i'e Ä -*>*■< ,x UHMi m -L ■ w ,<yv .. :$&;>: >•<;• ■,: f t / z * * 1 ' *. hweis der Nie- Nebengebäude lgen Finanzamt lu^jteuet b'eaiv statt des nationalsozialistischenRechts- wahrers bekommen. Jedes Gesetzwerk kann nur so viel wert sein, als die Träger seiner Ausübung. Daher ist der nationalsozialistische Rechtswahrer- bund als die große ständische Sammelstelle des Rechtsdienstes vor allem eine große Kampf- truppe, bie über Generationen hinweg immer wieder den Nachwuchs sicherstellen wird, der das nationalsozialistische Recht auch nationalsozia- l i st i s ch anwendet. Die Akademie für Deutsches Recht ist die große wissenschaftliche Institution, die die gesamten Rechtsprobleme ordnet und in Gemeinschaftsarbeit aller beteiligten Stellen gestaltet. Das Reichsrechtsamt der NSDAP, ist die oberste Rechtsstelle der Partei zur Wahrung der nationalsozialistischen Rechtspolitik. Gegenüber den Verleumdungen des Auslandes stellen wir immer und immer wieder fest, daß das Reich Adolf Hitlers ein Rechtsstaat ist und daß die Maßnahmen, die wir heute noch gegen die Zerstörer unserer Gemeinschaft ergreifen' müssen, gerade zum Aufbau einer Rechtsgemeinschaft unseres Volkes unerläßlich notwendig sind. Eine ft a - bilisierte Rechtsgemeinschaft ist Voraussetzung und Grundlage für jene hohen Aufgaben, die der Führer dem deutschen Volk gestellt hat. So ernst wie wir nationalsozialistischen Rechtswahrer unsere historische Mission empfinden, so ernst und nimmer müde gehen wir an den Ausbau und Ausbau eines wghren und echten völkischen ten Erweiterungsbauten des Reichspropagandaministeriums Reichsminister Dr. Goebbels spricht auf dem Richtfest. Mg. iehseuchengeseh?-: ieiträge auf Bich SenbranJ t er. 8. Häusel ,n a.Oswaldsgarteä’ ’ h'i’Xw ruf Nr. Nationalsozialistische Rechtsgemeinschast Reichsminister Frank sprach in Frankfurt. Lpd. Frankfurt a. M., 26. Jan. Heute abend hatte Gauleiter Sprenger das Führerkorps der Partei, die Offiziere der Wehrmacht und die Spitzen von Behörden und Wirtschaft zu einem kameradschaftlichen Abend in den Palmengarten eingeladen. Vor dem Führerkorps entwickelte Reichsminister Dr. Frank, der Reichsführer des NS.- Rechtswahrerbundes, die Grundzüge der national- ozialistischen Rechtsauffassung als der Grundlage )es nationalsoziallstischen Staates. Wir National- ozialisten schöpfen unsere große Rechtsanschauung im wesentlichen aus drei Quellen. Wir verbürgen uns, ein deutsches Gemeinrecht zu schufen, das an die Stelle eines materialistischen Zwecken dienenden verfälschten Fremdrechtes treten oll. Die zweite Quelle ist darin zu erblicken, daß das Recht Ausgangspunkt unseres nationalfoziali- tischen Freiheitskampfes ist. Der dritte Gesichtspunkt ist die Tatsache, daß gerade wir ^National- ozialisten stolz darauf lind, unter unserem Führer ein Reich aufzubauen, das nicht auf brutaler Gewalt beruht, sondern das wie der Führer, von der Liebe des Volkes getragen roirbv Annahme von Anzeigen für bie Mittagsnummer vis8'/,Uhr bes Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anze,gen von 22 mm Breite 7 Npf., für Textanzeigen von 70mm Breite 5ONpf.,Platzvorschnfl nach vorh. Dereinbg.250/o mehr^ Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemein- nützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäber-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Sein Ministerium habe als höchste Aufgabe immer nur die gekannt, ein Volksministerium zu sein und engste Verbindung zwischen Führung und Volk sicherzustellen. Auch in den neuen Räumen würden nur Beamte tätig fein, die im Hinblick au dcrs Volk' leitend und lenkend auf den so vielseitigen Gebieten unseres öffentlichen Lebens arbeiteten. In elf Omnibussen fuhren die am Bau Beteiligten sodann zu Krolls Festsälen am Königsplatz, wo bei fröhlicher Tafelmusik der traditionelle Richtschmaus eingenommen wurde. Einer der Arbeiter sprach dabei dem Minister seinen Dank für das schöne Fest aus. Dr. Goebbels versicherte in feiner Erwiderung, daß niemals die Bürokratie und der Amtsschimmel in die neuen Bauten einziehen würden. Junge oder jung empfindende Menschen würden dort ar- Nm Ä N. ' b-> bet "bet w°t. '”Ä‘‘ $7 »u ? «5 Spanische Kn'egrwirlschafi. Don unserem Gch.-Berichterstatter. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Bilbao, Januar 1938. Das größte Phänomen des spanischen Krieges ist vielleicht die unterschiedliche Wirtschafts- b e h a u p t u n g der beiden kämpfenden Paneien. Während die rote Regierung zu Beginn der Revolution infolge des Scheiterns der nationalen Erhebung in den größten Städten über den weitaus größten Teil der wirtschaftlichen, technischen und finanziellen Kräfte des Landes verfügte, zählte General Franco nur mit dem disziplinierten Kampfgeist seiner Soldaten und Freiwilligen und mit dem Opfersinn und der Hilfsbereitschaft seiner Freunde. lieber den vorbildlichen Wirtschaftszustand im nationalen Spanien und die im roten Gebiet herrschende Mißwirtschaft braucht nichts mehr gesagt zu werden: die Welt ist darüber, dank des objektiven Urteilsvermögens der meisten ausländischen Wirtschaftsoertreter, im Bilde. In den ersten Augusttaaen 1936 setzte der berüchtigte Marxistenführer P r i e t 0 im Madrider Rundfunk dke Wirtschaftsgrundlage auseinander, auf der die Republik ihr „Lebensrecht gegen den Faschismus" verteidigen werde. Im vollen Bewußtsein eines vor der Türe stehenden Sieges der Volksfront stellte Prieto u. a. fest: Die Republik habe sich in allen großen Städten, mit Ausnahme von Sevilla, durchgesetzt, sie habe die landwirtschaftlichen Exportgebiete, die Apfelsinenplantagen von Valencia, die Olivenpslanzungen Andalusiens und der Levante, die Gemüsefelder Kataloniens in der Hand, sie verfüge über die Kohlen Asturiens, über die Erzvorkommen Vizcayas, über die Textilindustrien Kataloniens, kurz über alle großen Industriezentren^ ' 2n der Bank von Spanien in Madrid und Barce- : Iona lägen Goldvorräte, die die Pesete mit 75 v. H. । deckten. Diese Darlegung Prietos entsprach ungefähr den damaligen Verhältnissen; aber die Rechnung ; stimmte nicht, weil er das moralische M o^ 1 ment, die Disziplin in der Wirtschaft, und den Faktor wirtschaftliches Vertrauen dabei yergessen hatte. Francos wirtschaftliche Ueberlegenheit ergibt sich aus folgenden Zahlen: Nationalspanien besitzt: 70 v. H. des spanische^ Bodens, 60 0. H. der spanischen Bevölkerung, 34 Hauptstädte, 16 Inseln, alle Protektorate und Kolonien, 65 v. H. Getreideerzeugung, 61 v. H. Olivenölerzeugung, 21 v. H, Reis, 68 0. H. Kartoffel, 59 v. H. Geflügel, 70 v. H. des Viehbestandes, 80 v. S) Kohlen- und Erzgruben, 98 v. H. Kupfervorkommen, 67 v. H. Zementfabriken, 66 v. H. Munitionsfabriken. Es muß aber berücksichtigt werden, daß das Verhältnis bei Beginn des Krieges genau umgekehrt war. Dieser zahlenmäßige Wirtschaftszuwachs ist den militärischen Erfolgen Francos zuzuschreiben, die mit einer zielbewußten, auf den staatlichen Erhaltungssinn seiner politischen und wirtschaftlichen Mitarbeiter fußenden Organisation hinter der Front Hand in Hand gingen. Ebenso wie ein großer Teil der Rüstung der nationalen Armee sich aus Beutegut zusammensetzt, das dem Gegner entrissen wurde und sich jetzt gegen ihn elbst wendet, werden auch die wirtschaftlichen Wasen den Bolschewisten langsam entrissen und gegen sie ausgespielt. Seit den ersten Kriegslagen ist das beste Barometer für die Siegesaussichten der beiden Parteien und für ihre innere Organisationsfähigkeit d i e 5efete und ihre Notierung im Ausland. Dieses Barometer ist besonders deshalb zuverlässig, weil es hauptsächlich der an der Pariser Börse herrschenden, Stimmung unterworfen ist, und man den französischen Maklern nicht den Vorwurf der Voreingenommenheit für die Sache Francos machen kann. Für hundert Peseten erhielt man kurz vor der Revolution 180 französische Francs. Nach der Einnahme von San Sebastian fiel die Pesete auf 110, sie stieg dann anläßlich der Francs-Entwertung auf 170 und fiel während des siegreichen Vormarsches bis vor die Tore Madrids bis fast auf 70. Im Januar 1937 verordnete Franco bann, daß duxch Abstempelung der alten Banknoten der Bank von Spanien ein Unterschied zwischen dem im roten und im nationalen Spanien umlaufenden Geld gemacht wurde. Die weiße Pesete wurde sofort mit 140 notiert, fiel dann aber trotz der Einnahme von Malaga vorübergehend im März aus 100. Hieran trug die mißglückte Offensive von Guadalajara und die Massenfälschung der Notentempel die Schuld. Die weiße Pesete ist seit jenem iefjten Stand in ft ä n b i g e m Ansteigen begriffen. Sie zeigt in ihrem Üauf feit März 1937 nur ganz geringe Unebenheiten, in benen sich bie Ungebulb ber Bevölkerung und auch bes Auslanbes in ber langen Kampfpause wiberspiegett, bie nach ber Einnahme von Bilbao eintrat. Den (Stempel» alschern rückte bie nationale Regierung burch bie Ausgabe neuer Banknoten zu Leibe. Die rote Pesete hat nach bem November 1936 nur dse£ 'n. Siebblatt 22 Hausfrau tjör tuns Mag. 13.15: Mit. Meiste ber J Wirklichkeit Jen die kleinen w Dom Sport : t18r: Zeitge, lniechvttwychr '.ucht Dom Ion kU ber Liebe Knekboten um ^Sinfonie. 22: rhaliungsmusik. Nationalsozialistische Wirtschaftspolitik. In ben letzten Januartagen begann in München fm Kvngreßsaal bes Deutschen Museums eine Vortragsreihe ber Kommission für Wirtschaftspolitik ber NSDAP. Der Führer unb Reichskanzler hat in feiner Neujahrsbotschaft die Parole ausg^geben, baß im Jahre 1938 ber nationalsozialistische Geist in Staatsführung, Wirtschaft, Erziehung unb Kökperertüchtigung besonbers gepflegt, entwickelt unb verbreitet werben müsse. Der Münchener Lehrgang ber Kommission für Wirtschaftspolitik, ber etwa 2000 Zuhörer aus bem ganzen Reich umfaßte, bient ber Verbreiterung eines echten nationalsozialistischen Wirtschaftsgeistes. Der Leiter ber Kommission, Pg. Bernharb Köhler, forberte, baß bas Ansehen, bas bisher bie Wirtschaft selbst genossen habe, auf bie Wirtschaftsführung übertragen werbe. Er lehnte es aber ab, daß bie Wirtschaft fommanbiert werbe. Genau so wie auf anberen Gebieten bes nationalen Lebens müsse auch in ber Wirtschaft eine Ausle feder 33 e ft e n herbeigeführt werden. Der Nationalsozialismus ist keine neue Methode, sondern ein neuer Geist und eine neue Einstel - lung des einzelnen z u seiner Gemeinschaft. Das gilt für alle Bereiche des nationalen Lebens — auch für die Wirtschaft, der man früher eine Sonderrolle übertragen wollte. Die wirtschaftliche Tätigkeit des Menschen oder, wie der Nationalsozialismus sie auffaßt: der Dienst des einzelnen am Leben der heutigen und der kommenden Generation, füllt einen so großen Teil der Zeit aus, daß sie nicht von den Grundsätzen getrennt werden kann, die für einen nationalbewußten Menschen gelten müssen. Auf der Münchener Wirtschaftstagung hat Bernhard Köhler den Gedanken zurückgewiesen,. daß sich die wirtschaftliche Tätigkeit in ber Bedarfsdeckung des Augenblicks erschöpfen könne. Wäre das so, so brauchte das deutsche Volk keine großzügigen Wirtschaftspläne in Angriff zu nehmen, von denen nur ein Teil der lebenden Generation unmittelbaren praktischen Nutzen haben wird. Köhler bezeichnete es als das Ziel der Wirt- fchast, einer wachsenden Nation immer bessere Daseinsmöglichkeiten zu bieten. Die lebende Generation -muß daher einen Teil ihrer Anstrengungen darauf -richten, Reichtum für diejenigen zu schaffen, die später kommen werden. Am zweiten Tag des Münchener Lehrgangs haben zwei Männer über den inneren und über den äußeren Wirtschaftsraum gesprochen, der enge Mitarbeiter des Ministerpräsidenten Göring, Oberst im Generalstab Löb, über den inneren Wirtschaftsraum unb ber Leiter bes Reichskolonialbunbes Reichsftatt- halter General Ritter von Epp, über ben äußeren.Wirtschaftsraum. Wie wenig einseitig bie vom Führer gesteckten Teilziele sind, ergibt sich bar- ous, daß bereits im ersten Jahr des auf Ausweitung des inneren Wirtschaftsraumes abzielenden Dierjahresplanes, die internationale Propaganda für die Rücksvftattung ber beutschen Kolonien, also für ben Wiebererwerb äußeren Wirtschaftsraumes mit großer Energie eingeleitet worben ist. Was in Deutschlanb bie größte Verwunberung im Kamps um ben Wiebergewinn ber Kolonien erregt hat, ist bie hartnäckige Behauptung feindseliger Kritiker, Deutschland erstrebe eine Position, von ber aus es ben Weltfrieben bedrohen könne. Das Gegenteil ist richtig. Deutschlands Kampf fcr|d)etni täglich, außer Sonntags unb Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gieyener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monalr-vezug§prei§: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach. richten Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Zrantfurt am Main 11686 Ziel eines nationalsozialistischen Gesetzwerkes muß bie Sicherung ber Substanzwerte ber Nation sein, bie wir in ber Arbeit, in ber Rasse, im »oben, in ber Wehrkraft unb in allen kulturellen unb geistigen Werten sehen. Es wirb für bie sieghafte Durchsetzung ber nationalsozialistischen Rechtspolitik entscheibenb sein, baß wir auch einen völlig nationalsozialistischen TrägerlRechtes. bes nationalsozialistischen Rechtsbienstes in ber Ge-> um bie Kolonien ist ein frieblicher Kampf. Die Erfüllung unserer Forderung wirb uns zwar neue Betätigungsmöglichkeiten aber auch neue Sorbetten, zum Wohle bes Reiches unb bes Volkes. Für bie Neugestaltung ber Reichshauptstabt werbe die Regierung in der nächsten Zeit mit Plänen an die Öffentlichkeit treten. Nicht zuletzt stehe in diesen Plänen die Errichtung von Wohnungen für bas arb^itenbe Volk. Die Pläne seien so umsassenb, baß bie Bauarbeiterschaft auf Iahr - uanne oen moeuern vor auem sur 01 e ^cynellig-«zehnte hinaus voll beschäftigt sein feit, mit ber diese Bauten errjchtet worben finb. I werbe. gen bringen. Wir werben biefe Sorge nicht baburch steigern, baß wir ben aussichtslosen Versuch unternehmen, anbere Völker in ihrem kolonialen Besitzend zu stören. Zur Ausdehnung des inneren Wirt- Haftsraumes hat Oberst Löb hervorgehoben, daß kaum ein Wirtschaftsabschnitt ber beutschen Geschichte einer so einheitlichen inneren Ausrichtung bedürfe wie ber Viexjahresplan. Ts ist daher geradezu selbstverständlich, daß mit ber Verstärkung bes Tempos in ber Durchführung bes Vierjahresplanes planmäßig an ber Festigung unb Vereinheitlichung einer tragfähigen Wirtschaftsge- inung gearbeitet wird. Vernharb Köhler hat in München auch zur Frage les Außenhanbels gesprochen. Wenige Tage niDor waren bie Zahlen für 1937 veröffentlicht toorben. Einfuhr unb Ausfuhr haben gegenüber l'km Vorjahr um weit mehr als 1000 Millionen Mark zugenommen, aber da der Einfuhrbedarf grö- Ur war, als ursprünglich erwartet werden konnte, tat sich ber Ueberschuß verringert, ben Deutschlanb ün Außenhanbel erzielt hat. Die einzige Folgerung, Ire bas nationalsozialistische Reich aus biefer Erfahrung zieht, ist bie, noch preiswertere W a - V n zu liefern als bisher. Für ben Außenhanbel feit etwas ähnliches wie für bas Streben nach Ko- l'nialbefitz: man kann sich um Vermehrung bes Außenhanbels nur bann bemühen, wenn man Verbauen zur Erhaltung bes Fr lebens Ist unb selbst fest entschlossen ist, ben Frieben zu ahren. Köhler hat in seinem Münchener Vortrag j’tlärt, baß bei ber Verwirklichung eines Welthan- ’-Is, wie ber Nationalsozialismus ihn erstrebt, bas sse Wort von ber Zerstörung ber Geschäfte burch I e Politik seinen Sinn verliere In ben zweiten Ms Jahren bes nationalsozialistischen Aufbauwer- 15 wirb bie beutsche Wirtschaftspolitik in gleicher ^eise bem Frieben bienen wie in ben ersten fünf wahren. Cr. Die Münchener Tagung der Kommission für Wirtschaftspolitik. . B e rl i n , 26. Jan. (DNB.) Der dritte Tag des ^hrganges der Kommijjion für Wirtschaftspolitik Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen t- n t. )e m n, af i- ch ib »n t- n, .'N rb ne on 'ch 'N, ib- tm nb Uc im r« ts- >es ’S- ü r ,'llt ‘rg ien ch- iu» )en er rbe iirz )33 en. er- )en rt Ar- Ab- um ien. igt, ben >rze eck- helfen i m llen fie An- mch ers, fest- ?