermengen machten sich insbesondere zwischen Dutenhofen und Garben- heim bemerkbar, wo sie nicht nur die Bahn- gl e i s e der Strecke, Gießen — Wetzlar über- und unterspülten, sondern auch zwischen dem Block Dorlar und Garbenheim von dem unmittelbar am Bahnkörper gelegenen hügeligen Gelände große Erd- und Sandmassen herabschwemmten und auf den Bahnkörper trieben. Die Folge war, daß der gesamte Zugverkehr auf der Strecke Gießen— Wetzlar zwischen Dutenhofen und Gar- benheim eingestellt werden mußte und zwischen Gießen und Dutenhofen nur ein L o - kal-Pendelverkehr der Personenzüge bei äußerst vorsichtigem Befahren der Strecke ermöglicht werden konnte. Von Dutenhofen aus in Richtung Block Dorlar waren aber nicht nur die Bahngleise auf etwa 300 Meter Länge unterspült, sondern auch der Weg am Bahnkörper entlang in Richtung Block Dorlar st and vollkommen unter Wasser, so daß auch der Fußgängerverkehr an der blockierten Bahnstrecke vorbei unmöglich geworden war. Die Reichsbahn sah sich gezwungen, von Gießen ab in Richtung Wetzlar alsbald den gesamten Güterverkehr st ill zulegen und alle Perso- n e n z ü g e in Richtung Wetzlar—Dillenburg—Siegen—Köln über den Bahnhof Lollar und die Strecke über Kinzenbach nach Wetzlar umzu- sehen: Zuschuß für das Rhein-Mainische Landesorchester 720 Mark, Zuschuß für den Rhein-Maini- schen Gemeindekulturverband in Frankfurt a. M. 550 Mark. Für Neuanschaffungen auf dem Gebiet des Feuerlöschwesens ist eine Neuausgabe von 9600 Mark beabsichtigt, wovon allein 8000 Mark auf die Anschaffung von Vorspannwagen für die Motorspritzen von sieben Kreisgemeinden entfallen. Zur teilweisen Deckung dieser Kosten werden dem Kreisfeuerlöschfonds 5000 Mark entnommen. Im Finanz- und Steuerwesen stehen die Einnahmerückstände nach dem Rechnungsabschluß von 1936 mit rund 14 219 Mark, gegen 20 001 Mark im Vorjahre, als Einnahme vermerkt. Aus dem Reste- und Ausgleichsstock werden als Betriebsmittel 60 000 Mark in Einnahme übergeführt, gegen 110 00 Mark im Vorjahr. Bei den Steuern ist bemerkenswert: Auf der Einnahmenseite erscheinen die Reichssteueranteile des Kreises an der Einkommen-, Körperschafts- und Umsatzsteuer mit 38 000 Mark (im Vorjahr 56 160 Mark), an der Grunderwerbssteuer mit 117 800 Mark (im Vorjahr 140 Mark), an der Kraftfahrzeugsteuer mit 29 800 Mark (im Vorjahr 25 150 Mark). Als Kreis- Kapitalverrnögen und Kapitalschulden: Einnahmen 1296 Mark (357 Mark), Ausgaben 146 Mark (107 Mark). Vermögensrechnung. Reste- und Ausgleichs st ock: Einnahmen 60 000 Mark (182 362 Mark), Ausgaben in gleicher Höhe. Kapitalien- und Erneuerungsfonds: Einnahmen 9407 Mark (12 754 Mark), Ausgaben in gleicher Höhe. Einzelheiten von besonderen Bedeutung. Zur Förderung des Baues von HI.-Heime n sind in dem Voranschlag 6000 Mark als Beihilfen an ärmere Gemeinden zur Restfinanzierung vorgesehen. Für Schulzwecke sind neu vorgesehen: Anteil an den nicht gedeckten persönlichen Ausgaben der staatlichen Höheren Schulen 34 000 Mark, Anteil an den persönlichen Kosten der Berufsschulen 97 000 Mark, Schulbaurücklage 19 000 Mark, insgesamt neu 150 000 Mark. Für die Förderung der K u n st sind wiederum vorgesehen: Zuschuß zum Gießener Stadttheater 3000 Mark, wie im Vorjahr; Zuwendung an Museen, wissenschaftliche und künstlerische Vereinigungen 1100 Mark, wie im Vorjahr. N e u sind vorge- Lange. ...Emst Slur für die Bilde - Ernst Blur Wt; für d. Wer: ha> Mi der SD & 9034. Dn ckerei R.Lm Zugspreis t r» mit der U reis lOPf.ir in 5 Pf. mri september erlaubnisfteuer 2150 Mark. Dafür fallen aber in dem Voranschlag erstmalig die Kreisanteile an den bisherigen Provinzialsteuern fort, die im vorigen Jahre noch mit 106 497 Mark in Einnahme verzeichnet standen. Ebenso fallen weg die Kreissteuern aus den selbständigen Gemarkungen, die im Vorjahr mit 37 635 Mark veranschlagt waren. An Kreisumlagen auf die Gemeinden, die selbständigen Gemarkungen und auf den gemarkungsselbständigen Grundbesitz sind für das Rj. 1938 insgesamt 528 000 Mark (im Vorjahr 170 000 Mark) auszuschlagen. Auf der Ausgabenseite erscheint neu eine Landesumlage (Anteil des Kreises an den Ausgaben des Landes für die Schulbaurücklage, für Wohlfahrtspflege einfchl. Gesundheitswesen und für Straßenbau) in Höhe von 108 500 Mark. Vezirksfürsorgesielle und Jugendamt. Der Sondervoranschlag der Bezirkssürsorgestelle und des Jugendamtes für das Ri 1938 schließt wie folgt ab: Gesamtausgaben 359 260 Mark, Gesamteinnahmen 162 620 Mark, mithin Fehlbetrag 196 640 Mark, der aus Mitteln des Kreises gedeckt wird und sich gegen das Vorjahr nicht geändert hat. Vermögensübersicht. Nach dem Stand am 1. Januar 1938 beläuft sich das Vermögen des Kreises Gießen auf 341 525,94 Mark. Die Schulden bezifferten sich die Aufmerksamkeit auf die Gefährlichkeit von Organisationen jit lenken, die, wie man weiß, leider keineswegs nur in der Phantasie von Drehbuchver- faffern und Filmspielleitern existieren. — Die Besetzung ist vorzüglich; es wird allenthalben so konzentriert und sachlich gespielt, wie der ganze Film angelegt und inszeniert ist. Willy Birgel gibt dem Hauptmann Terno die sehr sparsame und überlegte Eindringlichkeit seiner darstellerischen Persönlichkeit; er spricht und handelt knapp, zielsicher und folgerichtig. Wernicke als Kommissar arbeitet in der gleichen Richtung, aber aus einem anderen Temperament, mit einem leisen Unterton von Humor, einer liebenswürdig halblauten Ironie. Hilde Meißner als die Tänzerin Manja: eine schöne, elegante Frau; sie bleibt auch nicht in dem von Marlene Dietrich inspirierten Chanson-Ton stecken, mit dem sie auf der Bühne einsetzt, sondern schöpft die Möglichkeiten aus, die sich, ganz menschlich, aus ihrer Situation zwischen den feindlichen Fronten ergeben. Bernhard M i n e 11 i gibt den Direktor Bjelinski mit schneidender Kälte des Tons, mit einer Geschmeidigkeit, welche die Gefährlichkeit dieses Gegners sogleich erkennen läßt. Sehr gute Leistungen sieht man auch von Rene D e l t g e 'n , Carl Günther und vor allem Theodor Loos. — * Das Beiprogramm bringt die Fox-Wochenschau und eine Anzahl reizender Ausnahmen aus der Tierkinderstube. Hans Thynot. Lang-Göns: Die Hauptstraße auf 100 m Entfernung und 50 cm Tiefe unter Wasser. — (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) ks" schlämmt waren. Den größten Schaden richteten die Wasserfluten im Dorfe selbst an. Die Kanalrohre, besonders auch das große Rohr, das den Gönsbach durch die Hundstaaten- und Niederhofenstraße leitet. Stürmen lassen sich die Möwen, wenn sie draußen überrascht werden, auf Fahrzeugen nieder und warten den Sturm ab. Ich dachte mir, so eine zerzauste, angeknockte Möwe hat auf einem Schiff Zuflucht gesucht, das Schiff sank; jemand griff sie, wollte feinen letzten Gruß mit ihr befördern, vielleicht war ja auch ein Brief, ein Zettel daran gewesen, nüch, wer kann das wissen? Die Möwe hat ihn verloren. Den Ring konnte sie nicht verlieren. — Was hätten Sie getan?" Ich zuckte die Achseln. „K. H. 5. 5. 33. Sehr schwer, etwas herauszufinden." Er nickte. „Ich sagte mir, lange hat die Möwe den Ring noch nicht am Fuß, nüch, sonst hätte sie schon einer deswegen abgeschossen. Also holte ich mir Berichte über die letzten Schiffsunfälle in der.Nordsee. Totalverluste kamen ja nur in Frage. Ich schrieb an die Reedereien nach Hüll, nach Hamburg, nach Bergen und nach Cuxhaven. Vier Schiffe waren im letzten Jahr vermißt und galten als verloren. Ich ließ mir die Namen der Verheirateten sagen. Dann forschte ich nach, wer von den Männern hatte eine Frau, deren Namen mit den Buchstaben K. H. anfingen, welcher Mann hatte am 5. 5. 33 geheiratet." „Es konnte ja das Verlobungsdatum fein", warf ich ein. Er schüttelte den Kopf. „Der Ring war eine Botschaft", sagte er. „Der Mann, Her da die Möwe fing, ehe er mit dem Leben abschloß, der ihr den Ring umtat, rechnete, daß die Möwe das Land erreichen werde. Er rechnete, daß jemand den Versuch machen werde, den Ring abzuliefern. Die Frau K. H. mußte zu finden sein. Und fie war zu finden! Das Hamburger Schiss „Adelaide" war im Vorjahr gesunken, 15 Mann wurden vermißt. Darunter der Steuermann Jochen Rode. Ich erfuhr, wie von vielen anderen, seine Heiratsdaten. Hier stimmte es. Er hatte am 5. Mai 1933 Katherina Heinz geheiratet. Ich schrieb an Katherina Heinz. Wir trafen uns. Ich gab ihr den Ring. Sie war eine nette, junge Frau. Die Gewißheit des Todes ihres Mannes machte fie traurig. Aber Sie wissen ja, das Leben geht weiter, und es war alles schon eine gute Weile her. Wir trafen uns öfter." Er brach ab. Eine junge Frau in der Friefentracht stand in der Tür. „Irina", sagte Tim Oelkensen, und sein Gesicht veränderte sich, es war stolz, und seine Augen strahlten. „Wo steckst du denn? Ich habe dem Herrn inzwischen erzählt, wie wir uns kennengelernt haben. Das ist nämlich Katherina, meine Silbermöwe", schloß er. Ich gab der jungen Frau die Hand. Sie hatte ganz lichtes Haar, und Tim Oelkensen war, wenn er an diese Haarfarbe dachte, gar nicht so im Unrecht, sie feine Silbermöwe zu nennen. 53 310 Mark (im Vorjahr 45 931 Mark). Polizeiwesen: Einnahmen 60 648 Mark (60 799 Mk.), Ausgaben 63 538 Mark (63 089 Mk.). Schulwesen: Einnahmen nichts, Ausgaben 154 100 Mark (4100 Mark). Kunft und Wissenschaft: Einnahmen nichts, Ausgaben 5370 Mark (4100 Mark). Bauwesen: Einnahmen 5571 Mk. (4468 Mk.), Ausgaben 151 572 Mark (153 564 Mark). Allgemeine Förderung der Wirtschaft: Einnahmen nichts, Ausgaben 5995 Mark (5495 Mark). Wohlfahrtspflege und Gesundheitswesen: Einnahmen 166 498 Mk. (182 512 Mark), Ausgaben 372 626 Mark (388 929 Mark). An st alten und Einrichtungen: Einnahmen 9410 Mark (4470 Mark), Ausgaben 24 144 Mark (16 094 Mark). Finanz- und Steuerwesen: Einnahmen 817 305 Mark (527 833 Mark), Ausgaben 235116 Mark (104 181 Mark). Grundstücksverwaltung: Einnahmen 20 Mark (3 Mark), Ausgaben 15 Mark (15 Mark). Das Gießener Stadttheater hatte . Montag abend ein Berliner Ensemble mit Hilde Hildebrand zu einer einmaligen Aufführung des Schauspiels „Hedda Gabler" von Henrik Ibsen verpflichtet. Damit gab das Ensemble das zweite Gastspiel in unserer Stadt. Schon vor etwas über einem Jahre sah man das Schauspiel in gleicher Aufführung. Wir berichteten damals ausführlich darüber. (30. 3. 