- 6552V aue gut dermsno Rt 081 3 $ st äs ■to’ jnd gen» oßd* ^en »S> —ssrf wo ei gvte 3«lieB * j. und pure« selb’’ r,a° • ^anini ober. ?ton3ert. 7. . her Sinnn J(Qd)n(k spielt mi? hUr ^ert. < Ä > Sin»i 'Wen der fii« *Ä<« 8'S.ÄK '£ ‘«ft We und fü ben denen man spI ^deutschen &u?^ : Lau! urSeine[ K'na-Vor. urtstog des Dichte ^eonce und Lena" nd Unterhaltung Zj ^ochtkonzert II. 9 4 ^e-aktioru ' Uhr. bomslognah BR w? Mr halten >,bricht l3 n'^n des N 'is. tp"A^ »ZA K->< i I h*1 ..g^k ß,‘ ‘fe***’ Nr. 253 Erstes Blatt 188. Jahrgang Zreitag, 28.(Dttobcr 1938 tiKhemi «öq Hd), autz« Sonntags and Feiertag» Beilagen Dl» Illustriert» ©teBenei Famtlienblölter H»>matimBild Dieöcholl» OionalS'Bezugspreis: Mt> 4 ‘Beilagen NM L95 Ohne Illustrierte . 1 80 'ßuIteOgebütji . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge böberei Gewalt §ernsprechanschlüste unter Sammelnummer 2251 «UnKbnfl tüi Drahtnach- richten Anzeiger Siesten Postscheckkonto: granlfiirt am Main 11688 Siebener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfilätsdruckerei v. Lange in Stehen. 5chriMettvng und Geschäftsstelle: Schulftrahe 7 Snnabme von Anzeigen für öi» Mitlagsnummer bis8* /,Uhr des Vormittag»^ 6ronöpretle für l mm Höhe für Anzeigen von 22 mm Breit» 7 Nps., für Te^t» anzeigen von70mm Breite 50Npf.,PlatzvorschrM nach porb Dereinbg 25"/«, mehr. Lrmüstlgte Grundpreise: Stellen«, Vereins-. gemein» nützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenbeitsanzei- gen 5 Nps., Familienanzei« gen, Bäder-, Unterrichts- a, behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B 27. DEL (Europapreß.) Ministerpräsi- Paris sen müssen. Das nationalsozialistische Deutschland hat den Grundsatz befolgt, daß man erst verdienen und dann verzehren, nicht aber erst verzehren und dann — vielleicht — verdienen muß. Wir sind mit unserer Methode besser gefahren als die anderen Völker mit der ihren. , Dor wenigen Tagen ist eine Anleihe abgeschlossen worden, die 1850 Millionen Mark in Die Kasten des Reiches geleitet hat. Die Anleche dient, wie ihre Vorgängerinnen, der Bindung von Ausgaben, die das Reich für die Ausrüstung des Volks- Heeres, für den inneren Aufbau, für die Durch-uh- rung des Dierjcchresplans unb in den letzten Monaten auch für die wirtschaftliche Stärkung der neuerworbenen Gebiete, der Ostmark und des Sudetengaus, kurzfristig gemacht hat. Aus unendlich vie- kommen. Bei einem Esten der jungen Radikalsozialen wurde zum Ausdruck gebracht, daß Daladier und Bonnet in kritischen Stunden dem Frieden gedient und heute Anspruch auf die Dankbarkeit aller Franzosen haben. Opfer werde alle Franzosen gleichmäßig treffen, doch werde der Reichtunz zu einem größeren Beitrag herangezogen werden als das Arbeitsein- len kleinen Rinnsalen ist der große Strom zusammengeflossen, der in die Reichskasse geströmt ist und der helfen wird, das begonnene Werk fortzusetzen. Jeder einzelne, der regelmäßig Sparbeträge ablie- fert, hat einen Anteil an diesem Aufbauwerk. Er behält sein volles Eigentumsrecht gegenüber feinem Guthaben und mehrt seinen Besitz durch die Zinsbeträge die ihm aus der nutzbringenden Anwen- düng der Kapitalien gezahlt werden können. Der Spartag ist nicht der eine Tag im Jahr, an dem wir sparen sollen, sondern ein Tag der Mahnung und Besinnung, daß es nicht zuletzt der deutsche Sparsinn gewesen ist, der uns nach dem aroßen Sturz des Jahres 1918 wieder auf die auffteigenbe Linie geführt hat. fchen Parteitag in Marseille zunächst sehr ein- gehend über die außenpolitische Lage. Daladier hob die Tatsache hervor, daß in München der Friede, der verloren schien, gerettet worden sei. Nun müsse man in Frieden alle noch steigert und Gelder locker macht, die in häuslichen Verstecken zurückgehalten oder überflüssig ausgegeben werden. Der Spartag ist im Jahre 1924 auf einem fern Abkommen entschlossen. Das Abkommen von München sei ein Vernunftakt gewesen. Er lasse nicht zu, daß das Erreichte von denjenigen kritisiert werde, die in den kritischen Stunden eine ehr schwankende Haltung eingenommen hüten, um dann, nachdem die Gefahr vorüber gerne« en sei, zum Kriege aufzuhetzen. Daladier wünscht loyale Zusammenarbeit mit Deutschland. Der französische Ministerpräsident spricht vor dem'radikalsozialistischen Parteikongreß in Marseille. 3tur eine französische Parkei habe immer wieder zur Unversöhnlichkeit gedrängt und ihre Opposition zur Regierung durch eine feindliche Abstimmung im Parlament und durch tägliche Beschimpfungen der Regierung gezeigt. Das sei die fioratnuni« siische Partei gewesen. Die Unversöhnlich, keil dieser Partei habe die Regierungsaktion gehemmt. Als die kommunistischen Zeitungen und Redner in unerhörter Weise den englischen Ministerpräsidenten beschimpften, der mit einem wunderbaren Glauben an der Rettung des Friedens gearbeitet habe, fei durch dieses Vorgehen die Stellung Frankreichs geschwächt worden. Die von den Kommunisten jeden Tag an die Regierung gerichteten ultimativen Forderungen hätten der Regierung ihre Arbeit nicht erleichtert. Weiter erklärte der Ministerpräsident in großer Erregung, wenn die Kommunisten heute vorgäbeu, die französische Teilmobilmachung habe nur einer Tarnung der „Abdankung Frankreichs" gedient, so sei dies die schändlich st e aller Lügen. Wenn man wolle, daß die Regierung ben Frieden und die Ehre rette, so dürfe man ihr nicht öffentlich die Aktionsfähigkeit abstreiten, bann dürfe man nicht, entgegen der Wahrheit, behaupten, daß das Land unfähig sei. Widerstand zu leisten. „Wir haben den Frieden und die Wurde aufrechterhalten", so erklärte Daladier mit fester Stimme, „und wir sind enschlossen, auf diesemWegefort- zu fahr en. Unsere Politik entspricht ben fundamentalen Interessen unseres Vaterlandes, und wird sich die Elemente der neuen Lage zürn Vorbild nehmen. Das erste Jneresse Frankreichs besteht in der Aufrechterhaltung seiner eigenen Sicherheit aber nicht nur in der Sicherheit seiner nationalen Grenzen, sondern auch in der Aufrechterhaltung der freien Verbindungen des Mutterlandes mit den überseeischen Besitzungen. Denn Frankreich ist ein Imperium, und in den weiten Grenzen dieses Imperiums liegt zum großen Teil die Zukunft. Frankreichs. Wir betrachten es als unantastbar." Gpartag 1938 33on £)r G Groll „Der Krieg stellt niemals eine Lösung dar." geschmeidiger gestaltet werden. Die Regierung habe zwar das Recht der Arbeiter, sich in Syndikaten zusammenzuschließen, anerkannt, aber sie könne nicht dulden, daß die Arbeiteroertreter Ausländer oder vorbestrafte Personen seien. Die Regierung habe auch das Streikrecht anerkannt, aber sie könne nicht dulden, daß der Streik durch den Willen einiger weniger Personen zum Ausbruch komme, sondern er müsse in geheimer Abstimmung frei beschlossen werden. Es gebe zu viele fremdländische Propaganda in Frankreich. „Wir dürfen nicht zum Schauplatz aller Kontroversen werden, die die Welt zerreißen", erklärte der Ministerpräsident. „Wir dulden nicht, daß ausländische Kräfte, welches ihre Herkunft auch sein mag, sich in unser nationales Leben ein- mischeu und uns Franzosen angeben wollen, welches,die Interessen und die Pflichten Frankreichs sind. Wir dulden nicht, daß Franzosen bei uns die Agenten dieser Propaganda sind, und wir erlauben noch weniger, daß Ausländer glauben, bei uns das souveräne Recht der Kontrolle und Entscheidung ausüben zu können, die allein den Franzosen vorbehalten bleiben müssen. Frankreich bleibt wohl ein Land, in dem jedermann Zuflucht suchen kann, aber es wird den Ausländern die Achtung des Gast rechts aufzw.ngen. Andere Länder untersagen auf ihrem Boden die demokratische Propaganda, und das ist ihr souveränes Staatsrecht. Die französische Republik, deren Geduld vielleicht schon zu lange gedauert hat, wird In Zukunft darüber wachen, daß jedes fremdartige Unternehmen unmöglich ist." „Frankreich ist", so schloß der Ministerpräsident, „eine Bauernnation, und die Bauern wissen, baß, damit die Ernte reife, vorher gearbeitet und gesät werden muß. Laßt uns daher heute arbeiten, bann werden wir morgen ernten. Laßt uns unsere Felder gegen das Ungemach der Zeiten und gegen die Verwüstungen des Sturmes verteidigen, bald wird die Ernte kommen!" Als der Ministerpräsident geendet hatte, wurde er von einem orkanartigen Beifall überschüttet. Alle Anwesenden waren sich darüber einig, daß der Ministerpräsident die beste und ergreifendste Rede seines Lebens gehalten hatte. Der Bruch der Volksfront. von zwanzig Jahren ein Ende gemacht. Und ich habe das Recht zu sagen, daß während dieser zwanzig Jahre ich nicht aufgehört habe, mit meinen Freunden zu fordern, daß der politischen Unausgeglichenheit Europas raschestens abgeholfen wird. Dies wäre leichter und weniger kostspielig gewesen, wenn man es vor einigen Jahren getan hätte. Aber alles Bedauern ist jetzt überflüssig unter der Bedingung, daß der gerechte Friede für Frankreich erstens das Ende der Irrtümer der Vergangenheit und zweitens der Beginn einer neuen Zeitspanne ist. Em solcher Entschluß hat aber nur Gültigkeit, wenn er sich auf die Kräfte der Ration stützt, wenn er vom ganzen Volk gebilligt wird und wenn das ganze Volk sofort an d i e Arbeit geht und die Gesetze der Republik achtet. Als Ministerpräsident Daladier den außenpolitischen Teil seiner Rede beendet hatte, wurde ihm minutenlanger Beifall zuteil. Rur mit Mühe konnte die Ruhe im Saal wiederhergestellt werden. Dann nrnnbte sich Daladier der innenpolitischen Lage Frankreichs zu. Frankreich befinde sich furchtbaren finanziellen und innenpolitischen Schwierigkeiten gegenüber. Die Ausgaben des ordentlichen Budgets 1939 wurden sich auf 64 Milliarden Franken belaufen, die des außerordentlichen Budgets, die'vor allem für bie Rüstungen verwandt würden, auf 30 Milliarden Franken. Zusammen mit den Ausgaben für die Rentenamortisierung würden sich die finanziellen Lasten Frankreich im nächsten Jahr auf 102 M l l- liarden Franken beziffern. Demgegenüber würden die Einnahmen nur auf 66 Milliarden Franken geschätzt. Die Belastung für das Schatzamt würde 53 Milliarden Franken betragen, wenn die Regierung untätig bleibe. Eine solche Haltung würde Frankreich in den finanziellen Abgrund stürzen. Die dringendste Aufgabe sei daher, das Volkseinkommen, also Produktion und Warenaustausch, zu erhöhen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer müßten verstärkt arbeiten. Die Regierung habe keineswegs die Absicht, das Gesetz über die Vierzigstundenwoche aufzuheben, obgleich keine andere große Ration ein ähnliches Gesetz durchgefuhrt habe. Aber es sei notwendig, daß überall da, wo die Bedürfnisse es erforderten, das Dierzigstunben-Gesetz erklärte der Ministerpräsident, er könne nicht zu- Jn Deutschland kommt fast auf jeden zwei- ^ben, daß man heute von einer Kapitulation ien Menschen ein Sparkonto. Bei uns Frankreichs spreche. Er kenne und mesie die Folgen gibt es weniger als in anderen Ländern kurzsichtige, ^es Münchener Abkommens ab, aber Frankreich und unvernünftige Volksgenossen, die ihr Geld in'habe fid) nid)t unter einem Zwang zu die- Sparstrümpfen verstecken. Seit fünf Jahren erfahren । — ...... ~ """------- — Paris, 28. Okt. (DRB. Funkspruch.) Die Ha- vas-Agentur schreibt: In Wirklichkeit sei gar nicht ein Problem der Außenpolitik vor dem Marseiller Kongreß gestellt, sondern die Umstände hätten dazu geführt, daß es sich im Grunde genommen um ein innerpolitisches Problem handele. Der Ministerpräsident habe eindeutig und offen mit einem der hauptsächlichsten Elemente der Dolks- frontberoegung, nämlich mit der Kommunist i s ch e n Partei, gebrochen. Die Mehrheit der Kongreßteilnehmer habe die Ausführungen Da- ladiers gebilligt. Vor dem „Ausschuß der allgemeinen Politik" habe Daladier betont, daß nicht er die Initiative ergriffen habe, die Kommunistische Partei anzugreifen, denn jeden Morgen würden er und sein Außenminister in dem offiziellen Organ der Kommunisten, der Humanste", „a l s Hitler knechte und Handlanger des Kapitalismus" bezeichnet. Daladier erklärte weiter, daß eine Sammlung um die Volksfront herum und damit eine Erweiterung der politischen Grundlage der Regierung wünschenswert gewesen wäre, aber diese Versuche seien gescheitert; vielleicht müsse man jetzt das Wahlsystem ändern; doch sei dies das Problem von Morgen. Heute handele es sich darum, zu regieren. In wenigen Tagen werde das Land vor die von der Regierung beschlossenen „Maßnahmen des öffentlichen Wohls" gestellt. Das verlangte l ä J _ ,r . er — . — f 4ain Fort Daladier fuhr fort, daß Frankreich sich überall an dem Werk Der Gerechtigkeit und des Friedens beteiligen wolle. Frankreich wolle f e t ne n alten Freundschaften neue und erneuerte hinzufügen. Es bringe feinen vollkommen guten Willen zur Prüfung aller Probleme mit Es fei der Ansicht, daß in dem Maße, in dem man (lug und gerecht fein wolle, friedliche Regelungen vorgenommen werden könnten überall da, wo Streitfälle be- tünben. „Ob es sich nun um die Beziehungen Frankreichs zu Deutsch! an d ode r 3ta Ii e n handelt, so ist Frankreich überzeugt, daß, wenn man hier und Dort nur an die Verteidigung der nationalen Interessen denkt Abkommen zustande kommen können, die den Frieden auf dre nützlichste Art verstärken können. Das gleiche gut für Die freundschaftlichen Beziehungen Frankreichs mit Den Jreunbesftaaten in Osteuropa. Die Grundlage der französischen Diplomatie ruht vor allem aus der e n g e n Z u s a m m e n - arbeit m i t Großbritannien. Diese Zusammenarbeit schließt keine anderen aus. Wir hallen die Arme für alle möglichen Ententen offen. Als ich in München das Herz des deutschen Volkes schlagen horte, mußte ich unwillkürlich daran denken, wie ich bereits bei Verdun mitten im Kriege gesagt habe, daß zwischen dem französischen und dem deutschen Volk trotz allen Schwierigkeiten es mächtige Grundlagen gegenseitiger Achtung gibt, die zu einer loyalen Zu- sammenarbeit führen muffen. Ich habe diese Zusammenarbeit immer gewünscht. Welches auch die Unterschiede der politischen Re- qime find, io nEen die beiden Rationen die sich qft auf dem Schlachtfeld gegenübergeslanden haben, verstehen, daß in unserer modernen Zeit der Krieg niemals eine LosungI ist, und daß durch loyale Uebereinkommen der Volker es möglich ist, olle Probleme zu regeln. Das ist die Methode, die uns gestatten muß, den ‘Trieben zu erhalten. Diesem Frieden haben wir Opfer gebracht, aber wir wollen nicht, daß man ihn entstellt und daß man ihn als die^ erste Stufe auf dem Wege unserer „Abdankung dar- stellt. Denn dieser Friede hat einer Krise Honalen uhb wirtschaftlichen Schicksals sei auch die ergreifung ^erlich erkla tz Volkes verarei- »'>$ ... wir es, daß bie von ben Einkommensbeziehern erübrigten Gelbbeträge ein Siebenmillionen- heer von Arbeitslosen in Marsch gesetzt haben, baß Not unb Elenb zurückgehen unb daß kaum noch eine Hand gegen ihren Willen zu feiern braucht. In ber Zeit von 1932 bis 1938 haben sich bie beutschen Sparguthaben in Sparkassen, Banken unb Genossenschaften von etwa 9 auf 13 Milliarben Mark erhöht. Allerdings ist im Jahre 1938 bie Ostmark eingeschlossen. Aber auch für bas Altreich allein ist bie Steigerung übermältigenb. Wir finb an der Grenze besten aygelangt, was bei ben gegebenen technischen unb organisatorischen Möglichkeiten aus ber beutschen Arbeitskraft heraus- gehölt werben konnte. Eine Fülle von Aufgaben liegt vor uns. Eine Steigerung ber Leistung' ist in ber Hauptsache nur noch burch Steigerung b e s K a p i t a l a u f w a n b e s (Verbesserung Der Methoden, Modernisierung ber Fabrikationsanlagen, Düngeräufwenbung in ber Landwirtschaft usw.) möglich. Die Erfolge der Aufbauarbeit haben ben Kapitalbebars nicht vermindert, fonbern erhöht. Das beutsche Volk ist sparfahiger geworden, aber gleichzeitig hat auch für uns alle bas Sparen an Wichtigkeit und Dringlichkeit zuge- , rr „ - v ■ offenen Fragen regeln. Ich will noch einmal ver- mternationalen Sparkassenkongreß zu Mailand vor- sichern daß ich bas, was für bie gesamte europä- aeschlagen unb allen Kulturländern ber Erbe emp- is^ Zivilisation, für unsere Freiheitsibeale, für sohlen worben Er hat bei vielen Völkern ben Spar- ’ unier Lanb unb selbst für bie Tschecho-Slowakei sinn wecken helfen. Auch im beutschen Volke hat er au5 dem Abkommen von München hervorgegangen dazu beigetragen, ben Sparsinn zu starken und jene w einer Lage vorziehe, die heute bestehen würbe, Generation mieber zu richtigem Sparen zu bekehren, mcnn man den Krieg nicht vermieben hätte. Weiter die am Sparen irre geworben war. erklärte ber Ministerpräsibent, er könne nicht zu- Der 28. Oktober ist zum biesjährigen deutschen Spartag bestimmt worben. Sparkassen, Banken und Krebitgenossenschaften haben einen Aufruf erlassen, ber bie Bedeutung des Sparens hervorhebt. Der Aufruf war gemeinsam. Es besteht also kein Gegensatz oder Konkurrenzempfinden zwischen ben vari5/ -6U urL verschobenen Sitten von Krebitinstituten. 