llr.96 Erster Blatt 188. Zahrgang Dienstag, 2b. April 1938 eiches Gefecht. J ?n) hatte ben jum Gegner. oßer $orm. )t Schott jedoch riidt Eher die Dtü^rVV^ unb tarn MeW itet natürlich und sinnvoll auf eine möglichst lange Zeit entfalten können. Das setzt Verständnis und Zusammenarbeit voraus; wer sich aber a' 5 Bollwerk fühlt, will hemmen, will mter= drücken, will zwingen. Und wenn dieser Bollwerk- Geist nicht aus eigenen Kräften hemmen, zwingen und unterdrücken kann, so muß er sich Bundesgenossen für diesen Zweck suchen und spannt sich damit — von einer eingebildeten, aber wirksamen Vorstellung ausgehend — immer stärker und unheilvoller in ein allgemeines System widerstreitender Jträfte ein, das schließlich jeden Blick für die natürlichen und gegebenen Tatsachen trübt. Dann rast wohl eine Presse im mänadenhaften Irrsinn, aber dos Wohl eines vielleicht unter anderen Umständen lebensfähigen Staatsgebildes geht schlank vor die Hunde. Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags ©runöpreUe für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm «Brette 7 Rpf.. für Text* anzetgen von 70mm Breite 50 Rpf..Platzvorschrift nach vorh Dereinbg.25°/s mehr. Ermäßigte Grundpretse: Stellen-. Vereins», gemein* nutztge Anzeigen sowie em* fpaltige Gelegenheitsanzei* gen 5 Rpf..Familienanzei* gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche AnzeigenKRpf. Mengenabschlüsse Staffel B is den zweiten j •r gelang es in r über die volle j h (Alsfeld) nach seit langer Zeit H er wartete gegen alm mit einer Gliederungen und der ihr angeschlossenen verbände im Lande Oesterreich Weisungen zu erteilen. Er kann die Aufsicht über die öffentttch-rechtlichen Körperschaften und Anstalten im Lande Oesterreich ausüben. 5. Der Reichsmini st er des Innern als Zentralstelle zur Durchführung der Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Deutschen Reich hat bei seinen Maßnahmen im besonderen ln Fragen der Rechtsehung das Einvernehmen mit dem Reichskommissar sicherzustellen. Der R e i ch s beauftragte für Oesterreich (§ 1 Abs. 2 der Verordnung zum Gesetz über die Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Deutschen Reich vom 16. Wärz 1938 (RGB. 1, Seite 249), wird dem Reichskommissar für die Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Deutschen Reich angegliedert. Berlin, den 23. April 1938. Der Führer und Reichskanzler: gez. Adolf Hitler. Der Reichsmrnifter des Innern: gez. Dr. Frick. Der Reichsmlnifter und Lhef der Reichskanzlei: gez. Dr. Cammers. denskonferenz mit gefälschten Landkarten und gefälschten statistischen Daten die Großmächte irregeleitet und auch auf diese Weise Ober-Ungarn ergattert, das jahrtausendelang ein Bestandteil Ungarns war. Die ganze innere Einrichtung der Tschechoslowakei steht im diametralen Gegensatz zur Idee der verheißenen „östlichen Schweiz". Die ungarische, deutsche und polnische Bevölkerung der Republik entbehrt bis zum heutigen Tage jener elementarem Rechte, die ihr der M i n d e r h e i t e n v e r t r a g wie auch die S t a a t s o e r s a s s u n g und die sonstigen Gesetzes des Staates zusichern. Die tschechoslowakische Republik hat dem sowjetrussischen Bolschewismus eine Drücke nach Mitteleuropa gebaut und gefährdet dadurch die mitteleuropäische Kultur wie'auch die bürgerliche und gesellschaftliche Ordnung Europas. Die die Mehrheit der tschechoslowakischen Republik bildenden nationalen Minderheiten, die Deutschen, Slowaken, Ruthenen, Polen und Ungarn, sind im höchsten Maße unzufrieden mit der auf Unterdrückung und Ausbeutung eingestellten Nationalitätenpolitik des Prager Regimes.' In Anbetracht alles dessen ist es unseres Erachtens im Interesse des Friedens und der ungestörten Entwicklung Europas an der Zeit, daß diese schmachvollen Zustände ein Ende nehmen, und daß das Nationalitätenproblem der Tschechoslowakei endlich gründlich gelöst werde." ite sich aus den ar Schwalm ein- i legte Trechslek irzers selbst aus fltte gegen den Kister (Alsfeld) -ch Hüftschwung. vichtheber. Aus derselben Gedankenwurzel entwickelt Konrad Henlein die 8 Punkte einer innertschechischen „Staats- und Rechtsordnung". Daß auch hier der Ordnungsgedanke so stark anklingt, darf nickt Wunder nehmen. Was Das Scho in Warschau. Em Kantonstaat nach Schweizer Muster. Warschau, 25. April. (DNB.) Die Warschauer Presse beschäftigt sich ausführlich mit der Rede Konrad Henleins. Kurjer Czerwonny stellt fest, daß die Unterdrückung der Henlein-Bewegung mit Gewalt heute nicht mehr durchführbar sei, denn die Sudetendeutsche Partei sei eine zu mächtige Organisation geworden. Im übrigen wisse man nicht, wer sich Henlein entgegenstellen sollte. Es gebe nur einen einzigen möglichen Ausweg, daß die Tschechen sich mit der Schaffung eines kantonalen Staates einverstanden erklären, der in seiner Struktur an d i e Schweiz erinnern würde. Wenn die Deutschen aber eine Autonomie erhalten, dann müßte sie ebenfalls den übrigen Nationalitäten zuerkannt werden, und dann wäre die Vorherrschaft der tschechischen Nation im Staate beseitigt. Tschechen hätten nur auf dem Gebiet zu regieren, das von Tschechen bewohnt werde. Die Erklärung Henleins, daß die Deutschen entgegen ihrem Willen dem tschechischen Staat einverleibt worden seien, der alle Minderheiten unterdrücke, der die Bedingungen des Vertrage» von St. Germain und die übrigen Abkommen bräche, diese Erklärung entspreche der Stimmung, die die Nichttschechen beherrsche. Jgd. 8:1 (4:1). Mes mehrfach Sieg über die bzeit stand der Gauleiter Bürckel Reichskommissar für Oesterreich. Unmittelbar -em Führer unterstellt und bis zum ^.Mai nachstenZahres mit der Durchführung der Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Reich beauftragt. Berlin, 25. April. (DRV.) Amtlich wird nach- tehender Erlaß des Führers und Reichs- ‘analere über die Bestellung des Reichskommif- ars für die Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Deutschen Reich bekanntgegeben: 1. Zum Reichskommissar für die Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Deutschen Reich bestelle ich den Gauleiter Bürdet- Saarp'al). 2. Der Reichskommissar hat für den politischen Aushau und die Durchführung der staatlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Wiedereingliederung Oesterreichs in das Deutsche Reich zu sorgen. 3. Der Reichskommissar hat seinen Dlenstsih in Dien. Er untersteht mir unmittelbar und hat seinen Auftrag nach meinen Weisungen bis zum 1. 7Nai 1 939 zu erfüllen. An diesem Tage endet sein Auftrag. 4. Der Reichskommissar ist befugt, den Dienststellen des Reiches im Lande Oesterreich, den Dienststellen des Landes Oe si erreich und der ehemaligen österreichischen Bundesländer sowie den Dienststellen der R a t i o n a l s o z i a l i st i- schen Deutschen Arbeiterpartei, ihrer jung organifrher Volkspersönlichkeiten des tschechoslowakischen Nationalitätenstaates. Alles anirre ergibt sich von selbst. Im Namen dieser Auffassung hoben an sich die Tschechen ihren Kampf gegen das clte Oesterreich geführt. Dieses alte Oesterreich — so wenig es seinen eigenen staatlichen Notwendigsten entsprochen hat! — ließ den Tschechen die Möglichkeit, in wenigen Jahrzehnten einen voll- lommenen politischen, wirtschaftlichen, kulturellen unb sozialen Volkskörper aufzubauen, so daß sie im Kriege und besonders 1918 als fertiger Staat v im Staate dastanden. Es ist nun überaus interessant, daß der tschechische Altpräsident Thomas Nasaryk schon im September 1914(0 — chs er in Holland Fühlung mit englischen politischen Freunden suchte — zu deren maßloser Überraschung den Volksgedanken über Doro war s imb die „historisch-politischen Länder der böhmischen Krone" als tschechisches Kriegsziel proklamierte. Damit war der weite Sprung vom Volksgedanken zu jenem imperialistischen Chauvinismus getan, der im Namen eines als Aushängeschild mißbrauchten „nationalen Selbstbestimmungsrechtes das Selbstbestimmungsrecht aller anderen Volker öes|elben Raumes leugnete. Was jetzt den Tschechen zugemutet wird, ist nichts anderes als daß sie sich zu ihrem eigenen Gedankengute der Vorkriegszeit Zurua- bequemen und sich ehrlich und klar auf den Boden des Volkstums-Gedankens stellen. Las Volkstum aber schwebt nicht in der Lust, es ist eine moralische Persönlichkeit und hat darum Anspruch auf alle Rechte einer juristischen Person- liijfeit ja der Volkstums-Gedanke greift durch seine Verbindung mit Blut und Boden weiter als irgendein anderer Persönlichkettsanspruch. Der Führer an Seyß-Äanaii. Oer Aeichsstatthatter wird nach Jahresfrist Mitglied der Neichsregierung Prag hat sich also zu erklären! Die Probleme sind- Ordnung, also Lebensentfaltung im mitteleuropäischen Raum nach außen; und Anerkennung des Volksgedankens als Ordnung nach innen! Ein tschechisches Bekenntnis zur Ordnung ist deshalb im Qnlereffe dieses Staates so vordringlich, weil er nach außen und nach innen keine echten Freunde hat T-ine Beziehungen zu Deutschland, Palen und Ungarn sind korrekt; sein Gesund-r uu- Rumamen nugte wegen eines chaummsUsch-impermMschen w*? Schiede Gleichzeitig hat der Führer an den Reichsstatthalter in Oesterreich, Dr. Seyß-Jnquart, folgendes Schreiben gerichtet: Herr Reichsstatthalter! Durch den in Abschrift anliegenden Erlaß vorn heutigen Tage habe ich den Gauleiter Bürckel zum Reichskommissar für die Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Deutschen Reich bestellt. Ich bemerke dazu folgendes: Der mir unmittelbar unterstellte Reichskommissar soll für ein Jahr, innerhalb dessen die Wiedereingliederung Oesterreichs im wesentlichen durchgeführt sein muß, als mein Verbindungsmann sowohl roie Ihnen d i e Aufgaben erleichtern, die die Wiedereingliederung Oesterreichs in das Reich in politischer, rechtlicher, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht mit sich bringt. Es wird ihm im besonderen obliegen, bei der vom Reichsminister des Innern als Zentralstelle für die Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Reich zu vollziehenden Rechtsangleichung und Rechtseinführung maßgebend mitzuwirken und für die Reichsregierung und für die Partei mit Ihnen zu prüfen, ob und wann das deutsche Reichsrecht auf den verschiedenen Rechtsgebieten in Oesterreich eingesührt oder österreichisches Recht angeglichen werden soll. Ihre Ausgabe wird es sein, als mit der Führung der österreichischen Landesregierung beauftragter Reichsstatthalter, das neue Recht in Oesterreich durchzufuhren. Wenn nach Jahresfrist die Wiedereingliederung Oesterreichs in das Deutsche Reich im wesentlichen vollendet sein wird, werde ich Sie zum Mitglied der Reichsregierung ernennen, damit Sie bann an dieser Stelle weiter für Oesterreich im Großdeutschen Reiche mitwirken können. gez. Adolf hitter. Die WeidMiiw. Der Führer und Reichskanzler hat den Gauleiter Bürckel -Saarpfalz zum Reichskommissar für die Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Deutschen Reich bestellt. Als solcher untersteht der neue Mps , irg efen "KM' -llenb-Ar nin? b m W SA [irb ’%) ui» tr K,r i ItiF Ä? Reichskommissar unmittelbar in seiner Arbeit dem Führer; er ist gewissermaßen der Verbindungsmann zum Reichsstatthalter von Oesterreich, Dr. Seyß-Jnquart, und hat -mit diesem alle die Ausgaben zu lösen, die der Anschluß aufgeworfen hat und die innerhalb eines Jahres gelöst werden sollen und gelöst werden. Die geschichtliche Entwicklung Oesterreichs hat zahlreiche Besonderheiten für die Oesterreicher mit sich gebracht, die einer -weitgehenden Einigung aber nur im Rechtswesen entgegenstehen, denn die besondere kulturelle und geistige Art unserer Landsleute Oesterreichs wird gerade im nationalsozialistischen Staat ebenso erhalten und gefördert werden wie sie in den einzelnen Landesteilen Deutschlands gefördert wird. Denn wenn auch der wationalsozialistische Staat alle aufbauwilligen Kräfte zufammenfaßt, so läßt er doch den Stammescharakter unbehelligt, ja, er fördert ihn aus der Erkenntnis heraus, daß aus der Vielheit die Einheit erwachsen ist und ein ober Zentralismus nach französischem Vorbild, der das urwüchsige Leben außerhalb der Hauptstadt zum Verdorren bringt, zu verwerfen ist. Es gibt wohl fein bezeichnenderes Gegenbeispiel zu dieser germanischen Art als die französische. Der französische Derwaltungszentralismus setzte sckvn unter Heinrich IV. ein, wurde unter Ludwig XIV. durchgeführt, schließlich durch die französische Revolution insofern übersteigert, als sie an die Stelle der alten Provinzen rein schematisch das französische Gebiet in Departements mit ihren Präfekten und Unterpräfekten einteilte, die ihre Weisungen selbst über lokale Dinge lediglich von Paris aus erhielten. Napoleon hat dieses System beibehalten und auch auf die eroberten Gebiete ausgedehnt. Dieses Verwaltungssystem hat das einst blühende Leben in Frankreich außerhalb von Paris erstickt, die alten Kulturzentren sind heute nichts als Vorstädte von Paris, und jede bemüht sich, natürlich vergebens, dem- Pariser Vorbild nackzuäffen. Die Entwicklung im Deutschen Reiche ist anders vor sich gegangen. Neben Berlin und Wien sind eine ganze Reihe von Städten Kulturzentren ihrer Brld)etnt täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustriert» Vieyener Familienblätter tzeimatimBild Die Scholl, Monatr-vezugsprets: Nit 4 ‘Beilagen RM 1.95 Ohne illustrierte . 1 80 Zustellgebühr . -25 Uuch bei Nichterscheinen »on einzelnen Nummern infolge höherer (ßetnaü ßernsprechanschlüffe Mter Sammelnummer 2251 Unschrift Mr Drahtnach* lichten Anzeiger Gießen postschecktonto: fironffurt am Main 11688 efallen. es Sportverein!' Helheim verein. । e Heuchelheim»! Ml in Front, ß Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Universitätsdruckerei R. Lange in Gießen. Schristlettvng und Geschäftsstelle: Schulstratze r Ausbruches abberufen werden. In der tschechischen Innenpolitik kämpfen Deutsche, Ungarn, Polen, Ruthenen und nicht zuletzt die mit ck>en Tschechen sprachverwandten Slowaken um Lebensfreiheit und Atemraym. Eine solche Lage verbietet die getragene Geste, die gewichtige Phrase, das Spiel der kleinen Mittel. Aus tiefster und fast verzweifelter Dolksnot — die Tschechoslowakei ist das Land, wo der Hunger ein Hilfsmittel der Politik ist! — haben die Sudetendeutschen den Weg zur Einheit gesunden; in der gleichen Front stehen die anderen Dolksteile der "Tschechen Prag muß den Weg vom allgemeinen Mißtrauen zum Vertrauen finden! Dr. Ho. „Ohne Befragen und gegen ihren Willen." Scharfer ungarischer Protest. Budapest, 25. April. (DNB.) Die Ungarische Reoisionsliga fordert die sofortige Lösung des Nationalitätenproblems in der Tschechoslowakei. In der Entschließung heißt es: „Die Tschechoslowakei ist eine wahre Schändung d e s Selbstbestim- mungsrechtes der Völker, da ihr sämtliche nichttschechischen Völker ohne Befragung unb gegen ihren Willen einverleibt wurden. Die tschechischen Machthaber haben während der Frie- bei den K Wellte A?