ön« ben «ber oße I. ilte- ttag n t s stabt ajor 'ber» will, ihre rzen 'nter bie eben, über ber renb in. un- orps die ein Tau- 1 den Sehr- n e r 1 Es- türkischer etriebe und Ge- l Berlin, die größte Industriestadt des Festlandes e em« ehr - i mit Ni (eiter ur Srimi Wie richi leru renen tiitzun sedesll Sowje r t n Wie die japanische Marineleitung bekanntgibt, wurden seit Beginn des Chinakonfliktes 2 5 9 chinesische Flugzeuge abgeschossen und 356 am Boden zerstört. Die Japaner geben ihre eigenen Verluste mit 65 Flugzeugen an. Lor 2/nn tDöft Sie W\ aufz 5n 1 letitnani Partein Ostsriedl fßri (Plein von Ö kirch bei Die Bu ka re sie r R e ch t s a n w a l ts k a mm er hat für 'sämtliche jüdischen Rechtsanwälte, die nach dem 1. Dezember 1918 in ihre Listen eingetragen worden sind, das Recht der Berufsausübung aus« geatzt, da die betroffenen Rechtsanwälte sich auf Grund des neuen Gesetzes einer Ueberprüfunst ihrer Staatsbürgerschaft unterziehen müssen. Die Kammer hat in den letzten zwei Jahren unter dem Türkischer Protest im Sandschak Alexandrette. Jerusalem, 27. Jan. (DRB. Funkspr.) Im San'dschak-Alexandrette hat die türkische Bevölkerung, die um ihre Autonomie in der von den Mandatsbestimmungen befreiten syrischen Re- Flauer Auftakt in Genf. Genf, 26. Jan. (DRB.) Der erste Tag der Genfer Ratstagung war mit den üblichen Besprechungen der verschiedenen Außenminister ausgefüllt. Es herrschte überall eine ausgesprochene flaue Stimmung — ein Ausfluß der hoffnungslosen Lage, in die sich die Genfer Entente hineinmanövriert hat. Daher konnte man sich bezeichnenderweise auch nicht einmal darüber einigen, ob bei der öffentlichen Sitzung am Donnerstag eine gemeinsame Erklärung aller Ratsmitglieder oder auch nur eine gemeinsame englisch-französische Stellungnahme erfolgen soll, wie das von gewisser Seite angeftrebt wurde. Die Ratsmitglieder werden also nur für sich sprechen. Die Pariser Presse hält es nicht für ausgeschlossen, daß es dem französischen und dem eng- lichen Außenminister gelingen werde, den Generalangriff der kleineren Staaten gegen den Artikel 16 des Genfer Paktes, der die Sanktionspflicht enthalt, wenn auch nicht vollkommen zu ersticken, so doch abzuschwächen. „Matin" meint, es bestehe immerhin die Möglichkeit, daß, wenn Delbos und Eden heute davon a b s ä h e n würden, in ihren Reden das Wort „kollektive Sicherheit" zu gebrauchen, die kleinen Staaten ebenfalls nicht vom Artikel 16 sprechen würden. Die Londoner Blätter berichten fast übereinstimmend, daß man als Ergebnis der Aussprache auf der Ratssitzung äußerst vorsichtig vorgehen werde, um jede Krise zu vermeiden. Die Frage einer Reform der Genfer Institution und auch die sonstigen strittigen Punkte würden, wenn überhaupt, nur oberflächlich behandelt werden. Di^ Bemühungen, eine Erörterung der strittigen Fragen zu vermeiden, könnten Liwinow- Finkeiste in in eine schwierige Lage bringen. Er könnte leicht dabei seinen Posten verlieren. Kur 6i" Pionier] JM kurz Aeaterobteil W der I ^feiern, foil der deut! ®ei öahrzehl ff Hfl Stiftung 1 Lander GrI SM tid Jl,"es letfal lin"?erIM Schwedens Iungnationale fordernAuStrikt aus demGenferBund. Stockholm, 26. Jan. (DRB.) Der Jung- nationale Verband Schwedens hat einen Aufruf erlassen zur Volksabstimmung über den Austritt Schwedens aus der Genfer Liga. In dem Aufruf wird darauf hingewiesen, daß die Mitgliedschaft in der Genfer Institution für die kleineren Staaten ein Angewiesensein auf die Großmächte bedeute, weil Genf ein Werkzeug in den Händen einer gewissen Gruppe von Großmächten geworden sei, deren Politik sich gegen andere Mächte richte. Schließlich werden die Gefahren des Systems der Sanktionen heroorgehoben und erklärt, daß die Aufrechterhaltung des Friedens das Fernbleiben Schwedens aus Genf erfordere. Erweiterung des schwedischen Wehrplans. RSG. Fünf Jahre sind verflossen seit dem denkwürdigen Tage der nationalsozialistischen Revolution. Das Erbe, das Adolf Hitler seinerzeit am 30. Januar 1933 antrat, war ein wirtschaftlicher Zusammenbruch, der die Ration an einen Abgrund geführt hatte. Das Heer der Erwerbslosen, das nahezu die 7-Millioneckgrenze erreicht hatte, nahm noch von Tag zu Tag zu. Die Landwirtschaft, die Industrie und Wirtschaft drohten bei dem stetigen Schwund der Kaufkraft zusammenzubrechen, und die Rot ging unbarmherzig in deutschen Landen um. Damals versprach der Führer dem deutschen Volke, es in wenigen Jahren wieder zu Ansehen und Geltung zu führen. „Arbeit und Brot" lautete die Parole, die er seiner Partei gegeben hatte. Ein stolzes Wort in Zeiten Der Arbeitslosigkeit und des Zerfalls. Aber das Wort wurde eingelöst und Millionen Menschen Glück und Lebensfreude zurück- gegeben. Einen Triumphzug des guten Willens und des Glaubens könnte man in diesem gigantischen Kampf die fast übermenschlich anmutenden, aber auch von einem beispiellosen Erfolge gekrönten Anstrengungen der vom Führer geschaffenen sozialenEin- richtungen der NSV. und des WHW. bezeichnen. Die Zahl der Erwerbslosen beträgt heute nur noch kaum eine halbe Million, aber selbst in den Zeiten des schweren Anfangs wurde nichts unterlassen, um unter Beteiligung des ganzen deutschen Volkes den Bedürftigen durch das WHW. zu helfen, sie vor Hunger und Kälte zu bewahren und sie teilnehmen zu lassen an den großen Erlebnissen der ganzen Nation. Niemand blieb in Deutschland einem unverschuldeten Schicksal, das Not über ihn gebracht hatte, allein überlassen. Deutscher Sozialismus und deutsche Dolksgemein- schäft wurden nicht nur neue, bisher unbekannte Begriffe, sondern die Welt überzeugende Taten. Anläßlich des 5. Jahrestages der nationalsozialistischen Revolution findet wie alljährlich eine Großausgabe des Winterhilf^wertes Sm । »erbe Lble 1 ’eb niv1Iln äl ötr h ü Oer I Bein Oerl MVi Me J? | auch in unserem Gau statt, die jeden heute noch betreuten Volksgenossen daran erinnern mag, was das deutsche Volk den vielen segensreichen Werken des Führers zu verdanken hat. Seine entschlossene Tat vom 30. Januar 1933 rettete Deutschland vor Hunger und Elend, rettete es vor dem Chaos und dem schlimmsten Feind von Kultur und Familie: dem Bolschewismus. Möge sich jeder Volksgenosse an diesem Tage bewußt werden, daß wir die Stärke der Nation, den .Frieden und die Idee der nationalsozialistischen Weltanschauung allein dem Führer und seiner Revolution zu verdanken haben. Zur Ausgabe kommen am 30. Januar an die Betreuten des WHW.: Je ein Lebensmittelgutschein im Werte von 1 RM. pro Kopf der Familie. Im Gau Hessen-Nassau werden außerdem ausgegeben: Insgesamt 150 000 Dosen Fleisch ä 1 kg, gegen 30 000 kg Fette und 320 200 Kohlengutscheine über je 1 Zentner Steinkohle bzw. Braunkohlenbrikett. Diese Zahlen sprechen für sich. Sie sind der Beweis unseres heißen Wollens für Volk und Nation. WHW. und NSV. sind nach dem Ausspruch des Führers Ausdruck und Symbol unseres sozialistischen Gewissens. Möge der 5. Jahrestag der nationalsozialistischen Revolution uns alle wieder einmal zum Bewußtsein bringen: Der Nationalsozialismus ist das letzte Aufgebot der deutschen Nation. Aber wir sind noch lange nicht am Ziel. Menschliche Fehler und Schwächen werden von uns nicht geleugnet: Was aber allein entscheidend ist, ist folgendes: In fünf Jahren haben der Führer und die nationalsozialistische Bewegung ein Reich und ein Volk wieder erstehen lassen, das voll Glauben und Zuversicht in die Zukunft blickt. In dieser Erkenntnis sind wir alle als Glieder der großen deutschen Volksgemeinschaft, einig und benutzen den Jahrestag der nationalsozialistischen Revolution zu einem neuen Glaubens- und Treuebekenntnis zur ewig revolutionären nationalsozialistischen Idee und ihrem großen und einzigen Führer Adolf Hitler! 0en< Der ir benbe DI Mittwoch ein des Infc Stöndche fanterie wünsch leihung: Bilde de Minister Glückwu Porzella tasse.du reichen, sandte f innerung tanb ade mee [prei neuen ®e nen Herziic wünsche bt teile (Baum bund KM die Glückw Reinhar überbracht. Division, d kenhorst, de Strecker vo und 12er D Blücher-Hus vor 80 Zah Marschalls d Miere uni Colberg. Das arbeitsame Berlin, die Gründung Albrechts des Bären, ist wirtschaftlich und kulturell nicht nur für Deutschland von einer Bedeutung, die manchmal verkannt wird. So ist Berlin, wie der Bürgermeister der Reichshauptstadt, Ludwig Steeg, auf einem Vortrag -in Helsinki darlegte, die größte Industriestadt des europäischen Festlandes. Und nicht nur das. Die statistischen Ziffern beweisen, daß Berlin auch im Handel und Verkehr an der Spitze .ber europäischen Hauptstädte steht. Auch die — Landwirtschaft ist im Raume von Groß-Berlin bedeutend, denn als Ackerland, Wiesen, Viehweiden, Obstanlagen auf dem Felde, Gartenland waren nach dem statistischen Hauptbuch der Reichshauptstadt Ende Mai 1936 nicht weniger als 30 567 Hektar ober 35 v. H. des gesamten Stadtgebietes in Benutzung. Berlin ist die drittgrößte Millionen st ab tber Wel^, es übertrifft sogar London, da das eigentliche London im Jahre 1935 nur 4 185.000 Einwohner zählte, während Berlin 4 220 000 Einwohner vuf- wies. Es rangiert also direkt hinter Neuyork und Tokio. Erst an achter Stelle, nach Moskau, Chikago und Schanghai, kommt Paris. Die industrielle Tätigkeit in Berlin läßt sich natürlich nicht haarscharf in einzelne Gruppen und Größen auflösen. Jedenfalls machten die in Berlin befindlichen gewerblichen Niederlassungen rund ein Zwölftel und die in ihnen beschäftigten Personen ein Elftel des Gesamtbestandes des Deutschen Reiches nach der letzten gewerblichen Betriebszählung vom 16. Juni 1933 aus. Damals waren in der Eisen-, Stahl- und Metallwarenindustrie 33-974 Menschen beschäftigt, und zwar in 7027 Betrieben. Im Maschinen-, Apparate- und Fahrzeugbau 47 788 Menschen in 2661 Betrieben; in der elektrochemischen Industrie 83 421 Personen in 3155 Betrieben usw. Während im Großhandel, Einzelhandel usw. sowie im Bank-, -origen AeiHsha in (eine nicht m Partei i »feil BeruM später zu aneckann Generali! Parteiriä nieder, t rers Rui spende. GroßausgabedesMtechilfswerkSWZO.IanM Don Gauamisleiter Haug, Darmstadt. Die Valencia-Leute haben khre gewaltigen Wirt- schaftsoorräte vergeudet und nicht verstanden, Vorteil daraus zu ziehen. Das Gold wurde in Waffen und Munition angelegt; viele Lieferungen wurden von den Nationalen auf hoher See abgefangen oder beim Ausladen durch Fliegerangriffe in die Luft gesprengt. Die Landwirtschaft ging infolge der Einführungen sowjetrussischer Kollettioierungs- methoden derart bergab, daß die typischen Exporterzeugnisse wie Apfelsinen, Oliven und Reis nicht einmal für den eigenen Bedarf ausreickten, geschweige denn noch etwas für die Ausfuhr übrigblieb. Die Anarchie, die auf allen Gebieten herrschte, hatte in der G e ld w i r ts ch a f t zur Folge, daß die katalanischen wie die baskischen Separatisten und die roten Gemeinden und sogar die großen Unternehmungen im roten Gebiet in Handel und Industrie planlos Geld in Umlauf setzten. Das Silbergeld verschwand schon in den ersten Kriegswochen. Der Notenumlauf im nationalen Spanien hält sich dagegen nach einer Feststellung der Finanz- abteilung des technischen Staatsausschusses in Burgos noch auf der gleichen Höhe wie vor der Revolution; auch die Ein-, Zwei- und Fünf-Pefeten- Silbermünzen zirkulieren noch, wenngleich nicht mchr in demselben Umfange wie früher. Bei einem Vergleich der N a h r u n g s rn i t t e l p r e i s e läßt sich feststellen, daß diese in Sowjetspanien um das vier- bis zehnfache gestiegen sind, sich aber im nationalen Spanien mit geringen Ausnahmen noch auf bej gleichen Höhe bewegen wie vor dem Kriege. Lediglich die Preise der Gebrauchsgegenstände sind infolge der Militarisierung eines großen Teiles der Industrie, des damit verbundenen Produktionsrückganges und wegen der starken Einfuhrbeschränkungen auch im nationalen Gebiet gestiegen. In Spanien hat das W i r t s ch a s t s v e r- trauen über das Gold gesiegt. Das nationale Spanien genießt heute auch im sogenannten demokratischen Auslande Kredit. In den Vorzimmern des nationalspanischen Wirtschaftsbeauftragten Bau, der schon seit Bildung des technischen Staatsausschusses sein Amt verficht, treffen täglich zahlreiche Wirtschaftsvertreter nicht nur aus den Staaten zusammen, die Franco anerkannt haben, sondern auch aus Mordamerika, aus England, Portugal, der Schweiz, aus den skandinavischen Ländern, und nicht zuletzt auch aus Frankreich. Es handelt sich nicht um neugierige Fragesteller, sondern um mit weitgehenden Vollmachten versehene Jn- düstrievertreter. Das Ausland reißt sich förmlich darum, nach dem nationalen Spanien liefern zu können, und ist bereit, jahrelange Kredite einzuräumen. England, in kluger Voraussicht, traf im Oktober 1936 mit Franco ein Zahlungsabkom- men, das drei Monate nach Kriegsausbruch, also zu einem Zeitpunkt, da das militärische Schicksal noch viel weniger klar war als heute, in Burgos unterzeichnet wurde. Mit Deutschland, Italien, Portugal, der Schweiz und mit Holland sind nacheinander Wirtschaftsverträge abgeschlossen worden. Mit Dänemark, Schweden und Norwegen und anderen mitteleuropäischen Ländern schweben zur Zeit Verhandlungen. Dieses Kreditoermögen bildet die Quelle, aus der das nationale Spanien seine materielle Kraft zur Durchführung seines Feldzuges gegen den Bolschewismus schöpft. Die beiden Hauptgesichtspunkte, nach denen sich die nationalspanische Wirtschaftsführung richtet, sind: Allgemeinwohl und Unterdrückung aller irgendwie entbehrlichen Ausgaben, damit die Versorgung von Heer und Volk sicher- gestellt bleibt. Diese Grundsätze können im nationalen Spanien ohne weiteres eingehalten werden, weil hinter ihnen der einheitliche Wille, die Disziplin des Volkes und die entschlossene und unantastbare Persönlichkeit des Generals Franco steht. Daher ist es auch möglich, daß in dem nationalen Wirtschastsamt in Burgos nur zehn Prozent soviel Beamte arbeiten wie im früheren Wirtschaftsministerium in Madrid, und daß doch eine unvergleichlich produktivere Arbeit geleistet wird. Wie der Wirtschaftsdelegierte kürzlich zum Ausdruck gebracht hat, greift der natiönalspanische Staat, d. h. das Wirtschaftsamt in Burgos als oberste wirtschaftliche Institution, nur abwägend und abgrenzend in das Wirtschaftsleben ein, ist aber stets darauf bedacht, die Privatinitiative in keiner Weise zu beeinträchtigen. Er sollen neue große Industrien ins Leben gerufen werden, durch die Spanien zukünftig vom Ausland unabhängiger gemacht wird. Ferner werden Untersuchungen angestellt, um den großen Reichtum Spaniens an Erzen besser aus- Anbeuten. Durch die Herausgabe eines amtlichen Jndustriekatalogs wird der chaotischen Einfuhrwirt- schaft der Dorrevolutionszeit gesteuert. Das Geheimnis der nationalspanischen Kriegskostendeckung ist also nichts weiter als das feste Vertrauen der in- und ausländischen Wirtschastskreise auf den endgültigen Sieg einer gerechten Sache. Börsen- und Versicherungswesen insgesamt 387 169 Personen beschäftigt wurden, betrug bi« Zahl ber in Industrie und Handwerk Beschäftigten 622 057. Wenn auch insgesamt die Gruppe Handel und Verkehr mit 641485 Beschäftigten gegenüber ber Gruppe Industrie und Handwerk etwas stärker ist, so ist doch die Bedeutung der Gruppe Jn- oustrie und Handwerk ganz außerordentlich. Es ist auch bezeichnend, daß die Be triebsgrößenklassen gesund aufgeteilt sind, denn in Kleinbetrieben bis 5 Beschäftigten fanden 430 806, in Mittelbetrieben bis zu 50 Beschäftigten 284 939, und in Großbetrieben mit über 50 Beschäftigten 549 391 Menschen ihr tägliches Brot. Unter den Handwerksbetrieben sind die Herrenschneider, bann die Friseure, die Damenschneider und die Schuhmacher die zahlreichsten. Erst an elfter Stelle kommen die Maurer und Zimmerer sowie die Baugeschäfte. Berlin hat z. V. fast die gesamte deutsche Glühkörperinbustrie konzentriert, wie überhaupt die elektrische und chemische Industrie sehr bedeutend ist. Die Reichshauptstadt ist nach der letzten Erhebung im Jahre 1928 auch in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie mit 14,7, in der Kesselbauindustrie mit 14,4, in der Armatureninbustrie mit 12,6, im Bau von Pumpen, Kältemaschinen, Ventilatoren mit 20,5 v. H. am gesamten deutschen Produktionswert beteiligt. Auch die Biererzeugung beträgt rund 10 v. H. des gesamten deutschen Bier- ausstoßes. Der riesenhafte Personen- und Nahverkehr befördert jährlich durchschnittlich auf der Eisenbahn, ber Straßenbahn, der Hoch- und Untergrundbahn und mit dem Omnibus etwa 750 Millionen Menschen, im Berliner Güterverkehr wurden mit der Eisenbahn im Jahre 1936 — 15 857 000 Tonnen, auf den Berliner Wasserstraßen 8 462 000 Tonnen befördert. Die Reichshauptstadt ist also, auch rein wirtschaftlich betrachtet, das Herz Deutschlands und des gesamten europäischen Festlandes. D. S. Das deutsch-polnische Abkommen Polnische Pressestimmen zum Jahrestag. Warschau, 26. Jan. (DNB.) Die polnischen Blätter enthalten ausführliche Betrachtungen über den 4. Jahrestag des Abschlusses des deutsch- polnischen Abkommens. „Gazeta Pol- ska" schreibt: Zwei große Nationen seien vor 1933 von dem hypnotisiert gewesen, was sie wirklich ober nur scheinbar trenne; sie wollten nicht Stehen, daß es in ber einmal vorhandenen Der- tung des internationalen Lebens auch gleichende ober gemeinsame Interessen gißt. Nur große und geniale Menschen vermöchten Aend.'run- gcn von geschichtlicher Tragweite herbeizuführen, Menschen, die denn auch die Pflicht haben, Schärfen geschichtlicher Erinnerungen zu mildern und leidenschaftliche Gefühle zu dämpfen. Wenn heute behauptet wird, daß Marschall Pilsudski auf Adolf Hitler gewartet habe, dann klinge das vielleicht wie eine Begründung nach einer vollendeten Tatsache; dennoch stehe folgendes lest: Als Briand im Dezember 1927 in Genf Pilsudski nach seiner Meinung über die Entwicklung ber deutsch- polnischen Beziehungen fragte, habe ber Marschall folgende phrophetische Antwort ausgesprochen: „Diese Beziehungen sind heute sehr kühl; aber ich zweifle nicht, daß in Deutschland nach einigen Jahren ein großer Staatsmann an die Macht gelangen wird, der Verständnis dafür hat, daß Deutschland und Polen in ihrem beiher- sitigen und im europäischen Interesse auf eine gute, auf gegenseitige Achtung und auf gegenseitiges Vertrauen gestützte Nachbarschaft bedacht sein Müssen." — Diese Voraussage des Marschalls sei (n Erfüllung gegangen. Dieser große Staatsmann habe am 30. Januar die Macht übernommen, und Marschall Pilsudski habe endlich einen Partner gehabt. Der 26 Januar 1934 wurde für die beiden Nationen eine historische Wende. „Kurjer Poranny" stellt fest, daß die Erklärungen vorn 26. Januar 1934 