3e.be bent Dalabier sprach vor bem rabikalfozialisti- (SJruppe hat bestimmte Dolkskreise, die chr ersparte " - — ' — --- Gelder zuleiten. Sie dienen sich und ber gesamten Volkswirtschaft, wenn ihr Aufruf ben Sparwillen nommen. , f s Zwischen Sparen unb Besserung der Lebenshal- , tunq besteht kein Gegensatz. Jeder kennt im Kreise ( feiner Bekannten Familien, bie etwa gleiches Em- . kommen haben, unb bie sich etwa gleich ernähren । unb tieiben. Unb boch kann bie eine Farml.e lau- ■ send Beträge erübrigen und zur Sparkaste bringen, während die andere am Freitag oder aber kurz vor . dem Ersten selbst auf das Wichtigste verzichten muß. Sparen ist nicht nur eine materielle, sondern auch eine seelische Angelegenheit. Der "Kampf dem Verderb" war eine wichtige Sparaftion. gestattet ben sorgsamen Hausvätern und fiausmutkrn mit dem, was für den täglichen Bedarf angeschasst worden ist w e i t e r z u k o m m e n als lene anderen, die ihre Nahrungsmittel, ihre Kleidung und ihre Wäsche verkommen lassen. Das ^nsmartttuck oder der Zwanzigmarkschein, die zur Sparkasse gebrach werden, sind das Ergebnis einer großen Re he plam voller kleiner Sparakte. Ei« T-il befer Akte ist Hege und Pflege des Eigent ums. Em- der stärksten Tri-bkr-rst- b-.m Sparen ,!der Lohn, der dem Sparer wmkt Es.ist k-m- H--d ietzung des Sparpedankens und der SvattMmre^ „Zwecksparen"ist. Der’ junge M-nw. der Betrage fsaXÄr-eSs für eine Aussteuer spart der ö°m'lienvaie für die Zukunftssicherungen njrau und Kind Einkommenstelle zurucklegt, ^^^ sie oerolaen mit ihrem Sparen das Zweck. Auf einer etwas anderen Ebene^ Zwecksparen zur Ermöglichung ^^aenüsse. Die fungen oder besonders ersehnter Monaten un- Deutlche Arbeitsfront hat dm einig , ® a = fer Volk zum Zwecksparen für den K 6- gen aufgerufen. 230 000 fmb in 2£ffipn bem Monaten nach ^.oEIa"Vß^n-ft nur ein Kraftrad Aufruf gefolgt. Für anbere if ™ reirf) |inb auch ober ein Fahrrad bas Sparzi . tfa f einer die Fälle, baß semand stck'die Mvauoyl großen Reife schasten “JJ- S Sparen mit les wirb bie kleine Entbehrung. moberne sich bringt, klein unb derer Entwicklung gebt dahin, baft .& alten abnimmt, bie selbstverantwortlich für W«t Tage zu tarnen »ab.n, Da'« hat fQr tunasqefubl für bas Schicksa Generationen die Begründung etner(nobhJ.hma unb an Eindring- fortlebenben Sippe an ® - hilft dem Fa° lichkeit gewonnen. Die aame Sorge milienbaupt, nimmt ibm aber nn»t ab und Verantwortuna für Frau , & Welt- Ais uns unsere fortnrfimen Krieges unter ausländisches a Jahrzehnten und uns für eine lange Reche oon bie w-ich^nde Tribnte au'erlegten^ gla ^g Quelle unseres Wohlstandes haben, unteres Wiederaufstiegs oerbairit««« Zunächst schienen sie recht 3U 2g mar mit steigende Koniunktur bis zum > ab ^a5 Uus- einer Zunahme unterer Verschuldung ^saenben lanb v-rkautt. R''ck^laa 'n d n drei ch^btm. Jabr-n mar hrrht-bar. Es anh le . , nQ3 mit der Hoffnung auf eine tBefferu 9 Das Mmrlstatul Sabotagepolitik hat zur Wehr setzen müssen, die vorliegenden Statut bestimmt ist, überschreiten oder mit dem — beschränkten und bedingten! — Veto- wenn sie mit den Bestimmungen des Artikels 6 er» I einer vorherigen Aussprache im Unterhaus Mitte . rationen ab: Im Süden die Stadt T s ch a n g t s ch a November erfolgen werde. „Times" schreibt, (Eng= | an der Hankau—Kanloy-Bahn und im Raum Der neue Erziehungsminister Earl de la Warr zurückgezogen und die anti-englische Rundlunkpro- yaganda eingestellt: die englischen Rechte nm Tnna- 250 000 Mann geschätzt. Nördlich Hankaus dürften Oie Umbildung des britischen Kabinetts. Oie ersten Neubesetzungen. - Lord Stanhope wird Erster Lord der Admiralität. Zwei neue Operationszenlrm auf dem chinesischen Kriegsschauplatz Schanghai, 27. Okt. (DNB.) Nach der Em- nähme der drei Wuhan-Städte, 5) an tau. Die nationale „Narodny Nowiny" meldet, daß die Entscheidung der tschechischen bürgerlichen Parteien über die Bildung einer einzigen großen N a- tionalpartei in diesen Tagen erfolgen werde. Das Ausland, mit dem über die ernstesten Fragen Msgr. Woloschin, der schon bisher als Regierungssekretär der Landesregierung in Uzhorod angehörte, ist ein Geistlicher der Griechisch-Unierten Kirche und steht im 64. Lebensjahr. Er ist Gymnasiialprofessor für Mathematik und Physik und hat in seinem Fach einige Lehrbücher und auch eine ruthenische Grammatik geschrieben. folge Kowno sich von seiner forcierten Detopolitik im Memelland für diese beiden Wahlen verspricht, ist völlig unverständlich. Noch unverständlicher freilich wäre die Tatsache, daß sich die Einsprüche des P o j a n g - S e e haben die Japaner in den letzten Tagen neue Erfolge erzielt. Sie marschieren jetzt auf N a n t s ch a n g , einem wichtigen Knotenpunkt an der Kiukiang-Bahn, und wollen hier zusammen mit den entlang der Hankau—Kanton-Bahn vor» rückenden Truppen die bei Tschangtscha stehenden Chinesen angreifen. Es handelt sich bei diesen in der Hauptsache um Kwantung-Divisionen, die während der Operationen gegen Kanton von der Hankau-Front weggezogen worden waren. Ihre Stärke wird auf rund 60 Divisionen mit etwa gestaltung der bestehenden Ministerien und die Umgruppierung der Zuständigkeiten innerhalb der Wehrressorts zu erreichen suchen. Stanhope, der neue Marineminister, ist 57 Rehen Meer und in S'^darabien se^n einer Lösung Jahre alt. Im Jahre 1918 wurde er, nachdem er sich nähergebracht worden. Der nächste Schritt liege jetzt im Kriege als Generalstabsoffizier ausgezeichnet | bei England, und zwar in der Anerkennung hatte, zum parlamentarischen Sekretär im Kriegs- des italienischen Imperiums. Bereits in eindeutig im Artikel 16 nur auf solche Fälle begrenzt, „wenn diese Gesetze (des Memellandes) die Zuständigkeit der lokalen Gewalt, so wie sie in dem „Durch die Derkleinerung des Staatsgebietes wird unser Staat ein National st aat der Tschechen, Sitzung, die von vielen ausländischen Pressever- front gegenüber befindet, die — aus bodenstän» tretern, darunter auch englischen und norwegischen, digem Volkstum zusammengesetzt — m.t den Er- verfolgt wurde, zeigte eindringlich, daß der litauische fahrungen der 15 Jahre seit der Besetzung durch Staat in der Frage des Staatsschutzgesetzes sich im Litauen rechnet und sich auf das Bewußtsein ihrer Memelgebiet einer geschlossenen Abwehr- unantastbaren memelländischen Rechte stützt. Menge: „Wir stehen hinter der Integrität der ethnographischen Grenzen der Karpatho-Ukraine in dem Sinne, wie dies der ukrainische Nationalrat beschlossen hat. Wir lehnen daher jegliches Plebiszit entschieden ab. weil die politische Zugehörigkeit der Karpatho-Ukraine definitiv gelöst wurde. Wir sind für die konwderative Form des Staates der Tschechen, Slowaken und Ukrainer. Woloschin betonte, daß die Negierung alle Machtmittel für die Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung als der einzigen Voraussetzung einer gedeihlichen, kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Entwicklung einsetzen werde. Jeder möge seiner Re- gierung Vertrauen schenken, welche aus dem Volke hervorgegangen ist und mit allen Kräften für ihr Volk arbeiten werde. des italienisch-englischen Paktes ein-, Wut'fchang und Hanyang, durch die Japaner zeich- verstanden sei und daß diese Ratifizierung nach nen sich zwei neue Mittelpunkte der künftigen Ope« Außenamt. 1936 wurde er dann Kommissar für die öffentlichen Arbeiten und kam dadurch ins Kabinett. 1937 übernahm er als Nachfolger Oliver Stanleys das Erziehungsministerium. Vor Mfwenmg des Oskraüords. Englische Anerkennung des italienischen Jnrperiurns. London, 28. Okt. (Europapreß.) Die Londoner Presse rechnet auf Grund der Berichte au$ Rom über die Unterredung des italienischen Außenministers mit dem britischen Botschafter, damit, daß die britische Regierung mit der Ratifizierung Göring war der Chef des Ministeramtes Generalmajor Bodenschatz zur Verabschiedung Das Memelland fordert sein Recht Scharfer Protest gegen das litauische Staatsschutzgefetz. L o n d o n, 27. Okt. (Europapreß.) Die mit Spannung erwarteten Neubesetzung en im englischen Kabinett beschränken sich vorläufig auf einen sehr engen Rahmen. Der bisherige Unterrichtsminister, Lord Stanhope, übernimmt den durch den Rücktritt Duff Coopers frei gewordenen Posten des Er st en Lords der Admiralität. An feine Stelle im Unterrichtsministerium tritt der bisherige Lordsiegelbewahrer, Lord de la Warr, dessen Amt bis auf weiteres unbesetzt bleibt. Das durch den Tod Lord Stanleys frei gewordene Amt des D o - minionministers wird nach einer amtlichen Ankündigung einstweilen von dem Kolonialminister Macdonald verwaltet. Man glaubt, Chamberlain beabsichtige eine größere Umbildung seines Kabinetts, die noch weitere Verhandlungen notwendig mache. Gutem Vernehmen nach soll der Ministerpräsident der Schaffung neuer Ministerien ablehnend gegenüberstehen, vielmehr die angestrebte Beschleunigung des Rüstungstempos durch eine Aus- zugestimmt hat. Es ist fein Wunder, wenn sich jetzt in englischen Blättern Kritik gegen die unselige Politik Litauens im Memelland erhebt, wenn beispielsweise die „Daily Mail" feststellt, daß „große Fehler gemacht" worden sind, und wenn zu der letzten Landtagssitzung eine Anzahl ausländischer Berichterstatter nach Memel gekommen waren. Die Memelländer haben gar nichts davon, wenn ein litauisches Blatt von der Notwendigkeit guter Beziehungen Litauens zu Deutschland spricht und wenn von Kowno aus halbe Versprechungen für kleine Abmilderungen gegeben werden. Dergleichen ist völlig wertlos, solange die Praxis durch das F o r t b e - stehen des Kriegszustandes im Memelland gekennzeichnet ist. Daran ändert auch nichts der Kownoer Versuch, die seit 12 Jahren mißbrauchten Praktiken des Kriegskommandanten in kaum veränderter Form dem Gouverneur zur Verfügung zu stellen. B. R. schienen. Der Aufbau der neuen Tschecho-Glowakei. Die Vereinheitlichung des Parteiwesens. Prag, 27. Okt. (Europapreß.) Der Tschecho- Slowakische Nationalrat, die Spitzenoraani- sation der tschechischen Parteien, hat zum 28. Oktober, dem Jahrestag der Staatsgrün» düng, einen Aufruf erlassen. Darin heißt es: England erlaubt weitere jüdische Einwanderung. Größte Empörung unter den Arabern. Jerusalem, 27. Okt. (DNB.) Nachdem es eine Zeitlang den Anschein hatte, daß die Eng- .. länder angesichts der schweren Zwischenfälle in Palästina die Einwanderung völlig ft o p p e n würden, erschien im Amtsblatt eine Verfügung des britischen Oberkommissars, die die jüdische Einwanderung für das nächste halbe Jahr regelt. Danach dürfen während dieses Zeitraumes 1650 jüdische „Arbeiter" und 2020 finanzkräftige Männer nach Palästina einwandern. Sie dürfen ihren Anhang in Stärke von 1450 Köpfen mitbringen. Die neue Verfügung hat in arabischen Kreisen größte Empörung ausgelöst, da diese als Provokation empfundene Maßnahme zeigt, daß England nicht gewillt ist, den Wünschen der Araber Rechnung zu tragen. Ein arabischer Dichter in Palästina erscboffen. Jerusalem, 28. Okt. (Europapreß.) Der junge arabische Dichter Nur Ibrahim, der in ganz Syrien und Palästina als Liederdichter der arabischen Bewegung bekannt ist, ist von einer englischen Patrouille zusammen mit vier seiner Begleiter in der Nähe von Haifa erschossen worden. Nur Ibrahim war erst vor kurzem Führer einer arabischen Freischärleraruppe geworden. Den Verletzungen in einem §euer$efed)t bei Gaza erlagen' drei englische Offiziere ; sie waren erst kürzlich zur Verstärkung der in Palästina stehenden Truppen aus England gekommen. Zwei weitere Ofsiziere fanden den Tod, als sich aus noch nicht geklärter Ursache mehrere Granaten frühzeitig entluden. Mentel, 27. Okt. (DNB.) Der Memelländische Landtag hielt eine Sitzung ab, auf deren Tagesordnung als einziger Punkt der P r o t e st gegen das von der litauischen Regierung öem, Sejm oorgelegte neue „Staatsschutzgesetz" stand. Präsident B a l d s z u s legte dem Landtag den Briefwechsel vor, den das Direktorium im Frühjahr 1934 unmittelbar nach Erlaß des litauischen Staatsschutzgesetzes mit dem damaligen Gouverneur des Memelgebietes, Navakas, geführt hatte. Ballifzus belegte dadurch, daß bereits damals das Memelgebiet gegen dieses statutwidrige Gesetz Einspruch erhoben habe, da das Mernel- deutschtum und die autonomen Behörden unter einen minderen Rechtsschutz gestellt seien als das litauische Volkstum und die litauischen Behörden im Memelgebiet. An dieser Lage habe sich bis heute nichts geändert. Abgeordneter Manien als Sprecher der Einheitsliste, die 24 van insgesamt 29 Abgeordneten des Landtags umfaßt, entwickelte dann die Gründe, aus denen das autonome Memelgebiet allein für die Strafgesetzgebung zu-ständig sei. Das Autonomiestatut habe die Funktion, das schwächere Memelgebiet zu schützen gegen den stärkeren Willen des litauischen Staates, der dem autonomen Gebiet gegenüber ja alle Machtmittel besitze. Die Souveränität sei auf Litauen nur unter d e n Bedingungen des Memel st atuts übertragen; aus dem Besitz der souveränen Rechte könne daher niemals eine Einschränkung der statutsgemäßen hechte der autonomen Gebietsverwaltung hergeleitet werden. Das Statut weise die Materie des Strafrechtes uneingeschränkt dem Memelgebiet zu, also könnten nicht Teile dieses Strafrechtes vom litauischen Staate durch ein Staatsschutzgesetz für sich in Anspruch genommen werden. Die bürgerlichen Grundrechte, Vereins-, Dersammlungs- und Pressefreiheit seien im Memelstatut verankert, durch das Staatsschutzgesetz aber praktisch völlig aufgehoben. Abgeordneter B i n g a u wies die Unterstellung zurück, als lägen der Haltung der Memelländer fremde Einflüsse oder die Trendenz zugrunde, Unruhe zu provozieren. Die schroffe Ablehnung des Kriegszustandes und des Staatsschutzgesetzes fei so alt wie die betreffenden Gesetze selbst; die Memelländer hätten ihre Proteste gegen die Vergewaltigung und ihr Bekenntnis zum deutschen Volkstum stets genau so kraftvoll zum Ausdruck gebracht, auch zu einer Zeit, als die allgemeine Lage des deutschen Volkstums wesentlich ungünstiger gewesen sei. Entgegnungen der litauischen Abgeordneten Gad- lius und Pranaitis, die eine Umarbeitung des litauischen Staatsschutzgesetzentwurfes in Aussicht stellten, gingen trotz energischen Eingreifens des Landtagspräsidenten zum Teil im Lärm des Publikums und im Gesang des Memellandliedes und anderer deutscher Lieder unter. Der Verlauf der (litauische Verfassung) oder mit den internationalen !öerp|La)iungen Litauens unvereinbar s.nd". Nicht ein einziger der hier aufgeführten Vorbehalte ist für die Fragen der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit im Memelland oder der Handwerksförderung zuständig. Daß die memelländische Gesetzgebung bei der Beschaffung von Arbeitsplätzen erst einmal an die eingesessenen Bewohner des Memellandes selbst und erst in zweiter Linie an die von Litauen zu Zwecken der Wahlverfälschung seit Jahren importierten Litauer denkt, ist eine Selbstverständlichkeit und darüber hinaus ein Akt der Notwehr. Ferner ist die litauische Behauptung, die memelländische Arbeitsvorlage widerspreche Der angeblichen verfassungsmäßigen Freizügigkeit in Litauen, schon aus dem einfachen Grunde hinfällig, weil die litauische Regierung besagte Freizügigkeit selb st aufgehoben hat; denn sie hat für Arbeitslose und Arbeitsuchende eine Zuzugssperre nach Kowno verfügt. Uitb drittens sollte es der litauischen Regierung immerhin zu denken geben, wenn sogar der litauische Arbeiterabgeordnete im Memelländischen Landtag der Vorlage zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit Die Kommunisten wurden als Söldner des Auslandes bezeichnet. „Frankreich den Franzosen!" forderte einer der Redner; es gäbe Gesetze, man möge die Gefängnisse füllen. Allein „eine autoritäre Republik" werde ein starkes, geachtetes und glückliches Frankreich schaffen können. — Ein Senator rief unter jubelndem und nicht endenwollendem Beifall aus: „Wir werden sicherlich noch vor Ende des Parteikongresses die Freude haben, uns von der Volksfrontzubefreien. Niedermitder Volksfront!" Die Teilnehmer der Veranstaltung nahmen eine Entschließung an, in der sie mit Genugtuung von dem Bruch mit der Volksfront Kenntnis nahmen; sie stellen fest, daß in einer Debatte, in der es um das Schicksal des Friedens ging, die Kommunisten zugunsten des Krieges gestimmt, und die Sozialdemokraten sich der Stimme enthalten haben. Gegner in den eigenen Reihen Paris, 28. Okt. (Europapreß.) Die Ausnahme der Rede Daladiers durch die Pariser Morgenblätter beweist, 'daß Der Ministerpräsident .die Z u - stimmung Der großen Mehrheit des Landes gefunden hat. Dis Rechtsblätter machen Darauf aufmerksam, daß Daladier in seinen eigenen Reihen noch viele Widerstände zu überwinden haben werde, von den Kreisen, die sich mit dem Ende Der Volksfront nicht so ohne weiteres einverstanden erklären wollen. Der „Jour" macht Darauf aur'mert- sam, daß die Kreise um den Kammerpräsidenten Herriot, den Marineminister Campinchi usw. unmittelbar nach Beendigung der Rede Daladiers aus ihrer Mißbilligung kein Hehl gemacht und erklärt hätten, sie betrachteten die Haltung Daladiers als eine Gefahr für die Partei und das Regime. Aehnlich schreibt Der „Matin": Es feien noch genügänD Anhänger Der Volksfront vorhanden. Die eifige Haltung Herriots währenD Der ReDe Daladiers fei allgemein aufgefallen. Immerhin scheine Daladier Herr der Lage zu sein. Der Bruder des Innenministers Sar- raut, der in der Radikalfozialistischen Partei eine ausschlaggebende Stellung einnehme, habe nach Beendigung der Rede Daladiers ausgerufen: „Gehen Sie voran. Uebernehmen Sie ihre Verantwortung im Ausschuß und Die Radikalsozialistische Partei mirD Ihnen folgen." Die „Action Franchise" und die „Epoque" sprechen von einer Kriegserklärung Daladiers an d i e Kommunisten, durch Den Der endgültige Bruch Der Volksfront besiegelt fei. „Journal" bezeichnet Den Bruch Daladiers mit Den Bolschewisten ebenfalls als das Ende der Volksfront. „Oeuvre" legt besonderen Nachdruck Darauf, daß Die Kongreßteilnehmer aufgesprungen seien unD Daladier Beifall gespendet hätten, als er die Haltung der kommunistischen Parteiführer angeprangert habe. Das „Petit Journal" will in den Worten Daladiers Die Auffassungen De la Roques und feiner französischen Sozialpartei roieDer finden. Seine Rede sei eine Tat; Die Kommunisten seien -unter Anklage gestellt, und Die ganze Nation werde Richter fein. picrrc Lot wird ausgepfiffen. Auf