Im Ä« In. |o6- höchster feine bei dem °urde 5 werden bmin, im rei, werden i der Kunst mdwerkliche heimatindu- ernhaus der )el beginnen !ppichmuster, r Schönheit inen Hände er - emsig R.) lotben. : zweitälteste Wilhelmine sjahre. Frau - Goethes, in vor wenigen z und nahm ! Vollendung t waren ihr TL üeifientyurm ntofaten äusern ent* i) fünf Der* aer'^en Der« zffes erlitten, ihr. Än Bad •reite aus der i, erneut ins o [echt-sitzendes irucheinklem- rzt Ein Unter- Netzhaut, son «• dar und le haben ach 5Ä nbmchtt»« Ä BZ ,1=5 -Ä Az°s »4--0 ä < 04579 530539 chßs rss. nti"|l| r°O i41" 'n zoK 212 500/ Donnerstag. 25. August 1958 188. Jahrgang Nr. M Erstes Statt Annahme von Anzeige« für die Mittagenummer vis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Test» anzeigen von 70mm Brette bORpf.,Platzvorschrift nach vorh. Dereinbg. 25°/, mehr. Lrmähtgte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie ein- spaltige Gelegenheilsanzeigen 5 Rpf., Familienanzei« gen, Bäder-, Unterrichts» u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B erscheint täglich, nutzer Sonntags und Feiertags veilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monatr»vezugsprei§: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr . . e -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Frankfurt am Main H086 Siehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vru» und Verlag: Sriihlsche Univerfitätsdruckerei «.Lange in Stehen. Schriflleliung und Seschäftsftelle: Schulstrahe 7 Berlin jubelt Horthy und dem Führer zu. Hunderttausende als Dolmetsch der (Sympathie des ganzen deuffchen Bottes für Ungarn. Berlin. 24. Aug. (DRV.) Der hohe Gast des deutschen Volkes, S. D. der Reichsverweser des Königreiches Ungarn Nikolaus horthy von Nagy b ä n y a, ist mit seiner Gemahlin in der Hauptstadt des Deutschen Reiches e i n g e t r o f f e n. Die Sonderzüge des Reichsverwesers und des Führers und Reichskanzlers liefen um 18.33 Uhr gleichzeitig in dem in einen herrlichen Schmuckkasten verwan- betten Lehrter Bahnhof ein. Aber Tausende von Berlinern. die in immer steigender Erwartung auf den Augenblick der Ankunft gewartet hatten, empfingen das hohe ungarische Gastpaar und den Führer mit herzlicher Begeisterung. Oie Begrüßung auf dem Bahnsteig. Drei Minuten nach 18.30 Uhr werden die beiden Sonderzüge, die aus der Lokomotive die goldenen Hoheitszeichen der beiden Länder tragen, sichtbar, und laufen zu gleicher Zeit langsam in die Halle ein, von den schmetternden Fanfarenklangen und dem unbeschreiblichen Jubel der Jugend empfangen. Der Führer verläßt den Sonderzug, begrüßt Generalfeldmarschall G ö r i n g und Frau Goring und tritt dann an den Wagen des Reichsverwesers. Der hohe Gast und Frau von horthy verlassen als erste den Sonderzug, vom Führer herzlich begrüßt, der ihnen dann Generalfeldmarschall und Frau Göring vorstellt. Frau Göring überreicht I. D der Gattin des Reichsverwesers einen Strautz wundervoller Rosen. Danach stellt der Führer dem Reichsverweser die zum Empfang erschienenen Persönlichkeiten aus Staat und Bewegung vor. Tausende vor dem Bahnhof. Auf der breiten Fahrstraße hat das aus drei Kompanien sämtlicher Wehrmachtsteile zusammengesetzte Ehrenbataillon mit Fahnen und Mußkkorps Aufstellung genommen. Die Männer der Leibstan- darte des Führers, in Paradeuniform mit weißem Lederzeug, bilden Spalier. Dahinter drängen sich zu Tausenden die Berliner. Auf bevorzugtem Platz sieht man eine Abordnung der ungarischen Kolonie mit rot-weiß-grünen Fähnchen in den Händen. Sie werden von Stabskapitän Fischer, einem alten Kriegskameraden Admirals von horthy, geführt. Fanfarenklänge und brausende Heil-Rufe aus der Bahnhofshalle künden das Eintreffen der Sonder- züqe. Wenige Minuten später erscheint der Führer am Eingangsportal, zur rechten Seite der ungarische Reichsverweser in Admtralsum- form. Frau Göring geleitet Frau v o n h o r t h y. Der Präsentiermarsch klingt auf, und der Kommandant von Berlin, Generalleutnant Seifert.meldet das angetretene Ehrenbataillon. In die brandenden Heil-Rufe der Menge mischen sich die begeisterten Elfen!-Rufe der Ungarn. Dann ertönt die ungarische Nationalhymne, unter deren Klangen der Führer mit seinem hohen Gast die Front des Ehrenbataillons abschreitet. Die ungarische Nationalhymne wird abgelöst von den Liedern der Nation. Dann besteigt der Führer mit dem hohen Gast den ersten Wagen, Frau von horthy mit Frau Goring den zweiten Wagen, um die Fahrt durch das festlich geschmückte Berlin anzutreten. Festliche Stimmung am Brandenburger Tor. Am Brandenburger Tor bietet sich ein prächtiges Bild, das beherrscht wird von den acht hohen Fahnenpyhonen auf dem Pariser und hindenburg- platz. Bon der Decke der Durchfahrt des Langhans-Baues wallen riesige Fahnentücher in den Farben des Königreiches Ungarn und des Deutschen Reiches. Den Hohen Fries des Tores zieren an jeder Seite sechs große Lorbeerkränze. Ein dichtes SA.-Spalier säumt die Gehsteige, auf denen — viele Glieder tief — die Menschenmassen sich schon Stunden vor der Ankunft der Sonderzüge drängten. Am Eingang der Wilhelmstraße wurde das Braun des SA.-Spaliers von den schwarzen Uniformen der -- abgelöst, die hier das Ehrenfpalier fortsetzte. Bon der Brandenburger-Tor-Wache des Heeres wehte die deutsche Reichskriegsflagge. Die französische Botschaft hatte- die Trikolore gehißt. Zubelstürme begleiten die Vorbeifahrt. In majestätischem Fluge zog das viermotorige Großflugzeug „Generalfeldmarschall von Hindenburg" eine große Schleife über dem Königsplatz. Die Soldaten präsentierten das Gewehr, und schlagartig leuchtete die Illumination der Pylonen und der Säulenreihen Unter den Linden in der abendlichen Dämmerung auf. Ein Sturm des Jubels brach los, als die beiden Staatsoberhäupter im offenen Wagen das Brandenburger Tor durchfuhren, wo die militärische Wache ins Gewehr getreten war. In langsamer Fahrt nahm die lange Wagenkolonne mit den hohen ungarischen Gästen und ihren deutschen Begleitern ihren Weg zur Wilhelmstraße, geleitet von dem Jubel der Berliner, die zum Zeichen ihrer Freude die ungarischen und die Hakenkreuzfähnchen über ihren Häuptern schwenkten. Oie Begleitung des Reichsverwesers im Hotel Adlon. Während die ersten Wagen ntit dem Reichsver- weser und dem Führer sowie Frau von horthy und Frau Göring unter dem Jubel der Menge in die Wilhelmstraße einbogen, fuhr ein Teil der Wagen vor dem Hotel Adlon vor. Ihnen entstiegen der ungarische Ministerpräsident mit den ungarischen Ministern und der Begleitung sowie Generalfeldmarschall Göring, Reichsaußenminister von Ribbentrop und Reichsminister Dr. Goebbels. Begleitet von brausenden Heilrufen begaben fich der Generalfeldmarschall, der Außenminister und Reichsminifter Dr. Goebbels in das Hotel, um sich hier in der Vorhalle von den hohen Gästen zu verabschieden. Die hohen Gäste im „Sause des Reichspräsidenten". Nach ihrem Eintreffen im „Haus des Reichspräsidenten" wurden — nach Verabschiedung von dem Führer — Reichsverweser Admiral von horthy von Staatsminister Dr. Meißner und Frau von horthy von Frau Meißner durch die Räume geleitet, so auch in das schlichte Arbeitszimmer des verewigten Reichspräsidenten, das völlig unverändert geblieben ist. Menschenmassen auf dem Wilhelmsplah. Schon Stunden vor der Ankunft des Führers und seines hohen Gastes hatte sich auf dem festlich geschmückten Wilhelmsplatz eine erwartungsfrohe Menschenmenge eingefunden. Die ersten Heilrufe brausten auf, als Reichsminister Dr. Goebbels von der Rampe des Propagandaministeriums zum Bahnhof fuhr. Nicht minder freudig wurde Generalfeldmarschall Göring begrüßt. Berlin, 25. Aug. (DNB.) Zu Ehren S. D. des ungarischen Reichsverwesers Admiral v. horthy und I. D. Frau von horthy gab der Führer und Reichskanzler am Mittwoch im Hause des Reichskanzlers eine A b e n d t a f e l, zu der auch die den Reichsverweser begleitenden ungarischen Minister, die Mitglieder des Reichskabinetts und die Reichsleiter der Partei geladen waren. In langer Folge fahren die Gäste zum Empfang des Führers vor dem Hause des Reichskanzlers vor. Begeisterte Heil-Rufe brausen auf, als die ungarischen Gäste erscheinen, zuerst der Ministerpräsident von Jmredy mit seinen Ministern und dann Admiral von horthy. t Kurz vor 21 Uhr ist die Auffahrt beendet. Wie gebannt richten sich alle Äugen zu dem historischen Balkon im ersten Stockwerk der Reichskanzlei. Plötzlich öffnet sich die Tür. Admiral von horthy und der Führer, gefolgt von Generalfeldmarschall Göring, treten heraus. Minutenlang brausen die Heil-Rufe über den Platz den Männern entgegen, die mit sicherer Hand das Staatsschiff der beiden befreundeten Nationen führen. ,,r, _ Die Begeisterung nimmt immer stürmischere Formen an. Die Hände recken sich zum Gruß empor, und zahllose Fähnchen in den ungarischen und deutschen Farben flattern, voller Begeisterung emporgestreckt, in der Luft. Zum Zeichen des Dankes für die überaus herzliche Begrüßung hebt der Reichsverweser Admiral von horthy die Hand. Dann verabschieden sich auch der Führer und Hermann Göring. Der Führer und Reichskanzler hielt im Verlaufe der Tafel folgende Ansprache an die hohen Gäste: Euer Durchlaucht! Es ist mir eine große Ehre und Freude, Eure Durchlaucht, den Reichsverweser des Königreichs Oer Führer kehrt in die Reichskanzlei zurück. Jubelnde Bewegung ging durch die Menge, als der lange Zug der Kraftwagen die Wilhelmstraße erreichte. Trommelwirbel klangen auf, die Ehrenkompanie in der Reichskanzlei präsentterte, und schon hielt der Wagen des Führers als erster im Vorhof. Während immer wieder Jubelrufe aufklangen, stieg der Führer aus und begab sich in die Reichskanzlei. In dem langen Zuge der Wagen, die dem Führer das Geleit gaben, kehrten auch Generalfeldmarschall Göring und Dr. Goebbels wieder in ihre Ministerien zurück. Ungarn, und Ihre Durchlaucht, Ihre verehrte Fran Gemahlin, in der Hauptstadt des Deutschen Reiches willkommen heißen zu können. In der Person Eurer Durchlaucht begrüße ich das Oberhaupt der ungarischen Nation, die mit dem deutschen Volk in alter und treuer Freundschaft verbunden ist. Zahlreich sind die Beziehungen, die unsere beiden Vöker im Laufe der Jahrhunderte zu''Freunden werden ließen; sie gehen zurück bis auf die Zeiten'des Königs Stephan des heiligen und haben in immer engerer Gestaltung durch die wechselvollsten Schicksale hindurch fortbestanden. In der jüngsten Vergangenheit haben die Waffenbrüderschaft im schweren Kampfe des Weltkrieges und das gemeinsame Ringen um eine bessere Zukunft unsere alte Freundschaft aufs neue bestätigt und besie» gelt. Diese fest begründete, auf gegenseitigem unerschütterlichem Vertrauen beruhende Gemeinschaft wird vor allem jetzt, nachdem wir durch die geschichtlichen Ereignisse als Nachbarn unsere endgültigen historischen Grenzen gefunden haben, für beide Völker von besonderem Werte sein. Ich bin überzeugt, daß sie nicht nur den Interessen unserer Länder selbst dient, sondern auch im engen Zusammenwirken mit dem uns befreundeten Italien ein Unterpfand eines würdigen und gerechten allgemeinen Friedens ist. Ich gebe mich der Hoffnung hin, daß Eure Durchlaucht während Ihres Aufenthaltes in Deutschland empfunden haben, wie tief eingewurzelt die überaus herzlichen Gefühle sind, die das ganzedeutfche Volk Ihrer Person und Ihrem Vaterlande entgegenbringt. Seien Sie versichert, daß Deutschland und seine Regierung den nationalen Neuaufbau, den Eure Durchlaucht unter so schweren Nachkriegsverhältnissen begonnen und so weise und erfolgreich fortgeführt haben. „Unterpfand eines würdigen und gerechten allgemeinen Friedens." Herzliche Ansprachen der beiden Staatsoberhäupter bei der Abendtafel. :■ >4 U E ......... ♦d H i Md MK Up 4**; ■ V x RF' Die Ankunft auf dem L-hrl-r Bahnhof in Berlin Auf unserem Bilde sieht man den Reichsverweser Admiral von Harth -de b^ I, |d)e des Auswärtigen Amtes begrüßt, G-neralseldmarschall H-rmann Gor in g, der das Ungarn Staatsoberhaupt in Berlin willkommen hieß, und - weiter hinten - den Führer. ' r (Scherl-Bilderdtenft-M» So empfing die Reichshauptstadt die hohen ungarischen Gäste. Unser Bild zeigt einen Blick auf den Pariser Platz mit dem Brandenburger Tor im hinter» qrunb in dem Augenblick, in dem der Wagen mit dem F uh r e r und Admiral v o n h o r tHy unter dem Jubel der dichten Menschen,poliere von der F-ststrahe Unter den Lmden in in» Wilhelmstraße einbiegt. — (Scherl-Bilderdienst-M.) u y>?A * ää ® K <<.: : >: . -.: : ■ ■i N't ? Mlpoli- tischer Hinsicht einnehmen wird. An bte Stelle der Rotspanischer Flieger mit Flugzeug übergelaufen. Der nationale Heeresbericht. Burgos, 25.Aug. (DNB.) Nach bem nationalen Heeresbericht setzten die Truppen an der Ebro- Front auch am Mittwoch ihre Operationen fort, verbesserten ihre Stellungen und fügten dem Feind erneut erhebliche Verluste zu. Es konnten wieder einige wichtige Stellungen erobert werden. Der Feind ließ sehr zahlreiche Tote und 700 Gefangene zurück. Unter der Beute des Tages befinden sich 14 Maschinengewehre und ein Mörser. , An der Castellon - Front unternahmen die Roten Angriffe, um andere Teile der Front zu ent- losten. Die Angriffe blieben im Versuch stecken, die Angreifer mußten auch hier zahlreiche Tote zurucklassen. An der Estremadura-Front setzten die nationalspanischen Truppen die Säuberung des eroberten Gebietes fort. Bei Zujar wurden femb- liche Angriffe abgewiesen. Die nationalspanische Luftwaffe hatte wieder einen großen Tag: In mehreren Luftkämpfen schossen nationale Flieger insgesamt zwölf rotspanische Jagdflugzeuge unb eine „Katiuska" a b, währenb die nationale Flak eine weitere „Katiuska" herunterholte. Am Dienstag hatten nationale Bomber die militärischen Anlagen in Blanes, Magral unb Oliva mit Bomben belegt, währenb am Mittwoch Saaunt das Ziel erfolgreicher Angriffe war. Auf einem n a ti on a l s p a n i f ch e n Flughafen landete am Mittwoch ein rotspani - fches Flugzeug, dessen Pilot zum Dienst in roten Formationen gepreßt worden war, unb ber diesen Flug als bie erste Gelegenheit zum Ueber» laufen benutzte. Am Mittwoch säuberte die Zentralarmee General Saliquets das in den letzten Tagen eroberte Gebiet an der Toledo- Front. Dabei machten bie Nationalen über 300 Gefangene. In den letzten Tagen mürben bort, wie jetzt feststeht, vier rote Bataillone völlig aufgerieben. Eine Division ber Roten mußte völlig geschlagen sich zu- rückziehen. Javanische Offensive gegen Hankau. Schwere Kämpfe im Gange. Mulkorv-Srlaß. So glaubt man die Sudetendeutschen zwingen zu können. Prag, 24. Aug. (DNB.) Der Politische Anschuß der Leitung ber SDP. beschäftigte sich in seiner Sitzung am Mittwoch u. a. auch mit bem Erlaß, den bie Staatspolizei st elle in Warnsbors am 23. August im Einvernehmen mit der zustänbigen Bezirksbehörbe herausgegeben hat. In biefem Erlaß werben mit sofortiger Wirk- amfeit für ben ganzen politischen Bezirk Warns- borf fünf Verbote ausgesprochen. So wird allgemein untersagt, in Werkstätten ober Fabrikräumen politische Gespräche zu führen, politische Grüße auszutauschen, Fabrikräume für politische Zwecke zur Verfügung zu stellen unb schließlich in Fabrikräumen politische Abzeichen oder Silber aufzuhängen. Der Parlamentarische Klub ber SDP. hat sofort bei ben zuständigen Stellen interveniert unb bie schnellste Zurücknahme bes Erlasses verlangt. Die Antwort wird ber SDP. erst nach der Rückkehr des Innenministers, ber sich auf einer Reise burch bas sudeten- beutsche Gebiet befinbet, morgen übermittelt. „Zn Prag neue Schwierigkeiten." London, 25. Aua. (DNB. Funkspruch.) Die Londoner Morgenpresse