wirklich eine neue ^Atmosphäre zwischen Deutschland und Polen "X publik kämpft, beschlossen, zu Beginn der Genfer Tagung eine große Protestaktion durchzu- führen. Sie wird ihren Ausdruck finden in der Schließung fämtf: 1 - Hand befindliche schäfte. In einem Telegramm an die Genfer Entente wird nochmals auf das bereits mehrfach beanstandete Verhalten der zur Vorbereitung der Wahlen aus Genf geschickten Abordnung hingewiesen. Es wird festgestellt, daß sich die türkische Bevölkerung des Sandschak Alexandrette mit ber Regierung in Ankara völlig solidarisch fühle. Stockholm, 26. Jan. (DNB.) Die schwedische Regierung hat im Reichstage zwei Anträge gebracht, die mit der Durchführung des W , planes von 1936 in Zusammenhang stehen. Im ersten Antrag werden 900 000 Kronen 3ur Errichtung einer flugtechnischen Dersuchsan- ftalt angefordert, da für eine eigene Flugzeugindustrie eine flugtechnische Versuchsanstalt als notwendige Voraussetzung für einheimische Konstruktionen erforderlich sei. Der zweite Antrag sieht eine einmalige Summe von 2 000 000 Kronen und einen laufenden Betrag von 200 000 Kronen zugunsten ber Wehrbereitschaft der Staatseifen- bahnen vor. Nach Auffassung der Behörden müsse schon jetzt mit der Sicherstellung der Einrichtungen und Materialien begonnen werden, die zur Aufrechterhaltung einer Wehrbereitschaft der Eisenbahnen notwendig seien. Die Gesamtkosten hierfür werden auf etwa 10 000 000 Kronen, die sich auf einige Jahre verteilen sollen, berechnet. geschaffen und eine neue Etappe in den nachbarlichen Beziehungen zwischen den beiden Staaten eingeleitet haben. Auch in der Weltöffentlichkeit wachse bas Gefühl für bie Bebeutung dieser Erklärungen ständig weiter. Keinerlei Hindernisse forme mittelbare ober unmittelbare Schwierigkeiten vermögen mehr dieses erfolgreiche Werk der Heiden Staaten zugunsten des Friedens und ber Normalisierung Der nachbarlichen Beziehungen zu -rschsit- tern. Oie ersten Namen für studentische KameradschastenimGauHeffen-Naffau RSG. Durch Bereichsführer Groß und ©an» studentenführer Kugelmann wurden an zwei studentische Kameradschaften der Universität Frankfurt und ber Technischen Hochschule Darmftaidt Namen verliehen und bie Urkunden feierlich überreicht. Im Garten bes Hauses Langern ar ck in Frankfurt waren sämtliche Kameradschaften angetreten. Bereichsführer des Reichsstudentenbundes Groß erklärte, 700 Kameradschaften ständen heute bereits an den deutschen Hoch- und Fachschulen als Lebens- und Erziehungsgemeinschaften des deutschen Studententums. Die Kameradschaften verwirklichten das Vermächtnis der Front und der Kampfzeit, wenn sie diese Erziehung nicht in Reden und im Debattieren, sondern im sozialistischen Einsatz sehen würden. Da die Einsatzgebiete für Land- und Fabrikdienst hauptsächlich in den bedrohten Grenzgebieten des Ostens lägen, seien sie gleichzeitig polittsche Ausgabe. Dann verlieh der Bereichsführer der Kameradschaft den, Namen „Rehau . — Im Hof der Technischen Hochschule Darmstadt wies Gaustudentenführer Kugelmdnn darauf hin, daß diese erste Nayiensverteilung ein neuer Abschnitt in der studentischen Entwicklung bedeute. Die Kameradschaften seien geschaffen worden, um dem Führer nationalsozialistische Studenten zur Verfügung zu stellen, die ihre ganze Kraft allein für bas deutsche Volk einsetzen. Sodann verlieh der Gaustudentenführer der Kameradschaft den Namen „Franz von Sickingen". Wehrmachtsbesuch bei der HI. N S G. Am Mittwoch besichtigte unter Führung von Gebietsführer Brandt der General ber Artillerie Dollmann, Kommandierender General des IX. Armeekorps in Kassel, in dessen Begleitung sich Generalleutnant Leeb befand, die Bannführer schule derHJ. in Frankfurt a. M., wo -ein Schießlehrgang der HI. durchgeführt wird. General Dollmann ließ sich die einzelnen Räume des Hauses zeigen und weilte auch längere Zeit auf dem Schießstand. Während des Rundganges sprach er feine Zufriedenheit und Anerkennung über die zweckmäßigen Einrichtungen aus. Am Nachmittag besichtigte General Dollmann die Werkstatt der Flieger-HI. im Telegraphenbauamt Frankfurt, bie erst vor zwei Tagen feiner Bestimmung übergeben worden ift Kleine politische Nachrichten. Der Beirat der Deutschen Reichsbahn tagte unter dem Vorsitz bes Reichsverkehrsministers Dr. Dorpmüller. Die Beratungen galten der Finanzlage. Anschließend erhielt der Beirat Kenntnis über die schwebenden Personalfragen, über die Versorgung der Reichsbahn mit Rohstoffen, die Umstellung auf deutsche Werkstoffe sowie über die Pläne ber Umgestaltung der Bahnanlagen in Berlin und München. ♦ ^-Oberführer Staatssekretär Werner Zschintzsch, der ständige Vertreter des Reichs- und preußischen Ministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, feierte seinen 5 0. Geburtstag. Im Namen ber Gefolgschaft überbrachte Ministeriell- bireftor Kunisch eine ©lückwunschabresse. Reichs- erziehungsminister Rust überreichte dem Staatssekretär fein Bild mit Widmung. Großzügige Baupläne für die amerikanische Handelsmarine. Washington, 26. Jan. (DNB.) Das Bauprogramm der B u n d e s s ch i ff a h r t s d e» Hörde für die Handelsmarine der Vereinigten Staaten wurde durch einen neuen Subventionsvertrag erweitert. Die American Export Lines, bie zwischen dem Nordatlantik und dem Mittelmeer verkehren, erklären sich bereit, in den nächsten fünf Jahren zehn Frachtdampfer im Werte von zusammen 20 Millionen Dollar zu bauen. Die Schiffahrtslinien erhalten dafür eine Jahressubven- tion von 1,2 Millionen Dollar. Die Bundesschifffahrtsbehörde hat, diesen Vertrag eingerechnet, jetzt mit acht Dampfergesellschaften langfristige Subventionsverträge geschlossen, die im ganzen den Bau von 3 0 neuen Schiffen bis zum Jahre 1942 sowie die Ausarbeitung von Bauplänen für weitere 23 Schiffe versehen. Das (geplante Gesamtbauprogramm ber Bundesschiffährtsbehörde beläuft sich nunmehr auf 8 7 neue Schiffe, deren Kosten auf 200 Millionen Dollar geschätzt werden. Verstärkt Moskau die Unterstützung Chinas? Moskau, 26. Jan. (DNB.) Wie hier gerüchtweise verlautet, soll der Sohn Sunyatsens, Sun F o', der als Sonderbevollmächtigter der chinesischen Regierung in Moskau weilt, vor der Abreise Litwinow-Finkelsteins nach Genf mehr- mals mit diesem die fowjetrussifch-chinesifchen Be- Ziehungen einer „eingehenden Betrachtung^ unter- zogen haben, wobei über die verschiedenen Möglichkeiten einer Verstärkung der sowjet- russischen Unter st ützung für China gesprochen worden sein soll. Me Mdellschau der neuen deutschen Architektur in München General Kuhschenbach -l 00 Jahre. e n b a ch wurde am nen herzlichen Glückwunsch aus. Die Glück- len gleich groß. Alle in der gleichen blähen sentracht. Alle die gleichen Hüte auf. Alle Matrosentracht. eben wohl nur die immer melancholisch wirkende Ja- i den 8ehr- ner i Es- t- n ein wenig traurig und panerin kann. Koffer in die Ecke. nd lls im r • te- »es 25- ü r ;llt wünsche des Gauleiters Schwede übermittelte Gauamtsleiter Lambrecht. Vom Reichskrieger- bund Kyffhäuser wurden dem Mars-la-Tour-Reiter die Glückwünsche durch den Bundesführer Oberst Reinhardt und General a. D. von Radowitz überbracht. Ferner gratulierten die 32. Infanterie- Division, vertreten durch Generalleutnant o. Fal- kenhorst, der Standort Colberg durch Generalmajor Strecker vom Jnf.-Regt. 4, die ehemaligen 16er und 12er Dragoner, t»r; Kavallerie-Regt. 5 (früher Blücher-Husaren in Stolp), bei henen der Jubilar vor 80 Jahren eintrat, Vertreter des Generalfeldmarschalls v. Mackensen, des Reichsbundes deutscher Offiziere und viele Kameraden aus Stadt und Kreis Colberg. Mittwoch 100 Jahre alt. Vor seiner Wohnung war ein Doppelposten aufgezogen, die Musikkapelle des Infanterie-Regiments 4 erfreute ihn durch ein Ständchen. Der Kommandierende General der Jn- ü n - orps die ein lau» sanierte Blaskowitz überbrachte die Glückwünsche des Führers zugleich mit der Verleihung des Charakters als Generalmajor und dem Bilde des Führers mit eigenhändiger Unterschrist. Ministerpräsident Generaloberst Göring ließ ein Glückwunschschreiben mit einer in der staatlichen Porzellanmanufaktur in Berlin hergestellten Ehren- tasse durch Oberbürgermeister Dr. Wegener überreichen. Generalfelomarschall von Blomberg sandte folgendes Telegramm: „In dankbarer Erinnerung Ihrer im Krieg und Frieden für Deutschland oeseisteten Dienste als Offizier der alten Armee spreche ich Ihnen zugleich im Namen der neuen Wehrmacht zu Ihrem 100. Geburtstag mei- t. )e m n, i ■ ch id 'N t- n, 2N rb »ie an -ch ■n, d- im ilke- ttag nts stadt ajor ber- Dill- ihre rzen nter die »den, über der rend !N. ’rg ien ch- 1U» )en er rbe )33 en. er- ;en rt Ar- Ab. um ien. igt, den irze eck. /ts- helfen i m llen sie An. rach ers, fest. ?ön- den iber oße Eine Reise nach Tokio Don unserem H. Tr.-Äerichterstatier. Wie der nationalspanische Heeresbericht meldet, versuchten die Bolschewisten an der Teruel-Front mit drei Angriffen ihre verlorenen Stellungen Zurückzuerobern. Trotz Unterstützung durch Sowjetstanks gelang es, den Gegner jedesmal mit schweren Verlusten abzuweisen. Vier Sowjettanks wurden erbeutet. Heinrich-Schüh.Fest in Frankfurt a. IN. Die Neue Schütz-Gesellschaft veranstaltet im Mai das fünfte Deutsche Schütz.Fe st in Frankfurt a. M. Der Leiter des Frankfurter Schütz- Kreises, Dr. Rudolf Holle, wurde mit der Leitung des Festes beauftragt. Sechs Veranstaltungen werden vom Chor, bekannten Instrumentalisten und Sängern bestritten. Es siyd bereits gewonnen u. a. August W e n z i n g e r mit anderen Gambisten, Hel- mut W a l ch a am Cembalo und an der Orgel. Großer Erfolg der Berliner Philharmoniker IV. Ankunst. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Tokio, Ende Dezember 1937. Gegen sieben Uhr morgens klopft der japanische Schlafwagen-Boy des Expreß Nr. 7 diskret an die Abteiltür, macht eine lautlose Verbeugung „hinein" und meldet in seinem schönsten Englisch: „Tokio is koernrning" — Tok^o komyit!" — „Japanischer" Boy .. aüch das ist so etwas, was jedem Europäer, der jahrelang in der Mandschurei unter Japanern gelebt hat, beim ersten Besuch des eigentlichen Japans immer so — sagen wir mal „spanisch" vorkommt! Nämlich daß es dort — sancta simplicitas! — auch japanische Arbeiter gibt! Also 'japanische Kulis, japanische Straßenkehrer, japanische Lastträger, japanische Rikschakulis und — last not least — japanische Bettler! Denn in der Mandschurei tritt der Japaner nur als „Herr" in Erscheinung! Also als Soldat, Beamter, Kaufmann, Angestellter, aber niemals als Handarbeiter oder gar als Proletarier. Denn die Handarbeit wird dort vom Chinesen ausgeführt, und die Vorstellung, daß auch ein Japaner eine Rikscha ziehen könnte oder als Straßenkehrer sein Brot verdienen, ober als armer Last- träger unter Kisten und Kasten daherkeuchen muß, das will dem Mandschurei-Europäer zunächst überhaupt nicht in den Kopf, weil eben in der Man- ser Hinsicht wissen die alteingesessenen Tokioter — vor allem, wenn sie'mal besuchsweise aufs sichere Festland herüberkommen — die erbaulichsten und grauslichsten Geschichten zu erzählen. Bei einem „richtigen Beben" — die kleinen zählen nicht, weil sie selbstverständlich sind — sollen die Hochhäuser vis zu 28 Zentimeter nach jeder Seite ausschlagen, was namentlich im elften Stockwerk um so unangenehmer sein soll, als kein Geräusch mit diesem Beben verbunden ist. „Plötzlich hängt die Lampe schief und beginnt wie ein Glockenklöppel zu baumeln" — sagen die Leute — „und wer dann noch nicht gemerkt hat, was los ist, dem sagt das klirrende Geschirr das erforderliche." Dabei soll es in diesen Hochhäusern, die auf Grund der Erfahrungen des letzten großen Erdbebens durchweg erdbebenfest erbaut worden sind, viel sicherer sein als auf der Straße im Freien Denn diese Hochbauten schwanken mit ihrer dicken Beton-Fußplatte lediglich „hin und her", das Stahlgerippe halt das Ganze zusammen, höchstens kann hier und da die . Mauerfüllung heraus- — und den Fußgängern auf den Kopf fallen... Wie getagt: wer solche und ähnliche Geschichten zu Dutzenden gehört und selbst ein paar große Erdbeben wie einst in Korinth und Philippopel miterlebt hat, der fühlt sich breite in der Tokioter Bahnhofshalle als Neuling etwas unbehaglich und würde am liebsten zu Fuß, auf der Mitte des Fahrdammes ins zuständige und als erdbebensicher" empfohlene Hotel eilen. Aber auf dem Fahrdamm in Tokio zu wandern ist augenscheinlich auch nicht ganz ungefährlich, denn in keiner Großstadt der Erde ist heute die Taxifahrordnung so verbesserungsbedürftig wie gerade hier. Nun — auch dafür gibt es eine Erklärung: der motori fierte Krieg hat den Autofahrer an der Front zu einer sehr gesuchten Persönlichkeit gemacht, die guten Fahrer sind an der Front und der Ersatz fährt sich eben jetzt so langsam „ein" ober gegenseitig ,.an" ober bie Passanten „über" — auch in dieser Hinsicht sink» bie mandschurischen Großstädte mit ihrer ausgezeichneten Fahrerdisziplin besser dran. Trotzdem greift man sich eine Taxe und stellt schmerzlich bewegt fest, daß in Tokio dieser Spaß wesentlich teurer ist als in der Mandschurei. Mit 50 Sen ober 35 Pfennigen beginnt hier ber „Zeiger" , dafür landet man aber ungefährdet in dem erdbebensicheren Hotel, in dem in Tokio alle Prominenz abzusteigen pflegt, und das hier als „Treffpunkt" ewa bie gleiche Rolle spielt wie einst die Uhr am Potsdamer Pkatz. Das Haus gilt als erd- bebensicher, weil es als eins der ganz wenigen Häuser das große letzte Erdbeben vor einem halben Menschenalter überstanden hat, bei dem allein auf einem Platze 40 000 von den Flammen einge- schlossene Menschen verbrannten. Zurechtfinden kann man sich in diesem phantastischen Bau eigentlich nur an Hand eines gedruckten Lageplanes,^ denn das Hotel ist eine kleine Abschied von Generalleutnant Heinemann. In München fand die Trauerfeier für Generalleutnant a. D. Bruno Heinemann, den ersten Parteirichter der NSDAP., im Krematorium des Ostfriedhofes statt, vor dem Ehrenformationen der Parteigliederungen mit Fahnen und Standarten Aufstellung genommen hatten. Rudolf Heß, der mit Reichsschatzmeister Schwarz, den Reichsleiter und Obersten Parteirichter Buch, Reichsleiter Grimm, Reichshauptdienststellenleiter S a u p e r t und ^-Obergruppenführer Freiherrn von Eberstein erschienen war, sprach den Angehörigen des Verstorbenen herzliches Beileid aus. Reichshauptdienststellenleiter S a u v e r t erinnerte in seinem Nachruf daran, daß der Verstorbene nicht nur als Soldat, sondern auch in der Partei durch seine Fähigkeiten hervorgetreten fei, Fähigkeiten, die der Führer Ende 1925 durch seine Berufung zum ersten Parteirichter und ein Jahr später zum ersten Oraanisationsleiter der NSDAP, anerkannt habe. Reichsleiter Buch als Nachfolger Generalleutnants Heinemann im Amt des Obersten Parteirichters legte den Lorbeerkranz des Führers nieder, dann widmete der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß ebenfalls eine prächtige Kranzspende. Der in Colberg (Pommern) im Ruhestand lebende Oberst a. D. K u tz s ch Mittwoch 100 Jahre alt. Vor Hamburg gegen den Heinrich Schulz wegen Mordes ausgesprochene Todesstrafe im Gnadenwege in eine Zuchthausstrafe von 15 Jahren um- gewcmbelt. Der Verurteilte hatte am 12. Februar 1919 in Hamburg den Hilfspolizeibeamten Lehnert erschossen, der ihn nach einem Diebstahl gestellt hatte; seine Täterschaft konnte erst jetzt, 18 Jahre nach dem Morde, also kurz vor Eintritt der gesetzlichen Verjährungsfrist, festgestellt werden. Schulz hatte in der Zwischenzeit zu einem einwandfreien Leben zurückgefunden. „Köln und Mainz im Frohsinn eins!" Am Mittwoch verließ ein Sonderzug mit rund 1500 Mitgliedern der verschiedenen Kölner Karneval-Gesellschaften die rheinische Metropole zur Fahrt nach Mainz. Nach der Ankunft formierten sich die Mainzer Garden und die Kölner Funken und Korps zum Marsch durch die Straßen zum Kurfürstlichen Schloß. Bürgermeister S ch l o i m a n n sprach von den mehr als tausendjährigen Beziehungen zwischen Köln und Mainz; er wünschte, daß dieser friedliche Wettstreit zwischen den beiden Städten fortbauern möge, und hieß die Gäste herzlich willkommen. Für die Kölner antwortete Bürgermeister Ebel. Er wünschte, daß der Bund zwischen den beiden Städten sich noch enger als bisher gestalten möge nach der Devise: „Köln und Mainz im Frohsinn eins!" Im Namen des Mainzer Car- neval-Vereins dankte Ministerpräsident Heinrich Bender den Gästen. Thomas Liessem vom Kölner Festausschuß versicherte, die Kölner nähmen regsten Anteil an dem hundertjährigen Jubiläum des Mainzer Carneval-Vereins. Was Einzug und offizielle Begrüßung ber Kölner im kurfürstlichen Schloß versprochen hatten, würbe am Abend in ber Festsitzung „Köln gratuliert" vollauf erfüllt. In der ausoertauften Narrhalla herrschte bie übermütigste Stimmung. Jteue Kältewelle in Amerika. Schwere Schnee stürme zusammen mit einer starken Kältewelle legten in vielen Teilen des mittleren Westens der Vereinigten Staaten jeden Verkehr lahm. In Süddakota sind nach bisherigen Berichten neun Me nschen erfroren. Aus Alexandria im Staate Minnesota wird eine Temperatur von —26 Grad Celsius gemeldet. Brücke an den Niagarafällen durch Eisstauung gefährdet. / Die berühmte internationale Brücke, die gegenüber den Niagarafällen die Vereinigten Staaten und Kanada verbindet, wurde für den Verkehr gesperrt. Riesige E i s m a s s e n , die sich an ber Brücke stauen, haben bereits die Stahlträger stark beschädigt, so daß ein Einsturz der Brücke befürchtet wird. Der geflüchtete Eornual verhaftet. Am Mittwochmittag gelang es der Gendarmerie, den nach der Niederbrennung seines Gehöftes in die Wälder von La Fleche geflüchteten Henri C o r n u a l in ber Umgebung von Seiches (Departement Maine Loire) fest zunehmen. Die letzte Fahrt der „Vaterland". Der Dampfer „Lev ' atha n", der vor vier Jahren außer Dienst gestellt worden tpar und seither an einem Pier im Hudson in Hoboken (New Jersey) lag; hat jetzt seine letzte Fahrt angetreten, nüchtern eine britische Metallfirma in Schottland ihn zum Abwracken gekauft hat. Die letzte Fahrt des fast 60 000 Tonnen großen Schiffes war durch einen Lohnstreit verschoben worden, ber vorige Woche entstaub, als bie britischen unb bie fana» j bischen Mitglieber ber Mannschaft* erfahren hatten, baß bie amerikanischen Angehörigen der' Besatzung einen höheren Lohn erhielten. Dieser Lohnstreit ist j nun beigelegt worben. Die „Leviathan" ist ber 1913 . von ber Hapag gebaute Turbinenschnellbampfer „Vaterlan b", der infolge bes Schanbvertrages । von Versailles in amerikanischen Besitz übergegan- - gen war. " , SS* Un? im Hause ber Deutschen Kunst in München gibt den Besuchern -in eindrucksvolles Bild von der baulichen Neugestaltung im Dritten Reich. Man steht hier das Modell von dem H a u s d e r H I., das i n B e r l i n errichtet wirb. (Scherl-Bilderd.