Nr.2l Erstes Blatt 188. Jahrgang Mittwoch, 2b. Zanuar 1938 Lrlchemr tüyltch, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustriert» Gießener Familienblätter Heimat tm Bild Die Scholl» Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr , -.25 Auch bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolg» höherer Gewalt üernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach» richten Anzeiger Sietzen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11688 Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitatrdruckerei R. Lange in Gietzen. Zchristleitvng und Geschäftsstelle: §chulftratze 7 Annahme von Anzeigen für die Miltagsnummer bis8'/,Uhr des Dormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps., für Text» anzeigen von 70mm Breite 50Npf.,Platzoorschrift nach vorh Vereinbg.25^ mehr. 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Die iialienischen Südamerika-Flieger in Rio deZaneiro gelandei. 10 000 Kilometer in 39 Stunden 17 Minuten.-Zwischenlandung eines Klugzeugs in Naial. den Der Maschinen Glückwunschtelegramme. erscheint. big Akademie für deutsches Recht, Dr. Frank, rns anläßlich des Besuches des französischen Außenministers in der polnischen Hauptstadt zeigte, tm wachsenden Maße dieses deutsch-polnische Verständi- gungswerk als einen wesentlichen Beitrag am Frieden anerkennen lernt, diese Tatsache darf als ein Zeichen dafür gebucht werden, daß sich auch außerhalb der beiden beiteiligten Länder die Erkenntnis für den Wert der neugestalteten deutschpolnischen Beziehungen immer mehr durchsetzt selbst dort, wo die Skepsis zunächst größer war als das Vertrauen. Minderheitenerklärungen vom 5. November, die, wie er sich selbst ausdrückte, ein Beweis dafür seien, daß Polen vor der Suche nach neuen Formen im internationalen Leben nicht zurückweicht. Dieser Akt sei ein sehr wesentlicher Schritt zur dauernden Festigung und Kräftigung der Grundsätze des Uebereinkommens vom Januar Das Verständigungswerk vom Januar 1934 hat in den vier Jahren seiner Dauer seine Lebenskraft bewiesen. Die Tatsache, daß F r a n k r e t ch , Polens Bundesgenosse, wie sich vor wenigen Wochen erst Rio de Janeiro. 26. Jan. (DRB.) Am Dienstag um 23 Uhr 2NEA. sind Oberst Viseo und Oberleutnant Bruno Mussolini auf ihrem Südamerika-Geschwaderflug in der brasilianischen Hauptstadt glatt gelandet. Hauptmann Moscatelli mußte zur Behebung einer leichten Hropellerstörung eine Zwischenlandung in Ratal (Brasilien) vornehmen. Den Ueber- windern des Südatlantik wurde von einer großen Menschenmenge, unter der die italienische Kolonie sehr stark vertreten war, ein begeisterter Empfang bereitet. Mehrheit und Minderheiten zum gemeinsamen Wohl zusammenfassen. Weiter sprach sich der Ministerpräsident gegen einen Autonomismus der Ukrainer * Der erste Transozean-Geschwaderflug Europa— Südamerika, genauer Rom—Rio de Janeiro, kann als ein neuer großer Erfolg der italienischen Mil'itärfliegerei gebucht werden. Die drei 5-79-Bomber, die bereits vor drei Jahren in Dienst gestellt wurden, haben sich ebenso wie bei dem Flugzeugrennen Jstres—Damaskus—Paris, Unsere Karte gibt den ungefähren Flugweg der Flugzeuge an, von denen das eine unter dem Kommando des zweiten Sohnes des Duce steht. (Scherl-Bilderdienst-M.) wo sie die drei ersten Plätze belegten, glänzend bewährt. Die kleine Propellerstörung an dem Flugzeug des Hauptmanns Moscatelli und die damit'verbundene Unterbrechung in Natal kann diesen Triumph keineswegs beeinträchtigen. Italien darf auf feine dank der zielbewußten Führung durch Mussolini zu hervorragender Leistungsfähigkeit gelangte Militärfliegerei mit Recht stolz sein. Nach einem amtlichen Kommunique haben die von Oberst B i s e o und Oberleutnant Mussolini geführten Flugzeuge trotz heftigen Gegenwindes und zeitweiligen Sturmes über dem Atlantik die 5350 Kilometer lange Strecke Dakar- Rio de Janeiro in 13 Stunden 35 Minuten mit einem Durchschnitt von 393 Stundenkilometer be- Fragen der Minderheitenpolitik weiter den Weg des Wohlwollens gehen, den Weg gleicher Rechte für alle Bürger des Staates, aber auch den Weg der Aufrechterhaltung der Ruhe * Diese Ausführungen Skladkowskis find um so begrüßenswerter, als der Ministerpräsident natürlich weiß, daß er damit gewissen chauvinistischen Kreisen in Polen nicht gerade aus der Seele spricht, die die große Linie der polnischen Außenpolitik noch nicht erkannt haben. Gerade Vorfälle während der letzten Monate haben wiederholt Anlaß zu Klagen über illoyales Verhalten beispielsweise polnischer Jnsurgentenkreise gegenüber der deutschen Minderheit in Ostoberschlesien gegeben. General Skladkowski ist nicht nur Ministerpräsident, sondern auch I n n e n m i n i st e r. Es wäre besonders erfreulich, wenn der Innenminister den aufrechten und weitblickenden Worten des Ministerpräsidenten in seinem speziellen Amtsbereich überall da Geltung verschaffen würde, wo ein Eingreifen gegenüber kurzsichtigen Hitzköpfen notwen- Unser Bild zeigt (als Dritten von links) den zweiten Sohn des Duce, Leutnant Bruno Mussolini, mit seiner Mannschaft vor dem Start. An der Maschine sieht man dret Mäuse, ein Zeichen, das auf das alte römische Sprichwort „Zeige deinem Feinde grüne Mäuse" zurückgeht. — (Associated-Preß-M.) Ein herzhaftes Wort, das hoffentlich überall in Polen gehört werden wird, hat der polnische Ministerpräsident General Skladkowski zur Minderheitenfrage vor dem Hauptausschuß des Sejm gesprochen. Er hat erklärt, daß von der Einstellung der Polen zu den nationalen Minderheiten das Schicksal Polens in hohem Maße abhänge. Daß ferner haß und Unduldsamkeit den Minderheiten gegenüber ein schwerer Fehler sei der sich früher oder später an Polen rächen werde. Es wäre unwürdig für die polnische Nation, so erklärte er weiter, auf dem Wege der Rechtsordnung den Minderheiten das Leben zu erschweren, denn das polnische Volk müsse mit den Minderheiten Zusammenleben. Das Wirtsoolk habe die Pflicht, im Namen des Staates Ruhe und Gleichgewicht zu wahren; allerdings müßten sich auch die Minderheiten loyal verhalten Die Regierung werde unverändert über den Konflikten zwischen der Mehrheit und der Minderheit stehen, denn sie müsse die weiten Ziele des Staates im Auge behalten und sämtliche Kruste der polens Minderheiienpolilik. Ministerpräsident Skladkowski mahnt zu loyaler Zusammenarbeit. Leistung, sondern darüber hinaus auch als eine Tat, die in verschiedener Hinsicht neue Perspektiven eröffne. Als besonders beachtenswert wird die hohe Durchschnittsgeschwindigkeit hervorgehoben. Ferner wird darauf hingewiesen, daß es sich um serienmäßig hergestellte Militärmaschinen handele. Diese Glanzleistung schreibt der „Cor- riere della Sera" übertreffe die optimistischsten Erwartungen und gehe über das ursprüngliche Programm der Flieger noch hinaus. Nicht nur der Ozean und die Wüsten seien überflogen worden, sondern man habe auch eine neue Verbindung zwischen Rom und Rio de Janeiro geschaffen. Die Jugend des faschistischen Italiens habe das große Wagnis übernommen und wieder einmal bewiesen, daß es tm Zeitalter Mussolinis das Wörtchen „unmöglich" nicht gebe. Allen Siegern gebühre die gleiche Anerkennung, aber die Tatsache, daß sich auch Bruno Mussolini unter den Piloten des kleinen Geschwaders befinde, sei von besonderer Bedeutung. Der „Ponolo d'Jtalia" stellt fest, daß ein Meer, eine Wüste und ein Ozean in Rekordzeit überflogen worden sei. Mussolini habe Italien nicht nur d i e Flugzeuge gegeben, die zu solchen Unternehmungen fähig seien, sondern auch den Fliegern den Geist,den Mut und die Kühnheit, _.. italienische Regierungschef hat Fliegern in einem Telegramm seine besondere A n - erfennung ausgesprochen. Auch der Staatssekretär des Luftfahrtministeriums, Fliegergeneral Valle, und der Parteisekretär, Minister Ska- race, übermittelten den Besatzungen der drei Das Recht der Volksgemeinschaft. Staatssekretär Dr. Schlegelbcrger sprach in Warschau. Warschau, 25. Jan. (DNB.) Im Mittelpunkt der Warschauer Tagung der Arbeitsgemeinschaft für die deutsch-polnischen Rechtsbeziehungen, die im Mai vergangenen Jahres in Anwesenheit des polnischen Justizministers Grabowski von dem Präsidenten der neuen Bundesgenossen für Frankreich zu suchen, genau so wenig verstanden, wie zunächst Der größte Teil des polnischen Volkes. Verstanden hat ihn aber sein außenpolitischer Schüler, Oberst Beck. Er machte seine Außenpolitik einzig und allein aus der Verantwortung heraus, zu der ihn das politische Testament Marschall Pilsudskis verpflichtet. Dieses Verantwortungsbewußtsein hat es ihm ermöglicht, die Angriffe gegen feine Außenpolitik gelassen zu ertragen, die von der marxistischen Linken, aber auch von einer doktrinären und nicht selten in freimaurerischen Bindungen befangenen Rechten gegen ihn gerichtet wurden. Genau 14 Tage vor dem heutigen Jahrestag des deutsch-polnischen Derständi- gungswerkes hat Oberst Beck sich nicht nur e r - neut z u i h m bekannt, sondern erklärt, daß er sich bemühe, „mit den Staaten, mit denen Polen gemeinsame Interessen oder gemeinsame Anschauungen haben kann, freundschaftliche Beziehungen zu festigen und auszubauen". Ist es ein Zufall, daß dieser Satz den Bericht über den vorjährigen Besuch des Ministerpräsidenten Göring in Polen einleitete, „dessen persönlicher Kontakt mit Polen ein wesentliches Element für ein besseres Verständnis der Festigkeit unserer nachbarlichen Beziehungen bildet"? Den Verbreitern der Unzufriedenheit und des Mißtrauens gegen feine Außenpolitik hat Oberst Beck noch niemals in so scharfen Worten feine Meinung gesagt wie zwei Tage später im Auswärtigen Ausschuß des Sejm. In der polnischen öffentlichen Meinung könne »man nicht nur ein schöpferisches und positives Element, sondern auch ein weniger positives feststellen, ein Element der Nervosität, das nachdenklich stimmen müsse. Denn man sei sich nicht immer darüber im klaren, wie weit — und der polnische Außenminister wies hierbei ausdrücklich auf die Danziger Frage hin — wie weit hier wirklich polnische Sorgen und Bestrebungen sprechen, und wie weit hier vielleicht Versuche von außen her vorliegen, die Richtung der polnischen Außenpolitik zu ändern. Die Vertreter der gesetzgebenden Kammern möchten diesen Leuten, die Alarm auch in der Danziger Frage — und das heißt auch in den deutsch-polnischen Beziehungen — verbreiten, kjenau auf die Finger sehen. Noch niemals ist von einem polnischen Staatsmann ein» so mutiges und entschiedenes Bekenntnis zu dem deutsch-polnischen Verständigungswerk abgelegt worden wie in diesen Worten. Müßig, die Frage zu -stellen, von welcher Seite her die Versuche unternommen werden, die- polnische Außenpolitik in andere Bahnen zu lenken. Die Kreise, die hieran ein Interesse haben, können nur solche sein, die nicht wünschen, daß in Europa Frieden, Ruhe und Ordnung herrschen. Diese Kräfte können nur d i e der Komintern und des ihr verwandten Judentums und der Freimaurerei fein. Im übrigen hat gerade diese letzte Aussprache im Auswärtigen Ausschuß des Sejm gezeigt, daß diese Kräfte in ihrer ganzen Gefahr vom polnischen Volke immer stärker erkannt werden, haben doch fast sämtliche Abgeordneten, die das Wort nahmen, auf die Wühlereien des Kommunismus hingewiesen und erklärt, wenn Polen trotz der verschiedenen Grenzzwischenfälle der letzten Zeit und der unerhörten Zwangsmaßnahmen gegenüber der polnischen Minderheit in der Sowjetunion weiterhin geordnete Beziehungen mit der Sowjetunion unterhalte, dann sei das ein Zeichen eines sehr weit gehenden guten Willens von polnischer Seite. In seinen Ausführungen über Polens außenpolitische Beziehungen ging der polnische Außenminister an dem polnischen Nachbar im Süden, der Tschechoslowakei, und an dem tm Norden, Litauen, völlig vorüber — ein Zeichen dafür, daß sich an den gespannten Beziehungen Polens zu diesen Ländern nichts geändert hat. So ergibt sich, wenn man von den herzlichen Beziehungen zwischen Warschau und B u k a r e st absteht,.. am vierten Geburtstag des deutsch-polnischen Verstandl- gungswerkes, daß die Beziehungen Polens zu keinem seiner Nachbarn so gute sind wie zum Deutschland Adolf Hitlers. Daß der polnischen Außenpolitik mit ihrem Leiter viel an der Pflege und Weiterentwicklung dieses Verständigungswerkes zum Wohle Europas und der Welt und nicht zuletzt selbstverständlich zum Wohle des eigenen Staates liegt, das hat Außenminister Beck nicht nur durch seine letzte Reise nach Berlin bewiesen, sondern auch durch die deutsch-polnischen Die -italienische Presse kennzeichnet den erfolgreichen Verlauf des T r a n s o z e a n - G e s ch w a - um sie zu wagen derfluges nicht nur als eine sportlich wertvolle Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Warschau, 25. Januar 1938. Fünfviertel Jahr nach dem Abschluß des deutsch- polnischen Verständigunasabkommens, dessen Tag sich zum viertenmal jährt, hatte Marschall P i l - sudski, der damals noch nicht wußte, daß er damit einen seiner letzten großen politischen Gedanken in seinem Leben ausspricht, dem damaligen französischen Außenminister B a r t h o u gegenüber, Der sich auf Die BünbnisbeziehunHen zwischen Polen und Frankreich berief, das Derständigungswerk mit Deutschland zu verteidigen. Marschall Pilsudski wies auf die geographische Lage Polens hin und erklärte, daß sich aus ihr für die polnische Staatsführung die Notwendigkeit ergebe, an die erste Stelle die Regelung der Beziehungen mit den großen Nachbarn zu setzen, an die zweite Stelle die Bündnisse und an die dritte Stelle das übrige Europa. Diesen Ausspruch aus dem Frühjahr 1935 hatte Barthou, der unmittelbar danach nach Moskau weiterreiste, um sich einen aus; er wünsche nicht, daß ein „radikaler Nationalismus" unter den Ukrainern in Wolhynien sich verbreite. Zur Judenfrage erklärte Sklad- kowski, daß sie in Polen ein Kampf gegen die U e b e r v ö l k e r u n g und ein Kampf gegen den Mangel an Brot sei. Der Ministerpräsident verurteilte verschiedene Vorgänge im Kampf gegen die Juden, erklärte aber, daß die Juden der Wahrheit nicht in die Augen sehen wollten. Polen verändere sich in sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht: Der polnische Bauer, der in die Stadt ziehe, kämpfe um ein höheres Lebensniveau; diese Bemühungen müsse die Regierung unterstützen. Die Einmischung der Juden außerhalb des polnischen Staates in die inneren Angelegenheiten Polens fei eine Beleidigung Des Staatsbewußtseins bei ... , sämtlichen Staatsbürgern, Der Polen wie Der JuDen, Leben gerufen wurDe stanD ein Vortrag Des Stacns- sie sei aber gleichzeitig nachteilig für Die JuDen sekretärs im Reichsjustizministerium Dr. Schle - selbst. Die polnische 'Regierung werbe in allen 1 g e I b e r g e r über „Die Entwicklung Des deutsche!! wältigt. Oberst B i f e o und Oberleutnant Mussolini haben somit Die rund 10000 Kilometer lange Strecke R o m—R io De Janeiro in 39 StunDen 17 Minuten bei einer Flugzeit von 24 StunDen 20 Minuten zurückgelegt. Hauptmann Moscatelli, Der am Dienstag fast währenD Des ganzen Fluges über Den Atlantik infolge Be- fchäDigung eines Propellers nur mit zwei Motoren fliegen könnte, ist auf Befehl Des GeschwaDerfüh- rers Oberst Biseo um 19.19 Uhr in Natal ge- lanDet und setzt am Mittwochvormittag seinen Flug nach Rio fort. Italien ist stolz auf seine Ozeanflieger. Kl Timmimun ^atal ^Rio de Janeiro # Romv • Böne? MK 6 500 1000 1500 Km (HKtiSCk LTL Villa Clsnerös> Pt. Etiennef „Alle Unklarheiten heseiiigt." BohleSVoriraginBudapestfindetinderungarischenpresselebhasteZustimmung. Rechts im Dritten Reich". Er führte aus, wer das Wesen des Rechts nicht außerhalb der Volksgemeinschaft suche, sondern in ihm nur eine besondere Anschauung des Lebens unter ordnenden Gesichtpunkten sehe, der müsse erkennen, daß die Rechtsentwlck- lung zwangsläufig durch den Wandel der Lebensanschauung und die Richtung der Lebensziele eines Volkes bestimmt werde. Daraus ergebe sich, daß das gesamte deutsche Recht neu aufgerichlet werden müsse, nach einem Blickpunkt, den man mit einem Wort „öie Volksgemeinschaft" nennen könne. Die Erweckung des Gemeinschaftsgedankens and der Wandel in der Bewertung der Lebensgüter, der Sieg der sittlichen und kulturellen Forderungen über materiellen Besitz seien für Inhalt und Rang der Normen bestimmend. Dr. Schlegelberger schilderte dann im einzelnen die Erneuerung des deutschen Rechts auf allen Gebieten. Neben 'der Strafrechtserneuerung erwähnte er das neue Patentrecht, das neue Aktienrecht, das der Anfang einer umfassenden Neugestaltung des gesamten übrigen deutschen Ge- sellschafts- und Wirtschaftsrechts sei. Der Vortragende knüpfte sodann an seine Heidelberger Rede an, in der er den Plan für die Neugestaltung des gesamten bürgerlichen Rechts bekannt gemacht hatte und gab einen Ueberblick über die Grundsätze der Neuordnung dieses großen Rechtsgebiets. Schließlich ging Dr. Schlegelberger noch auf die Ausbildung des deutschen Richters, auf feine Stellung, Aufgaben und Befugnisse ein. — Die polnischen Zuhörer folgten den Ausführungen des Redners mit starkem Interesse. Lebensraum für Deutschland Die Münchener Tagung der Kommission für Wirtschaftspolitik. München, 25. Jan. (DNB.) Der zweite Tag des Lehrganges der Kommission für Wirtschaftspolitik der NSDAP, unterstrich die politische Parole, die der Leiter der Kommission Pg. Bernhard Köhler als Motto gewählt hatte: Zu wenig Menschen, zu wenig Land! Oberst Loeb ging davon aus, daß kaum ein Wirtschaftsabschnitt der deutschen Geschichte einer so einheitlichen inneren Ausrichtung bedürfe wie der Dier- jahresplan. Besondere Bedeutung habe die Notwendigkeit der Freimachung von Arbeitskräften und die Erhöhung der Arbeitskraft der einzelnen, um bis zum Letzten die deutsche Arbeitskraft sinnvoll einzusetzen und auszuschöpfen. Es sei unsinnig, anzunehmen, der Dierjahresplan bedeute eine Senkung der Lebenshaltung, weil ja gerade Ziel ist, die Lebenshaltung zu erhöhen. Der Ablauf des ersten Jahres berechtige zu der Erwartung, daß das gestellte Ziel voll erreicht wird. Reichsstatthalter Ritter von Epp stellte be- sonders die wirtschaftliche Seite unserer Kolonialforderung heraus. Den Verfälschungen unseres Kolonialanspruches stellte er die eindeutige Notwendigkeit gegenüber, unseren Besitz an Raumkräften zu erweitern. Eine Fülle zahlenmäßiger Gegenüberstellungen bewies, wie umfangreich die Raumpotenzen der anderen Weltmächte dem raumarmen Deutschland gegenüber sind und wie die ehemaligen deutschen Kolonien für uns wesentliche wirtschaftliche Lücken auszufüllen vermögen. — Bernhard Köhler zeigte die Zusammenhänge zwischen dem wirtschaftlichen, politi- schen und sittlichen Leben der Völker und bekannte sich zum Prinzip des Außenhandels, der eine Brücke zwischen den Völkern ist, ohne ihre Lebensrechte zu beengen. Ein solcher Welthandel aber diene zur Begründung eines wahren Friedens, und so verliere auch der viel angewandte Satz „Zerstörung der Geschäfte durch die Polittk" feinen Sinn. Erweiterte ZuMndiekeit des General- Vauinspekiors der ReicbshaupWdt. Berlin, 25. Jan. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat durch einen zweiten Erlaß über den Generalbauinspektor vom 20. Jan. 1938 d i e Zuständigkeit des Genera l b a u - Inspektors erweitert. Bei der Großräumigkeit der Planung hat es sich als erforderlich erwiesen, die Neugestaltung über das Gebiet des Stadtkreises Berlin hinaus zu erstrecken, um damit gleichzeitig die in den kommenden Jahrzehnten notwendig werdende weitere Entwicklung der Reichshauptstadt in b est i m mt g e - ordnete Bahnen zu lenken. Nach dem neuen Erlaß ist der Generalbauinspektor berechtigt, Gebiete außerhalb des Stadtkreises Berlin in den Gesamtbauplan für die Reichshauptstadt einzubeziehen, soweit dies zur Durchführung seiner Aufgabe erforderlich ist. Eine Erweiterung der S t a d t g r e n z e n der Reichshauptstadt ist damit nicht vorgesehen. Dem Generalbauinspektor ist weiter vom Führer die Befugnis übertragen worden, bei allen im Stadtgebiet der Reichshauptstadt geplanten Neubauten mit einem. Urnbauten-Raumbedarf von über 50 000 Kubikmeter — das entspricht einem Bauwert von etwa zwei Millionen Reichsmark — d e n Bauplatz zu bestimmen, um repräsentative Großbauten würdig in das Weichbild der Stadt einzureihen und um zu verhindern, daß diese in dem städtebaulichen Riesengebilde der fast 900 Quadratkilometer großen Stadt Berlin untertauchen. Derartige Bauvorhaben sind daher rechtzeitig vor der Wahl des Bauplatzes dem Generalbau- infpektor für die Reichshaupsttadt anzumelden. Amateur fiimarbeit in der HZ. Das Presse- und Propagandaamt der Reichs- jugendführung hat mit dem Bund Deutscher Filmamateure e. 23. eine Vereinbarung getroffen, nach der die Angehörigen der HI., die als Filmamateure tätig sind, d i e Mitgliedschaft beim Bund Deutscher Filmamateure erwerben sollen. Um den Angehörigen der Hitler-Jugend, die in den meisten Fällen nicht berufstätig sind, den Beitritt zu erleichtern, wurde in der Vereinbarung eine Beitragsermäßigung für die Angehörigen der HI. in dem BDFA. feftgelegt Kominternagent in polen zum Tode verurteilt. Warschau, 26. Jan. (DNB. Funkspruch.) Jrn Zuge der Bekämpfung bolschewistischer Verbrechen und der Unschädlichmachung der Komintern-Agenten, die in verschiedenen Teilen Polens ihr Unwesen trieben, verurteilte das Bezirksgericht in Za- mosc im'westlichen Teil Galiziens den Kommunisten Piwowar zum Tode durch den Strang und zwei weitere Kommunisten zu Zuchthausstrafen zwischen 2 und 15 Jahren. Piwowar hatte einen Polizisten ermordet. Budapest, 25. Jan. (DNB.) Staatssekretär Gauleiter Bohle besichtigte die römischen Ausgrabungen bei Gran. Zu Ehren des Staatssekretärs gab der stellvertretende Außenminister Baron A p or in den in einer Vorstadt Budapests gelegenen Staatlichen Kellereien von Budafok ein Frühstück. Daran nahmen teil: der österreichische Gesandte Baar-Bahrenfels, der italienische Geschäftsträger Formentini, mehrere Staatsekretäre, der deutsche Gesandte oockErdmanns- darf, der Landeskreisleiter der NSDAP. Konsul Graeb und die Mitglieder der deutschen Gesandtschaft. * Der Vortrag Bohles vor der Ungarischen Außenpolitischen Gesellschaft beherrscht die Presse. Das Regierungsblatt „F ü g g e 11 e n \ e g" schreibt, die Versuche der jüdischen Presse, einen künstlichen Gegensatz zwischen Deutschland und Ungarn zu chaffen, hätten mit der Rede des Staatssekretärs Bohle nun ihren endgültigen Abschluß gefunden. Diese offene und mutige Rede habe vor allem das Phantom des Pangermanismus endgültig verjagt. In Zukunft könne es niemand mehr wagen, alle die bösartigen Uebertreibungen und Verleumdungen über Pangermanismus dem befreundeten deutschen Staat zur Last zu legen. — Das Regierungsblatt „Budapesti Hirlap" schreibt, der Vortrag habe auch in der Minderheitenfrage alle künstlich geschaffenen Mißverständnisse zerstreut und Klarheit geschaffen. Mit größter Befriedigung nehme die gesamte öffentliche Meinung Ungarns zur Kenntnis, daß die Frage des ungarländifchen Deutschtums als endgültig geklärt angesehen werden könne. Der dem Außenminister nahestehende „ P e st e r Lloyd" schreibt, Staatssekretär Bohle habe als der zuständige Vertreter der offiziellen Politik so- Totio, 26. Jan. (DNB. Funkfpruch.) Der ftan- zösische Boffchafter Henry sprach beiry stellvertretenden Außenminister Horiyouchi wegen der bereits gestern gemeldeten Landung einer japanischen Mattosen-Äbteilung im Hafen Pulin a u f i) e r südchinesischen Insel Hainan gegenüber der französischen Kolonie Tonkin vor, um die näheren Umstände der Vorgänge zu erfragen. Hori- nouchi stellte fest, daß die japanischen Einheiten lediglich in Ausübung ihres Auftrages die effektive Sperr- der Küste Chinas gegenüber chinesischen Fahrzeugen durchzuführen hätten. Zur Untersuchung verdächtiger chinesischer Dschunken gel anbete japanische Marinesoldaten seien von Chinesen beschossen worden. Daraus hätten japanische Schisse mit Artillerie geantwortet. Die Japaner hätten drei Verwundete gehabt. Horlnouchi wiederholte, daß die japanischen Schisse lediglich ihren Sperr austrag durchgeführt hatten. Ihr Vorgehen habe keinem anderen Zweck gedient. Der französische Botschafter nahm diese Mitteilung der japanischen Regierung entgegen. Von französischer Seite war wiederholt die Meinung geäußert worden, daß eine Einbeziehung Hainans in die militärischen Operationen dem japanischfranzösischen Abkommen von 1 9 0 7 über den Status quo in China widerspreche und darüber hinaus eine Gefährdung Indoch! n a s , insbesondere des Hafens Hai-Pong in Tonkin, bedeuten würde. Japan hatte seinerseits wegen der über Hai-Pong nach Pünnan, der südwestlichsten Provinz Chinas, also durch ftanzösisches Gebiet geleitete Lieferungen von Kriegsmaterial Vorstellungen erhoben. Aoch feine KriegseMrung. Tokio, 25. Jan. (DNB.) Im Oberhaus erklärte Außenminister H i r o t a, daß die Zeit für eine Kriegserklärung an die chinesische Zentralregierung noch nicht gekommen fei. Obwohl es sich tatsächlich um einen Krieg größten Ausmaßes handele, könne die gegenwärtige Lage in Dftafr doch nicht an den Kriegsgesetzen des Völkerrechtes gemessen werden. Japan habe erklärt, das wohl des Deutschen Reiches als auch der herrschenden nationalsozialistischen Bewegung gesprochen. Seine an Ungarn gerichteten Worte mußten als eine feierliche und prinzipielle Erklärung über eine grundlegende, das ungarisch-deutsche Verhältnis zu- tiefft angehende Frage bezeichnet werden. Die Tragweite der Erklärungen des Staatssekretärs bestehe in jener unmißverständlichen Weise, wie er die Aufgabe der