beschäftigt sich am heutigen nen hervorgerufen, daß die Parlamentsgruppe wohl ben Rücktritt ber beiden Minister Frost färb unb Ramadier gebilligt, als auch den beiden neuen Ministern ihr Vertrauen aus- gesprochen hat. *. Außerdem trat, ber ftänbige Derwaltungsausschuh der Sozialistischen Partei am Mittwoch- abenb zusammen, um die Richtlinien für die kommende Sitzung der Linksabordnung ber Kammer, in ber sämtliche Volksfront-Parteien vertreten sind, festzusetzen. Die sozialistischen Vertreter haben ben Auftrag erhalten, vor allem bie Einberufung des Parlaments zu einer außerordentlichen Tagung zu fordern. Da jeboch bie Rabikalsozialisten gegen eine berartige Einberufung sinb, wirb biefer Antrag nicht durchgehen. Schließlich trat auch der Vollzugsausschuß der Volksfront des Pariser Bezirks, in dem die Kommunisten tonangebend find, zu- sammen. Es wurde eine Tagesordnung angenom» men, in der sehr scharf gegen bie Rebe Dalabiers und bie Derwenbung von Truppen im Marseiller Hasen protestiert unb die Arbeiterklasse aufgefordert wirb, sich gegebenenfalls zu einer Gegenaktion bereitzuhalten. Marseille macht Schule. Tage an. Der diplomatische Korrespondent ber „Time s" stellt fest, baß keine Rebe bavon sein könne, baß bie britische Regierung Ashton-Gwatkin nach London gerufen habe. Die Erneuerung ber Besprechungen zwischen ber Prager Regierung unb ben Subetenbeutschen werbe in London begrüßt, könne aber nicht das allgemeine Gefühl beschwichtigen, daß man vor großenSchwie- r i g f c i t e n stehe. Wie der politische Korrespondent des „Daily Expreß" sagt, seien bei der gestrigen Besprechung zwischen Chamberlain, Halifax, Wilson und Ashton- Gwatkin die Möglichkeiten einer Entspannung besprochen worben, und zwar durch eine neue Erklärung über die britische Politik gegenüber der Tschecho-Slowakei. Endgültige Beschlüsse seien nicht gefaßt worden. Man erwarte, daß in den nächsten Tagen eine größere M i n i st e r b e s p r e ch u n g stattfinden werde. In Whitehall (Amtssitz des Ministerpräsidenten) sei man der Ansicht, daß die Lage in Prag jetzt ein entschiedenes Vorgehen Runcimans erforderlich mache. Die britische Regierung sei darauf bedacht, zu verhindern, „daß sich die Lage zu einer Krise entwickle". Die „Daily Mail" spricht aus diesen Gründen von der Möglichkeit einer Vollsitzung des Kabinetts' vor der Abreise des Ministerpräsidenten nach Schottland Anfang nächster Woche. Di.e Regierung vertrete die Ansicht, so betont das Blatt, daß unbedingt in ber tschecho-slowakischen Frage etwas getan werden müsse. Prag legt den Staatshaushalt nicht vor Warschau, 25. August. (DNB. Funkspruch.) „Expreß P o r a n n y" macht in einer Meldung aus Prag darauf aufmerksam, daß in diesem Jahre der tschecho-slowakisch e'Haushaltsvoranschlag, im Gegensatz zu den bisherigen Gepflogenheiten, bem Parlament nicht vorgelegt werben wirb, unb zwar mit Rücksicht auf bie r i e - senhaften Ausgaben für bas Militär. Sämtliche Ressorts hatten im Zusammenhang bamit größte Sparmaßnahmen durchführen müssen. Die Nichtvorlage des Haushaltsvoranschlages sei weiterhin darauf zurückzuführen, daß bisher die Frage der Reorganisierung des Staates, der Minderheitenfrage unb bes Minberheitenstatuts nicht besprochen werben konnte. Juden unerwünscht. Basel, 23. Aug. (DNB.) Die jüdischen Emigranten bereiten den schweizerischen Behörden beträchtliche Sorge. Diese «orge drückt sich u. a. in dem von behördlicher Seite ausgesprochenen Wunsche aus, daß bie Emigranten nicht irgendwie in den Straßen auffallen oder sich m Gaststätten bemerkbar machen. Die Besuche von Weinstuben, Kabaretts ober Bars würbe ihnen Den boten, ebenso jegliches Betteln, Hausieren unb auch sonst jede Erwerbstätigkeit sowie jebes auffallende Benehmen, teilweise sogar bas Ansprechen ihnen fremder Personen auf ber Straße. Zur Unterbringung ber Emigranten sinb im Kanton öt. Gallen u. a. „ M a s s e n l a g e r " eingerichtet war- ben. Attentat in Palästina. EnglischerBeamter lebensgefährlich verletzt Jerusalem, 24. Aug. (DNB.) Der eng- lisch e Stellvertreter bes Distriktskommls- sars in ber Stabt Jenin mürbe am Mittwoch von einem unbekannten Täter angegriffen unb durch Revolverschüsse lebensgefährlich verletzt. Er wurde ins Krankenhaus von Haifa gebracht. . .. Den Berichten zufolge drangen fünf M a n n e r in Polizeiuniform in bas Polizeigebaube ein, wo sich auch bie Büros bes Distriktskommissars befinben. Sie gaben bort auf ben fteUoertrctenbcn Kommissar Sibney Moffatt fünf Reoolverschusse ab. Die Kugeln burchdohrten ben Kopf unb ben Magen bes Kommissars, ber lebensgefährlich verletzt würbe. Den Tätern gelang es, zu entkommen. Der Anschlag hat noch in ben späten Nachtstunden des Mittwoch zur Verhaftung eines angeblichen Täters geführt. Die Verhaftung konnte vorgenommen werden, nachdem Militär ganz Jenin umstellt und eine eingehende Suchaktion eingeleitet hatte. Moffatt wurde von fünf Schüssen ernstlich verletzt unb befindet sich noch in kritischem Zustand. Das Attentat ist das zweite, das innerhalb kurzer Zeit auf ihn verübt wurde. Im Zusammenhang mit dem Anschlag in Jenin wurde über die Stadt ein 22stündiges Aus- gehoerbot verhängt. Die gesamte Stadt wirb von Militär unb Polizei durchsucht. Auch die gesamte Umgebung ist militärisch abge» sperrt. Die Polizeistation der Stadt Lydda wurde von Freischärlern überfallen. Den Polizisten wurden sechs Gewehre fortgenommen. Die Täter entkamen. H a n t a u , 24. Aug. (Ostasiendienst des DNB.) Die japanischen Truppen eröffneten am Dienstagnachmittag nördlich des Iangtseflusies bie Offensive gegen Hankau und unternahmen auf zwei Parallelstraßen einen Vorstoß in westlicher Richtung. Ausgangspunkt des Vormarsches ist S h u ch e n g. Dort haben bie Japaner bedeute n b e Streitkräfte konzentriert, nachdem sie infolge ber Überschwemmung ihre Operationen am Nordufer bes Jangtse gegenüber Kiu- kiang aufgaben. Die Japaner drangen westwärts in Richtung auf Sinan unb Hwoschan etwa zehn Kilometer vor. Der Schwerpunkt ber japanischen Operationen liegt weiterhin süblich bes Jangtse an ber Küste des Pojangsees. Dort tauchten am Mittwochmorgen fast 30 japanische Kriegsfahrzeuge unweit bes etwa 30 Kilometer südlich von Singtze gelegenen Wuchang auf unb nahmen mehrere chinesische Küstenbefestigungen unter Feuer. Eine Landung würbe bisher noch nicht durchgeführt. Westlich unb südlich von Singtze sind schwere Kämpfe im ©ange. General Luillemin bei Bonnet. Paris, 24.Aug. (DNB.) Außenmini er B o n- n e t hat am Mittwochnachmittag den ©eneralstabs- chef der französischen Luftwaffe, General Vuille- m i n, empfangen, der ihm über seine Berliner Reise Bericht erstattete. Französische Manöver bei Besan^on. P a r i s , 24. Aug. (DNB.) Der „Figaro" meldet, die diesjährigen französischen Manöver werden nicht, wie gerüchtweise verlaute, in der Champagne, sondern in ber Gegend von Besan - fon abgehalten werben. Die Manöver sollen insofern eine Neuerung aufweisen, als die aus Paris kommenden Truppen mit üb er 10 0 Verkehrs- a u t o b u ff e n neuesten Modells in bie Manover- gegenb beförbert werben sollen. Die hierfür vorgesehenen Autobusse, bie erst seit wenigen Monaten in ben Verkehr gestellt sinb unb bereits einen großen Teil des Pariser Verkehrsnetzes besorgen, sind gewissen technischen Abänderungen unterworfen worden, damit sie den Erfordernissen eines b e - schleunigten Ueberlandverkehrs entsprechen. Dieser erstmalige Versuch soll zeigen, welche Dienste diese Autobusse im Kriegsfälle leisten können. Warschau, 25. Aug. (DNB. Funkspruch.) Im Kreise K r z e m i e n i c e (Wolhynien) überschritt em Soldat d e r sowjetischen Grenzwache mit voller Ausrüstung die polnische Grenze. Auf der Wache des polnischen Grenzschutzes erklärte der llebergelaufene, er sei geflohen, weil er die unm en schliche Behandlung nicht mehr er» Wegen geringer dienstlicher Vergehen lOtägige Arre st st rase erhalten, bie Enbgültige Entscheidungen werben jedenfalls nicht vor der für Freitag einberufenen Sitzung des Linksausschusses der Kammer erfolgen. Die Stellungen werden bezogen Paris, 25. Aug. (Europapreß.) Der Vollzugsausschuß der Radikalsozialistischen Par- t e i trat am Mittwochabend unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten Daladier selbst zusammen unb nahm einstimmig bei einer Stimmenthaltung eine Tagesorbnung an, in ber die Rundfunkrede Dalabiers vom vergangenen Sonntag, bie zum Rücktritt zweier Minister Anlaß gegeben hatte, vollauf gebilligt wirb. Weiterhin wirb bem Tlinifterprafibenten in der Tagesorbnung bas volle Vertrauen für das Werk, das er zu vollbringen beabsichtige, ausgesprochen. In ber Ta- gesorbnung heißt es dann weiter, das französische Volk müsse eine Kraftanstrengung unternehmen. Dies sei notwendiger denn je, und bie Sozialgesetzgebung würbe trotzdem geachtet werben. Diese Kraftanstrengung sei infolge ber internationalen Lage, in ber ein furchtbares M i ß v e r h ä 11- n i s zwischen ber französischen Erzeugung unb derjenigen gewisser anderer Länder in Erscheinung trete, absolut notwendig. Die Anpassung des* 4 0 - Stundenwochen-Gesehes an Die Notwendigkeiten bes nationalen unb internationalen Lebens könne nicht als sozialer Rückschritt betrachtet werben, um so weniger, als weber bas Internationale Arbeitsamt, noch bie Länber mit linksextremistischem Regime bisher bie 40-Stundenwoche grundsätzlich angenommen ober burchgeführt hätten. Diese Tagesorbnung des rabikalsoziasistischen Vollzugsausschusses brückt vollkommen bie Gesichtspunkte bes Ministerpräsidenten aus, unb ohne Zweifel wirb bie radikal- sozialistische Abordnung in der Sitzung ber Links- belegation am fommenben Freitag bie gleiche Haltung einnehmen. Auch bie Sozialistische Union, ber die beiden zurückgetretenen unb bie beiben neuen Minister angehören, ist am Mittwoch zu einer Sitzung zusammengetreten. Da diese Partei aus etwa zwei Dutzend linksgerichteten 21bgeordneten zusammengesetzt ist, bie sich über eine einheitliche politische Linie bisher noch nicht haben einigen rönnen, hat es in politischen Kreisen auch kein Erstau- 25 Aua (DNB.) Die Pariser Abend-1 ersten Erregung wie auch der ersten Begeisterung eingehendem sind jedoch allenthalben zurückhalten- • - ■ -: 1 - - dere Betrachtungen getreten, in denen das Für und Wider der von Daladier geplanten Maßnahmen und die Haltung der verschiedenen Volksfrontparteien und eine mögliche Reaktion von Seiten der marxistischen Gewerkschaften besprochen wird. Hodza bei Rnnciman. Prag, 24. Aug. (Europapreß.) Ministerpräsident Dr. Hodza stattete am Dienstagabend Lord Run» ciman in dessen Hotel einen Besuch ab und nahm mit ihm gemeinsam das Abendessen ein. Anschließend verblieb Dr. Hobza, Blättermeldungen zufolge, noch längere Zeit im Gespräch mit Lord Runcirnan. Der Besuch dauerte insgesamt 3% Stunden. Runciman empfing den Abgeordneten Kundt. Aus aller Welt. Wilhelm Backhaus spielt in Santiago. Auf dem Flugplatz Santiago (Chile) traf der berühmte deutsche Klavierkünstler Wilhelm Backhaus in einem Flugzeug der Lufthansa ein und wurde vom deutschen Botschafter und von Mitgliedern der deutschen Kolonie herzlich begrüßt. Das erste Konzert des Pianisten findet im Zentraltheater statt; die Teilnahme ist sehr stark, da allgemein der Wunsch besteht, den Künstler nach elfjähriger Abwesenheit wieder zu hören. Blutrache in einem polnischen Dorf. Eine furchtbare Tat der Blutrache trug sich in einem Dorf bei Warschau zu. Ein 19jährlger Bauernsohn hatte vor vier Jahren seinen Spielgefährten ermordet und war dafür zur Unterbringung in eine Besserungsanstalt verurteilt worden. Nachdem er erst kürzlich die Besserungsanstalt verlassen hatte, wurde er jetzt von Familienangehörigen des ermordeten Spielgefährten hinterrücks erschossen. küssen auf der Landstraße ist gefährlich. Ein interessanter Fall kam vor dem Lodzer Gericht zur Verhandlung. In der Dämmerung ging ein verliebtes Paar auf einer der Lodzer Ausfallstraßen spazieren. Plötzlich umarmte der junge Mann seine Begleiterin und begann sie mitten auf der Landstraße zu küssen. In diesem Augenblick näherte sich ein Auto, das Signale gab, die aber von dem Liebespaar nicht gehört oder beachtet wurden. Der Chauffeur konnte das Auto nicht mehr zum Stehen bringen und fuhr in die zärtliche Gruppe hinein. Dabei wurden die jungen Leute schwer verwundet. Bei der Gerichtsverhandlung wurde der Chauffeur freigesprochen. Festnahme eines jüdischen Hochstaplers und Rassenschänders. Der Politischen Polizei in Danzig ist es gelungen, einen jüdischen Hochstapler namens Achom Jtzek Kronenberg festzunehmen, der seine Weltgewandtheit und.Sprachkenntnisse zu zahlreichen Hochstapeleien benutzte. Kronenberg gab sich in Danzig vor leichtgläubigen Leuten, namentlich vor jungen Mädchen, als Beamter des italienischen Generalkonsulats aus und nannte sich Giovanni Monte- corona oder sogar Graf Conti de Montecorona. Er hatte die Frechheit, das Abzeichen der Faschistischen Partei zu tragen. Es gelang ihm, einige junge Mädchen zu täuschen und mit ihnen ein Liebesverhältnis zu unterhalten. Der gerissene Schwindler wurde von einem Angestellten des italienischen Generalkonsulats entlarvt, der ihn wegen d-es Tragens des Abzeichens der Faschistischen Partei zur Rede stellte. Der Italiener benachrichtigte sofort die Polizei, der die Festnahme des jüdischen Gauners sehr bald gelang. Doolsunglück in Irland. — 5 Menschen ertrunken. Im Seengebiet von Killamery (Irland) stieß ein mit 25 Personen besetztes Boot an einen Brückenpfeiler und schlug um. Sämtliche Insassen fielen ins Wasser. Während zwanzig von ihnen sich schwimmend ans Ufer retten konnten, kamen die übrigen fünf ums ß e b e n. Flugzeugabsturz in Frankreich. In der Nähe von Grenoble stürzte ein Uefrungs» flugzeug aus geringer höhe ab. Die beiden Insassen erlitten sehr schwere Verletzungen. Französisches Militärflugzeug verunglückt. Ein Marineflugzeug des Stützpunktes Cherbourg- Chante-Reyne, das mit einer sechsköpfigen Besatzung zu einem Uebungsflug aufgestiegen war, stieß bei der Wasserung so hart auf, daß es sofort unter- g i n g. Nur drei Mann der Besatzung konnten gerettet werden, die anderen gingen mit der Maschine unter. Bei einem der Geretteten waren die Wiederbelebungsversuche ohne Erfolg. Das Flugzeugunglück bei Tokio forderte bis jetzt 24 Tote und 150 Verletzte. Die Zahl der Opfer des Flugzeugabstur- z e s in Omori bei Tokio hat sich, wie die neuesten Meldungen besagen, ganz erheblich erhöht. Durch den Absturz der beiden Flugzeuge sind mehrere Benzintanks explodiert. Bisher hat man 24 Tote und 150 Verletzte bergen können, jedoch befürchtet man, daß die Zahl Der Opfer noch weiter steigen wird. Die Aufräumungsarbeiten in der zum größten Zeil zerstörten Fabrik werden fortgesetzt. Grauenvolle Vorgänge im Gefängnis von Philadelphia. Im Kreisgefängnis von Philadelphia sind dieser Tage vier Sträflinge mit schweren Verbrühungen und Verletzungen tot aufgefunden worden. Die Gefängniswärter sagten aus, daß die Sträflinge, die sich in einem Hungerstreik befanden, nachts miteinander gekämpft hätten, wobei sie die Dampfrohre abgerissen und als Waffen gegeneinander benutzt hätten. Die amtliche Untersuchung der To-1 Oie Schwimmwettkämpfe. NSG. Zu den Schwimmwettkämpfen der Hitler- Jugend treten 400 Jungen und 250 Mädel an. Zugelassen sind jeweils die Gebietssieger bzw. Obergausiegerinnen und darüber hinaus diejenigen, die die gesetzlichen Pflichtzeiten unterboten haben. Da der Schwimmsport ein Sport der Jugend ist, wird gerade auf diesem Gebiet mit besonders guten Leistungen zu rechnen sein, sind doch junge Schwimmer