M KM 11 u Nr. 174 Erstes vlatt Donnerstag. 28.ZM 1938 188. Jahrgang Zehst" ön". Korpsführer net W4 kw dem Worflui , indem er ihn tltd) auf die Schul- er, Gießener Anzl iilomdcr. „19. Rhön" schaß' 'n Landemeldungen von der Deutsche« 199 Kilometer, w schweig- Sitzung vor Beginn der parlamentarischen Som- merfenen zusammen. Wie verlautet, sollen in dieser Sitzung in erster Linie die Handelsbeziehungen Englands mit den mittel- und südosteuropäischen Staaten erörtert werden, nachdem in der Mittwochsitzung der Regierung diese Frage bereits angeschnitten worden war. Die englischen Minister werden zum größten Teil bereits am Freitag London verlassen. Die „Times" meldet, Lord Halifax werde in ständiger Verbindung mit dem Foreign Office bleiben und voraussichtlich einmal wöchentlich von* seinem Landsitz in Yorkshire nach London kommen, da die internationale Lage nach allen vorliegenden Anzeichen die Anwesenheit des Außenministers in London nötig machen werde. kennt. Wenn dagegen das neue Wollen in 6en beiden Führerstaaten wie aus einem Guß ist, wenn der Stil der Führerbesuche in Berlin und Rom keine Anleihen bei den Zeremonienmeistern der Vergangenheit zu machen braucht, dann nicht zuletzt, weil geschlossene Persönlichkeiten dahinterstehen. Männer unserer Zeit sind es, die einer neuen Wirklichkeit das Gesicht gegeben haben. Ein Mann unserer Zeit ist der Duce, so wie er vergangenes Jahr zu uns kam und dieses Frühjahr unfern Führer im Ewigen Rom empfing, ein nationaler Sozialist klassischer Prägung. Max Clauss. , .--M London. 27. Juli. (DRV.) Wie der llnler- siaatesekrelär im Luftfahrtministerium Balfour am Wittwoch im Unterhaus mitteilte, bauen u. a. die h a vilt a nd -W e rke zur Zeit eine viermotorige Verkehrsmaschine, weiter sei man an der Konstruktion eines viermotorigen Eindeckers, der ebenfalls bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 200 Meilen in der Stunde 40 Fluggäste in einem Non - Stop - Flug von London nach Berlin bringen könne. Die Zwischenfrage des Labour - Abgeordneten M o n l a g u, ob die neue Maschine, die 40 Fluggäste ohne Zwischenlandung nach Berlin bringen könne, ebenso auch 40 Bomben nach Berlin bringen könnte, rief lebhafte Entrüstungsrufe hervor. Die Entrüstung im Unterhaus über diese Bemerkung des Abgeordneten war so groß, daß nach einigen Minuten der Sprecher einfchreiten und die nächste Frage aufrufen mußte. Später entschuldigte sich dann Montagu beim Sprecher wegen dieser Zufahfrage. bekümmert weiter und die Regierung, die eben erst durch den Mund des Premierminister den Wunsch nach einem guten Verhältnis zu Deutschland zum Ausdruck gebracht hat, läßt diese Kriegshetzer, deren Träger sich als Friedensapostel und Pazifisten ausgeben, widerspruchslos in das Land hinausgehen. Deutschland und mit ihm alle Völker, die aufrichtig den Frieden wünschen, haben die Pflicht, gegenüber diesem verbrecherischen Treiben aufs schärfste auf der Hut zu sein und die brutalen Kriegshetzer vor aller Welt bloßzustellen. Vor der Vertagung des Unterhauses. London, 28. Juli. (Europapreß.) Das englische Kabinett tritt am Donnerstag zu seiner letzten . Eröffnung der Ausstellung„DeutscheBerufserziehung" Die Frontkämpfer wollen den Frieden Kameradschastsabend des List-Regiments in Paris. krscheMt tLglich. außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Lietzener Familienblätter tzeimat im Bild - Die Scholle Monatr-vezugspreir: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr , -.25 Auch bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernfprechanfchlüffe enter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach* nd)ten; Anzeiger Stehen Postscheckkonto: Zrankfuri am Main 11686 Der skandalöse Zwischenfall im englischen Unterhaus enthüllt mit aller Deutlichkeit die wahre Gesinnung eines großen Teils der englischen Opposition, die keine Gelegenheit vorübergehen läßt, in schamlosester Weise gegen das nationalsozialistische Deutschland zu Hetzen und. die Politik der autoritären Staaten zu verdächtigen, um damit systematisch das englische Volk und die Weltöffentlichkeit zu beunruhigen. So kommt es, daß während in Deutschland sich Führung und Volk in einer Reihe alter Kulturzentren zu großartigen Festspielen vereinigen, während in Breslau Deutsche aller Stämme, in Leibesübungen gestählt, ein wahres Fest des Friedens feiern, in England eine gewisse Presse und ein Haufe verantwortungsloser Parlamentarier keinen Tag vorübergehen lassen, ohne die Welt mit ihrem Kriegsgeschrei zu erfüllen und durch ihre systematische Hetze jene gefährliche Stimmung schaffen, in der der Krieg als unvermeidlich betrachtet wird. Wenn der britische Premierminister auch vor kurzem erst diese Einstellung entschieden abgelehnt hat und noch in seiner letzten Rede von einer spürbaren Entspannung sprach, so läßt diese Feststellung die verantwortungslosen Hetzer der englischen Opposition ganz unberührt. Sie treiben im Zeichen der „demokratischen Freiheiten" des parlamentarischen Englands ihr verbrecherisches Handwerk ganz un- Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer vis 8*/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text« anzeigen von70mm Brette 50 Rpf.,Platzvorschrist nach vorh.Dereinbg.25°/<» mehr. Lrmähigte Grundpreise: Stellen-. Vereins-, gemein« Nützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- tu behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Zwanzig Jahre nach dem Ende des Weltkrieges zeigt Europa ein verändertes Gesicht. Gewiß sind es nicht durchweg neue Züge, ja der britische Königsbesuch in Paris hat erst dieser Tage wieder betont konservativen Charakter getragen. Doch sollte der Westen nicht gerade deshalb auf Staatsgebräuche vergangener Jahrhunderte zurückgreifen, weil in Wirklichkeit der Bruch feit der Französischen Revolution noch immer nicht überwunden ist? Königsempfang durch eine Volksfrontregierung, Entente^cordiale als Ablösung für den Sowjetpakt, das alles sind Widersprüche, die der gewissenhafte Beobachter in England wie in Frankreich sehr wohl l'^Nbenloi W W s Rechen der MtunU 3U emer über« jum zweitenmal >v°r. Diesmal ’e «t, in der bu/>g gegen die Ausgangspunkt k"uug- die feit Ä 8Jnie im gestanden hat, C.K. M" Kriegshetzer im englischen Llnierhaus Llnerhörie Zwischenfrage eines Labour-Abgeordneien. Berlin, 27. Juli. (DRB.) Am Mittwochvormittag fand die Eröffnung der im Rahmen des internationalen Kongresses für berufliches Bildungswesen veranstalteten Ausstellung „Deutsche Berufserziehung" statt. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley kennzeichnete einerseits die Raumnot des deutschen Volkes und andererseits die Tatsache, daß uns heute auf vielen Gebieten die Menschen fehlten, um alle vorliegende Arbeit zu meistern. Eine der Reserven, um diesen Mangel herabzumindern, sei die Berufserziehung. Die Leistungen der einzelnen Menschen, ihre Fähigkeiten und Kräfte könnten noch mehr gesteigert werden, wenn man, wie es heute der Fall sei, um ihre Gesundheitsförderung, ihre Arbeitsfreudigkeit u. a. m. besorgt ist. Ein großer Fehler der alten Gewerkschaften sei es gewesen, daß sie — wenn schon außerstande, die Arbeitslosigkeit zu beseitigen — auch fast nichts für die berufliche Weiterbildung der feiernden Arbeitskräfte taten. Es genüge nicht, den Menschen einen Beruf erlernen zu lassen, sondern man müsse ihn dauernd auf der Höhe des Erlernten halten und dieses noch zu steigern suchen. Der Mensch werde mit Sem Lernen nie fertig, und das sei gut so, denn sonst verlöre das Leben seinen Sinn. Mit diesen Auffassungen sei vor Jahren, die Deutsche Arbeitsfront an die Berufsbildungsarbeit herangegangen. Bei der Machtübernahme waren 80 Lehrwerkstätten vorhanden, heute seien es bereits 2400. Allein 5000 Ingenieure wurden herangebildet, die von Betrieb zu Betrieb gehen, um die Arbeitsordnung neu zu formen und durch Verwirklichung der neuen arbeitspolitischen Grundsätze an der notwendigen Produktionssteigerung mitzuhelfen. Weiter wurden 90 Fachschulen für die verschiedensten Gebiete errichtet, d°s i31a,il&* 9 Sehl-r-M^ lterfret5l^‘A 1 “’a AS-Lk S-F ö LaunsbA y W5 Em Mann unserer Zeit. Zum 55. Geburtstag Benito Mussolinis. „Kameraden!" durchschnitt die rauhe und doch merkwürdig warme Stimme Mussolinis das erwartungsvolle Schweigen der anderthalb Millionen Deutschen, die auf dem abendlichen Maifeld vor drm Berliner Olympia-Stadion standen und eben guhrer und Duce jubelnd begrüßt hatten. Jeder Muskel im gebräunten Gesicht des untersetzten Mannes in der grauen Uniform des faschistischen Hrenkorporate war gespannt, kräftig unterstützte der nieüersausende rechte Arm markante Sätze, stolz md freudig sah der Gast des deutschen Volkes diesem Volk ins Auge, und jeder fühlte sofort: Der Huce ist kein Fremder unter uns, er ist wirklich Mser Kamerad. Auf dem Erntefeld vor den Toren Aprilias, einer der drei von ihm gegründeten blühenden Städte in den einstigen Pontimschen Sümpfen, 4net l)i«, im* J e sich der klein« 1 rede jufatnmen ie enteilt und D Meuten a"l da- Teilftüd sah dE I B wobei Weder- m>7 U"Ä *en 1 . deutsche« I >nips rvch NS? bie en. E ^ng iM Usreiienon d-r JMlt 1 4rf» ??"n 'Seit JtÄS die auch der Erwachsenenbetreuung dienen, um die sich früher niemand kümmerte. 3% Millionen Menschen wurden allein im letzten Jahre in Abend- und Fortbildungskursen geschult. Von einer Lehrmittelzentrale gehen regelmäßig 2 4 0 0 verschiedene Lehrmittel in millionenfacher Auflage in das Land hinaus: Zehntausende von Betrieben gehören zu den laufenden Abnehmern dieser Lehrmittel. Um den Betriebsführer auf den neuen Staat auszuzurichten, wurden Betriebsführerschulen errichtet. Der Reichsberufswettkampf, der früher nur 500 000 Teilnehmer umfaßte, weist heute bereits drei Millionen Teilnehmer auf. Dos Ganze mündet ein in den großen Leistungskampf der deutschen Betriebe. Reichsminister Rust wies darauf hin, daß die Entwicklung der Fach- und Berufsschule im Dritten Reich aus der Erneuerung des völkischen Lebens und der nationalen Kräfte entstanden fei. Die Harmonie zwischen Schule, Leben und Wirtschaft sei natürlich erwachsen aus der neuen deutschen Lebensgestaltung. Die deutsche Fach- und Berufsschule wäre isoliert und ohne nahe Verbindung mit den lebendigen Zeitkräften gar nicht in der Lage, alle Aufgaben zu meistern, die an sie gestellt werden. Auch hier drückte die ungeheure Dynamik und Arbeitsintensität der Partei und ihrer Organisationen ihren Stempel auf. Mit dem Wunsch an die Gäste, daß ihnen die Ausstellung gute Eindrücke vom beruflichen Bildungswesen in Deutschland vermitteln möge, erklärte Reichsminister Rust die Ausstellung für eröffnet. an die Vertreter der französischen Frontkämpfer. Er unterstrich in zu Herzen gehenden Worten alles das, was die französischen und die deutschen Frontkämpfer in ihren Gefühlen einige. — Der zweite Teil war in deutscher Sprache an die Kameraden des List-Regiments gerichtet. Graf Welczeck schloß mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer Adolf Hitler. Der Kameradschaftsführer des List-Regiments, Raufe, faßte alles zusammen, was die Angehörigen des Lift-Regiments auf ihrer Fahrt durch Nordfrankreich erlebt hatten und versicherte die Unterstützung der Kameraden des List-Regi- mente für die deutsch-französische Zusammenarbeit. Der stellvertretende Präsident der Föderalen Union der ehemaligen Frontkämpfer, B r o u s s e - mich, sagte: „Die Frontkämpfer sind am besten geeignet, zur gegenseitigen Verständigung beizutragen, denn sie sind auf beiden Seiten von den gleichen Gefühlen beseelt. Auf der' Fahne Frankreichs stehen zwei Worte eingeschrieben: Vaterland und Ehre. Wenn wir auf beiden Seiten mit den gleichen Tugenden und Gefühlen gekämpft haben, ist das kein Grund für unauslöschlichen Haß. Ich bin davon überzeugt, daß die Streitfälle, wie sie sozusagen in jeder Familie einmal vorkommen, nicht mit den Waffen ausgetragen werden brauchen, sondern daß im Gegenteil im Frieden die Beziehungen, die vor einigen Jahren durch die deutschen Besucher eingeleitet worden sind, die jetzt in dem Besuch des List- Regiments in Nordfrankreich eine weitere Frucht tragen, vertieft werden können. Ein neuer lich er es ausführte, das erläutert eine kleine Geschichte aus der Zeit, als der soziale Aufbau des Faschismus geschaffen wurde. Damals wurde ihm ein Plan vorgelegt, wo die verschiedenen Berufsorganisationen zusammengefaßt waren in der Spitze eines Ständerates. Mit einer ungeduldigen Bewegung strich er die Spitze der so in der Theorie gebauten ständischen Pyramide weg und sagte: „D a stehe i ch!" Freilich hatte ein solcher Ausspruch wenig zu tun mit dem „Ich bin der Staat" des Königs von Gottes Gnaden, dem weltanschauliche Gegner die „Diktatoren" des modernen Führerstaates immer wieder vergleichen wollten. Nicht als Herrscher, sondern nach dem frideriziani- schen Wort als der „erste Diener seines Staates" stand Mussolinis Ich immer da, wo bie Entscheidung zu fällen war. Mit zähester Arbeitskraft hat er oft ein halbes Dutzend Ministerien selbst verwaltet und sich eingearbeitet in die verschiedensten Zweige der öffentlichen Verwaltung. Nie hat einer, Beamter oder Militär, ihn des Dilettantismus überführt, aber oft hat feine eisern durchgehaltene Meinung gegen die Fachmänner recht behalten, weil er sein Volk und dessen Zukunftswillen am besten kannte. Auch hier wieder das schöpferische Geheimnis des Fuhrerprinzips, nämlich die unlösbare menschliche Verbundenheit von Führer und Volk. . Die Welt hatte lange genug mit spöttischen Zweifeln die neue Renaissance in Italien mit angesehen, deren Ergebnis dieses Mal nicht ein üppig wuchernder Individualismus wie zur Zeit der Medici war, sondern die straffste Konzentration aller Kräfte auf den Kampf um den völkischen Lebensraum. Als dann dieser Kampf selbst in Afrika begann, da schloß sich der gleiche feindliche Ring des internationalen Mißtrauens um Mussolini und fein faschistisches Italien, der zwei Jahre vorher sich um Hitler und das gegen Versailles aufgeftanöene nationalsozialistische Deutschland gelegt hatte. Es war im Herbst 1935 jene berühmte „Stunde der Sanktionen" zu Beginn des Abessinienkriegs. Doch wie die deutsche Gleichberechtigung sich aus dem Unverständnis der Umwelt mit elementarer Kraft losrang, so schweißte der Genfer Versuch eines Weltboykotte den Duce und seine Italiener nur um so enger zusammen. Aus Jahren der Prüfung erstand das neue Römische Reich auf afrikanischem Boden und gleichzeitig wuchs die Achse Berlin—Rom mitten durch den europäischen Kontinent. Selten sind spitzfindige Rechnungen von dritter Seite so zuschanden geworden wie seit 1933 um Deutschland, seit 1935 um Italien. Das Ergebnis ist schließlich der Freundesbund der beiden Führer und ihrer Völker geworden, und sein säkularer Ausdruck ist bie neue Nachbarschaft zwischen dem Großdeutschen Reich und dem Neurömischen Reich südlich der Alpen. Paris, 27. Juli. (Europapreß.) 