Nr.2Z Erstes Blatt 188. Jahrgang Zreitag, 28. Januar 1938 ir)d)etni tägltd), außer Sonntags und Feiertags Beilagen; Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monatr-Vezugspretr: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr # -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernfprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Siehe» Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vru» und Verlag: vrühlsche UniversttStsdruckerei «.Lange in Sietzen. Schriftieiivng und SeschSftrftelle: Schulftrahe 7 Annahme von Anzeigen HU die Mittagsnummer vis8'/.Uhrdes Dormittags Grundpreise für 1 mm Höhe kür Anzeigen von 22 mm Breite 7 Nps.. für Text- anzeigen von70mm Breite 50 Rpf.,Platzoorschrift nach oorh Dereinbg. 25°/n mehr. LrmStzigte Grundpreise: Stellen», Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie ein* spaltige Gelegenheitsonzei» gen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts» il behördliche Anzeigen 6Npf. Mengenabschlüsse Staffel B LandwirtschastlichesAusbauwett im Gau Hessen-Aassau. Don Landesbauernführer Or. Wagner. NSG. Wie einsame Gipfel ragen die Großtaten der Geschichte eines Volkes aus dem ewig flutenden Geschehen der Tage. Aus dem besinnlichen Aufschauen zu diesen Gipfeln kommt uns die Orientierung für unsere Arbeit in der Gegenwart und die Kraft für das Schaffen in der Zukunft. Der 30. Januar 1933 bezeichnet für alle Zeiten den historischen Wendepunkt in der deutschen Geschichte, gleichzeitig den Beginn eines Weges, der aus den Trümmern eines versinkenden Zeitalters heraus steil aufwärts führt in das Licht eines neuen Werdens. Als genau 14 Tage nach der Machtergreifung die Verordnung erlassen wurde, die für die Landwirtschaft den Vollzug von Zwangsvollstreckungen verhinderte, da war der Auftakt gegeben zur Rettung und Neuformung des deutschen Bauerntums. Diese eine erste Maßnahme erinnert uns an etwas, das wir heute nur zu leicht vergessen: wie es noch Anfang 1933 in der Landwirtschaft ausgesehen hat. 1019 000 Hektar Land standen vor der Zwangsversteigerung. Dem drohenden wirtschaftlichen Untergang entsprach die Mißachtung, der das Bauerntum im Streit der Meinungen und Gegensätze verfallen war, entsprach auch der völlige Mangel an Selbstachtung und Zukunftsglauben im Bauerntum selbst. Eine Rettung konnte nur kommen aus der Erkenntnis, daß die unentbehrliche Grundlage von Volk und Staat ein gesundes Bauerntum ist. Diese Erkenntnis war von Anfang an Wesens- beftandteil des nationalsozialistischen Gedankengutes. So erhielt der Begriff her Agrarpolitik dadurch ein neyes Schwergewicht, daß das Bauerntum nicht mehr nur als der Ernährer des Volkes, sondern als der lebenserneuernde Bluts quell der Nation und damit als tragende Säule der Volkskraft in das große deutsche Aufbauwerk hineingebaut wurde. Unter diesem Gesichtspunkt sind das Reichsnährstandsgesetz vom 13. September 1933 und das Reichserhofgesetz vom 1. Oktober 1933 als Marksteine in der Geschichte unserer neuen Volkswerdung anzusehen. Denn nur so waren die Voraussetzungen für die Erhaltung und das Wachstum eines gesunden und lebensfähigen Bauernstandes geschaffen und die Keimzellen der rassischen Wiedergeburt des deutschen Volkes gebildet. Am 1. Oktober 1936 waren rund 700 000 Betriebe mit 45 v. H. der land- und forstwirtschaftlich genutzten Fläche Deutschlands als Erbhöfe eingetragen, so daß der Kern der deutschen Landwirtschaft, das Bauerntum, für immer den Einflüssen der Bodenspekulation entzogen wurde. Die Sicherung der Erbhöfe, als Lebensgrundlage der Bauernfamilien, gab dem deutschen Bauer die Möglichkeit, auch seine wirtschaftlichen Fähigkeiten un- aehindert zu entfalten und seine ernährungswirt- schaftlichen Aufgaben zu erfüllen wie nie zuvor. Die auf dem Reichsnährstandsgesetz aufbauende umfassende Marktordnung beseitigte den bis dahin vorhandenen scheinbar unüberbrückbaren Gegensatz der Landwirtschaft zu der gesamten gewerblichen Wirtschaft und ihrer Arbeiterschaft, setzte dem kapitalistischen Lebensmittelhandel ein Ende und schuf die Voraussetzung für den Beginn der Erzeugungsschlacht im Winter 1934, durch die wir die Beseitigung der Abhängigkeit Deutschlands von fremden Lebensmitteleinfuhren erstreben und den deutschen Warenaustausch mit dem Auslande in cfe- funde Bahnen lenken. Im Rahmen dieser Gesamtschau rechtfertigt sich auch ein Blick auf das wirtschaftliche Aufbauwerk i m (Ka u Hessen-Nassau. Am 30. Januar 1938 darf" das aus der Zersplitterung und wirtschaftlichen Ohnmacht der früheren Jahre glücklich herausgeführte und unter einem Willen geeinte hessen-nassauische Landvolk mit stolzer Genugtuung auf das Ergebnis seiner Arbeit zurückblicken. Es hat auf allen Gebieten der Erzeugungsschlacht tapfer und treu in der Front gestanden und achtunggebietende Erfolge errungen. Nur einige wenige Erfolgsziffern seien im folgenden herausgegriffen. Vie Landesbauernschaft Hessen-Nassau hat mit wachsender Kraftanstrengung seine B r o t g e t r e i - deernte während der letzten drei Jahre von 229 253 auf 318 313 Tonnen, die G e s a m t b u/t - tererzeugung von 8340 auf 11 300 Tonnen und den Schweinebestand von 188 355 auf 217 253 Stück gesteigert. Eine