-M.) Kunst und Wissenschaft. Lin Pionier des deutschen Kulturfilms gestorben. Nach kurzer Krankheit st a r b der Leiter der Theaterabteilung der Unioersum-Film-AG., Direktor Alexander Grau. Mit Major a. D. Alexander Grau, der am 1. Januar b. I. seinen 60. Geburtstag feiern, konnte, erleidet nicht nur bie Ufa, fonbern auch ber deutsche Film einen schweren Verlust. Volle zwei Jahrzehnte seines arbeitsreichen Lebens haben dem Filmschaffen gehört, um besten Aufbau unb Entwicklung er sich große Verdienste erwarb. Alexander Grau ist einer der Pioniere des deutschen Kulturfilmes, den er zur internationalen Bedeutung führte. Seit mehr als zehn Jahren leitete die Theaterabteilung der Ufa und den Presse- und Werbedienst mit dem gleichen Erfolge. Aeues Verfahren zur Bekämpfung der Kopfgrippe. In Berlin fand eine Festsitzung der Berliner Medizinischen Gesellschaft statt, auf ber einer der bekanntesten Neurologen Italiens, Professor Dr. Panegrossi, Leiter des Königin- Elena-Institutes in Rom, über die Ergebnisse seiner Erfahrungen sprach die er in der Bekämpfung der Kopfgrippe gemacht hat. Nach der Begrüßungsrede des Vorsitzenden der Gesellschaft, Prof. Dr. v. Eicken verlas Botschaftsrat Graf M a g i st r a t i eine Adresse der italienischen Königin an die deutschen medizinischen Gesellschaften. Darin heißt es u. a., die Königin wolle ihrer Sympathie für die Forschungen zur Heilung ber lethargischen »alitte Ausdruck geben unb danke den tüch- eutschen Aerzten und denen anderer Natio- nen, die die neue Behandlung dieser Krankheit zum Gegenstand ihrer Untersuchungen gemacht hätten. Allen deutschen Aerzten, die nach Italien kämen, um dort die neue Behandlungmethode zu studieren, werde die größte Förderung zuteil werden. An- schließend schilderte Prof. Dr. Panegrossi die in vier Jahren an Kranken gewonnenen Ergebnisse. Ein Film über das neue Heilverfahren gab eine lebendige Vorstellung von dem vielfältigen Krankheitsbild der chronischen Encephalitis und den mit der neuen Therapie erreichten erstaunlichen Erfolgen. Nach dem Vortrag fand ein Empfang statt, bei dem Pros. Dr. Panegrossi mit dem Orden ber 1. Klasse des Deutschen Roten Kreuzes ausgezeichnet wurde, während der Präsident des Reichsgesundheitsamtes Dr. Reiter zum Großoffizier der italienischen Krone ernannt wurde. Dorsitz des jetzigen Außenministers Micescu überhaupt keine Juden mehr zugelassen. 600 jüdische Anwälte, bie zwischen 1932 und 1935 eingetragen worden waren, wurden aus den Listen gestrichen Die Zahl der jetzt noch in der Kammer befindlichen jüdischen Anwälte dürfte sich trotzdem noch auf 2000 belaufen. * Prinzregent Paul von Jugoslawien empfing den Metropoliten Anastasius und den Erzbischof Nestor von der russisch-orthodoxen Auslands- kirche, bie ihren Sitz in Chardin (Mandschukuo) hat und vergangene Woche ihre europäischen Bischöfe bei Belgrad zusammengerufen hatte. _ Tschindarattata — bum! Bum!... Musik! — Fenster aufgerissen: draußen marschiert eine Mädchenschule vorbei. Alle Mädchi tragen nach dem gleichen Pagen-Schnitt die gleichen hartsträhnigen pechschwarzen Haare, alle Gesichter gleichen sich... wie oft ist diese merkwürdige Gleichheit dieser japanischen Mädchen-Schülerinnen einem schon ausgefallen. Jedes Mädchen genau wie das andere — diese „Einform" ... bie bringt wohl bas Jnfelleben, bas eine Vermischung eher ausschließt als auf bem Festlande, so mit sich. — Alle Mäbchen haben eine kleine Papierfahne mit einem blutroten Sonnen-Klecks in ber Mitte, in ber Hand unb schwenken sie taktmäßig, immer im gleichen Schritt unb Tritt. Es sind vielleicht tausend Mädchen ober mehr — taufenb Flaggen wippen auf unb wippen nieder, eine wie die andere... sieht sehr hübsch aus und bas Ganze bemonftriert am besten ben Begriff „Geschlossen". „N a n k i n g" — sagt in diesem Augenblick die kleine, bunte Zimmer-Blume unb macht eine kleine lächelnde Verbeugung. — „Ach so! Ja — richtig! Nanking ist ja gefallen! Schon als gestern abend der Zug in Kobe einlief, zogen kleine Lampion- Paraden durch bie Straßen unb auf die Frage: »Was ist denn hier los?" hatte man den japanischen Abteilgenossen die ruhige, sachliche Antwort: „Vielleicht ist Nanking gefasten!" erhalten. Und bann hatten die Männer wieder schweigend und nachdenklich zum Abteilfenster herausgeblickt und unwillkürlich hatte man gewisse Vergleiche gezogen. „Nanking" ist das chinesische „Paris" ünd wenn ari irgend einem der letzten Tage des Jahres 1914 üi dschurei ober auf bem Festland der Japaner als Herr regiert uhb über dreißig Millionen Chinesen herrscht. Zwar hat man immer wieder versucht, einen Teil be^ bäuerlichen und stäbtischen japanischen Proletariats nach bem Festlanbe umzusiebeln, aber all biese Versuche finb gescheitert, weil ber Japaner als Insulaner auf bie Dauer gegen bas Klima, bie Besonberheiten bes Bobens, bie Fest- lanbsnahrung unb vor allem gegen bie. Anspruchslosigkeit ber chinesischen Arbeiter nicht auskommt. Daher ist bie Manbschurei das Betätigungsselb für bie japanische „Oberschicht" geblieben, unb weil ber japanische Bauer unb Arbeiter bort nicht in Erscheinung tritt, so — boch ba verlieren wir uns roieber in Betrachtungen, bie nicht hierher gehören! Jebensalls: auf die Minute genau laust der Expreß Nr. 7 im Hauptbahnhof Tokio ein, unb wenn man bann gleich barauf ziemlich hilflos unb geblendet von den phantastischen unheimlichen und unlesbaren Aufschriften, allein in der großen Halle steht, wirft man unwillkürlich den ersten Blick nach der Deckenkonstruktion, um dann beschleunigt aus der Halle ins Freie zu eilen. Denn „Tokio unb Erbbebengefahr" — bas ist so ziemlich ein unb ber gleiche Begriff aeroorben unb {eben Augen- blick erwartet man als Neuling, baß ber Fußdoben in rhythmischen Schlangenbewegungen einem unter ben Füßen weglaufen unb bie jeweiligen Häuser über einem zusammenkrachen werden. Denn in die- Nach zweijähriger Pause gab Wilhelm Furtwängler mit den Berliner Philharmonikern im Haag wieder ein Gastkonzert. Vollendet wurden die zweite Leonoren-Ouvertüre von Beechoven, das fünfte Brandenburgische Konzert von Bach und die zweite Symphonie von Brahms geboten. Der Beifall steigerte sich zu nicht enden- wollenden Ovationen für Dirigenten und Orchester. Die gesamte holländische Presse spendet den deutschen Künstlern hohes Lob. Aus alter Welt. 1 Dr. Eckener operiert. Der Eckener hat gelegentlich eines Berliner Besuches die Klinik von Professor Sauerbruch ausgesucht, um sich einer Operation zu unterziehen; es handelte sich, wie die Frankfurter Zeitung meldet, um einen Eingriff in die Bauchhöhle. Der Befund hat ergeben, daß bie Krankheit zu keiner Besorgnis Anlaß gibt. Das Befinden des Patienten ist zufrieden- tellend. Man hofft, daß' er bereits wieder in absehbarer Zeit aus dem Krankenhaus entlassen werden kann. Reichsfrauenführerin empfing Frauen ausländischer Diplomaten. Aus Einladung ber Reichsfrauenführerin besuchten — wie bie NSK. — meldet mehrere Frauen der in Berlin akkrebierten Diplomaten bie Reichs- frauenführung, unter ihnen bie Gemahlin bes französischen Botschafters, Frau Fran^ois-Pon- c e t, bes italienischen Botschafters, Frau Atto- lico, bes argentinischen Botschafters, Frau La- b äugte, bie Gattin bes bulgarischen Gesanbten, Frau Karadjoff unb bes Schweizer Gesanbten, Frau D i n i ch e r t. In ben Ausstellungsräumen empfing Frau Scholtz - Klink bie Gäste und gab ihnen einen interessanten Ueberblick, wie in Deutschland die Frauen organisiert sind, und wie sie sich für ihr Vaterland einsetzen. Die Gäste zeigten reges Interesse für die Ausführungen der Reichsteouen- führerin. Kurzwellenverkehr durch Nordlicht beeinträchtigt. Die Nordlichterscheinungen, die gestern in Europa sichtbar waren, haben nach den Mitteilungen Washingtoner Radio- und Telephongesellschaften den Kurzwellenoerkehr über den Atlantik so gut wie lahmgele g t. Die Radio-Gesellschaften konnten Telegramme nur mit langen Wellen hinüber- und herübersenden. Bemerkenswert war, baß bie sogenannte Tageswelle von 16 Meter fast die ganze Nacht hindurch funktionierte, ausgenommen einige Abendstunden, in denen plötzlich jeder Kurzwellenverkehr unmöglich wurde. Vom Führer begnadigt. Der Führer und Reichskanzler hat die von dem Schwurgericht in Halle (Saale) gegen Paul Kramer wegen Mordes Ausgesprochene Todesstrafe im Gnadenwege in eine^ Zuchthausstrafe von fünfzehn Jahren umgeroanbelt. Der sonst gut beleumundete Verurteilte hatte seinen sieben Monate alten kränklichen Sohn getötet, weil er ihn für lebensunfähig hielt unb in feiner primitiven Denkweise keinen anberen Ausweg aus ber durch bie Krankheit bes Sohnes hervorgerufenen wirtschaftlichen Bedrängnis fanb. — Der Führer unb Reichskanzler hat ferner bie von bem Sondergericht in Stabt für sich. In ben glitzernben Arkaben im Keller kann man von ben herrlichsten Perlen bis zum billigsten Kinberspiel-Krimkrams alles kaufen, wonach sich bas Herz sehnt, ein eigenes Post- unb Telegraphenamt, Reisebüros, Bars, Restaurants, Grill, Winter- unb Dachgarten, Väber, Friseure, Fest- unb Konferenzsäle, Bücherläden, Kneip, ecken — an alles unb jebes ist gebacht, die Hotelerfahrungen des halben Erdballs sind hier zusammengetragen, verwertet unb als geschlossenes Ganzes in ber Vollenbung herausgestellt. Dabei sind die Preise durchaus erträglich: schon von 6 Mark an ist ein schönes Zimmer mit Bad und allem Zubehör zu hoben. Unter diesem „Zubehör" spielen die vielen, kleinen, ausgesucht hübschen Flurmädchen in ihren bunten Kimonos bie Hauptrolle, unendlich sanfte, kleine Mädchen, die unhörbar im Zimmer herumhuschen unb ben Gast in jener vorbildlichen Weise betreuen, wie es " -- ■ ■ . - ■ MA - >^->< - ' CjÜI ,.wwuu..rrr^ . -'<*?" ‘■'WM delsschulkennt- nissen, sucht!per sofort oder auch später Eintritt in ein Geschäft mit Warenhandel. Schr.Angeb.unt. 492D n. d.G.A. Familiendrucksachen Vertobungsanzelgen Vermählungsanzeigen Geburtsanzeigen bei Brühl. SchulstrJ H Erika Röhmig Walter Martin geben ihre Verlobung bekannt Gießen, den 27. Zanuar 1935 Sieinstraße 19 Äruchstraße 15 0336 Auto fast neu, 14OOOkmgefahr. Baujahr 1933, sehr billig zu verkaufen. 0343 ftieörldi Wuttj Beuern. Gebrauchte Nähmaschinen zu verkauf. tme SabrraOhonülung Ahmann Gießen Neustadt 20. Verschiedenes Pelzwaren Pelz-Reparaturen sehr preiswert M. Liebler Kreuzplatz 2. tetaaoziige in groß.Auswahl Alle Karneval- u. 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Erwachsene und Kinder, Nachbarn im Hauskleid und zufällig Vorübergekommene im Straßenanzug drängten sich zu einem bunten Knäuel, und die gereckten Hälse der Außenstehenden ließen darauf schließen, daß es etwas zu sehen gab. Einzelne, die ihre Neugierde befriedigt hatten, gingen bereits weiter, andere eilten herbei und schoben sich vor. Ein Radfahrer stieg nebenan ab, stellte sein Fahrrad in einen Hausflur und brach sich eine Bresche durch die dicke Menschenmauer, durch die ich mit einschlüpfte. Da lehnte mit tränenüberströmtem rotverwein- tem Gesicht ein kleines Mädchen an einem Torpfosten und schluchzte, so jämmerlich, daß sein ganzer Körper wie unter krampfhaften Atemstößen zuckte und litt. Man erriet sofort, daß die Kleine gestürzt war. Deutlicher als der Straßenschmutz an Schürze und Händen deuteten die Milchpfütze in der Gosse, die vielen weißen Spritzer auf Asphalt und Pflaster sowie die herumliegenden Scherben eines zerschellten Tonkruges auf ihren Unfall. Wozu quälten sie einige Frauen immer noch mit der völlig überflüssigen Frage, was geschehen sei! Vielleicht hatte sie das harmlose Bellen eines Hundes erschreckt und gejagt, vielleicht waren ihr ein paar johlende Buben nachgesprungen, vielleicht aber war sie auch nur gestolpert oder ausgeglitten und dadurch zu Fall gekommen. Groß wie Klein empfand ausnahmslos Mitleid mit dem Mädel, dem erst die Folgen des Sturzes, wie seine verzweifelten Blicke auf die verschüttete Milch und den zerbrochenen Krug bewiesen, das Unglück so schmerzlich machten. Der Radfahrer, der die Kleine zu kennen schien und beim Vornamen nannte, tat, was viele heimlich längst gewollt oder in Gedanken getan: er wischte ihr mit seinem Taschentuch das tränennasse Gesicht trocken, säuberte Schürze und Hände und versprach, fie, zu ihrer Mutter zu begleiten. Es werde schon alles gut gehen. „Komm", sagte er und faßte sie bei der Hand, „wir holen einen anderen Topf und kaufen neue Milch." Aber das Mädchen sträubte sich und brach wieder -in heftiges Weinen aus: „Die Mutter schlägt mich!" wimmerte sie mit allen Zeichen der Angst. „Wegen dem bißchen Milch!" beruhigte sie der Radfahrer, „sie wird schon mit sich reden lassen. Wieviel ist es denn gewesen?" „Ein halber Liter", schnipste die Kleine. „Soviel bekommen wir wieder", tröstete der Radfahrer. „Aber der Krug--?!" Ein Herr trat vor und gab dem Radfahrer ein Geldstück. „Sie kennen das Mädchen", sagte er, „kaufen Sie, bitte, einen neuen Krug!" Der Radfahrer dankte lächelnd. „Na also", sagte er zu seinem Schützlir^, „da ist ja alles in schönster Ordnung." Und die Umstehenden atmeten erleichtert auf. Sie konnten nur nicht verstehen, daß aus den tränenumflorten Augen des Mädchens noch immer nicht sieghaft strahlend die Freude brach, wo doch sonst die Kinder das Weinen und Lachen, wie man zu sagen pflegt, aus einem Sack zu schütten vermögen. Aber da bekannte die Kleine mit einem schweren Seufzer erst, daß Schlimmeres geschehen war, als irgendeiner ahnen konnte. „Es war Großvaters Krug!" stammelte.sie. Und mit einemmal begriffen die Auseinanderflütenden das Kind. „Diesen Verlust kann freilich niemand ersetzen", nickte der Herr, der das Geldstück gegeben hatte, dem Radfahrer zu. „Aber besser ein zerschellter Krug, als ein Arm- oder Beinbruch!" P. B. Dornotizen. Tageskalender für Donnerstag. Gloria-Palast (Seltersweg): „Gewitter im Mai". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Wenn Frauen schweigen". — Goethebund Gießen, Kaufmännischer Verein sowie Ortsgruppe Gießen Volkstum für Ein Klümpchen Schnee. (Erzählung von Peter Mattheus. „Herr Schalke bedauert. Herr Schölte ist beschäftigt. Augenblicklich ist leider kein Bedarf." Der Stift mit den tintenfleckigen Fingern machte -ein Gesicht wie ein Großmogul, während er das sagte. Dann hob er mit einer Art höflicher Vertraulichkeit die Schultern und fügte hinzu: „Vielleicht später einmal." Erich Gosch sagte nichts. Er nahm stumm seinen Musterkoffer, grüßte und ging. Draußen vor der Tür, an der auf schwarzem Glas mit Goldbuch- staben „Schalke & Co., Kravattenfabrik" stand, zog Er sich die Handschuhe an und knöpfte den Mantel lest zu. Es hatte geschneit, und ein beißender Wind ^fiff um die Ecken. In finsteren Gedanken" ging er 'die Treppe hinab. Er war „raus", wie es in der Fachsprache heißt. Das war die Sache. Er hatte zwar gute Erzeugnisse, war ein wirklich tüchtiger Vertreter und kannte alle einschlägigen Firmen — aber drei Jahre lang war er abgehängt gewesen. Drei Jahre lang hatte er keine Vertretung gehabt. Und unterdessen hatten die Einkäufer zum Teil gewechselt, allenthalben gab es neue Gesichter, und neue Verbindungen waren angeknüpft worden. Er war eben raus. Seit einer Woche lief er schon herum, und alles, was er geschafft hatte, waren zwei kleine Probeaufträge. Wenn er seiner Firma nicht bald einen größeren Auftrag schickte, war es Essig mit der neuen Stellung. Das wußte er. Aber konnte er wehr tun, als er tat? Schölte & Eo. war die vierte Firma, die er heute besucht hatte. Alles ver- reblich. Er war so in Gedanken versunken, daß er Die tunge Dame gar nicht bemerkte, die ihm eilig auf der Treppe entgegenkam. Was die junge Dame wieder- im nicht bemerkte, war ein zusammengebackenes, °'vn irgendeinem Stiefelabsatz abgefallenes Klümp- hen Schnee, das auf einer der Treppenstufen lag. Sie trat darauf, gerade als sie an Erich Gosch vor- - eihuschte, rutschte aus und stieß einen erschrockenen Schrei aus. Hastig griff sie nach dem Geländer. Aber sie griff zu kurz. Was dann geschah, geschah sehr schnell. Es war nehr eine Sache des Reflexes als der Ueberlegung. Erich Gosch ließ den Koffer fahren und packte die junge Dame fest an den Schultern. Fünf Sekunden lang boten sie den Anblick eines Artistenpaares, !»as einen besonders schwierigen und halsbrecheri- chen Trick auf dem Drahtseil ausführt. Dann langten beide mit einem harten Ruck auf einer Stufe. Die llüer-Tage vom 18. bis 20.3imi in Gießen. Der Führer hat die Worte gesprochen, die wir Männer des Großen Krieges uns unvergeßlich eingeprägt haben: „Mögen Jahrtausende vergehen, so wird man nie von Heldentum reden und sagen dürfen, ohne des deutschen Heeres des Weltkrieges zu gedenken. Dann wird aus dem Schleier der Vergangenheit heraus die eiserne Front des grauen Stahlhelms sichtbar werden, nicht wankend und nicht weichend, ein Mahnmal der Unsterblichkeit. Solange aber Deutsche leben, werden sie bedenken, daß dies einst Söhne ihres Volkes waren." Unter diesen Worten des Führers werden die 116er-Tage vom 18. bis 2 0. Juni in Gießen stehen. Tausende von Angehörigen unseres ehemaligen Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm (2. Großherzoglich-Hessisches) Nr. 116, aus Friedens- und Kriegszeiten und der Kriegsformationen des Regiments, weiter des jungen Infanterie- Regiments 116 der nationalsozialistischen Wehrmacht und die ehemaligen Angehörigen des früheren E.