37.) In der gestrigen Aufführung hatte man Gelegenheit, wieder einmal die unerhört sichere Darstellung zu erleben, wie man sie schon vor Jahresfrist sah. Hilde Hi l d e b r a n d gab überlegen die Titelrolle, Carl-Heinz Klub er tanz war überzeugend der pedantische ahnungslose Gemahl m ihrem Schatten, Erwin K l i e t s ch zeigte^ich wieder als der kalt rechnende Gerichtsrat. Else Koenig gefiel gut als Frau Elvftedt mit all ihren Sorgen und Nöten, und als Ejlert Lövborg sah man diesmal Karl Klüsner, der den leidenschaftlichen Mann glaubhaft gestaltete. Das Publikum folgte mit gespannter Aufmerksamkeit. H. L. Neuner. Der Kreisdirektor des Kreises Gießen, Dr. Lotz, hat am gestrigen Montag den Voranschlag des Kreises Gießen für das Rechnungsjahr 19 3 8 mit dem Kreisausfchuß beraten und festgestellt. Die Verzögerung ist dadurch entstanden, daß der Finanz- und Lastenausgleich erst jetzt zum Abschluß gekommen ist. Der Voranschlag schließt in der Gesamtsumme mit 1 1 35 339 Mark in Einnahme und Ausgabe, gegen 980 721 Mark im Vorjahre, ab. Davon entfallen auf die 58 e t r i e b s r e d) n u n g in Einnahme und Ausgabe 1065 932 Mark (im Vorjahr 785 605 Mark), auf die Vermögens- rechnung 69 407 Mk. (im Vorjahr 195 116 Mk.). Diese Zahlen zeigen zwar eine rechnungsmäßige Erhöhung gegenüber dem Vorjahre, die aber in Wirklichkeit nur eine Verlagerung von Ausgaben und Einnahmen bedeutet. Denn dieser Voranschlag steht erstmalig im Zeichen des neuen Finanz- und Lastenausgleiches zwischen Reich und Land einerseits sowie Kreis und Gemeinden anderseits. Dieser Ausgleich wirkt sich beim Kreisvoranschlag des Kreises Gießen für 1938 in der Uebernahme neuer Verpflichtungen in Höhe von rund 320 000 Mark aus, die auf die Gemeinden und selbständigen Gemarkungen des Kreises mehr umgelegt werden müssen. Die Gemeinden ihrerseits erhalten die erforderlichen Mittel dadurch, daß ihnen neue Einnahmequellen in der erforderlichen Höhe überwiesen werden; diese bestehen im wesentlichen darin, daß die Gemeinden die Anteile an der Gewerbesteuer und die früheren Provinzialsteuern nicht mehr an die Staatskasse abzuführen haben. Dafür erhält der Kreis vom Land einen Beitrag von 13 000 Mk. Für den Kreis Gießen kommt auf der Ausgabenseite noch in Betracht, daß er nach der Auflösung der Provinzen die seitherige Prooinzialkasse als Amtskasse zur Erledigung staatlicher Aufgaben übernehmen mußte. Zieht man alle diese Lastenverschiebungen infolge des neuen Finanz- und Lastenausgleiches in Betracht, so ist fest- auftellen, daß sich der Voranschlag des Kreises trotz der rein zahlenmäßigen Erhöhung im Grunde genommen nicht geändert hat, sondern im großen und ganzen auf der alten Linie geblieben ist. 9tb5n P tUr ? ®ebie|( JrQten Dir ine waren! 3>ngen j Mer n;.' >9 mit'u kus'S KJ; Im einzelnen ist aus dem Voranschlag über Ein- befonberem der, da eine Hilfeleistung bei der ganzen Sachlage von vornherein unmöglich war. Das Unwetter über Lang-Göns. s. Lang-Göns, 29. Aug. Unsere Gemarkung wurde heute gegen 16 Uhr von einem Unwetter heimgesucht, wie wir es in den letzten 50 Jahren nicht erlebt haben. Mehrere Gewitter hatten sich zusammengezogen und entluden sich bann gemeinsam über unserem Dorf in wolkenbruchartiger Form. Besonbers bas Wetter, bas von Osten heran- zog, brachte die größten Wassermassen. An manchen Stellen fielen auch Hagelkörner, boch ohne größeren Schaden anzurichten. Die Bauern waren in ben Felbern mit bem Einfahren ber Frucht beschäftigt. Der größte Teil ist wohl schon in ben Scheunen, in ber Hauptsache steht noch Hafer in dem Feld, vereinzelt auch Weizen. Die Garben find burch bie ungeheuren Regenfälle natürlich so burchnäßt, zum Teil auch umgestürzt, baß es felbft bei gutem Wetter lange Zeit bauern wirb, bis bie Körner wieber trocken finb. Ebenso müssen alle Wagenlabungen, bie in bas Wetter kamen, wieber hinausgefahren ober getrocknet werben. Riesige Wassermassen überschwemmten in wenigen Augenblicken Gärten und Felber, rissen an schräg gelegenen Aeckern bie gute Erbkrume weg und führten sie in bie Gräben, bie bald überfüllt und vollstänbig versteuern finb neu eingestellt: Wertzuwachssteuer 900 I "ach bem Stand am 1. Februar 1938 auf 32 563,22 Mark, Jagb- unb Fischereisteuer 7000 Mark, Schank- Mark. Oie GiWermöwe. Von Frank $. Braun. Der Regen fiel mit solcher Wucht unb so plötzlich vom Himmel, daß gar keine andere Möglichkeit bestand, als das strohgedeckte einsame Fischerhqus hinter der Düne zu überfallen. Zu meiner Freude stand Tim Oelkensen in der Tür. Wir schüttelten uns die Hände; ich kannte ihn von mancher Segelfahrt in die. Nordsee hinaus. „Irina 1", rief er; aber Irina antwortete nicht. So fchob er mich in das Wohnzimmer, holte eine Flasche aus dem Spind und schenkte uns ein. Der Regen trommelte gegen die Scheiben. „Gemütlich haben Sie es hier, lim Oelkensen." Ich sah mich in der guten Stube um. Ein rotes Plüschsofa, die Häkeldecke auf dem blanken lisch, vier Sessel, die Petroleumlampe an der Decke. „Sind das alles Andenken, da auf Ihrer Anrichte?" „Anrichte? Ach, auf ber Iruhe da? Ja, gewiß. Die Muscheln finb aber nicht von hier, bie habe ich aus China mitgebracht. Ueberhaupt ist bas meiste von unterwegs, als ich noch auf großer Fahrt war. Das heißt, bie Möwe, die ausgestopfte Silbermöwe, die stammt von unseren Dünen. Das war nämlich bie Möwe mit bem Ring." Ich sah ihn an. „Was ist bas für eine Geschichte?" „Ach", sagte er, „eine schöne Geschichte." Seine wasserblauen Augen strahlren mich an, er lachte mit hunbert Falten unb Fältchen auf bem wetter- braunen Gesicht. „Das ist nun schon ein paar Jahre her, ba bin ich in ben Dünen und hänge die Netze zum Irocknen. Wie immer kommen ein paar Möwen heran und wollen sich das Kleinzeug aus den Maschen picken, da sehe ich doch, daß die eine Möwe einen Ring um den einen Fuß hat. Jh, denke ich, sollte die von Helgoland von der Vogelwarte beringt worden sein, eine ganz gewöhnliche Silbermöwe? Ich gucke genauer hin, da sehe ich den Ring blitzen, und mir will scheinen, er ist aus Gold! Ich hole ein paar Heringsköpfe und werfe sie unter bas gespannte Netz. Die Möwen stürzen sich kreischend darauf; ich reiße das Netz um, sie sind gefangen. Das Pech will es, daß die Iragftange ber Möwe, bie ben Ring trägt, auf ben Kopf fällt. Da war sie tot, und ich konnte sie man so in die Hand nehmen. Was soll ich Ihnen sagen! Der Ring war aus Gold. Es war ein Ehering. Jemand hatte ihn mit einer Kneifzange in der Mitte durchgebrochen, der Möwe um den Fuß getan und die Enden wieder zusammengepreßt. Ich las die Inschrift: K. H. 5. 5. 33. Was hätten Sie nun getan? Ich meine, es war ja ganz klar, daß ein Schiffbrüchiger den Ring als letztes Zeichen einer Möwe ums Bein getan hatte, nüch? In großen Wiedereröffnung des Lichtspielhauses. Das Lichtspielhaus hat nach einer längeren Sommerpause gestern seine Pforten wieder geöffnet: es beginnt die neue Spielzeit mit dem lerra-Film „Geheimzeichen L. B. 17", zu dem Ludwig Metzger, Berthold Ebb ecke unb Ph. L. Maynng das Drehbuch schrieben. Das Buch ist sehr gut gemacht und von dem Regisseur V. lourjansky ungemein geschickt und konzentriert ins Bild übertragen; der Streifen ist so geschnitten, daß die einzelnen Phasen der schnell umspringenden Handlung logisch, wie ein Uhrwerk, ineinanbergreifen; der Beschauer wird gezwungen, intensiv bei der Sacke zu bleiben und bei der Entwirrung der Fäden selber mitzukombinieren. Wo die Spannung sich zu lockern scheint, geschieht es mit Bedacht, im Sinne einer flüchtigen Entlastungspause ober um neue Fäbeu anzuknüpfen, eine neue Beziehung anzubeuten, eine neue Spur aufzugreifen; in ähnlichem Sinne wirken die sparsam eingeschalteten komischen Effekte. Uebrigens wohnt ber Fabel an sich eine natürliche, aktive Spannung inne, bie zur Lösung brängt. (Es hanbelt es sich um bie Aushebung einer mit großen Mitteln arbeitenben anarchistischen Verschwörung, welche bie Sicherheit bes Staates bebroht. Ein burch Zufall entbedtes unb vereiteltes Attentat auf ben Kriegsminister gibt bas Signal zu einem erbitterten Kampfe gegen bie gut getarnte Verschwörer- zentrale; bieser Kampf wirb von zwei Seiten gleichzeitig geführt: ein Offizier unb ein Kriminalkommissar arbeiten, äußerlich getrennt, Hanb in Hanb. Ein Zigarettenstummel unb eine Streichholzpackung, am Tatort gefunben, weisen auf eine Spur, die in einem großen Vergnügungslokal mit Varietöbühne endet. Hauptmann lerno, vom Kriegsminifter mit -der Führung ber Gegenaktion beauftragt, fpielt em gewagtes Spiel — nicht bloß um Gelb. Die lan- zerin Manja hat allen Grunb, sich Sorgen um ihn «3U machen. Ein junger Offizier wirb erschossen auf- flefunben, bie länzerin schwer verwunbet, auch der Kommissar kommt im Dienst ums Leben. Der Schlussel bes Geheimsenbers, mit beni bie Staatsfeinbe •arbeiten, wirb entziffert ... aber er arbeitet mit Einer anberen Chiffre weiter: es muß ein Verräter mit ben Anarchisten gemeinsame Sache machen — toer ist ber Verräter, wer ist ber geheimnisvolle Lenski, bei bem alle Fäben ber Verschwörerorgani- fation zusammenlaufen? Das ist bie große Frage, ouf die sich zuletzt bie gesammelte Aufmerksamkeit des Beschauers richtet, unb bie auf eine oerblüffenbe Weise beantwortet wirb. — Abgesehen bavon, baß der Film auf eine anregenbe unb überaus feffelnbe 21rt unterhält, erfüllt er unaufbringlich ben Zweck, illeii eist )r. Mehl ten auch ood H'öpevßel 55t W ieg 28 * lA «Ä Än ji, ' verändert n’i In* nod) unbefti Mittags Wugt Huren in l«, »8 Grad; c .’M tunden. mann 9 558» 9ani^Stn # ,'H'GW Weinprobe in Franken. Von Philipp Gottfried Maler. Weil der Wein mehrmals jedes andere Gewächs den Charakter der Landschaft in sich trägt, schmeckt er dort am besten, wo er wächst. Nicht nur, daß die Substanzen der Erde, aus der er kommt, in ihm in edler Verwandlung auferstehn. Auch seine Menschen gehören zu ihm, seine Dörfer und Städte, Felder und Hügel und Hänge, auf denen er gedieh, Fluß und Strom, deren glitzernder Widerschein ihm zum Segen wurde. Die noblen Weinhäuser der großen Städte in allen Ehren, aber was sind sie gegen die stillen Stuben ländlicher Gasthöfe, in denen die Geister der Jahrhunderte umgehen! Dankt dem Lenker eurer Schritte, der euch hier irgendwo einkehren heißt. Denn hier wird euch der Wein wie ein stilles Wunder aufblühen, wenn der Herr des Hauses, der alte Gastwirt wie ein besorgter Vater neben euch sitzt, schmunzelnd vor Freude und Stolz, da er euch nachdenklich die Blume wittern sieht. Und dann trinkt ihr, kostet mit ausdrucksvollen Lippen den Nachhall des Weins und zieht anerkennend die Augenbrauen hoch. Und das sagt euerm Wirt genug. Auf euch hat er gewartet. Franken ist jenes gesegnete Stück deutscher Erde, das der Main zwischen Schweinfurt und Gemünd im Dreieck durchzieht. Hier sind wir im Herzen des fränkischen Weinlandes. Nur wer sein Vaterland und seine Schätze nicht genügend kennt, weiß nicht, welche Freunde der Frankenwein seit alters besitzt, daß in der Karolingerzeit diese Hügel schon mit Re- ben bepflanzt waren, daß die hohen Herren vieler Jahrhunderte, weltliche und geistliche, ihn zu schätzen wußten. Bei Gott, aus der klassischen Dichtung können wir erhärten, daß wir mit Recht in dieser Landschaft verweilten und unsere Liebe zu seinen warmen Hängen, zu den edlen Jahrgängen seiner ehrwürdigen Keller erneuerten. „Sende mir noch einige Würzburger, denn kein anderer Wein will mir schmecken, und ich bin verdrießlich, wenn mir mein gewohnter Lieblingstrank abgeht." (Goethe an seine Frau, 1806.) — „Der uns bis jetzt von Euer Hochwohlgeboren übersendete Escherndorfer 1798er Wein hat den Beifall meines Vaters erworben, und wenn Sie uns mit dergleichen ferner nutzen können, so wird es mir angenehm sein, meine Bestellungen erneuern zu können. Vorderhand ersuche ich Euer Hochwohlgeboren, uns abermals ein Zweieimerfaß (etwa 150 Liter) von besagtem Escherndorfer 1798er Wein baldigst zu übersenden. Jedoch bemerke ich, daß mein Vater besonders auf größte Egalität im Wein streng achtet und besonders liebt, wenn dergleichen Weine ihre natürliche blasse Farbe behalten." (August v. Goethe an eine Schweinfurter Weinhandlung, 1819.) — „Ersuche hiermit ergebenst, mir noch vor den Frösten ein Ohm (ungefähr 150 Liter) Escherndorfer für meinen Vater zu senden, da Besuche mancher Art den Vorrat dünn gemacht haben." (August v. Goethe an eine Schweinfurter Weinhandlung, 1826.) Der universale Mann hat auch in dieser Sache das Rechte gefunden. Doch möchten wir zu seinen Gunsten annehmen, daß in anderen Briefen auch Randersackerer (bei Würzburg) und vor allem Jphofer Wein bestellt worden ist. Die Heilbronner Fachleute von 1937 werden wissen, warum sie Iphofens' Weinbau („Echterberg" Trockenbeerenauslese 1934!) mit einer hohen Auszeichnung bedacht haben, denn bei diesem Städtchen, abseits vom Main, an den Hängen des Steigerwalds, gedeiht in idealer Lage Vorzügliches, das dann in altehrwürdigen Kellern, die