dem Parteitag kam es zu lebhaften Zwischenfällen bei einer Rechtfertigungsrede des früheren Luftfahrtministers Pierrre Cot, Der bei feinem Erscheinen auf Der ReDner-Tribüne mit feinfeligen Zwischenrufen empfangen wurDe. Cot wanDte sich Dagegen, Daß Der Tod von 95 französischen Fliegern auf Das Material zurückzuführen fei, Das während seiner Amtszeit in Auftrag geben worden fei. Er behauptete, Daß unter feiner Amtsführung Die Zahl Der französischen Flugzeuge verdoppelt worDen fei. Die Verstaatlichung Der Flugzeug- febrilen sei sein Verdienst. Wenn nicht mehr Flugzeuge hätten gebaut roerDen können, Dann seien Daran vor allem Die ungenügenDen Kredite schuld. Als Die Zwischenrufe gegen Cot sich steigerten und er ausgepfisfen wurDe, rief er erregt, er werde sich im Parlament verteidigen. Wenn man ihn hier auspfeife. Dann richte sich Das Dagegen, daß er einer Der BegrünDer Der Volksfront gewesen fei. Nach feiner ReDe nahm Cot neben Dem Marineminister Campinchi Platz. In Diesem Augenblick brach im Saal ein neuer T u - m u l t aus. Es Drohte zu einem Handgemenge zwischen Den Anhängern und Gegnern Cots zu kommen. Die Sitzung wurde dann aufgehoben. Iran^ois-Poncet verließ Berlin. Berlin, 27. Okt. (DNB.) Der langjährige französische Botschafter in Berlin Francois- Poncet verließ mit Dem NorDexpreß Die Reichs- hauptstaDt, um in Kürze Den Botschafterposten in Rom zu übernehmen. Zur Verabschiedung war Staatsminister unD Ches Der Präsidialkanzlei Dr. Meißner auf Dem Bahnhof, Der Dem Botschafter unD feiner Gemahlin Die AbschieDsgrüße Des Führers unD Reichskanzlers überbrachte. Für Den Reichsminister Des Auswärtigen sprach Staatssekretär Freiher v. Weizsäcker Dem Botschafterpaar Die besten AbschieDswünsche aus. Der Doyen, Der apostolische Nuntius £)r fettige, brachte Dem scheiDenden Botschafter Die besten Wünsche Des Diplomatischen Korps zum AusDruck. Im Auftrage des Generalfeldmarschalles Gouverneurs wie schon wiederholt gegen ausgesprochen soziale Gesetzesentwürfe richten, wenn nicht der Unterschied in den sozialpolitischen Auffassungen und in der sozialen Lage zwischen dem memelländischen und dem litauischen Gebiet so groß wäre. Andererseits läßt sich der durch die Vetopolitik Litauens gerade in der sozialen Frage an- gerichtete Schaden ermessen, wenn man bedenkt, daß der Gouverneur vorn Januar 1936 bis April 1937, also innerhalb von fünf Vierteljahren, unter 41 memelländischen Gesetzen nicht weniger als 12 durch seinen Einspruch verhindert hat. Das Vorgehen Litauens bzw. seines Gouverneurs widerspricht aufs gröbste Den klaren Bestimmungen Des Memel st atuts. Im Artikel 5 Dieses Statuts, Das ja Durch Die vier Signatarmächte seinerzeit ausdrücklich zum Schutz Der MemellänDer gegen litauische Willkür festgesetzt wurDe, roerDen nämlich Die zum Geschäftsbereich Der autonomen Memelregierung gehörenden Aufgaben aufgezählt; dort heißt es unter Nr. 5: „Soziale Fürsorge und Arbeitsgesetzgebung"; ferner unter Nr. 9: „Handels- un-D Gewerbegesetzgebung". Daraus geht also ganz klar hervor, daß Die vom Memellandtag beschlossenen Gesetzesmaßnahmen zur Behebung Der Arbeitslosigkeit und zur Behebung Der Not im Handwerk zu Den ftatut mäßig besonders festgelegten Aufgaben Der Memelregierung gehören. Da Die genannten Gesetze so wenig wie irgenDein anberes in Memel beschlossenes Gesetz ferner auch in ferner Weile gegen iraendeinen Passus Der litauischen Verfassung verstoßen, ist Das Veto des Gouverneurs auch mfofern ein bewußter Bruch des Statuts. Das Vetorecht des Gouverneurs aber ist ebenso schäften wurde ein Ausschuß eingesetzt, Der eine Vereinheitlichung studieren soll. Ob es zu einer einzigen nationalen Arbeiterpartei, in der alle bisherigen Organisationen aufgehen werden, kommen wird, ist noch ungewiß. Das sozialdemokratische Pravo Lidu sagt, Die Ausgabe bestehe darin, eine Parteiorganisation nach englischem Muster aufzubauen. Podelny Listy teilt mit, daß sich vorläufig in Den Reihen Der tschechischen Volks- sozialisten nur Der Minister Zankl für ein Zusammengehen mit Den Sozialdemokraten ausspreche. An Die Spitze einer neuen Arbeiterpartei sollten ausschließlich junge unbelastete Leute gestellt werben. Die klerikalen „LiDove Listy" stimmen einem radikalen Umbau im tschechischen Parteiwesen nicht zu. Es sollten sich nur Die Parteien auflösen, Deren Programm überholt sei. Die übrigen sollten eine Arbeitsgemeinschaft eingehen. Oie Integrität der Karpatho-Ukraine U z h 0 r o D , 27. Okt. (DNB.) Der neuernannte karpatho-ukrainische Ministerpräsident Monsignor Woloschin erklärte vorn Balkon Des Regierukigs- gebäuDes in UzhoroD zu Der Dort versammelten land wolle Die Zurückziehung Der italienischen Frei- nördlich Hankaus DieOebirgsgegenD zwischen willigen aus Spanien als genügende Grundlage für der Bahnlinie Hankau—Peking und beim Han-Fluß, bas Inkrafttreten bes englisch-italienischen Ab körn- der aus nordwestlicher Richtung in bas Seengebiet v v ........ mens anerkennen. Alle Bebingungen bes am um Hankau einströmt. Im Gebiet von Teian a m un|er Staat ein Nationalstaat bet Tschechen, ist aus ben Reihen Der Labourparty hervorgegan- 16. April Dieses Jahres unterzeichneten Abkommens Slowaken unD Karpatho-Ukrainer. Es wirD nun an gen. Als sich 1931 Die Labourparty spaltete, folgte feien von beiDen Seiten korrekt ausgeführt worden, uns liegen, auf Diesen Drei Volksteilen Den Staat. er MacDonalb. Earl De la Warr war, bevor er, Italien habe bie zusätzlichen Truppen aus Libyen durch eigene Arbeit zu einem wirklichen National- Lorbsiegelbewahrer mürbe, parlamentarischer Sekre- s\ w ' ....... ' ftaat uuszubauen. Dieser foü für jeben von uns tär im Erziehungsministerium im Kalonialministe-1 vaganba emgef^.. ~.v . ... eme glückliche Heimat sein. Die sittlichen Grund- , rium, im Lanbwirtschaftsministerium unb im Kriegs- fee würben geachtet. Es sei mit besseren Beziehun- lagen dazu müssen fein: arbeit, Boden und minifterium. Earl de la Warr ist 38 Jahre alt unb gen zwischen beiben Mächten im Mittelmeer unb nationales Gewissen. Wir brauchen vor damit eines der jüngsten Kabinettsmitglieder. Lord im Nahen Osten zu rechnen. Auch bie Probleme im allem eine Vereinfachung bes politischen ---- *■ — • - - - — - — - • — - • Leben s." Ministerium ernannt. Von 1924 bis 1929 war Lorb ber Vereinbarung sei auf „Jtalienisch-Ostafrika" s noch etwa 300 000 Chinesen stehen. Sie finb nach Stanhope Zivil-Lorb ber Abmiralität. Bei ber Bll- (Bezug genommen worben. Die offizielle Anerken- dem Fall Hankaus vor ben die Peking—Hankau- r// V" ibung Der nationalen ^Regierung mürbe er parlamen- nung merde wahrscheinlich in einem Briefwechsel Bahn entlang vorbringenden Japanern nach We- des , Staates verhandelt werde, müsse sehen, wer tarischer Finanzsekretär der Admiralität. 1931 Un- oder in der Erni-mg des englischen Botschafters 't e n a u s g e w i ch e n. Die japanischen Abteilungen überhaupt ein .neajt gäbe, im Jtam:n b-r Tsche- terstVchekre*är im Kriegsmi^isteiinm. Drei Jahre beim König von Italien unb Kaiser von Aethiopien 7t-h?n jetzt an ber Straße Jinglchan—T-anfu, das cho-Llowakei zu sprechen. Auch in den G e w e r k-! später als Nachfolger Edens Unterstaatssekretär im erfolgen. i 100 Kilometer nordwestlich von Hankau liegt. Auch Es ist nicht mehr zu zählen, zum wievielten Male der Memelländische Landtag sich kraft seines vom Volk erhaltenen Auftrages gegen die litauische recht des Gouverneurs arbeitet. Die Situation ähnelt in gewisser Weise der vom Sommer 1935 vor den damaligen Wahlen. Auch jetzt stehen Wahlen bevor, und zwar zweierlei: die Dezemberwahlen für den Memelländischen Landtag und die । Wahl Des litauischen Staatspräsidenten. Welche Er- der tu:.,1 o^n HiW Jft&Ä LS ZK ;er8®?^-ÄVn Ä 1!*‘ litauisch,"^ I Xpjft g/hoben hat- 6 arbeif|ud)ent* ei’,; “J’.wriüjt. Um n IRegterunfl immer, y ber li,Milch, 1 elfanb.fdjen L°M»° 1 der Arbeitslosigkeit ft i'ht in -MW, ! P«! Bitauens' n beispielsweise die "große Fehlers wenn zu der lebten! ausländischer Bericht, n waren. Die Memrl> . wenn ein litauischer t guter Beziehungen icht und wenn von mgen für kleine Ab. Dergleichen ist völlig durch das Fortbe- a n d e s im M:nul. - n ändert auch nichts eit 12 Fahren miß- eqskommandanten in Gouverneur zur Ae? B.R. 6i weitere nherung. 1 bett Arabern. W.s Nachdem es atte, ba^ b\e W ^che^äLe \n Pa- a Hoppln wurden, Üersügung des briti« e Mische Einwande- ialbe 3">)' "Ä >ses Zeitraumes M 'finanzkräftige Mml Eie dürfen ihren w öpfen mitbringen. fchen Kreisen grohtr diese als fßrorfj it, daß England nW Araber Rechnung p [trinpaläflira en. rt i -l'°L I-W-« W-M Ltaote. ’"SJ 6er & "S?-;Ä 'Ä27- n«’ $ gan®11 J K io"-.® > t An1 Ai«’ io «-1 on9-.ei?nfnünfejahrzehnten bewährten die schon vielen Tausenden »egen Erkältung geholfen haben. Jugend nur-von ihr selber durchgefuhrt wurde^ Das aber kann weder im Interesse des Lehrers noch im Interesse ber Jugenb liegen. Ein Lehrer, der bie ihm anvertrauten jungen Menschen nicht auch innerlich bulben unb damit erziehen will, auch wenn nötig mit Autorität erziehen will, ist eben kein Lehrer mehr und vermag für bie nationalsozialistische Bewegung unb bas beutsche Volk nicht das zu leisten, was er leisten müßte. Auf der anderen Seite hat eine neue Jugend nicht nur theoretisch, sondern in der Tat bewiesen. !wh sie ibre srüher in gemn [)(jDen ro]ru vle uu„ Schablonen eingespannten Kräfte zu rühren gewi t u & ß e & e n un& die gemeinsame innere Ent- 'st- _ Die_ nationalsozialistische Bewegung hat diese sch^o^nheit, dieses deutsche Leben von innen zu u n g ber beutfchen 3ugei f,nbon nnh sick nickt nnrft Schablonen ber Deraan- förbert und ist stolz auf ™ ......... 1. bie Volkstümliche Naturwissenscha« in reichbebilderten. etchlverständHch^gwcverlass- ken und in verschi'denen Preislag Einblick in die erzeegnisse. Sie vermitteln eine damitdurch Geheimnisse des N«»“X’fe Freude an den vielfältl- erweitertes Wissen erhöhte rreuae Pro-pek-e ren Schönheiten der Natur. Verlammen Naturo und auch Probehefte der Zeitschri „ j.htar«A|de Hugo Bermühler Verlag Berl.n-Lichterfeia Alle Sorten la verlesene,^elbü. Wetieraner tzveilelanoss'lsi a. re ue 3n0uHrie liefen von 3 Mk. an frei Haus - Ernst Köhler Bettenliauien üb. Lick'rel.383 Proben u. Bes. auf bem Marli «mittlere Reibe) u.Wellsteimtr.6v HdChldfieDoniM» 1 20 v. v erhalten 6tt ' bet öteherholtcn Aut- ! aaümen eum WW die zu °in°r bestimmen « ^“ung uon allen fordern, denn Ions, wurde Urt haben und nunmehr -u- -'ne , umwend!gerwei,e die Entwicklung vollziehen. W-Itan schau un g herau- aum schöpseriiche Kopse vom deutschen formung seines B i f«s ju gwa ten. al3'D0n eincm „ich, oollgeochteten zu- Lehrer hat heute genau so em« r e> o I > rückziehen würden. Gegen -in- derartige Entwick- W ' 11, ° n wie der n°ti°nal,<>, au, ,w H . (unq mü(ien mir mit allen Sraften kampsen. wann und Soldat Deoha b erwachs n naljona|i i AxUenweise fordert man. datz der Lehrer zwar gaben für den Lehrer felbft ou* tut e notw | erlernte Wissen der neuen Tugend wzialiltilche Bewegung und dt- deuts» ««Ml m° /daß aber die gesamte Erziehung der Pflicht, diesen Stolz des deutschen —■—■ fafung oon «erufetiiW»an n ^e- Jeber hatte ber Vergangenheit einst seinen Tribut zu allen Dingen von e (Viniohminpn für bie- zahlen. Von jebem wirb aber geforbert, nunmehr Selbsterzieh u n bie große Gegenwart unb Zukunft zu begreifen. Und ^}tönri^er ^eude aeföt Ä. iÄ ‘ *""Ä< »I« W-»■»- gesamten geistigen unb weltanschaulichen Erziehung erklären, daß eine Verunglimpfung her Bewegung nahm bie Einweihung vor unb des heutigen Lehrertumes in uns einen führte dabei u. a. aus: Dem ßehrertum 1 rb vor- entschiedenen Gegner finden wird. Die neroorfen, nur in nüchterner Wissensvermittlung nationalsozialistische Bewegung wird für den UU c n 4J11 * y <, 11 VU11 vv in |ut Marktstraße 4-8 .0 --Si bet'. SB NN gn denM ttstag des v. 21 rmap Sral^ nen, deren L,ch°M1 unö in s"ne liier 2t ' Mit der >chi 1800 Baue 20000 Kbp- gialien wohl Zeiten. Und a> organisatorische Luce angeord Marschall Ba im Klemen eu Schon die Ar nicht zu unter, mit beauftragt kommissariat. - ' 750 Landgeme 1800 ausgestel die nach Liby beneidet werde heitlicher, der Beziehung nu ein in jeder f nach Nordasrik lichen Boden ringen, sonder einem Faktor abhängiakeit 5 Besonderen ' I gemäß darauf zu schicken, di die Durchfuhr I nen. Darum is ' der ,Iraft bei anderen, zahl Fm Durchschl familien aus beitsfähige 9 Mädchen, die Ten. Jedoch ! sechzehn Am Kindern befi: linge, von bi oder lang ü, bk bk (Sinti burd> bk Orga des Transporte । Schließlich wur bodenftänd Ichen, die auf ! find, berücksick denen dis De Famllienwach- nchmefällen t auch dann nur $ei der V e fy'vmat wurde ^usmanberer • kn des Mutte! oies burcf) die Mmar. Im M die von d .Dies ist ein julammenarbei "■cionalista v Dr- Paul La reporter. faik ftKlbes teilt Mns, der r ^igkeit den S? Sn L bedarf kau U b'e Bilder e wurden viel W-r |eIb|( *r &t ns " Reiben g-Z s» s>, bl Horde« voll unÄ^’ ^'raleuu ’Cni in » “*e mü| bisher ?rnpun '«len ä'5 di- $^S Aus aller Welt. lauberkameradfchaften konnten allein 16 mit ins- o Ein hätten die Lehrgangsteil- Millionen Mark aufge- R e i ch s f ch u l e sollten Aus persönlichen Mitteln nehmer dazu über zwei bracht. In der neuen LPD. nahmen Hersfeld dort Zm Wohlfahrt. Im Jahre 1938 wurden bis jetzt auf Hitler-Frei- platzspende aus dem Gau Hessen-Nassau 2176 Urlauber in andere Gaue verschickt, während 6141 Frei- Städtern und Bauern, zwischen Arbeitern der Stirn und der Faust für immer geschlossen hat. Der weiß auch um den Sinn der Hitler-Freiplatzspende und um den Sinn der Mitgliedschaft bei der NS.-Volks- stätten und in dem Hause der Deutschen Erziehung in Bayreuth 150 OOO Erzieher und Erzieherinnen mit einem Kostenaufwand von über sieben Millionen Mark weltanschaulich und fachlich ausgerichtet. Trunkenheit am Steuer. Jahr sechs INonate Gefängnis wegen fahrlässiger Tötung. Marburg, 25. Oft. Ende Juni untermehrere junge Männer aus Allendorf bei eine Autofahrt nach Oberaula, um einer Festlichkeit teilzunehmen. Nach reichgesamt 523 Mann in unserem Gau untergebrachl werden, für deren Unterbringung besonders die Krsise Frankfurt, Offenbach, Mainz, Rheingau, Odenwald, Wette rau und Oberlahn-Usingen besorgt waren. Erfreulicherweise konnten auch rund 2509 Männer und Frauen aus der Ostmark während des Sommers für mehrere Wochen in unserem Gau Aufnahme finden. Wie die Zahlen beweisen, ist die Gewährung und Vermittlung von Erholungsplätzen für verdiente Volksgenossen ein nicht zu unterschätzendes Arbeitsgebiet der NS.-Volkswohlfahrt, neben das sich die anderen Erholungsmaßnahmen der NSV., wie die Kinderlandoerschickung, die Mütterheimoerschickung und die Unterbringung von Kindern in NSV.-eigene Heime und Uebungslagern, reihen. Vier Personen wegen Wilddieberei festgenommen. haben sie auf den Jagdaufseher geschossen? LPD. H a n a u , 26; Oft. InMarköbel wurden ter Einwohner, bei denen gelegentlich einer Deutsche Wohnkultur — deutscher Hausrat. zufriedenstellendes Ergebnis. Anschließend nahm der Leiter des Reichsheimstättenamtes, Pg. von Stuckrad, die Verleihung des Deutschen Hausratszeichens der DAF. an eine Anzahl von Möbelherstellern vor. Die Uraufführung des Tonfilms der Reichskammer der bildenden Künste „Aus gutem Holz", bildete den Ab- fcbluß der Sonderveranstaltung. Am Nachmittag eröffnete der Leiter des Reichsheimstättenamtes, Pg. von Stuckrad, die Lehr- und Leistungsschau des Reichsheimstättenamtes: „Deutsche Gaue berichten". Die Schau zeigt die vielseitige Arbeit der einzelnen Gaubeimstättenämter. Darüber hinaus tritt die besondere Struktur jedes deutschen Gaues, die die Wohnform bestimmt, augenfällig in Erscheinung. Gute Bilanz derHitler-^reiplahspenve. NSG. Wir brauchen starke, kräftige und gesunde Volksgenossen, damit wir die uns gestellten Aufgaben meistern können! Nur ein gesundes Volk kann froh schaffen und viel leisten. Wer die dankerfüllten Briefe gelesen hat, in denen die „Hitler-Urlauber" von ihren Erlebnissen berichten, der kann erkennen, wie sich durch die Freiplätze die große Kluft zwischen lichem Alkoholgenuß wurde gegen Mitternacht die Heimfahrt angetreten. An einer Straßenbiegung in Wahlshausen fuhr das Auto mit großer Geschwindigkeit so dicht an die rechte Straßenseite, daß es einen dort liegenden Baumstamm streifte, einen Bretterstapel umrannte und schließlich in einem Lattenzaun stecken blieb. Gleichzeitig sprang die Tür des Wagens auf, und der neben dem Wagenlenker sitzende 29jährige Wilhelm Eu- r i ch wurde gegen einen Zaunpfosten geschleudert. Infolge Eindrücken des Brustkorbes, Schädelbruches und Zerschmetterung eines Beines trat bei ihm der Tod auf der Stelle ein. Sofort bei den Autoinsassen und auch bei dem Toten entnommene Blutproben ergaben nach ihre,r Untersuchung, daß sie sämtlich unter Alkohol standen. Dor dem Schöffengericht machte der wegen Uebertretung der Verkehrsbestimmungen und fahrlässiger Tötung angeklagte Autolenker u. a. geltend, duß Eurich an der Ünfallstelle um Anhalten des Wagens gebeten ins Wasier, und die Strömung trieb ihn unter ein Floß. Die Mutter stürzte sich sofort ins Wasser, ver- schwand aber ebenfalls in den Fluten. Ein zufällig in der Nähe befindliches zwölfjähriges Mädchen eilte herbei, legte sich auf das Floß und zog die Mutter, welche krampfhaft ihr Kind festhielt, unter dem Floße hervor. Schnee und Kälte fordern sieben Todesopfer in Bulgarien. Auf dem ganzen Balkan muten bei starker Kälte heftige Schnee st ürme. Der Schnee liegt in manchen Gegenden mehrere Meter hoch, so daß der Eisenbahn- und Straßenverkehr teilweise eingestellt ober umgeleitet werden mußte. Aus der Umgebung der bulgarischen