y'Dr.Druc' Mittwoch, 25./Donnerstag, 26. Mai 1938 MU2l Erstes Blatt 188. Jahrgang DieDorgänge beiVernhardslhal Wie eine Brückens^prengung von und Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen Postscheckkonto: Zrantfurt am Main 11686 diesem über die letzten Zwischenfälle in Brüx Umgebung unlerxjchlet wurde. Zollwache ein, die sofort eine gründliche Untersuchung durchführte. Hierbei fand man unter jedem Pfeiler der etwa 30 Meter langen Brücke mit Ekrasit gefüllte Sprengpatronen, die bei 'ihrer Entzündung ohne Zweifel das HÄ- gerne Bauwerk zerrissen hätten. Nach etwa einer Stunde erschien an der Brücke ein tschechischer Gendarmeriebeamter, der sogar noch die Unverfrorenheit besaß, die Sprengladung von insgesamt zehn Kilogramm Gewicht zurückzuverlangen. Wachsende Spannung an der Grenze Tschechische Flakstellungen und MG.-Aester am Taya-Fluß. Oie paläsiinafrage. Ausnahmezustand in Jerusalem. Gegen den englischen TeilungDPlan. Jerusalem, 24. Mai. (Europapreß.) Im Herzen» von 'Jerusalem kam es am Dienstag zu einer Reihe von Ueberfällen und Zusammenstößen, wobei zwei Juden getötet wurden. Zwölf Araber, fünf Juden und eine russische Nonne wurden ver» letzt. Der erste Zwischenfall ereignete sich in den Morgenstunden, als zwei Araber, die durch die Hauptstraße ritten, aus einem Haufe beschossen wurden. Einer der Araber wurde dabei schwer verwundet. Fast gleichzeitig wurden an zwei verschiedenen Stellen. vier weitere Araber Überfällen und durch Steinwürfe und Schüsse verletzt. Diese Zwischenfälle wurden dann zum Auftakt, für weitere Zusammenstöße, bei denen arabische Autobusse beschossen und arabische Menschenansammlungen mit Bomben beworfen wurden. Hierauf kam es auch zyr Beschießung von jüdischen Autobussen. Die Verschärfung der Lage führte zur Verhängung des Ausnahmezustandes. Von dem Emir Abdullah von Transjordanien ist der englischen Technischen Kommission, die sich in Jerusalem aufhält, eine Denkschrift überreicht worden, in der eine weitgehende Aenderung in dem Status des Heiligen Landes gefordert wird. Der Emir dementiert die Gerüchte, als ob er sich mit dem Dreiteilungsplan oder dem Vorhaben, Palästina und Transjordanien unter ägyptischer Oberherrschaft zusammenzusassen, einverstanden erklärt habe. Er forderte vielmehr einen solchen Zusammenschluß unter arabischer Herrschaft. Den Juden solle eine Art Selbstverwaltung zugestanden werden, aber nur in Gebieten mit rein jüdischer Bevölkerung. In dem Parlament des neuen Staates sollten die Juden im Verhältnis zu ihrer Bevölkerungszahl vertreten fein, ebenso in der Regierung. Die Gebiete der jüdischen Selbstverwaltung sollten einer beschränkten jüdischen Einwanderung offenstehen. Außerhalb des ihnen zugestandenen Gebietes sollte es den Juden verboten sein, Landankäufe zu tätigen. Dieser Plan solle innerhalb einer Frist von zehn Jahren verwirklicht werden. Bis zu diesem Zeitpunkt solle die Mandatsherrschaft bestehen bleiben. Der Führer ehrt die Blutzeugen von Gger. Prag. 24. Mai. (DNB.) Am Mittwoch, dem 25. Mai. findet vormittags in Eger die Begräbnisfeier für die von tschechischen potizeiorganen am 21. Mai erschossenen sudetendeutschen Landwirte statt. 3m Namen des Führers und Reichskanzlers wird der deutsche Militär- attache Oberst Toussaint in Begleitung des deutschen Luftattaches Major Möricke an den Särgen der Erschossenen je einen Kranz niederlegen. Alle Vorbereitungen für eine würdige Gestaltung der Trauerfeierlichkeiten sind getroffen worden. kämm eine ganz klare Grenzscheide darstellt und die Sicht unbehindert war. Sudetendeutscher Abgeordneter überfallen. Prag, 24. Mai. (DNB.) 3n Brüx wurde vor dem Sfabfamrber Abgeorbnete Lubwig Eichholz der Subetenbeutschen Partei angefallen, als er einen Bekannten nach Art ber Subetenbeuk- schen Partei grüßte. Die „Zeit" schreibt, ber Vorfall habe sich zu einer Zeit abgespielt, als Lanbes- präsibent Dr. S o b o t k a in Brüx weilte unb bei der Bezirksbehörbe in Anwesenheit bes Bezirks- Hauptmannes unb bes Polizeibirektors eine verhindert wurde. Bernhardsthal (Niederösterreich), 24. Mai. (DNB.) Die Spannung an der Reichsgrenze hat sich dadurch gesteigert, daß die Tschechen die Zollbeamten überall durch reguläres Militär und Reservisten ersetzt haben. Mit bloßem Auge kann man Jen feite des Thaya-Flusses auf mährischem Boden die betonietten Flakstellungen und Maschinengewehr - n e st e r erkennen,. die vor dem Waldrands, dicht hinter der Grenze, in kurzen Abständen errichtet worden sind. Beton und Stahl grenzt die Linie ab, über die noch vor kurzem friedliche deutsche Bauern schritten, um ihre jenseits der Grenzen gelegenen Felder zu bestellen und ihr Vieh weiden zu lassen. Um so empörender mutet daher der Versuch an, die hölzerne Brücke bei Bernhardsthal zu sprengen. Samstags gegen 14 Uhr, so berichtet der eine der deutschen Grenzwachbeamten, als ich auf meinem Patrouillengang mich in der Mitte der Brücke befand, machte mich ein Bauer darauf aufmerksam, daß sich tschechische Soldaten in auffälligerweise Weise unter der Brücke zu schaffen machten. Als die Tschechen meiner ansichtig wurden, kletterten sie wieder auf die Brücke, Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer vis8'/.UHr des Vormittags Grundpreise für i mm höhe für Anzeigen von 22 mm Brette 7 Rpf., für Text- anzetgen von 70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrif1 nach oorh.Dereinbg.25"/a mehr. Ermähtgte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie ein» Ipaltige GelLgenheitsanzei» gen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichte- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Zusammenbruch einer Verleumdung. Berlin. 24. 2Nai. (DNB.) >Dle brafiHa- nlfche Regierung hat der brasilianischen presse ein Kommunique übermittelt. Darin heißt es: Lin Teil der brasilianischen presse hat behauptet, deutsche Firmen und deutsche Reichsangehörige feien an den revolutionären Vorgängen des 11. Mai in Rio de Janeiro, die den Sturz der Regierung zum Ziele hatten, beteiligt gewesen und ^hätten die Revolutionäre begünstigt. Abschließend wird nunmehr von autorisierter Seite amtlich mitgeteilt. die zuständigen brasilianischen Behörden besähen keinerlei Beweise für eine derartige Behauptung. Unterredung mit dem Landesausfchuß- beifihenden der SDP., Dr. Fühl, hatte und Hodza-Henlein, Hodzas Zugeständnisse seien „sehr weitreichend". Doch in einem Prager Bericht meldet die „Times", daß Hodza Henlein den Entwurf des Nationalitätenstatuts, um den es ja geht, gar nicht vorgelegt und mit ihm keinerlei Einzelheiten besprochen habe. Die Gesandten Frankreichs und Englands bei Hodza. Prag, 25. Mai. (DNB.) Ministerpräsident Hodza hatte Dienstag vormittag mit dem französischen Gesandten eine Besprechung über aktuelle Fragen. Nachmittags stattete der englische Gesandte dem Ministerpräsidenten einen Besuch ab. Dienstag vormittag fand eine Sitzung des Ausschusses der politischen Minister unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten und unter Teilnahme des Ministers für auswärtige Angelegenheiten Dr. Krofta statt. Die Sitzung befaßte, sich auch mit der internationalen Lage. Der tschechische Gesandte in Paris ist am Dienstagnachmittag nach Prag abgereist. Man nimmt an, daß er seiner Regierung verschiedene Anregungen der französischen Regierung überbringen werde. Prag hat das Wort Daily Mail warnt vor neuen Ausschreitungen gegen die Subetenbeutschen Prag, 24. Mai. (DNB.) Das Presseamt der SDP. teilt mit: Prager Abendblätter vom 24. Mai berichten aus London, daß der Prager Korrespondent des „Daily Telegraph" erklärt habe, er sei in ber Lage, eine Reihe von Details aus dem Entwurf des Nationalitäten st atuts mitzuteilen, die Dr. Hodza Konrad Henlein zur Beratung vorgelegt habe. Hierzu muß festgestellt werden: Ministerpräsident Dr. Hodza hat Konrad Henlein anläßlich ihrer Besprechung am 23. Mai w e - der den Entwurf des Nationalitätenstatuts vorgelegt, noch Konrad Henlein mit Einzelheiten seines Inhaltes bekannt gemacht. Der Prager Berichterstatter des „Daily Telegraph" scheint demnach das Opfer einer jener bedauerlichen Mystifikationen geworden zu fein, die vor allem in ihrer Wirkung auf das Ausland dazu geeignet sind, die ohnedies ernste Lage durch eine unzutreffende Berichterstattung zu ver - wirren und zu erschweren. Konrad Henlein hat Prag wieder verla s.- s e n. Im Sinne der Verlautbarung vom Montag, die die Forderung der SDP. nach Wiederherstellung normaler Verhältnisse zum Inhalt hat, werden die parlamentarischen Vertreter der SDP. den Kontakt mit Ministerpräsident Dr. Hodza unb den zuständigen Regierungsmitgliedern aufrechterhalten. Trotz der gestrigen Verhandlungen ist es n i ch t zu der erwarteten Entspannung gekommen. Aus den verschiedenen von Sudetendeutschen bewohnten Landesteilen und vor allem auch aus den Grenzgebieten liegen Mitteilungen über neuerliche Zwischenfälle vor. Aus ihnen ist ersichtlich, daß die durch die tschechischen Maßnahmen hervorgerufene Nervosität anhält. Insbesondere geht aus diesen Mitteilungen hervor, daß die laut einer amtlichen tschechischen Meldung von der Regierung angeordnete Ent-, waffnung der tschechischen Privatoerbände nicht überall durchgeführt wird. Ein Augenzeuge berichtet. Die ganze Tschechoslowakei ein Heerlager. Berlin, 24. Mai. (DNB.) Das Berliner Tageblatt bringt den Bericht eines soeben aus der Tschechoslowakei zurückgekehrten deutschen Reisenden, der den Umfang der tschechischen Mobilisierung beleuchtet. „Am Samstagnachmittag durchfuhren wir im Auto die Umgebung von Prag. Die Stadt war mit einem regelrechten Ring von Truppen umgeben. Man sah starke Panzerformationen, dazwischen Maschinengewehrabteilungen. Fast überall erfolgten dann Untersuchungen des Wagens, Fragen nach dem Zweck der Reise und vor allen Dingen immer wieder dieselbe Frage: Tscheche oder Deutscher? Bei der Mobilisierung hatte offenbar das Telephon- und das Verkehrswesen versagt. Ein höherer Ofstzier, der in einem Gasthaus an der Straße fein Quartier hatte, bat uns jedenfalls, ihm zu sagen, was eigentlich in Prag vorgehe — er warte seit sechs Stunden vergeblich auf eine Verbindung mit der Hauptstadt. Von anderer Sette hörten wir, daß auch der Stadtkommandant von Außig sich bei Touristen Aufklärung über die Lage erbeten habe. Auf der Eisenbahn verstopften Munitionszüge vollkommen die Sttecken. Personenzüge ins Randgebiet, z. B. nach Komotau, wurden überhaupt nicht abgefertigt. Eine weitere Störung der Derkehrsverbindungen im Grenzgebiet verursachte eine Zugentgleisung 'bei Pilsen. Für den Abtransport der tschechischen Zivil-, bevölkerung aus dem sudetendeutschen Gebiet wurden sämtliche privaten Lastkraftwagen kurzerhand requiriert, lieber, die Verteilung der Truppen an der Nordböhmischen Grenze hört man folgendes: Tschechische Regimenter in der ersten, eigentlichen Besestigungslinie, in der zweiten Linie Ungarn und Slowaken. Ungarische und slowakische Regimenter waren auch in Prag konzentriert. Die vorwiegend deutschen Formationen waren zumeist nach Kaschau oder nach Karpathorußland beordert..." Tschechisches MltärsllWeug über deutscher Grenzstadt. Zahlreiche Augenzeugen für die eklatante Grenzverletzung. Annaberg, 24. Mai. (DNB.) Zu der schweren Grenzverletzung durch ein tschechisches Flugzeug bei Bärenstein im Grenzgebiet werden jetzt von zahlreichen Augenzeugen Einzelheiten bekannt, aus denen sich ganz offensichtlich ergibt, daß es sich um einen Erkundungsflug eines tschechischen Militärflugzeuges über deutschem Gebiet handelte, zumal die Insassen auch photographische Aufnahmen gemacht haben. Das Flugzeug flog' sehr niedrig, und die Besatzung schien genaue Geländefeststellungen zu treffen. Man konnte die beiden Insassen sehr genau erkennen, i>ie sich weit aus dem Flugzeug beugten und einen Gegenstand aus dem Flugzeug hielten, der eine Photokamera gewesen sein dürfte. Den Insassen des Flugzeuges, dessen Maschinengewehr man ganz genau erkennen konnte, kam es sichtlich darauf an, sich Einblick in die Straßen von Bärenstein zu verschaffen. Schließ? lich beschrieb die Maschine eine Kurve und flog zur Noch keine Entspannung. Oer Entwurf des Nationalitatensiatuts noch nicht bekanntgegeben London, 25. Mai. (Europapreß.) Die sudeien- deutjche Frbge bleibt weiter im Blickfeld der englischen Beobachter. Wenngleich auch an vielen Stellen die Kommentierung und Berichterstattung ganz unsachlich und einseitig sind, so scheint sich doch vielerorts die Ansicht durchzusetzen, daß Prag nunmehr das Wort hat — nicht nur bei den Verhandlungen mit der Sudetendeutschen Partei, sondern auch in der Behandlung der Bevölkerung in den sudetendeutschen Gebieten. Meldungen über Zwischenfälle werden hier mit Unbehagen ausgenommen. Man betrachtet sie als Willkürakte, deren Verhinderung die erste Pflicht Prags sei. „Falls die Gespräche zwischen dem tschechischen Ministerpräsidenten und den sudetendeutschen Führern unter friedlichen Bedingungen vor sich gehen", heißt es in der „Daily Mail", „können sie zu einem Ergebnis führen. Leider aber halten tschechische Ausschreitungen kleinerer -Art gegen die deutsche Bevölkerung in den Randgebieten an." Eine solche Haltung Prags müsse erschwerend wirken und könne zu Zwischenfällen unglücklicher Art führen. Es wird daher angenommen, daß bei der heute vormittag stattfindenden regelmäßigen Kabinettssitzung neue Schritte in Prag erörtert werden. „Daily Mail" spricht sogar von „Warnungen", die erneut bei Dr. Hodza vor- aebracht werden würden. In welcher Form neue Vorstellungen erfolgen werden, ist noch nicht bekannt. Es ist nicht ausgeschlossen, daß dem am Donnerstag für mehrere Tage nach Prag reisenden hiesigen tschechoslowakischen Gesandten Dr. M a - saryk englische „Ermahnungen" mit auf den Weg gegeben werden. Der größte Teil der übrigen Presse Londons setzt die einseitigen Manöver fort, die von bet' deutschen Presse bereite zurückgewiesen wurden. Die „Times" schreibt, man spreche in Berlin von „diplomatischen Manövern", durch die England eine Medaille für die Rettung eines Friedens gewonnen habe, der tatsächlich durch Deutschland nicht bedroht gewesen sei. — Der „Daily Telegraph" muß die Berliner Auffassung registrieren, daß Chamberlain nicht die ganze Wahrheit gesagt habe, daß ber englischen Öffentlichkeit die tschechischen Provokationen vorenthalten würden, und daß man der Verbreitung von Lügen über Deutschland freien Lauf gelassen habe. — „Time s" sagt zu der Besprechung krschetttt täglich, außer Sonntags unb Feiertags Beilagen: Die Illustriert. Gießener Familienblätter Heimat int Bild • Die Scholl« monatS’Bejugsprets: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illusttierte e 1.80 Zustellgebühr . