Montag, 29.August 1938 188. Zahrgang M. 201 Erstes Statt ge- Telegramm an den Führer. Der Stellvertteler des Führers spricht Stolzer denn je als Deutsche Ich der War es so ein arbeitsames und im Innern glückliches Jahr, so war es zugleich ein Jahr der Stärkung der Freundschaften, die das wieder erstarkte Reich mit anderen großen Nationen geschlossen hat. Die Tage der Gastfreundschaft und Kameradschaft, die wir Deutsche bei der Führerreise nach Italien erlebten, sind so symbolisch für die große Gemeinschaft zwischen Großdeutschland und dem Imperium am Mittelmeer, und der Empfang, den Deutschland dem Reichsverweser Ungarns und zugleich dem wagemutigen, so verdienten Admiral bot, er war der Ausdruck herzlicher und erprobter Freundschaft! Un- dunkler Aufgaben und Ziele verdächtigt werdet, oder wenn man glaubt, euch den Nationalsozialismus nehmen zu können, indem man willkürlich eure äußere Gemeinschaftsform verbietet. Euere Ortsgruppen kann man schließen, eure Abzeichen kann man euch verbieten, aber nicht euren nationalsozialistischen Geist und euer deutsches Herz. (Minutenlanger Beifallssturm.) Das Herz in euch und der Geist unter euch kann keine Gefahr für euren Gaststaat sein, gleichgültig, ob ihr in Ortsgruppen zusammengeschlossen seid oder nicht. Wir glauben wenigstens nicht, daß es Staaten gibt, die auf so schwachen Füßen stehen, daß sie durch euer sichtbares Bekenntnis zur Heimat und ihrer Weltanschauung erschüttert werden könnten. wir und unsere Ausländsdeutschen drängen uns nicht in die Verhältnisse anderer Länder. Mögen sie nach ihrer Fasson selig werden! Dir müssen freilich aber auch erwarten, daß sich andere Länder nicht in unsere Angelegenheiten zu mischen suchen und daß sie uns nach unserer Fasson selig werden lassen. Mögen sie die ..Freiheit des Individuums" zum Ideal erheben, so wie sie es verstehen. Mögen sie dem Individuum die Freiheit geben, immer mehr in Arbeitslosigkeit, hunger und Verzweiflung zu verfallen, mögen sie ihm die Freiheit geben, den Bolschewismus gegen die eigene Ordnung zu organisieren» um damit Gauleiter Bohle über die Rechte der Ausländsdeutschen das folgenden Wortlaut hat: „Mein Führer! melde Ihnen den Beginn der 6. Reichstagung Ausländsdeutschen 1938 in Stuttgart, an der dank Ihrer historischen Tat erstmalig zugleich Auslands- Oesterreicher als Reichsbürger teilnehmen können. Die Fahne der ehemaligen reichsdeutschen Landes- gruppe in Oesterreich habe ich als Träditionsfahne der Auslandsorganisation der NSDAP, übernommen. Im Liebe und Treue grüßen Sie, mein Führer, Tausende von deutschen Männern und Frauen und grüßt Sie die deutsche Jugend im Ausland mit ihrem Dank dafür, daß Sie die g r o ß d e u t s ch e B o l k s g e m e i n - schäft im Ausland Wirklichkeit werden ließen." Hierauf übernahm er die Fahne der ehemaligen Landesgruppe Oesterreich als Traditionsfahne in die Auslandsorganisation, die nunmehr Symbol der Treue zum Führer für alle Ausländsdeutschen worden ist. Endlich verlas er ein I sation. Er betont hierauf, daß diese gewaltige Groß- kundgebung im Zeichen der Wiedervereinigung der deutschen Ostmark mit dem Reich stehe, und hieß die Brüder und Schwestern aus der Ostmark als Reichsdeutsche herzlich willkommen. Unsere größte Freude, so fährt er fort gilt dem Stellvertreter des Führers, unserem Rudolf Heß. Der Stellvertreter des Führers wird von ihm mit dreifachem Siegheil begrüßt, in das die Menge begeistert einstimmt. Gewiß, wohl wuchs damit der haß noch in weiten Teilen der Welt, aber zugleich mit diesem haß erstand doch auch wieder die Achtung, die sie uns allmählich zollen mußten, wenn sie es manchmal auch noch so widerwillig taten. Die Achtung wuchs wieder, und heute könnt ihr euch, meine Volksgenossen, stolzer denn je als Deutsche bekennen." (Brau- sender Beifall.) Rudolf Heß unterstreicht mit eindringlichen Worten den Zusammenschluß, zu dem sich die Deutschen draußen zu gleicher Gemeinschaft zusammengesunden haben wie im Innern. Mit klaren Worten kennzeichnet er die Aufgabe der Auslandsorganisation der NSDAP, und tritt damit Verdächtigungen entgegen, die gegen die nationalsozialistischen Deutschen im Ausland immer wieder aus durchsichtigen Gründen erhoben wurden: „In der Auslandsorganisation der NSDAP, habt ihr' euch zusammengeschlossen, euer Deutschtum zu pflegen, gute Nationalsozialisten zu sein. Euer Deutschtum und euer Nationalsozia- lismus, das ist euere eibenste Ange- l e g e n h e i t. Ihr betreibt keine „Penetration pacifique", ihr denkt gar nicht daran, die Gastvölker mit dem Nationalsozialismus friedlich zu durchdringen. Nein, euer Deutschtum und euer Nationalsozialismus ist eure persönliche Angelegen- heit und bleibt auch eure eigenste Angelegenheit. Daran ändert auch nichts, wenn ihr da Md dsrt Selbstbewußtsein und welche Leidenschaft der Selbsterhaltung dem deutschen Volk innewohne, wenn die richtige Hand es leitet. „So, meine Parteigenossen", fährt Rudolf Heß unter brausendem Beifall fort, „wie wir in Dankbarkeit und Liebe des Führers gedenken, so gedenkt er euer, und er läßt euch durch mich seine Grüße sagen! Ihr, die ihr wieder hinausgeht auf eure Arbeitsplätze in fremden Län- dern und inmitten fremden Volkstums, und ihr deutschen Seefahrer, die ihr zurückkehrt auf eure Schiffe, tragt diese Grüße mit hinaus an eure Volksgenossen und eure Parteigenossen, tragt sie mit hinaus, denn sie sind die Grüße eures Volkes, sie sind die Grüße Großdeutschlands! Um 16.45 Uhr kommt Bewegung in die Massen. Unter dem stürmischen Jubel der Tausende erscheint, von Gauleiter Murr, Gauleiter Bohle und Oberbürgermeister Dr. Strölin begleitet, der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß. Alsdann marschiert die von der 3. Kompanie des Infanterie-Regiments 119 gestellte Ehrenkompanie im Paradeschritt in die Kampfbahn ein. Dann folgt der Einmarsch der ---Verfügungstruppe Ellwangen, die Standarten und Fahnen der Gliederungen schließen sich an. Gauleiter Bohle eröffnet die erste Großkundgebung der AO. mit dem Gedenken an die Toten der Auslandsvrguni- Nach Begrüßungs- und Dankesworten an die Minister und die anderen Ehrengäste wandte sich Gauleiter Bohle an die Ausländsdeutschen, wobei er u. a. ausführte: Die erstmalige Teilnahme der Reichsbürger gewordenen A u s l a n d s ö ft e r- xeicher stempelt unser diesjähriges Treffen zur ReichstagungdergroßdeutfchenVolks- gemeinfchaft im Auslandsdeutschtum. Mehr als fünf Jahre arbeitet die Auslands-Organi- fation der NSDAP, mit ihren Männern und Frauen daran, im Auslandsdeutschtum dieselbe Volksgemeinschaft zu schaffen, die unter den Deutschen im Reich besteht. Wir dürfen heute mit Stolz und Freude feststellen, daß diese Volksgemeinschaft auch im Auslandsdeutschtum dank der Arbeit der Partei gesiegt hat. Die Ausländsdeutschen sind nicht wie einst Vergessene ihres Volkes, sondern vollberechtigte und vollverpslichtete Glieder unserer großen Nation geworden. Heute kann nicht nur der sogenannte kleine Mann im Ausland ein nationaler Deutscher sein, sondern ich habe festgestellt, daß dieser sogenannte kleine Mann im Kampf um sein Deutschtum meist an vorderster Stelle steht und jedenfalls sehr oft unter denjenigen 3u finden war, die schon Jahre vor der Machtergreifung trotz Spott, Hohn. und Verfolgung zu den ersten Nationalsozialisten im Auslande zählten. Zu der Volksgemeinschaft gehören alle Ausländsdeutschen. die deutsch empfinden und in ihrem ganzen handeln den Grundsatz: Gemeinnutz geht vor Eigennutz! vertreten. Wenn wir von einem deutschen Empfinden sprechen, so weih heute die ganze Welt, daß heute niemand Anspruch darauf hat, als Deutscher zu gelten, wer nicht als Nationalsozialist ein bedingungsloser Gefolgsmann Adolf Hitlers sein will. Natio - n a l f o z i a l i st ist aber für uns nicht nur der- jenige, der als Parteigenosse der Bewegung angehört, sondern jeder, der sich seines Deutschtums zutief st bewußt bleibt vnd erkannt hat, daß Deutsch fein gleichbedeutend ist mit der Treue zum Führer. Annahme von Anzeigen für die Miltagsnummer bis 8l/ell^r des Dormittag» Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text. anzeigen von 70 mm Breite