Schafft vorbildliche Heimstätten! Ein gesundes Volk gedeiht nur in ausreichenden Wohnungen. Em Aufruf des Gauleiters. NSG. Die Tatsache der Verkündung eines Leistungskampfes der deutschen Betriebe mit dem Ziel »^rationalsozialistischer Musterbetrieb" ist nicht nur ein Beweis für die Gröhe des bisher schon Geschaffenen, sondern auch die Bekundung restlosen Vorwärtsstrebens zur Verwirklichung der deutschen Volks- und Leislungswirlschaft als einer der entscheidenden Forderungen der natiouatsozia- listischen Bewegung. Die Lebenszelte im Wachstum unseres Volkes ist die deutsche Familie. Ihre Kraft zu erhalten, ist die vornehmste Aufgabe des nationalsozialistischen Staates und unserer Wirtschaft. Gesunde Familien und damit ein gesundes Volk gedeihen nur in den für die Bedürfnisse normaler Arbeiterfamilien ausreichenden Wohnungen hier ist der beste Erholungsort zu finden, hier nur können Arbeitskraft und Arbeitsfreudigkeit neu belebt werden. Zudem wird die Wohnungsfürsorge der Vetriebsfüh- rer für die Gefolgschastsangehörige die wirtschaftlichen Leistungen des Betriebes nur steigern können. Hebet 8000 Arbeiterfamilien des Gaues hesfen- Vossau hat das Rhein-Mainische Siedtungswerk bereits ein eigenes heim und ein Stück Heimaterde gegeben. Unser Ziel im Jahre 1939. weiteren 4000 Arbeitern unserer Rhein-Mainischen Wirtschaft eine gesunde Heimstätte zu geben, kann nur durch den Einsatz aller Stellen der Partei und der Wirtschaft erreicht werden. Alle Betriebsführer helfen mit! Sprenger. * 3000 Betriebe des Gaues Hessen-Nassau stehen im Leistungskampf 1938/39 im Wettbewerb um eine Auszeichnung der Partei und der DAF- Eines der vier Leistungsabzeichen wird" für „Vorbildliche Heimstätten und Wohnungen" an die Betriebe verliehen, die ihren materiellen Möglichkeiten und den Erfordernissen ihrer Gefolgschaft entsprechend vorbildliche Arbeiterwohnstätten maßgebend gefördert haben. Nqch der Ueberwindung des Klassenkampfes muß in diesem großen sozialen Wettkampf die Wohnungsfürsorge der Betriebsführer für ihre Gefolg- schaftsmitglieder in den Wettbewerb einbezogen werden, do gesunde und ausreichende Wohnräume der Erhaltung und Stärkung der Arbeitskraft und --freude ebenso dienen, wie vorbildliche Arbeitsplätze und Erholungsstätten Die Förderung kann in der Gewährung von Werksdarlehen zu tragbaren Bedingungen und in der Bereitstellung von Baugelände, Baumaterialien und zusätzlich in der Beschaffung vorbildlichen Hausrats bestehen. Die Förderungsmöglichkeit umfaßt Kleinsiedlerstellen, Kleineigenheime und Mietwohnungen. Die Wohnstätten werden in den einzelnen Baugebieten zu neuzeitlichen Gemeinschaftssiedlungen zusammengeschlossen. Die Siedlung bringt für den Arbeiter eine Erhöhung des Lebensstandards und dient durch gesunde und ausreichende Wohnräume der Erhaltung und Stärkung unseres Volkes. Im Mittelpunkt des nationalsozialistischen Wirtschaftsdenkens stehen der arbeitende Mensch und seine Betreuung. Der Appell des Gauleiters ergeht deshalb an alle Betriebsführer, durch ihren freiwilligen Einsatz bei der Aktion zur Schaffung gesunder Wohnungen für ihre Gefolgschaftsmitglieder ein Bekenntnis zur deutschen Volks- und Leistungsgemeinschaft abzulegen. Mit der Vorbereitung der Reichsleistungskampf- Aktion ist das Gauheimstättenamt mit folgenden Anweisungen beauftragt worden: 1. Das Gauheimstättenamt bildet sofort einen „Arbeitsstab Leistungskampf", der die sofortige Vorbereitung der im Leistungskampf zur Durchführung kommenden Projekte übernimmt. Zum Leiter des Arbeitsstabes wird Pg. Dr. Kuhl bestellt. 2. Der „Arbeitsstab Leistungskampf" steht allen Betriebsführern des Gaues auf Anforderung zur unentgeltlichen Beratung in der Vorbereitung, Planung und Finanzierung von Wohnungs- und Siedlungsprojekten im Sinne der vom Reichsheimstättenamt der Deutschen Arbeitsfront vertretenen Grundsätze zur Verfügung 3. Der „Arbeitsstab Leistungskampf" wird die Projekte, deren Spitzenfinanzierung durch Mittel des Betriebes gesichert werden kann, zur weiteren Bearbeitung und' verantwortlichen Durchführung an die dem Rhein-Mainischen Siedlungswerk angeschlossenen Trägergesellschaften überweisen, die Beobachtung des Baufortganges jedoch bis zur Bezugsfertigkeit und bis zur Abnahme der Wohnstätte durch Betriebssichrer und Bezieher ausüben. 4. Die Projekte, deren Spitzenfinanzierung nur teilweise durch Mittel des Betriebes gefördert werden kann, leitet das Gauheimstättenamt mit dem Antrag auf Bewilligung der zusätzlichen DAF.- Hilfe an das Reichsheimstättenamt weiter um nach Erhalt der Genehmigung das Projekt an eine dem Rhein-Mainischen Siedlungswerk angeschlossene Trä- gergesellschast zur Ausführung zu überweisen. 5. Alle innerhalb der Leistungskampf-Aktion durchzuführenden Wohnungs- und Siedlungsoorhaben werden vordringlich bearbeitet. Jeder Zeitverlust in der Projektbearbeitung ist zu vermelden und gegebenenfalls dem Gauleiter persönlich zur Kenntnis zu bringen. Schriftliche Vorgänge sind tunlichst einzuschränken und durch telephonische oder persönliche Verhandlungen zu ersetzen. Die am Leistungskampf teilnehmenden Betriebe werden aufgefordert, mit dem „Arbeitsstab Lei- stungskampf^ des Gauheimstättenamtes, Frankfurt, Bürgerstraße 9/11, Telephonanruf: Frankfurt 34 151, wegen der Schaffung von Wohnungen für ihre Ge- folgschaftsmitglieder in Verbindung zu treten, um in persönlicher Verhandlung die schnelle und fachgemäße Handhabung der Planung, Finanzierung, Geländebeschaffung usw. zu klären. Als Termin für den Baubeginn des ersten Abschnittes des Leistungskampf-Programmes ist der 1. März 1939 vorgesehen. Bis zu diesem Tage sollen 2000 Einheiten zur Baureife vorbereitet werden. Es ist geplant, weitere 2000 Einheiten vier Monate später in Angriff zü nehmen. den finit. Rein kapitalistisch würde es sich ja gar nicht mehr gelohnt haben, auf dem Lande zu bleiben oder gar noch Betriebsausgaben zu machen, die nur zu einem Teil durch neue Einnahmen gedeckt werden. Wir haben beim Reichsbauerntag mit den Brauchtumsabenden aus der Ostmark und aus dem Sudetenland packende Beispiele dafür erlebt, was bodenständige Bauernkultur ist, welchen lebensvollen Gehalt sie hat, wie hier in Spiel und Tanz, in Bräuchen und Trachten altes germanisches Erbgut weiterschwingt. Das ist eine festere Bindung an den Boden als die Rechnung nach den Grundsätzen der kaufmännischen Buchführung. Wir wissen, daß nicht überall in deutschen Landen sich das Brauchtum unserer Altvorderen mit der gleichen Reinheit und Besonderheit der Landschaft und der engeren Heimat erhalten hat. Die Bindung von Blut und Boden ist aber überall bei deutschen Bauern lebendig. Aus dieser ist den Bauern die Kraft zu der Leistung und zu dem wirtschaftlichen Fortschritt erwachsen., die wir nun seit 1934 in steigendem Maße erleben. Dazu gehören auch die Produktionsreseroen, die weithin in den deutschen Bauernbetrieben noch stecken, und die mit dem Fortgang der Erzeugungsschlacht mobilisiert werden. In diesen Bereich gehört auch die Feststellung, daß bei aller Notwendigkeit der sozialen Gerechtigkeit für die Landarbeit durch entsprechende Gestaltung des Preisgefüges die weitere Verhinderung der 'Landflucht und ihre Umkehrung in eine auch zahlenmäßige Stärkung der bäuerlichen Elemente in erster Linie eine seelische Aufgabe, eine Aufgabe der Erziehung ist. Die Freude an dem inneren Gehalt des Landlebens, der kräftige Zug der Landluft sind die eigentlichen Garanten der Nahrungsfreiheit und des biologischen Wachstums der Nation. Frithjof Melzer. Beseitigung Berliner Elendswohnungen. Dr. Goebbels stellt mehrere Millionen bereit Berlin, 28. Nov. (DNB.) Am Montagvormittag stattete Dr. Goebbels Elendswohnungen in der Ackerftraße, der Borsigstraße und der Mehnerstraße völlig überraschend einen Besuch ab. Dr. Goebbels nahm Kenntnis von den großen Notständen, die sich hier teilweise zeigten. Er ordnete an, daß im Zusammenhang aller dafür zuständigen Instanzen die dringend st en Uebel- stünde sofort beseitigt werden. Durch Besprechungen mit der Stadtverwaltung, dem Gau und der NSV. ist es Dr. Goebbels auch bereits gelungen, zunächst mehrere Millionen Reichsmark für diesen Zweck sofort b e r e i t z u st e l l e n. Es bat sich bei dieser Besichtigungsfahrt aber auch gezeigt, daß ein Teil der Hausbesitzer es vielfach am Notwendigen hat fehlen lasten und daß auch da seit Jahren nur wenig geschehen ist, wo wenige Mark genügt hätten, um dunkle und dumpfe Räume etwas Heller und freundlicher zu gestalten. An diese Hausbesitzer ergeht die Aufforderung, diesen Uebelstand baldigst abzuändern. In oft rührendem und erschütterndem. Gegensatz zu der vielfach noch herrschenden Notlage steht die Haltung der Arbeiter, die hier in unzulänglichen Verhältnissen wohnen mästen und doch überall irgendwo an der Wand, in einem Winkel, oft als einzigen Schmuck das Bild des Führers angebracht haben: Ausdruck ihres unbeirrbar gläubigen Vertrauens. Zum Schluß besichtigte Dr. Goebbels einen Teil des großen Sanierungsoorhabens der Stadt am Kottbuser Tor. Hier wurde der Gegensatz zwischen dem, was war und zum Teil heute noch ist, und dem großzügigen Plan, den der Nationalsozialismus durchführen will, besonders klar: Lust und Licht gegen Dumpfheit und Hoffnungslosigkeit, wohnliches Heim deutscher Menschen gegen unzulängliche Reste aus der Systemzeit. Focke-Wuls „Condor" zum Versuchsflug nach Tokio gestartet. Erste Etappe planmäßig bewältigt. Der Start der Focke-Wulf Fw 200 „Eondor" D-ACON zu ihrem Flug Berlin—Tokio am Montagnachmittag in Tempelhof. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Berlin, 28.Nov. (DNB.) Am Montagnachmittag startete das Gan^metallflugzeug „C o n d o r" ^u seinem DersuchsslugBerli n—T okio. Es ist die gleiche Maschine und die gleiche Besatzung, die im August einen Rekordslua Berlin—Neuyork— Berlin durchführte. Diesmal handelt es sich um einen Versuchsflug, mit dem gezeigt werden soll, in welch kurzer Zeit die Strecke Berlin—Tokio zu bewältigen ist. Mit diesem Flug leistet die Ozean- besatzung der stocke - Wulf FW 200 „Condor" D-ACON einer japanischen Einladung Folge und erwidert den Besuch japanischer Flieger. Es ist ferner geplant, von Tokio aus einen Flug nach Man- d s ch u f u o zu unternehmen. Die Strecke von 13650 Kilometer ist in vier Abschnitte eingeteilt: Berlin—Basra 3650 Kilometer, Basra—Karachi 2100 Kilometer: Karachi—Hanoi 4200 Kilometer und Hanoi—Tokio 3700 Kilometer. Bei einem planmäßigen Ablauf des Fluges hoffen Flugkapitän Diplom-Ingenieur Henke und Flugzeugführer Hauptmann v. Moreau mit ihrer Besatzung über Batavia — Amsterdam am 17. Dezember wieoer in " Mn. galt 9e»altiqe Mienen „ »Urb™ “•12400(1 (SMter 000 Kubik- \otwenbin 2* 139000 !3.°00 Ion. . M unb ^■Nn ton 3 nun Wittes 'den fmb. Rr.279 drftes Blatt 188. Jahrgang Dienstag, 29. November 19.38 Erfchetnl täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte ©tenener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monat§-Vezug§pret§: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr. . „ - 25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt liernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2$51 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Liehen popscheckionto: zronfturt am Main 11686 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitättdruckerei R. Lange in Gießen. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulftrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Breite 5ORpf.,Platzvorschrist nach vorh.Dereinbg.25^ mehr. (Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche AnzeigenbRpf. Mengenabschlüsse Staffel B Ser Einsatz des VauernliMS. Zum Abschluß des Reichsbauerntages. Lochenschluß T1e überaus llWlt Borge« e Unternehm Feststellung lnW gaben ncklung un« r Bruchteile chmenaktien ück, Rhein- . Iunghans Kontanmarkt ■^,50, Man« (106), MM. M« fr, höher mit ldhos mit 123 eichsbank mit lmsätze derart d wenig ver- dbriefe lagen nheimer 0,25 iso nach Pause 75 (97). In- 25 v.h. Bon sitz behauptet niedriger mit l-Urnschuldunz IERE Qinit ;hönbök iahl 5ima rgn«WMJ hrt iDS BW« .................... Vorst^ ,nd - Z^ i Der Reichsbauerntag in Goslar hat iin Bild der Geschlossenheit des deutschen Bauerntums in der inneren Haltung und in der sozialen Leistung gegeben, das von dem Erfolg der Arbeit es Reichsnährstandes zeugt. Zunächst, wirtschaftlich ist seit der Verkündung der Erzeugungsschlacht 1934 eine Aenderung der Richtlinien vorgenommen waren. Damals bereits hat der Reichsbauernführer die Aufgaben Umrissen, die auch heute noch unverändert cültig sind und für geraume Zeit auch in der Zu- unft gültig bleiben. Seit 1936 ist mit dem Beginn es Dierjayresplanes das Tempo der Erzeugungs- reigerunq verschärft worden. Die Erfolge haben elehrt, baß die Methoden der Leistungssteigerung ichtig angesetzt waren, wie sie der Reichsbauernährer vor einem Jahr noch einmal in den Leit- itzen für die bäuerliche Wirtschaftsarbeit zusam- nengefaßt hatte. Die Führung der deutschen Agrarpolitik kann sich der mit den Ergebnisten noch nicht zufrieden geben; e hat in Goslar an das deutsche Landvolk neue nd größere Leistungsforderungen gestellt. Wie es as erklärte Ziel des Reichsnährstandes feit dem beginn feiner Arbeit gewesen ist, kommt es darauf n, zunächst für den gegenwärtigen Bestand des eutschen Volkes die Nahrungsfreiheit zu sichern, ber auch die Voraussetzungen dafür zu schassen, aß ein wachsendes Volk auch in ferner Zukunft die Grundstoffe der Ernährung und die »esentlichsten agrarischen Rohstoffe für die indu- rielle Verarbeitung aus eigener Scholle geliefert --hält. Davon hängt auch der Enderfolg des Vier- ohresplanes ab; damit bekommt auch die Wehr- aftmachung die sichere Grundlage, deren sie bedarf. Wir brauchen nach dem bisherigen Einsatz der putschen Bauernschaft an der Erreichung des Zieles richt zu zweifeln. Wir müssen uns aber darüber i analen Ausgleichs zwischen Landwirtschaft und «Werblicher Wirtschaft zurück, so ist heute d i e Fläche, aus der ein Mensch ernährt werden muß, weniger als halb jo groß wie in den cchtziger Jahren. Hatte ein Landmann damals für dis Ernährung von zwei Städtern auszukommen, In müssen heute vier Städter ernährt werden. Dazu hmmen zwei