200 ehemalige Angehörige des bayerischen Reserve-Jnfanterie-Re- giments Nr. 16, d e s List-Regiments, dem der Führer während des Weltkrieges angehört hat, sind auf einer Fahrt durch Nordfrankreich zum Besuch der Kriegerfriedhöfe und der Schlachtfelder in Paris eingetroffen. Sie haben, nachdem sie die Gegend südlich von Lille besucht hatten, eine Reihe von Kriegerfriedhöfen in der Gegend von Douai, Arras und Cambrai, Peronne und Mondidier auf- gesucht. UeberaU konnten sie feststellen, daß die Friedhöfe sich in bester Verfassung befinden und die Arbeiten zu einer noch würdigeren Ausgestaltung gute Fortschritte machten. U. a. wurden die Loretto-Höhe und die Vimy-Höhe besucht, sowie der deutsche Kriegerfriedhof Targette am Fuße der Loretto-Höhe, der mit über 40 000 dort beigesetzten deutschen Soldaten der größte deutsche Heldenfriedhof aus französischem Boden ist. Wiederum wurden die Frontkämpfer von den französischen Frontkämpfern und den Stadtverwaltungen einer Reihe nord- französischer Städte herzlich ausgenommen, so in A r r a s , in dem prächtigen Festsaal des wiederhergestellten Rathauses. Am Mittwochabend nahmen die deutschen Frontkämpfer an einem Kameradschaftsabend im Deutschen Haus in Paris teil, zu dem sich außer dem deutschen Botschafter und Vertretern der französischen Frontkämpfer-Verbände zahlreiche Mitglieder der deutschen Kolonie eingefunden hatten. Botschafter Graf Welczeck richtete den ersten Teil seiner Ansprache in französischer Sprache hoben wir vor kurzem den Kameraden Mussolini w edergesehen, einen bäuerlichen Arbeiter unter jenen italienischen Volksgenossen. Den nackten berförper vom Schweiß der Arbeit in der Sonne nch, lachend über das ganze Gesicht ob der glücklich ck gebrachten Ernte und im Bewußtsein der un- mttelbarften Verbundenheit mit seinen Bauern der Fiontkärnpfersiedlungen, die einst seine Kameraden im Schützengraben gewesen sind. Dieser Mann, der Hute Italien verkörpert wie Adolf Hitler Groß dutschland, wird am 29. Juli 55 Jahre alt, ein Mann in der Vollkraft seiner Jahre, ein Mann nii| erer Zeit. Lin deutscher Dichter, der im Osten fiel, hat fclr-em jungen Offizier einst das schöne Wort in den .Mund gelegt: „Vorleben muß man seinen Stuten können, das Vorsterben ist dann wohl ein- M l ein Teil davon". Was Walter F l e x so vom Mitärischen Führer sagte, haben die beiden großen politischen Führer und Freunde zu beiden Seiten Alpen verwirklicht: Führerturn durch persönliches Beispiel. Sind doch beide Dinner des Volkes und wo ihr Volk stand in Lr eg und Frieden, da standen auch sie. Der Sohn ®e- Schmiedes aus der Romagna ist in der Vor- Inegszeit einen anderen Weg gegangen als der junge Hitler, den Weg des Parteipolitikers im Laaer ki damaligen italienischen Sozialisten. Als freilich ler Krieg kam, zu einer Zeit, wo der Gefreite f)i1er an der Westfront kämpfte, da schieden sich cllch zwischen dem sieben Jahre älteren Mussolini lirö seinen marxistischen Freunden die Wege. Von onnb an war es ein nationaler Sozialist, br den Eintritt seines Vaterlandes in den Krieg iMenschaftlich forderte und als Kriegsfreiwilliger — ■ -ich er — den Blutzoll seiner Ueberzeugung gab. Sir Sozialist wurde zum Faschisten über das Er- Icknis der Frontbrüderschaft, und seine „Fasci di Combattimento“ formierten sich in Jahren bolsche- viitischer Verwirrung zum neuen Kampf, zum Narsch auf Rom Ende Oktober 1922. Damals icoann Benito Mussolini, der „Duce" des jungen Acliens, im Handstreich den Staat, das Volk und jäten König. Damals horchte eine müde und zer- ptyagene Welt auf, denn die Mächte der Zulun ft pochten zum erstenmal an die Tore der Aochkriegszeit. . Sechzehn Jahre lang hat er seitdem den Staat italienischen Volksgemeinschaft gebaut, das ! Römische Reich im Mittelmeer wieder erkämpft. Es lar, wie später im nationalsozialistischen Deutsches, eine Wiedergeburt d e r Ration nn Kreißenden Schwung der Führerpersönlichkett. Ost hü man im übrigen Ausland versucht, die Unter- I i shi?de zwischen den Männern Hitler und Mussolini, \ Pichen Nationalsozialismus und Faschismus her- «ifßuarbeiten. Dennoch mußte man schließlich er- !iimen, daß zwar der natürliche Unterschied zwi- sun Deutschland und Italien besteht, darüber hm- -8^ s, W D M i * . W5 W ' * 11 DK < k4 'L-Ä > - *' • „*- -/.* / ,^,v r*' .5 <.#,-■ ■ Kijg MW .4% - - Mi ■' V* }?. M'7 'W dsk" S.SßECGJ /?-‘y.« Stiftung „Deutscher Gportbanf" und übergibt »em Reichsbund für Leibesübungen das neue Bundesbanner. der gesamten deutschen Turn- und Sportbewegung die Eröffnung des größten deutschen Festes der Leibesübunaen. Die Turner und Sportler sind alle in ihrer Festkleidung erschienen, und viele der Gäste haben ihre schönen Volkstrachten angelegt. Stunden vor Beginn schon sind die hohen Ränge der Kampfbahn Kopf an Kopf besetzt, bei der Hitze sitzt alles im weißen Turnhemd, im bunten Sportkleid in dem gewaltigen Oval, in das viele Uniformen eine besondere Note bringen. Wenige Minuten vor 16 Uhr betreten Dr. Frick und der Reichssportführer die Ehrentribüne. Im gleichen Augenblick leiten Fanfaren den feierlichen Akt ein. Unter festlichen Marschklängen ziehen dann über die große Freitreppe beiderseits des Glockenturmes das bisherige Bundesbanner, geleitet von Oberbürgermeister Dr. Strölin - Stuttgart, welche Stadt das Banner feit dem Turnfest 1933 in ihrer Obhut hatte, und dahinter die Traditionsfahnen der Deutschen Turnerschaft in das Spielfeld ein. Das neue Bundesbanner, die 17 neuen Gaubanner des DRL. sowie die 6000 Vereinsfahnen, die ihre Weihe erhalten und noch verhüllt find, folgen nach. Gleichzeitig marschieren von dem Süd- und Nordtor die Vereinsfahnen in großen, dichten Blocks ein. Die Spitze der Blocks ist den Ausländsdeutschen vorbehalten, die in ihrer Turnerkleidung oder in ihren schönen Volkstumstrachten erschienen sind. Als erster Redner nimmt Gauleiter Staatsrat Wagner das Wort, um den vielen taufenden Teilnehmern des Turn- und Sportfestes die herzlichsten Grüße des Grenzgaues und feiner Bevölkerung zu entbieten. Unter gedämpften Fanfarenklängen leitet ein Ehor- spruch zu der Ansprache des Oberbürgermeisters Dr. Strölin (Stuttgart) über, der das Traditionsbanner der Turnfeste dem Reichssportführer übergibt. Dieser übernimmt das alte Banner in die Obhut der nationalsozialistischen Bewegung. Zugleich aber bittet er den Schirmherrn des Festes, Dr. Frick, dem DRtz. ein neues Banner als Wahrzeichen der größeren Gemeinschaft zu verleihen. Das neue Banner des DRL. zeigt den Adler des DRL., von Goldlorbeer umrahmt, auf rotem Felde. Dann nimmt der Schirmherr des Festes, Reichsminister Dr. Frick, das Wort. Krieg würde den Untergang der ganzen Welt bedeuten; den will kein einziger Frontkämp- 1 fer. Frankreich und Deutschland können noch lange in gegenseitigem Verständnis und Frieden leben. Es lebe Deutschland!" < Darauf überreichte der Redner dem Kamerad- , schaftsführer Nause ein Bild des französischen Frontkämpfers und Malers Bounard, einen Verbandsplatz an der Front darstellend, wo deutsche und französische Soldaten mit der gleichen Sorgfalt verpflegt werden. — Kameradschaftsführer Nause dankte für die Ehrung. Lange blieben die Gäste 1 bei angeregter Unterhaltung zwischen Deutschen und ! Franzosen zusammen. Am Donnerstag wird a m 1 Grabmal des Unbekannten Soldaten ! unter dem Triumphbogen ein Kranz des Re- ' g iments niedergelegt werden. j Oie Hebungen der Wehrmacht i Die deutsche Wehrmacht sieht in diesem Jahr von 1 der Durchführung einer gemeinsamen großen Wehr- 1 machtsübung, wie sie im vorigen Jahr unter Mit- ( Wirkung aller drei Wehrmachtsteile im Raume von j Mecklenburg stattfand, ab. Die Durchführung solcher « großen Wehrmachtübungen soll nur alle drei । Jahre vorgenommen weroen, so daß die nächste ; Hebung dieser Art erst 1940 wieder ftattfinben . würde. Das Ausbildungsjahr 1938 steht dagegen । im Zeichen gründlicher Kleinausbildung und des Ausbaues. In diesem Jahr werden daher nur in kleinerem Rahmen Hebungen bis zur Division durchgeführt, so daß Zeit bleibt für < die Aufstellung und Ausbildung von Reserve-For- « mationen. Es ist Vorsorge getroffen, daß die Durchführung der Reserve Übung en , über einen längeren Zeitraum verteilt wird, damit ein Ablösungsturnus eingehalten werden kann und die Wirtschaft nicht schlagartig übermäßig belastet wird. Es ist selbstverständlich, daß die im spaten Sammer und Herbst ftattfinbenben~ Wehrmachtübungen, die im Rahmen des militärischen Ausbildungsjahres für Befehlsstellen und Truppen durch die Art der Zusammenfassung Höhepunkte darstellen, nach einem bestimmten Plan ablaufen müssen. Alle diese Hebungen haben den Sinn, im größeren Rahmen zwei Fronten unter Bedingungen, die möglichst kriegsmäßig durchgeführt werden, gegeneinander wirken zu lassen. Am Ende eines Ausbildungsjahres fall der Truppe Gelegenheit gegeben werden, sich in unbekanntem und möglichst vielgestaltigem Gelände kriegsmäßig zu bewegen und verschiedene Waffen und Befehlsstellen Zusammenwirken zu lassen. So dienen diese Hebungen der Erprobung der kriegsmäßigen Gliederung der fechtenden Truppe wie der rückwärtigen Dienste und der praktischen Schulung der höheren Führung. Die Durchführung geschieht planmäßig so, daß die Zusammenfassung der Verbände fortlaufend g e ft e i g e r t wird. Auf die Zusammenfassung hn Divisionsverband folgen die Korpsübungen. Sie erfahren ihre Steigerung in der großen Herbstübung. Aus den verschiedensten Gründen ist es aber nicht möglich, in jedem Jahr in allen Korps Hebungen abzuhalten, während die Divisionsübungen gleichmäßig überall und in jedem Jahr als feststehender Punkt des Ausbildungsganges zur Durchführung kommen. . Seit 1935, feit die neue deutsche Wehrmacht aus- gebaut wird, ist bereits planmäßig nach diesen Gesichtspunkten verfahren. In jedem Jahr haben kleinere oder größere Hebungen innerhalb der einzelnen Wehrmachtteile stattgefunden. Ein Zusammenwirken zwischen Heer und Luftwaffe oder Kriegsmarine und Luftwaffe erfolgte jedoch nur in beschränktem Maße. 1936 führte das Heer Hebungen größeren Stils in Mitteldeutschland durch, wo zwei Korps mit zugeteilten Waffen, besonders der Panzertruppe, gegeneinander übten. In voller Erinnerung ist noch die große Herbstübung 1937 in Mecklenburg, wo unter Anwesenheit Mussolinis zum ersten Male seit 1935 unter der einheitlichen Oberleitung des Oberbefehlshabers der Wehrmacht Heer, Luftwaffe und Kriegsmarine in einen operativen Rahmen gespannt waren. Die achttägige Hebung des vorigen Jahres bildete den Höhepunkt in der bisherigen militärischen Wiederaufbauarbeit. Es ist einleuchtend, daß Hebungen wie dis des Jahres 1937 aus rein praktischen und geldlichen Gründen nur in größeren Zwischenräumen möglich sind, wie auch das Dorkriegsheer nicht in jedem Jahre die sogenannten „Kaisermanöoer" erlebt hat. Die Zusammenfassung aller Wehrmachtteile in einen operativen Rahmen erfordert monatelange Vorbereitungen, denn außer rein militärischen Anordnungen müssen auch noch Maßnahmen getroffen werden, die in das öffentliche Leben des zur Hebung benutzten Gebietes (z. B. Bahn- und Straßepbelastungen, Derkehrssperrungen in den Städten u. dgl.) eingreifen. Hattet», auf Den ei London, 21. Jul tischen Regierung üb mort aus den englische freiwilligen aus H Office veröffentlicht reiche Einwänk itit Durchführungsoo kämmung, gegen di« Landkontrolle durch . unb erhebt Einspruch Men Zeit und na brr Freiwilligen der tir kriegführenden Re Ik Erstes verlang 'Muigskommifsion W zweiter Etel Mren Auskämmun; Ersuchungen n -rrmtionen setze. $ zwei Zurückzieh Wen als unaeni * Umständen die moglid) gemacht werde Bltmögen jeder der Z kngtischen Plan 3000 tonnte. Weiter öumckziehung der s Sejchulten ausländisck 'M®., begonnen wird ä.'der « Ekammuna des Wei mit -en ausL ^klaßiich bezeichnt Men die Bei der Seeton Die 6t 8»*i 3oifd)t A'lbao, 2« e,,.. HSiehf 901 We 61 wird. vollendet. Wie könnten wir jemals gerade unter dieser Fahne vergessen, daß wir nichts sind, als Glieder in der Gefchlechterkette des ewigen Werdens unseres Volkes. Diese Fahne ist in Wahrheit das Feldzeichen einer Gemeinschaft von Verpflichteten. Unter ihr gilt der einzelne nichts und dennoch unendlich mehr als unter den bunten Fähnlein der vergangenen Zeit. Denn unsere neue Fahne will, daß du, Kamerad, und du und du Träger der Idee eines leibesstarken Volkes bist, daß du alles aus dir herausholst, was ein gütiger Gott in dich hineingelegt hat, daß du zur vollen Entfaltung bringst, was an Kraft des Leibes und an Kraft des Herzens in dir ist. Wenn du auch nichts bist als ein Glied der unendlichen Kette, du selbst, dein Opfer und deine Kraft müssen die Kette Zusammenhalten im Zeichen des Glücks — wie im Zeichen der Rot. 3a — du bist nur Glied bet ewigen äette, mein Kamerad. Aber springt dieses eine Glied, dann reißt die ganze Kette. 1 So sehr also kommt es auf dich an. Denke | daran, wenn du unter diefer Fahne siehst. Diese Unser Bild rechts zeigt den Aufmarsch der Fahnen in der Schlesier-Kampfbahn. Links: das Traditionsbanner der früheren Deutschen Turnfeste, das Oberbürgermeister Dr. Strölin (Mitte) Ms Stuttgart, der Stadt des Deutschen Turnfestes 1933, dem LeiHslyörtführer ybergab, beim Einzug igZ StadMl. (Scherl-Bllderdienst-2^) °Ud>i dLÄk BÄ ! »4v.n'n . Der N M bem Chinesische Verschwörer auch in Nanking. Die Cbro-Mündung von Bolschewisten gesäubert. Bilbao, 28. Juli. (DNB. Funkspruch.) ring zwei Bomben geworfen, durch die das Ge» » uoe beschädigt wurde. Bier Bomben wurden tri |hs Gebäude der Nankinger Stadtverwaltung ge» »Drfen, von denen aber nur zwei explo» ertcn. Bei den Attentaten sind ein Polizist und »shrere Arbeiter verletzt worden. Einer der Sitten» leier soll verhaftet worben sein. mtionalspanische Heeresbericht meldet, daß an der kbro-Front die Säuberung des Gebietes Mischen Fayon und Mequinenza 'ortgesetzt wird. Es wurden 120 tvte Bal» chewisten geborgen und 80 Gefangene gemacht. Der in das Gebiet der Ebro-Mündung eingebrun» l-ne Gegner ist jetzt völlig vertrieben und lat dabei außerordentlich starke Derluste gehabt, 'm Abschnitt Mora de Ebro an der Straße bandesa—Tarragona wurden die Operationen fort« Ersetzt. Auch hier erlitt der Feind schwere Derluste. 2er nationalspanische Vormarsch dauert an der Valencia-Front an. Ein roter Angriff auf bm rechten Flügel konnte erfolgreich obgewiesen t erden, wobei der Feind über 70 Tote hatte. Am Montag wurden von der nationalspanischen Luft- baffe in Gandia die Munitionsfabrik und die fafeeenlagen bombardiert. Es kanten starke Brände bnd große Zerstörungen festgestellt werden. Ferner Kiffen am Dienstag nationale Bombenflieger mit gttem Erfolg die Hafenanlagen von Tarragona ai. (I, daß du, W ir der Idee einet . bu alles aus bit Gott in dich h>°' . vollen L"l. 'an 6W? I imttis in i"r * ff ei» Kied i« drin Opf« ffl» Ä’r£; .1 die gn«E LlL" Leibesübungen ft Ichast. Das Zeichn aß sie eine Fahn- 5 alte Banner bei f 15 deutschen Tuil mit größten Ehm >erer, ein um, m letzten fünf Ich rtsührer, geschah heute sein SBannc stets bleiben beer selbstlosen hin. u Fiihrer und M i über die Grenze- nngenden Kraft bt- chung die Deutslhrr ner unlöslichen 8» L In diesem Sinn- i Sie im Aust^i b das Banner dell. M. aals gerade un. 