b0Rpf.,Platzvorschrist nach vorh.Dereinbg.25°/«» mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen*, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf.,Familienanzei- aen, Bäder-,Unterrichts- tu behördliche Anzeigen 6Rp^ Mengenabschlüsse Staffel B Die feierliche Eröffnung. Stuttgart, 28. Aug. (DNB.) In Stuttgart, der Stadt der Ausländsdeutschen, ist am Sonntag die 6. Reichstagung der Ausländsdeutschen mit einer erhebenden Kundgebung in der Stadthalle durch Gauleiter Bohle feierlich eröffnet worden. Gewaltiger Jubel erscholl, als der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, und der Reichsminister des Innern, Dr. Frick, in Begleitung von Gauleiter Bohle, Gauleiter Reichsstatthalter Murr und Ministerpräsident Mergen- t h a l e r die Halle betraten. Als ausländischer Ehrengast nahm Graf Ruggeri-Laderchi, der Landesgruppenleiter der faschistischen Partei in Deutschland, an der Kundgebung teil. - Ein Lied der Jugend begleitete den eindrucksvollen Fahneneinmarsch. Die Rienzi-Ouvertüre und glaubensstarke Worte eines Sprechers der Hitler- Jugend vom Kampf um die Einigkeit unseres Volkes leiteten zu der kurzen Ansprache des Gauleiters, Reichsstatthalters Murr, über. Hierauf begrüßte Oberbürgermeister Dr. Strölin die auslandsdeutschen Volksgenossen und die Ehrengäste auf das herzlichste. Die jetzige Tagung der Ausländsdeutschen stehe im Zeichen des Großdeutschen Reiches. Die 6. Reichstagung solle ein Zeugnis dafür werden, daß Stuttgart und die Ausländsdeutschen nur das eine hohe Ziel hätten, alle Kraft einzusetzen für Großdeutschland und den Führer. Dann sprach, von stürmischem Beifall begrüßt, Reichsinnenminister Dr. Frick: „Deutsche Volksgenossen! Ihnen allen, den Ausländsdeutschen, die aus aller Welt zu kürzerem oder längerem Aufenthalt in die alte Heimat zurückgekehrt find, entbiete ich namens der Reichsregierung herzliche Willkommens- g r ü 6 e mit dem Wunsche, daß sie für ihre schwere Pionierarbeit im Ausland neue Kraft und frischen Mut aus dem Mutterlande mitnehmen mögen. Es ist seit einigen Jahren eine schone Tradition, daß sich die Vertreter der Auslands-Organisation der NSDAP, alljährlich vor dem Reichspa ‘eitag zu einer großen Tagung vereinigen. Am heutigen Tage begeht die Auslands-Organisation zum zweiten Male ihre Jahrestagung in Stuttgart. Die Auslands-Organisation der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei hat sich drei Ausgaben gestellt: Das Bewußtsein der Zusammengehörigkeit aller Deutschen und ihr Stolz, Deutsche zu sein, zu stärken, ferner in allen Ausländsdeutschen den Geist der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft lebendig zu halten, und endlich der Große des Reiches dadurch zu dienen, daß das Rudolf Heß gedenkt dann der Entwicklung, die für das Auslandsdeutschtum kam im Kriege und im Zwischenreich. „Was es in den Jahren des Zwischenreiches bedeutet", so ruft er aus, „unter der Verachtung der Welt draußen als Deutscher zu leben, für Deutschland zu wirken und trotz allem zu Deutschland zu stehen, das kann nur der ermessen, der selbst draußen war. Diele von euch, meine Ausländsdeutschen, wissen es! Und heute dankt euch die Heimat, daß ihr durchgehalten! Diele von euch sind gerade in der schwersten Zeit Keimzelle des Deutschtums gewesen, haben neue Grundlagen geschaffen für Deutschlands Außenhandel, so schwer es auch war, fast ohne finanzielle Mittel. Hart war die Arbeit für den deutschen Arbeitgeber, für den Arbeitnehmer draußen. Andere wiederum bemühten sich, der deutschen Gemeinschaft draußen zu neuem Ansehen zu verhelfen. Aber wie schwer war es doch, wie unendlich schwer! Und wie wurden viele von euch im Grunde Schicksalsgemeinschast aller Deutschen Oie hohe Mission der Reichsdeutschen im Ausland. Erste Großkundgebung. Stuttgart 28. Aua. (DNB.) Ein einzigartiges Bild politischer Geschlossenheit, gläubigen Bekenntnisses und begeisterter Hingabe an das neue Deutschland und seinen Führer bot die erste Großkundgebung der 6. Reichstagung der Ausländsdeutschen, die am Sonntagnachmittag mit 70 000 Teilnehmern in der Stuttgarter Adolf-Hitler-Kampfbahn stattfand. Man bemerkt die führenden Männer von Partei, Staat und Wehrmacht, die auch schon zu der Eröffnungskundgebung am Sonntagvormittag erschienen waren. Mit besonderer Herzlichkeit wird Reichsminister Freiherr v o n* Neurath, der Präsident des Geheimen Kabinettsrates, in ihrer Mitte begrüßt. Auf die Haltung eines Teiles der Auslandpreffe zu sprechen kommend, fuhr Bohle fort: Das neue Deutschland hat es nicht nötig, tüchtige Kräfte im Ausland zu lassen, denen kein Dank für ihre Arbeit gegeben wird, sondern He obendrein noch ständigen Beleidigungen ausgesetzt sind. Wir erwarten für unsere Auslanddeutschen genau dieselben'Rechte, die wir den Ausländern im Reich gewähren und auf die jeder souveräne Staat einen Anspruch hat. Die Ausland-Or- ganifation ist nichts anderes als eine G e - meinfchaft von reichsdeutschen Bürgern im Ausland, die sich als Nationalsozialisten zum heutigen Deutschen SFre i ch bekennen und ihr Leben nach den gleichen Grundsätzen gestalten wollen, die dem deutschen Menschen von heute selbstverständlich sind. Wer nicht ausgesprochen böswillig ist, wird keinen grundsätzlichen Unterschied zwischen dieser Reichs- tagung der Auslanddeutschen und dem kürzlich stattgefundenen Achten Kongreß der Auslandfranzostn in Paris feststellen können, soweit es sich darum handelt, die Sorgen und Nöte der im Ausland lebenden Staatsbürger kennenzulernen und über Maßnahmen zu ihrer Beseitigung zu beraten. Je eher eingesehen wird, daß Deutschland durch Adolf Hitler eine Weltmacht geworden ist, desto leichter wird die Verständigung unter den Völkern ermöglicht werden können. Unser weitgehendes Verständnis für die Bestrebungen des Verbandes der Auslandfranzosen, des Schweizer Auslandsekretariats, des Weltbundes der Auslandpolen, des Vereins für das Ausland- schwedentum und ähnlicher Organisationen setzt das gleiche Verständnis für die Arbeit der Auslandorganisation der NSDAP, voraus. Ich freue mich, festzuftellen, daß ein solches Verständnis in fast allen Ländern vorhanden ist. Aber wir müssen er= warten, daß in einigen Ländern, in denen es noch daran fehlt, die Einsicht kommen wird, daß der Ausland deutsche heute ein N a 11 o n a I» sozialist ist und bleiben mi r b. Wir wissen, daß über unserem ganzen Sein, ob mir in Deutschland leben ober im fernsten Winkel der Erbe, ein Wort steht, bas Wort Hitler! Don brausendem Jubel begrüßt tritt alsbann der Stellvertreter des Führers, Reichsminifter Rudolf H : ß , an bas Mikrophon. Rubolf Heß begann seine Rede mit Worten der Erinnerung an bie Größe ber Ereignisse unb ber Entwicklung, die sich im Laufe des seit ber letzten Stuttgarter Kunbgebung bes Auslanbsbeutschtums vergangenen Jahres im Reiche vollzogen haben. Es fei ein Jahr schwerer Entscheidungen des Führers und vertrauensvoller Erwartung des deutschen Volkes gewesen. Die Rückkehr der Ostmark habe die glücklichste und schönste Erfüllung eines alten deutschen Traumes gebracht. In unermüdlicher Arbeit habe das deutsche Volk das Jahr genutzt, feine wirtschaftliche Kraft zu stärken und seine Sicherheit vor feindlichem Angriff so weit zu erhöhen, daß es in Ruhe jeder Entwicklung entgegensetze, die Böswillige gegen Deutschland Hervorrufen könnten. Auslandsdeutschtum Träger ber Verständigung mit den anderen Völkern werbe unb bamit als wichtiger Friebensfaktor bient. Der Sieg des Nationalsozialismus im Reich und feine großen inner- und außenpolitischen Erfolge haben im Ausland Bewunderung und Anerkennung, aber auch Neid und haß ausgelöst. Vielfach stehen die Deutschen im Ausland einer Welt von Verständnislosigkeit gegenüber. Es ist eine schwere und wichtige Ausgabe der Ausländsdeutschen, die viel Kraft und Eharakter- festigkeit und vornehme innere Haltung erfordert, die deutsche Gedankenwelt jenseits der Reichsgrenzen würdig zu vertreten. Kein Auslandsdeutscher darf jemals vergessen, daß er zu jeder Zeil und an jedem Ort ein Stück Deutschlands ist. Jeder^ Ausländsdeutsche hat es an sich erfahren, daß Deutschlands Größe, Macht unb Ansehen in ber Welt