Schwierigkeiten, die erst den Einsatz bis Bauerntums in den richtigen Zusammenhang Iffllen. Die außerordentliche Anspannung des Arbeitseinsatzes in den letzten Jahren hat iMu geführt, daß die Intensivierung mit weniger Arbeitskräften durchgeführt werden mußte, wo eigentlich zusätzliche Arbeitskräfte erforderlich wären, ßsr einzelne Bauer und Landmann hat also eine m-it größere Aufgabe zu leisten, eine Arbeit, die oft bis zur äußersten Grenze geht. Dabei wird die Landarbeit im Vergleich zur gewerblichen Arbeit sLlechter gelohnt. Das ist die große soziale Leistung bts Landvolks für die Nation, daß die Steigerung dir Erzeugung bei steigenden Betriebsausgaben ohne entsprechende Steigerung der Einnahmen 'durchgesührt worden ist. Man hat in Goslar dafür bcs Wort geprägt, daß der Bauer dem deutschen Inlfe ein billiges Brot liefert, dessen Preis in der Z it des wirtschaftlichen Tiefstandes festgelegt wor- d'in mar. Allerdings ist die Unterbewertung der 2 ndarbeit ein allgemeines Weltproblem. Mit diele« Hinweis auf das Ausland kann sich aber eine n-Ltionalsozialistijche Wirtschaftsführung nicht ab» fiiben. Auch wenn wir von der Ernährungssiche- nmg' als nationaler Existenzfrage absehen wollten, ,J> ebe immer noch die Tatsache bestehen, daß das Enuerntum der Lebensquell der Nation ist, daß )r Blutstrom des wachsenden Volkes versiegen ; rüffe, falls es einmal zu einer Verelendung des Bauerntums kommen sollte. Wir haben das ja bei» p»elhaft gerade bei unseren ostmärkischen und sude- leadeutschen Stämmen erfahren.müssen. Werden sich diese Verhältnisse' von selbst ändern, lp:»ato die vordringlichsten Aufgaben der gewerb- iyen Wirtschaft mit Dierjahresplan und Wehrhaft- rachung durchgeführt wurden, so hat man heute |ur Kennzeichnung der bäuerlichen Leistung zu iriterf treten, daß alle Fortschritte in ernährungs- r rtschaftlicher Hinsicht unter Zurückstellung der rechnerischen Gesichtspunkte aus der tiefen 23er» oirjElung deutscher Bauernkultur ermöglicht war- Chamberlains Nomreise Darstellung der Pariser Be- 'enswerte Erklärung ab, daß dürfe einer vernünftigen Vermittlung nicht verschlos- Nach den Wahlen in polen 3n Mannhe von dem 20. Jahrestag der Unterzeichnung des Diktats, durch Verhängung des Ausnahmezu- ft a n d e s über Sofia verhindert worden waren, begannen am Montag bereits in den Vormittagsstunden. Die Studenten hielten im Hochschulgebäude eine Protestversammlung ab, gegen welche Polizei eingesetzt wurde. Die Universität wurde auf drei Tage geschlossen. Bei Einbruch der Dunkelheit wurde die Innenstadt abgeriegelt und Ansammlungen sofort durch Polizei zerstreut. Die Ratnizi, eine antisemitische Organisation, hat überall Flugblätter verteilt, in denen es u. a. heißt: „Bulgarien wird von Juden beherrscht und überflutet. Juden und immer wieder Juden kommen an. Hier mieten sie sich bald Geschäfte, taufen Häuser, handeln mit dem Kredit Bulgariens, entehren bul- aarische Dienstmädchen, saugen unsere Arbeiter und Kautteute aus, bringen uns an den Abgrund her Volksfront und entzweien so unser Volk, das heißt aufs neue Unterjochung durch die Juden." Stunden nicht doch zu einer Vermittlung und zur Vermeidung des Generalstreiks kommen werde. Der Vorsitzende der Sozialrepublikanischen Vereinigung, Frossard, veröffentlicht einen offenen Brief an den Ministerpräsidenten Daladier, in dem er sich auf die Verbindungsrolle beruft, die seine Parteigruppe zwischen der Radtkalsozialen und der Sozialdemokratischen Partei innehabe. In dem gefährlichen Sozialkonflikt, der ausgebrochen sei, hält Frossard es für seine Pflicht, alles empfehlen, was geeignet fein könne, das schlimmste zu verhüten, nämlich den offenen Kampf. Wenn es wirklich zu einem Generalstreik komme, was werde dann von der öffentlichen Gewalt und von dem republikanischen Staate übrig bleiben? Wenn auf der anderen Seite der Streik scheitere, werde damit keine Epoche der bürgerlichen Eintracht eröffnet werden. Auf jeden Fall würde Frankreich in zwei Blocks gespalten werden, die beide von den Extremen verursacht würden. Der Ministerpräsident wurden noch zwei der Regierung nahestehende Ukrainer gewählt, so daß sich die Gesamtzahl der ukrainischen Vertreter auch im Senat nicht geändert hat. Die Juden haben durch die Ernennungen eine ihrem früheren Besitzstand entsprechende Vex- tretung von zwei Senatoren erhalten. Von den beiden früheren deutschen Senatoren kehrt nur Erwin H a s b a ch , der Vorsitzende des Rates der Deutschen in Polen, auf Grund des Ernennungsdekrets des Staatspräsidenten in den Senat zurück. Reben ihn tritt ein deutscher Landwirt aus Posen, Max Wambeck, der bisher nur auf wirtschaftlichem Gebiete hervortrat und die Belange des Vereins deutscher Dauern in Posen und Porne- rellen vertritt. In der Eröffnungssitzung des Sejm am Montagmorgen wurde Professor Makowski, der Kandidat des Lagers der nationalen Einigung, zum Vorsitzenden des neugewählten Sejm gewählt. Am Nachmittag fand die Eröffnungssitzung des Senats statt, in der Oberst M i e d z i n s k i zum Vorsitzenden gewählt wurde. Die Wahl des Obersten Miedzinski hat insofern politische Bedeutung, als sie von der innerhalb des Regimes bestehenden Oppo- sitton scharf bekämpft wurde, die den früheren Senatsvorsitzenden P r y st o n, ein einflußreiches Mitglied der sogenannten Obersten-Gruppe, als ihren Kandidaten ausgestellt hatte. Paris, 29. Nov. (DNB.) Die letzten Meldungen über die Durchführung des Generalstreiks lassen immer deutlicher erkennen, daß sich ein großer Teil des französischen Volkes der Tragweite dieses marxistischen Manövers durchaus bewußt ist. Während auf der einen Seite die Elemente des Umsturzes und der Zerstörung unter das blutige Banner Moskaus treten, sammeln sich auf der anderen Seite weite Kreise hinter Daladier, um ihn bei seinem mutigen Aufbauversuch zu unterstützen. Im Gegensatz zur Eisenbahnergewerkschaft, die die Requisitton der Bahnen am Streiktag durch passive Resistenz sabotieren will, hat der Elsässische Eisenbahnerverband seine Mitglieder aufgefordert, am 30. November wie gewöhnlich ihren Pflichten nachzukommen. Die Pariser Stadtverordneten haben eine Entschließung angenommen, in der es heißt, der Streik gefährde das öffentliche Leben und stehe auch in offenem Widerspruch zu den Interessen des Pariser Handels. Die Stadtverordnetenversammlung spreche der Regierung ihr Vertrauen aus, daß sie Sicherheitsmaßnahmen ergreife, welche die Lebensmittelversorgung und die unvehin- derte Ausübung des Arbeitsrechtes gewährleisten. Die Tabakwarenhändler und Zigarette n g e f d) ä f t e haben dem Finanzminister mitgeteilt, daß sie der Streikorder am Mittwoch nicht nachkommen werden. In einer Verlautbarung des Unter- 6M in Hlatbtnbu 3m hiüs-helvr dellburg (Hiebe 28. jura 29. ) Kurzschluß, k Btanb. Don d mutben 22 1 den svsott ein len bisher Kr muh mit gerechnet roei Saudjjdjroabet 9er pro, London, 28. Nov. (Europapreß.) Im Unterhaus gab Ministerpräsident Chamberlain am Montag im Rahmen einer Darstellung der Pariser Besprechungen die bemerkenswerte Erklärung ab, daß England unter gewissen Umständen nicht gezwungen sein würde, ein Expeditions- heernach Frankreich zu schicken. Bezüglich der Warschau, 28. Nov. (Europapreß.) Mt der Ernennung von 32 Senatoren durch den Staatspräsidenten, wodurch der am 13. November gewählte Senat von 64 auf 96 Mitglieder ergänzt wurde, sind die Wahlen in die gesetzgebenden Kammern beendet. Die Regierung hat nunmehr dem Staatspräsidenten formal den Rücktritt angeboten, der aber, wie auf Grund des günstigen Wahlergebnisses zu erwarten war, nicht angenommen wurde. Es ist demnach mit einer längeren Periode innerpolitischer Stabilisierung zu rechnen, um so mehr, als die Regierung im Sejm als auch im Senat mit einer großen Mehrheit rechnen farm. Die Opposition der Bauernpartei und der Sozialisten ist im Parlament überhaupt nicht vertreten. Die im alten Parlament noch sehr einflußreiche konservative Gruppe um den Obersten Slawek ist fast vollkommen verschwunden. Slawek selbst, der bei den Wahlen durchgefallen ist, wurde auch bei den Ernennungen in den Senat durch den Staatspräsidenten übergangen. Von den Nichtpolen haben die Juden im Sejm ein Mandat gegenüber der alten Kammer mehr erhalten, die Ukrainer konnten ihren Be- sitzstand im Sejm behaupten, die Deutschen sind so wie früher nicht vertreten. Im Senat haben die Ukrainer bei den Wahlen drei Sitze besetzt, dazu kommen noch die Sitze von zwei ernannten Senatoren. Außerdem Auch in Schweden gibtes eineIudensrage Gegen die Machtkonzentration der jüdischen Großfinanz und die Zuwanderung ausländischer Juden. ledigt werde, auch wenn er noch so starken Schutz erhalte. Fakri Nashashibi sei drei Tage nach Veröffentlichung eines von den Engländern bezahlten Briefes gegen den Mufti in Jerusalem e r s ch o s - s e n worden, obwohl er von einem ganzen Schwann Geheimpolizisten geschützt worden sei. fest'«!» Neue schwere Kämpfe in Palästina Weitere Häusersprengungen und Durchsuchungen. - Englische Mandatsbehörde verursacht Hungersnot durch Vernichtung von Lebensmittelvorräten. Das Bild der stanzösischen Presse ist völlig beherrscht von der Frage, ob es in den nächsten 24 Stunden nicht doch Frankreich am Vorabend des Generalstreiks Wachsender Widerstand gegen den marxistischen Terror. "»IbenS, £u,@oo te. & °ln U, jn men. K {tat Ur Imredys neuer Start. Außenminister von Kanha zurückgetreten. Budapest, 28. Nov. (Europapreß.) Außenminister von Kanya ersuchte den Reichsverweser mit Rücksicht auf sein hohes Alter und seine erschütterte Gesundheit um seine Entlastung. Der Reichs- verweser nahm die Demission an und gab feiner höchsten Anerkennung für die erfolgreiche Tätigkeit des Außenministers während der letzten ereignisreichen sechs Jahre Aufdruck. — Dis Leitung des Außenministeriums hat Ministerpräsident I m r 6 d y vorläufig übernommen. Als aussichtsreichster Kandidat für den Posten des Außenministers gilt der Kabinettschef dieses Ministeriums Graf Claky. Auch der Name des Bukarester Gesandten Bardo s s y wurde genannt. Die Nachricht, daß sich B"r- dossn in Budapest aufhalte und auch von Jmrsdy empfangen worden sei, beschäftigt die Oeffentlichkeit. Der Entschluß des Reichsoerwesers, Ministerpräsident Imr 6 dy in feinem Amt zu bestätigen, dürfte zum Ausgangspunkt der Zusammenfas- sung aller rechtsnationalen Kräfte des Parlaments zur Unterstützung des nationalen und sozialen Erneuerungsprogramms des Ministerpräsidenten werden. Die rechtsnationale Einheitsfront, deren Umriffe sich bereits abzuzeichnen beginnen, dürfte die R-gierunaspartei, die Christlichnationale Partei, die Oberländische Gruppe, den rechtsnationalen Teil der jüngst entstandenen Dissidenten- Gruppe, die rechtsradikale Nationale Front und einen Teil der parteilosen Abgeordneten umfasten. Dieser Block würde eine stabile Mehrheit von 170 bis 180 Abgeordneten darstellen, dem nur eine unbedeutende Minderheit von 80 bis 90 Abgeordneten des linken Distidenten-Flügels. bet Berlin einzutreffen. Zum Start hatten sich etngefun-- den: Der japanische Botschafter Oshima mit Herren der Botschaft, Vertreter des Lustfahrtministe- riums, der Leiter des Luftamtes Berlin General Walz, die Direktoren der Deutschen Lufthansa Freiherr v. G a b l e n z und L u z sowie der Direktor der Flugzeugwerke Focke-Wulf, Tank. Wenige Minuten vor 16 Uhr startete die Maschine und befand sich um 17.30 Uhr in 3 800 Meter Höhe über Oelmütz. Um 18.30 Uhr meldete das Flugzeug, daß es bei Budapest über den Wolken in 4700 Meter Höhe fliege. Um 19.30 Uhr stand die Maschine 60 Kilometer südöstlich von Belgrad in 4 500 Meter Höhe. Erste Zwischenlandung in Basra. Berlin, 29.Nov. (DNB. Funkspruch.) Der am Montagnachmittag in Berlin zum Flug nach Tokio gestartete Kondor D-ACON ist am Dienstag um 5.14 Uhr MEZ. in Basra (Irak) gelandet und hat damit programmgemäß die erste Zwischenlandung durchgeführt. Die Maschine befand sich um 2.30 Uhr über der syrischen Wüste, um 4.30 Uhr befand sie sich in einer Flughöhe von 4000 Meter noch 120 Seemeilen vor Basra. — Die Maschine ist bereits um 5.57 Uhr MEZ. von Basra nach Karachi (Indien), der zweiten Zwischenlan- dungsstatton, gestartet. Die Strecke Basra—Karachi beträgt 2100 Kilometer. richtsministeriums heißt es, daß an sämtlichen dürfe einer vernünftigen Vermittlung nicht verschlos- Schulen am Mittwoch w i e gewöhnlich Un-lsen bleiben, denn der schönste Ruhmestttel für einen terricht gehalten wird. Im Gegensatz dazu hat I Regierungschef sei nicht der „Sieger", sondern der die Lehrergewerkschaft einen Aufruf veröffentlicht, „Besrieder". Die Londoner Konferenz. Ohne Hinzuziehung des Großmufti keine Aussicht auf Erfolg. Jerusalem, 28. Nov. (DNB.) Das arabische Blatt „Allahab" meldet, alle Regierungen der arabischen Nachbarländer hätten der britischen Regierung mitgeteilt, daß kein Erfolg der Palä- sttna-Derhandlungen in London zu erwarten sei, so lange die Araber Palästtnas nicht in aller Freiheit ihre Vertreter wählen könnten und so lange nicht der Großmufti, der das absolute Vertrauen der Bevölkerung genieße, zu den Verhandlungen zugezogen werde. Der Kolo- nialmiittster habe sich an den Gouverneur der Seychellen-Inseln gewandt mit dem Er- suchen, sich mit den dorthin verbannten Araber f ü h r e r n über ihre Teilnahme an den Londoner Verhandlungen in Verbindung zu setzen. Sechs Mitglieder des früheren arabischen Oberkomitees, das feinen Sitz jetzt in Damaskus hat, sollen ferner der Londoner Abordnung angeboren. Der britische Kolonialminister sei überzeugt, daß die Teilnahme des Großmuftis erforderlich sei In Palästtna wohnende Engländer hätten den Kolomalminister ersucht, den Mufti zu- zuziehen, wenn England Frieden in Palästina wolle. Bulgarien demonstriert gegen den Vertrag von Reuilly. Flugblätter gegen den Einfluß der Juden. Sofia, 29. Nov. (DNB.) Die Kundgebungen gegen den Derttag von Neuilly, die am Sonntag, Erklär» w W LrsZ w M. "L Frieden im > W. lautlichen 2 gegeM Mn. er nnsln di W einer ZM GjrunW der. ge „Paris * lind Äineri! Akk nicht cme üUn Bertr Kleine pi Irr (übafrifar Mer P iron empfangen wori md am Dienste Iwb begeben. NHem Reit kminiMischen bei Reyierungsi fterialrat Kreb ,! kommissarischen bab den Rech Htq