5 ChalHet Große sälen ikenxug Fest in harne- in den ienball es Kar- Februar. festen 3.95 ragen 2.95 ;0 12oM „«Nr-4 [erstraße nzug mor und logs. *7. Tro, L'.ch b°ld be- Nbarf) Punkte ufenbera .Katzen- Ichrveren 'cht her, und hat Jen. Lol. »hl Sieg müssen, wo um >- Beide l einem la« 93 Sewjm fachen, i" I'ch Irlich. 16 Wirt “leine ■ ®«nn= "grupp. Dam« f!1 ühjah»161' .esgibfa- Preisen. I 1. stärkstes 1 diesen r Truppe Jllch, wer leck, hier ist Klein. Nr. 48 Erste? Blatt Samstag, 26./$onntag,27. Zebruar 1958 188. Zahrgang Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnick und Verlag: vrühlsche Untoerfitatsörutferci R. Lange tn Gießen. Schriftle^uny und Geschäftsstelle: Schulstraße 7 annahmt oon Unreinen für Oit ‘JJhttagsnummer bis«’ /,Ubr desDormitlaqs (üruntipreltf für I mm höhe für Anze,gen oon 22 mm Dreile 7 Nps., für Text* anzeigen oon 70 mm ‘Breite 50Nps.,'platzvvrjchrifl nach oort) Verembq 25°„ mehr. Crmäfttgte (Brunöpretfe: Stellen--, ‘Beretns», gemein* nützige Anzeigen joane ein* fpaltige Gelegenheilsanzei* gen 5 Rpf., Familienanzei* gen,‘Bäder.,Unterrichts, u. behördliche Anzeigen 6‘Bpf. Mengenabschlüsse Staffel B kricheint tägltd), autzer Sonntags und Feiertags Beilagen Die Illustrierte Gienenei Familienbläller Heimat im Bild Die Schallt Manats-vezugrprels: Mt, 4 Beilagen NM 1 95 Ohne Illustrierte , i 80 Zustellgedühi e -25 Auch bei Nichterscheinen van einzelnen Nummern infolge haheret Gewalt tjernsprechanfchlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahinach» richten Anzeiger fluchen postschecrtonlo: Zranlfurt am Main 11688 Die Jriedenschance. i£or() Aatifar zum britischen Außenminister ernannt Mit einem Schlag ist die internationale Politik I 1 i • e wieder in Bewegung geraten, und wenn auch die London, 25. Febr. (DJIB.) Wie am Freitag- aachmittag amtlich bekanntgegeben wurde, ist L o r d ein jüngeren gemäßigten Konservativen. st vorgenommen sehen und nun ihrem Unmut über den britischen Premierminister durch zweckbedingte Ueber- haus gesprochen hatte. Heber das Wie, nicht über die Notwendigkeit, gehen die Ansichten noch auseinander. Lord Halifax ist für aktivere Schritte, um, wie er im Oberhaus sagte, die internationalen Beziehungen zu verbessern.' Seine Persönlichkeit ist fest umrissen. Er stammt aus jenen hochkirchlichen Oxfordkreisen, die sich der römisch-katholischen Kirche nähern, und ist durch Familienbeziehungen mit allen politisch und gesellschaftlich maßgebenden Familien der englischen Society verbunden Edward Wood, töte er bis zum 1934 erfolgten Tode seines Vaters, des Discount Halifax hieß, wurde in Eton erzogen und studierte in Oxford. Seine politische Laufbahn begann er 1910 als konservativer Abgeordneter für Ripon. Im ! Kriege führte er das hervorragende Regiment der Porkfhire-Dragoner. Erst als Bonar Law nach Lloüyd Georges Sturz sein konservatives Kabinett bildetet, begann er 1921 als Unterstaatssekretar für die Kolonien seine ministerielle Laufbahn. Im Oktober 1922 wurde er Unterrichtsminister, 1924 Landwirtschaftsminister und 1925 zur allgemeinen lieber« raschung Dizekönig von Indien. In fünf Jahren gelang es ihm, den „Ungehorsamkeitsfeld- zug" der Gandhi-Anhänger beizulegen: am 4. März 1931 unterzeichnete Gandhi das Friedensprvtokoll gegen die Genehmigung der Salzgewinnung aus dem Meerwasser und die Amnestierung der politischen Gefangenen Indiens. Er hatte seine staatsmännischen Fähigkeiten aufs glänzendste bewiesen und erhielt dafür den Titel eines Lord Irwin of Kirby Underdale und erhielt den höchsten britischen Orden, den Hosenbandorden, den er als einziges Kabinettsmitglied trägt. Seine Freundschaft mit Baldwin ließ ihn 1935 das Kriegsministerium übernehmen. Nach den Neuwahlen im November 1935 wurde er Lordsiegelbewahrer, im Mai 1937 Lordpräsident des Geheimen Staatsrates. In dieser Stellung figurierte er zuweilen als stellvertretender fekretär Richard Austen Butler hat bereits einmal mit Lord Halifax zusammengearbeitet, und zwar war er parlamentarischer Unterstaatssekretär für Indien zur Zeit der Durchführung der indischen Verfassungsreform. Er ist erst 36 Jahre alt und wurde in Indien geboren. Nach seiner Er» ziehuna in Cambridge schlug Butler die politische Führer und Reichskanzler auf dem Berghof. Lord Halifax, der jetzt im 58. Lebensjahre steht, zahlt zu den geschicktesten Unterhändlern der britischen Krone. Er ist ein Engländer, der Geduld, Liebenswürdigkeit und auch Verständnis für sachliche Gegensätze besitzt. Er ist als solcher ein Antipode seines erheblich jüngeren Vorgängers, aber vielleicht gerade deshalb der Mann, der England aus dem verhängnisvollen Zirkel lösen und dem europäischen Friedensideal der jungen Nationen näher bringen kann. Da der neue Außenminister Mitglied des Oberhauses ist und als solcher nicht im Unterhaus sprechen kann, wird der Premierminister ihn in wichtigen Angelegenheiten im Unterhaus künftig persönlich vertreten. Der neuernannte parlamentarische Unterstaats- fterium Butlers Nachfolger im Arbeitsministerium, Allan Tindal Lennor-Boyd, ist einer der Die briWepreise zum Wech'el im Foreign Office Oie Opposition kündigt scharfe Kritik an der Ernennung eines Peers an. Das Blatt der Labour-Opposttion, der „Daily Herald" behauptet, daß die Berufung von Lord Halifax äußerste Unzufriedenheit unter den Labour- und liberalen Abgeordneten, bis zu einem gewissen Grade sogar unter Konservativen hervorgerufen habe. Die Labour-Partei werde einen Höllenlärm schlagen. Auch die Ernennung von Lennox-Boyd zum Unterstaatssekretär wird im Labour-Blatt kritisiert, weil er zur äußersten Rechten der Konservativen Partei gehöre und seit Ausbruch der Wirren in Spanien kür General Franco gewesen sei. . Seine Wahl werde dahin ausgelegt, daß die Konservative Partei die nationale Regierung immer mehr in ihre Hand bekomme und beabsichtige sie oon fortschrittlichen Ideen abzubringen. In ein ähnliches Horn stößt natürlich auch das liberale „News Chronicle", das eine scharte Sprache gegen die Ernennung von Lord Halifax im Unterhaus an- kündigt. Auch dies Blatt behauptet, das der Groll über die Ernennung sich keineswegs auf die Oppositionsbänke beschränke. Oe- britische 2Wf*offer in 2Rom bei Lord Halifax unt E'-amberla'N. London, 25. Febr. (DNB.) Der britische Botschafter in Rom, Earl o f Perth, der zur Zeit in London weilt, suchte LordHalifar und dann den Premierminister Chamberlain auf Man nimmt an. daß Lord Perth beide über die letzte Unterhaltung mit dem italienischen Außenminister, Gras Ciano, unterrichtete. Das voln'sche Echo. „Neue Niederlage der Moskauer Intriaanten." Warschau, 26 Febr. (DNB. Funkspruth) Der regierungsfreundliche „Expreß Poranny" weist auf die Stellungnahme Polens gegen jede Art von Blockpolitik hin. Don größtem Schade^ Zeit für endgültige Urteile noch nicht gekommen ist. so hat doch unzweifelhaft ein neuer Entwick - ............ luNgs ° dich n i t t begonnen der vollste Mufmert-1 h au'Ux ^umbritifcheii Außenminister et- °»d>en, und über dessen bestimmende und nann, rooröen gn feinem parlamentarischen Hn- nach Gestaltung drängende Strafte wir uns Älar= n heit schaffen müssen. Zweierlei hat sich in dem c r ft a a t 9 f e f r ef ä r wurde R A. B u ler e - schnellen Ablauf der Ereignisse der letzten Woche nann*’ bisher Unterstaatssekretar im Arbeits- vor allem aufgedrängt: die Klarheit,und Folge-ministerium war. Nachfolger Butlers im Arbeits- richtigkeit der Ziele und Methoden der o e u t s ch e n Ministerium ist Lennox-Boyd geworden. P o l i t i k auf der einen, die Gärung, das Unsichere, * Tastende in der englischen und sranzö- Nach Geburt und einer in langer politischer Tä- sischen Politik aus der anderen Seite. Nunltlgkeit erworbenen Ueberzeugung ist Lord Halifax bestand gewiß kein unmittelbarer ursächlicher Zu- im Gegensatz zu Eden kein Doktrinär, sondern sarnrnenhang zwischen der Rede des Führers mit ihrer erneuten Klarstellung und Abgrenzung I f 4 des deutschen Lebens- und Selbstbehauptungs-1 z | willens und dem Abgang Herrn Edens. Be-1 L Hauptungen, es sei der bisherige Leiter des Foreign Office oon Herrn Chamberlain „geopfert" worden, I gehören ins Reich der Fabel Sie enthüllen nur die I k merkwürdige Geistesverfassung all jener internatio- Mfe naler Volksfrontkreise, die ihre Felle fortschwim- j London, 26. Febr. (DNB. Funkspruch.) Bei der Ernennung oon Lord Halifax zum Außenminister wird in der gesamten Londoner Morgenpresse der Umstand stark beachtet, daß Lord Halifax Präsident des Geheimen Staatsrates ist. Hieraus folgert man zum Teil, daß Lord Halifax nicht beabsichtige, unbegrenzt im Foreign Office zu bleiben. „Times" stellt fest, die Ernennung von Lord Halifax zum Außenminister habe keine Ueb.erraschungen in parlamentarischen Kreisen hervorgerufen Abgesehen von denen, die aus dem Standpunkt ständen, daß ein Außenminister im Unterhaus sitzen müsse, habe man seiner (Ernennung allgemein zugestimmt. Die Opposition meine alleroings, daß die Außenpolitik jetzt so lebendig geworden sei und so häufig im Unterhaus erörtert werde, daß d i e Tage vorbei seien, wo ein Peer Außenminister sein könne. Die Opposition habe daher sofort einen Prozeß angekündigt. In andern Teilen des Unterhauses vertrete man die Ansicht, daß die Opposition keinen wirklichen Grund zur Beschwerde habe, da der Premierminister selbst mit Unter- ftüfcung des neuen Unterstaatsfekretärs Butler Fragen im Unterhaus beantworten wolle. „Times" meint, daß man keine bessere W a h l hätte treffen können. Die Sympathie, derer sich Lord Halifax dank seines zähen Handelns und seiner Unantastbarkeit erfreue, sei im Ausland ebenso groß wie im Inland. Lord Halifax, der in den letzten Monaten ungewöhnliche Möglichkeiten gehabt habe, außenpolitisch mit Eden und Chamberlain zu arbeiten, könne sich weiter auf Erfahrungen in einer anbereji und fast ebenso schwierigen Aufgabe berufen. Er werde in das Foreign Office eingehen als patriotischer und grundsatztreuer Engländer wie sein Verwandter Lord Edward Grey. Im Augenblick seien es diese Qualitäten, die man am meisten im englischen Außenamt brauche. Gegenüber den Angriffen der Linken verweist die „Times" darauf, daß a u ch i n f r Ü h e r e n Z e i t e n M i t g l i e d e r des Oberhauses das englische Autzenamt mit Erfolg geleitet hätten. hältnis zu betrachten haben. Was Chamberlmns „realistischer Politik" und seinem Gegensatz zu Eden zugrunde liegt, ist die nachdrücklich bekundete Absicht, sich tatsächlich von b r i t i s ch e n ^nter.e^cn leiten zu lassen, genauer noch, angesichts der ideologischen Unduldsamkeit und der wirklichkeitsfremden Genfer Dogmatik seines bisherigen Außenministers erst einmal das Feld f Ü r e i n e w l r k l i ch e eng - lische Interessenpolitik frei zu wachen. Gewiß lautet die einzig mögliche europäische Losung dieser verwirrten Zeit: Ausgleich im Schnittpunkt der nationalen Lebensmteressen, und insofern kann man englischen Blattern folgen, wenn te oon einer „r e a l i st i f ch e n Friedenspolitik sprechen, die S)errn Chamberlain oorfchwebe und . \ * ..v '— SRofnrorhimnPn mit europa zu gewinnen, erst den Auftakt gebildet hat. An dem Schicksal, das diesem Projekt in London widerfahren ist, hat man den Wandel ermessen können, der mit dem Abgang Edens eingetreten ist. Im übrigen sollte man sich m Frankreich doch allmählich Darüber klar werden, daß man mit der Errichtung von diplomatischen Widerstandslinien nur Mißerfolge geerntet, das Rad der natürlichen Entwicklung aber durchaus nicht aufgehalten hat. Ein Beharren auf solchem Standpunkt kann heute nur noch eine Wirkung haben: den Spannungszustand in Europa unnöfigerweise zu erhöhen, indem allen Elementen der Unverträglichkeit — siehe Tschechoslowakei — der Rücken gestärkt wird. Im Unterhaus ist oon der Ministerbank das Wort gefallen, die englische Politik habe den sinnlosen Kreislauf durchbrochen. Es kann nur im wohlverstandenen Interesse.Frankreichs liegen, wenn die englische Politik den von ihr jetzt proklamierten realistischen Kurs durchhält und damit der französischen Politik den Weg erleichtert. Die andere Voraussetzung, die erfüllt sein muß, wenn ein eurovä- ischer Fortschritt erzielt werden soll, ist die Pflicht Frankreichs, sich ebenfalls zu einer Beschränkung auf seine natürlichen Interessen zu verstehen. Das wird nicht oon heute auf morgen möglich sein. Aber eines dürfte wohl klar sein: Nur durch die Rückkehr zur „nackten" Interessenpolitik, fern von allen ideologischen Leidenschaften und falschen Solidaritäten nach unseliger Genfer Art, hat Europa eine wirkliche Friedenschance. Da^ bedeutet, daß das Gesetz des Handelns, aber auck die Verantwortung, bei den vier Großmächten liegt. Dr. Hans v. Malottki. Chamberlains neuen Bemühungen bestenfalls eine < Episode sehen wollen, nach deren Ablauf alles . wieder in die „bewährten Bahnen" zurückkehren i rogßie so oft in der Nachkriegsgeschichte scheint sich ! auch jetzt wieder Frankreich als das hemmende, i jeder Auflockerung der Verhältnisse sich entgegen- । stemmende Element erweisen zu wollen. Immerhin i ist Paris gegenwärtig der Schauplatz außerordent- । licher Richtungskämpfe, wie sie mit derartiger Hef- ' tigkeit, aber auch Ernsthaftigkeit kaum je zuvor zu beobachten waren. Fand Frankreich bei allen Aktiv- nen im alten Versailler und Genfer Stil in Eng- । land bisher stets einen mehr oder weniger geneigten Partner, so fällt nun, wie F l^i n d i n es feinen Landsleuten mit Recht vorhielt, die Möglichkeit der Berufung auf die Linientreue mit der britischen Politik fort. Und gleichzeitig erweist sich angesichts der Entwicklung der letzten Tage immer deutlicher die Unmöglichkeit, so wie bisher neben ö er e ng- lischen Bin'dung, und gleichzeitig mit ihr die Linie der M i l i t ä r a l l i a n z mit Moskau fortzuführen. Die innere Uno er et n bar k et t dieser beiden Elemente der französischen Bundnis- politik treibt auf die Dauer, auch das hat Flandin richtig gesehen, zur Wohl, zum Gntn>eber=Ober. d h Anschluß an den Chamberlamschen Kurs oder 2Un* nfhfturA in das Sowjetbündnis, dann aber ^abrfcheinlich um Öen Preis der 2UsWlief|Ii(f»fcit' Alle beiderseitige Unterstreichung der Freundschaft und der engen Solidarität wird nicht verhindern können daß zwischen den beiden Westrnachten eine ernste 'wenn auch diskret geführte Auseinandersetzung anhebt, eine Diplomatische Kraft- vrobe für die der jüngste französische Versuch,, fionbon'füt eine antibeut(4e A'ü-m » Ministerpräsident. Am 17 November 1937 war er Laufbahn ein und wurde konservativer Abgeordneter zum Besuch der Internationalen Iagdausstellung I ;ür Saf'ron-Walden, roo er im 3ahre 1929 zum in Berlin und batte Besprechungen mit dem Reichs- ersten Male gewählt wurde. 1932 wurde er pana= i außenminister Freiherrn v. Neurath und am 18. No-1 mentarischer Unterstaatssekretar für Andren, 1937 oember eine fünfstündige Unterredung mit dem I parlamentarischer Staatssekretär im Arbeitsminl- . ' . V e -I CY1 . CVX ; — SlfykA.lr Hilf ATI II kühl rechnender Brite. Für ihn gelten die nüchternen Bilanzen des politischen Geschäfts mehr als haltlose Phantasien. Mit jener Eindringlichkeit, die jeder Mann in der Straße drüben versteht, hat Lord Halifax am Donnerstag im Oberhaus erklärt, man könne nicht von vornherein sagen, ob die Verhandlungen mit Italien Erfolg hätten. Er fügte hinzu, „daß das, was unsere Politik in den letzten Wochen war, auch heute unsere Politik bleibt" — der Ton lag hierbei auf der politischen Entwicklung in den letzten Wochen — und von da aus ging Lord Halifax zu einer Kennzeichnung des abessinischen Experiments über, das man nicht noch einmal wiederholen wolle. Mit anderen Worten: Die englische Regierung ist bereit, die Folgerungen aus dem Fehlschlag oon Genf zu ziehen, und da Premierminister Chamberlain im Unterhaus erklärte, die kollektiven Friedensideale seien gegenwärtig nicht !zu verwirklichen, muß England irgendwie aus dem I „sinnlosen Kreislauf" herauskommen, von dem Minister Morrison jn seinem Schlußwort im Untertreibungen Lust machen. Das schließt freilich einen gewissen Zusammenhang, wenn auch ganz anderer Art, nicht aus. Je I stärker die Unabdingbarkeit und Unerschütterlichkeit I der deutschen Politik, ihrer Ansprüche und Auf-1 sassungen, ins Bewußtsein der Uyiwelt treten, desto I stärker wird der Zwang empfunden, dieser Realität I Rechnung z u tragen, sich mit ihr ausein-1 anderzusetzen und, so oder fo, gegenüber der deut-1 schen „Dynamik" eine Stellung zu beziehen. Die I innere Kraft und die Machtfülle, die sich das natio-1 nalsozialistische Reich zu schaffen verstanden hat, mag dabei unbeguem empfunden werden und in mancher Hinsicht den Zwang zur Korrektur gegenüber den eigenen, liebgewordenen Wünschen und Ansprüchen bedeuten. Aber auch im Völkerleben heißt es, sich in das Unvermeidliche zu fügen — so wie Deutschland selbst vieles abschreiben mußte, um damit dann aber auch einen festen Ausgangspunkt für seine Politik zu finden. Dor allem aber: Niemand wird mit stichhaltigen Argumenten den Nachweis erbringen können, daß der Weg Deutschlands und seine Ziele gefährlich, für andere bedrohlich I sind, oder gar ein Unrecht gegenüber fremden Inter-1 essen und fremdem Wesen einschließen. Eine Prüfung gerade jener Auslandsstimmen, die I sich kritisch und mit der nötigen Dosis von Uebel- wollen und Voreingenommenheit mit der Führer-1 rede auseinandersetzten, liefert in jeder Weise nur die Bestäfigung dieses Satzes. Denn ernsthaft ist gegen die Formulierung und Abgrenzung der deut- scheu Iuteresieu, wie sie am 20. gebruar erfolgte, schon deshalb nichts porzubringen meil die deutschen „Forderungen und Aniprüche" m keinem Punkt die Linie der natürlichen und legitimen Interessen überschreiten. 3m Gegensatz etwa zu Frankreich, das sich selbst oft als em Land der unbegrenzten" Interessen bezeichnet. laßt Deutschland nach den Worten des Führers weise Mäßigung walten. Dreifach war die Ausprägung dieser deutschen Interesieni erstens d,e unmißoer- ständliche Warnung v°r ieder Verschiebung des europäischen Gleichgewichts durch den expansloen Bolschewismus, em Programm, das niemanden stören kann, im Gegenteil eine der wichtigsten Voraussetzungen der Friedenssicherung und Kulturerhaltung umschließt-. Zweitens die erneute Unterstreichung der deutschen K o Ion i a Ifor be rung, die ihrem Wesen nach md)t3 »oberes als ein unabdingbarer, damit auch lede ^us^nd'ung ausschließender Rechtsanspruch ist: dritten> M Forderung nach Respektierung d er Bo I s_ tu msr echte. Dieses Krescendo der Pal'k'k des Reiches im oolksdeutschen Sektor, wie ein fudet deutiches Blatt treffend schrieb bedeutete in der Wirkung nach innen ein erlösendes Wort. Was feine Wirkung und Bedeutung nach außen betristü so stellt es bei all feiner Unmißoerstandlichkett doch keine „Drohung" dar und noch weniger^hat es. m Ä Lung,E ?nem“ 6^bUttimmUS«t Mungen^und' Wilsonschen Punkten oerbrieft “»nVman also schon im Ausland oon einer immer deutlicher sich abzeichnenden „d e u 11 ch e n Mission" sprechen will, dann sollte man aua, ihren wahren Charakter nicht zu oersalfchen^n ^^^ ------------ Die nationalsozialistische Politik bewegt sch ' e;r mit der Anbahnung der Besprechungen mit Linie eines gesunden Völkerrechts S b 9' J Italien bereits eingeleitet habe. Aber das isi: keine etwas Beispielhaftes, es liegt m ^^^-elfetzungen „Kapitulation", wie eine verärgerte Volksfront- licher Führungsanspruch, weil HW" oppofition es wahrhaben will, und noch weniger ein nicht enge, egoistische Son^rQnJÄflr«e(ien bie /ursroedjjel, sondern eben die Hinwendung zu einer sondern allgemeingültige Grundsätze b l - ' nüchternen — und wie sich zeigen wird sehr zähen berufen sind, die Bausteineeinerneuen ^nden l cy^.^ J^ressenpolitik, die mit Herrn Eden Völkerordnung abzugeben. Heraus stiftende nicht zu machen war. . ...... die Anziehungskraft und die ^rtrauen । 'te Nichtsdestoweniger ist es ein Fortschntt, wenn Wirkung der deutschen Außenpolitik nicht sber^ I nun tatsächlich sich von der abwegigen Vorstellung, daß besonders d schäften und von den unseligen kollektiven Phan- ...... 2'«SMSl*.5-- »ÄÄÄl • Gesichtspunkt wird man auch dl ° n Rückfälle nicht ausschließen, wie ub^erhaup die Berliner Prozeß widerlegt ausländische Greuelmärchen. Ossietzkys Bevollmächtigter unterschlug den „Nobel-Preis". Berlin, 25. Febr. (DNB.) Eine gewisse Auslandspasse, die ihren gutgläubigen Losern oorge- lagen hatte, Karl v. Ossietzky habe den Erlös aus dem ihm zuerkannten „Nobel-Preis" nicht erhalten, weil das Geld beschlagnahmt worden sei, hat jetzt Gelegenheit, der Wahrheit die Ehre zu geben. Im Dezember 1935 wurde — wie er- inerlich — dem berüchtigten pazifistischen Schreiberling Karl von Ossietzky der sogenannte „Friodens- Nobelpreis" für 1935 verliehen. Es lag klar auf der Hand, daß das nationalsozialistische Deutschland herausgefordert werden sollte, als man dem bereits im Jahre 1931 wegen Landesverrats verurteilten Herausgeber der salon- bolschewistischen früheren Zeitschrift „Die W e l t - bühn e", diesen Preis zuerkannte. Um diesen Geldpreis — es handelt sich um 163 849 norwegische Kronen (das sind etwa 100 000 Mark) — wurde nun vor dem Berliner Schöffengericht prozessiert. Ossietzky, der damals in einem Berliner Sanatorium lag, hatte dem 51jährigen Angeklagten, einem Dr. Kurt W a n n o w, eine Generalvollmacht erteilt, den Geldpreis nach Deutschland zu bringen. Nachdem 'Wannow sich zunächst einmal eine Provision von 20 000 Mark gesichert hatte, vergeudete er auch bis auf einen Rest von 16500 Mark gegen den Willen Ossietzkys don Preiserlös. Allein einer Freundin schenkte er 40 000 Mk. Wannow ist bereits vorbestraft; Ende vergangenen Jahres hat er als Angestellter einer Patent- verwertungssirma 2500 Mark unterschlagen. An der Dechandlung nahmen zahlreiche ausländische Pressevertreter teil, die sich von der Böswilligkeit der Lügen, Ossietzky sei tot, persönlich überzeugen konnten. Ossietzky trat nämlich als Zeuge vor Gericht auf. Im Verlaufe des Prozesses kam zur Sprache, daß in der Auslandspresse auch Gerüchte breitgetreten worden waren, die Geheime Staatspolizei habe das Geld aus dem „Nobelpreis" beschlagnahmt, „um damit Kanonen bauen zu lassen". Demgegenüber wurde nun einwandfrei, wie Ossietzky dankbar bestätigte, festgestellt, daß die deutsche Polizei i n ausschließlichem Interesse des Preis- t r ä g e r s z u g r i f f, um chn vor dem Totalverlust des Geldes zu schützen. Die restlichen 16 500 Mark waren nämlich polizeilich sichergestellt worden, bevor der Vertrauensmann Ossietzkys auch dieses Geld noch unterschlagen konnte. Die Verhandlung wird am Mittwoch fortgesetzt. * Mit dem Auftreten Ossietzkys als Zeuge ist wieder eine ausländische Lüge zerplatzt, wieder ist man um eine Enttäuschung reicher. Denn die ausländischen Hetzer brauchten Ossietzkys „Leiche", um damit chre dunklen Geschäfte gegen uns machen zu können. Ein lebender Ossietzky, den noch dazu die Nazipolizei vor der Ausplünderung durch seine „Freunde" schützen mußte, ist für sie höchst uninteressant. Das rumänische Volk billigt die Verfassung des Königs. Orahtbericht unseres K. Sch.-Korrespondenten. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Bukarest, 25. Februar 1938. Mit einer Geschwindigkeit, die wohl ohne Beispiel dasteht,, hat soeben ein europäisches Land den Umbau seines Staatsgefüges vollzogen. Genau 14 Tage hat der Vorgang gedauert, der mit dem Sturz Gogds durch den König einsetzte und über Militärdiktatur (verhüllt durch den greifen Patriarchen und die Häupter der Parteien, die sich 3ur Verfügung stellten), Absage der Wahlen, Belagerungszustand, Aufhebung der Autonomie der Hochschulen und der Unabhängigkeit der Richter, scharfe Pressezensur, Verbot der Betätigung für alle Parteien und völlige Entpolitisierung der Beamten- und Priesterschaft bis zur Einsetzung einer neuen Verfassung durch den König führte, die, wie schon gemeldet, am letzten dieser 14 Tage durch das Volk in öffentlicher und kontrollierter Abstimmung mit überwältigender Mehrheit angenommen war! Die rumänische Demokratie hat ihr inhaltsreiches Leben beschlossen. Inhaltsreich — aber nicht segensreich. Demokratie und Parlamentarismus im Südosten ist immer eine Nachahmung des großen westlichen Vorbildes gewesen, und zwar eine schlechte Nachahmung. Bei der letzten Wahl in Rumänien marschierten rund 60 Parteien auf. Was wollten sie und worin unterschieden sie sich? Eine kommunistische Partei gab es nicht, und die Sozialdemokratie war schwach und für das Regime ungefährlich. Das Politisieren war Sache einer dünnen, bürgerlichen Schicht, und die große Masse des Volkes, die Bauern, durften sich bei den Wahlen von den Schlagworten und geometrischen Zeichen umwerben lassen, mit denen die Parteien sich in die Bauernhirne einzuhämmern suchten — und durften dieses Vergnügen mit ihren Steuern bezahlen. Wenn es Herrn Jonescu und Herrn Popescu (dem rumänischen Müller und Schulze) einfiel, machte jeder von ihnen eine neue Partei auf, mit einem hochtrabenden Namen, mit einem Büro und einem wunderbaren Programm, und dann ging die Suche nach den Geldgebern los, wenn die Dummen gefunden waren, wurde eine Zeitung, ein „Parteiorgan" ins Leben gerufen, mit dem man „Anzeigen" hausieren ging und gelegentlich auch Erpressungen verübte. Nur die großen Parteien hatten die Chance, einmal regieren zu dürfen. „Regieren" hieß, sich in vier Jahren gesund zu machen und den Staatshaushalt als eine Pfründe anzusehen und demgemäß zu behandeln. Die Wahlkosten trug der Staat — das war ganz selbstverständlich, und deshalb übernahm Goga von den Liberalen eine durch die letzte Wahl stark erschöpfte Staatskasse, die nur mit Mühe eine zweite Wahl ausgehalten hätte. Gegen diese Parteienmißwirtschaft erhob sich in den letzten Jahren eine Volksbewegung, die Reinheit und Sauberkeit des öffentlichen Lebens auf ihre Fahne schrieb. Sie hieß bis 1933 Eiserne Garde, später nannte sie sich Partei „Alles für das Land" oder Legionärsbewegung. Die seit dem 10. Februar getroffenen Maßnahmen sind zu einem großen Teil nur unter dem Blickpunkt „Eiserne Garde" verständlich. Ihr gehörten viele Geistliche der rumänisch-orthodoxen Kirche an, die dem „Capi- tanul" Codreanu einen Treueid geleistet hatten. Daher das Verbot, andere als die gesetzlichen Eide abzunehmen und zu leisten, daher die Einberufung der Heiligen Synode der orthodoxen Kirche, um von diesen Eiden zu entbinden. Auch die in der Nacht vom 20. auf den 21. erlassene Verfassung enthält eine Reihe von Bestimmungen, die dem gleichen Zweck dienen. Diese Kampfansage hat Codreanu mit der freiwilligen Auflösung seiner Partei und der Entbindung seiner Unterführer von allen Verpflichtungen beantwortet. Es ist völlig belanglos, was die übrigen Parteien noch machen, ob sie sich auflösen oder ein beschäftigungsloses Dasein weiterführen un£ auf eine für sie bessere Zukunft warten. Nur die Nationalzara- nisten haben so etwas wie Widerstand gewagt und ihre Anhänger aufgefordert, sich an der Volksabstimmung nicht zu beteiligen. Die Aufforderung verpuffte ins Nichts. Ueberdies sind die meisten Parteiführer am Regime beteiligt, es besteht für sie daher fern Anlaß, sich über Unterdrückung zu empören. Wer regiert denn nun in Rumänien von jetzt ab? Darauf gibt es eine klare Antwort: Der König. Er hat dem Treihen jahrelang zugesehen und hat dann zugegriffen, als das Experiment Goga nach seiner Meinung zu mißglücken schien, als sich ihm aus den Berichten, die man ihm vorlegte, ein Bild des drohenden Chaos und der be- vorstehenden Revolution darbot. Die neue Verfassung konnte nur so schnell kund getan werden, weil sie der König aus der Schublade seines Schreib- ttsches hervorziehen konnte. Er hat sich zweifellos feit Jahr und Tag Gedanken gemacht, wie er den Parteienstaat überwinden könnte. Nun gibt es dafür Vorbilder und Beispiele, die allerdings nicht ohne weiteres für Rumänien anwendbar sind. Was König Carol durchgeführt hat, ähnelt am meisten dem diktatorischen Zugriff König Alexanders von Jugoslawien, nur daß in Rumänien der Versuch gemacht worden und gelungen ist, die oktroyierte Verfassung durch das Volk unmittel- bar darauf billigen z u lassen, um eben der Gefahr einet „Diktatur" du entgehen. Aber diese Verfassung sagt an jeder Stelle, die dafür in Betracht kommt: Der König regiert. Ihm stehen alle wesentlichen Rechte zu. Das Parlament ist in feiner Rolle sehr zurückgedrängt, und noch ist es völlig ungeklärt, wie man sich seine Wahl vorstellt: nur der allgemeine Gedanke der berufsständischen Zusammensetzung ist in der Verfassung niedergelegt, der dafür notwendige Unterbau, der in Rumänien fehlt, und die Art und Weise der Wahl sollen noch geklärt werden. Wie man sieht, ist erst das Gerüst geschaffen, das in Zukunft ausgemauert werden soll. Einstweilen wird in Rumänien Ruhe herrschen, und damit die Möglichkeit gegeben fein, sich den sachlichen Staatsaufgaben zuzuwenden. Hierbei will der Herrscher öffentlich den Ausschlag geben, den er bisher schon hinter den Kulissen gegeben hat; neu und umstürzend ist, daß er in das volle Rampenlicht tritt und die Derantwor- tung vor der Geschichte auf sich nimmt. Ein König, der regiert! für die Annäherung der europäischen Staaten seien die Aktionen der Mächte gewesen, die die Genfer Liga zu einem antifasch.i st i s ch e n Block hätten umgeftalten wollen. Moskau mache heute keinen Hehl daraus, daß es d l e Weltrevolution anstrebe und daß die einzige Möglichkeit, sie zu verwirklichen, ein Ä r i e g in Europa sei. Der jetzt in die Wege geleitete Der- such einer englisch - italienischen Annäherung als erster Schritt zu einer Verständigung auf breiterer Basis sei, ganz gleich, wie dieser Versuch auslaufe, eine neue Niederlage für die Moskauer Jntri- ganten. / Journalistische Sekundanten des Bolschewismus. Daß ein Teil der englischen Presse die erneute schwere Niederlage des Bolschewismus um lernet entweder ganz totschweigt oder sie möglichst klein und versteckt bringt, ist kaum verwunderlich, wenn man bedenkt, daß diese Presse seit Beginn des Sowjetkrieges in Spanien ihre Sympathien offen für das Vorgehen des Mörderstaates bekundet hat und noch heute in den Kämpfern des nationalen Spanien „Rebellen" und .