auch sein Ansehen im Auslanb bebingen. Wie auf allen Lebensgebieten ber Nation, so hat die nationalsozialistische Revolution auch im Leben ber Auslanbsbeutschen einen völligen Umschwung her- oorgerufen. In biesen wenigen Jahren nationalsozialistischer Staatsführung ist nicht nur bie Wirtschaft bes Reiches gewaltig im Aufstieg begriffen, auch bie Macht und bas Ansehen bes Reiches sinb aufs neue begrünbet worben. Die Deutschen im Ausland sind nicht mehr allein und schutzlos. Hinter ihnen steht ein großes Reich, auf das sie alle wieder stolz fein dürfen. Wie gewaltig dieser Aufstieg ist, zeigt neben vielen anderen Tatsachen auch das große weltgeschichtliche Ereignis dieses Jahres. Das Großdeutsche Reich, die Sehnsucht aller Deutschen, ist Wirklichkeit geworden. Mit noch größerem Stolz und noch innigerer Freude können in diesem Jahre die Vertreter ber Deutschen in aller Welt in ber Stabt der Ausländsdeutschen Einkehr halten. Wenn wir uns dieser großen geschichtlichen Erlebnisse unserer Zeit bewußt werden, wollen wir eingedenk sein, daß alle Ereignisse der letzten Jahre dem Manne zu danken sind, der als Deutschlands Erwecker unb Retter, als der Schöpfer Großdeutschlands in die Geschichte der Nation eingeht: Adolf Hitler. Der Führer und Reichskanzler hat die Nation von der Parteizwietracht befreit; er hat.die Wehrmacht des deutschen Volkes neu gegründet und das Reich auf der nationalsozialistischen Ideenwelt aufgebaut. Er hat wieder einmal, wie kein anderer, die Wahrheit des Satzes bewiesen: „THänner machen die Geschichte!" Ihm bauten wir alle, baß wir mieber ein Deutsch- lanb ber Ehre, b e r Große unb Freude undberKraft besitzen." (Begeisterter Beifall.) endlich stolz und glücklich sei das deutsche Volk dar- doch vielerorts behandelt, wie geächtet! Bis dann über, daß der Führer der Welt erneut gezeigt habe, endlich das neue- Reich Adolf Hitlers welche Leistungsfähigkeit, welche Stärke, welches I e nt st a n d. iw Gießener Anzeiger von einzelnen Nummern General-Anzeiger für Oberhessen richten: Anzeiger Gieße« V » I • H Stcmffurt1 Ädn 11686 Druck und Verlag: vrLhlsche llnlverfitättdruckerel H. Lange in Sieben. rchristleiivng und Geschäftsstelle: Schulftraße r l Kein Deutscher zum Tausch bereit! Guter Auftakt der Leipziger Herbstmesse Friedliche Symbole der Heimat Oer Führer bei seinen Soldaten. Berlin, 28.Aug. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht befindet sich zur Zeit auf einer Besichtigungsreise im Norden und Nordwesten des Reiches. Der Besuch gilt dec Besichtigung von Truppenteilen und militärischen Anlagen. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht setzte auch am Sonntag seine Besichtigungsreise fort. Auf der ganzen Fahrt wurde der Führer von der Tr u p p e und der Bevölkerung mit unbeschreiblichem Jubel und stürmischer B e - geisterung begrüßt. h ö ch st e n Menschentums, wie wir es bei den Männern sehen, die als Führer großer Imperien unseres Zeitalters in die Geschichte eingehen? Und sind etwa die Konstruktionen der Flugzeuge oder der Rennwagen bei uns keine Höchstleistungen von Individuen, ebenso wie die Rekorde, die unsere Flieger und Rennfahrer mit ihnen aufstellen? Hat unsere Staatsform etwa verhindert, daß deutsche Sportler bei den Olympischen Spielen im individuellen Kampfe Siege wie keine Sportler anderer Länder daoongetragen haben? Hat das nationalsozialistische System etwa verhindert, daß unsere Baumeister architektonische Meisterwerke schufen, daß unsere Techniker umwälzende Erfindungen vollbrachten, daß unsere Chemiker früher unbekannte und heute bereits bewährte Werkstoffe schufen, die völlig neue konstruktive Wege öffnen? Der Stellvertreter des Führers schließt seine Rede mit den Worten: Nach den Stunden des Feierns hier führen uns unsere Lebenswege wieder auseinander. Wir kehren zurück an jene Plätze, auf denen wir arbeiten dürfen für unser Volk, unserReich und unseren Führer. So wie wir hier sichtbar eine geschlossene Einheit gebildet haben, so bleiben wir auch im Alltag eine unzertrennbare Gemeinschaft, eine Gemeinschaft deutscher Herzen und des deut- s ch e n Willens. Unser politischer Glaube au; dieser Welt ist der Glaube an die Sendung des Führers für Deutschland. In diesem Glauben grüßen wir den Mann, der Deutschlands Schick- al ist: Adolf Hitler Sieg-Heil! Nicht endenwollender Jubel dankt dem Stellvertreter des Führers, als er seine Rede beendet. Mächtig fteigt dann das Siegheil auf den Führer und die Nationalhymnen empor. Mit dem Fahnenausmarsch und dem Vorbeimarsch der Ehrenkompanie vor dem Stellvertreter des Führers schließt die denkwürdige Großkundgebung. wenden, wenn wir ihnen sagen, daß wir voller Bewunderung sehen, wie sie trotz schlimmster Schikanen, trotz Terror und Mord eiserne Disziplin wahren. Hätte es überhaupt eines Beweiies bedurft, daß beste deutsche Tugenden sich im Sudeten- deutschtum verkörpern, dann ist es diese eiserne Disziplin und die unerschütterliche Ruhe, die aus dem Gefühl des eigenen Rechts kommt. Ihr wißt es im Sudetenland: Wir sind mit heißem herzen bei euch. Bei euch liegt das Recht von 3,5 Millionen deutscher Menschen, das Recht von Millionen Angehörigen eines großen Volkes, ihr Leben so zu führen und so zu gestalten, wie es die Zugehörigkeit zu diesem Kulturvolk gebietet. wenn wir auch hier von dieser Stelle aus unsere Gedanken zu den S u d e t e n d e u t s ch e n die größte Unfreiheit, die stärkste Unterdrückung des Individuums zum Prinzip zu erheben — es ist ihre eigene Angelegenheit." Mit sarkastischen Worten befaßt sich Rudolf Heß mit dem Begriff der wahren und der falschen Freiheit, der Freiheit bei uns und dieser sogenannten „Freiheit des Individuums" in den Demokratien. Mögen die Parteien anderer Länder die Massen des Volkes gegeneinander aktivieren — bei uns aktiviert eine Partei das Volk für eine Gemeinschaft. (Brausender Beifall.) Mag in den Demokratien von der Freiheit des Individuums noch so viel geschrieben und geredet werden — in den sogenannten autoritären Staaten vollbringt das Individuum Leistungen wie nirgends sonst. Wo anders in der Welt entfalten sich große Einzelpersönlichkeiten zu solch genialen Lei st ungen KdF. eröffnet eigene Theater in Wien. Mit Beginn der Spielzeit 1938/39 werden in Wien zwei Theater eröffnet, die künftig für die NSG. „Kraft durch Freude" spielen werden. Das Schauspiel wird im Deutschen Dolkstheater gepflegt werden, während für die Operette im Raimund-Theater eine Stätte gefunden worden ist. Die Leitung des Deutschen Dolkstheaters wurde dem bisherigen Generalintendanten von Düsseldorf II tz übertragen. Das Raimund-Theater steht unter der Leitung des JntendantLN Seidel, bisher Stadttheater Fürth. Horthys Besuch in Nürnberg Starker Eindruck von der Macht der Partei. Unter den feierlichen Klängen der ungarischen und der deutschen Nationalhymnen schritt von Horthy, begleitet vom Stellvertreter des Führers, die Front der Chrenabordnungen ab, an deren rechten Flügel die Ehrenkompanie der Flakabteilung 8 mit prä- sentiertem Gewehr stand. Der Stellvertreter des Führers geleitete dann Admiral von Horthy in seinen Salon- wagen. In angeregter Untechaltung verweilten bis zur Abfahrt der Reichsverweser und die ungarischen Minister mit Rudolf Heß und den führenden Männern von Partei, Staat und Wehr- macht. Dann verabschiedete Rudolf Heß im Auftrage des Führers den Reichsverweser des Königreichs Ungarn mit herzlichen Worten. Kurz vor Abfahrt des Zuges überreichte der Stellvertreter des Führers der Gattin des Reichsverwesers tm Auftrage des Führers einen herrlichen Strauß roter Rosen. Unter den Klängen der ungarischen National- Hymne, die vom Musikzug der SA.-Standarte 14, dem ältesten SA.