lkr. 252 Erstes Blatt Donnerstag, 2 7. Oktober 1958 188. Jahrgang in dem un- Die Kolonialfrage im Mittelpunkt der Londoner Ministerbesprechungen Der mexikanische Oelkonfli^t. London, 26. Okt. (Europapreß.) Am Mittwoch kam es auf dem Aktienmarkt der Londoner Börse zu Kursrückgängen mexikanischer Oelwerte, nachdem bekanntgewordsn war, daß der mexikanische Präsident r d e n a s das Gesuch der ausländischen vergesellschaften auf Zurückziehung Annahme von Anzeigen fü» öir ‘JJlittagsnummer bis8'/.UHr des Vormittags (Sninöpretie für I mm höhe für Anzeigen von 22 mm Dre,te 7 Npf., für Text* anzelgen von70mm Breite 50Npf.,PlatzvorschriN nach Dort) Derembq 25"/. mehr. Ermäßigte Grundpreise: Steilem, Vereins-, gemein* nützige Anzeigen sowie em* fpaltige Gelegenheitsonzei* gen 5 Rpf.. Familienanzei* gen, Bäder-, Unterrichts- tu behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B im japanisch, im spanischen wendunasmöalich-r oiesen. Auch fflie« :irf BeobachiunqS' e besonders schnell hten, wurden von' Volk zu beugen, geschweige denn es zu zerbrechen. Der Sieg-Heil-Ruf des Führers auf Deutschland findet bei den südmährischen Volksgenossen ein viel- tausendstimmiges begeistertes Echo. Zum Abschluß stattete der Führer noch dem Rathaus von Znaim einen Besuch ab und nimmt als Spende der dankbaren Znaimer Bevölkerung eine deutsche Werkmannsarbeit, die silberne Nachbildung des Znaimer Rathausturmes entgegen. Auch auf der Fahrt zum Bahnhof wird der Führer von Begeisterungskundgebungen der Bevölkerung begleitet. Zum letzten Einsatz bereit und entschlossen Der Führer spricht in Znaim zur befreiten Bevölkerung Güdmährens. ändere, immer Fälle geben, in denen Krieig Prags Antwort aus die ungarischen Vorschläge Oie Frage der ungarischen Minderheit soll vor ein deutsch-italienisches Schiedsgericht kommen. London, 27. Okt. (DND. Funkspruch.) „Daily Mail" sagt, bei den gestrigen Londoner Mimster- besprechungen habe die Frage der früheren deutschen Kolonien im Mittelpunkt der Beratungen gestanden. Ministerpräsident Chamberlain habe Bericht erstattet über die gesamte internationale Lage und über seine Politik der Befriedung, wobei die Bereinigung des Kolonialproblems einen wichtigen Teil dargestellt habe. Der bevorstehende Besuch des südafrikanischen Verteidigungsministers P i r o w, der von der britischen Regierung aufgefordert worden sei nach London zu kommen, sei ein wichtiger Anfangsschritt in dieser Frage. In den nächsten Wochen werde es zu einer neuen Annäherung an Deutschland kommen, der, so hoffe man, bald Beratungen über die hauptsächlichsten offenstehenden Probleme folgen würden. Der britische Botschafter in Berlin, Sir Neville Henderson, der augenblicklich in London weile, habe Chamberlain einen langen Bericht überreicht, in dem er seine Ansichten über die deutsch-englischen Beziehungen niederlegte, sowie über die Aussichten einer dauernden Verständl- g u n g auf der Grundlage einer allgemeinen europäischen Befriedung. Lord Halifax an die Amerikaner. Eine Rundfunkrede des britischen Außenministers. LrichelM tflgHd), außer Sonntags und Feierlags Betlagen: Die Illustrierte Bteßener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle monat$*Be$ugsprei$: Mit 4 ‘Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern Infolge höherer Gewalt zernsprechanschlüffe unter Sammetnummer 2251 Anschrift für Drahtnach* richten Anzeiger Gießeo Postscheckkonto: zronifurt am Main 11688 • Wtntrtefju unb abgerichtet rheJ und Dressur, be-bas von dein I $lel Zu errei, ?eburi eine gute Pferd die rmgen kann, wie von reinrassigen W ist. Troße in der Tier. "Hungen für den fauben. Die her, staube sind ihr . und ihre Heide zieht die Brief, dos sie so lange >e Dressur besteht' ■4 bei größeren icher in ihren Abrichten beginnt, in Uebungsslügen öerwendungsmög.' Minutenlange Kundgebungen der Znmmex danken dem Führer für diese Worte, für die Tat der Befreiung. Unter stärksten Zustimmungskundgebungen stellt der Führer als Lehre aus diesen ereignisreichen Wochen fest, daß das Recht nur demjenigen zuteil werde, der stark genug sei, sich dieses Recht zu erkämpfen. In einem mitreißenden Appell., ruft der Führer die Sudetendeutschen auf, sich in die große deutsche Volks- und Schicksalsgemeinschaft einzugliedern mit dem festen Entschluß, die eigene Kraft und die Kraft des ganzen Volkes einzusetzen für sein Recht. Dann werde keine Macht der Welt mehr imstande sein, dieses 80-Millionen- Prag, 26. Ott (DJIB.) Die kfchecho-slowakische Regierung Hal ihre Antwort auf die ungarischen Vorschläge heute überreicht. Wie wir erfahren, enthalten die tschecho-slowakischen Gegenvorschläge folgende Punkte: 1. Die tschecho-slowakische Regierung ist der Ansicht, daß auf Grund der Münchener Protokolle nur die Frageder ungarischen Minderheit behandelt werden kann, andere ethnische Probleme mühten aus dem Rahmen der jetzigen Verhandlungen ausgefchaltet werden. 2. Die tschecho-slowakische Regierung erklärt ihr Einverständnis mit der ungarischen Regierung darin, dah die Frage der ungarischen Minderheit vor das Schiedsgericht Deutschland-Italien kommt. Die tschecho-slowakische Regierung ist der Meinung, bah die Hinzuziehung weiterer Schiedsrichter den beiden Mächten überlassen werden soll. Sollten jedoch diese den ungarischen Vorschlag zur Hinzuziehung Polens annehmen, so würde die tschecho-slowakische Regierung verlangen, dah auch Rumänien hinzugezogen wird. 3. Dieses Schiedsgericht soll über alle Moda- titäten, also über den Zeitpunkt und die technischen Fragen der Räumung und llebergabe an Ungarn bestimmen. 4. Schließlich schlägt die tschecho-slowakische Regierung vor, zur Vorbereitung der Uebergabe soson eine gemischte nngarisch-tschecho-slo- waklsche Mititärkommission zu bilden. Der Außenminister ging dann auf die tschechische Krise ein und erklärte, er könne mit gutem Gewissen sagen, daß die Regierung bei den Bemühungen, den Krieg in der jüngsten Krise abzuwehren, richtig gehandelt hätte. Niemand hätte die Tschecho- Slowakei vor einer Niederlage bewahren können und kein Staatsmann hätte die in Versailles festgelegten Grenzen der Tschetzo-Slowakei wiederher- stellen können. Die einzige Grundlage für einen Frieden, so fuhr Halifax fort, sei die Verständigung, und die erste Stufe auf dem Wege dahin bestehe darin, daß Nationen, die dieselben Ideale hätten, bereit seien, gemeinsam die Mittel dazu zu überlegen. Länder wie Amerika und England, die in der Vergangenheit durch die Geschichte und durch die Umstände so begünstigt worden seien, hätten die schwere Verantwortung, all ihre Kräfte zu benutzen, um ihre Mitmenschen einer Zukunft entgegenzuführen, die vielleicht allen dienen werden. hkiMZumAi erubungsarbeit M .eteiliM. Reue karpatho-ukrainische Landesregierung. Prag, 26. Okt. (DNB.) Der Vorsitzende der kar- patho-ukrainischen Landesregierung Brody hat seinen Rücktritt erklärt, da zwischen der Auffassung der karvatho-ukrainischen Regierung und der der Zentralregierung über die Regelung der Grenz- f r a.g e im Osten der Republik Meinungsverschiedenheiten entstanden sind. In Vertretung des Staatspräsidenten hat der Ministerpräsident der Zentralregierung, General Syrovy, den bisherigen karpatho-ukrainischen Regierungssekretär W o - l o s ch i n mit der Bildung der neuen, aus drei Ministern bestehenden karpatho-ukrainischen Landesregierung beauftragt. Die neue Regierung ist noch am Mittwoch gebildet worden. Neben W o - l o s ch i n gehören ihr die bisherigen Minister R e - vay und Bacinsky an. Der der früheren Regierung angehörende Staatssekretär Pjeftak wurde der slowakischen Regierung als Vertreter der ukrainischen Bezirke, die der Slowakei, bisher noch einverleibt sind, zugeteilt. Die Regierungsumbildung bedeutet einen Sieg der streng national eingestellten ukrainischen Vertreter über die ältere Generation. Man hofft, daß sich die Lösung der innen- und außenpolitischen Probleme, die die karpatho-ukrainische Landesregierung in allernächster Zeit zu treffen hat, nunmehr leichter gestalten wird. In U z h o r o d , der Hauptstadt der Karpatho- Ukraine, fanden am Mittwochabend Kundgebungen für die neuernannte Regierung statt. kainpfe veransjal^ irnet unb Wett' „ gerung«1 6P°rl '' o W tt" ®“r „ über » "°"S . MS M'"" (uni 619 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche UulverfitSttdruSerei N. Lange in Giehen. Schriftleitung und Gefchöftsftelle: Schulftratze 7 vermeidlich und richtig sei. Aber man müsse zum wenigsten sagen, daß die große Katastrophe des Krieges'wenn irgend möglich, ab gewendet werden sollte. L o n d o n , 26. Okt. (DNB.) Außenminister Lord Halifax hielt am Mittwochabend eine Rundfunk- ------< - nnfnradie an das amerikanische Volk. Die Rede war d e s E n t e i g n u n g s g e s e tz e s vom Marz d. I. darauf abgestellt, den Amerikanern die englische a b g e l e h n t hat. In Citykreisen rechnet man nicht Valitik vor allem die Haltung Englands während mehr damit, daß der neue Beschluß der mexikam- h/r letzten Wochen verständlich zu machen. Ander- schen Regierung noch durch irgendwelche Vorstel- s-tts war Halifax bemüht zu betonen, daß — wie , langen umgestoßen werden könne. Bereits zweimal ' r sagte — „zwischen dem englischen und amerika- , hatte die englische Regierung Noten in Mexiko nilcken Volke in Fragen der Weltpolitik ein überreichen lassen und dabei die Rückgabe des ent« m i r f H d) e s Verstehen herrschen müsse : eigneten englischen Eigentums gefordert. Don dem unh dak Amerika genau so seine Pflichten haste wie I enteigneten ausländischen Eigentum im Werte von Enaland" Lord Halifar erinnerte an den Weltkrieg, § rund 80 Millionen Pfund Sterling (rund eine Mll- heffen üble Folgen sich in den nachfolgenden Frie- liarde Reichsmark) entfallen nahezu 40 bis 50 v. H. densze-ten noch bemerkbar gemacht hätten, es werde. auf englischen Besitz. vielleicht, solange sich die menschliche Natur nicht' —— Znaim, 26. Okt. (DNB.) Der Führer besuchte von Wien aus das südmährische Gebiet. An der Fahrt nahmen u. a. teil der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe V, General der Infanterie L i st, der Kommandierende General des XVII. Armeekorps General der Infanterie Kienitz und der Chef des Generalstabes der Heeresgruppe V Generalleutnant Buoff, ferner Reichskommissar Henlein, Gauleiter B ü r ck e l, Reichsstatthalter Seyß - In - q u a r t. Die ehemalige deutsch-tschecho-slowakische Grenze wurde zwischen Fratres und Zlabings passiert. Die Grenze führt hier über weit geschwungene Ackerflächen, die dem gewellten Hügellaick der südmährischen Hochebene eine charakteristische Note geben. Der Boden ist nicht allzu fruchtbar. Die Tschechen haben auch hier systematisch die Absatzmöglichkeit des deutschen Gebietes verhindert, es fehlt an Bahnen und Straßen. All dies muß jetzt erst geschaffen werden. Das tschechische Zollhaus vor Zlabings ist mit Maschinengewehrnestern ausgerüstet. Tankfallen, spanische Reiter, schwere Eisenträgersperren gehen von hier aus. Eine wohl aus- gebaute lückenlose Befestigungslinie schließt sich an. Bunker an Bunker, Maschlnengewehrnest an Ma- shinengewehrnest ist angelegt worden. Das Land ist nur dünn besiedelt, und weit liegen die Dörfer auseinander, aber die Menschen haben die stunden- lveiten Anmarschwege nicht gescheut, dem Führer zujubeln zu können, wenn er an ihnen vorüber fährt. Der Führer fährt die ganzen Grenzwege ab, er besichtigt eingehend die tschechischen Befestigungs- linien und die deutschen Truppen an der Demarkationslinie. So geht es südostwärts über Slawa- then und Piesling an der Thaya entlang. Kurz hinter Piesling läßt der Führer halten, er besichtigt einen der Bunker, die dort den Dorsausgang beherrschen. Die Generale List und Kienitz erstatten Bericht, aber die Pies- linger haben erspäht, daß der Führer hinter ihrem Dorf gehalten hat. Run stürmen sie heran, als wollten sie den Bunker erobern, auf dem weithin sichtbar der Führer steht. Gendarme wollen sie zurückhallen, aber der Führer winkt, und nun ist der Bunker mit einem Schlage ringsum eingefaßt von einer dichten Mauer jubelnder, lachender, weinender Menschen, die alle nur den einen Wunsch haben, dem Führer einmal auf Minuten nahe fein zu dürfen. Als der Führer dann langsam roiebi: seinen Wagen besteigt, da braust das immer wiederholte „Wir danken, wir danken!" ihm nach. Weiter geht die Fahrt. Fra in zu, das niedlich Md schön, von einem gewaltigen Felsenschloß über« regt, in einem Talkessel am Ufer der £aga hegt. Unmittelbar an der Talsperre in einer Arbeiterbaracke nimmt der Führer einen 2rnbih em, zusammen mit seinem Gefolge und den Offizieren der Wehrmacht, die hier in Frain ihre Truppen gemeldet haben, u. a. General Schubert, den Kommandeur der 44. Division und den Stab des Zchützenregiments 2. ~ , Um 14.30 Uhr geht die Fahrt werter nach 8n a i m. Ein paar Tschechen, die nicht geflohen sind, stehen an der Einfahrt zur Stadt. Als der Führer vorüderkommt, ziehen sie alle den Hut. öie leben frei und ungehindert und danken dies dem Führer. Dann ist der Führer am Marktplatz, wo er die Meldung General Hubickis, des Kommandeurs der 4. leichten Division, entgegennimmt und die Front der Ehrenkompanie des Krad- schützenbataillons 2 abschreitet. Ein Sturm der Begeisterung schlägt dem Führer immer wieder ent- oegen. Dann tritt er auf die Tribüne auf dem Marktplatz unter eine nach vielen Tausenden zah lende, jubelnde Volksmenge. Konrad H e n l e in childert den Leidensweg der Sudetendeustchen. Er chließt mit dem Gelöbnis, daß die Sudetendeutschen durch die Tat dem Führer danken wollen sur die Befreiung, und daß sie alle Kraft emsetzen vollen, damit die Not ihrer Heimat baß) beenoet ^Run"sprich1 der Führer zu den südmäh^- schen Volksgenossen und dankt ihnen für Treue, die sie in jahrzehntelangem Kampf dem Deutschtum gewahrt haben. Indem er als Sprecher der deutschen Ration hier stehe, wolle er bekunden, daß die Macht des Reiches niemals wieder von hier weggehen werde Minutenlange tosende Beifallsstürme folgen diesen Worten. And wiederum stimmen die Tausende dem Führer begeistert zu, als er ausrust: „Wie stolz können heute alle Deutschen sein, daß emer Gemeinschaft angehören, die d a s g ro h te uno ftärkste Reich Europas ist! In ein- k»ringlichen Worten spricht der Führer nun von frem schwersten Entschluß, vor den »or wenigen Wochen gestellt war. 2Wer über die Entscheidung konnte kein Zweifel bestehen lind der Führer spricht es offen aus: „ 2. Oktober, morgens 8 Ahr, w ä r e n w i r Y i e r einmarfchlert, fo oder so! Das Reich war bereitzum letzten Einsatz. Das deutsche Volk aber war entschlossen, diesen Einsatz zu vollziehen.- s s*t beDöl!erun?l,r- 'dehn, 5 M 18 tolg N la"n eoi LH *• Ke«;! irung' f A0'! stoßen)' l- " # (5-»Ä S)*6 ' n 1 . P - 3 119 „ 1,1 «lein y ift; • Dtfi76 * • hl Das Dreigefpann. Von Dr. Erich Echmidt. „Wehrpolitik", so beginnt Generalleutnant v o n Metzsch sein Buch „Schlummernde Wehrkräfte", „muh dreispännig gefahren werden. Die drei Schimmel des Gespannes heißen: Wehrmacht, Wirtschaft und Kultu r". Es ist ein guter Vergleich, den der verdiente General gewählt hat. Er tnfft in vollem Umfange zu. Denn eine unwirtschaftlich aufgebaute Wehrmacht muß ebenso scheitern, wie eine militärisch ungeschützte Wirtschaft. Wehrmacht und Wirtschaft aber werden versagen, wenn sie nicht von einer Kultur durchblutet werden, die jedem Volksgenossen — sei es in der Wehrmacht oder in der Wirtschaft — wertvoll genug ist, sich mit Gut und Blut für sie einzusetzen. Die Richtigkeit des gewählten Bildes von dem Dreigespann haben wir Deutsche in unserer eigenen Geschichte seit Ausbruch des Weltkrieges erfahren müssen. Man hat so oft gesagt, daß uns die Hungerblockade des Weltkrieges auf die Knie gezwungen hat, weil es 1914 an jeder wirtschaftlichen Kriegs- Vorbereitung fehlte. Man hat auch weiterhin darauf hingewiesen, daß die beiden fehlenden Armeekorps, die vor dem Weltkriege wirtschaftlich ohne weiteres tragbar gewesen wären, zu dem Unglück der Marneschlacht führten. Und es ist von allen Einsichtigen vor allem erkannt worden, daß die kulturell zögernde Haltung des wilhelminischen Zeit- aIlers, die marxistisch-jüdische Verhetzung und übe- ralistische Gemeinschaftswidrigkeit zuließ, die zersetzende Kriegspropaganda überhaupt erst hat wirksam werden lassen. Man müßte vieles sagen, um diese drei Gesichtspunkte auch nur annähernd klarzustellen. Jedenfalls wissen wir aber heute, daß die drei Schimmel des Dreigespannes, die Wehrmacht, die Wirtschaft und die Kultur, in den letzten Friedensjahren vor dem Weltkriege nickt gleichmäßig eingespannt und eingeschirrt waren. Denn eingefahren werden muß das Dreigespann bereits in Friedens- Seiten. Im Kriege ist dafür keine Zeit mehr. Das Vorkriegsdeutschland aber hatte wohl eine Armee, deren Ruhmestaten in der Weltgeschichte unvergänglich bleiben werden, aber die Armee entsprach weder der Volkszahl, noch den wirtschaftlichen Möglichkeiten in vollem Umfange. Die Einsicht kam zu zu spät, die am 10. März 1913 der damalige Reichskanzler von B e t h m a n n in einer Besprechung mit den Ministerpräsidenten und den Finanzministern der Bundesstaaten mit folgenden Worten zum Ausdruck brachte: „Ich will hier nicht verschweigen, daß ich jetzt rückblickend den Eindruck habe, daß Deutschland gut getan hätte, innerhalb der letzten Periode von 15 Jahren sich mehr zu bemühen, sein Heer mit dem Volke wachsen zu lassen. Das haben wir unzweifelhaft nicht getan." Das Dorkriegsdeutschland hat also weder seine Dolkszahl, noch seine Wirtschaft so ausgeschöpft, wie es hätte sein müssen, um die Wehrmacht und damit die unmittelbare Wehrkraft des Volkes auf den höchstmöglichen Stand zu bringen. Es hat aber auch die Wirtschaft nicht so geleitet, daß sie als der zweite Schimmel des Dreigespanns gleichmäßig mitziehen konnte. Gemäß liberalistischen Grundsätzen war die Wirtschaft mehr nach Außenhandelsgesichtspunkten ausgerichtet als nach der Notwendigkeit. Ernährung und Wehrkraft des Volkes wirtschaftlich sicherzustellen auch ohne Zufuhr vom Ausland. Zogen schon die beiden ersten Schimmel des Dreigespannes mcht gleichmäßig, so war die Zugkraft des dritten Schimmels überhaupt zu gering. Wik sagten es schon: Don einer kulturell zögernden Haltung wurde es zugelassen, das undeutsche, zersetzende und kulturwidrige Bestrebungen sich breitmachten. Wohl schienen sie in den ersten Tagen des August 1914 wie ausgelöscht, konnten sie es nicht wagen, ihr Spiel fort« zuführen. Aber je länger der Krieg dauerte, desto mehr zeigten sich die Folgen dessen, dah der dritte Schimmel des Dreigespanns, der Kultur heißt, in Friedenszeiten überhaupt nicht eingefahren war. So ging in den langen und schweren Kriegsjahren vielen oas Gefühl dafür verloren, daß es die deutsche Kultur und damit die deutsche Nation zu schützen galt, daß der Einsatz des eigenen Gutes und des eigenen Lebens notwendig war, um das Leben der Zukunft zu gewinnen. Wie ist es heute? Wer Soldat war in den großen Schlachten des Krieges, wer überhaupt nur die Jahre des Weltkrieges miterlebt hat, der weiß, was es bedeutet, wenn Der Führer auf dem Parteitag feststellen konnte, daß die Welt den Gedanken an eine Blockade Deutschlands a u f g e b e n muß, well diese Waffe ihre Wirkung verlieren würde. Die Abschneidung von den Rohstoffen und die Hungerblockade waren im Weltkrieg der stärkste Trumpf in den Händen unserer Feinde. Ohne ihn hätte es niemals zu Versailles kommen können. Im nattonalsozialistischen Deutschland hat es keine liberalistischen Wirtschaftsgrundsätze mehr gegeben. Von der polittschen Führung erhielt Die Wirtschaft ihre Aufgabe gestellt, und zwar vor allem die Ausgabe, Deutschland unabhängig zu machen von der Einfuhr des Auslandes. Dies \ gewaltige Werk ist gelungen. Damit aber ist, um zu unserem Bilde zurückzukehren, der zweite Schimmel des Dreigefvanns eingeschirrt in die große Zielsetzung, Deutschland wehrhaft, das heißt militärisch stark und für den Kriegsfall wirtschaftlich unabhängig zu machen. Daß beide Schimmel auch weiterhin gleichmäßig ziehen, daß niemals mehr in Deutschland die Wehrmacht der Wirtschaft wegen vernachlässigt oder die Wirtschaft der Wehrmacht geopfert wird, dafür in allen Zeiten zu sorgen, wird immer die Aufgabe der politischen Führung sein. Neue Kämpfe nach dem Fall Hankaus. Oas Schicksal der Sicherheitszone in Hinkau. Schanghai, 27. DEL (CEuropaprefc.) Nach der jetzt vollständig durchgeführten Besetzung Hankaus irtDen heftige Kämpfe zwischen den Japanern und )er auf dem Rückzug begriffenen chinesischen Armee tatt, die sich in südwestlicher Richtung längs der Hankau-Kanton-Eisenbahn bewegt. An der Südseite des Jangtse haben die Japaner eine Umklammerungsbewegung versucht, um einen Teil der chinesischen Truppen abzusckneiden, sind jedoch auf unerwarteten chinesischen Widerstand gestoßen. 