^Insurgenten" sieht. Immerhin machen sich sehr bürgerliche Blätter im kapitalistisch-bürgerlichen England als Sekundanten des Bolschewismus reichlich seltsam. Nachdem aber nun der augenfälligste Protektor dieser einseitigen Gunstbezeugung in London zunächst von der politischen Bühne verschwunden ist, ergibt sich die Frage, ob die englische Presse nun wenigstens den bescheidenen Grad von Fairneß aufbringen wird, in Zukunft die albernen Lügenberichte der Roten wenigstens nicht derart einseitig zu bevorzugen. Mffolmi gegen die Sögen treffe Die internationale Berlegerorganisation soll für Abhilfe sorgen. Z ü r i ch, 25. Febr. (DNB.) Dom 14. bis 17. Juni findet in Rom der VI. Kongreß des Internationalen Zeitungsverlogerverbandes statt. Minister A l f i e r i hat das Ehrenpräsidium übernommen. Den wichtigsten Beratungsgegenstand bildet die B e k ä m p - fung tendenziöser und falscher Nachrichten, deren gefährliche Folgen auch der Führer mit allem Nachdruck unterstrichen hat. Mussolini hat nun den Präsidenten der internationalen Verlegerorganisation Dr. R i e b m a n n (Verleger der „Neuen Züricher Zeitung"), der augenblicklich zur Vorbereitung des Kongresses in Rom .weilt, an eine Reihe von Vorgängen aus der letzten Zeit erinnert, um darzutun, wie stark das Hebet der tendenziösen Berichterstattung verbreitet ist. So sei z. B. aemelbet worden, er, Mussolini, habe vor der Rede Adolf Hitlers ein 20 Minuten langes Telephongespräch mit Schuschnigg geführt. An dieser Behauptung sei kein wahres Wort. Oesterreich sei übrigens ein deutsches Land, und es sei töricht, das zu verkennen. Alle diese unrichtigen oder gar unwahren Pressemeldungen schafften einen geistigen Zustand, der nicht unbedenklich sei, und den im Interesse des Friedens zu beseitigen alle Länder helfen sollten. Mussolini pertannte in der Unterredung nicht die Schwierigkeiten zur Beseitigung dieses Hebels, aber er begrüße es sehr, wenn die Verlegeroraanisativnen einen praktischen Weg suchten, soweit als immer möglich bessere Zustände zu schaffen und vor allem für die Aufnahme von richtigen Darstellungen zu sorgen. Mussolini wies auf viele Fälle hin, in denen auch schweizerische Blätter es nicht nur an Objektivität hätten fehlen lassen, sondern sich sogar bewußt unfreundlich über Italien und italienische Verhältnisse geäußert hätten. Er habe auf die Gefahr einer daraus entstehenden Trüdung des Verhält- n i s s e s zwischen den Ländern aufmerksam ge- macht. Oie französische Kammer tagt 24 Interpellationen zur auswärtigen Politik sind der französischen Regierung in der Kammer gestellt worden. Eine Hnzahl von Rednern hat sich vormerken lassen. Schluß der Debatte wahrscheinlich in der Nacht von Samstag auf Sonntag... wenn alles gut geht. Zunächst ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, daß alles gut für die Regierung steht. In einem Punkt hat die französische Republik eine gute Tradition entwickelt: Regierungen sind fast nie über außenpolitische Fragen gestürzt worden. Seit der Gründung der dritten Republik hat es in Frankreich 103 Kabinette gegeben; aber ganz selten ist das Ministerium über eine Frage der auswärtigen Polittk unmittelbar gestürzt worden. Will man in solchen Fällen eine Regierungsänderung herbei- führen, so wirb ein Thema der inneren Polittk zur Hand genommen, wie es diesmal schon in dem verheißungsvollen und erbitterten Streit um das sogenannte Arbeitsstatut bereitliegt. Die Erklärungen des Außenministers D e l b o s und des Ministerpräsidenten Chautemps werden vermutlich dieser ganzen Sachlage Rechnung tragen, in einem prächtigen „Helldunkel" abaefaßt fein und praktisch auf das berühmte „sowohl — als auch" hinauslaufen. Immerhin hat der Ministerpräsident schon in einer Unterredung mit dem Satz auf die Zukunft hingewiesen, er sei jederzeit bereit, „einem großen Ministeriurn der nationalen Einigung Platz zu machen, das von der Rechten bis zu den Kommunisten (!) geht". Bis auf weiteres wird also anzunehmen sein, daß sich Frankreich von der kommunistisch - sowjetrussischen Kontrolle nicht freimachen kann. Um Belgiens Unabhängigkeit. Gegen die marxistischen Kriegshetzer. Brüssel, 25. Febr. .(DNB.) In der Kammer begann die Aussprache über den Derteidi - gungshaushalt. Der liberale Abgeordnete Ien- nissen wollte wissen, ob trotz der belgischen Unabhän- aigkeitspolitik die Fühlungnahme mit dem französischen General st ab noch aufrechterhalten werde. Er ließ durchblicken, daß er die Fortsetzung dieser Fühlungohme zur Verteidigung des belgischen Staates für notwendig halte. Der Führer der nationalflämischen Fraktion, Borginon, erklärte, daß die Antwort des Kriegsministers auf diese Frage für die Zukunft Belgiens von großer Bedeutung sein werde. Auch das Ausland schenke diesem Problem große Beachtung. Die Abgeordneten von der Gesinnung Iennissens steuerten auf einen Verband der demokratischen Länder hin. Eine solche Politik könnte aber g r o ß e s H n h e i l für Belgien mit sich bringen. Belgien müsse nach Hnabhängigkeit streben und dürfe keine Bündnispolitik treiben. Immer noch seien die belgischen Derteidigungsmaßnahmen zu sehr gegen D ft e n gerichtet. Wichtiger aber sei es, die Verteidigung Belgiens nach anderen Grenzen, die von einem Heberfall noch mehr bedroht seien als die Ostgrenze, vorzubereiten. Es sei zwar bekannt, daß man an der Südgrenze mit Verteidigungsmaßnahmen begonnen habe. Diese seien jedoch^noch ungenügend, während an der Ost- grenje Milliarden für unnötige Zwecke verschwendet würden. Die Rede des Außenministers Spaak, der vor dem Generalrat der Sozialdemokratischen Partei offen erklärte, daß die Politik der Marxisten einem Kriege entgegensteuere, hat in der Oeffentlichkeit einen tiefen Eindruck gemacht. Der flämisch-katholische „Standaard" schreibt, Spaak habe enthüllt, daß die Kommunisten und ihre sozialdemokratischen Anhänger einen „Präventivkrieg" der sogenannten demokratischen Länder gegen den „Faschismus" vorbereiten. Man könne nicht bezweifeln, daß Moskau auf dem Wege "kollektiven Sicherheit" und durch die Genfer Liga einen Krieg entfesseln wolle. Die kleinen Staaten und heute auch England hätten dies eingesehen, und sie wüßten, daß kollektive Sicherheit und unteilbarer Friede in Wirklichkeit „kollektive Unsicherheit" und „unteilbarer Krieg" bedeuteten. „Nation Beige" schreibt, daß sich die Kommunisten und ein gewisser Teil der Sozialdemokraten als „Partei des Krieges" enthüllt hätten. Oie Wahlen zur Ersten Kammer in Estland. Reval, 25. Febr. (DNB.) Die Wahlen zur Ersten Kammer der in der neuen Verfassung des Freistaates E st l a n d vorgesehenen Staatsversammlung, brachten 55 Kandidaten der hinter der Regierung stehenden Einheitsfront, während die restlichen 25 Mandate Gegenkandidaten gewannen, von denen sieben bis ad)t in den meisten Fragen die Regierung unterstützen werden, so daß diese eine Mehrheit von 78 v. H. haben würde. Die deutsche Minderheit ist in der Ersten Kammer nicht vertreten, da in keinem Wahlkreis so viele Deutsche wohnen, daß sie bei der Personalwahl einen Kandidaten hätten durchbringen können. Stoffenmifrüffang. Don Konteradmiral a. O. Gabow. Das Weltnachrichtennetz ist wieder einmal erfüllt von Lärm um Flottenprogramme, Schlachtschiff- zahlen und -Tonnage, und zwar meist mit so vagen Angaben und Begründungen, daß kritische Aufsicht am Platze ist. Es ist natürlich richtig, daß .die Welttage die Probleme der Seemacht wieder stärker in den Vordergrund gestellt hat, feit über dem Mittelmeer Kriegswolken hängen oder seit die ja- panische Seeherrschaft die großen Operationen in China ungestört ermöglichte. Die Besorgnis der durch frühere Eroberungen reich gewordenen Großmächte um ihren Besitzstand und um die künftige Gewichtsverteilung verbündet sich heute mit dem dumpfen Widerstand ihrer Volksfronten und demokratischen Mehrheiten gegen den Aufstieg und Erfolg der autoritären Staaten und erhöht dadurch die' Spannungen, die sich in eben diesen Flotten- rüstungsplänen und einer teilweise unverantwortlichen Propaganda äußern.^ Um ihr die realen Tatsachen gegenüberzustellen^ Es steht zunächst 1 feft, daß die bisherigen Flottenverträge eine leidliche Ruhe verbürgt hatten, allerdings unter dem Gesichtspunkt einer starken und führenden Heber!egenheit der angelsächsischen Mächte, die Iap an schließlich nicht mehr ertragen wollte. Das Schlus- selverhältnis 5:5:3, das von 1922 stammt, galt seit 1936 nicht mehr, ohne daß sogleich Derschiebun- _ 5teinl)QQep S / Mrquell« MW viurzitj'm ild mit dem b ekannt en Schi nkenbUdi! t gen eintraten. In den Jahren bis dahin hielten die Flotten sich im ganzen im bisherigen Gleichgewicht, nur daß die japanische, italienische und französische vielleicht etwas regelmäßiger auf zeitgemäße Erneuerung ihrer leichten Streitkräfte bedacht waren als z. B. die englische und amerikanische. Anfang 1938 waren die Flottenstärken wie folgt bemessen (nur fertige Schiffe): England 1 225 000 t Amertka 1 095 000 t Japan 766 000 t Frankreich 536 000 t Italien 408 000 t Das leichte Zurückbleiben Amerikas im Stärkeverhältnis infolge der Hooverschen Sparperiode hatte das Vinson-Trammell-Flottengesetz von 1934 aiß- gelöst, wonach bis 1942 der vertragliche Rang wieder- hergestellt sein soll. Der Unterschied zwischen „über- a 11 e r t e m" und „jüngerem" Material in den Flotten, oft zur Polemik benutzt, ist nicht so groß, um sensationelle Aufwendungen zu begründen. Insbesondere waren die Schlachtschiffe überall lange ohne Ersatz geblieben, und hier war es Frankreich, das mit zwei — vertraglich übrigens berechtigtes — Neubauten in Front ging, angeblich, um den drei deutschen Panzerschiffen „zu begegnen". Italien faßte den gleichen Entschluß, um mit seiner ohnehin schwächeren Schlachtschiffflotte (4:6) nicht völlig zurückzubleiben, Frankreich erwiderte mit zwei weiteren, und Italien folgt jetzt mit gleichem. Es find also beiderseits vier Neubauten miteinander zu vergleichen, oder mit den älteren zusammen sechs italienische Schlachtschiffe mit zehn französischen. Aber französische Vergleiche — und zwar amtliche — bestehen darauf, auchdiedeut- schen Neubauten heranzuziehen und errechnen damit für sich für 1941 ein „Mißverhältnis" von 10:13, wobei die Panzerschiffe ohne weiteres als große Schlachtschiffe erscheinen. Mit dieser Begründung bereiten sich neue französische Flöt- tenforberungen von mindestens zwei Schlachtschiffen vor. Hier liegt also eine voreingenommene Auffassung von Sicherheit vor, die sich auf die europäischen Gewässer bezieht und den Ehrgeiz bekundet, stärker als zwei friedliche Nachbarn zu sein. Wie leicht es bei gutem Willen wäre, diesen Teil der Weltspannungen stillzulegen und damit alle europäische Rüstungspolemik,- ist von hervorragender Stelle oft genug gesagt morden. Die seit 1936 beginnende englische Ausrüstung konnte sich, trotz der imponierenden Tonnenzahlen, auf eine gewisse Zurückhaltung und Stagnation in den vorausgegangenen Jahren und auf wiederholte Versuche berufen, die Flottenver- träne zu erneuern. Ein außerordentlicher Hmschwung in der Einstellung von Regierung, Parlament und öffentlicher Meinung hat den Entschluß erneuert, die führende Seemachtrolle um jeden Preis zu wahren und den Gefahren, eingebildet ober nicht, für die englische Stellung auf den Meeren, b. h. die Beherrschung ber entscheidenden Verbindungswege, ins Auge zu sehen. Ein mächtiges B a u • Programm von 89 Kriegsschiffen, darunter fünf Schlachtschiffe, zusammen 532 000 Tonnen, soll heute schon nicht mehr genügen und u. a. um weitere fünf Schlachtschiffe ergänzt werden. Das bedeutet einen Endbestanb von 25 statt 15 Schlachtschiffen, ba bas ältere Material bestens modernisiert unb noch für lange brauchbar ist. Ohne Zweifel sollen bie Verstärkungen sich bei genügender Heimatreserve auf bas Mittelmeer und Dftafien auswirken, wo sie sich mit den amerikanischen Ab- sichten begegnen. Aucy hier wäre es vergeblich, die vorhandene und eingewurzelte Heberzeugung von einer drohenden Sicherheitsgefährdung zu bekämpfen, ba bas ostcstiattsche Problem die Grenzen des britischen Weltreichs tatsächlich berührt. Anders steht es mit ber amerikanischen Auffassung. Wenn die USA. ihre altroerbenben Schlachtschiffe burch Neubauten ersetzen, ist es ein natürlicher Vorgang. Aber wenn sie bie Flotte nicht nur auf ben Vertragsbestanb bringen, sondern um 20 v. H., b. h. auf 1 517 000 Tonnen verstärken unb dafür bas „übermächtige Anwachsen" ber j a - panis ch e n Flotte unb die Gefahr eines Angriffs von bort unb die gleichzeitige „Sicherung nach'zwei Seiten" als Grunb anführen, so hat ber Abgeord- nete Board im Kongreß dazu im Namen des gefunden Menschenverstandes zu bemerken gehabt, baß diese Vorstellung hirnverbrannt sei. Außerdem haben Kongreß unb Oeffentlichkeit mit stete genber Dringlichkeit barüber Aufklärung verlangt, was an den geheimen Besprechungen mit ber englischen Admiralität Wahres sei, ob Bindungen ober Abmachungen mit England über Zusammengehen gegen die „autoritären Staaten", über Verteilung ber Seeherrschaft im Atlantik unb Pazifik unb ähnliches getroffen seien. Die amerikanische Regierung hat bas mit einer Salve von Dementis beantwortet, jedoch bäs weitverbreitete Gefühl nicht beruhigen können, baß eine Verständigung solcher Art tatsächlich erfolgt dft unb USA. auf einen Pfad . b der r-SSi; SÄS «f* ‘ un» ?el1 -Sb*w s** haush 26 0, g» wird i Ä 112000 3N Sion®** für”tat Pinnd a*»™ fahr werde voran der Flotte em i während Im verg j der Marinelustwo sterium erfolgte. Das Baupro j Kreuzer könne wt j panischen Bauten I einer prooifor | den. Wenn die ni größer als di | der „König-Georg ] sein werden, so wl i tragsbegrenzungen Schiffsarten beach! einer anderen ÜJlai j haushalt für da Telegraph" der h sein. Man rechnet um etwa 100 M 4 liarden Mark) ben Sämtliche quellen in Washingto Die amerikanifchl ler-Korporation Bieter Persoi ganze landg Perso Typ 170 Typ 230 Typ 320 t t t Personenwagen: ua. Typ 170 V (1,7 Lir.)....... Typ 230 (2,3 Lir.)....... Typ 320 (3.2 Lir.) als Fahrgestell mit Dieselmotor 7 fach bereift Lastwagen: u.a. 1,5 io Nutzlast als Fahrgestell mit Vergasermotor RM 3490.- RM 4990.- eb Werk Kriegszeiten eine sofortige Vermehrung des militärischen Ist-Best ander notwcnd.g ist. wird der Präsident ermächtigt, junge Leute zwischen 21 und 31 Jahren ausheben zu lassen. Außerdem ist eine Personenkontrolle für leitende Persönlichkeiten in kriegswichtigen Betrieben vorgesehen. iahin hielten ngen Geich, liienische und -Ser aus zeit, treitkräste be. unb_ omerika« tenstärken wie ab RM 3750.- ab RM 5875.- ab RM 8950.- nb Werk 2 io Nutzlast als Fahrgestell mit Vergasermotor RM 4040.« als Fahrgestell mit Dieselmotor . . . RM 5 650.- 7 fach bereift ab Werk 16. ldvtv. "“t'onen ’n ?or9nis b5 Flottes "°°rantworj. h"«en ,^'chtspunkt ^enheit 3“Pan Das Cchlüs. 'S 9alt ^erschiebun. Parteiführerschaft von den Arbeitern und Angestellten des Werkes herzlich begrüßt. Nach einem kameradschaftlichen Beisammensein in der Werkskantine wurde die Rückfahrt nach München ange- treten. Dort fand der alljährliche große Partei- empfang oeim Führer statt. Es waren der Stellvertreter des Führers, die Reichsleiter mit den führenden Persönlichkeiten der Reichsleitung, die Gauleiter mit ihren Stellvertretern, die Obergruppen- und Gruppenführer der SA., ff, des NSKK. und des NSFK., die höheren Arbeitsführer, die Gebietsführer und die Obergebietsführer der HI. sowie andere führende Persönlichkeiten der NSDAP, mit ihren Frauen geladen. Der Empfang fand in diesem Jahre erstmalig in den festlichen Räumen des Hauses des Führers am Königlichen Platz statt. Line Wanderausstellung zeigt die neuen Werkstoffe In Königsberg wurde die erste fahrende D i e r - jahresplan-Ausstellung im Auftrage des Reichswirtschaftsministers Funk durch den Ministerialdirektor Lange eröffnet. Er betonte, daß es notwendig sei, die gesamte Bevölkerung über die nationalsozialistische Wirtschaftspolitik aufzuklären. In erster Reihe müsse sich die Bevölkerung davon überzeugen, daß die neugeschaffenen deutschen W e r k ft o f f e nicht zu vergleichen seien mit den Ersatzstoffen der Kriegszeit, sondern daß sie in ihrer Qualität den Bedürfnissen der Wirtschaft voll entsprechen und die alten während im vergangenen Jahre die Finanzierung der Marineluftwafse noch durch das Luftfahrtministerium erfolgte. Das Bauprogramm für Schlachtschiffe und Kreuzer könne wegen der Ungewißheit über die japanischen Bauten zeitweilig aufgehalten oder auf einer provisorischen Basis entworfen werden. Wenn die neuen Schlachtschiffe vielleicht auch größer als die 35 000-Tonnen-Schiffe der „König-Geor^-V."-Serie, die man jetzt baue, sein werden, so werde England doch weiter die Der- tragsbegrenzungen bei Kreuzern und anderen Schiffsarten beachten, solange diese nicht von irgend einer anderen Macht überschritten würden. Auch der Haushalt für das Heer wird nach dem „Daily Telegraph" der höchste feit vielen Jahren fein. Man rechnet damit, daß die Gesamtsumme sich um etwa 100 Millionen Pfund (zirka 1,25 Milliarden Mark) bewegen wird. Sämtliche amerikanischen Heliumquellen im Besitz der Negierung. Washington, 26. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die amerikanische Regierung kaufte von der Gird- ler-Korporatton in Louisville für etwa 538 000 Rohstoffe teilweise noch übertreffen. Durch diese Ausstellung werde allen Volksgenossen Gelegenheit gegeben werden, selb ft den Herstellungsweg der deutschen Werkstoffe kennen zu lernen und sich von ihrer Güte zu überzeugen Drei Aus- stellungszüge werden durch alle deutschen Gaue fahren. Oie Steuereinnahmen des Reichs im Januar 1938. Berlin, 25. Febr. (DNB.) Laut Nachweis des Reichsfinanzministeriums über die Einnahmen des Reiches an Steuern, Zöllen und anderen Abgaben betrugen (in Millionen Reichsmark) im Januar 1938 die Einnahmen an Besitz- und Der - kehrs steuern 694,1 gegen 592,6 im gleichen Monat des Vorjahres und die an Zöllen und Verbrauchssteuern 411,8 (375,7), also insgesamt 1105,9 (968,3). In der Zeit vom 1. April 1937 bis 31 Januar 1938 betrug das Aufkommen an Besitz- und Derkehrssteuern 8105,9 (t. B. 6467,3), an Zöllen und Verbrauchssteuern 3478,3 (3085,6), somit zusammen 11 584,2 (9552,9). OieFührerschastderNGOAP. tagte in München. München, 25. Febr. (DNB.) Im alten Rat- haussaal fand eine vom Stellvertreter des Führers geleitete Führerschaftstagung der NSDAP, statt. Die Reichsfrauenführerin Frau Gertrud S ch o l tz - K l i n k entwickelte ein anschauliches Bild von der nationalsozlaliftischen Frauenarbeit, die heute über zwölf Millionen deutscher Frauen in den Dienst der Bewegung stelle. Die Führerinnenauslese m der NS.-Frauenschaft, die Probleme der weiblichen Berufsausbildung und andere Fragen wurden erläutert. Der Stellvertreter des Führers erinnerte daran, daß in diesen Tagen vier Jahre vergangen seien, daß Frau Scholtz-Klink an die Spitze der NS.-Frauenschaft berufen wurde, und gab der Genugtuung der Partei über die geleistete Arbeit Ausdruck. Diese Arbeit sei sowohl für die Partei und die NS.-Frauenschaft wie auch für die Gesamtheit der deutschen Frauen von segensreichem Erfolg gewesen. Am Nachmittag unternahm Rudolf Heß mit der Parteiführerschaft eine Fahrt nach Augsburg, um dort den Bayerischen Flugzeugwerken einen Besuch abzustatten. Die Parteiführerschast wurde von Professor Messerschmitt durch das Werk geführt. Bei dem Rundgang wurden der Stellvertreter des Führers und die im Stärkerer« rperiobe Halle on 1934 aiß« Rang wieder« ischen „ü b er« Material in t, ist nicht,so zu begründen, hisse überall hier war es aglich übrigens ront ging, an« izerfchiffen „zu chen Entschluß, HIachtschiffflotte Frankreich er« 'ien folgt jtfi er Neubauten den älteren srsse mit zehn leiche - unb djbiebeut« unb errechnen lerhaltnis" von e weiteres als dieser Begrün« lisch- Sl°t- 5 zwei Schlacht' irelngenommene ch auf die euro« hrgeiz bekundet, Nachbarn zu cäre, diesen Teil damit alle euro« hervorragender llisch-, «»!• imponierenden rückbaltung und ien 3°hren und die Flottenver« ^cherUmschE Parlament urw fchluß «neuert, etert $r«5 ldet oder W, Meeren, v- Verbindung^' ML lerW'ffi, ■s ”r»ebl 6(. *"& Sreni.« W. i9‘«- ö r fc n hat der h tin»";* SfiÄ über ah" 'anllrh^ .„tn'c'n ' ‘flS* AmnkaSMMaffimKrieMall Der Präsident erhält starke Kontrollvollmacht. Washington, 25. Febr. (DNB.) Nach wochenlangen Schwierigkeiten billigte der Militäraus- schuß des Abgeordnetenhauses eine Gesetzesvorlage, die den Präsidenten der Vereinigten Staaten er- mächttgt, imFalle eines Krieges bestimmte Maßnahmen zur Kontrolle der Wirtschaft sowie zur Verhinderung von Kriegsgewinnen zu treffen. Nach diesem Gesetz können für Gegenstände und Dienstleistungen, die der Prä- sident im einzelnen aufzählen wird, lediglich die zu einem gegebenen Zeitpunkt gültig gewesenen Preise verlangt werden. Darüber hinaus erhält die Bun- desregierung die Möglichkeit, ein Steuersystem einzuführen, das alle über einen vom Kongreß festzusetzenden Durchschnitt hinausgehenden Gewinne absorbieren soll. Ferner enthält der Entwurf eine Bestinrmung, die im Ernstfälle eine Kontrolle d e r Regierung über Roh st off- quellen, industrielle Organisationen, öffentliche Betriebe und Warenbörsen vorsieht. Falls in führen wird, der nach Senator Borat) dem von 1917 verhängnisvoll ähnlich sieht. Das bremsende Moment dieser Erinnerung und Kriegsfurcht wird sich hoffentlich noch weiter aus- wirken, da bei aller Objektivität von irgendwelchem bedrohlichen Flottenbau Japans nicht die Rede sein kann. Ernste politische Kritiker, darunter Major Eliot in der „Saturday Evening Post" vom 5. Februar, haben sogar davor gewarnt, daß auch nun ein Boykottversuch gegen Japan, geschweige denn eine ernste Drohung dieses zum Zugriff auf Vie Rohstoffe und Oelvorkommen auf den Philippinen und Sundainseln zwingen könnte und damit den Weltbrand auslösen müßte. Daß nun auch die Größengrenze der Schlachtschiffe fallen und ein neues „Dreadnought"- Fieber wie 1906 ausbrechen soll, verschärft diese Spannungen noch. Das einzige Gegenmittel, gerechte Würdigung der Ansprüche in ihrer Lebenshaltung bedrohter Nationen, statt diese in „Quarantäne zu nehmen, ist leider noch außer Sichtweite. Englands größter Flottenhaushalt seit 1919. London, 26. Febr. (DNB. FunFspvuch.) Wie der Flottenkorrespondent des „Daily Telegraph" voraussagt, wind der englische Flottenhaushalt für 1938, der Anfang nächsten Monats im Parlament eingebracht wind, erheblich höher fein, als der von 1937, der rund 605 Millionen Pfund (zirka 1,3 Milliarden Mark) auswies. Der neue Flottenhaushalt werde überhaupt der größte Flottenhaushalt feit 1919lein. Damals wurden 154 Millionen Pfund für die Flotte zur Verfügung IiefteUt Bei den einzelnen Positionen erwarte man tarte Ausgabensteigerungen für Neubauten, ür die 1937 rund 29 Millionen ausgeworfen wur- len, ferner für die Besatzungen, die insgesamt 112 000 Mann zählten, unb für die Beschaffung von Geschützen, Granaten, Torpedos usw., wofür im vergangenen Jahre rund 13,4 Millionen Bfuni) aufgewendet wurden. Im neuen Haushaltsjahr wende voraussichtlich für die Luftwaffe der Flotte eine Sondenfumme bewilligt werden, und geistigen Kräfte des Landes erteilt, stieß im Unterhaus auf heftigsten Wider ft and der großen Parteien. Während die Regierung das Gesetz als Ausnahmegesetz bezeichnet, wobei sie sich auf die in der Verfassung vorgesehenen Ausnahmebestimmungen für Kriegszeiten bezieht, erklären die großen Parteien, daß das Gesetz verfassungswidrig fei. Außerdem fordere es Vollmachten, die lediglich dem Kaiser im Kriegsfälle ober im Falle einer nationalen Notzeit zu- ständen. Eine Einigung zwischen Regierung und Parlament scheint ohne Abänderung des Gesetzes kaum möglich, zumal das Parlament eine Beantwortung der Interpellationen durch den Ressortminister — Ministerpräsident Fürst Konoe ist erkrankt — als ungenügend ansieht. Kriegsminister S u g i j a m a erklärte ausdrücklich, daß Japan nicht nur mit dem Chinakonflikt, sondern vielleicht auch mit „Ereignissen von größerer Be- d e u t u n g" zu rechnen habe. Infolgedessen fei die Erfassung aller wirtschaftlichen Kräfte des Landes ohne gleichzeitige Aufbietung auch der übrigen Dolkskräfte ungenügend. Die Armee sei deshalb entschlossen, auf Annahme des Gesetzes zu bestehen. In einer Besprechung des Innenministers Sujet- sugu mit Füllt Konoe wurde festgestellt, daß die Regierung fest entschlossen sei, den Kampf mit dem Parlament aufzunehmen. Weiterbericht Mit der Belebung der vom Atlantik ausgehenden Wirbeltätigkeit beginnt diese sich immer weiter ost- märte auszuwirken. Vorerst verhindert die von Sud- west bis Nordost gerichtete Zugstraße der Wir- bei und das immer noch kräftige festländische Hochdruckgebiet eine stärkere Einflußnahme auf unser Wetter. Bei stärkeren ansteigenden Temperaturen muß jedoch schon mif dem Aufkommen von Bewol- kung gerechnet werden. . , Aussichten für Sonntag: Morgens viel- fast dunstig, sonst Bewölkung zunehmend, doch im wesentlichen noch freundlich und trocken, mild, hoch- stens vereinzelt noch leichte Nachtfröste, Winde aus- Süd. _ Aussichten für Montag: Voraussichtlich leicht unbeständig und milderes Wetter. Winterfporlbericht. Vogelsberg. Hoherodskopf: heiter, — 1 Grad, Gesamtschneehöhe 60 cm, durchbrochen, Sch, und Rodel gut. Rhön. Wasserkuppe: heiter, — 1 Grad, Gesamtschneehöhe 10 cm, verharscht, Schi und Rodel gut. Sauerland. Winterberg: heiter, —1 Grad, Gesamtschneehöhe 35 cm, Firnschnee, Schi und Rodel gut. Schwarzwald. Feldberg: heiter, —5 Grad, 1,80 m Gesamtschneehöhe, verharscht, Schi und Rodel gut.____________________________________ _ Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr Fr W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thynot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- (eiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. 1. 38: 11 000. Druck und Verlag: Bruhlsche Universitätedruckerei R. Lange, K -G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs, preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs, preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1 September 1937 gültig. Dollar sämtliche Helium-Ländereien bei Detter (Kansas) und Thatcher (Kolo r a d o) Die Regierung, die bereite eine Helium- Anlage in Amarillo (Texas) besitzt, hat damit alle in Amerika bekannten HÄiumquellen in Besitz. Um das Mbilisierungsgesetz in Japan. Die Parteien machen Schwierigkeiten. Die Regierung nimmt den Kampf auf. Tokio, 25. Febr. (DNB.) Das nationale G e - neralmobilisierungsgesetz, das der Re- gierung weitgehende Vollmachten zur Durchführung der Mobilisierung aller militärischen, wirtschaftlichen M praakenallee 139-149, Einfahrt Kriegkstr. 59-67, Ausstellungsräume: Kaiserstrahe 6, Fernruf Sammel-Nr. 70301 DAIMLER-BENZ A.G. VERKAUFSTELLE FR Verkealadj'cnlt GIESSEN: Firma Kraftfahrzeug-Reparatur Netto * Kraft, Gleheo. UMO . —--. 