-Musikzug Deutschlands, gespielt wurde, setzte sich der Sonderzug in Bewegung. Mit einem herzlichen „Auf Wiedersehen!" verabschiedete sich der Reichsverweser. Heimfahrt auf der Donau. Linz, 29. Aug. (DNB.) Der Reichsverweser des Königreichs Ungarn Admiral von Horthy und Frau von Horthy begaben sich am Sonntagvormittag um 10.30 Uhr zur Marinestation der Donau- flottille, um ihre Fahrt auf der Donau fortzusetzen. Gegen 11 Uhr bestiegen die hohen ungarischen Gäste das ungarische Schiff „Zsofia". Unter dem Jubel der die Donauufer säumenden Menschenmassen setzte sich sodann das Schiff in Bewegung. Ihm folgte das Schiff der Donau- Flottille „Alberich", auf dem die Matrosen Parade- Aufstellung genommen hatten. Den beiden Schiffen schloß sich noch der Dampfer „Schubert" an, auf dem sich der deutsche Ehrendienst befand. Montag um 7.30 Uhr verließen Reichsverweser v o n H o r t h y und Gemahlin bei Hainburg an der Donau das deutsche Reichsgebiet. Am Ufer hatten sich eine Ehrenkompanie der Wehrmacht, Ehrenstürme der SA., ff und des NSKK. und Abordnungen der HI und des BDM., sowie eine zahlreiche Menschenmenge eingefunden. Reichsverweser von Horthy und Gemahlin dankten vom oberen Deck des Schiffes für die Ehrungen und ' die herzlichen Abschiedsgrüße. Das Schiff mit den hohen Gästen fuhr dann langsam weiter stromab. »für Deutschland! Es beginnt nun die feierliche Weihe der neuen Fahnen. Das Kommando: „Stillgestanden! Fahnen hoch!" schallt über die Arena. Rudolf Heß nimmt die Weihe mit folgenden Worten vor: Euch Symbole des neuen Glaubens und des neuen Reiches, die ihr in Niederländifch-Jndien, in Südafrika, in Rumänien, in Polen, in den Niederlanden, in der Schweiz, in Großbritannien und im Sudetenland wehen werdet, die ihr wehen werdet auf deutschen Schiffen, ich weihe euch: Fahnen des Nationalsozialismus, weht für die Ehre D eutf chlands und feines Führers. Weht nun in der fernen Welt als Symbol des großen Reiches, das Adolf Hitler schuf! Fahnen, ihr seid geweiht! Rudolf Heß gedenkt zum Abschluß seiner Rede der Stuttgarter Tage des vergangenen Jahres, als in Stuttgart deutsche Männer und Frauen, deutsche Buben und Mädel in ihren heimischen Trachten erschienen waren, glühend beseelt vom großdeutschen Gedanken, leidenschaftlich bewegt vom Nationalsozialismus, aber doch eben äußerlich Volksdeutsche, Deutsche frember Staatsangehörigkeit. heute, so fuhr Rudolf heh fort, stehen sie auch *■ äußerlich in unseren Reihen. Sie werden stolz und glücklich in den Formationen der national- sozialistischen Bewegung an ihrem Führer in Nürnberg vorbeimarschieren — diesmal als Reichsdeutsche! — und wir alle sind von Herzen glücklich, wenn wir sie sehen. Sie haben einen langen und zähen Kamps gekämpft, einen Kampf mit einem hinterhältigen und verlogenen Gegner. Sie haben sich ihre Heimat erkämpft und sie haben sich zu der Liebe, die ihnen Deutschland immer enlgegengebrachl, die stolze Anerkennung des ganzen Volkes errungen. Rudolf Heß gedenkt hier des ähnlichen Ringens in einer anderen deutschen Volksgruppe um ihr nationales Lebensrecht: „Mit tiefster Anteilnahme für ihre Leiden sieht das deutsche Volk auf die deutschen Volksgenossen in der Tschecho-Slowakei. (Minutenlanger Beifallssturm.) Niemsnd auf der Welt, Welt. Ihr tragt diese Fahnen der nationalsozialistischen Gemeinschaft mit euch hinaus nicht zum Sturmangriff auf fremde Ueberzeugungen und Weltanschauungen. Ihr nehmt sie mit euch als eure eigensten nur für euch allein bestimmten friedlichen Symbole eurer Heimat. Es sollen die Fahnen, die wir jetzt weihen, auch ein StückHeimatinder Fremde fein. Sie sollen wehen als Mittelpunkt des Deutschtums, und sie sollen euch mahnen und euch die Kraft geben, euer Leben dem Gedanken unterzuordnen: Alles Man frage doch unsere Arbeiter, die mit „Kraft durch Freude" aus dem Ausland zurückkehren, ob sie etwa sich als Individuen unfrei fühlen, ob sie etwa tauschen wollen mit ihren Arbeitsgenossen in angeblich liberalen Ländern. Jeder sagt: Gott sei Dank, daß Deutschland meine Heimat ist. Keiner würde diese Heimat jemals hingeben. Wir Deutsche sind freie Bürger eines freien Reiches, auf das wir unendlich stolz sind." (Minutenlanger Beifall.) Rudolf Heß erinnert daran, daß das frühere Oesterreich einst ein besonderer Günstling der Demokratien auf der ganzen Welt gewesen sei. „Und in diesem Günstlingsland der Demokratie wurden 6V« Millionen deutscher Menschen terrorisiert durch eine kleine politische Minderheit. Aber wie hat man sich draußen aufgeregt, als das deutsche Volk aus wirklich freiem Entschluß und im freien Selb st bestimmungsrecht die 6V2 Millionen Deutscher im früheren Oesterreich heimführte in die große Heimat, zurück- führte in das große deutsche Volk. Nicht die Demokratien, nicht die Länder mit den feierlichen Derspre- chungen des Selbstbestimmungrechts: „Wir, die ,Dik- tatur‘, wir, das Land mit dem ,autoritären Regimes wir haben einesfreienVolkesWillenzum Gesetz erhoben, wir haben damit die demokratischste Tat vollbracht." Rudolf Heß weist weiter darauf hin, daß erst in den autoritären Staaten der wahre Begriff der Volkswirtschaft als eine Wirtschaft für das Volk praktische Wirklichkeit geworden ist. Niemand könne bestreiten, daß nicht nur ein neues soziales, sondern auch neues wirtschaftliches Leben aus den autoritären Staaten kommt und viele in der Welt zu Nachdenken veranlaßt. Mit überlegenem Humor erklärt der Stellvertreter des Führers: „Wer wollte bestreiten, daß in manchen Ländern sogar dies und jenes in die Tat um» gefitzt wird, was bisher den autoritären Staaten vorbehalten schien, ja, wird nicht sogar in Gottes zuges Bayern. Die Veranstaltungen in Nürnberg hatten damit ihr Ende gefunden. Die Rückfahrt unmittelbar zum Bahnhof bot ein geradezu phantastisches Bild. Es waren mindestens 100 000 Menschen an dieser Weg- trecke zusammengekommen, die dem hohen ungarischen Gast und dem Stellvertteter des Führers zujubelten und nicht müde wurden, ihrer Freude mit Heilrufen und Fähnchenschwenken Ausdruck zu geben. Als der Reichsverweser am Bahnhofsvor« platz eintraf, nahm der Jubel der unübersehbaren Menge beispiellose Ausmaße an. auserwählter Demokratie mancherlei verwirklicht, was den autoritären Staaten bisher zum Dorwurf gemacht oder belacht wurde? 3a, es kommt vor, daß ein fremder Politiker unter leidenschaftlichen Anklagen gegen den Faschismus und den Nationalsozialismus soziale Ideen vertritt und Förderungen erhebt, die wir alle in fast gleicher Form schon einmal, nur etwas klarer, knapper und begreiflicher, gelesen haben, und zwar gelesen haben in Adolf Hitlers „Mein Kampf.( (Heiterkeit und lebhafter Beifall.) Wir haben bestimmt nichts dagegen einzuwenden, wenn andere Völker neue Wege beschreiten, die sie als Fortschritt bezeichnen. Aber wir nehmen uns das Recht, festzustellen, daß diese Fortschritte sich mit unseren Errungenschaften decken — Errungenschaften, die man einst nur oft glaubte uns zum Vorwurf machen zu können. Vorwürfe und Kritik, mögen sie noch so gehässig sein, lassen uns völlig kalt. Dir tun, was wir für richtig halten. Wir tun, was unserem Volke nützt, gleichgültig, was man draußen darüber denkt oder sagt. Erfreulicherweise kommen alljährlich in immer wachsender Zahl Angehörige fremder Staaten in unser Land, die mit eigenen. Augen sehen wollen, wie es bei uns in Wirklichkeit aussieht und welches nun tatsächlich die Ergebnisse der nationalsozialistischen Herrschaft sind. Ueber diese Besucher freuen wir uns ehrlich. Wir freuen uns, weil wir wissen, daß, gleich welcher politischen Anschauung sie angehören und gleich welchem Stand und welcher Klasse sie sich zurechnen, sie bald anerkennen müssen, welche Leistungen im Reich Adolf Hitlers vollbracht wurden und vollbracht werden. Wir wissen, daß alle, die guten Willens sind, Deutschland wieder verlassen als Träger des Verstehens und als Träger der Verständigung zwischen uns und dem Lande, dem sie angehören. L e i p z i g, 28. Aug. (DNB.) Die Leipziger Herbstmesse nahm am Sonntag einen vielversprechenden Auftakt. In den 21 Hallen der Mustermesse in der Innenstadt waren überwiegend ernsthafte Interessenten erschienen und, was besonders angenehm auf- iel, nicht nur Kleinkundschaft aus der näheren und weiteren Umgebung der Stadt, sondern auch viele Vertreter von Großbetrieben und Konzernen aus allen Teilen des Reiches. Daß man bereits am Sonntag Ausländer an den Ständen bemerken konnte, wurde von den Ausstellern mit Befriedigung vermerkt. Das Geschäft setzte gleich in den ersten Vormittagsstunden ein. Die Nachfrage erstreckt sich bei den meisten Artikeln auf mittlere Preislagen. Die Bestellungen betreffen z. T. den Weihnachtsbedarf, zum anderen ausgesprochene Herbst- und Winterware. Die geschlossene Schau der deutschen Bekleidungs- industxie tritt bei allen Einkäufern angenehm in Erscheinung. Den vorzüglichen Mustern der Aussteller aus der Ostmark wird größte Aufmerksamkeit geschenkt. Einen recht befriedigenden Anfangserfolg melden auch die Aussteller in Geschenkartikeln und Galanteriewaren. Ein solides Bedaussgeschaft entwickelte sich in Uhren und Schmuckwaren. In Sportartikeln war das Geschäft normal. Spielwaren konnten sich eines lebhaften Verkehrs erfreuen, ebenso Haus- und Küchengeräte. Auf der Automatenmesse bestand vornehmlich Nachfrage nach Warenautomaten. Das Kunsthandwerk ist auf dieser Herbstmesse so stark vertreten, daß es in drei Messehäusern untergebracht werden mußte. Allgemein wird die hohe Qualität des kunsthandwerklichen Angebots anerkannt. Auch die ausländischen Ausstellungen, die von 25 Ländern beschickt sind, haben bei den Messebesuchern die erwartete Beachtung gefunden. Wünsche der Staatsführung. — Seit 1933 um ein Drittel erhöht. Leipzia, 27. Aug. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler sandte zur Eröffnung der Herb st messe an das Leipziger Messeamt folgendes Telegramm: „Der Leipziger Herbstmesse 1938, der ersten Reichsmesse im Großdeutschen Reich, wünsche ich einen guten Verlauf. Möge sie wie ihre Vorgängerinnen im Zeichen des deutschen Wirtschaftsausstieges und der Erfolge des Vierjahresplanes stehen und der Belebung des Güteraustausches unter den Völkern erfolgreich dienen." Generalfeldmarschall Göring telegraphierte: „Der Leipziger Herbstmesse 1938, die ihrer Aufgabe gemäß die Leistungsfähigkeit deutscher Technik und deutscher Industrie im Vierjahresplan eindrucksvoll zeigen und der deutschen Qualitätsroäre den Weg auf den Weltmarkt bahnen soll, übermittle ich meine besten Wünsche für einen erfolgreichen Verlauf." Das Telegramm des Reichswirtschaftsministers Walter Funk lautet: „Der diesjährigen Herbstmesse der Leipziger Reichsmesse wünsche ich den besten Erfolg. Möge sie der Welt erneut beweisen, daß die deutsche Wirtschaft ein Güterhandelspartner für alle Nationen ist, und daß wir bereit sind, einen Güter- und Warenaustausch zu pflegen, der den Beteiligten Nutzen bringt und die gegenwärtigen Schwierigkeiten des Welthandels überwindet. Die Leipziger Herbstmesse ; wird aber auch an den Einkäufen des deutschen , Handels zeigen, daß dieser ein noch größeres - Winter- und Weihnachtsgeschäft als irt . früheren Jahren erwartet. So möge die erste Leip- ; ziger Herbstmesse des Großdeutschen Reiches die l höhen Erwartungen erfüllen, die die deutsche Ge- j schäftswelt und die ausländischen Wirtschaftsinter- : essenten in sie gesetzt haben." - Reichsminister Dr. Goebbels sandte folgendes ' Telegramm: „Der Herbstmesse 1938 in der Reichs- Auch ihr, meine auslandsdeutschen Volksgenossen",! der sein eigenes Volk liebt und stolz so fährt der Stellvertreter des Führers fort, „gehtsauf sein Volk ist, wird es uns verdenken, wieder zurück in eure Gastländer als Vermittler-----u:-----*..... der Wahrheit über eure große Heimat, über das neue Deutschland. Wir wissen, daß ihr draußen zu eurem Teil der Wahrheit zum Siege verhelfen werden. (Begeisterter Beifall.) Oft werdet ihr draußen an diese Tage in der Heimat denken, voller Wehmut, aber auch voller Stolz und Glück darüber, daß Deutschland eure Heimat ist. Als Sinnzeichen des Nationalsozialismus und als Symbole der Verpflichtung auf den Mann, der ihn schuf, werden auch in diesem Jahre wieder 24 Hakenkreuzfahnen hier von Stuttgart aus mit euch hinausgehen in alle Messestadt Leipzig übermittle ich meine besten Wünsche für einen erfolgreichen Verlauf. Ich gebe der Hoffnung Ausdruck, daß sie wiederum dazu dienen möge, die wirtschaftlichen Beziehungen des Reiches zu anderen Völkern weiter zu befestigen und zu vertiefe n." Die Zahl der Aussteller beträgt auf dieser Herbstmesse 5837. Damit wird die seit Jahren auch bei der Herbstmesse beobachtete stetige Aufwärtsentwicklung fortgesetzt. Die Ausstellerzahl hat sich seit der Herb st messe 19 3 3 um ein Drittel erhöht und ist gegenüber dem Vorjahre um 306 Aussteller gestiegen. Die gleiche Entwicklung hat auch die belegte Fläche genommen. Sie ist seit 1933 ebenfalls um ein Drittel um 94 430 .Rechnungsmeter angestiegen. Die Zunahme gegenüber der Herbstmesse 1937 beträgt mehr als 6000 Rechnungsmeter. Die Zunahme der Ausstellerschaft im allgemeinen wird besonders deutlich in der Textil- und B e - kle i du n g s m e s s e. Es werden dort 650 Aussteller gegen 430 Aussteller i. V. gezählt. Das Handwerk ist wieder im großen Umfange auf der Herbstmesse vertreten. Die B a u m e s s e ist erweitert worden. Kunst und Wissenschaft. Oie Goethe-Shakespeare-Tagung in Frankfurt. Die gemeinsame Tagung der Goethe-Gesellschaft, der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft und des Freien DeutschenHoch- st i f t s in Frankfurt nahm ihren Anfang. Mit über 700 angemeldeten Teilnehmern erhätt die Tagung einen Besuch, der über alle Erwartungen hinaus- aeht. Das Ausland ist stark oertreten. Von Oxford kommt Professor Fiedler, der führende Germanist Englands, auch Cambridge ist vertreten. Zahlreiche Universitäten der USA. haben sich angemeldet. Für Holland kam Professor Schölte von Amsterdam, aus Italien Exzellenz Arturo Farinelli, aus der Schweiz ist die Universität Freiburg vertreten. Von deutschen Gesellschaften haben sich die Dante-Gesellschaft, die Klopstock-Gesellschaft und der Schwäbische Schillerverein angemeldet. Ferner sind nahezu alle deutschen Universitäten stark vertreten. Gleichzeitig mit den gemeinsamen Goethefeiern, die das Hochstift, die Shakespeare-Gesellschaft und die Goethe-Gesellschaft veranstalten, zeigen das Städel, das GoethemUseum und die Bibliothek für neuere Sprachen drei Ausstellungen, die die Kunst zur Zeit Goethes und die Literatur über Shakespeare zum Gegenstand haben. Beifallsstürme um den Olympiafilm in Venedig. Uraufführung der italienischen Fassung des Olympiafilms von Leni Riefenstahl : ein großer Tag der Filmkunstschau in Venedig. Triumph der deutschen Filmkunst, für Venedig ein Ereignis allererster Ordnung. Unter den Zuschauern bemerkte man u. a. den italienischen Minister für Dolkskultur, Alfieri, den Herzog von Genua als Vertreter des Königshauses, Marschall Balbo, Dittorio Mussolini, den Sohn des Duce, den deutschen Botschafter in Rom, von Mackensen, den Präsidenten der Reichsfilmkammer, Professor Dr. L e h n i ch. Mit größter Spannung verfolgte das Publikum die herrlichen Bilder des unvergleichlichen Filmwerkes. Das internationale Publikum feierte das großartige Werk und seine Schöpferin mit Beifallsstürmen. — An den Führer, an den Duce und an Reichsminister Dr. Goebbels wurden von Minister A l f i e r i, Gras Volpi und Professor Lehnich unterzeichnete Degrü- ßungs- und Glückwunschtelegramme aus Anlaß dieses außerordentlich großen Erfolges des deutschen Olympiafilms abgefcyibt. DKK. Nürnberg, 27.Aug. (DNB.) Anschließend an einen Empfang im Rathaus fand in den aus Anlaß des Besuches des Reichsverwesers von Horthy neugestalteten historischen Räumen der Kaiser- burg ein Frühstück statt, das der Stell- Vertreter des Führers und Frau H e ß zu Ehren des Reichsverwesers und seiner Gemahlin gaben. An diesem Frühstück nahmen von deutscher Seite u. a. teil Reichsleiter Dr. Ley, Reichsführer Himmler, Stabschef Lutze, Reichsstatt- Halter Ritter von Epp, Gauleiter Streicher, Gauletter Bohle, Korpsführer Hühn- 'ein, Ministerpräsident Siebert und General D a lu e g e sowie der Landeskreisletter Ungarn der AO. der NSDAP. Graeb. Am Nachmittag besichtigten Reichsoerweser Admiral von Horthy und Frau von Horthy das- Reichsparteitagsgelände. Sie wurden hierbei vom Stellvertreter des Führers und Frau Heh geleitet. An der Besichtigung nahmen auch die ungarischen Minister sowie die ungarische und deutsche Begleitung teil. Nach den großen Eindrücken der vergangenen Tage gewann der Reichsverweser hier in der Stadt der Reichsparteitage einen tiefen Eindruck von der Macht und der Organisation der nattonalsozialistischen Partei. Die Fahrt von der Burg zum Reichsparteitagsgelände ging wieder unter großen Kundgebungen der zu vielen Zehntausenden an den Straßen tehenden Nürnberger Bevölkerung vor sich. Im Lager Langwasser nahm der Reichsverweser mit dem Stellvertreter des Führers den Vorbeimarsch der SA.