150 Kilometer weiter östlich haben die Japaner im Gebiet des Poyangsees die Stadt T e h a n an der Eisenbahnlinie Kiukiang- Nantschang eingenommen. Auch hier ist es zu heftigen Kämpfen gekommen, aus denen zu ersehen ist, daß die Chinesen den Widerstand noch nicht aufgegeben haben. Das Gros der japanischen Truppen ist noch nicht in Hankau einmarschiert. Jedoch hat die Flotte Hankau erreicht. 26 japanische Zerstörer, Kanonenboote und Minenboote haben am Bund festgemacht. Die Japaner beabsichtigen, den feierlichen Einmarsch in Hankau auf den 3. November*, den Geburtstag des Kaisers Meisi, zu verschieben. In verschiedenen Stadtteilen von Hankau wüten noch immer Brände. Jedoch ist seit Mittwoch ein feiner Regen einge- treten, der ein weiteres Umsichgreifen des Feuers unterdrückt. Ein in Hankau in der Hauptsache von Kaufleuten und Missionaren gebildetes Komitee hat unter dem Vorsitz des französischen Jesuitenpaters I a c q u i• n o t die Leitung der in Hankau errichteten S ich e r- h e i t s z o n e übernommen. Das Komitee will die Zone vollständig entmilitarisieren und hat das japanische Oberkommando gebeten, von An- griffshandlungen gegen die Zone Ab stand zu nehmen. Ein japanischer Sprecher erklärte, obaleich Japan mit einer solchen Zone einverstanden sei, bedeute das nicht die Garantie, daß die Zone außerhalb der Kriegshandlungen bleiben werde. Auch könne den japanischen Truvpen nicht das Recht versagt werden, die Sicherheitszone zu betreten. Japan könne weder das Recht des Zonenkomitees anerkennen, den Bezirk au verwalten, noch die Immunität der dort verbleibenden chinesischen Polizei. Solange der Krieg andauere, könne auch nicht die Unverletzlichkeit des Eigentums dritter Machte anerkannt werden. Japan könne für Schäden nicht die Verantwortung übernehmen. Reichsarbeitstagung des Heimstättenamtes der OAF. Lpd. Frankfurt a. M., 26. Oft Die Reichsarbeitstagung des Heimstättenamtes der DÄF. wurde mit einer Wirtschaftspolitischen Sonder- tagung fortgesetzt Reichsamtsleiter v. S t u ck r a d ging ausführlich auf die Aufgaben der Heimstättenämter ein, die die Arbeiter-Heimstätten- iedlung als wertvollste Wohn- und Siedlungs- orm ansehe und im Gegensatz zu früheren Jahren ne Lanozulage in der Siedlung beschränkt ehen wollen auf diejenigen Flächen, die der Siedler ohne Beeinträchtigung seiner Betriebsleistung und seiner sonstigen Freizeitgestaltung bewirtschaften kann. Indem wir in der Frage der W o h n - form allein den Bedarf und die übergeordneten Gesichtspunkte der Landesplanung und des Neubaues der Städte entschieden lassen, ist maßgeblich für die Durchführung der Wohnungsbauaufgaben nur noch der Grundsatz der Schaffung gesunder, räumlich ausreichender, der Entwicklung des Volkes nicht entgegenstehender Wohnungen für Dollfamilien. Der Atbeiter- wohnstättenbau kann als soziale Aufgabe ohne planmäßige Förderung und Lenkung des Staates, ohne finanzielle Hilfe der öffentlichen Hand nicht betrieben werden. Der Anteil der Kleinstwoh- n u n g e n . die zur Zeit noch den größten Prozentsatz der mit öffentlichen Mitteln geförderten Ge-, schoßwohnungen in Anspruch nehmen, muß r a d i- tat eingeschränkt, der Anteil der D i e r • raumwoynung entsprechend erhöht werden. Den Heimstättenämtern sei die große Aufgabe zugewiesen, Initiatoren des praktischen Arbeiterwohnstättenbaues zu sein. Die Grundlage müsse hier eine systematische Bedarfsermittlung in den ein- zelnen Gauen sein. Die Gauheimstättenämter müßten zugleich auch der Hebung des Woh - nungsbaunioeaus in ihren Gauen dienen. Es dürfe in Zukunft nicht mehr vorkommen, daß große Bauvorhaben nur, weil schnellstens Wohnraum verlangt werde, in technisch und ästhetisch so wenig befriedigenden Formen erstünden, daß sie chlechterdings mit den Hauptgrundsätzen national- ozialistischer Baugestnnung nicht mehr vereinbar eien. Anschließend sprach Pg. Textor über die Schaffung vorbildlicher Heimstätten und Wohnungen. Zum Schluß der Dormittagssitzung entwickelte dann noch Pg Gutzner, Derbandsführer Berliner und Schlesischer Wohnungsunternehmungen, seine Ideen über die Arbeitsgemeinschaft zwischen Heimstättenämtern und Trägergesellschaften. Wohnstätte n- und Kemeinjchafiü- ontennen. Am Mittw och nachmittag sprach Dr. H. G. Pri- d a t - G u z a t i s über „Wohnstätten- und G e - meinschaftsantenneri". Das Recht des Mieters auf die Hochantenne wurde gesichert durch die „Richtlinien der Reichsrundfunkkammer für Außen, luftleiter", welche 1935 in Zusammenarbeit mit den beteiligten Haus- und Grundbesitzerverbänden er- gingen. Sie enthalten bereits einen Hinweis auf die Errichtung von Gemelnschaftsanten- nen, welche bei Neubauten empfohlen werden. Werden die Jnstallationskosten solcher Anlagen bereits in die Baukosten einer Wohnstätte ausgenommen, so wird die Höhe der Miete mit die. fer Leistung, d. h. den Antennenanschluß einge- schloffen, errechnet. Ein anderer Weg ist der, den Antennenanschluß gesondert zu berechnen. Die Kosten für den Anschluß müssen dann in Form einer Umlage auf die einzelnen Mieter verteilt wer. den. Die gesamte Preisbildung für die einzubauen. , den Materialien und aller Zubehörteile wird durch den Reichskommissar beaufsichtigt. Entscheidend für die Kostenfrage ist die Berücksichtigung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Kreise, für die die Wohnungen bestimmt sind. Die Gemeinschafts, antennen sind tm allgemeinen vom Vermieter an- zulegen und ordnungsmäßig zu unterhalten. Mit der Einführung der Gememschaftsantennenanlage wird auch in der Hausgemeinschaft ein im besten Sinne nationalsozialistisches Gemeinschaftsempfangs, recht verwirklicht. Ueberall Rundfunk — das ist die Parole der Staatsführung. Und hierfür gilt es, auch in den Wohnstätten die geeigneten Maßnahmen zu treffen. Und wie steht es mit unferer Kultur? Die deutsche Kultur ist gereinigt von fremden, zersetzenden Einflüssen. Es gibt feine marxistische Hetzpresse und ferne Mischen Witzblätter mehr, die. wie es einst der Fall war, Im eigenen Land die deutsche Wehrmacht bespötteln dürfen Es gibt nur noch eine einheitliche Ausrichtung aller Deutschen nach den Gesichtspunkten einer Weltan- fd>auung und einer politischen Führung. Unser deutsches Kulturempfinden stets lebendig zu erhalten, sich des Wertes unserer deutschen Kultur immer bewußt zu fein, ist eine Ausgabe, an der wir alle Mitarbeiten müssen. Den englischen Kindern wird schon in den ersten Schuljahren beigebracht, daß die Flagge der britischen Ration auj allen Meeren weht. Es wird ihnen so die Empfindung dafür gegeben, daß in allen Erdteilen die englische Kultur und die englische Sprache anzutreffen sind. Uns hat dieses stolze Bewußtsein des unendlichen Wertes deutscher kultureller Leistung gefehlt, uns ist nur viel zu wenig klar geworden, daß germanisch-deutsche Kullur alter ist und damit stolzer sein kann als Jo manche ausländische Kultur, die glaubt, sich auf ihre Leistungen Besonderes zugute tun zu können. Immer aber muß es uns bewußt bleiben, daß die Kultur ohne Wehrkraft und ohne gesunde wirtschaftliche Grundlage nicht au bestehen vermag. Sollte das nicht schon den Kindern in der Schule noch näher gebracht werden können, als es zumindest früher der Fall war? Sollte nicht in der letzten Dorfschule der schlechteste Schüler begreifen können, daß er den Bauernhof von seinem Vater nur wird erben können, wenn er selbst und feine Kameraden auch tüchtige Soldaten werden? Sollte nicht das Mädel in der Schule es schon zu erfassen vermögen, daß man mit der Nah« maschine nicht nur Puppenfleidchen, sondern, wenn es sein muß, auch Kartuschenbeutel nähen kann? Wenn so lebendige Verbindung besteht zwischen den kulturellen Dingen, unserem kulturel. len Leben und dem Bewußtsem der deutschen Wehr- traft, bann wird auch der dritte Schimmel des Dreigespanns ständig mitziehen, bann wird die Nation immer unüberwindlich und damit unsterblich sein. Man hat in Bezug auf die Wehrkraft eines Vol- kes schon einmal den Vergleich gezogen zwischen einem Pfahl, der in die Erde gerammt wird und einem Baurn, der in ihr verwurzelt ist. Im Anfang mag der Pfahl vielleicht fester erscheinen als etwa ein junger Eichbaum In den ersten Jahren seines Wachstums. Wenn aber der Pfahl längst oer« fault und morsch geworden ist, dann ist aus der pingen Eiche ein mächtiger Baum geworden, der auch dem stärksten Sturm zu trotzen vermag. Begreift man den Unterschied, der in diesem Der- gleiche liegt? Die Sowietgcwalligen im Kreml haben von ihren Völkern Millionen verhungern lassen, um durch Getreideausfuhr Devisen für Rüstungszwecke zu bekommen. Die russische Armee könnte deshalb an sich militärisch ein noch so gutes Schauspiel geben. Sie gliche doch immer dem Pfahl im Fleisch des russischen Volkes, also dem Pfahl, der niemals Wurzel schlagen, sondern nur morsch werden kann. Wie anders Dagegen tft es um eine Wehrmacht bestellt, die aus der Volkskraft und dem lebendigen Wehrwillen der Nation wie ein gesunder Baum sich zu einer gewaltigen Elche entwickelt! Diese Wehrmacht hat tiefe Wurzeln geschlagen im Volks- körper, empfängt hierdurch immer neue Nahrung und wird so jene Macht, die unbezwingbar bleibt. Das Bild des Dreigespannes und der Vergleich -wischen dem Pfahl und dem lebendigen Baurn lassen uns deutlich erkennen, worauf es in den entscheidenden Stunden eines Volkes immer wieder ankommt. Diese Erkenntnis findet chre Bestätigung in unserer deutschen Geschichte. Immer, wenn Wehr- macht, Wirtschaft und Kultur im G le i ch k l a n g standen und nur auf das eine Ziel des Dienstes an Der Nation ausgerichtet waren, ist Preußen und Deutschland unüberwindlich gewesen. In den langen Jahren des Siebenjährigen Krieges taten die blutarmen preußischen Beamten in der Heimat wortlos und selbstverständlich ihre Pflicht, auch wenn sie Monate hindurch keinen Gehalt erhielten. Drau- yen auf dem Schlachtfelde aber stürmten die preu- ßlschen Grenadiere mit Chorälen auf den Lippen für ihren König, für ihre Heimat. Hier waren Wehrmacht, Wirtschaft und kulturelles Leben zu jener Einheit verschmolzen, die den großen König und sein Volk auch die Gefahren des Siebenjährigen Krieges bestehen ließ. Wir brauchen aber in unsrer Geschichte gar nicht so weit zurückzugehen. Wir müssen ja nur an die Monate des W e 11 f r i eg e s denken, da Junge Kriegsfreiwillige unter dem Gesang des Deutsch- lanbliebes zum Sturm antraten. Damals war die Wirtschaft selbstverständlich und aus eigenem Antrieb neben und hinter die Wehrmacht getreten, tat der Mann in der Heimat am Schraubstock ebenso seine Pflicht wie der Soldat draußen im Felde. Das Kulturwidrige war wie ausgebrannt in Jenen Augusttagen des Jahres 1914. Als dann aber das Dreigespann auseinanderfiel, well die drei Schimmel des Gespanns nicht eingefahren waren in Friedenszeiten, änderte sich die Lage und entstand bei unseren Feinden die Hoffnung auf die Möglichkeit des Sieges. Wäre, so sagt es der einfache Mann, der Geist vom August 1914 auch nach 1916 lebendig geblieben, wären — so müssen wir es heute zum Ausdruck bringen — Wehrmacht, Wirtschaft und Kultur die unzerreißbare Einheit gewesen, niemals häte ein Versailles möglich werden können. In Tagen und Wochen eines Krieges wird unerbittlich über den Wert oder Unwert dessen ent- schieden, was in langen Friedensjahren zuvor gewachsen, geformt oder vernachlässigt wurde. Immer muß uns deshalb das Bild von dem Dreigespann gegenwärtig fein, immer müssen wir daran denken, daß nur die Einheit von Wehrmacht, Wirtschaft und Kultur die Bürgschaft für Leben und Freiheit der Nation ist. Glücklich deshalb das Volk, bas in allen feinen Schichten nach dieser Erkenntnis handelt, glücklich weil unüberwindbar und damit unsterblich Ein neuer Staatspräsident in Chile Santiago de Chile, 26. Ott (DNB.) Zum Staatspräsidenten von Chile ist der Kandidat der „Volksfront". Pedro Aguirre Gerda mij der knappen Mehrheit von 7000 Stimmen bei insgesamt 423 000 abgegebenen Stimmen gewählt worden. Der chilenische Staatspräsident wird für die Amtszeit von sechs Jahren gewählt. Ursprünglich war die Wahl für den 12. Oktober angesetzt, doch kam es am 5. September zu einem Aufstandsversuch der Anhänger des früheren Präsidenten Ibanez, nach dessen Mißlingen das Standrecht verhängt wurde. Trotzdem vermochten die bisherigen Regierungsparteien nicht, ihren Kandidaten Gustavo Roß zum Sieg zu führen. Für Pedro Aguirre Gerda stimmten Parteien der verschiedensten Rich- tungen, so die Ibanez-Anhänger, die Radikalen, die Sozialdemokraten und die Kommunisten. Bei der Uneinheitlichkeit dieser bisherigen Opposition gegen die Regierung des Präsidenten A l e s s a n d r i Palma liegt die Vermutung nahe, daß es schwer fallen dürfte, in der Politik des künftigen Kabinetts völlige Geschlossenheit zu erreichen. Pedro Aguirre Gerda übernimmt das Präsidentenamt am 25. Dezember. Hohe Auszeichnung Francois Poncets. Das Grotzkreuz des Verdienstordens bom deutschen Adler für den scheidenden französischen Botschafter. Berlin, 26. Ott (DNB.) Der Reichsmimster des Auswärtigen von Ribbentrop und Frau von Ribbentrop hatten heute in ihrem Hause in Dahlem au Ehren des aus Berlin scheidenden französischen Botschafters Franxois-Poncet und Frau Francois- Poncet zu einem Frühstück geladen. Unter den Gästen sah man den italienischen Botschafter Atto- lico, den Botschafter • der Vereinigten Staaten Wilson, den britischen Geschäftsträger Sir Ogilvie Forbes sowie vvn deutscher Seite Reichsleiter Dr. Ley, Reichsleiter Boichler und Frau, Staatssekretär Freiherrn von Weizsäcker und Frau und den Chef des Protokolls Gesandten Frciherrn von Dörnberg und Frau. — Der Reichsminister des Auswärtigen überreichte im Auftrage des Führers und Reichskanzlers dem französischen Botschafter das Groß- kreuz des Verdienstordens vom deutschen Adler. — Der scheidende Botschafter empfängt damit die höchste Auszeichnung, die das Deutsche Reich an Ausländer zu vergeben hat. Es ist das erstemal, daß ein französischer Botschafter dieser Auszeichnung teilhaftig wird und mit Recht, denn Francois- Poncet hat sich in besonderem Maße für die Herbeiführung eines guten Verhältnisses zwischen den beiden Volkern eingesetzt. Deutschlands yerzliche Wunsche begleiten den Botschafter auf feinen neuen Posten in Rom, wo ihn eine sehr ähnliche Aufgabe erwartet. Ribbentrops HomslReife. Rom, 26. Oft (DNB.) Der Reichs Minister des Auswärtigen von Ribbentrop verließ Mittwochabend die Reichshauptstadt, um sich zu feinem bereits gemeldeten kurzen Besuch n a ch R o m zu begeben. Zu feiner Verabschiedung hatten sich auf Dem Anhalter Bahnhof der italienische Botschafter Attolico, Botschaftsrat Graf Magistrat! sowie die leitenden B?amten Des Auswärtigen Amtes emgefunben Der Reichsaußenminister wird am Donnerstagabend in Rom eintreffen. * Die „Tribun a" knüpft an die Meldung über Die Reise des Reichsaußenmimsters von Ribbentrop eine kurze Stellungnahme, in der sie hervorhebt, daß die Reife von Ribbentrops nach Rom die Aufmerksamkeit der internationalen Kreise auf sich gelenkt habe. Es werde daher auch nicht an phantastischen und tendenziösen Mutmaßungen fehlen. Die Reise sei indessen eine durchaus normale Angelegenheit. Es fei nur natürlich, daß die für die Politik Der Achse verantwortlichen Minister von Zeit zu Zeit das Bedürfnis fühlten, ihre Ansichten auszutauschen. München habe eine gemeinsame Entspannung gebracht. Das habe jedoch Die immer noch den Horizont verdunkelnden Drohungen nicht entfernen können. Das Blatt kommt dann auf die riesigen Rüstungen Englands und Frankreichs zu sprechen und auf die Gefahr, die sich für Europa ergeben werde, wenn die Kriegspartei in London ans Ruder käme. Die totalitären Staaten müßten Libyen wird Bestandteil des Mutterlandes. Beschlüsse des faschistischen Grotzrates. Rom, 26. Oft. (Europapreß.) Der Großrat des Faschismus beschloß, die Kolonie Libyen mit dem Mutterland zu vereinigen und der Bevölkerung eine neue Verfassung zu geben. Die Entschließung