nationalsozialistischen Auslandsorganisation und insbesondere die Auffassung des Reiches in der Frage der in Ungarn angesiedelten deutschen Volksgruppe charakterisierte. Das Regierungsblatt „Esti Ujsag" schreibt, es herrsche die Auffassung, daß hierdurch nun endgültig alle Unklarheiten in der Frage Auslandsdeutschtum und Volksdeutschtum beseitigt seien. Seit Jahren habe man bis zum Ueber- druß lärmende und verworrene Gerüchte über eine angebliche „pangermanistische Gefahr" in Budapest gehört. Unter diesem Schlagwort und Deckmantel verberge sich eine schamlose Hetze gegen Deutschland. Das Judentum, das es nicht wage, sich unmittelbar in die inneren deutschen Verhältnisse einzumischen, suche in Ungarn auf diesem Wege Gegensätze zwischen dem ungarischen und dem ihm befreundeten deutschen Volke zu schaffen. Wer nach dieser Rede noch die Verhetzung der Öffentlichkeit fortsetze, verstoße gegen die außenpolitischen Interessen des Staates und diene allein den Interessen des Judentums. Das „Acht-Uhr- B1 a t F" des Grafen Bethlen schreibt, Staatssekretär Bohle habe staatsmännische Weisheit und Mäßigung gezeigt. Ein jedes seiner Worte habe klärend und beruhigend gewirkt. Bohle habe jeden Zweifel, jedes Mißverständnis und jedes Mißtrauen gegenüber der deutschen Haltung ein für allemal zerstreut. __ antijapanische Regime und die Militärcliquen in China beseitigen zu wollen, es arbeite mit dem neuen Regime zusammen. Japan unterscheide also zwischen der Zentralregierung und dem chinesischen Volk. Wenn Japan heute den Krieg erkläre, so träten automatisch für dritte Mächte die Neu- tralitätsgesetze in Kraft. Mit Rücksicht auf feine internationalen Beziehungen habe Japan bis heute keinen Krieg erklärt, aber es fei nicht ausgeschlossen, daß im Laufe der Entwicklung die Erklärung des Krieges notwendig werde, und zwar mit Rücksicht auf die damit verbundene Neutralität dritter Mächte. Diejenigen Mächte, welche die Beendigung des Krieges und den Freden wünschten, hätten die Zufuhr von Kriegsmaterial unterbunden. Wenn Japan auch der besonderen Lage im Fernen Osten Rechnung trage, so habe es doch der Haltung jener Mächte ernstliche Beachtung zu schenken, die China Waffen und Munition lieferten. Oie Labour-partei fordert Genfer „Aküon". London, 26. Jan. (DNB.) Eine Abordnung der ßabour = Partei suchte den Premierminister auf, um diesem die Ansicht ihrer Partei über den chinesisch-japanischen Konflikt darzulegen. Die Labour-Partei meint, daß die britische Regierung die Führung bei der kommenden Genfer Ratstagung ergreifen solle, um eine sofortige „Aktion zur Abwehr des japanischen Angriffes" in China in die Wege zu leiten. Für den Fall, daß eine einstimmige Entscheidung hierüber in Gen nicht herbeigeführt werden könne, dürfe dies nicht als Vorwand für die „friedfertigen Mächte" dienen, nicht selbst zu handeln. Die britische Regierung solle nach der Mitarbeit anderer Mächte trachten, um „durch wirtschaftliche Maßnahmen das internationale Recht und die Ordnung im Fernen Osten wiederherzustellen". — Chamberlain habe in feiner Antwort eingehend dargelegt, daß die britische Regierung die Entwicklung der Lage im Fernen Osten genaue st ens oer'olge. rund 60 000 Pfund, also 750 000 Mark. Was hat er mit dieser stattlichen Summe, die noch durch private Zuwendungen erhöht wurde, angefangen? Hauptaufgabe war bisher zweifellos die Unter- tützung britisch-ausländischer Vereinigungen, wie der Anglo-Aegyptischen Vereinigung in Kairo und der „Kulturgesellschaften" in Rio de Janeiro, Sao Paulo, Santiago de Chile, Lima und Nanking. (Es ist im übrigen bemerkenswert, an Hand dieser Liste den Ansatzpunkt der driti- ' d)cn Propaganda festzustellen: der Nahe Osten, Südamerika und China.) Eine weitere Aufgabe des Councils ist die Unterstützung von Professuren und Lektoraten sowie die Verleihung von Schul- tipenbien vor allem in den Ländern des östlichen Mittelmeeres, Bücherstiftungen usw. Ziffern sollen hier im einzelnen nicht genannt werden. Sie sind übrigens durchaus beachtlich. Nahe liegt natürlich die Frage, warum die gesamte Außenpropaganda nicht zentralisiert wird. Die Erklärung hier- ür liegt einmal in der festgewurzelten Abneigung der Briten gegen jede Zentralisierung, unter der nach englischer Auffassung die Privatinitiative leidet. Vor allem darf man aber nicht übersehen, daß trotz aller Verschleierung hinter Rundfunk, Presse und British Council kontrollierend und leitend das News Departement, die Pressestelle des Foreign Office, steht, dessen begabter und eifriger Leiter, Herr Leeper, ein guter Freund des ständigen Unterstaatssekretärs Sir Rädert D a n f i 11 a r t s ist. Englands Luftverteidigung. London, 26. Jan. (DNB. Funkspruch.) Nach der „Daily Mail" wird die Kabinettssitzung am Mittwoch sich mit der Luftverteidigung beschäftigen. Befürchtungen über die Wirksamkeit der Organisation zur schnellen Vollendung des Lustrüstungsprogramms beunruhigen auch die Regierungsanhanger. Man hält es für notwendig, daß die Regierung die Ungewißheit über das Rüstungsprogramm ohne Verzug befeitigt. Falls die Regierung nicht einer Geheimsitzung Des Parlaments zu- stimmen sollte, wird eine Reihe von Abgeordneten die Einsetzung eines Ausschusses fordern, der 23orfcbläge für die Verbesserung der Organisation des Luftfahrtministeriums machen müsse. Unter den Punkten, die besonders kritisiert werden, nennt die „Daily Mail" den Ausbau des Luftfahrtmini- fteriums, in dem es an Zufammenatbeit zwischen den einzelnen Abteilungen fehle, und den Mangel an Instrumenten und Ausrüstungsgegenständen. Die Regierung bereite eine sorgfältige Antwort auf alle diese Einwände vor. Im Oberhaus werde Minister Lord Swinton, im Unterhaus der Premierminister Chamberlain selbst sobald wie möglich auf die Angriffe antworten. ♦ Wie General Ironside mitteilte, soll d i e englische Fck a k jetzt neuartige U e b u n g s s ch e i b e n erhalten. Die bisher gebräuchlichen Scheiben, die von einem Flugzeug durch die Luft geschleppt wurden, hätten sich als unzweckmäßig erwiesen, da die Schleppgeschwindigkeit höchstens 120 Kilometer in der Stunde betrage, was der Geschwindigkeit der modernen Flugzeuge keineswegs entspreche. Die neuen Scheiben seien den „Tontauben" zu vergleichen. Erbitterter Kampf um einen französischen Bauernhof. Paris, 25. Jan. (DHB.) In der Rähe des Ortes La Fleche ereignete sich auf dem einsam gelegenen Bauernhof Lornuel ein Vorfall, der eindringlich die Notlage des französischen Kleinbürgertums beleuchtet. Der Besitzer des Hofes hatte sich geweigert, eine fällige Steuer zu entrichten. Daraufhin erschien der Gerichtsvollzieher, um eine Pfändung vorzunehmen. Er kam vor verschlossene Türen, denn der Steuersäumige hatte sich mit seiner Familie auf seinem von hohen Mauern nm- gegebenen Gehöft verbarrikadiert. Der Gerichtsvollzieher zog wieder ab, um alsbald mit einem Gehilfen und einem Flurfchühbearnten zurückzukommen. Alle drei versuchten, in das Gehöft einzu- dringen. Plötzlich wurde aus einer der Dachluken geschossen und einer der Vollzugsbeamten niedergestreckt. Die beiden anderen räumten daraufhin das Feld und alarmierten die Polizei, die das Gehöft umstellte. Man ersuchte die Pariser Polizei um Entsendung von Tränengasbomben, um auf diese Meise das belagerte Gehöft in die Hand zu bekommen. Nachdem die Gendarmerie zwei Trä- nenqasbomben in das Innere des Hauses geschleudert hatte, öffnete sich die bisher verbarrikadierte Tür, und es erschien einer der Söhne des Bauern im Freien unter dem Ruf: „M i r ergeben uns !“ Es handelte sich jedoch nur um eine List, denn kaum näherte sich ein Gendarmeriefeldwebel dem Bauernhause, als plötzlich aus dem Innern ein Schuh fiel, der den Gendarmeriebeamten tödlich traf. Der Bauernsohn flüchtete sofort wieder in das Haus, und die Tür wurde erneut verrammelt. Die belagernde Gendarmerie steckte schließlich den Bauernhof in Brand, um die drei Verbarrikadierten zum Verlassen des Hauses zu zwingen. Einem der Brüder Lornuel gelang es, in einen nahe gelegenen Wald zu flüchten. Als der andere Bruder den gleichen Versuch machte, wurde er beim verlassen des Hauses erschossen. Auch die Frau, die wenige Augenblicke später mit brennenden Kleidern und haaren aus dem Haus stürzte, wurde tödlich getroffen. Während der Rächt wurden in die umliegenden Wälder zahlreiche Streifen zur Verfolgung des flüchtigen Lornuel gefaxt, doch muh bei dieser Suche mit größter Vorsicht vor- gegangen werden, da (F*'rnuel ein Gewehr und Munition besitzt. Der Bauernhof ist vollständig niedergebrannt. Die Lage an der SerueHronf. Salamanca, 26. Jan. (DNB. Funkfpruch.) Der nationalfpanische Heeresbericht vom Dienstag lautet: An der Teruelfront machten die Bolschewisten im Abschnitt von Singra einen Gegenangriff, der glänzend abgewiefen und in eine Verfolgung des Feindes umgewandelt wurde. Dabei perloren die Bolschewisten 100 Tote, 100 Gefangene, Maschinengewehre, Munition und einen sowjetrussischen Tank. Wie aus Barcelona verlautet, sind dort von der Teruelfront in den letzten Tagen 6000 Verwundete eingetroffen. Um eine Beunruhigung der Bevölkerung zu ver- England zur Propaganda bekehrt. Von unserem tbg.-Äerichterstaiier. London, 25. Januar. Am 21. Dezember des vergangenen Jahres erklärte Ministerpräsident Chamberlain in einer umfassenden Rede Über die Ziele der britischen Außenpolitik: „Die Regierung sieht vollkommen ein, daß der alte Standpunkt der würdigen Zurückhaltung nicht länger auf die heutigen Bedingungen angewendet werden kann und daß es angesichts der rauhen Wirklichkeit der heutigen internationalen Beziehungen absolut notwendig ist, Schritte zu ergreifen, um uns selbst vor dauernde r F a l s ch e i n s ch ä tz u n g z u s ch u tz e n". Stellt man diese Ausführungen Chamberlains in den Rahmen der Maßnahmen, die in letzter Zeit propagandistisch von britischer Seite ergriffen wurden, so lichtet sich der Schleier über jenem Teil des britischen Aufrüstungsprogramms, der — wie so mancher andere — bisher im Halbdunk?l der bloßen Vermutungen gehalten worden w»r. Als solche Maßnahmen sind zu nennen: 1. -Sendungen des Rundfunks in arabischer Sprache; 2. Errichtung zweier neuer Kurzwellensender mit 100-Kilowatt-Sendestärke für Sendungen in spanischer und portugiesischer Sprache; 3. die Uebernahrne angesehener Journalisten sowohl in den neuen Sendedienst wie in den sog. „British Council for relations to other coun- tries“, von dem noch später die Rede sein wird. Der. Entschluß, zur bewußten Ausland sw er- b u n g überzugehen, wird der Regierung sicherlich nicht leicht gefallen fein. Die Briten lieben das Wort Propaganda nicht, weil sie unter ihm das Angreifen und Aufschwatzen von Dingen verstehen, von deren Gute und redlichen Beschaffenheit nicht jedermann überzeugt ist. Was andere Völker Propaganda nennen und wofür sich die Briten bisher zu schade waren, wird hierzulande mit dem Schlagwort „Publicity" versehen. Um „Publicity" ist jeder bemüht, der in das Rampenlicht der Öffentlichkeit treten muß. Selbst der neue Kriegsminister Höre- Belisha macht davon feint Ausnahme „Publicity" ober Propaganda — wie man es auch nennen will, in der Sache selbst haben die Briten auch hier lernen müssen, daß es nichts hilft, vom behaglichen Kamin aus dem Lauf der Well zuzu- fchauen, Jahn Bull, auch wenn er inzwischen etwas fettleibig geworden ist, muß lernen, mit der übrigen Welt Schritt zu halten. Wenn sich John Bull indessen erst einmal in Bewegung setzt, kann man gewiß sein, daß er aus den Fehlern, die andere gemacht haben, gelernt hat und daß er, was ihm vielleicht heute noch fehlt, durch sture Beharrlichkeit ersetzt. Das erste Debüt mit den arabischen Sendungen war gewiß nicht überaus glücklich. Die Kaffee schlürfenden Arader auf den Gassen Jerusalems werden sich gewundert haben, warum man gerade ihnen erzählte, daß einer ihrer Rassengenossen wegen Umtriebe gegen die britische Militärherrschaft hingerichtet worden fei. Auch die Wahl von Sprechern aus Aegypten war ungeschickt, denn das ägyptische Arabisch ist nun einmal ein „sächsisches" Arabisch. Aber alles dies sind Anfangsmängel. Es gibt in England genügend Kenner der arabischen Welt, um den Rundfunk und die übrigen Propa- gandastellen zweckmäßig beraten zu können. Warum sollten die Briten auf dem jüngsten Instrument der Propaganda nicht ebenso meisterhaft spielen lernen wie auf dem ältesten, der Presse? Was sie auch auf Neuland zu leisten vermögen, das geht zum Beispiel au$ dem bereits zwei Monate zurückliegenden Jahresbericht des ..British Council for relations to other countries“ hervor, einer Einrichtung, deren Namen man wohl am besten mit „Britisches Institut zur Pflege der Beziehungen mit anderen Ländern" übersetzt. Der British Council wurde im März 1935 geschaffen; fein erster Präsident war Lord B u st o n Percy. An seine Stelle ist heute her sehr rührige Gesundheitsminister Kingsley- Wood getreten. An amtlichen Zuwendungen erhielt der' British Council im vergangenen Jahr Französische Rückfrage in Tokio. Die japanische Truppenlandung auf der Insel Hainan. M -M OWUW--.: x-r..-*; Mt ■fei; s irt! iCFi [r»; A • r»i |r$i R $P: Ä! in: ” iO «j - ® < Ä io| i| den Sehr- ner t Es- ü n» orps die ein Lau* rt. 2fr. Ab- um ien. iflt den >rze eck. its. helfen i m llen sie 2In- mch ers, fest- 'ön- den iber oße rg ien ch- iu. ien er rbe irj )33 en. er- -en )lf€- ttag nts tadt ajor her» nilf- ihre rzen nter die den, über der rend n. einen W Rahe des einsam ge- att, bet ein- iteinbütget- । hatte sch entrißen, x, um eine ot veeschlos- atte sich mif dauern um- ct Der Ge- ld mif einem zurüchukom- tehöst einzu- tt Dachluken beamten nie- en daraufhin die das Ge- die eng. scheiben Heiden, die *, sieppt mur- fen, da die -lometer in idigkeit der reche. Die ' n“ zu ner« d« lnM Und 7- ,-n Mlutsn -Ichnl. °Wch«n 5.1°llen a,= sind "«tinti* p°Nnd» n9 hler- «ter °° leibet M Kutz =1« unS '"d b«g V der '*« und Freund Robert ung. h> N-ch Ui um chästigen. ^rganifa. rüstungs- Tierungs. . daß die nustungö- Äegie. ments zu. geordneten "dern, der gunisation fe. Unter ten, nennt fahttmini- t Zwischen n Mangel inben. Die *t auf alle ■ Minister - Premier- öglich auf i-n-nt. com " Kol- einen e,iie •n nndDa- <*; •ÄS tl um etil- n, um auf Eite Hand j« . zwei Tra- ifes czeschlen- charrikadierle des Dauern ergeben utn tine * netiefelbmeM dem W* lecrnl« 16 ’' (ofotf m«” meul --r--"- m-M * ei ' ,u J»«* L in Al» w ««; r-Ls Das Modell der Hamburger Elbbrütke ganz Norwegen mit einem roten Schein außerordentlicher Klarheit mehrere Stunden be-1 in Berlin im Zeichen der Siwßensamm >ung für das WKW. nen. Die NS.-Gemeinfchaft „Kraft durch Freude' die ZU hat daher schon seit langer Zeit ihre Aufmerksamkeit der Saalverbesserung zugewandt und hat nun gemeinsam mit dem Amt „Schönheit der Arbeit" in der Deutschen Arbeitsfront die ,.(9 e - fellschaft für Freizeit - H e i m g e st a l - tung" begründet Dies ist nun nicht, wie mancher annehmen möchte, eine Finanzierungsstelle für Umbauten, sondern eine Beratungsstelle. Es ist ihre Absicht, die Saalbesitzer anzuregen, ihre Räume so zu gestalten, daß sie den kulturellen Anforderungen der kleinen Stadt oder des Dorfes genügen. Die finanzielle Seite foll nicht im Vordergründe stehen,, Das Nordlicht am Dienstagabend wurde auch n ganz Norme---™:i ' ......-* ' bestrebt, die Vertreter der Südstaaten durch Anordnung zehnstündiger Sitzungen ermüden. Dienstmarken für die Partei. Mit Wirkung vom 30. Januar 1938 hat der Führer, wie schon gemeldet, für den Postverkehr der NSDAP, und ihrer Gliederungen die Verwendung eigener Dienstmarken genehmigt. Die Marken, deren Entwurf von Professor Richard Klein, München, stammt, erscheinen in Werten von 1 bis 40 Npf. (Scherl-Bilderdienst-M.) Feierstunde im schönen Haum Die NS. -Gemeinschaft „Kraft durch Freude" hat die Aufgabe übernommen, die deutsche Kultur zum Allgemeingut der Dolksgemein- schaft zu machen. Sie trägt ihre Bestrebungen auch hinaus in die kleinen Städte und in die Landorte, denn das hohe Gut deutscher Kunst und Kultur soll in seiner Geltung nicht auf die großen Städte be schränkt bleiben Wie aber die Erfahrung lehrt, fehlt es an vielen Orten an geeigneten Sälen. In einem unfreundlichen Raum ist es schwer, eine Am zweiten Tag der Gau-Straßensammlung für das Winterhilfswerk führten 600 Mitglieder des Reichskriegerbnndes einen Umzug in historischen Uniformen durch die Straßen Berlins durch. — (Scherl-Bilderdienst-M.) meiden, werden die Transporte gruppenweise nachts durchgeführt. Während dieser Stunden werde Fliegeralarm gegeben, damit die Einwohner die Unterstände aufsuchen und ihnen der Anblick der Derwundeten-Züge entzogen wird. Das neue (Spornen. München, 25. Ian. (DNB.) Am Dienstagabend war im Norden Münchens eine eigenartige, zunächst unerklärliche Röte des Hirn- mels vom Horizont bis zum Zenit zu beobachten. Anfänglich wurde ein großer Brand vermutet. Dann wurde es offenbar, daß es sich um eine Himmelserscheinung, nämlich um ein Nord- l i ch t handelte. Aus allen Gegenden Bayerns liefen Meldungen über ähnliche Beobachtungen ein. Dr. Thüring von der Sternwarte München erklärte, daß von der Sonne Ströme kleinster Teilchen (Elektronen) ausgehen, die auf die allerhöchsten Luftschichten der Erde auftreffen und sie durch den Anprall zum Leuchten bringen. Daß diese Erscheinung in der Nähe der beiden Erdpole am häufigsten vorkommt, ist darauf zurückzusü'hren, daß die Erde magnetisch ist und die beiden Magnetpole in der Nähe des Nord- und Südpols die von der Sonne kommenden Elektronen zunächst zu den Polen hinziehen. Im heutigen Falle handelt es sich um ein ganz besonders starkes Leuchten. Es ist auch in anderen Gebieten Deutschlands beobachtet worden. So wird aus Guhrau in Schlesien gemeldet: Dienstagabend rief eine merkwürdige Naturerscheinung die lebhafteste Aufmerksamkeit der Bevölkerung wach. Am nördlichen Horizont auffteigenb, verbreitete sich ein bläuliches Licht am Nordhimmel und nahm im Zenit eine purpurne Färbung an. Die Erscheinung wurde auch in anderen Teilen Schlesiens, u. a. in Breslau, beobachtet. _ Die DevbachtWgen im Ausland. obachtet. Seit Menschengedenken kann man sich nicht erinnern, jemals einen Nordlichtschein, der über Rjukan im Gebiet von Telemark mehrere Stunden wie das volle Tageslicht leuchtete, erlebt zu haben. Auch in fast ganz England zeigte sich am Dienstagabend und noch in der Nacht zum Mittwoch das Nordlicht in glänzender Farbenpracht. Die Radioübertragungen standen in ganz England unter der Einwirkung dieser Erscheinung, ebenso die Telefonanlagen. — Ferner wird aus mehreren Städten des P e l o p o n n e s und Mazedonien berichtet, daß dort der Nordlichtschein etwa eine Stunde lang beobachtet werden konnte. Die Nordlichterscheinung wurde auch in verschiedenen Gegenden der Schweiz wahrgenommen. Ebenso berichten sämtliche französischen Alpenstationen von der Erscheinung des Nordlichtes. Es wurde überall in den Zentralalpen bis nach <5 ü ö t i r o I beobachtet. In Meran glaubte man, es handle sich um einen Riesenbrand im Passeier Tal. In ganz 0 b e r i t a l i e n bemerkte man am Dienstag zwischen 20.30 Uhr und 21.15 Uhr in nordwestlicher Richtung am Himmel farbige «Streifen auf blutrotem Grunde, die sich wie der Widerschein eines Feuerwerks oder eines großen Brandes ausnahmen. Besonders eindrucksvoll war das Schauspiel in Breuil an der schweizerischen Grenze, wo sich das Matterhorn dunkel von dem feurigroten Hintergrund des Himmels abhob. — In Polen erschien in der Gegend bei Kielce das Polarlicht in Form von zwei Säulen weißen Lichts am Himmel. Es verschwand nach, kurzer Zeit, um dann in der gleichen Form, jedoch in rotem Licht, noch einmal wiederzukommen. Der Widerschein des Polarlichtes konnte bis nach Krakau und Warschau hin gesehen werden. Kleine polnische Nachricht-n. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat dem General der Infanterie Herzog von Koburg, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes und Präsident der Vereinigung Deutscher Frontkämpferoerbände, das Recht zürn Tragen der Generalsuniform des Heeres verliehen. ♦ Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat dem Oberst a. D. Eugen v. K u tz s ch e n- b ach in (Solberg anläßlich der Vollendung des 10 0. Geburtstages den Charakter als Generalmajor verliehen und fein B i l d mit eigenhändiger Unterschrift zugehen lassen. Der Kommandierende General des II. Armeekorps wird die Glückwünsche des Führers persönlich übermitteln. Reichsminister Funk erschien im Verwaltungsgebäude des Werberates der deutschen Wirtschaft, um sich als Vorsitzender des Verwaltungsrates zu verabschieden. Er übertrug sein Amt auf Staatssekretär Hanke, der als Staatssekretär des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda fatzungsgemätz Vorsitzender des Verwaltungsrates wird. * Zu feinem 50. Geburtstag erhielt der Flugzeugkonstrukteur Dr. H e i n k e l, dessen Leistungen im G A. vom «Samstag eingehend gewürdigt worden sind, sehr herzlich gehaltene Glückwunschtelegramme von Reichsminister der Luftfahrt Generaloberst Göring, Reichsminister Dr Goebbels und Staatssekretär General der Flieger Milch. Die Auswanderung der Oesterreicher hat im abgelaufenen Jahre bedeutend zugenommen. Nach Angaben der Arbeitsvermitt- lungsämter sind 1937 nach Deutschland etwa 25 000 Spezialarbeitskräfte übergesiedelt. An zweiter Stelle der Auswanderungsländer steht England, das 2000 österreichische Arbeitsuchende ausgenommen hat. An dritter Stelle kommen die überseeischen Länder mit 1553 Personen. ) Im Gerichtsgefängnis von Akko (Palästina) • wurden drei Araber gehenkt. Einer von ? ihnen war bei einem Feuergefecht mit englischem t Militär in der Nähe von Nablus gefangengenommen. Die beiden anderen waren vor Einführung l der Militärgerichtsbarkeit von einem Zivilgericht ab- : geurteilt worden. । Kunst und Wissenschaft. ' Fortbildungslehrgang über Bähet- und Klima- Heilkunde in Wiesbaden. In Wiesbaden wurde der 1. ärztliche Fort- , b ildungs kurfus über Bäder- und Klima-Heilkunde im Rahmen der gesamten " Medizin eröffnet. Im Kurhaus fand ein Festakt t statt. Der Beauftragte des Reichsärzteführers für r das ärztliche Fortbildungswesen, Reichsamtsleiter . Dr. B l o m e, sprach über die Bedeutung der beut- schen Bäder im Rahmen der natürlichen Heilmethoden und dankte der Stadt, die ihre Kuranstalt , der Fortbildungsorganisation zur Verfügung ge- stellt hat, ferner der Bäderverwaltung sowie den . Kurverwaltungen der Bäder Schmalbach, Ems, , Nauheim und Homburg sowie der Wehrmacht, die ebenfalls eine Kuranstalt des Heeres zu Studien- ; zwecken zur Verfügung stellte. Aus aller Wett. 1. Reichskagung des Bundes Deulfcher Karneval. Zusammen mit den Feiern des 100jährigen Jubiläums des Mainzer Karnevals hält der Bund Deutscher Karneval vom 10. bis 12 Februar in Mainz feine erste Reichstagung ab. Die Gründung einer solchen Spitzenorganisation für den Karneval, die die Vertretung der gemeinsamen Interessen der Karneval treibenden Gesellschaften und Stadtverwaltungen in rechtlicher, wirtschaftlicher und kultureller Natur übernimmt, war eine Notwendigkeit, um die Auswüchse des Karnevals zu be- eitigen, das Eigenleben der Vereine zu wahren und den Karneval als alten Dolksbrauch zu pflegen. Innerhalb des Bundes hat sich ein eigener KdF.» Ausfchuß gebildet. Bei der Tagung, auf her u. a. der Präsident des Bundes Deutscher Karneval, Ratsherr Reinhard (München) über Weg und Ziel des Bundes sowie über die kulturelle Seite des Karnevals sprechen wird, steht im Vordergrund die Berufung des Großen Rates, der dem Präsidium zur Seite stehen foll. Der Stand des evangelischen Schwesternwesens. Die dem Zentralausschuß für Innere Mission an. gegliederten evangelischen Mutterhaus- und Schwe- sternverbände verfügen nach be neuesten Zählung über insgesamt 46 925 Pflegekrüfte, darunter 43 615 Vollschwestern. Diese Ziffer verteilt sich auf die folgenden Gruppen: 70 Mutterhäuser des Kaisers- werther Verbandes deutscher Diakomssen- Mutterhäuser, Berlin-Wilmersdorf, mit 30 969 Pflegekräften. 15 Mutterhäuser und Schwesternschaften des Zehlendorfer Verbandes 'ür evangelische Diakonie, Berlin-Zehlendorf mit 6(i04 Pflegekräften. 4 Mutterhäuser des deutschen Gemeinschafts-Diakonie - Verband es Marburg a. d. L mit 2816 Pflegekräften. 11 Mut- erhaufer des Bundes deutscher Gemein- chafts - Diakonissen - Mutterhäuser, Berlin-Lichtenrade mit 1881 Pflegekräften. 9 Mutterhäuser des Verbandes der Evangelischen Freikirchlichen Diakonissen -'Mutterhäuser Deutschlands, Frankfurt a. M mit 2338 Pfleqe- fräften. 