London, 29. Juli. (DNB. Funkspruch.) Zu er fieMfion. Polens presse mahnt an den 28. Juli , Menus AA itg o n n e n haben. ruf Wfpij I lkwerte. l k Die Erklärung de 0,13 ”hl7tric;0bi:.' Atenbüros muß r lb^e5 W arf «ußerordentliches Ei hinten in* h»m 91 m?ni i Ärtionalitätenftatuts sei dertschen Partei b e r e i S7e“e“ Ä fei£ 6k wefent; einstimmung mit den Engländern Können und licken französischen Interessen weniger zu be- müssen w,r die Grundlage er ner Verstand,, hindern als andere. Hier liege das ernste Problem, g u n g mit Deutschland bieten. über das die Franzosen nachdenken müßten. Man werde sich nicht durch einfache Verneinungen aus der Sache ziehen können; und noch weniger, wenn man durch andere Erwägungen, wie etwa durch die Judenfrage, die Frage der deutsch- französischen Beziehungen verfälschen lasse. Die Franzosen hätten die Pflicht, in erster Linie an sich s e l b st zu denken. Sie seien nicht dazu geschaffen, eine Art Kreuzzug, der von gefühlsmäßigen weltanschaulichen Gründen diktiert sei, gegen Maßnahmen zu unternehmen, die die Nachbarländer für gut empfunden hätten, bei sich einzuführen. Das sei deren Angelegenheit und nicht diejenige Frankreichs. Würde eine wirtschaftliche Ausdehnung Deutschlands in Mittel- und Südosteuropa längs der Donau, die die Unabhängigkeit der anliegenden Staaten bestehen lasse, geeignet sein, die großen französischen Interessen ernstlich zu behindern? Frankreich sei zwar auch eine Festlanüs- macht, aber vor allem ein großes Kolonial- land, dessen Besitzungen in der ganzen Welt verstreut liegen. Was würde nun gefährlicher für Frankreich sein? Zuzusehen, daß Deutschland seine Tätigkeit in Mittel- und Osteuropa entwickele, oder im Gegenteil, daß es sich über den Erdball, besonders im Mittelmeer, ausbreite und danach trach/e, Frankreich und England diesen oder jenen Punkt ihrer Weltreiche streitig zu machen? Man müsse zwischen diesen Unannehmlichkeiten wählen. Flandin schloß: „Meine Wahl ist getroffen. England und Frankreich sind sich durch ihre gemeinsamen Interessen nahegekommen. In voller Ueber- sprechung zu der ii glich; bod) dürste > 5 Steuerpflichtig mten Einnahmen Zerbungstojttv. r M un£ Gewerbetreibend it nicht überflei# )er Buchführung^ n Kriege stand i- ■g jfeldartillerie-Mj- m Die alte KO >er Rheinstraße, efc ?ilung in die neue ■- ße verlegt. 19: Tag der Mair kämpfe des dritten; terhaltungskonzert: im Auslande auf 23: Nachrichten. 1 $4 bis 3: NachtkN Ibdr um wesentliche Teile des Wortlautes jenes Vorschlages der Regierung, der Mission Runcimans schreibt die „Times", die Tätigkeit Runcimans werde mehrere Monate in Anspruch nehmen. Außer seinem Sekretär werde er noch eiben Wirtschaftssachver- kündigen des britischen Außenamtes mitnehmen, der jedoch während seiner Tätigkeit in der Tscheche! nicht vom Foreign Office bezahlt würde, da es sich um eine persönliche Mission handele. „Daily cherald" rechnet damit, daß Runcr- man am Dienstag abreist. Er sei bereits eifrig dabei, das Unterlagenmaterial, soweit es in London erhältlich sei, zu sammeln und zu studieren. Auch „Daily Mail" erwartet die Abreise Runcimans am nächsten Dienstag. Beamte des Foreign Office, die Triumph über bii lur Station Eiger. "G dir reß-M.j wistifchen Krieges eine für die Sowjets glückliche Stellung annahm, warfen die Tschechen ihre Maske vollends ab und traten als offene Feinde Polens hervor. Auch auf dem Internationalen Forum hätten sich dann die Intrigen der Tschechen durchgesetzt. Der Botschafterrat sanktionierte die tschechischen Gewaltmaßnahmen, und das Teschener schlesische Land wurde der Tschecho-Slowakei einverleibt. Die polnische Delegation mußte diesen Beschluß annehmen, der Polen in einem Augenblick aufgenötigt wurde, in dem es alle seine Kräfte auf den Schlachtfeldern anspannen mußte, um der Lage Herr zu werden. „Expreß Poranny" schreibt, die Polen vor achtzehn Jahren zugefügte Wunde habe sich bis heute nicht geschlossen. Dies könne nur dann geschehen, wenn die Tschechen der polnischen Minderheit alle Rechte für eine autonome nationale Entwicklung gewähren. Aber die Tschechen betrieben eine entgegengesetzte Politik, au ihnen laste der Fluch der bösen Tat. Ihre verräterischen Gewaltmaßnahmen vor 20 Jahren versuchten sie jetzt dadurch zu rechtfertigen, daß sie durch eine brutale Tschechisierungspolitik den polnischen Charakter dieses Landes auszulöschen versuchten. „Kurjer Poranny" weist schließlich darauf hin, daß die Nationalitätenfrage in der Tschecho-Slowakei heute nicht nur den tschecho-slowakischen Staat, sondern auch den Frieden Europas bedrohe. Don Moskau erhalte Prag die Anweisungen für seine verfehlte Politik der Verschärfung seiner Beziehungen mit den Volksgruppen, deren berechtigten und begründeten Forderungen gegenüber es taub sei. Der tschecho-slowakische Staatsorganismus sei bis ins Mark hinein krank. Flandin fordert Verständigung mit Deutschland Paris, 29. Juli. (DNB. Funkspruch.) Der ehemalige Ministerpräsident und frühere Außenminister Flandin sprach sich einem Journalisten gegenüber über die Möglichkeit und Notwendigkeit einer Verständigung mit Deutschland aus. Würden die großen europäischen Mächte es nicht fertig bringen, den Frieden zu organisieren, dann würden sie allesamt und Frankreich an der Spitze in einem großen Zusammenbruch unter g e h e n , falls sie sich nicht vorher in einen Krieg hineinreißen ließen, der ihre Lage im übrigen nicht verbessern, sondern nur noch erschweren würde. Kein Staat sei in der Lage, noch lange die ständig wachsenden Lasten der Rüstungen zu ertragen. Werde es gelingen, die Beziehungen Frankreichs zu Deutschland zu verbessern und werde man zu einer Verständigung zwischen beiden Ländern gelangen? Nicht dadurch, daß man sich weigert, an dieses Problem heranzugehen, würde man ein befriedigendes Ergebnis erzielen. Jeder Franzose müßte, ganz gleich welcher Partei oder politischen Meinung er angehore, sich bemühen, auf die Frage eine Antwort zu finden. Die Franzosen seien gezwungen, Deutschland in seiner augenblicklichen Form anzunehmen und seft- zustellen, daß es militärisch, industriell, durch selve Bevölkerung, durch sein wirtschaftliches Potemell, durch seinen Zusammenhalt und seine -Dt|3iplin eine der größten Mächte, ja die größte Macht Europas ist. Natürlich strebe Deutschland danach, sich auszudehnen. Unter den verschiedenen Formen der Ausdehnung, zu denen es sich hingezogen in Minderheitenfragen besondere Erfahrungen hätten, seien ihm zur Verfügung gestellt worden. Die Ansichten der englischen Presse über die Erfolgsaussichten der Reise Lord Runcimans nach Prag sind nach der Veröffentlichung des Prager Nationalitätenstatuts offensichtlich gedämpft worden. Jedenfalls finden sich am Freitag in den Prager Berichten englischer Korrespondenten Stellen, die mehr auf zurückhaltende Beurteilung als auf eine betonte Zuversicht schließen lassen. „Daily Expreß" schreibt: „Lord Runcimans Auftrag als Vermittler zwischen der tschecho-slowakischen Regierung und ihren drei Millionen sudetendeutschen Staatsbürgern ist am Donnerstagabend schwieriger gemacht worden, nachdem sich die Kluft zwischen den beiden Parteien erweitert hat." Um die Selbstverwaltung der Volksgruppen. Prag, 28. Juli. (Europapreß.) Am Donnerstag wurde der Sudetendeutschen Partei im Auftrag der Regierung von dem Präsidenten des Derfassungs- qerichtshofes, Dr. K r e j c i, der Entwurf eines Gesetzes über die Grundlagen der Organisation der territorialen Selb st Verwaltung s- verbände überreicht. Von der Sudetendeutschen Partei wurde der Gesetzentwurf, zu dem auch mündliche juristische Erläuterungen gegeben wurden, ohne Stellungnahme entgegengenommen. für Gessürel A f 139 (139/50) Jf 0 75). Leicht erf <8 Metallgeld bert notierten i w M mal auf den Zahn zu fühlen, ob die hier gemachten Zugeständnisse wohl ausreichen würden, um an der udetendeutschen Frage vorbeizukommen. Daß so eine Taktik bei den Sudetendeutschen nicht mehr verfängt, sollte man eigentlich in Prag ein gesehen haben. Das Sudetendeutschtum fordert sein Recht. Es ist eines der Staatsvölker der Tschecho- Slowakei und keine Minderheit. Nur auf diesem Grundsatz kann sich eine Neuorganisation des tschecho-slowakischen Staates aufbauen, die den Frieden im Innern sichert und die Tschecho-Slowakei als europäischen Kriegsherd ausschaltet. Runcimans Mssion. jXns -u-d-» tt(ren, wurden nicht abgeschlossen. Darum können Nblikationen einzelner Teile der Nationalitäten- v^lagen und auch journalistische Erwägungen über djien Inhalt keine vollkommene Uebersicht über dis gesetzgeberische Werk gewährleisten, das die Grundlage einer neuen Nationalitätenregelung in bir Tschecho-Slowakei sein soll. Zu dieser Meldung erfahren wir aus dem Kreise der sudetendeutschen Delegation: Die Mitteilung Wß außerordentliche Verwunderung erregen. Es handelt sich bei der Veröffentlichung des Nationa- ftititenstatuts durch Prager Blätter un bestreit- bef- fliflM' ,jj jl. ieteJ-Aer(ö Prag, 28. Juli. (DNB.) Das Tschecho-slowakische Peßbüro erklärt, in den letzten Tagen brachten enge Blätter Artikel, in denen einzelne Teile o s dem Gesamtwert der Nationalitätenoorlagcn al geführt oder kommentiert wurden, an denen die tzjgierung soeben arbeitet Von amtlichen Stellen wird auf die Tatsache aufmerksam gemacht, daß olle derartigen Auszüge aus den Regierungsvor- lazen kein wirklich erschöpfendes Bild bitten, weil es sich nicht um Werke handelt, deren Rtdaktion bereits definitiv abgeschlossen wäre. So- Iffige das Programm der Uebertragung der Kompetenz von höheren Organen an iie Selbstverwaltungsor g ane nicht genau festgesetzt sein wird, ist es nicht möglich, über düse Reform ein endgültiges Urteil auszusprechen. Blutende Olsa-Grenze. Die polnisch-tschechische Spannung im Teschener Land. Don unserem X.H.