Fröhliches und Schreckliches gesehen haben, der Vollendung entgegenreift. Wenn wir also jetzt, geleitet vom väterlichen Wirt, ausgerüstet mit Brst und Gläsern und Hammer in den Keller steigen, so steigen wir einige Jahrhunderte — vier bis fünf mögen es sein — in die Tiefe. Mönche eines nahen Klosters haben sein Gewölbe erbaut, wie auch das Haus darüber, das von aufrührerischen Bauern zerstört worden ist. Das ist nun schon lange her, daß der Bruder Kellermeister hier umging und einer Tages der Schrecken in die gepflegte Gemütlichkeit einbrach. Und wir beiden sind es nun im Wandel der Geschlechter, ein Wanderer und ein väterlicher Wirt, die hier auf Leitern Fässer ersteigen, Spunde losklopfen und mit dem Schläuchlein die Proben entnehmen. Wie wir aber am Morgen in der Spätsommersonne den „Krons- berg", die „Kammer", die „Kalb" und den „Echter- berger" (nach dem Würzburger Fürstbischof. Julius Echter von Mespelbrunn genannt, der um 1600 Iphofen förderte) durchwanderten, grauen und roh lidjcn Boden in der Hand zerbröckeln ließen, auch die Traubensorten des Landes (Silvaner, Traminer, Muskateller, Riesling) kosteten, so schlürfen wir jetzt, von Faß zu Faß wandernd, was Sonne und menschliche Kunst aus der fränkischen Rebe machten. Wie zwei zeitlose Geister, das Glas am Munde, den Finger bedeutsam hebend, ein wenig angestrengt bemüht, Rasse und Charakter der Proben zu er- spüren, stehen mir, spärlich beleuchtet, vor den hohen Fässern, die — Hand aufs Herz — Tod und Leben zu spenden in der Lage sind. Uns aber gereich' es zu Leben und Gesundheit! Auch euch in der. konnten die Wassermengen nicht fassen. Der Gönsbach trat teilweise über seine Ufer und überschwemmte die Umgegend. An der-tiefsten Stelle des Dorfes, auf dem „Kreuz", {taufe sich das Wasser, es bildete sich ein See. Fast die ganze Hundstaatenstraße, der Niederhofen sowie ein Teil des Schmittgrabens und der Breitgasse standen vollständig unter Wasser. Die ersten Autos, die die Tiefe des Wassers, es stand an vielen Stellen über 50 Zentimeter hoch, unterschätzten, blieben im Wasser stehen, da die Motore aussetzten, und sie mußten mit Hilfe von andern Fahrzeugen abgeschleppt werden. Als der Regen in immer stärkerem Maße vom Himmel stürzte, wurde die Feuerwehr alarmiert, die dann den Durchgangsverkehr durch die verschiedenen Seitenstaßen regelte. Das Wasser drang in die Keller und Dorrctts- räume der anliegenden Bewohner ein und verursachte hier den größten Schaden. In manchen Räumen zu ebener Erde standen schon Säcke, in denen ein Teil der gedroschenen Frucht war. Nahezu zwei Stunden tobte das Wetter, auch einzelne Blitze schlugen ein, ohne allerdings Schaden anzurichten. Gegen 18 Uhr ließ der Regen nach, um dann gegen 20 . Uhr von neuem einzusetzen. Der Arbeit der Feuerwehr gelang es dann doch, das Wasser langsam zum Abftießen zu bringen, so daß in den späten Abendstunden der normale Durchgangsverkehr wieder einsetzen konnte. * • <£ Großen-Linden, 29. Aug. Auch in unserem Dorfe und über unserer Gemarkung trat das Unwetter des gestrigen Nachmittags stark in Erschei- nung. Die Ortsstraßen glichen für einige Zeit reißenden Bächen. Ganz besonders im unteren Ortsteil stauten sich die Wassermassen, so daß im Nu Keller und Diehställe in Mitleidenschaft gezogen wurden. Diele Tiere standen im Wasser. Die Motorspritze mußte dazu herangezogen werden, eine Reihe von Kellern auszupumpen. Die ältesten Einwohner unseres Ortes erinnern sich seit einem halben Jahrhundert eines so schweren Unwetters nicht. Aus der Stadt Gießen. Insel der Freude. Dornotizen. Eben hatte ich am Postschalter einige Marken gekauft, als mir in der Schalterhalle ein Bekannter über den Weg lief. Wir grüßten uns und sprachen einige Worte. „Aber Sie haben ja Marken in der Hand", sagte plötzlich der Bekannte und heftete seinen Blick auf die grünen und roten Postwertzeichen, „darf ich mal sehen?" Natürlich, ich hatte nichts dagegen. Nach einigen Augenblicken der Prüfung gab er mir die Marken zurück. „In Ordnung, sogar sehr in Ordnung, leider." Auf meinen erstaunten Blick offenbarte er mir, daß er Markensammler sei. „Nur so nebenbei, eine kleine Liebhaberei von mir, weiter nichts." Was das aber mit den neuen gekauften Marken zu tun habe, wollte ich wissen. „O, auch darunter gibt es Raritäten", lachte er, „Zufallseltenheiten, man muß sie nur erwischen. Aber Sie müssen -mich mal besuchen. Ich erkläre es Ihnen." Ich habe meinen Bekannten eines Tages besucht. Bei dieser Gelegenheit bekam ich einem Einblick in die Geheimnisse der Briefmarkenkunde. Ich erfuhr, was es mit dem gezähnten Rand der Briefmarke auf sich l)at, welche Bedeutung die Wasserzeichen haben, und welcher Wert den Seltenheiten beigemessen wird. Was mich aber weit mehr interessierte, war die offensichtliche Hingabe, mit der mein Bekannter sich der Sache widmete. Stolz zeigte er seine Schätze, mit einem Eifer ohnegleichen weihte er mich ein. Als ich meine Verwunderung darüber zum Ausdruck brachte, wurde er ein wenig verlegen. ,La, wissen Sie, etwas muß ja der Mensch haben. Für mich ist das Sammeln immer wieder eine äußerst reizvolle Sache, eigentlich kann ich sagen, sie ist meine Insel der Freude." Das Wort von der „Insel der Freude" ließ mich aufhorchen. Es war gar nicht so schlecht gewählt, denn ich hatte mich ja überzeugen können, mit welcher Lust und Liebe -mein Bekannter seine Neigung pflegte. Tagsüber hatte er seine alltägliche Arbeit, er ging in eine Maschinenfabrik, aber abends rettete er sich auf jene Insel, die ihm Freude unh Glück bescherte. Und geht es nicht vielen ähnlich so? Der Alltag fordert von uns allen ein gerüttelt Maß an Pflicht, und nur wenigen ist es vergönnt, im Berus restlose Befriedigung zu finden. Deshalb ist es gar kein Wunder, roepn die stille Sehnsucht sich eine Insel sucht, wo sie ihre Beglückung erfährt. Einer ist eifriger Radiobastler, der andere zeichnet und malt in seinen Freistunden, dieser, pflegt Musik, jener widmet sich der Photokunst. Vielfältig wie die Temperamente der Menschen sind auch ihre Neigungen, aber glücklich ist der, der mitten im Alltag eine Stätte weiß, wo er ganz sich selbst geben kann. Und so kommen häufig Leistungen zustande, die sich wirklich sehen lassen können. Ist das aber nicht der beste Beweis dafür, daß in jedem Menschen Kräfte schlummern, die nur gehoben werden müssen? Oft genug schon hat eine stille „Insel der Freude" Talente entwickelt, die zum allgemeinen Nutzen ihre Anwendung finden konnten. Vor allem aber hat sie einer geheimen Sehnsucht Raum gegeben, und das ist das schönste, weil sie damit einem schaffenden Menschen den Alltag verklärt. H. W. Sch. Tageskalender für Dienstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Spiegel des Lebens". — ^Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Geheimzeichen 500000 M. nach Heffen-Naffau gefallen. Lpd. In der gestrigen Vormittagsziehung wurden bei der Preußisch-Süddeutschen Staatslotterie zwei Gewinne von je 500 000 RM. gezogen. Die beiden Gewinne fielen auf die Losnummer 19 6 131. Das Los wird in der ersten Abteilung in Achtelteilung in einer Lotterieeinnahme in Hessen-Nassau,' in der Zweiten Abteilung gleichfalls in Achtetteilung in einer Berliner Lotterieeinnahme gespielt. Alle glücklichen Besitzer eines Achtelloses erhalten bar 50 000 RM. ausgezahlt. Das Ende ist ein verbranntes Dorf. ZdR. „Na, endlich Feierabend", sagt Jochen, als er noch einmal im Stall nach dem Rechten gesehen hat. Er macht einen letzten Zug aus seiner kurzen Pfeife, drückt mit dem Daumen die Glut aus und steckt die Pfeife in die Tasche seiner Joppe. Die Joppe aber hängt er, als er noch einmal vor die Tür geht, um mit dem Nachbarn im Dorfkrug einen kleinen Schwatz zu halten, an einen Nagel im Stall. Das ist der Anfang. Das Ende ist ein verbranntes Dorf, zweihundert Häuser in Asche. Vernichtet die Wohnungen der Bauern, das Elternhaus der Kinder, vernichtet die Ernte, verbrannt das Gerät, in der Glut erstickt das Vieh. Es ist keine Kindererzählung aus einem Schul- lesebuch, die Geschichte von der teuren Tabakspfeife des leichtsinnigen Jochen. Sondern auf diese Weise ging vor fünf Jahren bas Dorf Oeschelbronn in Baden in Flammen auf. Es ist aber auch kein vereinzelter Fall, in dem durch ein Feuer der Landwirtschaft ein so großer Schaden entstanden ist. Es ist auch keinesfalls (elfen, daß Leichtsinn und Unachtsamkeit ein solches Unheil verursachen. Sondern: Stündlich brennt in Deutschland ein Bauernhof ab, täglich ein Dorf, wöchentlich eine Kleinstadt, jährlich eine Großstadt: denn diesem Verlust entspricht die Summe von 400 Millionen Mark, die jährlich durch Brände verloren geht. 350 000 Brände im Jahr, von denen über 200 000 auf das Land entfallen und die zum größten Teil durch Leichtsinn, Unachtsamkeit, Fahrlässigkeit oder spielende Kinder hervorgerufen werden. Es ist eine erschreckende Bilanz, die wir hier aufstellen. Sie ist es besonders deswegen, weil der Bauer und Landarbeiter, der sich Tag für Tag plagt, um die Ernte zu sichern, der ein ganzes Jahr der Mühe und Arbeit daransetzt um die Frucht zu bergen, sich selber und damit bas ganze Volk durch eigene Schuld um einen großen Teil des Erfolges seiner Mühe bringt. 200 000 Volksgenossen könnten allein von den verbrannten Nahrungsmitteln leben! Gießener Wochenmarkkpreife. * Gießen, 30. Aug. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, % kg 1,52 Mark, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 9, Wirsing, kg 8 bis 10, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 10 bis 12, gelbe Rüben und Karotten 10 bis 12, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 15 bis 20, Römischkohl 8 bis 12, Bohnen, grün 25, gelb 25, Tomaten 18 bis 30, Zwiebeln 10 bis 15, Meerrettich 45 bis 50, Kürbis 6 bis 8, Pilze 45 bis 60, Kartoffeln, V» kg 5 Pf., 5 kg 45 Pf., 50 kg 3,75 bis 4,20 Mark, Aepfel, Yi kg 40 bis 45 Pf., Falläpfel 12 bis 15, Birnen 25 bis 45, Pfirsiche 50 bis 60, Brombeeren 40 bis 50, Preiselbeeren 45, Pflaumen 40, Mirabellen 40, junge Hähne 1,10 bis 1,20 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1,05 Mark, Blumenkohl, das Stück 10 bis 50 Pf., Salat 8 bis 15, Salatgurken 10 bis 35, Einmachgurken 2 bis 6, Endivien 5 bis 15, Ober- kohlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, Sellerie 20 bis 25, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bündel 8 bis 12 Pf. ♦ ** Lagerangabe unbedingt erforber» l i ch. Zur Beschleunigung der Aushändigung der Postsendungen an Lagerinsassen auf dem Reichsparteitaggelände während des diesjährigen Reichsparteitages ist die genaue Lagerangabe unbedingt erforderlich. ** Zusammen st oß zwischen Personen- und Lastkraftwagen. Gestern um die Mittagsstunde ereignete sich in der oberen Frankfurter Straße ein Derkehrsunfall. Ein Personenkraftwagen und ein Lastkraftwagen fuhren zusammen. Der Personenwagen wurde dabei erheblich beschädigt. Die drei Insassen erlitten glücklicherweise leichtere Verletzungen und konnten nach erster Behandlung in der Chirurgischen Klinik wieder entlassen werden. Jtunöfunfprogramm Mittwoch, 31. August. 5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gym« naftif. 8.30: Bäderkonzert. 9.30: Gaunachrichten. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 10: Schulfunk. 11.45: Volk und Wirtschaft: Sinn und Zweck der Staatsanleihen. 12: Werkskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Musik, die das Herz erfreut! 15: Bilderbuch der Woche. 15.15: Vier Monde unter dem Spaten. 16: Nachmittagskonzert. Das Mikrophon unterwegs. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 19: Fliegendes Deutschland. 