33 der „D i a k o n i e g e m e i n s ch a f t" direkt angeschlossenen Mutterhäuser und Schwesternschaften mit 2917 Pflegekräften. Französisches Militärauto verunglückt. Ein Militärlastkraftwagen des französischen 11. Regiments der Jäger zu, Pferde ist aus noch unbekannten Gründen gegen bie Brüstung der Eiien- bahnbrücke, bie von Begingen nach Vefoul führt, geprallt und hinuntergestürzt. Von ben zwölf Insassen kamen fünf ums Leben, fünf andere wurden verletzt, darunter einer sehr schwer. Zwei Mann blieben unverletzt._____ Hauptschriftleiter: Dr. Friebrich Wilhelm Lange Stellvertreter bes Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik unb für bie Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot: für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- fetter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt her Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XII. 37: 11 000. Druck und Verlag: Brühlsche Unioerfitätsbruckcrei R. Lange, K -G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 Pillig, Salamanca, 25. Jan (DNB.) Der National- belegierte der spanischen Falange, Manuel Alcon, trat im Rundfunk den falschen Ansichten entgegen, daß das nationale Spanien alle auf bolschewistischer Seite arbeitenden und kämpfenden Spanier ausrotten wolle. Das nationale Spanien habe ein weitgehendes Verständnis für alle, die unter vorgehaltenen Pistolen den Bolschewisten dienen müßten, um ihre Familien zu erhalten. Das nationale Spanien nehme daher alle Einwohner der noch unter bolschewistischer Herrschaft stehenden Gebiete liebevoll auf, ohne auch nur im entferntesten daran zu denken, sich an denen zu rächen, die nur gezwungen politischen Parteien angehörten. Allerdings werde man gegen Kriegshetzer und alle, die ben Sieg der nationalen Sache hinauszuschieben versuchten, unerbittlich ooraehen. Der Kampf werde nicht geführt, damit die Republik im Stile des 14. April 1931 ober die Monarchie in überholter Form roieber- kehre. Wenn General Franco eine Restauration für notwenbig halte, bann werde er eine Monarch i e zeitgemäßen Charakters aus der Grundlage sozialer Gerechtigkeit ein- sühren. 2)0-5 neue Spanien wende sich zwar gegen den Adel, der nur nach außen glänzen woll^. Es erkenne aber ben in her Geschichte Spaniens verankerten Adel an, her seine Einsatzbereitschaft auf dem Schlachtfelde bewiesen habe. Eine Kamarilla werde im neuen Staate nicht geduldet werden Das neue Spanien werde verkörpert von Arbeitern Bauern unb (Stubenten, bie, Seite an Seite im Schützengraben, bie beste Bürgschaft für ben Sieg her neuen Volksgemeinschaft seien, wie sie der Staatechef General Franco erstrebe. ErfolgreichernationalerBombenangriff auf Barcelona. Paris, 25. Jan. (DNB.) Wie aus Barcelona mitgeteilt wird, hat ein zweimaliger Bombenangriff nationalfpanischer Flugzeuge auf die B e f e st i - aungen der katalanischen Haupt st a d t bei den Bolschewisten große Bestirrzung hervorgerufen. Den nationalspanischen Flugzeugen ist es gelungen, trotz der heftigen Flugabwehr in geringer Höhe vom Meere her kommend, die Stadt in ihrer ganzen Ausdehnung zu überfliegen, wobei neben schweren Sprengbomben vor allem große Mengen kleinerer Branbbom- ben auf fast alle militärisch wichtigen Anlagen abgeworfen wurden. Gegen bas Antilynchgesetz in LIGA. Senatoren der Südstaaten warnen vor Bastardisierung der weitzen Nasse. Washington, 25. Jan. (DNB.) Im Senat setzten die demokratischen Senatoren aus den Südstaaten ihre Obstruktionspolitik gegen die A n t i l y n ch v o r- lage fort/ bie eine Ermächtigung für bie Bundes- behörben oorfieht, Polizeibeamte, die sich von der Volksmenge einen gefangenen Neger entreißen lassen, strafrechtlich zu verfolgen. Die Obstruktionstaktik besteht darin, daß die Gegner der i Vorlage unter Ausnutzung der im Senat herrschen- j den Redefreiheit seit drei Wochen ununter- , brachen sprechen, um entweder die Abstim- । mung zu verhindern oder die Zurückziehung der Vorlage zu erzwingen. Der Organisator der Obstruktion ist Senator Eilender aus Louisiana, der selbst sechs Tage lang sprach und dabei stundenlang aus Büchern über bie .Beziehungen her \ verschiebenen Rassen im alten Aegypten, Persien j und Indien vorlas. Ellender erklärte, daß die Annahme der Vorlage einen Sieg für bie voll- ( ft ä n b i g e Gleichberechtigung der N e - g e r in ben Bereinigten Staaten bedeuten würde, * was als nächsten Schritt Eheschließungen von Angehörigen der verschiedenen Rassen und die Bastardisierung der weißen Bevölkerung zur Folge hätte. Den Urhebern her Vorlage fei es nur um ben Fang von Neger st immen für die nächst en Wahlen zu tun. Der (Senator Bilba erklärte sich bereit, nötigenfalls monatelang zu sprechen, um bie amerikanischen Frauen unb Töchter vor ben Gefahren einer vollstänbigen Gleichberechtigung der Neger zu schützen. Der Vorsitzende des Senates , ist einen wertvollen Dienst am Volkstum zu leisten. Reichsminister Dr. Goebbels dankt Generalintendant Gründgens. Reichsminister Dr. Goebbels hat an den Generalintendanten Gründgens folgendes Telegramm gesandt: Aus Anlaß der ersten Gastspielreise der Staatlichen Schauspiele danke ich Ihnen und allen Mitwirkenden herzlichst für ihre Einsatzbereitschaft. Ich bin überzeugt, daß Ihre (BVifpiele überall, wo sie stattfinden, Begeisterung auslösen und ein unvergeßliches Erlebnis für alle sein werden. wirklich festliche Stimmung aufkommen zu lassen, j zumal anzunehmen ist, daß die Saalbesitzer durch Nur wenn zwischen der räumlichen Umgebung und bie Herstellung zweckmäßiger und schöner Räume der künstlerischen Darbietung eine würdige lieber- auch wirtschaftliche Vorteile gewinnen werden. Diese einftimmung besteht, wird jeder Besucher ein wirk-! neue Aktion der DAF unb ihrer angeschlossenen liches ^Erlebnis in den Alltag hinüber nehmen kön- Stellen ist dazu geeignet, auch auf dem Lande die ~ ..... ~ v Pflege deutscher Kultur zu erleichtern unb damit Sie Erste D e u t s ch e A r ch itektur- und Kunsthandwerkausstellung im $au5 oer Deutschen Kunst in München hat einen außerordentlich großen Besuch zu verzeichnen. Unsere Ausnahme zeigt das besonders eindrucksvolle Modell der geplanten Elb- brütfe in Hamburg. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Ein Nordlicht von ungewöhnlicher Leuchltrast Don Norwegen bis nach Griechenland hinein beobachtet. SeitJahren wir- getippt... reicht wurde, die die entsprechenden Zahlen in derselben Reihenfolge: 166 000 Stück, 38 000 Stück und 18 000 Stück. Aber 1936 hat Deutschland mach- Ein Mikä'M des Fleißes. Um die Wende des Jahres 1867/68 hat der Amerikaner S h o l e s die ersten brauchbaren Schreibmaschinen hergestellt. Sholes wollte zunächst eine Blindenschrift schaffen, kam aber bald davon ab und stellte eine ganze Anzahl von Modellen her, die jedoch sämtlich nach kurzem Gebrauch in die Brüche gingen. Erst als fünf Jahre später die amerikanische Waffenfabrik Remington Company mit der fabrikmäßigen Herstellung von Schreibmaschinen begann, setzte, zunächst begrenzt auf die Bereinigten Staaten von Amerika, der Siegeszug der Schreibmaschine ein. In Deutschland wurde die Schreibmaschine eigentlich erst um die Jahrhundertwende bekannt. Damals war es die Adler-Maschine, die eine Entwicklung von umwälzender Bedeutung eingeleitet hat. Außer Sholes hat es noch zahlreiche andere Persönlichkeiten gegeben, die sich um die Erfindung der maschinellen Schrift große Verdienste erworben haben. Unter ihnen ragt der Deutsche Wagner hervor, der zuerst ^ine Schreibmaschine mit sichtbarer Schrift konstruiert hat. Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts hat sich die Schreibmaschine in den Büros und bei den Behörden allgemein durchgesetzt. Eine ganze Generation von Mädchen und Frauen hat seitdem durch die Schreibmaschine in fleißiger und harter Arbeit ihren Lebensunterhalt verdient. An diese Hunderttausende muß man in erster Linie denken, wenn man die Fortschritte würdigen will, die die Schreibmaschine ohne Zweifel auch dem deutschen Volk gebracht hat. Zu den ersten praktischen Förderern der neuen Maschine gehörten übrigens der amerikanische Humorist Mark Twain und der deutsche Philosoph Friedrich Nietzsche, die beide eine Schreibmaschine benutzt haben. Die Schreibmaschine hat zunächst die Büros der Behörden, des Kaufmannes und der Anwälte erobert, schließlich ist sie auch in die Schreibstuben der Schriftsteller und Gelehrten eingedrungen. Im letzten Jahrzehnt erobert sie sich planmäßig die Privatwohnung aller Schaffenden, die aus beruflichen Gründen mehr oder weniger häufig zur Feder greifen müssen. Auch der Einzelhändler, der Handwerker, der Student und selbst der Landwirt gehören zu den jüngsten Käuferschichten, u. a. auch deshalb, weil bei allen geschäftlichen und behörd lichen Schreiben, und in erheblichem Umfange auch im privaten Schriftverkehr, das mit Schreibmaschine geschriebene Schriftstück sich durchgesetzt hat. Verschiedene Behörden und auch kaufmännische Unternehmungen sowie besonders Zeitungen und Zeitschriften verlangen sogar die Schreibmaschinenschrift. Die wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte hat dazu geführt, daß etwa 12 Milliarden Mark in Schreibmaschinen angelegt worden sind. Die D e r e i n i g t e n Staaten stehen natürlich in dieser Industrie an der Spitze, weil von hier aus die Erfindung ihren Weg gemacht hat. Gleich hinter USA. folgt Deutschland, das besonders in den letzten Jahren zu einer vermehrten Produktion übergegangen ist. Man schätzt die Anzahl der Schreibmaschinen, die heute in Gebrauch sind, auf über 40 Millionen, davon allein die Hälfte in den Vereinigten Staaten. Auf das englische Weltreich entfallen etwa 6 Millionen und auf Deutschland und die deutschen Sprachgebiete im Ausland rund 5 Millionen. Die durchschnittliche Lebensdauer der Schreibmaschine kann mit 12 Jahren angenommen werden bei einem Anschaffungswert von 300 Mark. Es werden also alljährlich für Schreibmaschinen ungefähr 1,4 Milliarden Mark für Verzinsung und Tilgung ausgegeben. In früheren Jahrzehnten beherrschte die Großmaschine den Markt: heute hat sich, besonders auch in Deutschland, der Kleintyp durchgesetzt So sind 1935 und 1936 ungefähr 10 v. H. mehr Maschinen des Kleintyps als Großmaschinen hergestellt worden. Die AEG. hat mit ihrem Typ Mignon, der bereits in der Vorkriegszeit Gebaut wurde, den Weg gebahnt. Gerade durch Oie Kleinmaschine haben sich die Absatzmöglichkeiten in Deutschland ständig vermehrt. Die deutsche Schreibmaschinen-Jndustrie ist stark am Auslandsgeschäft beteiligt, obwohl auch hier USA. noch immer einen gewaltigen Vorsprung inne hat. Im Jahre 1928 haben die Vereinigten Staaten 390 000 Schreibmaschinen ausgeführt, Deutschland 77 000 und alle übrigen Länder zusammen, darunter vor allen Dingen England, Schweden und die Schweiz, 33 000. Für das Jahr 1933, als der Tiefpunkt der Weltwirtschaftskrise er- tig aufgeholt. USA. führte. in diesem Jahr 300 000 Stück, Deutschland 115 000 Stück und die anderen Länder zusammen 45 000 Stück aus. Die deutsche Erzeugung hat 1936 375 000 Stück erreicht, so daß ein knappes Drittel in das Ausland gegangen ist. Wie bedeutend der Aufschwung auf diesem Geb ist gewesen ist, geht daraus hervor, daß 1928 im Jahr der Hochkonjunktur nur 200 000 Maschinen und 1933 gar nur 160 000 hergestellt worden sind. Für die deutsche Schreibmaschinen-Jndustrie ist es typisch, daß die Herstellung vielfach in. industriellen Werken erfolgt, die gleichzeitig Nähmaschinen, Autos und Fahrräder produzieren. Eine Schreibmaschine besteht aus über 2000 Teilen, deren Fabrikation geschickter und geübter Hände bedarf. Es gibt ungefähr 20 Unternehmungen. 1936 ist durch eine Errichtungssperre dem weiteren Vordringen ausländischer, besonders amerikanischer Kapitalinteressen, Einhalt geboten worden. Die rapide Entwicklung des Arbeitstempos wirkt sich für die Schreibmaschine günstig aus. Man kann unter diesen Umständen mit einem weiteren Anstieg der Produktion und des Absatzes in Deutschland rechnen. H. D. Neues für den Bucheriisch. — Marie ©rengg: Der Nußkern. Erzählung. Verlag Hesse & Becker, Leipzig. Mit Federzeichnungen der Verfasserin. Geb. 1,75 RM. — (573) — Die Erzählung spielt zur Franzosenzeit (1805), im Donauland, der Heimat der Verfasserin; sie schildert die Schandtaten, die vier Soldaten Napoleons im Hause eines Weinbauern verüben. Der in seiner Ehre schwer gekränkte junge Bauer läßt sich dazu hinreißen, an den Missetätern Selbstjustiz zu üben. Um ihn zu retten, nimmt sein Vater die Schuld auf sich und stirbt für den Sohn und Erben. — In der „Kleinen Bücherei" des Verlages Albert Langen/Georg Müller, München, die sich seit ihrem Bestehen einer zunehmenden Beliebtheit erfreut und sich um die Verbreitung guter Literatur zu billigem Preis und in freundlicher Ausstattung verdient gemacht hat, find eine Reihe von neuen Bändchen erschienen. Aus dem neu aufgenommenen älteren Schrifttum finden wir den „M e i e r Helm- brecht" von Wernher dem Oartenaere, nacherzählt von Josef Hofmiller (454), „Kalendergeschichten" von Grimmelshausen (455), die Erzählung „Barthli der Kprber" von G o 11 h e l f (457) und „Die Räuber" von Schiller (456). — Neu sind auch einige Bilderbändchen: „Germanische Kunde" (Frühe Berichte der Griechen und Römer. — 459), „D a s deutsche Gesicht in Bildern aus acht Jahrhunderten deutscher Kunst" (452), „Die heldische Gestalt in der deutschen Kunst" (451) und „Das kleine Buch der Dichterbilder" (477), enthaltend Bildnis, Namenszug und Lebensabriß von 56 lebenden Autoren des Verlages, die alle in der „Kleinen Bücherei" tätig sind. — Von zeitgenössischen Dichtern finden wir folgende Bändchen: „Selbstbildnis" von Josef Weinheber, eine Auswahl „Gedichte aus zwanzig Jahren" (538), „Die Wanderung zum Strom" von Franz T u m l e r (539), „Der Admiral", drei Novellen, von Eberhard Wolfgang Möller (536), „Vergeblicher Fischzug", Erlebnisse und Begegnungen, von Paul Alverdes (540) und „Der junge Anssi und andere Gedichte" des finnischen Lyrikers V. A. K o s k e n n i e m i. — (537)). — In dem von Professor Dr. Heinz Kinder- m a n n bei der Akademischen Verlagsgesellschaft Athenaion, Potsdam, herausgegebenen Handbuch der Kulturgeschichte, hat Prof. Dr. Werner M u l e r 11 (Innsbruck) feine Arbeit über Frankreich abgeschlossen. Sie beweist, daß, wenn auch die deutsche Kultur in diesem Handbuch im Mittelpunkt steht, die Kulturen anderer Völker in der gleichen umfassenden Weise behandelt werden. Die Erkenntnis vom Wesen der französischen Kultur und damit des französischen Volkes ist für den Deutschen heute notwendiger denn je. Mulertt hat den Bogen seiner Darstellung weit gespannte aber von der gallischen Frühzeit bis zur Gegenwart weiß er sein Thema so fesselnd durchzuführen, daß der Leser ein höchst anschauliches Gesamtbild der Kultur Frankreichs erhält. Ein reichhaltiges, sorgsam ausgewähltes Bildmaterial ergänzt den Text. — Paul König: Fa h r t e n der U Deutschland im Weltkrieg. Preis in Leinen geb. 2,85 Mk. Verlag Ullstein, Berlin (Deutscher Verlag). — (581) — Kühner Hanseatengeist hatte während des Weltkrieges den Plan erdacht, die feindliche Blockade durch Handels-Unterseeboote zu durchbrechen. Deutsche Jngenieurkunst führte den kühnen Plan in genialer Weise aus, und deutscher See- mannsmut brachte das Unternehmen zum guten Ende. Don der Fahrt nach Amerika erzählt der Kapitän dieses einzigartigen „Frachtdampfers". Er berichtet von den Schwierigkeiten der ungewohnt langen Reise, vom Triumph in Amerika und von der ^glückhaften Heimkehr. — Im Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam, find zwei neue Gedichtbände erschienen: „Zwischen Wurzeln und Wipfeln" von Hans Kraus (448), Gedichte aus zehn Jahren gesammelt; der Themenkreis umfaßt das einfache Naturerlebnis wie den zeitnahen Spruch und das politische Bekenntnis. — „Wanderung und Wandlung" von Heinrich N o e r e n (450), eine merkwürdige Sammlung, die neben Natur- und Heimatgedichten auch die Groteske und den stellenweise recht derben Ulk nicht verschmäht. — Lustiges Volk. Ein heiteres Geschichtenbuch. Herausgegeben von Johannes Banzhaf. Mit 25 Zeichnungen von Fritz Koch - Gotha. Preis Leinen 2,85 RM. Verlag C. Bertelsmann, Gütersloh. — (587) — Jeder Beitrag dieses schönen Buches erhellt in seiner Art deutsches Wesen in feiner bunten Vielgestaltigkeit, mag nun von schnurrigen Menschen oder von kauzigen Tieren die Rede fein, mögen die Verfasser längst dem Volke vertraut sein wie Reuter, Rosegger, Löns und Thoma, oder mögen sie der lebendigen Gegenwart angehören wie Steguweit, Müller-Partenkirchen und viele andere mehr. Koch - Gotha begleitet den Text mit seinen prachtvollen Zeichnungen. — „Simmels Sammelsuriu m." Die schönsten Zeichnungen von Paul Simmel. Mit einem Geleitwort von Walther K i a u l e h n. Kartoniert 2,50 ^Mark. Verlag Ullstein, Berlin. — (497) — Der 1933 verstorbene Zeichner Paul Simmel gehörte zu den beliebtesten und für fein humoristisches Spezialfach begabtesten Zeichnern. Diele Tausende haben sich über feine unmittelbar aus dem Alltag und dem Volksleben schöpfenden Witz- Bilder und Bildergeschichten gefreut. Der Verlag hat sich mit der Sammlung des Besten aus seiner Hinterlassenschaft ein Verdienst erworben. Die Sammlung wird vielen eine vergnügte Stunde bereiten. Wetterbericht. Die vom Atlantik ausgehende Wirbeltätigkeit setzt sich fort und nimmt wieder stärkeren Einfluß auf unseren Wetterbezirk. Der Durchzug einer Störungsfront brachte in der Nacht unter böigen, auffrischenden Westwinden NKderschläge, die teilweise aus Nebel bestanden und nur geringfügig waren. Die hinter der Front eindringende Kälte brachte vor allem in der Höhe starke Abkühlung, die, wie ein Frankfurter Flugzeug aufschrieb, in 2000 Meter Höhe bis zu 15 Grad betrug. Die durch diese Entwicklung eingeleitete Unbeständigkeit setzt sich fort. Aussichten für Donnerstag: Wechselhaftes Wetter und zeitweise auch Niederschläge, bei lebhaften südwestlichen Winden etwas milder. Aussichten für Freitag: Bei Luftzufuhr aus West unbeständiges Wetter mit Niederschlägen. Lufttemperaturen am 25. Januar: mittags 5,0 Grad Celsius, abends 4,5 Grad; am 26. Januar: morgens 4,6 Grad. Maximum 7,2 Grad, Minimum 4,1 Grad. — Erdtemperaturen in* 10 cm Tiefe am 25. Januar: abends 3,7 Grad; am 26. Januar: morgens 3,5 Grad. — Niederschläge 0,9 mm. — Sonnenscheindauer 4,7 Stunden. Wintersport-Wetterbericht. Schwarzwald, Feldberg: Bewölkt, Temperatur — 3 Grad, 50 cm Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. Angesehene Lebensverficherungs - Gesellschaft sucht loMfligenjlreWioenöeirn ’L» KriegerkairtsM 1874 Men STATT KARTEN Kamerad Wilhelm Stumpf Herr Wilhelm Stumpf, Rentier MEliM in VMMfilisn Am Nahrungsberg 37 die Führerschaft EXISTENZ Schulfreie! Betitelet [ Mietgesuche"] Gesucht e Private besuch., zu Herren, wel Gießen (Am Nahrungsberg 37), Wiesbaden, den 25. Januar 1938 sucht. 474D 0326 Tage gesucht. 0321 gesucht. 0333 Kohlen sagen wir unseren innigsten Dank. gesucht. 46?D Heinrich Dietz und Frau. Auch Ihr Hund 490 A Lieh, im Januar 1938. 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Unlösbar verbunden ist diese studentische Erziehungsidee mit dem heute allgemein bekannten Begriff Kameradschaftshaus. Auch die Korporationen hatten sogenannte Häuser. Bildete aber das Haus der Korporationen zuletzt nur noch den Mittelpunkt eines abgeschlossenen Sonderdaseins, so ist das studentische Kameradschaftshaus die politische Erziehungsstätte des jungen deutschen Studenten. Es stellt ihn hinein in eine straffe Orcknung, in der er sich jn kameradschaftlicher Haltung und politischem Einsatz bewähren muß. Die Notwendigkeit der politischen Erziehung des Studenten in einer eigenen Formation, ift oft an- gezweifelt worden. Sie ergibt sich allein schon aus der erhöhten Verantwortung, die der Student in seinem späteren Beruf auf sich nehmen muß. Durch die politische Erziehung auf der Hochschule soll sein Einsatz für Volk und Staat ein für allemal sichergestellt werden. Der junge Student, der in die Kameradschaft des Hauses eintritt, hat bereits Arbeitsdienst und Wehrdienst geleistet. Er tut ferner Dienst in einer Formation der Partei, die ihn für die Dauer von zwei oder drei, Semestern in das Kameradschaftshaus beurlaubt. Als Ergebnis des ooraufgegangenen Erziehungsweges kann darum Disziplin und Wille zur Einordnung bei jedem einzelnen vorausgesetzt werden. Die eigentliche Arbeit der Kameradschaft besteht auch nicht, wie man früher hören konnte, in wehrsportlicher Erziehung. Es ist oft genug gesagt worden, daß das Kameradschaftshaus keine Kaserne ist. Zu Beginn des Semesters wird jeder Kameradschaft ein besonderes Einsatzgebiet zugewiesen, das sie unter ihrem Kameradschaftsführer zu bewältigen hat. Von den drei 25 bis 30 Mann umfassenden Kameradschaften des Kameradschaftshauses der Technischen Hochschule in Berlin z. B. arbeitete die erste ein Semester lang in der Landdienst- und Grenzlandarbeit, die zweite bereitete eine Kolonialausstellung vor, während die dritte die Betreuung der an der Technischen Hochschule studierenden Ausländer übernommen hatte. Die Schulung durch Vorträge tritt gegenüber diesem praktischen Einsatz in den' Hintergrund, zumal von jedem nationalsozialistischen Studenten erwartet werden darf, daß er sich die notwendigen Kenntnisse in der Rassen- und Vererbungslehre, Geschichte und Volkskunde selbständig erwirbt und erweitert. Im Vordergründe steht also die charakterliche Bewährung im praktischen Einsatz, nicht die wissensmäßige Schulung. Was diesem politischen Einsatz seine grundsätzliche Bedeutung gibt, ist die Tatsache, daß er nicht neben der Wissenschaft herläuft, sondern zur Wissenschaft hinführt und so den jungen Studenten die politische Bedingtheit der Wissenschaft klar erkennen läßt. Der Einsatz von Kameradschaften im Landdienst hat z. B. zu umfangreichen wissenschaftlichen Untersuchungen über den deutschen Osten geführt. Studenten aller Fakultäten haben sich an'der Arbeit beteiligt: Historiker, Philologen, Volkskundler, Wirtschaftler, Mediziner und Techniker haben dieselbe Aufgabe von ihrer Wissenschaft aus angepackt. Und doch blieb es nie bei der wissenschaftlichen Arbeit, sondern sie ging aus und führte immer wieder hin zum praktischen Einsatz •mit Schaufel und Spaten. , Bei diesem praktisch-politischen Einsatz hat sich gezeigt, daß der junge Student mit seiner Einzel- Besuch m Oxford. Von Loire Krieser. In Stratford, der Shakespeare-Stadt, aus der ich kam, herrschte der einzelne und sein Genie — Oxsord bildet die schönumgrenzte Kulturgemem- schast. Freilich schwingt sich keiner 6er vielen guten Namen zu shakespearescher Höhe auf. Oxford ist alt und konservativ, selbst für England, eine aristokratische Republik mit eigenen Gesetzen. Alles tragt hier dazu bei den Typ zu formen, den England auch heute noch am höchsten schätzt: den Typ des genttenian. Hier in Oxford geht er die Verbindung mit dem Gelehrten ein. Die Grundlage der englischen Kultur ist die Klassik, die tiefwurzelnde Kenntnis Griechenlands und Roms. Allerdings tönt auch in England das Grabgeläut der modernen Zeit über dem antiken Bildungsideal. Die Gelehrsamkeit findet ihren für England selbstverständlichen Ausgleich aus den großen Sportwiesen. Zwei Tage vor dem Examen wird nach alter Tradition keinerlei geistige Arbeit angerührt: man faulenzt, reitet, geht spazieren und erwartet solchermaßen gestärkt den Tag des Gerichts. , . . Stark sind in den Colleges auch heute noch die religiösen und kirchlichen Bindungen. Alle haben sie ihre eigene kleine Kapelle. Jeden Morgen singt der Chor von der Spitze des Magdalenenturmes eint Hymne an die Hl. Dreifaltigkeit. Vor der Mahlzeit tritt einer der Studxnten vor und spricht das Tischgebet, das benedictus benedicat. Man duldet alle Bekenntnisse, aber man hält auf Ausübung der religiösen Pflichten. Da ist die Geschichte von dem Studenten, der angab, Muselman zu sein. In grauer Morgenstunde weckte ihn der Pförtner: „Gruß vom Herrn Rektor, die Gebetsmatte liegt im inneren Hof". Die Bekehrung zum Christentum soll sehr schnell erfolgt sein. Immer wieder standen in Oxford Männer aus, deren Gedanken wie Pfeile über die engen Mauern flogen. Immer wieder zeigte sich dann die andere Seite dieser glänzenden Kulturgemeinde: die reaktionäre Abwehr gegen alles Neue, das starre Beharren im Ererbten. Hier wurden Wicliffs Schriften verdammt und dem Feuer übergeben. Hierher Wissenschaft nicht in einer isolierten Spezialwissenschaft steht, von der keine Brücken hinüberführen zum Leben seines Volkes. Es hat sich vielmehr erwiesen, daß die wissenschaftliche Arbeit des Studenten der eigene, ganz persönliche Einsatz des Studenten für das Ganze des Volkes ist. Die Weite und Offenheit des Blickes, die der junge Student hier gewinnt, darf während seines Studiums nicht verlorengehen. Die Haltung, die der Student im Kameradschaftshaus empfängt, muß sich in aller weiteren Arbeit bewährend; denn seine Haltung beweist er in der Zucht der Arbeit. Ohne diese Zucht wird die Gesinnung Geschwätz und das Wort von der Verantwortung *nor seinem Volke eine billige Phrase. Die natürliche Auslese, die in den Kameradschaften vor sich geht, wird auch die Frage des Führernachwuchses an den Hochschulen selbst lösen. Im Kameradschaftshaus wird der Typ des Studenten erzogen, der das Gesicht der Hochschule einmal bestimmen wird. Mag der Einsatz später auf politischem oder wissenschaftlichem Gebiet erfolgen, in der studentischen Selbstverwaltung oder in der Arbeit der Fachschaften, im Reichsberufswettkampf oder in der Gestaltung neuer Feste und Feiern, immer wird die im Kameradschaftshaus erwiesene Eignung zur Führung einer Gefolgschaft als Grundlage dienen können. Der Neichsstudentenführer hat in feiner letzten Rebe in Stuttgart erklärt, daß die Zeit nicht mehr. fern fei, in der jede Kameradschaft ihr Kameradschaftshaus besitzen würde. Damit schreitet eine Erziehungsidee ihrer Verwirklichung entgegen, die den Typ des nationalsozialistischen Studenten prägen wird. Der Nachwuchs in der Technik. Die Berufsaussichten der Ingenieure. Nachwuchsprobleme sind längst keine originelle, erstaunliche Erscheinung mehr. Es verläuft kaum noch eine Zusammenkunft von Wirtschaftsvertretern, ohne daß dieser drohenden Not nicht ernste, mahnende Worte gewidmet wären. Wie es um den Nachwuchs der Ingenieure beschaffen ist, wurde durch die Nürnberger Parteitagsrede von Generalinspekteur Dr. Todt eindeutig klar. Die wachsende Bedeutung der Technik für Wirtschaft und Wehrmacht ist Anlaß genug, um die hier angebrachten Besorgnisse zu rechtfertigen und die Erwartung wirksamer Lösungen zu verschärfen. Im ersten Abschnitt des wirtschaftlichen Aufstiegs mag das Schwergewicht der Nachwuchssorgen noch mit gutem Recht auf der Ausbildung und Ertüchtigung der handwerklichen Kräfte, der technischen Facharbeiter, gelegen haben. Die Erweiterung des technischen Wirkungsbereichs, der Fortschritt der Wirtschaftsbelebung läßt aber nunmehr nicht länger mit den vorhandenen geistigen Lenkern des technischen Einsatzes auskommen und verlangt die zahlenmäßige Verstärkung eines hochqualifizierten Jngenieurstabes. Wie immer im einzelnen auch die Gründe für den vermehrten Bedarf gesehen werden mögen, als sein Kernproblem wird immer wieder die Frage gestellt, ob es sich nur um einen vorübergehenden Notstand handele, oder ob man in dieser hohen Nachfrage eine dauernde Erscheinung zu sehen habe; ob es also an der Zeit sei, der Jugend mit allen Mitteln zum Beruf des Ingenieurs, Technikers oder Konstrukteurs zu raten, oder vb nicht eine in Aussicht stehende Entwicklung der Technik nur wieder einen „normalen" Bedarf entgegen dem ungewöhnlich hohen von heute auslösen werde. Die Frage ist sicherlich zu entscheidend und in ihrer Bedeutung zu weittragend, um sie einfach mit dem Hinweis abzutun, daß es müßig sei, die künftige Bewegung in Technik und Wirtschaft abzuschätzen. So ist auch von verschiedenen Seiten, versucht worden, den Bedarf für den einmaligen Neuaufbau von Industrien von den ständigen Anforderungen zu trennen, die ihre Fortführung und ihr Betrieb stellen werden. Die Untersuchungen ergaben einheitlich, daß die zur ^Durchführung des Vierjahresplanes geforderten Produktionen einen dauernden Mehrbedarf an technischen Kräften verlangen werden, der infolge der Spezialisierung der technischen Sparten nicht einfach aus den Kräften zu decken ist, die heute in hoher Zahl zur industriellen Umstellung nötig sind. Trotzdem erscheint es ratsam, nicht in allem nach den heutigen Bedürfnissen für die Zukunft zu'ckalkulieren, sondern die vorhandenen Kräfte auf beste Weise auszunutzen und zum wirkungsvollsten Einsatz zu führen. Welche Vorzüge in dieser Lösung liegen, erkennt man unschwer, wenn man nicht den Bedarf, sondern das Angebot ins Auge faßt, wie es sich in der Kurve der Nachwuchszahlen darstellt. Die Zusammenballung der Nachfrage erfolgt in einem Zeitpunkt, in dem die Zahl der Techniker und Ingenieure ungewöhnlich gering ist. Nur kurz sei daran er- innert, daß die Ausbildung der Nachkriegsjahre zu wünschen übrig ließ, daß der bevölkerungsp irische Nachwuchsmangel zur Auswirkung kommt und schließlich der Weltkrieg empfindliche Lücken in den Kreis der Besten und der im „besten Mannesalter stehenden" riß. Mit der Zeit wird auf der Seite des Nachwuchses im Hinblick auf die Geburtskurven und andere Faktoren wieder mit stärkeren Posten gerechnet werden dürfen. Die Gesamtzahl der heute verfügbaren Techniker und Ingenieure wird auf 220 000 bis 250 000 beziffert. Daraus muß sich »in jährlicher Ersatzbedarf von 8000 jungen Ingenieuren errechnen, wenn man den Ausfall durch Tod, Invalidität, Berufswechsel und dergleichen in Rechnung stellt. Mit wieviel jungen Ingenieuren kann nun aber jährlich gerechnet werden? Die Hörerziffern der Technischen Hochschulen sind, zunächst maßgeblich für den Nachwuchs an Diplomingenieuren. 