Nr. WO Erstes Matt 188. Jahrgang Sam$tag,3O. April/Sonntag, 1. Mai 1938 krichemi tflgltd), außer Sonntags und Feiertags Beilagen Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monatr-Vezugrpretr: .Mit 4 Beilagen RM.I.95 Ohne Illustrierte , 1 80 Zustellgebühr . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelner« Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach- richten Anzeiger Sieben Postscheckkonto: fironffurt am Main 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhessen DruA und Verlag: vrühlsche Unwerfitatsdruckerei R. Lange in Gießen. Zchriftlettvng und Geschäftsstelle: Schulstraße 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Dormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf.. für Test- anzeigen von 70mm Breits 50 Rpf..Platzvorschrist nach vorh.Verelnbg.250^ mehr. Lrmähigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzei- j gen, Bäder-, Unterrichts- u. ' behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Der erste Nationalfeiertag im Großdeutschen Reiche. Der Giolz unserer Freiheit. Denken wir heute zurück an jenen 1. Mai 1933, als zum erstenmal die werkschaffenden Deutschen geeint unter den Fahnen Adolf Hitlers aufmarschierten zu einer großen Kundgebung des schaffenden Deutschland, dann ermessen wir erst, was oer Weg von jenem 1. Mai zu dem heute bedeutet. Damals stand das deutsche Volk noch unmittelbar unter dem Eindruck der Wende, noch waren die Formen, die Worte, die Idee für diejenigen, die vorher abseits standen oder verhetzt als Gegner marschiert waren, neu und wohl auch recht fremd. Und es gab noch viele, sehr viele Zweifler unter ihnen. Noch gähnte ja das Chaos, noch waren die Arbeitsplätze zu suchen für die Millionen Arbeitsloser, noch lag die Zukunft für die vielen, die Adolf Hitlers Idee und Wesen noch nicht erkannt und erlebt hatten, dunkel vor dem inneren Auge. Aber die Maisonne glänzte schon damals über Stadt und Land, über der zum erstenmal so einheitlich organisierten „marschierenden" Reichshauptstaot — eine Maisonne, die Verheißung war ... Und viermal kehrte der Tag, der Nationalfeiertag des deutschen Volkes geworden wa?, wieder. Steigend formte sich das Volk zu Kolonnen der Arbeit, zu Heeressäulen der Macht. Und bald kam die Heeressäule der jungen Wehrmacht hinzu, die wieder Volksheer wurde. Und aus den Heeren der Arbeitslosen wurden Heerzüge der Schaffenden, der wieder in den großen Arbeitsprozeß eingegliederten Deutschen. Die Gesichter wandelten sich: Freude und Kraft strahlte aus ihnen: Arbeit, Arbeit, Arbeit — das war der gewaltige Rhythmus, der immer stärker durch unser Volk pulste. So verwandelte sich ein Volk vor der staunenden Welt in jenem Zeichen, das der 1. Mai symbolisierte. Die feindliche Welt nannte das zuerst einen Bluff... Sie versucht es zum Teil heute noch. Aber Millionen Ausländer sahen schon längst die Wirklichkeit. Der Führer hat in seiner Rede vom 20. Februar die Zahlen derer genannt, die die deutsche Wirklichkeit als ynsere Gäste aus aller Welt selber sahen und freudig bejahten. Sie standen alle unter dem gewaltigen Eindruck der Verwandlung einer großen Nation, die ihren Stolz, ihre Ehre, ihre Arbeitsfreude wieder gefunden hat. Wir finden Zeugnisse dieser Erkenntnis in großer Fülle in den ausländischen Zeitungen — freilich nicht in allen! Aber schon bricht sich nach den ersten fünf Jahren das Leben, die lebendige Wirklichkeit als erkannte Wahrheit Bahn in den Geistern und Seelen draußen. Der Austausch der Jugendgruppen, der Sportgruppen, der Studenten, der Austausch der Feiernden und Reisenden — all das trägt dazu bei, diesen Siegeszug der Wahrheit zu vergrößern. Der deutsche Arbeiter als Sinnbild einer erneuerten Nation, einer Renaissance des deutschen Lebens und des deutschen Geistes — diese Gestalt prägt sich der Welt nun unauslöschlich ein. Damit aber vollzieht sich ein geistesgeschichtlicher Akt, der in der Feier des 1. Mai sein festliches Sinnbild findet. Die Arbeit als Staatsidee, wie wir am 1. Mai 1933 verkünden konnten, — diese Idee und Gestalt wirkt überzeugend fort auf Volk und Welt. Die Menschen anderer Nationen spüren, auch wenn sie nicht alles verstehen, was sich an unserer neuen Wirklichkeit in der Sprache niedergeschlagen hat, daß hier etwas Notwendiges geschieht, daß sich hier eine „Not" „wendet". Und zwar eine Not nicht nur leiblicher Art, nein, daß sich hier eine Seelen- und Geistes-Wende vollzieht, die alle angeht. Und dafür, für diese instinktive Anteilnahme zeugt sogar jene Erregung, die bei großen Schritten und Taten der deutschen Führung draußen als Sensation durch die Weltstädte zittert: auch dann, wenn versucht wird, diese Sensation negat'v zu wenden. Die Welt kann sich der Gewalt dieser Bewegung nicht mehr entziehen! Nicht, daß diese Bewegung als solche versuchte, auf fremde Völker überzugreifen — das ist von der deutschen Führung immer scharf abgelehnt worden —, aber im Weltgeschehen als Ganzes wirkt eben eine so große verwandelnde Kraft wie der Nationalsozialismus schöpferisch. Das haben die letzten Wochen und Monate vor allem in Oesterreich bewiesen. Der schwere Kampf der Durchsetzung dieser Wahrheit von der neuen deutschen Wirklichkeit findet seine schwierigsten Gegner dort, wo die „Demokratien" ihre „Freiheiten" zu verteidigen meinen. Wo das in der offenen Absicht geschieht, den Nationalsozialismus und damit das deutsche Volk zu verleumden, dort brauchen mir uns mit Auseinandersetzungen nicht aufzuhalten. Wo aber die Ideologie geistig kämpft, da muß gerade im Zeichen des 1 Mai das Schwert des Geistes mit aller Kunst geführt werden. Der englische Schriftsteller Powys Greenwood findet bei seiner Unterhaltung mit SA-Männern in Deutschland, daß „diese jungen Männer s i ch frei fühlen" ... Und ef setzt bedeutsam hinzu: „Freiheit bedeutet für die einzelnen Menschen und noch mehr für die einzelnen Völker etwas gänzlich Verschiedenes." Diese Verschiedenheit beruht im Falle England—Deutschland heute in der Verschiedenheit des Blickpunktes: alle britischen Kritiker sehen die „Freiheit" individualistisch, d. h. bezogen auf das Ich und den Staat, nicht aber auf die Wirklichkeit des Volkes. Auch ein so kluger Beurteiler wie Greenwood meint, wenn die Revolution des Nationalsozialismus in Deutschland beendet sei, werde sich die Freiheit „wieder entwickeln" .. t So kommt auch kein Engländer in ein mögliches geistiges Verhältnis zu dem Führergedanken. Ein liberaler Publizist offenbart den uns schon wunderlich erscheinenden Glauben an die Freiheit, wie sie das 19. Jahrhundert verstand, mit folgender Sentenz: „Ich glaube, es ist wahr, daß die Zivilisation insoweit fortschreitet, als — im großen und ganzen — die Freiheit der Autorität gegenüber gewinnt." Also ist hier der englische Freiheitsbegriff an den Begriff der „fortschreitenden Zivilisation" gebunden, was für uns wiederum aufschlußreich ist. Denn „Zivilisation" ist für uns Gegenpol zur Kultur, die die eigentlichen Wachstumswerte eines Volkes umschließt. In einer Kultur aber ist jeder „frei", der an ihr schaffend gläubig teilhat. Kultur bedeutet dann Dolksordnung nach der Seele hin, die die Rasse, das Blut prägt. Zivilisation aber ist aller Welt zuteilbar, ist auch zu predigen und zu verkaufen ... Jemand kann sie annehmen. Man kann Völker damit „beglücken", so daß sie sich „ihrer Freiheiten erfreuen " ... Damit hat freilich der Nationalsozialismus nichts zu tun. Er kommt aus ganz anderen seelischen Voraussetzungen und sieht auf andere Ziele. Er sieht die „Freiheit" als ethische und völkische Forderung: das deutsche Volk mußte von den Ketten der Lüge, der Unehre und der fremden Gewalt von Versailles befreit werden, ehe es wieder zu feiner neuen Ordnung, einer eigenen Kultur, an der alle feine Glieder teilhaben, kommen konnte. Dank der Führung Adolf Hitlers ist das gesamte deutsche Volk heute wieder frei, frei von Versailles und frei von St. Germain, und frei hat es sich ihm unterstellt. Das ist der Sinn unserer „Freiheit" und zugleich der Sinn unseres 1. Mai. Wir predigen* diese unsere Freiheit keinem fremden Volke — mir sind stolz auf sie und feiern in ihrem Zeichen den Nationalfeiertag des deutschen Volkes. Wir feiern an ihm unser eigenes, einziges, stolzes Schicksal! Curt Hotzel. PhoL Ufa 4U0) W" ■ W V' ' ch ■ < ' ■ / ■ :■ Unsere Freude am -ÄV erk! Das ist vielleicht die kühnste und herrlichste Sprache Friedrich Nietzsches gewesen, daß er uns predigte, nicht nach unserm Glück, sondern nach unserm Werk zu trachten! Und wenn die Glückseligkeits-Apostel, gegen die sich schon Kant und Fichte wandten, auch Jahrhunderte hindurch ihre verlogenen Zaubersprüche in die Herzen der Menschen hineinzuschwätzen trachteten, sie mußten und müssen verstummen vor jenen gigantischen Wirklichkeiten, die über den beiden Kömgs- sarkophagen der Potsdamer Garnisonkirche eine Ewigkeitskunde gewonnen haben, die den Feueratem eines Stein, Arndt, Scharnhorst, Gneisenau nie ersterben ließen, die in der Begeisterung von Soldaten und Dichtern bis zu unserer Epoche der Erfüllung mächtig blieben! Was Friedrich der Große als erster Diener feines Staates vorlebte, was Gneisenau aussprach m der großen Sehnsucht der Befreiungskriege, das machte Adolf Hitler in feinem Volk zum wunderbaren Lebensgefühl: „Begeistre du das menschliche Geschlecht ' f ü r seine Pflicht zuerst, dann für fein Recht?" In einem solchen Volk gewinnt auch der 1. Mai seine tiefe und feine schöne Bedeutung: Werkst 0 lz und Werkfreude. So bleibt in unserer Pflicht die Erfüllung, in unserm Schaffen, in unserer Arbeit der heimliche, immerwährende Segen einer frohen Feier Freude am Werk fei die Parole der Herzen am 1 Mai. Freude am Werk sei der Sinn dieses Feiertags der Nation, der Sinn, der die Volksgenossen im Gleichgestimmtsein eint, sie wahrhaft eines Sinnes werden läßt. Freude am Werk und Kraft durch 1 Freude — darin liegt der reiche und erweckende Rhythmus eines deutschen Arbeiterlebens. Erfülle sich nun dieses Leben im zähen Schaffen auf fruchtbringender Erde, gefahrvollen Kampf der dunklen Schächte, in der gewaltigen Anstrengung vor Gluten und Maschinendonner, im hingebungsvollen Eifer um das rechte und gute Wissen, im heiligen Ringen um das wahre Kunstwerk Einst haben die Glückseligkeitsapostel den Handarbeitern Paradiese vorgegaukelt. Aber es blieb nur ein Chaos von Grauen und Not und sinnloser Betäubung. Heute wird von allen Deutschen Bereitschaft, Schaffen, Einsatz, Opfer verlangt. Das Volk bejaht freudigen Herzens diese Forderungen. Ihm wird aber auch der rechte Feierabend geschenkt. Ihm wird der gesunde Frohsinn wiedergegeben. Ihm wird ein schöner Segen zuteil. Freude am Werk! Wann könnte sie besser empfunden werden als am Fest des Maien! — 1. Mai: „Nationaler Feiertag des deutschen Volkes". Feiertag der deutschen Arbeit und zugleich Feiertag des frühlingsfrohen Landes. Stolz, ein Deutscher zu sein, froh, ein Werk geschaffen zu haben, beseligt, in einer schönen Welt zu leben — so wollen wir dieses Fest des Volkes begehen Und wir werden neue Kraft finden, ungebrochen und, treu uns unseren Aufgaben hinzugeben. Lange Jahre gingen die Menschen in Angst und Grauen und Verzweiflung dahin Heute stehen sie in hohem Ernst frei und gestärkt in ihrer Heimat Wir erst können ihn feiern: den Ersten Mai? H. H. Reeder. Glückliches Volk. Zum sechsten Male feiert das deutsche Volk den 1 Mai als feinen Nationalen Feiertag. Millionen werden wieder durch die Straßen marschieren unter den Bannern des nationalsozialistischen Staates und der Deutschen Arbeitsfront; Musik und Frohsinn wird den Tag beherrschen; voll Begeisterung werden wir die Worte des Führers hören; die große Gemeinschaft aller Deutschen wird sichtbar sein. Dabei ist dieses deutsche Volk kein reiches Volk, das im Uebermut des Ueberflusses seine Tage begehen kann. Wir arbeiten mehr als andere Völker, unser Bauer hat ?s schwerer als der Landmann des Südens, unsere Wirtschaft hat einen heftigen Wettbewerb.zu bestehen. Der deutsche Arbeiter ist nicht in der Lage, auf Grund eines billigen Lebensstandards zu existieren. Uns fehlen wichtige Rohstoffe, die wir uns durch den Vierjahresplan nun soweit als möglich selbst schaffen werden, unsere öffentlichen Lasten sind nach dem verlorenen Kriege und nach der Zeit der Tribute und der Wirtschaftskrisen noch immer hoch. Wir setzen große Erwartungen auf unfern Nachwuchs und lassen uns seine Erziehung mehr kosten, als in anderen Ländern für die Jugend angewandt wird. Und dennoch freuen wir uns, ohne Unterschied des Alters und des Standes! Wir find kein reiches, aber ein glückliches Volk, so froh und stolz, daß wir mit keinem anderen reicheren Lande tauschen möchten. Wir sind glücklich durch die Arbeit, die wir nicht als Last, sondern als Aufgabe empfinden. Schon unsere Väter haben schwer arbeiten müssen. Hatten sie ihr Eigen als Bauern oder Handwerker, so klagten sie nicht über Sorge und Mühe. Ihre Kinder aber gingen in die Fabrik oder in die große Stadt. Dort sahen sie bald die Arbeit als Fron oder frembe Macht über sich und verfielen dem Klassenkampf. Sie verteren den Glauben und die Verbundenheit mit der heimatlichen Scholle. So wuchs der Marxismus heran, der unserm Volke die Seele stehlen wollte, um sie einem fremden Willen zu unterwerfen. Darunter zerbrachen Einigkeit und Wohlstand der Nation, fein Wiederaufstieg nach dem Kriege konnte in solchen Zeichen gelingen. Adolf Hitler kam und eroberte sich die deutschen Seelen zurück. Er hämmerte ins Volk hinein, daß die Arbeit die Ehre des deutschen Menschen fei. Er gab ihr die Würde wieder, die ihr genommen zu fein schien. Die Arbeit wurde wieder Quell aller materiellen Werte, sie wurde nicht für irgendeinen unbekannten Spekulanten geleistet, sondern für die Gesamtheit des Volkes. In den Betrieben sollten fortan nicht fremde Paragraphen den Geist der Arbeit bestimmen, sondern die schicksalsmäßige Bindung zwischen dem Betriebsführer und seiner Gefolgschaft. Es ist schon eine alte Weisheit, daß Unternehmer und Arbeitnehmer aufeinander angewiesen find, der Nationalsozialismus aber hat daraus die Folgerungen gezogen. Damit wurde die Arbeit wieder ein Teil des Lebensinhaltes für den deutschen Menschen und zu seinem Segen. Nicht nur, daß der Führer die Arbeitslosigkeit überwand, sondern daß er auch der Arbeit ihren Sinn und ihre Weihe gab, dankt ihm heute Das arbeitende Deutschland. So wurde die Be- triebsgemeinschast zu einer mächtigen Stütze der deutschen Volksgemeinschaft, an deren Spitze der Führer steht, der erste Arbeiter der Nation! Aus dem Geiste echter Gemeinschaft muß sich alles gestalten, was den Deutschen von heute betrifft. Das Verhältnis des Arbeiters zum Soldaten hat sich gründlich gewandelt; hier wie dort erkennt man, daß d i e Kameradschaft es ist, die sie beide bindet, daß Disziplin die Kraft ist, die Massen bewegt und wehrhaft macht, daß die Technik der Feind, aber auch der Verbündete unserer Zeit fein kann. Es kommt nur darauf an, wer sie am besten beherrscht. Heute sieht der Arbeiter den Bauern anders an denn früher, als verhetzte Redensarten das Verhältnis zwischen Stadt und Land vergifteten. Jeder weiß, daß ohne die Hingabe des Landvolkes die deutsche Ernährung nicht so tadellos funktionieren könnte, wie es geschieht. Unsere Arbeitersöhne kommen im Arbeitsdienst wieder mit der Landarbeit in Berührung, aus der ihre Großväter vor einem halben Jahrhundert gekommen find. Der Beamte weiß, daß er ein Diener des Staates ist, gleichzeitig aber auch der Freund und Helfer der Volksgenossen. So bildet das Bekenntnis zur Gemeinsamkeit der Arbeit unter dem Siegeszeichen des Hakenkreuzes den Zentralpunkt des nationalen Feiertages. In diesem Deutschland ist Sozialpolitik mehr als eine Versicherungsstatistik, sie ist die Solidarität aller Schaffenden, hier ist der Sozialismus keine umstrittene Doktrin, sondern vollblütiges Leben, dargestellt an einem Beispiel, wie es das Winterhilfswerk ist. Uns ist der Staat nicht eine Summe von Provinzen und Menschen, sondern die Schicksalsgemeinschaft aller, die des gleichen Blutes find. Daher jubelt das Volk feinem Groß- deutschen Reiche entgegen, das heute seins, Fahnen vom Brenner bis zum Belt entfaltet. Dieses große herrliche Land wiederum ist nicht nur denen teilhaftig, die über ausreichende Bankkonten verfügen, sondern ist mit feinen Bergen, Wäldern, Feldern und Seen, seinen Städten und Burgen Gemeingut der Nation. Die ^)lS.-Gemeinschaft Kraft durch Freude sorgt dafür, daß die Schaf« Männer beim Brückenbau. (Erzählung von Erich Grisar. Monteur Springmann hielt ein Telegramm in den Händen. Noch einmal las er die kurze^Mel- dung: Einstellen Verkehr Südbrücke 11.50 Uhr. Aufnehmen Verkehr 14.25 Uhr. Eisenbahnverwal. tung. Springmann brauchte nicht zu rechnen. Mit einem Blick auf die beiden Zahlen wußte er, daß er 2 Stunden 35 Minuten Zeit haben würde. 155 Minuten waren das. In diesen 155 Minuten mußte die alte Brücke von ihrem Platz gehoben werden, muhten die Auflager ausgewechselt und die neue Brücke an ihren Platz gebracht werden. 155 Minuten. Bis dahin waren noch vier Stunden Zeit. Er brauchte diese vier Stunden nicht, denn alles war bereit. Da lagen schon die Kähne mit dem hohen Gerüst, das die alte Brücke aufnehmen sollte. Die Pumpen waren intakt. Ein Kommando, und das Wasser, das die Kähne mitsamt dem Gerüst nieder- hielt, würde sich aus dem Innern der Kähne in den Strom ergießen. Das Gerüst würde steigen. Langsam würde mit dem Gerüst die Brücke sich heben. Ein weiteres Kommando und die Brücke würde mit der Strömung fortgleiten. Die Kähne, auf denen die neue Brücke montiert war, würden herankommen und zwischen den freigewordenen Brückenpfeilern Anker werfen. Die Pumpen würden Wasser in die Tanks pumpen, bis die Brücke sich setzte. Genau auf die Stelle, auf der Minuten vorher die alte Brücke gestanden hatte. Keine sechzig Minuten würde das alles dauern. Die zwanzig Minuten eingerechnet, die das Auswechseln der Lager kosten würde. Und 155 Minuten hatte er Zeit. 155 Minuten. Alles konnte in Ruhe und Gemütlichkeit gemacht werden. Springmann sah nach der Uhr. Noch immer blieben ihm zwei Stunden. Er ging unruhig auf und ab. Sah nach der neuen Brücke, die die Bewegungen der Wellen des Stromes schaukelnd mitmachte. Auf und ab. Hin -unb her. Kaum merkbar war dem Auge das leise Schwanken des ungefügen Aufbaues, der aus den beiden Kähnen stand wie ein geduckter Mann, der sich in zu großen Stiefeln bewegt. Springmann unterwies seine Leute noch einmal. Nüchtern bleiben, Leute, und aufgepaßt. Jeder kennt seinen Platz. Was auch geschehen möge, niemand verläßt seinen Platz. Kein Auge auf den Nebenmann. Nur die eigene Aufgabe, die jeder kennt, erfüllen. Wir haben eine Stunde mehr Zeit als wir brauchen, aber die Unvorsichtigkeit eines Augenblicks kann uns einen Tag kosten, kann uns um dje Früchte unserer ganzen Arbeit bringen. Jeden ermahnte er. Jedem schärfte er noch einmal seine Aufgabe ein. Er sprach mit den Schiffern. Wird der Boden die Anker gut annehmen? Aber, Monteur! Hier, der Boden? Der ist so mit Tang verwachsen, das ist ja das reine Fangnetz. Auf den Zentimeter können wir hier halten. Also denn aufgepaßt. Ihr wißt, wir müssen genau zwischen die Pfeiler kommen. Ihr kennt den Platz, an dem ihr halten müßt. Einen halben Meter Spiel müssen wir haben. Etwas Nachlassen können wir ja immer noch. Nur nicht zu weit gehen mit den Kähnen, daß sie uns nicht da durchgehen. Aber, Monteur! 11.48 Uhr. Ein Zug kommt vom rechten Ufer heran und braust über die Brücke. Neugierig blicken die Reisenden aus den Fenstern des Zuges auf den Strom und sehen den seltsamen Vorbereitungen zu, die hier getroffen werden. Sie wissen nicht, daß sie die letzten waren, die über diese Brücke fuhren, wissen nicht, daß der nächste Zug schon über die neue Brücke fahren wird, die jetzt noch ohne jede Verbindung mit den Ufern des Stromes auf ihrem Gerüst ruht. Ein Taschentuch flattert aus dem letzten Fenster des Zuges. Aber von den Arbeitern blickt keiner auf. Schon steht jeder an seinem Platz. Der Zug braust davon. Seine Geräusche klingen ab. Ein letzter Streifen grauen Rauches, ein weißer Strich darüber. Wasserdampf. Vorüber. Spring- mann blickt nach der Uhr. Auch der Strombauleiter senden in der Freizeit ihre Heimat und die Welt kennenlernen, daß sie teilhaben an den Schönheiten deutscher Kunst und Kultur. Eine kraftvolle Lebensbejahung hat unsere Deutschen erfüllt und gerade das Frühjahr 1938 durch große Ereignisse denkwürdig in der Geschichte gemacht. Freude und Jubel klingt von einem Gau zum andern. Daß das Leben schwer ist, wissen wir. Was es von uns fordert, tragen wir in soldatischer Bereitschaft. Dieser 1. Mai ist aber ein Tag der Freude und des Glaubens an unsere Kraft. Wir scharen uns um das Panier des Dritten Reiches mit dem Gelöbnis der Treue zum Führer und zu unserem Volke zum ewigen Reiche. Den Starken und Mutigen hat der Erfolg am Ende immer gehört. Wir haben es erlebt und rufen in den nationalen Festtag das stolze Wort .Herr, mir Hnb frei!" B. R. 3m brausenden Rhythmus der Arbeit. ■ m w y M 4 ■ t« : /„ ,O MM IM-NM Als Kunstwerk des Monats Mai ist dieses Mal aus dem Besitz der Nationalgalerie in Berlin das Gemälde „E i s e n w a l z w e r k", das im Jahre 1875 von Menzel gemalt wurde, ausgewählt worden. Es zeigt eine der Werkstätten für die Herstellung von Eisenbahnschienen in Königshütte in Oberschlesien. Es ist das erste Bild großen Formats, das einen Einblick in die Arbeit eines technischen Großbetriebs gibt. — (Scherl-Bilderdienst-M). sieht nach der Zeit und der Bahnbeamte, der die Strecke zu sichern hat. Springmann nickt. Der Mann mit der Mütze nickt zurück. Die Männer in den Wahrschaubooten fahren zur Strommitte. Ein Kommando. Tank lee- ren. Schon arbeiten die Pumpen auf den beiden Kähnen unter der alten Brücke. Gischtend sprudelt das hochgepumpte Wasser über die Bordwand weg in den Strom. Langsam hebt sich mit den Kähnen die Brücke. Frei! rufen die Männer, die auf den Strompfeilern stehen. Und schon sind sie dabei, die Lager auszuwechseln. Höher steigen die Kähne. Achtung! schreit Springmann über den Strom. Achtung! Fahrt voraus! Anker werden gehivt, und schon gleitet die Brücke langsam zu Tal. Ein Loch entsteht zwischen den beiden Strompfeilern, die solange Halt waren für den Sprung von Ufer zu Ufer, die sechzig oder mehr Jahre hindurch die alte Brücke getragen haben. Es ist, als atmeten sie auf, nun sie befreit sind von der Last, die sie länger als ein halbes Jahrhundert getragen. So licht, so frei ist es auf einmal über ihnen. Die Männer, die dabei sind, die Lager auszuwechseln, sind kaum zu sehen. Fieberhaft arbeiten sie, belauert von dem Blick des Monteurs, der auf dem Teil der Brücke steht, der den einen Strompfeiler mit dem Ufer verbindet. Schon gleitet mit der Flut die neue Brücke heran. Rot wie eine Fahne ist sie. Rot wie die Glut, in der das Eisen seine Form bekam. Rot, wie die Nietköpfe sind, ehe sie unter dem Zwange des Hammers umgeschlagen werden und grau sich ergeben ihrer Bestimmung, Eisen aneinander zu binden für -alle Zeiten. So rot ist die Brücke. Und rot ist vor Aufregung der Monteur. Zwei Minuten noch. Eine Minute. Dann steht'die Brücke vor der Oeffnung des Stromes. Eine halbe Minute noch, da sind die Pfeiler aufs neue verdunkelt. Wieder senkt die Last einer Brücke sich auf ihre Rücken. Wieder für ein halbes Jahrhundert? Oder wann wird diese neue Brücke ausgedient haben? „Wenn de alle äß", sagt Springmann für sich hin, „dann schmiet se mit mine Knucken Aeppel von de Bäume." Da steht die Brücke zwischen den Pfeilern. Die Anker fallen in den Strom. Drüben ist Karl Doll- kopp schon dabei, das Seil festzumachen, das die Brücke an ihrem Platz verankern soll, damit sie genau über den Auflagern, an denen die Männer noch schrauben und rücken, sich herabsenken kann. Aber was ist das? Die Brücke Neigt sich ja! Die Brücke rutscht ja durch! Der Anker am westlichen Ufer hat nicht gefaßt. Gerade da, wo die Strömung so stark ist. Verzweifelt ziehen die Mannschaften an dem Ankerseil, um den Anker noch einmal nach unten zu werfen. Ein Glück, oaß der andere Anker gefaßt hat. Aber er hindert nicht, daß die Brücke sich neigt. Schon steht sie auf dreißig Grad. Bei vierzig tippt sie. Aber sie darf nicht kippen. Will denn der Dussel das Tau nicht loslassen da hinten? Was ist denn los da, schreit Springmann zu Karl Dollkopp herüber. Laß doch das Seil los, daß die Brücke sich aufrichtet. Sie kippt uns ja um. Verzweifelt blickt Springmann zum andern Brückenkopf herüber, wo Dollkopp sich immer noch mit ganzer Kraft an dem Seil festhält, das die Brücke verankert. Vielleicht fürchtet er, daß die Brücke umschlägt, wenn er losläßt, oder er hat Angst, daß er 'herabgeschleudert wird, wenn jetzt plötzlich die Brücke frei kommt und mit einem Ruck sich aufrichtet. Oder befolgt er nur stumpf und ohne zu Lenken den Befehl den Springm-nnihn, aab? Maa kommen, was kommen will, du haust den Strick fest unb läßt erst nach, wenn mir die Brücke fest verankert haben, hatte Springmann zu Springmann steht der Schweiß auf der Stirn. Verzweifelt sieht er die Anstrengungen der Boots- leute, den Anker in ihre Gewalt zu bekommen. Wenn nur der andere Anker sich nicht losreißt. Denn dann muß die Brücke umkippen Ein halbes Jahr umsonst. Der Verkehr unterbrochen Er ruiniert. Die Firma ruiniert. Und mindestens ein Dutzend Leute, die auf den Kähnen zu tun haben. Die auf den Pfeilern stehen und an den Auflagern arbeiten. Und Dollkopp, der als einziger auf der Brücke steht und immer noch den Strick halt als ginge es um fein Seelenheil. Laß doch los brüllt Springmann über die Brücke. Losgelassen! noch einmal. Aber Dollkopp hört ihn nicht. Da ist Springmann schon mit einem Satz aus der Brücke. Don Querträger zu Querträger springt er, denn noch hat die Brücke keinen Belag. Nur die Schienen liegen schon darauf. Und die Schwel- [en. Svnst nichts. Dabei neigt sich die Ebene, über die Springmann springt, von Sekunde zu bekunde mehr. Mindestens dreißig Grad muß sie schon haben. Oder fünfunddreißig. Am Ufer sammeln sich .schon die Leute. Deden Augenblick glauben sie, die Brücke auf dem hohen Gerüst kippen zu sehen. Springmann turnt weiter über die gefährdete Brücke. Daß ihm das passieren mußte. Ihm, der stets darauf achtet, daß keine Fingerspitze unnötig geopfert -wird. Er denkt daran, wie er vor kurzem erst zwei Leute, die er von der Straße aufgelesen, weil er sie als tüchtige Arbeiter kannte, angefahren hat, weil sie die Sicherheitsgürtel zu Hosenträgern zerschnitten hatten. Immer war er vorsichtiger als seine Leute. Aber was ging ihn das jetzt an? Was nützten ihm jetzt die Sicherheitsgürtel? Was kümmerten ihn die Hosen- träger seiner Leute? Aufhängen würde er sich, wenn öte Brücke ins Wasser ging. Daß er aber auch den dämlichen Hund baranstellen mußte. Nicht mal ein Seil wußte ber Kerl ja anzufassen. Unb loslassen erst recht nicht. Nun stand er neben Dollkopp. Er schüttelte ihn. Aber er ließ den Strick nicht los. Laß doch los,. Mann, schrie Springmann ihn an. Aber in Dollkopps Augen lebte nur die Angst. Wenn er eine Möglichkeit gehabt hätte, den Strick loszulassen und auf das Land zurückzukommen! Aber wie sollte das gehen? Wenn er losließ, verlor er auch seinen Halt. Im glücklichsten Falle flog er ins Wasser, aber es sah eher danach aus, daß die sich aufrichtende Brücke ihm den Schädel zerttümmern würde. Springmann sah das. Aber er sah auch, daß, wenn Dollkopp das Seil nicht losließ, die Brücke Umschlägen mußte, daß bas Leben von mehr als einem Dutzend Menschen auf dem Spiel stand. Er rang mit Dollkopp um die Enden des Seiltz. Er biß ihn in die Hände, aber Dollkopp ließ nicht nach. Schon knarrte drüben das Ankertau. Schon stand die Spitze des einen Kahns aus dem Wasser. Gleich würde auch die andere Seite überschwemmt fein. Da hatte Springmann Dollkopp bezwungen. Das Seil schlug einmal durch dje Luft. Dann war es frei. Im letzten Augenblick noch gelang es Springmann, sich an einer Vertikale anzuklammern, da schlug die Brücke schon empor. Dollkopp flog im hohen Bogen in den Strom. Mehr sah Springmann nicht, da hatte er sich schon wieder gefaßt. Laut schallte sein Kommando. Volle Fahrt voraus. Zu Berg! Langsam setzten die Windey, an denen die Kähne hingen, sich in Bewegung. Die Brücke glitt durch die Oeffnung zwischen den Pfeilern. Im Augenblick lag sie in ber Längsrichtung bes Stromes. Es würbe viel Arbeit kosten, sie zurück zu Bruder, deine Hand! Von Karl Bröger. Unser ist dies Land, dieses große Land, umso teurer uns durch Schmerz undNot. Bruder, deine Hand, deine Schwielenhand! Wir besiegeln heute das Gebot. Ihr in Nord und Süd, wir in Ost und West, sind uns einig und im Willen gleich, halten daran fest, eisern daran fest: Ueber allem stets das eine Neich! Unsrer Väter Traum, unserer Kinder Trost, unserer blutigen Leiden einziger Lohn: Nimmer drum gespielt, nimmer drum gelost! Ieder sei lebendiger Teil davon. Nicht um Prunk und Pracht, nicht um eitle Zier, freier Arbeit gilt es, gleichem Necht. Neigen sich einmal alle Herzen dir blühst du von Geschlechtern zu Geschlecht. bringen unb bas mißglückte Manöver zu roieber- holen. Aber es mußte sein. Am Ufer rannten bie Menschen zusammen. Gott sei Dank, Dollkopp hatte sich im Fallen nicht ver- letzt; er war unversehrt ins Wasser gekommen unb würbe eben von einem ber Boote geborgen. Springmann sah auf bie Uhr unb schrie seine Befehle Aum Ufer herüber. Ein Schlepper kam unb zoa ben ganzen Aufbau mit ber Brücke zurück burcy die Oeffnung zwischen ben Pfeilern. Eine qualvolle Stunde verging, bann stand bie Brücke roieber an ihrem Platze. Die Anker fielen unb bohrten sich programmäßig in ben Grunb. Die Pumpen begannen ihre Arbeit, unb langsam senkte sich die Brücke. Schon klirrten bie Laschen. Schiene würbe an Schiene geschraubt. 14.05 Uhr. Der Belastungszug fuhr langsam auf die Brücke. Springmann hatte sich einen Platz gesucht auf dem Obergurt. Von ba aus übersah er die ganze Brücke und gab seine Befehle. 