-Standarte „Feldherrnhalle", eines Regiments ^-Totenkopfverbände und schließlich der ^-Standarte „Deutschland" ab. Reichsverwefer von Horthy gab dem Stellvertteter des Führers und dem Reichsführer ff Himmler gegenüber feiner Freude über diesen Vorbeimarsch Ausdruck. Der letzte, aber nicht geringste Eindruck, den der Reichsverweser vom Reichspartettaagelände erhielt, war die Vorbeifahrt an der großen Wagenreihe und den gewaltigen Zeltanlagen des Hilfs- Prag. 27. Aug. (DKB.) Der deutsche Ge- lanbtein v'teg Hal heule der gchecha-slowaklschen die l-Pe , Entwicklung melden" Regierung eine v c r b ° ln ° le überreicht, die einen ^.^Sorrelpandent non Preß Assacl Der London, 29. Aul liche Minister teilnehmen. Kunst und Wissenschaft. 3m Geiste Goethes und Shakespeares Unterredung Runcimans mit Henlein Der Führer der Sudetendeutschen dringend herbeigerufen. scharfenprole st zu der ungeheuerlichen Beleidigung deutscher Soldaten durch eine Veröffentlichung unter dem Titel „Das waren nicht Soldaten, sondern Vieh- in dem tschechischen Blatt „Rloravskoslefzki Denik- enthält. In der Verbalnote wird eine entsprechende L o n d o n , 27. Aug. (DNB.) Amtlicherseits wurde am Samstag in dem tschechisch-sudetendeutschen Konflikt geäußert, daß man in London die versöhnliche Haltung begrüße, die die Ische- 'cke Regierung dadurch gezeigt habe, da' deutsche Ordner von der Menge an- gefallen. Der eine von ihnen erhielt einen Faust- schlaq ins Gesicht und erlitt Abschürfungen. Der intervenierende Beamte der Polizei,Dr. Magien, fand sich mit der Wache sogleich an Ort und Stelle ein und wurde dabei von dem sich zur Wehr I setzenden Ordner unabsichtlich mit der Faust unter das Auge geschlagen. Ein zweiter" Vorfall ereignete sich in einer Seitengasse in Leitmeritz, die em Ordner auf seinem Motorrad durchfuhr. Rach Aussagen von Zeugen deutscher Nationalität wurde der sudetendeutsche Ordner vom Motorrad gerissen und geschlagen. Soweit die amtliche Mitteilung, die also zugibt, daß die S u d e t e n d e u t s ch e n von den Tschechen bzw. politischen Gegnern üb er fall en wurden. Aus leitenden Kreisen der SDP. wird dazu gemeldet- Große Teile der deutschen Bevölkerung von Leitmeritz hatten sich lange vor der angesagten Ankunft Konrad Henleins auf dem Marktplatz versammelt. Bereits zu diesem Zeitpunkt gab es kleinere Reibereien, als Gruppen tschechischer Kommunisten durch Pfeifen und aufreizende Zurufe die Ordnung zu stören versuchten. Kaum rollte die Wagenkolonne an, da setzten die Kommunisten nut einem Pfeifkonzert ein, das aber in den jubelnden Heil'-Rufen der tausendköpfigen Menschenmenge unterging. Sobald aber der Beifall auch nur etwas abebbte, setzten die tschechischen Störenfriede erneut mit dem Pfeifen und Johlen ein, das dann ledes- mal wieder durch brausende Heil!-Rufe der deut- chen Bevölkerung übertönt wurde. Als die Kommunisten außerdem gegen die Absperrkette der sudetendeutschen Ordner drängten, setzte die Polizei Gendarmerie an, die eine weitere Absperrkette vor der Ordnergruppe bildete und so die Tschechen rückdrängte. Unter den Aufruhrern befanden sich auch einige Soldaten, die aber durch einen Offizier zur Ruhe gebracht und vom Platz verwiesen wurden. Aus Böhmisch-Leipa wird gemeldet: Die Ausfahrt Konrad Henleins aus Bömlsch-Leipa war ein neuer Triumphzug durch die festlich geschmückte Stadt. Labei kam eä zu einem bezeichnendLn 3n>u dessen Mittlerstellung zwischen Goethe und Shakespeare unverkennbar ist. Professor Beutler gab ein fesselndes Bild des Schweizer Malers, den Goethe nie persönlich kennenlernte, doch zu dem er über Lavater und Bodmer in freundschaftliche Beziehungen trat. In dieser Freundschaft begegneten sich ver- wandte Geister, die Doppelbegabung des Dichters und Malers, die ihr Schaffen befruchtete. Uebergabe des Goethe-Preises an Hans Carossa. Don zuständigem Seite verlautet, daß die Minister - Äder wäge, müsse sich das vergegenwärtigen. Die britische Regierung hat ihren Einfluß im tschecho-slowakischen Streit auf beiden Seiten eingesetzt mit dem Ziel, Vernunft bei den Bemühungen zur Erzielung einer Lösung zu üben. Wir glaubten, es wäre von Nutzen, wenn wir den Parteien den Dienst eines Mannes zur Verfügung stellten, der als Staatsmann Erfahrung hat und auch in Fragen, wo man als Prüfer und Vermittler handeln muß. Diese Anregung ist von beiden Parteien begrüßt worden, und Lord Runciman hat sich bereit erklärt, sich zur Verfügung zu stellen. Er ist kein Schiedsrichter — und auch kein Richter —, er ist ein Vermittler und ein Freund. Die guten Wünsche der ganzen Welt, die erkennt, wie viel von seinem Erfolge abhängt, bealeiten Lord Runciman bei seiner Vermittlungsausgabe, deren er sich zum Wohle der Oeffentlichkeit unterzogen hat. Lord Runciman ist in Prag nicht als Vertreter der britischen Regierung, sondern als Vertreter aller, die Gerechtigkeitwünschen und Frieden lieben. Ich bin überzeugt, daß alle vernünftigen Menschen in jeder Nation ihn zu unterstützen und nicht in seinen Bemühungen zu hemmen suchen müssen, um die verschiedenen Elemente des tschechischen Problems einer gerechten Lösung zuzuführen. Einstweilen ist es nicht nut unsere pflicht, sondern die aller — und alle sind am Weltfrieden interessiert — nichts zu tun. was eine zufriedenstellende Lösung gefährden könnte. wir hoffen fest, daß, wenn der richtige Geist herrscht, sich eine friedliche Regelung, die legitime Interessen und Ansprüche ausgleicht, bei Geduld und gutem Willen erreichen lassen sollte.“ g. (DNB.) Amtlich wird mit- berlain in Anbetracht der Abschließend erklärt Garvin, es stehe außer Zweifel, daß die Verhältnisse in der Tschecho-Slowakei zu einer sehr ernften Lage hinneigten. Die Zukunft der deutsch-englischen Beziehungen stehe auf dem Spiel und damit das Schicksal der ganzen Welt. Seltsame Ansichten in London. diplomatische Korrespondent von Preß Association schreibt, es sei sehr gut möglich, daß, wenn sich die Lage nicht bessere, ein voller Kabinett s r a t für Anfang September einberufen würde. Man hoffe, bis Dienstag im Foreign Office die Reaktion in den europäischen Hauptstädten auf die Simon- Rede sowie Hinweise darauf zu erhalten, ob die Sudetendeutschen in Beantwortung der „neuen tschechischen Vorschläge" eine versöhnlichere Haltung einnehmen würden oder nicht. Sollte Henlem das Hodza - Ange bot zurückwetsen, dann sei der | kritische Augenblick gekommen, den die britische Regierung schon immer befürchtet habe. Im Mittelpunkt des politischen Interesses der Londoner Presse steht weiterhin die Lage m b e r Tschecho-Slowakei. Auch die Sonntagsblätter sehen die Situation als z u g e s p i tz t an. In auffälliger Einseitigkeit bemühen sie sich fast ausnahmslos, die Schuld für das Scheitern der bisherigen Verhandlungen den Sudetendeutschen in die Schuhe zu schieben, und es wird auch deutlich der Versuch erkennbar, die Sude- tendeutsche Partei mehr oder weniger unter Druck zu setzen. Ueber die wahren Schuldigen, die Tschechen, wird kein Wort verloren. Englands Berliner Botschafter in London. London, 28.Aug. (DNB.) Der britische Botschafter in Berlin, Henderson, traf am Sonn- tagnachrnittag mit dem Flugzeug aus Berlin kommend in London ein. Er wird, wie Preß Association meldet, am Montagvormittag Lord H a - lisax Bericht erstatten. Vorher führte Sir John Simon in seiner Ansprache aus, er habe Chamberlain wieder völlig gesund angetroffen. Die Außenpolitik der Regierung bezeichnete Simon als positive Friedenspolitik. „Hinter uns liegt ein Jahr großer Sorge und großer Schwierigkeiten. In. nichts hat r ch Chamberlains Führung aber mehr ausgezeichnet als m seinen und Lord Halifax' entschlossenen Bemühungen, die Spannungen zu verringern und die Befriedung zu fördern. Ich weise Ansichten, gewisser Kreise völlig zurück, daß ein Krieg unvermeidlich