-Korrespondenien. Warschau, 28. Juli. Dor dem Schloß in Teschen, das von dem ehrwürdigen Piastenturm überragt wird, steht ein Denkmal, das mehr als die Grenzposten an der nahen Olsabrücke die polnisch-tschechische Spannung widerspiegelt. Auf einem hohen Sockel erhebt sich eine feurige Polin, die zu einem Schwerthieb nach dem Westen ausholt. Es ist so aufgestellt, daß es die tschechischen Gendarmen jenseits der Brücke täglich vor Augen haben. Die Inschrift erinnert an die in den Kämpfen um das Teschener Ländchen nach dem Weltkrieg gefallenen Polen, und die frischen Kränze an einen Stufen verraten, daß dieses Gedenken heute o frisch ist wie zuvor. Jeder Fremde, der einmal mit wachen Augen durch diese zwischen zwei Staaten aufgeteilte Stadt gewandert ist, wird hier von jener eigentümlichen Spannung eingefangen, die zur Problematik dieses Raumes gehört und eben in diesen Tagen neuer» dings zu schweren Belastungsproben der Beziehungen zwischen Warschau und Prag geführt I)aL Weder der schönste Sonnenschein über diesem fruchtbaren Hügelland noch das friedliche Geplätscher der Olsa, seit 1920 die Schicksalslinie zwischen Polen und Tschechen, können darüber Hinwegtäuschen, daß hier hinter jedem Stein und jeder , Mauer ein fanatischer Wille lauert, der jeden Fußbreit des Bodens mit einer Glut zu verteidigen bereit ist, wie sie dem Völkerringen im Osten eigen ist. Hier ist jede Position abgesteckt, jedes Straßenschild, ob es diesseits der Olsa von König Sobieski verkündet oder jenseits die tschechische Geschichte verherrlicht, ist Ausdruck und Zeichen dafür, daß der jahrhundertealte Krieg der Dölker von nüchternen und modernen Strategen mit den typischen Mitteln des Grenzländers dort fortgesetzt wurde, wo 1920 die Maschinengewehre nach dem Spruch der Botschafterkonferenz schweigen mußten. Als diese Entscheidung dem Blutvergießen um Teschen ein Ende machte, war die aufstrebende Stadt in zwei ungleiche Hälften geschnitten und damit in ihrem Lebensnerv getroffen worden. Nicht nur Feindschaft wurde zwischen den Völkern aufrechterhalten, sondern auch wirtschaftlich bereitete dieser Spruch der Stadt schwere Sorgen, denn sowohl der tschecho-slowakische als auch der der polnischen Republik zugesprochene Teil sank in Umfang und Bedeutung zur mittelmäßigen Kleinstadt herab, der auch die Aufpfropfung zahlloser Aemter nicht mehr helfen konnte. War die Stadt vordem der Mittelpunkt des Ländchens mit feinem Jnduftriereichtum zwischen Bielitz und Ostrau gewesen, so erdrosselte die Teilung ihren Aufstieg infolge des Fehlens des Hinterlandes. Um so tiefer aber hat sich der Haß in ihre alten Mauern eingefressen. Man muß nur einmal einen Gang durch das Museum von Polnisch-Teschen gemalt haben, um sich einen Begriff von der zähen Verbissenheit der Menschen in ihren Vorstellungen und Träumen zu machen. Wenn anderswo die Museen eine versöhnliche Atmosphäre der Wissenschaft verbreiten, hier wird selbst hinter dem Glas der Vitrinen um Anspruch und Geltung gekämpft. Mögen es nun farbig leuchtende Trachten der Bergbewohner, vergilbte Urkunden oder gar- Phantasiebilder von der Abstimmung sein, die zwar vorgesehen war, jedoch nie stattgefunden hat. Eine eindrucksvolle Mahnung dafür, wie frisch im Gedächtnis der Lebenden sich die stürmischen und blutigen Szenen aus dem Bürgerkrieg nach 1918 erhalten haben, sind die zahlreichen Aufnahmen aus den Kämpfen, darunter Bilder von Gefallenen, deren noch im Tode verbissene Gesichter Zeugnis von der erbarmungslosen Härte jener Begebnisse ablegen. Nichts spricht deutlicher für die wechselvollen Völkerschicksale in diesem Raume als die deutschgeschriebenen Urkunden aus der Gründungszeit von Tje- schen. Deutsche haben die gemütlichen Laubengänge am Ring erbaut, die in jeder anderen deutschen Stadt stehen könnten. Aber so wie in Kuttenberg und Prag und Budweis haben die Wellen der Zeit auch hier Symbole und Fahnen verändert, die deutschen Bauten aber sind geblieben und dauern in die kommenden Jahrhunderte hinein als Zeugnisse deutscher Kulturleistungen. So umfängt den Besucher die Geschichte eines Landes, das von allen Seiten den Kultureinflüssen ausgesetzt war und eine wahrhaftige Dreivölkerecke Europas geworden ist. Die letzte große Veränderung hat der Weltkrieg ausgelöst, an den heute noch im Teschener Museum ein Wehrschild erinnert, der mit Opfernägeln beschlagen ist. Auf drei talergroßen Nägeln kann man die Namen des Zaren Ferdinand von Bulgarien, des Kaisers Wilhelm II. und des Kaisers Franz Josef I. lesen, die damals in Schloß Teschen, dem Hauptguartier des österreichischen Heeres weilten und über jene Stufen geschritten sind, vor denen heute die nach Westen drohende Polin aus Bronze steht. Diese Erinnerungen, die auf der tschechischen ; Seite mit der gleichen Inbrunst gepflegt werden, , bilden gleichsam den bunten Hintergrund zu den : unaufhörlichen Zwischenfällen an der Olsa, die das polnisch-tschechische Verhältnis so : schwer belasten. Die Beschwerden der jenseits der Grenze lebenden Polen über die planmäßige Ver- ‘ tschechung ihres Siedlungsbodens sind nie abgerissen, - und zeitweise hat die Verbitterung Formen ange- i nommen, die sogar zu diplomatischen Verwicklungen ° führte. Gerade 'jetzt hat die Verhaftung zahlreicher Polen durch die tschechische Polizei und das gegen 6elrei6ebötifc 196' ® äh ! ä e i •5°; »sä I K I 6%shA I V I ohne BerbindlM : Leitung.) Jung einer jeden K I ist mangels M n Bestimmung rö | Warschau, 28. Juli. (DNB.) Alle der Regierung nahestehenden Blätter gedenken heute des 28. Juli 1920, an dem die Vertreter der Großmächte die Abtrennung der jenseits des Olsa-Flusses gelegenen polnischen Siedlungsgebiete von Polen und ihre Einverleibung in die Tschecho-Slowakei beschlossen. „Gazeta Polska" stellt fest, daß die Vertreter der Großmächte damit eine Gewaltaktion beglaubigt haben, die von tschechischen Truppen gegen dieses Gebiet ergriffen wurde, als sich der polnische Staat in einer beispiellos schweren Lage befand, als er nämlich seine eben gewonnene Freiheit gegen den bolschewistischen Ansturm, der bis vor die Tore Warschaus vor- geörungen war, verteidigte und die Zivilisation Europas rettete.'In dieser Zeit seien die Tschechen den Polen in den Rücken gefallen. Als am 5. November 1918 zwischen der Vertretung der polnischen Parteien und dem tschechischen Nationalrat in Mährisch-Ostrau ein Vertrag über die tschechisch-polnische Grenze geschlossen worden war, habe Prag von der slawischen Brüderschaft und der tschechischen Solidarität deklamiert. Polen habe diesen Deklamationen Vertrauen geschenkt, und die polnischen Truppen seien aus dem Teschener schlesischen Gebiet zur Verteidigung Lembergs aus- gerückt. Prag habe auf diesen Augenblick nur gewartet. Es gab den tschechischen Regimentern den Befehl, den Ülsa-Fluß zu überschreiten und in dieses polnische Gebiet einzurücken. In dieser Zeit, als das an der Olsa gelegene schlesische Gebiet von den Tschechen okkupiert war, sei man mit Gewaltmaßnahmen zur Terrorisierung dieses Landes und zur Zerschlagung Polens übergegangen, das um feine Unabhängigkeit kämpfte. Als die Entwicklung Polens infolge des bolsche- Klang zur M elt mit dem Kind, hulturnens. 