“ Monbers be L, W SW Muru 3N Atehend°h^ f die (Bajt. ' n r-Ir WOlti er9ab 1 vchiedsnchter1 ‘ *Q5 Echlseld, . dF hinter. AV Die (Brun, * gestalten. e das Mite! i MZU erzielen. V 'chsbahn mürbe! Wir sprachen vorhin von einer mitteleuropäischen II Ordnung. Aufgabe jebes Friebens ist es, eine solche Qrbnung unter den Staaten und Völkern zu be- xünden, daß sich die Kräfte aller Friedensteilneh- Landschaft, und diese Eigentümlichkeit soll aufrecht erhalten werden. Ministerpräsident Göring hat noch in der letzten Woche sich gegen einen schematisierenden Formalismus und Zentralismus gewendet. Aber diese Bewahrung der Eigenart der germanischen, zu einer Einheit gewordenen Stämme hat nichts zu tun mit jenen Rechten, die ehedem das Wesen des deutschen Partikularismus aus- machten und eifersüchtig gewahrt wurden. Noch Bismarck konnte das Vorrecht der Bayern, ihr Heer in himmelblauen, der Sachsen, ihre Soldaten in grünen oder andersfarbigen Hosen marschieren zu lassen, nicht beseitigen und ebensowenig die sonstigen „partikularistischen Belange". Erst die Zeit brachte hierin eine Aenderung, und durch die Einführung eines allgemein deutschen bürgerlichen Rechtes für das ganze Reich, wurde eine Rechtsgleichheit ebenso erzielt wie die Einführung der Reichsmark dem vielgestaltigen deutschen Münz- wesen ein wohlverdientes Ende bereitete. Das Land Oesterreich hatte ein anderes bürgerliches Recht als das Deutsche Reich, hatte ein anderes Verwaltungsrecht, eine andere Währung usw. Was der große Volkswirt Friedrich List vor hundert Jahren forderte und von allen Trägern eines gesamtdeutsche» und jetzt endlich in Erfüllung gegangenen Wunschtraumes immer wieder verlangt wurde: ein Reich, ein Recht, eine Währung, eine Wirtschaft, das ist erst unter dem Nationalsozialismus verwirklicht worden und der Reichskommissar für die Wiedervereinigung Oesterreichs wird zusammen mit dem Reichsstatthalter in Wien, Dr. Seyß-Jnquart, dafür sorgen, daß innerhalb eines Jahres auch im Lande Oesterreich die Angleichung vollzogen ist und die tausenderlei Uebergange sich möglichst schmerzlos vollziehen, damit der Oesterreicher endgültig auch rechtlich und wirtschaftlich und kulturell mit Gesamtdeutschland so verwächst wie der Preuße, der Württemberger, der Bayer, der Sachse. D. S. Weitere Angleichungsmaßnahmen. Von großer Bedeutung ist auch die endgültige Umstellung der bisherigen in. Oesterreich herrschenden Währung auf die Reichsmark. Dom 25. April bis 15. Mai nehmen alle öffentlichen Kaffen Schillingnoten entgegen, um sie gegen Reichsmark umzutauschen. Unter Umständen ist ein? spätere Umwechslung bis 31. Dezember 1938 möglich. Die Österreichische Nationalbank tritt daher in Liquidation. Die Aktionäre erhalten als Gegenwert Sckatzanweisungen des Deutschen Reiches, die in 20 Jahren fällig sind und sich zu 4,5 o. H. verzinsen. Die bisherige Nationalbank hat in den Jahren 1936 und 1937 Dividenden in gleicher Höhe ausgezahlt, so daß die Aktionäre keinen Schaden erleiden. Die österreichtsche Landesregierung hat verfügt, daß nur noch 2 v. H. inländische Juden am Hochschulstudium t e i I n e h m e n dürfen, während bisher die Wiener Universität mit 19,42 v. H. eine unverhältnismäßig große Derjudung aufwies. Don Interesse ist auch die Rede des österreichischen Justizministers Dr. Hueber, der die bisherige Zivilprozeßordnung als eine Meisterleistung des österreichischen Rechts ansieht, während er eine Vereinheitlichung des Strafrechts als besonders notwendig bezeichnete. Die rassengesetzlichen Bestimmungen und die Bestrafung von Hoch- und Landesverrat werden in Kürze dey im Reich herrschenden Gesetzen anzugleichen sein. Von großer Bedeutung ist auch die Kundgebung des Führers an den Reichsstatthnlter Dr. Seitz-Inquart, der nach Ablauf der auf ein Jahr berechneten Umstellung in Oesterreich Mitglied der Reichs- regierung fein wird, um auch an dieser Stelle für das Großdeutsche Reich wirken zu können. Prag hat das Wort. In den letzten Wochen haben die bewußt sudetendeutschen Zeitungen zu den innenpolitischen Verhältnissen der Tschechei nicht Stellung nehmen können. Taten sie es, so wurden sie mit den weißen Flecken geziert, die der Rotstift der Zensur geschaf- fm hatte. Und die Zensur wurde so gehandhabt, daß ihre Entscheide spät kamen und die bereits gedruckten Auflagen die vorgesehenen Postzüge nicht er- vichen konnten. Zur geistig politischen Einengung her Meinungsäußerung trat die bewußte materielle Schädigung. Diese sudetendeutschen Zeitungen konnten nichts anderes tun als an Stelle eines eigenen innenpolitischen Leitartikels Meinungsäußerungen tschechischer Blätter abzudrucken. Und man kann fegen, daß damit ein gewisser Leitartikel--„Ersatz" erreicht wurde, denn diese tschechischen Zeitungsstim- rtien waren bis auf wenige Ausnahmen so durchtränkt von chauvinistischem Imperialismus, von blindem nationalistischem Selbstgefühl, von hemmungslosem Haß, daß sich der Leser ein sehr klares Md von der geistigen Verfassung weiter Kreise des tschechischen Volkes machen konnte; und wiederum log der Rückschluß nahe, welches Käfigleben die Sudetendeutschen führen müssen, wenn jäher Haß und blinde Wut selbst in politisch gespannten Zeiten ihr ungehemmtes Unwesen auf tschechischer Seite treiben dürfen. Das ist der Hintergrund, von dem sich die Rede Äonrad Henleins abhebt. Henleins politisch- rednerische Aufgabe war, den Ausbrüchen eines wilden Hasses die Klarheit und Sachlichkeit eines Programmes entgegenz setzen, das die Tschechoslowakei als lebensfähig und lebenswert im Rahmen einer sinnvollen mitteleuropäischen Ordnung erscheinen läßt. Henlein hat für die Erreichung die-' [es Zieles drei außenpolitische Voraussetzungen genannt, nämlich eine Revision des falschen tschechischen Geschichtsmythos, Verzicht auf hie „unglückliche" Auffassung, das tschechische Volk sei berufen, ein slawisches Bollwerk gegen ben sog. deutschen Drang nach dem Osten zu sein, rnb schließlich eine allgemeine Außenpolitik, die die Tschechoslowakei aus der Reihe der Feinde des deutschen Volkes herausführt. ■dien dann di« .......... _________ V’ÄlM M dttser Ordnungs-Gedanke? Er will die Schaf- chonen "rjj'je? nrrrnnHrfcor Dnsf«verlönlickkeiien des tfchecho- I 245 PMd. uw> J Dieses GewB Hochstrecke- ©e* । ta im 6W Das schließt nicht aus, daß der Reichsnährstand 11 nie nichts unversucht lassen wird, um durch ftanbige .. jn, K ?ter Verbesserung der Produktionsmethoden eine Der. ! •Ininie^?L6 billigung der Obst- und Gemüseversorgung unserer Städte zu erreichen. Dieses Streben darf jedoch ! , ßerfw5 nismnlc zur flrrfrhiittpmnn her Lebk>nsariindiva<> hpc > i rh 0 I ‘ . ster mbrinflen- famen Einheitliche Tarifordnungen für den öffentlichen Dienst. niedrigeren preisen an den Markt bringt als in den letzten Jahren. Diese Forderung ist zwar vom Standpunkt des Verbrauchers verständlich, sie übersieht aber, daß es in Deutschland unmöglich ist, Obst und Gemüse zu den Bedingungen an den Markt zu bringen, wie andere, vom Klima mehr begünstigte Lander. Der deutsche Gartenbau mußte schon 1933 16,2 Millionen qm seiner Flache unter Glas haben, um durch künstliche Verlängerung der wachstumsperiode dem Bedarf entsprechen zu können. Für dte Unterhaltung dieser Glasflächen werden alljährlich mindestens 300 000 qm Glas zum Erneuern der Glasfläche verbraucht. Etwa 45 Millionen Mark muß der deutsche Gartenbau jährlich an Heizmaterial für seine Gewächshäuser ausgeben. Alles dies sind Unkosten, di e der Gartenbau anderer Länder nicht zu tragen hat, weil er dank des günstigeren Klimas allein mit Freilandkulturen fein Ziel erreicht. Schließlich muh auch darauf hingewiesen werden, daß die Löhne, die der deutsche Erwerbsgartenbau zu zahlen hat, dank des höheren Lebensstandards unseres Volkes diesem Bedürfnis der Erzeuger anzupassen. Die Reichsgartenschau in Essen wird helfen, dar Verständnis für den deutschen Gartenbau in weiten Kreifen unseres Volkes zu wecken und zu vertiefen. Moskau, - Moskwa" melde geilere „gegen! gläubigen" aus; iieber sämtlich i Keser „Drganijat ’ f\N\ sßi. Md »erben noh ' einden im' o eite re De ttrn und Glä Opfern dieser !l »Hänger der iroolutionäre Äscher Gerüchte Ml gelegt. Di. Mlung „gestan M terroristisc Äosfauer Zeit: mstigen (Miel erheblich höher sind als in anderen Laudern. hinzu kommt, daß das ungünstigere Klima in Deutschland im Gartenbau oft L rute- schwank ungen um 100 bis 150 v. h. herbeiführt. Alle diese Faktoren muh der Verbraucher berücksichtigen, wenn er über die Obstund Gemüsepreise urteilt. -eite ffifp 'J [t oor- 'Geführt1 Frankfurt rüstet zum „Tag des deutschen Handwerks". s* w-Id-t CT*r beim iierun P1.! * 4 6 r i gen ! °cht M° unter „( ^sher das De für die Welt aufzeigen. Am Samstag um 9.30 Uhr werden die gernein» Arbeitstagungen fortgesetzt. Das Blumenwunder im Ruhrgebiet. Reichsernährungsminister Darre eröffnet die Reichsgartenschau Effen 1938. Evangelische Gottesdienstordnung für den 1 Mai. Berlin, 25. April. (DRB.) Der Leiter der deutschen evangelischen Kirchenkanzlei und Präsident des evangelischen Oberkirchenrates Dr. Werner hat die obersten Behörden der deutschen evange- lischen Landeskirchen ersucht, für Sonntag, 1. Mai, folgende Gottesdienstordnung vorzunehmen: Da der Nationalfeiertag des deutschen Volkes in diesem Jahre auf einen Sonntag fallt, ist es erforderlich, daß die Gottesdienstzeiten an diesem Tage so gelegt werden, daß sie nicht mit den von Staat und Partei veranstalteten Feiern zeitlich zusammen- stoßen. Es ist deshalb zweckmäßig, daß am Sonn- tag, 1. Mai, die Gottesdienste einheitlich von 9.30 bis 10.30 Uhr stattfinden. Durch diese Festsetzung wird ermöglicht, daß alle Gottesdienst- besucher am Staatsakt uni) den übrigen Veranstaltungen teilnehmen. Eine Reichsanstalt für Kleischwirtschast. Berlin, 25. April. (DNB.) Im Geschäftsbereich des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft wird eine „Reichsanstalt für Fleischwirtschast" errichtet werden in Verbindung mit dem geplanten Neuvau des städtischen Schlachthofes in Spandau. Das deutsche Handwerk in der Deutschen Arbeitsfront wird ferner seine neue R e i ch s f a ch - schule für das Ffleischerhandwerk in Verbindung mit der Reichsanstalt erbauen. Die derzeitige Reichsfachschule der Fleischer wird Bezirts- fachschule. Das Aufgabengebiet der Reichsanstatt umfaßt wissenschaftliche wie wirtschaftliche Fragen bei der Verwertung von Schlachtvieh auf dem Wege vom Erzeuger über die Vieh- und Schlachthöfe, die Kühl- und Gefrierhäuser, die Würz- und Konservenfabri- ten, den Fleischerladen bis zur Küche des Verbrauchers. Dabei soll der zweckmäßigsten Behandlung des Schlachtviehes vor der Schlachtung, dem Schlachtvorgang selbst und der weiteren Erhaltung und Verarbeitung des Fleisches sowie der Verwertung der Schlachtabfallprodukte besondere Aufmerksamkeit geschenkt und an einer sinnvollen Lenkung des Verbrauches und an der zweckentsprechenden Ausgestaltung der Dorratswirtschaft mitgewirkt werden. Eine wesentliche Aufgabe wird sodann die Beratung der Gemeinden auf dem Gebiete der Schlacht- und Viehhöfe darstellen. Alle Neuerungen sollen in eigenen Versuchsanlagen praktisch erprobt werden. Durch die Verbindung der neuen Reichsfachschule der Fleischer mit der Reichsanstalt wird erreicht, daß wesentliche Forschungen auf den Gebieten der Verarbeitung und der Verwertung dem Fleischerhandwerk praktisch zugänglich werden. Die Lehrgangsteilnehmer der Reichsfachschule werden über alle Fortschritte unterrichtet werden. dtt der l S’n'-cn3^h D Rn Lj von Lun jlQ Lsische Front 1 Lchbrechen^ Lei, d-r mch Wien W d" je Oh- °°n J «r te Z'-> I» iitoeften uni JJl „«itildje 6t* jihsien an. Unter Miwick japanischen l jopaner am Son, Inten Ufer l 0 Kilometer von 66 westwärts gel leben damit an d ,egs an der Wu leier nördlich di löglidjermeife lei sf 'nsioe gegen d jir! hankau. Rommen rouri «rbandes „Be- ialflung be: y der Aeuß Kreits vor einet Afunden ha J«W«n Lamas Wlet, Jugo Sn die Mong blattes veröffentlichten Tarifordnungen für die Gefolgschastsrnitgliede. der Straßenbahnen, der S t a a ts f o r'st v e rw al t u n g e n und der Öffentlichen und öffentlich-rechtlichen Kreditanstalten und öffentlichen Bausparkassen als Sonderdruck herausgegeben, der vorn Verlage des Reichsarbeitsblattes, der Derlagsanftatt Otto Stollberg, Berlin W 9, zu beziehen ist. Erschwerung des deutsch-englischen Reiseverkehrs. Berlin, 25. Mai. (DRB.) Die englische Regierung hat durch ihre Botschaft in Berlin der Reichsregierung mitteilen lassen, daß sie das zwischen dem Deutschen Reich und Großbritannien bestehende Abkommen über die Befreiung der beiderseitigen Staatsangehörigen vom Sichtvermerkzwang zum 21. Mai 1938 kündige. Die Maßnahme der englischen Regierung ist zu bedauern, weil sie eine erhebliche Erschwerung des normalen deutsch-englischen Reiseverkehrs mit sich bringen wird. Wie außerdem verlautet, will die englische Regierung die Inhaber österreichischer Pässe schon vom 2. Mai an nur bann zur Einreise nach England zulassen, wenn diese Pässe mit einem englischen Sichtvermerk versehen sind. Beschleunigter Ausbau des britischen Luftschutzes. London, 26. April. (DNB. Funkspruch.) Im Innenministerium fand eine Beratung zwischen Innenminister Hoare und den Leitern des britischen Luftschutzes sowie Vertretern von rund 2000 britischen Gemeinden statt. Es wurde beschlossen, den Ausbau des britischen Luftschutzes derart zu beschleunigen, daß noch im Laufe dieses Jahres die Zahl der freiwilligen Mitarbeiter eine Million erreichen soll. Zur Zeit beträgt sie rund 400 000. Der englisch-irische Ausgleich. London , 25. April. (DNB ) Das am Montag in London unterzeichnete englisch-irische Abkommen umfaßt ein Verteidigungsabkommen, ein Finanzabkommen und ein Handelsabkommen. Das Verte id i g u n g s a b k o m m e n sieht vor, daß die britische Regierung das Eigentum und die Rechte der britischen Admiralität in den irischen Häfen Borehaven, Queenstown und Lough Swilly der irischen Regierung bis zum 31. Dezember zurückgibt. Das Finanzabkommen sieht vor, daß die irische Regierung einen einmaligen Betrag von 10 000 000 Pfund Sterling an Großbritannien zahlt. Damit sollen sämtliche Ansprüche Großbritanniens gegenüber Irland abgegolten sein. Nicht berührt durch dieses Abkommen wird iedoch die jährliche Entschädigungszahlung Auf einer Arbeitstagung der Leiter des Reichsberufswettkampfes sprach Obergebietsführer A x- mann über die von der weiblichen Jugend geleistete Sozialarbeit. Hauswirtschaftliche Ertüchtigung, BDM.-Haushaltungsschulen und Landdienst der weiblichen Jugend seien unlöslich mit unserer modernen Mädelerziehung verbunden. In ihnen offenbare sich die gesunde, jeder weltfremden Romantik entzogene Lebensführung der nationalsozialistischen Jugend. Das BMW.-Werk Glaube und Schönheit und weibliche Sozialarbeit verkörpert heute das Leben und die Arbeit des BDM. Die sozialpolitische Ertüchtigung der weiblichen Jugend sei die notwendige Ergänzung bep im BDM.-Werk eingeleiteten Erziehung der 17» bis 21jährigen zu gemeinschaftsverbundenen Persönlichkeiten. Erst der harmonische Zusammenklang beider Arbeitsgebiete werde über die Zukunft des BDM. entscheiden. Die Referentin für den BDM Obergauführerin Jutta Rüdiger betonte, daß dem B D M. - Werk Glaube und Schönheit das Bestte- ben zugrunde liege, für die Entfaltung aller schöpferischen Begabung der Heranwachsenden Frauen- generationen eine sinnvolle Form des Gemeinschaftslebens zu finden. Die Entwicklung des Mädels zur Frau dürfe in dieser letzten Stufe, die durch eine Fülle künstlerischer, handwerklicher und sportlicher Neigung gekennzeichnet fei, nicht durch eine ft arte und unangemessene Dienstordnung behindert wer- den. Die Erziehung zu einem stolzen Selbstbewußt- fein und zu der natürlichen Schönheit des gesunden Menschen erfordere eine Auflockerung des Dienstes, wie sie in der Arbeitsgemeinschaft des BDM.-Wer- kes zum Ausdruck komme. Durch die vielfache Form der Sozialarbeit führe der BDM. seine Gefolgschaft zu den ursprünglichen Berufen der Frau. Nahrungsmittelhandwerk tagt im Adolf-Hitler-Saal, das Bau- und Holzhandwerk im Schumann-Theater, das Metallhandwerk im Bürgersaal des Römer und das Bekleidungshandwerk im Volksbildungs- heim. Die Beiräte der Reichsinnungsoerbände und die Reichs- und Gaufachschaftswalter des Deutschen Handwerks in der Deutschen Arbeitsfront finden sich um 16 Uhr zusammen. Um die gleiche Zeit nimmt das große Maienfest, das die NS.-Gemeinschcrst „Kraft durch Freude" im Palmengarten veranstaltet, seinen Anfang. Den Höhepunkt des Deutschen Hand« werkertages bildet die große Schluß kund- ge bring am Sonntag um 11 Uhr in der Festhalle. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und Reichswirt' schaftsminister Funk werden hier zu vielen Tausenden von Amtsträgern und DAF.