'n nichts sind, i >es ewigen Werber it in Wahrheit bt von Lerpflichtetn ,ts und dennoch 9 unten Fähnlein bk fix* 1 R zu Zungen, di, ^selbstloser »«Menen bj. "^Uhdez ber Beroe. E/gesagt. Da. Jaf folge unb 7 °uf vielen beufigen XlI Spott. lQmPf. und wo ^ngen, gibt es ■ Stiftung sollen luetnb nachhal. Reich stellt für fahrlich looooo 5 find die Zinsen °nen M. Lus n die Stiftung Damit hat das Versorgung der fem 5o sieht der euch, ihr Turner baß in euch der er großen selbst, bleiben und da- -Mg für immer Nanking, 27. Juli. (Europapreß.) Die Aktiv!» litt ber chinesischen Verschwörer, die sich bereits tn dm wiederholten Attentaten gegen angeblich japan- sisundlich eingestellte Chinesen in Schanghai ^»äußert hat, greift nunmehr auch auf Nanking H er. Nach Berichten aus japanischer Quelle wurde Zigen das Innenministerium der Nanking-Reale- leworfen, durch die das Ge- Barcelonas Antwort aus den englischen plan. London, 27. Juli. (Europapreß.) Die der eng» ischen Regierung überreichte sowjetspanische Antwort auf den englischen Plan Aur Zurückziehung der Freiwilligen aus Spanien ist von dem Foreign Office veröffentlicht worden. Sie enthält zahlreiche Einwände und Bedenken gegen hie Durchführungsvorschläae der Freiwilligen-Aus- kämmung, gegen die Behandlung der See- und Landkontrolke durch den Nichteinmischungsausschuß und erhebt Einspruch gegen die Absicht, nach einer gewissen Zeit und nach Beginn der Zurückziehung ber Freiwilligen der Regierung General Francos die kriegführenden Rechte zuzuerkennen. Als Erstes verlangt Barcelona, daß die Aus- lämmungskommission sich nicht auf Berichte und Angaben zweiter Stellen beschränke, sondern sich bei ihren Auskämmungsarbeiten durch eigene Untersuchungen in den Besitz der notwendigen Informationen setze. Weiter wird die Errichtung wn je zwei Zurückziehungszonen in den spanischen Bebieten als ungenügend betrachtet, da damit unter Umständen die Zurückziehung technisch unmöglich gemacht werden könne, zumal das Fassungs- lermögen jeder der Zurückziehungszonen (nach dem mglifchen Plan 3000 pro Tag) überschritten werten könnte. Weiter verlangt Barcelona, daß die Zurückziehung der Freiwilligen bei den technisch ^schulten ausländischen Freiwilligen, wie Fliegern -.sw., begonnen wird. Ebenfalls wird die Zurück- Nehung der Marokkaner verlangt. Eine Luskämmung des ausländischen Kriegsmaterials parallel mit den ausländischen Freiwilligen wird als verläßlich bezeichnet. Weitere Einwände richten sch gegen die Wiedererrichtung der See- und Luftkontrolle, die als nachteilig für Barcelona bezeichnet wird. Bei der Seekontrolle müßten auch die Kana- r schon Inseln in das Kontrollgebiet einbezogen Verden. Bundes zu fühlen. Aus der Härte des fiampf- rvillens und aus der großen Güte des weit- geöffneten Herzens wächst die Tugend der Ritterlichkeit, die adligstes Gesetz unseres Bundes ist, das Gesetz, zu dem ich euch, ihr Kämpfer, hiermit aufrufe und feierlich verpflichte, denn ihr seid insonderheit Träger unserer Idee. Gerade ihr sollt nie vergessen, daß wir unsere Zahne empfangen haben aus der Hand der nationalsozialistischen Bewegung. Sie erst hatte die Kraft zu vollenden, was jahrhundertelang nur Wunschtraum der deutschen Seele war. Diese unsere Fahne ist ein Banner Adolf Hitlers. Ja — in dieser unserer Fahne flammt das Rot der deutschen Revolutton, in ihrer Mitte steht des Groß- deutschen Reiches großer Adler, und das Herz dieser Fahne ist das Hakenkreuz, das heilige Zeichen völkischer Verpflichtung. Wir werden mit fanatischer Hingabe, mit unwandelbarer Treue zum Nationalsozialismus und mit unendlicher Liebe zu unserem Führer unsere Aufgabe meistern. Und nach uns werden junge Hände diese Fahne schultern. Sie wird noch einen weiten Weg getragen werden müssen. Aber einmal wird sie ein glückliches und dankbares Geschlecht hineintragen in den heiligen Tempel der deutschen Unsterblichkeit. Während die Gaubanner, von den Gauführern des DRL. geleitet, auf dem Podium neben dem neuen Bundesbanner und den beiden Bannern der nattonalfozialistifchen Bewegung Austtellung nehmen, verpflichtet der Reichssportführer die Teilnehmer auf das neue Symbol der Gemeinschaft. Dann setzt wieder das gedämpfte Spiel der Fanfaren ein, und einer der Teilnehmer spricht den Fahne n s ch w u r. Mit dem Gruß an den Führer, den der Reichssportführer ausrief und in den die Zehn» tausende begeistert einfallen, sowie den Liedern der Ratton klingt die Feierstunde aus. 3°r! Sa 8 Ä1" W iuii Mb I »3"'Q"krieM6inle' KZ« IH >'ch wettljin Austräger für 14993D Zeitungen für täglich zwei Stunden gesucht SllWlpM.SK. Tüchtige Mise gesucht. 03430 Fritz Reich Gießen Schulstraße 10 Fernruf 4090. Zuverlässige saubere Putzfrau für 1Z4-2 Stund, nachmittags gesucht. 4994D Konditorei Heiller. Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Dernm: Kleinan- zeigen in die Heimatzeitung, den BieeenerAMeiflii Vermietungen"! 3-ZimJöhöDDg mit Bad, Zen- tralheiz., Balkon, Wintergarten,v. sofort zu vermiet. Preis 80 Mk. Schr.Angeb.unt. 03425 a. d. G.A. Einfach Ml. Zimmer mit sep. Eingang zu vermiet. 03431 Hammstr. 16 vt. | Mietgesuche | Aelteres ruhiges Ehepaar sucht 3-Zimmer-WohD- nut Zubehör für 1. ob. 15. Oktob. Schr.Angeb.unt. 03427 and.G.A. Verdingungstermin am Dienstag, dem 2. August 1938, vormittags 10 Uhr, bei uns einzureichen. Zeichnungen und Bedingungen liegen bei uns offen. Gießen, den 25. Juli 1938. 49890 Städt. Hoch- und liefbauamh Graver 1. schweißtriefenden Stirn. Und Banjos sah einen blutig schmutzigen Verband an der linken Hand. „Ich bin fortgelaufen!" — „Deserteur!" knirschte der Alte. -— „Ruhig!" — kam es über die Lippen des Sohnes. „Es ist Krieg, und du, Vater, bist hier Posten!" Und die Pistole auf den Vater gerichtet: „Du fährst mich im Kahn hinüber!" Und der Sohn wies mit der verbundenen Hand zum — Feind! „Zum Feind!" heulte bey Alte auf. „Still! Ich habe gute Freunde drüben und ein Mädel, und noch was zu tun. Hier steckt es!" Und Arpad Banjos wies auf eine Ledertasche. — „Spion und Verräter!" sagte jetzt ganz leise der Alte und spuckte aus, in den Strom hinein. Drohend erhob der Sohn die Pistole. Lautlos wie ein Schatten geisterte eine Eule über dem Schilf. Und irgenwo knallte ein Schuß, weitab. „Komm, holen wir den Kahn!" sagte Banjos Bela plötzlich ganz ruhig geworden. „Es ist gar keine Gefahr, Vater!" wandte sich Arpad freundlicher an den Alten. „Wenn wir auf dem Wässer sind, blitzt hier mein grünes Licht auf!" — „So, du hast ein grünes Licht!" murmelte der Alte und blickte auf die Taschenlampe. „Sie wissen drüben genau, daß ich komme." — „So, sie wissen es!" — „Und pfeif du auf Ungarn und Oesterreich. Bleib mit mir drüben, morgen schon haben wir alle Taschen voll Geld und ein kleines Haus und Essen und Trinken!" — „Soso! Das haben wir!" lachte der Alte. Und er mußte an seine zerrissene Tasche denken und daran, daß er ja schon ein kleines Haus besitzt, da hinter dem Sumpf, wo die Wiesen begannen und die Obstbäume. Und daß er ja niemals ein Strolch war und Essen und Trinken hatte. Manchmal viel. Und sie schoben den kleinen Kahn über den Damm. „Hast du dein grünes Licht zur Hand?" fragte der Alte den Sohn, als er die Ruder ergriff. „Ja, Vater!" Und Banjos stieß ab, leise, ganz leise. Als sie einige Ruderfchläge vom Ufer weg waren, warf Banjos seine alte Tabakspfeife ins Wasser und zog seine Streichholzschachtel heraus. Zwanzig Hölzer entflammten, wo doch Banjos Bela sonst so sparsam war, auch mit Streichhölzern und dazu jetzt im Krieg. „Vater!" schrie Arpad. — Aber es war zu spät. Schon schossen die Serben am Ufer mit Maschinengewhren auf das Boot mit den zwei Männern im weißen Licht. Und die Oesterreicher schossen auch auf das Boot. Und sie trafen alle gut--- Am nächsten Morgen fand man weiter unten das Boot am Ufer. Der alte Banjos Bela lag darin. Dann noch eine halbe Schachtel Streichhölzer, durchnäßt, nicht mehr zu gebrauchen. Der Feldwebel Ungvar Lavos meinte, daß der alte Banjos wohl eine Spazierfahrt gemacht habe und sich die Pfeife angezündet habe, was man dem alten Soldaten doch eigentlich nicht zutrauen konnte. So die Donau zu beleuchten! Wie an Kaisers Ge- i burtstag! Und er putzte mit seinem Taschentuch die Tapferkeitsmedaille blank, die dem alten Banjos an der Brust hing. „Manuel." Ein Film nach R. Kipling im Gloria-Palast Im Gloria-Palast wird seit Mittwoch ein Film von besonderem Werte gezeigt. Die Programmfolge des hohen Sommers pflegt zwar sonst der heiteren Muse gewidmet zu sein — es gilt jedoch keine Regel ohne Ausnahme! Der Film, der gegenwärtig läuft, rührt an ernste Dinge und wird vor allem diejenigen, die mit Kindern und deren Erziehung zu tun haben, interessieren. So verdient der Film so ernst genommen zu werden, wie er gemeint ist. Dem Werk liegt der unter dem gleichen Titel erschienene Roman Rudyard Kiplings zugrunde. Die Filmschaffenden fanden damit ein dankbares Thema, das sie in überaus eindrucksvoller Weise nach ihren Gesetzen in Bilder brachten. Es geht um den Knaben Harvey, dessen Vater, einflußreicher Großindustrieller, dem Sohne wenig Zeit schenken kann. Dabei gestattet er dem Zwölfjährigen, dem die Mutter fehlt, mit Geld zu schalten und zu walten und den Herren zu spielen, wie es ihm beliebt. So tyrannisiert der Knabe die Dienerschaft, Mitschüler, bringt Lehrer in Verlegenheit, benimmt sich altklug, handelt sogar unehrenhaft, so daß ihm wenig Sympathie entgegengebracht werden kann. Auf einer Schiffsreise markiert er vor anderen Jungen auch den großen Mann, verdrückt, um zu imponieren, mehrere Becher Eiskrem, wovonühm ganz simpel schlecht wird. Er fällt über Bord, unbemerkt, denn es war sehr neblich, und wird von einem Fischer (von Manuel) gerettet. Da gerät er nun auf einen Fischkutter, der. monatelang auf See bleibt und hier glaubt man ihm den Vater, der Millionär ist, nicht. Man gibt nichts auf seine große Worte, der Kapitän „schraubt" ihm beizeiten eine, und unter Manuels Anleitung muß er arbeiten lernen, wenn er nicht hungern will. Manuel, der rauhe Fischer mit dem goldenen Herzen, wird sein Freund, und nach mancherlei Prüfung wird Harvey ein anderer Mensch. Wie das im einzelnen geschieht, das erzählt der Film in Bildfolgen von unerhörter Eindruckskraft. Es fällt dabei schwer, als Zuschauer kühlen Herzens zu bleiben und Fassung zu bewahren. Der Film rüttelt wohl heftig an allen, die seinen Bildern aufmerksam folgen. Die hochdramatischen Geschehnisse, die sich auf kleinem Raum abspielen, sind mit großer Künstlerschaft gestaltet. Der Rührseligkeit ist dabei kein Raum geblieben. Daß das Filmwerk zutiefst aufwühlt, ist der meisterhaften Regie und einer ebensolchen Darstellung zu danken. Zwar ist im ersten Teil der verzogene Millionärssohn reichlich stark, aber doch im Rahmen einer Menschenmöglichkeit gezeichnet. Um so lebhafter empfindet man dann den Wandel im Knaben Harvey. Ein glücklicher Umstand darf es genannt werden, daß der Schauplatz der hauptsächlichen Ereignisse der kleine Fischkutter ist. So entfällt fast jeglicher äußerer Aufwand, der vom Wesentlichen ablenken könnte. Es gibt viele Szenen, in denen eben nur Manuel und Harvey erscheinen und ganz unmittelbar in Anspruch nehmen. Da ist es also ausschließlich die Ausdruckskraft der Darsteller, die sich zu bewähren hat. Das gleiche wird aber auch von allen denen verlangt, die sich in Rollen zweiter Ordnung zu bewegen haben. Es sind ihrer nicht viele. Dieser Umstand verhilft dem Film zu seiner Geschlossenheit. Hinzu kommt die reale Darstellung des Lebens auf dem Fischkutter, in das der Millionärssohn seine Existenz einfügen muß. Hier ließ sich nichts beschönigen. — Man sieht denn auch prächtige Gestalten jener Art, wie sie ehrlich und hart von der schweren Arbeit auf hoher See geprägt werden. Dabei wird die Romantik der Segel-Schiffahrt ganz lebendig, man erlebt auch den Kampf des Schiffes gegen die Gewalten des Sturmes und schließlich den Ehrgeiz der Kapitäne, besser zu segeln als b^r anbere. Jener Ehrgeiz, burch ben Harvey zum Schluß bie härteste Prüfung erfährt: ben Tod seines Freundes Manuel! * Der Film ist amerikanischen Ursprungs (Metro- Golbwyn-Mayer). Es verbient erwähnt zu werben, baß er auch aus beutschem Filmschaffen in bieser Form herausgewachsen sein formte. Regie führte Victor Fleming, souverän unb mit nur bem Wesentlichen zugewanbten Blick. Man hat ben Eindruck, baß keine Szene zu viel unb keine zu wenig gezeigt wirb. Die Musik (Franz W a x m a n n) maßt sich keine Dominante an. Sehr schön sind die Lieber, bie Manuel im Volkston singt! Die Photographie (Ha- rolb Losson) hatte sich in ber Großaufnahme zu bewähren. Im Hinblick auf bie Darstellung muß ber Knabe Frebbie Bartholomew als Harvey zuerst genannt werben. Es ist erstaunlich, zu sehen, über welche außerordentliche Ausdruckskraft ber Knabe verfügt. Spencer Tracy, als portugiesischer Fischer Manuel, sichert sich von Anfang an burch seine feine unb einfache Darstellung alle Sympathie. Immer wieber läßt er unter ber rauhen Schale des Seemannes fein ebles Herz, feine reife Menschlichkeit unb feine Religiosität erkennen. Disko, ber Kavitän, wirb von Lionel Barrymore in allen Spielarten bes alten Seebären unb bes erfahrenen Menschen wiedergegeben. Melvin Douglas als Mr. Cheyne, Harveys Vater, überzeugt als business- man. Den Fischern um Kapitän Disko werben von Mickey Rooney, John Carrabine, Sam McDaniels unb Billie Burrub starke persönliche Züge verliehen. Heinrich Ludwig Neuner« Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Donnerstag, 28.Zuli 1958 er Führer bei den Festspielen in Bayreuth WWM Neues für den Büchertisch D 'ürzere Wellenlänge und schnellere Schwin- efien isch nen aft die ben Wänden altägyptischer Tempel hat man tungen ber Sonne gefunden, auf denen ihre Schatten die Lebensstrahlen, wie man dürfte, genießen, wenn ein größeres freien Himmels sich über uns ausbreitet. sie nennen Stück des Mey. Jhr: •Gastspiel "i°e be5 i W Ihn '"ÄP I Mein «Ji fc Denken unserer Tage immer mehr beherr- Quantentheorie unterstützt, bie dieser Strohig »in stärkeres Lichtguantum zuspricht. der Nachmittag nach bezüglichen Messungen meistens etwas ungünstigere Werte ergibt als der Vormittag. Auch der Staub der Landstraßen, die viel Verkehr haben, vermindert die Ll.V.-Strahlung. Die reine Luft auf bem Meer ober am Meeresftranbe aber gibt ihr besseren Durchlaß. Natürlich bietet bas Gebirge, wo bie Strahlen einen kürzeren Weg durch bie Atmosphäre haben, noch günstigere Bebingun- gen. Als anregenber Faktor für ben Organismus kommt bort noch etwas Ozon hinzu; feine Entstehung aus dem Sauerstoff ber Luft ist auch eine Folge ber chemischen Wirkung ber kräftigen U.V.= Strahlung. Ferner hat man gefunben, baß bie Lufttemperatur von Einfluß auf die biologische Wirkung dieser Strahlung ist, indem höhere 'Wärmegrade ungünstiger sind. Das Ideal ist daher Sonnenstrahlung bei kühler Luft. Die Hitze der Mittagsstunden wirkt dem höheren Sonnenstände entgegen. Am Strande und auf der See schafft der kühlende Wind ein besseres Verhältnis. Das Gebirge ist besonders günstig daran; neben ber niedrigen Temperatur, die mit der Höhenlage verbunden ist, läßt die dünnere Luft viel mehr Ll.V.