12: j if1 ®eiler das politische" Mi'nisterkomitee, noch der sechsgliedrige Parlamentsausschuß haben ihre Ar- 14 in- ’ n bisher beendet, und auch die sachlichen 23er» rmiifi/ 1 r. ffld Hastdiungen mit den Vertretern der politischen Par- Mdungen Das' roeId)e einzelnen Nationalitäten repräsen- frhe von Breslau. mnalitätenstatuts und des Sprachengesetzes zu- ntndest durch das politische Minister- Irmite e bereits gebilligt war, und mtzte sodann als die am 15. Juni offiziell ange- .finbigte Verhandlungsgrundlage neben kn Memorandum der Sudetendeutschen Partei Stiertet werden. Die heutige amtliche Mitteilung inte nur den Sinn haben, daß nunmehr die Re- rung die bereits der Sudetendeutschen Partei vergebenen Vorschläge nicht mehr als gültig betrachtet unb neue Vorschläge üyierbreiten will. Hiervon ist der Delegation der Sidetendeutschen Partei aber bis jetzt nichts be» ■ BÄ-nt. Es bedarf keiner weiteren Ausführung, daß vor be: Öffentlichkeit falsche V o r st e 11 u n g e n fikr ben gegenwärtigen Stand der Gespräche zwischen der Regierung und dem Sudetendeutschtum erveckt werden. Diese falschen Vorstellungen werden Nülh dadurch verstärkt, daß von sachlichen Verhand- lurgen mit den Vertretern der politischen Parteien, Mche die einzelnen Nationalitäten repräsentieren I kit) die „noch nicht abgeschlossen seien", gesprochen hirb. Es ist demgegenüber richtig, daß solche sach- Mchen Verhandlungen überhaupt noch nicht . HÖte Erklärung des amtlichen tschechischen Nach- lithtenbüros muß nach verschiedenen Seiten hin außerordentliches Erstaunen erregen. Schon kurz dem 21. Mai versuchte die Tschecho-Slowakei bet um einen Ausgleich in der sudetendeutschen 5'age bemühten Westmächten dadurch Sand in me itgen zu ftreuen, daß überaus eilfertig und den ü tsachen vollkommen widersprechend die Erklärung nirbreitet wurde, der Regierungsentwurf eines den Vertretern der fudeten- wltcher der Delegation der Sudetendeutschen Partei am 30.Juni 1938 offiziell überreicht toirbe. Das gleiche gilt für ben Entwurf eines Teien Sprachengesetzes. Daraus mußte geschlossen Mrben, baß ber Entwurf ber Grundsätze des Na- __v v w tts übergeben worden. 9r Wirklichkeit war damals das Statut ü b e r = 'hupt noch nicht abgefaßt worden. Die IMifdie Regierung hat vielmehr nichts unver ucht I fassen, die Verhandlungen mit den mchttschechischen liftsgruppen zu verschleppen, offensichtlich in der Öffnung, sich um die Erfüllung der entscheidenden i'ijtcberungen überhaupt Herumdrücken zu Ehnnen. 2tn die Sudetendeutschen in der Weltoffentnch- feit zu diskreditieren, wurde von Prager Regie- Mgsblättern und einer von Prag aus bedienten Mnzösischen Agentur ein Auszug aus der Denk- ^fift ber Subetenbeutschen Partei veröffentlicht, ber so lückenhaft unb verstümmelt war, daß er em nz falsches Bild von den sudetendeutschen occberungen erwecken mußte. Die Sudetendeutsche hrtei hat damals durch die sofortige ^.^hnt- idimq des vollen Wortlautes ihrer Denkschrift die- V tschechischen Anschlag pariert Darauf brachte M- ber tschechischen Regierung nahestehende „P r a pr Tagblatt" einen langen Auszug aus Dem h gierunase.ntmurf des Nationalitaten- ■ |fo: uts. Drei Tage lang hat die Regierung dazu : schwiegen, daß auch in tschechischer Sprache ge- h'iebene Regierungsblätter diesen Auszug ver- 81 sfintlichten. Nun plötzlich, als man in Pray er= innen muß, daß der veröffentlichte Entwurf auch N der öffentlichen Meinung Frankreichs und Eng- ? Ihribs als völlig ungenügend empfunden I >i"b, will man es in Prag nicht wahrhaben, daß ic er Auszug dem tatsächlichen Regierungsentwurs iripricht und dement ie r t das eigene R e - j citrungsorgan. über mit solchen Mätzchen kann man Nicht verbuchen, daß die Absicht vorlag, durch die Der- Irfsnftichung des Prager Tagblatts im Ausland ein- Lin neues Täuschungsmanöver der Prager Regierung. Helisame Stellung des amtlichen Pressebüros zur Veröffentlichung des Nationalitätenstatuts lkr.l75 Erster vlatt 5rettag,29.Zulil9Z8 188. Jahrgang Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche llniverfitätsdruckerei R. Lange in Sieben. Schristlettung und SeschSftLftelle: Lchulstrabe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für I mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von 70mm Breite bORpf.,Platzoorschrift nach oorh.Dereinbg.25°/<» mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemein* , nützige Anzeigen sowie ein* spaltige Belegenheitsanzei* gen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B trschetnt täglich, außer Ionntags und Feiertags eilagen: Die Illustriert» leßener Familienblätter eimat im Bild • Die Scholl» Monatr-vezugspreis: llt 4 Beilagen RM.1.9S hne Illusttierte e 1.80 ustellgebühr e -.25 uch bei Nichterscheinen )n einzelnen Nummern :folge höherer Gewalt Zernsprechonschlüffe iter Sammelnummer 2251 nschrift für Drahtnach- chten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11688 ■ . r . i-r i'l-li f-lf H ?r, . W M W M H M . W M . * r- ? ' <. W-M Eröffnung des Deutschen Turn- und Sportfestes ab- nifter, denn 60 Stunden richtete einen mahnenden Appell an die Führerinnen des deutschen Frauensports und der deutschen Frauenarbeit, bei allem Tun stets das hohe vom Führer gewiesene politische Ziel vor Augen zu Haden, ein Ziel, dem auch die Leibeserziehung der Frauen zu dienen bestimmt sei. Wir wollen versuchen, Frauen zu bilden, die eine geistige Weite, eine mütterliche Seele und eine praktische Lebens- qestaltung miteinander vereinen. Wir wollen gesunde Mütter und Mädels, die in sich den Sinn für eine natürliche Gesundheit entwickelt haben. Wir deutschen Frauen und Mädchen müssen wissen: Wie die Frau aussieht, wie unsere Haltung ist, so spricht Deutschland. Wenn in dieser Zeit die Männer unseres Volkes mit dem Führer ihren Degen vor Deutschland halten, sollten wir Frauen unsere arbeitsamen und segnenden Hände und unsere vertrauenden Herzen schützend vor und über diesem Deutschland breiten. Nach dem gemeinsamen Gesang des Liedes „Seht, wie die Sonne dort leuchtet" faßte die Reichsfrauen- wartin des DRL., Henni Warninghoff, die Gefühle der Versccknmelten in dem Gelöbnis zusammen, daß diese Stunde weiterklingen werde in die künftige Arbeit. Ihr Sieg-Heil auf den Führer, dem die Sprecherin im Namen aller sporttreibenden deutschen Frauen das Gelöbnis darbrachte, das Volk in Leibesübungen auch für die deutschen Frauen zu schaffen, fand ein begeistertes Echo. Reichsinnenminister Dr. Frick eröffnete in der Schlesier-Kampfbahn des Hermann-Göring- Sportfeldes zu Breslau das Deutsche Turn- und Sportfest 1938, zu dem deutsche Turner und Turnerinnen aus aller Welt gekommen sind. Unser Bild gewährt einen Blick auf die Fahnengasse. Im Hintergrund der Glockenturm des Sportfeldes. — (Scherl-Bilderdienst-M.) es gebe Länder, wo zum Teil bis zu in der Woche gearbeitet werde. Am Tage der Eröffnung des Deutschen Turn- und Sportfestes übergab Reichsinnenminister Dr. Frst dem Reichssportführer von Tschammer und Ost- das neue Banner des Deutschen Reichsbundes D Leibesübungen^ (Scherl-Bilderdienst-M.) schen Turn- und Sportfest. Reichsminister Dr. Goeb. bels trifft am Freitag zwischen 19 und 20 Uhr auf dem Breslauer Flughafen ein und wird noch Freitagabend an der Feierstunde des Deutschtums im Auslande im Rahmen des Deutschen Turn- und Sportfestes teilnehmen. — Der Appell des Deutschtums im Ausland auf dem Schloßplatz zu Breslau wird am heutigen Freitag, 21.30 Uhr, von allen deutschen Sendern übertragen. ein internationales Frauenlager gehalten wird. Oie 'Neichsfrauenführerin, $rau Scholz-Klink Or. Goebbels spricht heute abend in Breslau. Breslau, 29. 3u(i. (DNP.) Reichsministsr Dr. Goebbels, der bereits im vergangenen Jahr als Schirmherr des Deutschen Sängerbundes- festes während »der damaligen Festtage des deutschen Volkstums in Breslau das Wort nahm, kommt nun auch zu dem jetzt voll im Gange befindlichen großen Fest des deutschen Volkstums, dem Deut- Breslau, 29. Juli. (DNB.) In einer aus gleichem Anlaß bisher noch nicht erreichten Zahl ver- ammelten sich am Donnerstagabend im Rahmen des Deutschen Turn- und Sportfestes im Breslauer Konzerthaus die Führerinnen des Deut- chen Reichsbundes für Leibesübungen zu einer Kundgebung, an der auch Vertreterinnen aus Staat und Bewegung, die Gau-Frauen- chaftsleiterinnen der NS.-Frauenschaft, die Obergauführerinnen des BDM., die Führerinnen des BDM.-Sports, des Deutschen Roten Kreuzes, des NS.-Lehrerbundes, des Reichsarbeitsdienstes für die weibliche Jugend, des Frauenamts der DAF. und anderer mit dem deutschen Sport in Beziehung stehender Verbände sowie Vertreterinnen des deutschen Volkstums im Auslande teilnahmen. Als Leitwort für die Kundgebung leuchteten von der. mit rotem Tuch ausgeschlagenen Stirnwand des großen Saales die Worte: „Deutsche aufrechte Frauen mit dem Sinn zu Leben." Fanfarenmusik begleitete den feierlichen Einzug der von weißgekleideten Turnerinnen und Sportlerinnen getragenen Reichsbundfahnen. Oer Reichssportführer Staatssekretär von Tschammer und Osten agte, die Leibeserziehung ist ein totaler Begriff, ressen Behandlung von den Zielen und Aufgaben der Volkserziehung diktiert wird. Nach den Worten des Führers, daß Kraft und Schönheit die Fanfaren dieses Zeitalters sein sollen, ist es der letzte Sinn der deutschen Leibeserziehung, d i e H a r m onie zwischen Seele und Leib herzustellen. Es sollen die deutschen Frauen stark und hart werden, stolz und aufrecht mit einem klaren Blick für alles Lebensnotwendige. Die Frau oll Kraft und Schönheit so in sich vereinen, daß ie die starke Gefährtin ihres Mannes und die glückliche Mutter ihrer Kinder werden kann. Der Weg beginnt am besten bei dem einzigartig dankbaren Kinderturnen. Wertvoll für das ganze Leben ist, was das Kind spielend sich erworben hat. Hier wird der Samen für eine Lebensgewohnheit gelegt, die die Leibesübungen im späteren Leben als eine Selbstverständlichkeit erscheinen lassen. Im kommenden Herbst wird in der Reichsakademie für Leibesübungen eine Arbeitstagung