und Schwimmerinnen am Start, deren Namen bereits allgemein bekannt sind. Das 100-Meter-Kraulschwimmen ist mit 45 Meldungen am stärksten besetzt. Der Vorjahrssieger Sobotta (Schlesien) dürfte es sehr schwer haben, sich gegen so gute Schwimmer wie Fiedler (Sachsen), Müller (Berlin), höhle (Westfalen) und Bornhaupt (Ruhr-Niederrhein) durchzusetzen. Im 200- und 400-Meter-Kraulschwim- men ist mit einem Siege des Sachsen Bret- schneider zu rechnen. Im Bru st schwimmen wird wohl der bekannte Magdeburger Schwimmer Köhne zu einem sicheren Sieae kommen, da er infolge seiner guten Beherrschung des Schmetterlingsstiles seinen Mitbewerbern Überlegen ist. Das Rückenschwimmen wird aller Voraussicht nach ein Rennen zwischen Rundmund, dem bekannten Mitglied der Bremer Schwimmstaffel und Schröder (Mittelrhein) werden. Beide gehören bereits zur deutschen Spitzenklasse. Das Kunstspringen wird für die Zuschauer bestimmt ein besonderer desfälle nahm jedoch eine sensationelle Wendung, als Oberbürgermeister Wilson plötzlich die Verhaftung zweier Gefängniswärter anordnete; sie werden des Totschlags beschuldigt. Die amerikanischen Nachrichtenagenturen haben sich nun des Aufsehen erregenden Falles bemächtigt und bringen breite Berichte über die grauenhaften Vorgänge, die sich in dem Gefängnis abgespielt haben, hiernach waren 24 der rund 600 im Hungerstreik befindlichen Gefangenen in sogenannte „Strafzellen" gesperrt worden. Obwohl draußen hochsommerliche Hitze herrschte, verschlossen noch unbekannte Täter sämtliche Fenster und stellten auf Befehl eines Gefängnisbeamten die Dampfheizung an. Nach einer Mitteilung des Staatsanwaltes Boyle hat die Untersuchung festgestellt, daß die eingeschlossenen Gefangenen die ganze Nach Über schrien und jammerten und flehentlich um Abstellung des Dampfes baten. In ihrer Verzweiflung rissen die Unglücklichen ihre Hemden herunter und tauchten sie in die Klosettspülanlagen, um sich Körper und Gesichter mit den angefeuchteten Kleidungsstücken zu kühlen. Nach Mitteilung des Staatsanwalts wurden die Gefangenen im Laufe der Nacht vor Qualen wahnsinnig und sanken nacheinander bewußtlos zu Boden. Vier der körperlich Schwächsten wurden dann am Morgen mit schweren Verbrühungen tot aufgefunden. Einige andere liegen im Gefangnishospital schwer krank danieder. Einer der Gefängniswärter, ein gewisser Mills, erklärte, die in den Strafzellen eingeschlossenen Gefangenen hätten sich an dem Hungerstreik führend beteiligt. Auf die Frage, wer die Zellen luftdicht verschlossen und die Dampfheizung angelassen habe, behauptete er, das habe ein „Unbekannter" getan. Genuß werden, da hier so gute Könner wie Ernst (Westfalen) und Föckel (Sachsen) im Wettkampf stehen. In der 4X100-Meter-Kraulstaffel erwartet man die Sachsen vor Berlin in Front. Die Berliner dürften sich dafür die Wasserballmeisterschaft vor Ruhr-Niederrhein sichern. Im Kraulschwimmen der Mädel wird die Berlinerin Inge Schmitz und die Schlesierin Ursel Groth nicht am Start sein. Sie werden am gleichen Tage ,bie deutschen Farben beim Länderwettkampf gegen Frankreich vertreten. Sv sollte die Entscheidung über 100 Meter zwischen Kar- natz (Ruhr-Niederrhein) und Zölfsel (Schlesien) liegen. In der Mittelstrecke dürfte Marga Driever (Ruhr-Niederrhein) zuerst das Ziel erreichen. Im Bru st schwimmen sind Heidemann (Mittelelbe und Picheida (Ruhr-Niederrhein) die aussichtsreichsten Anwärterinnen auf den Sieg. Wir rechnen mit Zeiten, die unter 3:10 Minuten liegen. Das Rückenschwimmen der Mädel dürfte eine Beute von Kellermann (Westfalen) werden, allerdings erst nach dem Kampf Heins (Mittelelbe). Im Kunst- springen wird Susanne Heinze (Berlin) in Anwesenheit von Gerda Daumerlang unangefochten zum Siege kommen. In den Staffeln über 3X200-Meter-Brust und 4X50-Meter- Kraul werden die stärksten Mannschaften von den Obergauen Ruhr-Niederrhein, Mittelelbe und Schlesien gestellt. Angesichts des hohen Standes des deutschen Jugend-Schwimmsports ist zu erwarten, daß es nicht nur gute Spitzenleistungen, sondern auch einett ausgezeichneten Durchschnitt geben wird. Oie Meisterschaftsspiele im Tennis. Das Meldergebnis zu den Tennisspielen ist über alles Erwarten gut ausgefallen. Zu den Einzelspielen der HI. sind 60 Teilnehmer zugelassen worden. Man erwartet Gies, Ruhr-Niederrhein, Loof, Mittelelbe oder Rose, Schlesien, in Front. Sämtliche Einzelspieler bestreiten auch die Doppelspiele. Bei der Leistungssteigerung im Jugendtennis bleiben Ueberraschungen nicht ausgeschlossen. Ebenfalls 60 Teilnehmerinnen gibt es bei den Einzelspielen des BDM. und auch diese Einzelspielerinnen bestreiten alle das Doppel. Die Tenms- spiele des BDM. sind eine völlig offene Sache. Die Spielerinnen der Obergaue Berlin, Hamburg und Sachsen sind vielleicht etwas stärker einzuschätzen, als die übrigen Mitbewerberinnen. Alitterungsvorhersage für die Zeit vorn 25. August bis 3. September, herausgegeben vom Forschungsinstitut für langfristige Witterungsvorhersage des Reichswetterdienstes in Bad Homburg v. d. h. am 24. August abends. In Norddeutschland westlich der Oder sowie in West- und Süddeutschland in den nächsten Tagen überwiegend heiter bis wolkig und trocken. Stellenweise Frühnebel. Nach kühlen Nächten tagsüber warm. Im Osten und Südosten sowie den Randländern der Alpen kühl, vielfach trübe und regnerisch. Gegen das Wochenende hin im Osten Nachlassen der Niederschläge und Aufheiterung; bei noch kühlen Nächten tagsüber wärmer. Im Westen dagegen neueinsetzende Unbeständigkeit. In der ersten Hälfte der nächsten Woche im ganzen Reichsgebiet recht unbeständige Witterung, Wechsel heiterer und trockener Tage, dabei aber im ganzen im Nordosten des Reiches schöner als im Westen und Süden. In der zweiten Hälfte der nächsten Woche vermutlich überwiegend heiter und trocken. Wetterbericht Nachdem Westdeutschland unter dem Einfluß eines ausgedehnten Hochdruckgebietes am Mittwoch heiteres, jedoch im ganzen nicht sehr warmes Wetter hatte, macht sich jetzt ein ausgedehntes Schlechtwettergebiet, das am Mittwoch langsam zur Nordsee vorrückte, besonders nördlich des Taunus, durch stärkere Bewölkung bemerkbar. Auch in Nord- und Westdeutschland wird nun Bewölkungszunahme zu erwarten sein, doch ist eine weitere Verschlechterung nicht wahrscheinlich. Vorhersage für Freitag: Meist aufgeheitert, ttocken. Temperaturen wenig geändert. Winds um Nord. Hauptschriftleiter vr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange (in Urlaub), i. 93.: Ernst Blumschein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck (in Urlaub). Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theod. Kümmel. D.A. VII. 38: 9034. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. lugend aus allen Gauen in Alelkämpsen. Statt jeder besonderen Anzeige. Wie lagern Sie Herr Ludwig Becker IV. Ihr Winterobst? im fast vollendeten 73. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen:' MitoHenen lugen Ruttershausen, den 24. August 1938. 03868 Ohne Gewähr Nachdruck verboten 500 ccm NqM 14. Ziehungslag 24. August 1938 tln der heutigen Vormittagsziehung wurden gezogen 2 Gewinne zu 30000 NM. 276424 4515 239266 277716 | Empfehlungen] Wanzen 172 Gewinne zu 300 RM. 6716 14897 16804 17059 92625 94264 98393 100970 103059 104599 34474 319872 49838 344070 131836 159239 178884 217763 270374 331056 379921 132996 160787 193805 221253 272022 340820 379951 135738 163563 208860 233892 290418 341653 152128 169022 182843 214516 239588 272567 307073 338615 363271 385664 145869 14619 156981 169123 185341 216665 251642 282043 308820 339285 366196 388727 73282 121040 144972 172669 211546 239600 310082 374777 126972 159442 171942 187159 219958 261289 284383 314397 355920 369538 391093 130401 155017 176223 217569 255211 321389 379255 132165 162006 172290 191335 228035 264350 284849 323582 356643 376659 394605 132456 163429 172937 191536 233054 271960 292804 324379 357984 383320 146413 165625 173430 203937 238036 272333 295296 324786 360962 384783 226181 234229 241157 340873 342169 349618 374158 383126 383229 353684 355435 372142 384014 114 Gewinne zu 500 RM Fernruf Nr. 2145-2146 21423 30404 42666 43873 50874 52153 53036 59291 59510 77072 80960 81927 82097 85387 129112 203242 219635 264242 349333 383066 6 Gewinne zu 5000 RM. 2 Gewinne zu 3000 RM. 22 Gewinne zu 2000 RM. 72 Gewinne zu 1000 RM. 7494 10336 10381 10917 25647 34200 42441 43667 46570 60724 78606 87047 99594 101990 146146 153619 181837 183201 200336 208631 ------ ------ 246010 282552 309724 und jedes and. Ungeziefer bekämpft sachgemäß. Behördl. Dankschreiben. Kammerjäger Scho in her jetzt Schiffenbg. Weg 33. Sach- verst. i. Gerichts- angelegenh. 03359 400 ccm, steuerfrei, zu verkauf. Steinstr. 37 v., Tel. 4039. 03871 Nehmen Sie dazu auch eine Obsthorde. Dann kann nichts verderben. Obsthorden, die sich übereinander setzen lassen, bekommen Sie billig bei Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II Gewinnauszug 5. Klasse 51. Preußisch-Süddeutsche (277. Preuß.) Klassen-Lotterie . ----- . ------ 709 8584 23757 24331 34133 34425 49793 61981 67911 70045 ~ ' 83745 84164 84602 102658 111941 120209 144265 170039 209059 237962 304222 354021 Drei Jungen und ein Mädel en'dccken ihre Waldheimat. Don Werner Siebold 135 Seiten Text und 8 Kunstdrucktafeln Leinen RM. 2,85 HugoBermühIer Verlag Berlin - Lichterfelde Heute mittag um 2% Uhr entschlief sanft nach längerem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater August Becker und Familie August Ott und Familie. zu verkauf. 64?7D W. Martin, Schil- bcfmalernienter, Mittelweg 7. Die Trauerfeier findet am Freitag, dem 26. August, um 2% Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs zu Gießen statt Blackburne-Motor, sehr preiswert Einspaltige Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grundpreis von 5 Pf. für die Millimeterzelle veröffentlicht Restauration Gambrinus Wetzsteingasse 10 (am Lindenplatz) empfiehlt feine gepflegt. Fremdenzimmer, mit u. ohne Pension, ^eine Lokalitäten, Saalbau u.neu- eingericht. Konferenz-Zimmer, geeignet für alle Bersammlung.u. Vereine. Es könne. i eine Anzahl Zim.s. iestePens. preiswürdig abgegeben werden. Ludwig Bierau. BMW.- Motorrad | Vermietungen Kleine saubere Mnung an zweiEheleute, evtl. einz.Dame, sof.beziehbar, ev. auch möbl., mit od.obne Küchenbenutzung zuvm. Schriftl. Ang. u. 5470V a.d.G.A. Verkausstüchtigen sucht 6473° Johannes Thiel Einlegesohlenfabrik, Bad Sulza (Thüringen). | Kaufgesuche | Schöne 5-Zim.-Woling. 1 .Etage, m. Bao, Balkon, infolge Bersetzung zum 1. Oktober 38 zu vermieten. M?4D Walltorstr. 75. Gebrauchter Personenwagen Viersitzer, von Selbstkäufer gesucht. Angebote mit Angabe der gefahrenen Kilometer und des Preises u. m75d an d. Gieß. Anz. Junges Tagesmädclien gesucht. 6479D .Hüller. Horll- Wessel-Wall 44. Stellengesuche] JmEinfamilien- HauS, Ostviertel, herrschaftliche 2-Z.-Wohnunfi Parterrestock, m. Zubehör z.verm. Zentralhg.. fließ. Wassereinrichtg. Sehr geeignet s. alleiusteb. od.be- rufstötigeDame. Sckr.Angeb.unt. 03860 a. d. G. A. Gebildete Dame (Mitte 40) sucht Stellung z. Führung eines frauenlos. Haushaltes. Tüchtige Köchin. Schrittl. Angeb. u. 03867 an o. Gieß. Anz. Mündlich können Sieesnurvenigen sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie es allen | Mietgesuche | Gebr., gut erb. Lautlichen gesucht. Schriftl. Angeb. m.Pr. u. 03865 a.d.G.A. Lagerraum zum Unterstellen von Möbel sosort gesucht. 5476D Stückrathu.Bender Televbon 3519. Besseres Halbtags- mädchen mit guten Zeugnissen, zum 1.9. 1938 gesucht.o38«4 Dr. Juiik. Bahnhofstr. 46II | Verkäufe | 1,2 Ur. Opel steuerfrei, abzugeben. Besichtigung Samstag, 27. August 1938, 8--11 Uhr 03863 Steindorf NrLtz bei Wetzlar. Die seither v. der Firma Ad. Sud- Heimer, Inhaber Ernst Carle, benutzten Geschäftsräume (3 Zimmer) Lie- bigstraße!5(Ne- benhaus)sind anderweitig zu vermieten. Näheres Liebigskake 48. - 1 Küchenmädchen gesucht. 5i72v Hotel Hindenburg. Stellenangebote Keine Zeugnisse in Urschrift lonbem nur Bmgnti- obfdjrifien dem Be- werbungSjchreiben beilegen 1 — Lichtbilder undBewerbungsunter- tgen mülien ,ur Vermeidung von Berluilen auf der Rüftletle Warnen und Anschrift oei Baue gut.... mit Abermann Gebrauchtes Damen-Fahrrad ;u verkauf. O387o Asterweg 3. Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Damm: Kleinanzeigen in die Heimatzeitung, den GießenerAnzeiger = Holzwurm-Politur beseitigt radikal der» Holzwurm, gibt den Möbeln wundervollen Glanz u.gutes Aussehen 5239 V H. Hornemans. Drogerie. GEHÖRT IN STALL . UND SCHEUNE NICHT In der heutigen Nuchmittagsziehung wurden gezogen 2 Gewinne zu 10000 RM. 191625 4 Gewinne zu 5000 RM. 119486 361551 8 Gewinne zu 3000 RM. 73579 294944 355170 16 Gewinne zu 2000 RM. 8318 68669 164614 166227 272946 297932 304077 42 Gewinne zu 1000 RM. 13756 22169 59777 72821 84590 106200 131390 163709 211734 246300 306751 313460 315480 354147 360567 365869 385721 389846 76 Gewinne zu 500 RM. 16419 21984 73406 84097 96382 104333 106999 109868 132986 135668 170327 176020 179168 190106 204992 215810 220851 238239 255734 269227 274731 275910 284488 295154 295924 304944 313411 320217 344926 349831 362883 370956 353896 102329 36061 181733 325396 33015 127200 185915 247891 285592 335964 132 Gewinne zu 300 RM. 3248 9276 15683 21691 25042 26186 26984 44376 61027 71295 72825 79136 87288 88794 90872 91772 97156 135395 136283 138639 144692 150065 156404 158736 160817 167587 175211 175662 176158 176173 176472 181835 192734 200618 204294 208197 224541 224675 230691 231213 239745 247032 252134 253221 268647 269281 277286 281272 288681 301347 303232 305882 310571 312150 314651 325963 328279 332394 341763 342636 349049 364449 369118 375164 379031 381937 Außerdem wurden 4220 Gewinne zu 150 RM. gezogen. Im Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu je 1000000, 2 zu je 500000, 6 zu je 30000, 14 zu je 20000, 52 zu je 10000, 92 zu je 5000, 202 zu je 3000, 462 zu je 2000, 1528 zu je 1000, 2394 zu je 500, tiSQ au it m um ru u iso LM, Donnerstag, 25.2luguftiv38 Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für OberWen) Nr.198 Zweites Blatt M Sy J '■ xW I Mr w I 1 1 Großbaustelle Kirchenplatz Aus der Stadt Gießen hohen Aufwendung^ spannung wegen b: während er selbst der Bedeckung den Rückweg ab= chneiden wollte. Die Wagen wurden bald eingeholt; die französischen Infanteristen aber warfen sich in die Gräben zur Seite der Straße und feuerten auf die Husaren. Es war sehr schwierig, die aus dem Gehölz und den Gräben schießenden Franzosen unschädlich zu machen, die den ihnen gebotenen Pardon scheinbar annahmen und, wenn ein Husar heranritt, das Gewehr abzunehmen, es auf ihn ab- Freund auf Stroh gebettet lag. Ich bat kniend im Gebet, daß sein Geist meinem Herzen Beruhigung sende und mir den alten Mut wiedergeben möge. Die Freunde, die hereintraten, erinnerten daran, daß ich für die Eltern die Brieftasche aufbewahren möge. In ihr fanden wir mit Bleistift geschrieben das ,Schwertlied', dasselbe, von welchem wir noch bei der letzten Nachtwache gesprochen. Außerdem nahm ich von seinem Halse eine Schnur mit einem österreichischen, durchborten Zwanziger, welchem ihm die Braut (Antonie Adamberger) einst als schützendes Amulett umgebunden hatte. Das Haupt mit einem Eichenkranze geschmückt, ein ernster Friede lag über die edlen Züge des Gesichtes ausgebreitet, volikräftig in jugendlicher Schöne lag er da, dem'Anscheine nach mehr noch dem Leben, als dem Tode angehörig: keine Leichenblässe, keine soll, und doch besitzt die Vorstellung geradezu magische Kraft. Namentlich in den ersten Tagen der Ziehung. Man wird sich selbstverständlich ein hübsches Haus bauen, das ist ganz sicher. Garage dabei für einen erstklassigen Wagen, versteht sich. Und dann wird man erst einmal auf Reisen gehen. Kleine Weltreise vielleicht, Gott, man kann es sich ja leisten ... Unterdessen vergehen die ersten Tage der Ziehung ziemlich schnell. Das hat keineswegs was auf sich. 25. August. . , . Am 26. August wurde bei Tagesanbruch von den Wachtposten die Ankunft eines beladenen feindlichen Wagenzuqes unter einer starken Jnfanteriebedeckung gemeldet. Major Lützow ließ sofort Kosaken aufsitzen, um anzugreifen und den Transport auszuhalten^ Das Gesicht des Kirchen- Platzes erfährt in diesen Wochen und Monaten entscheidende Wandlungen. Nach dem Abbruch wurden die Neubauarbeiten mit großer Energie in Angriff genommen. Die Neubauten sind weit gediehen. Jetzt sind schon die Säulen zu sehen, die Rundbogen sind im Bau, die Mauern der Häuser wachsen herauf. Unser Bild zeigt den augenblicklichen Stand der Arbeiten. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) Unser Bild gibt ein Bildnis des Dichters von Dora Stock aus der Berliner National-Galerie wieder. (Scherl-Bilderdienst-M.) „Und bringst du mir", fragte ich, „heute kein neues Lied mit für unsere Feldkapelle?" „Das Ding ist nicht fertig zu Papier gebracht, aber schon zurecht gelegt; auch etwas Melodie dazu summt mir im Kopfe herum; sobald der Tag graut, werd ich's aufschreiben, dann sollst du's haben." Jetzt mahnte er sich selbst, daß es Zeit sei, aufzubrechen, da ihm Lützow gesagt, sich in aller Frühe fertig zu halten; es 'wird was los sein, meinte er und wir werden Nun begab ich mich zum letzten Abschiede noch einmal in das Kämmerlein, in welchem der entseelte Hochschulnachrichten. Professor Dr. Karl Bohnenberger, der seit 1930 im Ruhestand lebende Ordinarius der beut« schen Sprache und Literatur an der Universität Tübingen, vollendet am 26. d. M. sein 75. Lebensjahr. 1888 wurde ihm eine Bibliothekar« stelle an der Universitätsbibliothek Tübingen übertragen, sechs Jahre später habilitierte er sich. 1912 wurde er zum o. Honorarprofessor, 1921 zum Ordinarius ernannt. Bohnenbergers Hauptarbeit^ gebiet war die Mundartenforschung Der nb. ao. Professor Dr. med. Rudolf Thiele in Greifswald ist unter Berufung in das Be- amtenverhältnis zum ordentlichen Professor auf Lebenszeit ernannt worden: ihm wurde der Lehrstuhl für Psychiatrie und Neurologie an der Um- oerfität Greifswald übertragen; Prof. Thiele wurde zum Direktor der Greifswalder Psychiatrischen und Neroenklinik ernannt. Das Große Los. Im Vertrauen gesagt: ich spiele natürlich auch. Nur ganz im stillen, gewissermaßen als Unbeteiligter mit Rückversicherung. Es ist ein schönes Gefühl, bei Erörterungen über das Große Los mit reservierter Miene dabeizusitzen und den Redeschwall anzuhören. Plötzlich sagt man bann mit gähnenbem Munbe: „Wovon ist eigentlich die Rede? Ach so, vom Großen Los. Kinder, wißt ihr euch denn wirklich nichts anderes zu erzählen als diese .ollen Kamellen? Ober, noch ein Helles." Und während der Ober eilfertig das leere Glas ergreift, wird man mit mißbilligenden Redewendung überschüttet: „Du hast es nötig, dich aufzuspielen." — „Sei bloß still, es verlangt ja keiner von dir, daß du zuhörst." — „Wenn es dich nicht interessiert, uns interessiert es jchon." Und ob es mich interessiert. Daß ich es nur gestehe: Ich sehe mir die Ziehungslisten immer sehr genau an. Man kann nie wissen, ob einem nicht mal die Dame Fortuna zublinzeln will. Und bann ist es auf alle Fälle besser, ich bin schon unterrichtet, wenn ber Einnehmer seine Nachricht schickt. So ein Lotterieeinnehmer hat es überhaupt ganz ausgezeichnet, er braucht feinen Schützlingen nur freubige Mitteilungen zu geben, die weniger freudigen verstehen sich ohnehin am Rande. Natürlich ist es vor allen Dingen das Große Los, um das die Erwartungen kreisen wie Bienen um süßen Honig. Eigentlich läßt es sich kaum vorstellen, was man mit einer solchen Summe anstellen Weltlicher Wunsch im Heiligtum. Im Oberbayrischen treffe ich eine kleine Kapelle, Schlicht und einfach, wie aus der Spielzeugschachtel eines Riesenkindes genommen. Da steht sie am Wege, hat sich einen kleinen offenen Glockenturm aufgesetzt und schweigt dahin zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Drinnen ist sie kalkweiß. Der Altar wirkt wie ein leuchtendes, schimmerndes Rasenstück mit Blumen durchsprenkelt. Ich sehe zur Seite. Die rechte Kirchenwand ist bekritzelt. Namen und wieder Namen. Diese Wandkritzeleien ziehen mich an mit einer lächerlichen Gewalt. Ich habe auf einmal die Empfindung, als ser ich nicht mehr allein in dem kleinen, schmucklosen Raum. Und da kichert mich ein richtig geschriebener Satz an: „Wir wünschen eine herrliche Zukunft nebst Heirat. Mia und Gunda". Wie aus Herzenseinfalt niedergeschrieben, der weißen Kirchenwand fromm anvertraut, so wirkt dieser Wunsch. Nun gehe ich wieder hinaus in den sonnigen Tag. Die Kapelle bleibt schweigend hinter mir. Ein verwaistes Gebet. In das helle, flimmernde Berglicht denke ich mir die Gesichter von Mia und Gunda hinein. Kaum habe ich das fertiggebracht, da fängt wahrhastig die Kapelle an zu läuten. Scheppernd, lauter kindliche Glockentöne, die den Berg hinaufschweben und für die Krüppelkiefern, für die Blumen und Gräser des Berges allein weiterläutem Max Jungnickel. euerten. ( Da sprengte Theodor Körner heran und wurde ( Zeuge, wie die Franzosen verräterisch vorgingen. In höchster Entrüstung rief Körner: „Die Halunken! Wer ein braver Kamerad ist, folgt mir!" So sprengte er auf seinem Schimmel mutig vorauf, über den Graben dahin, woher die Schüsse gefallen. Ihm zur Seite folgte der Oberjäger Helfritz, von Herz und Faust ein Pommer, wie es keinen tüchtigeren geben konnte, einige andere schlossen sich an, es wurden mehrere Gefangene gemacht, allein die Reiter waren in dem Gehölz zu sehr im Nachteil gegen die feind- ; lichen Tirailleurs, welche im Gebüsch und hinter Baumstämmen sich verbergen konnten. Mehrmals 1 ließ ber Rittmeister Appell blasen, ohne daß die Freiwilligen dem Zurückrufe Gehör leisteten. Auf den kühnen Reiter, der mit lautem Zuruf auf leuchtendem Schimmel den anderen voraufritt, wurden vornehmlich die feindlichen Schüsse gerichtet; dies hielt ihn nicht zurück, die Feinde aus ihrem Der- , steck aufzujagen. Da fällt aus dem Dickicht ein Schuß, trifft in das Herz, und der für Freiheit und Vaterland begeisterte Sänger und Kämpfer finkt zum Tode verwundet vom Pferde und färbt mit seinem Herzblute die grüne Heide von Rosenhagen. Die Freunde sprangen herbei, und während Helfritz sich um den Verwundeten bemüht, rächen die anderen seinen Tod, so daß keiner der Feinde entrinnt. Noch einmal schlägt Theodor die blitzenden, blauen Augen auf: „Wird wohl nicht viel zu bedeuten haben", so sucht er die Kameraden zu beruhigen; bald darauf mit einem letzten „Lebt wohl! haucht er seine Heldenseele aus. „Unterdessen war es heller Tag geworden", erzählt der von der' Feldwache zurückkehrende Freund weiter, „ich sah aus dem Gehölz eine Anzahl Wagen unter Bedeckung unserer schwarzen Husaren und Kosaken kommen, dazwischen gefangene, verwundete Franzosen; kein Schuß fiel mehr, aber nicht allzu fern von mir galoppierte lautwiehernd Theodors Schimmel in der Heide umher, ohne seinen Reiter, und nun wußte ich alles ... Sie brachten ihn aus dem Gehölz getragen nach der Landstraße, alles sprachlos, bleich vor Schmerz, uns gebrach es an Worten und an Tränen. Seine Hand war schon erkaltet, aber das Herz bewahrte noch Lebenswärme, die Augen waren geschlossen. Wir hoben den Leichnam auf einen Wagen, auf welchem man ein Strohlager bereitet hatte, ich wich nicht von seiner Seite. 'Wir brachten den Leichnam in ein der Landstraße zunächst gelegenes Bauernhaus in dem Dorf Wöbbelin Die Aerzte untersuchten die Wunde und gaben uns den Trost wenigstens, daß die Kugel ihn auf der Stelle getötet haben müsse, da sie unter der Herzgrube bis in das Rückenmark gedrungen sei. Von seinen vertrauteren Freunden und Landsleuten schlossen sich Ackermann, v. Nostiz und v. Tummel an mich an, um eine Grabstätte auszuwählen und eine angemessene Leichenfeier anzuordnen. Zwei Schreiner von der Kompanie, bei welcher Theodor eingetreten, gingen sogleich daran, einen Sarg für ihren Leutnant zu zimmern. Unterdessen hatten wir ganz in der Nähe auf der Feldflur zwei einzelne hohe Eichen bemerkt und unter ihrem Schatten die Stätte ausgewählt für das Grab unseres geliebten Waffenbruders. In dem Bauernhöfe waren andere Freunde beschäftigt gewesen, Kränze von Eichenlaub zu winden und ein Paradebett aufzubauen, auf welches der Sarg gestellt werden sollte. einen Hauptcoup ausführen. Ich geleitete Theodor durch das Lager zur Muhle, wo das Hauptquartier war. Beim Abschiede ergriff mich eine ganz ungewöhnliche Wehmut, ich schloß den Freund krampfhaft fest in meine Arme, als er mir gute Nacht wünschte, ich drückte ihn unter heftigem Schluchzen an mein Herz mit dem ahnenden Vorgefühl, daß dies unsere letzte Umarmung fei, was ich dem Freunde nicht verhehlte. Er verwies mir solche törichte Besorgnis; „seit sie mich bei Kitzen gezeichnet haben, wo ich wirklich vermeinte, daß es aus mit mir sei, kommt mir nichts mehr an; seitdem bin ich stich- und kugelfest, also nichts mehr davon; hab guten Mut und lasse uns auf dergleichen furchtsame Einbildungen nicht achten. Schlaf wohl!" So schieden wir nach Mitternacht am Theodor Körners Tod und Bestattung Nach den Schilderungen seiner Freunde. — 3um 125. Todestage bes Dichters am 26. August. wird, die vielfach in den Arbeitstisch der Küche em- gebaut ist. Für alle Kücheneinrichtungen wird die i weiße Farbe bevorzugt, außerdem spart man nicht am Nickel und Chrom. Anders sieht es in Lettland aus. Auch hier besttmmt der Holzreichtum des Landes die Art der Energieversorgung des Haushalts. Daneben findet man sogar in größeren Städten sehr viel PeAoleum- kocher. Während das elektrische Kochen in Lettland nur in ganz beschränktem Umfange angewendet wird, sind in vielen Landteilen Windkraftwerke vorhanden, die die Wasserversorgung der Haushalte Übernehmen. Ungarn ist durch den Gebietsverlust nach dem Weltkriege ein kleines Land geworden, was sich auf die Energieversorgung der Küchen besonders durch den Verlust von 85 v. H. der Waldgebiete auswirkt. An Stelle von Holz werden in ärmeren Gegenden vielfach landwirtschaftliche Abfalle, wie Reisig, Maisstroh und Maiskolben, verfeuert. Neben dem Holz dient in den Städten Koks oder das bei der Kokserzeugung gewonnene Gas zur Beheizung. Die starke Verbreitung von Spiritus- und Petroleumkochern steht auch in Ungarn Ausbreitung von Gas und Elektrizität hinderlich im Wege. In neuester Zeit ist man allerdings Budapest mehr und mehr zur Gasküche und zur Elektro- küche übergegangen, besonders dort, wo bei 2teu- bauten die Energieversorgung nach neuzeitlichen Gesichtspunkten erfolgen konnte. Obwohl in den Städten Hollands das Gas in großem Umfange zum Kochen und zur Be; reitunq von Heißwasser verwendet wird, hat auch hier der Petroleumkocher noch eine große Be= deutung. Das milde Klima der Niederlande hat auch die Anwendung des Gases für die Raumheizung gefördert, weil es sich um verhältnismäßig kurze Heizperioden handelt. Neuerdings hat auch die elektrische Küche in Holland Eingang gefunden. In der schweizerischen Küche nimmt der Elektroherd eine bevorzugte Stellung ein, die durch die ausgiebige Versorgung der Schweiz mit elektrischer Energie aus Wasserkräften gerechtfertigt ist. Da die große Anzahl der Elektrokuchen die Ve - sorgungsnetze während der Mittagszeit stark^ belastet, hat sich in der Schweiz der elektrifche Speicherherd eingeführt, der wahrend ber betnebs- schwachen Stunden oder wahrend der Nacht mit billigem Strom aufgeheizt wird und die gespeicherte Wärme während der Kochzelten der Hausfrau reit hält. Der Speicherherd hat den großen Vorteil verbilligter Installation. Die Stromaufnahme dieser , Herde ist so gering, daß sie aus feder Steckdose ; gedeckt werden kann, während jur die üblichen verbreitet. t v In England ging die Entwicklung in den letzten Jahren nach zwei Richtungen. In raumbeschränkten Wohnungen findet die kombinierte Bauart den Vorzug, die einen Kamin mit offenem Feuer und den eigentlichen Kochherd mit Heißwasserbereiter vereinigt. In größeren Häusern herrscht das bestreben, den eingebauten Herd durch einen freistehenden zu ersetzen. Als Brennstoff wird m der Hauptsache die Kohle benutzt, in den städtischen Haushaltungen herrscht das Gas vor. Zahlreiche moderne Gasgeräte sind mit selbsttätigen Zündvorrichtungen und Temperaturreglern ausgerüstet, außerdem ist die Benutzung zahlreicher Hemer Gas- qeräte für die englische Küche charakteristisch. Trotz der schnellen technischen Entwicklung ist es unwahrscheinlich, daß im englischen Hause die offenen Feuerplätze durch eine andere Heizittethode ersetzt werden. Daher richten sich die Bemühungen der Gerätehersteller darauf, die Rauchentwicklung des offenen Feuers zu vermindern und em Austreten der Abgase in Küche und Wohnraum zu verhüten. Die durch die Vereinheitlichung der Stromarten m England begonnene ausgedehnte Versorgung der Haushaltungen mit Elektrizität läßt erkennen daß sich auch die elektrische Küche allmählich emfuhrt. Wie die Völker kochen. Von Joachim Boehmer. Vom 25. August bis 2. September findet in Wien eine Weltkraftkonferenz statt, auf deren Programm die Energieversorgung der Haushaltungen einen umfangreichen Raum einnimmt. Täglich stehen in den großdeutschen Haushaltungen mehr als zwanzig Millionen Hausfrauen am Küchenherd. Während in vielen Haushaltungen das Feuer durch Holz und Kohle unterhalten wird, findet in den Städten in großem Umfange auch Gas und Elektrizität Anwendung. Obwohl sich aus der Art der Energiequelle verschiedenartige Hero- formen entwickelt haben, ähneln die Kochgeräte einander ziemlich stark. Die Weltkraftkonf - re nz in Wien gibt uns Gelegenheit, auch einmal in die Küche anderer Völker zu schauen: und zu sehen, wie man dort mit den verschiedenen Wärmequellen in der Küche umgeht. . ., , Wersen wir einen Blick in die schwedische Küche, so spiegelt sich in ihrer Energieversorgung nicht nur der Holzreichtum des Landes, sondern auch der hohe Kulturstand der Landesbewohner Die schwedische Küche zeichnet sich durch einen sehr gediegenen, man möchte fast sagen luxunchen Aufi bau aus und stellt die Möglichkeit der Einsparung menschlicher Arbeitskraft vor die Ersparnisse von Brennstoffen. Der Holzreichtum des Landes hat eine hohe technische Entwicklung des Holzbrandherdes mit sich gebracht. Da wahrend des größten Teiles des Jahres auch eine ausgiebige Raum- Heizung erforderlich ist, hat man den auch> bei 'un bekannten Dauerbrandherd zu einem Speicherhero entwickelt. Die schwedischen Speicherherde sind st. t betriebsbereit, ob sie mit Holz oder Koks gehe z werden. Sie sind so eingerichtet, daß man lederz auf einet Schnellkochplatte in kürzester Zeit Speisen garkochen kann, daß eine Kochplatte non tmttlcrer Temperatur für das Fortkochen bereit steht un daß außerdem Bratrohr und Warmerohre beinig werden können, ohne daß eine Feuerung in Gang gesetzt werden müßte. In Großstädten findet d Gas in weitem Umfange für Kochzwecke Anwendung. Der Eigentümlichkeit der schwedische Küche entsprechend sind fast überall besonders - heizte Wärmeschränke vorhanden, die auch einzeln an den Wänden aufzuhängen sind. Kennzeichnend für die Wärmeschränke ist selbsttätige Temperaturregulierung. Daneben hat sich auch der Elektroherv in den letzten fahren