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Februar 1Y38 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Jugend und Hochschule die Universität mit dem Jesuitenkollegiurn zu Prag, Clernentinurn", zusammengelegt. Die theologische geliefert, die medizinische und die juristische blieben erwuchs. verkleinerte artistisch-philosophische Fakultät übrig.. schule. Die Lehrsprache wurde für einige Jahrzehnte Mit der Reformation schien dagegen der kon-1 ausschließlich deutsch, die Universität wurde zum Zunächst diente die Verfassung der Pariser Hoch- der Wittenberger Hochschule ausgebildet worden. F. K. handelten Aufgaben verdeutlichen. Eine sta>atsrecht- und philosophische Fakultät wurde gegen den Widerstand des Erzbischofs Hgrrach den Jesuiten aus- Mit dem raschen Sturz des Prtestantismus in Böhmen und in verschiedenen Teilen Deutschlands zer- Deutschen wieder die alleinige Verfügung über die alte (Gründung Karls IV. Nach erbitterten Auseinandersetzungen wurde im Jahre 1882 eine selbständige Tschechische Hochschule abgezweigt. Seit dem Jahre 1918 hat die deutsche Hochschule ihren alten Vorrang vor der tsechischen Gründung verloren Lehrer und Studenten gezwungen, deutsche Hochschule zu verlassen und nach Leipzig wirken. Wie sehr diesem Gesichtspunkt schon durch Aufstellung der Themen Rechnung getragen mögen einige Beispiele aus der Fülle vorliegenden im dritten Reichsberufswettkampf die ist, der be- aufständifcbe Protestantismus in Böhmen ausgemordet > tionalitätenstaate geworden. Von ihrer Erhaltung wurde, und als der in Reichsdeutschland gebildete > hängt heute die geistige und volkhafte Stärke der Prager Professor Jessenins unter dem Bell i Sudetendeutschen mit ab. F. K. geendet hatte, war auch der alten Hochschule Prag1 -------- schen Nationalismus, der sich seit der Jahrhundertmitte auch an der Hochschule regte, verloren die Die Lewwand als Le' rer. Neue Aufgaben für den Unterrichtsfilm. Nach einem Erlaß des Reichserziehungsministers soll in Zukunft der Sch ul film stark erweiterte Aufgaben übernehmen, indem er pflichtmäßig zum Klassenunterricht gehört. Dazu gehören gewisse technische Voraussetzungen. Außerdem müssen sämtliche Lehrpersonen künftig in der Lage sein. Filme vor- zuführen, um auf diese Weise in allen Schulen und Klassen den Einsatz des Schulfilms zu gewährleisten. Zu dieser Verfügung dürfte in erster Linie die Tatsache geführt haben, daß der belehrende Kulturfilm in den letzten Jahren eine Vervollkommnung erfuhr, die ihm alles Trocken-Lehrhafte genommen hat und dafür den spannenden, unterhaltenden und dennoch lehrhaften Film entstehen ließ. Ferner hat eine Reihe Beispiele gezeigt, daß der Kulturfilm nicht nur in der Lage ist, ein wissenschaftliches Thema interessant und gemeinverständlich aufzugreifen, sondern fachlich auch so durchzu- sühren, daß selbst der strenge Kritiker keinerlei Verwässerung des Gehalts zugunsten einer gemeinverständlichen Verdolmetschung^ feststellen kann. Während so auf der einen Seite der Kulturfilm, wie er in den Beiprogrammen der Lichtspieltheater läuft. liche Arbeitskameradschaft Berliner Juristen unter- sucht das Problem von Judentum und Wehrrecht. Eine andere Gruppe untersucht Pfälzer Siedlungen in der Kurmark nach bauernrechtlichen Gesichtspunk- ten. Eibe rassenkundliche Arbeitsgemeinschaft, an der Studenten aller Fachgruppen teilnehmen, hat sich das Thema gestellt: Hundertfünfzig Jahre Sitten- geschichte eines märkischen Dorfes. Die Geographen behandeln in zwei Arbeitskameradschaften die kul- turgeographischen Grundlagen des Kreises Züllichau- Schwiebus und der Städte Belzig, Niemegk, Treuen- brietzen und ihres Hinterlandes. Mediziner einer mitteldeutschen Universität stellen Untersuchungen über Manganeinwirkungen bei Arbeitern eines Braunsteinwsrkes an, um einen wirksamen Beitrag zur Bekämpfung der Berufskrankheiten zu liefern. Andere untersuchen die Ernährungsgrundlage in kinderreichen Familien. Mit dem Ziel, eine Ertragssteigerung durch besondere Düngung zu erreichen, untersuchen Landwirte die Bodenverhältnisse von Wiesen und Weiden. Volkswirtschaftliche Fachschaften arbeiten übet die Ausbaumöglichkeit der deutsch- österreichischen Wirtschaftsbeziehungen. Kunststuden- ten haben sich die Ausgestaltung einer Ehrenhalle und eines Festraumes für den geplanten Neubau ihrer Schule gesetzt, oder befassen sich mit der künstlerischen Ausgestaltung der im Bau befindlichen Kasernen ihrer Stadt. D-aß auch der Vierjahre s p l a n bei der Themenwahl eine große Rolle spielt, versteht sich von selbst. Wie schon die Aufgabenstellung zeigt, will der deutsche Student durch seine Beteiligung am Leistungskampf selbst einen positiven Beitrag zum Lebenskampf des deutschen Volkes liefern. Die Tatsache, daß im vorigen zweiten Neichsleistungswett- kampf 55 Prozent aller Arbeiten für auswertbar befunden wurden und bereits 40 Prozent der Arbeiten von den zuständigen Staats- und Parteidienststellen zur Weiterverwendung angefordert worden sind, ist ein schöner Beweis für die Qualität der studentischen Arbeiten. Das Ziel ist auch hier weitere Leistungssteigerung auf Grund der in den' zwei vergangenen Wettkampfjahren gemachten Erfahrungen: und es steht außer Zweifel, daß die Neuordnung der Hochschule nicht zuletzt durch den studentischen Einsatz im Berufswettkampf weiter vorangetragen wird. Rudolf KeudeL LmvrrsM präg. Die älteste deutsche «Hochschule. -auf die Erfordernisse des deutschen Volkes und seines Existenzkampfes angelegt ist. Der junge Student soll nicht an irgendeinem beliebigen Gegenstand zeigen, daß er „wissenschaftlich" zu arbeiten versteht, sondern er soll bereits durch die Wahl der Themen, durch die Art der Bewältigung der Arbeit im Rahmen der von feiner Kameradschaft selbst gewählten Aufgabe zeigen, daß es ihm mit feinem wissenschaftlichen Einsatz und Dienst ernst ist. Die Arbeitskameradschaft des Reichsberufs- wettk-ampfes wird fb immer mehr zur Trägerin der Hochschulreform, deren Wirklichkeit sich nicht durä) bloße Abhandlungen, sondern durch die Ergebnisse qualitativ hochstehender von völkischer Verpflichtung getragener wissenschaftlicher Arbeit bekundet. Wie sieht die Praxis des studentischen Berufskampfes aus? Im Rahmen des Leitthemas des Berufskampfes : Sie Lebensordnungen des deutschen Volkes stellt sich jede Kameradschaft ihre Aufgabe selbst. Bewußt wird die Arbeit schon in der Themenwahl so angelegt, daß ihre Ergebnisse eine möglichst weitgehende praktische Verwertung für die heute vordringlichen Fragen finden können. Damit soll keineswegs im Verufswettkampf und überhaupt in Zukunft jede wissenschaftliche Arbeit abqelehnt werden, deren rein praktisch auswertbarer Zweck nicht gleich in die Augen springt. Aber es kommt darin der Wille der jungen Studenten zum Ausdruck, an der Lösung vordringlicher geistiger und materieller Fragen entscheidend mitzu- Die Artistenfakultät, später die philosophische ge- i normt, zählte bei weitem die meisten Mitglieder, doch war sie in den ersten Jahrzehnten nur sprach-1 liche und allgemeinbildende Vorbereitungsanstalt! für die anderen Fakultäten. Sie fetzte zunächst die Lehr- und Erziehungsaufgabe der nun zurück- gedrängten Dom- und Klosterfchulen des frühen und hohen Mittelalters fort. Die oft noch sehr jungen Studenten der artistisch-philosophischen Fakultät erhielten dort den letzten Schliff in den grundlegenden „sieben freien Künsten", im Latein und in logischer Denkschulung: in den Fächern, die vorher nur in den Kloster- und Domschulen gelehrt worden waren. Die Gliederung der Studentenschaft in „Nationen" beruhte nicht auf der völkischen Abstammung, sondern auf der gebietsmäßigen Herkunft. Die Schüler Prags stammten in den ersten glänzenden Jahrzehnten aus all den Ländern, die Böhmen umgaben und die deutsch besiedelt oder stark deutsch durchsetzt waren. So war Prag eine überwiegend deutsche Hochschule! Innerhalb der einzelnen Gebietsnationen bestanden Bursen, die den Lehr- und Alltagsbetrieb der Hochschüler unter der Leitung von M^'.'tern zusammenfaßten. Die Doktoren und Magister gingen damals noch im geistlichen Gewand einher, und erst nach und nach lockerte sich die Zucht und geistliche Leitung in den Bursen, die geistlichen Internaten mit geradezu mönchischer Regelung des Lebens und des Studiums glichen. Noch lange wurde der Unterricht lateinisch erteilt, er diente mehr der getreuen Uebe-rüeferung des kirchlich überwachten Wissens als der freien Forschung und der wagemutigen Erweiterung der vorgefundenen Erkenntnis. Nach dem Tode Karls IV. begannen, durch die nationale Uneinheitlichkeit des böhmischen- Königreiches bedingt, die völkischen Kämpfe zwischen den Deutschen und den Tschechen. Das konfessionelle Moment kam entscheidend bei diesen völkischen Auseinandersetzungen hinzu- Am Ende des 14. Jahrhunderts traten in Prag die Deutschen unter dem Prediger Konrad von Waldhausen für eine gemäßigte Reform der Kirche ein, während die Tschechen unter dem Philosophieprofessor Huß, d"m tapferen Jünger des Engländers W i c l i f, für eine radikale Neuschaffung der Kirche fochten. Nicht zuletzt brach- fick hier ihre völkische Kraft auf konfessionelle und wissenschaftliche Weise Bahn. Sisbenten im VersfswMawps. WrffenschafÜ'cher Einsatz für die Aufgaben der Gegenwart. in einem fremden Staatsverbande leben. Das Bezeichnende ist also, daß sie eine Minderheiten- schule ist, die sich gegen die Aufsaugung durch das Volkstum des Gastlandes zur Wehr setzt. Ihre Stellung innerhalb des fremden Staatsverfzandes ist ganz verschieden, je nachdem ob dem deutschen Volkstum Kulturautonomie zugesichert ist oder ob der fremde Staat es assimilieren will. Ein weiteres Merkmal ist die gemeinschaftliche Erziehung beider Geschlechter, die schon aus wirtschaftlichen Gründen nötig ist. Wie in der Heimat, so gibt es auch draußen die verschiedensten Arten von Schulen: Volksschulen, Mittelschulen, höhere Schulen, Kon- fessions- und Simultanschulen. Die gemeinsame Aufgabe aller dieser Schulen ift es aber, das Elternhaus im Kampf um das Deutschtum zu unterstützen. Der Vater ift meistens den ganzen Tag inmitten des fremden Volkstums beschäftigt und kann sich daher wenig um die Erziehung der Kinder kümmern. Und wenn die Mutter, deren Sorgen draußen meistens großer sind als daheim, sich aud) die größte Muhe gibt, ihre Kinder im deutschen Geist zu erziehen, so tritt doch immer wieder die bange Frage auf: Ist ihre Autorität groß genug, um den vielen fremdländischen Einflüssen standzuhalten? Da muß eben die deutsche Auslandsschule einsetzen und die Er- ziehungs- und Bildungsaufgabe des Elternhauses fortsetzen. Entgegen allen fremdländischen Einwirkungen muß sie das verantwortungsreiche Ziel verfolgen, das Kind in seinen deutschen Sprachkenntnissen zu fördern und zu festigen. Die Gefahren der fremden Einwirkung sind außerordentlich groß. Durch die Berührung mit den Dienstboten des Gastlandes, Geschäftsfreunden der Familie und durch den Umgang mit den Kindern auf öer Straße wachsen diese Kinder zweisprachig auf. Leider kommt es gar zu oft vor, daß die Kinder die Sprache des Gastlandes bevorzugen. Noch viel großer ist die Gefahr, wenn die Kinder aps gemischten Ehen her- oorgegangen sind. Gehört die Mutter dem Ga tlande an, so ist die Familiensrrrache in der Regel nicht das Deutsche. Wie oft ist es schon vorgekommen, daß diese Kinder beim Eintritt m die deutsche schule fast kein Wort Deutsch sprechen oder verstehen konnten. Nicht umsonst spricht man immer von der Muttersprache und niemals von der Dctter- sprache. Die Schwierigkeiten, die hierdurch dem Auslanbslehrer bereitet werden, sind außerordent- lich groB. Trotz heftiger Bemühungen wird es meistens nicht gelingen, die Schuler m den Pausen rum Gebrauch der deutschen Sprache zu veranlassen, selbst wenn der Unterricht auch nur in der deutschen Sprache stattfindet, Hinzu komm,.daß^v,e - Kinder des Gastlandes ebenfalls die deut.che Schule ,n,°lge ihres graften Ansehens besuchen Oyne die deutsche Auslandsschule waren die Kmder aus den gemischten Ehen zweifellos für das Deutschtum ver , z und ist zum bitter angegriffenen Rüstort deutscher brachen auch diese Möglichkeiten. Als 1620/21 der Bildung und deutschen Geistes im tschechischen Na- schule der neuen Karls-Universität zum Vorbild, fessionelle und mit ihm auch der nationale Gegen-! M i 11 e I p u n f t deutschen Kulturlebens Sie bildete eine selbständige Körperschaft, die zwei- • fatz zwischen Deutschen und Tschechen zu schwinden: | in Böhmen. Mit dem neuen Aufglühen des tschechi- fach geteilt wurde: als Unterrichtsanstalt zerfiel sie der freiheitswillige tschechische Protestantismus nch- in Fakultäten, und als Lebens- und Rechts- tete sich am Lutherturm aus, das schon große Tüte gemeinschaft in „Nationen" und Bursen (Wohn- des deutschen Volkes ergriffen hatte. Schüler Lu- gemeinschaften). Unter ihren vier fachlichen Gliede-1 thers und Melanchthons belebten die Prager Uni- rungen, den Fakultäten, galten die Ideologische, die! versität aufs neue. So war etwa Matthäus Col- rechtswissenschaftliche und die medizinische als bie'^nus, der erste griechische Dozent in Prag, an oberen. Sie bildeten die eigentlichen Säulen der ...... „Hohen Schule". Das Ringen um die zukünftige Stellung und Aufgabe der Wissenschaft innerhalb unseres Volkes hat seit der Machtübernahme eine wahre Flut von Programmen, Broschüren und Vorschlägen hervorgebracht. Da es sich zumeist um Notlösungen einzelner Gelehrter handelte, die nach einem Kompromiß zwischen der von ihnen bisher verfolgten Wissen- schaftsmethode und der neuen vom Nationalsozialismus geforderten Wissenschaftshaltung suchten, mr kem Glied entbehren möchten. Das gesam e A>usla deutschtnm steht und sollt mit^^der deut,ch-n «chule^ Sie ist der Lebensnerv, ohne den die Erha l tun 9 des Volkstums einfach mcht denkbar w . Gewiß gibt es draußen auch noch and^e Ä. r . di- volkstumerhaltend wirken, f>i- Bande^ d r Blutsverwandtschaft, die Bindung an d,° Kirche der Heimat, das deutfche Wort und das deut ch-^ e°. Aber im Mittelpunkt des deutschen 5 l-bens steht die Schule. S.e chmmel^Do^t "finden meistens auch "attonalen ist auch das Deutschtum m der größten Gefayr. u haben viels Beispiele oft genug bewies b Will man das Wesen der deustchen Au-mn°^ idiulen richtig erkennen, so bars man >3ni) sSSSSgQ MSMI Im Januar 1409 würben bie Deutschen, trotzbem 1 her Weg zum Anschluß an eine protestantische unb sie an ber Universität bie Mehrheit hatten unb späterhin aufklärerische Entwicklung an ber Seite f Böhmen zum großen Teil seit alters her deutsch ber innerbeutschen Universitäten für fast zwei Jahr- befiebelt war, mit Hilfe des schwachen Königs hunberte ganz abgeschnitten. Jrn Jahre 1654 würbe Der deutsche Kaiser Karl IV. war es, der — um (Wenzel entrechtet unb ihrer Stimmen fast beraubt, die Universität mit dem Jesuitenkollegium zu Prag, ein Gegengewicht gegen die Universitäten Bologna 2m Mai des gleichen Jahres sahen sich deutsche dem seit 1556 ber Gegenreformation dienenden unb Paris zu bilden — feinen weiten Ländern Lehrer und Studenten gezwungen, diese erste -»AtAnmmoMnoiont ix;« 1347 eine eigene Hochschule gab. Er legte sie in t. '7, C--7 -- „___2 -1 r , 1 o feine vorwiegend deutsch besiedelte Hauptstadt überzusiebeln. Dieser Auszug ber Deutschen hatte Prag. Die neue Gründung sollte der geistigen siicht nur lange, schwere Drangsale ber Deutschen i geliefert, die medizinische und die funfti'che blieben Festigung unb Eigenentwicklung des Deutschen Rei-, in Prag und in Böhmen im Gefolge, fonbern brach bagcgen weltlich. ches bienen, war aber im Grunde noch unberührt aud) die ursprüngliche Blüte der Prager Hohen! Erst unter dem Reformkaiser Josef II. verschwan- von dem Strom des unkirchlichen Humanismus, | Schule. Von ber stolzen Schöpfung Karls IV. blieb den ber kirchlich-scholastische Druck unb bie latei- ber aus dem Geiste des vorchristlichen Altertums für bie nächsten zwei Jahrhunberte nur bie stark nische Unterrichtssprache auch von ber Prager Hoch- teithl eiten sowie ung erteilt lau i. Lehrerin, rsen ineiderei non 06* eisterin e Anzahl ist 3- — lassen und ERIKA J Eine*un- ührung wird zielen technischen Vor* n. rtrleb: ' Freibig hinen ( sationen EN ,jA Ruf 37(0 itsoielhaus ,it Mühlstraße 24 tT(£LRüt3164 Sonntag in Morgen- v£hr auf einem Ball die Worte zuftüsterte: „Schöne Auguste, wenn du einen Wunsch hast, will ich ihn dir erfüllen", ohne sich einen Augenblick zu bedenken: „Majestät, befördern Sie bitte den Forst- gehilfen Hüber. damit ich ihn heiraten kann " Was blieb bem feurigen Verehrer auf bem Thron weiter übrig, als biefe abkühlenbe Bitte zu gewähren, und so wurde Auguste bald darauf Frau Reviersörsterin X. < -; "T':; W M s Seist der »in Witt« r, Dorten; ne'te ferner e Autoren [tfjer Georg Gießen; Francos ' teilt. Nur eiten Lan- ran etwas Hand in ilqen poli- Die Gmi» Espanota fam, fte ig Spanien nb fultu• zspro^eß. nen voll« . leeren en, o\c V\e MM men tchaf« nbe natio« Negierung verkörpert t, in der MMW [ Soldaten« politisches n Spanien om. E, es war Beweis Divisio» ten will« während Zwilchen der Spa« Führung ne' ief«Ä it * «r war ve ,«r 6rl*t,‘ ir°ch E »ÄH- »<-»K K^V j&jn p> Bl/ her B^ebt bat- 'N eh siön'g § , !»"" .Jfittt «L, u"6 der „neue» jhnlich hohe dien Teilen ie von 5ahk Erzähler' ifttum- Darmstadt« Deutschla^ ,te im Ä' Dardieiun» VronitlavN mg von M- e Anerke^ »rdienen, ? tadello« n I tÄi?D Iler nkenkasie, tätigkeit ein rasches Ende bereitete. Dieses nordische und etwas ganz anderes war und wollte als das n u a r gefeiert worden. Das hat etwas zu bedeu- und 8erlmerfionüertüU9unflenber@nbefenbenlf6en®in(er6ilfe Deutschlands Wehrmacht Angelsachse, aber ein ganz von römischem Geiste erfüllter Apostel, dieser iroschottischen Sendboten« Unser Patient hat einen guten Arzt, der ihn bald heilen wird. Außerdem wird er seine Krankheit ohne Geldsorgen überstehen, denn er hat sich rechtzeitig unter den Schutz der Krankenversicherung gestellt. Wer so geschützt ist, für den sind die meisten Krankheiten nur halb so schlimm. 9 Millionen stehen im Schutz der privaten Krankenversicherung. Nahezu ZOO Millionen Reichsmark werden alljährlich für den Gesundheitsschutt dieser Versichertengemeinschafc aufgewendet, auf dem Laufenden zu halten. Der erste Band, der dem Heer gewidmet ist, wird eingeleitet mit einem Aufsatz „Der Führer und seine Wehrmacht", von Oberstleutnant im Generalstab Foertsch. Er legt in aller Klarheit das Bcr- bältnis von Staat, Partei und Wehrmacht in dem Sinne dar, wie es der Führer selbst erst in seiner letzten Rede wieder eindeutig festgelegt hat Hauptmann T h o m 6 e gibt bcpin einen Ueberblick über die Arbeit des Heeres im vergangenen Jahr, die Aufstellung einer Reihe neuer Truppenteile und den weiteren Ausbau der oberen Befehlsstellen, lieber die Aufgaben der Infanterie —, auch im Zeichen des Motors immer die Seele des Heeres, — schreibt Major von K o e 11 e r. Für unsere Jungen ist besonders interessant der Aufsatz von Major Dr. Hesse: „Der Weg zum Offizier". Auch Merkblätter über den Eintritt als Fahnenjunker ten. Denn aus welchem Grunde haben sich wohl die Shetländer geweigert, die Einführung des Gregorianischen Kalenders mitzumachen? Gewöhnlich wird die merkwürdige Tatsache damit erklärt, die gregorianische Zeitrechnung sei gegen Ende des 16 Jahrhunderts in dem ganzen vereinigten Königreich, das sich damals in heftiger Abwehr gegen Rom befand, auf Widerstand gestoßen; schließlich aber habe man sich doch gefügt, nur die Shetländer seien hartnäckig geblieben und hätten als Nachkommen der alten Wikinger ihre bisherige Jahreseinteilung beibehalten. Die Gründe liegen aber doch wohl tiefer, sie sind in uralten religiösen lieber« lieferungen zu suchen. Genauer: in der Zeitrechnung jenes nordischen Christentums, das unter der Führung iroschottischer Mönche, zu denen unter anderen aus Gallus, der Gründer des berühmten Klosters St. Gallen in der Schweiz, gehörte, in rnero- wingischer Zeit die Mission bis tief nach Deutschland hinein trugen, bis der heilige Bonifazus, selbst ein zember verlegte. Das ist außerordentlich bedeutsam. Denn welche Vorstellungen verband das Urchristentum mit dem 6. Januar? Er war — und ist im christlichen Kalender noch heute — der Tag der Jordantaufe, der Tag also, an welchem der Christus- geist in dem irdischen Leibe des Jesus von Nazareth Wohnung nahm. Wenn man demnach in ältester Zeit Weihnachten am 6. Januar beging, so heißt das nichts anderes als: man feierte das Fest der Christus-Geburt, also ein geistiges und übersinnliches, nicht ein natürliches Keburtsereignis. Die Zurückdatierung von Weihnachten auf den 24. Dezember bedeutet im Grunde ein langsames Verblassen der Christus-Vorstellung zugunsten des einfacheren, aber viel weniger geistigen Jesusbildes, das seitdem die Kirche beherrscht. Die nordische, von den britischen Inseln aus missionierende Kirche dagegen hat sich gegen eine solche Umwertung lange und aus guten Gründen zur Wehr gesetzt, bis am Ende die erst allmählich „katholisch" werdende Rom- kirche mit ihrer Meinung auch im Norden durchdrang. Wenn wir nun hören, daß die Bewohner der Shetlandinseln noch immer ihr Weihnachten am 6. Januar feiern, so scheint uns das ein Beweis dafür zu fein, wie lange sich unter besonderen Voraussetzungen solch uralte Vorstellungen halten können. Pas würde auch dann zutreffen, wenn, was anzunehmen ist, die Shetläckder heute gar nicht mehr wissen, warum sie Weihnachten an einem anderen Tage begehen als die übrige Christenheit. niemals im Wege stehen. Aber bahnen müffen sich bie Stücke der Gegenwart den Weg selber, und wo ein Werk meisterhaft ist, da wird auch das Echo nicht ausbleiben Echo ist das Leben des Theaters. Hoffen wir, daß dem zahlenmäßigen Rückgang der Uraufführungen eine Vertiefung ihres tünftleri« ichen Gehalts entspricht Nichts bleibt, bas nicht Tiefe hätte. Sehr verspätet, was sich aus der Abgeschlossenheit der Lage leicht erklärt, erreicht das übrige Europa eine Nachricht von den Shetland- Inseln, jener dem schottischen Festland noch jenseits des Orkney-Archipels vorgelagerten Inselgruppe in der Nordsee, die politisch zu Großbritannien gehört, kulturell aber seit vielen Jahrhunderten ein eigenes Leben führt. Dort ist Weihnachten, wie stets, so auch diesmal, erst am 6. Ja- Beiträge behandeln die einzelnen Waffenarten. Wir lesen hier vom Einsatz einer Kampfstaffel, von den Aufgaben einer Aufklärungsstaffel, von der Lust- bildaufklärung, den Fallschirmtruppen, derFlak- artillerie unb dem Luftnachrichtenwesen. Em Aussatz über das Nationalsozialistische Fliegerkorps und Merkblätter über den Eintritt in die Luftwaffe als Fahnenjunker oder Freiwilliger beschließen das überaus fesselnde Buch. Alle drei Bände enthalten zahlreiche ausgezeichnete Bilder, die man in öicr Fülle und sorgsamen Auswahl sonst nicht so leicht zu sehen bekommt. So ist dies Jahrbuch der Wehrmacht, dessen drei Bände auch einzeln zum Preise von je 3 RM. käuflich sind, vorzüglich geeignet die alten Soldaten mit der modernen deutschen Wehrmacht vertraut zu machen unb im jungen Nach- wuchs mehr Willen und mehr Wi^en^u^starken. weiter nichts, als büß neben bem alten Kastell, in dessen Nähe Goethe um ein Haar wegen Spionageverdachts von den Sbirren ergriffen worden wäre, eine Villa gebaut wird. Ein alltäglicher Vorgang, wirb man sagen. Aber nein, bie Villa soll nicht weniger als brei Millionen Lire kosten, eine haushohe Mauer umschließt bas Grundstück, mit welchem ein 20 000 Quadratmeter großer Olivenhain verbunden ist, und die Fenster sind so angeord- net, daß bie menschliche Neugier keinerlei Möglichkeit haben wirb, bas Geheimnis des mutmaßlichen Bewohners zu lüften. Wer also ist es? Wenn es noch einen entthronten Sultan nebst Haremszubehör gäbe, könnte man auf biefen raten. Allein, es ist mehr, viel mehr — Greta Garbo! Jedenfalls ist sie vor einiger Zeit in bem kleinen Fischerdorf gewesen unb hat sich daselbst in verdächtiger Weife umgesehen. Ihre Filmmüdigkeit ist bekannt, ihre Liebe zum Süden auch. Und darum steigen bie Mieten am Gardasee. Es wird also in Zukunft niemand ungestraft neben Greta Garbo wandeln, wenn sie sich aus dem Weltruhm in die Einsamkeit zurückgezogen haben und ihre Märchenvilla bewohnen wird, ganz ähnlich wie weiland Kaiser Karl V. bas Kloster üoji Sankt Just. Wer weiß, vielleicht legt gar ber Gardasee noch seinen ehrlich geworbenen Namen ab und verwandelt sich in einen Garbo- fee. Möglich ist alles, und doppelt möglich in einer Welt, bie nicht aufhört, eine einsame Frau, bie keinen sehnlicheren Wunsch hat als den, endlich einmal in Ruhe gelassen zu werden, mit ihren unausrottbaren Taktlosigkeiten Hu verfolgen. Auf allen Bühnen wird alle Jahre wieder bas Rennen ber neuen Stücke gestartet. In ber letzten Saison (1936/37) waren es 235; eine Zahl, bie nachdenklich stimmt, denn so viel Meisterwerke gibt es nun einmal nicht, es sei denn in Jahr- iehnten. „Sünjes „E t a p p e n h a s e" lief mit ast 3000 Aufführungen an einsamer Tete siegreich urchs Ziel. Dieser Erfolg ist erstaunlich, aber zweischneidig; gemessen an der Zeit, bekommt der Glanz bes Augenblicks etwas Erschreckendes: jedes Jahr gab es Sieg um Sieg, und sie gingen vorbei und sind qemefen. Aus der enormen Zahl der Uraufführungen, die bisher mit etwa 300 alljährlich notiert wurden, ist kaum ein einziges Stuck gerettet worben. Nun ist freilich bei Statistiken immer em wenig Vorsicht geboten. Ihr Prinzip ist zu vereinfachen, und dabei geht natürlich so manche wertvolle Seite einer Wahrheit unter. Auch scheinen m ber Aufzählung der „neuen Literatur nur bie Stücke genannt zu fein, bie eine nennenswerte Zahl von Aufführungen erreichten. Johst „Thomas Paine" (1937) hat sich sehr gut behauptet, von 1932 lebt nur noch „Dr. me d. fit ob Praeto- rius" von Curt Götz. Dann steigt es noch em wenig: von 1933 blieben zwei, von 1934 bre^ von 1935 sieben, von 1936 wieber nur vier Stucke, darunter S t e g u w e i t s „N achba r 3 u ' fen". — In ber Nebenkonkurrenz laufen die Kia - fiter von ihnen existiert bas Theater; die Uraufführungen aber find das Leben ^er Geg^wart. Allein wie schwer ist es, aus Gegenwart Bestan. digkeit zu schlagen! Und dies ist das Problem, lieber die Klassiker zu philosophieren, bIe,bt bt?^ gegenüber müßig: sie sind Ereignis geworden und werben es bleiben. Das Käthchen oon fi Faust erster Teil, Maria Stuart Wilh!mTeil Minna von Barnhelm unb Was ihr wollt (so di S egerliste von 1936/37) werben niemals fehlem werden im übrigen dem ^utiaen auch Die Deutschen sind von jehs^ ein soldatisches Volk gewesen. Große Soldaten hat jedes Jahrhundert-deutscher Geschichte hervorgebracht, und wenn bas Vaterland sie nicht brauchen konnte, haben sie oft genug fremden Herrschern ihren Degen geliehen. Wehr und Waffen galten dem Deutschen als Symbol bes freien Mannes. Nichts hat bas Volk zu allen Zeiten bitterer empfunden als den Verlust feiner Wehrfreiheit. Und nichts galt ihm daher so sehr als Zeichen wiedererwachter nationaler Kraft und wiedergewonnener Großmachtstellung als bie ErLchtung der neuen deutschen Wehrmacht durch den Führer Adolf Hitler. Wie es mit ber alten Armee, die im Weltkrieg noch einmal unverwelklichen Lorbeer an V.,., ~t verbunden fühlte, so hat es auch die neue deutsche Wehrmacht in den wenigen Jahren des Ausbaues mit seiner ganzen Liebe umfangen. Die alten Sol« baten, nicht minder wie die junge Mannschaft, verfolgen mit größtem Interesse den Ausbau der Wehrmacht auf Grund der Erfahrungen, die man im Weltkrieg und in den folgenden zwei Jahrzehnten auf allen Gebieten des Heerwesens gemacht hat. Die alljährlich erscheinenden Jahrbücher der Wehrmacht (Verlag Breitkopf & Haertel in Leipzig, drei Bände m Kassette zum Preise von 7,80 RM., in Ganzleinen gebunden mit je 100 Photos) geben ein hervorragendes Rüstzeug, sich über den Stand der neuen deutschen Wehrmacht vorhandenen Reaktion machtlos ist unb auch bleiben wirb. Drittens: Die politische Organisation de r " - E T. Während die Falange ihre männliche Stoßkraft selbstverständlich einschließlich ihrer politischen Aktivisten an der Front hat, dem besten Schmelztiegel des neuen spanischen Volkstums, wird ihr Organisstionsnetz stetig im Lande ausgebaut und propagandistisch untermauert. Die Männer ber Organisation im Lande und in der Front stehen in ununterbrochener innerer Verbindung Die Frauen der Falange aber, unter der Führung ber jungen Senorita Pilar Prima de Rivera, Schwester bes heldenmütigen Führers der Falange, über dessen Schicksal in der roten Gefangenschaft bas tragische Dunkel der Ungewißheit liegt,' sie entfalten im Lande eine geistige, soziale Aktivität, auf bie man überall trifft. machttetts, den Generalfeldmarschall G Sri na in wenigen Jahren gleichsam aus bem Nichts geschas- langten ein ru,cyei> trnue oereneie. v leies nutui|u;c fen hat. Hauptmann Dr. E i ch e Iba. u m. gi in Christentum, das besonders in Britannien blühte einem einleitenden Aufsatz eine Ueberfia)t über Aus- ...... bau und Gliederung der ßuftwaffe. Masor v o n Rohden spricht vom Wesen des Luftkrieges, Randgloffen zur kleinen Zeitgeschichte Don Ernst von Niebelschüh. Am Garbasee steigen bie Mieten. Das könnte bie üorige Welt ziemlich gleichgültig lassen, wenn bie Tatsache nicht auf ein Gerücht zurückginge, bas niemand, bem ein menschliches Herz im Busen schlägt, ohne ein merkliches Klopfen eben biefes Organs vernehmen kann. Zunächst freilich geschieht zu M a 1 c e s i n e am Garbasee Büchertisch. — Deutscher Wehr-Kalender 193 8. Das Handbuch für Wehrmacht und Wehrerstarkung. Herausgegeben von der Schriftleitung der .Deutschen Wehr". (Gerhard Stalling Verlag, Oldenburg i. O. / Berlin. Ganzleinenband 1,60 RM.). — 11 — Dieser Taschen Kalender hat gegenüber dem Dor- jahre eine erhebliche Umgestaltung und Erweiterung erfahren. Wie sein Untertitel ankündigt, ist er zu einem umfassenden „Handbuch für Wehrmacht und Wehrerstarkung" gestaltet worden. Er gibt Aufschluß über bie Wehrmacht allgemein unter Zusammenfassung aller Fragen, bie gleichmäßig die drei Wehrmachtsteile berühren, sowohl bezüglich Organisation, Bewaffnung, Ausbildung, Dienstgrade, Abzeichen usw. Er geht weiter aus die Sonderheiten von Heer, Luftwaffe und Marine ein, vermittelt alles, was zu deren Verständnis nötig, ist. Schließlich sind Partei und Parteiorganisationen, in Hinsicht auf Gliederung, Aufgaben, Abzeichen ufw. behandelt, einschließlich Arbeitsdienst, Reichs- bunb für Leibesübungen, Jugenbertüchtigung, NSRK., NSKK., NSFK., Reichsluftschutzbund, Technische Nothilfe. Nicht nur ber Solbat, sondern jeder Deutsche, der sich für Wehrfragen interessiert, wirb gern nach biefem umfassenden Handbuch greifen. — Kalender der Weltgeschichte. Kalendarium und Quellenkunde zur Weltgeschichte ber Gegenwart 1934—35. Verlag Essener Verlagsanstalt, Essen. Preis in Seinen gebunben 12 RM. — (16) — Dieser „Äalenber ber Weltgeschichte" ist bearbeitet auf Grunb ber ursprünglichen Dokumente unb Zeugnisse und stützt sich auf die eigene Presse ber behau- beiten Völker, auf ihre Gesetzblätter, Regierungsveröffentlichungen unb Parlamentsberichte. Diese Arbeitsweise ergibt nicht nur ein genaueres, sondern vor allem auch lebendigeres Bild von der Entwicklung der Völker; denn die Quellen sind häufig das Geschehen selbst, wie z. B. Staatsreden, Verträge unb Gesetze. Der Kalender fügt jeweils zu seinen Angaben den Nachweis des Dokuments, in dem die Geschehnisse ihren Niederschlag gefunden haben und das ihr geschichtliches Zeugnis ist. In Anlehnung an die Erscheinungsweise ber „Weltgeschichte ber Gegenwart in Dokumenten" soll ber „Kalender" ebenfalls in Jahresbänden erscheinen. Dieser erste Band bringt in chronologischer Folge für die Reiche der Erde ihre politischen Ereignisse vom 1. April 1934 bis zum 1. April 1935. In der vorliegenden Form gibt das Werk die Möglichkeit, sich über die großen Probleme der Weltpolitik eingehend zu orientieren. Wilhelm P. O. Walter: Das China von heute. Mit 128 Bildseiten. 