betont, daß 16 Jahre faschistischer Tätig- keit die geistigen, politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse Libyens vollständig verändert hätten. Die Küstenprovinzen seien durch die erreichte produktive Leistungsfähigkeit und die immer dichter gewordene italienische Besiedlung praktisch ein Bestandteil des Mutterlandes geworden. Die Entschließung erinnert weiter an Die Treuebeweise Der mohammedanischen Bevölkerung, die in Der freiwilligen Teilnahme an der Eroberung Des ostafrikanischen Imperiums gegipfelt hätten. Der Großrat entbot seinen Gruß Den 1800 Siedlerfamilien mit insgesamt 20 000 Familienangehörigen, Die am 28. Oktober von verschiedenen italienischen Häfen mit 17 Schiften die Ueber fahrt nach Libyen antreten, um den imperialen Geist und den Arbeitswillen des faschistischen Vaterlandes in die neue Provinz zu tragen. Das „Giornole d'Jtalia" ergänzt die Beschlüffe des Grotzrates durch die Feststellung, Libyen fei nunmehr eine Verlängerung Italiens geworden. Es habe feine politische, militärische und verwaltungsmäßige Autonomie gefunden, und die Eingeborenen würden eine auf das libysche Gebiet beschränkte Staatsbürgerschaft erhalten. Der Beschluß werde den günstigsten Eindruck auf die gesamte mohammedanische und arabische Wett machen, mit der Italien nach wie vor eine Politik ber gegenseitigen Achtung und Der herzlichsten Zusammen- arbeit pflegen wolle. Der Herzog von Kent wird Generalgouverneur von Ausiralien. London, 26. Ott. (Europapreß.) Durch eine königliche Verlautbarung wurde die Ernennung des Herzogs von Kent zum G e n e r a I g o.u d e r» neur von Australien bekanntgegeben. Der bisherige Gouverneur, Lord G o w r t e, Der 65 Jahre all ist, hatte um seinen Rücktritt gebeten. Der Herzog von Kent wird sein Amt im November 1939 antreten und von seiner Gemahlin, einer ge« borenen Prinzessin Marina von Griechenland, sowie seinen Kindern, Dem vierjährigen Prinzen CduarD und Der Dreijährigen Prinzessin Alerandra, begleitet werden. Der Herzog ist jetzt 35 Jahre alt Die Ernennung ist in ganz England mit Dem größten Interesse ausgenommen worden. Man nimmt an, daß die Ernennung, die so kurze Zeit nach Der Bekanntgabe des Königsbesuchs in Kanada erfolgte, besonders in den Dominion« großen Beifall finden wird. Der Herzog ist Dai erste Mitglied der königlichen Familie, das diesen Posten in Australien einnehmen wird. Vier andere Mitglieder des Königshauses haben früher als Generalgouverneure gewirkt, der Herzog von Argnl, Schwiegersohn der Königin Victoria, von 1878 ois 1883 in Kanada, Der Herzog von Connauaht, Bruder des Königs Eduard VII., von 1911 bis 1916 In Kanada, der jüngst ver- ftorbene Prinz Artur von Connaught, Vetter Des jetzigen Königs, von 1920 bis 1923 in Südafrika und Der Earl o f Athlone, BruDer Der Königinmutter Mary, von 1923 bis 1930 in Südafrika. Verleihung des Vateiitels. Baurat, Sanitatsrat, Beterrnarrat und Justizrat. Berlin, 26. Ott. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat eine Verordnung über die Verleihung Der Titel Baurat, Sanitätsrat, Veteri- närrat und Justizrat erlassen, die sich den auf Grund des Gesetzes über Titel, Orden und Ehrenzeichen vom 1. Juli 1937 ergangenen Verordnungen über die Verleihung Des Profeffor-Titels und über Die Verleihung von Titeln an Bühnen-, Film- und Ton« fünftler anschließend bestimmt, daß für besondere Verdien st e verliehen werden kann: s) Architekten, Baumeistern, Ingenieuren und Technikern, die eine höhere Fachausbildung genossen haben. Der Titel Baurat, b) Aerzten ber Titel Sanitätsrat, c) Tierärzten Der Titel Veterinärrat, o) Rechtsanwälten und Notaren der Titel Justizrat. Die Verleihung setzt voraus, daß sich die genann« ten Personen wenigstens zehn Jahre in ihrem Beruf besonders bewahrt haben. Die Vorschläge auf Verleihung ber Titel werben eingereicht: bei Architekten, Baumeistern, Ingenieuren und Technikern von der zuständigen obersten Reichsbehörde oder ber von ihr im Einvernehmen mit bem Reichsminister des Inneren bestimmten Stelle: bet Aerzten und Tierärzten vom Reichsminister Des Inneren, soweit nicht die Zu- ftänDigfeit einer anderen obersten Reichsbehorde gegeben Ist: bei Rechtsanwälten und Notaren vom Reichsminister ber tzuftlz. Die Verleihung erfolgt durch Den Führer und NeichskanAler, Die Searbei- tung und Vorlage ber Vorschläge Durch den Staatsminister und Chef ber Präsidialkanzlei. Oer Mittellandkanal. Wesentlicher Schritt zum grohdeutschen Wasserstratzennetz. Berlin, 26. Okt. (DNB.) Anläßlich ber bevorstehenden Einweihung Des Schiffshebewer- k e s Magdeburg-Rothensee und der Eröffnung des MittellanDkanalverkehrs durch Den Stellvertreter des Führers veranstaltete Der Reichsverkehrsminister einen Empfang für die Presse. Ministerialrat Arp verwies dabei auf die große Leistung menschlicher Arbeit unb technischer Ausmaße, die in der nunmehr gänzlich vollendeten 475-Kilometer langen Querverbindung vom Rhein zur Elbe zum Ausdruck kommt. Die gesamten Baukosten ber Kanalverbindung, Die auf ihrer ganzen Länge 390 Straßen- unb Wegebrücken und 76 Eisenbahnbrücken schneidet, belaufen sich auf rund 650 Millionen Mark. Staatssekretär Königs kam auf die großen verkehrspolitischen Gedanken zu sprechen, die mit ber neuen Wasserstraße zusammenhangen. Das größte Mo- ment fei. Daß nun enDllch In Nordoeutschland zwischen den von Süden nach Norden verlaufenden großen Strömen Des Reichsgebiets eine Ost west quer- Verbindung vorhanden fei, und daß alle Trans- porte innerhalb des norddeutschen Raumes oft= und westwärts auf dem Wasserwege bewegt werden können. Der Anschluß Des Südens fei durch Das Gesetz über die Schaffung ber R h ein - MaIn- Donau-Wasser st raße sichergestelll. Nach der Vollendung auch dieses Wasserweges wären wir Dann der Verwirklichung des g r'o ß d e u t s ch e n Wasser st raßennetzes nahe, und feine Verdichtung durch noch* engere Maschen müsse dahin- führen, daß bas ganze Land mit einem Wasssr- straßensystem durchzogen sei. (Bauleiter (Sprenger spricht auf dem Ma nzer Treffen bcrfi3. NSQ. Am Sonntag findet 1 n M a l n z ein Tressen der HI.- und Jungvolkführerschaft Des Gebietes Hessen-Nassau statt. Am Nachmittag wird in der Stadthalle Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger vor bem Führerkorps Der Jugend unserer Gaues eine richtunggebende Ansprache halten. Der Vormittag sieht zunächst einen Avpeil vor dem Gebietsfüyrer vor. Um 9 Uhr beginnt eine interne Arbeitstagung der Führerschaft. In der Mit' tagspause sind die 1200 Tagungsteilnehmer Tisch' gälte ihrer Quartiergeber. Die Pressestellen- leite r Der Banne unD Jungbanne treffen sich dann um 13.15 Uhr, während Die Führereinheiten bann- bzw. jungbannweise um 13.30 Uhr auf deni Appellplatz eintreffen. Um 14 Uhr nimmt die beitstagung ihren Fortgang. Ein Vorbeimarsch Der 1200 HI - unb Junavokkführer beendet kurz nach 16 Uhr bas HJ.-Führertreffen des Gebietes. 1250 neue Volksbüchereien. Berlin, 26. Ott. (DNB.) Wenn in ber kommen- den „W oche des Deutschen Buches" im Alt- reich insgesamt 1250 neue Volksbüchereien eröffnet werden, so ist dieser Erfolg In erster $ri Sir Uf Saarbrückener Heiden Lucken 'n L DeuMants Bimit «roßeni/ ? bas „ausgedehch und hatte nid) jQflenti wäre. M Endpunkt, je besser H um so MSer SÄ"1 üeein llnyrchro rjes und mederlan jie internationale M b-wl-I-n, d Ulliral zu bli toi kritischen Tage Senser Satzunae «nrng des Holland, M 13. September r yt die Erklärung W vom 88 Sept erst noch klarg, inmlich ein intere H in seiner «trr ging, als sein 0ftf für sein Lar litt Mammen s e mi in jedem befon ft entscheiden, ob f Nehmen wolle ol Illi, „die Neuir ftt-nben zu »i kchsn Einschränkun Oer raöifal- bSeJa/"4' $ie ! C i, ihm Ife«! fe'ri tyi.j., ach ber P Men t QNeh hc i w. Im Donnerstag i iur nach Marse Ne über die Richt Wtn. der am \ ffchchi. Die Partei V*mus Haden JJin bei den Wahl M wird, jo spiegel SWe unmitte Elchleit wider. 19 km radikal, E jährlichen Meten Dolksfro Kf bereits stellte Ä? pichen d dei E2S Ingreß DC ? We Vorbehalte, und Cinsich ft"®D 0 n b erj) t WlW»m K» 811» Lire dem Verständnis zuzuschreiben, das die G e» italienische Gefangenschaft, freilich erst als Schwer-1 Neuordnung ist daher auch mit der Raumord» verwundeter. Nachdem er zwei Jahre lang in dem m " 8 au’8 en9fte verbunden und greift in die Gefangenlager auf der Insel Ysinara gewesen war ! ^fsugung über den Grund und Boden ein. Aus wo er seine Organisationsgabe durch die (Sinrichtuna* ufe!'chlshaber des Heeres, Generaloberst v o n B rnutz it s ch, hat an den Reichskommissar für die sudeten» teidtien Gebiete, Konrad Henlein, nachstehen- )ei Schreiben gerichtet: „Sehr geehrter Herr Reichs» totrmiffarl In Würdigung Ihrer hohen Verdienste inl in Anerkennung des überaus großen Verstand» Gs, das Sie bei dem Befreiungskampf um Ihre Am deutlichsten wird der Zusammenhang der Raumordnungsfragen mit der gesamten Sozial» st r u k t u r und den Voraussetzungen für gesundes, völkisches Leben, wenn man an diejenigen Aufgaben der Raumordnung denkt, die als zentrale Probleme von Reichsrang auf lange Sicht im Vordergrund stehen uni) sich heute bereits außerordenllich stark bemerkbar machen. So ist die Landflucht nicht nur als eine vorübergehende Erscheinung zu werten, deren akuter Notstand beseitigt werden kann, sondern sie ist das Ergebnis des Mißverhältnisses zwi» schen Stadt und Land. Hier handelt es sich darum, im Sinne eines totalen Ausgleichs einen gesunden und im Robmen der Gesamtentwicklung sich ausweitenden Kreislauf des Wirtschaftslebens herzu- lniahlich her brvc'- chislshebi°t'- njee unb der v kanaloerkihli Hrers oerai#' n Smpiang ft- wies dabei beü und techni' gänzlich volles 1 ßueroeri» Ibe iumto» ft «n $ra”£ ßänfle.3* Stick ahnbrucken I50 Million Wie dem auch fei, es steht fest, daß sich die Niederlande jetzt auch ausdrücklich von der einzigen internationalen politischen Verpflichtung befreit haben, die sie formell noch band. Dementsprechend waren auch Ende September seine vorsorgenden Maßnahmen getroffen. Die Grenzsicherung wurde flM allen drei Seiten planmäßig durch. DUT‘1 Raumordnung auf lange Gicht. Zur Grazer Tagung der Reichsarbeitsgemeinschast für Raumforschung. chn Kulturpflege entgegenbringen. 1150 biefer Neu» p-iibungen (93 v. H.) entfallen auf Landge» «linden, 80 Volksbüchereien auf Mittelstädte ntl 14 auf größere Städte. Während in den Jahren 1931/34 263 Volksbüchereien, 1934/35 465 Dolkbüche- fM 1935/36 608 Volksbüchereien, 1936/37 671 Msbüchereien neu errichtet wurden, steigt diese Zall vom 1. April 1937 bis Ende Oktober 1938 um öftere 4239 Büchereien auf 6246 Volksbücherei» «ergründungen seit 1933. Mit der Eröffnung dieser 123) Volksbüchereien, die über einen Anfangsbestand irr rund 450 000 Bänden verfügen, wird weiteren 1,71 Millionen Volksgenossen das gute deutsche Buch jupnglid) gemacht werden. auf bk großes refrn, bie » am Dm 8*» ^utfitanbl* .erlaufenben unb bn6 «HeJ^ en sst-mines w* ’ Bübenefei ,r yr.h e i II ’ ® 5 M unb K# SrS Ätz . ®orben h b" 1° tun,^ SS ’t? M °° ® 61o nt ’• °°« 1923 tt stellen. Neben derartigen großräumigen Aufgaben ergeben sich an Einzelfraaen besonders Verkehrs- Probleme. Standortfragen der Industrie, Aufgaben der Arbeit» und Siedlungslenkung, sowie der ßan- desoerteidigung, und regional gesehen, kommt dazu die große Fülle sachlicher und fachlicher Untersuchungen, die im Dienst der Landesplanung erforderlich sind. Die Landesplanung selbst hat für ihren engeren Raum die Ueberlegungen anzirstellen, die für die günstigste Entwicklung der in der Landschaft vorhandenen menschlichen, wirtschaftlichen und natürlichen Kräfte die Voraussetzung bilden und auf Grund von regionalen, teils für den Bezirk, teils für größere Gebiete vorbereiteten Raumordnungsplänen die Bodennutzung und Raumgestaltung auf längere Sicht vorzubereiten, um die aus den verschiedenen Bedürfnissen des Stadtewachstums, des Verkehrs, der Landwirtschaft, der Industrie und der Landesverteidigung und nicht zuletzt auch aus den Forderungen der Heimatgestaltung stammenden Ansprüche in einet dem knappen deutschen Lebens raum angepaßten bestmöglichen Form zu verwirklichen. In G r a z fand nun die zweite Reichstagung der Reichsarbeitsgemeinschaft für Raumforschung statt, die in diesem Jahre ihre besondere Bedeutung durch die aus der Eingliederung der Ostmark und des Sudetenlandes für die Raumordnung entstandenen neuen Aufgaben hat. Aber auch hinsichtlich der Entwicklung der wisienschaftlichen Forschung im Dienst der Reichs» und Landesplanung ist ein gewisser Abschnitt erreicht. Die erffe Etappe, die der Schaffung einer Uebersicht und Bestandsaufnahme diente, kann als abgeschlossen gelten. Dabei konnte sich die Wissenschaft auf eine Fülle von Material stützen, das in allen Landschaften geschaffen worden war und vielfach nur der einheitlichen Ausrichtung bedurfte oder der Ergänzung nach der Richtung der raumpolitischen Zusammenhänge und Wechselwir- kunaen hin, die bei rein geogravhischer ober privat- wirtschaftlicher Betrachtung völlig außer Acht gelassen worden waren. Heute ist es notwendig, die Fragen der Sozialstruktur und ihrer Beziehungen zu Wirtschaft, Kultur, Rasse und Volkstum um fo mehr in den Vordergrund zu stellen. Die Reichsarbeitsgemeinschaft für Raumforschung steht heute vor einer Reibe solcher bedeutsamen Fragen, die sich im ganzen Reichsgebiet auswirken. Hier hat sie, selbst über die unmittelbare raumpolitische Aufgabe hinaus, grundsätzliche Zusammenhänge durch Zusammenarbeit aller wissenschaftlichen Zweige zu klären. Doppelt wichtig in einer Zeit, in der durch den völligen Umbruch des Wirtschaftssystems zu einer Lenkung der Wirtschaft, der Arbeit und der Bevölkerungsvolitik nach Zielen der Volksgesamtheit es sich entscheidend darum handelt, für die große Marschrichtung dieser Lenkung Maßstab und Rangordnung zu finden. ZdR. Amsterdam, Oktober 1938. $ie Saarbrückener Erklärung Adolf Hitlers, auch sie beiden Lücken in dem westlichen Derteidigungs» Mel Deutschlands ausbauen zu lassen, ist in Hol- int mit großem Interesse Zur Kenntnis genom- neu worden. Man wartet hier nun ab, wieweit ich das „ausgedehnte Gebiet von Aachen" er- treckt und hätte nichts dagegen, wenn möglichst imfasiend märe. Militärische Kreise stehen auf dem Standpunkt, je besser die deutsche Grenze geschützt kl um so geringer wäre die Aussicht, daß sie an- Missen werden könnte, und je mehr sie entlang iier niederländischen Grenze verliefe, um so weniger lime ein Angreifer auf den Gedanken, sie über bei- -sisches und niederländisches Gebiet zu umgehen. Sie internationale Krise im September hat einmütig bewiesen, daß Holland tatsächlich neutral z u bleiben wünscht. Gerade in ;«wi kritischen Tagen hatte es sich von Artikel 16 ikr Genfer Satzungen endgültig losgesagt. Die Er, /ärung des holländischen Außenministers P a t i j n :iom 13. September war grundsätzlicher Art. Jnwie- veit die Erklärung des Ministerpräsidenten Co- lt In vom 28 Septmeber ebenso zu werten ist, ml erst noch klargestellt werden. Zwischen beiden ....... ........vu c st "ämlich ein interessanter Unterschied insofern, als berechtigt ist oder nicht, fei dahingestellt, doch kann lolljn in seiner Neutralltätserklärung wesentlich, man aus ihr den Eindruck gewinnen, daß das Land -ulier ging, als fein Außenminister. Patijn hatte in 1 im September mit feiner dringendsten defensiven M für sein Land die Freiheit zurückverlangt,! Aufrüstung noch keineswegs fertig war. Gerade E vollkommen selbständige Politik zu führen deshalb, weil man noch nicht fertig ist, sieht man nnd in jedem besonderen Falle selbständig darüber in dem Ausbau der deutschen West-Befestigung eine 'M entscheiden, ob Holland an einer Kollektiv»Aktion willkommene Hilfsstellung. Doppelt willkommen, da 1-Ünehmen wolle ober niHt. Colijn dagegen vertun- sie zugleich di. holländische Südgrenze, d. h. bie Ufte, „die Neutralität unter allen Um- Grenze nach Belgien schützt. Je stärker die deut» ständen zu wahren", mit der selbstverständ-, schen Linien sein werden, um so sicherer glaubt man Mchm Einschränkung, einen Angriff auf niederlän- j sich in chrem Schatten fühlen zu dürfen. ren Ausbau des eigenen Verteidigungsapparates keineswegs überflüssig werden. Im Gegenteil wird von allen Seiten feine Vervollkommnung gefordert. Zudem beschäftigt sich jetzt auch die breitere Öffentlichkeit mit Den Bewaffnungsfragen aller Art, und in der Presse findet sich manches Wort der Kritik über das bisher Geleistete. Ob diese Kritik werden. Die Hauptstrecken führen über Prag, Brünn und Pilsen. Im übrigen wird der direkte Wagenverkehr nach Paris, Berlin und Wien von Prag aus voraussichllich am Samstag ausgenommen werden. Zwischen deutschen und schwedischen Vertretern haben Besprechungen über paßtechnische Fragen im deutsch-schwedischen Reiseverkehr zu einer Einigung geführt. Danach bleibt der Reiseverkehr zwischen Deutschland und Schweden auch weiterhin grundsätzlich sichtvermerksfrei. Kunst und Wissenschaft. Das Programm der ersten großdeutschen Buchwoche. Vom 30. Oktober bis 6. November begeht das deutsche Volk die erste großdeutsche Buch, woche. Der stellvertretende Leiter der Abteilung Schrifttum im Reichsministerium für Volksaufklä- rung und Propaganda, Regierungsrat Schlecht, sprach vor der Presse über den Sinn der Woche. Rfchsminister Dr. Goebbels habe der Buch- woche die Parole „Das Buch ein Kraftguell der Nation" vorangestellt. Am traditionellen Staatsakt in Weimar, in besten Mittelpunkt eine Rede von Reichsminister Dr. Goebbels stehe, würden in diesem Jahre alle namhaften Dichter Großdeutschlands teilnehmen und für den 27. bis 29. Oktober sei zum erstenmal ein großdeutsches Dichtertreffen in Weimar geplant. Reichsminister Dr. Goebbels werde auch die Jahresschau des deutschen Schrifttums eröffnen. Einen zweiten Höhepunkt bedeute die Buchschau „Großoeutschland im deutschen Buch^ und eine Festkundgebung in Wien, bei der Reichsjugendführer von Schi rach und Gauleiter G l o b o c n i k sprechen werden. Dann lenkte der Redner die Aufmerksamkeit auf einen Gedanken, der zum Leitthema der Buchwoche geworden sei und der seinen Ausdruck finde in der Parole .Ledern deutschen Haus eine Heimbücherei". Der Dichter und Bildhauer Ernst Barlach -f- Der Dichter und Bildhauer Ernst Barlach ist im 69. Lebensjahre in Güstrow (Mecklenburg) gestorben. - ♦ Barlach, als Sohn eines Landarztes cum 2. Januar 1870 in Wedel in Holstein geboren, bildete sich künstlerisch in Dresden, Paris, Hamburg unb Berlin und ließ sich nach Studienreisen in Rußland und Italien 1910 in Güstrow in Mecklenburg nieder, wo er jetzt gestorben ist. Barlach, der ein typisches Beispiel für eine ausgeprägte künstle- rische Doppelbegabung barstellt, begann als Kera- miter, als Steinzeichner und Holzschneider, ehe er in der Bildhauerei, vornehmlich der Holzplastik, sein eigentliches Feld erkannte. In schweren, gedrungenen, verhüllten Figuren gestaltete er einen ausgesprochen persönlichen und kaum verwechsel» Fnedlich-wehrhastes Holland. Don unserem JR. G.