gut eingefuhrt, der ebenfalls durch eine besonders beheizte Wärmerohre ergänzt Theodor Körner war schon Mitte März in das Lützowsche Freikorps eingetreten. Bei dem ersten Gefecht, das er mitmachte, bei Kitzen, war er am 17. Juni schwer verwundet worden, aber sofort nach seiner Wiederherstellung zu seiner Truppe zuruck- gekehrt. Am 25. August hatten d.e Lutzowschen Jager ein Biwak bei Wöbbelin, unweit Gadebusch in Mecklenburg, bezogen. In der Nacht suchte Körner vom Lager aus einen Freund auf, der auf Wache kommandiert war. „Unser Gespräch war so traulich und gemütlich", so schreibt der Freund m einem »riefe an die Seinen unmittelbar nach ben Ereignissen daß wir uns vollkommen befriedigt fühlten. So saßen wir bis nach.Mitternacht beisammen." denn es kommt ja nicht auf die kleinen Gewinne an. Bis sich schließlich doch die Ueberlegung ein- stellt: wenn es nun nicht das Große Los wäre? Das Schlimmste würde das immerhin auch noch nicht sein, es gibt ja so nette mittlere Gewinne. Einige Tausender ließen sich zur Auffrischung prächtig gebrauchen. Da sind so einige notwendige Anschaffungen, zu einem schönen Haus wird man vielleicht auch später mal kommen. Aber die Dame Fortuna vergißt das Blinzeln. Und deshalb werden notwendigerweise die kleineren Gewinne in den blauen Lippen, keine eingefallenen Augen — jä länger man ihn ansah, desto mehr belebte er sich, mir war's, als ob er wieder atme. Die Maler Olivier und Schmidt haben ihn gezeichnet, der erstere hat mir die Zeichnung geschenkt, die ich mit anderem Nachlaß den tiefbetrübten Eltern nach Dresden schicken werde. Unter gedämpftem Trvmmelschag trugen wir unseren geliebten Theodor zur Ruhestätte, die wir ihm mit eigenen Händen, von unseren Tränen benetzt, gegraben. Daneben waren größere Gruben zur Aufnahme der anderen Kameraden gegraben. Wegen der Nähe des Feindes hatte Wallmoden eine Ehrensalve aus Geschütz und Gewehr untersagt; so senkten wir ihn unter Anstimmung des Gebetes: .Vater, ich rufe dich' in die Gruft und schieden nach der Einsenkung mit dem Abschiedsgruße: .Das war Lützows wilde verwegene Jagd!'" C. K. Elektroherde verstärkte Anschlußleitungen erforderlich sind. Eine Bequemlichkeit bringen diese Herde insofern, als sie selbsttätig auf bestimmten Temperaturen gehalten werden und mit einer ausgiebigen Warmwasserversorgung verbunden sind. Während sich die vorwiegend mit Kohle- und Gasfeuerung ausgestattete dänische Küche nicht wesentlich von den uns bekannten Anlagen unterscheidet, scheint sich für die dänische Elektrokuche eine völlig neuartige Bauweise einzuführen. Die Anwendung schwerer Kochplatten, für die Spezial- geschirre mit flachem Boden erforderlich sind, hat man in Dänemark zugunsten von Glühkochplatten verlassen. Um zu verhüten, daß der Benutzer die offenen Heizdrähte mit der gefährlichen Netzspannung berührt, werden die Glühplatten mit Niederspannung betrieben, die sich zwischen 5 und 13 Volt regeln läßt. Die Niederspannung wird einem Transformator entnommen, der über dem Herb angebracht ist und wegen seiner Anschaffungskosten vom Elektrizitätswerk gemietet werden kann. Auf den Niederspannungsherden kann die Hausfrau mit ge= wöhnlichen Kochtöpfen arbeiten und braucht auch für die Anschafiung des Herdes keine besonders hohen Aufwendungen zu machen, da der Nieder- pannung wegen die Ausführung sehr leicht gehalten werden kann. Seit der Einführung der Klem- spannungsherde im Jahre 1935 hat sich die elektrische Küche in Dänemark verhältnismäßig schnell gahnstei" Kreis der Betrachtung gezogen. Man ist nicht größenwahnsinnig, ein paar runde Märker sind immer willkommen. Und wenn es nur zu einem Sonntagsausslug langt. Selbst wenn es aber aus dem Sonntagsausslug nichts werden sollte, mit dem Einsatz kann es immer noch klappen. Der Einsatz ist der sanfte Trost, die zarte Beruhigung für gestrandete Hoffnungen. Und offen gestanden: ich Hobe gar nichts dagegen, mit dem Einsatz herauszukommen. Er ist sozusagen der Sperling in der Hand. Die Taube auf dem Dache werde ich eines Tages sicher noch erwischen. Vielleicht schon beim nächsten Mal... H. W. prügel gehören ihm! „Nee, nee", sagte Jochen Scheel eigensinnig, „auf meinem Hofe herrscht Ordnung, da befehl' ich und wer nicht gehorchen will, der ...", er macht eine nicht mißzuoerstehende Bewegung mit der Hand. „Aber Mann", lacht die Bäuerin, „sei doch kein Narr, wer wird denn immer gleich den Teufel an die Wand malen!" „Ich mal' ihn nicht an die Wand!" erwidert der Bauer verbissen, „ich leid' nur nicht, daß der dumme Bub in seinem Unverstand meinen Hof, sein Erbe gefährdet! Und wenn ich ihn noch mal dabei erwische, wie er mit offenem Licht in den Stall geht ..." „Mein Himmel", fährt die Frau ungeduldig dazwischen, „was macht das schon aus, wenn er sich dabei vorsieht!" „Gegen unglückliche Zufälle nützt alle Vorsicht nichts!" „Außerdem sind wir ja versichert!" trumpft die Bäuerin auf. Dem Bauer schwillt die Zornesader bei der leichtsinnigen Rede, aber er beherrscht sich. „So", sagt er, „wir sind versichert! Und da denkst du, es kann ruhig mal brennen auf dem Hofe! Aber ich will in dem Haus leben, in dem mein Vater gelebt hat, und vor ihm sein Vater und vor dem wieder sein Vater! In meinem Hofe, verstehst du? Und den kann mir keine Versicherung der Welt ersetzen und deswegen" — jetzt schreit er — „kriegt der Bub trotz seiner 19 Jahre ein Tracht Prügel, wenn ich ihn noch einmal mit offenem Licht in den Stallungen erwische." Der Bauer wußte, warum er so unerbittlich war. Ihm war bekannt, daß der überwiegende Teil aller Brände durch Leichtsinn und Fahrlässigkeit entsteht. Und er wollte nicht, daß auch sein Hof der Gefahr eines Brandes ausgesetzt wird. Wenn nur alle Leute so dächten wie Jochen Scheel! Brände vernichten Brot! Hilf auch du mit, Brände verhüten. E. F. (RAS) Vornotizen Tageskalender für Donnerstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Andalusische Nächte". Hilde Hildebrand im Sladttheater Gießen. Die Intendanz des Stadttheaters Gießen hat die Berliner Bühnen- und Filmkünstlerin Hilde Hildebrand für ein einmaliges Gastspiel am Montag, 29. August, verpflichtet. Die Künstlerin gastiert mit eigenem Berliner Ensemble in „Hedda Gabler", Schauspiel von Ibsen. Spielleitung: Carl-Heinz Klubertanz. Das Gastspiel beginnt um 20 Uhr. Hitler-Jugend Bann 116. Betk.: Deutsche Jugendmeisterschasten am 28. August in Frankfurt a. 21L Am kommenden Sonntag, 28. August, finden in Frankfurt a. M. die Deutschen Iugendmeisterschaften statt. Der Reichsjugendführer Baldur von Schi- r a ch und der Reichssportführer von Tschammer und O st e n werden am 28. August im Stadion zur Hitler-Jugend sprechen. Die Teilnehmer des Bannes 116 fahren mit dem fahrplanmäßigen Zug um 9.57 Uhr ab Gießen. Es können sich noch Jgg. an dieser Fahrt beteiligen. Der Fahrpreis beträgt ab Gießen RM. 2,70 (Hin- und Rückfahrt). Die Jgg., die sich an der Fahrt beteiligen wollen, haben um 9.20 Uhr an der Dienststelle des Bannes 116 anzutreten. Eine Ausnahme bilden die Jgg., die unterwegs zusteigen. Die Gefolgschaftsführer melden sofort die in Frage kommenden Jgg. Alles Alieisen dem Vaterland! Aufruf der Kreisleitung Wetterau. Der mit der Durchführung des Vierjahresplanes vom Führer beauftragte Generalfeldmorfchall, S2L- Obergruppenführer Hermann Göring, der Schöpfer der neuen deutschen Luftwaffe, hat das gesamte deutsche Volk zu einer umfangreichen Schrottfammelaktion aufgerufen und die SA. mit deren Durchführung beauftragt. Ich richte daher an alle Volksgenossen des Kreises Detterau die Bitte, stellt alles verfügbare Alteifen. wie alte Oefen, Eifenreife, Personalveränderung im BOM.-Obergau. NSG. Mit Wirkung vom 15. August 1938 wurde die bisherige Führerin des Jungmädeluntergaues 117, Mainz, Mie Müller, mit der Führung der Jungmädel-Untergaue 81/186, Frankfurt a. M., beauftragt. Den Iungmädel-Untergau Mainz übernimmt die bisherige Führerin der Jungmädelgruppe Lollar, Mathilde W i n h e i m , die zugleich die Geschäfte des Untergaues 116, Gießen, führte. Die Verabschiedung bzw. Neueinführung der beiden Untergauführerinnen fand in Mainz bzw. Frankfurt a. M. durch Obergauführerin Else Riese statt. Weiterer tatkräftiger Ernteeinsatz. Die Aufforderung des Kreisleiters zu weiterem Ernteeinsatz für den gestrigen Mittwochnachmittag hat wiederum lebhaftes Echo gefunden. Selbstverständlich war die Kreisleitung wieder geschlossen mit dabei. Unter der Mitarbeit der Amtsoorstände setzten sich die Behörden mit zahlreichen Beamten und Angestellten ein. Die Polizei trat mit ca. 60 Mann zu Ernteeinbringungsarbeiten im Gut Hennecken an und half auch im Universitäts-Versuchsgut aus. Das Finanzamt stellte zahlreiche Helfer für die Gemeinde Großen-Buseck. Die Stadtverwaltung trat mit etwa 30 Mann in den Orten Lang-Göns und Großen- Linden an. Das Arbeitsamt war wieder in Garbenteich, das Amtsgericht stellte sich mit 30 Mann zur Verfügung. Die Kreiswaltung der Deutschen Arbeitsfront half in Grüningen, Eberstadt, Bersrod und in Mainzlar mit insgesamt 25 Mann. Das Kreisamt schloß sich ebenfalls nicht aus. Das Kulturbauamt war beim Ortsbauernführer von Gießen. W, NSKK., NSLB., SA. und HI. fetzten sich nicht weniger gerne ein. Ueberall wurden die Erntehelfer herzlich willkommen geheißen und allgemein wurde von den Bauern die Mithilfe dankbar anerkannt. Leerzug in Gießen gegen einen Güterzug gefahren. Heute morgen gegen 4 Uhr ereignete sich in unserem Bahnhof ein Zusammenstoß. Ein Leerzug fuhr bei der Ausfahrt mit einem Güterzug zusammen. Der Anprall war so stark, daß beide Lokomotiven entgleisten. An beiden Fahrzeugen entstand einiger Sachschaden. Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt. Hessen-Nassaus Adolf-Hitter-Marsch- teilnehmer in Miltenberg. NSG. Sechs Marschtage haben die Teilnehmer des Adolf-Hitler-Marsches des Gebietes Hessen- Nassau nun schon hinter sich gebracht, lieber die Grenze ihres Heimatgaues sind sie nun in den Gau Mainfranken hinübergewechselt, wo am Mittwoch ein Ruhetag eingelegt wurde. Von hier aus führt sie der Weg nach Wertheim. An ihrem letzten Marschtag erlebten sie den Odenwald, den sie auf einem der schönsten Wege über die Höhen nach dem Maintal querten, einmal von einer anderen Seite. Im Regen verlor sich alle Farbfreudigkeit der schönen Landschaft. Durch dieses Wetter trugen die Hitlerjungen Hessen-Nassaus unbrauchbare rNaschinenleile, nicht mehr verwendbare Pflugscharen und Eggen, eiserne Behälter, alte Eisengitter und dergleichen zurverfügung. In jedem bäuerlichen Betriebe, in jedem haushalte und Gewerbebetriebe läßt sich solches Alteisen finden, und fei es auch noch so wenig. Für euch ist dieses Altmaterial wertlos, für das Vaterland aber wertvoll. Darum stellt es bereit und gebt es der S 21., die es in der Zeit vom 22. bis 27. August a b h o l l. Backhaus, Kreisleiter. ihre regenschweren Bannfahnen. Als sie in einem Vorort Miltenbergs Quartier bezogen, erlebten sie eine freudige Ueberraschung: Die Filmoperateure der Reichsjugendführung kamen zu Aufnahmen für den ersten Filmen vom Sternmarsch der Jugend nach Nürnberg. Am nächsten Morgen schon begannen die Aufnahmen. Für den Film, der nach den großen Tagen des Reichsparteitags von dem großen Marsch der Jugend künden soll, liegen Regie, Drehbuchbearbeitung und Vertonung in den Händen der HI. Für die Marschteilnehmer des Gebietes Hessen- Nassau ist es eine besondere Auszeichnung, an der Gestaltung dieses Filmes beteiligt zu sein. Gießener rvochenmorktpreise. * Gießen, 25. Aug. Auf dem heutigem Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, % kg 1,52 Mark, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 9, Eier, deutsche, Klasse C 11^4, Wirsing, kg 8 bis 10, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 10 bis 12, gelbe Rüben und Karotten 10 bis 12, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 15 bis 20, Römischkohl 8 bis 12, Bohnen, grün 18 bis 25, gelb 20 bis 25, Tomaten 18 bis 25, Zwiebeln 10 bis 15, Pilze 30 bis 60, Kartoffeln, % kg 5 Pf., 5 kg 50 Pf., 50 kg 4 bis 4,25 Mark, Falläpfel, Vi kg 12 bis 15-Pf., Brombeeren 40 bis 50, Aepfel 30 bis 40, Birnen 25 bis 50, Pflaumen 40, Zwetfchen 40, junge Hähne 1,10 bis 1,15 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1,05 Mark, Blumenkohl, das Stück 10 bis 50 Pf., Salat 8 bis 15, Salatgurken 10 bis 35, Einmachgurken 1 bis 5, Endivien 5 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 15, Sellerie 20 bis 25, Radieschen, das Bündel 8 bis 12 Pf. * ** Vereidigung b e r Sanitättzbereit- schäft. Nachdem alle früheren Verbände, Vereine und Untergliederungen des Roten Kreuzes zu einer Einheit zusammengeschlossen worden sind, findet am kommenden Sonntag, 28. August, vormittags, für die Kameraden und Kameradinnen des hiesigen Deutschen Roten Kreuzes eine feierliche Der- Der Bagger an der Arbeit. Unser Bild zeigt den Bagger, der gestern in der Sandgrube an der Licher Straße seine Arbeit ausgenommen hat, um 20 000 Kubikmeter Sand für die Aufschüttung der Straßen im Schwarzlachgebiet abzubauen. Es ist wohl das erstemal, daß eine derartige Maschine in unmittelbarster Nähe unserer Stadt in Betrieb zu sehen ist. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) eidigung auf dem Brandplatz statt. Anschließend wird Kreisführer Dr. Lotz auch die Vereidigungen in den Standorten des Kreises vornehmen. Die Bevölkerung ist zu der Feier auf dem Brand herz« lich eingeladen. ** Arbeitsjubiläum. Die Ziaarrenmache- rin Elisabeth Heller aus Garbenteich konnte am 23. August bei der Firma Gg. Heinr. Schirmer, Zigarrenfabriken, Gießen, ihr 25jähriges Axbeits- jubiläum begehen. Aus diesem Anlaß wurde von der Firma ein Betriebsappell abgehalten, bei dem der Jubilarin seitens der Betriebsleitung und der Gefolgschaft Gaben überreicht wurden. Die Feier war umrahmt von einer Ansprache des stellv. Be« triebsführer Dr. Carl Schirmer, des Betriebs« obmanns Otto Rinn und des Vertreters der Deutschen Arbeitsfront Otto P i p p e r , wobei von den drei Herren besonders die Treue, die die Iu- bilarin der Firma in den langen Jahren gezeigt hat, hervorgehöben wurde. DNB. Meldepflicht für wehrpflichtige ehemalige österreichische Bundesbürger der Jahrgänge 1893 bis 1913. Wehrpflichtige frühere österreichische Bundesbürger der Geburtsjahrgänge 1893 bis 1913 (Mannschaften und Unteroffiziere und Beamte gleicher Dienstgrade), die in der ehemaligen österreichischen Wehrmacht gedient und ihren dauernden Aufenthalt im Bereiche der Wehrkreis-Kommandos 1—13 haben, werden aufgefordert, ihre Uebernahme in den Beurlaubten- stand der deutschen Wehrmacht bei der für ihren dauernden Aufenthalt zuständigen Wehrersatzdienststelle (Wehrbezirkskommandos ober Wehrmeldeamt) zu beantragen. Die Wehrersatzdienststellen führen alsdann das Verfahren der Erfassung zwecks lieber« nähme in den Beurlaubtenstand der deutschen Wehrmacht im Einvernehmen mit den polizeilichen Meldebehörden durch. ** Obstbaumzählungen. In der Zeit vom 1. bis 19. September wird in den Gemarkungen Gießen und Schiffenberg eine Obstbaumzäh- iung durchgeführt, bei der die Zahl der noch nicht tragfähigen, der tragfähigen und der abgängigen Obstbäume festgestellt werden soll. Außerdem soll zahlenmäßig festgehalten werden, wo die Bäume stehen, ob auf Baumstücken, Feldern, Wiesen oder in Plantagen, ob an Straßen oder Wegen oder in Klein- und Hausgärten. ** Grummetgrasversteigerungen der Stadt Gießen finden am kommenden Montag, 29. August, an drei- verschiedenen Stellen statt. Internationaler Bäderkongreß. Reichsminisler Dr. Goebbels und Dr. Frick Schirmherren. Lpd. Bad-Nauheirn, 