lr.24 Lrsteg Blatt 188. Jahrgang Samstag, 29./$onntag, 30. Zanuar 1938 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dru* und Verlag: vrühlsche Universttätsdruckerei «.Lange in Gietzen. Schriftlettung und Geschäftsstelle: Schulstraste 7 KünfIahre nationalsozialistisches ^eich der, gegeneinanderstrebender sich bekämpfender. febft und den lichten Gott in seiner Brust besinnt, b gewaltigsten Anlauf nimmt, nach den Sternen hin ausreichten. Das Mittel zu solcher For- ßiel bi Arme schmeißt und sich mit der Nachahmung igen zu erfüllen möglich ist. Wie leicht hat es der nb Menschen mit gleichen Rechten, dessen Kunst frmden Plunders begnügt. Diesem Volk ward eben d "i Schicksal eine Aufgabe gestellt, die nur dem höchster Schöpferkraft Begnadeten in heißem t- n ssen i m llen sie An- iad) ers, fest, fön- «den iber :oße ü n - 'orps die 1 ein Tau- jm r • ;tS- )es es» ü r ’üt )ti itoffweck. Don Ardeer 'Seit Ige, sind bei eiper ilionsfabrit Schöpfung die Bürgschaft der Dauer in sich Adolf Hitlers Volksgemeinschaft ist das ewige en. Die Explg. i:ßaboratori'im,i orgebäube mtiri beiten sind auf-J :prengftorfa)?rte< in Massen.^ nntnq bietet die Rasse Die Rasse erzeugt in allen I in gleichem Sinne an und gestaltete zum erstenmal Gliedern, eines Volkes eine Uebereinstimmung im ' ej n e b e u t f d) e Ration Deshalb tragt seine -t. )e Annaymr von Anzeigen für Oie Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für I mm Höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Breite 50 Rpf.'Platzoorschrift nach oorh Vereinbg.25°/„ mehr. Ermahtgte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzei- gen 5 Rpf.,Familienanzet- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B über den n überschätzen t-. >om Kriege her ?- >rt. Ar- Äb- um len. igt, den irze eck- als» id m t- n, en tb ne on ich ■n, id- im i den Vehr- ner t Es- Das hebt ihn hinaus über alle seine Vorgänger. Viele haben versucht, einen deutschen Staat zu formen. Manchen ist es gelungen. Die großen Kaiser des Mittelalters, der gewaltige eiserne Kanzler haben die deutschen. Stamme zusammengefügt zu einem einheitlichen Staatengebilde. Abr sie haben es nicht vermocht, das Gefäß dieses Staates mit einem Volk von einheitlicher Staatsauffassung auszufüllen. Sie sahen das Volk überhaupt nicht ließen seine Kräfte ungenützt, konnten es nur äußerlich durch verwaltungsmäßige Mittel, nicht innerlich durch gleichgerichtetes Denken und Fühlen zusammenschließen. So barg ihr Werk von Anfang an bereits den Keim des Verfalls. Adolf Hitler ging vom entgegengesetzten Punkt aus, baute den Staat von unten nach oben. Er formte zuerst das Volk, fetzte seine tausendfach gesteigerten Kräfte in Politik und Wirtschaft ein Bild und Vleichnis seiner Menschlichkeit lebendig jur Erscheinung zu bringen. Hine solche Aufgabe verlangt ewiges Ringen, un- miivegten Kampf, heldische Leidenschaft, ftarfeir Bituben, heiligen Ernst, höchste Opfer- und Tat- '»ei-itfchaft. Sie ist nichts für bie Schwachen, Halt- toiin, Oberflächlichen, nichts für die Satten, Selbst- uii iebenen. Darum sehen wir so viele abirren vom Ben des Deutschen Darum folgen in der deutschen schickste auf Zeiten kultureller Blüte immer wie- |)cr Zeiten traurigsten Verfalls. Aber — und das [1 Das Erstaunliche, Versöhnende und Hoffnungs- ir?ii)ige — das Volk ist dieser seiner Bestim- tuuig" nie ungetreu geworden. In der Tiefe der Dsiksseele lebte immer der^Wille zur Gestaltung )er dem Deutschen eigenen Art, lebte unzerstörbar fe Gefühl der Zusammengehörigkeit, der volks- Mschen Verbundenheit. Aul den Höhen der deilt- fchischen Menschheit, im Kreise der Kaiser und 'Wien, Staatsmänner und Feldherren ging der bersche Gedanke oft genug verloren. Das Volk hi! ihn nie vergessen, nicht in der Zeit der Kämpfe zw chen Kaiser und Papst, nicht in der schrecklichen toi!?rtofen Zeit, nicht in den Religivnswirren des 16. unb 17. Jahrhunberts, nicht in ber Zeit der 8kmzöselei im 18. Jahrhundert, nicht unter der her-schaft der Reaktion im 19. Jahrhundert, nicht iiNen schmachvollen Jahren der jüdischen Novem- derRepublik' In seinem Herzen ist immer die heiße Eelnfudjt nach Erfüllung seines Glaubens und Mischens lebendig gewesen, das starke Verlangen nicfi Einigkeit, Macht und Größe des Reichs. Es hl sich immer verzehrt im Ringen um die Bezwin- des ihm auferlegten Schicksals. Und da, wo Di; Volk ungehemmt seine Kräfte regen, seine Öligkeiten entfalten konnte, da hot es immer sich M-üht, den ihm gewordenen Auftrag zu voll- ^'■n. Faust und die Sonaten Beethovens, Dürers :tif)e unb Bachs Fugen, Schillers Schauspiele und Regners Musikbramen gotische Dome und barocke ^gerhäuser bekunden, wie oft es ihm gelang, ?rg len ch- 3U- )en er rde ärz )33 en. er- ;en n n, uf i ■ ch Rasse. Die Rasse ist die letzte Voraussetzung des Volkstums, die unserer Erkenntnis zugänglich ist. Die Rasse bestimmt Wesen, Art und Fähigkeit eines Volkes. Aber das Volk an sich ist eine ungegliederte Masse, eine Summe vielfacher auseinandergleiten- widerstreitender und doch auseinander bezogener Kräfte. Es ist em ungeformter Rohstoff, der, wenn er zu wirksamem Einsatz gebracht werden soll, erst geformt werden muß. Aus dem Volk wird dann die Nation Nation ist nichts anderes als geformtes Volk. Ein ungeformtes Volk ist ohnmächtig, weil feine Kräftegruppen sich gegenseitig aufheben Ein Volk in Form dagegen verkörpert höchste Macht. Das Volk formen, das heißt: die Taufende und Millionen Kräfte nach einem gleichen 5lke- ittag n 15 ftabt ajor >ber= will- ihre rzen Inter die iben, über der renb Btt 111 u ii s । uu iu -/' N Zweck erfüllt, wenn.sie die Sinne lieblich vas neun Eilig-- ■ teilt, und den Verstand cmgenehm beschäftigt. Dem t worden. putschen aber ist bestimmt, Kultur zu schaffen, den wh mm finfa- Erdrück seiner Seele der lebendigen Wirklichkeit ' .. •,!iU Gestalt aufzuprägen, in Wissenschaft und Kunst, Lehrwarte, 'Masten, für nsführer. ' Deutsche Wandlung. Das erste Jahrfünft nationalsozialistischer Volksund Staatsführung geht seiner Vollendung entgegen. Gewaltig sind die Veränderungen auf allen Lebensgebieten der Nation, geradezu verwirrend die Fülle der Eindrücke, die schon in finem kurzen Augenblick des Besinnens an uns vorüberzieht. Statt zerfallender Fabriken und brach gelassener Aecker sehen wir überall in deutschen Landen wieder rauchende Schlote, hämmernde Essen, sorgfältig angebaute Felder. Statt der Millionen schon Jahre hindurch erwerbsloser deutscher Menschen, die sich Tag für Tag vor den Stempelstellen drängten, ist als Frucht des ersten Vierjahresplans der Arbeitseinsatz bereits zu einem Problem geworden, die Behebung des Mangels an industriellen Facharbeitern unb die Bereitstellung hinreichender Arbeitskräfte jür unsere Landwirtschaft stehen als wichtigste Aufgaben der Arbeitsämter schon am Anfang des zwei- ten Vierjahresplans. Der deutsche Arbeiter ist wieder eingereiht in den wirtschaftlichen Produktionsprozeß, der durch die Belebung des Baugewerbes unb ben Kampf um die Rohstoff- Freiheit der deutschen Industrie gewaltige Antriebe erhalten hat. Der deutsche Bauer, in seinen wirtschaftlichen unb weltanschaulichen ßebensbebm- gungen burch urnfassenbe unb tiefgreifende Maßnahmen des nationalsozialistischen Reiches gesichert, steht Jahr für Jahr in der Erzeugungsschlacht, um dem Boden der Heimat höchste Erträge abzugewin- nen, bie des deutschen Volkes Nahrun.gsfrei- heit begründen werden. Der deutsche Soldat, durch den kühnen Entschluß des Führers der entehrenden Fesseln des Versailler Diktats ledig, hält in einem aus dem zurückgenommenen Recht der Wehrfreiheit miebererftanbenen Volksheer, mit ben mobernsten Waffen gerüstet, ben starken Schild über beutscher Arbeit unb beutschem Lanb. So steht heute Deutschland im Kreise der Völker wieder als eine Großmacht da, deren Freund- schcfft begehrt ist unb deren berechtigte Ansprüche auf Teilnahme an den Lebensgütern dieser Welt, nicht mehr überhört werden können. Aber wesentlicher als diele wohl am stärksten ins Auge fallenden äußeren Merkmale der deutschen Erhebung ist bie innere Wiebergeburt des deutschen Volkes, die den 30. Januar 1933, den Tag der nationalsozialistischen Machtergreifung zum Wendepunkt deutschen Schicksals machte, weil sie erst die Voraussetzungen schuf für alle sichtbaren Erfolge dieses Jahrfünfts deutschen Ausbaues und alle künftige Arbeit in Politik. Kultur und Wirtschaft des deutschen Volkes Ein vor fünf Jahren noch für undenkbar gehaltener Gesinnungswandel hat als Frucht einer nie erlahmenden, vom Führer selbst immer wieder angeregten und tausendfältig befruchtenden Erziehungsarbeit ber Nationalsozialistischen Partei alle Schichten bes deutschen Volkes ergriffen. Die Hitler- Jugend und die Kampfformationen der Beweaung, Reichsarbeitsdienst, Wehrmacht unb Deutsche Arbeitsfront finb bie großen Schulen ber neuen Volksgemeinschaft, bie im Begriff ist sich eipe neue Gesellschaftsordnung ju geben, in ber Charakter unb Leistung allein als gültige Maßstäbe zugelassen sind Und ihr entspringt auch bas neue Arbeitsethos, bas an bie Stell» des Klassenkampfes die Betriebsgemeinschaft von Unternehmer unb Arbeiter als Betriebsführer unb Gefolgschaft gesetzt hat. Des Führers Wort vom Adel ber Arbeit rückte im kapitalistischen Wirtschaftssystem unb seinem marxistischen Geaenpol verschobene Begriffe roieber zurecht. Der Mensch als der Schöpfer ber Wirtschaft steht im Mittelpunkt ^»r Wirtschaft, bie allein bem Volke zu bienen hat So hat das so lange leidenschaftlich umstrittene Verhältnis von Politik und Wirtschaft durch den Führer wieder bie richtige Rangordnung erhalten. Den werktätigen deutschen Menschen in seiner Arbeitskraft zu erhalten, in feiner Arbeitsfreudigkeit zu steigern ist die Organisation „Kraft durch Freude" berufen Jahr, um Jahr wuchs die Zahl ber deutschen ^Arbeiter in bie Hunberttausende und in die Millionen bie bank biefer von aller Welt bewunderten Organisation der Deutschen Arbeitsfront für einen geringen, auch dem unbemittelten durchaus erschwinglichen Betrag ihren Urlaub an der See od»r im Gebirge verleben können, die auf eigenen schönen Schiffen ber Deutschen Arbeitsfront, ia bald auf eigens für diesen Zweck gebauten, über die Meere fahren fremde Länder und Völker fennenfernen, die in Theatern und Konzertsä'en, Büchereien und Ausstellungen an den großen Kulftir- gütern der Nation teil haben unb in ben Sooft- furfen ber DAF. als Ausgleich für die Ber-fts- arbeit in Fabrik ober Kontor bei gefunben Leibesübungen ihren Körper stöhlen. Unb auch in die orrbpffGräume selbst bringt bas Amt „Schönheit her» Arbeit" überall bnrt wo diese noch nicht ben Geboten der Hygiene entsprechen. Luft und ß-rht gesunde 21ufenfhaltsräume und zweckmäßige Arbeitsplätze Erst in dieser aus nationalsozialistischer Auffassung der Arbeit heraus geschaffenen Atmosphäre können sowohl der Reichsberufswettkampf w'» d»r ßeiftunasfamnf der Betriebe den einzelnen Werktätigen zu höchsten beruflichen, die Betviebsgemein- schaft als Ganzes zu höchsten sozialen ßeiftimnen anfpornen Die durch ben Ministerprösibenten Gö- rina anaeorbnete Bezahlung der Feiertage und die Sanierung her SazialperNcherunaen find weitere B"meise baft'ir daß bie Reichsregierung nicht gewillt ist, sich auf sozialpolitischem Gebiet mit dem . ... Fmzose, der an seiner Zivilisation und an den enjuoenqrofy r , verstandesmäßigen Ideen der Aufklärung Ge- . ------- in kannten Srün- durch die ich? getötet uni Siltsames um dieses Volk, das in seiner Seele witere Spannungen auskürnpsen muß als jedes a )cre, das in Augenblicken, wo es sich auf sich Deutschland. Dr. phil. et ing. August Stubenrauch. Oie Ausländsdeutschen feiern deft 30. Januar. Berlin, 28. Jan. (DNB.) Die Reichsdeutschen im Auslände werden auch in diesem Jahre den Tag der Machtübernahme in zahlreichen Gemeinschaftsfeiern festlich begehen. Ueber 7 0 führende Männer aus Partei und Staat sowie zahlreiche Amtsleiter der Auslands- Organisation ber NSDAP werben in diesen Tagen den Ausländsdeutschen die Grüße der Heimat überbringen unb ihnen vom Ausbau im neuen Deutschlanb berichten. Unter ben Rebnern finben wir bie Staatssekretäre Dr Freister unb Generalforstmeister Alpers, Ministerpräsident Prof. M e r g e n t h a I e r , Ministerialdirektor *i*T- Oberführer Gü11, Reichsamtsleiter Dr $ r o f?. Prof. Dr. Friedrich Grimm, Reichsbeamtenführer Neef, Generalarbeitsführer Dr ^Decker. Obergruppenführer Heißmeycr Stobsleiter bes R»ichspressechefs Sündermann, Staatsrat Spaniol SA.-Odergruppenführer Beck er! e unb viele andere. greift und zu den herrlichsten Taten befähigt ist u > das im nächsten Augenblick fein Bestes weg- ttJirft, sich ben nieberen Götzen anderer Völker in n ;e finden darf, dessen Staat nichts zu sem iglüifs auf 3aoa brucht als eine verwaltungstechnische Bindung glei- Ewiges Deutschland. Ueberblickt man die Jahrhunderte deutscher Ge- schchte, dann möchte man sich entsetzen über dieses vkchängnisvolle Spiel des Auf unb Ab, dieses im- m-rwährende Schwanken zwischen Höhe und Tiefe, biifes Hin- und Hergeworfenwerden zwischen ent- fe:nteften Polen und bie nie endende Zwietracht., Di: den Deutschen tausend Jahre lang die Dolks- u b Staatswerdung verwehrte. Es ist schon etwas slang fielen dni 1 fahren, die oan Wohnung allein Wohnung;- em von der An n bidjte Rauch- Härte Weife Ml 'brachen, jo baj n lob fanbe it übet LngiM nehmenden Lull- Gefahr von n Hai jetzt do; ue e11ehr? isgegeben. Äauoch iei fchlechter Sich! EinbahnsM' iolfenbilbung M m Höhenlagen mfl ien werden. M den, daß sich W egengesetztem Äuu uaverkehrsvohW über England J ht unter diese fen beim W ten. «® ahn man mit < l-hrlch"»"» ita iem che en W» »nWÄ trlchemi tflg ltd), außer Sonntags und Feiertags etlagen Die Illustrierte 'ietzener Familienblätter leimat tm Bild Die Scholle Monatr-Vezugspreis: Rt 4 Beilagen RM. 1.95 hne Illustrierte , 1.80 ustellgebühr # -.25 uch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 225) Anschrift für Drahtnach> richten Anzeiger Gietzen Postscheckkonto: flranffurt am Main 11686 sarnen Weltanschauung. Daß Adolf Hitler diese dem deutschen Volke seit einem Jahrtausend gestellte Aufgabe erfüllte, daß er die zu tiefst ber beutschen Seele schlummernbe norbische Anschauung mieber erweckte unb m feiner nationalsozialistischen Bewegung ben geistigen Stoßtrupp schus, mit bem er in einem unerhörten 15jährigen Kampfe Herz unb Sinn ber Deutschen für diese Auffassung gewinnen konnte, das .st seine geschichtliche Tat Adolf Hitler ist der erste Deutsche, der sein Volk geistig und politisch m einer großartigen Einheit zusammenschmiedete und chm jene geprägte Gestalt verlieh die ber rebenb:ge Formoii^bri.ck eroiaen beutschen Seelentums 'si und • in her bie gewaftigen Kräfte' des Deutschtums zu ! höchster Entsaftung kommen können. Denken unb Schauen, im Empfinben unb Gestalten, eine gleiche Weltanschauung Diese rassische Weltanschauung ist das Gemeinsame, bas die Menschen eines rassisch einheitlichen Volkes über alle trennenden Besonderheiten bes Standes, des Berufs, ber Herkunft, bes Besitzes und der Bildung hinweg zusammenschließt. Indem man die Menschen eines Volkes zur Erkenntnis dieser ihnen allen gemeinsamen Weltanschauung bringt, lenkt man ihre seelischen Strebungen, ihr Wollen und Fuhlen nach einer einheitlichen Richtung. Das Vo.k wird geformt durch das einheitliche Erfassen der gemem- dr wahrsten Ausdruck seines eigenen Seins zu TM, Einheit mit Mannigfaltigkeit zu vereinen, Arbeit mit Notwendigkeit zu vermählen, den M'ersxruch zwischen dem Teil und dem Ganzen, Einzelnen und der Allgemeinheit auszuglei- te- und eine organische Wesenheit, der lebenden, tafifenben und blühenden Blume gleich, bildkräf- *1’ lebenatmend in die Erscheinung zu stellen Nur ^'Politischen gelang es nicht So oft cs auch frucht wurde Immer wieder zerbrach ein Teil p Ganze, wollte die Vielheit sich nicht zusammen- IHen zur Einheit Bis Adolf Hitler kam kam daher, wo dieses Gefühl am stärksten, Sehnsucht am heißesten lohte: aus der Tiefe If9 unverbildeten Volkes und von der Grenze wo f5 Deutschtum immer schon hart um seinen Be nb hatte mitkämpfen müssen In seiner Seele in höchster Steigerung die geheimnisvolle un Mndliche Schöpfermacht, der ungebrochene Ge ul-ingstrieb des deutschen Volkstums Und ein Ge K; das unerbittlich grausam und doch segenvoll /ühn war, hielt ihn im Volkhaften fest, nß-chn durch allzu frühe Erfolge heraus aus dem Zu ^menhang mit dem Volk So ward ihm durch *wrt unb Erlebnis das tiefste Wissen alles Volkhafte. Er erkannte als erster -'oller Deutlichkeit das Wesen, die Bedeutung ?. ®raft des Volkes. Er sah, was keiner vor ihm P"ien, die Rolle, die das Volk im Verlauf der Men Geschichte gespielt hat Es wurde ihm he- hn, daß das Volk das ewig Bleibende im Wan- ! '*er politischen Entwicklung, ber Träger bes na= Rollen Willens unb bie Quelle ber nationalen W war In dieser Erkenntnis erhob er sich weit ,r?1 die Manner ber Befreiungskriege Unb brenn 8-V idi tiefer hinein :n ben Urarnnh hiefer Er piming Er tnh nicht nur das Volk Er (nh auch > r atürlichen Kräfte, die das Volk erzeugen: d i e Erreichten, so groß und bewunderungswürdig es für die kurze Spanne eines Jahrfünfts auch fein mag, stehen zu bleiben. Ein Blick über die deutschen Grenzen nach Frankreich oder Amerika zeigt am klarsten und eindrucksvollsten den gewaltigen Schritt, den die deutsche Sozialpolitik im nationalsozialistischen Reich hat tun können. Kein Unbefangener wird sich der Ueberzeugungskraft einer Gegenüberstellung des fünf Jahre hindurch aesicher- ten Arbeitsfriedens und der von schwersten sozialen Kämpfen geschüttelten Nationalwirtschaften Frankreichs oder Amerikas entziehen können. Dieser Wandel in der inneren Haltung des deutschen Menschen, dieses Werden der Volksgemeinschaft aus Stämmen, Klassen, Ständen, Parteien und Konfessionen im Schmelztiegel der nationalsozialistischen Revolution findet sein Gegenstück in der durch den Führer geschaffenen und sich int Führer verkörpernden Einheit von Volk und Staat, von Volkswillen und Staatsführung. Nach jahrhundertelanger Zerrissenheit gibt es zwischen beiden in Deutschland keine Gegensätze mehr. Aus der Ueberwindung partikularen Denkens, aus der geistigen und seelischen Umstellung des Deutschen vom Teil aufs Ganze erwächst der nationale Einheitsstaat, den die Besten unseres Volkes sich in Jahrhunderten ersehnt haben. Mit äußerster Vorsicht, aber überlegen und zielbewußt immer den Schlußstein der Entwicklung und die endgültige Gestalt vor Augen ist die Reichsregierung, nachdem der Einheit des Dolkswillens die Einheit 'der Staatsführung gefolgt war, den Weg gegangen, der zum Neubau des Reich e s führt. „Die Verfassung des Dritten Reiches", so hat Reichsinnenminister Dr. Frick diesen Weg erläutert, „ist im Gegensatz zur Verfassung von Weimar nicht am grünen Tisch von volksfremden Gelehrten entstanden, sie hat sich vielmehr organisch nach den praktischen Bedürfnissen von Volk und Staat entwickelt und « geht aus dem Gestaltungswillen der nationalsozialistischen Weltanschauung hervor. Die Verwirklichung der nationalsozialistischen Reichsidee, geboren aus dem schicksalsmäßigen Zusammengehörigkeitsgefühl der deutschen Volksgemeln- schaft, erforderte den völligen Neubau des Reiches nicht durch Erlaß einer theoretischen Verfassung, sondern durch eine durchgreifende Neuge- staltung und Neuordnung aller öffentlichen Einrichtungen und der gesamten Verwaltung." Nacy diesen Worten leuchtet es ein, daß der Weg ZUM Neubau des Reiches nur Schritt für Schritt vorwärts führen kauft und für die Öffentlichkeit oft kaum spürbar sich ein Stein auf den anderen fügt. Der Sicherstellung der Zentralgewalt des Reiches durch das vor einem Jahr erneuerte Ermächtigungsgesetz vom 24. März 1933 und die Einsetzung der Reichsstatthalter folgten die Schaffung eines einheitlichen Beamtenkörpers und die Erklärung der Partei zur gesetzmäßigen Trägerin des deutschen Staatsgedankens. Der Uebergang der Hoheitsrechte der Länder auf das Reich am 30. Januar 1934, die bis auf das Finanzministerium allgemein durchgeführte Personalunion zwischen Reichs- und preußischen Ministerien, die Erklärung des Führers und Reichskanzlers zum Staatsoberhaupt nach dem Ableben des Reichspräsidenten von Hindenburg am 2. August 1934; die Deutsche Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935, die aus dem Nürnberger Reichstag vom 15. September 1935 beschlossenen Gesetze: das Reichsstaggengesetz, das Reichsbürgergesetz und das Gesetz zum Schutz des Men Blutetz und der deutschen Ehre, schließlich eutsche Beamtengesetz vom 26. Januar 1937 und die Vereinheitlichung der deutschen Polizei durch das Gesetz vom 23. Juni 1937, das olles sind wichtige und unentbehrliche Steine zum Neubau ves Reiches. Weitere Aufgaben, die in der gleichen Linie liegen, befinden sich in Vorbereitung, wie die Schaffung eines einheitlichen, übersichtlichen und billigen Derwaltungsapparats, von dem Staatssekretär Pfundtner, vorgestern in Königsberg sprach, und die Neuordnung der Staatsfinanzen, ein Problem, mit dem sich vor allem der preußische Finanzminister Professor Popitz zu befassen hat und das infolge der großen Verschiedenartigkeit der .bisherigen Lasten- Unsere geschichtliche Aufgabe. (Zl'n Wort zum 30. Januar von Or. Wilhelm Irick, Reichsminister des Innern. Die wichtigste Aufgabe unserer Zeit ist es. der inneren geistigen und willen- mäßigen Verschmelzung des deutschen Volkes zur Nation immer mehr und mehr auch die äußere staatliche und politische Prägung zu geben. Die vom Führer geschaffene nationale Einheit des Denkens und Wollens aller Deutschen muß auch ihren entsprechenden staatlichen Ausdruck finden. Die deutsche Staatssührung hat damit eine, der größten geschichtlichen Aufgaben zu lösen, die ihr jemals gestellt waren. An Stelle der politischen Zerrissenheit der Länder und des Vernichtungskampfes der klaffen, Stände und Interessentenhausen, an Stelle des Kampfes aller gegen olle, ist der härteste Wille zur nationalen Einheit und staatlichen Geschlossenheit getreten. Es ist der höchste und unverlierbare Gewinn der nationalsozialistischen Revolution. daß der Wille des Führers zur alleinigen Kraftquelle der Ration und damit zum Garanten der Einheit des deutschen Volkes wurde. Diesen Willen des Führers gilt es für alle Zeiten organisch im deutschen Volke zu verankern. Rur.aus diesem Willen, der das ganze deutsche Volk mit elementarer Gewalt erfaßte, ist der Reubau des Reiches möglich geworden. Dieser Wille allein hat den ersten Vierjahresplan, den erfolgreichen Kamps gegen die Erwerbslosigkeit und die Rot der deutschen Dauern erfüllt und nunmehr den Zweiten Vierjahresplan mit dem Ziel der Unabhängigkeit des Reiches von äußeren und inneren Wirtschaftsdiktaten mit mächtigem Schwung in Angriff genommen. Er allein hat die Fessel von Versailles zerbrochen, die Weh r- s r e i h e i t dem Reiche wiedergegeben und das deutsche Volk zu einer Großmacht ersten Ranges im Herzen Europas erhoben. Der aus Vlut und Voden geborene Geist des Rationalsozialismus hat das Wunder der poli Li scheu Erneuerung vollbracht und den Einheits- willen des deutschen Volkes erweckt. Es bleibt für alle Zukunft die wichtigste Aufgabe der Bewegung, diesen Geist der deutschen Einheit, der die Grundlage für die Größe. Wacht und Wohlfahrt des deutschen Volkes ist. wachzuhalten und die innere Verschmelzung des deutschen Volkes zu einer Kraft werden zu lassen, die alle Zeiten überdauert. Die ewige Grundlage der Einheit des Reiches ist die Einheit des deutschen Volkes und des deutschen Willens. Verteilung zwischen Reich, Ländern und Gemeinden zu den schwierigsten Problemen der Reichsreform überhaupt gehört. Aber das alles sind wesentliche Voraussetzungen für die nach außen hin sichtbarste Maßnahme am Neubau des Reiches, die territoriale Neugliederung, die jedoch mit dem am 26. Januar 1937 erlassenen Gesetz über Groß- Hamburg und andere Gebietsbereinigungen in' Nordwestdeutschland bereits sich abzuzeichnen begonnen hat. Es war nur ein Weniges, was wir hier aus der Fülle des Geschehens dieser ersten fünf Jahre nationalsozialistischer Neugestaltung deutscher Zukunft herausheben konnten. Das außenpolitische Befreiungswerk, das wir nur kurz gestreift haben, ist allen