aus Reich V gicrungspräfibi I anwalt Dr. s | Schönau beste! ! tätig. Neue lleberfälle auf Memeldeutsche. Memel, 28. Nov. (DNB.) Die Ueberfälle litauischer Elemente auf Memeldeutsche nehmen ein bedenkliches Ausmaß an. Besonders in den ab- gelegeneren Stadtteilen Memels, wo besonders viele in letzter Zeit 5 ,u gezogene Litauer wohnen, häufen sich die Zwlschenfalle So hiett am Sonntag eine Anzahl litauischer Schlachter, die von einem Richtfest kamen, einen Merneldeut- schen auf der Sttaße an und fragten ihn drohend ob er Litauer oder „Hitlerininkai" sei. Als der Memeldeutsche ihnen in seiner Muttersprache antwortete, stachen sie blindlings mit Messern auf ihn ein. Auf die Hilferufe des Ueberfallenen eilte ein Kamerad herbei, auf den die Schlächter gleichfalls einschlugen. Mit erheblichen Stichwunden ließen sie die beiben bann auf der Straße liegen. Am gleichen Tage mißhandelte ein Litauer eine junge Memeldeutsche, die eine Bekannte mit dem deutschen Gruß gegrüßt hatte, auf das brutalste. Im Memeler Fischereihafen warf ein litauischer Senget Steine in eine Gruppe memeldeutscher Kinder. Ein achtjähriger Schüler wurde so schwer am Kopfe verletzt, daß er besinnungslos liegen blieb. Unweit der Kant-Schule wurde ein Schuler von einem Litauer mit dem Messer bedroht. Glücklicherweise konnte der Junge entkommen. Beirut, 29. Nov. (DEB.) Die schweren Auseinandersetzungen zwischen arabischen Freiheitskämpfern und britischem Militär halten in Palästina unvermindert an. Nur spärlich bringen allerdings infolge der unerhört rigorosen englischen Zensur Nachrichten burch. Was jeboch über die Verhältnisse in Palästina noch in Erfahrung gebracht werden kann, unterstreicht abermals bas brutale Vorgehen ber Englünber ebenso wie den hartnäckigen und nach bewährten Methoben mutig roei» tergeführten arabischen Abroehrkarnpf. Im Rahmen ihres üblichen Vorgehens sprengte englisches Militär in dem Dorf.Ras Ahmar nahe bei Safed 175 Häuser mitsamt ihren Einrichtungen i n d i e L u f t. In der Nähe besselben Dorfes wurden burch Landminen vier britische Militär» laftroagen zerstört, wobei 15 Engländer schwer verletzt wurden. Arabische Freiheitskämpfer griffen bei Safed ein zum Schutze der Bauten der Bewässerungsanlagen angelegtes Militärlager an und zer» Mrmeifter “Ute in ber N ^Merschlu "JM gifte S* Sran &• »SL° London, 29. Nov. (DNB. Funkspruch.) Die offizielle Ankündigung der Romreise Eham- berlains und Halifax' stoßt m der Londoner Morgenpresse auf starkes Interesse. Times schreibt, jetzt, wo das englisch-italienische Abkommen in Kraft sei würden wahrscheinlich verschiedene Fragen, ine sich für beide Seiten aus diesem ergeben, m freundschaftlicher Form erörtert werden. Spanien werde sicherlich auf der Tagesordnung stehen. Der Premierminister sei außerdem immer bereit gewesen, sich Mussolini zur Verfügung zu stellen, um b i e i t a l i e ni s ch - f r a n z ös i s ch e n B e z i eh u n - qen zu verbessern,bie sich gegenwärtig auf ihrem Tiefpunkt befänden. Die italienische Regierung möge vielleicht die Frage der Verwaltung des Suezkanals anschneiden, insbesondere die einer Senkung der Kanalgebü h r e n. Charn- berlain habe sich eine festumrissene Politik zur Ausgabe gestellt, die er, sobald und soweit es die Umsätze gestatteten, durchführen wolle. Dabei glaube er an den Wert der p ersönli chen Fühlungnahmen. Er habe die persönliche Fühlungnahme sowohl zu Hitler wie zu Mussolini hergestellt, ohne auch nur im geringsten die freundschaftlichen, persönlichen und politischen Beziehungen zu Frankreich zu beeinträchtigen und ohne englische Ehren oder Interessen geopfert zu haben. England müsse mit diesen Ländern Seite a n Seite leben und wolle das auch auf einer Basis ber Gleichheit und Zusammenarbeit. Keine neuen Verpflichtungen Englands. durchsucht, die Lebensmittel auf den Dorfplätzen zusammengetragen, m it Benzin übergossen und angesteckt. 90 v. H. der Bevölkerung sind im wahrsten Sinne des Wortes einer Hungersnot ausgesetzt. Die arabische Bevölkerung ist trotzdem gewillt, unter allen Umständen den Verkehrsstreik als Protest gegen die unmenschlichen Methoden der Mandatsbehörden weiter aufrechtzuerhalten. Arabische Flüchtlinge berichten, daß ber Zulauf aus arabischen Kreisen zu den Freischaren trog des Waffen- unb Munitionsmangels weiterhin anhalte und bie moralische Widerstandskraft der Freischaren eher gestiegen sei als abgenommen habe. Es komme hinzu, baß jeher, der Derbinbung mit den Engländern verdächtige Araber in ganz kurzer Zeit er« störten dabei durch Sprengungen sämtliche bisher erstellten Bauten. Englische Truppen führten gegen die südlich von Haifa gelegenen Dörfer Jjzim Eingbazal und Ummazzinat eine ihrer berüchtigten Durchsuchungsaktionen durch. Dabei kam es nordwestlich des Ortes Ummazzinat zu einem schweren Gefecht. Die Engländer setzten Flugzeuge ein, die die in einzelnen Gruppen verteilt kämpfenden Araber in ihren Schlupfwinkeln auf stöbern und unter Feuer nehmen. In Jaffa wurde in der Nähe der Polizeistation eine Bombe gegen ein Polizeifahrzeug geworfen. Daraufhin rourbe sofort über die ganze Stadt bas Ausgehverbot verhängt. Um den arabischen Derkehrsstreik in Palästina zu brechen, haben die englischen Mandatsbehörden verboten, baß arabische Transportmittel Lebensmtttel- transporte in arabische Dörfer und Städte vornehmen. Gleichzeitig wurden in zahlreichen arabischen Dörfern alleHäuser n a chLeb ensrnitteln politischen Generallinie der beiden Länder habe vollständiges Einvernehmen bestanden. Der Hauptzweck des Zusammentreffens habe in einem Meinungsaustausch bestanden und nicht darin, besondere Ent- scheidungen zu treffen. Weitere Einzelheiten Uber die Besprechungen könne er nicht geben. Eine Frage des Vorsitzenden der Oppositionspartei, Attlee, ob in Paris irgendwelche Entscheidungen über die Frage der Verteidigung getroffen worden feien, durch die England neue Verpflichtungen auferlegt würden, verneinte der Ministerpräsident. Das pariser Echo. Paris, 29. Nov. (DNB. Funkspruch.) Journal" schreibt, Chamberlain setzte seinen Kreuzzug für den Frieden fort. Das Ziel der römischen Reise Chamberlains sei offensichtlich die Vorbereitung einer europäischen Beruhigung. — Das ,,Orbre fragt sich besorgt, ob die kalte und ausweichende Unterhauserklärung Chamberlains über die britischen Verpflichtungen gegenüber Frankreich bedeute, daß die französisch-englischen Beziehungen ineineschwierigePhase eintreten. Man könne über bie Kälte und Zurückhaltung dieser Erklärung erschrocken sein. — Das „Oeuore" meint, da die Aussprache über alle internationalen Probleme im Rahmen der Achse erfolgen solle, und da die Kolonialfrage von italienischen und deutschen Sachverständigen sehr aufmerksam studiert worden sei, würden die italienischen Besprechungen gewissermaßen zu deutsch-italienisch-englischen Besprechungen werden. — Der sozialdemokratische „P o p u l a i r e" sagt, böswillige Gemüter versicherten, daß die englischen Minister in Paris Daladier und Bonnet von diesem Plan keine Kenntnis gegeben hätten. Von den englischen Bemühungen um eine französisch-italienische Annäherung und von der Füh- lungnahme Frankreichs mit Deutschland würde die europäische Beruhigung abhängen, die man sich nach München versprochen habe. Stockholm, 28. Nov. (DNB.) Vor einigen Tagen fand eine von den hiesigen Nationalsozialisten, die sich jetzt Schwedische Sozialisten nennen, veranstaltete „Kampfkundgebung" gegen bie Judeninvasion statt. Per Dahlberg wies dabei barauf hin, daß es in Schweden trotz gegenteiliger Behauptungen, von interessierter Seite heute eine Judenfrage gebe, die sich nicht zuletzt als Einfluß der jüdischen Großfinanz auf fast allen Gebieten des wirtschaftlichen undkulturellenLebensdes Landes äußere. Dieser Einfluß vergrößere sich durch die andauernde Judeneinwanderung mit je- dem Tag. Es fei daher eine Lebensgefahr, wenn sich das schwedische Volk bei Beurteilung ber Jubenfrage im allgemeinen und der jüdischen Emigranten im besonderen von Gefühlen leiten lasse. Humanitäre Rücksichten müßten in erster Linie den eigenen Volksgenossen im ßanbe draußen in der Welt gelten. Unb wenn jemand dem Juben helfen wolle, so könne das burch die jüdischen Finanz- grüßen des Landes wie etwa durch B o n n i e r und Mannheimer geschehen. Es gehe barum, die Fremdlinge daran zu hindern, daß sie sich Schwedens bemächtigten. Die Schwedische Sozialistische Sammlung wolle Schweden nicht den Juden überlaßen, sondern eine Volksgemeinschaft schaffen mit ber Losung „Schweden den Schwede n". In diesem Zusammenhänge ist bemerkenswert, was das Blatt Kreugers „Stockholms Tidningen" in einer Auseinanbersetzung mit „Dagens Nyheter", dem Hauptorgan des oben erwähnten jüdischen Großverlegers Bonnier, über dessen Machtstellung festzustellen weiß. Die meinungsbeherrschenden Machtmittel dieser Familie, so heißt es, seien: Das Pressebüromonopol mit seiner Halsschlinge um den Vertrieb aller schwedischen Zeitungen, Schulbuchmonopol mit dem vielleicht noch gefährlicheren, aber sehr gewinnbringenden eisernen Griff um die Versorgung des gesamten schwedischen Schulwesens mit Lehrbüchern, ferner ein schnell wachsendes Kleinhandelsmono- der die strikte Durchführung der Streikparole verlangt. Dieses Zusammengehen der marxistisch organisierten Lehrer mit den CGT.-Gewerkschaften ist deshalb nicht verwunderlich, weil ein großer Teil ber französischen Lehrerschaft kommunistisch verseucht ist. die dl'K MW r*s; p 0 l durch Kioske für schwedische Kleinhändler, eine bunte und umstrittene, aber beherrschende und blühende Zeitschriftenflora, gegen die die schwedische Meinung immer mehr reagiert. Darüber hinaus vieles andere, nicht minder wie der nicht jedem bekannte, obgleich beweisbare Einfluß auf andere große Organe von meinungsbildender Kraft. Glauben Bonnier und sein Diener „Dagens Nyheter", so fragt am Schluß das Blatt, daß das schwedische Volk sich auf die Dauer mit dieser hierarchischen polypenmäßigen Machtkonzenttatton abfinden wird? Juden finanzierten die bolschewistische Revolution Pater Coughlin enthüllt die Machenschaften amerikanischer Bankiers. Neuyork, 28. Nov. (DNB.) Pater Charles Coughlin, der seit Tagen einer Flut von jüdischen Verleumdungen ausgesetzt ist, gab im Rundfunk ein Dokument des amerikanischen Gcheimdien- ftes bekannt, das die Finanzierung der sowjetrussischen Revolution behandelt. Es bestätige, daß im Februar 1916 erstmalig revolutionäre Umtriebe in Rußland festgestellt worden seien. An dieser Zerstörungsarbeit seien, nach dem Bericht des amerikanischen Geheimdienstes, beteiligt gewesen: Guggenheim, Max Breitung, das Bankhaus Kuhn, Loeb & Co. und dessen Direktoren Jakob Schiff, Felix Warburg, Otto Kahn und Mortimer Schiff sowie Hanauer, sämtlich Juden. Das Dokument führt weiter aus, es bestehe kein Zweifel, daß die ein Jahr später ausgebrochene bolschewistische Revolution vorwiegend mit jüdischer Hilfe inszeniert worden sei. Im April 1917 habe sich Jacob Schiff sogar öffentlich gebrüstet, daß das Gelingen der Revolution in Rußland seiner Finanzhilfe zu danken sei. I "5 o u r. I,KreuzM F Ve [^eitung l'ö r b r e" l»'i> 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufsoreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. F)elze Paletots 7668D Unkostenbeitrag 20 Pf. Mäntel im Alter von 76 Jahren. Der Naturheilverein Jacken Die trauernden Hinterbliebenen: Umarbeitung - Modernisieren und 8 Enkelkinder Gießen, Köln-Ehrenfeld, Essen, Alsfeld, Kirchhain, den 28 November 1938. Schultheis 7676D 7672V Ewigkeit zu rufen. 05313 zu ( 7664A [Stellenangebote! mit Zentralheizung, schreibt., Chmselong.flieh DiinTtAit Wasser u. 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Januar 1935 (RGBL I S. 49) wird nach Beratung mit den Ratsherren und mit Genehmigung des Herrn Reichsstatthalters in Hessen — Landesregierung — 2Ibt III folgende Satzung erlassen: § 1. Die gemeindlichen Versorgungsbetriebe (Gaswerk. Wasserwerk, Elektrizitätswerk) haben an dre Gemeinde alljährlich eine Konzessionsabgabe (Wegebenutzungsabgabe) in Höhe von 15 v. H. des Jahresumsatzes (der jährlichen Betriebsrohertrage) abzu- führen. 9 “■ Diese Satzung tritt mit Rückwirkung vom 1. April 1937 in Kraft. 76700 Gießen, den 24. November 1938. Der Oberbürgermeister: Ritter. Frau Krauses erster Gedanke beim Waschen • • • ist weiches Wasser! Sie weiß, darin schäumt Waschmittel und Seife viel besser! Sie macht fich immer vor Bereitung der Lauge durch einige Handvoll Henlo-Dleichsoda dasWasser weich und kalkfrei. Dadurch erreicht sie, daß die Seife, die ja in jedem guten Waschmittel enthalten ist, ohne Verlust __ genutzt wird. — EinS muß man allerdings beachten: die Zugabe von Henko mutz immer etwa 15 Minuten vor Bereitung der Waschlauge erfolgen — um so besser ist dann die Wirkung! gesucht. Zu erfragen in der Gc- - fchäftsstelle des Klavierrnacher Gieß. Anz. Usos Blechstraße 17. L Schellfisch ohne Kopf. .500 g 45 Pf. geschuppt. Seelachs-Filet ohne Gräten .. 500 g 42 Pf. Kabliau-Filet ohne Gräten.... 500 g 48 Pf. Goldbarsch-Filet O.Gräten .. 500 g 58 Pf. Delikate Fisch-Konserven in großer Air wah Frdr.Teipel Markt 16 Filialen: Bahnhofstraße 47 Hillebrandstraße 2 Satzung über die Erhebung eines Zuschlags zur Grund- erwerbsleuer für den Stadtkreis Gießen. Auf Grund von Art. 1 8 1 Ziffer 5 des Dritten Gesetzes zur Aenderung des Finanzausgleichs vom 31. Juli 1938 (RGBl. I S. 966) sowie Art. 10 Ufer 3 der Ersten Hessischen Verordnung zur Durchführung der Deutschen Gemeindeordnung vom 1. Aprll 1935 (Reo -Bl. S. 59) in Verbindung mit Art. 2 des Gesetzes über die Blldung der Stadtkreise Darmstadt, Gießen, Mainz, Offenbach und Worms vom 9. August 1938 (Reg.-Bl. S. 81) wird auf den nach Beratung mit den Ratsherren ergangenen Beschluß des Oberbürgermeisters vom 24. November 1938 mit Genehmigung des Reichsstatchalters in Hessen — Landesregierung — für den Stadtkreis Gießen die folgende Satzung erlassen: § 1. Der Stadtkreis Gießen erhebt zur Grunderwerb- steuer von den Grundstücken, die innerhalb seines Gebietes liegen, einen Zuschlag für seine Rechnung in Höhe von 2 vom Hundert des steuerpfllchtlgen Wertes. § 2. Diese Satzung tritt mit dem 1. November 1938 in Kraft. 