Nr. 122 Erstes Blatt 188. Zahrgang Freitag, 27. Btai 1938 fcr|d)ttni rüglich. außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monatt'Bezugrprelr: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr , -L5 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Kernfprechanfchlüsse unter Sammelnummer 225) Anschrift für Drahtnach» richten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen Druck und Verlag: vrühlsche llniverfilätsdruckerei R. Lange in Sietzen. Schristlettung und Seschäftrftelle: Schulstrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer vis8^Uhrdes Dormittags Grundpreise für 1 mm hohe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von 70mm Breite SORpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25°/o mehr. 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In einem festlichen Akt legte der Führer am Himmelfahrtstage vor 70 000 Volksgenossen aus allen Teilen des Reiches auf dem Werkplatz bei Fallersleben den Grundstein zum größten Kraftwagenwerk der Erde, dem Volkswagen-Werk. Das Gelände des Volkswagen-Werks, nur wenige Kilometer von Fallersleben entfernt, zieht sich in einer zwei Kilometer langen Front nördlich des Mittellandkanals ^entlang. Ein eigener Hafen, dessen Umrisse schon deutlich zu erkennen sind, wird das Werk auf dem Wasserwege 'mit dem ganzen Reich verbinden. Im Westen werden die' eigenllichen Industrieanlagen, die Werk- und Motorenhallen erstehen. Daran schließt sich das Verwaltungsgebäude mit dem etwa 80 Meter hohen Turmbau an und in der Richtung auf das Dorf Sandkamp die Anlagen, die der Be- treuung der ip diesem Werk schaffenden Volksgenossen dienen, wie das Sportfeld mit den Bootshäusern auf dem Kanal, Sportplätzen mit Schwimmhallen, Sporthallen, einem Freibad, während landeinwärts ein Hotel für die Käufer des Volkswagens, die Warenlagerhallen mit eigenem Dersandbahnhof und weiteren Lagern, eine große Einfahrbahn und ein werkeigenes Krankenhaus, das ganz im Grünen liegt, erstehen. Schon heute ist zu erkennen, daß der vorhandene Baumbestand des Geländes sorgfältig erhalten bleibt. Um dieses Werk herum wird die neue Stadt wachsen, in deren Siedlungsgebiet 28 Gemeinden einbezogen werden. Jenseits des Kanals ist bereits das Vorwerk zum Volkswagen-Werk in Angriff genommen. In diesem Werk erhalten die Arbeiter des Volkswagen-Werks ihre fachliche Ausbildung, so daß wenn dgs Werk fertiggestellt ist, zugleich auch die hochqualifizierten Facharbeiter zur Verfügung stehen. Zugleich wird im Vorwerk die Ausbildung der Lehrlinge vorgenommen. Zwischen dem Vorwerk und der Fabrik wird aus dem Gut Moerse ein landwirtschaftliches Mustergut für die Volkswagenfabrik geschaffen. Rings um Festplatz sind eine große Anzahl von Barackenbauten errichtet, liegt in gewaltigen Stapeln das Baumaterial, ragen bereits die Türme der Kraftwagenzentralen empor, Feldbahngeleise durchziehen das Gelände, im Hafen liegt ein riesenhafter Bagger. Große Greifkrane künden an, daß alles bereit ist, um das gewaltige Werk erstehen zu lassen. Vor der großartigen Kulisse des Kiefernwaldes ist eine hohe Ehrentribüne aufgebaut, die das Zeichen der Deutschen Arbeitsfront trägt und von 20 Meter hohen Hakenkreuzfahnen flankiert ist. Vor der Mitte der Tribüne liegt der Grundstein und vor diesem wieder sind die drei Typen des Volkswagens aufgestellt. Dor der großen Tribüne, die die Ehrengäste aus Partei und Staat, Wehrmacht und Wirtschaft füllen, sind die Ehrenformationen der Parteigliederungen angetreten. Ihnen gegenüber haben die bisher bei dem Werk beschäftigten 3000 Arbeiter, die Ehrenzeichenträger aus dem Gau Ost- Hannover und die Landwirte, die Grund und Serben für die Errichtung des Werkes abgetreten haben, deinen bevorzugten Platz erhalten. Bei schönstem Frühsommerwetter hat sich der Aufmarsch der 50 000 Volksgenossen, die mit Sonderzügen aus ollen Teilen des Reiches nach Fallersleben gekommen sind, und der Bevölkerung des Braunschweiger Landes vollzogen. Wenige Minuten nach 13 Uhr wird jenseits des Kanals die Wagenkolonne des Führers sichtbar. Um 13.15 Uhr trifft der Führer unter ohrenbetäubenden Stürmen der Begeisterung vor der Ehrentribüne ein. Langsam schreitet der Führer die Front der Ehrenformationen ab. Dor der Ehrentribüne überreicht ihm ein junges Mädchen ein Blumengebinde. Immer wieder erneuern sich die Huldigungen bis der Reichsorganisationsleiter Dr. Ley das Wort ergreift. Dr.Lep dankt dem Führer. Mein Führer! so erklärte Dr. Ley. Was hier begonnen wird, dieses Werk und alles, was daraus werden wird, das ist allein und ursächlich Ihr Werk, mein Führer. Sie haben uns durch Ihre große Idee und Ihren großen Glauben gelehrt, daß der Mensch sich nur durch Arbeit weiterentwickeln kann, daß nicht Worte und Phrasen Sozialismus bedeuten, sondern Taten, und daß der Mensch nur das verleben und verbrauchen kann, was erarbeitet worden ist. Sie haben uns weiter gelehrt, daß alle großen Werke nur durch die Gemeinschaft gebaut werden können. Wir wissen es, wie Sie bereits vor der Machtübernahme sich mit dem Gedanken getragen haben, dem deutschen Volk dereinst ein billiges und gutes Fahrzeug zu geben. Heute wird nun der Grundstein zu diesem gewaltigen Werk gelegt werden. Alles das ist Ihr Werk, mein Führer, und so danke ich Ihnen zuerst. Und mit diesem Dank verknüpfe ich den Dank an den Erfinder dieses Volkswagens Dr. Porsche und den Dank an alle Mitarbeiter. Und so bitte ich Sie nun, mein Führer, den Bericht meines Amtsleiters Lasse« r e n tz entgegenzunehmen, über das, was bereits tetan wurde. w ■ 'M KK 1 üf ; -A A'V:. Der Führer spricht. Nun trat, von erneutem Jubel überschüttet, der Führer an das Mikrophon. In seiner Ansprache führte er aus: „Als die nationalsozialistische Bewegung im Jahre 1933 zur Macht kam, erschien mir ein Gebiet besonders geeignet, um auf ihm den Kampf gegen die Erwerbslosigkeit aufzunehmen: das Problem der Motorisierung! Hier war das deutsche Volk am meist en zurückgeblieben. Gemessen an den Produktionsziffern nicht nur etwa Amerikas, sondern auch anderer europäischer Länder, war die deutsche Kraftwagenerzeugung geradezu lächerlich gering geworden: knapp 4 6 000 Personenwagen in einem Jahr! Das entsprach nicht im entferntesten den Derkehrsbe- dürfnissen des deutschen Volkes. Es ist verständlich, daß daher in einer Zeit, in der fast 7 Millionen Erwerbslose unser Leben belasteten, gerade auf diesem Gebiet sofort Wandel geschaffen werden mußte. Als erster Schrill für die Motorisierung galt dabei die Loslösung von der früheren Auffassung, daß das Kraftfahrzeug ein Luxusartikel sei. Natürlich, wenn in einem Lande nur zwei-, drei- oder vierhunderttausend Kraftfahrzeuge laufen, trifft dies zu. 3m deutschen Volk ist Bedarf aber nicht für zwei- bis dreihunderttausend, sondern für 6 oder 7 Millionen Kraftwagen vorhanden! Entscheidend ist dabei nur, daß An- schaffungs- und Erhaltungskosten dieses modernsten Verkehrsmittels mit den Einkommensverhältnissen des Volkes in eine Uebereinstimmung gebracht werden! Man hielt mir damals entgegen: „Das ist nicht möglich!" Darauf kann ich nur eine Antwort geben: „Was in anderen Ländern möglich ist, wird auch in Deutschland möglich sein!" Das Wort „unmöglich" hasse ich; es ist zu allen Zeiten das Kennzeichen feiger Menschen gewesen, die es nicht wagten, große Entschlüsse zu verwirklichen. Der Führer während feiner Rede. Im V (Scherl-Bild Wie der Volkswagen entstand. Reichsamtsleiter Dr. Lafferentz führte dann aus: Um eine vollkommene Gewißheit in der praktischen Bewährung zu erreichen, wurde eine Vorserie von 30 Volkswagen erbaut, die im Laufe des Jahres 1937 in jeder Hinsicht den schwersten Anforderungen unterworfen wurde. Bis zum heutigen Tage haben die Wagen etwa 2 Millionen Kilometer zurückgelegt, darunter einige Wagen über 100 000 Kilometer, die ohne sonderliche Reparaturen weiterfahren. Wohl noch niemals ist eine Konstruktion einer derartigen Erprobung unterzogen worden. Bei allen Fahrten auf schwierigen Strecken des Schwarzwaldes, bei Kraftproben auf der Reichsautobahn, bei der Ueberwindung schwerster Alpenpässe: der Volkswagen hat überall eine überragende Leistungsfähigkeit bewiesen. Fest steht schon jetzt, daß die gegenwärtige Ausführung in jeder Hinsicht produktionsreif ist. Eine weitere Vorserie von 40 Volkswagen irbergrunb einer der drei Volkswagentypen. ndienst-M.) Haltungskosten zu ermöglichen. Auf den wichtigsten Gebieten ist bereits ein ungewöhnlicher Erfolg aufzuweisen, so z. B. auf dem Gebiet des Garagen- und Ersatzteilwesens sowie der Versicherung. Wir werden diesen Weg bis zum Einsatz der Großproduktion völlig geebnet haben. Neben diesen Arbeiten läuft seit dem Frühjahr 1937 die Planung des technischen Produktionsprozesses. Um die Inbetriebnahme des Werkes zu vereinfachen und zu sichern, wird seit dsesem Frühjahr in Braunschweig ein „V orroer k" erbaut, in dem im Lause des Sommers die Arbeit aufgenommen wird. Dieses Werk dient für Teile- und Werk« geugfertiguna und besonders zur Heranbildung von Lehrlingen und des ersten Stammes von Arbeitern, die 1939 als Vorarbeiter in das Hauptwerk übernommen werden sollen. Später wird bann in biesem Vorwerk eine anbere wich- Ein Typ des nein Der Kraftwagen muß also zu einem Volks- verkehrsmittel werben! Da bieses Ziel mit den Preislagen ber bisherigen Wagen nicht erreicht werben konnte, war ich schon vor der Machtübernahme entschlossen, in bem Augenblick, in bem uns bie Regierung zufallen würde, sofort mit den Vorarbeiten für die Produktion eines Wagens zu beginnen, dessen Preis es ihm ermöglicht, ein wirkliches Verkehrsmittel breitester Masse n zu werden. Damit erst hört dann der Kraftwagen auf, ein klassentrennendes Mittel zu sein. Und noch ein weiterer Grund war es, der mich veranlaßte, der Motorisierung mein besonderes Augenmerk zuzuwenden. Wenn das deutsche Volk alles das, was es an Löhnen für seine Arbeit erhält, nur in Lebensrnitteln anlegen wollte, die wir mit unseren 150 Menschen auf einem Quadratkilometer nicht unbegrenzt proou- zieren können, dann mußte dies zu einer Katastrophe führen. Deshalb ist es notwendig, daß wir die Kaufkraft des deutschen Volkes in ist im Bau. Als erste Zeugen haben wir heule hier drei Exemplare aufgesielll. und zwar einen of f enen, eine Limousine und eine Eabrlo-Limousine. Diese drei Modelle des gleichen Typs stellen die endgültige Form dar, in denen künftig produziert werden soll. Der Volkswagen ist mit Vollschwingachsen ausgerüstet und 4,20 Meter lang, 1,55 Meter hoch und breit und fahrbereit 650 Kilogramm schwer. 3m übrigen haben vier bis fünf Personen Platz. Der luftgekühlte Heckmotor hat eine Stärke von 24 PS, einen kraftstoffver- brauch von 6 bis 7 Liter und einen zehntel Liter Oel auf 100 Kilometer. Der Wagen ist mit 100 Kilometer D ane r g e s ch win - digkeit autobahnfest, mithin alles in allem ein kleines technisches Wunder. Er ist aber darüber hinaus ein Preiswunder, denn er wird ab Derk nur 9 9 0 RM. kosten. Dieser sensationell niedrige Preis wird es breitesten Schichten unserer Bevölkerung ermöglichen, den Volkswagen zu erwerben. Um den Kauf darüber hinaus noch zu erleichtern, werden wir zu Beginn der zweiten Jahreshälfte ein neuartiges Spar- und Versicherungssystem eröffnen, dessen Einzelheiten noch bekanntgegeben werden. Die Mindestrate wirb 5 RM. wöchentlich betragen. Die Versicherung — und zwar Kasko unb Haftpflicht — zirka 1 RM. wöchentlich. Die Sicherstellung bes Absatzes für bie Riesenprobuktion darf den Wagen nicht verteuern. Das Problem ist durch Einsatz der NSG. „Kraft durch Freude" als gelöst zu betrachten. Es wird eine ber wichtigsten Aufgaben sein, auf neuem Wege eine Senkung der UnterWM L--rwi, "V V 8 Wi 7 Der Führer bei der Besichtigung eines der neuen KdF.-Wagen. Von links: Korpsführer Hühnlein, Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, etwas im Hintergrund Stabschef Lutze« der Führer, Konstrukteur Dr. Porsche unb Gruppenführer Schaub. (Scherl-Bilderdienst.) noch groß fei, noch dort konzen- Scharfer deutscher Protest in Prag gegen fortgesetzte Grenzverletzungen Ueberschreitung respektive Ueberfliegung der tschechoslowakisch-deutschen Grenze eingeschritten. Alle diese Fälle sind Gegen st and der Unters u - chung der tschechoslowakischen Behörden. Die Militärverwaltung hat in dem Bestreben, eventuellen Mißverständnissen ähnlicher Art vorzubeugen, jedoch schon jetzt den übenden Militäreinheiten den Befehl gegeben, in dem Fliegen tschechoslowakischer Militärflugzeuge in einer 5 Kilometer breiten tschechoslowakischen Zone längs der Grenze verboten wird. London, 27. Mal. (DHV. Funkspruch.) 3n einem Reisebericht über eine Autofahrt durch das sudetendeutsche Grenzgebiet kommt der Sonderberichterstatter der „Daily Mait" zu der Feststellung, daß die Gefahr ernster Zwischenfälle an der deutsch-tschechoslowakischen Grenze immer Eine falsche Gegenrechnung. Oie gefährlichen deutschen Verkehrsflugzeuge Auch diesmal wurde dem deutschen Gesandten mit dem Ausdruck des Bedauerns für das Dorgefallene versichert, daß seitens der tschechoslowakischen Behörden alles Notwendige veranlaßt werde, um derartige Vorfälle jn Zukunft zu vermeiden. Ueber den neuen deutschen Protestschritt berichtet das tschechoslowakische'Preßbüro: Der Gesandte des Deutschen Reiches in Prag, Dr. Eisenlohr, ist heute im Ministerium für Auswärttge Angelegenheiten in einigen Fällen betreffend die In kaaden, wo die tschechischen Truppen bei ihrem Einrücken behauptet hätten, es herrsche „Kriegszustand", hätten die Soldaten den Dauern Maschinen und wagen beschlagnahmt und Bäume gefällt, um sämtliche Wege zu verbarrikadieren. Er selbst sei in seinem wagen von tschechischen Soldaten angehalten worden, nach dem Passieren zahlreicher Barrikaden habe er Truppenabteilungen bemerkt, die i n d e n w ä l - dern dicht an der deutschen Grenze versteckt waren. An mehreren Stellen fei er dicht an der deutschen Grenze gewesen, habe keine Anzeichen von militärischen Vorbereitungen auf der deutschen Seite bemerkt. In verschiedenen Orten hätten die Tschechen die sudetendeutschen Kommunisten bewaffnet. Diese Kommunisten hätten es mit geschultertem Gewehr plötzlich zu einer amtlichen Autorität gebracht, die sie über ihre Rachbarn mit größter Schadenfreude ausüben würden. Truppen immer weil die tschechischen kaufen, der tut es ohnedies! Die breite Masse aber kann es nicht! Für diese breite Masse nun ist dieser wagen geschaffen worden. Ihrem Verkehrsbedürfnis soll er entsprechen und ihr soll er Freude bereiten. Ich glaube, dieser wagen kann daher auch nur einen einzigen Hamen bekommen, den ich ihm bereits heute geben will. Er soll den Hamen der Organisation tragen, die sich am meisten bemüht, die breitesten Massen unseres Volkes mit Freude und damit mit Kraft zu erfüllen: Er soll „KdF.-wagen" heißen ! Wenn wit dieses gewaltigste deutsche Automobilwerk errichten, dann soll mit ihm zugleich auch eine vorbildliche deutsche Arbeiter st adt entstehen. Sie soll eine Lehrstätte sowohl der Stadtbaukunst wie der sozialen Siedlung werden. Wir wollen damit zeigen, wie der Nationalsozialismus solche Probleme sieht, wie er sie anfaßt, und wie er sie löst. So möchte ich an dieser Stelle auch den Männern danken, die sich um die Vorarbeiten und damit um das Gelingen dieses Werkes bemühten: An der Spitze dem Manne der Auto- Mobilindustrie, der, seit vielen Jahren an meiner Seite stehend, meine Gedanken Überall zu vertreten und damit zu verwirklichen sich bemühte, unserem triert seien. Ileberall habe er Proteste dagegen gehört, daß die tschechischen Truppen die s u d e - tendeutsche Bevölkerung mißhandelten als sei sie ein feindliches Volk in einem eroberten Gebiet. Man habe ihm erklärt, daß, wenn es so weiter gehe, einige leicht erregbare Deutsche zurückschlagen könnten. Man würde sie ohne weiteres erschießen, dentt die tschechischen Soldaten seien sehr aufgeregt und ihre Offiziere hätten sie anscheinend n i ch t i n der Kontrolle. Die Folgen würden unübersehbar sein. Noch immer gespannte Lage. Englischer Augenzeuge berichtet über seine Eindrücke im sudetendeutschen Grenzgebiet Umbildung des japanischen Kabinetts. Entschlossene Durchführung des Chinakonflikts. Tdtio, 26. Mai. (DND.) Die seit längerer Zeit angekündigte Umbildung des Kabinetts Konoye wurde bekanntgegeben. Außenminister Jp'irota wurde ersetzt durch General U g a ki, Kriegsminister Sugu- yama durch General T a g a k i, Erziehungsminister *■ Kido durch General A r a k i, Finanzminister Kaya und Handelsminister Poshino durch den Gouverneur der Bank Dort Japan, Ikeda, der beide Ministerien übernimmt. Die Umbildung des Kabinetts bedeutet den Entschluß zur strengsten Durchführung des Generalmobilisierungsgesetzes und ■ der militärischen, politischen und wirtschaftlichen Ziele gegenüber China. Politische Kreise sprechen von dem heutigen Konoye - Kabinett als einem ausge-sproche-. nen Kriegskabinett, das die Aufgabe habe, die vollkommene Mobilisierung von Staat und Volk durchzusühren und militärisch die Ziele durchzusetzen, die in der Januar-Erklärung des Kabinetts Konoye klar herausgestellt wurden. Man hört ferner, daß der neue Kriegsminister.die Reorganisierung "der Armee vornehmen werde. Als stellvertre- tender Kriegsminister wird General To jo genannt. Der bisherige Erziehungsminister, Marquis Kido, wurde zum WohlfahrtsiNinister ernannt. Die Parteien sind im Kabinett nicht vertreten. Zehn Fahre Zwangsarbeit für Codreanu. Das Urteil im Prozeß gegen den Führer der rumänischen Legionäre. B u k a r e st, 27. Mai. (DNB. Funkspruch.) Am Freitag, früh 3.15 Uhr, verkündete der Vorsitzende des Militärgerichts das Urteil im Codreanu-Prozeß. Sämtliche 40 Schuldfragen wurden mit Stimmenmehrheit bejaht. Codreanu wurde zu zehn Jahren Zwangsarbeit (der schwersten rumänischen Freiheitsstrafe) und sechs Jahren Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt. Außerdem verurteilte ihn das Gericht zu fünf Jahren Gefängnis und acht Jahren Festung, die durch die zehn Jahre Zwangsarbeit als erledigt gelten. Vor der Verkündung des Urteils war Codreanu bereits unter stärkster Bewachung in das Militärgefängnis Jilava zurückgebracht worden. Codreanu ist der Führer der Eisernen Garde, der rumänischen Legionärsbewegung, die einzige Partei kandidiert, ist eine Wahl nicht notwendig. Das letztere ist auch in zahlreichen s u d e t e n d e u t s ch e n O r t e n der Fall, wo ausschließlich die Sudetendeutsche Partei kandidiert. Von den 2480/Gemeinden liegen 1660 in Böhmen, 740 in Mähren-Schlesien, 22 in der Slo- wakei und' 48 in Karpathorußland. Die größeren deutschen Orte, in denen gewählt wird, sind Silin, der Geburtsort des.Reichsstatthalters Seyß-Jnquart, Stücken bei Jglau, Friedland, Ko m o t a u , G a - b l o n z, Tannwald, Weipert, Freiwaldau, Jauer- nigg und Eisgrub, in der Slowakei Schemnitz und Trentschin-Teplitz. In einigen Prager Bezirken fin- den Wahlen in die Ortsausschüsse statt. Oer Pittsburger Vertrag auf dem Wege nach Prag. Empfang der slowakischen Abordnung in Gdingen. Gdingen, 26. Mai. (DNB.) Die Abordnung der Amerika-Slowaken, die anläßlich des 20jährigen Bestehens des Pittsburger Vertrages dieses Dokument, das von Masaryk als dem Vertreter der Tschechen in der Emigration mit den Slowaken in den Vereinigten Staaten