-Korrespondenien. Paris, 26. Oktober 1938. Am Donnerstag wird Ministerpräsident Dala- llier nach Marseille kommen, um auf dem nab ikalsozialistischen Parteitag eine Ltete über die Richtlinien seiner künftigen Politik jpi halten, der ganz Frankreich mit Spannung en. iiegknsieht. Die Parteitage des französischen Radikal- hjmismus haben ihren besonderen Charakter. *3nn bei den Wahlen dem Lande der Puls ge- ühlt wird, so spiegelt sich bei diesen Parteitagen i‘ie jeweilige politische Lage mit ihren Ausblicken auf die unmittelbare Zukunft mit untrüglicher Deutlichkeit wider. 1935 hatten schon einzelne Dteb- ner auf dem radikalen Parteitag von Biarritz liegen die gefährlichen Auswirkungen der eben erst •lingeleiteten Volksfrontpolitik auszutreten gewagt; Ä bereits stellte der radikale Parteitag von 23111 e im Zeichen des Kabinetts Chautemps das röHige Versagen der Blumschen Volksfrontpolitik K Dem Kongreß von Marseille ist es in die- Jahre vorbehalten, die Schlüsse aus dieser Ent- rMung und Einsicht zu ziehen. Zudem steht die Tagung unter dem frischen Ein- ''ruck der am letzten Sonntag abgehaltenen Se- latswahlen, in denen das Land so deutlich wie lÄglich vonderDolksfrontabgerückt ist. !5tr Radikalsozialismus, der beinahe drei Jahre Hing der Verbündete der marristifchen Parteien, des !Kommunismus und her Sozialdemokratie gewesen i't, bat'bei den Senatswahlen Verluste erlitten, siie Den rechtsstehenden Parteien, vor allem der re- stublikanischen Vereinigung Marins, zugute ge» !lammen sind. Die Masse des Radikalsozlallsmus im Senat, wo ihm etwa 150 Senatoren erhalten llltlben, ist damit zwar nicht merklich erschüttert, uber das Warnungszeichen ist doch gehört worden. !Sn der Kammer ist der Radikalsozialismus mit über 'M Abgeordneten nach wie vor die stärkste bürgerte Partei; der Radikalsozialismus ist nach wie vor >in Hauptfaktor der französischen Politik; ohne rhn lann nichts unternommen werden. . Den Radikalsozialisten stand es bisher frei, ihre Krhrheiten in der Kammer nach der Linken >der nach der Rechten hin zu suchen. Durch ^letzten Abstimmungen in der Kammer wo bte Mmuniften und die Sozialisten die Volksfront- Arbeit verlosten haben, und mehr noch durch Den Bitten des Landes über die Beyle'terscheinungen btr Volksfrontpolitik, die Streitfälle, bte Fabrik, jungen, die Währungsentwertung ufm scheint >er Weg nach links hin für die Radikalen hoff- nutzlos verbaut. Der Entschluß, eine Stütze -enger Treffen & ’rt ditDt/ Appkt' .v ihltlk Ä e 3 Würfel ■l$tonge(6Würfel)18Pf. dlsches Gebiet nie zuzulassen. Man ist sich nutT in poktischen Kreisen nicht ganz darüber klar, ob Colijn in seiner Rundfunkrede die Haltung der Regierung gegenüber dem besonderen Fall verkündete, ober ob er noch weiter von bem Artikel 16 der Genfer Satzung abrückte. Es geht um die Aus» le^ung her Colijnschen Worte „unter allen Umstanden". der verschiedenen Ansprüche der öffentlichen Hand geschaffen. Sie ist über diese ursprüngliche Aufgabe längst hinausgewachsen und hat die grundsätzliche Raumordnung auf lange Sicht durchzuführen. Hierbei gilt es in jedem Falle, die Zusammenhänge mit dem für die Landwirtschaft zur Verfügung stehenden Ernährungsraum, sodann mit dem Sied» lungsraum und schließlich mit den Ansprüchen der For st wirtschaft zu wahren, um nur diese drei großen Hauptgebiete zu nennen. D. h. Raumordnung bedeutet, daß die gesamte Bodennutzung nach übergeordneten Gesichtspunkten geregelt werben muß. Soll sie ihrem höchsten Zweck, den Lebensvoraussetzungen des deutschen Volkes zu dienen, gerecht werden, so muß sie sich den Ansprüchen dieser Lebensordnung unterwerfen. Wo früher auf Grund rein tapitalistisch-privatwirtschaftlicher Ge- setze der Boden zum Spielball des Marktes und der Marktverhältniste wurde und dementsprechend schwerste Hemmungen in der sozialen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklung heroorgerufen wurden, gilt es heute, die Gesamtregelung so auszurich- ten, daß eine gesunde Sozialstruktur und vernünf- tige Lebensbedingungen für Familie unb Volk geschaffen werden. Gleichzeitia Derbfnhoi* “berr\Dmm:en worden sind. Die umfangreichen Aufgaben des deutschen Neu- wünÄe " $ nbe hiermit me^ne besten Gluck- aufbaues bedeuten in ihrer Gesamtheit die Ausrich» x * " tung auf ein großes, einheitliches Ziel. Erzeugungs» Henlern hat sich schon im Alter von knapp 18 Iah- Macht, Aufrüstung, Erschließung des deutschen ren tm Frühjahr 1916 als Freiwilliger zum Lebensraumes durch Verkehrswege und Autobah» Kriegsdienst gemeldet, obwohl er noch1 nei}’ Kraftwirtfchaft, Siedlung, und Wohnungs- Schuler war. Er trat beim 3. österreichischen Jnfan-1 wesen, alles das sind Teile der Gesamtausgabe. Aber terte-Regiment ein und kam bann nach Graz zum : ?Qe Einzelnen Ziele sind zugleich Voraussetzung für 27. Jnfanterie-Regiment. Er wurde schnell zum Äor- , ®ßfin9cn des großen Plans, alle einzelnen Auf- poral befördert und machte neun Monate lang die 9 kJ bedürfen der Planung und Lenkung M)weren Kämpfe am Col di Lana und am Monte utt«£ ba^er Ausrichtung auf das gemeinsame Ziel. Meletta mit. Er zeichnete sich so aus, daß er zum - 66 keine Planung, die sich nicht auch Fähnrich befördert wurde und mehrere Tapferketts-'m territorialer Beziehung auswirkt unb den mebaiüen errang. Im Spätherbst 1917 geriet er in ®runi) und Boden In Anspruch nimmt. Alle (Tl t j. , ti r ... . . iPjltnrhnunrt IO X.« ro [ taten sehr schwer fein; denn bie ganze Entwicklung dieser noch vor 1870 gegründeten Partei stand im 'Zeichen des Kampfes gegen die Rechte unb die ! „Reaktion". Aber ein bekannter radikalsozialistischer Politiker hat einmal als das Ziel der Radikalen Partei die Organisierung der Gesellschaft „nach den Ge- setzen der Vernunft" bezeichnet. . Unb so könnte bie Radikale Partei, ohne ihre Traditionen 1 allzusehr zu verleugnen, doch den Weg gehen, der ihr vorgeschrieben wird durch bas oberste Ziel: die Rettung bes Laubes burch bie Abkehr von den letzten Resten ber Volksfrontpolitik. Ministerpräsident Doladier wird entgegen den ersten Ankündigungen bereits zu Beginn ber Tagung sprechen unb ihr damit die Richtlinien vorschreiben; auch darin drückt sich vielleicht eine Note der seit München deutlich sichtbaren B e f e st i - g u n g ber Stellung Dalabiers aus. Dalabier wirb, wie man annimmt, bie Grunbzüge für feinen Plan zur Gesundung der französischen Finanzen in ber Wirtschaft bekanntgeben. In den folgenden Tagen wird im Rahmen einer außenpolitischen Aussprache wahrscheinlich auch bie Frage ber b e u t s ch - f r a n - zösischen Beziehungen zur Sprache kommen. Die rabikalen Parteitage zeichnen sich durch eine ihnen eigene natürliche Bewegtheit aus. Herriot hat einmal von ber „großen radikalen Familie" gesprochen. Es wirb jetzt in Marseille auf olle Fälle nicht so lebhaft zuaehen, wie auf ber Landestagung, bie bie Sozialdemokraten im vergangenen Jahr — ebenfalls in Marseille — abgehalten haben. Damals wäre ber Theater-Sral, in bem bte Sozialdemokraten zusammengekommen waren, beinahe ein Trümmerfeld geworden, weil es so aussah, als ob die hitzigen sozialdemokratischen Abgeordneten die hölzernen Brüstungen abreihen wollten, um damit aufeinander loszugehen. Trotzdem kann es natürlich auch auf bem jetzigen rabikalen Kongreß in ber großen, inmitten eines Parkes gelegenen Ausstellungs- Halle, bem Grand Palais, zu lebhaften Szenen kommen. Die Fragen, vor die sich bie Radikalen gestellt sehen, sind schwer; es gibt bei ihnen noch viele Anhänger der alten Volksftontpolitik, wie etwa den früheren Luftfahrtminister Pierre Cot. Auch die Haltung des Kammerpräsidenten Herriot dürfte nicht ganz eindeutig fein. Aber die Stimme des Landes wird auch hier über die Stimme mancher Berufspolitiker die Oberhand behalten. Die maß- volle Haltung erfahrener Politiker, wie etwa desjenigen des Präsidenten ber nordfranzösifchen ra- dika'lfozialiftifchen Vereinigung, Emile Roche, wird 'J^ur Ulll ortmung ü6it 11 “itatitai, M» R den auf Oniti und EhrenM Verordnungen üig "els unb über K n*. Film- und L>» M für befoiii nerben kann: Hfürn, 3nfli. -die eine höhn, haben, der ft. tjtßraf, ' Deterinärrat, d Notaren k '°6 sich die genant zehn Fahre Ii. bewährt hck:. der Titel wertn ^meistern, 3nge> r zuständigen oben m chr im CiM- r des Inneren fr nb Tierärzten r seit nidft bie ten Keichsbchärii inb Notaren oom fetzt mehr Gehör finden als in früheren Jahren, unb die Vertreter der radikalfozialistifchen Ju- genböerbänbe aus ber Provinz, die schon auf den letzten Parteitagen einen beachtlichen Faktor gegen die Volksfront barfteUten, wird mehr als früher gehört werden müssen. Ein radikaler Politiker hat es vor einigen Tagen als Hauptaufgabe hingestellt, zu verhindern, daß der französische Parlamentarismus „an Arterienverkalkung sterbe". Das Gelingen wird in erster Linie davon abhängen, ob die 3000 „Militanten", die jetzt in der schönen Stadt am Mittelmeer, in unmittelbarer Nähe des pulsenden Ledens der (Tanne- biere, angeblich der „interessantesten Straße ber Welt", zusammenkommen, den Mut haben werben, neue Wege zu suchen. Frankreichs Wirischaffsvolitik. Paris. 27. Oft. (Europapreß.) Der französische Handelsminister.Gentin hat am ersten Tage des radikalsozialistiscken Parteikongresses in Marseille eine Rebe gehalten, in ber er von der Möglichkeit einer staatlichgelenkten oder orientierten Wirtschaft sprach. Diese Ausführungen haben in ber französischen Oeffentlichkeit lebhaften Widerhall gefunden. Ministerpräsibent Dalabier sah sich bereits am Mittwochabend, ehe er sich in Begleitung bes Außenministers, des Finanz- und des Wirtschaftsministers nach Marsellle begab, genötigt, zu erklären, der Handelsminister habe nicht sagen wollen, daß die französische Regierung an die Einführung einer staatlich gelenkten Wirtschaft denke. Er, Dalabier, habe in Uebereinftimmung mit der radikalsozialistischen Parteidoktrin sich niemals als Anhänger einer staatlich gelenkten Wirtschaft im eigentlichen Sinne des Wortes gezeigt. Trotzdem protestieren die Rechtsblätter gegen die Absichten einer staatlichen Lenkung ber Wirtschaft. Im „Figaro" schreibt Süden Romier, es sei unmöglich, die Wirtschaft zu orientieren, ohne sie gleichzeitig zu lenken. Die Fraae laute, was man tun könne, um die staatlichen Maßnahmen zu vermeiden. Auch bie „Journäe inbustrielle", bas Blatt ber französischen Schwerindustrie und ber Arbeitgeberverbände, zeigt sich sehr beunruhigt. Kleine politische Nachrichten. Zum Nationalen Spartag spricht Staats» fetretär Brinkmann am heutigen Donnerstag, von 19.50 bis 20 Uhr, über alle Reichssender. Dor Abgabe seines Kommandos als Kommandierender Admiral ber Marinestation ber Ostsee fanb auf dem Kasernenhof der Marineanlagen an der Wik eine Truppenparade vor Admiral Albrecht statt, ber am 1. November bas neue Marine- gruppentommanbo Ost übernehmen wirb. Auf Grund von Vereinbarungen der Deutschen Reichsbahn mit ber tschecho-slowakischen Staatsbahn» Verwaltung wird der Verkehr, der die tschecho-slo- wakischen Gebiete mit dem fubetenbeutfeben Gebiet verbindet, in vier bis fünf Tagen ausgenommen Sir e Dem 45entanpni3 zuzuschreiben, das bte G e - Heimat allen Dienststellen des »«Mm»« j n^e n der nationalsozialistt- gebracht haben, fomieT^^^ ftanbenen guten Zusammenarbeit ist es mir eine mÄ^eUbe' Ahnen mittellen zu können, daß Sie nut Wirkung vom 1. November 1938 als Major I eiO/.?CL^n!.°.nterie’3,a bei, Frankfurter Str. 39. B501v VornehmI Geschmackvoll! Persönlich! Diese wesentlichen Eigenschaften der guten Familien- Drucksache bietet Ihnen in zahlreichen neuzeitlichen Aus fflhrungsarten und Papieren zu mflBIgen Preisen Brühl’sche Druckerei. Schulstr. 7. Ruf 2251 Delikates i Gut möbliertes Zimmer mit3entral-Hei- zung, Nähe der Universität, zum 1. Nov. von Dozenten z. mieten gesucht. Schrift!. Angeb. m. Preis erbeten. 68isD öismarM 42 n. Werbe-Drucksachen bei Brühl. Schulstr. 1 3-ZI in.-Wohn, r™ . --------- mit Küchentlg. jtimmCF nur an alleinst. | Vermietungen"] Schöne i-Zirner-Wn, an ruhig.Tauermieter abl.Nov. oder später zu vermieten. e846D Zu erfragen in der Geschäftsst. desGieß.Anzeig. 2 Zimmer mit Küche und Zubehör zu vermieten. 0*8i2 Schr. Anfr. unt. 04812 a.ü.G.A. die hohe Heizkraft, kurz und gut, Sparsam und bequem sind Bdhl=Anfhrazit- aü rbrand rtd * ^?hner-WdchSj Beamter sucht ab 1. Nov. möblJiwr auf 2 Monate. Schrift!. Angeb. unter 6844 D an d. Gieß. Anzeig. leine zenanisse in Urschrift 'andern nur Heuflnt»- abididften dem Be- wervungSIchretven bet- legen - Lichtbilder unk-BewerbuniSunter. tfltn müllen tut Vermeidung oon Verlusten auf oer rNüdfeite Wo men und länfdirirt oes Bewerber« rraoev i eWWMU Meier der auch melken kann,, bei gutem Lohn ges. 68sod Karl Meß Butt ach (rs ess.) Schloßstraße-4. Fleiß., ehrliches »tuen in Geschäftshaushaltgesucht. Reisevergütung. An geb. an 1684aD Konditorei Karl Hering Darmstadt Luisenstrahe 10. Tüchtiges ZimmennädcheD gegen hoh. Lohn gesucht. 04828 HotelPrinzCarl Seltersweg 40. Stellengesuche SMiflomer Führerschein Klasse 2 sucht Stellung. Schr. Angeb. u. 04826 a.d.G.A. | Verschiedenes | Wer übernimmt das Bemalen ein. Tür In einer Schwarzwälder Bauernstube? Vorlage vorhanden. Schriftliche Angebote unter 6842D an den Gießen. Anzeig. Gemütlich warm auch ansehrkaltenTagen. Den ganzen Winter hindurch haben Sie durch einen modernen Dauerbrandofen behaglich durchwärmte Zimmer. Und was das Schönste ist: mit weniger Kohlen als bisher. Schaffen Sie sich auch so einen schönen und sparsameh Ofen an. Fachmännisch werden Sie beraten bei 8J. B. Häuser Gießen, a.Oswaldsgartei> (Parkplatz) Fernruf Nr. 2145 — 2146 drum ein Versuch: Beliebte Sorte m-, 50 kl Marke Kaffeekanne«° 59 Pf Kaffeekanne extra i?s3 70 k ■I Ml etixm rvrtencn Muaum bekömmlich Dein täglitherKaffe , KAISERS KAFFEE t ® J Nr. 252 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiqer für Oberheffen) Donnerstag, 27. Oktober 1958 Klaffe V. Kreis Gießen, dem NS.-Lehrerbund und der Firma Reservisten kehren heim „undnativerNlVEA ' Dann wird man Ihren Händen die Tagesarbeit nicht ansehen. Mit Nivea-Creme gepflegte Haut wird widerstandsfähig u. geschmeidig. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. Donnerstag — stand unsere Stadt stark im Zeichen der jungen Männer, die nach treuer zweijähriger Dienstzeit in der Wehrmacht gestern Abschied genommen haben vom bunten und so beliebten Rock geben, wie sich die Leistungen der Schulen auszeigen, wird jeder 1. Sieg mit 6, jeder 2. Sieg mit 5, jeder 3. Sieg mit 4, jeder 4. Sieg mit 3. jeder 5. Sieg mit 2 und jeder folgende Sieg mit einem Punkt gewertet): aus dem Kopse saßen (bis aus weiteres) zum letzten Male aus den Protzen und Lafetten ber Infanterie- Geschütze bzw. auf den Fahrzeugen der Maschinengewehre, fröhlich singend und lustige Rufe austau- Langemarckschule Gießen, 8 Siege, 34 Punkte. Volksschule Münster, 6 Siege, 18 Punkte. Oberrealschule Grünberg, 4 Siege, 12 Punkte. Volksschule Ruttershausen 3 Siege, 8 Punkte. Goetheschule Gießen, 3 Siege, 7 Punkte. Volksschule Großen-Linden 3 Siege, 7 Punkte. des Soldaten. In froher Stimmung wurde dieser Tag von den Reservisten und von ihren weiterdienenden Kameraden begangen. . Volksschule Lang-Göns 3 Siege, 7 Punkte. Volksschule Allertshausen 2 Siege, 6 Punkte. Volksschule Gröningen, 1 Sieg, 6 Punkte. Gymnasium Gießen 1 Sieg, 4 Punkte. Gewerbeschule Gießen 1 Sieg, 4 Punkte. Schon Jahre bauen die Schulen des Kreises Gießen in unermüdlicher, zäher und opferwilliger Arbeit an dieser Aufgabe. Waren es erst wenige und einzelne Schulen, so ist die Arbeit im Laufe weniger Jahre entscheidend gewachsen. Der diesjährige Wettbewerb wies über 2 00 Meldungen auf, fast das Doppelte des vorjährigen Wettbewerbes. Rur wer einmal Modelle gebaut hat. kann ermessen, welche Fülle von Arbeit, Geduld, Genauigkeit, Energie, Ausdauer und Disziplin dazu gehört, ein solches Modell erst einmal zu bauen und dann zum Fliegen bzw. Segeln zu bringen. Wieviel Selbstzucht aber noch mehr dazu gehört, ein solches Modell scheitern zu sehen, sei es durch die Tücke des Geländes, böiaen Wind oder andere unvoraussehbare Umstände. Um wieviel größer aber die Freude, wenn die lange Arbeit gelohnt wird, das Modell in beseligender Fahrt auf Strecke geht und der Zeiger der Stoppuhr stetig wandernd Sekunde um Sekunde hinzufügt, bis die Siegeszeit erreicht ist. Das schönste Erlebnis immer bei allen diesen Vergleichsflügen war die Freude aller, des Siegers wie der Zuschauer über jeden schönen Erfolg und schönen Flug. So auch gestern: Zwar begann der Tag grau und verhangen. Kalte und frostige Winde wehten voyi Westen, für den Hang am Alteberg nicht günstig. Aber trotzdem wurde der Begeisterung kein Abbruch getan. Der Kreisleiter des NS.-Lehrerbundes, Pg. N e b e l i n g , begrüßte herzlich die Jugend seines Kreises, die Gäste, und gab nach warmen Worten den Start frei. An fünf Startstellen entwickelte sich lebhaftes Treiben. Modell auf Modell, oft mehrere gleichzeitig, begannen ihren Flug und schwebten hinaus in den Wind, gingen auf Strecke, kurvten, stiegen, „pumpten", je nach ihrer Individualität, schnell oder langsam. Immer aber fanden sie sich dann plötzlich wieder auf der Erde, oft weit vom Start, oft auch zu ihm zurückkehrend, als wollten sie dem Besitzer lange, mühevolle Wege ersparen. Die Starter stoppten, schrieben eifrig, und die Jungens standen daneben, mit Spannung den Weg des Zeigers der Stoppuhr verfolgend, mit großen Hoffnungen und manchmal schneller Enttäuschung. Denn nicht immer wollten die Modelle so, wie ihre Hersteller. Und manches Ach und Oh ging mit heißen Wünschen hinter den abziehenden Modellen her. Rickit alle Wünsche wurden erfüllt. Reben manchen frohen unb strahlenden Siegern standen andere, mannhaft ihre Enttäuschung verbergend, de- ! nen das Glück versagt blieb, und deren Modelle I irgendwo zu Bruch gegangen sind, oder gar auf Nimmerwiedersehen im Dunst der Berge verschwan- I den. | Am Leitertisch arbeitete indessen der zuständige Mann eifrig am Sichten der Wertungen, bis schließ- !lich über Mittag die ersten, dann die weiteren Sie- I ger feststanden und Pg. R e b e l i n g die Sieaerver- digung vornehmen konnte. Er nahm zuvor Anlaß, seinen Dank zum Ausdruck zu bringen: Einmal den Teilnehmern selbst für ihre Mühe und Arbeit' vorher, beim Bau der Modelle, dann besonders denen, die einen Sieg nicht erhielten, aber deren Fleiß Flachrumpfmobelle über 1500 mm Spannweite. 