7671C Gießen, den 24. November 1938. Der Oberbürgermeister: Ritter. Garage frei! 05307 I Erich Bock Polster- und Taviergeschäft Liebigstratze 93. Von hiesiger Baufirma jünger Wiler für Tief- und Hochbau bald gesucht. Bewerbungen mit Angabe von ferenzen unf. 7667D an den Gieß. Anz. eventl. 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Was das typisch holländische Novemberwetter dem Gast vielleicht verdorben hat, hat die Bevölkerung Amsterdams chm mehr als reichlich ersetzt, nämlich di-e persönliche Freude an dem Besuch. Sein Empfang war über aus herzlich, ehrlich gemeint und voll guten Willens, die Freundschaft zwischen beiden Ländern zu verstärken. In dieser Hinsicht kann der belgische König mit größter Befriedigung auf seinen Besuch zurückblicken. Holland hat ihm persönlich und seinem Lande seine volle Sympathie bewiesen. Es ist wohl mehr ein Zufall, daß König Leopold II. gerade zu dem Zeitpunkt gekommen ist, wo die Niederlande der Wiederkehr jenes Tages gedenkt, an dem es vor 125 Ja h r en seine Unabhängigkeit wiedergewann. Zwischen 1813 und heute liegen fünf Vierteljahrhunderte einer auch für die beiden einst zusammengehörenden Länder sehr bewegten Zeit. An Spannungen zwischen ihnen hatte es keineswegs gefehlt. Noch nie sind indessen beide Länder sich wieder so nahe gerückt wie seit dem 14. Oktober 1936, jenem Tage, an dem der belgische König in seiner großen Rede vor dem Mrnisterrat die Schwenkung Belgiens zur voll- kommenenSelb st andigkeits Politik ankündigte. Sein Besuch ist eine eindeutige Bestätigung dieser Wiederannäherung geworden, sowohl seitens der Fürsten wie seitens der Oeifentlichkeit beider Sander. Dennoch wird irgendwelche Krönung der neubekebten Freundschaft wahrscheinlich ausbleiben. Liest man die Reden, die offiziellen Aeußerungen und Leitartikel der letzten Tage nach, so kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, als hätte man belgischerseits eine engere politische Bindung zwischen beiden Ländern bei Gelegenheit des Fürstentreffens nicht ungern gesehen. Die Rund- fiinkrede des belgischen Ministers van Gauwe- Inert am 22. November kann man in diesem Sinne auslegen, wenn er ausführte: „Jedesmal, wenn die Niederlande im Laufe der Geschichte das Band der Zusammengehörigkeit, das sie umschlingt, zerrissen, hatten sie sich aneinander und an sich selbst versündigt. Durch starke Anstrengungen und mutigen Lebenssinn haben diese Gefahren noch immer beschworen werden können. Aber eher, als wir vermuten, könnte es uns beiden zum Unheil werden, wenn die Niederlande und Belgien nicht mit klarer Einsicht, dynamisch und großzügig, ihre wechselseitige Verbundenheit den Forderungen dieser unruhigen Zeit anpassen." Der Begrüßungsartikel Dr. C o l i j n s im „Handelsblad" vom Sonntag gibt dagegen den holländischen Standpunkt schon eindeutiger wieder. „Unsere Völker sind von Natur aus dazu bestimmt, jedes unter Wahrung seines eigenen Charakters, zum Heil und Segen beider in Frieden und Eintracht zusammenzuarbeiten." Vollends eindeutig ist jedoch die redaktionelle Anmerkung des „Algemeen Handelsblad" zu dem Ausspruch des bel- aischen Königs, daß nur Solidarität den Krieg jenseits der Grenzen beider Völker halten kann. Das Blatt schreibt hierzu, daß die Solidarität zwischen beiden Ländern- ihre Grundlage einzig in der „gleichgerichteten Selbständigkeits- Politik" beider Länder finden kann, und fährt fort: ,^ein Vertragsblock, dessen Partner — die,nun einmal aus der Art, deMLage und den Umständen heraus in Taten und.Möthoden ihre eigenen Nuancierungen anwenden müssen — automatisch für die Taten des anderen nach außen hin verantwortlich gemacht werden können; aber eine natürliche Uebereinstimmung des Zieles, des Friedens- und Freiheitswillens und der Mittel, um dieses Ziel zu erreichen." Tags zuvor schrieb dasselbe Blatt noch klarer, daß keine besondere Bundesgenossenschaft zwischen beiden Ländern nötig ist, um die gleichgerichteten Interessen zu betonen. „Im Gegenteil, die Selbständigkeitspolitik kann für uns beide am deutlichsten zum Ausdruck gebracht werden in — der Selbständigkeit auch gegenüber einander. Wirkliche Interessen können zuweilen bessere Bindeglieder sein als eine papierne Absprache." Man wird zugeben, daß diese scharfe Betonung der holländischen Selbständigkeitspolitik gerade in diesen Tagen überflüssig geroefen wäre, wenn nicht mit aller Schonung damit etwas Positives gesagt sein sollte. Wenn man hier die holländische Ablehnung einer belgischen Anregung zur engeren politischen Zusammenarbeit zwischen beiden Staaten herauslesen kann, so muß im gleichen Atem betont werden, daß die Bereitschaft zu einer engeren Freundschaft zwischen beiden Ländern darunter keineswegs gelitten hat. Durch den Königsbesuch ist vielmehr eine Atmosphäre der Herzlichkeit geschaffen worden, die auf die weitere Zusammenarbeit zwischen beiden Staaten auf den verschiedensten Gebieten nicht ohne Einfluß bleiben wird. Die Spannungen, die noch dem Weltkriege dos Verhältnis zwischen beiden Staaten zeitweise trübten, sind endgültig überwunden. Bestimmte sachliche Interessengegensätze werden gewiß immer bestehen bleiben, ooch auch hier dürfte in Zukunft die Konkurrenz in friedlichere Bahnen gelenkt werden. Zumindest dürfte man bereit sein, zu vermeiden, daß Dritte aus diesen Differenzen Vorteile ziehen. Man will zusammen arbeiten: Dies klingt aus allen Aeußerungen hüben wie drüben heraus und findet seinen Ausdruck in jenem Ausspruch des Antwerpener Bürgermeisters, daß zwischen Nieder- lavd und Belgien keine Differenzen mehr feien,.bic nicht mit gutem Willen durch gemeinsame lieber* legung geregelt werden könnten. Neues für den Bücheriisch. — Geschenke von K i n d e rn. Don Carola Babick und Lore Heller. Mit 41 Abb. und 11 Tafeln. 36 Seiten. Kart. 1,50 Mark. Verlag von B. G. Teubner in Leipzig und Berlin 1938. — (460) — Ein praktischer Helfer zur Auswahl und Herstellung schöner, erfreulicher und brauchbarer Kindergeschenke: Glückwunschbogen, Lesezeichen, Mappen, Kästchen, Dosen aller Art, Frühstücksbretter, Leuchter, Spiele und Spielzeug, Wäschebänder, Bastuntersetzer, Ledertaschen u. a. m. Alles schön und werkgerecht. — F. G. Carnachan & H. C. Adamson: Das Kaiserreich der Schlangen. Geh. 3,75 RM., Leinen 5,— RM. Rotapfel-Verlag, Leipzig C 1. — (452.) — Hier berichtet ein amerikanischer Forscher von der Kultur des Schlangenoolks im Innern Afrikas. Viele feiner Funde werden der afrikanischen 23ö(ferfmibe neue Perspektiven geben können. Fesselnd weiß der Autor das schrittweise Eindringen in die sozialen, politischen und religiösen Hintergründe zu schildern. Bei aller Vermengung mit primitivem Hokuspokus offenbart dos Volk doch erstaunlichen Kenntnis von Giften und Gegengiften, von Immunisation und Suggestion. — Dom Hundert st en ins Tausendste. Von Peter Purzelbaum. Gerhard Stalling Verlag, Oldenburg. Kart. 1,90 Mark. — (352) — Wer an den früheren Büchern des Autors Stunden der Freude erlebt hat, wird beim Lesen dieses Buches wieder die Wahrnehmung machen, daß man sich der Führung Peter Purzelbaums gerne überlassen kann, wenn man schöne Feierstunden genießen will. So folgt man auch den fesselnden Erzählungen vom Hundertsten ins Tausendste mit anhaltender Spannung und erhält daraus einen dankbar begrüßten Gewinn. Darum gebührt diesem Buche eine warme Empfehlung. — Kurt Vorbach: Von Marbod bis B e n e s ch. Ein Querschnitt durch die Geschichte der Sudetenländer. Preis gebunden RM. 0,80. Verlag Wolf Luser in Wien. —(373)— Das Büchlein gibt eine auf sorgfältigen Studien beruhende sehr gedrängte und deshalb auch weitesten Kreisen leicht zugängliche Zusammenfassung des geschichtlichen Ablaufs in den Sudetenländern mit einer Reihe interessanter Bilder, ein Büchlein, das gerade heute jedem hoch willkommen sein wird. — „Soldaten — Kamerade n." Liederbuch der Wehrmacht. (Hanseatische Derlagsanstolt, Hamburg. Notenausgabe RM. 1,20, Textausgabe RM. 0;50.) —(248)— Dieses „Liederbuch für Wehrmacht und Volk" enthält eine Sammlung der schönsten Soldatenlieder. Nach gründlicher Vorarbeit erscheint jetzt die zweite, erheblich erweiterte Auflage, für die Gerhard Pallmann und Hauptmann (E) Ernst Lothar von Knorr, der Musikreferent im Oberkommando des Heeres, als Herausgeber zeichnen. Insgesamt 57 neue Lieder und Kanons, z. T. Neuvertonungen zeitgenössischer Komponisten, fanden darin Aufnahme. Die Sammlung enthält nunmehr mit über 200 Liedern das Liedgut, das von der Truppe auf dem Marsch, im Lager und auf den Kameradschaftsabenden gesungen wird. In der Aufteilung des Buches, wie sie aus den lieber* schriften Leib und Leben — Tod und Teufel — Soldatenstand — Waffenehre — Lieb und Lust — zu erkennen ist, wurde eine dem Soldatenleben entsprechende Form gefunden. Das schöne Liederbuch verdient eine gute Empfehlung. — G e rhard Schumann: Schau und -T a t. Gedichte. 108 Seiten. Leinen 3.— NM. Verlag Albert Langen / Georg Müller, München, 1938. — (487.) — Zu Anfang und Ende stehen in Schu- rfianns neuem Gedichtbande zwei kunstvoll gefügte Sonettenkränze, der eine dem Geheimnis des dichterischen Wortes nachgehend, der andere jenes Mannes gedenkend, der das Schicksal verwandelnd gestaltet. Eingeschlossen von den beiden Kantaten „Die hellige Stunde" und „Volk ohne Grenzen", Schöpfungen chorischer Prägung, die um den Sinn der Gemeinschaft und um das Ziel des Reiches kreisen, finden sich dann eine Reihe von Gedichten, die bewegt sind von dem Erlebnis des Kampfes, der Kameradschaft und des Führertums. Nicht minder lebendig umschließen sie auch das ursprüngliche Miteinander von Mann und Weib, Mutter und Kind. — Rudolf Naujok: Memelländische Dorfchronik. Mit 20 Lichtbildern. Preis brosch. RM. 3,—, Seinen RM. 4,50. Bergstadt-Verlag, Breslau 1. — (395.) — Das Memelland ist deutsches Grenzland mit deutschen Menschen und deutscher Kultur. Deshalb allein schon ist ein Buch über dieses Land von Interesse. Es erzählt von Gutsherren und Pfarrern, von Bettlern und Landstreichern, von Bauern und Fischern, von ihrem Alltagsdasein und den festlichen Höhepunkten ihres Lebens. Daneben klingt auch das Schicksal jener Menschengemeinschaft an, die vom Reiche getrennt ist. Wir wissen wenig von ihr und ihrem Land, in seiner Weltabgeschi^denheit. Zwanzig Fotos zeigen auch bildhaft den unaussprechlichen Reiz dieser Landschaft. — August Verleger: ßüttfemanns B r i n k. Ein Roman von niedersächsischen Bauern. Preis Leinen 4,40 Mark. Verlag C. Bertelsmann, Gütersloh. — (486) — Die bewegten Schicksale der Gemeinde Ellernhagen, wo auf sandigem Brink die von den Herrenhöfen des nahen Brook abgefundenen Ueberzähligen in Kotten ihr kärgliches Dafein fristen müssen. Zäh ist darum der Kampf der Enterbten um den Plan der neuen Fabrik, die Arbeit und Brot schaffen soll, denn diese Bauern und Kötter, Niedersachsen uralter Herrenrasse, stehen für ihr Recht. Ein packendes Geschehen, Sinnbild für unseres Volkes Kampf um größeren Lebensraum. — Gustav Schröer: Sturm im Sich* d i ch f ü r. Roman. Preis Seinen 4,40 Mark. Verlag C. Bertelsmann, Gütersloh. — (510) — Gewittersturm über Sichdichfür, wo grausige Mordtat nach Sühne schreit. Sturm auch in den Herzen der Bauern und Holzfäller dieses weltverlorenen Bergdorfes, die sich über die Gemeindewiese und das Schulzenamt nicht einigen können. Adolf Reichert, dieser Pfennigkrämer, Erpresser und Sügner tritt Glück und Ehre seiner Mitmenschen mit Füßen, bis der verkrachte Gutsherr Siebenau auf einen Schelmen anberthalbe setzt und der tüchtige Subroig Hug- berg mit feiner Eva das gute Sichdichführ endlich zur Besinnung bringt. Oie Geschichte ohne Ende. Von Peter Peppermint. Man weiß ja, daß die arabischen Kalifen manchmal recht sonderbare Käuze waren. Der eine wandelte unerkannt zwischen seinen Untertanen, ein anderer ließ sich ganze Tage lang etwas vortanzen, und ein dritter — nun, das ist eben der, von dem ich berichten will. Dieser Kalif hörte so furchtbar gern Geschichten. Ganze Nächte lang ließ er sich erzählen — sofort, wenn er mit dem Abendessen fertig war, mußte ein Erzähler oder eine Erzählerin antreten und Märchen und Geschichten auffagen. So ein komischer Kerl war dieser Kalif. Wenn es der Türke nicht ausgeschrieben hätte, der den ersten türkischen Honig nach Europa brachte, dann wüßten wir das gar nicht ... Kurz und gut, der Kalif war schließlich so versessen auf das Geschichtenhören, daß er ein großes Preisausschreiben losließ. Er ließ durch den Groß- vezier verkünden, daß derjenige, der ihm eine Geschichte erzähle, die überhaupt nicht alle würde, seine Tochter, die Prinzessin Fatme, zur Frau haben könnte und einen ganzen Haufen Gold und Edelsteine dazu. Die Fatme, nun, das war ein sehr hübsches Mädel, die mancher gern zur Frau gehabt hätte ... Die Bewerber blieben auch nicht aus. Einer nach dem anderen kam und erzählte seine Geschichte. Wer alle diese Erzählungen hörten ja schließlich einmal auf, wenn sie auch manchmal ein paar Wochen lang dauerten. Denn entweder kriegten sie sich oder es kam ein anderes gutes Ende, na, und wenn es böse war, dann hörte ja die Geschichte sowieso auf. Jeden Abend um neun Uf)r ging die Erzählerei los, um Mitternacht gähnte der Kalif zum ersten Male, aber um zwei Uhr war er bann so müde, daß er den Erzähler nach Hause schickte. War nun in einer solchen Geschichte das Ende da, wurde der Kalif richtig wütend und klatschte laut in die Hände. Da kam dann auch gleich der Henker angeflitzt, der draußen vor dem Vorhang wartete, und erhielt den Befehl, den unglücklichen Erzähler einen Kopf kürzer zu machen. Das hörte immer die Prinzessin, die Mitleid mit den Geschichtenerzählern hatte, und sie schenkte dem Henker.jedesmal eine Apfelsine, worauf dieser die Leutchen laufen ließ. Die ließen sich auch nie wieder sehen. Eines Tages kam aber nun wirklich einmal einer, der behauptete, eine Geschichte ohne Ende zu wissen. „Schön", sagte der Kalif. „Also schieße mal los mit deiner Geschichte! Aber ich warne dich noch einmal!" „Nicht nötig, mächtiger Kalif und Beherrscher der Gläubigen, Dein Bart sei gesegnet, und meiner falle aus, wenn die Geschichte nicht deinen Beifall findet." Und dabei schielte er schon mit einem Auge nach der schönen Fatme hin, denn die war dem Fremden