der wichtigsten Maßnahmen in der Landesbauernschaft Hessen-Nassau auf Pern Gebiet der Erzeugungsschlacht ift die Sicherung der w i r t s ch a f t s e i g e n e n F u t t e r e r - zeugung. Sie spielt deshalb für unser Gebiet eine so große Rolle, weil bei unseren stark mit Vieh besetzten kleinbäuerlichen Verhältnissen etwa 70 v. H. der Futtermittel vom Ausland eingeführt werden mußten. Durch di» Einführung des Z w i f ch e n f r ch t b a u e s und die Errichtung von zweckentsprechenden E l n s a u e - rungsanlagen wurde die wirtschaftseigene Futtererzeugung erweitert. Die Grünfuttergarbehalter sind seit 1933 um das Fünffache gestiegen Fast in keinem Dorf der Landesbauernschaft Hessen- Nassau fehlt heute der Kartoffeleinsäuerungsbehalter. Im Jahre 1934 waren zwei Dämpfkolonnen vorhanden, während die Landesbauernschaft im vergangenen Jahr bereits 139 zählte, Hand m Hand damit geht die Verstärkungdes Hacksr u ch t- baue's ohne Verminderung der Getreideanbaufläche und die Erhöhung der Kartoffelerträge durch Anbau leistungsfähiger Futterkartoffeln. Auf Grund der Erkenntnis, daß-die Futtergrundlage die Voraussetzung für die Viehhaltung ist, wurde bei dem Rasseverteilungsplan aus diese bereits geschaffene und noch zu erweiternde wirt- Oer plan für die Neugestaltung der Reichshauptstadt Zwei Zentralbahnhöfe, durch eine neue repräsentative Straße in der Nord-Süd-Achse verbunden. — Viergleisige I^-Schnellbahn. — Neue Wohngebiete und Grünflächen. — Großzügige Llfergeflaltung an der Spree. Berlin, 28. Jan. (DNB.) Am 30. Januar 1937 hat der Führer in seiner großen Rede, die einen Rückblick auf die Arbeiten der ersten vier Jahre des Dritten Reiches gab, die Ausgestaltung Berlins zu einer wirklichen und wahren Hauptstadt des Deutschen Reiches anGeneralbauinspektor Professor Albert Speer. (Scherl-Bilderdienst-Röhr-M.) gekündigt. Zur Durchführung dieser Aufgabe wurde am gleichen Tage ein Erlaß über einen Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt veröffentlicht, dem im Laufe des vergangenen Jahres das Gesetz über die Neu- gestaltung deutscher Städte und die Verordnung über die Neugestaltung der Reichshauptstadt Berlin folgte. Diese gesetzlichen Maßnahmen wurden in diesen Tagen durch einen Erlaß über die Erweiterung der Befugnisse des Generalbauinspektors vervollständigt. Inzwischen wurde im Laufe des Jahres 1937 ein Teil der Bauarbeiten bereits praktisch in Angriff genommen, so vor allem der Ausbau der Ost- West- Achse vom Brandenburger Tor bis zum Adolf-Hitler-Matz. Mit der Ausschreibung eines Wettbewerbes zstr Erlangung von Entwürfen für eine neue Hochschulstadt am westlichen Rande Berlins wurde ein weiteres Bauvorhaben eingeleitet. Der Grundstein für den ersten Bau dieses Gebietes, das Wehrte chni sch e Institut, wurde am 2^. November 1937 durch den Führer gelegt. Der Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt, Professor Albert Speer, gibt jetzt eine umfassende Darstellung des Programms der Neugestaltung bekannt, auf Grund dessen nach den Ideen des Führers eine schönere und würdigere Hauptstadt des Dritten Reiches erstehen soll. 3uiammenfaffung der geplanten Großbauten. Weit verstreut in allen Teilen Berlins liegt heute eine große Anzahl monumentaler Bauten, die erst in den letztvergangenen Jahren entstanden sind. So entstand z. B. der Neubau des umfangreichen Reichsbankkomplexes unmittelbar beim Altbau in abgelegener Gegend Berlins, das Luft- f a h r t m i n i st e r i u rn an der Leipziger Straße, die Deutschlandhalle im Westen der Stadt beim Messegelände, das Hauptoerwaltungsgebäude für den Reichsarbeitsdienst im Grünewald, das Stabs geb äude der Deutschen Arbeitsfront an der Potsdamer Straße, die Verwaltungsgebäude großer Versicherungen am Fehrbelliner Platz usw. Weitere Großbauten waren an weit auseinanderliegenden belanglosen Punkten der Reichshauptstadt geplant. Es müssen in den nächsten Jahren zahllose Bauten, vor allem aus praktischen Gründen des Platzbedarfest dringend errichtet werden. Denn es steht seit langem im Regie- rungsoiertel Berlins kein Büroraum mehr zur Verfügung, so daß Behörden und Privatgesellschaften gezwungen waren, ihre Büros oft in zwanzig und mehr einzelnen Häusern unterzubringen, die weit auseinandergerissen in der Reichshauptstadt- liegen. Es gilt jetzt, für alle diese Bauten repräsentative und großräumige Bauplätze zu finden, und es liegt nahe, für diese Bauten, denen viele andere folgen werden, nach Möglichkeit etwas räumlich Zusammenfassendes zu planen, d. h. einen Straßenzug bereitzustellen, der die notwendige Aufnahmefähigkeit besitzt. Lage, Richtung und Breite der neuen Straße mußten so gewählt werden, daß sie der flüssigen Abwicklung eines großgesteigerten Verkehrs dienen können. Eine ost-westliche Straße ist bereits vorhanden. Sie wird heute so ausgebaut, daß sie auf lange Sicht den kommenden Verkehr bewälttgt. Die Anlage einer zweiten großen Ost-West-Achse ist nicht dringlich. Aus diesem Grunde lag es nahe, eine neue Straße in annähernd nord- südlicher Richtung anzulegen, da in dieser Richtung in Berlin ein durchgehender Straßenzug fehlt, der zudem die vorhandene Ost-West-Achse ver- kehrlich ergänzt. Oie