-Strahlen hindurch, selbst bei niedrigem Sonnenstände. Die Höhensonne des Winters wird besonders gepriesen, aber man muß das Glück haben, klare Tage zu treffen. Doch nicht jeder kann das Gebirgsklima mit seinen starken Reizen gut vertragen. Auch sonst zunichte. Zwar gelang es den Engländern, Sturmtruppen zu landen unb zwei ihrer Blockschiffe zu versenken, aber bie Aktionsfähigkeit ber U-Boot- Basis blieb erhalten. Bartz schilbert bie Ausgangslage in Zeebrügge, bie Entwicklung unb bann ben Verlauf ber Kampfhanblung mit großer Anschaulichkeit in packender Sprache. Er spricht dabei besonders die einstigen Frontkämpfer an; sein Buch hat aber auch — und nicht zuletzt — unserer kämpfenden deutschen Jugend viel zu sagen. Das hohe Lied des heldenhaften deutschen Frontsoldaten, aber ebenso die tapfere, soldatische Einsatzwilligkeit des englischen Feindes erklingen in diesem Buche, zur Unser Bild zeigt während einer Aufführungspause ben Führer mit Frau Winnifred Wagner vor dem Portal zum Festspielhaus. Etwas im Hintergrund sieht man Reichsminister Dr. Goebbels. — (Scherl-Bilderdienst-M.) mittags 23,0 M • 28. Juli: morgen; -ad, Minimum 10 an Tiefe am8$c i 28. Juli: morgens£®a r 8,8 Stunden. ™ 00, 2.50, 3.00 49912. iters: Ernst und für die BilherM •®n Licht über der Donau. Von Peter Prior. and kannte die Gegend zwischen Temes, und Donau so genau wie der Kahnführer Wischer Banjos Bela. Und als im Jahre 1914 O»fje Krieg begann, als die Donaubrücke nach gesprengt war, da konnten bie Oesterreicher öe« Banjos Bela gar gut gebrauchen im Sumpf inui Morast unten an ber Donau, wo der alte Wr Weg unb Steg wußte wie sonst keiner. Gesundheit, die vom Himmel strahlt. m Segen des Sonnenscheins. — Das Ideal der Sommerreise: Blauer Himmel bei kühler Lust. 8il früherer Zeit hob man bie chemische Wirkung beö1 l, V.-Strahlung, wie man sie ber Kürze halber nennt, besonders hervor. Inzwischen aber hat man wirb man die Erfahrung machen können, baß bie Erfrischung burch reichliches Sonnenlicht inbi- vibuell verschieben ist. Nicht bei allen Menschen reagiert bie Haut in genügenbem Maße burch gesunde Bräunung, bie ben barunter liegen» ben Körperzellen eine gewisse Absch'rmung bietet. Mit Recht warnen baher bie Aerzte zur Vorsicht bei Sonnenbäbern. Daß bie O.V.-Strahlen wie jebes andere Reizmittel auch Schaben stiften können, hat wohl mancher erfahren, ber von seinem ausgedehnten Sonnenbad einen Sonnenbrand mit nach Hause brachte. Auch wird nicht immer berücksichtigt, daß bie mit Seewasser benetzte Haut bei längerem Liegen am Straube stärker leidet. Beim Aufenthalt im Freien ist es übrigens nicht nur bas birefte Sonnenlicht, welches uns bie Ll.V.-Strahlen spenden kann Schon die blaue Farbe des wolkenfreien Himmels beutet darauf hin, baß aus ben oberen Schichten ber Atmosphäre Strahlen von geringer Wellenlänge kommen In ber Tat haben spezielle Meßapparate feftgestellt, baß bei genüaenb hohem Sonnenstanbe ber blaue Himmel bie O.V.-Slrahlung in mäßiger Dosis gewährt, wie sie einem geschwächten Organismus besonders dienlich sein könnte. Also können wir an einem Sommertage auch bei behaglicher Ruhe im , in der Haut enthaltenes Provitamin durch diese Strahlung aktiv wird, wie es dann auch sicher ist, daß in manchen Pflanzen durch Besonnung Vitamine entstehen. Es fragt sich nun, unter welchen U m - ständen uns die Sonne"ein genügendes Maß der wertvollen O.V.-Strahlung zu spenden vermag. Dabei sind zwei Umstände von Bedeutung. Zunächst ist die Strahlung vom Sonnenstände abhängig. Wir wissen, daß beim Aufgang und Untergang bie Sonne rötlich erscheint, weil ihre roten Strah - len am besten ben langen Weg burch bie untere Atmosphäre finben. Die blauen Strahlen mit ihren kürzeren Wellen finden auch bei höherem Sonnenstanbe nicht alle ben geraden Weg zu uns, sondern werden zum Teil durch die Lustmoleküle aufgehalten unb zerstreut, weshalb ja auch ber Himmel ohne Wolken eine blaue Farbe hat. Eine solche Zerstreuung findet bei ben ultravioletten Strahlen in noch viel höherem Maße statt, wobei ein größerer Teil ganz gehemmt wird. So erklärt sich, daß die Sonne nur bei ziemlich hoher Stellung über dem Horizont ein reichlicheres Maß ber Ll.V.-Strahlung ber Erdoberfläche fenben kann. Als zweites kommt die Beschaffenheit der Luft in Betracht. Ungünstig wirkt ihre Durchmischung mit Dunst, d. h. kondensiertem Wasser- dampf, so wie mit Staub — und Rußteilchen. Das „Plankton der Luft", wie man diese Verunreinigungen in letzter Zeit manchmal genannt hat, macht — P a t Müllen: Die Männer von Aran. Roman. Aus bem Englischen übertragen von Karl unb Annelise Lerbs. 469 Seiten. Rütten & Loening Verlag, Potsbam 1938. — (158) — Wenn man bas Bilb bes irischen Dichters betrachtet, kann man sich gut vorstellen, baß gerabe bieser Mann ein solches Buch geschrieben hat. Manche Leser werben vielleicht auch ben Film gesehen haben, ber unter bem gleichen Namen erschien unb in bie gleiche, uns frembe, oft wilb unb abenteuerlich anmutenbe Welt führt: an bie Westküste Jr- lanbs, wo bie Männer von Aran zu Hause finb unb als Torfhänbler, Alkoholschmuggler unb Fischer ein hartes, vielfältig debrvhtes Leben führen. Das ist fein Jbyll,- jonb'ern ein beftänbiger Kampf mit irbischen unb Naturgewalten; Kampf ist bas eigentliche Daseinselement unb ber Lebensmotor bieser Menschen, Kampf um die Existenz, um das tägliche Brot, gegen bie stürmische See, gegen bie Nachstellungen ber Küstenpolizei, Mann gegen Mann — aus Freube am Kampf unb an ber eigenen Körperhaft. Es ist eine lange, breite, hanblungsreiche Geschichte, zuweilen von grimmigem Humor gebeizt, ein ganz unb gar männliches Buch, bei besfen Schilberungen man sich zuweilen in bie Wifingerzeit zurückversetzt fühlt, bie man seit vielen Jahrhunderten abgeschlossen unb begraben wähnte. — Die Übersetzung ist gut. Hans Thyriot. — Zeebrügge. Der englische Angriff auf bie deutsche U-Boot-Basis. Vor Karl Bartz. Deutscher Verlag, Berlin. Kart. 2 Mf„ Geb. 2,85 Mf. — (90) — Karl Bartz, der Dichter des viel gelesenen Romans „Vier Kameraden", bringt in diesem neuen Buch einen ber wichtigsten Kämpfe an der Flander n^ront des Weltkrieges den Lesern in Erinnerung. In der Nacht vom 22. zum 23. April 1918 versuchten die Engländer den belgischen Hafen Zeebrügge, den Stützpunkt der so erfolgreich gegen sie eingesetzten deutschen U-Boote, durch Blockierung unschädlich zu machen. Der Vorstoß war in aller Heimlichkeit und mit größter Sorgfalt vorbereitet worben. Im Schutze der nächtlichen Dunkelheit und künstlich eingenebelt näherte sich das Angriffs- geschwader ber Mole von Zeebrügge. Die Wachsamkeit unb bie Tapferkeit ber beutschen Besatzung machten den von den Engländern erhofften Erfolg w olt«b <21 202. ;er inet B GZ. er fühlen trotz aller UeberEultur ganz instink- ittß unsere Mußestunden gesegnet werden, wenn i: Dr.fjans ThyriitM F i m Sonnenschein zubringen. Licht ge); für ben übriger.gP Lärme, die das Tagesgestirn uns im Sommer enleiter: Hans TtikMeMch spendet, treiben nicht nur die Pflanzenden Inhalt ber WM buntem Blühen, fondern bedeuten auch eine VI. 38:9035. D^Äftniermacht für Leib unb Seele bes Menschen, tsbrueferei RSm den letzten Jahren hat die Wissenschaft uns atsbemqspreis M Mauere Aufklärung darüber geben können, wes - iphühr mit der.v^u die Sonnenstrahlen so viel zur Erholung und auisvreis10Ps M!.AMschung des Menschen beitragen. Dabei hat iri-rt-n Z mehr 011111 )ie bedeutende Rolle erkannt, welche die über „ 1 L-nf-mbör mdckil Achtbaren Teil des Sonnenspektrums hinaus- ' p garten ultravioletten Strahlen spielen. Im Ver- Mich mit den sichtbaren Strahlen Huben sie eine mchr und mehr ihre große Bedeutung für alles | sich natürlich über großen Städten und Fabrikorten orsiaiifche Leben und namentlich auch für die Ge- als Hemmungsfaktor besonders bemerkbar. Schwan- funibfjiit des Menschen erkannt. Haben doch gewisse hingen im Tagesgange treten auch bei vertikalen Umeruchungen zu dem Ergebnis geführt, daß ein Luftbewegungen hervor und führen es mit sich, daß ' Sl 3»ei bi??' «Ä* Mengen bri"* "gA Aä im nif e'9enb{i V <2 ^gemeinen I Ms! f 5 Uni im * ;“nbh$- keine sch ?! ■n Sudeten JjJ Metagen 3eii. ' 1 Qls 70 Stunden. ; Meit zugenM unb Snglanb über. 5 emflnh über j - 1° daß in West, 2uftmassen lediglich j 11 -Bei vorwiegend 1 meist freundliche; A La 9' heiter bis ' udwestliche Wink 'kag; Noch keim nlich. x. Zahnstein den rtdlich, ohne V °" " kleine Tube Ehre des ritterlich kämpfenden, für fein Vaterland sich opfernden Soldaten. Ein Buch der Front, dem mir viele Leser mit warmem Herzen wünschen. Ernst Blumschein. — Jürgen Jürgensen: Weiße Männer unb Schwarze Leut. Afrikanische Erzählungen. Preis in Seinen 4,80 RM. Verlag Rütten & Loening in Potsbam. — (160) — Jürgensen, ber vor bem Kriege Hauptmann im belgischen Kongo gewesen ist, erzählt in biesem Buch span- nenbe Begebnisse aus ber Kolonialwelt. Er zeigt zugleich ein gutes Stück Kultur- unb Kolonial- ges'chichte. Auf bie verschiebenste Art versteht er es, unser höchstes Interesse zu wecken, ob er von bem helbenmütigen Kampf ber Weißen unb Schwarzen gegen eine starke, elementarische Natur unb ihre Gefahren erzählt ober von ber Behauptung ber Weißen gegen Aufstänbe ber Eingeborenen ober von bem Gegensatz zwischen ben ersten Pionieren unb Kämpfern unb ihren auf wirtschaftlichen Gewinn bebachten kaufmännischen Erben. Immer geben bie Erzählungen ein buntes Bild ber exotischen Welt. Was immer er barstellt, zeugt von ber Liebe zu allem Starken unb Geraben. ’inigen Strahlen in segnenbe Hänbe ausgehen. Künstler hat bat)ei natürlich an den Segen - ' ^aeoacrt, ben der Erdboden empfängt unb der bem Wilhelm Lange, ßoto tiann zugute kommt. Aber auch die heutigen istliner schwülen Augustnacht lag Banjos Bela €ire Gtunbe unterhalb Belgrads an der Donau unHjMhte umher. Träg floß der breite Strom an deÄ ß-eiben vorbei, es war unheimlich ruhig. Als vdk:o- kein Krieg wäre. In ber Stadt Belgrad ' 1Q 4 nzm kein Lichtlein. Und Banjos Bela kaute ! oraler Tabakspfeife unb fluchte auf den ganzen 1 KM, ber gerade lange genug schon dauerte. Drei I SÖ-öotn ober gar vier! Da war der Krieg gegen .Lisniaken, den Banjos als junger Bursche ^ltia.^M^ acht hatte, doch lustig gewesen. "Trotzdem iiamQls nachts Licht machen unb rauchen Nistel, hatte sich Banjos die Tapferkeitsmedaille kmoss- Aber jetzt? Kaum flammte irgendwo ein i Gitt-^KHken auf, da schossen sie hinüber und herüber, VraUB.(ft"le* Lc»arfschützen. horchte auf. In der Ferne erklang ein ijl^riairp tenftgnaL Unb hinter ihm auf dem Damm klebb"',, kilk Jnfanteriepatrouille vorbei. Kurze Wellen ^r Strom klatschend an das seichte Ufer, leist p j>er Wind in ben Zweigen der Weiden unitl n hohen Schilf hinter dem Damm, wo der , SuÄws begann, sich weithin dehnte unb die Donau ), von Belgrad her hatte Banjos Mitter- BDn ben Kirchen schlagen hören, vernahm er r--.-iteres Geräusch als bas bes Winbes. Stein- chech -ölten am Damm. Unb eine hohe Gestalt kam 9eWi?n. Gerade auf ihn zu. „Halt! Wer da?' rier knjos und dachte, es sei vielleicht ein Soldat M Lager. Aber schon war der Mann neben Unb mit grenzenlosem Erstaunen erkannte @5 Bela seinen Sohn, ben Arpad. Einen ' Kerl, der immer auf der Walze war, sie schon aus andern Ländern per Schub ,, ?Muse schickten. „Ich denke, du bist eingezogen n 'üßien beim Regiment! Seid ihr schon hier uak- ampft ihr schon? Wolltest mich wohl be- lu*‘ > Na ja!" Aber Entsetzen krampfte das Herz aes ttirn Mannes^zusammen, als er in der Hand » nes eine Pistole bemerkte. Eine ganz neue if'n’-ol’, mid)t von ber Art, wie sie Banjos oft gegen -’s niafen abgefchofsen hatte. „Was willst du dler i bem Schießeisen?" fragte Banjos. — „Wir ttolit tuns nicht lange unterhalten!" antwortete Oer unb schab sich die Sowatenmütze aus der & I; } ■ 5 Miür seine Gesundheit für die Freiheit ferner Heimat g- »um 2RU opfert hatte und das befreite Land nicht mehr seh« * o ollte. _ , M MF* diese Mundartei inri pfeifen fröhlich vo vixa auf der anderen L (Nachdruck verboten!) 10. Fortsetzung. I 8 xum K‘‘w Mite* te SA.-Dolch geschmückten Sarge folgten Standart« ührer Lutter mit seinem Stab und ein Ehr« türm der SÄ., Schwestern der Heilstätte, in der Verstorbene zwei Jahre lang Linderung seines Lv dens gesucht hatte, und drei seiner Bekannten « der Heilstätte. Die junge Witwe und drei kltz Kinder des Verstorbenen, die in der Nähe ■ Wien weilen, werden mit wehmütigen Bedang dem letzten Gang ihres Ernährers gefolgt fein. N»t dem Gebet des Pfarrers spielte der Musikzug ia Lied vom guten Kameraden. Während die Stu» Als Radegast zum Wagen zurückkehrte, war der Chauffeur ausgestiegen und hatte die Uniformjacke mit einem Sakko vertauscht. Er schlug dem Ankommenden derb auf di? Schulter. „Mensch, Radegast, das haben Sie prima gemacht. Der heilige Aloysius wäre an Ihrer Sittsamkeit erbaut gewesen! — Nun aber rasch einen Kognak, sonst kriege ich Migräne!" „Ganz meine Meinung, lieber Kagereit! Verflucht und zugenäht!" selbst, wie wenig man sich auf seine Zuverlässigkeit verlassen konnte. Dein Verdacht, daß Radegast vielleicht eine Unterschlagung begangen habe, ist un- ieen, bann fallen die nö 86rauienben Heil-Rusen Menschen eine Regeistei Der Genuß des Bieres machte Gisela schläfrig, sie unterdrückte ein Gähnen. Radegast bemerkte es sofort. ,L)H, Sie sind müde! Da. will ich Sie für heute nicht länger in Anspruch nehmen. Wenn es Ihnen recht ist, bringe ich Sie wieder zum Bahnhof zurück und verabschiede mich dort. — Und — hier haben Sie meine Adresse!" „Ach Gott, fjerr Radegast, ich habe Ihnen ja noch gar nicht gesagt, wer ich bin und —" „Lassen Sie nur, liebes Fräulein!" wehrte Radegast fast heftig ab. „Sie sollen mir Ihren Namen und Ihre Wohnung noch nicht nennen, Sie sollen in dem Bewußtsein von mir gehen, daß ich keine Möglichkeit habe, mit Ihnen in Verbindung zu treten, wenn es Ihnen nicht selbst erwünscht ist. Nur so werden Sie ganz unbeeinflußt über die Eindrücke nachdenken können, die Sie heute gewonnen haben." Gisela nestelte verwirrt an ihrer Handtasche. Sie hätte nicht geglaubt, daß der Mann feine Rücksichten soweit treiben würde. nO überfüllt, unb im lM Uskeller von Bres gelegenheiten mischen wollen?" „Fremde Angelegenheiten? — Wenn ?in bi vertrauender Mensch von einem Schurken L leine Abkühlung bi m läht man sich dech Äenftrom durch die Sch Unter den Trauerklängen des Musikzuges fchi die Trauerparade der SA.-Standarte 116 zi zu helfen." „Dann muß man eben —" (Fortsetzung folgt!) AS.