Itr.147 Erstes vlatt 188. Zahrgang Montag, 2r.MilyZ8 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Brette 7 Rps., für Text- anzeigen von70mm Breite bORpf.,Platzoorschrist nach vorh. Dereinbg. 25"/, mehr. LrmStztgte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche AnzeigenbRpf. 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Die Arbeitsgemeinschaft für die deutsch-italienischen Rechtsbeziehungen beendete in einer Kundgebung das bearbeitete Aufgabengebiet. Dabei erklärte der Präsident der Akademie für Deutsches Recht, Reichsrninister Dr. Frank: Wichtige Grundfragen des Rechtslebens beider Völker seien durch die gemeinschaftlich erlassenen Schlußthesen in die weitere Entwicklung der Rechtspolitik Deutschlands und Italiens gestellt worden. Diese Thesen wurden bekanntgegeben. Zu dem im Thema 1 behandelten Problem der Frage über die Rechtslage ausländischer juristischer Personen wurde festgestellt, daß in Uebereinstimmung mit den anerkannten Grundsätzen des internationalen Rechts jeder Staat selbst über die Zugehörigkeit der juristischen Personen bestimmen sott. Rechtsfähigkeit und Verfassung ausländischer juristischer Personen richten sich grundsätzlich nach dem Heimatrecht, jedoch vorbehaltlich' der Anwendung von Gesetzen des Staates, in dessen Gebiet sie sich betätigen. Bei der Frage der Reform des Völkerrechts kam die Arbeitsgemeinschaft zu dem Ergebnis, daß für das in schwerer Krise befindliche internationale Recht ein neues Prinzip des internationalen Zusammenlebens der Völker aufgefteUt werden muß, das ^uf der Grundlage der Anerkennung des Rechts der Staaten auf Entfaltung der eigenen kulturel- len und wirtschaftlichen Ansprüche aufgebaut ist. Zur Begriffsbestimmung des E i g e n- tumsrechts und Vereinheitlichung des Schuldrechts wurde festgestellt, daß durch Reformarbeit auf diesen Gebieten die Angleichung an die gemeinsamen politischen Grundprinzipien durchzuführen ist. Für die gesetzgeberische Begriffsbestimmung des Eigentumsrechts wird folgende Definition als Richtlinie gegeben: Der Eigentümer darf die Sache unter eigener Verantwortung voll nutzen und darüber verfügen im Einklang mit ben Gelangen der Gemeinschaft, wie sie sich aus der nationalen Wirtschafts- und Arbeitsordnung ergeben. Im übrigen wurde beschlossen, in Anbetracht der besonders zahlreichen Gleichheit auf diesem Gebiet eine deutsch-italienische Kommission Erste Pflicht: Scharf rechts Fahrbahn fahren! Um dem neuen Geist zum Durchbruch, zu verhelfen, mußten Scheingrößen der Vergangenheit, Nichtskönner und Dilettanten weichen. Vor allem aber konnte es der Nationalsozialismus nicht weiterhin dulden, daß Juden auf irgendeinem Gebiet des öffentlichen Lebens das deutsche Kulturbewußtsein repräsentierten. Deutlich rief der Minister die Gefahr in die Er- tnerung zurück, die darin gelegen hatte, daß sich nun auf die leer gewordenen Plätze Vertreter einer teils muffigen, teils reaktionären Anschauung setzten, die eine zeitlsng die Öffentlichkeit über ihre eigene Unzulänglichkeit hinwegzutäuschen vermochten. Mit aller Schärfe stellte Dr. Goebbels jene Reaktionäre bloß, die sich hinter Schlagworte verschanzten, die von den Gegnern des Nationalsozialismus immer wieder mit sturer und geistloser Eintönigkeit angeführt worden sind, jene Schlagworte, daß eine autoritäre Staatsführung die geistige Frecheit des künstlerischen Schaffens einengen müsse, daß eine solchermaßen geführte Kunst zur Tendenzkunst herab- geroürbigt werde, und ein Absinken jeglicher künstlerischen Leistung und damit das Ende aller Kultur bedeute. Alle autoritären Maßnahmen, alle Organisationen des künstlerischen Schaffens hakten nur den einen Zweck, im Künstler ein gesundes Gefühl gegenüber den Interessen des Volkes und im Volke ein gesundes Gefühl gegenüber der Kunst zu erwecken. „Denn das Volk", so stellte Reichsminister Dr. Goebbels unter starkem Beifall seiner Hörer fest, „hat durchaus einen gesunden In stinkt für echte C ei- ff a n g ! Sein Geschmack leitet sich von gesunden und festen Anlagen ab: aber er muß richtig und planmäßig gelenkt werden. In seinen manchmal primitiven Aeußerungen ist er doch immer gerade und unverbogen. Die wahre Bildung ist durchaus nicht an den Besitz gebunden, im Gegenteil: der Besitz macht oft blasiert und dekadent." In den nun folgenden Ausführungen ging der Minister schonungslos mit jeder Art von Halbbildung, geistigen Hochmut und dünkelhafter Arroganz ins Gericht. Mit treffenden Worten charakterisierte er den Snob als einen leeren und hohlen Bildungslakai, der in Frack und Claque ins Theater gehe, um Arme-Leute-Duft zu atmen, „der Elend sehen müsse, um sich an ihm schaudernd und fröstelnd zu vergnügen. Das ist die letzte Entartung eines pöbelhaften Amüsierbetriebes", so rief der Minister unter der stürmischen Zustimmung feiner Zuhörer aus, „wenn die Reichen im Theater zuschauen wollen, wie es bei armen Leuten zugeht. Welch eine Verrohung der Gesinnung! Aber auch welche Verbildung des Geschmacks und des ganzen ftunftemtfinöens. Dieser Dekadenz stellte Dr. Goebbels das gesunde Empfinden des Volkes gegenüber, das in den Theatern, in den Konzerten, in Museen und Galerien das Schöne und Erhabene sehen und.genießen wolle, weil ihm diese Welt des Wunders und des holden Scheins vom Leben so oft und hartnäckig vorenthalten werde. Die nationalsozialistische Staatsführung habe den Mut gehabt, jene Produkte eines frechen und anmaßenden Snobismus zurückzuweisen. Gegenüber dieser „Kunst", die dem Gestekn und Vorgestern angehöre, wies Dr. Goebbels auf die Anerkennung hin, die die große deutsche Kunstausstellung des vergangenen Jahres im Haus der Deutschen Kunst in München bei dem Publikum gefunden habe. Wie eine Erlösung sei es begrüßt worden, daß nun der Anbruch eines neuen und künstlerischen Schaffens verbunden fei mit der Beendigung einer Zeitpsychose, die wie ein drückender Alp noch auf unserer Seele gelegen habe. Niemals habe die politische Führung in die innere Funktion der Kunst eingreifen wollen, sondern sie habe nur die Verpflichtung in sich gefühlt, den großen An- und Einsatz der Kunst zu regeln und zu ordnen. Die Gesetzlichkeitder Form sei die erste unabdingbare Forderung für jegliche Kunstbetätigung. „Nur derjenige hat das Recht, auch in der künstlerischen Formgebung revoluttonär vorzustoßen, der die Form, die er überwinden will, souverän beherrscht." Die Kunst als der edelste geistige Ausdruck einer Zeit habe die wunderbare Aufgabe, alle Gedanken, Wünsche, Sehnsüchte und Hoffnungen des Volkes in eine über die Zeit hinauswirkende Form zu gießen und der Nachzeit zu übermitteln. Solche Zeugen unserer Gegenwart seien die Bauten des Führers, unsere Feste, unsere Aufmärsche, die Reichsparteitage und die Gedichte unserer Jugend. Die Kunst solle an klares Denken und form- gerechtes Sehen gewöhnen. Deshalb gehöre sie in das Volk, um an der Gesamtheit der Ration ihre Erziehungsarbeit durchzuführen, „wenn die Kunst sich mitten in das Leben hineinstellt, um uns feine Geheimnisse zu offenbaren, so wird sie das Leben in feiner kraftvollsten Verkörperung anfprechen, nämlich im Volk und vor allem in feiner Heranwachsenden Jugend." Der Künstler verkörpere die wahre Majestät des Volkes, mehr als Kaiser, Könige und Fürsten. Im Künstler und im Volke repräsentiere sich der Mythos der Ration. Unter den stürmischen Zustimmungserklärungen seiner Hörer huldigte Dr. Goebbels dem Führer Uraufführung des Carl-Zröhlich-Films „Heimat". Der „Tag des Films" im Rahmen der Danziger Gaukulturwoche brachte die Uraufführung des Carl-Fröhlich-Films „Heimat" nach dem gleichnamigen Bühnenstück Hermann Sudermann. Frau Zarah Leander und Frau Ruth H e l l b e r g , die die beiden tragenden weiblichen Hauptrollen dieses Films spielen, waren selbst erschienen und wurden begeistert gefeiert. Der Film, mit Heinrich George, Paul Hörbiger und Hans Nielsen wirkt vor allem durch seine vorzügliche Besetzung. Er lehnt sich an den Sudermannschen Vorwurf an, weiß dem unversöhnlichen Ausgang des Dramas jedoch ein glückliches Ende zu verschaffen. sprechen. So wollen auch wir hier den Führer _____ mit ihm unser Volk und Reich grüßen. — Minutenlange Sieg-Heil-Rufe waren das Echo dieses Appells, unterbrochen durch die immer aufs neue im Sprechchor oorgetragene Bifte: „Grüße unseren Führer!" als der nationalen Hoffnung aller Deutschen. Seine Rede klang aus in einem Gelöbnis zur Fahne zu Adolf Hitler, das von allen Teilnehmern tiefer Bewegung aufgenommen wurde. Verkehr und Unfall Schlagzeilen in den Zeitungen und Klebezettel an allen öffentlichen Verkehrsmitteln mahnen an die 10 Pflichten, die jede Gruppe von Verkehrsteilnehmern zu erfüllen hat. Welches die 10 Pflichten des Kraftfahrers, des Fußgängers, des Radfahrers und des Kutschers sind, hat Reichspropa- ganbaminifter Dr. Goebbels in seiner Rundfunkrede vom Freitagabend, mit der er die U n - fallverhütungswoche einleitete, gesagt. Sie unterscheiden sich untereinander erheblich,' — wie ja auch die Geschwindigkeit und die Richtung, in denen sich die verschiedenen Gruppen von Verkehrsteilnehmern bewegen. Kraftfahrer, Radfahrer und Kutscher teilen sich in die Fahrbahn, — der Fußgänger Zweite Pflicht: Grundsätzlich nicht anderen Radfahrern fahren! Dritte Pflicht! Immer die Radwege benutzen' Vierte Pflicht: Die Lenkstange stets festhalten und die Füße auf den Pedalen lassen! Fünfte Pflicht: Nur dann überholen, wenn genügend Platz ist und keine Gefahr besteht; nach links in weitem und nach rechts in engem Bogen einbiegen! Recht unv Gemeinschaft. Oie