Stadt Gabrooo werden sieben Tote gemeldet, die dem Schnee und der Kälte zum Opfer gefallen sind. Der Schaden, den der vorzeitige Schneefall in den Gärten, die zum Teil noch nicht abgeerntet sind, angerichtet hat, beläuft sich nach den bisherigen Schätzungen auf mehrere Millionen Lewa. Tapfere Rettungstat eines Hillerjungen. In Langenlosheim bei Bad Kreuznach wurde in einem Keller, in dem jetzt der neue Wein gärt, ein junger Mann, Vater zweier Kinder, von tückischen Gärgasen überrascht, so daß er bewußtlos zu Boden sank.. Eine Hausangestellte, die den Un'all bemerkte, rief den 17jährigen Hitlerjungen Johannes Schneider zur Hilfe herbei. Unter Einsatz seines Lebens drang der Junge in den Keller ein, und es gelang ihm, den ohnmächtigen Mann in Sicherheit zu bringen. Wiederbelebungsversuche waren von Erfolg gekrönt. zur Hochschule das Gesicht der jungen Nation entscheidend mitforme. Sie hätten den fanatischen Willen, durch ihren Einsatz bestehen zu können. Der NSLB. habe bisher in seinen Gauschulungs- jene Erzieher und Erzieherinnen eine Arbeitsstätte finden, die mit Erfolg durch die Parteischulen gegangen seien und in der Breiten- und Tiefenschulung der Schulungseinrichtungen des NSLB. ihre Gesinnung und Leistung unter Beweis gestellt hätten. In der Nähe Bayreuchs, der Stätte größter völkischer Erzieher, wie Richard Wagner, Jean Paul, Chamberlain und Hans Schemm, solle i n kleinen Arbeitsgemeinschaften um jene Probleme nationalsozialistischer Erziehung gerungen werden, die zu lösen der Erzieherschaft aufgegeben sei. habe, um mit einigen dort stehenden Mädchen zu sprechen. Er habe im gleichen Augenblick die Tür geöffnet und sei hinausgestürzt. Die Geschwindigkeit des Autos betrug im Augenblick des Unfalls 70 Stundenkilometer. Die bei dem Angeklagten nach dem Unfall entnommene Blutprobe hat einen Bestand von 2,08 Promille an Alkohol ergeben, was einem mittleren Rauschzustand entspricht. Das Gericht hiell nach eingehender Beweisaufnahme den Angeklagten für schuldig und erkannte wegen Uebertretung der Straßenverkehrsordnung in Tateinheit mit fahrlässiger Tötung auf ein Jahr sechs Monate Gefängnis. Ocvisenvergehen eines jüdischen Bankiers. LPD. 5ranffurt a. TO., 27. Ott Wegen De- oisenvergehens oerurteiUe die Große Strafkammer den im Ausland weilenden 60jährigen jüdischen Bankier Leopold Kaufmann, der zuletzt in Frankfurt a. M. ansässig war, zu zwei Jahren drei Monaten Gefängnis und 1 3 0 0 0 00 Mark Geldstrafe evtl, für je 10 Mark ein Tag Gefängnis. Der Angeklagte war in Deutschland Vertreter einer Schweizer Versicherungsgesellschaft und besaß bei dieser ein Guthaben von 187 000 Mark, das er im Februar d. I. vor seiner Auswanderung seinem Sohn in London abtrat, der als Ausländer gilt. Die zur Abtretung erforderliche Genehmigung besaß der Anaeklaate nicht. Das Frankfurter Bankunternehmen des Angeklagten hatte bei verschiedenen Banken im Ausland Wertpapiere im Betrage von 73 500 Mark lagern, die er nach seiner Auswanderung im Ausland verkaufen ließ. Auch hier fehlte ihm die Genehmigung, über die Forderungen verfugen zu dürfen. Volke. Die nationalsozialistischen Erzieher wüßten, daß die schulische Erziehung vom Kindergarten bis zur Hochschule das Gesicht der jungen Nation ent- Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Hausrat führte gemeinsam mit dem Reiche- beimftättenamt der DAF. in Frankfurt am Main eine Sonderveranstaltung: >,Deutsche ...____________________ ---------v. Wohnkultur — Deutscher Hausrat" durch. Architekt j piätze im Gau zur Verfügung gestellt wurden. Ur- Pollmann, Sachbearbeiter für Jnnenraumgestaltung ' - * vrr " • "*r£ 1 bei der Reichskammer der bildenden Künste, machte grundsätzliche Ausführungen zu der Frage „Snnen« raumgestgltung und Deutscher Hausrat". Der Lebensstil des deutschen Menschen sei klar ausgeprägt in den unserem Volk wieder erschlossenen sittlichen Werten. Das Möbel ist der Hauptgegenstand der Innengestaltung und man dürfe wohl annehmen, daß ein gutgestaltetes Möbel durch sich selbst auch auf den zu ihm gehörenden ergänzenden Hausrat befruchtend wirke. Die Organisationen des Möbelgewerbes waren sich von vornherein darüber klar, daß nicht die Herausbildung eines Möbeltyps für eine einzelne Bevölkerungsschisht zur Aufgabe^ stand, sondern daß gute Beispiele für Möbel- Wertklassen zu ermitteln waren. Wenn in die- fern Jahre ein Fabrikätionsumsatz von 60 Millionen RM. erreicht worden ist mit Möbeln, deren Entwurf auf Grund der ftattgefunöenen Begutachtungen als gut anerkannt werden konnten, so ist das ein Haussuchung Waffen vorgefunden wurden, unter dem dringenden Verdacht des Wilderns fe ft genommen. Die Haussuchung erfolgte im Zusammenhang mit einem Vorfall im Walde zwischen Marköbel und Hüttengesäß, wo auf einen Jagdaufseher von unbekannten Tätern Schüsse abgegeben wurden. Die Festgenommenen bestreiten jegliche Täterschaft oder Mitwisserschaft bei dem Anschlag auf den Jagdaufseher. Verkehrsunglück fordert drei Todesopfer. Ein schweres Verkehrsunglück, das drei Todesopfer forderte, ereignete sich auf der Dfterberger Chaussee kurz vor Stendal. Ein mit drei Personen besetzter Personenkraftwagen fuhr aus noch nicht geklärten Gründen in voller Fahrt geaen einen Omnibus der Stendaler Kraftverkehrsgesellschaft. Bei dem Zusammenprall wurden zwei Insassen des Personenkraftwagens auf der Stelle getötet. Der Fahrzeugführer wurde mit schweren Verletzungen in das Krankenhaus eingeliefert, wo er bald darauf starb. Die Ermittlungen wurden sofort aufgenommen. Zwölfjähriges Mädchen rettet Mutter und Lind. Aus Belgrad wird gemeldet: Während eine Frau in der Drau Wäsche schwemmte, spielte ihr Kind mit einem Schifflein am Ufer. Plötzlich fiel der Kleine Wetterbericht Mit der Rückwärtsverlagerung des Nordseewirbels konnte kältere Meeresluft nach Deutschland eindringen. Ihr Zusammentreffen mit von Südosten her vordringender milderer Luft gab auch bei uns zu Wetterverschlechterung, vielfach auch schon zu Niederschlägen Anlaß, die in den Gebirgen als Schnee fielen. Da in größerer Höhe eine West- ftrömung besteht, werden die über Nordeuropa hinwegziehenden Wirbel für unser Wetter bestimmend sein, so daß dieses vorwiegend etwas freundlicher, aber keineswegs beständig werden wird. Vorhersage für Samstag: Besonders morgens vielfach dupftig oder neblig, sonst zeitweise auch aufheiternd, aber unbeständig und zu einzelnen Niederschlägen geneigt, tagsüber etwas milder, veränderliche Winde. Lufttemperaturen am 27. Oktober: mittags 5,1 Grad Celsius, abends 4 Grad; am 28. Oktober: morgens 3,3 Grad. Maximum 5,3 Grad, Minimum heute nacht 3 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 27. Oktober: abends 5,6 Grad; am 28. Oktober:, morgens 5,1 Grad. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: ’ Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IX. 38: 9143, Druck • und Verlag: Brühlsche Unioersitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM.- 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Kennen Sie unsere Herbslleisiungen , Daiei-OberbeMeiW la unserer ausgedehnten Abteilung finden Sie in mustergültiger Schau die Damen-Fertigkleid ung. wie sie auch verwöhnte Ansprüche erwarten. Man stellt fest: Vorbildlich ist Schnitt, Stoff und modische Linie, so, wie es von führenden Modewerkstätten in dieser Saison herausgebracht wurde Beachten Sie diesen kleinen Ausschnitt: Modischer sportl. 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Der Verstorbene hat den Einmarsch in das Sudetenland als Fahrer mitgemacht und sich durch Pflichttreue und Kameradschaft ausgezeichnet. Das Regiment bedauert seinen plötzlich eingetretenen Tod, insbesondere die leichte Infanterie-Kolonne, der er angehörte. Das Regiment wird seinem Kameraden Mootz stets ein ehrendes Herrlein Oberst und Regiments-Kommandeur. 1 Tisch und Stühle zu verkaufen. Gartenstraße 17 2. Stock. Ioi814 Schlafstelle eventl. mit Ver- vflygung für 12- bis 14jährigen Schüler zu vergeben. Zu erfr. m der Geschäftsstelle d.Gießener Anzeigers, [mwo Einige geüralltzle M i bill.zu verkaufen Welte 651. 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Aus einer Scheune am Wege kamen zwei russische Soldaten mit erhobenen Armen aus lins zugestürzt. Als wir hielten, baten sie, sich ergeben zu dürfen. „Wo habt ihr eure Gewehre?" fragte id).„ „Die haben wir in der Scheune gelassen." „Holt sie!" Es war ja nicht anzunehmen, daß die Scheune voller Russen steckte. Denn einen Hinterhalt hätte man nicht dadurch verraten, daß man zwei Unbewaffnete vorschickte. Sie holten die Gewehre, durften auf die Trittbretter steigen und wurden nach Lätzen gebracht. Ich erzählte Hindenburg dieses Erlebnis. Mit seinem gewohnten Ernst und ohne eine Miene zu verziehen sagte er: „Sie haben russische Soldaten ge^angengenvm- men. Das bedeutet ja Krieg zwischen Schweden und Rußland." Hindenburg lachte überhaupt nie. Fand er eine Geschichte lustig, ließ er höchstens ein zufriedenes Knurren oder Brummen hören, während sein Gesicht unverändert wie aus Bronze gegossen blieb. Achten Sie auf 2 Dinge beim Schuhcreme-Einkauf, wenn Sie das echte altbewährte Erdal bekommen wollen, nämlich auf den Namen und auf den roten Frosch. Die beiden bürgen für die gute, oft erprobte Erdal-Qualität! Erdal pflegt die Schuhe und gibt ihnen mühelos Hochglanz! Die Schuhe halten länger und bleiben länger schön! Der Zug der Zwanzigtausend. Von unserem G.-Korrespondenien. Rom, Oktober 19.38. 3n den Abendstunden des 28. Oktober, am 17. Jahrestag des Marsches auf Rom, wird unter Kanonendonner, Sirenengeheul, Feuerwerk und Volksjubel aus den Häfen von Genua, Neapel und Syrakus eine Flotte von 17 Schiffen in See gehen, die von der italienischen Presse als die „Armada des Friedens" gefeiert wird. Denn obwohl diese Flotte unter dem Befehl eines Admirals der Kriegsmarine stehen und zwei „Brigaden" an Bord haben wird, durchquert sie" die blauen Fluten des Mittelmeers zu friedlicher Eroberung: es gilt, die nordafrikanische Besitzung Libyen, deren ungeheuren politisch-militärischen und wirtschaftlichen Wert erst der Faschismus erkannt und in seine Großmachtpolitik eingestellt hat, wirklich zu einer Verlängerung, zum „vierten Ufer" Italiens zu machen. Mit der schlagartigen Verpflanzung von- 1800 Bauernfamilien, die zusammen etwa 20 000 Köpfe zählen, vollbringt bas faschistische Italien wohl das gewaltigste Siedlungswerk aller Zeiten. Und auch hinsichtlich der damit verbundenen organisatorischen Leistungen dürfte vbiefe, vom Duce angeordnete und vom Gen-eralgouverneur Marschall Balbo durchgeführte Völkerwanderung im Kleinen einzigartig in der Geschichte dastehen. Schon die Auswahl der Siedlerfamilien stellte nicht zu unterschcchende Anforderungen an das damit beauftragte Wanderungs- und Kolonisierungskommissariat. In dreimonatiger Arbeit wurden in 750 Landgemeinden aus rund 6000 Familien die 1800 ausgesiebt, die heute als „die Glücklichen, die nach Libyen dürfen", m ihren Heimatdörfern beneidet werden. Sorgfältigste Prüfung in gesundheitlicher, beruflicher, moralischer und politischer Beziehung mußte die Gewähr dafür geben, daß ein in jeder Hinsicht erstklassiges Menschenmaterial nach Nordafrika hinübergeht, um dem noch unwirtlichen Boden nicht nur den Lebensunterhalt abzu- ringen, sondern ihn auch in einigen Jahren zu einem Faktor im Kampf um die wirtschaftliche Un» abhängiakeit Italiens zu machen. Besonderen Wert mußte das Kommissariat naturgemäß darauf legen, solche Familien nach Libyen zu schicken, die die besten Zukunftsausfichten für die Durchführung des Gesamtsiedlungsplans eröffnen. Darum ist den kind er reichen Familien, der ,Kraft des Landes", der Vorzug gegenüber den anderen, zahlreichen Bewerbern gegeben worden. Im Durchschnitt besteht jede der Auswandererfamilien aus neun Personen; davon sind drei arbeitsfähige Männer, zwei bis drei Frauen ode-r Mädchen, die übrigen Kinder bis zu fünfzehn Jahren. Jedoch sind Siedlerfamilien mit fünfzehn oder sechzehn Angehörigen keine Seltenheit. Unter den Kindern befinden sich nicht weniger als 1600 Säuglinge, von den Frauen sehen etwa 900 über kurz oder lang chrer Niederkunft entgegen, Tatsachen, die die Einrichtung einer besonderen Betreuung durch die Organisation „Mutter und Kind" während des Transportes der Siedler erforderlich machten. Schließlich wurden bei der Auswahl besondere bodenständige Bauernfamilien, „Menschen, die auf der Scholle für die Scholle geboren" find, berücksichtigt, also Kleinbauern und Pächter, denen die Verhältnisse in der Heimat infolge des Familienwachstums zu eng wurden. Nur in Ausnahmefällen wurden Landarbeiter zugelassen, und auch dann nur als Knechte und Mägde der Siedler. Bei der D e r te i l u n g der Siedler auf die neue Heimat wurde nur insofern auf die Herk i't der Auswanderer — sie stammen aus fast allen Teilen des Mutterlandes — Rücksicht genommen, als dies durch die Klima- und Bodenverhaltnis e bedingt war. Im übrigen aber werden in den 21 Lor- fern, die von dem „Nationalfaschistlschen Sozialfur- sorgeinstltut und der .Körperschaft für die Kolo- s nifierung Libyens" in verschiedenen Teilen des Landes erbaut worden sind, alle Regionen' und alle Sprachdialekte Italiens von Venedig bis Sizilien vertreten fein; auf diese Weise soll jeder Gruppenbildung vorgebeugt und der allgemein italienische Charakter des Siedlungswerkes betont werden. Zwei große Siedlungsgebiete sind für die Niederlassung der Neuankömmlinge vorbereitet worden. Etwa tausend Familien werden im Westen Libyens, in der Provinz Tri - p o I i t a n i e n , angesiedelt. Dort sind südlich der großen Straße Tripolis—Horns—Misurata mehrere Dörfer erstellt worden, von denen die wichtigsten Olivetti, Bianchi, Giordani, Breviglieri, Crispi und Gioda sind. Der zweite Siedlungsraum, auf den etwa 800 Fimilien verteilt werden, liegt in der ostlibyschen Ttwoinz Cyrenaica, z wischen Bengasi und Demo, mit den Ortschaften Baracca, Ober- dan, Maddalena, D'Annunzio, Razza, Beda Litto- rio„ Battisti, Luigi di Savoia und Berta. Wenn die 1800 Siedlerfamilien an ihren Bestimmungsorten eintreffen, so werden sie dort sofort ihr in der Heimat gewohntes Leben fortsetzen können, nicht anders, als ob sie von einer Reise zurückkehrten ober einen kleinen Umzug von einem Dorf ins andere hinter sich hätten. Sie werden die Häuser mit allem erforderlichen Hausrat ausgestattet finden, im Stalle werden die notwendigen Haus- und Zugtiere bereitstehen, im Schuppen daneben stehen die Karren, Pflüge und sonstigen Arbeitsgeräte. Für das Viehfutter und Saatgut ist vorgesorgt, und in der Vorratskammer neben der Küche liegt für die Hausfrau das Notwendigste bereit, was sie für die ersten Tage und Wochen braucht: Holz, Kartoffeln, Reis, Tomaten, Del, Petroleum, Zündhölzer ufw. Selbst die Milch für die Kinder ist nicht vergessen worden. Und so wird sich iy den neugegründeten Siedlungen Tripolitaniens und des Djebel Cyrenaica bald dasselbe arbeitsreiche und arbeitsfrohe Leben und Treiben entfalten, wie in den heimischen Dörfern. Denn auch alle Voraussetzungen für das Gemeinschaftsleben sind geschaffen worden. Jedes Dorf hat feinen Marktplatz, um den sich die Amtsgebäude, die Schule, die Kirche, das Krankenhaus, das „Haus des Faszio", die Karabinierikaferne ufw. gruppieren. Wirkt es fast nicht wie ein Wunder, wenn man in einem Gebiet, das der Ministerpräsident N i 11 i „Fünfzig Jahre Deutschland" — unter diesem Titel veröffentlicht der berühmte Forschungsreisende und treue Freund Deutschlands sein neues Buch, das bei Brockhaus in Leipzig erschienen ist. Auf weltgeschichtlichem Hintergründe gibt Sven Hedin feine ihm selbst „kostbaren und unvergeßlichen Erinnerungen an deutsche^Nänner aus einem halben Jahrhundert; es ist eine erstaunliche Reihe von Größen der Kunst und Wissenschaft, der Politik und Wirtschaft, mit denen er im Laufe der Jahre zusammengekommen ist, es fehlt kaum einer der Namen, die in der deutschen Geschichte der letzten Jahrzehnte genannt wurden. Wir geben als Probe .seiner spannenden Schilderung seine Erinnerungen an Hindenburg, den er zum x erstenmal am 1. März 1915 in seinem Haupt- quärtier in Lötzen besuchte. Niemals werde ich diesen Tag vergessen.' Der Stab, Staatssekretär des Reichskolonialamts S o l f, Graf Metternich, und ich warteten in einem Vorzimmer. Ruhige, schwere Schritte ertönten, und Hindenburg trat ein. Er begrüßte die Gäste, machte dem Stab eine leichte Verbeugung und bat uns in das Schlafzimmer. Vom ersten Augenblick an machte Hindenburg einen gewaltigen und achtunggebietenden Eindruck. Er war von stattlichem Wuchs, wuchtig und kräftig gebaut und wirkte wie ein echter Germane aus dem Teuto- noch vor etwa zwei Jahrzehnten als eine „Sandbüchse" bezeichnete, heute eine fo reiche, zukunftsfrohe Siedlungstätigkeit aufblühen sieht? Dieses Wunder ist ermöglicht worden durch die Lösung eines Problems, das unlängst erst Mussolini als eines der brennendsten auch für viele Landstriche des Mutterlandes bezeichnete, das der Wasserversorgung. Untersuchungen, die Marschall B a l b o in den letzten drei Jahren durchführen ließ, haben ergeben, daß die Wasserarmut Libyens, zum mindesten in den Küstenzonen, eine Fabel war; fast überall, mitunter allerdings erst in drei- bis vierhundert Meter Tiefe, wurden Wasseradern gefunden und angebohrt, die heute die Bewässerung ausgedehnter Ländereien ermöglichen. Bis zum Jahre 1940 soll ferner eine Wasserleitung von etwa 200 Kilometer Länge fertiggestellt werden, die von Derna aus die Hochfläche des Djebel Cyrenaica mit dem lebenspendenden Naß versorgen wird. Heute schon können auf libyschem Boden über hunderttausend Bauern angesiedelt werden; in