2., vermehrte Auflage. Preis: gebunden 3,90 Mark. Societäts- Verlag Frankfurt a. M. — (13) — Wilhelm P. O. Walter, der seit vielen Jahren in Schanghai lebt, und den fein Beruf immer wieder durch die wich- titjften Provinzen des modernen Chinas führt, versucht, unabhängig vom Ballast der riesigen Spezial- ■ literatur, ein lebendiges Bild des heutigen chinesischen Lebens zu entwerfen. Er geht wie ein.auf- : merksamer Reisender von den Eindrücken aus, die 1 sich ihm auf der Straße, in Restaurants, Sport- 1 Plätzen, Theatern, auf Märkten, Dampfern, Eisen- 1 bahnen, in Dörfern, den großen Binnenstädten und Hafenorten bieten. Er nimmt mit den Menschen 1 Kontakt auf und entwickelt ein umfassendes unb 1 eindringliches Bild des modernen chinesischen Le» r bens, unabhängig von bem großen politischen Oe- ‘ schehen ber letzten Jahre. 128 Aufnahmen charakteristischer Situationen begleiten den Text. — Das Parallelenproblem und seine : Losung. Eine Einführung in die hyperbolische ‘ nichteuklioische Geometrie. Von Stud.-Rat i. R. Dr. - Max Zacharias. Mit 27 Fig. 1,20 Mark. (Math.- » Phys. Bibi. Reihe I, Band 92.) Verlag von B. G. : Teubner in Leipzig. Die Einleitung schildert die i zweitausendjährigen vergeblichen Versuche, das i euklidische Parallelenaxiom zu beweisen. Sodann : werden bie Parallelen, die Beziehung zwischen Win- ! felfemme und Flächeninhalt des Dreiecks, die Li- ° nien gleichen Abstandes und die Kreise in ber hyperbolischen Geometrie behanbelt. Der Schluß- ; abschnitt ist ber Frage gewidmet, ob die nicht- - euklidische Geometrie auf den wirklichen Raum an- - wendbar ist. _____________________ Unter dem Ehrenschutz bes ©efanbten ber tschechoslowakischen Republik fand in Der '.Berliner Philharmonie ein von ber Sudetenbeutschen Kulturgesellschaft veranstaltetes Konzert zugunsten ber Sudetenbeutschen Winterhilfe statt. Auch ber Führer ber Subetendeutschen, Konrad Henlein, ben unser Bild in ber Mitte zeigt, nahm daran teil. Links von ihm seine Gattin, rechts bie berühmte Sängerin Erna Sack, Generalmusikbirektor Konwitschny, Dingern Rolf Schroder unb Kammersänger Rudolf Watzke. — (Scherl-Bilderdienst-M.) römische, hat Weihnachten immer am 6. Januar Rohden spricht vom Wesen Des Lu(irr:teqc , gefeiert, wie übrigens auch die alte Kirche, bie erstSchulze-Boylsen von den Luftruftungen o 5 in nachapostolischer Zeit das Fest auf den 24. De-1 Auslandes während des letzten Jahres. Weitere Vielleicht ist diese Frauenarbeit, bei ber Bedeu- tung, die die Frau im spanischen Familienleben besitzt, das entscheidende Element ber Aufklärung und Aussöhnung durch die soziale Tat, auf der sich die innere, für jeden objektiven Beobachter auch erkennbare nationale Haltung des Landes auszubauen hat. Denn in einem vom Bürgerkrieg heimgesuchten Volk muß neben ber notwendigen Härte des männ* lichen Kämpfers und einer eifernen Disziplin die versöhnende, liebevolle Güte der sozialen Tat stehen. Beides ist im nationalen Gebiet Francos am Werke. Front und Hinterland sind in einem Willen in ber Jbee „Spanien" verschmolzen. oder als Freiwilliger sind abgedruckt. In dasselbe Kapitel gehört ber Aufsatz von Oberleutnant D o e p n e r über bie Heeres-Unteroffizier-Schule in Potsbam-Eiche. Gebirgspioniere, Mafchinen- zDeuuitu । tu uv ciiunui j gewehrbataillone, Kavallerie unb Artillerie werden ihre Fahnen heften konnte, sich innig I mit ihren Sonderausgaben in fesselnden Beitragen V. V.L J. -..j. ----- behandelt, lieber die wichtige Frage der Motonsie- rung erfahren wir etwas in dem Aufsatz von Oberstleutnant T r a u ch : „Betriebsstoffversorgung und Kraftfahrzeuginstandsetzung beim Feldheer". Em besonders aktuelles Thema behandelt Oberst I a e - necke in feinem Aufsatz „Lehren bes spanischen Bürgerkrieges". Sehr zu begrüßen sinb bie Monographien über bie Heere ber beiben uns befreundeten Großmächte Italien und Japan. Das Jahrbuch der deutschen Kriegsmarine behandelt Ausbildungsfragen, neue Kriegsschiffbauten, Fragen des Luftschutzes im Seekriege, der Entwicklung unb bes Standes des Schiffsantriebs, Aufgaben und Zweck ber Kleinkampfschiffe unb Erlebnisse unserer Panzerschiffe m Spanien. Die. allgemeine Seeaufrüstung wird m einer sehr übersichtlichen unb interessanten Aufstellung bargelegt. Die russische Seemachtspolitik, sowie Spaniens Schicksal als Seemacht werben von berufener Seite anschaulich geschildert. Vielleicht der interessanteste Band dieser Reihe ist das Jahrbuch der deutschen Luftwaffe, schildert er doch das Werden des Wehr- »Heute wollen wir lustig sein« Kartenvorverkauf: Musikh. Challier / An der Abendkasse und Cafe Leib 60 Pi 0849 Der Vorstand und Aufsichtsrat. 1239D der Kirchenvorstand der Matthäusgemeinde. 1250V ütilfis- Kühlen Grund,Gießen Eintritt RM. 1.— Musik vom Inf.-Reg. 116 Telefon 2733 $ 1299D Gr°ße s ßroßerFaschingsrummel Fastnacht-Dienstag 0851 Ernst Becker Am Oswaldsg^rten Hessischer Hof Friedr.Volkmann II. Seife Karneval im VDOPPELHERE V Stück 18^ • gr. Stück 28H Rosenmontag und Fastnachtdienstag Bahnhofstr. 67 kein Laden Fernspr. 2980 kon*e im Inbab.: K. Kling vormals Jaßhaid Marktstraßel6 Lieferant aller Krankenkassen. Tanz in allen Räumen. Faschings-Dienstag: Neuen Bäue 5 Rosenmontag: nachmittags 3 Uhr: Kinder-Kostümfest mit Geschenk Verteilung. Abends 19.82 Uhr: Einzug des Karnevals mit nachmi tags 3 Uhr: Kinderfest. Abends 20.11 Uhr: Karneval in allen Räumen. Senkfuß- Einlagen nach Maß ohne Metall leicht, dünn und sehr haltbar, bequem zu tragen. Empfehle: täglich frischen Heringssalat 1296 V Rheingold“ _________________1294A Fabriien Der Gießener Kostümball mit künstlerischen Einlagen bringt Stunden karnevalistischen Frohsinns Anf. 20 Uhr - Saalöffnung 19 Uhr — Eintritt 1.-, Karten Seltersweg 60 NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ 1223 D Vortrag: Prälat D.Dr.Dr.Dielil-Darinstaill Reparaturen Die evangelische Bewegung und die Einführung du*cI1 756D der Reformation in Gietzeu und Umgebung. 3RoDiO;ÄÖdCl Es lädt Dr^licb ein „«D Fastnacht-Dienstag öffentl. Tanz Grofie HalienFakrl 21 Tage RM. 300.- und 280.- 14 Tage bis Rom RM. 176- Oberitalien - Riviera 14 Tage RM. 176.- " Dalmatien-Rata 20 Tage RM. 330 -, 15 Tage RM. 279 - Devisenantrag umgehend erforderlich. „Rheinland**- Autobus-Gesellschaft Wiesbaden Wilhelmstraße 60 Auskunft durch HanafiReisetiliro, Gießen Seltersweg 89 Telephon 2396 I226D Faschings-Dienstag Im HOTEL PRINZ CARL die große PRINZ-CARL-RED OUTE in sämtlichen unteren Räumen Einlaß nur gegen Verzehrkarten, die im Hotel abgegeben werden. Gastspiel der Deutschen Märchen-Bühne/Berlin Morgen Sonntag, den 27. Februar 1938, nachmittags 3 Uhr, im Kath. Vercinshaus das wunderschöne Märchen in 5 Akten WMiemPMiM (Frau Holle) Preise: Kinder.... RM. 0.30, 0.50 und 0.75 Erwachsene . . RM. 0.50, 0.75 und 1.00 ______________________________________________________0852 Die behagliche Stunde beim guten Tropfen in den BAHNHOFGASTSTÄTTEN GIESSEN _ Karnevalistisches KONZERT Sonntag ab 6 Uhr 1267V und Dienstag 8 Uhr Restaurant Bofier ausgeführt vom Musikkorps des Infanterie-Regiments 116 unter Leitung von Musikmeister WOHLFARTH im Cafe Leib Kartenvorverkauf: Sporthaus Schwan, Mäus- burg; Schuhhaus Darrt*, Seltersweg; Aug. Wallenfels, Marktplatz 17; Frankfurter H .. . 12,7V Großes tanmnMtmrl Fastnacht-Dienstag KONZERT Fastnachtdienstag der 2 große beliebte 1900-Maskenball im Caf6 Leib. Beginn 7.61 Uhr. Bereinigung für Begräbnisbeihiife, Gießen Samstag, den 12. März 1938, abends 8 Uhr MMeWMMlsUMlM (Jahreshauptversammlung) im ,,Burghof", früher Cafe Ebel Tagesordnung: Geschäftsbericht, Kassenbericht, Verschiedenes. ILO WIEN Neuenweg 28 Täglich Hochstimmung TANZ ■II ■ lyp WIESECK Sonntag. 27. Februar 1938 TANZ ,M5D Fastnachtd.enstag-, nachmittags Kinderkostümfest abds. Tan Zum kühlen Grund Inhaber: A. Schepers. Klein-Linden skbms tatm z Anfang 4 ühr. i366a Dienstag, den 1. Mürz: Faschingstreiben Ä? Blockstraße 12. Fernruf 2196. • Waschöötlen • SthiehkarreD • Handwagen Ph. SommerkoFD Bleichstr. 12 Selbstgekelterter, naturreiner Apselsaftu. Apfelwein LudwiaKohlermannIV. Inh. L. Weiderich 7341D Tel. 4374 Gieken Bleichstr. 14 Heuchelheim WEIN SPIRITUOSEN im 1249V SONNENSTR. Montag und Dienstag in sämtlichen Räumen Die richtige Freude bereiten Sie Ihrem Kinde mit einem hübschen Kleid von rGebr. Imheuser am Markt Das Fachgeschäft für Damen- und MSdchenkleidunfi ' ’ ’.-C Giefeener Konzertverein Sonntag, den 27. Februar 1938, 17 Uhr, Universitäts-Aula / Siebentes Konzert Mello di Roma der Königlich Römischen Philharm. Akademie. Streich-Quartette von Respighl, Verdi, Brahms. Eintrittskarten: 1.50, 2 25, 3 und 4 RM bei Ernst , Challier u. abends an der Kasse Studentenkarten 1 RM. im Kollegiengebäude und im Studentenwerk. 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Ich wurde dort einmal von den Mümling in den Main gefunden worden. Zosimus ern hat Zohmus den Denar geschenkt. Das ge- x. .. ; • >..Z —c,^ CrMrrcPntfor notnorrf 't.u. «mh -T\r.nF nir oinp schenkte Ke dstuck bat der Mann meiner Heimat in reicht batten- castellum superius, das heutige Obern- säuerlichen Wein der einheimischen Weinbauern zu ' ' . r mifrfion " Vtoffoinc. mnr Pin Trinfpr und »Iialeich Einst wertvoll, nun unscheinbar, einst glitzernd. von Steinkanten zerkratzt und etwas Brücker, Kabine 28, ja, a Blut und den leisen aus der fruchtbaren Erde geschart. Die Münze ist die gut durchzuführende sportliche Lei- Rahmen des Ortswe11 - für die männliche Jugend in Die Bedingungen beftehett für im 1000-Meter-Geländelauf mit Hessen-Nassau den Ansorde- Weise gerecht 1919 und älter. Die am Sonntag stungsprüfung im kampfes besteht einem Geländelauf. die gelaufene Zeit die geforderte Leistung weder unter-, noch überschreitet. Die Teilnehmer sind in Leistungsklassen eingeteilt. Die Leistungsklasse I umfaßt die Jahrgänge 1922 und 1923, Leistungsklasse II die Jahrgänge 1920 und 1921, die Leistungsklasse III die Jahrgänge Brief an Erika. Von Ernst Kreuder. Liebes Fräulein Petersen! PROSPEKT 61 DURCH BALATUM-WERKE • NEUSS Frauen meinen, wir gingen zum Friseur aus Eitelkeit. Welch ein Irrtum der ewigen Eva, der beim Friseur nichts so viel Vergnügen macht als ihr Ich. Das ihr freilich, minütlich verschönert und sekundlich verjüngt, aus dem Spiegel entgegenlächelt. Aber bei uns Männern ist das etwas ganz anderes: Wir lassen unseren alten Adam mit seinen Sorgen und Geschäftsgedanken gewissermaßen wie einen Hund vor dem Metzgerladen vor der Tür klasse III im 1200-Meter-Geländelauf nuten. Die schaffende Jugend des Gaues wird am Sonntag beweisen, daß sie rungen, die ihr gestellt sind, in jeder wird Vergnügten. Das warmes. Ich glaube, daß ich jetzt an Bord muß. Unvergeßlich wird mir Ihr Kostüm bleiben. Sie sahen wirklich wie ein gefürchteter, aber unwahrscheinlich hübscher amerikanischer Detektiv aus. Jetzt ist es aber höchste Zeit, aufzubrechen, und dabei sehe ich, daß ich mich nun gerade so weU eingeschrieben habe, um Ihnen wirklich einen ndjhgen Brief schreiben zu können. So, und letzt klingelt auch noch das Telephon!" Hier legte der gestörte Briefschreiber den Füllhalter hin und nahm verdrossen den Hörer auf. im Gau Hessen-Nassau an den Start gehen, setzen den Gedanken des Betriebssports, den die Deutsche Arbeitsfront in allen Betrieben zu wecken sucht, in die Tat um. O.e sportlichen Leistunfisprüfungen im Reichsberufswettkampf. Der morgige Sonntag bringt den Teilnehmern am Reichsberufswettkampf nach theoretischer und praktischer Arbeit im Beruf und nach der weltanschaulichen Prüfung nun eine Prüfung auf dem Gebiete der Leibesübung. Innerhalb des Kreises Gießen werden zu diesem Wettbewerb nicht weni- herauf an den Rhein traben, einen Reitertag an den anderen reihend, ein Nachtlager an das andere, bis sie ihren Standort, das castellum superius, ersuchen in die Nähe der Pferdeställe getrieben. Für ein Bündel gefangener Vögel gab Zosimus dem Pferdewärter Velleius diesen Denar, dann ließ er sich die dickbrüstigen Drosseln vom Koch am Spieße braten. Zosimus schmatzte genießerisch, und kMÄkfAHh (aiha QÄhn a hi a hiiMMAM McnnnlrMn M lAr« ist nicht aufgegangen. Korn und Weizen sind aufgegangen und wurden gutes Brot, von dem die Kinder mit weißen Zähnen abbissen und satt wurden. Zur Römerzeit schwamm durch die Schilfufer des Mainflusses der Stör, ein Fisch von abenteuerlicher Größe, oft so schwer und breit, daß die unterworfenen Bauern das Tier mit einem Ochsengespann ans Ufer ziehen mußten, wenn der Fisch von den römischen Hauptleuten und Soldaten mit Angeln und Stechspeeren gefangen worden war. klebten. Oder es war ein früher, regen- und schneegemischter Herbst in das Maintal hereingebrochen und hatte Drossel und Starenschwärme zum Futter- Kienspanfackel nach dem verlorenen Geld, wobei er jammerte: „Wieviel Honigwaben hätte ich mir kaufen können, um mit ihren süßen Tropfen den ger denn über 6000 Teilnehmer antreten, um zu beweisen, daß sie auch in körperlicher Hinsicht ihren Mann zu stellen vermögen. Allein über 3000 Wettkämpfer bzw. Wettkämpferinnen werden in Gießen am Start erscheinen. Darüber hinaus werden in 24 Orten unseres Kreises die Teilnehmer des Reichsberufswettkampfes zu dem sportlichen Wettkampf vereinigt. In Gießen wird der Geländelauf auf zwei Plätzen durchgeführt, und zwar auf dem Universitäts-Sportplatz und auf dem Platz vor der Ostseite der Volkshalle. Für die Durchführung des Wettkampfes haben sich Helfer aus dem Kreise des Sportamtes „Kraft durch Freude", der Hitler-Jugend und des Reichsbundes für Leibesübungen zur Verfügung gestellt. Die Leitung des Wettkampfes für den ganzen Kreis liegt in Händen von Sportlehrer Feldhus (NSG. „Kraft durch Freude"). Die Wettkämpfe werden durchweg vormittags ausgetragen. mischen." Velleius war ein Trinker und zugleich ein Leckermaul. Am nächsten Morgen fegten die Ach, hier ist man Mann vom Scheitel bis zum Kinn. Die ganze glitzernde Anstalt ringsum, das gedämpfte Surren der Apparate, das Summen der Klingen auf den eingeseiften Wangen der Herren Mannkollegen verrät, daß man in dem ruhigen Raum einer absolut männlichen Institution geborgen ist. lieber dich beugt sich nicht der Haarschneider I., sondern ein besorgter Freund, der um das Wohlergehen deiner Haut bangt, ein Mann, der bedachtsam, als operiere er, mit der Schere das Nacken- beruflichem Können körperliche Leistungsfähigkeit, sowie charakterliche und weltanschauliche Haltung in sich vereinigt. Die im Rahmen des Berufswettkampfes durchgeführten sportlichen Wettkämpfe stellen Mindestforderungen, die von jedem gesunden Junzugleich der Ausdruck der Zusammengehörigkeit von Beruf und Leibesübungen. Die Hunderttausend, die Ader wir, wir Männer, denen als Herren bekanntlich die Wett gehört, wir kennen gar kein schöneres Wort als das — frei nach Hamlet —: „Laßt Coiffeure um mich sein!" forterisch, Irmgard Zenner und die Männer und die Uraufführung von „Frauenliebe", eine Szene um Casanova von Paul Ernst. Die Morgenveranstaltung beginnt pünktlich um 11.30 Uhr. Ende 12.30 Uhr. — Am Abend um 19 Uhr zum Karneval noch einmal die große Erfolgsoperette „Eine Nacht in Venedig" von Johann Strauß. Musikal. Leitung: Heinz Markwardt, Spielleitung: Karl- Ludwig Lindt. Einstudierung und Leitung der Tänze: Irmgard Zenner. Im 2. Akt karnevalistische Einlagen von Elfriede Grell, Irmgard Zenner, Hans Paschen. Bühnenbild: Karl Löffler. Die Vorstellung endet um 22 Uhr. Außer Miete. Gießener konzerlverein. Man schreibt uns: Der Kammermusik-Abend, den der Gießener Konzertoerein morgen um 17 Uhr in der Neuen Aula veranstaltet, ist insofern von ganz bürg am Main. Der Pflug des Bauern hat den Denar ausge- Münze aus aller Zeit Von Anfon (Schnack wußte ich es nicht! Aber wenn plötzlich etwas Wunderbares geschieht, sagt man oft den größten Unsinn. Leistungsklasse II im 1500-Meter-Geländelauf mit einer Leistung von 5.30 bis 7 Minuten, für die Leistungsklasse III im 2000-Meter-Geländelaus 8 bis 10 Minuten. Die Bedingung ist erfüllt, wenn zu übertreten. Ungern läßt man sich aus dem Sessel helfen. Ungern verläßt man den Platz vor den Schalen mit dem Schaumpinsel. Doch gesalbt und mit königlicher Würde tritt man auf die Straße. („Wünscht der Herr Doktor einen Schuß Gau de Cologne?", war die letzte Frage.) Plötzlich ist man aller Haltung entkleidet, weil man von einer Frauenstimme überfallen wird. „Aber, Max, wo warst du denn so lange?" Siehst du, jetzt bist du kein Würdenträger mehr. Du fühlst dich dumpf wie ein entthronter Fürst. Du bist wieder ein wehrloser, ein armer, kleiner Max. Eben nur ein r -. Um die Ecke biegt die Gedankenfreiheit. Fl _n gehen sie. E- Vornotizen. Tageskalendrr für Samstag. Stadttheater: „Lady Windermeres Fächer" 20 bis 22.30 Uhr. — Gloria-Palast (Settersweg): „Musik für Dich"; Nachtvorstellung: „Mutterschaft" um 22.45 Uhr. — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Liebling der Matrosen." — Oberhessischer Kunstoerein Turmhaus am Brand: Kollektiv-Ausstellung Muel- ler-Leutert; Besuchszeit von 17 bis 18 Uhr. — NS.-- Gemeinfchaft „Kraft durch Freude": Großes Kostümfest und Faschingstreiben im Caf6 Leib, Anfang 20 Uhr. — Bauerscher Gesangverein: Maskenball in den Räumen des Gesellichaftsoereins. „Seeräubern" in den großen Schiftskoffer gesperrt, als ich Sie von dem „Piratenschiff" befreien wollte. Und während ich nun in dem großen, muffigen Koffer lag und meinen roten Meuterer-Spitzbart wieder ans Kinn klebte, dachte ich im Dunkeln daran, daß Sie von den vielen jungen Mädchen dort eine eigene Art von Fröhlichkeit besaßen, die mir eine Zeitlang nicht recht in den Sinn wollte, bis ich verstand, daß auch dies eine Eigenschaft Ihres Ernstes war. Wenn ein ernster Mensch fröhlich wird, dachte ich im Koffer, wahrend der rote Bart noch immer nicht kleben wollte, erhalt ferne Fröhlichkeit mehr Gestatt und Gesicht als die verschwommene, verwischte Ausgelassenheit der leicht die Leistungsklasse I einer Leistung von 3,30 bis 4.30 Minuten, in der das Trüum-N. Brücker erlöft, meiner 1 bei den Saatkörnern im Äcker gelegen, aber sie' Donner ferner Husichlage. Zeitplan für den sportlichen Teil dcsRBWK 1938 Kreis Gießen. Ter Reichsberufswettkampf soll den Menschen in seiner gesamten Leistungsfähigkeit erfassen, und der Wettkämpfer wird deshalb einer beruflichen, weltanschaulichen und sportlichen Prüfung unterzogen. Die sportlichen Leistungsprüfungen für die Orts- wettkämofe im Kreise Wetterau finden am morgigen Sonntag, dem 27. Februar, statt und zirka 6000 Wettkämpfer werden sich zu dem vorgeschriebenen Geländelauf stellen. Nachstehend die Zeiten, Treffpunkte, Umkleideräume (soweit vorhanden) oder Startplätze. Alle Teilnehmer erscheinen im Trainingsanzug oder Sportzeug untergezogen. Feder Wettkämpfer muß seinen Svortschein mitbringen. Wer nicht pünktlich antritt, scheidet aus dem Wettkampf aus. Aber kein Teilnehmer darf fehlen, da die Sportvrüfung mit ausschlaggebend ist bei der Gesamtbewertung. Wettkamvfort Gießen, Jahrgang 1922—23 männl.: 8 Uhr Ostseite der Volkshalle,- 1920—21 männl.: 8.30 Uhr Ostseite der Volksballer 1919 männl.: 9.30 Uhr Ostseite der Volkshalle,-1902—18 männl.: 10 Uhr Ostseite der Volkshalle,- Jahrgang 1922—23 weibl.: 9 Uhr Universitcitssvortvlatz; 1920—21 weibl.: 9.30 UniversitätSsvortolatz,- 1916 bis 19 weibl.: 10.30 Tlbr Universttätssportvlatz; 1912—15 weibl.: 11 lÜir Universitätssvortplatz. Staufenberg, männl.: 9.30 Uhr Sportplatz,- weibl.: 10 Uhr Fabrik Rinn & Cloos. Taubringen: Alle 9.30 Uhr Sportplatz. Grünberg, männl.: 10 Uhr Volksschule,- weibl.: 9.30 Svortvlatz. Hungen: Alle 9 Uhr Turnhalle. Lich: Alle 8.30 Uhr Turn- halle)Londorf, männl.: 9.30 Ubr HJ-Heirn; weibl.: 9.30 Uhr Volkshalle. Garbenteich, männl.: 8.30 Uhr Wirtschaft Becker: weibl.: 14 Uhr'Sportplatz. Hansen, männl.: 9 Uhr Wirtschaft Fink; weibl.: 14 Uhr Sportplatz Garbenteich. Steinberg, weibl.: 10 Uhr Volkshalle.Watzenborn-Steinberg, männl.: 9 Uhr Volkshalle. Lollar, mänm.: 9.30 Uhr Schule; weibl.: 10 Uhr Svortvlatz. Mainzlar: Alle 9.30 Uhr Schule Lollar. Ruttershausen: Sitte 10 Uhr Svortvlatz Lollar. Reiskirchen, männl.: 9 Uhr Wirtschaft Gundrum,-weibl.: 10 Ubr an der Fabrik. Klein-Linden und Allendorf/Lahn, männl.: 10 Uhr Wirtschaft Gürnbel(Allendorf),- weibl.: 10 Ubr Svortvlatz Allendorf. Rödgen, - männl.: 9 Uhr HI-Heim; weibl.: 10 Uhr an der Fabrik. Treis/ Lnmda, männl.: 9 Uhr Svortvlatz,- weibl.: 10 Uhr Svortvlatz. Wieteck, männl.: 9 Uhr Wirtschaft Braun-weibl.: 10 Uhr Svortvlatz.Beuern,männl.: 8.30 Uhr Gemeindesaal,- weibl.: 10 Ubr Svortvlatz. Burkhardsfelden: Alle 9.30 Ubr Svortvlatz. Großen-Buseck, männl.: 9 Uhr HJ-Heimr weibl.: 10 Uhr Svortvlatz.Alten-Buseck, männl.: 9.30 Uhr Neue Schule; weibl.: 10 Uhr Svortvlatz Großen- Buieck. Heuchelheim, männl.: 10 Ubr Turnhalle; weibl.: 10 Ubr Svortvlatz. Großen-Linden, männl.: Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: Morgenoeranstaltung: „Adam und Eva" von 11.30 bis 12.30 Uhr; von 19 bis 22 Uhr „Eine Nacht in Venedig." — Gloria-Palast.^Sel- tersweg) „Musik für Dich", 11 Uhr „Der Jäger von Fall". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße) „Liebling der Matrosen."; 11 Uhr „Land der Liebe." — Stadtkirche: 20 Uhr Vortrag von Prälat D. Dr. Dr. Diehl, Darmstadt. — Oberhessischer Kunstoerein Turmhaus am i Brand: „Kollektiv-Ausstellung Mueller-Leutert; Besuchszeiten von 11 bis 13 Uhr. — NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude": Großes Kostümfest und Faschingstreiben im Caf6 Leib, Anfang 20 Uhr. — Deutsche Märchen-Bühne, Berlin: Kathol. Vereinshaus, 15 Uhr, Märchen-Aufführung. feil in Reih und Glied stutzt. Es riecht nach guten Deien. Leise duftet es nach poliertem Nickel und zart nach Seife. Gedämpfte Stimmen hinter dem I Vorhang. Leise klirrt Metall. Wartende stoßen fleine I ---i v 1 >. o„; Rauchwolken aus dem Munde. Wie in allen Tem- Le.stungsNasien Gelandelauf- durch. Für die Le.- p-ln, ist es den Frauen verboten, die,- Schwelle stungsNasse I rotrb. für Madels >m «AMeter-G - r 1 u , landelauf eine Leistung von 4 bis 5 Minuten gefordert, für die Leistungsklasse II im 1000-Meter- Geländelauf 5 bis 6 Minuten, für die Leiftungs- 6 bis 7 Mi- Stadttheater Gießen. Heute 20 Uhr findet eine-Wiederholung des großen Schauspielerfolges „Lady Windermeres Fächer", Komödie in vier Akten von Oscar Wilde, in der Neubearbeitung von Karl Serbe, statt. Spielleitung Hermann Schultze-Griesheim. Bühnenbilder Karl Löffler. Die Vorstellung findet gleichzeitig für die „KdF."-Miete, Gruppe II (10. Vorstellung), statt. Freier Kartenverkauf. Ende 22.30 Uhr. Am Sonntag, 27. Februar, bringt die 10. Mor- genoeranfkiltung eine luftige Faschingsmorgenfeier „Adam und Eva", allerlei Neues über ein ziemlich altes Thema. Leitung und Ansage: Hermann Schultze-Griesheim. Am Flügel: Joachim Popelka, Choreographie: Irmgard Zenner. Mitwirkende: Viele. Das Programm bringt u. a. Chansons über die Liebe, gesungen und getanzt, Liebe auf Frankweiten, himmlischen Schwäche, von diesem Herzwind niedergeweht zu werden, umgeweht. Ich kenne Ihre klare Unerschrockenheit, und Sie müssen zu- geben, daß dieser Mut, zumindest vorübergehend, gelähmt oder ausgelöscht würde, wenn Sie dem Verliebtsein verfielen. Würden Sie es ertragen? Fast wünschte ich für Sie, Sie möchten nur geliebt fein und dieses Geliebtwerden gewähren. Ich habe gestern abend gern mit Ihnen getanzt, ich liebe solche Feste, auf denen man beschwingt und überschwänglich wird, auch ohne schwere Weine. Albert Ein von Grünspan und Schmutz befleckter römischer Denar, den Zosimus, Arzt in der berittenen |u.wuilyuu. __ ----- aquitanischen Kohorte, zusammen mit vielen anhatte nun wirklich alles gut vorbereitet. Besonders deren von dem römischen Präfekten Petronius er- / . •• z f V f. f - // — — u AM IaR»* 1t Pi »thrt I f. . <1 ... r_ A LL - Ifl 1 v. X AH CY1X k A X ZA m tl SrtY* Befürchten Sie bitte kein Geständnis oder Bitte um eine Verabredung. Ich ,kcmn mir „ denken, mit welchen Gefühlen em solcher Brief von Ihnen ausgenommen werden wurde. Sie lasen den Absender oder erkennten die Handschrift, und ehe Sie noch den Brief richtig geöffnet, auigenffen ober aufgeschlitzt haben, hatten Sie schon folgendes ge J)u liebe Güte, jetzt hat man mal ein paar Worte mit einem jungen Mann gerebet unb gerade unfreundlich beim Tanzen zu ^gewesen, 5a kommt schon so ein Brief. Wie peinlich. Wie „Ja?" sagte er, „ja, hier ist Brücker Dr. Brücker, my- ist dort? Nat Pinkerton? Horen Sie Fräulein Petersen, eben habe ich an be — wie, Sie haben auch einen Brief geschrieben? Meine Koffer^ ich meine, das Schiff fährt gleich - ""? Das Sch ff fahren lassen? Sie meinen schwimmen lassen? Wie^ mit Ihnen schwimmen gehen? Sie wollten mich sprechen? Natürlich! Ja, ich treue mich, ich danke Ihnen, Erika!" Brücker hängte ab. Gleich darauf nahm er den ftnrer wieder auf und sprach mit dem Hotelburo: ^Bitte lassen Sie sofort durch den schnellsten Mann — wie? ja, den schnellsten Mann, den S'e f)aben, i hat stcy °^n "und Buchst^m'der ^re^n Sprache für die flüchtigen Äugen flüchtiger Betrachter. Und meine Koffer von der Machinaton holen, „Lt zu les n und zu deuten weiß, hat den Dmar doch Irägt sie den trüben Schimmer von Tranen, - - - - - -n, auf dem A Deck, neben Dem n cyr zu iqe 0 Die Münze ist die Warme von vertrocknetem Bl schade!" ... Woher ich das weiß? Nun, sehen Sie, es zahlt sich ja gar nicht aus, den gereiftemUeberlegenen zu spielen, und so brauche ich nur zu bekennen, daß ich früher gerade solche Briefe öfter schrieb und ohne mir etwas dabei zu denken. Eines Tages machte ich bann bie Entdeckung, daß sich d.e empfanger schließlich auch dabei etwas denken mußten, unb hörte ich eben bamit auf. Wenn ich jetzt für ben Empfänger mitbenke, ist es vielleicht sogar mit ber berühmten ahnungslo s Unmittelbarkeit aus unb vorbei. Aber ich schrei^ Ihnen heute nur, well ich mich l^e-n nvt Ihnen unterhalte, bevor das Schift 9e0‘-, auf den Kai und wenn .ch °usi stehe, kann ich durchs ofsene Fenster das Lool^.^ kks -s. ä Meine Soffer find schon a“f ^c"!, ®^reinfütig(eit S S fit grivv« s...u« . phieren könnten bei dem Gedanken. „ noch einmal anrufen können . Das stimmt. Ich habe Ä nummer ausgeschrieben, un^grß 2 » nur ^pftel lieat unter dem Tischapparat, xja) I ,.. $en ^brer abnehmen, aber - 6‘ a’^~ ®enbunqen 'un" Abschieden Unfällen? Und L find sa di- Koffer schon an Bord. J8 stehen. Wir legen uns in den weichen Sessel, ber gen unb Mäbel erfüllt werden können unb bie mit einem besonderen Polster den Kopf liebreicher, dann berechtigen, weiterhin an ben Entscheibungen als eine zärtliche Frau auffängt, soweit zurück, daß unb am Endkampf teilzunehmen. uns unser Spiegelbild vöflig aus den Augen ent-! Die sportliche Leistungsprüfung umfaßt drei schwindet. Well wir ehrlich sind, verzichten wir W e 11 k a m p f a b s ch n i 11 e: 1. den Ortswett- barauf, uns im Spiegel überhaupt zur Kenntnis kampf, 2. ben Gauwettkampf unb 3. den Reichs- gu nehmen. Was soll an uns schon groß zu sehen wettkampf. Die Durchführung ber Leistungsprüfung 1eiE?. , . , , m .. !liegt in ben Hänben ber guftänbigen Sachbearbeiter Wir murmeln einfach: „Rasieren bitte, llnbbiesjür bie Leibeserziehung der HI. unb bes BDM. ohne besonderen Akzent. Doch tief klingt daraus bes “■ ~ “ * - ■ • - •- Gedankens Behagen: hier bin ich Mann, hier Darf ich's fein. Aber bitte, das ist bas Wichtigste ber Feier, sozusagen „ohne mich". graben, barauf-das Antlitz des stolzen unb mach-.Pierbe der aquitanischen Kohorte über Den Morast tiqen Römerkaisers geprägt ist, den die Zeit ver- und stampften die Münze in den Boden. aeffen machte- der Pflug des Bauern ist ewiger Emst wertvoll, nun unscheinbar, einst glitzernd, als Krieg Münzwert Macht und Kaiserantlitz. Ein nun schmutzig ernst ein .stolzes geprägtes Bub fränkischer Bauer hat bas beschmutzte Metall ans heute verwischt, von Steinfanten zerkratzt unb Licht gebracht, nicht ein römischer unb nicht e.n regenschwarz ist ber Denar nach bem Ablaus vieler gallischer Die Welle süblicher Eroberungssucht ist Jahrhunderte wieder ans Tageslicht gekommen, an lieber bahin zurückgeebbt, von wo sie ausging, em graues nebelfeuchtes Arbstzwlellcht wie ba. und nur verfallene Bauwerke, ein in bie Erbe mals, als Velleius, ber Pferbewarter, stolperte, aelunfener Grenzwall, verstreute Münzen, zer- Weil er sie verlor, konnte sich Velleius mcht em trümmerte Gefäßscherben, verrostete Schwerter, Gefäß voll bes geliebten Weines kaufen nun, da Erschollene Grabhügel und bie unsichtbaren Strei- i sie gefunden, ist sie ebenfalls zum Kaufen nicht fen vergossenen Blutes sind zurückgeblieben, und geeignet. , .. hie Wälder sind darüber gewachsen und das Gras | Die Münze wirb, wie so vieles aus bem Schutt hat lick darüber gebreitet Ein fränkischer Bauer, ber Geschichte, in einen Kasten unter Glas gelegt frowhon c:nri*p für hip Hürfifinpn A11NPN flüchtiaer Betrachter. Und vergangenes Leben in sich eingefchlosfen trägt, jäh spiegelst du mir bas Bilb deines zu Staub unb Erbe geworbenen Besitzers roieber. Er hat bie Landschaft meiner Heimat gesehen, als sie noch im Zustand der großen Wildnis war, feucht von Regengüssen und Überschwemmungen; die Wälder des Spessarts und des Odenwalds warfen bie Brust ihrer Undurchbringlichkeit an ben Main, bef- fen Wasser noch smaragdgrün, fischgesegnet unbl-L „ ... . ,, - .. - . reiherumflattert war. Wenn die tausendköpfige Ko- wahrend seine Zahne die dünnen Vogelknochen zer- horte die steinige Milit-irstraße an der Mümling malmten wcilten feine Gedanken >m Süden, in entlangritt, hat der Denar im Lederbeutel geklirrt, der milden Lanendellandfchgft der zum Meer ab. Ich sehe sie reiten, die gefürchtete aquitanische Ko- fallenden gallifchen tzugel. Velleius aber verlor die horte, aus einer der alten gallifchen Provinzen Münze, als er au, dem Wege zur Weinfchenke rekrutiert, die zwischen dem Saronneflutz und den über ein Mornstloch stolperte Und hmstel. Er hat Pyrenäen sich hinzog, ich fehe die Kohorte die Rhone es im Zwielicht nicht gesehen. Er such e nut einer y ' . 