abgehalten werden: „Das kleine Kind in der Leibes- ü b u n g." Der Staatssekretär wies ferner auf die Notwendigkeit der Förderung der Leibesübungen der Frau auf dem Lande auf auf die Berechtigung des eListungssports der Frau hin. Er versicherte, daß niemand Sorge zu haben braucht, daß der Leistungssport etwa zum Selbstzweck werden könnte. Er spreche im Namen aller Wettkämpferinnen des deutschen Sports, wenn er sagt, daß diese Frauen immer bereit sein werden, die Aufgabe und Pflicht einer Frau und Mutter zu erfüllet, denn sie wissen selbst, wo ihre Grenzen sind und ihre weiteren Lebensaufgaben beginnen. Der Leistungssport der Frau hat in gewissem Sinne auch eine außenpolitische Aufgabe zu erfüllen, indem durch ihn die deutsche Sportlerin zu einer Mittlerin wird in dem Bestreben, das Sich- kennenlernen der Völker untereinander zu fördern und zu organisieren. Deshalb auch werden die Frauen anderer Völker zu uns geladen werden. Der Reichssportführer kündigte an, daß im nächsten Jahre an der Reichsakademie für Leibesübungen Tag des deutschen Volkstums Ein Fest der Trachtengruppen in Breslau. Breslau, 29. Juli. (DNB.) In der überfüllten Jahrhunderthalle fand am Donnerstagabend der Tag des deutschen Volkstums statt, der eine Zusammenfassung all der Trachtengruppen brachte, die nach Breslau gekommen sind, um an dem größten Fest deutscher Leibesübungen teilzunehmen. Der Abend brachte eindeutig zum Ausdruck, mit welcher Liebe, mit welcher Begeisterung die Deutschen aus dem Ausland zu diesem Fest der deutschen Turn- und Sportbewegung gekommen sind, und wie froh sie sind, daß sie einmal in der Heimat sein dürfen. Der erste Teil der Vorführungen wurde in der Hauptsache von dem sudetendeutschen Arbeitsdienst, von den Turnern und Turnerinnen des Deutschen Turnverbandes getragen, und zum Schluß schaltete sich auch eine Turnermannschaft aus der Ostmark ein, um ein Bekenntnis der Ostmark zum Reich abzulegen. Und dann hatten die Trachtengruppen und die Sangesgruppen das Wort Unter dem Motto „Frohes Volk" wechselten die Tracbtengruppen der Ostmark, von Thüringen, von Sachsen, der Nordmark, von Bayern, Schwaben, Hessen, aus dem Sudetenland, aus dem Egerland, aus Schlesien usw. miteinander ab, und im Wechselgesang, in Spiel, in Tanz entwickelten sie ihr Volksgut. Hier ist es ein Hochzeitstanz, der alle in seinen Bann schlägt, dort ist es ein einfaches schlichtes Volkslied, das die innersten Regungen des Herzens ins Schwingen bringt, dann ist es wieder ein fröhliches Gebirgslied, mit einem Jodler verbunden, der wieder herausreißt aus dem Beschaulichen und der zwingt, sich mit den wetterharten Menschen des Gebirges auseinanderzusetzen. Heimatfeste sind sie alle, und erdgebunden sind sie auch. Aber jedes in seiner Fom doch wieder anders, entwickelt ein Bild der Menschen, die sie singen oder tanzen. Einen wundervollen Ausklang gab dann das Gemeinschaftslied: ,Kein schöner Land in dieser Zeit". Immer wieder brauste der Jubel der überfüllten Jahrhunderthalle auf, damit vielleicht am stärksten betonend, was dieser Volkstumsabend für die in Breslau versammelten Festteilnehmer bedeutete. teM1; „ 28, Jul «■$ M (Ltß begab l> glich'; iter die * Ulbell, iji «Dusen- Oie W" gegen dort einen Lorbeerkranz nieder. Am Nachmittag werden sie nach den Schlachtfeldern von Verdun weiterreisen. Frankreichs Seerüstung. Der Marineminister fordert mehr Arbeit in den Arsenalen. Paris, 28. Juli. (Europapreß.) Der französische Kriegsmarineminister C a m p i n ch i befindet sich auf einer Besichtigungsrelse im Kriegshafen B r e st. Bei einem Besuch der Kriegsmarineschule und des Arsenals betonte er die Notwendigkeit einer g e - schmeidigeren Anwendung der 4 0- Stundenwoche in den Arsenalen und Werften, die für die nationale Verteidigung arbeiten. Diese Reform sei unbedingt notwendig, denn es gehe um die Sicherheit und den Wohlstand des Landes. Die Baukosten in Frankreich seien u m 10 bis 30 v. H. höher als in England. Auch die Bauzeiten seien im Ausland viel kürzer als in Frankreich. Frankreich müsse auf alle Fälle die Sicherheit seines Mutterlandes und seiner Verkehrswege noch den Kolonien garantieren können. Ein Land, das sich in dem bewaffneten Europa gehen lasse, sei verloren. Man müsse daher in Frankreich mehr arbeiten, erklärte der Mi- | | das W . 6t iw'PJoerli le'h ' MtnSfQQt5Qn9e^ | <,S| ein3e?ne^n3®QnS ’ ^isi^egebe, ** Mit : «i"n Stoa. *.rite(t F | । ??b^ket5la8 Ms? •'«ung zwischen Hankc W-sähr 350 Kilometer I Jinie nach fianton lic Zur Snttaftung £ -haben die Chine MO Kilometer nörd Gegenoffensive Mungen sollen me iflemmungsgebiet de Ädie Vorstädte ton. Seit bie ßui ; Mn Flusses bemjap Ä vorübergehend . Wutschen Stellu: iW Streitlrästen gc i Mnend, die tleir kennen zu tonnen Sie Kenn! deutscher ] ..Berlin, 27. Ju 'rt in diesen Tagen Wien erschienen. I von r. Oktober i l'cher Jnlandsai Ete «führ,. Ei ^utschenStaat ' 1» "der dauernde! I. ^/vollendete ' uririi b I, mtJhla* »ie $iögl n: 2m Zrvano s 'i'VMtgru Generalmajore von 62 auf 57, für Oberste von 57 auf 55, für Oberstleutnants von 55 auf 50 und für Majore von 50 auf 47 Jahre herabgesetzt- Weiter werden die Gehälter aller Offiziere uv' ter dem Hauptmannsrang erhöht und die Pen- sionszahlungen für höhere Offiziere erheb' lich aufgebeffert. Die sofortige Auswirkung dieser Maßnahmen, schloß der Kriegsminister. könne am besten dadurch gekennzeichnet werden, daß sie es ermöglichten, mit Wirkung vom 1. August 2000 Offiziere zu befördern. Die Kosten dieses neuen Vorschlages würden sich auf 360 000 Pfund jähr' lich belaufen und weiter bis auf 600 000 Pfund am steigen. ZReligiöfe Unruhen in Britisch-Hinierindien. Rangun, 28. Juli. (Europapreß.) Zusammen« stöße zwischen Mohammedanern und Buddhisten führten zu ausgedehnten Unruhen, in deren Der« laufe 40 Personen getötet und 250 verwundet wurden. Eine Anzahl von Läden wurde ausge- plündert und in Brand gesteckt, Sämtliche Geschälte sind geschlossen; der Verkehr ist vollständig lahm' gelegt. Trotzdem zur Verstärkung der Polizei eng' lische Truppen eingesetzt wurden, gelang es bis in die Abendstunden den Behörden nicht, der Lage Herr zu werden, da die an einem Punkt ZU' rückgetriebenen Kundgeber in immer neuen Stm»' Straff uni) Schönheit durch Leibesübungen. Eine Kundgebung der Führerinnen des OVL. auf dem Oeuischen Turn- und Sportfest. Die ert", wo die Königin und die Prinzessinnen Kunst und Wissenschaft i* zialen Elemente in der Geographie heute telpunkt der Aussprache gestanden hätten. im Solche schließlich nicht mehr standhalten konnte. sein. Vierlinge in Oberllalien. slegramme ein. * weiter und sind erfroren. Drei Großen Nie Kennkarte - ein neuer deutscher Personalausweis. Tod. Drei Wie die A. T. E. erfährt, wird der polnische Außenminister B e cf am Montag dem 1. August, i n O s l o eintreffen. Sein Besuch in Norwegen wird drei Tage dauern. Er wird von seiner Gemahlin, dem Chef seiner Kanzlei, Graf ßubienffi, und feinem Privatsekretär Siedlecki begleitet werden. Zwischen dem engliscken Botschafter und dem italienischen Außenminister hat eine neue Unterredung stattgefunden. Ueber den Inhalt der Besprechung werden vorerst keine Angaben gemacht, doch findet der Umstand Beachtung, daß die Unterredung zeitlich mit den Erklärungen des englischen Premierministers im Unterhaus zur Dr. Eb. Koch (Bad-Nauheim) über „Regulationen des Kreislaufes", Professor Dr. A. Weber (Bad- Nauheim) über „Die praktische Bedeutung der Aufzeichnung des Herzschalls". Professor..Dr. W. Keller (Gießen) spricht über „Kreislauffragen in der Kinderheilkunde", während Professor Dr. B. Freiherr v. Weiszäcker (Heidelberg) das Thema „Seelische Einflüsse auf den Ablauf der Kreislauskrankheiten" und Professor Dr. W. Pfuhl (Frankfurt a. M.) den Einfluß des Lungensogs auf die makroskopischen und mikroskopischen Strukturverhältnisse der herznahen Venen und Lymphgefäße behandeln wird. Schlußsitzung des Geographischen Kongresses. In Amsterdam ist der Internationale Geographische Kongreß geschlossen worden. Nach einleitenden Worten des Kongrehvorsitzenden, Prof. Aus aller Welt. Oie Autobahn Frankfurt - Aschaffenburg. Schweizer Bergsteiger im Gotlhardgeblek erfroren. Schweizer Bergsteiger gerieten auf der Windgälle im Gotthardgebiet in ein Un- eilen auftauchten. Hierbei öffneten sie die Tore des Znsein-Gefängnisses, aus dem fünf Gefangene ent» Jemen; ein sechster wurde von einem Wärter er» chossen. Anlaß zu den Unruhen war das Buch tines Mohammedaners, das von den Buddhisten (15 Beleidigung ihrer Religion betrachtet wurde und ivn den Behörden sofort verboten worden war. Oie englische Königssamilie nach Schottland abgereiff. ermann-Göring» sche Turner und auf die Fahnen- lerbienfK) Gelegenheit, das Schiff zu besichtigen und sich von ihren Söhnen, Brüdern und Vätern, die tun vor Weihnachten zurückkehre'n werden, zu verabschieden. * Der ehemalige Präsident des Obersten Gerichtshofes des Saargebiets, Professor O. N i p p o l d , starb im Alter von 74 Jahren in Bern. Professor