wenigen Jahren wird Raum und Existenzmöglich- keit für rund dreihunderttausend Kleinbauernfamilien geschaffen sein. Bedenkt man, daß die Zahl der bisher in Libyen ansässigen italienischen Bauernfamilien etwa 3000 mit 15 000 Köpfen nicht übersteigt, daß in einem Zeitraum von fünf Jahren nur etwa 5000 Italiener eingeroanbert find, dann bedeutet die jetzt erfolgenoe Ansiedlung von 1800 Familien mit rund 20 000 Menschen im Rahmen des Siedlungsprogramms, das der Faschismus in Angriff genommen hat, einen Schritt mit Sieben- meilenftiefeln. „Die beiden »Brigaden der Ardeist, die in den ersten Novembertagen in Tripolis und Bengasi ausgeschifft werden", so erklärte Marschall Balbo, unlängst, „diese 20 000 Menschen bester italienischer Rasse, werden sich vermehren, andere werden nach ihnen kommen, die Bevölkerung wird einen festen Kern bilden, der endlich dem italienischen Nordafrika das Gesicht geben wird, das wir wünschen, das eines wirklichen Bestandteils des Vaterlandes. Wenn dieses großzügige Programm vollendet sein wird, dann wird man endlich sagen können, daß das gesamte zentrale Mittelmeerbecken nicht nur dem Namen nach, sondern tatsächlich italienisch ist. Die Folgen sind leicht zu begreifen." burger Wald, der gewohnt ist, zu roden, zu bauen, Widerstände zu brechen und mit eiserner Stärke die Legionen des römischen Kaisers niederzuschlagen. Sein Kopf war fast viereckig, er hatte eine hohe Stirn, graues, aufrecht stehendes kurzgeschnittenes Haar, graublaue Augen mit ruhigem und ernstem Blick, eine kräftige Nase, bestimmten Ausdruck um den Mund und einen Knebelbart. Das Gefühl der Spannung, das man vielleicht vor der Begegnung mit dem Träger eines unsterblichen Namens empfunden haben mochte, verschwand spurlos schon nach einer kurzen Unterhaltung. Hindenburg war weder lebhaft noch impulsiv in seiner Rede. Das Gespräch floß langsam, die Fragen wurden klar und bestimmt gestellt und erforderten eine deutliche Antwort. Er schien keine Nerven zu haben, war stets gleichmäßig und unerschütterlich ruhig; feine Stimme wechselte nicht, sie war immer beherrscht, und auch in den schwierigsten Lagen hat chn niemand unruhig gesehen ... Einmal fuhr ich in Begleitung eines deutschen Offiziers im Auto an die Front. Dabei kamen wir durch eine Zone, in der Totenstille herrschte; das ganze Land war mit Schnee bedeckt. Ein Kilometer vor uns lag ein Waldstück schneebeladener Tannen. Gerade da stießen wir auf eine Kavalleriepatrouille pnd hielten an, um uns Aufklärungen geben zu lassen. Der Anführer sagte: „Da vorn jm Wald liegen Russen. Es ist höchste 3eit, daß Sie umkehren!" Meine Erinnerungen an Hindenburg. Von Sven Hedin. Alt - amerikanisch. letzte Teil des Films schildert, wie man inzwischen i auch in den befreiten Gebieten den Wiederaufbau j . « cvrx «. . f . 1. i 1. _ L ....k m ff a es bei ihm fest, war. Er nahm eine zitternde Ein Gutsbesitzer, der an einem herzhaft rauhen Herbsttage um die Mitte des vergangenen Jahrhunderts in den riesigen Wäldern der Umgebung von Lodz jagte und sich dabei gründlich verirrte, setzte sich schließlich, müde, verfroren und entmutigt, unter einen Baum, um den Morgen heranzuwachen. Die windsausende Wildnis bedrängte ihn mit un* Im Beiprogramm sieht man unter dem Titel „Festliches Nürnberg" einen großangelegten Bildbericht über die Ereignisse des Reichsparteitages, außerdem die neue Fox-Wochenschau. ° Hans Thyriot. Schöne alte Geschichten Erzählt von Karl Lerbs. Alt • spanisch. blickend, im ungewissen Mondlicht Schatten im Geäst gewahrte, stand daß es auf sein Leben abgesehen diger Deutlichkeit. Als er am Tage der Veröffentlichung am Setzkasten stand, erschien ein riesiger Kerl, dessen Art und Absicht durch Stetsonhut, Stoppelbart, Radsporen und einen gewaltigen Knüppel deutlich gekennzeichnet waren, und verlangte den „gottverdammten Redakteur" zu sprechen. „Ich werde ihn holen", versetzte der Gesuchte eifrig. „Nehmen Sie einstweilen Platz und lesen Sie ein bißchen." Und er begab sich» während der Besucher der Einladung folgte, eilends hinaus. Auf der Treppe traf er einen zweiten riesigen Kerl, der ebenso« angetan und bewaffnet war und das gleiche Verlängen tunbgab. „Gehen Sie nach oben", versetzte der Gesuchte eifrig. „Da sitzt er und lieft Zeitungen." Und er begab sich, während droben die einleitenden Schläge dröhnten und die ersten Gegenstände durch das Fenster auf die Straße flogen, eilends von bannen. A l t - polnisch. seine Flinte unb legte an. Da nun erklang von droben Stimme, die eilig und höflich redete wie folgt: Baumes ein verdächtiges Krachen vernahm und, auf* einen plumpen Die- ist -in Hispanv-Film der Bavaria. der m 3ufammenarbeii mit hy Fa^ange Esp nolemTr “Ä pen bfr°betannte9 U reporter Fritz C. Mauch, Joaquin R eg unb ©03alb es teilten sich in die streifens, der in Aufnahmen von äfnEnu^f°riE Gültigkeit den Freiheitskampf des spanischen Voi ke- gegen den bvl,ch°wisti,ch°n Weltse.nd E- bebarf kaum ber ausdrücklichen V r! ch-rung. daß die Bilder in diesem Fl m n cht g stell' 1 • sie wurden vielmehr, wovon sich ^ Beschau chwer selbst wird überzeugen können ost unter großer Leben-gesahr der schneidigen W°t°Srapb an beiden ge§neri(d)en fronten aufge mm von den Kameraleuten haben m la. » ihrer Berus-pflicht da- Leben ^Men'gch!lt^°n beginnt mit einem l "großen Um n S 9 Rückblick auf die geschichtliche unb ful^a±cn Wicklung Spaniens, der von Aufnaym^ der Landschaft ber f^rt bie Darstel- Volksleben begleitet wirb. Dann W lung in bie nahe Gegenwart ^JA^'^üMarbeit malisch organifierte, ^emmu g f bedrückten fremder Agitatoren ujter Iden Volksmasfen. Die rote ‘X Elend Bürgerkrieg der das Land m "m st cy stürzt. Die Aufnahmen des gilms flwen stellung von der schaurigen Welle d J^n Verdis über Spanien hmweggeganger fultit’ lüften an Menschenleben rellen Werten. Der Film Zeigt " unter scheu Bildern, wie bie nahona e General Franco dem „riolareich zum plan- Norden Einhalt gebietet unnnö. Sie Sa- voll umfassenden Gegenangriff ^ritlinie und meraleute müssen in der vo r b er ff en o ntK im Brennpunkt der Kampfe 9 f ... jm [pQni= bisher al- die entscheidenden Er-igmsfe^ scheu Bürgerkriege zu S-Uen hab-n^^o^ Ieruel nehmlich tuird; die Namen Alcaz , „hxrordent- und Bilbao bezeichnet sind licher Dramatik uiid unmittelbare Kämpfen 'm Besonderen die Ausnahmen von der' » in Toledo unb ber heroischen Verteidig g jl5 cazars. Eingeschaltete Kartenbilder -r^au bie bie örtlichen Aktionen in ihrer 21u P ^en für Gefamtentwicklunq ber Kriegslage unö au r UfIÖ er oernuyic^ ....... Franco erfolgreichen Fortgang ber Opera | trat ins. Gebüsch. Zuxuck. etwa »um gegenwärtigen Stande der Dmge. * . - „Helden in Spanien." Lichtspielhaus. bie junge Generation in Spanien sich unter ber Fahne Francos zusammengefunben hat unb an ber Wieberaufrichtung bes heimgesuchten Vaterlanbes mitarbeitet. —- Der Film zeigt, was bie Kamera (über bie knappen Wochenschau-Berichte hinaus) heute dokumentarisch und zeitgeschichtlich zu leisten vermag. Der Realität dieser oft erschütternden Bil- ber wirb sich niemand entziehen können. tll ______ _____________ _ | Eine schlichte, noch durchaus in ber Entwicklung tatkräftig ins Werk gefetzt hat, unb wie vor allem begriffene Ortschaft in Illinois wurde in den brei- v . " —«=—s— >l6r 1 feiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts von einer Bande ruchloser Spieler heimgefucht, die sich auf bie Kunst verstanden, mit Würfeln unb Karten einen ftänbig wachsenben Teil bes ortsansässigen Kapitals in ihre Taschen zu zaubern. Eine Aborb- nung gesetzter Bürger, bie mit Recht für bie wirtschaftlichen Grundlagen chrer Heimat fürchteten, begab sich zum Eigentümer und Schriftleiter ber Zeitung „Eagle" unb veranlaßte chn burch lieber* rebung und Weihgeschenke, ber Glücksspielbanbe journalistisch zu Leibe zu gehen. Der wackere Mann verfaßte barauföin einen Leitaufsatz von denkwur* Ein Deutscher, ber sich — es mag cor einem runbcn Jahrhu.ibert gewesen sein —• m ber Um- qeqenb von Cordoba erging, wurde durch einen unvermittelt aus dem Gebüsch tretenden, tadellos ge* kleideten Herrn aufgehalten Der ^rr lüftete mit der Linken höflich den Hut, liefe mit der Rechten einen schöngearbeiteten langen Dolch m der Conne Vergönnen^ Ste mir, Tenor, Sie darauf auf* me'rksam zu machen, dafe der Rock, den Sie tragen, nickt Ihnen, sondern mir gehört. Das gleiche gilt für bie bafin fterfenbc Brieftasche sowie sur Ihre Busennabel, Ihre Ringe unb Ihre Ufjr• ®urbe es Ihnen belieben, mir bie genannten Gegenstände °"De?D?uflche griff in Tasche, zog eine schon- aearbeitete Pistole hervor, zielte und sprach. 9 Vergönnen Sie mir, Senor, Ihnen sagen, S?«^^^-nEbL^^sick i/biefer Pistole | Heimlüchen' Stimmen, und er wäre froh gewesen, Irrtum sind. Dagegen beynden^s ch^ .^Vn-'nn Frömmigkeit unb Aberglaube ihm wenigstens Zwei Kugeln, bie ^en geh g ,ufommen nicht ben erleichternden Trost des Fluchens versagt Sekunben ihrem rechtmaß g 3 | ^t6n 2lls er nun gar noch aus ben Zweigen bes 1 kann man |o irren!" rief ~ der H^ich- Herr »staunt. >'gung"?u veAihen und mich in Ihr Gebet einzu. ^^er'v-rneigt-Isich mit vollendeter Anmut und Wenn wir abenbs beim Bier faßen, konnte ber Sieger von Tannenberg unvermutet äufeern: „Aber jetzt haben wir fo viel von biefem Krieg gesprochen, jetzt müssen Sie uns etwas von Ihren Reisen in Asien, erzählen." Und mitten im deutschen Hauptquartier führte ich dann den Oberbefehlshaber, Ludendorff unb. die andern Herren des Stabes durch die Wüste Takla- mafan, nach Lou-lan, an den Lopnor und über die eisigen Pässe des Transhimalaja. Mit Klarheit und wei'tschauendem Blick stellte bann Hindenburg viele Fragen über Asiens Zukunft, besonders über Ja- pan, China und Indien. Er hörte gern über meine Eindrücke vom Zaren unb Kuropatkin, Kaiser Mut- sohito, Admiral Togo unb General Nogi, von Kilche- ner, Curzon, Minlo unb vielen anbern. Eines Abends kamen wir darauf, wie sich die Welt wohl nach dem Kriege ausnehmen wurde; ich sprach die Hoffnung aus, daß ich ungestört von der Unruhe der Welt meine Forschungen in Asien wie- der aufnehmen würde. „Wissen Sie, was ich nach dem Einzug durchs Brandenburger Tor machen werde?" fragte Hindenburg. „Nein, aber ich hoffe, einen guten Platz Unter den Linden zu erhalten, wenn die siegreichen Truppen vorbeiziehen." „Das verspreche ick Ihnen. Sie sollen ein ganzes Fenster bekommen. Aber dann, wenn aller Staat und Pomp vorbei ist, wird mich nichts auf der ganzen Welt mehr treuen, als mich ins Privatleben, in mein Heim in Hannover, zurückzuziehen. Da werde ich mir die Pfeife anstecken, mich in einen bequemen Lehnstuhl setzen und ein spannendes Buch lesen." Das war Anfang März 1915. Wie ganz anders gestalteten sich bie letzten 20 Jahre seiner märchenhaft wunderbaren Laufbahn! Aber Hindenburg blieb unentwegt derselbe, der er war. In allen Stürmen der Zeit zeigte er dieselbe Entschlossenheit, die gleiche Selbstbeherrschung und Treue ... Am 28. August 1915 roer ich zum zweitenmal in Lötzen, als der erste Jahrestag der Schlacht bei Tannenberg gefeiert wurde. Nach dem Abendbrot saßen wir wie gewöhnlich um den großen Tisch beim Bier, als ein Offizier meldete, daß der ange« sagte Fackelzug sich nähere. Hindenburg erhob sich, unb Ludenborff und wir anbern gingen mit ihm auf ben Bürgersteig hinaus. Festlich brauste ber Pa- rabemarsch vorüber, unJ ber Fackelschein erhellte bie ganze Straße. Vor bem Sieger von Tannenberg stellte sich ein Halbkreis lobernber Fackeln auf. „Mein Herr! Schießen Sie nicht, benn ich bin kein Bär und kein Räuber, sondern, rote Sie, ein verirrter Wanderer. Gestatten Sie mir, mich Ihnen als den Reisevertreter der altrenommierten Wein- grofehandlung Stanislaus Brodivsky in Warschau vorzustellen. Ich würde mich glücklich schätzen, Ihnen zu qetegenerer' Zeit eine Offerte machen und Ihre geschätzte Bestellung zu den kulantesten Bedingungen effeftuieren zu dürfen." Ein weißes Blatt flatterte nieder: es war, wie ohne weiteres ersichtlich war, eine säuberlich lithographierte Preisliste. Die höf^che Stimme ftchr fort: „Daß ich hier oben im Baume sitze, erklärt sich daraus, daß ich nicht, wie Sie, über ein Gewehr verfüge. Dagegen habe ich in dem Rucksack, den Sie dort an der Astgabel hängen sehen, ein paar Probe- flaschen unserer besten französischen Rotweinmarken." »Kommen Sie herunter", sagte der Gutsbesitzer, „und bringen Sie ben Rucksack mit." Balb bärguf saßen sie eng aneinanbergeschmiegt am Fuße bes Baumes unb fanden bei traulichen Gesprächen, männlichen Scherzen unb heiteren Liebern die Zeit bis zum Morgen nicht lang. 2111 - preußisch. An der rauhen Tafelrunde Friedrich Wilhelms I., die unter dem Namen „Tabakskollegium" berühmt geworden ist, mußte einmal der Propst Dr. Johann Gustav Reinbeck teilnehmen. Er war bemüht, mog- lichst wenig aufzufallen und die Würde seines geistlichen Standes in guter Haltung zu wahren — aber es blieb iHm nicht erspart, daß der Blick des zu derben Scherzen aufgelegten Königs schließlich auch ihn ereilte und zum Opfer erkor. „Jetzt ist Er dran", sagte Friedrich Wilhelm. „Mach er mal sofort aus dem Stegreif ein Gedicht auf ein schönes Mädchen." „Hoho!" dröhnte die Tafelrunde schadenfroh. Der Propst bedachte sich einen Augenblick und sagte in die gespannte Stille hinein: „Wenn mir ein schönes Kind begegnet, das Gott mit Anmut hat gesegnet, so fallen mir Gedanken ein." „Hoho!" lachte der König, „was für Gedanken hat Er denn da, Er Schwerenöter?" Der Probst fuhr fort: „Der Gott, ber so viel schöne Sachen aus einem Nichts hat können machen — wie schön muß bieser Gott wohl fein!* Er setzte sich, inmitten einer plötzlichen Stille, unb hob mit einem guten Lächeln sein Glas ben Humpen entgegen, die ihm die anderen beschämt und mit schweigender Hochachtung hinhielten. (Letzte Jtad)ri42 (38 bis 42), b) 34 bis 37 (33 bis 37), c) 22 bis 32 (18 bis 32). Schweine a) 59 (59), bl) 58 (58), b2) 57 (57), c) 53 (53), d) 50 (50). Sauen gl) 58 (58). Marktverkauf: Rinder, Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe lebhaft. bis 13. November in der hiesigen Turnhalle statt. 3m Rahmen der Allgemeinen Schau wird eine ?0"oerfchau der Süddeutschen Züchter für Zwerge, Bezirk Hessen-Kurhessen, eingegliedert. Auf öer S-^annoDerftfyen Junggeflügelschau er- rpnO ^ari Stoll von hier bei fünf Nummern Rhodelandhühner folgende Preise: 5mal sehr gut, Imal gut, zwei Ehrenpreise. + Grünberg, 27. Okt. Das in der Bahnhofstraße gelegene Anwesen des verstorbenen Bankiers | Philipp Jockel wurde in öffentlicher Versteigerung von Rechtsanwalt und Notar Hans Rappolt Aum Preise von 22 400 Mark erworben. Das Haus stand fast ein Jahr lang leer, ohne daß ein ernsthafter Bewerber dafür vorhanden war. Schwere Freiheitsstrafen für die Offenbacher Ausbrecher. Lpd. Offenbach a. M., 27. Okt. Von dem Sondergericht in Offenbach wurde nach viertägiger Verhandlung der bereits vorbestrafte 18 Jahre alte Heinrich Stenger aus Seligenstadt wegen Gefangenenmeuterei, Totschlagsversuchs, Widerstands und mehreren Diebstählen zu insgesamt 12 Jahren Zuchthaus verurteilt, sowie die Sicherungsverwahrung über ihn angeordnet. Der mitangeklagte und ebenfalls schon vorbestrafte 17 Jahre alte Adam Heß aus Seligenstadt wurde wegen Gefangenenmeuterei, Totschlagsversuchs, unberechtigter Autobenutzung und mehrerer Diebstähle zu insgesamt 6 Jahren Gefängnis verurteilt, wobei ihm feine Jugend zugute gehalten werden mußte. Die beiden Verurteilten waren anfangs Mai mit ihren anderen Komvlicen. die bereit* vor einiger Zeit in Darmstadt ihrer Strafe zugeführt wurden, [in das Amtsgerichtsgefängnis Offenbach wegen der von ihnen begangenen Diebstähle in Untersuchungshaft gebracht worden. Stenger und Heß, sowie der seinerzeit auf der Flucht erschossene Krepp hatten sich verabredet, den sie beaufsichtigenden Hilfs- Or. Schmetter endgültig Reichslreuhänder fürHeffen. Der feit Januar 1938 mit der Verwaltung der Geschäfte des Reichstreuhänders der Arbeit für bas Wirtschaftgebiet Hessen beauftragte Oberregierungsrat Dr. S ch m e 11 e r ist vom Führer und Reichskanzler nunmehr endgültig zum Reichs- treuhänder der Arbeit ernannt worden. Dr. Schmetter ist nicht nur als langjähriger Stellvertreter des Reichstreuhänders Brandenburg, sondern in der Hauptsache in seiner Eigenschaft als vielfacher Sondertreuhänder bekannt geworden. Dr. Schmetter ist Nachfolger des ersten Reichstreuhänders der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen, des tödlich verunglückten ---Standartenführers Franz I. Schwarz geworden. Mein-Mainische Vörse. IHiffagsbörfe uneinheitlich. Sport-Anzüge auch mit 2 Hosen in allen modernen Formen 38.- 46.- 54.- 65.- und höher AlU intforud). Dftafien. " befabt sich mit ichwerdenote, ' «n Vorwurf macht', i.China der ame- „ängt werde. Das ' >lche Regierung das ktes aufrechterhal- ie japanische Regie-' ben Fall hankaus me Tschiangkaischeks 9 herabgesun- )ften sich gegenüber' teunmachtevertrages habe. Die japanische . d die Interessen an- l eren. Aber die ame-' lfrechterhaltung des ür und der Gleich- iter anderen Redin- eoertrages entspreche nehr. Der frühen vor Garantien M ei -er offenen Tür e Regierung unter ’ugefiaffenen Äe- dion -es Neun* dieEnt- ben Rheinische, Hessische und verschiedene Preußische Scheidung am Freitag gelangten vier Mannschaften, bei unverändert 100 Liguidationspfandbriese neben dem Titelverteidiger TV. Offenbach der FC. bröckelten überwiegend bu> 0,2o d H. ab, Gold- Dfknbad,. her Kölner FC. und TM. 67 Leipzig. MW unb«i** Ulster-Paletots in grau und marengo ganz auf Kunstseide verarbeitet 28.- 39.- 46.- 68. 64.