14.15 Uhr. Langsam fuhr der Belastungszug von der Brücke herunter. Eine Weiche schrie. Die Strecke war frei. Aber noch kam Springmann nicht von seinem Platz. In der Ferne roar schon das Nahen bes fahrplanmäßigen Zuges zu hören. Springmann sah ein letztes Mal auf bie Uhr. 14.25 Uhr. Der erfte^ Zug fuhr über bie Brücke. Keine Minute zu früh war er gekommen, keine Minute zu spät ... Mai-Zest auf dem Berge. Don Karl Bröger.l Der Berg sieht aus wie eine ungeheure Glatze, mit einigen dürftigen Haarbüscheln, kleinen Obsthainen, "die auf bem glatten, runden Bergschäbel verstreut sind. An ber Seite steht ein kleines Wirtshaus, unb von ferne sieht es aus, als hätte der Berg einen luftigen, schiefen Hut auf. Den Dammweg, der auf den Berg führt, kann man bei einigem guten Willen als Nase ansehen, eine lange, krumme Nase, die weit ins Land hinausschnüffelt. Manchmal, an einem schönen Sonntag im jungen Jahr, hat der Berg auch eine Stimme; sie klingt etwas wunderlich, wenn alle Musiken auf dem Berg durcheinander spielen. Viele Leute steigen die Dammstraße hinan, auf die Bergglatze, über der ein schüchterner rötlicher Glanz liegt: die Baumblüte. (Eine luftige Tanz- melobie kommt dort oben herunter, viel Ziehharmonika, etwas Geige unb Klarinette. Man sitzt unter ben blühenden Obstbäumen, die Kinder springen nach Schmetterlingen und Bällen, und die Männer legen Rock unb Würde ab. Auf einer Tribüne aus Hopfenstangen und leeren Bierfässern sitzt die Kapelle, vome der Ziehharmonikamann, der ttäumerisch ins Leere schaut, auf ein magisches Notenpult oder einen göttlichen Dirigenten. Er hat ein weißes Hemd an und eine Lederhose, wie sich das für einen Musiker in der Natur gehört, unb dazu Stutzen und Haferlschuhe. Behend greifen feine Finger die Tasten, und an den nackten Vorderarmen springen unter der braunen Haut die Muskeln. Es sicht hübsch aus, wenn er den herabgerutschten Tragriemen seiner Harmonika mit einem kurzen Schulterzucken wieder an seinen Platz bringt An einem ber weißen Tischchen rings um die Musiktribüne sitzt zwischen einem massigen Ehepaar ein schmiegsames Mädchen in einem blauen glänzenden Kleid. Ihr Bein wippt leicht im Takt des Tanzes, und wenn ber Harmonikamann sie ansieht, bann bekommt sie auch den magischen Blick. Aber ihre Beine wippen weiter, genau in dem Rhythmus, ben bie Hand an den Batztasten angibt. Der Harmonikamann bedauert es sehr, daß sie so allein tanzen müssen, ihr Bein und seine Hand. Aber soll er wirklich die Harmonika weglegen, die ihm so sicher unb vertraut im Arm liegt, die heute für Essen und Obdach sorgen wird wie eine gute Hausfrau und dafür das blaue Mädchen in den Arm nehmen, das ihn nach einem Tanz vergessen wird? „Ja", sagen die Augen des Mädchens, und der Ziehharmonikamann gibt fein Instrument einem Kameraden, der damit umgehen kann. Während bie ersten Takte des neuen Tanzes erklingen, schreiten seine festen Beine leicht und tänzerisch aus, als könnten sie es nicht ertragen im Schritt zu gehen. Er verbeugt sich höflich vor den Eltern; die Mutter blickt zärtlich, ber Vater in den Maßkrug, und der Ziehharmonikamann zieht mit feiner blauen Dame ab. Als hätten sie nur auf dieses Zeichen gewartet, drängen sich plötzlich von allen Tischen Paare heran, und die beiden verschwinden m einer Menschenwildnis. Der Hiehharmowkamann führt das Mädchen durch die Tischreihen, und überall, wo sie vorbeikommen, bilden sich neue Paare. Aber die beiden merken nichts davon, lieber dem Gesicht bes Mäbchens liegt ein Abglanz ber rötlichen Baumblüte, und ihr braunes Haar weht im Wind. Es ist ein seliger lana, aber er dauert nicht lange. Bald sind sie am Rand bes Berges, beinahe wären sie den Hang hinabgetanzt. Unter ihnen liegt das weite leuchtende Land; blumenbunte Wiesen, kleine Obsthaine, mit zarten Farben über- haucht und verstreut bis an den Rand der Welt. Die beiden sitzen am Bergrand unter ben ziehen- 1 den, weihen Wolken. Hie und ba sagt er den Namen eines Dorfes ober eines Hügels unb wie weit sie entfernt wären. Sie findet alles schön, unb er findet es noch schöner, da sie es schön findet. Er preist die Blumen, die neben ihrem Knie im Wind schaukeln, aber sie wissen beide, daß er nicht die Blumen meint. Dann setzt bie Musik roieber ein, unb irgend jemand. ruft nach einem Kind. Die beiden erwachen aus ihrer Verzauberung und stehen auf. Unwillkürlich fügen sich ihre Schritte wieder zum Tanz, sie drehen sich zwischen Tischen und anderen Paaren und zuletzt noch ein paarmal vor dem Tisch ber Eltern. Dann ist der Tanz zu Ende. Der Ziehharmonikamann sitzt wieder an seinem Platz und läßt seine Finger über die Tasten springen. Den Dammweg hinunter fahren drei Radfahrer, und von dem mittleren Rad flattert ein blaues, seidiges Kleid. Der Ziehharmonikamann sieht ihm nach, bis es im Staub und im Menschen- gewühl verschwindet. Ein paar Wolkenschatten ziehen über die Stirn des Berges, und einen Auaenblick setzt die Harmonika aus, aber nur einen Augenblick, bann ist bie Stimme bes Berges wieder fröhlich und unbekümmert wie vorher über dem festlichen Land. Ein Mann hat Heimweh. In Belawan war es, auf Sumatra, wo unser aus Oftafien kommender Dampfer im Hafen lag. Tabakballen wurden geladen. Passagiere konnten nicht mehr ausgenommen werden, ba sämtliche Kabinen, sogar die ber Hauptstewards und ber Offiziere, an Reisende abgegeben waren. Da kam er die Fallreep treppe herauf, in einem zerknitterten weißen Leinenanzug, ber ihm in zerdrückter Formlosigkeit am Körper hing, schwarz bis zum Knie von angespritztem Schmutz. In ber Hand hielt er ein tlemes, m Zeitungspaxier gewickeltes Paketchen. Auf seinem Kopf schwankte ein zerbeulter, fleckiger Tropenhut. Erstaunte, mitleibige, spöttische Blicke folgten ihm, als er, suchenb umher- späheno, über bas Promenabenbeck der ersten Klasse durch die elegant gekleideten Passagiere schritt. Wer war er — was wollte er? War er einer von den vielen, die östlich von Suez verkommen, auch einer von jenen, denen jahrelanger, glühender Tropenhauch das europäische Rückgrat zerbrochen hat? Jetzt sprach er den Steward der ersten Klasse an, er wollte mitfahren, einen Platz auf dem Dampfer haben. Der wohlgenährte Steward nahm nicht einmal bie Hände vorn Rücken. Breitbeinig blieb er stehen und schüttelte ruhig den Kopf: „Nichts mehr frei im Zwischendeck, alles überfüllt." — „Das interessiert mich nicht! Ich wünsche eine Kajüte erster Klasse!" Merkwürdig ruhig, klar und fest klang diese Stimme. Neugierig traten wir näher. Unter dem zerbeulten Tropenhut leuchteten zwei glashelle Augen. Der Steward hatte unwillkürlich eine respektvolle Haltung eingenommen. „Ich bebaure, mein Herr", meinte er dann, „auch in der I. Kajüte ist alles belegt". — „Ich will aber mit! Führen Sie mich zum Kapitän!" In diesem Augenblick kam der Erste Offizier. Der seltsame, schmutzige Ankömmling nannte seinen Namen, und unser Erster Offizier trat seine Kajüte freudestrahlend an den vermeintlichen Vagabunden ab, ber sich als einer der reichsten Plantagenbesitzer von Sumatra entpuppte, dessen Vermögen auf 50 bis 60 Millionen geschätzt wurde. Er roar gerahe im Walde herumgelaufen, hatte den deutschen Dampfer gesehen, und Sehnsucht nach der Heimat hatte ihn gepackt. Sein Reisegepäck bestand aus Zahnbürste, Seife unb einer Hanbvoll Zigarren, was er »alles schnell noch gekauft unb in die 3ei- iung ringepackt hatte, Heinz Adrian, der 3n der Dettkampfgtuppe Steine und Erden: Pflastersteinmacher TNartin Kaiser, Ober- Widdersheim in Oberhefsen. 3n der Wettkampfgruppe Nahrung und Genuß: INolkereifachmann Hans Baustian, Schotten in Oberhessen. 3n der Wettkampfgruppe handel: Emma Bosse, Frankfurt a. 2tt. Die HI am 1. Mai. Hamburg, 29.April. (DJIB.) Der 3ugenb- führet des Deutschen Reiches, Baldur von Schirqch, hat folgende Verfügung erlaffen: Um Überanstrengungen zu verhindern, ordne ich an: Alle der Hitlerjugend (D3., 321L, H3^ BD21L) angehörenden 3ugendlichen marschieren in ihren Standorten in allen Teilen des Reiches am 1. Mai ausschließlich zum Gemein s ch a f t s e m p f a n g der Rede des Führers an seine 3ugend im Olympiastadion zu Berlin auf. deutscher Junge und deutsches Mädel, Größte an Leistungssteigerung verlangen, nicht irgendwelchen Unternehmern große Gewinne geben, sondern damit Deutschland den Platz in Welt erhält, den es verlangen kann! Dr. Ley schilderte dann die großen Erfolge ... Reichsberufswettkämpfe. Der Berufswettkampf sei die Grundlage einer wirklich lebensnahen B e. rufsberatung, die in Zukunft verhindern werde, daß — wie es bisher der Fall war — nicht weniger als 40 v. h. aller Schaffenden einen falschen, ihrem Können und ihrer Veranlagung nicht entsprechenden Beruf ausübten. Der Berufs- Wettkampf gestalte sich so zu einem bedeutsamen Mittel der Berufslenkung. Es fei das erste Mal, daß in so großzügiger Wiese eine Begabtenförderung durchgeführt werde, jenseits aller früheren Vorurteile der Klasse und Gesellschaft. Die Verkündung der Reichssieger. . Zwei Oberhefsen werden dem Führer vorgestellt: Martin Kaiser aus Ober-Widdersheim und Hans Bastian aus Schotten Es hat sich gezeigt, daß die Städte des Reiches einfach nicht mehr ausreichen, um den Reichskampf durchzuführen. Selbst eine Stadt wie Hamburg kann die Vielzahl der Gausieger nicht aufnehmen, da es technisch nicht möglich ist, sie alle zu prüfen. So möchte 4 ich hiermit verkünden, daß wir jetzt daran gehen, eine Dettkarnpsstätte, ein wahres Stadion für den Reichsberufswettkampf, zu bauen. Eine große neue Stadt wird gebaut, und in ihr werden alle Werkstätten, Unterkünfte und Die Reichssieger im Reichsberufsweitkampf. Dr.Ley verkündet auf derGchlußkundgebung in Hamburg den Bau einer Gtadt der Werkstätten für den Reichsberufswettkampf. Der Leiter des Reichsberufswettkampfes, Obergebietsführer A x m a n n, leitete darauf die Siegerehrung ein: „Aus 2 800 000 Teilnehmern am Reichsberufswettkampf wurden 37 700 Sieger ermittelt, die zum Gauwettkampf antraten. Aus diesem Gauwettkampf wurden 6352 Sieget ermittelt, die nach Hamburg kamen zum Reichskampf um die Ehre, die Besten in ihrem Beruf zu fein.“ Dr. Ley und Baldur von Schirach überreichten fodann, während Obergebietsführer Axmann die Hamen der Reichssieger und -Negerinnen verkündete, die künstlerisch ausgestalteten, mit einem Bilde des Führers geschmückten Ehrenurkunden und das Siegerabzeichen. Strahlenden Auges traten die 3ungen und Mädel und auch die erwachsenen männlichen und weiblichen Reichssieger vor, um die Symbole ihres Leistungseinfahes in Empfang zu nehmen. Richt weniger als 557 Reichsfieger und -Siegerinnen verkündete Obergebietsführer Axmann. Von ihnen werden 13 2 dem Führer vorgestellt und an den Feiern des Rationalen Feiertages des deutschen Volkes in Berlin teilnehmen. / Der Gau Hessen-Äaffau ist unter den 132 Reichsstegern, die am 1. Mal in Berlin dem Führer vorgestellt werden, mit fünf männlichen und einet weiblichen Erwachsenen vertreten. Ls sind dies: 3n der Wettkampfgruppe Energie, Verkehr, Verwaltung: Telegraphenbauarbeiter 3ofef Linden, Oppenheim a. Rh. 3n der Wettkampfgruppe Druck und Papier: graphischer Zeichner Lorenz Vramberger, Offenbach. 3n der Wettkampfgruppe Holz: Segelstugzeugbauer Martin Schmalz, Griesheim bei Darmstadt. Der Reichsjugendsührer besuchte in Hamburg die Teilnehmer des Reichsberufswettkampfes. Auf dem Süllberg bei Blankenese kam er mit sämtlichen Reichssiegern aus den Vorjahren zusammen. Rechts neben ihm Obergebietsführer Axmann. — (Scherl-Bilderdienst-M.) auch die Waffen in die Hand geben, um sein Schick- sal zu meistern. Eine der edelsten und schönsten Waffen aber sei die L e i st u n g, die Auswertung der Leistungsfähigkeit der Menschen. Dem ganzen Volke die besten Waffen im Kampf um seine Selbstbehauptung zu geben, ist der Sinn des Reichsberufswettkampfes! Wir wollen das Wort „ungelernter Arbeiter" in Deutschland nicht mehr hören. Jeder Deutsche muß etwas lernen und die Durchführung dieses Grundsatzes können wir Nicht dem Zufall überlassen oder als Privatsache des einzelnen ansehen, denn „Privatleute" gibt es im neuen Deutschland nicht mehr. Wir müssen von dir, deutscher Junge und deutsches Mädel, das um du der hamburg, 29. April. (DRB.) Der Reichs- berufswettkampf 1938 fand mit einer Großkund- gebung in der reich geschmückten Hanseatenhalle feinen Abschluß. Zehntausende strahlender deutscker Jungen und Mädel aus allen Gauen wohnten der Siegerehrung bei, auch die Reichssieger und -siege- rinnen aller vorausgegangenen Reichsberufswett- kämpfe waren erschienen. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley erinnerte an das Wort des Führers am vorigen 8. November, daß man nur auf den Leistungs- und Berufswettkampf schauen möge, damit auch dem letzten der allumfassende Wandel in Deutschland offenbar werde. In der ganzen Welt sei es heute bekannt, daß in unserem Volk wieder der Wille zum Leben erwacht fei. Die Jugend schreit es hinaus und der Chor der Alten wiederholt es: „Deutschland will leben, Deutschland hat ein Recht zu leben!" ^Stürmische Beifallskundgebungen.) In diesem Kampf um das Leben genüge es nicht, Soldaten und ein begeisterungsfähiges Volk zu haben, man müsse diesem Volke Jugend aus, für ihn sei das Bewußtsein besonders schön, daß von den Reichssiegern und Reichssiegerinnen des vorjährigen Reichsberufswettkampfes allein 48 v. h. der aktiven Führerschaft der Hitler-Jugend angehörten. Was den diesjährigen Reichsberufswettkampf hinaushebe über die vorausgegangenen Wettkämpfe, sei die Tatsache, daß er nicht mehr der Berufswettkampf der Jugend allein, sondern nach dem Willen Dr. Leys o e r B e r u f s w e tt k a m p f des ganzen schaffenden deutschen Volkes sei. Dieser Reichsberufswettkampf, so stellte Baldur von Schirach unter stärkstem Beifall fest, war Ausdruck des Le^istungswillens des ganzen Deutschland. Vorrichtungen vnd alles, was sonst zur Durchführung des großen Reichsberufswett- karnpfes nötig ist, errichtet werden. Das wird erstmalig fein und einmalig. Wir wissen zum Schluß, daß der von uns beschrittene Weg der richtige ist. Der Reichsberufswettkampf 1938 hat erneut bewiesen, daß Deutschland immer schöner wird, daß die deutschen Menschen immer fleißiger werden und immer größere Leistungen zeigen, auf die die ge. [amte übrige Welt voll Staunen und Bewunderung blickt. Der Reichsfugendführer Baldur von Schirach führte dann unter dem stürmischen Beifall der Kunst und Wissenschast. Erster Ufa-Film mit Erna Sack. Für den Operetten-Film der Ufa „N a n o n". Herstellungsgruppe Max Pfeiffer, wurde Erna Sack verpflichtet. Johannes h e e st e r s wird ihr Partner sein. Die Spielleitung liegt in den Händen von Herbert Maisch. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D.A. III./38: 10 355. Druck und Verlad: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K -G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Rr. 4 vom 1. September 1937 gültig. ZeitgNr. 9, Februar 1938, wird dazu fot- gendes gesagt: „Wenn der Gemischbetrieb für „anspruchsvollen" Motoren eine Selbstverständlichkeit bedeutet, so ist sich der Besitzer eines an sich benzinfesten Motort nicht immer darüber im klaren, ob das um 4 Pf pro Liter teurere Gemisch für ibn nicht eine Verschwendung bedeutet. Er kann unbesorgt sein. Er braucht den Motor nur auf Gemisch einstellen gefahren*! Um noch ein übriges zu tun, habe ich den Technischen B. V^Dienst in Anspruch genommen. Jetzt fahre ich endgültig, so wirtschaftlich, wie es überhaupt möglich ist." (Hmoana Bretz, Kaufmann. z. Zt. Dessau, 27. 12.87) Wie erklärt sich dieses Wunder? Herr Bretz hat richtig beobachtet: B. V.-Aral steigert nicht nur die Motorleistung, es ist auch Wesentlich ergiebiger. In der „Allgem. Automobil- Familienvater und Kaufmann bin ich "A gewohnt, sehr genau zu rechnen. Ich dachte früher, Aral sei zu teuer.. Eines Tages mußte ich Aral tanken. Ich war erstaunt, wieviel besser mein Wagen zog. Ich habe meinen Wagen kaum wiedererkannt. Was mich aber am meisten wunderte, war, daß ich mit 20 Litern Aral wesentlich mehr Kilometer herausholen konnte. Seit diesem Tage habe ich nur noch Aral getankt, und ich bin damit in jeder Beziehung »glänzend $ ARAL .....■■ ■• . V ■■ IB 8 >■ s Besset fahren Nome:-.. Wohnort». I I I I I zu lassen, um genau so billig zu fahren wie mit Benzin; denn der größere Energiegehalt führt ihn mit jedem Liter um die entsprechenden Kilometer weiter. Die größere Klopfsicherbeit (wesentlich bei hoben Belastungen) bat er als „Zugabe", wozu noch eine größere Sicherheit des Gemisches gegen Dampfblasenbildung kommt." Ein Vagen wird beim B. V.-Einstelldienst geprüft A An den Benzol-Verband G. m. b. H., Bochum. Teilen Sie mir w bitte Ort und Zeit mH, wann und wo ich meinen Wagen auf B. V.-Aral einregulieren lassen kann, und senden Sie mir kostenlos die Broschüre «Besser fahren und sparen". Abt Aral 15/85 ---Beruf— Der Welckerstraßel2 _ . JE f Leibbinden WZM 3019D Gießen Bahnhofstr. 31 Fernruf 3565 Die apartesten Frühjahrs-Neuheiten > Spezialgeschäft fürTeppsche Steppdecken und Bettwaren und Gardinen von 50 Zentner Sri oder Ammei zu kauf.ges. 02059 Heb. Neuling, WieseckerWeg40 I Empfehlungen I Erlerne Mmleve Esse Zweifeuerung mitZvlind.-Bla- sebalg sehr billig zu verkauf. 284oD H. Appel Kaiserallee 49. Verkaufe eine fast neue Schranknäh- maschine u. modernen Schreibschrank. [02048 Alb. Ruch, Roonstraße 5. 1 gl. Sfflranl 1 DofAtifm mit Spiegel, 1 Sora, 2 Sessel u. 1 Tisch zu verkaufen. [02070 Friedrichstr.lOp Verschiedene fllMööel (Bett, Schränke u. a.) billig zu verkaufen. 02012 1 zurückgenommene 1 leicht gebrauchte Mähmaschine versenkbar, mit Garantie, preiswert abzugeben. Ratenzahlung gestattet. [02004 Mundlos- Nähmaschinen, Sonnenstrahe 31 1 gebraucht., gut erhalt., schwarz. Mctatoi 125 x80 cm Plattengr., bill. zu verkauf. 2924 O EdgarBorrmannS: Neustadt 5. Radio 4 Röhr., Telef., Gleichstr., z.verk. Leihgest.Wegl9 taiBriiie mit Schlauchreifen und Leichtmetallrädern, in bestem Zustand, zu verkauf. 02037 lug. Deibel II. Neuenweg 50. Modetner, gut erhaltener fiinöerroflfleD zu verkauf. 02055 Gnauthstr.l2llr | Kaufgesuche | Ein- oder Zweifamilienhaus in Gießen zu kaufen gesucht. Schrift!. Angeb. unter 02079 an Gut erhaltener Bflöeolto Kohlenheizung, gesucht. Schriftl. Ang. mit Preisangabe u.2985 V an d. Gieß. Anz. vom Wachmann K. Kl i n k vorm. Heger Bandagist Marktstraßel6 1 Kassenlieferant Beile finjlloisaniaoe Mk. 2000. - als 1. Hypothek auf la Objekt gesucht. Schriftliche Angebote unter 02088 an den Gießener Anzeiger erbeten. 2946 V Besuch a. Sperrgebieten verboten Frankfurt a.M. Pferde-Märkte 3.Maf,14 Juni,19. Jalil 938 Zum Auftrieb werden nur arische Pferdehändler zugelassen. Zahlr. Antrieb von Pferden all. Hassen, auch Sdilachtpferden: größte Auswahl u. beste Gelegenheit für Kauf n. Tausch ■/n ■ v. Hochleist ungs- Kuken Tieren Uiiw.il verschied. Hassen im Gießener Zoo, Seltersweg 6. Heute 20—22.30 Uhr Das Land des Lächelns Operette von Lehär. Preise: HM. 0,80 — 2.50. Wochen-t)bersicht: Mittwoch,4. Mai, 19.80-21.30 Uhr Zum letzten Mal: I^arkstraße 13. Donnerst., 5. Mai, 20-22.30 Uhr 29. Dienstag-Miete: Ein Glas Wasser. Freitag, 6. Mai, 20—22.30 Uhr Erstaufführung: Versprich nur nichts Samstag, 7. Mai, 20—22 Uhr Znm letzten Mal: Die W eiber von Redditz. Sonntag, 8. Mai. 11.30-12.30 Uhr Uraufführung: Der Ritter. Sonntag, 8. Mai, 19.-9-22 Uhr Zum letzten Mal: 1 ^qD Das Land des Lächelns. FRANZ VOGT &co. Gießen - Vokohous Seltersweg 44, Ruf 2464 DieneueWotmuiig Tüchtiger, junger Vuchhatter braucht neueTapeten und neueGardinen 3006 A von 7boi.Mii. am 15. Mai! Chauffeur Junges 7Q ®fl05 Baosgeiü lung. 02093 SHM..Mik!i JiiogbeDH Oioelboii-ftitiino 2855V 3 | Mietgesuche | J____Soub., tüchtiges MWH Mdchen 02054 a. d.G.A. Tüchtiges, ehrliches Loh, Wetzlar Sllhöferstr. 26. mit 11 Jungen, zu verkauf. 02078 Kinzenbach 66. fürRevaraturenlandwirtschaft- licher Maschinen sofort gesucht. Auf Wunsch Familienanschluß. Orgelbauanstalt Lich (Hessen). mit Erfahrungen in der Lohnbuchhaltung von hiesiger Baufirma gesucht. Ausführliche Bewerbungen mit Zeugnisabschriften und Lichtbild unten3008D an den Gießener Anzeiger erbeten. Nähe Bahn 1-2 möbl. Zinkmer zu verm. [0207s Crednerstr. 181. gM bis 80 ln d. Gesamt kosten b. sof. Baubeginn d. 'üjwjy 1. u. 2. Hypothek bis 70° 0 d. Verkehrswert, bei Altbaut. Bauplatz Eigengeld. Bez.-Berate> Dahiho.f, Tel. 60139 Wiesb.-Biebrich 6. Rheingaustr. 5. Mitarb. ges. [2043V auchunt.l7Jahr. für sofort gesucht. Knodt Hindenburg wall Nr. 13. [ 29010 MelneAnzeigen IM Gießener Anzeiger werden von Tausenden beachtet und gelesen Möbliertes Zimmer m. sev. Eing. zu vermieten. 02082 Steinstr. 2811. Adler- Junior in allerbest. Zustand, preiswert zu verkauf. 02063 Seltersweg 40. nur tüchtiger Fahrer und Wagenpflegen wird sofort eingestellt. Wilh. Rinn, Betonwaren-Fabrik, Heuchelheim-Abendstern, 3000D Für den Bezirk Gießen und Umg. 'uchen wir einen tüchtigen, bei der in Frage kommenden Kundschaft bestens eingeführten |Wohnungstausch| Mniiugslausclil Geboten: Z-Z.- Wohnung, Nähe Bahnh. u. Klin. Gesucht: ^Z.- Wohnung, Nähe Kugelberg. 02052 , Näheres Ebelstraße 26 1. für Haus und Küche sofort gesucht. [ 02080 H. Faulstich, Bahuhofstr. 59. Einfamilien- Haus 3 Zimm., Küche, mit Garten, zu verkaufen. Wohnung Mitte Mai evtl. 1. Juni beziehbar. [02050 Näheres: Mittelweg 2. Tagesmädchen für sofort oder 15. Mai gesucht. Borzustell. zw. 14u.l7U6l[2988D Ludwigstr. 61 v i. Kochen u. all. HauSarb. erfahr, sof. od. spät ges. Hindenburg- Wall 5 II, Emg. Bismarckstr.02046 Sprelv- nunöenbilfe perfekt. Maschi- nenschreib., Laborarbeit. (Blutbild usw.), keine Anfängerin, zum 1. 6.38 eventuell früher gesucht. Schr. Ang. mit Gehaltsanspruch unt. 02049 an den Gieß. Anz. Jg. Frau sucht nachmittags BeHMftlgung irgendwelch.Art. Nahkenntn.vorh. Schr. Ang. unt. 02085 a. d.G.A. Große [02084 4-5-3iininer. Bohnung sofort oder zum 1. Juli 0. ruhig. Mieter gesucht. Schr. Ang. unt. 2984Oa. d.G.A. Gesucht z. chald. Eintritt tüchtig., zuverlässiges Allein- mädchen mögl. unt. 25J., zu zwei Person. Schriftl. Angeb. unter 02033 an den Gieß. Anz. Ardie 500 ccm, steuerfrei, in gutem Zustand, preiswert zu verkaufen. [02062 Aug. Gorr IL, Sonnige 3-4-3i«r- moBng I. St., mit Bad, elktr.Warmwass.- Sveicheru.sonst. Zubeh., in Miet- Villa,Moltkestr., z.l.Juliz.verm. Preis RM.-92,-. Anzusehen von 10-12 und 14-17 Uhr. Zu erfr. i. d. Geschäftsstelle d. G. A. [29901) Gutgehendes, konkurrenzloses Textilwarengeschäft mit Anwesen, in grüß. Landort, Nähe Gießens, weg. boh. Alter d. Jnhab. sofort zu verkaufen. Schr. Ang. unt. 01995 a.d.G.A. für Dauerstellung bei hoh. Lohn Opel-Automobile Neubau Marburger Str. 145. zum baldig. Eintritt gesucht. Gutes Gehalt. Privatklinik Dr. Hacken™ Bad-Nauheim 02015 Ludwigst. 9 Kaufmann und Reisender, 28 Jahre, ev., m. Führersch., 12 I. bei einer Firma inungek.Stellg., sucht sich bei nur gut. Unternehm, zu verändern. Nicht unvermög. Evtl, auch Einheirat, aber nur Neigungsehe. Ehrensache! Gefällige Zuschr. u. 02065 a. h. G.A. 2 Lf. Mercedes- Limousine steuerfrei zu verkaufen. Nehme Wagen in Zah- fieinrich. fiochftätter 750 ccm Wanderer n. s. g., 45 Mk.: 200 ccm V-Rad, Bi. 34, in s. gut. Zustand, verk. 02075 Högel, Laubach (O.-H.) Marktplatz 1. Hi'pllegerin sucht für nachmittags Beschäftigung zu Kindern. Schr. Ang. unter 02089 an den Gieß. Anz. Haus mit Nebengeb. (Kaiserallee), m. großem Platz, f. Geschäftszw. geeignet, zu verk. Schr. Ang. unt. 02025 a. d.G.A. | Vermietungen | Einfamilienhaus m.Gartenu. Garage, ganz od.geteilt, zu vermiet. Waldreich. Dorf mit Bahnanschl., 1 Std. Bahnf. v. Gießen. Schriftl. Ang. unt. 2926V a. d. Gieß. Anz. Laufenten'-BsS bittet Gießener Zoo. Seltersw.6 Billig zu verk.: Tennisschläger (neu); Photo (9 x 12); Borrats- u. Kleiderschr.; ov. u. Schneid.- Tlsch; Stühle; Goldsvieg:;Tev- pich; Lin.-Läuf.; Zinkbadewanne; 3 t. Balkonwand. Gebrauchter NAG- Diesel- Omnibus 32 Sitze, Baujahr 1936, zum Taxwert zu verkaufen. [3023A Opel-iolomobile Gießen Verkauf frankfurter Straße 52 2 schöne sonnige leere Zimmer per sof. an alleinstehende Person zu vermieten. Schr. Ang. unt. 02071 a. d.G.A. Erfahr., bilanzs. Buchhalter sucht Beschäft. in Aushilfestellung, Ferienvertr. o.ä. Uebernahmevon lfd.Buchfübrarb. Schr.Ag.u.R.L. 536a.G.A.[2754V stellt ein Förster & Nicolaus Anton Knorz, -Volvertshansen, Kreis Wetzlar. Fernsprecher 2398 Wetzlar. 2391V UNd Eintagsküken laufend abzugeb. AdolfBiehmann Lberkleen, Kr. Wetzl. [oi874 Junges, tüchtig. Mädchen das perfekt kocht, sucht Stelle in Geschäftshausb. wo Gelegh. geb. ist im Geschäft mit zu bedienen. Schr. Ang. unt. 02038 a. d.G.A. Tüchtiges, in all. Hausarbeiten erfahrenes, älteres Wen mit nur guten Zeugnissen, zum 15. Mai gesucht. Schriftl. Angeb. unter 02066 an den Gieß. Anz. |Stellenangebote] Keine Zeugnisse in Urschrift lonbem nur Zeugnis, abichriften dem Br- werbungSichreiben bet. legen 1 — Lichtbilder unoBewerbungsunter. Vflen müffen zur Ber- meidung von Verlusten auf der Rückt eite Ra- men und Antchrilt deü Bewerbers tragen I Zum sofort.Eintritt einen stillen oder tätigen leimaherdn) gesucht zum Ausbau einer gutgehenden Geflügelfarm u. Vermehrungszucht. Für ältere Leute als Ruhesitz sehr geeignet. Schr. Ang. unt. 02057 a. d. Gieß. An;. Laufjunge (Schüler), aushilfsweise sofort gesucht. [3oo?D Krevert LSohn, Blockstraße 7. Bücherrevisor sucht per sofort lMWednverlösMekM Verlangt wird Stenografie und Schreibmaschinenschreiben u. gute Buchführungskenntnisse. Angebote mit Lichtbild unter Beifügung von Zeugnisabschriften unter 02053 an den Gießener Anzeiger. 4 oöeraad) 3- Z.-MlMlig von alt. ruhigen Mietern gesucht. Schr. Ang. mit Preis unt. 02045 a. d. Gieß. Anz. Junges Ehepaar (2 Person.) sucht 2 Zimmer und Küche aufWunschMiete im Voraus nach Vereinbarung. Angb.unt.02028 andenGieß.Anz. 4/20 Opel- Limousine, 6fach noch gut bereift, steuerfrei für 450 3 zu verkaufen. Schriftl. Angeb. unter 02043 an den Gieß. Anz. Fleißiges, kinderliebes WA« bei gutem Lohn ab 15. Mai gesucht. [02091 Schuldt, Horst-Wessel- Wall 56 H. Ehrliches, braves »All das radfahren kann, evtl, tagsüber, für Haushalt und Geschäft per 15. Juni od. l.Juli gesucht. A.Ma!komenus Heißmangel und elektr.Waschküche Kaiserallee 14. Eolfaii bill. abzug. 02051 Böhling, Asterweg 72 p. | Verkäufe Schwere Sahrtnb anfangs Juni kalbend, steht zu verkauf. [2ssvO Birklar, Sicher Straße 8. Eine Vogelsbg. MW Ende Mai kalbend, preiswert zu verk. [2983D Rich. Schmidt, Dorf-Güll. £uöen in gut. Geschäftslage, für jeden Geschäftszweig geeign.,abl.7.38 zu vermieten. Schr. Ang. unt. 02073 a. d.G.A. Reifenden Es wollen sich nur Herren melden, die erfolgssicher sind u. ihre Erfolge einwandfrei nachweis.können. Bei Eign. Lebensstellung, glonernuöe roerf Gebr. Saiöer, £ord) UBttög.) Wir suchen noch einige tüchtige und zuverlässige Autoschlosser Im landwirtschalt- lichen Betrieb Nähe Gießen, zirka 30 Morgen, lediger LandwiMn zur Führung des Betriebes sofort od. 15. Mai ges. Derselbemußmit allen landwirt- schaftl.Maschinen vertr. sein. Gute Behandlung und Familienanschluß wird zugesichert. Schr. Ang. unt. 2935Oa.d.G.A. 2—3 tüchtige MAl für Dauerarbeit gesucht. [3009I) Emil H. Müller, Holzwarenfabrik Gießen. Stundenweise tüchtigen Ml gesucht. Schriftl. Ang. unt. 3011V a. d. Gieß. Anz. Gärtnerlehrling sofortgesucht. Gründliche Ausbildung wird ge- währlerstet.Zoiov Gärtnerei Dönges,Gießen, Marb. Str. 67. Ordentl. Junge findet gute Bäckerlehrstelle bei Karl Lein, Brot- und Feinbäckerei, Wiefeck b. Gieß., 275sv Alicestr. 7. Zuverl., fleißig. »All baldigst gesucht. StudienratElotz Am?llten Friedhof 6. [02047 KoDlorislin gesucht zum sofortigen Eintritt. Handschrift!. Bewerbungen unt. 2989 D an den GiebenerAnzeig. Suche ältere Soiion-Wn ab 1. Juni bei hohem Lohn und leichter Zlrbeit. Viel Hilfe vorhanden. Angeb. mit Bild u.Lohn- nnspruch an! 28410 Fremdenheim und Metzgerei Weidner Herchenhuin Tel.Grebenb.14. , Tüchtige flaasaogeslellle Für frauenlosen Haushalt (zwei Herren) per sofort gesucht. Zu erfragen in der Geschäftsstelle d. Gieß. Allz. 02081 mit Bad u. Balkon, Alicenstr. 18 (vart.) zu verm. Näheres Rechtsanwalt Heev, Alicenstr. 29 I, Telephon 2084. Suche 2 Zimmer mit Küche. Schr. Ang. unt. 02034 a. d.G.A. 2 Äffltt und Küche v. jung. Ehepaar sofort gesucht. Schr. Ang. unt. 02068 a. d.G.A. Jg. Ehev. sucht 2 Zimmer u. Küche mit od. ohne Garage z. 1. 6. od. 1. 7. 38 zu mieten. Schr. Ang. unt. 02086 an 0. Gieß. Anz. Größere Wohnung sofort od. später billig zu vermieten. l 02069 Frankf.Str.72H. 4-5lnmier- Bhiinng reicht. Zubehör, Zentralhz., freie Lage, Südviert., sofort zu verm. Schr. Ang. unt. Keller. «92D |Verschiedenes| Vereine J. WeUhöfer, Telephon 2313, Marb. Str. 24. Hartbrennbolz, ä, Wagen 5 S.U1L, Anmachholz, ä, Wagen 6 Mk., 1 Sack Anmachholz 1 Mk frei Mr- WMt am Wißm. Weg zu verdachten. 3 je 500 qm, auch zusammen. 02074 Asterweg 27 p (links). Schreibmaschine leihweise zu Uebungszwecken gesucht. [2934D Karl Frank, Grünberg, Neustadt Nr. 20. 5Wer- jnsnng Am 1. Mai Antreten 10.45 Uhr Turmhaus am Brand. [ 2987 D Alleinsteh.Frau, Ende der 40er Jahre, evangel., gute Erschein., mit 2 Mädchen im Alter von 11 bis 13 Jahren, wünscht die Bekanntschaft eines Herrn im Alter v. 40-50 Jahren zwecks Heirat auch Rentner. Schr. Ang. nur aus Gießen unt. 02031a. d.G.A. 25jähr. schwarz. Mädel v. Land, nächster Nähe Gießens, evang., 165 gr., wünscht Bekanntsch., am liebst, m. Herrn in sich. Stellung, zwecks baldiger Heirat Einheirat geboten. Nur ernst- gem. schr. Ang. mit Bild unt. 02012 a. d.G.A. I. ijpoiti von 2000,- RM. mit Nachlaß zu verkauf. Schriftl. Ang. unt. 02032 • a. d. Gieß. Anz. Heschäismaon der Autobranche 48 Jahre, sucht vassendeLebens- gefährtin i. Alter von 30-42 Jahr, mit etw. Verm. und kansmänn. Kenntnissen zw. baldiger Heirat. Offert. u.B.N. ICO Frankfurt a. Blain Lanpt pos »lager ort. VV - sollen prolc- lisch und solide gebaut sein, damit sie auch wirklich ihren . Zweck erfüllen. •> Wir haben stets eine große Auswahl I. Stadttheater HUGO Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) 30. April /l. Mai 1938 Rom zum Empfang des Führers gerüstet. Rom, 29. April. (Europapreß.) Vier Tage vor, der Ankunft des Führers in Rom ist die italienische Hauptstadt bereits vollständig zu dem überwältigenden Empfang gerüstet, den sie dem Schöpfer des dem Faschismus geistesverwandten Nationalsozialismus und dem Staatschef der befreundeten deutschen Nation zu bereiten gedenkt. Die prächtige Ausschmückung der Stadt, die selbst die Siegesfeste der römischen Imperatoren in den Schatten stellen dürfte, ist nahezu fertig. An den wenigen Stellen, wo die Arbeiten in Rückstand geraten waren, wird mit Hochdruck geschafft, damit beim Einzug Adolf Hitlers das ewige Rom in glänzender und untadeliger Schönheit erstrahlt. Die Beoölkerimg Roms ist von früh bis spät auf Len Beinen, um sich von den Fortschritten zu überzeugen, die das Festkleid ihrer Stadt stündlich macht. Viele tausende Provinzler und Ausländer, die das bevorstehende große Ereignis nach Rom gelockt hat, mischen sich unter die Menge. Die Soldaten und uniformierten Faschisten, die aus ganz Italien herangezogen worden sind, beleben das Straßenbild. Besonders fallen die Kolonialtruppen in ihren farbigen Uniformen, die nordafrikaniscben Reiter mit ihren weißen Mänteln und Burnussen und die aus Libyen gekommenen Jungfaschisten in Khakiuniformen und Tropenhelmen in dem Getriebe auf. Am dichtesten sind die langsam dahinwandernden Menschenmassen naturgemäß inderUmgebung der Piazza Venezia, auf den Einzugsstraßen, der Via dei Trionfi, der Via dell'Jmpero und der Via Nazionale, dem Esreda-Platz mit seinem Na- faden-Brunnen, sowie in der Nähe des neuen Ostia- Bahnhofes und der,Sankt-Pauls-Pforte, wo fast allabendlich Beleuchtungsproben veranstaltet werden, bei denen die herrlichen Ueberreste der alten römischen Bauten in zauberhaftem Lichte erstrahlen. Die italienischen Techniker, die mit der Anlage der Lichtkünste beauftragt waren, haben von allen Möglichkeiten Gebrauch gemacht, von der offenen Flamme bis zur Neonröhre, um, je nach, der Umgebung, die vorteilhaftesten Lichtwirkungen zu erzielen. Ihre Bemühungen werden heute schon bei den Proben durch die Bewunderungsausbrüche der Menge belohnt, die auch den sonstigen Festschmuck, in dem sich die Hoheitszeichen der beiden Staaten, der nationalsozialistische Aar und das Liktorenbündel, die Hakenkreuze, die römischen Adler und Feldzeichen, die Savoia-Wappen tausendfältig miteinander vermischen, gebührend bewundern. Die, römischen Geschäfte stehen schon seit Wochen völlig im Zeichen des Führer-Besuches. Die Schaufenster und Auslagen der einschlägigen Läden bestehen fast nur noch aus Fahnen der beiden Länder, Bildern Hitlers und Mussolinis, Andenken, die in irgendeiner Form die Freundschaft der beiden Volksführer und der beiden Nationen, mitunter auch das Dreieck Berlin—Rom—Tokio, versinnbildlichen. In fast allen Schaufenstern sind Bilder des Führers und des Duce zu sehen. Auch viele in Privatbesitz befindliche Gebäude sind instandgesetzt und neu angestrichen worden. Die gewaltigen Versammlungs statten, die aus'Anlaß'des Führer-Besuches errichtet worden find, gehen ebenfalls ihrer Fertigstellung entgegen. Auf dem Flugplatz Centocello erhalten die in weitem Halbkreis aufgebauten Tribünen, die gelegentlich der Parade der 52 OOO Junqfaschisten des Lagers Roma 100 000 Zuschauer aufnehmen werden, bereits ihren Anstrich. Am Eingang des aus 12 000 Zelten bestehenden Lagers, das Adolf «Hitler besuchen wird, ist ein 24 Meter hohes Eing a n g s- t o r errichtet worden, zu dessen Scheitel zwei hufeisenförmige Treppen hinaufführen und dessen Stirn- und Seitenwände die Worte „Duce" und „Führer", mächtige Hakenkreuze und Liktorenbündel tragen. Im Forum Mussolini wird die letzte Hand an die hölzernen Sitzreihen gelegt, durch die das in Marmor erbaute Pinien-Stadion erweitert worden ist, um die Zahl der Plätze von 10 000 auf 70 000 zu erhöhen. Jenseits des Stadions nähert sich der Bau der gewaltigen Freilichtbühne von 120 Meter Breite und 50 Meter Tiefe, auf der zu Ehren des Führers derzweiteAktdesLohengrin aufgeführt werden wird, seinem Ende. In der Via dei Trionfi steht die große Ehrentribüne in Form einer langgestreckten, mit Adlern, Schiffsschnäbeln und Reliefs geschmückten Säulenhalle fertig, um den Führer, den Duce und ihr Gefolge bei der Riesenparade des italienischen Heeres aufzunehmen. Noch wenige Tage, dann werden die heiteren grün-weiß-roten Trikoloren Italiens und die Fahnen des Dritten Reiches mit ihrem leuchtenden Rot und dem schwarzen Hakenkreuz im weißen Sonnenfeld zu Tausenden fröhlich im Winde flattern, um die Führer der beiden Nationen -zu grüßen, aus deren Einvernehmen die herzliche Völkerfreundschaft geboren worden ist, der jetzt die Bevölkerung des faschistischen Italiens mit der gleichen stürmischen Begeisterung Ausdruck geben wird, wie das deutsche Volk beim Besuche Mussolinis in Deutschland im vergangenen Herbst. Der 3. M nationaler Feiertag in Mien. Eine Ehrung für den Führer und Reichskanzler. R o m, 29. April. (DRB.) Die ilälienische Regierung hat anläßlich des Besuches des Führers und Reichskanzlers folgendes Gesetz erlassen: Der 3. Mai 1938 (Jahr XVI der Faschistischen Zeitrechnung) ist zum Rationalen Feiertag erklärt worden. Feiertage im Sinne des Gesetzes werden außerdem der 5. M a i 1 938 für die Provinzen Avellino, Benevento, Lilloria, Neapel und Salerno und der 9. M a i 1 938 für die Provinzen Frosinone, Rieti, Rom, Viterbo, Arezzo, Florenz, Grosseto, Livorno, Lucca, Maria Carrara, Pisa, Pistoria und Siena. Die Präfekten werden ermächtigt, für die Tage des 3., 5. und 9. Mai 1938 die teilweise oder vollständige Schließung aller Betriebe anzuordnen. 