24.Aug. Für den vom 24. bis 27. September 1938 in Berlin und Bad- Nauheim stattfindenden Internationalen, Bäderkongreß und den in Verbindung damit durchzuführetiden Deutschen Bädertag haben Reichsminister für Volksaufklärung und Prova- ganba, Dr. Goebbels, und Reichsinnenminister Dr. Frick die Schirmherrschaft übernommen. Zwei hinter Gisela. Zftoman von Hans Hirihammer. Urheberrechtschutz Verlag Oskar Meister, Werdau/Sa. 34 Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) Er machte eine geheimnisvolle Miene. „Erdbeeren stehlen!" flüsterte er. Gisela machte große Augen. „Oh — kann man bas hier?" „Pst!" machte er und blickte sich vorsichtig um. „Ich werde Ihnen den Platz zeigen — hinten am Bach. Aber wehe Ihnen, wenn Sie mich verpetzen!" Sie schwor ewiges Schweigen. Dann holte sie ihre Sandalen, klemmte sie unter dem Arm und so zogen sie los. „Hoffentlich erwischt uns der Gärtner nicht!" meinte Peter besorgt. „Die Erdbeeren sind sein besonders gehütetes Heiligtum. Als ich noch -'in Junge war, hat er mich einmal nach Strich und Faden versohlt." „Pah, wir werden uns schon nicht erwischen lassen!" beruhigte sie ihn. „Und wenn — wir sind in der Ueberzahl. — Erdbeeren stehlen! So etwas habe ich mir schon lange einmal gewünscht." Er schaute sie begeistert an. „Wissen Sie, daß Sie ein entzückendes Mädel sind? Wie ist es, sind Sie— hm — eigentlich noch frei?" ,.J wo!" entgegnete sie schlagfertig. „Ich bin schon längst verheiratet, habe bereits Kinder und — eines ist unterwegs! Jawoll!" „Schade!" lächelte Peter Stoll, indem er stehen blieb und sie bezwingend anblickte. Plötzlich überzog eine flammende Röte ihr Gesicht. Sie fühlte ein Würgen im Hals „Jetzt müßte ich es ihm sagen!" dachte sie versinkend. „Ich muß es ihm doch sagen, die Sache mit Radegast, bevor — bevor es zu spät ist." „Ist — ist es noch weit zu den Erdbeeren?" „Nur noch ein paar Minuten! Dort ist schon der Vach, sehen Sie! Da müssen wir rüber und bann sinb wir gleich da." Als sie'am Ufer des Baches standen, kratzte sich Peter bedenklich am Ohr. „Früher war da ein dickes Brett, auf dem man hinüber konnte. Ich traue mir den Sprung zu, aber Sie?" „Wozu bin ich barfuß?" lachte sie. „Es ist doch nur ein seichtes Wösferlein Springen Sie erst einmal aber fallen Sie nicht hinein'" Er gelangte glücklich aus die andere Seite, und als er sich umblickte, hatte sie schon das Kleid geschürzt und begann den Bach zu durchwaten. Aber er war doch tiefer, als sie vermutet hatte. Sie hatte die Mitte noch nicht erreicht, da ging ihr das Wasser schon übers Knie. „Lassen Sie Ihr höhnisches Lachen!" rief sie dem Wartenden zu, der ihre Anstrengungen belustigt verfolgte. Aber dann mußte sie selber lachen. Sie raffte das Kleid noch höher, und nach ein paar Minuten stand sie fröhlich an seiner Seite. „Gleich dort hinten! Man riecht es bis hierher! Aber ziehen Sie jetzt die Sandalen an! Das Gestrüpp ist nichts für bloße Füße!" Sie ließ sich sofort nieder und streifte die Schuhe über. Dann nahm sie seine Hand, und eine Minute später waren sie am Ziel. Das Unternehmen erwies sich als voller Erfolg. In dichter Fülle hingen die reifen, duftenden Beeren und schienen längst darauf gewartet zu haben, daß sich jemand ihrer erbarmte. Als sich die beiden Strauchdiebe übervoll an den köstlichen Früchten gesättigt hatten und gerade den Rückzug antreten wollten, vernahmen sie näherkommende Schritte hinter sich. Peter blickte hoch. „Ach herrsch, der Gärtner!" flüsterte er erschreckt. „Wollen wir uns zum Kampf stellen?" „Nee!" gab Gisela zurück und steckte noch rasch eine besonders große, saftige Beere in den Mund. „Los — laufen wir!" Schon rannte sie, was das Zeug hielt, und es blieb ihm nichts anderes übrig, als hinter ihr drein- zujagen. Am Bach die Schuhe runter, rein ins Wasser, durch, drüben raus und losgeprescht — das war eins. Peter Stoll hatte bisher geglaubt, ein guter Läufer zu fein. Aber nun wurde der Abstand zwischen ihm und dem Mädchen immer größer. Das fegte nur Jo, daß die Röcke wirbelten! Heidi ging es einen Hügel hinauf, drüben wieder runter; über Wiesen und Wege dahin, ein herrlicher Anblick! 3n der Nähe des Gutshofes hielt sie endlich an und wartete auf ihn. Keuchend und pustend kam er angetrabt und stimmte in das Lachen ein, mit dem sie ihn empfing. „Donnerwetter!" sagte er mit neidloser Anerkennung. „Sie können aber laufen!" Sie atmete tief und selig. „Das war schön!" „3a, es war herrlich, Mädel!" Und auf einmal machte er eine Schwenkung und lief davon. Gisela wollte ihm nachrufen, aber die Kehle war ihr wie zugeschnürt Sie preßte die Hand an das stürmisch klopfende Herz und schritt langsam dem Hause zu. 37. Toni Kindlmann war der einzige, den Lore Jasper in ihre Pläne eingeweiht hatte. Und wenn er sich des Auftrages, den sie ihm erteilt hatte, mit dem größten Eifer entledigte, dann geschah es nicht allein, um Peter zu seinem Glück zu verhelfen. Er litt sehr unter dem Zerwürfnis mit dem Vater. Gelang es ihm, diesen Radegast zu entlarven, dann war er vor dem Vater gerechtfertigt, und der alte Herr würde nicht zögern, zugleich mit dem wiedergewonnenen Sohn auch Heli zu umarmen. Wie aber war diesem Schurken Radegast beizukommen? Toni wanderte grübelnd durch seine Stube, las immer wieder den Text jener Heiratsanzeige, die den offensichtlichen Beweis von Radegasts lauterer Gesinnung zu bilden schien. „Sehne mich nach einem Menschen mit künstlerischem Interesse, am liebsten Kunstgewerblerin, der ich wärmste Förderung ihres Schaffens zusagen würde." Immer wieder stolperte Toni Kindlmann über diesen Satz. Er fühlte, daß hier die Lösung des Rätsels verborgen lag. Warum hatte Radegast diesen Satz eingefügt? Und plötzlich dämmerte ihm die Ahnung der Wahrheit. Noch war er sich nicht klar, wie sich die Dinge abgespielt hatten, aber eine Stimme in seinem Innern riet ihm, einen Besuch in der Milmersdorfer Straße zu machen. Dem Entschluß-folgte unmittelbar die Tat. Nun, da er eine Fährte gefunden zu haben glaubte, packte ihn der Jagdeifer. Frau Kretschmar empfing den jungen Mann mit einigem Mißtrauen. „Nein, Fräulein Mertens wohnt nicht mehr hier!" entgegnete sie auf seine Frage. „Sehr schade? Ich wollte sie wegen ihrer Erb- schäft ein wenig ausfragen. Ich bin nämlich von der Presse. — Sagen Sie — ist denn das wirklich wahr? Einen richtigen Gutshof und einen Haufen Geld dazu? Ich glaubte bisher, daß so etwas bloß in Romanen Vorkommen könnte!" Frau Kretschmar brauchte eine Zeit, bis sie sich gefaßt hatte. „Wie? Davon weiß ich ja gar nichts! Bitte, treten Sie doch näher!" Als Toni ihre Neugierde befriedigt hatte, saß die gute Frau wie erstarrt. „Ei, ei, eir' staunte sie — und bann fiel ihr Radegast ein. „Da fjat sich ja der Herr, der sie heiratet, fein in den Fettnapf gesetzt!" „Dieser Radegast, nicht wahr? Denken Sie, der Monn mar früher im Notariat in Breslau angestellt! (Em merkwürdiger Zufall, finden Sie nicht? Im gleichen Notariat war nämlich das Testament für Fräulein Mertens hinterlegt. Man möchte fast meinen, daß er nach einem fein ausgeklügelten Plan gehandelt hat. Aber er hat ja ihren Namen erst erfahren, nachdem er schon mit ihr bekannt mar. Man kann ihn nicht verdächtigen!" „So? — Man kann ihn nicht verdächtigen?" Frau Kretschmar schien mit einemmal ganz aus dem Häuschen geraten zu fein. „So ein Lump! So ein infamer Spitzbube! Kommt zu mir und macht mir einen Schmus vor vonwejen ernste Absichten und so! Und ich helfe ihm noch, diesen Schwindel einzufädeln. Ich quäle sogar noch die Gisela, das arme Mädchen, damit sie nur ja dem sauberen Herrn in die Falle geht!" Toni Kindlmann hätte die Brave am liebsten in die Arme geschlossen. „Das müssen Sie mir genauer erzählen!" forderte er sie mit ernster Miene auf. „Und ich glaube, es ist Ihre Pflicht, Fräulein Mertens von diesen Tatsachen zu unterrichten. Es handelt sich um ihr Lebensglück." Frau Kretschmar nickte zustimmend. „Noch heute werde ich ihr schreiben! Sie haben recht! Das könnte ich in meinem Leben nicht verantworten! So ein gemeiner Schwindler! Der gehört ja ins Zuchthaus!" „Sicher wäre das der richtige Platz für ihn!" pflichtete Toni in ehrlicher Ueberzeugung bei. „Er fetzte sich vor der Abfassung der Heiratsanzeige mit Ihnen in Verbindung?" Frau Kretschmar schilderte den Verlaus jenes Besuches, hielt aber plötzlich erschreckt ein. „Ach Herr- jemersch, kommt das nu alles in die Zeitung?" Erst nachdem sie die Zusicherung erhalten hatte, daß ihr Name nicht erwähnt werden würde, führte sie ihren Bericht, zu Ende. Toni gab ihr die Anschrift von Lauterbrunn und überlegte, was nun weiter zu unternehmen sei. Als er gerade die Treppe hinabstieg und zufällig einen Blick durch das Treppenfenster warf, sah er Radegast den Hof durchqueren. „Aha!" dachte er, ahnungsvoll durch die Zähne pfeifend. „Radegast baut vor. Er mag ahnen, daß hier eine Gefahr droht, sobald Frau Kretschmar von der Erbschaft ihrer Mieterin erfährt!" Als Radegast ins Haus getreten war, öffnete Tom Kindlmann das Fenster und beugte sich über bje Brüstung. Der andere ging in der Tat vorbei, ohne ihn zu beachten. Kindlmann hörte, wie oben bei Frau Kretschmar getlingelt wurde. Er hörte ihre Stimme: „Ah, Herr Radegast! Nu, Sie kommen mir gerade recht'" Dann wurde die Tür geschlossen. (Fortsetzung folgt!) Lpd- in*» B nt ucraiW einen im aber ‘ Mw dieses nicht am 2 @e lichst« cherei Dien! atbei Birn' das. schieden i! ergebe geei-o i. - §chot auch die höh' feine al! fanden sieht, bi Fohlenz Sauern waren unter v tere bk Wischer den nu Mdoii DogeU für tri etwa Der 5 etwa handi 5 bis 35 M 12 M Mark Landi wach bubei M Mar diese mitf schäs haui bau! der schäl To LP1 bet % &nwt neu' märt mögl Wc die ' fen Te Lese I c % In. ganz W ben “derart Mei ?"«n ?«» ?"ls Sn l s.< Mn £ I ’S «'.» I ?«> Aus der engeren Heimat. Wirtschaft. Achtet auf das Fallobst! Lpd. Don Tag zu Tag mehr schwellen die Früchte an den Bäumen. Der Wind zaust an den Zweigen und nicht jeder Apfel, nicht jede Dirne ist so fest verankert, dah sie den Anstürmen standhalt. Wer einen Obstgarten besitzt, findet jeden Tag Fruchte im Gras, die freilich noch grün und unreif sind, aber deswegen doch schon ihren vollen Gehalt an Vitaminen und Mineralsalzen besitzen. Darum darf dieses wertvolle Obst nicht umkommen, das wäre nicht nur ein Schaden für den Besitzer, sondern auch am Dolksvermögen. Gerade aus unreifen Aepfeln läßt sich der köstlichste Apfelgelee bereiten, do sie Gelierstoffe in reicherem Maße besitzen als die ausgereiften. Sind die Mengen Fallobst zu gering, um an eine Geleeverarbeitung zu denken, so kann man aus Aepfeln, Birnen und Pflaumen ein schmackhaftes Mus kochen, das vorzüglich zu Pfannenkuchen oder Milchreis ' schmeckt. Oder man bereitet eine Marmelade aus den Früchten und trocknet die Apfelschalen. Diese ergeben einen ausgezeichneten Tee, der besonders gern von den Kindern getrunken wird. Schottener Sommermarkt. d. Schotten, 24. August. Der altbekannte Schottener Sommermarkt — wenn er auch im Auftrieb von Vieh gegenüber früher nicht die hohen Zahlen mehr aufweist — hat doch noch seine alte Zugkraft behalten. Viele Marktteilnehmer fanden sich schon am ersten Markttag ein. Man sieht, daß auch im Vogelsberg der Pferde- und Fohlenzucht mehr Beachtung geschenkt wird. Diele Bauern züchten neuerdings Fohlen heran. Es waren 112 Fohlen auf den Markt gebracht, darunter viele schöne Exemplare, besonders auch stärkere belgische Fohlen. Die Preise bewegten sich zwischen 550 bis 600 Mark, schwächere Fohlen wurden mit etwa 300 bis 400 Mark gehandelt. An Rindvieh waren etwa 75 Stück aufgetrieben, viel Vogelsberger Rasse darunter. Die Preise betrugen für trächtige Rinder etwa 450 Mark, ältere Kühe etwa 350 Mark, Rinder etwa 300 bis 400 Mark. Der Handel ging flott. Zum Schweinemarkt waren etwa 600 Schweine und Ferkel aufgetrieben. Der Handel ging gut. Es wurden bezahlt für Ferkel: 5 bis 6 Wochen 26 Mark, 7 bis 8 Wochen 32 bis 35 Mark, 8 bis 10 Wochen 35 bis 38 Mark, 10 bis 12 Wochen 42 bis 46 Mark, Einleger 52 bis 56 Mark. Auch am Schweinemarkt war der Besuch von Landwirten und Fremden gut. Am heutigen Mittwoch fand Krämermarkt statt. Hundert Verkaufsbuden sind in den Straßen um die Kirche und das Rathaus aufgebaut. Groß war der Zustrom von Marktbesuchern aus den umliegenden Orten, die dieses alte Volksfest, die „Schütter Kerb", von jeher mitfeiern. Karussell, Schießbuden u. dal. Juxge- schäfte vervollständigen den Markt. Zwischen Rathaus und Krone war ein großer Tanzboden aufgebaut. Im unteren Stock des Rathauses befindet sich der Ratskeller, der zum erstenmal im Betrieb und schön als rheinische Winzerstube eingerichtet war. So verlief der alte Markt in schönster Harmonie. Geistesgegenwart einer Frau verhütet Unglück. LPD. Wetzlar, 24. Aug. Beim Ueberschreiten der Bahnstrecke Wetzlar—Dillenburg bemerkte eine Einwohnerin des Kreisortes Aßlar einen Schienenbruch an den Gleisen. In geistesgegenwärtiger Umsicht und Erkenntnis der Gesahren- möglichkeiten setzte die Frau sofort den Bahnhof Aßlar von ihrer Beobachtung in Kenntnis, so daß die Bahnhofsleitung unverzüglich Maßnahmen treffen konnte, um den Zugverkehr von der G e f a h r e n st e l l e f e r n z u h a l t e n und für Beseitigung des Schadens zu sorgen. Ein Landwirt und zwei Kühe vom Blitz erschlagen. Lpd. Marburg, 24. Aug. Bei einem schweren Gewitter flüchtete in Bellnhausen bei Fronhausen der auf dem Felde befindliche 64 Jahre alte Landwirt Joh. Jost Schäfer mit seinen zwei Kühen vor dem heftigen Regen unter zwei Apfelbäume und wurde dort mit seinem Gespann vom Blitz getroffen. Er, wie auch die zwei Kühe waren sofort tot. Kreis Biedenkopf. Lpd. Biedenkopf, 24. Aug. Der Oberhessische Gebirgsoerein hat im Kreise überall schöne neue Wegebezeichnungen anbringen lassen und an besonders verkehrswichtigen Stellen holzgeschnitzte Figuren in humoristischer Art aufgestellt. Sie zeigen dem Wanderer den Weg. Diese Neuerungen haben überall Anklang gefunden. Erpresser kommt ins Zuchthaus. Lpd. Frankfurt a. M., 24. Aug. Die' Große Strafkammer verhandelte gegen den 22jährigen Franz K., der feit Jahren jeder Arbeit aus dem Wege geht und wiederholt wegen Bettelns und Zuhälterei bestraft ist. Als er von Hamburg nach Frankfurt kam, ging er hier der gewerbsmäßigen Unzucht nach und erpreßte und bestahl einen Mann. Bei seiner Festnahme widersetzte er sich dem Polizeibeamten und verletzte ihn derart, daß dem Beamten eine Rippe gebrochen wurde. Das Gericht erachtete den Angeklagten als g e wo h n h e i t s - mäßigen Verbrecher und verurteilte ihn zu 3'/r Jahren Zuchtyaus und 5 Jahren Ehrverlust. Von der beantragten Verhängung der Sicherungsverwahrung wurde mit Rücksicht auf die Jugend des Angeklagten Abstand genommen, weil sich erwarten laßt, daß ihn die harte Straf« zur Besinnung bringen wird und er seine Lebensfüh- rung ändern wird. Hochschul-Institutsneubauten in Darmstadt. Lpd. D ar m st a d t, 24. Aug. Die Materialprüfungsanstalt der Technischen Hochschule Darmstadt, die auf den verschiedensten Gebieten der Werkstoffkunde über zahlreiche Sonderausgaben verfügt und stets in engster Zusammenarbeit mit der technischen Praxis steht, bedurfte im Zusammenhang mit den ihr durch den Dierjahresplan gestellten Aufträgen dringend einer räumlichen Ausdehnung. Der Raumnot wurde durch einen Erweiterungsbau ab- geholfen, der sich unmittelbar an den Flügel, in dem sich die Materialprüfungsanstalt befindet, anschließt und seiner Fertigstellung entgegengeht. Inzwischen wächst im Nordostteil des nahen Herrngartens, in unmittelbarer Nähe der Hochschule, auch der Neubau des Instituts