1 t ' rw. •___6>i»nfnnnfnrPpT nnrk h»m nprfnrpnpn fflpfh mnhPI PT Man sitzt, kein Zweifel daran, gern beim Friseur 21,11 morgigen Sonntag finden in allen! Mit der Jugend treten gleichzeitig alle Er- Ein Mann, ber nicht gern beim 'Verschönerungsrat Standorten des Gebietes Hessen-Nassau die sport-wachsenen, bie am Berufswettkampf teilneh- ihn „cluuf; ;,u;, uusiuii/ Iic^en Leistungsprüfungen ber Iu - > men, zu den sportlichen Kämpfen an. Die Durchfühlst fein richtiger Mann. Der will erst einer werden im Berufswettkampf aller rung dieser Leistungsprüfung liegt in ben Händen Der wartet noch auf den Flaum für die Oberlippe schaffenden Deutschen 1938 statt. Es ist ber bes Sportamtes ber NS.-Gemeinschaft „Kraft durch K------ -- ' * ■ ‘ S:nn bes Berufswettkampfes, ben jungen schaffen- Freube". Der Sonntag steht somit im Zeichen eines den Menschen nicht nur in seiner beruflichen Lei- ungewöhnlichen Sportgeschehens, bas nicht in ber stungsfähigkeit zu erfassen, sonbern ihn darüber Erreichung von Höchstleistungen seine Krönung hinaus auch einer sportlichen und weltanschaulichen findet, sondern in der Erfassung aller Schaffenden Prüfun-g zu unterziehen. Selbstverständlich liegt. in den Leibesübungen gipfelt. Dieser Sporttag ist ber Schwerpunkt ber Anforberungen in ber beruf- * -**— -K—-• °--r--------— lichen Tüchtigkeit. Das Vorbild des jungen schaffenden Deutschen sehen wir aber darin, daß er neben hatte die Münzen als Geschenk und Dank für eine schenkte Geldstuck ha ber Mann meiner Heimat m glückliche Ä-ilung von Ichwerer Krankheit erhalten.! das Kraut am F usse roeggeroorfen, we>, an der Münze des Siegers, kaltes Metall, das |o viel Münze die Knecht,chast, das Blut der Bruder di- nprnanaenes Leben in sich eingeschlossen trägt, iäh Tranen der Kinder und, der Schwertz der Fran 1 . . afa/um FUSSBODENBELAG FÜR KÜCHE - WOHNZIMMER SCHLAFZIMMER • DIELE BADEZIMMER besonderer Bedeutung, als wir hier im Konzert- verein zum' ersten Male hervorragende italienische Künstler begrüßen können, das Quartette di Roma. Das Quartett, dessen Mitglieder über ausgezeichnete Instrumente verfügen, bringt ein kleines, nach alter Weise aufgebautes Streichquartett von Respighi, eines neueren, in Deutschland neuerdings sehr geschätzten Komponisten, sodann das einzige Streichquartett des größten Komponisten Italiens, des 1901 verstorbenen Verdi, und schließlich das a-moll-Quartett von Johannes Brahms. Daß die Künstler ihre italienische Musik besonders beherrschen, ist an sich verstäAlich, aber gerade die Interpretation von Brahms wurde in den Berichten aus zahlreichen deutschen Großstädten (Berlin, München, Köln, Frankfurt a. M. u. a.) als meisterhaft gerühmt. Wir möchten Musikfreurtee, insbesondere Freunde guter Kammermusik, gerade aus diesen Abend noch einmal besonders aufmerksam machen. Vortrag von Prälat Diehl in Gießen. Der Kirchenvorstand der Matthäusgemeinde lädt zum morgigen Sonntagabend zu einem Vortrag von Prälat a. D. D. Dr. Dr. Diehl (Darmstadt) in der Stadtkirche ein, der dort über das Thema: „Die evangelische Bewegung und die Einführung der Reformation in Gießen und Umgebung" sprechen wird. Franenschast der Ortsgruppe Süd. Der Ortsgruppen-Pflichtabend am 28. Februar im Studentenheim fällt aus. KinderausNorden, Süden und Westen. NSG. In wenigen Wochen beginnt die NSV. wieder mit der Kinderlandverschickung. Der Gau Hessen- Nassau nimmt in diesem Jahre Kinder aus den Gauen Berlin, Baden, Düsseldorf, Hamburg, Kob- lenz-Trier, Schleswig-Holstein und Westfalen-Nord auf, während aus unserem Gau die Kinder in die Gaue Baden, Kurmark, Schleswig-Holstein, Westfalen-Nord verschickt werden. Eine Reche von Kindern wird auch im eigenen Gau untergebracht. Wie in den vergangenen Jahren, werden die Kinder während chres Landaufenthaltes betreut. Ausflüge, Besichtigunaen und Kindernachmittage lassen sie chren Erholungsaufenthalt ausgiebig genießen. Entsprechend dem Grundsatz der Selbschilfe werden die Eltern der zu verschickenden Kinder, soweit es möglich ist, mit einem kleinen Beitrag an den Kosten beteiligt. Die Kinder sind gegen Unfallschäden versichert. Es ist in diesem Jahre auch möglich, daß die Pflegeeltern die Kinder wieder einladen, die bereits früher bei ihnen Aufnahme gefunden hatten. Allerdings ist dies nur für Kinder aus den Gauen möglich, für die der Gau Hessen-Nassau Aufnahmegebiet ist. Es sind für das Jahr 1938 fünf Aufnahmezeiten vorgesehen, von denen die erste am 27. April beginnt und bis zum 31. Mai dauert. Die nächsten Belegungszeiten sind 10. Juni bis 15. Juli, 20. Juli bis 22. August, 26. August bis 26. September, 30. September bis 31. Oktober. Die Spender von Gaft- und Pflegestesten erhalten eine Türplakette, die jedem zeigt, daß die betreffende Familie sich tatkräftig in den Dienst der Kinderlandverschickung der NSV. gestellt hat. Dom Bauen in ließen. , Die Ecke Curtmann- und Fröbelstraße vor Jahresfrist begonnene Wohnhausgruppe für neun Wohnungen ist jetzt nahezu im Rohbau vollendet; ebenso rasch schreiten die Bauarbeiten der sechs Wohnhäuser entlang der oberen Fröbelstraße vorwärts so daß auch hier demnächst mit dem Richten der Dachstühle begonnen werden kann. Neben der Liebigshöhe, stadtseits, hat man mit den Bau- orbeiten für den Neubau eines Instituts begonnen. Ferner ist man dabei, die Vorarbeiten für weitere Wohnungsbauten am Tannenweg — Eichgärten- gebiet — in die Wege zu leiten, ebenso sind die Vorbereitungen, Ausschreibungen usw. für die Kleinwohnungsbauten in der Schwarzlach in Angriff genommen. Der Aufbau am Geschäftshaus Schwarz in der oberen Bahnhofstraße ist fertiggestellt und wird alsbald feinem Bestimmungszweck übergeben. Sobald es die Witterung gestattet, dürfte mit dem Beginn weiterer Wohnungsbauten im Ost- marfenmertel, Günthersgraben und in anderen Straßen zu rechnen fein. Gießener Dochenmarktpreife. * G i e ß e n , 26. Febr. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, % kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 13, Klasse A 12%, Klasse B 12, Klasse C 11%, Klasse D 10%, ausländische, Klasse A 12, Wirsing, % kg 12, Weißkraut 9 bis 10, Rotkraut 10 bis 12, gelbe Rüben und Karotten 10 bis 12, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 18 bis 20, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 25 bis 28, Feldsalat, Vto 8 bis 10, Tomaten, % kg 40 bis 45, Zwiebeln 9 bis 10, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kartoffeln- % kg 5 Pf., 5 kg 45 Pf., 50 kg 3,25 bis 3,75 Mark, Aepfel, % kg 10 bis 25 Pf., Dirnen 20 bis 25, Hähne 1,15 bis 1,20 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1 Mark, Tauben, bas Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl 50 bis 60, Salat 20 bis 30, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 35, Rettich 5 bis 10 Pf. * Neuer Ober-Spielleiter der Operette am Stadttheater. Für die Spielzeit 1938/39 wurde Gert Buchheim von der Landesbühne München als Oberspielleiter der Operette und Spielleiter der Oper an das Gießener Stadttheater verpflichtet. ** Der Abbruch am Kirchenplatz. Nach- dem man zwecks Lagerung von Abbruchmaterial zuerst die Hintergebäude beseitigt hat, ist man jetzt dabei, die Häuser Kirchenplatz 9 und 10 abzubrechen. Man stellte hier fest, daß beide Häuser als Doppelhäuser gebaut waren. Wenn das Arbeitstempo nicht unterbrochen wird, dürfte bis Ende nächster Woche von den Häusern am Kirchenplatz nicht mehr viel zu sehen fein. ♦* ** Brennholzverkäufe b er Stabt Gießen finben am Mittwoch unb Freitag nächster Woche in verschiedenen Abteilungen des' Stabt- waldes statt. ** Arbeitsvergebung. Das Hoch- und Tiefbauamt schreibt heute die Vergebung von Bau- arbeiten für die Errichtung eines Sechs-Familien- Wohnhauses des Elektrizitätswerkes aus. ** Schweine.Zwischenzählung am 3 März. Der Oberbürgermeister hat heute in einer Bekanntmachung auf die am 3. März statt- findende Schweine-Zwischenzählung aufmerksam und betont dabei, daß die Schweinebesitzer den Zählern die notwendigen Angaben über ihre Schweinebestände zu erteilen haben. Unrichtiae Angaben oder die Verweigerung der Auskunft ist mit erheblichen Strafen bedroht. Die Zählung dient statistischen und volkswirtschafllichen Zwecken. Der -euische Osten Vortrag im Nationalsozialistischen Der NS.-Rechtswahrerbund vereinigte am gestrigen Freitagabend im „Hotel Hindenburg" zahlreiche Mitglieder zur Monatsoersammlung. Oberstaatsanwalt K n a u ß hieß die Kameraden herzlich willkommen. Im Mittelpunkt des Abends stand ein Vorttag des Sauhauptstellenleiters Dr. Kraus von der Gaufchulungsburg in Kronberg, der über das Thema „Der deutsche Osten in seiner Bedeutung für das nationalsozialiftische Reich" sprach. Der Redner ging in einigen grundsätzlichen Erwägungen davon aus, wie unser ganzes Handeln von Volksgesamtheiten, als den treibenden Kräften, beftimmt werde. Dann ging er auf die jahrhundertealte Auseinandersetzung zwischen Ost unb West ein und legte bar, wie durch eineinhalb Jahrtausende hindurch immer wieder das slawische Element gegen den Westen anstürmte unb in vielen Schlachten zurückgeworfen werden mußte. Don den Hunnenzügen bis zur Schlacht von Tannenberg sei bas Erscheinungsbild das gleiche. Die Bemühungen der Völker des Ostens seien dabei nicht so sehr darauf gerichtet gewesen, nur eben Land zu gewinnen, sondern kultiviertes Land zu gewinnen, weil es nun einmal leichter sei, kultiviertes Land aus- zubeuten, als Land erst urbar zu machen. An Hand eines umfangreichen Zahlenmaterials, von aufschlußreichen Geburtenziffern in der Gegenüberstellung der slawischen Völker zu den germanischen und romanischen Völkern, wies der Redner nach, wie sich das Verhältnis einseitig zugunsten der slawischen Völker verschoben hat. Er wies ferner darauf hin, wie dieser Ansturm der Völker des Ostens immer nach den Punkten des geringsten Widerstandes gerichtet gewesen sei, und umriß hier besonders die Lage Deutschlands, wie sie sich aus der unmittelbaren Angrenzung an die Völker in Osteuropa ergab. Während manches Land in Europa überhaupt nur mittelbar bedroht sei ober durch natürliche Grenzen (Gebirge, Meere usw.) wertvollen Schutz genieße, sei Deutschland immer Bechtswahrerbund. wieder vor die Notwendigkeit gestellt gewesen, sich mit allen Kräften des slawischen Völkerdruckes zu erwehren. In weiteren Darlegungen sprach der Redner von der gegenwärtigen Lage im deutschen Osten, insbesondere von Ostpreußen, und von der Gefahr, die für Ostdeutschland, wie für Deutschland überhaupt, aus der in den letzten Jahrzehnten anhaltenden Landflucht entstanden ist. Er ging den Ursachen dieser Landflucht nach und stellte dabei heraus, daß die Vorherrschaft des Großgrundbesitzes einem mittleren oder Kleinbauerntum keine Entwicklung ermöglichte. Andererseits habe sich die Abwanderung in die Industrie des Westens so ausgewirkt, daß heute der deutsche industrielle Westen eine Menschenüberhäufung aufzuweisen habe, während das ostdeutsche Land zum Teil ein Raum ohne Volk sei. Die Erfahrungen der Geschichte lehrten aber eindeutig, daß leere Räume zwischen Völkern nicht möglich seien. Immer stelle sich das zahlenmäßig stärkere Volk aus Lebensnotwendigkeit in den leeren Raum. Für das Dritte Reich gelte es, aus den gegenwärtigen Verhältnissen im deutschen Osten Folgerungen zu ziehen, denn im Osten entscheide sich deutsches Schicksal. Es gelte eine zielbewußte Boden- und Siedlungsvolitik zu betreiben, einen lebendigen Menschenwall aufzurichten, dem ostdeutschen Lande allen Schutz und allen Ausbau zu vermitteln und damit das deutsche Anrecht, wie es sich aus der Geschichte ergibt, zu sichern. In feinen abschließen- den Darlegungen beschäftigte sich der Redner noch mit den Verhältnissen von Volkstum und Staat in Polen und in der Tschechoslowakei und gab hier wertvolle Aufschlüsse. Der Vorttag wurde mit ungeteilter Aufmerksamkeit verfolgt. Nachdem Oberstaatsanwalt K n a u ß dem Redner den Dank der Versammlung zum Ausdruck gebracht und ferner einige geschäftliche Mitteilungen gemacht hatte, zeigte Rechtsanwalt Spohr eine stattliche Reihe von Bildern, in denen er die Schönheiten des ostdeutschen Landes vor Augen führte. Ehrung für Kreiskolonnenführer Kräh. Kameradschastsabend der Ganitcitskolonne Gießen. Anläßlich der 30jährigen Zugehörigkeit des Kreiskolonnenführers Louis Kratz in Gießen zur hiesigen Sanitätskolonne des Deutschen Roten Kreuzes versammelten sich die Angehörigen der Kolonne am Donnerstag im Saale des „Burghof" zu einem in allen Teilen wohlgelungenen Kameradschaftsabend, den die Kreisstelle (früherer Kreismänneroerein) des Deutschen Roten Kreuzes angeregt hatte. Kolonnenführer Luch konnte in feiner Begrüßungsansprache u. a. auch den seitherigen Prooin- zial-Kolonnenführer Prof. Dr. Eger begrüßen. Dann überbrachte er dem Jubilar Louis Kratz die Glückwünsche der Sanitätskolonne Gießen, wobei er in längeren Ausführungen schilderte, unter welch' großen Schwierigkeiten Kamerad Kratz nach dem Kriege die Sanitätskolonne wieder auf- gebaut hat. Nur feiner großen Mühe und unermüdlichen Arbeit und den von ihm gebrachten Opfern verdanke es die Kolonne Gießen, daß sie heute auf beachtlicher Höhe stehe. Der kommissarische Kreisführer des Deutschen Roten Kreuzes, Kreisdirektor Dr. Lotz, würdigte gleichfalls die außerordentlich großen Verdienste des Kameraden Kratz um die Sanitätskolonne Gießen. Mit Freude überreichte er dem Jubilar, der jetzt das Amt des Kreiskolonnenführers bekleidet, ein Aner- kennungs- und Glückwunschschreiben des Landesführers des Deutfrfien Roten Kreuzes, ^-Brigadeführer Staatssekretär O r t l e p p (Weimar), der darin dem Jubilar für die langjährigen treuen Dienste herzlichen Dank und besondere Anerkennung ausspricht, und es zugleich dankbar begrüßt, daß Kamerad Kratz sich auch weiterhin nach der Neuordnung in den Dienst des RotenKreuzes stellt. Kreisdirektor Dr. Lotz wünschte dem Jubilar noch ein langes und segensreiches Wirken im Dienste des Roten Kreuzes, und er überreichte ihm als äußeres Zeichen der Anerkennung namens der Kreisstelle des Roten Kreuzes eine wertvolle Führer-Plakette, um dadurch die von Kamerad Kratz in uneigennütziger Weise geleistete wertvolle und erfolgreiche Arbeit zu ehren. Mit dem Appell an alle Kameraden und Kameradinnen zur weiteren treuen Mitarbeit für das Rote Kreuz und mit dem „Sieg-Heil!" auf Führer, Vaterland und Rotes Kreuz schloß der Redner seine Ansprache. Namens der Sanitätskolonne Gießen überreichte Kolonnenführer Luch mit herzlichen Dank- und Glückwunschworten dem Jubilar ein in künstlerischer Form gefertigtes Schreiben, in dem Dankbarkeit, Treue und' Verehrung der Sanitätskolonne zum Ausdruck gebracht werden, während der Kolonnengeschäftsführer Pfeiffer dem Jubilar mit herzlichen Worten eine Statuette überreichte. Abteilungsführer Ley überbrachte namens der Sani- täts-Werkgruppe der Firma Poppe dem Jubilar ein Dank- und Anerkennungsschreiben mit einem Blumengruß, wobei er die gute Zusammenarbeit rühmte. Die Vorsitzende des Alice-Frouenoereins, Frau Giese, beglückwünschte Herrn Kratz namens der Gießener Rot-Kreuz-Frauen mit herzlichen Worten. Die Sanitätskolonne Worms ließ gleichfalls herzliche Glückwünsche übermitteln. Kreiskolonnenführer Kratz dankte herzlich für die ihm in so reichem Maße dargebrachten Glückwünsche und Anerkennungen, weiterhin für die bisherige gute und treue Mitarbeit aller Kameraden unb Kameradinnen. Ferner versicherte er, daß er feine Kräfte stets gerne in den Dienst des Roten Kreuzes stelle. Mit einem kurzen Rückblick auf die Entwicklung der Kolonne und mit herzlichem Dank an die Stadtverwaltung für ihr jederzeit der Kolonne bewiesenes verständnisvolles Entgegenkommen schloß er seine mit lebhaftem Beifall aufgenommene Ansprache. Die weiteren Stunden des Beisammenseins waren der frohen Geselligkeit gewidmet. Schwurgericht in Gießen. Am geftrigen letzten Tage der lausenden Schwurgerichtsperiode hatte sich die A. F. aus Helsa unter der Anklage der Kindestötung zu verantworten. Die Angeklagte hatte eine sehr traurige Jugend hinter sich. Die Mutter starb ziemlich früh, während der Vater wegen einer an der Angeklagten begangenen strafbaren Handlung zu einer längeren Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Die ging daher schon frühzeitig von Hause weg und brach auch die Verbindung zum Elternhaus ab. Im Herbst vorigen Jahres lernte sie in Gießen einen jungen Mann kennen, mit dem sie in nähere Beziehungen trat, die nicht ohne Folgen blieben. In der Nacht zum 11. November 1937 brachte sie in ihrem Zimmer ein Kind zur Welt. In ihrer Verzweiflung darüber, daß sich ihr Freund von ihr zurückgezogen hatte, unb da sie für ihre Stellung fürchtete, faßte sie den Entschluß, bas Kind zu beseitigen, und sie führte diesen Entschluß aus der Stelle aus. Die Tat wurde jedoch entdeckt. Das Mädchen war nach feiner Verhaftung in vollem Umfange geständig. Dieses Geständnis hielt sie auch in der gestrigen Hauptverhandlung in vollem Umfange aufrecht. Sie führte zu ihrer Entschuldigung an, sie habe Muttergefühle für ihr Kind gehegt, nur in ihrer Ratlosigkeit und Verzweiflung über ihre hoffnungslose Lage habe sie sich zu der Tat hinreißen lassen, besonders des- halb, weil ihr Freund sich von ihr inzwischen losgesagt hatte und sie nicht mehr ein und aus gewußt habe, sei sie zu dem verwerflichen Verbrechen geschritten. Der Vertreter der Anklagebehörde würdigte in vollem Umfange die verzweifelte Lage der Ange- klagten und beantragte eine Gefängnisstrafe von 2V$ Jahren. Der Verteidiger wies nochmals auf die Notlage ber Angeklagten hin und bat, auf die gesetzliche Mindeststrafe von zwei Jahren Gefängnis zu erkennen. Das Gericht schloß sich im wesentlichen den von der Verteidigung vorgebrachten Gründen an und verurteilte die Angeklagte zu der M i n d e st st r a f e von zwei Jahren Gefängnis. Drei Mo- nate her Untersuchungshaft gelten als verbüßt. Die Angeklagte erkannte das Urteil sofort an. Da auch von der Staatsanwaltschaft auf Rechtsmittel Der- Achtet wurde, wurde es sofort rechtskräftig. Am Nachmittag wurde der Prozeß gegen den Karl W i ck aus Köppern und den Hermann Preis aus Rodheim v. d. Höhe wegen Meineides zu Ende geführt. Den Angeklagten wurde bekanntlich zur Last gelegt, in einem Prozeß, der zwischen zwei in Streit geratenen Brüdern aus Rodheim vor dem Amtsgericht Friedberg und sodann vor dem Landgericht Gießen schwebte, eine in mehreren Punkten unwahre Aussage beschworen zu haben. Die gestern neu geladenen Zeugen bekundeten in einigen Punkten das Gegenteil von dem, was der Zugezogene Bruder als Hauptbelastungszeuge unter Eid ausgesagt hatte. Sie wurden auch auf ihre Aussagen hin vereidigt. Die Anklage, die sich ursprünglich nur auf die zwei letzten Punkte be- schränkte, wurde in der gestrigen Hauptverhandlung von dem Staatsanwalt auch auf den ersten Punkt ausgedehnt, der in dem damaligen Zivilprozeß der Hauptstroitgegenstand war. Der Vertreter der Anklagebehörde «führte aus, baß der Bruder aus Westfalen nur deshalb nach Rodheim gekommen sei, um in der stark herunter- gekommenen Wirtschaft seines Bruders nach dem Rechten zu sehen. Dies habe dem Angeklagten Wick, der bis zu dieser Zeit dort das Kommando geführt habe, nicht gepaßt. Er habe daraufhin versucht, die beiden Brüder auseinander zu bringen, um dann aus diesen Streitigkeiten für sich im Trüben zu fischen, was ihm schließlich auch gelungen sei. Er bezeichnete den Angeklagten als einen ganz gefährlichen Verbrecher, der es in jeglicher Hinsicht an der nötigen Achtung vor der Rechtspflege fehlen lasse. Dabei bezog er sich insbesondere auf das nicht lange zurückliegende Verfahren gegen Wick, in dem dieser wegen Verleitung zum Meineid zu 2 Jahren und 10 Monaten Zuchthaus verurteilt worden war. Er beantragte gegen Wick eine Einsatzstrafe von drei Jahren Zuchthaus, aus der mit der in dem Dorprozeß erkannten Strafe eine Gesamtzuchthaus st r a f e von viereinhalb Jahren zu bilden sei. Gegen den Angeklagten Preis beantragte er die Mindeststrafe von einem Jahr Zuchthaus, da dieser an sich nicht als Verbrecher anzusprechen, sondern nur durch den verderblichen Einfluß des Wick in die Angelegenheit hineingezogen worden fei. Der Verteidiger befaßt« sich tn längeren Ausführungen mit dem Hauptbelastungszeugen. Er vertrat die Auffassung, daß die Hauptverhandlung zum mindesten nicht bewiesen habe, daß die von den Angeklagten angegebene Reihenfolge sowie ihre weitere Behauptung, das Vieh sei geschenkt worden, sachlich nicht den Tatsachen entspreche. Jedoch selbst unter der Voraussetzung, daß die Aussagen objektiv unrichtig seien, könnte erst recht von einer wissend lich falschen Aussage der beiden Angeklagten nicht die Rede jein, so daß eine Bestrafung zumindest aus subjektiven Gründen entfallen müsse. Lediglich in dem Punkte, wonach die Aeußerung des „Schädeleinschlagens" gefallen sei, stellte er die Frage in das Ermessen des Gerichtes; er gab jedoch habet zu bedenken, daß der Angeklagte Wick in der damaligen Vernehmung durchaus zugegeben habe, sich in scharfen Worten gegen den einen Bruder gewandt zu haben, und nur diese eine Redewendung in Abrede gestellt habe. Es bestehe daher die Möglichkeit, daß der Angeklagte diese Aeußerung nicht mehr gewußt habe. Nach mehr als zweistündiger Beratung verkündete das Gericht folgendes Urteil: Der Angeklagte W i ck wird wegen Meineides unter Zusammenziehung mit der bereits erkannten Zuchthausstrafe von zwei Jahren zehn Monaten zu insgesamt drei Jahren und sechs Monaten Zuchthaus verurteilt. Dem Auge das Beste! Lassen Sie sich beraten von | / Optiker Magnus dem Optiker Ihres Vertrauens / Seltersweg 33 / Kassenlieferant Die bürgerlichen Ehrenrechte wurden ihm auf die Dauer von zehn Jahren und die Eidesfähigkeit auf Lebenszeit aberkannt. Der Angeklagte Preis wird freiges? rocken. Das Gericht folgte bei dem Urteil trotz gewisser Bedenken im wesentlichen der Darstellung des Hauptbelastungszeugen. Es ging also davon aus, daß die Aussagen der Angeklagten mit Ausnahme ihrer Angabe über die Reihenfolge der Anschaffungen sachlich unrichtig und daß auch der fragliche Ausdruck von dem Angeklagten Wick gebraucht worden fei. Bei dem Angeklagten Wick verttat es die Ueberzeugung, daß dieser gerade mit Rücksicht auf seine besondere Kenntnis in Rechtsangelegenheiten auch mit vollstem Bewußtsein und in genauer Kenntnis ihrer Unrichtigkeit seine Aussagen beschworen habe. Umgekehrt bestand nach Ansicht des Gerichtes bei dem Angeklagten Preis, der dem Angeklagten Wick in allen Belangen geistig unterlegen sei, die Wahrscheinlichkeit, daß er diese immerhin recht komplizierten Vorgänge durcheinandergeworfen und daher auch seine Aussage im guten Glauben an ihre Richtigkeit beschworen habe. Sodann schloß der Vorsitzende, Landgerichtsdirektor Dr. Speckhardt, mit Worten des Dankes an die Geschworenen die erste diesjährige Schwurgerichtsperiode. Faschingsfeiern in den Nachbarstädten. Am heuttgen Samstagabend findet im Kurhaus zu Bad-Nauheim der seit Jahren traditionelle Kurhausmaskenball statt, der sicherlich seine Anziehungskraft auch diesmal nicht verfehlen wird. Selbstverständlich wurde wieder alles getan, um der Veranstaltung den richtigen Rahmen zu geben. Unter das Wort „Alles für's Herz" hat die Stadt Marburg die Faschingsveranstaltungen gestellt. So steigt am heutigen Samstagabend ein Büttenabend mit dem Einzug des Elferrates und der Prinzengarde. Der Rosenmontag bringt nachmittags einen Kinderumzug und abends ein großes Rosenmontagsfest, bei dem die drei schönsten Masken prämiiert werden. Der Fastnachtdienstag wird im Zeichen eines großen Fastnachtsumzuges stehen, an dem sich über 40 Gruppen beteiligen. Kirche und Schule. Oorfkirchentagung in N'dda. X Nidda, 25. Febr. Nach vierjähriger Pause hatte die Dorfkirchenvereinigung für das südliche Oberhessen wieder zu einer Dorfkirchenvorstehertagung Ungeladen. Sie wurde in unserer Kirche mit einem Gottesdienst eröffnet, in dem Pfarrer Geißler (Stumpertenrod) die Predigt hielt. Die Tagung wurde durch Pfarrer S c r i b a (Nidda), den langjährigen und verdienstvollen Vorsitzenden der Dorfkirchenvereinigung für das südliche Oberhessen, geleitet. Er konnte eine stattliche Zahl von Kirchenvorstehern begrüßen. Den Hauptvortrag hielt der in der Dorfkirchenbewegung Deutschlands bekannte Pfarrer Henneberger (Braunschweig) über das Thema „Das deutsche Dorf und die evangelische Kirche". Mit Lied, Gebet und Segen wurde die Tagung geschlossen. Rundfunkprogramm Sonntag. 27. Februar. 6 Uhr: Hafenkonzert. 8.15: Gymnastik. 8.30: Christliche Morgenfeier. 9.10: Dichter im Dritten Reich. Werner Deubel: „Das Mädchen vom Berge". 9.30: Chorgesang. 10: Versuche, deine Pflicht zu tun — und du weißt gleich, was an dir ist. 10.30: Ewiges Deutschland. 11.15: Wir fanden einen Pfad. Eine Hörfolge um den Dichter Christian Morgenstern. 12: Musik am Mittag. 14: Für unsere Kinder: Unsere große Kinderkappensitzung. 14.30: Uns gehört der Sonntag! Ein Reigen sorgloser Melodien. (Schallplatten.) 15.15: Alle Gassen sind voll Jubel. Ein bunter Zug durch kurhessische Heimatfeste. 16; Sonntagnachmittag aus Saarbrücken. Musik zur Unterhaltung. Als Einlage: 17 bis 17.15: Sportereignisse des Sonntags. 18: ,^Ich nuschle nicht", — sagt Hans Moser! (Schallplatten.) 18.30: Karneval. Von Robert Schumann. 19: Nachrichten. 19.10: Heimat und Volkstum. Sonderlinge in der Jnsttumentenfamilie. 19.40: Sportspiegel des Sonntags. 20 aus Mainz: Fremdensitzung des MCV. 22: Nachrichten. IHonfag. 28. Februar. 6 Uhr: Morgenlied. Morgenspruch. Gymnasttk. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.40: Kleine Rat- schlüge für Küche und Haus. 10: Schulfunk: Feuer! Feuer! Kinderspiel für den Rundfunk. 11.40: Volk und Wirtschaft: Freizeit zur Stellungssuche. 12: Schloßkonzert aus Hannover. 13: Nachrichten. 13.15: 100 Jahre Mainzer Karneval. Ausschnitte aus dem Rosenmontagszug. 15: Nachrichten. 15.05: Musik auf Zwei Klavieren. 15.35: Für unsere Kinder: Jetzt basteln wir ... 16: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. (Schall- platten.) 19: Nachrichten. 19.10: Unterhaltungskonzert Zum Rosenmontag. 21: Simmelsammelsurium. Eine lustige Kurzweilstunde. 22: Nachrichten. 22.30: Denn einmal nur im Jahr ist Karneval! Großer Rosenmontagsball. Uebertragung aus dem Rheinhotel Dreesen in Bad-Godesberg. 24 bis 2; Nachtmusik. Hofkonzert bei Prinz Karneval. Kirchliche Nachrichten. nähme ist. / Radfahrer von der Straßenbahn überfahren. Voller Erfolg im SKaufenflerwettbewerb 2 weit gronern loeqiuiium» r»« Städte und Orte an die Sache herangegangen, um I o n d e s bevaulin sg ---—iJTlK r e t 'S ie n Endete le.Hick ^'ehuna Qf)ren Erteilt. Frankfurt a. M., 25. Februar. (Lpd.) Der Schaufensterwettbewerb im Berufswettkampf aller Schaffenden 1938 hat im Gau Hessen-Nassau, wie uns der Leiter des Schaufensterwettbewerbs für den Gau Hessen-Nassau mit- teilt, ein befriedigendes Ergebnis gezeitigt. In Frankfurt, wo der Wettkampfgruppe 17 .Deutscher Handel" die größte Bedeutung zukommt, haben besonders die Gruppen Textilbranche und Nahrungs- und Genußmittel gut.abgeschnitten: in einer ganzen Reihe von Läden trat eine ideenreiche technisch-dekorative Ausführung werbewirkend m Erscheinung, wobei zum Teil sehr sinnvoll der Blick auf die Verwendung unserer heimischen Rohstoffe gelenkt wurde. Auch in den Gruppen Papier- und Schreibwaren, Drogerien, Gesundheit und Körperpflege, sowie Eisen- und Metallwaren wurden gute Leistungen in der wirkungsvollen Gestaltung der Schaufenster festgestellt. Ebenso haben sich in allen anderen Kreisen die Leistungen beträchtlich erhöht, wobei Mainz, Wiesbaden, Darmstadt, Worms, Gießen u. a. besonders hervortraten. Mit großem Verständnis sind auch die kleineren _ TT. v u hömtinonnnnpn nm Lpd. Frankfurt a. M., 25. Febr. Der 44jäh- rige Schulhausverwalter K n ö l l rourfoe am Frei- tagmittag, als er mit seinem Rad die Eschercheimer Landstraße überqueren wollte, unweit der Holzhausenstraße von einem Straßenbahnwagen in der n hab« Glider Munt» ailoq. mit einer guten Idee und richtiger Anwendung von Dekorationsmitteln eine vorzügliche Werbewirkung zu erzielen, wie dies schon jetzt von mehreren örtlichen Wettkampfleitern, so u. a. aus Butzbach und G r ü n b e r g gemeldet wird. Im allgemeinen zeigt sich überall das Bestreben, einen günstigen Gesamteindruck zu erzielen. Die Parole „Wir 'künden deutsche Leistung" hat sich zu einem vollen Erfolg ausgewirkt. Wie schon in früheren Jahren, traten auch dies- nwl gerade die jüngeren und jüngsten Bewerber vielfach mit hervorragenden Leistungen hervor. 