19.15: Bunte Stunde. 20: Nachrichten. 20.15: Abendkonzert im Kurpark Bad Wildungen. 21: Stunde der jungen Nation: Durch Deutschland kreuz und quer, dem Rundfunk fällt nichts schwer. 21.30: Euer Wunsch fei uns Befehl! 22: Nachrichten. 22.20: Unsere Kolonien: Eine Stimme der Vernunft. 22.30: Musik aus Wien. 24: Nachtmusik I. 2 bis 3: Nachtmusik II. Leistung entscheidet! Erfolgreiche Kurzschristler in den Uebungsftätten der OAF. Täglich kann man jetzt in den Tageszeitungen die Stellenanzeigen lesen: „Flotte Stenotypistin gesucht" usw. Sehr groß ist die Nachfrage nach wirklich leistungsfähigen Kräften, aber nur sehr gering das Angebot der brauchbaren Arbeitskräfte, die hier zum Einsatz gebracht werden könnten. Woran liegt das? Alle jungen Arbeitskameraden, die sich das Schreibgerät zu ihrem Beruf ausgewählt haben, werden einmal mit der Kurzschrift während der Ausbildung vertraut gemacht. Nun ist es aber bei der Kurzschrift so, daß man diese neue Schrift- art nicht von heute aus morgen erlernen kann, sondern hierfür eine gewisse Zeit benötigt, während der man sich für das gesteckte Ziel mit ganzer Willenskraft einsetzen muß. Aus diesem Grunde kommen die meisten Arbeitskameraden nicht aus der Anfangsstufe heraus und geben voreilig auf. Es sollte doch eigentlich Pflicht eines jeden jungen, Dorroärtsftrebenben Arbeitskameraden sein, der diesen Beruf gewählt hat, seinen Berus auch voll und ganz auszufüllen. Die Parole muß lauten: Leistungssteigerung nicht nur im eigenen Interesse, sondern im Interesse des gesamten Volkes! In den Uebungsftätten der Deutschen Arbeitsfront wurde für alle Schaffenden eine Stätte der Leistungssteigerung, der fördernden Berusserziehuna geschaffen, die in jeder Weise als mustergültig und vorbildlich angesprochen werden kann. Ersahrene Praktiker sind hier die Leiter der Uebungsgemein- schaften (Lehrgemeinschaften und Aufbaukamerad- schaften, Arbeitsgemeinschaften), die in der Lage sind, den ihnen anvertrauten Teilnehmern den Weg zum Erfolg zu ebnen. Es muß die Pflicht aller Schaffenden sein, diese segensreiche Einrichtung, die der Führer dem Arbeiter der Stirn und der Fartst gegeben hat, voll auszunutzen. Die deutsche Kurzschrift, die heute in allen Be- trieben zu einem unentbehrlichen Faktor geworden ist, beherrscht die dauernde Nachfrage nach leistungsfähigen Arbeitskräften. Daß die Uebungsftätten der DAF. diese leistungsfähigen Arbeitskräfte für das Wirtschaftsleben heranbikden, fei mit der Veröffentlichung der Abfchlußprüsung einer Uebungsgemein« schäft bewiesen. Das Leistungszeugnis der Deutschen Arbeitsfront wurde den nachstehend angeführten Arbeitskameraden für gute Leistung in deutscher Kurzschrift ausgestellt: Abteilung 240 Silben: Greta Iochum; Abteilung 220 Silben: Anni B o l^ ; Abteilung 160 Silben: Erich Frank, Otto T ö r n e r, Willi Enkirch. Herta R r 6 e, Hildegard Le sch, Lotte Heß, Elisabeth Bar, Elfriede Weiß, Elisabeth Pfeiffer, Emma Kehl und Elsa Martin. Diese Ergebnisse sollen die Säumigen an ihre Pflicht erinnern und ihnen beweisen, daß die vorerwähnten Arbeitskameraden ihnen weit voraus sind und ihren Beruf auch wirklich als solchen auffaffen. Es verdient besonders hervorgehoben zu werden, daß diese Arbeitskameraden sich keineswegs gescheut haben, auch während der heißen Sommer- tage regelmäßig, und pünktlich die angesetzten Uebungsstunden zu besuchen. Nur durch gut durch- dachten, systematischen Aufbau, Fleiß und Ausdauer konnten diese Resultate erreich^ werden. Mögen diese Leistungen die noch Fernstehenden anspornen und aufwecken, damit auch sie den Weg in die Uebungs- ftätten der DAA finden. Aus der engeren Heimat. Erweiterung des Bahnhofs Butztach. * Butzbach, 29. Aug. Gegenwärtig liegen beim Kreisamt in Friedberg Pläne auf, die eine Erwei- terung des Bahnhofes in Butzbach vorsehen. Zur schnelleren Abwicklung des Personenverkehrs und zur Erhöhung der Betriebssicherheit im Bahnhof Butzbach soll ein Zwischenbahn st eig geschaf- fen werden, der einen schienenfreien Zugang erhält. In Anbetracht des gesteigerten Verkehrs würde diese Neuanlage vom reisenden Publikum sehr begrüßt werden. Landkreis Gießen. 4- Grünberg, 29. Aug. Am Sonntag fand in der hiesigen Turnhalle die Vereidigung der hiesigen Rote-Kreuz- Bereitschaft statt. Vereidigt wurden 17 männliche und 20 weibliche Vorhelfer und Helfer der DRK.-Gruppe Grünberg. Die Vereidigung wurde durch den DRK.-Kreisführer, Oberfeldführer Dr. Lotz (Gießen) vorgenommen. Führer der hiesigen männlichen DRK.-Gruppe ist Haupthelfer Hundsdorf, Stellvertreter Haupt- Helfer Habicht, Führerin der weiblichen Gruppe ist Frau Bocher. Die ärztliche Betreuung der Gruppe geschieht durch Dr. med. Fuldat. Zu der Vereidigung waren u.a. Bürgermeister Kraemer und Vertreter der Partei erschienen. <£ Leihgestern, 30. Aug. Ihren 78. Geburtstag kann am heutigen Dienstag Frau Elisabethe Schäfer, geb. Fischer, in guter Gesundheit begehen. Ferne, die ihr im Lichte wandelt und edlen Sinnes seid! — Dann steigen wir, „kleine Bocksbeutel" in der Hand, wieder in den Tag, um die feinen 34er Spätlesen in stiller Stube zu studieren, wo würdige geistliche Regenten aus dunklen Bildern von den Wänden schauen. Selbst Freunde und Förderer der fränkischen Rebe haben sie Generationen von Zechern, sttllen und lauten, heiteren und melancholischen, hier ein- und ausgehen sehen. Wie sttenge Hüter der Traditton achten sie auf die späten Nachfahren, ob sie auch würdig seien, hier zu sitzen, ob sie, statt mit der Gurgel, mit Zunge und Lippen trinken und bei ihrem Geschäft den Geist meinen und nicht den Bauch. Sollten die weisen Alten nicht mit uns zufrieden gewesen sein, als sie die Gewächse in einer kleinen Kolonne von Pokalen vor uns stehen sahen und wir mit Maß und Andacht von dem und jenem kosteten und mancherlei schone Namen ersannen, fast schüchtern zu dichten begannen, um die Eleganz, die Anmut, die Fülle und Würze und Rossigkeit ge- bührend zu loben? Ach, es wollte uns scheinen, auch der große Schatz unserer Sprache reiche nickst aus, das alles zu benennen, was in diesen Gläsern gesammelt war, und man müsse seltsame Umwege gehen, um zum Ziele ZU kommen, von Erde und Himmel, von der Kunst und vom menschlichen Herzen reden, um zu beschreiben, was sich hier vollendet hatte. So müssen wir denn auch schweigen, solange unser Ausdrucksvermögen mit den Ahnungen der Zunge nicht Schritt halten will, von den kostbaren Altertümern, die ein fränkischer Weinkeller birgt, und ein wenig von den reichen und großen Jahrgängen fabulieren, wo die Fässer nicht faßten, was die Hänge bescherten, und wo die Sonne ein Uebermaß an Glut nach Iphofen schickte, daß der Chronist begeistert und dankbar eintrug „sehr gut und ziemlich viel" (1811), „gut und viel" (1818), „noch besser und viel" (1819), '„ausgezeichnet" (1846). Nun, sie sind dahin. Sie haben ihre Seligkeit geschenkt und leben nur noch in der Überlieferung. Nur ein Nachhall ist es ihres Ruhmes, nur ein Wort gewordener Rest ihrer Blume, was aus alten Büchern zu uns spricht oder aus den Fakturen, die dem Geheimrat in Weimar zugestellt worden sind. Wen aber hat der 1599er („in diesem Jahr wuchs der beste Wein des Jahrhunderts", berichtet der Chronist) erheitert und getröftet? Bei Gott, er ist zuletzt in wilder, schwerer Zeit getrunken worden, als die Schrecken des Krieges Franken heimsuchten, als die Bevölkerung Iphofens die dreizehnmal geplünderte Stadt verließ und auf dem nahen Schwanberg Schutz suchte Doch schweigt, vergilbte Blätter, von dem Grauen schlimmer Vergangenheit! Vorbei mit euch, auf denen wir von Pest und Tod und unseligem Auf- rühr lesen müssen! Wir nachdenklichen Zecher ken- nen die Dämonen und glauben auch ohne Bestätigung, daß im Herzen des Menschen neben dem Edelmut noch anderes wohnt. Kommen wir zu dem 93er, von dessen Sonne und Feuer unser Wirt zu erzählen weiß, reden wir vom Her und 21er und was weiter Gutes geschah und zuletzt von dem, was die Sonne von 37 uns bescherte! Wahrhaftig, es kommt uns gar nickst darauf an; wir sind soweit, daß wir beschwingt durch die Jahrhunderte eilen, vor- und rückwärts streifen und einem geistlichen Regenten an der Wand guten Gewissens und dankbar-fröhlichen Herzens den Pokal entgegen heben und „Profit" sagen dürfen. Oie vollkommene Ehefrau von 1795. 3m „Federal Mirror" von Concord in New Hampshire vom Jahre 1795 ließ ein ehelustiger Mann eine Anzeige erscheinen, in der er eine Ehefrau nach seinem Ädeal suchte: „Sofort gesucht eine Frau, die gern einen Mann haben möchte; sie muß von gesundem Geist und Körper sein, ein mäßiges Vermögen haben, annehmbar hübsch und nicht der Trunkenheit unterworfen. Sie darf nur einmal im Monat zanken, muß ihr Haar wenigstens einmal in der Woche kämmen, und vor allem, sie darf weder Tabak kauen noch schnupfen. Eine Frau, die dem entspricht, möge sich an I. R. in H. wenden, der alles Erforderliche besitzt, was chn zu einem guten Ehemann stempelt." Seiber weiß man nicht, ob dieser Mann sein Ideal gefunden hat. B. Hochschulnachrichten. Der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat den ordentlichen Professor an der Universität Würzburg, Geheimen Regierungsrat Dr. Ludwig R u l a n d, wegen Erreichung der Altersgrenze von feinen amtlichen Verpflichtungen entbunden. Aus diesem Anlaß hat ihm der Führer und Reichskanzler für feine erfolgreiche akademische Wirksamkeit und dem deutschen Volke geleisteten treuen Dienste seine Anerkennung und seinen Dank ausgesprochen. Professor Dr. Kurt Heidermanns von der Universität Bonn übernimmt vom 1. September ab die frei gewordene Professur für Zoologie an der Universität Greifswald. verloren gegangene Lebensmoglichleiten zu breken. Der Dogelschutzverein vereinigt unter dem Vorsitz des Leiters der hessischen Landesforstoermaltung, Landesforstmeister Dr. Hesse, die Dogelschützer und Freunde der Vogelwelt in Hessen. Die dies- jährige Hauptversammlung wird am 4. September im Kerckhoff-Institut in Bad-Nauheim durchgeführt. Aus dem Programm der Tagung sind besonders ein Lichtbildervortraa des Leiters der Dogelschutzwarte Frankfurt, Dr. B a n z h a f, und eine Führung von Forstassessor Schäfer durch die Dogelschutz- anlagen des Kurparkes und der Goldsteinanlagen hervorzuheben. Den Zagdlameraden erschossen. LPD. Mainz, 29. Aug. Vor dem Mainzer Schwurgericht wird augenblicklich in einem dreitägigen Prozeß gegen den Friedrich Georg Weinsheimer aus St. Johann in Rheinhessen verhandelt, dem vorgeworfen wird, den Winzer Heinrich Beißer in einer Waldspitze der Gemarkung Ober-Hilbersheim am Psingstmontag erschossen zu haben. Der Erschossene war Mitvächter der Jagd der Gemeinde Sprendlingen (Rheinhessen). Das Waldstück, auf dem sich die Bluttat abgespielt hat, gehört zu der Sprendlinger Jagd und war Gegen- stand wiederholter Auseinandersetzungen zwischen den Pächtern der beiden Gemarkungen. Die Situation verschärfte sich, als der jetzige Angeklagte kaum 200 Meter von der Sprendlinger Gemarkung eine Jagdkanzel errichtete, um die in seine Waldspitze überwechselnden Rehe der Sprendlinger Jagd abzuschießen. Es war auch wiederholt zu gegenseitigen Strafanzeigen gekommen. Am Pfingstmontag war der erschossene Beißer in den Wald gegangen, um sich nach Rehböcken umzusehen, für die eben die Jagd aufgegangen war. Dabei wurde er von der Jagdkanzel des Angeklagten aus beschossen und schließlich in einer Auseinandersetzung mit dem Angeklagten von diesem durch einen Revolverschuß niedergestreckt. Der An- geklagte schützt Notwehr vor. Am ersten Verhandlungstag wurde eine Reihe von Zeugen vernommen, die sehr ungünstig über den Angeklagten aussagten. Insbesondere charakterisierte der zuständige Kreisjägermeister Weinsheimer als einen jähzornigen, brutalen, egoistisch auf seinen Vorteil bedachten Mann, dem wegen seines hochfahrenden Wesens der Spitzname „Baron" gegeben worden war. Im Gegensatz dazu wird der Erschossene allgemein als ein friedliebender, harmloser Mensch geschildert, der sich allgemeiner Beliebtheit erfreute. ORL.