mehr wert als alle Edelsteine. Und er begann: ,Hn grauer Vorzeit lebte in der Stadt, die jetzt deine mächtige Residenz ist, ein gewaltiger Kalif. Aber währelid du die Güte selbst bist, war jener die verkörperte Habsucht. Aus seinen Untertanen preßte er heraus, was nur möglich war. Unermeßlich war sein Reichtum Er forderte ungezählte Säcke Korn von feinen Untertanen, das er in einem riesigen Speicher, der so hoch wie ein Berg war, anfammeüe. Und wie dieser Riesenbau ganz gefüllt war, ließ ihn der geizige Herrscher — fein Bart verfaule in Ewigkeit! — zumauern bis hinauf zum Dach. Alle Türen und Fenster waren nun verschlossen, und er war beruhigt, daß niemand ihm das Kom stehlen konnte. Nur ganz oben unter dem Dach war ein winziges Soch, wo der Maurer Mureddin zuletzt eine Tabakspfeife hatte liegen lassen, die er dann herausgezogen fyatte. Eines Tages nun verfinsterte sich Der Himmel, und ein gewaltiger Schwarm Heuschrecken ließ sich über dem Ort und besonders auf dem Speicher nieder. Und Allah weiß, wieso es möglich war, eine Heuschrecke fand doch tatsächlich das Soch unter dem Dach, kroch hinein und schleppte ein Getreidekorn heraus. Das sahen die anderen Tiere: also kroch wieder eine hinein und schleppte wieder ein Korn heraus. Dann kroch wieder eine Heuschrecke hinein und schleppte ein Korn heraus ..." Der Kalif hatte schon ein paar Mal gegähnt und meinte, es sei für heute Zeit, aufzuhören. Am anderen Abend ging die <5ad)e gleich weiter. Der Fremde erzählte: „Dann kroch wieder eine Heuschrecke hinein und schleppte wieder ein Korn heraus. Dann kroch wieder eine Heuschrecke hinein und schleppte ein Korn heraus. Dann kroch wieder eine Heuschrecke hinein und schleppte ein Korn heraus ..." Der Kalif räusperte sich ein wenig, nahm sich aber zusammen und hörte sich das vis zum Zubettgehen an. Die Prinzessin auch, aber nicht wegen Der Geschichte, sondern wegen des Mannes, der sie erzählte. Als das auch am dritten, ja auch am vierten Abend so weiter ging, meinte der Kalif, daß die Heuschrecken nun wohl soviel Körner hätten, als1 sie zu ihrem Wohlbefinden brauchten. Aber der Fremde ließ sich nicht irremachen, sondern verwies auf die besondere Gefräßigkeit dieser Tiere. Auch am zehnten Tage ging die Geschichte weiter: „Dann kroch wieder eine Heuschrecke hinein und schleppte ein Korn heraus. Dann kroch wieder ..." Dem Kalif wurde bei aller Einförmigkeit die Sache nun zu bunt. „Zum Donnerwetter, ich will wissen, wie die Geschichte weitergeht!" „Erhabener Beherrscher der Gläubigen", sagte der Erzähler, „ich kann dir doch nichts erzählen, was später passiert ist, bevor ich dir erzählt habe, was vorher los war." Der Kalif dachte, da hat er eigentlich recht. Und die Geschichte ging eine ganze Woche so weiter. Aber schließlich gebot der Kalif Hall. Ob denn die Heuschrecken immer noch nicht genug hätten? „Ich glaube nicht, Beherrscher der Gläubigen! Denn noch ist der ganze Himmel verdunkelt, und bis alle Heuschrecken durch das Soch hindurch und wieder herausgekrochen sind, dürften wohl noch ein paar hundert Tage vergehen!" Der Kalif staunte nicht schlecht, , „Die Heuschrecken, allmächtiger Beherrscher der Gläubigen, haben höchstens einen Kubikmeter Körner herausgetragen — das ganze Haus ist noch voll, erhabener Kalif!" Der Beherrscher der Gläubigen runzelte die Stirn, und die Prinzessin kriegte schon Angst, daß er den Henker herbeiklatschen würde. „Siehst du nicht ein, Papachen", sagte sie und kraulte ihn am Bart, ,chaß das eine Geschichte ohne Ende ist?" „Das scheint mir allerdings eine Geschichte ohne Ende zu sein", meinte der. „Was anderes wolltest du doch auch gar nicht hören als eine Geschichte ohne Ende?" „Allerdings, mein Kind." Und er betrachtete sich den Fremden näher. „Er sieht ganz gut aus", flüsterte der Großvezier dem Kalifen ins Ohr. „Na und?" fragte der Fremde. „Du sollst hundert Edelsteine haben!", sagte der Kalif. „Edelsteine? Nein, die will ich gar nicht, die kannst du behalten. Aber ich will die Fatme, wie du es versprochen hast." „Die Fat.ne? Ja, will denn die Fatme auch dich?" „Und ob!" sägte da die Fatme bloß. Und dann nahm sie der Fremde in seine Arme. „Da hätte die Geschichte nun also doch ein Ende", meinte der Kalif. „Aber ein.gutes", schmunzelte der Großvezier... Oer Bundschuh als Stadimal. Wer das Städtchen Ried im Gau Oberdonau besucht — die Bahnen von Passau und Braunau treffen dort zusammen —, der findet ein merkwürdiges Wahrzeichen am Marktbrunnen, nämlich einen Bundschuh auf der Sanze Dietmars, des sagenhaften Gründers der Stadt. Der Bundschuh, der mit Riemen über dem Fußknöchel festgebnden wurde, war einst die Fußbekleidung der Bauern und wurde im Bauernkrieg das Sinnbild der Volkserhebung. Auch der Bndschuh von Ried geht auf einen Kampf zurück, der jedoch in viel früherer Zeit stattfand. Auf einem Kreuzzug Anfang des 12. Jahrhunderts, so erzählt die Sage, verloren die Kreuzfahrer die kaiserliche Fahne. Da soll Dietmar, der Knecht eines Herzogs oder Grafen, in raschem Entschluß seinen Bundschuh ausgezogen und als Notfeldzeichen auf die San je gepflanzt haben. Unter diesem Zeichen sammelten sich die Scharen wieder und erstürmten die feindliche Festung. Nach der Heimkehr wurde der tapfere Dietmar, von Haus aus ein Müllerssohn, mit Dem heimatlichen Grund belehnt, auf dem Ried entstand. Es war lange Marktflecken, und als es im 19. Jahrhundert zur Stadt erhoben wurde, erhielt die Gemeinde das Recht zur Führung ihres Bundschuh-Wappens. Der Dietmar-Brunnen mit dem Schuh auf der Sanze wurde, wie der Klagenfurter Sinbrourmbrunncn, schon im 17. Jahrhundert errichtet. Der geschichtliche Kem der Sage, die auch hier Personen und Zeiten vertauscht, ist umstritten. Der tiefere gleichnishafte S'nn solchen Gesch-hens aber, daß nämlich au allen Zeiten beherzte Männer aus dem Volke Wankende sammelten und zum Siege führten, wird dadurch nicht angetastet. Hockschulnacbricbien. Dr. phil. Otto Dehse, Dozent für mittlere und neuere Geschichte an der Universität Kiel, ist zum o. Professor an der Universität Hamburg ernannt worden. Professor Vehses Sondergebiet ist Geschichte des Kirchenstaats im Mittelalter. Dem Dozenten Dr. Wilhelm Karl Prinz von Isenburg ist an Der Universität München Der Sehrstuhl für Sippen- unD Familienforschung unter gleichzeitiger Ernennung zum oo Professor übertragen roorDen. Dem Uebersee- und Kolonialhauptreferenten am Deutschen Ausland - Institut Stuttgart Dr. Wahrhold D r a f d) e r wurde Die Dozentur für weltpolitische Auslandskunde und Deutschtum in Uebersee verliehen; er wurde der philosophischen Fakultät Der Universität Tübingen zugewiesen. den Aus den (Siegener Gerichtssälen Kreissängertag in Gießen Amtsgericht Gießen Der W. $). aus Großen-Bufeck, von Beruf Schäfer, igertätigtet erhielten die ! hatte zwei Schafhämmet ohne Wissen und Erlaubnis Kehr IV., Liederkranz der Eigentümer verkauft und das Geld in Alkohol Kreissängertag. Gießener wochenmorktpreffe umgesetzt. Außerdem hatte er zweimal seine Herde an Orten weiden lassen, wo es wegen der Maul- und Kläuenseuchegefahr untersagt war. Der Angeklagte erhielt eine Gefängnis st rafe vonvier Gesangverein Mainzlar, und Ernst Schwarz, Gesangverein Ruttershausen, ausgezeichnet werden; für 46jährige aktive Säm Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) h. in L. Der Dichter Paul Keller, geboren 1873, ist 1932 gestorben. Hessen, Land und £eu Bettenhausen, 28. Nov. Heute vollendete einer unserer ältesten Mitbürger, Landwirt gimg habe damals aber in ihrer Revisionsbegründung an bas Reichsgericht eine andere Auffassung vertreten. Das Reichsgericht habe in seinem Urteil, durch das diese Strafsache zur neuerlichen Verhandlung an die Kammer zurückverwiesen wurde, in diesem Punkte die Auffassung der Großen Strafkammer gutaeheißen und geteilt Zum Schluß seines Plädoyers stellte der Staatsanwalt fest, daß die neuerliche Verhandlung, obwohl er in feiner Anklagerede nur die wesentlichsten Punkte berührt habe, ein viel ungünstigeres Bild für die Angeklagten ergeben hätte. Aus der ganzen Verhandlung ergäbe sich einwandfrei, daß die Angeklagten sich der Konkursdelikte schuldig gemacht hätten. Bezüglich der Uebertragung der Eschborner Grundstücke habe sich lediglich die Ehefrau eines Konkursverbrechens im Sinne des § 239 Konkursordnung schuldig gemacht. Bezüglich der Uebertragung der Friedberger Grundstücke hätten beide Angeklagten den Tatbestand die- Elastische Bankbilanzen. Im September nötigten die besonderen Ansorde- rungen des Quartals-Ultimo, zusammen mit den Auswirkungen der politischen Spannungen, die Banken zu einem einschneidenden Rückgriff auf ihr Wechselportefeuille, das sich um insgesamt 1015 Millionen Mark verminderte; ein Vorgang, der sein Gegenstück in der entsprecheick>en Beanspruchung der Reichsbank fand. Sofort nachdem sich die Verhältnisse an den Geldmärkten wieder normalisiert hatten, legte das Reich seine neue große Anleihe über 1850 Millionen Mark auf, die an die eigenen und die fremden Mittel der Banken die höchsten Ansprüche stellte. Es ist ein Beweis für die Leistungskrast und Elastizität des deutschen Bankwesens, wenn die Kredittnstitute trotzdem in der Lage waren, ihr Wechselportefeuille im Oktober, wie die jetzt vorliegenden Bilanzziftern zeigen, wieder um 340 Millionen Mark zu erhöhen und damit die Reichsbank entscheidend zu entlasten. Es ist weiter bemerkenswert, daß sich die Bestände der Banken an Schatzanweisungen im Oktober, nicht wie allgemein vermutet, zur Finanzierung der Anleihe-Einzahlungen vermindert haben, sondern sich bei den Großbanken sogar noch um 71 Millionen Mark erhöhten. Der Umlauf an Lieferschätzen hat sich also durch die Einlösung der ersten Serie im Oktober nicht vermindert, vielmehr haben die Banken der Kundschaft die neuausgestellten Lieferschatzanweisungen weiter abnehmen können. Daneben waren aber auch ansehnliche Bestände der neuen Reichsanleihe bis zur engüttigen Verrechnung und Unterbringung ins Bankenportefeuille zu übernehmen. So erhöhte sich der Reichsanleihebesitz der Groß- und Regionalbanken im Oktober um 140 Millionen Mark, während weitere 136 Millionen Mark von den übrigen Kreditinstituten (Spezialbanken, Staatsbanken, Girozentralen) ausgenommen wurden. Erleichtert wurde den Banken die Befriedigung dieser vielfältigen Anforderungen durch einen leichten Rückgang der direkten Kreditansprüche der Wirfichaft. Zwar erhöhten sich im Zusammenhang mit der Erntefinanzierung die Warenoorschüsse nochmals um 17 Millionen Mark, aber daneben gingen die „sonstigen Gläubiger" um 115 Millionen Mark zurück. Im übrigen konnten die Banken ihre Anleihe- und Wechselkäufe zum Teil mH neuen Einlagen finanzieren. Bei den Groß- und Regionalbanken nahmen die Kundschafts- und Spareinlagen um rund 170 Mil- Honen Mark zu, während anderseits die Staatsbanken auf diesen Konten einen Rückgang um 130 Millionen aufweisen. Daneben war es den Banken möglich, durch einen Abbau der — zum Quartals- Ultimo beträchtlich erhöhten — Guthaben bei der Notenbank und bei anderen Kreditinstituten Mittel frei zu machen. Rhem dnaimfrfo» 7*5rfe. —. IMttagsbörse ruhig. Frankfurt a. M., 28. Nov. Die Börse hatte auf allen Gebieten einen außerordentlich ruhigen Montanmarkt bröckelten Mannesmann 0,40 v. H., bis 52, Schafe 20 bis 42, Schweine 50 bis 59 Mark. Verein. Stahl 0,25 v. H. und Laurahütte 0,50 v. H. Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt; Schafe ab, Hoesch behauptet mit 115,50. JG.-Farben kamen und Hämmel mittel. T Watzenborn-Steinberg, 27. Nov. Aus Anlaß des Tages der deutschen Haus- und Volksmusik veranstalteten die Kursusschüler für Violine, Zither und Akkordeon im dichtbesetzten Saale ... ........._________ —...... „Zum goldenen Stern" einen Abschieds- und Eltern- i nes Angebot an die Märkte, offenbar im Zufam- obenb unter Leitung von Musiklehrer Gerhard menhang mit dem Ultimo, das nur bei leicht er- Hartmann aus Siegen i. W. Mit großem Eifer mäßigten Kursen untergebracht wurde. wurden von den Kursusteilnehmern (Schulkindern)! Am Ak t i e n ma r k t'lagen Zellstoffwerte schwach, ■ sogar ■ ■ ging ■ Halle W An- I wich- !. daß despro- tzenden, en vor- zer Zeng der 5|age. mürbe iedbera isse der e hohe en der >g der eigen- geklagte lnschlie- nge der n durch- Herren Ulster in sportlichen flotten Mustern mit Sattel und Ringsgurt oder Rückengurt 38.- 44.- 49.50 58.- Herren-Ulster in feinster Verarbeitung. Cheviot, Velourstoffe, unsere Sonderklasse 68.- 76.- 88.- 98.- Halbschw. 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Volhshilöoüfcllätte NSD.-Dozentenbund Tm Rahmen der von der Volksbildungsstätte der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ und dem NSD.-Dozentenbund veranstalteten Vortragsreihe „Wissenschaft im Dienst am Volk“ spricht am Mittwoch, 30. November, 20.30 Uhr, im Hörsaal der Medizin. Klinik, Klinikstr. 41, Prof. Dr. Anthony: Debet Die Aufgaben der LubfabrMizin Bei einem Eintritt von 10 Pfennig sind alle Volksgenossen zu "diesem Vortrag herzlichst eingeladen 7669V MM WU Großer Bericht über Leben und Aufstieg von nach Tatsachen und aus eigener Kenntnis erzählt von Paul Baumgarten, mit vielen, z T. noch unbekannten Bildern geschmückt. Außerdem: Lustiges 2nnr „Sternoder Nicht-Stern?“ X kMt JTERJ4 Film und Frohsinn! Viel xu lesen und Bilder über Bilder! Überall xu haben bei Zeitungs- und Zeitschriftenhändlern, in Buch- und Papierhandlungen. Bestellungen auch durch die Post Tausende von schönen Festgaben erwarten Sie nun bei BETTE! Kleine und. große Geschenke und Ueberraschungen für Damen u. 