150 Prüfungsausschüsse waren im Gau Hessen- Nassau bei der Arbeit, also 450 erste Fachkräfte aus dem Einzelhandel (Betriebsführer, Angestellte und Gebrauchswerber), um unter den rund 2700 Be- roeibern und Bewerberinnen die 10 Prozent Leistungsbesten, d. h. die Sieger festzustellen, die eine'Ehrenurkunde mit den Unterschriften des Lei- ters des „Deutschen Handels" F e i t und des Ober- gebietsführers A x m a n n erhalten. Auch alle übrigen Teilnehmer erhalten ein Bescheinigungsschreiben mit Bewertung ihrer Arbeit. iger Pause ung sür r zu einer Sie wurde ist eröffnet, tenrod) die -ch Pfarrer b verdienst- inigung für konnte eine chißen. Dkn -nbewegung leberger as deutsche Lied, Gebet fen. m große Verdienste erworben, auch im Dienst des Reichsluftschutzbundes ist er unermüdlich tätig. <> Allendorf (Lah n), 23. Febr. Der Männergesangverein „Einheit" hielt bei Mitglied Henkelmann sein Winteroergnügen ab. Vereins^ührer L u h hieß die Teilnehmer, insbesondere die auswärtigen Gäste, willkommen. Der Chor des Vereins brachte dann unter Leitung von Dirigent Häuser mehrere Chöre und Volkslieder zu Gehör, die mit großem Beifall ausgenommen wurden. Kamerad Kersting trug durch einen Solovortrag zur Verschönerung des Abends bei. Im weiteren Verlauf des Abends wurden die Mitglieder Ludwig K r e u t e r, Ludwig Weiß V., Ludwig Ulm und Karl Luh zu Ehrenmitgliedern ernannt. Den musikalischen Teil des Abends bestritt die Kapelle Schleuse. Kreis Bübingen. # Nidda, 25. Febr. Der B ezirksverein Nidda des NSLB. hatte seine Mitglieder zn einer Versammlung einberufen, in welcher Obstbauinspektor Metternich (Büdingen) über Obstbau und Schädlingsbekämpfung im Rahmen des Dier- jahresplans sprach. Mit gespannter Aufmerksamkeit folgte man dem Redner, dem reicher Beifall gezollt wurde. — Der Eilenbahnverein Nidda hielt im Gasthaus „Zur Krone" seine Hauptversammlung ab. Mit einem Rückblick auf die Vereinstätigkeit im abgelaufenen Jahre wurde die Versammlung eingeleitet. Nach dem Eintritt von 37 neuen Mitgliedern im Jahre 1937 hat der Verein nun einen Mitgliederbestand von 354. Nach dem Bericht über die Jahresrechnung konnte dem Vereinsleiter Entlastung erteilt werden. Im Jahre 1937 konnten 9 Jubilars auf eine Dienstzeit von 40 Jahren und 14 Jubilars auf eine solche von 25 Jahren zurückblicken. Den Iubilaren wurden schmuckooll eingerahmte Ehrenurkunden überreicht. Kreis Alsfeld. Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 27. Februar. Gießen. Stadtkirche. 9.30 Uhr: Pfr. Schmidt: 11: Kindergottesdienst der Matthäusgemeinde; 18: Pfr. Becker. — )ohannesklrche. 9.30: Pfr. Ausfeld: 11: Militgraottesbienft; Pfr. Ausfeld: 14: Kindergottesdienst für die Johannes- und Militärgemeinde: Pfr. Ausfeld: 18: Pfr. Bechtolsheimer: 20: Bibelbesprech- stunde im Johannessaal-, Pfr. Bechtolsheimer. — Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30: Gottesdienst: 11: Kindergottesdienst. — Petruskapelle, Gemeindehaus, Wetzlarer Weg 59. 9.30: Pfr. Trapp: 11: Kindergot- tesdienst für die Petrusgemeinde. — Wieseck. 10: Pfarrass. Paetow: 15: Bibelstunde. — Kirchberg. 10: Gottesdienst: 13.30: Kindergottesdienst. — Lollar. 13: Kindergottesdienst: 14: Gottesdienst. — Mainzlar. 10: Gottesdienst: 11: Kindergottesdienst. — Klein- Linden. 9.30: Gottesdienst: hl. Abendmahl für Jung- verheiratete: 11.15: Kindergottesdienst. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst: Kollekte. — Watzenborn-Steinberg. 13: Gottesdienst. — Garbenleich. 10: Gottesdienst. — Hausen. 13: Gottesdienst. — Albach. 12.30: Gottesdienst: Christenlehre. — Steinbach. 10: Gottesdienst. — Lich. 10: Stiftsdechant Kahn; 12.45: Kindergottesdienst: 14: Stiftspfarrer Naumann. — Nieder-Aessingen. 10: Stiftspfarrer Naumann. — Langsdorf. 10: Kindergottesdienst: 11: Hauptgottes- dien'st. — Bettenhausen. 13.30: Hauptgottesdienst. — Hungen. 10: Gottesdienst: 11: Kindergottesdienst. — Mrberg. 10: Gottesdienst. — Beltershain. 12.30: Gottesdienst. — Harbach. 14: Gottesdienst. — Beits- ÄÄ4 cLfcAAlcAjW1’ KjMJ slädien. i Kurhaus Mionelle seine An- hlen wird, in, um der geben. die Stadt n geteilt i Sütfen> der Prin- chmittags :5 Mw1 i Masken wird im stehen, an 3 Mm n kn _ ihre Men, Hibt Ment. vAt Aauz M in Schädel. gewisser ng des on aus, isnahnre siaKihe gebraucht vertrat es Rücksicht ^gelegen» i genauer agen be« nsicht des • der dem üg unter« se immer« »einander, im guten abe. idgerichts- . rten des ' iesjährige j .30: Christ' lerge • t J# h“, s ,16: Sonn' zur Unt.eI’ »ortereign^ -Ä« S»; ): sjeine R , sl$s ^.-kanzelt i. * 5#** ^Großen.Linden. 24. T°br Der hiesig Sckweineverficherungsverein hrelt im Dern feine diesjährige ®e"er.atohe^.aT«^“c^ ab. Der Vorsitzende Lang «rftattete bericht, aus dem hervorgmg. datz 'M^ rwrfw^n Jahre große Aufwendungen zur bensfäUe erforderlich waren Die Zahl der MH Besitzer, die ®often erfe^t erhalten. Lehrer Rudolf Hild mit seiner Frau ° . « geb. Weinerth, das Fest der S . . sgeruf begehen. Lehrer Hill, hat sich neben \ $cr> als Erzieher seit Jahren 9un|erer Stadt schönerungsverein um die Foroeru^g^^^^^^E H) A tz b a ch , 22. Febr. In der Generalversammlung der Milchabsatzgenossenschaft wurde von dem Rechner Feiling der Geschäftsbericht für 1937 erstattet. Danach wurden im verflossenen Jahre insgesamt 294 273 Liter Milch abgeliefert, der ausgezahlte Durchschnittspreis belief sich auf 14,1 Rpf. je Liter. Die Erzeugung ist mittlerweile weiter gesteigert worden, so daß letzt täglich rund 1000 Liter Milch anfallen. Die stetige Aufwärtsentwicklung der Milcherzeugung und der Milchabgabe in unserem Orte beweisen, daß die Erfassung der Milch durch die Molkerei die richtige Maß- NSG. Der Gau Hessen-Nasiau wird von einer ganzen Anzahl Strecken der Reichsautobahn durchzogen. Es sind die Strecken: Frankfurt a. M.— Mannheim Heidelberg mit Fortsetzung nach Baden-Baden über Karlsruhe und Stuttgart über Karlsruhe; Frankfurt a. M. — Gießen — Alsfeld — Kassel; Frankfurt a. M —Aschaffenburg—Würzburg; Gießen — Dillenburg — Siegen und Gießen — Montabaur —Ko- bl e n z mit Fortsetzung nach Trier. Auf der Strecke Frankfurt a. M. — Mannheim — Heidelberg, die schon seit Oktober 1936 in Betrieb ist, werden im Laufe des Jahres 1938 noch eine größere Anzahl Rast- und Parkplätze angelegt wer» den. Bei der Strecke Frankfurt a. M.—Alsfeld—Kasel wird die Anlage einer weiteren Anschluß- teile für Friedberg geprüft und unter Umständen noch im Jahre 1938 ausgeführt. Die Bauarbeiten bis zur OBK.-Grenze, die gleichzeitig die Grenze zwischen dem Land Hessen und dem Regierungsbezirk Kassel darstellt, werden im Jahre 1938 restlos durchaeführt werden. Die Betriebsfreigabe wird gleichfalls noch gegen Ende des Jahres 19 3 8 bis nach Alsfeld erfolgen und sich unter Umständen in den Betriebsbereich der OBK.-Kassel erstrecken können. Die Bauleistungen für das Jahr 1938 werden auf dieser Strecke Erdarbeiten von rund 2 000 000 Kubikmeter umfassen. Rund 500 000 Quadratmeter Fahrbahndecke werden im Laufe dieses Jahres ausgeführt werden. Zur Bewältigung dieser Arbeiten ist der Einsatz von 4500 Arbeitern erforderlich. Die Strecke Frankfurt a. M. — Köln wird mit äußerster Beschleunigung vorgetrieben werden, um das Ziel — die Schaffung des sogenannten inneren Reichsautobahnringes: Berlin — Hannover — Köln hielt ihren Pflichtabend im Saale von Sornrnerlad । ab. Die Frouenschaftsleiterin, Frau Sommer- i lad, gab zunächst einige Rundschreiben bekannt und sprach anschließend über die Herstellung zeit- \ gemäßer Gerichte. Die Rednerin des Abends, Frau | Pofern, hatte einige schmackhafte Gerichte be- : reitet und gab dabei gleichzeitig eine Reihe von 1 Rezepten bekannt. Die ausgegebenen Kostproben i fanden allgemeine Anerkennung. Die Teilnehme- : rinnen des Abends erhielten reiche Anregungen. , EU Ettingshausen, 24. Febr. Unter Leitung des Ortsbauernführers Wilhelm Jox besichtigte eine Kommission die hiesigen Obstbaumbe- st ä n d e und stellte abgängige Bäume fest, deren Beseitigung in diesen Tagen geschehen muß. Die Obstbaumbesitzer hielten dieser Tage eine Versammlung ab, um sich mit Fragen der Baumpflege zu beschäftigen. Es wurde angeregt, die Bäume gründlich zu reinigen, die Stämme zu kratzen, dürre Aeste auszuschneiden, so daß mit dem Spritzen begonnen werden kann. Der Obstbauverein beschäftigte sich ebenfalls in einer Versammlung eingehend mit Fragen der Schädlingsbekämpfung und der Obstbaumpflege. — Die Holzhauerarbeiten in unserer Gemeinde sind beendet. 27 Mann, meist kleine Landwirte, wurden dabei beschäftigt. „ <£ Weickartshain, 25. Febr. Die hiesige Kriegerkameradschaft hielt im Vereinslokal ihren Generalappell ab. Kameradschaftsführer W. Trüller eröffnete die Versammlung und ge- dachte zunächst des verstorbenen Feldherrn Ludendorff. Kamerad K n ö ß erstattete den Kassenbericht, der einen Ueberschuß auswies. Im Unterhaltungsteil des Abends warteten einige Kameraden mit mancherlei Vorträgen auf. — Da unser Fried- h o f einer Vergrößerung bedarf, ist man gegenwärtig damit beschäftigt, die etwa 100 Jahre alten Fichten, die bisher der Umgrenzung des Friedhofes dienten, zu fällen. Der Friedhof wird zu einer rechteckigen Form erweitert. * Garbenteich, 25. Febr. Die Krieger- kameradschaft Garbenteich veranstaltete im „Weißen Roß" einen sehr gut besuchten Vortragsabend, in dessen Mittelpunkt die Ausfuhrun- gen von Prof. Dr. Hummel, Gießen, über unsere früheren Kolonien in Aftika standen. Karne- ^radschaftsführer Weigel begrüßte dabei auch den Kreisverbandsführer Dr. Monnard und dessen Adjutanten, Kamerad Weber, sowie die Kameraden aus Hausen und aus Steinbach Prof. H u m- mel gab dann einen umfaßenden Uederblick über un eren früheren Kolonialbesitz in Aftika Eine Reihe von Lichtbildern bereicherten, den.Dorttag in auffchtu&reidier Weise. Kreisverbandsfuhrer Dr. Monnard knüpfte an die große R^e des Füh' rers an, betonte die Wichtigkeit d" Kolonialfrage und wies auf die treue Gefolgschaft der al n Soldaten im Dienste unseres Führers hm. Bei froher Unterhaltung und Tanz blieb man noch lange bei- — Frankfurt a. M. — Karlsruhe — Stuttgart — München»— Nürnberg — Dresden — Berlin — in kürzester Zeit zu erreichen. Einen Teil dieses Ringes stellt die Strecke Frankfurt a. M. — Limburg — Montabaur — Dierdors dar. Die Erdarbeiten werden auf dieser 100 Kilometer langen Strecke vollkommen eingeleitet werden. Für die Strecke vom Wandersmann (Umgehungsstraße Frankfurt a.M — Wiesbaden) bis zur Anschlußstelle Idstein wird mit der Inbetriebnahme gerechnet werden können. Diese Strecke wird an der Wiesbadener Straße durch eine großzügige Kleeblatt-Lösung vollkommen kreuzungs- frei angeschlossen. Das in dieser Strecke zu errichtende Bauwerk bei Königshofen über das Theis- bachtal wird begonnen und bis Ende des Jahres so gefördert werden, daß auf der zur Hälfte fertig- gestellten 500 Meter langen und 40 Meter hohen Brücke auf einer Fahrbahn der Verkehr ausgenommen werden kann. Mit den Arbeiten für die Fahr- bahndecke wird auf der Strecke zwischen dem Wandersmann und der Strecke Wiesbaden—Niedernhausen bereits im Frühjahr begonnen. Von Idstein bis zur Baugrenze der OBK., die sich mit der Grenze der Regierungsbezirke Wiesbaden und Koblenz deckt, werden die Arbeiten fo gefördert, daß im Jahre 1939 der durchgehende Verkehr bis Köln geschaffen ist. Die Brücke bet Limburg, die 500 Meier lang und 60 Meier hoch ist, wird bis Ende 1938 zur Hälfte fertiggeftelli sein. Die Arbeiten zwischen der Wiesbadener Straße und der Kreuzung der Strecke Frankfurt a. M.—Köln mit der Strecke Frankfurt a. M.—Heidelberg und ihre Fortsetzung in Richtung Aschaffenburg bis zur Mör- ftlder Landstraße werden ebenfalls ausgenommen werden. Der Bau der bei Kelsterbach notwendigen Main- Sechs Aulobchnstrecken im Sau Hessen-Aassau vorangemeven Anschlußstelle für Hriedderg? — Beiriebsfreigabe bis Alsfeld gegen Ende 1938. Aus der engeren Heimat. Landkreis Gießen £ Wieseck, 26. Febr. Arn 1. März sind es 4 0 Jahre, daß Bäckermeister Karl Post von seinem Vorgänger August Deibel die Bäckerei übernahm. Bäckermeister Karl Post, ein geborener Alsfelder, hat sich in seiner zweiten Heimat großes Ansehen erworben. Er hat es verstanden, in dieser Zeit sein Geschäft auf eine beachtliche Höhe zu bringen und das volle Vertrauen seiner Kun- den zu erwerben. Ferner kann er in Kürze sein 40jähriges Ehejubiläum feiern. Während dieser langen Zeit wird auch der „Gießener Anzeiger" in feinem Hause gelesen. Wir gratulieren herzlich. Großen - Buseck, 24. Febr. Der 24jährige Landwirt Heinrich Seipp von. hier erlitt einen schweren Unfall. Er war auf einem Baumstück seines Vaters damit beschäftigt, von einer Leiter aus Bäume auszulichten. Dabei stürzte der junge Mann fo unglücklich ab, daß er beide Hände brach. Der herbeigerufene Arzt ordnete sofort die Ueberfüh. rung in die Chirurgische Klinik nach Gießen an. — Unsere Einwohnerin Frau Elisadethe Stephan W w e., geb. Arnold, Bismarckstraße, konnte dieser Tage in geistiger und körperlicher Frische ihren 7 1. Geburtstag feiern. # Mainzlar, 23. Febr. Der hiesige Schuh- machermeister Heinrich H o r m a n n VII. kann in diesen Tagen auf eine 50jährige felbftän- bi ge Berufstätigkeit zurückblicken. Fast seit der gleichen Zeit verwaltet er als Wiegemeister die Ge-meindeviehwaage. — Der hiesige Ma nnerge- sangverein veranstaltete im Saale von Dttiller einen Theaterabend. Nach dem deutschen Sänger» grüß eröffnete Vereinsführer Ludwig Fuchs den Abend, in dessen Verlauf gut vorgetragene Chöre, die Aufführung einiger Theaterstücke, Gesangsein- l lagen und humoristische Darbietungen zur Verschönerung beitrugen. Eine Musikkapelle unterhielt außerdem. Die Tombola fand reichen Zuspruch. Bürgermeister Kreiling dankte abschließend allen Mitwirkenden und forderte auf, auch in Zukunft in der Pflege des deutschen Liedes eifrig zu sein. 00 Beuern, 25. Febr. Die Frauenschaft berg. 10: Lesegottesdienst. Evangelische Sladlmission, Löberstraße 14. Sonntag, 27. Februar. 8.30 Uhr: Morgenandacht: 13.30: Sonntagsschule: 16: Jungfrauenstunde: 20.15: Evangelisationsvortrag „Aus Nacht zum Licht". — Dienstag, 1. März. 20.30: Familienabend. — Mittwoch, 2. März. 20.30: Bibelstunde. Christliche Gemeinde, Zu den Mühlen 2. Sonntag, 27. Februar. 9.45 Uhr: Erbauungsstunde: 11: Sonntagsschule: 15 30: Allianz-Versammlung im Großen Steinweg 4; 20.30: Allianz-Versammlung in Zu den Mühlen 2. — Dienstag, 28. Februar. 20.30: Sibel- und Gebetstunde. Build freikirchlicher Christen, Gemeinde Gießen, Großer Steinweg 4. Sonntag. 27. Februar. 11.30: Sonntagsschule: 15.30: Bibelstunde. — Mittwoch, 2. März. 20.15: Bibel- und Gebetstunde. katholische Gemeinden. Samstag, den 26. Februar. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichtgelegenheit. Sonntag, den 27. Februar. Quinquagesima. Gießen. 6.30 Uhr: Beichtgelegenheit: 7: hl. Messe und Kommunion der Frauen; 8: Austeiluna der hl. Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11.15: hl. Messe mit Predigt: 17.30: Andackt. — Echzell. 10.30: Hochamt mit Predigt. — Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. — Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt und Christenlehre. — Laubach. 8.30: hl. Messe mit Predigt. — Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt. — Lollar. 9.30: hl. Messe mit Predigt. — Nidda. 8.15: Hochamt mit Predigt. — Schollen. 10.45: hl. Messe. Montag, den 28. Februar. Laubach. 7.30 Uhr: hl. Messe. veffentlicher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, mir in dringende« Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244'45, Notruf Telefon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. Stadtpostamt: Für Schlietzfachabholer 1 bis 13 Uhr. Sanitätsr olonne : Telefon 2500. Arzt: Dr. Hofmann, Frankfurter Straße 43. Zahnarzt (nur in dringenden Fällen): Dr. Adam, Liebigstraße 17. brücke wird im Frühjahr begonnen. Am Flug- und Luftschiffhafen Rhein-Main werden die beiden sich kreuzenoen Autobahnlinien durch eine großzügige Kleeblattlösung miteinander verbunden. Der Flug- und Luftschiffhafen wird eine Anschlußstelle an der Strecke Frankfurt a. M.—Darmstadt und der Flughafen eine an der Strecke Frankfurt—Köln erholten. Anstelle der derzeitigen Anschlußstelle Frankfurt a. M.-Süd, die in den Bau der großzügigen Kreu- zungsanlage einbezogen werden muß, wird an der Mörfelder Landstraße eine weitere Anschlußstelle für Frankfurt a. M. geschaffen werden. Rund 5 000 000 Kubikmeter Erdmasse, rund 300 000 Kubikmeter Beton, rund 500000 Quadratmeter Fahrbahndecke werden in diesem Johr auf der Kölner Strecke herzustellen sein, um die Fertigstellung des ersten deutschen inneren Autobahnringes im Jahre 1939 zu erreichen. Rund 6000 Arbeiter werden diese Leistung vollbringen müssen. Für die Strecke Frankfurt a. M. — Aschaffenburg werden die baureifen Pläne ausgearbeitet, so daß spätestens im Jahre 1939 mit dem Bau begonnen werden kann. Für die Strecke Gießen — Mon - tabaur —Koblenz, für die der Baubeginn noch nicht fc'lgelegt ist, werden die Pläne bearbeitet. Im Bereich des Gaues werden in den kommenden Monoten 10 000 Arbeiter unmittelbar am Bau der Reichsautobahnen tätig sein. Rechnet man die Ar- beitsfräfte, die in den Betrieben gleichfalls für den Bau der Reichsautobahnen arbeiten, wie z. B. in Steinbrüchen, Kiesgruben, Zement- und Bau- majchinenfabriken usw. mit der gleichen Anzahl hinzu, so läßt sich sagen, daß mit den Familien- angehörigen annähernd 100 000 Menschen ihr tägliches Brot durch den Bau der Re-ichsautodohnen im Gau Hessen-Nassau erhalten. Geiste in die Genesungsstätte für verunglückte Sportler Hohenlycben führten. Der Arbeitsdienst trug durch sportliche Vorführungen unter Leitung von Obertruppführer Dreiling zur Verschönerung des Abends bei. 4# Ober-Ohmen, 23. Febr. Die NSG. „Kraft durch Freude" veranstaltete im Saale von Krebs einen Unterhaltungsabend, der durch eine Kleinkunstbühne bestritten wurde. Der Ansager, ein Instrumental-Humorist und zwei Künstlerinnen (Tanz und Gesang) bereiteten allen Teilnehmern große Freude. — Im Alter von 77 Jahren verschied unser Mitbürger Heinrich Wagner. Sein OfjQ Dein Btltrna jum wstw. sott öcn deutschen Menschen Doch machen! Todestag fiel genau auf feinen Geburts - t a g. Wagner war der letzte Messerschmied unseres Dorfes, das einst im Messerschmiede- Handwerk eine blühende Heimindustrie besaß. Bei der starken Industrialisierung lohnte sich das Gewerbe auf die Dauer nicht mehr. Immerhin sind hier noch in allen Häusern Bestecke aus der Zeit, da das Handwerk in Blüte stand, vorhanden. Kreis Wetzlar. estel ;en von ins Lieferant, ■—■—. auf die M auf i s wird —Homberg, 23. Febr. Der Deutsche Reichsbund für Leibesübungen und die Deutsche Sporthilfe veranstalteten einen Werbeabend, der ein abwechslungsreiches Programm brachte. Bürgermeister S ch w e i ck e r sprach einleitend über die Bedeutung des Sportes für unsere Volksgesundheit. Im Verlaufe des Abends gelangten mehrere Filme zur Aufführung, die die Olym- yauienprage vun einem ‘“ o ' “ " u v » w “ piidien Sviele in Erinnerung brachten, Dorführun- erfaßt und ein Stuck mitgeschleift. Knoll war auf gen im Kunstschwimmen geigten, schließlich auch im > der Stelle t o t. r r d •n r» r fr fachlrutc ‘denn tftUOI HUh Für die wohltuenden Beweise herzlicher Anteil WriHel sagen wir Innigsten Dank. Familie Albert Rinn Heuchelheim, 25. Februar 1938. 230 n 0070 nähme beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Allen (Innen, die iiiin beim I IliiNelielden (innerer lieben ICnt Mrhhifrnm ihre Trllniihine bewiesen, für die vielen Kranz und lllmnennpenden nagen wir allen herzlichen Dank Phil. Stengel Edith Stengel Hans Stengel Maria Well (hollen Linden, 2(1, Februar 1IHIH. Mit ein Der ft'ür|d)iu sAufnahm Es ist etmi einem Äür|d) des Mrlens kommt. Rast Klingel über Pelze und P Glaswänden stimmbarer ü stillt den Ra! Die dunkle! feinen 2lbftuf Braunrot des Erst allmähli Licht m Raun zu erkennen, die Ferne ab, denen jene T aus A 27 ^ortietzun w 's Wvretikrr ««enbünbei , -Sonst — ein. mein. • vlr «°ch Qn die Stell' . Lisbe iniöbe den n Sme erflei ff1*., b'.r y""e d°d9 i>'sn?^nh,ei> lehnte £ nahm e fr««-?' W binebö kett' y al beit, ^n, 6ilbtn Mhl DasALMHatdieWrunsimdeutschenLuflsport NSG. Durch fehlen Erlaß oom 17. April 1937 lallt brr sichrer den Deutschen liuft|pori-'Berbanb mit seinen Lundevgruvven, Drlonruppeii und 6Hlh- punkten auf und ei richtete nn seiner Stelle bqv Na- tumalsozlalistisä-e Flieaerkorvs. Damit wurde dem mdlimalfi)l)l4ill|ll|rhen Deutschland die (£lnl)ello-Dr- fl(iiil|alloii gesihasfen, die nicht mir In der Xlafli* ist, alle iuilspw liicheii W'streb Ulmen durch die Zusam- msnsassung der sllegerischen K röste zu größter Ent» fullmirt aii bringen, sondern uor allem auch als '■Bor rümpfe rin deutscher Viillflellmm einen fle|iinben, tüchtigen Nachwuchs sllr die Lusimasse zu erziehen. Der alle Deutsche 1* n 11 f a I) r t - 21 e r • band (1902 gegründet) umsaßie mich llOjähriaem Bestehen Ünbe 1932 rund 10(N) örtliche Viifll(il)il- V reine, Flugfport-Berelns und 2lcro-(klubo, Segel» j. ig-Vereine und Fungslieger-Gruppeu. Irofllofer "diinlr sich die Kräftezersplltterung Im Nachkrtegs- Deutschland nicht zeigen al« In dieser Vielzahl van Zusammenschlüssen non Menschen, die Im Grunde gar nicht» andere» wollten, al» fliegerische Tradition an» dem großen Kriege zu wahren und der Fliege» rel zu dienen. Nachdem die nötigen Boraussehungen geschossen waren, kam <•» am 23. Mürz 1933 zur Gründung de» .Deutschen Luf 1 sport • Verbände». Im Zuge der weiteren Vereinheitlichung wurden Mitte 1933 die SA - und ff'Fllegerftürme In den Deutschen Luftsport-Verband libergeleitet und bil» beten den Grundstock vieler neuer Fliegerstürme. 3m gerbst 1933 ging der „Ning Deutscher Flieger", her ble einzige Standarte her Fliegertruppe au» dem Weltkriege in seiner Obhut hatte, ebenfalls in den DLV. über. 3m Mürz 1933 nerfihibhtc der Neichüluftfahrt» Minister Hermann Göring do» 'Wiederauserstehen der deutschen Luftwaffe Damit war ein großer Teil der dem Deutschen Lnstsport-Verband gestellten Ausgaben erfüllt. Er konnte mit berechtigtem Stolz daraus Hinweisen, zu Deutschlands Wiede r- erslarfen zur Lust wesentlich beigetragen zu haben. 3m September 1935 wurde zwischen dem Reichs- sugendsührer unb dem Neichsluftsvortsuhrer ein Abkommen flclrojfen, das die Sicherstellung des fliegerischen Nachwuchses umschloß, Oer ausschließlich aus der Hitler-Jugend entnommen werben soll. Der To- talitotsanspruch der nationalsozialistischen Fugend war damit zur Tat geworden, oaß der Nachwuchs für die Luftwaffe allein aus der Hitlerjugend auf Dem 'Wege der Durch- und Vorbildung in Modell- bauarbeitsgemeinschäften und Lustsportscharen, den jehiflen HÄ. »Flieaereinheiten, kommt. Noch fehlte aber die stärkste Bindung zwischen dem DLV. und der HI.; denn durch die fehlende Gleichstellung des DLV. mit den Gliederungen der Partei war der DLV. für die H3. nicht die Nachwuchs- Organisation wie SA., ff und NSKK., In die der Hitlersunge nach seinem 18. Lebensjahr von selbst nachrückte. Der Deutsche Luftsport Verband erfaßte jedoch noch nicht alle slugsportlichen Bestrebungen außer- halb der Luftwaffe, des Luftverkehrs und der damit zusammenhängenden Einrichtungen. Sie ebenfalls noch zu erfassen, mußte nächstes Ziel fein. Denn nur dann mar die höchste Konzentration aller flie- gerischen Kräfte in Deutschland erreicht. So bildete der Erlaß des Führers vom 17. April 1937 den Schlußstrich unter eine zwangsläufige Entwicklung. Er stellte mit der Errichtung des Nationalsozialistischen Fliegerkorps die Männer des DLV. gleich mit den Gliederungen der Partei. Klar steht vor der jüngsten Kampftruppe der Bewegung die ihr vom Führer gestellte Aufgabe: 1. den fliegerischen Gedanken im deutschen Volke machzuhalten und zu vertiefen, 2. eine von der militärischen Dienstzeit liegende fliegerische Ausbil- düng durchzuführen, 3. die vielseitigen lustsportlichen Betätigungen in Deutschland einheitlich zusommen- zusassen. Das Nationalsozialistische Fliegerkorps als politischer Willensträger der fliegerischen 3bee des deut- scheu Volkes und als Vorkämpfer feiner Lujtgel- tung ist damit auch Träger des Totalitäts-Anfpruchs auf allen Gebieten des Luftsports. Ihm hat sich nm des höheren Interesse eines ganzen Volkes willen vielleicht noch so gut gemeinte Sonderbetätigung unterzuordnen. Demi nur in der Geschlossenheit kann das Ziel, der starke nationalsozialistische Staat, auch auf fliegerischem Gebiet erkämpft werden. MAN WEISS DAS TEGÄ-HAUS n n DIE AOS WAHL Gardinen billig 1292 A FRANKFURT AM MAIN, LIEBFRAUENSIR. 1-3 r»fine Gewahr Nachdruck verboten Fahrschule A. Mittwoch, den 2. März 1938, 9'4 Uhr W. Müller Meller nuuD rm, ia. ZlelnuigShiy 25. Februar 1938 3n der heutigen Vormittagü-iehung wurden gezogen rm, 920040 vuchcnreifcr: 2. Kl. 6170 Wellen, 3. Kl. 3965 Wellen. 1287A 1000 8IUM. 1'028 8624 4207» «1117 ■ 0 746» IO? • 1V1114 47n?4 MD4D 04070 6(1121 ? 0.-40 4 2(1696(1 1070 4.11 ö 6100 •JOO.UI Opel 1219 V 8n bei heutigen Nachmtlwgsziehung wurden gezogen Zur Konfirmation '2037 I und Kommunion 11 J.iöO •20000.1 327'20'2 16(1622 *27'2'201 KOHLER UNA 7HI7O 177'102 10 1174 flM i > :i ID01 I tnr>7ho 11IP io i '2604 IN 20 LI 14 -UI700 60707 77100 016 12 1110042 104/10 100(014 10'2000 223070 •201407 370042 72707 04020 243218 170'204 140'270 100/03 21 HIHI 100006 196267 360366 300410 100004 I (174hfl 2KVJU0 2(16773 377004 12107'2 107670 20(1074 20(10'20 • 144000 100100 I 111111 I 100703 110? 1(1 2700I2 o 140?.i 000 NM 1071'21) 200000 24040'2 '.*00002 34(1266 101719 140070 Kl? IIUi 2'290/1 •204007 .11 1722 37BI4O Oll I 14 100'200 '.'III Ui 2702','D i i I in 1 1401177 17,1120 2J .1011(1 27(1000 .14077.1 34 108 147.171 210041 337327 27041 01,40(1 70.10'2 II? 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Klassen folterte Auf jede aezogene Nummer find »wel gleich Hobe (Vci> Inn» ges.iilen, und zwar |r einer auf die t\|f gleicher Nummer in den beiden 711' clliinnni 1 und II (tinfpalDöf UleinaiiAciaen werden nun er- tiihniofni (drmib vrel» non 5 Pf. lürhlr Jllllllmrlrn »eile brrdllriilUrt» ginnend, aus den Abteilungen 51a, 51b und 52 Stadtwatdeo, Försterei Hochwarl nnd R dgen: 4 (Drrolnnr |ii 10000 'N'M. 2 (tifittlniif *u 6090 *il*H( II ('.rumiiir *u .1000 M'.M. SV20.I4 bd Ludwig Haas (Itrfltoi Plockatr. 7 Gießen Heachten Sir bitte die Auslugen. <------------------- 1,8 Otter, Limousine, in clmunnb- freiem Zustand, (. 20(i KH1 ,i l?() itl 14(170(1 Anzüge nun gutem Kammgarn 80.00 44.00 -IS.00 54.00 Anzüge ttlll Ntcapar.l(TflUdgvm Melton 10.50 21.00 8)1.00 3S.00 1)8 (Urmuinr zu »7017 ....... Farbige Antüge, teile mit 8 Honen, in einer überreichen und grollen Auiwnhl 3nfammcnfHilft: 12. Schneise-Anneröder Weg. B. Freitag, den 4. März 1938, 9'5 Uhr beginnend, aus dec Abteilung 51» des Stadtnwtdev, Försterei fyodyivart: Scheiter: Buche 140 rm, Eiche 20 rm. Knüppel: Buche 00 rm, Eiche 7 rm. Uuchenreifer: 3. Kl. flOOO Wellen. Öufaiiiincurimfl: 11. Schneise—Krummer weg. Gießen, den 25. Februar 1938. Der Oberbürgermeister. I. V.: Nicol a u s. III (bruiliui# All 2000 'H'lir 121361 11701,(1 144.-13 203219 700902 ist groß. Wer je im TEGA- Haus war, weiß, wo er für die Zukunft kaufen wird. Von der einfachsten Ausführung bis zur elegantesten gilt immer nur der LoitsAtz: Vor allem gute Qualitätl Wer unsere Preise kennt, weiß, wie leistungsfähig wir in allen Artikeln sind. .".-i«'4 9UM1M1 96374t» 3024/8 >1016 1 14/90 1 299632 306006 361073 369760 Gardinen Dekorationen Stores Grobtülle 140402 109264 2020111 69810 27(1499 166300 2367(18 AutoanSelbstfahrer eu vermieten Tel. 1335 M67d 160092 176131 23466(1 2(17306 .113266 306492 flm Giwininade Verblieben: ? Gewinne |u |r 1000000 2 |U |r 500000, ? #u |c 75000, 4 zu |f 50000, 4 zu k 30000, 10 zu |r 20000, 46 zu ,e 1Q000 84 ui k 6000, 166 ,u |e 3000, 486 zu st 2000 12W zu je 1000, 2? 10 zu |< 300, 4:$10 zu ic 300 106222 zu |< ISO DODL Brennholz-Verkäufe der Siadi Gießen. 76068 »3687 124 496 14 1099 I (16(1116 19020(1 217120 24 I / 72 260634 27764(1 32000 I 37414» 3UJUU6 Holzverkouf der Fürstlichen Obersörsterei £ l ch. Montag, 7. Marz, werden in der Hard öffentlich verkauft, rm Scheitholz: Buche 204, Eiche 24; Knüppel: Buche 76, Eiche 22; Knüppelreifer: Eiche 13; Wellen Aeivhol, (dabei gute Forstmellen): Buche 3700, Eiche 1700; außerdem wenige Fichte-Derbstau- gen 3. Kl. und 2 Eschen-Stämmcheu. Zusammenkunft: 10 Uhr, Waideingang oberhalb Hof Kolnhausen. 1246D Dienstag. S. März, werden im Münchwald öffentlich verkauft, rm Scheitholz: Buche 96, Elche 2; Knüppel: Buche 95, Eiche 20, Kiefer 15; Slockhoiz: Buche 9, Eiche 4; Wellen Reivholz: Buche 1500, Eiche (Forftwellen) 400. Zusammenkunft: 10 Uhr, Maldstraße Hattenrod— Aidach Burkhardsfelden—Meiibach. 