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechänfchlüfse unter Sammelnummer 2251 ' Hat England den Frieden gerettet? Durch den Propaganda-Apparat ber Entente wird ein Märchen um den Erdball geschickt, in dem, es heißt, daß Deutschland im Begriffe war, einen Krieg vorn Zaune zu brechen, und daß die entschlossene Haltung Englands' es gewesen sei, die die Welt vor einer Katastrophe im letzten Augenblick bewahrt habe. Die Verbreitung dieses Märchens ist so gut eingefädelt worden, daß man sogar Glückwünsche nach Prag und London schickt, und daß man in der schweizerischen Presse unb anderswo die Engländer als Friedensretter preist. Die englische Regierung war wieder einmal so gutgläubig, daß sie die böswillig ausgestreuten Gerüchte von deutschen Truppenbewegungen an der tschechischen Grenze für bare Münze hielt, daß sie nachposaunte, was ihr aus unkontrollierbaren Quellen über die Kriegsstimmung des deutschen Volkes mitgeteilt wurde. Von langer Hand ist dieses Märchen vorbereitet. Man konstruierte, es als Anlaß zu einer Initiative für England. Die englische Regierung hat. auch nichts dagegen Unternommen, daß die Presse ihres Landes die angeblichen deutschen Truppenverschiebungen mit dicken Schlagzeilen aufmachte. Deutscherseits ist dem englischen Botschafter die ausdrückliche Garantie gegeben worden, daß diese Gerüchte jeder realen Grundlage entbehrten, und man gab den in Berlin anwesenden englischen Journalisten sogar Gelegenheit, sich im deutsch-tschechoslowakischen Grenzgebiet davon zu überzeugen, daß solche Truppenbewegungen tatsächlich nicht ftattfanben. So konnten denn auch diese Zeitungsleute in -ihre Heimat telegraphieren, daß die deutschen Soldaten mit ihren Mädeln genau so spazieren gehen wie immer unb daß feinem Soldaten von einer Alarmierung oder Inmarschsetzung etwas bekannt geworden war. Was also kann London schon gerettet haben? Den Frieden bestimmt nicht, denn von deutscher Seite aus war er gegeben und angeboten. Von tschechoslowakischer Seite wird er leider bis zur Stunde noch nicht respektiert. Es ist also vollkommen unsinnig zu behaupten, daß es England war, was den Frieden gerettet .habe. Wenn das Pulverfaß bislang nicht explodierte, so war das einzig und allein auf die einmütige Disziplin der sudetendeutschen Bevölkerung und Die verantwortungsbewußte Haltung der Reichsregierung zurückzuführen. Die Tschechoslowakei war es, die mit Brückenanschlägen unb Grenzverletzungen Hand an den Frieden legte, die mit der Nieder- schießung zweier Deutscher in Eger ein gefährliches. Spiel mit dem Feuer trieb. Diesen Tatsachen hat sich die englische Regierung bisher leider verschlossen. Sie hat bei dem ganzen Konflikt nur mit einem , Auge hingesehen, und so ist sie in ihren Darstellungen und Ausführungen einseitig geblieben. Die Welt möge sich also gesagt sein lassen, daß die englische „Friedensrettung" ein aufgelegter Bluff ist, weil Deutschland weder gewollt noch gefordert hat. daß das tschechoslowakische Problem im Wege einer kriegerischen Auseinandersetzung gelöst wird. Aber Deutschland fühlt sich stark genug, f bie Interessen von 3,5 Millionen Deutschen zu schützen, wenn ein diplomatischer Ausweg sich nicht mehr bieten sollte. B.R. Kammhöhe in Richtung der tschechischen Grenze davon. Man hörte, daß plötzlich die Motoren aussetzten. Es hatte aber den Anschein, als ob die Piloten mit allen Mitteln bestrebt", waren, auf tschechisches Gebiet zu gelangen, da eine Notlandung auf deutschem Gebiet die Feststellung von Photogeräten an Bord für die tschechische Regierung besonders peinlich gewesen wäre. Die Bauern sahen, wie das Flugzeug in etwa 30 Meter Höhe die Grenze kreuzte und dann tausend Meter jenseits der Grenze beim Ausflugslokal „Wiener Wald" gegen den Hochwald flog. Es war auch ein starkes Krachen hörbar, und es konnten einzelne Explosionen unterschieden werden, die pffenbar von der Munition für das Maschinengewehr herrührten. Man sah dann, daß Passanten auf die Unfallstelle zuliefen. Die Hunderte von Zeugen aus reichsdeutschem Gebiet haben sämtlich den Eindruck gehabt, daß die Insassen des Flugzeuges militä- rischeBewegungen fest st eilen sollten. Ein Verfliegen ist völlig ausgeschlossen, da der Gebirgs- Metzeim Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vrnck und Verlag: vriihlsche lliliverfitätrdruckerei R. Lange in Sieben. Schristieitnng und SeschästLftelie: Schulsttahe ? amm S: «'S r DQn L» * ‘ ®!*6: ®or. 6.30: Fruhkon- 6t 8.30: Väder- .nachnchten. 9 40- )°us. 10: Schub w Kakao zur achrichten. 13.15: 14.10: Garnierte • 15-15: Pimpfe ltagskonzerl. 18: Lautsprecher. 19: Nachrichten. Frankfurt. 21.1& ksurt". Von Dr. 2.15: Von Bres- Sportfest. 22.301 ilanb. 24 bis 3: >fl6beiboOfe ort. utonin iern waren ■ et|t ^ung vou Ä öerftort. e Opfe? l «e W U- aktion. Wlityetf d,k Ausbau kr 37 muffen 3"r I " utr 3nDQ' erfahr Met roe'4 r k tur die Zei Wahres ent. ung gilt ab l.i. agsjutigen ioMor iu$ Fulda). erHousP^. j ;jzUr5p'e,ee ird 1 , vorbe* iS- in flirt'111 nd am Körper rtvolllommrn ne völlig'um et tausendfach Snthaanrngs- isin > 1,25 ».SO laben: eg 66 Sans M, 1 Eniil Mi lifümene «• Msroeg s. "nur thzflold' Sei Das Kreuz von Golzheim. Zum 15. Todestag Albert Leo Lchlageters am 26. Mai. Seltsam zerrissen, matt, gelb, untermischt mit dem süßlich-herben Duft fallender Herbstblätter endet der Novembertag des Jahres 1918, an dem Deutschland zerbrach. Totenstille plötzlich über einem Meer von Schlachtfeldern. An den Wegekreuzungen, auf leeren Feldern, auf nebelverhangenen Bergrücken, am nassen Strand, auf dem die Welle träge aufläuft, verwunderte, erschrockene, vom Kampf noch erhitzte Soldatengesichter, stockender Atem, ratloses Achselzucken, führerlose Verlassenheit, tiefbanges Fragen:,— Aus? Ja, aus! Ein Krieg ist zu Ende. Grinsend hockt ein Gerippe und kichert lautlos über Sieger und Besiegte. Wer ist Sieger? In diesem kurzen Augenblick, in dem selbst die Erde still steht, weiß es keiner. Auch nachher weiß es keiner. Dann setzt sich uralten, urewigen Gesetzen gemäß die Erdkugel wieder in Bewegung, dreht sich weiter. Die Erstarrung löst sich. Einer holt Atem, ein , anderer holt Atem. Hände streichen verloren über die Stirn. Immer schneller wird das Drehen der Erdkugel, schon geht es im gewohnten Takt, schon haben die Klugen verstanden. Auf dem Kölner Hauptbahnhof türmen sich fortgeworfene Gewehre, einsam liegt auf ihnen, hingeschmissen, ein lästiger Degen, und schon rollt, rollt, rollt Zug auf Zug auf blanken Schienen ostwärts. Und nun strömt es von allen Seiten der Fronten ins Herz der Heimat. Zurückgeblieben, noch immer festgewurzelt, noch immer verständnislos, noch immer fassungslos steht ein Häuflein Helden im vergessenen Kriegsgelände. Sie wissen nicht, daß sich die Erde schon wieder dreht. Unter ihnen steht Albert Leo Schlageter. • * Feige tritt der Soldatenrat vor den blitzenden, zornigen Augen, noch mehr vor den geballten Fäusten des Leutnants und Batterieführers Schlageter zurück und läßt ihn passieren. Aber in der Heimat behalten die Roten recht! Taumel, Brunst, Lebensgier haben lähmenden Schrecken abgelöst. Likörgläser klirren. Und wie langsam und nach und nach Magazine und Speicher sich füllen, ist vergessen, daß die Erdrinde barst. Hei! Das jubelt schon wieder! Das handelt schon wieder! Das geht Arm in Arm mit allem, was Ruhe verspricht und zusagt. Ruhelos aber sitzt einer da. Unter studierenden Studenten. Schaut immer nach Führung aus. Sie kommt nicht. Soll Deutschland leben oder wer? Unter bunten Mützen in Freiberg stöhnt einer auf: Schlageter ... Plötzlich ist er verschwunden. Riga, das deutsche Riga ruft! Flammende Blitze [ sprüht die Batterie auf enger Brücke. Riga wird erlöst. Unter den Tiefaufatmenden und Bejubelten ist Albert Leo Schlageter, der Führer jener Batterie auf der Brücke. Höher gehen die Wogen in der Heimat. Gierige Hände greifen nach Gold, das in Papier zerflat- tert. Macht nichts! Nur nichts hören! Es ist ja Frieden. Der von Versailles! Einer hört das unterirdische Grollen der Berge an der Ruhr. Ausge- scheuchter, aufgestachelter, verführter roter Mob steht auf. Der Spießbürger schaudert, aber er sieht nicht die freche, gelbe, moskowitische Maske. Albert Leo Schlageter treibt von neuem, ungestüm seine Batterie abfeuernd, das rote Gesindel auseinander. Im Osten des Reiches bricht es auf. Wo bleibt die Führung? Hier! ruft Albert Leo Schlageter, Freikorpsoffizier in Schlesien. Der Anna- be.rg sieht deutsche Helden. Deutsches Land ist gerettet. Rufen die Händler und Schacherer: Nun aber fort mit den Freikorps, die uns gerettet haben! Nun aber endlich Ruhe? Werdet Bürger? Im Hintergrund lächeln Marxisten, lächeln Kommunisten, lächeln die Juden. Nur einer lächelt, nicht! Kommt er denn nie zur Ruhe? Rust Deutschland denn immer noch? Es ruft! Aber nur die, die es hören.. Und die es hören, müssen ausweichen. Müssen heimlich ihre Quartiere wechseln. Müssen sich versteckt halten, vor der Polizei der Bürger! Ruhelos ziehen sie durch Deutschland. Und unter ihnen wieder: er! Da hört tzl jenen rufen,. jenen ungenannten, unbekannten Soldaten, den wenige erst kennen. Der, ohne zur Führung gerufen, auch sein „Hier!" rief. Unter der Erde, nahe des Reiches Hauptstadt, aber dennoch unter der Erde, weiht Albert Leo Schlageter sich der neuen Fahne dieses Mannes. ♦ Doch das Schicksal des deutschen Bodens ruft Albert Leo Schlageter nach einer anderen Seite. Zwischen Rhein und Ruhr brennt es von neuem. Die Franzofeck find einmarschiert. Ein stummer, stiller Krieg beginnt. Immer versteckter, immer geheimer wird der Krieg. Dom offenen Kampf in offener Feldschlacht geht's in nächtliche, fast ohnmächtige Abwehr., Aber die Zähne zusammengebissen, in nur scheinbarer Ohnmacht kämpft der nur geduckte Feuergeist. Dumpfes Bersten und Krachen! Zersplittern von Schienen und Eisenstäben! Brücken fliegen in die Luft! Neben ungebändigtem Heldentum aber steht dann mit einem Male gemeiner Verrat! Unfaßbar dieses Untergehen des heiligen Lichtes in das Dunkel der Finsternis! Immer wieder muß es einer auf dieser Welt erleben und mit dem Tode beenden. Eine Salve im fahlen Grau des £6. Mai 1923 blitzt auf, kracht. Albert Leo Schlageter ist tot! ♦ Als die Schüsse in der Golzheimer Heide verhallt waren, ging ein Grauen — so schrieb man — durch ' das deutsche Vaterland. War es wirklich so? Stand die deutsche Welt starr, stumm, atemlos? Nein! Die Zeit war noch nicht erfüHt! Millionen über Millionen gingen ihrer Tagesarbeit in gewohntem Lauf nach, scherzten, lachten, tranken, tanzten, lebten und wußten nichts, nichts vom Sterben Albert Leo Schlageters. Und nur allzuviele fragten: Wer war Albert Leo. Schlageter? Trotzdem aber stieg, erst 'langsam, dann immer stärker aus den toten Gebeinen etwas herauf, das nicht Ruhe fand: das Gewissen. Scheg fühlte man, daß sich ein Mann für das heilige Deutschland geopfert hatte. Albert Leo Schlageter war das deutsche Gewissen, das Gestalt annahm in dem Kreuz von Golzheim. Kunst und Wissenschaft. Reichsmusiktage in Düsseldorf. Der zweite Tag des Festes der deutschen Musik in Düsseldorf begann mit dem ersten jener Werks- konzerte, die als Hauptbestandteil der Reichs- m u f i f t a g e diese zu einem Fest der musikalischen Volksgemeinschaft machen sollen. In der Montagehalle der Werkzeugmaschinensabrik Defries hörten rund 2-000 Gefolgschaftsmitglieder die Darbietungen des Reichssymphonie-Orchefters unter Leitung Die Gauletter der Ostmark. Vereinfachung der Vermattung in Oesterreich. Wien, 24. Mai. (DNB.) Der Führer empfing im Führerbau in München in Anwesenheit des Stellvertreters des Führers den Gauleiter B ü r ck e l zur Entgegennahme eines Berichtes über den Aufbau der NSDAP, in Oesterreich. Der Führer hat folgende Verfügung erlassen: Mit Sofortiger Wirkung ernenne i ch zum Gauleiter: Im Gau Tirol: Pg. Hofer. Im Gau Salzburg Pg. Rainer. Im Gau Oberdonau: Pg. Ei grub er. Im Gau Niederdonau: Pg. Dr. Jury. Im Gau Wien: Pg. Globotschnigg. Im Gau Kärnten: Pg. Klausner. Im Gau Steiermark: Pg. Uiberreither. München, den 22. Mai 1938. (Gez.) Adolf Hitler. Der Führer hat gleichzeitig eine Reihe von g e - bietsmäßigen Aenderungen in Oesterreich verfügt, sowohl für die parteimäßige wie für die staatliche Gliederung. So wird das Burgenland dem Gau Steiermark, der Lungau aus dem Gebiete der Landeshauptmannschaft Salzburg ebenfalls der Steiermark zugeteilt. Dem Gau Steiermark werden weiter zugeteilt: Die Bezirkshauptmannschaften Wiener-Neu st ad t, Neunkirchen sowie Teile der Bezirkshauptmannschaft Bruck a. d. Leithä. Der Gerichtsbezirk Aussig (bisher Steiermark) wird dem Gau Oberdonau (bisher Oberösterreich) angegliedert. Ost-Tirol kommt zum Gau Kärnten. Der Gau Wien erfährt eine Erweiterung durch Gebiete des Gaues Niederdonau (bisher Niederösterreich). So werden - zum Gaugebiet Wien die Gemeinden Fischamend, Kor- ncuburg, Klosterneuburg, Moedlin und Hadersdorf- Weidlingsau gehören. Die Landeshauptmannschaft Vorarlberg bleibt bestehen, parteimäßig ist sie vorerst dem Gau Tirol angegliedert. Der Führer und Reichskanzler hat sich ferner zu einer weitgehenden Vereinfachung oer öfter- reichischen Landesregierung entschlossen. Der R e i ch s st a 11 h a l t e r ist Führer der Landesregierung. Er leitet gleichzeitig das Innenministerium, dem das-Ministerium für Unterricht und Kultus angegliedert wird und das künftig den Namen „M inifterium für Inneres und kulturelle Angelegenheiten" txägt. Vertreter des Reichsstatthalters als Führer der Landesregierung und des Innenministers ist Minister Klausner. Minister Finfchboeck führt neben dem Handelsministerium das Finanzministerium in Personalunion. Minister Rheintaller führt da,s Landwirtschaftsministerium. Er ist gleichzeitig Beauftragter für den Aufbau des Forstwesens. Minister H u e b e r führt das in Liquidation befindliche Justizministerium. Der Reichsstatthalter hat mit der Leitung des gesamten Polizeiwesens den Staatssekretär ---Brigadeführer K a 11 e n b r u n n e r, mit der Leftung für innere Verwaltung den Staatssekretär ^-Standartenführer Dr. W a e ch t e r und mit der Leitung der Abteilung „Erziehung, Unterricht und Volksbildung" den Prof. Dr. P l a 11 n e r beauftragt. Der Staatskommissär ^-Obersturmbannführer R a f e l s b e r g e r ist als Staatskommissär für die Privatwirtschaft und als Leiter der Vermögensverkehrsstelle bestätigt.worden. Der bisherige Staatssekretär Wimmer führt die Abteilung „Rechtsangleichung" und der bisherige Staatssekretär Mühlmann die Abteilung „Kunst, Propaganda und Werbung". Mit der Leitung des Reichsstatthalteramtes ist Ministerialdirektor Burgsdorf beauftragt. Dr. Hammerschmidt ist zum persönlichen Referenten des Reichsstatthalters berufen. Pionier des wirischastlichen Fortschritts. Bedeutung des Handels in der nationalsozialistischen Wirtschaft. Eine Rede deSReWwirtschasts- ministers Funk. Berlin, 24. Mai. (DNB.) Auf einer aus Anlaß der Amtseinführung des neuen Leiters der Reichsgruppe Handel Dr. Franz Hayler und der gleichzeitigen offiziellen Verabschiedung des bisherigen Leiters Prof. Dr. Karl Liier einberufenen Tagung des deutschen Handels hielt Reichswirtschaftsminister Funk eine Ansprache. „Die Frage nach der Notwendigkeit des Handels", so führte er aus, „wird für die nationalsozialistische Wirtschaftsführung dadurch beantwortet, daß die heutige Verkehrswirtschaft ohne Handel überhaupt nicht vorstellbar ist, wenn wir nicht in atavistische oder kommunistische Wirtschaftsformen verfallen wollen. Der Handel war stets der Pionier des wirtschaftlichen Fortschrittes und die nationalsozialistische Wirtschaft will die fortschrittlichste Wirtschaft der Welt sein, weil sie anders gar nicht die gewaltigen Leistungen vollführen kann, die die nationalsoziali-^ stische Staats führung von ihr verlangt. Kühne Initiative ist das Lebenselement des Handels und kühne Initiative ist auch das Lebenselement der nationalsozialistischen Wirtschaft. Ohne dieses Element hätte sie niemals den einzigartigen Aufschwung nehmen können, der heute nach fünfeinhalb Jahren nationalsozialistischer. Führung in der ganzen Welt anerkannt werden muß. Unter eigener Verantwortung und unter eigenem Risiko schlägt der Handel die Brücke zwischen Erzeugung und Verbrauch. Er befriedigt nicht nur die wirtschaftlichen Bedürfnisse, sondern er weckt auch wirtschaftlichen Bedarf. Er reguliert die Märkte durch Vorrats- und Lagerhaltung, durch Kreditgeben und -nehmen und sichert der Ware durch sachgemäße Pflege ihren Wert. Was der deutsche Außen- handel bedeutet, erweist allein die Tatsache, daß sich die deutsche Ausfuhr aus Einzelgeschäften zu- fammensetzt, die täglich die Zahl von 30000 bis 40 000 erreichen und daß allein rund 70 000 deutsche Betriebe im Auslandsgeschäft