Nippold wurde 1920 zum Präsidenten des Obersten Gerichtshofes des Saargebietes und später auch des Oberverwaltungsgerichts ernannt. London, 28. Juli. (Europapreß.) Nachdem die sin und die Prinzessinnen schon Anfang der Der Mensch als Laboratorium Oie „Lebenswecker^ des Körpers. Von Or.H. Wottereck. Der Gauleiter der Auslandsorganisation der NSDAP und Staatssekretär im Auswärtigen Amt Lrnst Wilhelm Bohle beging am Donnerstag 'einen 3 5. Geburtstag. Dom Führer, vom Stellvertreter des Führers und vom Generalfeld, narfchall Göring gingen herzliche Glückwünschen erwarteten. Es ist das er st em al seit dem Kriege, daß sich das Königspaar auf dem See- toege nach Schottland begibt. Auf der Fahrt nach Aberdeen wird die königliche Jacht mehrere Häfen «Haufen. i $5> halb nicht genau untersuchen, weil bei jedem experimentellen Eingriff in die Zelle die Gefahr besteht, deren Leben zu zerstören. In den Zellen aber laufen nun all die chemischen und physikalischen Prozesse ab, deren Gesamtheit wir „Leben" nennen und von deren „Fabrikationsgeheimnissen" wir noch so wenig wissen. Weitaus die wichtigsten „Arbeiter" in diesem Laboratorium, das unser Körper darstellt, sind nämlich so winzig klein, daß sie von der Wissenschaft Jahrhunderte hindurch überhaupt nicht entdeckt wurden und auch heute noch nur sehr oberflächlich bekannt sind. Da gibt es die jetzt so viel diskutierten Hormone und Vitamine, da gibt es aber noch eine ganz besondere Sorte von Stoffen dieser Art, die zwar weniger oft genannt werden, aber trotzdem für alle ßebensoorgänge von schlechthin entscheidender Bedeutung sind: die sogenannten Fermente. Man liest in Berichten über neue chemisch- technische Verfahren gelegentlich von den „Katalysatoren", die bei diesen Prozessen unentbehrlich sind: es handelt sich um Stoffe, die bestimmte Reaktionen überhaupt erst in Gang bringen ober zum mindesten beschleunigen, selbst aber unverändert aus diesen chemischen Vorgängen hervorgehen. Man kann ohne Uebertreibung sagen, daß gerade die großen deutschen Erfindungen auf diesem Gebiet ganz entscheidend auf dex Erarbeitung der richtigen Katalysatoren beruhen — ohne diese merkwürdigen Stoffe wäre die Entwicklung der heutigen chemischen Industrie in vielen Punkten gar nicht möglich gewesen. Solche Katalysatoren gibt es nun auch t n jedem lebenden Organismus: hier nennt man sie Enzyme oder Fermente. Diese stets nur in kaum vorstellbarer winzigen Mengen auftretenden Stoffe hat man als die eigentlichen ßebenswecker der Natur" bezeichnet, denn ohne ihre Beihilfe gäbe es überhaupt kein organisches ßeben. Fermente spielen die entschei- dende Rolle beim Stoffwechsel, bei allen Gärungsvorgängen, ja, sie sind überhaupt bei jedem Prozeß in den Bereichen des lebendigen Gescheyens beteiligt. Die Hausfrau hat Früchte eingemacht, und die Gläser und Flaschen stehen nun rvohlgefullt und wohlgeordnet in der Speisekammer. Eines Tages aber ertönt von dort her plötzlich ein lauter Knall, und als nachgesehen wird, stellt sich heraus, daß bei einer Flasche mit eingemachtem Fruchtsast der Kork explosionsartig herausgeflogen ist: vielleicht war d?e Flasche schmutzig ober der Säst wurde nicht sorgfältig genug eingekocht — jedenfalls ist er i n Gärung übergegangen und dabei hat sich । Kohlensäure entwickelt, deren Druck der Kork and bis । Königin und die Prinzessinnen schon Anfang der tyi-v Qui bh Woche ßonbon verlassen hatten, ist am Donnerstag lenk ruch der König nach Schloß Balmoral abgereift. n König Georg begab sich in Porthmouth an Bord je r königlichen Jacht „Victoria and : egen war. Der Schulkreuzer „Emden" ist zu seiner Auslandsreise ausgelaufen, die ihn 4Vi Monate tn tie Gewässer des AtlantischenOzeans führe" n>irb. Bevor der Schulkreuzer, der zahlreiche Ossi- iiersanwärter an Bord hat, seinen Heimathafen ver- ieß, hatten die Angehörigen der Besatzung noch Aehnlichkeit miteinander. Diese Entdeckung boffi „Umbau" der verschiedensten Wirkstoffe ineinander ist vielleicht das größte Wunder im „Laboratorium" unseres Körpers, zugleich aber hat damit der forschende Mensch eines jener Geheimnisse ent» schleiert, die bisher die letzten und feinsten „Fabrikationsmethoden" der Natur umgaben. verwandeln. Wie aber ist das möglich? Das Problem interessierte den genialen Forscher Louis Pasteur außerordentlich; er ging ihm nach und arbeitete eine Hypothese aus, nach der die Gärung durch die ßebensoorgänge der Hefepilze bewirkt wird. Diese Meinung blieb lange Zeit unbestritten — und doch war sie nur teilweise richtig. Gewiß spielt die Hefe eine entscheidende Rolle bei der Gärung, aber die Sache ist noch komplizierter, als Pasteur angenommen hatte — die Hefepilze als solche sind nicht dafür verantwortlich zu machen, sondern ein von ihnen erzeugter Stoff, ein beftimmtes Ferment. Wie man das herausbekam? Bei feinen Arbeiten über die Gärungsvorgänge kam der deutsche Forscher E. Buchner eines Tages auf die Idee, die Wirkung von toten Hefepilzen auf Traubenzuckerlösung zu prüfen. Nach der bisherigen Theorie mußten sie vollkommen wirkungslos bleiben — überraschenderweise war das aber nicht der Fall, sondern die tote Hefe vergärte eine Zuckerlösung ohne weiteres. Damit war die Theorie Pasteurs endgülttg zu Fall gebracht, und man nimmt seit diesen Versuchen an, daß die Bedeutung der Hefepilze für die Garung hauptsächlich in ihrer Fähigkeit besteht, ein zuk- kerspaltendes Ferment, die sogenannte Z y m a s e, zu bilden. Solche Fermente „arbeiten" nun überall in den Zellen unseres Körpers. Wenn man beispielsweise ein Stückchen Semmel längere Zeit im Mund behält, dann tritt ein leicht süßlicher Geschmack auf: ein im Speichel enthaltenes Ferment hat einen Teil der Stärke des Semmelstückchens in Zucker umgewandelt. Wie das geschieht, wie überhaupt die zahl- losen Fermente, die es überall im Körper gibt, im einzelnen ihre chemische Tättgkeit durchführen, darüber kann uns auch die moderne Wissenschaft nur sehr wenig sagen. . Trotzdem hat die Fermentforschung bet der Lösung wichtiger Einzelfragen gerade in letzter Zeit recht erfreuliche Erfolge erzielen können, an denen namentlich die deutsche Wissenschaft beteiligt ist. So konnte Prof. Kuhn (Heidelberg) vor zwei Jahren als erster ein Ferment synthetisch im Laboratorium Herstellen — und zwar merkwürdigerweise aus einem Vitamin, dem wachstumfördernden Lacto- flavin, das in der Milch enthalten ist. Diese Entdeckung hat gleichzeitig einen sehr wichtigen „Trick" aufgeklärt, den die Natur bei ihrer Arbeit im Laboratorium des Körpers anwendet: sie errichtet sozusagen einen chemischen Grundtyp und baut nun je nach Bedarf durch verhältnismäßig einfache Umsetzungen den einen Wirkstoff in einen ganz anderen Um. So entsteht aus einem Hormon ein wichtiger Farbstoff, aus einem Vitamin ein Ferment oder ein Wuchsstoff usw. — kurz, alle diese in ihren Wirkungen so völlig verschiedenen Stoffe zeigen in vielen Fällen eine erstaunliche Dr. Kleiweg de Zwaane, dankte der neugewählte Vorsitzende des Verwaltungs-Ausschusses der Union Göographique Internationale, Professor de Marianne (Paris), den Organisatoren des Kongresses und dem Generalsekretär Baute, für die ausgezeichnete Durchführung der Veranstaltung. Der zurückgetretene Vorsitzende Sir Charles Close wies darauf hin, daß der Kongreß der größte seiner Art seit dem Weltkrieg gewesen sei. Die besondere wissenschaftliche Bedeutung der Zusammenkunft von mehr als tausend Gelehrten aus aller Welt sei in der Tatsache zu sehen, daß die menschlichen und so- . , ... tri--------«--- -- Mit- ! rh § h ^Offiziere f tige .u net ’f Wb h/few Staalsarchivdireklor Dr. knetsch gestorben. In M a r b u rg starb im Alter von 64 Jahren der Direktor des Staatsärchivs Dr. Carl Knetsch. Der verdiente Gelehrte, der besonders auf dem Gebiet der hessischen Geschichte und Genealogie arbeitete, war in Kassel beheimatet. Nachdem er 1898 mit einer Arbeit „Die Erwerbung der Herrschaft Schmalkalden durch Hessen" promoviert hatte, war er zunächst in Rom als Hilfsarbeiter am Preußischen Historischen Institut tätig. 1901 trat er in Königsberg in den preußischen Archiodienft und ging von da nach Danzig und Wiesbaden. Seit 1905 wirkte er in Marburg als Archivar und Archiv- rat und wurde 1929 Direktor des Staatsarchivs. Zugleich wurde ihm die Verwaltung des mit dem Staatsarchiv vereinigten Preußischen und Hessischen Gesamtarchivs übertragen. Das Schicksal wollte es, daß der in allen Kreisen hochgeachtete Gelehrte die bevorstehende Einweihung des neuen Staatsarchivs nicht mehr erleben sollte. 