3m Falle der Schließung werden den Arbeitern die Löhne ausgezahlt, doch ist es den Arbeitgebern freigestellt, die verlorengegangenen Arbeitsstunden nachholen zu lassen. 3n Rom können für den 8. Mai die Bestlmmun - gen über die Sonntagsruhe aufgehoben werden. - ......~~ Blick aus das Nationaldenkmal sowie das Capitol. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Die Generalprobe für die große Wrer-parade. 30000 Mann aller Waffengattungen vor dem Duce. Rom, 29. April. (DNB.) Einen ersten Eindruck von der Großartigkeit der zu Ehxen des Führers auf der Via dei Trionfi vorgesehenen großen militärischen Parade vermittelte am Freitag der Vorbeimarsch aller daran teilnehmenden Truppenformationen in Stärke von 30000 Mann mit 2500 Pferden, 600, Kraftfahrzeugen. 320 Raupenschleppern, 400 Panzerwagen, 200 Mörsern und 400 Kanonen vor dem Duce. Zum erstenmal war Mussolini in der Uniform eines Er st en Marschalls des Imperiums erschienen und nahm in Anwesenheit von Parteisekretär Starace sowie der drei Staatssekretäre im Wchrmachtsministerium und des Generalstabschefs der faschistischen Miliz diese über vier Stunden dauernde Parade aller Waffengattungen ab. Anschließend begab sich Mussolini in die große Zeltstadt des dritten Campo Romano, wo er von den dort aus allen 94 Provinzen sowie den Kolonien zusammengezogenen 52 000 Jugendlichen begeistert empfangen wurde. Nach eingehender Besichtigung des großen Lagers sprach der Duce dem Parteisekretär Starace seine vollste Anerkennung für die hervorragende Haltung und Disziplin der im Liktorenbündel zusammengeschlossenen faschistischen Jugend aus. Straße mit einem Male auffallend bessert und regelmäßig Meilenpfähle gesetzt sind. Später wurde seitwärts ein Grenzposten mit roten Gebäuden sichtbar, aber weder kümmerte sich Addax um den Posten, noch der Posten um Addax. Gegen 10 Uhr abends fuhren wir in Kano ein und landeten im French Campement. Als ich hier die phantastisch umfangreiche französische Wirtin fragte, ob sie nicht am Ende auch Deutsch könne, — ihre Kollegin in Zinder war in Wien zur Schule gegangen! — sagte sie ganz eifrig, sie hätte einen -deutschen Mieter, dort gleich nebenbei wohnte er. Als ich die Tür öffne, sehe ich drei junge Deutsche, wie sie vor ihrem Radio sitzen und hören, wie gerade von Berlin Vie Meldung von der großen Tat des Führers kommt: die Vereinigung Oesterreichs mit dem Deutschen Reich! Die Freude darüber, dies Stück Weltgeschehen hier in Kano gerade mitzuerleben, überdeckte zunächst die andere,' im Augenblick für uns auch wertvolle Kunde, wir sollten für unfern Aufenthalt in Kano die Gastfreundschaft eines großen deutschen Hauses genießen. Wenige Minuten später saßen wir bei gekühltem deutschen Bier (!) unferm prächtigen Gastfreund gegenüber, einem der Männer, von dem das Wort gilt: Deutschland kann stolz auf sie sein! Die Europäer wohnen in Kano abseits von der gewaltig großen Eingeborenen st adt, deren schwarze Bevölkerung, je nach der Jahreszeit und der Geschäftssaison, zwischen 70 000 und 120 000 schwankt. Kano ist noch ein Eingeborenen-Emirat. Dem Emir, einem Haussaneger, sind bedeutende Einkünfte und Rechte verblieben, aber er wird, durch einen englischen Residenten „beraten", d. h. kontrolliert. Der Emir hat, wie die indischen Fürsten, den Titel Hoheit (Bis Highness). Sein Palast inmitten der Eingeborenen ist von einer hohen Mauer umgeben. Sie hat nur ein prunkvolles Tor. Innen liegen Teiche, Gärten und die mancherlei Gebäude eines islamisch-afrikanischen Hofhalts. Besuche beim Emir können nur in Begleitung des Residenten geschehen. Dem Palast gegenüber liegt, gleichfalls hinter einer hohen Lehmmauer, der Harem, in dem aber, wie es heißt, nur die älteren, „abservierten" Frauen des Emir wohnen. Die jüngeren, bevorzugten hat er im Palastviertel bei sich. Als er kürzlich feine Wallfahrt nach Mekka mochte, sollen ihn von den insgesamt angegebenen 450 Haremsinsassinnen „nur" achtzehn begleitet haben. Die Eingeborenenstadt von Kano war früher von einer formidablen, viele Kilometer langen, noch durch einen tiefen Graben geschützten Lehmmauer umgeben. Für die alte afrikanische Kriegführung war Kano also eine starke Festung. Jetzt ist die Mauer an vielen Stellen zusammengesunken, die Grabenböschungen sind abgeflacht, aber die Tore werden noch allabendlich geschloffen. Das einzige Baumaterial in der Stadt ist Lehm. Wenn man über die Drähte der elektrischen Leitungen, einige zementierte Kanäle und die von einer Druckleitung gespeisten öffentlichen Brunnen hinwegsieht, die Zeugen des englischen Regiments sind, fo sieht Kano heute wohl'noch ebenso aus wie vor Jahrhunderten, zur Zeit der Haufsa-Herrschaft und der großen Sklavenjagden. Noch am Anfang des 20. Jahrhunderts, als'die Engländer zuerst hier einrückten, war Kano der größte Sklavenmarkt von Jnnerafrika. Unser Gastfreund zeigte uns einen eingeborenen Millionär, einen Haussa-Großhändler, mit dem Bemerken: Der Mann ist noch als Sohn eines Sklaven geboren; man kann ihm einen Scheck über 16 000 Pfund einhändigen, und er bleibt gut dafür ohne Quittung. Der Markt von Kano ist etwas ganz Phantastisches. Der Marktkönig, ein imposanter Haussa, von dem uns gesagt wurde, er habe viele Medaillen vom Krieg in Ostafrika her, wo nigerische (Eingeborenem Regimenter gegen Lettow-Vorbeck jochten, begleitete uns mit seinem langen Amtsstab durch die endlosen VII. Zur Statt der hunderttausend Schwarzen. Kano, April 1938. Der Uebergang aus der menschenleeren Sahara in den dicht bevölkerten Sudan geschieht ganz allmählich auf einer Strecke von 700 bis 800 Kilometer. In Agades, wo wir am 9. März anlangten, nachdem wir zwei Nächte nicht aus den Kleidern gekommen waren, ist das Bild noch sehr wüstenhaft. Der Platz hat 3500 Einwohner, darunter nur wenige Europäer, einige französische Beamte und Militärs, und das.Wasser ist noch so knapp, daß Bäder im Hotel nicht vorgesehen und und auch der bescheidene Dusch-Eimer uns erst auf Bestellung am andern Tage gefüllt werden konnte. Alles ist aus Lehm gebaut, auch das berühmte Minarett, das man im Innern auf einem Schneckenumgang ersteigt. Von oben gewahrt man erst die Menge der' Häuser. Es gab aber, seit langem zum ersten Mal wieder, Rindfleisch und frisches Gemüse. In dieser Gegend finden die Herden des sudanesischen Buckelrinds ihre erste Weide. In Agades gibt es noch viele T u a r e g s, die sich durch ihren höhen Wuchs, ihr fast ganz verhülltes Gesicht und ihre dem Berberischen verwandte Sprache auszeichnen. „Die Verschleierten kommen!" war vor der französischen Herrschaft der Schreckensruf in den Oasen, wenn eine räuberische Tuareg- banbe auf ihren Rennkamelen, den Mehari, aus der Wüste hereinbrach. Heute sind die Meharisten, meist Tuaregs, die französische Wüstenpolizei unter.schneil- digen weißen Offizieren. Die Tuaregschmiede fertigen aus Silber ein eigentümliches, wahrscheinlich uraltes Schmuckstück oder Amulett, das sogenannte Kreuz von Agades, das als eine stilisierte menschliche Figur gedeutet wird. Von Agades ging es mit einer Zwischenetappe fast 600 Kilometer nach Zinder, dem französischen Grenzplatz gegen Britisch Nigeria, das hier im Norden reinen Sudancharakter trägt. Die trockene Jahreszeit ist viel schärfer ausgeprägt als die Zeit der Niederschläge. Gegenwärtig ist hohe Trockenzeit. In Agades wechselten wir vom „Mouflon" auf den „Addax" (eine Antilopenart) hinüber, einen kleineren und leichteren Wagen, aber dieser Addax zeigte sich gleich als ein alter Klapperkasten. Die Sitze waren eng und unbequem, die Fensterscheiben ließen sich nicht schließen, Schnelligkeitsmesser und was sonst noch aufs Armaturenbrett gehört, waren verflossene Dinge. Am Motor und an den Scheinwerfern wurde ständig gebastelt. Zinders Charakter als Grenzplatz ist an seinen militärischen Unterkunftsbauten und am ersten Auftreten der Haussahändler mit ihren Geweben, ihren Leder- und Metallwaren zu erkennen. Kaum, war der „Addax" eingetroffen, fo erschien schon ein halbes Dutzend Haussas in ihren flatternden Toben und weißen Mützchen in der Vorhalle des kleinen, netten Hotels und kramten aus, was sie feilzubieten hatten. — In Zinder gab es zum Essen herrlichen Salat aus frischen Tomaten und — den letzten Rotwein. Einer der Reisegefährten ließ, da unsere Ziele nun bald auseinandergingen, zum Abschied Champagner bringen, die beste Marke, Veuve Cliquot, der hier nicht einen Centime mehr kostet als in Frankreich. Das Getränk war (auroarpi, da es kein Eis gab, schmeckte aber doch vorzüglich und gab Stimmung. r , , Die Nacht war wieder kurz, um 6 Uhr Abfahrt n a ch K a n o ! Auf Kilometer 54 streikte der Motor, ließ sich aber auf Zureden bewegen, uns wenigstens nach Zinder zurückzubringen. Nach dreistündiges Reparatur meinte der Fahrer, die 285 Kilometer bis Kano von neuem wagen zu können. Und wirklich, er schaffte es. Etwa halbwegs liegt die Grenze zwischen Französisch Westafrika und Britisch Nigeria, die nur dadurch bemerkbar wird, daß sich die Kreuz und quer durch den Schwarzen Erdteil. Briefe von einer Afrika Reise. Don Or. Paul Rohrbach. Reihen der Derkaufsstände und über die von Menschen wimmelnden offenen Plätze, wo alles Erdenkliche, vom groben Wüstensalz bis zum Amuletttäschchen mit einem Koranspruch als Schutz gegen den bösen Blick, und bis zum silbernen Zweimarkstück mit dem Bilde Wilhelms II. und dem Münzzeichen Berlin zum Verkauf auslag. Es mochten, schlecht gerechnet, 10 000 Menschen auf dem Markt sein, und wir dankten, als wir uns glücklich hindurchgewunden hatten, dem Marktkönig und seinen zwei schwarzen Polizisten, die uns vorwärts und rückwärts gedeckt hatten, für ihr Geleit. Amnestie für die Parieigerichtsbarkeit. Berlin, 29. April. Aus Anlaß der Schaffung Großdeutschlands hat der Führer für die Parteigerichtsbarkeit eine Amnestie erlassen. Die Verfügung des Führers hat folgenden Wortlaut 1. Parteigerichtliche Verfahren werden wegen Handlungen, di'e vor dem 10. April 19 3 8 begangen worden sind, nicht eingeleitet, wenn es sich um Verfehlungen handelt, für die eine geringere Strafe als der Ausschluß aus der Partei zu erwarten ist. 2. Im selben Umfang werden anhängige Verfahren eingestellt und erkannte Strafen erlassen, deren Frist noch nicht abgelaufen ist. 3. Die Beschränkung ehemaliger Logenangehöriger in der Partei wird, soweit es sich nicht um Hochgrade handelt, ohne Rücksicht auf den Zeitpunkt des Austrittes aus der Loge aufgehoben. 4. Die Bestimmungen zur Durchführung dieser Verfügung erläßt der Oberste Richter der Partei. München, 27. April 1938. (Gez.) Adolf Hitler, (Gez.) Walter Buch, Oberster Richter der Partei. Fünf Fahre Reichsluftschutzbund. Die größte Organisation mit über zwölf Millionen Mitgliedern. Berlin, 30. April. (DNB.) Im Zoo fand ein feierliches Gedenken an die vor fünf Jahren durch den Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Generalfeldmarschall Göring, erfolgte Gründung des Reichsluftschutzbundes statt. Der Präsident des Reichsluftschutzbundes, Generalleutnant von Roques, erklärte: Als heute vor fünf Jahren auf Veranlassung des damaligen Reichskommissars für Luftfahrt Hermann Göring der Reichsluftschutzbund gegründet wurde, da war ein entscheidender Schritt getan zum Aufbau der Landessicherheit und zur Sicherheit der Bevölkerung. Immer wieder muß man betonen, daß der Luftschutz eine L e b en s f r a g e für das deutsche Volk bedeutet. Neben der fundamentalen Organisation des Bundes der zwölf Millionen ist auch die Ausbildung der Bevölkerung gewaltig vorwärtsgekommen. Millionen Volksgenossen sind ausgebildet worden. Als eine machtvolle und geachtete Organisation steht heute der Luftschutzbund im nationalsozialistischen Deutschland da. Von 5 bis 6 Deutschen ist wenigstens einer Mitglied des Bundes, und 600 000 sind als Amtsträger die würdigen Vertreter der Bewegung. Der Präsident erinnerte dann an die ersten Durchführungsbestimmungen zum Luftschutzgesetz, an die Gründung der Luft- schutzschule, deren Neubau in Wannsee zum Herbst bezogen werden soll, an die große Entrümpelung im vergangenen Jahr, und an die Stiftung des Luftschutzehrenzeichens für diejenigen, die sich besonders um den Luftschutz verdient gemacht haben. Oer Werklustschutz. Berlin, 29. April. (DNB.) Die Reichsgruppe I n b u ft r i e, der die Leitung der Durchführung des Werkluftschutzes übertragen ist, hatte eine Tagung für Betriebsführer. Staatssekretär der Luftfahrt, General der Flieger Milch, schilderte die Zusammenhänge zwischen Luftverteidigung und Werkluftschutz, dessen einwandfreie Vorbereitung ständige persönliche Einflußnahme der verantwortlichen Persönlichkeiten der Werkluftschutzbetriebe bedinge. Als Beweis der Würdigung für die bisher auf dem Gebiet des Selbstschutzes und des Werkluftschutzes erzielten Leistungen sind durch den Führer und Reichskanzler die ersten Luftschutz- Ehrenzeichen verliehen worden. Der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Generalfeldmarschall Göring, der Reichs- und preußische Minister des Innern, Dr. Frick, und der Staatssekretär der Flieger, Milch, wurden mit den ersten Stufen des Ehrenzeichens ausgezeichnet, ebenso der Präsident des Reichsluftschutzbundes, Generalleutnant von Roques, und der Leiter der Reichsqruppe Industrie, Dierig- ßangenbielau. Anschließend wurden den Tagungsteilnehmern umfassende Einblicke in wesentliche Gebiete des Luftschutzes und der Luftverteidigung durch Wort und Bild übermittelt. Der Nachmittag brachte Gefechtsvorführungen der Flakartillerie im Gelände unter Einsatz von Flugzeugen der Luftwaffe. Am Schluß der Tagung bot ein kameradschaftliches Beisammensein im Haus der Flieger Gelegenheit zu eingehender Aussprache. Wetterbericht Mit dem gestrigen Einbruch der Kaltluftmassen sind zunächst gewittrige Schauer verbunden. Während der Nacht zog dann von Südosten ein ausgedehntes Regengebiet über uns hinweg, das sehr ergiebige Niederschläge brachte. So wurden teilweise Regenmengen von 20 Liter auf den Quadratmeter erreicht. In höheren Lagen gingen die Niederschläge als Schnee nieder. Die Wetterlage bleibt weiterhin unbeständig, und es ist., mit weiteren Niederschlägen zu rechnen. Aussichten für Sonntag: Weiter stark bewölkt, immer noch einzelne Niederschläge, weiterhin kühl. Aussichten für Montag: Unbeständiges und wechselhaftes Wetter. Lufttemperaturen am 29. April: mittags 7,5 Grad Celsius, abends 3,6 Grad: am 30. April: morgens 2,8 Grad. Maximum 11,7 Grad, Minimum heute nacht 1,9 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 29. April: abends 8,6 Grad; am 30. April: morgens 6,6 Grad. — Niederschläge 19,6 mm. — Sonnenscheindauer 3,8 Stunden. Gießener ÄrauftausSier nioblbeftömmlich und beliebt 2958D Unsere Jleuanlagen verbürgen (hialitäts-töiere f t UHREN-SCHMUCK 02091 Feiern geschlossen teil. 2940D GLORIr ^versbattdwevkevfchaft Gtetze« Hotel Schütz Museum Aussichtsturm Ein erhebendes'und mitreißendes Erlebnis, das jeder sehen muß! 3012A Anfangszeiten 3, 5.30, 8.30. Jug. hat Zutritt Natur Erholung Ernst Horst, Lardenbach. M23D BREMEN 1 Motorräder Gießen: Kretzschmar, Selters weg 24 RM, 595, Anzahl. 145 200 ccm 2 3 Faber & Schnepp | HOCH- UND TIEFBAU | 3025D Generalvertretung Gießen Wilhelm Kaiser Gießen Dammstraße 8 Fernsprecher 3597 Iiudwigstraße 47 Fernsprecher 2314 Bergstraße 3 Telefon 2426 3005V OLYfilPlfl GESTALTUNG: LE NI RIEFENSTAHL (TtinM Hösbacher Ürunnen! NIEDER-ROSBACH BEI BADHOMBURG 250 350 350 350 500 500 350 695, 835, 915, 1040, 935, 1050, 195 235 265 340 285 350 Unternehmung für Hoch- und Tiefbau, Beton- und Eisenbetonbau, Feuerungs- und Schornsteinbau Eisenbahnbau, neuzeitlicher Straßenbau, Pflasterarbeiten, Kanal- und Wasserversorgungsanlagen Sämtliche Handwerksmeister, Gesellen und Lehrlinge innerhalb der Stadt Gießen treten pünktlich 10.30 Uhr am Landgraf-Philipp-Platz an, formieren sich berufsgruppenweise und rucken 10.45 Uhr geschlosien indieAuf- marschstrahen (Senckenbergstr. usw.) in Achterreihen ein. ccm ccm ccm ccm ccm ccm Weitere Auskunft erteilt die Brunnen Verwaltung in Nieder-Rosbach v.d.H., Fernspr. Friedberg Nr. 4025. Vermahlungs-Anzeigen liefert Brühl'sche Druckerei Daabrinfier Strafe 21 Ehestands Darlehen! Steppdecken Bettvorlagen Bettumrandungen Teppiche Rekord....... Feuergeist Block Türen........ Gelände-Sport ■ ■ Rex-Sport..... Türen........ Seitenw. Gespann Polstermöbel Bettstellen Matratzen Kapok matratzen prompt lieferbar Nur noch bis Sonntag einschl. Das gewaltigste Filmdokument der Zeit Erster Film von d. olympischen Spielen 1936 S -r v> v S” ® MÖBEL in größter Auswahl und guter Qualität durch Fortfall hoh. Ladenmiete sehr billig! HOTEL PRINZ CARL Am Nationalfeiertag des Deutschen Volkes KONZERT und TANZ Niederlagen in Gießen und Umgegend: Wilhelm Michel, Gießen,Walltorstr. 71, Fernspr. 2479 Otto Häuser I., Watzenborn-Steinberg, Ludwigstr. 58 Ernst Werner, Wieseck, Grabenstraße 6 Ausführung sämtlicher Hoch-, Tief- und Eisenbetonbauten, wie: Wohn-, Geschäfts- und Behördebauten Kanal-, Straßen- und Brücken bauten Lloyd -Irland-England-Fahrt 9.—17. Juli • ab RM 190.- Sdiottland-Nonvegen-Fahrt 20.—29. Juli • ab RM 215.- Es bemdrt bereits regt Mdbfragt. sidber* Sie d* sdxn Jetzt Obre ‘Kabine I Auskunft u. Prospekte durch unsere Vertretungen und NORDDEUTSCHER LLOYD Mehr Sveude an der Katuv bucA Nevmühlev-Nüchev r Seltersweg 47 Telefon 2373 3021A Kindersanatorium Dr.Rohr Wilhelmshöhe - Kassel für alle nicht infektiösen Krankheiten des Kindesalters (auch Säuglinge). Aufnahme auch gesunder Kinder während der Reise der Eltern möglich, s,-,sV SalsonmäSlge Wieder-Eröffnung am 2. Mai 1938. Tel. Kassel 30536 Emil Beck Betten und Polstermöbel Gießen / Bahnhofstr. 56 neben Hotel Schütz Ruf 4195 297BD Sonntag, den 1. Mai Künstler-Konzert Nervös - Erschöpfte Spezialkuranstalt Hofheim 15 (Taunus) bei Frankfurt am Main. Telefon 214 Mäßige Preise. S.-R. Dr. M. Schulze-Kahleys», Nervenarzt ^**üiessen| Friedrichstr.7' ■Lieferant aller Kassen Ernst Wagner • Gießen Bauuntemehmung Qipfel der Reisefreuden! DiesdiönenErholungsreisenmitSdinell-D. »COLUMBUS« Deutschlands größt Vergnügungsreisen- tdiiff (32565 Br. Reg. To.) haben Immer großen Erfolg, weil sie Außergewöhnliches bieten. Sie sind die richtige Seefahrt für Menschen, die wenig Zeit haben. 74ur 2 Reisen sind in diesem Jahre vorgesehen r Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinanzeigen in die Hei' matzeitung, den Gießener Anzeiger Gediegene Arbeit Sorgfältigste Ausführung bürgen für den modernen und schönen Garten Zeichnungen, feste Kostenanschläge, sorgfältigste Beratung in allen Gartenfragen durch die führende Gartengestaltung der Firma Eberhard Schwarz Gießen Am Kugelberg 2 Telefon 4082 Besuchen Sie meine Baumschule u. Staudengärtnerei! Sie finden dort bestimmt alles, was es an Stauden, Sträuchern, Heckenpflanzen u. Bäumen gibt Der Besuch ist unverbindlich. 3001D ^ad-t/rau/feim 2097D Täglich nachmittags u. abends spielt die Kapelle Anton Tippl Am 1. Mai 1938, abends 8 Uhr Tanz u. Unterhaltung u. 500 ccm mit Hinterradfederung Aufschlag RM. 85 sofort lieferbar! ■ PQLQST____Giessen Oie Eschenburg bei Dillenburg das Ehrenmal des deutschen Bergmanns im neuen Gewände. Die „Burgschenke“, Sitzplätze für zirka 200 Personen, ist neu eröffnet. Großzügige, allen Bedürfnissen entsprechende Gaststätte. Besonders geeignet für Betriebsausflüge und Tagungen. Sport-Möglichkeiten, 10000 Quadratmeter großer Freiplatz unmittelbar beim Turm. Autostraße bis zum Turm Große Parkplatz-Anlagen Herrlichster Aussichtspunkt im Sieg-Lahn-Dillgebiet 632 Meter hoch Anmeldungen erwünscht bei dem Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft, Dr. Fr. K. Weber, Dillenburg, Wilhelmstraße. Tel. Nr. 866. Zu erreichen am besten von Dillenburg aus über Nanzenbach, Straße Nanzenbach-Hirzenhain, bis Wegkreuzung Eschenburg, Wegweiser beachten. — Zugverbindung: DUlenburg, Hirzenhain oder Wissenbach. Omnibusverkehr, zu erfragen beim Postamt D Ulen bürg. soogD Jeder Bheamatismus-. Gicht-oder Ischias- kranke wäre mir dankbar, wenn er, wie sehr viele seiner Leidensgefährten, ebenfalls von seinen Schmerzen befreit würde.Meine Auskunft kostet und verpflichtet zu nichts. 2944V Mas Reissner Berlin-Charlottenburg 9 ReichsstraSe 154d Pharmazeutische Erzeugnisse Zpr Maiennacht und l.Mai in's Jlhein£old Ein starkes Rad ist Edelweiß das kann ich bekräftigen. Das vor 25 Jahren bezog. Edelweißrad läuft trotz starkerlnan- spruchnahm.heute noch sehr gut. Jünemann, Studienrat, 26. 7. 1937, AndernachRh. Fernerschrieb am 15. 1. 1938 Landw. R. Schänke, Kleln-Dreesen: Vor 24 Jahren bezog ich ein Edelweißrad und eine Nähmaschine. Beide sind heute noch sehr gut. — Neuer Fahrrad katalog auch über Zubehör und Nähmasch. kostenlos. Edelweiß - Decker Fahrradbau und Versand Deutsch-Wartenbergl2 die leichte Maßei^ von WIESECK Sonntag, 1. Mal, ab 16 Uhr TANZ 2998D Zum kühlen Grund Inhaber: A. Schepers. Handwerker! Das Handwerk (Meister, Gesellen und Lehrlinge) des Kreises Gießen nimmt am Nationalfeiertag des deutschen Volkes (dem 1. Mai 1938) an den örtlichen Herzklopfen, SdrwlndelgefOM, Atemnot I Dean -Hnrzkroft* nehmen. Ei stärkt dm Herz, es bringt Besseroog. Rosche RM. 166. | „Herzkraft" J ^eTalbrunnenS ^5?« X^nekrönt / bei Nr. 100 Dritter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) 30. April fflai 1938 Klarheit. Das tschechische Problem ist nicht von ungefähr das Zentralproblem der Neuordnung im mitteleuropäischen Raum geworden. Seit es den Tschechen gelungen war, in den Pariser Friedensdiktaten von 1919/20 den größten Teil ihrer in der Geschichte wohl beispiellos dastehenden alle vernünftigen Forderungen völkischer oder wirtschaftlicher Art weit überschreitenden Ansprüche durchzusetzen, haben sie verflicht, den für sie aus dem mitteleuropäischen Völkerkonglomerat herausgeschnittenen Nationalitätenstaat, dem seine Väter selbst die Rolle einer südöstlichen Schweiz zugedacht hatten, mit vollendeter Rücksichtslosigkeit gegenüber den oertrags- und verfassungsmäßigen Rechten der mit ihnen zwangsweise in einem Staate vereinten Völker und unter blinder Mißachtung aller Gebote der politischen Einsicht zu einem Nationalstaat urnzu- sälschen, in dem die Tschechen das alleipige Staatsvolk sein sollten, das Politik, Kultur und Wirtschaft allein von seinem tschechisch-nationalen Standpunkt aus bestimmen wollte. Man wollte nicht wahr haben, daß man in diesem Staate nicht allein war, daß selbst eine eigene 1930 mit allem statistischem Raffinement durchgeführte Volkszählung für die Tschechen nur mit Mühe 51 v. H. der gesamten Staatsbevölkerung herauszurechnen vermocht hatte, daß neben den 7,4 Millionen Staatsbürgern tschechischen Stammes mehr als 3,2 Millionen Deutsche, 2,3 Millionen Slowaken, fast 700 000 Ungarn, 550 000 Ruth en en und mehr als 300 000 Polen, Juden und andere Nationalitäten lebten, die in der tschechoslowakischen Republik zwar ohne gefragt zu werden, aber durch den Machtspruch der Pariser Friedensmacher ihre politische Heimat zugewiesen erhalten hatten und nun darauf warteten, ihre natürlichen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Rechte, wie sie ihnen die von den Tschechen 1919 feierlich Übernommenen Minderheiten-Ver- pflichtungen verheißen hatten, gesichert zu sehen. Aber nichts dergleichen geschah, mit der gleichen brutalen selbstbewußten und lauten Unverfrorenheit, der die Tschechen schon ihre großen Erfolge im Nationalitätenkampf der alten Habsburger Monarchie zu verdanken hatten, haben sie nun im neuen Staat, den sie als ihr höchst persönliches, ihnen von ihren siegreichen Verbündeten zum Geschenk gemachtes Eigentum betrachten, sich das Recht angemaßt, alles allein zu bestimmen. Um diesem Herrschaftsanspruch fachliche Grundlagen zu geben, haben die Tschechen sich nicht gescheut, eine Nationalist erungs Politik zu betreiben, die kein Gebiet des öffentlichen Lebens unberührt ließ und der jedes Mittel recht war, wenn es nur dazu helfen konnte, die nichttschechischen Nationalitäten aus ihren politischen Rechten, ihrem kulturellen und wirtschaftlichen Besitzstand zu verdrängen. Darüber teilte für das sudetendeutsche Gebiet, das ja seinen überragenden Bedeutung nach unter der tschechischen Nationalisierungspolitik weitaus am meisten zu leiden gehabt hat, auf der durch die Verkündung der acht Programmpunkte Konrad Henleins berühmt gewordenen Karlsbader Tagung der Sudetendeutschen Partei Dr. Sebekowsky eine Reihe erschütternder Tatsachen mit. „Unser Gebiet", so sagte er, „ist seit 20 Jahren von einer systematischen fremdvölkischen Zuwanderung durchsetzt worden. Diese vollzieht sich nach einem klar erkennbaren geopolitisch-strategischen Eroberungsprogramm. Der Hauptangriff gilt unseren Sprachinseln, weiterhin dem Brüx-Duxer Kohlengebiet, dem oberen Egertal, dem Gebiet um Reichenberg und Gablonz, um Mährisch-Schönberg, Trop- pau und endlich der südwestmährischen Weinbaugegend zwischen Neubistritz und Nikolsburg. Mehr als zweihunderttausend Tschechen sind in diese Gegenden seit der Gründung der tschechoslowakischen Republik eingedrungen. Besonders stark hat die Eroberung deutschen Gebiets durch die Bodenreform, d. h. die Wegnahme deutschen Grund und Bodens durch das T'schechentum, gewirkt. Mehr als 239 000 Hektär haben die Tschechen auf diese Weise enteignet. Das Sudentendeutschtum hat durch die Bodenenteignung mindestens 1,3 Milliarden Kronen und damit wichtigsten Lebensraum verloren. Die Zahl der selbständigen Landwirte und Pächter in den sudetendeutschen Gebieten ist um 3520 zurückaegangen, während 18 000 tschechische Pächter, Landwirte und 'Siedler in diesen Gebieten angesetzt wurden." Ein neuer überaus brauchbarer und deshalb mit größter Rücksichtslosigkeit angewandter Hebel der Tschechisie- rungspolitik ist das berüchtigte St aatsv ertöt digungs- und Republikschutzgesotz, das die Sudetendeutschen, die ja vorwiegend die Randgebiete der Republik bewohnen, unter Ausnahmerecht stellt und dazu mithelfen soll, auch die Gebiete noch in tschechischen Besitz zu bringen, die die Bodenreform übriggelassen hat. In dem hier schon eingehend besprochenen ausgezeichneten Buch von Hans Krebs und Emil Lehmann: „Wir Sudetendeutsche" (Verlag Edwin Runge, Berlin) wird als erschütterndes Beispiel für die „Erfolge" der tschechischen Wirtschaftspolitik im sudetendeutschen Raum angeführt, daß eine tschechische Behörde eine kartenmäßige Darstellung der Arbeitslosigkeit beschlagnahmte, weil sie diese für eine deutsch-tschechische Sprachenkarte hielt. So sehr decken sich die nationalen Gebiete mit denen der geringeren und stärkeren Arbeitslosigkeit. Von 850 000 Arbeitslosen im gesamten Staatsgebiet entfielen im Jahre 1936 mindestens 520 000 auf die Sudetendeutschen. Das ist die Folge der tschechischen Bemühungen, die sudetendeutsche Wirtschaft, einst das Rückgrat des böhmischen Wohlstands, systematisch zu zerschlagen. Sie mußte zwangsweise tschechisches Kapital aufnehmen, um die Werke unter tschechischen Einfluß zu bringen. Aber wenn sie auch ungleich höhere Steuern zahlen muß, als die tschechische Wirtschaft, so ist die Möglichkeit, sie zu verdienen, für volksbewußte Unternehmer immer geringer geworden. Denn bei den Heereslieferungen, die einen erheblichen Prozentsatz aller öffentlichen Aufträge des Landes ausmachen, werden nur d i e fudeten- dcutfchen Unternehmer bedacht, die eine von den tschechischen Behörden festgesetzte Anzahl von tschechischen Arbeitern und Angestellten einstellen. So rollen täglich trotz der oben schon durch Zahlen belegten, zum Himmel schreienden Arbeitslosigkeit unter Sen Sudetendeutschen lange Arbeiterzüge aus den tschechischen Siedlungen in die deutschen Gebiete, um hier tschechischen Arbeitern auf Kosten der deutschen Arbeit und Brot bei allen Bauaufträgen der öffentlichen Hand zu verschaffen. Es ist selbstverständlich, daß die Schule als stärkstes Bollwerk des Volkstums wie überall so auch im sudetendeutschen Raum im Mittelpunkt des Nationalitätenkamxfes steht. Gegenüber dem Stand Das Ergebnis der Londoner Besprechungen. Die amtliche Mitteilung. London, 29. April. (DNB.) Entgegen feinen ursprünglichen Absichten ist der französische Außenminister Bonnet zusammen mit Ministerpräsident D a l a d i e r nach Abschluß