tätig sind. Im Jnlandsgeschäft hat der Handel es in der Hand, die Stimmung der Millionenmassen von Käufern zu beeinflussen. Er kann aufklärend und marktausgleichend wirken. Und schließlich hat die Staatspolitik das größte Interesse daran, daß m ö g l i ch st viele selbständige und gesunde Mittelbetriebe erhalten bleiben, denn diese Mittelschicht ist volkspolitisch und sozialpolitisch besonders wertvoll. In einzelnen Handelszweigen beträgt der Durchschnitt der selbständigen Unternehmer mehr als 40 v. H. und liegt damit um fast 100 o. H. über "dem Gesamtdurchschnitt der aeroerblichen Wirtschaft. Die autoritäre Wirtschaftsführung die zur Durchsetzung ihres Führungs- und Organisationsprinzips und ihrer Methoden und Pläne die Produktion und den Verbrauch, die Einfuhr und die Ausfuhr, die Löhne und die Preise, die Geldpolitik und die Kapitalinvestition weitgehend beeinflußt, muß naturgemäß auch die Tätigkeit des Handels regeln. Der Staat soll die Wirtschaft führen, aber nicht hie Wirtschaft verwalten. . Eine verbürokratisierte oder von öffentlichen Organen verwaltete Wirtschaft wird niemals Höchstleistungen vollbringen, weil Derantwortungsfreudigkeit und Wagemut, kurzum die wertvollsten Jnitiatiokräfte in einer solchen Wirtschaft gehemmt werden. Wir wollen keine verbeamtete, verknöcherte und verbürokratisierte .Wirtschaft, sondern eine lebndige, mutvolle, schaffensfreudige und wagemutige Wirtschaft. Das gilt besonders für den überaus beweglichen und empfindlichen Handel. Unter stärkstem Beifall der Versammlung kündigte Reichswirtschaftsminister Funk an, daß er eine Prüfung der Möglichkeiten angeordnet habe, um im Außenhandel eine Erleichterung des Geschäfts durch eine gewisse Lockerung der Devisenbestimmungen herbeizuführen, weil er der Meinung sei, daß eine größere Freiheit in der Verwendung der Valutaguthaben im regulären Außenhandelsgeschäft auch eine Verbesserung unserer Exportlage herbeiführen werde. Die Frage der Konsumvereine werde von ihm wieder aufgegriffen werden, mit dem Ziel einer Liquidierung der Deutschen Grohein- kaufsgesellschaft und der einzelnen Verbrauchergenossenschaften, weil diese Gebilde als kollektive Großbetriebe von Verbrauchern nicht den Grundsätzen der nationalsozialistischen Wirtschaftsführung entsprächen. Uns liegt daran, eine möglichst große Zahl von gesunden Einzelunternehmern mit starkem Verantwortungsbewußtsein und starker Unterneh- \ merinitiative zu schaffen, aber nicht kollektive Wirtschaftsgebilde, die den betonteren Interessen eines einzelnen Standes ober Berufes dienen. Es darf bei uns kein berufsständisches Denken und Streben, sondern nur noch ein nationalsozialistisches Denken und Streben in der einen, einzigen, großen Volksgemeinschaft geben." von Franz Adam. In der Eröffnungskundgebung des Musiklagers des NSD.-Studentenbundes sprach der Musikreserent der Reichsstudentenführung Rolf S ch r o t h. Die Uraufführung der Oper „S i m - plicius Simplicissimus" von Ludwig Maur ick fand abends statt. Der Komponist Hot nach dem Roman von Grimmelshausen ein musikalisch-szenisches Zeitbild aus dem 30jährigen Kriege geschaffen, in der Gestalt des Simplicius wollte er ein Symbol des faustischen Menschen errichten. Unter der szenischen Leitung von Hubert Franz und Gustav Vargo und dank der musikalischen Vorbereitung durch Eduard Martini und Michel R u e h l fand die Opek mit Paul Helm in der Titelrolle lebhaften Beifqll. Der . Komponist Richard Gompf f. 3n Heidelberg ist der Komponist Richard Gompf im Alter von 76 Jahren gestorben, der zahlreiche Lieder komponierte, die besonders als Massenchöre Eingang in die Literatur gefunden haben. Auch auf dem Deutschen Sängerbundesfest sind verschiedene seiner Chöre gesungen worden. Ebenso versuchte Gompf sich mit Erfolg auf dem Gebiet rac^11^^5' .^bei ihn ein feiner künstlerischer Geschmack auszeichnete. Gompf stammte aus Staufenberg bei Gießen, wo er als Lehrerssohn geboren wurde. Seine musikalische Ausbildung hatte endet münd)Cn al9 Meisterschüler Rheinbergers be- Marburger Festspiele. Die Marburger Festspiele bringen in ötcfem Jahr drei Shakespeare - Lustspiele. Am 25- Aum flndet die Eröffnung mit „W i e es Euch gefallt statt es folgen „Viel Lärm um £'$*5 unb „Sommernachtstraum". Die Gesamtlettung liegt in den Händen des Begründers und langiahrigen Leiters Di. Fritz Budde. Franz jJt ertz wurde wieder für die Ausgestaltung der Szene verpflichtet. Von den besten Bühnen Deutschlands, aus München, Dresden, Hamburg, Darmstadt, kommen die Künstler zu gemeinsamer Arbeit zusammen. Auch Berlin stellt eine Anzahl durch Theater und Film bekannter Schauspieler. Oie Arbeitszeit der Beamten. Berlin, 24. Mai. In einer gemeinsamen Verordnung haben der Reichsminister des Innern und der Reichsminister der Finanzen die Arbeitszeit für alle Beamten in Reich, Ländern und Gemeinden und in den öffentlichen Körperschaften einheitlich auf wöchentlich 51 Stunden fest- gesetzt. In Berlin, Hamburg, München, Köln und Dresden soll die Arbeitszeit nur 48V? Stunden betragen, soweit nicht eine geteilte Arbeitszeit zu- gelyssen wird. Durch Bereitschaftsdienst kann die Dauer der Arbeitszeit erhöht werden. Da das Deutsche Beamtengesetz den Beamten verpflichtet, ohne Entschädigung auch über die regelmäßige Dienstzeit hinaus tätig zu fein, kann zum Ausgleich einer außergewöhnlichen Mehrbeanspruchung zu anderer Zeit Befreiung vom Dienst gewährt werden. Grundsätzlich soll die Arbeitszeit geteilt werden, nur in Städten mit mehr als einer halben Million Einwohner soll die durchgehende Arbeitszeit die Regel bilden. Der Dienst soll bei allen B ehörden am gleichen Ort gleichzeitig beginnen, im Sommer nicht vor 7 Uhr (bei durchgehender Arbeitszeit nicht vor 7V2 Uhr), im Winter überall um 7V, Uhr. Die Samstage sollen in Städten mit ungeteilter Arbeitszeit frei fein, in Orten mit geteilter Arbeitszeit soll jeroeils am Mittwoch und Samstag zusammenhängend g e a r b e i= t e t werden. In keinem Falle darf die Arbeitszeit jedoch an einem der anderen Tage neun Stunden überschreiten. Der Samstag vor Ostern soll dienstfrei bleiben, an den Tagen vor Weihnachten, Neujahr und Pfingsten und am Geburtstag des Führers und Reichskanzlers soll der Dienst um 13 Uhr geschlossen werden. Die Eigenart einer Reihe von Behörden erfordert eine abweichende Regelung der Dienstzeiten, die von den obersten Behörden festgesetzt werden sollen. Oer Oeuischlandftug. Auch am dritten Wettbcwerbstag durchweg ungünstiges Wetter. Berlin, 24. Mai. (DNB.) Der dritte Wettbewerbstag des Deutschlandfluges 1938 brachte die gleichen Aufgaben wie der vorausgegangene Tag. Neben den Anflügen von weiteren Wertung splätzen, mit denen Punktegewinne verbunden sind, wurden auch wieder Orterauf- gaben verschiedener Art gelöst. Dabei waren u. a. marschierende Kolonnen aufzufinden, ausgelegte Sichtzeichen zu entdecken oder ein Bericht über Beobachtungen an bestimmten. Orten abzufassen. Die Wetter Verhältnisse ließen manchen Wunsch offen, besonders in der Gegend von Hamburg und der Küste. Bis zum Abend müssen wieder Uebernachtungshäfen ausgesucht sein. Da- "bei war das Bestreben unverkennbar, daß die Teil- nehsner sich schon allmählich u m Berlin sammelten, um sich am Mittwoch den Pünktlich- RU H L Seltersweg Nr. 67 adlO Telephon Nr. 3170 eparaturen l89rD feitsmettberoerb nach dem Reichssportflughafen Rangsdorf zu erleichtern. Korpsführer Christiansen weilt mit seinem Verband,in Erfurt. Der dritte Tag des Deutschlandfluges war im Bereich der NSFK. - Gruppe 11 etwas mehr vom Wetter begünstigt. Nur am Nachmittag und geg^n Abend traten starke Windböen und Gewitter auf, die große Anforderungen an die Flieger stellten und an manchen Wertungsplätzen die Landung unmöglich machten. Auf dem Wertungsplatz Wetzlar hatten sich, wie -an den vorhergehenden Tagen, zahlreiche Zuschauer eingefunden, die die° ankommenden Flieger herzlich begrüßten. Bis 16 Uhr waren 32 Flugzeuge gelandet, so daß insgesamt bis jetzt 93 Flugzeuge den Wertungsvlatz Wetzlar angeflogen hatten. Der Korpsführer Chri- ftian fen war am Montag um 17.30 Uhr auf dem Wertungsplatz gelandet. Während am Vormittag die Flugzeuge in größeren Abständen ankamen, landete am Nachmittag fast alle fünf Minuten ein Flugzeug. Die Verpflegung war vorzüglich. Mädel des BDM. reichten den Fliegern Kaffee, Brötchey und Zigaretten. Die meisten Flugzeuge starteten itt Richtung Marburg. Auf dem Wertungsplatz Koblenz waren am Dienstag 71 Flugzeuge gelandet. Insgesamt haben am Montag und Dienstag 17H Flugzeuge den W.ertungsplatz angeflogen. War die Wetterlage, am Morgen noch denkbar ungünstig, so klärte es sich gegen Mittag hin auf. Die Nachmittags auftretenden Gewitter brachten aber bald einen Umschwung, der sich auf drei unserer Wertungsplätze dahin auswirkte, daß sich dort alles zu- sammenzog und den weiteren Anflug nicht mehr zuließ. Auf Grund der von Trier, Koblenz, Wetzlar durchgegebenen Wettermeldungen wurden diese gegen Abend gesperrt. Da der Rhein-Main-Hafen in den Nachmittagsstunden noch einigermaßen gute Sicht zeigte, wurde er von den noch im Gruppengebiet weilenden Teilnehmern als Uebernachtungshäfen gewählt. Um 19.30 Uhr landete die erste Mannschaft von den Verbänden der Gruppe H. auf dem Abflughafen Rhein-Main. Oas gleiche Ideal in der Jugenderziehung. Das Weimarer Reichsführerlager der HI. ..Weimar, 24. Mai. (DNB.) Im. Weimarer Nationaltheater fand die Eröffnung des Reichsführerlagers der HI. statt. Der Reichsjugendführer Baldur v. S ch i r a ch sagte, es gebe verschiedene erzieherische Faktoren, von denen jeder einzelne eine eigene und an Verantwortung reiche Ausgabe be- itze, es gebe aber nur ein Objekt der (Er- Ziehung, nur eine Jugend, die von allen diesen Erziehungsmächten erzogen und geführt werde. Der Pimpf oder Hitlerjunge fei als Schüler oder als Sohn im Elternhaus kein anderer Mensch. Aus diesem Grunde sei es notwendig, daß die Idee und Auffassung, nach der die Erziehung der Jugend des Volkes vollzogen werde, auf weite Sicht ge- ehen, bei allen Erziehungsträgern von dem gleichen Ideal erfüllt fei. Die Selbstführung der Jugend habe es mit sich gebracht, daß sie einen untrüglichen Instinkt für wirkliche Autorität besitze. Mehr als 1 0 000 HI. - Führer gehörten dem Lehrer st and an, die als Lehrer und Jugendführer gleichzeitig erlebten, wie stark die erzieherische Macht einer Gemeinschaft von Jungen ist, die sich selbst führe und auftauchende Fehler in sich selbst unterdrücke. Ju- gendsührer und Lehrer, beide müßten von der Leidenschaft und Begeisterung des wahren Erziehers erfüllt sein: „Der Jugend sichrer und Erzieher der Zukunft wird ein Priester des nationalsozialistischen Glaubens und ein Offizier des national ozialistischen Dienstes fein! Gelingt es uns, über die e begeisterte Jugend hinaus zum ersten Male in der Geschichte unseres- Volkes einen Stand zu begründen, der als erzieherische Elite unseres Volkes jeden einzelnen, der ihm angehört, typenmäßig derart formt und ausprägt, daß der Begriff Jugendführer in unserem ganzen Volke und darüber hinaus in der"Welt eine bestimmte innere Auffassung und äußere Haltung kennzeichnet? Wehe uns", so schloß Baldur von- Schirach, „wenn das Lager der jungen Führer zu einer bürgerlichen Gewohnheit würde, zu einer Wiedersehensfeier der zufriedenen und routinierten Erziehungstechniker. Seid immerhin mit anderen zufrieden, aber niemals mit euch selbst!" 100 Prozent für die Deutsche Gemeinschaftsschule in Frankfurt a. M. NSG. In sechs Massenversammlungen haben die Frankfurter Erziehungsberechtigten am Dienstag- abend die dem Aufruf eines Elternausschusses, der durch schriftliche Einladungen und Plakatierungen - ergangen war, gefolgt waren, sich zu 100 o. H. zur deutschen Gemeinschaftsschule bekannt und an den Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger folgende Entschließung gesandt: „Die am,Diene3 tag, dem 24. Mai 1938 in sechs Kundgebungen versammelten Eltern und Erziehungsberechtigten tra* 'slug. tteQ =" «n. S-TS ÄLr Pünktlich. Ör "e °er- n :£?* ,e8 Nr, 67 n Nr. 3170 I 'Mv | ^eichssportflua, lluges war im P Pe 11 etwas am Nachmittag "Oboen und Te- en an die Flie. rungsplätzen die dem Wertungs. an den vorher- uer eingefunden, >"zlich begrüßten, gelandet, so daß n Wertungsplatz psführer CHri- ■30 Uhr auf dem .. am Vormittag änden ankamen, ünf Minuten eip 'orzüglich. Mädel Kaffee, Brötchen Mge starteten ifi rtungsplatz Ko', ugzeuge gelandet, ib Dienstag 172 eflogen. War die bar ungünstig, so uf. Die Nachmit- )ten aber bald ei unserer Wer- ch dort alles zu- slug nicht mehr r, Koblenz, wlbiingen wur= rt. Da bet Uladfmütags- t zeigte, wurde biet weilenden en gewählt. Um nMt von den lern Abflughafen gelt dem Gauleiter einstimmig folgende Entfchlie- ßung vor: „Von der Ueberzeugung durchdrungen, daß die Einheit des deutschen Volkes nur dann gewahrt bleiben wird, wenn die Heranwachsende Jugend eine einheitliche Erziehung erfährt, bekennen wir uns zur deutschen Gemeinschaftsschule. Wir lehnen für di? Zukunft alle andersgearteten Erziehungseinrichtungen ab und find des festen Willens, unsere Kinder nur noch in eine deutsche Gemeinschaftsschule zu schicken. Wir bitten daher den Gauleiter, alles zu tun, daß die Gemeinschaftsschule in Frankfurt Wirklichkeit wird. Wir glauben damit zugleich einen Beitrag zum inneren Frieden unseres Volkes zu liefern. Damit bekennen wir uns zur großen deutschen V o l k s b e m e i n s ch a f t als dem Ziel der nationalsozialistischen Bewegung und unseres Führers Adolf Hitler." Oie Revolte in Mexiko. Mexiko-City, 24. Mai. (Europapreß.) Die von General Cedillo geführte und bisher auf die Provinz San Luis Potofi beschränkt gebliebene Revolte hat sich in den letzten 24 Stunden auch auf die Provinzen Veracruz, Tamaulipas und Guanajuato ausgedehnt. Nichtsdestoweniger find Präsident Cardenas und feine Berater davon überzeugt, daß Cedillo nur über wenige taufend Anhänger verfügt. Die Operationen gegen Cedillo werden von dem Verteidigungsminister General Avila Camacho geleitet. Angeblich verfügt Cedillo lediglich über 3000 Mann sowie über eine Staffel veralteter Flugzeuge. Die gegen ihn aufae- botenen Regierungstruppen betragen das Mehrfache dieser Zahl und. sind mit modernen Flugzeugen ausgerüstet. In der mexikanischen Oeffentlich- keit befürchtet man jedoch, daß andere mit der gegenwärtigen Regierung unzufriedene Kreise sich der Bewegung des Generals Cedillo anschließen würden. Mit Beunruhigung sind auch die Nachrichten ausgenommen worden, wonach die in den Vereinigten Staaten in der Verbannung lebenden Führer der „G o l d h e m d e n"-Bewegung in der Nahe der mexikanischen Grenze eingetroffen seien. Ebenso hat die Aufforderung des amerikanischen Generalkonsuls an seine in Mexiko lebenden Landsleute, ungesäumt das Land zu verlassen, Besorgnis erregt. Am Dienstagmorgen wurde bekannt, daß das Hauptquartier Cedillos von Fliegern der Regierung Cardenas in Montebello in der Sierra Huasteca aufgefunden worden sei. Die Flieger belegten das Lager mit Bomben. In verschiedenen Städten des Staates San Luis Potofi wurde die Polizei entwaffnet, weil sie sich für Cedillo erklärt hatte, so z. B. in Tamazunchale, dem Hauptkreuzungspunkt der Autostraße von Mexiko-Stadt nach den Vereinigten Staaten. Schwere Unruhen auf Jamaica. London, 23. Mai. (Europapreß.) Kingston, die Hauptstadt der englischen Kolonie Jamaica, einer der westindischen Inseln im Golf von Mexiko, war am Montag erneut der Schauplatz von schweren Unruhen, in deren Verlauf mehrere tausend Streikende, darunter der Abschaum der Negerbevöl- kerung, die Stadt besetzten. Erst nach Einsatz von Militär konnte die Ruhe wiederhergestellt werden. Der Streik begann mit der Forderung der Müll- kutscher