- und höher Kalter Markt in Homberg. H»mb erg, 27. Okt. Der „Kalte Markt ist noch heute Hombergs bedeutendster Markt. Die Stadt hatte zu gastlichem Besuche eingeladen. In der Stadt und in ihrem Umkreis ist noch heute am „Kahle Mährt" arbeitsfrei. Der „Kalte Markt" hieß ursprünglich „Simvn- und Judä-Markt". Seine volkstümliche Bezeichnung findet sich zum ersten Male in den Akten der Stadt; vom 5. September 1756. Sein Alter beträgt jetzt 384 Jahre, denn er ist am 20. August 1554 zu Kassel, in der ehemaligen Landgrafschaft Hessen, erstanden. Ausdrücklich war aber im Jahre 1554 ein Liehmarkt für den Warmen und Kalten Markt verboten. Die Ursache des Verbots läßt sich nicht ermitteln. Erst nach mehr als 100 Jahren, im Jahre 1681, erhielt die Stadt Homberg das Recht, zwei weitere Krämermärkte in Verbindung mit Viehmärkten abhalten zu dürfen; sie hießen Seba- stianis-Markt (im Januar) und Ostermarkt (im April). Der „Kalte Markt" ist ein historischer Markt und besitzt seit altersher große Anziehungskraft. Schon etliche Tage vorher trafen hier Karussell, Schießbuden, Schiffschaukel usw. ein. Bei dem trockenen und kühlen Herbstwetter kamen am Vormittag die Landbewohner aus allen Richtungen herbeigeströmt. Für sie alle fand sich unter den zahlreich ausgestellten Waren etwas Brauchbares. Bald sah man viele mit Päckchen und Paketen beladen. Auch für Vergnügungen war reichlich gesorgt. Leider mußte der Schweinemarkt der Maul- und Klauenseuche wegen ausfallen. Landkreis Gieken £ Wieseck, 28. Okt. Nachdem die Turnerinnen und Turner des Turnvereins Wiefeck in Lich mit einer eindrucksvollen Werbeveranstaltung für die Sache des Reichsbundes für Leibesübungen an die Öffentlichkeit getreten waren und viel Beifall fanden, rüstet man nun wiederum zu einer größeren Veranstaltung für Mitte November, die in Verbindung mit der Gesangsabteilung, wie auch unter Mitwirkung der Sängervereinigung Lollar und einer Musikkapelle in Wiefeck abgehalten werden soll. Chor, Orchester und Tanzgruppe werden sich an diesem Abend zu gemeinschaftlichen Darbietungen vereinigen. St Lang-Göns, 28. Oktober. Die wegen der Maul- und Klauenseuche verschobenen Iubi - Ulster mit oder ohne Ringsgurt in um-, fisshgrat-oder Diagonalmuster 36.- 44.- 58.- 69.- und höher Deutsche Mimschaslsmeisterschasten im Fechten Oie Dorkümpfe der Frauen. «S5 r n sieg in iapr&) Krise, Wahl nach? guintin bamii 1". 7!S -Fliegerkorps vertritt Deu schland in Helsinki. Nach den letzten Meldungen aus Helsinki hat sich das Oraanisattonskornitee für die XII. Olympiade 1940 entschlossen, auch das Segelfliegen durchzuführen. Das nationalsozialistische Fliegerkorps teilt hierzu, mit: Dieser Entschluß dürfte von allen in größerem Maß Segelflug treibenden Nationen in der ganzen Welt mit besonderem Interesse zur Kenntnis benommen worden sein, stellt er die Länder doch im Hinblick auf die Kürze der Vorbereitungszeit vor umfangreiche Vorbereitungsarbeiten. Das Internationale Olympische Komitee hat der Federation Aeronautique Internationale in Paris als der hier- Jn Leipzig begannen am Donnerstag die Mannschaftsmeisterschaften im Fechten mit den Kämpfen der Frauen auf Florett. Dreizehn Mannschasten stellten sich zur Vorrunde. Der im Reiche auch bei den Frauen führende süddeutsche Fechtsport war durch fünf Mannschaften vertreten, von denen sich erwartungsgemäß der Titelverteidiger To. Offenbach, der Fechtclub Offenbach und IG. Frankfurt a M. für die Zwischenrunde qualifizierten, wahrend Fechtring Nürnberg und Tv. Ulm bereits m den Bor- kämpfen scheiterten. Neben den Offenbacher F ch- terinnen hinterließ die Mannschaft des TsV. Leipzig, in dessen Reihen Lern Oslob steht, einen vorzüglichen Eindruck. Die Offenbacher Turnerinnen laugen den To. Ulm 13:3 und die Tch B r- lin 12:4. In der gleichen Gruppe kam Seip- ziq durch klar- Siege über Tib und Ulm -m-Runde vorwärts. PSV. Hamburg und Eintracht Leipzig zogen kampflos m die Zwischenrunde etn. 3n Oer Gruppe III unterlag IG. Frankfurt dem Kölner M. bei 8:8 nur durch das schlechtere Treff-rv-rhal ms erkämpfte sich aber durch einen ll:5-Sieg über MTV. Magdeburg mit den Kölnerinnen emen Platz in der Zmllchenrunde. Der FC. Ofsenbach bracht deutschen Rekord bestätigt. Die Anerkennung afs Weltrekord ist nur durch den plötzlichen Tod des Vorsitzenden der Sportkommission, Stankooits (Ungarn), verzögert worden. Weiterhin ist die am 28. August von Leutnant Friedrich Wilhelm Hölting (Breslau) erzielte Rekordzeit im 400-Meter- Hürdenlauf mit 53,1 Sekunden anerkannt worden. 100 Kilometer in 2:26:21/4 Standen. Neuer Radweltrekord von Piubello. Dem italienischen Radrennfahrer Piubello hat es keine Ruhe gelassen, daß ihm der Franzose M a • l a d a l vor einigen Wochen den Weltrekord über 100 Kilometer ohne Schrittmacherführung entriß, den er feit 1937 im Besitz hatte. Am Donnerstag unternahm Piubello auf der Mailänder Vigorelli- Bahn einen Angriff, der auch Erfolg hatte. Der Italiener legte die 100 Kilometer ohne Führung in der neuen Rekordzeit von 2:26:21,4 Stunden zurück, erreichte also auf seiner Alleinfahrt über 40 Kilometer Durchschnitt. «urze Sportnotizen Hans Nüß 1 ein, der Weltmeister der Tennis- kehrer traf am zweiten Tag des Turniers in Kopenhagen auf den Amerikaner Richards. Nüßlern siegte nach hartem Kampf mit 4:6, 10:8, 7:5. Tilden bezwang Ramillon 6:3, 6:2. 1 ♦ Eine Reise nach Frankreich unternimmt die Hockey-Frauenelf von Allianz Frankfurt am kommenden Wochenende. Sie nimmt am Turnier des TC. Moulins (Südostfrankreich) teil, zu dem sich neben den führenden französischen Mannschaften auch eine englische angesagt hat. wesentlichen fast unverändert, soweit kleine Abweichungen von höchstens 0,25 bis 0,50 v. H. ein- traten, waren sie meist nominell. Auf dem ermäßigten Stand herrschte eher leichte Nachfrage. Don Montanwerten stellten sich Verein. Stahl auf 110, Mannesmann auf 112,75, Dt. Erdöl auf 130,75, Hoesch auf 119,50 (119,75) und Rheinstahl auf 138,25 (138,50). Maschinenakt'.en lagen durchweg behauptet; MAN. 143, BMW. 147, Demag 149,50, - —- uetunyeii iieuien |ia; uei uu.huu Juuyhui.v 103,40, Moenus 126, Rheinmetall WuH olym- sätzen 'auf vielen Gebieten auf Rückkäufe Besserun-1136,25 (136), Faber & Schleicher 95. JG.-Farben pischen Wettbewerbe wurde eine Reihe von Natio-1 gen em, so daß teilweise die gestrigen Schlußnotie- > blieben mit 152,75 unverändert, Reichsbank in Annen aufgefordert. Man rechnet damit, daß nach rungen leicht überschritten wurden. Don einzelnen passung an Berlin 0,75 v. H. höher mit 192,75, Prüfung der Entwürfe und Neubauten das vIym- Ausnahmen abgesehen betrugen die Abweichungen ferner gewannen Westdeutsche Kaufhof 0,25 v. H. pische Einheitsmodell bereits im Frühjahr . nur Bruchteile vom Hundert. Scheideanstatt gaben1 auf 103,25, Licht & Kraft 0,65 v. H. auf 141, Bem- 1939 fliegerisch erprobt werden kann. Die Vertre- 2 v. H. nach auf 208. Conti Gummi 1,50 v. H. auf । berg 0,50 o. H. auf 140. Deutsche Linoleum notier« ..... ~ ' .......*■ " ' 208,50 und von Maschinenwerten gingen Demag ten nach Pause 2 v. H. niedriger mit 160. Am Em- um 0,13 v. H. auf 149 zurück. In Montanwerten heitsmarkt lagen Bankaktten^ behauptet;^ von In- waren die Umsätze teilweise reger, Mannesmann ' *--=**--*■ 'nl> mi, un. ’ nS* Siebe ] Wunrr Dor b(m , ttmere ?rrnnqen ■ , finkt. 9lut ein, Reiben. $,r Sei» >"chd°- Der s" Ä der Lhne Lw°ch!°l7°mpfe- schwankten M, oK. fi. Von den °°ri°b^n Wer- rinnen untreten mußte, hatte m der Zwischenrunde len gaben Renhsaltbefth mt 1M.M (130,75) nach, schwer zu kämpfen, um jeweils mit 9:7 die starke. Reichsbahn-VA. 0,13 vH. hoher mit 125,75. Hom- Wettkampfgemeinschaft Essen und die Frankfurter! munal-Umschuldung schwächten sich auf 93,7a IG au-zulÄtt-n Di« Frankfurterinnen erzielten (93,SO) ab, ebenso Stadte-Mtbefchanlechen auf 133 TZ°°Lİs°tz"N to'SFr °Äiteren Verlaufe fanden nur noch wenig hainl'hrf bet U««?' I ZM I, tMM MNM | ließ.) der neuen itionen merben auch Italiener im Die Fräge der A- irlament mar t gelöst worben. 8« Eroberung des o stund die Entwicklung orberungen noch ge- lehörigkeit von Man- Erfahrung im Kolo 1 für die Arbeit ber I In. 3n der neue ।f Nationalrate | Ingen im SSÄiRfl! $b 'bie iwöff ! ber neuen ; /bi« 6inennti’ i ^„Berlanrmlung» für zuständigen die Frage des fliegerischen Programms sowie der Auswahl des Fluggeräts zur Entscheidung übergeben. Auf Beschluß der FAJ. werden in Helsinki Zielstreckenflüge zur Durchfüh- ____________3___ rung kommen. Dabei werden zusätzlich die Flug- weiterhin nicht unfreundlich. Nach den ersten No- ______ _ höhe und die kürzeste Flugzeit bewertet. Zum Ent-; tierungen stellten sich bei ebenfalls kleinsten Um- Junghans 103,40, rourf eines Einheitssegelflugzeuges für die olym- sätzen 'auf vielen Gebieten auf Rückkäufe Besserun- 136,25 (136), Fabr 3)en rirfitisen JUantel, s g \ den ncnießen Jtnzus finden Sie bei einer unverbindlichen Besichtigung unseres großen Lagers! S A \ |. Einige Beispiele unserer Leistungsfähigkeit: /NH.' WILHELM HORN UND SOHN j It.1 AB :e, Spargelder nehmen entgegen: i Deutsche Bank, Zweigstelle Gießen Grabrasen ausTon Dresdner Bank, Filiale Gießen bietet an 6429A U, Handels- und Gewerbebank e. G. m. b. H. / Gießen 6852V s G att Karten V u: leibwarmeritoiflasdien -r § 6SS5V tragender, flotter 04831 Leinenband VM. 3.60 140 Seilen mit 150 Abbildungen. Schillersttatze 5. 6870° // SS /1R| M i-k äiiii L'-'-'z Ä ..... ID Gebr. Imheuser AM MA«KT 6857 A Das Fachgeschäft für Damen- und Mädchen - Kleidung ♦ HUTE 6868A_ [UCKSÄCKE GEISSLER Sludi Sie werden gut bedient Wir sind inmitten unseres großen Verkaufes. 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Sie fühlen sich in Kindheitstraume versetzt, wenn sie Quellen durch Wiesentäler sprudeln sehen, und wenn es Abend wird, gehen sie gerötet, müde und hungrig in die kleinen Bahnhöfe zurück. Dann ist es aus. Es kommt so viel dazwischen Nur die Wanderer mit der großen Passion bleiben sich treu. Sie treffen sich auch im Herbst. Sie traf ich in diesen Tagen wieder. Freilich werden sie nicht mehr aus heißen Zügen auf die grellen und eben noch so stillen Bahnhofvorplätze entlassen, in ganzen, vergnüglich schwätzenden Schwärmen — nein, sie sind allein. Sie gehen in der Mittagsstunde still durch die betauten, kalten Eisengatter an dem Fahrkartenmann vorbei. Ein paar ewige Spatzen fahren auf, wenn sie das Klirren eines Stockes vernehmen, lieber eine Mauer hängt gelbes, rotes, nußbraunes Laub, lange, zähe Zweige hängen herab. Der grüne Park welkt schon leise. Der Wanderer denkt an den heißen Sommertag, als er hier zum letztenmal spazierenging, und an das junge, schlanke Mädchen, das sich damals plötzlich, kurz entschlossen, bei seinem Begleiter entschuldigte, sich an einen Grashang setzte und die Strümpfe auszog, weil es ihm mehr Vergnügen machte, strumpflos zu wandern. Jetzt war niemand zu sehen. Kein Mädchen lachte. Nur ein Häher schrie. Spatzen fegten durchs Gesträuch, schwirrend und hungrig. Aber es war jetzt doch schön. Es war schön auch im Wald. In der Luft war der Geruch der verlorenen Jugend. Die weißen, dampfenden Wiesen im Herbst, die Pilze waren da; schon mußte man schärfer Hinsehen, um die Pilze vom Laub zu unterscheiden. Es war alles wieder da. Alles, lpas es in der Natur gibt, kehrt wieder, dachte der Wanderer. r. k. Bornofuen. Tageskalender für Freitag. Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr „Fidelio". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Am seidenen Faden". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Helden in Spanien". — Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand. Erstaufführung „Fidelio" im Stadttheater. Ein besonderes Ereignis wird die heutige Erstaufführung von Beethovens „Fidelio" fein. Es ist das erstemal, daß eine große deutsche Oper im Stadttheater mit nur eigenen Kräften dargestellt werden kann. Gleichzeitig stellen sich dem Gießener Pubilkum die neue dramatische Sängerin Anni A i s i o n . der neue jugendliche Heldentenor Heinrich Durst und der neue 1. Baß Herbert Hirche vor Inszenierung: Hermann Schultze-Griesheim. Musikalische Leitung: Kapellmeister Paul Walter, der zwischen dem 3. und 4 Bild die Leo- noren-Ouvertüre Nr. 3 von L. van Beethoven dirigieren wird. Einstudierung und Leitung der Chöre: Heinz Markwardt Bühnenbilder: Karl Löff- l e r. Die Vorstellung findet gleichzeitig cd 5 5. Vor- stelluna der Freitag-Miete statt. Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr. Vergeßl nicht den kauf von Volksaasmasken beim zuständigen NSV.-Amlswatterl Aufruf! Letzte Gelegenheit zur Ablegung der H. Vleder- holungs-Uebung für das SA.-Sport- a b z e i ch e n am Sonntag, 30. Oktober, vormittags 9 Uhr, auf dem Schießsiand an der Haardt, Glei- berger Weg. An dieser letzten Wiederholungs-Uebung müssen alle bisher verhinderten SA.-Sportabzeichenträgec teilnehmen. SA.-Standarte 116. Llnser Berufsnachwuchs. Keine Einstellung ohne Zustimmung des Arbeitsamts. Durch den Geburtenausfall in der Nachkriegszeit ergibt sich in den Jahren von 1935 bis 1947 ein ZJusfaÜ von insgesamt 1.5 Millionen Jugendlicher. Diese fehlen für den Ansatz in Arbeit und Beruf. Die starke Anspannung des Arbeitseinsatzes macht daher eine Leitung des Berufsnochwuchses erforderlich, die nicht nur auf die augenblickliche Lage, sondern darüber hinaus auf die zukünftige Entwicklung Rücksicht nimmt Infolgedessen wurde im Interesse der geordneten Verteilung des Nachwuchses im April 1938 die Genehmigungspflicht auch für die Einstellung von Lehrlingen, Volontären und Praktikanten eingeführt. Die Genehmigungspflicht erstreckt sich auf alle privaten und öffentlichen Betriebe und Verwaltungen mit Ausnahme der Betriebe in der Land- und Forstwirtschaft, der Haushaltungen und der Schiffe der See-, Binnen- und Luftfchiffahrt. Zur Regelung des Genehmigungsverfahrens bei der-Einstellung für Ostern 1939 find nunmehr Ausführungsrichtlinien erschienen, die die Form der Zusammenarbeit zwischen den Organisationen der gewerblichen Wirtschaft und den Arbeitsämtern wie folgt regeln: Die Anträge auf Genehmigung von Lehrstellen, die Ostern 1939 besetzt werden sollen, müssen bis späte st ens 15. November 19 3 8 ein» gereicht sein. Die Anträge werden von den Betrieben nicht an das Arbeitsamt, sondern an die zuständige Industrie- und Handelskammer weitergeleitet. Betriebe des Handwerks reichen die Anträge bei ihren Jn- nungsobermeistern ein. Diese Stellen prüfen die Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit der Nachwuchs- unfteüung. Für den Antrag auf Genehmigung zur Einstellung eines Lehrlings ist ein besonderer Vordruck vor- gejchrieben (gelbe Doppelkarte). Schriftliche Anträge anderer Art oder mündliche oder fernmündliche Anträge werden nicht berücksichtigt. Antragsvordrucke sind bei den Industrie- und Handelskammern und bei den Jnnungsobermeistern zu erhalten. Außerdem gibt das Arbeitsamt Gießen, sowie dessen Nebenstellen in Grünberg, Alsfeld, Lauterbach, Schotten, Büdingen, Friedberg, Bad- Nauheim und Butzbach Antragsoordrucke ab. Es ist zu erwarten, daß die neue Regelung den Berufsnachwuchsbedarf für alle Berufszweige nach den Notwendigkeiten der Gesamtheit sicherftellt. Zur Zeit ist das Arbeitsamt, dabei, die Schulabgänger zu beraten und zu sichten, so daß zu Mitte Dezember eine Uebersicht über den gesamten Entlassungs- ■ jahrgang vorliegt, und alsdann der Einsatz in die Ausbildungsstellen erfolgen kann. - Schaufenster-Ausstellung der OAF. Abteilung für Berufserziehung und Betriebsführung. Blick in ein Ausstellungs-Schaufenster der DAF. — (Aufnahme: DAF.) WM , ÄS f • I' Seit einigen Tagen fällt im Seltersweg immer wieder auf, daß vor den Schaufenstern der Karten- oerkaufsftelle von ,^raft durch Freude" eine größere Anzahl Volksgenossen stehen, die sich die Fenster mit besonderem Interesse betrachten. Was gibt es da zu sehen? Diese Frage sei hier beantwortet. Die Abteilung für Berusserziehung und Betriebsführung in der Deutschen Arbeitsfront hat in den beiden Fenstern in sinnfälliger Weise die Notwendigkeit und die Möglichkeit der.beruflichen Erziehung innerhalb und außerhalb des Betriebes aufgezeigt. Ein Fenster zeigt die betriebliche Ausbildung des jungen Menschen in der Lehre und darüber hinaus die Erwachsenen-Berufserziehung nachher Lehrzeit im Betrieb. Wir sehen zunächst, daß die Berufslehre im Betrieb planvoll und auf breitester Grundlage erfolgen muß. Der junge Mensch, der heute in das Berufsleben eintritt, soll ja nicht als Produzent für den Betrieb tätig fein, sondern er sott zu seinem Beruf ausgebildet und erzogen werden. Die verschiedenen Möglichkeiten einer planvollen beruflichen Ausbildung und Erziehung sind gegeben. Der Kauf- mannslehrling B. darf während seiner Lehrzeit nicht in eine Abteilung des Betriebes hingeftellt werden und darüber hinaus keine andere Abteilung kennenlernen, sondern er muß vielmehr systematisch in die berufliche Tätigkeit eingeführt werden, d. h. er muß auf breiter Basis alle Funktionen des kaufmännischen Lebens erlernen. Das gleiche gilt selbstverständlich für den Facharbeiterlehrling. Hier ist die Möglichkeit gegeben, durch Errichtung von Lehrwerkstätten in den Betrieben oder durch die Errichtung einer Gemeinschaftslehrwerkstätte für mehrere Betriebe, den Facharbeiternachwuchs so heranzuziehen und auszubilden, wie es im Interesse der dringenden Erfordernisse notwendig itt Es ist selbstverständlich, daß sicy nur derjenige im Lebenskampf behaupten und bewähren kann, der beruflich tüchtig und vielseitig ist. Und es muß als eine der dringendsten Aufgaben der deutschen Betriebe die Heranziehung eines guten und vielseitig verwendbaren Facharbeiternachwuchses herausge- ftellt werden. Nach der Berufslehre beginnt erst die Spezialisierung, d. h. der