Arbeitsgemeinschaft für die deutsch-italienischen Rechtsbeziehunqen. Zehn pflichten siir Radfahrer verkehrsgemeinschaft ist ein Stück Volks- . einer Kundgebung der Hiller-Jugend überbrachte am Nachmittag Reichsminister Dr. Goebbels der Jugend Danzigs die Grüße des Führers und des Reiches. Er wies sie darauf hin, wie glück- 'lich sie sich schätzen könne und wie gut sie es habe, in einer Zeit zu leben, in der als Verwirklichung des nationalsozialistischen Ideals das Reich Adolf Hitlers errichtet worden fei. Ihr erlebt heute schon das Jdealgut eines großen, das ganze deutsche Volk umfassenden Reiches, dessen Kinder wir alle sind. Auch diese Stadt und diese Menschen gehören zum deutschen Volkstum. Sie sind deutsch und sie bleiben deutsch! Und daß die Stadt Danzig den deutschen Charakter bewahrt, dafür seid ihr in aller Zukunft die Garanten! Dafür seid ihr die lebendigen Zeugen, dafür müßt ihr siegen und kämpfen. So grüße ich euch denn im Namen des Reiches, zu dem eure Sehnsucht geht, im Namen des deutschen Volkstums, zu dem ihr gehört, und im Namen des Führers, dem auch ihr gehorcht. In ihm sehen wir das Symbol unserer nationalen Hoffnung und unseres nationalen Zukunftsglaubens. Für ihn seid auch ihr angetreten so wie überall im Reich und wie über- Mmeinschaft! vergiß das nie! präge dir ein und behalte gut und kreuzt sie nur, aber natürlich in viel größerer Zahl als alle anderen drei Gruppen zusammen. Sie alle haben ein „Recht auf die Straße". Wo mehrere an einer gleichen Sache ein Recht haben, muß genau festgestellt werden, wie weit die Rechte des einzelnen reichen, und wo sie zugunsten anderer eingeschränkt werden müssen. Das ist der Inhalt der Straßenverkehrsordnung, die feit einigen Monaten im gesamten Reichsgebiet einheitlich ist. Und warum jetzt 10 Vorschriften und eine acht Tage dauernde Aktion gegen Verkehrsunfalloerhütung? — Übergangszeiten find G e - f a h r e n z e i t e n. Erst wenn eine neue Ordnung allen in Fleisch und Blut übergegangen ist, kann sie wirklich funktionieren. Man denkt noch zu viel daran, was die früher geltenden Verkehrsbestimmungen besagten. Aber darüber hinaus muß ganz allgemein hie Autorität der Verkehrsordnung gehoben werden. Diele Menschen unterscheiden — bewußt ober unbewußt — zwischen Vorschriften, die sie sehr ernst nehmen müssen, und anderen, bei denen es nicht so genau darauf ankommt. Zu dieser letzgenannten Gruppe rechneten viele die Verkehrsbestimmungen. Wer es eilig hatte — ober zu haben glaubte —, versuchte als Kraftfahrer schnell noch vor bem anderen Wagen vorbeizufahren, obwohl dieser bas Vorfahrtrecht besaß, ober er hastete als Fußgänger über ben Fahrbamm, wenn bie Verkehrsampel ober ber Arm bes Verkehrsschutzmannes ihm ben Weg versperrte. Nicht selten konnte man aus bem Munbe eines solchen unbisziplinierten Verkehrsteilnehmers bie brummigen Worte hören, es gehe schließlich nur ihn an, ob er sich in Gefahr begebe ober nicht. Wir im nationalsozialistischen Deutschland denken darüber heute anders. Keiner gehört ausschließlich sich selbst; er gehört seiner Volksgemeinschaft, seiner Nation. Die Nation kann es sich nicht leisten, daß alljährlich 8000 ihrer Glieder durch Verkehrsunfälle zu Tode kommen und weitere 160 000 verletzt, zum Teil sogar bis zur Arbeitsunfähigkeit verkrüppelt werden. Aber selbst wenn jeder sein eigener Herr wäre, darf er Verkehrs- geböte nicht überschreiten. Er gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere, die entweder mit Rücksicht auf sich selbst ober sogar mit Rücksicht auf den unbisziplinierten Verkehrssünder von den Vorschriften abweichen müssen und sich dadurch in Gefahr begeben. Ende Mai und Anfang Juni sind große Umbauarbeiten in München und Berlin eingeleitet worden. Oie Kunst gehört mitten in das Volk. Reichsrninister Dr. Goebbels spricht auf ber Danziger Gaukulturwoche Danzig, 26. Juni. (DNB.) Die Gaukulturwoche des Gaues Danzig der NSDAP, erreichte am Sonntag in Anwesenheit des Reichsministers für Volksaufklarung und Propaganda Dr. Goebbels mit einer kulturpolitischen Tagung und einer Kund- der gesamten Danziger Hitler-Jugend ihren Abschluß. Im Theater hatten sich bas politische Führerkorps der Bewegung und die leitenden Männer des künstlerischen Lebens ber Stabt versammelt. Weihevolle Klange von Brahms leiteten zu ber Begrüßungsansprache des Gauleiters Forster über, ber mitteilte, baß künftig im Gau Danzig 1 0 0 0 0 Gulben für bie besten künstlerischen Sei ft ungen bes Jahres zur Verteilung kommen werden. Als Zeichen des Dankes für das stete Interesse an allen Lebensfragen der Stadt überreichte der Gauleiter dem Minister 20 seltene alte Bilder mit prächtigen Stadtrnotiven. Dann sprach Reichsmimster Dr. Goebbels. Der Minister führte aus, daß unter der Fülle ber Aufgaben, die der Nationalsozialismus bei der Machtübernahme vorgefunden habe, derKultur- aufbau das schwierigste Problem gewesen sei, da die Fragen der Kultur so überaus empfindlich seien. Der Nationalsozialismus war sich bewußt, einen ungeheueren kulturellen Besitz in Verwaltung zu nehmen. „Vier Aufgaben waren uns bei der Uebernahme der Verantwortung auf bem Gebiete der kulturellen Neugestaltung aufgegeben. Wir mußten erstens die kultur schaffenden deutschen Menschen in einer festgefügten Organisation zusammenfassen, um sie einheitlich und diszipliniert zum Wahle von Volk und Staat zum Einsatz zu bringen. Wir mußten Zweitens dem deutschen Kulturschaffen bie innere Verbindung zu den neuen Werten und Inhalten ber beutschen Politik vermitteln und es mit ber tiefen weltanschaulichen Klarheit bes Nationalsozialismus erfüllen. Wir mußten brittens bie Rolle, die der Staat dabei zu spielen hatte, genau und unmißverständlich umgrenzen, und zwar dahingehend, daß er selbst weder Kunst schaffen konnte, noch ihre geistigen Wachstumsgesetze und Entwicklungsmöglichkeiten einengen, dagegen aber ihr großmütiger und weitherziger Auftraggeber, Anregerund Förderer fein wollte und mußten viertens dem künstlerischen Schassen selbst von der Politik her jenen heißen und leidenschaftlichen I m- p u l s geben, der immer am Anfang großer kultureller Blüteperioden stand, sie gewissermaßen einleitete, antrieb, ihnen die Richtung und bas Ziel Zeigte." Sechste Pflicht: Vor bem Einbiegen nach links die entgegenkommenden Fahrzeuge vorbeilassen! Rechtzeitig abwinken; vergiß nicht daß deine Zeichen bei Dunkelheit ober Nebel schwer Zu erkennen sinb! Siebente Pflicht: Kraftfahrzeuge und Straßen- bahnen vorfahren lassen, wenn bu nicht auf gekennzeichneter Hauptstraße fährst! Achte Pflicht: Dich nicht an hängen, kein Vieh führen* und andere Fahrzeuge nur bann ziehen, wenn sie mit beinern Rade fest verbunden sind! Neunte Pflicht: Nur ein Erwachsener darf e i n Kinb bis zu sieben Jahren auf einem befonberen Sitz mitnehmen! Zehnte Pflicht: Dein Fahrrab stets in Verkehrs- sicherem Zustand halten! Halte dich streng an diese Gebote! Wer sie übertritt, versündigt sich an der Gesundheit und am Wohlstand seines Volkes! zur Aufstellung eines Entwurfs ber allgemeinen Grunbsätze des Schuldrechts einzusetzen. Das letzte Thema stellte das Verhältnis zwischen öffentlichem Amt und privater A n st e l l u n g. Als Ergebnis wurde verkündet, daß durch die faschistische und nationalsozialistische Rechtsauffassung die Unterscheidung von öffentlichem und Privatrecht, soweit sie sich im Gegensatz von Gemeinschaft und Individuum und von Staat und Gesellschaft ausbrütfte, durch die Einheit des Rechts ber Volksgemeinschaft überwunden worden ist. Auf die Unterscheidung bes Beamtenverhältnisses vom Arbeitsverhältnis kann in beiben Ländern nicht verzichtet werden. Die großen Aufgaben ber öffentlichen Verwaltung für ben Schutz und die Entfaltung ber Volksgemeinschaft können nur burch einen Beamtenkörper erhöht werben, besten Amtsführung burch befonbere Pflichten u n b Rechte und burch eine öffentliche Verantwortung ausgezeichnet ist. Stabschef Luhe in Rom. Rom, 26. Juni. (DNB.) Der Stabschef ber SA. Lutze würbe im Generalkommanbo ber Miliz von Generalstabschef ber faschistischen Miliz Russo empfangen. In der Gebetshalle für die Gefallenen ber Miliz legte Stabschef Lutze einen mit ben beut- schen Farben geschmückten Lorbeerkranz nieber und hob hervor, daß die faschistische Miliz und die SA. ber gleiche Geist beseele, wenn sie auch in manchem äußerlich verschieben seien. Gerabe ber opferbereite Einsatz sei eines ber charakteristischen Merkmale biefer beiden Formationen. General Russo überreichte dem Stabschef zur Erinnerung an seinen Besuch eine Bronzeplastik, währenb Stabschef Lutze General Russo als Gegengabe ein mit dem Hakenkreuz und Fascio geschmücktes Zigarettenetui überreichte. Am Nachmittag gab ber Gouverneur von Rom zu Ehren ber beutschen Gäste einen Empfang auf bem Kapitol. Stabschef Lutze besuchte Sonntag mittag bie festlich geschmückte Milizkaserne .Mussolini", an deren Toren er vom Duce, Außenminister Graf Ciano und Parteisekretär Starace empfangen wurde. Appell an die lugend. Ihr seid die Garanten für das Deutschtum dieser Stadt." Am Himmelfahrtstag hat der Führer in Fallersleben den Grundstein zu der Dolkskraftwagenfabrik gelegt, und der Leiter der deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, hat vor wenigen Tagen auf dem lOjähri- gen Jubiläumsparteitag der NSDAP, zu Königsberg feine Ueberzeugung dahin ausgesprochen, daß nach zehn Jahren jeder tüchtige und sparsame Qualitätsarbeiter seinen eigenen Kraftwagen haben werde. Ende 1937 ist der 2000. Kilometer der Reichsautobahnen, der „Straßen des Führers", fertiggestellt