geschlossen wurde und den Slowaken die volle S e l b st v e r w a l t u n g in der Tschechoslowakei verheißt, zur Einsichtnahme von Amerika nach Prag bringt, traf am Himmelfahrtstag in Gdingen ein. Die Polen bereiteten den mit einem polnischen Dampfer aus Amerika kommenden Slowaken einen herzlichen Empfang. Die Bevölkerung schwenkte Fähnchen mit den slowakischen Farben, eine Kapelle des Sportverban- • des spielte die slowakische Hymne. In Warschau hat sich ein Empfangsausschuß gebildet, an dessen Spitze Senator Gwizdz steht; in Gdingen hatte der Kombattantenoerband die Begrüßungsfeierlichkeiten unter Leitung von Major Ruszczyk vorbereitet. Um ihre amerikanischen Brüder zu empfangen, hatte Pater Hlinka, der Führer der autonomen Volks- Partei, eine Abordnung nach Gdingen gesandt, an deren Spitze Senator' Dr. Buday stand. Auch eine slowakische Volksgruppe in Tracht war erschienen. Einiges Erstaunen rief es hervor, als nun auch d i e tschechoslowakische Regierung ein Empfangskortlitee aufrichtete, um es den „Stammesbrüdern" aus Amerika entgegenzuschicken und der Slowakischen Volkspartei den Wind aus den Segeln zu nehmen. An der Spitze stand der tschechoslowakische Gesandte in Warschau, Slawik. Die Abordnung statte es so eingerichtet, daß sie bereits vor der Abordnung der Slowakischen Volkspartei in. Gdingen erschien. ' Beim Eintreffen des Motorschiffes „Batory" begaben sich nun drei Begrüßungsabordnungen auf das Schiff, die Polen, die Abordnung der Slowakischen Dolkspartei und die Prager. Regierungsabordnung. An Bord gelang es dem' polnischen Empfangsausschuß, eine einheitliche Begrüßungsfeier zu gestalten. Zunächst sprach Senator Gwizdz aus Warschau. Der Vertreter der tsche- , choslowakischen Regierung Gesandter S l a w i k erkannte die Rolle an, die die Slowaken bei der Geburt des Staates gespielt hätten, forderte aber, nicht zu verkennen, daß die Slowaken es nicht zu einem selbständigen Staat gebracht hätten, wenn sie sich nicht mit den Tschechen verbunden hätten. Er versicherte, daß die Slowaken, die in diesem schweren Augenblick den Pittsburger Vertrag in das Heimatland brächten, „auf der freien slowakischen Erde mit den Tschechen auf ewig verbunden im Rahmen der 'tschechoslowakischen Republik leben" wurden. Senator B u d a y als Führer der Abordnung der Slowakischen Volkspartei wies dann un«' mißverständlich auf die große Rolle hiy, bie Polen unter den slawischen Völkern zu spieT?ss habe. Er sprach den Wunsch aus, daß Polen diese Rolle immer machtvoll spielen könne, denn wenn die Polen stark seien, dann seien auch, die Slowaken stark. Sein Hoch galt zwar der tschechoslowakischen Republik, ihm folgte aber die Hymne der Slowaken. flog an der Eisenbahnstrecke bis Retz, der deutschen Zollstation, entlang, offenbar um in dem hügeligen Gelände festzustellen, ob besondere Bewegung auf dem Zollbahnhof und auf dem Gelände zu bemerken seien. Das Flugzeug, wurde von der Grenzwache einwandfrei als tschechisches Militärflugzeug erkannt. Größte Beunruhigung im deutschen Grenzgebiet. Da die große Zahl der Grenzverletzungen durch ischechische Militärflugzeuge innerhalb kurzer Zeit mit Verfliegen nicht erklärt werden kann, handelt es sich hier um ein S y st e m von befohlenen Erkundungsflügen über das deutsche Grenzgebiet. 3m deutschen Grenzgebiet, das von Militär völlig entblößt ist, weil sich in den Grenzstädten keine deutschen Garnisonen befinden, ist die Bevölkerung durch die täglichen tschechischen Provokationen, insbesondere durch die umfangreichen militärischen Vorgänge jenseits der Grenze, außerordentlich beunruhigt und evregt. Ost kommen große Truppenabteitungen bis auf wenige Meter an die Grenze heran. Die A n - läge von Befesligungswerken unmittelbar an der Grenze aus sudetendeulschem Gebiet trägt ebenfalls nicht zur Beruhigung der Bevölkerung bei, zumal auf deutscher Seite ähnliche Vorbereitungen nicht getroffen worden sind. Der Reichsaußenminister hat den deutschen Gesandten in Prag angewiesen, gegen die neuen Grenzverletzungen durch tschechische Militärflugzeuge scharfen Protest zu erheben. Der deutsche Gesandte wiederholt bei Minister Krosta Prag, 25. Mai. (DNB) Der Prager deutsche Gesandte Dr. E i s e n l o h r sprach am Dienstag, 24. Mai, beim tschechoslowakischen Außenminister Dr. Krofta vor und brachte die Grenzzwi- s ch e n f ä l l e, die sich in den letzten Tagen ereignet hatten, zur Sprache. Außenminister Dr. Krofta sprach sein Bedauern über die Vorfälle aus und erklärte, es sei alles veranlaßt worden, um solche Zwischenfälle i A Zukunft zu vermei- den. Am 25. Mai wurde ein neuer Protest- schritt des Gesandten unternommen, d-a sich neue Grenzzwischen fälle ereignet hatten. andere Richtungen hinlenken. Das find Probleme, über die sich allerdings unsere früheren Nationalökonomen den Kopf nicht zerbrochen haben. Wir aber müssen diese Gegebenheiten begreifen und die daraus entstehenden Ausgaben lösen Und unter die vielen anderen derartigen Maßnahmen, die dazu dienen, der Kaufkraft des deutschen Volkes ein gleichwertiges Kaufobjekt zu sichern, wird auch der Volkswagen eingereiht! hier werden jährlich Hunderte von Millionen Mark ihre Anlage finden; und die Erfüllung dieser Bedürfnisse kennen wir befriedigen aus unserer Arbeit und unseren eigenen Roh- {(offen, aus unseren Erzen, aus unserer Kohle usw. Die Bedeutung dieses. Werkes in seiner weiteren Auswirkung wird heute noch von den wenigsten erkannt. Der Volkswagen wird für die übrige Automobilerzeugung keine Konkurrenz fein! Wer diesen Wagen kauft und keinen Mercedes, der tut es nicht, weil er etwa ein Feind der Daimler-Fabrik ist, sondern weil er sich z. B. einen Mercedes nicht kaufen kann. Es sind sehr einfache, nüchterne Erwägungen, die die Menschen zwingen, sich den billigeren Produkten zuzuwenden. Wem es möglich ist, sich das Teuere zu Berlin, 25. Mai. (DNB.) Am Dienstag überflog gegen 12.15 Uhr westlich von Eger in einer Höhe von etwa 80 bis 100 Meter bei guter Sicht ein tschechisches Militärflugzeug, Las mit zwei Piloten besetzt und mit einem Maschinengewehr bewaffnet war, die deutsche Grenze bei Schirnding, etwa 3 Kilometer von der Grenze entfernt. Kurze Zeit darauf erschien das Flugzeug über dem Ort Waldsassen, etwa 7 Kilometer von der Grenze entfernt. Auch hier flog die Maschine sehr niedrig, und die Insassen waren offenbar mit genauen Geländefeststellungen beschäftigt. —Südwestlich von Zittau überflog ein tschechisches Militärflugzeug, das ebenfalls mit einem Maschinengewehr ausgerüstet war, die deutsche Reichsgrenze am Galgenberg und dann den Ort Groß-Schönau. — Bei Hinter-Hermsdorf in d e r Nähe von Bad Schandau im Elb- janbfteingebirge überflog ebenfalls ein tschechisches Militärflugzeug etwa 20 Minuten lang deutsches Gebiet und den deutschen Ort, offenbar in enger Verbindung mit umfangreichen militärischen Hebungen, die die Tschechen am Durchbruch des Elbsandsteingebirges unmittelbar an der deutschen Grenze abhielten. — Ueber Klingenthal im Vogtland erschien aus südwestlicher Richtung ein tschechisches Militärflugzeug. Es beschrieb über der Stadt Klingenthal ganz niedrig einige Kreise und flog dann in Richtung auf den sudetendeutschen Ort Graslitz weiter. — Nach Mitteilung der Zollwache in Jedenspeigen nord- östlich von Wien an der March hat am 24. Mai um 9.30 Uhr ein tschechisches Militärflugzeug, ein einmotoriger mit einem Maschinengewehr ausgerüsteter Doppeldecker, in etwa 200 Meter Höhe d i e Greyze überflogen, die hier auf viele Kilometer hin durch das breite Flußbett der March unverkennbar ist. In der Nähe von Jedenspeigen werden auf reichsdeutschem Gebiet Deich- ■bauten vorgenommen, um die Niederung vor den dauernden Ueberschwemmungen durch die March zu schützen. Das Flugzeug kreiste sehr niedrig über Len Baustellen, und die Insassen photographierten die Baustellen. Das Flugzeug kehrte dann über den Fluß auf tschechisches Gebiet zurück. Es trug die Kennzeichen Bl. — Am Mittwoch 6.55 Uhr erschien über der Eisenbahnstatton Unterretzbach an der Eisenbahnstrecke Wien— Unterrehbach—Znaim ein tschechischer Doppeldecker in etwa 300 bis 400 Meter Höhe. Das Flugzeug alten Parteigenofien Jakob Merlin. Und weiter jenen Herren, die dieses Werk nun mit ihm zur praktischen Ausführung bringen: Unserem großen Idealisten Pg. Ley, dem genialen Konstrukteur Porsche und schließlich Herrn Laffe- rentz. Das sind die Männer, denen im wesentlichen die Verwirklichung dieser gewaltigen Aufgabe zu danken sein wird. So schreite ich zur Grundstem- legung eines Werkes, von dem ich überzeugt bin, daß es ein Symbol ber nationalsozialistischen deutschen Volksgemeinschaft sein wird!"- Immer wieder wurde die Rede des Führers von stürmischen Kundgebungen unterbrochen. Reichsamtsleiter Dr. Lafferentz verlas dann die Urkunde der Grundsteinlegung und legte sie in den Grundstein. Dann traten die Maurer und Steinsetzer in ihren Trachten herzu urrb fügten Stein und Mörtel. Der Polier überreichte dem Führer den Hammer, und bann vollzog, während die Zehntausende ihre Arme zum deutschen Gruß erhoben, der Führer den Akt mit den Worten: „Ich vollziehe die Grundsteinlegung im Namen des deutschen Volkes! Das Werk soll entstehen aus der Kraft des ganzen deutschen Volkes, und es soll dienen der Freude des deutschen Volkes!" Mit den Liedern der Nation, die von den Zehn- taujenben freudigen Herzens mitgesungen werden, schließt der Staatsakt. Zu diesen unglaublichen Behauptungen schreibt der „D e u t s ch e Dien ft": Das Prager Preßbüro hat es für nötig befunden, am 26. Mai, nachdem ber beutsche Gesandte in Prag mehrmals schärfsten Protest gegen zahlreiche Grenzverletzungen durch tschechisches Militär und Militärflugzeuge und das Photographieren deutschen Gebietes erhoben hatte, eine sog. Gegenrechnung aufzustellen. Plötz-- lich, nachdem durch hunderte von Zeugen zahlreiche tschechische Grenzverletzungen der Pelt zur Kenntnis gekommen sind, will man in Prag ebenfalls Grenzverletzungen durch deutsche Flugzeuge festgestellt haben, die größtenteils bereits eine Woche zurückliegen. Man hat offenbar vorsichtshalber diese weit zurückliegenden Termine gewählt, um eine Nachprüfung dieser Angaben zu erschweren. Es ist kaum anzunehmen, daß bie tschechischen Stellen auch nur einen Tag gezögert haben würben, wirkliche deutsche Grenzverletzungen zu diplomatischen Schritten zu benutzen und die ganze Welt um Hilfe anzurufen. Man hat es sich am Schreibtisch in Prag bei der Zusammenstellung der Liste sehr bequem gemacht, dabei aber übersehen, auch die Wetterberichte mit heranzuziehen. Man hätte bann nämlich in einem Teil ber angegebenen Fälle sofort erfahren, baß bie Grenzverletzungen unmöglich stattgefunden haben können, weil durch Nebel und niedrige Wolken bei der schlechten Wetterlage in den Tagen vom 20. bis 23. Mai die Flugmöglichkeit außerordentlich stark beschränkt war. Es kommt nun hinzu, daß die Tschechen in ihrer Großzügigkeit auch alle planmäßigen deutschen Verkehrsflugzeuge der Strecke Berlin—Prag—Wien und Breslau—Wien in ihre Aufstellung mit hineinbezogen haben und harmlose drei- motorige Junkersflugzeuge, deren angegebenen Kennzeichen auch auf dem Prager Flughafen genau bekannt sind, plötzlich zu gefährlichen deutschen Militäreinbeckern würben. 11. a. wird von tschechischer Seite angegeben, daß am Freitag, 20. Mai, bei Friedland ein zweimotoriger Eindecker gesichtet worden sei, der als Kennzeichnung die Zahl 2511 getragen habe. Es gibt in ber ganzen deutschen Luftwaffe wie in ber Verkehrsluftfahrt kein Flugzeug mit biefer Kennzeichnung. Sämtliche Flugzeuge ber Luftwaffe tragen sechs Prag, 26. Mai. (DNB.) Das P r a g e r P r e ß- b üro veröffentlicht eine Aufzählung, nach ber angeblich in ber Zeit vom 20. bis 25. Mai, hauptsächlich am 20. unb 21. Mai, in 17 Fällen beutsche Militärflugzeuge tschechoslowakisches Gebiet verletzt und 16 Flugzeuge bie tschechoslowakisch-beutsche Grenze ,ch e - rührt" hätten. Kennzeichen, und zwar vier Zahlen, stas Balkenkreuz und einen Buchstaben. Die genannten Zahlen kommen als Kennzeichnung eines Flugzeuges nicht vor. Am Schluß der Liste wird ein angeblicher deutscher Militäreindecker D-ANAD genannt, der über Pilsen, also 8 0 Kilometer von der tschechoslowakisch - deutschen Grenze, gesichtet worden sei. Lin Flugzeug D-ANAD gibt es nicht, dagegen ein deutsches Verkehrsflugzeug D-ANAO. Bei der Ähnlichkeit der Buchstaben D und O dürfte es sich hier um einen Lesefehler handeln. Das Flugzeug D-ANAO ist das Streckenflugzeug Berlin— W i e n, das vertragsmäßig über tschechisches Gebiet fliegt und am 25. von Wien »nach Berlin und von Berlin nach Wien geflogen ist. Es hat dabei einer Schlechtwetterzone westlich ausweichen müssen und wohl auch die Stadl Pilsen berührt. DasZeichen D-ANAO ist allen tschechischen Luftbehörden bekannt, da die Streckenmaschinen bei lieber- , fliegung tschechischen Gebietes im funkentelegraphischen Verkehr auch mit tschechischen Funkstellen zu stehen pflegen und auch diese ihr Rufzeichen kennen. Es bleibt also von ber tschechischen Liste angeblicher Grenzverletzungen nichts übrig als ber peinliche Nachgeschmack, baß man hier, um sich aus ber unhaltbaren Lage herauszumanövrieren, in bie bie Tschechoslowakei burch bie Erkunbungsflüge ihrer Militärflugzeuge auf beutsches Gebiet gebracht worben ist, unb um gegenüber den westeuropäischen Mächten bas Gesicht zu wahren, einfach wahllos eine Liste a n g e b l i ch e r G r e n z v e r l e tz u n- g c n zur Kompensation aufstellte. Man spekulierte babei folgerichtig auf bas Sensationsbebürfnis gewisser westeuropäischer Blätter, bei denen nicht bie Richtigkeit einer Melbung bie Hauptrolle spielt, sonbern nur bie Frage, ob sie interessant ist unb sensationell. Die zweite Etappe der Gemeindewahlen. P r a g , 27. Mai. (DNB.) Für den k o m m e n d e n Sonntag sind in 2480 Gemeinden, davon 697 sudetendeutschen Orten, Gemeindewahlen ausgeschrieben. In solchen Orten, vor ollem in kleineren Gemeinden, in denen sich die Parteien auf eine g e • meinfame Liste geeinigt haben ober, nur eine ertrag Prag, bordnilng l,e Unliu. Mch de; ?ertroges bi,. »«trete {bn'"SJWen ” ®UIJ< und V^Mtuno f6Ä*' olen bereiteten ,aus Amerik '".Emp,«n7 1 Mit de» j|03, oportnerban. . Ktttaa*1 h,, "d-i-ukpih, 11 kber $nm. erlidjteiten un- »rtereitet. Um PlQnSen, hau, momen Satte en gesandt, an °"d- Auch eine DQr erschienen, als nun auch glerung ein. 5 den „Stani- nzuschilken und Wind aus den stand der tjche« S l a w i k. Die daß sie bereits Volkspartei in, > „Batory" be« rngsabord«. en, die Mborb«, und die Prager, Mng es dem' einheWche Be». sprach Senator, tretet der tsche« t r Slawik er» fen bei der Geforderte aber, fen es nicht zu hätten, wenn Hunden hätten, die in diesem Vertrag in bas n flotnafiftyn wrbunben im publik leben" ■r der Kborb« lies bann un*' sv, ^e P o 1 en M habe. Er en diese Bolle enn wenn die । die Slowaken jechoslomkWn e bet Slowaken. •ftp h'nita1'.' 2 n x 00 in Di, M •rmbSS Sei)tset 'n, 'Qtbau k9»' ibinetts. hrung s. ne seit längerer tabinetts Konoye [er jhirota wurde gsmimster Sug"- S7S rL7S ° des Sabindts •SS9 em apsgespro^ - sss ieie duMse^' ^tV'Ä l0«tir*' . ■ igsarbeit nhctt»6^ ionärt' «-< en tN" zeb," -urd- - -d) d>- 'M« stÄ!i das autoritäre Regime aufgelost fjat. Der Versuch, durch eine nationalistische Regierung unter Goga die Anhängerschaft Codreanus in ein gemäßigteres Fahrwasser zu bringen, war wegen der auftauchenden außenpolitischen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten bald wieder aufgegeben worden. König Carol versuchte nun durch ein autoritäres Nedime gewisse Forderungen der Legionärsbewegung selbst zu verwirklichen, die politischen Parteien und Organisationen dagegen aufzulösen. Die Regierung des Patriarchen M i r o n Christen hat den Belagerungszustand verhängt, eine neue Verfassung verkündet und Tausende von Legionären in Haft genommen. Ihrem Führer, Codreanu, wurde d e r Prozeß wegen Landesverrats gemacht, begangen durch Veröffentlichung von Dokumenten, die die Sicherheit des Staates berühren, ferner wegen Verschwörung gegen die soziale Ordnung und wegen Empörung. Bei den Dokumenten handelt es sich um geheime Rundschreiben voy Polizeibehörden mit Anweisungen für den Kampf gegen die Legionärbewegung, die Codreanu im Wahlkampf benutzt hat. Ferner stützte sich die Anklage auf ein Schreiben Codreanus an eine ausländische Organisation in dem von einer „in erster Linie moralischen Solidarität der Interessen" und von einem zukünftigen wirtschaftlichen und politischen Bündnis die Rede ist. Der Aufstand in Mexiko. Mexjko-City, 26. Mai. (Europapreß) Donnerstag kam es an verschiedenen Stellen des Aufstandsgebiets zwischen Gebilligten und Regierungs- truppbn zu erbitterten Kämpfen, in deren Verlaufe die Regierungstruppen immer näher an das neue Hauptquartier General Cedillos im Potofi-Gebiet Herangerückt fein sollen. Auch aus der Provinz Guanajuato werden Zusammenstöße gemeldet; dabei sollen die Cedillisten auch die Stadt Perbabuena überfallen haben. Die Luftstreitkräfte der Regierung haben einen der in den Händen der Cedellisten befindlichen Flugplätze durch Bomben zerstört. Weiter wurde aus Regierungskreisen mitgeteilt, die amerikanische Regierung stehe anscheinend nicht hinter General Cedillo, da sie umfangreiche Maßnahmen getroffen habe, um den Waffenschmuggel über die amerikanische Grenze zu verhindern. Weitgehende Einigung im Nichteinmischungsausschuß. Moskau treibt weiter Obstruktion. London, 26. .Mai. (Europapreß.) Unter dem Vorsitz von Lord Plymouth trat nach einer Pause von drei Wochen der Nichteiymischungs- a u s s ch u ß zusammen, wobei Deutschland zuzn ersten Male von dem neuen Botschafter von Dirksen vertreten wurde. Die Sitzung endigte mit einer Einigung über den englischen Plan zur Lösung der Freiwilligenfrage und die von mehreren anderen Mächten gestellten Zusatzanträge. Gewisse Einwendungen gegen diese Zusatzanträge, die von Deutschland, Italien und Frankreich vorgebracht worden waren, wurden berücksichtigt; die vier Westmächte erreichten verhältnismäßig schnell 'eine Verständigung über die noch offenstehenden Fragen. Im Gegensatz hierzu trieb der sowjetrussische Geschäftsträger K a g a n wieder dauernd Obstruktion und mußte von Lord Plymouth wiederholt zur Ordnung gerufen werden. Kagan erklärte, seine Regierung könne den Plan unter keinen Umständen annehtnen. Die Grundlage des Planes ist die Entsendung von zwei aus je drei Neutralen bestehenden Ausschüssen nach Spanien, denen die Aufgabe zu- fällt, die Zahl der auf beiden Seiten kämpfenden Freiwilligen festzustellen. Diese Freiwilligen werden in vier Kategorien eingeteilt: Infanterie, Luftwaffe, Marine und Zivilisten. Als Grundziffer für die Ausmerzung der Freiwilligen wurde die Zahl fO OOO beibehalten. Diese Ziffer wurde auch von dem sowjetrussischen Delegierten angenommen. In dem Augenblick, in dem die beiden Ausschüsse spanischen Boden betreten, wird die Landkontrolle, verbunden mit einer Der st.