und Straßeyreiniger nach einer 50prozentigen Lohnerhöhung; diese wurde chnen jedoch verweigert. Daraufhin leerten die Müllkutscher die Mülleimer in den Straßen aus. Schließlich griff die Streikbewegung auch auf die Hafenarbeiter über. Innerhalb einer Stunde war das ganze Geschäftsleben der Stadt stillgelegt; die Läden wurden geschlossen. Militär ist bei der Säuberung der Stadt von den Streikenden genötigt gewesen, zur Waffe zu greifen, so daß mehrere Streikende erschossen wurden. Während der Unruhen erreichten elf Verbrecher von der Teufelsinsel die Stadt und schlossen sich sofort den Streikenden an. Die englische Admiralität hat den Kreuzer „Ajax" von den Bermudas-Inseln nach Kingston beordert. Der Anführer der Streikenden, „der neue Moses", Alexander B u st a m a n t e, .ist von der Polizei verhaftet worden. Mit ihm hatte man 70 andere Rädelsführer festgesetzt. Nach Bekanntwerden dieser Verhaftungen zogen Tausende von Streikenden vor das Gefängnis in Kingston. Es wurde Militär eingesetzt, um die Ansammlung zu zerstreuen. Bustamante verfügt bei der Bevölkerung über ein beträchtliches Ansehen, so daß man mit einem Anschwellen der Ausschreitungen rechnet. Oie Lage auf dem chinesischen Kriegsschauplatz. Schanghai, 25. Mai. (Europapreß.) Die in Nordchina von den Japanern durchgeführten Operationen lassen erkennen, daß ihr nächstes Ziel die Abdrängung der Chinesen in südlicher Richtung über die Linie des Gelben Flusses und über die Lunghaibahn ist. Zu diesem Zwecke hat nach der Einnahme Langfengs ein verstärkter Angriff gegen die Orte Kweiteh, Kaifeng und Tscheng- tschau — alle an der Eisenbahn — eingesetzt. Diese von den Chinesen noch gehaltenen Punkte werden von japanischen Fliegern bombardiert. Auch bei Menghsien gehen die Japaner zum Angriff vor und haben den Chinesen hierbei schwere Verluste beigebracht. Menghsien war schon einmal der Schauplatz schwerer Kämpfe, als die Japaner versuchten, den Gelben Fluh zu überschreiten. Die auf dem Jangtsekiang liegenden japanischen Kriegsschiffe sind weiter flußaufwärts in Richtung Hankau vorgerückt. Die Chinesen haben aus diesem Grunde bei Matung, 350 Kilometer unterhalb Hankau, Flußsperren errichtet. Ein neuer japanischer Landungsversuch wurde in Tschangtschau in der Nähe der erst kürzlich von den Japanern besetzten Insel Amoy unternommen. Mehrere hundert Marinesoldaten sollen gelandet, aber nach mehrstündigem Kampfe von den Chinesen zurückgedrängt worden sein. Die japanische Marineluftwaffe warf über den Außenbezirken Tschangtschaus zahlreiche Bomben ab. Südlich von Macao, der in portugiesischem Besitz befindlichen Insel vor Hongkong, sollen neue japanische Flotteneinheiten eingetroffen sein. Aus diesem Grunde werden von den Chinesen in Südchina Vorbereitungen getroffen, um einen Angriff japanischer Kriegsschiffe auf Kanton durch Flußsperren zu verhindern. Finnlands Verteidigung im hohen Norden. Helsinki, 22. Mai. (Europapreß.) Die „Ajon Suunta" behandelt die Befestigung des Gebietes von Petfamo (Lappland). Das Matt schreibt, daß besonders England an der Sicherung ,ber Handelswege von Petfamo, seitdem die Nickelgruben an einen englischen Trust vermietet worden sind, mehr Interesse habe, als Finnland selbst. Im Kriegsfälle jedoch sei die Bedeutung der Befestigung der Petsamoküste nicht zu unterschätzen. Obwohl man mit Sowjetrußland und seinem mächtigen Kriegshafen in Polarnoje nidjt um die Herrschaft über das Eismeer konkurrieren könne, sei im Kriegsfalls auch Finnlands Verbindung mit Schweden zu Lande wichtig, denn eine feindliche Invasion von Norden her, die eine Behinderung finnischer Kriegsaktionen an anderen Fronten bezwecken würde, könnte in jeder Hinsicht verhängnisvoll werden. Die Vorsorge für das weite, ungeschützte Gebiet von Petfamo sei daher eine »deal iiehung. klag« der KZ. ) Im. Weimarer ng des Reicksfuh- leichslugendfuhrer ,e verschiedene er* >der einzelne eine >iche Aufgabe be> ijekt der Er' [b, die von allen en und e |et als * « ? anberer [big, daß die Nee r weite Sicht ge em °°" he” t)abe es 'm K» r£e6rer|ta" Ä «kid,rie@ Macht einer Ge W*1V" ^ Lieber W und (fiifAen StzK Ä derart j inaus w d hal- so lNn Mer der / ei^ t rourde/ » 'flirt «• (l( le" ÄchM , 100ö'?' fr rtt UNd ufi Sonne auf l MAZEDONIEN *2516 heutige Virliebe für rote OVERSTOLZ-Schachtel, die Vielen gewiss noch in Erinnerung sein wird, knüpft sich eine Umwälzung im Zigaretten- RaucheruDenn bei der Einführung dieser Packung wurdeder OVERSTOLZ zugleich eine neue Mischung gegeben,deren Grundlage echt mazedonische Bergtabake bildeten. Damit wurde zum ersten Mal dieser hochwertige SUischungstyp, der vorher nur teuren Zigaretten Vorbehalten war, dem deutschen (Staucher zu volks- Mazedonen-Zigaretten lässt sich also auf die damalige Qualitätssteigerung der OVERSTOLZ* Mischung zurückführen.Seit- dem hat nun diese Zigarette den bewährten Mazedonen- Typ behalten, ihre Packung und ihr Preis aberhaben sich gründlich verändert: efetzt bekommt der Taucher für 50 Pfennig 12 statt früher 10 Zigaretten,und zwar fu- gändicht verpackt, sodass die Mazedonen-Mischung der OVERSTOLZ auch immer tümlichem Preise angeboten, frisch und aromatisch bleibt. OVER STOLZ so» wichtige Aufgabe, ihre Durchführung läge durchaus nicht außerhalb des Bereiches der Möglichkeit. Erbitterter Kampf um den Brückenkopf von Balaguer. Salamanca, 25. Mai: (DNB. Funkspruch.) Die Roten setzten auch am Dienstag, wie der natio- natspanische Heeresbericht meldet, ihre Angriffe an der Katalonien-Front fort, die sie zur W i e d e r e r o b e r u n g der Elektrizitätswerke von Tremp unternehmen. Der Angriff richtete sich besonders gegen den Brückenkopf von Balaguer, wo die Bolschewisten wieder eine neue schwere Niederlage erlitten und viele hundert Tote zurückließen. Bei Beginn der Offensive haben sie bereits gegen 4000 verloren und eine bedeutende Menge von Kriegsmaterial eingebüßt, darunter sechs Tanks. General Moscardo, der nationale Befehlshaber im Abschnitt Balaguer, erklärte, nach drei Offensivtagen hätten die Roten nicht den geringsten Erfolg erreicht, sie hätten nicht einen Fuß breit in nationales Gebiet eindringen können. Am Brückenkopf von Balaguer hätten die Roten ihren Angriff durch ein Trommelfeuer bisher unbekannten Ausmaßes eingeleitet; die rote Artillerie sei von französischen Spe- zialisten geleitet worden. Kleme politische Nachrichten. Die feierliche Grundsteinlegung zum Volkswagenwerk in Fallersleben am Donnerstag, 26. Mai, 13 bis 14 Uhr, wird vom gesamten deutschen Rundfunk übertragen. * Im Reichsgesetzblatt ist eine Verordnung über die Einführung der Nürnberger Rassengesetze imLandeOe st erreich erschienen. Danach gelten nun auch dort das'Reichsbürgergesetz und bestimmte Ergänzungen dazu sowie das Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre. § 3 des Blutschutzgesetzes, wonach Juden weibliche Staatsangehörige deutschen oder artverwandten Blutes unter 45 Jahren in ihrem Haushalt nicht beschäftigen dürfen, tritt am 1. August d. I- in Kraft. ♦ Das Rudolf-Heß-Krankenhaus in Dresden, das die Aufgabe hat, die biologischen Heilmethoden in Einklang mit den Methoden der Schulmedizin zu bringen, feierte das Richtfest eines dreigeschössigen Neubaues. * Mit Zustimmung der englischen Behörden wurde über dem neuen Gebäude der Vertretung der spanischen Nationalregierung in Gibraltar die Flagge GeneralFrancos gehißt. Es ist dies das erste Mal, daß die rotgelbrote Flagge Nationalspaniens amtlich in Gibraltar gehißt wurde. ♦ Mit Wirkung vom 24. Mai wurde in Rumänien die Todes st rafe eingeführt für Anschläge gegen Mitglieder des Herrscherhauses oder gegen ausländische Staatsoberhäupter oder gegen staatliche Würdenträger in Ausübung ihres Dienstes, ferner für politischen Mord und Raubmord. Wirtschaft. Gießener Gchlachtviehmarkt. Zum gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Diehversteige- rungshalle" Rhein-Main in Gießen wurden 2 Ochsen, 9 Bullen, 26 Kübe, 21 Färsen, 103 Kälber, 206 Schweine, 3 Schafe aufgetrieben. An Preisen wurden erzielt: Ochsen 44 Pf., Bullen 38 bis 43, Kühe 19 bis 42, Färsen 37 bis 43, Kälber 38 bis 63, Schafe 16 bis 44 Pf. je kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,11 RM., Klasse bl) (135 bis 149,5 kg) 1,09, Klasse b2 (130 bis 134,5 kg) 1,07, Klasse c (100 bis 119,5 kg) 1,03, Klassen d bis f (unter 100 kg) 0,97, Klasse gl und 1 (fette Specksauen und Altschneider) 1,05, Klasse g2 und h (andere Sauen und Eber) 1,01 RM Marktverkauf: Großvieh und Schweine zuget-)lt. Kälber und Schafe flott. Alles ausverkauft. Iihein-Mainische Börse. Hliffagsbörfe widerstandsfähig. Frankfurt a. M., 24. Mai. Die Börse zeigte eine weitere Beruhigung und hatte einen freundlicheren Grundton. Zwar setzten sich auf verschiedenen Marktgebieten am Aktienmarkt kleine Verkäufe aus den bekannten Quellen fort, sie stießen aber auf eine wesentlich bessere Aufnahmeneigung, so daß sich die Rückgänge mit durchschnittlich 0,25 bis 0,75 v. H. in engen Grenzen hielten. Aus hem ermäßigten Stand erfolgten vielfach kleine Rück- und Meinungskäufe, so daß eine Reihe von Papieren Besserungen im gleichen Ausmaß erzielten. Die Umsätze erreichten jedoch nirgends besonderen Umfang, da eine gewisse Zurückhaltung sortbestand. Etwas höher lagen u. a. Lahmeyer, Westdeutsche Kaufhof, Reichsbank, Demag, Feld- müyle-Papier und 23). Goldschmidt bis 0,50 v. H., anderseits bröckelten Felten, Gessiirel, Daimler, Hoesch und Mannesmann um ebensoviel ab, während Scheideansialt 1,50 v. H., BMW. 1 v. H. und Zement Heidelberg 0,75 v. H. nachgaben. IG. Farben lagen mit 157,25 (157,40) wenig verändert, ebenso blieben Verein. Stahl, Adlerwerke Kleyer, Eßlinger Maschinen und Moenus Maschinen behauptet. Der Rentenmarkt lag weiterhin ruhig. Reichsaltbesitz erhöhten sich auf 133,40 (133). Kom- munal-Umschuldung lagen mit 96,15 (96,13) wenig verändert. Reichsbahn-VA. stellten sich auf 126 (125,90). Der Pfandbriefmarkt bot das gewohnte ruhige Bild, kleine Abweichungen zeigten Liquidationswerte. Stadtanleihen notierten zumeist unverändert. Industrie-Obligationen lagen noch nicht ganz einheitlich, die Veränderungen waren aber gering. Abendborse freundlich. Wenn auch die Umsätze an der Abendbörse feinen größeren Umfang erreichten, so war die Haltung am Aktienmarkt anschließend an den Mittagsverkehr weiter etwas freundlicher. Bei kleinen Käufen stellten sich zumeist Erhöhungen von durchschnittlich 0,25 bis 0,50 v. H. ein. Fest lagen Berger Tiefbau mit 148,13 (147), die somit über 2 v. H. des' 5,4 v. H. betragenden D'ividendenabschlags aufholen konnten. Je 1 v. H. gewannen BMW. mit 147 und Deutsche Erdöl mit 138,50, außerdem befestigten sich Buderus auf 118,75 (118), Schuckert auf 182 (181,40) und am Einheitsmarkt Chem. Albert auf 127,75 (127). Kleine Besserungen bis 0,50 v. H. verzeichneten u. a. Hoesch mit 111,50, Rheinstcchl mit 141, Adlerwerke mit 118,65, Gesfürel mit 144,50, Junghans mit 118,50 und Rheinmetall mit 144. IG. Farben hielten mit 157,65. (157,75) den Berliner Schlußkurs, Verein. Stahl überschritten chn um 0,25 v. H. mit 107,40 (107,50). Neben Bankaktien unverändert lagen u. a. AEG. mit 120,25, Bekula mit 161,50, Goldschmidt mit 141, Moenus mit 135,50, Westdeutsche Kaufhof mit 106,75 Am festverzinslichen Markt blieb es sehr ruhig. 5,50 v. H. Pfälz. Liquid, bröckelten 0,13 v. H. ab auf 101,65, JG-Farben-Bonds wurden zu unverändert 130 gefragt, ebenfalls unverändert lagen Reichsbahn- DA. mit 126 und im Freiverkehr Kommunal-Um- schuldung mit 96,15. , Jranffurfer Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 24. Mai. Auftrieb: Rinder 887 (gegen 1025 in der Vdrwoche), darunter 214 (188) Ochsen, 168 (192) Bullen, 378 (484) Kühe, 127 & 1 J^ugendicht ^verpackt MM sitz-MW LMM 1 SSO den die das VDO sucht jüngeren technischen Zeichner für Angebots- u. Kundendienst-Zeichnungen Ausführliche Bewerbungen mit handgeschriebenem Lebenslauf, Zeugnisabschriften, Lichtbild, Angabe von Referenzen, Gehaltsansprüchen und frühestem Eintrittstermin sind zu richten an die 3611d VDO Tachometer A-G, Frankfurt a. M.-Welt 13. in Gruppen von 3 bis 4 Personen ans Ufer gebracht werden. Sowohl die Pioniere als auch die Wiener Strompolizei haben bei dieser Rettungsaktion Außerordentliches geleistet. Zehn Tote beim Absturz eines amerikanischen Passagierflugzeugs. Ein großes Transkontinental - Passagierflugzeug der United Air Line mit sieben Fahrgästen und drei Besatzungsmitgliedern an Bord stürzte in der Nähe von Cleoeland (USA.) ab. Alle Insassen wurden getötet. Die Einwohner des Dorfes Garfield berichten, daß das Flugzeug bereits in der Luft i n Brand geraten fei und brennend über dem Dorf kreuzend nach einem Notlandungsplatz gesucht habe, ehe es in die nahe gelegene Schlucht stürzte. Dies ist der zweite Unfall eines amerikanischen Passagierflugzeuges in einer Woche; bereits am 18. Mai wurden in der Nähe von Los Angeles neun Personen bei einem Flugzeugunglück getötet. Drei englische Streckenarbeiter überfahren und getötet. Auf der Strecke London—Lichfield hat ein Schnellzug drei Streckenarbeiter überfahren. Sie waren auf der Stelle t o t. Wetterbericht Die vom Atlantik ausgehende Wirbeltätigkeit setzt sich fort. Damit bleibt auch eine wechselhafte, zu Niederschlägen neigende Witterung erhalten. Die Temperatur wird schwankend, im allgemeinen für die vom Unser lieber Bruder Hans Kirch 1. Ziehungstag 24. Mai 1938 In der heutigen Vormlttagsziehung'wurden gezogen 52693 86234 104892 Gießen, den 25. Mai 1938. 3602D heutigen Nachmittagsziehung wurden gezogen 36365 190557 im Alter von 64 Jahren. In tiefer Trauer: 10677 42993 61068 80738 90557 340^93 343765 346134 Watzenborn-Steinberg, den 25. Mal 1938. 245 30842 33791 35941 82212 82377 89099 93140 97988 101573 3609D Für die überaus herzliche, wohltuende Teilnahme, die mir beim Hinseheiden meiner lieben Frau in so reichem Maße erwiesen wurde, sage ich meinen tiefempfundenen Dank. Willi Berg. Gießen, im Mai 1938. 3604D [Vermietungen Wer hießt, 35960 192403 204431 281119 281861 104377 312803 Am 24 Mai. vormittags l1/, Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden mein lieber Mann, lieber Vater, Schwiegervater und Großvater 53263 60336 62318 64050 67397 68066 71918 74772 75257 79540 87615 90141 152435. 207086 290079 347426 67041 249113 156125 241268 299959 365241 40716 350036 107401 118684, 154442 194942/ 222156 245600 280413 314844 345112 367617 142635 204638 283538 109273 135620 172239 200384 223261 263261 291573 317919 350722 389860 11313& 145585 178171 209777 232849 272554 300691 319366 351875 391637 3810 165007 115373 150238 193513 210583 234030 276335 308047 328668 361542 391679 170509 241668 301019 371301 71335 94491 131893 163483 184671 194633 236809 246658 269640 277374 311376 328937 355618 390986 134416 243721 102672 116849 153028 194778 215723 234051 278461 312320 337009 362324 395439 114647 378508 105164 135525 164482 186513 203099 237417 253197 270087 279285 313653 330887 356438 In der 111891 137591 168718 187574 225037 238667 263656 270183 284601 316930 348938 361584 Katharine Elisabethe Sarnes, geb. Euler Familie Friedrich Schmitt 238754 36237 296481 144594 Käthe Niemann, geb. Kirch Erna Roth, geb. Kirch. 116412 145152 169771 190125 227976 238838 264313 271114 286127 319853 349162 362425 120565 151552 173708 193666 234675 240279 264453 271335 290675 324568 353283 379555 Auf Wunsch des Verstorbenen fand die Einäscherung in der Stille statt — Blumen sind nicht in seinem Sinne und alle uns zugedachten Beileidsbezeugungen bitten wir herzlich dankend zu unterlassen. 