-Bataillons 53 aus allen deutschen Gauen, werden sich im Standort Gießen versammeln, um in gewaltigem Aufmarsch und bei fröhlichen Kameradschaftsfeiern wieder einige frohe Regimentstage zu begehen. Im Zeichen der im Krieg und Frieden bewährten Kameradschaft und getreu der ruhmvollen Tradition des Regiments: fest im Glauben an Volk und Vaterland, werden es sicher wieder unvergeßliche Tage werden: der Tradition, die das wirklich Wertvolle der Vergangenheit ersaßt, um es für die Zukunft der Nation einzusetzen: der Tradition, von der Reichskriegsminister v. Blomberg einmal sagte: „Tradition besteht nicht in Wiederholung oder im Rückwärtsdrehen der Geschichte, sondern im Gegenteil in einer bewußt vorwärtsschreiten- den Fortführung des begonnenen Werkes über das Erreichte hinaus und . unter den Gegebenheiten der lebendigen Gegenwart, in deren Dienst wir stehen." Weiter wird das diesjährige Regimentstreffen dem Gedenken des Gründungsjahres des Regiments vor 125 Jahren gewidmet fein. Mit den Vorbereitungen ist vom Regiment bereits begonnen. Auch die Regimentsvereine, der Soldaten- und Kyffhäuferbund haben ihre tatkräftige Mitarbeit zugesagt und treffen schon ihre ersten Vorarbeiten. Die Gesamtleitung liegt in den Händen des Kommandeurs des Infanterie-Regiments 116 Oberst H e r r l e i n. Der Veranstaltungsoerlauf ist wie folgt vorgesehen: Samstag, 18. Juni: Empfang der Teilnehmer am Bahnhof durch Angehörige des Regiments. Abends großer Kameradschastsabend in der Volkshalle unter Mitwirkung der Regimentsmufik und besonderer Einlagen durch die Kompanien. Sonntag, 19. Juni: Großes Wecken. Ge- fallenen-Gedenkfeier am 116er-Ehrenmal, anschließend Abmarsch zum Trieb. Dort Vorbeimarsch der Formationen und des Infanterie-Regiments 116. Anschließend Feldküchenverpflegung. Nachmittags Besichtigungsmöglichkeit sämtlicher Unterkünfte des Regiments. Kaffee-Ausgabe in den Kasernen. Wehrsportfest der Truppen des Standorts auf dem Trieb. Anschließend Aufführung von „W a l l e n st e i n s Lager". Anschließend Tanz in der Volkshalle und einigen Gaststätten der Stadt. Montag, 20. Juni: Frühstück aus Feldküchen. Nachmittags Wiederholung der Aufführung von „Wallensteins Lager". Diese Aufführung ist für die Bevölkerung des Kreises Gießen vorgesehen. 116er-Tage in Gießen — im Aufmarsch der alten und jungen Soldaten werden die Soldatenlieder erklingen und uralte Marschweisen werden ertönen. Tausende werden sich zu einem neuen gewaltigen Bekenntnis für den Führer und die durch chn wiedererrungene deutsche Wehrfreiheit vereinen. das Deutschtum im Ausland: 20 Uhr im Großen Hörsaal der Universität: Dichterabend des Schweizer Dichters Alfred Huggenberger. — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand: „Frankfurter Künstler der Gegenwart"; Besuchszeit: 17 bis 18 Uhr. BOM.- u.ZM.-!lntergau 116, Gießen. Befr.: 30. Januar. Am Sonntag, 30. Januar, um 9 Uhr hören alle BDM.-« und JM.-Einheiten zusammen mit der gesamten HI. im Gememschaftsempfang die Rede von Reichsminister Dr. Göbbels an die deutsche Jugend. Die M.- und JM.-Gruppenführerinnen setzen sich mit den zuständigen HI.- und DJ.-Füh- rern in Verbindung. Die M.- und JM.-Gruppen- führerinnen sind für das restlose Antreten der BDM.- und JM.-Einheiten verantwortlich. Vetr.: Besprechung der J2N.-Schulungsmädel. Am 6. Februar sindet um 10 Uhr eine Besprechung der JM.-Schulungsmädel statt. Anschließend ist eine kurze weltanschauliche Schulung der JM.-Gruppenführerinnen, die möglichst von allen JM.-Gruppenführerinnen besucht werden soll. Giesiener Dochenmarktpreise. * Gießen, 27. Jan. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, y» kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., ausländ. Kühlhauseier, Stück 11 und 12, ausl. Eier 12^, Käse 5 bis 10, Wirsing, grün, Vi kg 10 bis 15, Weißkraut 9 bis 10, Rotkraut 12 bis 15, Gelberüben und Karotten 10 bis 12, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 15 bis 18, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 25 bis 28, Feldsalat, Vm 9 bis 10, Tomaten, Vi kg 45 bis 50, Zwiebeln 9 bis 10, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 30 bis 40, Kartoffeln 5, 5 kg 42 Pf., 50 kg 3 — bis 3.45 Mark, Aepfel, % kg 10 bis 20 Pf., Blumenkohl, Stück 45 bis 50, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 8, Rettich 5 bis 15, Sellerie 10 bis 35 Pf. Oer Kampf um die Weltmacht Erdöl. Im Rahmen der Vortragsveranstaltungen des Offizierkorps des Standortes Gießen, die in jedem Winterhalbjahr eine Anzahl Abende ausfüllen, vereinigten sich am gestrigen Mittwochabend im Offizierheim in der Zeughauskaserne wiederum viele Gäste aus der Bevölkerung von Gießen und Umgegend mit dem Offizierkorps upd den Mitgliedern der Ortsgruppe Gießen des Reichsbundes Deutscher Offiziere, um einen Vortrag über ein besonders interessantes Thema zu hören. Der Standortälteste, Generalleutnant und Divisionskommandeur O ß - w a l d, als Hausherr gab der Freude des Offizierkorps über das Erscheinen eines so großen Kreises von Gästen mit herzlichen Begrüßungsworten Ausdruck. Der Vortragende des Abends, Dr. von'Papen aus Dresden, hielt dann einen ungemein fesselnden Vortrag über das Thema „Der Kumpf um die Weltmacht Erdöl". Es war ein weitgefaßtes und durch sehr lebendige Behandlung des Stoffes besonders fesselnd gestaltetes Bild der weltpolitischen und weltwirtschaftlichen Vorgänge im Kamps um das Erdöl, das der Vortragende seinen Hörem skizzierte. In der Gegenüberstellung der beiden Exponenten dieses gewaltigen Ringens, des unlängst verstorbenen Amerikaners Rockefeller als Schöpfers und Leiters der Standard Oil Company einerseits, und feines Widersachers D e t e r d i n g als Vertreters der Royal - Dutch - Shell anderseits, zeichnete der Redner die Ausgangs- und Mittelpunkte des weltbewegenden Kampfes um das Erdöl, der sich feit Jahrzehnten auf allen Kontinenten der Erde abspielt. Neben einem umfassenden lieber« blick über den organisatorischen Aufbau und den anfangs nur rein geschäftlichen Wettbewerb der beiden Jnteressentengruppen schilderte Dr. von Papen dann aber auch in klarem Aufbau und in lückenloser Folge die Rolle, die etwa seit der Jahrhundertwende das Erdöl in der Politik aller Länder und Völker spielt, sowie die vielfachen politischen und kriegerischen Vorgänge, die sich um die Achse Erdöl drehten. Bei dieser Uebersicht erhielten die Hörer u. a. interessante Aufschlüsse über wichtige Abschnitte der Politik der beiden Erdöl-Hauptmächte England und Amerika, ferner gab der Redner fesselnde Beispiele für die skrupellose Interessen- und Machtpolitik, die eine besondere Note der englischen Erdölpolitik ist und die auch vor Mitteln nicht zurückscheut. die mit Fairneß nichts zu tun haben. Sehr lehrreich waren weiterhin die Darlegungen des Redners über die Rolle, die dem Erdöl besonders in den Jahren des Weltkrieges zu eigen war, und hier namentlich das Bild von der Bedeutung dieses Treibstoffes für unsere Kriegsführung während jener Jahre. Die Hörer erkannten aber auch, tyenspröde ffairf Allabendlich mit Nivea-Creme die Haut geschmeidig machen. Dann trotzt sie Wind und Wetter, ohne spröde zu werden. daß das Erdöl allezeit eine der wichtigsten und empfindsamsten Stellen im Leben und in der Politik aller Völker einnimmt und daß sich daraus mit zwingender Kraft Schlußfolgerungen ergeben, die zur Sicherung des eigenen Volks- und Staatslebens mit aller Konsequenz gezogen werden müssen. Wie Deutschland aus den Lehren des Krieges und aus den reichen Erfahrungen feit jener Zeit diese Sachlage zu beurteilen und für die Sicherung des Lebens unseres Volkes zu bewerten hat, das schilderte der Vortragende am Schlüsse seines interessanten Berichtes in eindrucksvoller Weise. Eine große Fülle von Lichtbildern ergänzte und erweiterte die Wirkung des gesprochenen Wortes. Starker Beifall bekundete dem Vortragenden den herzlichen Dank der Zuhörer, den der Führer der Ortsgruppe Gießen des Reichsbundes Deutscher Offiziere, Generalmajor a. D. Mohr noch in beredten Worten zum Ausdruck brachte. Wilhelm Stumpf f Im 86. Lebensjahre starb am 24. Januar der hiesige Rentier, frühere Schneidermeister Wilhelm Stumpf. Er war in Maulbach (Oberhessen) geboren und hatte dort das Schneiderhandwerk erlernt. Von 1871 bis 1874 war er Soldat beim Bezirkskommando in Gießen. Im Jahre 1877 kam er als Schneider nach Gießen und machte sich im folgenden Jahre selbständig. Im Jahre 1886 eröffnete er in der Sonnenstraße einen Laden für Militäruniform, den er bis 1917 innehatte. Gar man- 1 cher alte 116er — oft Vater und Sohn — ist von ihm mit Hose, Mütze und Koppel beliefert worden. Die Studenten B e i n b a ch aus Grebenau und Gerhardt aus Steinbach brachten ihn frühzeitig in die völkische Bewegung. Im Jahre 1888 nahm er an der ersten Böckeloersammlung in Steinbach teil und war Mitbegründer des Deutschen Vereins in Gießen. Bei allen Wahlen sah man W« Stumpf im völkischen Wahlausschuß. Mit Dr. Böcke! und den früheren völkischen Abgeordneten Liebermann von Sonnenberg, Fritz B i n d e w a l d und Ph. Köhler- Langsdorf hatte er gute Freundschaft. Die größte Freude in feinen letzten Lebensjahren brachte ihm der Aufitieq unseres deutschen Vaterlandes im völkischen Sinne. Ein treuer, deutscher Mann ist mit Wilhelm Stumpf dahingegangen. ** Doppel jubiläum. Am kommenden Sonntag, 30. Januar, kann Schneidermeister Johann Mand, Weidengasse 1, auf ein vierzigjähriges Bestehen seines Geschäftes zurückblicken und gleich- „Uff ... Donnerwetter!" sagte Erich Gosch. Eine Weile saßen sie schweigend nebeneinander. Schließlich stand er langsam auf, betastete verstohlen seine Rückseite und blickte etwas verlegen auf die junge Dame hinab. „Hm — Sie können hier unmöglich länger sitzen bleiben", meinte er. „Es zieht hier. Hoffentlich haben Sie sich nicht weh getan." Auch sie stand langsam auf. Sie schüttelte den Kops. „Das hätte", sagte sie mit einem tiefen Atemzug, „das hätte schlimm für mich ausgehey können. Ich glgube, ich muß Ihnen sehr für Ihre Hilfe danken." „O bitte", wehrte er ab. „Nicht der Rede wert. War war ja wohl selbstverständlich, nicht war?" „Nun — auf alle Fälle waren Sie sehr geistesgegenwärtig. Tausend Dank!" Sie lächelte und streckte ihm die Hand hin. Er nahm sie, drückte sie herzhaft und zog den Hut. Dann wandte er sich ab, um weiter die Treppe hinunter zu gehen. Aber er blieb stehen, wo er stand und machte ein äußerst verblüfftes Gesicht. „O weh — ich fürchte, jetzt muß ich Ihnen helfen", sagte die junge Dame neben ihm und blickte ebenfalls die Treppe hinab. Vierzehn Stufen hatte «der Koffer nicht ausgehalten. Vierzehn Stufen waren ihm zuviel gewesen. Das Schloß war aufgesprungen. Er lag weit offen auf dem Treppenabsatz, und um ihn türmten sich bunte Berge von Seidemustern. Auch die Stufen waren besät damit. Gleich darauf knieten Erich und bft junge Dame vor dem Koffer und sortierten die Muster wieder ein. . „Hm — Krawattenseide", sagte die junge Dame. „Waren Sie oben bei Schalke?" Erich nickte. , . __ „Haben Sie einen Auftrag bekommen? Erich schüttelte den Kopf. „Ach nein", sagte er ein wenig bitter, „Herr Scholle bedauerte. Herr Schalke war beschäftigt." „Hm", machte die junge Dame. „Früher", fuhr Erich fort, „als die Firma nach August Schalke hieß, hab«' ich mir manchen Hub- schon Auftrag geholt. Aber jetzt heißt die Firma ja Schalke & Co. — ein Teilhaber ist eingetreten. Vielleicht liegt es daran." „Hm", machte die- junge Dame wieder. Dann waren die Muster wieder alle im Koster, und sie stand auf. „Kann ich noch etwas für Sie tun?" „Dante, nein", sagte Erich. „Ich gehe jetzt und trinke eine Tasse Kaffee aus den Schreck " Er wies auf eine Konditorei auf der anderen Straßenseite. „Wenn Sie vielleicht - „Tut mir leid", sagte die junge Dame. „Ich habe jetzt dringend zu arbeiten." Und sie flitzte an ihm vorbei die Treppe elypor. — Zehn Minuten später, als Erich in der Konditorei über seinem Kaffee brütete, tippte ihm jemand von hinten auf die Schulter, und eine Stimme, die ihm bekannt vorkam, sagte, „Herr Gosch?" Er fuhr herum. Da stand der tintenfingrige Stift von Schalke & Co. und keuchte ein bißchen. „Herr Gosch, nicht wahr?" sagte er. „Sie waren doch vorhin bei uns drüben. Herr Schalke läßt Sie bitten, gleich noch einmal zu kommen. Vielleicht ist doch Bedarf." „Menschenskind — was sagen Sie da? hauchte Erich entgeistert. „Jawohl ■— Sie möchten gleich kommen!" Damit nahm der Jüngling schon den Muster- kaffer und schleppte ihn davon. Erich hatte kaum Ieit, feinen Kaffee auszutrinken. Als er nach etwa einer Stunde aus dem Privatkantor von Herrn Schalke trat, hatte er einen Auftrag in der Tasche, den man getrost als Riesenauftrag ansprechen konnte. Es war ihm etwas wirbelig zumute. Und dann stand da im Varraum diese junge Dame von der Treppe in einem weißen Kittel und lachte. „Na, Haben Sie Ihren Auftrag?" fragte sie. „Hab ich", sagte er strahlend. „Und was für einen! Aber was machen Sie denn hier?" „Ich?" Sie lachte noch lauter. „Och — ich bin hier blaß der Teilhaber, wissen Sie? Edith Schalke ist mein Name. Vater meint nämlich, daß eine Frau meistens mehr von Krawatten versteht als ein Mann. Und da hat er mich in die Firma aufgenommen." „Uff ... Donnerwetter!" sagte Erich Gosch zum zweitenmal an diesem Tag. Er sah sie lange an, und fein Gesicht zog sich ein bißchen in die Länge. „Jetzt bin ich eigentlich gar nicht mehr so glücklich, daß der Auftrag so groß ist", meinte er schließlich. „Jetzt kann ich dach für lange Zeit nicht kommen." „Nanu? Weshalb denn nicht?" fragte sie. „Sie könnten sich zum Beispiel erkundigen, ob die Ware gut angefommen ist, nicht wahr? Oder ob vielleicht zwischendurch etwas gebraucht wird. Ein tüchtiger Vertreter findet immer einen Grund zu kommen. „Na, tüchtig bin ich", sagte er. „Wenn Sie also meinen, daß ich kommen soll, dann werde ich schon Gründe finden." „Finden Sie nur", sagte sie. Sie schüttelten sich die Hände. Ziemlich lange, wie der tintenfingrige Stift von seinem Schreibtisch aus beobachtete. Dann ging Erich, Als er aus der Haustür trat und die drei Stufen zur Straße hinunterschritt, rutschte er auf einem Klümpchen Schnee aus, das festgebacken an einer Stufe klebte. Er schlug beinahe hin. Aber er fluchte nicht. Kein Wort sagte er. Er drehte sich um und sah das Klümpchen Schnee nahezu zärtlich an. Und als er weiterging, pfiff er laut, obwohl der Wind ihm ins Gesicht schnitt und ihm die Lippen klamm machte. Lichtspielhaus: „Wenn Frauen schweigen." Der Titel klingt, als ob es. ein Aufklärungsfilm von anno dazumal für die Nachtvorstellung wäre, aber mit Nichten: es ist ein Lustspiel, das heitere Abenteuer einer Hochzeitsreise in den sonnigen Süden, die geheimnisvolle Geschichte eines Stündchens, einer zärtlichen Serenade, gesungen unter dem Fenster der jungen Frau, während der Gemahl eben gerade ausgegangen ist ... niemand weiß, wer da gesungen hat, und auf welche rätselhafte Weise der Gesang sogar auf eine Schallplatte gebannt wurde, die alsbald unter dem Namen eines Unbekannten in den Handel gebracht wird und bet den schweigenden Ehefrauen wie bei den wissenden Männern, auch bei einigen andern Mitwirkenden dieses Verwechslungsspieles ' eine anmutige Verwirrung stiftet, bis das Rätsel sich mit Hilfe etlicher wohlplacierten Ohrfeigen in eitel Wohlgefallen auflöst. Wer mit dieser Inhaltsangabe nicht zurechtkommt, muß sich den Film selber ansehen, m dem unter der Spielleitung von Fritz Kirche hoff ein kleines Ensemble munter zusammenspielt:' Hansi Knoteck und Johannes H e e ft e r s , das flüchtig entzweite junge Paar, Fita Senf bo ff und Ernst Waldow, die, jeder auf feine Weise, den Schelm im Nacken haben. Hilde von Stolz, eine kokett zwitschernde Schauspielerin; auch Friedrich Krahmer, Hubert End le in und Hildgj S e s s a k seien nicht vergessen. — * Im Beiprogramm: Bavaria - Wochenschau, ein Kulturfilm und ein kleiner, lehrreicher Kriminalfall .mit überraschender Pointe. Hans Thyriof. Hochschulnachnchten Professor Dr. Otto Höfler an der Universität Kiel hat einen Ruf als Ordinarius für germanische Philologie an die Universität München en halten. ch »t. )e t- n ün - orps die ein lau* nb ll- im r ■ ts- )es ’S« ü r ?Ut ■n n, af ’rg ien ch- iu» )en er rbe ärz >33 en. er- jen ilfe- ttag n t s stabt ajor ber- ajiH« ihre rzen nter die iben, über der renb 'N. rb 'N t- n, 2H rb iie an -ch n, d- im rt Ar- Ab. um nen. igt, den irze eck, its- bellen i m llen sie An- tadj er 5, fest- ?