1931 gingen 10 v. H. aller Abiturienten auf die Technischen Hochschulen, 1935 nur noch 5,3 v. H. In nächster Zeit werden jährlich etwa 1700 neue Diplomingenieure verfügbar jein, 600 bis 800 weniger als nach maßgeblichen Aus- ftfijen benötigt werden. Allerdings bewegten sich die letzten Abiturientenjahrgänge auf ungewöhnlichen „Tiefs", die sich künftig ebenso wie der Anreiz zum technischen Studium überhaupt erhöhen dürften. Günstiger liegen übrigens die Verhältnisse bei den Technischen Fachschulen. Seit 1936 befindet sich die Besucherzahl der Höheren Technischen Lehranstalten wieder im Aufstieg. Da in den meisten Wirtschaftszweigen die Fachschulingenieure das größeren Kontingent stellen, ist triefe Entwicklung besonders hoffnungsvoll. Was besagt nun die geläufige Unterscheidung zwischen akademisch geschulten Ingenieuren, den Diplomingenieuren, sofern sie mit akademischer Prüfung abschlossen, und den Ingenieuren oder Technikern mit Berufs- und Fachschulbildung für das Nachwuchsproblem? Diese Trennung ist seit langem problematisch, da im praktischen Berufsleben niemals so eingeteilt wird. Der akademisch geschulte Ingenieur pflegt bevorzugt zu werden, wo theoretische Arbeiten, wissenschaftliche Untersuchungen nötig sind, der Ingenieur mit Fachschulausbildung wird zunächst zu rein praktischen Arbeiten her angezogen. Diese Unterscheidung trifft aber meist nur für den Anfang der Berufslaufbahn zu, die Praxis sucht sich dann selbsttätig die Talente, die zur Lösung der vielgestaltigen Aufgaben gebraucht werden. „Gesellschaftliche" Wertungen von früher entbehren also heute auch fachlich jedes Bodens. Der Mangel an Nachwuchs zerstört auch die letzten Reste falscher Klassifizierungen, die um 1930 angesichts der Inflation von Diplomingenieuren nicht selten dazu per= leiteten, im Diplom das Tor zur Jngenieurarbeit überhaupt zu sehen. Ingenieur ist heute Ingenieur. Der Ruf nach Nachwuchs lenkt den Blick wieder auf den wirklichen Könner, das tatsächliche, entwicklungsfähige Talent. Stenotypistin und Sekretärin. Ausbildung und Einsatz in kanfmännischen Mädelberufen. Der Beruf der Stenotypistin und Sekretärin ge» hört zur Zeit zu den besonders beliebten Mädel- berufen. Er erscheint auf den ersten Blick verlockend durch die Sauberkeit der Arbeit, die genaue Zeiteinteilung, und die gute Bezahlung. So hat sich denn bei den zur Zeit sehr günstigen Anstellungsverhältnissen eine große Anzahl von Mädeln nach einer kurzen Ausbildung in Stenographie und Maschineschreiben als „Anfängerin" für diesen Beruf entschlossen. Die technischen Fertigkeiten, wie das Beherrschen der Schreibmaschine und des Stenographierens, machen die gute Stenotypistin noch nicht aus. Sicherheit in der Grammatik, im Rechtschreiben und im Zeichensetzen sind für ihre Arbeit unbedingt erforderlich. Sie muß nachdenken über das, was ihr diktiert wird, um es im richtigen Sinne wiedergeben zu können. Bei Zahlen in Rechnungen, Kostenanschlägen und Briefen muß die Stenotypistin vor dem Uebertragen in Maschinenschrift die Richtigkeit nachprüfen können. Für alle diese Aufgaben sind fachliche Vorkenntnisse sehr wichtig, da nur durch sie eine wirklich großzügige Arbeit möglich ist. Zweifellos wirkt sich die Arbeit der Stenotypistin im Großbetrieb anders aus als in den Betrieben kleineren und mittleren Grades. Die Organisation des Großbetriebes sieht für ihre Tätigkeit eine starke Teilung vor. Von der gerade der Frau eigenen Anpassungsfähigkeit wird in solchen Betrieben besonders viel verlangt, weil oftmals die einzelnen Stenotypistinnen für mehrere Mitarbeiter bestimmt sind, auf deren Eigenart sie sich jeweils umstellen müssen. Dagegen sieht die Leistung der Stenotypistin im Klein- oder Mittelbetrieb wesentlich anders aus. Ihre Arbeit ist vielgestaltiger, ihr Arbeitstag ist mit vielem Interessanten angefüllt, das viel Aufmerksamkeit und Sorgfalt erfordert. Ein Schritt zu größerer Selbständigkeit ist, Briese nach einigen Angaben selbst zu entwerfen oder nach guter Einarbeitung überhaupt manche Korrespondenz selbständig zu erledigen. Ebenso steht über der durchschnittlichen Leistung das Aufnehmen von Protokollen, das wörtliche Mitschreiben von Reden oder — was noch mehr Mitdenken und Erfassen des Wesentlichen verlangt — das Festhalten von ausgesprochenen Gedankengängen bei Sitzungen und Besprechungen. v In verstärktem Maße müssen diese Eigenschaften von der Sekretärin gefordert werden, die mit ihrem Einblick in den Betrieb und mit ihrer Wendigkeit eine wesentliche Arbeitsentlastung für den Chef bedeutet. Durch ihre Vertrauensstellung steht die Sekretärin oft auch als Mittlerin zwischen Chef und Gefolgschaftsmitglied oder zwischen Chef und Geschäftspartner. Für diesen Einfluß darf bei der Sekretärin allerdings nicht persönliche Eitelkeit das Motiv sein, im Gegenteil, sie muß nach außen hin stark zurücktreten. In anderen Fällen dagegen erwartet man von ihr repräsentatives Auftreten und das Geschick, bei besonderen Gelegenheiten den Ches zu vertreten. Der Maßstab für ihre Anteilnahme liegt in ihrem persönlichen Taktgefühl. Es ist selbstverständlich, daß zur Erfüllung dieser Aufgaben eine gute Allgemeinbildung notwendig ist. Ferner ist ein gründliches, sachliches Wissen erforderlich, das in der kaufmännischen Lehre erworben wird. Sie besteht aus einer dreijährigen praktischen Lehrzeit im Großhandel, Gin« und Ausfuhr- oder Einzelhandel, bei gleichzeitigem Besuch der kaufmännischen Berufsschule. Nach Beendigung der Lehrzeit wird mit dem Bestehen der Abschlußprüfung der kaufmännische Lehrling zur Kaufmannsgehilfin. Danach wird sich das Mädel in den meisten Fällen für eine bestimmte Tätigkeit (Stenotypistin, Sekretärin, Buchhalterin, Korre» spondentin oder Rechnungsführerin) entscheiden. Für die Ausbildung der Stenotypistin kann der Besuch einer ein- oder zweijährigen Handelsschule auf die Lehrzeit angerechnet werden. wurden Cranmer, Ridley und Mortimer zu einer Disputation mit den gelehrten Doktoren geloben, und da sie sich weigerten, ihre reformatorischen Ansichten zu widerrufen, auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Hier wurde Miltons Schrift „Pro Populo Anglicano Defentio“ als falsch und aufrührerisch den Flammen überantwortet. Aber dies alles hat Oxfords Ruf nicht zu erschüttern vermocht. Die Dankbarkeit seiner Schüler dokumentiert sich in Stiftungen, die Oxford einem kleinen Fürstentum an Reichtum zur Seite stellen. Schön ist Oxford! Wer einmal die Highstreet sah, wird sie gewiß nicht wieder vergessen. Zwar rasen die Automobile und Omnibusse jetzt darüber hm und machen die ruhige Bewunderung fast unmöglich. Es sei denn, daß man an einem frühen Morgen hierherkommt, wenn die Stadt gerade zu erwachen beginnt und Frühnebel die schlanke Gotik der Magdalentürme silbern verschleiern. Tritt man aber am Tag aus der Straße in einen der Colleghöfe, so erstirbt aller Lärm, und die Gedanken ergehen sich in einem Gärtlein des Friedens. Da ist New-. College (freilich nicht „neu", sondern gute 500 Jahre alt) mit dem grünen Samt seiner ©artenanlagen, von den Resten der alten Stadtmauer malerisch umgrenzt. In die Gärten grüßen die schonen Türme der alten Kirchen und Colleges. Das älteste ist Merton, 1264 gegründet. Ein enges Tor mit einer Skulptur Johannes des Täufers führt in den ersten „quadrangel“. Das ist hier das Bauschema: der von Gebäuden umzogene Hof. Die Harmonie der Baumwirkung ruft die Erinnerung an die edlen Plätze Salzburgs wach. In Merton interessiert mich vor allem die Bibliothek: ein schöner Raum in dem die Gelehrsamkeit vieler Jahrhunderte als leichter Modergeruch hängt. Die Bücherborde sind seitlich in den Raum Dorgebaut. Zwei zusammen ergeben eine kleine Zelle der Wissenschaft, die mit einer harten Bank und einem schmalen Tisch kärglich möbliert ist. Die Bücher sind zum Teil noch mit langen Ketten an den Wänden gesichert. Merton lief im Mittelalter Paris den Rang als astronomische Universität ab; so findet man hier noch wohlverwahrt die ersten primitiven Meßinstrumente und einen sehr alten Himmelsglobus, auf Dem die Sternbilder noch wirklich bildhaft eingezeichnet find. v. In Magdalencollege überraschen die Kreuzgange. Immer wieder durchwandert» man sie und genießt im Ausschnitt ihrer gotischen Bogen die verschiedene Perspektive der Türme. An der Westwand der Kapelle ist ein Rednerpult — am Tage Johannes des Täufers wird von hier aus die Andacht gehalten. Dann wird der Hof mit Gras und Schilf bestreut und die Gebäude mit grünen Zweigen festlich bekleidet. Jrn Kreuzgang stehen ein paar Türen offen, zu Entdeckungen verleitend. Da stehe ich in einem Arbeitszimmer, durch dessen tiesnischige Fenster die langen Strahlen der Nachmittagssonne fallen, im Kamin flackert ein Feuer. Im Zimmer nebenan ist ein Tisch mit Blumen und Kerzen festlich gedeckt. Behutsam ziehe ich mich aus der allzu privaten Atmosphäre zurück. Der offizielle Speisesaal, in dem nach alter Tradition die Studenten zusammen mit den „tutors“ die Mahlzeiten einnehmen, ist mit Eiche schwergetäfelt. Wie überall schauen auch hier die Gesichter der Gründer, Rektoren und erfolgreichen Leute aus schweren Goldrahmen auf die studentischen Tische hinab. Der Führer zeigt mir den Platz, auf dem der Herzog von Windsor während seiner Studienzeit gesessen hat. Iw Allsouls, dem College „der in Treue abgeschiedenen Seelen", sitze ich auf den Treppenstufen der Kapelle, um mich erst einmal für neue Eindrücke zu sammeln. Da kommt ein alter Mann in Schurzfell und Hemdärmeln — er war gerade dabei die Bauarbeiter, die einige Ausbesserungen ausführen, zu beaufsichtigen, und erbietet sich, mich zu führen. Ihm verdanke ich eine der schönsten Stunden in Oxford. Ich darf alles sehen: die Kapelle, den Speisesaal, die Hörräume (in einem ist ein köstliches altes Glasfenster mit einem Hahn von der alten streitbaren englischen Sorte). Zu dem zweiten Stockwerk der riesigen Bibliothek führt eine Wendeltreppe, denen Geländer, wie mir mein Führer erzählt, den Studenten als beliebte „Rutsche" dient. Die Bücher hier darf ich nicht nur ehrfürchtig anftaunen, sondern auch herausnehmen. Von der Bibliothek geht es zur Silberkammer. Mit Stolz schließt mein Führer die Schränke auf und nimmt mit liebender Hand einzelne seiner Schätze heraus: edle Kannen, Leuchter, Tafelaufsätze. Die meisten Sachen sind im täglichen Gebrauch. Dann schiebt mir der alte Mann einen Kasten zu, in dem ein Stirnreif liegt „Lawrence’s dagger“ sagt er mit fühlbarem Stolz. Ich schaue verständnislos — dann kommt die Erinnerung: ein schmales kühnes Gesicht, vom Beduinenkopftuch umhüllt, das vom „dagger“, dem Stirnband, gehalten wird. „Aufstand in der Wüste" — der Mann, um den schon zu seinen Lebzeiten die Legende spann. Nun holt mein Führer einen Rahmen aus dem sorgsam umhüllenden Tuch, stäubt noch einmal liebevoll darüber hin und reicht ihn mir: das Bild, das Oberst Lawrence ihm geschenkt. „O ja, er besuchte mich manchmal, wenn er wieder in Europa war. Hier in Allsouls hat er sein Buch geschrieben. Er war selbst ein Allsouls-Mann." „Man sagt, daß er vielleicht noch lebt —?" Er schüttelt den Kopf. „Es ist schwer, zu glauben, daß er tot ist. Das war ein Mann. Seine Orden hat er in die Themse geworfen. Was hätte der alles fein können — aber nein, Soldat ist er geworden bei der Luftmarine. Das war ein Feuergeist — und dabei klein und zart von Körper — ein Asket — nahm nie mehr als eine Mahlzeit am Tage zu sich — und schlief am liebsten auf der Erde —" Und nun holt er aus dem Schrank der silbernen Schätze einen anderen Schatz: das Buch der sieben Pfeiler der Weisheit, das Lawrence für feine Freunde schrieb und nur in einigen Exemplaren drucken ließ. Ich lese den Vorspruch, der das schmale und edle Tor ist zum Geheimnis des inneren Tempels, und für einen Augenblick scheint mir das Leben dieses seltsamen Mannes, dies Leben, das selbst hinter dem Schleier des Geheimnisses geführt wurde, nahe. Als ich Allsouls College verlasse, spielt ein Strahl über Christopher Wrenns Sonnenuhr und läßt die Umschrift aufleuchten: pereunt et imputantur, sie schwinden dahin und werden gezählt. Das ist das Letzte, was ich von Oxford mitnehme. Hochschulnachrichten Der o. Professor Dr. Eugen M a t t i a t von der Universität Berlin wurde an die Universität Göttingen berufen, wo ihm eine Professur für „Deutsche Volkskunde mit besonderer Berücksichtigung der religiösen Volkskunde Niedersachsens" verliehen wurde. Zugleid) wurde Prof. Mattiat zum Direktor eines in Göttingen zu errichtenden Volkskundlichen Seminars ernannt« Vezirksmeisierschaflen im Saal-Radsport berufe wird ihr nach fünfjähriger Lagerdienstzeit wohl, Sir! mir noch zu sagen hätten .. (Nachdruck verboten.) (Schluß.) gestohlen! doch, Carola, der berühmte Onkel Jonathan, der aing sie auf ihn zu. Bei der Aufmerksamkeit unserer tu meiner Kabine! Abe gendes Aussehen: und ging sollen! Ja Pkte. 27:5 22:8 20:8 17:15 14:12 14:14 13:17 11:21 9:17 7:21 6:22 1900 Wetzlar Sinn Burg Naunheim Steinberg Bissenberg Frohnhausen Butzbach Lollar Steindorf über mich lassen mußte?" Er wartete wieder. Aber er hörte nur ihren Atem. lassen Sie sich nicht abweisen! Bestellen Sie ihr, die Sache sei wichtig, außerordentlich wichtig, und dulde keinen Aufschub Warten Sie, bitte, bis Er erhielt keine Antwort. „Zanten war der einzige an Bord", erläuterte er nach einer Weile, „der mich und meine Aufgabe kannte. Er hat seine Rolle in diesem Stück bis zum Schluß glänzend durchgehalten. Denn, um das Ge- „Meinen schlechten Ruf — wenn auch dieser Punkt noch einer Klärung bedarf — habe ich mir in jahrelanger mühsamer Arbeit erworben. Denn „Allerdings! Im Auftrag der Leitung der Minerva Mine und nach eingehender Besprechung mit der Polizeibehörde habe ich, nach Kenntnis der Sachlage und der Tatsache, daß ein ^Anschlag auf den ,Diamantentransport' der ,Catharina' geplant , war, diese ,Diamanten' ,gestohlen', um eine vorzei- I tige Entdeckung des Umstandes, daß sich's auch bei In der Enge des Türpasses oerfpürte Konsul Barrett eine weiche Ellbogenspitze an seinen kurzen Rippen... Er schaute auf, erkannte die Lenox und bot ihr galant den Arm. „Kommen Sie, Sie — Filmdiva!" Er kniff ein Auge zu. „Endlich wieder lustig!" seufzte sie und preßte seinen Arm. Er drohte ihr mit seinem kurzen, fleischigen Finger. „Aber in Zukunft keine Autogramme mehr!" „Für einen so guten Zweck —!" „Hm —", meinte er blinzelnd und schielte auf ihr perlgesticktes Täschchen. ,;5)ören Sie", zischelte sie beleidigt, „Sie glauben doch nicht im Ernst, ich hätte unserem Wohltäter auch nur einen roten Heller vorenthalten? Ich hab' doch nur auf die passende Gelegenheit gewartet..." „Oh, ich verstehe und bitte tausendmal um Entschuldigung! Sie haben die Rechnung heute nacht beglichen?^ „Furchtbar beglichen!" gestand sie mit tiefem Atemzug... Zanten beschloß den Zug. Er winkte Olefson herbei. „Klopfen Sie doch mal bei Fräulein Hollerthau an! Sie möchte mich so bald als möglich in meiner Kabine aufsuchen!" „Nach dem Lunch?" „So bald als irgend möglich, Olefson!" brummte der alte Herr und ließ den Steward die Tür des Speisesaals hinter sich schließen. Aber schon nach kurzer Zeit kam Olefson zurück und meldete vertraulich, Fräulein Hollerthau ließe sich entschuldigen und bebaure, der Bitte des Herrn Kavitäns nicht folgen zu können. Zanten 'zog ihn an seinem Uniformknopf näher heran: „Gehen Sie noch einmal, mein Junge, und der Kr^isklassen VfB. R. Gießen II — Spvgg. Leihgestern I 3:0 (0:0). 2sm Sonntag gastierte die 1. Mannschaft der Spvgg. Leihgestern beuber Reserve bes BfB.-R. zum zweitenmal an. Und biefes Mal hatte er mehr Glück. Er brauchte auf Carola nur zehn Minuten zu warten — zehn Minuten, währenb beren er draußen vor der Tür mit dem Ohr eines Kenners aus dem Geplätscher von Wasser und aus dem leisen Klirren zahlloser Fläschchen und Döschen vernahm, daß innen eine Frait eiligst den großen Apparat in Bewegung setzte, um sich herzurichten... Der kleine Olefson war im Grunde seines Herzens fast enttäuscht. Er hatte Carolas Farben bisher für ein Naturerzeugnis gehalten. Ach, der Teufel kenne sich in den Sie mich gehen!" „Hören Sie mich erst an!" „Ich verzichte darauf! Bitte, geben Sie den Weg frei!" haben, daß ich ein ganz schwerer Junge sei? Dieren- brooks wegen, der mich für einen noch größeren Gauner hält als sich selbst? Humphreys wegen, für den ich ein Ausbund von Schlechtigkeit bin, dessen Onkel Jonathan aber zu meinen aufrichtigsten । Freunden gehört und mir seit Jahren dabei hilft, .....2— —--t.-- 9 Sie wissen zu sagen." Er sah sie an. Ihre Augen glänzten in einem feuchten Schimmer. Sie bewegte die Lippen, als müsse sie etwas sehr Bitteres hinunterschlucken. Er kam ihr zögernd entgegen und streckte unsicher die Hand aus. „Können Sie mir verzeihen? Können Sie mir verzeihen, daß ich auch vor Ihnen die Komödie zu Ende spielen mußte? Werden Sie mir verzeihen, wenn ich Sie auch weiterspielen muß? Der Detektive wegen, die mich im Verdacht zubatten. Sie hatte keine Angst; sie kannte keine Furcht Gegner hätte der geringste falsche Ton das Ganze zum Scheitern bringen können ..., Und verstehen Sie jetzt, Carola, daß ich sogar Sie im unklaren dorfer Leicht-Hayer hatten Mühe, Anspach mit 8:7 Toren auf den 3. Platz zu verweisen. In der Jugendklasse spielten Burk-Bender, Krofdorf den besten Radball, sie waren ihren Gegnern technisch weit überlegen. Den 2. Platz belegten Hagner ll-Kraft, Wetzlar, vor den Jugendlichen aus Wölfersheim. Die Bezirksmeisterschaft im ler-Kunstfahren gewann Ott, Neuhof, mit 182,8 Punkten vor Re- meter, Oppershofen, und im 2er-Kunstfahren wurden Ott-Renz, Neuhof, Bezirksmeister. Meister im 6er-Kunstreigen wurde „Vorwärts" Anspach. Das ler-Jugend-Kunstfahren sah ^E n g e l, Wetzlar mit 202,7 Punkten als sicheren Sieger vor Gerhard, Neuhof, und Hagner, Wetzlar. Der 6er-Schulreiaen war eine sichere Beute des RV. „Vorwärts" Anspach, welcher wieder sehr gut gefallen konnte, den zweiten Platz belegte die Da* men-Mannschaft von Wölfersheim vor ihren männlichen Vereinskameraden. Die Radfahrer-Vereinigung Wetzlar wurde im 6er-Jugendreigen, bank ihrer größeren Schwierigkeit, Sieger. Die Ausrichtung ber Meisterschaften hatte der RV. Steinfurth übernommen und mustergültig durchgeführt, was besondere Anerkennung fand. In Steinfurth bei Bad-Nauheim trug ber Bezirk Gießen im Deutschen Radfahrer-Verbanb am vergangenen Sonntag seine biesjährigen Bezirksmeisterschaften aus. Im Mittelpunkt ber glänzenb verlaufenen Veranstaltung stauben bie spannenben Kämpfe im Rabballspiel, aber auch ün Kunst- und Reigenfahren würbe hart um ben Sieg gekämpft. Die Bezirksmeisterschaft im Rabball (G a u k l a s s e) sicherten sich Stommel-Baum, RV. 1885 Gießen, vor Nolte-Hagner, Radfi- Vereinig. Wetzlar, unb Deibel-Hauk, RV. 1885 Gießen. Stvmmel-Baum waren bie stärkste Mannschaft, sie gewannen ihre Spiele beide mit 14:6 Toren sehr sicher und lieferten ein schönes Spiel. In der Wetzlarer Mannschaft, welche Deibel- Hauk nach hartem Kampf 10:6 schlagen konnte, ist es nachteilig, daß Nolte zu oft gezwungen ist, den Partner zu wechseln. Die Leistung von Deibel- Hauk muß man besonders anerkennen, zumal beide erst kurze Zeit zusammen spielen. Lotz-Freitag, Radf. Vereinig. Wetzlar, errangen nach überlegen durchgeführten Spielen einen sehr sicheren Sieg in der Bezirksklas s e. Die Wetzlarer waren durch eifriges Training in guter Form, Krofdorf mußte sich mit 7:4 und Anspach mit 10:6 geschlagen bekennen. Die Krof- „Viel! Unendlich viel!" beteuerte er seitlich mit ihr mit. „Sie hätten mir gestern antworten ober nein hätten Sie sagen sollen..." „Aber ich habe boch keine Diamanten rief er mit gelinber Verzweiflung. „Ich hatte bie Hoffnung schon aufgegeben, baß Sie noch kämen..." Martinis Stimme —! Sie brehte sich, heftig erschrocken, um. Er ftanb, mit halb ausgebreiteten Armen unb nach hinten gekehrten Handflächen, vor dem hellen Türviereck — in einer Haltung, als beabsichtige er, sie an einer möglichen Flucht zu hindern und auf- mich schon über ein dutzendmal wegen Mangels an Beweisen freigesprochen hat und die stärkste Stütze meines Kredites ist?... Können Sie mir verzeihen, Carola?" Sie drückte heftig feine Hand: „Wie können Sie fragen? Ich verzeihe nur mir selber nicht! Daß ich meinem Gefühl nicht besser vertraute! Daß ich mich von Humphrey irremachen ließ!" „Ach: Humphrey —?" meinte er. „Ein guter Junge. Ein netter Kerl. Ich mag ihn im Grunde mächtig gern. Er hat mir meine Aufgabe wesentlich erleichtert. Er war rührend schlecht zu mir... Aber wenn es Sie tröstet, bann kann ich Ihnen eins verraten: Ich habe ihn gestern furchtbar ver-. hauen!" Er war über bie Wirkung seiner Worte selber erstaunt. Denn plötzlich lachte Carola. Wie aus eines lange verschütteten Quelle brach ihre Heiterkeit auf unb überströmte hell unb glänzend ihre Augen, ihre Sippen. „Sie lachen! Endlich!" rief er erlöst. „Also vergeben? Vergeben unb verziehen?" „Vergeben unb verziehen! Natürlich!" Er beugte sich über ihre Hanb; er zog chre Hand an bie Sippen. „Ich habe Ihnen boch noch etwas zu sagen, Carola..." Sie sah ihn lange an. Seiber Augen waren sich sehr nabe. „Unb —?" „Ich freue mich auf bie Zukunft!" 235 Punkten im Fünfkampf beibemal unter den 30 besten deutschen Leichtathletinnen. Tabelle der Fußball-Bezirksklasse Meßen. Nach den Spielen des vergangenen Sonntags hat die Tabelle der Fußball-Bezirksklasse Gießen fol- „Nein — Sie haben Kieselsteine gestohlen!" sagte sie kalt und schroff und mit bitterem Spott. Gießener Ha len Handball-Turnier am 20 März. Der endgültige Termin für bas 6. Gießener Hal- len-Handball-Turnier ist auf ben 20. März b. I. festgelegt worben. Die Ausschreibungen zu bem Turnier finb ben Vereinen bieser Tage zugegangen. Melbeschluß ist ber 25. Februar. Später eingehenbe Melbungen können keine Berücksichtigung mehr fin- ben. ?