der englisch-französischen Besprechungen nach Paris zurückgeflogen. Auch die übrigen Mitglieder der französischen Abordnung haben die Rückreise nach Paris angetreten. lieber die englisch-französischen Besprechungen wurde eine amtliche Mitteilung aus- gegeben, in der es heißt: Die französischen und britischen Minister prüften das englisch - italienische Abkommen. Die ftanzösischen Minister haben diesen Beitrag zur Befriedung in Europa gebilligt. Die englischen Minister haben ihrerseits der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß die Besprechungen, die d i e französische Regierung soeben mit der italienischen Regierung gehabt hat, zu ebensolchen befriedigenden Ergebnissen führen werden. Die französischen und englischen Minister waren der Ansicht, daß die Beruhigung im Mittelmeer, die sich aus diesem Abkommen ergeben würde, zur Durchführung der Entschließung vom 4. November 1937 über die Zurückziehung von Ausländern, die sich am spanischen Bürgerkrieg beteiligen, beitragen und den Abschluß eines Abkommens für die Zurückziehung von Kriegsmaterial erleichtern würde. Sie haben ihre volle Aufmerksamkeit der Lage in Mitteleuropa zugewendet, und sie st i m - men im allgemeinen über d i e Aktion überein, die wahrscheinlich sich als die b e ft e erweisen würde, um die Probleme dieses Gebietes friedlich und gerecht zu lösen. Sie haben ferner gewisse Fragen geprüft, welche die Lage im Fernen Osten betreffen, und haben die Gelegenheit ergriffen, gewisse Fragen zu erörtern, die zur Zeit auf der Tagesordnung für die nächste Sitzung des Genfer Rates erscheinen. Die beiden Regierungen haben beschlossen, f o - weit als erforderlich die Kontakte zwischen den General st äben fortzufetzen, die gemäß den Abkommen vom 19. März 1936 geschaffen wurden. Nach den sehr freien und vollständigen Erörterungen, die stattgefunden haben, wird wieder einmal anerkannt, daß Großbritannien und Frankreich durch eine enge Gemeinschaft der Interessen vereint werden, und die französischen und britischen Minister sind übereingekommen, daß es unter den gegenwärtigen Umständen von höchster Bedeutung ist, daß die beiden Regierungen ihre Politik der Konsultation und Zusammenarbeit, was die Verteidigung anbe- trifft, fortfahren zu entwickeln, nicht nur in ihrem gemeinsamen Interesse, sondern auch in dem Interesse der Ideale des nationalen und internationalen Lebens, die diese beiden Länder einen. Deutschland und Italien unlemchlel. Keine neuen Verpflichtungen Englands. London, 29.April. (Europapreß.) Der deutsche Geschäftsträger Dr. kordt und der italienische Botschafter Gras Grandi statteten dem englischen Außenminister Lord Halifax nach Be- endigung der englisch-französischen Besprechungen einen Besuch im Foreign Office ab. Die beiden Diplomaten wurden über den Inhalt der englisch- französischen Besprechungen unterrichtet. Lord Halifax versicherte, zwischen Frankreich und England seien auf militärischem Gebiet keine Abmachungen hinzugekommen, die nicht schon nach der Fühlungnahme der beiden Generalstäbe am 19. März 1936 von Frankreich und England der deutschen und der italienischen Regierung zugeleitet worden seien. Ferner wurde von englischer Seite ausdrücklich erklärt, daß auch in den Besprechungen über die Tschechoslowakei engtischer- seits keinerlei neue Verpflichtungen auf sich genommen worden sind. ♦ Zu den verschiedenen Punkten der Besprechungen wurde englischerseits ferner folgendes erklärt: Die britischen Minister hätten ausdrücklich klargestellt, daß die Generalstabsbesprechungen keinerlei neue Verpflichtungen Englands dar- stellten oder darstellen könnten. Lord Halifax habe den deutschen Geschäftsträger und den italienischen Botschafter verständigt, daß die in Aussicht genommenen Generalstabsbesprechungen keinerlei Wechsel in der britischen Politik darstellten. Zur Frage der deutschen Minderheit in der Tschechoslowakei fei erklärt worden, daß Großbritannien sich voll und ganz auf der Seite des Friedens einsetzen würde. Es fei aber weiter festgestellt worden, daß Großbritannien auch hier keine Verpflichtungen übernehmen könnte, die über das hinausgingen, was der Premierminister in feiner Erklärung vor dem Unterhaus ausgeführt habe. Großbritannien und Frankreich würden aber ihren Einfluß dahin einfetzen, daß eine Bereitschaft bei allen betroffenen Parteien erzielt wird, die Frage freundschaftlich zu regeln. Es fei nicht unwahrscheinlich, daß fpäter Großbritannien und Frankreich vielleicht auch direkt an Deutschland herantreten würden, um diese Fragen zu lösen. Auch die Frage des wirtschaftlichen Beistandes für die Tschechoslowakei und für andere mitteleuropäische Länder sei von den Franzosen aufgeworfen worden. Man sei jedoch der Ansicht gewesen, daß es sich um eine höchst komplizierte technische Frage handele und daß beide Länder daher hierin selbständig oorgehen sollen. In der spanischen Frage sei französisch er- feits auf die große Besorgnis hingewiesen worden, die Frankreich wegen der Errichtung eines faschistischen Staates jenseits der Pyrenäen verspüre. Die französischen Minister hätten Vorschläge zur Wiedererrichtung der Kontrolle und in der Freiwilligenfrage gemacht. Englischerseits habe man darauf dem Wunsche Ausdruck gegeben, daß es Frankreich möglich sein möchte, hier einen weiteren Beitrag zur Zurückziehung von Freiwilligen und Kriegsmaterial zp machen, sobald es ein Übereinkommen mit Italien abgeschlossen habe; dem habe man fran- zösischerseits zugestimmt. In der abessinischen Frage habe man gemeinsam festgestellt, daß die Mitglieder der Genfer Liga aufgefordert werden sollen, sich ihre freie Hand zurückzunehmen in der Frage der Anerkennung der italienischen Eroberung. Die englische Anerkennung der italienischen Souveränität werde erst nach der Völkerbundsratssitzung erfolgen. In der Frage der Schweizer Neutralität sei eine Formel angenommen worden, die als Entschließung auf der nächsten Völkerbundsratssitzung vorgebracht werden soll, um der besonderen Lage der Schweiz Rechnung zu tragen, die neutral zu bleiben wünscht. Endlich sei die fernöstliche Frage kurz gestreift worden. Insgesamt sei festzustellen, daß die Konferenz zwar keinerlei epochemachende Entscheidungen mit sich gebracht habe, es habe sich jedoch feststellen laf* sen, daß die Ansichten der beiden Länder über viele internationale Fragen ähnlich sei. Die Konferenz habe damit weiter das ihrige zur Förderung der Freundschaft zwischen England und Frankreich beigetragen. Die „Times" über das Ergebnis. Die zweiseitige Methode bewährt sich., London, 30. April. (DNB. Funkspruch.) „£i< mes" betont, daß die Besprechungen in allen bet sprochenen Problemen in voller Uebereinq ft i m m u n g zwischen den beiden Regierungen get endet hätten. Nicht nur die französischen Minister! hätten außerordentlich zufrieden London verlassen^ sondern man sei auch auf englischer Seite im gleichen Maße befriedigt. Eine a'lte Freunde schäft sei bestätigt worden. Man Habs neue Wege der Zusammenarbeit get Dem Auge das Beste! Lassen Sie sich b.e r a t e n von Optiker Jßia&nus dem Optiker Ihres Vertrauens / Seltersweg 33 / Kassenlieferan funden, ohne daß eines der beiden Länder seins Politik zu ändern brauche. Neue Maßnahmen der Gleichschaltung der Streitkräfte beit der Länder würden in naher Zukunft in Form von Sachverständigen-Beratungen folgen. Weiterhin solle eine neue und entschlossenere Anstrengung von Frankreich und England gemacht werden, um eine friedliche und geregelte Bereinigung in Mitteleuropa und in der T s ch e ch o s l o w a» fei zu finden. Man habe eingesehen, daß das ganze Problem der deutschen Minderheit in der Tschechoslowakei weit davon entfernt sei, Benesch allein anzugehen. Man fei daher übereingekommen, daß neue diplomatische Annäherungsversuche besonders in Deutschland und Polen gemacht werden. Im Leitartikel schreibt die „Times": In London seien die Rollen Englands und Frank, reichs geklärt worden; andere ebenso wicht t i g e Rollen müßten aber a u ch n o ch g e s p i e l t werden. Zwei hervorragende Führer Europas würden in der nächsten Woche in Rom Zusammentreffen. Beide hätten ihren Beitrag zu leisten. Eine allgemeine Zusammenarbeit scheine sich wirksamer zu gestalten, wenn man zweiseitig oder in fleu nen Gruppen beginne und dann den Kreis erweitere, anstatt die Illusion einer scheinbaren Universalität an den Anfang zu stellen. „Daily Telegraph" betont, daß die gestrige Bespre, chung sich fast ausschließlich um die Tschechoslo wakei gedreht habe. Die französischen Minister wollten gern irgendeine Verpflichtung Dort England erhalten. Die britischen Minister hätten jedoch erklärt, daß sie über die Unterhaus-Erklärung Chamberlains nicht hinausgehen könnten. „Daily Mail" schreibt, die Minister hätten sich ausführlich mit Beneschs Plan befaßt, der den Sudetendeutschen keine politische oder territoriale Autonomie zugestehe. Aus diesem Grunde seien die britischen uqj) französischen Minister der Ansicht gewesen, daß der Plan unzureichend sei, um als Grundlage für Verhandlungen zu dienen und Erfolge bringen zu können. "Man glaube, daß seine Unnachgiebigkeit gegebenenfalls zu persönlichen Schwierigkeiten und schließlich zu seinem Rücktritt führen müßten. Im übrigere fjabe England klar gemacht, daß es auf feinen Fall neue Verpflichtungen im Ausland übernehmen könne, das fei ein Beschluß, d"en- das englische Volk sehr begrüßen werde. von 1914 sind den Deutschen 284 Volks- und Bürgerschulen (davon im Hultschiner Ländchen allein von 42 Schulen 39) und 34 höhere Schulen genommen worden, letztere sanken allein im Jahre 1934 von 104 auf 70 und seither noch weiter. Dagegen wurden mit größter Freigebigkeit für die tschechische Minderheit im sudetendeutschen Gebiet 228 Bürgerund 1171 Volksschulen errichtet. Eine besondere, und zwar durchaus unerfreuliche Rolle spielt im Nationalitätenkampf ferner die Beamten- frage. Die tschechoslowakische Republik hat einen ungeheur aufgeblähten und deshalb durchweg mäßig bezahlten Beamtenapparat geschaffen, der zu einem guten Teil dem Wettbewerb der parlamentarischen Parteien, ihren Anhängern Posten an der Staatskrippe zu verschaffen, sein Dasein verdankt. Häufig genug ist ihre tschechische Muttersprache ihr einziger'Befähigungsnachweis, aber er genügt, um im sudetendeutschen Gebiet nicht nur die Beamten deutscher Abstammung rücksichtslos aus ihren Stellungen zu verdrängen (durch Beamtenabbau verlor das Sudetendeutschtum über 33000 Lebensstellungen für feine Volksgenossen), sondern den ganzen sudetendeutschen Siedlungsraum mit tschechischen Beamten geradezu zu überschwemmen, die hier natürlich einen mächtigen, sich einem wilden Chauvinismus hingebenden „Jnteressentenhaufen" bilden aus Angst, bei einem Erfolg des Sudetendeutschtums im Kampf um feine Lebensrechte, zwar schlecht bezahlte aber auch mühelose Staatsstellungen zu verlieren. Diese Entwicklung ist auch für das tschechische Volk selbst ungesund und bedauerlich, weil es eine ausgesprochene Neigung zu gewerblicher und industrieller Betätigung hat, die durch das Abdrängen so vieler Tschechen in die Beamtenlaufbahn immer mehr verkümmern muß. Fast zwei Jahrzehnte hindurch haben die Tschechen diesen Vernichtungskampf gegen das Sudetendeutschtum mit unmenschlicher Brutalität führen können ohne Rücksicht auf feierlich übernommene Verpflichtungen und unter sturer Mißachtung des eigentlichen Charakters ihres Staates als eines ausgesprochenen Nationalitätenstaates, in dem sie selbst bei Licht besehen nur eine Minderheit darstellen. Sie haben die Lebensrechte des Sudetendeutschtums mit Füßen treten können, einmal weil der große deutsche Nachbar schwach und hilflos und in eigenen Sorgen befangen war und die Tschechen, von den Westmächten als nützlicher Sturmbock gegen eine Wiedererhebung des Reiches gehätschelt und gepäppelt, glaubten, sich im Schutze so mächtiger Protektoren .auch die schändlichsten Uebergriffe gegen ihr- sudetendeutschen Mitbürger herausnehmen zu können, zum andern weil das Sudetendeutschtum selbst unter dem Einfluß der liberaliftisch-demokra- tifchen Tendenzen dieser Jahre in sich zersplittert und führerlos war und gewisse Gruppen durch ihre Teilnahme der Prager Regierungen zwar vergebens hofften, die Lage ihrer Landsleute zu bessern, aber in Wahrheit den Tschechen einen Deckmantel boten, hinter dem sie ungestört ihre Nationalisie- rungspolitrk treiben konnten. Diese Uneinigkeit des Sudetendeutschtums hat schon in den Denkschriften eine Rolle gespielt, in denen die Tschechen in Paris und London 1918/19 ihre Forderungen vertraten. In einer Denkschrift Masaryks, des Begründers und ersten Präsidenten der tschechoslowakischen Republik, an den damaligen britischen Premierminister Lloyd George hieß es zur Begründung der Entziehung des Selbstbestimmungsrechts der Sudetendeutschen, „daß die Deutschen in Böhmen kein geeintes, organisiertes und in der Richtung auf ein bestimmtes Ziel geleitetes Element darstellen, daß sie keine Führer haben, denen die Masse der Bevölkerung Vertrauen entgegenbrächte, und daß es in Böhmen keine Volksbewegung von wirklicher Kraft gibt, die berechtigt wäre, sich auf bas Rechtsprinzip, über ihr Schicksal selbst zu bestimmen, zu berufen". Nun, die Ereignisse der letzten Wochen haben die Welt eines besseren belehrt. Der ebenso hemmungslose wie blinde Chauvinismus der Tschechen, die gewaltige einigende Kraft der nationalsozialistischen Idee und das Erlebnis der Wiedergeburt des Großdeutschen Reiches unter der genialen Führung Adolf Hitlers haben zusammengewirkt, daß sich das Sudetendeutschtum in der Sudetendeutschen Partei Konrad Henleins zusammenfand, der sich nun als einzigen machtvollen Vertretung der 3V2 Millionen Sudetendeutschen die Prager Regierung in einer wenig beneidenswerten Rolle ge- genübersieht. Denn nicht nur der Schleier ist zerrissen, den die Mitarbeit sudetendeutscher Splittergruppen im Prager Kabinett über die tschechische Nationalisierungspolitik gebreitet hatte, das in der Sudetendeutschen Partei unter kraftvoller und ziel- bewußter Führung geeinte Sudetendeutschtum hat auch seine nationalen Forderungen in ein ganz bestimmtes, fest umrissenes Programm gebracht, an dem sich reicht drehen noch beuteln läßt. In Karls- bab hat Konrab Henlein bas klare Verlangen gestellt, baß bie Tschechoslowakei auf eine Außenpolitik verzichte, bie sie in bie Reihe der schärfsten Gegner bes Deutschtums führte unb sie zum Sturmbock bes Bolschewismus in Mitteleuropa machte. Jnnen- politstch hat er die vorbehaltlose Anerkennung der Persönlichkeit des deutschen Volkstums gefordert mit allen notwendigen Folgerungen auf staats- und verwaltungsrechtlichem, kulturellem, wirtschaftlichem und sozialem Gebiet, um das Sudetendeutschtum zum gleichberechtigtem Mitträger der Republik zu machen. Beide Forderungen gehen von dem Wunsch nach Herstellung einer wahren Friedensordnung in Mitteleuropa aus, die auf den von der Natur gegebenen Grundlagen der nationalen Besiedelung alle Kräfte zusammenfaßt. Die Prager Regierung hat sich vorerst einmal taub gestellt, aber mit verdoppeltem Eifer eine rege diplomatische Tätigkeit in Paris und London entfaltet, wohl in der Hoffnung, wie in der guten, alten Zeit nun auch heute bei ihren einstigen hohen Protektoren Rückendeckung und Halt zu finden. Und sie hat iBmerhin schon erreicht, daß das tschechische Problem in den Verhandlungsprogrammen der eben in London gewesenen französischen Minister an wichtigster Stelle stand. In den Besprechungen werden die französischen Staatsmänner gewiß versucht haben, die englische Regierung, die durch Chamberlain bereits ihre Abneigung gegen irgendwelche Ausdehnung ihrer Verpflichtungen auf dem Festland zum Ausdruck gebracht hat, trotzdem auf eine Erklärung zugunsten der Tschechen festzulegen. Aber bei nüchterner Betrachtung der Dinge mußten beide Verhandlungsparteien in London sich sagen, daß sie der Konsolidierung des Friedens in Mitteleuropa, bie soeben erst burch bie Wieberoereinigung Oesterreichs mit dem Deutschen Reich in voller Ruhe und ohne fremde Interessen zu verletzen einen bedeutsamen Fortschritt gemacht hat, einen schlechten Dienst erweisen, wenn sie durch zweideutige Erklärungen der Prager Regierung in ihrer intransigenten Haltung gegenüber dem Sudetendeutschtum den Rücken stärken, statt sie mit allem gebotenen Ernst auf ihre Verpflichtung hinzuweisen, den Forderungen der Sudetendeutsthen auf ihr natürliches Mitbestim- mung'srecht im tschechoslowakischen Staat zu entsprechen. Das ist das Gebot der Stunde, dem sich die Regierungen Frankreichs und Englands auf die Dauer nicht werden entziehen können, mag auch besonders in Paris die Erkenntnis schwer fallen, daß der Ring um Deutschland, den das Bündnissystem der französischen Nachkriegspolitiker geschlungen hatte, nicht mehr zu halten ist, und daß Frankreichs „Sicherheit", wenn sie kein Phantom bleiben soll, nur auf freimütiger Verständigung gleichberechtigter Nachbarn begründet werden kann. Dr. Fr. W. Lange. Geschichten aus aller Welt mar bei Ausbruch des Krieges d i g t über die Ortschaf- zieren des tschechischen Generalstabes nicht ver- eich" tätig gewesen war. hindern konnte, im höchsten Grade schuldig gemacht kommandos oerstän es zu danken, daß in letzter Stunde eine auf Burg Katz. * lichen Provokation aus ging, zur Verantwortung zu ziehen." tert, in denen er „erfolgreich „ „ Nur dem Verantwortungsgefühl eines Mannes der SDP.., der eingedenk des Befehls der Parteiführung, sich auf keinerlei Gewaltmaßnahmen einzulassen und bedingungslose Disziplin zu halten, ist glück vermieden wurde, so ändert das nichts daran, daß sich die tschechische Regierung, die zumindest diese ungeheuerlicke Aktion einer verantwortlichen Kamafilla von kriegslüsternen, ehrgeizigen Offi° Widerstand leisten! Appetitlosigkeit, Blutarmut, Schwäche und Müdigkeit lähmen die Widerstandskraft und machen empfänglich für Krankheiten. Schaffen Sie sich Spannkraft und frisches Aussehen durch das blutbildende Kräftigungsmittel Bioferritt Bioferrin leistet besonders Kindern vorzügliche Dienste. / A \ BAYER) \E 7 VrV hat. Es ist jetzt Sache Prags, die verantwortlichen Männer, von denen dev»Plan zu dieser ungeheuer- ten. Seine Aufgabe wurde es sein, darüber zu wachen, daß die Zusammenarbeit zwischen den Generalstäben beider Länder dauernd vollkommen sei. „Petit Parisien" hält es für falsch, wenn man die militärischen Ergebnisse von London als „Militärbündnis" bezeichnet. Es handele sich vielmehr um ein „totales Abkommen über die Mittel, gemeinsam die nationale Verteidigung der beiden Länder im Kriegsfälle zu gewährleisten". „Figaro" will berichten können, daß sich am Freitag Außenminister Bonnet dreiviertel Stunden lang mit dem englischen Schatzkanzler Simon über die F ran - tenfrage unterhalten habe. Dabei sei der Plan einer besonderen Verrechnungsk ass e erörtert worden, die Frankreich eine erleichterte Ankaufsmöglichkeit von Rohstoffen geben solle Das Blatt unterstreicht, daß England für den Augenblick nicht bereit sei, Frankreich eine Anleihe zu gewähren. , , , . , Journal" und „Petit Journal" betonen, daß hinsichtlich der Tschechoslowakei zwischen England und Frankreich keine U e b e r e i n ft immun g b e r Ansichten bestehe. Infolgedessen sei auch hinsichtlich der Tschechoslowakei keine genaue Entscheidung getroffen worben. Die Milärabreden im Vordergrund des pariser Mreffes Komplott gegen das Sudeiendenlschlum enüarvt Putschplan tschechischer Offiziere gescheitert. Der jugoslawische Minister für körperliche Ertüchtigung Dr. Miletitsck reifte zu einem eintägigen Besuch Deutschlands ab. Er erwidert damit den Besuch des Reichsjugendführers im Herbst vorigen Jahres. Der Minister wird Gelegenheit zum eingehenden Studium des deutschen Sportes und der deutschen Jugendeinrichtungen haben. Rach deutschem Vorbild sollen in Jugoslawien besondere Sport- und Turnschulen geschaffen werden. Kunst und Wisienschast. Ergebnisse des Internationalen Aerztekresfens in Budapest. Die Begründung einer Internationalen Akademie für ärztliche Fortbildung, mit dem ständigen Sitz in Berlin, die auf dem Internationalen Aerztetreffen in Budapest verkündet wurde, ist ein großer Erfolg der deutschen Forschung und der deutschen Aerzteführung. Die vom Reichsärzteführer vor drei Jahren eftigesührte Pflichtfortbildung, bisher in der Welt ohne Gegenstück, gibt Deutschland einen erheblichen Vorsprung auf diesem für die Volksgesundheit so wichtigen Gebiet. Wie der Präsident des Ständigen Büros, Dr. B l o h m e (Berlin), mitteilt, wird die praktische Arbeit in Fachgruppen durchgeführt, von denen etwa 30 vorgesehen sind. Da etwa 50 Länder für die Beteiligung an der Akademie vorgesehen sind, können praktisch alle Kulturländer Nutzen aus der Arbeit der Akademie ziehen. Auf der Budapester Tagung gaben hervorragende Vertreter dex euro- patschen medizinischen Forschung emen UeberMuf über bie aktuellen Probleme, besonders über den Stand der Vitamin- und Horrnonforschung. lieber das Problem ,Leib und Seele" sprach der Berliner Internist Professor von Bergmann. Der berühmte £)rmoperateur Professor Olivecrona (Stockholm) zeigte, wie Erscheinungen an den Augen oft auf Geschwülste im Gehirn Hinweisen. Ehe die Schädeldecke geöffnet wird, kann der erfahrene Hirnchirurg die Lage der Geschwulst an den Augenbewegungen feststellen und danach seine Anordnungen treffen. Tausende von Anmeldungen für die Deutsche Kunstausstellung 1938. Wie aus dem Haus der Deutschen Kunst in München mitgeteilt wird, sind für die vom 10. Juli bis 16. Oktober geplante große Schau zeitgenössischer deutscher Malerei, Graphik und Plastik bereits Tausende von Anmeldungen em- (egangen. Die Ausstellungsleitung weist nochmals >arauf hin, daß weitere Anmeldungen nur noch in den nächsten Tagen entgegengenommen werden können. Wie bereits bekanntgegeben wurde, ist für die Einlieferung der angemeldeten Werke die Zeit vom 2. bis 21. Mai festgesetzt. Rückfragen sind an Paris, 30. April. (DNB. Funkspruch.) Die Pariser Margenpresse rückt die militärische Uebereintunft weit in den Vordergrund der Ergebnisse der Aussprache in London. Wollen die Blätter in ihren Überschriften auch glauben machen, daß zwischen Paris und London hinsichtlich aller anderen Fragen besonders im Hinblick auf die internationale Politik, völlige Einmütigkeit herrsche, so ergibt sich aus den Kommentaren doch, daß diese Einmütigkeit durchaus nicht voll ist. Die marxistische und kommunistische Presse fragt, z u welchem Preise die französischen Minister mllitärische Vereinbarungen hätten erkaufen müssen. „Matin" berichtet aus London, daß in einer Woche Besprechungen zwischen den Sachverständigen des englischen und des französischen General st abes beginnen würden. Sie würden sich besonders um die Beschaffung von Flugzeugen, Rohstoffen, Brennstoffen und Lebensrnitteln, sowie über die Verwendung von Flug- und Marinestützpunkten drehen. „Excelsior" schreibt, die Londoner Ergebnisse hätten keine gegen einen dritten Staat gerichtete Tendenz. Der militärische Mit- arbeiter des Blattes hält es für möglich, daß die französische und die englische Regierung einen ständigen Sachverständigen schaffen woll- Berlin, 29.April. (DNB.) Wie der „Angriff" meldet, ist auf Initiative einer Offiziers- gruppe der tschechischen Wehrmacht, er sogenannten K r i e g s p a r t e i, in der Gegend von Reichenberg — Friedland — Grottau ein aus Deutschland ausgebürgertes steckbrieflich verfolgtes Individuum namens Glaser am Werk gewesen, um unter der sudetendeutschen Bevölkerung, insbesondere auch in den Kreisen der SDP. Konrad Henleins, eine Terrororganisation gegen den tschechischen Staat zu bilden. Glaser verstand, es, einzelne unter diesen jungen Menschen, die sich der Tragweite dessen, was von ihnen verlangt wurde, gar nicht bewußt sein konnten, zu Dreiergruppen zusammenzufassen, die bei Nacht und Nebel in verbrecherischem Mißbrauch auf den Namen des Führers vereidigt wurden(!). Diesen Gruppen gab man Waffen in die Hand mit dem Auftrag in der Nacht zum 1. Mai einen Putsch gegen den tschechischen Staat zu inszenieren. Diese Dreiergruppen sollten gleichsam als Kernzellen eines allgemeinen Putsches arbeiten. Glaser, der sich als „deutscher Offizier" (!) bezeichnet, h a t dann d i e zuständigen Gendarmerie- (ig) Montreal. Die Gerichte von Kanada müssen sich jetzt noch mit einer Kriegsaffäre beschäftigen. Em gewisser Ninon Guka verlangt von der kanadischen Regierung die Rückgabe eines Grundstücks bei Hyacinthe in Quebec. Er war bei Ausbruch des Krieges NacPnuck, auch mit Quellenangabe, verboten! Auch ein Rekord. th. Washington. Omero Catan ist ein merkwürdiger Mensch. Er ist fleißig und ausdauernd in seinem Beruf und in seinem Geschäft. Aber wenn er hört, daß irgendwo ein bemerkenswertes neues Gebäude dem Verkehr . übergeben wird oder eine Brücke eröffnet werden soll, dann packt ihn sozusagen das Fieber. Er hat sich nämlich in den Kops gesetzt, einen Welt- rekord in „Erstbeschreitungen" zu halten. Es ist ihm denn auch gelungen, nachweisbar in nicht weniger als 225 Fallen die berühmtesten Brücken rings um Neuyork, die neuesten Riesengebäude als erster Mann aus dem Publikum zu ,cheschreiten". Heute ist Omero Catan berühmt für seinen Tick. Man Verdoppelung der englischen , Klugzeugfabrikation. 2 o n 6 o rt, 29. April. (DNB.) Wie verlautet, wird - der Unterstaatssekretär im Luftfahrtministerium, j Lord Winterton, eine umfangreiche Vergrö - , ßerung der Flugzeugproduktion in Großbritannien bekanntgeben. Der Plan sieht eine Verdoppelung auf allen Gebieten der Luft- ( rüftungen vor; er umfaßt also auch die Vermehrung des Personals, der Flughäfen usw. Gleichzeitig wird mitgeteUt, daß der sogenannte „Plan r", der die ' Erreichung einer Frontlinien st ärke von ; 1750 Fru gz e ugen bis zum 31. März nächsten * Jahres versieht, befriedigende Fortschritte 1 mache und die Lieferung der neuen Bombenflugzeuge im befriedigenden Ausmaße erfolge. Außerdem würden in Kürze eine Anzahl neuer Modelle in Dienst gestellt. Der neue Plan sieht also eine Vergrößerung der unter dem „Plan F" vorgesehenen Ziffern vor. Alle Flugzeugfabriken, die bisher in der Lage gewesen seien, den Ansprüchen des letzten Luftaüfrustungsprogramms zu entsprechen, würden in Zukunft nicht mehr einschichtig, sondern in Doppelschichten arbeiten. Auch die Zahl der Flugzeugwerke würde vergrößert werden. Ferner sei zu erwarten, daß in der Flugwaffe selbst nicht nur die Zahl der Staffeln, sondern auch die Zahl der zu einer Staffel gehörenden Maschinen erhöht werden würde. Widerstreitende Meldungen vom chinesischen Kriegsschauplatz. Schanghai, 29.April. (Eurvpapreß.) Die von vier Heeressäulen eingeleitete japanische O s - fensioe auf Hsütschau ist im Süden dieses strategisch wichtigen Eisenbahnknotenpunktes erfolgreich gewesen. Nach den letzten Frontberichten sind die Japaner entlang der Lünghai-Bahn auf weniger als zwanzig Kilometer an die Stadt Hsütschau herangekommen und stehen für ihren Weitermarsch keinem erheblichen Widerstand gegenüber, da die Chinesen in diesem Kampfabschnitt durch umfangreiche Truppenoerschiebunaen in den letzten Tagen geschwächt worden sind. Chinesische Meldungen b e • streiten diese aus japanischer Quelle stammenden Angaben und behaupten, die Japaner seien im Süden von Hsütschau von chinesischer Uebermacht zurück gedrängt worden. Don japanischer Seite wird die Einnahme von H o h s i e n , etwa 50 Kilometer südlich von Nanking, gemeldet. Die Chinesen behaupten, Schuangkichen, etwa fünf Kilometer westlich von Hangtschau umzingelt zu haben. Dagegen verlautet, daß sie vierzig Kilometer südlich von Hutschau bei Tunglichen vernichtend geschlagen worden sind. Kleine politische Nachrichten. Der Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt hat den Oberbürgermeister in Dresden, Zörner, zur Durchführung aller aus der Planung der Neugestaltung der Reichshauptstadt sich ergebenden Arbeiten und Aufgaben auf Weisung des Führers und Reichskanzlers in die Generalbauinspektion berufen und ihn zu seinem ständigen Stellvertreter bestellt. Zörner stammt aus der freien Wirtschaft unb gehört seit Dezember 1922 der NSDAP, an. Er ist Träger des Goldenen Ehrenzeichens. Katastrophe verhindert wurde. Als einer der jungen Öeute, mit denen Glaser in Verbindung getreten war, sich an dieses Mitglied der Sudetendeutschen Partei wandte, um sich Rat einzuholen, wurde diese infame Provokation aufgedeckt. e * „Während Konrad Henlein in Karlsbad bemüht war", erklärt der „Angriff", „auf legale Weise die schwebenden Probleme zwischen den Sudetendeutschen und der Prager Regierung zu klären, benutzte Prag ein aus dem Reich emigriertes Subjekt als Agent provocateur, um mit Gewalt die sicketendeuffche Bewegung zu zerschlagen. Es muß mit aller Eindringlichkeit der Weltöffentlichkeit vor Augen geführt werden, mit welchen Methoden man in Prag vorgeht. Während man in der Welt bemüht ist, alle Probleme auf friedlichem Wege zu lösen und den Frieden zum Wohle der Völker zu erhalten, spielt man in Prag mit dem Feuer. Wenn in letzter Stunde ein Un- munbert sich denn auch gar nicht, wenn er sich mit kräftigen Armen nach vorn schiebt, sobald die letzte Schranke fällt, wenn eine neue „Erstbetretung" fällig ist. Pech im Ring — Glück in.der Liebe. C. K. Neuyork. Der junge englische Schwergewichtsmeister Tommy Farr, der im Laufe des letzten Jahres im Ring gerade keine Lorbeeren geerntet hat, da er dreimal hintereinander nach Punkten besiegt wurde, scheint in der Liebe glücklicher zu Jein. Er ist, wie berichtet wird, im Begriff, sich mit Eileen Wenzel zu verheiraten, der dreiundzwanzigiährigen Neuyorker Schauspielerin und Tänzerin, die in den. Nachtlokalen des Broadway jahrelang als „Amerikas Schönheit Nr. 1" gefeiert wurde. Das junge Mädchen hatte ein merkwürdiges Schicksal. Bei einem AutounsaU wurde ihr Gesicht verunstaltet. Die amerikanischen Gerichte, an die sie sich wandte, sprachen ihr einen Schadenersatz von 40 000 Dollar von feiten ihres Begleiters, des jungen Milliardärs Lewis Ehret zu, der den Wagen bei dem Unfall gesteuert hatte. Danach suchte sie die besten „Schönheitschirurgen" Amerikas auf und verttaute, ohne zu zaudern, ihr Gesicht und ihre Zukunst einem von ihnen an. Die Operation kostete fast die 40 000 Dollar, die sie erhalten hatte, aber sie gab ihr ihre Schönheit wieder. Sie hatte den Boxer vor einiger Zeit in Europa kennengelernt und reifte mit ihm auf der „Normandie" nach Amerika, als er sich auf feine dortige Tournee begab. Sie war es auch, die ihn in die heitere Gesellschaft von Neuyork einführte. Die Möglichkeit einer Verlobung wurde damals von beiden jungen Leuten lebhaft bestritten, aber Eileen verriet ihre Gefühle durch eine Geste. Am Vorabend einer seiner Boxkämpfe hörte sie, wie in einem Neuyorker Nachtlokal Tommy Manville, einer der exzentrischsten reichen Erben Amerikas, eine Wette von 40 000 Dollar gegen 800 Dollar anbot, daß Farr geschlagen roerben würde. Außer sich nahm sie die Herausforderung an. Sie verlor ihr Geld, aber Farr war von ihrem Parteigänger- tum so gerührt, daß er sie um ihre Hand bat und am Tage nach seiner Niederlage den Sieg über ihr Herz davontrug. Die Hochzeit soll, wie man hört, Ende des Sommers und voraussichtlich in England stattfinden. Die Schornsteinfeger und der