ön- den iber oße i den 8ehr- n e r i Es- zeitig das Jubiläum seiner oierzigjähriaen Che feiern. ** Zwei Achtundsiebzigjährige. Am heutigen Donnerstag kann der Rentner Adam Koch, Am Riegelpfad 26, in geistiger und körperlicher Frische seinen 78. Geburtstag feiern. — Ebenfalls den 78. Geburtstag begeht am morgigen Freitag, 28. Januar, Frau Katharine Nicolai, Frankfurter Straße 159. Wir beglückwünschen! ♦* Ehrung von A r b e i t s j u b i l a r e n. Die Firma Georg Philipp Gail AG., Zigarrenfabriken in Gießen, feierte am heutigen 27. Januar, ihrem Geschäftsgründungstage, wie alljährlich ihre Arbeitsjubilare. In diesem Jahre waren es der Maschinenmeister Georg L i n d e n st r u t h aus Gießen, der im Hauptbetrieb, und die Zigarrenmacherin Margarethe M ü h l i g W w e. aus Rodheim, die im Filialbetrieb Rodheim a. d. Bieber tätig ist. Den Äubilaren wurden durch den Betriebsführer und Inhaber der Firma, Herrn Dr. Gail, Ehrenurkunden und Geldgeschenke als äußeres Zeichen des Dankes der Firma für ihre 25jährige treue Arbeitsleistung überreicht. Aus -er engeren Heimat. Seneralappell -er Kriegerkameradfchast Klein-Linden. > Klein-Linden, 24. Jan. Zu dem Generalappell der Kriegerkameradschaft Klein- Linden im Saale „Zur Burg" hatten sich die Vertreter der Ortsgruppe der NSDAP., die Kreisführung des Kyffhäuserbundes und viele Kameradschaftsmitglieder eingefunden. Nach dem Einmarsch der Fahnenabteilung richtete Kameradschaftsführer Friedrich Schimmel herzliche Begrüßungsworte an die Versammlung und wies nach kurzem geschichtlichen Rückblick auf die Bedeutung des Tages der Reichsgründung hin. Er sprach ferner über den hohen Sinn der Kameradschaft. Den Toten des Weltkrieges, den Gefallenen der nationalsozialistischen Bewegung und den verstorbenen Kameraden widmete er einen warmen Nachruf. Während die Musik das Lied vom guten Kameraden spielte, verweilte die Versammlung in stillem Gedenken. k Kassenwart Valentin Kehl erstattete den Rechnungsbericht, der ein günstiges Bild aufwies. Die Rechnung, die von den Prüfern Heinrich M a g o ld und Friedrich Lenz in Ordnung befunden war, wurde genehmigt. Dem Rechner wurde der Dank für die mustergültige Buchführung ausgesprochen. Kameradschaftsführer Schimmel sprach dann über den Segen der Sterbegeldversicherung durch den Kyffhäuserbund. Kreisfuhrer Dr. M o n n a r d (Gießen) erinnerte sodann an die Zeit, in der es den Mitgliedern schwer gemacht wurde, in Kameradschaft zusammenzustehen. Weiter nahm der Kreisführer die Ehrung einiger besonders verdienter Kameraden vor, die auf eine 40jährige und längere Mitgliedschaft zurückblicken können, und überreichte ihnen im Auftrag des Reichskriegerbundes künstlerische Ehrenurkunden mit den Bildern des Führers, des verstorbenen Reichspräsidenten von Hindenburg und des Barbarossadenkrnals auf dem Kyffhäuser. Die Ehrung wurde folgenden Kameraden zuteil: Heinrich M a g o l d , Ludwig Euler, Wilhelm Klein, Philipp Weigel XXIII., August Ruhl, Philipp Jung XVII. und Heinrich Bernhardt. Eine besondere Ehrung wurde dem Kameradschaftsführer Friedrich Schimmel zuteil. Ihm, d^ in Deutschlands schwerster Zeit die Kriegerkameradschaft Klein-Linden in Treue zusammenhielt, wurde das Ehrenkreuz zweiter Klasse des Kyffhäuserbundes überreicht. Kamerad Schimmel dankte mit dem Gelöbnis der weiteren Treue zu den Zielen des Bundes. Eine Auszeichnung erfahr auch noch der Fechtwart der Kameradschaft, Kamerad Reinhard Wagner, dem Herr Schimmel den Dank für seine treue Mitarbeit unter Überreichung einer Ehrenurkunde abstattete. Zeugwart Gottfried Benderoth nahm die Auszeichnung der besten Schützen des verflossenen Vereinsjahres vor und überreichte dem Kameraden Walter Müller die silberne Ehrennadel. Mit Überreichung der bronzenen Ehrennadel wurden folgende Kameraden ausgezeichnet: Friedrich Stein, Heinrich Weber, Christian 3u n gv Heinrich Keudel, Wilhelm Müller, Fritz Klingel- Höfer, Philipp Jung XVII., Karl Haas, Fritz Jung VIII., Jakob Kopp, Wilhelm Erle, Reinhard Wagner und Gottfried Benderoth. Kreis-Propagandaobmann Kamerad K ö h r e s (Gießen) warb noch für den Kyffhäuserbund. Mit einem Aufruf zum vollen Einsatz für die. großen plarrarchive und Kirchenbuchämter. Eine Benutzungsordnung. Der Beauftragte der Kirchenkanzlei für das kirchliche Archiv- und Kirchenbuchwesen, Konsistorialprä- sident D. Hosemann, hat eine für alle deutschen evangelischen Landeskirchen verbindliche „Benutzungsordnung für Pfarrarchive und Kirchenbuchämter" herausgegeben, der sich jeder Benutzer eines kirchlichen Archivs durch feine Eintragung in die Benutzerlifte unterwerfen muß. Danach ist die Einsichtnahme in Kirchenbücher und kirchliche Archive nur solchen Personen gestattet, die sich ordnungsgemäß durch einen amtlichen Ausweis mit Lichtbild und eigenhändiger Unterschrift über ihre Persönlichkeit ausweisen können und gegen deren Zulassung der Pfarrer, oder Kirchenbuchführer keine Bedenken hat. Berufs-Sippenforscher haben einen mit bem, Sichtvermerk der Reichsstelle für Sippenforschung versehenen Ausweis vorzulegen. Ausländer dürfen bei größeren Forschungen nur mit Genehmigung der zuständigen Kirchenbehörde zugelassen werden. Die Einsichtnahme ist nur in den Diensträumen und in den Dienststunden des Pfarramtes oder Kirchenbuchamtes zulässig. Ein Ausleihen von Archivstücken in Prioatwohnungen ist grundsätzlich ausgeschlossen. Alle oorgelegten Archivalien — Verzeichnisse, Kirchenbücher usw. — sind auf das sorgsamste zu behandeln. Entdeckt ein Benutzer Unstimmigkeiten ober Schäden in den Kirchenbüchern, oder stellen sich der Benutzung Schwierigkeiten entgegen, so ist dem Pfarrer, sowie Kirchenbuchführer sogleich Anzeige zu machen und ihre Hilfe zu erbitten. Eigenmächtige Vermerke, Verbesserungen, Abläsen überklebter Teile u. dgl. sind den Benutzern streng verboten. Genaue Einzelbestimmungen regeln das Verhalten in den Archivräumen und die Behandlung der wertvollen Kirchenbücher. Verstöße gegen die in der Benutzungsordnung enthaltenen Bestimmungen haben die sofortige Entziehung der Benutzungserlaubnis zur Folge, Radieren, Ausschneiden, Verfälschungen in den Archivalen ober Entfernung von Büchern aus den Diensträumen usw. werben gerichtlich verfolgt. Zugleich wird in solchen Fällen im Benehmen mit ben staatlichen Archivverwaltun- gen eine vollständige Archivsperre gegen ben Betroffenen für das ganze Reichsgebiet herbeigeführt. und schweren Aufgaben, die bas Dritte Reich und fein Führer von uns verlangen, schloß Ortsgruppenleiter Dr. Crößmann ben schön verlaufenen Generalappell, der im Treuegelöbnis zum Führer gusklang. Landkreis Gießen. 00 Klein-Linden, 24. Jan. Das Winterfest der Radfahrervereinigung Klein - Linden am Sonntagabend im Saale „Zur deutschen Eiche" war außerordentlich stark besucht. Der stellvertretende Vereinsführer Johannes Gärtner begrüßte die vielen Besucher. Gut eingeübte Reigen und eine Dierrad-Pyramide erfreuten die Besucher. Großes Interesse brachte man auch ben Kunstfahrten entgegen, bei benen sich namentlich die Mit- glieber Eberhard Kopp und die Brüder Walter und Willi Will als große Könner erwiesen. Be- onderen Anklang fand das Kunstfahren eines erst ünfjährigen Knaben, Heinz Klein, der mit für ein Alter außerordentlichen Leistungen aufwartete. Fahrwart Albert Mohr hatte sich um die Einübung der schönen Darbietungen verdient gemacht. Eine heitere Theaterszene, Verlosung und Tanz füllten ben übrigen Teil des wohlgelungenen Festes aus. CO Klein-Lind en, 26. Febr. In der Mitgliederversammlung des Geflügelzuchtvereins wurde namentlich über die von der Reichsfachgruppe angeoröneten Förderungsmaßnahmen der Geflügelkleinhaltungen gesprochen. Die Mitglieder berichteten über ihre Mitarbeit. Daraus war zu entnehmen, daß an viele Geflügelhaltungen die aus Reichsmitteln beschafften Legelisten verteilt wurden. Die Geflügelkleinhalter wurden von den Vereinsmitgliedern eingehend beraten, so daß der Erfolg nicht aus blieb: Allein fünf moderne Stallbauten und ein Stallumbau sind die sichtbaren Ergebnisse der Beratungen und Aufklärungen. a Klein-Linden, 25. Jan. Am Samstagabend versammelten sich die Mitglieder des G e - sangvereins „Eintracht" im „Deutschen Hof" zur 73. Generalversammlung. Vereinsführer Wilhelm Rinn gab zunächst den Jahresbericht. Der Verein nahm am Kreiswertungssingen in Heuchelheim mit gutem Erfolg teil. Den Ehrenmitgliedern und aktiven Sängern Georg Neurath und Philipp Jung konnte konnte aus Anlaß ihrer 40jährigen Mitgliedschaft die silberne Ehrennadel überreicht werden. Die Zahl der Mitglieder stieg im verflossenen Jahre um 6. Der Besuch der Singstunde war im allgemeinen gut. Besondere Dankes- roorte widmete der Vereinsführer dem Chormelster Harnisch (Watzenborn-Steinberg), der in unermüdlicher Arbeit und mit großem Eifer die Sänger immer wieder zu neuen Leistungen anspornte. Aus Anlaß ihrer 25jährigen Zugehörigkeit zum Verein wurden folgende Mitglieder zu Ehrenmitgliedern ernannt: Wilhelm Rinn III., Friedrich Wilhelm Jung, Hermann Volk, Hermann Klein, Ferdinand Weller, August Weller und Karl Jung, lieber die Kassenverhältnisse, tfie als gut anzusprechen sind, berichtete Vereinsrechner Wilhelm Jung. Die Rechnung wurde einstimmig genehmigt. Der Verein beabsichtigt am 12. März fein Stiftungsfest zu feiern. Ferner soll in diesem Sommer ein auswärtiges Sängerfest besucht werden. Es wurde noch die Gründung einer Reisekasse oorgenommen. Der Vereinsführer rief zum Schluß noch zum starken Besuch der Singstunden auf. A Heuchelheim, 26. Jan. Der Kolonial- bund, Ortsbunb Gießen, hielt im Saale der Wirtschaft „Zum Treppchen" einen gut besuchten Vortragsabend ab. Der Redner, Herr Blümers, verstand es, aus eigener Anschauung, infolge seines Aufenthaltes in der Kolonie Deutfch- Südwestafrika, einen guten Ueberblick über diese Kolonie zu geben und hob hervor, daß die Deutschen als gute Kolonisatoren bei den Eingeborenen erkannt sind. Die Forderung auf Rückgabe der Kolonien muß von jedem Deutschen unterstützt werden. Nach dem Vortrag erfolgten Anmeldungen zum Kolonialbund. gfs. Wiese ck, 26. Jan. Zu einem anregenden Vortragsabend fand sich die Frauenschaft ein. Frau Schliephake aus Gießen zeigte durch praktische Vorbilder den Unterschied von geschmackvollen und gefälligen Stoffmustern im Gegensatz zu auffallenden und schlechten Farben und Zeichnungen. Die Rednerin verstand es, das Thema fesselnd zu gestalten. Die Teilnehmerinnen dankten durch reichen Beifall und blieben dann in lebhafter Aussprache noch länger beisammen. gfs. Trohe, 26. Jan. In unserer Frauen- schäft fand,ein Kochabend statt, an dem Fräulein Christ aus Gießen über die Zubereitung des Seefisches sprach und die mannigfaltigen Verwendungsmöglichkeiten zeigte. Gerade auf dem Lande ist es von größter Wichtigkeit, immer wieder auf den Fisch als ein dem Fleisch gleichwertiges Nahrungsmittel aufmerksam zu machen. Wenn unsere Frauen sehen, wie schnell und angenehm die Zubereitung ist, und wie gern die Familie den Fisch als Abwechselung auf dem Mittagstisch annimmt, werden sie jede Woche mindestens einmal die Gelegenheit zum Fischeinkauf benutzen. 65 Frauen nahmen an dem Abend teil. $ Alten-Buseck, 26. Jan. Am Samstagabend veranstaltete der Gesangverein Dau- bringen gemeinsam mit der hiesigen Sängeroereinigung im Saale von Philipp Einhäuser einen stark besuchten Unterhaltungsabend. Die Veranstaltung wurde eröffnet mit dem Sängergruß und einigen schön vorgetragenen Chören unter Leitung des gemeinsamen Dirigenten Ludwig Schreiner, die mit starkem Beifall belohnt wurden. (5in Daubringer Sangesbruder sprach dann kurz über den Sinn dieses Abends, bei dem die Gäste einen kürzlichen Besuch des hiesigen Gesangvereins erwiderten. Dann kamen in bunter Reihenfolge noch verschiedene Chöre beider Vereine, einige Lieder des Daubringer Frauenchors, Musikeinlagen einer Kapelle und ein Theaterstück. Nach einer Verlosung blieb jung und alt noch einige Stunden bei Gesang und Tanz froh beisammen. I Großen-Buseck, 27. Jan. Gestern feierte in körperlicher und geistiger Frische Herr Balthasar Hahn fernen 86. Geburtstag. 45 Jahre war der Alte in der Oberhesstschen Bahn-Nebenwerkstatt zu Gießen als Bohrer beschäftigt. Dann trat er in den Ruhestand. Im Dorre erfreut sich der Hochbetagte allgemeiner Belieblheit. Viel weiß er Die understadt am Tejo. Streifzüge durch Lissabon - Oie Straßenbahn muß klettern. Auf den Spuren der Weltentdecker. Don Dr Inh Iessel. Lissabon gehört zu den Hauptstädten Europas, die sich einer besonders günstigen Lage erfreuen. Wie auch unsere meisten Hafenstädte liegt es an einem Fltiß, dem Tejo. Dreißig Kilometer stromaufwärts muß man fahren, um zur Hauptstadt Portugals zu kommen. Dort erweitert sich der Tejo gewaltig und bildet ein großes weites Becken. Am Nordufer liegen die Häuser am Abhang mehrerer Berge übereinander. Hell schimmern die weißen Häuser im Sonnenlicht. Vielleicht noch eindrucksvoller ist die Einfahrt bei Nacht. Schon weit vor Lissabon gewahrt man eine lange hell erleuchtete Uferpromenade, bis das Häusermeer in strahlendem Lichterglanz sichtbar wird. Ganz bezaubernd und romantisch wirkt diese Einfahrt bei Mondschein, so daß man sich kaum etwas Eindrucksvolleres vorstellen kann. Schon die Lusitaner verfolgten eine bestimmte Absicht, als sie gerade hier so weit stromaufwärts ihre Stadt Ulisipo anlegten. Nicht weniger wußten später die Römer diesen Hafen wegen seiner vortrefflichen Lage zu schätzen. Außer in M6rida wohnte gerade hier besonders häufig der römische Statthalter. Auch Reste der römischen Stadt hat man noch auf dem Burghügel gefunden, lieber 100 Jahre herrschte hier der germanische Volksstamm der Westgoten, bis er den Mauren im Jahre 711 in jener entscheidenden Schlacht bei Jerez de la Frontera zum Opfer fiel. Ganz im Gegensatz zu den südspanischen Provinzen konnten sich die Mauren hier nur bis 1147 halten. Seinen größten Aufschwung erlebte Lissabon infolge seiner günstigen Lage zur Zeit der Entdeckungen. Der Welthandel verlagerte sich vorn Mittelmeer zum Atlantischen Ozean. Ungeheure Reichtümer flössen in diese Stadt, so daß sie binnen kurzer Zeit eine der wohl- habendsten Städte Europas wurde. Nur dadurch konnte sie die Erdbeben von 1531 und 1575 so schnell überwinden. Nachdem jedoch die Holländer und später die Engländer den Portugiesen den Vorrang abgelaufen hatten und nachdem sogar das furchtbare Erdbeben des Jahres 1755, das Immanuel Kant in klassischer Weise geschildert hat, den größten Teil der Stadt in einen Trümmerhaufen verwandelt hatte, da war Lissabon für lange Zeit feiner einstigen Bedeutung beraubt. Der Niedergang wurde dann vollends besiegelt durch den Einfall der Franzosen im Jahre 1807 und durch den Verlust Brasiliens. Der Tatkraft des deutschen Prinzen Ferdinand von Sachsen-Coburg und seiner Söhne, die auf dem portugiesischen 'Thron saßen, war es zu danken, daß Lissabon seinen Niedergang im großen und. ganzen wieder wettmachte. Heute herrscht wieder ein reger Verkehr im Hafen. Fast alle Personen- und Frachtendampfer, die nach Südamerika, Afrika und Westindien fahren, legen in Lissabon an, davon auch eine Reihe deutscher Schiffe. Die portugiesischen vermitteln in der Hauptsache nur den Verkehr mit den Kolonien des Landes in Afrika. Portugal führt vorzugsweise Kork, Wein, Olivenöl, Südfrüchte und Fischkonserven aus, und nimmt dafür Kohlen, Holz, Tabak, Kaffee, Reis und Jndustrieerzeugniffe herein. Das Leben in dieser Hafenstadt ist vollkommen südeuropäisch. Das Klima ist wegen der geschützten Lage sehr mild und unterscheidet sich nicht wesentlich von den Mittelmeerhäfen. Heizung kennt man fast gar nicht. Da sich die Stadt terrassenartig auf Öen- 100 Meter hohen Hügelvorsprüngen des Vlateaus von Estremadura ausbreitet, find die Straßen häufig recht steil. Oft müssen Drahtseilbahnen und elektrische Aufzüge die Höhenunterschiede überwinden. Man ist erstaunt darüber, in welchem Winkel die Straßenbahnen noch emporklettern. Am dichtesten bewohnt sind natürlich diejenigen Stadteile, die sich direkt am Tejo erstrecken. Die Stadt, die etwas über eine halbe Million Einwohner hat, ist nicht nur eine Handelsmetropole, sondern auch der Sitz eines Erzbischofs und besitzt seit dem Jahre 1911 eine Universität. Neben Oporto ist es die einzige Großstadt in dem sonst dünn besiedelten Lande. Die schönste Straße ist die 90 Meter breite Avenida da Liberdade (Freiheitsallee), die mit zehn Baumreihen bestanden ist. Zahlreiche gärtnerische Anlagen geben der Stadt ein anmutiges Gepräge. Schon seit langer Zeit wohnen hier eine Reihe von Deutschen, die sich in ihrem Gastlande sehr wohl fühlen. Es darf nicht unerwähnt bleiben, daß sich hier auch eine große deutsche Schule befindet, die in den nächsten Jahren sogar bis zum Abitur ausgebaut wird. Welches Ansehen sie genießt, geht daraus hervor, daß zahlreiche portugiesische Eltern aus den führenden Kreisen ihre Kinder auf unsere deutsche Schule schicken, damit sie das deutsche Kulturgut in sich aufnehmen. Einer der bekanntesten Vororte in Belem (der Name ist entstanden aus Bethlehem), wo auch der Präsident der Republik feinen Wohnsitz hat. Dort befindet sich das Kloster des Hircmymus. E- wurde erbaut an der Stelle eines Seemannshauses, wo Vasco da Gama die Nacht vor dem Antritt seiner Entdeckungsfahrt im Jahre 1497 zubrachte und zwe: Jahr später bei seiner Rückkehr aus Ostindien von König Manuell, empfangen wurde. Der König hatte für den Fall des Gelingens den Bau eines Klosters gelobt. Noch im gleichen Jahre ließ er den Grundstein zu diesem großarttgen Bau legen. Bis zur Vollendung verging iedoch fast noch ein ganzes Jahrhundert. Neben mehreren Mitgliedern' des Königshauses liegt auch der kühne Entdecker ip der Apsis der Kirche begraben. Besonders sehenswert ist der großartige Kreuzgang, ein Meisterwerk des berühmten Künstlers Joao de Castillo. Bei diesen zweistöckigen Bogenhallen fallen uns die zierlichen kandelaberartigen Säulen, das reiche Maßwerk und die Fülle der Ornamente auf. Am Ufer des Tejo aewahrt man noch einen alten Wachtturm, der einstmals zum Schutz der Fluß- einfahrt erbaut worden ist und ursprünglich auf einem Felsen im Flusse lag. Lange Zeit diente dieser Turm als Staatsgefängnis. noch aus feiner Jugendzeit zu erzählen. Stets macht er noch feinen Spaziergang durch das Feld. An allen Geschehnissen der Gegenwart nimmt er durch regelmäßigen Bezug des Gießener Anzeigers regen Anteil. wg. Großen-Buseck, 24. Jan. Der Iähre s st a t i st i k unserer Kirchengemeinde für das Jahr 1937 seien folgende Einzelheiten entnommen: Der Gottesdienstbesuch in sämtlichen abgehaltenen Gottesdiensten betrug 6125 Männer, 9349 Frauen und 6161 Kinder. Das bedeutet einen Besuch je Gottesdienst von 100 Männern, 156 Frauen und 101 Kindern bei einer Seelenzahl von 2000 Landeskirchlich - Evangelischen. Außer den Hauptgvttesdiensten fanden 17 Nebengottesdienste, einschließlich der Christenlehren, statt. Zum Heiligen Abendmahl gingen 745 Männer und 1052 Frauen, das sind rund 119 v. H. der Erwachsenen. Konfirmiert wurden 40 Kinder, 19 Knaben und 21 Mädchen. Geboren wurden 28 Kinder und 30 getauft. Zwei der getauften Kinder wurden noch im Jahre 1936 geboren. 