-m vergangenen Jahre mußte eine ganze Anzahl Melbungen unb Wünsche abgelehnt werben, bie nach Ablauf bes Termins eingingen. Das bronzene Leistnngeabzeichen für Erika Röhmig. Der erfolgreichsten Seichtathletin unseres heimischen Sportkreises, Erika Röhmig vom Mtv. Gießen, würbe bieser Tage eine besondere Ehrung zuteil. Im Auftrage bes Reichsfachamtsleiters für Seichtathletik konnte ihr Vereinsführer Müller bas Seiftungsabzeichen bes DRS. in Bronze in Anerkennung ihrer hervorragenben sportlichen Erfolge überreichen. Fräulein Röhmig ist mit einer Sei= ftung von 11,74 Meter im Kugelstoßen unb mit „Nein, Sir!" antwortete Olesson wahrheitsgemäß I Sie verhielt ben Schritt. Die Hand, bie sich be- — aber er verbesserte sich schnell: u-«. — fnnp Beneidenswerte Mädel. Zn der neuen Reichsschule für Lagerführerinnen 23on unserem Sonderberichterstatter. Meisterschaften der Deutschen Hochschulen. Mit ben Titelkämpfen im Fechten, Boxen, Turnen unb Walblauf begannen am Samstag in . Greifswalb, ber ältesten deutschen Universitätsstadt, 1 die diesjährigen deutschen Hochschul-Meisterschaften. Am Samstagvormittag fiel bereits die erste Entscheidung. Meister im Florettfechten wurde ber Titelverteibiger Schucharbt (Uni Berlin) vor Kreutzberger (Uni Halle) unb Dopfer (Uni Tübingen). Bei ben Turnern würben bie zehn Besten ermittelt, benen es vorbehalten ist, am Sonntag ben Zehnkampfmeister festzustellen. Auch hier hat Wehner (Uni Frankfurt a. M.), ber Vorjahrsmeister, bie besten Aussichten. Erbitterte Kämpfe lieferten sich bie Hochschulboxer in ber Greifswalber Stabthalle. , Bei ben Deutschen Hochschulmeisterschaften fielen am Sonntag bie weiteren Entscheibungen im Ge- länbelauf, Boxen, Fechten und Turnen. Auf berz ebenen, sechs Kilometer langen Strecke des Gelände-^ laufs ging Spielmann (Köln) als Sieger unter den rund 100 Teilnehmern hervor. Der Titelverteidiger Kühn (Berlin) mußte wegen eines Wabenkrampfes aufgeben. Ausgezeichnet waren in ber Stabthalle bie Leistungen ber Turner. Wehner . (Frankfurt a. M.) hatte nach fünf Uebungen des < Zehnkampfes schon einen sicheren Vorsprung, unb im Enbkampf erkämpfte er gegen ßenbenberger (Stuttgart) erneut ben Meistertitel, währenb im Mannschaftskampf bie Universität Münster sich auf . ben ersten Rang setzte. Viel Zeit nahm bas Fechten * in Anspruch. Einzelsieger auf Säbel würbe He11 - mer (Berlin), auf Degen würbe Dopfer (TÜ-^ hingen) Meister, währenb im Säbelmannschafts-/ fampf bie Universität Berlin ben Schlußkampf gegen bie TH. Danzig gewann. Der Florett-Titel ber Frauen fiel an I. Mejer (München). Bei ben Boxern nahm ber bekannte Königsberger Hilbr-.'cht in ber Schwergewichtsklasse eine überragenbe Stellung ein. Seine beiben letzten Kämpfe gewann er jebesmal vor Ablauf ber brei Runben. Gießener Läusermannschaft im Hintertreffen. Die Vertretung ber Gießener Universität für ben Geländelauf um die Hochschulmeisterschaft in Greifswald konnte die gehegten Erwartungen nicht erfüllen. Immerhin wurde gegen die zahlreiche Konkurrenz von 170 teilnehmenden Läufern ein guter Mittelplatz erzielt. Möll, der sich als der Beste der Gießener Läufer erwies, blieb im Anfang weit zurück unb kam nur auf ben 48. Platz; Mayer hielt sich zu sehr an die Favoritengruppe mit Kühn (den Titelverteidiger), Distel und Dösseker, er fiel aber mit anderen ab unb kam auf ben 68. Platz. Schilp unb Zimmermann liefen kurz hinter ihm ein. Es hatte sich bei biefem Lauf erwiesen, baß bie Vorbereitungen für den schwierigen Geländelauf von den Gießener Studenten früher und intensiver betrieben werden mußten. ________ lichkeit nicht den Weg am ^-'-nsesaal vorbei! Ober hier in seiner Kabine, bie er wahrscheinlich nicht in ihm ruht das ganze Geheimnis meines Erfolges, tragen Sie lieber und für Fälle einem Steward jedem Beliebigen zur Verfügung stellt, auf Sie > Ja. auf meinem schlechten Ruf ruht ein Unteraus, die Vorhänge sofort zuzuziehen! Verstanden?" I gewartet habe?" ! nehmen, dessen Direktor und Sekretär, Prokurist Finowfurth (Brandenburg), im Januar. Die junge Arbeitslagerführerin, die sich mir an- geschlossen hat, als wir in kleinen Gruppen durch die neue Reichsschule für Lagerführerinnen am waldumstandenen märkischen See geführt werden, hat ein offenes, rotbackiges Mädchengesicht, Während sie mir mit einem berechtigten Stolz die Räume und ihre schone, schlichte handwerkliche Einrichtung zeigt, versuche ich festzustellen, ob dieses Gesicht etwa einem bestimmten Typus angehört, ob es schließen läßt darauf, aus welchen Quellen die Neigung zu diesem Beruf, ihre Begeisterung für diese Tätigkeit fließt. Keineswegs gleichen sich diese Mädchen, weder im Aeußeren, wenn man von der Uniform absieht, noch in ber Art sich zu geben. Unb boch ist etwas in ihren Gesichtern unb vielleicht auch in ihrer Haltung, worin sie sich alle ähnlich finb, eine Kraft, bie zur Persönlichkeit drangt, ein junger Wille z u r Verantwortung, ber ihren Blick prägt, eine Lust am Dasein unb Freube am Schaffen, ber ihrer ganzen Umgebung Atmosphäre gibt. Als wir mit ihnen in bem schönen Schulungsraum bes Hauses zur gemeinsamen Vesper zusammensitzen, wirb biese Atmosphäre ganz stark fühlbar, so stark, baß ich mich bes Gebankens nicht erwehren kann, wie be- neibensroert bie Männer einmal sein müssen) denen diese Mädel Hausfrau und Mutter werden. Sie stehen unversehens an der Stirnseite bes Raumes zu einem kleinen Chor geschart beisammen unb singen vierstimmig mittelalterliche Kanons. Ganz anspruchslos fingen sie, ohne „21 n g e b e • r e i,r u n b vorgetäuschte Kunst, mit reinen, fröhlichen Stimmen, eine spielt Dirigentin unb bas Ganze klingt wie ein altes Glockenspiel ober wie Spinettmusik. Wer weiß benn, was für musikalische Schätze in biesen Kanons, Schäferliedern, Madrigalen und Volksweisen zutage kommen! Die je zukünftigen Mütter werden ihren Kindern alles wieder erwecken, was es an Innigkeit und melodischer Fülle im deutsches Liede gibt. Mich interessiert es, von meiner jungen Begleiterin zu hören, wie sie es zur Lagerführerin gebracht hat und wie dieser neue Frauenberuf a u s s i e h t. Sie hat bisher ein Lager im Wend mir solchen Testa! irnt haben — in ] W Stein" UN S*n die (d ihrkeines I k?!! Zungen J täl k S -e,n M j ^Wrliches Tri K J und 3 ^"erkenne! I “Wiebelt ift.M II«: Ä ein I Iw 9e,i i «taiä fei fei Ml 5 Nisi ■ }*Ä*| 1 ,’rQu ;l SHis x' NaW hs ■ 2llh, I to» „Litte, F" ,Zielen, Do 65 , S-lch- “J unter 81* । I »tf«” ■ Än \ Beriet 9‘J (affen g iff J «ielmehr red)"' 3n 1«** tarn* 17,5 , Pfennig : Jas inacht in Mark oder de Mittagessen 6 Mark, also Beispiel erwayr schaftsgeld fehlt klar, daß die J Ml eine oolks IMe Mtwendi im feine * nun mit vollei kann: Kampf o werb. Die hau! dem Verderb Wirtschaftsgeld. . Habet sich der len sind durchc 6inen Beweis. Haushaltungen r schäftet wird, lie !onto der gewerl Aerlust von 91 1 D.j). herunter ber Hausfrau" Alle die Har Wsgelde am einer stillen Sl verlustreich wir Hausfrauen, ir 'elfer am beut bie große Bed Das Deutsche ' so ausgebaut, offenste!)!, sich bei ber Wirtsi auch bie, bie fd, manche gute Sin fahren; benn mc Dlamanten-Komödie Tioman von Horst Biernath. fälligen Verbandsspiel. Leihgestern mußte zwei Mann ersetzen. Diesen Ausfall merkte man erheblich. Aber trotzdem konnten die Gäste das Spiel offen gestalten und erst in der zweiten Halbzeit kamen die Platzbesitzer durch einen Eckball zu ihrem Führungstreffer, dem kurz darauf durch ein Mißverständnis der Gäste-Hintermannschaft der zweite; Treffer folgte. Das schönste Tor war das dritte, das der Mittelstürmer der Platzelf zustande brachte. Immer wieder griffen die Blauweißen an, um wenigstens das Ehrentor zu erzielen. Aber die sichersten Gelegenheiten wurden nicht ausgenützt. Dem Spielverlauf nach wäre ein 2:1 oder ein Unentschieden gerecht gewesen. Heuchelheim I — Klein-Linden I 2:1 (1:1). Beide Mannschaften lieferten sich einen großen Kampf. Klein-Linden stellte eine eifrige und einsatzfreudige Mannschaft, die ungeheuer schnell am Ball war. Die Einheimischen spielten mit drei Ersatzleuten, bie zeitweise große Schwächen zeigten. Zu Beginn bes Spieles brängt Klein - Linben mächtig auf bas gegnerische Tor. Heuchelheim ließ sich bas hohe Spiel ber Gäste aufbrängen. Weite Schläge ber Gästemannschaft schufen gefährliche Situationen vor bem Heuchelheimer Tor. Durch schönen Kopfball bes Mittelstürmers konnte Klein-Linben in Führung gehen. Klein-Linben drängte auf weitere Erfolge und Heuchelheim brachte zügige Kombinationen vor das Tor ber Gäste. Allmählich zeigte sich die technische Ueber- legeßheit der Einheimischen. Eine Flanke von links stoppte der kleine Heuchelheimer Mittelstürmer kurz vor dem Tore und schob kaltblütig zum Ausgleich ein. Nach der Pause gestaltet Heuchelheim die Partie überlegen. Flache Paßkombinationen brachten die gegnerische Mannschaft in Verwirrung, doch erfolgreiche Torschüsse ließen auf sich warten. Gegen Mitte der zweiten Halbzeit schoß Arnold das Siegestor für feine Farben. Die letzte Viertelstunde war eine einseitige Angelegenheit der Gastgeber. Der Schlußpfiff sah die Heuchelheimer als verdiente Sieger. Vor dem Spiele der ersten Mannschaften kämpfte die Heuchelheimer Jugend gegen Leihgestern und konnte dem gefährlichen Gegner einen Punkt abnehmen. Klein-Linben 1. Jugend — Staufenberg Jugend 3:1. Am Sonntag trafen sich beide Mannschaften zum Entscheidungsspiel in ihrer Gruppe. Klein-Linden schoß in der Mitte der ersten Halbzeit den Führungstreffer und hätte noch weitere Möglichkeiten gehabt, wenn nicht zwei Elfmeter neben die Latte gegangen wären. Nach der Halbzeit legte Staufenberg stark los und erzielte auch den Ausgleich, dem aber die Klein-Lindener später noch zwei weitere Tore entgegensetzen konnten. Mit diesem Siege hat sich die erste Jugend von Klein-Linden die Berechtigung erworben, an den Kämpfen um die Kreismeisterschaft teilzunehmen. Helle in bas gebämpfte Halblicht biefes grau aus-1 geschlagenen Raumes, ging sie ein wenig unsicher weiter. Die Tür würbe hinter ihr geschlossen... noch bie beste Vorbereitung für den eigentlichen Beruf ber Frau, ditz Ehe, barftellt. Kurze Daten mögen bas beleuchten: Ein Mäbel beschließt Arbeitslagerführerin zu werden. Da sie als Schulentlassene meist noch zu jung für die Ableistung der Arbeitsdienstzeit ist, wird, sie sich zweckmäßig einer Berufsausbildung zuwenden, die ihr später auf ihre Ausbildung zur Lagerführerin angerechnet wird. Da gibt es beispielsweise eine hauswirtschaftliche, eine soziale oder eine pflegerische Ausbildung. Am vorteilhaftesten auch im Hinblick auf späteren Aufstieg in verantwortlichere Stellung, ist stets die Ausbildung zur Volkspflegerin. Sie hat die Wahl, diese Ausbildung schon vorher abzuschließen und bann als Arbeitsmaib ins Lager zu gehen, kann aber auch ohne abgeschlossene Ausbildung zunächst ins Lager gehen. Ein halbes Jahr ist sie Arbeitsmaid, bleibt bann im Lager als Kameradschaftsälteste und genießt als solche eine besondere Schulung, die sie auch zum erstenmal in die Reichsschule führt, wo Lagerdienst und Schulung sich abwechseln. Ein halbes Jahr dauert der Dienst als Kameradschaftsälteste, und nun tritt die Anwärterin einen zweijährigen Urlaub an, ber ihr zu einem Prakti - tum Gelegenheit geben soll, wenn sie nicht schon vorher bie erwähnte Berufsausbildung genossen hat. Das Praktikum umfaßt ein Jahr Landfrauenschule, ein halbes Jahr soziale Arbeit, ein halbes Jahr Krankenhausdienst. Nur für diesen Teil der Ausbildung muß die Anwärterin eigene Mittel aufwenden. Geht sie dann nach erfolgter Ausbildung zum Arbeitsdienst zurück, so folgt ihre Ausbildung als Gehilfin auf ber Bezirksführerinnenschule, nach deren Abschluß sie als Gehilfin im Lager angesetzt wird. Nach Bewährung erfolgt früher oder später ihre Ernennung zur Lagerführerin. Schon als Gehilfin erhält sie bei freier Unterkunft, Verpflegung und Bekleidung 50 bis 120 Mark Taschengeld, als Lagerführerin fängt sie unter den gleichen Bedingungen mit einem Gehalt von 80 Mark an und steigt bis 150 Mark. Nun hat sie bei Tüchtigkeit und Eignung noch die Aussicht, in höhere Dienststellen aufzurücken, angefangen bei der Lagergruppenführerin, der mehrere Lager unterstellt sind, über die Bezirksleitung in bie Landesleitung ober Reichsleitung. Aber auch ber Uebergang in andere Frauen- -uyujcu^.HUD , .... —,..... unb Reisender ich m einer Person bin: Ich ver- ’roenene iicn ,cyneu: „Natürlich! Ja- reits halb zum Drücker emporgehoben hatte, sank sichere unb leite Diamantentransporte! Ein merk- Und trat seinen Gang eiligst zum 1 langsam zurück. „Ich weiß wirklich nicht, was Sie würdiger Beruf, gewiß — aber er macht mir 1 a ' r-.- <.^11— " Freude... Das ist alles. Mehr habe ich Ihnen nicht Er trat gehorsam zur Seite. „Aber vielleicht wer- uuiuc Winni ui» den Sie doch die Güte haben, mich anzuhören", Fräulein Hollerthau erfcr it, unb begleiten Sie sie sagte er rasch unb einbringlich, ..wenn ich Ihnen ... «vainar 9thor -Zählen Sie nach Mög- erkläre, baß ich mit Zantens Wissen unb Billigung Was suchen Sie hier? . „Sie!" Er trat ihr einen halben Schritt entgegen. Aodie^gesvleltt „Bitte, verlassen Sie biefes Zimmer! Ober lassen " "** ** " ölt? liui.lt: itrurt? wiwi, it lumuc icuic yuiuji . vor Menschen. Mit einem entschlossenen Schritt hngen bes Planes zu sichern, lag alles baran baß ...... „Wie kommen Sie hierher? niemanb auch nur für einen Augenblick auf ben " Gebauten kommen konnte, hier werde eine Ko- hannoverfchen Bezirk gehabt, jetzt ist sie feit kurzem bei ber Bezirksführung, also schon aufgerückt in verantwortliche Verwaltungsarbeit. Aus ihren Wor- „ „ ten ersteht klar bas Bilb einer offenbar günstigen leicht gemacht. Eine verkürzte zusätzliche unb befriebigenben Berufslaufbahn, bie — selb- Umschulung, beren Kosten bas Reich übernehmen ständ.g unb fraulich zugleich — aus ihrer Natur will, setzt sie instand, sich vielen anziehenden Tätig- als erzieherische Arbeit am jungen Menschen auch I feitsgebieten zuzuwenden. Dr. Buresch. Frauenzimmern aus! Er führte Carola durchs Mittelschiff über ben Backborbgang zu Zantens Kabine, klopfte an unb öffnete ihr, als von innen ein tiefes ,-Bitte!" erklang, bie Tür, um sich bann zu entfernen. , ----------- — -------------- ---« ■ , m , -o (Tnrnfn trnt über die SchmeUe Seicht aeblenbet diesem Transport nur um ein Ablenkungsmanöver! meinen güten Rus zu untergraben? non bem X «fVn Ä Ä? " ^nbelte, 3u nerbinbern. eine Entdeckung, die durch nrnrnm her hernhmte (hnfef .1 belle in das aeöämofte Aalblidit dieses grau aus- die Anwesenheit eines Manms wie Dierenbrook an Bord unbedingt zu befürchten war und die ben echten, in aller Stille nach (Europa beförderten Diamanten leicht hätte gefährlich werden können." Er verbeugte sich leicht. Seine Linke wies mit gestreckten Fingern zur Tür als wolle er anbeuten, daß der Weg frei sei-. „Genügt Ihnen diese Erklärung?" fragte er mit gesenktem Kopf. Äwme Am kommender Sitzungssaal des eine Bürg । Heilung Gießeri 1 /^ndesdienststellel Meter des ftal 3 o r f d e r f J Seauftragfer1 ^Wehrüber^ Gießen! Wilhelm Miilll Spiele Gew. Unentfch. Verl. 16 11 5 — 15 11 _ 4 14 9 2 3 16 7 3 6 13 5 4 4 14 5 4 5 15 5 3 7 16 5 1 10 13 3 3 7 14 1 5 8 14 2 2 10 Mittwoch, 2b.Zanuar 1938 Dornoiizen. Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater: 19.30 bis 22 Uhr „Enoch Arden". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Zweimal zwei im Himmelbett". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Wenn Frauen schweigen". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus an Brand: „Frankfurter Künstler der Gegenwart"; Besuchszeit: 17 bis 18 Uhr, Sladlthealer Gießen. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Um 19.30 Uhr findet eine Wiederholung des Opernerfolges „Enoch Arden" von Ottmar Gerfter statt. Musikalische Leitung Paul Walter, Spielleitung Wolfgang Kühne, Leitung und Einstudierung der Chöre Heinz Markwardt, Choreographie Irmgard Zenner, Bild Karl Löffler. Die Vorstellung findet als 17. Vorstellung der Mittwoch-Miete statt. Beginn 19.30, Ende.22 Uhr. Alfred huggenberger in Gießen. Der bekannte Schweizer Bauerndichter Alfred Huggenberger wird, wie man uns schreibt, am kommenden Donnerstag auf Einladung des Goethe-Bundes, des Kaufmännischen Vereins und des Volksbundes für das Deutschtum im Ausland, Nr.2l Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Mit 8:7 ^enber L^®e9: hegten l)en qU3 qe, °°r Ne. "'n wur. Mcister 'spach. l. Detz. °°r Ter. »eute bes sehr 9m d'e Da. •" männ. '^ereini. en, bank ’atte her s!erqültig lanb. tt. reu, Jur. nstaq in 1'tätsstabt, ' 1 ierschastrn. eche (Ent. ourbe her erlin) vor Pf er (Uni 1 die^zehn • am Sonn. Auch hier , der Dor- Erbitterte rer in her affen fielen en im Te- . l Auf her. es Gelände-^ rieqer unter Utelverteibi- nes Waben- aren in der Wehner ebungen bes * rsprung, unb .. ßenbenberqer | währenb im ifter sich auf, bas Fechten' )urbe hett- vpfer (Xüv. -lmannschasts-' Schlußkampf Florett-Titel hen). Sei ben üjer f)ilbrcd)t -agenbe Stel- > 'gewann er L ierlrehen. rM ben m Gmis- nqen nicht er- .ahlreiche Konfern ein guter als ber Beste n Anfang weit Uah; Mayer uppe mit Kuhn Wer, er fiel ben 68. Wütz. hinter ihm em- ■n, daß die !!!--. Xlän6etof 6 intensw» °e , bin: R »«, rkt Em m-l! er mach' mtr , id) 5l)«in”,lt,t . Vieren- W? ff de«-" «Ai»* :ainK. ffin öE te er. @ru"he og wesen'' ) ldltre UxS Aus der Stadt Gießen. KampfdemVerderb so gutwie Erwerb. Vie erlangt man LoWeuer-Lniläßigung? <1 Richtlinien für die Antragsteller. „Ach, Frau Schulze, würden Sie mir wohl einen großen Gefallen tun und mir bis übermorgen drei Mark borgen? An dem Tage bekommt mein Mann erst Geld. Ich bin diese Woche wieder nicht mit meinem Wirtschaftsgeld ausgekommen." „Bitte, Frau Lehmann, hier ist das Geld!" „Vielen Dank, Frau Schulze. Ich wundere mich immer wieder, daß Sie so gut zurechtkommen, wie machen Sie das bloß?" Solche und ähnliche Gespräche kann man oft unter Nachbarinnen und Hausfrauen hören. Ja, wie kommt es eigentlich, daß manche ^Hausfrauen niemals „zurechtkommen", andere dagegen noch aushelfen können? Da ist nicht etwa die verschiedene höhe des Wirtschaftsgeldes ausschlaggebend. Nein, die Hausfrauen, die richtig wirtschaften können und mit ihrem „Etat" haushalten, find in den meisten Fällen auch diejenigen, die die- Parole „Kampf dem Verderb" genau befolgen, die nichts umkommen lassen und alles richtig verwerten. Diese Behauptung ist durchaus nicht übertrieben, sie läßt sich vielmehr rechnerisch beweisen. In den meisten Haushalten — es gibt deren bekanntlich 17,5 Millionen — gehen täglich für 20 Pfennig Nahrungs- und Derbrauchsgut verloren. Das macht in der Woche eine Ausgabe von 1,40 Mark oder den Betrag, für den man ein gutes Mittagessen Herstellen kann. Im Monat sind das 6 Mark, also die doppelte Summe, die der als Beispiel erwähnten Frau Lehryann an ihrem Wirtschaftsgeld fehlt. Nun wird es vielleicht manchem klar, daß die Parole „Kampf dem Verderb" nicht nur eine volkswirtschaftliche und ernährungspolitische Notwendigkeit ist, um Deutschlands Kampf um seine Nahrungsfreiheit zu stärken, sondern daß man mit voller Berechtigung den Satz aufstellen kann: Kampf dem Verderb — ist so gut wie Erwerb. Die Hausfrau, die Mithelferin beim „Kampf dem Verderb" ist, fühlt das nicht zuletzt an ihrem Wirtschaftsgeld. Mit dem allgemeinen Nutzen verbindet fich der eigene Vorteil. Die genannten Zahlen sind durchaus keine „Milchmädchenrechnung". Einen Beweis dafür, daß in den meisten Prioat- haushaltungen noch viel in den Mülleimer gewirtschaftet wird, liefert der Vergleich mit dem Verlustkonto der gewerblichen Betriebe und Küchen, wo der Verlust von Nahrungsmitteln schon auf 0,5 bis 1 v. H. heruntergedrückt ist, während er im „Reich der Hausfrau" immer noch 5 bis 8 v. H. beträgt.. Alle die Hausfrauen, die nie mit ihrem Wirtschaftsgelde auskommen, täten einmal gut, sich in einer stillen Stunde zu überlegen, ob sie nicht zu verlustreich wirtschaften. Gerade der Appell an die Hausfrauen, im Kampf gegen den Verderb Mit- helfer am deutschen Wiederaufbau zu sein, beweist die große Bedeutung und Aufgabe der Hausfrau. Das Deutsche Frauenwerk hat seine Beratung jetzt Io ausgebaut, daß jeder Hausfrau die Möglichkeit offensteht, sich über die Vermeidung von Verlusten bei der Wirtschaftsführung zu unterrichten. Aber iud) die, die schon „perfekt" sind, können dort noch mpnche gute Anregung, manchen wichtigen Tip er- ahren; denn man lernt ja bekanntlich nie aus... ' G. E. D. Bürgermeiflertagung in Grehen. Am kommenden Montag, 31. Januar, findet im ^Sitzungssaal des Kreisamtes, Landgraf-Philipp- Platz, eine Bürgermeisterversammlung der Kreisabteilung Gießen des Deutschen Gemeindetages i Landesdienststelle Hesfen-Hesfen-Naffau) statt. Ein Vertreter des staatlichen Hochbauamtes wich über bie Dorfverschönerungsaktion und ein , Ein Beauftragter des Wehrbezirkskommandos über üe Wehrüberwachung sprechen. Mit zu den wichtigsten Tagesfragen auf steuerlichem Gebiet für alle im Erwerbsleben stehenden Arbeitnehmer zählt jetzt die Frage: Wie erlange i ch eine Lohnsteuerermähigung? Leider besteht immer.noch gerade in den am meisten interessierten Kreisen große Unkenntnis sowohl hinsichtlich des einzuschlagenden Weges, als auch der erforderlichen Voraussetzungen, auf Grund deren eine Lohnsteuerermäßigung erfolgen kann. Zur Einreichung eines Antrages auf Lohnsteuer- ermätzigung sind dem Arbeitnehmer vier Möglichkeiten an die Hand gegeben: 1. wegen erhöhter Werbungskosten und Sonderausgaben; 2. wegen Beschäftigung einer Hausgehilfin; 3. wegen Kriegs- und Zivilbeschädigung; 4. wegen besonderer wirtschaftlicher Verhältnisse. Mancher wird fragen: Was sind Werbungs- k o st e n? Allgemein gesagt, sind Werbungskosten alle Aufwendungen, die ein Steuerpflichtiger zur ^Erhaltung und Sicherung seines Berufes machen muß. Dazu rechnen alle Aufwendungen, die die Ausübung des Dienstes mit sich bringt, aber nur insoweit, als sie nicht durch die allgemeine Lebensführung bedingt sind. In erster Linie -gehören zu den Werbungskosten Beiträge zu Berufsständen und Berufsverbänden, deren Zweck nicht auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb gerichtet ist, sondern in denen nur die beruflichen Belange der Arbeitnehmer vertreten werden bzw. nur eine Zusammenfassung der Arbeitnehmer in Berufsgruppen erfolgt. Es gehören ferner dazu notwendige Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, es sei denn, daß der Arbeitnehmer aus persönlichen Gründen und Vorteilen seinen Wohnsitz in Einern Orte nimmt, in welchem die Arbeitnehmer eines Betriebes üblicherweise nicht zu wohnen pflegen. Don Bedeutung ist dabei die Beurteilung der Frage, ob nach den allgemeinen, objektiven Derhältnissen der Wohnort zu dem Einzugs- und Siedlungsgebiet des Arbeitsortes gehört. Jedenfalls ist bei der Beurteilung dieser Frage und bei dem Grundsatz des Na- tionalsozia-lismus, den Volksgenossen im eigenen Heim und in der freien Natur anzusiedeln, nicht kleinlich zu verfahren. Auch Aufwendungen für Arbeitsmittel (Werkzeuge und Berufskleidung) und Absetzungen für Abnutzung eines Wirtschaftsgutes, dessen Verwendung und Nutzung, durch den Arbeitnehmer zur Erzielung von Arbeitslohn sich erfahrungsgemäß auf einen Zeitraum von mehr als ein Jahr erstreckt, gehören zu den Werbungskosten. Gedacht ist bei letzteren besonders > an motorisierte Fahrzeuge (Auto usw.). Gewöhnlich rechnet man mit dem Aufbrauchen eines derartigen Wirtschaftsgutes innerhalb von 5 Jahren, so daß eine Absetzung -für Abnutzung pro Jahr mit 20 v. H. angebracht erscheint. • Zu den Sonderausgaben gehören alle Beitrage und Versicherungsprämien des Arbeitnehmers für sich, seine Ehefrau und seine Kinder? für die ihm Kinderermäßigung gewährt wird, zu Kranken-, Unfall-, Haftpflicht-, Angestellten-, Invaliden- und Erwerbslosenversicherungen, zu Versicherungen auf Leben oder Todesfall, und zu Witwen-, Waisen-, Versorgungs- und Sterbekassen. 