sei, oder daß gewisse Länder unsere Feinde sein wußten. Ich möchte lieber die Ansicht proklamieren, daß, wenn alle beteiligten Nationen ihr Aeußerstes,beitrügen, Konflikte zu beseitigen, und wenn alle Staaten versuchten, in einem fairen Geiste Schwierigkeiten zu lösen, daß dann ein Krieg niemals unvermeidlich ist. Der Einfluß Englands wird immer auf der Seite des Friedens in die Waagschale geworfen werden." Im Lause seiner Ausführungen erklärte Schah- kanzler Simon weiter, es gebe in Europa große Länder mit einem Regierungsfyftem. das sich von dem englischen sehr unterscheide. Das fei aber kein Grund dafür, daß man die englische Außenpolitik so führen solle, als ob eine Freundschaft mit diesen Staaten eines anderen politischen Systems unmöglich wäre. artige Verpflichtungen übernommen haben. Es würde unmöglich fein, zu sagen, wo dieser Krieg enden würde, und welche Regierungen in ihn verwickelt werden könnten. Der unausbleibliche Druck der Tatsachen könnte sich als härter denn normale Erklärungen erweisen, und in diesem Falle würde es wohl im Rahmen des Wahrscheinlichen liegen, daß andere Länder außer den am urspünglichen Streit beteiligten Parteien selbst unmittelbar verwickelt würden. Das trifft besonders auf den Fall zweier Länder zu wie Großbritannien und Frankreich, die durch enge Freundschaft verbunden sind, gemeinsame Interessen haben, den gleichen Idealen demokratischer Freiheit ergeben und entschlossen sind, diese aufrechtzuerhalten. „England muß unparteiisch sein." Vernünftiges englisches Urteil. Englands Stellung zum tschecho-slowakischen Problem. Keine Aenderung gegenüber dem 24. März. — England wünscht friedliche Regelung Deutscher Protest gegen tschechische Greuetttige Eine dritte Steile hat die Hand im Spiel. schenfall. Zwei PragerAutos fuhren unmittelbar vorher durch die Stadt und rissen mit Stangen die Spruchbänder und Blumengirlan- den herab. Sie fuhren zu diesem Zweck ohne Rücksicht auf die Menge verschiedentlich auf die ! Gehsteige. Die Gendarmerie untersucht den Vorfall. Tschechische Soldaten beleidigen Henlein. P r a g, 28. Aug. (DNB.) Als Konrad Henlein auf seiner Besichtigungsfahrt durch Nordböhmen die Ortschaft Fohlen passierte, nahm eine Gruppe von tschechischen Soldaten, die dort in einer Wachtstube an der Straße einquartiert sind, hart an der Straße Aufstellung (!) und rief Konrad Henlein Beleidigungen zu. Die Schmährufe wurden stenographisch festgehalten und werden zur Unterlage einer Interpellation an die Prcm Regierung gemacht werden. geteilt, daß Cham........... -- > internationalen Lage am Montag nach London zurückkehren und Mit verschiedenen Mini- stern und Sachverständigen Besprechungen fuhren wird. Am Dienstagvormittag 11 Uhr wird.ein Kabinettsrat stattfinden, an dem fast famt= Prag, 29. Aug. (DNB.) Während Konrad H e n- I e i n am Sonntag eine Besichtigungsfahrt durch den Wahlkreis Teplitz-Schönau machte, erreichte ihn Die Nachricht, daß Lord Runciman den Wunsch habe, ihn dringend zu sprechen. In Anbetracht der außerordentlichen Dringlichkeit des Ersuchens um) der zur Entscheidung stehenden Fragen entichlotz sich Konrad Henlein, seine Besichtigungsfahrt abzubrechen, um am Nachmittag mit Lord Runciman zu- sammenzutreffen. Konrad Henlein ist am Sonntag um 17 Uhr auf Schloß Rothenhaus bei Görkau eingetragen. Wenige Minuten später fuhr auch der Wagen Lord Runcimans vor. Die Unterredung, die im Beisein des Mitarbeiters Lord Runcimans, Afhton- Gwatkin, stattfand, dauerte über eine Stunde. Ueber den Inhalt der Unterredung ist nichts bekanntgegeben worden. Lord Runciman traf um 21 Uhr wieder in Prag ein, während Konrad Henlein nach Teplitz-Schönau fuhr. Wüste Ausschreitungen tschechischer Kommunisten. Pfeifkonzert der Tschechen gegen Henlein. Prag, 28. Aug. (DNB.) Wüste Vorfälle haben sich am Wochenende in Leitmeritz zugetragen. Wie amtlich berichtet wird, traf am Samstagabend Konrad Henlein mit seiner Begleitung in Leitmeritz ein. Auf dem Marktplatz hatten f ch etwa 4000 Personen angesammelt, von denen etwa der vierte Teil Tschechen waren. Henlem wurde vom Bürgermeister der Stadt und von Den Amtsträgern der SDP. willkommen geheißen. „Während dieser Begrüßung", so heißt es m dem amtlichen tschechischen Bericht u. a. weiter, "brachen die Angehörigen des gegner i s chi e n Lagers in Pfui ! - Rufe aus Die Polizei konnte nur mit Mühe die Ruhe und Drbnung aufrechterhalten. Als die auf dem Marktplatz Versammelten auseinandergingen, kam es zu nemen ZuiaMüenjtößey. DaLei lvllkdeü jllvLtLüs London, 28. Aug. (DNB.) Im konservativen „Observer" befaßt sich Garvin mit der Tschecho- Slowakei. Wahre staatsmännische Kunst, ,o schreibt er, müsse vor allem zwei Ziele im Auge haben: Weitmöglichstes Abstimmen der deutschen und der tschechischen Forderungen und über dieses Ziel hinaus Einsatz aller Kräfte, um bessere, nicht schlechtere Beziehungen zwischen Deutschland und England herbeizuführen. Tue man dies nicht, bann würde die Tschecho-Slowakei auch weiterhin eine Eiterbeule im Körper Europas sein. Zur Simon- Rede übergehend, mein Garvin, man habe die Wiederholung von „Ermahnungen an Deutschland" einfach nicht mehr nötig, wenn man den Tschechen nicht ein Gleiches sage. Es würde viel besser gewesen sein, wenn man sich auf nichts eingelassen hätte. Stattdessen sei man englischerseits' durch den falschen Alarm vom 21. Mai hereingezogen worden, als Praa mobilisierte und gleichzeitig Deutschland dessen am schuldigte, eine Anschuldigung, die völlig unberechtigt gewesen sei. Damals habe man England zu einseitigen Vorstellungen in Berlin veranlaßt. Eng^ lands Aufgabe sei es, unparteiisch gegenüber den Tschechen und Deutschen in jener in Versailles zusammengeschusterten Repu - blit zu sein. Wie aber könnten die englischen Linksparteien heute dieses künstliche Gebilde jener blinden Staatsmannkunst von Versailles entschul- bigen? Eine solche Haltung verstärke nur die Ab- wehrbereitschaft des Deutschtums. Es gebe keine wirkliche Garantie für den zukünftigen Frieden, solange den Sudetendeutschen mcht eine w i r k- liche Selbstregierung zugestanden werde. Die Stadt Frankfurt a. M. hatte am Sonntag die Mitglieder der Goethe-Gesellschaft, der Deutschen Shakespeare - Gesellschaft und des Freien Deutschen Hochstifts zu einer Feierstunde zusammengerufen, in der dem diesjährigen Träger des Goethe-Preises Dr. Hans Caro f s a die Verleihungsurkunde überreicht werden sollte. Der Einladung waren über 600 hervorragende Persönlichkeiten aus aller Welt gefolgt, namentlich aus England, Amerika und Italien. Bürgermeister K r e m m e r, der die Gäste begrüßte, gab ein Bild vom Wirken Carossas, das dessen tiefe Wesensverwandtschaft mit Goethe herausstellte. Sichtlich bewegt nahm Dr. Carossa die Verleihungsurkunde aus den Händen des Bürgermeisters entgegen, um dann, nachdem Coda Wackers von der Frankfurter Oper zwei Lieder Caroffas zum Vortrag gebracht hatte, selbst über sein Verhältnis zu Goethe zu sprechen, der seit seiner Schulzeit ihm ein leuchtendes Vorbild gewesen fei. Die großen Ereignisse des Weltkrieges hätten eine Zeit lang Goethe hinter anderen Dichtern zurücktreten lassen. In der geistigen Leere nach dem Weltkrieg sei der Einfluß Goethes aber von Jahr zu Jahr stärker geworden. Die B e r 1 e i h u n g s u r k u n d e für den Goethe- preis hat folgenden Wortlaut: „Die Stadt des deutschen Handwerks Frankfurt a. M. verleiht den Goethepreis des Jahres 1938 an den Dichter Dr. Hans Caroffa. Die Ehrung gilt gleichermaßen dem Kämpfer für deutsche Art und deutsche Kultur wie dem Dichter der Stille, in dessen reifen zucht- vollen Werken sich das geistige Erbe Goethes in edlen Formen verkörpert. Hans Carossa hat in feinem Beruf als Arzt und in seinem dichterischen Schaffen stets dem goethischen Vorbild nachgestrebt: Bekenner, Dichter und Gestalter des Lebens zu sein. Frankfurt a. M., den 28. August 1938. Dr. Krebs, Oberbürgermeister und Preußischer Staatsrat.