worden. Immer neue Strecken des 10 000 Kilometer umfassenden Autobahnprojekts wachsen zusammen. Auch in anderen Großstädten lockern sich die Stadtkerne und schaffen freie Bahn' für das modernste Straßenverkehrsmittel, den Kraftwagen. Unsere Jugend wird zur Motorisierung erzogen. Eine große Gliederung der Partei, das nationalsozialistische Kraftfahrkorps (NSKK.) unterweist die Jugend in Motorkunde und veranstaltete jene motorsportlichen Wettbewerbe, die in der ganzen Welt zunehmende Beachtung finden. Wir stehen also vor einem großen Aufschwung der Motorisierung. Der planmäßigen Erziehungsarbeit der Verkehrspolizei und des NSKK. ist es bereits gelungen, in einer Zeit schnell zunehmender Kraftwagenhalturrg die Unfallziffern erfreulich herabzudrücken. Es wäre aber unerträglich, wenn ein irgendwie erheblicher Hundertsatz unseres Volkes auch künftig noch die Verkehrsvorschrift'en weniger ernst nähme als andere Vorschriften des Staates. Wenn aber auf einem Gebiet die Belehrung und das gute Beispiel der Einsichtigen und der Disziplinierten wirksam werden kann, so ist es auf dem der Verkehrsordnung. Und die Eiligen? — Wer zu plötzlich und zu schnell morgens von Haufe zur Arbeit aufbricht, läuft Gefahr, Wichtiges vergessen zu habey und dann mit mehrstündigem Zeitverlust zu büßen, was er morgens durch Gewinnung einer halben Minute zu profitieren hoffte. Zeit ist Geld! — heißt es. Gewiß! Aber ob der Zeitgewinn bei unbefugter Kreuzung des Straßendammes mehr wert ist als die Ordnungsstrafe, die künftig mit sehr diel größerer Regelmäßigkeit gegen den Verkehrssünder, verhängt werden dürfte, wird für mindestens 99 v. H. aller Eiligen zu verneinen sein. Und wenn der Eilige und Unvorsichtige Opfer eines Verkehrsunfalls wird? Dann büßt er mit wochenlangem Krankenhausaufenthalt und etwa gar mit lebenslänglichem Siechtum jenen törichten und verantwortungslosen Entschluß, den Derkehrsbestim- mungen ein Schnippchen zu schlagen. In diesen Tagen werden für Kraftfahrer Probefahrten veranstaltet: zwei Wagen verlassen zu gleicher Zeit in einer verkehrsreichen Stadt einen gleichen Startplatz und streben auf dem gleichen Wege dem gleichen Ziele zu. Der erste Wagen beachtet gewissenyäft alle Verkehrsvorschriften und übt darüber hinaus jeyes Maß zusätzlicher Rücksicht, das sich nun einmal nicht in Paragraphen kleiden läßt. Der andere Wagen läßt — ohne gerade den Verkehr grob zu gefährden — 5 gerade sein und sucht sein Ziel so schnell wie möglich zu erreichen. Was ist wohl — und das hat man bereits^ vielfach erprobt — der Zeitgewinn eines solchen rücksichtslosen Fahrers gegenüber seinem rücksichtsvollen Derkehrskameraden? Auf einer Strecke von 20 Minuten Fahrt vielleicht 2 Minuten, oft sogar nur 1 Minute und weniger! Und dann soll es sich lohnen, sich und andere Menschen in Gefahr zu bringen? Der Führer hat einige Tage vor Beginn der Unfall-Derhütungswoche den Korpsführer Hühnlein des NSKK. beauftragt, Vorschläge dafür auszuarbeiten, wie die Kraftomnibus-Unfälle vermindert werden können. Die bald darauf vom Korpsführer Hühnlein herausgegebenen Richtlinien behandeln den Menschen und das Fahrzeug. Zur Einschränkung der Verkehrsunsälle ist die zielbewußte Arbeit auf drei Gebieten notwendig: bei den Menschen, den Fahrzeugen und den Verkehrswegen. Seit vielen Jahren wird in Deutschland zielbewußt an der Verbesserung der Verkehrswege gearbeitet. Auch bei der Kontrolle der Fahrzeuge bezüglich ihrer Betriebssicherheit sind in den letzten Jahren außerordentliche Fortschritte erzielt worden. Am weitesten zurück ist noch — obwohl auch hier beachtliche Anfangserfolge zu verzeichnen sind — die Gewöhnung des Menschen an den verstärkten Verkehr von heute und den gewaltig ansteigenden Verkehr späterer Jahre. Die Verkehrsunfallverhütungswoche darf und wird keine Anwandlung oder Aufwallung sein, die wir nach einiger Zeit vergessen können. Sie ist e i n A p p e l l zu grundsätzlich anderem Verhalten, als es viele von uns bisher gezeigt haben. Der Führer will durch die Motorisierung des deutschen Volkes die Arbeitskraft stärken und den Lebensgenuß vermehren. Das ist nur möglich, wenn wir die Fortschritte nicht mit einer wachsenden Verlustliste des Verkehrs erkaufen müssen! C. W. Der III. Wettkonareß „Arbeit und Freude". Dr. Ley spricht bei der Eröffnung in Rom. Rom, 26. Juni. (DNB.) Der III. Weltkongreß „Arbeit und Freude" wurde am Sonntagvormittag unter dem Vorsitz M u s s o l i - n i 5 auf dem Kapitol eröffnet. Die Kongreßteilnehmer von 72 Staaten begrüßten den Duce mit begeistertem Beifall. Zu seiner Rechten nahmen Parteisekretär Minister Sta- r a c e als Präsident des Dritten und der Amerikaner Kirby als Präsident des Ersten Kongresses in Los Angeles Platz, zur Linken der Gouverneur von Rom, Für st Colonna, und Dr. Ley als Präsident des Zweiten Weltkongresses. Der Gouverneur von Rom hieß anschließend die Gäste aus aller Welt auf das herzlichste willkommen, worauf Kirby Aufgaben und - Ziele der Freizeitbewegung darlegte, wobei er besonders die vorbildliche Förderung dieser Bestrebungen in Italien und Deutschland durch den Duce und den Führer unterstrich. Dr. Ley betonte den Willen zur Zusammenarbeit zwischen Italien und Deutschland und zur gemeinsamen Bekämpfung des Marxismus , von dessen Ideen sich dieses große soziale Werk der Freizeitgestaltung himmelweit unterscheide. Während überall die vom Marxismus ausgerichteten Veranstaltungen und internationalen Kartelle an Bedeutung verlören, gewinne die unter der Parole „Freuoe und Arbeit" zusammengefaßte Tätigkeit der Völker ständig an Boden. Es sei zwar völlig unmöglich, die Völker der Erde hinsichtlich tyrer' sozialen Belange über einen Leisten zu behandeln, jedoch stände nichts im Wege, sich untereinander zu helfen, zu beraten und Erfahrungen au^zutauschen. Italien und Deutschland unternähmen es zum ersten Male, die Freude und die in ihr schlummernden Kräfte den Völkern der Erde zugänglich zu machen. „Wir glauben an eine göttliche Schöpfung, an eine sittliche und göttliche Ordnung Dreiste Herausforderung Barcelonas. Die Spanienbolschewisten haben als Auftakt zur Durchführung der Beschlüsse des Londoner Nicht- einmischungsausschusses durch ihren Vertreter dem britischen Außenminister erklären lassen, sie wurden die Bombenangriffe nationaler Flugzeuge durch Gegenmaßnahmen beantworten, „die nicht nur gegen Städte im nationalen Spanien, sondern auch gegen entfernter liegende Ziele gerichtet sein könnten". Das ist die unmißver- tändliche Drohung mit einer Neuauflage des ver- irecherischen Angriffs auf Has deutsche Panzer- chiff „Deutschland". Denn mit den „entfernter liegenden Zielen" können nur nichtspanische Objekte gemeint sein. Die Drohung kommt, darüber kann es keinen Zweifel geben, von der Sowjetunion her, die in Rotspanien den Ton angibt, die Rotspanien mit Kriegsgerät und Ofsi- zieren ausrüstet und die fortgesetzt die Barcelonabolschewisten außenpolitisch ",berät". Da das Ja des Sowjetbotschasters im Nichteinnüschungsausschuß alles andere als eine ehrliche Zustimmung war, die Moskauer Quertreiberei auch sogleich einsetzt, haben wir es hier mit einem neuen Sabotageakt der Sowjetrussen zu tun, mit der Ankündigung von Ereignissen, die getreu der bisherigen Sowjetpolitik neueKonfliktsstoffe schaffen sollen. Diese Konflikte hat man in Moskau heute bitter nötig, um die Durchführung des Londoner Beschlusses, die Zurückrufung der Freiwilligen und die Unterbindung der Zufuhr von Kriegsmaterial nach Rot- panien zu Hintertreiben. Wir trauen im übrigen )en Roten zu, daß sie sich tatsächlich auf „ent- ernter liegende Ziele" stürzen werden. Wir wissen aber auch, daß die Hüter dieser Objekte auf jede Herausforderung gebührend zu antworten wissen. D. S. Pans warnt den Sarcelona-Ausschuß. Frankreich und England lassen sich nicht in ein Abenteuer hineinziehen. Paris, 26. Juni. (Europapreß.) Von franzö- ischer Seite wird bestätigt, daß der Barcelona-Aus- chuß die französische Regierung habe wissen lassen, als „Vergeltung" für die nationalspanischen Luftangriffe unter Umständen „Maßnahmen zu ergrei- en, die weiter gingen als bis zu den von den Nationalen kontrollierten Städten". Die französische Regierung habe daraufhin dem Barcelona- Ausschuß sofort die „energischsten Rat- chläge zur Mäßigung und Vorsicht" gegeben. Die englische Regierung sei von der fron-, zösischen Regierung über die Angelegenheit in Kenntnis gesetzt worden. Außerdem hat Außenminister Bonnet durch den italienischen Geschäftsträger in Paris, Prunas, eine Mitteilung der italienischen Regierung erhalten, in der diese auf die ungeheure Tragweite einer etwaigen Durchführung der sowjetspanischen Drohungen hin- wies. Italien werde in diesem Falle zu Gegenmaßnahmen schreiten. Außenminister Bonnet habe dem italienischen Geschäftsträger von seinem Schritt in Barcelona Kenntnis gegeben. In den Pariser Sonntagsblättern wird die sowjetspanische Drohung ausführlich besprochen und mit Ausnahme der kommunistischen „Human:t6" aufs schärfste verurteilt. Die Blätter betonen erneut mit Nachdruck, 'Frankreich werde sich nicht in das von Barcelona beabsichtigte Abenteuer l, UHU y I LU l | uuy umiwiHVkVH ~ ~ / - würd.en sich die Herren in Barcelona darin schwer - * täuschen. hineinziehen lassen. Die meisten Zeitungen erklären auch, hinter Barcelona stehe wiederum Moskau, das unter allen Umständen einen intern a tio- nutzen. Das „Oeuvre" erklärt, die sowjetspanische Drohung sei sehr ernst. Barcelona verscherze damit seine letzten Chancen. Die rechtsstehende „E p o q u