nunmehr Facharbeiter gewordene junge Mensch wendet sich dem Arbeitsgebiet zu, welches ihm am besten liegt. Durch die Lehre hat er eine vielseitige Ausbildung erhalten, er kann also auch jederzeit auf anderen Arbeitsgebieten seines Berufes eingesetzt werden. Mit dem Abschluß der Lehrzeit ist aber erst die erste Etappe der beruflichen Entwicklung erreicht. Nun heißt es weiter aufbauen, die Kenntnisse und Fertigkeiten erweitern und vertiefen, nach höchster Leistung im Berufe streben. Die Betriebe sotten Arbeits- und Leistungsgemeinschaften sein, deshalb haben sie auch die Ver- -pflichtung, um die Leistungssteigerung der Gefolgschaft besorgt zu sein. Durch betriebsgebundene Vortragsreihen, durch Lehrgemeinschatten und Au^bau- kameradschaften, die für die Gefolgschattsmitglieder durchgeführt werden, durch betriebliche Uebunas- ftätten, was hauptsächlich für Großbetriebe möal'ch ist, durch Uebungsfirmen in den Betrieben sollen die Gefolgschattsmitglieder während oder nach der Arbeitszeit erfaßt und in ihren Leistungen ertüchtigt werden. Die Leistungssteigerung wirkt sich unmittelbar auf die Gesamtleistung des Betriebes aus. Für die Durchführung all dieser Maßnahmen stellt die Deutsche Arbeitsfront Hilfsmittel, wie Lehrpläne, Werkstoffsammlungen. Filme und Lichtblldreihen u. a. m. zur Verfügung. * Im andern Fenster ist die überbetriebliche Berufs- erziehung in den Uebungsftätten der DAF. bärge- stellt. Wenn wir die Forderung nach Leistungssteigerung erheben, dann müssen wir auch die Möglichkeiten und entsprechenden Einrichtungen dem Schaffenden zur Verfügung stellen. Die Uebunosftäffen der Deutschen Arbeitsfront sind keine schulmäßige Einrichtung, die trockenes Wissen vermittelt, sondern sie erraffen alle aufbauwilligen Krätte in Lehrgemeinschaften, Aufbaukameradschatten, Arbeitsgemeinschaften und Uebungsfirmen, um unter Anleitung von Praktikern wirklichkeits- und betriebsnahe die beruflichen Kenntnisse und Fertigkeiten zu steigern. Sinn der Lehrgemeinschäften usw. ist nicht die Vermittlung von Teilkönnen und Teilfertigkeiten, sondern die systematische Höherführung aller Beteiligten über verschiedene Stufen bis zur Höchstleistung. Voraussetzung für die Teilnahme an den Maßnah- (Nachdruck oerbotenb 18 Fortsetzung. schmächtige Körper zittert. „Das war vor fünfzig Jahren nicht Mode, daß man so mit kalter Hand dem andern den Boden unter den Füßen wegnahm Und wenn Sie glauben, solche neuen Sitten unter ehrlichen Kaufleuten einzuführen, dann soll mich der Schlag auf der Stelle treffen! Dann will ich mit dieser Welt nichts mehr zu tun haben! Dann ist sie mir zu dreckig und gemein. Haben Sie verstanden? — Was haben Sie denn mit Ihren Händen geschaffen? Nichts! Gar nichts!- Hereingeschneit sind sie und haben angefangen, Unruhe und Unfrieden zu bringen! Weil Sie nicht mit aufgebaut haben! Weil Sie keine Ahnung haben, wie das war, als wir diese Industrie hier aus dem Boden stampften! Wie haben wir gearbeitet! Tag und Nacht! Die Werke sind gewachsen unter unferm Fleiß wie die Bäume unterm Sonnenschein. Es war eine herrliche Zeit. Und nun kommt ein Mann daher, der davon keine Ahnung hat, der das alles nur vom Hörensagen weiß — nein, der nur die Gelegenheit erkennt, mit dem, was unser Schweiß schuf, fein Geschäft, fein eigenes schmieriges Geschäft und seine kleine erbärmliche Rache zu besorgen — der fremd hereingeholt wurde, weil er am glattesten sich zu drehen und zu winden und unterm Fräulein, den Kopf zu verdrehen wußte —" „Hägebarth! Nun ist aber Schluß!" Karöla klopft mit dem Knöchel hart auf. Erschrocken kommt Hägebarth zu sich. Plötzlich wird ihm klar, was er hier angerichtet hat. Du lieber Himmel. Wie konnte er sich so hinreißen lassen! „Verzeihen Sie, Fräulein Westner! Es ist mir so durchgegangen —" Aufatmend sinkt er in feinem Sessel zusammen, der Zwicker stolvert ihm über die Nase, auf der kleine Schweißperlen stehen. 0 Gott, was hat er angerichtet! Nun sitzt er da wie ein Fragezeichen, wie ein Häufchen Unglück. Meßdorff aber lächelt nur ein wenig soö.ttisch und hat dem wilden Ausbruch des alten Mannes flan,6ehr intereffant! Wirklich sehr mterefjant!" nickt er jetzt anerkennend. ,,3d) bin felbft sehr 'ur Offenheit bei Geschäften Aber ich halte mein Angebot noch immer aufrecht. Temperament und Sefdjäft, Herr Hägebarth. lallte man belfer oon- C"m"eb"an™ernTaranteI gestochen fährt der kleine Monn wieder empor. Man lallte Sie - o°n allem trennen, wa- fflefchäft heißt! Dann märe mir — rochier! Hägebarth fehl müssen Sie geben. Sa kann nun nicht mehr langer '»«eigend zujehon, wie Hägebarq hier eine Dummheit nach Sprachlos starrt Hägebarth oon M-ßdorss zu Karola und dann zu jenem Aktenstück. Wie ist das möglich? Wie kann dieser unheimliche Mann knapp vierundzroanzig Stunden nach der Besprechung schon wissen, was man dort gesagt hat? Kann er zaubern? — Es schaudert ihn. Das kann er nicht fassen. Sie sehen", fährt Meßdorff fort, und letzt ergan zen seine Augen, denn nun spielt er l-me Trumpfe aus, „es ist oöllig nutzlos, mir etwa die Lage »er- fchleiern zu wollen, in der Sie sich banden Ich konnte Ihnen wirklich einen angemes enenJStm berechnen lassen. Ich kenne >°«ar alle E nr,chtungen, die nach meinem Fortgang geschaffen lmd Gena ^ Ganz genau. Sie haben schlechte Leute, gnädig s, Fräulein Schlechte Leute — die Mich Uber unterrichten, was bei Ihnen geschieht. S ÄÄÄS».:« Siele, und das ist das einzig entscheidende. Haben Sie sich den Vertrag durchgelesen l '„Und Sie finden ihn gut so?" f™Das wäre sehr, sehr schade!" hätte später gern mit Ihnen emm fürchte. Sie geschlossen, gnädiges FrauAn, cbe- wenn ich werden mich überhaupt "'Am Y p r ^eit zu- Ihnen Ähre ganze n grundenchten muß, daß Sie s^^9 sollen müssen — zu federn Preis. Ab w Dereinig- — ich kann warten. Haben werde 'M foqar ten" eines Tages doch Dann gewissem für die Hälfte. Sie sehen - td) bin m g? Sinn soaar sehr großzügig. ,, e-^lsabschnei- „Sie sind einer der lkrupello est n ÄalsabMl der, mein Herr?" Hägebarth hat auf den schlagen, feine Föufte tanzen n - und Em- gutes altes Gesicht ist blaß voi A ganze pörung. Der Spitzbart sträubt sich. 2er ganz WMWMlWWM Roman von Kurt Riemann Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa der andern begeht. Sie hat den alten Mann dafür um so lieber, aber es tut ihr weh, das mit anhören zu müssen, denn für Meßdorff muß die Wut, die ohnmächtige Wut des andern doch der schönste Triumph sein. Still erhebt sich der Alte, greift seine Aktenmappe und geht. „Entschuldigen Sie mich, Fräulein Westner — aber ich kann nicht anders. Ich weiß — ich werde alt. Da hält der Kopf das Herz und die Zunge nicht mehr fest. Altes Eisen. Ja, ja!" „Sie sollen sich • nicht entschuldigen, Hägebarth, so war das nicht gemeint. Warten Sie bitte unten auf mich. Ich komme sofort." Als der Alte draußen ift, bittet Karola um zwei Tage Bedenkzeit. „Ich gewähre Ihnen ohne weiteres drei volle Tage. Dreimal vierundzwanzig Stunden, fyabe ich bis' dahin keine zusagende Antwort — gehen die Ordres heraus, die bereits ausgeschrieben find." „Ich verstehe. Sie werden Nachricht haben, Herr Doktor." , „Darf ich mich noch einmal bedanken, daß Sie mich so tapfer in Schutz genommen haben, Karola, als jener alte Mann die Nerven verlor? Es war — ein netter Zug von Ihnen!" Groß und durchdringend sieht ihn Karola an. Sie steht schon an der Tür. „Sie irren, Herr Doktor, ich habe Sie nicht verteidigt. Ich wollte nur verhindern daß Sie sich noch länger an der ohnmächtigen Wut eines Mannes weiden konnten, den ich über alles schätze und dessen Auffassung Ich im wesentlichen teile. Es war nur jo unklug, laut zu sagen, was ich und viele andere 'anständige Menschen denken. Guten Tag." Ohne sich umzusehen, geht sie^hinaus. Drei Tage hat sie gewonnen, drei ganze Tage. Lächerlich kurz — und unendlich lang. In diesen drei Tagen wird sie prüfen müssen, ob die Summe tatsächlich das erlaubt, was sie damit zu tun gedenkt. Karanja eine Fabrik aufzubauen! Aber wie es auch kommen mag, in ihrem Herzen singt es! Das kann fein Meßdorff und keine „Union AG." töten ober auslöschen, das ist die selige jubelnde Stimme ihrer Liebe. * „Was für ein Mädchen ift Ihre Braut eigentlich, Karajan? Warum erzählen Sie nicht öfter von ihr?" fragt Frau Wernicke und reicht ihm die Fleischschüssel. „Oder sind Sie im Geiste nur immer bei Ihren Plänen?" Seit einer Woche lebt Karajan nun hier am Südende der Stadt Maadeburg in der Familie seines freundes W"M'ck" Man umforgt und verwöhnt ihn, und er läßt sich das mit großer Freude gefallen. Er ift ein eifriger, wenn auch stiller Verehrer der kleinen Frau Wernicke, die auf eine bewunderungswürdige Weise den Haushalt zusammenhält, den Garten versorgt, für die drei Buben flickt, stopft, schneidert und doch immer Zeit findet, nett auszusehen und am Abend für ihren Mann da zu sein. „Wenn ich Ihnen nun sage, Frau Gertrud, daß sie so ähnlich aussieht wie Sie, daß ich mir auch nie eine ausgesucht hätte, die Ihnen nicht gleicht, dann glauben Sie es ja doch nicht", seufzt Karajan und wirft einen verstohlenen Blick zu Wernicke hinüber, der gemächlich Zwiebel auf fein Hackfleisch schneidet. „Wissen Sie, am einfachsten wäre es doch, Sie lassen Ihren Mann hier im Stich und heiraten mich. Er macht sich doch in der Hauptsache nur aus frischem Hackfleisch etwas." „Stimmt!" grunzt Wernicke behaglich. „Und wenn ihr beide den Hausschlüssel sucht, er hängt gleich neben der Küchentür. Ach, Kinder, was haben wir's gut, nicht wahr? Uebrigens ... was tut deine Braut eigentlich? Ist sie noch bei ihrer Tante?" „Nein. Seit Freitag ist sie in Dresden. Ihre Musik läßt sie nicht locker. Sie schreibt auch allerlei Aufsätze." „Und davon kann sie leben und ein Auto halten?" fragt Frau Gertrud erstaunt. „Davon kann man nur hungrig werden! Sie hat ja aber ein kleines Vermögen, nicht wahr? So hat's Karajan uns jedenfalls erzählt." „Und wenn sie nur ein Paar Stiefel ohne Sohlen hätte... sobald meine Arbeit und damit mein Einkommen gesichert ist, wird geheiratet!" lacht Karajan. „Was geht's mich an, ob sie Geld hat oder nicht? Im Gegenteil! ye weniger, desto besser! Ich bin einmal 'reingefallen mit reichen Mädchen. Auf Ihr Wohl, Frau Gertrud!" „Und^ auf Ihre Arbeit! Und daß sie Ihnen alle Hoffnungen erfüllen möge!" Die Gläser klingen hell und klar zusammen. Es ist der letzte Abend hier, morgen will Karajan nach Berlin zum Patentanwalt. Er hat alles beisammen, was für die Patenterteilung nötig ist. Die stillen Tage dieser Woche, sorgfältig gehütet von den lieben Menschen dieses Hauses, haben ihm und seiner Arbeit gut getan. „Nun werden Sie bald ein reicher Mann fein und uns vergessen haben!" scherzt Frau Gertrud, aber es klingt doch ein wenig Wehmut in ihrer Stimme mit, und Karajan hort das auch gut heraus. (Fortsetzung folgt!) 60 Jahre Gesangverein „Heiterkeit" Gießen D. » » LZ £5$ ÖA ° ?5 men 6er Uebungsftätten ist, daß der Teilnehmer bereits im Berus steht und berufliche Funktionen ausüben kann. Wir sprechen deshalb auch nicht von Kursen oder Berufsausbildung sondern vün für* dernden Berufserziehungsmahnahmen, d. h. Matz- nahmen, die den schaffenden Menschen in seinem • Beruf fördern, also höher führen sollen. Der beruflichen Förderung geht die Berufslaus- bahnberatung voraus, die den Zweck hat, den Schaffenden entsprechend seiner Fähigkeiten zu lenken und im Endziel die Verwirklichung des Prinzips „Den richtigen Mann an den richtigen Platz" anstrebt. Der schaffende Mensch muß an den Arbeitsplatz gestellt werden, den er vermöge seiner Kenntnisse und Fertigkeiten mit höchstmöglicher Leistungsfähigkeit und Arbeitsfreude voll und ganz zum Nutzen der Gemeinschaft ausfüllen kann. Die Deutsche Arbeitsfront sieht in der Berufs- erziehung eine der positivsten sozialpolitischen Maßnahmen für den schaffenden Menschen, die es ihm ermöglicht, sich im Lebenskampf zu behaupten und durch Höchstleistung im Beruf sich von der Vorstellung des Arbeitszwanges freizumachen und in der Arbeit die höchste Erfüllung und schönste Form des Lebens zu sehen, eines Lebens, welches wir nicht für uns selbst, sondern für unser Volk und Vaterland besitzen. Finanzamt, ein v Reihe von Mietwohnhäusern. Ein ganz neues Viertel wurde am Schießhorst und an der Karl- Weber-Straße eröffnet. Nach allen Seiten dehnte sich die Stadt aus. Die große geräumige Turnhalle war 1889 entstanden und 1926 durch den Anbau des großen Turn- und Sinasaals wesentlich erweitert worden. Die städtische Wasserleitung war 1898 mit einem Kostenaufwand von etwa 100 000 Mark erbaut und in späteren Fahren mehrfach ergänzt und erweitert worden. Schon 1910 war in der Die musikalische Leitung ging infolge verkehrstechnischer Schwierigkeiten im Winter 1923/24 von dem damals in Großen-Linden wohnenden Musiklehrer Heinrich Blaß an deffen Freund Musiklehrer Wilhelm Schöttler in Gießen über, der seinem Vorgänger in würdigster Weise folgte und auch das große Konzert anläßlich des goldenen Vereinsjubiläums im Fahre 1928 in der Dolkshalle, das Sonderkonzert beim 2. Hessischen Sängerbundesfest 1929 in Darmstadt und die Stunde des Ehorgesangs am 13. Funi 1937 im Reichssender Frankfurt dirigierte. Seit Gründung des Sängerkreifes Gießen im Fahre 1930 wird an den jährlichen obligatorischen Wertungssingen selbstverständlich und stets mit Erfolg teilgenommen. Nicht nur die gesangliche, sondern auch die gesellschaftliche Seite wurde jederzeit mit großer Sorgfalt gepflegt. Die wohlgelungenen Veranstaltungen dieser Art stehen noch in bester Erinnerung. Die im Fahre 1933 erfolgte Vereinigung mit dem Gesangverein „Liederkranz" erwies sich als nicht zweckmäßig und wurde nach fast zweijähriger Dauer wieder gelöst. Bedeutet es schon ein großes Glück für einen Verein, während einer Spanne von 60 Fahren nur vier Chormeister besessen zu haben — und das beweist, daß es sich stets um bestens bewährte Männer gehandelt hat —, so kommt noch hinzu, daß die „Heiterkeit" meist von tüchtigen und weitschauenden Dereinsführern geleitet und so über bedrohliche Klippen hinweggesteuert wurde. Heinrich Seidewand, Emll Noll, Josef Berber und Philipp Eise verdienen hier besonders ehrenvoll genannt zu werden. Als eine sonst seltene derartige Tradition darf die seit 1895 bestehende Verbundenheit mit dem Gaschaus „Schivkapaß" — dem Dereinslokal — erwähnt werden, dessen langjähriger Inhaber Jean Arnold noch heute im Alter von 82 Jahren aus den Reihen der Sänger gar nicht wegzudenken ist. So zieht sich durch das Leben der .Heiterkeit^ wie ein roter Fgden die stete Tatbereitschaft. Immer und zu jeder Zeit war ein strebsamer und opferwilliger Mitgliederstand vorhanden, der sich feiner großen Aufgabe in der Vermittlung wertvollsten deutschen Kulturgutes bewußt geblieben ist und so wesentlich mit dazu beigetragen hat, das Anlchen und den Ruhm seines Vereins zu mehren und sich einen großen und treuen Freundes- und Anhängerkreis zu sichern. So wie bisher mögen auch in aller Zukunft die ungezählten, meist schönsten Stunden des Lebens die Mitglieder zu einem glückhaften Fortbestand der „Heiterkeit" verpflichten. =*4 3 C P In diesen Tagen konnte der Gesangverein „Heiterkeit" auf sein 60jähriges Bestehen zu- ruckblicken. Von einem Kenner der Verhältnisse wird uns über die Gründung und den Werdegang folgender Bericht übergeben. Der Gesangverein „Heiterkeit" verdankt seine Entstehung der „Freiwilligen städtischen Feuerwehr". Junge Leute derselben schlossen sich zu einem Kränzchen zusammen, um dadurch einen Mittelpunkt für das gesellige und freundschaftliche Leben zu schaffen und einen engeren Zusammenschluß zu ermöglichen. Dieses „Feuerwehrkränzchen" wurde als Zweigverein der Wehr nicht geduldet, so daß es am 7. 'September 1878 durch die Beteiligten zur Bildung eines selbständigen Vereins kam, dem man den Namen „Heiterkeit" beilegte. Schon bald nach der Gründung trat die rein gesangliche Betätigung mehr und mehr in den Vordergrund, und unter Leitung von Musiklehrer Grö - ninger setzte eine zwar langsame, aber stetige Entwicklung ein. Ein um 1890 ins Leben gerufener gemischter Chor war leider nur von kurzer Dauer. Wenn auch der noch junge Verein in der Öffentlichkeit erfolgreich wirkte, trat doch mit der im Jahre 1899 erfolgten Uebernahme des Dirigentenstabes durch Lehrer Ludwia Becker ein grundsätzlicher Wandel ein, der sich sehr zum Wohle der „Heiterkeit" ausgewirkt hat. Neben alliährlichen, zum Teil mehrtägigen Ausflügen und Reisen bilden die mit Wertunassinaen verbundenen Feste des Lahntalsänaerdundes Marksteine in der Vereinsgeschichte. Besonders Beachtung verdient aber die Teilnahm- der „Heiterkeit" an den zu jener .'Reit üblichen Gesangswettstreiten.. U-berall, ob in Bad- Nauheim, in Lang-Göns, Villmar oder Nidda, murd»n die unter zielbewußter Leitung stehenden Darbietungen bei starker Konkurrenz mit zum Teil ersten und Ehrenoreiien gekrönt. Es ist deshalb nicht verwunderlich, daß schon im Jahre 1906 das Konrertpodium betretm wurde. Einer Einladung des Eisenbahnvereins Nidda folgend, übernahm die „Heiterkeit"' den gesanglichen Teil einer Wahltätigkeitsveranstaltung und erntete dafür reiche Anerkennung. Das Jahr 1909 zeigte den Jubslverein gemeinsam mit dem auch unter Leitung von Aerrn Becker stehend-n Gesangverein ..Germania" Lollar zum ersten Male in der für kulturelle V-ranstaltunaen historischen Neuen Aula der Unioerfitäf im wohlaelunaenen Konzert unter dem Motto „Kindheit und Heimat". Das in aesanalicher und gesellschaftlicher Hinsicht blühende 93erein«feben w"rde durch den Ausbruch des Krieges im Jahre 1914 unterbrochen und fast noüftänbig zum Erlieaen gebracht. Ledialich die Sorae um die 'M Felde ftehenb»n Sanaesbrüder und um deren Lieben in der Heimat bildete nunmehr den S'nn b»r V»r»instätigkeit. Mit allen nur Verfügung stehenden Mitteln war man bemr*bt, Not in ausreichend-rn Maße zu lindern. N"un Mit» alieder kehrten nicht mehr in irre Heimat zurück, unter ihnen der verehrte Dirigent Lehrer Becker. Die Kriegs- und die nachfolgende Notzeit vermochten iedoch nicht, die öiebe zum deutschen Lied zu vernichten. Mit all"m Ernst samm»sten sich sofort nach Kriegsende die Mstalieder der ,.H»it^rkeit" um ihre Fahne. In M"sfklebrer Heinrich Blaß war es gelungen, einen Chormeister zu finden, der be= fohiat war. den von seinem Vorgänger einae- lchlaaen-'n Weg erfolgreich w»tter zu beschreiten. G»wiß hatten die Gesanasm»ttstr»ite in materialistischer Hinsicht zum T"il üble Folgeerscheinungen gezeitiat: außerordentlich segensreich allerdings tu ar en sie in der Erziehung zu einer geradezu hohen Gesanaskultur. So hat denn die „Heiterkeit" aus di"s-m Erfghrikna-m heraus sich für die nffintt-f;*« Abhaltung eines Männerchor-Konzertes entschieden. § E »> Aee •° -o E E A'L Die Stadt erbaute das Dienstaebäude für das Finanzbeamtenwohnhaus und eine Stadt durch die Tatkraft weitsichtiger Bürger ein schönes, modernes Schwimmbad entstanden. Das alte, um 1500 erbaute Rathaus, ein herrlicher Fachwerkbau, wurde 1902 von Grund auf renoviert. Auch eine umfassende Herstellung des Aeußeren und Inneren der altehrwürdigen Stadtkirche wurde 1861, 1911 und 1929 durchgeführt. 