HauptgrundsätzederNeugestattung. Aus den hier dargestellten Ueberlegungen ergeben sich also für die Neugestaltung des städtischen Weichbildes folgende Hauptforderungen: 1. Um die zahlreichen neuen Großbauten in der Reichshauptstadt planvoll zusammenzufassen, ist ein Straßenzug bereitzustellen, der mit freiem Hinterland die Möglichkeit gibt, auf lange Sicht alle neuen Großbauten unterzubringen 2. Dieser neue Straßenzug muß im wesentlichen Nordsüd- und Ostwestachse mit den vier Ringstraßen und dem um die Reichshauptstadt führenden Autobahnring. — (Zeichnung Generalbauinspektion für die Reichshauptstadt — Scherl-M.) schaftseigene Futtergrundlage in zweckmäßiger Form Rücksicht genommen. Der Weg ist klar und das Ziel eindeutig: wir erstreben eine bodenständige, leistungsfähige Tierhaltung und Tierzucht auf wirts chaftseigener Grundlage. Was in dieser Richtung bisher geschehen ist, berechtigt zu der Gewißheit, daß das hochgesteckte Ziel mit Anspannung aller Kraft erreicht werden wird. Die hessen-nassauische Tierzucht kann nach der Seite der Leistung in der Reihe der besten Hochzuchtgebiete Deutschlands genannt werden. Die durchschnittliche Leistung der ganzjährig kontrollierten Kühe wurde innerhalb der letzten drei Jahre bei Milch um 100 Kilogramm und bei Fett um 6,44 Kilogramm je Kuh und Jahr gesteigert. Nicht allein in der Nahrungsbeschaffung, auch in der erforderlichen Rohstöffgewinnung ist das rhein-mainische Landvolk nach Kräften mttge- gangen. Der Gau Hessen-Nassau hat seit 1933 die Anbaufläche von Flachs von 16 auf 1200 Hektar erweitert, also 75fach gesteigert. Er besitzt heute in Stockheim die modernste Flachsröste Europas und ist dadurch in der Lage, die von rund 32 000. Anbauern anfallende Menge Strohflachs in drei Monaten abzunehmen. Mit dieser Aktivierung der Leistung auf den lebensnotwendigen Gebieten der Erzeugung geht im gleichen Schritt die erfolgreiche Durchführung der Marktordnung m Hessen-Nassau, die auf vielen Gebieten als vorbildlich anzusehen ist und vielfach als Richtschnur für marktordnerische Maßnahmen im Reich gegolten hat und gilt. , , , „ . . . . So erfreulich diese Erfolge an sich sind, so wird doch die Krönung des Aufbauwerkes im Gau Hessen-Nassau gekennzeichnet durch das Werk der Landeskultur. Aus ödem, unfruchtbarem Sumpfland und Waldboden, aus versauerten Ländereien ist bestes Kulturland entstanden, lieber dieses Kulturland geht heute der Pflug des Bauern. Hier entstehen Bauerndörfer und Bauernsiedlungen mit gefunden und lebensfrohen Menschen. 3 0 0 0 0 Hektar Wiesen und 21 e cf e r wurden im Rahmen dieses Programms zu Kulturzwecken umge- wondelt und verbessert. Im Herbst 1935 konnte das erste Erbhöfedorf Rredrode mit 28 Neubauernstellen und 400 Hektar Land seiner Bestimmung übergeben werden Er folgte die Einweihung des Erbhöfeweilers Rosengarten mit zehn Neubauernstellen und 250 Hektar Landzulage und weiter die Grundsteinlegung des Erbhöfedorfes H e f f e n a u e mit 32 Neubauernstellen und 450 Hektar Land. Allmendfeld wurde mit 49 Neubauernstellen und 650 Hektar Land von den Siedlern bezogen. Und das alles ift nur ein A n - fang. In Kürze werden bei Heppenheim a. d. B. zehn Neubauernstellen mit 220 Hektar Land und bei Bensheim a. d. B. sechs Neubauernstellen mit 120 Hektar Land erstellt. Es sei noch erwähnt, daß auch aus Staatsbesitz und dem Besitz von Standes- herrschaften 23 000 Morgen Land zur Errichtung von Neubauernstellen bereitgestellt und damit weit über 1 000 neue Erbhöfe geschaffen, über 2 0 0 0 kleinbäuerliche Betriebe auf lebensfähige Größe gebracht und über 1000 Landarbeiter durch Zuteilung von Siedlungsland bodenständig gemacht wurden. Diese Zahlen lesen sich so leicht hin, aber sie umschreiben eine schöpferische Leistung ganz großen Ausmaßes. Nach dem Vorbild Hessens wird auch im Regierungsbezirk Wiesbaden den Mißverhältnissen der Besitzzersplitterung und der Boden- beschasfenheit kraftvoll zuleibe gerückt 72 Gemeinden mit rund 47 057 Hektar Land werden im Rahmen des Vierjahresplanes umgelegt und melioriert. Allein auf dem Westerland konnten in sieben Teilgebieten rund 61 000 Hektar Ackerland zur Errichtung von Neubauernstellen und zu Betriebserweiterungen vorhandener kleinster landwirtschast-1 licher Betriebe verwendet werden. Der jüngste Plan, der zur Zeit zur Erörterung steht, ist das sog. Rod- gauproblem, dessen Lösung sich unter die Gesichtspunkte zusammenfassen läßt: 1 Verbesserung der Lebensbedingungen der landwirtschaftlichen Bevölkerung in einem Notgebiet; 2. Strukturwandlung der landwirtschaftlichen Betriebe; 3. Bildung neuer Erbhöfe und damit Stärkung der Lebensgrundlage des deutschen Volkes. Hand in Hand geht damit die intensive Bearbeitung aller landwirtschaftlicher Betriebe im Gau Hessen-Nassau, insbesondere derjenigen, die noch rückständig sind, den hier liegen die größten Reserven für eine Leistungssteigerung. So wurden z. B. die S a a t b a u st e l l en von 140 im Jahre 1934 auf 550 im Jahre 1937 vermehrt, so daß heute alle Höfe leicht und beizeiten mit neuem, leistungsfähigem Saatgut versorgt werden können. Auch die 30prozentige Steigerung des Düngerverbrauchs und die 50prozentige Steigerung des Maschinenbedarfs feit 1935 darf hier ebensowenig unerwähnt bleiben wie die wachsend« Baufreudigkeit des rhein-mainifchen Landvolks. 