21 Teilnehmer. 4 Sieger: 1. Otto Göbel, Gieren, 357 Sek. (beste Zeit); 2. Wilhelm Hahn, Gießen, 354; 3. Wilhelm Franz, Gießen, 134; 4. Otto Lang, Münster, 124 Sek. Sonderklasse III. Ein Sieger: Gerhard Luft) Gießen, 154 Sek. Sonderklasse IV. Ein Sieger: Walter Sprankel, Grünberg, 78 Sek. Sonderklasse V. 13 Teilnehmer. 3 Sieger: 1. Robert Fritz, Gießen, 253 Sek.; 2. Ernst Cröninger, Münster, 209 ; 3. Erwin Ewald, Gießen, 202 Sek. Die Sieger vertellen sich auf die einzelnen Schulen des Kreises wie folgt. (Um einen Ueberblick zu zug saß man auf seinem Pferd inmitten der mit- reitenden weiterdienenden Kameraden, oder dis Männer im Zivilanzug und mit der Soldatenmütze Ein besonders schöner Vorgang dieses im Leben jedes Soldaten unvergeßlichen Tages konnte von schend. Resermstenstock und Reservistenfeldflasche so- oielen Volksgenossen am gestrigen Mittag zwischen wie das Reservistensträußch-.'n fehlten natürlich nicht. 13 und 14 Uhr beobachtet werden. Um diese Zeit Und alles, Reservisten, Offizier-, Feldwebel und zogen Reservisten unserer 116er, mit der Regiments- Kor-ooräle, wie auch die weiterdienenden Männer, musik an der Spitze, in geschlossener Marschkolonne' machte sehr vergnügte Gesichter, aus denen man dis von den Kasernen aus durch die Stadt, wobei na- Freude über den schönen Tag und zugleich die herz- türlich die Hauptverkehrsstraßen des inneren Stadt-' liche kameradschaftliche Verbundenheit zwischen Of- teils durchschritten wurden. Eine Anzahl Offiziere fizieren, Unteroffizieren und Männern ersehen der Kompanien, der „Soieß", zahlreiche Unterosfi- konnte. Es war ein erfreulicher Anblick, den die ziere und eine Anzahl Mannschaften, eine Menge Truppe auch bei diesem nur einmal in jedem Jahre Pferde und eine Reihe von Fahrzeugen — alles das vorkommenden Auftreten in der Oeffentlichkeit ge- war in bunter Reihenfolge von Zivil und Uniform i boten hat. in der Marschgruppe vereinigt. 1 Gegen Abend sahen wir bann noch eine Gruppe I. B. Häuser, Gießen. Durch biese Stellen war es möglich, ben Schulen für ihre Werkstätten Gelbpreise und den einzelnen Siegern Werkzeuge und auch noch Buchpreise zu geben, als sichtbares Zei- chen der Erinnerung an diesen Wettbewerb. Im Gedenken an die Männer des neuen Reiches, die alles dies erst möglich gemacht haben, an den Führer Adolf Hitler und den Schöpfer der Luftwaffe, Feldmarschall . Göring, an unser geliebtes Großdeutschland, schloß Pg. Rebeling das schön und erfolgreich verlaufene Dergleichsfliegen der Schulen des Kreises, und er gab der Hoffnung Ausdruck auf ein ebenso frohes Wiedersehen zum nächsten Jahr. Oie Sieger: Klasse I. Modelle bis 600 mm Spannweite: 5 Teilnehmer. Ein Sieger: Karl Jung, Grüningen, 13 Sek. Klasse II. Modelle bis 700 mm Spannweite. 54 Teilnehmer. Elf Sieger: 1. Rudi Merlau, Gießen, 98 Sek.; 2. Karl Raabe, Gießen, 66; 3. Wolfgang Hühner, Grünberg, 50; 4. Willi Amend, Treis an der Lumda, 38; 5. Helmut Kalbfleisch, Hausen, 37; 6. Wolfgang Hühner, Grünberg, 33; 7. Heinrich Kehr, Treis a. d. Lda., 29; 8. Helmut Schneider, Lollar, 29; 9. Kurt Schwarz, Ruttershausen, 25; 10. Edi Vogel, Ruttershausen, 25; 11. Hans Bender, Gießen, 20 Sek. Klasse III. Modelle bis 1000 mm Spannweite. 40 Teilnehmer. 8 Sieger: 1. Helmut Langsdorf, Großen-Linden, 131 Sek.; 2. Werner Sieg, Münster, 112; 3. Fritz Ullrich, Gießen, 88; 4. Werner Sieg, Münster, 81; 5. Willi Klinkei, Staufenberg, 71; 6. Erwin Heß, Münster, 70; 7. Karl Jung, Staufenberg, 68; 8. Fritzkarl Beller, Gießen, 60 Sek. Klasse IV. Modelle bis 1500 mm Spannweite. 53 Teilnehmer. 11 Sieger:' 1. Kurt Hahn, Ruttershausen, 282 Sek.; 2. Willi Schupach, Allertshausen, 209; 3. Reinhold Hellwig, Lang-Göns, 171; 4. Werner Frenzei, Gießen, 167; 5. Werner Konrad, Lang-Göns, 146; 6. Werner Walter, Großen- Linden, 144; 7. Heinrich Ranft, Allertshausen, 130; 8. Robert Siegfried, Gießen, 121; 9. Karl Moos, Wieseck, 119; 10. Bernhard Biedenkopf, Münster, 106; 11. Hans Block, Grünberg, 101 Sek. Vergleichsfliegen der Schulen des Kreises Gießen Segelflugmodell-Weitbewerb auf dem Alteberg bei Odenhaufen (Lahn). 12. Volksschule Treis, 2 Siege, 4 Punkte. 13. Peftalozzifchule 1 Sieg, 3 Punkte. 14. Volksschule Staufenberg 2 Siege, 3 Punkte. ] 15. Volksschule Lollar 1 Sieg, 1 Punkt. 16. Volksschule Wieseck 1 Sieg, 1 Punkt. Aus der Stadt Gießen. Nur ein Tier. Ein schwer mit Kohlen beladener Wagen wird von einem krüftigen Pferd auf glatter Asphaltstraße mühsam heran gezogen. Der Fuhrmann geht nebenher, sorglich führt.er die Zügel. Plötzlich, mit dem schrillen Schlürfton ausgleitender Hufe, gerät das Pferd ins Wanken. In wuchtvoll hastigen Sprüngen, die hart auf den Asphalt niederhämmern unb wie seltsam sinnvolle Verrenkungen anzuschauen sind, bemüht es sich, den Sturz abzuwenden. Aber der langsam rückwärts rollende Wagen hemmt die natürliche Gegenwehr des angefesselten Tieres, zu spät eilt ein Passant an die Bremskurbel, hilflos sackt der schwere Tierleib zu Boden, die schlanken Beine erscheinen wie geknickt unter seiner Last. Reglos liegt jetzt das Pferd, aber nur einige Sekunden. Dann, mit einem Ruck, beginnt es, sich wieder aufzurichten. Voll teilnehmender Spannung folgen die Blicke der Menschen den edel-schwersälligen Körperschwüngen, mit denen das massige Tier wieder hochzukommen versucht. Einen Augenblick scheint es, als müsse es noch einmal niederstürzen. Endlich aber, mit einem geglückten letzten Sprung, steht es wieder aufrecht und sonderbar still da. Die rauhe Arbeitshand des Fuhrmannes klopft begütigend Hals und Rücken des Braunen, und sie tut das wie im stillen Auftrag aller Zuschauenden. Es sind nicht viele, die dieses unbedeutende, alltägliche Geschehen beachteten; fast unbewußt grüßen sie nun einander mit Blicken, bevor sie weitergehen, jeder seinen werktäglichen Weg. Unb etwas wie ein Aufatmen ist in diesem stummen Gruß, Befriedigung über abgewendetes Mißgeschick und zugleich Achtung vor dem zähen Willen einer treu dienenden Kreatur. Nur ein Tier war es, das da im Mittelpunkt eines kleinen Geschehens stand; aber es fügte sich vollkommen ein in das große Notwendige: die werktätige ~ ..... JB. Am gestrigen Mittwoch — zum Teil auch noch I Strahlenden Gesichts marschierten die Reservisten während der frühen Vormittagsstunden des heutigen zu,m letzten Male (bis auf weiteres) in Reih und Donnerstag — stand unsere Stadt stark im Zeichen Glied, oder als Reservist und Mann vom Reiter- Gloria-Palast, Seltersweg: „Am seidenen Faden". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Melden in Spanien". — Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand. — Gemeinschaft der Freunde Wüstenrot: 20.30 Uhr Hotel „Prinz Carl" Vortrag über Eigenheime. Ausgabe der Bolksgasmaske beginnt. *7* Die Zuweisungsscheine, die zum Bezug der Dolksgasmasken berechtigen, werden zur Zeit von den Blockwaltern der NSV. verkauft, die dieserhalb an jeder Wohnungstür anklopfen und alles nähere — besonders den Verkaufspreis — bekanntgeben. Zuständig für die Ausgabe der Zuweisungsscheine sind ausschließlich die Ortsgruppen der NSV. Alle An ragen sind an diese Dienststellen zu richten. In Zweifelsfällen ist die NSV.-Kreisamtsleitung unter Telephonnummer 2297, Nebenstelle 02, zu jeder Auskunft bereit. Die Ausgabe der Volksgasmaske findet vom 26. Oktober bis 15. November vorerst im NSD.- Lager „Einhorn", Lindenplatz, Eingang Kirchenplatz, und in der Geschäftsstelle der NSV.-Orts- gruppe Gießen-Nord, Walltorstraße 38 (Vorderhaus) täglich von 15 bis 20 Uhr statt. Persönliches Erscheinen ist unbedingt erforderlich, damit die richtige Größe erprobt werden kann. Die Zuweisungsscheine sind bei der Ausgabe der Dolksgasmasken abzugeben. Die Derpassung erfolgt durch Frauen und Männer des Reichsiustschutz- bundes. K , Da der Verkauf nur beschränkte Zeit durchgefuhrt wird, kann die sofortige Beschaffung jedem Volksgenossen nur dringend angeraten werden. Jedem Gießener seine Volksgas- m a s f e I Gemeinschaft. Dornoiizen. Tageskalender für Donnerstag. Fliegen — die uralte Sehnsucht der Menschen.!und deren Arbeit nicht weniger anerkannt werden Eine noch größere Sehnsucht der Jugend. Zu keiner würden. Dann schließlich den Spendern der Preise, Zeit ist der fliegerische Gedanke lebendiger unb.tiefer der hessischen Landesregierung, der Stadls und dem gewesen als heute. Ihn noch lebendiger zu machen, ' ZT" v """ " ' ' v v v cr* noch tiefer in die Herzen der Jugend zu graben, dem dienen die Vergleichsfl.üge der Schulen des Kreises Gießen ebenso wie die Flug- betätigung des NS.-Fliegerkorps im ganzen Reich. Ueberall, wo die Jugend Flugzeuge baut, feien es Modelle, ober in ben Werkstätten bes NSFK. auch Flugmaschinen, wird an ber Erfüllung besten gearbeitet, was Feldmarschall Göring kurz und schlicht in bie Worte gefaßt hat: „Das deutsche Volk soll ein Volk von Fliegern werden." Die Dahlien im Garten. Von Friedrich Schnack. Im Farbenbrand der Dahlien, bie bei uns in den Gärten so volkstümlich geworden sind wie die sommerfrohen Rosen, ist die Erinnerung an ihre Herkunft erhalten, den alten, glühenden Jndianer- fommer. Sie haben einen Abglanz ihrer Unjeimat Mexiko zu Zeiten bes Kaisers Montezuma, dessen Sinnbild die Sonne war, zu uns gebracht, (sie, Die heldische Gottheit des farbenfrohen Herrschers, begabte die Dahlie mit märchenhafter Ps/anzenglut unb mit ber Fähigkeit zu fortbauernder strafender Verwandlung. In der Hand des Blumenzüchters ist sie gehorsam wie ein Geist, der alle Befehle des Meisters ausführt. Ihr Dienst ist bie Offenbarung köstlicher unb rounberfamer Farben. Er stellt sich ein seltenes Rot vor, wie es bie PstMenNere m den Meerestiefen tragen, unb die Dahlie gehorcht sie wird feetulpenrot. Er denkt an bie Orange, auf die ein Schein des Sonnenuntergangs fallt, und die Dahlie erglüht in biefer scheidenden Himmels- färbe. Ein schwarzer Purpur kommt ihm m den Sinn, unb schon verwirklicht ihn seine Llebllngs- - blume. Er hat von einem morgengolbenen totern geträumt, unb feine Blüte wirb ein morgengolbener Stern im Garten. , . . ... Die Dahlie, die dem Schatten femb ist, verschwendet sich in taufend Blumengesichtern, m bei nabe zahllosen farbigen Sternen und Lichtern. Manche^ Arten gemahnen an Edelsteine: sie hab n einen Schimmer von Amethyst, von Bernsteln. von Rubin, von Topas, auch sind ihre Strahlenbluten kühl unb klar geschnitten. Wieder andere lass a>nrpn hßnfen- sie finb scharlach, filbrigroja ober lachsrosa mit einem Hauch von Karmin und bauschig Zaublrschme7z 1hre7 St r a fen blättere in en^ seidigen ®änesa&. WÄnAbe, amaranthrote, zitronengelbe, und ervveer farbene begleiten ben Somme? und erwarrenyv aufgereckt, funkelnd und pomphaft den Herbst m bas ©artenjatjr unb rtbe" Ä _ bis in warmen Zeit zu einem Fest de F Feuer, H?chklan^d7^Freude,^ die kest^Alter zu kennen scheint. Ihre Büsche haben eine reine und schön- gestaltige Form. Ihre Blumen sind mannigfaltig: man kennt Pompondahlien, die alten Georginen, Kaktus-, Anemonen-, Seerosen-, Schmuck- und Riesenschmuckdahlien. Wie in der Vielfalt ihres Farbenausdrucks, so ist in ber Mannigfaltigkeit ber Blütentracht ber große Reichtum unb bie Fruchtbarkeit dieser gestalt- unb blühwilligen Wunberblume ausgebrückt. Unb alle ihre Pracht unb Schönheit, womit sie ben Sommer lobt, ben Herbst burchleuchtet, bie Schwere über» roinbet unb bem Licht zustrebt, entringt sich ber groben, lehmfarbenen und erbgebunbenen Knolle, bie unten Wurzel treibt, bamit oben der Stern sich entzünde. Geschichte als Beispiel. Eberhard Wolfgang Möller: „Der Untergang Karthagos." Zu Beginn der Reichstheatertage der HI. in Hamburg erlebte, wie schon kurz berichtet wurde, Eberhard Wolfgang Möllers neues Schauspiel „Der Untergang Karthagos" feine Uraufführung. Das Stück wird über eine Reihe weiterer Bühnen gehen; in den letzten Tagen wurde es auch am Hessischen Landestheater in Darmstadt mit starkem Erfolge herausgebracht. Die Reichstheatertage der Hitler-Jugend in Hamburg begannen mit der „feierlichen Fanfare" des Hamburger Komponisten Walter Girnatis. Eine Fanfare kann man auch das Werk nennen, das Don den Schauspielern des Thalia-Theaters unter Mitwirkung von hundert Hitlerjungen uraufgeführt wurde. Wolfgang Eberhard Möllers Drama „Der Untergang K a r t h a g o s" ist das Bekenntnis einer neuen Jugend zu einem neuen Theater. Der HI.-Dichter unb Trager bes nationalen Buchpreises von 1935 bemächtigt sich bes historischen Stoffes mit bem Schwung eines jugenb- lichen Stürmers. Es kommt ihm nicht auf bie geschichtliche Treue an, fonbern auf bie tiefere ge- chichtliche Wahrheit. Möller sieht in bem Untergang Karthagos em Beispiel, besten tieferer Sinn eine Aufgabe stt, bie wir lösen müss n. Den Enbkampf um bie Vormachtstellung im Mittelmeer, ber zum Sieg Roms unb zur Vernichtung Karthagos führt, gestaltet er Darum nicht nach ber herkömmlichen Geschichteuber- lieferung, fonbern nach den Erkenntnissen nationalsozialistischer Geschichtsdurchdringung. Dem gesunden, soldatisch-straffen Bauernstaat der Romer stellt er ben Krämerstaat Karthagos gegenüber, m bem eine dünne semitische Oberschicht eine nichtsemitische Urbevölkerung geknechtet und entrechtet hat. Aus diesem Gegensatz wächst ber bramatische Konflikt. Rom hatte im zweiten Panischen Krieg gesiegt und ben Karthagern einen harten Frieden diktiert. Die Lasten trägt nur bas versklavte Volk, die semitische Oberschicht lebt in Saus unb Braus, da sie an der Erfüllungspolitik ihrer verrotteten Regierung unb am Dolksverrat der Parteienwirtschaft gut verdient. Da erhebt sich aus dem Volk Karthagos eine Schar entschlossener Männer, bie sich um ihren Führer Hasdrubal schart. Das kleine Heer kämpft gegen Massinissa, ben alten Feinb ber Karthager, ber bie Grenzen bebroht, unb besiegt ihn. Rom sieht darin eine Verletzung ber Friebens- oerträge unb greift ein. Wieber feiert bie Erfüllungspolitik einen schmählichen Triumph. Sämtliche Waffen unb bie gesamte Flotte werben ausgeliefert, Geiseln gestellt, unb nach einem ungeheuerlichen Volksbetrug wirb Hasdrubal mit feinen Tapferen eingeferfert. Rom aber will bie Zerstörung ber Stabt. Da besinnt sich Karthagos Volk auf Hasbrubal, jagt bie verräterische Regierung bavon unb stellt sich unter den Befehl seines Führers, es kommt zum Derzweiflungskampf, in dem die Römer siegen, weil sie rassisch gesund sind, während das rassisch verdorbene Volk Karthagos die letzte Probe nicht besteht. Hasdrubal wird verraten unb stirbt auf ben Trümmern ber Stabt. Doch noch im Toten ehrt ber Sieger ben helbischen Gegner, ben einzigen wahrhaft großen Mann eines zum Untergang bestimmten Volkes. Möller hat ben historischen Stoss mit einer Fülle zeitgeschichtlicher Parallelen ausgestattet unb ihn in einer gegenwartsbewußten Form unb Sprache ge- ftaltet. Ja, er gibt sogar seinen Menschen ein modernes Kostüm und läßt sie in Begriffen und Ausdrücken unserer Zeit denken und reden. Aber wie es niemals bei einer Dichtung auf das äußere Gewand ankommt, so siegt auch hier die dichterische Kraft unb Eingebung über bie Bebenken, die an Äußerlichkeiten hasten möchten. In dem wuchtigen Rahmen, ben die Bühnenbilder Johannes Schröders geben, ließ Hans Weißbach bas Drama zu prachtvoller ßebenbiafeit wachsen. Großartig war auch bas Schauspielerische. Unter ber großen Zahl ber Mitwirkenben ver- bienten Emil Lohkamp als fanatischer Hasbrubal, Maria K a r st e n als seine Mutter, Heinz K 1 e v e n o w als Scipio, Willy Maertens als Präsident, Hermann Bräuer als Wirtschafts- iührer Baal unb Traute Fölß als feine Tochter Selene genannt zu werben. Das Haus bereitete bem Dichter unb seinen Hellern stürmisch- Kunb- gebungen. Or. Max S i d o w. Tintenfische, gefilmt. Die Natur hat vielen Tieren eine Tarnkappe geschenkt. Das bekannteste biefer Tiere ist bas Chamäleon, bas sich in seinem Aussehen bem Untergrunb, auf bem es ruht ober über ben es läuft, mit Schnelligkeit anzugleichen versteht. Auch manche Schlangen besitzen biese Eigenschaft, wobei noch viele von ihnen eine Fähigkeit ausgebildet haben. Formen, die Aesten und Zweigen gleichen, anzunehmen. Weniger bekannt ist es, daß auch die Meerestiefe Tiere birgt, bie solches aus Natur oder mit künstlichen Mitteln vermögen. Ein Kulturfilm ber Ufa unter bem Titel „Tintenfische", ber in natürlichen Farben im Golf von Neapel aufgenommen würbe, gibt für solche Tiere in Tarnkappen erstaunliche Beispiele. Die Familie ber Tintenfische ist vielgestaltig. Da gibt es Tiere mit langen schlanqenartigen Saugarmen, Tiere, bie wie vorsintflutliche Erscheinungen aussehen und Tiere, die Fischen, etwa den Sck)ollen gleichen. Ein solches schollenartiges Weichtier aus der Familie der Tin- . tenfifdje besitzt in seiner Haut veränderliche helle I unb dunkle Farbstoffzellen. Sie ermöglichen es ihm, durch Ausdehnung unb Zusammenziehung sich, ber Farbe ber Umgebung so genau anzupassen, baß es auf einem steinigen Boben für Stein, auf einem moosigen Boden für Moos, auf Sand für Sand gehalten werden kann. Wieviel schwerer hat es da ber Meereskrebs, der die Schneckenmuschel, in dis j er kriecht, erst sorgfältig mit Seegurken besetzen muß, um sich nach außenhin zu tarnen. Und da- ! bei ist den Tintenfischen die bekannte Eigenschaft verliehen, aus einem Tintenbeutel eine schwarz, braune Flüssigkeit abzuschießen, die das Wasser ringsherum undurchsichtig m^cht, und so dem Feind verwehrt, die schon gestellte Beute zu erhaschen. —s. Hochschulnachrichten. Professor Dr. med. Philipp Schneider, Extraordinarius für gerichtliche M'dizin an ber Universität Göttingen, wurde in gleicher Eigenschaft an die Universität Wien berufen. Hofiat Profestor Dr.