Deutschen gegenwärtig. Die Ausrichtung deutscher Kultur an einem neuen Ideal nationalsozialistischer Weltanschauung wird an anderer Stelle von berufener Seite behandelt. Die bereits in Angriff genommene grandiose bauliche Umgestaltung deutscher Großstädte, von der die Modelle in der soeben vom Führer eröffneten Deutschen Architektur- Ausstellung in München ebenso Zeugnis ablegen wie der gestern bekannt gegebene Bebauungsplan für die Reichshauptstadt Berlin ist ebenso ein Denkmal nationalsozialistischen Kulturwillens wie deutscher Friedensliebe, die allen in mißgünstigen Kreisen des Auslands immer wieder geäußerten Zweifeln zum Trotz richtunggebend bleiben werden für die Bewältigung der gewaltigen Aufgaben, die uns gestellt worden find. Fast übermenschlich war die Schwere der Verantwortung, die der Führer ^übernahm, als er vor nunmehr fünf Jahren das Steuerruder des Reiches aus der Hand des ehrwürdigen Reichspräsidenten von Hindenburg empfing. Sein Glaube an die Zukunft des deutschen Volkes, sein Vertrauen auf den guten Kern in diesem Volke gaben ihm die Kraft, das Schicksal Deutschlands in seine Hand zu nehmen. Das deutsche Volk hat es ihm gedankt mit dem gleichen inbrünstigen Glauben und Vertrauen. Es hat sich in wieder- aeroonnenem Lebensmut entflammen und begeistern lassen für die genialen und kühnen Pläne, die gewaltigen Aufgaben, die die schöpferische Initiative des Führer vor den Augen des deutschen Volkes ausbreitete. Es hat die starke zielbewußte Hand des Führers gespürt und hat sich roilFig und freudig eingesetzt, wo auch immer sein Einsatz gefordert wurde. Der immer wieder aufklärenden, befruchtenden und anspornenden Arbeit der Nationalsozialistischen Partei ist es zu danken, daß das deutsche Volk in so beispielloser Geschlossenheit hinter die Staatsführung getreten ist, daß Führer und Volk heute eine Einheit sind, ein Wille aus- gerichtet einzig und allein auf Größe und Glück der Nation. Und diese Einheit von Volk und Führer, geboren aus gegenseitigem Glauben und Vertrauen, erneuert sich wieder an diesem Tage der nationalsozialistischen Revolution, an dem wir in berechtigtem Stolz auf die aus eigener gewaltiger Kraft- anftrengung vollbrachten Leistungen des ersten Jahrfünfts nationalsozialistischer Arbeit für Deutschland dem Führer geloben, ihm durch unser Vertrauen Kraft zu geben für feinen Weg und selbst unser alles einzusetzen für unseres Volkes Zukunft. Dr. Fr. W. Lange. Ein Berliner SA -Mann erlebt den 30. Januar. Im roten Neukölln war wieder einmal „dicke Luft". Auch in den frühen Morgenstunden des 30. Januar saßen mehrere Kameraden alarmbereit im Sturmlokal des Sturmes 21. Man konnte der Kommune, die in den letzten Tagen wieder besonders rührig war, im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr über den Weg trauen. Irgend etwas, es mußte diesmal etwas Ungeheuerliches sein, bereitete sich vor. Wir wußten nicht, woher es kam, ob es Glück oder Unglück märe, aber jeder von uns fühlte es auf sich zukommen. Bis zum Aeußersten waren die Nerven angespannt, die letzte Zigarette, die einer von uns noch hatte, ging zwölfmal im Kreise herum. Jeder durfte einen Zug tun. Kein Mensch sprach ein Wort. Plötzlich klingelte in die Stille hinein schrill das Telephon. Die Wache sauste zum Apparat, riß den Hörer von der Gabel, und während unsere Augen gespannt an den Lippen des Kameraden hingen, hörten wir ihn exakt die Meldung sagen: „Hier Sturmlokal 21, Wache mit 12 Mann in Alarmbereitschaft". Im nächsten Augenblick läßt der Kamerad den Hörer fallen, stürzt auf uns zu und ruft: „Adolf Hitler i ft R e.i ch s k a n z l e r geworden". Für Sekunden lag Stille in dem kleinen verräucherten Lokal, bis einer von uns auf die Straße hinausstürzte und schrie: „Adolf Hitler ist Reichskanzler geworden". In der nächsten halben Stunde füllte sich das Sturmlokal mit allen Kameraden, die nur erreichbar waren. Dieser hatte die Nachricht am Rundfunk erfahren, jener war auf dem Dienstwege alarmiert, ja, heute müssen alle dabei sein, um das siegreiche Feldzeichen am Führer vorüberzuführen. Abends sollte der Fackelzug sein. Während in der sechsten Abendstunde die Kommandos der verschiedenen Formationsführer, die sturmweise heran- marschiert waren, durch die dunkle kalte Straße hallten, versammeln sich im Nu Tausende von Volksgenossen um uns. Jeder versuchte auf feine Art, uns feinen Dank abzustatten. Wie oft hatten wir bei diesem Volksgenossen Hauswache gehalten. Hatten jenen nach Hause gebracht und diesem di« Familie geschützt, nur weil er Nazi war! Jetzt aber dursten wir gemeinsam unser Bekenntnis noch lauter hinausrufen als bisher. Dann marschierten wir ab. Der Tiergarten ist in das Licht von Tausenden von Fackeln getaucht. Wie ungezählte Irrlichter geistern die Flammen an den alten Stämmen der Bäume empor. Hier und da erkennt man einen Kameraden von der anderen Formation. Alle sind außer Rand und Band. Nur schwer gelingt es den Sturmführern, die Kolonnen zu formieren, die schon stundenlang auf das Kommando zum Abmarsch nach der Wilhelmstraße warten. Von ungesehenen und ungezählten Händen werden uns große Stullenpakete, Zigaretten oder „Geld für eine Molle" 'gereicht. Wir können das alles um uns herum nicht fassen. Dann aber heißt es plötzlich: „SA. stillgestanden, die Fahnen hoch, im Gleichschritt marsch S Es geht auf das Brandenburger Tor zu, dessen massige Silhouette sich uns mächtig entgegenstemmt. Wir marschieren hindurch, die Mittelpromenade Unter den Linden entlang, schwenken rechts ein zur Wilhelmstraße und hören und sehen weiter nichts als das unendliche, immer wieder neu aufbrausende Heilrufen um uns. Sämtliche Verkehrsmittel sind angehalten worden, auf den Dächern und den Trittbrettern stehen die Menschen und jubeln uns zu. Immer wieder steht wie eine lange Mauer links und rechts des Weges der Ruf: „Heil Hitler? „Heil SA.!" Da kommen die ersten Konimandos — „Der Reichspräsident, Achtung, Augen rechts, Fahnen hoch!" In hartem Schritt ziehen wir über das Pflaster, die Nerven sind bis auf das Aeußerste angespannt und das Kinn drückt gegen den Sturmriemen der Mütze, als wollte es ihn zerreißen. Dann sehen wir die greise Gestalt des Feld- \ jfe? W W f* l er v^eldze'che Altertum ll j1 ‘JUnM । slopas" 3fltv M t Uhr: ®* , I jpidmani Der u«» M »9 y b(6 Nin H i® j® lmhalle« wW standar abnehmen. Mfc wir» »" ” irationi Zeichen ffi !thr: werden > jortnal und der - Zacke! Deg vom allee, das Unter der zur R' Vorbei gleichen 2 Ml Jir Beamte, bearbeit it I I I Fünf Jahre deutsche Kulturpolitik. Von Gauleiter A E. Zrauenseld, Geschäftsführer der Reichsluliurkammer. Man ist geneigt, insbesondere, wenn man mitten in Geschehnissen hineingestellt ist, sie als etwas Gegebenes, Selbstverständliches hinzunehmen, das fo und nicht anders werden und fein mußte. Ist es wirklich so selbstverständlich, daß der Nationalsozialismus in seinem Führer zugleich einen der größten, unbestritten aber den universellsten Künstler unserer Zeit hat? Es gab zu allen Zeiten große Menschen und mächtige Volksbewegungen, Die Völkerschicksale gestalteten und in die Weltgeschichte eingegangen sind, ohne daß sie für das kulturelle Geschehen besonderes Interesse zeigten, geschweige ihm besondere Aufmerksamkeit schenkten oder eine Förderung angedeihen ließen, oftmals waren sie sogar kulturfeindlich bis zum sinnlos erscheinenden Zerstörungstrieb. Hier Bilderstürmer, dort Puritaner, bald muckerisch, bald jesuitisch, paßten sie ihre Zeitgenossen in die Zwangsjacken der Askese, der Abtötung des Fleisches und der Sinne. Ganze Geschlechter fristeten ein ft endloses Dasein unter dem Alpdruck solcher Bewegungen und ihrer Führer, deren Wege oft nur zu erkennen sind an den Trümmern ihrer Zerstörungswut, die sie bedecken. Oft waren sie darin so gründlich^ daß sie nichts von dem der Nachwelt zurückließen, was vor ihnen war, als die Legende von der Schönheit dessen, was ihrem finsteren Treiben zum Opfer fiel, und doch sind sie in die Weltgeschichte eingeganaen, und bei manchen ist das politische, militärische oder wirtschaftliche Wirken so stark und positiv gewesen, daß die Nachkommen sie als die Großen der Geschichte preisen Ohne Zweifel hat der Nationalsozialismus in fünf Jahren fo viel auf wehrpolitischem, sozialem, wirtschaftlichem und innen- wie außenpolitischen Gebiet getan, daß er es sich leisten könnte, den kulturellen Fragen verständnislos, ja sogar ablehnend und feindselig gegenüberzustehen. Es würde dies feiner Größe und Bedeutung keinen Abbruch tun können. Wir müssen es daher doppelt freudig als ein in der Geschichte seltenes Geschenk hinnehmen, daß die kulturellen Probleme nicht ausgenommen sind, sondern in hohem Maße teilhaben an dem allgemeinen Aufblühen der deutschen Lande. Ost wurde vom Führer und seinen Paladinen, in deren Häkckte er die kulturelle Betreuung des deutschen Volkes legte, betont, daß man Genies nicht herbeizaubem könne und auch nicht gleich Tomaten in geheizten Glashäusern züchten kann — was man aber kann und was das nationalsozialistische Deutschland in einmaliger Weise tut, ist, ihnen den Weg bereiten, die Voraussetzungen für ihr Wirken schaffen. Die Kultur bedarf aber nicht nur der schöpferischen Geister, sie bedarf auch, und dies ist nicht weniger wichtig, erlebnisfähiger Menschen, die der Kultur Sinn und Bestand geben. Und da man keine Genies züchten kann, kann man aber erfreulicherweise das Verständnis für die Werte der Kultur tvecken, schulen und vertiefen. Kann es etwas Kläglicheres geben, als den Fellachen, der in Unwissenheit und geistigem Tiefstand seinem eintönigen Tagewerk im Schatten der gigantischen Werke seiner Ahnen nachgeht, ohne um ihren Sinn zu wissen, ohne chre Sprache deuten zu können, ja oft überhaupt ohne Notiz davon zu nehmen. Wir erschrecken, wenn wir erkennen, wie nähe wir diesem Zusttand gekommen waren. Einst schufen die großen Meister ihre Werke aus dem Volke kommend für das Volk. Mit dem Humanismus beginnt die Trennung von Volk und Kultur, man mußte über die Hürden fremder Sprachen klettern und durch das Dickicht artfremden Denkens brechen, um dann endlich da und dort zwischen Unverständlichem auch einmal uns Ansprechendes aufblühen zu sehen. Zwar findet immer wieder da und dort ein Titan des Geistes triebhaft den Weg zu feinem Volk. Manches Mal finden sie sogar wieder zueinander: Volk und Kultur, aber es ist dies immer nur für eine kurze Spanne Zeit, bann reißt die Verbindung wieder ab, und Kultur ist wieder höfisch, pfäffisch, welsch, lateinisch, französisch oder spanisch in Sprache und Art, um schließlich in jüngster Zeit ein negatives Vorzeichen zu erhalten und jüdisch zu werden. Bis bann mit einem Male einer kommt, ber mit feinen Beinen fest im Heimatboden steht, dessen Haupt aber in Wolken ragt, und ber die Kraft hat, alles Trennende niederzureißen, der das Fremde verscheucht, zertritt und jene wundersam traumhafte Zeit erstehen läßt, in ber die Mäler der Vergangenheit in Bild, in Ton und Schrift, in Stein und Erz wieder zu reden anheben in den Zungen ber Menschen, die zwischen ihnen leben, und biefe ihrer plötzlich wieder gewähr werben wie aus langen schweren Träümen erwacht. Wenn die Zaghaften bann sagen, was kann in wenigen Jahren geschehen, Kultur muß langsam wachsen und kann nur allmählich werben, dann haben wir dem entgegenzusetzen, daß auch Bäume langsam wachsen, ihre Knospen brechen aber über Nacht auf und werden strahlende Blüten. Der Stamm des deutschen Lebensbaumes ist tausend- jähria, seine Blüten aber können sich rasch erschließen. Die Geschichte lehrt uns, daß Hochzeiten einer Kultur oft nicht länger dauern als die Jahre der vollen Schöpfungskraft einer Geschlechterfolge, und was hier wenige Jahrzehnte, ja oft nur wenige Jahre an Werken erstehen lassen, findet für ebenfoviel Jahrhunderte, ja oft Jahrtaufende Epigonen, die sich darin erschöpfen, es nachzuahmen. Wenn in vergangenen Zeiten der gotische Dom bas Sinnbild des Zusammengehörigkeitsgefühles der Menschen ist, die hinter den Mauern einer Stadt eine Schicksalsgemeinschaft bilden und sich als Wahrzeichen dieser Gemeinsamkeit bas steinerne Wunder des gotischen Baumales schufen, fo erwachsen in dem Augenblick, ba an Stelle adeliger, höfischer ober kapitalistischer Mäzene die Volksgemeinschaft als Förderer der Kultur tritt, daraus Werke des Gemeinsamkeitssinnes. So verstehen wir auch die Kolosialbauten, die überall als Sinnbilder ber Volksgemeinschaft erstehen — allen voran das Reichsparteitagsgelänbe in Nürnberg. Diese Sinngebung ber Bauwerke spiegelt sich bereits hundertfach in ber (Erneuerung des Städte- bilbes, und das Abendland hat diesen wachsendeii und werdenden steinernen Symbolen des Nationalsozialismus an Monumentalität nichts zur Seite zu stellen. Hat das deutsche Volk solcherart von feinem Kulturerbe auf dem Gebiet ber Architektur zuerst Besitz ergriffen, so schreitet es von dort aus vordringenb auf das Gebiet der anderen Künste fort. Schon gesellt sich zur Baukunst eine machtvolle Bildniskunst, und als nächstes wird die Malerei in den Bannkreis dieses Kräftespiels gezogen. Allerdings müssen wir uns klar machen, daß es nie eine Zeit gab, ba alle Kunstzweige gleichmäßig in Blüte standen. Wir finden im Gegenteil, daß bald die eine, bald die andere Form im steten Wechsel führend ist. Einer Blüte der Baükunst folgt so ein Höhepunkt auf dem Gebiet ber Dichtung, dann ist es wieder die Malerei, die vorherrschend ist, um nach einiger Zeit den ersten Platz ber Musik einzuräumen. Neben biefem Wechsel, ber höheren Gesetzen gehorcht, sind es auch Gründe, die in der Umwelt liegen und die dies bedingen. Wir können, um uns einer alten Terminologie zu bedienen, sozusagen kapitalistische und proletarische Künste unterscheiden. Der hungrige und frierende Poet in seiner löchrigen Dachbodenkammer braucht für seine. Kunst nur ein Blatt Papier und eine Schreib feder. (Er ist dadurch van den Unbilden der Zeitläufte und dem Wohlwollen seiner Mitmenschen mehr oder weniger abhängig, denn für die Geschichte seines Volkes ist es nicht von besonderer Wichtigkeit, ob seine Werke zur Zeit seines Lebens in ihrer Bedeutung erkannt werden ober ob erst spätere Geschlechter sein Genie erkennen unb ihm den verdienten Platz unter ben Großen des Volkes einräumen. Der Architekt hingegen beb ar f ber größten Dttttel und Helfer, um fein Können entfalten zu können. Er ist daher am stärksten an die Umwelt gebunden, unb nur ber Baukünstler, ber bas Glück hat, in einer Zeit zu leben, bie feinen schöpferischen Kräften ebenbürtig ist, kann fern. Können unter d- n“ g< SÄ' *' Sil» z-i S.Moli; des „jr Hk.. 3 's** Il iy M her fc'1 b'. Beweis stellen. Auch ber Bühnenkünstler bedarf des. Publikums; mit sich allein kann er sein Können: nicht zur vollen (Entfaltung bringen. Der Nationalsozialismus hat bei feiner Förde» rung an die erste Stelle jenen Teil unseres Kultur» lebens gestellt, der des Volkes sowie feiner Kräfte, Mittel und Interessen bedarf, und daher kann, aus dem Geiste der Gemeinschaft genährt, die Bau-- k u n ft sich in einmaliger Weise entfalten. Daneben: ist es die Bühnenkunst, die Aufmerksamkeit: bei der Gesamtheit des Volkes findet unb es im einem Ausmaß wie kaum je vorher beschäftigt. Das Primäre ist ber geniale, der schöpferische Mensch. Die Zett, in ber er lebt, ihre Herrem und Mäzene, die Lebensform der Zeit Zwingern seinem Schaffen die Gestalt auf. Daher ist es dec Zufall der Zeit unb des Ortes der Geburt eines Genies, der es zwingt, das Aeußere feines Schaf» fens christlich, katholisch, klassisch, barock ober exo» tisch zu gestalten. Daher war der Künstter nie so frei in seinem Schaffen wie zur Zeit ben Nattanalsozialismus, ber aus bem Volke kommen!» nur eines von ihm verlangt, baß er so schafft, wie er selbst kraft feines Blutes unb seiner Väter ist — beutsch. Eine Tatsache darf in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Neben der Gestaltung des Neuen unb dem Erblühen ber Kultur steht di« Achtung unb bie Pflege der Güter ber Der» gangenheit, und mit Stolz können wir sagen:: nie noch pilgerten so viele Menschen zu bett WerkM ber Maler, Bildhauer und Baumeister ber Vorzeit! UeberaU werben alte Schätze gehoben und frei' aelegt. Don den Straßenzügen alter Städte, bereu hundertjährige übertünchten Fachwerkbauten i® buntem Anstrich leuchten, bis zu den vorgeschW lichen Ausgrabungen unb ber (Erneuerung älteste k Baumaler. UeberaU tauchen wir in bie Vergangen* beit. Nicht wie vor wenigen Jahren noch, wo es die einzige Flucht aus der verzweifelten Gegenwart war, sondern vielmehr um dem Worte unserer Dichters Franz Grillparzer gerecht zu werben, der da sagt: „Die Zukunft ist das Tor, durch bas bie Vergangenheit roieber Einzug hält". Wit steigen in bie Vergangenheit hinab, um bie Fundamente freizulegen, auf benen wir bie Kultur dH morgen aufbauen. Noch scheint alles ein Anfang zu fein, vergleicht man es mit ben Zielen, bie ber Führer für b diese e . । |t(jj e n Wirtschaft verliehen, die ein und de f)'n?LW J I -J&m Arbeitgeber oder Betrieb 50 Jahre lang 1 e oft hatt«i,'2 l5Me gehaltec .und diesem!» ' 1 ®ar! ^tzt abe Bekenntnis not Wab"' W leraof« t- v" 9 lagen: ß notionalsozlalistischen Eryevung, t|t folgendes pro- blirf ’’Stamm vorgesehen: 'aßt z Uhr: Großes Wecken durch Musik- und ZUR ...... $ Q.n31«l • 0? Ue 'N ber • Hitln nkünstler bedarf d- m er sein Kam' ngen. bei seiner teil unseres W sowie seiner M nd daher kann c lenahrt, ta «J entfalten. M die Ausmerkslis- s findet und " ' cher beschäftig - schöpfe^ r lebt, ihre N der Zeit M 1CT ?* j-e; 1 ;V.?» 4 DL !v l kkZe der bisher üblichen Anerkennungs- und Glück- FAlek Usschurkunde für 5 0jährige freue Arbeit **-• - ® || .]* >uch Ange stellten und Arbeitern der 'tü e n Wirtschaft verliehen, die ein und dern- “ ' i in Das schaffende Deutschland gedenkt der nationalsoziatistlschen Erhebung. Am Montag Betriebsappelle im ganzen ZReidn Berlin, 28. Jan. (DBB.) Der Reichs- und Preuhische Minister des Innern, Dr. Frick, gibt im Einvernehmen mit dem Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda folgendes bekannt: Am Montag, dem 31. Januar 1938, veranstaltet bie Deutsche Arbeitsfront in allen Betrieben bes Reiches kurze Befriebsappelle aller Schaffenben, in benen ber Be- friebsführer unb ber Befriebsobmann in Ansprachen von wenigen Minuten bes Tages Kurze Tage, wenig Sonne und wenig Bewegung im Freien, -das sind Nachteile der Wintermonate, die unser körperliches Befinden ungünstig beeinflussen. Kinder und Erwachsene nehmen in dieser Zeit Bioferrin, das blutbildende Kräftigungsmittel. Bio- ferrin hat eine vorzügliche Wirkung auf das Allgemeinbefinden bei Appetitlosigkeit, Blutarmut, Schwäche- und Erschöpfungszuständen. Es ist in allen Apocheken erhältlich. ( A \ (BAYER) \ E / ber Machtübernahme gebenden unb ein Gelöbnis 3 u m Führer ablegen. Die Festsetzung bes Zeitpunktes für ben Betriebsappell ist jeweils ber Betriebsleitung überlasten. Die öffentlichen Verwaltungen unb Betriebe, einschließlich solcher ber. (5emein- b e n, Gemeinbeverbänbe unb sonstiger Körperschaften bes öffentlichen Rechts, schließen sich bem an. Die Dienststellenleifer werden ersucht, wegen der Festsetzung unb Durchführung ber Appelle im Benehmen mit bem Befriebsobmann ber Deutschen Arbeitsfront unb bem Fachschafisgruppen- walfer bes Reichsbunbes ber Deutschen Beamten unverzüglich das Weitere zu veranlassen. Die Vetliebsgememschast Hal sich bewähtt. Dr. Leh über künftige Aufgaben der DAF. Berlin, 28. Jan. (DNB.) Am Vorabend des fünften Jahrestages der nationalsozialistischen Revolution veröffentlicht der „Völkische Beobachter" eine Unterredung mit Reichsorganisationsleiter Dr. Ley über das Aufbauwerk der Deutschen Arbeitsfront. „Die Grundlage meines Denkens", so führte Dr. Ley u. a. aus, „war die Erkenntnis, daß d i e Partei der einzige Kraftquell des neuen Deutschland ist. So habe ich die Deutsche Arbeitsfront bewußt unter die Führung der Partei gestellt. Unser Kreisobmann und unser Gauobmann stehen unter dem Hoheits- träger der Partei. So wurde ich davor bewahrt, die Deutsche Arbeitsfront etwa nach ständischen Gedanken auszurichten. Mit der Partei kann man alle Probleme lösen, auch wirtschaftliche und kulturpolitische, und die hinter uns liegenden fünf Jahre haben bewiesen, daß einevernünftigeVolks- ordnung auch die be st e Sozialordnung bedeutet." Der Versuch, Arbeitgeber und Arbeitnehmer von vornherein in den Zellenaufbau der Betriebsgemeinschaft zusammenzuführen, sei gelungen. Das Wesen der Deutschen Arbeitsfront, ihre Schlagkraft, ihre ständige Einsatzbereitschaft und das Vertrauen, das sie im ganzen deutschen Volke genießt, erklären sich aus dem sinnvollen Aufbau der Betriebsgemeinschaften, die schon in der unter st en Einheit die Menschen zusammenführt. Schon dieser Tatbestand allein bedeutet die Ueberwindung des Klassenkampfes. „Die nationalsozialistische Grunderkenntnis lehrt uns, daß Wirtschaft und Arbeit ein und dasselbe bedeuten. Ich habe es dankbar begrüßt, daß Ministerpräsident Generaloberst Göring meinem Wunsche entsprach und meinen Hauptdienstleiter Schmeer in die Arbeiten des Dierjahres- planes einbaute. Diese Zusammenarbeit wird sich immer enger gestalten. Ich bin überzeugt, daß sich das seit Jahren bestehende gute Verhältnis zwischen dem Parteigenossen Funk und mir auch in der Zusammenarbeit mit dem Reichswirtschaftsminister Funk bewähren wird." Die Urlaubszeit für die in Frage kommenden 14 Millionen Menschen müsse auf das ganze Jahr ausgedehnt werden. „Da unser Klima Sonne, Licht und Wärme nicht während des ganzen Jahres bietet, mußten wir uns für unsere Urlauber nach südlicheren Gefilden umsehen. Das sind die Gründe, die mich zu den Urlauberaustausch-Abkommen mit Italien veranlaßten und die gleichen Gründe werden eines Tages auch zu einer Zusammenarbeit mit Jugoslawien und seinem herrlichen Dalmatien führen." Die Werkscharen seien keine Nachbildungen der SA., der ff oder sonst irgend einer anderen straff organisierten Gliederung, sie seien betriebsgebunden und hätten die Betriebsgemeinschaft im edelsten Sinn des Wortes oorzuleben. „Der Wahlspruch der Werkscharen: „Der Führer hat immer recht!" gibt die Gewähr, daß niemals wieder Verräter Boden gewinnen können. Wir haben die Betriebe durch unseren Idealismus von innen heraus erobert. Die Werkscharen sind die Garanten, daß niemals wieder die Notwendigkeit zum Einsatz staatlicher Machtmittel akut werden kann." Auf die Frage: „Welche Aufgaben haben Sie der bevorstehenden Hamburger Reichstagung „Kraft durch Freude" gestellt?" antwortete der Reichsorganisationsleiter: „Der Führer hat der Welt bewiesen, daß das Genfer System falsch ist. Dasselbe gilt für das in seiner Tätigkeit und in seiner Zielsetzung in letzter Zeit auch anderwärts umstrittene Genfer Arbeitsamt. Wir müssen weg vom Schematismus, von der Erstarrung der diversen Internationalen. Aus der Verbindung der Völker untereinander unter dem Motto „Freude an der Arbeit" wird sich ein immer festeres Band ergeben. Hier wird sich die Zusammenarbeit derVölker auf einem Gebiete ermöglichen lassen, dessen Auswirkungen man heute noch kaum abschätzen kann. So hat auch die Reichstagung 1938 die Aufgabe, in der Welt die Erkenntnis zu festigen: „Es gibt keinen anderen Weg, einem Volke den Sozialismus zu bringen, als ü b e r d e n Weg der Freude und der Lebensbehauptung. Das andere ordnen die Menschen von selber." Aufruf an alle Betriebssührer des deutschen Handels. Berlin, 28.Jan. (DNB.) Am Sonntag, dem 30. Januar, feiert das deutsche Volk zum fünften Male seinen Siegestag. Die Schaffenden gedenken am Montag, dem 31. Januar, der Größe des - Jahrestages der nationalsozialistischen Machtübernahme in B e tri eb s a p p ell e n , die unter der Parole stehen: „Wir stehen zu Deutschland und seinem Führer Adolf Hitler!" Wir fordern euch, 'Betriebsführer, des gesamten deutschen Handels in allen seinen Zweigen, auf, an diesem Tage ebenfalls zu B e t ri e b s b e,g i n n in einer kurzen Feierstunde mit eurer Gefolgschaft den Dank an unseren Führer abzustatten und ihm treueste Gefolgschaft im sechsten Jahr der nationalsozialistischen Revolution zu geloben. Heil Hitler! gez. L u e r, Leiter der Reichsgruppe Handel, gez. Feit, Leiter des deutschen Handels in der