für a n o r - ganische und physikalische Chemie in die Höhe. Schon jetzt läßt sich erkennen, daß sich der Bau, zu dem der Gauleiter und Reichsstatthalter im vergangenen Jahre den Grundstein legte, von der Herrngartenseite aus sehr vorteilhaft ausnehmen wird. Die Errichtung eines Jnstitutsneubaues für Zellulosechemie ist auf dem alten Darmstadter Ballonplatz geplant. Anhänger eines Lastzuges gestohlen! Lpd. Worms, 24. Aug. Ein Ferntransportunternehmer aus Gimbsheim verließ in Zweibrücken kurze Zeit seinen aus einem Motorwagen und zwei Anhängern bestehenden Lastzug. Als er zurückkam, mußte er zu seinem Schrecken feststellen, daß Diebe mittlerweile seinen zweiten Anhänger abgekuppelt und gestohlen hatten. Die Polizei sucht nun nach dem Anhänger und seinen neuen „Besitzern". Oer Gausiedlungshos in Oberstedten. Rhein-Mainische Börse. Mittagsbörse schwankend. Frankfurt a. M., 24. Aug. Im Anschluß an die Abendbörse ergaben sich zu Beginn des amtlichen Mittagsverkehrs an den Aktienmärkten zunächst weitere Rückgänge um durchschnittlich 0,50 bis 1,50 v. H. Seitens der Kundschaft setzten sich kleine Abgaben fort, denen nur schwache Aufnahme- lüft gegenüberstand. Die Umsätze waren dabei sehr gering, da die Börse im wesentlichen sich selbst überlassen war. Nach den ersten Notierungen erfolgten auf Teilgebieten Rückkäufe, so daß z. T. die eingetretenen Rückgänge voll ausgeglichen wurden und darüber hinaus vereinzelt mäßige Erhöhungen eintraten. Etwas lebhafter waren IG. Farben mit 145 bis 145,75 (145,25) sowie Verein. Stahlwerke mit 98 bis 98,50 (98,75). Don Montanwerten gingen Hoesch auf 104,65 bis 103,90 (105), Mannesmann auf 100,40 (102) und Rheinstahl auf 126,13 (129) zurück. Am Elektromarkt waren Geffürel nach 124,75 (125) auf 125,50 befestigt, Licht und Kraft gaben 1 v. H. nach auf 129. Don Maschinenwerten fielen Adlerwerke Kleyer auf 99,75 (102), Daimler auf 123,50 (124,50) und BMW. auf 142,25 bis 142 (142,50), während Moenus mit 120,50 und Rheinmetall mit 121,50 behauptet lagen. Im einzelnen find Metallgesellschaft mit 120 (122), Süüd. Zucker mit 202 (204), Conti Gummi mit 188,75 (190,50), Aschaffenburger Zellstoff mit 111,25 (112,50) und Bemberg mit 120,50 bis 122 (122,50) zu erwähnen. Am Rentenmarkt war das Geschäft weiterhin sehr ruhig. Reichsbahn-VA. bröckelten 0,13 v. H. ab auf 122,25, auch Reichsaltbesitz ermäßigten sich um 0,50 v.H. auf 130 bis 129,90, ferner gingen Kommunal- Umschuldung auf 94,30 (94,40) zurück, Städte-Altbesitz auf 135,75 (136). Am Pfandbriefmarkt waren Liquidationswerte teilweise 0,13 v. H. erhöht. Industrie- Obligationen lagen wie üblich nicht ganz einheitlich, während Stadtanleihen vorwiegend behauptete Kurse aufwiesen. Der F r e i v e r k e h r lag ruhig und im wesentlichen unverändert. Etwas niedriger nannte man Rastatter Waggon mit 41 bis 43 (42 bis 44) und Growag mit 72 bis 73 (72,50 bis 74,50). Tagesgeld unverändert 2,25 v. H. Abendbörse gut behauptet. Nach dem schwankenden und unsicheren Verlauf des Mittags herrschte an der Abendbörse zwar starke Zurückhaltung und Geschäftsstille, doch schien die Stimmung wieder zuversichtlicher. Es kamen nur wenig Kurse zur Notiz, die zudem noch überwiegend nominellen Charakter trugen, aber durchweg gut behauptet und teilweise auch noch leicht erhöht waren. Von Bergwerkswerten stellten sich Verein. Stahl auf 98,90 (98,75), Buderus aus 105 (104,50), Rheinstahl auf 127,25 (127), Hoesch auf unv. 105 und Deutsche Erdöl auf unv. 118,50. Chemiewerte lagen gut gehalten, JG.-Farben 145,50, Metallgesellschaft 120,50, Bemberg 122. Von Maschinenaktien notierten Daimler 0,25 v. H. höher mit 125,50, die übrigen unverändert: Adlerwerke 100,50, MAN. 121, Demag 137,25, Rheinmetall 121,50. Am Elektromarkt erfolgte nur in Gesfurel einiger Umsatz bei 125,75 bis 125,50 (125,50), Thür. Lieferung nom. 116. Don sonstigen Werten lagen Bankaktien unverändert, ebenso DDM. mit 157, AG. für Verkehr mit 116. Renten lagen sehr ruhig, Reichsbahn-VA. 0,13 v. H. höher mit 122,40. Kam- munal-Umschuldung 5 Pf. leichter mit 94,25. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 24. Aug. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 kg) in RM t Weizen W 9 196, W 11 198, W 12 199, W 13 200, W 16 203, W 18 205, W 19 207, W 20 209; Roggen R 11 181, R 12 182, R 14 184, R 15 185, R 16 187, R 17 188, R 18 189, R 19 191 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preis- qebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizen- mehl, Type 812, W 13 28,85, W 16 28,85, W 18 28,85, W 20 (Kreis Alzey) 28,85 W 20 (Kreis Worms) 29,20; Roggenmehl, Type 997, R 12 22,45, R 15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50, alle Mehlpreise plus 0,50 RM. Fracht-Ausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10,90, W 18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20; Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 16 10,25, R 18 10,40, R 19 10,50, Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Treber, getr. —. Wiesenheu bis ein Drittel Besatz an minderwertigen Gräsern 5, Wiesenheu bis etwa ein Zehntel Besatz an minderwertigen Gräsern 5,80 bis 6, Erzeugerpreis ab Erzeugers Verladestation; drahtgepreßt bis 0,40 RM. Aufschlag. Weizenstroh, bindfadengepreßt und gebündelt, 2,80, Roggenstroh, dasselbe, 2,90 bis 3. Tendenz: ruhig. Frankfurter Pferdemarkt. Frankfurt a. M., 24. Aug. Wie alljjährlich im August zeigte auch in diesem Jahre der August- Markt nur einen kleinen Auftrieb. Die Qualität der zum Verkauf gestellten Pferde war diesmal durch- weg gut und zum Teil sehr gut. Gedrungene Ar- beitspferde rheinisch-belgischen Schlages, Tiere norddeutscher Rasse und mittelschwere Ermeländer wurden in einwandfreiem Zustand zum Verkauf gebracht. Die Preise waren — von einzelnen Sonder- fällen abgesehen — trotz der besseren Qualität nicht höher als bei den letzten Märkten. Die Zufuhr von Schlachtpferden war ungenügend und entsprach nicht der Nachfrage. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 25. Aug. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorouftrieb: 851 Rinder (140 Ochsen, 126 Bullen, 417 Kühe, 148 Färsen), 385 Kälber, 118 Hämmel, 73 Schafe und 300 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 34 bis 45 Mark, Bullen 34 bis 43, Kühe 20 bis 43, Färsen 35 bis 44, Kälber 35 bis 65, Hämmel 35 bis 50, Schafe 24 bis 42, Schweine 53 bis 60 Mark. — Marktverlauf: Großvieh, Kälber und Schweine zugeteilt; Hämmel und Schafe mittelmäßig. SJt.-tfport Zweite Wiederholungsübung für das SA.-Sportabzeichen. NSG. Der Führer hat in seiner Verfügung vom 18. März, 1937 die Einführung von Wiederholungsübungen für alle Träger des SA.-Sportabzeichens, beginnend mit dem Jahre 1938, befohlen. Die Männer, die das Leistungsabzeichen tragen, sollen durch die Hebungen ihre körperliche Leistungsfähigkeit und ihre einwandfreie charakterliche und weltanschauliche Haltung erneut unter Beweis stellen. Die erste Wiederholungsübung wurde im Mai durchgeführt. Nunmehr steht die zweite in der Zeit vom 1. September bis zum 31. Oktober bevor. Diesmal sind Kleinkaliberschießen (liegend aufgelegt) sowie Handgranatenziel« und -weitwurf abzuleisten. Wer aus eigenem Verschulden nicht an der Wiederholungsübung teilnimmt, hat das Recht zum Tragen der Abzeichens verwirkt. Eapt. Eyston fährt 558 Stundenkilometer. Der englische Rennfahrer Capt. Eyston durchraste mit seinem 6000-?8-Rennwagen „Blitzstrahl" am Großen Salzsee bei Bonneville in USA. die Meile auf der Hinfahrt mit einem Mittel von 558,6 km/st und war auch auf der Rückfahrt nicht viel langsamer. Aber hier versagte die elektrische Zeitnahme und so kam der Engländer durch dieses an sich kleine technische Mißgeschick um einen Weltrekord, der Staunen und Bewunderung erregt haben würde. Entstehung und Aufgaben. Aus Anlaß der Eröffnung der 1. Deutschen Bau- und Siedlungsausstellung in Frankfurt a. M. wird der Siedlungshof des Gaues Hessen-Nassau in Ober- ft e b t e n bei Oberursel durch Reichs- leiter Dr. Ley feiner Bestimmung übergeben werden. Der Gausiedlungshof ist ausdrücklich als ein Bestandteil der Deutschen Bau- und Siedlungsausstellung erklärt worden. Bei einer Pressebesichtigung machte der Leiter des Gauheimstättenamtes, Gauamtsleiter A v i e n y , nähere Ausführungen über diese Lehr- und Forschungsstätte, die vorbildlich in ihrer Art ist. LPD. Oberursel, 24. Aug. Gauleiter Sprenge r, der sich die Förderung des Siedlungswerts in ganz besonderem Maße angelegen sein ließ, hat mit dem „Rhein-Mainischen Siedlungswerk eine außerordentlich schlagkräftige Organisation geschaffen. Der Gauleiter gründete ferner den „G e • meinnützigen Verein zur Förderung des nationalsozialistischen Sledlunos- werks im Rhein-Main-Gebiet . Diesem Verein hat der Gauleiter große Aufgaben Vorbehalten und' ihm als erste die Errichtung des Gau- siedlungshofes übertragen. Diese Musteranlage foll in erster Linie der Weiterbildung aller i m Siedlungswerk tätigen Fachleute Dienen. Architekten, Handwerker, Baubeamte, Sied- lungsführer, Gemeinschastsleiter, Heimstättenwal- ter, auch politische Leiter und Bürgermeister werden zu Aus- und Fortbildungslehrgängen hierher eingeladen, um Anregungen zu empfangen. Das Hauptgebäude enthält zwei Hörsäle, gemütliche Aufenthalts- und Speiferäume und eine vor- bildlich Küchenanlage. In dem großen langgestreckten Wohngebäude können bis zu 60 Lehrgangsteilnehmer untergebracht werden. Vorbildliche Wasch- und Baderäume tragen dazu bei, daß die Teilnehmer an den Lehrgängen sich wohlfuhlen. Ein schmuckes Fachwerkhaus stellt das U n i - oersitätsinftitut für B i e n e n k u n d e der Polntechnifchen Gesellschaft dar. Es verfugt über Versuchsanlagen und Laboratorien, so daß der Siedlungshof insbesondere auch für Imker unter den Siedlern wertvolle Anregungen bietet. Drei Mustersiedlerstellen vervollständigen Die baulichen Anlagen des Gausiedlungshoses. Eine der Mustersiedlungsstellen ist als Gästehaus ausgebaut. Seine äußere Gestaltung lehnt sich an die in der hessischen Landschaft bewährte Hausform an. Zu den Mustersied^erstellen gehört auch ein vorbildlicher Gemüsebau. An Schulbeispielen wird hier gezeigt, wie es richtig zu machen ist. Vor dem Wohnhaus liegt der Appellplatz zum Antreten bei Dienstbeginn am Morgen und zu Feierstunden bei besonderen Gelegenheiten. Besonderes Interesse erweckt auch das große Wirtschaftsgebäude, das vielerlei Aufgaben dient. Es enthält Musterställe für Ziegen und Schweine, einen Schlachtraum, einen Ausstellungsraum für Geräte aller Art, ferner eine Werkstatt mit den erforderlichen Werkzeugen und Maschinen. Große Bedeutung kommt dem I n st i t u t für Krankheits- und Seuchenbekämpfung bei den Siedlerkleintieren zu. Diese auf dem Gau- siedlungshof untergebrachte Beratungsstelle wird Den Siedlern ständig zur Verfügung stehen und ihnen die Ergebnisse ihrer Arbeit vermitteln. Da bei Der Beschaffung von Tiermaterial dem Heimstättensiedler immer wieder erhebliche Schwie- rigkeiten entstehen und ein erheblicher Mangel an geeignetem Zuchtmaterial besteht, wurde im Gau- siedlungshof auch ein Aufzuchtbetrieb für Kleintiere geschaffen. Es wurden allein in diesem Jahre 3000 Hiihner aufgezogen, die im Alter von Drei Monaten an die Siedler abgegeben worden sind. Im nächsten Jahre hofft man eine Steigerung der Hühneraufzucht auf 15 000 vornehmen zu können. Die Kaninchenzucht ist ähnlich organisiert. Der Hof hat jetzt etwa 200 Tiere, doch wird der Bestand auf 500 gesteigert. Auch auf diesem für die Fleifchversorgung des Siedlungshaushaltes sehr wichtigen Gebiet wird durch die Arbeit des Siedlungshofes mit der Zeit eine gute, raffenrnäßige Verbesserung des Tiermaterials in den Kleinsiedlungen des Gaues Hessen-Nassau erreicht werden. Schließlich wird auch der Aufzucht von o ft - friesischen Milchschasen, Gänsen, Enten und Puten die gebotene Sorgfalt zuteil. Daneben besteht noch eine ganze Reihe von Projekten, wie die Zucht von Pelztieren, die Anlegung eines Heilmittelpflanzengartens, die Aufzucht von Seidenraupen — die Maulbeerbäume hat man bereits gepflanzt —, so daß der Gausiedlungshos eine Lehrftatte darstellt, die nach jeder Richtung hm in der Lage ist, die richtigen Anregungen für eine rentable Heimsiedlerstelle zu geben. Erfolge der Gießener Schweralhlelen bei den kreismeisterschafien in Alsfeld. Die schwerathlettschen Kreismeisterschaften mürben am vergangenen Sonntag vom „DfK. 09" Alsfeld veranstaltet. Leider wurden die Kämpfe durch das schlechte Wetter sehr beeinträchtigt. Trotzdem gelang dem Breslausieger im Rasenkraftsport Hermann (Marburg) im Gewichtwerfen (Federgewicht) ein neuer deutscher Rekord mit 17,26 Meter. Der alte Rekord wird von Eder (München) mit 16,68 Meter gehalten. Die Gießener Kraftsportler, bei denen verschiedene gute Kräfte nicht -mit von der Partie waren, schnitten recht gut ab. Fritz Funk wurde im Gewichtheben (Federgewicht) Zweiter hinter Schott (Alsfeld), und zwar brachte er 430 Pfund im Dreikampf zur Hochstrecke (Drucken 130 Pfund, Reißen 125 Pfund, Stoßen 175 Pfund), Dritter in dieser Klasse wurde Alex Götz. Im Rasenkraftsport (Federgewicht) belegte Funk ebenfalls den zweiten Platz hinter dem deutschen Meister Hermann (Marburg). Götz wurde in der gleichen Klasse Dritter. Im Rasenkraftsport (Leichtgewicht) wurde Klotz erster Sieger, während Noeller in der gleichen Klasse Dritter Sieger wurde. Im Gewichtwerfen, Einzelwettbewerb, wurde Fritz Funk dritter Sieger mit 11,88 Meter im Federgewicht. Klotz siegte im Leichtgewicht mit 12,35 Meter. In den Ringerwettbewerben belegte Klotz im Weltergewicht den dritten Platz. Auch Die Jugend wartete mit schönen Erfolgen auf. Büttner wurde im Jugendbantamgewicht erster Sieger vor Kurz (Alsfeld). Das Jugendfedergewicht war besser besetzt. Fritz Dem belegte hier Den zweiten Platz hinter dem stärkeren Alsfelder Wagner. Dem erzielte zwei Siege, während Hatz mit einem Sieg auf den dritten Platz kam. Hebeis (Gießen) konnte sich in der aktiven Federgewichtsklasse nicht durchsetzen. Er verlor nach tapferem Widerstand gegen Schott und Schuchmann (Alsfeld). 32 Kämpfe um den Tschaimner-pokal. 