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H sen, Sportanzüge Alle Änderungen sofort in unserer Maßschneiderei, der größten und führenden am Platze Herren-Bekleidungshaus Adolf Mühl«. .. ='=^rNz Iir.279 Drittes Blatt Dienstag, 29. November 1938 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Aus der Stadt Gießen. Unter Rundfunk. Im September haben wir uns ein Rundfunkgerät zugelegt. Im nächsten Monat las ich, daß die Zahl der Rundfunkhörer gewaltig gestiegen war. Komisch! Nur, weil wir.._. ? Oder sollten sich andere Leute am Ende auch ... ? Es ist immer wieder schön und aufregend zugleich, wenn man beim Drehen diese flüchtige Berührung mit einer ganzen Welt herstellt: wie sie aus fernen, fernen Städten und Ländern murmeln, flüstern, sprechen, rufen, singen, schreien! Aber manchmal steckt auch der Teufel in dem braunen Kasten. Der läßt es knacken, spucken, pfeifen und kreischen. Komisch! Immer, wenn der andere dreht! Es war vor ungefähr fünfzehn Jahren in einer großen Stadt. Da saßen wir eines Tages um den Tisch, auf dem ein winzig kleiner Detektor stand Wir hatten Kopfhörer um und erlebten zum ersten Male drahtlose Telephonie Erst einen Bortrag, dann Musik. Wenn sich unsere Bl'cke trafen, sahen wir verlegen weg, man wußte wirklich nicht so recht, wohin man gucken sollte. Und die Ohrmuscheln taten einem mit der Zeit weh von den Hörern. Aber es war wunderbar, diese klare Stimme, die so deutlich sprach. Dagegen hörte man nun nicht, was im Haus vorging, kein Rufen, kein Klingeln. Nur, wenn im Zimmer sich jemand rührte, schoß man die unwilligsten Blicke. In der Folgezeit hatten wir manche schöne Stunde, ich erinnere mich vor allem an ein Hörspiel, das uns bis zu Tränen rührte, was sehr peinlich war, denn man saß ja nicht im dunklen Kino oder Theater, sondern im hellen Wohnzimmer. • Auch das Kind hatte später viel Freude am Rundfunkhören, ich sehe noch sein aufmerksames Gesichtchen, wenn wir ihm die Kopfhörer umgeklemmt hatten. Eines Tages entwickelte sich folgendes Zwiegespräch: „Oma laß mich auch hören!" „Nein, Kind, es ist ein Vortrag, den verstehst du nicht!" „Aber, Oma", tönte es vorwurfsvoll zurück, „ben versteh ich doch, der spricht doch deutsch!" Heute strömt es uns zu aus aller Welt: ein schwermütiges Lied aus Finnland, ein Chanson aus Paris, Zigeunermusik aus Budapest, eine Oper aus Rom, ein englisches Liehchen, eine Fantasie auf einer Kinoorael aus Berlin, wobei es einem immer so weh im Magen wird. Das Kind hat unstreitig die beste Lage herausgefunden, um alles das richtig zu genießen: auf dem Tevpich vor dem Rundfunkgerät, ein Kisten untern Kopf geschoben. Schön ist auch die Morgengymnastik. Es ist aber besser, man ist allein im Zimmer. Es gibt nämlich Leute, die sonst dauernd lächeln. Und ich möchte mich auch nicht noch mal so blamieren und das Bein nicht über die Stuhllehne kriegen. (Unsere Stühle sind besonders hoch.) „Jetzt wird's pfundig!" sagte das Kind, als wir in den Ferien zusammen übten. Die Lehrerin.hatte befohlen „auf den Baden legen!" Ich aber ging in stillem Widerspruch zum Frühstückstisch und fand es besonders „pfundig", dort gemütlich sitzen zu bleiben, wenn die Lehrerin „hopp" sagte! E L. St. Hitler-Iugend Dann 116. Bett.: Banngerätewettkämpfe. Am Skmntag, 4.12., ab 9 Uhr, findet in der Turnhalle der Turngemeinde Friedberg, Ockstädter Straße, eine Borturner ft unbe für den gesamten Bann 116 zur Vorbereitung der Banngerätemeisterschaften statt. Alle Vereine oder HI.-Kampfgemeinschaften, die an den Wettkämpfen teilnehmen wollen, haben den Dereinsiugendwart oder einen als Vorturner geeigneten Ig. zu dieser Vorturnerstunde zu entsenden. Zum Lehrgang sind die Ausschreibungen im Gauverordnungsblatt Nr. 44 genau durchzulesen und mitzubrinaen. Kleidung: Uniform (für Jgg.) und und RI.-Sportzeug. Ordnungsgemäße LnAdung der Wirtschaft. NSG. In Durchführung des Aufrufs des Gauleiters vom 25. November über den Verkauf jüdischen Vermögens fand am Sonntag im Adolf-Hitler-Haus zu Frankfurt a. M. unter Leitung des Gauwirtschaftsberaters E ck a r d t eine Arbeitstagung der Kreiswirtschaftsberater statt, an der auch Vertreter der Hessischen Landesregierung und des Regierungspräsidenten in Wiesbaden, der Geheimen Staatspolizei sowie der Wirtschaftskammer Hessen teilnahmen. Ausgehend von der Entwicklung, die die Entjudung der Wirtschaft in den letzten Tagen genommen hat, stellte der Gauwirtschaftsberater die Notwendigkeit heraus, die im Interesse unserer Volkswirtschaft erforderlichen Maßnahmen unverzüglich durchzuführen. Der Geschäftsführer des Gauwirtschaftsberaters, Kratz, sowie der Gaustellenleiter Beck stellten die heute für die Entjudung der Wirtschaft geltenden Bestimmungen noch einmal eindeutig heraus. Danach verbleibt es bei der Veräußerung jüdischer Gewerbebetriebe und landwirtschaftlichen Grundbesitzes bei der bisher durch Verordnungen festgelegten Regelung. Hiernach sind die entsprechenden Kaufverträge jeweils in dreifacher Ausfertigung einzureichen, und zwar: 1. an die Oberbürgermeister, Landräte bzw. Kreisdirektoren bei Veräußerung von jüdischen Einzelhandelsgeschäften und landwirtschaftlich genutztem Grundbesitz: 2. an den Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — bzw. die Regierungspräsidenten bei Verkauf aller sonstigen jüdischen Gewerbebetriebe einschließlich Handwerks- und Gaststättenbetriebe. Die vorerwähnten Behörden erteilen daraufhin die Genehmigung nur nach Anhörung der Industrie- und Handelskammer und nach Zustimmung durch den Gauwirtschaftsberater. Bezüglich der jüdischen Einzelhandels-, Handwerks- und Gaststättenbetriebe wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß wegen der bestehenden Uebersetzung nur noch eine geringe Anzahl von Betrieben als erhaltungswürdig angesehen wird. Die Veräußerung alles übrigen jüdischen Vermögens, wie Wohngrundstücke, Bauplätze, bewegliches Eigentum aller Art, ist bis zu einer anderweitigen gesetzlichen Regelung auf Grund der Anordnung oes Gauleiters ebenfalls genehmigungspflichtig. Diese Genehmigungen erteilen die Kreiswirtschaftsberater. (Dienstsitz jeweilige Kreisleitung der NSDAP.) Diesen sind alle Kaufabmachungen dieser Art zu melden, worauf sie nach Ausfüllung eines Vordruckes die Genehmigungen erteilen ober versagen. Die Kreiswirtschaftsberater werben erforberlichenfalls unter Hinzuziehung von Sachverstänbigen die Kaufpreishöhe überprüfen und auch die persönlichen und sachlichen Voraussetzungen der Erwerber in Betracht ziehen. inwieweit der Gauwirtschaftsberater in einzelnen Fällen hierbei heranzuziehen ist, wurde intern geregelt. Auf jeden Fall sind sämtliche Kaufabschlüsse mit sofortiger Wirkung den Kreiswirtschaftsberatern zu melden. Mit der vorstehenden Regelung ist klargestellt, daß jede Veräußerung jüdischen Vermögens genehmigungspflichtig ist und welche Stellen diese Genehmigung erteilen. Die jüdischen Vermögen in Hessen. 117 Millionen VM. Die Arisieruna der jüdischen Geschäfte weit sorigeschriiien. NSG. Auf Grund der Verordnung vom 26. April 1938 über die Anmeldung des Vermögens von Juden ist nun auch in Hessen festgestellt, welche Kapitalien von den Juden zusammengeschachert wurden. Aus den Erhebungen ergibt sich folgendes Bild: Die Zahl der anmeldepflichtigen Juden (einschließlich nichtjüdischer Ehegatten) beträgt 3132. Die Gesamtsumme des angemeldeten Vermögens beläuft sich auf RM 136 232 227. so daß sich nach Abzug sämtlicher Schulden und Lasten von RM. 19041 325 ein jüdisches Reinvermögen (Barvermögen, (Bnmbnermnaen, Betriebsvermögen, land- und forstwirtschaftliches Vermögen und sonstiges Vermögen) im Lande Hessen von RM. 117 190 902 eraibt. Durch die Feststellungen kann eine genaue Aufstellung über die Verteilung des jüdischen Vermögens auf die fünf größten Städte in .Reffen: Darmstadt, Mainz, Offenbach. Worms und Gießen gegeben werden. Für das Stadtgebiet D a r m st a d t ergibt sich folgende Aufstellung: Bei 327 anmelde- vstichfigen Inden h^rägt das 6Mamh)ermoaen RM. 17 082 367. Nach Abzua der Schulden und Lasten von RM 2 265 930 verbleibt ein jüdisches Reinvermögen von RM 14 816 437 30 Darmstädter Juden besitzen noch beute ein Vermögen von RM 100 000, 10 Juden haben ein Vermögen van RM 200 000, fünf Juden ein Vermögen non RM 300 000, ein Jude ein Vermögen von RM 400 000 und weiterbin ein Darmstädter Jude ein Vermögen von über RM. 1 000 000. Für die Stabt Mainz ergibt sich folgenbe jüdische Vermögenskurve: 710 anmeldepflichtigen Juden haben ein Gesamtvermögen von RM. 49 746 522. Nach Abzug der Schulden und Lasten von RM 6 095 245 verbleibt noch ein Reinvermögen von RM. 43 651 277 Davon ist folgende Aufgliederung bemerkenswert: 78 Juden besitzen ein Vermögen von RM 100 000, 20 Juden ein Vermögen von RM. 200 000, 15 Juden ein Vermögen von 300 000, 10 Juden ein Vermögen von RM 400 000, drei Juden ein Vermögen von 500 000 und 600 000 RM., zwei Juden ein Vermögen von RM. 700 000 und wiederum zwei Juden ein Vermögen von über 1 000 000 RM. In Offenda ch ist das Zahlenverhältnis folgendes: RM. 14 006 375 beträgt das Vermögen von 282 anmeldepflichtigen Juden. Nach Abzug der Schuldlast von RM 2 211 277 bleibt ein Reinvermögen von RM 11 795 098 29 Juden besitzen ein Vermögen von RM 100 000, neun Juden von RM. 200 000, drei Juden von RM. 300 000 vier Juden von RM. 400 000, ein Jude von RM 600000, ein Jude von RM. 700 000 und ein Jude von über einer Million. In der Stadt Worms beträgt die Zahl der anmeldepflichtigen Juden 160, die insgesamt ein Vermögen von RM. 9 588 825 baben Nach Abzug der Schuldenlast von RM. 1 618 837 verbleibt ein Reinvermögen von RM 7 969 988. 15 Juden besitzen ein Vermögen von RM 100 000. zwei Juden ein Vermögen von RM 200 000, ein Jude von RM 300 000, ein Jude ein Vermögen von RM 400 000 und ein Jude ein Vermögen von einer Million. In Stadt und Kreis Gießen haben 240 anmelbevflichtige Juden ein Gefamtnermöqen von RM 7 574 795 Nach Abzug der Schulden von RM 1 -395 547 verbleibt ein Reinvermögen von RM. 6 179 248 10 Juden haben ein Vermögen von RM 100 000 und ie ein Jude ein Vermögen von 200 000 und 300 000 RM Wenn am Anfang unseres Berichtes die Zahl von 3132 anmeldevflichtigen Juden genannt wurde, bann muß ausbrücklich betont werden, baß bie Gauwirtschaftsberatung sowie bie Jnbustrie- unb Han- belskammern ihr Uebriges tun, um bie Ent - iubuna ber beutfchen Wirtschaft restlos durchzuführen. Die Arisierung jübischer Geschäfte ist Generalleutnant von Apell. - e ■- '<•' • r-W ■ : i .' . e O Das Bild zeigt den neuen Kommandeur der 9. Division unb Standortältesten in Gießen, Generalleutnant von Apell, der am 1. Dezember 1938 die Führung der 9. Division übernimmt, lieber den militärischen Werdegang des neuen Divisionskommandeurs haben wir in unserer gestrigen Ausgabe bereits berichtet. — (Aufnahme: Archiv.) Heute Großer Zapfenstreich. Im Anschluß an die gestrige Mitteilung über den Großen Zapfenstreich am heutigen Dienstagabend zu Ehren des scheidenden Divisionskommandeurs, Generalleutnant Oßwald, wird uns von der Division ergänzend mitgeteilt, daß der militärische Große Zapfenstreich heute zwischen 2 2.30 und 2 3.30 Uhr vor dem Neuen Schloß auf den Land- graf-Philipp-Platz stattfindet. bereits in Hessen soweit fortgeschritten, daß mir heute schon die Einhaltung des Stichtages, nämlich des 1. Januar 1939, feststellen können. Die deutsche Wirtschaftsführung wird in gewissenhafter Arbeit'die von ber Reichsregierung vorgeschriebenen Ziele durchführen. Sie wird von dem inventarisierten Vermögen der Juden den Betrag einbehalten, worauf das deutsche Volk berechtigten Anspruch hat. 1318 jüdische Gewerbetreibende in Hessen sind deshalb keine beunruhigende Zahl, weil sich die Gesamtstruktur des jüdischen Vermöaens zu einem großen Prozentsatz aus bedeutungslosen Kleinstbetrieben zusammensetzt. Vornoiiren Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 20 bis 23 Uhr „Dichter unb Bauer". Gloria-Palast (Seltersweg): „Eine Nacht im Mai"; in jeder Vorstellung ist die Hauptdarstellerin Marika Rökk persönlich anwesend. Sladtlheater Gießen. Heute abend findet eine Wiederholung des großen Erfolges „Dichter unb Bauer", Operette von Franz von Suppe, statt. Musikalische Leitung Joachim Po- pelka, Spielleitung Gert Buchheim, Bühnenbilder Karl Löffler. Die Vorstellung finbet gleichzeitig als 9. Vorstellung ber Dienstag-Miete statt. Anfang 20 Uhr, Enbe 23 Uhr. BOM.-Llntergau 116 Gießen. Für alle Stabsmitglieder und. Schulungsmädel findet am Mittwoch, 30.11., um 15 Uhr, eine Besprechung im Möser-Heim statt. Jtiefenfterne. Von Or. Erwin Koffinna. Ernes der bekanntesten Sternbilder am Winterhimmel ist der Fuhrmann oder Wagenlenker, den die Römer Auriga nannten, in dem Kapella als einer der hellsten Sterne des Himmels strahlt. Während der Wintermonate sehen wir dieses Sternbild in den Abendstunden nahe dem Zenit aus dem hellen Grunde der Milchstraße. Südlich der Kapella bemerken wir ein kleines Dreieck, das aus einem hellen Stern und zwei benachbarten schwächeren Lichtpunkten besteht. Seit über hundert Jahren hat ber helle weiße Stern Epsilon im Fuhrmann durch feine langsam abnehmende unb wieder ansteigende Helligkeit die Aufmerksamkeit der Astronomen auf sich gelenkt. Aus den bis zum Jahre 1903 angestellten Beobachtungen konnte Professor Ludendorff, der Direktor des Astrophysikalischen Observatoriums in Potsdam, erstmalig die Art des Lichtwechsels und seine Ursache ableiten. Die Periode des Lichtwechsels ist mit 27,1 Jahren bei weitem die längste, die bisher bet einem veränderlichen Stern nachgewiesen wurde. Während 25,1 Jahren bleibt die Helligkeit konstant, nimmt bann in sieben Monaten um 0,8 Größenklassen ab, bas heißt ungefähr auf bie Hälfte ber normalen, bleibt zehn Monate konstant im Lichtminimum unb steigt bann in sieben Monaten wieder zur früheren Helligkeit an. Hervorgerufen wird dieser Lichtwechsel durch den Vorübergang des Begleiters vor dem Hauptstern. Epsilon im Fuhrmann ist also ein B e - deckungsveränderlicher, ähnlich wie Algol, ber bekannte Veränberliche im Perseus, bei bem bie Periode des Lichtwechsels aber nur 69 Stunden bauert. Die letzten beiben Bedeckungen von Epsilon Aurigae fanden 1902 unb 1929 statt. Die außerordentlich lange Periode des Lichtwechsels ließ schon auf die ungewöhnliche Größe des Doppelsternsystems schließen. Aber erst die Untersuchungen von Kuiper, Struve und S t r ö m g r e n auf Grund der neuesten spektralen und lichtelektrischen Messungen haben uns einen Einblick in die gewaltigen Dimensionen von Epsilon Aurigae verschafft. Die beiden um den gemeinsamen Schwerpunkt kreisenden Sterne sind „Uebergiganten". Der Durchmesser des hellen Sterns beträgt 200 Sonnendurchmesser, der bes dunklen ober nur sehr schwach leuchtenden sogar 3000 Sonnenburchmesser! Denken wir uns bie helle Komponente von Epfilon Aurigae an Stelle unserer 6«mne, so würde jene Riesensonne