DAF. Ehrenzeichen neugefafef worden. Daneben ist in Anlehnung an bie Feuerwehr-Dienstauszeichnung auch ein Ehrenzeichen für ben Luftschutz eingeführt worben. Die Verleihungen erfolgen auf Vorschlag ber zustänbigen obersten Reichsbehörbe in allen Fällen burch ben Führer; bie Bearbeitung ber Vorschläge unb bie Durchführung ber Verleihungen erfolgt burch bie P r ä f i b i a l k a n z l e i des Führers unb Reichskanzlers, welche ebenso wie bei ber Verleihung ber Rettungsrnebaille, bei bet bes Verbienst- ordens vorn Deutschen Ubier unb bei ber Annahme auslänbischer Auszeichnungen auch für biefc neuen Auszeichnungen bie Geschäfte ber Orbenskanzlei führt. * Mit der vom Führer vollzogenen Stiftung des Treudienst-Ehrenzeichens ist eine Auszeichnung geschaffen worden, wie wir sie uns schon seft langem wünschen. Denn gerade im nationalsozialistischen Deutschland ist die Treue wieder zu einem jener hohen sittlichen Gesetze ethoben worden, auf denen unsere Volksgemeinschaft ruht. Was wären wir, wenn die Treue nur ein hohler Begriff bliebe, was wäre die Nation, wenn ihre Glieder untereinander dem Treuegrundsatz das Geltungsrecht absprechen würden. Die staatlichen Gewalten würden auf einem seichten Untergrund ruhen, der Selbstbehaüp- tungswille unseres Volkes würde verloren gehen, Handel und Wandel kämen zum Stillstand, einer könnte sich nicht mehr auf den anderen verlassen. Unsere Nation würde ihr Gesicht verlieren, wollte sie auf das uns alle umschließende Band des Treueverhältnisses verzichten Wenn jetzt der Führer durch das Treudienstkreuz die Volksgenossen ehren will, die eine bestimmte Anzahl van Jahren in öffentlichen Diensten standen und redlich ihre Pflicht erfüllten oder jene, die Jahrzehnte hindurch auf dem> Posten der Arbeit in Betrieben der freien Wirtschaft aushielten gleich den Männern, die vier Jahre hindurch im Schützengraben lagen und eine Welt voll Feinden vom deutschen Boden fernhielten, dann erteilt er einen Lohn, wie er schöner nicht sein kann. Für das Verdienst auf dem Arbeitsplatz wird ein sichtbar zu tragendes Zeichen verliehen, das durch diese Sichtbarkeit auch von weitreichender Wirkung ist. Denn die Männer mit dem Ehrenkreuz auf der Brust werden die nachm- eifernden Vorbilder der Arbeit sein. Sie werden den nachrückenden Generationen zu sagen haben, daß das Treueverhältnis auch im beruflichen Leben verdienstvoll ist. Denn neben der Leistung des Einzelnen stellt es einen der Grundpfeiler dar, auf dem sich die nationale Schaffenskraft fruchtbringend, entwickeln kann. D. S. Wetterbericht. Ein Sturmwirbel ist rasch vom Atlantik nach Norwegen vorgestoßen. Er brachte unter stürmischen auffrischenden Süd-West-Winden eine neue lieber« flutung des europäischen Festlandes mit Warmluft, bei der auch im Gebirge Regenfälle und Tauwetter eintraten. Seine Rückseite bringt ebenso heftig nach- stoßende Kaltluft und bereits am Samstag neue Bewölkung und im Gebirge wieder Uebergänge zu Schneefällen, die teilweise von Gewittern begleitet werden. Neue Atlantikwirbel folgbn nach, die Witterung bleibt noch für die Folge unbeständig und sehr unruhig. Aussichten für Sonntag: Zeitweise aufheiternd und nur vereinzelte Schauer (im Gebirge Schnee), bei lebhaften aber abflauenden westlichen Winden frischer, später wieder unbeständig. Aussichten für Montag: Sehr unruhiges und unbeständiges Wetter. Lufttemperaturen am 28. Januar: mittags 3,3 Grad Celsius, abends 1,9 Grad; am 29. Januar: morgens 7,8 Grad. Maximum gestern 3,7 Grad, Minimum 1,8 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 28. Januar: abends 2,0 Grad; am 29. Januar: morgens 3,1 Grad. — Niederschläge 7,8 mm. — Sonnenscheindauer 3,2 Stunden. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilden Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. 21. XII. 37: 11 000. Druck und Verlag: Brühlsche Unioersitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. 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Oktober 1910 geboren wurde, machte er ö von klein auf in der Werkstatt seines Vaters t den Geheimnissen der Technik vertraut Jiit Ur Jahren unternahm er seine erste Ausfahrt im taen. Sechs Jahre später war er im Besitz oer 'Rosemeyer mit seiner Gattin Elly Beinhorn. (Scherl-Bilderdienst-M.) m den Start zu neuen Versuchsfahrten. Ich der ersten Fahrt erklärte Rofemeyer, daß der cha r f e, böige S ü d w e st w i n d ihn beinahe io« der Strafte gedrückt habe. Trotzdem startete er abermals. ler Wagen Rosemeyers wurde nach dem Pasfie- ten des Kilometersteins 8,6 (die Zeitnehmer hatten ijecoöc den Kilometer mit 8,38 Sekunden = 429,491 iinrst gemessen) beim Zubringer Langen-INör- |?lbrn am Rande eines Waldstückes von einer Zelenböe erfaftt und auf den mittler-n Grünstreifen gedrückt. Rofemeyer i er achte gegenzusteuern, verlor aber bei der un- ,ieh?iren Geschwindigkeit die Gewalt über den :gatten, der sich überschlug und dann über i!ie sich zum Schuh hinwerfenden Zeitnehmer hjn- isegietzte und gegen den Damm der Kalbschneise prallte, wo er zerschellte. Rofemeyer war beim :icb?rftragen aus dem Fahrzeug heraus- ipUogen und in den Wald gegen die Bäume ^esüjleudert worden. Die genaue Zeit des Todes- l^ich Glück, Erfolg, Ruhm — Tragik, Tod, Berauch geteilt: 1. Hypothek« luleihen. 2(t Ang. mit. U । an d. Gieß, d Fräulein,q gute Perg« neit, oolM. 1,65/möcke r fol. Mann e Rleinft. oö.A zwecks Ehe ^ennentexneni! 45 iW Witwer w Lchr. Ang.r 0381 a. d.E.l „iTbei»11 £ “ebr.,20/„f rroabadoor' iiw Kessel W / V: ■ i egsfall chließ- herangetragen werden o n \ im' alten Kampfgeist bei der Arbeit die SA. Im voran sehen. den Wehrwillen zu schaffen, der nicht nur in Büchern stehen kann, sondern seinen lebendigen Ausdruck im Träger des SA.-Sportabzeichens findet. Das kommende Kampfjahr fordert von uns diese Aufgabe, es wird deshalb das Volk und An die SA. Hessen-Nassaus. Ein Aufruf Obergruppenführers Beckerle zum 30. Januar Roosevelts Rüstungsprogramm. Erneut gewaltige Vermehrung der amerikanischen Kriegsflotte. 47 Kriegsschiffe und 1000 Marineflugzeuge! Der Vorsitzende des Marineausschusses Wins Der Führer der Gruppe Hessen. B e ck e r l e, Obergruppenführer. Beförderungen in der GA.-Sruppe Hessen. Kameraden! Deutsche Volksgenossen! NSG. Wieder jährt sich der Tag, an dem der Kampf um die Macht in Deutschland sein Ende gefunden hatte und die SA., umjubelt von einer dankbaren und befreiten Bevölkerung, symbolhaft durch das Brandenburger Tor marschierte. Der er sie Sieg der SA., der durch diesen 30. Januar 1933 seine würdigste Weihe erfahren hatte, gehört der Geschichte an, und voller Stolz schaut der polittsche Soldat des Führers, der SA- Mann, auf das, was in den fünf kurzen Jahren erreicht worden ist. 400 gefallene Kämpfer und die Heranwachsende deutsche Generatton verpflichten uns alle, niemals das zu vergessen, was in der Kampfzeit vom unbekannten SA.-Mann gefordert, geopfert und schließlich geleistet wurde. An der Schwelle eines neuen Kampfabschnittes stehend, wissen wir deshalb, daß er nur dann erfolgreich für Deutschland endet, wenn der letzte SA.- Mann die Aufgabe, die uns der Führer gestellt hat, klar erkennt und bereit ist, sich restlos hierfür einzusetzen. Wenn ich aber an euch, meine Kameraden, appeliere, genau wie bisher eure soldatische Pflicht zu erfüllen, so will ich auch diejenigen nicht übergehen, um deretwillen wir unseren Einsatz leisten. Der wehrfähige deutsche Mann ist es, den ich hiermit meine. Er soll, wie es der Führer durch Sttftung des SA.-Sportabzeichens vorgesehen hat, durch unsere harte Schule gehen. In unseren SA. - Sportabzeichengemeinschaften kann jeder Volksgenosse, der nationalsozialistischen Voraussetzungen entspricht und die Prüfung nach einer gewissenhaft ausgeführten Ausbildungszeit besteht, das Abzeichen und die staatlich anerkannte Urkunde erwerben, die Aufschluß geben über die körperliche Leistungsfähigkeit, sowie charakterlichweltanschauliche Haltung seines Besitzers. Heber eine Million SA.-Sportabzeichenträger werden im Reich im Frühjahr und Herbst dieses Jahres vom Stabschef des Führers aufgefordert werden, ihre Wiederholungsübungen abzuleisten. Sie werden marschieren oder aus der Front gestrichen werden, die dieses Abzeichen der Leistung und des Charakters trägt. Es gilt, den Wehrgei st und Stab der SA.-Gruppe: zum Brigadesiihrer der Stabsführer der Gruppe Hessen, Oberführer Werner, zum Standartenführer der Referent „C" der Gruppe Hessen, Obersturmbannführer gibt. Außerdem sollen Formen zur H e r st e l l u n g von Kriegsmaterial angefertigt uni) bereit- gelegt werden, damit Fabriken, die in Fric^ * Zeiten kein Kriegsmaterial Herstellen, im Krie ofort dazu herangezogen werden können. Sc, lich sollen die Munitionsbestände des Heeres mit einem Aufwand von weiteren zwei Millionen Studtmann, zum Sturmbannführer der Sturm- hauptführer H a w r a n k e und Sturmhauptführer Müller, zum Sturmführer der Obertruppführer Hermann v. d. Dooenmühle, zum V.-Sturm- führer der V.-Obertruppführer Pflüger; in der Gruppenschule Hessen: zum Sturmhauptführer der Obersturmführer Henzel, zum Obersturmführer Sturmführer Bruder und Sturmführer Fink. Brigade 46 (Fulda): zum Oberführer der mit der Führung der Brigade 46 (Fulda) beauftragte Standartenführer Huwerth und der Führer der Standarte 418, Standartenführer Worret, zum Obersturmbannführer der z. D. der Brigade 46 stehende Sturmbannführer Kausemann. Brigade 47 (Kassel): zum Brigadeführer der Führer der Brigade 47 (Kassel) Oberführer Fritz Schmidt. Brigade 48 (Marburg-Lahn): zum Standartenführer der mit der Führung der Standarte J 33 beauftragte Obersturmbannführer Moser, zum Obersturmbannführer der komm. m. d. F. der Standarte 30 beauftragte Sturmbannführer Bauer und der komm. m. d. F. des Sturmbannes 11/88 beauftragte Sturmbannführer Böhm. Brigade 49 (Frankfurt a. M.): zum Sanitäts-Oberführer der 1. Arzt der Brigade 49, Sanitätsstandartenführer Moser, zum Standartenführer der Führer der Standarte 81 Obersturmbannführer H a a k e, zum Sturmbannführer der Führer der Standarte 87, Sturmhauptführer Kraft, der m. d. F. des Sturmbannes IV/36 beauftragte Sturmhauptführer Witlhöft, der komm. m. d. F. des Sturmbannes 11/99 beauftragte Sturmhauptführer Dehnhardt Versuche angeftellt werden sollen. Es dürften damit die sogenannten „Mosquito-Boote", die England gebaut hat, oder die Schnellboote, auf denen Torpedos an die Schiffe des Feindes herangettagen werden und die Provinz eine halbe Million gewähren. Als die zuständigen Berliner Stellen daraufhin die Befugnisse von Dr. Creutz einschränkten, kehrte sich dieser nicht daran und verstand es, gegen die entstehenden Schwierigkeiten den damaligen Zentrumsabgeordneten H e s z einzusetzen, bei dem er ebenso wie bei dem damaligen „Wohliahrtsminister" H i r t s i e f e r für seine Machenschaften stärkste Unterstützung fand. Dr. Creutz hatte mit einer regelrechten Wechselreiterei gearbeitet. Durch Zeugen wurde festgestellt, daß man Leute mit der Verwaltung der Millionen für den Bau des Nür- burgringes beauftragt hatte, die nicht die geringste Kenntnis von einer ordnungsmäßigen Buchführung hatten. So bestimmte Dr. Creutz den Leiter des damaligen Wohlfahrtsamtes in Adenau zum Betteuer der Gelder. Dieser mußte sich erst durch einen Fernkursus in der Buchführung ausbilden und erhielt daraufhin auf Vorschlag des Landrates vom Kreisausschuß den klingenden Titel „Finanzdirektor". Der Staatsanwalt stellte fest, Dr. Creutz ei ein ungetreuer Beamter gewesen, der den Bgu »es Nürburgringes zur Gelegenheit nahm, mit un° anderen Mitteln ein flottes, eines Beamten unwürdiges Leben zu sichren. Er habe zwar für sich keine Kapitalien angehäuft, jedoch auf Kosten des ärmsten Kfleises in Preußen einen Aufwand getrieben, der mit seiner Stellung und seinen Pflichten nicht vereinbar war. In der Urteilsbegründung wies der Vorsitzende darauf hin, daß der Angeklagte den wirtschaftlichen und politischen Verfallserscheinungen der S y - st e m z e i t erlegen sei, wie auch der Zentrumsklüngel und Liierung des Zenttums mit den Sozialdemokraten ein Grund dafür gewesen fei, daß der Angeklagte bei seinem Wirken vollkommen freie Hand gehabt habe. Die Feststellungen hätten ergeben, daß der Angeklagte 140 000 Mark aus öffentlichen Mitteln für sich aufgenommen habe. Er hat diese Gelder zwar nicht in seine eigene Tasche gesteckt, aber unter bedenklicher Außerachtlassung Der dienstlichen Vorschriften und des Treue» begriffes zur Reklame für iÄn Nürburgring verwendet. Bestrafung eines Hetzers. — Unchrist- lichesVerhaltendes»Sonntagsgrußes" NSG. Der von Pfarrer Schumacher geleitete „EoangelischeSonntagsgruß — Frankfurt a. M." wurde gemäß § 1 der DO. des Reichspräsidenten zum Schutze von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 auf die Dauer von 3 Monaten wegen wüster Beschimpfungen gegenüber Andersgläubigen verboten. Dieses Blatt hatte sich zur Jahreswende nicht geschämt, Andersgläubige als gottlos zu bezeichnen und ihnen im Jahre 1938 „Friedlosigkeit in Glück und Unglück, in Geschäft und Urlaub, zu Hause und draußen, in Gesundheit und Krankheit, im Leben und Sterben" gewünscht. Da die Bezeichnung Andersgläubiger als gottlos in Anbetracht des scharfen Kampfes, den der nationalsozialistische Staat gegen die Gottlosigkeit führt, die denkbar größte Diffamierung bar- stellt und darüber hinaus die ganz und gar unchristliche Beschimpfung andersgläubiger Volksgenossen die Volksgemeinschaft aufs ernsteste gefährdet, wurde diesem Hetzblatt die gebührende Antwort zuteil. glieb der N S D A V. oder ihrer Gliederungen (SA., NSKx. und HI.) geworden sind, auch wenn sie inzwischen aus den Gliederungen in Ehren ausgeschieden sind, oder die feit einem vor dem 30. Januar 1933 liegenden Zeitpunkt fördernde Mitglieder der jf sind, in die Schutzstaffel der Bewegunb ausgenommen. Die Zulassung der Aufnahme eines weiteren Personen- kreises behält sich der Reichsführer jj zu gegebener Zeit vor. Ebenso bleibt die Eingliederung der Offiziere vom Oberst aufwärts seiner persönlichen Entscheidung vorbehalten. Die uniformierten Angehörigen der Ordnungspolizei werden in einen ihrem polizeilichen Dienstgrad entsprechenden Lf-Rang eingegliedert. Durch diesen Befehl des Reichsführers ff wird somit die Voraussetzung für das Zusammenwachsen der Polizei des Staates mit bdr Schutzstaffel der Bewegung enbgültig geschaffen." Eine Million Kinder mehr. Der Erfolg nationalsozialistischer Bevölkernngspolitik. Berlin, 28. Jan. (DNB.) In einem Ueberblick über die letzten fünf Jahre deutscher Bevölkerungspolitik weist Ministerialdirektor Dr. Gütt im „Völkischen Willen" darauf hin, daß feit dem Jahre 1933 in Deutschland eine Zunahme von Eheschließungen und Geburten zu verzeichnen ist, wie sie in keinem anderen Lande bisher möglich war. Seit der Machtübernahme sind über eine Million Kinder mehr zur Wett gekommen, als man nach der bevölkerungspolitischen Lage von 1932 erwarten konnte. Davon entfallen zwei Drittel auf Ehen, die schon vor längerer Zeit geschlossen waren, während ein Drittel dieser Geburten auf neue Eheschließungen zurückzuführen sind. Diese Geburtenzunahme ist in erster Linie durch die seelische Umstellung in unserem Volke begründet. Allerdings ist ein Rückgang der Geburtenzahl zu befürchten, wenn dieser seelische Umschwung nicht durch einen Lastenausgleich für Familien erhalten wirb. Der nationalsozialistische Staat wirb aber alle Mittel baran setzen, baß die Ki überreichen gegenüber ben Kinberlosen ober Kinberarmen weder wirtschaftlich noch sozial benachteiligt werden. Gefängnis für Gystemgröße. Das Urteil im Crentz-Prozetz. Koblenz, 28. Jan. (DNB.) Der frühere Land- rat des Kreises Adenau, Dr. Creutz, wurde wegen Untreue zu Gefängnis von einem Jahre drei Monaten und zu einer Geldstrafe von 1000 Mark verurteilt. Außerdem wirb dem Angeklagten auf die Dauer von fünf Jahren die Fähigkeit entzogen, öffentliche Aemter zu betleiben. Der Angeklagte war beschuldigt, als Land rat im Zusammenhang mit der Erbauung des Nürburgringes aus Kreismitteln über 100 000 Mark unberechtigt für eigene Reisezwecke, Werbe- und Repräsentationszwecke verwendet und auch anderen Personen Vermögensvorteile verschafft zu haben. Im Laufe der zweimonatigen Verhandlung war festgestellt worden, daß der erste Kostenooranschlag für den Nürburgring auf 2,5 Millionen Mark lautet, während die wirklichen K o st e n bis zur Fertigstellung des Ringes auf über 13 Millionen Mark anschwollen. Das Reich mußte zweimal einen Zuschuß von je 2 Millionen, Preußen ebenfalls 2 Millionen Dollar erhöht werden. Roosevelts wichtigste Forderung ist die V e r - tärkung der Kriegsmarine. Er verlangt, daß dgs gegenwärtige Bauprogramm um 2 0 v. H. der Tonnage erhöht werde, und zwar sollen zwei weitere Schlachtschiffe und zwei weitere Kreuzer noch in diesem Kalenderjahr auf Kiel gelegt werden. Das bedeutet, daß 1938 sechs Linienschiffe im Bau sein werden, da zwei im Vorjahr begonnen und zwei im ordentlichen Haushaltsvoranschlag angefordert finb. Schließlich verlangt der Präsident 15 Millionen Dollar für den Bau von neuen Schiffstypen, mit denen den sollen. Ferner ist der Bau von 2 2 H Nss- schiffen vorgesehn. Das Marinepersoual soll allmählich um 1200 Offiziere und 20 000 Mannschaften vermehrt werden. Die neue Flottenvorlage erfordert einen Gesamtbetrag von 800 Millionen Dol- l a r. Die 47 Kriegsschiffe haben eine Gesamton - nage von 255 158 Tonnen. Die geplanten 8 Kreuzer haben zusammen eine Tonnage von 68 500 Tonnen. Die Durchführung des ganzen Bauprogramms wurde die Gesamtzahl der Schlachtschiffe auf 18, die der Flugzeugträger auf 8, die der Kreuzer auf 47, die der Zerstörer auf 147, die der U-Boote auf 58, und die der Marineflugzeuge auf 3000 erhöhen. Für die neuen K r e n z e r und F lu g- zeugträger sind neue Typen kleinerer sehr schneller fogenannter „Exprehschiffe" vorgesehen. Bon dem Bau übergroßer Schlachtschiffe hat man, offenbar mit Rücksicht auf die Beschränkung der Docks sowie der Panama-Kanal-Schleusen, abgesehen und die bisherigen vorgeschriebenen Größen für Schlachtschiffe von 35 000 Tonnen wieder beibehalten. Roosevelts Rekordflotte. Die Neuyorker Abendblätter berichten in größter Ausmachung über Roosevelts Flottenaufrüstungspro- gramm, mit der die gegenwärtige Kampfstärke um ein fünftel erhöht werden soll. „Newyork Sun" spricht von Roosevelts Wunsch nach einer Rekordflotte und weist auf die Forderung hin, daß die Flotte der Vereinigten Staaten der Marine keines anderen Landes nach stehen dürfe. Die Marinevorlage enthält eine Bestimmung, nach der im Falle eines internationalen Abkommens über eine Begrenzung der Flottenrüstungen der Präsident das Bauprogramm aus« fetzen kann mit Ausnahme der Schiffe, mit deren Bau bereits begonnen wurde. — Führende demokratische Kongreßvertteter äußerten sich zustimmend über die Rooseveltbotschast, Senator Walsh, der Vorsitzende im Marineausschuß des Senats, erklärte, man sei kürzlich zu der Uederzeugung gelangt, daß Amerika eine für beide Ozeane ausreichende starke Flotte besitzen muffe. Das Echo in London. London, 29. 3an._ (DNB. Funkspruch.) Die Botschaft von der abermaligen Rüstungssteigerung der „Großen Demokratie" jensetts des Ozeans wird von der englischen Presse mit einiger Verlegenheit kommentiert. Wie immer bei Aufrüstungsphasen der Mächte, die sich seinerzeit verpflichteten, dem Beispiel der deutschen Abrüstung zu folgen, versucht man, die demokratischen Theorien mit der Praxis in Einklang zu bringen. „News Chronicle" hebt geflissentlich hervor, daß die amerikanischen Waffen lediglich zu Verteidigungszwecken, und zwar für die Verteidigung des demokratischen Systems und für die Freiheit des einzelnen eingesetzt würden. Feststellungen dieser Art würden aber Kopfschütteln bei denen Hervorrufen, die sich eines anderen Krieges erinnerten, der nach den Worten eines amerikanischen Präsidenten ebenfalls geführt worden sei: um die Welt der Demokratie zu sichern. Ein neuer Weltkrieg würde der Demokratie nichts nützen, wohl aber zur Beschränkung der Freiheit des einzelnen beitragen. Es fei auch eine traurige Ironie, daß der erste Schritt der amerikanischen Ausrüstung dazu beitragen solle, die Spuren des Washingtoner Vertrages zu beseitigen, des einzigen positiven Ergebnisses, das die Nachkriegswelt bei all ihren Versuchen einer internationalen Abrüstung zu verzeichnen gehabt habe. — Der „Daily Telegraph" sagt, die amerikanischen Rüstungspläne gäben der Welt die Gewißheit, daß die Vereinigten Staaten sich von keiner Macht der Welt überflügeln lassen wollten. können, gemeint sein. Drittens wünscht Roosevett eine „M o b i l i s i e - rung des ganzen Volkes im Kriegs- a l r. Ein Gesetz, das die Mobilisierung von Men- chen, Kapital urtb Material vorsieht, ist unter Mitwirkung der Wehrmacht schon seit vielen Jahren im Bundeskongreß anhängig, bisher aber am Widerstand der Großindustrie gescheitert, die eine willkürliche Festsetzung von Krieasgewimren für untragbar hält. Roosevelt betont, daß man sich nicht darauf verlaffen könne, daß ein Ozean und eine Küste sicher seien, wenn man den anderen Ozean und die andere Küste bewache. Auch bezweifle er, daß man stets auf die Benutzung des Panamakarrals rechnen könne. Amerika brauche daher Stteitkräfte an allen Grenzen und in allen Teil des Landes. Dies alles bedeute Rüstung zur Verteidigung, nicht zum Angriff. brachte am Freitag nach Berufung der Roosevelt- Botschaft im Kongreß eine Marinebanoorlage ein, die eine Bermehrung der amerikanischen Flotte um 47 Kriegsschiffe sowie den Ankauf von weiteren 10 0 0 Marineflugzeugen vorsieht. Die Durchführung dieses Bauprogramms richtet sich jeweils nach der Bewilligung der Mittel durch den Kongreß. Win- on erklärte, daß das Gesamtergebnis eine Bernehrung der amerikanischen Flotte um 3 Schlacht- chiffe von je 35000 Tonnen, 2 Flugzeugträger von je 15000 Tonnen, 8 Kreuzer, 25 Zerstörer und SAnterseeboote sein würde. Dies bedeutet also, daß außer den in der Roosevelt- Botschaft erwähnten zwei Schlachtschiffen und zwei Kreuzern nach Ablauf des Kalenderjahres 1938 noch weitere Kriegsschiffe auf Kiel gelegt wer- Washington, 28. Jan. (DNB.) In feiner Botschaft über die nationale Verteidigung betont Präsident Roosevelt, daß er nach wie vor auf eine Vereinbarung zwecks Begrenzung der Rüstungen hoffe, daß aber bislang dieses Ziel nicht erreicht ei. Angesichts der Kämpfe in Asien und Europa halte er es daher als ober ft er Befehlshaber der amerikanischen Wehrmacht ür seine Pflicht, dem Bundeskongreh mitzuteilen, >aß die amerikanische Wehrmacht für die nationale Sicherheit unzureichend sei. Zunächst soll die Armee besser ausgerüstet werden. Die Flugabwehr soll vermehrt und die Einrichtung von Reservisten - Formationen getroffen werden, die es in der amerikanischen Armee bisher nicht und der komm. m. d. W. d. G. des Adjutanten bet Reiterstandarte 49 beauftragte Sturrnhauptführet Hanauer. Brigade 147 (Gießen): zum Standartenführer der mit der Führung der Stan, barte 254 beauftragte Obersturmbannführer Fried, rich Hellwig, zum Sturmhauptführer der m.b. F. des Sturmbannes 11/145 beauftragte Dberfturm- führer Erich Hechler und der m. d. F. des Sturm, bannes 1/254 beauftragte Obersturmführer Thoma, Stock. In der Motorgruppe Hessen: zum Sturm, Hauptführer die Obersturmführer Dorsheimer, Standartenträger der Frankfurter Motorstandarte' und Busch, 14/M. 146 Offenbach zum Obersturm, führer Sturmführer Meinig, Stab Motorgruppe Hessen, die Führer der Staffel 1 und 3/M. 4g Frankfurt a. M., Sturmführer Kroll und Sturm, fuhrer Jung. Seltsame Verhaftungen mMen. Wien, 28. Jan. (DNB.) In Wien ist das Mit. glieb des Siebener-Ausschusses, der nach bcm 11. Juli 1936 zur Befriedung der nationalen Oppo. fition eingesetzt worden war, Dr. Leopold Tavs, plötzlich verhaftet worden Gleichzeitig rourbt das Büro des Ausschusses polizeilich durchsuch und geschlossen. Auch der Landesleitei der aufgelösten Nationalsozialistischen Deutschen Ar. beiterpartei Oesterreichs Hauptmann a. D. Leo. pold, der dem Ausschuß angehörte, wurde zuni Zwecke der Vernehmung fest genommen, aber wieder freigelaffen. Weiter sollen eine Reihe von Personen wegen nationalsozialistischer Betätigung festgenommen worden sein. Die Verhaftung von Dr. Tavs geht nach öfter, reichischen Blättermeldungen auf ein angeblich; Interview zurück, das Dr. Taos dem Kone, fponbenten Fajans von dem neugegründeten ko, tholischen „Slowensky Hlas" gegeben haben soll Aus der Umgebung des Dr. Tavs wird die Tatfach eines solchen Interviews energisch bestritten, da Dr. Tavs sich über den Charakter des Kone, spondenten und des Blattes absolut klar gewesen sei und allein schon aus diesem Grunde bei dein Besuch des Korrespondenten ohne Zweifel äu. Herste Zurückhaltung bewahrt hätte. Fo- jans gelte als agent provocateu r, der bet Polizei nahestehe, so daß es sich bei dem Versuch,, eine Aeußerung des Dr. Tavs zu erhalten, um 6e< stellte Ard eit handeln könne. Da Dr. Tavz. selbst verhaftet ist, ist eine authentische Feststellung, über die reichlich ungeklärte Interview-Angelegenheit noch nicht möglich. Zur gleichen Zeit hat Zernatto, der Gene, ralsekretär der Vaterländischen Front, in einer Kundgebung in Salzburg sich außerordentlich scharf gegen die Aeußerungen der volkspolitischen Referenten der Vaterländische Front zum neuen Jahr geäußert. Die volkspolitischen Referenten waren eingesetzt worden, um zwischen der nationalen Opposition und dem österrekchi" schen Staat eine Aussöhnung herbeizufühn Zernatto erklärte, die volkspolitischen Referenten hätten sich lediglich an Kreise innerhalb der Bafer- ländischen Front zu wenden und nicht an die außerhalb der Vaterländischen Front stehende nationale Opposition. Auf Grund dieser außerordentlich scharfen Angriffe sollen sich einige volkspolitische Referenten mit Rücktrittsgedanken tragen. Der als Referent für die nationale Befriedung in den Staatsrat berufene Dr. Seyß-Jnguart hat nach » teifung des Vorsitzenden des Staatsrates um einen längeren Urlaub nachgesucht. Von 150 sowjetrussischen Flugzeugen in China bereits 70 abaekchoffen Tokio, 28. Jan. (DNB.) Wie die japanifiti Nachrichtenagentur Domei meldet, hat SowfetruV land allein Mitte Januar 15 0 leichte Born ber und Kampfflugzeuge an die Chi> n e f e n geliefert. In der kurzen Zeit iijrai Einsatzes an den Fronten seien aber bereits A Flugzeuge abgeschossen worden. Ferner wirb §!? melbet, daß 20 schwere sowjetrusfisch! Bomber mit zahlreichen Mechanikern und 3«' genieuren an Borb in Hankau eingetragen seien. 