14. Aerzle-Forlbilbungslehrgang in Vab-Rauhelm. Wie alljährlich findet vom 23. bis 25. September im William - G. - Kerckhoff - Institut zu Bad-Nauheim ein Aerzte-Fortbildungslehrgang statt, dem das Thema „Aktuelle Kreislauffragen" zugrunde liegt. Eine große Reihe von Wissenschaftlern aus dem ganzen Reich haben ihre Teilnahme an diesem 14. Fortbildungslehrgang der Vereinigung der Bad-Nauheimer Aerzte zugesagt und werden Referate halten, drunter u. a. Professor die Linie zunächst durch den Frankfurter Stadt» wald, überquert die Bahnstrecken Frankfurt—Mainz, Frankfurt—Groß-Gerau und Frankfurt—Darmstadt. Zwischen Sportfeld und Gehspitz läßt sie dann Neu-Isenburg rechts liegen, durchzieht den Offenbacher Stadtwald, geht über die Reichsstraße 46 (Offenbach—Sprendlingen) rechts am Weißen Kreuz vorbei bis zur Eisenbahnstrecke Offenbach—Dietzenbach. Dann nimmt sie ihren Weg zwischen Heusenstamm und Obertshausen, mündet in den Stockstädter und Groß-Ostheimer Gemeindewald, um dann nach der Niederberger Gemarkung oberhalb von Groß-Wallstadt den Main zu überqueren. Die 38 Kilometer lange Sttecke von Frankfurt bis Aschaffenburg erhält vier Zubringer. Der erste ist die neuerrichtete Frankfurter Saarallee kurz vor dem Isenburger Bahnhof. Der zweite liegt an der Kreuzung mit der Landstraße Offenbach— Sprendlingen. Er macht eine Verlegung der Straße Sachsenhausen—Gravenbruch notwendig. Der dritte Zubringer befindet sich zwischen Weiskirchen und der Tannenmühle. Der vierte Zubringer ist un- Ministerpräsident Chamberlain überreichte dem U., ................. .... ■ aus seinem Amte ausscheidenden Generalsekretär | internationalen Lage zusammenfällt. Eine 27jährige Landwirtsfmu in Latifa na bei Udine hat Vierlinge zur Welt gebracht, näjn3 zwei Knaben und zwei Mädchen. Die Mutter und die Säuglinge befinden sich bei bester Gesundheit. Der Komponist des „Tipperary“-£iebes gestorben. Im Alter von 60 Jahren starb in einem Krankenhaus in Westbroornwich der Dichter und Komponist des bekannten englischen Liedes „It's a long way to Tipperary“ Jack Iudge, ein ehemaliger Fischhändler. „Tipperary“ war während des Krieges das Lied der englischen Truppen und wird noch heute als zweite Nationalhymne betrachtet. Judge hatte das Lied im Jahre 1912 innerhalb 24 Stunden für die Varietsb'ühne gedichtet und komponiert. Das Lied machte feinen Verfasser zum reichen Mann. Ein englisches Flugzeug in Ostafrika abgestürzt. Nach aus Nairobi, der Hauptstadt der englischen Kolonie Kenya, eingetroffenen Meldungen ist das viermotorige Verkehrsflugzeug „Amalthea" kurz nach feinem Start in Kifumu auf einen Hügel aufgerannt. Die vier Besatzungsmitglieder fanden den Irgendwo steht in einsamer Gegend ein Haus. Ein Besucher interessiert sich sehr dafür und möchte es gern näher kennenlernen — aber das gesamte Gelände ist abgesperrt, und überall stehen Schilder „Zittritt verboten". So bleibt unserem Besucher nichts anderes übrig, als sich auf die Beobachtung der von außen sichtbaren Vorgänge zu beschränken: er sieht, wie Lebensmittel und Kohlen in das Haus gebracht werden, er sieht aus der Esse den Rauch aufsteigen, an einigen Stellen werden Abfallprodukte weggeschafft — ober was nun eigentlich im Innern des Hauses vor sich geht, das läßt sich von außen natürlich nur sehr oberflächlich beurteilen. Mit einem solchen Haus hat einmal der bekannte Forscher Professor Mulder den menschlichen Organismus verglichen: er meint damit die Tatsache, daß wir zwar den Ablauf aller möglichen Vorgänge im Körper beobachten können, aber selbst mit den raffiniertesten Mitteln der modernen Wissenschaft kann man immer nur Aeußerungen des Lebens messen und analysieren, nicht das Leben selbst. Noch haben wir keinen der grundlegenden Lebensvorgänge wirklich völlig durchschaut, und gar die ungeheuer komplizierten und zahlreichen Prozesse im Innern der Zelle lassen sich schon des- des Kabinetts, Sir Maurice Hankey, als Abschiedsgeschenk eine silberne Standuhr mit dem Namenszeichen sämtlicher Kabinettsmitglieder. Sir Maurice Hankey, der zugleich als Generalsekretär des Kronrates und des Verteidigungsausschusses des Weltreiches fungierte, steht im 61. Lebensjahr. Er war 20 Jahre hindurch Generalsekretär des Kabinetts und damit der Mann, der alle Geheimnisse Englands und des Weltreichs kannte. Nach seinem Rücktritt übernimmt Sir Maurice Hankey das Amt eines Mitglieds des Aufsichtsrats der Suez-Kanal- Gesellschaft. mittelbar hinter Stockstadt. Ein drittes Todesopfer des Verkehrsunglücks in Prüm. Bei dem schweren Derkehrsunglück durch einen Möbeltransportwagen, an dem die Bremsen versagten, ein Elternpaar auf der Stelle getötet und der 13jährige Sohn lebensgefährlich verletzt wurde, ist nunmehr das dritte Todesopfer zu verzeichnen. Der Knabe ist feinen schweren Verletzungen im Krankenhaus erlegen. Acht Kinder, teilweise unter 14 Jahren, stehen nun an der Bahre ihrer auf so schreckliche Weise ums Leben gekommenen Eltern und ihres Brüderchens. Badeunglück im Rhein. Bei Trechtingshausen nahm ein 31jähriger Urlauber aus Oberschlesien im Rhein ein Bad. Plötzlich verließen ihn die Kräfte, und er ging unter. Auf die Hilferufe von Augenzeugen eilte ein in der Nähe weilender 23jähriger Eisenbahnarbeiter herbei, der in voller Kleidung in den Rhein sprang, um den Ertrinkenden zu retten. Aber auch e r wurde ein Opfer der Fluten. Fünf Kinder von Sandmassen verschülkei. Fünf spielende Kinder im Alter von acht bis zehn Jahren wurden in Cle v e l a nd (Ohio) durch plötzliches Abrutschen von Sandmassen in einer Kiesgrube begraben. Trotz der sofort einsetzenden Rettungsarbeiten konnte nur noch eines der Kinder lebend geborgen werden, jedoch starb auch dieses kurz nach der Einlieferung ins Krankenhaus. Französisches Militärflugzeug an einem Hügel zerschellt. Ein Militärflugzeug der Flugbasis Jstres in Südfrankreich stieß auf einem Uebungsflug in der Dunkelheit bei Saint Robert d'Albon gegen einen Hügel. Der Apparat zerschellte beim Aufschlagen und geriet sofort in Brand. Die fünfföpfige Besatzung kam ums Leben. Großfeuer in der Slowakei. Seit Dienstag früh steht infolge einer Explosion die Emailgeschirr-Fabrik der Firma Sphinx in F i 1 a k o v o (Mittelslowakei) in Flammen. Obgleich sofort alle Feuerwehren der Umgebung eingesetzt wurden, konnte infolge der sich ständig wiederholenden Explosionen, welche in einem Umkreis von dreißig Kilometer zu hören waren, der Brand nur teilweise lokalisiert werden. — Bei den Löscharbeiten wurden bis jetzt 5 0 Personen verletzt. Die Hauptobjekte des Betriebes und die Maschinenhalle, sowie die gesamten Lager fielen dem Feuer zum Opfer. Der Schaden wird auf 40 Millionen tschechische Kronen geschätzt. Eine Weiterführung des Betriebes ist vorerst nicht möglich, so daß 2700 Arbeiter brotlos werden. 214 hundertjährige in einer polnischen Wojewodschaft In der polnischen Wojewodschaft Nowogro- d e k wurden im letzten Jahre nicht weniger als 214 Einwohner gezählt, die über 100 Jahre alt find. Mehr als d i e Hälfte dieser bejahrten Bauern sind Frauen. Da fast alle Hundertjährigen auf dem Lande wohnen, dürfte ihr hohes Alter vornehmlich auf das gesunde Klima zurückzuführen Gärungsvorgänge sind ja für uns alle außerordentlich wichtig: ohne Gärung gäbe es z. B. feinen Wein, kein Bier, keinen Spiritus und keinen Käse; aber auch in unserem Körper spielen Gärungsvorgänge der verschiedensten Art eine außerordentlich wichtige Rolle. Für die Fermentforschung sind nun diese Dinge recht bedeutsam geworben, Denn hier hat die noch sehr junge Wissenschaft ihre ersten Erkenntnisse gewonnen. Zunächst entdeckte man, daß die alkoholische Gärung an das Vorhandensein der Hefe gebunden ist und daß diese scheinbar tote Substanz nichts anderes ist als winzige Lebewesen, nämlich mikroskopische Pilze. Damit war der erste Zipfel des Geheimnisses gelüftet, winzige Organismen (man hatte bis dahin die Hefe für einen unbelebten, kristallinischen Stoff gehalten) spielen die Hauptrolle. Eine geringe Menge dieser Pilze genügt, um den Saft der Trauben in Wein zu Oberste Bauleitung Frankfurt a. M. der Reichsautobahn hat jetzt die Linienführung der Autobahnstrecke Frankfurt — Aschaffenburg freige» • aeben. Die neue Linie ist ein Teil der großen West- Ost-Strecke, die von der großen Nord-Süd-Strecke am Kilometer 0 geschnitten wird. Sie zieht quer durch den Kreis Offenbach. Im rechten Winkel, an der Stelle des ersten Spatenstichs beginnend, läuft N-p-p'Ä H xSZL LA Oie japanische Offensive gegen Hankau. Chinesische Gegenoffensive im Überschwemmungsgebiet des Gelben Flusses. Schanghai, 28. Juli. (Europapreß.) Die ja« anlsche Offensive gegen Hankau hat bis Donnersagabend weitere Fortschritte gemacht. Die mit Um erstützung des Flußkanonenbootes am Ufer des iangtfe vorgestoßene Kolonne war nahezu 20 Kilometer über Kiukiang h i n a u s g e k o m me n. Dagegen traf die zweite in südlicher Richtung auf Tantschang operierende Heeressäule bei Tehan mf erbitterten Widerstand, der jedoch den japani- chen Vormarsch kaum lange aufhalten dürfte. Die apanische Luftwaffe warf auf die chinesischen Stel- ungen bei Tehan mehrere hundert Bomben ab. darüber hinaus setzten die japanischen Flugzeuge en zurückflutenden chinesischen Truppen stark zu. !ln einzelnen Stellen der Front hat sich der chine- lsche Rückzug, wie aus japanischer Quelle verlautet, i eine wilde Flucht aufgelöst. Die Japaner haben im Gebiet von Hangtschau ie Stadt Taihu besetzt, die ungefähr 100 Kilometer