e" schreibt, die Rotspanier sähen die Niederlage mit schnellen Schritten herannahen und versuchen wieder einmal, Europa in einen allgemeinen Krieg hineinzureißen. Wollten die Roten etwa italienische und deutsche Schiffe versenken oder gar einige italienische Häfen bombardieren? Diete letzte Annahme sei nicht ausgeschlossen und gebe der Forderung Barcelonas einen besonders schwerwiegenden Charakter. Italien und Deutschland würden keinesfalls gegenüber den gegen sie verübten Kriegshandlungen untätig bleiben. Vielleicht wolle aber Barcelona gerade dies. Es wisse, daß seine Karte verloren sei und hege vielleicht die Hoffnung, daß dann Frankreich und England ebenfalls intervenieren würden. Doch nalen Konflikt herbeiführen wolle. Der „Matin" schreibt, Moskau vexiere seine Kriegsziele und seine revolutionären Absichten nicht aus dem Auge, aber diesmal müßte es mit den Regierungen von London und Paris rechnen, die sich nicht in ein Abenteuer Hine in- ziehen lassen würden. — Der halbamtliche „Petit Parisien" gibt der Befürchtung Ausdruck, Barcelona habe den Ernst der Lage immer noch nicht voll begriffen. Trotz der Warnung Englands und Frankreichs sei Barcelona noch nicht von der Todesgefahr überzeugt, der es sich durch seine Drohungen ausgesetzt habe. Der „Jour" ''betont vor allem, daß wieder einmal die Pläne Moskaus klar zutage getreten seien, den Bürgerkrieg in Spanien zum Ausgangspunkt für die Weltrevolution zu be-> täuschen. Moskau provoziert einen allgemeinen Konflikt. Das Echo in Stallen. Rom, 26. Juni. (Eurbpapreß.) Wie die italienischen Blätter aus Paris erfahren, hat Außenminister Bonnet dem italienischen Geschäftsträger gegenüber die Erklärung abgegeben, Frankreich werde in enger Zusammenarbeit mit England alles aufbieten, um neue Verwicklungen zu vermeiden, die im Zusammenhang mit dem spanischen Bürgerkrieg entstehen könnten. Gayda schreibt im „G i o r n a l e d' I t a l i a", es sei klar, daß die autoritären Staaten, wenn ihre Besitztümer oder Städte von den spanischen Bolschewisten angegriffen würden, sofort und unerbittlich reagieren würden, und zwar nicht mit diplomatischen Protestnoten, sondern mit Kanonen. Das sei aber gerade die ungeheuerliche Berechnung, die Moskau und Barcelona angestellt hätten, indem sie einsähen, daß sie an einen siegreichen Widerstand nicht mehr denken könnten. Besonders seit in London die ersten Anzeichen für eine entschlossenere und wahrhaftigere Nichteinmischungspolitik bemerkbar geworden seien, hätte sich diese bolschewistische Haltung herausgebildet. Es bestehe auch kein Zweifel darüber, daß der Augenblick ernst und gefährlich, und daß in den europäischen Linkskreisen eine neue Bewegung im Gange sei, den Widerstand der verantwortlichen Regierungen und Nationen zu überwinden. Italien werde sich nicht in das Getümmel und die Beunruhigung einmischen.' Seine klar umrissene Politik verfolge mit Ruhe und Gradlinigkeit ihren Kurs. Italiens Derteidigungsmacht sei aber mehr als stark gegenüber jeder Bedrohung. — Die „Stampa" schreibt: „Sind die Bolschewisten Spaniens verrückt geworden? Das ist der erste Eindruck, wenn man von dem diplomatischen Schritt liest, den Barcelona in London und Paris unternommen hat. In Wirklichkeit ist der kommunistische Plan von einer zynischen Logik. Er bezweckt, einen allgemeinen Konflikt hervorzurufen. Unter der gegenwärtigen militärischen Lage, im Zeichen des unerbittlichen Vormarsches der Nationalspanier, lassen sich die Bolschewisten von einer Verzweiflungspolitik leiten." — Der „Corriere della Sera" meint, durch diesen sowjetspanischen Schritt werde in Wirklichkeit die Aufmerksamkeit der Welt auf die Gefahr gelenkt, die die spanische Frage für die Ruhe Europas und der Welt därstelle. Diese Gefahr komme nur von Sowjetspanien. Um der verdienten Strafe der unvermeidlichen Niederlage zu ent» aehen, ariffen die spanischen Bolschewisten zu verbrecherischen und tollen Mitteln, um dadurch den spanischen Streitfall zu einem Weltkrieg zu erweitern. Die nationalen erwarten bolschewistischen Generalangriff. Salamanca, 26. Juni. (Europapreß.) Wie das nationalspanische Hauptquartier meldet, haben die nationalen Truppen an der Front von Teruel ihren Vormarsch fortgesetzte. Feindliche Gegenangriffe wurden unter schweren Verlusten für den Angreifer zurückgeschlagen. An der Front von Castellon wurden von den nationalen Truppen im Kampfabschnitt von Bechi und südlich des Flusses S e c o mehrere befestigte feindliche Stellungen genommen. Eine andere nationale Abteilung hat den Fluß Donella überschritten und wichtige Stellungen besetzt. Bei den Kämpfen in Onda wurde das Fabrikviertel von den sowjeffpanischen Milizen gesäubert. Im Kampfabschnitt von P e n a r» roya wurden mehrere feindliche Gegenangriffe abgeschlagen. ♦ In Sarragossa erklärte der Oberbefehlshaber der Teruel-Front, General D a r e l a, den Frontberichterstattern, daß die Bolschewisten im Abschnitt Sar - rion den Nationalen eine entscheidende Schlacht z u liefern beabsichtigen, um den nationalen Durchbruch an der Hauptstraße in Richtung Sagunt zu verhindern. Der Feind habe in den letzten Tagen bei Sarrion große Truppe n m e n gen zusammengezogen, worunter sich auch Polizeibrigaden als- Sturmtrupp en befinden würden. Die Nationalen be- äßen alle Sarrion beherrschenden Hohen, deren Ort» chaften bereits von den Bolschewisten geräumt eien. Die Roten hätten bei ihren Gegenangriffen n der letzten Zeit nicht -eine Handbreit Boden zurückerobert. in der Welt. Wir glauben an das Gute, wir glauben nicht an den Untergang der Welt, sondern an eine glückliche Menschheit, an ein glückliches Europa, an eine glückliche Welt!", schloß Dr. Ley unter stürmischem Beifall.. Parteisekretär Minister 61 a r a c e zeigte die großen Leistungen der italienischen Freizeitbewegung. Abschließend sprach Mussolini die Hoffnung aus, daß dieser Dritte Weltkongreß „Arbeit und Freude" zu einem immer größeren Sichoerstehen der Völker beitragen möge. 13 Kreistage im Gau Hessen-Nassau. NSG. In dreizehn Kreisen des Gaues Hessen-Nassau wurden am Sonntag Kreistage der NSDAP, abgehalten. In vier Kundgebungen, i n Worms, Alzey, Erbach und Hanau sprach der Stellvertretende Gauleiter Linder zu den politischen Soldaten und der Bevölkerung, um die Richtlinien für die Arbeit des kommenden Jahres zu geben. Damit stehen nur noch in einigen Kreisen die festlichen Tage aus. Der Kreistag im Kreise Biedenkopf- Dillenburg nahm mit der Eröffnung einer großen Leistungsschau in der Reithalle des Landes- Gestüts in Dillenburg feinen Auftakt. Eine Führertagung vereinigte die Politischen Leiter, Führer und Führerinnen der Gliederungen und angeschlossenen Verbände im Adolf-Hitler-Haus, wo Staatssekretär Reiner über die Aufgaben und Ziele der Partei sprach, die für sich die politische Führung und Erziehung der deutschen Menschen in Anspruch nehme. In zwei Sondertaaungen sprachen noch Gauamtsleiter Haug und Gauamtsleiter Krem- m e r. Dann wurde in Anwesenheit des Stabsleiters vom Gebiet der HI., Bannführer Dettmar, das neu errichtete Heim der HI. seiner Bestimmung übergeben. Zum Generalappell waren rund 4500 Männer und Frauen angetreten, zu denen Gauinspekteur Hvlzkämper sprach. Nach dem Appell marschierten die Teilnehmer zur Weihe des Adolf-Hitler-Hauses, in dem die Kreisleitung sowie die Gliederungen und Verbände untergebrocht sind. Sportliche Vorführungen und ein großes Dalksfest erfreuten sich starker Teilnahme. Der Kreistag in Wetzlar begann mit feierlicher Flaggenhissung vor dem Schützengarten und Führertagung unter Leitung von Gauamtsleiter Bickendorf und Kreisleiter Haus. Der Sonntag brachte sportliche Veranstaltungen auf der Ochsen- miese. Bei einer Kundgebung auf dem Domplatz am Sonntagnachmittag sprach Gaupropagandaleiter S t ö h r über die Kraft und Stärke der Partei und die tiefe Bedeutung der Kreistage. Kampf dem Bolschewismus, dem Judentum und allen der Volks- gemeinschaft entgegenstrebenden Mächten sei die Parole auch für die Zukunft. Den Abschluß des Kreistages bildeten ein Abendkonzert auf dem Kornmarkt unter Mitwirkung italienischer Künstler und ein Feuerwerk auf dem Kalsmunt. Die Siedlungspolitik der DAF. Der Reichsorganisationsleiter tut den ersten Spatenstich zur „Dr. Robert-Ley- Siedlung" in Gelsenkirchen. Gelsenkirchen, 25. Juni. (DNB.) Jrn Rahmen des Gautreffens des Gaues Westfalen- Nord der NSDAP, in Gelsenkirchen tat Reichsorganisationsleiter Dr. Ley. den ersten Spatenstich zu einem Siedlungsvorhaben, das die Schaffung von 2000 Arbeiterwbhnungen im Waldgebiet der Resser-Mark vorsieht. Gauleiter Dr. Meyer stellte fest, daß die dem Gauheitnstättenamt vorliegenden Pläne mit einem Kostenaufwand von 44 Millionen Reichsmark die Errichtung von 1500 Volkswohnungen, 700 Eigenheimen und 5000 .Kleinsiedlerstellen vorsähen. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley wandte sich gegen die Auffassungen, daß jeder Deutsche eigenen Grund und Boden haben müsse. Der deutsche Raum sei zu kostbar, als daß jeder siedeln könne. Siedeln solle nur der, der die erforderlichen Vorbedingungen dazu mitbringe. Darum sei es allein schon aus bevölkerungspolitischen Gründen erforderlich, viele gesunde Mietwohnungen mit Bad und genügend Raum und Licht zu bauen und nicht sogenannte Klein st Wohnungen. Die DAF. werde für die großen Wohnungs-Bau- und Siedlungsaufgaben, die sie sich oorgenommen habe, auch die finanziellen Voraussetzungen schaffen. Die großen Gebietsplanungen seisn der Ausgangspunkt zu einer Neugestaltung auch des gesamten rheinisch-westfälischen Industriegebiets unter Berücksichtigung vor allem auch einer grundsätzlichen verkehrspolitischen Umstellung. Oie Neutralität der Schweiz. Der Bundesrat dankt für das Verständnis in Berlin und 9tom. Bem, 25. Juni. (DNB.) Der Austausch der Neutralitätserklärungen zwischen der Schweiz und Deutschland sowie der Schweiz und Italien hat in der Schweiz große Befriedigung ausgelost, die in einer amtlichen Verlautbarung folgenden Ausdruck findet: „Der Bundesrat hat von dem auf diplomatischem Wege abgegebenen Erklärungen der deutschen und italienischen Negierung mit lebhafter Befriedigung Kenntnis genommen und hat feine Vertreter in Berlin und Rom beauftragt, seinen Dank adzu st alten für das freundschaftliche Verständnis, das in diesen Erklärungen zum Ausdruck kommt sowie auch die wertvolle Zusicherung, die sie enchalten." ♦ Die „Neue Basler Zeitung" schreibt u. a.: „An unserer frei gewählten Haltung ändert diese Anerkennung nichts, aber sie erfüllt uns doch mit einem Gefühl der Sicherheit und erweckt daher freudige Genugtuung. Die neuesten Anerkennungen von Rom und Berlin sind um so erfreulicher, als sie ohne jeglichen Vorbehalt gemacht wer» Den. Was völkerrechtlich und diplomatisch für un» fer£ Neutralitätsstellung unternommen werden konnte, ist von den Bundesbehörden getan worden. Sache des Volkes, .feiner Parteien und insbesondere der Presse ist es nun, die offizielle Neutralitätspolitik zu unterstützen durch eine neutrale Haltung, die jeden Zweifel' an unserem Neutralitätswillen überhaupt ausschließt." Die Stärke der italienischen Wehrmacht Rom, 25. Juni. (DNB.) In einer Betrachtung über die Stärke des italienischen Heeres betont der Staatssekretär im Kriegsministerium General Pa» riani in der Zeitschrift „Rassegna Jtaliana", daß das italienische Heer auf das modern st e aus» gerüstet fei. Nach ständigem Ausbau der italienischen Wehrmacht könne Italien insgesamt 9,8 Millionen im Alter zwischen 18 und 55 Jahren oder 23 v. H. seiner Bevölkerung mobilisieren, wozu noch 2,3 Millionen Wehrfähiger aus dem Imperium und den nordafrikanischen Provinzen hinzukommen. Diesen gewaltigen Aufstieg verdanke das faschistische Italien dem Duce und seiner Ueberzeugung, daß, wer stehen bleibe, schon vor dem Beginn des Kampfe? besiegt fei. Die italienischen Abendblätter weisen vor allem darauf hin, daß man mit diesem ungeheuren Aufgebot in der Lage sei, im Konfliktsfalle gewaltige strategische Formationen zu bilden, die sich entscheidend auswirken können, wenn es gelungen sei, die erste gegnerische Linie zu durchbrechen. Maffenprozeß gegen die Eiserne Garde in Rumänien. Bukarest, 25. Juni. (DNB.) Vor dem Bukarester Militärgericht begann ein Prozeß gegen 21 führende Mitglieder der Eisernen Garde. Gegen zwei, die beim Transport vorn Konzentrationslager Mercurea Ciuculai nach dem-Militärgefängnis Jilava entflohen find, wird in Abwesenheit verhandelt. Der eine von ihnen ist Fürst Alexander Cantacuzino, der in S p a n’i e n gegen die Bolschewisten mitgekämpft hat, Chef des Ordens „Motze-Marin", der von Codreanu zur Erinnerung an diese beiden in Spanien gefallenen rumänischen Helden begründet worden ist. Drei weitere Spanienkämpfer sitzen auf der Anklagebank, darunter der Vorsitzende der aufgelösten Partei „Alles für das Land", Slime. Auch der Hauptschriftleiter der verbotenen nationalen Zeitung „Bunavestire", Polihroniade, befindet sich unter den Angeklagten. Die Anklage stützt sich auf Artikel 209 des Strafgesetzbuches, der dis Aufwiegelung gegen d i e soziale Ordnung mit 3 bis 7 Jahren Gefängnis bestraft. Im besonderen wird die Aufwiegelung in der Verbindung mit einer ausländischen Organisation internationalen Charakters erklickt, von der Weisungen und Unterstützungen für die Vorbereitung einer sozialen Revolution in Rumänien entgegengenommen worden sein sollen. Einer der Verteidiger ist der langjährige Generalstaatsanwalt am Kassations- Hof, 23 i f o r e a n u, der bisherige höchste Staats- anwalt Rumäniens, einer der angesehensten Juristen des Landes. Vertreter der Auslandspresse sind nicht zuoelassen. Lediglich fünf rumänische Zeitungen durften Berichterstatter zur Verhandlung entsenden. Japan auf eine lange Knegs- dauer gefaßt. T o k i o , 25. Juni. (DRV.) Der Kriegsminister kündigte neue Maßnahmen zur Verstärkung der Mobilisierung an. Er forderte, daß das gesamte Volk, die Regierung und die Wehrmacht sich noch enger zusammenschließen. Es müßten alle Voraussetzungen für eine kraftvolle Bereinigung des Konfliktes in China geschaffen werden. Der Kriegs- mmlster stellte fest, daß Japan auch dann seine Ziele in China durchsetzen werde, wenn Tschiang- kaischek stärkere Bindungen mit dritten Mächten eingehen sollte und diese Mächte versuchten, neue Konzessionen zu erhalten. Die Frage der Kriegserkl.ärung an China sei in Tokio gründlichst überlegt worden. Dabei habe man festgestellt, daß ein solcher Schritt bisher nicht unbedingt notwendig gewesen sei. Tschiang- kaischek sei bestrebt, die Feindseligkeiten gegen Japan Zeit seines Lebens aufrechtzuerhalten. Solange er nicht seine Haltung gegenüber Japgn ändere, hätte Japan die Pflicht, die Feindseligkeiten fortzusetzen. Japan habe damit zu rechnen, sich auf mindestens zehn Jahre weiterer Feindseligkeiten einstellen zu müssen. Obgleich dritte Mächte verzweifelte Versuche machten, ihre eigenen Interessen in China zu wählen, so könne Japan sich dadurch in seiner Haltung nicht beeinflussen lassen. Amtseinführung des ersten Präsidenten Irlands. Dublin, 25. Juni. (Europapreß.) Der erste Präsident Irlands, Dr. H y d e, wurde im Schloß von Dublin in sein Amt eingeführt. Die Straßen trugen reichen Flagaenschmuck, und als Präsident Hyde in feierlichem Zuge, der von berittenem Militär angeführt wurde, in das Schloß geleitet wurde, säumten Tausende von Menschen die Straßen, um ihrem ersten Präsidenten zuzujubeln. Festgottesdienste in der katholischen und protestantischen Hauptkirche wurden von den Erzbischöfen beider Bekenntnisse zelebriert. Zuspitzung der Lage in Britifch-Guayana. London, 26. Juni. (Europapreß.) In Britisch- Guayana, der britischen Kronkolonie an der Nord- osttüste des südamerikanischen Kontinents, wo ähnlich wie auf der Insel Jamaika Streikunruhen auf den Zucker- und Reisplantagen ausgebrochen waren, find die Verhandlungen der Plantagenbesitzer mtt oen Stteikführern, die in der vorigen Woche noch eine Einigung versprachen, plötzlich abgebrochen worden. Der englische Generalgouverneur Jakson hat sich am Sonntag gezwungen gesehen, weitere Truppenver st är,Lungen in die Stteikgebiete zu entsenden. In London erklärt man, bei einer weiteren Ausdehnung des Stteiks in Britisch- Guayana werde die britische Regierung einen Untersuchungsausschuß nach dort entsenden, der die Aufgabe haben würde, ähnlich wie auf Trinidad und Jamaika die sozialen Verhältnisse zu überprüfen. Kleine politische Nachrichten. Reichssportführer , ö o n Tschammer und Osten wurde in Rom von Graf Ciano empfangen und weilte dann als Gast von General Vatiaro in Ostia. Parteisekretär Minister Starace gab zu Ehren des Reichssportführers ein Frühstück. Dann fuhr der Reichssportführer in das pontinische Siedlungsgebiet, wo er Littoria und Sabaudia eingehend besichtigte. Die deutsch-litauischen Wirtschaftsvereinbarungen vom 5. August 1936 sind um ein weiteres Jahr verlängert worden. Der günstigen Entwicklung des deutsch-litauischen Warenverkehrs konnte durch eine erhebliche Heraufsetzung des vorgesehenen Vertragsrahmens Rechnung getragen werden. Zur gleichen Zeit wurde die Ausdehnung der Wirtschaftsverträge auf das Gebiet des früheren Bundesstaates Oesterreich geregelt. * Der langjährige Kriegskommandant des Memel- aebietes, Oberst Liormanas, ist zum 1.Juli von seinem Posten abberufen und zur anderen Verwendung in Litauen bestimmt worden. Zum neuen Kommandanten des Memelgebietes ist der bisherige Kriegskommandant des Kreises Panevezys, Oberstleutnant Andraschunas, ernannt worden. * Die Beisetzung der Mutter der englischen Königin, der Gräfin S t r a t h m o r e, ist auf nächsten Montag festgesetzt worden. Sie wird auf Schloß Glamis, dem ^Stammsitz der Grdfen von Strath- more erfolgen. Das Königspaar wird am Samstag nach Schloß Glamis abreisen. Das Programm für den Pariser Königsbesuch ist unverändert geblieben und wird sich nunmehr vom 19. Juli ab abwickeln. Der Führer und Reichskanzler hat dem König und der Königin drahtlich sein Beileid ausgesprochen. In London ist die 16. Internationale Rote-Kreuz-Konferenz zu Ende gegangen. Die deutsche Abordnung unter Führung ihrer beiden Präsidenten, des RSKK.-Obergruppenführers H e r - zogvon Coburg und des f^-Brigadeführers Dr. G r a w i tz hat sich erfolgreich an allen Arbeiten der Konferenz beteiligt. Im Vordergrund standen völkerrechtliche Fragen; insbesondere die Notwendigkeit einer Ausdehnung des Schutzes durch das Rote Kreuz in Kriegszeiten. * Auf einer Generalversammlung des polnischen Legionäroerbandes ernannte Marschall Rydz-Smigly anstelle des Obersten Koc, der unlängst auch von der Leitung des Lagers der nationalen Einigung zurückgetreten ist, den Verkehrsminister Oberst U l - rych zum Kommandanten des Verbandes. Rydz- Smigly erklärte, daß vor allem die Jugend für die Arbeit am Staate gewonnen werden müsse. Oberst Ulrych gab der Ueverzeugung Ausdruck, daß Polen einer nationalen Erneuerung auch in weltanschaulicher und geistiger Hinsicht entgegen gehe. * Die Feierlichkeiten zu Ehren des vor 900 Jahren verstorbenen ersten ungarischen Königs St. Stephan wurden in Anwesenheit des Reichsverwesers vonHorthr)im Rahmen einer festlichen Nationalversammlung im Kuppelsaal des ungarischen Parlaments eröffnet. Das gesamte offizielle Ungarn war in prunkvoller Gala vertreten. Auch das gesamte Diplomatische Korps war erschienen. Aus aller Welt. Rudolf Heß bei der Hitlerjugend aus der Ostmark auf Burg Gtahleck. B a ch a r a ch , 25. Juni. (DNB.) Auf Einladung des Landesverbandes Rheinland für die deutschen Jugendherbergen und des Landeshauptmanns der Rheinprovinz, Haake, machten über 100 Hitlerjun- gen und BDM.