'Ferner gehören dazu Beiträge des Arbeitnehmers für sich, seine Ehefrau und seine Kinder, für die ihm Kinderermäßigung gewährt wird, an Bausparkassen zur Erlangung eines Baudarlehens. Zum besseren Verständnis bei der Geltendmachung von Beiträgen zu Bausparkassen und zur Vermeidung von Enttäuschungen sei hier ergänzend vermerkt, daß Beiträge -zu Bausparkassen nur berücksichtigt werden können, die bis zur Erlangung des Darlehens an die Kasse geleistet werden. Beträge, die nach Erlangung eines Darlehens weiter an die Kasse gezahlt werden, finden dagegen keine Berücksichtigung, da es sich hier bereits um Tilgungsbeträge handelt. Auch Zinsen und Verwaltungskostenbeiträge, die sehr oft darin enthalten sind, sind weder Werbungskosten, noch Sonderausgaben. Das gleiche gilt auch von Zwischenkreditzinsen; das sind Zinsen für einen Kredit, den der Vausparer bereits vor der ordnungsmäßigen Zuteilung des Baudarlehens zum Zwecke einer schnelleren Baumöglichkeit erhalten hat. Der häufig damit verbundene Lebensversicherungsbetrag dagegen gehört zu den Sonderausgaben und ist darum absetzbar. Wichtig ist dabei für den Antragsteller, zu wissen, daß alle vorstehend angeführten, zu den Sonderausgaben zählenden Aufwendungsmöglichkeiten leider einer Begrenzung unterliegen, die sich nach dem Familienstand richtet und ihren Ausdruck in festliegenden Sätzen findet. So kommt für den Antragsteller selbst ein Jahresbetrag von 500 Mark, für die Ehest-au 300 Mark, das 1. Kind 300 Mark, das 2. Kind 400 Mark, das 3. Kind 600 Mark, das 4. Kind 800 Mark, das 5. Kind 1000 Mark in Frage. Sonderausgaben, die über diese Beträge hinausgehen, bleiben mit ihren darüber hinausgehenden Teilen unberücksichtigt. Beispielsweise würden also einem Steuerpflichtigen mit 3 Kindern, der Sonderausgaben im Jahresbetrag von 2900 Mark geltend macht, feinem Familienstand entsprechend nur 2100 Mark zu gebilligt werden können. Heber diesen engeren Rahmen hinaus können aber selbstverständlich noch andere Ausgaben, die ebenfalls als Sonderausgaben anzusprechen sind, aber feiner Begrenzung unterliegen, geltend gemacht werden. Hierbei handelt es sich um Kirchensteuer und Schuld zinsen und auf besonderen Verpflichtungen beruhenden dauernden Lasten, die weder Betriebsausgaben, noch mit Einkünften in wirtschaftlichem Zusammenhänge stehen, die bei der Besteuerung des Einkommens außer Betracht bleiben, d. h. Schuldzinsen müssen, wenn sie beim Arbeitseinkommen berücksichtigt werden sollen, mit diesem in Verbindung stehen. Das trifft zu bei der Aufnahme eines Darlehens im Falle einer Erkrankung oder zum Studium. Weitere Möglichkeiten zur Herabsetzung der Lohnsteuer sind gegeben bei Beschäftigung einer Hausgehilfin, beim Vorliegen einer Kriegs- oder Zivilbeschädigung von mindestens 30 v. H. Erwerbsbeschränkung. Ausgeschlossen sind hierbei wohl anerkannte Erwerbs- beschränkungen, deren Ursachen aber in einem inneren Leiden zu suchen sind (Spinale Lähmung usw.). Eine der häufigsten Ursachen zur Beantragung einer Lohnsteuerermäßigung dürfte weiter in dem Vorliegen besonderer wirtschaftlicher Verhältnisse begründet sein, d. h. bei wirtschaftlichen Verhältnissen, die nicht allgemeiner Natur sind, sondern eben in den besonderen Verhältnissen der einzelnen Arbeitnehmer oder einer kleinen Minderheit iyre Begründung finden und den Antragsteller stärker belasten, als einen mit gleichem Familienstand und in gleichen Vermögensverhält- nissen lebenden Volksgenossen. Aber auch hier sind zur Anerkennung besonderer wirtschaftlicher Verhältnisse Mindestbelastungsgrenzen vorgesehen, die unter Berücksichtigung des Familienstandes in einem Hundertsatz des Einkommens verankert sind. Erreichen die besonderen Aufwendungen nicht einen dem' Familienstand und dem Einkommen entsprechenden Hundertsatz, so ist ein Antrag zwecklos, bzw. wenn er gestellt ist, mit seiner Ablehnung zu ^rechnen. Bemerkenswert erscheint noch für ben Antragsteller, daß alle hier angeführten Möglichkeiten bei ihm vorliegen können und daß der Antrag bei dem Finanzamt d e r Wohnsitzgemeinde zu stellen ist, am besten unter Verwendung der bei den Finanzämtern erhältlichen Vordrucke. ____ Gießener Giadtiheater. Wilhelm Müller-Scheld: „Anna Maria". Während wir Müller-Scheld bisher als dramatischen Gestalter historischer Stoffe kennen gelernt haben — in den Schauspielen „Ein Deutscher tarnens Stein" und „Schach dem Cäsaren" — sahen Dir gestern die Erstaufführung der Urfassung eines irüher entstandenen Werkes, das' ebenso wie die lürzlich in Frankfurt uraufgeführte Komödie „Edu- crd Keim" keinerlei geschichtliche Voraussetzungen ober Bindungen aufweist, sondern einen zeitlosen Stoff aus dem täglichen Leben behandelt: „Anna Maria", ein Drama in 16 Bildern, das man als iJ.n bürgerliches Trauerspiel auf dem Lande bezeich- iten könnte, und das, wie die mundartlichen Par- ien darin erkennen lassen, ohne genauere Lokali- iction in der Landschaft des Rhein-Main-Gebietes rngesiedett ist. * * In einer Folge von sechzehn, meist knappen Sze- ren entrollt sich die dramatisch verkürzte Liebes- ind Schicksalsgeschichte der jungen Anna Mana Schön. Anna Maria „geht" mit dem jungen, be- i-abten Studenten Ullrich Heidenreich; sie heben sich, ihne miteinander verlobt zu sein, und an eine Hei- ivt ist nicht zu denken, ehe Ullrich sein Examen gemacht hat und „was geworden" ist. Aber, auch andere haben ein Auge auf das Mädchen gewor- l?n: der Sanitätsrat Sprau, der sich bei yrau Schön um die Tochter bemüht (während die Frau vielleicht im Stilley mit dem Gedanken an eine zweite Heirat gespielt hat); und der Kaufmann Schelius, ein ausgemachter Schuft, skrupelloser Schürzenjäger und „Leutoerderber". Er nützt, um £nna Maria,zu bekommen, die Notlage ihrer Mut- tr aus, die ihm einen ansehnlichen Betrag für gelieferte Ware schuldet. Frau Schön bittet erst Sprau vergeblich um Geld und gesteht am Ende ter Tochter ihre Schulden; Anna Maria erklärt sich tereit, auf das Angebot des Schelius einzugehen, ter eine Stellung als Tippfräulein für sie hat; ii re einzige Bedingung lautet: Sprau darf nicht Nehr ins Haus! Obwohl der Pfarrer, dem Schelius mit der Ge- r cihrung von Ratenzahlungen gefällig war, diesen 01.5 „gar nicht so schlimm" bezeichnet, wird bald ter giftigste Klatsch laut — ,chier im Dorf hat e Frau ihr Kind verkauft", — und die Weiber haben recht: nachdem erst der windige Bruder des E chelius dem Mädchen Anträge gemacht hat, erliegt Snna Maria den erpresserischen Nachstellungen i res schuftigen Chefs. Ullrich, der inzwischen in Uiünchen studiert, eine glänzende Arbeit geliefert irnb Anna Maria die Treue gehalten hat, wird von deren Bruder ins Dors zurückgerufen, kommt aber zu spät: nach der ersten flüchtigen Begegnung stürzt sich die Unglückliche in Scham und Verzweiflung zum Fenster hinaus. * Ullrich weiß sofort, wer sein Mädchen auf dem Gewissen hat und streicht um das Haus des Sche- nus, der sich, vom Polizeidiener Schnatz gewarnt, verleugnen läßt und sich davonmacht. Schelius besticht den Schnatz, um die öffentliche Meinung auf seine Seite zu bringen, leugnet vor dem Pfarrer, der seinen Kredit kündigt, jede Schuld am Tode des Mädchens und fordert den Bürgermeister auf, die Schutzhaft gegen Ullrich zu beantragen, der in seiner Verzweiflung nachts in der Kirche am Glockenseil gerissen hat, so daß falscher Feueralarm durchs Dorf gellte. Dem Ullrich bieten drei alte Kriegskameraden an, den Schelius beiseite zu bringen, aber Ullrich weigert sich: wenn angegriffen wird, dann nur von vorn. Inzwischen ist das Auto aus der Irrenanstalt schon unterwegs, das Ullrich in Gewahrsam bringen soll. * In der großen Schlußszene im Wirtshaus stehen sich noch einmal Parteien und Meinungen gegenüber. Schelius, der weiß, daß es für ihn i ms Ganze geht, hat mit seinem Bruder alle Hebel m Bewegung gesetzt, — „wer nicht für mich ist, ist wieder mich!" — er sucht die Behörden gegen Ullrich aufzuwiegeln und die Bevölkerung durch Versprechung von Geld und Arbeit auf seine toeite $u bringen, ... da erscheint Ullrich und klagt Schelms vor versammelter Gemeinde an, Anna Maria „mit List und Gewalt an Leib und Seele zum bitfern Tod gebracht" zu haben. Schelius gesteht flieht, wird von Ullrich verfolgt, gestellt und erschossen. -Ullrich wird von Landjägern verhaftet... * Die verhältnismäßig schnelle Folge der kurzen Bilder gibt dem Drama einen balladesken Ton, was durch-die Einführung volksliedhafter Strophen unterstrichen wird; die musikalischen Elemente dienen nicht nur der Stimmung, sondern schassen auch, symbolhaft, ein gewisses Gegengewicht gegen den sonst ganz realistischen Stil des Stuckes. Die Unmittelbarkeit der Wirklichkeitsschilderung wird durch die kräftige, volkstümliche, mundartlich-deutliche Sprache noch verstärkt. Inmitten der Fabel steht das Schicksal der Anna Maria, das dem Dramatiker, wie man emp- sinden wird, besonders am Herzen lag; aber dieses Einzelschicksal wird erst aus der dörflichen Umwelt begreiflich, und offenbar hat die eigentümliche Verflechtung persönlicher und materieller Beziehungen innerhalb einer kleinen, aber sehr geschlossenen und festgefügten Lebensgemeinschaft Müller-Scheld nicht weniger gereizt als die Figur der Anna Maria selbst. Eine Geschichte von mancherlei Liebe, Schuld und Sühne, ... mit vielen Gestalten, die, ihrer Bedeutung im Gefüge des Ganzen gemäß, mehr oder minder stark konturiert und belichtet sind, während die 16 Szenen bald ausgesprochen aktiv im Sinne der dramatischen Handlung erscheinen, bald überwiegend schildernd, Stimmungen oder Zustände ausmalend und motivierend, alle aber von unmittelbarer Theaterwirkung. — * Die Aufführung, von Dr. Erich Schumacher in Szene gesetzt, stellte die Qualitäten des Dramas vom ersten bis zum letzten Bilde ins rechte Licht. Die Inszenierung war mit spürbarer Sorgfalt und liebevoller Vertiefung in Stoff und Umwelt des Werkes durchgearbeitet. Der schnelle, treibende, bal- ladeske Stil, den Müller-Scheld hier angewandt hat, wurde in der Wiedergabe — es war nur wenig gekürzt worden — sehr deutlich spürbar. Die mannigfaltigen Charaktere und Typen waren mit festen Strichen umrissen, der Dialog flüssig ineinandergreifend, der dramatische Atem wehte lebendig und kraftvoll durch alle Bilder. Die theatralische Wirkung übertrug sich ungebrochen und unmittelbar auf den Zuschauer, der sich den inneren und äußeren Spannungen des Handlungsablaufs nicht entziehen konnte. Das Raumproblem war mit Herrn Löfflers Bildgestaltung ebenfalls glücklich gelöst: die sechzehn Szenen verwandelten sich auf der Drehbühne fließend und reibungslos, ohne illusionsstörende Verzögerungen. Die Schauplätze waren vom Bühnenbildner mit geschickter Einfühlung nadjgebilbeX: besonders das Zimmer bei Schöns, das Kontor bei Schelius, die Dachkammer des jungen Heidenreich, die Wirtsstube, auch die offene winklige Dorfstraße waren vorzüglich erfaßt. * Helga Retfchy gab die Anna Maria und traf vom ersten Auftreten an Ton und Haltung des sehr jungen, zarten und reinen Geschöpfes, das ganz aus dem Gefühl handelt und feiner Neigung im Innersten gewiß ist; sie fand auch überzeugend und mitleiderregend den Ausdruck der gehetzten, rat- und hilflosen Kreatur, die zuletzt keinen anderen Ausweg mehr weiß als den verzweifelten Sturz ins Nichts. — Eine ausgezeichnete Leistung bot Else M.o n n a r d in der merkwürdig schillernden, schwankenden, zweideutigen Erscheinung der halbbürgerlichen Witwe Schön in Angst, Entrüstung, enttäuschter Hoffnung, aufflackernder Mütterlichkeit und kopfloser Bestürzung. — Den Schelius nahm Herr v. Gschmeidler, ohne mundartlichen Anklang übrigens, mit fi*erm Blick für die verdorbene Menschlichkeit dieser Gestalt: kalt berechnend, ge- 1 schmeidig und mit biedermännischer Umgänglichkeit RUHL Seilersweg Nr. 67 adlO Telephon Nr. 3170 ||3 eparaturen ,89w M Ortsverband Gießen, aus eigenen Werken lesen. Huggenberger, der ein ausgezeichneter Mittler seiner Werke ist, ist ein Freund Deutschlands und mit dem deutschen Geistesleben eng verbunden. Der Dichter, der zur Zeit eine längere Vortragsfahrt durch Deutschland unternimmt, fand überall starken Beifall. Unser neuer Roman. In der heuUgen Ausgabe unseres Blattes been- tben wir 'den Abdruck des Romans „Diamantenkomödie" von Horst Biernath. Gleichzeitig beginnen roirx heute mit der Veröffentlichung eines neuen Romanwerkes, von dem wir uns einen nicht minder starken Erfolg und eine nicht weniger herzliche und allgemeine Anteilnahme in unserem Leserkreise in Stadt und Land versprechen dürfen. Die Verfasserin ist bis jetzt in unseren Spalten noch nicht zu Worte gekommen, aber der Roman hat uns so gut gefallen, daß wir, noch ehe die erste Lektüre des Manuskriptes beendet war, den Eindruck hatten, das ist etwas für die Zeitung, das wird unseren Lesern genau so viel Vergnügen bereiten, wie uns selbst. Unser neuer Roman heißt „Die Mädchen aus der Burgstraße" von Hilde R. Lest und ist so frisch und lebendig, so unterhalfsäm und spannend geschrieben, daß jedermann der Entwicklung der bewegten und mit vielen Ueberraschimgen gewürzten Handlung mit wirklicher Anteilnahme von Fortsetzung zu Fortsetzung folgen wird. Die Liebes- und Lebensschicksale der Mädchen aus der Burgstraße werden, dessen sind wir gewiß, bet allen Leserinnen und Lesern in Stadt und Land heiterem Verständnis und herzlichem Mitempfinden begegnen. Wir freuen uns, diesen Roman gefunden zu haben und mit seiner heute einsetzenden Veröffentlichung jedermann eine anregende, fesselnde und wirklich genußreiche Lektüre bieten zu können. HZ., Bann und Zungbann 116. Befr.: Werbefilm der Deutschen Sporlhilse. Am Freitag, 28. Januar, findet um 16 Uhr im Caf6 Leib eine Veranstaltung vom Reichsbund für Leibesübungen statt, wobei ein Werbefilm der Deutschen Sporthilfe gezeigt wird. Die Eintrittskarten zu dieser Veranstaltung kosten 10 Pfennig und auf seinen Vorteil bedacht, hinterhältig, brutal und im entscheidenden Augenblick feig, * Das ausgeprägte Gegenbild dieses Schelius ist der junge Ullrich, den Herr Weiland gab, sauber, anständig, gradlinig; später völlig aus der Bahn geworfen durch den Schicksalsschlag, der ihn wehrlos und unvorbereitet trifft, zuletzt nur noch vom uralt männlichen Instinkt getrieben, den Gegner zu stellen, zur Rechenschaft zu ziehen und auszzllöschen. Herr Neuhaus gab mit richtiger Witterung für die charakterliche Mischung den Sanitätsrat Sprau, Herr Frickhoeftfer mit gut beobachteten Einzelzügen den jungen Schelius, Herrn Volck mit bedachtsamer Ausführlichkeit den Pfarrer, Herr Schorn den beflissenen Polizeidiener, das wahre Muster eines ländlichen Beamten. Sehr hübsch: Luise Decker a. G. als Beate in der aufschluß^ reichen kleinen Szene in München. Auch von den vielen übrigen stand mit verständnisvoller Hingabe jeder am rechten Platz. — * Die Aufführung fand, besonders zuletzt, starken und anhaltenden Beifall. Hans Thyriot. „Schwein baben." Wie ist das Schwein zum Sinnbild des Glückes geworden? Warum schreiben wir dem Rüsseltier eine so wunderbare Wirkung zu? Man vermutet, daß die Redensart ihren Ursprung von den alten Schützenfesten hat. Bei diesen gab es Preise für die besten Schützen, aber der Humor, der unsere Altvorderen auszeichnete, vergaß auch den nichts der am wenigsten getroffen hatte und gönnte" ihm einen Preis. Die Preise bestanden zunächst vielfach in Tieren, später in goldenen und silbernen Bechern oder anderen Kleinodien und schließlich in Geld. „Das Beste", also der erste Preis, war- um 1400 in München ein stattlicher Widder, später ein Ochse oder ein Pferd. Die Geldpreise stiegen von 40 Gulden, die in Augsburg um 1440 ausgesetzt wurden, auf 300 Gulden, die sich um 1550 der glücklichste Schütze erwarb. Der schlechteste Schütze aber bekam anfänglich ein Schwein, und zwar in der Regel ein recht junges, das ihm unter vielen Spottreden überreicht wurde. Der also Beschenkte mußte dann seinen Preis unter dem Spott der Mitbürger und dem Hallo der Jugend durch die Stadt führen. War es ein Ferkelchen, so zog er es vor, es im Mantel obet auch in den sehr weiten Aermeln des damaligen Oberkleides unbemerkt nach Hause zu tragen. Daraus bezieht sich eine Stelle in Brants „Narrenschiff": „Wer schießen will und falt des rain (fehlt die Scheibe), der breit (trägt) die su (Sau) im Aermel heim". NM £= — n' A ihrer *11 l in des der in hörte einer Durch das Abschiedsgemurmel im Flur man eine Helle Stimme. „Mutter — hab ich Hunger!" „Lisbeth!" rief Ursel, als die Mutter mit -,iv „Da haben Sie aber Glück gehabt", mischte sich das eine ältliche Fräulein ein, „daß Sie einen s» ehrlichen Fahrer hatten." . „Wieso?" "fragte Carla gereizt. „Sind denn Taxifahrer weniger ehrlich als andere Leute? Dieser war überhaupt ein ganz fabelhafter Kerl." „Geschmackssache", meinte das ältliche Fräulein spitz- Ursel stand indessen in der Zimmertür und winkte schelmisch drohend mit dem Zeigefinger zu Carla herüber. Der Assessor erhaschte sie noch mit einem Blick und sah mißbilligend aus Carla. Zn diesem Augenblick erhob sich das ältliche Fräulein mit einem geräuschvollen „Mahlzeit!" Die anderen Gaste folgten, von Mutter Lenz zur Türe geleitet. In Grün svgl. Bericht 1» Januar), ich en Gem -chlosses spä Branb ent Feuerwehr herrschte die Vkaßnayw wenn ft Ms Ze'l Arbeitnehmern geht hierzu noch eine besondere Aufforderung durch das zuständige Arbeitsamt zu. 3. Für Arbeitnehmer, deren Arbeitslohn im Kalenderjahr 1937 den Betrag von 8400 Mark überstiegen haben, sind von dem Arbeitgeber außer der Lohn- und Wehrsteuerbescheinigung auf der Steuerkarte 1937 befördere Lohnzettel auszuschreiben und bis zum 31. Januar 1938 an das für den Arbeitnehmer nach seinem Wohnsitz zuständige Finanzamt einzusenden. Wird der Lohnzettel an die dritte Seite der Steuerkarte 1937 angeklebt, dann erübrigt sich die Ausschreibung der Lohn- dritten Tochter hereinkam, „du kommst jeden Tag später; du rackerst dich noch zu Tode!" „Nicht so überschwänglich, Ursel", sagte Lisbeth und gab ihr einen Kuß, „der Mensch verttägt eint« ganze Monge. Tag, Herr Assessor, Tag, Carla, wt? macht die Gelehrsamkeit?" — Dann sank sie aber doch etwas erschöpft in ihren Stuhl. „Du sollst dich wirklich nicht so überanstrengend meinte die Mutter, „von acht bis drei ohne einet warmen Bissen!" „Das ist wirklich Schinderei", bestätigte der Asse^ sor, „öie Leute nutzen Sie aus." „Die 'Leute", sagte Lisbeth sehr bestimmt, J)aben andere Sorgen im Kopf, als mich auszunutzen. 3-m übrigen, zur allgemeinen Aufklärung: niemand zwingt mich, so lange zu arbeiten. Ich tue es nuG weil ich es für unanständig hielte, es nicht zu tun. Ich habe nun einmal meinen mütterlichen Schwarm für Macher, dieses große geniale Kind, das ni: mit dem Leben fertig wird. Ich hoffe", fuhr fort, den Assessor anblitzend, „ich darf es mir auch leisten, mich um anderer Leute Fortkommen y kümmern!" „Versteh ich nicht", sagte der Assessor. Aber Mutter Lenz verstand. „Steht es so schlimm um Machers?" Lisbeth antwortete mit einer Frage. „Sag Mutter, hast du schon einmal Bekanntschaft rtü einem Gerichtsvollzieher gemacht?" Die rundliche, weißhaarige Dame wiegte h Haupt lächelnd hin und her. „Das sage ich )1! bei Gelegenheit, wenn der Herr Assessor nicht ist." „Störe ich?" fragte der Assessor. „Ich weiß dec. daß Not keine Schande ist, und alle Welt weiß, Bq tapfer sich Mutter Lenz durchgeschlagen hat." (Fortsetzung folgt.) I lugt eine D IN, in der tojen und Narmerie ja ergaben ftifhir^ in 5 lie Täter d lern Schram tahmen die er, ein,mai indchen (Di len die be >er Flucht )er Straße Die übrigen I geschasst wk Wahrnebmu Diebesgutes bientidjes bet Die Angaben . handelt. „Sie haben recht", sagte nun der Vollbart, es ist eilig." Er wandte sich an die umstehenden Stu, denten. „Meine Herren, seien Sie diesem Manne hier behilflich, eine Studierende namens Lenz zu finden, die ihre Dottorarbeit in einer Taxe liegen ließ!" Dann klopfte er dem Fahrer wohlwollend auf die Schulter und beeilte sich, seine Knöpfe in Sicherheit zu bringen. Die Studenten zerstoben nach allen Richtungen. Der Chauffeur wartete. Nach fünf Minuten erreichte ihn ein atemloses Mädchen. „Meine Mappe!" rief sie und schien nun erst zu bemerken,-Haß an dieser Mappe noch ein männliches Wesen hing. „Verzeihen Sie...", stotterte Fräulein Lenz, „es ist zu nett von Ihnen, daß Sie sich solche Mühe gemacht haben. Hier...", sie suchte mit fliegenden Fingern in ihrer Handtasche. Aber die beruhigend' breite Faust, die eben erst einen leibhaftigen Professor festgehalten hatte, drückte auch diese Tasche wieder zu. „Lassen Sie das, Fräulein Lenz, Ihre Mutter verdient das Geld schwerer als ich ..." In das hübsche Gesicht des Mädchens schoß dunkles Rot. „Woher wissen Sie--?" „Berufsgeheimnis!" lachte der Chauffeur. „Im übrigen, wenn man seinen Stand am Schloßplatz hat, kennt man ja seine Nachbarn. Eilen Sie jetzt, es ist nicht Zeit, sich lang zu unterhalten." „Ja, meine Mutter wartet gewiß schon auf mich. Auf Wiedersehen!" Als Carla Lenz kurz darauf das Gittertor der Universität durchschritt, hörte sie ihren Namen rufen. Da stand noch immer die Droschke, die sie hierhergebracht hatte. „Los, los!" schrie der Mann am Steuer, „Mutter Lenz schimpft uns sonst aus!" Carla stieg lachend ein. Als sie vor dem Hause in der Burgstraße hielten, bemerkte sie, daß auf der Zähleruhr das Schildchen „Außer Betrieb" steckte. „Wie kommen Sie dazu?" fragte sie und wußte nicht, ob sie sich ärgern sollte. Der Fahrer schob die Scheibe der Zwischenwand zurück. „Zu Ihrer Beruhigung, Fräulein Lenz: ich fahre für meinen Bruder, der zwanzig Wagen laufen hat. Da kommt es auf ein paar Kilometer nicht an. — Also, auf Wiedersehen! Mein Stand ist, wie Sie wissen, drüben am Schloßplatz." Als die Studentin ausstieg, warf sie einen Blick auf das Namensschild des Eigentümers, das im Wageninnern hing: Kurt Viereck stand da. Und Viereck hieß also auch dieser Kavalier am Taxi- 'Mr.; b der K bur< Ä ber M^brin «'°°rgetrc i ; Me 'Äf,! WVor ö rA 16, nQf .iS iä*e ' 5 u”t> W und Wehrsteuerüberweisungsblätter zum gleichen Zeitpunkt an das Finanzamt der Betrieosstätte Übersenden.' Vordrucke zu Lohn- und Wehrsteuer- überweisungsblättern werden von den Finanzämtern auf Antrag unentgeltlich an die Arbeitgeber abgegeben. 2. Alle Arbeitnehmer, die am 31. Dezember 1937 in keinem Dienstverhältnis standen, sind verpflichtet, die in ihrem Besitz befindliche Steuerkarte 1937 bis zum 15. Februar 1938 bei dem Finanzamt abzuliefern, in dessen Bezirk sie am 11. Oktober 1937 gewohnt haben. Den arbeitslosen Aus den Genchissälen < nnen auf der Verwaltungsstelle des Bannes ab- .ajDlt werden. Die Geldverwalter stellen sofort fest, wieviel Karten für die betr. Einheit benötigt werden und geben alsdann Sammelbestellungen auf. Die Karten sind bis Freitag, 13 Uhr, abzuholen. Betr.: volksgemeinschaftsabend der IRt)3. Eintrittskarten zum Volksgemeinschaftsabend der Marinegefolgschaft 1/116 sind für Mitglieder des Bannstabes auf der Verwaltungsstelle des Bannes Utz erhältlich. Nordlicht in Gießen gesehen. An anderer Stelle unserer heutigen Ausgabe berichten wir über die Beobachtung einer großartigen Nordlicht-Erscheinung, die am gestrigen Abend von Norwegen bis zum Mittelmeer zu sehen war. Eine gleichartige Erscheinung, wie sie in jenen Berichten beschrieben wird, konnten Straßenpassanten in der letzten Nacht gegen 1 Uhr auch in Gießen beobachten. Man sah etwa in nordöstlicher Richtung zwei große dicke Feuerballen in länglicher Form, umgeben von einem großen Feuerschein, dahinter eine Fläche des klaren nächtlichen Himmels, als Abschluß am Horizont eine dicke, pechschwarze Wolkenwand. Die Erscheinung, die man sich bis heute früh nur durch einen Brand erklären konnte, war gegen 1.30 Uhr verblaßt. Die heute Vormittag em» treffenden Berichte legen nun den Schluß sehr nahe, daß diese nächtliche Himmelserscheinung mit dem Nordlicht zusammenhängt. Blinder Alarm. Am gestrigen Dienstag, kurz nach 20 Uhr bis etwa 20.30 Uhr, wurde unsere Gießener Bevölke- .rung durch anhaltenden Alarm von Feuersirenen beunruhigt. Zahlreiche Volksgenossen sahen besorgt zum Nachthimmel empor, um bei einem Feuerschein einen größeren Brand festzustellen, denn nach dem anhaltenden starken Sirenengeheul konnte es sich doch wohl nur um ein größeres Feuer handeln. Diele Feuerwehrmannschaften, Sanitäter und Poli- zeibeamte kamen eilig zu ihren für den Brandfall vorgesehenen Sammelplätzen gelaufen. Die Feuerwache wurde am Fernsprecher gewaltig bestürmt. Merkwürdigerweise konnte aber niemand einen Brand in Gießen oder auch nur die Ursache zu einem Feueralarm feststellen. Erst nach etwa einer halben Stunde kam des Rätsels Lösung, die darin bestand: In Krofdorf wurde eine von der Gemeindeverwaltung angeschafste neue Luftschutz- und Feuersirene ausprobiert. Diese Probe erstteckte sich über einen Zeitraum von etwa einer halben Stunde. Da der Wind um die fragliche Zeit aus der Richtung Krofdorf wehte, wurde der Lärm der dortigen Feuersirene bis zu uns herübergetragen. Hier entstand bann der blinde Alarm. Vorbeugend sei heute schon darauf hingewiesen,» daß voraussichtlich am nächsten Freitagabend in Krofdorf ein neuer Alarm dieser Art stattsinden wird. Wenn man dann wiederum das Sirenengeheul hier vernimmt, so weiß man, um was es sich handelt. Wichtige Lohn- und Wehrsteuerbestimmungen. 1. Die Arbeitgeber haben für jeden am 31. Dezember 1937 bei ihnen beschäftigt gewesenen Arbeitnehmer dem Finanzamt die Steuerkarte 19 3,7 mit der vollzogenen Lohn- und Wehrsteuerbescheinigung auf der zweiten Seite derselben zu übersenden. Die Übersendung hat bis zum. 15. Fe- -bruar 1938 an das Finanzamt zu erfolgen, in dessen Bezirk die Steuerkarte 1938 ausgeschrieben worden ist. Die Steuerkarten dürfen alfp diesen Arbeitnehmern nicht ausgehändigt werden. Für die im Kalenderjahr 1937 beschäftigten Arbeitnehmer, deren Steuerkarte 1937 dem Arbeitgeber nicht vorgelegen hat, und für die vor dem 31. Dezember 1937 ausgeschiedenen Arbeitnehmer, bei denen die Lohn- und Wehrsteuerbescheinigung auf Seite 2 der Steuerkarte 1937 beim Ausscheiden- aus dem Arbeitsoerhältnis versehentlich nicht ausgestellt worden ist, müssen die Arbeitgeber Lohn- Es war zehn vox zwei, als die Studentin an der Flurglocke zog. Sie betrat einen niedrigen, breiten Raum, den eine U - förmige Tafel ganz erfüllte. Von ihrem Ehrenplatz wandte sich die Mutter zur Türe um. „Du kommst spät, Carla, und Lisbeth ist auch noch nicht da. Mein Gott, man hat mit seinen Kindern mehr zu tun, als mit seinen Gästen." Die Gäste nickten zustimmend mit den Köpfen. Sie faßen, durch- Lücken leerer Stühle getrennt, rund um die Tafel: würdige ältere Herren, meist Beamte der im Schloß und im Marstall untergebrachten Behörden, ein paar ältliche Fräuleins unbestimmten Berufs, ein junges Paar, das trotz des reichlichen Platzes auf einem Stuhl zu sitzen schien, und ein junger Mann von etwas altmodischem, aber sehr gepflegtem Aeußeren, der durch Schmisse im blassen Gesicht und eine große Hornbrille seine Beschäftigung mit geistigen Dingen verriet. Auch er hatte, wenn auch lächelnd, mit dem Kopf genickt, cris Carla ermahnt wurde; aber sie achtete nicht darauf, sondern reichte ihm unbefangen die Hand. „Tag,. Ursel", sagte Carla, als ein hübsches, blondes Mädel hereintrat und die Suppe vor sie hinstellte. Ursel legte den Arm um die Schultern der Schwester. „Hat's gut, das Fräulein Doktor. Kommt, wann sie will...", und leise ihr ins Ohr flüsternd: „Fährt Auto wie 'ne Baronin..." Carla gab ihr einen wohlgemeinten Rippenstoß. ,4)aft schon wieder spioniert! Kleine Kröte!" Ursel stellte sich in Positur und sagte in drolligem Ernst: „Nun sieh einer an, sie gönnt mir nicht einmal den Blick durchs Fenster, wo ich doch immer zu Hause angebunden bin!" Der junge Mann hatte aufmerksam zugehört. Nun legte er seinen Löffel nieder und sagte: „Aber Fräulein Ursel! Carla hat es doch auch nicht leicht. Sie hat heute ihre Doktorarbeit abliefern müssen. Nun — wie war's? Was hat Dr. Pfannschmidt gesagt, daß Sie so spät kamen?" „Er mußte froh fein, daß ich die Arbeit überhaupt gebracht habe, denn beinahe wär's schiefgegangen. Ich habe mir nämlich in der Eile ein Auto nehmen müssen und die Mappe darin liegen gelassen. Ich war ja so aufgeregt!" „Waaas?" Der junge Mann schnellte entsetzt empor. „Regen Sie sich nicht auf, Assessor, ich habe die Mappe wiederbekommen. Der Chauffeur ist mir nachgelaufen und hat die ganze Universität nach mir rebellisch gemacht. Er hat sogar den Dekan Rornmenhöller auf dem Flur gestellt und so lange am Rockknopf festgehalten, bis der arme Mann eine Suchexpedition nach mir in die Wege leiten n">.