nördlich von Kiukiang liegt. Dabei stießen ie gleichzeitig von der Stadt Wangkiang, süb- ch von Taihu, und von Susung, südöstlich von IKaihu, gegen die Stadt vor, offenbar in der Absicht, iurch diese Flankenangriffe den chinesischen Truppen den Rückzug auf Hankau abzuschneiden. Die Kämpfe um Taihu sollen sehr blutig verlaufen und riuf beiden Seiten unter starkem Einsatz von Ar- r.llerie, auf japanischer Seite auch unter Mitwir- lung zahlreicher Bombenflugzeuge, mit größter Erbitterung geführt worden seien. Die Bahnverbin- hing zwischen Hankau und Tschangtscha, der unge» jähr 350 Kilometer südlich Hankaus an der Bahnlinie nach Kanton liegenden Stadt, ist unterbrochen. Zur (Entlüftung ihrer Stellungen bei Hankau laben d i e Chinesen an der Lunghai-Bahn, 680 Kilometer nördlich des Jangtse, zu einer Gegenoffensive angesetzt. Nach chinesischen Reibungen sollen mehrere Divisionen das Ueber« chwemmungsgebiet des (Selben Flusses überschritten ind d i e Vorstädte von Kaifeng erreicht | haben. Seit die Durchstoßung der Dämme des Selben Flusses dem japanischen Vormarsch an dieser Stelle vorübergehend ein Ende bereitete, wurden hie japanischen Stellungen von zahlenmäßig ge« ringen Streitkräften gehalten. Die Chinesen hoffen ^scheinend, die kleinen japanischen Abteilungen : benennen zu können. I Am Donnerstag stattete Reichsminister Dr. Goebbels zusammen mit dem m Berlin zu -oe- >uch weilenden Sohn des Duce Dittorio Mus- । o I i n t der Ufa-Lehrschau auf dem Filmgelande m Zabelsberg-Ufa-Stadt einen Besuch ab, bei dem auch töne Besichtigung der augenblicklich in Der Ufa im Atelier befindlichen Filmarbeiten stattfand 2im Abend folgten Vittorio Mussolini und Frau Musio- li;ni einer privaten Einladung des Ministers, bei Der iuch eine Anzahl bedeutender Filmschaffender zu- B e r [ i n , 27. Juli. (DNB.) Im Reichsgefetzblatt i't in diesen Tagen eine Verordnung über Kenn- larten erschienen. Danach wirb mit Wirkung i o m 1. Oktober 1938 als allgemeiner polizeilicher Jnlandsausweis die sogenannte Kenn- tarte eingeführt. Eine Kennkarte können alle !eutfchenStaatsangehörigen mitWohn- fn ober dauerndem Aufenthalt im Reichsgebiet 10m oollenbeten 1 5. Lebensjahr ab er« gölten. Damit wird der reichsdeutschen Bevölkerung firn Jnlande die Möglichkeit gegeben, sich einen vollwertigen polizeilichen Personenausweis zu befchaf- ien. Ein Zwang für die Beschaffung der Kenn- larte besteht grundsätzlich nicht In drei Bekanntmachungen, die gleichzeitig im Reichsgefetzblatt veröffentlicht worden sind und die im 1. Oktober 1938 in Kraft treten, ist indes der Zwang zur Beschaffung einer Kennkarte für Aiännliche deutsche Staatsangehörige beim Einritt in das Wehrpflichtverhältnis, rerner für deutsche Staatsangehörige, die am k l e i- I nen Grenzverkehr und am Ausfluasverkehr aber die Grenze teilnehmen wollen, und schließlich , Tlinv I für Juden (§5 der Ersten Verordnung zum >5 Deutschen^ • Neichsbürgergesetz vom 14. November 1935), die -„neMNlM 'c | Deutsche Staatsangehörige sind, vorgesehen. Wie sich -Annitnet unL >er Kennkartenzwang für diese Personengruppen in einzelnen auswirkt, ist in den Dekanntmachun- I jen näher angegeben. Dor b e m 1. Oktober I 1938 ist die Stellung von Anträgen auf ' ttusstellung einer Kennkarte zwecklos. Kleine politische Nachrichten. '’i 11 Neues für den Büchsriifch 0 Grad, Minimum 14,5 Die führende natorkandliche Monatsschrift! 2 '6" ’S 2 B XD c o o' E öc ■2 VA 5 West-Garagen 125 g 35 •125 g 33 Dose 26 LMMMME Frankfurterstrasse N°17\ 125 g ••Dose 20 ••Dose 32 ••Dose 32 •Dose 38 •Dose 38 Dose 38 Grad. — Erdtemperaturen 28. Juli: abends 23,8 Grad; 19,6 Grad. — Niederschläge scheindauer 11,6 Stunden. in 10 cm Tiefe am am 29. Juli: morgens 0,2 mm. — Sonnen- r- s Q L <6 Einspaltige Kleinanzeigen werben zum er» mäßigten Grund» vreis von 5 Pf. fürdieMMimeler» lefle veröffentlicht € S' ö § Ihr Freundin heften Taten »er Elektro-Kühlschrank ! 5 u Ludwigsplatz-Drogerie, Photohaus _____________________________5011A Hauptschriftleiter vr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot (in Urlaub, i. V.: Dr. Fr. W. Lange); für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck (in Urlaub). Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: i. V. Hans Thein. D. A. VI. 38: 9035. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Jllu- strierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. — Handbuch der deutschen Volkskunde. Herausgegeben von Dr. Wilhelm Peßler, Direktor des Vaterländischen Museums Hannover, in Verbindung mit namhaften deutschen Volkskundlern. 305 Kunstdruck-Textbilder, Bilderbeilagen und zahlreiche Vierfarbentafeln. Preis pro Lieferung 1,80 RM. Akademische Verlagsgesellschaft Achenaion, Potsdam. —(210)— Mit Beiträgen von grundlegender Bedeutung erweitern die neuerschienenen Lieferungen 31—33 den reichen Inhalt des „Handbuchs der deutschen Volkskunde". Der „Tanz im deutschen Volke" ist ein Thema, das über das wissenschaftliche Interesse hinaus Beachtung bei einer großen Leserschaft finden dürfte. Die gestaltenden Grundkräfte beim Tanz, die Geschichte der Tanzform, Tanz und Brauchtum sind einige der wesentlichsten Gesichtspunkte der Darstellung. Dann behandelt Professor Dr. Lutz Mackensen (Riga) „Das Volksmärchen", eine reiche, zaubervolle Welt. Das Thema führt Dr. Paul Zaunert in feiner Arbeit „Sage und Legende" fort. Auch hier schaffen wissenschaftliche Sachlichkeit, Allgemeinverständlichkeit und die Unmittelbarkeit der Schilderung einen starken Gesamteindruck. Zwei Beiträge endlich über das Volkslied, das Dr. Franz Gotting von der sprachlich-textlichen, Professor Dr. Josef Müller-Mattau von der musikalischen Seite her darstellt, runden dies Gebiet der Volkskunde ab. — Friedrich Lorenz: Sokrates, Roman. F. Sveidelsche Verlagsbuchhandlung, Wien IX. Preis in Leinen gebunden 7 RM. — (96) — Das Buch führt uns "in der Zeit der Blüte und des Unterganges Athens. Wir erleben Krieg unö Nachkriegszeit," den Sieg überlegener Führerbegabung über Parteienhader und den geistig-sittlichen Verfall einer einzigartigen Kulturepoche. Diesen Rahmen spannt der Autor um Sokrates, der seinen Mitbürgern den Weg aus der seelenlosen Wirrnis der Zeit weist und für seine Ueberzeugung in den ■■500 g 1.60, I25g 40 • -500 0 1.75, 125 g 44 ••500 0 1.40, 125 g 35 • 500 9 1.20, 125 g 30 von Leder-Röhrig Gießen, Neustadt 43 für unterwegs und Garten. Dazu eignet sich das farbenfrohe Kunstharz-Geschirr ganz besonders gut. 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Das Werk gipfelt in der Geschichte der Ehe eines weltabgewandten Denker; und der Xanthippe, der lebenshungrigen Frau, die, auf dem Boden der Wirklichkeit fußend, um ihr Lebensrecht als Weib und Mutter kämpft. Ein alter Geschichtsirrtum wird damit berichtigt. Auch die Liebesgeschichte des Perikles und der Aspasia, die dem Mannesdünkel im alten Athen die seelische und soziale Befreiung der Frau abtrotzen wollte, spielt in den Gang des" Romans hinein. — Die langePeitsche. Von Jane B. Walden und Stuart Paine. (Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart. Gebd. 6.— Mark.) — 132. — Ein fesselndes Buch aus der Welt der Arktis am Südpol. Aber keines der üblichen Polarfahrtenbücher, sondern ein ganz eigenes Buch. Hier steht nicht der Mensch im Mittelpunkt des interessanten Berichts, auch nicht die wissenschaftliche Forschung, sondern die Hunde, die Polarhunde. Und mit welcher schönen Liebe zum Tier wird hier berichtet! Der Weg, die Schicksale und die Leistungen der Schlittenhunde werden hier mit viel Liebe und Humor von zwei Teilnehmern der Südpolexpedition des Adrnirsls Byrd erzählt. Es find wilde und starke Tiere, mit wolfshaften Instinkten, die aus ihrer kanadischen Heimat die weite Seereise antreten, die vor Einbruch der Winternacht über die Eisbrüche der Roßbarre die Schiffsladung nach der Station Klein-Amerika verbringen, in ihrer unterirdischen Hundestadt die dunkle Einsamkeit bis zum Trübsinn oder zur Raserei kennenlernen, dis endlich die Freiheit wieder winkt, das Licht und die unendliche Weite des ewigen Eises. Der beste von ihnen, der Leithund Jack, führt unbeirrt 1163 Kilometer die schwerbepackten Schlitten schnurgerade nach Süden Fernruf Nr. 2145 — 2146 i at E ! , -C-J! 5 Z < ' (9: t =5 3 ? - 3. „ y Unsere Mitglieder, deren Angehörige, Freunde und Bekannte werden hiermit nochm. erinnert an ben Tana- und Unterhaltungs- Abend am Sams* tao, dem 30. Juli, 20.30 Uhr, au! der Karlsruhe. 