Druckfehler. (ep) Budapest. In Ungarn gibt es ein Allgemeines Amtsblatt und ein Amtsblatt des Innenministeriums. Als nun im Jahre 1935 die Gebühren für die Schornsteinfeger neu festgesetzt worden waren, oeroffent- lichten jene beiden Amtsblätter den neuen Tarif. So konnte man im Amtsblatt des Innenministeriums lesen, daß als Grundtaxe für das Fegen eines Schornsteins 13 Heller festgesetzt waren. Zu dieser Summe sei dann noch eine Ersatzgebühr von 6 Hellem für das Erdgeschoß und von 3 Hellem für jedes Stockwerk hinzuzuzählen. Nun geschah es, daß die Betriebsleitung der Staatsbahnen in Erlau, als ihr von der Schornsteinfederinnung die Rechnung vorgelegt wurde, sich weigerte, jene 6 Heller Zuschlag für das Erdgeschoß zu zahlen, und zwar mit dem Hinweis darauf, daß in ihrem Amtsblatt, im Allgemeinen Amtsblatt, von 6 Hellern Zuschlag nichts stehe, sondern daß ttort^ar und deutlich zu lesen sei, daß der Zuschlag nur 3 Heller betrage. Schließlich ging die Sache an das Ministerium für Gewerbe und Industrie, denn die Schornsteinfeger bestanden auf ihren 6 Hellern und führten zur Verteidigung ihrer Ansprüche das Amtsblatt Des Innenministeriums ins Treffen. Inzwischen errechneten die Schornsteinfeger, daß in den drei Jahren seit Inkrafttreten jenes neuen Tarifes eine Diffe- ! reiy von nicht weniger als. 8500 Pengö entstanden Reichsarbeitsführer Hier! machte eine Besichtigungsreise durch Teile Württembergs, Badens, Hessens, durch den Westerwald und die Eifel. Die Fahrt führte durch Lager, Bezirksleitungen und Schulen des Arbeitsdienstes für die weibliche Jugend. Den Abschiedsabend verbrachte Reichsleiter Hier! bei der Bezirksgruppe 5 des männlichen Arbeitsdienstes Eigentümer jenes Grundstücks, das einen Wert von 2000 Pfund Sterling hatte. Er-stammte aus der K. u. K. Doppelmonarchie und wurde als „Feind" gefangengenommen, später deportiert, während die Regierung sein Land beschlagnahmte. Bei Beendigung der Feindseligkeiten wurde Guka durch dey Friedensverttag Rumäne, denn sein Geburtsort kam zu Rumänien. Jetzt verlangte er von der kancckrschen Regierung die Rückgabe seines Grundbesitzes, weil es dock schließlich ungerecht sei, einem Alliierten Kandas (auch wenn er ein roeni'g spät und gegen seinen Willen dazu wurde) das Land wegzunehmen. Die Richter wissen nicht ein noch aus, denn schließlich wird die Klage durch den offiziellen Vertreter der rumänischen Regierung in Kanada unterstützt. Der Fall Guka bereitet den kanadischen Gerichten große Sorge. Die 1)-Bahn tut was fürs Herz! chb. London. Die Londoner Untergrundbahn hat eine Einrichtung geschaffen, die nur wenige Pennies Unkosten verursachte, dafür aber sicher Tausenden von Liebespärchen helfen wird. Und das ging folgendermaßen zu: Der Piccadilly-Zirkus-Platz im Londoner Westen gehört zu den verkehrsreichsten Plätzen der AchtmMonenstadt. An einer Seite befindet sich der Eingang zur Untergrundbahn mit einer kleinen, ebenerdig gelegenen Vorhalle. Hier pflegen sich täglich Hunderte von Liebespaaren zu verabreden. Will man in die U-Bahn, dann gerät man in ein unvorstellbares Gedränge junger Menschen. Die Schattenseite dieses Treffpunktes besteht darin, daß sich Liebespärchen oft verfehlen, denn das Gedränge ist tatsächlich fürchterlich und die Beleuchtung mangelhaft. Also beschloß die U-Bahn, mal etwas fürs Herz ihrer Schützlinge zu tun. lieber dem Eingang befinden sich drei riesige Glasscherben, die der Vorhalle Licht geben. Eines Tages erschienen Maler und malten auf die erste Scheibe eine große I, auf die zweite — aber Sie wissen es ja schon selbst. Jetzt verabredet er sich mit ihr entweder unter der I oder der II ober der III. Das Gedränge hat nachgelassen; und die Pärchen wissen, wohin sie gehören. Der alte Herr unb bas Mobell 1909. D. Liverpool. Gerald Hall dürfte wohl der älteste Autofahrer Englands gewesen sein. Man konnte ihn noch vor kurzem in der Würde seiner 93 Jahre am Steuer seines Wagens sitzen sehen. Aber nun hat er die Ueberzeugung gewonnen, daß seine Augen doch nicht mehr so gut sind und auch sein Griff nicht mehr so sicher. Er wird also fein Auto erckgültig in die Garage stellen. Denn seine Enkel wollen von seinem Wagen nichts wissen. Sein Auto stammt nämlich aus dem Jahre 1909 und ist schön weiß angestrichen. Es war bei bestem Wetter und guter Laune imstande, bis zu 30 Kilometer in der Stunde zu fahren. Diese Geschwindigkeit hat Gerald Hall noch nie in seinem Dasein überschritten. Allerdings behaupten seine Kinder, daß er für fein altes Auto soviel Geld an Reparaturen aus gegeben habe, daß er dafür den schönsten neuen Wagen dreimal hätte kaufen können. Schließlich mußte ja jeder Maschinenteil besonders hergestellt werden. Denn Wagen aus dem Jahre 1909 wurden bekanntlich nicht in Serien fabriziert. Der Schwips unb ber Film. H. Paris. In Paris ist die Polizei feit einiger Zett dazu übergegangen, alle Betrunkenen, die man erroifajt, zu filmen, um ihnen — wenn sie wieder nüchtern find — die Bildstreifen als abschreckendes Beispiel vor Augen zu führen. So wurde dieser Tage auch eine kleine schwedische Studentin in einem recht alkoholischen Zustand von einem Polizisten im Bild festgehalten. Als sie am nächsten Morgen sah, wie beschämend sie sich aufgöführt hatte, bat sie reuig unb zerknirscht um ben Film, den sie als bleibenbe Mahnung stets bei sich behalten wollte. Großzügig, wie bie Pariser Polizei ist, hänbigte man ihr auch ben Bildstreifen aus. Aber wer beschreibt bas Erstaunen des verantwortlichen Beamten, als er einige Wochen später jene Studentin auf ber Lein- manb eines Kinos wieder erblickt? Das findige junge Mädchen war nämlich umgehend mit dem Film zu einem bekannten Regisseur gegangen, bei dem es sich bereits seit längerer Zeit — aber immer vergeblich — bemüht hatte, unb erreichte es, daß ber hohe Herr sich den Bildstteffen ansah. Der Filmgewaltige war begeistert von ben „natürlichen unb lebensechten Aufnahmen" und engagierte das . Mädchen sofort für ihre erste ÄollLl -------- sei, auf bie sie keineswegs zu verzichten gesonnen eien. Und nun taucht die große Frage auf, ob jene Forderung der Schornsteinfeger als berechtigt anerkannt wirb, unb ob nicht in manchen anderen Orten in ähnlicher Weise bie Bezahlung ber Schorn- teinfeger auf Grund des Druckfehlers zu einem zu niedrigeren Satze erfolgt ist. Natürlich wird die Angelegenheit jetzt die Gerichte beschäftigen, und es wird sich zeigen, daß dieser kleine unb unscheinbare Druckfehler vielen noch bettächtliche Kosten an Nachzahlungen verursachen wirb. Ein schwieriger Fall. bie Direktion des Hauses der Deutschen Kunst, München, Prinzregentenstraße 1, zu richten. „Lichtbildner sehen Deutschland." Ein wesentlicher künstlerischer Beitrag zu Wies- badens Maiwochen 1938 ist die von der Gesellschaft deutscher Lichckildner und der Stadt Wiesbaden gemeinsam im Nassauischen Landesmuseum durch- geführte Ausstellung Lichtbildner sehen Deutschland", die unter starkem Andrang eröffnet worden ist. Nachdem Museumsdirektor Professor Dr. V o ß die Gäste begrüßt hatte, dankte Der Vorsitzende der Gesellschaft deutscher Lichtbildner. Landesgewerberat G r a i n e r (München) der Stadt für die Förderung der Ausstellung. Oberbürgermeister Dr. Mix übergab die Ausstellung der Oeffent- lichkeit. In der Ausstellung, die einen Querschnitt im Lichtbild durch das neue Deutschland 9^tt, überrascht neben der Schönheit aller ausgestellten Bilder auch die Vielfältigkeit der Aufnahmeobjekte. Besondere Bedeutung kommt der Sondergruppe „Führer und Volk in Großdeuffchland" von Reichsbildbericht- erftatter Heinrich Hoffmann zu, die eindrucksvoll die Umwelt des Führers und die weltgeschichtlichen Ereignisie ber letzten Wochen in der wiebergewonnenen deutschen Ostmark zeigt. Am Freitagmittag empfing Reichsminister Dr. Goebbels den Bürgermeister und die Ratsherren von B a b e I s b e r g, bie bem Minister ben Ehrenbürgerbrief ihrer jungen Stabt überreichten. Reichsminister Dr. Goebbels bankte ben Vertretern ber Bürgerschaft herzlich für die Ehrung ber Stabt bes deutschen Films. * Reichskriegsopferführer Oberlinbober nahm in Leopoldsau an ber Grenze Wiens ben ersten Spatenstich zum Bau einer Kriegsopfersiedlung vor. Die Siedlung umfaßt zunächst 40 Baugründe von je 1000 Quadratmeter. Oberlindober betonte, daß diejenigen, die im Kriege ihre Gesundheit im Schützengraben für bas Vaterland eingesetzt hätten, jetzt vom Vaterland ein Stücke ber Heimaterbe bekämen, bie sie durch mehr als vier Jahre mit dem Einsatz ihres Lebens geschützt hätten. Auf der Jahresversammlung ber Jäger des Landesverbandes Danzig wurde einstim- mig der Beschluß gefaßt, fortan das Abzeichen ber Deutschen Jägerschaft zu tragen. Der Gaujägermeister von Ostpreußen, Graf F i nj e n» stein, heftete daraufhin dem Danziger Landes- jägermeister, Senatspräsident Greiser, sein eigenes Abzeichen an, damit dieser als erster Danziger Jäger das neu übernommene Abzeichen tragen konnte. 2954P ®Ihring-Melchior-Bier ist anerkannt lonnSlith / Spezialität: „Hessennnell“ (Pilsner) feinstes helles Taleibier Wilhelm Keil, Ing. Gießen, Weserstraße 17, Fernruf 4236 Baustoffe, Flußkies- und Sandbaggerei Lieferung für Hoch-, Tief-, Kanal- und Wasserbau Gartenkies, Karbolineum und Torfmull Hessische Landesbank Staatsbank Darmstadt, Paulusplatz gewährt mtsd unkündbare AlMSchMlhekdarlchen insbesondere für den Klein Wohnungsbau Telefonanlagen für Haus und Postnebenstellen Heinrich Balser Elektro-Installateur Kaiserallee 68 / Fernruf 2184 2951D Weitz- u. Gvauftütkkalk Gvaufaekkalk Düngekalk Fernruf Gießen 4042 unter ständiger Kontrolle des Reichsnährstandes liefert Masswerk GraSen-Linden ,3016V Carl Becker II. Lederfabrik Lederhandlung Lederwaren Gießen, Bahnhofstraße 16 3013A H.W. Rinn Hoch-, Tief- und Betonbau G.m.b.H, Gießen Gegründet 1876 • Hitlerwall 12 • Fernsprecher 4036 Ausführung aller Bauarbeiten für Wohn- u Geschäftshäuser, Siedlungsbauten usw. Be- u. Entwässerungs- Anlagen, Betonstraßen bauten und Brückenbauten- Mal« Für die uns zu unserer Vermählung erwiesenen Glückwünsche und Aufmerl, samkeiten sagen wir auf diesem Dege allen unseren herzlichsten Dank Erich Klein und Frau, Klein-Linden - ____________________________02077 WILHELM RÖHRIG Znh.Hermann'Mhrig,Oachdeckermeister GIESSEN Mühlstraße 29 und Löberstraße 3 Fernsprecher 3495 Ausführung aller Arten Oacheindeckungen Reparaturen schnell und preiswert Großes Lager aller Bedachungsmaterialien 2957V Wir haben uns berlobt Ulle Holzlager * Karl Christ Heilbronn und Gießen lWehsteinstraße 8) Am Nationalfeiertag des Deutschen Volkes 1938 02058 Ihre Verlobung geben bekannt Else Pauly Dr. phil. Karl Löw Gnauthstraße 13 Stephanstraße 29 Gießen, den 1. Mai 1938 02029 Wer Wert auf gutes Wohnen legt, versäume nicht, sich unsere Ausstellung anzusehen. Unsere Möbel verraten Güte und Geschmack und bereiten Ihnen Freude für immer. Jtfcbdhcutt fyihl Marktstr. 29 30 GIESSEN Fernspr. 4071 Ausstellungsräume: Bahnhofstraße 2—4 2995A Jean Weisel Sonnenstr. 6 Gießen Fernspr. 3888 Mineralwasser-Großhandlung Gegründet 1892 Sämtliche medizinischen Heil- und erstklassigen Tafelwasser Natürliche flüss. Kohlensäure Apfelsaft u. Traubensaft 3014V Vollkommen in seinem Bereich MLEE 2,5 Ltr. 6Zyl. 58 PS Machen Sie eine Probefahrt bei 0000V H. Wagener GIESSEN Frankfurter Straße 45 — Fernsprecher 4120 2919A Ihre Verlobung geben bekannt Gertrud Petri Wilhelm Friedrich, Oeniist Gießen, Asterwea 31 Bahnhofstraße 35 Nationalfeiertag des Deutschen Volkes 1938 2927V Hermann Graf Lieselotte Graf, geb. Wack Vermählte Gießen (Teufelslustgärtchen 26), den 30. April 1938 02056 Für die uns anläßlich unserer Vermahlung dargebrachten Glückwünsche und Geschenke sagen wir und im Namen der Sltern herzlichen Dank. Hugo Krahl und Frau (?lse, geb. Keßler. Großen-Linden, im April 1938. 3022V Neuefte Modelle in großer Auswahl Friedr. Groß »«'«7 GIESSEN, Neuenweg 32 Verdecke werden in eigener Werkstatt überzogen. M83a Wilhelm Rinn VIII. Betonwarenfabrik Heuchelheim-Äbendstem Fernsprecher 2182 (Gießen) Lieferung aller Betonwaren sowie Baustoffe 2967V Elektromotorenbau Friedrich Guhr 9 Gießen • Marburger Straße 34-Telefon 2672 Fabrikation von Elektromotoren Automatische Haus-Wasserversorgungen Motor-Jauchepumpen ooood Reparaturwerkstätte fürelektr. Maschinen u. Apparate 2952V W ist esZeii mit dem kraftvollen Natur-Humus-Dünger durch alk. Klärschi. ents. Torfmull den Boden zu düngen, zu verbessern und frühere und größere Ernien zu erzielen. Auf Wunsch Anlieferung Verkaufslager: Gtädt. Gaswerk, Gartenstraße 3 und Gtädt. Biohumwerk an der Kläranlage, Fernruf 2058 Gas und Strom sind schnelle, zuverlässige und beliebte Helfer in Haushalt, Gewerbe und Industrie Elektro- und Gas-Geräte erleichtern die Arbeit fördern die Gesundheit steigern die Arbeitsfreudigkeit beim Kochen, Braten, Backen, Grillen Unverbindliche Vorführungi Sterilisieren, Heizen, Baden, Kühlen Fachmännische Beratung bei den Mitgliedern der WäSChen, Plätten, Bügeln I Elektro-Gemeinschaft um Gas-Gemeinschaft Gießen 2915A JuLWellhöfer Wagen Sägewerk / Parkettfabrik Gießen, Marburger Straße 24, Fernruf 2313 Lieferung von Eicben-Parkettböden in bester Ausführung 2950D Friedrich Grieb TELEFON 3204 Feine Eiernudeln und Makkaroni 2937D Karl Lapp MJfaesslfadiiß Gießen 29560 Uebernahme aller Fadi arbeiten bei guter Ausführung Ständig großes Lager aller Bedachungs-Materialien Audi- Horch- Wanderer Spitzen- und Seidenstoffe Garnituren, Schals, Knöpfe Strümpfe, Handschuhe Korseletts, Strickwaren Herren- u. Damen-Wäsche Gardinen Fachgemäße Beratung Dachdeckergeschäft • Bauspenglerei Eigener Fuhrbetrieb (Lastkraftwagen) Schulstraße 4 _________________2973 A IHM: Wl LH f LM HORN UND SOHN Gießen — Kreuzplatz 15 Großes Lager in jeglicher Art von Berufskleidung 2938A Modehaus Schneberger Gieben, Diezstrabe 7 • Fernsprecher Nr. 3559 Immer guter Einkauf — ein Vorteil für jeden Haushalt Durch unsere 37 vorbildlich und hygienisch einwandfreien Verteilungsstellen ist es uns möglich, unsere 8000 Mitglieder mit erstklassigen Nahrungs- und Genußmitteln aus den über 50 Eigenbetrieben der Deutschen Großeinkaufsgesellschaft Hamburg zu versorgen. Verbrauchergenossenschaft Gießen e. G.m.b. H. __2970A W. letsch • Hieben Krofdorf er Straße 16, Fernsprecher 3235 ______________________________________________2971D Schulstraße 4 das Haus der modischen Neuheiten Herren- und Knabenmäntel Herren-und Knabenanzüge In den neuesten Frühjahrsmodellen für jeden Geschmack Besichtigen Sie unser reichsortiertes Lager und Sie finden das Richtige! IVossalin-Creme I seit 40 Jahr.glänzend bewährt b. Flechten, Hautausschlag. Geschwüren usw.Rheumatismus, Ischias u. Gicht verschwindet sicher durch 2363v taalln-Rheuma Tube 1,-^.Zu hab in Apothek.u. Drogerien Vossal Labor. Buer/w. Einspaltige Kleinanzeigen werden ,nm er» mäßigten Gründ» preis von 5 pf. für die Millimeter» »eile veröffentlickl M, Ur. *00 viertes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) 30. April/».Mai »938 Der Nationalfeiertag des deutschen Volkes! Die Veranstaltungen in Gießen. programmfürSams1ag,30.Apnl 19.00 Uhr: Aufstellung des Maibaumes auf Os- waldsgarten. Darbietung des BDM. 19.30 Uhr: Maisingen des BDM. an sieben verschiedenen Stellen der Stadt. 21.00 Uhr: Maisingen des gesamten BDM. und der J2H. auf dem Brandplah. Programm für Sonntag, 1. Mai. 6.00—7.00 Uhr: Decken. Ls wird ausgeführt von dem Spielmannszug und der Musikkapelle der SA.-Standarte 116. 8.30—9.15 Uhr: Zugendkundgebung auf Oswalds- garten. An dieser Veranstaltung nimmt die gesamte Gießener Jugend teil. 11.00 W)t: Antreten der Teilnehmer zum Umzug. 11.15 Uhr: Abmarsch der Marschgruppen. 11.30—11.40 Uhr: Eintreffen auf Oswaldsgarten. 11.45 Uhr: Ansprache des Kreisleiters P g. Backhaus. Etwa 12.00 Uhr: Beginn der Uebertragung aus Berlin. Rede des Führers. Hach der Rede Deutschlandlied und horst- Dessel-Lied. Sieg-Heil auf den Führer. Ende der Veranstaltung. — Abmarsch der Teilnehmer. Allgemeine Anordnungen. Vetriebsfeiern dürfen am 1.Mai selbst erst nach Beendigung der Hauptkundgebung abgehalten werden. Am 1. Mai tragen fämlliche Angehörige der Betriebe den blauen Festanzug und DAF.-Mühe. Zeder Hausbesitzer muß als Betreuer der Haus- gemelnschaft zusammen mit seinen Mietern dafür sorgen, daß sein Haus am 1. Mai in würdiger Form mit Fahnen und frischem Grün ausgeschmückt ist. Anordnungen für den Aufmarsch auf dem Oswaldsgarten. Die Vetriebsführer und Vetriebsobmänner haben dafür zu forgen, daß alle Gefolgschaftsmitglieder, soweit sie in Gießen wohnen, vollzählig zur Stelle find. Der Aufmarsch erfolgt in 2 Marschgruppen. Marschgruppe I: Marschleiter: Sturmführer Leithäuser. A u f st e ll u n g : Senckenbergstrahe, Landgraf-Phi- lipp-platz. Spitze: Ecke Senckenberg sirahe/hit- l e r w a t t (nicht — wie gestern angegeben — Ecke hitlerwall/Gartenslrahe). Teilnehmer: Spitze: Spielmannszug und Musikkapelle der Kreisleitung Wetterau der RSDAP. Fahnengruppe der vier Gießener Ortsgruppen und der DAF. Lhrenbereitschaft der Politischen Leiter. Abordnung des Arbeitsdienstes. Die Dienststellen der Wehrmacht mit ihren Gefolgschaften, Zustizbehörden, Kreisamt, Straßenbauamt, Chemisches Untersuchungsamt, Landes-Alters- und Pflegeheim, Landes- Heil- und Pflegeanstalt, Polizeidirektion mit Geh. Staatspolizei, Kreisveterinäramt, Vete- rinär-Untersuchungsamt, Eichamt, Arbeitsamt, Gesundheitsamt, sämtliche Krankenhäuser und Krankenanstalten, sämtliche Banken und Krankenkassen, Tierzuchtamt sowie Angehörige des Reichsnährstandes, Arbeiterunterkunft Flugplatz, handel und Handwerk, Freie Berufe: Aerzte (außer Kliniken), Zahnärzte, Rechtsanwälte, Versicherungsbüros ufro., Hausgehilfinnen. (Treffpunkt für Hausgehilfinnen am Haus der Deutschen Arbeitsfront, Schanzen- ftrahe 18, bis spätestens 10.45 Uhr.) Marschweg: Reuen Bäue, Renenweg, Kaplans- gasse, Bahnhofstraße, Reustadt, Oswaldsgarten. A n t r e t e n: 11 Uhr. Abmarsch: 11.15 Uhr. Marschgruppe II: Marschleiter: Sturmhauptführer Bender. Aufstellung: Ludwigstraße, Gartenstraße. Spitze: Ecke Ludwigstraße, Bleichstraße. Teilnehmer: Spitze: Spielmannszug und Musikkapelle der SA.-Standarte 116. Fahnengruppe der SA. und des RSKK. Lhrenstürme der S2L und des RSKK. Sämtliche Privatbetriebe, außer handel und Handwerk, sämtliche Dienststellen der Reichsbahn mit Biebertalbahn, Reichspost und Tele- graphenbauamt, Stadtverwaltung und städt. Betriebe, Universität und Institute mit ihren Gefolgschaften einschließlich Kliniken und Ve- terinärkliniken. (RS.-Sludentenbund marschiert mit der Fahne vor der Universität. Die Angehörigen der Universität ufro. treffen sich bis spätestens 10.45 Uhr in der Goethestraße, an der Reuen Aula.) Sämtliche Lehrer der Gießener Schulen einschließlich Handelslehranstalt und Vogtsche Handelsschule. (Die Lehrer der Schulen treffen sich bis spätestens 10.45 Uhr im Hof der Langemarckschule.) Finanzamt, Hauptzollamt, Versorgungsamt, Gießener Forstämler und Zagdbehörden, Industrie- und Handelskammer, Gewerbeaufsichtsamt, Hochbauamt, Kulturbauamt, staatliches Vermessungsamt. Marschweg: Bleichstraße, hindenburgwall, Horst- Wessel-Wall, Oswaldsgarten. A n t r e t e n : 11 Uhr. Abmarsch: 11.15 Uhr. Eine Ehrenkompanie der Wehrmacht marschiert direkt auf Oswaldsgarten und nimmt dort bis 11.25 21i)t Aufstellung. Aufmarschletter der hauplkundgebung in Gießen ist SA.-Standartenführer Pg. Lutter. Den Anordnungen der SA.-Männer (kenntlich durch weiße Armbinde) ist unbedingt Folge zu leisten. Bis auf die uniformierten Abteilungen wird in Achterreihen marschiert. Für die Ehrenabordnungen und -bereitschaften gelten die jeweiligen Dienstvorschriften. Eitte bestimmte Reihenfolge in der Aufstellung der Betriebe und der zivilen Teilnehmer besieht nicht. Die Aufstellung erfolgt vielmehr in der Reihenfolge der Ankunft. Die mitgeführten Fahnen marschieren nach Ankunft auf dem Oswaldsgarten vor der Tribüne auf. Kreisleitung Wetterau der RSDAP. Aus der Gtadi Gießen. Kleines Falterspiel. Der schmale Wiesenpfad hinter den Gärten der Stadt ist überflutet vom tiefen Blau des wolkenlosen Himmels, in dem die jungbelaubten Bäume wie grüne Fackeln lodern. Zwei Bussarde umspielen einander in zärtlicher Werbung. Der Flug der stolzen Vögel durch den lichten Raum vollzieht sich in ruhigen Schraubenlinien und eleganten Schleifen, ist ein Bild kraftvoller Anmut, wie alles Leben, zur Liebe erwacht, sich voller Schönheit entfaltet. Da ist die überschwenglich aufgeblühte, bräutlich prangende Weißdornhecke, und da sind die ersten Wiesenblumen, weiß und gelb, rötlich und lila, deren Strahlenblüten und Rispen, Glocken und Dolden mit leise wehenden Düften ihre große Sehnsucht und Liebesbereitschaft aushauchen und erwartungsvoll nach Erfüllung lechzen. Da summen und brummeln Hummeln und-Bienen, berauscht von süßem Nektar, der ihnen verschwenderisch aus freigebigen Kelchen kredenzt wird, weil sie in emsigem Eifer tausendfältiges Hochzeitsglück verwirklichten. Und da krabbeln und schweben in seltsamer Aufgeregtheit winzige Käfer und Insekten im Graswald der Wiese und suchen einander. Jetzt schillern zwei Falter goldgelb über den Pfad. Wie duftige Blütenblätter, irgendwo fortgeweht und vom Atem des Windes beflügelt, schaukeln sie lautlos in stummer Seligkeit, fliegen um einander nahe sein zu können. Unermüdlich locken und necken, jagen und umflattern sie sich, hinauf und hinab, einer so dicht bei dem andern und einer so gleichförmig dem andern in jeder kleinsten Bewegung, als wäre es dessen Spiegelbild. Manchmal fliegen sie in raschem Zickzack Zeinen goldenen Blitz, manchmal treiben sie wie winzige Segler von Wellen gewiegt, und wieder einmal schreiben sie hasttg einen bizarren Schnörkel in die Luft. Bald scheinen sie in eines zu verschmelzen, bald stieben sie weit auseinander, als wollten sie sich aufgeben. Aber um so stürmischer huschen sie nach solcher Scheinflucht wieder zueinander hin und gängeln und Hetzen sich, bis sie, wie zwei fallende Funken kaum noch sichtbar in der Bläue, auf einer Blüte Hochzeit feiern. Auch die beiden Bussarde am hohen Himmel sind verschwunden. Die Natur jubiliert in tausendfältigem Hochzeitsglück. Nicht mit lauten Stimmen, sondern in einer leidenschaftlichen Zwiesprache, die sich stumm versteht. Spürbar branden die Wogen der Lebensfreude in den Pfad und verebben. In endlos wiederkehrendem Wechsel folgen Spannung und Entspannung auseinander, Sturm und Sttlle, Rausch und Ruhe. So will es das Leben, das nicht stirbt, sondern ewig ist wie das Meer, das im regelmäßigen Rhythmus von Flut und Ebbe seine Kräfte verschäumt und immer wieder neu gebiert. Was sind zwei Menschenleben in diesem Meer? — Ein kleines Falterspiel ... P. B. Bund Deutscher Mädel. Gruppe 1/116. Alle Mädel der Gruppe treten am Samstaa um 20 Uhr zum Mai singen am „Hessischen Hof^ an. Zur Jugendkundgebung am Sonntag treten wir um 7.30 Uhr ebenfalls am „Hessischen Hof" an. Erscheinen ist Pflicht! Gauleiter AeichsflaMaller Sprenger Schirmherr des 3. Hess. Gausängerfestes in Gießen. Wie bereits gemeldet, wird als größte Sänger- Veranstaltung im Gau vom 8. bis 11. Juli d. I. in Gießen das 3. Hessische Gau-Sängerfest stattfinden. Die Vorbereitungen sind eifrig im Gange. Von Rhein, Main. Neckar und Lahn, aus dem Odenwald, Taunus und Vogelsberg, von Starkenburg, Rheinhessen und Wetterau werden die Sangeskameraden in Gießen im deutschen Lied ein gewaltiges Treugelöbnis für Volk, Vaterland und Führer ablegen. Zur großen Freude der im 12. Sängergau zusammengeschlossenen 40 000 Sänger hat Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger einer ihm von Gauführer, Ministerialrat Ringsh ausen, vorge- tragenen Bitte entsprochen und die Schirmherrschaft für das Fe st übernommen. Der Gauleiter erweist sich hiermit erneut als Betreuer der künstlerischen Belange unseres Gaues und der kulturellen Aufgaben, die dem Deutschen Sängerbund im besonderen gestellt sind. Vornotizen. Tageskaleijtder für Samstag. Veranstaltungen am Nationalfeiertag des deutschen Volkes siehe Bekanntmachung der Kreisleitung. — Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr „Das Land des Lächelns". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Olympia, Fest der Völker". — Lichtspiel- Kopfschmerzen, Druck über den Augen und andere Beschwerden. Vielleicht liegt ein Sehfehler vor ? Eine Brille hilft! Augenarzt). Verordnungen finden meine ganz besond. Beachtung. R33D Optiker a.Bahnhof Geller Lieferant auch Ihrer Krankenkasse. haus (Bahnhofstraße): „5 Millionen suchen einen Erben". — Oberhessischer Kunstoerein: 17 bis 18 Uhr, Ausstellung im Turmhaus am Brand. — Gießener Ruder-Klub Hassia 1906: 20.30 Uhr, Mit« glieder-Versammlung mit Maikneipe. Tageskalender für Sonntag. Veranstaltungen am Nationalfeiertag des deutschen Volkes siehe Bekanntmachung der Kreis« leitung. (Antreten der Körperschaften bzw- Organisationen siehe heutige Anzeigen.) Gloria - Palast (Seltersweg): „Olympia, Fest der Völker". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „5 Millionen suchen einen Erben". — Oberhessischer Kunstverein: 11 bis 13 Uhr, Ausstellung im Turmhaus am Brand. — Gießener Ruder-Klub Hassia 1906: Alle Mitglieder im Bootshaus. Stadttheater Gießen. Heute, Samstag, 20 Uhr, Wiederholung des großen Erfolges, „Das Land des Lächelys", Romantische Operette in drei Akten von Franz Lehar. Musikalische Leitung: Heinz Markwardt. Spielleitung: Karl-Ludwig Lindt. Tänze: Irmgard Zenner. Bühnenbild: Karl Löffler. Die Vorstellung findet gleichzeitig für die KdF.-Miete, Gruppe II (15. Vorstellung) statt. Ende 22.30 Uhr. Freier Kartenverkauf. Sonntag, 1. Mai, am Nationalfeiertag des deutschen Volkes, bleibt das Theater geschlossen. Dienstag, 3. Mai: Die Vorstellung der Dienstag- Miete „Ein Glas Wasser" ist auf Donnerstag, 5. Mai, verschoben. Mittwoch, 4. Mai, Anfang 19.30 Uhr, Ende 21.30 Uhr, zum letztenmal „Parkstraße 13", Kriminalstück von Axel Jvers. Spielleitung: Hans Geißler. Mittwoch-Miete. 30. Vorstellung. Donnerstag, 5. Mai, Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr, „Ein Glas Wasser", Lustspiel nach Scribe von Gießener Stadttheater. Dtto Stockhausen nach Scribe: „Ein Glas Wasser." Wir erinnern uns noch mit Vergnügen des Gastspiels von Hermine Körner mit diesem Stück (1929); wir erinnern uns zugleich, daß es erst kürzlich, in $mer blendenden Ausführung mit Gründgens, am Berliner Staatstheater wieder austauchte. Wenn wir uns endlich entsinnen, daß dieses „Glas Wasser" immerhin aus dem Jahre 1840 stammt, so ist wohl die Ueberlegung gestattet, daß eine Neuinszenierung dn so hervorragender Stelle nicht mit dem Mangel an guten modernett^Stücken zu begründen sein kann, sondern damit, daß hier ein brillantes Dokument glanzvollen französischen Theaters mühelos zu neuem Leben zu erwecken war. * Eugene Scribe (1791 bis 1861) hatte eine außerordentlich gut gehende Schriftstellerei, die unter anderm etwa vierhundert Theaterstücke heroor- gebracht hat. Von dieser enormen Zahl ist heute nicht mehr viel übrig: außer etlichen Operntexten (auch „Adrienne Lecouoreur" wurde ganz kürzlich als Oper in Berlin wieder gegeben) eigentlich nur „Le verre d’eau“. Ein vollkommen unverwüstliches Stück. Mit einem Inhalt, den man gar nicht erzählen kann und auch nicht zu erzählen braucht, denn auf den Inhalt kommt es hier am wenigsten an. Sondern auf die Dramaturgie; eine Dramentechnik mit uralten, aber unfehlbaren Mitteln. Scribe hat die für feine Schauspielfabrik unbezahlbare Kunst, die Mechanik des Theaterspiels gewissermaßen um ihrer selbst willen souverän zu machen, meisterhaft beherrscht und damit eine typisch französische Technik begründet, deren Nachwirkungen bis weit in unser Jahrhundert hinein spürbar geblieben sind, und von der man sogar heute noch manches lernen kann ... wenn man zu lernen versteht. Das Lustspiel ereignet sich am Hofe der Königin Anna von England und ist eine Mischung aus Liebesstück und Staatsaktion, aus Intrige und Verwirrung, mit „großen Szenen" und einer unaufhörlichen Spannung, mit Auftritten aufs Stichwort, knallenden Pointen und rauschenden Abgängen. Die Mittel, mit denen die Handlung eingefädelt, geführt, verwirrt und gelöst wird, sind ganz alt — wir sagten es schon —, aber sie werden mit einer so naiven Unbekümmertheit und routinierten Selbstverständlichkeit angewandt, daß der Zuschauer zugleich entwaffnet und amüsiert ist. ♦ Hier wohnen Lachen und Weinen nah beieinander, hier fließen Blut und Tränen, hier gibt es Duell und Erbschaft, Protektion und Erpressung, politischen Kuhhandel und galante Verabredungen. Briefe sind dazu da, um aus dem Busen gezogen und vorgelesen zu werden, und der Dialog ist geschmückt mit vielen Verzierungen, mit Beiseitesprechen, Hofknicksen, Kniefällen und Umarmungen, mit „Wie Sie wissen", und „Sie hier?" und „Ich. die Königin" und „Da ist er ja selbst". Was aber das geheimnisvolle Glas Wasser betrifft, so ist es eine intrigante Umschreibung für die kurzen,- aber inhaltschweren Worte „Ich erwarte Sie, kommen Sie —" und also der Anlaß für einen fürchterlichen Skandal und eine der effektreichsten Szenen in diesem glänzend gemachten Stück. * Wenn man die Fassung Stockhausens mit dem Original Scribes nicht vergleichen konnte, läßt sich nach dem immerhin flüchtigen Theatereindruck nur vermuten, daß er den alten Text behutsam modernisiert hat, ohne auf die Qualitäten zu verzichten, die, wie man sieht, noch nach einem Jahrhundert den blanken Erfolg garantieren. Die Spielleitung, Herr Geißler, hatte eine überaus dankbare Aufgabe. Das Stück läuft ja, einmal losgelassen, nahezu von selbst. Die Regie hatte die eigentümliche Atmosphäre, das höfische Klima, das glitzernde, sich übertrumpfende Spiel, Tempo, Pausen und Dialogstil stilgerecht und amüsant herausgearbeitet. Alles geschah, vier Akte lang unverändert, in einem von Herrn Löffler geschmackvoll hergerichteten Jnnenraum. * Für Else Monnard ist die Herzogin vgn Marlborough eine Paraderolle ersten Ranges. Große Dame, große Intrigantin, große Liebhaberin, elegant, kalt, hochmütig, rachsüchtig und mit allen Salben gesalbt. Ihre Szenen mit Bolingbroke und Masham waren unbezahlbar — bis in die kleinste Geste und die leiseste Schwankung des Tonfalls hinein berechnet und von unmittelbarer Wirkung. — Helga R e t f ch y : Queen Ann, in einem bezaubernden weißen Kostüm, mit mühsam bewahrter Würde und Fassung, ein großes ahnungsloses Kind, ein schmollender Backfisch mit plötzlichen Launen, ein liebenswürdiges Werkzeug, jedem Einfluß wehrlos preisgegeben. — Anneliese Garbe war die kleine Abigail, frisch und natürlich, in vielen Nöten und Aengsten um ein gefährlich bedrohtes Liebesglück. Für Herrn v. Gschmeidler war der Graf von Bolingbroke offenbar ein Vergnügen: man sah einen lächelnden und überaus erfahrenen Mann von Welt, der nie die Kontenance verliert und, wenn er einmal eine Niederlage erleidet, geistesgegenwärtig und im richtigen Augenblick mit noch besseren Trümpfen die Scharte auswetzt. — Herr Schorn spielte mit jugendlichem Temperament den Fähnrich Masham, der zum Hauptmann avanciert, ohne zu ahnen, wie das zugeht: er tut überhaupt das Wenigste, er ist eine Figur auf dem höfischen Schachbrett, und es schadet ihm nichts, im Gegenteil; ein guter, verliebter, ehrgeiziger und mühelos zu gewinnender Junge, dem die Uniform reizend zu Gesicht steht. Die Leute unterhielten sich höchst angeregt. Für den reichen Beifall konnte sich mit den Hauptdarstellern auch der Spielleiter bedanken. Hans Thyriot. Ein Vermeer im Wäscheschrank. Demnächst wird in der Vier-Jahrhunderte-Kunst- ausstellung im Boymans-Museum in Rotterdam zum ersten Male ein Meisterwerk von Jan Vermeer van Delft, dem großen holländischen Maler des 17. Jahrhunderts, zu sehen sein, das erst kürzlich in Paris unter merkwürdigen Umständen entdeckt worden ist. Eine holländische Familie, die unter den bescheidensten Verhältnissen in der französischen Hauptstadt lebt, stand plötzlich vor der überraschenden Entdeckung, daß ein altes Bild, das seit vielen Jahren ungerahmt im Wäscheschrank gelegen hatte, einen Kunstschatz darstellte, dessen Wert rund 750 000 Mark betrug. Die Tatsache, daß es sich um eins der seltenen Werke des holländischen Meisters handelte, kam ans Licht, als die Familie vor der Notwendigkeit stand, einiges von ihrem Eigentum zu verkaufen. Das Bild wurde zu dem berühmten holländischen Kunstsachoerständigen Dr. Bredius gesandt, der feststellen sollte, ob es künstlerischen Wert hätte. Bredius erkannte alsbald, daß er einen echten Vermeer vor sich hatte, und er entdeckte auch die Signatur des Malers in einer Ecke, nur durch eine dicke Lackschicht verdeckt. Um den Kunstschatz für Holland zu retten, wandte er sich an bekannte reiche Kunstfreunde, die das Bild für rund 750 000 Mark kauften und es dem Boymans-Museum schenkten, wo es jetzt der Oefsent- lichkeit zugänglich gemacht werden soll. Das Bild, das 110:90 Zentimeter mißt, stellt „Christus mit seinen Schülern in Emmaus" dar. Alle Sachverständigen, die es bisher gefehen habenstimmen darin überein, daß das um 1660, in der besten Zeit des Meisters, gemalte Pild zu seinen hervorragendsten Werken gehört. Es ist ausgezeichnet erhalten und braucht nicht restauriert zu werden. Besonders leuchten die prachtvollen, ge« sätttgten Farben in alter Klarheit. Die gute Erhaltung erklärt sich aus der Tatsache, daß das Bild iiymer in' derselben Familie geblieben ist, die ursprünglich in Delft lebte und später nach Paris übersiedelte. Der enorme Preis, der jetzt für das Werk gezahlt wurde, würde auch seinen Schöpfer in das höchste Erstaunen versetzt haben, der, als er 1675 im Alter von 43 Jahren starb, seine Witwe und seine acht Kinder in so bedrängter Lage zurückließ, daß sie zwei von den wenigen Bildern, die er gemalt hatte, beim Bäcker als Pfand lassen mußten. — Zugleich mit dem Vermeer wird auch ein Bild von Rembrandt: „Mann mit roter Kappe , in der Ausstellung zu sehen sein, das erst vor kurzem für Holland mit Mitteln der Rembrandt- Gesellschaft für nahezu 400 000 Mark erworben worden ist. Es stammt aus einer Pittsburgher Sammlung und war auf der Rembrandt-Ausstellung in Rotterdam. 