ä rften See- b z w. Hafenkontrolle, wieder durchgeführt. Praktisch bedeutet das die Schließung der spanisch-portugiesischen und der spanisch-französischen Grenze. Die Schließung der Pyrenäengrenze soll vorläufig nur 30 Tage oder — falls technische Schwierigkeiten ein- treten — 40 Tage dauern. Falls bis zu diesem Zeitpunkte nicht die Abbeförderung der Freiwilligen in Angriff genommen ist, behält sich die französische Regierung das Recht vor, die Pyrenäengrenze wieder zu öffnen. Der Nichteinmischungsausschuß wird nächste Woche erneut zusammentreten, um die F i - nanzieruna zu erörtern. Deutschland und Italien erklärten sich bereit, ihre bis zum 8. Mai fällig gewesenen Unkostenbeiträge zu [eilten. Die „Times" spricht angesichts der Tatsache, daß alle anderen Mächte den britischen Plan angenommen hätten, die vage Hoffnung aus, daß Sowjetrußland seine Zustimmung vor der nächsten Sitzung des Ausschusses in der nächsten Woche geben werde. „Daily Telegraph" und „Daily Mail" fordern, daß/ Lord Plymouth bei der Sowjetregierung dringende Vorstellungen erheben müsse, in Anbetracht der Einstimmigkeit der anderen Mächte seine störende Haltung zu ändern. Es sei bekannt, so schreibt- „Daily Mail" weiter, daß die Obstruktionspolitik der Sowjets nunmehr auf die Vernichtung des englisch-italienischen Abkommens äbziele,, dessen Inkrafttreten von der Lösung der spanischen Frage abhänge. Neue Borstöße der Hofen in Katalonien zurückgeschlagen. Salamanca, 27. Mai. (DNB. Funkspruch.) Die Roten unternahmen am Donnerstag, wie der nationalspanische Heeresbericht meldet, an der Kata- lonien-Front mit frischen Kräften neue Angriffe auf ben Brückenkopf von Balaquer unb bie 'nationalen Stellungen bei Tremp. Trotz der Verwendung einer großen Zahl von Tanks verlief der Angriff wiederum völlig erfolglos. Der nationale Verteidiger braute, dem Feind eine verheerende Niederlage bei. Die Verluste der Roten seit Beginn ihrer Offensive werden bereits auf 25 000 Mann geschätzt. Unter dem vor ben nationalen Stellungen zurückgelassenen Material befinben sich abermals sechs Tanks. — An der Castellon-Front konnte bie nationale Navarra-Division wichtige Stellungen östlich von Iglesuela del Gib erobern. Bei Teruel besetzten die I Nationalen den Ort Formiche Alto. Oer Oeutschtandflug des NGFK. Erste Zwischenwertung. — Oie Geschicklichkeitsprüfung. B e r I i n , 26. Mai. (DNB.) Die in vier Gruppen eingeteilten Deutschlanbflieger hatten je nach Stärke ihrer Maschinen am Mittwoch, dem vierten Wett- bemerbstag, einen Reiseflug zu absolvieren ober weitere Wertungsplätze anzuflieaen, um bann in einem Pünktlichkeitswettbewerb zu festgesetzten Zeiten in Rangsdorf einzutreffen. Auf dem Reichssportflughafen hatten sich zahlreiche Zuschauer eingefunden, die den Besatzungen einen begeisterten Empfang bereiteten. In ununterbrochener Folge träfen die schnellen „Vögel" ein, oft kreisten über dem Platz bis zu 10 Flugzeuge. Bereits vor 16 Uhr waren rund 200 Maschinen in Reihen ausgerichtet. Korpsführer Ghriftiansen erschien mit seinen Klemm Kl. 35/504, vollauf befriedigt über die bisherigen Leistungen unb voll Anerkennung für die vorbildliche Arbeit der Bodenmannschaften. Von den 390 gestarteten Maschinen befinden sich noch 369 im Wettbewerb. Infolge von verspätetem Eintreffen auf dem Uebernachtungshafen, Nichteinhaltung der Wettbewerbsbestimmungen und sonstigen Störungen mußten 21 Flugzeuge aus dem Wettbewerb ausscheiben. Bebauer- licherweise hat ber Wettbewerb infolge bes überaus schlechten Wetters in ben ersten Tagen b r e i X o t e gefordert. Es sind dies Leutnant von Weiher, Unteroffizier Unkrodt und NSFK.-Obetfchar- führer Wiezemann. Sammelpunkt für alle Teilnehmer am Deutschlandflug war Mittwoch nachmittag der Flughafen Berlin-Rangsborf, der in einer Pünktlichkeits-Wertung angeflogen werden mußte. Vier Wettbewerbstage waren damit beendet, eine Fülle von Aufgaben in dieser Zeit gelöst. Am Himmelfahrtstage folgte die Geschicklichkeitsprüfung für die einzelnen Flugzeuge, womit die Reihe der Einzelwertungen abgeschlossen war und nun die Verbände in geschlossener Formation ihre Aufgaben zu erfüllen haben. Die Leitung des Deutschlandfluges konnte nach Abschluß der. vier ersten Tage bereits eine Zwischenwertung bekanntgeben, bei ber bas richtige Acksttzen ber Flugzeuge durch den Verbandsführer zu den im Wettbewerb gestellten Ausgaben, die 150 bzw. 300 Gutpunkte einbringen konnten, noch nicht berücksichtigt ist. Die Teilwertung'setzt sich zusammen aus: a) Gutpunkten für Verbandsflug (Pünktlichkeit im Streckenflug), b) Gutpunkten für die angeflogenen Wertungsplätze, c) Gutpunkten für die Lösung der Orteraufgaben, d) Gutpunkten für Pünktlichkeit im Einzelflug. An der Spitze ber Zwischenwertung liegt bie Kette Z 7 von ber DVL. mit Verbanbsführer Fach auf Klemm Kl 25 mit 1002 Gutpunkten vor der Kette M 8 des Kommandos der Flugschule Quakenbrück (Hptm. Gerken), FW 44, mit 1000 Gutpunkten. An 13. Stelle liegt Kette W 2, NSFK.- Standarte 75, Frankfurt a. M., NSFK.-Oschaf. Entreß, Kl 25, 948 Gutpunkte. In den Morgenstunden bes Himmelfahrtstages lagen 369 Flugzeuge bereit, zur Prüfung der Geschicklichkeit der Besatzungen zu starten. Pünktlich um 7 Uhr flog Kette um Kette, insgesamt etwa 230 Maschinen, nach den Flugplätzen in Oranienburg und Schönfelbe ab. Der Rest blieb in Rangsdorf, um hier die Prüsungen zu erledigen. In Zeitabständen von wenigen Minuten erhob sich ein Flugzeug nach dem anderen, um zunächst als erste Geschicklichkeits-Prüfung ben Zielwurf auszuführen. Ein Melbebeütel mußte beim lieber» fliegen bes Feldes in einen Kreis von 10 Meter Durchmesser geworfen werden, eine Aufgabe bes Orters, "die 15 Gutpunkte einbrachte, wenn bas Ziel wirklich getroffen würbe. Fast alle Teilnehmer kamen zu Punkten, nur ganz wenige hatten sich verrechnet unb für jeden Meter außerhalb des Kreises einen Punkt abgezogen erhalten. Anschließend mußte kurz vor der Landung ein 1,5 Meter hohes Hindernis genommen werden. Ganz niedrig über dem Boden kamen die Flugzeuge angeschwebt, nahmen im Sprung die Hürde, um bann kurz ba» hinter aufzusetzen, gab es doch für jeden Meter, den die Maschine innerhalb eines 200-Meter-Ab- ftanbes von dem Hindernis landete, 0,5 Gutpunkte. Als letzte Einheit startete bie Kette bes Korpsführers, der für btt Leistungen seiner schnittigen Maschine großen Beifall erhielt. Um die Mittagsstunde war die Geschicklichkeits-Prüfung beendet. Alle Flugzeuge wurden zum Start im Verbands- flug fertig gemacht. Das Lustschutzehrenzeichen. Berlin, 25. Mai. (DNB.) Am 5. Jahrestag der Machtergreifung hat der Führer und Reichskanzler eine Reihe von Ehrenzeichen geschaffen, die eine Anerkennung für treue Dienste an Volk unb Staat barstellen sollen. Von diesen-ist das Luftschutz ° Ehrenzeichen nicht allein eine Auszeichnung für langjährige hauptamtliche Dienste, sondern eine Auszeichnung für besondere 23 e r b i e n ft e auch bei freiwilliger unb ehrenamtlicher Mitarbeit im Luftschutz. Es wird in zwei Stufen verliehen: die 1. Stufe für besonders hervorragende Verdienste um bie Förderung des Luftschutzes, die 2. Stufe an Personen, bie sich nach dem 30. Januar 1933 im Luftschutz besondere Verdienste erworben haben. Die Verleihung bietet die Möglichkeit, gerade denjenigen Volksgenossen Dank und Anerkennung zum Ausdruck zu bringen, die feit Jahren Freizeit unb Arbeitskraft ehrenamtlich in den Dienst der Luftschutzarbeit stellten. Als solche gilt die Mitarbeit im Flugmeldedienst, Luftschutz-Warndienst, Sicherheits- und Hilfsdienst, Werkluftschutz, Selbstschutz und erweiterten Selbstschutz, sowie im Luftschutz der Sonderverwaltungen. 3m Interesse einer geordneten und gerechten Erledigung ber Verleihungsanträge können bie Dor- . schlage an die Reichspräsidialkanzlei nur von dem Reichsminister bet Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe eingereicht werden. !mi< la. X ERNTEN 33 bis 31«. 0ee;kes Ba" den FaJ festes* "Xhun9 beruht ^Yteilt tion ir'koJ£J,uer Fabrik..:- Vywten .....°S,ÜCk berge^R D|C Die Cigarelten . ****. H. < 3626D Angebote mit der Aufschrift „Angebot auf Lebensmittel (Fleisch, Fleischwaren, Fett, bzw. Los I—II) für die Zeit vom 1.7. bis 31.12.38" sind bis zum 15. 6. 1938, vormittags 10 Uhr, der Küchenverwaltung I./J.-R. 116 nur durch die post einzusenden. Höchstpreisüberschreitungen sind unzulässia. Angebote mittels Bietungsscheins, der von der Küchen- oerwaltung unentgeltlich abgegeben wird, können nur auf ganze Lose gemacht werden. Bieter sind nach den Bestimmungen der Verdingungsordnung bei der Oeffnung nicht zugelassen. Wenn Bewerber bis zum 25.6.38 nicht benachrichtigt sind, mußte das Angebot unberücksichtigt bleibw. Küchenverwaltung I./Jnf. RegL 116. Unser lieber Kamerad Wilhelm Will Oberschaffner i. R. ist am 26. Mai gestorben. Die Beerdigung findet Samstag, den 28. Mai, vom Sterbehaus in Heuchelheim, Brauhaus straße 54, aus statt. - Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Der Vereinsführer 3637V Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder; Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IV. 38: 9614. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K -G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs« preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs« preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. rheinhessischen und Rheingauer Bauern untergebracht worden waren, erlebten den Rhein von Bingen bis Koblenz, auf einer Reinfahrt, die sie nie vergessen werden. Am Fuße der Marksburg hieß Landesbauernführer Dr. Wagner die Gäste im Namen des Reichsbauernführers herzlich willkommen. Er forderte sie auf, nach ihrer Rückkehr die Verhältnisse im Altreich so zu schildern, wie sie sie tatsächlich angetroffen hätten. Dies gelobten die österreichischen Volksgenossen durch lebhafte Zustimmungskundgebungen. Neichswandererlreffen in Königstein. Die Burgruine Königstein war am Himmelfahrtstag vom Reichswanderführer Professor Dr Werner zum Ziel der diesjährigen Sternwanderung bei? im Gebiet Taunus ansässigen Ortsgruppen des Taunusbundes und anderer Wandervereine bestimmt worden, lieber 1200 Wanderfreunde konnte Königstein zu diesem Reichswandertreffen begrüßen. Das Treffen wurde eingeleitet durch eine Gebietsführerratssitzung. Im Mittelpunkt der Kundgebung stand die Ansprache des Gebietsführers Oberbürgermeister Staatsrüts Dr. Krebs. Er führte aus, Heimatliebe und Heimattreue, Liebe zu Volk und Vaterland hätten von jeher ihre. Heimstätte in den Kreisen deutscher Wanderer. Das Wandern stärke nicht pur das Gemeinschaftsgefühl, auch die seelischen Kräfte des einzelnen. Die Burg Königstein lasse im kleinen Ausschnitt die Geschichte des deutschen Volkes erleben. Der Redner wies dabei auf die Vorgänge aus dem Jahre 1848 in der Paulskirche hin, wo schon damals die Sehnsucht nach Schaffung des Großdeutschen Reichs erklang. Eine Botschaft b'es Reichswanderführers gab dem Gefühl der Zusammengehörigkeit aller deutschen Wanderfreunde beredten Ausdruck. Sirahenkampf zwischen Polizei und Streikenden in Detroit. Während des Schichtwechsels kam es vor dem Fabrikgebäude der American Braß-Werke in Detroit zu einer blutigen Straßenschlacht zwischen streikenden Gewerkschaftlern und 175 Polizisten. Als beim Schichtwechsel die Arbeitswilligen das Fabrikgebäude verließen, stürzte sich eine aufgehetzte Menge auf die Nichtstreikenden. Die Polizei, Gegenüber diesem sind antragsberechtigt die Dienststellen der Luftwaffe (L u f t g a u k o m m a n d o s bzw. Kommandierende Generale der Luftwaffe) für die Angehörigen des Flugmeldedienstes und des L u f t s ch u tz w a r n d i e n st e s. Die Vorschläge für den Sicherheits - und Hilfsdienst sowie den erweiterten Selbstschutz werden durch den örtlichen Luftschutzleiter aufgestellt und über die Inspekteure der Ordnungspolizei weiteraeleitet. Anträge für Angehörige des W e r k l u f t sch u t - zes werden von der Reichsgruppe Industrie, für Angehörige des Selbstschutzes von dem Präsidium des Reichsluftschutzbundes vorgelegt. Auch die obersten Reichs- und Landesbehörden, insbesondere die der besonderen Verwaltungen können Verleihungsanträge stellen. Bücher für Naturfreunde und Wanderer Belauschtes Leben. Kleine Kreatur in Wasser, Busch und Halm von*K. O. Bartels. 164 Naturaufnahmen aus dem Leben der niederen Tierwelt mit erläuternden Bildunterschriften, Namensangaben u. ausführlichem Text. Mit einem Geleitwort von Prof. Dr. P. Deegener, Universität Berlin. Preis kartoniert RM.3.90, geb. RM. 4.80. Waldweben. Die Lebensgemeinschaft des deutschen Waldes in Bildern. 150 eigene Naturaufnahmen aus dem Tier- und Pflanzenleben des heimatl. Waldes auf 128 Kupfertiefdrucktafeln,mit lebendigem u.aufschlußreichem Einführungstext von K. Gerhard und O.Wolff. lande ist aus den 14. November festgesetzt. Die Königin wird einige Tage zuvor im Schloß am Dam in Amsterdam Wohnung nehmen und hier ihren Gast empfangen. Die Dauer des Besuches steht noch nicht fest. Bei Ploletsch stürzte ein Flugzeug ab, in dem sich der Generalsekretär des rumänischen Luftfahrtverbandes, General E n e s c u , mit einem Piloten befand. Das Flugzeug ging sofort in Flammen auf. Beide Insassen wurden vollständig verkohlt aufgefunden. General Enescu war ein bekannter rumänischer Kampfflieger im Weltkriege. Die alte Melodie. Eine Bankettrede Marschall Petains. Paris, 27. Mai. (DNB. Funkspruch.) Marschall Petain sprach auf dem Bankett^des nationalen Frontkämpferoerbandes. Ebenso wie Frankreich sich nad) der Niederlage von 1871 wieder aufgerichtet habe, habe Deutschland sich von dem Augenblick an wieder aufgerichtet, an dem Frankreich „vorzeitig (!) die Grenzen des Rheines verlassen habe". Heute stehe man einem Deutschland gegenüber, das seine Macht von 1913 wiedergefunden habe und sie jeden Tag verstärke. Man habe sogar von einem Sieg der Besiegten sprechen können. Die Klauseln des Versailler Vertrages habe Deutschland nacheinander zerrissen. Was noch davon übrigbleibe, stelle — so „schätzenswert" das auch fei — nur noch einen „verstümmelten Sieg dar". Das Ansehen Frankreichs habe gelitten. Seine Militärmacht habe sich verringert. Heute stehe man einer „e r n st e n Lage" gegenüber. Nachdem die „ausgezeichnete Periode der Ausbeute des Sieges" beendet sei, müsse man mutig die „Rückwirkungen dieser Wendung des Glücks ins Auge fassen und zu dem Geist und den Entschlüssen der schlechten Zeit zurückkehren". Aus aller Welt. Oeslerreichifche Landarbeiter besuchen den Rhein. 1000 österreichische Landarbeiter, die auf Einladung des Reichsbauernführers eine Treuefahrt zum Rhein unternommen haben und in Worms bei KleineAnzeiger, hn Giekener Anzeiger werden von Tausenden beneblet und geleien | Mietgesuche | Bauführer der Luftwaffe sucht zu sofort 3M-3imin.- Mnnug mit Bad u. möglichst Heizung. 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Reichskriegsopferführer Oberlindober verkündete am Mittwochabend in einer Großkundgebung in der Industriehalle in Graz die Grüdung der Nationalsozialistischen Kriegsopferversorgung für die Ostmark. DiezwischenDeutschlandunddenNie- derlanden geführten Verhandlungen über die Eingliederung des österreichisch-nie- derländischen Wirtschaftsverkehrs in die deutsch-niederländischen Wirtschaftsverträge haben zu einer Vereinbarung geführt. Die Fragen des Kapitalverkehrs bleiben späteren Vereinbarungen Vorbehalten. Am 25. Mai, morgens 3 Uhr ist an einer schweren Lungenentzündung unser lieber Sohn, Bruder, Pate und Onkel Heinrich Schmitt, Friseur im Alter von 23 Jahren in der Klinik zu Gießen sanft entschlafen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Hofmann III., Gastwirt Frau Anna, verw. Schmitt, geb. Scheid Ludwig Hofmann, Bruder Familie Otto Münch nebst allen Angehörigen. • Bersrod, Harbach, den 27. Mai 1938. Die Beerdigung findet am Samstag, dem 28. Mai, nach-^ mittags 2.30 Uhr in Bersrod statt. 3627D Bauj. 1933, steuerst., sof.geg.bar zu verkauf. 02453 Radio-Kögel Bahnhofstr. 67. Schlafzimmer kompl.,weitz lack, preiswert abzugeben. Wo, sagt oer Gieß.Anzeig. SioOenoagen fast neu, zu verkaufen. Wo sagt d. Geschäftsstelle des Gießen. Anz. Keine Zeugnisse in Urschrift iunbern nur Zeugnis abschriften bem Bewerbungsschreiben beilegen 1 — Lichtbilder undBewerbungsunter- %gen müssen zur Ver- meidung von Verlusten auf der Rückseite Ra> men und Anschrift veS Bewerbers tragen I Halbtagsmädchen zum 1. Inniges. Frau Gaillard Schubertstraße6. Persönliche Vor- stellg. am 1.Juni nachmittags erwünscht. 3628D | Verkäufe | Opel- Eabrlylei 4'20 PS, preiswert abzugeben Kaiserallee 141. Anzuseh. Samstag vottN. 02491 | Kaufgesuche | Gin- Dis Mi MU.-WS am Professoreneck gegen Kasse ohne Vermittler zu kauf, gesucht. Schr.Angeb.unt. 36400 a.d.G.A | Verschiedenes | MDÖtlt (etwas üb. 2 Mk. und Trauring) zwisch. Slrofborf. Straße und Neustadt verloren. Abzugeb. a. dem Fundbüro. 02478 Wissenschafti. Werke Sondergebiet der Brühl'schenDruckerei "vH miide/V' unrruxiernen Nr. 122 Zweites Blatt 5reitag,27.Mail9Z8 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Sie neue Palästina-Kommission. Von unserem S. K.-Korrespondenten. Kairo, Mai 1938. Die neue Palästina-Kommission, die sich aus nur vier Mitgliedern zusammensetzt, ist in Jerusalem eingetroffen. Die Umstände, unter denen sie ihre Arbeit aufnehmen muß, sind denkbar ungünstig. Weit ungünstiger als die, unter denen seinerzeit die Peelkommission arbeitete. Das Land steht wieder einmal in Aufruhr, gegen den sich die englische Armee vergeblich abmüht, nachdem die arabischen Freischärler ein neues, sehr wirksames System des Kleinkriegs entwickelt haben. Die Wirtschaft in beiden Beoölkerungssektoren steht vor dem völligen Zusammenbruch, wenn nicht ein vollständiges Moratorium erklärt wird. Die an sich schon hohe Arbeitslosenzahl erhält durch das Ende der Orangensaison einen schockartigen Zuwachs, da etwa 20 000 arabische und 8000 jüdische Saisonarbeiter frei werden. Auf arabischer Seite dürfte das die Wirkung haben, daß die arabischen Freischaren wieder überraschenden -Zuwachs bekommen. In Palästina hat man die neue Kommission mit Pamphleten empfangen, die z« Boykott und Generalstreik auffordern und in der arabischen Umwelt, in Syrien, Irak und Aegypten, hat man feindliche Manifestationen gegen die neue Kommission und die englischen Teilungspläne inszeniert. Besonders eindrucksvoll waren diese Kundgebungen in Kairo, wo die Studenten der Al Azhar mit ihren Scheiks erstmalig für die Palästina-Araber demonstrierten. • Die schwierige Lage der neuen Kommission wird durch nichts besser beleuchtet als durch die Tatsache, daß sie ihre ersten Jnformationsfahrten durch das Land unter starkem m i li t ä r i s che.m Schutz durchführen mußte, da man Anschläge auf das Leben der Kommissionsmitglieder fürchtete. Wo- immer man mit arabischen Kreisen in Verbindung zu kommen suchte, stieß man auf eisiges Schweigen und kühle Zurückhaltung, so man' nicht feindselig demonstrierte und die Freigabe der Gefangenen aus dem Konzentrationslager in Akkon forderte, die, nachdem alle Juden freigelassen, in Hungerstreik getreten sind und zum Teil in Krankenhäuser übergeführt werden mußten. Die schwierige Situation der neuen Kommission ergibt sich aus der Natur der Sache. Aber durch schwere psychologische Fehler englischerseits ist die Lage unnötig kompliziert worden. Vor Abfahrt der Kommission aus London hat die englische Presse sich ausgiebig mit ihrer Aufgabe befaßt. Dabei hat es nicht an Stimmen gefehlt, die ankündigten, daß die Kommission die Grenzen des im Peelplan vorgeschlagenen jüdischen Staates erheblich erweitern würde, daß man also den Teilungsplan für die Araber noch verschlechtern wolle. Wiederum war Oel ins Feuer der Erregung gegossen, und die in letzter Minute erfolgte amtliche englische Erklärung, daß die neue Kommission in ihren Entscheidungen völlig frei sei, konnte nur ungenügend beruhigen. Die Atmosphäre war aufs neue vergiftet. 