-Gemeinfchaft „Äraft durch Freude-. Omnibusfahrl zum Grohfluglag am 31.3uli 1938 in Frankfurt a. 211. Am Sonntag, dem 31. Juli, findet aus dem Weltflughasen Rhein-Main ein Großflugtag statt, bei dem sich folgende Flieger zeigen werden: Fieseler Storch, zum erstenmal in Frankfurt a.M.; Feldwebel Falderbaum, Deutscher Meister im Geschicklichkeitsmotorflug 1938; Lochner — Graf von Hagenburg — Olzmann, die deutsche Kunstflugkette; Flugkapitän Hanna Reitsch — Heini Dittmar, Geschicklichkeitsflug im Segelflugzeug; Massenfallschirmabsprung, großes Tagesfeuerwerk. Fahrpreis einschl. Eintritt RM. 5,—. Abfahrt um 12.00 Uhr am Haus der DAF. 4987 D Zwei hinter Gisela. Roman von Hans Hirthammer. Urheberrechtschutz Verlag Oskar Meister, Werdau/Sa. Frauenarbeit im Dienste des Volkes Das Leistungsbuch für junge Mädchen und Frauen. ftückchen gegessen hatte, erhob er sich und führte sie an den Wagen. Dann erst ging er noch einmal zurück und bezahlte die Rechnung, eine feinfühlende Rücksichtnahme, die auf Gisela ihren Eindruck nicht verfehlte. Immerhin fürchtete sie, daß er nun während der Rückfahrt im dunkelnden Abend zudringlich werden oder zum mindestens auf den Zweck seiner Unternehmung zu sprechen kommen würde. Nichts davon! Er erzählte ihr den Inhalt irgend eines Filmes, den er gesehen und der ihm meaen v seines beschwingten Inhalts gut gefallen hatte. Dabei kam darin nicht einmal etwas von Liebe vor — oder verschwieg er das? Als der Wagen zwischen den Bäumen des Tiergartens dahinglitt, war es Nacht. ,Jch möchte Sie bitten, mit mir zu Abend zu essen! Sie würden mir eine große Freude machen." Er brachte sie in ein gemütliches Lokal nahe dem Bahnhof Friedrichstraße und schlug ihr ein Gericht vor, das sie zwar nicht kannte, das ihr aber vorzüglich mundete. Dann tranken sie noch ein kleines Glas Bier, rauchten eine Zigarette, plauderten ein wenig. n. )ur Feier her' t unb verzehren bek . -Oppelner'. Die Bre- l l«wegs erschöpft. KÄ tzben obe. ™ • Leibe find b Am gestrigen Mittwochnachmittag fand auf ben Neuen Friedhof eine Trauerparade der SA.-Stan? barte 116 für einen ungenannten Kampfer für bi: Freiheit seiner österreichischen Heimat und für b» Großdeutsche Reich statt. Der SA.-Kamerad Fron, Kutschern aus Maria-Enzersdorf in Oesterre,^ teilte mit vielen seiner Kampfgefährten das bitter Los der Arbeitslosigkeit wegen feines Bekenntnisse zur nationalsozialistischen Weltanschauung. Nay einer Flucht aus der Heimat bereitete er sich fc den Reihen der österreichischen Legion auf den Ta; der Freiheit seiner Heimat vor. Nun war er si> Die Verleihung des Blutordens eingeretd)t Iezj deckte in Gießen, wo er am Montag verstau, das Hakenkreuzbanner, für das er gestritten un) gelitten hat, feinen Sarg. Kameraden der Standarte 116 hielten die Ehrer, wache am Sarge. SA.-Kamerad Ärengel le, tete die Trauerfeier mit feierlichen Klingen en. Dann verrichtete Klinikspfarrer Jost die kirchlch Handlung für den aufrechten, tapferen Mann, bc seine Gesundheit für die Freiheit feiner Heimat „Was mich betrifft", fuhr Radegast fort. ..so will ich Ihnen gestehen, daß ich mich bereits endgültig entschieden habe. Ich werde am Samstag um drei Uhr wieder an der Normaluhr sein, und Sie würden mich sehr glücklich machen, wenn Sie sich entschließen könnten, mir einen zweiten Nachmittag zu schenken. Sollten Sie aber aus unserem ersten Zusammensein die Ueberzeugung gewonnen haben, daß ein Wiedersehen keinen Zweck hat, dann — werde ich das Unvermeidliche mit Fassung zu ertragen wissen. Und nun wollen wir auf- brechen!" — Der Wagen schob sich durch die Straßen der Innenstadt, und es wäre jetzt die beste Gelegenheit gewesen, sich ihr zu nähern. Aber Herr Radegast unternahm keinen Versuch, das junge Mädchen an sich zu ziehen und zu küssen. Gisela empfand diese Zurückhaltung nahezu als drückend, jedoch nun griff er tastend nach ihrer Hand. „Noch einmal, liebes Fräulein, danke ich Ihnen. Wenn ich Ihnen gestehe, daß ich immer einsam bin. bann werden Sie ermessen tönen, wieviel Sie mie geschenkt haben." Gisela lehnte stumm und ratlos in ihrer Ecke. „Werde ich Sie — wiedersehen?" »Ich weiß es noch nicht." Dann schwiegen sie beide, bis die Lichtflut um die Gedächtniskirche den Wagen erhellte. Ihre Hand hatte er nicht mehr losgelassen. I Am Bahnhof Zoo verabschiedeten sie sich. berechtigt. In dieser Beziehung hat er sich nt» zuschulden kommen lassen, weniger vielleicht « Charakter als aus Mangel an Gelegenheit, zutrauen würde ich ihm so etwas. Der Grund, warum Radegast feine Stellung I digte, ist ein Lotteriegewinn. Wenigstens gab • an, daß er eine ansehnliche Summe gewonnen und sich nun in Berlin niederlassen wolle. Ob mit diesem Gewinn seine Richtigkeit hat, weiß nicht. Es interessiert mich auch nicht, noch mir das Recht zu, mich danach zu erkundigen, er fein Geld in so übler Weise vergeudet, . _ mir jedenfalls den inneren Unwert und die ' ralische Haltlosigkeit dieses Menschen." Peter machte ein ernstes Gesicht. „Ein Lot^ gewinn also! Na, da wird die Herrlichkeit w lange dauern. Aber — das Mädel tut mir N Man müßte etwas tun." WI Heli blickte auf. „Aber Peter! Was geht^ das an. Du wirst dich doch nicht in frem#1* j wird es in erster Hilfeleistung unterwiesen und lernt, bei plötzlichen Unglücksfällen Hand an31“®^n- Nach bestandener Abschlußprüfung hat das Madel in sechswöchiger Hilfsarbeit zu beweisen, daß sich seine Fähigkeiten auch in der Feuerprobe des Alltags bewähren. Das Mädel, das, auf sich selbst ge» stellt, im Berufsleben steht, kann natürlich nicht mehrere Wochen lang seinen Arbeitsplatz verlassen. Es ist deshalb die Bestimmung getroffen, daß diese sechs Wochen auch tage- und stundenweise innerhalb von drei Jahren abgeleistet werden können, und zwar als unentgeltlicher Hilfsdienst in Einrichtungen der NSV., bei kinderreichen Familien, m der Fabrik zur Arbeitsplatzablösung von Arbeiterinnenmüttern, oder bei der Erntehilfe zur Entlastung der Bäuerinnen. In dem Leistungsbuch können auch zusätzliche freiwillige Leistungen laufend eingetragen werden, z. B. Bestätigungen über körperliche Ertüchtigung, über den Erwerb des Reichssportabzeichens, über bie Ausbildung als Schwesternhelferin im Deutschen Roten Kreuz, über die Teilnahme an Lehrgängen des Reichsluftschutzbundes und an Kursen der Abteilung Volkswirtschaft-Hauswirtschaft. So wird das Leistungsbuch, das im Gau Hessen- Nassau von allen Iugendgruppen des Deutschen Frauenwerks in Städten und Dörfern jetzt erarbeitet wird, mithelfen an der Selbsterziehung und Selbstbesinnung der deutschen Frau. Einheitliche Zugendgmppenlleidung im Frauenwerk. Lpd. Um die Iugendgrupven-Mitglieder der NS.< Frauenschast während des Parteitages und bei andern dienstlichen Gelegenheiten, auch bei schlechtem Wetter, einheitlich und zweckmäßig gekleidet zu sehen, ist ein schlichtes Kostüm aus schwarzem Wollstoff als Dienstkleidung angeordnet worden. Die ebenfalls einheitlich gehaltenen Schuhe, Strümpfe und Handschuhe, sowie die schon seit längerer Zeit eingeführte weiße Dienstbluse werden das geschlossene Bild der Iugendgruppen vervollkommnen. Es bleibt jedem Mädel überlassen, das Kostjim auch außerhalb .der Dienstzeit mit einer andern Bluse zu tragen. Das Dienstkleid ist also nicht als Uniform gedacht. ternehmung gesteckt hat?" „Aber dein Vater —" f „Daß die Mitteilungen meines Vaters ois vertraulich anzusehen sind, ist wohl felbftDW lich. Kurz und gut, du kannst Herrn Radegap ,, unehrenhafte Handlung nachweisen -- un*’ J seinen minderwertigen Charakter betrifft: kleine Fräulein Grips hat, wird sieJ dahinterkommen. Im anderen Fall ist Miss 6000001 Slüieal Lon Lres BÄ 'n vielen r K^enju ermi Dornotizen. Tageskalender für Donnerstag. Gloria-Palast (Seltersweg): „Manuel". Lucie Englisch im Stadttheater. Am Sonntag, 31. Juli, findet im Stadttheater ein einmaliges Gastspiel der Berliner Bühnen- und Filmkünstlerin Lucie Englisch, mit Berliner Ensemble, statt. Lucie Englisch gasttert in „Große Rosinen", Lustspiel in drei Akten von Zdenko von Kraft. Spielleitung Carl Heinz Klubertanz. Blinbenoeranffalhing in b$r Aula. Am morgigen Freitag findet ein Lieder-, Klavier- unb Rezitationsabend, von Blinden veranstaltet, in der Neuen Äula statt. 11. „Verflucht und zugenäht!" rief auch Peter Stoll, als er seine Bude betrat, den Hut in die Ecke warf und sich zu Heli und Toni an den Fenster- tisch setzte. „Was ist denn los?" staunte Heli. „Gut, daß du da bist, Toni! Stell dir vor, es ist Radegast!" „Was denn? Willst du dich nicht deutlicher ausdrücken?" ,,Der Mann mit der Heiratsanzeige, der Geschäftsmann mit dem einsamen Herzen, — das ist niemand anders als dein Herr Radegast aus Breslau. Er hat sich heute pünktlich zu dem vorgeschla- genen Stelldichein eingefunden, ganz groß mein Lieber! Auto mit Chauffeur!" „Du bist' also dort gewesen. Wärest gern als Lückenbüßer eingesprungen, wie? — Aber Spaß beiseite, du bist dir vollkommen sicher, daß es unser Freund aus dem russischen Lokal war?" „Vollkommen sicher! Die Visage ist zu ekelhaft, als daß ich sie hätte vergessen können." „Das wird ja immer interessanter! Wenn da nicht irgend etwas dahinter steckt, will ich Schnurr- diburr heißen. — Eben habe ich Heli vorgelesen, was mein alter Herr über Radegast berichtet." Peter legte ein Interesse an den Tag, das nicht ganz unverdächtig war. „Du hast schon eine Antwort bekommen? Na und?" „Viel harmloser, als wir vermutet haben. Höre selbst." Er nahm den Brief aus der Tasche und entfaltete ihn. „Was nun deine Mitteilungen über Radegast angeht, so bin ich wie du überaus erstaunt über die kaum alaubhafte Verwandlung, die sich mit meinem ehemaligen Büroschreiber vollzogen hat. Radegast hat vor kurzem seinen Posten bei mir aufgegeben, und ich könnte nicht behaupten, daß es mir sehr unangenehm war. Du weißt ja Aus der Stadt Gießen. Foxl regt sich aus. Es war abends in einer Nachbarstadt. Die Elektrische rumpelte schwerfällig dahin. Der Tag war heiß gewesen. Nun gingen die Leute von Schaufenster zu Schaufenster, jene Menschen, die sich ein abendliches Vergnügen daraus machen, die erleuchteten Blecke mit dem verlockenden Inhalt zu betrachten. Abendlicher Wunschttaum und Kauftraum, manchmal am nächsten Tag erfüllt, manchmal auch wieder vergessen. Nie aber hat man so schöne Zeit, ein Schaufenster zu betrachten, als am Abend. Dor einem Geschäft mit Damenmoden staffelte sich die Menge immer dichter. Sie drängte sich nahe ans Fenster, auf vergnügte Weise interessiert, so, als werde da ein spannender sportlicher Wettkampf ausgetragen. Ich kam näher. Wer wäre nicht neugierig an einem Abend, da man zwecklos durch die Gassen geht. Die Ursache des Menschenauflauss mar ein schwarzweißer Foxerl, so ein heute schon beinahe altmodischer Hund, W lebendig und knurrend und bellend vor dem Fenster hin. und herhuschend. Was erregte ihn? Wäre er gern einer der hübschen Damen aus Wachs an die schlanken und wohlbe- ftrumpften Beine gefahren? Regte ihn ein Bild auf, das vielleicht einen Fox wie ihn auf einer Wiese zeigte? Es war nur ein winziger Gegenstand, der dem Fox auf die Nerven ging. Es war ein Mäuslein. Es faß hinter der Scheibe. Seme schwarzen Aeugelchen, wie Stecknadelköpfe, schwarz und funkelnd, gingen hin und her, das rosige Schwänzlein wackelte, die winzigen Ohren waren gespitzt. Es huschte auf dem glatten Parkett des Schaufensterraums hin und her, und niemand mochte wissen, wie es in dieses Geschäft gekommen sein mochte, zwischen die verlockenden Damen und die hauchdünnen Sommerkleides, an denen nicht das geringste Nahrhafte war ... Der Hund bellte, jaulte und „gauzte . Er begriff das Geheimnis des Glases nicht. Das Mäuslein, mit dem winzigen Hirn in dem winzigen Köpfchen, war schlauer als der Fox. Es schaute klug und über- legen zu dem verrückten Foxerl hin. Es war ein Sinnbild dafür, daß es durchaus nicht immer auf die große Schnauze ankommt und den lauten Krach, und schon gar nicht auf die Dicke des Kopfes. r. k. Militärische Hebungen bei Gießen. Im Verlaufe des Monats September wird unser Jnfanterie-Regiment 116 in der Umgegend des Standorts Gießen Regimentsübungen durchführen. Die Hebungen, unter Leitung des Regimentskommandeurs Oberst H e r r I e i n, werden sich über mehrere Tage erstrecken und den „Schlachtenbummlern" wieder mancherlei interessante Bilder der militärischen Ausbildung bieten. Veichsautobahnbetrieb bis nach Veiskirchen verlängert. provisorische Aussohrl bei Oppenrod wird gesperrt. LPD. Ab 1. August 1938 wird die provisorische Zu- und Abfahrt der Reichsautobahn Frankfurt a.M. — Alsfeld bei Oppenrod (Kilometer 63,9) gesperrt und die Betriebsstrecke um 1,7 Kilometer bis zum provisorischen Anschluß Reiskirchen (Kilometer 65,6) verlängert. Mit diesem provisorischen Anschluß ist die Relchsauto- bahn unmittelbar mit der Reichsstraße 49 Gießen— Alsfeld verbunden. Augen auf! Verbrecher gesucht. Es ist bekannt, daß. sich Verbrecher meist in ganz anderen Gebieten aufyalten als dort, wo sie ihre scheußliche Tat begehen. Auch die Verbrecher, von denen hier die Rede sein soll, benutzen jede Möglichkeit zur Ortsveränderung. Sie lassen sich mit Autos oder Landwagen mitnehmen, legen sich auf die Gestänge unter Eisenbahnwagen oder verstecken sich in Kleine hat es ihm angetan. Er hat sich ihr „Erspare dir deine phantastischen Randbe^ hingen! Wenn ich sehe, daß ein Mensch von anderen betrogen wird, bann habe ich die . dämmte Pflicht, das zu verhindern, oder stens den Betroffenen zu warnen, selbst aul Gefahr hin, daß eine solche Warnung ms w wünschte Einmischung empfunden wird." a „Herr Radegast würde dich mit Recht als h abschneider brandmarken." « „ „Soll er. Daß er sich als Geschästsmann^mu » (! mögen ausgibt, ist ein Schwindel und —" * v „Halt mein Lieber? Warum denn Schwindel. . kannst du eine solche Behauptung aufstellen, willst du beweisen, daß er das in der Soner* j wonnene Vermögen nicht in eine geschäftlicht i „Es gibt so wenig Menschen in der Großstadt, die noch die Sinne offen genug haben, um dies erleben zu können." Sie gelangten in die „Alte Fischerhütte" am Schlachtensee und fanden in einer Ecke des Gartens einen besonnten Tisch, der den Blick auf die silbrig glitzernde Wasserfläche offen ließ. Radegast bat seine Begleiterin, nach ihren Wün- schen zu bestellen, und erwies sich auch im weiteren Verlauf des Beisammenseins als ein liebenswürdiger, zurückhaltender Mann. Er stellte keinerlei neugierige Fragen, ging aber auf jedes ihrer Gespräche ernsthaft ein. Er konnte schweigend und geduldig zuhören, wenn sie von ihrer Arbeit, von der Schule erzählte, flocht nur ab und zu eine kluge Bemerkung ein, äußerte bescheiden und mit weni- gen Worten sein Urteil über dies und jenes. Als die Sonne hinter den Bäumen nieberjant und von See her ein kühler Luftzug sich einstellte, schlug er bie Heimfahrt vor. Gisela war einverstanden und als sie ihr Kuchen- NSG. Auf dem Reichsparteitag 1937 in Nürnberg, auf dem sich die Partei wr Arbeit als dem tragenden Grund unseres völkischen Sems und Wachsens bekannte, wurde von der Reichsfrauen- ührerin zum erstenmal der Gedanke ausgesprochen, auch den jungen Mädchen und Frauen im Deutschen Frauenwerk ein sichtbares Arbeitsziel zu setzen, das ic sich durch Selbsterziehung und eigene Leistung erringen sollen. So ist das L e i st u n g s b u ch entstanden, das jedes Mitglied der Iugendgruppen des Deutschen Frauenwerkes, die die 2 1 - b i s 3 0 i a h- rigen Mädel und jungen Frauen umassen, sich erwerben kann. Das Mädel, das die Or- lanifationen nationalsozialistischer Erziehung durchlaufen hat, wird voller Stolz das Leistungsabzel- chen des