-Dasketball-Reichsmannschast trainiert in Gießen. Am Basketballturnier bei den NS.-Kampfspielen in Nürnberg wird auch eine Basketball-Mannschaft beteiligt sein. Um die Mannschaft vorzubereiten, wurde nunmehr beschlossen, sie zu einem Trainingslager in Gießen zu vereinigen. Die aus den verschiedenen Teilen des Reiches stammenden Spieler dieser Reichsbundmannschaft werden für einige Tage nach Gießen kommen, um auf den schönen Plätzen an der Liebigshöhe oder bei schlechtem Wetter in der Turnhalle des VfB.-Reichsbahn zu üben. Dabei werden voraussichtlich auch einige Uebungsfpiele mit der NSKK.-Reichsmannschaft, wie sie Gauobmann Mohr aus seinem Sturm aufgestellt hat, ausoe- tragen werden. Die Leitung des Uebungskursus für die DRL.-Mannschaft liegt in den Händen der Reichssportlehrer M u r e r o und Clausen. Spielvereinigung 1900 Gießen. 1900 — Dunlop Hanau 0:1. Es hat nicht sollen sein! Auch diesmal mußten die Blauweißen ihrem Gast das bessere Ende überlassen! Zum Teil lag dies daran, daß die Platzbesitzer doch nicht in der vorgesehenen Aufstellung antreten konnten und zum anderen an dem unentschlossenen, ja manchmal direkt hilflosen Spiel des Sturmes. Die anfängliche Ueberlegenheit der Gäste, bedingt durch ihr genaues Zuspiel und die taktische Einstellung, ging etwa in der 15. Minute an die Platzbesitzer über. In dieser Zeit hatten die Blauweißen manche Chance, in Führung zu gehen. Doch neben einigem Pech, was man bei den Schüssen von Löb- sack und Bergmann wohl sagen kann, war es die Gleichgültigkeit, mit der Koch I. die klarsten Aussichten verschoß. Dadurch verwirrt, sank die Leistungskurve stark ab und die Gäste machten sich wieder mehr bemerkbar. In dieser Spanne fiel auch der Treffer für die Hanauer. Ein auf Richtung Tor gehender Schuß wurde von Fischer ausgenommen, der Ball entfiel ihm jedoch, und der hinzuspringende Puth nützt die günstige Gelegenheit. Nach dem Wechsel ändert sich das Geschehen insofern, als jetzt mehr Abwechslung in das Spiel kam. Die Momente wechselten jetzt schneller. Dadurch kam es zu mehr Abwicklung im Felde als in den Strafräumen. Die Folge davon war, daß das Spiel an Wert merklich verlor. Gegen Schluß steigerte es sich zwar nochmals, als die Platzbesitzer sich um den Ausgleich bemühten. Doch vergeblich, die Hintermannschaft der Gäste gab sich keine Blöße und so mußten sich die Blauweißen abermals den „Dunlopmännern" beugen. Die Gäste in der Aufstellung: Weber, Schlett, Bauswein, Roth, Schmitz, Schmidt, Steinmeyer, Weigand, Puth, Gruner, Michel, haben sich gegenüber ihrem ersten Auftreten nicht verändert. Ihr technisches Können ist noch vorhanden, doch schien ihre Kampfstärke nicht mehr so ausgeprägt. Die Blauweißen mit der Vertretung Fischer, Zei- ler, Hain, Erhard, Rensina, Günther (Kirchner), Theiß, Bergmann, Koch I., Löbsack, Kociok ließ gegenüber dem Vorsonntag manchen Wunsch offen. Schwarz ...bei Blauweiß! Die Jugendmannschaften warfen alle Erwartun- gen über den Haufen. Von der 1. Jugend erwartete man einen Sieg und eine Niederlage wurde mit« gebracht. Der 2. Jugend hatte man gar keine Chance eingeräumt, aber wider allen Erwartungen erzielte sie einen eindeutigen Sieg. Die 3. Jugend kämpfte unglücklich und mußte wieder geschlagen das Feld verlassen. 1900 1. Jugend — Komb. Mannschaft Leihgestern 0:4 (0:1). 1900 2. Jgd. — Oueckborn 1. Jgd. 3:0 (2.-0). Die 2. Jugend der Blauweißen schlug sich mehr als tapfer. Nie hatte man erwartet, daß sie auf dem Gelände in Queckborn einen solchen Sieg erringen würde. 1900 3. Jgd. — Allendors (Lahn) 1. Jgd. 1:6 (0:6). Die 3. Jugend mußte mit einer hohen Niederlage den Heimweg antreten. Erst in der zweiten Halbzeit fanden sich die Jungens der Spvgg. 1900 und erzielten auch in dieser Spielperiode das Ehrentor. „FE.Teutonia" Watzenborn-Steinberg „Teutonia" Steinberg I — BfB.-R. Gießen 1 2:3 (1:2). Auf dem Sportplatz an der Neumühle herrschte am Sonntag wieder einmal Hochbetrieb. Waren es doch drei Teutonen-Mannschaften, die mit ansehnlichen Gegnern die Kräfte maßen. Leider errang nur die Jugend einen Sieg. Zum Spiel der 1. Mannschaft muß berücksichtigt werden, daß die Teutonen mit fünf Mann Ersatz antraten; auch die Gießener waren nicht komplett. Zeitweise bewegte sich die Spielweise hart an den Grenzen des Erlaubten. Bei den Gästen war der beste Mannschaftsteil der Sturm, während die Abwehr der Gießener nicht allzu stark war. Doch der Steinberger Sturm brachte es nicht fertig, die gebotenen Chancen auszunützen. Folgende Spieler traten an: VfB- R.: Gottschalk; Thron, Leutheuser ; Fehling, Kramer, Mattern; Fleischauer I, Fleischauer II, Godglück, Schlitz, Schmuck. Teutonia: Happel; Jung. Fett; W. Schmandt, A Großen-Lindrn, 29.Aug. Eine unserer ältesten Einwohnerinnen, die Witwe Christine Peppler, geborene Stamm, Bahnhofstraße 110, konnte ihren 8 8. G e b u r t s ta g feiern. Dle Greisin erfreut sich noch vechältnismaßig guter körper- licher und geiftiger Rüstigkeit. — Die Schuler der mittleren und oberen Jahrgänge sammelten im Laufe der letzten Woche auf den abgeernteten Aek. fern Aehren für die NSV. Auch rupften, wie in den Vorjahren, die beiden obersten Jahrgänge den Flachs auf dem Gemeindefeld. Kreis Wetzlar. (V K r o f d o r f. 29. Aug. Vom Wetter begünstigt beging am Sonntag der hiesige N S D.- K i n d e r - garten fein Kinderfest, gleichsam als Auftakt zur Krofdorfer Kirmes am kommenden Sonntag. In einem bunten Festzug marschierte und fuhr auf kleinen Wägelchen die Kinderschar auf den farbenprächtig abqegrenzten Platz an der Turnhalle. Der Obmann der NSV., Hauptlehrer Schwalm, begrüßte die Besucher, kennzeichnete die Bedeutung der Kindergärten und wies auf die Wertschätzung der kinder- reichen Familien im heutigen Staate hin. Die Aus- Führungen klangen im Gruß an den Führer aus. Zwei Stunden lang tummelten sich bann die Kleinen im Ring, zeigten viel abwechslungsvolle Spiele und nahmen zum Lohn Würstchen, Brötchen und Brezel in Empfang. Tante Friedel und ihre Helferin Erika sorgten für mustergültige Abwicklung der Spielfolge und ernteten für ihr Mühen Anerkennung und Dank. Ständiges Fliegerlager der HZ. LPD- Eibelshausen (Drllkreis), 29. August. Das in diesem Jahre zwischen Eiershausen und Hirzenhain eingerichtete Fliegerlager der HI., in dem in den letzten Wochen Hunderte von Jungen aus dem Rhein-Main-Gebiet versammelt waren, soll alle Jahre dort eingerichtet werden. Die Jungen üben in dem schönen Gelände am Eiershau- fener Hang sowie auf den Bergen bei Hirzenhain. Drei schwere Derkehrsunfälle. Zwei Tote, vier verletzte. Lpd. Marburg, 29. Aug. In den späten Abendstunden des Sonntag ereignete sich auf der Straße zwischen Marburg und Gießen vor Sichertshausen ein folgenschwerer Autoun - fall. Ein Kraftwagen, der mit zwei jungen Männern und einem Mädchen besetzt war und nach Marburg wollte, fuhr mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Baurn. Die drei Personen wurden schwer verletzt und mußten in die Marburger Klinik gebracht werden. Der Kraftwagen wurde vollständig zertrümmert. Lpd. Herborn, 29. Aug. Auf der Burger Landstraße wurde der 57 Jahre alte Karl Melchert aus Burg von einem Personenkraftwagen angefahren und so schwer verletzt, daß er kurz nach der Einlieferung ins Krankenhaus starb. Das Auto wurde bei dem Zusammenstoß gegen eine Mauer geschleudert und schwer beschädigt. Der aus Roth stammende Kraftwagenfahrer wurde, nachdem man ihm eine Blutprobe entnommen hatte, in haft genommen. Lpd. h a i g e r , 29. Aug. Zwei junge Leute, die sich mit dem Motorrad auf der Fahrt von Wiesbaden nach Werl befanden, waren von Limburg über den Westerwald nach Bürbach gekommen und gedachten von hier aus Siegen zu erreichen. Sie verfehlten jedoch den Weg und kamen versehentlich in das Gebiet der Kalten Eiche, von wo sie den Allendorfer Berg hinunterfuhren. Obwohl sie die Warnungsschilber beachteten, unterschätzten sie als Wegunkundige in ber Dunkelheit — es war nach 20 Uhr — wohl die Gefahren des Berges unb kamen in ber berüchtigten Kurve zu Fall. Der Lenker des Motorrades, ein 24jähriger Mann, war f o - fort tot, während der Beifahrer mit leichteren Verletzungen davonkam. Doaelschuharbeit in Hessen. Jahreshauptversammlung des Vogelschuhvereins. Lpd. Darmstadt, 29. Aug. Seit Jahrzehnten verfolgt der Dogelschutzverein für Hessen das Ziel, den durch die fortschreitende Kultivierung des Landes in ihrem Bestand bedrohten Vögeln durch geeignete Einrichtungen und Maßnahmen Ersatz für Kannst du zurück, Don? Roman von Hedda Lindner. Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlin W 35. 1. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) „Gar nicht so schlimm!" Dores Stimme zitterte vor Aufregung; sie machte sich jetzt erst richtig klar, was ber Mann für sie gewagt hatte, so sehr er auch durch seinen leichten Ton darüber hinweggehen wollte. „Sie haben Ihr Leben eingesetzt, um meines zu retten. Oder wollen Sie bestreiten, daß ich ohne Ihr Eingreifen jetzt wahrscheinlich ..." Sie wurde blaß und schluckte ein paarmal schwer. „Mein Leben!" Er lachte kurz auf. „Das braucht Sie nicht zu belasten, ber Einsatz rift nicht allzu hoch." „Oh!" sagte Dore und verstummte erschreckt vor der Bitterkeit, die aus seinen Worten unb mehr noch aus seiner Stimme klang. Erst nach einer ganzen Weile fing sie zaghaft wieder an: „Das Leben ist nicht immer leicht, ich habe es auch schon erfahren müssen. Aber solange man dies noch haben darf", sie wies auf las Land ringsum, „und die Sonne, und die Blumen — Sie glauben nicht, wie dankbar ich Ihnen bin, baß ich das alles noch sehen darf." „Dank ist ein Wort, das ebenso rasch gesprochen wie vergessen ist", entgegnete er verächtlich. Dore fliegen bei dieser schroffen Abweisung Trä- nen in die Augen. „Das dürfen Sie nicht sagen", sie kämpfte mühsam das Weinen nieder, „für mich ist Dankbarkeit bestimmt kein leeres Wort. Ich wollte, ich könnte es Ihnen beweisen." Er antwortete nicht gleich, sondern sah vor sich hin, aber man merkte seinem Gesicht an, daß ein Gedanke in ihm arbeitete. „ „Vielleicht nehme ich Sie tatsächlich beim Wort , sagte er langsam. „Wenn Sie bas tun wollten, wäre ich froh darüber." Er schwieg wieder, sichtlich immer noch mit diesem Gedanken beschäftigt. „Sind Sie verheiratet?" fragte er plötzlich. Sie schüttelte den Kopf. „Ich bin Witwe. Seit vier Jahren schon. Ich war kaum sechs Monate ver- heiratet", fügte sie noch hinzu, als sie sein Erstaunen bemerkte. „Darum. Ich wunderte mich. Sie müssen doch noch sehr jung sein." „Genau sechsundzwanzig." Er nickte nur kurz, so ungefähr hatte er sie geschätzt. „Wie.lange wollen Sie noch in der Schweiz bleiben?" fragte er weiter. „Ungefähr vierzehn Tage." „Nun gut. Schenken Sie mir diese vierzehn Tage!" Dore sah ihn an, gänzlich fassungslos. Er sah starr geradeaus, sie konnte nicht erkennen, ob seine Worte Scherz oder Ernst waren. „Wie — wie soll ich das verstehen?" sagte sie dann zögernd. „Wie ich es gesagt habe. Sie sollen mir vierzehn Tage Ihres Lebens schenken." „Und dann?" „Dann verschwinde ich für immer aus Ihrem Gesichtskreis. Sogar aus Europa, wenn Sie das beruhigt. Und Sie, Sie kehren in Ihr gewohntes Dasein zurück und werden