120858 157766 183000 194611 8713 16070 33752 114406 194569 212180 215035 241690 246596 321802 379210 382029 386766 236396 245801 267244 273782 299845 326274 355384 381996 31347 325997 108209 124305 164936 199426 223055 259262 283838 317097 350410 385321 2 Gewinne zu 25000 RM. 4 Gewinne zn 10000 RM. 2 Gewinne zu 3000 RM. 12 Gewinne zu 1000 RM. 122635 246497 345690 Die Beerdigung findet Donnerstag, den 26. Mai, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause Ferdinand-Werner-Straße 25 aus statt. Ihre Versorgung mit Lebensmitteln erfolgte mit Hilfe eines Drahtseils, das durch eine Rakete hinübergeschossen wurde. Alle Versuche, an die Eingeschlossenen mit Kähnen heranzukommen, waren wegen der reißenden Strömung unmöglich. Erst als unter Leitung des Obersten der Ordnungspolizei Meißner zwei Motorboote der Strompolizei aus Wien eintrafen, konnten die Eingeschlossenen Gewinnauszug 2. Klosse 51. Preußisch-Süddeutsche (277. Preuß.) Klosseu-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Sühnerstall mit Umzäunung (auch als Gartenbütte geeign.hm. 7 Hühner (Leghorn) zusammen od. getrennt, bill. zu verkaufen. Zu erfr.i. Gieß. Anz. ist in seinem 44. Lebensjahr am 20. Mai überraschend aus diesem Leben geschieden. (159) Färsen. Kälber 1132 (1267), Hämmel und Schafe 76 (107), Schweine 4695 (5635). Notiert wurden je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 43 bis 45 (42 bis 45), b) 39 bis 41 (39 bis 41), c) 33 bis 36 (31 bis 36); Bullen a) 40 bis 43 (41 bis 43), b) 35 bis 39 (36 bis 39), c) 33 bis 34 (34); Kühe a) 40 bis 43 (40 bis 43), b) 34 bis 39 (34 bis 39), c) 26 bis 33 (28 bis 33), d) 17 bis 25 (17 bis 25); Färsen a) 43 bis 44 (41 bis 44), b) 39 bis 40 (38 bis 40), c) 33 bis 35 (33 bis 35), d) 28 (27 bis 28). Kälber a) 63 bis 65 (63 bis 65), b) 53 bis 59 (55 bis 59), c) 43 bis 50 (44 bis 50), d) 40 (35 bis 40). Hämmel b2) 46 bis 47 (46 bis 47), c) 36 bis 40 (45); Schafe a) 36 bis 38 (—), b) 33 bis 35 (—), c) 30 bis 32 (30 bis 32). Schweine a) 56,50 (56,50), bl) 55,50 (55,50), b2) 54,50 (54,50), c) 52,50 (52,50), d) 49,50 (49,50); Sauen gl) 53,50 (53,50). Marktoerlauf: Rinder, Kälber und Schweine zugeteilt; Hämmel und Schafe mittelmäßig. Nächster Viehmarkt am Dienstag, 31. Mai. [ Verkäufe 3 Bienenvölker u. leere Beuten preiswert abzu- geben.Zu erfrag, m d. Geschaftsst. d. Gieß. Anzeig. 22 Gewinne zu 800 RM. 120515 167719 247857 390507 395503 44 Gewinne zu 500 RM. 144391 158534 163991 217185 234982 238279 332203 335528 341249 2möhlierte Zimmer für Dame und Herrn zu mieten gesucht. Schr.Angeb.unt. 3607Da.d.G.A. 8 Gewinne zu 1000 RM. 361731 18 Gewinne zu 800 RM. 108457 116095 159012 Junges zuverlässiges . 3527° Mädchen f. vormittags zur Beaufsichtigung von 3 Kindern gesucht. Wo sagt die Geschäfts^. d. Gieß. Anzeig. Aus aller Wett. Entführung des englischen Autokönigs" Lord Nuffield mit knapper Not vereitelt Größtes Aufsehen hat in England ein Zwischenfall in den Cowley-Werken in der Nähe von Oxford hervorgerusen. Der englische „Autokönig" Lord Nuffield sollte entführt werden. Als Heinrich Sarnes Schmiedemeister 156 Gewinne zu 300 RM _ _ ____ _____ _____ 36272 41130 53381 53474 55557 57817 63951 208 Gewinne zu 300 RM. 555 1606 3046 4108 15137 21467 22100 25360 29337 29580 32858 37281 37341 37966 42420 42707 48869 52088 Heima Vereinigung Scieolierg Am HimmellaMag vor mitt. 8*/3 Uhr auf dem Schiffenberg Waldgottesdienst Predigt: Pfarrer Steiner Hausen, Mit wirkende: Frauenchor Bausen. Autobus verkehr ab 8 Uhr vom Ludwigsplatz. Dienstagfrüh gelang es, die in Frohnleiten Hochwasser Eingeschlossenen zu befreien. Durch das Hochwasser war eine Häusergruppe mit 28 Personen von der Außenwelt vollkommen abgeschlossen. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Anteilnahme, die uns beim Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen Herrn Georg Willi. Weller, Polizeidiener i. R. entgegen^ebracht wurden, sagen wir herzlichen Dank. Insbesondere danken wir dem Herrn Pfarrer für die trostreichen Worte, sowie dem Herrn Bürgermeister, den Herren Gemeinde-Beamten, dem Kriegerverein und der Sängervereinigung. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Marie Weller Wwe., geb. Pfeiffer. Wieseck, den 25. Mai 1938. 56 Gewinne zu 500 RM. 83650 —" ------ Suche 5-Zimmer-WoliD. mit etwas Gartenland od. Einfamilienhaus ev. zum Kauf. Schr. Angebote unter 3606 D an den Gieß. Anzeiger. Beamter sucht 3-4-Zinnner- Wobnong. Angebote unter 02664 an den Siebener Anzg. ' Für Haus (2 Person.) wird einfache Stutze gesucht, die bereits in gepflegtem älter. Haushalt tätig gewesen und nut der Hausfrau die Arbeit teilt. Schriftliche Angebote u. 02459 an den Gießener Anzeiger erbet. Ordentliches MWH daß gut kochen kann, den Haushalt selbständig führt, bei hohem Lohn gesucht. Frau Emmi Darrt Gießen 3816^ Seltersweg 87. 2 Gewinne zu 5000 RM. 56994 4 Gewinne zu 3000 RM. 256280 261490 6 Gewinne zu 2000 RM. 77182 103361 erfahr.,stellenlos. 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Ein Ueberfall- kommando konnte im letzten Augenblick die Eindringlinge feftnehmen, ehe sie in ihrem Wagen entkamen. Lord Nuffield ist eine der populärsten Persönlichkeiten Englands, der sich wegen seiner großzügigen Stiftungen, die sich auf rund 12 Millionen Pfund belaufen, besonderer Wertschätzung erfreut. In den letzten Tagen war sein Naftie wegen der britischen Luftaufrüstung in aller Munde. Schwierige Rettungsaktion im steirischen hochwassergebiet. Keine Zeugnisse in Urschrift lonbent nur Zeugnw- abjchriften dem Bewerbungsschreiben bei- legen I -- Lichtbilder undBewerbungsunter, ^gen müssen zur Ber> metdung von Verlusten aus der Rückseite Rcr» men und Anschrift veS Bewerbers trauen! Junger Bäckergeselle zum 15; Juni od. später in angenehme Dauerstellung gesucht. Zu erfragen in d. Geschäftsstelle d.Gietz.Anz.3KioV Zuverlässige Frau oder Mädchen für ruh. 2-Pers.- Haushalt gesucht Zu erfragen in d. Gescbäftsst d. Gieß. Anz. 02466 iu.2mööiietie Mm int Hitlerwall zu vermieten. 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Henkel Gießen, Am Riegelpfad 32 «P gt'B ernten lvenn 1 ,önn L/ Durchaus L-d°s Ans« TÄ« :uch Aufschluß ub ungemeinen n I°s M°tiv der ! triebes durch die ter Anmeldung - Oller-, eines 5 fingen. t Jen stärksten t dasBetleidul fingen überstieg e Ienissanwärter ( Mesührt, daß st Ichrlinge festM inacherei, ja W trobilionellen rp oud) hier ein oj Anteil oorliegt, so lidjen Berufsvertr Ginigsgewerr | wperpf.legi M nicht einen mchgewerbe st geWr Schuhma und Merei i|t. 3W ®’1’ die AdieSl°! Md°- stark: 1103 weibli wurden hier gezä 3n der Gruppe ist die Zahl der erwähnte Statijtil berschwiebel nach, unter den Optikern 35, un pädiemechanikern dien das Graoei Kupfer- 'und No Als Ausnahmen , önstaliateur, wurden. Un den an das Men, wie Ker, ti.u.ä., war be Gering. So würbe liche Lehrlinge ge Tapezierern unb lag, es bei be1 MeiM, bie bei ja ebenfalls ein ermöglichen und angewandt meri gerade Frauen o handwdrk lockte Mädchen- die ho Aufs Ganze ge; 'chen Handwerke, ttÄ MW .Mer wurde \ ^eme besonder, hwn darin voi -as Mädchen bis - zsÄ 5u9runq e;ni Säi E besonders er Wt hr oU ii»b ärijfe ®« > Luch»! tS bie | "" jirau L; nian d Ä b«6„" Met ’Ä bie -sn' Jahreszeit jedoch zu kühl fein. Das Auftreten gewittriger Störungen ist nicht ausgeschlossen. Aussichten für Donnerstag: Veränderlich mit zeitweiliger Aufheiterung, aber auch weiter- hin Niederschlägen, bei westlichen Winden Temperaturen wenig geändert. Aussichten für Freitag: Fortdauer der wechselhaften und unbeständigen Witterung. Lufttemperaturen am 24. Mai: mittags 13,9 Grad Celsius, abends 8,8 Grad, am 25. Mai: morgens 8,9 Grad. Maximum 16,9 Grad, Minimum heute nacht 5,5 Grad.^— Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 24. Mai: abends 12,7 Grad, am 25. Mai: morgens 10,3 Grad. — Niederschläge 0,7 mm. — Son- nenscheindauer 2,9 Stunden.___________________' Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton': Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IV. 38: 9614. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lang-, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 „ gültig. »etelllU's festste" Aen 4ie«e ße^ors kaenKlugen’ Alt iU *uto”Ve b elende11- <*** V Be*heil^Spr AieW»Ur^ Bedeutende Kraftfahrzeug-Zubehörfabrik in südwestdeutscher Großstadt sucht per sofort jüngeren tüchtigen Verkaufs-Korrespondenten (möglichst aus der Branche) 1 ' ' sowie perfekte Stenotypistinnen mit guter Allgemeinbildung. Angebote mit handgeschriebenem Lebenslauf, Lichtbild, Zeugnisabschriften und Referenzen, sowie Angabe der Gehaltswünsche unter Angabe des Kennwortes erbeten unter 3613V an den Gießener Anzeiger. Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beide» Abteilungen I und II | Stellengesuche] Vereine »4 <30 m. 121 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) 25-/26. Mai 1938 ■. " 1 "" 11 ■ ■■■ ■ I —..... I ■■ ■■ Aus dem Reiche der Krau. Sie Frau im Deutschen Handwerk Dom 28. Mai bis 10. Juls findet in Berlin eine Internationale Handwerks - Ausstel- 1 u n g statt, wobei sich zum ersten Male auf einem Kongreß die Handwerkerfrauen treffen und sich über die Fragen ihrer Stellung zu den Berufsangelegenheiten besprechen werden. Neben ihnen, deren Bedeutung für den Handwerksbetrieb des Mannes niemand unterschätzen wird, sind an der Ausstellung aber auch die Frauen des Handwerks, und zwar leistungsmäßig, auf der Ausstellung vertreten, also die weiblichen Handwerksgesellen und die Meisterinnen der verschiedenen Handwerkszweige, in denen sie tätig sind. Praktisch gesehen, gibt es heute kaum noch ein Handwerk, das Frauen nicht erlernen und ausüben könnten, wenn sie auch in verschiedenen Handwerksberufen durchaus Einzelerscheinungen bleiben. So hat z. B. im April 1937 ein weiblicher Schlächtergeselle das Meisterexamen bestanden —. nicht von Sensationslust getrieben, sondern um das alte Familiengeschäft einmal selbst fortführen zu können, da keine Brüder da waren. Aus einer Lehrlingsstatistik des Reichsstandes des Deutschen Handwerks vom Dezember 1936 ist die Beteiligung der Frau an den einzelnen Handwerkes abzulesen; sie gibt auch Aufschluß über ihre Teilnahme an von Frauen int allgemeinen nicht ausgeübten Handwerksberufen. Das Motiv der Uebernahme eines väterlichen Betriebes durch die Tochter ist treibend gewesen bei der Anmeldung von fünf weiblichen Bäcker-, drei Müller-, eines Konditor- und vier Fleischerlehrlingen. Den stärksten Frauenanteil hat selbstverständlich das Bekleidungsgewerbe. Mit 57780 Lehrlingen überstieg er hier den Anteil der männlichen Berufsanwärter (54 576). Als Besonderheit wurde angeführt, daß sich acht weibliche Herrenschneiderlehrlinge feststellen ließen. Wäscheschneidern, Putzmacherei, ja selbst Kürschnerei darf man zu den traditionellen Frauenhandwerken rechnen; wenn auch hier ein ost nicht unerheblicher männlicher Anteil vorliegt, so überwiegen doch immer die weiblichen Berufsvertreter. Ebenso ist es im R e i n i - gungsgewerbe und in den Handwerken der Körperpflege. Seltsamerweise konnte die Statistik nicht einen einzigen Lehrling im Handschuhmachergewerbe feststellen, während es acht angehende Schuhmacherinnen gab. In der Wäscherei und Plätterei ist das weibliche Uebergewicht sehr stark: 1703 weibliche und 162 männliche Lehrlinge wurden hier gezählt. In der Gruppe der metallverarbeitenden Gewerbe ist die Zahl der Frauen sehr klein. So weist die erwähnte Statistik unter den Gold- und Silberschmiedelehrlingen nur 47 Frauen nach, unter den Uhrmachern nur 23, unter den Optikern 35, unter den Bandagisten- und Orthopädiemechanikern nur 24. Daß ein einziges Mädchen das Graveurhandwerk erlernte, zu dem auch Kupfer- 'und Notenstechen gehören, ist erstaunlich. Als Ausnahmen sind dagegen die zwei Elektro - Installateurinnen anzusehen, die gezählt wurden. In den an das K un st h a n d w e r k grenzenden Berufen, wie Keramik, Malerei, Dekoration, Glaserei u. ä., war der weibliche Anteil ebenfalls sehr gering. So wurden unter den Malern nur 9 weibliche Lehrlinge gezählt, bei den Töpfern 21, bei den Tapezierern und Dekorateuren nur einer. Aehnlich lag es bei den holzverarbeitenden Handwerkszweigen, die bei gründlichem handwerklichen Können ja ebenfalls einen Ausbau in das Kunsthandwerk ermöglichen und vor allem in der Heimgestaltung angewandt werden können — eine Aufgabe, die gerade Frauen ansprechen sollte. Aber das Tischler- handwtzrk lockte nur vier, die Drechslerei nur drei Mädchen; die Holzbildhauerei ebenfalls drei. Aufs Ganze gesehen beträgt der Anteil der weiblichen Handwerker etwa ein Zehntel der Gesamtsumme. Es zählte die Statistik unter 589 348 männlichen 58 545 weibliche Handwerkslehrlinge. D. S. Wrtschaflsplan her Hausfrau. Früher wurde die Führung des Haushaltes nicht als eine besondere Kunst angesehen, weil sich alle Frauen darin von Jugend auf übten. Heute, wo das Mädchen bis zur Verheiratung, ja vielfach weit über diese hinaus, dem Erwerb nachgehen muß und nicht ohne weiteres Zeit findet, sich die zur Führung eines Haushaltes notwendigen Kenntnisse anzueignen, wo vielfach auch noch der Mann in seiner Freizeit zur Verrichtung häuslicher Pflichten herangezogen wird, wird der Tätigkeit der Hausfrau wieder mehr Achtung gezollt und als ein besonders erlerntes Können angesprochen. Um den Anforderungen des Tages zu genügen, ist im Leben der jungverheirateten Frau die Aufstellung eines 'Wirtschaftsplanes eine große Notwendigkeit, ganz gleich, ob sie die täglichen Pflichten selbst oder mit einer Stundenhilfe oder mit ausreichend Personal im Klein- ober Großhaushalt zu verrichten hat. Der Tagesplan gibt ihr eine Kontrolle darüber, o£ sie Zeit und Arbekt richtig verteilt. Ein Wirtschaftsplan kann hierbei nie für alle Haushaltungen gelten; denn die Lebensverhältnisse der einzelnen Familien unterscheiden sich grundsätzlich voneinander. Man kann daher nur versuchen, ein möglichst vielen Gesichtspunkten Rechnung tragendes Schema aufzuzeichnen, das im Einzelfall jede Frau ihren Der- hältnifsem anpassen muß. Oft hört man die Freundin einer verheirateten Frau sagens „Es ist bei ihr^ niemals etwas zur Zeit fertig, sie hat keine rechte Einteilung". Diese „Systemlosigkeit" hat schon manchen Familienzank heraufbeschworen und manche Ehe zerstört. Wir wissen alle, daß die richtig eingeteilte Arbeit doppelt so schnell getan ist, wie die wahllos ausgeführte. Es ist wichtig, daß in diesem Plan alle Arbeiten, auch die, die auf die anderen Haus- fiaitsfräfte verteilt werden, genauestens angeführt werden. Ein guter Tagesplan muß so eingerichtet sein, daß auch'die Hausfrau zu einem a d) t ft ü n = bi gen Schlaf kommt unb möglichst auch eine kurze Mittagsruhe von einer halben bis einer Stunbe hat, um bie reichlich in Anspruch genommenen Nerven auszuruhen. Zur Erhaltung einer glücklichen Ehe unb eines harmonischen Familienlebens gehört es nicht zuletzt, baß bie Hausfrau unb Mutter auch eine Stunbe für ihre per s ö n - ti d) e n Liebhabereien unb Interessen übrig behält, damit sie nicht als „Arbeitstier" allmählich gegen das Leben abstumpft. Ist der Arbeitsplan gut durchdacht, und versteht die Hausfrau, kleine Pflichten — man denke an tägliches Tischdecken, Geschirrabtrocknen usw. — an die Heranwachsenden Kinder geschickt zu verteilen, ohne sie körperlich zu überanstrengen, so kann sie sich ihr Tagewerk erleichtern und ist ihren Heranwachsenden Kindern eine bessere Mutter als die allzu weichherzige. Alle häuslichen Arbeiten sollte bie Hausfrau, wenn irgenb angängig, am Vormittag verrichten. Der Nachmittag gehört der heranwachsen- ben Jugenb, bie sie bei ben Schulaufgaben beaufsichtigt, sich selbst nebenher mit Nähen ober Flicken beschäftigend. Die vielen Zeit unb Kraft sparenben Haushaltsgeräte, bie heutzutage jeber Hausfrau zur Verfügung stehen, wie: Staubsauger, Mop, elektrische Bohnermaschine, Waschmaschine, Wäsche- schleuder, Schnell- unb