1935 ausgestellt. Zeitschriften. — Die Schlacht am Aschangisee, die vor nunmehr zwei Jahren mit der Besetzung von Dessie ihren Abschluß fand und den großen italienischen Kolo- nialfeldzug in Abessinien entscheidend beeinflußte, wird den Lesern der „I l l u st r i r t e n Zeitung Leipzig" in der neuesten Nummer noch einmal von Marschall Badoglio in all ihren Phasen vor Augen geführt. — Ein Lebensbild Ulrich v. Huttens, dessen Geburtstag sich am 21. April zum 450. Male jährte, zeichnet der historische Beitrag „Ich hab's gewagts" — Die Röntgenologie im Dienste der Krebsbehandlung wird durch eine Reihe von anschaulichen Bildern aus dem neuen Krebsforschungsund Behandlungs-Institut im Rudolf-Virchow- Krankenhaus zu Berlin erläutert. Sockschulnachrichten Der Führer und Reichskanzler hat den Dozenten für analytische Chemie an der Universität Erlangen Dr. Alwin M e u w s e n zum außerordentlichen Professor ernannt Mit Wirkung vom 1. März 1938 ill ihm die freie Planstelle eines außerordentlichen Professors für spezielle anorganische und analytische Chemie verliehen worden. bei der Stadt | seine Arbeit wieder aufnehmen. — Wie wii d Anfrage bei der Klinik hören, ist sein Befinden ie 1 Umständen entsprechend befriedigend. Wie wir au' n den Steinhäger M »ItrnnMI« JMt [ würzig mild - mit dem bek-annten'Schinkenbild! mittelbar vor dem Schuppen steht. So fiel glücklicherweise den Flammen zum Opfer. blicken. ** 5 0 Jahre in der Gummi-Industrie. Kürzlich konnte der Pförtner Heinrich Metzler aus Gießen, Kaiserallee 34, auf eine 50jährige Tätigkeit in der Gummi-Industrie zurückblicken. 24 Jahre war er bet der Gummifabrik Deritas in Gelnhausen ** Gegen Störungen her Nutze uni Ordnung durch Musizieren pp. Die 10%, Enteneier 12%, Wirsing, % kg 15, Weißkraut 14 bis 15, Rotkraut 18, gelbe Rüben und Karotten 12 bis 15, Spargel 50 Pf. bis 1,10 Mark, Unter- kohlrabi 8 Pf., Feldsalat, Vio 8 bis 10, Tomaten, % kg 40 bis 45, Zwiebeln 20 bis 25, Meerrettich 40 bis 50, Schwarzwurzeln 20 bis 35, Rhabarber 18 bis 20, Kartoffeln, alte, % kg 5 Pf., 5 kg 44 Pf., 50 kg 3,30 bis 3,90 Mark, neue, % kg 20 Pf., Aepfel, % kg 15 bis 40, Zwetfchenhonig 45 Pf., Hähne 1 bis 1,20 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1,05 Mark, Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl 30 bis 50, Salat 10 bis 30, Salatgurken 70 bis 80, Oberkohlrabi 20 bis 25, Lauch 5 bis 12, Sellerie 10 bis 30, Rettich, 10 bis 20, das Bündel 30, Radieschen, das Bündel 10 bis 15 Pf. Müllwogenbrand im Lager Lahn. beschäftigt und 26 Jahre bei der Firma Poppe & Co., Gießen. standsteil des in den zwanziger Jahren des 19. Jahr» Hunderts gebildeten „Landratsbezirks Hungen", der im Jahre 1841 nach Verzicht des Fürsten zu Solms-Braunfels auf die fernere Ausübung der Justiz- und Polizeiverwaltung zum „Kreis" erhoben wurde. Sodann in der Folge im Rahmen des „Regierungsbezirks Gießen", dessen Geltungsbereich die unter dem Einfluß der revolutionären Bewegung des Jahres 1848 aufgehobenen Kreise Gießen, Grünberg und Hungen umfaßte. Erst mit der Neuschaffung der Kreisvrganisation im Jahre 1852 gelangten die Gemeinden an den Kreis Schotten, aus dessen Verband sie nunmehr nach 85jähriger Zugehörigkeit wieder in den Kreis Gießen zurückkehren werden. Die ebenfalls zum Kreis Gießen zurück» kehrende Gemeinde Klein-Eichen gehörte Ursprung» lich zum „Landratsbezirk", späteren ,Kreis" Grün» berg und wurde erst 1874 dem Kreis Schotten zu» geschlagen. Die vorgenannten Gemeinden kehren also verwaltungsmäßig in eine behördliche Zuständigkeit zurück, die auch schon den Altvorderen in jenen Gemeinden als Sachwalterin diente. Zuchthaus-Ausbrecher vor Gericht Große Strafkammer des Landgerichts Gießen. Flaschen Leuna-Treibgases lagen und außerdem un» eine Benzinzapfstelle nur das Führerhaus Der Gemeinde-Zuwachs zum Kreis Gießen Ein geschichtlicher Rückblick. konnte. Nachdem die drei Angeklagten aus dem Zuchthaus ausgebrochen waren uns sich im Elternhaus des Nagel in Gambach Kleider und einige Lebensmittel verschafft hatten,'unternahmen sie Nacht ür Nacht von dem Wold zwischen Lich und Kloster Arnsburg aus, wo sie sich tagsüber versteckt hielten, Diebstahlszüge in die Umgegend. In der ersten Nacht führte Nagel Hunst'ock und Kaffitz die Bahn- trecke entlang bis kurz vor Lich, wo er Bescheid nutzte. Dort wollten sie zuerst in einen Metzverlad en einbrechen. Da dieser aber fest verschlossen war, die Angeklagten auch keine Diebeswerkzeuge hatten, mußten sie diesen Plan wieder aufgeben. H unstock stieg darauf in dem Anwesen der ftrau W. in Lich durch ein Fenster ein und reichte Dann Kaffitz, der draußen stehen geblieben war, Büchsen mit Fleisch, Bratwurst, Kochwurst, Büch- senwurst, eingemachtes Obst und mehrere Flaschen Wein heraus. Währenddessen befand sich Nagel auf einer in der Nähe des Hauses gelegenen Wiese uni) paßte auf, daß die beiden anderen bei dem Diebstahl nicht gestört wurden. Hunftock und Kaffitz brachten die erbeuteten Lebensmittel zu Nagel; dann kehrte Hunstock noch einmal zu dem Anwesen der Frau W. zurück und wollte Dort in die Küche einsteigen, um noch Brot zu stehlen. Hierbei stürzte er aber vom Fenster herunter, und wegen des dadurch verursachten Lärms gab er diesen Diebstahlsplan auf. Darauf gingen die Angeklagten nach dem Anwesen des Bäckermeisters R. Auch hier stteg Gestern, gegen 18.15 Uhr, brach im großen Wa- genschuppen des städttschen Lagerplatzes an der Lahn Feuer aus. Anscheinend durch Kurzschluß'' in einer elektrischen Leitung eines der dort untergebrachten Müllwagen geriet das Führerhaus des Wagens in Brand. Die Feuerwehr war rasch zur Stelle und wurde des Feuers innerhalb einer halben Stunde Herr. Die Flammen hatten bereits das Schuppendach in Mitleidenschaft gezogen. Durch das rasche An- rücken der Städtischen Feuerwehr konnte ein Umsichgreifen des Brandes verhütet werden, das insbe- sondere deshalb hätte gefährlich werden können, weil in dem Raum, in dem der Brand ausbrach, einige Hunstock wieder durch ein Fenster ein. Er fand aber in der Backstube kein Brot; Da er glaubte, bemerkt zu haben, daß direkt daneben jemand schlafe, trat er gleich Den Rückzug wieder an. Kaffitz nahm aber eine Kneifzange und einen Schraubenzieher mit. Die auf Der inneren Fensterbank tagen. In Der zweiten Nacht marschierten die drei Angeklagten nach Muschenheim und wollten sich dort weiter verproviantieren. Gleich am Eingang des Dorfes war eine Metzgerei, Die aber so gut verschlossen war, daß sie Dort nicht — wie beabsichtigt — einbrechen konnten. Dann gingen sie nach einer zwischen Muschenheim und T r e i s - Münze n b e r g gelegenen Mühle, aber auch dort konnten sie nicht herein. Darauf kehrten sie nach Muschenheim zurück, und Hunstock und Kaffitz stiegen in das Haus Des Landwirts E. ein, während Nagel wieder draußen blieb und aufpahte. Aus Der Küche nahm Hunstock Brot mit, einen Topf voll Milch, Eier, einen Sommerrock und Schuhe. Danach gingen sie wieder in den Wald zurück, weil es hell wurde. In der dritten Nacht wandten sich die drei wieder nach L i ch unh gingen Zuerst in den ©arten des Sch., weil sie dort eine Pumpe hatten stehen sehen und sie sich mit Trinkwasser versorgen wollten. Die Pumpe funktionierte aber nicht. Auch hier steckte Kaffitz wieder ein, was er dort nach seiner Meinung für ihn Nützliches liegen fand. Im Anschluß Daran kletterte Hunstock durch ein Fenster in Die Vorratskammer des I. und reichte aus ihr wieder zahlreiche Lebensmittel dem draußen stehenden Kaffitz zu. In gleicher Welse entwendeten Die Angeklagten auch bei H. S. noch erhebliche Mengen von Lebensmitteln und auch Wein. An Dem folgenden Tage gingen, als Hunstock schlief, Kaffitz und Nagel nach Birklar und wollten sich dort Zigaretten kaufen. Dort wurden sie aber erkannt, und die Gendarmerie ließ sofort den ganzen Wald umzingeln. Bei der Razzia halfen au Veranlassung der Staatsanwaltschaft auch Arbeitsdienst und SA. Als Hunftock merkte, daß ihr Versteck am Waldesrand entdeckt war, versuchte er zuerst Die Umzingelung zu durchbrechen und floh aus dem Wald, hinter ihm Kaffitz und Nagel. Aber auch hier wurde er gleich von dem SA.-Mann W. gestellt, gegen den er sich mit einem Knüppel wehrte und ihn dabei auch verletzte. Da der SA.-Mann aber nicht ablieh, auf ihn elnzudrlngen. zog er sich, ständig um sich schlagend, nach Dem Waldrand zurück, Dort stürzte er tn eine Hecke und wurde Dann von Den nun von allen Seiten herankommenden SA.-Männern und Der Polizei festgenommen. Auch Kaffitz und Nagel, Die schon vor Hunstock wieder in den Wald zuruckgeflüchtet waren, wurden innerhalb kurzer Zelt von berittenen Gendarmen gestellt. Die Verhandlung Dauert am heutigen Samstag noch an. ** Dien ft jubiläum Gießen. Am 1. Mai 1913 trat Der jetzige Vollstreckungs-Sekretär Gustav Kessel bei Der Stadt Gießen ein. Er kann somit morgen aus eine ununterbrochene Dienstzeit von 25 Jahren zurück- Die am gestrigen Freitag gegen Die Angeklagten H. Hunstock, I. Kaffitz und O. Nagel wegen Meuterei eröffnete Hauptverhandlung, Die im Zuchthaus Marienschloß in Rockenberg ftattfinDet, zeigte, daß der geistige Urheber und Die treibende Kraft owohl bei der Meuterei, als auch bei Den Darauf olgenden Diebstählen stets Hunstock gewesen ist. Hunstock war derjenige, Der Den Ausbruchsplan in allen Einzelheiten sich ausgedackt und auch die Vorbereitungshandlungen gemacht hatte. Schon bei den Dorbereitungsarbeiten in Der Zelle war er Derjenige, Der in langDäuember sorgfältiger Arbeit Die Den Ausbruch vorbereitenden Werkzeuge herstellte. Kaffitz und Nagel hatten nur Die Aufgabe, achtzupassen, ob jemand sich Der Zelle näherte. Hunstock stand auch nicht am gestrigen Freitag — wie Kaffitz und Nagel — Das erste Mal wegen Meuterei vor Gericht, sondern er war, wie sich aus Der großen Vorstrafenliste ergab, schon früher wegen Meuterei verurteilt worden. Nach seinen eigenen Aussagen ist er bereits vier- bis fünfmal aus einer Sttafanstalt ausgebrochen, und er hatte es Dabei verstanden, sich manchmal recht lange vor Der Polizei zu verbergen; außerdem hatte er noch des öfteren Ausbruchsversuche unternommen, Die er aber infolge vorzeitiger Entdeckung nicht ausführen Polizeidirektion weist darauf hin, daß anhaltendes Musizieren, insbesondere Klavierspielen, Spielenlassen von mechanischen Musikapparaten (Grammophon, Radiolautsprecher und bergt.) im Freien oder bei offenen Fenstern zumeist eine erhebliche Belästigung der Nachbarschaft bildet und häufig Den Tatbestand des § 360, Ziffer 11, des Reichsstras- gesetzbuches (ungebührliche Erregung ruhestörenden Lärms oder Verübung groben Unfugs) erfüllt. Die Polizeibeamten sind angewiesen, bei Zuwiderhandlung hiergegen einzuschreiten. ** Verkehrsunfall. Am gestrigen Freitagabend ereignete sich auf Der Marburger Straße in der Nähe der Karlsruhe ein Derkehrsunfall. Dort fuhr ein Gespann in Richtung Gießen, hinter ihm kam ein Personenauto aus Frankfurt a. M. gefahren. Plötzlich wollte Der Gespannlenker nach links von der Straße abbiegen, wobei er — nach Den Angaben Der Autoinsassen — das Zeichen zum Ausweichen zu spät gab. Der mittlerweile auf Der Höhe des Gespanns befindliche Autolenker wollte den Zusammenstoß vermeiden, er riß Den Wagen zur Seite und kam dadurch auf Das Durch Den Regen aufgeweichte Bankett. Der Kraftwagen geriet ins Schleudern und fuhr gegen einen Baum. Don den Drei Insassen des Autos erlitt eine Frau aus Frankfurt a. M. einen Schenkelhalsbruch, so daß sie von der Sanitätsbereitschaft Gießen Der Chirurgischen Klinik zugeführt werden mußte. Die beiden anderen Insassen blieben unverletzt. Das Auto wurde aertrürnmert. Die polizeilichen Ermittlungen sind im Gange. Dom Unglück verfolgt. „r Ruppertsburg, 29. April. Gestern gegen 11 Uhr wurde Der hiesige 36 Jahre alte Ar- beiter Wilhelm Töpfer II. auf einer Baustelle in Gießen Durch einen aus mehr als 16 Meter Hohe abstürzenden Balken fo schwer getroffen, daß er einen schweren Schädelbruch erlitt und sofort in die Chirurgische Klinik verbracht werden mußte. Die hiesige Bevölkerung bedauert den verunglückten fleißigen Arbeiter um so mehr, als er In den letzten Jahren viel Leid Durchmachen mußte. Vor zwei Jahren starb seine Frau, Die Mutter von zwei kleinen Kindern. Er selbst war vor kurzem drei Wochen lang schwer erkrankt und konnte erst am Dienstag vrecher. 19: Nachrichten. 19.10: Wir singen bett Lenz ein. 19.45: Fauler Zauber. 70 heitere Minü» tcn mit Schallplatten und Hörszenen. 20.55 Bunts Bühne. 22: Nachrichten. 22.20: Kamerad wo bist Du? 22.40: Nacht- und Tanzmusik. 24 bis 1: Nacht« konzert. Szenen aus Der Oper Mona Lisa. Dienstag, 3. Mai. 5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Gyim nastik. 6.30: Frühkonzert. In Der Pause, 7: Nach« ridjten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 10: Schulfunk. Die Vogelhochzeit. Ein Früh- ' lingsfest im WalDe. 11.40: Vater macht schlapp« Hörszene. 11.50: Die ländliche Hausarbeitslehre« 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert (Fortsetzung). 14: Nachrichten. 14.10: Klin« gende Blumengrüße. 15: Bilderbuch Der Woche. 15.30: Geht Die Liebe durch Den Magen? Eins 'leine Szene von Erika Geldern. 15.45: Kamerad* schäft, die Grundlage einer neuen Lebensform. 16f Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen. 18.30 Grüß Gott, du schöner Maien. 19: Nachrichten. 19.10: Unterhaltungsmusik. 20.45: Dem Gedenken des Dichters Thilo von Trotha. 21: Konzert. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus Dem Sendebezirk, Sportbericht. 22.30: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 1: Nachtmusik. Händel-Zyklus. Otto Stockhausen. Spielleitung: Hans Geißler. Dienstag-Miete. 29. Vorstellung. Freitag, 6. Mai, Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr, Erstaufführung „Versprich mir nichts", Komödie in vier Akten von Charlotte Rißmann. Spielleitung: Hermann Schultze-Griesheim. Freitag-Miete. 30. Vorstellung. ,,, Samstag, 7. Mai, Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr, zum letztenmal „Die Werber von Redditz", Lustspiel von Forster. Spielleitung: Anton Neuhaus. KdF.- Mlete, Gruppe II (16. Vorstellung). Freier Kartenverkauf. Sonntag, 8. Mai, Anfang 11.30 Uhr, Ende 12.30 Uhr, 15. Morgenveranstaltung. Uraufführung in Anwesenheit des Dichters (Gemeinschaftsarbeit des Theaters und der Hitler-Jugend) „Der Ritter" von Georg Basner. Spielleitung: Günter Winkel. Georg Basner spricht über deutsche Dichtung im deutschen Kampf. — Von 19.30 bis 22 Uhr zum letztenmal „Das Land des Lächelns", Romantische Operette von LehLr. Musikalische Leitung: Heinz Markwardt, (Spielleitung: Karl-Ludwig Lindt. Außer Miete. Einmaliges Gastspiel Raimonda-Vallett. Die Intendanz Des Stadttheaters Gießen hat Das Rairnonda-Ballett, Das sich augenblicklich auf einer Deutschlandtournee befindet, für ein einmaliges Gastspiel am Donnerstag, 12. Mai, verpflichtet. Das Gastspiel findet außer Mete statt. heule kein Malenbtasen. Durch die Vorfeiern zum Nationalfeiertag des deutschen Volkes ist der Bläserckor verhindert, das für heute vorgesehene Malenblasen auszuführen. Die Polizeistunde am 1. und 5. Mai. 1. Aus Anlaß des Nationalfeiertages des deutschen Volkes am 1. Mai ist Die Polizeistunde vom 1. auf 2. Mai 1938 aufgehoben. Erlaubnisse für Tanzveranstaltungen, die aus Anlaß dieses Tages stattfinden sollen, werden gebührenfrei erteilt. 2. Um den Angestellten, Arbeitern und Betriebsführern des Gaststättengewerbes Gelegenheit zu geben,, den Tag nachträglich gemeinsam zu feiern, wird am 5. Mai Die Polizeistunde für alle Gast- und Schankstätten, ausschließlich der Bahnhofswirt- schäft, auf 22 Uhr festgesetzt. Die Polizeibeamten sind angewiesen, Darauf zu achten, daß dieser Termin pünktlich eingehalten wird. Zinanzzuschläge werden beseitigt. Die Leitung der Gießener städtischen Betriebe bringt heute eine Entscheidung zur öffentlichen Kenntnis, Die sicherlich überall in Der Bevölkerung gern vernommen wird. Es wird mitgeteilt, daß Der Finanzzuschlag bei Dem Haushalts-Gas und Der Finanzzuschlag für Den Elektrizitätsbezug nach Der Feststellung des Märzverbrauches künftig in Fortfall kommen werben. Die Streichung Dieser Zuschläge macht natürlich als Gesamtbetrag für Den städtischen Haushalt einen ansehnlichen Posten aus, Der aber angesichts Der erfreulichen wirtschaftlichen Entwicklung mit ihren günstigen Ausstrahlungen auf Den öffentlichen Haushalt entbehrt werben kann. Auf Vorschlag des Gauleiters Reichsstatthalters Sprenger wurden — wie wir in Nr.94 des Gießener Anzeigers berichteten — durch Reichsgesetz vom 7. April 1938 mit Wirkung vom 1. Oktober 1938 ab die Kreise Bensheim, Schotten und Oppenheim des Landes Hessen aufgelöst. Durch dieses Gesetz kommen von Dem aufzulosenden Kreis Schotten die Gemeinden Freienseen, Gonterskirchen, Klein-Eichen, Lardenbach, Laubach, Ruppertsburg und Wetterfeld, sowie die selbständigen Gemarkungen Laubacher Wald I, II und III und Stockhäufer Hof an Den Kreis Gießen. Dieser Zuwachs zum Gießener Kreisgebiet lenkt die Aufmerk- amkeit auf die Frage, wie denn Die Verwaltungs- Verhältnisse in diesem Teile unserer engeren Heimat früher gewesen sind. Die Frage wird durch Den nachstehenden geschichtlichen Rückblick beantwortet. Der an den Kreis Gießen fallende Teil Des Krei- es Schotten mit Den Gemeinden Freienseen, Gonterskirchen, Lardenbach, Laubach. Ruppertsburg und Wetterfeld hat schon vor mehr als 100 Jahren verwaltungsmäßig und territorial in Beziehungen zum heutigen Kreis Gießen geftanben. Zunächst als Beaus chnen her. Gegenwärtig beträgt die gewerblich verarbeitete inländische Knochenmenge jährlich 100 000 Tonnen. Gelingt es, diese Menge durch Sammlung an gewerblichen und hauswirtschaftlichen Knochenresten nur auf das Doppelte zu steigern — und das wäre ohne weiteres möglich, weil diese Mengen an sich um ein Vielfaches hoher sind! — dann können rund 10 000 Tonnen Jndustriefett, 15 000 Tonnen Leim und 45 000 Tonnen Futter-, und Düngemittel mehr hergestellt werden! Insgesamt würde diese Mehrerzeugung einen Wert von etwa 20 Millionen Mark Darstellen! Es Und also gewaltige volkswirtschaftliche Werte, Die in dem „Abfall" Knochen stecken! Daran sollen Die deutschen Hausfrauen denken! Gewiß haben Suppenknochen für sie im Haushalt nach dem Auskochen ihren Wert verloren, für die Volkswirtschaft sind sie deshalb noch lange nicht wertlos! Darum sollen alle Knochen, gleichgültig, ob vom Rind, Schwein oder von Geflügel, aufgehoben und gettocknet werden. Die Sammler und Sammlerinnen Der Hitler- Jugend freuen sich auch über Die kleinste Menge! Gießener Wochenmarktpreise. * G l e ß e n, 30. April. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deuffche feine Molkereibutter, % kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Eier, deutsche, vollfrisch, Klasse 8 13, Klasse A 12%, Klasse B 12, Klasse C 11%, Klasse D Der Maibaum aufgerichtet. Für die Kundgebung am Nationalfeiertag des deutschen Volkes in unserer Stadt wurde heute morgen auf Oswaldsgarten der Maibaum aufgerichtet. Ein Tannenbäumchen schmückt Die Spitze des hohen Stammes. Ein großer Kranz von ftischem Tannen- grün und vier Meter Durchmesier mit vielen bunten Bändern versehen, bildet den Hauptschmuck Des symbolischen Baumes. Das Aufstellen des Maibaumes geschah nicht ohne Schwierigkeiten, Denn gleichzeitig mit Dem Baurn mußte auch der Kranz aufgezogen werden. Immerhin: mit Geschicklichkeit und viel gutem Willen wurde es geschafft. Die Teilnehmer Der Feier werden also morgen unter Dem Maibaum stehen. Die Eisenbahnfahrpreise nach dem Lande Oesterreich. DNB. Um Den Reiseverkehr nach Dem vormaligen österreichischen Reichsteil zu erleichtern und zu verbinden, werden vom 5. Mai ab in der Richtung von Deutschland nach Oesterreich über deutsche Strecken — also nicht über Tschechoslowakei! — in wichtige- ren Verbindungen Urlaubskarten zu Deutschen Fahrpreisen ausgegeben. Ebenso können Gesellschaftsfahrten, Sonderzüge und Urlaubssonderzüge (KdF.) vom 5. Mai ab zu deutschen Fahrpreisen nach Zielorten im vormaligen Oesterreich und zurück aoge- fertigt werden. Zu Pfingsten werden Festtag-Rückfahrkarten auch nach österreichischen Orten aus gegeben. Von Mitte Juni an werden voraussichtlich sämtliche Fahrkarten, auch die zu den gewöhnlichen Fahrpreisen, nach Dem österreichischen Reichsteil zu deutschen Preisen und Bedingungen ausgegeben werden. Von österreichischen Reichsteilen nach Dem alten Reich werden Fahrkarten zu deutschen Preiftn und Bedingungen voraussichtlich erst ab frühestens Mitte Juni ausgegeben werden. Bis dahin bleiben in Der Richtung vorn österreichischen Reichsteil Die jetzigen Fahrpreise bestehen. Knochen sind ein wertvoller Rohstoff. NSG. Für unsere Volkswirtschaft sind die Knochen ein wertvoller Rohstoff. Sie liefern vor allem Fette, Leim, Gelatine, Futtermittel, Düngemittel, Kitt, Wachs und Knochenasche. Man stellt weiterhin Beinwaren, Stearin, Glyzerin, Jsoliermittel, Farben- binbemUtel, Pflanzenschutzmittel und Arzneimittel Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. (G. ■ Gottesdienst, KG. = Kindergottesdienst, HG. = Hauptgottesdienst, HG.-Abendm. -- Hauptgottes- Dienst mit Beichte und Abendmahl.) 1. Mal. Gießen. Stadtkirche. G. 8, Becke», Chrft stenl. Markg. HG. 9.30, Schmidt, KG. 11 Matthg. — Zohannesklrche. G. 8, Ausfeld, Christen!. Johs.- und Militg., HG. 9.30, Trommershausen, KG. 11 Lu kg., KG. 11 Saal D. Krippe. Johs.- und Militg. Bibel« bespr. 20, Walther. — Petruskapelle. HG. 9.30, Trapp, KG. 10.45. — Kapelle Atter Friedhof. HG. 9.30, KG. 11. — Wiefeck. HG. 9.30, Selzer. — Kirchberg. KG. 8.45, HG.-Abendm. f. d. jg. M. u. Fr. v, Staufenberg. — Lollar. KG. 8.45. — Mainzlar. HG. 9.30, KG. 10.30. — Watzenborn-Steinberg. KG. 9.30, HG. 10.30. — Heuchelheim. HG.-Abendm. f. D. Verh« b. z. 40. Sehens). 9.30, KG. I 13, KG. II 13.45. — Klein-Linden. G. 9, KG. 10. — Garbenteich. G. 9. —» Haufen. G. 10.15. — Albach. G. 9. — Steinbach. G. 10. — Lich. G. 9, Naumann. — Nleder-Vessingen. G. 10.30, Naumann. — Langsdorf. HG. 11, KG< 13.30. — Bettenhausen. KG. 8.45, HG. 9.30. — Hungen. G. 9.30, KG. 10.30. — Beltershain. G. 9.30. — Harbach. G. 9.30. — Beitsberg. Lefe-G. 9.30. Ev. Stadtmission, ßöberftr. 14. 1. Mai. Morgenand. 8.30, Ev.-Vortrag 20.30. — 4. Mai. Bibelstde. 20.30. Die Christengemeinschaft (Beweaung für religiös« Erneuerung), Marburger Str. 15. 3. Mal. Menschen« welhehandluna 7. Gemeinschaft innerhalb der Kirche (LandeskirchlichS Gemeinschaft), Gutenbergstraße 9. 1. Mai. Ev.-Stde. 20.30. — 4. Mai. Bibelstde. 20.30<*- 5. Mai. Jugend« bunbftDe. 20.30. Neuapostolische Gemeinden Gießen, Händelstr. L Ederstr. 13. 30. April. G. 20. Am 1. Mai keine G. 4. Mai. G. 20.30. Vaptisten-Gemeinde, Gartenstr. 13.1. Mai. Predigt 9.30. — 4. Mai. Bibelstunde 20.15. Katholische Gemeinden. (B. -- Beichtgelegenheit, M. = Messe, K. = Kommunion, P. = Preoigt, HmP. = Hochamt mit Predigt, DuA. -- Vortrag und Andacht, A. = Andacht.) 30. April. Gießen. B. 16.30—18.30 u. 19. 1. Mai. (Philippus und Jakobus.) Gießen. B. 6.30, M. (K. d. Männ.) 7, K. 8, HmP. 9, Sing-M. m. P. 11.15, A. 14.30. — Grünberg. HmP. 9.45. — Lich. HmP. 7.30, DuA. 20. — Laubach. HmP. 10; Christen!, u. A. 14.30. — Hungen. DuA. 17.30. — Nidda. HmP. 8.15. — Schotten. HmP. 10.30. — 3. Mai. Gießen. Maiandacht 20, Bibelstde. 20.30. — 4. Mai. Hungen. M. 6.30. — 5. Mai. Gießen. B. 17.30-18.30. — 6. Mai. Gießen. Herz-Jesu-Segensarnt 6. * Oeffentllcher Sonntagsdienst. Polizei: Telephon 2751, nur in dringenden Notfällen Telephon 01. Feuerwache: Telephon 2244/45; Stotruf Telephon 02. Hauptpostamt: Beschränkter*Schalterdienst, 8 bis 21 Uhr. Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 7 bis Sanitatskolonne: Telephon 2500. • Sonntagsdienst fflr Aerzte. Arzt: Dr.med. Ringshausen, An der Johannes« kirche 6. — Zahnarzt (nur in dringenden Fällen) 1 Dr. Schmitt, Wilhelmstrahe 12. Nundsunkprogramm Sonntag, 1.2Hai. 6 Uhr: Hafenkonzert. 8.10: Gymnastik. 8.30: Ju« g e n D E u n D g e b u n g. 9.30: Festliche Orgelmusik. 9.45: Von Berlin: Reichssendung: Festsitzung der Reichskulturkammer im Deutschen Opernhaus. 11.15: Ewiges Deutschland. 12: H a u p t ku nd ge b un g im ßu ft garten. 13.15: Mittags konzert. 14: Für unsere Kinder. 14.30: Uns gehört der Sonntag! Ein Reigen sorgloser Melodien. 15.15: Der IDtai im Markgräflerland. Maisingen im Wiesendal. 16: Nachmittagskonzert. Als Einlage: 17 bis 17.15: Sportereignisse des Tages. 18: Schon ist, Mutter Natur, Deiner Erfindung Pracht. Ein Spaziergang im Maien. Hörfolge. 19: Nachrichten. ^^ Fröhlicher Tanz. 20: Großes Festkonzert. 22: Abend- tunDgebunq im Lustgarten. 23: Tanz und Unterhaltung. 24 bis 1: Volks- und Unterhaltungsmusik. Montag, 2. Mal. 5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In Der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 9.50: NS.-Rechtsberotung. 10: Schulfunk. Die Ameise und die Grille. Nach einer Fabel. 11.40, Volk und Wirtschaft. Zweierlei Porzellan. 12: Schloßkonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Schloßkonzert (Fortsetzung). 14: Nachrichten. 14.10: Quer durch Die Welt. Schallplattenplauderei. 15: Kleines Konzert für Bratsche und Klavier. 15.30: Für unferfl Kinder, Jetzt basteln mir... 16: Nachmittayskon* zert. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lauft Was du ersparst, überlasse vertrauensvoll der Bezirkssparkasse Giehen Oefsentliche mündelsichere Sparkasse Iohannesstratze 5 »> Zweigstelle Kaiserallee Geschäftsstelle Sich ®d,c ®olf,tra6c 17 DieseZeichen bürgen % für gute, zuverlässige und fachgerechte Bedienung — denn über 26 jährige Facherfahrung steht dahinter. Über 26 Jahre arbeitet unser Unternehmen in der Branche und stellt die Ansprüche seiner Kunden zufrieden. Was sich aber an Branchenwissen, Branchenkönnen in diesen mehr als 26 Jahren erfolgreicher Tätigkeit gesammelt hat-bietet Gewähr, daß Sie wirklich so bedient werden, wie Sie wünschen. Berücksichtigen Sie diese Tatsache, wenn Sie Neuanschaffungen vornehmen, und verlangen Sie stets unsere ausführlichen Angebote. FranzVogt&Co. Über 26jährige Facherfahrungin Büromaschinen Bürobedarf Generalvertretungen: Mercedes — Roto — Mauser — Lumoprint Vokohaus Gießen Seltersweg 44 Fernsprecher 2464 2912A Glaskontor G m. b. H. Gebr. Wolf KG., Gießen, Lahnstraße 13 Glasgroßhandlung Glasschleiferei - Sandbläserei Spiegelfabrik Glaseisenbeton «Glaswolle gründlich, dann aber mit dem elektrischen Staubsauger. Er holt den Dreck aus den Ecken, daß es nur so brummt und sorgt dafür, daß Sie ihn selbst nicht schlucken brauchen. Er frißt ihn förmlich und läßt kein Stäubchen über. Dabei ist das Arbeiten mit ihm ein Kinderspiel, mühelos und bequem. Er ist eben der unentbehrliche Helfer für den Reinemachetag. Auch Sie sollten ihn haben. Deshalb sehen Sie sich einmal unverbindlich unsere Staubsaugermodelle an. Wir sind Ihnen bei der Anschaffung eines solchen Gerätes gern behilflich. rilt I JB LhJ J. B. Häuser Gießen, am Oswaldsgarten Parkplatz, Fernsprecher 2145/2146 Telegramm-Adresse: Glaskontor • Sammelnummer 2758 2949D 6 2302A Vorbildlich wohnen zeigt Ihnen unsere Frühjahrs-Möbelschau^ In 16 Fenster Schaufront finden Sie ganz entzückende Neuheiten in allen Hölzern u. Farben (von derReichskultur kammerzugelassene Modelle) 5 Stockwerke unseres Hauses bestätigen Ihnen,daßwirnicht nur hinsichtlich Qualität und Formvollendung, sondern auch der Preisstellung jeden Wunsch erfüllen, Spezial-Werkstätte für gute Polstermöbel Alleinverkauf der weltberühmten Antimott-Polster-Sessel dasführende Fachgeschäft Oberhessens 2959A R.SWEG Bleibende Beende spendet die gediegene schöne Arbeit des Handwerkers Bäcker-, Baugewerken-, Buchdrucker-, Dachdecker-, Damenschneider-, Elektro-, Friseur-, Glaser-, Korbmacher-, Kraftfahrzeug-, Küfer-, Maler- und Weißbinder-, Mechaniker-, Metzger-, Müller-, Musikinstrumentenmacher-, Photographen-, puhmacher-, Schlosser-, Schmiede-, Schneider-, Schreiner-, Schuhmacher-, Spengler-, Steinmetz-, Tapezier- und Sattler-, Töpfer-, Uhrmacher-, Wagner-, Wäscherei- und Zimmerer-Innung rKveishaudwevkevschaft Gießen 2911D KRAFTFAHRZEUG-REPARATUR NEILS & KRAFT o Zentralheizungen Georg Eidmann Warmwasserbereitungen, Badeanlagen, Gas-und Wasserinstallationen Bahnhofstr. 