1 Die Voraussetzungen, unter denen die Kommission an die Arbeit geht, sind unklar. Niemand weiß, ob die Männer, die nun das Palästinaproblem zu meistern suchen, an die Teilungsvorschläge gebunden sind und diese lediglich abändern können, oder vollkommene Handlungsfreiheit haben, so weitgehend, daß sie das Teilungsprojekt fallen lassen können. So lange die Klarheit nicht besteht, ist mit einer Zusammenarbeit arabischer Kreise und der neuen Kommission nicht zu rechnen, um so weniger, als sich in der arabischen Bevölkerung eine steigende Erbitterung bemerkbar macht über die Polizeimaßnahmen der englischen Armee im Kampf gegen die Freischärler. „Das ist Terror, was sich die englische Armee in den arabischen Dörfern leistet" — erzählte mir jüngst einer der nach Aegypten geflüchteten Araberführer und wies Briefe aus Palästina vor, in denen über englische Strafmaßnahmen in arabischen Dörfern berichtet war. „Sie führen den Kampf gegen Frauen und Kinder und Greise, so sie die Wehrfähigen nicht erwischen können. Wenn sie unseren Freiheitskampf, von dem noch keine englische oder jüdische Frau getroffen wurde, Terror nennen, dann ist ihr Abwehrkamps nicht weniger Terror." Solche Argumentation zu überprüfen ist für den tticht unmittelbar Beteiligten schwer. Sie mag übertrieben sein, mag Einzelfälle verallgemeinern — aber sie bleibt trotzdem charakteristisch für die Stimmung in der arabischen Bevölkerung, von der London erwartet, daß sie mit der neu entsandten Kommission verhandeln soll. Die Mitglieder der neuen Kommission sind ausnahmslos Männer mit langer Kolonialerfahrung; darin unterscheiden sie sich grundsätzlich von denen der Peelkommission. Der Vorsitzende, Sir John Woodhead, war während der letzten 5 Jahre Gouverneur in Bengalien, hatte also auch unter schwierigsten Verhältnissen zu arbeiten. Um so tragischer ist es, daß das Palästinaproblem nicht, mit der größten Kolonialerfahrung zu lösen ist — worüber sich die Garde der englischen Kolonialbeamten in Palästina selbst seit langem klar ist — sondern nur durch einen politischen Entschluß der englischen Regierung, bei der sich bisher der jüdische Einfluß stets stärker erwies, als die Warnungen erfahrener Männer, die das Problem aus eigener Anschauung kannten. So ist zu befürchten, daß auch die neue Kommission scheitern wird, nicht etwa am Mangel an Erfahrung oder am Boykott des arabischen Bevölkerungsteils, sondern an der Haltung derer, von der sie entsandt ist. In deren Händen liegt Frieden oder Unfrieden für das Land am Jordan beschlossen. Der Trauertag -es Egerlandes. Tausen-e ehrten die Toten des 21. Mai. Auf dem Marktplatz von Eger. — (Associated-Preß-M.) 1 J M H. 1 Eger, 25. Mai. (DNB.) Der Begräbnistag der beiden Opfer des 21. Mcri, der Egerländer Bauern Hoffmann aus Ponfau und Böhm aus Ober-Lohma, gestaltete sich 31^ einem Trauertag. für das ganze Egerland. Zu Zehntausenden waren di- Trauergäste,auch von ferner her, gekommen, um den beiden Toten die letzte Ehre zu erweisen. Besonders ehrend war die Anteilnahme des Führers und Reichskanzlers, der als letzten Gruß zwei mächtige Kränze entsandt hatte, die durch den Militärattache des Deutschen Reiches in Prag, Oberst Toussaint, und den Luftattache, Major M ö r i ck e , niedergelegt wurden. Die Einsegnung der beiden Toten erfolgte auf dem Egerer Friedhof. Von dort bewegte sich dann der Trauerzug zum Marktplatz. Die Bevölkerung grüßte mit erhobener Hand die beiden Toten. An der Spitze der offiziellen Vertreter gingen die beiden reichsdeutschen Offiziere, dann Konrad Henlein mit seinem Stellvertreter, Abgeordneten Frank. Unter dem Geläute der Kirchenglocken näherte sich der Trauerkondukt der Stadt. Auf dem Marktplatz war ein schwarzer Katafalk errichtet, auf den die Särge gehoben wurden. Ein Chor der Egerer Gesangvereine sang den Choral „Ein Volk!". Dann sprach der Führer des sudetendeutschen Bauernstandes, Senator P f r 0 g n e r : Erschüttert stehen wir, so sagte er, vor euren Särgen. Stumm trauert das ganze Sudetendeutschtum um euch. Heute weiß die ganze Welt, daß nicht ihr zwei Egerländer Bauerü es gewesen seid, die die Ruhe und die Ordnung unserer Heimat gestört haben. Mitten im Schaffen, im Kampf um die Lebensrechte unseres Volkes, seid ihr euren Familien entrissen worden. Bald wird die Jugend den Pflug und das Schwert in ihre Fäuste nehmen und es so führen, wie ihr es euer Leben lang getan habt. Und so werdet ihr in ihrem Blut, das euer Blut ist, unter uys bleiben und unsterblich sein. Euer Blutopfer wird uns eine bleibende Mahnung und eine ewige Verpflichtung sein, alles einzusetzen, wie ihr es getan habt. Nach ihm nahm der Abgeordnete Frank das Wort: „Wiederum haben deutsche Männer für unsere nationalsozialistische Idee ihr Leben auf dem Opfertisch unserer Schicksalsgemeinschaft gelegt. Es ist Niemals eine große Idee dieser Weltgeschichte zur Tatsache geworden, wenn nicht Menschen bereit waren, für sie zu sterben." Frank schloß seine Rede: „Deutschland muß leben, auch wenn wir sterben." Als Letzter trat Konrad Henlein, der Führer des Sudetendeutschtums, vor den Katafalk. Zu den Toten gewandt, sagte er: „Ich komme zu euch, um im Namen aller Kameraden und Kameradinnen und im Namen des Sudetendeutschtums euch unsere letzten Grüße zu übermitteln. Euch traf das tödliche Blei. Erschüttert und zutiefst aufgerüttelt sind wir und sind alle Deutschen, wo immer sie leben. Euer Opfer soll uns. eine stete und stille Mahnung sein. So nehmen wir von euch Toten Abschied" Zum Gruß senkten sich alle Fahnen der Partei. Sodann legten Oberst Toussaint und Major Möricke im Auftrage des Führers und Reichskanzlers die .Kränze an den Särgen der beiden Toten nieder. Mit dem Lied vom guten Kameraden fand die Trauerfeier auf dem Marktplatz in Eger ihr Ende. Durch ein dichtes Spalier von Volksgenossen erfolgte dann die Ueberführung der Leichen in ihre Heimatorte Ober-Lohma und Ponfau. Der Ordnungs- dienst in der Stadt wurde von den Ordnern der Sudetendeutschen Partei durchgeführt, so daß sich neue Zwischenfälle nicht ereignen konnten. Die Lage war in den ersten Morgenstunden allerdings noch zweifelhaft, weil plötzlich eine starke Abteilung tschechischer Gendarmerie durch die Stadt marschierte. Die Gendarmerie wurde aber dann, ebenso wie das Militär, in den Kasernen zurückgehalten, so daß die Trauerfeier ohne die geringste ausgiebig — sparsam — bi II i g V 158-305 PUTZT ALLES Störung zu verlaufen vermochte. Die Ordner der SDP. bewiesen auch in diesem Falle, daß sie ihrer Aufgabe vollständig gewachsen waren. Wie überall, wo sie bisher in Tätigkeit zu treten hatten, spielten sich die Ereignisse reibungslos und in vollster Disziplin ab. Zu der Feier waren 39 Berichterstatter "von auswärts — unter ihnen Ward Price von der Daily Mail — eingetroffen. Sie hatten Gelegenheit, die beherrschte Haltung der Sudetendeutschen zu beobachten Keichsanleihe und Aprilbilanzen. Vergleicht man das jetzige Bilanzbild der Kreditinstitute, in dem sich die Anleiheeinzählung der bisher größten Reichsanleihe in Höhe von 1,6 Milliarden widerspiegelt, mit dem Bilanzbild Ende Januar, in dem auch die erste Milliardenanleihe zum Ausdruck kam, so ergibt sich ein bemerkenswerter Unterschied. Während die Januaranleihe einen starken Rückgang der Kundschaftseinlagen ausgelöst hatte, sind diese diesmal nicht zurückgegangen, sie haben sich sogar bei den Großbanken um 42, bei den Haus-, Spezial- und Branchebanken um 77 und bei den sonstigen Kreditbanken um 5 Millionen erhöht. Auch die Spareinlagen zeigen weiterhin eine Zunahme von insgesamt 22 Millionen. Den Beweis, daß die Finanzierung der Anleihe zunächst durch die Kreditinstitute selbst erfolgt, liefern die Bilanzposten „Nostroverpflichtungen" und „Einlagen deutscher Kreditinstitute". Diese haben sich insgesamt um 232 Millionen verringert. Auf der Aktivseite dagegen haben sich die Anleihebestände um insgesamt 303 Millionen vermehrt. Hiervon entfallen auf die Berliner Großbanken, die Spezial-, Haus- und Branchebanken und sonstigen Kreditbanken rund Zweidrittel des Betrages. Zugenommen haben ferner die Bestände der unverzinslichen Schatzanweisungen um 148 Millionen. Ferner haben sich die Wechselbestände stark verringert, insgesamt um 375 Millionen. Die in den vergangenen. Monaten festgestellte Ausweitung des Bankkredits, die sich in einer Zunahme der Bilanzposten „Vorschüsse auf verfrachtete Gießener Gtadttheater. „Die acht Entfesselten": „Gute Besserung!" Wir kennen sie schon von ihrem Gastspiel vor zwei Jahren. Inzwischen hat sich einiges geändert. Das kleine Ensemble hat seinen Gründer verloren, Walter Scholz; Rudi G 0 d d e n ist zum Film abgeschwenkt und kürzlich in dest „Leuchtenden Sternen" wieder aufgetaucht. Dafür erscheinen einige neue Namen und Gesichter. Vom alten Stamm: die begabten Grotesktänzer G a r g a und K r 0 ck , die sympathische Käthe Scholz, der riesengroße B r e n mit dem abgründigen Baß. Marit B a r - 'n e k hat die Nachfolge der Gerty von Reichenau angetreten: ein sehr brauchbarer Ersatz; dazu Hermann N 0 a ck und der muntere jugendliche Komiker Peter W. Staub. Am Flügel: Willi Norman. * Die stilistischen Grundlagen und die Wirkungsabsichten der „Entfesseltem sind die gleichen geblieben; neu ist das Programm, das alle zwanzig Nummern der Folge unter einem gemeinsamen Leitmotiv zusammenfaßt: sie verkleiden sich als Aerzte und Schwestern, halten Sprechstunde ab von 8Vi bis IOV2, verarzten während dieser Zeit mit freundlichem Spott die an großen und kleinen Schwächen leidende Menschheit und wünschen ihr und uns, die wir dabei zusehen dürfen, gute Besserung. Sie befolgen die alte, weise Lehre: Lachen ist gesund und heilkräftig. Sie machen es, wie früher, mit Gesang und Tanz und parodistischem Sketsch. Nicht überall mit der gleichen Wirkung: manches ist unwiderstehlich, manches kommt ein wenig umständlich zum Ziel, einige Pointen sind ein bißchen matt und verschleppt. Hübsch ist die Wartezimmerszene mit den „Patienten unter sich" (Staub, Krock, Barnek), hübsch auch die kleine Szene „Vater und Sohn" (Bren und Staub), mit der sie Goddens „bürgerlichem Trauerspiel" aus dem ersten Programm eine verständnisvoll aufgenommene neue Nuance geben. Ein drolliges Terzett bilden die drei Meckerer Bren, Staub und Noack im „Spießer-Spuk", mit sanft politischem Einschlag. Die'große Szene des ersten Teils heißt „Die Geschichte von einem, der auszog. das Gruseln zu lernen": gegen das allmächtige Gespenst des Profitgeistes gerichtet, mit netten Einfällen, aber man könnte sich den Sketsch konzentrierter denken; das Beste zuletzt: Mgrit Barnek in der kleinen Liebesszene, die auch musikalisch liebenswürdig ausgemalt ist. Im zweiten Teil werden die bewährten Zielscheiben des parodistischen Scharfschießens von damals errichtet:^ Mode und Tanz, Film und Funk. Die witzige Miniatur-Modenschäu (Barnek, Staub) machte den Leuten sichtlich Spaß. Kröcks mimischtänzerische Persiflage auf die „Kraniche des Jbykus" ist ein grotesker Ulk, stellenweise von verblüffender Komik, außerdem ein Paradestück rein körperlicher Ausdrucksmöglichkeiten. „Flachs tönende Wochenschau" wurde mit neuen, dankbar begrüßten Motiven bereichert, und auch die. kleinen Scherze aus dem „Werbefilm" waren seit langem für ein parodistisches Kabarett fällig. „Der Funk" mit Seebericht und Weltwetterlage wurde natürlich ebenfalls mit Vergnügen zur Kenntnis genommen. Zuletzt setzen sich die Acht selber ein. Denkmal: — auf Wiedersehen und nochmals gute Besserung! * Den Patienten vor dem Vorhang schien die Behandlung zu bekommen; sie bedankten sich mit freundlichem Beifall. Hans Thyriot. Heitere Bärenjagd. Von Robert Michel. Bei meinen zahlreichen Wanderungen durch Bosnien und die Herzegowina hielt ich häufig vor den ländlichen Kaffeehäusern Rast, wo ich jedesmal Gesellschaft genug fand, denn der Bosniak liebt wie jeder Orientale guten schwarzen Kaffee, und die Dorfkafana ist sein Lieblingsaufenthalt. In ejner solchen Runde, in der jeder einzelne sein kupfernes Kännchen mit köstlich duftendem Kaffee vor sich hatte und seine selbstgedrehte Zigarette rauchte, hörte ich eine Jagdgeschichte, die wohl in der Sprache des Landes erzählt wurde, aus der aber auch ein deutliches Latein klang, das in aller Welt wohlbekannte Jägerlatein. Der Erzählende war ein gewaltiger Nimrod, der graubärtige Dzafobeg aus der Gegend des Jvanfattels: „Ihr wißt alle", so begann er, „daß es bei uns im Lande noch Bären gibt, wenn sie auch selten geworden sind. Nun war da oben in einem unerhört kalten Winter, der sehr ftüh eingesetzt hatte, in der Treskavica-Planina so ein Untier aufgetauchf und machte einen gewaltigen Schaden unter dem Vieh der Gegend. Alle Versuche, ihn einzukreisen und vor den Hunden oder Treibern zur Strecke zu bringen, schlugen fehl — der Bursche war zu schlau. Da beschlossen die beiden besten Jäger des Dorfes, Pero und Jovo, in einer mondhellen Nacht gemeinsam draußen am Waldrande den Bären zu erwarten, um endlich seinem Treiben ein Ende zu machen. Gesagt, getan. Sie luden ihre alten Gewehre und begaben sich bei Anbruch der Nacht auf den Anstand, unter einem starken Baum in nächster Nähe des Wechsels, den der Bär bei seinen Raubzügen einzuhalten pflegte. Es war eine bitterkalte Nacht, £er Schnee lag hoch und die beiden Jäger froren trotz ihrer dicken Pelzröcke und doppelten Wollstrümpfe ganz erbärmlich, da sie sich nicht rühren durften, um den Bären nicht zu verscheuchen. Inzwischen saßen ihre Freunde in der Kafana und warteten mit Spannung auf den Ausgang des Abenteuers. Stunde um Stunde verging; der Mond kam herauf — aber der Bär wollte nicht kommen. Da sagte Jovo: ,Pero, mir wird es zu kalt; meine Finger und Füße sind schon ganz steif — ich muß mich ein wenig erwärmen. Paß nur gut auf; ich gehe nur auf einen Sprung in die Kafana einen heißen Kaffee trinken und bin gleich wieder ba!‘ Jovo geht also in die Kafana, und Pero bleibt allein zurück. Kaum aber ist Jovo verschwunden, da kommt der Bär. Pero sieht ihn, schießt und fehlt in seiner Aufregung, oder weil seine Finger zu steif waren. Der Bär aber hat den Schützen schon erblickt, richtet sich auf und geht auf ihn los. Nun hatte Pero nur ein einläufiges Gewehr, einen Vorderlader, den er nicht so rasch wieder schußfertig machen konnte. Er wirft das nutzlose Gewehr weg und springt hinter den Baum, denn der Bär ist bereits ganz nah. Dieser nun greift mit seinen Vorderpranken zu beiden Seiten um den Stamm, damit ihm sein Feind nicht entwische. Pero aber packt in feiner Todesangst die Tatzen des Bären, und nun tanzen die beiden einen regelrechten Kolo um den Baum, sich an seiner Rinde herumwetzend. Dem Pero wird so heiß, wie es ihm früher kalt gewesen war; der Schweiß bringt ihm aus allen Poren, doch muß er festhalten und weitertanzen — sonst hat ihn der Bär. Gott sei Lob — beißen konnte ihn der Bär nicht, weil der Baumstamm zwischen ihnen war, so daß ihn das Gebiß nicht erreichen konnte. Da, im letzten Moment kommt endlich Jovo aus der Kafana zurück; er hat den Schuß gehört und sieht nun seinen Freund in größter Gefahr. Schon hebt er sein Gewehr und will schießen, da ruft Pero- ,Um Gottes willen, schieß nicht — du konntest auch mich treffen; komm lieber her und hilf mir ihn halten — ich- kann schon nicht mehr!* Jovo also wirft seine Flinte fort und springt hinzu. ,5)ier‘, sagt Pero, .faß die rechte Pranke und halte recht fest! Hast du sie? Gut; jetzt rasch auch hie linke! So, und jetzt laß nur nicht los — jetzt gehe ich auf einen schwarzen Kaffee!"' Hier endete Dzafobegs Erzählung. Er machte einen Schluß aus feiner Kaffeeschale, einen tiefen Zug aus seinem Tschibuk und schmunzelte in feinen Graubart. „Und was geschah bann mit bem Bären?" fragte ein junger Zuhörer. „Oh", meinte Dzafobeg, „ich glaube, sie tanzen noch immer um ben Baum, vielleicht kannst bu hin- gehen und ben Jovo ablösen!" Zeitschriften. — Ein Mahner an bie nahen Ferien ist bas Mai- Heft ber Zeitschrift „Der Bergsteiger" (Verlag Bruckmann, München, 1,20 Mk.). Herrliche Silber zeigen den lachenben Frühling in ber Bergwelt. Wir wanbern in bas Kaisertal unb lassen uns von ben Tälern Tirols erzählen, bie uns roieber erschlossen finb. Ein Bericht mit prächtigen Silbern über eine Fahrt nach Patagonien unb Feuerlanb, eine Pfingstfahrt zum Sietschhorn, Schifahrten in ber Mont Slanc-Gruppe unb im Kaukasus werben uns interessieren. Unb wer in diesem Sommer nach Norwegen fahren will, finbet auch hierüber einen aufschlußreichen, reich bebilberten Aufsatz. Hochschulnachrichten. Der Reichs- unb Preußische Minister für Wissenschaft, Erziehung unb Solfsbtlbung hat ben 0. Professor an ber Universität Sonn Dr. Karl R ö ß l e zum 1. Oktober 1938 :n gleicher Diensteigenschaft an bie Technische Hochschule München berufen und ihm die 0. Professur für Setriebswirtschaftslehre verliehen. Professor Dr. A. S ch i 11 e n h e l m . Ordinarius für innere Medizin an der Universität München, wurde von der Bulgarischen Gesellschaft für Innere Medizin zum Ehrenmitglied ernannt und von ber Königlichen Gesellschaft ber Aerzte in Pest zum Korresponbierenben Mitglieb gewählt. Ferner hat ihm ber Reichsoerweser des Königreichs Ungarn das Komturkreuz bes Ungarischen Serbienftorbens verliehen. Die Preußische Akademie der Wissenschaften hat den Professor Sir Arthur Stanley Eddington, Direktor der Unioersitätssternwarte in Cambridge, zum korrespondierenden Mitglied der physikalisch - mathematischen Klasse gewählt. Die philosophisch - historische Klasse wählte Professor Clemente M e r 1 0 von der Universität Pisa zum korrespondierenden Mitglied. a) 57 56 55 53 lägest stadttheater: 20 -Wria-Palast (€ 1938*; Spätvorstell Ahtspielhaus ('Bat 5ta heute um 20 11 Her", Lustspiel 'n. Spielleitung: . Wer. Außer Mit i-llung verabschied Ziehener Publikur ui das hessische ßi st wurde. Oie ersten Luffschifferinnen. Als im Juni 1783 die erste Montgolfiere ausge- stiegen war, wurde die neue technische Errungenschaft auch von den Frauen mit schwärmerischen Gefühlseraüssen begrüßt, und die Mode bemächtigte sich ihrer sofort, um einen „aeronautischen Stil" zu schaffen, bei dem die Damen gleich „wandelnden Montgolfieren" einhergingen. Aber sehr bald stieg auch die erste tapfere Frau in das noch unerforschte Luftmeer auf. Es war, wie Heinz Lue- dicke in der im>Bibl'iographischen Institut in Leip» (von 150 und mehr kg Lebendgewicht) 56 bis bzw. 55 bis 56, bl) (135 bis 149,5 kg) 55 bis bzw. 54 bis 55, b2) (120 bis 134,5 kg) 54 bis bzw. 53 bis 54, c) (100 bis 119,5 kg) 52 bis Das Ende der Maria Siuart Nach einem unbekannten zeitgenössischen Bericht. und in K u r h e s s e p auf den Märkten Fulda, Kassel und Marburg für die Schlachtwertklasse Men Vornan t>» b, 32 Sortfefeung. 