sehr rasch vergessen, daß Sie einmal zwei Wochen lang ein fremdes Leben miterlebt haben." „Zurückkehren?" In ein gewohntes Leben zurück- kehren, als ob nichts gewesen ist? Kann man bas?" »sagt sie grübelnd, mehr zu sich selbst. „Warum nicht! Wenn die äußeren Bedingungen so günstig liegen wie hier. Wir beide in einem fremden Land, unb ich sagte Ihnen ja schon, baß ich nachher für immer verschwinben werbe." „Einfach vierzehn Tage aus meinem Leben herausnehmen und einem fremden Menschen geben — wie denken Sie sich bas eigentlich?" Dore hat ihr gefährliches Erlebnis fast vergessen, so sehr nahm sie bieser absonderliche Vorschlag ihres Retters.gefangen. „Zunächst möchte ich bemerken, baß ich nicht beabsichtige, Äe zu irgendeinem verbrecherischen Vorhaben zu benutzen. Ebenso werde ich bestrebt sein, Sie so wenig wie möglich bloßzustellen. Allerdings müßten Sie'sich verpflichten, während dieser Zeit weder Bekanntschaften zu machen, noch mich in Briefen jemals zu erwähnen; weder als Reisebekanntschaft noch als sogenannten Lebensretter. Ich bin für niemanden da und nach diesen vierzehn Tagen auch nicht mehr für Sie", erklärt er sachlich. ,jöber ich weiß doch gar nicht, wer Sie überhaupt sind." „Ebensowenig weiß ich, wer Sie sind", antwortete er kühl. Ihre Nerven gaben nach. „Aber bas ist doch Wahnsinn, bas ist boch völlig unmöglich", schrie sie ihn an. Er warf ihr einen schrägen Seitenblick zu und lachte. Dore empfand dies Lachen wie einen Schlag. „Sie haben recht, es ist unmöglich", sagte er darauf mit einer Gelassenheit, die sie täuschen würde, hätte sie fein Lachen nicht gehört, „es sollte auch nichts weites sein als eine Illustration zu dem Wort Dank!" „So fassen Sie das auf?" Dore war empört unb gleichzeitig verwirrt, sie fühlte sich boch irgenbwie getroffen. Er erhob sich. „Ich denke, Sie sind jetzt ausgeruht genüg, um weitergehen zu können; ich werde Sie bis zum Dorf begleiten", sagte er abschließend und bot ihr den Arm. „Der Weg ist breit genug, stützen Sie sich auf mich." Sein Ton schloß Widerspruch aus. Sie gingen eine Weile schweigend nebeneinander her. Dore spürte die kräftigen Muskeln seines Armes durch das leichte Seidenhemd, das er trug. „O Gott, Ihr Rock! Der ist boch sicherlich hin", fiel ihr plötzlich mit Schrecken ein. Diese Bemerkung war so echt weiblich, daß er doch lächeln mußte. „Das kann man wohl sagen", antwortete er nicht ohne Humor. „Auf diese Verwendung war er nicht eingerichtet. Aber es braucht Sie nicht auch noch zu beunruhigen, ich bin ausreichend versehen." Dore schwieg wieder und ging im Geist ihre Bekannten durch: wer von ihnen würde wohl den Mut haben, seinen Rock einem rasenden (Stier über den Kopf zu werfen? Das Ergebnis war betrübend: sie hätten sich wohl sämtlich auf gute Ratschläge Hinterm Zaun beschränkt, trotz aller Freundschaft mit ihr, sie war ein gänzlich unbekanntes Wesen, das leichtsinnig in einem roten Pullover durch ein abgegrenztes Weidegebiet gegangen war. Und doch verdankte sie ihm ihr Leben. Dasselbe Leben, von dem er jetzt vierzehn Tage — verrückter Gedanke — wie ein Mensch nur auf so etwas kommen konnte ... „Was hat das mit Dank zu tun?" fragte sie plötzlich heftig aus ihren Ueberlegungen heraus. Wieder lächelte er etwas spöttisch. „Sie behaupten freundlicherweise, ich hätte Ihnen das Leben gerettet. Ein Leben, von dem Sie nach menschlichem Ermessen noch eine geraume Spanne Zeit erwarten können. Und von allen diesen Jahrzehnten, die Sie nach Ihrer eigenen Ansicht mir verdanken, wollen Sie dennoch nicht vierzehn Tage für mich opfern." „So dürfen Sie bas doch nicht auffassen", sagte Dore nervös. „Was Sie verlangen, ist berart ungewöhnlich ..." „Das gebe ich zu. Aber dennoch kaum ungewöhnlicher als bie' Umftänbe, in denen mir uns begegnet sind. Im übrigen sind Sie auf das Thema zurückgekommen, nicht ich." „Weil ich nicht will, daß Sie mich für undankbar halten. Daß mir an Ihrer guten Meinung liegt,, H. Schmandt, K. Schmitt; Hirz, Häuser, M. Schmitt» Brückel, Buß. In den ersten zehn Minuten sah man ein verteil« tes Feld spiel. Beide Hintermannschaften verhindere ten zunächst jeden Erfolg. Einige 16-Meter-Strafe stoße für Steinberg brachten nichts ein. In ber 18« Minute fiel bann Das erste Tor, aüerbings für bis Gäste. Der Rechtsaußen hatte sich fein burchgespielt» und seine Vorlage verwandelte Godglück für Happel unhaltbar. Nach Wiederanstoß versuchte es Schmitt mit Alleingängen, boch meistens wurde er gelegt unb konnte nichts erreichen. Doch in ber 30. Minute wurden bie Bemühungen belohnt. Buß war es, bet mit einem schönen Flachschuß Gottschalk schlagen konnte. Lange bauerte bie Freube jeboch nicht, Denn ber Gäste-Linksaußen lanbete einen Bombenschuß Bei diesem Stande blieb cs bis zur Pause. Nach dem Wechsel wurde unverdrossen meiterga kämpft. Doch im Teutonen-Sturm klappte es nichG Immer wiener drängten bie Läufer nach vorne, boch alles schien vergebens. Als jeboch Fehling hei einem Strafstoß den Ball mit ber Hand herabschlug, ließ es sich Fett nicht nehmen, den verhängten Elfmeter sicher zu verwandeln. Kurze Zeit danach hatte Brückel eine günstige Gelegenheit, ein weiteres Tor zu erzielen, aber jagte das Leder haushoch Darüber. Man hatte sich schon allgemein mit diesem Stande abgefunben, boch bie Gäste würben noch glückliche Sieger. Einen Weitschuß hielt Happel nicht fest, unb ber nachsetzende Godglück erzielte das Siegestor. Trotz größter Bemühungen konnten bie Teutonen an diesem Stande nichts mehr ändern. Teulonia II — BfB.-K. Gießen II 11:4 (0:2). In diesem Spiel waren bie Gäste bie einwandfrei bessere Mannschaft. Der Sieg war verdient. Jugend — Jugend Dorf-Gill 5:1 (2:0). Die Jugendlichen zeigten ein schönes Spiel und gewannen auch in dieser Höhe verdient. Sportverein 1920 Lollar. Lollar I — Oberursel! 1:2 (1:1). Die Lollarer Elf schlug sich tapfer und konnte ein ehrenvolles Resultat erzielen. Hatte doch die Platzmannschaft gegenüber den schnellen und einsatz. bereiten Gästen einen schweren Stand. Bis zehn Minuten vor Schluß stand das Spiel noch 1:1 und mancher Anhänger rechnete im stillen vielleicht doch, noch mit. einem unentschiedenen Ausgang. Der Gästesturm sorgte aber Dafür, daß es doch noch anders kam. Torwart Ziegler war gegenüber beiden Toren machtlos, ja er hat sogar durch seine präch- ttge Abwehr großen Anteil daran, daß die Tordifferenz nicht höher ausfiel. Die Läuferreihe verfiel wieder in ihren alten Fehler, sich zu weit hinten in der Verteidigungszone aufzuhalten, statt besser die Verbindung mit ber Stürmerreihe zu suchen. Da» burch konnten sich bie Stürmer nicht richtig entfalten unb tarnen wenig zum erfoIgDerfprerfjenben Torschuß. Mit dem Anstoß ber Gäste entwickelte sich ein temperamentvolles Spiel. Die Lollarer Hintermannschaft hatte alle Hände voll zu tun. Bei den Gästen fiel bie Sicherheit im Zuspiel unb bie gute Ball- behanblung auf. Trotz einer leichten Felbüberlegen- beit ber Oberurseler konnte Lollar nach den ersten 20 Minuten den Führungstreffer anbringen. Die Freude dauerte jedoch nicht lange unb zehn Minuten später hatte Oberursel den Ausgleich geschaffen. Mit diesem Stanb ging es bann auch in bie Pause. Nach bem Wechsel sah man bäsfelbe Bilb der leichten Ueberlegenheit ber Gäste. Immer wieder verstanden sie durch ihren schnellen Einsatz zuerst am Ball zu sein unb konnten so ben Kampf lenken. Die Platzelf strengte sich wohl mächtig an unb Der Sturm versuchte immer roieDcr burchzukommen. Es würbe aber zu burchsichtig gespielt, so baß es für die aufmerksame Hintermannschaft ber Gäste nicht schwer war, abzuwehren. Die Gäste nutzten bann geschickt einen schwachen Augenblick ber Lollarer Verteibigung aus und kamen zu ihrem siegbringen- ben zweiten Tor. Endlich rückte die Läuferreihe der Platzelf mehr auf unb Lollar konnte bie letzten zehn Minuten bas Spielfeld beherrschen. Um ein Weniges wäre ben Gastgebern Der Ausgleich geglückt, jeboch ber Schlußpfiff machte bem Spiel ein Enbe. Lollar II — Oberursel Reserve 5:1 (1:0). Die zweite Mannschaft von Oberursel weilte in Leihgestern, Dafür trug bie Oberurseler Reserve ein werden Sie vielleicht verstehen", antwortete sie gereizt. ,Zch habe Durchaus keine schlechte Meinung von Ihnen", versicherte er höflich. „Sie benehmen sich genau, wie sich jeDe andere Frau in Ihrer Lage auch benehmen roürDe; sogar etwas besser, muß ich anerkennen: Sie haben wenigstens darauf verzichtet, die landläufigen Moralbegriffe - ins Treffen zu führen." „Auf die Gefahr hin, daß Sie mich für leichtsinnig halten." Er wandte Den Kopf unb sah sie voll an, zum ersten Male war etwas wie Wärme in seinem Blick. „Wenn ich Sie für leichtsinnig hielte, hätte ich bie» ses Ansinnen nicht an Sie gestellt. Ich suche kein Abenteuer." Den Einbruck halt? sie von Anfang an nicht gehabt, aber was suchte er bann? Dore schweigt, von Den wiberstreitenbsten Empfindungen hin unb her gerissen. Das war ja alles gar nicht ernst zu nehmen, was dieser Mann baberrebete, man lieh sich Doch nicht einen Menschen für eine bestimmte Zeit aus wie ein Buch ober einen Regenschirm. Es war einfach ein Scherz, um ihr qber den Schock hinwegzuhelfen. Wenn es aber Doch kein Scherz war — der Stier jedenfalls hatte es bitter ernst gemeint —, und wenn dieser Mann nicht gekommen wäre, läge sie als blutige, zerstampfte Masse Da oben — man mußte nur Den Mut haben, sich Das richtig klarzumachen. Dann fand man doch, daß vierzehn Tage eine be» scheidene Forderung waren, nachdem man ein ganzes Leben geschenkt bekommen hatte. Sie fühlte eine plötzliche Zuneigung in sich auf» springen für diesen fremden Menschen, anders als die bisherige natürliche Dankbarkeit ihrem- Retter gegenüber. Es war fast ein körperliches Gefühl, schmerzhaft und beseligend zugleich. Unwillkürlich stützte sie sich stärker auf ihn, sie fühlte Die Wärme seines Armes durch ihre Haut bringen, fühlte, wie jeder Nero in ihr auf diese Wärme antwortete. Und damit entschied sich alles. Sie waren im Dorf angekommen, und er gab ihren Arm frei. „Geht es jetzt?" Sie machte ein paar Schritte. „Vollkommen. Ich bin wieder ganz in Ordnung. Vielen Dank!" „Sie haben sich tapfer gehalten", sagte er anerkennend, „ich darf mich jetzt verabschieden." Er streckte ihr die Hand hin. Sie legte die ihre hinein, langsam, zögernd, wie um bie Entscheibung noch hinauszuschieben. „War bas — bas vorhin — wirklich Ihr Ernst?" fragte sie unsicher. (Fortsetzung folgt!) Spiel gegen die Lollarer zweite Mannschaft aus. Die „Alten Herrn" leisteten in der zweiten Halbzeit tapferen Widerstand. Jedoch in der zweiten Spielhälfte mutzten sie dem Druck der jüngeren Spieler .nachgeben. Epielvereinigung 1926 Leihgestern. Spielvereinigung Leihgestern I gegen FC. 04 Oberursel Res. 5:3 (0:2). Die Erste der Spieloereinigung empfing am Sonntag die Reserve des FC. 04 Oberursel zum fälligen Rückspiel und gewann mit 5:3, nachdem sie bei der Pause noch mit 0:2 im Rückstand lag. Die Gäste spielten von Beginn an feldüberlegen. Dann nahmen die Leihgesterner das Heft in die Hand, und die Schlußleute der Gäste hatten alle Hände voll zu tun. Allmählich machten sich die Gäste frei und konnten auch durch grobe Schnitzer der Leihgesterner Hintermannschaft mit einer 2:0-Führung in die Pause gehen. Ein Tor von Arnold wurde nicht gewertet. Rach der Pause wurde der Leihgesterner Sturm wach und vergaß auch das Schießen nicht. Arnold nahm eine Vorlage von links auf und schoß besonnen ein. Kurz darauf war es wieder Arnold, der einen Eckball von links einköpste. Oberursel ging nun wieder mit 3:2 in Führung, die aber Arnold wieder ausglich. Wenig später umspielte Arnold die gesamte Hintermannschaft und sandte zum 4:3 ein. Kurz vor Schluß stellte er das Endergebnis her. Die Gäste boten, namentlich in der ersten Hälfte, eine gute Leistung. Bei den Leihgesternern war die Hintermannschaft schwach. Die Läuferreihe rackerte wie immer ihr Pensum ab, und im Sturm waren Laux I und Arnold die Besten. Aber auch die übrigen Spieler taten ihre Pflicht. Die Leihgesterner traten mit folgender Mannschaft an: Dutenhofer; Velten, Laux II; Wedemann, Väth, Textor; Martmi, Arnold, Krick, Laux I, Heß. Spvgg. Leihgestern 1. Jgd. — 1900 Gießen 1. 