-Maltern des Handwerks sprechen. Die Vorarbeiten zur Ausschmückung der Festhalle sind bereits im vollen Gange. Die Festhalle wird innen mit rund 25 000 Meter weißen Nessels bespannt und mit etwa 2000 laufenden Meter Goldlorbeer verbrämt. Gegenüber dem Eingang, hinter dem Rednerpodium, wird der Nesselstoff fächerartig gespannt. Vor ihm findet ein großer vergoldeter Hoheitsadler mit einer Spannweite von 20 Meter Aufstellung, während von der Decke herab große Beleuchtungskörper in Kugelform das Licht in den für rund 20 000 Menschen bestimmten Riesenraum strahlen werden. Wenn die Halle am 6. Mai ihre Pforrn öffnen wird, wird sie in ihrem Schmuck Zeugnis von dem künstlerischen Hochstand handwerklicher Leistungen ablegen. Der diesjährige „Tag des Deutschen Handwerks" wird vom 5. bis 8. Mai in Frankfurt a. M. vom Deutschen Handwerk in der Deutschen Arbeitsfront und vom Reichsstand des Deutschen Handwerks durchgeführt. Den Auftakt bilden die Eröffnung der Neichsausstellung, „Handwerker- Wettkampf 193 8" und die Ehrung der Reichssieger des HWK. am Donnerstag, dem 5. Mai, 16 Uhr, im Bachsaal der Festhalle durch ben Reichsorganisationsleiter Dr. Ley. Die Reichsausstellung wird eine große Schau überdurchschnittlicher Arbeiten werden, die von dem wiedererwachten Schöpfergeist und dem technischen Können des Handwerks beredtes Zeugnis ablegen wird. Die Reihe der Tagungen wird um 18.30 Uhr mit der Tagung der Geschäftsführer und Referenten des Reichsstandes des Deutschen Handwerks im Adolf- Hitler-Saal eingeleitet. Auf ihr wird Staatsrat Schmeer die grundsätzliche Linie der künftigen Handwerkspolitik aufzeigen. Auf einer Tagung der Amtsträger und Walter des Handwerks am Freitag, dem 6. Mai, um 10 Uhr, werden der Leiter des Deutschen Handwerks Paul Walter und der kommissarische Reichshandwerksmeister Schramm das Wort ergreifen. Um 16 Uhr wird die Lehrschau „Das Lebensbild des Deutschen Handwerks" auf dem Festhallengelände eröffnet. Die Lehrschau will zum erstenmal das deutsche Handwerkerschicksal im Laufe der Jahrhunderte beleuchten und die gewaltige Geistesleistung des Handwerks niemals zur Erschütterung der Lebensgrundlage des deutschen Gartenbaues führen. 7 muß begreifen, daß die Erzeugung von Obst und Gemüse st arten jahreszeitlichen Schwankungen unterworfen ist, die durch Menschenhand nicht beseitigt werden können. Bei den in ben letzten Jahren durchgeführten Werbe- maßnahmen zur Unterbringung plötzlich austretender Ueberschüsse an ©artenbauproouften haben wir ge- sehen, daß der deutsche Verbraucher bereit ist, sich Essen, 26. April. (DNB.) Heute öffnete die Reichsgartenschau Essen 1938 ihre Pforten. Ein Rundgang am Vorabend zeigte, was der Reichsnährstand und die Stadt Essen in erfolgreicher Zusammenarbeit hier im Lande der Kohle und des Eisens geschaffen hat. Mit der Reichsgartenschau, die sich auf einem fast 500 000 Quadratmeter großen Gelände ausbreitet, ist eine Ausstellung geschaffen worden, die mehr ist als eine vorübergehende Erscheinung; sie wird als Daueranlage erhalten bleiben. Von Jahr zu Jahr soll sie an Schönheit gewinnen als der große Volksgarten des Ruhrgebietes, der sich mit vollem Recht einreiht in die Zahl der großen Gartenanlagen Deutschlands und Europas. Ueberraschend ist die Fülle dessen, was der deutsche Gartenbau hier zusammengetragen hat. Der Frost und der Schneefall der letzten Tage haben dem Blühen und Spießen in dem großen Blumengarten kaum etwas anhaben können. Die Reichsgartenschau wird nicht zuletzt durch die besondere Pflege und Forderung, die sie dem Kleingarten zuteil werden läßt — ihre Aufgabe erfüllen, Fachausstellung nach den Grundsätzen des Reichsnährstandes und zugleich Volksausstellung im besten Sinne des Wortes zu sein. Sie schlägt eine Brücke zwischen Stadt und Land — das ist bas hohe Ziel, bas der Reichsgartenschau inmitten bes dicht besiedelten Ruhrgebietes mit seinen Millionen schaffender Menschen vornehmlich gesetzt ist. Aeichsminister Darrö eröffnete am heutigen Dienstagvormittag im Rahmen eines Festaktes die Reichsgartenschau mit einer längeren Rede, in der er u. a. folgendes ausführte: Das Essen von heute ist nicht mehr die Industriestadt von früher, di» angeblich so rußig ist, daß man sich jede Stunde einen neuen Kragen umbinden muß. Gerade hier im Zentrum deutscher Industrie ist die Sehnsucht nach dem Boden und nachderNatur zum Durchbruch gekommen und hat so im Rahmen eines planmäßigen Ausbaues der G a r t e n a n l a g e n der Stadt Essen auch Veranlassung gegeben, sich zum zweiten Mal für eine allgemeine, große Gartenschau zur Verfügung zu stellen. Die Stadt Essen hat hierdurch allen Großstädten gezeigt, daß die Verbindung der Menschen zur Natur und zum Boden gehegt und gepflegt werden muß. Sie hat gezeigt, daß der Mensch und der Boden zusammengehören und der Gartenbau hierzu für den großen Teil unseres Volkes die Wege ebnet, dem andere Möglichkeiten durch die Enge unseres Raumes verschlossen sind. In wie starkem Maße der Gartenbau aus hieben tieferen Gründen Sack)e des ganzen Volkes ist, geht allein schon daraus hervor, daß von 17'/2 Millionen Haushaltungen in Deutschland (ohne Oesterreich) 5,5 Millionen Haushaltungen über einen Kleingarten verfügen. Diese Kleingärten sind nicht nur Nutzgärten, die der Selbstversorgung vieler Familien mit Obst und Gemüse dienen und im Zeichen unserer Devisennot natürlich besonders intensiv bewirtschaftet werden müssen, sie sind gleichzeitig Schmuck- und Ziergärten, die mit unendlicher Liebe und Sorgfalt betreut werden. Aus diesen Kleingärten hält dix Blume und Zierpflanze ihren Einzug auch in Wohnungen von Bevölkerungsschichten, die wirtschaftlich nicht in der Lage wären, sich regelmäßig Blumen zu kaufen, die sie zum Schmuck ihrer Wohnung oder zur Steigerung der Freude an Festtagen gern in ihren vier Wänden sehen. Der Nationalsozialismus hat aber auch durch die Werbung für die „Schönheit der Arbeit" den Gartenbau in Bezirke geführt, die ihm bisher verschlossen schienen. Gerade durch das Eindringen in den Alltag leistet der Gartenbau einen neuen wesentlichen Beitrag zu dem kulturellen Leben unseres Volkes. Zu der kulturellen Bedeutung des Gartenbaues für unser Volk kommt die nicht geringere volks- wirtschaftliche Bedeutung. Diese erschöpft sich nicht in der eindrucksvollen Höhe des Produkttonswertes des Gartenbaues, der z. Z. auf rund einer Milliarde RM. geschätzt wird. Noch klarer erkennt man die volkswirtschaftliche Bedeutung des deutschen Gartenbaues, wenn man feststellt, daß der deutsche erwerbsmäßige Gemüseanbau und die Obstanlagen nur etwa 1 v. H. der landwirtschaftlichen Nutzfläche bes alten Reichsgebiets umfassen, wertmäßig aber mehr als 20 v. H. der gesamten pflanzlichen landwirtschaftlichen Erzeugung auf die Erzeugung von Obst und Gemüse entfallen. Wir wissen, daß Obfl und Gemüse wichtig für die Volksgesundheit sind und deshalb dem deutschen Volke in wachsendem Maße zugeführt werden müssen. Es gelang, einen stark steigenden Verbrauch an Obst und Gemüse in wachsendem Maße aus Inländische^ Erzeugung zu befriedigen. Obwohl im Jahre 1937 mit 2,8 Millionen Tonnen Obst (ohne Südfrüchte), 718 000 Tonnen oder 34 v. h. mehr verbraucht wurden als im Jahre 1932, deckten wir unfern Obslbedarf im Jahre 1937 z u 8 9 v. h. aus inländischer Erzeugung gegen einen Jnlandsanleil von nur 75 v. H. an der Versorgung im Jahre 1932. Der Verbrauch an Gemüse erhöhte sich von 1932 bis 1937 um 464 000 Tonnen oder 15 v. h. auf 3 533 000 Tonneh. Gleichzeitig stieg der Anteil der Jnlandserzeu- gung am Gesamtverbrauch von 91 v. h. auf 94 v. h. Im Jahre 1937 gelang es, durch ein planvolles Zusammenwirken von Marktordnung und Werbung eine Riesenapfelernte von 18,6 Millionen Doppelzentner zu verwerten. In früheren Zeiten wäre ein solcher Apfel feg en zum Unsegen für alle Apselerzeuger geworben. Aehnlich war es mit der Rekordernte an Kohl, die uns bas Jahr 1936 brachte. Es besteht gar kein Zweifel, daß ohne die Marktregelung damals ein vollständiger Zusammenbruch bes Kohlmarktes und ein riesiger Verderb von Kohl eingetreten wäre. Dem Obstbau wurden ganz neue Absatzmöglichkeiten durch die Marmeladeverbilligungsaktion erschlossen. Auch die ständige Steigerung des Verbrauchs von A p f e 11 a f t gibt dem deutschen Obstbau immer neue Möglichkeiten, aber auch neue Aufgaben. Zur Forderung der Obsterzeugung wurden mit Unterstützung des Reichs von 1934 bis 1937 2 820 000 Obstbäume neu gepflanzt, 234 000 Obffbäume wurden mit 4 340 000 Pfropf köpfen veredelt. Gleich- zeitig fetzte ein intensiver Pflanzenschutz - dienst ein. Vielfach wird von dem deutschen Gartenbau verlangt, bafo er feine Erzeugnisse zu wesentlich Berlin, 25. April. (DNB.) Am I.Mai 1938 treten die vom Reichstreuhänder für den öffentlichen Dienst erlassenen drei großen Tarifordnungen für den öffentlichen Dienst in Kraft, durch die die Arbeitsbedingungen aller Gefolgschaftsmitglieder des äffentlichen Dienstes in ganz Deutschland, ausgenommen das Land Oesterreich -r zum erstenmal einer einheitlichen Regelung unterstellt werden. Die allgemeine Tarifordnung gilt für alle Gefolgschaftsgruppen gemeinsam, während die Tarifordnungen Ä und B die besonderen Verhältnisse der Angestellten bzw. der Arbeiter regeln. Die dem öffentlichen Dienst im besonderen Maße zum Nutzen von Volk und Staat gestellte hohe Aufgabe uer» pflichtet zur vorbildlichen Erfüllung der Dienstpflichten und zu einem der öffentlichen Stellung angemessenen Verhalten in und außer dem Dienst. Dieses Treueverhältnis ftndet in dem vorgeschriebenen Gelöbnis auf den obersten Repräsentanten von Volk und Staat, ben Führer und Reichskanzler Adolf Hitler, seinen feierlichen Ausdruck. Der öffentliche Dienst gilt als eine Einheit. Als Dienstzeit gilt jebe Tätigkeit rm Bereich der öffentlichen Hand, gleichviel in welchem Verhältnis, ob als Beamter, Angestellter oder Arbeiter, und in welchem Dienstzweige, ob beim Reich, einem Lande, bei einer Gemeinde usw. sie verbracht ist. Dementsprechend wird auch die Kriegs- dienstzeit, die Militär - und Arbeits- dienstzeit einschließlich der Hebungen auf die Dienstzeit angerechnet. Weitere Auswirkungen des Treueprinzips sind die Verlängerung der Treudienstpflichten und die Einführung der Unkünd- barfeit nach 25 Jahren sowie die Dienstzeitzulagen und das Treugeld. Neu eingeführt ist eine zusätzliche Wachenhilse für weibliche Gefolgschaftsmitglieder, ein erhöhter Urlaub für Jugendliche und eine Erhöhung der Kinder Zuschläge. Den im Krieg und im Frei- heitskampf der Bewegung in ihrer Gesundheit Ge- schädigten werden auch bei verminderter Leistungsfähigkeit die vollen Dienstbezüge gesichert; ihrem erhöhten Erholungsbedürfnis ist durch einen Zusatzurlaub Rechnung getragen. Schließlich hat der Reichstreuhänder für den öffentlichen Dienst auch eine Nachprüfung der die örtliche Lohnhöhe regelnden Ortslohn staffeln mit dem Ziel einer Neuordnung in die Wege geleitet, die aber zur Zeit wegen der erforderlichen umfangreichen Feststellungen noch nicht abgeschlossen ist. So bringt das neue große Tarifwerk die einheittiche Ausrichtung auf dem wichtigen Sondergebiet1 bes öffentlichen Dienstes und hebt zugleich den Lebens- stand der mehr als 100 000 im öffentlichen Dienst Schaffenden auf die Höhe, die im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten des Gescrmtvolkes zur Zeit erreichbar ist. Die Tarifordnungen werden zusammen mit ben in derselben Ausgabe des ReichsarbeitsMittelschnl-Zinanzgesetz in Preußen. Berlin, 25. April. (DNB.) Die neueste Aus- Sabe der Preußischen Gesetzsammlung enthält ein Ittttelschulfinanzgesetz. Es bringt für die Unterhaltung der öffentlichen mittleren Schulen in Preußen eine einheitliche, in sich geschlossene Regelung. Es vereinfacht dabei das bisherige Verfahren bei der Aufbringung der Lasten und führt eine finanzielle Verbesserung vor allem dadurch herbei, daß es die Beteiligung des Staates an den Kosten der Unterhaltung der öffentlichen mittleren Schulen in einem bestimmten Verhältnis zu diesen festsetzt — unabhängig von dem Staatsanteil an den Dolksschul- lasten. Fortgang des Reichöberufsweitkompses. Hamburg, 25. April. (DNB.) Nach den Sportkämpfen des Reichsberufswettkampfes am Sonntag begannen am Montag die Prüfungen in Berufstheorie und Weltanschauung. Wettkampfstätten waren Berufsschulen Hamburgs, geprüft wurde in vier Leistungsklassen, be-- handelt wurden dabei Fragen der aktuellen Welt- polittk. Ein einmaliges Bild boteh die Hauswirt- fchaftlichen Wettkämpfe in den Hamburger Zoo-Hallen. 5000 Mädel kochten, 200 plätteten und 730 faßen an Nähmaschinen, um ein Kleidungsstück für Kinder zu nähen. In der 2. Berufsschule waren die 500 über 23 Jahre alten weiblichen Wettkämpfer aus allen deutschen Gauen zusammengekommen, unter ihnen Fabrikarbeiterinnen, Wohl- sahrtspflegerinnen, Näherinnen, Friseusen, überhaupt jeder Beruf, in dem Frauen tätig find. Ihre zusätzliche hauswirtschaftliche Aufgabe begann mit dem Kesselscheuern und endete mit der Zubereitung eines zum Aufträgen fertigen Gerichtes. Der Verbraucher Adelten de ia von Obst und einer MA WW7:"> W i -: M W: L - ^DW »8» -MMS -O Hilde, Du weinst? Host OuDichmitHoni gestritten K T=v»,un FEX, dos neue, zeitgemäße Feinwasd*- mittel der Sunlicht, wurde eigens für — Sei dodi nicht so kleinlich, Hans; das kann doch mal geschehenI — Einmal — ja! Aber Dir passiert dos alle Tagei — Nein, nein — aber sag't hast Du auch soviel > Pech mit deny^j Strümpfen?/^» FEX Ist schärf efreh auch zarteste Gewebe und empfindlichste Farben bleiben geschont —^iDie Geschichte von der Laufmasche d'no»Vonnn *D°SJ WosC nur und flucht, fand er hier vor, und zwar in Hülle teileoerfcijri. wurde. F6-222. maligem Spülen, entfernen. Teoolutionäre Agitation, Verbreitung provokato- rilcher Gerüchte", Sabotageakte und Spione (!) zur . Lest gelegt. Die Gläubigen hätten nach ihrer Ver- FEX besitzt eine verblüffende Reinigungskraft: man sieht geradezu, wie der Schmutz nur so aus der Wäsche „schwimmt*. FEX ist ausgiebig und billig: ein Eßlöffel gibt vier Liter Waschlösung, und das Paket, ausreichend für 40 Liter, kostet nur 28 Pf. FEX wäscht in jedem Wasser, gleich ob hart oder weich; nie bildet sich Kalkseife. FEX ist bequem in der Anwendung; es löst sich in kaltem öder handwarmem Wasser gleich gut und läßt sich leicht, oft schon mit einff i n b e n im Talar" aufgezählt. Zahlreiche weitere Verhaftungen feien unter Prie- fürn und Gläubigen vorgenommen worden. Den Opfern dieser neuen Aktion der GPU. gegen die Anhänger der Orthodoxen Kirche mürben „konter- Lob. Hundert Meter hinter der Wasserdurchfahrt trafen wir mit betrübten und dreckper/lebten Gesichtern einen Oberleutnant und einen Leutnant von der Münchener Kriegsschule. Sie waren auf ihrer die Pflege von Kunstseide, Wolle, Zellwolle und oll der vielen neuzeitlichen Gewebe geschaffen. FEX, völlig neuartig in seiner Zusammensetzung, ist auch in seiner Wirkung überraschend: es reinigt nicht nur — es verschönt Gewebe und Farben. Es ist wirklich eine Freude, zu sehen,wie weich die Wolle wird.welch wunderschönen Glanz Kunstseide bekommt, und wie die Farben im FEX-Bad geradezu neu auflebenl FEX ist ein Sunlicht Waschmittel: Rhsien längs der Zweigbahn von _ die Nähe von Taiertschwang ausgerichtet wurde. irämingen für b aßenbahnu ingen und k lichen Kredi aujparkassen al der vom Derlei erlagsmistalt fr ehen ist. Unsere Bilder veranschaulichen so recht die Unwegsamkeit des Geländes, durch das die Strecke für die Wehrmachtsmeisterschaften gelegt war. Links: Mit aller Kraftanstrengung wird das Motorrad mit Beiwagen den Hang hinaufgeschoben. — Rechts: Steile Abfahrt in einen kleinen Fluß, der durchquert werden mußte. — (Schirner-M.) Der Reichsminister des Innern weist darauf hin, daß nach der Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Goldalen und Motors im Kampf mit Gand und Schlamm Krastfahrmeisterschasten der Wehrmacht. Don unserem K. B.