* Was die englische Wiederaufrüstung betreffe, so löse diese bei anderen Nationen kein Mißtrauen aus, weil alle Welt wisse, daß die englischen Waffen niemals für einen Angriffszweck be= nutzt würden. Ferner wisse man, daß GngianoJia) aus dem Grund stark mache, barmt es selbst sicher sei und somit auch ein sicherer und wirksamer Friedensfreund. Alle Bemühungen der britischen Regierung seien auf die Stärkung der Frie- bensgrunblage gerichtet und auf die Annahme des Prinzips der Erörterung unb Der Vernunft in Der Regelung internationaler Differenzen. Der Beginn eines Konfliktes fei wie der Beginn eines Feuers mit starkem Winbe. Beim Ausbruch könne es vielleicht noch begrenzt werden. Wer aber könne sagen, wieweit es sich ausdehnen wurde, ober wie viel man aufbieten müsse, um es zu wichen. Simon meinte bann, inbem er auf die Genfer Liga zu sprechen kam, baß das Ideal der Liga, die Ersetzung der Gewalt durch Vernunft, gut |ei. Abschließend' betonte er, daß England immer bereit sein werde, seinen Beitrag zur Aufrechterhaltung des Friedens zu liefern. Chamberlains Erklärung vom 24. März Chamberlain hatte am 24. März erklärt, England könne nicht garantieren, die T sich e ch o - Slowakei im Angriffs- falle automatisch Z u unterstütz en. Ferner könne es ebenso Frankreich gegenüber sich nicht zu voller militärischer Hilfe verpflichten, falls Paris feinen Verpflichtungen hinsichtlich des französisch-tschechischen Vertrages nachkommen würde. Chamberlain hatte dann aber dieser Erklärung noch folgendes hinzugefügt: Wo Krieg und Frieden Oen werden, geht es nicht allein um legale chtungen. Sollte ein Krieg ausbrechen, dann würde es unwahrscheinlich sein, daß m auf Um luidußflU fctoto toM ÄS Jm Frankfurter Römer versammelten sich die Gäste der Goethe- und der Shakespeare-Gesellschaft sowie des Freien Deutschen Hochstiftes zur Vorfeier von Goethes Geburtstag. Die Teilnehmer waren in großer Anzahl erschienen, um dem Fest- oortrag von Universitäts-Professor Franz Koch (Berlin) über „Vergangenheit und Gegenwart in npuilIKK ulK Eins" beizuwohnen. Die gemeinsamen Tagungen IiJ die P r o k 1 a m a Sudetendeutschen bis- allein als Ehrung, sondern sie sei der Universität h5°ge'üb^bewund-rnsw°rte Disziplin Nachlassen Ul-ich -in- Verpflichtung, ben Geist Goethe- wei- könnte. • Im Namen der beteiligten Gesellschaften dankte Professor Deetjen. Die Stadt Goethes sei aus der Geschichte des deutschen Shakespeares-Kultes nicht wegzudenken, habe doch die erste Shakespeare- Feier einst im Geburtshause Goethes stattgefunden, wobei der junge Wolfgang selbst die Festrede hielt. Heute vereinigten sich die beiden großen, in Weimar beheimateten Gesellschaften zu einer Huldigung an die großen Genien, an deren geistiger Schöpferkraft sich die Besten der Welt erquickt haben. Professor Beutlers Vortrag würdigte Leben und Wirken des Künstlers Johann Heinrich F u ß 1 i. Bestrafung der Schuldigen und Sicherung dafür verlangt, daß in Zukunft derartige beleidigende Veröffentlichungen nicht mehr möglich sind. ♦ Wie wir zu dem Schmähartikel in der „Morav- fkosteszki Denik" erfahren, handelt es sich zweifellos um eine planmäßig betriebene Vergiftung der Atmosphäre von tschechischer Seite, denn es ist auffallend, baß bas tschechische Blatt „Pozor" (auf beutfch „Achtung"), bas in Olmutz erscheint, ben gleichen Text biefes Machwerks veröffentlicht. Da das letztere Blatt einem anderen Verlag gehört, muß die Herstellung und Verbreitung dieses Greuelartikels von einer britten Stelle betrieben worben fein. Kabinettsrat in London. Einseitig gegen die Sudetendeutschen. London, 27. Aug. < vV > / Stunde der Hausfrau! Die in den Hausfrauenkrcifeu begeistert aufgenommenen Weiß-Wasch-Vorführungen Eintritt frei! Kein Verkauf! 5557V derVersil-Werke finden auch in dieser Woche, und zwar vom Montag, dem 29. August, bis zum Freitag, dem 2. September, täglich um 16.00 und 20.00 Uhr. im Restaurant „Hovfeld", Friedrichstraße 4 statt Edgar BORRMANNI; Dießen, Neustadt 6-7, Ruf Nr. 4165 Stvanssvevfteigevuns Dienstag, 30.Aug., 14 Uhr, sollen int Versteigerungslokal Neuenweg 28, bzw. an Ort und Stelle, Bekanntg. in obig. Lokal, zwangsweise siegen sofortige Barzahlung verstetgert werden: Haus-, Laden- u. Büromöbel all. Art, Anzugsstoff, Schreibmaschin., 1 Registrierkasse, 1 Schaufenster- ausstellungseinrtchtung, 1 Spiegel. Bestimmt werden versteigert: 1 Haarschneidemaschine, 2 Dam.- Mäntel, 1 Jagdbüchse. 6559D ^phapmann Gerichtsvollz.i. Gießen Übllöl llldllll Wiesenstr. 2, Tel. 3108 Dr. Malech verreist bis 11. September Vertreter: Dr. Gürtler Dr. Marx Dr. Mehl Dr. Scheerbarth 5554V llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllh Ihre Geschäftsdrucksachen ■teilen die Verbindung her zu Ihren Erzeugnissen Men stellt sich die Beschaffenheit Ihrer Waren so vor. wie man Briefbogen. Briefumschläge. 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Schulz geben ihre Vermählung bekannt Gießen, Lesslngstraße 15 p. Forst (Lausitz) 27. August 1938 5552V GewirmouSzug 5. Klasse 51. Preußisch-Süddeutsche (277. Preuß.) Klusien-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und H 17. Ziehungstag 27. August 1938 Sn der heutigen Dvrmittagsziehung wurden gezogen 2 Gewinne za 20000 RM. 127901 4 Gewinne zu 10000 RM. 108008 154112 4 Gewinne zu 5000 RM. 5745 80284 10 Gewinne zu 3000 RM. 139920 174952 182354 248465 271521 16 Gewinne zu 2000 RM. 42622 157675 185169 257315 299660 321121 360461 376691 46 Gewinn« in 1000 RM. 15138 31632 41095 66412 66151 86104 119788 145215 152826 176416 181598 204654 213449 235848 267511 286679 299584 302200 316771 318896 330372 380354 384170 104 Gewinne pl 500 RM. 4788 5601 11684 12326 15528 19287 23100 26574 28035 32272 49743 52661 62464 63190 67999 72001 77736 108062 118951 130693 136656 152547 159955 160418 172590 185022 190479 210401 211442 214551 248215 252606 256464 269087 275789 279727 304642 308413 330836 333159 333289 334464 357324 363784 369428 370428 372097 373513 376810 381424 389050 394725 166 Gewinne zu 300 RM. 1542 3626 4171 14896 17742 20859 21233 30391 32266 39918 43248 55983 61324 64225 72382 82679 102775 116052 118561 119298 125330 129101 >4 36647 143036 143937 151167 161759 164948 7 172840 179389 18ÜI20 182110 182176 183484 186607 190755 191036 198936 199435 201028 208287 211700 222414 224678 225808 226504 227353 239351 243298 253686 255007 261687 265858 270480 275808 279320 283299 285982 286265 291732 294423 307479 309614 316226 316257 318288 318728 321278 324241 325131 330688 338196 340639 342179 345297 348921 349518 351146 352649 355757 378113 382261 394447 Außerdem wurden 4648 Gewinne jn 150 RM. gezogen. In der heutigen Nachmlttagszlehung wurden gezogen 6 Gewinne zu 5000 RM. 132412 201259 385555 8 Gewinne zu 3000 RM. 34526 50312 254863 287303 22 Gewinne zu 2000 RM. 6181 16756 26176 37990 83520 97379 109447 300513 363298 376475 394227 58 Gewinne zu 1000 RM. 2243 5829 13138 41051 47122 68527 93931 101611 102381 105984 130459 130694 156858 181159 208445 212866 218469 218746 226880 273576 273643 281893 284975 296605 313060 320092 331996 390491 393757 70 Gewinne zu 500 RM. 3738 4784 18730 23549 26539 30596 43235 46515 47359 62879 72833 89938 94821 101762 108424 121168 163363 168771 173894 175605 192997 217285 225089 261929 267353 268810 299779 300899 322674 324811 328648 341810 347742 366756 367946 9288 12843 20715 22491 22895 67740 94933 117103 155373 179110 204701 231404 267305 285608 306084 332459 377296 112368 137719 159992 188841 216620 258909 272670 291680 311452 359047 383143 114221 141904 166737 191032 225753 260027 272743 294337 313930 363642 387639 105738 123006 157036 187450 216106 246856 271386 289179 306932 350888 380931 114531 146800 174280 193844 230117 261577 277862 298575 323508 368972 388036 149759 176291 199165 230453 261593 283869 302593 326615 375609 393587 168 Gewinne zu 300 RM.---— .- — ------- ---- 38902 51599 55347 60793 62658 63684 68475 74896 75831 83591 91633 93759 ----- ------ ----------116536 Außerdem wurden 4168 Gewinne zu 150 RM. gezogen. tim Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu je 1000000, 2 zu je 500000, 6 zu je 30000, 12 zu je 20000, 44 zu je 10000, 70 zu je 5000, 148 zu je 3000, 362 zu je 2000, 1250 zu je 1000, 1896 zu je 500, 3766 zu je 300, 87442 zu je 150 NM. werden gesucht. 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