6\ gibt 6 finden »ii'! Kinde! SS» 5 fielBi, «Ul ii Sale et" f A einifle-Uh?r al 8 schmal Üftert deinen SM in, und natürlich „Eilende w wer mit eud ■ Lus einmal ersch Eiserne brummeli kinen Spiegel! Und ist es nicht Jorgen wach W a zu singen, fuß Ober, wie war chemacht: nut o Junen mächtige, | Mnneskirche zu Mn danket mit Herzen, Der Verfasser der folgenden Schilderung ist d e B o u r d e v i l l e , ein französischer Geschichtsschreiber, der Maria Stuart nach Schottland begleitete. Der jammervolle Tod Marias, der berühmten, Königin von Schottland, kann nicht ohne das größte Mitgefühl geschildert werden. Ich erhielt den Bericht persönlich von ihren beiden vertrauenswürdigen Kammerfrauen, die getreulich dem ihrer Herrin gegebenen Versprechen nachkamen, von ihrer Stand- -hastigkeit zu zeugen. Am 17. Februar 1587 erreichten die Stellvertreter der englischen Königin Schloß Fotheringay, woselbst die Königin von Schottland eingekerkert war, und sie lasen ihr den Auftrag Elisabeths vor, wonach die Königin von Schottland am nächsten Morgen hingerichtet werden sollte. Die Königin dankte ihnen, ohne ein Anzeichen von Erstaunen an den Tag zu legen, für ihre gute Neuigkeit, indem sie sagte, nichts könne ihr lieber sein, denn nach zwanzig Jahren der Gefangenschaft sehnte sie sich nach einem Ende ihrer Leiden. Sodann schrieb sie zur Erleichterung ihrer Seele ihre Beichte nieder (da ihr ein Beichtvater versagt wurde): des weiteren schrieb sie ans Herz greifende Abschiedsbriefe an unseren König, die Königin- Mutter und gewisse andere. Dann rief sie ihre Dienerschaft vom hochgestellten bis zum geringsten zusammen, ließ ihre Truhen öffnen und verteilte unter sie den Rest ihres Geldes. Ihren Frauen gab sie, was sie noch an Schmuck besaß unD sagte, es tue ihr leid, daß sie so wenig anderes zu geben habe. Sie ließ durch ihren Majordomus ihrem Sohne sagen, er solle nicht auf Rache für ihren Tod sinnen. Dann, ohne eine Träne zu vergießen, nahm sie von ihnen allen Abschied, wobei sie ihnen sagte, sie sollten nicht meinen, denn sie sei nun glücklich nach so vielen Leiden. Danach zog sie sich, da die Nacht angebrochen war, in ihre Kapelle zurück und betete dort zwei Stunden. Bei der Rückkehr in chr Zimmer sagte sie zu ihren Frauen: „Ich glaube, ich täte gut daran, meine Lieben, etwas zu essen und mich bann zurückzuziehen, damit ich morgen nichts Unwürdiges tun oder des Mutes ermangeln möge." Aber sie schlief wenig, und sich vor Morgengrauen erhebend, zog sie ein schweres Sammetkleid an, einen Mantel aus karmesinfarbenem Atlas und einen schwarzen Schleier. Sie gab einer ihrer Frauen ein .Taschentuch, wobei sie sagte: „Wenn ich herantrete, erweist mir diese letzte Gunst, mir die Augen zu verbinden." Nachdem sie alle geküßt hatte, zog sie sich noch einmal in ihre Kapelle zum Gebet zurück. Die Sonne war bereits aufgegangen, als sie in ihr Zimmer zurückkehrte, wo sie sich vor den Kamin setzte und mit ihren Frauen unterhielt, sie tröstete, und sie bat, bei. ihrem Tode dabei zu sein, um später das Geschehene berichten zu können. Wie sie mit ihren Worten zu Ende war, erscholl ein lautes Klopfen an die Türe und die Abgesandten traten ein. Die Königin sagte: „Ihr seid meinetwegen gekommen, meine Herrn, ich bin zu : sterben bereit. Ich fühlte, daß die Königin, meine Schwester, wie auch ihr mir eine große Gunst da- : mit erweist, daß ihr so zu mir kommt. Gehen wir." Als sie Maria so standhaft und dabei fo schön und : sanftmütig sahen, waren die Gesandten tief gerührt und bemitleideten sie. zig erscheinenden Monatsschrift „Atlantis" aus» führt, Madame lible, die Gattin eines südfranzösischen Industriellen, die schon im Juni 1784 in Blanchards Gondel mitzureisen wagte. Im nächsten Jahre fblgte ihr eine Engländerin, Mrs. Sage; es gibt einen Kupferstich, auf dem man die schöne Frau in eleganter Toilette mit großem Federhut bequem in der Gondel wie in jjiner Loge mit dem berühmten Luftschiffer Lunard: und einem zweiten Begleiter sieht. Die erste Deutsche, die geflogen ist, war das adelige Fräulein Chas- l o t aus Lübeck, die Tochter eines Jugendfreundes Friedrichs des Großen, die im Jahre 1792 das große Wagnis unternahm. Es dauerte auch nicht lange, bis tüchtige Berufsluftschifferinnen mit den Männern in Wettbewerb traten und ihre Künste zur Volksbelustigung zeigten. Als erste Frau unternahm Sophie A r m a y d- Blanchard um 1810 den mutigen Versuch, „von dör Luft zu leben", indem.sie nach dem Tode chtes Gatten dessen gewinnbringende Luftschifferei erfolgreich fortsetzte. Sie führte wirkungsvolle Schauflüge aus, die überall Aufsehen erregten, bis sie bei ihrer 67. Auffahrt in Paris, nachdem der Ballon sich entzündet hatte, zu Tode verwundet auf ein Dach stürzte. In Deutschland und in Oesterreich befriedigte feit 1811 Frau Wilhelmine Reichard, geborene Schmidt, aus Braunschweig die Sensationslust des großen Publikums, eine hübsche und tapfere Dame von tadellosem Ruf, der in Berlin ein Zeitungsbericht bestätigte, daß ihre „Heiterkeit nicht die geringste Furcht verspüren ließ". Als der einfache Aufstieg der „fliegenden Da- - men" nichts Besonderes mehr war, verfielen ein- . deine Frauen und Mädchen auf immer gewagtere Kunststücke. So erwarb sich Elisa Römerin durch beherzte Fallschirmabsprünge die Gunst der Menge, zwei Jahrzehnte später, im Sommer 1836, bezwang die englische Luftschifferin Margaret G r \Ä EinÄ ;*K auf 11 Indien. feb05 °°- LN»--N twirtj. 'd-r stabt rb! • e durch den "anddtt e kenterte ein ^.starke $e. „ wurden jeen3er n*mmert bl 2*3#*« er Mrt nach ^denburgifche ^bwidng noch 1 kreuzen. Der 'M. DÄei usses drei leicht war fofort zur M zwei der r l e g e n. vus verunglückt. Betriebsausflug 5 an einer ob- >tt und Lolken. en Waaen. Der Insassen teils Elt Schwer. !r Krankenhaus 'Unglücks. einem schranken, lunfchweig-Tift ;ter Kraftwagen u sehen war und merksam machte, von der So- ldO Meter weit , zwei Braun- ht. Die Schuld an der notwen- ii von Mlfen den zwei Moen fuhren, im vonWölsen e eine Truppe iendem Geheul den Autobussen ine der Wagen, ine Panik. Die ndigkeit, und die . Nur der größte t ausgeben. Der laß es von einem Rippen in den Das Tier wurde [en und dann in „Atlantis^, aus. in eines Man- m 3uni 1784 m kn waßte. 2ni igländerin, Mrs- >, aus dem man leite mit gr-b-m ne in Lunard. uni ie erfk $«* 106 ibflnl'WÄ ÄS"; 1 Lm Toöe ihrer ÄEL rSZ - Ä-i» Md muigrb, 1'"!% iSeil«; ’ti li-b'' M'L * .rtarn«' m 'S1"’’'!?! Ar"- hanse"^ zap n. ll-n/W« ir„r,S 6«e VS' »5»fS 108 o^J? A W Hr.122 Drittes Blatt Aus der Stadt Gießen. Glück im Winkel. L8>er — gibt es das nicht? O doch, man muß es nur zu finden wissen! Liegt man zum Beispiel krank, ist plötzlich die Welt eine ganz andere. Der Raum um dick verengt sich, draußen die laute Welt mit ihren Ansprüchen verliert ihre Wichtigkeit, nur die vier Wände des Krankenzimmers bleiben be- stcken. So geborgen kommst du dir vor. Man malt mit den Augen das Tapetenmuster nach — eigentlich sieht man es jetzt zum ersten Male richtig —, man verfolgt eine Fliege auf ihren Zickzackflügen, die immer wieder auf der Lampe endigen. Eigentlich müßte man sie fortjagen — ach, laß sie doch! Schön ist der Tulpenstrauß, den man dir ins Zimmer stellte, auch ein kleines Glück: in schlanker, weißer Base ein paar lange Stengel, köstlich frisch, rosa einige und andere ganz müde, braunlila. Man sieht sich wieder als Kind im väterlichen Garten zur Frühjahrszeit — o wie schön war der Sonnenschein und das Bienengesumm! — wenn man zaghaft hineinschaute in die leuchtenden Kelche. Von den Tulpen gleitet dein Blick zu dem Stück Himmel, das sie dir gelassen haben, als sie nebenan ein Haus bauten. Der Spiegel an der Wand vergrößert deinen Himmel noch um ein beträchtliches Stück! Du siehst nun nach den ziehenden Wolken, und natürlich fällt dir Mariu Stuart ein: „Eilende Wolken, Segler der Lüfte, wer mit euch wanderte, mit euch schiffte!" Auf einmal erscheint ein Flugzeug: winzig klein, von ferne brummelnd, fliegt der Wolkenstürmer durch deinen Spiegel! Und ist es nicht auch ein Glück, wenn man gegen Morgen wach liegt, und plötzlich fängt eine Amsel an 3U singen, süß und selig? Oder, wie war es neulich? Das Fenster wurde aufgemacht: mit dem Frühlingsruch von draußen kamen mächtige, feierliche Töne vom Turm der Iohanneskirche zu mir hereingeströmt: Nun danket Alle Gott mit Herzen, Mund und Händen ..." E. L. St. Bornotizen. Tageskalender für Freitag. Stadttheater: 20 bis 22 Uhr „Ein Glas Wasser". —Gloria-Palast (Seltersweg): „Broadway-Melodie 1938"; Spätvorstellung 10.45 Uhr, „Der König". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Ehesanatorium". Stadltheater Gießen. Heute um 20 Uhr zum letzten Mal „Ein Glas Wasser", Lustspiel nach Scribe von Otto Stockhausen. Spielleitung: Hans Geißler, Bühnenbild: Karl Löffler. Außer Miete! Ende 22 Uhr. In dieser Vorstellung verabschiedet sich Else M o n n a r d von dem Gießener Publikum, die für die nächste Spielzeit an das Hessische Landestheater Darmstadt verpflichtet wurde. ^DitDtatfiljcJltWront RS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude". Theatervorstellung. Samstag, den 28. 2Rai, Beginn 20 Uhr, KdF.- Niete Gruppe I. Letzte Darstellung der Spielzeit: „Der Mustergatte" von hopwood. Linzelkarten im freien verkauf zum Preise von [ —.90 RM. sind in der Kartenverkaufsstelle, Gießen, Seltersweg 60, und durch die Betriebswarle er- । hältlich. 3586D 1 Omnibusfahrt am 1. pfiugstfeiertag nach Wiesbaden. Die vorstehende Fahrt führt die Teilnehmer über Bad Homburg—Saalburg nach Wiesbaden. Abfahrt ; in Gießen um 8 Uhr am Haus der Deutschen Arbeitsfront, Rückkunft gegen 24 Uhr. Teilnehmer- Fäden hin und her. I Roman von Hedda Westenberger. Copyright by Carl DUncker Verlag, Berlin W 35. 32. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) Marga lacht noch immer. „Der arme Lenzsch", sagt sie und wischt sich mit der Hand über die Augen, „der arme Kerl! Da bricht er sich den Fuß und sähe uns am liebsten darüber vor Mitleid zerfließen, und wir zwei sitzen hier äußerst fidel in unserem Wagen, und es fehlt nicht viel und wir knobeln noch darum, wann wir spätestens dem guten Lenzsch unseren Beileidsbesuch abstatten müssen. Aber es liegt an ihm selbst, wissen Sie. Wenn ein anderer aus dem Fenster gesprungen wäre und sich den Fuß gebrochen hätte — etwa Kahl oder auch Ähr Papa — so wür- ' den wir ihn bestimmt auf die ernsthafteste Weise von i der Welt bedauern und kein bißchen lachen. Aber bei ; Lenzsch bekommt alles einen irgendwie komischen An- i strich, finden Sie nicht? Schon die Vorstellung: Der i dicke Lenzsch springt hinter einem Ball her aus dem Fenster! Und wie er dann dasaß und die himmelblauen Augen rollte! Und das Gestöhne und die zer- ’ knirschten Stirnfalten! Ach, ich weiß, es ist nickt sehr nett, so zu lästern, aber ich kann nicht dafür, ich muß darüber lachen. Nun stellen Sie sich noch vor, wie | er in feinem Bett liegt — sicher hat er Nachthemden mit roten Säumchen — wie er also so da- Hegt, sich in seine Märtyrerrolle hineinlebt und sich j oornimmt, was er alles sagen und tun will, wenn wir morgen früh mit mitleidsbleichen Gesichtern kommen werden, und wie er sich genußvoll ausmalt, wie wir nun heute abend in Ihrem Haus ?lle miteinander wie die aufgescheuchten Hühner lerumsitzen werden, weil er nicht da ist! Und statt besten werden wir vermutlich mopsfidel sein und -ms ebenso gut unterhalten, als wenn er da wäre — vielleicht noch besser." ^Monika betrachtet die andere unsicher von der Seite: Was soll das alles fein, was sie da sagt? ' Ist ihr Lenzsch wirklich so gleichgültig? Hat sie wirklich so wenig für ihn übrig? Oder spielt sie mmer noch Theater? Und wenn sie kein Theater spielte? Wenn sie [ kein Interesse an Lenzsch hätte, sondern Lenzsch höchstens an ihr? Monika lauscht ernsthaft in sich hinein. Dann I näre ja eigentlich der Weg zu Walter Lenzsch wie- I »er frei, sagt sie sich. Dann wäre dies Wochenende, f nur als ein unglückseliges Intermezzo zu betrachten, Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) DerReichssportwMampsimVDM.Obergaul3 „Es ist mein Wille, daß die gesamte deutsche Jugend sich einmal im Jahre einer großen sportlichen Leistungsprüfung unterzieht und mit dieser vor der ganzen Nation Zeugnis ab legt von der Kraft und Unbesiegbarkeit des Volkstums." .Adolf Hitler. NSG. Zum fünftenmal tritt in diesem Jahr die ganze deutsche Jugend zu einem großen Leistungswettkampf an. Während sich die Kameraden der HI. am vergangenen Wochenende zum Wettstreit stellten, führt der B D M. am 2 8. und 29. Mai seine Entscheidungen durch. Heber allem Einsatz stehen das Wort und der Wille des Führers, aber auch die unbedingte Bereitschaft des einzelnen, fein Bestes herzugeben und damit der Gemeinschaft zum Erfolg zu helfen. Zum Wettkampf treten alle Iungmädel, die nach dem 1. Juli 1924, und alle Mädel, die nach dem 1. September 1916 geboren sind, an. Sie kämpfen innerhalb "ihrer Mäpelschaft, bzw. IM.-Schaft untereinander um den Sieg. Nicht teilnahmeberechtigt sind Führerinnen, die das vorgeschriebene Alter bereits überschritten haben. Für sie ist ein Unter® führerinnen-Dreikampf ausgeschrieben, der in diesem Jahr erstmalig zur Austragung gelangt. An diesem Dreikampf nehmen ferner all jene Führerinnen teil, die auf Grund ihrer Dienststellung am Reichssportwettkampf verhindert sind. Als Uebun- gen sind vorgeschrieben für Iungmädel: 60-Meter- Lauf, Weitsprung, Schlagball-Weitwurf, für den BDM.: 75-Meter-Lauf, Weitsprung, Schlagballweitwurf. Es wird nach der 100-Punktwertung innerhalb jeder Altersstufe bewertet. Wer 180 Punkte und darüber erreicht, erhält die Siegernadel 1938. Von den zehn besten Elnzelkämpferinnen werden dann die Punktzahlen zusammengefaßt, die für die Bewertung der Mannschaft maßgebend sind. Die siegreiche Mannschaft jeder Mädel- bzw. Jung- mädel-Gruppe erhält die vom Führer unterzeichnete Ehrenurkunde. Später tritt sie zum Mannschaftsmehrkampf des Untergaues an und kämpft mit den besten aller Untergaue um die Berechtigung zur Teilnahme am Dbergaufportfeft. Der Wettkampf wird in allen Jungmädel-Grup- pen des Obergaues 13 am Samstagnachmittag, in allen BDM.-Gruppen am Sonntagvormittag durchgeführt. Zum erstenmal schließen sich in diesem Jahr an die Wettkämpfe die Gruppensportfeste an, die in unserem Obergau am Sonntagnachmittag durchgeführt werden. Die Arbeit eines Jahres, für die sich rund 800 ©ruppenfportroartinnen eingesetzt haben, soll hier unter Beweis gestellt werden. Wie auf den Untergau-Sportfesten der vergangenen Jahre der beste Durchschnitt antrat, so wird das Gruppensportfest nun Wertmesser für die gesamte geleistete Arbeit der Einheit. Die Mädel zeigen gemeinsame Körperschule, die eine ständige Vervollkommnung zur Bewegungsgymnastik erfahren hat. Firner geben sie Einblick in die fröhliche Seite des Sports: Spielwiese, Tanz, Ball-Wettspiele. Die Standortführungen der Großstädte führen zumeist nur den Sportwettkampf am Nachmittag des Samstags und. Sonntags vormittags durch und legen die Gruppensportfeste zu einem großen Untergau-Sportfest, Das später stattfindet, zusammen. Dagegen werden fast sämtliche Gruppen-Standorte des Obergaues das Sportfest anschließend an die Wettkämpfe am Sonntagnachmittag durchführen. . Führerinnen-Fünfkampf im BDM. Entsprechend dem Führer-Zehnkampf der HI. hat der Reichsjugendführer für die Führerinnen des BDM. und des Jungmädelbundes die Durchführung eines Führerinnen-Fünfkampfes verfügt. Die Bedingungen des Wettkampfes find: 75-Meter- Lauf, Hochsprung, Weitsprung, Schleuderball-Weitwurf und 100-Meter-Brustschwimmen. Die Teilnehmerinnen sind in zwei Altersstufen — Stufe A von 17 bis 21 Jahren und Stufe B von 22 Jahren an aufwärts eingeteilt. Die Wertung erfolgt nach einer 1000-Punktwertung. Für diejenigen Mädel und Jungmädelführerinnen, die weder am Reichssportwettkampf des BDM., noch am Führe- rinnen-Fünfkampf teilnehmen, hat der Beauftragte für die Leibeserziehung der deutschen Jugend, Obergebietsführer von Tfchammer und Osten, die Ableistung eines Unterführerinnen-Dreikampfes ange- ordnel, der mit feinen Bedingungen (75-Meter-Lauf, Hochsprung und Schleuderball-Weitwurf) bei einer altersmäßigen Staffelung eine Vorstufe des Führerinnen-Fünfkampfes barfteUt., Wie Der Fünfkampf, so ist der Dreikampf in allen BDM.-Untergauen des Reiches bis zum 15. August 1938 durchzuführen. Die aus dem Fünfkampf als Siegerinnen hervorgegangenen 15 besten Führerinnen des Reiches werden vom Reichsjugendführer alljährlich auf Dem Reichsparteitag Dem Führer oorgestellt. BOM.-Äntergau 116. Achtung! hessen-Rassau-Fahrtleilnehmerinnen! JeDes MäDel, das an der Hessen-Nassau-Fahrt vom 2. bis 9.6. teilnimmt, tritt am Sonntag, 2 9. Mai, bei den Reichssportwettkämpfen ihrer zuständigen Gruppe mit gepacktem Tornister zur Vorbesichtigung an. Der SonDerzug am 2.6. geht um 13.20 Uhr in Gießen ab. Antreten um 13 Uhr am Gießener Bahnhof. Die Gießener Mädel erhalten ihrtz Fahrkarte am Bahnhof, die auswärtigen Mädel durch ihre Gruppenführerin, damit diese auf Grund der Sonderzugskarte eine 75prozentige Ermäßigung vom Heimatort nach Gießen erhalten. Die Gruppenführerinnen sind mir für die Benachrichtigung und Dorbesichtigung der Tornister verantwortlich. Die Untergauführerin. Mädelgruppe 3/116. Vekr.. Reichssportwettkämpfe. Am 29. Mai tritt die Mädelgryppe 3/116 mit vorschriftsmäßigem Turnzeug um 7.30 Uhr auf dem Ludwigsplatz an. Die Schaftsführerinnen werden ihre Mädels benachrichtigen. Die Beurlaubungen sind an diesem Tage aufgehoben, auch für die Mädels, die aus gesundheitlichen Gründen vom Sport befreit sind. Betr.: Hessen-Rassau-Fahrt. Alle Mädels, die an Der Fahrt teilnehmen, treten am 29. Mai, um 7.30 Uhr, in vollständiger Fahrtenausrüstung auf Dem Ludwigsplatz an. preis einschl. Stadtführung in Wiesbaden 5,— RM. Anmeldungen: Kartenverkaufsstelle Seltersweg 60, Ruf 2141. 3612V RS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude". Theatervorstellung. Samstag, den 28. Mai, Beginn 20 Ahr (Karten vom 30.4.38 haben Gültigkeit), Miete Gruppe I. Letzte Vorstellung der Spielzeit: „Der Mustergatte" von hopwood. Linzelkarten im freien' Verkauf zum Preise von —,90 RM. sind in der Kartenverkaufsstelle, Gießen, Seltersweg 60, und durch die Betriebswarte erhältlich. 3586V Kreiswaltung Wetterau. Fachabteilung „Druck und papie r". Am Montag, dem 30. Mai, 20 Uhr, findet im großen Saale des Studentenheimes, Leihgesterner Weg, ein Vortrag von Dr. Wilhelm h. Lange, Offenbach a. M., statt über das Thema: „Rudolf koch und die Schriftkunst unserer Zeit". Mitglieder der Fachabteilung „Druck und Papier", fowett sie der DAF. angehören, haben hierzu freien Eintritt; von den anderen Besuchern werden 30 Rpf. Unkostenbeitrag erhoben. über Das man mit einigem Geschick ganz gut hinwegkönnte ... Nun? Und? Atmet nichts m ihr erleichtert auf? Fällt kein Stein von ihrem Herzen? Nein. Nichts. Eine kleine Genugtuung regt sich, wenn man genau hinhört. Sonst nichts. Verspielt, Walter Lenzsch. Falsch gespielt. Am Ende sogar: falsch gesetzt! „Warum sinD Sie Denn so still?" fragt Marga nach einer Weile leise. Monika hebt lächelnd Den Kopf. „War ich still? Ach, ich Dachte nur über Lenzsch nach. Und über Sie." „So? Und was dachten Sie da?" „Gott, so allerhand, was man nicht so ohne weiteres sagen kann." „Auch ryd)t andeuten?" Monika schüttelt den Kopf: „Auch nicht anbeuten. Nur das kann ich Ihnen ehrlich gestehen, daß ich einsche, mich vielleicht Ihnen gegenüber in diesen zwei Tagen wirklich sehr albern benommen zu haben. Aber das lag an verschiedenen Dingen, von denen Sie nichts wissen. Wahrscheinlich werde ich mich von jetzt ab nicht mehr so albern benehmen." Marga lacht leise auf. „So. Wahrscheinlich. Und wovon wird das abhängen?" „Don Ihnen selbst", sagt Monika rasch. Dann setzt sie sich etwas behaglicher zurecht, verschränkt die Arme über der Brust, schlägt die Beine übereinander und fügt beinahe herzlich hinzu: „Auf alle Fälle werde ich, wenn ich Darf, von jetzt ab Marga zu Ihnen sagen, zum Zeichen, daß ich.. " Eine lächelnde Handbewegung vollendet den Satz. Äuch Marga lächelt. Du seltsames Mädchen, denkt sie, mit einem beinahe mütterlichen Gefühl für die andere. Da streifen schon die ersten Lichter von Eigelstem ihre Gesichter. 