50 sowjetrussische Flugzeugfüb r e r befänben sich bereits an der Front, währenli eine Abteilung von 100 Sowjetingenieuren chinesische Piloten "ausbilben. Kunst und Wissenschaft. Geheimrat Biers goldenes Doktorjubiläum. Geheimrat Professor Dr. meb. August Bier der auf dem Reichsparteitag der Arbeit den Deuii schen Nationalpreis für Kunst und Wissenschaft er:« halten hat, feiert am 30. Januar die 50. Wiederkchl des Tages, an dem er in Kiel promoviert hat. Da Kieler Medizinische Fakultät roirb zu diesem TW das Dottofdiplom erneuern. Reichsminister Russ hat an Geheimrat Bier das folgende Glückwunsch» schreiben gesandt: „Zum goldenen DoktorjubilöMi spreche ich Ihnen, verehrter Herr Geheimrat, meine.! besten Glückwünsche aus. Mit Befriedigung tönnwr Sie auf die reiche wissenschaftliche Ernte blicken,! die Sie in den 50 Jahren, seit Sie zum erstem Male sich als Forscher ausweisen konnten, in rchl loser Arbeit eingebracht haben. Zeitschriften. — Die Kun st", Monatshefte für Malerei, M stik und Wohnkultur (Verlag F. Bruckmann, Mi^ chen), bringt in ihrem Februarheft einen reich bebilderten Aufsatz von H. Griebitzsch über dkfl Bildhauer Hans Stangl, von dem man aus dm „Haus der Deutschen Kunst" in München die iw gur ein „Bogenschütze" kennt. Neben dieser Anbe?. finden sich auch anmutige weibliche Akte von W manischer Gebundenheit. Einen Einblick in dcö Schaffen des Malers Adolf Jutz vermittelt lllnil Chriftoffel. Selbstbildnisse, Kriegszeichnungen, Laiw schäften, Lithographien — die vornehmlich die •£' eigniffe der Passion Christi behandeln — alles fumente der menschlichen und künstlerischen 21iV* fassung des Lebens. Proleffor Waldmann stellt 1 einem Beitrag bas Zyklische im Schaffen WillM Leibl's heraus. Die feinsinnigen „Worte in cinU Werkstatt" von Ernst Bertram, Aufsätze über Weiß unb die Malerin Emilie von Hallavanya ir" ein unveröffentlichter Brief von Hans von Mare!' beschließen ben ersten Teil bes Heftes. Der zwe» Teil zeigt eine farbige Addilbung eines DamcN' zimmers unb anbere schöne neue Wohnräume w* Professor Breuhaus. Von Architekt Denzin^' (Stuttgart) finbet man ein Lanbhaus auf “J Schwäbischen Alb, bas nicht nur dem weit F hinziehenben Berglanb angepaßt ist, fonbern ow in seiner inneren Ausstattung schlicht unb doch präsentativ wirkt. Den baulichen Wünschen eci:« offenen Kamins werben bie herzu gebrachten Mk reichen Vorschläge gerecht. Nachrichten über fteHungen unb ben Kunstmarkt vervollständigen La- schöne Heft, WS' tir die 2 nur bei |o*° neben lfl Gunst, besag griffin öcn fügun^T Es wäre verfehlt«, tiefer rein Geld -st f des Leben - wmnt es p erstaunlich^ wirb ZU em sich die beo günstige We verlockenden sächlichte'ten liche Drange' in Kauf gen- Was den । rechnen ist. Kauf? Für n des Winterta für wen nehr um H Schlietzllchdo -Ehemann sei sollten in die scheiden sein, daß es noch ziehen, wenn die Großkair sich zu nehm- 1 Marine-A Leib „Lolksc 20 bis 22.30 (Seltersweg' (Bahnhosstr, Turnverein Kameradschc Gießen: 20 abend. — £ Brand: „Fi suchszeit 17 Feier be; amtlichen ' Stadttheatc — Moria-' — Lichtspil schweigen", am Brand: Bchchsze// As dem L heute abend | der Oper „Di kalische Leitun Echumacher. ' lung findet fi ftiUung) statt. Am Sonnte Erstaufführun 4 Akten von ift eine der m pertoires. Dc „Troubadour" von neuem in lvng Joachirr Qi von jÄ» Un 'Iht ollen h? es c Nb Nisch 9Ä , AK lag in ! *n Lauefltellur X°N ohne ( * in Bewe Mem Winkel Wen, Weintr PN Wientr S eine frisch mache ren trat id kN? verspr fc m diese ö °tte ein n J Q-9 Mir dc % »n ÄS iu tdr; langen s^t " ein,? be» 'M t Ä * O ' I 1 • 4 1' 4 ■ ■* I * PRO K'Füj so wenig Geld soviel Arbeiis- ' erleichierung I Auch deswegen schon wählt die Hausfrau Balatum. DURCH BALATUM-WERKE . NEUS: FUSSBODENBELAG t den Vehr- ner i Es- ün> 'orps die 1 ein lau» nb lls jm r - ts- )es es- ü r ?Ut Zlke- tttag nts stabt ajor »ber- will- ihre rzen Inter die iben, über der rend .'N. 'rg ien ch- 2U° jen er rbe ärz )33 en. er- )en rt. 21 r- 2lb. um ien. igt den irze eck» 2ts- be- Isen i m llen sie An- rach ers, fest- tön« «den iber 'oße Nr.24 Drittes Blatt kNiNH B,'n Ut bas» ?eJ ’ ’Nieifig n, b”u* " D-ulsch.! L D. Ul ,orte. wurde ' E'ne Reih'- '^er Let^ 5 k)eht nach a »•”n angebli tQ05 dem K eu9egninbeten Wen haben wirb die Tat lö) be|tritt [ratter des A >°lut klar «| Grunde beii Me Zweifel i -wahrt hätte i ■ateur, der । bei dem Aerf 1 erhaben, um | ’«• Da $t. j mtische Festste fermew^ngdti tto, der Gei dischen Frr 9> sch außerorj M der voll; )n ^ateilänfc rt Die volksx t worden, unrund dem öfters n q herbeiM rlitischen Resm- nerhalb der fr nicht an die er stehende nck cherordentlich st volkspolitifche j ragen. Der al?' ung m den / art hat N! latsrates um t M it $lUMm bdetoo^eii We die iapa' et, bat Eowikt 0 leichte Bos ge an dieli! t kurzen Seit r en aber bereil- i Ferner wir* sowjetrullif ledjanitem uni- ntau MW ! FlugzE 9er Front, w ljetingeniemen f ssenschaf. Dotforjubilänn td). AugB 8; ier Arbeit de^ und MA ar di- M.®« pTouioDiern- Ti» JUÄ MichsnnMl" sollende Glucke- lenTn err GehermrÄ Befriedig^!! ■ S-e is-n fS! i dem ?an hi r >. -ibd»K - SÄ AS •«TS»»! iqen 'L M', m, e von oün SA gandha^ fj n L hort . ■. ?1’9 d- si e-3 r»9te (Ä» Aus der Stadt Gießen. Winterschlußverkauf. Für die Männer ist der Winterschlußverkauf keine besondere Sache. Aber die Männer sind keineswegs zuständig in der Beurteilung dieser Angelegenheit. Und sie sollten es getrost ihren Ehefrauen überlassen, in dieser Sache das maßgebende Wort zu sprechen. (Kluge Männer tun das sowieso, nicht nur bei solcher Gelegenheit.) Im übrigen bleibt da- neben ja auch nur noch eine Handlung, um sich die Gunst besagter Frauen zu sichern: der bereitwillige Griff in den Geldbeutel, die Uebertraaung der Verfügungsgewalt über eine nicht zu kleine Summe. Es wäre allerdings anmaßend und vollkommen verfehlt, den Winterschlußverkauf lediglich unter dieser rein männlichen Perspektive zu betrachten Geld ist zweifellos sehr nützlich für viele Dinge des Lebens. In der Hand der Hausfrau aber gewinnt es zur Zeit des Winterschlußverkaufes eine erstaunliche Trieb- und Verwandlungskraft. Es wird zu einem regelrechten Zaubermittel, mit dem sich die begehrenswertesten Dinge auf fabelhaft günstige Weise erreichen lassen. Angesichts dieser verlockenden Aussicht werden auch solche Nebensächlichkeiten wie das Schlangenstehen oder gelegentliche Drängeleien ohne mit der Wimper zu zucken in Kauf genommen. Was den wackeren Frauen übrigens hoch anzu- rechnen ist. Für wen nehmen sie diese Dinge in Kauf? Für wen verzichten sie darauf, in der Frühe des Wintertages noch einmal ins Bett zu schlüpfen, für wen nehmen sie das Frühstück in aller Hast ein, um sich dann sofort auf den Weg zu machen? Schließlich doch nur für die Familie, in der auch der -Ehemann seinen angestammten Platz hat. Darum sollten in diefen Tagen die Ehemänner hübsch bescheiden sein, an ihre Brust schlagen und sich freuen, Daß es noch Frauen gibt, die heroisch von bannen Ziehen, wenn es gilt, für das Wohl ber Familie Die Großkampftage des Winterschlußverkaufes auf sich zu nehmen. H. W. Sch. Dornoiizen. Tageskalender für Samstag. Marine-Gefolgschaft 116 Gießen: 20 Uhr im CafL Leib „Volksgemeinschaftsabend". — Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr „Die Boheme". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Gewitter im Mai". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Wenn Frauen schweigen" — Turnverein 1846: 20.30 Uhr im „Frankfurter Hof" Kameradschaftsabend. — Verein ehemaliger 116er Gießen: 20 Uhr „Zum Auerhahn", Kameradschaftsabend. — Oberhessischer Kunstoerein, Turmhaus am Brand: „Frankfurter Künstler der Gegenwart": Besuchszeit 17 bis 18 Uhr. Tageskalender für Sonntag. Feier des 30. Januar: Näheres in der heutigen amtlichen Bekanntmachung der Kreisleitung. — Stadttheater: 19 bis 21.45 Uhr „Der Troubadour". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Gewitter im Mai". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Wenn Frauen schweigen". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand: „Frankfurter Künstler der Gegenwart"; Besuchszeit 11 bis 13 Uhr. Sladllhealer Gießen. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend findet zum letztenmal eine Aufführung der Oper „Die Boheme" von Puccini statt. Musikalische Leitung Paul Walter, Spielleitung Dr. Erich Schumacher. Bühnenbild Karl Löffler. Die Vorstellung findet für die KdF.-Miete, Gruppe II (8. Vorstellung) statt. Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr. Am Sonntag, 30. Januar, findet um 19 Uhr die Erstaufführung von „Der Troubadour", Oper in 4 Akten von G. Verdi statt. Verdis „Troubadour" ist eine der meistgespielten Opern des klassischen Repertoires. Dank seiner Melodienfülle zählt der „Troubadour" zu den Werken, die den Hörer stets von neuem in ihren Bann ziehen. Musikalische Leitung Joachim Popelka, Spielleitung Wolfgang Die Pferde. Von Bruno Brehm. Ich lag in Südtirol in einer schattigen Schlucht fn Laue^tellung: Ohne Pferde, ohne Feind, ohne Sonne, ohne Schuß. Als im November die ganze Front in Bewegung kam, vergaß man mich dort in diesem Winkel nicht; man holte mich, der ich in- Feigen, Weintrauben und Kastanien erfunden und Feigen, Wientrauben und Kastanien erfunden und damit so manchem Gast die gleichen Magenbeschwerden verschafft hatte, die auch mich nach ihrem Genüsse geplagt, aus diesem Schattenloch und übergab mir eine frisch aufgestellte Batterie, bei der ich Ordnung machen sollte. Mit viel Gebrüll und wilden Flüchen trat ich am Rande des Gletschers vor sie hin und versprach hoch und heilig, daß ich schon Zwirn in diese verschlampte Bande bringen werde. Ich hätte ein wenig oernünftiaer sein können, aber Das lag mir damals nach diesem Stillsitzen in der Lauerftellung nicht, ich dürstete nach Taten. Nun, wir staben einander später ganz gut verstanden, aber es war nicht leicht mit diesen jungen, aus den Munitionsfabriken kommenden Burschen, die mir nach meinem Antrittslied nicht über den Weg trauten. . Mit dieser jungen, neu aufgestellten Batterie nun trat ich den Marsch hinauf in die Sieben Gemeinden an. Wir hatten für die Gebirgskanonen lauter kleine, frisch aus der Ukraine bezogene Pferdchen als Tragtiere. Ach, was waren das doch für muntere, frisch von der Weide weggeholte Pferdchen, welche Freude war es, zwischen ihnen herumzugehen und die runden, tief geteilten Kruppen zu tätscheln und die langen steifhaarigen Mahnen zu streicheln. Mit diesen kleinen Pferdchen und den jungen Kanonieren also rumpelten wir bei Rächt und unter dem Heulen und Blitzen der Granaten in einen zerschossenen Wald. Wir blieben gleich drinnen, ließen die kleinen Kanonen gegen die Italiener bellen, die drüben auf den kahlen Hangen auftauchten und verschwanden und hatten nicht allzuviel Zeit, uns um die jungen Tiere in diesem grabendurchfurchten, gramzerwühlten Wald zu kümmern; wir muhten sie vorne bei den Geschützen lassen, weil es ja jeden Tag weitergehen konnte. Es war wenig Futter oben auf der Hochfläche. Zu essen gab es auch für die Menschen nicht viel. Die alten bosnischen Tragtierführer, mit Denen niemand sprechen konnte, hatten Hunger, sie streßen auf dem Marsch und beim Munitionsführen die Pferde vom Pfad und zerrissen dann mit ihren Messern die abgestürzten Tiere, Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) 29./3Ü.Zanuar 1938 noch bin ich zurückgegangen. Aber nun fort, nun fort! Auf der Gasse klang einem das Fluchen und Schimpfen der Menge nach. Auch heute kann ich an keinem Pferd, dessen liebes Gesicht mir im Gewühle ber Straße entgegen» leuchtet, vorübergehen, ohne daß es mir warm ums Herz würde, ohne das Lebendige und Tröstende zu fühlen, das mir so oft Liebe und Freude geschenkt hatte. Vom Münchner Schäfflertanz. Woher stammt der Münchner Humor? Wahrscheinlich, so schreibt Karl Borro Schwerla in einer heiteren Plauderei des Februarheftes von Velhagen & Klasings Monatsheften, liegt er in der Luft. In der würzigen, fröhlichen Luft, die vom Süden her über die Berge kommt. Denn beschwingt und lebenslustig wie die Südländer, so sind die Münchener von jeher gewesen. Und wenn der Münchner Fasching und die Münchner Künstlerfeste in der ganzen Welt berühmt sind, so kommt das nicht von ungefähr. Auch Lebenslust und Heiterkeit können Tradition haben, und wenn es eine Stadt gibt, in der solche Tradition immer wieder zum Vorschein kommt, so ist das vor allem die alte, fröhliche Münchnerstadt Sogar die Pest haben sich die Münchner im Dreißigjährigen Krieg mit ihrer Fröhlichkeit und ihrem Humor, den sie demnach also schon im Jahre 1640 gehabt haben, vom Leibe gejagt Das war ein großes Sterben damals, und als es immer ärger wurde, hat sich fast keiner mehr auf die Straße getraut. Da ist auch den^ lustigsten Herzen das Lachen vergangen, so schwer es ihnen gefallen sein mag. Aber dann haben sich ein paar darauf besonnen, daß man mit dem Lachen doch immer noch weiterkommt als mit dem Traurigsein. Und mit Musik und bunten Gewändern sind die Münchner Schäffler durch die aus- gestorbenen Straßen gezogen, haben mit Girlanden aus Immergrün und farbigen Bändern auf den leeren Plätzen getanzt und gelacht, und ihr „Hans- wurschtl" hat Purzelbäume geschlagen von einem Haus zum andern Was Wunder, daß einer nach dem andern von den verstörten Münchnern an die Fenster tarnen, erst erschrocken und zögernd, dann immer froher und immer mehr daran glaubend, daß es nicht mehr gar so schrecklich sein könne, wenn diese Schäffler da drunten der bösen Pest so luftig trotzten. So haben es die Schäffler damals geschafft, und so kann es sich jeder von den Münchnern erzählen lassen, wenn er den Schäftlertanz sieht, der seitdem alle sieben Jahre die Münchner an jene Zeit erinnert, - » Ein zwölfjähriges Mädchen als Schachgenie. In Londoner Schachkreisen erregt erhebliches Aufsehen ein zwölfjähriges Mädchen, Elaine Saunders, die von dem Schachweltmeister Dr. A l j e ch i n selbst als ein „Schachgenie" bezeichnet wird. Der große Schachspieler war aus Frankreich gekommen, um dreißig Simultanpartien gegen Engländer zu spielen. Die Spiele begannen um 7.15 Uhr. Alle männlichen Spieler waren längst besiegt, als die kleine braunäugige Elaine sich immer noch ernsthaft gegen Aljechin zur Wehr setzte, der sehr konzentriert über dem Schachbrett saß. Endlich um 12.15 Uhr gab Elaine auf. Als der Kleinen dann gesagt wurde, daß der Weltmeister im Schach sie ein Genie genannt hätte, sagte sie ruhig: „Ja, er schien zu glauben, daß ich es ganz gut gemacht habe. Es war schon ziemlich schwer, mit Dr. Aljechin zu spielen, aber ich war nicht im geringsten aufgeregt... Ich habe angefangen Schach zu spielen, als ich sechs Jahre alt war. Mein Vater spielt etwas, aber sehr viel versteht er nicht davon. Ich spiele zu Hause in der Mannschaft gegen andere Mannschaften, und manchmal auch abends. Aber das Schachspiel ist durchaus nicht mein einziges Interesse. Ich liebe den Sport im Freien, Reiten, Schlittschuhlaufen und Fliegen..." Als man sie fragte, wo sie denn fliegen könnte, meinte sie: ,,2lch, in Flugzeugen von Freunden. Ich will auch in der Luft Schach spielen, wenn ich nächstens einen langen Flug mache". Als man Elaine nun fragte, ob sie gern eines Tages Weltmeisterin im Schach werden wollte, erklärte sie: „Ich nehme nicht an, daß ich dazu je genug kann — aber würde es nicht hübsch sein, wenn eine Frau Weltmeisterin würde?" Aljechin sagte dem Veranstalter des Kampfes, daß Elaine eine wirklich außerordentliche Spielerin sei. Zeitschriften. -7 Die letzte Nummer der „Jllustrirten Zeitung Leipzig" steht ganz im Zeichen des 30. Januar. Hervorhebung verdient vor allem der Auftatz „Jm Deutschland Adolf Hitlers soll der schaffende Mensch glücklich sein!" von Reichsorgani- sattonsleiter Dr. Ley. Außerordentlich aufschluß- reich ist ein Beitrag, der in Bild und Wort die Erfolge der Außenpolitik des Dritten Reiches würdigt. Sinnvoll schließt sich an diese Veröffentlichung ein Charakterbild des Reichsaußenministers Freiherrn von Neurath an, der am 2. Februar seinen 65. Geburtstag feiert, . . v , Hilf dir selbst! hatte die Antwort des Kommandos auf meine Klage gelautet, schau zu, wie du zurecht kommst. Dann waren sechs von den Bosniaken zusammengebrochen, an allen Gliedern zuckend, mit Schaum vor den Lippen. Ich weiß nicht, ob sie das ständige Brechen der schweren Minen nicht ausgehalten oder ob sie aus Hunger und Unverstand Tollkirschen gegessen hatten. Die Burschen schlichen matt umher, man mußte scharf zupacken, wollte man die Batterie in der Hand behalten. Gab es für die Menschen wenig, so gab es für die Pferdchen fast nichts nach vorne. Die Seilbahnen waren mit Munition Überlastet. Die Pferdchen ließen die großen Köpfe hängen, sie hatten vor Hunger die Nadelstreu der Fichtenbäume gefressen. Ihre Augen wurden immer matter, die Flanken fielen ein, die Hüftknochen standen heraus, die zottigen Haare wurden spröde, die Tiere brachen zusammen, und die Bosniaken zerlegten sie in große, blutige Stücke. In der Nacht hatten mir die Ratten die langen erbeuteten italienischen Wollstrümpfe gefressen. Sogar dieses Geziefer schien Hunger zu leiden. Als ich fiebernd auf der Tragbahre lag, kam der türkische Koch und wollte sich von meiner Zigarette ein Feuer nehmen. Ich schlug nach seiner Hand, er grinste, stand stramm und half mir auf den Wagen. Asiago war vergast, die Pferde, die heugefullte Futtersäcke als Schutz um hatten, kamen kaum weiter. Es fiel mir schwer, die Batterie zu verlassen. Die Hälfte der Pferde vorne in der Stellung war schon gestorben. Als ich im Juni 1918 endlich wieder zu meinem Regiment kam, hatte man Großes vor. Man wollte den letzten Durchbruch wagen, wollte aus den Sieben Gemeinden, aus den räudigen Wäldern und den splitternden Steinen hinaus und hinunter in die weite, fruchtbare Ebene vorstoßen. Aber es waren nur wenig Pferde mehr da, wir hatten em Geschütz nach dem anderen bespannen und Vorbringen müssen. Nun, es kam nicht dazu, wir zogen, nachdem der große Angriff vor der italiemfchen Stellung liegen geblieben war, durch das Sugana- tal in kleinen Märschen zur Piave. Jm November 1918, draußen tn der grauen Vorstadt von Wien, umlagert von hungernden Menschen, nahmen wir Abschied von den Pferden, die wir heimgebracht hatten. Da standen wir und wußten nicht ein noch aus, dort standen die Pferde, deren Rippen man durch die Haut zählen konnte. Ihr Hufschlag verhallte auf dem Pflaster, und die Blicke der Menschen, die den mageren Pferden folgten, schätzten das Fleisch ab, das noch an den Knochen war. Es war kein leichter Abschied. Immer wieder und wieder habe ich die weichen Nüstern meines großen Wallachen gestreichelt. Ein paarmal Deutsches Jungvolk. Stamm V/116. Die Jungzugführerbesprechung am Sonntag, 30. Januar, findet nicht, wie vorgesehen, in Mainzlar, sondern um 9.30 Uhr in Daubringen (Schule) statt. Wenn keine Uebertragung anläßlich des 30. Januar am Morgen stattfindet, ist die Besprechung zur Zeit des Mittagessens beendet. Andernfalls wird sie etwas länger dauern. Programm für -en 30. Januar in Gießen 8 Uhr: Großes Wecken. Ls wird ausgeführt im Bereich der Ortsgruppe Giehen-Süd und Gieften-Mille von der kreis- fapelle der R5DAP.» im Bereich der Ortsgruppe Giehen-Nord und Gieften-Ost von der Musikkapelle der SA.-Standarte 116. 9 Uhr: Uebertragung der Rede des Reichs- miniffets Dr. Goebbels an die Jugend. 19.30 Uhr: Aacketzug der Partei mit ihren sämtlichen Gliederungen. Aufstellung: Ludwigstrahe. Marschweg: Ludwigstrahe, Bleichstrahe, hinden- burgroall, Frankfurter Strafte, Ciebigftrafte, Bahn- hofstrafte, kaplansgasfe, Seltersweg, Horst-Wessel- Wall, Osroalbsgarten. Rede des Kreisleiters Pg. Backhaus. Ehrung für den ermordeten Sturmführer Mal- kowfki durch Standartenführer pg. Lutter. Sieg-Heil auf den Führer. Rationalhymnen. Gegen 21 Uhr: Kameradfchaftsabend der vier Gieftener Ortsgruppen. 1. Ortsgruppe Gießen-Süd, Studentenheim. 2. Ortsgruppe Giehen-Ost, Schühenhans. 3. Ortsgruppe Giehen-Rord, (Safe Leib. 4. Ortsgruppe Giehen-Mitte, Württemberger Hof. Kreisleitung Wetterau der RSDAP. Backhaus, Kreisleiter. NSDAP., Ortsgruppe Gießen-Nord. Am Abend des 30. Januar, nach Beendigung des Fackelzuges, um 21 Uhr, findet im Saale des Caf6 Leib, Walltorstraße 38, ein Kameradschaftsabend statt. Alle Parteigenossen, Parteianwärter, Mitglieder der Gliederungen sind dazu emgeladen. Hitler-Zugend, Unterbann 1/116. Lilbefehl! Am Sonntag, 30. Januar, hören die Gefolgschaften und Sondereinheiten die Rede des Reichspropa- ganbaminifters Dr. Goebbels in ihren Heimen. Dazu Antreten 8.45 Uhr. Am Sonntagabend tritt der gesamte Unterbann 1/116 um 19 Uhr in der Gartenstraße zum Fackelzug an. Fackeln werden dort ausgegeben. Die Feier bei der Wehrmacht. Wie in allen Standorten unserer Wehrmacht, so wird auch in den Kasernen unserer Gießener Garnison am morgigen 30 Januar der Gedenktag der nationalen Revolution würdig begangen. Die Truppen werden zu feierlichen Appellen antreten, bei denen die Bataillons-Kommandeure in Ansprachen auf die Bedeutung des Tages Hinwelsen werden. Kühne, Bühnenbild Karl Löffler. Die Vorstellung findet außer Miete statt. Ende 21.45 Uhr. Dienstag, 1. Februar, Anfang 20 Uhr, Ende 22.45 Uhr: erste Wiederholung „Der Troubadour", Oper von Verdi. Musikalische Leitung Joachim Popelka, Spielleitung Wolfgang Kühne. Dienstag- Miete, 18. Vorstellung. Mittwoch, 2. Februar, Anfang 19.30 Uhr, Ende 21.45 Uhr: erste Wiederholung „Anna Maria", Drama von Müller-Scheld. Spielleitung Dr. Erich Schumacher. Mittwoch-Miete, 18. Vorstellung. Freitag, 4. Februar, Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr: zum letztenmal „Enoch Arden", Oper von Ottmar Gerster. Musikalische Leitung Paul Walter. Spielleitung Wolfgang Kühne. Freitag-Miete 18. Vorstellung. Samstag, 5. Februar, Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr: KdF.