Turmkochtopf, Küchenmaschinen, nichtrostende Bestecke, elektrische Nähmaschine u. a. m. bieten manche Erleichterung. Selbstver- stänblich ist es von einer Hausfrau, bie ihren Haushalt mit Mann unb Kindern völlig selbständig besorgen muß, nicht zu erwarten, daß sie jeben Monat jedes Zimmer einer gründlichen Säuberung unterzieht; Denn bie Kleinen vom Säuglings- bis zum schulpflichtigen Alter bebürfen ftänbiger Beaufsichtigung unb Pflege. Eine wichtige Aufgabe ber Stadthausfrau ist der Einkauf ber Lebensrnittel Ist sie ihrem Kaufmann eine treue unb regelmäßig zahlenbe Kun- bin, so genügt eine Bestellung ber Waren am Morgen mündlich ober telephonisch, unb sie werden ihr sicherlich noch im Laufe bes Tages je nach Wunsch ins Haus geschickt. Iebe Hausfrau sollte sich bemühen, ihren Einkauf auf ben Vormittag zu legen, nach Möglichkeit nicht auf ben Samstag; ber Nachmittag unb Abenb gehören bem Einkauf ber b e - r u f s t ä t i g e n Hausfrau, ber vielfach ein früherer Einkauf nicht möglich ist. Wesentlich mehr Arbeit bieten bas Eigenheim unb ber länbliche Haushalt, wo außer der Hausarbeit auch noch ein Garten unb vielfach auch ein Viehstall auf bie fleißigen Hänbe ber Hausfrau warten. Hier ist eine Ärbeitsplanung befonbers wichtig. Gerabe für bie ßanbfrau bietet ber Besitz zeit- unb kraftsparenber Geräte und Maschinen in Zeiten größten Arbeitseinsatzes, — sei es zur Frühjahrsbestellung, Einmachezeit, zur Ernte, wenn alle Hände gebraucht werden, oder zur Schlachtezeit —, eine große Erleichterung. Die segenbringende Einrichtung der Erntekindergärten, die viel- fgch schon das ganze Jahr über von ber ©emeinbe offengehalten werben, wirb baher hier befonbers bankbar empfunben. K. M. äs sollen wir tragen? PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS «esssar > WM Kinderkleider aus Voile, Batist und Kattun zeigt heute unsere Modeskizze. Das weiße, mit bunten Blümchen bestickte unb vielfach eingelesene Voile kleib links hat ebenfalls eingelesene Täschchen, kurze Puffärmel unb einen mittelgroßen, runben Ausschnitt. In ber Taille, um ben Ausschnitt unb um bie Aermel wirb ein schmales, grünes Ripsbanb durch ben Stoff gezogen unb zu kleinen Schleifen gebunben. Das weiß unb rosa (quer-) gestreifte Batist- kl e i b ch e n in ber Mitte ist in der Taille unb an ber Passe gesmokt. Es wirb auf beiben Schultern burch Perlmuttknöpfe geschloffen. Aus blau-weiß tariertem Kattun ist das Faltenkleidchen rechts, besten angeschnittene ©ürtelenben seitlich zu Schleifen gebunben werben. Die Taschen finb im Muster aufgesetzt, ber kleine Kragen ist aus weißem Pikee. Das Kleib wirb im Rücken burch brei Perlmuttknöpfe geschloffen. H. Nähtisch - immer aufgeräumt „Ich hatte doch noch Wäscheknöpfe, bas weiß ich ganz genau..." — „Was, bas soll alles Gummiband sein?" — „Ja, wo sind denn bloß bie Nähnadeln geblieben? Man sollte meinen, sie werden vernascht, so verschwinden sie..." Und bie Hausfrau steht vor bem viel zu unübersichtlichen, viel zu engen Nähtischchen, schlägt bie Hänbe über dem Kopf zusammen unb versenkt sie bann wühlenb in bie tausenb Kleinigkeiten, so baß bas Durcheinander nun vollkommen und eine behagliche Arbeit einfach unmöglich wird. Ja, wenn alles andere wichtiger ist, als ein guter, praktischer Nähtisch, bann ist dieser Zustanb kein Wunber. Da wirb ber fahrbare Teetisch gekauft, ba muß noch ein Sessel angeschafft werben, für ben Rauchtisch ist Gelb ba unb natürlich auch für eine neue Flurgarberobe. Aber einen wirklich praktischen Nähtisch anzuschaffen, ber bod) für bie Arbeit ber Frau genau bie gleiche Wichtigkeit hat, wie ber Schreibtisch für ben Mann, baran wirb gewöhnlich zu allerletzt gebacht. Ja, es gibt Frauen, in gepflegten Haushalten, bie sich für ihre Näherei mit einem primitiven Kasten behelfen ober sie in einem hilflosen Beutel aufbewahren. Unb bod) hat man trotz bes verhältnismäßig geringen Interesses für bieses Möbel ihm inzwischen eine so praktische unb hübsche Form gegeben, baß es eine wahren Freube ist, solch Schmuckstück zu besitzen unb daran zu arbeiten. Verstänbnisvolle Möbelarchitekten überlegten sich, daß bie Hausfrau, bie vielleicht in ber Küche beim barfenben Kuchen anmefenb sein muß, ihre zu stopfenden Strümpfe oder irgendeine andere Näherei bei sich hätte; und so machten sie den Nähtisch vor allem leicht transportabel, setzten seinen Beinen Räder an und streiften diesen Gummireifen über. Alsdann veränderten sie bie Form auf bie ver- schiebenste Weise. Hier entstaub ein Verwanbter bes Teetisches, der mit mehreren Schieblaben versehen würbe. Da schuf ein Einfallsreicher ganz etwas Neues — eine Art von trag- unb fahrbarer Treppe, auf ber Nähkästen verschobener Größe stehen — unb mieber ein anberer lehnte sich in ber Form an den Schreibtisch an, schuf einen kleinen „Diplomaten" und nützte den Raum geschickt für Näh- und Schreibbedarf der Hausfrau aus. Wenn wir nun solch ein Möbel, erworben haben — ober wenn wir einen im alten Stil besitzen —, muß es natürlich unser Ehrgeiz fein, einmal enb- gültig alle Unorbnung zu verbannen, immer zu wissen, wo die Wäscheknöpfe liegen, wo sich bas Gummibanb aufhält, wo sich bie Nähnabeln verstecken. Ein Kästchen mit mehreten Abteilungen wird für Knöpfe eingmdüet die wir nach verschiedenen Ar ten sondern: Stoffknöpfe, Perlmutterknöpfe, Zierknöpfe usw. Knöpfe gleicher Art reihen wir auf einen Faden. Die Röllchen mit Seidengarn bekommen ebenfalls ein Kästchen für sich, Stecknadeln eine Dose, Nähnadeln ein Buch aus Stoffblättern. Twist zum Strümpfestopfen hält sich gesondert auf; Leinenband, Gummiband, Seibenbanb kommt in einen Kasten für sich, jedes Band wird zusammengerollt und durch eine Nadel so festgesteckt, daß es sich nicht befreien unb Verwirrung stiften kann. Findet sich im Tisch selbst nicht Platz für bie zu flickenbe Wäsche, für ftopfbebürftige Strümpfe, so kann man biefe in eine große verschließbare Basttasche tun unb seitlich am Tisch aufhängen. Esch. Die Sparbüchse des Kindes. bon Maqda Trott Mit aufrichtiger Freube kann man heute fest- stellen, baß bie meisten Kinber, selbst wenn sie bas schulpflichtige Alter noch nicht erreicht Haben, eine Sparbüchse ihr eigen nennen, in bie sie mit Stolz ihre Zehnpfennigstücke hineinlegen. Es ist gut, baß bie Kleinen schon von früh an ben Pfennig achten lernen unb zur Sparsamkeit erzogen werben. * Die Eltern tun gut baran ben Sparsinn zu hegen pnb zu pflegen. Es ist nicht nötig, baß gleich größere Summen in bie Sparbüchse getan werben, auch aus Pfennigen wirb schließlich eine nette Summe. Auf biefe Weise finb auch bie ärmsten Eltern in ber Lage, ihre Kinber sparen zu lassen. Es kommt ben Kindern, wenn sie ben Mitschülerinnen von ihrer Sparkasse erzählen, nicht barauf an, ob viel ober wenig gespart würbe, für viele ist bie Hauptsache, baß sie überhaupt eine Sparkasse haben. * Diese Sparkasse bes Kinbes soll aber ben Eltern ein unantastbares Heiligtum sein unb bleiben. Unter gar keinen Umftänben bars Vater ober Mutter, wenn er ein kleines Gelbstück braucht, die Sparkasse öffnen, um rasch eine Münze herauszunehmen. Kommt es trotzbem einmal vok, finbet sich im Augenblick kein anberer Ausweg, ist es bringenbe Pflicht, bas Herausgenommene so rasch als möglich toieber hineinzulegen. Man barf es nicht veraessen, nicht auf bie lange Bank schieben, benn sobald bas Kinb horte, baß ihm an seinem mühsam Ersparten etwas fehlt, würbe vieles in ihm zusammenbrechen. Gewiß, es würbe bie Mutter mahnen, würbe nicht, nachlassen, sich sein Eigentum zurückzuforbern. Aber ein kleiner Stachel bliebe zurück. Noch schlimmer, wenn eine Mutter bem Kinbe bas Entliehene überhaupt nicht mehr zurückgibt. Wieberholt sich bieser Fall mehrmals, verliert bas Kinb bestimmt jede Lust, weiter die Geldstücke zusammenzutragen. * Ist man durchaus genötigt, einige Münzen ber Sparkasse zu entnehmen, da im Augenblick kein kleines Geld im Hause ist, wende man sich direkt an das Kind, betrachte es als erwachsen unb frage, ob es einige kleine Münzen leihen will. Man muß die Angelegenheit ernsthaft aufziehen unb bem Kinbe den Rückzahlungstermin nennen. Das Kind wird gewiß gern mit dem Ersparten aushelfen, aber es verlangt auch, daß bie. Rückzahlung prompt erfolgt. Noch besser ist es, wenn die Sparbüchse gar nicht angerührt wird und als alleiniges und uneingeschränktes Eigentum des Kindes gilt. Wenn das Kind sieht, daß die Mutter oft an feine Sparkasse geht,, schließt es selbst hin und wieder die Sparkasse auf, um für sich etwas herauszunehmen. Wenn aber bie Meinung vertreten wirb, baß Gelb, welches burch ben Schlitz fiel, in bem Behälter bleiben muß, werben die meisten sparenden Kinder nicht dazu zu bewegen sein, von biesem Gelbe Unnützes zu kaufen. Unb gerade das soll den Kindern großgezogen werden, gerade aus dem Grunde soll die Sparkasse fest verschlossen bleiben, bis einst die Stunde kommt, wo man eine größere Summe herausnehmen kann, um damit auf die Bank zu gehen oder ein Sparbuch anzulegen. Sei der Mutter schmeckte her Spargel besser! Das mutz man sich merken. Ein ganz klein wenig verstimmt geht heute die junge Frau mit ihrem Mann zur Schwiegermutter zum Spargelessen; denn gestern hat sie sich doch wieder etwas ärgern, müssen. Sv viel Mühe gibt sie sich immer rhit dem Kochen, und doch sagt ihr Fritz manchmal noch, daß es ihm bei seiner Mütter besser schmeckt! Und dabei hatte sie doch die Spargel aenau so gemacht, wie sie es in der Schule gelernt hatte: das Wasser erst mit Salz unb Zucker gut abschmecken unb bann die gut geputzten Spargel in den kochenden Sud legen. Nun will sie doch einmal sehen, ob es wirklich wahr ist, daß die Spargel bei seiner Mutter besser schmecken. Aber ... merkwürdig, ihr schmecken bie Spargel bei ber Schwie- germutter auch besser! Lächelnb zieht nach Tisch bie gütige Frau bie junge Schwiegertochter zu sich: „Aergere bich nicht! Ich weiß, baß nicht jeber Spargel so gut zubereiten kann, wie es mir gelingt. Aber ich will bir verraten, baß ich einen kleinen Kniff anroenbe, ben ich bis jetzt noch nie- manbem gesagt habe, weil ich auf meine Kochkunst stolz bin. Die Spargel sollen bem Fritz künftig bei bir genau so gut munben!" Dankbar nickt bie kleine Frau, holt sich Papierblock unb Bleistift, um ja alles genau mitzuschreiben. Nun erklärt ihr die alte Dame, daß man sich das Kochwasser für Spargel noch schmackhafter machen kann, wenn man es nicht nur mit Salz und Zucker würzt, sondern indem man die Spargelschalen erst in ungewürztem Wasser ansetzt, auskocht unb dann durchseiht. Nun gibt man Salz und Zucker zur Brühe hinzu, bringt sie zum Kochen und legt die Spargel ein. „Ach so", meint die kleine Frau, „das ist aber eine feine Sache! Natürlich muß so ein Sud viel besser schmecken, und das werde ich nun künftig auch machen. Aber, sag mal, warum gibt man denn hier nicht auch gleich das Gewürz an das Wasser?" „Mein liebes Kind, merke dir für alle Fälle, daß man alle Nahrungsmittel, die man auslaugen will, immer kalt und ungewürzt ansetzen muß. Die Schalen sollen also aus» gelaugt werden, daher kochen wir sie in ungewürztem Wasser; die Spargel sollen wohlschmeckend sein, sie kommen in das gewürzte, siedende Wasser." Ein kleiner Seufzer: „Ach, was man noch alles lernen muß!" gibt ihr aber noch Gelegenheit, die junge Frau zu trösten, und zwar mit dem Hinweis, daß auch sie noch immer dazu lernt. „Denn", so fährt sie fort, „ich habe für Stangenspargel auch jetzt noch eine neue Technik gelernt. Ich lege sie auf ein Sieb in den langen Fischkochtopf und lasse sie im Dampfe gar werden! So schmecken sie nämlich auch ganz köstlich, und die Spargelschalen trockne ich mir, um sie an Brühen im Winter zu nehmen." Ein zärtlicher Kuß und ein dankbarer Blick ber jungen Frau sind der Dank für die Hilfe in dec kleinen Küchennoti G. W» lebhaft und ganz frei von jeder inneren Hemmung. Ja, Marga kommt es plötzlich vor, als schwinge irgendeine geheime Erregung mit oder etwas wie Trotz und Erbitterung. „Pah, was heißt da können?" sagt Monika laut und sehr schnell. „Ich wüßte nicht, warum ich verpflichtet wäre, Lenzsch so bald einen Besuch ab zustatten! Im Gegenteil, es gibt mehr als genug Gründe, es nicht zu tun. Denn sowieso redet ganz Cigelstein schon über ihn und mich, und Lenzsch selber hat manchmal Bemerkungen gemacht, die ein Sanz falsches Licht auf unsere Beziehungen ge- roorfen haben, und ... und ... außerdem ist er in der letzten Zeit nicht sehr nett zu mir gewesen. Wissen Sie, schließlich ist er doch ein Freund unseres Hauses, und Papa hat ihm schon oft mit guten Ratschlägen unter die Arme gegriffen, und überhaupt hat er viel an Papa gehabt — da hätte er doch eigentlich die Verpflichtung, ein bißchen nett und rücksichtsvoll gegen mich — als Papas Tochter, nicht wahr? — zu sein. Aber das fällt ihm im Traume nicht ein, im Gegenteil. Und kurz und gut, es tut mir zwar leid, daß er sich ausgerechnet bei uns den Fuß brechen mußte, aber ihn besuchen — nein, das kommt vorläufig nicht in Frage. Wepn ich morgen mitgekommen wäre oder mitkomme, so ist es wirklich auch nur Gegen des Röntgenbildes, und zu Lenzsch hinein wäre ich wahrscheinlich gar nicht gegangen!" „Rur zu Kahl?" fragt Marga trocken dazwischen. Monika zuckt ein wenig zusammen. „Ja", sagt sie dann trotzig, „nur zu Kahl. Denn Kahl wird das Röntgenbild für mich bereitlegen, hat er gesagt." Eine Weile fahren sie nun schweigend dahin. Draußen flitzen, dunklen Wänden gleich, die dicht beieinanderstehenden Bäume vorbei, die Straße. leuchtet weiß im Scheinwerferlicht, und manchmal taumeln kleine Insekten gegen die Windschutzscheibe. Der Motor singt. Auch Marga singt leise vor sich hin. Monika hört es mit leisem Staunen. Sehr betrübt über Lenzschs Unglücksfall scheint diese Marga Montwill wirklich nicht zu sein. Sollte es ihr am Ende doch gar nicht so ernst um Walter gewesen fein? Sollte sie vielleicht nur mit ihm gespielt haben? Aber die Umarmung im Garten, die Papa gesehen hat! Und die Einladung nach Berlin. Überhaupt... Plötzlich lacht Marga laut und schallend heraus. „Warum lachen Sie denn?" fragt Monika ärgerlich. (Fortsetzung folgt.) Zaunkönigs Hellem Lied, ryrt in mir selber ange- Gegen Zahnstein ’ alle des Zahnstein droht mit Zahnausfall! X Lieber Leser, dp meinst, man könne das auch Auferstehung heißen. In der Heiligen Schrift ist es zweierlei: zu Maria, die weinend am leeren Grabe steht, spricht der Engel des. Herrn: Den du suchest, der ist auferstanden. Und im Evangelium Johannes redet der Auferstandene zu Maria: Rühre mich nicht an, denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater. Deutlicher aber spricht der zweite Glaubensartikel von dem Niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage wieder auferstanden von den Toten, aüfgefahren gen Himmel, sitzend zur Rechten Gottes, von bannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. Und das ist es gerade, lieber gläubiger Leser unserer lebendigen deutschen Zeit, dieses harte Nebeneinander: Hölle hier und Himmel dort! Es " überkommt mich heiß und kalt und deucht mich rein augenblicksgegenwärtig, wenn ich das Wort recht bedenke. Haben wir Deutsche nicht'die Hölle durchschreiten müssen? Kamen nicht Trennung und Blut und Wunden und millionenfältiger Tod über uns? Zerriß Nicht der Wahn, den wir mühselig in uns aufgerichtet hatten, daß alle Menschen nun Brüder geworden wären nach so viel Leid und Schrecken und so viel unerhörten Heldentum und stunrmen Ausharren — zerriß er nicht zu jämmerlichen Fetzen, die höhnisch um uns herflogen — und erkannten wir nicht unsere furchtbare Verlassenheit, da wir von uns selber und unserer Art gelassen hatten? Wahrlich, eine Hölle mußten wir durchschreiten, um uns zu uns selber zurückzufinden, wir