21. Marga entdeckt Schattenseiten in Eigelstein, und Tante Martha ruft im falschen Moment zu Tisch. Der Doktor macht ihnen selber die Tür auf. Sein erster Blick gilt Margas Gesicht. „Nun, war Der Abschied sehr schwer? Habt Ihr ihn gut abgehoben, den Unglücksraben?" Die beiden nicken und bemühen sich, dem Begrüßungsansturm von Tapsy und Seppl standzuhalten. Alles sei sehr schnell und glatt gegangen, sagt Monika, der Portier habe mit zugegriffen, und Kahl habe, während er seinen Freund aus dem Auto herausbugsiert habe, so viele Dumme Witze gerissen, daß sie alle miteinander Tränen gelacht hätten. Sogar Lenzsch habe gelacht, obwohl er es im Grunde wahrscheinlich viel'lieber gesehen hätte, wenn man seinen Unfall dramatischer und tragischer behandelt hätte. Der Doktor betrachtet die beid"n, wie sie nun nebeneinander vor dem Spiegel stehen und ihre Haare ordnen: Monika, bas kleine Kämmchen zwischen bie Lippen geklemmt, und Marga noch mit dem klappernden Autoschlüssel' am kleinen Finger. Eigentlich sehen sie beide verdammt gutgelaunt aus, denkt er verwundert. Und so — einträchtig. Als ob irgend etwas zwischen ihnen plötzlich beiseite- geräumt worden märe. Ober als ob ... 2ld), er muß doch gleich mal heute abenb Monika fragen, wie ihr Marga Montwill eigentlich jetzt gefällt. Sie kennt sie doch nun schon ein bißchen besser und wirb sie heute im Laufe bes Abends, wo der verflixte Lenzsch nicht immer störend dazwischenhockt, noch besser kennenlernen. Hm, der verflixte Lenzsch. Da bricht der arme Kerl sich noch extra den Fuß, und trotzdem bringt man kein reines Wohlwollen für ihn auf. Warum eigentlich nicht? Aber den beiden jungen Damen bä scheint Lenzschs Mißgeschick auch nicht gerabe bie gute Laune verschlagen zu haben. Im Gegenteil. Ober tun sie nur so? Der Doktor nimmt Marga, die jetzt ihre Jacke ausgezogen hat und Monika hilft, den Pingpongtisch' zusammenzuschlagen, scharf aufs Korn: Zittert nicht hinter ihrem vergnügten Lächeln doch eine heimliche Erregung und Betrübnis? Sind ihre glänzenden schwarzen Augen vielleicht nur von unterdrückten Tränen so blank und so abgründig schimmernd? Ach, wer kennt sich denn bei diesen Frauen auch aus! Sie sind alle miteinander bie vollenbeten Ko- möbiantinnen unb biefe ba gewiß letzten Endes auch. Und was Monika anlangt, — bie tut ja geradezu, als sei ihr ein Druck von ber Seele gewichen. Noch vor ein paar Stunden hat sie doch bageftanben, unb um biesen Lenzsch, ben Marga Montwill ihr ausgespannt hat, geheult, jawohl, geheult. Versteht man bas? Kann ba ein normaler Mann mit? „Na, unb was jetzt?" fragt Monika, nachdem ber Tisch zusammengeklappt unb bie schöne alte persische Decke roieber sorgsam barübergebreitet ist. ,,Was jetzt? Leistest bu Marga noch ein bißchen Gesellschaft, Papa? Ich muß erst mal in bie Küche, Tante Martha helfen. Unb wenn bu sonst nichts Besseres zu, tun hast, kannst bu Marga eigentlich ! mal unsere letzten Aufnahmen zeigen, bie von ber Jagd und die Gartenbilder vom Herbst. Magst du?" Der Doktor Hammerbacher lächelt fein. Was sich boch bas Fräulein Tochter so einbilbet! Braucht er langweilige Photographien dazu, einer Frau wie $rtitag,27.tnail958 Rach dem Vortrag spricht zu den Mitgliedern bq; Fachabteilung „Druck und Papier" der Gaufach- abteilungswatter pg. R t e l s e n , Frankfurt a. M. Dir bitten alle Angehörigen obiger Fachabteilung, sich für diesen Abend frei zu machen. 3638V Kostenlose Ariernachweise für Kinderbeihilfen kinderreicher Familien. EPNH. Zur Klärung von Zweifeln über die kostenfreie Ausstellung von Ariernachweisen für kinderreiche Familien zur Erlangung ber Kinder- beihilfen hat ber Herr Oberfinanzpräfibent Hessen folgenben Bescheid gegeben: Die Gewährung von Kinderbeihilfen an kinderreiche Familien setzt u. a. voraus, daß die Eltern deutsche Staatsangehörige ld»s ja do. oeoortis« Sunh»" r F9 -310 .eil man ,olle". d°s ts9eide und ® choffen v/o\le< Soeben v>nntund liehe ta,rpy9st oikofdrebsc^ wurduZnt FEX "o;ch^ hort verschob- worm ode k oL-ter V/osser-oo .stblU1g «rferwe»ch-u' -gr nur H. wo«ehlä»un9 deutschen oder artverwandten Blutes sind. Zum Nachweis hierfür sollen bie Antragsteller grunb- sätzlich Die 'Geburtsurkunden Der Kinber unb die Heiratsurkunben ihrer (ber Kinber) Eltern und Großeltern vorlegen. Diese Urhinben finb von den Behörben unb Dienststellen kosten- unb gebührenfrei zu erteilen. Die Finanzämter unb Gemeinbe- behörben finb jeboch bis auf weiteres ermächtigt, ben Nachweis ber arischen Abstammung ber Eltern durch Urkunden nur zu verlangen, wenn begründete Zweifel an ber arischen Abstammung der Eltern bestehen. Fünfzig Jahre im Dienste der Stadt. Am 23. Mai 1938 konnte ber Derwaltungsinspek- tor Lubwig R ö h r i ch vom Wohlfahrtsamt Der StaDt Gießen in körperlicher unD geistiger Frische auf eine 50jährige Berufstätigkeit zurückblicken. Er tritt mit Diesem Tage in-Den wohlverDienten Ruhestand. Aus Diesem Anlaß versammelten sich Die Ge- folgschaftsmitglieDer zu einer schlichten, würdigen Abschiedsfeier. Namens der Stadtverwaltung Gießen würdigte Bürgermeister Prof. Dr. Hamm die jahrelange pflichtbewußte Arbeit des Jubilars unb sprach ihm hierfür ben Dank ber Stadtverwaltung aus. Verwaltungsamtmann Keitzer, ber gleichzeitig im Namen aller Berufskameraben sprach, hob in herzlichen Worten bie hohe Berufsauffassung des aus bem Amt Scheibenben hervor. Durch seine vor- bilbliche Berufserfüllung hat sich Der Jubilar bet seinen Berufskameraben für alle Zeiten ein treues (Bebenfen gesichert. * ** Arbeitsjubiläum. Am heutigen Freitag, 27. Mai, konnte ber Former Heinrich Mohn aus Klein-Linben auf eine 25jährige Tätigkeit bei ber Firma Bänninger G, m. b. H., Gießen zurückblicken. Marga Me Zeit zu vertreiben? Toll eigentlich, wie wenig so eine Heranwachsende Tochter von ihrem Vater beziehungsweise von seinen gesellschaftlichen Talenten hält. Unb in biefem befonberen Fall... Er macht also nur eine lässige Hanbbewegung zu seiner Tochter hin: Keine Sorge, mein Kind... und bann öffnet sich für Marga zum zweitenmal an diesem vielstündigen Sonntag bie Tür zum Stubio. Unwillkürlich tut Marga einen tiefen, behaglichen Atemzug. Der Doktor hört cs, unb fast gegen seinen Willen steht für Sekunben eine beutlidje Zärtlichkeit in feinen Augen. „Monika meinte, ich solle Ihnen Photos zeigen, um Ihnen bie Zeit zu vertreiben", sagt ^r mit einem kleinen Auflachen, „aber ich glaube, uns wirb auch ohne Bilder die Zeit nicht lang werden. Meinen Sie nicht? So, und nun machen Sie sich's gemütlich. Da stehen Zigaretten, unb ein Schnäpschen habe ich auch hier. Das ist gut für ben Kummer." „Ich habe aber gar keinen Kummer." Der Doktor, mit ber Likörflasche in ber Hand, bleibt breitbeinig vor Marga stehen. „Nun, Kummer ist vielleicht zu viel gesagt, aber immerhin ist es bitter, eine treue alte Liebe, kaum, baß man sie roiebergefunben hat, erneut zu verlieren, wenigstens missen zu müffep. Aber bas ist Tücke Des Schicksals; da kann man nichts machen. Es ist zumindest tapfer von Ihnen, sich nichts.anmerken zu lassen. Also prost! und meine Hochachtung für Paul Montwills hübsche Tochter." Er hält Marga Das Glas hin, um ihr zuzutrinken. Aber er findet bei Marga keinen WiD^rhall. lieber ihre große kluge Stirn läuft vielmehr eine tiefe Falte. „Ich weiß gar nicht, was Sie hier alle wollen! Auch Monika hat sich unterwegs in so merftDÜrbigen Worten ausgelassen. Was haben sie benn nur alle? Wieso soll Denn geraDe ich Durch Lenzschs Mißgeschick so sehr rtiebergeDrücft fein? UnD wenn es so wäre — warum sollte ich mir Dann nichts anmerken lassen? Aber es ist nicht' so? Lenzsch ist ein netter, lieber Kerl, unD ich habe mich gefreut, ihn mal wieDerzusehen; aber es geht mir mit ihm heute genau so wie Damals: er hat irgenD etwas an sich, was einen auf die Dauer reizt. UnD Daß er mir gegenüber so sehr auf Die Rechte eines alten FreunDes oDer, um mit Ihren Worten zu reben, auf bie Rechte einer alten Liebe pochte, bas hat ihn mir zuweilen beinahe unerträglich gemacht. Außerdem: Sitze ich vielleicht seinetwegen hier bei Ihnen im Hause?" (Fortsetzung folgt.) §JL-SpoTt Tagung der Handballer des Kreises Gießen beste Mannschaft Sieger und damit aufftiegberech- Llm die deutsche Handball-Meisterschafi 1. Hindenburg Minden 5 2. Lintforter SB. 5 3. Post-SV. Hannover Luh zu der feinen 100-Meter-Zeit 5 5 10:0 8:2 2:8 0:10 5 5 5 5 8:2 5:5 5:5 2:8 33:18 29:30 29:34 26:35 in Gaii- des Abends Koch, der trieb. 1. SV. Waldhof 2. Post-SV. München 3. VfL. Haßloch 4. SV. Urach 70:29 59:39 39:57 29:72 6:4 4:6 2:8 34:30 30:38 20:46 Die erste Etappe gestaltete sich zu einer ungemein, harten Prüfung, und als die Fahrzeuge am Nachmittag des Himmelfahrtstages schlammbedeckt und zum Teil schon stark mitgenommen wieder in Spa: eintrafen, da gab es keinen Teilnehmer und keine Mannschaft, die nicht Strafpunkte zu verzeichnen iE. Arnold: 3. E. Holler. K u g e l st o ß e n : 1. E. Repp, 6,82 Meter: 2. E. Arnold, 6,51 Meter; 3. Else Holler, 6,15 Meter. '5 * Diskuswerfen: 1. E. Repp, 18,20 Meter; Sp eerw er f e n : 1. Schäfer 35,05 Meter, 2. Pietsch 33,15 Meter, 3. Kronauer 31,45 Meter. Kugelstoßen: 1. Artur Schmuck 11,96 Meter, 2. Rudi Büdenbender 10,92 Meter, 3. W. Schwarz 10,83 Meter. Diskuswerfen: 1. Rudi Büdenbender 32,04 Meter, 2. Pietsch und Schäfer je 31,02 Meter, 3 A. Schmuck 29,19 Meter. Iugend klaffe B. 100 Meter: 1. Herrmann, 12,5 Sekunden; 2. Dietrich, 12,5 Sek. (Handbreite zurück); 3. Mootz, 12,8 Sekunden. Jeder ein Könner. Bür die B-Klasfe ! beachtliche Zeiten. 15 00 Meter: 1. Cawein, 5:02,2 Minuten. Kugelstoßen: 1. Herrmann, 9,62 Meter; 2. Dietrich, 8,84 Meter. Stauen, klaffe I. M.-Reichsbahn-Leichtalhletik. Glänzende Leistungen beim internen Abendsportfest. 3000 Meter: 1. K. Pfaff 10:05,6 Min., 2. S. Koch 10:16,4 Min., 3. Götze 10:23,8 Minuten. Kugelstoßen: 1. Otto Luh 14,11 Meter. Diskuswerfen: 1. O. Luh 40,08 Meter, 2. Dr. E. Jakob, SA., 31,84 Meter. Speerwerfen: 1. Dr. E. Jakob, SA., 47,77 Meter, 2. H. Moll 40,45 Meter, 3. Holz. Dreisprung: 1. H. Moll 11,93 Meter. Jugend, klaffe A. 10 0’ Meter: 1. Pletsch 12,4 Sek., 2. Marquardt 12,4 Sek. (Handbr.), 3. Adam, HI., Ges. 2/116 und Schäfer 12,7 Sekunden. Ein feines Rennen. Avn den beiden ersten erwartet man noch bessere Zeiten. 1 500 Meter: 1. K. Gemmer 4:34,3 Min., 2. C. Heller 4:44,2 Minuten. Gemmer kann weit schneller laufen. Aber Heller enttäuschte nach der angenehmen Seite, leistete er doch Gemmer länge Widerstand. W e i t s p r u n g : 1. E. Oehler 5,51 Meter, 2. W. Schwarz 5,38 Meter, 3. Marquardt 5,32 Meter. H o ch s p r u n g : 1. W. Schwarz 1,66 Meter, 2. G. Marquardt 1,63 Meter, 3. E. Oehler 1,52 Meter. Ein wunderbares Resultat. Der technisch einwandfreie Schwarz gewinnt.Aber Marquardt wird ihm bald viel zu schaffen machen. Dreisprung: 1. E. Oehler 11,11 Meter, 2. Schäfer 10,80 Meter. Schotten schafft weitere Siedlungen. , * Schotten, 26. Mai. Nach Besprechungen ' mit Vertretern des Gauheimstättenamtes geht ' Schotten jetzt daran, das vor einiger Zeit begonnene 1 Werk der Errichtung von Siedlungs°l bauten noch wesentlich zu erweitern. Als nächster Bauabschnitt ist die Schaffung von acht neuen Siedlungshäusern vorgesehen, wobei zu jedem Haus ein etwa 1000 Quadratmeter großer Garten hinzukommen soll, so daß die Siedler auf ihrem Grundstück auch mancherlei Erfordernisse des Lebensunterhaltes decken können. Tragische Folgen einer Verwechslung. ' * Grünberg, 26. Mai. In dem Dorfe Groß- Eichen trank eine junge Frau versehentlich aus I einer Flasche, die Salzsäure enthielt. Dabei erlitt die Frau so schwere Aetz- und Brandwunden, daß sie starb. Landkreis Gießen. * Großen-Linden, 27. Mai. Frau Sophie Menges, geb. Leun, Kaiser-Allee 30 wohnhaft, Wwe. des Johannes Menges I., feiert morgen, 28. Mai, ihren 8 6. Geburtstag. Bei ihrem hohen Alter ist sie körperlich und geistig immer noch rüstig und im Haushalt tätig. öd Watzenborn - Steinberg, 25. Mai. Dieser Tage stürzte in der Ferdinand-Werner-1 Straße am Weiher ein Mast, an dem die elek-1 irische Strahenlampe befestigt war, um. Acht Kinder, die sich auf dem Heimweg von der Schule befanden und im Augenblick dieses Unfalles unter dem Mast waren, konnten dabei leicht den Tod finden. Wie durch ein Wunder wurde keines der Schulkinder verletzt. Der Mast war am Boden abgefault. Rundfunkprogramm Samstag, 28.2Uai. 5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.30: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 9.40: Deutschland — Kinderland. 10: Schulfunk. Aus dem Tagewerk des Kanzlers Otto von Bismarck. 11.40: Volk und Wirtschaft. 11.15: Offene Stellen. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.10: Rin in die Natur! 15: Bilderbuch der Woche. 15.15: Laßt die Schlummer- mützen in der Ecke fitzen. 15.30: Von Oesterreichs VfL. 14:9 (9:5). — Die Tabelle: 1. MTSA. Leipzig 5 tigt wird. . Besondere Pflege sollen, wie noch einmal ausdrücklich betont wurde, von jetzt ab die Stadt- und Kreismannschaften erhalten. Der 12. Juni, an dem in Gießen ein großer Mannschaftstaa. durchgeführt wird, wird den Auftakt zu dieser Aktton bilden. Die teilnehmenden Mannschaften stehen fest, auch die Vertretungen der Stadt Gießen und des Kreises 8 sind bereits normiert. Die Veröffentlichung erfolgt des M ■ AereinWjr * Miegip'* ani Bergen bis zur grauen See... 16: Heitere Laune — froher Klang. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 18.50:: Sport des Tages und für den Sonntag. 19: Nachrichten. 19.10: Aus Marburg: Militärkonzert. Füsilier und Grenadier, Rei- tersmann und Jäger. Alte und neue hessische Soldatenmärsche. Ausführung: Musikkorps II/Jnf.-Rgt. Nr. 57, Marburg a. d. L. 20: Reiseführer für Der- liebte Leute. 22: Nachrichten 22.15: Ostpreußen- und Wehrkreisturnier 1938. 22.30: Wir tanzen in den Sonntag. 24 bis 3: Nachtmusik. I een. « '>! Gäste, die mit i antraten, könnt M Die Mann : legte zeitweise ei baß, der Elf m ,)ie gute Arbeit v Wführen, der si leber den Spieloei j -;m gefährlichen 5 , i I: Siünweißen zu Ml; eingebracht ha Kall zum FülM Sach einen lanc falsch berechne i i einem Vorstoß ' t .Strafraum geleg 1 e zum ersten (9eg] nge bleiben sollte 'm die alte Torf idh von fyiuslmei M dem Wechsel !>2ungselscheinM lufiu sie sich, das ( fjw’iTreffer, und * M Verlebach du jöt. S$ponid, der, Ak Fall gebracht m W'meter sicher. Kr ,Dlponick, der vorbi Mer. Kurz vor S Pcke das 9. Tor bi I schiedsrichter B Iwänbigen Gpiefoei frn Stand. Jm 6P fWorfl-Ieuk leiten bi E” Totatlpi, C?" Platzes juri ■Wi ijimmelfah ■r ln belehrt. Die ! W allzu firf fc Beruf SerlZ Ife Nridj er(i feiere j lö ®"rtie ein 3u"9 K™’ ^imann- II; «en $oti . M *er fjLXor!) Mnoch n°L6iefes IMVL' I Iä I an ? l I ' |i M ^n?QUie d 1KSV Mdtz- ■Ä, ■ 62 Wahrer aus sieben Ländern. „Deutschland-Radrundfahrt" kann beginnen. Die Teilnehmerliste für die internationale Deutschland-Radrundfahrt ist geschlossen. 62 Fahrer aus sieben Ländern (26 Ausländer und 36 Deutsche) werden sich in der Zeit vom 9. bis 25. Juni auf den 15 Tagesstrecken messen. Erfreulicherweise bß» finden sich unter den ausländischen Teilnehmern auch Fahrer, die über die Grenzen ihres eigenen Vaterlandes hinaus bekannt sind und sich im inter« nationalen Radsport bereits einen Namen gefdjaf' fen haben. Wir erwähnen die Schweizer Walter Blattmann, Ernst Nievergelt und Stettler, den Italiener Malmest, die Dänen Grundahl und Jacob' sen, sowie die Belgier Bonduel und de Caluw^. Die deutsche Streitmacht wird diesmal gegen die Vertreter von Italien, Belgien, Dänemark, Frank' reich, Jugoslawien und der Schweiz keinen leichten Stand haben. Deutsche Segelflugmodelle siegen. Anläßlich der Tagung der Internationalen Studien-Kommission für motorlosen Flug (Jstus) in Bern wurde ein internationaler Modell-Segel- flugwettbewerb durchgeführt, an dem sich Italien i Jugoslawien, die Schweiz, die Tschechoslowakei und Deutschland beteiligten. Die deutschen Modelle schnitten asgezeichnet ab. Gebhard Müller wurde Sieger im Distanzwettbewerb für gesteuerte Modelle. In der Klasse Abnormale Modelle siegte der Deutsche Adena'w, sowohl auf Entfernung, als auch auf Zeit. Sein Modell legte fünf Kilometer zurück. In der Klasse Normale Modelle gewann der Deutsche S u l t den Wettbewerb auf Zeit. Bei der Tagung der Internationalen Studienkommission wurde über die Gestaltung des olyui^ pischen Einheits-Segelflugzeuges beraten. Das tn- ternationale Vergleichsfliegen vom 1. bis 15- ue" I bruar 1939 in Rom soll den besten Typ feststellen SA.-Sporttag in Frankfurt. Im Rahmen des Sporttages der SA.-Gruppe Hessen werden am heutigen Freitagabend italienische Fechter mit Fechtern der SA.-Gruppe Hessen in der Festhalle zu Frankfurt a. M. die Klingen kreuzen. Die kampfstarke faschistische Mannschaft, in der allein drei erfolgreiche Olympiakämpfer stehen, läßt mit Sicherheit darauf schließen, daß die Fechter der SA.-Gruppe Hessen den Italienern unterlegen sein werden. Dennoch wird die Mannschaft unter aktiver Führung ihres Obergruppenführers ihr Letztes hergebem und den tta- lienischen Gästen den Sieg nicht allzu leicht machen. Die italienische' Mannschaft besteht aus: Centurio Rasano Camillo, Centurio Salafia Enrico, Capo Manipolo Liebmann Gustavo, Capo Manipolo Salvi Del Pero Ernesto, Capo Manipolo Ragno Saverrio, Capo Manivolo Trevisan Massimo, Capo Manipolo Cardinali Alberto, Capo Manipolo Ve- iftrini Guglielmo, Sotch Capo Manipolo Agostom ! Carlo und Sotto Capo Manipolo Francese Gio- stehen von der SA.-Gruppe Hessen folgende Fechter gegenüber: Obergruppenführer Beckerle, Sturmführer Jakob, Oberscharführer Wahl, Rotten- fül)rer Schöndube, Obertruppführer Sachs, Obersturmführer Bersch, Scharführer Rach, Sck)arführer Gerhardt, Sturmmann Klaus, Sturmmann Dienstbach, SA.-Mann Löffler, SA.-Mann Martin. Das als Heerschau der Leichtachleten gedachte Abendsportfest am Mittwoch kann als vollkommen gelungen bezeichnet werden. Alle auch nur in Frage kommenden Leichtathleten des DfB.°R. waren zur Stelle und zeigten sich in glänzender Verfassung. Gute Leistungen wurden in Menge gezeigt, und bc- sonders Otto Luh führte sich mit einer glänzenden 10<>-Meter-Zeit ein. Ein Gesamtlob gebührt den Jugendlichen und den Frauen, die verschiedentlich ihre Dereinsrekorde brachen und prächttge Rennen zeigten. Der DfB.-R. sieht mit Ruhe den kommenden Ereignissen entgegen. Dr. E. Jakob und Franz Koch von der SA.