1 Auch von Hessen-Nassau kann mit Stolz gesagt werden, daß es seit dem Umbruch wieder schöner geworden ist, weil überall neues, hoffnungsfreudiges Leben in Hof und Dorf feinen Einzug gehalten hat. Aber wie im Reiche Adolf Hitlers jede errungene Position nur der Ausgangspunkt einer neuen Eroberung zu fein pflegt, fo wird auch das hesten-nafsauifche Landvolk sich mit den seitherigen Erfolgen nicht zufrieden geben, sondern auf dem eingeschlagenen Wege ziel- bewußt ooranschreiten in dem Bewußtsein, oaß es damit am besten seinen Dank abstattet dem Manne, der dem deutschen Volke wieder eine Zukunft gegeben hat. schaftsrecht ist das Privat« Grundlage völkischen Gemein- sozialistischen Wirsi Pa! großen B a u - Mit Straßen wird sich endlich auch eine neue 'i b';; e r - h n- 1950 wird das neue Werk vollende! sein Oie Entwicklung einer neuen Bauordnung, dieser Bauentwicklung entlang den Zukunft sichern. 4. In den Außengebieten der Stadt muß die neue Achse Hauptaufschluß der weiternden Stadt, vor allem eines Siedlungsmöglichkeiten zu verstärken. Ebenso werde ich mein Augenmerk auch der Frage des Nachwuchses zuwenden und prüfen, ob im Rahmen einer Verbesserung der Altersversorgung für das ganze deutsche Volk auch die Altersversorgung für die Bergleute verbessert werden kann. Nationalsozialistisches Denken formt die Wirtschaft. Die Münchener Tagung der Kommission sür Wirtschaftspolitik. Berlin, 27. Ian. (DNB.) Den vierten Tag des Lehrgangs der Kommission für Wirtschaftspolitik eröffnete Stabsamtsführer Hauptamtsleiter R e i f ch l e mit einem Vortrag über die dringendsten Fragen der deutschen Ernährungswirtschaft. Er stellte dabei das Problem der Landflucht in den Vordergrund. Die Hereinnahme ausländischer Arbeitskräfte müsse zur Milderung des offenen Bedarfes weiter-verstärkt werden, doch bedeutet dies keine Lösung des Problems selbst. Vordringlich sei die Beschaffung von L a n d a r b e i t e r Wohnungen. — Der Reichskommissar für die Preis- bildung, Gauleiter Josef Wagner, bekannte sich zu dem Grundsatz: Der Mensch ist der Schöpfer aller Wirtschaft, die Wirtschaft soll dem Leben des Volkes dienen. Die Wirtschafts- und Preispolitik müsse beweglich bleiben und ein geschlossenes Ganzes sein. Die Methoden zur Erreichung des preispolitischen Zieles seien so vielfältig wie die Erscheinungen des Lebens auch. Unveränderlich sei allein der Grundsatz, daß wir über alles den Wil- len stellten, Herr aller wirtschaftlichen Vorgänge zu bleiben, um Gewähr dafür bieten zu können, daß sie allein dem Volke dienen. — Reichsleiter Dr. Frank behandelte darauf drei Hauptgesichtspunkte der nationalsozialistischen Rechtspolitik: 1. Für das wirtschaftliche Rechtsdenken des Nationalsozialismus gilt nicht mehr das Primat des Eigentums, sondern des Nutzens der Volksgemeinschaft. 2. Gerade im national- Anlage dieses Wasserbeckens, durch das der Spandauer Schiffahrtskanal führt, war durch eine Schlammmulde eiszeitlicher Ablagerungen von mehr als 25 Meter Tiefe bedingt, die eine Bebauung nicht ratsam erscheinen ließ. Dieser See gibt den Blick frei auf die große im Hintergrund liegende Versammlung shalle, während an seiner Westseite als weitere -öffentliche Bauten das P o - lizeipräsidium, das Haus der NSV. und an der Ostseite das Gaugebäude entstehen werden. Gleichzeitig mit der Neuanlage der großen Achse werden in ihrem Raum dem Ost-West-Verkehr einige neue Wege erschlossen. Sq wird zunächst die Voßstraße, die durch den Erweiterungsbau der Reichskanzlei jetzt verbreitert wird, in geradem Zuge bis auf die Lennestraße durchgeführt. Ferner wird der. große Straßenzug Hornstraße—Bülow- straße, dem früher der Damm des Eisenbahngeländes hindernd im Wege stand, durchgehend gerade verlaufen. Weiter südlich kreuzt eine der großen Ringstraßen unsere Achse auf der Höhe des Platzes vor dem neuen Flughafen und verbindet diesen mit der Großen Straße und mit den übrigen Stadtteilen. Zur Entlastung der Nord-Süd-Straße selbst werden sowohl östlich als auch westlich von dieser weitere vorhandene nordsüdliche Straßen — soweit notwendig — korrigiert und ausgebaut. $aris, Schwätzerin t „0 e u d r e" r whr angeblick nen Sudelküch etwa zwei M Nischen An amerikanischer Märchentante land sich anl ourch die (M Arde, fonöeril Mann zurl J dem Falle I Aschen IruJ Jurten. Uebril £e. Offerte] ®faa ts ft r e | Weife des | AationalsoziMsche Sozialpolitik im Bergbau Reichsarbeitsminister Geldte spricht in Essen. durch unbebautes Gebiet führen, um eine übermäßige Verteuerung des Straßenlandes und der Grundstücke zu vermeiden. 3. Die Straße muß in nord-südlicher Richtung liegend die garue ^eichshauptstadt durchqueren und dem Autoverkehr a n sreichende Fahrdämme und Parkplätze auf lange Sell gische $s 4'5 genieß arbeit his-rn-' tektion'^ heit der nationaler imS6li - Eg TTlUl Kapital'' ferner die geMunz schlaf t Wiederhers Dabei m der Probte erreicht.^ pali.tl ch Wirtschaft Wenn em; zum Tchuh hätten, so getan, fonb Ijer UBirtfd)' iu teilen. 