deutsches Volk. Es kam die große Wende. Wir leben noch mitten darin. Es ist das alles so unmittelbar nahe und überlebendig um uns^ und vor uns, daß noch kein Wortbild recht passen will. Das neue Leben weigert sich noch, Wort und Weise zu werden. Ich habe es jüngst noch erlebt zu Potsdam am Wannsee vor den Jungmannen der HI., vor denen ich las, und danach vor den Arbeitsdienstkameraden im Neuen Palais: es waren wahrhaftig gar nicht die' Worte, um die sich unsere Ergriffenheit bewegte — oder sie waren doch mehr nur ein äußerer An- Oder nimm auf der Wiese draußen die kleinen Marienblümchen — Bellis perennis, die Ewig- Schöne —: du gehst deinen gewohnten Weg vorüber und siehe! eines Morgens sind tausend Blütenaugen aufgegangen i|nb lächeln bich an. Unb bu tarnet nicht anbers: bu mußt wieber lächeln. Du müßtest sonst ein sonberlicher Kauz sein. Unb bie Eichen stehn im gläsernen Grüngold ihrer ersten zagen Blätter — unb bort hängt schon ber zierliche Filigran ihrer Blütenkätzchen schüchtern hernieber. Unb ber Flieder blüht rot unb weiß. . Unb Blüheiü links und Blühen rechts und vor dir und hinter dir. Du magst dich wenden, wohin du willst. Weiß Gott, mich überkommt jedesmal die leibhaftige Scham vor soviel gläubigen Sichöffnen, Sichdarbringen, daß ich die Hänhe falte und einen Augenblick stumm -an mir niederblicke. Aber bann bricht es auch in mir auf. Unb ich muß mitjubeln mit bem Ruf ber Drossel unb bem Schlag ber Finken unb bes kleinen Zaunkönig Hellem Lieb. Unb bann ist bie-Himmelfahrt in mir selber angebrochen, unb -es fährt in mein Innerstes hinein wie ein seltsames Wehen unb kehrt alles burdjeinanber, was ba so sicher bewahrt unb schön georbnet neben» einanderlag, unb ich muß mich öffnen wie Blume unb Blatt unb Blüte. Unb ich wehre mich länger nicht ... Um ben Sinn für bie arteigene Wohnkultur auf bem Lande zu verbreiten und auch allmählich in die Wirklichkeit umzusetzen, hat es bisher an Versuchen und Bemühungen nicht gefehlt. Immer wieder ist dem Bauerntum vor Augen geführt worden, daß es nicht zu dem Wesen seines Standes paßt, Möbel und Gebrauchsgegenstände in solchen Formen zu übernehmen, die sich aus anderen Bedingungen heraus in der Stadt und im Bürgerhaus entwickelt haben. Gehen wir den Dingen nach, so stellen wir fest, daß vor vielen Jahrhunderten die Form des bäuerlichen Hauses und die Form des bäuerlichen Lebens vom Dorf in die neu entstehende Stadt übernommen und ausgeftaltet wurde. Der Mann und die Frau vom Land, die heute in einer freien Stunde durch die Altstadt von Frankfurt oder einer anderen Stadt unseres Gaues gehen, können mit innerer Genugtuung feststellen, daß die schönsten und wertvollsten Häuser der Stadt meist nur vergrößerte und reicher ausgestaltete Formen des bäuerlichen Hauses sind: was dort als geschnitzter Eckbalken oder als Zierde einer Fachwerkfigur üblich war, verwandelte sich unter der Förderung kunstliebender Stadtbewohner und unter den Händen gewandter dagegen sollen zur Landschaft und zu ber Haltung der Menschen gehören, in deren Heim sie Generationen lang stehen. Die Bestrebungen, die im Laufe der Zeit vereinzelt aufgetaucht sind unb in ben wirklichen Verhältnissen unb Notwendigkeiten des bäuerlichen Lebens ihren Ausgang haben, sind nun durch eine wichtige Vereinbarung zusammengefaßt worden, die Reichsnährstand und Reichs st and des deutsch en Handwerks getroffen haben. Die beiden Berufe, Bauerntum und Handwerk, die jahrhundertelang in guter Kameradschaft und wirtschaftlicher Ergänzung gelebt haben, sollen wieder näher zusammengeführt werden, und der Sinn für gediegene Ärbeit, wie ihn das Handwerk kennt, soll wieder gestärkt werden. Es ist klar, daß nur eine enge persönliche Beratung näher zum Ziel bodenständiger artgenzäßer Wohnkultur hinführen kann; schon heute ist der bäuerliche Geschmack oft unsicher geworden, und auch der Handwerker hat sich auf andere Arbeit verlegen müssen, weil durch die Serienmöbel aus dem Warenhaus die Nachfrage nur noch in diese Richtung zielte. Die Vereinbarung, die jetzt getroffen wurde, sieht die Errichtung von Beratungsstellen bei den Kreisbauernschaften und Kreishandwerkerschaften vor, so daß also zwei Stellen, die etwa die gleiche Reichweite haben, gemeinsam an die neue Aufgabe Herangehen. Wichtig ist, daß das Landvolk selbst, und vor allem die Frauen, sich mit diesen Fragen^einmal vertraut machen. Wo an die A u s st e ue r der Tochter zu denken ist, sollte man von der falschen Eitelkeit abkommen; dem Mädchen „ganz moderne Möbel" mitzugeben; denn meistens passen diese nicht in die Bedürfnisse des Landhaushaltes und sind auch ge- mütsmgßig nicht gerade ein Vorteil, weil sie durch ihr bloßes Dastehen das innere Bewußtsein von der geschlossenen Lebensform des Landvolks stören. Die Kostenfrage, die vielleicht im einen ober anderen Fall als Hemmnis erscheint, kann auch gelöst werden, und es wäre vielleicht kein Rückschritt, sondern- eine gesunde und bodenständige Sitte, wenn man die Handwerkerrechnung teilweise auf den Tausch gegen Erzeugnisse der eigenen Landwirtschaft umlegen würde. Die Frage der echten bodenständigen Wohnkultur- ist heute zum Gegenstand des Interesses zweier großer Berufsgruppen geworden, und wenn sie vom Landvolk ausgenommen wird, kann sie wohl etwas von dem heraufführen, was an der alten Zeit gut war. Himmelfahrt. Dl>n Hermann Claudius. Lieber deutscher Leser: was ist der Mai anders als eine einzige fröhliche Himmelfahrt alles besten, was rundum auf der ewigen Erde nach des Winters bewahrender Not seine keimenden Kräfte wieder spürt und der neuen alten Sonne entgegen; gedrängt und tausendfältig in' Blatt und Blüte und lebendiger Form sich gestaltet. Nimm, was du willst: bie Geranie ber einsamen alten Mutter auf ber schmalen Fensterbank ber Hinterhofwohnung. Aus ber Dürftigkeit bes tönernen Blumentopfes treibt sie lichtgrüne, fammetene Blattfächer unb — o Freube ber Alten — schon runbet sich im Blattwinkel beutlich eine Knospe, bie in wenigen Tagen eine Dolde feuerroter Blütenräder entrollen wird. die e n, neuen Morgens nicht wert! Aus aller Welt. Familienverband Wiltich(g). Tube Wohnkultur auf dem Lande Möbel, die zum Bauern paffen. Don Or. Paul Tleumair. Vater.von neun Kindern ertrunken. Der bei Ausbesserungsarbeiten an der Swinemünder Seebrücke beschäftigte Zimmermann Hermann Witt stürzte aus beträchtlicher Höhe ab, stieß mit bem Kopf gegen einen Pfahl unb fiel bewußtlos in bie See. Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen seiner Arbeitskameraden konnte ber Verunglückte nicht.mehr gerettet werben. Die Leiche würbe nach einigen Stunben an ben Straub gespült. Witt hinterläßt seine Frau unb neun Kin- ber. NS.-Volkswohlsahrt hat sich der schwer betroffenen Familie angenommen. Der Vulkan Stromboli in Tätigkeit. Der sizilianische Vulkan Stromboli ist plötzlich in heftige Tätigkeit getreten mit starken Explosionen, Aschenregen und Lavaergüssen, die vom Krater, vorläufig ohne irgendwelchem Schaben anzurichten, über die Halde Sciara del Fuogo zum Meister zu großflächigen Holzschnitzereien und kunstvollen Formen. Nicht anders war es mit den Möbeln und iiem> Hausrat, unb die Gediegenheit, die in allem.Bäuerlichen steckt, war damit also als wertvolles Erbe vom Dorf in die Stadt gewandert. * So erfreulich diese Erscheinung für bas gesamte Volksleben war, so unerfreulich wurde deren Umkehrung ins Gegenteil, die vor wenigen Menschenaltern eingesetzt hat: Der Landmann und die Landfrau übernahmen Formen des ausgesprochen stäbtt- schen Hausrats, wie sich dieser unter veränderten Umständen neu entwickelt hatte, in das Dorf und verließen damit zunächst unbewußt den Boden ihrer eigenen Kultur. Der erste Grund für die Bevorzugung von städtischer Massenware durch die Landbevölkerung liegt wohl darin, daß die zivilisatorische Entwicklung auf dem Lande im selben Augenblick zum Sttllstand kam, wo sie in' der Stadt in das Kilometertempo verfiel. Da aber ber einsichtige Landwirt auch fühlte, baß er an der neuen Zeit nicht vorbeigeyen kann, wenn diese ihm Hilfsmittel und Arbeitserleichterungen bringt, griff er zu manchem Gebrauchsgegenstand, den es eben nur in der Stadt gab — und der anderseits in den heimatlichen Küchenschrank nicht gut hineinpaßte. Die weitere Folge blieb nicht aus. Es tarnen städtische Möbel hinzu, nachdem man schon einmal den Anfang gemacht hatte, und alles in dieser modernen Zeit schien ja auch so weltenweit vom bodenständigen Bauerntum entfernt zu sein, baß man an ber alten Kultur bes eigenen Hauses unb Dorfes irre wurde ober ihr Ende befürchtete. Noch heute ist im Landvolk die Meinung verbreitet, jede Bemühung um eine neue Bauernkultur sei gutherzige Träumerei Ünd man könne ihr als moderner unb sachlicher Bauer nicht nähertreten. Diese Meinung ist grundsätzlich falsch. Man darf nicht außer acht lassen, daß der Einsatz eines genossenschaftlichen Schleppers und der elektrische Lichtschalter an der Zitnmerwand nicht die Verpflichtung bringen, nun auch städtische Möbel in sein Haus zu stellendem Schlepper und ein Lichtschalter (um bei diesem Vergleich zu bleiben) sind Gegenstände der AA^s- erleichterung und der verbesserten Wirtschaft, Model laß, gleichsam ein umschriebener Händedruck — sondern es war die Gläubigkeit der Herzen und bie Einheit bes Willens und die Ahnung von der Größe des Geschehens in uns allen. Der Himmelfahrtstag ist ein Tag im christlichen Kalender — wohl. Die Tage im Jahr des Volkes sind länger und wissen um keinen Kalender. Aber es ist ein sicheres und tapferes Wort: Himmelfahrtstag! Und das Morgenrot der pfingsttichen Erfüllung harrt hinter ihm. Laßt uns den guten Mut dazu haben — miteinander! Denn wer den Mut nicht hat, ist Eines der ältesten deutschen Geschlechter, Familien Wittich oder Wittig, die in Hess Thüringen und Franken, aber auch in Sachsen und Schlesien seit Jahrhunderten bodenständig sind, veranstaltet in den diesjährigen Pfingsttagen seinen Familientag in Kassel. Die vorjährige Tagung hat in Weimar bei einer Beteiligung von über 100 Vertretern der beteiligten Familien stattgefunden. Die Wittichs waren ursprünglich fast nur Bauern ober Handwerker, im Laufe der Geschichte gingen aus ihnen aber auch zahlreiche Vertreter des geistigen Lebens hervor, Theologen, Wissenschaftler und Aerzte. Der Vorsitzende des Familienverbandes, Ministerialdirektor i. R. Wilhelm Wittich, Wannsee, Am Birkenhügel 10, beschäftigt sich schon über zehn Jahre mit der Erforschung der Geschichte des weitverzweigten Geschlechtes. Schon im Jahre 1930 gründete er ben Familien- verband, der alljährlich in den Pfingsttagen Zusammentritt, um über gemeinsame Angelegenheiten zu beraten und Berichte über ben Stand ber Forschung entgegenzunehmen. Meer abfließen. Bisher sind keine Opfer zu beklagen, auch die Ansiedlungen sind noch nicht gefährdet. Das Dulkaninstitut ber Universität Messina teilt mit, der Ausbruch habe am Sonntagabend um 5.45 Uhr begonnen. Geistesgestörter bringt 28 Menschen um. Ein geistesgestörter Bauer in der japanischen Provinz Okajarna schoß mit einem Jagdgewehr auf alle in seinem Umkreis befindlichen Menschen und tötete 28 Dorfbewohner. Darauf flüchtete er und entkam in die nahegelegenen Berge. Als die ihn verfolgende Polizei ihn dort umstellt hatte, tötete er sich selbst. Sechslinge in Indien. — Fünf blieben am Leben. Die Frau eines burmesfichen Bauern aus der Gegend von Sagaing hat Sechslingen, drei Jungen und drei Mädchen, das Leben geschenkt. Eines der Mädchen ist gestorben, 'den anderen fünf Kindern soll es gut gehen. Millionenwerte erschlichen und nicht versteuert. Eine Strafkammer bes Landgerichts Berlin verurteilte den Oberbaurat a. D. und früheren General? direktor der Deutschen Continental Gas - Gesellschaft in Dessau, Bruno Heck, wegen, fortgesetzter Vermögens- unb Einkommensteuerhinterziehung, ferner wegen fortgesetzter hanbelsrechtlicher Untreue, Devisenoergehens, aktiver Bestechung, versuchten Betruges u. a. zu einer Gesamtstrafe von 6 Jahren unb sechs Monaten Zuchthaus, 10 Jahren Ehrverlust und Geldstrafen von insgesamt mehr als 8,7 Millionen Reichsmark. Walter Heck wurde wegen Beihilfe zu ben Steuerhinterziehungen und ber handelsrechtlichen Untreue feines Bruders zu insgesamt zwei Jahren sechs Mongten Gefängnis unb Gelbstrafen von mehr als 600000 Reichsmark verurteilt. Der Mitangeklagte Georg Müller aus Dessau erhielt wegen schwerer Bestechung unb Steuervergehen insgesamt ein Jahr neun Monate Gefängnis. Außerdem würben 80 000 Reichsmark bem Staat für verfallen erklärt. Der Bankier Hans Böning aus Babelsberg würbe freigesprochen. Bruno Heck, ber bereits burch seine frühere Stellung als Konzernleiter über sehr erhebliche Einkünfte verfügte, hat sich burch fortgesetzte Untreue- hanblungen in den Besitz von Millionenwerten gesetzt und diese Summe weder zur Vermögens- noch zur Einkommensteuer ordnungsgemäß angemeldet. Erdbeben in Tokio. Ein schweres Erdbeben erschütterte die japanische Hauptstadt und ihre unmittelbare Umgebung, hat jedoch nach den bisher vorliegenden Meldungen keinen großen Schaden angerichtet. Der Herd des Bebens befand sich bei Utsunomiya in. der Provinz Fukushima, etwa 100 Kilometer nördlich von Tokio. Die telephonischen Verbindungen mit 30 Provinzstädten sind zerstört. Dagegen hilft SOL ID 0X^1” Fäden hin und her. Vornan von Hedda Westen^erger. Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlin W 35 31 Fortsetzung (Nachdruck verbaten!) 