-Kampfgemeinschaft waren der Einladung gefolgt und trugen mit zum Gelingen ‘ bei. Dabei war es wohl der bekannte Bor. Carlowitz kamen in Wetzlar gegen den TV. 47 Wetzlar zu einem 16:3- (9:3-) Erfolg. — Die Tabelle: 1. MSV. Weißenfels 2. Bor. Carlowitz 3. Polizei Berlin 4. TD. 47 Wetzlar Der Favorit der G a u g r u p p e 3, Hindenburg Minden, hat sich trotz der überraschenden Niederlage durch Hannover jetzt endgültig als Gruppensieger durchgesetzt. Minden schlug am Himmelfahrtstag den Lintforter SV. 5:2 (2:2) und schaltete damit seinen Verfolger endgültig aus. Da gleichzeitig der VfB. Aachen durch ein 6:6- (2:2-) Unentschieden dem Post-SD. Hannover einen Punkt abknöpfte, können die Mindener nicht mehr eingeholt werden. — Die Tabelle:: Wieder siegt die ff. Hamburger ff-THänner gewannen den Hindenburg-Gepäckmarsch. Zu den schwersten Marschprüfungen zählt der Hindenburg-Gepäckmarsch, der am Himmelfahrtstag in Berlin zum zweiten Male als Mannschaftsmarsch ausqetragen wurde. Auch diesmal beteiligten sich Mannschaften der ff, SA., des NSKK., der Politischen Leitung, des Reichsluftschutzbundes des Bahn- und Postschutzes. Dor dem Start hielt Ober- gruppenführer v. Jagow eine Ansprache, dann schickte er die Mannschaften auf den 35 Kilometer Kreisfachwart Luh vom Fachamt Handball hatte i am Himmelfahrtstag die Vereinsspielwarte, Uebungs- leiter und Schiedsrichter zu einer Arbeitstagung nach Wetzlar zusammengerufen. Es' galt zunächst, in einem umfassenden Bericht die alte Pflichtspielrunde zu verabschieden, und bann vor allen Dingen die neuen Aufgaben zu behandeln. Die verantwortlichen Männer waren zahlreich dem Ruf ihres Kreisfachwarfes gefolgt, so daß da- mit die Voraussetzung für die praktische Arbeit geschaffen war. Einleitend wurde darauf hingewiesen, daß bis auf die noch nachzuholenden Auffttegspiele alle Treffen beendet werden konnten und daß mit wenigen Ausnahmen eine • reibungslose Abwicklung möglich war. Die Zahl der teilnehmenden Mannschaften' ist gesttegen, so daß damit auch die UebunWmöglichkeiten und damit natürlich auch die Konkurrenz größer geworden ist. Für die Runde 1938/39 ist von wesentlicher Bedeutung, daß entgegen der seither vorherrschenden Meinung die einzelnen Staffeln vergrößert werden sollen. So wird es für die Folge nur noch eine Staffel der 1. Kreisklasse geben, während in der |2. Kreisklasse jeweils mindestens acht Mannschaften zusammenspielen müssen. Damit wird sich zwar die Erledigung der Spiele verzögern, es ist aber I zweifellos die Gewähr gegeben, daß ’ die wirklich Um 8 Uhr versammelten sich die Leiter der Firma und die Arbeitskameraden an dem festlich geschmückten Arbeitsplatz des Jubilars zu einer schlichten Feier. Hierbei wurden Herrn Mohn durch den Betriebsführer, Herrn Karl Bänninger, besonderer Dank und Anerkennung für die in 25 Jahren geleisteten treuen Dienste ausgesprochen. Außerdem brachten ihm noch drei Vertreter der Gesvlg- fchaft in schönen und herzlich gehaltenen Worten Glückwünsche zum Ausdrück. Dem Jubilar mürben « sowohl von der Firma, als auch von der Gefolg- 1 schäft zum Andenken an diesen Jubeltag wertvolle 1 Geschenke überreicht. Eine schöne Dankansprache des | Jubilars- beschloß die Feierstunde. ** Freie L e h r e r st e l l e n. Erledigt sind: im Kreise Bensheim je eine Lehrerstelle für evan- > gelische Lehrer an der Volksschule in Alsbach und Schwanheim. In Schwanheim ist Dienstwohnung vorhanden; im Kreise F r i e d b e r g je eine Lchrer- ■ stelle für evangelische Lehrer an der Volksschule 1 in Fauerbach v.d.Höhe, Massenheim, Petterweil, Stammheim und Weckesheim. Dienstwohnungen sind 1 überall vorhanden; im Kreise Alsfeld je eine Lehrerstelle für evangelische Lehrer an der Volksschule zu Bleidenrod und Ober-Ofleiden. Dienstwohnungen sind vorhanden. Bewerber müssen das 27. Lebensjahr vollendet und die sonstigen nach dem Deutschen Beamtengesetz erforderlichen Voraussetzungen erfüllt haben. SesirWöffengerW Gießen. In Fortsetzung der am Dienstag begonnenen Sitzung verhandelte das Bezirksschöffengericht gegen den F. S. aus Paderborn, der sich wegen Zechbetrugs und schwerer Urkundenfälschung zu verantworten hatte. Der Angeklagte hatte im Jahre I 1936 in verschiedenen Gastwirtschaften in Gießen Schulden gemacht. Ihm wurde nur deshalb Kredit gegeben, weil er entweder versprach, noch am gleichen Abend die Rechnung zu bezahlen, da er bis dahin von der von ihm vertretenen Firma Geld erhalte, oder doch die Bezahlung für die nächsten Tage in Aussicht stellte. Entgegen diesem De^ sprechen sind die Zechschulden aber bis heute noch nicht bezahlt. Nachdem er Gießen verlassen hatte, beging er in Steinau zwei schwere Urkundenfälschungen. Er füllte einen Bestellzetter, der für seine Firma bestimmt war, mit dem Namen eines anderen aus; dann zeigte er diesen vor und wollte damit Aufträge erhalten. Obwohl er damit keinen Erfolg hatte, schrieb er wiederum auf einen anderen Bestellzettel den Namen des Gastwirtes, der ihn abgewiesen hatte, und verwendete den Zettel in der gleichen Weise. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen schwerer Urkundenfälschung zu einer Gefängnis st rase von sieben Wochen unter Freisprechung wegen Betruges. Seine Behauptung, er habe stets wirklich in der von ihm den Wirten angegebenen Weise mit dem Eingang des Geldes rechnen föpnen und nur später infolge zahlreichen anderen Verpflichtungen die Bezahlung auf die lange Bank geschoben, konnte ihm nicht widerlegt werden? Eisenbahnjubiläum im Vogelsberg. S ch 0 t t e n , 26. Mai. (Lpd.) Am 26. Mai jährte sich zum 5 0. Mal der Tag, an dem auf der Eisenbahn ft recke N idd a —S ch 0 tte n der Zugverkehr eröffnet wurde. In diesen fünf Jahrzehnten hat die Bahn Nidda — Schotten sich in fruchtbarer Weise für die Städte Schotten und Nidda, sowie für die anliegenden Dörfer ausgewirkt, denn die wirtschaftliche Entwicklung dieser Orte ist durch den Bahnanschluß günstig beeinflußt worden. Insbesondere hat die Bahn auch zur Erschließung des Vogelsberges und zur Aufwärtsentwicklung des Fremden- und Touristenverkehrs im Vogelsberg erheblich beigetragen. in Kürze. lieber die Jugeitd fragen sprach der Fachwort für Handball beim Bann 116, Kamerad Hch. Becker (Gießen), der ebenso auch die interessierenden Fragen über die Schiedsrichter- und Anwärter-Ausbildung klar und unmißverständlich umriß. Im Laufe der Verhandlungen ergriff schließlich auch Gaufachwart Denn das Wort zu allen interessierenden Fragen der Gegenwart und Zukunft. Seine Ausführungen waren richtungweisend und dürsten auch die letzten Zweifel weggeräumt haben. So behandelte er ausführlich die vom Reichsfachamt vorgesehenen grundlegenden Regeländerungen und die Ausgestaltung des Deutschen Tum- und Sportfestes in Breslau. Nach Schluß der Arbeitstagung nahmen die Teilnehmer geschloffen an dem Spiel des Tv. Wetzlar gegen Borussia Carlowitz teil. 4. VfB. 08 Aachen Der badische Meister, SV. Waldhof, ist gruppe 4 in seinem Siegeszuge nicht mehr auf- »uh->"°No Die-mal mußt-m D°ttmtz-n der SV.Uruch, hEe. Auch di- ,-cho Nati°nÄmann,ch°ft-n (je zu-« m’* 13 3 (?-1) ? " ® mhin* aus Deutschland. Holland und Belgien), die sich um raschung gab es dagegen m Haßloch wo di-Munch gnternationalen Pokal bewerben, blieben Di«- N" P°lt,P°rtler g^n d-n Sudw-st^ I uon ^id)t verschont. Die Deutschen schnitten noch am sicher siegten. Gegen Waldhof durften die Munchn-r be|fcn ab wLr^Äensieg।"saudische Mannschaft schon „geplatzt" find. des badischen Meisters zu rechnen ist. — Die Tabelle: ----- ’ " 8:2 49:19 2. Oberalster Hamburg 5 3. Flak Stettin 5 4. VfL. Königsberg 5 Die große Entscheidung fiel in Gaugruppe 2 im Kampf zwischen dem MSV. Weißenfels und dem Polizei-SV. Berlin. Die Polizisten, die in der Vorrunde in der Reichshauptstadt das Kunststück fertigbrachten, den Mittemeister zu schlagen, wurden jetzt in Weißenfels eindeutig mit 12:6 (6:2) Toren abgefertigt, obwohl die Soldaten ohne ihren bekannten Angriffsführer Laqua antraten. Der MSV. Weißen- fels hat jetzt die besten Aussichten auf den Gruppensieg, da er am Sonntag gegen MSV. Borussia Carlowitz wieder zu Hause spielen kann. Die Schlesier 2. G. Weber, 16,67 Meter; 3. E. Arnold, 16,46 Meter, j TNädchenklasie. Speerwerfen: 1. Inge Mohr, 12,85 Meter. Kugel st oßen: 1. Inge Mohr, 7,92 Meter; 2. Margrit Steuerwald, 6,89 Meter. Zum 2. Male Weidig-Bergfest. Arn 12. Juni wird auf dem tumgeschichtlich bedeutsamen Schrenzer bei Butzbach wieder das für alle DRL.-Vereine gauoffene Weidig- Bergfest durchgeführt. Das schöne Bergfest: auf der Taunushöhe wurde im Vorjahre begründet aus Anlaß der 100. Wiederkehr des Todestages des hessischen Turnvaters und Vorkämpfers für die deutsche Einheit Dr. Friedrich Ludwig Weidig, der mit Arndt und Jahn in enger Fühlung stand, ^effenfurnerinnen bei den Deutschen Fraueu-Meisterschasten. Am 29. Mai finden in Wittenberg die deutschen ! Meisterschaften im Geräteturnen für Frauen statt. 67 Turnerinnen, in den Ausscheidungskämpfen der Gaue als die Besten ermittelt, sind zu dem Wettkampf zugelassen. Von unserem Gau Hessen nehmen zwei Turnerinnen an dem Meisterschasts» turnen teil: Else Bubser vom Tv. Oberstedten (Kreis 11: Friedberg) und Anneliese Kunkel vom Tv. 1861 Eschwege (Kreis 2: Werra). Der Wettkampf besteht aus acht Hebungen Barren- Pflicht, Darren-Kür, Ringe-Pflicht, Riesengrätsche: über das Langpferd, Schwebebalken - Pflicht, Schwebebalken-Kür, Keulen-Pflicht und Luftball- Pflicht. internationale Drettage-Fahtt. „Sttafpunff-Regen“ am ersten läge. Die Internationale Dreitage-Fahrt für Motorräder wurde am Himmelfahrtstaa von Spa aus mit dem 366 Kilometer langen Ärdennenkurs in Angriff genommen. 144 Fahrzeuge (nur fünf der gemeldeten Fahrzeuge blieben also dem Start fern) waren am Mittwoch von den Offiziellen abgenonv men worden. 105 stellte allein Deutschland, 24 Meldungen tarnen aus Holland, 12 aus Belgien und lörei aus England. Der Himmelfahrtstag brachte im Kamps um die Deutsche Handballmeisterschaft den vorletzten Spieltag in den Gaugruppen. Dabei fiel in Gruppe3 bereits die erste Entscheidung. Hindenburg Minden siegte gegen ßintfort, und der VfB. Aachen holte ein Unentschieden gegen Post Hannover heraus. Die Soldaten-Els kann nun nicht mehr eingeholt werden und hat den Gruppensieg sicher. Favoritensiege gab es auch in den übrigen Gruppen, in denen MTSA. Leipzig, MSV. Weißenfels und SV. Waldhof kaum noch straucheln werden. Der Deutsche Meister MTSA. Leipzig empfing m Gaugruppe 1 die Soldaten-Mannschast von Flak Stettin. Diesmal hatte der Pommernmeister keine Chance gegen die in bester Form spielenden Leipziger. Mit 16:5 (6:2) siegte der MTSA., der am kommenden Sonntag nur noch die letzte Hürde in Hamburg zu nehmen hat, um Gruppensieger zu wer- ! den. Oberalster gewann in Königsberg gegen den 100 Meter: 1. Lotti Diehl, 13,8 Sek.; 2. Else , Ludwig, 14 Sek.; 3. Elfriede Schmidt, 14,2 Sek.; langen Marsch. 4. Luise Weber, 14,4 Sekunden. Em schöner Laus Wie im vergangenen Jahr, Ue °uch diesmal biß jch nod) alle in dieser Saison wieder eine ^-Mannschaft, nämlich der ---S t u r m ^r grauen 1 ; 1/28 Hamburg, der die schwere Strecke in itc£er" ■jfto&cn: 1. Elfr. Schmidt, 9,79 Meter; f10:0h9 Stund-n zuruckttgt- Aus d-n zw-.ttn Platz ? « 9,17 Mtr./Z. Lotti Di-hl, 8,72 Mir. «Tr Hn T kL^b-ZE DttÄm! Sp--rw-rf-n: D Elis. 18,25 M-ttr; burger --'-Männer erhielten damit die Ehrenpreise 2. Eltt- Schmidt, 17,28 ^tr.; 3- L. Diehl, 16M Mr. gezeichnet wurden. Als dritte Mannschaft ging ber 1,20 Meter. _ , h .< NSKK.-Sturm 15/M. 34 Ch e m n i tz vor der Fraum, I und II. SA.-Nachrichtenstandarte 4 Berlin durchs Ziel. 100 Meter: 1. Erna Repp, 14,6 Set, 2 S. Sehr gut hielten sich die beiden Postschutz-Einheiten Weber, 14,9 Sek.; 3. Emmi Arnold, 15 Sekunden. Berlin, die die beiden nächsten Plätze belegten. Weitsprung: 1. Emmi Arnold, 3,90 Meter; 2. Else Holler, 3,80 Meter; 3. Erna Repp, 3,80 Mtr. Speerwerfen: 1. E. Repp, 20,42 Meter; 2. jp.-R. 1 - U jii Gninweißen, Ja einmal dem M Zwar einen Mnnfchast Schn rt werden müssen schwach, in öj ta weiten Spiel H Ä Mr Ber Mn hälfte viel I t ganzen spielte di i |i ; zeitweise das yl Surgfalms • gewinnen. A »Men laßt, I &.er ,!| O°r . „ uni di-Di» Ad » w Die Ergebnisse. Aktive. 1 0 0 M e t e r : 1. Otto Luh, 11,12 Sek.; 2. Franz Koch, SA., 11:30 Sek.; 3. Helmut Müll, 11:36 Sek.; 4. Walter Zerndt, 12 Sekunden. Luh liegt sofort in Front. Koch und Möll führen auf der Strecke einen harten Kampf, den Koch stark steigernd gewinnt. 1 50 0 Meterf 1. Pfaff 4:32,9 Min., 2. Koch 4:39 Min., 3. Götze, NZ. JR. 116, 4:42,4 Minuten. 5 8:2 64:26 5 6:4 60:41 5 6:4 51:43 5 0:10 14:79 Fußball in der engeren Heimat Kußboll-Schiedsrichterappell 14,2* Die "°hr, 12,85 ÜJleta, I ieter. g'Aergfest, runi enber^ die beutln n für Frauen palt, eidungskämpfen der i 3) 1“ '„"«>.4. I» öal,r3tU8Xt or) *’ IchI°mmb-d--N w Lj, IM-N wieder mA L Teilnehmer und . L -ntt- .ju »« «* iiir Enschs"« 1(1 den Öeuffjiß chasten. oif dem Waldfporlplah des VfV.'Reichsbahn Gießen. Zum Schluß des Lehrgangs der Schiedsrichter- Lnoärter veranstaltet am Sonntagvormittag die hrsige Schiedsrichter-Kameradschaft einen Schieds- ;enen Platzes zurückführte, wurde im Spiel am !!trigen Himmelfahrtstag in Steindorf eines an- lir) wird zugegen sein, um selbst zu sehen, ob die i»n den Vereinen zur Verfügung gestellten Schieds- ichter-Anwärter die geeigneten Männer sind. WM i ersten Tage. e-Fahrt für MM. tetog von Spa I® m Ardennenkurr in zeuge (nur W also dem Start Offiziellen abgeM Deutschland, 24 12 aus Belgien sind zu dem Wett- !M Tau Hessen! dem Meisterschafts- i i Id. Oberstes Unneliefe Kunkel is 2: Werra). Der lebungen Karren-- cht. Niesmgräische oededallen-Mchi, uht und Luftball' runu, aber stets fiel postwendend der Ausgleich. Nach der Pause schaffte Ostmark ein drittes Mal die Führung, fiel dann aber mehr und mehr ab iren belehrt. Die Watzenborn-Steinberger fuhren ivar nicht allzu sicher nach Steindorf, da der in Mem Beruf verletzte Verteidiger Fett, sowie Mittelläufer Hedrich ersetzt werden mußten. Für Fett vlirde der frühere Verteidiger O. Burger und für hdrich Bernhardt eingesetzt. L Darnach wurde eine kleine Umstellung vorgenom- ist jetzt von Dr. Otto Nerz an Josef Herberger übergegangen. — (Schirner-M.) Der Teutonenelf gebührt für restlosen Einsatz jedes einzelnen Spielers ein Gesamtlob. Zum nächsten Pokalspiel empfängt nun Watzenborn-Steinberg die Gauligamannschaft „Hessen" Hersfeld. Die 2. Mannschaft spielte in Nieder-Weisel und kam über ein 1:1 nicht hinaus. Die Jugend war spielfrei. FSB. Frankfurt-Ostmark Wien 8:3 (2:2). Nach der Wiener Admira hatte der FSV. Frankfurt am Himmelfahrtstag den SC. Ostmark Wien zu Gast, der am „Bornheimer Hang" vor knapp 10 (XX) Besuchern eine eindeutige Niederlage hinnehmen mußte. Die Wiener konnten allerdings nicht ihre beste Mannschaft aufbieten; es fehlten die Nationalspieler Neumer, Stroh und Mock, an deren Stelle die vom FC. Wien ausgeliehenen Führer, Bortoli und Zlatohlawek standen, außerdem war der erkrankte Nausch durch Stroh II. ersetzt. Mit dieser Mannschaft tonnten die Wiener nur eine Halbzeit lang gegen den wiederum prächtig kämpfenden FSV. Frankfurt bestehen. Zweimal gingen oie Gäste durch feine Schüsse Sindelars in Füh- naniwi“-1,1 « « Belgien), oerben, blieben >en schnitten nochf gische und die F1 .geplatzt" sind- Vier Tore in vier Mulen. England schlägt Frankreich 4:2 (3:2). Im Pariser Stadion Colombes, das im nächsten Monat der Schauplatz des Endkampfes mm die Fußball-Weltmeisterschaft sein wird, standen sich am Himmelfahrtstag die Nationalmannschaften von Frankreich und England im Fußball-Ländetkampf gegenüber. Die Briten hatten ihre Els gegenüber. Berlin und Zürich etwas umgestellt; Ted Drake von Arsenal London führte den Sturm, Broome. von Aston Villa stürmte am rechten Flügel, und Matthews spielte an Stelle von Robinson halbrechts. Außerdem war noch der Außenläufer Welsh durch Cullis (Wolverhampton) ersetzt. Die Engländer lieferten ein gutes Spiel, erreichten aber im Sturm keineswegs die Durchschlagskraft wie im Spiel gegen Deutschland. Frankreichs (Elf kämpfte recht aufopfernd und verdankte das gute Ergebnis in erster Linie seiner Hintermannschaft, in der sich vor allem Cazenave und Bourbotte hervortaten. Schon in der zweiten Minute gingen die Engländer durch Broome in Führung. Wenig später brachte der Aston-Villa-Mann den Ball erneut im französischen Tor unter, doch wurde der Treffer wegen abseits nicht anerkannt. Nach halbstündigem Spiel fielen innerhalb von vier Minuten vier Treffer. Zuerst schaffte Frankreich durch einen feinen Kopfball von Jordan den Ausgleich, dann schoß Drake das zweite Tor für England, das Frankreichs Sturmführer Nicolgs mit einem 25-Meter-Bomben- schuß ausglich. Vom Wiederanstoß weg kam Englands Sturm in den Strafraum der Franzosen, Torhüter Di Sorto verfehlte den Ball, und schon hieß es 3 :2 für England. Nach der Pause beherrschten die Briten klar das Spiel. Sie deckten genau und spielten gut zusammen. Frankreichs gute Abwehr liest aber erst vier Minuten vor Schluß ein weiteres Tor zu, das Drake nach einem von Mattier verschuldeten Freistoß erzielte. Carl-von-Opel-Gedäcktnisi-ennen. Als erstes Straßen-Mannschaftsrennen im Maingebiet kam am Himmelfahrtstag das über 50 Kilometer führende Carl-von-Opel-Gedächtnisrennen zur Durchführung. Erwartungsgemäß fiel der Sieg an den RB. Frankfurt, der den zu Beginn errungenen Vorsprung ständig vergrößerte und mit fast drei Minuten, erfolgreich war. Ergebnis: 1. RV. Frankfurt (Becht, Bär, Lorz, Linnemann, Gebr. Eichhorst) .1:16,32; 2. RD. Germania Frankfurt 1:19,12; 3. RC. Bürgel 1:22,16; 4. RC. Born-, heim 1:23,20; 5. RD. Mars Rotweiß Frankfurt 1:24,38. Fecht-Weltmeisterschasten in pistyan Das Mannschafts-Säbelfechten der Weltmeisterschaften in Bad Pistyan sah nur fünf Mannschaften im Wettbewerb. Wie erwartet, erwiesen sich hier die Italiener klar überlegen. Sie wurden Weltmeister durch Siege Über Rumänien (15:1), Hol- ur^; x 'l 3. und verlor noch überraschend hoch. Die Frankfurter boten eine gute Gesamtleistung. Ueberragend waren Mittelläufer Dietsch und der neue Halblinke Faust (früher Köln), der seinen schußgewaltigen Neben- leuten Dosedzal und Schuchardt eine Menge Schußgelegenheiten gab, die auch ausgenutzt wurden. In der Ostmark-Elf gefielen Viertl, Sindelar und der Rechtsaußen Bortoli. Torhüter Zöhrer wirkte unsicher, und Sesta war oft auch nicht „im Bilde". Sindelar schoß in der 6. Minute die Führung, Frankfurt glich nach einer Vietelstunde durch Faust aus. Kurz vor der Pause traf wiederum Sindelar ins Schwarze, und vom Wiederanstoß weg glich Frankfurt durch Dosedzal aus. Sindelar buchte nach Seitenwechsel auch den dritten Treffer für Wien, dann stand der Kampf restlos im Zeichen der Frankfurter, die durch Dosedzal (3), Schuchardt (2) und Wörner noch sechs weitere Tore schossen, die das 8 : 3 ergaben. . Reichslrainer Josef Herberger. Betreuung der Deutschen Fußball-National-Elf en Ländern. * kann beginnt- di- skffl nb und ' aesj:' ?nen ffl i- «'M in» 3* »rundahl un SM Die »">1 ryp' I . Wer die letzten bedeutenden Siegb der Teutonia- l- den Pokalspielen nur auf den Vorteil des 6,82 2jietn; 2 j VfB.-Reichsbahn Gießen. er'645 ®'t'er. SfB.