1 ternatio Dazu sei d Fragen not Bericht folg des Kolonie ternationale riistung. Van Zeeb national menarbe stehen. Die pflichten, , i wirtschaftlicl auftrefenber Gebiet im aegenseitigei Zunächst er Fühlung Frankreich, ten, Deutsch kussion übei richt die Zi soll ein 5 regungen d Hßieberaufb ten. Dieses Wege weit liche Zusti zuführen. Abmachung bann ei n den endgii internation nehmen, dieses Wohnungsbaprogramms kann mit einer großzügigen Sanierung der Altstadt begonnen werden. Noch in diesem Jahre wird mit dem Bau von 15 0 0 0 zusätzlichen W o h - nun gen begonnen, und da diese Zahlen in einigen Jahren auf 2 0 0 0 0 jährlich erhöht werden fallen, ist es nötig, frühzeitig solche Wohnbaugelände zur Verfügung zu stellen, die heute noch unerschlossen in der Nähe des Stadtzentrums liegen. Gebietes werden, das in den kommenden 20 Jahren die Wohnungsnot der Stadt ein für allemal beseitigt. 5. Gleichzeitig mit dem Bau dieser neuen Nord- Süd-Achse muß der Keil des Eisenbahngeländes beseitigt werden, das sich vom Süden Berlins bis in den Kern der Stadt beim Anhalter und Potsdamer Bahnhof wie ein Damm trennend zwischen die östlichen und westlichen Stadtgebiete geschoben hat. 6. Damit muß endlich auch eine grundlegende Erneuerung des gesamten Eisenbahnnetzes in Berlin Wirklichkeit werden. 0er plan des Generalbauinspettors. Um alle. Fehlerquellen des bisherigen Bauens zu beseitigen und die oben angeführten Forderungen durchzuführen, hat der Generalbauinspektor angeordnet: 1. Alle wichtigen Neubauten der Reichshauptstadt werden in Zukunft an einer neuen Straße zu einer einzigartigen gewaltigen Gesamtwirkung zusammengefaht. Die Straße wird eine Breite erhalten, die dem zukünftigen Verkehr der Weltstadt angemessen sein wird. Sie geht von Norden nach Süden mitten durch das Zentrum des heutigen Berlins. 2. Ein neuer Südbahnhof, westlich vom jetzigen Tempelhofer Ringbahnhof, nimmt den Verkehr des Anhalter und Potsdamer Bahnhofs auf. Damit wird inmitten der Stadt ein Gleisgelände von einer Mllion Quadratmeter, das bisher für den Betrieb der beiden Fernbahn- höse notwendig war, zur Bebauung frei. Die neue Nord-Süd-Straße durchzieht dieses srei- werdende Reichsbahngelände und schließt es damit für zahlreiche Neubauten auf. Z. EinneuerNordbahnhof zwischen Bahnhof Putnihstraße und Bahnhof Wedding übernimmt den Fernverkehr des Lehrter, des Stettiner Bahnhofs und der Stadtbahn. Mithin steht das Bahngelände des Lehrter Bahnhofs mit 600 000 Quadratmeter zur Verfügung. 4. Die neue Straße verbindet die beiden neuen Berliner Zentralbahnhöfe miteinander. Sie geht vom Südbahnhof in gerader Richtung westlich an der Tempelhoser Siedlung vorbei, über die Kolonnenbrücke, der Bautzener Straße folgend bei der Göbenstrahe in das Reichsbahngelände, durchstößt von der Lühowstrahe bis zum Skagerrak- Platz bebautes Gebiet, um dann der Siegesallee bis zur Lharlottenburger Chaussee zu folgen. Von hier bis zum hindenburgplatz geht die Straße kurz in Ostrichtung, folgt darauf an der Rückseite des Reichstags vorbei der Hermann-Göring-Straße, überquert die Spree, durchschneidet das freiwerdende Charite-Gelände und gelangt an der Rückseite des Jnvalidenhaufes und des Jnvalidenfriedhofes vorbei an der Fennsirahe zum Nordbahnhof. Baulicher Endpunkt der neuen Straße find die gewaltigen Bauwerke des Nord- und Südbahnhofs. 5. Die neue Straße wird nach Norden und nach Süden bis zum Berliner Autobahnring verlängert. Sie schließt damit umfangreiche neue Wohngebiete auf, die durch eine viergleisige llntergrundfchnellbahn mit dem Zentrum der Stadt verbunden find. Diese vollständig neue nord-südliche Straße hat eine Gesamtlänge von 38,5 Kilometer. 6. Die heute vom Lustgarten bis nach Staaken bestehende O st - W e st - A ch s e wird vom Stadt- schloh aus, der Kaiser-Wilhelm-Straße folgend, nach Offen durchgebrochen und nach beiden Seilen bis zum Autobahnring verlängert. Eine neue Untergrundbahn folgt im wesentlichen diesem Stra- henzug, der auch im Osten Berlins neue Wohngebiete erschließt. Die Ost-West-Straße wird eine Gesamtlänge von 50 Kilometer aufweisen. 7. VierbreiteRingstrahen werden, unter weitgehender Verwendung heule bereits bestehender Teilabschnitte, das neue Berliner Achsenkreuz ergänzen. Damib ist das Straßennetz, das System der neuen Bahnhöfe und Untergrundbahnen endgültig festgelegt und so der Rahmen zur baulichen Entwicklung der Reichshauptstadt für die nächsten Jahrhunderte gegeben. Durch die beiden Erlasse des Führers und Reichskanzlers vom 20. Januar 1938 ist es ermöglicht, große Einzelbauten auch der freien Wirtschaft an den neuen Straßen zusammenzufassen und gleichzeitig Wohngebiete und Grünflächen der Zukunft auch außerhalb der jetzigen Stadtgrenzen für ihre spätere Verwendung oorzubereiten und freizuhalten. Die Durchführung der gesamten Aufgabe ist bereits in Angriff genommen. Der Ausbau der Ost-West-Achse vom Brandenburger Tor bis zum Adolf-Hitler-Platz ist seit längerer Zeit begonnen. Grunderwerb und Planung sind für den Neubau des Hauses des Deutschen Fremdenverkehrs beendet, so daß mit dem Bau am Runden Platz am 1. Juni begonnen werden kann. Für die Gebäude der Allianz, der AEG., des Kriegsministeriums und der Hochfchulstadt ist mit der Planung begonnen; die Stadt Berlin hat nut dem Erwerb neuen Straßenlandes bereits angefangen. Die Stadt hat große Arbeitsgebiete übernommen. So werden von ihr der gesamte Straßenbau, das Wohnungsbauprogramm und der Kauf aller Grundstücke d'urchgeführt. Die Bahnanlagen, die von Min.