6oooD Deutsche Stenografen- schäft Ortsv. Gießen. Südwestliche Winde. Vorhersage für Sonntag: Meist aufgeheitert und mäßig warm, nicht beständig. Lufttemperaturen am 28. Just: mittags 27 Grad Celsius, abends 19,2 Grad; am 29. Juli: morgens 14,3 Grad. Maximum 27,4 "" c Aus der Natur (Oer Naturforscher) Bebilderte Monatsschrift für das gesamte Gebiet der Naturwissenschaften und ihre Anwendung in Naturschutz, Unterricht, Wirtschaft und Technik. Herausgegeben von Oberstudienrat Dr.R. Rein und prof.Or.W.Schoenichen. .Aus der Natur" unterrichte« fortlaufend in Bild und Wort über die Ergebnisse der neuesten Beobachtungen und Forschungen aus allen Gebieten der Naturwissenschaften und Technik. Es ist die verständliche, aber hochwertige naturwissenschaftliche Monatsschrift für geistig Anspruchsvolle, die bei hervorragender Ausstattung nicht auf oberflächlichen Aufputz, sondem auf Gehalt eingestellt ist. Vierteljährlicher Bezugspreis: O. 230. - Verlangen Sie kostenlos ein Probeheft. — Oer Äezug kann durch jede Buchhandlung erfolgen. Hugo Bermühler Vertag/Berlin-LichLerselde = = w «-2 5 — C$? u.) u Jeo£ i ErtrildiuflOea Apfelsaft, Traubensaft, Orangeade, Limonadepulver, Mineralwasser, Drops Am 27. Juli entschlief nach einem arbeitsreichen Leben unsere liebe Mutter und Großmutter Elisabeth Müller 5 im Alter von 77 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Fatfiilie Wilhelm Müller. Gießen (Dammstraße 48), den 29. Juli 1938. Die Beerdigung findet am Samstag, dem 30. Juli, vormittags 11.45 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. ___________________03441 bis an die großen Berge. Und die Krönung ist der Aufstieg der Wissenschaftler auf den Thorne-Gletscher. Ein ungekünstelter Tatsachenbericht, ohne romanhafte oder fabulierende Züge. Ein Buch der Freundschaft und des Dankes für den edlen Leühund Jack, der auch einmal, wie alle anderen, „die lange Peitsche" hat spüren müssen, ehe er dem Gesetz der Meute untertan war. Das Buch fesselt den Leser vom An- fang bis zum Ende in hohen Maße. — Hitler in der Karikatur der Welt. Tat gegen Tinte. Ein Bildsammelwerk. Verlag Braune Bücher, Berlin, Karl R-entsch, Vertrieb Gustav Weise G-m. b. H., Berlin SW 68. - (218) — Der Wert dieses Sammelbandes von Karikaturen des Führers liegt darin, daß diese Karikaturen mehr als alle anderen gegnerischen Stimmen für den Führer zeugen. Denn jedes Bild beweist, wie falsch die Welt Adolf Hitler gesehen und beurteilt hat. Seit dem Erscheinen der ersten Ausgabe, die hier seinerzeit ausführlich besprochen wurde, sind vier Jahre verstrichen, in denen die nationalsozialistische Bewegung zur Genüge bewiesen hat, zu welchen Leistungen sie fähig ist. Trotzdem ist der Text dieser jetzt vorliegenden Volksausgabe der gleiche geblieben. Denn jeder weiß heute aus eigener Anschauung, die Argumente der Gegner zu entkräften. So wirken diese Karikaturen ganz aus sich als die schlagkräftigste Widerlegung all der hami» schen Kritik und all der törichten Prophezeiungen, mit denen die Feinde des Nationalsozialismus das deutsche Volk vor der nationalsozialistischen Erhebung bange zu machen versucht haben. MIMnMIoLllgtsJ am Sonntag, 31. Juli, ab 4 Uhr, in Kinzenbach bei Gastwirt Georg Bepler (früher Peusch).03440 Mitnehmen! solange SOMMERSCHLUSSVERKAUF Sie wählen ganz nach Geschmack, die Auswahl ist ja da: Anzüge, Mäntel, für Sport und Straße,auch Einzelteile für groß und klein. Alles ist eigener Lagerbestand, und im Preise beachtlich herabgesetzt Fleißiges tato dchen nicht unter 18 Jahren, tagsüb. zum 15. August gesucht. 5003D Stau Louise bette. Der Gegen des Ackers. Drei lange Jahre donnerten nun bereits die Geschähe in Ost und West. Immer mehr Kränze mui'jen an die alte Kirchenmauer geschlagen. Jedes dieser Trauerzeichen war einem Sohne des Dorfes geweiht. Nicht ferne davon aber — hart an der Straße — wuchsen kleine Gräber auf. Was dort der Kranz kündete, meldete hier ein kleines Kreuz: Opfer des Krieges! Sinnend schritt der alte Lehrer des Dorfes, um dessen Haupt schon das Weiß des Alters flatterte, über die Ruhstatt der Toten. Er hatte sie alle wachsen und nun sterben sehen, deren Erinnerungszeichen man an diesen stillen Ort brachte. Und wie er so still dahinschritt und über den Sinn des großen Mordens nach- ' dachte, blieb fein Blick an einem Kindergrabe haften. Blieb haften eine kurze Spanne nur und strich dann fast zärtlich über einen großen Kranz, gewunden aus den Blumen des Feldes, hin. Die gleichen Namen las er. Hier und dort wurden Vater und Sohn Opfer der Schlacht, einer weit draußen im Osten durch eine feindliche Kugel; das Kind hier ein Opfer der Hungerblockade. Wie war es doch damals gewesen 1914, als der Vater auszog? Er, der stille Arbeiter von der nahen Zementfabrik, hatte Tag für Tag feinen Dienst ohne Murren getan. Ein Stiller im Lande war er gewesen. Still auch zog er dann hinaus, als der Krieg kam. Nur mit wehen Augen sah er noch einmal über sein Kind und die alte Mutter hin. Seme Frau ruhte längst auf dem Friedhof. Und dann stand er plötzlich draußen im Toben der Schlachten. Karge kurze Urlaubstage verbrachte er im ersten Kriegsjahr noch voll innerer Freude. Wenig Briefe nur schrieb danach die alte Mutter. Sie erzählte ihm von den Sorgen des Dorfes, von dem Wachsen des Buden, und nur hin und wieder einmal klang ganz zart etwas von der großen äußeren Not durch, die nun begann, auch nach ihrem alten Leben zu greifen. „Nur gut", so schrieb sie, „daß es dem Kinde noch wohl geht. Aber wann ist dieser Krieg zu Ende, der sich nun schon gegen uns Frauen und Kinder wendet?" Als Alfsen diesen Brief erhielt, schaute er eine Weile vor sich hin und dann mit hartem Blick durch die Schießscharte über das Niemandsland zum Graden des Feindes. Man hätte in dieser Stunde den stillen Mann von einst wohl kaum wiedererkannt. „D g s i st M 0 r d", schrie es in ihm, „was die dort drüben gegen die Unschuldigen daheim vollbringen. Block a b e nennen sie ihr Vorhaben. Blockade, weil sie wohl nicht Mord jagen mögen. Sie finden nicht die Kraft, den deutschen Soldaten zu besiegen, wohl aber den traurigen Mut, gegen Kinder und Frauen den Hunger zu stellen!" Ein paarmal riß er den Abzugsbügel hart durch, drei Schüsse petschten zum Feinde hin.'Da legte sich eine Hand auf feine Schulter. Sein Leutnant war es — fast ein Knabe noch; aber nicht mehr zu jung, um nicht in der Seele dieses Mannes zu lesen. „Schlechte Nachricht von zu Haus?" fragte er, „lassen Sie den Kopf nicht hängen, Alfsen! Wir, Sie und ich, können nichts tun als nur den Ring sprengen zu helfen. Sehen Sie, wenn unser Volk einmal wieder berufen sein sollte, sein Geschick auf die Spitze des Schwertes zu legen, dann muß es so frei und unabhängig sein, daß keine Blockade ausreicht, den Hunger in das Land zu tragen. Niemand auch darf uns so in der Gewalt ■ Hi» - u »-2/2 ■ c It ID £ 1 *• So J 5* ~ 5 4* £ i * 5 i ? ,5? 4 Pl^kwurst, schnittfest Cerveafwurst, schnitt^" Weiche Mettwurst Preßkspf....... ......... M» 52 RABATT einige” Artikel wie immer seinen Dienst weiter gemacht. Als sem nächster Urlaub fällig war, fuhr er nur heim, um sein Kind zu begraben. Die Dorfbewohner sind ihm scheu ausgewichen, wenn er durch das Dorf fchritt zu feinem leeren Haufe hin. Er ist auch nur wenige Tage daheim geblieben. Als er fortging, legte er dem Jungen feines Kameraden, der feinem Kinde die letzten Stunden des Lebens verschönte, die Hand auf den Kopf und sprach: „Denk an den Segen der A e ck e r !" Niemand hat ihn verstanden, das Kind nicht und auch nicht der Kamerad! Wir aber wissen, daß in dieser Stunde in dem einfachen Manne das große Erkenneck wach war: Ein Volk kann nur leben, wenn es unabhängig ist vom Ausland in den entscheidenden Gaben des Lebens. Sie heißen: Brot und Eisen! Was damals einige wenige erkannten, ist heute dem gesamten Volke zum Bewußtsein ^etommen. Unsere Jungen und Allerjüngsten sind sich bereits dessen bewußt, daß nur ein wehrhaftes, unabhängiges Volk auch ein starkes Volk fein kann. In den Schülerarbeiten des großen „Hilf-mit!"- Wettbewerbes „Volksgemeinschaft — Schicksalsgemeinschaft kommt dieses Erkennen sichtbar zum Ausdruck. 1 Henrich Hansen. 5teil® O Oj - u U w t!« 3 u u 3 3 haben, daß wir keine Munition und keine Geschütze mehr bauen können. Unsere Generation wird das wohl nicht mehr schaffen, aber ich glaube h i e nadjuns kommen, werden es zwingen." Langsam, mit schweren, hängenden Schultern war der Arbeiter daraus von dem Auftritt nach unten gestiegen. Nun schaute er rückwärts über das Land hin, goldene Saat wuchs auf den Aeckern. Da begriff der einfache Mann, daß jeder dort drüben den Sieg fchon in der Tasche trug, denn unabhängig von der Sorge um ein Stückchen Brot und um jede Patrone braucht man nur den Mut, um siegen zu können. ., Immer eiserner schloß sich der Ring der Feinde nun in den nächsten Jahren um Deutschland, und immer enger schnürte man in Deutschland den Riemen. Die Friedhöfe draußen und daheim wuchsen und wuchsen. Um diese Zeit war es, als den Soldaten ein Brief erreichte, in dem zu lesen stand von dem Tod der Mutter. „Dein Junge", so schrieb sein kriegsverletzter Kamerad, „ist nun zu uns gekommen. Wenig zwar können wir ihm geben! Wolle Gott, daß sein schwacher Körper weiter diese Zeit erträgt, damit Du vor neuem Leid bewahrt bleibst." Als Alfsen diesen Brief gelesen, hat er nur ein paarmal trocken aufgeschluchzt, dann aber still Wagen- / Wafchen tahuflr. / Hamwstr. Fernsprecher 2278 Schöne 03442 4-Zimm. Wohn. 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