ßte." „Ausgerechnet den Rommenhöller!" stöhnte der Assessor. und Wehrsteuerbescheinigung auf Seite 2 der Steuerkarte ober des Lohn- und Wehrsteuerüber. weisungsblatts. Vordrucke zu Lohnzetteln werden den Arbeitgebern auf Antrag vom Finanzamt kostenlos geliefert. jj Nähere Auskunft erteilen die Finanzämter. Küpreß schon ausverkaust? Wie eine Bombe schlug es ein, daß in diesem Jahr das Küpreß wieder am 15. Februar in den Räumen des Gesellschaftshauses in der Sonnenstraße stattfindet. Das Telephon der Theaterkasse rasselte un- unterbrochen, und man fragte: „Wo gibt es die Karten, und was kosten sie?" Denn man hatte im letzten Jahr zu schlechte Erfahrungen gemacht, als es hieß: .Küpreß ausverkaust." Und doch gab es noch sehr viele, die fragten, „was ist Küpreß?" Die es einmal erlebt haben, lächeln. Denn für sie ist . Küpreß schon längst ein Begriff geworden. Doch für den, der es noch nicht weiß, sei gesagt: Das • : Wort Küptteß wurde im vergangenen Jahre geprägt, als große Plakate auf den Anschlagsäulen das Künstler- und Pressefest ankündigten! Da stand staunend ein Mann davor und sprach immer vor sich hin: „Nicht schlecht, gar nicht schlecht Künst- preß — nein, Küpreß, famose Idee, das muß man schon sagen! Auf Küpreß habe ich schon lange gewartet. Endlich einmal Küpreß!" und nun haben i wir es in diesem Jahr wieder. Der Klang des Wortes liegt noch vom vergangenen Jahr im Ohr. Auch in diesem Jahr wird das Gießener Künstler- und Pressefest 1938 das Fest des Karnevals in Gießen sein, ein Beispiel für Gemeinschaftssinn und Gemeinschaftsarbeit. Die Bühnenkünstler, die allabendlich im Rampenlicht vor vielen Hunderten Menschen stehen und Rollen und Charaktere spielen, wollen einmal ohne Schminke und Perücke unter ihrem Publikum weilen, so wie sie sind. Die Maler und Bildhauer wollen einmal mitten drin I stehen im Kreis bekannter und unbekannter Men- I scheu und neue Freunde gewinnen. Die Presse I schließlich will um alle ein Band schlingen und die Verbindung Herstellen zwischen ihrer großen Leser- I gemeinde und dem Fest. Jeder Teil der tragenden Kräfte wirkt hier mit, entsprechend seiner Art und seinem Können. Die Künsller des Stadttheaters, die bildenden Künsller und die Presse laden alle die zu ihrem Fest ein, die sich mit ihnen verbunden fühlen. Küpreß schon ausverkaust? Nein, noch nicht, denn der Vorverkauf hat erst vor ein paar Tagen eingesetzt! Aber sichern Sie sich rechtzeitig Ihre Karte, denn bald wird es heißen: Küpreß, ausverkauft! Sicherstellung des unerläßlichen Lrennholchedarfs. Fwd. Eine ganze Reihe von Betrieben sind auf I Brennholzverbrauch angewiesen, so z. B. Böcke- I reien, Fischräuchereien, Töpfereien usw. Bei dermal!- I gemeinen Tendenz, den Rohstoff Holz feiner volks- I wirtschaftlich notwendigen Verwendung zuzurühr«n, I schreitet der Abbau des Holzbrandes an allen den ] Stellen, wo er als unnötig bezeichnet werden muß, I in erfreulichem Maße fort. Dafür kann das feit» I herige Brennholz industrieller, insbesondere chemi- I scher Verwertung in größeren Mengen zugesuhrt I werden. Für die obengenannten auf Brennholz an- I gewiesenen Betriebe muß aber die Versorgung um I bedingt sichergestellt werden, wie auch die Beliefe- I rung in den meist ländlichen Gegenden, wo die Um- |i stellung auf Kohlenfeuerung noch nicht genügend I gefördert werden konnte oder aus technischen Gründen und Transportschwierigkeiten jetzt noch nicht in Angriff genommen wird. Für diese Sicherstellung des Brennholzbedarfs sorgt ein eingehender Erlaß des Reichsforstmeisters, der u. a. bestimmt, daß die Preise auf dem Brennholzmarkt unverändert bleiben und unzulässige Preissteigerungen unter allen Umständen vermieden werden. Unbeschadet dieser Maßnahmen zur Sicherung des wirklichen Brenn« Holzbedarfs der Haushaltungen und bestimmter gewerblicher Betriebe muß aber jeder den Verbrauch steuer. Im romantisch winkligen Treppenaufgang alten Hauses roch es nach Bratendüften. Auf Milchglasscheibe im ersten Stockwerk stand schwarzen Lettern: Friedericke Len; Bürgerlicher Mittagstisch 12 bis 2 Uhr. steiis bis c Ä.‘® sowie die EU brennen u Die Mädchen aus der Burgfiraße. Roman von Hilde 3R. Lest. Nachdruck verboten. I. Durch die Korridore der Universität lief hastig ein Mann, dem man ansah, daß er nicht hierhergehörte» Er trug einen bräunlichen Cordanzug, Ledergamaschen und eine schwarze Schirmmütze und mochte wohl ein Taxichauffeur sein. Dieser Annahme widersprach allerdings die helle Leder- mappe, die er unter den Arm zwängte. Die sah nach Studium aus und nach gepflegteren Fingern, als sie ein Taxichauffeur gemeinhin hüben kann. Der Fremde lief geradenwegs einem Herrn in die Arme, dessen ansehnlicher Vollbart die Ehrfurcht erheischte, mit der das junge Volk ringsum ihm Platz machte. „Wo ist Fräulein fien^?,r rief der Mann im Cordanzug. „Ich muß sie unbedingt sprechen!" Der Vollbart maß sein Gegenüber mit wohl- wsllenden Blicken. „Mein lieber Freund", sagte er, „ich habe leider nicht das Vergnügen, Ihr Fräulein Lenz persönlich zu kennen. Wir haben hier an die dreihundert Studentinnen, und ich habe Mühe, die fünfzig auseinanderzuhalten, die meine Kollegs besuchen. Aber selbst, wenn ich das Fräulein Lenz kennte, wäre ich außerstande, Ihnen zu sagen, wo sie sich im Augenblick befindet." Damit ruderte er ein wenig mit den Armen und traf Anstalten, sich weiter zu bewegen. Ringsum ertönte Kichern aus den Reihen der Studierenden, die sich angesammelt hatten. Aber der Mann im Cordanzug faßte ohne Umschweife einen der professoralen Rockknöpfe und sagte in energischem Ton: „Die Sache ist leider eilig, Sie müssen mir unbedingt behilflich sein. Fräulein Lenz ist nämlich in meiner Taxe hierher- gesahren, um ihre Doktorarbeit abzugeben. Da sie eine Taxe nahm, muß sie es wohl eilig gehabt haben. Und nun hat sie diese Mappe in meinem Wagen liegen lassen. Also muß Fräulein Lenz gefunden werden, damit sie..." „Verzeihen Sie, Herr Professor", mischte sich ein hochgewachsener Jüngling ein, packte die Hand des Taxichauffeurs und versuchte, den Rockknopf des Professors zu befreien. „Wie kommen Sie dazu, den Herrn Professor hier einfach festzuhalten?" Der Fremde ließ den Knopf los und schloß dafür seine Finger fräftig um das Handgelenk des Jünglings. .Mischen Sie sich nicht in fremde Angelegenheiten", bedeutete er dem sich windenden Widersacher, ehe er ihn wieder losließ. Der Herr Professor weiß sehr gut, daß es eilig ist." in einer gewissen wirtschaftlichen Notlage gchandelt hatte und auch bis jetzt noch unoorbeftraft ist, wandelte es die Freiheitsstrafe in eine Geldstrafe von 240,00 RM. um. Amtsgericht Gießen. Der W. B., aus Wanne-Eickel, der sich zur Zett in Strafhaft befindet, hatte durch Strafbefehl des Amtsgerichts Gießen wegen Betrugs eine G e - fängnisstrafe von drei Monaten erhalten. Auf feinen Einspruch kam die Sache zur Hauptoerhandlung. Der Angellagte, der erheblich, auch einschlägig vorbestraft ist, logierte sich als Reisender unter falschem Namen in einer hiesigen Wirtschaft ein, wahrscheinlich, weil von Mannheim aus ein Steckbrief gegen ihn erlassen war. Er machte dort eine Zeche von 8,50 RM., ließ zur Sicherheit seinen angeblich wertvollen Koffer da, und empfahl sich auf Nimmerwiedersehen. Der Angeklagte behauptete in der Hauptverihandlung, er sei mit einem Freund nach Hannover gereift. Dort sei er verhaftet worden, so daß er keine Gelegenheit gehabt habe, seine Schuld zu bezahlen. Eine Betrugsabsicht liege daher nicht vor. Dies konnte er natürlich, besonders mit Rücksicht auf fein Vorstrafenregister, dem Gericht nicht glauben machen, so daß es bei der im Strafbefehl erkannten G e - fängnisftrafe von drei Monaten verblieb. Sodann hatte sich der G. D. aus Gießen, der ebenfalls erheblich einschlägig vorbestraft ist, we- gen Diebstahls zu verantworten. Der Angeklagte hatte bei dem Lazarettbau der Heeresbauverwal- tung einen größeren Posten nahtlose Gußrohre gestohlen und einem Schlosser als Gelegenheitsgeschäft verkauft. Der Angeklagte war geständig. Er hatte es nur der Tatsache, haß seine letzte Vorstrafe zwölf Jahre zurücklag, zu verdanken, daß er vor dem Zuchthaus bewahrt blieb. Das Urteil lautete auf ein Jahr Gefängnis. * Gestern stand der H. R. aus Gießen wegen versuchter Gefangenenbefreiung vor dem Amtsgericht. Die Anklage legte ihm zur Last, feinem im vorigen Jahre hier im Polizeigefängnis fitzenden Bruder eine Säge verschafft zu haben, mit der dieser einen Ausbruchsversuch machte. Die Feststellungen ergaben, daß der Bruder einem Mitgefangenen, der zur Entlassung kam, einen Zettel an seine Familie mitgab, in der diese aufgefordert wurde, eine Säge in seine Zelle zu schmuggeln. Tatsächlich wurden auch in der Folgezeit verschiedene Angehörige in der >Rähe des Gefängnisses beobachtet, von denen einer dem Gefangenen die Söge zugesteckt haben muß. Hiermit fügte ef einen Gitterstab an, wurde jedoch bald entdeckt, so daß sein Vorhaben scheiterte. Der Angeklagte bestritt in der gestrigen Hauptver- handlung ganz entschieden, seinem Bruder die Säge verschafft zu haben. Da der in Frage kommende Bruder inzwischen auf einem erneuten Fluchtversuch von einem Polizeibeamten erschossen und somit der einzige Zeuge weggefallen ist, war es dem Gericht nicht möglich, den Angeklagten zu überführen. Es mußte daher Freispruch mangels Beweises erfolgen. Große Strafkammer Gießen Gestern hatte sich der W. Sch. vor der Großen Strafkammer wegen Sittlichkeitsverbrechens zu verantworten. Der nunmehr sechztgjährige Angeklagte war im Jahre 1913 schon wegen ähnlicher Verfehlungen- zu öiner Zuchthausstrafe von sechs Jahren verurteilt worden. Die jetzige Anklage legte ihm zur Last, an einem Mädchen unter 14 Jahren unsittliche Handlungen vorgenommen au haben. In der Hauptoerhandlung, die unter Ausschluß der Oeffentlichkeit stattfand, zeigte sich der Angeklagte im wesentlichen geständig. Mit Rücksicht auf sein hohes Alter und seinen leidenden Zustand sowie andere, in seiner Person begründeten Milderungsumstände sah das Gericht von einer Zuchthausstrafe ab und erkannte auf ein Jahr vier Monate Gefängnis, von denen fünf Monate durch Untersuchungshaft als verbüßt gelten. Ebenfalls unter Ausschluß der Oeffentlichkeit hatten sich sodann der Wilhelm H o h e n st e i n aus Hainchen und seine Tochter wegen Blutschande zu verantworten. Der Angeklagte war in der Untersuchungshaft schwer erkrankt und deshalb wegen Haftunfähigkeit entlassen worden. Die Hauptver- hapdlung, in der beide Angeklagte vollkommen geständig waren, zeigte, daß der Vater die Triebfeder zu diesem verbrecherischen Verhältnis war, und die Tochter sich nur auf sein fortwährendes Drängen hin mit ihm einließ. Deshalb billigte ihr das Ge-, richt mildernde Umstände zu und beließ es bei einer Strafe von zwei Monaten Gefängnis, während das Urteil gegen den Vater auf eineinhalb Jahr Zuchthaus lautete. Der W. Sch. aus Trohe hatte wegen Vergehens gegen das Branntweinmonopolgesetz vom Schöffengericht in Gießen sechs Wochen Gefängnis sowie eine Geldstrafe von 2 960,00 RM. erhalten. Auf seine Berufung hin hatte sich gestern die Große Strafkammer mit der Angelegenheit zu befassen. Der Angeklagte betreibt in Trohe eine kleine Brennerei, in der ihm gestattet ist, jährlich bis zu drei Hektoliter Weingeist zu brennen. Bei gelegentlichen Kontrollen wurde festgestellt, daß er erheblich mehr Rohmaterialien eingemaischt oder jedenfalls hochprozentigere Stoffe verarbeitet hatte, als ihm an sich zustanden. Der Angeklagte hatte seinerzeit eingewandt, daß er hiervon nichts gewußt habe, er mußte jedoch schon damals die Möglichkeit zugeben, daß sein geistesschwacher Knecht größere Mengen als zulässig verarbeitet habe. Im übrigen ging die Schuld des Angeklagten schon daraus hervor, daß er, obwohl er durch diese Manipulationen eine erheblich größere Menge Alkohol erzielte, in seinen Büchern nur das zulässige Quantum eintrug. Darüber hinaus konnten die Verfehlungen durch einen Sachverständigen einwandfrei nachgewiesen werden. In der gestrigen Berufungsverhandlung, in der der Angeklagte das Rechtsmittel von vornherein auf das Strafmaß beschränkte, stellte sich allerdings heraus, daß die vom Schöffengericht für die Errechnung der Geldstrafe zugrundegelegten Beträge zu hoch waren. Nach längeren Berechnungen kam daher das Gericht zu einer Herabsetzung der Geldstrafe auf 1 903,00 RM., d. h„ um rund 1 000 RM. niedriger. Mit Rücksicht daraus, daß der Angeklagte Die 13- * 116 rückt ar qesechtM! 2. einem W MN’n 1 aus. W1 I am Lüdaus unb am Dri schauer ooi Uebungsschie bis 13 Uhr' an *Ober-O. chrem Orte ichlverer H ^nschenleben, Ipiim von R Seim der if * ihr anscheii 1 i^lach herui i! :?n (er ist ö ll dabei F, | '^Schade, Äunge. 1: canitätsfofo , ;;fkn fofori gebracht. '■wer Art, i II ? konnte. W ^»erstarb ft 2 Wirtschaft Aus der engeren Heimat war be- Der Turnverein der^ ;ab es Berlin — Frankfurt a 2H. Deoifenmarfl SS"Ä ZumÄchluß derBewegung beantworteten. Anschließend konnte der In ein ein Der VHC. - ljatte die erste «'S» nud), au’°. M- '.noch nichts ein paar Xager. rechtzeitig H, Küpreß ausoei' fung des kleinen Frostspanners an den ybstbäumen angelegten Klebringe wird der I.März d. I. bestimmt. Die Klebringe sind nach der Abnahme zu verbrennen. = fit cf), 24. Jan. Am Samstagabend fand in Steins Saalbau das von Mitgliedern und Gästen sehr stark besuchte Auszeichnungs fest des hiesigen VHC. statt. Nach einem schneidig gespielten Eröffnungsmarsch der Kapelle (Kohler, Sommer und Schwarzhaupt), einem schonen Chor- lred unter Leitung von Lehrer Schnier l e, einem von Heimatliebe und Wanderlust durchpulsten und von Frl. Freitag wirkungsvoll vorgetragenen Vorspruch begrüßte der Vereinsführer Rektor Erb die VHC.-Brüder und -Schwestern und die Gaste, sprach über den rechten Sinn des Wanderns, wahrer Heimatliebe und Kameradschaft und brachte ein dreifaches Sieg-Heil auf den Führer des Volkes und Vaterlandes aus, das die Besucher begeistert aufnahmen und mit dem Deutschlandlied und dem Lied Rektor Sarnes fanden, wie auch alle anderen Darbietungen, reichen und wohlverdienten Beifall. Ein Chorlied brachte den ersten Teil zum Abschluß. Flechten und alter Borke zu säubern: Raupennester und Fruchtmumien zu entfernen und sofort zu verbrennen und die Obstbäume mit übermäßig hohen Baumkronen, an denen die Durchführung dieser Maßnahmen nicht mehr möglich ist, zu entfernen, wenn sie nicht mehr zu verjüngen sind. Als Zeitpunkt für die Abnahme der zur Bekämpf- des wertvollen Rohstoffes Holz, wo es auch immer geht, einschränken. Kampf oen Obstbaumschädlingen. fUebringe bis 1. März abnehmen. Kurszettel der Berliner und Iranksurter Börse Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben öie Höhe der zuletzt geschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v H.. Lombardzinsfuß 5 o. H. tt |?on ihr anscheinend an den Kleidern erfaßt und mehrfach herumgewirbelt. Der bedauernswerte Rann (er ist der Bruder des Sägewsrksbesitzers) irlitt dabei Fuß- und Beinbrüche, sowie linen Schädelbruch und schwere innere Verletzungen. Der Verunglückte wurde durch lie Sanitätskolonne vom Deutschen Roten Kreuz n Gießen sofort in die Chirurgische Klinik nach Sießen gebracht. Seine Verletzungen waren jedoch P schwerer Art, daß alle ärztliche Kunst nicht mehr leisen konnte. Wenige Stunden nach der Einliefe- >ung verstarb der unglückliche Mann. 50 Jahre Rriegerkameradschast Ailendorf(Lahn) [ft Heuchelheim. 24. Jan. Zwehg verein Heuchelheim , Wanderung, bei der die Betelligung sehr stark war, nach Reiskirchen unternommen. Der Bau der Reichs- unserem Orte ereignete sich heute nachmittag schwerer Unglücksfall, dem leider Menschenleben zum Opfer fiel. Der 38jährige Otto Seim von Ruppertenrod kam im Sägewerk Seim der Transmission zu nahe, wurde Ml » .W/ärtfX1 eure v Frankfurt a. M., 25. Jan. Die Börse _ auch heute ohne Belebung, da der Auftragsmangel anhielt. Die Unternehmungslust blieb daher eng begrenzt. Die Grundstimmung am Aktienmarkt war nicht unfreundlich, sie erhielt durch eine Reihe uor, in der folgendes erklärt wird: „Die Ermittlungen und Tatortfeststellungen durch die örtliche Gendarmerie, die Kriminal- und Staatspolizei Gießen ergaben einwandfrei, daß vorsätzliche Brand- stifrunD in Frage kommt, und zwar haben der oder die Täter den Brandherd entweder unter oder in dem Schrank angelegt. — Außer der Brandlegung lahmen die Täter einen zweiarmigen Kerzenleuch- !er, ein ,mattgrünes Blumenväschen und ein Negerkindchen (Opferbüchse) mit. Von dem Leuchter wur- des geschichtlichen Rückblickes gedachte der Redner der im Weltkrieg gefallenen Kameraden. In zwei vaterländischen Liedern klang die Gefallenenehrung aus. Kreisführer Dr. M o n n a rd hielt ebenfalls eine kurze Ansprache und unterstrich besonders den Appell an die noch abseitsstehenden Frontkämpfer und Kriegsteilnehmer, sich einzureihen in die Kameradschaft. Der Soldatenbund sei eine Reserve, die im Notfälle in der Heimat manche Aufgabe zu erfüllen habe, und sich dann als sehr segensreich erweisen könne. Der Führer sehe in den alten Kameraden eine Stütze. Abschließend wünschte der Kreisführer dem Jubesverein alles Gute für feine zukünftige Entwicklung und feine weitere Arbeit. Anschließend wurde von Mitgliedern der Kameradschaft die Aufführung „Deutsche Wehrfrecheit" gezeigt, die mit großer Aufmerksamkeit verfolgt wurde. Im weiteren Verlauf der Feier nahm Kamerad Faber die Ehrung verdienter Mitglieder vor. Für treue Mitarbeit und Verdienste um die Kameradschaft wurden folgende Kameraden ausgezeichnet: für 50jährige Mitarbeit erhielten Jakob Hahn und Ludwig Vieh m>p n n II. die goldene Ehrennadel. Für 40jährige treue Mitarbeit wurden Adam Ulm und Ludwig Volk VI. mit je einem Diplom (mit dem Bilde des Generalfeldmarschalls von Hindenburg) bedacht. Ludwig Volk XXL, Ludwig Eu - l e r I. und Peter Krauskopf wurden ebenfalls für 40jährige Mitgliedschaft mit Diplomen, die das Bild des Führers trugen, ausgezeichnet. Für 25jäh- rige Mitgliedschaft erhielten Ludwig Weiß II. und Wilhelm Sui) V. die silberne Ehrennadel. Zu Ehren der Jubilare spielte die Musik den Marsch „Alte Kameraden". Mit einer Reihe weiterer turnerischer und gesanglicher Darbietungen fand der offizielle Teil der Feier seinen Abschluß. Generalversammlung des Turnvereins Klein-Linden -1889. Im Turnerheim hielt am Samstagabend der Turnverein Klein-Linden 1889 feine Jahreshauptversammlung ab. Die Versammlung wurde mit einem Dietvortrag eröffnet, in dem Dietwart Karl Eyring über die volkspolitische Bedeutung der deutschen Leibesübungen sprach. Der Redner befaßte sich namentlich mit der hohen Aufgabe, die der Deutsche Reichsbund für Leibesübungen seinen Mitgliedern gestellt hat, nämlich Soldaten der Friedensarmee unseres Führers zu werden. Er forderte ferner auf, mitzuarbeiten am inneren und äußeren Aufbau des Vaterlandes. Sodann wurde die Neuwahl des Vereinsführers vorgenommen. Dem seitherigen Vereinsführer Karl Weiß, der dem Verein in den letzten zwölf Jahren vorstand, wurde Anerkennung unÜ^Dank für feine Vereinsführung in schwerer Zeit ausgesprochen. Da er auf eine Wiederwahl verzichtete, wurde Pq. Karl Eyring zum Vereinsführer gewählt Dieser bestimmte folgende Turner zu seinen Mitarbeitern: Wichelm Germer als stellv. Vereins- führer, Wilhelm Harnisch .als Oberturnwart, Rudolf Jung als vorläufigen Jugendturnwart, Tilly Hahn als Frauenturnwartin, Karl We,iß als Spielwart, Wilhelm Ufer als Kassenwart und Erwin Watz als Schriftwart. Den Bericht über den Turnbetrieb erstattete Oberturnwart Wilhelm H a r n i s ch. Dem Bericht war zu entnehmen, daß der Verein an den Veranstaltungen des Reichsbund für Leibesübungen mit gutem Erfolg teilnabm. 104 Turnstunden der Turner waren von 1261 Mitgliedern besucht, während die Frauenabteilung im verflossenen Jahr 92 Turnstunden abhielt mit 786 Besucherinnen. Die 1. Fußballmannschaft des Vereins trug 28 Wettspiele aus, davon wurden 12 gewonnen, 3 verliefen unenifchie- den und 13 gingen verloren. Die erste Jugendmannschaft trug 12 Spiele aus, davon wurden 6 gewonnen, 2 gingen unentschieden aus, und 4 wurden verloren. Heber die Kassenverhältnisse berichtete Ver?ins- rechner Wilhelm Ufer. Danach stehen einer Einnahme von 599,33 RM. eine Ausgabe von RM. 575,53 gegenüber. Die Rechnung, die von den Rechnungsprüfern Ludwig Volk und Wilhelm Fey geprüft und für richtig befunden worden mar, fand die Genehmigung der Versammlung. Zum Schluß warb der Vereinsführer für rege Mitarbeit, damit die im kommenden Jahr geplante 50-Jahrfeier des Vereins zu einem vollen Erfolg für die Arbeit des Reichsbundes für Leibesübungen werden möge. Auszeichnungsfest des V.S.E.-Zweiavereins Lich. Dereinsführer eine große Anzahl eifriger Wanderer und Wanderinnen auszeichnen und ihnen die mit der entsprechenden Nummer versehene Nadel verleihen. Ein reichhaltiges Programm bot sodann gute musikalische und gesangliche Leistungen. Lehrer Hinkel spielte unter Begleitung von Lehrer Stein die Romanze von Johann Svendsen, Menuett und deutscher Tanz von Mozart bzw. Beethoven, Frau Wagner fang unter Begleitung von Lehrer Hinkel drei Lieder, der Chor wartete mit verschiedenen Volksliedern auf, zwei flott gespielte Theaterstücke (Mitwirkende Eugen Kuhn, Hr. Zimmer, Fr. W. Roth, Frl. E. Freitag und H. Junker) sorgten für den nötigen Humor und ein befreiendes Lachen, Vorträge unseres bekannten Heimatdichters «ppi Abend, der gewiß der Wanderschar gebracht hat. Landkreis Gießen. Jamtex. kn die beiden Kerzeneinsätze, die die Täter auf der Flucht verloren haben, im Schloßhof und auf der Straße aufgefunben. Der Leuchter selbst und Ibie übrigen Gegenstände konnten noch nicht herbei- siieschafft werden. — Personen, die irgendwelche Wahrnehmungen bezüglich der Täterschaft und des Diebesgutes gemacht Haben, werden gebeten, Sach- ' ienliches der Kriminalpolizei Gießen mitzuteilen. . Die Angaben werden auf Wunsch vertraulich Vs«»* günstiger Wirtschaftsmeldungen eine Stütze. Die Kursveränderungen bewegten sich meist unter 1 o. H. Etwas lebhaftere Umsätze verblieben in Adlerwerke Kleyer, die auf 117,50—117,75 (117) anzogen, wobei Dividendenerwartungen mitsprechen. Auch Demag blieben aus dem gleichen Grunde beachtet mit 146,75 (146,50), ferner waren Moenus Maschinen 0,40 v. H. und Daimler Motoren 0,75 v. H. höher. Am Montanmarkt betrugen die Schwankungen . bis 0,50 v. H.; Buderus, Mannesmann und Deutsche Erdöl gaben dabei nach, während Hoesch 0,25 v. H. anzogen und Verein. Stahl mit 112,90 (113) knapp behauptet waren. IG. Farben gingen um 0,65 v. H. auf 160 zurück, Scheideanstalt erhöhten sich um 0,50 v. H. auf 252,50. Jrn einzelnen notierten Holzmann mit 155,40 (154,75), Feldmühle- Papier mit 137,25 (138), Reichsbank mit 211,50 (211,75) und AEG. bei kleinem Geschäft mit 117,65 (117,50). Im Freiverkehr gingen Bürbach Kali auf 71,50 (72,75) zurück, dagegen stiegen KatzL-Klumpp auf 110,75 (109). Am Rentenmarkt war die Umsatztättgkeit auf allen Gebieten ebenfalls sehr klein, und die Kurse lagen im allgemeinen wenig verändert. Kom- munal-Umschuldung gingen mit unverändert 95,20 um. Reichsaltbesitz kamen 10 Pfennig hpher zur Notiz mit 130,25. Am Pfandbrief markt lagen Rhein. Hyp. Ko. 0,25 v. H. höher mit 99,50, von Liquidationspfandbriefen befestigten sich Frankfurter Hypotheken auf 102,13 (101,75) und Frankfurter Pfandbriefbank auf 102,25 (101,75). Goldpfandbriefe lagtzn ruhig und unverändert. Ebenso wiesen Staatspapiere und Stadtanleihen kaum Abweichungen auf. Von Industrie - Obligationen bröckelten Farben-Bonds auf 130,50 (130,75) ab. Dekosama Neubesitz verloren 0,25 v. H. auf 28,50. Kommunal- Ar • ft. Feuerwehr gelöscht werden konnte. Anfänglich herrschte die Meinung, es handle sich um eine ohbebarftf fahrlässige Brandstiftung. Nunmehr ' * Liegt eine Mitteilung der Kriminalpolizei Gießen Eine Polonaise leitete zum Tanz über, dem vor allem die in größerer Anzahl erschienene Jugend mit Freuden huldigte. Alles in allem ein gut vorbereiteter und in rechtem^DHE.