-Ing. e. h. Rudolf Doerfel, Ehrenmitglied des Vereins Deutscher Ingenieure, ist im Alter von 84 Jahren in Prag g e ft o r b e n. Er gehörte zu den hervorragendsten Forschern und Lehrern der Deutschen Technischen Hochschule Prag. Seiner Schafienskraft verdankt der Maschinenbau maßgebende Fortschritte. Seine Arbeiten galten vor allem ber Leistungssteigerung der Dampfmaschine. Ausruf! Letzte Gelegenheit zur Ablegung der II. Dieder- holungS'Aebung für das SA.-Sportabzeichen am Sonntag, 30. Oktober, vormittags 9 Uhr, auf dem Schlehstand an der Haardt, (Bleiberger weg. An dieser letzten Diederholungs-Uebung müssen alle bisher verhinderten SA.-Sportabzeichenträger teilnehmen. SA.-Standarte 116. von Reservisten unserer Artillerie durch die Stvdt marschieren, bei der es ebenfalls mit Liedern, Scherzworten und frohen Zurufen lustig zuging, wenn auch hier die Pferde und die Fahrzeuge nicht dabei waren. Nun hat Reserve Ruh', und ein neuer Lebensabschnitt beginnt für sie, nachdem sie als gute Soldaten treu gedient haben für unseren Führer, Volk und Vaterland. ZwriteStandort-Heitiagd bei Annerod Die zweite diesjährige Standort-Reitjagd unserer Garnison wird am morgigen Freitag stattfinden. Die Reitjagd wird von der 13. (9. G.) Kompanie des Inf.-Regts. 116 angeleat. Stelldichein ist um 14.50 Uhr bei der Militärschwimmanstatt an der Grünberger Straße, das Halali" wird am Südostausgang von Annerod geblasen. Die Länge der Iagdstrecke ist 3L Kilometer. Verlauf der Strecke: Militärschwimmanstalt — 500 Meter über Wiesengelände mit zwei Stangensprüngen — Schritt aus Anneröder Weg — kurz vor Wiesenmühle Kletter- stelle mit Grabensprung — Ueberquerung der Straße Annerod—Gießen — Wiesenstrecke mit zwei Grabensprüngen — Kletterstelle im Wald — quer durch Wald — bewachsener Weg mit einem Baumsprung und einer Mauer — Wiesenstrecke mit einem Stangensprung — Auslauf mit Hürdensprung am Ostausgang Annerod. Für Zuschauer ist Gelegenheit gegeben, die Jagd von der 300 Meter nördlich von Annerod gelegenen höhe aus gut zu beobachten. Zunge Mädels, junge Frauen, kommt in die Jugendgruppe des Deutschen Frauenwerks. Ueberall sieht man jetzt das Werbeplakat für die Iugendgruppen des Deutschen Frauenwerks. 9st es nicht einladend, dieses freudestrahlende, gesunde Zungmädelsgesicht? Jedes Mädchen, jede junge Frau zwischen 21 und 31 Jahren kann in die Jugendgruppe des Deutschen Frauenwerkes eintreten, hier findet sie alles, was zur Erziehung der nationalsozialistischen deutschen Mutter oder der berufstätigen Frau nötig ist. Es gibt hier Mütterschulungskurse, Kurzausbildungskurse beim Roten Kreuz, Säuglingspflege wird gelehrt, in allen Zweigen des Haushaltes ist völlige Ausbildung durch Kurse zu erreichen, Besprechungen über Erziehungsfragen finden statt, nicht zuletzt dienen Heimatabende mit Bast-ln, Handarbeiten, Musizieren, Vorträgen fröhlicher Gemeinschaft. Der" Körper wird gestähtt bei Sport und Wanderungen. So ist der Eintritt in die Iugendgruppen unendlich wichtig für die Reife der Persönlichkeit der deutschen Frau und zugleich die Tat zur Gemeinschasts- erziehung im deutschen Volk. gfs. ©ichener wochenmorktpreife. * Gießen, 27. Okt. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, % kg 1,52 Mark, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 9, Eier, ausländische Kühlhauseier, 11%, Wirsing, S kg 8 bis 9 Pf., 50 kg 5 bis 8 Mark, Weißkraut, % kg 3 bis 5 Pf., 50 kg 4 bis 5 Mk., Rotkraut, % kg 7 bis 8 Pf., 50 kg 5 bis 7 Mk., gelbe Rüben u. Karotten, % kg 7 bis 9 Pf., rote Rüben 10, Spinat 15 bis 20, Römischkohl 8 bis 10, Unterkohlrabi 6 bis 8, Rosenkohl 15 bis 25, Feldsalat, 1li0 8 bis 10, Tomaten, % kg 20 bis 28, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 35 bis 60, Schwarzwurzeln 35 bis 40, Kürbis 8 bis 9, Kartoffeln, % kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 3 bis 3,45 Mark, Aepfel, HZ -Heime und Sporistättenbau. Lpd. 9n einer Bekanntmachung des Reichsstatt- hatters in Hessen — Landesregierung — werden die unterstellten Behörden, Gemeinen, Gemeindeoerbände und sonstigen Körperschaften des öffentlichen Rechts darauf hingewiesen, daß der Reichssportführer in allen dem Reichssportführer obliegenden Aufgaben das Referat Turnen und Sport bei der Abteilung I (Allgemeine Verwaltung) der hessischen Landesregierung als Außenstelle hes Reichssportamtes be- steltt hat. Durch diese Maßnahme ist die Organi- sation des Sportstättenbaues im Land Hessen als einzige im Reich und die bisherige Tätigkeit des Referats Turnen und Sport der Landesregierung von der zuständigen höchsten Reichsbehörde als vor- bildlich für das ganze Reich anerkannt worden. Die Kreisdirektoren werden angewiesen, in Fragen des Sportstättenbaues die für die Leibeserziehung in den Schulen eingefetzten Kreissportlehrer heranzuziehen. Es wird eriyut darauf hingewiefen, daß keine Sportttätte errichtet oder verändert werden darf, bevor die Genehmigung des Referats Turnen und Sport der Landesregierung eingeholl ist. Träger des Sportstättenbaues ist grundsätzlich die polittsche Gemeinde. Falls ausnahmsweise ein Verein oder irgendeine Organisation eine Sportstätte errichten will, ist der Genehmignngsantrag durch den Bürgermeister der betreffenden Gemeinde der Landesregierung (Referat Turnen und Sport) vorzulegen. Es ist anzustreben, durch Zusammenfassung von H9.-Heim, Schwimmbad mit Liegewiese, Turnhalle, Sportfeld (Kampfbahn, Uebungsfelder für alle örtlich in Frage kommenden Sportarten einschließlich Schieß- und Wassersport, Spielwiesen), sowie Aufmarschgelände für die politischen Kundgebungen und Festplatz zugleich einen einheiüichen städtebaulichen und kulturellen Mittelpunkt der Gemeinde schaffen. Das Referat Turnen und Sport der Landesregierung führt künftig die Bezeichnung „Referat Leibesübungen". Der Sitz dieses Referats ist von Darm- stadt, Ohlystraße 75, nach Adolf-Hitler-Platz 2 (Ministerialgebäude) verlegt. Gparerbund und Gpartag. Oie neue TestamentSgesehgebung. 9n der Versammlung des Sparerbundes am gestrigen Mittwochabend im „Bayrischen Hof" begrüßte der Versammlungsleiter h. Lorenz die zahlreich erschienenen Besucher, insbesondere auch den Vorsitzenden M. Witt von der benachbarten Wetzlarer Sparerbundsortsgruppe. Ortsoerbandsleiter Lorenz erinnerte in seinem Thema „Deutscher Spartag, Vergangenheit und Zukunft" zunächst an die verbrecherische Inflation des Jahres 1923 mit der nachfolgenden Aufwertungsgesetzgebung des Jahres 1925 und legte an Hand zahlreicher Beispiele die Einstellung des deutschen Sparers zum Staate im Deutschland der Sy- stemzett und dann zu dem heutigen Großdeutschland Adolf Hillers dar. Er gedachte hierbei der Führer der deutschen ^parerbewegung, wie Däuser, Dr. Best, Posadowsky und Pohl, deren energischem Eintreten für die inflationsgeschädigten Sparer im Deutschland der Systernzett gegen die Marxisten hilferding, Seoering und Konsorten es gelungen ist, den oolkszerstörenden Maßnahmen bei der ersten Durchführungsverordnung zur Aufwertung der alten Spargutgaben mit Erfolg entgegenzutreten und eine höhere Aufwertung zu erreichen. Es find dies Taten, welche die allen Sparerbunds- mttglieder stets dankbar in Erinnerung behalteu werden. Seither war der Sparer als Nichtorganisierter der schwächste Volksgenosse, und er mußte deshalb die Kriegslasten allein traaen. Das mangelnde Vertrauen zum damaligen Staat führte im Jahre 1923 zur Gründung des Deutschen Sparerbundes, und zwei Jahre später entstanden die ersten deutschen Sparerschutzkassen, die heute bereits einen Spareinlagenbestand von 60 Millionen Mark aufweisen. Während im Deutschland der Systemzeit das Vertrauen zum Staate bis zum Jahre 1933 stark erschüttert blieb, ist in den letzten fünf Jahren das Vertrauen der Sparer zum Staate wieder vollkommen zurückgekehrt, was der starke Anftteg der Spargelder bei den öffentlichen Sparkassen ams deullichste beweist, heute weiß man, daß gesunde Wirtschaft nur möglich ist aus der Grundlage des Wiederaufbaues des inländischen Sparkapitals. Das Geldkapital ist das Ergebnis von Arbeit und Sparen, und das Sparkapttal ist das Ergebnis der Arbeit. Der Sparerbund, dje heute einzig anerkannte große Organisation der deutschen Sparer, hat neben der Betreuung der allen Sparer die große und dankbare Aufgabe, für den Spargedanken zu wer- den und ihn tief in das Volk hineinzutragen, denn ohne gesundes Sparertum, dem auch die Fugend immer mehr angehören müsse, könne kein Staat bestehen, und jeder ersparte Groschen vermehrt die Substanz des Volksoermögens. Anschließend sprach Vorstandsmitglied Rechtsanwalt Zi m m e r über das Thema: „Die neue Testamentsgesetzgebung vom 31.9uli 1938" in einem eingehenden dreiviertelstündigen Vortrag. Die Errichtung von Testamenten ist nunmehr wesenllich erleichtert. So war es bei dem eigenhändigen Testament bisher erforderlich, daß der Erblasier die Angaben über Ort und Zeit der Errichtung des Testaments eigenhändig niederschreiben mußte. Infolgedessen war z. B. ein eigenhändiges Testament schon dann ungültig, wenn der Ort der Errichtung vorgedruckt und nicht hanüschrifllich angegeben war. Nach den neuen Bestimmungen steht der Gülttg- keit des Testaments nichts entgegen, auch wenn die Orts- oder Zeitangabe nicht handschriftlich erfolgt ist. Der Redner unterschied zwischen öffentlichen Testamenten, eigenhändigen Testamenten (sog. Privattestamente), Not-Testamenten und gemeinschaftlichen Testamenten. Auch diese Ausführungen wur- den von der Versammlung mit großem Interesse und Beifall ausgenommen, worauf sich noch eine rege Aussprache anschloß. % kg 30 bis 45 Pf., Birnen 20 bis 45 Pf., junge Hähne 1 bis 1,20 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1,05 Mark, Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl 10 bis 45, Salat 5 bis 8, Endivien 5 bis 10, Oberkohlrabi 5 bis 10, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 35, Rettich 5 bis 20, Raoieschen, das Bündel 8 bis 12, Salatgurken 45 bis 50 Pf. * *♦ Goldene Hochzeit. Der Pensionär Philipp Balser und Frau Susanne, geb. Pfeiffer, Neustadt 47, können an? morgigen Freitag, 28. Oktober, in aller geisttgen und körperlichen Frische das Fest der Goldenen Hochzeit feiern. Das Jubelpaar gehört seit über 40 Jahren zum treuen Leserkreis des Gießener Anzeigers. Wir beglückwünschen herzlich zum Ehejubiläum. ** Verkehrssünder. Die Polizei schritt in der Zeit vom 14. bis 20. Oktober ein: gegen Kraftfahrzeugführer mit 4 Anzeigen und 8 gebührenpflichtige Verwarnungen; gegen Radfahrer mit einer Anzeige und 7 gebührenpflichtige Verwarnungen; gegen Fußgänger mit einer gebührenpflichtigen Verwarnung. ** Vortrag im Naturheilverein. Am Montagabend bot der Naturheilverein seinen Mitgliedern und Gästen wieder einen besonders lehrreichen und wertvollen Vortrag. Dr. Müller aus Sobernheim sprach über das Thema: „Kampf den chronischen Krankheiten". Es ist vor allen Dingen unsere Pflicht, unfern Körper so ausdauernd und leistungsfähig zu erhalten, wie nur möglich. Eingehend beschäftigte sich der Vortragende mit der Eiweißfrage. Die Zufuhr von zuviel Fleisch, Eiern, Käse usw. ist schädlich, läßt unfern Körper ver- (auern und verschlacken und bildet die Grundlage von vielen Krankheiten. Uebermäßig viel Eiweiß erzeugt zuviel Harnsäure im Körper. Die Harnsäure lagert sich ab in den Geweben, und unzählige Krankhetten sind die Folae. Besonders Rheumcttis« mus, Gicht, Ischias, Fettsucht, Zuckerkrankheit usw. sind durch einseittge Ernährung bedingt. Völkerstämme, die als besonders aät) bekannt sind, leben einfach. Im zweiten Teile seines Vortrags brachte Dr. Müller praktische Vorschläge über die Behänd- lung vieler Leiden, besonders chronischer Erkrankungen. Er schöpfte hier aus langjährigen Erfahrungen als Anstallsarzt. Erstaunlich war die Ein- fachheit der angeführten Methoden; z. B. empfahl er dringlich, besonders in diesem Jahr der knappen Obsternte, das rohe Sauerkrdut als Nahrungs- und Heilmittel. „Die richtige Ernährung ist die Grund- läge deines Seins. Alles, was du tust, um gesünder zu werden, das tust du für dein Volk." Aus der engeren Heimat. Bürgermeister-Tagung in Loubach. Am kommenden Dienstag, 1. November, findet in Laubach eine Tagung der Bürgermeister des Kreises Gießen und der ab 1. November vom aufgelösten Kreis Schotten zum Kreis Gießen kommenden Gemeinden Freienseen, Gonterskirchen, Klein-Eichen, Lardenbach, Laubach, Ruppertsburg und Wetterfeld statt. Die Tagung, dis aus Anlaß der Auflösung des Kreises Schotten und des hinzukommens der vorgenannten Gemeinden zu unserm Kreise in Saubach ab gehalten wird, soll in besonders feierlichem Raymen vor sich gehen. Auf der Tagesordnung stehen u. a. Ansprachen des Kreisdirektors des Kreises Gießen Dr. Lotz, des Bürgermeisters h ö g y von Laubach und des Vorsitzenden der Kreisabteilung Gießen des Deutschen Gemeindetages Bürgermeister Euler (Wieseck). Anschließend werden die Referenten und Sachbearbeiter des Kreisamtes sich mit den Bürgermeistern der neuen Kreisgemeinden bekanntmachen. Schließlich sollen noch kurze Referate über die Arbeitsgebiete der Verwaltung folgen. Landdienstlrcffen in Alsfeld. △ Alsfeld, 26. Okt. Vom 2. bis 6. Novembek findet hier ein Tre ff en f ämtlicher Landdienstlager des Gaues Hessen-Nassau statt, zu dem etwa 320 Jungen und Mädels in der Stadt in Freiquartteren unteraebracht werden sollen. Die Tagung dient der Vorbereitung der Winterarbeit. Das Programm dieses Treffens sieht eine Eröffnungskundgebung am 2. November vor, bei der Gebietsführer Brandt und Kreisleite» Zürtz sprechen werden. Die drei folgenden Tage sind ausgesültt mtt sportlichem Spiel, fröhlichem Singen und einer Reihe lnteresianter Vorträge. Am Abend des 5. November veranstalten die Landdienstjungen und -mädel einen fröhlichen Volksgemeinschaftsabend im „Deutschen Haus". In einer Schlußkundgebung am 6. November auf dem Marktplatz werden die Obergauführerin Else Riese und der Leiter der Sozialabteilung des Gebietes, Bannführer Becker, sprechen. Landkreis Gießen. # 6 t a u f e n b e r g, 26. Okt. Die hiesigen Schul- klaffen führten, wie schon in der vergangenen Woche, unter Leitung der Lehrer E m m e l und Rabenau am Montag eine Bucheckern» fammlung durch, der ein guter Erfolg befchieden war. # Mainzlar, 26. Okt. Die Schulklassen unseres Ortes unternahmen unter Führung der Lehrer Weisel und Nikolai eine Bucheckern« fammlung, die ein erfreulich gutes Ergebnis zeitigte. — lieber unserem Orte wurden in diesen Tagen große Schwärme von Wildgänsen gesichtet, die in geschlossenen Ketten nach Süden zogen. Sitioe Stirn mit «em Ml Roman von Kurt Riemann Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa 17. Fortsetzung (Nachdruck verboten'/ „Unbesorgt. Lasten wir fein Werk erst fertig fein! Sobald der Nachweis erbracht ist, daß seine Erfindung das hält, was wir davon erhoffen... ich meine den Nachweis für die Industrie — denn für uns erübrigt sich das... im gleichen Augenblick erfährt er die Wahrheit. Die volle Wahrhell! Dann kann er noch immer tun, was er will, heute wird er kaum jemand finden, der ihm Mittel zur Verfügung stellt. Man erinnert sich noch überall sehr gut daran, daß fein Name mit dem Mißerfolg des Herrn Doktor Meßdorfs verknüpft ist. hat man aber gesehen, daß feine Erfindung werkreif ist, steht chm die ganze Industrie offen. Ich will chm nur den Anfang seines Weges bahnen. Nachher... wird sich alles finden." „Fräulein Westner..." Grote weiß nicht, wie er seiner Hochachtung vor dieser Selbstlosigkeit Karolas Ausdruck geben soll. „Wollen Sie dabei mitmachen? Wir brauchen einen Mann mit technischem Wissen und künstle- rischem Geist. Es könnte für Sie ein guter Anfang sein!" „Und ob ich will!" „Begreifen Sie nun, daß Sie schweigen müssen? Wenn es Zell zum Reden ist, werde ich Ihnen Bescheid sagen." Grote ergriff Karolas Hand und quetschte sie nach Leibeskräften. „Sie können sich auf mich verlassen wie auf sich selber, Fräulein Westner. Herr- gatt, ist dieser Karajan zu beneiden! So ein Kopf und bann ... und bann ..." „Na, was?" lächelt Karola. . und bann das Glück, eine Frau wie Sie zu finden!" * Das Verwaltungsgebäude der „Union AG." ist ein Palast. Es ist ein herrliches säulengetragenes Gebäude, ganz im sachlichen, klaren Stil der letzten Jahre gebaut, das Meisterstück eines bekannten Berliner Architekten. Ein Torhüter, der aussieht wie ein König aus dem Märchenbuch, führt Karola und högebarth zum Fahrstuhl. Sie hat chn mitgenommen, um einen zuverlässigen Zeugen zu haben. Vielleicht auch Damals besaß er nicht viel mehr als das, was ist die einzige, die chn kennt. Wirklich kennt' lebens lebendig vor Augen. In Monte Carlo „Gut sichst du aus, Karola! Wir haben uns eine kleine Ewigkeit nicht gesehen. Bitte, nimm doch Platz, es ist alles vorbereitet. Wie siehfs im guten Sauerländle aus? Steht Radevormwald noch?" „Es ist wohl das zweckmäßigste, wir führen un- fere Unterredung so, als wären wir zwei Partner, die sich zum erstenmal im Leben treffen", entgeg-' net Karola eisig. „Ich nehme an, daß es gi/nen —-u— .U' n>enn bas Vergangene un- Sie gleiten geräuschlos, wie von Geisterhand gehoben, ins erste Stockwerk, ins zweite, dann klickt es, der Fahrstuhl steht. Die Tür geht auf, eine äußerst zuvorkommende junge Dame nimmt die zwei in Empfang und führt sie über einen endlosen Korridor, der in eine ganz schmale Tür mündet. Kein Schild verrät, was dahinter sein mag. An allen andern Türen lesen sie sonst sehr deutliche Beschriftungen. hier vermuten wohl die meisten Besucher einen kleinen Abstellraum für die Putzfrauen. Die fteundliche junge Dame bittet einen Augenblick um Entschuldigung, verschwindet im Nebenzimmer, und bann öffnet sich plötzlich bie schmale, unscheinbare Tür unb Meßdorf steht auf ber Schwelle. „Ah — Karola! herrlich, daß' du da bist. Nein, welche Freude! Und wenn ich nicht irre, ist das der Herr högebarth, stimmt's? Wie gut ich mich noch erinnere! Sie verkörpern noch immer die gute alte Zett für mich!" Er weist einladend hinter sich in ein mäßig großes unb sehr einfach möbliertes Zimmer. aus Abscheu bavor, Meßdorf noch einmal allein gegenüberzutreten. er auf bem Leibe trug, aber es genügte boch, dem jungen Mäbchen ben Kopf zu verdrehen. Sie gab chm Geld, er spielte, gewann, und dann kam alles so, wie er es sich ausgedacht hatte. Sie konnte nicht wieder loskommen von chm, und als chr ©tiefeater, Professor Paarmann, erkrankte, zog er in die „Vereinigten" als ungekrönter König ein. Nie hatte er allerdings einen Augenblick ernsthaft daran gedacht, das Mädchen zu heiraten, das ihm zu dieser Stellung verhalfen hat. Er wollte höher hinaus. Die „Vereinigten" unb Karajan waren hervorragend geeignet, Schrittmacher feines Aufstiegs zu fein. Ach Gott, Karajan! Nie im Leben ist chm ein Mann begegnet, der naiver unb törichter war als dieser Wolkenstürmer. Das mit ber Erfindung war ja noch verständlich — da hatte man ja als gelernter Jurist von vornherein einen Vorsprung. Aber baß ihm Karajan in Hannover ausgerechnet Irene Dibriksen ins Nebenabteil setzte — Teufel, Teufel! — er muß noch jetzt oft lachen, wenn er mit feiner Frau bie Erinnerung an ihre erste Bekanntschaft auffrischt. Damals, als sie in Han- nover Karajan getroffen hatte und auf der Heimfahrt nach Berlin bem Dr. Mehdorff erlag, ber seitdem oft „geschäftlich" in die Hauptstadt fuhr. Aha, denkt Meßdorff, sie weiß Bescheid. Desto besser. Dann können wir alle Faxen beiseitelasien. . . ---7-- ..............