22 Paare ließen sich kirchlich trauen. 26 Personen wurden beerdigt. oo Beuern, 26. Jan. Die hiesige Krieger- kameradschaft vereinigte ihre Mitglieder und viele Gäste zu einem Kameradschaftsabend, der im Saale von Dietrich stattfand. Kameradschaftsführer Müller gedachte zunächst des verstorbenen Feldherrn Ludendorff. Im Mittelpunkt des Abends stand dann ein Dortrag des U-Bootfahrers Kratz aus Freienseen, der in anschaulicher Weise von seinem Leben, seiner Wanderschaft, seinem Dienst bei der Marine 'und schließlich von seinen U-Bootfahrten während des Weltkrieges erzählte. Herzlich begrüßte er den Kameraden Karl W i ß n e r von hier, der mit ihm zusammen auf einem Schiffe war. Die Zuhörer folgten den Ausführungen des Kameraden Kratz mit größter Aufmerksamkeit. Eine Anzahl Lichttülder veranschaulichte das gesprochene Wort. * Daubringen, 25. Jan. Der hiesige Vieh- Versicherungsverein hielt bei Gastwirt Erb seine Hauptversammlung ab. Der Vereinsführer, Karl Grülz, erstattete den Jahresbericht und gab den Mitgliedern zur Kenntnis, daß durch die großen Verluste an Vieh ein nochmaliger Beitrag erhoben werden müsse. Rechner Ludwig Schultheiß erstattete den Kassenbericht, der in Einnahme (einschl. des Sonderbeitrages) 1771,86 Mark und in Ausgabe 1 394,20 Mark verzeichnete. Die Rechnung wurde in Ordnung befunden und dem ' Vorstand Entlastung erteilt. Der Gesamtvorstand wurde in seinem Amte neu bestätigt. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde L. Klingel.- Höfer bestimmt. [I] Reiskirchen, 26. Jan. Die hiesige Freiwillige Feuerwehr hielt ihre Generalversammlung ab. Hauptpunkt der Tagesordnung war die Bestimmung eines neuen B r a n d m e ist e r s, da der erste Brandmeister fein Amt zur Verfügung gestellt hatte. Nach kurzer Beratung wurde der seitherige stellvertretende Brandmeister, Bürgermeister Launspach, zum ersten Brandmeister ernannt. Die von der Freiwilligen Feuerwehr in der vergangenen Woche durchgeführte Werbung passiver Mitglieder hatte einen guten Erfolg. Bei der Generalversammlung konnte der Brandmeister etwa 30 neue Mitglieder willkommen heißen. ch Garbenteich, 25. Jan. Am Sonntag hielt der hiesige Sportverein 1928 bei gutem Besuch, insbesondere der Jugend, im Vereinslokal Becker seine Jahreshauptversammlung ab. Vereinsführer Coenen erstattete zunächst den Jahresbericht, öepi zu entnehmen war, daß der Verein mit den im verflossenen Jahr erzielten Erfolgen zufrieden sein kann. Kassenwart Vonderheid gab die Jahresrechnung bekannt, für die ihm Entlastung erteilt werden konnte. Im weiteren Verlaufe der Versammlung wurde Vereinsführer Coenen für weitere drei Jahre in seinem Amte bestätigt. Als Mitarbeiter bestimmte er, mit geringfügigen Ab- weichungen, die bisherigen Vorstandsmitglieder. Im Juli dieses Jahres will der Verein fein zehnjähriges Bestehen mit einer größeren sportlichen Veranstaltung begehen. Die Vorbereitungen dafür sind bereits im Gange. V Watzenborn-Steinberg, 26. Jan. In der überfüllten Volkshalle veranstaltete am Samstagabend der hiesige Männergesangverein „Eintracht" sein 69. Stiftungsfest. Vereinsführer Häuser begrüßte, die Teilnehmer, insbesondere die Gäste vom Gesangverein „Liedertafel" Bad- Nauheim, der mit der „Eintracht" im vergangenen Jahre Freundschaft schloß. Sodann ehrte der Vereinsführer die zwei noch lebenden Gründer des Vereins, Johannes Schäfer IX. und Balthasar Schmandt X, denen ff ein Geschenk übermittelt wurde. Der wettere Verlauf der Veranstaltung, des- Fährt man den Strom abwärts, so kommt man nach Estoril, dem bekannten Seebadeort. Wie heimatlich wirkt es für einen Deutschen, wenn er dort in einem Hotel, auf dem ständig die Hakenkreuzfahne weht, seinen Kaffee trinken kann. Wenige Kilometer weiter liegt Cascaes, ein kleines hübsch gelegenes Fischerstädtchen, das ebenfalls von den begüterten Schichten der portugiesischen Bevölkerung häufig besucht wird. Am Strande und an den Hügeln sieht man zahlreiche Dillen und Paläste mit wunderhübschen Gärten, die schon einen reichen subtropischen Pflanzenwuchs aufweisen. — Brücken über das Tejobecken gibt es bei Lissabon natürlich nicht. Will man in den Süden des Landes fahren, so muß man sich mit einem Dampfer nach Bar- reiro am Südufer bringen lassen. Der schönste Punkt in der Umgebung von Liss«' bon ist Cintra, ein Städtchen mit 5000 Einwohnern, wo die Sommerresidenz der ehemaligen: königlichen Familie war. Es liegt auf einem Bergvorsprung und ist von hübschen Wäldern umgeben. Die kleine Stadt wird überragt von einem steilen Felsberg, auf dem die Maurenburg liegt. Dahinter befindet sich das Schloß. Dieses Stückchen Erde, das der englische Dichter Lord Byron schon „bas herrliche Eden" nannte, wird infolge seiner schönen landschaftlichen Lage und feiner üppigen Deae tation nicht so leicht übertroffen. Das Schloß wurde auf der Grundlage eines älteren Maurenschlosser im maurischen und spätgotischen Sttl erbaut. Einer wunderhübschen Blick duf die Stadt, das Schloß und die zahlreichen bewaldeten Hügel hat mar auch von dem alten Maprenschloß. Weithin sichtbar auf einem steilen felsigen Gipfel liegt das int ■ mittelalterlichen Burgenstil erbaute Castello di Pena, das in der letzten Zeit die Köniasresibeny bildete. Der Erbauer ist der bereits erwähnte Kö- nig-Gemahl Ferdinand von Coburg. Nur sehr schwer trennt man sich von diesen reizvollen Eindrücken in Cintra. , j Die Bedeutung Lissabons hat in der Geschichte oft geschwankt. Die Portugiesen haben aber immer; wieder danach gestrebt, ihre mit Recht geschatfle 1 Hauptstadt weiter zur Geltung zu bringen. C'N • nicht geringes Verdienst hat dabei aber auch bie einzigartige günstige Lage für einen in jeder Ansicht geschützten Häfen. her Leiter des Führers, der den Kameradschaftsgedanken in unserem Volke zu Ehren gebracht hat. Reichhaltig und abwechslungsreich waren die nun folgenden Darbietungen, die mit einem Wettlauf zum Gerätehaus — Gesamtlaufstrecke, 600 Meter in Zwei Minuten gelaufen — begannen. Die Kapelle Mank (Wieseck) spielte Konzertstücke. Mehrere Mitglieder der Wehr boten mancherlei heitere Aufführungen. Kreis Friedberg. 00 Münzenberg, 2H. Ian. Im Saale von Metzger fand dieser Tage ein Schulungsabend der NSDAP, statt. Schulungsredner Arch hielt einen Vortrag über die Notwendigkeit des Kolonialbesitzes für Deutschland, sprach über die deutsche Kolonialpolitik vor dem Kriege, schilderte den Kampf der deutschen Schutztruppen in Afrika, die Auswirkungen des Versailler Diktats in kolonialpolitischer Hinsicht und umriß abschließend die wirtschaftliche Bedeutung der Kolonien für unser Volk. — Die hiesige Freiwillige Feuerwehr hielt im Saale des Gasthauses „Zum Löwen" einen Kameradschaftsabend ab. Wehrführer Ludwig D e - b u s hieß die Teilnehmer willkommen und begrüßte besonders den Bürgermeister. Die Kameraden der Wehr forderte er auf, in steter treuer Pflichterfüllung auf dem Posten zu sein. Der weitere Verlauf des Abends brachte mancherlei unterhaltsame Darbietungen. Ein Frankfurter Künstler wartete mit Prosavorträgen auf, Ehrenmitglied Richard Metzger bot Gesangsvorträge und Kamerad Cannawurf erfreute mit Flötensoli. Bürgermeister Wetz dankte zum Abschluß des Abends der Wehr für ihre stete Bereitschaft im Dienste der Gemeinde. Aus den preußischen Nachbargebieten. Kreis Wetzlar. <£ Dutenhofen, 26.Ian. Die hiesige Kriege r k a m e r a d s ch a f t veranstaltete eine Reichsgründungsfeier. Die Veranstaltung im Saale des Gasthauses „Zum Adler" war sehr gut besucht. Nach dem Einbringen der Fahne hielt Kamerad- schaftsftihrer Weber die Begrüßungsansprache und hieß besonders den Ortsgruppenleiter der NSDAP., Lenz, sowie die Kameraden aus Wetzlar und Münchholzhausen willkommen. Das Musikkorps der Wetzlarer Garnison verschönte die Feier mit guter Musik. Zunächst gedachte man der gefallenen Helden des Weltkrieges und der Bewegung und der in der jüngsten Zeit verstorbenen Kameraden. Die Musik spielte das Lied vom guten Kameraden. Kameradschaftsführer Weber sprach sodann im Hinblick auf den Tag der Reichsgründung im Jahre 1871 über die Geschichte unseres Vaterlandes und erinnerte an verschiedene Höhepunkte in Vergangenheit und Gegenwart. Der Redner fand reichen Beifall. Nach einigen weiteren musikalischen Darbietungen sprach der Vertreter des Kyffhäuser-Kreisführers, Kamerad Münch, über die Arbeit und die Aufgaben des Reichskriegerbundes Kyffhäuser. Anschließend nahm er die Ehrung einiger verdienter Kameraden vor. Karl A g e l wurde für 25jährige Tätigkeit im Führerrat und Friedrich Weber für 40jährige treue Mitgliedschaft mit je einem Hindenburg-Bild bedacht. Kamerad Friedrich Hahn erhielt für ebenfalls 40jährige Mitgliedschaft^ ein Führerbildnis. Mit dem Kyfshäuser-Ehrenzeichen 2. Klasse wurde der langjährige Fahnenträger Fr. Weber bedacht. Kamerad Hahn dankte auch im Namen seiner Kameraden für die zuteil gewordenen Ehrungen und forderte zu steter Treue zur Sache des Kyff- häuserbundes und damit zur Sache des Führers auf. Kameradschaftsführer W i e n e n d (Münchholzhausen) gedachte zum Schluß des herzlichen Einvernehmens zwischen den Kameradschaften von Dutenhofen und Münchholzhausen. 0 Groß-Rechtenbach, 26. Ian. Dieser Tage fand im Gemeindesaal eine stark besuchte Gemeindeversammlung statt. Der Bürgermeister sprach über Tages- und Gemeindefragen; u. a. behandelte er Steuer- und Finanzfragen der Gemeinden, die Frage der Schafhaltung, die Verhütung der Maul- und Klauenseuche u. a. m. Auch über Luftsä)ptz und Feuerwehr wurde gesprochen. In reger Aussprache nahmen die Einwohner Stellung. Der gegenseitige Austausch wirkte anregend und wird auch der Gemeindearbeit für'die Zukunft förderlich sein. <£ Wißmar, 25. Jan. Die Freiwillige Feuerwehr hielt im Saale von Wolf einen Kameradschaftsabend ob. Brandmeister Dern gab zunächst einen Rückblick auf die Arbeit des vergangenen Jahres. Er ermahnte die Kameraden zu weiterer Mitarbeit im Dienste der guten Sache. Der weitere Verlauf des Abends brachte eine Reihe unterhaltsamer Darbietungen, die von Kameraden der Wehr bestritten wurden. Den musikalischen Teil hatte die Kapelle Nicolai (Großen-Buseck) übernommen. — Durch die Gaufilm st elle der NSDAP, wurde dieser Tage der Film „Vergißmeinnicht" aufgeführt. Im Beifilm sah man den Besuch des Duce in Deutschland im Bild festgehalten. — Die hiesige Filiale der Verbrauchergenossenschaft Gießen und Umgebung hielt bei Gastwirt Reeh ihre Jahreshauptversammlung ab. Am Nachmittag wurde für die Kinder der Mitglieder ein Film vorgeführt, der die Einrichtungen der Genossenschaften im Bilde zeigte. Der Abend brachte die Filmvorführung auch für die Erwachsenen. <£ Frankenbach, 26. Januar. Dieser läge konnte die in weitem Umkreis bekannte Gastwirtin Helene Geller, Witwe, in körperlicher und geistiger Frische ihren 7-3. Geburtstag feiern. Seltene Treue eine« Pferde«. LPD. Biedenkopf, 26. Jan. Vor einigen Tagen verkaufte ein hiesiger Einwohner ein Pferd, das nach F i f ch e l b a ch kam. Groß war das Erstaunen des Verkäufers, als das Pferd am Strafe muß fein! Derlrelirsbeamter tzu Derkehrssüafter): »5o, ftas kostet eine Mark Strafe.” Zuschauer: »Dafür hätte er fast ein Zahr lang »Kampf der Gefahr” lesen können. Urft ftann wäre ihm nichts geschehen.” Dar«» nächsten Tage wieder vor seinem alten Stall stand. Für die Passanten war es ein seltsamer Anblick, als frühmorgens das Pferd in leichtem Trab durch die Straßen der Stadt eilte, um zu seinem früheren Standort zu gelangen. Das Pferd hatte sich in der Nacht aus seinem neuen Stall befreit und eine Strecke von über 20 Kilometer zurück- gelegt. Bergrutsch am Iachinger Tunnel. LPD. Diez, 26. Jan. Dor der Einfahrt zum Fachinger Tunnel gerieten in den angrenzenden Lahnbergen größere Erdmassen in Bewegung und stürzten auch auf den Bahndamm, wo sie ein Gleis sperrten. Der Maschinenführer eines Kalkwerkes jenseits der Lahn kfdtte zum Gluck den Bergrutsch bemerkt und setzte sofort die Reichsbahn in Kenntnis, so daß ein kurz darauf fälliger Person^nzug noch rechtzeitig an geh alten werden konnte. Die Gleissperre durch das Gestein war auch dadurch besonders gefährlich, weil die aus dem Tunnel kommenden Züge sie nicht rechtzeitig bemerken konnten. sen musikalischen Teil Mitglieder des Musikkorps des Jnf.-Regts. 116 bestritten, brachte Lieddarbie- tunaen des Dereinschores unter Leitung von Chor- melster Harnisch. Die Darbietungen des Ehors ließen ausgezeichnete Schulung erkennen und wurden mit lebhaftem Beifall ausgenommen. Den Höhepunkt des Abends bildete die Aufführung des Werkes „An der schönen blauen Donau" mit Reigen, Chor- und Orchesterbegleitung. Frl. Weiß (Bad-Nauheim) erntete mit ihren Liedern viel An- .erkennung. Schließlich gelangte noch eine Operette zur Aufführung, die em aufmerksames Publikum fand. Der Vereinsführer der Bad-Nauheimer Sänger dankte für die gastfreundliche Aufnahme und übergab dem festgebenden Verein ein Erinnerungsbild aus Bad-Nauheim mit entsprechender Widmung. Zum Schluß forderte der Provinzführer Wendler (Bad-Nauheim) auf, in weiterer rastloser Arbeit der Sache des deutschen Männergesangs zu dienen. Dem Sangesbruder Brücke! übermittelte er eine Ehrennadel. Am Sonntag fanden sich die Sänger zu einem kameradschaftlichen Beisammensein im Vereinslokal der „Eintracht" ein. # Allendorf (Lah n), 25. Jan. Auf der Straße Gießen — Wetzlar ereignete sich dieser Tage ein schwerer Unfall. Die hiesige Einwohnerin Gretel Wallhäuser wurde, als sie von der Arbeit kam, unweit der Kleebachbrücke in der Kurve von einem Radfahrer so heftig angefahren, daß sie vom Rade stürzte und schwer zu Fall kam. Die Bedauernswerte erlitt eine Gehirnerschütterung und mußte in ärztliche Behandlung gebracht werden. Der schuldige Radfahrer kümmerte sich nicht um die Der- u n g l ü ck t e , sondern wurde flüchtig. Der Täter soll in der Richtung nach Atzbach gefahren sein. Sachdienliche Mitteilungen sind der nächsten Polizeistelle zu melden. gfs. Li ch, 26. Jan. Die Verpflichtung der neuen Frauenwerksmitglieder fand hier statt. Die Leiterin Frau Schäfer begrüßte die Frauen mit Worten von Frau Scholz-Klink. Gemeinsamer Gesang leitete über zu einer Ansprache des Ortsgruppenleiters Kühn. Gedichte, von einem MÄ>el der Jugendgruppe gesprochen, umrahmten die Feier. Dann gab die Leiterin noch einen Bericht über die Tagung in Gießen. Gemeinsamer Gesang beendete den eindrucksvollen Abend. T Birklar, 26. Januar. Die Ortsgruppe des Reichsluftschutzbundes brachte in unserem Orte im Saale von Düringer den Film „Kampf der Gefahr zur Aufführung, dessen Bilder von Rektor Samts (Lich) eingehend erläutert wurden. Lehrer Meckel (Lich) appellierte an alle noch abseits stehenden Volksgenossen und forderte sie auf, bem< Luftschutzbund beizutreten. — Die hiesige Vieh- v e r s i ch e r u ng hielt in der Gastwirtschaft von Düringer ihre Jahresschlußversammlung ab. Nach dem Jahresbericht des 1. Vorsitzenden Heinrich Wagner gab Rechner Appell den Kassenbericht bekannt. Im Verlaufe der Versammlung wurde beschlossen, der Diehoersicherung eine Schweineversicherung anzugliedern. 