-Geist durchgeführter neue Freunde Gchulgefechisschießen bei Erda. Die 13. Kompanie unseres Infanterie-Regiments 116 rückt am Dienstag, 1. Februar, zu einem Schulgefechtsschießen mit Gewehr und am Mittwoch, 2. Februar, sowie am Donnerstag, 3. Februar, zu einem Schulschießen mit dem leichten Infanterie- Geschütz in die Gegend von Erda (Kreis Wetzlar) aus. Zuschauer werden durch die Sicherheitsposten •am Südausgang Frankenbach, Süd ausgang Erda und am Ortsausgang Hohensolms an die für Zuschauer vorgesehenen Plätze eingewiesen. Die Uebungsschießen finden jeweils in der Zeit von 8 bis 13 Uhr statt. Vorsätzliche Brandstiftung. In Grünberg wurde am Dienstag, 11. Jan., (vgl. Bericht im Gießener Anzeiger Nr. 9 vom 12.Januar), in dem Betfaal der katholischen Gemeinde in einem Eckzimmer des Alten Schlosses spät abends ein im Entstehen begriffener Brand entdeckt, der nach kurzer Tätigkeit der * Ein Dolksgemeinschaftsabend öer Gießener Marme°HJ. findet am nächsten Samstag, 29. Januar, um 20 Uhr, im Cafä Leib unter der Parole „Ahoi!" statt. Für den Abend ist eine umfangreiche Spielfolge vorgesehen. ** Anträge auf Namensänderung nur bei den unteren Verwaltungsbehörden stellen. Seit der Veröffentlichung des neuen Namensänderungsgesetzes gehen beim Reichs- und Preußischen Ministerium des Innern zahlreiche Namensänderungsanträge ein. Der Reichs- und Preußische Minister oes Innern ist jedoch für die Entgegennahme dieser Anträge nicht zuständig. Die.Namensänderungsanträge sind vielmehr bei den unteren Verwaltungsbehörden zu stellen. Untere Verwaltungsbehörde ist in Gemeinden mit staatlicher Polizewerwaltung die staatliche Polizeibehörde, im übrigen in Stadtkreisen der Oberbürgermeister, in Landkreisen der Landrat (Bezirksoberamtmann. Amtshauptmann, Kreisdirektor). Die unteren Verwaltungsbehörden erteilen auch alle erforderlichen Auskünfte. Umschuldung waren später 5 Pfennig höher mit 95,25 gefragt. In der zweiten Börsenstunde blieb die Kursentwicklung uneinheitlich, infolge der Geschäftsstille überwogen aber meist kleine Rückgänge. Buderus 128 nach 128,50, Hoesch 114 nach 114,50, Daimler 140,25 nach 140,75, AEG. 117 nach 117,65, dagegen Reichsbank 0,50 v. H. erhöht auf 212. Die spater notierten Werte zeigten im allgemeinen nur wenig Veränderung. Fest lagen jedoch BMW. mit 151 (149), Felten mit 136,50 (134,50), andererseits Mansfelder nach Pause 154 (157). Von Bankaktien zogen Commerzbank und Dresdner Bank je 0,13 v. H. an auf 121,65 bzw. 114. Im Freiverkehr lagen Neue Wayß & Frey- tag fest mit anfangs 150,50—152,50 und später 151,50—153,50 (150), ferner Dingler Maschinen mit 85 Geld (84) und Katz & Klurnpp, die zwischen 110,50—111 schwankten. Tagesgeld unverändert 2,25 v. H. Abendbörse ruhig. Bei kleinen Umsätzen war die Abendbörse am Aktienmarkt auch nur wenig verändert. Vereinzelte Schwankungen gingen über 0,25 bis 0,50 v. H. nach beiden Seiten nicht hinaus. In den meisten Fällen notierten die Kurse auf Basis der Mittagsschluß-, börse nominell. Etwas niedriger waren Verein. Stahl mit 112,50 (112,90), Deutsche Erdöl mit 143 (143,50), Demag mit 145,50 (146), Holzmann mit 155 (155,40), Goldschmidt mit 141,50 (142), Moenus Maschinen mit 125,25 (125,40) und IG. Farben mit 159,90 (160). Andererseits gewannen Bekula und Rheinmetall je 0,25 v. H. auf 169,25 bzw. 143,25. Unverändert blieben u. a. Mannesmann mit 114, Buderus mit 128, Rheinstahl mit 144, Adlerwerke mit 117,75, Bemberg mit 169,75, Scheideanstalt mit 252,50, Gesfürel mit 147, Schuckert mit 178,50 und DDM. mit 176. Am Einheitsmarkt hatten Bankaktien bei teilweise höheren Kursen einiges Geschäft. Während Commerzbank mit 121,65 unverändert blieben, erhöhten sich Deutsche Bank auf 127 (126,75) und Dresdner Bank auf 114,13 (114). Renten lagen unverändert ruhig. KomMunal- Umschuldung blieben zu 95,25 gefragt, Reichsaltbesitz bröckelten auf 130,13 (130,25) ab, 4,50 v. H. Krupp notierten unverändert 100, ebenso 6 v. H. IG. Farben mit 130,50. $ranffurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 25. Jan. Auftrieb: Kälber 872 (393), Hammel und Schafe 107 (126), Schweine 5021 (4820). Die eingeklammerten Zahlen beziehen sich auf den Markt vom 18. Januar. Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in RM.: Kälber a) 61—65 (61—65), b) 56—59 (55—59), c) 45—50 (41—50), d) 35—40 (35—40). Hammel b2) 46 (46), c) 41—45 (41—45), d) 36—40 ^30—40). Schafe a) 40—41 (39—42), b) 35-38 (34—35), c) 27—32 (23—30). Schweine a) 56,50 (56,50), bl) 55,50 (55,50), b 2) 54,50 (54,50), c) 52,50 (52,50), d) 49,50 (49.50), Sauen gl) 53,50 (53,50). Markt- verlauf: Kälber, Hümmel und Schafe mittelmäßig, Schweine zugeteilt. handelt. Tödlicher llnglücksfall an der Transmission. * Ober-Ohmen (Kreis Alsfeld), 25. Jan. Gießener Gchlachiviehtnarki. Zum gestrigen Gießener dchlachtviehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Diehverstei- gerungshalle Rhein - Main in Gießen wurden 6 Ochsen, 7 Bullen, 15 Kühe, 19 Färsen, 113 Kälber und 205 Schweine aufgetrieben. An Preisen wurden erzielt: Ochsen 40—44 Pf., Bullen 37—42 Pf., Kühe 13—40 Pf., Färsen 37—43 Pf., Kälber 30 —56 Pf. je Pfund Lebendgewicht. Für Schweine wurden je Kilogramm Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 Kilogramm und mehr) 1,11 Mark, bl (135—149,5 Kilogramm) 1,09 Mark, b2 (120—134,5- Kilogramm) 1,07 Mark, c (100— 119,5 Kilogramm) 1,03 Mark, d—f (unter 100 Kilogramm) 0,97 Mark, gl und 1 (fette Specksauen und Altschneider) 1,05 Mark, g2 und h (andere Sauen und Eber) 1,01 Mark. Marktverlauf: Großvieh und Schweine mittelmäßig, Kälber lebhaft. Mein-Mainische Börse. Ruhig und wenig verändert. A l l e n d o r f (Lahn), 24. Jan. Am vergangenen Samstag beging die hiesige K r i e g e r k a m e r a d- ' ch a f t in schlichter Form im Gasthaus „Zur Linde" l'ie' Feier ihres 50jährigen Bestehens. Reben den Vertretern der Partei und der Gemeinde "ahm auch der Kreisführer des Kyffhäuferbundes, 2r. Monnard (Gießen), teil. 2.." 2rrr.r:r:-“ der Gesangverein „Einheit" trugen durch türkische bzw. durch gesangliche Darbietungen zur Verschönerung der Feier bei. Mit der Einbringung der Fahnen und mit einem Iorspruch, oorgetragen von Fräulein Alma Stein- Füller, wurde die Feier eröffnet. Kamerad- chaftsführer S t e i n m ü 11 e r hielt eine kurze Begrüßungsansprache. Kamerad Lehrer Faber grc ^schließend einen Rückblick über die Geschichte d Vereins im Laufe der vergangenen fünf Jahrzehnte. gedachte vor allem der Männer, die im Jahr •587 die Kameradschaft gründeten. Die Zahl der Gründer betrug 16. von ihnen sind heute noch zwei sm Leben und nahmen an der Feier teil. Es sind es die Kameraden Jak. H a h n (85 Jahre alt) und Wdwig D i e h m a n n II. (82 Jahre alt). Ludwig Ochmann leitete 25 Jahre lang die Geschicke der ^em Orte zu sprechen, und betonte, daß die Kne- knkameradschaft zur Verwirklichung dieses Planes trieben find aus o z. B. W- usw. Bei berw, jolz seiner doK«;. Jung zuzumhMi ies an allen itru net werden mm : kann das ß| -besondere djeraiJ Hengen zugejüW uf Drennhotz tim ? Versorgung Iml auch die Beliess itien, wo die Ilm i>; h nicht genügen!! technischen Gck [ eßt noch nicht r fe TicherMm i gehender Gx\a) glimmt, daß b« unverändert blei engen unter alle: Unbeschadet dielu wirtlichen ^renr.' mb bestimmter P der den Derbst chabt"^mischte A .daß Sie einen1: „Sind denn Ä! iere Leute? lafter Äerl.- ( 5 ältliche Frack j imertür und igefinger zu . r$SS [üre gellet- et i« N"- * „ - h-b ich . mitter mi* ÄIPSB '"digten! Atz !on lange gr, Klang be5 W 'M Ohr. |e»er Künstler, ,Karnevals in Wer51'? unh >uer, die all- !en Hunderten Qoraftere sp,-. Perülke « sie sind. Die mitten brin slannter Men- J. Die tlmgen und du : großen Leser- l der tragenden . feiner Art unb tadttheaters, d« ; , laden alle bi- ' )nen verbunden Fwd. Zur Bekämpfung und Abwehr von Krankheiten und Schädlingen der Obstbäume und -sträu- cher sind die Eigentümer und Nutzungsberechtigten von Obstbäumen und -sträuchern verpflichtet, spätestens bis zum 1. März jedes Jahres die abgestorbenen oder abgängigen Obstbäume und *-sträucher, ferner die Obstbäume und -fträucher, die von Krank. • WU€ - । heiten (z. B. Krebs) oder Schädlingen (z. B. Blut- ^Machj, Qln laus, Borkenkäfer) so stark befallen sind, daß Be- doch nA kämpfunysmaßnahmen nicht mehr zweckmäßig sind, zu beseitigen: die Obstbäume und -sträucher fach- gemäß auszulichten, dürre, absterbende Aeste und Astteile, Misteln, Kirschenhexenbesen zu entfernen, sowie die Obstbäume und -sträucher von Moosen, Frankfurt a. M. Berlin i Frankfurt a. M. Berlin Schluß- kors Schlutzk. Abend- börie Schlußkurs Schlüße Mittag» börse Schluß- kurs Schluß?. Wendbörse Schlußkurs Schlußt. Mittag- börse , Damm 241 25.1. 24.1. 25.1. Datum 24.1. 25.1. 24.1. 25.1. 5% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 101,65 101,65 101,65 101,5 Aeeumulatoren-Fabrik.......14 — — — — 4% Deutsche 4)?eichsanl. von 1934 99,25 99,25 99,25 99,25 Aschaffenburg Zellstoff........ 6 140 140,5 140,4 141 ty.% Deutsche Reichsschatzanwei- Bemberg............... O 141 141,75 140,9 141,75 sungen von 1935 - .. ...... *y2% Deutsche Reichsjchatzanwei- — ■■ "> — 169,25 169,25 169 5 169,25 Buderus Eilen...............5 129 128 129 128,13 sungen von 1935, II. ?solge ... 99,6 99,6 99,6 99,6 Gement Heidelberg...........7 164,5 165,5 — — ßpment Karlstadt....... 6 • —— —— — - ■ 99 99 _ Conti Gumint.............. 12 193 192,65 191,5 192 by2% Doung Anleihe oop 1930 .. 106,4 106,4 106,75 — Daimler Motoren..........6 ya , 140 140,25 140 140,25 4y2% üeskische Bolksstaal von 1929 100,5 100,5 100,9 100,75 Dessauer Gas ...............4 — -- 122,65 122,13 4Vi% Deutsche Reichspvsttchatz von Deutsche Erdöl.......... 6 144 143 143,75 142,75 1934 |...................... 100,25 100,25 100,65 100,65 Deutsche Gold, und Silber .... 9 252 252,5 — ' — y2% Hess. Landes-Hyp.-Bani Gritzner Maschinell........... O 49,5 49,25 — 49 Liqu. Goldose.............. 101,9 101,75 —— — Harvener................. 8'/2 —— 173 173 173 Gele Bries Buenos Aires...... 0,727 0,731 0,727 0,731 Japan.................... 0,723 0,725 0,723 “0,725 Brüssel............ 41,98 42,06 41,96 42,04 Jugoslawien .............. 5,694 5,705 5,694 5,705 Rio de Janeiro..... 0,140 0,142 0,140 0,142 Oslo ................... 62,37 62,49 62,37 62,49 Bolen............. 47,00 47,10 47,00 47,10 Wien..................... 48,95 49,05 48,95 49,05 Kopenhagen........ 55,40 55,52 55,40 55,52 Lissabon.................. 11,27 11,29 11,27 11,29 Danzig............ 47,00 47,10 47,00 47,10 Stockholm ................ 63,97 64,09 63,97 64,06 London .... ...... 12,41 12,44 12,41 12,44 Schweiz.................. 57,37 57,49 57,37 57,49 helsingforS........ 5,485 5,495 5,485 5,495 Spanien.................. 14,49 14,51 14,49 14,51 Pari«............. 8,272 8,288 8,242 8.258 Prag..................... 8,711 8,729 8,711 8,729 Hol'und........... 138,40 138,68 138,37 138,65 Budavest................. •— — —— — Italien............ 13,09 13,11 13,09 13,11 Neuyoü.................. 2,483 2,487 2,484 2,488 NORDSEE ...... Md 1 Jt ft bn6 l F *)Q rZ'L Sa>. B'Ä* 0 bem'LM \ uriebeJ ®.S ' trl<, lMtW' vronalr^ o7n-4 s°s DO” <"Ä inW n6„ i(rnlPK „i'-S«""" richten M: pofisch zraMkto' M Ä In den letz im «onjreWj tragsreihe schaftsp l und Ne'chsk° die Palck c nationolfoj'oJ1 M SrzB r&* SirWoilsP”1' oanzen Reich eines echten ni Jer Leiter De: ler, forderte, Wirtfchast felbf führnng überti daß die Wirts wie auf ander müsse auch in Besten herbk Der Marione 1 sondern ein ne lung des ei Ischäft. Las c Lebens - aud eine Sonderrot liche Tätigkeit l sozialismus sie , ein Leben der ■ iiHon, füllt e taß sie nicht r ;fonn, die für taguna hat gewiesen,, daß der Bedarfsd könne. Wäre : ■ keine großzüo nehmen, von ' Generation ui wird. Köhler schäft, einer w I . seinsmöo/M/t niii& ba'ljer eine . rid/ten, fteidjtui später fommen i Am zweiten T Zwei Männer üb ' ren Wirtschaftsrc «er des Minister malstab Löb, Md der Leiter del Halter General 1 ' *ren.®irtfd)] W Führer gesteh J daß bereits I u>S.des innerl Whresplanes,! ? öle Riicksrstall ,jr den Wieder! jme5 mit großl ?5 !n Deutschlai p Ufn den ÄI 5J die haZ DeutschlJ I?üus es den, i \ ? ^onitH I »«Sra"3 «tlohjunqs J ’* ? Gingen, ®ir | i mir | 3’1 andere $1 'S" biel h^m(prl bwiS’^l Pijü L’n die I Iß Ms?1!. Q|s| Sssl der Kreiskapelle mit einem Marsch, dem dann die mit der Bahn. > - ,. Z Lollar, 25. Jan. Die Kriegerkarne-! überfüllt; auch von auswärts waren zahlreiche Sän- rad schäft Lollar veranstaltete in der „Linde", ger erschienen. Eingeleitet wurde das Konzert von Ouvertüre zu Rosamunde (Schubert) folgte. Alle Chöre des Gesangvereins zeigten wiederum die glte, bekannte Meisterschaft. Bor jedem Lied gab der Chorleiter (Musiklehrer Hch. Blaß, Gießen) eine kurze Erläuterung über die Entstehung usw. des betr. Werkes. Dadurch wurde die Aufmerksamkeit der Zuhörer noch einmal besonders geschärft. Wir können hier unmöglich alle einzelnen Chöre aufzählen. Der Beifall aber bewies den Sängern, welchen Eindruck die Darbietungen hinterließen. Im Verlaufe des Abends sprach der Ehrenvorsitzende des Vereins, Konrad Wilhelm, über die Bedeutung des Gesanges, wie das Lied den deutschen Menschen begleite und aufrichte in seinem ganzen Leben. Zum Schluß dankte der Vereinsführer, Beigeordneter Karl Faber, den Sängern, dem Chorleiter, sowie der Kreiskapelle für den genußreichen Abend, und ermahnte die Jugend, nun auch einzutreten in die Reihen der Sänger. § Queckborn, 26. Jan. Am heutigen Mittwoch, 26. Januar, feiern die Eheleute Karl Herzber - ger II., Landwirt, und Karoline, geb. Hofmann, das Fest der silbernen Ho^chzeit. Unseren Glückwunsch. + Grünberg, 24.Jan. Der hiesige Männe r ch o r (gegr. 1834) gab am Sonntagabend in der Turnhalle ein Konzert, das sich eines guten Besuches erfreute. Unter Leitung seines Chormeisters, Musiklehrer Fr. Leib (Gießen), bot der Verein durchweg gute Leistungen; verständnisvolle Auffassung und gute Tongebung zeugten von fleißiger Schulung, so daß auch die schwierigen Chöre klangrein zum Vortrag kamen. Eine angenehme Abwechslung in der Vortragsfolge bot ein achtköpfiges Orchester, bestehend aus Gießener Militärmusikern, mit seinen Darbietungen. Den Höhepunkt des Abends bildeten die beiden mit Orchesterbegleitung vorgetragenen Chöre „Frei weg", Marsch von Latann, und „Am Wörther See", Walzer von Koschat. Beide Chöre ernteten so reichen Beifall, daß sie wiederholt werden mußten. In feiner Weise verstand es auch Chormeister Leib, in der offenen Singstunde ein einfaches Volkslied und einen Kanon einzuüben. Ein Landdienstlager im Hüttenberg. Niederkleen, 24. Jan. Bereits für das Jahr 1937 wurde für den Kreis Wetzlar die Einrichtung mehrerer Landdienstlager vorgesehen. Die Pläne und Absichten scheiterten bisher jedoch an der einen Kameradschaftsabend. Mit einem flotten Marsch der SA. Kapelle unter Leitung von Kamerad May wurde der Abend eröffnet. Kam. Lim - berger sprach dann einen Prolog. Nach dem Fahneneinmarsch begrüßte Kameradschaftsführer Zaubert die Kameraden und- ihre zahlreich erschienenen Angehörigen. Er erwähnte, daß den Anlaß zu dem Abend der 18. Januar als Tag der Reichsgründung und der 30. Januar der Tag, der vor fünf Jahren die deutsche Schicksalswende gebracht hat, gegeben haben, und er schloß mit dem Sieg-Heil auf Führer und Reich. Anschließend folgte ein Spiel „Deutsche Mutter 1918", dem sich die Heldenehrung anschloß. Zwei heitere Episoden aus dem Soldatenleben, von jungen Kameraden und Mädchen flott gespielt, riefen bei manchem alten Soldaten liebe Erinnerungen an die eigene Dienstzeit wach. Nach dem Schlußwort des Kameradschaftsführers, in dem er allen, die sich für das Gelingen des Abends einsetzten, seinen Dank aussprach, folgte Tanz, der die Kameraden noch lange vereinte. Dem wohlgelunaenen Abenb wohnte auch eine Abordnung der Kreisführung bei. Eine Sammlung für das Winterhilfswerk erbrachte einen stattlichen Betrag. # Mainzlar, 25. Jan. Das Standes- amtsregifter unserer Gemeinde verzeichnete im Jahr 1937 folgende Eintragungen: 20 Geburten, 10 Eheschließungen und 6 Sterbefälle. 71 Personen zogen in unsere Gemeinde zu und 57 schieden durch Wegzug aus der Gemeinde aus. gis. Bersrod, 24. Januar. In der hiesigen Frauen schäft sprach am Pflichtabend die Kreisjugendgruppenführerin über dis Mitarbeit der 21- bis 30jährigen Mädchen in den neu gegründeten Jugendgruppen. Sie bat die Frauen, immer wieder zu werben, damit alle sich beteiligen und niemand sich der Pflicht entziehen kann, mitzuhelfen im großen Deutschen Frauenwerk. — Albach, 26. Jan. Da unser Friedhof nicht mehr ausreichte, sind gegenwärtig die Arbeiten im Gang ihn zu vergrößern; es wird ein Stück Land auf der dem Dorfe entfernten Seite dazu ejnge- friedigt. 5 Steinbach, 26. Jan. Bei der Größe unseres Dorfes war die Durchführung von drei Luftschutzkursen erforderlich. Zwei derselben wurden im alten Jahre gehalten. Seit einer Woche ist der dritte und letzte Kursus im Gange und wird am Donnerstag beendet. — Durch ein Versehen wurde als Geburtstag des Rechners Mack der 26. Januar gemeldet; jein 65. Geburtstag wird erst am 26. Februar sein. aufobahn erregte die Bewunderung der Teilnehmer, I s. Lang-Göns, 24. Jan. Das am Samstag besonders der große Brückenbau, bei dem der An-vom Gesangverein „Frohsinn" veranstal- fang mit den Grundpfeilern gemacht ist. Die Brücke tete Konzert zeigte die große Wertschätzung, die führt über die Eisenbghn, die Wieseck und die diesem Verein ent^egengebracht wird, und bewies Straße. Die Rückfahrt von Reiskirchen aus erfolgte die starke Anziehungskraft, die von den Darbie- I tungen des „Frohsinn" ausgeht. Die Turnhalle war überfüllt; auch von auswärts waren zahlreiche San- Aml5.Februar: Käprefs das Fett der Künftler und der Preffe Giefeens • £ Untcrbringungsfrage. Für den Hüttenberg hat' sich nun ein ideales Landdienstheim gefunden, das in Niederkleen 'eingerichtet werden wird. Die Gemeinde Niederkleen hat den „Burghof", das frühere Kunzsche Anwesen erworben und wird das Anwesen der Sache des Landdienstes zur Verfügung stellen. Der „Burghof" ist ein Landhaus, das 1887 auf den Resten einer früheren Burg erbaut wurde. Das Haus liegt dicht am «Cleebach und inmitten eines Parkes mit stämmigen Eichen und Buchen. Die zuständigen Stellen, HI.-Führung, Arbeitsamt und Reichsnährstand, haben den „Burghof" bereits besichtigt und die Unterbringungsmöglichkeiten für den Landdienst als gut erachtet. Die Verhandlungen sind im Gange. Es ist damit zu rechnen, daß die Einrichtung des Landdienstlagers bald Wirklichkeit wird. Kreis Wehlar. O Wetzlar, 25. Jan. Dieser Tage sand hier eine Bürgermeisterversammlung im alten Kreishaussaal statt. Die Versammlung wurde von dem Kreisobmann des Deutschen Gemeindetags, Bürgermeister Meiner (Aßlar), geleitet. Im Mittelpunkt der Erwägungen stand die Dorfver- schönerungsaktion. Kreisamtsleiter Kotz von der NSG. „Kraft durch Freude" sprach einleitend und in grundsätzlichen Erwägungen über Sinn und Art der Dorfverschönerungsaktion. Den zweiten Vortrag, der sich mehr der praktischen Seite der Dorf- verschönerungsaktkon zuwandte, wurde von Pg. Schwab (Frankfurt a. M.) gehalten. Die Dorf- vevschönerungsaktion sei eine Erziehungsaufgabe an den Menschen des Dorfes. Ordnung und Sauberkeit seien die beiden Vorstufen der Schönheit. Eine Entrümpelung und Säuberungsaktion, die das Innere' und das Aeußere des Dorfes erfasse, sei der Auftakt. Alte Rerlameschilder müßten entfernt, Baum-, Pflanzen- und Blumenschmuckcmlagen geschaffen werden, an Stelle des Drahtzaunes solle die Hecke oder der Holzzaun treten, durch schöne Blütensträucher könne das Dorf und die Landschaft geschmückt und den Bienen Nahrung gegeben werden. Alte Fachwerkbauten seien in ihrer ursprünglichen Farm wieder herzurichten, der Friedhof und das Kriegerehrenmal sollten stets würdig gestaltet fein. Sportplatz und Schwimmbad sollten in keinem Dorfe fehlen. Jedes Dorf solle einen Saal zur Feierabendgestaltung haben. Das Dorf- und Hausbuch müsse die Geschichte des Dorfes in die Zukunft tragen. Alle Bestrebungen müßten darauf hinzielen, daß unsere Heimat immer schöner werde. Bürgermeister Keiner (Aßlar) dankte zum Schlüsse den Rednern für ihre anregenden Darlegungen. > * Rodheim (Bieber), 26. Jan. Unser Einwohner Eduard Bender und Frau Agnes, geb. Häuser, konnten am gestrigen Dienstag, 25. Januar, das Fest der silbernen Hochzeit feiern. Oie Kartoffelspende für das WHW. Lpd. Frankfurt a. M., 25. Jan. Einschließ* lich der Nachsammlung betrug die Kartoffel, spende des hessen-nafsanischen Bauerntums wäh- rend der Sammlung 1936/37 für das Winter» hilfswerk 15 4 542,42 Zentner. Lustschutzgeseh nicht befolgt. Geldstrafe, weil das Licht im Flur bei der Derdr^kelungsübung nicht abgeblendet war. LPD. Frankfurt a. M., 25. Jan- Der Einzel- richter verurteilte einen Einwohner Frankfurt a. M.- s Praunheims wegen Uebertretungdes Luftschutz g e f e tz e s und der Polizeiverordnung des D.berpräfibenten vom 15. Oktober .1937 zp zehn Mark Geldstrafe. Bei der großen Verdanke- ■ lungsübung am 12. November vorigen Jahres mußte besondere Sorgfalt darauf gelegt werden, . daß aus Häusern kein Lichtschein nach außen drang. Als zwei Kontrollbeamte bei dem Angeklagten er- ■ schienen, war die Haustür verschlossen. Als sie ihnen geöffnet wurde, mußten sie feststellen, daß das Licht im Flur nicht abgeblendet war. Rundfunkprogramm Donnerstag, 27. Januar. 6 Uhr: Morgenlied, Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 10: Schulfunk. Volksliedsingen — Liedblatt 22. 10.30: Musik zur Werkpause. 11.40: Hausfrau hör zu! 11.50: Im Haus für Berufsgestaltung der DAF. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Meister der Orchester-Palette (I). 15: Wünsche und Wirklichkeit. 15.15: Für unsere Kinder: Heute sprechen die kleinen Preisrätseldichter zu uns. 15.45: Allerlei vom Sport der Woche. 16: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen. 18.45: Internationale Wintersportwoche Garmisch-Partenkirchen 1938. Funkbericht vom Torlauf. 19: Nachrichten. 19.10: Karussell der Liebe. Ein Unterhaltungskonzert. 20.45: Anekdoten um Anton Bruckner. 21: 3. Bruckner-Sinfonie. 22: Nachrichten. 22.30: Volks- und Unterhaltungsmusik. 24 bis 1: Nachtmusik. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung ) 3. G. B. Wenn durch eine Bescheinigung der 'zuständigen Gemeindebehörde der Nachweis der Niederlegung des Wohnhauses und der Nebengebäude erbracht wird, kann bei dem zuständigen Finanzamt die Befreiung von der Sondergebäudesteuer beantragt werden. Goethe Bund, Gießen VolksM für das Deutschtum im Ausland Ortsgruppe Gießen 442D Donnerstag, den 27. Januar 1938, abends 8 Uhr, im Großen Hörsaal der Universität Dichterabend des Schweizer Dichters Alfred Huooenhsrger ausgezeichnet mit dem Hebelpreis 1937 liest ans eigenen Werken Die Mitglieder des Goethe-Bundes und des Kanhn. Vereins erhalten bis zu 3 Plätzen freien Eintritt gegen Rückgabe des Gutscheines Nr. 4 (neue Karte) für den Goetfie-Bund und Nr. 8 für Kaufmännischen Verein. Mitglieder der V.D A. (Ortsgruppe Gleiten) zu 50 Pf. Mitglieder der NSDAP., der NS. Franenschaft, des Lanuschaftsbnndes Volkstum und Heimat und der Arbeitsgemeinschaft Gießener Soldatenkameradsckaften erhalten ermäßigte Eintrittskarten zum Preise von 60 Pf. gegen Vorzeigen des Mitgliedsausweises. N cht- Mitglieder zu Mk. 1.00 bei Challier und an der Saal- kasse. Studenten. M litär und Schüler z.i 40 Pfennig. Lieferungsvergebung. Die bei der'Veseitigung des schienengleichen Ueber- gangs bei Vilbel (Reichsstraße 3) fehlenden Klein- pflastersteine sollen auf Grund der Verdingungsordnung für Bauleistungen im öffentlichen Wettbewerb vergeben werden. Es handelt sich um 600 to Kleinpflastersteine 8/io cm. Die Angebotsvordrucke können ab 27. Januar 1938 auf unserem Amt zwischen 8 und 12 Uhr abgeholt werden. Die Angebote sind verschlossen mit der Aufschrift: Angebot auf Lieferung von Kleinpflastersteinen (Vilbel) bis zum 7. Februar 1938, vormittags 11 Uhr, auf Unserem Amt in Gießen, Hitlerwall 37, portofrei einzureichen. Die Oeffnung der Angebote erfolgt in Gegenwart der etwa erschienenen Bewerber. Zuschlagsfrist: 28. Februar 1938. 4660 Gießen, den 26. Januar 1938. ________Hessisches Straßenbtmamt Gießen.________ Brennholzversteigerungen der Stadt Gießen. A) Freitag, den 28. Januar 1938, 9% Uhr beginnend, aus den Abteilungen 84a und 85a des Stadtwaldes, Försterei Rödgen: Scheiter: Buche 134,4 rm, Eiche 16,1 rm. Knüppel: Buche 52,6 rm, Eiche 24,3 rm, Lärche 0,5 rm. Buchenanbruch: 12,1 rm. Buchenreiser 3. Kl.: 238,5 rm. Stöcke: Buchen 25,1 rm. Zusammenkunft: 12. Schneise — Grubenschneise (krummer Weg). B) Montag, den 31.Januar 1938, 9% Uhr beginnend, aus den Abteilungen 81c, 83a und 84b des Stadlwaldes, Försterei Rödgen: Scheiter: Buche 43 rm, Eiche 12 rm. Knüppel: Buche 56 rm, Eiche 16 rm. Buchenanbruch: 6 rm. Reiser: Buche 2. Kl. = 10056 Wellen, Buche 3. Kl. = 102 rm. Stöcke: Buche 13 rm. Zusammenkunft: 12. Schneise (Mittelschneise). Gießen, den 25. Januar 1938. 480A Der Oberbürgermeister. I. 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Januar 1938. 4790 Der Oberbürgermeister. I. V.: Nicolaus. Kabeljau ohne Kopf....... 500g 2>Pf. Seelachs-Filet o. Gräten..500g 35 Pf. Kabeijau-Filet o. Gräten. . 500 g 40 Pfund viele Sorten mehr. Deutsche Riesei-Salz-HeriiSf etwas Besonderes............Stück Hiindler Sonderpreise! __________________ ______________485A Preiswerte Köchen iioö Einzelmöbel in bekannt guter Qualität Carl Stückrath Asterweg 47 471D Ehestandsdarlehen. 3 ssrätzchcn 46oD zu verschenken. GMer KM entlaufen. Geg. Bel. abzugeben. Hessenstraße 14. Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Damm: Kleinanzeigen in die Heimatzeitung, den GießenerAnzeiger Seefische im Spezialgeschäft jeden Tag frisch! Giefeen, Seltei sweg 18 — Ruf Nr. 2167 Seelachs ohne Kopf....... 500 g 25 Pf. Photo-Kino Kreuzplatz 9 8 J.B. Häuser, Gießen. a.Oswaldsgarten S (Parkplatz) Fernruf Nr. 2145-2146 CitWWiw Heute Mittwoch Erstaufführung Kann man Freude in Mark und Pfennig ausrechnen ? ? 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