162 W,»4nn, zu 300 «M 20022 2343(1 lül 14 4.11 14 46060 46298 49207 6 9,7(1 66669 66312 61696 09DII4 74331 (19490 "0321 90191 136327 176704 1(16962 216737 'M 8(16(1 2964/0 119496 >1(160(1 366767 Bekanntmachung. Betr.: Schweinezwischenzählung am 3. März 1938. Am 3. März 1938 findet wieder eine Schwcine- zwischenzählung verbunden mit Ermittlung der Käl- bergeburtcn und der Haussd)lachtungen in den Gemarkungen Gießen und Schifsenberg statt. Die Schweinebesißer haben den Zählern die notwendigen Angaben beziiglid) ihrer Schwetnebcstände bereit- willigst zu erteilen. 1234C Die Leitung der Zählung ist dem Landesstatistischen Amte in Darmstadt übertragen. Dav Einsehen unrichtiger Angabe» oder die Verweigerung von Angaben durch die Auvkunftvpfllchtigcn wird mit erheblichen Slrafea bedroht. Den AuskunftspflichUgen wird die Geheimhaltung ihrer Angaben hiermit ausdrücklich zugelichert. Die Zählung dient statistischeir und volkswirtschaftlichen Zwecken. Gießen, den 24. Februar 1938. Der Obcrbürflermtlstcr. I. A.: Nicolau s. Arbeiisvergebung. Für den Neubau eines 6-Famillen.Wohnhauses der Städtischen Elektrizitätswerke sollen vergeben werden: 1268D 1. Erd- und Maurerarbeiten. 2. Zimmerarbeiten. 3. Spenglerarbeiten. 4. Dachdeckerarbeiten. Angebote auf Vordruck mit entsprechender Aufschrift sind bis zum Verdingungstermin am Montag, dem 7. März 1936. vormittags 10 Uhr, an uns ein- zureichen. Zeichnungen und Bedingungen liegen bei un- offen, woselbst auch die Angebotsvordrucke zu haben find. Gießen, den 25. Februar 1938. Städtisches Hoch- und Tiefbauamt. (9 r n 0 e 1 I 46 W«Win m- zu 1000 3tM. 34268 36122 .......... 17(16'14 17/938 941206 269771 366697 3/4467 ?'V6i;»W4(il27 |U46(;vU,,i,oJl.iMU 66207° 02429 66066 90406 126(198 Holzverkauf der fürstlichen VberfÜrsterei C i ch. Montag, 2d. Februar, wird das Brennholz im vorderen Hohler bei Lich öffentlich an Ort und Stelle verkauft, und zwar: rm Scheitholz: Buche 50, Eiche 25; Knüppel: Buche 110, Elche 40; Knüppelreiser. Eiche 25; «elfer Buche 100, Wellen Buche 1200 (gute Forstwellen!); dazu einiges ttleinnuhholz: wenige Stämmchen Eiche und Ulme, Derbstangen Esche und Eiche lzu Deichseln); Derbstangen Fichte: 90: 3. Kl., 15. 2. Kl. Zusammenkunft: 10 Uhr Straße Lich—Garbenteich, Eberstädter Schneife. 1109D Dienstag, 1. Mürz, kommt aus den Distrikten: Psaffenhöhler. ttellersbera und Juchsstrauch zum öfsentliichen Verkauf: rm Scheitholz: Buche 92, Eiche 17; Knüppel: Buche 01, Eiche 80: Knüppelreifer: Eiche 00; Helfer: Buche 100, Wellen Buche 1000, außerdem Hnßrollen Esche (1,50 in lang) 3 rm und zirka 200 Fichte Derb- und -Heivftangen aller Klassen. Zusammenkunft: 10 Uhr Straße Lid) - Garbenteich, Grenze. Mltgllod dor Elektro Oomulnsohaft aus ,. Giessen Fnednchstr.7 Lieferant aller Kessen FAM-SöF-ÄAZ^fc^ ' ^VEREINFACHEN bei die leichte MaßejlÜS? von Er. 48 vierter Blaff Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für OderMen) 26./27.gebruar W38 1 i I k I V % SliKI U A Beim Kürschner am Arbeitstisch sind. Kanada, Sibirien, Südafrika, Spanien, Ungarn Die Felle werden nach der Fertigstellung gründlich durchgekämmt. An der Spezial-Pelznähmaschine. «ewist das, w°s Li-b-ch Uig gehalten, Lisbeth, Wie Sic plötzlich kronk wur, aum erhofft hätte, ;n der den, das war ganz große blasse. Wie Sie uener > überraschend. Sie neigte Ihren guten Ruf in der Vurgstraße «efa^den a nm hpr aebeimnisvollen darauf verzichten, mir die Suppe Versätzen zu n und nlöbü» -rsta!^° „Aber K°rh rch bin dach erst feit heute morgen (Nachdruck verboten.) 27 Fortsetzung. .Können Sie noch eine Se- dieserStreifen muß selbstverständlich auch berücksichtigt werden, daß die Farben nicht durcheinander geraten und kein Haar dem Messer zum Opfer fällt. Das Wiederzufammennähen geschieht mit einer Spezial- maschine, die nach Art des Knopflochstiches die ein* zelnen Streifen wieder aneinanderbringt. Mit Hilfe einer Pinzette streicht die Näherin die Haare aus der Naht. Die Maschine arbeitet mit großer Geschwindigkeit und näht die Streifen fast schneller wieder zusammen, als sie der Meister auseinanderschnitt. Wenn mit der Hand genäht werden mußte, so würde diese Arbeit viele Stunden in Anspruch nehmen. Don der Haarseite her würde selbst ein Der Kürschner beim Zuschneiden eines Fuchsselles. (Ausnahmen |6J: Neuner, Gießener Anzeiger.) Es ist etwas Eigenartiges um die Stimmung in einem Kürschnerladen und um die halben Minuten des Wartens, bis der Meister aus seiner Werkstatt kommt. Rasch erstirbt der Klang der Glocke oder Klingel über der Ladentüre in der weichen Fülle der Pelze und Pelzkleidungsstücke, die offen oder hinter Glaswänden hängen. Ein feiner, weicher, unbestimmbarer Duft, der von den Pelzen ausgeht, erfüllt den Raum. Die dunklen Farbtöne herrschen vor. In unendlich feinen Abstufungen findet man alle Tonwerte vorn Braunrot des Fuchses bis zum tiefen Blauschwarz. Erst allmählich und nach der Gewöhnung an das Licht m Raum vermag man der Gewöhnung an das zu erkennen. Die Gedanken schweifen hier leicht in die Ferne ab, in jene Länder unseres Erdballes, in denen jene Tiere leben, deren Felle — wunderbar Der Sealkragen vervollständigt den repräsentablen Mantel. usw., das sind so jene Länder, aus denen heute i Felle kommen, über die große Felldörse London । oder über den großen deutschen und europäischen i Rauchwaren Umschlagplaß Leipzig. 3m Kürschner- i laden, auch in den Geschäften unserer Gießener : Kürschner, trifft sich dann die internationale^Gesell- ! schäft von Silber, und Blaufuchs, von Bisam, Ka- i rakul und Persianer, von Waschbär, Iltis, Marder, i von Skunks, Seal, Biber und — Kaninchen. Kaninchen rangiert gegenwärtig sogar in erster । Linie. Der weitaus größte Teil der in Deutschland verarbeiteten Felle stammt von Kaninchen verschiedenster Rassen. Die Beredelungsmethoden sind un- gemein verfeinert worden und es ist heute möglich, fast jegliches Tierfell aus Kanin zu imitieren. Wer möchte vermuten, daß für so manches wunderbar gezeichnete Leopardcnfell das Kaninchen das Ausgangsmaterial gab? Interessant dann, den Kürschnermeister selbst zu hören, der aus reichem Wissen und ebenso reicher Erfahrung von der Art und der Herkunft der Felle erzählt, die in großer Mannigfaltigkeit in seinem Laden vereinigt sind. Er zeigte uns wunderbar zarte kleine Breitschwanzfelle von nur wenige Stunden alten Lämmern und fein gelockte Persianer- Felle von Lämmern, die nur einige Tage das/ Licht des Tages blicken durften. lief, versinkt die Hand in das weiche und ungemein dichte Winterkleid des kanadischen Silberfuchses, der in großzügiger Farmwirtschaft (aber doch in völliger Freiheit) in kaltem Klima auf kleinen Inseln gehalten und ausschließlich mit Fischen ernährt wird. Glänzende Fohlen und schöne Pferdefelle sind durch die Rauchwaren- indUstrie der Pelzmode zugänglich geworden. Noch manches Wissenswerte wäre an Hand der Dinge zu erfahren, die in einem Kürschnerladen vorzufinden sind. Verständlich, daß in Pelzen große Werte festgelegt werden müssen. Die Anfertigung eines Breitschwanzmantels könnte für einen Kürschner, allein um die dazu nötigen Felle anzuschaffen, einen Ka- - pitalaufwand von 3000 Mark notwendig machen. Solche Ereignisse ^sind aber selten. Es gibt ja auch viele andere Möglichkeiten, unter erheblich geringe- i ren Geldaufwänden zu schönen und repräsentablen i Pelzkleidungsstücken zu kommen. Folgt man nun dem Kürschnermeister in seine > Werkstatt, so kann man an Hand der sachkundigen ■> Erklärungen weiter eindringen in ein handwerkliches i Fachgebiet, das naturgemäß in seiner Technik nicht i so volkstümlich sein kann, wie die Tätigkeit des ' Schreiners, des Schneiders, des Schlossers usw. Für die Herstellung eines Pelzlleidungsstückes ist das A und O die Sortierung der Felle, Mit einer Klopfmaschine werden die Felle gereinigt und geläutert^^^^^ vom andern, wenn oft auch nur in Feinheiten, verschieden. Der Fachmann überprüft also nun zunächst auf Farbe auf Haardichte und auf Zeichnung, denn das Kleidungsstück darf nach seiner Fertigstellung nicht erkennen lassen, ob es aus einem oder aus dreißig Fellen zusammev- gesetzt ist. Unauffällig muß sich also ein Fell an das andere fügen. Im Grenzfall kann man sich vvrstellen, daß es nicht leicht sein kann, aus Maul- wurfsfellen einen Mantel anzufertigen. Weist doch jegliches Fell auf der Rückenlinie (dem „Kratzen", sagt der Kinlchner) eine andere Farbe und Haardichte auf, wie an den Seiten. Um diesen Ucbergang von einem Fell zum andern so unauffällig wie möglich zu machen, werden die 5elle meist auch nicht in gerader Linie, sondern in Zacken oder in vielfach geschwungener Linie geschnitten. Bevor die einzelnen Felle aber zugeschnitten werden, müssen sie angefeuchtet und gespannt werden, so daß sie sich bei der Verarbeitung nicht mehr länger ziehen und dadurch die Gesamtform beeinträchtigen können. Wenn es sich darum handelt, ein Kleidungsstück aus teurem Material anzufertigen, bann wird es erst ganz aus Leinen an- gefertigt, genau angepaßt und dann erst in Pelz ausgeführt. Schnittverluste aus Aenderungen müssen des teuren Materials wegen vermieden werden. Alle schlechten Stellen im Fell, seien sie durch Krankheit des Tieres, durch Riß aber Biß ■ (im Kampf mit anderen i Tieren) entstanden, fallen . schonungslos unter das t Messer. Dann erst wird i zusammengenäht, und auf Watte und Futter gearbeitet. In diesem Stadium der Arbeit ähnelt die Tätigkeit des Kiirsch- ners der des Schneiders. In sorgfältiger Arbeit wachsen so Mäntel und Jacken heran. in festen Händen!" ... Formell - ja, ich wußte es aber natürlich von vornherein, daß du spätestens heute morgen in festen Händen sein würdest." Frechdachs!" sagte Lisbeth, „was soll Frau Macher von mir denken, wenn sie hort, wie eilig wir es gehabt haben." . Als Frau Macher kam, stellte Viereck ihr se ne Braut vor. Die kleine Frau schloß Lisbeth wortlos in die Arme und schüttelte Viereck kraft.g dieHand. .Ich hab's gewußt", sagte sie schließlich. „Vis ich Herrn Viereck hier bei der Arbeit sah, sagte ich zu meinem Mann der oder keiner holt sich unsere Ein Alaska-Fuchs in '®eit. Das Futter wird ei ^^Si^ sollten wirklich ein Heiratsbüro aufmachen, Frau Macher!" sagte Lisbeth lachend .. „Ich mache es eben zu! Meine diesbezüglichen Aufgaben sind endgültig erfüllt!" * Als Viereck einige Zeit darauf am Klingelknopf der Grunewaldvillä drückte, war ihm doch etwas unbehaglich zumute. Er wollte lieber alle Tage em sprödes Mädchen erobern als em einziges Mal e ne alte Justizrätin bekehren. Aber man ließ ihm> keine Zeit zum Uebedegen. Er hatte dem Stubenmädchen kaum seinen Namen genannt und bmzugefugt, er käme in der Angelegenheit Macher, als auch die Iustizrätin schon wie das heilige Donnerwetter an- qebraust kam und ihn anschrie: ..Es ist höchste Zeit, daß Sie kommen! Seit drei Tagen laßt mein Sohn nichts von sich hören! Ist das eine Art? Viereck verbeugte sich. „Es ist allerdings keine Art gnädige Frau. Wenn Sie aber die große Liebenswürdigkeit haben werden mich anzuhoren, hoffe ich, Ihnen alles erklären zu können. Die Iustizrätin strafte ihn mit einem Blick des Unwillens, dann schritt sie voraus und Viereck nahm Qn daß er ihr folgen müsse. 'Ich hoffe", sagte sie, „es ist nichts Unangenehmes, was Sie mir zu berichten haben!" Dor dieser Drohung wäre selbst em Leichenbitter zurückgeschreckt und hätte anstatt zum Begräbnis zu einer Taufe geladen. Viereck begann mit dem geschäftlichen Teil und zählte die bisherigen Erfolge auf, wobei er es vermied, das Wörtchen „Ich" zu gebrauchen. „Die Gläubiger wurden durch eine in Aussicht gestellte Zahlung von zwanzig Prozent ihrer Scheinforderungen befriedigt Herr Bukofzer, an den Patente und Modell verpfändet waren, hat die Pfänder freigegeben, als ihm nachgewiesen wurde, daß ihm alle anderen Wege, zu Geld zu gelangen, versperrt sind. Für sein Wohlverhalten wurde ihm eine Gewinnbeteiligung von drei Pro. zent in Aussicht gestellt. Insgesamt ist mit einer Belüftung von rund 12 000 Mark zu rechnen, die aber erst im Fall eines Gewinnes fühlbar wird. Demgegenüber steht ein Barkapital von 20 000 Mark. Das reicht zur Vollendung des Modells. Herr Professor Hauschild vom Dampfkesselverein zeigt seit der vollzogenen Bereinigung der Patentlage wieder überraschendes Interesse..." Hier unterbrach ihn die Iustizrätin. „Davon verstehe ich nichts", sagte sie, „ich höre immerfort 20 000 Mark Barkapital. Hat denn mein Sohn all das zuwege gebracht, ohne das Kapital anzutasten? „Ihr Herr Sohn kam gar nicht dazu, das Kapital anzutasten", sagte Viereck diplomatisch, „eben weil es gelang, mit den Gläubigern eine so günstige Vereinbarung zu treffen, vor allem aber die Gläubiger gegeneinander auszuspielen." , „Sieh da, mein Sohn", lächelte die Iustizrätin geschmeichelt, „wer hätte das von ihm gedacht.. .1 Und was sagt Fräulein Lenz dazu?" „Fräulein Lenz ist überaus glücklich." Die Iustizrätin strahlte gewissermaßen in sich selbst hinein. „Haben Sie den Eindruck, daß auch mein Sohn glücklich ist — ich meine, ob ihn seine Arbeit befriedigt?" „Ich zweifle nicht daran, daß ihn seine gegenwärtige Arbeit sehr befriedigt, ja man kann dar- über hinaus sagen, daß er sich für den glücklichsten Menschen der Welt hält." Die Iustizrätin schwamm in Seligkeit und sie gab Viereck etwas davon in Form eines wohlwollenden Blickes ab. Dann sagte sie: „Sie Jinb wohl ein neuer Angestellter meines Sohnes?" „Ja, das heißt, genau genommen, der Firma Macher." „Natürlich — genau genommen. Und wie kam man gerade auf einen so tüchtigen Mitarbeiter?" (Fortjetzung folgt.) Als Lisbeth erwachte, hatten dieWürgern gerade den musikalischen ^ohepmi' -ercn ^rid Ti- finfome erheitert, und da das qet[ungen hatte, riUieren schon durch lhre Traume germng meinte sie, das ungewohnte Z 1 unqcroöi)n: weckt Aber ihre Uhr zeig mer aufr|d)tctC/ cmp° liche Stunde, und als sie sich I 8» ^i äe(>re ln der fand sie ein schmerzhaftes ) l ) ^QYQn erinnern, Magengegend, und sie mußte s ) aU9gefaUen daß ihr Abendessen mete ■a tot«« «9 1°Uqge’ der 6°.b!,ül firil 3S&« - "• feri-fl, da n «Sf dem Feniter- J*£{ aWtmÄ. »er der WUche Duft heißen Kaffees entströmt- Ja es ist schade, daß wir beide so !ch"ckliche Theoretiker sind", sagte Stelling und holte Aktenbündel aus dem Schrank, „sonst »Dacn „Sonst —?" Carla spannte einen neuen Bog an bie Stelle ber Theorie treten (offen tonn. Aber es gibt noch anderes zu tun! Der Pelzkragen, die Pelzrnan- schette, der umgehängte Pelz, der Muff, die Pelzmütze — all das gehört in den Bereich des Kürschnerhandwerks. In diesem Zusammenhang verdient der besonderen Erwähnung, daß der geschickte Kürschner einen Kunstgriff anwendet, mit dessen Hilfe er z. B. ein Fuchs- feil um 15 bis 20 Zentimeter verlängern kann, da das Fell unseres heimischen Fuchses selten stir einen Pelzumhang ausreicht. Zum Zwecke dieser Verlängerung wird das Fell systematisch in spitz zulaufende Streifen geschnitten, die Streifen der Länge nach auf jeweils einige Zentimeter aus» einandergerückt und dann alles wieder zusammen- genäht. Beim Schneiden Die Mädchen ans der Dnrsflraße Vornan von Hilde K Lest. Diese Gabe war' nun j, . sich vielleicht noch im Traum erhofft hatte, -n Der | Wirklichkeit kam sie jedoch überraschend. Sie neigte sich aus dem Fenster. ... *■" TV1"—"""” Gabenguelle nachzuspüren, und plötzlich erstarrte ihr das Blut in den Adern: Neben dem vorspringenden Mansardenfenster saß auf dem glatten, steilen Strohdach Karl Viereck und hatte die Beine gegen ein Stangenholz gestemmt, das der Befestigung der Strohauflage diente. „Wie kommen Sie hierher?" rief Lisbeth Er legte den Finger an den Mund und. flu|terte. „Fragen Sie lieber, wie ich ein Tablett mit Zwei Käseglocken hinüberbalanciert habe!" Gehen Sie sofort zuruck! befahl Lisbeth. „Gehen ist fliA", flüsterte er wollen Sic mir bitte sagen, wie, nachdem mitten im schönsten Kaffeeservieren das verdammte Stangenho z ent- zMeigebrochen ist, das von meinem Fenster so'chon zu Ihrem führte? Immerhin ich Hoffe, daß dieser letzte Rest noch eine Weile hält Es ist verantwortungslos oon Dntel Peetz, so schlechtes Material zu verwenden ..." Lisbeth erblaßte. künde aushcmen?" . Ich gewiß. Und wenn eie dem Holz gut ou- reöen, tut es Ihnen auch den Gefallen. Lisbeth war noch nie m Ihrem Leben so schnell in die Kleider geschlüpft. Nun dem Fenster und half ihm aufs Fensterbrett. ,2lber nicht weiter!" sagte sie übriaen - „Danke, das genügt sa auch Im ubr gin mein Kompliment. Sie sind in jeder Hmncht ein ßs s-w •&5TÄ S'ÄAÄ ** Herr Ober, S^ftärtt stnd. 3d; bontc. U l ba Auseinonberlctznno von ! gestern *■' v ~ ....... — " i den sollen. Jedes Fell ist geschultes Auge kaum erkennen, welcher Wandlung das Fell unterworfen wurde. Selbstverständlich setzt gerade die Arbeit des Zuschneidens jahrelange Erfahrung, eine sichere Hand und den geübten Blick voraus. Wenn dann ein Pelzmantel, eine Jacke oder ein Kragen fertig ist und die Kundin zum ersten Male sich im Schmucke des ebenso zweckmäßigen wie schönen Kleidungsstückes zeigen kann, dann fällt es über alle Freude des Besitzes schwer, den weiten Weg zurückzudenken, der vom lebendigen Tier bis zum fertigen Kleidungsstück führt. Der Meister selbst hat die Befriedigung der wohlgelungenen Arbeit für sich und wenn die Käuferin das wertvolle Stück in Ehren hält und gut behandelt, dann ist die Freude darüber an jedem kalten Wintertag immer wieder groß und neu. Uns aber schien die Aufgabe reizvoll, einmal ein altes Handwerk vor einen breiten Leserkreis zu bringen, ein Handwerk, das in unserer Stadt nicht eben häufig ist, aber getragen wird von Meistern, die die Ehre ihres Berufs hochhalten. N. Handball um die Kreis- und HZ.- Bannmeisterschast. Eine Veranstaltung des morgigen Sonntag ragt über das übliche Programm weit hinaus. Es ist dies die vom Fachamt Handball durchgeführte Kreis, und HI.-Bannmeisterschaft, die unter Beteiligung aller Staffelsieger auf dem Platz des Mtv. Gießen stattfindet. Die Veranstaltung, die einen interessanten Verlauf zu nehmen scheint, steht unter der Oberleitung von Fachamtsjugend- wart Hch. Becker, Gießen. Daneben sind auch die Spiele der Bezirks- klaffe wieder bedeutungsvoll. Wenn alles klappt, wird schon jetzt -der Staffelsieger ermittelt. Ob es aber dazu kommen wird, ist eine Frage der Zeit. Denn der To. Lützellinden trifft auf eigenem Platz auf die wohl zur Zeit wieder stärkste Mannschaft der um die Plätze kämpfenden Gegner — den To. Münchholzhausen. Nicht minder interessant wird auch die Beaegnung Mtv. Gießen — 1860 Mar- bürg fein. Hier wird es sich zeigen, ob es den Gießenern gelingt, die Schlappe des Vorspiels wieder wettzumachen. Mtv. Gießen — VfL. 1860 Marburg T». Lützellinden — To. Münchholzhausen Spv. 1900 Gießen — To. Heuchelheim To. Roth — To. Hörnsheim. Mtv. Gießen muß sich mächtig strecken, wenn er gewinnen will. Denn Marburg ist wohl schwächer geworden, die Kampfkraft hält aber unvermindert an. — Nur zwei Punkte braucht Lützellinden noch, um Staffelsieger zu werden. Den Leistungen der Letztzeit nach zu urteilen, sollte es klappen. Allerdings muß erwähnt werden, daß die Mannschaft nicht komplett steht. — Heuchelheim wird nach Gie. ßen kommen, um zu gewinnen. Das kann, trotzdem 1900 auf eigenem -Platz sehr gute Spiele geliefert hat, auch möglich werden. Die beiden Punkte aber können die Aroei Gegner gleichgut gebrauchen. — Der Gang, Den Hörnsheim geht, ist nicht minder schwer. Denn in Roth hat schon mancher Gegner das Nachsehen gehabt. Der Form nach zu urteilen, hat Hörnsheim ohne Zweifel die größeren Aussichten. Hessische Schi-Meisterschaften in der Mön. Die Hessischen Schi-Meisterschaften wurden am Freitag bei Gersfeld in der Rhön mit dem 18- Kilometer-Langlauf eröffnet. Bei guten Schneeverhältnissen gab es in allen Klassen erbitterte Kämpfe. Sieger der Klasse I wurde der Kasseler R u e b e - ling in 1:25,45 Stunden vor Reinau (RAD. Gau XII Kassel). In den übrigen Klassen kamen Seuring (WSV. Kassel) in 1:34,25 (Klasse II), Fül- ler (Schi-Club Rhön Fulda) in 1:46,23 (Klasse III), Knüttel (SA. Fulda-Gersfeld) in 1:37,13 (Altersklasse 1) und Ungewickel in 45:17 (Jungmannen über 8 Kilometer) zum Siege. Insgesamt beteiligten sich über 100 Läufer aus Kassel, Gießen, Fulda und der Rhön an dem Wettbewerb. Der heutige Samstag bringt den Abfahrtslauf und die 4 X 10-km-Stäffel um den Wanderpreis des Beauftragten des Reichssportführers im Gau Hessen, SA.-Brigadeführer Schmidt. Deutsche poiizei-Echimeifterschasten Rubatscher gewann die Kombination. Am Freitag wurden die Titelkämpfe der deutschen Polizei im Schilauf bei guten Wetter- und Schneeoerhältnissen am Oberjoch bei Hindelang mit dem Torlauf fortgesetzt. Den Titel holte sich hier der Münchener ^--Oberstuf. Dr. Christmann, nachdem Bader im zweiten Durchgang gestürzt war und viel Zeit verloren hatte. Meister in der alpinen Kombination wurde der Dritte des Torlaufes, ff« Uschaf. Rubatscher (München). 'M Bei den Schiwettkämpfen der Polizei fiel die Entscheidung über den Titel eines Deutschen Polizeimeisters im Abfahrtslauf nicht in der allgemeinen Klasse, sondern in der Altersklasse I (32 bis 40 Jahre), wo der Gendarmerie-Oberwachtmeister Bader aus Oberstdorf, dank seinem ausgezeichneten technischen Können, vor Polizeimeister Roller (Stuttgart) den Sieg gewann. — (Schirner-M.) Immer noch vor Entscheidungen! Die Spiele der Fußball-Bezirksklaffe. Lollar—1900 Wetzlar—Naunheim Bissenberg—Steinberg Butzbach—Sinn Frohnhausen—Steindorf. Es wäre verfehlt, die Begegnung in Lollar als einseifige Angelegenheit für 1900 zu bezeichnen. Die Platzbesitzer wollen sich, nachdem ihr Abstieg so gut wie feststeht, einen würdigen Abgang verschaffen, und was wäre da schöner, als ein Erfolg über den Tabellenführer. Eine äußerst schwierige Aufgabe hat der Sportverein Wetzlar zu lösen. Will -er mit bgf Blau- weißen Schritt halten, ist ein Sieg über den „Nachbarn" Naunheim unbedingt erforderlich. Ob es gelingt, bleibt abzuwarten. Im Vorspiel gewann Naunheim mit 4:2. Der Gang der Teutonen nach Bissenberg ist ebenfalls nicht leicht. Die Bissenberger haben zu chrer gefürchteten Stärke wieder zurückgefunden. Der Vorteil der Butzbacher, sie können durch verschiedene Verlegungen und Ausfälle zum vierten Male hintereinander auf eigenem Platze antreten, dürfte auch im Spiel gegen Sinn ausschlaggebend fein für einen Sieg. Bei dem Spiel Frohnhausen—Steindorf bestreitet Frohnhausen das letzte Heimspiel. Mit dem Gewinn der beiden Punkte — an einem Sieg der Dränier ift nicht zu zweifeln — dürfte der Verbleib in der Bezirksklasse gesichert sein. Lollar—1900. Gegenüber den früheren Begegnungen mit dem nachbarlichen Gegner 1900 Gießen durfte mit der morgigen die Spannung doch etwas eingebüßt haben, und zwar deswegen, weil sich die spielerischen Kräfteverhältnisse einseitig zugunsten der Gäste verschoben haben. Die 1900er stehen als aussichtsreicher Anwärter auf den diesjährigen Meistertitel der Bezirksklasse an der Spitze der Tabelle und konnten bis jetzt noch von keinem Gegner besiegt werden. Mit allerdings nur einem Punkt Vorsprung liegen die Gaste vor ihrem dicht auf den Fersen folgenden Rivalen Wetzlar, der sie auch zwingt, die Punkte zu sichern, um nicht von ihm einaeholt zu werden. Die Form, in der sich die Gießener zur Zeit befinden, laßt auch über den morgigen Spiel» ausgang keinen Zweifel bestehen. . ist es um die Lollarer Elf weniger gut bestellt Nicht immer ganz schuldlos und bann wie- 0" unter den denkbar ungünstigsten Umständen hatte die Mannschaft bis setzt sehr unglückliche Spielverläufe zu verzeichnen Ausgerechnet mit der schlechtesten Leistung warteten die Lollarer in der Vorrunde in Gießen auf. Mußte doch die Elf damals, allerdings mit sehr schwachem Ersatz, ihre größte diesjährige Niederlage mit 5:0 hinnehmen Auch diesmal ist eine komplette Aufstellung nicht möglich. Die endgültige Besetzung der Mannschaft ist zwar noch nicht bekannt-, aber man rechnet dock mit einer besseren Aufstellung wie im Vorspiel Auf eigenem Gelände traut man den Einheimischen auch etwas mehr Mut und Schwung zu. Trotz dem überlegenen Gegner gilt es morgen für die Platz- besitzer, mit einem offenen Kampf aufzuyzarten, der sich nicht wieder in einen oerzweiflungsoollen Abwehrkampf verwandelte, wie man ihn in der Vorrunde zu sehen bekam, und hauptsächlich in spielerischer Hinsicht wieder einmal zufriedenstellen sollte. Die Blauweißen sind sich darüber klar, daß der Verlust auch nur eines einziges Punktes die Meisterschaft gefährden kann. Aus diesem Grunde wird die beste Besetzung aufgeboten. Wie sie sich formiert, ist noch nicht bestimmt. Aus Rahn, Pcmkok, Lippert, Erhard, Sack, Quick, Lehrmund, Mank, Schellhaas, Zeiler, Hormel, Löbsack, Heuser, Bergmann läßt sie sich aber bilden. Bissenberg I — Steinberg I. Wiederum muß die erste Elf der Teutonen in das gefürchtete Hinterland. Bis jetzt haben sie dort wenig Lorbeeren ernten können. Sowohl in Burg, rvie auch in Frohnhausen mußten sie sich beugen. Morgen steigt nun der dritte Kampf, und aller Voraussicht nach werden die Teutonen diesmal den Spieß auch nicht umdrehen; denn Bissenberg ist von jeher als Kampfmannschaft bekannt, die sich vor allen Dingen auf eigenem Platze nicht fo leicht schlagen läßt. Die Krise, von der die Mannschaft befallen war, scheint vorbei zu fein. Wie das morgige Spiel nun ausgeht, ist zum großen Teil davon abhängig, in welcher Besetzung die Teutonen antreten müssen. Man hofft, daß Lang und Haas wieder dabei sind. Ader auch die anderen Spieler verfügen über solides Können. Bei dem entsprechenden Siegeswillen dürfte wohl ein Kampf zu erwarten fein, in dem beide Parteien ihre letzten Reserven opfern müssen. Bei den Steinbergern wirkt zum erstenmal ein neuer Mann mit. Die Pflichtspiele der Kreisktoffen am Sonntag. 1. kreisklaffe. SA.-Kampfgemeinschaft Gießen 1. gegen Rüddingshausen. Hier wird die 621.= Mannschaft Sieger werden. W i e s e ck 1. — Lollar 2. Die Wiesecker treten mit stärkster Mannschaft an und werden aus diesem Spiele als Sieger hervorgehen. Steinbach — L e i h ae st e r n. Die Stein» badjer stehen am Ende der Tabelle und werden sich anftrengen, um den Leihgesternern den Sieg nicht leicht zu machen. Großen-Linden 1. — 1 900 Gießen 2. Die Großen-Lindener sind auf eigefiem Platze zu furchten. 2. krelsklasse. Geilshausen — Grünberg. Hier wird der Platzverein Sieger bleiben. SA.-Kampfgemeinschaft Gießen 2. gegen Da "bringen 1. Die Daubringer sind als spielstarke Mannschaft bekannt und werden die Punkte wohl mit nach Hause nehmen. Die Aussliegsplele zur Bezirksklasse. Mit dem kommenden Sonntag beginnen die Auf- stiegspiele der 1. Kreisklasse. Um den Aufstieg spielen fünf Gruppenrneifter in Dor- und Rückspiel, davon steigen zwei auf, und zwar die zwei Vereine, die bei Beendigung der Spiele die höchste Punktzahl aufweisen. Bis jetzt stehen drei Gruppen- rneister fest: AsB.-Reichsbahn Gießen, FC. Burgsolms und VsR. Lich. Der 2. Gruppenmeister des politischen Kreises Wetzlar ist bis jetzt noch nicht ermittelt. Als Anwärter auf den Titel Meister haben sich Ehringshausen und Aßlar herausgeschält, die beide punktgleich find. In dem politischen Kreise Dill rechnet man mit dem Reichsbahn-Turn- und Sportverein Dillenburg, aber auch hier ist noch keine endgültige Klärung zu verzeichnen. Als erstes Aufstiegspiel steigt das Treffen VfB.-Reichsbahn Gießen 1. — FC. 1920 Burgsolms 1. vfB.R. I — FC. 1926 Burgsolms I. Nachdem die Grünweißen den Meistertitel errun- aen haben, geht es ohne Pause zum Start der Aufstiegsspiele. Bis jetzt stehen zwar noch nicht alle Meister fest, jedoch konnte sich Burgsolms, ein Pionier des Lahnkreises, nach langer Zeit den stolzen Meistertitel holen. Besonders darf erwähnt werden, daß es der Mannschaft gelang, ungeschlagen die Serie zu beenden. Die Gäste sind hier wenig bekannt, doch kann man die Elf in der Spielweife mit Bissenberg vergleichen. Die Grünweißen haben morgen Gelegenheit, die Schlappe vorn Spiel gegen die SA. wettzumachen. Es braucht wohl nicht besonders erwähnt zu wefiden, daß es diesmal für die Grünweißen kein Spaziergang, sondern ein harter Kampf ist, ein Sieg kann nur errungen werden, wenn sich die Spieler voll einsetzen und bis zum Schlußpfiff kämpfen. SA. I — FL. Rüddingshausen I. Beide Mannschaften treffen sich am Sonntag in Gießen zum Rückspiel. Von Rüddingshausen konnte die SA. mit einem cknappen 3:2=Sieg nach Hause fahren. Beide Mannschaften haben sich stark verbessert, so daß es wieder zu einem knappen Ergebnis kommen sollte. Ein Sieg der SA. ist wahrscheinlich. SA. II — Spv. Daubringen I. Im Vorspiel siegte Daubringen mit 2:1. Diese Niederlage aufzuholen kann der SA. gelingen, wenn sie mit dem gleichen Eifer spielt wie gegen Staufenberg. Großen-Linden — 1900 II. Die Reserve der Blauweißen muß zum Rückspiel nach Großen-Linden. Ob mit der Elf Fischer, Weiß, Schombert, Günther, Jäger, Hain, Schreier, Theis, Koch, Kociok, Rinderknecht die Dorspielniederlage ausgeglichen werden kann, ist fraglich. Die Hüttenberger find auf eigenem Gelände jedenfalls äußerst gefährlich. Steinberg II — BsB.-Reichsbahn II. Die zweite Mannschaft empfängt'die zweite vom DfB.