1. FE Nürnberg in Klein-Steinheim. Am letzten August-Sonntag steht der deutsche Fußballsport im Zeichen des Tschammer-Pokals. Von den vielen hundert Mannschaften, die im Frühjahr innerhalb der Kreise den Kämpf in diesem Wettbewerb aufnahmen, sind 64 übriggeblieben, darunter die 16 an den Spielen um die Deutsche Meisterschaft beteiligten Gaumeister, die bisher von der Mitwirkung befreit waren. Die 32 Spiele Der ersten Hauptrunde werden mit Spannung erwartet, zumal es sich fast durchweg um recht volkstümliche und zugkräftige Paarungen handelt. Besonders gespannt darf man auf das Abschneiden der 14 noch im Wettebewerb befindlichen Mannschaften der Bezirksklasse sein, zumal sie fast alle die Annehmlichkeit haben, zuhause spielen zu können. Da wird mancher Vertreter der Gauliga die Segel streichen müssen? . Auf Süddeutschland entfällt ein gutes Dutzend von den 32 Spielen des Sonntags. An erster Stelle muß man die Begegnung zwischen dem Freiburger FC. und Hannover 96, dem Deutschen Meister, nennen. Der FFC. versteht zu kämpfen und gegen den ster wird er mit besonderem Ehrgeiz bei der Sache fein. Die Niedersachsen taten gut Daran, sich vor ihrem Auftreten im Mösle-Stadion einige Tage im Schwarzwald zu erholen. Sie werden alle Kraft« brauchen! Ein Ereignis für die Hanauer Gegend ist das Auftreten des 1. F C. Nürnberg, der beim S V. Klein-Steinheim zu Gast fein wird. Der bayerische Meister hat hier Gelegenheit, fein Können in hellstem Licht erstrahlen zu lassen. Um am Main zu bleiben: Eintracht Frankfurt und 1860 München stehen sich in Frankfurt gegenüber, und man darf gespannt sein, ob Die Niederwälder an ihre im siegreichen Kampf gegen Hannover 96 gezeigte Form anknüpfen können. Nötig Erforderlich wäre es, denn die „Löwen" sind wieder sehr stark geworden. Opel Rüsselheim, jetzt wieder in der Bezirksklasse, hat den Ehrgeiz, die „Münzenberg^lf Alemannia Aachen zu schlagen. Der FSV. Frankfurt muß zum SC. 03 Kassel, Der kürzlich durch seinen Sieg über Schweinfurt eine Pokalüberraschung schuf. Die Bornheimer sind also gewarnt! Im „Musterländle" gibt es neben dem Freiburger Großkampf noch zwei weitere Treffen. Der SV. Waldhof hat Borussia Fulda zu Gast und der V f B. Mühlburg empfängt den Hessenmeister FC. Hanau 93. Waldhof wird sicher gewinnen und Mühlberg hat gegen die Hanauer, die bisher nicht überzeugen konnten, eine gute Chance. Württembergs Meister VfB. Stuttgart wird gegen Phönix Karlsruhe keinen leichten Stand haben und im Ulmer Stadion wird es zwischen SSV. Ulm und SpVgg. Fürth auch eine harte Auseinandersetzung mit ungewissem Ausgang geben. Badens Meister, der VfR. Mannheim muß ins Rheinland zu Blau- Weiß Köln reisen. In der Kölner Gegend wird ein guter Fußball gespielt, das wird man auch im Lager der Rasenspieler wissenl In Bayern hat es der starke Gauliga-Neuling Neumeyer Nürnberg mit den Stuttgarter Kickers zu tun und Bayern München trifft auf Union Böckinge'n. Von den Spielen im Reich seien genannt: Victoria Hamburg — Schalke 04, Beuthen 09 — Berliner SV. 92, 1. SV. Jena — Hertha-BSC. Berlin, VfB. Peine — Hamburger SV., Arminia Bielefeld gegen Holstein Kiel, TV. Lübeck — Fortuna Düsseldorf, Dessau 05 — Bewag Berlin und Preußen Greppin gegen Dresdner SC. Eine besonders schwere Aufgabe steht dem Pokalinhaber Schalke in Hamburg bevor! Handball: Brigade -147 —Standarte 445 42:2 Die Mannschaft des Stabes der SA.-Brigade 147 setzte am gestrigen Mittwoch die Reihe ihrer Spiele fort. Gestern in den Abendstunden trat man nun im Handballspiel gegen eine Mannschaft des Stabes der Standarte 145 (Büdingen-Nidda) in Nidda an und landete einen sicheren und eindrucksvollen Sieg. Das Spiel wurde auf dem iyllisch gelegenen Platz unweit dem Schwimmbad und vor einer stattlichen Anzahl Zuschauern ausgetragen. Die Mannschaften traten sich in folgenden Aufstellungen gegenüber: Stab Brigade 14 7: Heuser Eisenbach Gebauer Schreier Küthe Roth Schwarz Jakob Vogt Adler Baumstieger Bechtold Wolf Vetter Schädlich Hechler Kaltenschnee Richardt Geist Gernandt Jäger Spengler Stab Standarte 14 5. Das Spiel begann mit einer Ueberraschung insofern, als die Gastgeber bereits in der ersten Minute in Führung gingen. Aber rasch änderte sich das Bild. Die Gießener Elf ließ sich nicht bluffen und griff ihrerseits sofort energisch an. Es dauerte nur Minuten, bis der Ausgleich gefallen war. Dann wurde auf 2:1 erhöht und schließlich fiel in kurzem Abstand'ein dritter Treffer. Schon jetzt war klar zu erkennen, daß die Gießener Mannschaft die einheitlichere Leistung zeigte und vor dem Tor entschlossener und sicherer war, als die Mannschaft der Standarte. Die Büdinger kamen noch auf 3:2 t)er= an, aber dabei sollte es für die Folge für sie auch bleiben. Mit 5:2 für Gießen wurden die Seiten gewechselt. Trotz aller Anstrengungen der Gastgeber, und nachdem nun die Gäste gegen die Sonne zu spielen hatten, änderte sich am Bild des Kampfes nichts. Die Elf der Brigade blieb weiterhin eindeutig überlegen. Die Zusammenarbeit bei dem Gegner ließ zu wünschen übrig, auch waren einzelne Spieler in der Fangtechnik nicht so sicher. Die Gießener pflegten ein taktisch kluges Spiel, einzelne Spieler stellten sich immer wieder geschickt frei, rasch wurden die Angriffe vorgetragen und so blieb es nicht aus, daß Tore fielen. Dabei wurde mancher Ball vom gegnerischen Torwart in großartiger Manier gehalten. Auf der anderen Seite hatten die Männer der Standarte 147 mit ihren Torschüssen reichlich viel Pech. Das an interessanten Kampjmomenten reiche Spiel endete mit dem Ergebnis von 12:2 Toren für den Brigadestab. Aus aller Wett. 400 Jahre Tiefsee-Kabel. Am 21. August waren es 100 Jahre her, daß ein englischer Erfinder in seinem kleinen Londoner Büro mit seinem Blaustift auf einer Landkarte den alten mit dem neuen Kontinent verband und auf den weißen Rand der Landkarte schrieb: „Entwurf einer Tiefseekabelverbindung im Atlantischen Ozean". Den Worten folgte erst 12 Jahre später die Tat, als im August 1850 das erste Tiefseekabel zwischen England und Frankreich im Aerrnelkanal gelegt wurde. Diese erste Kabellegung auf hoher See wurde nicht ohne erhebliche Schwierigkeiten bewerkstelligt. Nach einer Reihe weiterer Versuche und Fehlschlägen wurde 1857 mit englischem und amerikanischem Kapital die erste Uebersee-Kabel-Kompanie gegründet, die mit dem Legen des ersten Tiefseekabels zwischen Irland und Neufundland begann. Nach einer Reihe von Fehlschlägen war schließlich am 21. August 1858, die erste Kabelverbindung zwischen der alten und neuen Welt hergestellt. 2172 Seemeilen Kabel, 116 Tonnen Kupfer, 250 Tonnen Guttapercha und 1687 Tonnen Stahl wurden dabei verwendet. Die erste Tiefseekabeldepesche, in der die Königin Viktoria von England den damaligen amerikanischen Präsidenten zu dem großen Erfolge beglückwünschte, Die Mannschaft der Brigade 147: Kniend (von links nach rechts): Küthe, Heuser, Schreier, Roth, Baumstieger. Stehend (von links nach rechts): Adler, Eisenbach, Schwarz, Gebauer, Jacob, Vogt. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) D Lugend im Meisterschastskanipf. Geleitwort des Gauleiters Sprenger zu den Deutschen Zugendmeisterschasten 1938. rnit dem Wunsch, daß die Deutschen Zugendmeisterschasten 1938 auf dem Gebiete der Leibesübungen ein bedeutsamer Fortschritt zu dem Hochziel „Ein Volk in Leibesübungen" sein werden, heiße ich die Zungen und Blödel, die sich aus diesem Anlaß in Frankfurt am Blain in hartem Wettkampf messen, in der Hauptstadt des Gaues Hessen-Nassau herzlich willkommen. Die Austragung dieser Wettkämpfe wird wiederum unter Beweis stellen, daß im nationalsozialistischen Deutschland Adolf Hitlers alle Gebiete unseres Lebens ausschließlich von der nationalsozialistischen Bewegung ersaht werden. Als wesentlicher Faktor zur Erziehung der deutschen Zugend, als Wittel zur Erreichung nationalsozialistischer Hochziele mögen die Deutschen Zugendmeisterschasten 1938, die als glücklicher Auftakt des großen Appells in Nürnberg durchgeführt werden, der deutschen Geisteshaltung von der Einheit von Körper und Seele stolzen Ausdruck verleihen. Sprenger. war 30 Stunden unterwegs. In Neuyork wurde das denkwürdige Ereignis durch ein Riesenfeuerwerk gefeiert, wobei in die allgemeine Begeisterung ein Wermutstropfen fiel: das Neuyorker Rathaus geriet nämlich dabei in Brand. Postkutschen in der Saarpfalz. Das Reichspostministerium hat, wie gemeldet, die Einrichtung von 16 P o ft k u t s ch e n l i n i e n beschlossen. Die Sacnpfalz wurde mit zwei Linien dieser Art berücksichtigt. Die erste führt über Ann- weiler nach Klingenmünster, die zweite von Mer- zig-Drausbach nach Mettlach. Durch diese beiden Linien werden außerordentlich idyllische Landschaften erschlossen. An einer Wurmet erstickt. Beim Spielen mit anderen Kindern nahm das achtjährige Söhnchen der Familie Siegel in Seligenstadt am Main eine Murmel in den Mund und verschluckte sie. Der Junge wurde sofort in ein Krankenhaus gebracht, doch starb er bereits auf dem Transport den Erstickungstod. Rassenschänder zu Zuchthaus verurteilt. Die Koblenzer Strafkammer befaßte sich mit einem üblen Burschen, der, obwohl deutschblütig, ein Verhältnis mit einer Jüdin unterhielt. Es handelt sich um den 34jährigen Friedrich E. aus Aren- berg, der vor einiger Zeit wegen Rassen- schände in Haft genommen wurde. Vor Gericht wollte er sich mit der Lüge herausreden, daß ihm die Jüdin ihre Rassezugehörigkeit verschwiegen habe. Die Beweisaufnahme ergab jedoch einwandfrei, daß der Angeklagte genau gewußt hat, mit wem er es zu tun hatte. Die Jüdin hatte ihm u. a. Einblick in ihren Briefwechsel mit ihren Angehörigen gegeben, aus dem die Rasse^ugehörigkeit klar heroorging. Der Angeklagte wurde wegen fortgesetzten Verbrechens gegen das Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre zu einem Jahr und vier Monaten Zuchthaus verurteilt. Außerdem wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von drei Jahren abgesprochen. Die Oder führt Hochwasser. Der in Oberschlesien seit Sonntag ununterbrochen niedergehende Regen hat der Oder Hochwasser gebracht. Während in Ratibor noch am Sonntag der Wasserstand knapp über 2 Meter betrug, mürben am Mittwoch früh 5,75 Meter gemessen, und in den Abendstunden überschritt der Wasserstand die 6-Meter-Grenze. Hochwassergefahr in Polen. Durch anhaltende Regenfälle sind die Flüsse in vielen Kreisen Westgaliziens über die Ufer getreten. Der Schaden auf den Feldern ist groß. Der Eisenbahnverkehr ist stellenweise lahmaeleat. Da die Regenfälle anhalten, ist ein Hilfsausschutz ins Leben gerufen worden. Durch Einsatz von Militär soll weiterer Ausdehnung der Gefahr entgegengetreten werden. Line französische Erstbesteigung. Wie sich der „Temps" aus Grenoble melden läßt, gelang es zwei französischen Bergsteigern, den Rateau en Oisans (3092 Meter) im Massiv der Meije auf der Nordseite erstmalig zu ersteigen. Das Unternehmen wurde durchgeführt von zwei Klei« terern aus dem Oisans, Fourastier und Ma« dier de Champvermeil. Der „Temps" oer* gleicht diese Erstbesteigung mit der der Eiger-Nord* wand. Rundfunkprogramm Donnerstag, 25. August. 12 Uhr: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15k Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.15: Musikalische Kurzweil. 15: Für unsere Kinder. 16: Nachmittags* konzert. — Das Mikrophon unterwegs. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 19:' . Allerlei vom Sport der Woche. 19.10: „Mozart in Frankfurt". Hörspiel. 20: Nachrichten. 20.15: Unser singendes, klingendes Frankfurt. 22: Nachrichten. 22.20: Unsere Kolonien. Die Kokospalme in Neu- Guinea. 22.30: Unterhaltung und Tanz. 24: Nachtkonzert. 2 bis 3: Nachtmusik. Freitag, 26. August. 5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.30: Nachrichten. 9.40: Mutter turnt und spielt mit dem Kind: Stehaufmännchen. 10: Schulfunk. 12: Werkskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Das Stündchen nach Tisch ... 15: Kleines Konzert. Goethelieder von Joh. Friedr. Reichardt. 16: Nachmittagskonzert. — Das Mikrophon unterwegs. — 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 19.30: Leier und Schwert. Zum Gedenken des Freiheitsdichters Theobor Körner anläßlich seines 125. Tobestages. 20: Nachrichten. 20.15: Spanisch-Ungarisches Konzert. 22: Nachrichten. 22.30: Tanz unb Unterhaltung. 24: Nachtkonzert. Nachtmusik. Oie Geburi ihres Töchterchens Marianne zeigen hocherfreut an Hilde Lust Dr. med. Ernst Ludwig Lust Somberg (Oberhessen), 20. August 1938 _____________________________________________________________5467D STADTTHEATER GIESSEN Montag, den 29. August 20 Uhr: Einmaliges Gastspiel mit Berliner Ensemble Hilde Hildebrand m, »HEDDA GABLER« Schauspiel von Ibsen - Preise: RM. 0.80 bis RM. 3.00 5468D "»nun.................. im Gesicht und am Körper entfernt sofort vollkommen schmerzlos die völlig unschädliche viel tausendfach bewährt* Enthaarungscreme Artisin Tube M. 2-1.25 -,50 Zu haben: OrogerieHermannElges Seltersweg 66 Parfümerie Hans Götz, Frankfurter Straße Parfümerie Emil Koch, Seltersweg 63 Spezial. Parfümerie H. Plank, Seltersweg 8. Hersteller: Carl Lehr, Frankfurt a. TR., 11. 5M6öon Wien d. Tieren nach der Naturschutzverordnung vom 18. März 1936 (RGBl. I Seite 181) und den ergänzenden Bestimmungen, ausführlich erläutert von Professor Dr. W. Weber, o. ö. Prof, der Rechte und Referent im Reich»« und Preußischen Ministerium für Edgar Werkieuae fürHdUS Beruf dann haben Sie das Beste und auf dieDauer das Billigste! BORRMANNS: Gießen, Neustadt 5-7, Ruf 4165 NarhläQQP von3 bis 20v.H. erhalten Sie bei wieder lldLllldduU holten Veröffentlichungen einer AnzeigeI um MeineAn-ergen hn Gießener Anzeiger Verden von Tauienden beachtet und geleie». Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Walther Schoentchen, Leiter der Reichsstelle für Naturschutz. Gebunden RM. 3,60. Bestellungen durch all«Buchhandlungen öuqo Bermüüier Bering. Beriln-fltfüerf Städtisches Volksbad Giefien Die Schwimmhalle des Volksbades ist ab Freitag, den 26. August 1938, von vorm. 9 Uhr an wieder geöffnet! --------------5466 A Bekanntmachung. Betr.r Durchführung der Hbstbaurnzähluna 1938 in den Gemarkungen Gießen und Schiffenberg. In der Zeit vom 1. bis 19. September 1938 findet auf Anordnung des Herrn Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft eine Obstbaumzähtung statt. Die Zählung erstreckt sich auf alle Obstbäume und Beerenobststräucher, die sich auf dauerndemStand- ort befinden. Alle^ Baumbesitzer werden aufgefordert, die Zahl ihrer Obstbäume, getrennt nach Obstarten, festzustellen. Das Ergebnis dieser eigenen Zählung ist niederzuschreiben und dem in den nächsten Tagen vorsprechenden Zähler zu übergeben. Dabei sind gesonderte Angaben erforderlich für: 1. noch nicht tragfähige Bäume, 2. tragfähige Bäume, 3. abgängige (absterbende) Bäume. Außerdem ist noch anzugeben, wo die Bäume stehen, und zwar: 1. auf Baumstücken, Feldern, Wiesen oder Plantagen, 2. an Straßen oder Wegen, 3. in Kleinaärten, Hausgärten oder der Selbstversorgung oienenden bäuerlichen Obstgärten. Auf Grund der Verordnung über Auskunftspflicht vom 13. 7.1923 sind alle Besitzer zur Auskunft über ihren Bestand an Obstbäumen und Obststräuchern gesetzlich verpflichtet, die Zähler find zum Betreten von Grundstücken berechtigt. Die Erhebung dient lediglich statistischen Zwecken. Die Einzelangaben der Auskunftspflichtigen unterliegen dem Amtsgeheimnis und dürfen insbesondere nicht für Zwecke der Steuerveranlagung verwertet werden. 5464C Gießen, den 23. August 1938. Der Oberbürgermeister. I. V.: Nicolaus. Bekanntmachung. Grummetgrasversteigerung der Stadt Gießen. INontag, den 29. August 1938. Um 8% Ahr (Zusammenkunft bei den städtischen Wiesen an der Straße Rödgen—Großen-Buseck) von den Wiesen in den Gemarkungen Großen- Buseck und Rödgen sowie der Wiesen am Bügeeck und Schinderseck. Um 9/< Uhr (Zusammenkunft an der Anneröder Straße) von den Wiesen im Utersbrunnen. Um 10 Uhr (Zusammenkunft in der Restauration „Zur Stadt Lich", Licher Straße 59) von den Wiesen im Heegstrauch, Ohleberg, am Weiher, der Insel, von den Wiesen im Wiesecktal an der Eselswiese, drei Wiesen beim Schlachthof sowie zwei Wiesen am (Bleiberger Weg. Steigliebhaber, welche die Wiesen zu besichtigen wünschen, wollen sich an den Wiesenmeister Klos, Bückingstraße 4, wenden. 5465A Gießen, den 23. August 1938. Der Oberbürgermeister. 3.23.; Nicolaus. tGLORlifll I PQLQST Giessen* Heute Donnerstag Erstaufführung IMPERIO ARGENTINA NACHTE Ein Ufa-Film nach der Novelle „Carmen** von Prosper M6rim6e. - Für den Film bearbeitet von Florian Rey. - Mit: 6469a FRIEDR. BENFER / KARL KLÜSNER ERWIN BIEGEL / KURT SEIFERT ERNST LEGAL / MARGIT SYMO Wie ein süßer, schwerer Wein berauscht uns dieses Spiel der Liebe. Imperio Argentina ist so sehr der Inbegriff der Carmengestalt, daß man sich keine schönere, temperamentvollere und begabtere Frau in dieser Rolle vorstellen kann. Sie singt, tanzt und spielt mit dem überlegenen Bewußtsein ihr. unvergleichl. Scharms SPIELLEITUNG: HERBERT MAISCH Beiprogramm / Ufa-Ton-Woche