-Äerichterstatter. Adolschltler-^.k ^chumann-T^| erlaa[ des 3M " Volksbildung lngsverbände irj ier des Deulschol lssront finden El lA Zeit nijl Ns.-T«meinjchnl arten oeranstchl - Deutschen M vchlußkunli r >n der FesthL J und Reichswiv r zu vielen Je, AF.-Waltern tu 'ung der Festtzli ie Festhalle ml eißen Nessels'k- »den Meter G i Eingang, hinln selstoff fächerarli: *c vergold«n ite von 20 Mein >ecke herab grch bas Licht in ta uten ftieienraim am 6. !Dlai ihn ihrem Schmus Höchsten- tjanb schuhet r zuniWchl;I 2000 d De b-E»| ziusalei" AtW sjiflor. 1 ineri' $flj yti'l imiflen' iiafc L s "&i ff ich- SrlWl .glischen iM Fülle, und die Minuten, in denen man sich auf der Landstraße kurz verpusten konnte, waren zu zählen. Außerdem mußte dann meist noch Gas gegeben werden, um Zeitverluste einzuholen oder um Zeitgewinne als Reserven zur Verfügung zu haben. Von 6 Uhr morgens an wurden an zwei Fahrtagen die Teilnehmer auf die je 150 Kilometer lange Reise geschickt. Es erscheint vielleicht manchem als ein Kinderspiel, 150 Kilometer an einem Tage zu fahren. Aber dieser Tag, der nur das Gute für die Fahrer hatte, daß es nicht auch noch regnete, begann für die Krafträder mit einer Querfeldein f a h rt auf dem Truppenübungsplatz Sennelager, bei der es gleich vielversprechend über Stock und Stein ging und bei der obendrein noch ein halbes hundert Kontrolltafeln richtig angefahren werden mußten. Danach ging es bergauf und bergab in munterer Folge, einmal durch feuchten, glitschigen Mergel, ein andermal durch mahlenden Sand. Drei Stunden nach dem Start trafen wir die ersten Einzelfahrer auf Krafträdern, wie sie sich bei Stapelage bemühten, ein paar widerliche Dellen im Sturm zu nehmen. Nicht wenige blieben stecken und mußten ihre Maschine aus dem tiefen Sand höchst eigenhändig wieder herausziehen. Bei dieser Gelegenheit wurde erkennbar, daß es der Einzel- fahrer tatsächlich am schwersten hat, er ist ganz auf sich und seine Maschine angewiesen. Die Marine- fahrer hatten zudem noch ein übriges zu tun und sich mit dem umgehängten Gewehr, das sie sonst nie so tragen, abzufinden. Und nach abermals drei Stunden trafen wir die ,Kräder" bei einer der Wasserdurchfahrten wieder, die noch gerade zum bösen Ende eingelegt waren. Jetzt waren die Spuren dieses unerhörten sechsstündigen Kampfes aufs deutlichste sichtbar geworden. Fahrer und Maschinen wiesen reichliche, allzu reichliche Spuren des Lipper Landes auf, und schon gab es eingedrückte Kotflügel und beschädigte Seitenwagen zu sehen. Selbstverständlich hatte es bei einer solchen Strecke auch Ausfälle gegeben, aber die meisten hatten es doch geschafft. Der Kampf um die Gutpunkte war freilich alles andere als leicht gewesen, auf leichte Art kam man nur schnell zu den gefürchteten Schlechtpunkten. Hier bei der Wasserdurchfahrt kam es vor allem darauf an, zu verhüten, daß kurz vor dem Ziel die Kerzen naß wurden oder der Vergaser Wasser schluckte. Bei den Mannschaften waren die Beifahrer wie der Blitz von den Maschinen, wenn die Sache kritisch zu werden drohte. Diese Zusammenarbeit verdient in den allermeisten Fällen höchstes A k°r9unq Ji eben 4*1 ' ist. bieti 5 tonnen ei ®tlt" M SWretJ ’, tere|t ist. d 3nJuPQn • Men, J rt®* i" Unb $u geS Gläubigen hätten nach ihrer Der- ihof'tung ,"gestanden", ein ganzes Spionagenetz, ja sogar terroristische Gruppen, gebildet zu haben. Die Moskauer Zeitung „Trud" bemerkt, daß auch in sonstigen Gebieten der Sowjetunion neue Verfolgungsaktionen gegen die Kirchenanhänger vor- flenommen wurden. In der Zeitung des Gottlosen- rerbandes „Besboschnik" wirb über die 23 e r • solgung der buddhistischen Priester in der Aeußeren Mongolei berichtet, daß bereits vor einem Jahr in Ulan-Bator ein Prozeß slottgefunben habe, auf dem zusammen mit den höchsten Lamas auch das geistliche Oberhaupt der Mongolei, Jugotsar Hubuktu, der Verschwörung gegen die mongolische Sowjetregierung sowie der Spionage zugunsten Japans (!) bezichtigt gefahren, hatten einen ausgezeichneten Start gehabt und hatten zudem noch einen erheblichen Zeit- gewinn herausgefahren. Und nun streikte plötzlich der Motor. Unter reichlichem Gebrauch der Vokabel, die im Kriege am meisten angewendet wurde, waren sie dem störrischen Motor zu Leibe gegangen. Nichts hatte geholfen! Nun war die ganze An- strengung umsonst gewesen. — Aber immer noch einmal wurde das völlig unnütz Erscheinende versucht. Was soll ich erzählen? Beim hundertundeinten Male besann sich vlötzlich und unerwartet der Motor auf seine wehrsportliche Pflicht und bewies damit, daß auch ein Motor so etwas wie eine Seele haben muß. Der Leutnant sah auf seine Uhr. „Hurra, wir haben noch fünfzehn Minuten Zeit. Nun nix wie nuff." Da brausten die beiden Offiziere ab wie die jungen Teufel, dem nahen Ziel entgegen. Die Lastkraftwagen und Personenkraftwagen hatten es nicht leichter; im besonderen war ein wirkliches Steckenbleiben bei ihnen viel mehr mit der schlimmen Chance des Aufgebens verbunden, und nicht alle Lastkraftwagen hatten soviel Glück wie der bayrische Schirrmeister, der kurze Zeit, nachdem er gegen einen Baum gerannt und rückwärts abgerutscht war, durch einen friedlich feines Weges ziehenden Panzerwagen flottgemacht werden konnte, und der nun mit einigen Schlechtpunkten wegkam, während er sonst unweigerlich hätte aufgeben müssen. Am Ende dieser abenteuerlichen Reise landeten die Fahrer wieder auf dem Sennelager, um nun das ihnen auferlegte Schießpensum zu absolvieren. Wahrhaftig keine Kleinigkeit für den, der sechs Stunden die Hälfte an der Lenkstange gehabt hatte und schlimmer als von den Wellen des Ozeans bin- und hergeschaukelt worden war! Der dritte Kampftag brachte dann den interessantesten Teil des Kampfes: Eine Nachtfahrt mit Orientierungsaufgaben. Dabei war an den Scheinwerfern nur der schmale Sehschlitz vorhanden, und jeder Fahrer erhielt eine kleine Taschenlampe ausgehändigt. Am Schluß der gesamten Fahrt sand dann die Zustandsprüfung statt, b. b. es wurden äußerlich erkennbare Schäden an den Fahrzeugen festgestellt, für die Schlechtpunkte gewertet wurden. Was nun das Gesamtergebnis des Meisterschaftskampfes anlangt, so kann gesagt werden, daß die Sieger sich ihren Sieg haben ehrlich erkämpfen müssen. Aber auch diejenigen, die nicht placiert werden konnten und die Fahrt voll durchgeführt haben, verdienen höchste Anerkennung. Im ganzen hat sich wieder einmal gezeigt, wie weit die Motorisierung unserer Wehrmacht fortgeschritten ist. Wir haben nicht nur die guten Maschinen, wir haben auch die Menschen als Kämpfer und Könner. Und darauf kommt es am wesentlichsten an! fanden sich Vertreter aller Waffen. Den Teilnehmern dieser Kämpfe war nichts ge- ... -------- schenkt. Die Geländestrecke, die hier ausgesucht war, Maschine mit Seitenwagen die achthundert Kilo- batte es in sich. Alles, was der Kraftfahrer ver- meter von München bis Paderborn in einem Tage Nationalspanische Offensive nördlich von Ternel. Salamanca, 26. April. (DNB. Funkspruch.) Der nationalspanische Heeresbericht bestätigt die im Norden von Teruel begonnene Offensive. Im Alfambra-Abschnitt durchbrachen die kastilischen Truppenverbände unter dem Befehl Darelas südlich von Montalban die rote Front an drei Stellen. Südlich der Hauptstraße Montalban—Alcaniz wurden zahlreiche Orte, darunter Canada und Aliaga genommen. Wegen diese am Samstag begonnene nationale Offensive unternahmen die Roten am Sonntag heftige Gegenangriffe, die aber sämtlich abgeschlagen wurden. Der Durch- bruch erfolgte in einem Abschnitt, wo die Bolschewisten ein System von Grabenlinien angelegt hatten, das mit Beton und Eisenpanzern befestigt war und durch zahlreiche Maschinengewehre und Drahthindernisse verteidigt wurde. Die Nattonalen gingen dieses starke Verieidigungssystem durch ein geschicktes Manöver, vom. Rücken her an. Der Durchbruch erfolgte aus einer Breite von 30 Kilometer und wurde 23 Kilometer weit Dorgetrieben. Das an den drei 2Ingri ff stagen eroberte Gebiet ist 460 Quadratkilometer groß. Kleine politische Nachrichten. DerFührerundReichskanzler besichtigte im Beisein des Reichsjugendführers neue M o - delle von A d o l f - H i t l e r - S ch u l e n und von H I.- He i m e n. Sein besonderes Interesse galt den Kleinheimen und ihrem dazu gehörigen Jugendgelände, wie sie vor allem im Grenzland künftg errichtet werden sollen. Im Reichs- und Preußischen Ministerium des Innern fand die Auszeichnung von etwa 300 Beamten des Reichsministeriums für 30- und 40jährige Tätigkeit mit dem Treudienst» Ehrenzeichen statt. Reichsminister Dr. Frick hielt eine Ansprache, in der er seiner Freude darüber Ausdruck gab, daß er einer so stattlichen Anzahl das Ehrenzeichen im Auftrage des Führers und Reichskanzlers überreichen könne. ion 250 000 Pfund der irischen Regierung, die im Jahre 1925 festgesetzt wurde. Das Finanzabkommen sieht weiter die Abschaffung der Son- jerzolle vor, die in Irland auf englische Waren mö in Großbritannien auf eine Reihe irischer Warrn eingeführt worden war. Das Handelsabkommen sieht die trete Einfuhr irischer Güter nach Großoritan» ir.en vor, mit Ausnahme einer Reihe von landwirt- shastlichen Erzeugnissen, die aber eine ähnliche Vor- Mszollbehandlung genießen wie Waren aus den Jominions. Die irische Regierung verpflichtet sich, tr.e Zölle auf eine Reihe von Waren herabzufetzen und eine Reihe von Schutzzöllen zu ermäßigen. Die jlsherige Kontingentierung der britischen Kohlen- infuhr nach Irland fällt fort. Die Blätter sind des Lobes voll für Chamber- la in, d e Valero und insbesondere für den fominienminifter Malcolm Macdonald, der tze Verhandlungen führte. Nach der Unterzeichnung j>5 Vertrages stattete der amerikanische Botschafter Kennedy dem irischen Minister- päsidenten de Valero in dessen Hotel einen Besuch ob, der zeigt, welches Interesse die Vereinigten Staaten einer englisch-irischen Verständigung ent- ^genbringen. Erbitterte Kämpfe an der Schantung-Krortt. ‘ cufrüJ Reuter meldet aus Moskau, daß der britische kündig Botschafter beim Sowjetaußenkornrnissar wegen der 1 - ,,.nn ist t. Inhaftierung einer britischen Staats- OH gehört gen vorstellig geworden ist. Diese sitzt seit acht Monaten in Sowjetgefang- nissen unter „Spionageverdacht", ohne daß man ihr bisher das Verfahren gemacht hat. Hankau, 25. April. (DNB.) Tschiangkai- sch e k hielt am Wochenende in Hsütschau eine Konferenz mit den Kommandeuren der Südschan- ttng-Front ab. Der Kriegsrat beschloß den Einsatz aller im Raum von Hsütschau konzentrierten chine- sichen Streitkräfte. Der Sonntag entwickelte sich jum Großkampftag auf der ganzen halbkreisförmig zwischen Lint und Jihsien verlaufenden gront. Besonders erbitterte Kämpfe fanden südwestlich von Lini statt, wo japanische Truppen die chinesische Front in Richtung auf Tanscheng zu durchbrechen versuchten. Auch der linke chinesische Füge!, der nach Aufgabe der Belagerung von Jihsien vis in Sennela ger, April 1938. Das sonst so friedliche Lipper Land, der Teutoburger Wald und das Egge-Gebirge hallten in diesen Tagen wider vom Donner der Motoren. Mehr als 300 Fahrzeuge, Krafträder, Krafträder mit Seitenwagen, mittlere geländegängige Personenkraftwagen und Lastkraftwagen, die besetzt waren mit den besten Fahrern der Wehrmacht, hatten sich in einen dreitägigen Kampf gestürzt, der letzte Kraft- anftrengung erforderte. Die Männer, die in diesem Kampfe siegten, haben fahrerisches Können mit sachlichem Ueberiegen und wertvollen militärischen Eigenschaften verbinden müssen, um für das Jahr 1938 als die Besten der Wehrmacht zu gelten. Diese Männer haben nicht wertvolle Geld- und Ehrenpreise eingeheimst, sie tragen lediglich als Erinnerung an diese heißen Kämpfe die Wehrmachtssportplakette. Die Meisterschaften im Wehrmachtkraftfahrsport umfaßten in diesem Jahre zum erstenmal die gesamte Wehrmacht. Im vorigen Jahr hatten in Ohrdruf nur Heer und Marine zusammen gekämpft. Dieses Mal war auch eine erfreulich starke Beteiligung der Luftwaffe festzustellen, deren Einheiten ja allermeist, es sei nur an die Flakregimenter erinnert, vollmotorisiert sind. Das starke Interesse der Wehrmacht kam am besten dadurch zum Ausdruck, daß neben zahlreichen Generälen und Admirälen auch der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, an der Veranstaltung als Gast teilnahm. Um eins vorweg zu sagen: Die schweren Kämpfe im Teutoburger Wald waren fein Autorennen. Bei dieser Ausschreibung kam es nicht allein aus den Motor, sondern in gleicher Weise auf die wehrsportliche Seite der NW r ich es M Turmhaus schau Rich feiner Heil Heute ui mit großen rietta" von Joachim P Tanze 3rm Die Vorstei hing der 1 Da steht noch ein dün 5>en, da stet !eJ, Zierlich l"nf zarte r. Denn er bli (Men, an, halten die £ Ä- i bluten gelt vorgerückt sozusagen y m dem chn anhob. 3m herbst P“ und frf W.beri “nb.et N, S««e feier S '»»he, , ?Ju!Wns Seihen!« kl den Üßipfei §..7. "Eigen Ski "eh SZ Men do ** eigen. .$m Gera 2 ’ und m P7°°r°b, Sä i»« sS 5*»., Hon *■ ««1Ä >.'SÄd °°brd„'L^ *«s ‘•ftsÄ Au-« "°b bie^i •n werde. 3h8ibiwte, >h« °Z' Wo er/ Aeur dez^ m weder, gr,./^ W b« lörtri. L°°"b* t schicht r fernem Eich xft5 vonviegk^ Eüw es in D ^n, die in ungür< \ $®n Nordosii: M-mlde Meere> Bewölkung oerfchlägen dH 3J: Verwieg Bezirks einjife weiter anfleigtti Nord und Br!, cs tag: M mittags 12 @rs! ). April: morgens Minimum W aturen in 10 m il); am 26. H sonnenfcheindMi Wilhelm Lange. [ rs: Ernst Slum« ad für die Mer: I >r. Hans Thyriol; I tyein. Sinnigen« k * den Snljalt bet [ III./38: 10355. U ersitätsdruckerrt " MomtsdrMS« |. Mellgebühr, . Einzelverkausr« 5 Ps., mit der ehr. L. September 1931 ■ Dr.Druckrem jla Bleichwach * resiios test'*. | p nur in Apotheke1 its-Apoth.z.goii! >ApothJ_j^ gliche Werke let der hen Druckerei Ä ä Je am u. Balkon. oiiatnzen breu* m noen , Fenstergitter, ' sprühet. iHäusej; n a-OswaldMaf* ’ ’ Nr. 16 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)Dienstag, 2b. April M8 Wehrhaftigkeit und Weltanschauung. Vortrag des Staatsministers Prof. Schmitthenner in Gießen. Aus der Stadt Gießen. I Schlump. Der kleine Terrier mit den neugierig lauschenden Stehohren, der langen Schnauze, den ewig sich verwundernden Augen und den kurzen Beinen, dem alles auffällt und der alles anbellt, erinnert mich immer an einen drollig aufgetakelten Clown, der mit zu tief hängenden Hofen in komischem Anlauf in eine Zirkusarene trippelt, um dort mit aufgeregten Gesten und viel Stimmenaufwand Fragen zu stellen, die ihn lächerlich machen. Äuffällig ist dabei seine Beharrlichkeit, sein starrsinniges Festhalten an einem Gedanken, seine Unbelehrbarkeit. So betut sich Schlump, wenn er im Garten oder vor dem Haus herumstreift. Er kennt alle Dinge, tut zum mindesten vertraut mit ihnen und gerät darum in Harnisch, wenn sich etwas einschleichen will, wenn mit einemmal etwas dasteht, was nicht hergehört. Er bellt den fremden Gegenstand mit wilden Scheinangriffen an, zuerst vorsichtia allerdings, schließlich aber um so dreister und heftiger, je länger und hartnäckiger das Auffällige seinen Platz behauptet: Etwa die Leiter eines Schornsteinfegers, die er an die Hauswand angelehnt entdeckt^ Zwischen den Pausen seines wütenden Gedells, das zuweilen seine Stimme zum Umschlagen bringt, rennt er erregt hin und her, als suche er auf der Straße Beistand und Hilfe. Einmal, auf einer seiner kleinen, Gartenpromenaden, prallte seine alles beschnuppernde Schnauze jäh.vor einer aufflatternden Amsel zurück, die unter einem Busch einen Regenwurm aufgepickt hatte. Der Schreck verschlug ihm im Augenblick die Stimme, aber als sich der Bogel, ihn völlig mißachtend, auf eine Zaunlatte setzte und sogar unbekümmert auf dem Gatter entlanghüpfte, machte er seinem Unmut und Aerger um so hemmungsloser Luft. Er stieß wiederholt mit seinen Vorderpfoten wild in den Wegsand und duckte sich drohend wie zum Sprung, aber sein Toben machte keinen Eindruck. Da brummte ihm eine Biene an der Schnauze vorbei und lenkte ihn ab. Er sah sie in einen Blumenkelch kriechen und schnappte, vorsichtig allerdings, zu. Die Biene flog mit einem kleinen Bogen zu einer anderen Blüte und sammelte weiter. Sie hatte einen großen Flug hinter sich und ließ sich von ihrem Arbeitsfeld nicht verdrängen. Sie summte es Schlump, als er wieder angriff, sehr deutlich um« die Ohren, ohne indes den Unbelehrbaren überzeugen zu können. Aber plötzlich schrie und jaulte Schlump kläglich auf und verließ mit eingezvgenem Schweif den Garten. Die kleine Biene hatte es ihn spüren lassen, daß Nichtstuer und Störenfriede auf einem Arbeitsplatz nichts zu suchen haben. Schlump wird es zwar nie begreifen, aber er wird den kleinen Summern aus dem Wege gehen. P. B. Vornotizen. Tageskalender für Dienstag. Stadttheater, 20 bis 23 Uhr: „Marietta". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Olympia, Fest der Völker". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Florentine". — Goethe-Bund und Kaufmännischer Verein, Arbeitsgemeinschaft Gießener Soldatengemeinschaften, 20 Uhr in der Neuen Aula: Hans Zöber- lein liest aus eigenen Werken. — Deutsche Bau- und Siedlungsgemeinschaft, 20.30 Uhr im „Hotel Viktoria", Bahnhofttraße, Vortrag über: „Wie bringe ich es zu einem Eigenheim und wie mache ich es fchuldenftei?" — Oberheffischer Kunstverein, Turmhaus am Brand: von 17 bis 18 Uhr Gefamt- schau Richard Walter (Darmstadt) „Landschaften seiner Heimat". Stadttheater Gießen. Heute um 20 Uhr findet eine Wiederholung der mit großem Erfolg aufgenommenen Operette „Marietta" von Walter Kollo statt. Musikalische Leitung Joachim Popelka, Spielleitung Karl Ludwig Lindt, Tänze Irmgard Zenner. Bühnenbild Karl Löffler. Die Vorstellung findet gleichzeitig als 28. Vorstellung der Dienstag-Miete statt. Anfang 20 Uhr. Das Dolksbildungswerk der NSG. „Kraft durch Freude" vermittelte am gestrigen Montagabend im Saale des Caf6 Leib einen Vortrag, der zu den bedeutendsten Ereignissen der Dorttagstätigkeit in diesem Winter in Gießen gehört. Der badische Staatsminister Prof. Schmitthenner sprach vor einer großen Hörerschaft, in deren Mitte sich auch der Kreisleiter, Vertreter der Wehrmacht und der Behörden befanden, in außerordentlich fesselnder Weise über das Thema „Wehrhaftigkeit und Weltanschauung". Einleitend wies der Vortragende auf den wunderbaren Wiederaufstieg Deutschlands zum Range einer Großmacht allein durch den Führer, und auf die Ausweitung des Dritten Reiches zum Großdeutschen Reich hin. Er ermahnte alle Volksgenossen, weiterhin alle Kräfte anzuspannen für die Mitarbeit an dem großen Aufbauwerk des Führers, damit das deutsche Volk für alle Zeiten ein politisch reifes Volk bleibt und sich diese Eigenschaft sichert auch für die Zeiten, da ihm, einst nicht mehr ein so genialer Führer voranschreitet, wie heute. Staatsminister Schmitt Henner entrollte so- dann vor dem geistigen Auge seiner Hörer ein interessantes Bild des Verlaufes der Geschichte unseres Volkes im Vergleich zu der Geschichte etwa Frankreichs und Englands. Dabei zeichnete er in klaren Darlegungen das Auf und Ab der deutschen Geschichte etwa wie einen Zickzackblitz vor der Erkenntnis der Hörer auf. Zu diesem Auf und Ab gehöre, so betonte der Redner, auch die deutsche Wehrhaftigkeit, wie sie früher war, mit den zwiespältigen Eigenschaften unseres Volkes. Als gute Eigenschaften hob er hervor: die persönliche solda- ttsche Tüchtigkeit des einzelnen deutschen Mannes, wie wir sie in der jüngsten deutschen Geschichte besonders an den Leistungen im Weltkriege gesehen haben; die Befähigung des deutschen Mannes zur soldatischen Gemeinschaftserziehung und zur seelischen GemeinschastÄeistung; die besondere Begabung des deutschen Menschen für wehrtaktische wehrtechnische und wehrgeistige Dinge (Beispiel: Clausewitz); die innere Verbindung, in der sich das deutsche Volk immer mit dem Gedanken der allgemeinen Wehrpflicht befand. Als Kehrseite stellte er folgendes heraus: die politische Unfähigkeit, aus dem wunderbaren deutschen Menschen etwas zu machen für das Ganze, für das Volk, für den völkischen Bereich; die politische Fähigkeit fehlte unserem Volke, von wenigen Hochpunkten seines Lebens abgesehen, früher fo gut wie ganz. Früher gab es jahrhundertelang kein völkisches deutsches Gemeinschaftsheer, kein einiges deutsches Vaterland, dagegen die Auflösung in viele deutsche Vaterländer und die von diesen gestellten, mehr oder minder großen Truppenkontingente. 'In diesem Zusammenhänge schilderte der Vorttagende das für alle deutschen Menschen wahrhaft erschütternde Bild der Auflösung und Zersplitterung der deutschen Kräfte ftüherer Zeiten, selbst bis in das vorige Jahrhundert hinein. Sogar das ruhmreichste Heer der Erde, das im Weltkrieg glänzend bewährte Heer des deutschen Zweiten Reiches, das leider nur ein halbes Jahrhundert bestand, war noch weit entfernt von der Erfassung aller deutschen wehrfähigen Kräfte. Zusammenfassend ist zu sagen: auf der einen Seite die wunderbaren militärischen Kräfte der deutschen Menschen, auf der anderen Seite die vollendete Unfähigkeit, daraus politisch etwas zu machen. Bei der Erforschung der Ursachen für diesen verhängnisvollen Zwiespalt lenkte Staatsminister Sch mitthenn er die Gedanken der Hörer hin auf die fundamentalen Grundlagen von Blut und Boden. Er machte deutlich, daß jener Zwiespalt eine der wesentlichsten Ursachen in der Verfälschung des deutschen Blutes durch Ueberfremdung mit artwidersprechendem Blut und Einflüssen hat, daß dadurch die guten Eigenschaften unseres Volkes auch in den seelischen Auswirkungen sehr zuungunsten unseres Volkes beeinträchtigt wurden. Weiter kennzeichnete er das folgenschwere zersetzende Wirken des Partikularismus auf allen Gebieten des deutschen Lebens, bis in das geistig-seelische Gebiet hinüber. Diese Zerrissenheit, die auch die guten seelischen Kräfte des deutschen Volkes zerstörte, habe unser Volk schließlich bis in das Narrenhaus des Weimarer Staates hineingeführt, da es leider früher große Führer zur Beseitigung dieses Nebels — selbst Bismarck mußte notgedrungen mit dem Partikularismus und dem Liberalismus sowie mit jenem Deutschen Reichstag als sichtbaren Ausdruck der deutschen Zerrissenheit paktieren — nicht besaß, die die deutsche Seele hätten retten können. Hinzu kam, daß auch vom Bvden her, aus den geographischen und geopolitschen Kräften, keine Wendung zum Guten kam, du leider auch in dieser Hinsicht in Deutschland mehr Trennendes und Auflösendes als Zusammenfügendes vorhanden war. Mit einer Reihe von aufschlußreichen Darstellungen in Lichtbildern führte der Vortragende den überzeugenden Beweis für diese Tatsachen. U. a. hob er dabei als Vergleich die Entwicklung der Geschichte in den Ländern rings um Deutschland herum hervor, und er betonte mit Nachdruck, daß insbesondere in England und in Frankreich stets wehrpolitische Zivilisten in Hülle und Fülle vorhanden und für ihr Volk am Werk waren, weil jene Völker politische Reife hatten, dagegen bei uns — abgesehen von Bismarck — vor dem furchtbaren Zusammenbruch nicht ein einziger wehrpolitischer Zivilist aus dem deutschen Volke herausgewachsen war. l Während beispielsweise in Frankreich immer eine innige Verbindung zwischen Heer und Volk bestand, wurde in Deutschland vor dem Kriege die allgemeine Wehrpflicht bei weitem nicht verwirklicht, sie stand nur auf dem Papier, denn in Wirklichkeit blieben alljährlich Hunderttausende wehrfähiger junger Männer vom Wehrdienst befreit, eine Entwicklung, die dahin führte, daß unserem Volke beim Ausbruch des Weltkrieges rund 5 Millionen ausgebildeter, wehrfähiger Krieger zum sofortigen Einsatz fehlten. Wäre die Entwicklung vor dem Kriege anders verlaufen und hätten uns diese 5 Millionen damals sofort als Frontkämpfer zur Verfügung gestanden, so wäre das deutsche Schicksal und auch die ganze Weltgeschichte ganz anders geworden. Bei der Betrachtung jener Entwicklung betonte der Redner klar und lehrreich, daß man es in Deutschland vor dem Kriege an der erforderlichen politischen Erziehung und Aufklärung, an der wirtschaftlichen und sozialen Betreuung und an der besseren Gestaltung der Lebensverhältnisse der aus dem Heeresdienst zur Reserve entlaßenen deutschen Männer vollkommen hat fehlen lassen, alles nur aus mangelndem politischem Instinkt und Verstand, aus kurzsichtiger und falscher Sparsamkeit, aus wirtschaftlicher Engherzigkeit, aus mangelndem seelischen Einfühlungsvermögen in das Empfinden der breiten Schichten unseres Volkes. Erst jetzt ist dem deutschen Volke zum er st en Male in seiner Geschichte ein Mann er st an den, derihm wahrer Führer zu einer besseren Zeit ist. Dieser Mann hat den Partikularismus im deutschen Volke beseitigt, alles Zerreißende aus der deutschen Seele genommen, den völkischen Gedanken in unser Volk hingepflanzt, an Stelle des Klassengedankens den sozialistischen Gemeinschaftsgedanken gesetzt, dem deutschen Volke eine einheitliche, auf der völkischen Grundlage ruhende Weltanschauung gegeben und das deutsche Volk zu einem wahrhaft politischen Volk gemacht. Auf dieser Grundlage hat er unserem Volke durch die Partei und durch die Wehrmacht auch die für das Wohl des Volkes dringend notwendige wehrpolitische Erziehung gegeben, durch die der neue politische Mensch mit wehrpolitischem Verständnis mm Heil unseres Volkes geschaffen wird. Diese neue soldatisch-politische Wehrhaftigkeit wird das ^ebensschicksal unseres Volkes einen besseren Öang führen, als die Zeit vor dem Kriege. Der Führer hat für diese neuen Wege das deutsche Volk zur Gefolgschaft aufgerufen. Wir alle gehören zu ihm, und wir alle müssen uns bemühen, durch unsere Mitarbeit und durch unsere Haltung uns dieses großen deutschen Mannes, unseres Führers würdig zu erweisen. Das ist die Forderung, die an alle deutschen Menschen gestellt wird, die in der Gefolgschaft dieses herrlichen deutschen Führers einer neuen großen Zukunft unseres Volkes zustreben. Der Vortrag fand die begeisterte Zustimmung der großen Versammlung, die damit ihre Uebereim ftimmung mit dem Redner eindrucksvoll bekundete^ Einsatz derGA. zum Schutz des Waldes. NSG. Mehr denn je ist es notwendig, daß jeder LZolksgenosse sich bewußt ist, daß der deutsche Wald unbedingt geschützt, gepflegt und gehegt werden muß. Für die Erholung der Volksgenossen und vor allem für den Dierjahresplan und somit für das gesamte Werk unseres Führers muß der deutsche Wald erhalten bleiben. Er darf nicht durch Leichtsinn vernichtet werden. Das bedeutet, daß kein Volksgenosse innerhalb der Wälder rauchen darf. Weder eine offene Pfeife noch eine Zigarre oder Wahrend der Wechseljahre treten häufig Unpäßlichkeiten auf, wie Blutandrang zum Kops, fliegende Hit?e, und zuweilen machen sich Nervenstörungen unangenehm bemerkbar. Als ein ausgezeichnetes Mittel, das diese Beschwerden und Schmerzen lindert, hat sich seit über einem Jahrhundert Klosterfrau = Melissengeist bewährt, Ser, regelmäßig angewendet, wie in den Wechseljahren so auch in den kritischen Tagen der Frau wertvolle Dienste leistet. Man nimmt bei Bedarf auf einen Teelöffel Feinzucker etwas Klosterfrau- Melissengeist oder trinkt einen Teelöffel davon auf einen Eßlöffel Wasser. Schon nach kurzer Zeit bemerken die meisten Menschen eine deutlich fühlbare Besserung. Verlangen Sie Klosterfrau-Melissengeist in der nächsten Apotheke oder Drogerie. Nur echt in der blauen Packung mit den drei Nonnen: niemals lose. Zigarette darf er sich anbretmen. Das Anzünden ungeschützten Feuers kann ungeheuren Schaden anrichten. Hier liegt die Erfüllung der großen Aufgabe, an der jeder einzelne mitarbeiten muß. Den Schutz des deutschen Waldes hat auch in diesem Jayre wieder die SA. als eine Sonderausgabe übernommen. Die SA.-Gruppe Hessen setzt in enger Zusammenarbeit mit der Forstoerwaltung innerhalb ihres Bereiches einen Waldstteifendienst ein. Er hat darüber zu wachen, daß das Aufbauwerk des Führers nicht durch Leichtsinn oder Frevel am deutschen Wald gefährdet wird. An die Volksgenossen ergeht der Ruf, diesen Dienst der SA. zu erleichtern und den Anforderungen des SA.-Streifendienstes Folge zu leisten. Unterlaßt das Rauchen und Feuerwachen im Walde! Die Brände vernichten riesige Werte deutschen Dolksvermögens! Von unserer Gießener ff. Nach den letzten anstrengenden Wochen vor der Wahl hatte zum Abend des 23. April der » Sturm 1/83 die Männer des Standorts Gießen mit ihren Frauen und Bräuten zu einem Sippenabend im „Burghof" eingeladen. Neben den Kameraden mit ihren Angehörigen begrüßte zu Beginn der Führer des Sturmes, Obersturmführer Behncke, die Vertreter der Polizei. Sein besonderer Gruß galt dem neuen Führer des I. Sturmbanns der 83. '^-Standarte (Gießen), ^-Untersturmführer Erich S t a st n y - H a i n, seither Führer in der 28. ^-Standarte, der es sich nicht hatte nehmen lassen, trotzdem er erst lbenige Stunden iji Gießen war, sich auf diesem Wege mit den Gießener Feierlicher Frühling. Von Hedwig Zerstreuter Da sicht er, der kleine Apfelbaum, im Herbst noch ein dünnes, sperriges Gerüst von einem Bäumchen, da steht er nun und hat richtige grüne Blätter, zierlich ausgeschnitten wie mit der Schere, und fünf zarte rosa Blütenbüschel. Ja, fünf im ganzen! Denn er blüht zum ersten Male. Es ist nicht zu glauben, wie prächtig er aussieht! Seine Zweige halten die Blütenbüschel wie in unsäglichem Stolz, als wüßte der kleine Baum, was er mit diesen Blüten geleistet hat. Er ist mit seinem Blühen emporgerückt in eine neue Reihe seiner Bruder, ist sozusagen halb erwachsen und strählt und duftet mit in dem großen Farbenglanz, der rings um ihn anhob. Im Herbst, als wir ihn pflanzten, war die Welt grau und fröstelnd. Aber dem gütigen alten Garten- sie und, der beim Einsenken half, lachten die Augen, und er häufelte die Erde so behutsam als begehe er eine feierliche Handlung. Zum Schliffst legte er die rauhe, rissige Hand an die glatte Rinde; des Bäumchens, und die Worte „Er soll gut und kräftig gedeihen!" klangen gleich einem uralten Segen über den Wipfel hin. Die aufgebrochene Erde roch nach Herbst und vergehendem Laub. Und etwas vom Uranfang, von Schöpfung und Werden war in der nebligen Stille um uns. Heute steht blauender Himmel über dem Garten, die Wegränder glühen von Tulpen und gelben Strahlenblumen, die Erdbeeren in den Rabatten blühen elfenbeinweiß, der Fllederbusch an der Laube schüttet seine lila Wolken herab, und an den schwarzen Johannisbeerbüschen ist ein überschwängliches Blühen von kleinen grünvioletten Trauben, die ihren eigenen gewürzigen Dust haben. Im Gerank der Waldrebe aber lebt ein Geheimnis, und man muß sehr leise auftreten, wenn man dort vorübergeht, man darf nicht unnötig mit dem Pumpenschwengel lärmen oder mit den Gießkannen klappern, denn ein kleiner Vogel, ein Fink, hat dort sein Nest gebaut. — Als wir die Busche ausemander- bogen, um die Bohnenstangen aus ihrem Versteck zwischen Zwei Astgabeln hervorzuziehen, huschte ein kleiner Schatten aus dem Waldrebenoersteck, wir entdeckten ein Nest in dem Gerank und beeilten uns sehr mit unserer Arbeit, damit der Bogel zurückkehren könne. Als wir gegen Abend noch einmal vorsichtig nachsehen kamen sahen wir die Federspitzen des Schwanzes zierlich über den Nest rand ragen, und dunkle Perlaugen blickten uns angstvoll bangend an. Wie leise schlichen wir da fort, die brütende Mutter nicht zu stören. Doppelt lebendig und beseelt erscheint uns nun der Garten, da er bald auch junge Dogelleben hüten wird zu all dem anderen Wachstumssegen, der sich mit unzähligen Keimen und Blüten ringsum regt, immer wachsend und drängend, bei Tag und bei Nacht. Nun haben mir eine Sorge mehr. Zu der steten Beunruhigung, ob auch der Drahtzaun mit Steinen und Erde sorgsam genug befestigt sei, daß die Kaninchen in Zukunft unsere jungen Nelkensprossen und den Phlox in Ruhe lassen, zu dieser Sorge kommt nun auch noch die