den Raum bis zm Erdbahn erfüllen; der dunkle Begleiter gar bis weit über die Saturnbahn hinausreichen. Die Schwächung des Lichtes des hellen Sterns wird durch die äußeren Schichten der Atmosphäre des Begleiters bewirkt. Während einer Bedeckung wandert der etwa 14mal kleinere helle Stern hinter der Atmosphäre des Begleiters vorüber; bie Bedeckung ist also nur eine streifende. Die Massen der beiden Sterne sind ungefähr gleich. Jeder besitzt rund 32 Sonnenmassen. Es bestätigt sich auch hier die an anderen Doppelsternsystemen beobachtete Tatsache, daß zwischen den Zwergen und den Riesen im Weltall keine großen Massenunterschiebe herrschen. Je größer ein Fixstern ist, besto geringer ist in ber Regel seine Dichte. Währenb bie Sonne ungefähr bie Dichte bes Wassers besitzt, beträgt dieselbe bei Epsilon im Fuhrmann nur ben 250. Teil ber Dichte der Luft, die wir atmen. Die Oberflächentemperatur bes Hellen Sternes ist mit 6300 Grad nur wenig höher als bie unserer Sonne (5900 Grab), aber seine Leuchtkraft 52 000- mal so groß! Epsilon Aurigae ist also ein Lichtriese erster Orbnung und wahrscheinlich ber a b - solut hellste Stern, ben wir am nörblichen Himmel überhaupt sehen. Demgegenüber ist bie Leuchtkraft bes Begleiters so gering, baß er auch in ben besten Fernrohren unsichtbar bleibt. Seine Oberflächentemperatur berechnet sich zu nur 1200 Grab. Bei keinem anderen Fixstern hat man bisher eine so niebrige Temperatur feftqefteUt. Für untere Vorstellungen von ber Entwicklung ber Fixsterne hat bie Entdeckung einer solchen relativ sehr kühlen Gaskugel von ber 3000fachen Größe der Sonne die allergrößte Bedeutung. Nach ber herrschenden Ansicht stellen die Riefensterne mit ihrer außerordentlich geringen Dichte den Jugendzustand ber Sterne bar, bie sich wahrscheinlich aus ausgedehnten kosmischen Wolken burch allmähliche Verdichtung der Materie infolge der Schwerkraft gebildet haben. Danach ist der Be- aleiter von Epsilon Aurigae einer der jüngsten Sterne, die wir kennen. Sein Alter wird von den Astrophysikern auf nur einige hunderttausend Jahre geschätzt, während man das Alter der Zwergsterne und somit auch das der Sonne auf v'"le Milliarden Jahre berechnet. Da auch ber Helle Stern von Epsilon im Fuhrmann ein .Uebergigant" ist, bürgte bas ganze Dovpelsternensystem sehr jungen Ursprungs fein. Denn bie weitere Entwicklung führt unter bauember Verkleinerung bes Sterns zu immer größerer Derbichtung ber Sternmaterie. Wie bie meisten Bedeckungsveränderlichen, befindet sich auch Epsilon Aurigae in der Milchstraße und damit nahe der großen Symmetrieebene un- eres Sternsystems. Die Entfernung bes Doppel. sterns beträgt über 3000 Lichtjahre. Das in unser Auge dringende Licht hat also den Stern bereits um 1200 v. Chr., etwa zur Zeit des trojanischen Krieges, verlassen. Es ist eine unerhört großartige Vorstellung, zu der uns die Ergebnisse astronomischer unb astrophysikalischer Forschung führen. Aber ber Laie ahnt kaum, welche entsagungsvolle Arbeit in zahllosen durchwachten Nächten nötig war, um bas hier kurz geschilberte Bilb bes Dop- pelstemriesen im Fuhrmann entwerfen zu können. Spiel mit der Tüte. Von Werner Schumann. In ber Berliner Scala trat vor kurzem ein amerikanischer Artist auf, besten Requisiten unter anderem aus einer Leiter unb einer papierenen Tüte bestanden. Er stellte bie Holzleiter in bie Mitte ber Bühne, kletterte heraus unb begann, sie hin unb her zu bewegen. Es war entschieden eine ungewöhnliche Leistung, doch was der Artist dann anstellte, löste bei Tausenden teils unbändiges Gelächter, teils eine Erschütterung, ein betroffenes Staunen aus, wie man es im Variete nicht jeden Abend erlebt. Der Amerikaner nämlich, ein Mann von vielleicht 35 ober 38 Jahren, nahm ein Stück Seibenpapier unb drehte eine Tüte, die er sich mit ber Spitze auf bie Nasenwurzel letzte. Unb bann lief, flog, wirbelte, kroch, schnellte unb glitt er ber schwanken Tüte nach. Denn das federleichte Ding stand natürlich immer nur den Bruchteil einer Sekunde aufrecht, der allerleiseste Lufthauch drückte es hierhin und dorthin, und so war der geschmeidige Körper des Artisten in unaufhörlicher Bewegung, bie schließlich ins Groteske unb Unheimliche gesteigert würbe. Die gewaltige Masse raste förmlich bem seidigen Irrwisch nach, wie ein Amphibium ringelte sich ber Mensch auf bem Boben, um dann jählings gleich bem Fisch, ber in bie Sonne springt, emporzuschnellen und die Balance auf einen Augenblick wieder Herzustellen Ein phantastisches, ein hoffnungsloses unb erregenbes Spiel! Der homo sapiens als Beute eines unscheinbaren Objekts, einer lächerlich Haltlosen Tüte, bie nur unter Aufbietung aller Verrenkungsmöglichkeiten auf ber Spitze bleiben kann. Der Saal bröhnte vor Lachen, aber ein Teil ber Zuschauer hatte boch ben Eindruck einer naiven Ungeheuerlichkeit, eines ebenso witzigen wie bestürzenden Aktes, wie die verschiedenen Ausrufe bewiesen. ,.Nich in die Tüte!" rief man kichernd, „Mensch, schnapp doch zu und du bist erlöst!" oder „Junge, Junge, glatt roie’n Aal'" Ein älterer Mann mit weißem, sorgfältig gebürsteten Haar dagegen stellte gelassen fest: „Ecce Homo!“ Siehe, ein Mensch. Und dies mochte denn auch der tiefere Sinn des unvergeßlichen Gleichgewichts-Aktes gewesen fein: des Menschen Torheit zu zeigen, wenn er einmal einem Phantom nachjagt. Er selbst merkt es ja gar nicht. Aber bie anderen stehen dabei, schütteln die Köpfe unb lachen Die Seidenpapier-Tüte vertrat hier sozufagen bie Stelle des Unwirklichen, unb sie glich fo einer le- bensfremben Jbee, bie, weil sie sich nicht realisieren läßt, ewig eine eitle Seifenblase bleiben muß. Aber vielleicht unterschieben wir bem dehenben Artisten philosophische Gedanken, die er, als er diesen Schlager austüftelte unb ein paar Jahre probierte, mit* leibiq lächelnd von sich gewiesen hätte? Mit einem undurchdringlichen Gesicht verbeugte er sich, überrauscht vorn begeisterten Beifall ber Tausende. Die „Verlorene Wett" in Wirklichkeit. Als der berühmte englische Romanschriftsteller Conan Doyle sein Buch „Verlorene Welt" schrieb, ließ er sich nicht träumen, daß einst nur etwa 150 Kilometer von dem Schauplatz seines Romans entfernt eine wirkliche „Verlorene Welt" aufgespürt werden würde. Conan Doyle ließ feinen Abenteurerroman auf dem Berge Roraima in Venezuela spielen und bevölkerte ihn mit vorgeschichtlichen Ungeheuern. Jetzt sind zwei amerikanische Expeditionen unterwegs, um das 2400 Meter hoch gelegene Felsenland von Auyantepui, 150 Kilometer vom Berge Roraima entfernt, zu erforschen, ein wirkliche verlorene Welt, wo man noch unbekannte Tierarten zu finden hofft Die eine der beiden Expeditionen hat sich die Erforschung der geologischen und zoologischen Entwicklung des Landes zur Aufgabe gemacht, die andere verfolgt einen mehr abenteuerlichen Zweck: sie sucht nämlich einen sagenhaften Goldstuß. In dem bisher erforschten Gebiet hat man Flüsse, tiefe Schluchten unb geheimnisvolle kahle Steinformationen gefunden, die wie von Riesen aufgerichtete Quadersäulen aussehen. Die Forscher sind auch auf ein weites, wie ein großes V gestaltetes Gebiet gestoßen, das durch nackte, steil aufragende Wände gebildet wird. Ueber diese Wände sind die Erpeditionen noch nicht gedrungen. Aber jenseits dieser Schranken hofft man ben Goldfluß zu finden. Die Forscher gründen ihre Hoffnung auf die Erzählung eines Goldsuchers, der behauptet, ben Fluß im Jahre 1921 gesehen zu haben. Es mag sich als reine Fabel erweisen wie so oft bie Geschichten von sagenhaften Goldschätzen. Aber jedenfalls sind die wissenschaftlichen Ergebnisse ber Forschungs* expedition heute schon ein realer Wert. ß. 2 Leistungsschreiben in Kurzschnst1S3S Die DAF. führte am Sonntaavormittag in den Räumen der Oeffenllichen Handelslchranstalt am Wernerwall das zweite Reichsleistungsschreiben in Kurzschrift 1938 durch. Mehr als 700 Teilnehmer -und Teilnehmerinnen waren zu diesem friedlichen Wettkampf erschienen, der in den Leistunosstufen von 60 bis 240 Silben ausaetragen wurde. Die sehr große Beteiliung in den Anfanasstufen von 60 bis 80 Silben war als Beweis dafür anzusehen, daß auf dem Gebiete der Kurzschrift noch sehr viel zu tun ist. Diesem Mangel zu steuern, ist der Sinn und der Zweck dieser Reichsleistungsschreiben, durch die die Möglichkeit geboten wird, die Leistungs- fähigkeit unter Bewers au stellen und eine Anregung dafür zu geben, diese Fertigkeiten bis zur Vollkommenheit zu steigern. Dazu gehört vor allem Geduld und fleißige Hebung. Für die Durchführung dieses Wettkampfes hatten sich dem Leiter der Abteilung für Berufserziehung und Betriebsführung der DAF., Pg. Müller, Mitarbeiter der DAF., Mitglieder der Deutschen Stenographenschaft und Mitarbeiter des Arbefts- amtes als Helfer zur Verfügung gestellt. Jeder Teil- nehmer erhält eine Leistungsbescheinigung, die für ihn eine Anregung sein ^spll, seine Fähigkeiten zu verbessern. Die Kreissiegsv in den einzelnen Leistungsstufen werden erst nach Auswertung der Ergebnisse bekanntgegeben. Neben dem Leistungsschreiben wurde ein Schau- schreiben auf der Maschine unter Leitung des Kreisreferenten der DAF. für Kurzschrift und Maschinenschreiben, Fachlehrer Leip old, durchgeführt, bei dem je zwei Anfängerinnen, Fortgeschrittene und Meisterschreiberinnen ihre Fertigkeiten nach dem Zehnfingersystem vorwiesen. * ** Neue Gemeindesatzungen. Der Ober- bürgermerster veröffentlicht heute die neuen Satzungen der Stadt Gießen über die Erhebung eines zweiprozentiqen Zuschlages zur Grunderwerbsteuer und einer fünfzehnprozentigen Konzessionsabgabe der gemeindlichen Dersorgungsbetriebe. *♦ Chor- undOrchesterkonzertinder Hautklinik. Eine Feierstunde sellener Art erlebten am Sonntag die Patienten der Haut- und der benachbarten Kliniken. Im geräumigen Hörsaal der Klinik hatten sich Patienten, Personal und Schwestern der Kliniken versammell, um Cdorlie- dern und Orchestervorträgen einer Schulklasse aus dem Vorort Mein-Linden unter Leitung von Leh- rer Rau zu lauschen. Die voh großer Heimatliebe getragenen Vorträge wurden von den jugendlichen Sängern und Musikanten mit großem Eifer dargeboten. Der Dank aller, die dem Konzert beiwohnten, war den Kindern sicher. ** „V o n der deutsche S cho l l e zur H a u s f r a u". Gestern wurde in drei Vorstellungen des Lichtspiechauses Bahnhofstraße unter dem Titel „Von der deutschen Scholle zur Hausfrau" ein FUm gezeigt, dem ein bedeutendes volks- und ernährungs- wirtfchaftliches Interesse nachgesagt werden kann. Der Film führte in große Gebiete der schönsten deutschen Landschaften, in denen überall wertvolle Gemüse und Getreide wachsen, die einem Werk zugeführt werden, das diese Rohstoffe konzentriert und als jederzeit verwendungsfähige Dauerware auf den Markt bringt. Dabei lernte man Deutschlands schöne Gaue kennen, sah den bäuerlichen Menschen bei der Arbeit, Sonne und Sommerwolken über deutschen Hügeln und Talern, erlebte in vielen Bildern die hohe Zeit der Ernte mit und begleitete dann die Schätze, aus deutscher Erde gewachsen, in ein Werk, das in allen seinen technischen Einzelheiten und in vielen schönen Bildern gezeigt wurde. den Zuschauern her zu wenig schönen Szenen, während sich die Spieler fast durchweg ritterlich benäh- men. Es ist schade, daß durch undisziplinierte (Elemente der Sport immer wieder eine Beeinträchtigung erfährt. Lich I — Lollar II 5:0. Nach drei Auswärtsspielen trugen die Rasenspieler am Sonntag auf eigenem Gelände ihr letztes Vor- i rundenspiel gegen Lollars Reserve aus. Die Gäste, die nur mit 10 Spielern, dafür mit Verstärkung aus der ersten Mannschaft antraten, waren dem reiferen Spiel der Licher nicht gewachsen und nur der Unentschlossenheit des Grün-Weißen Sturmes haben sie es zu verdanken, daß das Resultat nicht höher aus» fiel. Fußball in der Bezirksgruppe Marburg. In der Gruppe Marburg gab es wieder einige Ueberraschungen. Auf eigenem Platze mußte die Mannschaft von Bottenhorn gegen den Neuling Wetter mit 0:1 eine Niederlage hinnehmen. Obwohl die Gastgeber fast stets das Spiel dirigierten und sich der Kamps in der zweiten Spielhälfte fast ausschließlich in Der Seite des Gegners abspielte, konnte Bottenhorn an dem (Ergebnis nichts ändern. Wetter kam im Anschluß an einem Eckball zum einzigen Tor und konnte so zwei wertvolle Punkte mit» nehmen. Die Mannen des VfB. Marburg, die keine Punkte mehr abgeben wollten, mußten sie diesmal beide den spielstarken Breidenbachern überlassen. Die Breidenbacher Elf setzt chr ganzes Können ein und kam zu einem verdienten Sieg von 2:4 Toren. In Wallau gab es einen knappen l:0-Sieg der Platzbesitzer über die Elf von Eckelshausen. Wallau scheint, dem Spiel nach zu schließen, wieder „im Kommen" zu sein. Hartenrod mutzte im Spiel gegen Sarnau wiederum zwei Punkte lasten. Wenn allerdings die Stürmer von Hartenrod etwas mehr Entschlußkraft aufgebracht hätten, konnte das Ergebnis auch anders lauten: 2:3 endete das Spiel für Sarnau. 1900*5 hI.'Elf führt ungeschlagen! Einen glücklichen und horterkämpften 2:1-Sieg erzwang die la-HJ.°Mannschaft der Spogg. 1900 m Heuchelheim. Erst die letzte Viertelstunde hatten Die Blau-Weißen vollständig Das Spiel in der Hand und gingen zum Generalangriff über. Hier war es Das Pech bei den Blau-Weißen und Fortuna bei Heu- chelheim, so daß Das Spiel nicht höber ausging^ Die erste Viertelstunde gehörte Heuchelheim. Sie überrannten die Gäste aus Gießen. Doch Dann hatten sich die Blau-Weißen gefunden. In Der zweiten Halbzeit waren die Blau-Weißen bester. Sie kämpften mit allem Eifer um den Sieg, der, wenn auch knapp, so doch errungen wurde. Im Laaer der Blau-Weißen hatte man sich schon auf das schwere Spiel der Ib-Jugend in Großen- Linden gefaßt gemacht und alles mobilisiert. Man kann sich denken, daß man nicht sehr erbaut war, als am Sonntagmorgen noch eine Absage von Großen-Linden kam. Die 2a-Jugend Der Spvgg. 1900 festigte ihren 2. Platz in der Gruppe 3 durch einen überlegenen 5:0 Sieg über die 1. Jugend von Londorf. Gleich diesem Ergebnis überrannte auch Die 2b-JugenD Der Blau-Weißen die Fußballmannschaft der Gef. 1/116. 