— — i Unb deine Drohung verstehe ich, auch wenn sie hat sich 5 lange überlegt, wie er ihr entgegentreten weniger deutlich wäre. Das Vergangene —! Na, soll. Sie ist der einzige Mensch, desien Gegenwart warte, wir werden dafür sorgen, daß es gründ- refften Grunde seines Herzens fürchtet. Sie lich vergeßen wird! — Laut sagt er nur sehr ift ine «nw. bie chn kennt. Wirklich kennt. höflich: „Bitte! Ich nahm an, baß unsere alte . ®lc ,9« ihrer Bekanntschaft stehen chm zeit- Freundschaft die Verhandlungen erleichtern könnte" r' " "7' 2". --■■■- Wer Karala läßt sich aus nichts ein. „fiter ist mar s auf der Terrasse des Kasinos, wo man! nicht von irgendeiner Freundschaft zu sprechen." über das unwahrschein ich blaue Meer sieht unb | Also Feindschaft! denkt er. Gut. Kannst du ha- femen Äaffee unter Palmen trinkt, da hatte er sic i ben, kleines hochnäsiges Fräulein. Ich bin noch mieden. Ae fuhr damals mit | nicht am Ende. — „Wie Sie wünschen, Fräulein ihrer Mutter m ber Weltgeschichte umher, wohnte Westner!" gibt er geschmeidig zurück ’ mhX b°uf.9 derüber nach Mo-1 Im gleichen Augenblick steht bie lächelnde freund- naco, well ihre Mutter gern spielte. ! liche junge Dame wieder im Zimmer, hat eine Dr. Meßdorff ist das, was man einen „schönen Mann" nennt. Er ist schlank, groß, sehr gepflegt, feine Anzüge sind von tadellosem Schnitt. Oh, man kann es schon begreifen, daß er es versteht, ein Mädchenherz ganz für sich einzufangen. Nur, wer chn länger beobachtet, wird entdecken, daß in feinen Augen, hinter der großen Hornbrille, zu gewissen Augenblicken ein Glanz aufkommt, der ben wahren Charakter bieses Mannes verrät. Dann strahlt aus ihnen biefe eisige Härte und Erbarmungslosigkett, bie ihm zu einem gewissen ^uf verhalfen hat. Man weiß, baß er keine Rück- nicht unangenehm ist, sicht kennt, daß er skrupellos fein Ziel verfolgt, erwähnt bleibt." Aber biefe Eigenschaft verbirgt er meisterhaft un» ~~ ' ter ber Maske bes liebenswürdigen Gesellschafters. Mit strahlendem Lächeln begrüßt er Karola. Er Mappe unterm Arm unb legt sie vor Karola nieder. „Ich habe mir erlaubt, die Vorschläge unserer Gesellschaft gleich in Form eines Vertrages formulieren zu lassen. Vielleicht sehen Sie die Sache in Ruhe durch, ehe Sie unterschreiben." In Karola kocht es. Das ist nicht mehr kaufmännisches Verhandeln, das ist gemeiner Mord, bei bem fick ber Mörder nicht einmal mehr Mühe gibt, feine Absicht zu verbergen. Soll man sich das gefallen lassen? — Eine scharfe Antwort will ihr schon über bie Zunge, aber da fühlt sie hägebarths haick. Die sagt ohne Worte: „Sei ftifl!" hägebarth hat recht. Die Sache ändert fein Auf- bäumen. Es wird alles nur noch schlimmer. Vielleicht ist diese sachliche Art die richtigste, die Meßdorfs hier anwendet. Sie vertieft sich in das Schriffftück. Die Bedingungen sind nicht allzu hart. Meßdorff bietet ihr siebenhundertfünfzigtausenb Mark bar unb zweihundertfünfzigtausenb als Aktienpaket ber „Union AG ". Das ist natürlich lächerlich wenig, wenn man an den wahren Wert ber Fabrikanlagen denkt. Soll die Form des Vertrages, in die Sie Ihre Vorschläge zu kleiden belieben, andeuten, daß jede Verhandlung über bie höhe der Summe aussichts- los ift?" „Wenn Sie es so hart ausdrücken wollen?" zuckt er die Achseln. „Sie sind sich doch über Ihre Situation im klaren, Fräulein Westner?" „Das kann Sie nicht interessieren. Ich kann jederzett aufstehen und sagen: Ich will nicht." „Und wir werden das sogar tun, Herr Meßdorff", fügt hägebarth hinzu, „denn wir sind noch nicht so weit am Ende, wie Sie es denken. Gott fei Dank, unsere technische Abteilung hat noch einige Schlager, die Sie uns nicht nachmachen können." Mitleidig sieht Meßdorff den Alten an. Er schiebt die große Hornbrille beiseite. Seine langen schmalen Finger wühlen einen Augenblick zwischen Akten, dann ein scharfer Blick zu der freundlichen jungen Dame — und mit einem Griff hat sie das Gesuchte schon vor ihn hingelegt. Er beginnt vorzulesen. „Bericht über bie heutige Konferenz der Leitung ber 'Vereinigten Chemischen Werke'. Die allgemein aussichtslose Lage ber Fabrik konnte burch diese Besprechung, bie von Anfang bis zu Enbe ohne greifbares Ergebnis war, nur noch bestätigt werben. Es hat ben Anschein ..." Meßdorff unterbricht sich unb blickt Karola lächelnd an. „Muß ich weiter! esen? Sie sehen, ich bin genau unterrichtet (Fortsetzung folgt) A, >8859$.- ^Mz-M . •■< QUALITÄTS-ERZEUGNIS DER SIDOL-WERKE en man England: WoMey Unsichere Königs stellung. Pomader mit viel Glück wurden weitere Derlusttreffer Stürmer. Als Mannschaft hat die Festland-Elf nicht vermieden. Bei klarer englischer Ueberlegenheit > den Erwartungen entsprochen. g B.-L. Schach-Ecke Gearbeitet von K. Selling. Oie Narrenkappe. Merkwürdiges Jagdrecht. Einmal ging der Pastor von Glowitz in der aus nächster Nähe Olivieri schlug. Die Mißverständnisse in der Festland-Abwehr häuften sich. beiteten. Piola fehlten die richtigen Nebenleute. Brustad. der Linksaußen, war noch der aktivste ;e Schulklassen r Führung der Lehme Bucheckern' ich gutes Ergebne; i wurden in diesen >n Wildgänsen Letten nach Süden Zögert nicht mit der Beschaffung der Dolksgasmaske! In jedem haushalt müsien die Dolksgasmasken jederzeit bereit jein! Kauft sie bei den NSV.-Amtswallern! L rhichgen Schulder vergangenen :er Emmel und e Bucheckern- er Erfolg befchieden f g h England—Keflland 3:0 (2:0). Lteberlegener englischer Sieg. 65 000 Zuschauer in London f P h Großtankstellen an der Reichsautobahn bei Reinhardshain. f 0 b Citw stattliche Anzahl Arbeiter ist gegenwärtig damit beschäftigt, an der Retchsautobahn. unweit der Straße Reiskirchen — Reinhards- Hain, erhebliche Holzfällungen vorzunehmen. Zu beiden Seiten der Reichsautobahn werden große Waldflächen freigelegt, die für die Schaffung von Großtankstellen und von großen Parkplätzen nutzbar gemacht, werden sollen. Die Großtankstellen und Parkplätze entstehen zwischen Kilometer 73 und 74 der Reichsautobahn Die Parkplätze sollen von beiden Richtungen her angefahren werden können Wie wir auf Anfrage bei zuständiger Stelle hören, sollen die Parkplätze ein Stück in den Wald hinein auf einer Länge von etwa 200 Meter und einer stattlichen Breite parallel zu den Fahrbahnen der Reichsautobahn geschaffen werden. Zwischen den Parkplätzen und den Fahrbahnen sollen die Anlagen der G r o ß t a n k st e l l e n erstehen. Die Arbeit an der Teilstrecke Reiskirchen—Zell- Romrod schreitet in unverminderter Schnelligkeit voran. Sproston Hapgood Willingham Cullis Copping Matthews hall Lawton Goulden Boyes Brustad Zsengeller Piola Braine Aston Kitzinger Andreolo Kupfer Rava Foni F e st l a n d : Olivieri Während also England in der vorgesehenen Ausstellung antrat, hatte man in der Festland-Elf dem Ungar Zsengeller den Vorzug vor Hahnemann (Deutschland) gegeben. Entscheidung schon in der ersten Halbzeit Die Festland-Elf begann überraschend vielversprechend, denn wenn auch England im Feld sofort überlegen spielte, was man ja erwartet hatte, so wartete doch der „Fünf-Länder-Sturm" des Festlandes mit einigen gefährlichen Angriffen auf. Da auch die Abwehr vorzüglich arbeitete, gelang es den Briten nicht, in der gewohnten Weife gleich in der ersten Viertelstunde zu Torerfolgen zu kommen. Diel Beifall erhielt Norwegens Linksaußen Brustad, als er einmal nach schönem Flankenlauf.zum Schuß kam und das Tor nur knapp verfehlte. 9n der 17. Minute kamen die Briten zur ersten Ecke, und das war der Beginn einer bis zur Pause anhaltenden ständigen Ueberlegenheit. Minutenlang kam der Ball nicht aus dem Strafraum der Festland-Elf heraus. Endlich bekam holl, der vorzügliche Halbrechte der Briten, das Leder vor die Füße, und fein placierter 16-Meter-Schuß war für den katzenhaft gewandten Olivieri einfach unhaltbar. 1:0 führte England in der 21. Minute. 3n der Folge stand Olivieri im Brennpunkt der Ereignisse, aber so aufopfernd er auch arbeitete — schon acht Minuten später erhöhte Lawton im Anschluß an die dritte Ecke auf 2:0. Copping hatte aufs Tor geschossen, der Ball prallte von Rava zu Lawton, angegriffen.) 3. Dg5—b54-, Kd7—c7. 4. Db5—e54-, Kc7—c6. 5. DeS—c54-, Kc6—d7. 7. Dc5Xb4+, Kd7 —c7. 8. Dd4—e5-i-, Kc7—d7. 9. Thl—dl4- mit Damengewinn und baldigem Matt. Eine hübsche Treibjagd! Lösung der Schachaufgabe „Starke Läuferwirkung". Weiß: Kgl, Dd3, Tal, Tb6, Bc2, f2, g2 (7). Schwarz: Kg8, DH4, Tf8, Ld5, Sd2, Bf7, g7, H7 (8). Schwarz gewinnt. 1. ..., Sb2—f34-I (Die Auf- reißung der Königsstellung bringt den Läufer zur Geltung.) 2. g2Xf3, DH4—g5-i-. 3. Kgl—fl. (Oder 3. Kgl—H2, Dg5—f44. 4. KH2—g2, Ds4-g4-l- nebst Ld5Xf3.) 3. ...» Dgö—H5. 4. Tal—a3. (Damit wird der Schutz des Feldes el aufgegeben, aber auf 4. Kfl —e2 gewinnt 4. ..., Tf8—e84-. 5. Ke2—d2, DH5 —g5+. 6. Kd2—c3, Dg5—e54- ufw.) 4. ..., DH5 —hl 4-. 5. Kfl—e2, Tf8—e84-. 6. Dd3—e3. (Auf 6. Ke2—d2 folgt 6.....Dhl—el matt.) 6. ..., Ld5 Xf3+. 7. Ke2—d3, Te8Xe34, und Schwarz gewinnt durch das Uebergewicht des Läufers. Der Singvogel. Der berühmte Komponist Händel war einst von London nach Chester gereift, um eins feiner Oratorien aufzuführen. Er wandte sich an den dortigen Organisten und bat, ihm Chorsänger, die fähig seien, vom Blatt zu singen, zur Verfügung zu stellen. Der Organist empfahl Händel verschiedene Personen, auch den Buchdrucker Janson. Auf der Chorprobe fang Janson wie ein Schlächterhund. „Es ift doch eine Frechheit, zu behaupten. Sie konnten vom Blatt singen", schrie Händel wütend, .Zch kann es, ich kann es wirklich. tz°rr Händel", kleh.e der Singvogel, „nur nicht gleich beim ersten Malei Der von der gesamten Fußball-Delt mit größter Spannung erwartete Kampf zwischen. Englands Länderels und der Auswahl des Festlandes, der aus Anlaß des 75jährigen Bestehens des Englischen Fußball-Verbandes am Mittwoch auf dem Arsenal-Platz in Loudon vor rund 65 000 Zuschauern ausgetrageo wurde, endete mit einem klaren 3:0-(2:0)-$ieg der Briten. Man hatte ja von vornherein keine allzu großen Hoffnungen auf einen Erfolg der Festland-Llf, weil es ziemlich gewiß war, daß das Festland wohl elf gute Spieler, aber keine elngefpielte und schlagkräftige Mannschaft auf die Beine bringen würde, aber ein besseres Ergebnis als dieses niederschmetternde 3:0 hätte man doch erwarten dürfen. Das ln den vergangenen Iahren den eingespielten Tlafio- nalmannschaften von Spanien, Belgien, Frankreich, Oesterreich, Deutschland, Ungarn und der Tschechoslowakei nicht gelungen ist, nämlich England im eigenen Land zu schlagen, das blieb erst recht dieser Auswahl des Festlandes versagt. In einem Kampf, der fast ständig im Zeichen der glänzenden englischen Mannschaft stand, mußte der Kontinent eine eindeutige Niederlage hinnehmen, eine Niederlage, die leicht noch höher hätte ausfallen können, wären die englischen Stürmer in der Schlußphase des Kampfes etwas ehrgeiziger gewesen. fteffiidter Rahmen. Noch am Mittwochvormittag war die Durchiüh- rung des großen Kampfes stark in Frage gestellt, denn noch immer lagerte undurchdringlicher Nebel über Englands Hauptstadt. Aber gegen Mittag Letzte sich die Sonne durch und io mürben alle Befürchtungen gegenstandslos. England nahm den Kampf gegen das Festland ernster, als man es jenseits des Kanals vielfach wahrhaben wollte. Das beweist schon der ausgezeichnete Besuch von mehr als 65 000 Zuschauern. Aus den Ehrenplätzen hatte sich natur- Uch alles eingefunden, was in der Fußball-Welt einen Namen hat. Aus Deutschland sah man il a. Professor Dr. Nerz und Reichstrainer Herberger Als Ehrengast war der Herzog von Kent als Vertreter des Königshauses erschienen. Oie Heiden Mannschaffen. reijolgenben Tage Spiel, fröhlichem reff unter Dorträge, anstalten die Land« i fröhlichen Dolks« n fynis. 3n einer lembex auf dem jrerin (Hfe Miefe ing bes Gebietes, Kasperl auf, der sich zunächst an die Kinder, dann auch an den Bürgermeister wandte und ihm einige Wünsche des Kindergartens wissen ließ. Vor allem wurde dabei der Wunsch nach einem neuen Kinder- garten mit modernen Einrichtungen laut Bürger- meister Fuhr überreichte im weiteren Verlaufe des Abends der Kindergärtnerin, Fräulein Strube und ihrer Helferin. Frl. W i ß n e r, für ihre Mühe und Arbeit je eine große Brezel und dankte für die schonen Stunden, die sie den Gästen bereitet hatten Dann gab er bekannt, daß der Wunsch nach einem neuen Kinderheim bald in Erfüllung gebe, denn es seien schon 2000 Mark dafür bereit” gestellt. Auch werde sich sicherlich jeder Ortsbürger bereitfmben, der edlen Sache einen Arbeitstag zu M.-Mchsbahn-Leichlaihleiik im Zähre 1938 10 Gaumeifferschoffen errunoen, 21 Staffelrennen gewonnen. Sproston, Hapgood und Cullis auf der Mittellinie. Gelegentliche Dorstöße des Festland-Sturms belebten das Bild etwas. Aston schoß einmal aus vollem Lauf, konnte aber Woodley nicht schlagen. Auf der Gegenseite gab es Eckball auf Eckball, und nach dem zehnten, man notierte die 71. Minute, war das dritte Tor fällig. Der Halblinke Goulden nahm das Leder direkt und schoß, wie im Frühjahr beim Länderspiel gegen Deutschland in Berlin, ein unhaltbares Tor. Obwohl das Durcheinander in der Festland-Abwehr immer größer wurde, wurde am Spielstand nichts mehr geändert, da Englands Stürmer anscheinend keinen Ehrgeiz mehr hatten. Englischer Fußball noch unübertrefflich. Mit Ausnahme der ersten Minuten, in denen Englands Abwehr einige Schwächen zeigte, die aber vom „Fünf-Länder-Sturm" des Kontinents nicht erfaßt wurden, lieferte Englands Mannschaft ein schlechtweg vollendetes SpieL Das Glanzstück und der „Motor" war die Läuferreihe. Es herrschte immer höchste Gefahr im Festland- Strafraum, wenn die Engländer in Stärke von sieben Mann angebraust kamen. ZestlandS-Tormann — Held des Tages. Wenn der Kontinent nur mit 0:3 verlor, so hat er das in erster Linie dem vorzüglichen italienischen Torhüter Olivieri zu verdanken, der in diesem Spiel zum Held des Tages wurde. Aufopfernd und erfolgreich kämpften die Verteidiger Rava und Foni sowie der stets einsatzbereite Mittelläufer Andreolo, fo daß also der italienische Abwehrblock seine Berufung vollauf rechtferttgte. Kupfer und Kitzinger, unsere beiden deutschen Außenläufer, fanden leider nicht die richtige Einstellung zu ihren italienischen Nebenleuten. Im Sturm war Braine zu langsam, während Zsengeller und Aston zu überstürzt ar- Errichtung einer Straßenmeisterei in Alsfeld. Neben der Schaffung von Großtankstellen usw. bedingt die Unterhaltung des Reichsautobahnnetzes die Errichtung von Straßenmeistereien in unmittelbarer Nähe der Strecke. Eine solche Stra- tzenmeisterei wird in Alsfeld an der sog. Ziegel- Hütte erbaut. Mit den Bauarbeiten ist begonnen worden. Es werden ein Dienstgebäude, eine Kraftfahrzeughalle und ein Streumaterial-Silo errichtet. Die Gesamtanlage wird mustergültig werden und wird nach den Entwürfen von Prof. P o n a tz in Stuttgart ausgeführt. Im Zusammenhang mit der Errichtung der Dienstgebäude ist auch eine Arbeiterwohnsiedlung für die an der Straßenmeisterei beschäftigten Arbeiter geplant. Es werden-zunächst 7 Wohnhäuser am Fuldaer Weg erstellt werden, deren Errichtung für nächstes Icchr vorgesehen ist. Durch die neuen baulichen Anlaaen mirb eine teilweise Verlegung bes Rainröder Pfades, eines Verbindungsweges zwischen Alsfeld und Rainrod, erforderlich. Im Schachturnier zu Bad Harzburg kam es zwi- schen Eliskases (Weiß) und Preuße (Schwarz) zur abgebildeten Stellung Schwarz hatte zuletzt Sd7 nach e5 ae^ogen unb damit eine Schutzfigur vom schwarzen Königsflügel entfernt Es gelang nun bem Weißen, die $artl£J.n wenigen Zügen zwangsläufig zu gewinnen. Wie fpielte Weiß? Seltene Opferwendungen. CO 23 e u an, 26. Oft. Som NSB . K, Nder. ta«rVin??rb(e 'n Sa.aIe Müll-r ein wvhlgelunge. E? ä t„ hr V feiert. Die Kindergärtnerin. Frl. vtrube begrüßte die zahlreichen Gäste, ms- belönDere den Kreisamtsleiter der NSV., Frank (Gießen). Dann zeigten die Kinder ihr vielseitiges Können. In hübschen Kleidchen führten sie einen £)ef|entana auf, tanzten auch um den Kirrnesbaum, brachten, als Handwerker gekleidet, kleine Gedicht- vortrage und Märchenspiele zu Gehör und unter- bieuen damit die erfreuten Eltern Die Kleinen ernteten reichen Beifall. Schließlich trat noch der und 4 dritte Plätze zu erringen. Sensationell wirkte es, daß der VfB -Reichsbahn sämtliche ausgetragenen 4X100-Meter-Staffeln vor CT Hessen-Preußen Kassel gewann. Es seien nachstehend die Erfolge auf den Gaumeisterschaften, sowie die bedeutendsten Staffelsiege des VfB »Reichsbahn aufgezählt. 4 X 10 0 - Meter • Staffel, Männerr Gaumeister und Kreisbeste in 45 2 Sek. (P. Pitzen, Otto Luh. Egon Kley, Helmut Möll.) 4X100 - Meter - Staffel, Junioren: Gaumeister in 46,6 Sek (Heinz Huppert, G Menzel, Egon Kley, Helmut Möll.) 4X1 00-Meter-Staffel, Frauen: Gaumeister, Kreismeister und Kreisbeste in 54,6 Sek. (Luise Weber, Ema Repp, Lotti Diehl, Elfriede Schmidt.) 4 X400 • Meter - Staffel (Männer): Kreismeister und Kreisbeste in 3:42,6 Min. (G. Koch, R. Fischer, W. Dorst, H. Möll). 4 X 1500 - Meter - Staffel (Männer): Kreismeister. (K. Pfaff, W Zörnsch, G. Koch, W. Dorst.) Bei dem vom DRL. veranstalteten Staffellauf Rund um die Anlagen in Gicßcn siegte die Jugend ;um dritten Male, die Frou-'N zum ersten Male. Gcmmeistcr in den Einzelkämpfcn wurden: Otto h D-rschl-g- *« 5 Vertrages sorinu- t Sie die Sache m iben/ t nicht mehr ■t gemeiner einmal m-V Mud Soll man sich «J . Antwort, wckl lhr M sie Hagebarchs ■yr»* Änpatef * wenig' z, in di- S- K UK'öÄ ch live» Zch kann „ «A etni«! na fönn^'. Kll5rem ®e,fPteI vorangehen und den ersten Tag erbauenden Kinderheim arbeiten. Im bedeut berQarten ®eri>en gegenwärtig 75 Kinder Kreis Alsfeld. S X fiV.