Angst, ob keine stromernde Katze den Garten besucht und den lieblichen Vogelfrieden stört. — Wir möchten einen Bannkreis ziehen um Laube und Nest wie im heiligen Wald des Gralsgebietes. Für empfängliche Herzen, die noch eine andere Sprache verstehen als die lauten, zwischen Menschen üblichen Worte — für sie ist dieser Pannkreis jetzt schon da. Ein magischer Ring schließt sich, sobald man den Garten betritt. Je zur Rechten wie zur Linken über den Beeten steht ein mächtiger Apfelbaum mit weitausladenden Aesten, überall an den Zweigen und Zweiglein sind zarte Knospensträuße, rosa schimmernd im ersten Schmelz. Wie ein frühlingshaftes Tor schließen die Bäume den Weg ein. So feierlich ist die Art, wie sie dastehen, so mütterlich behütend ist die Gebärde, daß man leiser auftritt, wenn man an ihnen vorübergeht. Am Nachbarzaim blüht ein später Pflaumenbaum, der Gärtner holte sich aus einem fremden Garten Zweige einer anderen Pflaumensorte und stäubt mit diesem weißen Busch die Blüten seines Baumes an. Das geschieht mit bedächtigem Ernst; wir wagen ihn nicht anzureden, denn was er da tut, greift ein in das schöpferische Geheimnis. Der Atem des Unbekannten, Verheißenden weht durch den Garten; er haucht aus dem feinen Duft der Blüten, dem strengen Geruch der Erde. Alles steht fast unwirklich da in der triumphierenden Helle; es ist, als staunte der Garten über fein schnelles Wachsen, diesen lebenstollen, verschwenderischen Trieb, wie Kinder staunen. Das jüngste, verwirrteste Kind des Gartens aber ist der kleine Apfelbaum, der in die Welt sieht, benommen von ihrer Schönheit und benommen von feinem eigenen, eben erblühten Reichtum, demütig und stolz zugleich: der kleine Baum, um den noch immer etwas von jenem Segenswort des Pflanzmorgens klingt. Gtraßenauflauf. EineverrückteGeschichievonWaldemarKeller. Ein Herr steht am Randstein und,ist anscheinend verzweifelt. Er reibt sich die Stirn, ballt die Hand zur Faust und preßt sie vor den Mund, macht zwei Schritte nach links, zwei nach rechts, und zwischendurch wühlt er immer wieder in den Manteltaschen, bewegt die Lippen, seufzt. Sein Benehmen ist so auffallend, daß ein paar Leute stehenbleiben und ihn bettachten. Auch eine Dame, die 'ein großes Kuchenpaket trägt, schaut sich neugierig und verwundert den seltsamen Menschen an. Er ist noch jung und sieht gut aus. Fehlt ihm was? Da macht der Herr plötzlich eine scharfe Wendung, tritt auf die Dame zu und sagt: „Verzeihen Sie, bitte, wann war doch die Schlacht bei Cutter am Barenberg?" Nun ist eine Same, die gerade Kuchen eingekauft hat, im allgemeinen auf solch eine Frage wenig vorbereitet. Möglicherweise denkt sie an ihr Kränzchen, aber bestimmt nicht an die Schlacht bei Lutter am Barenberg. Die Dame weicht einen Schritt zurück. Sie kriegt Angst. Die Umherstehenden kommen näher. „Erinnern Sie sich, bitte", fährt der Herr fort, „Tilly besiegte damals Christian den Vierten von Dänemark. Wann war es nur, wann war es?!" „Schrecklich!" sagt die Dame und rennt fort. Der Herr hält sich mit beiden Händen den Kopf. Eine Sekunde lang schließt er die Augen. Dann richtet sich sein Blick auf einen Botenjungen, der vor lauter Interesse vom Rad gestiegen ist. Es wird allmählich ein Sttaßenauflaus. „Du mußt es doch wissen", redet der Herr den Jungen an, „Schlacht bei Lutter am Darenberg — wann, wann? Du mußt es in der Schule gelernt haben." „Sst!" macht der Bengel und klopft sich mit dem Finger an die Schläfe. Ehe noch der Herr etwas erwidern kann, hat diese Geste ihre Wirkung ausgeübt. „Der ist weiß Gott übergeschnappt ... darf so was frei Serumlaufen?" läßt sich eine Stimme vernehmen. Und eine andere fügt hinzu: „Man sollte den Rettungswagen alarmieren. Der Mensch richtet womöglich noch Unglück an." Was denken Sie von mir!" fährt der Verzweifelte auf. „Ich bin völlig Herr meiner Sinne. Oder ist es vielleicht ein Zeichen von Verrücktheit, daß man nach der Schlacht bei Lutter am Barenberg fragt?" • „So ziemlich", entgegnet ein dicker, kräftiger Mann, der sich einen Weg durch das Häuflein gebahnt hat. Er macht den Eindruck eines friedlichen, sogar etwas bequemen Bürgers; niemand würde ihm rasche Bewegungen zutrauen. Aber der Schein trügt. Mit behendem Polizeigriff saßt er den offenbar Irrsinnigen, und im nächsten Moment haben drei, vier andere auch zugepackt. „Rettungswagen!" brüllt der Dicke. Der Botenjunge stürzt davon. Alle Proteste des Ueberrumpelten nützen nichts. Die Leute, die ihn halten, sind fest entschlossen, ein gutes Werk zu tun. Der Kreis der Neugierigen wächst. Rufe nach einem Schutzmann werden laut. Da heult die Sirene des Rettungswagens, die Bremsen kreischen, der unglückliche Herr wird sich der Aussichtslosigkeit seiner Lage voll bewußt. „Ich will doch nur wissen, wann die Schlacht bei Lutter am Barenberg war!" schreit er. „Am 27. August 1626", ruft ein Schüler. „Ja! Ja!" jubelt der Herr. „27 1626 ... Gott fei Dank ... lassen Sie mich's bitte aufschreiben, ich hab' gar kein Zahlengedächtnis ... es hat mir solche Mühe gemacht, die Schlacht herauszufinden ... 27 1626 ... geben Sie doch den Arm frei ... es ist ihre Telephonnummer!" Alle sind stumm vor Staunen, aber der Zweifel ist von den Gesichtern zu lesen. Die uniformierten Rettungsbeamten greifen ein. „Wenn Sie bloß eine Nummer vergessen hatten — da kann man doch im Telephonbuch nachsehen." „In diesem Fall nicht", erklärt der nunmehr sehr glückliche Herr und schreibt die Zahlen hastig in ein Büchlein, „ich habe nämlich keine Ahnung, wie die Dame heißt ..." „So ein Wüstling", sagt die Verkäuferin aus dem Kolonialwarengeschäft nebenan, die auf die Straße hinausgelaufen ist. „Es verhält sich fo", fährt der Herr fort, „die Dame hab' ich durch eine Zeitungsanzeige kennengelernt, sie schrieb mir, unterzeichnete aber nicht mit dem Namen, sondern mit ihrer Telephonnummer ... den Brief hab' ich verloren ... um 11 soll ich anrufen ... mein Gott, es ist schon zehn Minuten drüber!" Die Rettungsbeamten können sich ein Lächeln nicht verkneifen, und schon lacht der ganze Haufe. Keiner denkt mehr daran, den Herrn festzuhalten. Er eilt auf die Telephonzelle zu. Der Dicke ruft hinter ihm her: „Na, dann viel Glück!" „Zur Schlacht bei Lutter am Barenberg!" ergänzt der Schüler naseweis. Der Rettungswagen fährt ab. Kameraden und ihren Angehörigen bekannt KU machen. Nach kurzen einleitenden Borträgen und Musik- stücken sprach der Standartenschulungsleiter, Untersturmführer Dr. Wilhelm«, über die Srp- pengemeinschaft der *ih in fesselnder Weise. Im Laufe des Abends erschien noch, von allen Kameraden herzlich begrüßt, der Führer der 83. ff- Standarte, ff -Sturmbannführer Müller, und verweilte einige Zeit im Kreise seiner Männer. Den zweiten Teil des Abends verbrachte man bei Gesang und Tanz in ungezwungener Geselligkeit. Kameraden des Musikzugs der Standarte hatten den musikalischen Teil übernommen und so zu dem fröhlichen Ausklingen des Veranstaltung besonders beigetragen. Von der Universität Giehen. Don der Pressestelle der Universität Gießen wird uns mitgetellt: Der ordentlicke Professor Dr. Elze ist zum Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Gießen ernannt worden. ReichsleistunqSschreiben der OAF. NSG- Die Deutsche Arbeitsfront als Gemeinschaft aller schaffenden Deutschen ruft gemeinsam mit der Deutscyen Stenographenschaft für den 8. Mai alle Maschinenschreioer und -schreiberinnen Su einem im gesamten Reichsgebiet zur Durch- ührung gelangenden Reichsleistungsschreiben auf er Schreibmaschine auf. Tellnehmer mit der Note sehr aut, gut, genügend erhalten seitens der DAF. eine Leistungsbescheinigung. Außer dieser Bescheinigung sind noch wertvolle Gau- und Reichspreise gestiftet, die an die tüchtigsten und leistungsfähigsten Schreiber und Schreiberinnen zur Verteilung gelangen. Trochtengruppen unserer Heimat in Hamburg und Nom. Wie im vergangenen Jahre, so werden auch jetzt wieder hessen-nassauische Trachtenaruppen an der Reichstaaung der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude^ in Hamburg teilnehmen, die in der Zeit vom 9. bis 12. Juni stattfindet. Anschließend wird — von vielen deutschen Trachtengruppen gemeinsam — eine Seefahrt auf dem Dampfer „Wil- Helm Gustloft" unternommen, die nach Italien führt. Die Fahrt nach Italien findet aus Anlaß des Weltkongresses „Arbeit und Freizeit" statt. An der Fahrt nach Hamburg und noch Italien nehmen 8 Paare aus dem Huttenberg, 8 Paare aus dem Schlitzerland, 6 Paare aus dem Odenwald und 2 Paare aus Erksdorf teil. Die deutschen Trachten- gruppen werden in Rom, Neapel und Mailand deutsches Volkstum in Lied, Musik und Tanz zeigen. An der großen Fahrt nimmt außer den heimischen Trachtengruvpen auch eine Musikkapelle aus der Wetterau teil. Am vergangenen Sonntag hatte der Leiter der heimischen Trachtengruppen, Georg Heg in Leihgestern, dort im Saale ,Lum Löwen" Mädchen und Burschen aus dem Hüttenberg zusammengerufen, um vor allem diejenigen althessischen Tänze ein- zustudieren, die in Hamburg und in Italien gezeigt werden sollen. Gerne unterzogen sich die Mädchen und die Burschen der Uebungsarbeit. Polizeibericht. Die Staalliche Kriminalpolizei in Gießen teilt heute folgendes mit: Zeugen gesucht. Am Samstag, 16. April, gegen 13 Uhr, ereignete sich in der Licher Straße in Gießen ein Verkehrsunfall, wobei ein Motorradfahrer von einem Kraftwagen angefahren und schwer verletzt wurde. Zeugen, die den Vorgang beobachtet haben und sachdienliche Mitteilungen machen können, werden dringend gebeten, sich bei der Kriminalpolizei zu melden. Wem gehören die Uhren? Bei der Kriminalpolizei sind eine goldene Darnen- ormbanduhr (Ankerwerk) mit goldenem Ziehband und eine Tula-Herrentaschenuhr (Ankerwerk) mit Doppeldeckel sichergestellt. Die Damenarmbanduhr wurde vermutlich anläßlich einer Reise verloren. Die Eigentümer wollen bei der Kriminalabteilung, Zimmer 65, vorstellig werden. Neuordnungen im Friseurgewerbe. Mit der Innungsoerjammlung des Friseur-Handwerks für den Landkreis und die Stadt Gießen, die am Montag im Innungsheim, dem „UC.", abgehal- ten wurde, beginnt nun auch hier die Neuordnung im Friseur-Handwerk. Nachdem am Nachmittag für die Jnnungsmitglieder des Landkreises der einführende Dortrag abgehalten worden war, wurde am Abend den Mitgliedern aus Heuchelheim, Wieseck, Klein-Linden und Gießen die Erläuterung zu der neuen Polizeioerordnung gegeben, die jetzt im ganzen Reich durchgeführt wird. Obermeister Hans Götz zeigte die Aufgaben auf, die dem Handwerk durch den Dierjahresplan und den in Verbindung damit erforderlichen Leistungskampf aufgetragen sind. Im Rahmen dieser Auf- aaben ist das Friseurhandwerk einen von der Kundschaft und dem Friseurhandwerk selbst erwünschten Schritt vorwärts gegangen. Es ist dies eine wesentliche Stärkung des Vertrauens des Kunden zu seinem Friseur unter gleichzeitiger Anpassung an die Erfordernisie des Dierjahresplanes. Den Rahmen hierzu bietet dis neue Polizeiverordnung, die jetzt auch im Gebiet der Gießener Friseur-Innung ein- geführt wird. Ihr hervorstechendes Merkmal ist die Förderung der Hygiene und der Sauberkeit, die sich bis in die kleinste Lebensbezirke durchzusetzen -beginnt. Die Erfüllung dieser Forderungen legt dem Handwerksmeister ernste Verpflichtungen hinsichtlich der hygienischen Vorsichtsmaßnahmen und peinlichster Sauberkeit für die Beschaffenheit seiner Geschäftsräume, der Sauberhaltung seiner Geräte und der pflichtbewußten Ausübung seines Berufes auf, aber sie sichern dadurch auch feine Existenz und steigern das Vertrauen der Kundschaft. Dazu wird in erster Linie die Beseitigung des allgemein angewandten Rasierpinsels beitragen. An Stelle des Rasierpinsels wird der Gebrauch einer Rasiercreme empfohlen, die nicht nur ein besseres Rasieren ermöglicht, sondern auch die Haut elastischer macht, so daß das Brennen und Wundscheuern der Haut nicht mehr auftritt. Das Gesicht wird mit einem Wattebausch angefeuchtet und bann mit der Creme belegt, die bis zum Ansatz des Rasiermessers ohne zu schäumen die Haut derart elastisch gemacht hat, daß das Rasieren, wie gesagt, nicht nur ange» nehmer, sondern auch schneller und gründlicher als bisher a -geführt werden kann. Nur wer sich seinen Pinsel und seine Geräte selbst anschafft oder unterhält, kann noch mit dem Pinsel auf die bisherige Art eingeseifl werden. Diese sehr alle Gebrauchsanweisung wird aber der zeitgemäßen Art sehr schnell das Feld räumen. Ebenso tritt an Stelle des Alaunsteins für evtl. Blutstillung der Alaunstein in Streichhölzerform, der nach einmaligem Gebrauch sofort fortgeworfen werden kann. Die praktische Erfahrung hat erwiesen, daß das Verbot der Anwendung des Pinsels von.- der Kundschaft begrüßt wird und daß sich die Anwendung der Rasiercreme schnell eingebürgert bat Der Obermeister empfahl seinen Fachkameraoen die strikte Befolgung dieser Polizeioerordnung im eigenen Interesse und machte besonders auf die Vorschriften hinsichtlich der regelmäßigen Säuberung vor jeder Arbeit, den abwaschbaren Wandanstrich und die Abweisung mit ansteckenden Krankheiten behafteter Kunden aufmerksam. Die praktische Vorführung der Handhabung der Rasiercreme fand lebhaftes Inter- esie. Im weiteren Teil des Abends wurden organisatorische Aufgaben besprochen. Das Kreis meist erschaftsfrifieren muß dies Jahr Ausfallen, dafür wird das Bezirksmeisterschafts- frisieren, das am 22. Mai in Bingen abgebalten wird, in größerem Rahmen durchgeführt. Auch die Gießener Innung wird dabei vertreten fein. Weiterhin wurde auf die Ablegung der Meisterprüfung für alle nach dem 31. Dezember 1937 in die Handwerkerrolle eingetragenen In- nusigsmllglieder hingewiefen. Für die Lehrlinge im 1. und 3. Lehrjahr im Herren- und Damenfach wird in den nächsten Wochen die Zwischenprüfung durchgeführt. Außerdem befaßte sich der Obermeister mit der angeordneten Sammlung der Haare, wofür er in jedem Orte Vertrauensleute beauftragte. Fön? Ähre Schulungslager Burg Gleiberg. Um die Jahreswende von 1933 bedrückte den Glei- bergverein, dem Besitzer der stolzen Heimatburg Gleiberg, die Sorge um die Instandsetzung des Al« bertusbaues, jenes großen Schloßteiles, der sich unmittelbar an die Ruine der Oberburg anlehnt. Da brauste der völkische Frühling über das deutsche Land, und er berührte auch den Gleiberg und seine Betreuer. Der Vorstand des Gleibergoereins und die Gießener Studentenschaft faßten begeisterten Herzens den einmütigen Beschluß, die tausendjährige historische Ställe in den Dienst der nationalsozialistischen Bewegung zu stellen. In einstimmiger Auffassung genehmigte die Generalversammlung Anfang Mai 1933 den Ausbau des vom Verfall bedrohten Albertusbaues zu einem Schulungslager. Noch war nicht die Finanzierung des Bauobjektes geklärt. Trotzdem ging man vertrauensvoll mit Eifer und Mut an die Arbeit. Oberbauinspektor Mohr (Gießen), der langjährige erfahrene Burgbaumeister, entwarf den großzügigen Plan und führte ihn auch bis zur letzten Verwirklichung durch. Einheimische Unternehmer tätigten die Rohbauarbeiten. Dann werkten im Iugendnotwerk 20 junge Weißbinder und Schreiner der engeren Gegend mit viel Fleiß und Freude ob ihrer endlichen beruflichen Beschäftigung. So entstanden der freundlich ausseheude große Tagesraum, das auheimelnd-gemälliche Jaijrcr- 1 immer, der zweiteilige Schlafsaat und der Daschraum mit aller entsprechenden Einrichtung. Mehr den je war der Gleiberg in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses gerückt. Nicht nur die Mitglieder des Vereins gaben ihren Kostenbeitrag, nein, zahlreiche andere Gleibergfreunde brachten Spenden, Gemeinden und Körperschaften schlossen sich an. So wurde das Werk vollendet, das in der Geschichte der Burg als eine Glanzleistung bezeichnet werden darf. Am 13. März 1934 staDete Reicksstatthalter Sprenger der Burg seinen ersten Besuch ab, besichtigte unter Führung von Lehrer Praß (Krofdorf) die gesamte Burganlage, wobei