-Mädel der ehemaligen illegalen österreichischen HI. eine achttägige Fahrt durch die schönsten Gegenden des Rheinlandes. Den Abschluß fand die Fahrt mit einem Sommerfest auf der Juacndburg S t a h l e ck. Als Fanfaren und Böllerschüsse das Eintreffen des Stellvertreters des Führers ankündigten, kannte die Freude keine Grenzen mehr. Rudolf Heß verweilte dann einige Stunden unter der frohen Schar der Jungen und Mädels aus der Steiermark und Kärnten, die zunächst im Rittersaal dem Stellvertreter des Führers einige ihrer schönsten Heimatlieder vorsangen. Im Burghof nahm Rudolf Heß dann mitten unter den österreichischen Jungen und Mädeln in ihren schmucken Gebirgstrachten Platz. Schlußkundgebung des Deutschen Stubententages. Heidelberg, 25. Juni. (DNB.) Mit einer großen Kundgebung fand der Deutsche Studententag seinen Abschluß. Reichsstudetenführer Dr. Scheel ging in seiner Rede davon aus, daß die studentische Jugend nicht mehr hinten sieht, sondern marschiert. Für die deutsche Hochschule heiße es, sich ihrer großen kulturellen Sendung aus dem Geist der nationalsozialistischen Weltanschauung heraus bewußt zu werden. Die Aufgabenstellung der Facharbeit, die unter ganz bestimmten Gesichtspunkten erfolge, führe den Studenten wieder heran an die Wirklichkeit unseres völkischen Lebens. Der Wissenschaft würden dadurch neue Forschungsmethoden und neue Probleme eröffnet. Mit Freude könne die Tatsache festgestellt werden, daß Mittel und Wege gefunden wurden, Wissenschaft und Be- rufserziehüng in Einklang zu bringen. Hieraus ergebe sich eine Neugestaltung des Studiums, dessen tragende Faktoren sein müssen: 1. die Erziebung au Zucht und Ordnung, Charakterfestigkeit und Willensstärke, die Leibeserziehung, die musische Erziehung der Kameradschaften, 2. die wissenschaftliche Lehre und Forschung und die Erziehung zu eigenem Denken und Arbeiten in den Vorlesungen und Hebungen der Dozenten und Professoren, den Arbeitsgemeinschaften und den Fachgruppen und den Mannschaften des Reichsberufswettkampfes; 3' die Berufsausbildung und Erziehung I zur Menschenführung in völkischer Verpflichtung1 und Verantwortung im späteren Beruf durch die Fachgruppen und die Berufspraxis. Der Reichs- studentenführer ging dann auf die Frage der Sicherung eines fähigen Nachwuchses ein. Diese Frage sei eine Existenzfrage der deutschen Hochschule. Wir müßten der Jugend sagen, daß Wissenschaft nicht eine unnütze Beschäftigung, nicht geistreiches Problematisieren sei, sondern Kampf, Kampf in der Auseinandersetzung mit Gegnern unserer. Weltanschauung, der nur von Kerlen mit Wissen und Können, Charakterstärke und Willenskraft bestanden werden kann. Erzogen zu Charakteren und Persönlichkeiten würden die neuen Träger unserer Berufe jene Fähigkeiten entwickeln, die das deutsche Volk von ihnen erwarte. Die neuen deutschen Hochschulen würden wahre Mittelpunkte deutschen Geisteslebens und Bollwerke deutscher Art gegen artfremde.Einflüsse sein. Gerade vom deutschen Studenten müsse verlangt werden, daß er sich auszeichne vor dem deutschen Volke durch Charakter und Leistung, daß er ein Wahrer, Hüter und Mehrer der höchsten deutschen Kulturwerte sei, daß er Kämpfer sei für die geistige Freiheit des deutschen Volkes und für die deutsche Kultur. — Mit dem gemeinsamen Lied „Heilig Vaterland" schloß der Appell. Der Gegelflug in das Programm der Olympischen Spiele ausgenommen. Die 38. Konferenz der F^ddration Aeronautique Internationale (FA1) hat ihren Abschluß gefunden. Die Ausnahme des S e a e l f l u g e s in das Programm der Olympischen Spiele wurde festgelegt. Es wurde vereinbart, daß die interessierten Länder hierzu Einheitssegelflugzeuge entwickeln, unter denen das geeignetste auf einem Vergleichsfliegen im Frühjahr des kommenden Jahres in Rom als Olympia-Segelflugzeug bestimmt werden soll. Auf Grund eines durch den Aeroklub von Deutschland eingebrachten Entwurfes wurde weiterhin das internationale Fliegerabzeichen geschaffen, das einen über der Weltkugel fliegenden Adler darstellt, über dessen ausgebreiteten Schwingen ein Regenbogen als Zeichen internationaler Zusammengehörigkeit aufscheint. Durch Abänderungsanträge zu den internationalen Rekordvorschriften werden die Bestimmungen für die Ausstellung und Anerkennung von Segel- flugrekorden vereinfacht, die bisher der Eigenart des motorlosen Fluges nicht in allen Teilen gerecht wurden. Der Aeroklub wurde beauftragt, für 1939 einen Internationalen Zielsegelflugwettbewerb nach Bukarest um den Prinz- Bibesco-Pokal vorzubereiten. Zum Präsidenten der FAI wurde Prinz Bibesco (Rumänien) wie- Auiowegelagerei. Don unserer Äerlmer Schriftle'tung. Zum zweitenmal hat jetzt die Reichsregierung mit dem drakonischen Mittel der Todesstrafe im Gesetzeswege zu einer Frage Stellung genommen, die die Allgemeinheit in ernster Weise angeht. Im Zusammenhang mit dem neuesten Skandal einer Kindesentführung in Amerika mochte man sich daran erinnern, daß die Rsichsregierung am 22. Juni 1936 die Todes st rase für Kindesraub eingeführt hat, der in erpresserischer Absicht begangen wird. Diese Maßnahme erfolgte damals unmittelbar im Anschluß an ein derartiges Verbrechen. Wenn die Reichsregierung jetzt die Todesstrafe auch für Autobanditen be- Morgens und abends Chlorodont verhütet Zahnstein-Ansatz schloffen hat, die eins der gemeinsten Verbrechen, den Straßenraub, ohne Rücksicht auf Menschenleben, Verkehr und wertvolles Material begehen, so zeigt. sie mit derselben Energie und Schlagkraft, daß sie entschlossen ist, gemeine Verbrechen mit aller wünschenswerten Rücksichtslosigkeit auszurotten. Daß Straßenraub schon immer als ein besonders verabscheuungswürdiae? Verbrechen gegolten hat, zeigt die Tatsache, daß schon unter der früheren Gesetzgebung eine solche Tat. mit mindestens fünf Jahren Zuchthaus bestraft wurde. Nun gehen im nationalfoziglistifchen Deutschland alle Maßnahmen zum Schutz der Allgemeinheit von dem Grundbegriff der Volksgemeinschaft aus. Ist dieser aber einmal der Ausgangspunkt für jeden Schutz des öffentlichen Lebens geworden, so ergibt sich logisch aus oer Volksgemeinschaft für das Gebiet de? öffentlichen Verkehrs eine Verkehrsgemeinschaft. Gerade in den letzten Jahren ist der nicht nur technische, sondern vor allem auch moralische Begriff der Verkehrsgemeinschaft u. a. ja auch dadurch sehr deutlich unterstrichen worden, daß öie Reform der Verkehrsregeln jedem Verkehrsteilnehmer ein Höchstmaß von Verantwortungsgefühl und Rücksichtnahme auferlegt. Demzufolge ist eine Tat, die sich gegen die Ver- kehrsgemeinschast richtet und in der gewissenlosesten Weise Menschenleben und wertvolle Güter mißachtet, ein ungewöhnlich schweres Kapitalverbrechen. Schon aus Abschreckungsgründen muß die Strafe von einer exemplarischen Harte fein. Der Prozeß gegen die Gebrüder Götze in Berlin enthüllte einen geradezu entsetzenerregenden Tiefstand solcher ausgesprochen asozialer Elemente. Wie das Rechts- empfinden des Volkes über solche Verbrecher denkt, das zeigte sich im Moabiter Gerichtssaal in dem erregten Gemurmel der Zustimmung und der Genugtuung, als der Vorsitzende den Gesetzesbeschluß über die Todesstrafe gegen Autobanditen mit Autofallen verlas. Dadurch, daß bas1 Gesetz rückwirkende Kraft erhalten hat, ist die Gewähr gegeben, daß Volksgemeinschaft . und Verkehrsgemeinschaft von solchen Gangstertypen befreit werden. Darauf hat die Volksgemeinschaft um so mehr einen Anspruch, als das Kraftfahrzeug durch die Motorisierung Deutschlands unter Adolf Hitler ein Massenverkehrsmittel geworden ist, dessen Breitenwirkung von Jahr zu Jahr sprunghaft steigt und mit der Massenproduktion des Volkswagens erst dem eigentlichen Höhepunkt entgegeneilt. dergewählt. Nach einer Besichtigungsfahrt nach Karinhall und in die Schorfheide sand, die Tagung mit einem Empfang im Haus der Flieger am Sonntagabend ihren Abschluß. Als Gäste des Aeroklubs von Deutschland werden die Delegierten jedoch noch einige Tage in Deutschland weilen und Gelegenheit nehmen, die Junkerswerke in Dessau zu besichtigen sowie die Stadt der Reichsparteitage Marburger Festspiele. Shakespeare: „Wie es Euch gefällt." Die zwölfte Spielzeit der Marburger Festspiele, die am Samstag begann, ist ganz dem heiteren Geiste Shakespeares gewidmet, und von den drei Lustspielen, welche diesmal auf dem Programm stehen, machte jenes den Anfang, das in der langen, innerlich und äußerlich sehr variablen Reihe seiner comedies den Namen des Lustspiels vielleicht am legitimsten trägt und ohne die mindeste Einschränkung verdient. „As you like it" ist ein ganz aus souveräner Schöpferlaune heroorgegangenes Spiel, unwirklich wie ein Märchen, romantisch in feiner nachdenklich schweifenden Phantasie, barock zugleich in feinem wortspielerischen Spaß und Witz. (1599, vermutet man, wird es entstanden fein.) Die Handlung ist, dramatisch-theatralisch betrachtet, gering, ohne große Bewegung und umstürz,ende Entwicklung. Ein vertriebener Herzog, zwei feindliche, am Ende auf wunderbare Art versöhnte Brüder, eine liebliche, als