5 100,4 99,9 130,13 138,5 100 101,75 100 99,5 99 135,5 100 99,25 102,25 102,25 111,4 Lediglich für den seitherigen Dietmar! Heinrich Freitag wurde Otto Gerhardt und als Jugendleiter Ernst Friedrich verpflichtet. Anschließend ehrte der Vereinsführer im Auftrag des Reichsbundgaues und des Vereins drei verdiente aktive Mitglieder (Jakob Keßler, Ernst H e ck- roth und Karl Größer) für zehnjährige aktive Spielzeit. Sie erhielten als äußeres Zeichen der Anerkennung eine eingerahmte Widmung mit dem Bild des Reichssportführers. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurde beschlossen, entsprechend einer Anregung der Kameraden Deuker und Brixi, im Jahre 1938 die Leichtachletik in das Uebungsprogramm aufzunehmen. Die notwendigen Geräte sollen beschafft werden. Neue Rekord-Versuche von Mercedes-Benz. Fwd. Anordnung über Erzeugung und Vertrieb inländischer Faserpflanzen. Der Nährstandsbeauftragte für inländische Wolle und Faserpflanzen hat soeben angeordnet, daß nur Faserpflanzen der vom Reichsnährstand zugelassenen Sorten oder zum Vertrieb freigegebenen Arten in den Verkehr gebracht werden dürfen. Der Erzeuger darf Faserpflanzen nur über die zugelassenen Sammelstellen in den Verkehr bringen. Als solche werden nur Mitglieder der Fachuntergruppe Bastfaseraufbereitung zugelassen. Der Antrag auf Zulassung ist bei dem Beauftragten für inländische Wolle und Faserpflanzen einzureichen. Zuwiderhandlungen werden geahndet. Die Vorschriften dieser Anordnung gelten nicht für den Vertrieb der Ernte 1937. . Rhein-Mainische Börse. Mttagsbörse: Uneinheitlich. 99,6 99 106,4 100,5 100,25 99,9 i 130,13 138,5 100 101,75 100 99,5 99 135,5 100 99,25 102,13 102,1 111,4 tigen Donnerstag nach Frankfurt gebracht, wo geeigneter Wetterlage die Versuchsfahrten auf der Reichsautobahn ausgenommen werden. Schon seit geraumer Zeit warteten die Verantwortlichen in Untertürkheim darauf, ihre im Oktober abgebrochenen Rekordversuche wieder aufnehmen zu können. Damals war es nicht möglich gewesen, Rundfunkprogramm Freitag, 28. Januar: 6 Uhr: Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: konzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: 30. Januar: Alle Sportveranstaltungen fallen aus! Wie uns von der Kreisführung des Reichsbundes für Leibesübungen (Kreis 8, Lahn-Dill) mitgeteilt wird, fallen im Hinblick auf die fünfte Wiederkehr des Jahrestages der nationalsozialistischen Revolution und auf dementsprechende Anordnung der Polittschen Leitung am kommenden Sonntag, 30. Januar, sämtliche Sportveranstaltungen aus. Die Anordnung gilt' für die Kreise Alsfeld, Gießen, Wetzlar und Dillenburg. Sportverein Steinbach hält Zahresrückschau. Der Sportverein 19 2 6 Steinbach hielt im Lokal „Einhorn" seine Jahreshauptversammlung ab. Vereinsführer Schmidt erstattete den Jahresbericht. Der Verein hat ein erfolgreiches Jahr hinter sich. Anschließend sprachen der Kassenwart, der Spielausschuß-Obmann und der Jugendleiter über ihre Tätigkeit. Die Kassenlage des Vereins konnte als gut bezeichnet werden. Spielausschuß-Obmann und Jugendleiter konnten weniger Erfreuliches berichten, und der Verein wird hier für die Zukunft Maßnahmen treffen müssen. Dem Vorstand wurde Entlastung erteilt. Die Vereinsführung wurde in ihren Aerntern neu bestätigt. -I 134,5 — I 81,25 84 । 83,75 129,5 I 129,4 nasttk. 10: Schulfunk. Jagd auf Wal. Rundfunkberichte und Hörfzenen. 10.30: Sport und körperliche Ertüchtigung. Die Bergwacht im Winter. 10.45: Von Freiburg: Musik zur Werkpause. 11.40: Hausfrau hör zu! 11.50: Kriechertum gefährdet den Arbeitsfrieden. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonz-rt (Fortsetzung). 14: Nachrichten. 14.10: Dem Opernfreund. Werke von Gaetano Donizetti. 15; Volk und Wirtschaft, Die Straf- Frank furt a. M., 26. Jan. Die Börse auf allen Gebieten weiterhin sehr zurückhaltend. Am Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Kundgebung deutschen Volkstums. 6inheitderLeibesübungenaufdemOeutschenTurn-undSportfestBreslau^y38 genehmigt und die Mitwirkung aller Stellen des Staates und der Partei angeordnet. Das Erste Deutsche Turn- und Sportfest wird i n Breslau, der Hauptstadt der Südostmark unseres Reiches, abgehalten. Die Stadt, die im Hermann- Göring-Sportfeld eine einzigartige Wett- kampfstätte besitzt, wird alles aufbieten, einen würdigen Rahmen für die Durchführung des großen Festes der deutschen Leibesübungen zu bilden. Der Reichsbund für Leibesübungen stellt feinen ganzen Organisationsapparat darauf ein, das Riesenfest sorgfältig vorzubereiten und reibungslos durchzuführen. Das Reich unterstützt die Stadt, die mannigfache zusätzliche Bauten auszuführen hat, und den Reichsbund für Leibesübungen durch Gewährung erheblicher Reichszuschüsse. Wir wissen heute schon aus der Fülle der Anmeldungen, daß Zehntausende von Wettkämpfern und Hunderttausende begeisterter Zuschauer aus dem ganzen Reich in Breslau zusammenströmen werden. Wir wissen — und das erfüllt uns mit besonderer Freude — daß bei diesem Fest der deutschen Leibesübungen auch-Tausende sportbegeisterterDeut- scher von jenseits der Reichsgrenzen, der Stimme ihres Volkstumes folgend, sich versammeln werden. So wird das Fest seine große Aufgabe erfüllen, den Millionen deutscher Turner und Sportler Krönung ihrer selbstlosen, aufopfernden Arbeit und Ansporn für die Zukunft zu sein. Darüber hinaus aber wird es dem deutschen Volk diesseits und jenseits der Grenzen ein überwältigendes Bild der Blüte und Geschlossenheit wehrhaften deutschen Volkstums im Reich Adolf Hitlers bieten." 25 1 101,65 99,25 Einzigartige Leistungsschau. ReichsministerDr.Frick über die Bedeutung des Breslauer Turnfestes. Berlin, 26. Jan. (DNB.) Reichsminister Dr. Frick, der auf den ausdrücklichen Wunsch des Führers und Reichskanzlers die S ch i r m h e r r- f ch a f t für das D e u t s ch e T u r n- u n d S p v r t- fest Breslau 19 3 8 übernommen hat, schreibt in der „Nachtausgabe": „Die grundsätzliche Bedeutung des Deutschen Turn- und Sportfestes Breslau 1938 liegt darin, daß es die erstmalige, das ganze Reichsgebiet umfassende Kundgebung der durch den Nationalsozialismus geschaffenen E i n h e i t der deutschen Leibesübungen ist. Dem Nationalsozialismus ist es in vierjähriger zielbewußter Arbeit gelungen, die deutschen Turner und Sportler, die Jahrzehnte lang nebeneinand er marschierten, in dem einen Reichsbund für Leibesübungen zusammenzufassen. Die damit endlich geschaffene Einheit der deutschen Leibesübungen soll in der letzten Juliwoche d. I. in einer Leistungs- fdjau sondergleichen dem ganzen deutschen Volk kundgetan werden. Träger des Festes ist der Reichsbund für Leibesübungen. Die Aufgabe, die ihm dabei gestellt ist, die Volksgemeinschaft der Leibesübungen in festlicher Form zu verkörpern, ist von volkspolitischer Wichtigkeit. Der Führer sei bst hat in Anerkennung dieser grundsätzlichen Bedeutung die Durchführung des Festes A.G. für Verkehrswesen .... 6ft Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hamburg-Amerika Paket......0 Nordden'scher Lloyd..........0 Deutsche Reichsbahn Borz.-Akt. 7 Berliner Handelsgesellschaft . Commerz- und Pnvat-Bank ... 6 Deutsche Diskonto............ 5 Dresdner Bank..............4 zerttes» Elektroaktien kamen überwiegend 0,25 bis 0,50 v. H. niedriger zur Notiz, Schuckert hoher gefragt mit 178,50 nach 178. Für Bankaktien verblieb Nachfrage bei lebhafteren Umsätzen. Commerzbaiik 121,75 (121,65), Dresdner Bank 114,25, (114,13), Deutsche Bank unv. 127. Abendbörse still. An der Abendbörse herrschte weitestgehende Geschäftsstille, da die Zurückhaltung sowohl der Kundschaft, als auch des berufsknäßigssn Handels in vollem Umfange fortbestand. Dessen ungeachtet war die Haltung am Aktienmarkt weiterhin recht widerstandsfähig, und auch die Kurse kamen zumeist unverändert, in den meisten Fällen jedoch nominell zur Notiz. Leicht befestigt waren Demag mit 146,65 (146), Licht & Kraft mit 142,50 (142), Holzmann mit 155,25 (155), Moenus mit 125,25 (125), Rhein- stahl mit 143,50 (143,25), andererseits bröckelten JG.-Farben von 160,25 auf 160 (160,25), Gesfürel auf 146,50 (147), Metallgesellschaft auf 145,75 (146) und Schöfferhof auf 208,25 (208,50) ab. Unveran- dert notierten u. a. Adlerwerke mit 118,25, Mannesmann mit 113,50, AEG. mit 117, Eßlinger mit 120,50, Rheinmetall mit 143, Schuckert mit 178 und MAN. mit 129. Großbankaktien lagen bei kleineren Umsätzen als im Mittagsverkehr unverändert. Allianz Verein kamen nach Pause mit 270,50 (273) zur Notiz. Am Rentenmarkt ermäßigten sich Reichsaltbesitz auf den Berliner Stand von 130,13 (130,30), während Mannheimer Altbesitz 0,25 v. H. anzogen auf 134,25. 4,5proz. Krupp stellten sich auf unv. 100, 6prozent. JG.-Farben auf unv. 130,65 und Reichsbahn-VA. auf unv. 129,40, ebenso nannte man im Freiverkehr Kommunal-Umschuldung mit unverändert 95,25. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 26. Jan. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen W 13 211, W 16 214, W 19 218, W 20 220, Roggen R 12 193, R 15 196, R 18 200, R 19 202 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 29,30, W 16 29,40, W 19 29,40, W20 29,75, Roggenmehl Type 1150 R 12 22,45, R15 22,80, R 1'8 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W 13 10,75, W16 10,90, W19 11,10, W20 11,20, Roggenkleie R12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 27. Jan. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 967 Rinder (darunter 249 Ochsen, 82 Bullen, 475 Kühe, 171 Färsen), 390 Kälber, 62 Härnrnel, 31 Schafe, 446 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 36 bis 45 Mk., Bullen 34 bis 43, Kühe 20 bis 43, Färsen 35 bis 44, Kälber 35 bis 65, Härnrnel 30 bis 46, Schafe 20 bis 42, Schweine 49,50 bis 56,50 Mark. — Marktverlauf: Rinder, Kälber, Schweine Zugeteilt, Härnmel und Schafe langsam. Schluß!. Abend- börse 26.1. 101,5 99,4 102,13 111,5 I 209,5 135,75 121,75 127 114->25 Berlin — Frankfurt a BL Bei der 2. Internationalen Wintersport-Woche in Garmisch-Partenkircken begannen am Mittwoch die Skikämpfe mit den Abfahrtsläufen für Männer und Frauen auf der von den Olympischen Spielen her bekannten Kreuzeck-Strecke. Beide Rennen endeten mit deutschen Siegen: bei den Frauen kam unsere Olympiasiegerin und Weltmeisterin Christel Cranz (Freiburg) auf den ersten Platz und bei • den Männern der Partenkirchner Roman Wörndle. Die Strecke der Frauen war ungefähr vier Kilometer lang. Der Start befand sich am 1580 Meter hohen Kreuzwankl, das Ziel an der Talstation (760 Meter). Die Männer begannen schon auf dem 150 Meter höher gelegenen Kreuzjoch und die Streckenlänge betrug hier fünf Kilometer. Der obere Teil der Männerstrccke war infolge der Kälte sehr schnell. An den besonders „kniffligen" Stellen hatten sich viele Zuschauer eingefunden, aber der größte Betrieb herrschte doch am Ziel, wo der große Wagenpark und die vielen Zuschauer an Olympische Tage ■erinnerten. Vornan WörndleS (Sieg. Der Wettbewerb der Männer hatte sowohl Zahlenmäßig als auch hinsichtlich der Qualität der Teilnehmer eine hervorragende Besetzung gefunden, obwohl einige der Weltbesten — der Reichsdeutsche Rudi Cranz und die Tiroler Rudi Matt, Willy Walch und Anton Seelos — fehlten. 82 Läufer starteten, davon erreichten 71 das Ziel und die 30 Besten erwarben sich die Teilnahmeberechtigung am Torlauf, der am Donnerstag zur Entscheidung steht. Olympiasieger, Weltmeister und alle Spitzenkönner des vorjährigen Winters waren zur Stelle. So entwickelte sich auf der steilen Bahn ein mitreißender Kampf. In schneller Folge wurden die Bestzeiten unterboten. Hans Pfnür als Erster legte gute 4:45 Minuten vor, der prächtige französische Jung- manne Co uttet schaffte aber gleich 4:37,4 und -noch schneller war unser Jungmanne Harro Cranz (4:36:0), den anschließend Hans Kernser (4:33,6) übertrumpfte. Als dann Roman Wörndle in bestechender Schußfahrt, mit stilreiner, schmaler Bretterführung über die Hänge glitt und die Bomben- zeit von 4:22,4 erzielte, wußte man, daß er Sieger werden würde. Unter 4:30 Minuten kam nur noch der Oesterreicher Eberhard Kneißl und der junge Wießeer Josef (Bantner erreichte diese Marke. Olympiasieger Franz Pfnür hat seine beste Form nach der langen Pause noch nicht wieder erreicht. Welttyeister Emile Allais (Frankreich) gab nach einigen hundert Metern ohne ersichtlichen Grund auf und der Italiener Sertortzlli schied durch Sturz aus. Und selbstverständlich Christ! Cranz! Bei den Frauen waren 27 Teilnehmerinnen am Start, von denen nur drei ausfielen, ein Beweis, wie gut die Vertreterinnen des „schwachen" Geschlechts mit den Brettern umzugehen wissen. Die elf besten Säuferinnen qualifizierten sich für den Torlauf, darunter erfreulicherweise allein sechs Saturn 5% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Neichsanl. von 1931 4y2% Deutsche Reichsschahanwei- jungen von 1935 . .......... *y2% Deutsche Reichsschatzanweisungen von 1935, II. ftolge ••• 4y2% Deutsche Reichsichatzanwei- jungen von 1936, III. Folge .. 6*/2% Doung Anleihe von 1930 .. 4«Ä% Gestische Volksstaat von 1929 4y2% Deutsche Reichöpostschatz von 1934 1...................... 4y2% Deutsche Reichsbahnschah von 1936 I.................. Reichsanleihe-Altbesitz.......... Oberhesjen Provinz-Anleihe mit Ausloj.-Rechten.............. 4y2% Hess. Landesbk. Darmstadl Goldpse. R. 12.............. 5y2% Hess. Landes-Hyp.-Banl Liqu. Goldpse............... 4y2% Preuß. Landespfdbr.-Anst. Goldpse. R. 19.............. 4y2% Preuß. Gold-Komm. R. 20 4y2°/o Darmstädter Komm.-Lan- desbcmk R. 6................ Deutsche Komm.-Cammel-Anleihe Auslos.-Rechte I.............. 4y2% Franks. Hyp. Goldpse. R. 15 4*/2% Franks. Hyp. Gold-Komm. - Obl. 2 3.................. 5*/2% Franks. Hyp. Liquidation Goldpse..................... 6y2% Rheinische Hyp. Liquidation Goldpse..................... Steuergutschein-Verrechnungskurs Schluß! Mittag- börle 26-1- Frankfurt a. M. Berlin Schlußkurs Schlußk. Abende hörte Schluß- kurS Schlußk. Mittag- börse Datum 25.1. 261. 25.1. 26.1. Accumulatoren-Fabrik...... 14 — — — — Aschaffenburg Zellstoff...... .. 6 140,5 141 141 142 Beinberg................. .. 0 141,75 141,5 141,75 141,5 Bekula......;............ .. 8 169,25 169,13 169,25 169,13 Buderus Glien............. .. 5 128 127,75 128,13 128,5 Gement Heidelberg......... .. 7 >65,5 166,5 — — Gement Karlstadt.......... .. 6 —— — Conti Gummt............. 12 192,65 192,75 192 192,25 Daimler Motoren.......... 6 y, 140,25 140,25 140,25 140 Dessauer Gas............. .. 4 — —— 122,13 122 Deutsche Erdöl ............ .. 6 143 142 142,75 142,25 Deutsche Gold- und Silber .. .. 9 252,5 252,25 — —- Deutsche Linoleum......... 10 169,75 169.5 169,75 169,25 Elektrische Lieferungen...... .. 6 130 129,75 129 128,75 Elektrische Licht und Kraft... .. 7 142,5 142,5 142,25 143 I. G. Farben-Jndustrie ..... .. 7 159,9 160 160,13 160,25 Felten & Guilleaume....... .. 6 136,5 136,25 137 136 Gesfürel.................. .. 7 147 146,5 147 146,5 Th. Goldschmidt........... .. 6 141,5 142 141,25 142 Gritzner Maschinen......... .. 0 49,25 49,75 49 50 Harpener................. 3’/t 173 173 173 173 Hoesch Eisen............... 3 y, 114 113.5 114 113,5 Philipp Holzmann......... .. 8 155 155,25 155,25 155,5 Ilse Bergbau.............. .. 6 161 —- 158 160 Ilse Genüsse.............. .. 6 133 133,5 133,25 133,75 Kall Aschersleben.......... .. 4 112,13 112 112 112 .Klvckiierwerke ............. 4y2 119,5 117,75 119 118 Koksmerke und Chemische Fabrik 7 — - 157,4 156,65 Lahmeyer................ Mainkrait................. .. 6 121 120,75 120,75 121 .. 4 96 96 — Mannesmann............. *V1 114 113,5 113,75 113,65 Mansfelder Bergbau....... .. 7 154 — 154,5 157,75 Metallgejellschaft........... .. 6 146 145,75 146 146,5 Orenstein & Koppel........ .. 0 — — 111,5 110,5 Rheinische Braunkohle...... . 12 231,5 231,25 231,5 Rheinische Elektro.......... .. 6 130,75 — 130,75 143,5 — Rheinstahlwerke............ .. 6 144 143,5 143,5 Rheinisch-Westsälische Elektro .. 6 125,5 125,25 126 125,25 Rütgerswerke ............. .. 7 151,5 151,5 151 151,75 Salzdetfurth Kali.......... .. 6 171 170 171 171 Schuckert & Co............. .. 7 178,5 178 178,25 178 Schultheis Patzenhofer...... .. 4 100,65 101,5 Siemens & Halske......... .. 9 212,25 — 213 212,75 Süddeutsche Zucker......... . 10 215,5 216,5 Vereinigte Stahlwerks...... *!4 112,5 112,25 112,4 112,25 Westdeutsche Kaushos....... .. o 60,5 60,4 60,65 60,65 Westeregeln Alkali.......... .. 4 111,75 111,75 112,25 112 Zellstoff Waldhos.......... .. 6 148,25 149,25 149,25 148,5 Ctaoi Minen.............. . 0,6 29,25 29,5 29,25 29,5 25-Januar 26-Januar Aiiiliich'-Rvlteruug Amtliche Votierung ifleit | Bne, Geld Brte> Buenos Aires............. 0,707 0,731 0,727 0,731 Brüssel................... 41 ,96 42.04 41,94 42,02 Rio De Janeiro............ 0 140 0,142 0,140 0,142 Loten.................... 47,10 47,00 47,10 Kopenhagen............... 55 40 56 59 55.40 55.59 Danzig................... 47,00 47,10 47,00 47,10 London................... HelsingsorS................ Paris.................... Holland.................. 138 32 Italien........ ......... 113,09 13/11 13,03 13,11 25-Januar 26-Januar Amtliche Votierung Geld | Bries AMlltcheRotierung Geld | Bries