er auch den Bergfried bestieg und den Blick auf die herrliche Heimatlandschaft genoß. Das eben fertig gewordene Lchulungslager, über das der derzeitige Studentenführer Edler o. Graeve berichtete, fand die Anerkennung des hohen Gastes. Symbochaft für die Tradition, die den Gleiberg von altersher mit der Universität Gießen verbindet und zugleich die Tatsache würdigend, daß die Gießener Studentenschaft einen Hauptanteil an dem Zustandekommen des Lagerausbaues trägt, war die Art der Lagereinweihung Ende April 1934: lieber 60 Studenten nahmen an dem ersten Schulungslager teil, zu dessen Zell die Ein- weihungsfeierlichkeit stattfand. Es war ein unvergeßlicher Augenblick, als sich ralf der jungen Schar die zahlreichen Ehrengäste auf der roeifen Plattform des Bergfrieds oer- fammellen und unter dem Gesang des horst- Wessel-Liedes die erste Lagerfahne gehißt wurde. Paul Seipp, der Führer des Gießener studentischen Kameradschaftshauses, stellte die nun beginnende Arbeit unter das Motto: „Manneszucht, Dienstbereitschaft und Kameradschaft", und der Vertreter des hessischen Staates, Regierungsrat Köhler, kennzeichnete die Stellung des Studenten im Volksstaat Adolf Hitlers. Sell diesem Zeitpunkt sah die Burg manches Lager. Aus allen deutschen Gauen, aus den verschiedensten Formationen und Berufskreisen empfingen deutsche Menschen beiderlei Geschlechts nationalsozialistische Schulung und damit das Rüstzeug für den rechten Volksgenossen unserer großen Gegenwart. Ein jeder, der hier oben im Umbruch unserer geistigen und seelischen Haltung die llefgehende Verbundenheit mit den Ideen, die eine neue Zukunft zu bahnen am Werk sind, erkannte und vertiefte, wird mit dankbarem Herzen des Gleibergs geb.n- ken. Die Namen der im Lager vertretenen Verbände und die Anzahl der Teilnehmer im einzelnen auf- zählen, .würde zu weit führen. Gesagt sei nur, in den drei letzten Jahren weit über fünftausend Uebernachtungen verbucht wurden. Oft brachte die Presse, selbst über den Gau hinaus, eingehende Berichte und Photos von dem Leben und Treiben ernster und ftoher Lagerstunden. Besondere Höhepunkte bildeten Besuche hoher Persönlichkeiten der Partei und des Staates auf der Burg. Es fei erinnert an das Gleibergfest 1934, an dem Reichsminister Rust in Begleitung von Reichsstatthalter Sprenger hier weilte und einen Appell an die deutsche Jugend richtete, den nicht nur die im Lager anwesenden Gaureferenten der Studentenschaft, sondern all die vielen Festteil- §ort mit der drohenden» 5al]rtftcingcfahr! verwenden Sie beizeiten SOLI DOX Gegen Zahnstein \ G,°ß£^° nehmer von fern und nah anzuhören die Ehre hatten. Bei einem Iuristenlager nahm Reichsminister Dr. Frank Gelegenheit, den Lagerbetrieb eingehend zu besichtigen. Stellte sich so der alte Gleiberg unmittelbar in den Dienst des Dritten Reiches, so schloß das — wie anfangs vielfach geglaubt wurde — keineswegs aus, daß er nun in feiner Eigenschaft als beliebter Ausflugsort Einbuße erleiden würde. Ohne jegliche Unterbrechung stand und steht auch weiterhin die Burg dem Ausflugsverkehr offen. Nach wie vor bemüht sich der Gleibergverein, alle Bauten und Räume, der übernommenen Verpflichtung getreu, in ordentlichem Zustand zu erhallen. Beispielsweise wurden im Vorjahre die oberen Räume des Nassauerbaues, darunter der große Kaisersaal, vollständig neu für den Publikumsverkehr hergerichtet, mit neuen Oefen und besserer Beleuchtung versehen. Eine Notscheune für die Heu-, Stroh- und Holzvorräte des Burg-- wirts entstand, damit im Interesse der Feuersicherhell die Hauptgebäude entlastet würden. Auch die unumgänglichen Mauerausbesserungen an der Ruine liefen weiter. Und was das Erfreuliche ist, daß alles, was in den letzten fünf Jahren an Bau- und Instand- fehnngsarbeiten auch geschah, restlos finanziert werden konnte, so daß der Gleibergverein heule ohne Schulden daskeht, wahrlich ein stolzes Bewußtsein für die verantwortlichen Männer und den Kreis der Mitglieder. Mitten in den Aufbau siel der hundertjährige Gründungstag des Gleibergoereins, dessen fei-r- liche Begehung in noch so frischer Erinnerung ist, daß hierüber ein Bericht sich erübrigt. Möge in jeglicher Hinsicht der Gleiberg auch fernerhin das bleiben, was er immer war: Das liebwerte Wahrzeichen unserer Heimatlandschaft! E. Prass. 240 Mk. für 3teikn nach Danz a. DNB. Amtlich wird mitgeteilt, daß der Höchst- betrag, bis zu dem Reifezahlungsmittel nach Danzig ohne Genehmigung erworben werden können, mit sofortiger Wirkung von 180 Reichsmark auf 240 Reichsmark heraufgesetzt worden ist. Neben dem Betrag von 240 Reichsmark kann die Freigrenze von 10 Reichsmark in Anspruch genommen werden. * ** Keine Post Zustellung am 1. Mai. Am 1. Mai, dem nationalen Feiertag des deutschen Sol- 6. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) Fäden hin und her. ZRonfan von Hedda Westenberger. Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlin W 35. Diesmal winken die beiden jeder mit seinem eigenen Arm zurück. Und die Nummer? Eine Berliner Nummer. „Natürlich", sagt Robert von Kahl. 6. Im Doktorhaus zu Eigelstein. Das Hammerdachsche Haus in der Sachgasse gleich hinter dem Markt haben ftüher einmal die Pfarrer von Eigelstein bewohnt. Wie das Haus dann 'n Hammerbachschen Besitz gekommen ist, das ist eine lange und verworrene Geschichte; sie ist in der Chronik der Stadt als eins der wicytigften Ereignisse des letzten Jahrhunderts haarklein erzählt. Und es geht daraus hervor, daß die Hammer- bachers von jeher äußerst energische und ziel- bewußte Leute gewesen sind, die durchsetzten, was sie sich vornahmen, und die von jeher in der Stadt ein gewaltiges Wort mitzureden hatten. Seit drei Generationen sitzen sie nun in dem ehemaligen Pfarrhaus. Aus der stillen pfarrherrlichen Studierstube ist ein schneeweißes, blitzblankes ärztliches Sprechzimmer geworden; in der großen, holzgetäfelten Diele hängen statt der Marienbilder mächtige Geweihe und große Iagdbilder, und die nach wie vor gleich köstlichen Düfte der Küche begegnen nun nicht mehr zartschwebenden Weihrauch- wölken, sondern -handfesten Karbol- und Aecher- gerüchen ober dem herben Knaster aus Doktor Hammerbachers ewig brennender Pfeife. Aber gemütlich iffs mehr denn je. Wer über die brei niedrigen, ausgebeulten Stufen ins Haus tritt und die breite, geschnitzte Haustür hinter sich zu- fallen läßt, der tut unwillkürlich einen tiefbehag- llchen Schnaufer: Ah, hier ist's gut sein. Die dunkle Täfelung der Wand leuchtet warm im nur gedämpft einfallenden Tageslicht, eine Uhr tickt dunkel im Winkel, hohe Stühle umstehen sittsam einen runden eingelegten Tisch, und das Geländer die Treppe hinauf ist so wunderschön geschnitzt, als gingen hier nur Menschen umher, die immer Zell und Muße hätten, seine zärlliche Gewundenhell zu würdigen. In Doktor Hammerbachers Sprechzimmer fteillch darf man bann nicht eintreten. Denn ba geht's meber behaglich noch traulich, fonbern äußerst rauh zu, und so manches liebe Mal heben die Hammer- „Aber nicht richtig", murmelt die Nichte. Da blinkert Tante Martha noch mehr als sonst mit den kurzsichtigen Augen, und die spitze kleine Nase zeigt tausend winzige Fältchen: „So ein Abs-taubeifer!" Aber dann kommt ihr die Sache doch komisch vor: Vater Hammerbacher soll auf diesen Lenzsch eifersüchtig sein? Und Monikas wegen? „Sag mal, mein liebes Kind, bu hast boch nicht etwa ine Absicht, dich mit diesem jungen Doktor Lenzsch zu verloben? Ich meine — er hat doch nichts, und was ist schon ein Assistenzarzt? Er treibt sich zwar ers-taunlich viel herum, aber ich habe trootzdem nie bemerkt, baß ihr . . . ich meine: Des-teht bei euch die Ambition zu einer Verlobung?" „Iwo!" „Da fällt mir ein S-tein vom Herzen. Aber warum hast du ihn bann eingelaben?" Monika preßt empört bas Staubtuch gegen den blauweiß gestreiften Schürzenlatz: „3d)? Papa hat ihn eingelaben!" „So? Papa. Und wcirum?" Jetzt endlich ist Monika mit der Uhr fertig. Das Staubtuch zwischen zwei Fingern, steht sie auf und dreht sich mehrere Male langsam im Kreise. „Es ist wirklich jetzt alles abgef-taubt", versichert Tante Martha und fährt dann ungeduldig fort: „Aber warum hat er ihn denn wohl eingelaben?" „Ach, das kam so gesprächsweise: Neulich, als wir chn bei Amtsrats trafen. Papa ist die Einladung so herausgerutscht. Er hat sie vielleicht auch gar nicht so ernst gemeint, und Lenzsch hat auch nur gesagt: vielleicht komme er. Und ich bin audj nicht sicher, ob er kommt." „Na, airf jeden Fall wäre es ein Glück, wenn er nicht käme", sagt Tante Mariha überzeugt und kraftvoll. „Aber trotzdem mußt du einkaufen, als wenn er boch tarne, liebes Kind Man kann ia nicht wissen, und ick erinnere mich genau, er ißt ers-taunlich viel, dieser Mann. Du mußt glatt ein Pfund Rosenkohl mehr nehmen und auch ein halbes Pfund Kastanien mehr, hörst du? — Wann gehst du beim zum Markt, Monika? Jetzt? Gleich? Dann vergiß nur nicht, Frau Knüpf die zwei schlechten Eier mitzubringen. Minna hat sie in eine Tasse getan. Sie f-tinten schon; so schlecht sind sie. Und nm besten gehst du zuerst bei Frau Knüpf vorbei, sonst s-tinkst bu dir die ganze Markttasche aus. Ders-tehst bu das übrigens, baß Frau Knüpf ausgerechnet uns so s-Unkend schlechte Eier anbietet? Ich, wenn ich Frau Knüpf wäre, ich würde mich das nie unters-tehen. Aber die Leute haben eben heutzutage kein Vers-tändnis mehr für..." \ (Fortjetzung folgt.) Frau mal den Arm gebrochen hatte, ist sie zu uns nach Hannover gekommen! Ach, der S-paß! Ich höre heute noch, wie der gute Doktor Krause, unser Hausarzt, sie damit aufgezogen hat. Aber 'deine Mama hat ihren Mann s-türmisch verteidigt: er bringe es nicht übers Herz, an den geliebten Gliedern seiner Frau so grausam zu zerren, wie es nötig sei bei so einem Armbruch. Und ich glaube, sie hat ein bißchen recht gehabt. — Aber nun hör nur, wie er sich jetzt wieder ans-tellt. Wen mag er nur zwischen den Fingern haben? Die arme Person!" Monika, hinter dem Stuhl kniend, stöhnt leise auf: „Er hat überhaupt heute wieder seinen schlimmen Tacf. Sogar Seppi hat was abgekriegt." „Und ausgerechnet heute kommt der Doktor Lenzsch zu 'Besuch, den er sowieso nicht leiden tannr Eine lange Stille entsteht. Tante Martha, immer noch sitzend, fuhrwerkt mit dem Staubtuch zwischen Tischplatte und Spitzendecke nicht eben gründlich herum; von Monika ist überhaupt nichts mehr zu sehen. Sie ist offenbar mit besonderer Hingabe um Die Sauberkeit der vier Tischbeine bemüht. „Wieso kann Papa den Lenzsch nicht leiden?" fragt es dann vorsichtig von unten herauf. „9la, eben so", gibt Tante Martha zurück und läßt endlich von der Tischplatte ab. Wieder schweigen sie beide eine Weile. Monika muß wirklich schrecttiche Schmutz- und Staubwüsten dort unten entdeckt haben, sie hockt immer noch auf der Erde. Dom Sprechzimmer her hört man des Doktors laute Stimme und die weinerliche einer Frau. Dazu rauscht die Wasierleitung, und irgendein Apparat mll bläulichem Licht summt sanft dazwischen. „Wenn er chn wirklich nicht leiden kann", sagt Rtonika dann auf einmal nachdenklich, „so ist das meiner Meinung nach bloß wieder Vaters komische Eifersucht." „Eifersucht?" Tante Martha horcht auf. „Natürlich. Was sonst? Eifersucht. Er hat doch immer Angst, ich könnte mich mal ... ich könnte mal ..." Jetzt endlich taucht Monika wieder auf. Ihr glatt nach hinten gekämmtes Haar ist ein wenig in Unordnung geraten, ihr feines, hellhäutiges Gesicht ist hochrot — kein Wunder, wenn man so lange unter Tischen und Stühlen herumkriecht. Tante Martha forscht gespannt in ihrem Gesicht. Aber dazu ist leider nicht viel Gelegenheit, denn Monika wendet sich sofort der großen Standuhr im Winkel zu. „Die hab' ich doch schon abgef-taubt", sagt Tante Martha. bachschen Damen draußen in der Diele im Dobei- gehen ängstlich lauschend den Kopf: Was hat er denn nun wieder? Parum brüllt er denn wieder so? Auch an diesem Samstagmorgen stehen sie nebeneinander vor dem runden Tisch in der Diele, Staubtücher in den Händen, brave blauweiß gestreifte Hausschürzen umgebunden, und lauschen hinüber ins Sprechzimmer. „Wenn er mich so anbrüllen würde..." sagt die blonde Monika Hammerbacher, und chr junges Gesicht sieht beinahe hochmütig aus. Muß denn ausgerechnet sio, die noch nie ein au lautes und brutale^. Wort über ihre hübschen Lippen gebracht hat, so einen ungebärdigen, ewig polternden, rustikalen Vater haben? Und wenn er schon von Natur aus so ist, kann er sich nicht um der erwachsenen Tochter willen ein bißchen zusammennehmen? Muß das sein, daß man sich in der Stadt immerzu tolle Ge- schichten von dem groben Doktor Hammerbacher erzählt? ,Lch werd' es ihm wieder mal eindringlich sagen müssen", fügt sie nach einer Weile hinzu und macht sich daran, einen der hohen, geflochtenen Worps- weder Stühle abzustauben. Aber Tante Martha Hammerbacher, klein und zierlich, ein Spitzmausgesicht mit zwei kurzsichtigen bilnfernben Augen, lacht nur leise auf: Ach der — und eindringlich mit ihm reden! „Liebes Kind, ich s-taune, wie unbelehrbar du bist. Hat nicht schon deine Mutter sich den Mund fusselig geredet, um ihm das Brüllen abzugewöhnen? Weißt du. was er chr bann immer gesagt hat? Hysterische Weiber muh man anbrüllen — und alle Weiber sind hysterisch. Ja, das hat er ge- sagt, und davon bringt ihn nun keiner mehr ab. Und du am wenigstem Jawohl, mach nur nicht solche S-ttelaugen. Als er dir neulich den Hals ausgepinselt hat, hast du dich ja wirklich sehr hysterisch benommen." Monikas blaue Augen tauchen sprühend hinter der Stuhllehne hervor. „Das war aber wahrhaftig auch das letzte Mal, daß ich mich von meinem Vater behandeln laste! Der packt ja zu, als ob man ein S'ück Holz wäre. Und alle Schmerzen, die man hat, sind nur Quatsch und Getue. Ich — wenn ich mal richtig krank würde, ich führe einfach in irgendeine Nackbarstadt und ließe mich dort behandeln." Tante Martha läßt sich belustigt auf den Stuhl faßen, den sie soeben abgestaubt hat, und verschränkt behaglich die Arme über der Brust. „Siehst du, siehst du — und dein Vater bat erHärt, eher phrbt er, als daß er dich noch mal behandelt? Deine Tlutter hat sich übrigens auch nie von ihm behandeln lassen. S-tell dir vor, als sie sich als junge 9JL-$po/,% Franks. Hyv. «olbvse.R. 15 4Y,% Tranks Hvv Golv-Somm. CbL 2 3 bVt% -vranff Svv Liuuidation (Voldvfe. , •. • ey2% -«Heinriche Hyv Ltouidnrion Äolbpfe - - - Steuergurichetn-Berrechnungsmr'' Schießbude „Zi gao es das Ti ,.v . die Lichtspiele „Zum Portlerjorn", die Wurfbube „Am Faschinajoch", bie Angelbude „An der Bregenzer Ache", bas Glücksrad „Am hohen Licht" usw. Die in den Namen niedergelegten Begriffe bedeuteten für eine Reihe der Kameraden lebhafte Erinnerungen an schöne Tage im wirklichen Tirol. Jedermann trug als das offizielle 2lbzeichen für diesen Abend das Alpenblumensträußchen mit Edel- Abend besonders hergerichtet und, so gut es eben ging, in eine Berglandschaft verwandelt worden. In der Fülle der Erscheinungen fehlte auch die Schießbude „Zum hohen Freschen" nicht. Außerdem . gab es bas Tiroler Bräustübl „Zur Mittagsspitze", Die erste Jugend der Blau-Weißen enttäuschte am Sonntag wieder nach der schlechten Seite hin. Bis zur Halbzeit war sie ihrem Gegner ebenbürtig. Nach dem Wechsel fiel bie erste Jugend der Spvg. 1900 völlig auseinander, so daß der Gegner die Oberhand gewann und leicht den Sieg sicherstellen konnte. ler 95,75 (96). Katz & Klumvp 108 (107,507 Elsäss. kosteten: Kälber 35 bis 65 Mark, Hämmel 35 bis 50, gendliche der HI, und DI. an den Wettkämpfen Bad Wolle 90,50 (92) FMA. 171 (170,50), Ufa Schale 25 bis 42, Schweine 49,50 bis 56,50 Mark. — teil. Im Gegensatz zu früher waren es dieses Mal 72 40 (72), Großalmerode Thon 109,50 (110), Bad . Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Schafe hauptsächlich Mannschaftskampfe, wobei selbstver- Salzschlirf'30. Tagesgeld unverändert 2,25 vH. I unb Hämmel mittelmäßig. stündlich jeder Läufer auch einzeln gewertet wurde. 