24 GIESSEN Fernruf 2872 Wilhelm Kröck Dachdeckermeister Lahnstraße 19, Eingang auch Hammstraße 9 Fernsprecher Nr. 3175 Uebernahme aller Arten Dacharbeiten in allen Sorten von Dacheindeckungsmaterialien 2962 D I "Mb- t'9unS ^treten ' beUö jchen nächst W j g । s rgtalti unb n .ch I°Hefr rfi? «• g=® in . fnnn Dv **,“ notn » k-ch fteulicherw^e ernrhmumen°° orbentUBjer 9* Aktion oes Ken. Soweit MS Sti waren, frei die Gesamtheit Zi der Wander scheine gehören Zn der Zeit der werbe gewählt, M ten zu können. E gerne bereit sein, Arbeit mit bemu; tzewerbescheininha verftäMch. H Häuser unb Gesc heranführt unb ' schäft, oder in so tigt. Auch die Ü durch geeignete gliedern der V Eine der letz' verstanden wort liche Dolkso die zu Hause un Diese jungen D lich melden. 3 Fällen Veranlag aufzufordern, ur lichkeiten einer! gemeinschaft hini den dazu führen, beitskraft n Der Arbeiterb ist aber inzwisä sofortige Einsatz Deshalb ist für hörigen der bch griffen und ein, scher Sanbar M/verMMch, mark Ulrbeit: solange es noch m neben stnb ’m er deutsche aus anbk Nischen unb ge worden. Die großen ' Mrs sierung nur erfolgen ko biete heranzieht. Omnibusfen zur! weitem Umfang zurückgegriffen i werben, daß ein Inders für Fan bnngt. Es ist de- R-er Vornan vi Mürigfit bt) 6, “•Mefeung. iS»“” iLL» Mn lassen: Die m Montwill, wQJ Ü W Damal a«mhRpiin, S6f LrBL"'einf|i obenb^? 9ar JR&S ■£' 4® j?» f ®örf der auf ?W iJ “ber feiijeM verlm?^'eh davon. "°uten 3llJ Sw! fr i». Scorg vccKcr,vaugctchM, 0icßm INH.: AUG. NIEBLING botfts Cicfr, Beton* und Cifenbetonbau Goethestraße 10 Fernsprecher 8437 4 • ' ■ 2972V Schulz L-Zung Gießen Zentralheizungs- und sanitäre Anlagen Zentralheizung»- und Warmwasserbereitungs-Anlagen aller Systeme Sanitäre Einrichtungen und Bäder aller Art / Wasserversorgungen und Pumpenanlagen / Hausanschlüsse an Gas-, Wasserleitung und Kanal Aulweg ^,Ecke SchiffenbergerWeg^uf4263 2977 D JOH. FISCHER Kohlenhandelsgesellschaft -ä au H alle Sorten liefert W KOH LEN W In Waggonladungen W und Einzelzentnern GIESSEN | Allcenstraße 42/4 4 • Telephon 3172 und 317 6 ---------------------------------------------------------------- ---------------------291OP 15*2. Das Reichsgesetz über das Kreditwesen vom 5. Dez. 1934 gewährleistet die Handhabung des deutschen Bank-und Kreditwesens im Geiste des Nationalsozialismus. — Du darfst deshalb der Bank vertrauen! Commerz- und Privat-Bank Aktiengesellsdiaft Filiale Gießen Deutsche Bank Zweigstelle Gießen Dresdner Bank Filiale Gießen Handels- und Gewerbebank e.G.m.b.H., Gießen 2913V Milchzentrale • Gießen 8K Fernruf 4007 Gebrüder Grieb Fernruf 4007 Speisequarg • Rahmquarg Sahne-Schichtkäse NEILS & KRAFT GIESSEN Mercedes-Benz-Vertragswerkstatt FERNSPRECHER 2748 2908 P ---- Diese große Anzahl ist ein neuer Beweis für ihre Beliebtheit! Generalvertrieb: Baums aTreibig Büromaschinen und -Organisationen GIESSEN Bahnhofstr. 26 H12A Ruf 3700 neben dem Lichtspielhaus JUkettelle lorote alle anderen Sorten ^elle. wie Haien, Kanin uiro. übernimmt au Tagespreisen GenoffenschastfiirSSute- und Jettverwertung e. G. m. d. H. zu Kassel Nebenstelle (sieben Neustadt 61/Krofdorseritr.87 79Z2V Carl Freitag Niemals, wenn Sie gegen Ihre Beinbeschwerden LÄSTIG FLOR Strümpfe trägen! Mediz. Fachgeschäft Karl Egner Gießen, Frankfurt. Str. 9 Zu allen Krankenkassen zugelassen 1401 A Mit dem Gaudiplom Gl C C C IM im Leistungskampf ■ ■■ der deutschen Betriebe Hlndenburgwall 9 ■ Fernsprecher Nr. 3360 ausgezeichnet ?9?8v Ist Treppensteigen eine Quält Bauunternehmung für Hoch-, Tief- und Brückenbau G. m b. H. Werkzeugmaschinenfabrik, Gienen Getolgschaftsstärke 400 Mann Unser Bauprogramm: Hochleistungs-Schnelldrehbänke mit Einscheiben-. Flanschmotor- und Stutenscheiben-Antrieb, auch mit stutenloser Drehzahlregelunfi Plandrehbänke - Radsatzdrehbänke Automatische Kopierfräsmaschinen mit elektrischer Fühiersteuerune sowie Hochleistungs-Schnellbohrmaschinen in all. Ausführungsarten u.Gröben _______2918V Stahl möbel Niederhausen Gießen. Bahnhofstraße 49 Nr. ION Zünster Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhefsen) Ztt.April /'.Mai 1958 Oie Arbeitseinsatzlage in Oberhessen Don Oberregierungsrat Or. List, Direktor des Arbeitsamtes Gießen. Mehr sparen? Was uns die „Aterspyramide" lehrt! Nehmen wir einmal das „Statistische Jahrbuch allen diesen Gebieten des soliden Sparens kräftige Fortschritte und eine wesentliche Stärkung des Sparwillens feststellen können. Der Einzahlungsüberschuß bei den Sparkassen betrug im Jahre 1937 nicht weniger als 861 Millionen Mark gegen 309 Millionen Mark im Vorjahre und 505 Milliomen Mark in 1935. Auch bei den Kreditgenossenschaften haben die Spareinlagen weiter zugenommen. Die größeren privaten und öffentlich- rechtlichen Lebensversicherungen verzeichnen im Jahre 1937 Prämieneinnahmen von 1022,1 gegen 934,9 Millionen Mark im Vorjahre, von denen allerdings nur rund die Hälfte zu Kapitalanlagen zur Verfügung standen. Eine ständig wachsende Bedeutung kommt der Ersparnisanlage durch Erwerb festverzinslicher Wertpapiere zu. Die Reichsanleihen, von denen seit 1935 fast 10 Milliarden Mark erfolgreich begeben werden konnten, stehen dabei natürlich im Vordergrund. Aber auch der Pfandbrief hat trotz der erheblichen Emissionsbeschränkungen einen hohen Anteil an der gesamten Ersparnisbildung gehabt. Im Jahre 1937 sind brutto für rund 650 Millionen 4'/>prozentige Pfandbriefe verkauft worden, denen Rückflüsse von nur 387 Millionen Mark gegenüberstanden, so daß der Umlauf der als Ersparnisanlage gehaltenen Pfandbriefe sich wiederum, wie schon im Vorjahr, um mehr als eine Viertelmilliarde Mark erhöht hat. Die starke Ersparnisanlage in Pfandbriefen, die noch wesentlich größer gewesen wäre, wenn nicht die Institute vielfach ihre letzten Bestände ausverkauft hätten, beruht nicht nur auf der vorzüglichen Pfandbriefdeckunq durch sichere und sorgfältig ausgewählte Hypotheken und der guten Verzinsung von 4V2 o. Sy, sie ist auch begründet in der stabilen Kursentwicklung, die eine jederzeitige risikolose Verwertbarkeit der Pfandbriefe im Falle eines Geldbedarfs des Sparers gewährleistet. So sehen wir, daß in richtiger Erkenntnis des eisernen Zwanges zur Vorsorge für das Alter das deutsche Volk aus feinem wachsenden Einkommen auch steigende Sparbeträge zurückstellt, die — volkswirtschaftlich betrachtet — die Reserve schaffen, mit der in der Zukunft die Altersversorgung des ganzen Volkes gesichert wird. „Die Entwicklung der wichtigsten Altersgruppen der deutschen Bevölkerung von 1871 bis 1970". Das Ergebnis der amtlichen Vorausberechnungen der Al- ter'sschichtung unserer Bevölkerung (ohne Saargebiet und Oesterreich) ist kurz folgendes: Die Zahl der männlichen und weiblichen Personen mit einem Lebensalter von 65 Jahren und darüber steigt danach von 4,64 Millionen in der Gegenwart auf 5,28 Millionen im Jahre 1940, auf 6,37 Millionen im Jahre 1950 und auf nicht weniger als 8,48 Millionen im Jahre 1970. In dem gleichen Zeitraum, in dem also die Zahl der durchweg nicht mehr erwerbsfähigen Menschen über 65 Jahre auf fast das Doppelte anwächst, nimmt die Gesamtbevölkerung um rund 3 Millionen von 65,36 auf 62,34 Millionen ab, darunter die Erwerbsfähigen (zwischen 15 und 65 Jahren) um 1,7 Millionen. Unmöglich kann der jetzt und in der nächsten Zeit Heranwachsenden jungen Generation zugemutet werden, die 8V2 Millionen Erwerbsunfähigen um die Zeit von 1970 herum zu erhalten. Auch der Staat kann das nicht, ohne die Arbeitsfähigen mit Steuern und Abgaben zu erdrücken, zumal, da sich die Invaliden- und Angestelltenversicherung nur auf einen Teil der Bevölkerung erstreckt. Die Erhaltung des relativ hohen Anteils von Erwerbsunfähigen und Greisen ist nur möglich durch rechtzeitigen i*n D umfassenden Einsatz der Selbsthilfe: d-urch vermehrtes Sparen! Das auf Sicherung des Alters abzielende Sparen verträgt sich nicht mit dem Eingehen größerer Risiken. Es erfordert in erster Linie Rücksicht auf die Sicherheit des Kapitals und des Zinsanspruchs und hat erst dann auf die Höhe des Zinsertrages zu sehen. Wer Sparer und nicht Spieler sein will, wird spekulative Kapitalanlagen, etwa durch Erwerb von Grundstücken, unsichere Beteiligungen, im Werk stark schwankende Aktien usw. meiden. Er wird die bewährten Formen der Ersparnisanlage wählen, also sein Geld zur Sparkasse, Bank oder Genossenschaft tragen, öffentliche Anleihen, Pfandbriefe oder Kommunalobligationen erwerben oder eine Versicherung abschließen. Bauherren, dafür zu sorgen, daß die A u s g e st al - tung dieser Baracken in jeder Beziehung vorbildlich ist und daß Verpflegung und Behandlung einwandfrei sind. Ich darf zum Schlüsse an unsere Volksgenossen aus der Ostmark die Bitte richten, ihre Stellungen nicht jetzt zu verlassen, sondern abzuwarten, bis die Zeft zur Rückkehr in die Heimat gegeben ist. Für die nächste Zeit ist es auf jeden Fall unzweckmäßig und auch infolgedessen von der Reichsregierung als unerwünscht bezeichnet, daß irgendwelche Arbeitsstellen im alten Reich aufgegeben werden. Lehrlinge in Einheitspreisgeschäften nicht erwünscht. Fwd. Der Präsident der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung hatte vor einiger Zeit zu der Frage Stellung genommen, ob Lehrlinge in Einheitspreisgeschäften auf Grund der geltenden gesetzlichen Bestimmungen von der Arbeitslosenversicherungspflicht befreit werden kön- schon auf den ersten Seiten eine Statistik, die bei näherem Anschauen verblüfft und zu ernstem Nachdenken Anlaß gibt. Sie trägt die Ueberschrift: Wer die Entwicklung der Spartätigkeit in Deutsch- für das Deutsche Reich" zur Hand, so finden wir land betrachtet, wird gerade in der letzten Zeit auf neu. Diese Frage war nach dem Wortlaut der einschlägigen Vorschriften zu bejahen. Im Anschluß an diese Stellungnahme wurde vielfach die Auffassung geäußert, der Präsident der Reichsanstalt habe seine Ansicht über die Lehrlingsausbildung in Einheitspreisgeschäften überhaupt grundsätzlich geändert. Diese Auffassung trifft nicht zu. Der Präsident der Reichsanstalt hat sich veranlaßt gesehen, vielmehr ausdrücklich zu erklären, daß er den Abschluß von Lehrverhältnissen in Einheitspreisgeschäften im Hinblick auf die frühere Stellungnahme der Neichswirt- schaftskammer nach wie vor für unerwünscht hält. Seine Anweisungen über die Lehrlingsausbildung in Einheitspreisgeschäften seien daher bei der Berufsberatung und Lehrstellenvermittlung weiterhin zu beachten. Lehrlinge, die in Einheitspreisgeschäften tätig gewesen sind, werden also wie bisher nicht als Kaufmannsgehilfen, sondern nur als angelernte Kräfte von den Arbeitsämtern vermittelt. Auch die Industrie- und Handelskammern tragen nach Mitteilung der Reichswirtschaftskammer derartige Lehr- oerhältnisse nicht in die Lehrlingsrolle ein, so daß damit eine Ablegung der Kaufmannsgehilfenprüfung praktisch ausgeschieden ist. Die Eintragung in die Lehrlingsrolle ist nämlich nach einem Erlaß des Reichswirtschaftsministers vom 14.1.1937 Voraussetzung für die Zulassung zur Kaufmannsgehilfen- prüsung. Seit Jahr und Tao ist die Arbeitseinsatz- lage in Ob er Hessen so günstig, daß an Stelle der Sorge um die Beschaffung von Beschäf- tigung für arbeitslose Volksgenossen die andere Sorge getreten ist: Woher können die Arbeitskräfte für die vielerlei und umfangreich en Vorhaben beschafft werden? Die so veränderte Fragestellung zwingt zunächst dazu, alle Arbeitskräfte einzusetzen, die e i n s a tz s ä h i g sind. Es gilt also, den immer noch vorhandenen Restbestand aufs neue durchzuprüfen und nach sorgfältigen ärztlichen Untersuchungen und persönlichen Befragungen Arbeitsstellen zu finden, in denen die geminderte Arbeitskraft noch verwandt werden kann. Diese sehr langwierigen und schwierigen, aber notwendigen Arbeiten sind gerade in den letzten Wochen in der Stadt Gießen erfreulicherweise vorwärtsgetrieben worden. Die Unternehmungen des Bezirks haben sich in außerordentlicher Bereitwilligkeit dazu verstanden, die Aktion des Arbeitsamts zu unterstützen. Soweit noch Zweifel über die Arbeitseinsatzfähigkeit bestanden, hat das Arbeitsamt sich bereit erklärt, während einer gewissen Anlaufzeit die Unterstützung weiterzuzahlen. Ein anderer Weg versuchte, die Arbeitskräfte, die nicht zweckmäßig angesetzt waren, frei zu machen, um sie produktiv für die Gesamtheit zu beschäftigen. Die Inhaber der Wandergewerbe- und Hausier- scheine gehören häufig zu solchen Arbeitskräften. In der Zeit der Not hat mancher das Wandergewerbe gewählt, um sich überhaupt über Wasser halten zu können. Er wird bei Darlegung der Lage gerne bereit sein, eine ergiebigere und dauernde Arbeit mit dem unsicheren Einkommen als Wandergewerbescheininhaber zu vertauschen. Es ist selbstverständlich, daß man auch die Insassen der Zuchthäuser und Gefängnisse an die produktive Arbeit heranführt und sie bei Arbeiten in der Landwirtschaft, oder in sonstigen Wirtschaftsbereichen beschäftigt. Auch die Wander- und Tippelbrüder werden durch geeignete Maßnahmen zu produktiven Mitgliedern der Volksgemeinschaft erzogen. Eine der letzten Verordnungen, die z. T. falsch verstanden worden sind, wendet sich an alle weibliche Volksgenossen unter 21 Jahren, die zu Hause untätig oder nicht voll beschäftigt sind. Diese jungen Menschen müssen sich zunächst schriftlich melden. Das Arbeitsamt wird in geeigneten Fällen Veranlassung nehmen, zu einer Rücksprache aufzufordern, und auf die Verpflichtung und Möglichkeiten einer Betätigung im Nahmen der Volksgemeinschaft Hinweisen. Alle diese Maßnahmen werden dazu führen, daß auch die gering st e Arbeitskraft noch mit eingesetzt wird. Der Arbeiterbedarf in der deutschen Wirtschaft ist aber inzwischen so stark angewachsen, daß der sofortige Einsatz von Arbeitskräften notwendia ist. Deshalb ist für die Landwirtschaft auf die Angehörigen der befreundeten Nation Italien zurückge- ariffen und eine große Anzahl italienischer Landarbeiter eingesetzt worden. Es ist selbstverständlich, daß auch aus unserer O st - mark Arbeitskräfte herangezogen werden, solange es noch möglich ist, Kräfte abzugeben. Daneben sind in erheblichem Umfange auch Volksdeutsche aus anderen Ländern, besonders in technischen und gehobenen Tätigkeiten, eingestellt worden. Die großen Bauvorhaben zwingen zu einer Mas sierung von Arbeitskräften, die nur erfolgen kann, wenn man weitere Wohngebiete heranzieht. Eine Bewegung dieser Massen auf Omnibussen zur Baustelle ist nicht immer möglich. In weitem Umfange muß auf Barackenunterbringung zurückgegriffen werden. Es kann nickt übersehen werden, daß eine solche Barackenunterbringung besonders für Familienväter große Nachteile mit sich bringt. Es ist deshalb selbstverständliche Pflicht'aller Fäden hin und her. ZRoman von Hedda Westenberger. Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlin W 35. 10. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) Er tritt händereibend ein, das Gesicht heiter, wie sonst nur nach dem Essen, die Augen voll Spitzbüberei: „Also, Martha, du bist ja sicher schon ganz elend vor Aufregung, ich will dich nicht länger zappeln lassen: Die junge Dame da draußen ist Marga Montwill, Paul Montwills Tochter. Besinnst du dich noch? Damals war sie so'n kleinem wildes Ding mit Hängezöpfen, heute ist sie ’ne elegante junge Dame. Ja, das war 'ne Überraschung. Aber beiderseits, beiderseits! Sie hat nämlich gedacht, sie findet hier so 'nen Dattergreis von einigen Siebzig vor, weißt du? Ja, da hat sie sich ja gewaltig geirrt. Hm, wie meinst du? Na rede dock laut, Marthchen, genier dich nur nicht... wie? Ach so, 's gibt nur Würstchen und Löffelerbsen. Na, das macht nichts, das macht gar nichts. Dafür gibt's dann heute abend was Besseres. Hm... und was ich noch sagen wollte: Vielleicht bist du so gut und machst jetzt'n bißchen die Honneurs, und du auch, Monika, bis ich mich rasiert habe." Tante Martha sieht aus, als spalte sich über ihr die Decke: „Du rasierst dick, Gottfried? Mitten am Tag? Und wo die Würstchen ...?" „Sind die Würstchen für mich da oder ich für die Würstchen?" schreit der Doktor und nimmt eine der auf dem Tisch liegenden Servietten, um sie mit Nachdruck noch einmal hinzulegen. Aber dann geht sein forschender und etwas unsicherer Blick durch die offenstehende Tür in den Garten hinaus, wo Marga Montwill sich gerade mit Tapsy über eine Amsel auseinandersetzt — und statt noch einiges über seine Beziehungen zu den mittägigen Würstchen verlauten zu lassen, macht er sich plötzlich still davon. Die beiden Hammerbacherschen Damen sehen sich einen Augenblick in grenzenlosem Staunen an. Vater geht, ohne das Thema Würstchen erschöpft zu haben. Da muß er krank sein. Oder... , Unwillkürlich wandern auch ihre Blicke zu Dem' Besuch im Garten hin. Dann geht Tante Martha entschlossen hinaus, nicht ohne zwischen Tür und Angel schnell ein gutgeschultes liebenswürdiges Lächeln zu hissen und das zage Haarknötchen am Hinterkopf für die bevorstehende Begrüßungszeremonie mit einem energischen Druck der linken Hand zu etwas mehr Selbstbewußtsein zu ermahnen. „Komm doch mit", flüstert sie Monika noch rasch zu. Aber Monika hat Zeit. Monika ist noch lange nicht mit dem Tischdecken fertig. Doktor Gottfried Hammerbacher ist inzwischen langsam in sein Schlafzimmer hinaufgestiegen, das ihn sonst um diese Zeit selten genug zu sehen bekommt. Nun steht er vor dem Waschtisch, die Hosenträger baumeln ihm friedlich an den Beinen herunter, und feine untere Gesichtshälfte starrt ihm, mit schäumender Seife eingeschmiert, nachdenklich aus dem Spiegel entgegen. Aber statt nun das widerwärtige Geschäft des Rasierens rasch und energisch zu erledigen, dreht er nur unschlüssig die Klinge zwischen den Händen und schaut und schaut... Er ist nicht eitel, der Doktor, bei Gott nicht. Es ist ihm ganz wurscht, ob diese hereingeschneite Marga Montwill ays Berlin ihn nett oder nicht nett, gut aussehend oder nicht gut aussehend findet. (Sie fand ihn natürlich gut aussehend.) Was, schert ihn das? Er hat sich sein Lebtag nicht darum gekümmert, was die Weiber von ihm hielten. Wohin wäre er sonst auch gekommen? Er hat sie als notwendiges Uebel betrachtet, hat ihre bald offenen, bald versteckten Komplimente als Selbstverständlichkeit eingesteckt und sie mit Grobheit und Spott beantwortet. (Und so manches liebe Mal dabei Blut geschwitzt.) Und vor allem hat er fick nie viel Gedanken über das Warum und Wieso seines Verhältnisses zu den Frauen und ihres Verhältnisses zu ihm gemacht. Warum auch? Soll man sich über etwas so Nebensächliches, Unlogisches, Unberechenbares, wie es eine Frau ist, Gedanken machen? Aber diese da, diese Marga Montwill aus Berlin, hat ihn merkwürdig überrumpelt. Schon die Respektlosigkeit, mit der sie sich eingeführt hat. Und — daß sie ihn doch wahrhaftig überbrüllt hat... Und nachher die kurze Unterhaltung im Wohnzimmer, ehe sie in den. Garten hinausgegangen sind. Wie sie ihn angesehen und gemustert hat! Als ob er ein Museumsstück wäre. Und dieser überlegene Spott um den Mund, als sie plötzlich ganz unvermittelt sagte: „Wie nett müßten Sie sein, Onkel Hammerbacher, wenn Sie weniger rauhbautzig täten!" Wann je hat eine Frau ihm schon so etwas in so einem Tonfall ins Gesicht gesagt? Und das Schlimmste: statt ihr eins auf die Nase zu geben, hat er geschwiegen und dumm gegrinst. Er! Geschwiegen! Aber nicht das allein ist es, was ihn jetzt so sehr beschäftigt. Sondern etwas viel, hm, allgemein Interessanteres, psychologisch Interessanteres: nämlich die starke Veränderung der Einstellung zwischen Mann und Frau im Verlauf einiger Jahrzehnte. Jawohl. Man könnte eine Doktorarbeit darüber schreiben, so interessant ist das. Damals zum Beispiel, als die kleine, zehnjährige Marga Montwill mit ihren Eltern nach Eigelftem zu Besuch kam, war er, Gottfried Hammerbacher, ein Mann von fünfunddreißig Jahren. Ein junger Mann also — trotz des großen Barts. Aber Die Kleine empfand ihn als einen sehr alten, würdevollen Mann, so alt und würdevoll, daß die inzwischen erwachsen gewordene Marga ihn mit weißem Haar und langem weißem Rauschebart anzutreffen erwartete. Aber nun, diesem „alten Mann" von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehend, muß sie feststellen, daß inzwischen eigentlich nur sie selbst älter geworden ist, und daß der „alte Mann" ihr heute, nach siebzehn Jahren, sogar wesentlich jünger oorfommt als damals, daß er also gewissermaßen auf der Höhe des Lebens stehengeblieben ist. Doktor Gottfried Hammerbacher hebt schwungvoll den Arm im exakten rechten Winkel und setzt endlich mit energischer Geste zum Rasieren an: Ja, ja, gar nicht zu leugnen, die ehemals scheinbar enorme Distanz zwischen dem zehnjährigen Mädel und dem fünfunddreißigjährigen, schon in Amt und Würden stehenden Mann ist im Laufe der Zeit einfach zusammengeschrumpft. Hätte er zum Beispiel damals zu irgend jemandem gesagt: Diese Zehnjährige wird später mal meine Frau — so hätte man ihn schallend ausgekocht. Sagte er aber heute zu jemandem: Diese siebenundzwanzigjährige Marga Montwill wird meine Frau, so würde kein Mensch etwas dabei ftnden. Oder? Nein, kein Mensch. Höchstens und selbstverständlich natürlich er selber. Denn lieber doch steckte er feinen Kopf drei Tage lang in Tanta Marthas Bratröhre, als daß er sich zu einer neuen Heirat hergäbe. Lieber doch schwüre er bis zum Ende seiner Tage dem Pfeifchen ab und dem Stammtisch und dem Skat dazu, als daß er sich... Aber eins muß er Tante Martha doch schleunigst noch stecken: daß sie sich nicht noch einmal untersteht, ihm seine Kissinger Pillen so unverhohlen auf den Tisch zu stellen, wie sie das neulich gemacht hat, als die Frau Oberst da war. Sie scheint sich einzubilden, daß er schon unter die Dattergreise gehört, deren Ansehen von solchen intimen Dingen nicht mehr beeinträchtigt wird. Es ist ihm zwar wurscht, ob diese Marga Montwill ihn heimlich doch Neue Tarifordnung für die MetaU- Zndustrie im Wir schaHspebi t Heften. NSG. Der Reichstreuhänder der Arbeit für das Wirtsckaftsgebiet Hessen, Dr. S ch m e 11 e r, hat für die gesamte Metallindustrie eine neue Tarifordnung erlassen, die am 15. Mai 1938 in Kraft tritt. Die Tarifordnung ersetzt eine große Zahl alter Tarifverträge und bringt in die Verworrenheit und Unterschiedlichkeit der Lohngestaltung eine systematische Ordnung. An Stelle der außerordentlich zahlreichen Ortsklassen treten nunmehr lediglich sieben Lohntafeln, wobei die niedrigsten Löhne eine gewisse Ausbesserung erfahren haben. Die Tarifordnung bringt weiter eine große Zahl von sozialpolitisch bedeutsamen Verbesserungen, so Bestimmungen über Weiterzahlung des Lohnes in Krankheitsfällen und sonstiger Arbeitsversäumnis, über Urlaub und RUHL Seltersweg Nr. 67 adlO Telephon Nr. 3170 eparaturen lK9/L Akkordarbeit. Die in einzelnen Tarifverträgen bisher bestehende sog. Akkordbasis ist ganz allgemein fortgefallen und an ihre Stelle der Stundenlohn getreten. Auch die bisher von einem Tarif nicht erfaßten Bezirke in Hessen sind nunmehr an den Metalltarif gebunden. Die Tarifordnung ist jedem Gefolgschaftsmitglied auszuhändigen. Sonderdrucke sind beim Fachpmt „Eisen und Metall" der Gauwaltung Hessen-Nassau der DAF. zu bestellen. Starke Zunahme des Paketverkehrs tm Reichspostdirektionsbezirk Frankfurt a. 2H. / Darmstadt. Lpd. Frankfurt a. M., 27. April. Die wichtige Stellung, die der Paketverkehr der Reichspost im wirtschaftlichen Verteilungsprozeß als Verkehrs- mittler im besonderen für Güter der Verbrauchs- inöuftrien einnimmt, hat zu feiner eingehenden statistischen Beobachtung Anlaß gegeben. Das Statistische Reichsamt legt daher soeben eine ausführliche und vergleichende Darstellung über die Entwicklung des Paketverkehrs von 1932 bis 1 937 vor. Aus ihr geht hervor, daß der Reichspoftdirektionsbezirk Darmstadt in sehr bemerkenswertem Umfange an dem allgemeinen Verkehrsanstieg teilgenommen hat. Erhöhte sich doch die Zahl der aufgelieferten Pakete im Frankfurter Bezirk von 9 619 000 im Jahre 1932 auf 11 601000 im Jahre 1935, dann weiter auf 12 132 000 im Jahre 1936 und erreichte 1937 die Zahl von 12 717 000. Das bedeutet eine Zunahme des Paketversands von 1932 bis 1937 um 32,2 v. H., während im Reichsdurchschnitt eine Erhöhung um 35 v. H. zu verzeichnen war. Die bedeutendste Weigerung weist der Bezirk Bremen mit 62 v.H. auf. Der Paketversand nach dem Ausland, der allgemein zurückging, dessen Anteil am Gesarntoerkehr aber sehr gering ist, sank im Bezirk Frankfurt-Darmstadt im Zeitraum der letzten fünf Jahre von 548 000 auf 3 08 000. Um die Intensität des Paketoersands in den einzelnen Reichspostdirektionsbezirken zu messen, hat das Statistische Reichsamt die Auflieferungszahlen auf je 1000 der Bevölkerung bezogen. Daraus ergibt sich, daß bei einer Bevölkerungsdichte von 209 Einwohnern auf einen Quadratkilometer im Bezirk F r a n t f u r ts 2).a r m ft a D t auf je 1000 der Bevölkerung im Jahre 1937 4495 Pakete aufgeliefert wurden gegen 3375 im Jahre 1932. Der Reichsdurchschnitt für 1937 errechnet sich mit 4603. An der Spitze der Direktionsbezirke fte’bte hier wiederum Bremen, an zweiter Stelle folgt Berlin, dann Chemnitz, Stuttgart und Nürnberg. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach- mittag geschlossen für einen alten Onkel hält, aber diese Person ist fähig, chn damit aufzuziehen. Und dann garantiert er für nichts mehr. A propos: alter Onkel. Warum sagt sie eigentlich immer mit so einer infamen Betonung: „Onkel Hammerbacher"? Er ist doch gar nicht ihr Onkel. Wenn sie das früher mal gesagt hat, so ist das doch kein Grund, es heute auch mro) zu sagen! Na, vielleicht gibt sich's, daß er darüber mal 'ne Bemerkung fallen lassen kann. So und jetzt runter mit den Stoppeln. Aber wie er gerade sorgfältig unter der Nase hin fährt, wo es besonders empfindlich ist, wird er gestört. Monika stürmt herein, als brenne es unten. „No?" fragt der Vater mit geschloffenen Lippen, die Nase mit der linken Hand vorsichtig hochdrückend, während die Rechte sorgsam die Klinge führt. „No?" Monika tritt neben ihn hin und betrachtet interessiert des Vaters verzerrtes Spiegelbild. „So sollte man dich photographieren", sagte sie grausam. Der Vater kann nur stumm die Augen rollen. „Ja, hör mal", fährt Monika dany schneller fort, „warum ich 'raufkomme! Hast du den Doktor Lenzsch schon zum Mittagessen eingeladen? Er hat eben angerufen, er bitte um Entschuldigung für die Verspätung, aber er sei aufgehalten worden und könne erst in zehn Minuten da sein. Hast du ihn eingeladen?" Der Vater formt seinen Mund zu einem großen runden Loch, damit sich die Haut über der Oberlippe schön spanne und leichter abzuschaben sei, und macht grollend: „Nö!" Monika läßt unschuldig-schmerzlich die Arme hangen: „Ja, ich aber auch nicht. Was sollen wir denn bloß tun? Und womöglich reichen jetzt die Würstchen nicht. Tante hat schon telephoniert, aber der Fleischer hat zu, und Tante sagt, zu frischen Regensburgern könnten wir unmöglich Büchsen- Frankfurter dazunehmen. Wenn du nicht noch die Dame eingeladen hättest, Dann langte es ja. Aber so... Kannst du nicht vielleicht mit der Dame essen gehen?" Der Vater schließ! langsam den Mund und taucht ebenso langsam die Klinge ins Wasser. Dann dreht er sich zu der Tochter herum, und seine Augen verheißen nichts Gutes: „Wer war Denn eher Da — meine Dame oDer Dein Doktor Lenzsch? Hm?" Monika wirst Die Lippen auf: „Das ist nicht mein Doktor Lenzsch. Und immerhin ist er schon lange ein FreunD Des Hauses, währenD Deine ..." (Fortsetzung folgt.) Emil Pistor Nachf. Gießen Eisen- und Eisenwaren-Großhandlung m» Das führende Spezialgeschäft für Industrie und Handwerk ■ Das führende Spezialhaus für Gardinen Betten Teppiche Polstermöbel ist Gebr. Seelbach Gießen Seltersweg 20 w Rechne u buche schneller usichuec mit ACTPA KJ™ D Addier u. Buchungsmaschinen Vorschläge für-die Umstellung Ihrer Finanz- oder Lohnbuchhaltung unterbreitet Ihnen unverbindl. gerne das bekannte Spezialhaus für Buchungseinrichtungen E. R. Niederhausen & Co., Gießen Umfassendes Wissen in allen Fragen der Buchungstechnik und der Organisation, reiche Erfahrungen und beste Referenzen bekannter Unternehmen unseres Wirtschaftsbezirks stehen zu ihrer Verfügung 2909A Heinrich Sreb Stehen • IIlQhlsfrafje 3 • Fernruf 2698 kacke ♦ färben ♦ ITlalerwerkzeuge Günstige Bezugsquelle fdr Handwerker ___________________________________________2961D Maler- und Weißbindergeschäft Ernst Petri Asterweg 31 Gegründet 1650 Fernruf 3680 Ausführung sämtlicher Putz- und Anstreicherarbeiten 2921 zur jetzigen Aussaat: Grassamen und Kleesaaten zur Anlage von Wiesen und Weiden, in Sorten und erprobten Mischungen. Ferner für den Garten: Bleich' und Zierrasen-Mischungen in bekannter, zuverlässiger Beschaffenheit Samenhaus Heinrich Hahn Bahnhofstraße Fernsprecher 3404 2929A T Damen- u. Mädchen-Mäntel Kostüme, Komplets Blusen und Röcke finden Sie in den neuen kleidsamen Frühjahrsmodellen und in großer Auswahl bei HMmssMcuM N H: Wl LH E LM HOHN U MD SOHN Gießen Kreuzplatz 15 Beachten Sie auch bitte unsere Ausstellung Kreuzplatz 1 2939 A Viele fleißige Hände schaffen stetig, sicher, zuverlässig auf den Baustellen von Martin Abermann HOCH-, TIEF- UND E4SENBETONBAU K. 6. Löberstraße 8 Fernsprecher 2570/71 29140 Zentralheizungen Gesundheitstechnische Einrichtungen für Bäder jeder Art Eigene Fabrikation moderner Armaturen und Apparate Sondergebietei Abwärmeverwertung Wassererwärmung durch Heihwasser * HL Schaffstaedt, Gießen Gegründet 1840 öggd Filialen in: Berlin,Hamburg, Düsseldorf,München, Stuttgart Ludwig Schneider Bauunternehmung Gießen Schließfach 99 Fernsprecher 3031 Ausführung von Straßenbauten Kanalisationen Wasserleitungs- und Brunnenanlagen Möbellackierung - Schildermaler rsny kaufen Sie immer noch günstig In guter Qualität bei Rudolf Leisler • Gießen Neuenweg 23 3018 A töiesecker Sand Sand- u. Kiesgruben Baumaterialien Fuhrleistungen Karl Uttel V. Wieseck-Gießen Telefon Nr.3998 2974V Türen • Fenster • Regale • Tische Schranke • Drechslerwaren Holz-Massenartikel EMIL H.MULLER HOLZWARENFABRIK GIESSEN, Schillerstraße 24-28 Fernsprech- Sammel- Nummer 2332 2963V Zu Fleisch, Käse, Fisch gehört QuambuschSens auf den Tisch 2965V Tief- und Hochbauarbeiten aller Art 29530 Seit mehr als 25 Jahren BänningeriiOießen Fernsprecher 3041 - 3044 2916V Itr.roo Sechster Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Z0.April/l.Misy38 1 U Hl I ........................ n * I -M . z^. 