“ 6 :e,rK9' 26- Oktober. Die Hornberger e n 9 11 b C oeranftaltete auf ihren neuzeitlich (Ü-C c. Schießständen am Hermannsberg ein folgende Schützen gingen aus dem mn6fbri!Derbn Preisträger hervor: 1. Friedrich rr b=r,«>2- Müller, 3. Paul Luch, 4. Karl ^?oll, 5. Kurt Ramge, 6 Ernst Pfeil mit je 35 Rin- vast sämtliche Mitglieder des Vereins beteiligten sich am Schießen. Kreis Scholten. K Schotten, 26. Okt. Im laufenden Winter bes Kreiskulturamts ber ® DA P. in Schotten eine Reihe von Vorträgen unb Veranstaltungen ftattfinben, zu benen namhafte Redner gewonnen sind. Es sprechen Dr. Gerber über „Nationalsozialistische Geschichtsbetrachtung", Gauredner Dr. Korten über „Nationalsozialismus, Weltanschauung, Religion, Rasse" Gauredner C h r i st und Dr. Gropp bringen zwei Rezitationsabende. Am 1. Neujahrstag wird ein großes Konzert des NS.-Gau-Symphonieorchesters m der Turnhalle ftattfinben. — Am 12. November trifft zwecks Auffrischung ber herzlichen Beziehungen, bie sich zwischen ben KdF.-Opelurlaubern unb ber hiesigen Bevölkerung beim Besuch im Sommer angebahnt haben, bie Kapelle ber Opelwerke hier ein unb gibt in ber Turnhalle ein großes Konzert. Daneben finden mehrere Vereinsveranstaltungen *.«». soll in 1 ft gch-n. Üui ■ ^sprachen des "r.L°tz, des !Qd) M des Vor. des Deutschen ^ler (Dieses), und Sachbe. oen Bürgermeistern 'nnnachen. Schließ, über die Arbeit?. Wie alljährlich, so wurde auch jetzt beim DfB- Reichsbahn bie leichtathletische Bilanz gezogen. Um es vorweg zu sagen sie fiel besser benn je aus. Leistungen sind erzielt worben, bie dem Verein und Den Aktiven alle Ehre machen. Alle drei Abteilungen haben eine Leistungshohe unb eine Leistungsdichte erreicht, bie ihnen Die Führung in Gießen und im Kreis sicherte, im Gau ben achtbaren zweiten Platz hinter ben starken CT Hessen-Preußen Kassel einbrachte, während man im Reiche auf allen besuchten Veranstaltungen glänzte Auf 38 Veranstaltungen wurde gestartet unb habet 1335 erste Siege. 85 zweite Siege unb 77 dritte Siege errungen Also insgesamt 297 Siege Ein Dokument des Mannschaftsgeistes ist es wohl, wenn man melden kann, daß der VfB.-Reichsbahn in 21 Staffelrennen als Sieger durchs Ziel ging. 8mal Zweiter unb 8mal Dritter wurde Auf diese Erfolge kann der VfB besonders stolz sein. 10 Ein Ehrentag ftir ben VfB -Reichsbahn, sowie die leichtathletische Sportgemeinbe Gießens wurden die diesjährigen Gaumeisterschaften insofern, als es dem VfB.-Reichsbahn gelang, in bie Front ber Kasseler etnzubringen und 10 Gaumeisterschaften, 2 zweite I Wdec spacsam ist und klug dazuf pflegt stets mit £edix seine Sckukl Die abgebilbete Stelluna kam vor m Turnier um die Meisterschaft von Deutschland zwischen Herrmann (Weiß) und Krankt (Schwarz). Wech zo^j hier 1. LH7—g8, wonach Schwarz sich verteidigen und!das Spiel remis halten konnte. Statt besten hatte Weiß Gelegenheit, durch ein hübsches Doppelop er sofort Matt ober Turmgewinn zu erzwingen. Auf welche Weise? _ . w Lösung der Schachaufgabe „versäumte «ochvbe. Weiß: Kal, Dbl, Tal, Xel, ßa3, ßc4, ®a2 c3, f2, g2, H2, Öl). Schwarz: Ke8 Dd8, Ta8, ^8 ßa5 Lc8, Sd4, Ba7, b7, e4, f5, g7, H7 (13). Weitz ge roinnt. - 1. £elXe46 + ! (Das Turmopfer beseitigt ben Bauern f5, so baß bie weiße Dame über H5 nacy c5 ober b5 gelangen kann.) 1. ...» f5Xe4- (£" Partie geschah 1.....Sb4-e6. 2. Ie4Xe6+. Leb Xe6. 3 Dbl—«2 mit rascher Entscheibung.) 2 Dbl -H54-, Ke8—b7. (Jiad) 2. .g7-g6 3. DH5-^54-, Sb4—e6. 4. Lc4Xe6 ist auch noch der Turm Y» lieber bie Aufstellung ber Festland-Elf herrschte bis zur lebten Minute Ungewißheit, da Vittorio P o z z o seine Karten nicht aufdeckte. Der Schleier lüftete sich erst, als die Mannschaften den mit bem Union-Jack, ber FIFA.-Fahne unb ben Flaggen ber am Spiel beteiligten Spieler geschmückten Platz betraten unb hier vom Herzog von Kent mit Hanb- schlag begrüßt würben. Sofort pfiff Schiebsrichter A. I. I e w e 11 (Englanb) zur Wahl, unb nachbem die beiden Spielführer, Braine und Hapaood, bie üblichen Formalitäten erlebigt hatten, sah folgende Mannschaften: i Alsfeld. -• bis 6. Novembet ltlicher Land- )essen-Nassau unb Mädels in der l^t3 tot bi Ä* )ron^r lld> o’t Vie ftr he, UA ift N tuft, Um ® * Seit.- Heimat laubach UM eiseg Schlug, die tten Md Gemeinden za : crgebracht werden Vorbereitung der ieses Treffens sieht 2. November vor, )t und Kreisleite» 9n pimperliche c K v 04811 IG LO RI Ri 4M 'M441 Heute Donnerstag Erstaulführungi gehört die WHWdazuf rß0rO LICHTS IP» IE ILHAUS 655? V IMMER\ AM r.KKNOU r 399 FADEN J Gustav Geiste, Kolonialwaren, artiges Zeugnis vom Kampf um den spanischen Bo den Im Beiprogiamm: 6839 A LUHNS Seifen^ u.Glycerin-Fabriken, Wuppertal (Rhld.) WILLY FRITSCH s 5 • Festliches Nürnberg . Fox-Ton-Woche Sichern Sie sich Karten Im VonerkanL Tel. Bestellungen unt. 4077 erb. Täglich 4, 6 und 8.30 Uhr, Sonntags 3,5.30 und 8.30 Uhr. Carl Kuhlmann Beruh. Minetti Stella David Die ‘/„Dose RM. 1.— d. ‘/oDose RM. 0.75 d.' ,Dose RM. 0.60 KÄTHE v.NAGY 1 Stück 18 Pfg. Einspaltige Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grundpreis von 5 Pf. für die Millimeterzeile veröffentlicht Für die anläßlich meines 70. Geburtstages erhaltenen Älumenspenden, Geschenke und Glückwünsche danke ich hiermit herzlich. Karl Zimmermann, Schreinermeister. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr/ 16 bis 17 Uhr. Samstagnach« mittag aeldilnflen In irgendeiner Sch ublad, haben Sie sicher noch altes Silber- Geld, sonst. Bruch- u. Altsilber oder •Gold. Lassen Sie diese Werte nicht nutzlos herumliegen, sondern bringen Sie sie zurWiederverwertung der WUrttembergischen Meta II war en fabrlk Gießen, Kreuzplatz 14 Gen. Bescheid XXII/£66O5 Baue gut.... mit übermann AB RA DOR bekommen Sie überall? wo es gute Seifen gibt? ..Oranier**- Dauerbrenner braun emailliert, Heizleistung 175 cbm, preiswert zu verkaufen. Wo, sagt d.Gieß. Anzeiger. 048i« 3m Zorn ein Kind mit heißem Wasser überschüttet. ßpb. Marburg, 25. Okt. Im Kreisort Mo i scht schauten mehrere Kinder auf dem Hofe eines Einwohners zu, wie ein geschlachtetes Schwein gebrüht und gereinigt wurde. Die Kinder kamen der Auf- Leistungen steht man oft in der Gau- und Kreisbestenliste an führender Stelle. Frauen. Die Frauen hatten mit dem Siege in der An- lagenstafsel ihre Erfolgsserie eingeleitet und eilten von Sieg zu Sieg. Ueberragend die Gaumeister- staffel, sowie Lotti Diehl. Nachstehend einige Bestleistungen: 100 Meter: Lotti Diehl 13,2 Sek., Else Ludwig 13,7 Sek., El- friede Schmidt 13,9 Sek.; 200 Meter: Lotti Diehl 29,1 Sek., Else Ludwig 29,2 Sek., Luise Weber 30,3 Sek.; Weitsprung: Lotti Diehl 5,22 Meter, L. Weber 4,60 Meter; Hochsprüng: L. Diehl 1,45 Meter, Else Ludwig 1,25 Meter, E. Schmidt 1,25 Meter; Kugelstoßen: Elfriede Schmidt 10 Meter, G. Muhl 9,63 Meter; Diskuswerfen: Gertrud Muhl 27,45 Meter, E. Schmidt 26,66 Meter, E. Ludwig 22,25 Meter, L. Diehl 21 Meter. Die Frauenabteilung hat sich also ebenfalls gut durchgesetzt. Zvgend Klaffe A. Seit Jahren ist die Jugend der Glanzpunkt des Vereins. Auch 1938 hat die Jugend die Stellung gehalten. Der schönste Sieg war der Mannschaftssieg für HJ.-Mannschaften der Vereine gegen Mto., Tv. Heuchelheim und 1900 Gießen. Ueberragend waren Kurt Gemmer, Gerhard Menzel, Willi Schwarz, Günter Marquardt und Erich Oehler. Aber auch alle anderen sind eifrig bei der Sache gewesen. Nachstehend die besten Leistungen: 100 Meter: G. Menzel 11,7 Sek., E. Pletsch 11,8 Sek., K. Schäfer 12,2 Sek.; Hochsprung: Willi Schwarz 1,70 Meter, G. Marquardt 1,70 Meter; Weitsprung: Gerhard Menzel 6,53 Meter, E. Oehler 6,12 Meter; Diskuswerfen: Gerhard Menzel 38,39 Meter, K. Schäfer 33,20 Meter; Stabhochsprung: Erich Oehler 3 Meter, K. Schäfer 2,90 Meter; Kugelstoßen: G. Menzel 13.60 Meter, A. Schmuck 12.55 Meter. Der überragende Mittelstreckler Kurt Gemmer erzielte 800 Miter 2:07,4 Min., 1000 Meter 2:47,7 Min., 1200 Meter 3,32 Min., 1500 Meter 4:26,5 Min.; Karl Heller stand ihm gut zur Seite. Die 4X100-Meter- Staffel in der Aufstellung Kronauer, Marquardt, Pletsch und Menzel lief 46,8 Sek. SM Rundfunkprogramm Freitag, 28. Oktober. 6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrich. ten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werk- pause. 9.40: Mutter turnt und spielt mit dem Kind. 10: Schulfunk: Lob der Kartoffel, Hörszenen. 10.30: „Einen Augenblick, bitte, — ich verbinde ..." Aus der Arbeit der Nachrichteneinheiten der Hitler-Jugend. 11.45: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Heitere Welt der Bühne. 15: Kleines Konzert. 16: Nachmittagskonzert: Zeitgenössische Unterhaltungsmusik. Einlage 17 bis 17.10: Anton Schnack liest aus seinem neuesten Band: „Die bunte Hauspostille". 18: Sportereignisse der Woche und für den Sonntag. 18.15: Bücher, von denen man spricht. 18.30: Lustige alte Lieder aus deutschen Gauen. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 20: Nachrichten. 20.15: Kleiner Kino-Vorgeschmack. 20.45: Zum 125. Geburtstag des Dichters Georg Büchner das Lustspiel „Leonce und Lena". 22: Nachrichten. 22.30: Tanz und Unterhaltung. 24 bis 2: Nachtkonzert I. 2 bis 3: Nachtkonzert II. PQLOST__G i essen Biber in Deutschland Von Professor Dr. Gustav Hinze 75 Seiten mit 9 Textabbildungen und 62 Abbildungen auf Aunstdrucktafeln nach Natururbunven des deutschen Dibervaterr Amtmann Behr Herausgegeben von der Reichsstelle für Naturschutz, Berlin 3n Leinen gebunden RM. 3,00 Wie Wisent und Elch, so gehört auch der Bioer zu jenen Tierarten die einst in Deutschlands (Bauen weit verbreitet waren, aber durch da« unnachsichtige (Eingreifen des Menschen mehr i nd mehr der Dernichiung anoeintfielen. (Es gehört heute zu den wichtigsten Aufgaben aller Freunde unserer heimischen Tierwelt, dieses seltsame Nagetier vor em Aussterben zu schützen und die wen gen in Deutschland noch vorhandenen Biber zu erhalten > nd zu Hegern (Em hervor- ragender Kenne gibt hier in trefilid en Schilderungen nd herrlichen Nalururkunden ein anschauliches Lebensbild vom deutschen Bi er. tzuqo Bermühler Verlag, Berlin-Lichterfelde Achtung! LasMwageiMlier! Wer beteiligt sich an monatelanger gut lohnender Massenbeförderung v n Schüttgütern. Aufladung mittels Greifer. Gute Straßen, Eil Offerten unter Angabe der verfügbaren Wagen bzw. Lastzüge unter 6849 D an den Gießener Anzeiger. HI.-Sport Bann und Jungbann 116 — L-SfeHe. Betr.: Herbstwaldläufe des Bannes und Jungbannes 116 in Gießen und Bad-Nauheim am 30. Oktober 1938. Antreten der Wettkampfmannschaften in Uniform um 10 Uhr: Stamm und Jungstamm I bis V in Gießen, 1900er-Sportplatz; Stamm und Jungstamm VI bis IX in Bad-Nauheim, Tschammer-und-Osten- Kampfbahn. 10.10 Uhr: Flaggenhissung. 10.30 Uhr: Start der Klasse 1. Bei jeder Mannschaft muß sich ein für die Mannschaft verantwortlicher Führer, der nicht mitläuft, befinden. Im Hinblick auf die fortgeschrittene Jahreszeit darf im Trainingsanzug gelaufen werden. in»'"", di di M'° en«' $iü " , -Aeilaff 0* Wstt'ei ^rlNZ-ln-" 5* • Somm/I” »chllsl Posts»«" pfllfuri amD FÜR DEN BODEN -LOBA -HARTWACHS FÜR PARKETT U. UNOLEUM LOBA-BEIZE FÜR HOLZBÖDEN JEDER ART Zu haben bei: 670?V nach Motiven des Romans „Mein eigenes propres i Geld“ von E. Frowein. t Dieser Ufa-Großfilm schildert die spannende Ge- ♦ schichte einer Liebe und Ehe und den Kampf und | Sieg einer umwälzenden Erfindung. 6840a ♦ Beiprogramm und Ufa-Ton-Woche | Täglich 4, 6 und 8.30 Uhr — Sonntags 8, 5.30 und 8.30 Uhr. I forderung, den Hof zu verlassen und durch ihr Herumstehen die Arbeiten nicht zu behindern, nicht sofort nach. Darüber offenbar verärgert, nahm der Einwohner einen mit kochendem Wasser ge. füllten Eimer und schüttete ihn über einen sieben» jährigen Jungen. Das Kind erlitt dadurch so schwere Verbrühungen an den Beinen, daß man es in die Marburger Klinik bringen mußte. In einer um- fangreichen und mit einer Tatortbesichtigung ver- bundenen Verhandlung beschäftigte sich nun das Schöffengericht mit dem Vorfall. Das Gericht kam zu dem Ergebnis, daß das Verhalten des Angeklag. ten äußerst grob und unmenschlich war. Es erkannte wegen fahrlässiger Körperverletzung auf 10 Monate Gefängnis. Luh Im Kugelstoßen und Diskuswerfen; Helmut Möll im 100 Meter, 200 Meter und Dreisprung für Junioren; Gerhard Menzel im Weitsprung für Junioren; Walter Z ö r n s ch im 5000-Meter- Lauf für Junioren. 10 Kreismeisterschasten. Es ist klar, daß der VfB.-Reichsbahn auch bei den Kreismeisterschaften den Vogel abschoß. Er erfocht dabei 10 Kreismeisterschaften, 9 zweite und 9 »ritte Plätze. Kreismeister wurden: Helmut Möll über 100 Meter und im Weitsprung, Otto L u h im Kugelstoßen, Diskuswerfen und Hammerwerfen, Lotti D i eh l im 100-Meter- und 200-Meter-Lauf für Frauen, die 4 X400-Meter-Staffel der Männer, die 4X1500-Meter-Staffel der Männer und die 4X100-Meter-Staffel der Frauen. 31 Dereinsrekorde wurden 1938 aufgestellt, das zeigt am besten die L e i st u n g s h ö h e der Abteilungen. Die L e i st u n g s d i ch t e (Breitenarbeit) zeigt nachfolgende Ueberficht. Manner. Obwohl nicht immer alle Leute zur Verfügung standen, brachten die Männer ihr bestes Jahr hinter sich. Ueberragend waren Otto Luh, Walter Dorst, Helmut Möll und Walter Zörnsch. Otto Luh stellte mit der beachtlichen Leistung von 15,12 Meter im Kugelstoßen einen neuen Vereins- sowie Gaurekord auf. Im Diskuswerfen erreichte er 42,61 Meter. Mit beiden Leistungen steht er im Gau an der Spitze der Bestenliste. Außerdem brachte ihm sein Kugelstoß von 15,12 Meter den 7. Platz in der Deutschen Bestenliste ein. Walter Dorst erreichte über 400 Meter 52,5 Sek. und über 800 Meter mit die fabelhafte Zeit von 2:00,4 Min. Mit beiden Leistungen hält er die Spitze im Kreis. Folgende Einzelleistungen sind nennenswert: Weitsprung: Helmut Möll 6,54 Meter, A. Weiler 6,35 Meter, P Pitzen 6,33 Meter; Dreisprung: Helmut Möll 12,84 Meter; 100 Meter: H. Möll 11,2 Sek., Otto Luh 11,2 Sek., P. Pitzen 11,2 Sek.; 800 Meter: W. Dorst 2:00,4 Min., G. Koch 2:09,4 Min., B. Götze 2:10,5 Min.; 3000 Meter: Walter Zörnsch 9:27,6 Min., G. Koch 9,36 Min.; 1500 Meter: G. Koch 4,30 Min., K. Pfaff 4:32,9 Min. Mit diesen Heute Donnerstag Erstaufführung des groben dokumentarischen Films von dem Befreiungskamp' des nationalen Spaniens Jugend Klaffe B. Auch die Jugendklasse B war erfolgreich, in den Staffeln sogar unschlagbar. Die 4X100-Meter-Staf- fel in der Aufstellung H. Mootz, E. Döll, H. Herrmann und H. Dietrich lief die beste Zeit. Einzelleistungen: 100 Meter: Hans Dietrich 12 Sek., E. Herrmann 12,5 Sek.; Weitsprung: H. Dietrich 5,62 Meter, H. Mootz 5,49 Meter; Hochsprung: K. Rühl 1,52 Meter, W. Schad 1,52 Meter, Heinz Cawein lief folgende Zeiten: 800 Meter 2:19,3 Min., 1000 Meter 3:03,4 Min., 1200 Meter 3:42,4 Min. Erich Kuhl als Zweitbester lief 800 Meter in 2:19,7 Min., 1000 Meter in 3:05,2 Min., 1200 Meter in 3:46,9 Min. Der VfB -Reichsbahn setzt im Winter seine Aus- 6Übungsarbeit in der Halle fort, um auch im kommenden Jahre allen Anforderungen gewachsen zu sein. Die Abteilungen wurden auch in diesem Jahre von Sportlehrer R. Fischer geleitet und trainiert. Einladung an die Gießener Bürgerschaft! Wir laden hiermit die Bürgerschaft von Gießen für Mittwoch, den 2. November, abends 8 Uhr, in die Neue Aula der Universität zu einer Großkundgebung aus Anlaß der,»Woche des Deutschen Buches 1938" ein. — Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen spricht zur Eröffnung. AXCTWES M1EGEL die hervorragende ostpreuß.Dichterin, liest au* eigenen Werken unter Mitwirkung der Spielschar des Untergaus 116 des BDM. Platzkarten zum Preise von 40 Pf. sind in der Musikalienhandlung Challier sowie an der Abendkasse zu haben. Mitglieder des Goethe- Bundes und Kaufmännischen Vereins haben gegen Einlösung des Gutscheins Nr. 2 aus der neuen Gutscheinkarte 1938/39 bis zu 3 Plätzen freien Eintritt. M47d Der Oberbürgermeister Goethe-Bund Der örtliche Arbeitstier Stadt Gießen Kaufm. Verein ausschuß zur Buchwoche 1 komplettes Bett iKastenmatrasie und dreiteilige Kavokmatratze und Keil zu verkaufen. 04814 Zu erfragen in d. Geschäftsstelle desGietz.Anzeig. oon3M» 20 v. 6. erhalten sie bei wiederholten Auf. nahmen einer Ameise Fast neuer Minmsen da überzählig, preiswert zu verkaufen. 04821 Schmidt Frkf.Str.143H. Gestaltung: Fritz C Maud), Dr. Paul Laven, Joaquin Reig-Gozalbes — Musik: Walter Wlnnlg Mit dramatisch-mltreibenden Bildern, die unter Lebens. gefahr an den beiden Fronten aufeenommen werden konnten, gjnt dieser Film em dokumentarisch einzig- järsü iiiirui war 9 > Umsatz °^r( -Mienen j gruppe hat tM 0er zuleiten. Mswittschast, ieiqert und Ge stecken zuruck werden. Der Sl ^nationalen geschlagen und hlen worden um wecken hei W beige trage Generation wie iie am Sparen 3n Deutschlai Un Mensch gibt es weniger inb unvernünf Sparstrümpfen vir es, daß dn ibrigten Geldbi leer von 21 etzt haben, d J aß kaum nock V ziern braucht. 1 haben sich die lassen, Banken ! 13 Milliarden 1938 die vstm Altreich allen Wir sind an ' f den gegebene \ Möglichkeiten | geholt merbei 1 gaben liegt Sei [tu ng i j . ©teiger'un 1. (Sterbe fjeninq j fiabritahonsanl I Sanbmirtfäaft i Ubauarbeit haben ü »sondern erhöht, ttlzeworden, aber ||bas Sparen ar I nommen. I Zwischen Sp tung heftest ke Inner Bekannte twranen fyaben, kleiden. Un MWäge er , die an! giften selbst iW11 ist nicht ^s/eelische | mar ei । iorgsamen 1 «m, was für de 7- weite tire Nahrm M verkomm 7^anzigmar y,h;linl) bas “''Heine, Ve9e uni JW stärks ,7n- der dem । IPun9 des Lpg TnJu9^eben '«iparen" ij Bf* um zu d, T'tSulu i, “ ?'nb (j >'«lwren“r,cir L.« . er itnT»4rbe,ts h&t I ter »5 I SÄ | ÜIs , Qnt»or ■ Sei ■ * L l-r I wS für , ■ tril I H"ser,."Ltteg I I ^5 S,e.n I *111» L 'u ■ ’M u ^°fsn | Kaufgesuche | Laufgitter zu kauf, gesucht. Schriftliche Angebote u. 04820 an d. Gieß. Anz. | Empfehlungen | öüikner Bootet öommer Berga- ment, Wappen feinen Briefpapiere die auch Sie zu- friedenstellen aus dem lsgüiA Papierhaus Ernst Balser Mäusburg 11. \ \ uerd-Vnd \ -ep^ecUe»“n5purenli \ **S5>** on x __- Geburtsanzeigen oei Brühl. Gießen [ Verkäufe iellere Kde billigabzugeben. Zu erfrag, in der Geschäftsst. des Gieß. Anz. [04815 I Seltersweg 2. Hochglanz-Loba (Loba- Hartwachs) ........ Loba-Hochg anz-Beize (Hartwachs-Beize) . . Zeppelin-Loba-Wache . Zeppelin-Loba-Beize . .» Baldur-Bohnerwachs. .I Baldur-Beize........J