3gb. Vorher trafen sich die 1. Mannschaft der Spiel- Vereinigung 1900 Gießen und der Leihgesterner. In diesem Spiele zeigten die Jüngsten des Vereins, daß sie zu spielen und zu kämpfen verstehen. Die Gäste, die durch ihre letzten Siege über Düsseldorf, Lauterbach und Großen-Linden, die zum Teil auch recht hoch ausfielen, nach der angenehmen Seite überraschten, wurden klar und verdient mit 4:0 geschlagen. Den Leihgesterner Jungens, verstärkt durch einige ältere Spieler, gebührt ein Gesamtlob. Dinard. In dem bretonischen Badeort Dinard fand am Sonntag das erste größere Flugfest in der französischen Provinz statt, und zwar auf Anregung von Luftfahrtminister Guy°le-Chambre, der selbst aus dieser Gegend stammt. Hauptereignis des Tages war die Ankunft der an dem Sternflug des Aeroklubs von Frankreich beteiligten Maschinen, unter denen sich elf deutsche befanden. Trotz des schlechtem Wetters das während des Sternfluges in Mitteleuropa herrschte, errangen die deutschen Flieger in der Länderwertung den ersten Platz vor dem Gaft- lande Frankreich - und mit Hauptmann Gentzen auf seinem Messerschmitt-Flugzeug „BF 108" über 7305 Flugkilometer in 29 Flugstunden den Pokal des Sternfluges und den vom französischen Luft- sahrtminister ausgesetzten Preis von 10 000 Franks. Der Präsident des Aeroklubs von Deutschland, Wolfgang von Gronau, war außer Konkurrenz in Dinard im Flugzeug eingetroffen und wurde vom Luftfahrtminister le Chambre, dem ehemaligen Luftfahrtminister General Denain und dem General- stabschef der Luftwaffe, General^ V u i l l e m i n, herzlich begrüßt. Insgesamt waren für den Steenflug 102 Teilnehmer aus Frankreich, Deutschland, Ungarn, England, Holland, Belgien, Luxemburg und der Tschecho-Slowakei gemeldet. Rur 58 Teilnehmer konnten den Sternflug infolge schlechter Witterungsverhältnisse in Mitteleuropa glücklich zu Ende führen. Im Laufe des Tages fand dann in Dinard ein großes Luftfest der französischen Luftwaffe statt, an dem etwa 150 französische Maschinen teilnahmen. Die Ergebnisse: 1. Hauptmann Gentzen (Deutschland) auf Messerschmitt BF 108; 2. Hennessy (Frankreich) auf Par- sival-Wega-Gul Gipsy 185 PS.; 3. Kolloch (Deutschland) auf Messerschmitt BF 108; 4. Pongracz (Ungarn) auf Messerschmitt BF 108; 5. Delacour (Frankreich) auf Phrygans mit Salmson 135 PS.; 6. Wittmann (Deutschland) auf Messerschmitt BF 108; 7. Durin (Frankreich) (Flugzeug nicht bekannt); 8. Fuchs (Deutschland) auf Messerschmitt BF 108; 9. Weimann (Deutschland) auf Messerschmitt BF 108; 10. Elflein (Deutschland) auf Messerschmitt BF 108. Als übrige Deutsche nahmen Matthießen den 13., Dr. Berlin den 18., Lensch den 19., Schulz-Eckhardt den 33. und Sachsenberg den 37. Platz ein. Ergebnisse vom Hoherodskops-Vergsest. Nachdem wir gestern bereits jeweils die ersten drei i Sieger in den einzelnen Klassen mitgeteilt hatten, folgt nunmehr ein Auszug aus der Siegerlifte, soweit er in unserem Verbreitungsgebiet interessiert: Männer-Ober stufe: Vierkampf (39 Teilnehmer, 32 Sieger): 10. Wilhelm Moos, Rottens., Stand. 116, Fritz Guntrum, Tv. Heuchelheim, je 65 P.; 12. Herm. Weidmann, Mtv. Gießen, 63 P.; 13. Wilh. Munzert, VfL. Lollar, 61 P.; 14. Otto Matthies, Tv. Grünberg, 59 P.; 15. Berg, Tuspo. Butzbach, 57 P. Männer - Unterstufe und Fuß- und Handballer (402 Teilnehmer, 370 Sieger): 5. Heinrich Rühl, Tv. Beuern, 76 P.; 6. Scharführer Franz Müller, Pi. 1/116, 75 P.; 7. Hans Krämer, Tv. Heuchelheim, 74 P.; 8. Helmut Viehl, VfL. Lollar, 73 P.; 10. Heinrich Sittner, Tv. Grünberg, 71 P.; 11. Helmut Großhaus, VfL. Lollar, Hans Ranker, Tüfpo. Steinbach, Richard Grün, Tüspo. Ober-Widdersheim, Ernst Bellos, Tv. Wieseck, je 70 P.; 13. Kurt Kreider, To.. Wieseck, 68 P.; 15. Rottenführer L. Berl, Pi. 4/18, Ewald Mern, To. Kirch^Göns, Georg Spamer, Turn- und Gesangverein Schotten, SA.-Mann Willi Koch, Pi. 116, je 66 Punkte. Jugend: 1920 bis 1922 (603 Teilnehmer, 555 beger): 5. Kurt Wagner, Tv. Lang-Göns, 85 P.; 6. Erich Höchstem, FC. Großen-Bufeck, Kurt Fuchs, To. Gießen, je 84 P.; 7. Walter Rinn, To. Heuchelheim, Richard Röm^r, Tv. Lang- Göns, je 83 P.; 8. Ewald Spies, To. Lang-Göns, Fritz Karl Jughard, Mtv. Gießen, je 82 P.; 9. Walter Heun, Tv. Wetzlar, Albert Lohsink, Tv. Bleichenbach, Otto Rau, Mtv. Gießen, Alfred Kraft, Tv. Krofdorf, je 81 P.; 10. Willi Beckerling, Tv. Ruttershausen, Walter Lang, Tv. Heuchelheim, Artur Sack, Tv. Heuchelheim, je 80 P.; 11. Eugen Feichtenbeiner, Tv. Grünberg, Frjtz Walther, Tv. Gut-Heil Beuern, Heinrich Becker, Sportgemeinde Garbenteich, je 79 P.; 12. Ewald Ruppelshausen, Tv. Staufenberg, 78 P.; 13. Hugo Schreiner, To. Ruttershausen, Otto Brück, FC. Großen - Buseck, Karl Heinz Richter, Tv. Gießen, je 77 P.; 14. H. Becht, Mtv. Gießen, 76 Punkte. Frauen, 18 bis 21 Jahre (37 Teilnehmerinnen, 30 Siegerinnen): 3. Hedi Langlouis, Tuspö. Butzbach, 56 P.; 7. Erna Repp, Turn- und Gesangverein Schotten, Ilse Schäfer, Tuspo. Butzbach, je 52 P.; 9. Dina Michel, Tv. Grünberg, 49 P.; 12. Emmi Ruppel, Tuspo. Butzbach, 46 Punkte. Weibliche Jugend, 1920 bis 1922 (178 Teilnehmerinnen, 170 Siegerinnen): 3. Emmi Kröck, Tv. Heuchelheim, 72 P.; 4. Else Seim, Mtv. Gießen, 71 P.; 5. Gerda Volkmann, To. Heuchelheim, Gertrud Hörder, Tv. Klein-Linden, Irmhild Schmidt, Mtv. Gießen, je 70 P.; 7. Hermine Buß, Mtv. Gießen, Erna Hahn, Tv. Heuchelheim, je 68 P.; 8. Elisabeths Schäfer, Tv. Lich, Irmgard Reidel, Tv. Heuchelheim, je 67 P.; 10. Anneliese Georg, Tv. Gießen, Lieselotte Krausch, Mtv. Gießen, je 64 P.; 11. Erika van Bentheim, Mtv. Gießen, Lieselotte Beyer, Tuspo. Butzbach, je 63 P.; 12. Marie Schäfer, Tv. Großen-Buseck, Hanna Uhrban, Tv. Lich, je 62 P.; 13. Lilo Zeschky, Tv. Schotten, 61 P.; 14. Marga Schlörb, Tv. Schotten, 60 P.; 15. Ottilie Stoll, Tv. Lang-Göns, Toni Koch, Tv. Großen-Buseck, Lieselotte Steinbrecher, Tuspo. Butzbach, Trudi Philipp, Mtv. Gießen, Emilie Jung, To. Holzheim, je 59 Punkte. Altersturner A (303 Teilnehmer, 283 Sieger): 6. Karl Reuter, Tv. 1846 Gießen, 77 P.; 7. Walter Zerndt, Schiklub Gießen, 76; 8. Julius Klein, To. 1860 Lich, Wilhelm Fay, To. Grüningen, 75; 10. Walter Deckhut, Tuspo Butzbach, Artur Butz, Scharf., Stand. 116, 72; 11. Karl Rühl, Tv. Großen- Buseck, 71; 13. Fritz Agel, Tv. Atzbach, Otto Köster, To. Lang-Göns, O. Pfeiff, Tv. Londorf, Emil Becker, Tvgg. Ruttershausen, 69; 14. Mattern, Post-SV. Gießen, Heinrich Meidt, Tv. Schotten, Adolf Rückel, T.- u. Sportgem. Rodheim a. d. B., 68 P. Altersturner B, 40 bis 50 Jahre (125 Teilnehmer, 123 Sieger): 9. Albert Hahn, RSKK., Tv. Dillingen, 66 P.; 10. Ludwig Hasfelbach, T.- u. Sportgemeinde Rodheim a. d. B., 65; 11. Otto Die- ruff, To. Lich, Trupps. 26/116, Otto Velten, RSKK. 2/M 147, Lang-Göns, Rud. Reymann, Pol.-Sporto. Gießen, 64; 12. Hch. Spengler, Ztüpmm. R 41/116, Gießen, 63; 13. A. Ebner, Rottf. SAKG. Butzbach, Walter Seibert, Turn- und Sportverein Hungen, Alex Förster, Scharf. 42/116 Gießen, 62; 14. Karl Heßler, Tuspo Hungen, H. Neuser, Rottf. 42/116 Gießen, Rud. Keller, Tuspo Rodheim, Christ. Brück, 26/116, Gießen, Gustav Baldauf, Rottf. 42/116 Gießen, 61; 15. Hch. Pauli, Rottf. 25/116 Gießen, 60 P. AltersturnerE über 50 Jahre (53 Teilnehm., 53 Sieger): 8. Hch. Listmann, To. Grünberg, 68 P.; 11. Ad. Mangold, Schiklub Gießen, Phil. Gotz, Post- SV. Gießen, 64; 12. Gg. Müller, To. Nidda, Wilh. Müller V., Tv. Lang-Göns, 63; 14. W. Klein, Rotts. 43/116, 61; 15. Fr. Wiegand, Ob.-Schars. 42/116, Alb. Bötz, Schars. R 41/116, 59 P. Wilhelm Will, Gießen, zu Ehren? Wortlaut der Ehrenurkunde des DRL. kreis 11. Lieber Kamerad Wilhelm Will! Für Dein so vorbildliches Wirken als Gauoberturnwart, des alten Hesfengaues im ehemaligen Mittelrheinkreis der DT. sind Dir wiederholt in schlichten Ehrungen Dank und Anerkennung geworden; zuletzt als Du im Jahre 1932 auf eine 30jährige Tätigkeit als Gäuoberturnwart zurückblicken konntest, durch die Einrichtung der Wilhelm-Will-Staffel. Dein segensreiches Wirken soll aber auch im neuen großen Bund der geeinten Deutschen Leibesübungen nicht vergessen werden. Du begehst in diesem Jahre Dein 60jähriges Turnerjubiläum. Dies ist uns freudiger Anlaß, dankbar Deiner Pionierarbeit zu gedenken, die Du ganz im Sinne eines Friedrich Ludwig Jahn und mit der Blickrichtung, die heute im DRL. allgemeine Gültigkeit hat, für die deutsche Leibeserziehung geleistet hast. Im Hoherodskopf-Bergfest, an dessen Wiege Du einst gestanden hast und bei dem sich Turner und Sportler Deines früheren Gaues alljährlich zu frohem und ritterlichem Kampfe treffen, lebt die stolze Tradition Deines ehemaligen Gaues Hessen im Mittelrheinkreis der früheren DT. noch am stärksten fort. In treuer Verbundenheit und Kameradschaft und in ehrendem Gedenken an Deine Arbeit wird die 10 X 100-Meter-Staffel, die Deinen Namen trägt, fortan bei diesem Bergtreffen von der Jugend Deiner Hessenheimat gelaufen werden. Damit ist die Dir einst von der Turnerschaft gewordene Ehrung vom DRL. Kreis 11/Friedberg, den ich die Ehre habe zu führen, und dem die Durchführung des Hoherodskopf-Bergfeftes obliegt, übernommen worden. Nachdem in den Vorjahren nach stillem lieber* einkommen die Staffel schon ein Bestandteil unseres Bergfestes war, soll durch diese Urkunde der Brauch seine rechtskräftige Bestätigung finden. Ich erkläre gleichzeitig, daß die Beteiligung an dem herrlichen Mannschaftskampfe der Wilhelm-Will-Staffel in Zukunft offen sein soll für die hessischen Kreise 4, 7, 8 und 11, d. h. für die Kreise, in denen nach der Neugliederung von Turnen und Sport der alte Gau Hessen der DT. aufgegangen ist. Diese Anordnung treffe ich aus Anlaß Deines 60jährigen Turnerjubiläums, zu dem ich Dir gleichzeitig die herzlichsten Glückwünsche aller Reichsbundkameraden der Kreise, die künftig um den Wilhelm« Will-Schild ringen werden, hiermit übermittle. Möge es Dir vergönnt fein, Dich noch viele Jahre zu erfreuen an dem großen Werk, das unter Adolf Hitler im neuen Deutschland im DRL. geschaffen worden ist. In treuer Kameradschaft Heil Hitler! O t t e r b e i n , DRL.-Kreisführer und SA.-Obersturmführer. Kampf der Motoren am Großglockner. Auf dem 12,5 Kilometer langen Teilstück von Fer- ”*ten nach Fuschertörl der schönsten Alpenstraße der Welt, zum Großglockner hinaus, wurde am Sonntag zum erstenmal die Deutsche B ergm eiste r- s ch ast im Motorsport ausgefahren, die bisher am Schaiunsland zu Haufe war. Wegen der durch schlechtes Wetter bedingten geringen Trainingsmög- lichkeit wurde nur das erste Teilstück gefahren, dafür mußten aber die Fahrer zweimal hinaus, und die Klima und Höhenlage ganz nach Wunsch. Lieber hundert Dreitausender und Gletscher im Oehtal. Von unserem Or. Bu-Miiarbeiier. 