-Dir. Leibbrand tm Leichsver- ehrsminifterium entworfen und von der Reichs- bahnbaudirektion ausgeführt werden, sind prinzipiell festgelegt; der Grunderwerb hat begonnen. Für die Beendigung der weilen Planung sind folgende Termine vom Führer grundsätzlich seslgelegl worden: 3 m 3 ahre 19 5 0 sollen die Hauptaufgaben bis auf die Ringstraße a b - geschlossen sein. Um die Bebauung der bisherigen Reichsbahngelände zu diesem Termin zu ermöglichen, muß im 3ahre 1945 der Süd- bahnhof und im 3ahre 1948 der Nord- b a h n h o f dem Verkehr übergeben sein. Noch 1945 wird die neue Straße einerseits bis zur Charlottenburger Chaussee und andererseits bis zum südlichen Autobahnring dem Verkehr übergeben. Da die Freimachung des jetzt bebauten Geländes längere Zeit in Anspruch nehmen wird, beginnt die Errichtung der meisten hier erwähnten Großbauten erst im 3ahre 1939, wobei bereits heute feststeht, daß die h o ch s ch u t- stadt 1 945 fertiggeftettt sein muß. Vis zum 3ahre 1945 sollen auch die Randbauten an der großen Straße vom Tiergarten bis zum Reichsbahngelände beendet fein. Das große Wohnungsbauprogramm. Ebenso wichtig wie der Bau der Großen Straße ist der Wohnungsbau für die Reichshauptstadt. Die längst notwendige Altstadtsanierung wird zum Ziele haben, die Dichte der Bevölkerung in der Innenstadt auszulockern. Während in Bezirken wie Wedding, Prenzlauer Berg oder Kreuzberg heute noch rund 400 Menschen auf den Hektar kommen, werden es in Zukunft nach Mög- likeit nicht mehr als 150 sein dürfen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Verwaltung der Stadt Berlin es sich zur ersten Aufgabe gemacht, ein großes, zusätzliches Wohnungsbauprogramm zu verwirklichen. Erft nach Abschluß ordnung herausbilden. Die heute gültige Bauordnung geht im allgemeinen davon aus, daß vom hoch und dicht bebauten Mittelpunkt der Stadt die Bebauung in konzentrischen Ringen nach außen flacher und lockerer werden soll. Das neue Achsenkreuz aber wird diese Art der Bebauung ändern, d. h. die höheren Bauten werden sich nicht nur in der Innenstadt massieren, sondern sie werden sich entlang den vier Armen des Hauptverkehrskreuzes fortsetzen und so der weiteren Entwicklung des Zentrums der Reichshauptstadt jede Möglichkeit offenlassen. Die Höhe der Bebauung wird zu beiden Seiten der großen Achsen abnehmen und schließlich in Klein- gärten und Grünflächen übergehen. Die radiale Anordnung der Grün-, Wohn- und Jndu- ffrieftreifen soll oder nicht so zum Schema werden, daß natürlich Vorhandenes zerstört wird. So wird z. B. die Spree eine weitaus größere Bedeutung für Berlin bekommen, als sie bisher besaß. Es soll zu beiden Seiten das Ufer freigelegt und mit grünen Uferpromenaden und Neuen Bauten gesäumt werden. U. a. wird das Ufer von der Schloßbrücke bis zur Friedrichstraße gänzlich neugestaltet und das Gelände für weitere neue Mu f eumsbauten vorgesehen. An einigen Stellen wird das Flußbett selbst verbreitert. Auf Anordnung des Führers sollen ferner die ödesten Teile der Kiefernschonungen des Grunewaldes später parkartiger Mischwald werden. Sport-, Spiel-, Bade- und andere Echvlungsplätze werden neu angelegt. Der Führer, der sich aus der Sorge um bas Schicksal der Reichshauptstadt schon seit Jahrzehnten mit den städtebaulichen Problemen Berlins besaßt hat, erkannte bereits vor vielen Jahren die notwendigen Grundzüge der Lösung. Das Kernstück der heutigen Planung, die Nord-Süd- Achse mit ihrer Bebauung und die Neuordnung der Bahnanlagen wurde durch seine Ideen bestimmt. Die vielseitigen Untersuchungen, die darauf bei der Planung angestellt wurden, haben bestätigt, daß der vom Führer vorgezeichnete Weg der einzig richtige war. Oie großen Bauten. Wer später die große Halle des neuen Südbahnhofes verläßt, sieht am anderen Ende der gewaltigen, neuen Hauptstraße Berlins, in einer Entfernung von 5,5 Kilometer, auf dem Gebiet der heutigen Alfenstraße, mitten im Zentrum der Stadt, einen Dersammlungsbau sich erheben, der in feinen Abmessungen dem ausgedehnten Weichbild und der Bedeutung Berlins als Reichshauptstadt entspricht. Vor diesem Großbau gestattet der K ö n i g s p l a tz mit einer Fläche von über 220 000 Quadratmeter die Veranstaltung der Großkundgebungen des Reiches mit etwa einer Million Teilnehmer. Etwas weiter südlich, an der Charlottenburger Chaussee, wird durch das Zusammentreffen der beiden Straßenachsen der Brennpunkt des Berliner Verkehrs sich bilden. Hier müssen unterirdische Straßenkreuzungen für eine reibungslose Der- kehrsabwicklung sorgen, durch die aber gleichzeitig bei einem Aufmarsch der Ostwestverkehr unter der von Süden kommenden Aufmarschstraße weitergeleitet werden kann. Am südlichen Rand des Tiergartens entstehen die umfangreichen Bauten des neuen Kriegsministeriums. Kurz danach wird an der neuen Kreuzungsstelle der neuen Straße mit der Potsdamer Straße der gerade Zug der Ackfe durch einen runden Platz unterbrochen. Dieser Platz mit einem Durchmesser von 210 Meter wird von dem neuen Haus des Deutschen Fremdenverkehrs, einem Verwaltungsgebäude der Allianz-Versicherungs- J“ ® ei"e *h" Nrd hob Mal eben fJ SjWanö uj leid , ""‘«ielt «■Wiel desl ; M’nJ £ l,l6t bad ' 5 «"geblid), I ö»en sM i*.