BDM. ebenso wie den Arbettspatz des Neichsarbeitsdienstes und das Lelstungsbuch der Iugendgruppen des Deutschen Frauenwerks in Ehren halten. Denn alle diese sichtbaren Zeichen haben ihr geholfen, sich ihrer Aufgabe als rfrau im Volk immer mehr bewußt zu werden. So heißt es in den einleitenden Worten, die die Reichsfrauen- ührerin dem Leistungsbuch mitgegeben hat: „Jedes Mädel, jede junge Frau der Iugendgruppen soll sich auf den wesentlichen Gebieten fraulicher und mütterlicher Arbeit ertüchtigen, ihre Leistungsfähigkeit beweisen, sie steigern und sich mit den erworbenen Fähigkeiten durch praktische Hilfsarbeit in der Wohlfahrtspflege, im Fäbrikdienst und in der Erntehilfe in den unmittelbaren Dienst des Volkes stellen". Das Mädel, das in den Besitz des Leistungsbuches als Bestätigung ihrer Arbeit an sich selbst und ihres Dienstes in ihrem Volk gelangen will, hat mehrere, in den Ausführungsbestimmungen genau beschriebene Pflichten zu erfüllen. Es hat ausreichende Kenntnisse nachzuweisen in Haushaltsführung, Gesundheitspflege und in Erziehunasfragen. Hat das Mädel noch keine Gelegenheit gehabt, sich auf dem einen oder anderen Gebiete zu ertüchtiaen, so weist die Lehrkraft des Mütterdienstes, bie bie Prüfung vornimmt, das Mädel in bie entsprechenden Lehrgänge des Mütterdienstes ein. Wenn in den Abend- unb Nachmittagskursen, die sich über mehrere Wochen erstrecken und im Gau Hessen-Nassau schon seit Monaten laufen, das Mädel die Ausweise des Mütterdienstes erarbeitet hat, meldet es sich zu einem Kurzkurs des Deutschen Roten Kreuzes. Hier Die legren ZODiie uen Uiiuauumm ’T ■ (OaM' mfi man den niemand von der Standarte kennengelernt HM ins Bett, von dessen Aufenthalt in Gießen niemand wiifä l Mil aber dem das letzte Ehrengeleit zu geben bie St°i barte 116 stolz ist, da er im Glauben an die nativ nalsozialistische Weltanschauung und beseelt von tef gleichen Geist der braunen Kämpfer ein Glied ta «^rr- Kampf- und Volksgemeinschaft war, bie alle 3t* Mer und alle B tionalsozialisten umschließt. Der Standartenfüta m Verbundenheit. Len hob die Schwere des harten Schicksals hervor, Turner vM ein so junges Menschenleben treffen konnte, id sprach packende Worte des Dankes und der Ankennung für den 34jährigen Nationalsozialisten, k sen Leben nicht umsonst war, weil es durch den Gi t Wenn man MMnu, satz für die Gemeinschaft einen tieferen Sinn erfr mohner zahlt und Mni ten und weil all sein Streben und Leben M '>0 rine Million einen Ziel galt: Deutschland. Der StandartenfW l||ebermann ermeßen, i gab bann das Gelöbnis, daß die SA.-Standarte t Stststast Aussehen i das Grab dieses Kameraden in ihre Obhut mi ^mander, Qaaßenod) Pflege nehmen wird. Dann trat der ergreifet M. Mährer «mM, Augenblick ein, da Standartenführer L u 11 c r bi »ovotte, unb alle . Obertruppführer Franz Kutschern zum leM <’* "" Appell aufrief, und der Ehrensturm wie ein Mm JJWnu? «Ui ruhig, das „Hier!" rief. Der Standartenführer legte eimi Kranz am Grabe nieder, bann klang bas ftand' lieb auf, das Franz Kutschern durch ein Leben ml' ■ l*.u?tn^n nu{ ler Kampf und Entsagung begleitet hatte Bekannten warfen ihm die letzten ®himengriff/r- Licht geführt wird?" .... J Tom lächelte boshaft. „Du mußt wissen, l। werd-« ■ (aIma hnt Ar. ihm AMA»tn„ ffr fint fi* ibrM 1 j ^Dfuhrt I ein»5^' I P auf e netti Mi'N" i v.M 'l)ren eon <00 1 S u“ sich ■ Stig Ml® 3 bis 5, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bunk| 5 bis 10 Pf. SA.-Trauerparade für österreichischen Freiheitskämpfer. Grab7'des'Ä>ertruppführers Franz Kutsch/?^ Dem mit der Sturmfahne, der SA.-Mutze unb ba | oi J ßent — ....... Ä 1 %nhöjen ein. Ouart Eof Aiir Ankunstszei peti» tiö sahne sich senkte, sprach Standartenführer ßuttel lifuna trafen die letzten Worte für den unbekannten Kamerad» Ml man aljo Mg *♦ Großer Wohnhausbau des Elk!« trizitätswerkes. An der Ecke ©abelsberp und Lahnstraße ist in den vergangenen Neubau eines Sechs - Familien - Wohnhauses M standen, der für das Städtische Elektrizitätsi>L erstellt und nun im Rohbau vollendet worden i Das Haus befindet sich bereits unter Dach. W sw nur am Rathaus m diesem Neubau wird eine Baulücke geschlossen,» $ot)lqerü(he bie'ier daß das Straßenbild an der Lahn eine wesentmt ziehen. Und lo l Verbesserung erfährt. Nunmehr schreibt bas * ttsche Hoch- und Tiefbauamt bie Schreiner-, Gla Schlosser- und Anschlag-, Verputz- unb Anstreiq arbeiten wie auch die Vergebung der Install der elektrischen Lichtanlagen für diesen Bau a Warenballen, um an anderen Orten neue Schandtaten zu begehen. Jeden Tag und überall kann plötzlich so ein Verbrecher auftauchen, ber eine ganze Bande nach sich zieht. Deshalb Achtung vor dem kleinen untersetzten Herrn mit dem gelben Mantel unb zehn schwarzen Streifen auf dem Rücken! Er trägt einen rötlichen Kragen mit schwarzen Punkten unb nennt sich — Kolorabö- oder Kartoffelkäfer! Er ist etwas größer als der Marienkäfer. Mehener Wochenmarktpreife. * Gießen, 28. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Feine Molkereibutter, Vi kg 1,52 Mark, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 9, Eier, deutsche, Klasse S 13, Klasse A 12%, Klasse B 12, Klasse C 11%, Klasse D 10%, ausländische 12, Enteneier 11% bis 12%, Wirsing, % kg 10 bis 12, Weißkraut 10 bis 12, Rotkraut 15, gelbe Ruben 15 bis 18, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 20, Römischkohl 8 bis 12, Bohnen, grün 20 bis 30, gelb 25 bis 30, Erbsen 18 bis 25, Tomaten 25 bis 45, Zwiebeln 10 bis 14, Rhabarber 10 bis 15, Pilze 45 bis 55, Kartoffeln, alte, % kg 5 Pf., 5 kg 45 Pf., 50 kg 3,30 bis 3,90 Mark, neue, % kg 6 bis 7 Pf., 5 kg 60 bis 65 Pf., 50 kg 5,50 bis 6,25 Mark, Pfirsiche, % kg 45 bis 60 Pf., Himbeeren 60, Brombeeren 50, Aepfel 60, Kirschen 60, Heidelbeeren 45, Stachelbeeren 35 bis 50, Johannisbeeren 35 bis 40, Pflaumen 60 bis 70 Pf., junge Hähne 1,10 bis 1,15 Mark, Suppenhühner 0,90 bis 1,05 Mark, Blumenkohl, das Stück 10 bis 50 Pf., Salat 5 bis 10, Salatssurken 20 ms 45, Einmachgurken NW ßotaf verließ. 216 Geduld. Man nx bekannt, AelAV auf Wochen L mch« macht. So rnch °i'8esucher ein« schief F Messen haben, 1 in Breslau gewese DeuWNMrn- unti Hporlfesl AMau 1938 Feinheit. Mehrkämpfe. >ll man also wegen ein oder zwei Stunden " ins Bett, wo man ohnehin keine Ruhe Dankes und berlm Dorkämpfe der Aktiven Mittwoch: Tag der Jugend am Mittwoch ein Fahrer-Appell vor 18 Uhr fand Berlin Hockey-Sieger. Unter den bewerbstage (Berlin). vnn ist ängstlich bemüht, nur ja nichts zu neu. Die Stadt gleicht jetzt einem Heerlager ir Turn- und Sportjugend. Ununterbrochen !n aus allen Teilen des Reiches Sonderzüge tg und Nacht rollen sie auf den drei Bres- Fahnhöfen ein. Quartierwirte haben sich auf Blütenlese vom Rande der Breslauer Ereignisse. Don unserem Sonderberichterstatter Or. Stabenow. Nationalsozialist«,H r, weil es durch ba rtt nen tieferen Sim dB treben und ßebqi g d. Der StandartenM ß die SA.-StandarA >en in ihre OW V n trat der ergirW rtenführer ßutte■’« utschera zum '.en >! in der Zeit von drei Uhr morgens bis ineun Uhr herangerollt. Aus Leipzig, Köln Ehrengästen befand sich am 4. Wett» auch General der Flieger Sperrte >rte kennengelernt Netzen niemand i i jedermann ermessen, wie es in den Straßen ßr feststadt aussehen muß. Es wirbelt alles iher.ander, Straßenbahnen bimmeln, Autos Mv, Radfahrer klingeln, Schupos rufen laute «mmdoworte, und alle Menschen schwatzen, sin» urt) pfeifen fröhlich vor sich hin. Es gibt in »Ä sicherlich kein ruhiges Plätzchen mehr. Die Brigadeführer von Bayer-Ehrenberg statt. Die „Tour" vor dem Ende. Die 18. Etappe der „Tour de France" verlief wieder so, wie man es in den letzten Tagen schon mehrfach erlebt hat. Das Rudel des Feldes blieb bis kurz vor dem Ziel einträchtig beisammen, und dann plötzlich stob einer davon und schreckte das Häuflein der gemächlich dahinfahrenden „Giganten" auf. Auf dem 186 Kilometer langen Wege von Straßburg nach Metz lag das Feld noch geschloffen beisammem als Metz in Sicht kam. Dana unternahm Le Guevel einen Fluchtversuch, der auch von Erfolg gekrönt war. In den Straßen der Stadt wurde der Ausreißer jedoch von Fontenay, Kint, Clemens und Leducq erreicht. Als der spurtschnellste Fahrer dieses Quintetts mußte der Belgier Kint gewinnen. Und fo kam es denn auch. Dem strammen Spurt des Belgiers war keiner gewachsen. Er siegte nach einer Fahrzeit von 5:43-27 Stunden. Die Deutschen waren auf dieser Flachetappe vom Lrthstes in der herrlichen Schlesier-Kampfbahn rrmann-Göring-Sportfeldes entgegen, die am ittag durch den Schirmherr des Festes, Magdeburg gewinnt im Handball. Dos von 14 HJ>Bereinsmannfchaften bestrittene Handball-Blitzturnier sah die Mannschaften von Pol. Magdeburg (Mittelelbe) und Tv. Müh l- h e i m (Mittelrhein) im Endspiel. Die Magdeburger Jungen landeten mit 9:2 (6:0) einen recht überzeugenden Sieg. TB. Berlin siegt im Fuhballlurnier. Am Fußball-Blitzturnier waren sechs HI.-Der- einsmannschaften beteiligt. Nach spannenden Dorkämpfen kamen Tennis-Bo r. Berlin (Berlin) und ST<5. Görlitz (Schlesien) ins Endspiel, wo die Berliner mit 4:2 Toren siegreich blieben. Der Kämpf um den dritten Platz zwischen VfB. Stuttgart (Württemberg) und Schalke 04 (Westfalen) ging torlos aus. Sächsischer Faustballerfolg. Sechs HÄ.-Vereinsmannschaften spielten in einer Runde nach Punktwertung den Festsieger heraus. Es siegte der T v. M ü h l g r ü n (Sachsen) mit 4 Punkten vor To. Homberg (Niederrhein) mit 2 und Tv. Nordwest (Berlin) mit 0 Punkten. Tenniskämpfe. Im Tennis wurde nur ein Mannfchafts-Turmer zUr Durchführung gebracht. In der Vorrunde siegte Berlin mit 2:1 über Württemberg, und Schlesien schlug Ostmark 3:0. Im Endkampf triumphierte Schlesien über die Berliner knapp mit 2:1. Sachsen hat die besten Fechter. In der Turnhalle des Hermann-Göring-Sport- feldes wurde fleißig mit dem Florett gekämpft. Vier Vierer-Mannschaften erreichten die Endrunde, in der Sachsen mit drei Siegen vor Oesterreich mit zwei Siegen, Niederrhein mit einem und Baden mit keinem Sieg die Oberhand behielt. Sachsen stellte auch den besten Einzelfechter in dem Leipziger B r o d e , der seine sämtlichen 24 Gefechte gewann. Auch Radfahrer in harten Kämpfen. Draußen auf der Radrennbahn Lilienthal wurden die radsportlichen Wettkämpfe der HI. aus- aetraoen, ein Vierer-Mannschastsfahren, ein Punktefahren und ein Hauptfahren. Wie auf allen anderen Silberschildlämpfe der Hockey- Mannschasten. Im Rahmen von Breslau tragen die Hokeyspieler den ersten Teil ihrer Silberschud-Kämpfe aus. Am Mittwoch wurden im Hokey-Stadion die beiden Vorrundenspiele ausgetragen, bei denen die Gaumannschaft von Ostmark und die Nachwuchself Bayerns siegreich blieben. Bayerns Nachwuchs schlug die deutsche Auswahl aus Chile mit 4:1 (3:1) Toren, unb Oesterreichs ehemalige Nationalelf besiegte den Nachwuchs des Gaues Westfalen ebenfalls mit 4:1. Die Zwischenrunde im Boxen. Die Boxer bestreiten am Donnerstag im Freiluftring des Hermann-Göring-Sportfeldes die Zwischenrundenkämpfe des Gau-Mannschaftsturniers. Die Paarungen lauten wie folgt: Niedersachsen — Mittelrhein Brandenburg — Niederrhein Schlesien — Mitte Nordmark — Westfalen. Im Kampf zwischen Ostpreußen und Mitte, der ’orabt e,f|e% j-hMS.h-t «ÄT q weniger v« gel an Gelegenes | [0 etwas. "ÄÄüt hat, heilig e 9hner heiint 8anb mdjtj Tag der Zielstreüenstiige. Gute Leistungen trotz ungünstiger Wetterverhältnisse. Breslau, 27.Juli 1938. Dienstag zum Mittwoch ist Breslau nicht ßNhe gegangen! Auch die nächste Nacht wird y Vorgängerin in dieser Hinsicht gleichen, und Tnitt) es bis zum Sonntag bleiben. Man hat » ßcht das Bedürfnis, diese großen Tage und chte in Schlesiens Hauptstadt zu verschlafen. >ren tmm wie ein pMMt sicherucy kern ruhiges B'vtzchen mehr. Die 'bar eSrcr W ^Mesind überfüllt, und im riesigen Schweidmtzer f/on/daa (Ratskeller von Breslau) verfuhr man so, wV.-x st bl Menschen nur schubweise eingelassen wur- auf der anderen Seite die entsprechende öas Lokal verließ. Aber alles ist von einer etzten echMrüchen Geduld. Man wartet eben, macht sich 1000 Jungen im Gemischten Sechskampf. Eine riesige Beteiligung hatte der Gemischte Sechskampf aufzuweisen, der aus drei Uebungen am Reck, Barren und Langpferd sowie 100-Meter- Lauf, Weitsprung und Kugelstoßen bestand. In 102 Riegen traten fast 1000 Hitlerjungen zum Wettbewerb an; sie zeigten ausgezeichnete Leistungen. Im Weitsprung schaffte der Berliner Lehmann 6,60 Meter, und im Kugelstoßen kam man recht dicht an die 14-Meter-Grenze heran. Sieger wurde der Hitlerjunge Dölling (Chemnitz-Borna) vor Lehmann (TSV. Schöneberg). Linow (Bletftenbnrg) Dreikampfsieger. Hervorragende Leistungen waren die Kennzeichen des leichtathletischen Dreikampfes, der aus 100 Meter, Weitsprung und Kugelstoßen bestand. Sieger wurde Erich Linow vom Gebiet Mecklenburg (VfL. Parchim) mit 331 Punkten. Er ttef die 100 Meter in 11,6 Sekunden, sprang 6,80 Meter weit und stieß die Kugel 15,07 Meter weit. Zweiter wurde Josef Bongen (Gebiet Ruhr-Niederrhein) mit 309 Punkten vor Heinz Spieß (Gebiet Baden mit 297 Punkten. Auch der vierte Wettbewerbstag der „19. Rhön" brachte regen Startbetrieb, der aber wegen der zunächst sehr niedrig hängenden Wolkendecke und der dadurch fehlenden Sonneneinstrahlung erst gegen Mittag einsetzte. Die Piloten meldeten vornehmlich Zielstrecken-Segelflüge nach bayerischen Städten an. To gut sich nach 12 Uhr der Start auf der Wasserkuppe anließ — jenseits des Rhöngebirges verringerten sich über Mainfranken die meteorologischen Kraftquellen so wesentlich, daß der über dem Gebirge erworbene Höhengewinn bald wieder verloren ging. Trotzdem erreichte eine überraschend große Zahl von Segelfliegern die Orte Bayreuth, Koburg und Bamberg, die bevorzugten Landeplätze. Auf dem Flugplatz Bamberg, der 94 Kilometer von der Wasserkuppe entfernt liegt, landeten allein zehn Wettbewerbsteilnehmer, in Koburg (76 Kilometer) kamen acht Piloten an und Bayreuth wurde nach 133 Kilometer von sieben Segelfliegern erreicht. Die besten Leistungen im Zielstrecken-Segelflug sowohl in der Klasse der Einsitzer wie in der Klasse der Doppelsitzer erzielten in Klasse A der Dresdener Bräutigam und Späte vom Deutschen Forschungs-Institut Darmstadt, in Klasse B der Doppelsitzer Romeis-Acker von der NSFK.-Gruppe München, der mit 140 Kilometer Flugstrecke die Stadt der Reichsparteitage, Nürnberg, anflog, und K ü h n o l d von der NSFK.-Gruppe Dresden. Ins- gesamt beträgt die Zahl der Starts jetzt 370, ein deutlicher Beweis für den Leistungswillen der Piloten. Von der Einsatzbereitschaft der Transport- Mannschaften berichtet die Zahl von 20 000 Kilometer, die im Schleppdienst bisher bewältigt wurden. In der Gesamtwertung führt mit Einschluß des dritten Wettbewerbstages Kurt Schmidt von der NSFK.-Gruppe Baden mit 576 Punkten vor Treu- tcr (NSFK.-Gruppe Mitte) mit 552 und Haase (NSFK.