-Reichsbahn. Ob ihr die Revanche für die erlittene Dorspiel-Niederlage glückt, bleibt abzuwarten, da die Steinberger zu wechselhaft spielen. VfB.R. III — Io. Londorf I. Dor dem Spiel der ersten Mannschaft trägt die Dritte ein Freundschaftsspiel gegen die Elf aus Londorf aus. Wirtschaft. Broigeireideabliefekungsfristen in Ausnahmefällen verlängert. Fwd. Da es der Landwirtschaft in einzelnen Fällen aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht im- der möglich sein wird, den auf den 28. Februar 1938 festgesetzten Ablieferungstermin einzuhalten, hat der Reichsminifter für Ernährung und Landwirtschaft eine Bekanntmachung herausgegeben, nach der in d e n Fällen, in denen die Ablieferung bis zum festaefetzten Zeitpunkt unmöglich war, besondere Fristen festgesetzt werden können. Die Haupt- oereinigung der deutschen Getreide- und Futtermittelwirtschaft kann diese Ermächtigung auf andere Stellen übertragen. Rhein-Mainische Börse. Mittagsbörse knapp behauptet. Frankfurt a. M., 25. Febr. Die Börse hatte heute bei Eröffnung besonders kleines Geschäft, da nennenswerte Aufträge nicht Vorlagen und der berufsmäßige Handel größere Zurückhaltung übte. Im allgemeinen war der Aktienmarkt überwiegend nur knapp behauptet, da die Geschäftsffille in Verbindung mit kleinen Abgaben auf die Kurse drückte. Feste Haltung hatten auf Dividendenhoffnungen Th. Goldschmidt mit 145,75 (143), ferner waren Ilse Genuß weiter stärker erhöht auf 144,13 (142). Am Montanmarkt kamen die Kurse durchweg 0,25 bis 0,50 v. H. nichtiger zur Notiz. Elektrowerte waren teilweise mehr ermäßigt, AEG. 119 (119,90), (Siemens nach Pause 213,50 (214,25), Akkumulatoren nach Pause 228,13 (229). Im einzelnen bröckelten IG. Farben 0,25 v. H., Bemberg 0,25 v. H., Daimler 0,25 o. H. und AG. für Verkehr 0,40 v. H. ab, andererseits waren Holzmann und Rheinmetall je 0,25 v. H. höher und Adlerwerke unverändert 119,50. Am Rentenmarkt kamen Reichsaltbesitz mit unverändert 132,75 zum Kurs. Größeren Umsatz hatten Kommunal-Umschuldung mit 95,85, später waren sie mit 95,90 gesucht. 4 v. H. Rentenbank-Ablösung stellten sich auf 94,90 (94,85). Goldpfand- briefe waren größtenteils gestrichen, soweit Rotte- rungen erfolgten, wurde scharf rationiert. Liquida- tionspfanbbriefe bröckelten zumeist leicht ab, auch einzelne Stadtanleihen laaen leichter. In Staats« papieren fanden kaum Umsätze statt. Don Industrie- Obligationen stiegen 6 v. H. IG. Farben auf 131 (130,50). Im Verlaufe kam das Geschäft fast völlig zum Stillstand. Die Erklärung von 5 (im Vorjahr 4,50) v. H. Dividende bei Verein. Stahl bot keine Anregung. Zweite Notierungen erfolgten kaum, noch etwas höher waren Goldschmidt mit 146 nach 145,75. Die später notierten Werte lagen uneinheitlich bei Veränderungen unter 1 v. H. Schwächer waren aber Scheideanstalt mit 253 (255,50). Abendbörse freundlich. An der Abendbörfe zeigte sich bescheidene Nachfrage, zu größeren Abschlüssen kam es aber nicht. Die Haltung war bei freundlicher Grundtendenz im allgemeinen wenig verändert. Auch die Kurse lagen überwiegend nominell und wichen kaum mehr als 0,25 bis 0,50 v. H. ab. Montanwerte waren mäßig belebt, Mannesmann 114, (133,75), Verein. Stahl 113 (112,90), Rheinstahl unverändert 144,75. In Bankaktien war einiges Geschäft, wobei Grobbankaktien unverändert notierten, wogegen Deutsche Ueberfeebanf um 2,50 v. H. anzogen auf 125,50, während Reichsbank auf 210,75 (211,25) abbröckelten. Don chemischen Werten blieben IG. Farben mit 161,40 (161,50) etwa behauptet, Scheideanstalt weiter abfallend auf 252,50 (253), auch Goldschmidt 0,25 v. H. leichter mit 145,75; Bemberg zogen 0,50 v. H. an auf 141,75. Sonst notierten noch u. a. Holzmann mit 161,25 (162), Licht & Kraft mit 146,75 (146,25), Rheinmetall mit 141,75 (141,25), Demag mit 149 (148,50), Schöfferhof mit 203,50 (203), Adlerwerke mit unverändert 119,50, Metall- gesellfchaft mit unverändert 139, Moenus mit unverändert 133,25. Am Rentenmarkt war das Geschäft still. 4,50 v. H. Elektrowetie von 1937 99,13 (99), 4,50 v. H. Darmstadt von 1926 99,40 (99,30), 6 v. H. IG. Farben unverändert 131; Kommunal- Umschuldung wurden mit unverändert 95,90 bewertet. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Frankfun a. M. Berlin X Frankfurt a. M. Berlin Schluß- fur6 Schluß!. Abendbörse Schlug- kurs Schluß! Mittag börse Schluß- kurs Schlußk. Abend börse Schluß- kurs Schluß!, Mittag, börse Darum 24.2. 25.2. 24 ?- 25-2- Daium 24.2- 25.2- 24-2 25 2. 5% Deutsche Reichs anleihe v. 1927 102 101,9 101,9 101,9 Accumulatoren-Fabrik...... . 14 _ 228,13 229 230 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 99,4 99,6 99,4 99,6 Aschaffenburg Zellstoff...4. .. 6 140,25 140,25 140,75 140,75 *y2% Deutsche Neichsschatzanwei- Bemberg................. .. 0 141,5 141,75 141,5 142 jungen von 1935 .. . .. — — — Bekula................... .. 8 170 170 170 124 170,5 122,75 lVt% Deutsche Reichsschahanwet- 99,9 99,8 99,8 99,75 BuderuS Eisen............. .. 5 123,25 fungen von 1935, II. ftofge ... 4¥io'n Deutsche ReichSichatzanwei- Gemen, Heidelberg......... .. 7 166 166 Genien, Karlstadt......... .. 6 _ fungen von 1936, III. jvolge .. — — — — Conti Gummi............. . 12 194,75 195 194,25 195 bYi% Doung Anleihe von 1930 .. 4*4% Hestische Volksstaat von 1929 — — 108,25 Daimler Motoren.......... 6*/, 143,25 143 143,25 142,5 101,25 101,25 — Dessauer Gas............. .. 4 122,25 122,75 V/i% Deutsche Reichspostschatz von 100,5 100,5 100,8 100,75 Deutsche Erdöl............ .. 5 143,5 143,5 252,5 143,75 143,5 1934 I...................... Deutsche Gold- und Silber .. .. 9 255,5 4%% Deutsche Reichsbahnschatz 100 100 100 100 132,75 Deutsche Linoleum......... . 10 170 167,5 _ 167,5 130,25 146,75 von 1936 I.................. Elektrische Lieferungen...... Elektrische Licht und Kraft... .. 6 .. 7 131,5 146,5 131 146,75 131,5 147 Reichsanleihe-Altbesitz.......... 132,75 132,75 132,9 Cberhessen Provinz-Anlethe mit 138,25 138,25 F. G. Farben-Industtie..... .. 7 161,75 161,4 138,75 161,75 139,75 161,4 139 Auslos.-Rechten............. — — Felten & Guilleaume....... .. 6 139,25 V/t°/o Hess. Landesbk. Darmftadl 100 100 Gessürel.................. .. 7 149 149,25 145,75 149 143,9 149 146 Goldvse. R. 12.............. 100 - Tb. Goldschmidt........... .. 6 143 b¥i% Hess. Landes-Hyp.-Banl Liqu. Golbpfe............... 102,75 102,5 Gritzner Maschinen......... .. 0 50,25 50 50,25 170 115 50,4 170,25 115 — _ »'/, 3y, 4yz% Preuß. LandeSpfdbr.-Anst. 100 Hoesch Eisen............... 115 114,5 161,25 Goldpfe. R. 19 .............. ■■■■ — — Philivv Holzmann......... Ilse Bergbau.............. .. 8 .. 6 161,5 161 160,75 142,5 161,25 4y,% Preuß. Gold-Komm. R. 20 — — 100 Wt% Darmstädter Komm.-Lam besbanfR. 6................ 99,5 99,5 Ilse Genüsse.............. Kali Aschersleben.......... .. 6 .. 4 142 1441 144,25 Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe 110 119,5 138,65 100 1384 Klöcknerwerke ............. 4% 119,4 119 119,65 158,75 120,75 Auslos.-Rechte 1............. 138,13 Kokswerke und Chemische Fabrik 7 Lahmeyer.................. 6 Mainkrafl................... 4 159,25 Höch, 14-2 | 25 2. 31,5 147 >1.75 39,75 149 143,? 50,25 170 115 161 160,75 I42J 119,65 58,75 20,75 114 110-’;> 1,49,75 w 1,694 62,3 18,95 !,Ä ZZ “'MS? I 5'7li ! 62,4* 49,05 II, 63-99 57,55 | 8,70« । |£ Das neue Wirtschastsziel Es ist kennzeichnend für die zentrale Stellung, Zahlreiche Gäste der deutschen Gesandtschaft und der e das Kraftsahrzeua im deutschen Wirt- deutschen Kolonie. Kunst und Wiffenschast hWm-r -Mmres vns- Die Ausstellung „Entartete Kunst" wird nun auch in Berlin gezeigt. — (Scherl-Bilderdienst-M.) von 200 Dorfbewohner die wehrschusse zu töten. halten. Das wegen Unter dem Vorsitz des Bundeskanzlers Dr. Schuschnigg fand eine Beratung.der Landesführer tischen Lage notwendig gewordenen Richtlinien für die Arbeit in der Vaterländischen Front aus. Zwischen Brasilien und Bolivien ist ein Abkommen über die Herstellung einer B a h n v e r « b i n d u n g zwischen beiden Ländern und über die gemeinsame Ausbeutung von bestimmten Petro- leumvorkommen in Bolivien unterzeichnet ---I- 1 M 4. Ult QV HUUK VlUlUHlf, die das Kraftfahrzeug im deutschen Wirtschaftsleben heute einnimmt, daß der Führer seit nunmehr sechs Jahren die Eröffnung der Internationalen Autoschau in Berlin benützt, um über und verschwand ... „Es gibt keine häßlichen Frauen." B. London. „Wenn die Frauen mehr Mut hätten, würden sie alle hübsch sein." Diese tröstliche Meinung hat eine englische Aristokratin, Lady Steward, ihren von der Natur nicht bevorzugten Schwestern gegenüber zum Ausdruck gebracht und dazu einige gute Ratschlage gegeben. Sie weist vor allem darauf hin, daß die Pariserinnen und die Amerikanerinnen, die man so häufig als hübsche Frauen anführt, vor den ande» tretende Außenminister Westman, Staatssekretär Dahlman und viele hervorragende Juristen sowie ren durchaus nichts voraus haben, aber sie ziehen sich gut an, halten sich gut und machen das Beste aus sich. Sie haben den Mut, hübsch zu sein, und damit haben sie gewonnen. Rur die Frau, die von dem Gefühl ihrer Häßlichkeit niedergedrückt roiri) und infolgedessen ihr Aeußeres vernachlässigt, wirkt wirklich unschön. Man sieht in Frankreich und in den Vereinigten Staaten tatsächlich wenig schlecht angezogene und daher häßlich erscheinende Frauen, Iweil jede weiß, daß sie etwas aus sich machen kann. Noch deutlicher hat dies der geistreiche Fran- zose Antoine Berager ausgedrückt, indem er einfach erklärte: „Es gibt keine häßlichen Frauen. Viele Frauen wissen es nur nicht, wie sie es machen müssen, um hübsch auszusehen. Aus aller Welt. Deutscher Studententag In Heidelberg. nig später ein Kunde den Laden betrat, schüttelte ich John Regel! vor Lachen und erzählte dem Kunden die Sache, hocherfreut, daß er nicht so dumm gewesen sei, wie die beiden Männer gedacht hatten. Er habe seine Erfahrungen und deshalb die Tages- einnahme von 500 Dollar an einem Scheren Platz unterhalb der Ladenkasse versteckt. Nur 100 Dollar habe er immer in der Kasse gelassen. Und nur diese habe er eingebußt. Der Kunde horte aufmerksam zu, kaufte ein paar Schuhe- ging weg und kehrte , Besatzung ist bei dem Unglück ums Leben g e • Ein tolles Stück. kommen. Nur ein Fischer, der in der Nähe der (th) CHikago. Unfallstelle etwa 8 Kilometer von der Stadt Bos- Jobn Regelt in Chikago ahnte nichts Gutes, als nisch-Ratscha entfernt arbeitete, war der einzige lene beiden Männer sein Schuhgeschäft betraten. Zeuge des Vorfalls. Er sah, wie der Lastkahn, der Sie wollten keine Schuhe, sondern seine Kasse. Sie schon halb unter Wasser war, sehr schnell sank. Von dielten ihm einen Revolver vor und forderten ihn der Besatzung ist keine Spur gefunden worden, man auf die gesamten Tageseinnahmen herauszugeben, vermutet daher, daß sie sich gerade unter Deck auf- Sie nahmen das Geld und verschwanden. Als we-i hielt. worden. * Der griechische Ministerpräsident Metaxas, der jugoslawische Ministerpräsident Stojadino- witsch und der rumänische Unterftaatsfefretär।,)u, iuujic cm pu«. ~ Comnen trafen gemeinsam in Istanbul ein. Sie nach zehn Minuten zuruck. Als John Reg y traten sogleich die Weiterreise nach Ankara an lächelnd nach seinen neuen Wünschen fragte, Hi lt zur Äonferen3 der -Baitanentente. ihm der Kunde von vorhin ein-i Pstole„auf b i Sruft, 0 bat um Aushändigung jener 500 Dollar, erhielt sie RUHL Seltersweg Nr. 67 Telephon Nr. 3170 eparaturen Aufgaben, necke Richtlinien, neue Anregungen zu übermitteln. Im Reich der Motoren, die den technischen Fortschritt unseres Zeitalters vielleicht am sichtbarsten verkörpern, ist auch das dynamische Prinzip unserer nationalen Lebensführung und Lebensanschauung gleichsam zu Hause, hier findet es seinen sprechendsten stofflichen Ausdruck, hier wird durch die Jni- tialzündung des Führerbefehls das ganze Getriebe eines neuen Produktionsprogramms am besten in Bewegung gesetzt. So war es Anfang 1933, als Adolf Hitler mit der Ingangsetzung der Motorenindustrie und des Straßenbauplanes zugleich die wirkungsvollste Offensive gegen das graue Elend der Massenarbeitslosigkeit verband. So geschah es ähnlich auch jetzt wieder in der großen Ehrenhalle am Kaiserdamm, als der Führer den Sinn der zweiten Wirtschaftsepoche im Dritten Reiche dahin erläuterte, daß von jetzt ab die höchste Auswertung der Leistungsfähigkeit der im nationalen Produkt io nsprozeß T ä° t i g e n , d. h. die fortgesetzte Verbesserung der Arbeitsmethoden das Ziel aller unserer Anstrengungen sein müsse. Freilich bedeutet diese neue Aufgabenstellung keine plötzliche Umschaltung der Energien von einem Tag zum andern — denn wir leben ja nicht von Theorien und blutleeren Abstraktionen, die nach bolschewistischer Art die natürliche Entwicklung in die papierene Vorschrift fogenannter „Planziffern" zwängen sollen und gerade darum das kommunistische Wirtschaftschaos noch vermehren —, vielmehr wird sich die Ueberleitung von der ersten zur zweiten Produktionsepoche in Deutschland ganz allmählich vollziehen und hat es zum Teil schon getan, gemäß den praktischen Erfordernissen, welche der nationale Wirtschaftsaufschwung unseren Unternehmern und Arbeitern stellte. Denn mit der zunehmenden Erfüllung jener höchsten politischen Aufgaben, die sich durch unsere Wehrlosigkeit und durch das Brachliegen von Millionen Arbeitskräften zunächst ergaben, tritt das Bedürfnis nach einer Verbesserung der allgemeinen Lebensbedingungen selbstverständlich immer mehr in den Vordergrund. Das menschliche Glückstreben hat zwei Seiten, eine innere und eine äußere. Und was für das einzelne Individuum gilt, trifft auch für die völkische Gemeinschaft zu, die im Einsatz für Freiheit und Ehre der Nation das höchste Gebot, aber auch die erste Voraussetzung für das materielle Wohlergehen aller Volksangehörigen erblickt.. Diese Steigerung der Lebensgüter soll nach dem Wunsch des Führers das eigentliche und nächstliegende Ziel der kommenden Wirtschaftsepoche sein. Das bedingt Vermehrung der Produktion und, da Reserven an Arbeitskraft kaum noch vorhanden seien, Einführung neuer Erzeugungsmethoden und Maschinen, um zusätzliche Arbeitskräfte für den künftigen Wirt- fchaftsaufbau zu gewinnen. H. Evers. Die Aufgaben der DAF. Dr. Ley auf der Tagung der Gauabteilungsleiter. 23erja)meiöuuy w.» ~~ • * - ■ t* .' Sozialpolitik zu einer Einheit an. Mr feien der felsenfesten Ueberzeugung daß wer der beste Wirtschaftler sein wolle, auch der beste Ratio nalsozialist sein müsse. Es gelte, den ®eöan(en durchzusetzen, daß Wirtschaft und Arbeit nicht zwei verschiedene Begriffe sind, sondern das gleiche be^ deuten. So sei, um em Beispiel zu nennen, d-e Urlaub nicht nur sozial, sondern auch wirtsch f - lich begründet und bedingt. Schvichelt der Arbeit, Kraft durch Freude, alles das fei, ja fein totes Ka pital, sondern .helfe auch der Wirtschaft, weil sich eine gesunde und arbeitsfreudige Gefolgschaft: reft los für eine Steigerung der nationalen Produktion * Unter den sozialen Leistungen der DAF^ hob Dr. Ley den weitmöglichsten Ausbau^d er $ ’ t*r und Notfallversicherung ^rvor mit oem Ä. w müsse jedes Jahr gesundheitlich «6*“ Dem Arzt werde hier eine bedeutende AMg _ Kun/-, ®a°rf> 17 ^t7b^^aOe^Änp der Betriebsgemeinschaft sein und über Betne s- un Arbeitsehre wachen. Kleine politische Nachrichten Am Freitagabend wird Generalfeldmarschall S l?$9l"iomU?aenbK"n3nn6 im «erlauft der ssn.Ä.5 c ..... Wolf und einen Luchs. * Der Staatssekretär im W-eE au' fmladung bes^ Schwedischen^ 3u- Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Onkel Sam war kugelrund. (th) Washington. Wenn man heute in der Karikatur Onkel Sam darstellt, dann bezeichnet man ihn als einen sehr dünnen Herrn mit einem Spitzbart und einem Zylinder. Inzwischen aber hat man sich im Kreise der amerikanischen Historiker bemüht, die Original- figur des Uncle Sam zu ermitteln. Man hat nun in Tray im Staate Neuyork die Unterlagen dafür gefunden, daß ein gewisser Samuel Wilson, ein Re- gierungsinspektor, zuerst den Buchstaben U S aso United States, die Bedeutung von Uncle Sam unterschob. Er hatte nämlich die von ihm kontrollierten Regierungsgüter mit dem Stempel U b zu versehen. Da er nun mit Vornamen Samuel hieß, kam eines Tages ein Dockarbeiter auf den Gedanken, aus U. S. einfach Uncle Sam zu machen, Sa- muel Wilson übernahm diese Auslegung. Mit der heutigen Darstellung des Uncle Sam stimmte jen^r Samuel Wilson freilich nicht überein, als er klein und kugelrund war und eher dem Bilde des John Bull glich. Uncle Sam starb im Jahre 185L Aber für Amerika und für die Welt ist Samuel Mlson unsterblich geworden. Der rasende Stier. B. Budapest. Sonthofen, 25. Febr. (DNB.) Am Freitag begann auf der Ordensburg Sonthofen die 'Tagung der Oauamtsleiter der D A F. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley eröffnete die Tagung. Die DAF. gehöre gebietlich, fachlich und politisch unter die Fittiche der Partei. Aus den Mitgliedszahlen und dem Beitragsaufkommen der DAF. spreche ein Vertrauen, das der DAF. die Verpflichtung auflege, nicht nachzulassen in ihrem Bemühen um die Schaffenden. Dr. Ley berichtete dann von der Verwendung der Beitragsaufkommen der DAF. Er nannte das Versicherungswesen, den.Bau der KdF.-Hotels, der großen Seebäder, der KdF-Schiffe und all der vielen anderen Einrichtungen für das schaffende Volk Durch eine klare Dienststellen- und Aufgabenverteilung sei bei größtmöglicher Einfachheit eine Verbreiterung m die eigentliche Front der Arbeit m den Betrieben zu erreichen. Als nächstes Ziel kündigte Dr Ley die m e 13 u n g von Wirtsch a f t - uji o ...... ... . ---------- Ein folgenschweres Brandunglück ereignete ''? ganze Nacht hindurch auf sich in der Kofferfabrik in Kindelbrück (Kreis Erden Aesten großer Kastanien- und Kirschbäume, furt). Aus noch ungeklärter Ursache brach dort Erst am Morgen gelang es, den Stier durch Ge- Feuer aus, das auf Das Verwaltungsgebäude des - *7 " „ I Unternehmens sowie die Anlagen des Städtischen er^lN^ii-inabwruna eines Kundes. Elektrizitätswerkes übersprang. Der Dachstuhl des Fallschrrmaoiprnng einte Derwaltungsgebäudes brannte aus. Auch das Elek« (bw) Helsinki. trizitätswerk wurde von den Flammen vernichtet. Ein finnischer Fliegeroffizier ließ seinen Hund Lediglich der Fabrikbau blieb verschont. Durch die versuchsweise einen Fallschirmabsprung vom Flug- Vernichtung des Elektrizitätswerkes ist die 23er« zeug aus machen. Zuerst sprang der Offizier ab, sorgung der Stadt mit elektrischem Kraft- und Licht« und es kostete nur wenig Mühe, den mit einem ström unterbunden. sich automatisch öffnenden Fallschirm ausgerüsteten «Efinf Menschen beim Untergang eines Lastkahnes Hund dem Beispiel seines Herrn folgen zu lassen. ertrunken. Auf dem Wege zur Erde rief der OsNZier den ^uf der Save ist, wie aus Belgrad gemeldet wird, Hund mehrmals an, worauf stets lautes Vellen als auj bisher ungeklärte Weife ein mit Holz und Mais Antwort folgte. Beide landeten schließlich wohlbe- beladener L ast k a h n g e j u n f e n. !Die fünfföpfige Wie die NSK. meldet, hält die Reichsstudentenführung in diesem Jahre wieder einen großen . ■ Deutschen Studententag" ab. Als Ort der gal, Ernst Stahl-Nachbaur und Heinz von Cleve. 1 bie DOm 21. bis 25. Juni stattfindet, ist Dos Stück wurde neu einftuöiert von Ernst Legal Heidelberg ausersehen worden. Die Amtsträger der und für die Gastspielreise mit neuen Dekorationen ^^mch^ Selbstführung aus dem ganzen Reiche, Josef Fenneker ausgestattet. bie Führung der jungen Kameradschaften des NSD. Händel-Plakette Studentenbundes und Vertreter des Altherrenbuh- für eine amerikanische rNufikfreundin. &e5 der deutschen Studenten (NS.-Studentenkampf- Die von der Stadt Halle zum 250. Geburtstag ihres Hilfe) werden sich zu einer machtvollen Kundgebung weltberühmten Sohnes gestiftete H ä n d e 1 - P l a - des einigen deutschen Studententums 3ujammen« fette für Persönlichkeiten im In- und Ausland, finden. Im Rahmen des „Deutschen Studenten- die sich um die Pflege deutscher Musik verdient ge= tages" werden in den modernen Sportanlagen Des macht haben, wurde vom Deutschen Botschafter Dr. nahe gelegenen Mannheim Die deutschen Studenten- Dieckhoff der bekannten amerikanischen Musik- meisterschaften ausgetragen. In ihrem Mittelpuncr förberin Frau Lawrance Townsend überreicht. I stehen die Reichswettkämpfe der studentischen Ka- Ihr zu Ehren fand in der deutschen Botschaft in meradschaften. Washington ein Empfang statt, zu dem sich zahl-1 Eine vorbildliche Tierfchuhtat. reiche Musikinteressenten der Bundeshauptstadt ein- Wie der Reichstierschutzbund mitteilt, rettete das gefunden hatten. Botschafter Dieckhof f wies auf Gesolgschastsmitglieb des Bauern Richard Lembke, die großen Verdienste von Frau Townfend hin, die Georg Vallies, in Reppow (Pommern) unter während Der Wintermonate jeDen Montag Konzerte I Einsatz seines Lebens ein Pferb vom Tode des Er- veranstaltet, bei denen regelmäßig auch die deutsche trinkens. Auf dem Hofe riß sich ein Pferd vom Musik einen hervorragenden Platz einnimmt. Wagen los und geriet auf Den zugefrorenen Rep- Der Physiker Geh. Rat Max Vien f. pow-See. Die Eisdecke brach, und Das Tier ging In Jena starb im Atter von 72 Jahren der be- wild rudernd unter. Collies lief kurz entschlossen kannte Physiker Geh. Hofrat Professor Dr. Max Dem Tier nach und hielt auf der bruchigen Eis- Wien, ein Detter Des in Gießen tätig gewesenen decke Den Kopf Des Pferdes so lange über Wasser, Physikers Wilhelm Wien. Max Wien, aus Königs- bis Hilfe herbeikam. Das Tier konnte an LanD ge« berg gebürtig, begann feine akabemijche Laufbahn zogen werben. Catties hat Damit nicht nur Dem 1893 als Assistent von Röntgen in Würzburg, Bauern Das PferD gerettet, fonDern unter Einsatz wirkte später an Den Technischen Hochschulen in seines Lebens eine Tierschutztat vollbracht, Die Den Aachen unD Danzig unb (von 1910 bis 1935) als I Leiter Des Reichstierschutzdunbes, Oberbürgermeister Drbinarius für Physik in Jena. Seine Unter- Staatsrat Dr. Krebs (Frankfurt) veranlaßte, suchungen betreffen in erster Linie bie Elektro- biesem braven ßanbarbeittr .durch em persönliches physik. Wien war Inhaber ber Goldenen Hertz- Schreiben zu danken und einen Betrag von IDO Medaille unb wurde 1937 auch mit der Goethe- Mark zu überweisen. Medaille für Kunst und Wissenschaft ausgezeichnet. Die Schaufpielerfamitte Thimig erkrankt. ------- Wie die „Frankfurter Zeituna^a us Wien meldet, ist die Schauspielerfamilie h i m i g und ihr _ _ _ _ , ,» a i Bekanntenkreis von einer schweren grippeahnlichen Geschichten ans aller Welt. Vz V | ist gestorben. Man nimmt an, daß es sich um Falle den Bauch auf, dann stürzte er sich mit gesenktem von P ° P ° S.s/ e " k r a n k h e l t ^deltz die bet 6>nnt npnpn hi? Srhaiifenfterfcbeibe eines Stofflabens I einem Wellensittich Des Hofrats Hugo -i4)imig ve ZfiSH« rn rannte reite einwanbfrei ftstg-st«llt »erben tonnte. Der nnt einen Wagen vor einem Gasthaus um, zersplitterte der Familie Thimig befreundete Rechtsanwalt Dr. bie^Schraln eines ^Bahnübergangs, raste durch den Jbftf Zitter, der in den letzten Tagen nur ein Dorfiriedhu! und drang in den Has der Boltsschule einziges Mal bei der Familie zu Besuch »eilte, ist ein In höchster Angst, daß da- Tier die Türen aus- gestorben. Außer ihm und den ^nnlienniitaüeb rn iinh oinhrinnen könnte führte die Lehrerin erkrankten noch die beiden Aerzte, die die Familie ihre Kinder schleunigst in Den Keller. Unterdessen behanDelt hatten, Die Krankenschwester, Die Huusge« hatte sich Das ganze Dorf aufgemacht unD verfolgte hilfin und Der gausportier, außerdem eine Reihe Piros" mit Mistgabeln unb Spießen. Das Tier von Bekannten, Die ber Familie Krankenbesuche ab- liefe sich aber nicht im minbeften einschüchtern, son- gestattet hatten. bern stürzte sich auf feine Verfolger, überrannte Drei Kinder beim Eislauf ertrunken, die i ersten und raste davon, sprang über einen In Christianstadt (Kreis Sorau) vergnügte sich Graben und lief auf das freie Feld. Am Abend er- eine Anzahl Kinder am Ufer des Bober mit Eis- schien „Piros" jedoch von neuem auf dem Dorf- lauf, als plötzlich die schwache Eisdecke nachgab. Daplatz, stark blutend, aber immer noch in Wut. Ein bei versanken zwei Kinder; zwei Kameraden, die dichter Nebel hatte sich über bas Dorf gesenkt, unb sie retten wollten, brachen ebenfalls ein. Von Erin biesem tauchte immer roieber brohenb ber ra- wachsenen, bie herbeigeeilt waren, konnte nur ein jenbe Stier auf. Die Dorfbewohner wußten sich in Kinb ans Ufer gebracht werben. Die Hilfe für bie ber Dunkelheit nicht anbers zu helfen, als bafe fie übrigen brei kam zu spät. Sie wurden als Sei« mit ihren Familien aus den Häusern und Hütten, ch e n geborgen. bie ihnen nicht sicher genug zu sein schienen, flüch- Folgenschweres Grofefeuer. teten unb auf bie Bäume kletterten. So hockten bie| t -- ~ *- ..... Höchste Prädikate für den Film „Kampf um den Himalaja". Der Film „Kampf um den Himalaja" von der deutschen Nanga-Parbat-Expedition 1937 wurde von ber Filmprüsstelle mit ben höchsten Präbikaten ausgezeichnet. Diese Filmchronik Peter Müllrit- ter 5, bie im Einvernehmen mit Der Deutschen Himalaja-Stiftung von Der Degetv am 4. März im Ufa-Palast München zur Uraufführung gebracht wirb, würbe als staatspvlitisch wertvoll, künstlerisch wertvoll, volksbilbenb, Lehrfilm unb jugendfrei anerkannt unb zur Vorführung an allen Feiertagen zugelassen. Der Film, besten Musik Bernd Scholz chrieb, ist bas Vermächtnis ber sieben Helden, Die zusammen mit ihren neun treuen Trägern im Gipfelsturm um Den unbetretenen Scheitel Der ErDe ihr Leben gelassen haben. Das Deutsche Publikum wirb in diesem Film, dem der Reichssportführer ein Geleitwort auf den Weg gab, bas hohe Lied ber Treue unb Opferbereitschaft erleben. Europa-Gastspielreise des Berliner Schiller-Theaters. Das Berliner Schiller-Theater tritt am 26. Februar eine Gastspielreise durch das In- und Ausland an. Es ist seit vielen Jahren das erste Mal, daß ein deutsches Theater mit Ensemble, sämt- lichen Dekorationen, Kostümen und Requisiten eine europäische Gastspielreise unternimmt. Das Schiller- Theater wird das Schauspiel „Der Richter von Za- Uimea" von Calderon in der Nachdichtung von Wilhelm von Scholz in folgenden Ländern zur Aufführung bringen: Tschechoslowakei, Litauen, Lettland, Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark, Holland, Oesterreich und Ungarn. Dem Ensemble gehören an außer Heinrich George, der bie Titelrolle spielt, u. a. Anneliese Uhlig, Ernst Lekleine ungarische Dorf Scen balasz, das feiner Rinderzucht berühmt ist hat m einem wütenden Stier eine wahre Schreckenszeit durchlebt. Eins der hübschesten Mädchen des Ortes, Katharina Heroat, hatte von dem Vater den Auftrag erhalten, den jungen Stier ,,Piros ben bewerb teilneljmen füllte, .»iros fjatte 6t5 Mm b sond res UN Snö verfiel auf den verrückten Se. danken Piros" den Kopf zu parfümieren damit N°'ch° Ä^Wut'gerketz'die Ärt Ä an bft Krippe band, und wild (Anni.honh aus bem Stall ausbrach. Emern kleinen L L chm den Leg verjperrt«, Ichlitzte der Stier die Motorisierungsprobleme hinaus die großen der V a t e r l a n d i s ch e n Front statt. Der Bun- grundsätzlichen Fragen der nationalsozialistischen ^kanzler gab die durch die Besprechung von Wirtschaftsführung zu beantworten und ^erchtesgaden für die Neuordnung der innerpott- Der schaffenden Volksgemeinschaft, also auch den in "" “““ ro"£*H anderen Wirtschaftszweigen tätigen Volksgenossen, den Bauern, Ingenieuren oder Bergarbeitern neue •sj Mantelstoff Q CK 145 cm breit, englisch gemustert..........per m UeUU Boucle - Mantelstoff. 155 cm breit, in sehr A CK aparten hellen Frühjahrsfarben..........per m “«UU Shetland• Mantelstoff, 145 cm breit, solide E Cf] Strapazierware in richtigen Farben.......per ra UeUU Sportmantelstoff. 145 cm br., in flotter Frühjahrsmusterung, auch für Slipons geeignet, äußerst C KK solide Ware...........................per m UeUU Kleinkarierter Mantelstoff. 150 cm breit, in sehr schönen ganz neuen Farbstellungen, flott C QE und elegant.................. perm U*uU Für kleidsame, sportliche Kostüme: Stoffspezialhaus Bemaifldohn Gieben, Plockstrahe 14—16 1229 A Ko* tü nist off. 145 cm breit, engl. gemustert, 4 £E für flotte Sportkostüme................perm 1teltU Vi^ourenx-Kostümstoff. 150 cm br., in allen E Qf] modischen Frühjahrsfarben.............per m U«UU Shetland-Kostünistoff, 155 cm breit, unverwüstliche, solide Qualität, in allen modernen E 7f] Frühjahrsfarben.......................per m Ue IU Kammgarn - Kostiimstoff. 140 cm breit, in blau und schwarz, in sich leicht gemustert, für C Eft Schneiderkostüme....................per m UeUU Sporl kostüm- toff, 150 cm breit, herrliche Strapazierware, in wundervollen, bedeckten Färb- C QE Stellungen............................per m U«uU Kammgarn Kostiimstoff. 140 cm breit, grau Q QE mit Nadelstreifen, erstklassige Ware.....perm UeUU Mit' BernardSloOen in den Frühling Die beliebten Jackenstoffe: preiswert per m K arierter Jackenstoff, 150 cm br., in schönen Farbstellungen per m Sportkaros, 145 cm breit, in modernen Farbstellungen per m Dessins in modischen Farben per m Für den schönen Uebergangsmantel Karierte Jackenstoffe, 155 cm br., in fabelhaften, ganz neuartigen Farbstellungen . . .per m Jackenstoff. 155 cm breit, ausgesucht schöne 3.95 4.15 4.60 6.85 7.60 Hahnentritt-.Jackenstoff. 150 cm breit, in braun-weiß, sehwarz-weiß, marine-weiß, besonders B&M-KLEIDUNG ist richtig .... 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