-Miete, Gruppe I (9. Vorstellung) „Die Geisha", Operette von Jones. Musikalische Leitung Heinz Markwardt, Spielleitung Karl-Ludwig Lindt. Freier Kartenverkauf Sonntag, 6. Februar, Anfang 19 Uhr, Ende 21.15 Uhr, zum letztenmal: „Die Geisha", Operette von Jones. Außer Miete. „50 Jahre... und doch jung!“ Ueber dieses Thema hält, auf Einladung des Naturheilvereins Gießen, die Gymnastiklehrerin Frau Lisa Mar aus Baden-Baden am Montagabend im Katholischen Vereinshaus einen öffentlichen Vortrag. Winterschlußverkauf für 14 Tage. Fwd. Am Montag, 31. Januar, beginnen die Winterschlutzverkäufe. Wie die Wirtschaftsgruppe Einzelhandel mitteilt, sind an ihr die Fachgruppen Bekleidung, Textil und Leder beteiligt. Die Liste der vom Winterschlußverkauf ausgenommenen Waren erstreckt sich, wie bislang, lediglich auf solche Artikel, die keinem Wechsel der Mode ausgesetzt sind. Dementsprechend unterliegen die Waren der Fachgruppen Bekleidung und Textil zum weitaus größten Teil dem Winterschlußverkauf, da sie fast ausschließlich modisch bedingt sind. Küpreß 1938 Was Sie hier sehen, ist nur ein kleiner Ausschnitt aus den farbenfrohen und heiteren Dekorationen für das Gießener Künstler- und Pressefest dieses Faschings: das Werk einer hiesigen Malerei. Sie müssen sich das Ganze in einem monumentalen Maßstab denken, als ein stimmungsvoll anregendes Motiv des Festes, geboren aus der Devise „Eine Nacht in Venedig". Regt sich nicht Ihre geheimste Reisesehnsucht, beflügelt sich nicht Ihre Phantasie beim Anblick der Masken in der Gondola auf dem Canale grande? Hören Sie die Klänge einer zarten und zärtlichen Serenade unter dem gestirnten Himmel, leise Hauswirtschaft als Beruf zu ergreifen. Dann kann sich im selben Haushalt eine zweijährige Lehrzeit anschließen. Es ist erwünscht, daß ein Anlernmädel ganz zum Haushalt gehört, also auch dort schläft. In Ausnahmefällen, wenn die Eltern am selben Orte wohnen, kann es auch abends nach Hause zum Schlafen gehen. Der Anlernhaushalt kann ländlich und soll möglichst kinderreich sein. Gerade bei Kindern wird sich ein flinkes, anstelliges Mädel, das selbst erst den Kinderschuhen zu entwachsen beginnt, gut gebrauchen lassen. Für alle Hausfrauen, die in ihrem Haushalt selbst mitarbeiten, bedeutet es eine schöne Aufgabe, eine junge frische Kraft anzulernen und den Nachwuchs der weiblichen Hausgehilfinnen zu schulen. Mögen sich viele Frauen finden, die sich dieser schönen, verantwortungsvollen Pflicht unterwerfen und ihr widerhallend von der großartigen Front der ehr- Nacht, die festliche Krönung des Gießener Faschings, wurdlaen Palazzi der Lagunenstadt? Haben Sie findet in der Sonnenstraße statt. Es wird ein nicht Lust, mitzufahren, mitzutanzen, mitzufeiern? schönes, ein buntes, ein heiteres Fest. — (Aufn • Es bedarf keiner weiten Reise: die venezianische Neuner, Gießener Anzeiger.) Hausfrau, nimm ein Anlernmädel! Wie oft hört man von arbeitsüberlasteten Hausfrauen die Klage über Zeitmangel. Die zahlreiche Familie will betreut sein, der Mann braucht eine Gehilfin, und außer dem Hause gibt es auch noch Pflichten zu erledigen. Für diese Frauen und Mütter ist das Anlernmädel di» richtige Hilfe. Solch ein frisches, junges Sing, das mit Eifer und Freude bei jeder Arbeit zur Hand geht, bedeutet für die Hausmutter eine Entlastung und Entspannung. Das 14jährige, schulentlassene Mädchen soll sich im Haushalt betätigen, sich körperlich dadurch kräftigen und ausarbeiten und sich Kenntnisse und Geschicklichkeiten im eigensten Beruf der Frau aneignen, ehe es sich in der Lehre für einen anderen Beruf ausbildet. Oft gewinnt gerade in diesem Anlernjahr ein Mädel Lust zur hauswirtschaftlichen Tättgkeit, so daß es sich entschließt, dabei zu bleiben und die Reichsgrünöungöseier der ^uöwigö-üniversüät nach- Der Zestvortrag Haus und ihr Herz einem Mädel Öffnen, das im Anlernjahr den Grund inden fall zu einer Haus- wirtschaftlichen Allgemeinbildung, die jedes Mädchen und jede Frau später im Leben brauchen^ tann. Mit der MSZ. auf großer Fahrt. Vorsicht schützt vor Nachsehen. Wenige Wochen noch, und der Winter acht seinem Ende entgegen. Die Tage werden wieder länger und — einstweilen noch zaghaft und uneingestanden — wir denken an den kommenden Sommer. Nach einem ungeschriebenen Gesetz erwacht in dieser Zeit in unseren Hausfrauen der Wunsch, wieder einmal das ganze Haus vom Boden bis zum Keller zu fegen und zu putzen, damit der Geruch und Staub des Winters gründlich verjagt wird. Kein Eckchen soll vergessen werden. Jetzt kommt der Zeitpunkt, an dem wir am leichtesten die endgültige Entrümpelung durchführen können! Noch einmal werden die Schulkinder und der Altwarenhändler einen reichen Fang tun. Auch der eine oder andere von uns wird da und dort an vergessenen und übersehenen Stellen Dinge finden, die des Ansehens wert sind: alte Familienbilder, altmodische Gebrauchsgegenstände, die wir heute wieder ihrer Gediegenheit und ihrer Geschichte wegen schätzen, oder gar Urkunden oder Briefe, aus irgend welchen Gründen einmal so gut versteckt, daß erst die Enkel sie wiederfinden konnten. Niemand kann wissen, ob es nicht auch in seinem Haus irgend etwas gibt, was, im Augenblick wertlos erscheinend, bet näherem Betrachten an Wert gewinnt. Darum auf- gepaßt beim Frühjahrsputz: unbedingt entrümpeln, aber achtet auf Urkunden und Dokumente, die für die Geschichte der Familie wichtig sein können. ♦ ** Städtische Brennholzversteige- r u n g. Bei der gestrigen Brennholzversteigerung im Gießener Stadtwald wurden folgende Durchschnittspreise erzielt: Buchenscheiter A 10 bis 11 Mark, B 7,50 bis 8 Mark: Eichenscheiter A 6 bis 8 Mark, B 5 Mark; Buchenknüppel A 6,50 bis 7,50 Mark, B 5,50 bis 6,50 Mark; Eichenknüppel A 4 bis 5 Mark, B 3,50 bis 4 Mark; Buchenstücke 4 Mark- alles je Raummeter, litischen.Idee, die uns mahnt, an die verpflichtende Tat und uns zwingt, zum Einsatz und zum Dienst an der großen Gemeinschaft des deutschen Volkes. Grundsätzlich ist festzustellen: der heutige deutsche Rassenhygieniker trägt die Verantwortung vor der politischen Führung, diese aber vor der Geschichte. Leitung, Förderung und Ausrichtung der Wissen- schäft durch ein politisches System braucht nicht ohne weiteres mit wissenschaftlicher Freiheitsberaubung gleichbedeutend zu sein. Wir sind der Ueberzeugung, daß die nationalsozialistische Weltanschauung der Wi - senschaft erst eine neue und wahre Freiheit gegeben hat. Der Rassenhygieniker darf bei allem notwendigen Forschen auf Spezialgebieten nie den Heber- blick verlieren über die lebendigen Zusammenhänge innerhalb seiner Volksgemeinschaft. Er muß rassen- politisch denken und vom wissenschaftlichen Stand- punkt aus unter Beweis zu stellen vermögen, daß die blutbedingten wertenden Lebensgesetzlichkeiten unserer Volksgemeinschaft oberstes Gebot und oberste Instanz sind. Den Fe stvortrag hielt sodann der Gauamtsleiter des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP., Gau Hessen-Nassau Professor Or. Kranz über das Thema „Rassenhngiene, poli- tisch gesehen". Seinen Ausführungen entnehmen mir das Folgende: Der Redner wies zunächst darauf hin, daß die traditionelle Rede am Reichsgründungstage heute zum ersten Male von einem Rassenhyglemter gehalten werde, und begründete dann die Notwendig- keit der Errichtung von selbständigen rassenhygte- Nischen Lehrstühlen an deutschen Hochschulen. Nach einem Ueberblick über die Erfolge, die wir bisher auf rassischem Gebiet zu verzeichnen haben, kam der Redner auf die Bedeutung der Rassenhygiene als Wissenschaft im Rahmen des großen politischen Geschehens innerhalb unseres Volkes und innerhalb der europäischen Welt zu sprechen. Hierbei ist estzuhalten, daß Wissenschaft nicht Selbstzweck ist, andern als Dienerin zur Erhaltung und Forderung von Art und Rasse und damit des Volkes und seiner Kultur schlechthin zu gelten hat. Der Redner schilderte dann den Wissenschaftler der Der. gongenheit, der nicht mehr für sein Volk, sondern ür die Wissenschaft arbeitete, der sich auf internationales Gebiet begab und sich dem Leben entband der deutschen Studenten, der NS.-Stüdenten» kampfhilfe nicht getrennt werden kann. Ich möchte betonen, daß sich gerade wieder ein großer Teil unserer Dozenten in freudiger Bereitschaft dem Alt- herrenbund der deutschen Studenten angeschlossen haben. Inzwischen haben wir verschiedene ehemalige Korporationshäuser beziehen können. Unsere Kameradschaften sind keine exklusiven Vereine oder Klubs, sondern nationalsozialistische Erziehungs- und Lebensgemeinschaften. Wir kennen keine besondere tUdentische Ehre, sondern unsere Ehre ist die Ehre - les deutschen Mannes. In Land- und Fabrikdienst, m der Erntehilfe werden die Kameradschaften ihre Einsatzbereitschaft unter Beweis stellen. Neben der politischen und geistigen Erziehung unserer Stu- denten steht die körperliche Ertüchtigung, die das Institut für Leibesübungen in Zusammenhang mit dem Amt Körperliche Ertüchtigung durchführt. Das Außenamt betreut die in Gießen studierenden volks- deutschen Kameraden, wie die ausländischen Studenten, die als Gäste bei uns weilen. Ihre eigenen Aufgabengebiete haben auch unsere Studentinnen. Sie betätigen sich in der NSV. und im Frauendienst. Wenn wir eine neue Hochschule bauen wollen, so muß diese von nationalsozialistischem Geist getragen sein, d. h., alle Wissenschaft muß auf der nationalsozialistischen Weltanschauung gegründet fein. Der Auslese des Nachwuchses dienen unsere Ausleselager. Unserer sozialen Arbeit dient bas Studentenwert, das bedürftigen Studenten ihr Studium tenkuckuksheim zu verwandeln. Aber auch eine „Hölle" ist im Entstehen begriffen. Mit Ausnahme dieser ,F)ölle" werden alle Dekorationen in Weih, in leuchtendem Kobaltblau und in Silber gehalten sein. 3000 Meter Papier finden für diesen „siebenten Himmel" Verwendung, 600 Meter zusätzliche Lichtleitungen werden gelegt; in alle Räume werden die Weisen der Kapelle übertragen und zu diesem Zweck etwa 1000 Meter Kabel verlegt. Der Deutsche Automobilclub, dessen Aufgaben sich nach der Neuordnung des Deutschen Kraftfahrsportes auf die fachmännische Beratung der Mitglieder und den Reisedienst konzentrieren, will mit dieser volkstüm- lich gehaltenen Veranstaltung einen großen Kreis von Volksgenossen, insbesondere aber jene Kraft-, wahrscheinlick sahrer erfassen, die bisher dem DDAC. noch fern- Nassengedanke standen» lin einer einzi gutgeheißen (Siebener Dochenmarklpreise. Gießen, 29. Jan. Auf dem heutigen Wochen« markt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, % kg 1*57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, bas Stück 5 bis 10, deutsche vollfr. Eier A 12/4, ausländische Kühlhauseier B 11, Wirsing, % kg 10 bis-15, Weißkraut 9 bis 10, Rotkraut 10 bis 15, gelbe Rüben und Karotten 10 bis 12, rote Ruben 10 bis 12, Spinat 15 bis 18, Untertohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 25 bis 28, Feldsalat, Vio 9 bis 10, Tomaten, >4 kg 40 bis 45, Zwiebeln 9 bis 10, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 30 bis 40, Kartoffeln 5, 5 kg 42 Pf., der Zentner 3,— bis 3,45 Mart, Aepfel, % kg 10 bis 20 Pf., junge Hähne 1 — bis 1,20 Mark, Suppenhühner 0,90 bis 1 —, Gänse 1,20 Mark, Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl 45 bis 55, Endivien 10 bis 15, Lauch 5 bis 8, Rettich 5 bis 15, Sellerie 10 bis 40. Studentenführer Frank eine A n f p r a ch e, in der er u. a. folgendes sagtet Mit dem 30. Januar ist ein halbes Jahrzehnt vergangen, feit dem der Führer die Geschicke des deutschen Volkes in feine Hand genommen hat. In dieser Zeit machte das deutsche Volk eine gewaltige Entwicklung auf allen Lebensgebieten durch. Alle Erscheinungen wurden einer neuen Bewertung unterzogen, bedingt durch die nationalsozialistische Weltanschauung. Auch wurde die Frage nach Sinn, Zweck und Notwendigkeit der Universität neu ae- tellt. „Nirgends ist der deutsche Gedanke tiefer «worden als auf den deutschen Umnerfitaten , sred Rosenberg. Nicht nur den Kampf für die Wissenschaft haben die deutschen Unwerfitaten geführt, sondern auch den Kampf für bas beutfdje Volkstum außerhalb der Grenzen des Reiches. Da- her sind mir der Ueberzeugung, daß die deutsche Hochschule unbedingt erhalten bleiben mutz und |O' gar eine unbedingte Notwendigkeit des national- ozialistischen Staates bedeutet. Wir glauben, datz nationalsozialistische Studenten und Dozenten eine natiynalsoziali stische Hochschule gemeinsam erarbeiten und ihr die Erscheinungsform geben werden, die einer nationalsozialistischen Hochschule gebührt. Diese Zusammenarbeit haben wir schon auf verschiedenen Gebieten verwirklicht. Ich möchte hier in erster Linie an den Reichsberufswettkampf erinnern, lütr beweisen damit gleichzeitig durch praktische Arbeit die Richtigkeit dessen, was oben behauptet wurde, nam- lich die Notwendigkeit wissenschaftlicher Arbeit für das deutsche Volk. Neben dem Reichsberufswettkamps gehört zu unseren vordringlichsten Aufaaben die Kameradschaftserziehung, die von dem Altherren- Seme Magnifizenz der Nektar Professor Dr. Baader zu feiner Ansprache, in der er u. a. folgendes ausführte: . Sinn und Inhalt unserer heutigen Feier kann nur fein, die Erinnerung wackzuhalten, eine Dankeschuld abzustatten und die Pflichten herauszustellen, die einer deutschen Universität im Dritten Reiche erwachsen. Am 1. Mai 1919 wurden der deutschen Delegation die sogenannten „Friedensbedingungen vorgelegt, die dem größten und blutigsten Kriege aller Zeiten ein Ende setzten sollten. Am 16. Marz 1935 erfolgte mit der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht die Wiederherstellung der deutschen Wehrhoheit. Die Jahre zwischen 1919 und 1935 sind ausgefüllt mit wilden Stürmen. Gemeinheit, Luge, Haß auf der einen Seite, Verzweiflung, Not, Feigheit aber auch höchstes Heldentum auf der anderen. Bis endlich einer kam, der durch die Reinheit und Kraft feiner Idee und durch die Härte fernes Willens in einem unerhörten Kampf auf zwei Fronten nicht nur bas Volk erneuerte und zur Volksgemeinschaft zusammenschloß, sondern auch die Ketten des Versailler Diktates zerbrach. Das Deutsche Reich verlor 13 v. H. seiner Flache und 6,5 Millionen Menschen. Dom deutschen Dotts- tum aber wurden 14 Millionen fremder Herrschaft ausgeliefert. Der Artikel 231 rechtfertigte die öffent- liebe Verachtung, der Deutschland ausgeliefert werden sollte, er rechtfertigte jede Gewalttat, jeden Rechtsbruch und jeder Habgier wurde damit em moralisches Mäntelchen umaehängt. Der Teil V des Diktates enthielt die unwürdigsten Bestimmungen über die Stärke und Einteilung des deutschen Heeres. Unbarmherzig wurde der Wirtschaftskrieg weitergeführt. Am deutschen Rhein standen weiße und schwarze Franzosen, Engländer, Amerikaner und Belgier. In sieben Monaten waren im ganzen besetzten Gebiet 121 Personen getötet, 10 zum Tode verurteilt. 145 000 von Haus und Hof gejagt worden. Das Maß der Demütigungen war aber damit noch nicht ausgeschöpft. Neben dem Kaiser verlangten Frankreich und Belgien die Anlieferung von je 334, England von 100 deutschen Männern, an deren Spitze Hindenburg und Ludendorff. Wie war eine solche Selbstschändung möglich? ' werden Sie fragen, meine deutschen Studenten des Jahres 1938! Den Schlüssel au einer Erklärung bietet uns ein Wort des Sozialdemokraten Schei- bemann: „Je größer bie Not wirb, um so höher ' steigt die Macht des Reichstags gegenüber, der Re- gierung" — als ob Volk, Regierung und Reichstag Dem Auge das Beste! Lassen Sie sich beraten von BÄ'JIia&nus dem Optiker Ihres Vertrauens / Seltersweg 33 / Kassenlieferant rembete. Entgegen ber früheren Auffassung, daß der wahre Wissenschaftler unpolitisch sein müsse, haben wir heute erkannt, baß bie Wissenschaft unb ihre Erkenntnisse rassisch gebunden sind und ausschließlich der Entfaltung eigener Wesensart zu bienen haben. Der Redner beschäftigte sich weiter mit den typisch jüdischen Tendenzen und Methoden in ber Wissenschaft, von benen sich bie rafsenhygiemsche Forschung grunbsätzlich freizumachen hat. Vieles, was im In- unb Auslanbe an sogenannter exakter Wissenschaft bei jübischen Gelehrten berounbert wurde, entpuppt sich bei näherer Betrachtung vom deutschen Standpunkt aus als eine geschickte tal- mudische Rabulistik. Die Rassenhygiene ist die Lehre von der Gesunderhaltung der überpersönlichen völkischen Gemeinschaft. Sie ist die Lehre vom Leben dieser Gemeinschaft unb baher ausschließlich natur- gebunben. Aus ihrer Zweckbestimmung heraus, aus ber Wertung ber gewonnenen Erkenntnisse unb aus bem Willen zur Tat, ben sie forbert, ist sie eine politische Wissenschaft ersten Ranges. Entscheibenb bleibt stets ihr Erfolg in ber Nutzbarmachung des Wissensgutes für bie Gemeinschat. Der Rassen- Hygieniker wirb um so frud)tbringenber aus seinem Erfahrungs- und Erkenntnisgut zum Erfolg beizutragen vermögen, je politischer er zu denken vermag. So wie die deutsche Wissenschaft von der nationalsozialistischen Idee ausgerichtet und neugestaltet wird, so hat sie auch die Pflicht, sich der deutschen Revolution nicht entgegenzustellen, son- dem an ihrer Untermauerung mitzuhelfen. Es kommt darauf an, au erkennen, baß das Leben in einem Volke bann richtig ist unb bie Ewigkeit bes Volkes verbürgt, wenn es von ber Staatsführung nach ben Grunbfätzen menschlicher Vernunft unb naturgegebener Gesetzmäßigkeiten geleitet unb von bem wertvollsten unb größten Prozentsatz ber Volksgenossen auch gelebt wird. Der Rassengedanke ist der Grundpfeiler des Ratto- nalsozialismus; er und feine fonfeguente Folge, die Lehre von ber Rassenpflege, bebeuten für bie Menschheit eine Revolution, deren Ausmaße wir ......h heule nur zu ahnen vermögen. Der re ist eine k£* ~,f* *,,t— Es handelt sich bei unserem heutigen unb zukünftigen Streben unb Kämpfen um bie Bilbung unb Gestaltung eines völlig neuen Menschentums. Die Wissenschaft kann nur als Dienerin am Leben eines Volkes ihren Sinn haben. Es ist unsere Aufgabe, bie beutschen Volksgenossen zu politischen Men chen zu erziehen. Unb wir haben uns babei in ben Kopf gesetzt, auch ben beutschen Wissen- chaftler ber Zukunft politisch zu erziehen. Politische Einstellung unb weltanschauliche Haltung sinb zwei absolut untrennbare Begriffe. Als Jbeal bes zukünftigen Forschers unb Lehrers an beutschen hohen Schulen ist ber nationalsozialistische Gelehrte anzusehen. Der Rebner gab seiner Ueberzeugung Ausbruck, baß unsere nationalsozialistische Jbee auf alle Forschungszweige bereits befruchtenb eingewirkt habe unb auch weiterhin einwirken werbe, wobei er an ben ungeheueren Umbruch erinnerte, ben ber politisch ausgewertete Rassengebanke in ber Mebizin herbeigeführt hat, an die tiefgreifende Umgestaltung, welche die staatsmedizinischen Aufgaben bes Arztes erfahren haben, an ben in ber Entstehung begriffenen neuen Arzttyp unb an unsere bewundernswerten Fortschritte auf genetischem unb erbanalytischem Gebiet. Die künftige beutsche Hochschule barf nicht ein Konglomerat isolierter Fach- bisziplinen sein, fonbern soll bazu bienen, weltanschaulich, politisch unb fachlich heroorragenbe Vertreter bes beutschen Geistes unb Lebens heran- zubilben. Die Kenntnisse ber Probleme ber deutschen Rassenhygiene und Bevölkerungspolitik haben auch für die Politiker anderer Länder immer größere Bedeutung gewonnen. Internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit kann durchaus von Nutzen sein, aber nur bann, wenn sie bie von ber Natur gezogenen rassischen Grenzen berücksichtigt, unb zu respektieren bereit ist unb nicht zu verwischen sucht. Heute können wir bereits sagen, baß wir uns bei ben wirklichen, b. h. nicht jübischen Vertretern anberer Staaten große Anerkennung verschafft haben unb baß unsere rassenpolitische Arbeit unb unsere biesdezüglichen gesetzgeberischen Maßnahmen als vorbildlich bezeichnet werden und bereits Nachahmer gefunden haben. Wir aber glauben an bie Zukunft und die große Sendung unseres nordisch bedingten deutschen Volkes in dieser Welt und an unseren unvergleichlichen Führer Adolf Hitler. ♦♦ Die Geschäftsräume der DAF. - Ortswaltung Gießen-Süd befinden sich ab 27. Januar in den srnheren Parteiräumen der NSDAP., Ortsgruppe Gießen-Süd, Frankfurter Straße 29. Die Sprechstunden finden am Montag und Freitag in der Zeit von 20 bis 22 Uhr statt. ** Bauliche Neuerungen an ber Marburger Straße. In ben letzten Monaten haben sich an der Marburger Straße einige bauliche Veränderungen bzw. Neuerungen ergeben. Der Schwarzlachweg hat einen Ausbau zu einer, vollständigen Straße erfahren. Das Straßenbild hat sich damit erheblich gewandelt. Vor allem bietet sich nun von der Marburger Straße aus ein schöner Blick auf bie neuen Häuser an ber Schwarzlach. Einen prächtigen Anblick bieten auch bie alte ftäb» tisch- Scheune an ber Ecke Marburger Straße— Wiejecker Weg. Das stattliche Gebäude ist überholt worden und zeigt sein schönes, vielgestaltiges Fach- wesk. Das Balkenwerk ist sehr dunkel gehalten und kontrastiert lebhaft mit bem reinen Weiß ber Mauer- selber. Der große Werkstattbau ber Firma Nells & Kraft (Ecke Marburger Straße/Wiesecker Weg) ist feiner Bestimmung übergeben worben. Der Werk- ftattbau wirb noch im Farbton bes Hauptbaues beworfen. Der lange Geländestreifen vor der Werkstatt, entlang dem Wiesecker Weg, wird als Park- platz für die Kundschaft angelegt. ** „Fahrt in ben siebenten Himmel! Unter diesem Wort als Leitgedanken steht eine Der- anftaltung ber Ortsgruppe Gießen des Deutschen Automobilclubs, bie Die Kraftfahrer unserer Stabt und viele Volksgenossen in den Räumen des Gesell- schastsvereins vereinigen soll. Für dieses Fest werben sämtliche zur Verfügung stehenden Räume einer grundlegenden Wandlung unterworfen. Dekorateure sind gegenwärtig eifrig an ber Arbeit, ben Saal unb die Nebenräume in einen Himmel, in ein Wol- nicht eine Einheit bildeten. Herren in Deufichlanb waren nicht die Regierung unb nicht ber Reichstag, andern die Botschafter-Konferenz, die Reparations- < kommission und viele andere Institutionen, nicht zu vergessen Moskau, bas hier für bie kommunistische i Partei ein rechtes Arbeitsfeld vorfand. Aber noch i gab es Männer, denen bie Schmach ihres Volkes - tme eine Wunbe im Herzen brannte. Wir benfen : an bie Baltikum-Kämpfer, an ben Bunb Oberland, an bie Männer, bie ben Annaberg stürmten, an bie Schwarze Reichswehr, an Schlageter, aber auch an bie Reichswehr selbst, deren Soldaten mit zu- sammengebissenen Zähnen ihre Pflicht erfüllten. Auch ber Stahlhelm muß hier ehrenvoll genannt werben. Unb bie deutschen Studenten von damals? Insbesondere bie damaligen Korporationsstudenten 1 wußten, wo ihr Platz war! Was diese Männer in ihrer Gesamtheit einte, war in erster Linie der nationale Gedanke, bie Sorge um Deutschlanbs Ehre unb Freiheit. Als Erzberger trank unb lachte, ba taumelte ein halberblindeter Soldat auf bie Nachricht von ber Revolution nach feinem Bett im Lazarett von Pasewalk unb barg den brennenden Kopf in Decke unb Kissen und weinte. In diesem Schmerz erhielt Adolf Hitler bie Berufung einer Sendung! Schwer und steil war der Weg, den er gehen mußte. Wie klein und bescheiden Die Anfänge der nationalsozialistischen Bewegung waren, hat ber Führer selbst geschildert; Adolf Hitler vertrat vom ersten Tage an den Standpunkt, daß die junge Bewegung ihre Idee nicht nur geistig zu vertreten habe, sondern daß sie auch durch brachiale Mittel gesichert werden müsse. Die kleine zu diesem Zweck geschaffene Drbnertruppe, bie nach einer Versamm- lungsschlacht im Hofbräuhaus zum ersten Male sich bewährte, erhielt ben Namen „Sturmabteilung". Als die Wahl vorn 5. März 1933 die Führer- schäft Adolf Hitlers unwiderruflich bestätigte, ba waren es zwei Faktoren, die den Sieg gesichert hatten: die Größe Adolf Hitlers und bie Treue ber SA.! Wenn heute wirklich über allen Straßen die Hitlerfahnen wehen, bann wollen wir in erster Linie dem Führer danken, aber auch ber alten SA. in Dankbarkeit gedenken. Mit Ehrfurcht neigen wir uns endlich vor ben Gefallenen der Bewegung, ihr Opfer fei uns Vermächtnis unb Verpflichtung. Der Führer schickt das Volk durch eine harte Schule. Will sich dieses Volk im Herzen Europas behaupten, bann muß es von einem heroischen Geist erfüllt fein, der am besten bezeichnet wird durch bie Füh- rerroorte: „Wer leben will, ber kämpfe also unb wer nicht streiten will in dieser Welt bes ewigen Ringens, verdient das Leben nicht". Das ist ber Geist, der unsere Hochschule erfüllen soll. Erfüllen , wir diese Aufgaben, bann dürfen wir mit Stolz von uns sagen, am Bau des Dritten Reiches mit« ■ geholfen zu haben. So möchte ich ben Angehörigen > dieser alten deutschen Universität zurufen: Seid . gläubig und gebt die Mafien weiter, bie Adol I Hitler geschmiedet hat! Seit ben letzten vierzehn Tagen Herrscht in Gießen großes Fragen. Was bebeutet nur Ahoi? Doch bas Wort ist gar nicht neu. Ueberall kann man es sehen, < Was ist denn ba nur geschehen? Will man bamit jemand grüßen? Kommt Graf Luckner hier nach Gießen? Oder will man auf ber Lahn Mit 'nem Ozeandampfer fahr'n? Denn mit Seefahrt, glaub ich nun, Hat es sicher was zu tun. So herrschte großes Rätselraten Bis man vor kurzem mit Plakaten Gießens Bevölkerung dann zeigk. Daß im Cafö Leib was steigt. Ja, ich hab mir's gleich gedacht, Das hat bie MHI. gemacht. Da gibt es sicher was zu sehn, Darum alle Mann hi »gehn! Westerwald-Verein in Gießen. Bei starker Beteiligung seiner Mitglieder fand dieser Tage bie Hauptversammlung bes Westerwald- Vereins, Ortsgruppe Gießen, statt. Nach der feier- licken Aufnahme einiger neuer Mitglieder berichtete ber Vereinsführer Gg. Maber über das ver- flosfene Geschäftsjahr. Die Zahl der Mitglieder stieg von 85 auf 120. Bei den Wanderungen, an denen 654 männliche und 537 weibliche Teilnehmer gezählt wurden, legte man insgesamt eine Strecke von 868 Kilometer zurück. 