1928 ging die Stadtverwaltung an den Bau eines modernen Krankenhauses, das sich zu einem reichen Segen für die Stadt und die umliegenden Gemeinden ausgewirkt hat. Groß war das Opfer (etwa 250 000 Mark), das die Stadt damit für die Allgemeinheit brachte. Das alljährlich stattfindends Motorradrennen „Rund um Schotten" hat den Namen der Stadt weithin in der Sportwelt bekannt gemacht. So hat die Kreisstadt Schotten sich von Anbeginn an auf allen Gebieten fortschrittlich betätigt, sie ist mit dem Geist der Zeit gegangen und hat dabei viele Opfer auf sich genommen, um den Ruf und das Ansehen einer Kreis- und Beamtenstadt zu wahren. Das Ende des Kreises Schotten ist nun getom« men. Es besteht aber die begründete Aussicht und feste Hoffnung, daß man der Stadt Schotten, die auf eine über 1000jährige Geschichte zurückblickt, einer alten Kämpferstadt, die als erste Kreisstadt den Führer schon im Mai 1932 zu ihrem Ehrenbür- ' ger ernannte, einen ausreichenden Ersatz für dis Ovfer gewährt, die sie im allgemeinen Staatsinteresse hat bringen müssen. Möge dieser alten Kreisstadt und allen bisherigen kreisangehörigen Gemeinden in ihren neuen Kreis- verbänden im wiedererstarkten, vom Führer neu geschaffenen Großdeutschen Reich ein neuer, glückhafter Aufschwung beschieden sein! 86 Jahre Kreis Schotten. Rückschau am Ende der Arbeit dieses Kreises für das Gemeinwohl. 6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7; Nachrich- ten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher K'ang zur Werk- pause. 9.30: Gaunachrichten. 9.40: Deutschland — Kinderland. „Die Mutter als Erzieherin." 10: Schulfunk. Andreas Hofer. 11.45: Ruf ins Land 12: Mit» tagskonzert I. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskon- zert II. 14: Nachrichten. 14.10: „Lach doch e bisserl, sing doch e bisserl." 15: Aus der Arbeit der NSV. 15.30: Was uns allen Freude macht-, Frohsinn und Heiterkeit mit unseren Jungen und Mädeln. 16: Nachmittaaskonzert. 18: Im Kampf mit Fels und Kar- Mit dem Funkwagen zum Neubau der Flexenstraße. 18.30: Platzkonzert. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 20: Nachrichten. 20.15: Unser kleines Orchester bringt heute: 1. Meister der deutschen Unttrhaltunasmusik 2. Nur einmal recht glücklich sein. 22: Nachrichten. 22.30: Wir tanzen in den Sonntag. 24 bis 3: Nachtmusik. Aus Versehen erhängt, aber rechtzeitig gerettet. LPD. Frankfurt a. M., 27. Oft Ein aufregender Vorfall spielte sich am Mittwoch in einem Hause in Frankfurt a. M.- Höchst ab. Die Hausfrau hatte ihren erwachsenen Sohn beauftragt, auf dem Dachboden die Wäscheleine anjubringen. Als nach kurzer Zeit die Mutter mit der Wäsche auf den Trockenboden kam, fand sie den Sohn an Der Wäscheleine erhängt auf. Sie loste sofort die Seine und nahm an dem bereits Bewußtlosen Wiederbelebungsversuche vor. Die Versuche hatten auch Erfolg. Wie sich herausstellte, hatte sich die Wäscheleine um den Kopf des jungen Mannes geschlungen, ohne daß er es bemerkte. Als er vom Stuhl springen wollte, blieb er in dem verwirrten Sell hängen und verlest sofort das Bewußtsein. 2D MM nannt, der vom 16. Dezember 1887 bis 1. Oktober 1911 als treusorgender Leiter seinem Kreis Vorstand. Mancher notleidenden Gemeinde hat er beim Bau der Wasserleitung oder des Schulhauses durch Hergabe eines privaten Darlehens geholfen, wie er sich auch um das Kriegervereinswesen im Kreise sehr verdient gemacht hat. Er wurde Ehrenbürger der Stadt Schotten. Auch der großen Verdienste des leider so früh verstorbenen Kreisrats Dr. Kranzbühler und des jetzt in Darmstadt im Ruhestand lebenden Geh. Regierungsrats B o e ck - mann fei hier dankbar gedacht. Kreisdirektor Dr. Fann hat besondere Verdienste um den Kreis dadurch, daß er die Uebernahme durch das Reich der vom Kreis während des Wellkriegs aufgenommenen Schulden für Kriegerfamilienunterstützungen in Höhe von etwa 100 000 Mark erreichte. Ein gutes Zeichen der Kameradschaft und Volksverbundenheit liegt im Bestand der Freiwilligen Feuerwehren. Heute gibt es keine Gemeinde im Kreis Schotten mehr, in der sich nicht eine Freiwillige Feuerwehr befindet. Besondere Verdienste erwarben sich hierbei Regierungsrat Schwan und der langjährige Kreisfeuerwehrinspektor Eberheim. Vielen Bauluftigen wurden vom Kreis Baudarlehen bewilligt. Die Baulust wurde damit sehr gefördert, das Bauhandwerk unterstützt. Der frühere Kreis-Obst- und -Gartenbauverein hat außerordent^ lich anregend auf dem Gebiet der Obstbaum- und Gartenpflege gewirkt. Den Fafelhaltern wurden vom Kreis Prämien für gute Haltung der anver- trauten Tiere bewilligt. Die nach dem Weltkrieg eingerichtete Kreisfürsorgestelle hatte einen von Jahr zu Jahr steigenden Etat, und damit hat sie auf den verschiedensten Wohlfahrtszweigen segensreich gewirkt, wie Jugendfürsorge, Sozial- und Klemrentnerhilfe, Anstaltspflege, Z6äegsbeschädigten- fürsorge u. a. m. Im Kraftfahrzeug- und Paßver-- kehr wuchs die Arbeit ständig. So hatte sich das Aufgabengebiet des Kreises von feiner Gründung ab bis heute in den langen Entwicklungsjahren ungemein erweitert und vermehrt. Der Auftrieb im Kreis blieb gegen die 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts nicht aus. Besonderen Aufschwung hatte die Kreisstadt Schotten feit dieser Zeit genommen. Die Schul- Verhältnisse lagen hier bei der Schaffung des Kreises sehr darnieder. Die Stadt ging damals an den Bau des alten Schulhauses (heutige Adolf- Hiller-Straße). In den 90er Jahren folgte der Neubau des neuen Schulhauses in der Friedhofstraße. Im alten Schulhaus war das sog. „Institut", die höhere Schule untergebracht. Die Räume waren unzureichend geworden, so entschloß sich die Stadt im Jahre 1907 zum Bau eines modernen Realschul- gebäudes. Weitere Schulen, eine landwirtschaftliche und gewerbliche Berufsschule, die hessische Försterschule (1920) folgten. Die Post erhielt ihr eigenes Gebäude. Noch bis zur Nachkriegszeit fuhr die alte, gemütliche Postkutsche nach Ulrichstein, aber bald folgte die Einrichtung der Postkraftfahrlinien (Bau der Autohalle). Oer Weihnachtsmarkt des Deutschen Frauenwecks. Es sei jetzt schon auf den Weihnachtsmarkt des Deutschen Frauenwerks am 3. und 4. Dezember in den Räumen des Klubs hingewiesen. Alle Frauen der grauenhaften, des Frauenwerkes und der Jugendgruppen des Kreises Wetterau arbeiten feit Wochen schöne und wertvolle Handarbeiten, reizendes Spielzeug für alt und jung. Durch Verlosung kommen diese Gegenstände zum Verkauf; sie stellen sehr hübsche Weihnachtsgeschenke dar. Der Erlös kommt dem WHW. und dem Deutschen Frauenwerk zu- gute. Zks. Girßen wirbt für bas deutsche Buch. Die Stadt Gießen hat sich auch in diesem Jahre wieder in den Dienst der deutschen Buchwerbung gestellt. Sie wird in Verbindung mit dem Goethe- Bund, dem Kaufmännischen Verein und dem örtlichen Arbeitsausschuß für die Buchwoche am Mittwoch, 2. November, 20 Uhr, in der Neuen Aula eine Kundgebung veranstalten. Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung, die durch eine Ansprache des Oberbürgermeisters eröffnet, und die von Musikvorträgen der Spielschar des BDM., Bann 116 Gießen, umrahmt wird, wird eine Lesung der Dichterin Agnes M i e g e l stehen. 500 Mark für bas sudetendeutiche Hilfstverk. Anläßlich der jüngsten milttärischen Maßnahmen wurde in Gießen die Pferdebeschaffungskommission IX/18 gebildet. Dieser Kommission oblag nun nach der Heimkehr der Truppen die Rückgabe der Pferde ' an ihre Besitzer. Dabei machte ein Mitglied der Kommission den Pferdebesitzern den Vorschlag, von der ausgezahltLn Entschädigungssumme für die Dienstleistung der Pferde einen Teil an das Hilfswerk für unsere sudetendeutschen Volksgenossen abzuführen. Der Vorschlag fand allenthalben freudige Ausncchme, und so rollten denn auch neben allerlei Kleingeld noch viele 2-RM.- und 5-RM.-Stücke, zweimal sogar je ein 20-RM.-Schein, in die als Sammelbüchse benutzte Zigarrenkiste. Insgesamt kam dadurch der schöne Betrag von 500,58 RM. zusammen, der bei der Bezirkssparkasse Gießen für das Sudetendeutsche Hilfswerk eingezahlt wurde. Diese Spende stellt dem Gemeinschaftsgeist und dem Opfersinn aller Spender und der Tatkraft im Kreise der Pferdebeschaffungskommission ein ehrenvolles Zeugnis aus. Spender und Helfer verdienen daher Dank und Anerkennung. Zehn Merkmale über den Krebs. 1. Wer ein Geschwür oder eine Wucherung der Haut ober der Schleimhaut der Körperöffnungen hat, muß sich sofort Dort einem Arzt untersuchen lassen. 2. Wer in den tieferen Geweben, namentlich am Halse ober in der Brust eine Verhärtung fühlt, muß sich ohne Zögern von einem Arzt untersuchen lasten. 3. Wer den Abgang von Blut oder anormaler Absonderung bemerkt, muß sich ohne Zögern von einem Arzt untersuchen lassen. 4. Jeder Erwachsene, der ohne erkennbaren Grund an Gewicht verliert und an Verdauungsstörungen leidet, muß sich ohne Zögern von einem Arzt untersuchen lassen. 5. Der Krebs ist nach dem heutigen Stand der Wissenschaft nicht ansteckend. 6. Ein Krebskranker, der sich in die Hand des Kurpfuschers begibt, ist verloren. 7. Verloste dich nicht auf Salben, Tropfen ufw.l Sie bewirken Zeitverlust, der verhängnisvoll werden kann! 8. Radium, Röntgenstrahlen ober Operationen sind heute die einzigen Heilmittel. 9. Der beginnende Krebs macht keine Schmerzen. 10. Der rechtzeitig behandelte Krebskranke hat Aussicht, vollständig geheilt zu werden. Frühzeittge Erkennung der Erkrankung bietet Aussicht auf völlige Genesung. Lpd. Slaalsschauspielprin Hermine Körner im Stabllhealer. Die Intendanz des Stadttheaters Gießen hat die bekannte Staatsschauspielerin Hermine Körner für ein einmaliges Gastspiel am Samstag, 5. November, verpflichtet. Hermine Körner gastiert in „Frau Warrens Gewerbe" von Bernard Shaw. Das Gastspiel findet außer Miete statt. Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr. Rundfunkprogramm Samstag, 29. Oktober. Oh“ iSL J V £• E k, E WaPc M 2 -S 5 C 'c _ W ~ Ac K « e £ TVc s»l»t» ft-4^ f'tr hi» E'-ttchtu'M n»”»r 'C'hiifhoufpr »in, h’» im Pm's» her Sichre in r»n»n »ntHrmhon SVitr bi» n»m»rftfi*c>n (^*nf»n bi» H"nhtn'ntsrb"ftasl. Nl'tttor, uwh iCnunfinrrai Hirfnrge. T”h'’v'fi’lflr'*h'irforrt<’ s^ulärrtf>^>p 17»h-»r- M"^nna. «tn E"hern, Laubach und (5*nHer. »ntfHmbnn ^rn-nfen^mJ»r. Das K»-»iqvetorinär^n,t M'hrnata ff* in N»rh'n, hlinq mit hem nrf'fnmf unb h»m wn+mpb:m*h n»rhnnb befernhers her Rtt-a» ttnh A"s»ucht des »inheimUchen 'Nanel-beraer Ratmehe«. bas »in-n b»fnnheren Ansamung Genommen hm G^ciß-» Mi-h» markt» — es f»i nur cm den weitberühmt»n t-ner Sommermarkt erinnert — ahnen von weither Käufer an unb beMrten die einheimif*e Viehmirt- schaft unöemein. Schlachtvieh- und Fleischbeschau wurden bureboeführt, eine Kadanerverwertunas- anstalt bei Rainrod errichtet. Die Gemeinbm nahmen den Bau eianer Wasterleitnnaen in Angriff. Heute ist feine Gemeinde des Kreises mehr ohne eine eigne Wast-rleitung. Ans der Zahl her K>°isrgts sei besonders G°b. Rrgierungsrat Karl Theobald■ Schönfeld ge- e , g E 3!’ oi 1 Am 1. November 1938 tritt nach der Bekannt- machung des Herrn Reichsstatthalters in Hessen — Landesregierung — vom 8. Oktober 1938 das Gesetz über die Auflösung der Kreise Bensheim, Oppenheim, Schotten in Kraft. Damit hot der seitherige KreisSchotten nach einer86jahrigen Geschichte sein Ende erreicht. Nach einem Edikt vorn 12. Mai 1852, ,chie dem Ministerium des Innern untergeordneten Regierungsbehörden betreffend" war das frühere Großherzogtum Hessen in Verwaltungsbezirke, Kreise mit einem Kreisrat an der Spitze, eingeteilt. Der Vo- gclsberg war in die drei sog. Hochlandkreise Alsfeld-Lauterbach-Schotten unterteilt worden. Besonders eng und freundschaftlich hatten sich, bei der Wesensgleichheit der Vogelsberger, gerade die Beziehungen der drei Hochlandkreise gestaltet. Es sei nur an den früheren gemeinschaftlichen Reichstagswahlkreis erinnert. Ein noch engerer Zusammenhang verband von Anbeginn an die Gemeinden des Kreises Schotten mit ihrer Kreisstadt, deren Gesicht sich seit ihrer Bestimmung als Kreisstadt sehr vorteilhaft umgestaltet hat. Aus einer ursvrünglich ländlichen Vogelsberggemeinde mit regem Gewerbe, bodenständigem Handwerk (Tuchmacherzunft, Win- termetzgerei u. a.) und Landwirtschaft entwickelte sich mehr eine Beamtenstadt. Ursprünglich zählten 36 Gemeinden zum neuen Kreis Schotten, der nach einer Verwoltungsreform im Jahre 1874 noch weitere 18 Gemeinden dazu erhielt. Erster Kreisrat des Kreises Schotten war Herr Melior; es folgten die weiteren Kreisräte Frhr. v. Starck, R. Hoffmann. Dr. Jaup, Dr. Diefenbach, Frhr. v. Rgder. Dr. Di"tzlch. Dr. Wolf, Geh. Regierungsrat Schönfeld (1887 bis 1911), Dr. Kranzbühler (1911 bis 1913), Dr. Merck (1913 bis 1920). Muhl, Geh. Reg'erungsrat Boeckmann (1920 bis 1929), Dr. Jann (1929 bis 1934). Zuletzt leitete Regierungsrat Schwan bis zur Auflösung das Amt. Das Kreisamtsgebäube befand st-b von 1852. d. t her Errichtung des Kreises, bis 1889 in dem jetzigen Gaschaus hessisches Haus". 1888/89 würbe das neue, heute noch bestehende Kreisamtsgeböude auf dem sog. Pfarrwieschen nahe dem neuen Bahnhof erbaut. Die Stadt stellte den Bauplatz. Am 29. November 1889 fand eine würdige (Vinmeihungsfeier statt. Mit der Vermehrung der Verwaltungsaufgaben in der Nachkriegszeit muhten neue Diensträume (Fürsorgestelle. Naßst"lle. Verstcherungsamt) außerhalb des eigentlichen Amtsgebäudes in der Nähe beschafft werden. Groß und umfangreich waren die vrelseitraen Aus- rraben. bre bas neue Kreisamt Schotten nach feiner Errichtung zu erfüll»n hatte. Die wirttchöstlichen Verhältnisse, bas Straßenw'sen. bas Schulwesen u. a. faoen sehr stn argen. D»r Vaaelsherg mustte hem Fuhr- und Fremh-im'mkehr erschlossen werden. Neue Sttaßen, neue Schulhäuser marm zu erbauen. Auf die schwach- Steuerkrast war hier im Notstandsgebiet Reckstcht zu nehmen. U»heraus svar« sam, ansvruchslas, fleißig, treu imb bieder mären von jeher die Doaelsberaer. ,.S»lbst"»web, Selbst, aelninn hnnaet zustiednen S'nn", h»ißt es im Bo- gelsberatt»b. Der tarne, st^'nme 23 oh en unh das rauhe Klima maih’n die M»nlch»n kantig, die in harter Arhstt der hür’t’a^n Schalle die Nahrung ab» ringen Muffen. „Viel Steine aahs und menia B^ot." Was die maa-re Landwirtschast nicht zu ein»m ausr»i(f}»nh»n L»bensunterhalt einbrachte, sollte irgenh»in N"benhetri»b imb -v»rhienst einhrinaen: der Holzwald, Hcr"s'nd"strie, H"imarb»it. Winter- meha»rei u. a. m Nach h°ute h»stehen di» gleichen wirtsch^tstichen Verh-ältu'^e. Die S'nbiritrie hat m»nig E'maana in d»n Voa»l'--b»ra a»stmi'»n. wenn sich auch manche gröbere inb"ltr'"'sl»n Werk» im Kr»is anst»^»lt»n. sNaviarsf'brik Mouf^na. Oher- ^chmstt»n. füriih» Sllnitz^iktzbors Ehe>M'sch» ffgh’-’t ^»»hrichshsttte, Wallw»b''rei»n schütz und W»ih.G»- brüber W»'h. Säaem»rke W Neirmann. Schotten, u. a. m.) So kam mit den Jahren — m»nn auch lanas"m — eine Besserung der wirtschaftlichen Lage hn Kreis. An bas Nrsblem der Hittw»id»r'-M»liaratton. an h*n ioa. G»rter^lknlturr>l^n im Naa^saher" ^Nor- kämvfer der n»rfiorb»n» ^aatsT1^ Dr. Karl W»h»r) mna man »i^ria h»ran. W"^rere R^s'n-fini»n rmtrhen hn-rfh den N'>"»lsb»ra geführt: hi» Sttecke N'-dha— ~chntf»n. 1RR8 »ina»m»iht. Stackh»im—^»d-rn— ^Av^annshain—La"t»i>bach. Hun"»n—P^uhn/h— Das n)»it»r€ Nra'"kt ein»r Alsielh— Schotten kam l»iber nicht »'m Ansfuhruna. Die W^rheno.ft rich^»ts mohvaro dl^it^i,ti-,h"4li7i'^n, V a. —Ufr* Aftern—sN-'kk»—Ena»lrod, ein. D;e Schönheit urfT»r€A G»d''ra»s lackte imm»r 'm»hr ^mmhe an. belanh»,-«; nachh-»m her ira Ischl-» 1RR1 m n-ftof«herner ^aharirs'ch m’t s»in»n rw»l»n ,'9wi»i'*r>»r»*4i»n eine grn^»ji/T’Ao 7kr»m» h»nm»rb”ra vnh Rarscha^o^i'^a Hnfrr»^ Ha^nta», biraes ^„'-ti-'rung, Elubhäuser, B'smarckturm 'l. a. n» ) SXu hon Kr»istaa»n unh ®'*oisgU5f*üff»n stnnb-n h«rn Ärp»«A*nt erfahren» Män^sr nn S«sts hie parth imh unh hi» 7^'"-ts^,^s»r;ch"n B»lanae »»nashonh t-^ur«t»n nrnb h;»s» frnfrnnff r»»r’rn4«u. ryas^uänit»»- b»s ©'»•oi^nvn^e; s'»k»»n sich ihre sohr nrt«'^''novi f»»n. Das ^rntnmt battg hnmr'fs noch hi» (^roie:pr''tiennermnfhina zu b», t«-en»n r*»itrh»n er^ai,t (fn u g. hie ^arfr«ohnrh-Rtrab» Schost-M—Mor»i»st^,,ch d. i. »'m T»'s unserer modernen Rennsttecke Rund um 's rL--« fliicucncr XannlxcnnvaAt^