-R. I — Tg. Ehringshausen I 9:1 (4:1). itoib Die Grünweißen, die sich nach lang'er Pause ' -Meter, »lieber einmal dem Gießener Publikum vorstellten, tnnten zwar einen hohen Sieg erringen, doch hatte . Mannschaft Schwächen, die unbedingt ausge- ohr, 7,92 Meter ^zt werden müssen. Die Verteidigung war auf- ?ter. 1 filend schwach, in der Läuferreihe klappte es erst ir der zweiten Spielhälfte. Im Sturm war Mat- — irn ein glatter Versager, auch vermißte man in Inen: Happel; Jung, O. Burger; Hrch. Schmandt, Dublin, Naumann; Lang, Bernhardt, Schmidt, 2.Haas und Buß. Steindorf hatte Anstoß, und sofort waren, durch m etwas kleinen Platz, beide Tore abwechselnd in ^fahr. Allmählich holten die Gäste eine kleine Feld- Verlegenheit heraus, ihr technisches Können setzte •M) mehr und mehr durch, aber durch die massive «hoefjr der Platzmannschaft war vorerst nicht durch- i^ommen. Nach etwa 25 Minuten gelang es bann ooch Bernhardt, die Teutonen in Führung zu brin- M. Eine Vorlage von Däublin gelangte zu Lang, F zu Schmidt flankte, der durch geschickte Täu- 5un9 den Ball an den in Stellung gelaufenen o-rnhardt brachte, und gegen dessen direkten Schuß ^vrr Steindorfs Torhüter machtlos. Kaum 10 Minu- Ipt später schlug es zum zweiten Male in Stein- ®6t)°ufe €in- Diesmal war O. Haas der l^hütze. Trotz dieses Vorsprungs war die Entschei- ' Mg noch nicht- gefallen. Auch Steindorf machte ge- ^^rliche Angriffe. Als ein solcher von der Hinter- Mnnschaft der Teutonen durch Hand unterbunden vrrde, diktierte Schiri Gutmann, der übrigens sehr M gefallen konnte, einen Strafstoß, der jedoch von Jng wunderbar abgewehrt wurde, doch kam der 0 ll wieder dem gegnerischen Stürmer vor die tLf)e, der an Happel, dem die Sicht verdeckt war, w7bej einschoß. Kurz darauf Halbzeit. Nach der Pause dasselbe Bild. Kampf, nochmals ;/cmpf. Watzenborn-Steinberg ringend um einen jö&eren Vorsprung, Steindorf um den Ausgleich. E‘lLr noch 4 Minuten waren zu spielen, immer noch Die meisten Zuschauer hatten sich bereits mit vl,ietn Resultat abgefunden. Nochmals ein General- Syiff der Teutonen, und durch letzten Einsatz er- ^Jte Lang auf 3:1 und stellte hierdurch den Sieg ™e£- Der abermalige Mittelanstoß von Steindorf vcrde wiederum abgefangen, Schmidt schoß aus pfjer Entfernung wuchtig auf das Steindorfer r(5' der Ball wurde schwach abgewehrt, Buß war It" Stelle, doch er hob den Ball aus etwa 2 Meter I hx das Tor. Die Gäste, die mit einer stark verjüngten Mannhaft antraten, konnten trotz der hohen Niederlage (ifaUen. Die Mannschaft war eifrig und schnell nb legte zeitweise ein bestechendes Zuspiel an den 5ao. Daß. der Elf nur ein Gegentreffer glückte, ist afbie gute Arbeit von Gottschalk im Gießener Tor Mckzuführen, der sich von der besten Seite zeigte. Heber den Spielverlauf ist wenig zu sagen. Nach tiigen gefährlichen Vorstößen des Gegners kamen b? Grünweißen zu Wort. Nachdem einige Ecken nchts eingebracht hatten, konnte Häuslmeier durch L'pfball zum Führungstor einlenken, wenig später Inh Bach einen langen Schuß los, der vom Tor- mt falsch berechnet, den zweiten Treffer ergab, kri einem Vorstoß der Gäste wurde ein Stürmer in Strafraum gelegt, den Elfmeter verwandelten He zum ersten Gegentor, das auch gleichzeitig das nzige bleiben sollte. Auf Vorlage von Bach stellte Äscher die alte Tordifferenz wieder her, und ein kchuß von Häuslmeier ergab den Halbzeitstand. Nach dem Wechsel machten sich bei den Gästen ^müdungserscheinungen bemerkbar, trotzdem benähten sie sich, das Spiel offenzuhalten. Heß schoß bin 5. Treffer, und im Anschluß an eine Ecke 'blochte Berlebach durch wuchtigen Schuß das 6. Tor p. Szponick, der, allein vor dem Tore stehend, zu Fall gebracht wurde, verwandelte den fälligen pfmeter sicher. Kurz daraus fiel, ebenfalls durch ätponiif, der vorbildlich eingesetzt wurde, das achte $ r. Kurz vor Schluß siel im Anschluß an eine Eke das 9. Tor durch Fischer. schiedsrichter Best (Gießen) hatte bei der an= st: ndigen Spielweise der Mannschaften einen leich- Üei Stand. 3m 6. Pokalspiel siegreich. Sieinborf I — Teuloma Wahenborn-Slbg. 1:3 (1:2). 14,6 Set; 2 fi Aßlar — Dillenburg. °ld, 15 Sefunhen |'(i Die Aßlarer sind auf eigenem Platze nicht zu E, 3,90 Äeten unö ^ie Dillenburger werden auch in die- Q Nepp, 3,8q Mii cki Spiele die Punkte dem Gastgeber überlassen Pi 20,42 Meter; r Men. d-r ersten Hälfte vielfach den Torschuß. Im großen tumqeschickM k)-. 1^ 6°uzen spielte die Elf ziemlich lustlos und ließ ibbaSK K 3citoeife h°h° Spi-l Dom Gegner auf- fftnt ............ _ fchone Vergfest^i (ahre begründet W es Todestages dv ckämpfers für' b. Ludwig Weidix, >ger Fühlung ffatf %45 A» ■ Bür bie rifjterappeU. Zweck und Aufgabe dieses Appells isi die Schiedsrichter auf die kommenden Aufgaben °2,2 kfazuweisen, sie selbst auf ihre Geeignetheit zu ihn qro 1 hpüfen und in einem Lehrspiel der SA.-Kampf- M Sletd- qimeinschaft der Standarte 116 gegen eine Schieds- । 1 Wermannschast die neuen Anwärter praktisch auf ta:e Fähigkeit als zukünfttge Schiedsrichter zu Sek.- 2 (in pulen. .49 JW Kreisschiedsrichter-Obmann Gutmann (Wetz- ®n|d)^W;11 ............ W& Aufstiegspiele zur Bezirksklasse i-'steb8'25'®*' am Sonntag. oig, 43i Burgsolms — vsB. Rcichsbahn Sichen. '.^ber, 4-)/^ BfB. konnte auf eigenem Platze 6:1 gegen Burg- "ehl, 1^/ s^ms gewinnen. Wenn VfB.-R. sich bei dieftrn 3, Else €oiel nicht die hohe Spielweise der Burgsolrnser : oifbrängen läßt, so muß das Spiel unbedingt für ll. bi VfB.-R.er gewonnen gehen. land (15:1), Frankreich (13:3) und die Tschechoslowakei (14:2). Italien erreichte damit in der Gesamtwertung 8 Punkte vor Frankreich mit 6 Punkten und Holland mit 4 Punkten. Kurze Sportnotizen. Rumänische Reiterokfiziere werden in Erwiderung des Besuches deutscher ^-Reiter in Bukarest eine.starke Mannschaft zum Springen um das „Braune Band" in München entsenden. Anschließend starten die Rumänen in Aachen beim Nationalpreis um den Ehrenpreis des Führers. Ein internationaler Wettbewerb im Modernen Fünfkampf wird von der deutschen Wehr- machtxfür die Tage vom 16. bis 20. August vorbereitet. Er wird in Breslau zur Durchführung gelangen. Die deutschen Wehrmachtsmeisterschaften im Modernen Fünfkampf werden vom 7. bis 10. Juli in Düsseldorf ausgetragen. • Das Eifelrennen auf dem Nürburgring, das am 12. Juni durchgeführt werden sollte, mußte abgesagt werden. Alfa Corse und Talbot erklärten, wegen der kurzen Vorbereitungszeit nicht teilnehmen zu können. Auch die neuen Äuto-Union- Wagen können bis zu diesem Termin nicht rennfertig sein. Wegen der geringen internationalen Konkurrenz ordnete daraufhin Korpsführer Hühnlein an, daß das Rennen ausfällt. 17 Fußball-Gaumannschaften'werden beim Deutschen Turn- und Sportfest in Breslau im Wettbewerb stehen. In der Vorrunde kommt es zu folgenden 8 Spielen: Schlesien — Oesterreich, Ostpreußen — Brandenburg, Niedersachsen — Sacbsen ober Hessen, Bayern — Pommern, Baden — Nieoer- rhein, Westfalen — Württemberg, Mittelrhein — Südwest und Nordmark — Mitte. Das Säbel-Fechtturnier beim Deutschen Turn- und Sportfest in Breslau weist als vorläufiges Meldeergebnis 15 Mannfchaftsmeldungen auf. Es fehlen nur noch die Gaue Westfalen und Niedersachsen. Zum Floretturnier der Frauen liegen bisher 12 Nennungen vor. Die Gruppeneinteilung für die End- kcimpfe um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Gewichtheben wurde wie folgt vorgenommen: Ostdeutschland: Ostpreußen, Pommern und Brandenburg; Mitteldeutschland: Schlesien, Sachsen, Mitte; Norddeutschland: Nordmark, Niedersachsen, Westfalen und Hessen; Westdeutschland: Mittelrhein, Niederrhein und Südwest; Süddeutschland: Baden, Württemberg, Bayern. Für die Tour de France, wohl die schwerste Prüfung im Radsport, die vom 5. bis 31. Juli in 21 Etappen über 4600 Kilometer zum 32. Male ausgetragen wird, hat auch Deutschland wieder eine Mannschaft von zwölf Fahrern gemeldet. Vier Fahrer wurden bereits fest verpflichtet, und zwar Fritz Scheller (Schweinfurt), Hans Pützfeld (Dortmund), Bruno Roth (Frankfurt a. M.) und Josef Arents (Köln). Wirischast. BuderuSsche Eisenwerke, Wetzlar. Die ordentliche Hauptversammlung der Buderus- schen Eisenwerke, in der ein Aktienkapital von 12 820 400 Mark vertreten war, genehmigte sämtliche Anträge der Verwaltung. Danach gelangt eine Dividende von 5 v. H. zur Verteilung. Sämtliche bisherigen Mitglieder des Auffichts- rats, deren Amt auf Grund gesetzlicher Vorschrift mit Beendigung der diesjährigen Hauptversamm- lun-g erlosch, wurden wiedergewählt. Ferner wurden neu in den Aufsichtsrat gewählt die Herren: Bankdirektor Dr. Marx (Berlin), Bankier Albert von Metzler (Frankfurt a. M.), Professor Dr. C. Lüer .(Frankfurt a. M.), Generaldirektor W. A v i e n y (Wiesbaden). Mein-Mainische Börse. Mittagsbörse im Verlause nachgebend. Frankfurt a. M., 25. Mai. D»e Börse begann am Aktienmarkt mit kleinen Umsätzen und im ganzen nur wenig veränderten Kursen. Im Verlause überwogen jedoch wieder die bekannten Abgaben, und da sich auch die Zurückhaltung eher verstärkte, stellten sich nach den ersten Notterungen meist leichte Rückgänge ein. Die ersten Kurse lagen unemheittich. Auf ermäßigter Basis lagen Heine Käufe der Kundschaft vor. Besserungen und Abschwächungen hielten sich mit etwa 0,25 bis 0,75 v. H. die Waage. Ueber den durchschnittlichen Rah- men hinaus abweichend waren Metallgesellschast mit 135,90 bis 135 (133,65), Conti-Gummi mit 204 (201,50), andererseits Adlerwerke Kley er 117,75 (118,65), Th. Goldschmidt mit 140 (141) und Eß- linger Maschinen 114,25 (115,25). IG. Farben bröckelten auf 157,25 (157,65) ab. Bergwerks- und Eleltroaktten schwankten bis 0,75 v. H. Bau- und Zementwerte konnten sich behaupten^ ebenso lagen die meisten Maschinen- und Motorenwerte um Prozentbruchteile freundlicher. Am Rentenmarkt setzten Reichsaltbesitz 0,13 v. H. schwächer ein mit 133, Kommunal-Um- schuldung blieben mit 96,15 behauptet, während sonst die variablen Märkte sehr still lagen. Reichs- bahn-VA. verloren 0,25 v. H. auf 125,75. Pfandbriefe lagen bei kleinen Umsätzen unverändert. Liquidattonswerte waren gefragt und zogen zumeist 0,13 bis 0,25 v. H. an. Stadtanleihen und Kom- munal-Obligationen blieden behauptet. Industrie« Obligationen lagen nicht ganz einheitlich. • Abendbörse schwacher. An der Abendbörse setzten sich die Abschwächungen am Aktienmarkt fort. Obwohl das Angebot keinen besonderen Umfang hatte, ergaben sich bei der herrschenden Zurückhaltung und demzufolge nur schwachen Aufnahmebereitschaft neue Rückgänge von etwa 0,50 bis 0,75 v. H. gegen den Mittagsschluß, die teilweise auch darüber hinausgingen. So verloren AEG. mit 119, BMW. mit 146 und Bemberg mit 144 je 1,25 v. H. Am Montanmarkt ermäßigten sich Verein. Stahl auf 106,25 (107), Rheinstayl auf 140,75 (141,40), Mannesmann auf 112,50 (113), Hoesch auf 111 (111,40) und Deutsche Erdöl auf 137 (137,50). IG. Farben büßten 0,50 v. H. auf 156, Adlerwerke Kleyer 0,75 v. H. auf 116,50, Ges- fürel 0,50 v. H. auf 143,50, Schlickert 0,50 v. H. auf 181,50, Reichsbank 0,50 v. H. auf 192,50, Metallgesellschast und Demag je 0,25 v. H. auf 134 bzw. 145,50 ein. Behauptet lagen u. a. Holzmann mit 160, Bekula mit 161,50, DDM. mit 174, AG. für Verkehr mit 134,00 und Moenus mit 135,50. Am Einheitsmarkt notierten Grün & Bilfinger nach Pause mit 237,50 (240). Der Rentenmarkt lag ruhig und behauptet. Reichsanleihe-Altbefitz 5 Pfennig leichter mit 132,95, Kommunal-Umschul- dung unverändert 96,15. frankfurter Getreidebörse Frankfurt a.M., 25. Mai. Es näherten ((Betreibe je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM: Weizen W 13 210, W 16 213, W 19 217, W 20 219, Roggen R 12 190, R 15 193, R18 197, R 19 199 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futteraerste —,^Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 29,50, W 16 29,60, W19 29,60, W 20 29,95, Roggenmehl Type 1150 R12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10,90, W 19 11,10, W 20 11,20, Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R19 10,50 Mühlenfestpreise ab Müh Kn- station. Soyaschrot —, Palmkuchen —, Erdnußkuchen —, Treber getr. 14,00 Höchstpreis ab Erzeugerstation, Trockenschnitzel —, Heu lose 5,50, drahtgepreßt —, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt 3,30, gebündelt 3,00 Erzeugerhöchstpreis frei Er- zeugerverladestation. Tendenz: ruhig. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börfe. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Frankfurt a. M. Berlin Schluß- kurS Schlißt. Abendbörse Schluß- kurs Schluß! Mittag- hörte Damm 24.5. 25-5. 24-5- 25.5. 6% Deutsche RetchSanlethe v. 1927 102 102 102 101,9 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 99,5 99,75 99,65 99,75 4yi% Deutsche ReichSschatzanwei- jungen von 1935 ............ — — i— — 4Vi% Deutsche ReichSschatzanwei sungen von 1935, II. ftolge ... 99,9 99,9 99,9 99,9 4%% Deutsche Reichsschayanwei sungen von 1936, III. stolge .. — — — — 5%% Dvung Anleihe von 1930 .. 104 104 103,75 103,75 4%% Hessische Bolksstaat von 1929 100,5 100,5 100,75 — 4‘/z% Deutsche Retchspostschatz von 1934 .................... 100,65 100,5 100,9 100,9 4yt% Deutsche Retchsbahnschah von 1936 I.................. 100,13 100,13 100 100 Reichsanleihe-Altbesth.......... 133,13 132,95 133,2 132,9 Oberhessen Provinz-Anleihe mii Auslos.-Rechten.............. — — — — 4y2% Hess. Landesbk. Darmstad Goldpse. R. 12............. 100,25 100,25 100,25 100,25 5%% Hess. Landes-Hyp.-Banl Liqu. Goldpse............... 101 101 — — 4*4% Preuß. Landespsdbr.-Anst Goldpse. R. 19.............. 100 100 100 100 4*/r% Preuß. Gold-Komm. R. 20 100 100 — 100 4%% Darmstädter Komm.-Lan desbankR. 6................ 99,75 99,75 — — Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe Auslos.-Rechte l.............. 139,75 139,75 140 140 4%% yranks. Hyv. Goldpse. R. 15 100 100 — — 4yz% Franks. Hyp. Gold-Komm £bl. 2 3.................... 100 100 — — 5)4% Franks. Hyp. Liquidation Goldpse..................... ■ 101 101,15 — — 5*4% Rheinische Hyp. Liquidation Goldpse..................... 101,1 101,2 101,1 101,1 Steuerautschein-Berrechnung^kur? 111,55 111,55 111,7 111,7 A.G. für BerkehrSwesen .... 6% 135 134,5 134,25 134,75 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 —— — — 131,5 Hamburg-Amerika Paket......0 —— 75,5 76,5 76 Norddeutscher Lloyd..........0 78,5 77,5 78 78 Deutsche Reichsbahn Borz.-Att. : 126 125,75 126,13 126 Frankfurt a. M. Berlin Schluß- kurs Schluß!. Abend- börse Schluß- kurS Schluß? Mittag. hörte Daium 24.5- 25-5. 24.5. 25-5. Sccumulatoren-Fabrtk...... . 14 — — 239 239 Aschaffenburg Zellstoff...... .. 6 134 133,5 134,25 133 Bemberg................. .. O 145 144 145 144 Bekula................... .. 8 161,5 161,5 161,75 162 Buderus Eisen............. .. 5 118,75 • 118,5 119 119 dement Heidelberg......... .. 8 154,75 154.75 — — Conti Gummi............. . 14 201,5 204 202,13 204 Daimler Motoren.......... ey2 148,75 148 149 147 Desiauer Ga»............. .. 6 —— —— 120,75 120 Deutsche Erdöl............ .. 6 138,5 137 138.5 137,75 Deutsche Gold- und Silber .. .. 9 246 246 —— —— Deutsche Linoleum......... . 10 —— 172 170,5 172 Elektrische Lieferungen...... .. 6 120 120 120 119,4 Elektrische Licht und Kraft... .. 7 140,25 139 140 139,5 I. G. Farben-Industrie..... Felten & Guilleaume..... .. 7 157,65 156 157,65 156.5 .. 6 141 140,75 141,25 140 Gesfürel.................. .. 7 144,5 144 145 144,25 Th. Goldschmidt........... .. 7 141 140 141,5 139,9 Gritzner Maschinen......... .. O — 48 48.13 48,4 Harpener................. VA 171 — 172 173 Hoesch Eisen............... .. 5 111,5 111 111,75 111 Philipp Holzmann......... .. 8 159,5 160 161,5 160 Ilse Bergbau.............. Ilse Genüsse.............. .. 7 — — 160 .. 7 137 137,25 137,25 137 Kalt Aschersleben.......... .. 4 — 103,25 103,5 103,5 Klöcknerwerke ............. .. 6 117 116,5 117,5 117,25 KokSwerke und Chemische Fabrik 7 — 155,25 155 Lahmeher................ .. 6 130,75 130,13 130 130,4 Matnkraft................. .. 4 96,4 96,9 —- •— Mannesmann............. .. 5 113 113 113,13 112,75 Mansfelder Bergbau....... .. 7 — —— 152,75 151 Metallgesellschast........... .. 6 133,65 134 134,13 135,4 Orensteln & Koppel........ .. O —• — 115,25 114,75 Rheinische Braunkohle...... . 12 230,5 231 230 230 Rheinische Elektro.......... .. 6 —— 126 Rheinstahlwerke............ Rheinisch-Westfälische Elektro .. 6 .. 6 141 122,25 140,75 122,13 141 122,13 141 122,25 Rütgerswerke ............. .. 7 152,5 153,5 153,75 154 Salzdetfurth Kali.......... .. 6 161 161 160 Schuckert L Co.......'...... .. 7 182 181,5 182 182,75 Schultheis Patzenhofer...... .. 4 101 100,75 Siemens & Halske......... . 10 *— 202,25 204,5 204,5 Süddeutsche Zucker......... . 10 217 218,25 217 219 Bereinigte Stahlwerke...... .. 6 1074 106,25 107,13 106.75 Westdeutsche Kaufhof....... .. O 106,75 106,75 106,4 105.75 Westeregeln Alkali.......... .. 4 104 103,5 104.5 103 Zellstoff Waldhos.......... 144,5 146 145.13 146,25 Ltavi Minen.............. 0,65 25 24,75 25 24,65 ReichSbank................. 1 Berliner Handelsgesellschaft . 6% Commerz- und Prtvat-Banf ... 6 Deutsche Diskonto............ 6 Dresdner Bank.............. 5 192,5 192,5 192,5 192,5 125 125 125,25 125.25 114,25 114,25 114.25 114,25 120 120 120 120 112 112 112 112 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. BL 24-Mai 25-Ma« Amtliche Notierung Amtliche Notienlng Geld Brie' Geld Ödei Buenos Aires............. 0,650 0,654 0 650 0 654 Brüssel................... 41,93 42 01 41 93 42 01 Rio de Janeiro............ 0.145 0 147 0 145 0 147 Holen.................... 47 0Ö Kopenhagen............... 55 18 Danzig .... .............. 47'no 47 ^0 47'nn 47 10 London................... 12,345 12.375 12 325 12,355 helstngfors................ 5.46 5 ,47 5 445 5 455 Part« ................... 6 928 6 942 6 92? Holland.................. 137,54 137.8? 137,31 137 59 Italien................... 13i09 13,11 13,09 13,11 24-Mai 25.Mai Amtliche Notierung Amtliche Geld Notierung Brief Geld Brie, Japan.................... 0.721 0,723 0,719 0,721 Juaoslawte» .............. 5,694 5.706 5,694 5,706 Örio ................... 62,24 61,95 6? 07 Wien..................... Lissabon.................. 11 235 11,19 11 21 Siodbolm ................ 63.84 63,55 63 67 Schweiz................ 56 91 56 74 56 8ß Spanten................ Prag..................... 8 669 8 651 r 669 Bubapett ................. Neuyork.................. 2,492 2,496 2,492 2,496 Aus unserer großen Auswahl empfehlen wir Ihnen heute WEGEN DER v- Gabardine-Mäntel Cheviot-Mäntel ferner Lüster- und Leinenkleidung Kleben Das leistungsfähige Fachgeschäft Neustadl 10 3633A Zhre Vermahlung geben bekannt GLORIri Herta Jakobi, geb. Mandler 2 Sonder Bornemann, Bahnhofstr.17 Gießen Gießen Spätvorstellungen Landgraf-Philipp-Plah 9 ANendorf/Eber den 28. Mai 1938 Ein Spitzenfilm der Weltproduktion Oie glückliche Geburi einer gesunden Tochter zeigen an Ewald Schäfer und Frau Versuchen Sie 'die edite Herta, geb. Driesch Walis-Cfeme n ‘gliesaiiatorium Der König Gießen (Seltersweg 85), den 27. Mai 1938 02486 Ein Film von bezaubernder Frechheit! Schmerzen Sie Ihre ? Mehr Freude an der Natur Hühneraugen ♦ durch Bermühler-Äücher! Dann will ich Sie gerne beraten auf der ganzen Welt beschert! Die B. 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Klasse der 51. Preußisch- Süddeutschen (277. Preußischen) Klassen-Lotterie findet am 22. und 23. Juni 1938 statt.