25 Mitglieder konnten für Höchstbeteiligung an Wanderungen mit Ehrennadeln ausgezeichnet werden. Die Dietarbeit im Sinne bes Reichsdiettvartes machte weitere Fortschritte. U.a. fand eine Omnibusfahrt nach Frankfurt statt, wo ber Flughafen, bas Luftschiff usw. besichtigt würben. Die Wanderungen führten in das Lahntal, Dillge- biet, Westerwald, Vogelsberg, Hinterland unb lau- nus Bei Sternwanderungen weilten die Mitglie- ber auf dem Salzburger Kopf und in Herborn. Eine Reihe von geselligen Veranstaltungen (Aus- zeichnungsfeier, Sonnwende, Muttertag, Klnderoe- fdiecunq, Kameradschaftliche Nestabende) nahm einen schonen Verlauf. Die Kasse weist einen guten Stand auf. In der Zupfmusik, im Volkstanz und im qemischen Chor wurde gute Dottstumsarbeit geleistet. Für 1938 würben folgende Veranstaltungen festgelegt: Heimabend für bas WHW., Sonnwende, Auszeichnungsfeier, Lichtbildervortrag, Kin- verbesechrung, Teilnahme an ber Hauptversammlung in Selters, zu Pfingsten eine mehrtägige Wan- berung auf bem Lahnhöhenweg nach Koblenz. Der außerbem noch festgelegte Iahreswanderplan würbe Die Gießener Marine-Gefolgschaft 116 veranstaltet am heutigen Samstag, 20 Uhr, im Cafe Leib, unter bem Kennwort „A h o i" einen Volks- gemeinschaftsabend, zu dem bie MHI. bie stehende poetische Einladung erlassen hat: In althergebrachter feierlicher Wefie fand heute vormittag in ber Neuen Aula bie Reichsgrun- bungsfeier ber Lubwigs-Universitat tatt. Nach bem Einzuge bes Lehrkörpers und bem Fahneneinmarsch in bie festlich geschmückte Aula brachte ber Akademische Gesangverein den Lob- gelang von Haydn zu Gehör. Hierauf erhob sich ermöglicht. . Ich habe versucht, in Kürze ein Bild zu geben vom Ziel unb Stand ber Arbeit, und Sie haben feststellen können, daß die Aufgaben, bie wir uns gestellt haben, ungeheuer sind. Ich bin überzeugt, daß wir dieselbe Begeisterung in uns wecken können, bie einst bie Freiheitskämpfer von 1813 beseelte. Wir denken an die Kämpfer von 1848, von 1870/71, an die Augusttage 1914 unb an den Kampf bes Führers um bie Macht. So richte ich am heutigen Tage, wo wir ben Tag der Machtübernahme durch ben Führer zum sechsten Male eierlich begehen, an euch den dringenden Appell, tets eure Pflicht zu tun als leistungsfähige Wissen- chastter unb als tapfere Soldaten der Wehrmacht. „Buch unb Gewehr ist des Studenten Ehr" heißt das altbekannte Sprichwort. Zu dem Buch unb bem Gewehr müssen wir aber noch bie Fahne Adolf Hitlers stecken, und Deufichland werden Tage wie 1918 unb all die darauffolgenden Jahre ber Not unb ber Knechtschaft erspart bleiben. Mit bem Sieg-Heil auf ben Führer unb bem Fahnenausmarsch -fand bie Reichsgründungsfeier ihren Abschluß. ur zu aqnen oermuHen. -un , . ....... .......e Kraft, bie alle zusammenhält Hierauf brachte bas Collegium musicum bas einzigen großen wettanschaulichen unb po-I Adagio von Handel zu Gehör. Anschließend YieU Studenten» 3ch möchte rofrer Teil . t dem Alt» geschlossen ehemalige jm Käme» )dn Klubs, ngs« und t besondere ist die Ehre - fabri Dienst, chasten ihre Neben der iserer Stu» kg, die das enhang mit hsührt. Das enden Volks» Zischen Stu» Hre eigenen tudentinnen. 'm grauen« Beste! iten von nus »enlleferant He bt5 ? J"' 8,‘ n durch vertun» * Sinn, L^tr litaten", :mpi Waten putsche h-5. Da. deutsche und so. national. >en, daß lten eine rarbeiten rden, die )rt. Diese shi ebenen ru erster ern. Mr Arbeit die ^e, näm» rbeit für ■ vettkampf Ben die ültherren» en wollen, @eiff ge- ß aus der rundet sein, unsere Aus» t das Stu» ü)t Studium die wir ms in überzeugt, i wecken tön» non 1813 be> lOn 1848, ;on und an den cht. So nchk iq der Mach ' sechsten Ma e enden ApM n ®!f W Bud) und dem F-Hn- *!*, --n W #e d« 5111 rer und dein gründungch'er hsehen» Srti ss-s en^ 2 wer' enhang con iber ! I irg-^v ß erst die b kann L S-V? ili” । Ä tri« H jt«1'.' r DaulLcken in Gießen. Ausbau der Lonystraße geplant. - Ein Postamt Gießen-Ost? Die Stadtverwaltung hat in den letzten Jahren eine Anzahl neuer Abschnitte des Bebauungsplanes erschlossen. Die Bautätigkeit in diesen neuen Vierteln ist bereits rege in Gang gekommen. Insbesondere sind im Schwarzlachgebiet, in den Eichqärten, im Sudviertel, in „Sachsenhausen" und im Ostviertel zum Teil ganze Straßenzüge neu erstanden. Die Stadt ist erheblich in die Landschaft hinausgewachsen. Daneben sind aber zahlreiche Baulücken in der Stadt unberührt geblieben. Es handelt sich dabei nicht etwa um kleine, unbedeutende Grundstücke, sondern in zahlreichen Fällen um ansehnliche Bauplätze, die zum Teil schon seit Jahren ihrer Verwertung harren. Aus der stattlichen Reihe dieser Grundstücke seien hier, gewissermaßen auf einem Rund^ang, als Beispiele nur folgende Baulandflächen erwähnt, die für die Schaffung neuen Wohnraumes geeignet wären: Das große Grundstück am Hindenburgwall zwischen dem Eckpunkt beim Selterstor bis zu den Häusern „An der Johanneskirche". Die ansehnliche Ecke an der Bahnhofstraße gegenüber vom Caf6 Amend, bei der allerdings gewisse Schwierigkeiten auftauchen könnten, da es sich hier nicht voll- ständig um gewachsenen, sondern zu einem erheb- lichen Teile um auf^efüllten Boden handelt. Der „Dornröschengarten" an der Ostseite des Wetzlarer Weges, zwischen Friedrichstraße und Hofmannstraße, würde ebenfalls ein vortreffliches Baugrundstück sein. Allerlei Beachtung verdienen ferner die Grundstücksflächen in der Nähe der Veterinär-Kliniken, in der Nachbarschaft der Buchnerstraße. Der durch die Wilhelmstraße, Liebigstraße, Ebelstraße, Riegelpfad, Welckerstraße usw. geht, wird gleichfalls die Feststellung machen müssen, daß dort noch allerlei Bauland unbenutzt liegt, auf dem sich eine stattliche Anzahl neuer Wohnhäuser errichten ließe. In der weiteren Nachbarschaft dieser Stra- ßen fallen ansehnliche Baugrundstücke in der Nähe des Finanzamtes und in den anschließenden Stra- ßenzügsn auf, deren bauliche Nutzung nicht nur den Wohuraum vergrößern, sondern auch den dor- tigen Straßenbildern eine gute Abrundung geben würde. Eine besonders große Baulücken-Fläche stellt die Nordseite der Lonystraße dar, über die erst vor einigen Wochen im „Gießener Anzeiger" geschrieben wurde. Mittlerweile hat sich der Oberbürgermeister entschlossen, die Mittel für den Ausbau der Lonystraße in den städtischen Haushaltsvoranschlag für 1938/39 einzustellen. Mit diesem Entschluß wird der Oberbürgermeister einem seit langer Zeit bestehenden Wunsche gerecht, zugleich schafft er mit dieser Einreihung des Straßenausbaues in den Haushalt die Voraussetzung dafür, daß in diesem ruhigen und für Wohnzwecke besonders geeigneten Baugebiet eine stattliche Anzahl neuer Wohnungen entstehen kann. Im östlichen Stadtteil kann unter Verwendung der dortigen Baulücken. gleichfalls noch mancherlei produktive Bautätigkeit in Gang gebracht werden. Besonders wäre hier an die bauliche Verwertung von Freiflächen m der Gutenbergftraße und in der Georg-Philipp-Gail-Straße, nahe der Licher Straße, zu denken. Das große Baugrundstück an der Ecke Licher Straße/Georg-Philipp-Gail-Straße könnte dabei einer besonderen Aufgabe dienstbar gemacht werden. Jm Interesse der stark angewachsenen Bevölkerungszahl im Ostviertel wäre nämlich die Errichtung eines Postamts Gießen-O st zu wünschen, zumal die Reichsbahn durch die Einrichtung der Haltestelle Gießen-Ost-Licherstraße den Verkehrsinteressen der dortigen Anwohner schon in gewissem Ausmaß Rechnung getragen hat. Wir sind überzeugt, daß die Stadt der Errichtung eines Postamtes für das Ostviertel durchaus geneigt sein wird, wobei man nicht etwa an die Schaffung eines gewaltigen Gebäudes zu denken hat, sondern auch mit einem etwa zweistöckigen und dem Charakter des Straßenbildes an der Georg-Philipp-Gail-'Straße angepaßten Hause zufrieden sein kann. Jm Nordviertel fallen Baulücken an der Ecke Hitlerwall-Walltorstraße, im Zuge des Gartfeld und im Bereich der Schottstraße und Steinstraße als längst baureif auf. Die gleiche Feststellung ist in Seit Jahren find Tausende von Volksgenossen aus unserer engeren und weiteren Heimat an der Reichsautobahn beschäftigt. Die Fertigstellung der Teilstrecke Bad-Nauheim—Gießen war das Ereignis des Herbstes des vergangenen Jahres. Nun geht die Arbeit von Steinbach aus bis hinauf in die Gegend von Alsfeld rüstig weiter. Unter vielen Händen, Hacken und Schaufeln gewinnt das Werk seine Form. Die Arbeit ist gegenwärtig nicht leicht. Die Erde ist naß und schwer und macht den Arbeitern mehr zu schaffen, als an schönen Tagen des Sommers. Besonders interessant häuft sich die Arbeit im Kreise Gießen bei Reiskirchen. Dort entsteht ein großes Bauwerk in Form von zwei Brücken, die sowohl die Straße G i e - ße n—Grünb erg, wie auch die Eisenbahn Gieße n—F ulda und die W i e s e ck überqueren. den Straßenzügen in der Nähe der Lahn, Gabels- bergerstraße, Hammstraße und Rodheimer Straße zu machen. Einen Teil dieser Baulücken wird ja in naher Zeit die Stadt mit etlichen Werkswohnhäusern ausfüllen. Dennoch bleibt der privaten Bautätigkeit dort noch allerlei Spielraum vorvehalten. Manche Besitzer derartiger Baulücken werden sicherlich schon lange die Absicht der baulichen Der- Wertung ihres Grundeigentums gehabt haben, sie dürften aber wohl mit ihrer wirtschaftlichen Kraft einer solchen Aufgabe nicht immer gewachsen ge» wesen sein. Es sei deshalb darauf hingewiesen, daß bit Stadtverwaltung den Ausbau der Baulücken durch einige Maßnahmen fördert. Die Stadtver- waltung gewährt nämlich in diesen Fällen folgende Vergünstigungen: 1. Erlaß der Straßenkostenbeiträge, 2. Erlaß der Baupolizei- und Der- messungsamtsgebühren, 3. Erlaß der Kosten für Hausanschlüsse, und zwar für Gas und Wasser bis zu 7 Meter und für elektrischen Anschluß bis zu 10 Meter Länge auf dem Grundstück. Die Vergünstigungen müssen beim Stadtbauamt beantragt werden. Dort ist auch Auskunft über alle Einzelheiten zu erhalten. Die Anträge werden ausschließlich durch die Stadtverwaltung von Fall zu Fall entschieden. Dabei wird nicht engherzig, sondern großzügig verfahren. Wer sich die bauliche Ver- wertuna seiner Baulücken-Grundstücke angelegen sein lassen will, der mache von diesen Dergünsti- gungen Gebrauch. Jm übrigen dürfte dabei auch die Tatsache erheblich ins Gewicht fallen, daß nacy wie vor erhebliche Nachfrage nach Wohnraum, insbesondere in mittleren und kleinen Ausmaßen, in unserer Stadt besteht. B. Die Reichsautobahn führt also in der dortigen Senke über Straße, Schienenweg und Bachlauf hinweg. Der Bauplatz bietet ein großartiges Bild. Zwei Hilfs- bzw. Transportbrücken sind erstellt worden, und in umfangreichen Verschalungen wachsen die Beton-Widerlager aus der Erde. Jetzt ist man mit der Verkleidung der Brücke über die Straße beschäftigt, die mit rotem Sandstein aus den Miltenberger Brüchen und aus Walldürn (in Baden) geschieht. Einen Begriff vom Ausmaß dieser Brücken erhält man, wenn man sich einige Zahlen vergegenwärtigt. Für die Fundamente der beiden Brücken waren 5500 Kubikmeter Erdaushub notwendig. Die vier Widerlager bauen sich aus insgesamt 8000 Kubikmeter Beton auf. Außerdem sind 500 Kubikmeter Sandstein für die Verkleidung nötig. Für die Reichsautobahn in Oberhessen. Brücken bei Reiskirchen.— Leber Straße, Eisenbahn und die Dieseck. Großbetrieb im Sandbruch Hochwart. Herstellung der Widerlager mußten mit etwa lltO Eisenbahnwaggons 16 000 Tonnen Kies und Sand, sowie 1600 Tonnen Zement an gefahren werdet^ Für die Eisenkonstruttion, die die FahrbahndeckA ** zu tragen hat, sind 220 Tonnen Stahl nötig. Dis Straßenbrücke wird eine lichte Weite von 12 Meter haben, während die Eisenbahnbrücke 18 Meter breit werden wird. Es ist dabei gleichzeitig ein möglicher zweigleisiger Ausbau der Strecke Gieße n—F ulda berücksichtigt. Das nächste Brückenbauwerk wächst etwa einen Kilometer nördlich von den Brückenbauten bei Reiskirchen heran: auch bei Lumda ist eine Brücke im Bau, die über eine Straße führen und sich durch ihre Gestaltung — sie bringt einen Rundbogen in das Bild der Landschaft — auszeichnen wird. Jm Zusammenhang mit dem Bau der Reichsautobahn besteht gegenwärtig auch bei Annerod eine umfangreiche Arbeitsstätte. Auf einem ausgedehnten Gelände zwischen Hochwart und der Gemarkung Annerod wird bereits seit längerer Zeit Sand abgebaut, der in riesigen Mengen für den Unterbau der Fahrbahndecke der Reichsautobahn Verwendung findet. 200 000 Kubikmeter Sand werden insgesamt abgetragen. Etwa 140 000 Kubikmeter sind bereits durch eine etwa 11 Kilometer lange Feldbahn an ihren Bestimmungsort gebracht worden. Das Gesicht der Landschaft hat dabei eine große Veränderung erfahren. Ein stattlicher Hügel ist von den beiden Baggern fast völlig abgetragen worden. An der Arbeitsstelle „Sandbruch Hochwart sind etwa 60 Volksgenossen beschäftigt. Große Strafkammer Gießen. Der A. L. aus Weckesheim hatte sich vor ber Großen Strafkammer wegen gefährlicher Körperverletzung zu verantworten. Der Angeklagte, der an Schizophrenie leidet, hatte vor einiger Zeit eine Magd ohne Grund mit einem Gewehr angeschossen und am Oberarm verletzt. In der gestrigen Hauptverhandlung behauptete der Angeklagte, er habe ihr einmal einen Denkzettel geben wollen. Da der Angeklagte, wie ein Sachverständigengutachten einwandfrei ergab, vollkommen unzurechnungsfähig ist, konnte eine Bestrafung nicht erfolgen. Mit Rück- sich darauf, daß die Krankheit einen Derartigen ®rab erreicht hatte, daß man Den Angeklagten als gemeingefährlich bezeichnen muß, ordnete das Gericht im Interesse der öffentlichen Sicherheit seine Unterbringung in einer Heil- und Pflegeanstalt an. Bad-7!auheimsBesuch im IahrelSZI Bad-Nauheim wurde im Jahr 1937 von 35 393 Gästen besucht. Darunter befanden sich 4804 Ausländer. Die Gesamtzahl der Uebernachtungen betrug 774 924. Auf die ausländischen Gäste entfallen 133 069 Uebernachtungen. Die Gesamtzahl der Gäste ist gegen das Jahr 1936 um 10 v. H. gestiegen. Der Besuch aus dem Ausland stieg um 13 v. H. Or. med. vei. Fritz Schmidt Maria Schmidt, geb. Hames Vermählte Viernheim 29. Ianuar 1938 Gießen 0370 WsW-SmWM 50—60 Proz. FahrpreisermSbigung auch für Anschlutzftrecken laut Tarif Auf Wunsch reichhaltiges Karneval-Programm. ;?» 8ebr- München u.r6 8ranf. 24^ 16.60RM. - Mr, L'°rg°n?urt (M.,31.4» 22.-RM. Auf Wunsch Unterkunft u. reichhaltiges Programm. Nähere Auskunft kostenlos bei Fahrkartenausgaben «nd MER.-Büros. Aenderungen vorbehalten. 87oV Nacht 19.20. Aebruar U.Febr. bis ll. März Karneval-Fahrt ins Blaue einschl.Fremdensitzg., Maskenball, Danz, ab Frankfurt(Mam) Hbf. etwa 3-RM. Köln abFrankfurt-M. ab Limburg-L. und 2. Kl. 3. Kl. 2. Kl. 3. Kl. Düffel- 10.40 7.20RM. 6.80 4.70RM. dort 12.40 8.50RM. 8.70 6.00RM. 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Von unterem pp -Äerichierstattei Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Casablanca, Januar 1938. Wohl in keinem Lande sind die Gegensätze zwischen modernen und primitiven Lebensformen so stark wie in Französisch-Marokko. Casablanca, der Hafen am Atlantischen Ozean, der nach der Gefährdung des direkten Verbindungsweges zwischen Frankreich und seinen nordafrikanischen Besitzungen vorbei an den Balearen künftig wohl noch einen erheblich weiteren Auftrieb erfahren wird, erscheint nicht nur bei einer Einfahrt mit dem Dampfer, sondern auch bei der Ankunft von der Landseite her öorbei an neuen Fabriken als eine der modernsten Städte der Welt — aber nur einige Kilometer landeinwärts wird der landwirtschaftliche Betrieb in primitivsten Formen betrieben, und etwas weiter ist die Frage der Wasserversorgung die aktuellste und wichtigste, ist nicht einmal so viel getan, daß den Eingeborenen in Zeiten der Dürre wirksam geholten werden kann. In den Städten treffen wir Araber, die die modernen Verkehrsmittel, Flugzeug und Auto, als eine Selbstverständlichkeit betrachten, und andere, die sich einzig des Esels bedienen, lieber das Land führen einige Eisenbahnlinien und moderne Autostraßen, es überwiegen aber die dürftigen Pfade der Karawanen. 'Wir treffen Araber, die als leitende Kräfte oder als Arbeiter in neuzeitlichen chemischen Fabriken beschäftigt sind, und andere, die die Stoffe nach älter Sitte mit Gräsern färben. In den Städten stehen luxuriöse Schulen und Hospitäler nicht weit entfernt von den schlimmsten Elendsvierteln. Die jungen Araber dieser Schulen können ihre erworbenen Kenntnisse nur selten verwerten und sehen oft keine andere Möglichkeit, als die der Betätigung in der revolutionären Bewegung, die erstrebt, daß die Marokkaner ihr Schicksal s e l b st in ihre Hand nehmen. Sie werden nicht zu Helfern Frankreichs im Aufbau der Wirtschaft, sondern zu Propagandisten für eine Rückkehr zu den religiösen Bräuchen und zu den primitiven technischen Methoden. Es werden Häuser gezeigt mit allem Komfort der Neuzeit, vor allem mit vielen Badezimmern, aber man kann auch beobachten, wie sich die Eingeborenen am Straßenrande waschen.. In den Städten kann man sich allen Vergnügungen der Neuzeit hingeben, während > andererseits noch" viele nach den sittenstrengen Vorschriften leben und in weiten Gebieten des Land- innern Hungersnot herrscht. Dies alles findet keine Hinreichende Erklärung darin, daß der nun einmal gegebene Unterschied zwischen reich und arm wie in so manchen kolonialen Gebieten auch in Marokko besonders kraß in Erscheinung tritt. Das aenügt nicht zur Deutung. Die Verhältnisse hätten sich nicht so zugespitzt, wenn nicht-die vielen Fehler der französischen Kolonialpolitik hinzugekommen wären, vor allem der eine, daß Frankreich versäumt hat, eine dauerhafte Grundlage zu schaffen. Diese Grundlage ist für Marokko wie für fast alle kolonialen Gebiete die' Landwirtschaft. Die Möglichkeiten sind dank der Fruchtbarkeit des Bodens und dank dem günstigen Klima unerschöpflich, wenn nur zielbewußt gearbeitet und durch eine großzügige Bewässerungspolitik die Hauptsorge beseitigt wird, d i e Angst vor der Dürre. Wie die beiden Nachbargebiete Algerien und Tunis, könnte Marokko dem Mutterlande viele Gemüsearten zu Zeiten liefern, in denen sie in Frankreich nicht gedeihen oder noch nicht reif sind, ferner die subtropischen Erzeugnisse wie Apfelsinen, Zitronen, Mandarinen, Datteln, Feigen Olivenöl usw., vor allem Baumwolle und Wolle. Es fehlt aber die zielbewußte Arbeit. Die Ausfuhr einiger Gemüsearten und subtropischer Erzeugnisse konnte zwar in letzter Zeit etwas erhöht werden, aber noch nicht ,, nennenswert. Nichts Wesentliches wurde getan, um Baumwolle anzupflanzen und die feit altersher auf Schafzucht eingestellten Eingeborenen an die planmäßige Züchtung ertragreicher Rassen zu gewöhnen damit brauchbare Wolle geliefert werden kann und z. B. die kuriose Einzelheit der Einführung von Wolle aus England zwecks Herstellung echt marokkanischer Gewebe einmal der Vergangenheit angehören kann. Das Hauptinteresse der Landwirtschaft ist noch immer auf Erzeugnisse gerichtet, die das Mutterland s ell b st in genügenden Mengen und in ausreichender Qualität liefert, nämlich Weizen und W e i n , • und neuerdings in steigendem Maße Gerste und Mais. Wie stets bei primitiven Anbauverhältnisfen, schwanken die Ernteergebnisse sehr. Als in den guten Jahren 1930—34 etwa acht Millionen Doppelzentner Weizen geerntet wurden, gab es Absatzschwierigkeiten, da Frankreich sich weigerte, frühere Versprechen der zollfreien Einfuhr von marokkanischem Weizen einzu'lösen. Jetzt sind drei schlechte Ernten von durchschnittlich nicht einmal vier- Millionen Doppelzentner aufeinander gefolgt, und schon machen sich, um die sehr vorsichtigen Formulierungen des Generalresidenten Nogus zu zitieren, teilweise Anzeichen einer Hungersnot bemerkbar. Es gesteht sogar die Gefahr, daß viele Eingeborene wegen Mangel an Saatgetreide, wegen der Dürre und wegen der sonstigen Enttäuschungen der letzten Jahre auf die Bestellung der Böden verzichten werden. So ist die Stimmung auf dem Lande sehr gedrückt und kaum die Möglichkeit gegeben, die Siedler und Eingeborenen als freudige Mitarbeiter än der Erschließung des marokkanischen Bodens zu gewinnen. Während die Landwirtschaft vernachlässig wurde, gab Frankreich Milliarden für die Entwicklung der städtischen Wirtschaft aus. So entstanden als Fremdkörper und als Wasserköpfe die Großstädte, deren Glanz in steigendem Maße Die Eingeborenen anzieht. Die muselmanische Bevölkerung von Casablanca stieg z. B. von 1926 bis 1936 von 72 000 auf 184 000, und die des etwas nördlicher gelegenen JRabaL.oon 29000 auf 57000. Sie alle hofften, hier Unterkunft und Beschäftigung zu finden, aber das erwies sich als trügerisch. Sie Hausen in sehr dürftigen, aus Fässern und Brettern zusammengehauenen Hütten, wo die schlimmsten Krankheiten wüten und die Jugend unter wenig erfreulichen Umständen aufwächst. Die Probleme der Elendsquartiere, die Frankreich noch nichr einmal in seinen eigenen Großstädten ,in Angriff genommen hat, stehen somit heute im Vordergrund der marokkanischen Sozialpolitik. Aber erst 193p wurden die ersten Gelder bewilligt, erst am 17. Oktober 1937 wurde eine entsprechende Behörde geschaffen und, auch erst in den letzten Tagen des alten Jahres wurde dafür gesorgt, daß der eingeborene Arbeiter ein bescheidenes Existenzminimum „Wirkliche Hauptstadt des Deutschen Reiches." Oer Plan für die Neugestaltung Berlins. Von Gerhard Bohlmann. Das Programm für die Neugestaltung Berlins bedeutet eine so umwälzende- Verwandlung der Hauptstadt des Deutschen Reiches, wie sie noch keine andere Weltstadt in diesem Umfange bisher erfahren hat: hier werden Gedanken ausgesprochen, hier sollen Pläne auf Jahrhunderte hinaus verwirklicht werden, die überwältigend wirken, weil sie in der Geschichte der großen Städte so ganz ohne Beispiel sind. Um das Gigantische dieses Programms ganz zu erkennen, muß man sich einen Augenblick daran erinnern, wie die großen Städte geworden sind, wie etwa eine Stadt wie Berlin entstanden ist. Aus welchem Kern ist Berlin entstanden? Auf welche Weise dehnte es sich aus, nach welchen Gesetzen und Ordnungen ist bisher gebaut worden? Daß sich das älteste Berlin im Anfang des 13. Jahrhunderts um die Spree-Inseln kristallisierte, war natürlich keineswegs ein Zufall, denn hier kreuzten sich zwei wichtige Handelsstraßen. Aber wie entwickelte sich — in großen Zügen gesehen — diese anfängliche Siedlung in den nächsten Jahrhunderten weiter? Als im 15. und 16. Jahrhundert das Schloß ausgebaut wurde, war es natürlich, daß die Kurfürsten zunächst die Umgebung ihrer Residenz ausgestalteten. So hat der Große Kurfürst für die Bebauung der wüst liegenden Stellen gesorgt, er hat den Lustgarten angelegt, und König Friedrich I. ließ die Friedrichstadt — die Straßenzüge im Verlauf der heutigen Friedrichstraße — nach einem, auch heute noch deutlich erkennbaren Plan aufrichten, und es war schon eine Tat, daß er die einzelnen inzwischen entstandenen Stadtteile,, etwa Friedrichswerder und die Dorotheenstadt, zu einer Stadtgemeinde vereinigte. Friedrich der Große wandelte den Tiergarten, der' bis dahin feinen Namen noch verdient hatte, zu einem Park um, und es schien abermäls weitsichtig und großzügig, daß er die Befestigungsanlagen abtrcfgen ließ und so, den Mauergürtel sprengend, der Stadt Raum zur Ausdehnung und Luft zum Atmen verschaffte. Man sieht aber an diesen Beispielen, wie regellos, wie unordentlich im eigentlichen Sinne diese Stadt geworden ist. Man erkennt das besonders an der Anlage der öffentlichen und repräsentativen Gebäude, bie sich zunächst um das Schloß gruppierten, die später aber dort begonnen wurden, wo eben ein Bauplatz freilag. Das alles ist planlos und zufällig geschehen. Auch die V o r st ä d t e sind als eigene Gebilde und ohne Verbindung mit dem heutigen Berlin gewachsen und geworden. Man muß sich einmal vergegenwärtigen, daß Vororte wie Tempelhof, Wilmersdorf, Halensee, Tegel noch um die Jahrhundertwende gar keine Fühlung mit der eigentlichen Hauptstadt gefunden hatten, daß es kleiner Reisen bedurfte, um dort hinaus zu kommen. Diese Städte sind in den letzten Jahrzehnten mit der Stadt so verschmolzen worden, daß Grenzen heute nicht mehr zu erkennen sind. Dreißig oder Dierzig Jahre — gewiß nur eine Sekunde im Leben eines Volkes und in der Entwicklung einer Stadt, aber welche Veränderungen auf technischem und verkehrstechnischem Gebiet haben sich in dieser kurzen Spanne vollzogen, welche Erfahrungen sind mit Maschinen, Häusern und Straßen gemacht worden, welche Erkenntnisse stehen uns heute Uir Verfügung — Erkenntnisse, aus denen der Führer die letzten Folgerungen gezogen hat, die jetzt verkündet worden sind. Wie sieht Berlin heute aus? Wenn man es vom Flugzeug aus betrachtet, stellt sich die Stadt als ein regelloses Gewirr von Plätzen, Straßenzügen, Kirchen und öffentlichen Gebäuden dar, Berlin ist Unsere Karte veranschaulicht den Verlauf einer Nord - Süd- Achse, die von dem neu anzulegenden Nord- bahnhof bis zu dem geplanten S ü d b a h n - h o f führt. Die mit Zahlen gekennzeichneten Punkte zeigen die Lage der gxoßen Planungen: 1. Nordbahnhof, 2. Königsplatz mit Verfamm- lungsdau, 3. Ostdurch- bruch der Ost - West- Straße, 4.'Voßstraße und Wilhelmstraße, 5. freiwerdendes Gelände des Potsdamer und Anhalter Bahnhofs, 6. Flughafen Tempelhof.