01 , 1 a y Jede Mannschaft, nach Jahrgängen getrennt, be- stand «aus 6 Läufern. Das ergab bei der HI. für Kurszettel der Berliner und Zranksurler h* «*»» ' Jungvolk kamen die Jahrgänge 1924 und 1925, also 2 Mannschaften mit je 6 Jgg., hinzu. Gewertet rourbe jebe Mannschaft in der Art, baß bie Platzziffern ber 6 Läufer addiert und durch 6 geteilt wurden. Die Mannschaft mit der niedrigsten Gieren er VochenmorNpreNe. * (3 i e 6 e n , 26. Avril. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, XA kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 42,04 i 0.147 I 47,10 55,50 । 47.10 Rhein-Mainische Börse. Millagsbörse ftUL Frankfurt a. M., 25. April. Die Börse eröffnete zum Wochenbeginn den vorbörslichen Erwartungen entsprechend mit sehr stillem Geschäft. Indessen erhielt sich wetterhin eine zuversichtliche und freundliche Grundtendenz, da bei den wenigen Kun- oenaufträgen die Nachfrage überwog. Der Aktienmarkt zeigte daher zumeist leichte Kurserhöhungen um Bruchteile eines Prozentes. Zeitweise lebhafter lagen von Autowerten Adler- werke Kleyer mit 128 bis 128,50 (126,75), BMW. gewannen 1 v. H. auf 161,50 und Daimler wurden mit 153 (152,75) gesucht. Don Maschinenaktien stiegen Rheinmetall zunächst auf 148,75, gingen aber Dann auf den Vortagsstand von 148 zurück, Demag 157,13 (156,75), Moenus uno. 135. Montawerte bröckelten vorwiegend ab. Vereinigte Stahl 112,13 (112,50), Rheinstahl 150,40 (151), Mannesmann 117 (117,25), höher aber Hoesch mit 117,25 (116,13) und fest Harpener nach Pause mit 172L0 (171,25). Beinahe geschäftslos waren Chemie-, Elektro-, Bau- und Zellstoffwerte bei ganz geringen Abweichungen. Im einzelnen notierten Westdeutsche Kauchoi mit 108,75 (108,90), Conti Gummi mit 211 (210,75). Am Rentenmarkt war bas Geschäft ebenfalls unbedeutend, doch tag kaum noch Angebot vor. Etwas höher Altbesitzanleihe mit 132,85 (132,75), dagegen Reicbsbahn-Dorzugsaktien 131 (131,13). Göldpfandbriefe wurden größtenteils wieder gestrichen, da der Nachfrage kaum Angebot geaenüber- stand. Liquidationspfandbriefe, Kommunal-Oblinatio- nen und Stadtanleihen waren wenig verändert. Industrie-Obligationen zogen teilweise bis 0,25 v. H. an. Kommunal-Umlcbuldung waren weiter etwas erholt auf 96,227- (96,15). Auch in der zweiten Börfenstunde blieb das Geschäft im ganzen sehr still. Lediglich Autowerte waren verhältnismäßig lebhaft, insbesondere Kleyer, die noch 0,50 v. H. anzogen auf 129, auch BMW. weiter erhöht auf 162 nach 161,50 und Daimler 154 nach 153. Etwas fester lagen ferner IG. Farben mit 159 nach 158,40, im übrigen erfolgten nur wenig Zweitnotierungen, Mannesmann 0,13 v. H. niedriger mit 116,90. Die später $um Kurs gekommenen Papiere lagen unregelmäßig bei Abweichungen bis 1 v. H. Stärker verändert waren am Che- miemarft Scheideanstalt mit 251 (248), hingegen Goldschmidt 1,75 v. H. schwächer mit 150, Don Bankaktien bröckelten Dresdner Bank weiter ab auf £rt ii W flcaimulatoren-Rabri! ...... 14 Öldiaficnbutfl Zellsloft........• BembPtg 0 Betula 8 BuderuS Gien...............6 Temen« Heidelberg ......7 gement flarlftabt ........... 6 Conri ®umtm 12, Taimiet i'iotoren..........6*/*: Destaue: 4 Teurilbe CrdR .............6 Deurilbe ®old» unv Silber .... 9 Deutube Linoleum ...... 10 Glctiriidir L'teferungen 6 ®cftriirtie L'itbt unb Kratt 7 3. n». ^arden.^nduniE.......7 selten & Guilleaume 6 (Meefutel 7 Tb. (Molb | Briei AmN'cheNorienina «Äeld ! Brie« n.651 0.655 23 April Amtliche Norierung Amtliche Norieruup I Meld länpi tielo Brie 0,723 0,725 0,723 0,725 5,694 5,706 5,694 5,706 62,30 62,42 62,35 62,47 Lriladon ................. 11,26 11,28 11,27 11,29 S'l'ridolm .............. 63,88 64,00 63,93 64,05 Schwerz.................. 57,14 57,26 57.17 57,29 (CrxintPH .....___........ w —- * 1 8,651 8,669 8,651 8,669 ........................ — —- — I Reuyorl •-«•••••••••••••••• 2,486 2,490 2,487 2,491 1 Aus -er engeren Heimai. Feldbereinigung. — Neues Siedlungsgelände. '+ Grünberg, 24. April. Hier fand eine V e.r - sammlung der Grundbesitzer statt, Me sich rtiit der Einleitung des Feldbereinigungsverfahrens in der hiesigen Gemarkung beschäftigte. Vermessungsrat Rabenau vom Feldbereinigungsamt Alsfeld erläuterte die wichtigsten Bestimmungen -der mit diesem Jahre in Kraft getretenen neuen Reichsumlegungsordnung. Ein vorliegender Wahlvorschlag wurde mit großer Stimmenmehrheit gutgeheißen. Als ordentliche Mitglieder der Teilnehmergemeinschaft für die Umlegung wurden danach bestimmt: Ortsbauernführer Leonhard Groß- Ha u s und Hermann Rühl II., als Stellvertreter August Laub er jun. und Konrad Trinkaus. Das Umlegungsverfahren wird wahrscheinlich einen Geländeabzug von 12 bis 12,5 v. H. beanspruchen. Dieser Geländeabzug dient zur Deckung der Kosten des Verfahrens und zur Bereitstellung von Siedlungsgelände. Letzteres soll zur Bildung neuer Erbhöfe durch Landzuteilung an Landwirte mit geringem Grundbesitz und zur A n s i e d l u n g bzw. Seßhaftmachung von Landarbeitern und landwirtschaftlichen Handwerkern verwandt werden. Dabei soll nach den Forderungen des Reichsnährstandes die Errichtung von Einzelgehöften weit draußen in der Gemarkung erfolgen. Vorbildliche Oorfqemeinschast. LPD. Alsfeld, 25. April. In dem Kreis- orte Brauerschwend wird die Bevölkerung in den nächsten Tagen mit dem Bau einer D o l k s h a l l e beginnen, um dadurch einen Raum zu schaffen für Versammlungen, Theater- und Filmveranstaltungen, sportliche Tätigkeit usw. In den Gasthäusern des Dorfes konnten derartige Raummöglichkeiten bisher nicht geschaffen werden, so daß sogar der Turnverein zur Abhaltung seiner Uebungs- stunden jeweils einen Nachbarort aufsuchen mußte. Das Gemeinschaftswerk des Volkshallenbaues, das auch die Gastwirte des Ortes unterstützen, wird durch freiwillige und unentgeltliche Arbeit der Dorfbewohner, wie Ausschachtungsarbeiten, Heranschaffen von Baumaterial usw., eine große Förderung erfahren. Im Herbst d. I. soll die Volkshalle fertig- gestellt sein. Landkreis Gießen. - Mainzlar, 25. April. Der Schlosser Wilhelm Pfeiffer von hier kann am Freitag, dem 29. April, auf eine 25jährige Tätigkeit in den Didier-Werken zurückbllcken. — Die hiesige Pflicht- feuerwehr hielt dieser Tage eine Hebung ab, die besonders dem Fußexerzieren gewidmet war. Die drei ältesten Jahrgänge der Pflichtfeuerwehr scheiden jetzt vom Dienst aus. Die neuen Feuersirenen wurden dieser Tage zum erstenmal in Tätigkeit gesetzt. + Staufenberg, 25. April. Aus der hiesigen Schule kamen 10 Knaben und 5 Mädchen zur Entlassung. gfs. Annerod, 25. April. Der Mütter- dienst im Deutschen Frauenwerk wird hier einen Lehrgang in Gesundheitslehre und häuslicher Krankenpflege durchführen. Den Kurs wird Schwester Jofefine Englert leiten. Frauen und Mädchen, die sich daran beteiligen wollen, können sich bei der Leiterin der Ortsfrauenschaft anmelden. 5 Steinbach, 26. April. Am heutigen Dienstag, 26. April, feiert Landwirt Karl Krämer I. seinen 7 2. Geburtstag bei gutem Gesundheits- zustande. Er kann die landwirtschaftlichen Arbeiten noch größtenteils selbst erledigen. — Am 27. April kann Frau Susanne Margareta Müller, geb. Arnold, Ehefrau des Adam Müller, ihren 7 7. Geburtstag feiern. Ihr Gesundheitszustand ist verhältnismäßig gut, so daß die Eheleute Müller hoffen, dieses Jahr ihre goldene Hochzeit feiern zu können. gfs. L ich, 25. April. Hier beginnt in nächster Zeit der Mütterdienst im Deutschen Frauenwerk einen Lehrgang im Nähen und Flicken. Mögen die Frauen und Mädchen sich zahlreich an diesem Kurs beteiligen, der ihnen die für die Hausfrau und Mutter so wichtigen Geschicklichkeiten mit Nadel und Faden übermittelt. Anmeldungen nimmt die Leiterin der Ortsfrauenschaft entgegen. + Obbornhofen, 24. April. In unserem Dorfe lebt im Verhältnis zu der Gesamteinwohnerschaft von 680 Seelen eine große Anzahl alter Leute. So haben 46 Personen bereits das 70. Lebensjahr überschritten; von denen wiederum vier Personen jede mehr denn 80 Lenze zählt. Der einzige noch lebende Altveteran unseres Dorfes, Heinrich Peter R u p p e l, steht im 91. Lebensjahre. — Am 2. Ofterfeiertag fand hier die Einsegnung der schulentlassenen Kinder, 13 an der Zahl (6 Knaben und 7 Mädchen) statt. In Begleitung von Pfarrer Schäfer machten die Konfirmanden am folgenden Tage mit den Konfirmanden von Melbach und deren Ortsgeistlichen Pfarrer Ostermeyer einen gemeinsamen Ausflug. Die Fahrt fand in einem Omnjbusse statt und ging über Friedberg — Bad-Nauheim bis Wiesbaden, dem vorläufigen Reiseziele. Hier wurden einige Sehenswürdigkeiten besichtigt. In Bieberich wurde Mittagsrast gehalten. Dann führte tue Fahrt über Mainz nach dem Weltflughafen Frankfurt a. M. Eine Besichtigung der Zeppelinhalle und des stolzen Luftschiffes „Graf Zeppelin" waren wohl die stärksten Eindrücke des Tages. Auf der Heimfahrt wurde noch in Bad Homburg und Friedrichsdorf gerastet. Wohlbehalten und in bester Stimmung kamen die Ausflügler wieder zu Hause an. Rundfunkprogramm Mittwoch, 27. April. 6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.30: Gaunachrichten. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche, und Haus. 10: Schulfunk: Ein Musikant geht durch die Welt. Szenen aus dem Schaffen von Franz Schubert. 11.40: Volk und Wirtschaft: Moderne Schatzgräber. 12: Werkskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Das Stündchen nach Tisch. 15: Kleines Konzert. 15.30: Es tönen die Lieder: Pimpfe und Jungmädel fingen und musizieren. 16: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 18.45: Fliegendes Deutschland. 19: Nachrichten. 19.10: Klang der Landschaft: Das deutsche Lied jenseits der Grenze. 20: Großes Konzert. 22: Nachrichten. 22.30: „Wenn die kleinen Veilchen blühn Unterhaltungskonzerte 24 dis 1: Nachtmusik. Briefkasten der Redaktion. 81 (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) f). L. in TB. Hat die Vertreter-Versammlung bei? Bäuerlichen Bezugs- und Absahgenoffenschaft beschlossen, daß die 3 o. H. Rückvergütung nur in Waren erfolgen soll, so müssen Sie sich diesem Beschluß unterwerfen. Ein solcher Beschluß dürfte übrigens im Interesse einer Erhöhung des Umsatzes der Genossenschaft liegen. Xi $ — — und was Sie auch an neuer Kleidung brauchen: Sportanzüge, Straßenanzüge, Uebergangsmäntel - - bei mir finden Sie eine enorm große Auswahl. Herzerfrischende Farben und Formen mit allen Schikanen — aber auch die grundsoliden Hausmarken und alles soo preiswert: Elegante Frühjahrs-Mäntel Cheviot, Gabardine, als Raglan, Slipon, Kugelschlüpfer, Slipper, Reise-Ulster 32.- 44.- 54.- 58.- 64.- Straßen- oder Sport-Anzüge „Formbeständig“, „Dauerglatt“ oder wie man es auch nennen mag, ist selbstverständlich. Sport- resp. Kammgarnstoffe 38.- 48.- 54.- 64.- 76.- Zum Kombinieren nach Belieben Sportsakkos 24. 28 - 36 - 48.- Hosen 7*50 12.- 18.- 24 - Allwetter-Mäntel, selbstwaschbar 24.- 28.- 32.- 38.- Regenmäntel, Janker, Leder-Seppl-Hosen Knaben-Klelder, kurzum was Herren und Knaben an Kleidung gebrauchen miii; ▼ ▼ giessen Die gewissenhaften Bekleidungsfachleute 2824 A GLORIA PALAST ■ i Symbol des Friedens und des stolzen Wettstreits der Nationen, Fest der Jugend, edler Kraft und Schönheit'. Eine Bildsymphonie von fesselndem Reiz und gewaltigem Rhythmus. Das mit Spannung erwartete Filmwerk Leni Riefenstahls vermittelt nun allen Kinobesuchern der Welt das einzigartige Erlebnis der Olympischen Spiele Berlin 1936 in großartigen und packenden Bildern Dienstag FCStVOrStell UHg unter Mitwirkung des Fanfarenzugs der HJ, AchtungI Anfangszeiten geändert: Täglich '3.00, 5.30 und 6.30 Uhr Benutzen Sie die ungekürzten Nachmittagsvorstellungen da abends starker Andrang. Vorbestellungen unter4O77 u.4078 --- -----------2809 A VornehmI Geschmackvoll! Persönlich! Dies« wesentlichen Eigenschaften der guten Familien- Drucksache bietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Aus fünrungsarten und Papieren zu mäßigen Preisen BrUhl’sche Druckerei. Schulstr. 7. Ruf 2251 IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHIIIIIIIIIIII Baue gut.... mit Äbermann Die zu zahlende achte Rate beträgt: Familienlogen mit 5 Plätzen . Familienlogen mit 4 Plätzen. I. Ring ....... II. Ring . s s » s ■ , i III. Ring Stadttheater-Miete. Die Einlösung des achten Abschnitts der Stamm- Miete hat an der Theaterkasse, Johannesstraße 3, zu erfolgen, und zwar: 2825C Mittwoch, den 27. April 1938, für die Mittwoch- Mieter, Donnerstag, den 28. April 1938, für die Freitag- Mieter, Freitag, den 29. April 1938, für die Dienstag- Mieter in der Zeit von 10—13 Uhr und von 17 bis 18 Uhr, Donnerstag nur von 10—13 Uhr. Nach Einzahlung auf Postscheckkonto Frankfurt am Main 37210, Kasse des Stadtheaters Gießen, erfolgt Ueberfendung der Mietkarten. 10,— RM. 10,— „ 4,— „ 3,— „ 2,— „ 2,- „ im I. und II. Ring .... —40 RM. im III. und IV. Ring .... —,40 „ Die Einlösung der 8. Rate muß unbedingt vor der 29. Mietvorstellung erfolgt fein. Die oben angegebenen Einlösezeiten sind einzuhalten. Gießen, den 21. April 1938. j Der Oberbürgermeister: Rrtter. IV. Ring . V. Ring........1,60 ” Außerdem sind zu zahlen für die Altersversorgung der Bühnenschaffenden Bekanntmachung. Die in den Gärten vorhandenen Schnakenlarven sollen beseitigt werden. 28270 An alle Garteninhaber ergeht daher die Bitte, im Interesse der allgemeinen Dolkswohlfahrt die Schnakenbekämpfung dadurch zu unterstützen, daß den beauftragten Personen das Betreten der in Frage kommenden Gärten gestattet wird. Gießen, den 25. April 1938. Städtisches Hoch- und Tiefbauamt. G r a v e r t. Das Blumenwunder an der Ruhr Buntes, lockendes Erleben vom Frühling bis in den Herbst S Reiseerleichterungen durch Reichsbahn und Autobus ” Keine Zeugnisse in Urschrift lonbern nur Zeugnis» ablchristen dem Be- werbungsichreiben beilegen i — Lichtbilder unoBewerbungüunter» '»gen mühen zur Vermeidung oon Verlusten auf der Rüchette Warnen und Änfchriir des Bewerbers tragen! Ordentliches ^kinderliebes Mädchen nicht unter 18 Jahren,häuslich, für 3 Personen, alsbald gesucht. Schrift!. Angeb. unter 01979 an den Gieß. Anz. Für sofort, wird junges Mädchen das zu Hause schlafen kann, für Hausarbeit Neustadt 59 gesucht. oi9R7 | Empfehlungen | Mit offenen Augen Drei Jungen und ein Mädel en brdten ihre Waldheimat. Von Werner Siebold 135 Seiten Text und 8 Kunstdrucktafeln Leinen RM. 2,85 ' HugoBermühler Verlag Berlin - Lichterfelde Mündlich können Sieesnurvenlgeo sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen SieesnUsn I Vermietungen I s Zimmer Bad,Hzg.u.Gar- tenanteil, z. 1.7. zu vermiet. loiess Hindenbnrgival! 22 I, 10-12 und 15—17 Uhr.__ Garage sofort zu vermiet. , Kdl [01976 Wesorstraße 17. Garage sofort od. später zuver7nieten.m»,5 Liebigstr. 93 III. Mietgesuche Beamter sucht zum 1. 5. oder später 4-Zimmer- Wohnung. Ang. unt. 01983 andenGieß.Anz. 3x2-3immer- MiMgen mit Bad usw. von Neichsange- stellten gesucht. Schr. Ang. unt. 2743va.d.G.A. 1-2 leere Zimmer zu mieten gesucht. Auch Man- snrdenzinuner. Schrift!. Angeb. unter 01980 an den Gieß. Anz. 1. .Juli Suche abgeschl. 1-0.2-Zimm.-- Wohnung in guter Wohnlage Gießens, ev. mit Heizung und Warmwasser. Schrift. Angeb. mit Mietpreis u. 01975 a. d.Gieß. Anzeiger erbet. [Stellenangebote] holüksgsWe sofort gesucht. Zu erfragen in d..Geschäftsstelle d.Gieß. Anz »01981 Tüchtiges taiäch gegen boh. Lohn gesucht. oi98o Seltersweg 40. 2836V Gießen (Schubertstraße 46), den 26. April 1938 z. Z. Kath. Schwesternhaus Anneliese Klein, geb.Iey Konstantin Klein OieGeburi eines kräftigen Stammhalters zeigen hocherfreut an Ehrliches, braves MA« das radfahren kann, evtl, tagsüber, für Haus- baltund Geschärt per 15. Juni od. l.Juli gesucht. A.Malkomeuus Heißmangel und elektr.Waschküche Kaiserallee 14. Gutes MnmM. UNd BaiMttn gesucht. 2823V Ael 5M6 Reidiggarlml'chaiilEfltii VOM 26.APRIL BIS y.OKTOBER 1958 FEST DER VOELKER GESTALTUNGXENI RIEFENSTAHL