-Gruppe Berlin) mit 496 Punkten. In der Klasse der Doppelsitzer liegen Romeis-Acker mit 224 Punkten an der Spitze vor Vergens-Trippke (Berlin) mit 192,6 Punkten. Die beste Streckenleistung hatte am Mittwoch Ir eut er (Mitte) aufzuweisen, der 159 Kilometer zurücklegte und bei Greiz landete. Die Sonne schickte ihre Strahlen unbarmherzig hernieder. Kein Lüftchen wehte. In dieser Sonnenglut saß man dicht gedrängt um einen Freiluft-Boxring, und während die Boxer harte Schläge ein- teckten und dennoch auf den Beinen standen, fielen Zuschauer einfach um und mußten zum Sanitätszelt getragen werden. Auch auf den Tribünen der Fußballplätze erlebten wir das gleiche Bild. Heber diese Zuschauer beim Fußballspiel war man wirklich ehrlich überrascht. Die Tribünen waren nicht besetzt von fanatischen Fußballfreunden, die mit lauten Mißfallens- oder Freudensäußerungen das Spielgeschehen verfolgen, sie waren vielmehr belagert von Festbesuchern, die an dem sportlichen Geschehen auf dem Platz herzlich wenig Interesse zeigten. Man saß in Hemdsärmeln oder auch ohne Hemd in der Sonne und machte mit dem Nachbarn seinen Schwatz. Auf diese Weise waren die Spieler auf dem Platze von einer Mauer schnatternder Zuschauer umgeben. Natürlich erregte dieses „Benehmen" den Zorn der wenigen echten Fußballfreunde, und damit trat das Spielgeschehen noch mehr in den Hintergrund. Auf der Pressetribüne erlebten wir folgendes entzückendes Erlebnis, das schlaglichtartig die ganze Stimmung beleuchtet: Ein Schlesier sitzt mit seinem Mädel Hand in Hand vor uns, und sie erzählen sich vom Wetter, von der Verwandtschaft, vom Hauswirt usw. Das Fußballspiel Mitte gegen Württemberg störte die beiden nicht im geringsten. Wenige Minuten vor Schluß des Spieles dreht sich die Dame plötzlich um und fragt ganz höflich: „Ach, bitte, wer spielt denn dort unten?" „Gau Mitte gegen Gau Württemberg" lautete die Antwort. „Die mit dem roten Dreß sind die Mitteldeutschen, und die mit dem weißen Dreß sind die Württemberger." Freundlicher Dank auf der anderen Seite. Nach einer Minute kommt die nächste Frage nach dem Stand des Spieles. Wieder freundlicher Dank und wieder Pause, während unten der Kampf weitertobt. Und dann dreht sich die junge Dame noch einmal verlegen um und fragt: „Ach, entschuldigen Sie, die spielen doch Fußball dort auf dem Rasen?" Die Verblüffung war allgemein, und ehe man sich gefaßt hatte, pfiff der Schiedsrichter das Spiel ab. Gegen Mittag setzt der Zustrom der Massen zum Sportfeld rin. Straßenbahnen sind überfüllt, Zufahrtsstraßen verstopft. Die Bürgersteige sind bereits dicht von Menschen belagert, die unbedingt Reichsminister Frick begrüßen wollen, der das 1. Deutsche Turn- und Sportfest heute nachmittag offiziell eröffnet. Außerdem wird erzählt, daß der Führer selbst den Eröffnungsfeierlichkeiten beiwohnen wird, und diese Vermutung allein ist Grund g.nug, die Anmarschstraßen besetzt zu halten. Draußen auf dem Sportfeld sind die Faustball- und Korbballspieler schon seit dem frühen Morgen an der Arbeit, die Fechterjugend kämpft bei drückender Hitze in der Turnhalle, und Gebietsmannschaften der Hiller-Jugend tummeln sich im Stadion-Bad. Die Jugend wird auch weiter kämpfen, wenn in der Schlesier-Kampfbahn um 16 Uhr Fanfaren erklingen werden, die die Eröffnung des 1. Turn- und Sportfestes verkünden werden. mit 8:8 einen unentschiedenen Verlauf genommen hatte, wurde der Mille-Staffel der Sieg zugesprochen, weil sie bei der Gesamtwertung der acht Kämpfe die größere Punktzahl — 1241:1217 — zu verzeichnen halle. Die „letzten Vier" im Frauen-Handball Auf den Plätzen im Sportpark-Ost wurden am Mittwochvormittag die vier Zwischenrundenspiele zur Deutschen Frauen-Handballmeisterschaft erledigt. Die favorisierten Mannschaften setzten sich auf der ganzen Linie durch. Der Titelverteidiger, Tvd. Eimsbüttel-Hamburg, hatte, wie schon im Vorjahr, gegen die tüchtigen Mädel des Polizeisportvereins Dresden einen schweren Stand und gewann nur knapp mit 3:2 (2:1) Toren. Die Tib. Berlin, Branden- burgs Meisterelf, wartete im Kampf gegen Eintracht Frankfurt mit vorzüglichen <5türmerleiftungen auf und siegte verdient mit 4:1 (2:0). Prächtige Mannschaftsarbeit zeigten VfR. Mannheim und Stahlunion Düsseldorf. Den Mannheimerinnen gelang gegen Asco. Königsberg, den Ostpreußenmeifter, mit 12:1 (7:1) ein Rekordsieg. Stahlunion Düsseldorf schaltete in meisterhafter Form den Mitte-Meister, Germania / Jahn Magdeburg, mit 5:0 (2:0) aus. --------JmeU auch die Nacht nach der tropischen Hitze leit zu geben die sLli;e keine Abkühlung bringt? Glauben an die i Q|?n läßt man sich deshalb von dem Hefigen mg und beseelt Mr«rschnstrom durch die Schweidnitzer Straße len» Kämpfer ein WruWe deutschen Mundarten schwirren hier durchhast war, die allmandr und alle umschließt ein unsichtbares Band Der EtandartensMel Verbundenheit. Wenn dann Gruppen su» n Schicksals hervortemdcrtschen Turner durch die Straßen mar- en treffen kannte, sicker dann hallen die nächtlichen Straßen von hnhof zur Ankunftszeit eingefunden, um ihre n Empfang zu nehmen. Aus dem Gau Sach- i aus dem Gau Mitte kamen etwa 15 Son- mH jenem Nachbar bekannt, und so vergeht die msdau de; iZeA Vielleicht steht ein richtiger Schlesier in t der Ecke GabeBen L he, der dann auf Breslauer Spezialitäten veraanaenen Mrufmerjam macht. So muß selbstverständlich jeder milien -Hahnhau" ^i^'Besucher eine schlesische Wurst oder eine läbtiidK ElettchMMer" gegessen haben, denn sonst kann er ein- Senbet MrWcht in Breslau gewesen fern. Diese Wurst gibt -j, ..„ter Doi s o-bei nur am Rathaus, wo aus zahlreichen Stan- qZihfe aeM-niidie Wohlgerüche dieser Genüsse über den aan- eine®?!Mrft Ziehen. Und so stehen Tausende vor dem ber Äireibt Zur Feier der Tage hell angestrahlten nmvrreiner; und verzehren behaglich ihre „Schlesische' «irbw >ppriner". Die Breslauer Spezialitäten sind Verputz- un i^ineswegs erschöpft. Man muß einen „Erb- ergebung oer «etrunken haben oder einen richtigen „Bres- tenfurdle^^^^, i'orn". Beide sind billig, kosten 17 und 20 Reichsinnenminister Dr. Frick, erfolgte. Der Einmarsch der Teilnehmer, die Hebergabe des Traditionsbanners der deutschen Turner durch Oberbürgermeister Dr. S tr ö l i n (Stuttgart) an den Reichssportführer, die Festansprache des Reichsinnenmini- sters und die Rede des Reichssportführers, die Weihe der 17 (Baubanner und der Fahnenschwur bedeuteten Augenblicke für alle Teilnehmer und Zuschauer zu werden, die für sie unvergeßlich bleiben dürften. Fefierösfnmg. ? Heerschau der deutfchen Leibesübungen, das jche Turn» und Sportfest Breslau 1938, geht ul Höhepunkt entgegen. Mit großer Spannung i0>5 der feierlichen Eröffnung des Turn- und Vor dem Start zur Alpenfahrt. Abnahme und Fahrer-Appell in Innsbruck. Innsbruck stand am Mittwoch ganz im Zeichen der deutschen Alpenfahrt, die am heutigen Donnerstagmorgen mit der ersten Etappe voä Innsbruck nach Klagenfurt über 593 Kilometer gestartet wurde. In zwei weiteren Tagesstrecken geht es dann über Graz nach Wien. .Auf der insgesamt etwa 1700 Kilometer langen Strecke sind fast alle Schwierigkeiten zu überwinden, die Oesterreichs Alpenpässe zu bieten haben. Don den 252 gemeldeten Wagen der Wehrmacht, des NSKK., der ff, des DDAC., der HI. und der Reichspost fehlle bei der Abnahme am Mittwochabend nur einer; nicht minber gut war das Ergebnis im Verhältnis zu den 134 gemeldeten Krafträdern. Die Vorbereitungen für die Abwicklung wurden bis ins letzte getroffen. 2000 NSKK- Männer sind täglich an der Strecke postiert, ein umfangreicher Sanitätsdienst ist eingerichtet, und die Postämter, die sonst um 18 Hhr schließen, haben eigens wegen der Mpensahrt Nachtdienst. Um bousenden Heil-Rufen wieder, dann erfaßt L enschen eine Begeisterung, die keine Grenzen t. Wenn man bedenkt, daß Breslau 600 000 »ner zählt und dann hört, daß die Stadt - eine Million Gäste erwartet, dann Kampfstätten, so wurde auch hier erbittert um den Sieg gerungen. Im Vierer-Mannschaftsfahren über 4 Kilometer stellte Oesterreich I in 5:17 Minuten den Sieger vor Berlin in 5:21. Im 30-Runden- Punktefahren war der 'Schlesier P r e i s f e i t vor dem Oesterreicher R y ch l i k der Beste. Zur großen Freude der einheimischen Bevölkerung wurde Preis- keit auch noch im Hauptfahren Sieger vor dem Oesterreicher Böß. Jugendliche Schwerathleten im Kampf. 280 Kilogramm zur Hochstrecke gebracht. Mit 160 Mann marschierte die HI. in die Schwerathletik-Kampfbahn ein, wobei noch nicht einmal alle Könner aus dem Reich berücksichllgt werden konnten. An der Scheibenstange gab es gute Leistungen. Wrazidlo (Hindenburg) brachte im Dreikampf (einarmig Reißen, beidarmig Reißen und beidarmig Stoßen) 280 Kilogramm zur Hochstrecke. * Auch bei den jungen Ringern gab es durchweg hervorragende Leistungen, und besonders die entscheidenden Gefechte brachten manche technische i i Werten KE ba5 « ftMarte n61 uni 3« folgten & J Stab unb ein Matte, in f.nderung feinMi ™ DekannteiM unb drei ffl? )ie m ber MhM« wehmütigen ©ebJH hrers gefolgt fein, HB Ee ber $ES|neun uqr gerangerum. zius jvum öanen|ubrer önaJFiaina trafen Sonderzüge gegen Mitternacht aoerannten SamerjMAn man also wegen ein oder zwei Stunden H Tugend stand gestern schon seit dem frühen tyr im Wettkampf. In einer Stärke von 6000 'einer bisher noch nie dagewesenen 1 beteiligt sie sich an diesem Fest und hat fast ‘..t Wettkampfstätten und Sportplätzen Be- j-.„.,iffen, um in vielen Mehr» und Mannschafs- jttflö) öu die Besten zu ermitteln. Rund 2000 Jun- r Weise vllg ge,A iw am turnerischen Mehrkampf beteiligt, 1000 Ten Unwert befton den Gemischten Sechskampf und rund Venschen- , &11IX Len volkstümlichen Dreikampf. In den L Gesicht Hi^Ar'nmwettbewerben, die nur aus Staffeln bewirb die sind allein 25 Mannschaften zur Stelle. 14 has Mdel tut DMr^aften haben sich zum Handball-Blitzturnier " «-1^ ^tVjnilbet, 8 zum Fußball- und 5 zum Hockey- ' r Peter! wahrend 6 HI.-Vereinsmannschaften zum hn* nicht in st AgMEturnier genannt sind. Weiter bestreitet die Sn9ti .ir, auch noch Kämpfe im Schießen, Fechten, Wenn ^Te und Rollschuhlaufen und auf der Regatta- lt6n,inem Schn^baftn Flutkanal werden die Ry-er- und Kanu- 3* , Z^idurchgeführt. Auch auf der Radrennbahn m mutzt erscheint die HI., um im Vierer-Mann. s^?MK-.hrer und einem IO-Runden-Punktesahren lfln’ ^TS^ten auf dem Stahlroß festzustellen. m,^ften Meisterschaftskampfe rmRah. bvß e'N , ich Turn- und Sportfestes nahmen teilweise » dann $ gjgts am Mittwoch ihren Anfang, so im Frauen- .ü verhüt' H und im Lager der Schützen, die in Bres» ,1 De- Stärke von 4000 Mann anfmarschrert iolchr tfö" yfl .rtinfu^en<^olen Plätzen strömen die Schlachtenbummler, dich 011 52*14 Kampfe mitzuerleben. Ein wolkenloser Hwi- 7" eine fast allzu freigebige Sonne erhöhen ' Die vier Jugend-Spielturntere. .i Berlin Hockey-Sieger. ’n iirf' ä’?. ^)oiiep hatten sich aus den Vorkämpfen s eine waren insgesamt fünf Mannschaften) das idit web: Berlin (THE. Berlin) und das Gebiet Ost- V* I, sONWifK. Königsberg) für das Endspiel quah» ßäK Berliner siegten 2:1, nachdem sie bet ,en ^.r. rjjwafe noch im Rückstand gelegen hatten. Es sind - r! fterf schönes Spiel, bei dem erst sechs Minuten von den Rrichshauptstädtem das sieg» Tor erzielt wurde. Im Kampf um den (ThiJra Irb ' S?-1?*1 fblatz war das Gebiet Hessen-Nassau (THE. , hc-r ®Wä»en) mit 2:0 (1:0) über das Gebiet Mecklen- bur^^isL. Parchim) siegreich. [ 600000 Einwohner -1 Million Gäste! Pech verfolgt. Hauswald hatte Maschinenschaden und mutzte lange Zeit auf den Materialwagen warten, und Weckerling wurde wenige Kilometer vor dem Ziel von einem Reifenschaden ereilt. Obwohl Arents und Wendel in kameradschaftlicher Weise bei dem kleinen Magdeburger blieben, verloren die drei Deutschen vier Minuten. Hauswald büßte durch sein Mißgeschick sogar 14 Minuten ein. 101 Amateure bei der Deutschen Ama- teur-Straßenmeisterschast in Gießen. Nachdem die Meldefrist zur Deutschen Amateur- Straßenmeisterschaft, die am Sonntag, 7.Auaust, in Gießen ausgetragen wird, abgelapsen ist, steht nun die Teilnehmerliste fest. 101 Amateure aus dem ganzen Reichsgebiet werden in Gießen um den höchsten Titel, den das Fachamt Radsport im Deutschen Reichsbund für Leibesübungen alljährlich zu vergeben hat, kämpfen. Da bei der Meisterschaft keine Borgaben gewährt werden, starten also sämtliche 101 Fahrer zur gleichen Zeit. Alle Fahrer von Ruf sind am Start. Die vollständige „Deutsche Nationalmannschaft" ist mit dabei. Von Tilsit bis nach München, von Aachen bis nach Wien, aus allen Gauen des Großdeutschen Reiches kommen die Vertreter des Radsports. Noch selten war in den letzten Jahren bei einer deutschen Meisterschaft ein solches Aufgebot von Fahrern erschienen. Nach Gießen werden sich am 7. August die Augen aller Radsportanhänger richten, und groß wird die Zahl der Schlachtenbummler sein, die nach Gießen kommen, um Zeuge dieses Kampfes zu werden. Reitstall der SA.-Gruppe Hessen wieder erfolgreich. NSG. Beim Jubiläums-Turnier anläßlich des 100jährigen Bestehens des Bades Salzschlirf am 23. und 24. Juli war der Reitstall der SA.-Gruppe Hessen wieder erfolgreich vertreten. Die vier SA.- Reiter des Reitstalles der Gruppe konnten sich gegenüber den rund 150 Teilnehmern, gestellt von der Wehrmacht, der fj usw., in dem Turnier erfolgreich durchsetzen und im ganzen acht erste, vier zweite und neun weitere Preise für den Reitstall erringen. Beim Geländeritt erhielten Obertruppführer H ä n e l t, Scharführer Schmidt und Scharführer Kilbi nger je den ersten Preis zuge- sprochen, weil sie in gleicher Zeit und ohne Fehler über die Strecke gingen. Das Jagdspringen Klasse A sah Obertruppführer Hänelt wieder auf dem ersten und achten Platz. Beim Jagdspringen- Klasse L war der Reitstall der Gruppe Hessen wiederum erfolgreich. Scharführer K i l b i n g e r siegte auf „Figaro". Weiter konnte der Reitstall noch den zweiten, fünften und siebten Platz erkämpfen. Bei der Dressurprüfung Klasse L ging Obertruppführer Wieczoreck auf Pferd „Freiherr" (Besitzerin Frl. Funk, Hanau) als Sieger hervor. Ferner belegte derselbe Reiter auf „Bundesbruder" den dritten und Obertruppführer H ä n e l t auf „Lola" den sechsten Platz. Beim Spähtrupp- Springen errang der Spähtrupp des Reitstalles der Gruppe Hessen den ersten und zweiten Platz, weil er bei schnellster Zeit, bestem Stil und Fehlerfreiheit allen anderen weitaus überlegen war. Den Abschluß des Turniers bildete das Jagdspringen der Klasse L (Zeitspringen), bei dem Scharführer Kilbinger auf „Figaro" siegte. Den vierten, siebten und achten Platz belegte bei diesem Springen ebenfalls der Reitftall der Gruppe Hessen. Deutsche Reiteroffiziere nach Dublin. Am Internationalen Reitturnier in Dublin vom 2. bis 6. August sind auch in diesem Jahre wieder deutsche Reiteroffiziere beteiligt. Die Kavallerieschule Hannover entsendet neben dem Leiter des Springstalles Rittmeister Momm noch Oblt. Brinkmann,' Oblt. Huck und Oblt. v. d. Bongart mit den bekanntesten deutschen Springpferden. Am 28. Juli wird die Ueberfahrt mit dem Hapag-Dampfer „Deutschland" angetreten.