— (Zeichnung der Generalbauinspektion für die Reichshauptstadt Berlin. — Scherl-M.) 4 & Jexanderpl markt Ha II.Tor Flughafen jetziger Stettiner Bhf. Lehrter Bhf. — aus so ungleichartigen Elementen entstanden — ein Durcheinander der verschiedensten Baugedanken, Absichten, Versuche und Stilarten geworden. Und wenn man weiter die Stadt aus- der Perspektive des Flugzeugs betrachtet, so gewinnt man den melancholischen Eindruck, daß diesem ungeheuren Leib die Luft ausgegangen ist, daß der Raum mangelt, daß die Menschen sich in den Häusern, die Fahrzeuge sich in den Straßen drängen. Hier greift nun der Wille des Führers ein. Sein Plan bringt in das regellose Chaos die Ordnung. Seine Gedanken werden der Stadt den Raum schaffen, der ihr heute mangelt. Frühere Generationen haben bei ihren Bauvorhaben an die nächsten Jahre, bisweilen auch an die nächsten Jahrzehnte gedacht, — jetzt aber wird Berlin eine Neugestaltung, eine Umwandlung erfahren, die auf Jahrhunderte hinaus berechnet ist, die alle Möglichkeiten weiterer Entwicklung in sich begreift. Es geschieht zum ersten Male in der Geschichte einer Hauptstadt, daß solche Gedanken verwirklicht werden, daß sie nicht nur — wie bisher — auf dem Papier bleiben sollen, sondern daß sie jetzt zur vollendeten Tat werden. Schon ist der Ausbau der Ost-West - Achse begonnen worden, schon ist das Preisausschreiben für die neue Hochschulstadt am Westrande Berlins ergangen, schon ist der Grundstein zum Wehrtechnischen Institut gelegt worden. Dieser Achse entspricht eine andere, die von Nor- den nach Süden führt: die nördlichen und südlichen Fernbahnhöfe, die bisher wie Blöcke im Stadtkörper lagen, werden an die Peripherie geschoben und durch diese Nord-Süd-Straße vereinigt werden, an der auch sämtliche repräsentattven Gebäude des Staates stehen sollen. Vier Ring« straßen werden dieses Achsenkreuz ergänzen, die Autobahnen werden an diese Anlage herangeführt werden. llebermältigenb wie diese ganze Anlage ist auch die Schnelligkeit, mit der die Neugestaltung der Reichshauptstadt vollendet werden wird. Wenn man in sieben oder zehn Jahren wieder einmal vom Flugzeug aus Berlin niederblicken wird, wird man das Hinreißende dieses Bauprogramms erst ganz erkennen: die Einfachheit,' die Großartigkeit, die schöne Sachlichkeit. Dann werden die Straßen, die heute noch als „Prachtstraßen" gelten, wie etwa die Straße Unter den Linden oder der Kurfürstendamm, zu Straßenzügen zweiter yunb dritter Ordnung herabgesunken sein, denn auch das ist das Zwingende dieses hinreißenden Vorhabens, daß es bestimmt und fähig ist, den Verkehr der Weltstadt an sich zu saugen und zu bewältigen. Berlin ist nicht die einzige Großstadt Europas, die unter solchen Umständen entstanden ist: auch andere Städte haben die gleichen Sorgen und Krankheiten, an denen Berlin bisher so schwer gelitten hat. Daher werden auch anders Städte dem Beispiel Berlins folgen, weil sie ihm werden folgen müssen. So wird die Neugestaltung Berlins für alle Weltstädte als ein sortwirkendes und dauerndes Beispiel dienen. gesichert bekommt. Von Lösung kann noch nicht die Rede sein. Die Sorgen des städtischen Lumpenproletariats lasten sehr auf Marokko. Gewisse Hoffnungen auf eine Wendung zum Besseren macht man sich in Frankreich neuerdings wegen der Fortschritte bei der Erschließung der Erzvorkommen. Die Förderung von Blei- und Zinkerzen, die 1935 noch nicht nennenswert war, dürfte 1937 20 000 bzw. 10 000 Tonnen erreicht haben. An Eisenerzen wurde vor einigen Wochen die erste Ladung verschifft. Große Erschließungsarbeiten sind geplant, und sicherlich wird noch Wesentliches erreicht werden, wenn auch die Eisenerze von Französisch-Marokko nie die Bedeutung des spanischen Nachbargebietes erlangen werden. Hinzu kommt die günstige Entwicklung der Förderung von manganhaltigen Erzen und von Phosphaten. Dies alles ist nur eine Bestattgung der oft vertretenen These, daß Franzosisch-Marokka eine der reichsten Kolonien ist. Die Aufgabe der Hebung dieser Reichtümer wurde allerdings bisher noch nicht gelöst. Aus aller Wett. Reichsjagdhof auf der Wachenburg. Auf dem letzten Kreisappell des Jägerkreises Weinheim teilte Kreisjägermeister Professor Dr. Sommerfeld den- Entschluß des Weinheimer Alt-Herren-Verbandes mit, der Deutschen Jägerschaft die Wachenburg für einen Reichs- jagdhof zur Verfügung zu stellen, m dem amtliche Tiere die in Deutschland vorkommen, sowie alte Jagdwaffen zu sehen sein werden. Eine Reihe wertvoller Trophäen und ausgestopfter Tiere der Heimat und unserer ehemaligen Kolonien wurden bereits zur Verfügung gestellt. Reichsjägermeister Generaloberst Göring hat dem Projekt seine Zustimmung erteilt. Heuer auf einem Bauernhof. Nachdem vor nicht ganz drei Wochen der Bauernhof des Ortsbauernführers Pflaging m Obervellmar (Bezirk Kassel) von einem .Großfeuer heim- aesucht worden war, brach dort letzt erneut ein B r a n d aus, der den seinerzeit verschonten Gebäudeteil der Scheune und Lagerhaus umfaßt,- vernichtete. Der Feuerwehr gelang es, das Wohnhaus und die angrenzenden Hauser zu retten. Besondere Anerkennung gebührt den SA.-Mannern des Sturmes 21/83, die sich tatkräftig an den Rettungsarbeiten beteiligten. Ihnen vor allem ist >es zu danken, daß das Vieh, em großer Teil der Maschinen und erhebliche Mengen Futtermittel vor der Vernichtung bewahrt werden konnten. Erna Sack singt „Lucia von Cammermoor“. Am 1. Februar überträgt der Leipziger Sender .aus der Dresdner Staatsaper die Oper „Lucia van Lammermaar". Die Titelpartie singt Frau Kammersängerin Erna Sack. Verhängnisvoller Ehristbaumbrand. In einem Hause in Wiesbaden geriet ein dürrer Christbaum, als seine Lichter nachmals angezündet werden sollten, in Brand. Durch das Feuer entstand eine Explosion. Ein alter Mann und ein Junge, die sich im Zimmer aufhielten, erlitten schwere Brandwunden und mußten ins Krankenhaus gebracht werden. Kältewelle schädigt Italiens Landwirtschaft. Die feit fast zehn Jahren in solchem Ausmaß nicht mehr zu verzeichnende starke Kältewelle hat in fast allen italienischen Provinzen in der Landwirtschaft nicht unerhebliche Schäden her- oorgerufen. An der westlichen Riviera sind 50 v. H. der Gemüse- und Blumenpflanzungen und 20 v. H. des Südfrüchteertrages durch den Frost zugrunde gegangen. Auch südlich Neapel sind vor allem in den Südfrüchte-Plantagen schwere Frostschäden zu verzeichnen, die bis zu 30 o. H. des Ertrages vernichtet haben. Während in ganz Italien durch die starken Schneefälle die Futtermittelernte eine beträchtliche Einbuße erlitt und auch die Olivenbäume mehr oder weniger starken Schaden davontrugen, sind die durch die Schneedecke geschützten Saaten vor dem Frost bewahrt geblieben und zumeist gut davongekommen. Riesiger Lawinensturz in Polen. Bei Zakopane (Polen) ging vom Stok Mied- ziany eine riesige Schnee lawine nieder, die mit einer solchen Wucht auf das Meerauge niederrollte, daß sie die starke Eisdecke des Sees durchschlug. Während des Abrollens der Lawine befanden sich am Ufer des Sees zwei Männer, die mit der Eisernte beschäftigt waren. Einer von ihnen ist verschollen. Man befürchtet, daß er von den Schneemassen begraben ober von der Lawine unter das Eis in das Wasser des Sees gedrückt worden ist. Raubüberfall mif Maschinengewehr willen in Neuyork. Ein auch für amerikanische Verhältnisse Aufsehen erregender Raubüberfall, bei dem den Banditen die Lohngelder für Hunderte von Hafenarbeitern in die Hände fielen, spielle sich am Samstag in Neuyork ab. Am hellen Tage, vor den Augen von 700 Hafenarbeitern, die aus die Auszahlung ihres Wochinlohnes warteten, drangen vier mit Maschinengewehren bewaffnete Gangsters in die an einem der Piers am Hudson gelegenen Geschäftsräume der International Mercantil Cy ein, trieben die Angestellten und die Wächter unter Drohungen in einen RUHL Seliersweg Nr. 67 ■ adlO Telephon Nr. 3170 j eparaturen . l89)1J ü Fahrstuhl zusammen und plünderten dann in aller Ruhe dieKassen aus. Ehe noch die vor den Büroräumen wartenden Hafenarbeiter und die Pier-Polizei den Vorfall bemerkt hatten, waren die Banditen mit einem gestohlenen Kraftwagen entkommen. Jüdische Verbrecherbande dingfest gemacht. Der Kriminalpolizei ist es gelungen, eine jü- dische Einbrecherbande dingfest zu machen. In Gdingen wurden vier Personen festgenommen. Diese Verbrecher hatte der Jude Lejb Cymba- l i st a in Danzig in seine Wohnung ausgenommen, von wo aus die Bande ihre Raubzüge unternahm. Cymbalista ist ebenfalls festgenommen worden. Die Bande bestahl überall die reichsten Juden. Zu dieser Bande gehören noch zwei polnische Juden Tennen bäum und K ö s o w e r aus Lodz. Diese sind noch flüchtig. Nach den bisherigen Feststellungen sind der Bande Werte von über 100 000 Gulden in die Hände gefallen. 1000 Mark aus dem Postbeutel gestohlen. Wegen Amtsverbrechens und schweren Diebstahls wurde der 55jährige Wilhelm B e cf in Eschwege von der Größen Strafkammer in Kassel zu 1 Jahr und 3 Monaten Zuchthaus sowie zu 100 Mark Geldstrafe verurteilt. Beck hatte aus einem verschlossenen Postbeutel einen Wertbrief mit 1QOO Mark Inhalt entwendet. Der furditfomc erschrickt vor Der örsahr, der feige in ihr- ur.ö der Mutige nach ihr. Icau Paul Der kluge lieft .Kampf der öefahr" und oer- hütet fie. . x Dar«. Aus -er engeren Heimat feiern. Eingesandt. men aWHtaW g-l b ein es M itärb-it-rs unters chla- oertest^n° Breslau ^wähnt, bef welchem der Chor- gen und war s lü chtig S°S°ngen M*- Lund stns Sang" briider maegen waren. Fer- lichen Ermittlungen waren r>°n Erfolg b-gle.tet Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnach- mittag geschlossen. m Wißmar. 28. Ian. Der Arbeiter Karl Hinkel von hier verunglückte dieser Tage beim Holzmachen. Er erlitt einen Unterschenkelbruch und mußte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden. — Vor einiger Zeit hatte der hiesige H. Vogel von hier das Kranken- (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Lang-Göns: „Die INohrgasse". Leistungsfähig sein, vorankommen, mehr verdienen dazu braucht man gutes Sehen! Oder die tadellos angepaüte Brille von Optiker roller a.Bahnhof VVIlVl Lieferant auch Ihrer Krankenkasse, Uster. * Steinbach. 27. Jan. Der Gesangverein „Eintracht" hielt seine diesjährige Haupt- versammlung mit Jahresschluß bet Sangesbruder Deuker ab. Dereinsführer Fr. Walb begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder und gedachte des im letzten Vereinsjahr verstorbenen Mitgliedes Karl Haas. Der Kassenbericht zeugte von vorbild- licher Führung der Kasse, dem Rechner Heinrich Schmidt konnte nach Prüfung der Rechnung Enttastunq erteilt werden. Der Vorstand blieb wieder in seinem Amt. Gleichzeitig wurde Vereins- führer Fr. Walb für das bevorstehende 75jährige Vereinsjubiläum, welches am 11., 12. und 13. Juli d.J. stattfinden soll, als Festpräsident bestimmt. Die Sänger Hans Pitz als Vereinsdiener und Richard Becker als Hornist verblieben m ihrem Amt. Weiterhin wurde der Sänger Joh. Deuker für langjährige treue Mitgliedschaft durch em Ehrendiplom geehrt. Bei Punkt „Verschiedenes wurden die Veranstaltungen verlesen, an denen der Verein unter Leitung seines bewährten Chorleiters K. Sommer (Watzenborn^Steinberg) teilgenom- stellung dieser Gasse, zum Ausdruck bringt. Auch würde es sich empfehlen, daß dann nach einer eventuellen Neuherstellung diese Gasse einen netten Straßennamen erhält, so daß man sagen kann, hier ist eine Kreissttaße erster Ordnung. Heinrich Boller IV., Schlossermeister, Lang-Göns. Rundfunkprogramm Sonntag, 30. Januar. Reichssendungen. INonlag, 31. Januar. Vogel konnte an der franzosischen Grenze fest genommen werden. — Unser Mtt^trger Wilhelm Ad o l f und Frau Margarethe, geb. Krombach, konnten das Fest der s i l b e r n e n H o ch z e 11 ch ßauter, 28. Jan. Am Sonntag vollendet der älteste männliche Einwohner, Heinrich Feldmann, in voller körperlicher und geistiger Frische sein 8 6. Lebensjahr. gfs. Hungen, 28. Jan. Am Mittwoch fand im Sitzungssaale des hiesigen Rathauses die Verpflichtung der Frauenwerksmitglie- d e r statt. Die Leiterin, FraU I o k e l, begrüßte die zahlreich Erschienenen mit Worten von Frau Scholz-Klink, denen eine sehr zu Herzen gehende Ansprache des Ortsgruppenleiters Kirchhofer folgte. Bei Aushändigung der Mitgliedskarten wurden die Mitglieder von der Leiterin durch Handschlag verpflichtet. Gesang der Jugendgruppe und gemünsamer Gesang umrahmten die Feier. Kreis Wehlar. 14: Nachrichten. 14.10: Die Geige lockt — die Geias weint! (Schallplatten). 15: Volk und Wirtschaft. Unsere Krankenschwestern. 15.15: Für unsere Kinder. Jetzt basteln wir. 15.45: Sport der Jugendt Der Sport, ein Botschafter in fremden Ländern 16: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen. 18.30k Der fröhliche Lautsprecher (Schallplatten). 19k Nachrichten. 19.15: Von Stuttgart: Stuttgart spielt auf. 21: Konzert. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk, Sportbericht. 22.30k Nachtmusik und Tanz, 24 bis 2: Nachtkonzert. Dienstag. 1. Februar: 6 Uhr: Präludium Es-Dur, von Jaques Seim mens, Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: Frühkonzert^ In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik 8.30: Nur Freiburg: Nachrichten. 10: Schulfunk. Von Pflanzen, Tieren und vom Brauchtum im Monat Februar. Eine Hörfolge. 10.30: Froher Klang zur Werkpause. 11.40: Hausfrau hör zu! 11.50: Blinder Eifer schadet nur. Hörszene. 13k Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.10: O holde Fratt Musika! 15: Das Spiel in der Sahara. Erlebnisbericht. 15.15: Unsere Kinder machen uns Sorgen. Woran liegt es? Zwei Beiträge zu diesem Thema. 15.45: Das Volk erzählt. 16: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Fröhlicher Lautsprecher (Schallplatten). 19: Nachrichten. 19.10: Heiteretz Abendkonzert. Ein freies Leben führen wir. 21.15: Das schlechte Gewissen. Heiteres Hörspiel. 22: Nachrichten. 22.30: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 2: Nachtkonzert. ■ ner wurden die Vorsitzenden der einzelnen Fest- 1 ausschüsse verlesen. Nach der Verlesung des Protokolls durch das Mitglied Georg K l a u m schloß der Vereinsführer in üblicher Weise die Versammlung. Unter Stabführung des Chorleiters Sommer trug der Verein noch manche schöne Lieder vor, und manche schöne Unterhaltung hielt die Anwesenden noch einige Stunden beisammen. .. + Grünberg, 28. Jan. Zwecks Schädlingsbekämpfung im Obstbau, wie fie die neue Reichsoerordnung vom 29. Oktober 1937 fordert, hat eine Kommission, bestehend aus dem Vorsitzenden des Obst- uttd Gartenbauvereins, Berufsschullehrer Gengnagel, und Baumwart Fuchs (Göbelnrod), den beiden städtischen Feld- chützen Eifert und Berk und zwei Obstbaumbesitzern Rud. T r i n k a u s und Karl K e i l im Gemarkungsabschnitt Londorfer bis Weickartshainer Straße sämtliche Obstbäume besichtigt. Neben der Feststellung, daß viele Obstanlagen von guter Pflege zeugten, mußte "die Kommission aber auch mancherlei Beanstandungen machen. So wurden von ihr 264 Bäume als reif zum Fällen bezeichnet und etwa 1250 Bäume für eine Reinigung und Auslichtung vorgemerkt. Am meisten als reinigungsbedürftig erwiesen sich die Zwetschenbäume. Dieser Tage wurde nun den Obstbaumbesitzern durch den Bürgermeister das Ergebnis der Kommission zu- qestellt und die Obstbaumbesitzer aufgesordert, bis 1 März die gemeldeten Beanstandungen zu erledigen. Selbstverständlich sind auch die Obstbaumbesitzer in den andern Gemarkungsteilen, die dieses Jahr von der Kommission nicht begangen wurden, zur Reinigung ihrer Obstbäume verpflichtet. Der hiesige Obst- und Gartenbauverein will für eme l gemeinsame Karbolineumspritzung zur Schadlings- ■ bekämpfung eine Motorbaumspritze emsetzen, die , aus Mitteln des Kreisobstbauverbandes beschafft Unsere Urahnen haben dieser an sich tief gelegenen Gasse den richtigen Namen gegeben. Wer sie nicht kennt, wird wohl denken, daß diese in irgend einem versumpften Winkel zu finden sei. Es ist jedoch nicht so! Dies ist eine Kreisstraße, die mit dem einen Ende auf die gepflasterte Hauptstraße Gießen—Frankfurt mündet, und mit dem andern Ende nach dem hiesigen Bahnhof, und den Kreis- sttaßen Neuhof, Holzheim und Grüningen fuhrt. Es ist also eine Hauptverkehrsstraße erster Ordnung Außer dem großen landwirtschaftlichen Verkehr, der diesen Weg nach den Feldern jenseits der Bahn in Anspruch nehmen muß, hat auch der Kraft- fahrzeugverkehr hier stark zugenommen haupftach- lich nach dem Bahnhof. Dies beweist, daß die Bahn zur Zeit ein zweites Verladegleis durch größere Erdbewegungen anlegt. Auch ist seit einigen, Jahren, unweit der Bahn, eine moderne leistunasfay'ge Ziegelei entstanden, die mit ihren Dieselkraftwagen und Anhängern fast täglich einigemal mit Sternen beladen diese Mohrgasse passieren muß. Weitere schwere Ladungen, wie Langholz, Transporte aus Waggonladungen Usw. nehmen ebenfalls nicht selten diesen Weg. Durch den regen Verkehr befindet sich aber, hauptsächlich bei nasser Witterung, die Straße in einem fast unpassierbaren Zustand. Das reisende Publikum, ^das gerade bei nasser Witterung darauf angewiesen ist, diesen Weg von und nach der Bahn zu benutzen, muß immer wieder Schlammspritzer von vorbeifahrenden Kraftfahrzeugen hinnehmen. Kommt man an der etwa 150 Meter langen Bach- und Amchausmauer entlang, so ist ein Ausweichen vor einem Fahrzeug unmöglich. Es gibt hier nur eine Möglichkeit, stehen bleiben bis man feine Schlammdusche in Empfang 6 Uhr: Morgenlied. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Nur Kassel: Nachrichten. 10- Schulfunk. Eine kleine Melodie erlebt Abenteuer. Eine musikalische Märchenstunde. 1030: Froher Klang zur Werkpause. 11.40: Hausfrau hör zu! 11.50: Kamerad Schwester. 12: Schloßkonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Schloßkonzert (Fortsetzung). genommen hat! Obgleich der Straßenwärter sich alle Mühe gibt, laufend Ausbesserungen zu tätigen, steht er dem erwähnten Verkehr ohnmächttg gegenüber. Auch die beiderseitigen holperigen Pflasterrinnen sind höchstens am Tage und nur teilweise passierbar, so daß man abends schon gezwungen ist, den Fahrweg zu benutzen. Wie lange noch soll das hier verkehrende Publikum, abgesehen vom Schuhwerk, diese Beschmutzung der Kleidung hinnehmen, und mit den Anwohnern dieser Gasse auf Abhilfe dieses Zustandes warten? — Soviel bekannt ist, soll eine Neu- pflasterung bis zur Bahnunterführung mit etwa 18 000 Mark veranschlagt sein. Es ist zu verstehen, daß der Straßenverwaltungsbehörde nicht genügend Gelder zur Verfügung stehen, überall Neupflasterungen vorzunehmen, aber der hier herrschende Zustand müßte doch, nach Lage der Sache, bereinigt werden. Es ist deshalb an der Zeit, und verständlich, wenn die hiesige, etwa 2000köpfige (seit über einem Jahre bürgermeisterlose Gemeinde), auf diesem Wege ihren dringlichen Wunsch, die Neuher- Landkreis Gießen. • Großen-Linden, 28. Jan. Nach der , Durchführung einiger Straßenverbesserungen ist es < nun auch endgültig gelungen, die Wasserversorgung Großen-Lindens sicherzustellen. Bisher bestand eine Wasserpumpstatton etwa 800 Meter vor der Stadt, die mit vier Pumpen ausgerüstet war, aber den Anforderungen nicht mehr entsprach. Namentlich in den wasserarmen Sommermonaten reichten die Pumpen nicht mehr aus, um das Wasser in die höhergelegenen Stadtteile zu befördern. Nun wurde 100 Meter vor der Sfadt, in der Richtung Hornsheim, ein neuer Brunnen erschlossen und daran eine moderne, mit elektrischen Pumpen ^u?9^st^/tete Pumpstation errichtet, die am 1. Februar in JBetneb genommen wird. Die Unkosten für diese Anlagen wurden zum großen Teil aus dem Erlös der alten Mühle gedeckt, die bicher im Betrieb der Stadt staiÄ und nun verkauft wurde. ± Steinbach, 29.Jan. Am kommenden Montag, 31. Januar, feiert Frau Anna Sophie G er - Hard, geb. Balser, ihren 81. Geburtstag bet verhältnismäßig guter Gesundheit. Ihr Ehemann Jakob Gerhard V., Sparkassenrechner der Spar- und Darlehenskasse und Mitglied des Kirchenvorstandes, starb vor zehn Jahren. Die Familie Gerhard ist in Steinbach schon im ersten Kirchenbuch nachweisbar vor dem Dreißigjährigen Kriege, dieser Zweig der Familie wird ortsüblich „Professors" genannt. — Am gleichen Tage wird Jakob Haas III. 72 3 a h r e alt Herr Haas erfreut sich noch einer sehr guten Gesundheit und ist noch so rüstig, daß er nun im 35 Jahre feinen Beruf als Kirchendiener ausuben kann, fierr Haas ist seit 1912 verwitwet er lebt nn Haufe fernes Schwiegersohns und kann diesen Tag im Kreise feiner 5 noch lebenden Söhne und seiner Tochter feiern; der älteste Sohn fiel 1918 im Weltkriege, die älteste Tochter starb in jugendlichem 1.90 1.58 1.65 1.10 0.90 ca/LOO cnHueit,1einseitig m. Spitzenabschluß 1.20 0.98 0.78 m 1.48 1.25 0.95 1.25 0.85 2.35 1.95 1.65 0.89 2.90 2.45 1.95 5.45 0.75 0.68 0.48 1.75 1.45 1.25 Kissen mit bunt bedruckten Bezügen 40/50 cm......................... Schlaf decken 140/190 cm mit Streifenkante........... Schlafdecken 140/190 cm gute Halbwollqualität....... 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IIIIIIIIIUIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHIIIIIII Biber in Deutschland Bon Professor Dr. Gustav Hinze 75 Seit. m. 9 Textabbildungen u. 62 Abbildung, auf Kunstdrucktafeln nach Natururkunden des deutsch. BiberMters Amtmann Behr Herausgeyeben von der Reichsstelle für Naturschutz, Berlin In Leinen gebunden RM. 3,00 Wie Wisent und Elch, so gehört auch der Biber zu jenen Tierarten, die einst in Deutschlands (Bauen weit verbreitet waren, aber durch das unnachsichtige Eingreifen des Menschen mehr und mehr der Vernichtung anheimfielen. Es gehört heute zu den wichtigsten Aufgaben allerJreunde unserer heimischen Tierwelt, dieses seltsame Nagetier vor dem Aussterben zu schützen und die wenigen in Deutschland noch vorhandenen Biber zu erhalten und zu hegen. Ein hervorragender Kenner gibt hier in trefflichen Schilderungen und herrlichen Natururkunden ein anschau, liches Lebensbild vom deutschen Biber. Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfeld« IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHI Itftufie kaufen leicht gemacht im Win 1 lujO-Tcrftaufvom 31. 1. bis 12. 2. 38 Räumung sämtlicher Rest- u. Einzelpaare. Darunter große Mengen zurückgesetzter Salamander-Schuhe 530 A Hr.24 Zünftes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) 2y./Z0.ZanuarsyZ8 ■ T 3 ■■■■■■ ' Z -f ’i WM >/' i A . „ H 1 «,'M s j ;« ZK 8lf । n: s s t *ber- will, ihre rzen Inter die iben, über l der irenb ’n. id »n t- n, en tb ne on ich m, id- im ?rg ien 'ch- au- )en er rde örz ?33 en. er- hen Augen beobachtet. Bernd Rosemeyers Schicksalssahrl So bestätigte der neue Rekordfahrer noch einmal die schon aus den gestoppten Zeiten hervorgehende Tat- jache, daß der Mercedes-Benz nun ohne jeden Tadel auch bei höchster Geschwindigkit wie ein Brett auf Caracciola vor seiner erfolgreichen Fahrt. (Scherl'Bilderdienst-M.) der Bahn liegt und so die Kräfte des Motors voll nutzbr gemacht werden können. Auf der Rückfahrt traf Caracciola pbrigens auf der rechten Straßenseite stellenweise Rauhreif an, so daß er sich scharf links halten mußte, um nicht ins Schleudern zu geraten. Oberingenieur Neubauer entschloß sich daraufhin, die Versuche vorläufig abzubrechen und am Montag der kommenden Woche mit neuen Fahrten zu beginnen. Die Auto-Union ist da! Kaum hatte Mercedes-Benz seine erfolgreicken Rekordfahrten abgebrochen, da setzte sich auch schon Bernd Rosemeyer an das Steuer seines ihm wohl- vertrauten Auto-Union-Rekordwagens, um gleichfalls die Jagd nach den Rekorden aufzunehmen. Schon nach der ersten Probe erklärte er, daß der scharfe, böige Südwest ihn beinahe von der Straße gedrückt habe. Trotzdem startete er ein zweites Mal, und diese neue Fahrt sollte seine letzte werden. Schon war Bernd nahe dem Ende der Meilenmeßstrecke und befand sich gerade in höchster Geschwindigkeit, als der Wagen am Kilometer 9 unweit der Zubringerstraße Langen-Mörfelden von einer scharfen Seitenböe, die zwischen zwei nur wenige Meter getrennt liegenden Waldstücken Durchschlupf gefunden hatte, erfaßt und auf den Mittelstreifen der Bahn gedrückt wurde. Rosemeyer versuchte den Stoß durch Gegensteuerung abzufangen, übersteuerte den dahinra- fenden Wagen aber und überschlug sich. Bernd flog beim Ueberschlagen des Fahrzeugs aus dem Führersitz in den an der Bahn entlang führenden Wald und zog sich bei dem wuchtigen 18=km«£ang(auf: Italiener in Front. Deutscher Erfolg in der Kombination. Die II. Internationale Wintersportwoche in Garmisch-Partenkirchen stand am Freitag im Zeichen des harten Kampfes auf der 18-Kilometer-Langlauf- trecke. Eine kleine Sensation war das vorzügliche Abschneiden der italienischen Speziallangläufer, deren geschlossene Front nur der Norweger Bjarne Iversen zu durchbrechen vermochte. Giulio Gerardi gewann das schwere Rennen in der ausgezeichneten Zeit von 1 :09,53 Stunden vor einem Landsmann Vincenzo Demetz. Dritter wurde )er Norweger Iversen, und auf den nächsten Plätzen olgten weitere fünf Italiener. Der beste Deutsche war Altmeister Herbert Leu p old, der sich als Elfter unserem Nachwuchs noch klar überlegen zeigte. Gut sind die Aussichten der deutschen Bewerber noch in der nordischen Kombination. Hinter dem Norweger H e g g e n, der in 1 :14,30 den ersten Platz belegte, stehen die Münchener Hans Hieb.le und Albert Burk auf dem zweiten und dritten Rang. Nach dem Norweger Olav Lian folgen fünf weitere Deutsche, so daß wir beim Sprunglauf am Samstag auf der Kleinen Olympia-Schanze unbedingt einige gute Dorder- plätze sicher haben sollten. Ununterbrochen hielt vom Donnerstag bis zum Freitagmorgen der Flockenwirbel an. Erst als in der Frühe die Sonne durchbrach, hatte der weiße Segen ein Ende. In einer unvergleichlich schönen Winterlandschaft hatte der Schlesier Günther Adolph die schwere Aufgabe, den 90 Läufern den Weg zu zeigen. Start und Ziel der achtzehn Kilometer befanden sich im Skistadion. Aehnlich der olympischen Strecke, führte der Weg am Kankerbach entlang, am Wamberg vorbei bis zum Hirzeneck als Wendepunkt. Hier war vorher mit 926 Meter Höhe die größte Steigung zu überwinden. Zurück ging es wieder am Wamberg entlang und dann in kleinen Schleifen dem Ziel entgegen. War im Tal der Schnee noch feucht und pappig, so gab es in den höheren und kälteren Lagen eine sirnige und schnelle Loipe, wodurch teilweise sehr gute Zeiten herausgeholt werden konnten An der Spitze lag bald der Italiener Eompagnoni. doch sein im Mittelfeld gestarteter Landsmann Gerardi hatte schon beim Kilometer 6 die weitaus beste Zeit herausgelaufen. Unangefochten siegte Gerardi dann die täglichen Beobachtungen immer wieder. Dabei ist der Faktor der wirtschaftlichen Stärkung dieser Städte und ihrer Umgegend durch die Garnisonen nicht allein ausschlaggebend, sondern es kommen auch die vielfältigen Bindungen hinzu, die besonders zwischen den alten Soldaten und den jungen Kameraden der aktiven Wehrmacht bestehen, ebenso die Gemeinsamkeit des Marschweges und der Zielsetzung für die Organisationen der Partei und für die Wehrmacht. Wir können also auch nach oieser Richtung hin mit dankbarer Freude Rückschau halten auf die verflossenen fünf Jahre. Dieser starke wirtschaftliche Aufbau auf der ganzen Linie hat sich natürlich auch auf die Verhältnisse der Gemeinden fruchtbar ausgewirkt. Wo vor fünf Jahren noch größte Bedrängnis der Gemeindefinanzen und schwere Lasten der Sozialfürsorge an der Tagesordnung waren, ist heute eine ganz erhebliche Erleichterung der Lage zu verzeichnen. Die Gemeinden haben wieder ausgeglichene Haushaltsvoranschläge, die bei ihrer Durchführung auch em- gehalten werden und bisher z. B. in Gießen alljährlich mit einem annehmbaren Ueberfchuß abschlossen. Die Schuldentilgung geht in planmäßiger Weise vor sich. Neue Aufgaben der Gemeindearbeit wurden allenthalben mit Tatkraft in Angriff genommen und in gedeihlicher Weise durchgeführt. Dabei wurden in zahlreichen Fällen bisher Aufgaben erfüllt, auf deren Lösung seit Jahren vergeblich gehofft wurde. Beispielsweise sei Hier daran erinnert, daß unser Gießen in den letzten fünf Jahren eine starke bauliche Vergrößerung erfahren und eine Reihe weiterer verheißungsvoller Projekte mit tatfreudiger Kraft in Angriff genommen hat. Hand in Hand mit diesem Aufbau vollzog sich auf der anderen Seite während der letzten fünf Jahre aber auch ein Abbau, der jedoch in seiner Wirkung ein erfreuliches Stück Aufbauarbeit darstellt: nämlich ein durch die gedeihliche Entwicklung des Arbeitseinsatzes ermöglichter Abbau der Wohlfahrtslasten. Dafür einige Zahlen aus der Stadt Gießen: Hier zählte man im Jahre 1933 an Wohlfahrtserwerbslosen 341 Parteien, im Jahre 1934 waren es nur noch 183, im Jahre 1935 sank die Zahl auf 135, ein gewaltiger Abstieg kam im Jahre 1936, wo die Zahl der Wohlfahrtserwerbslosen-Parteien auf 17 fiel, und im Jahre 1937 ging diese Zahl sogar auf 3 Parteien zurück.. Diese Entwicklung redet eine überwältigende Sprache. Auf der anderen Seite konnte der Personenkreis in der Kleinrentnerhilfe stark erweitert werden, so daß von der Stadt Gießen am 1. Januar 1935 insgesamt 201 Parteien mit 238 Köpfen, im Jahre 1936 zusammen 208 Parteien mit 245 Köpfen und 1937 insgesamt 217 Parteien mit 257 Köpfen dieser Förderung zuteil werden konnten; durch Todesfälle trat im Jahre 1937 ein gewisser Rückgang ein, so daß am 1. Januar 1938 noch 206 Parteien mit 245 Köpfen vorhanden waren; durch neue gesetzliche Bestimmungen, die am 1. Januar 1938 in Kraft getreten sind, ist eine Erweiterung des bezugsberechtigten Personenkreises eingetreten, so daß heute, vier Wochen nach Inkrafttreten dieser Bestimmungen, bereits wieder 210 Parteien mit 250 Köpfen irrt Genuß dieser Vergünstigung sind. Das städtische Wohlfahrtsamt hat u. a auch auf dem Gebiete der Kinderbeihilfen für kinderreiche Familien eine sehr segensreiche Tätigkeit entfalten können, indem cs vom September 1935 bis heute rund 300 Anträge zu bearbeiten hatte. In gleicher Weife auf» bauend war die Arbeit des Wohlfahrtsamtes auf dem Gebiete der Wohnungsbeschaffung für wirtschaftlich schwache Familien, von denen seit 1933 rund 200 in den von diesem Amt veranlaßten Wohnungsbauten untergebracht werden konnten. Neben diesen wichtigeren Vorgängen der Wohlfahrtsarbeit hat diese städtische Dienststelle aber noch auf vielen anderen Gebieten ihres Wirkens in fruchtbarster Weise Aufbauarbeit leisten können. Und wie in der Stadt Gießen, so war es ähnlich auch in den Kreisen und in den übrigen Städten unserer oberhessischen Heimat. So sehen wir denn überall kräftiges, fruchtbares Aufwärtsstreben unserer Volksgemeinschaft. Der Führer hat uns auch für den Bereich unserer engeren Heimat die Wege gewiesen und die Bahn von vielen Hemmungen und Hindernissen befreit. Ueberall sehen wir lebhaftes Regen aller Kräfte, ständig zunehmende Erstarkung aller öffentlichen und wirtschaftlichen Faktoren. Dazu ist die hilfsbereite Kraft aller Volksgenossen weiterhin unablässig bemüht, in tatfreudigem Einsatz überall da Hilfe zu leisten, wo sie zum Gedeihen des Ganzen und zur Stärkung schwerringender Glieder der Volksgemeinschaft am Platze ist. Angesichts dieser außerordentlich erfreulichen Merkmale können wir auch in unserer oberhessischen Heimat den morgigen fünften Jahrestag der Machtübernahme durch den Führer mit Freude begehen und dabei unserem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler unseren Dank bekunden mit dem festen Vorsatz, weiterhin m Treue auf dem Wege zu marschieren, auf dem er uns richtung- und zielweisend vorangeht. B. S.Jl.-fport Caracciola fährt 432,692 Kmfld Anprall gegen die Bäume Verletzungen zu, ble feinen sofortigen Tod zur Folge hallen. Der schnell herbeigeeilte Rennarzt Dr. Gläser konnte nicht mehr helfen. Das führerlos gewordene Fahrzeug war, sich unter lautem Krachen mehrfach überschlagend, indessen der wenige hundert Meter vorausliegenden Brücke zugerast und dort zerschellt. Die Uhren zeigten 11 Uhr und 47 Minuten an. Erschütternd vernehmen die Freunde Rosemeyers — und sie waren weit über die Grenzen des Vaterlandes hinaus zahllos, daß ihr Bernd nicht mehr ist. Unfaßbar, daß dieser echte deutsche Junge, dem ein unverwüstlicher, aus dem Herzen kommender Frohsinn über alles hinweghalf, dieser verwegenste aller Rennfahrer nie mehr wieder in seinen geliebten Rennwagen auf den berühmten Strecken für Deutschlands Farben kämpfen und siegen kann. Auf der Höhe des Ruhmes stehend, ist Bernd Rosemeyer seinem Freund und Markengefährten Ernst von Delius nachgefolgt. Zwei schwere Verluste haben der deutsche Äutosport und b’c Auto-Union zu beklagen. auch in 1:09,53 Stunden vor seinem Landsmann Demetz und dem Norweger Iversen. Der als Neunter in 1:14,30 einkommende Norweger Heggen nimmt den ersten Platz in der Kombination ein. Eisschießen auf dem Rießersee. Im Rahmen der Wintersportwoche fanden auf dem Rießersee die Wettbewerbe im Eisschießen statt. Das Mannschaftsschießen der Männer für Nationalmannschaften gewann Oesterreich I mit Note 3,611 gegen Deutschland III (2,300), Deutschland I (1,681) Deutschland IV, Oesterreich II und Oesterreich III. Bei den nationalen Wettbewerben siegte Engel (Straubing) im Einzelschießen für Männer mit 23 Ringen vor Manche (Oberstdorf), und bei den Frauen belegte Frl. Krauß (Zwiesel) mit 19 Ringen den ersten Platz, Frau S e i f f e r t (Rießersee) wurde mit 12 Ringen Zweite. Gchmelmqs Abschluß-Training. Am Freitag, dem letzten offiziellen Trainingstage vor dem Hamburger Großkampf, zeigte Max S ch m e I i n g in Friedrichsruh die gewohnte Arbeit. Zunächst stand er zwei Runden gegen den Krefelder Jakob Schönrath und anschließend gegen den Mannheimer Hermann K r e i m e s. Der Exwelt- meister hielt sich dabei jeweils in der ersten Runde etwas zurück, um in der zweiten stärker aus sich herauszugehen, wobei er beidhändig harte Schläge anbrachte. Kreimes setzte ihm etwas zu, mußte aber dafür ebenso wie Schönrath ziemlich viel einstecken. Den Schluß bildete wie üblich Schattenboxen und die Arbeit an Sandfack und Birne sowie eine sehr schwierige Bodengymnastik. Der Gesamteindruck war auch am Freitag der, daß sich Schrneling in ganz hervorragender Form befindet und mit Zuversicht dem Sonntag entgegensetzen kann. „Der moderne Skilauf." Das Institut für Leibesübungen an der Universität Gießen und der Skiklub Gießen veranstalten gemeinsam am Mittwoch, 2. Februar, 20 Uhr, in der Neuen Aula der Universität eine Skifilmvorführung. Der erste Film „Der moderne Skilauf" ist ein Sport- und Lehrfilm in acht Teilen. Ein systematischer Aufbau von den ersten Anfängen des Skisäuglings bis zu der höchsten Kunst des Tempo- Führertagung der AAO.-Gruppe 222 in Dillenburg. In der Zeit vom 24. bis 26. Januar fand im Schloßhotel in Dillenburg in Anwesenheit des Ar- beitsgauführers, Oberstarbeitsführer Neuerburg, eine Tagung der Führer der RAD.-Gruppe 222 Dillenburg statt. Die Tagung diente einmal der Verwertung der an der Front bisher gesammelten Erfahrungen und der gleichmäßigen Ausrichtung in allen Dienstgeschäften in den Abteilungen, zum anderen der kameradschaftlichen Zusammenkunft und Aussprache aller Führer des Gruppenbereiches 222 Am 24. Januar fand als Auftakt der Führertagung eine von Oberstfeldmeifter Ehr» st mann zusammengestellte und von Arbeitsmännern der RAD.-Gruppe 1/222 durchgeführte Feierstunde „Fri- dericus" im Gloria-Palast-Lichtspieltheater Dillenburg statt, zu der der Arbeitsgauführer mit sämtlichen zur Tagung anwesenden Führern der Gruppe 222, die Vertreter der Partei, an ihrer Spitze Kreisleiter Thiele, Bürgermeister S ch i e b e ck, sowie die Führer der SA.-Standarte 88, der HI., sämtliche Vertreter der staatlichen und kommunalen örtlichen Stellen erschienen waren. Diese Feierstunde war dem Gedenken Friedrichs des Großen gewidmet, dessen Geburtstag sich an diesem Tage zum 226. Male jährte. Am 25. Januar, abends, vereinigten sich die Führer mit ihrem Arbeitsgauführer in den Sälen des Schloßhotels zu einem kameradschaftlichen Beisam- meutern bei Musik und Kleinkaliberschießen, um sich von den anstrengenden Stunden der dienstlichen Besprechungen und Aussprachen zu erholen. Die Tagung, die für die Führer wieder neue Gedankeü und Richtlinien brachte, sand nach einer Führung durch die Gruppenverkstatt (Schneiderund Schusterwerkstatt) ant 26. Januar ihren Ab» schluß. [ Inzwischen aber hatte bereits ein Gerücht, das schon in den frühen Morgenstunden aufgetaucht war und sich hartnäckig behauptete, feste Gestalt und Wirklichkeit angenommen: Auch die Auto-Union wird noch am gleichen Tage mit neuen R e - kordversuchen aufwarten. Schon vom frühen Morgen an hatte Auto-Union-Rennleiter Feuer- eisen die Versuche der „Konkurrenz" mit kritischen schwungs wird vor den Besuchern abrollen. Zeck- lupenaufnahmen zeigen jede Entwicklung des Sn» laufes bis zur Skiartistik. Der zweite Film zeigt „Deutsche Ski- und Heeresmeisterschasten des vergangenen Jahres" in Altenberg im Erzgebirge. Im letzten Film „Skisrtihling in der Brenta oder „Eine Fuchsjagd im Krirnler-Tauern wird der Zuschauer Landschastsbilder des Hochgebirges sehen und eine Fuchsjagd auf Schneeschuhen miterleben können. Wirtschaft. Fwd. AG. Buderussche Eisenwerke, Wetzlar. Die Buderusschen Eisenwerke AG. in Wetzlar haben die Gewerkschaft Hofwald mib dem Sitz in Wetzlar übernommen. Diese Gewerkschaft beschloß ihre Umwandlung durch Übertragung des Vermögens unter Ausschluß der Abwicklung auf Buderus. Dieser Beschluß wurde vom Oberbergamt in Bonn bestätigt. LPD. Neue Höchstpreise für Hafer- flocken, Graupen und Malzkaffe in Hessen. Mit sofortiger Wirkung hat die Stelle für Preisbildung beim Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — auf Grund des Runderlasses Nr. 162/37 des Reichskommissars für die Preisbildung für das Gebiet des Landes Hessen angeordnet: Für den Kleinverkauf von Erzeugnissen der Schälmühlen- und Kaffeeersatziüdustrie m loser Form werden folgende Verbraucherhochstprelse je V2 Kilogramm festgesetzt: für Hafernährmittel (Haferflocken, Hafermehl, Hafermark, Hafergrütze usw.) 29 Pf.; für Gerstennährmittel (Graupen, Grütze, Flocken) C 0 — 5/0 28 Pf., C I und CII 27 Pf., CIII und C IV 25 Pf., CV und CVI 23 Pf.; für Malzkaffee 29 Pf. Zuwiderhandlungen gegen die vorstehende Verbraucherhöchstpreisfestsetzung werden auf Grund des Gesetzes zur Durchführung des Vier- jahresplanes vom 28. Oktober 1936 und der Neu^ ordnung über das Verbot der Preiserhöhung vom 26. November 1936 verfolgt. Bhein-Mainische Börse. Blittagsbörfc freundlich. Frankfurt a. M., 28. Jan. Für die heutig Börse lag eine Reihe von Anregungen vor, so daß die Haltung etwas freundlicher war. Die Jahresabschlüsse von Siemens und Berliner Handelsgesell- schäft sowie die leichte Dividendenerhöhung bei der Hamburger Hypothekenbank hinterließen einen günstigen Eindruck. Indessen war der Auftragseingang aus dem Publikum weiterhin klein, und auch die Berufskreise übten mit Rücksicht auf den Ultimo Zurückhaltung, so daß sich die Umsatztätigkeit gegenüber den stillen Vortagen kaum gebessert hat. Wenngleich sich die Kurse am Aktienmarkt über- . wiegend nach oben entwickelten, so hielten sich die Steigerungen in engen Grenzen, da vom Berliner Platz größere Liquidationsoerkäufe einer Privatbank vorgelegen haben. IG. Farben setzten zunächst 0,25 v. H. niedriger ein mit 159,75, erholten sich dann auf den Vorabendstand von 160. Kleine Abgaben erfolgten ferner in Autowerten, von denen BMW. 0,50 v. H. und Daimler 0,75 v. H. nach- gaben, während sich Adlerwerke mit 118,50 behaupteten. Etwas niedriger lagen ferner Moenus Maschinen mit 124 (125), dagegen Demag 0,75 o. H. höher mit 146,50. Am Montanmarkt stellten sich vorwiegend Erhöhungen bis 0,50 v. H. ein, Mans- selber nach Pause 3,25 v. H. fester mit 157,25. Elektrowerte lagen vorläufig noch sehr ruhig, jedoch meist mäßig fester, Schuckert 179 (178,75). Siemens etwa 212,50 (212). Im einzelnen kamen Reichsbank mit 211 (210), Conti Gummi mit 192,75 (191,50) und VDM. mit unverändert 176 zur Notiz. Don Bauwerten Holzmann 2 v. H. höher mit 157. Der Rentenmarkt war weiterhin fest veranlagt, die Umsätze hielten sich allerdings infolge des Materialmangels in engen Grenzen. Ebenso zeigten die meisten Kurse kaum eine Veränderung. Reichsaltbesitz 130,13, Reichsbahn-VA. 0,13 v. H. höher mit 129,65, ferner Kommunal-Umschuldung 95,20, 4 v. H. Rentenbank-Ablösung 94,15, Städte- Altbesitz 134,75. Am Pfandbriefmarkt wurden Kom- munal-Obligationen der Franks. Hyp.- und Franks. Pfandbrief-Bank sowie der Meininger Hyp.-Bant um 0,25 v. H. heraufgesetzt auf 99,50. Auch Liquidationspfandbriefe lagen fest und höher, am meisten Nass. Landesbank mit 102,13 (101,80). Von Goldpfandbriefen wurden Franks. Hyp. mit 50 v. H. repariert bei unverändert 100. Stadtanleihen lagen ruhig, niedriger die beiden Darmstädter. Jndustrie- ObligaUonen schwankten bis 0,25 v. H. Von Staatsanleihen gingen 5,50 v. H. Pounganleihe auf 107,13 (107,50) zurück, ferner bröckelten Dekosama Neubesitz auf 28 (28,50) ab. Der Freiverkehr lag still. Etwas niedriger Dingler Maschinen mit 86,50 (87,40), andererseits höher Elsäss. Bad. Wolle mit 84,50 (83,75) und Ufa-Film mit 70,50 (69,65). — Tagesgeld unverändert 2,75 v. H. Abendbörse ruhig. Die Abendbörse nahm auf allen Marktgebieten einen sehr ruhigen Verlauf, da Aufträge fehlten und die Berufstreise im Hinblick auf den Wochenschluß und des Ultimos in ihrer Zurückhaltung verblieben. Die Kurse waren größtenteils nominell und wenig verändert. In Anpassung an Berlin lagen Montan- werte jedoch etwas niedriger, Buderus 127,50 (127,90), Mannesmann 114,25 (115), Rheinstahl : 144 (144,25), Deutsche Erdöl 142 (142,25). Etwas schwächer waren ferner Adlerwerke Kleyer mit 118,25 (118,75), während BMW. mit 151,50 voll behauptet lagen. Die übrigen Maschinenwerte notierten unverändert, Demag 0,25 v. H. niedriger . mit 146,25. IG. Farben blieben mit 160 behauptet, ebenso u. a. Bemberg mit 140,65, Scheideanstalt . mit 253, Gesfürel mit 146, VDM mit 176, Hapag mit 81,50. Schuckert zogen auf 179,25 (179), Jung- ' bans auf 124,50 (124,25), Goldschmidt auf 141,50 , (141,25) und Schöfferhof um 1 v. H. auf 202 an. , Der Rentenmarkt war geschäftslos, die Kurse , kamen unverändert zur Notiz. 6 v. H. IG. Farben . 130, 4,50 v. H. Krupp 100, Schutzgebiets-Anleihen 11,75, 4,50 v. H. 1927er Bayern Staat 99,70 (99,75). Briefkasten der Jköaffion. iRechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftieitung.) ' E. T. in Gießen. Eine Beschäftigung, die ein bei der Universität eingeschriebener Student neben feinem Studium gegen Entgelt ausübt, ist auch dann versicherungsfrei im Sinne des § 172 Nr. 3 der Reichsversicherungsordnung und demgemäß arbeitslosenversicherungsfrei nach § 69 Nr.l ADAVG., ■ wenn sie außerhalb des Studienfaches liegt und . lediglich dazu dient, dem Werkstudenten die Mittel i für die Durchführung des Studiums und für den ■ Unterhalt zu verschaffen. Diesen Grundsatz hat das Reichsversicherungsamt in seiner Entscheidung vom : 6 6.1934 (TU Ar. 27/33 BS.) ausgestellt; er hat . heute noch Gültigkeit. Im Zweifel entscheidet im Ein« > zelfall das zuständige Dersicherungsamt. Mercedes-Benz hatte am Freitagmorgen auf der Reichsautobahn bei Frankfurt a. M. am Kilometer» lein 2 wieder einmal sein Lager aufgeschlagen, um die im Oktober des vergangenen Jahres abgebrochenen Rekordfahrten wieder aufzunehmen. Um es vorweg zu jagen: Diesmal war der Erfolg bei den Untertürkheimern, die innerhalb einer halben Stunde zwei neue internationale Klaffenrekorde der Klaffe B (5 bis 8 Liter) geschaffen hatten. Unser Europameister Rudolf Earacciola führte das Steuer mit alter Meisterschaft. 432,962 km st fuhr er über den fliegenden Kilometer und für die fliegende Meile errechnete man ein Mittel von 432,429. Damit waren die von Bernd Rosemeyer im Oktober mit 406,3 bzw. 406,2 km st ausgestellte^ Rekorde erheblich übertroffen. Stromlinien-Berkleidnng noch schnittiger! Rennleiter Ober-Jng. Neubauer gibt, eifrig wie stets, mit weithin schallender Stimme seine Anweisungen, Reifenmeister Dietrich bewegt sich in seinem „Reifenpark" und auch Rudi Caracciola und Manfred v. Brauchitsch sind bereits zur Stelle. Das Rekordfahrzeug bietet im Scheinwerfer- licht einen fast gespenstischen Anblick. Der erste Eindruck ist, daß das Gefährt diesmal noch schnittiger ist. An der Stirnseite hat man die Verkleidung des 5,6-Liter-Zwölfzylinders etwas heruntergezogen und am Heck sind die beiden Windkanäle stärker als bisher ausgeprägt. Caracciolas Start und großer Erfolg. Nachdem Rudi Caracciola im Privatwagen die Strecke abgefahren hat, kann kurz nach 8 Uhr die erste Fahrt, die eigentlich als Probefahrt gedacht war, aber doch schon unter offizieller Zeitkontrolle stand, beginnen. Schnell springt der Wagen an, zweimal noch schnelles Schalten und bann hört man das Heulen des Motors nur noch in weiter Ferne. Gespannt wartet man auf die telephonischen Nachrichten. Und dann weiß man es: schon die Hinfahrt hat trotz des leichten Gegenwindes eine wesentliche Verbesserung der Rosemeyerschen Rekorde gebracht und als dann „Carratsch" auf der Rückfahrt noch schneller ist, sind die ersten Rekorde gebrochen. Lachend stieg Caracciola aus dem Rekordwagen, um seiner Freude mit den Worten Ausdruck zu geben: „Der Vagen Ist einfach nicht zu halten, man spürt gar keinen Luftwiderstand!" Vogtsche Privat-Handelsschule Gießen, Goethestr.32 Zweijährige Handelsklasse für Schulentlassene mit 8jähr. Schulbildung. Ziel: Mittlere Reife (früher Einjährig - Examen genannt). Für Mädchen auch Kochen u. Nähen. Schulgeld RM. 17.-, keine Nebengebühren. Ein- u. halbjährige Handelsfachklasse Schulgeld RM. 19^ keine Nebengebühren. Anmeldungen für das neue Schuljahr und Auskünfte jederzeit im Schulgebäude, Gießen, Goethestr. 32, Ruf 2486. 61A Zentralheizungen, Warmwasserbereitungen Badeeinrichtungen, Be- u. Entwässerungen GeorgEidmann, Gießen Bahnhofstraße 24 - Anruf 2872 534D TEGAGAHZ GROSS IM WINTER-SCHLUSS-VERKAUF GANZ KLEIN 44 AUS LUDWIG G t I S • UPFAFF GANZ GROSS DIE AUSWAHL / O/7e//e ! »2 t 8- & J FRANKFURT A. 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