4 L 9 V I = V < F 4 I Ernste Arbeit — froher Feiertag Neu belebt sind Sitte und Brauch im Bauhandwerk. Aufmerksam prüft der Meister die Arbeit des jungen Buchdruckers. Nur wo der Pflug neben dem Schwert die Furchen für die Saat zieht und wo im Schutze dieses Schwertes die Arbeit geleistet werden kann, da ist auch der Segen der Arbeit gegeben, da herrscht nach der ernsten Arbeit ebenso berechtigt die Freude! Und unserem deutschen Volke ist dieser Schutz seiner Arbeit durch den Führer in so starkem Ausmaß geschaffen worden, daß wir alle wieder unserer Arbeit froh werden und, mit freudiger Zuversicht der Zukunft entgegensehen können. den wir seit dem vorjährigen Nationalen Feiertag des deutschen Volkes auch in unserem Heimatgebiet erlebt haben. Und wo ein solcher Aufstieg vorhanden ist, da herrscht mit Recht Freude über den Erfolg des Mühens und Schaffens während eines ganzen Jahres. vereinigt, so kommt auch darin wieder zum Ausdruck, daß der Waffenträger der Nation und der deutsche Arbeiter im Zivilkleid Schulter an Schulter stehen, als Arbeiter und Diener der deutschen Nation, wie als Gemeinschaft in der Freude über ein weiteres Jahr gesegneten deutschen Schaffens. In diesem Zusammenhänge sei die Aufmerksamkeit aller Volksgenossen noch auf eine Einrichtung hin^ gelenkt, die erst in den letzten Tagen in den Lebens- Der Zimmermann mit modernen Hilfsmitteln am Werk. Wie tief unsere Wehrmacht mit den Volksgenossen im Zivilkleid verhunden ist, können wir in Gießen ja immer wieder mit Freuden beobachten. Bei ihrem Marsch durch die Stadt können unsere Soldaten stets die Wahrnehmung machen, daß ihnen die ganze Liebe der deutschen Volksgenossen gehört, daß alle Männer und Frauen sich bewußt sind, welchen starken Schutz sie an der nationalsozialistischen Wehrmacht des Dritten Reiches haben. Und wie gerne dienen unsere jungen Männer in dieser Wehrmacht! Wie freudig sehen Vater und Mutter ihren Sohn als Träger des Ehrenkleides des nationalsozialistischen deutschen Soldaten! Erinnern Geschick und Geschmack verlangt der Beruf der Putzmacherin. starke Energie für die Verwirklichung des dankenswerten Planes, den theaterlosen kleinen Orten gute Wanderbühnen zu schaffen, zum Ausdruck, daß man nur mit froher Erwartung der Durchführung der ausgezeichneten Gedanken entgegensehen kann. Insbesondere werden unsere Volksgenossen auf dem Lande allen Anlaß haben, das unter der organisatorischen Leitung des stellvertretenden Gauleiters Linder stehende neue Kultur- und Feierabendwerk mit aller Kraft zu unterstützen, und sie werden damit eine Arbeit fördern, die gerade die kleinen Gemeinden mit herzlicher Dankbarkeit begrüßen können. Daß bei dieser Aufwärtsentwicklung unsere Stadt Gießen an erster Stelle in unserem Heimatbezirk steht, ist für jedermann ohne weiteres ersichtlich. Man erinnert sich, welch reicher Arbeitssegen allein aus der starken Bautätigkeit mit all ihren Nebengewerben hervorgeht. Da konnten nicht nur die Maurer, Zimmerer und Hilfsarbeiter der Baubetriebe, sondern auch die Spengler, Schlosser, Installateure, Elektriker, Dachdecker usw. usw. Arbeit und Verdienst haben, erhielten alle diese Werkleute mit ihren Familien das tägliche Brot. Ihre Arbeit und ihr Verdienst wirkten sich in fruchtbarer Weise aus auf unzählige andere Volkskreise. Nicht nur Lebens zu verspüren^ * Aber nicht nur nach dieser Richtung hin hat auch das jüngste Jahr deutschen Schaffens viele neue Früchte getragen. Wie eindrucksvoll wirken hier doch die Zahlen, die am Donnerstag in dem Aufruf des Leiters der Deutschen Arbeitsfront Dr. Ley an alle schaffenden deutschen Menschen in Stadt Unter der Parole: FreutEuch desLebens! wird sich die deutsche Volksgemeinschaft am morgigen 1. Mai, dem Nationalfeiertag des deutschen Volkes, wieder unter dem Maibaum versammeln. Der ernsten Arbeit in allen Berufen folgt damit ein froher Feiertag. Diese Feier hat ihren besonderen, ihren tiefen Sinn. In den frohgestimmten Stunden dieses nationalen Feiertags kommt der Glaube an unser durch den Nationalsozialismus geeintes und wiedererstarktes deutsches Volk zum Ausdruck; aber auch die Freude an unserer Arbeit und an unserer Schaffenskraft, die frohe Pflichterfüllung für unsere Heimat finden darin ihren starken Widerhall. PZer wollte leugnen, daß wir zu dieser Freude und zu dem froh- gestimmten Feiertag allen Grund haben? Ein Blick in die Runde, auf die engere Heimat sowohl, als and) auf unser herrliches großdeutsches Vaterland, zeigt jedermann, daß unsere Volksgemeinschaft mit Recht sich nach den Wochen und Monaten unermüdlicher Arbeit wieder einmal in froher Stimmung gemeinschaftlich der Freude über die Erfolge der deutschen Arbeit hingeben kann. Wir wollen in Gießen heute gar nicht weit zu- rückblicken. Unsere Aufmerksamkeit sei nur einmal auf das letzte Jahr gerichtet. Ist es da nicht für uns alle eine Genugtuung, feststellen zu können, daß wir auch in unserer Stadt und in unserer engeren oberhessischen Heimat wieder ein reichgesegnetes Jahr der Arbeit verzeichnen können! An anderer Helferin im Dienste der Wissenschaft. kreis der schaffenden deutschen Menschen unserer engeren Heimat getreten ist und die der Aufgabe dienen soll, insbesondere in den kleinen Städten und in den Landorten der guten Theaterkunst den Weg zum Volke zu ebnen. Der stellvertretende Gauleiter Linder hat sich das große Verdienst erworben, durch die Gründung des Rhein-Mainischen Gemeindekulturverbandes eine verheißungsvolle Grundlage für dieses Werk bereitet zu haben. In seinen Darlegungen in der Gründungsversammlung kam so viel Freude an der großen Aufgabe und eine so So kann denn auch unsere Volksgemeinschaft in Gießen und in unserer oberhessischen Heimat sich am morgigen Nationalfeiertag frohgestimmt in den Kreis der herzlichen Freude des deutschen Volkes unter dem Maibaum einreihen. Wir erleben dabei wieder das Wunder des Frühlings in der Natur und zugleich den wundervollen, kräftespendenden Frühling der neuen deutschen Volkwerdung, das Bekenntnis zur Schönheit des Mai, wie zur Größe unserer deutschen Nation unter den Fahnen unseres Führers Adolf Hitler, dessen dankbare und treue Gefolgschaft wir allezeit sein wollen im Dienste für unser ewiges Großdeutschland. B» In der Gießener Universitätsbibliothek. Unsummen schöpferischer geistiger Tätigkeit sind hier verankert. - 3m Dienste der Eichener Elektrizitätsversorgung. Waschinenpjlege ----- jjt MtzL Gehst. - ---- und Land veröffentlicht wurden. Diese Zahlen sind markante Wegzeichen unseres Vormarsches unter der Führung Adolf Hitlers zu einer glücklicheren Zeit des deutschen Volkes. Wie alle Volksgenossen im Bewußtsein ihrer Pflichten im Dienste der deutschen Nation täglich froh ihrer Arbeit nachgehen — wofür unsere als Symbole deutschen Fleißes und deutscher Freude an der Arbeit hier abgedruckten Bilder aus dem Wirken deutscher Arbeiter der Stirn und der Faust Zeugnis sind — so wissen sie auch, daß ihre Arbeit und die Früchte ihres Mühens dank der segensreichen Führung unseres Volkes durch unfern Führer nun wieder geschützt sind durch eine starke deutsche Wehrmacht. Der Facharbeiter an der Drehbank. MMcchnre» [9]: Neuner, Gießener Anzeiger») die KdF.-Fahrer, an die Besucher der Freizeit- Veranstaltungen oder an die Teilnehmer von Vortrags- und änderen Bildungsveranstaltungen. Sagen wir es offen: viele, ja die meisten dieser Annehmlichkeiten des Lebens waren vor der Machtübernahme dem schlichten schaffenden Manne des Volkes, aber auch zahlreichen geistigen Arbeitern einfach verschlossen! Der Nationalsozialismus erst ebnete die Wege und schuf neue Einrichtungen, damit alle deutschen Menschen die Möglichkeit haben, nach ernster und anstrengender Arbeit auch die Entspannung und die Sammlung neuer Kräfte durch den Genuß der Schönheiten des der tägliche Bedarf fand seine Deckyng, sondern die Arbeit und der gesicherte Lohn ermöglichten es auch, solche Erfordernisse des Lebens zu beliebigen, die über den Rahmen der täglichen Notwendigkeiten hinausgehen, die das Leben froher und damit die schaffenden Menschen innerlich freier machen. Es würde zu weit führen, hier auf allo Einzelheiten dieses erfreulichen Aufschwungs einzugehen-, es mag genügen, gerade heute am Vorabend des Nationalfeiertages des deutschen Volkes alle Volksgenossen anzuregen, sich einmal im Geiste dieses Tages im eigenen Lebenskreise und in seiner Nachbarschaft umzuschauen. Man wird dabei die Feststellung machen können, daß jetzt nicht nur der kleine Kreis der mit Glücksgütern bevorzugten Volksgenossen sich der frohen Seiten des Lebens erfreuen kann, sondern daß auch die breitesten Schichten unseres Volkes Anteil haben an den schönen Künsten, an den Früchten des deutschen Geisteslebens, an dem Erleben der Schönheiten unseres deutschen Vaterlandes, wie auch befreundeter anderer Länder. May denke z. B. an Stelle unseres heutigen Blattes drucken wir einen Artikel des Direktors des Arbeitsamtes Gießen, Oberregierungsrats Dr. List, über die Arbeitseinsatzlage in Oberhessen ab. Wie erfreulich ist es, dort von autoritativer Seite die Feststellung zu hören, daß wir schon lange nicht mehr vor dem Problem der Arbeitsbeschaffung stehen, .sondern jetzt die große Aufgabe lösen müssen, Arbeitskräfte für die vielfachen Arbeitsaufgaben irgendwie und irgendwo heranzuholen. Sogar deutsche Volksgenossen aus Oesterreich und Männer und Frauen des befreundeten italienischen Volkes müssen auch für die Arbeit in unserer engeren Heimat in Anspruch genommen werden, weil wir selbst und die benachbarten Bezirke nicht mehr genügend Kräfte zur Bewältigung aller Aufgaben bereitstellen können Diese Entwicklung gibt Anlaß zu unserer Genugtuung, denn sie ist ein überzeugender Gradmesser für den weiteren wirtschaftlichen Aufstieg, Der Küfermeister bei seiner Arbeit am Faß. wir uns, mit welcher großen Freude die Gießener Teile der neuen Wehrmacht bei ihrem Einzug in den Standort Gießen von jung und alt, von Männern und Frauen aller Stände und Berufe begrüßt wurden. Es ist schon so: Volk und Wehrmacht im Deutschland Adolf Hitlers sind eine untrennbare Einheit, in erfreulichem Gegensatz zu jenen trostlosen Jahren vor dem Januar 1933 in denen viele deutsche Volksgenossen im Zivilrock an keine Gemeinschaft mit den deutschen Brüdern im Soldatenkleid glauben wollten. Auch dieses Wandels zu einer neuen, schöneren Seite des deutschen Volkslebens sei heute vor allem gedacht. Und wir wollen dabei noch unserer besonderen Freude darüber Ausdruck geben, daß unsere Stadt Gießen die Auszeichnung erfahren hat, in weit bedeutsamerem Maßstab Garnisonstadt der deutschen Wehrmacht sein zu dürfen, als jemals zuvor. Die ideelle Freude darüber ist gepaart mit dem Bewußtsein, daß aus dem Kreise unserer Soldaten auch die heimische Wirtschaft in vielfältiger Weise Aufschwung und Belebung für die Dauer erfährt, nicht nur zum Nutzen eines bestimmten Personenkreises, sondern durch die vielfältigen Auswirkungen zum Besten der Gesamtheit in Gießen. Wenn daher bei dem Aufmarsch aller deutschen Volksgenossen am morgigen Nationalfeiertag des deutschen Volkes die Wehrmacht durch eine Ehrenkompanie sich als innig verbundenes Glied der deutschen Volksgemeinschaft mit den deutschen Männern und Frauen aller Stände und Berufe zur gemeinsamen Dankesfeier Ausschreibungen für den HL.-Gpori 4938 statt. mühen. 1922. II. Unterbannsportfest. Wirtschaft 2,75 o.H. Abendbörse still. zu° die reicht. III. Baunsportfest. Frankftry a. M. 99,7 99,7 101 130,4 DeotlenmarM Berlin — $ranfturt a Dl. Deutsche Diskonto Dresdner Bank.. 6 5 128,25 115,9 120,5 100 132,65 103,5 101 100 132,75 100 101 100 100 99,75 138,75 100 100 101,13 101,25 111,35 139,25 Schluß« kurs Die Wettkämpfe. I. Gefolgschaftssportfest. Bann und Iungbn,nn 116/Wetterau, Stelle für Leibeserziehung. Die Wiener Amateurboxer mußten auf ihrer Narddeutschlandreise eine hohe Niederlage hinnehmen. In Bremerhaven wurden sie von einer Auswahlmannschaft mit 15:1 Punkten geschlagen. & Klumpp 108 (108,50), Rastatter Waggon 58,50 (59), FMA. 170 (171), Ufa 70,75 (69,25). Großalmerode Thon ex Div. 104,50 (109,50). Tagesgeld 1. Mannschaftsdreikampf für HJ.-Gefolgschafts- mannschaften; 2. Mannschaftsdreikampf für DJ.- Fahnleinmannschaften: 3. Breslauer Dreikampf: 4. Leichtathletischer Fünfkampf; 5. 4X100-Meter- Staffel der Gefolgschaften; 6. 10X60-Meter-Pendel- staffel der Fähnlein; 7. 100-Meter-Lauf; 8. 1000- Meter-Lauf; 9. Hvchsprung; 10. Weitsprung; 11. Kugelstoßen; 12. Keulenweitwerfen; 13. 60-Meter- Lauf für Pimpfe; 14. Weitsprung für Pimpfe; 15 Ballweitwerfen für Pimpfe. — Teilnahmeberech- tigt für Wettkampf 1 und 2: die besten 11 Einzelwettkämpfer der Gef. und Fhl. Teilnahmeberechtigt für Wettkämpfe 3 und 4: die fünf besten Wettkämpfer jeder Gefolgschaft, 7 bis 15: die drei besten Wettkämpfer jeder Gef./Fhl., 5: die besten vier Läufer der Gef., 6: die besten 10 Läufer der Fhl. Schwimmen: 1. 100-Meter-Brust; 2. 200-Me° ter-Brust; 3. 100-Meter-Rücken; 4. 100-Meter-Kraul; 5 200-Meter-Kraul; 6. 400-Meter-Kraul; 7. Kunstspringen vom 3-Meter-Brett; 8. 4X5O-Meter-Brust- ftasfel für Gefolgschaften; 9. 4X50-Meter-Kraulstaf. fei für Gefolgschaften; 10. Wasserballspiele der Gefolgschaften. Teilnahmeberechtigt sind alle Hitler- jungen einschl. Jahrgang 1920. Turnen. Gemischter Sechskampf: 1. Reck, 2,20 Meter hoch; 2. Barren, Holme 1,60 hoch; 3. Pferd, ohne Pauschen 1,20 Meter hoch; 4. 100-Meter-Lauf; 5. Weitsprung; 6. Kugelstoßen 5 kg. Teilnahmeberechtigt sind alle Hitlerjungen der Jahrgänge 1920 bis 1922. Die Geräteübungen werden nach der 20- Punktwertung gewertet, die erreichte Punktzahl mit 5 multipliziert. Preisträger ist, wer 450 Punkte er- Man verfolgt gespannt die Rennen am Nordrande der Sahara und folgt später auch der Rennmann- schäft mit ihren großen Wagen nach Südafrika. Man wird Zeuge der Kämpfe um den Danderbilt- Pokal und erlebt in charakteristischen Bildern Amerika. Schließlich steht man noch im Geiste mit an der Rennstrecke im Donnington-Park zu England und verfolgt auch hier die Mannschaften bei ihren eindrucksvollen Siegen. Die Namen Rosemeyer und Ernst von Delius treten uns schmerzlich in die Erinnerung, denn der Film zeigt sie uns noch in aller Lebens- und Kampfkraft. Nicht weniger interessiert, wie den Kämpfen der Rennwagen, folgt man den harten Rennen der Motorradfahrer bei vielen Starts im In- und Ausland. Den eindrucksvollen Abschluß des Filmes bildeten die Fahrten während der Rekordwoche auf der Reichsautobahn bei Frankfurt. Der Film in seiner Gesamtheit stellt ein schönes Dokument des Kampfes um die Weltgeltung der deutschen Autoindustrie dar. Erster deutscher Sieg beim Reitturnier in Horn. Die deutschen Reiter mußten nach ihren Erfolgen im Vorjahr diesmal lange beim Internationalen Reitturnier in Rom auf ihren ersten Sieg warten. Nachdem sie an den beiden ersten Tagen in den Endkämpfen stets dabei waren, gab es am Freitag durch Alchimist unter Rittmeister M o m m im Premio Pincio, einem reinen Zeitspringen, dem auch Kronprinz Umberto beiwohnte, den ersten Sieg unserer Mannschaft. Da die sechs beteiligten Nationen in diesem Wettbewerb jeweils sechs ihrer besten Pferde aufgeboten hatten, gab das Ergebnis im Hinblick auf den Preis der Nationen bereits eine erste Klärung des'Stärkeverhältnisses. Im Premio Littorio, einem mittelschweren Zeitspringen, belegte Rittmeister Kurt Hasse auf Goldammer den zweiten Platz. Rittmeister Momm brachte Alchimist überaus um» sichtig über die 14 Hindernisse und unterbot mit einem fehlerlosen Ritt den bis dahin führenden rumänischen DbL Tudoran auf Pir um 1,8 Sekunden. Auf den 7. Platz kam noch ^-Staf. H. Fegelein auf Schorsch. Dorausgeganaen war der mit 85 Berner- bern außerordentlich stark besetzte Littorio-Preis. Obwohl dieses Springen nach der neuen Bestimmung durchgeführt wurde, daß jeder Teilnehmer schon nach dem zweiten Fehler aber Verweigern abgeleitet wurde, und nur 14 Pferde das Ziel erreichten, zog sich die Abwicklung über vier Stunden . hin. Mit einem Riesentorlauf am Damkar beschließt der Schiklub Mittenwald am 8. Mai die Winterkampfzeit. Am 7./8. Mai findet im Riesengebirge der international ausgeschriebene Paul- Haase-Gedächtnislauf statt. * SC. Ostmark Wien heißt jetzt endgültig der neue Dereinsname der bisherigen Wiener „Austria". Noch einmal Ausscheidungskämpfe für Breslau. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. ' Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Um auch denjenigen Reichsbund-Kameraden, die am 24. April aus irgendeinem Grunde verhindert waren, sich an den Ausscheidungswettkämpfen für Breslau zu beteiligen, noch die Möglichkeit einer Teilnahme am Deutschen Turn- und Sportfest zu geben, werden für diese am 8. Mai nochmals Qualifikationskämpfe angesetzt. Austragungsort ist wieder Heuchelheim. Vorherige Meldung an Wilhelm Rinn, Heuchelheim, Gießener Straße 51, bis zum 6. Mai ist jedoch unbedingt erforderlich. Es ist dies die letzte Gelegenheit, sich eine Fahrkarte nach Bres- lau zur Teilnahme am Wettkampf zu sichern. Auch Wettkämpfer, die am 24. April die erforderliche Punktzahl nicht erreicht haben, werden nochmals Siehe Ausschreibungen für Unterbannsportfest. Leichtathletik: Wettkampf 1 u. 2: Die besten Gefolgfchafts- bzw. Fähnleinmannschaften der Untcrbanne/Stämme; Wettkampf 3 und 4: Die besten 5 Einzelwettkämpfer der Unterbanne; Wettkampf 5 und 6: Die besten 4 bzw. 10 Einzelläufer der Unterbanne/Stämme; Wettkampf 7 bis 15: Die besten 3 Wettkämpfer der Unterbanne/Stämme. Schwimmen: Wettkampf 1 bis 6: Die 3 besten Schwimmer des Unterbannes (für jeden Wettkampf), Wettkampf 7: Die 4 besten Springer des Unterbannes, Wettkamvf 8 und 9: Jeweils die 4 besten Schwimmer des Unterbannes; Wettkampf 10: Die beste Mannschaft jedes Unterbannes, zusammen- gesekt aus den besten Schwimmern der Gefolgschaften. Turnen: Gemischter Sechskampf: Die besten 6 Mehrkämpfer des Unterbannes. Zu diesen Wettkämpfen kommen noch folgende Sportarten, die beim Bannsportfest erstmals in Erscheinung treten: Schwerathletik: a) Ringen (griechisch-römisch), b) Gewichtheben. Teilnahmeberechtigt sind aller Hitlerjungen der Jahrgänge 1920 bis 1922. Tennis: a) Einzelspiel, b) Doppelsviel. Teilnahmeberechtigt sind alle Hitlerjungen Der Jahrgänge 1920 bis 1922. Kanu: Teilnahmeberechtigt sind HJ.Vereins- mannschaften der Jahrgänge 1920 bis 1924: a) Einerkajak, b) Zweierkajak, c) Einerkanadier, d) Zweierkanadier, e) Mannschaftsboot (Zehnerkanadier). Die Länge der Strecke beträgt 600 Meter (stilles Wasser). Boxen: Geboxt wird in allen Gewichtsklassen. Jugendliche dürfen nur in der Gewichtsklasse kämpfen, die ihrem Körpergewicht entspricht. Teilnahme- berechtigt sind alle Hitlerjungen aller Jahrgänge. Pistolenschießen. Teilnahmeberechtigt sind Jgg., die das Mindestalter von 18 Jahren haben und im Besitz der HI.-Schießauszeichnung für Schützen sind, a) Genauigkeit auf Figurenscheiben: Entfernung 30 Meter; b) Fertigkeit auf Figuren- scheiben: Entfernung 30 Meter. Schußzeit: Für jeden Schuß 5 Sekunden, c) Schnellfeuerschießen auf Figurenscheibe. Entfernung: 20 Meter. — Waffe und Munition: KK. - Pistole, Modell Walther ,,PP". — KK.-Patrone für Selbstladepistolen, Kaliber 22 lang für Büchsen. Scheibe: lOringige Pisto- len-Figurenscheibe (Schupo). Mannschafts schießen: Schießbedingungen: 10 Schuß liegend aufgelegt, 10 Schuß liegend freihändig. Munition: KK.-Patrone, 22 Millimeter lang für Büchsen; Scheibe: HJ.-Kleinkaliber-Ring- cheide. Entfernung: 50 Meter. Teilnahmeberechtigt ind die besten vier Einzelschützen jeder Gesolg- chaft/Stammes im Alter von 15 bis 18 Jahren. Wehrsport - Fünfkampf: Teilnehmer: Jeder Unterbann stellt eine Mannschaft mit je sechs Jgg. und einem Führer. Jeder gemeldete Teilnehmer (einschl. Führer) muß ärztlich untersucht sein. Die Altersgrenze umfaßt die voll 17- und 18jährigen. Der Wehrsport-Fünfkampf wird an einem Tage durchgeführt. Die Reihenfolge der Uebungen ist folgende: 1. 20-KiIometer°Orientie- rungs-Gepäckmarsch mit Einlagen in Kartenkunde, Zielanfprache und Entfernunasschätzen. 2. KK.° Die Abendbörse nahm auf allen Gebieten einen sehr ruhigen Verlauf. Aufträge lagen fast nicht vor, und im Hinblick auf den Wochenfchluß bestand keine Unternehmungslust. Die Haltung war bei freundlichem Grundton behauptet. Die meisten zur Notiz gekommenen Papiere lagen gegen den Mittags- schluß völlig unverändert. Leichte Abweichungen zeigten Buderus mit 120,50 (121), Verein. Stahl mit 110,75 (111), Scheideanstalt mit 248,50 (248,75), JG -Farben mit 157,50 (157,75), Hanfwerke Füssen weiter gesucht mit 138,25 (138), Holzmann 166,75 (166,50), Moenus Maschinen 134,50 (134,25), Rheinmetall 148 (147,40) und Westdeutsche Kaufhof 109,25 (109,50). Am Einheitsmarkt notierten Aschaffenburger Buntpapier unv. 106, Schösserhof mit 190,50 (gestern 191,50) und Großbankaktien unverändert. Don Renten waren Reichsbahn-VA. weiter etwas erholt auf 130,40 (130,25), 5,5proz. Pounganleihe nach Pause 0,25 v. H. höher mit 103,75, 6proz. IG.-Farben unv. 130. Im Frei- verkehr nannte man Kornrnunal-Urnschuldung mit 96,20. Frankfurter Pferdemarkt. Arn nächsten Dienstag, 3. Mai, findet der Frankfurter Pferdemarkt in üblicher Weise auf dem Gelände der „Landwirtschaftlichen Halle" statt. Im Hinblick auf den Bedarf an Ackerpferden wird seitens des Handels eine reichliche Zufuhr erwartet. Die Preise werden gegen die beim vormonallichen Pferdemarkt gezahlten keine wesentlichen Veränderungen erfahren. Gelegenheit, ältere Tiere und Schlachtpferde gegen jüngere Zugpferde umzutauschen, dürfte sich beim Markt reichlich bieten 5^ Kohlenvon Lotz Tel. 4061 Kaiserallee 11 Das Bannsportfest 1938 findet am 11. und 12. Juni 1938 in Gießen, das Gebietssport- f e st 1938 am 2. und 3. Juli 1938 in Mainz statt. Bann- und Gebietssportfest sind Ausscheidungs- kämpfe für das Deutsche Turn- und Sportfest in Breslau und die NS.-Kampffpiele in Nürnberg. Die Besten in den einzelnen Wettkämpfen erhalten die Bezeichnung Bann- und Gebietsmeister 1938. Als Ausscheidungskämpfe für das Bannsportfest finden am 21. und 22. Mai 1938 in Verbindung mit den Reichssportwettkämpfen Gefolgschaftssportfeste und am 28. und 29. Mai 1938 Unterbannsportfeste 28-4. 101,9 99,3 Schluß!. Abend« börse 29-4. 101,9 99,3 1. Mannschaftsdreikampf für HI. (Reichssportwett- kämpf); 2. Mannschaftsdreikampf für DJ. (Reichs- sportwettkampf); 3. Breslauer Dreikampf (100- Meter-Lauf, Weitsprung, Kugelstoßen 5 kg); 4. Leichtathletischer Fünfkampf (100-Meter-Lauf, Hoch- und Weitsprung, Kugelstoßen, Keulenweitwerfen): 5. 100-Meter-Lauf; 6. 1000-Meter-Lauf; 7. Hochsprung; 8. Weitsprung: 9. Kugelstoßen; 10. Keulen- weitwerfen; 11. 60-Meter-Lauf für DJ.; 12. Weitsprung für DJ.; 13. Ballweitwerfen für DI. — Teilnahmeberechtigt sind alle Hitlerjungen einschl. Jahrgang 1920, Wettkampf 3 (Breslauer Drei- kamps) nur Hitlerjungen der Jahrgänge 1920 bis wird nach einer Karte 1:100 000, auf ber der Fahrweg eingezeichnet ist. Die Karte wird eine halbe Stunde vor Der Abfahrt ausgegeben. Unterwegs ind technische Prüfungen eingelegt. Gegen Schluß der Fahrt wird mit'Dem Luftgewehr pro Mann ein Ziel abgeschossen. Gesamtstrecke: 12 bis 15 Kilometer. — Für HI. (Altersklasse 14 bis 16 Jahre): a) Straßenrennen über 50 Kilometer, b) Mann- chaftsrennen über 30 Kilometer. Meldestärke für jedes Rennen 3 Jgg. pro Unterbann. Marine-HI., Motor-HI., Flieger- HI., Nachrichten-HI., Reiter-HI.: Die Ausschreibungen werden in den nächsten Tagen veröffentlicht. Gebielssporilager in Mainz. Da durch die Reichsjugendführung die Gebiete zu einem Gebietssportlager verpflichtet sind, m dem Die notwendigen Vorbereitungen für Breslau zu treffen sind, wird in der Woche vor dem Gebiets- portfest vom 28. Juni bis 2. Juli 1938 in Mainz ein Gebietssportlager durchgeführt. Alle Jgg., die ich an Wettkämpfen beteiligen, die in Breslau durchgeführt werden, müssen an diesem Gebietsportlager teilnehmen. Ich bitte deshalb diejenigen Jgg., die glauben, auf Grund ihrer Leistungen als Banndeste am Gebietssportfest teilzunehmen, sich heute schon um den notwendigen Urlaub zu beben Hebel so schwer getroffen, daß er mit einer schweren Gehirnerschütterung in die Klinik gebracht werden mußte. — Der Metallarbeiter Wilhelm Michel aus Nieder-Ohmen geriet bei seiner Arbeit mit der linken Hand in eine Fräsmaschine und erlitt schwere Verletzungen. — Bei der Arbeit an der Kreissäge zog sich der Schreiner Willi Kinzenbach aus Crumbach eine schwere Verletzung der linken Hand zu. — Der Arbeiter Hans °B o d e aus Erda fiel bei der Sportausübung so unglücklich auf die rechte Hand, daß er den Arm brach. — Das fünfjährige Töchterchen des Einwohners Pfaff aus Launsbach kam unglücklich zu Fall und erlitt einen Oberschenkelbruch des rechten Beines. — Der 29 Jahre alte Arbeiter August Neuhaus stürzte von einem Förderband ab. Er erlitt dabei innere Verletzungen und mutmaßlich einen Bruch des Lendenwirbels. Unfälle auf dem Lande. Der 45jährige Heinrich Dörr von Annerod aeriet mit der rechten Hand in eine Holzschneide- maschine und erlitt dabei erhebliche Schnitt- und Sehnenoerletzungen. - Mit einem Oberschenkelbruch de« linken Beines mußte der 79 Jahre alte Rentner Jakob Bieber aus Klein-Linden in ärztliche Behandlung gebracht werden. -- Beim Ein- spannen eines Jungtieres kam der 45 Fahre alte Landwirt Heinrich Brück von Reiskirchen so unglücklich zu Fall, daß er einen Bruch Des rechten Armes erlitt. — Der bei der Reichsautobahn unweit von Londorf beschäftigte Arbeiter Hans Muller aus Friedberg wurde von einem zuruckschnellen- 27. Hauptregatta des Lahnregattaverbandes statt. Sie ist zugleich die 31. Regatta der Gießener Ruüer- Gesellschast 1877. Die Vorbereitungen hierzu sind im Gange. Der Bootsplatz erfährt als Regattaplatz eine wesentliche Erweiterung. Durch die zur Zeit ausgeführte Rammarbeiten erfährt der Zuschauerplatz eine nicht unbedeutende Verbreiterung. Die Sicht dürfte für die Strecke ebenfalls besser sein, wie in den vergangenen Jahren, da das Ufergestrüpp entfernt wurde. Möge Die Bevölkerung für diese Veranstaltung Das nötige Interesse zeigen. Gießen zählt mit zu den ältesten Regattaplätzen. Deutsche Siege in drei Erdteilen. Ein Tonfilm der Auto-Union. In einer überaus gut besuchten Veranstaltung wurde gestern abend im Caf6 Leib ein interessanter Tonfilm gezeigt. Die Auto-Union hat bei vielen Rennen Die Erfolge und Siege ihrer Mannschaften im Filmbild festgehalten uno daraus nun einen Bildstreifen zusammengestellt, der einen tiefen Einblick in die Arbeit für die großen Rennen gestattet. Man sieht die Monteure, die Den Erfolg von der technischen Seite her zu sichern haben, man sieht die Rennfahrer vor, in und nach ihren gigantischen Kämpfen, erlebt ganze Rennen mit und die Freude des Sieges deutscher Wertarbeit. Der Film führt im Geiste durch die Schweiz und Italien nach Nordafrika, in die italienische Kolonien Tripolis und Lydien, in Die Städte Der Araber,' in die Gassen und dicht heran an das Leben der Eingeborenen. Deutschlands Oavispokal-Mannschast gegen Norwegen. Nach Abschluß des Vorbereitungstrainings auf den Berliner Rot-Weiß-Plötzen unter Leitung von Hans N ü ß l e i n hat Reichsfachamtsleiter Hans Schönborn die deutsche Daoispokal-Mannschaft aufgestellt, die an den Tagen vom 20. bis 22. Mai in der Reichshauptstadt in dem zur zweiten Runde zählenden Kampf auf Norwegen trifft. Neben dem Berliner Henner Henkel werden die beiden Wiener Georg von Metaxa und Hans Redl eingesetzt, au Denen sich Der Nürnberger Rolf Gop - e r t als vierter Vertreter gesellt. Kurze Sportnotizen. 15 deutschösterreichische Fußballer wurden von Der Reichssportführung zu einem Lehrgang nach Duisburg, der in der Zeit vom 2. bis 20. Mai stattfinden wird, eingeladen. Schießen, 1. Hebung liegend freihändig. 3. KK.- Siyießen, 2. Uebung kniend. 4. 200 Meter Wehrsport-Hindernisbahn Der HI. 5. Handgranaten- Zielwerfen. Radfahren: Für DI.: Geländeorientierungs- fahrt: Don jedem Stamm nehmen 4 Pimpfe (ein Führer und 3 Jgg.) als Mannschaft teil. Gefahren 100 i 101 I 100 100 99,75 138,75 100 100 101,25 101,25 111,35 139,25 79 130 197,5 128,13 115.9 120.25 112,9 gelassen. 27. Hauptregatta des Lahn-Negatta-Äerbandes. Am 2. und 3. Juli 1938 findet in Gießen Nhein-Mainifche Börse. Mittagsbörse: lleberwiegend freundlich. Frankfurt a.M., 29.April. Die Erholung ber Aktienkurse machte weitere Fortschritte. Allerdings lag hin und wieder einiges Angebot vor. so daß noch leichte Rückgänge eintraten, für die Mehrzahl Der Papiere stellten sich jedoch Erhöhungen bis zu durchschnittlich 1 v. H. ein. Die Umsätze hatten kein größeres Ausmaß, wobei der Ultimo auf die Unternehmungslust etwas hemmend wirkte. Montanaktien setzten zumeist 0,25 bis 0,50 v. H. höher ein, nur Rheinstahl noch 1 v. H. niedriger mit 148, auch Ilse Genuß nur knapp gehalten mit 137,75 (138). Leicht erhöht waren ferner die meisten Maschinenaktien, Eßlinger und Moenus jedoch bis 0,50 v. H. abbröckelnd. Am Elektromarkt erholten sich Lahmeyer auf 134 (132,75). Kräftiger erhöht waren von Bauwerten Holzmann mit 166,50 (165) und Berger waren auf die Dividendenerhöhung ebenfalls 1,25 v. H. fester. Von Textilwerten stellten sich Hanftverke Füssen bei etwas lebhafterem Geschäft auf 136,75 bis 137,50 (135,75). Chemieaktien lagen nur knapp gehalten, Metallgesellschaft 1 v. H. schwächer mit 140, Farbenindustrie im Verlaufe wieder 157,50 nach 157,25. Häher gefragt waren noch Westdeutsche Kaufhof mit zirka 109,50 (108,25). Am Rentenmarkt erholten sich Reichsbahn- VA. bei größeren Käufen auf 130,25 (130), 10 Pf. hoher lagen Reichsaltbesitz mit 132,75. Kommunal- Umschulbung stellten sich nach der Ziehung mit 96,20 unverändert. Am Pfandbriefmarkt zeigten Liquidationswerte geringe Schwankungen, sonst blieb die Lage wie seither. Von Stabtanleihen stiegen Die beiden Frankfurter auf 99,75 (99,25). In- Dustrie-Obligationen waren wenig verändert. Der Freiverkehr zeigte bei kleinem Geschäft I keine einheitliche Haltung. Dingtet 96 (95,75), Katz ’ tiuenoe tUite» . Brüssel....... Rio de Janeiro Bolen........ Kopenhagen... Danzig....... London ...... fteliingfar».... Laris........ Holland ...... Italien....... Saturn 6% Deutsche Reichs anleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsani. von 1934 4Y2% Deutsche Reichsschatz auwei. sungen von 1935 ............ tö E, 8-706 6^ 1,«' 0 »■? Mekler ffberJMMfSeMfea' Kreuzplatz 9 3024a Sanitäre Einrichtungen Badeöfen /Badewannen/Waschtische Spülsteine / Klosetts / Spiegel Anlagen für Gas, Wasser und Kanal Reparaturen — Klempnerei HEINRICH LICH jun. Sonnenstraße 31 / Fernsprecher 3214 Alle Zubehörteile f. d. Bad — Gas-Kühlschränke 2941D Fr. Hahn, Gießen Schulstrabe 5 02060 njiu ^LWOW-J Lebewohl gegen Hühneraugen und Hornhaut. Blechdose (8 Pflaster) 65 Pf. in Apotheken u. Drogerien. Sicher zu haben: Med.-Dr.Haus Hindenburg H.Elnes, Seltersw. 68 a; Löwen-Drog. W. KU- bingerNch!.,Seltersw.69; Germania- Drog. C. Selbe), Frankf.Str.39. isorf* Damvfsägewevk Äbendfiern Ludwig Kröck, Abendstern b. Gießen Fernruf: Amt Gießen Nummer 3580 Preiswerte Speise- u. Schlafzimmer Küchen und Einzelmöbel Polsterwaren 2994DI Carl Stückrath Asterweg 47 Annahme von Ehestands-Darlehen! Zöeern "tdd Backtisc ntem .......... —; «‘“"‘wniie und Seide Ftühjahrssti schönsten Farb-Sortime tj^eWohlX gepflegte Füße —ääZÄÄ sind frei von Hühneraugen- Scbmerzenl Staubsauger 020901 Vorwerk - Kobold m. saug. Bohner, Mottenvergaser, Heißl.-Dusche usw. monatl. Rate 6 AU. Kottenl. Borfüürung durch: 6. Müller, Goethestr. 70. Damvssägewerk u.Sobelwevk Zimiuevavbeiten 3015D Betrifft: Wegfall des Finanzzuschlages bei dem HauShaltS-GaS und bei der EleltrizitätS-Iählergebühr. Schreinermeister Wilhelm Scheid III. und Frau Familie Heinrich Größer Familie Wilhelm Scheid IV. Familie Otto Stephan Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 1. Mai, nachm. 21/« Uhr statt 2996D Nachdem wir unseren lieben teuren Entschlafenen zur letzten Ruhe gebettet haben, fühlen wir uns verpflichtet, für die überaus herzliche Anteilnahme und die vielen Kranzspenden allen, insbesondere den Vereinen und Schulkameraden, sowie dem Herrn Pfarrer für die trostreichen Worte am Grabe unseren innigsten Dank auszusprechen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Mina Haas und Kinder Heute nacht entschlief sanft nach kurzem Krankenlager mein lieber Vater, unser guter Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Bruder. Schwager, Pate und Onkel Wilhelm Scheid I Weichensteller i. R t« 15 ie e« !N „JÜefir sparen” fteißt’s Gebot der Zeit bei mir gibt’s Qualität trotz Billigkeit 4