6tein-€lnten 1. Jugend — Großen-Vuseck 1. Jugend 9:3 (1:2). In der ersten Halbzeit spielten Die Gäste aus Großen-Buseck überlegen. Nachdem in Der Mitte Der zweiten Halbzeit Der sehr gute Torwart der Großen-Busecker Mannschaft verletzt ausfcheiden mußte, übernahm Klein-Linden Die Führung und berannte unaufhörlich das Gästetor. Es fiel Tor auf Tor. Handball-Ergebnisse im kreis 8 (Lahn-Dill) wurde feinen war, über die ms spräche 1)erbet- sein. Vorsprung Punktwertung der Kreis-Gerätemeisterschafien Ausnutzung eines Fehlzuges. Harte Kämpfe in den Kreisklaffen hatte den Luft Im Heuchelheimer Strafraum. Es einen Ein unbedachter Köuigszug. 8 8 7 7 6 6 5 6 8 8 2 2 1 b letzt Kg8—f7 gejpü Fehler erwies. War In Der Partie Koch — Reinhardt aus dem Turnier um die Meisterschaft von Deutschland kam es zur 6:2. 1:0. 2:4. 5:2. 5:2; 9:3* 18:0 (11:0); 8:7 (5:2); 8:8 (1:5); 18:5 (10:2). Gchach-6cke Bearbeitet von K. Selling. Jahreshauptversammlung des RaSfahrer-Vereins 1900 Wieseck. gemäß geführt wird. Dem Gesamtvorstand hierauf Entlastung erteilt. Jugend. Spvgg. 1900 Df. — Miv. Gießen II. DfB.-R. Gießen — Tv. Heuchelheim Dv. Hausen — Tv. Grüningen Tv. Dutenhofen — Tv. Krofdorf To. Hochelheim — To. Lützellinden Dv. Nauborn — Tuspo. Niedergirmes Der Dereinsführer hatte seine Mitglieder be- sondsrer Umstände wegen zu einer außerordentlichen Generalversammlung eingelaDen. Erfreulicherweise hatten sich die Dereinskameraden zahlreich eingefunden, so daß es auch möglich war, über die ~ ' gründliche Aussprache herbei- Verftändnistes der anwesenden f 0 h trat den Deckel seiner er meinte: „Sollte o b b e f g b a b I. Kreisklaste. Heuchelheim — Rodheim Lich — Lollar II Garbenteich — SA.-Kampfgemeinschast Steinbock — Hungen Großen-Linden — Muschenheim II. kreisklasse. Queckborn — Ettingshausen Göbelnrod — Grünberg (Ges.-Spiel) DfB.-R. IU — Londorf Oie Narrenkappe. Die Uhr. Den Amtsgerichtsrat A. farmte jedermann in dem kleinen norddeutschen Städtchen wegen verschiedener Eigenschaften, zu Denen Das Sammeln von Antiquitäten und ein tiefes Mißtrauen gegen jedes überflüssige Wort gehörten. Einmal wechselte er seine Wohnung, wobei er Die kostbaren Stücke seiner Sammlung eigenhändig transportierte. Auf Der Straße begegnete er einem Bekannten, dem Justizrat B., der sogleich die sonderbare Wölbung unter dem Havelock des Amtsgerichtsrates bemerkte und Um erstaunt ansprach: ,4>arf man fragen, was für ein Geheimnis Sie da unter Ihrem Mantel verbergen, Herr Kollege?" Dieser lüftete statt jeder Antwort nur seinen Mantel, unter Dem eine Bronzeühr unter Glassturz Krofdorf — Staufenberg Nicht erwartet kommt die Niederlage, Die Hungen zum Vorschein kam. Nachtenllich ließ Der Justiz, Taschenuhr auffprinaen, indem diese nickst Doch praktischer sein? Schauspieler und Schütze. Der Schauspieler Fritz Beckmann, in Den 50er unD 60er Jahren Des vorigen Jahrhunderts verehrt und hochgefeiert, war ein ebenso leidenschaftlicher wie schlechter Schütze. „Wohlmeinende" Freunde behaupteten, daß es lediglich Tierliebe und Hemensmilde sei, die ihn stets vorbeischießen lasse. Als tm fröhlichen Kreise einst über diese Jagdleidenschaft des berühmten Schauspielers gescherzt wurde, trug der Schriftsteller Friedrich Kaiser ein Epigramm vor. Das er als Grabinschrift empfahl: „Wanderer, zieh Deine Mütze. Hier ruht ein Schauspieler und Schütze In Diesem finstern, kalten Loch. Die Witze, Die er sagte. Die Hasen, Die er jagte — ! Sie leben alle rwchl^ Die BilDstellung kam vor im Turnier zu Harzburg zwischen Samisch (Weiß) unD Herniae (Schwarz). Weiß war am Zuoe. Schwarz hatte zu- leit, was sich als ein schwerer iärum? Das Programm der Bezirk^lasie war diesmal recht mager. Einmal hat die Staffel V die Vorrunde beendet, und zum anderen werden die zu Beginn der Reihenspiele ausgefallenen Treffen erst an Den nächsten Sonntagen nachgeholt. Diesmal standen sich lediglich gegenüber: 2RSK „Barbara" — lufpie. Ockershaufen 14:4 (3:2). Das Ergebnis entspricht nicht ganz dem Spielverlauf. Zwar waren Die Soldaten ihrem Gegner jederzeit Har überlegen. Diese Ueberleaenheit machte sich aber erjt bemekkbar, als die Gäste ihr Pulver verschossen yatten und mehr und mehr abfielen. Es kam noch hinzu, daß die Hintermannschaft und vor allen Dingen der ausgezeichnete Tormann der Platzbesitzer dem Gegner keine Möglichkeit gab, ein günstigeres Ergebnis zu erzielen. Dadurch entmutigt, ließen die Gäste mehr und mchr nach und gaben den Soldaten Die Möglichkeit, einen haushohen ©ieg sicherzustellen. Auch die erste Kreisklasse hat nunmehr die Vorrunde teentet Holzheim hat, nachdem es erwartungsgemäß auch fein letztes Spiel gemimten konnte, klar die Führung und sollte sie nach menschlichem Ermesten auch nicht mehr abgeben. An zweiter Stelle folgt der Tv. Grüningen, während die übrigen Mannschaften weit zurück folgen. Tv. Duleuhofen — Tv. Holzheim 4:11 (1:3). Wenn auch Dutenhofen diesmal wieder reichlichen Ersatz aufftellen mußte, so war die Mannschaft trogdem in Ordnung und konnte das Spiel vor allen Dingen in der ersten Halbzeit vollkommen ausgeglichen gestalten. Nach der Pause allerdings kam Holzheim erst richtig in Fahrt und zeigte^ in einem schnellen und wuchtigen Spiel seine tatsächliche Stärke. II. kreisklaste. kann die Stellung fedoch verstärken. 4. Lc2—e4! Ta8—b8. (Auch Ta8—a7 würde nichts ändern.) 5. Le4—c6! Te8—D8. 6. Dh7—H8ft, Kf8—e7. 7. DH8Xe8 matt Lösung der Schachaufgabe „Seltene Opferroenbtmgen“. Weiß: Kgl, Dc2, Tal, Tdl, Lb2, LH7, Sf3, Sg5, Ba3, b4, e3, f2, g2, H2 (14). Schwarz: KH8, Db7, Ta8, Tf8, Lc8, Le7, Sd5, Sd7, Ba6, b5, e6, f7, g7, H6 (14). Weiß gewinnt. — 1. ßb2Xg7+l (Der Schutzstein auf g7 wird beseitigt.) 1. ..., KH8Xg7. 2. Sg5Xs7! (Durch das zweite Figurenopfer, welches Schwarz gar nicht an nehmen Darf, wirD Das Feld g6 Der weißen Dame zugänglich gemacht) 2. .. SD7—e5! (Die einzige Rettung gegen unmittelbares Matt! Nach 2. ..., Tf8—H8. 3. 2)c2—g6+, Kg7—f8. 4. Sf7XH8 wäre Das Matt auf f7 oDer g8 nicht aufzuhalten.) 3. Sf3Xe5, Tf8—H8. 4. Dc2—g6+, Kg7 —f8. 5. Sf7XH8, Le7—g5, SH8—f7, unD Weiß gewinnt durch fein Uebergewicht Obwohl der seitherige Vereinsführer Poften niederlegen wollte, so konnte ihn doch die Versammlung durch ihr volles Vertrauen, das sie chm entgegenbrachte, umstimmen. Vereinsführer Schäfer erklärte sich schließlich auch bereit. Dem Verein auch künftig wieder vorzustchen und bestimmte hierauf seine Mitarbeiter: 2. Dereinsführer und Pressewart Fritz Kling, 1. Schriftführer Otto Lotz, 2. Schriftführer Otto Wacker, zugleich Sietmart, Kassenwart Ludwig Jung, Oberfahrwart Otto Schnabel, Wander- und Saalfahrwart Erwin Schnabel, Jugendfahrwart Alfred Vogel, Zeugwart Ludwig Michel, Beisitzer Ernst Haas und Karl Schwarz, Aeltestenrat: Gustav Schneider, Heinrich Kreiling und Heinrich Lintenstruth. Der Vereins- führer dankte hierauf allen Mitarbeitern und sprach Die Bitte aus, es möge jeder auf seinem Posten Tagesordnung eine zuführen. Dank des -----,------- Mitglieder konnte schließlich erreicht werden^ daß Beschlüsse Durchgeführt wurden, welche sich für Die Zukunft zum Segen des Vereins auswirken werden» Aus dem Geschäftsbericht des Vereinsführers ging hervor, daß der Verein mit feinen sportlichen Leistungen zufrieden sein kann. Der Kastenabschluß konnte noch nicht fertiggestellt werden und wurde bis zur nächsten Versammlung zurückgestellt. Der auszugsweise gegebene Bericht des Kassenwartes Jung ließ jedoch erkennen, daß Die Kasse ordnungs- in Steinbach einstecken mußte. Muschenheim trat ohne Soldaten an und hatte sechs Ersatzspieler mitgebracht, Die zum Teil ausfielen. Großen-Linden veranstaltete ein Schützenfest. Oueckborn überraschte nach Der angenehmen Seite, Denn allgemein hatte man mit einem Sieg der Gäste gerechnet. Außerdem brachten Die Gäste nur zehn Mann mit und mußten eine deutliche Niederlage lnnnehmen. Trotzdem das Spiel in Göbelnrod nicht gewertet wird, wurde mehr wie hart gekämpft Die Dritte Des DsB.-Reichsbahn kam gegen den Tabellenführer Londorf nicht auf und mußte diesem Den Sieg überlassen. In Krofdorf erschien ter Schiedsrichter nicht. Das Spiel kann nicht gewertet werden. Heuchelheim I — Rodheim I 3:1 (1:1). Im Gegensatz zu Dem vorbildlichen Kamps beider Mannschaften am Buß- und Vettag zeigte dieses Spiel Den Charakter eines Punktesjneles. Rodheim, nur mit 10 Mann, wartete mit einer großartigen Energieleistuna auf. Das Spiel begann in forschem Tempo, wobei zunächst die Rodheimer durch ihren großen Eifer leicht überlegen im Angriff lagen. Die Blauen brauchten lange, bis ihr gewohntes Flachpaßsoiel lief. Immer mieter ließen sie sich das hohe Spiel des Gegners aufDränaen. Bei einem Vorstoß Der Gäste fiel durch ein Versagen Der Heuchelheimer Abwehr Der Führungstreffer für Rodheim. Nun stürmten die Blauen mit Elan auf Das Rodheimer Tor, und schon wenige Minuten später fiel durch schönen Schuß von Christ Der Ausgleich. In Der zweiten Spielhälfte, in her sich Das Tempo Der ersten Halbzeit und das Fehlen des elften Scheiers bei den Blauweißen unangenehm bemerkbar machte, stellten sie sich auf Torsicherung ein und verteidigten oft mit allen Mannen im Strafraum. Das Spiel her Heuchelheimer lief letzt flüssiger. Aber hie schönsten Kombinationen dLieben meist beim Halbrechten hängen, der stets zu lange mit ter Ball- abgabe wartete. Eine Serie von Schüßen aus allen Lagen und Richtungen meisterte Der quecksilbrige Rooheimer Torhüter. Die stabile Abwehrmauer her Gäste verhütete vorerst noch Torerfolge. Zwischendurch tonnte sich Rodheim freimachen und schuf dicke Anschein, als ob hie Einheimischen nach überlegenem Spiel verlieren sollten. Eine Viertelstunde war noch zu spielen. Da raffte sich her blaue Jnnensturm noch einmal auf. Unwiderstehlich rollten hie Angriffe auf das Gästetor, und der auf Mittelftürmer gegangene Hofmann konnte den guten Torhüter Der Gäste zum erstenmal schlagen. Wenig später nahm Garch eine Flanke von Christ direkt auf unD knallle wuchtig unter hie Querlatte. Unverständlicherweise vfiff der Schiedsrichter nicht Tor, mußte es Sekun- Den später doch tun, weil derselbe Spieler Das Leder nochmals einschoß. Garbenleich — SA.-Kampffpielgemelnschafl. Die Mannschaft Der SA. hatte Jeiber wieder nicht ihre komplette Mannschaft zur Stelle, aber auf jeden Fall konnte sie doch wieder auf einigen Posten besser besetzt werden als bei Den letzten Spielen. Die SA. spielte zunächst mit der Sonne im Rücken und leitet gefährliche Angriffe ein. Aber auch die Garbenteicher hatten die Auhenposten stark besetzt und versuchten durch gefährliche Flügelangriffe dem Spiel eine Wendung zu geben. Die Hintermannschaft Der SA. war aber auf Dem Posten. Der Sturm der SA. wurde durch die Läuferreche mit guten Vorlagen bedient und so konnten Erfolge nicht ausbleiben. Schon nach kurzer Zeit stand es durch Den Mittelstürmer Rott enh aus en 2:0 für die SA. Kurze Zeit später konnte Beppler durch einen gefährlichen Rollball dos Ergebnis auf 3:0 stellen. Nun mußte auch die Hintermannschaft wieder stärker eingreifen, da der Gastgeber mit aller Gewalt versuchte, dem Spiel eine Wendung zu geben. Lotz im Tor machte aber alle Angriffe Des Gegners zunichte. Nach der Pause hatten die Platzbesitzer die günstigere Platzseite und setzten nun alles auf eine Karte. Die Hintermannschaft her SA., die beiden Verteidiger Weller und Pfeiffer, waren aber der Situation gewachsen. Wieder tragen die (Barben- teicher einen Angriff vor, die Verteidigung zögert ZU lange und schon heißt es 3:1. Jetzt ging auch Das Publikum aus sich heraus uno feuerte die Mannschaft an. Tatsächlich gelang es dem Gastgeber durch einen hohen Weitball ein weiteres Tor aufzuholen. 3:2. Die Läuferreihe her SA. warf nun den Sturm nach vorn, und Beppler konnte durch einen Alleingang das Ergebnis auf 4:2 verbessern. Die Mannschaft' deherschte nun wieder klar das ’ Feld. Ein Strafstoß von Hellmann ging zu Kraft, i Der sauber nach innen flankte, so daß Vogt unge- 1 hindert den Ball direkt aus der Luft nehmen und i auf 5:2 erhöhen konnte. Nun war der Mannschaft ! der Sieg nicht mehr zu nehmen. Leider verhielt sich ein Teil her Zuschauer von = Garbenteich bei weitem nicht so, wie man es im ’ Interesse des Sportes erwarten sollte. Es kam von abgebildeten Stellung. Schwarz hatte zuletzt Sh5—g7 gezogen, was sich als Fehler erwies, Der "— Bauern kostete. Warum? 3:1. 5:0. 2:5. 3:1. 13:0. Lösung der Schachaufgabe ^lnsüyere Löuigsstelluug". Weiß: Kgl, Dc2, Tdl, Tfl, Lbl, LH4, Sc3, Sf3, Ba3, b2, e3, f2, g2, H2 (14). Schwarz: Kg8, Dc5, Ta8, Te8, ßc8, Le7, Se5, Sf6, Ba6, b5, e6, f7, g7, H6 (14). Weiß gewinnt — 1. Sf3Xe5, Dc5Xe5. 2. Lg5Xf6, Le7Xf6. 3. Dc2—H7ft, Kg8—f8. (Soweit hat wahrscheinlich auch Schwarz gerechnet Schein-1 bar ist her weiße Angriff zum Stillstand gekommen, da her schwarze König nach e7 entfliehen kann. Weiß' SA. 116 Gießen — VfB.-R. Gießen 6:10 (2:2); Turnverein Lich — Turnverein Londorf 5:6 (1:5); SÄ. 88 Nieterscheld — Tv. Katzenfurt II. 1:6 (0:3). Bis zur Pause sah es keineswegs nach einem Siege Des DfB.-R. aus. Beide Mannschaften waren sich o-ielmehr gleichwertig. Nachdem aber die Schwächen in her gegnerischen Hintermannschaft immer deutlicher wurden und hie Gäste die Chancen ausnutzten, stand hem endgültigen Siege nichts mehr im Wege. — Man hätte angenommen, daß der Tv. Lich zumindesten auf eigenem Platz siegen würde. Daß das wieder einmal anders kam liegt nicht zuletzt daran, daß die Gäste alles auf eine Karte setzten und sich von Antang an einen klaren Vorsprung sicherten. Als Lich dann mehr und mehr aufkam, war es bereits zu spät. Der r ~ war nicht mchr aufzicholen. Barren Pferd (quer) Freiübung [ Ringe Pferd (lang) Reck Gesamtpunkte 1. Schöffmann, Wieseck 38,5 36,5 20 19 34,5 37,5 186 2. Sech, Großen-Linden 38 35,5 19 19 33 39 183,5 3. Bettln, Wieseck 30 36,5 19 19 33 36 173,5 4. Äreuier, Sinn 32,5 35,5 18,5 17 32,5 35,5 171,5 5. Swoboda, Sinn 36 33,5 16,5 16,5 34,5 34 171 6. Reucker, Sinn 29,5 31 15 15 31,5 31,5 153,5 7. Steioff, Ewersbach 30,5 27 16 12,5 33,5 29,5 149 8. Reuter, Sinn 30,5 31,5 17 13,5 27,5 26 146 9. Vogt, Gießen 29 27,5 17 16 33 23,5 146 10. Weiß, Großen-Linden 29 32,5 16,5 10 28 29 145 11. Jäger, Wieseck 29 25,5 14 16 35,5 23,5 143,5 12. Velten, Großen-Linden 31 25 14,5 14 29 28 141,5 13. Sengstage, Wieseck 23 21,5 15 13 29,5 30 132 8 6 6 4 B 2 1 h 8 6 6 4 8 2 1 b e b ö t f g b o b i L ö MM »