3 & i e f e l ft e i n (Tirol) im August. Aus der Suche nach dem schönsten Hochalpental haben wir bei Tests den Inn überschritten und sind auf schmaler kurvenreicher Straße in das Oetztal eingedrungen. Der Motor bekommt Schwerarbeit. In fünf gewaltigen Stufen steigt das Tal bei einer Länge von insgesamt 56 Kilometer aus etwa 500 Meter bis auf fast 2 0 0 0 Meter Höhe auf! Immer enger wird die Talschlucht, je weiter der Wagen eindringt. Bergstürze von riesigen Felsblöcken bedrängen die tobende Ache drunten in der Klamm. Mühsam klettern an den stellen Wänden links und rechts die Lärchen, die Kiefern empor; aber der schönste und zugleich nützlichste Hochgebirgsbaum. die Zirbelkiefer, Überholt sie alle, sie findet sich sogar noch in 2000 Meter Höhe in geschlossenen Beständen. Die schmale Fahrstraße mit den scharfen Kurven und den starken Steigungen erfordert äußerste Aufmerksamkeit, zumal bei Wagen-Begegnungen: rechts türmt sich die himmelhohe Wand, links stürzt es ebenso jäh ab. Aber auch bann, wenn man eine, zwei Wochen hier gewandert und geklettert ist, weiß man, daß man noch oft und oft wiederherkornrnen muß. Man kann nicht mit einem Tal, das von mehr als hundert Dreitausender (Bergen über 3000 Meter) flankiert wird, das zusammen mit dem nachbarlichen Stubaital 124 Gletscher hat, einer immer größer als der andere, in ein paar Wochen fertig werden, geschweige denn, daß man die Pracht dieser wilden Symphonie aus Bergen, Schluchten, Gletschern, aus saftigstem Grün, strahlendem Blau und dem blendenden Weiß der Schnee- ferner je ausschöpfen könnte. Auf den fünf Talstufen kann man ganz nach Laune und gesundheittichem Bedarf Höhenlagen und Klima wählen. Drunten, um die Gegend der Bahn- Endstation Oetztal, also auf der untersten Stufe, gedeihen Mais, Weizen, ja Wein und Maulbeerbaum prächtigt, der Weizen steigt dort sogar bis auf 1200 Meter, „Neu-Meran" nennt man es deshalb auch und übertreibt dabei kaum. Etwa auf der halben Höhe des Tales drinnen, bei dem bekannten stattlichen Dorf Sölden, wächst auf 1377 Meter Höhe an Nahrungspflanzen nur noch Gerste und Kartoffel. In etwa 1700 Meter Höhe hört auch das auf, und die Viehzucht behält das Wort bis hinauf in die beiden höchsten Dörfer in den äußersten Verzweigungen des Oetztäles, in Gurgl und Vent, die über 1800 bzw. über 1900 Meter Höhe liegen. Aber selbst sie sind noch nicht einmal die höchsten Dauersiedlungen. Unmittelbar am Fuß der Gletscher liegen 2017 Meter hoch die geschichtlich berühmt gewordenen R o f e n h ö f e. Anno 1415 nahm der damalige Bauer Ruzo dort oben den flüchtigen Herzog Friedrich „mit der leeren Taschen" gastlich bei sich auf und barg ihn. Friedrich, wieder zur Herrschaft in Tirol gelangt, beschenkte den Hof mit wertvollsten Privilegien, wie sie sonst nur Ritter, bärtige bekamen: eigenem Burgfrieden, unmittelbarer Unterstellung unter den Burghauptmann des Landes Tirol, Asylrecht und völliger Steuerfreiheit. Erst unter Maria Theresia gingen diese Privilegien ein. Uralter Kulturboden ist das Oetztal, das zu Tirol, dem „Raetien" der Römer, gehört. Schon um 1160 wird Sölden urkundlich als Lehnsherrfchaft des Klosters Ottobeuren genannt, und feit dem 13. Jahrhundert ist das berühmte Kloster Frauenchiemsee als Lehnsherr im Oetztal bezeugt. Viel wichtiger aber und für den heutigen Hochalpinisten interessanter ist die Tatsache, daß schon um die gleiche Zeit der Mensch hier mit unvollkommensten Mitteln den Kampf mit Berg und Gletscher aufnahm und ungeachtet aller Todesopfer fortsetzte: seit dem 13. Jahrhundert geht der Verkehr über das Timmeljoch aus dem Oetztal ins Passeiertal und zurück. Alle Orte des heutigen Tales werden schon in den alten „Urbaren" genannt, urkundlichen Verzeichnissen, die die Grundherrschaften des Mittelalters von ihren Liegenschaften anlegten und die auch die Preise für alles jagdbare Wild enthielten; da kostet etwa eins Gemse „mit Haut und Haar" 46 Kreuzer, aber ein Bärenfell vier Goldgulden, ein Schneehuhn nur zwei Kreuzer usw. Wo die Wände so steil und die Gletscher so zahl, reich sind, mußten Lawinen, Hochwasser! und Muren drohen. Wie kein anderes hat das? Oetztal früher unter diesen Naturgewalten gelitten. Am schlimmsten hausten sie am 11. Juli 1762, wo? 65 Häuser und 10 Menschen in den Fluten verschwanden. Aber selbst die „Archen" der Jahre 1876 und 1878, schwere Steindämme, bewehrt mit mächtigen Baumstämmen und eifenDerarjert, wurden ick wenigen Augenblicken weggerissen. Heute sind die unheimlichen Kräfte durch große Verbauungen und’ Dämme gebannt. Nur die Lawinen gehen noch an bestimmten Stellen, die hier jeder kennt, im Winter zu Tal. Die Bäuerin auf einem der höchsten Derghöfe des Oetz, talcs, in Gaislach, erzählte uns davon: links und rechts vom Hof fliegen die weißen Unholde fast lautlos, nur mit leisem Pfeifen und Zischen zu Tal; aber wenn sie drüben an der Ostseite des Tales nui* oben losbrechen, dann „rumpelt es so arg" und der? Donner verrollt nur langsam im Echo. Weder bet' Sommer- noch der Wintertourist he, kommt es mit diesen wilden Berggeistern zu tun. Auf Hochtouren und Gletscherwanderungen behüten chn die Prachtkerle von Bergführern — entschuldigen Sie bitte, wir müssen ein andermal weitererzählen, eben kracht der Arnold-Otto auf den Genagelten ins Zimmer: „Auf geht's!" Auf dem Rockaufschlag blitzt das große Edelweiß, das Bergführerabzeichen. Rucksack und Eispickel liegen schon bereit. Und jetzt gehts dem Gletscher bei der Ramolhütte zu Leibe. Wirtschaft. Mem-Mamische Börse. IHiffagsbörfe: Rachgebend. Frankfurt a. M., 29. Aug. Die Börse entbehrte auch zum Wochenanfang fast jeglicher Anregung seitens der Kundschaft, die sich nach wie vor stark zurückhält. Bei Fortdauer der Geschäftsstille bröckelten die Kurse am Aktienmarkt überwiegend weiter etwas ab. Im Durchschnitt hielten sich die Rückgänge bei 0,50 bis 1 v. H.. In verschiedenen Werten waren die Einbußen etwas stärker, was jedoch nicht die Folge umfangreicheren Angebots, sondern die mangelnde Aufnahmeneigung selbst kleinsten Beträgen gegenüber war. So ermäßigten sich AG. für Verkehr um 3,25 v. H. auf 111,50, Deutsche Linoleum um 2,25 v. H. auf 146,25, Elektr. Licht und Kraft um 2,75 v. H. auf 124,25, Schuckert um 2 v. H. auf 158,50. Von Montanwerten waren Klöckner mehr rückläufig auf 106,65 (108,40), während Rheinstahl mit 126, Buderus mit 103,75 und Hoesch mit 102,50 nur um Prozentbruchteile nachgaben und Mannesmann mit 100,25 und Verein. Stahl mit 97,25 behauptet blieben. Maschinenaktien ließen durchweg 0,50 bis 1 v. H. nach. JG.-Farben lagen mit 144 gehalten, Scheideanstalt gingen nach unv. 202 auf 201 zurück, während Metallgesellschaft 0,65 v. H. anzogen auf 119,90. Im einzelnen notierten u. a. Reichsbank mit 176,25 (176,90), Conti Gummi mit 185 (186,25), Bemberg mit 118,65 (119), Heidelberger Zement mit 146,50 (147) und Felten mit 124,50 (124). Am Rentenmarkt war das Geschäft ebenfalls gering, die Haltung aber besser behauptet. Reichsaltbesitz zogen 10 Pf. an auf 129,50, Reichs- bahn-VA. unv. 122,50, ebenso Kommunal-Umschul- dung mit 94,25. Etwas niedriger lagen verschiedene Industrie-Obligationen bis etwa 0,25 v. H., 5proz. Eisenbahn-Rentenbank —0,50 v. H. auf 94,50. dagegen 6proz. JG.-Farben 121,50 (121). In Pfandbriefen lag leichtes Angebot vor, die* Kurse blieben unverändert. Liquidationswerte waren überwiegend etwa 0,13 bis 0,25 v. H. höher. Von Stadtanleihen erhöhten sich 4,5proz. Darmstadt v. 28 nach Pause auf 98 (97,50) und 4,5proz. Pforzheim v. 27 auf 98,50 (98). Im Verlaufe blieb das Geschäft am Aktienmarkt überaus klein, die Kurse zeigten nur wenig Veränderung. Von den führenden Werten gingen JG.-Farben auf 143,65 nach 144 zurück, später aber auf 143,90 erholt, ebenso Verein. Stahl mit 97 bis 97,25, nach anfangs 97,25. Reichsbank noch 0,25 v. H. leichter mit 176, ferner Deutsche Linoleum mit 146 nach 146,25. Die erst später notierten Werte lagen Zumeist 0,50 bis 1 v. H. unter dem Samstaasstond. Der Schluß brachte auf Deckungen der Kulisse Erholungen und z. T. bemerkenswerte Befestigungen. U. a. notierten JG.-Farben 145,25 nach ' 143,90. Der F r e i v e r k e h r war nahezu geschäftslos und man nannte die Kurse unverändert. Etwas niedriger lagen Ufa mit 74,50 (75). Tagesgeld unv. 2,50 v. H. Abendbörfe meist weiter fest. An der Abendbörfe ergaben sich überwiegend weitere Befestigungen, die bei den schon im Mit- tcrgsschlußverkehr stärker erhöhten Papieren etwa 0,25 bis 0,75 v. H. betrugen, im übrigen aber zumeist 1 v. H. überschritten und teilweise bis 311 2 v. H. reichten. Seitens der Berufskreise sowohl des hiesigen als auch des Berliner Platzes setzten sich mäßige Dor- und Meinungskäufe fort, während die Kundschaft nicht vertreten war, allerdings auch nicht mit Abgaben. Das Geschäft war teilweise lebhafter. Klöckner mit 109,50, Gesfürel mit 125,50 und Daimler mit 125,50 gewannen je 2 v. H., Buderus 1,75 v. H. auf 105. Je 1 v. H. höher gelangten u. a. Mannesmann mit 102, Betula mit 144, Demag mit 136, Westdeutsche Kaufhof mit 91, Schuckert mit 159,50 zur Notiz, womit aber die hohen Berliner Schlußkurse nicht überall erreicht wurden. Rheinmetall stellten sich auf 121 (119,75). IG. Farben zogen 0,25 v. H. an auf 145,50, ebenso Verein. Stahl auf 98,50. Von sonstigen führenden Papieren erhöhten sich AEG. auf 106,50 (105,75), Reichsbank auf 176,75 (176) und Rheinstahl auf 127,50 (127). Etwas leichter lagen RWE. mit 113,50 (114) und Scheideanstalt zum Einheitskurs mit 200,25 (201). Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 30. Aug. (Dorbericht.) Um 10 Uhr wat' folgende Marktlage: Vorauftrieb: 560 Kälber, 172 Hämmel, 63 Schafe, 3500 Schweine. Es kosteten: Kälber 35 bis 65 Mk., Hämmel 32 bis! 52, Schafe 20 bis 42, Schweine 53 bis 60 Mark. — Marktverkauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Häm-! mel und Schafe mittelmäßig. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 29. Aug. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Meizen W9 196, W11 198, W12 199, W 18 200, W 16 203, W 18 205, W 19 207, W 20 209, Roggen R11 181, R 12 182, R 14 184, R 15 185, R16 187, R17 188, R18 189, R19 191 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —> Weizenmehl Type 812 W 13 28,85, W 16 28,85, W 18 28,85, W 19 28,85, W 20 (Kreis Alzey) 28,85, W 20 (Kreis Worms) 29,20, Roggenmehl Type 997 R12 22,45, R 15 22,80, R 16 22,95, R18 23,30, R 19 23,50, plus 0,50 RM. Fracht-Ausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20, Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R16 10,25, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreis ab Mühlen- ftation. Treber —. Wiesenheu mit Besatz (bi» ein Drittel) an minderwertigen Gräsern 5,00, Wiesenheu mit unerheblichem Besatz (bis etwa ein Zehntel) 5,80 bis 6,00, Erzeugerpreis ab Erzeugers Verladestation; drahtgepreßt bis 0,40 RÄ. Aufschlags Weizenstroh, bindfadengepreßt und gebündelt, 2,80, Roggenstroh, bindfadenaepreßt oder gebündelt, 2,90 Ibis 3,00 ab Erzeuger-Verladestation. Gesamtzeit war maßgebend für Sieg und Platz. Die Tagesbestzeit fuhr wieder Hans Stuck auf dem alten Auto-Union in der großen Rennwagen- klaffe mit 20:10 Minuten = 74,67 km/st, der sich damit nach der Straßenmeisterschaft, die ihm mit viel Glück zufiel, auch den Titel „Bergmeister" sicherte. Er zeigte sich in den unzähligen Kehren wieder als wahrer Meisterfahrer; bei beiden Fahrten konnte er jedesmal zwei Sekunden gegen feinen Rivalen Lang herausholen. In der Spoxtwagenklasfe fiel die Meisterschaft an den Langstreckenfahrer v. H a n ft e i n auf B M W., der in der Zweiliterklasse Dritter hinter Fane (England) und Christea (Rumänien) wurde und als schnellster Deutscher die Meisterschaft errang. Europameister Zwald Kluge auf Auto« U n i 0 n - D K W. gewann, wie erwartet, bei den Motorrädern. Er war mit 22:05,2 Min. = 68,46 km/st nicht nur weitaus schnellster Motorradfahrer, sondern unterbot auch noch den besten Sportwagenfahrer unt 4 Sekunden.