Mann verkleidete Prinzessin mit dem Märchennamen Rosalinde, Schäfer und Narren ... und alles um Liebe. Im Ardenner-Walde, der bei Shakespeare kein wilder Forst ist, sondern ein arkadischer Hain, erfüllt sich auf eine zauberhaft-schalkhafte Weise, von Hymen gesegnet, das Schicksal aller, erfüllt sich auch der Nebensinn des Spiels, das lange vor Rousseau den Ruf „Zurück zur Natur!" hören und ein schäferlich-idyllisches, freies und schweifendes Leben unterm Himmel über Konvention und Intrige der höfisch-ritterlichen Welt ttiumphie- ren läßt. * Das Stück ist so locker gefügt, so bewußt spiele- risch, so flüchtig schwebend zwischen Scherz und zarter Melancholie, und eben dies macht es (von seinen Hauptschauplätzen abgesehen) wie nicht viele andere geeignet, auf einer Bühne im Freien dar- gestellt zu werden, welche nicht der Kulissen bedarf, die Natur zu malen, aus der es lebt. Der Beginn stand unter einem freundlichen Gestirn: je später es wurde, um so selbstverständlicher verloren sich die verschwimmenden Konturen der Szenenbiloer im natürlichen Nahmen der Schloßparkbühne. Ein hoher, nachtblauer Himmel wölbte sich mit milden Sternlichtern über dem Lustspiel, die Bäume rauschten im lauen Wind, als seien es die märchenhaften der Ardennen, wo Orlandos schmerzlich-sehnsüchtige Liebesbriefe mit Rosalindes Namen von Stämmen und Zweigen wehen. Dr Fritz Budde, der feit Jahren die Marburger Festspiele leitet, hatte den zerbrechlichen Szenenbau des Spiels behutsam und locker angefaßt, mit den Klängen eines unsichtbaren Orchesters und Gesang zur Laute durchwirkt, melodisch, lyrisch, .ohne scharfe dramatische Akzente. Der Bühnenbildner Franz Mertz hatte die strenge Stilisierung der drei hohen gotischen Bögen gemildert, aufge- lockert und mit frischem Grün verkleidet, um die märchenhaft-naturhafte Sphäre der Vorgänge anzudeuten. Die Einbeziehung der Tanzgruppe (Leitung: Günter Heß) unterstrich noch die opernhaftmelodramatischen Elemente der Inszenierung. ♦ Lilo Dietrich war die Rosalinde: ihr stand die Verwandlung aus der höfischen Prinzessinnentracht in einen knabenhaften Jagdjunker und wieder zurück nicht übel an; sie erschien mädchenhaft verliebt, und betrübt, zärtlich und heiter, dabei von beweglich-romantischer Laune, das Spiel der Verkleidung bis zum guten Ende zu wahren. Die Celia der Ilse Knochenhauer war ihr eine anmutig fröhliche, I gleichgestimmte Begleiterin. Die darstellerisch belebteste Figur im großen Ensemble, zugleich auch die am ausgeprägtesten shake- spearische Erscheinung, war der von Seppl Litsch gespielte Jaques, ein nachdenklicher, leise melancholischer, musikalisch inspirierter, tiefsinniger Narr. Die berühmte Monologszene —- „Die ganze Welt ist Bühne, und alle Frau'n und Männer bloße Spieler ..." — war ein kleines Kabinettstück maßvoll andeutender Charakterisierung und schauspielerischer Verwandlung. Henry R ü b e f a m gab den jungen, ritterlich- scheuen Orlando, Rodert Harp recht den als Rolle minder dankbaren, aber sprachlich schärfer profitierten Oliver. Den mehr diesseitig gestimmten, mit derberem Witz aufwartenden Prvbstein spielte, stellenweise etwas überbetont, Edgar Pauly. Richard Täufel als bombastischer Ringer Charles, die Schäfer Helmut Peine und Karl B o ck x, Anneliese Würtz und Ruth Konrad als Phoebe und Kätchen waren unbekümmert luftige Personen am Rande des Spiels. — * Die erste Aufführung fand, in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste, sehr freundlichen Beifall. Festliche Beleuchtung des Schlosses, der Elisabethkirche und der Philipps-Universität beschloß den Abend in hergebrachter Weife. Hans Tbyriot Briefe im Zorn. Von Julius Kreis. Soll man im Zorn Briefe schreiben? Daraus wird jeder weise Seelenarzt und erfahrene Berater mit einem laut schallenden Ja! antworten. Briefe, so richtig mit allem Gift und Groll des Augenblicks geladen, mit allem akuten Aerger über nicht gehaltene Versprechungen, vernommene Verleumdungen, übermittelte Kränkungen, über schlechte Kritiken, leichtfertige oder treulose Geliebte, verpatzte Aktionen — oh, wie erleichtern sie unser hochgespanntes, affektgeladenes Gemüt! Wie ein holdes Rauschgift lindern sie brodelnde Wut, bohrenden Grimm! Man wähle glattes, möglichst holzfreies Papier zu diesem Brief, daß kein mechanisches Hindernis den Laivafluß unserer Wort aufhält, die aus dem Vulkan unseres verletzten Herzens emporquellen. Die ersten zwei Seiten mögen einem hemmungslosen Ausbruch vorbehalten sein. Schreibe wie du sprichst, unmittelbar, nachdem du die Kränkung oder Enttäuschung erfahren hast. Sollte bei selteneren und ausgesucht ehrenrührigen Wörtern dir die richtige Schreibweise nicht gegenwärtig fein, so blättere nicht im Orthographie-Lexi- kon. C? hält nur auf. An markigen Stellen lasse einen dicken Tintenklecks zurück, als Zeichen besonderer Verachtung. Die nächsten zwei Seiten können überlegten und ausgewählten Injurien vorbehalten bleiben. Feinsinnige Vergleiche aus dem Tierreich, aus der Welt obskurer Körperteile, aus dem Bereich symbolischer Redensarten und volkstümlicher Wendungen mögen deinen Feind wie die Pfeile der Banderillos verwunden und reizen. Rollen auf den ersten zwei Seiten deine Worte naturhaft kräftig, ungebändigt, eruptiv, so liegt im zweiten Teil deines Briefes der Reiz, die Hiebe grammatikalisch und orthographisch einwandfrei zu gestalten, ja, sie mit einer gewissen Liebe zu ziselieren, Meisterwerke kränkender und atzender Wort-Kleinplastik zu schaffen. Im dritten und letzten Teil deiner Epistel magft du alle Hoffnungen und Wünsche zusammenfassen, die dich um das Wohlergehen des Adressaten bewegen. Ist der Brief fertig, so lies ihn noch einmal sorgfältig durch und hebe besonders gravierende Worte durch dicke Unterstreichung hervor. Deinem Ermes- sen sei es anheimaestellt, den Brief einem vertrauten Gatten oder Freund vorzulesen und alle Beschwörungen um Milderung von Form und Inhalt mit einem kalt grausam lächelnden Kopfschütteln abzutun. Nun gib den Brief in den Umschlag, schreibe die Adresse lesbar und genau daraus und versieh ihn — denn anderes wäre taktlos — mit einer Marke. Dann trägst bu dein Schreiben zum nächsten Briefkasten, schiebst es in den Schlitz undziehst es wieder zurück. Morgen! O nein — nicht aus Feig- heit. Sondern vielleicht fällt uns noch was besonders Kräftiges, Duftiges für den Gegner ein. Morgen ist dein Zorn nur noch ein Zehntel von heute, und übermorgen wunderst du dich, wenn du deinen zerknitterten Brief in der Rocktasche findest, wie man sich überhaupt so aufregen kann. Dein schar- fer Brief.hat dich entladen. Absenden oder nicht ist eine reine Formsache. Sorgfältig bitzelt man die unbenützte Briefmarke vom Brief herunter, er liegt vielleicht noch ein — zwei Tage auf deinem Tisch herum. Dann wirfst du ihn mit anderem Kram ins Feuer. Nach acht Tagen begegnet dir der Feind. Er sagt: „Hären Die mal. Sie haben da durch mich, wie ich erfahre, Aerger gehabt, aber ich ..." Und du winkst großartig ab und sagst: „Ach, ich bitt’’ Sie, nicht der Rede wert." Zeitschriften. — Ein Beitrag von Dr. Johannes Stoye in der neuesten Nummer der „I l l u st r i r t e n Z e i t u n q Leipzig" weist auf die Entwicklung Indiens unter der englischen Herrschaft hin. Dem Beitrag, sind zahl- reiche Illustrationen beigegeben, die dem Leser das „Gesicht" Indiens erschließen, das allerdings wohl in feinem innersten Wesenskern von Europäern niemals gemz erschlossen werden wird. — „Frankreichs farbige Armee in Nordafrika", ein zweiseitiger Bilderbeitrag, erinnert an Frankreichs Ausbau feiner Kolonialarmee. — Die Beiträge „Deutsche Ritter- grabmäter", „Oldenburg — die Stadt zwischen Marsch, Moor und Geest" und „Bei den Bergbauern von St. Oswald" führen in deutsche Kultur und Landschaft em. Hierher gehört auch der Aufsatz über Albrecht Altdorfer, den ersten Romantiker der deut- schen Kunst. — Die farbige Seite „Buntes Stein- Zeug" gibt einen interessanten Einblick in das Töpfer- Handwerk. Hochschulnachnchien. Der mit Winkung vom 1. April d. I. wegen Erreichung der Altersgrenze emeritierte o. Professor $ 1 ’n Tübingen wurde beauftragt, den Lehrstuhl für Pathologie zunächst weiter zu vertreten. I 1 If 1 5 c..' . s t\A' tu ,yf '■ i W ' d , r'1 ü: ' • t V 9 r r 2 . n n Q li a । d r,..... n fc< 3' n ft d- n c te st' h. bi ai L in g S in Ai au, . bi< '' je! Zc l m, < toi i1 sel de sei an Lu tei mo'i h Fr .. all , sas gr> ock ‘ da fat Eu wi. ein lich fpa bei' i. Hai Zu Der vom Volksgerichtshof wegen Landesverrats zum Tode und zu dauerndem Ehrverlust verurteilte Heinrich Menz aus Biberach an der Riß ist. h i n - gerichtet worden/ Der Verurteilte, der durch leichtsinnigen Lebenswandel auf die abschüssige Bahn gekommen war/hat sich einem fremden Spionagedienst zur Verfügung gestellt, diesem Material geliefert und es auch unternommen, andere für die gegen Deutschland gerichtete Spionagetätigkeit zu gewinnen. Ferner ist der Kurt M a d r y aus Berlin h i n - gerichtet worden, der vom Schwurgericht Berlin wegen Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden ist. Madry hatte in einer Weinstube in Char- lottenburg seine Frau heimtückisch erschossen, weil sie sich wegen seines liederlichen Lebenswandels und seines rücksichtslosen und brutalen Verhaltens von ihm getrennt und das Ehescheidungsverfahren eingeleitet hatte. Ebenfalls wurde der Otto Berger hingerichtet, der vom Schwurgericht in Berlin wegen Mordes und schweren Räubes mit Todesfolge zum Tode und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit verurteilt worden ist. Berger