«« I Ä I S eril S mV öl < ?!eber I S 2°res 1 Mn ? toerU ld4 Sfr I «den fl sicherzustellen. Oie Verwaltungsreform. Einheitlicher und übersichtlicher Behörden- apparat im nationalsozialistischen Geist. Königsberg, 28. Jan. (DNB.) Der Staatssekretär im Reichs- und preußischen Ministerium des Innern, Pfundtner, hielt vor der Vermal- tungsakademie in Königsberg einen Vortrag über den staats- und verwaltungsrechtlichen Neuaufbau des nationalsozialistischen Staates. Das Ziel des Neuaufbaues der nationalsozialistischen Staatsverwaltung sei nach dem Willen des Führers dis Schaffung eines einheitlichen, übersichtlichen und billigen Behördenapparats, der von nationalsozialistischem Geist durchdrungen sei und mit der Bewegung, ihren Gliederungen und angeschlossenen Verbänden in lebendiger und sich gegenseitig befruchtender Verbindung stehe. Die Partei als eine „öffentlich-rechtliche Körperschaft besonderer Art", als eine Körperschaft des Staatsrechts, stehe auf eigener Rechtsgrundlage neben der staatlichen Behördenorganisation, beide einige der gemeinsame Zweck, dem Volk zu dienen. Ausgehend von dem Problem der Errichtung einer einheitlichen Reichsmittelin- stanz, führte Staatssekretär Pfundtner aus, daß man über den Neuaufbau des Staates und der Verwaltung nicht sprechen könne, ohne immer und immer wieder die Forderung der Wiederherstellung der Einheit der Verwaltung zu erheben. Die Nichtbeachtung dieses Gesetzes führe zur Unübersichtlichkeit der Verwaltung, zu einer Behördeninflation und einem Zentralismus, der den einzelnen Volksgenossen der Verwaltung entfremde. Die weiteren Reformmaßnahmen in der mittleren und unteren Behördeninstanz muß- ten daher unter dem Gesichtspunkt her Einheitlichkeit der Verwaltung getroffen werden. Das einheitliche deutsche Volk brauche eine einheitliche deutsche Verwaltung, die einfach unÖ übersichtlich aufgebaut fei, mit möglichst geringem Aufwand die ihr zufallenden Ausgaben erledige und mit dem Volke und seinen Auffassungen auf das eng ft e verbunden sei. Die Hindenburg-Spende 1937. 3,1 Millionen Reichsmark zum 9tt. Geburtstag des Feldmarschalls. Berlin, 27. Jan. (DNB.) Unter dem Vorsitz des Landesdirektors a. D. Dr. von Winter - feldt-Menkin trat das Kuratorium ber Hindenburgspende zu seiner Jahressitzuntz im Hause des Reichspräsidenten zusammen. Der von Ministerialrat Dr. Karstadt erstattete Bericht ergibt, daß im Jahre 1937 in rund 4 00 0 Fäl - l e n Kriegsbeschädigte, Kriegshinterbliebene und Veteranen mit 633 595 RM. unterstützt wurden. Insgesamt hat die Stiftung seit ihrer Begründung durch Hindenburg im Jahre 1927 in 60 851 Fällen 10,5 Millionen Reichsmark verausgabt. Die anläßlich des 90. Geburtstages Hindenburgs in der Zeit vom 11. August bis 30. September veranstaltete Werbung hat dank der Förderung des Führers und Reichskanzlers und der Unterstützung weiter Kreise von Wirtschaft und Finanz sowie ungezählter Einzelpersonen und Organisationen 3,1 Millionen Reichsmark erbracht. Die Unkosten der Werbung betragen 61043 RM. gleich nicht ganz 2 v. H. des Aufkommens. Der Geschäftsführer teilte u. a. mit, daß d i e Deutschen in Nationalspanien 4669 RM. zur Sammlung ausgebracht haben und damit an der Spitze aller deutschen Auslandkolonien stehen, lieber die Verwendung der Mittel der Hindenburg-Spende im Jahre 1938 ergehen erst demnächst nähere Mitteilungen an die mit der Fürsorge für Kriegsbeschädigte und Kriegerhinterbliebene betrauten Behörden usw. Die Geschäftsstelle der Sitzung bittet deshalb, von unmittelbaren Anträgen an sie Abstand zu nehmen. Oie Umgestaltung des Reichsehrenmals in Tannenberg. Unter dem Vorsitz des Staatssekretärs im Reichsund Preußischen Ministerium des Innern, Pfundtner, fand in Tannenberg eine Sitzung des Kuratoriums für dasReichsehren- mal Tannenberg statt, an der neben dem Oberpräsidenten Gauleiter Koch, der Ministerialdirektor im Reichs- und Preußischen Ministerium des Innern, Dr. Vollert, Vertreter des Kommandierenden Generals des I. Armeekorps und der sonstigen beteiligten Behörden teilnahmen. Nach Vornahme einer eingehenden örtlichen Besichtigung des Reichsehrenmals und der in die Umgestaltung em- bezogenen Umgebung wurden nach den Vorträgen der Architekten Gebr. Krüger und von Professor Wiepking - Jürgensmann die zur Weiterführung der Arbeiten erforderlichen Beschlüsse gefaßt. Es ist damit zu rechnen, daß die Arbeiten am Reichsehrenmal im Laufe des Jahres 1938 abgeschlossen werden. Oie Wehrmacht übernimmt das große Militär-Waisenhaus Potsdam. Der Führer und Reichskanzler hat den Reichskriegsminister zum Chef des Großen Militär- Waisenhauses ernannt. Am 28. Januar wird die feierliche Uebernahme in die Obhut der Wehrmacht in Potsdam erfolgen. Das Waisenhaus ist eine Stiftung des Preußenkönigs Friedrich Wilhelms I. aus dem Jahre 1724 und unterstand bis zum Weltkrieg dem preußischen Kriegsministe- rium. Infolge des Versailler Diktats wurde es in die Zivilverwaltung übernommen und unterstand zuletzt als nationalpolitische Erziehungsanstalt dem Reichserziehungsminister. In Zukunft soll das Waisenhaus wieder unter der früheren Bezeichnung „Großes Militär-Waisenhaus Potsdam" vornehmlich seinen alten Aufgaben dienen und Waisen und Kinder (Jungmannen und Mädchen) von Soldaten und Wehrmachtsbeamten aufnehmen, um ihnen Elternhaus und Erziehungsanstalt zugleich zu sein. In erster Linie soll es für die Waisen bestimmt sein, deren Vater ihr Leben im Wehrdienst für Volk und Vaterland geopfert haben.