* ---Haupt st urmführer G. Temme kam beim Reitturnier in Gdingen zu Erfolgen. Er siegte in einem von 43 Pferden bestrittenen Zeitjagdspringen der Klasse M über 20 Hindernisse mit dem Trakehner „Tasso" gegen sieben polnische Offiziere und mit „Amneris" gewann er auch das Jagdspringen der Klasse L. Internationales Lustrennen des NSFK. Im Rahmen des großen Frankfurter Alugtages am Sonntag, 31. Juli, führt das NSFK. sein erstes internationales Luftrennen durch, das in zwei Klassen durchgeführt wird und 40 Flugzeuge aus Deutschland, Frankreich, England und der Schweiz am Starb sieht. Im ersten Rennen auf einem dreißig Kilometer langen Dreieckskurs über insgesamt 120 Kilometer sind Flugzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/st und einer Motorenstärke bis zu 300 PS startberechtigt, während im zweiten Rennen geschlossene Touristik-Flugzeuge mit mindestens zwei nebeneinanderliegenden Sitzplätzen und einer Höchstgeschwindigkeit von mindestens 180 km/st auf einem 150 Kilometer langen Wege um den Sieg streiten. Kurze Sportnotizen. Im Davispokalkampf zwischen Deutschland und Jugoslawien werden am Freitagnachmittag Henkel und Puncec den Reigen der insgesamt fünf Spiele eröffnen. Anschließend trifft von Metaxa auf Palada. Der Samstag bringt das Doppel, und am Sonntag werden die beiden letzten Cinzelkämpfe ausgetragen. * Zu den Europameisterschaften der Leichtathleten, die vom 3. bis 5. September in Paris durchgeführt werden, haben bis zum ersten Nennungsschluß 26 Nationen ihre Teilnahme zugesagt, darunter auch Deutschland. 22 Vereine - 86 Vooie - 471 Ruderer! Ausgezeichnetes Meldeergebnis für die Gießener Regatta. Gestern abend trafen sich im unteren Bootshaus der Gießener Rudergesellfchaft der Vorstand des Vereins und Vertreter verschiedener teilnehmender Verein zur Startoerlosung für die 31. Gießener Regatta. Vereinsführer Scharmann hieß die Teilnehmer willkommen, wies darauf hin, daß es die Gießener Rudergesellschaft nach dreijähriger Pause nun wieder unternommen habe, eine Regatta zu veranstalten, obwohl in jüngster Zeit Regatten, die in Kassel, in Heidelberg, wie auch in verschiedenen norddeutschen Städten abgehalten werden sollten, wegen zu geringer Beteiligung abgesagt werden mußten. Für die bevorstehende Gießener Regatta sei erfreulicherweise ein überraschend gutes Meldeergebnis zu verzeichnen, und man könne sagen, daß der Gießener Rudergesellfchaft ein großer Wurf gelungen sei. Namhafte Vereine haben ihre Meldung abgegeben. Von dem reichhaltigen Programm, das insgesamt 30 Rennen vorsieht, fallen nur 5 Rennen aus, so daß sich also die Ruderer, die aus weitem Umkreis kommen, in 25 Rennen messen werden. An der Regatta beteiligen sich 22 verschiedene Vereine mit 86 Booten und 471 Ruderern. Unter den Vereinen, die ihre Meldungen abgegeben haben, sind viele mit Namen von bestem Klang und Ansehen, so daß für guten Sport gesorgt sein wird. Nachstehend nennen wir die Vereine, die sich an der 31. Gießener Regatta beteiligen werden: Frankfurter RCl. und „Undine", Frankfurter RG. Oberrad, Frankfurter RCl. Griesheim, Mainzer Ruderverein, Offenbacher RV. 1874, Offenbacher RG. „Undine", Sportgemeinschaft „Wicking" Offenbach, Wetzlarer RE. 1880, Wetzlarer RV. 1919, Limburger RE. 1907, Renngemeinschaft, RV. und „Undine" Rüsselsheim, RCl. „Saar" Saarbrücken, RCl. „Germania" Köln, Wassersportverein Godesberg, Hannoverscher RCl. 1880, Hornberger RCl. „Germania" (bei Duisburg), Wassersportverein Beuel (am Rhein), RV. Essen-Steele, Stuttgart-Cannstatter RV. 1910, Kitzinger RV. 1897, RCl. „Hassia" Gießen, Gießener Rudergesellschaft 1877. Aus der engeren Heimat. Iugendgruppen auf Burg Münzenberg. < Münzenberg, 27. Juli. Auf unserer herrlichen Burg, dem Wahrzeichen der Wetterau, trafen sich am Sonntag bje Jugendgruppen der NS. --Frauenschaft des Kreises Wetterau. Das Kreistreffen wurde mit der feierlichen Flaggenhissung auf dem Bergfried eingeleitet. Anschließend wurde eine Arbeitstagung durchgeführt, die den ganzen Vormittag ausfüllte. Vom Deutschen Frauenwerk Münzenberg wurden die Teilnehmerinnen der Tagung bewirtet. Der Nachmittag war dem Frohsinn gewidmet. Den Abschluß der Tagung bildete eine eindrucksvolle Feierstunde, bei der Stützpunktleiter Metzger sprach. Er gab dem Wunsche Ausdruck, daß die Teilnehmerinnen von dieser Tagung neue Kraft und neue Anregungen mit nach Hause nehmen möchten. Kreisjugendgruppenleiterin Frl. Sch epp dankte dem Stützpunktleiter für seine Unterstützung, die erst dieses Treffen möglich gemacht hat. Mit dem Gruß an den Führer fand die Feierstunde ihren Abschluß. Beim Dreschen tödlich verunglückt. * Nidda, 27. Juli. Heute vormittag ereignete sich auf dem benachbarten Häuser-Hof ein tragischer Unglücksfall, dem leider ein blühendes Menschenleben zum Opfer fiel. Als die Arbeiter damit beschäftigt waren, für das Dreschen den richtigen Abstand zwischen Dreschwagen und Strohpresse durch Ausprobieren der entsprechenden Riemenlänge festzulegen, mußte die Presse durch mehrere Arbeiter etwas näher an den Dreschwagen herangeschoben werden. Infolge eines unglücklichen Zufalles wurde im gleichen Augenblick, als die Presse eben gerückt worden war, durch langsames Umdrehen des Riemenrades die Zugkraft des Riemens ausprobiert. Dadurch wurde an der Strohpresse ein Hebel langsam mit in Bewegung gesetzt, der sich in Richtung eines Rades bewegte, über das sich der 31 Jahre alte landwirtschaftliche Arbeiter Fritz Groß aus Nidda beim Drücken der Presse gerade gebeugt hatte. Der Kopf des bedauernswerten Mannes kam zwischen Hebel und Rad und wurde leider so stark gequetscht, daß der Tod infolge Gehirnblutung alsbald eintrat. Die behördlichen Ermittlungen wurden sofort eingeleitet. Mit dem Auto schwer verunglückt. * Alsfeld, 27. Juli. Auf der Landstraße Alsfeld—Gießen an der steilen, kurvenreichen Abfahrt des Schellnhäufer Berges zwischen Romrod und Schellnhausen verunglückte ein Personenauto dadurch, daß es, anscheinend infolge hoher Geschwindigkeit, an einer Kurve aus seiner Fahrbahn fam und seitwärts der Landstraße sich überschlug. Von den Insassen des Auto- wurde einer schwer verletzt, so daß er nach Gießen in die Klinik eingeliefert werden mußte. An einem Insektenstich gestorben. LPD. Friedberg, 27. Juli. Eine Frau aus Nieder-Florstadt wurde von einem Insekt an der Oberlippe g e st o ch e n. Nach wenigen Tagen trat Blutvergiftung ein, die bie Uebersührung der Frau in das Bürgerhofpital notwendig machte. Der Zustand verschlimmerte sich aber so, daß die Patientin st a r b. Günstiger Abschluß der Marburger Festspiele. LPD. Marburg, 27. Juli. Die 12. Spielzeit Der Tt ar bürg er Festspiele fand mit einer u^run9 &e5 "Sarnmernachtstraurns" ihren Abschluß. Bei günstigem Wetter war das Schloßparktheater noch einmal bis auf den letzten Platz gefüllt. Trotz der ungünstigen Witterung während der Spielzeit vom 25. Juni bis 24. Juli kann die Leitung der Festspiele eine Gesamtbejucher. Die Sieger der Eiger-Nordwand des Taunus. phon unterwegs. 18: Das Erbe von Breslau. 18H Imitationen einzelner Der fröhliche Lautsprecher. 19: Tag der Mannschch üagen und auch four Tanz und Unterhaltung. 24 bis 3: Nachtkanzel Wirtschaft des Ultimos und die weiterhin ausgesprochene schwache Kundschaftsbeteiligung gaben der Börse das Gepräge ungewöhnlicher Geschäftsstille. Die Feststellung der DU vIj JXlll V t, L DU D19 UU, J^UII III 1 • > Schafe 25 bis 42, Schweine 53 bis 60 Marl. Marktverkauf: Rinder, Kälber, Schweine ZUg Hämmel und Schafe mittelmäßig. Rhein-Mainische Börse. Ittittagsbörfe still und uneinheitlich. Frankfurt a. M., 27. Juli. Die Nähe tigt. Dann f....... blicken nach der Wetterau und den Taunusbergen nach dem Fvrsthaus Winterstein. An einer Quelle in einem Seitentälchen wurde ausgiebige Mittagsrast gehalten. Der Rückweg ging über den Hof Hasselhecke und den Johannisberg nach Bad-Nauheim. Nach einem Abschlußschoppen brachte die Eisenbahn die Teilnehmer in ihre Heimatorte. des dritten Tages. 13: Nachrichten. 13.15: Mitt konzert. 14: Nachrichten. 14.10: O holde Fiß Musical 15: Kleine Klaviermusik. 16: Nachmittag konzert im Kurpark Bad Wildungen. Das MH gewöhnlicher Kurse vollzog sich bei äußerst kleinen Ilm» Ein Rückblick auf die Wettkämpfe des dritten lac 20: Nachrichten. 20.15: Unterhaltungskonzert. 21. Appell des Deutschtums im Auslande auf d Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur We 9.40: Mutter turnt und spielt mit dem Kind. 10 Adolf Spieß, Vater des Schulturnens. 12: Mi konzert. 12.40: Deutsches Turn- und Spo Breslau 1938. Rückblick auf die Vormittagskä zahl von 22 000 Personen nachweisen. Damit ist die vorjährige Besucherzahl erreicht. 99 v. H. der Besucher waren Auswärtige. Landkreis Gießen. Kreis Schotten. x Schotten, 26. Juli. Am nächsten Montag werden 40 0 KdF. -Fahrer, Erholungsurlauber aus den Opelwerken in Rüsselsheim, zu zehntägigem Aufenthalt hier eintreffen. Ein Begrüßungsabend, ein Konzert mit Tanz, Kameradschaftsabend, Stadtrundgang, kleinere und größere Ausflüge in unsere chöne Umgebung sind vorgesehen. — Am Sonntag and hier eine Tagung der Friseur - In - i u n g der Kreise Büdingen - Schotten tatt, die mit einem Schaufrisieren verbunden war, )as vielseitigen Anklang fand. — Die G a st w i r t e des Kreises Schotten hielten eine Versammlung ab, in der Kreisgeschäftsführer Pg. B u 11» mann (Büdingen) über die Stellung und die Aufgabe des Gastwirts im Dritten Reich und über Ver- kehrswerbung sprach. Jtunhfunfprogromm Freitag, 29. Juli. 5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 28. Juli. (23orberidjt) 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftneb. Rinder (darunter 232 Ochsen, 169 Bullen, 495 M 240 Färsen), 508 Kälber, 18 Hämmel, 28 WV 383 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 5 45 Mark, Bullen 34 bis 43, Kühe 20 bis 43, 35 bis 44, Kälber 35 bis 65, Hämmel 35 o'» ien Inhalt keine di es gesetzgeberische D _rr____ _____runblage einer neue' Schloßplatz zu Breslau. 23: , Nachrichten. 2M r Tschecho-Elowakei jähen und' war sehr schleppend. Am Aktienmarkt war die Entwicklung etwas uneinheitlich, wobei sich aber im allgemeinen nur kleine Veränderungen ergaben und die Gesamthaltung meist nur knapp behauptet war. Für Montan- und verschiedene Elektrowerte bestand mäßiges Interesse, das die Kurse bis etwa 0,65 v. H. anfteigen ließ, niedriger waren jedoch Felten mit 131 (131,75). Maschinenaktien lagen gut behauptet, teilweise 0,50 v. H. höher, so Daimler und Junghans. Don chemischen Werten blieben IG.-Farben mit 151,50 unverändert, während Scheideanstalt 1 v. H. abfielen auf 221. Sonst notierten zunächst noch Aschaffenburger Zellstoff mit 119,75 (120,75), AG. für Verkehr und Hapag je 0,25 v. H. niedriger, Reichsbank 0,25 v. H. höher. Am Rentenmarkt war das Geschäft gleichfalls gering, die Kurse lagen in den meisten Fällen unverändert. Dekosama I 138,65, Dekosama II 152 (152,13). Im Freiverkehr waren verschiedene 4,50prozentige Industrie-Anleihen leicht angeboten, auch Kommunal-Umschuldung 5 Pf. niedriger mit 94,80. Schwächer lagen auch Reichsbahn-DA. mit 123,50 (124) und Reichsaltbesitz mit 130,75 (131). Von Länderanleihen bröckelten 4,50 o. H. Bayern v. 1927 auf 99,80 (100) ab. 5- und 6proz. Industrie- Obligationen lagen teilweise 0,25 v. H. niedriger. Der Freiverkehr lag still. Man nannte Dingler mit unv. 88,75, Katz & Klumpp mit 88 bis 99 (100), Rastatter Waggon mit 52 (51,50), Elsäss. Bad. Wolle mit 84,50 (85), Verein. Pinsel Nürnberg mit 71 (72) und Growag mit 82 (83). Tagesgeld unv. 2,50 v. H. bei leichtem Markt. Abendbörse kaum behauptet. Bei Fortdauer der starken Geschäftsunlust infolge der überaus geringen Beteiligung der Kundschaft war die Abendbörse am Aktienmarkt überwiegend kaum behauptet, zumal auf Teilgebieten etwas Angebot vorlag. Dabei kam es in den wenigen notierten Papieren nur vereinzelt zu sehr kleinen Abschlüssen. Die Farben-Aktie bröckelte auf 151 (151,50) ab. Don Montanwerten verloren Hoesch 1 v. H. auf 109, ferner Verein. Stahl und Buderus je 0,50 v. H. auf 103 bzw. 111,50, Mannesmann — 0,25 v. H. auf 108,50. kleine Rückgänge ergaben sich sodann für Adler auf 109,25 (109,50), für Bem» wtN1"““ ' - WSÄit)* iud) 6ei, ‘ detendeutschen Var innt. bedarf keiner !!F Oeffentlichleit Ü?cr kn gegenwärtig kr Regierung Sarden. Diese dadurch verstärkt E?‘U.en Vertre d'e einzelnen ' M die „noch a( liien m5 ? ^entgegen U Verhandlungen ' S°nnen haben berg auf 129,75 (130), für ©effürel auf 1H (133,75), für Demag auf 139 (139,50) und «i Junghans auf 110,25 (110,75). Leicht erhöht mati Holzmann mit 148,50 (148), Metallgesellschaft A 126,50 (126,25). Unverändert notierten u. a. M» 125, BMW. 144,50, Daimler 133, ScheideaM 221, Licht und Kraft 135, Moenus 126, Rheimmv» 128,25, Schuckert 164, AG. für Verkehr 122,25, W pag 66,25 und Großbankwerte. Am Rentenm^r wurden Farben-Bonds 0,13 v. H. höher beM mit 121,75, für einige andere Industrie-Obligatio^ zeigte sich auf der ermäßigten Mittagsdasis ets^ Interesse: 5 v. H. Chem. Essener Steinkohle UM 5 v. H. Gutehofsnungshütte 101,50, 5 v. H ler-Benz 101,25. 4,50 v. H. Harpener nach 116,50 (116), 6 v. H. NEU. blieben zu 104 boten. Kommunal-Umschuldung wurden mit 94,80 bewertet. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 27. Juli. Es notiertes treibe je Tonne, alles übrige je 100 kg) in^j; Weizen W9 193, WH 195, W 12 196, W 16 200, W 18 202, W 19 204, W 20 206; NS R 11 179, R12 180, R 14 182, R15 183, 185, R17 186, R18 187, R19 189 GroßhE preife der Mühlen der genannten Preisge^ Futtergerste, Futterhafer nicht notiert. WeizenoW Type 812, W13 29,10, W16 29,20, Wl»^ W 19 29,20, W 20 29,55; Roggenmehl, Type R 12 22,45, R 15 22,80, R 16 22,95, R18 R19 23,50 plus 0,50 RM. Fracht-Ausgleich- zenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W 13 10,75, 10,90, W18 11,00, W19 11,10, W 20 11,20; genfleie R12 9,95, R 15 10,15, R16 10,25, 10,40, R19 10,50 Mühlenfestpreise ab MuM ftation. Treber nicht notiert. Wiesenheu mit bis ein Drittel an minderwertigen Gräsern Wiesenheu mit unerheblichem Besatz (bis etwa • Zehntel) an minderwertigen Gräsern 6,40, . zeugerhöchstpreis ab Erzeuger-Verladestation; £>r , gepreßt bis 0,40 RM. Aufschlag. Weizen« » Roggenstroh nicht notiert. Tendenz: ruhig. Das- erste Bild, das die vier glücklichen deutschen Alpinisten nach ihrem Triumph über ine t Eiger-Nordwand zeigt, wurde ausgenommen, als die beiden Seilschaften zur Station Eiger«U Gletscher abstiegen. Links die beiden Oesterreicher Harrer und Kasparek, rechts ötej beiden Münchener Heckmeier und V ö r g. — (Associcüed-Preß-M.) '■ kV?" 2lusgle M! Efe'i'j" 1= iSSi,”, : MD Beppen ,,rblur I WJU verscj I JW bi5SenbeUl gattet« \eren» ! Großen-Linden, 26. Juli. Die Juli- Wanberung des Zweigvereins „Hüttenberg" vom DHC. führte am Sonntag die zahlreich teilnehmenden Mitglieder nach den Vorbergen . Zunächst wurde Bad-Nauheim besich- führte ein schöner Waldweg mit Aus- -iiSe MH 5 Pro, «„i 28. Saß- <®J eä-t iaung I°-b-n «b- ,h auf die Tatsache e derartigen AusZu m kein wirkt c In, weil es sich 'igiaftion bereits desin r, das Programm Eipeten3 von ft Selbstverwa in festgesetzt sein w'ck M Reform ein endgr kber bas politische Mgliebrige Parlamen üten bisher beendet, r Adlungen mit den Be len, welche die einzeln ren, wurden nicht ai .W 4 L»