hat den Schuhmacher Daniel Gramsch in Bötzow, Kreis Osthavelland, in seiner Werkstatt überfallen erschlagen und seiner Ersparnisse beraubt. Anschließend hat er mit der Beute eine Vergnügungsreise durch Deutschland unternommen. Die Hennen von Longchamp. Der Höhepunkt der großen Pariser Rennwoche wurde am Sonntag mit dem Gran,d Prix erreicht, der auf der Pferderennbahn in Longchamp im Bois de" Boulogne vor etwa 150 000 Zuschauern ausgetragen wurde. Das Rennen wurde von dem Favoriten, dem in seinen bisherigen dreizehn Rennen ungeschlagen gebliebenen dreijährigen Italiener Nearca mit eineinhalb Längen Vorsprung vor dem Franzosen Canot und dem Anglo-Franzosen Bois-Roussel, dem englischen Derby-Sieger, überlegen gewonnen. Nearca gehört dem bekannten italienischen Rennstallbesitzer Frederico T e s i o. Sein Sieg wurde von den Zuschauern mit großem Beifall ausgenommen. Als Signor Tesio traditionsgemäß fein Pferd am Halfter zur Waage zurückführte, wurden ihm begeisterte Huldigungen dar- gebracht. Der Präsident der Republik, Albert Lebrun, und seine Gattin beglückwünschten persönlich den glücklichen Rennstallbesitzer und seine Frau. Die Veranstaltung war auch vom gesellschaftlichen Standpunkt aus ein großes Ereignis. Neben dem Staatspräsidenten und seiner Gattin hatte sich alles, was im Rennsport, in der Gesellschaft und in der Theatenvelt einen Namen hat, eingefunden. Das Wetter war sehr angenehm; nach der Hitze vom Samstag wehte eine frische Brise; der Besuch nahm ein seit langem nicht mehr erlebtes Ausmaß an. , , Freilichtspiele in der Gelnhäuser Kaiserpfalz. . Zum erstenmal veranstaltete in diesem Jahr die Kreisleitung der NSDAP. Gelnhausen in der aus dem 12. Jahrhundert stammenden Kaiserpfalz Freilichtspiele. Das von Erich Bauer (Schlüchtern) tm Auftrag von Kreisleiter Kaufemann für die Gelnhäuser Spiele geschriebene Schauspiel „Und so zerbrach das Reich" behandelt den tiefen Konflikt zwischen Friedrich Barbarossa und Heinrich dem Löwen. Mil 390 km Reisegeschwindigkeit nach Aegypten. Auf dem Flughafen Tempelhof startete das viermotorige Großoerkehrsflugzeuq Fw 200 „Condor" der Focke-Wulf-Flugzeug-G.m.h.H. zu einem Fluge nach Kairo. Die Maschine kann neben vier Mann Bordpersonal 26 Fluggäste aufnehmen, die in zwei großen bequemen Abteilen untergebracht sind. Der Fahrgastraum hat 17 Plätze» das Rauchabteil 9. Höchste Flugsicherheit ist dadurch erreicht worden, daß die Maschine mit vier Motoren ausgerüstet wurde. Das Flugzeug erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 430 Kilometer und eine Reisegeschwindigkeit mit 26 Fluggästen von 390 Kilometer. Gute Fortschritte der Nanga-Parbat-Expeditiou. Aus einem Telegramm der Fluggruppe der deutschen Nanga-Parbat-Expedition geht hervor, daß es den Bergsteigern gelungen ist, trotz der starken Schneefälle die drei bereits errichteten Hochlager auf dem Rakiot-Gletscher wieder zu besetzen und zum Nordvstgrat des Nanga Parbat vorzudringen, wo das Lager IV (6200 Meter) errichtet worden ist. Diesem Hochlager wurden vom Expeditionsflugzeug acht Proviantkasten und die Heimatpost durch Abwurf zugestellt. Die „Ju. 52" traf auf dem Hin- und Rückflug Wolken und Gewitter an, während der Himmel am Nanga Parbat selbst wolkenlos war. Die Bergsteiger meldeten dem Flugzeug durch Funkspruch, daß bei ihnen alles wohl- auf sei. Das Lager IV befindet sich in der Nähe der Stelle, an der im vorigen Jahre eine Eislawine sieben Deutsche mit neun Trägern ums Leben brachte. Durch planvolles Zusammenwirken von Bergsteigern und Flugzeug war es möglich, diesen wichtigen Punkt trotz der Wetterungunst so schnell wieder zu erreichen. Probeabschuh eines neuen Attanlikflugzeuges. Im Bremerhaven wurde von dem Katapultschiff „Schwabenland", der Deutschen Lufthansa der erste Probeabschuß mit dem Flugzeug „H a 13 9b" vorgenommen. Das Flugzeug ist eine Weiterentwicklung der durch ihre erfolgreichen Nord- und Südatlantiküberquerungen bekannten Flugzeuge „Ha 139", /.Nordmeer" und „Nordsee" und wurde ebenfalls auf der Hamburger Werft von Blohm & Voß erbaut. Die Höchstgeschwindigkeit des Flugzeuges, dessen Probeabschuß glänzend verlief, ist von 300 auf 325 Kilometer gesteigert worden. Französisches Segelflugzeug abgestürzl. Heber dem Flugplatz Dillacoublay bei Paris verunglückte ein Ingenieur während eines Versuchsfluges mit einem kleinen Segelflugzeug tödlich. Offensichtlich hatte der Pilot bemerkt, daß das Flugzeug abzustürzen drohte, und versuchte mit dem Fallschirm abzuspripgen. Der Fallschirm öffnete sich jedoch nicht, so'daß der Ingenieur abstürzte und am Boden zerschellte. Brandunglück fordert zwei Todesopfer. In Obemburg a. M. entstand in einem Neubau der Kies- und Sandwäscherei Götz & Söhne ein Brand, der zwei Menschenleben forderte. Beim Ausruch des Brandes befanden sich drei Arbeiter in dem Raum, denen es nicht mehr gelang, sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Der 36 Jahre alte Johannes Lenz aus Wald-Amorbach konnte nur noch als verkohlte Leiche geborgen werden. Der 28 Jahre alte Anton Birkhold aus, Altenbuch erlitt so schwere Brandwunden, daß er im Bezirkskrankenhaus Obernburg gestorben ist. Der dritte Arbeiter, Berninger aus Groß-Heubach, erlitt ebenfalls schwere, aber nicht lebensgefährliche Brandwunden. Groher Waldbrand in Dalmatien. Auf der Halbinsel Lapad geriet ein alter Tannenwald unweit der bekannten Adriastadt Dubrovnik (Ragusa) in Brand. Aus der Halbinsel Lapad stehen die meisten Hotels und Villen von Dubrovnik. Außer der Feuerwehr wurden Militär und Kriegsmarine mobilisiert, um den Brand zu lokalisieren. Nach mehrstündiger Arbeit gelang es, das Feuer zu löschen. Nach Meldungen der - jugoslawischen Presse sind- etwa 150 Quadratmeter Wald abgebrannt. Grohfeuer in einer Lederwarenfabrik. In der Zuschneiderei der Lederwarenfabrik Gebt. Kiehl in Froschhausen brach ein Großfeuer aus, zu dessen Bekämpfung die fteiwilligen Wehren aus Froschhausen, Seligenstadt und Neu-Isenburg sowie die Berufsfeuerwehr aus Offenbach heran- gezogen wurden. Der Dachstuhl und das zweite Stockwerk der Fabrik wurden vollkommen eingeäschert. Vier Feuerwehrleute mußten mit Brandwunden oder Rauchvergiftung in das Seligenstädter Krankenhaus eingeliefert werden. Tödlicher Absturz an der Eiger-Bordwand. Aus Grindelwald wird gemeldet, daß an der Eiger-Nordwand zwei Italiener aus der Provinz Vicenza tödlich abgestürzt find. Vermutlich gerieten sie in ein Gewitter. Eine Leiche konnte bereits geborgen werden. Unwetter in der Tschechoslowakei fordert sechs Todesopfer. In Mähren, in der Slowakei und in Karpatho- rußland find schwere Unwetter niedergegangen. Sechs Personen, die unter Bäumen Schutz gesucht hatten, wurden durch Blitzschläge getötet. In Munkasc gingen so starke Hagelkörner nieder, daß mehrere Personen dadurch verletzt, wurden. Ein großer- Teil der Straßenlampen des Ortes wurde vom Hagel zerschlagen, der auch sonst großen Schuhen anrichtete. Wetterbericht Hinter der Störungsfront, die Deutschland am Samstag überquerte und in unserem Gebiet streckenweise starke Niederschläge auslöste, hatte sich bereits am Sonntag wieder vielfach heiteres, wenn auch leicht abgekühltes Wetter eingestellt. Weit im Lande hat sich ein für die Jahreszeit außerordentlich kräftiger Sturmwirbel entwickelt, der wohl in der Hauptsache ostwärts zieht, aber auch auf unser Wetter nicht ohne Einfluß bleiben wird. Vorhersage für Dienst a.g: Veränderlich, doch meist bewölkt und vielerorts auch Regenfälle, bei kräftigen, teilweise westlichen Winden weitere Abkühlung. Lufttemperaturen am 26. Juni: mittags 21,9 Grad Celsius, abends 17,9 Grad; am 27. Juni: morgens 15,0 Grad. Maximum 24,5 Grad, Minimum 9,8 ®rab. — Erdtemperattiren in 10 cm Tiefe am 26. Juni: abends 22,7 Grad; am 27. Juni: morgens 18,8 Grad. — Sonnenscheindauer 5,8 Stunden. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter de^ Hauptschriftleiters: Dr. Hans Thy- riot. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein (in Urlaub); in Vertretung: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Derantworllich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A V. 38: 9163. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit' ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. ftande der Hausfrau Die PERSIL-WERKE veranstalten bis auf weiteres Weiß-Wasdi-VoEfüfiTungen im Restaurant „Zur Stadt Wetzlar“, Ludwigstraße 55. Die Vorführungen finden täglich um 16 und 20 Uhr statt. Jede Besucherin erhält einen praktischen Gegenstand für die Waschküche. Eintritt frei! Eintritt frei! 4360 V Gebrauchte Schreib-J maschinen vonRM. 30.-an Baos Curt Scheer Lauterbach (Hess.) Vereine Vaverscher Gesangverein e.V. til9D Heute abend 20.30 Uhr: Singstunde I im Vereinslokal. unvergeßliche liebe. Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, Tante Schwägerin Katharina Lebensjahre. 1938. [, nachmittags Die 4351D Lollar, Berlin, Bremen, den 25. arbeitsreichen Leben entschlief sanft Nach einem schwerem Leiden findet am Montag, dem 27. 3% Uhr, in Lollar statt ir alle Hinterbliebenen: ie trauernden Kinder. Großen-Linden, den 27. Juni 1938. 4359V Tüchtiger p5Qutiete Stau Schlosser M Mlein oder 43381 Familiendrucksachen Verlobungsanzelgen Vermflhlungsan zeigen Geburtsanzeigen bei Brühl. Schulstr. 1 Zwangsversteigerung Dienstag, 28. Fuyi, nachm. 2 Uhr, sollen im Berfteigerungslokal — Neuenweg 28— ozw. an Crt und Stelle (Bekanntgabe inob.Lokal) zwangsweisegegen sofortigeBar- zahlung versteigert werden: Haus-, Laden- u. 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