- Die bisher im Hause untergebrachten Jung' mannen und Mädchen bleiben weiter in der Anstalt. Für den Schulunterricht stehen eine Volksschule, eine Mittelschule und eine Oberschule zur Verfügung, so daß jedes Kind — entsprechend feiner charakterlichen Veranlagung, seiner Begabung und seinen Leistungen — bei Eignung bis zur Hoch" schulreife gefördert werden kann. Essen, 27. Jan. (DNB.) Vor Vertretern der Wirtschaft und Arbeit, besonders des Bergbaues, machte Reichsarbeitsminister Seldte Ausführungen über die Sozialpolitik im nationalsozialistischen Staat. Das. Lohneinkommen der Bergarbeiterschaft ist von 835 Millionen Mark im Jahre 1932 auf 1226 000 Millionen Mark im Jahre 1936 angestiegen und hat sich inzwischen weiter erhöht. Der Arbeitsfrieden ist wiederhergestellt, denn Streiks und Aussperrungen, die dem Bergbau Millionen von Mark an Schäden verursacht hatten, sind verschwunden. Verbesserungen des Urlaubs gestalten die Arbeitsbedingungen günstiger. Im Ruhrkohlenbergbaubezirk sind allein in Öen beiden letzten Jahren 5000 Volkswohnungen fertiggestellt bzw. begonnen worden Auch die B e z a h l u n g der Feiertage bedeutet eine wesentliche Verbesserung des Einkommens. Für den schwer arbeitenden Bergmann sind besondere Maßnahmen zur - Sicherstellung des verbilligten Fettbedarfs durchgeführt worden. Auf 1000 Versicherte entfallen nur mehr noch 8,2 Betriebsunfälle. Ebenso ist auch die Zahl der tödlichen Betriebsunfälle erheblich zurückgegangen. Die Berufsversicherung der Bergarbeiter unter allen Umständen zu erhalten, war für die Reichsregierung ein selbstverständliches soziales Gebot. Ohne die Arbeitslosenversicherung hat die Sozialversicherung im Bergbau im Jahre 1933 380 Millionen Mark, 1935 420 Millionen Mark, 1936 sogar 434 Millionen Mark aufwenden können. Für 1937 sind die Aufwendungen noch größer geworden. Zusammen mit den Aufgaben der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung zugunsten des Bergbaues sind jährlich beinahe eine halbe Milliarde Mark aufgewendet worden. Das Aufbaugesetz vom 21. Dezember 1937 brachte eine so weitgehende Erleichterung, daß der Bergmann heute trotz höherer Leistungen nicht mehr an Beiträgen zu entrichten brauche als sein Arbeitskamerad außerhalb des Bergbaues. Für den Bergmann ist die beste soziale Versorgung gerade gut genug, nach den letzten Maßnahmen weist der deutsche Bergbau eine soziale Betreuung auf, wie sie in der ganzen Welt ohne Vorbild und Beispiel ist. „Ich werde alles tun", so schloß der Minister, „um namentlich die Gesundheitsfürsorge. Wohnungsverhältnisse und e i g e n t u m als _ . schastsdienftes rechtlich sicherzustellen. 3. Der wirt» schäftende Volksgenosse ist nach dem Grundsatz der geschützten Unternehmerbetätigung auch rechtlich gesellschast, einem Kinotheater, dem neuen „Thü- rsngen-Haus" und anderen Gebäuden in gleichmäßiger Bebauung und einer Höhe von 25 Meter umschlossen. Von hier ab geht die Straße, leicht ansteigend, an beiden Seiten mit Geschäftshäusern, Läden, Hotels, Restaurants und Vergnügungsstätten bebaut, weiter bis zu dem freigemachten Reichsbahngelände, wo sich reichswichtige, öffentliche Gebäude mit einer Folge von Plätzen weiträumig angliedern, um dann am, Südbahnhof, mit feinen gedeckten Verkehrsvorsahr-' ten, ihr räumliches Ende zu finden. Großzügige Lichtreklame der Privatbauten, Beleuchtung und Anstrahlung der öffentlichen Gebäude werden dem hier zu erwartenden starken Verkehr ein glänzender Rahmen fein, so daß die Straße hier ein außergewöhnlich lebendiges, großstädtisches Bild zeigen wird. An beiden Seiten des Bahnhofes vorbei führt das Verkehrsband weiter nach dem Süden, bis es von der Autobahn ausgenommen wird. Wasserfläche vor dem Nordbahnhof. Vor dem Nordbahnhof, räumlich das nördliche Ende der großen Straße, wird zwischen Bahnhofsvorplatz, der neuen Straße, Jnvalidenftraße und den Militärbauten auf dem bisherigen Eisenbahngelände eine große Wasserfläche von 1200 Meter Länge und 500 Meter Breite entstehen. Die S Hirt, *6 bet Wii) rtn. Wtbcn, ^ejst. : ?tnüt5, ‘njt€riunt Nerval. fj» über M des ^QQtsDet< 7- bi, etim« ^ppa. eift durch, en ©liebe. 'N leben. waltung führe - Zu einer , Zeniralis. der Dermal, unaßnahmen lnftanz müh. Einheit, ffen werden, eine einheit- •, lfach und möglichst illenben Auf. ) feinen Auf. fiben sei. e 1937. irl arfchalls. : dem Dachtz n Winter- orium her ’ Jahressitzung fammen. Der taltete Bericht ) 40003ä 1- [ rbüebene und ,| stützt wurden. . i Begründung i» 60851 Wen f ibt. Die anläh. gs in der Zeit * r veranstaltete ' >s Führers und ; weiter Kreise gezählter Ein- MiUiouen Wien btr >