20. Eine diplomatische Unterhaltung zwischen zwei jungen Damen. „Komischerweise", sagt Marga Montwill auf der Heimfahrt zu Monika, „komischerweise fahre ich furchtbar gern abends durch den Wald. Ich finde es so aufregend, wenn der Scheinwerfer immer nur einen Fetzen Straße und einen Streifen Wald aus der Dunkelheit herausreißt. Am spannendsten ist es, esenn man auf unbekannter Straße an eine große Kurve kommt. Dann sieht es für Augenblicke immef aus, als höre die Straße auf und eine Mauer schiebe sich yor. Bis bann bas Licht bie Kurve beleuchtet unb bas Trugbilb zerreißt. Haben Sie bas noch nie beobachtet?" Monika nickt. Doch, sogar beim Radfahren ist es manchmal so. Und wenn Fräulein Montwill übrigens gern noch ein paar schöne Waldwege entlangfahren will, dann, bitte, jetzt links herum. Marga wirft Monika einen kurzen. Blick zu. „Warum sagen Sie eigentlich immer so offiziell Fräulein Montwill au mir? Wir haben uns zwar bisher noch nicht sehr viel miteinander abgegeben, unb ich bin mir auch burchaus bewußt, baß ich bei Ihnen gehörig in Ungnade stehe, aber schließlich leben wir nun schon zwei Tage unter einem Dach miteinander..." Monika setzt sich unwillkürlich etwas gerader. Sie schaut geradeaus, und ihre Lippen schürzen sich ein wenig. „Sie stehen nicht in Ungnade bei mir. Ich ' wüßte auch nicht, weshalb." Marga lächelt belustigt. „So? Na, bann weiß ich es um so besser! Oder halten Sie mich für so dumm, daß ich nicht fpüre, was um mich herum vorgeht? Sehen Sie, jetzt werden Sie rot. Warum leugnen Sie also?" - / Monika zerknittert, wütend über sich selbst und beschämt, weil man sie anscheinend so leicht durch- schaut bat, ihr Taschentuch zwischen ihren Händen. „Ich leugne also nicht mehr", murmelt sie verlegen. „Aber ist es notig, daß wir noch lange über ben ganzen Kram reben? Es ist ja jetzt vorbei, unb..." ... unb ich habe Lenzsch für meine Person längst aufgegeben, will sie sagen. Aber Marga legt ihr flüchtig bie Hanb auf ben Arm unb beugt sich babei ein wenig vor, um ihr .besser ins Gesicht sehen zu können. „Nein", sagt sie nachbrücklich, „es ist gar nichts vorbei. Aber es gibt ba auch gar nicht viel zu reben. Sie haben von unserem ersten Zusammenstoß auf ber Straße, her noch eine Mordswut gegen mich, unb ich habe versäumt, Ihnen bei unserer zweiten Begegnung in Ihrem Hause ein paar nette und versöhnliche Worte zu sagen. Hätte ich das getan, so wären wir wahrscheinlich von Anfang an — na, wenn auch nicht gerade rasend gute Freunde, so doch ganz gute Gefährten gewesen. Stimmt's? Sehen Sie, jetzt lachen Sie schon, und das ist immer der beste Weg zur Versöhnung. Es beweist, daß der Fehler der ganzen Geschichte wirklich nur bei mir gelegen hat. Ich war die Aeltere und hätte ein paar nette Worte finden sollen, als wir uns wiedersahen. Aber wann — das muß ich nun schon zu meiner Entschuldigung anbringen — wann, bitte, hätte ich bas tun sollen? Ich hatte ja kaum bie Nase in Ihr Haus gesteckt, ba tauchte auch schon Ihr Freund Lenzsch auf." Monikas Gesicht, noch eben von einem erleichterten Lächeln überzogen, weil Marga die wirkliche Ursache von Monikas Abneigung offenbar doch übersehen hat, Monikas Gesicht verzieht sich jetzt wieder zu einer sehr hochmütigen Miene. Sie tut, als beschäftige sie irgend etwas auf der draußen vorübersausenden Straße und nimmt sich unendlich lange Zeit, ehe sie antwortet. „Lenzsch ist nicht mein Freund", sagt sie dann. Und es klingt sehr ablehnend und gelassen. Aber Marga scheint diese Ablehnung nicht herausgehört zu haben. „Der arme Lenzsch. So ein Pechvogel, sich gleich den Fuß zu brechen. Wer weiß, wie lange er sich auf dies Wochenende bei Ihnen gefreut-hat! -2Iber so war es schon in der Tanzstunde mit ihm: Wenn er mal im Uebermut auf einen Stuhl stieg, um jemandem zuzuprosten, brach er bestimmt durch. Und wenn er galant durch den Saal eilen wollte, um der Dame seines Herzens als erster die Hand zu küssen, fiel er bestimmt ber Länge nach hin, weil gerade frisch gebohnert war. Hach, nie werde ich vergessen, wie Walter bei einem Hausball meiner Mutter ein Riesenbukett Rosen mitbrachte. Als er sie auspackte — Sie können sich ja vorstellen, mit welcher Umständlichkeit und altväterlichen Wichtigkeit er das tat — da war sämtlichen Rosen der Hals gebrochen. Wahrscheinlich war er mit dem großen Strauß in ber Straßenbahn irgenbwie ungeschickt umgegangen. Gott, haben wir bamals gelacht! Ader er ist trotzdem ein lieber Kerl." „Sie werden recht betrübt sein, daß Sie nun nur noch mit uns vorliebnehmen müssen." Das klingt sehr kühl und höflich und keineswegs wie eine Frage. Marga ist grenzenlos verblüfft. Unwillkürlich verlangsamt sie bie Fahrt und schaut ihre Begleiterin forschend von der Seite an. „Ich? Soll das jetzt eine Pflaume sein, ober...? Erlauben Sie mal! Ich bin boch so froh über jede Stunde in Ihrem Haus, ganz gleich, ob Lenzsch ba ist ober nicht. Gewiß, es war nett baß ich ihn so unerwartet wiederiraf, aber auch wenn ich ihn nicht getroffen hätte, wäre ich mit ber gleichen Begeisterung bei Ihnen aus- unb eingegangen. Ober bachten Sie vielleicht, ich märe, ich hätte...?" Sie verstummt und beschleunigt wieder die Fahrt, dabei unaufhörlich den Kopf schüttelnd. „Ja", sagt Monika -laut und entschlossen, „ich dachte! Uebrigens dachten das alle." Jetzt reißt Marga aber wirklich bie Augen auf. '„So? Das bachten alle? Nein-, so was! Und jch hab's gar nicht gemerkt. Meines Wissens habe ich mich auch absolut nicht so» benommen. Oder finden Sie, daß ich mich ganz besonders um Lenzsch bemüht habe? Das kann man doch wohl nicht behaupten!" Das kann man sehr wohl behaupten, liebes Kind, denkt Monika mit zusammengepreßten Lippen. Daß bu nun obenbrein noch so ein albernes Theater spielst, wo bu ihn schon morgen besuchen willst und nicht abwarten kannst,- bis du ihn wiedersiehst, das ist mehr als albern. Aber meinetwegen. Mich inter- -efsiert's ja nicht mehr. Laut sagt sie: „Ich habe wirklich nicht so achtgegeben, ob Sie sich viel ober wenig um Lenzsch gekümmert haben. Aber Tante Martha natürlich! Auch Papa, glaube ich. Das ist ja egal, nicht wahr? Was gehen Sie benn anbere Leute an! Unb um mal von etwas anderem zu reden: Ich weiß noch nicht genau, ob es mir morgen paßt mit dem Hinausfahren ins Sanatorium. Morgen haben wir zu Hause Wäsche. Doch das macht ja nichts, bann fahren Sie eben allein. Denn Sie müssen natürlich auf alle Fälle zu Lenzsch. Er wäre sonst untröstlich." Jetzt lacht Marga aber doch laut heraus. „So? Wäre er untröstlich! Gott, wie genau Ihr das alle wißt! Wenn ich mal fragen darf: Warum können wir nicht, meim es Ihnen morgen wirklich nicht paffen sollte, übermorgen hinfahren? Schließlich, allzulange werden Sie doch Ihren Besuch auch nicht hinausschieben können." Jetzt wird Monikas Stimme zum ersten Male Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheften) Kr.121 Dritter Blatt 25./26.maU038 Aus der Stadt Gießen.! „Wer leben will, der kämpfe also!" Hitler-Jugend Bann 116 Befr.: Reichssporttvettkampf des B 1)211. Die Freiburger „Bächle". Wenn eine Stadt einen so schönen Turm besitzt wie Freiburg im Breisgau seinen Münsterturm, so hat sie damit auch ihr Wahrzeichen. Aber neben diesem herrlichen Meisterwerk der Gotik, oder vielmehr zu seinen Füßen, birgt die schöne Breisgauhauptstadt noch ein anderes Wahrzeichen, das zwar nicht großartig ist, aber in seiner Eigenart und Einmütigkeit viel zum Reiz des Stadtbildes beiträgt: das sind die „Bächle", die viele Straßen der Altstadt in schmalen Rinnen begleiten. Mit ihrem munteren Fließen sind sie gleichsam ein Sinnbild für die Geschäftigkeit des Straßenlebens. Diese Bächle, die von der vom Schwarzwald kommenden Dreis am abgezweigt sind und zusammen eine Länge von etwa 15 Kilometer haben, sind wohl so alt wie die Stadt selbst. Urkundlich werden sie im 13. Jahrhundert erwähnt, vermutlich waren sie aber schon bei der Stadtgründung vorgesehen. Hat man sie einst aus Gründen der Sauberkeit und als Mittel zur Feue^bekämpfung angelegt, so erfreuen sie heute als eine reizvolle Eigentümlichkeit des Stadtbildes die Besucher Freiburgs, die den Bächle auch nicht gram sind, wenn sie einmal nach einem zu ausgedehnten Besuch der berühmten Freiburger Weinstuben in allzu enge Berührung mit ihnen geraten. geitschriffen. Dreißig Jahre sind es her, da schrieb ein Engländer ein Buch über den Aeroplan als Waffe. In Deutschland wurde diese Abhandlung von „Fachleuten" als überspannt abgelehnt. Noch kurz vor Ausbruch des Krieges war man in vielen Kreisen der Ansicht, daß das Flugzeug bestenfalls „ein zusätzliches Aufklärungsmittel" im Kriege sei. Dennoch: acht Monate später gab es bereits eine deutsche Luftwaffe, die der unserer Gegner ebenbürtig, ja sogar überlegen, in das Kriegsgeschehen eingriff. Wem war dieses „Wunder in der Luft" zu danken? Wer gab dem Flugzeug seine Waffen? Wer gab ihm die feinen Sinne der Funkorgane? Fvagen von brennendem Interesse, auf die das neueste Heft der „Sirene", der interessanten Luftschutz-Illustrierten, Antwort gibt. Ein Bildbericht über „Luftangriffe" auf das oberschlesische Industriegebiet zeigt uns, wie bei einer Hebung in Gleiwitz alle Einrichtungen des militärischen und zivilen Luftschutzes planmäßig Hand in Hand gearbeitet haben. Auch über die Landesgruppe Oesterreich lesen wir zum ersten Male in diesem Heft, der Zeitschrift des MchMftjchutzbundes. Gedanken zum Himmelfahrtstag. Von Hans Hartmann. Die Zeit, da undeutsche Werber das Wort in die Massen schleuderten: „Den Himmel überlassen wir den Pfaffen und den Spatzen" ist so vorbei und gehört so gründlich einer nie wiederkehrenden Vergangenheit an, daß wir Mühe haben, uns vorzustellen, 'wie das war. Da haben sich Menschen, die auf materielle Instinkte spekulierten, die Tatsache zunutze gemacht) daß unser modernes Weltbild nur noch einen astronomischen, aber keinen religiösen Himmel örtlich zu bestimmen vermag. Sie haben aus diesem Wandel unseres Weltbildes Kapital geschlagen und den Massen — nicht dem Volke! — gefegt, sie sollten sich von allen religiösen Gedanken abwenden und nur an die Besserung ihrer äußeren Lage denken. Damit sind wir wieder zu einer Haltung zurückgekehrt, die dem deutschen Wesen entspricht: Wir erkennen die Wahrheit der wissenschaftlichen Forschung an, die nirgendwo einen Himmel anzunehmen erlaubt mit den Mitteln der Ortsbestimmung. Vielmehr verwandelt sich mit dem Wandel des Weltbildes die Frage nach dem Himmel in die Frage: „Wieso?" Damit verlegen mir den Begriff des Himmels und jede Frage, wie es wohl bei der Himmelfahrt Christi mag zugegangen sein, in die Innerlichkeit des deutschen Menschen, dem es auf das Wesen und nicht auf den Schein und die Ortsbestimmung ankommen muß. Wir sagen, daß wir nach den Zeiten der Entwurzelung wieder zu dieser innerlichen Auffassung zurückgekehrt sind. Nicht, als ob wir das Rad der Geschichte rückwärts drehen wollten; auch das Geistige und- Religiöse hat eine „Geschichte", der zu folgen sich nicht ungestraft verleugnen läßt. Aber wie die Geschichte sich immer gleichzeitig in einer steigenden Linie und in einem Kreise bewegt, so ist es auch hier. Zugleich mit dem Manne, dem wir das Wort vom „Himmel, der den Pfaffen und den Spatzen zu überlassen" sei, „verdanken", lebten zwei deutsche Dichter, die den Sinn dessen, was alle Völker und wir Deutsche in der uns eigentümlichen Weise unter der Idee des Himmels verstehen, in ihrer Art verkündigten. Es sind Rückert und Otto Ludwig, der in der Ueberschrift seines Romans „Zwischen Himmel und Erde" zeigt, wes Geistes Kind er ist und wie sehr er in der Nachfolge Shakespeares steht, dessen Wort aus Hamlet heute am „Sternenhimmel" unserer geistigen Besinnung nicht fehlen darf: daß es mchr Dinge zwischen Himmel Md Erde gebe, als unsere Schulweisheit sich träumt. Was aber Rückert und Otto Ludwig um die Mitte des 19. Jahrhunderts, also in einer Zeit, als die materialistische Auflösung begann, sagten, das möge uns heute durch den Tag geleiten. In der „Weisheit des Brcchmanen" Rückerts lesen wir: „Der Himmel ist nur da, um die Erde zu ergänzen." Wie schön ist das ausgesprochen: der Himmel ist kein „Ding an sich", kein Wölkenkuckucksheim, in das wir uns mit unseren weltfernen Träumen zurückziehen. Sondern er ist der andere Pol des Lebens — wie sich Leib und Geist, Tatsachen und Ideen, Zeit und Ewigkeit ergänzen. Diesem Wort schließt sich das andere von Rückert an: „O, blicke, wenn den Sinn dir will die Welt verwirren, „zum ew'gen Himmel auf, wo nie die Sterne irren." Wieder wird der Astronom sagen, daß auch die Sterne geringfügige Irrungen und Abweichungen aufweisen, wir aber fühlen, wie Rückert es meint: ein festes Herz, einen unbeirrbaren Sinn gewinnen wir durch die Besinnung, wie sie Ottg Ludwig in die Worte faßte: „O suche nie dein Glück im Welt- gewimrnel! Je tiefer in dich zurück, je höher im Himmel." Dornotizen. Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater: 20 bis 22 Uhr, Gastspiel „Die 8 Entfesselten" in „Gute Besserung". — Gloria- Palast (Seltersweg): „Mit versiegelter Order". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Pvette". — Wett- Mitgliederversammlung der Ortsgruppe Gießen-Eüd. Im überfüllten Saale des Studentenhauses hielt die Ortsgrüppe Gießen-Süd ihre Mitgliederversammlung ab. Stellv. Propagandaleiter Pg. Kirchner eröffnete den Abend. Nach der ersten Sttophe des Liedes „Volk ans Gewehr!" hieß er die zahlreich Erschienenen herzlich willkommen und begrüßte insbesondere den Redner des Abends Pg. Fell, Leiter derGauschuluugsburg Cronberg. Pg. Fell führte in nahezu IVsstündiger Rede u. a. ungefähr folgendes aus: Der Führer habe vor einiger Zeit davon gesprochen, daß der Nationalsozialismus sich im zweiten Stadium des Kampfes befinde. Das erste Stadium war der Kampf um die Macht im Staate. Jedem Volksgenossen sei es klar, daß der Nationalsozialismus die Macht erobert hätte und daß der Wille des Führers heute das Leben des deutschen Volkes bestimme. Der zweite Kampf gehe nun um die Seele des deutschen Menschen. Dieser Kampf um die Ganzheit werde ohne Ermüdung genau so durchgeführt, wie der Kampfabschnitt in der Systemzeit. Das zweite Stadium des Kampfes sei schwer, denn es gehe darum, daß nur die nationalsozialistische Weltanschauung in Frage komme. Die bisherigen anderen Weltanschauungen waren nicht stark genug, um den Kampf gegen den Bolschewismus bestehen zu können. Der Redner führte als Beispiel zwei der verflossenen Weltanschauungen an, nämlich die Weltanschauung des Liberalismus und die sich aus diesem ergebende Lehre des Marxismus. An Hand des Wortes Liberalismus erklärte Pg. Fell die liberalistische Denkensart, die den Gedanken der Freiheit in den Mittelpunkt der Weltanschauung gestellt habe. Der Gedanke der Freiheit beherrsche diese Weltanschauung, und zwar die Freiheit des einzelnen Menschen ohne Bindung und ohne Verantwortung an oder gegenüber einer Gemeinschaft. Die Auswirkungen dieses Jndividualis- musses hätten wir im praktischen Leben in Wirtschaft, Staat und Kunst usw. im verflossenen System kennengelernt. Gesetze des Staates habe man nicht darauf angesehen, wie man sie erfülle, sondern wie bewerb HI.-Heim, Gießen: 16 bis 18 Uhr Ausstellung der Entwürfe in der Dolkshalle (Empore). — VfB.-Reichsbahn: 18 Uhr, Waldsportplatz, internes Abendsportfest. — Maienblasen ab 19 Uhr vom Turm der Johanneskirche. Tageskalender für Donnerstag (Himmelfahrt). Gloria-Palast (Seltersweg): „Mit versiegelter Order". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Vvette". — Landschaftsbund Volkstum und Heimat: Wanderung mit Sonntagskarte Friedelhausen. — Skiklub Gießen: 5.20 Uhr Gesellschaftsfahrt bis Schotten; Faltbootwanderfahrt Marburg—Gießen. Einmaliges Gastspiel „Die 8 Entfesselten" im Stadttheater. Heute um 20 Uhr findet ein einmaliges Gastspiel der „8 Entfesselten", der erfolgreichen parodistischen Zeitbühne, in ihrer neuen heiteren Szenenfolge „Gute Besserung!" statt. Die Veranstaltung ist außer Miete! Ende 22 Uhr. NS.'Gemeinfchaft „Kraft durch gteube“. Theatervorstellung. Samstag, den 28. INai, Beginn 20 Uhr, KdF.- 2Niete Gruppe I. Letzte Vorstellung der Spielzeit: „Der Mustergatte" von hopwood. __________________ man sich am besten durch die offengelassenen Maschen ihrer sich hätte entziehen können. Wie sehr unterscheide sich doch gerade die Auffassung von dem Staate in der nationalsozialistischen Weltanschauung von der des Liberalismus. Die zweite verflossene Weltanschauung war der Marxismus gewesen, von dem es keinen allzu großen Schritt von der liberalistischen Denkensart gewesen wäre. Der Marxismus, der zuerst den Klassenkampf in den Vordergrund seiner Lehre gestellt habe, habe Proletarier gegen Bourgeois gehetzt und stehe auf dem Standpunkt, daß die Kultur der Menschen nur durch Produktion möglich sei. Das Ziel dieser Lehre*sei, durch Mitwirkung der Juden als Erzieher, die Seelenvergiftung des deutschen Menschen gewesen. In diesem Kampfe wurden alle Mittel eingesetzt, um das gesteckte Ziel zu erreichen. Die Jugend und die Menschen wurden zwangsläufig von den Begriffen Ehre, Vaterland, Blut und Boden entwöhnt, um sie für den fanatischen Klassenkampf brauchbar zu machen Wie unterscheidet sich doch in all diesen Punkten die Weltanschauung des Nationalsozialismus von diesen Lehren. Selbstverständlich gehöre zur Erreichung des Zieles, das sich der Nationalsozialismus gesteckt habe, ein stetig fortwährender Kamps. Der Führer selbst habe gesagt, „W er leben will, der kämpfe also!" Die Geschichte des deutschen Volkes gebe dazu ein gutes Beispiel. Als Kämpfende müsse man durchs Leben gehen, und alles müsse nach den Gesetzen eines Willens marschieren. Das deutsche Volk marschiere nach dem Willen des Führers, und der Führer habe dem Volke eine eigene Lehre dazu erteilt/ Drei Freunde hätten den Führer auf seinem Lebenspfad begleitet, die Not, das Leid und die Sorge. Damit wollte der Führer sagen, daß wir alles daransetzen müßten, um in Zeiten der Not, des Leides und der Sorge gemeinsam durchzuhalten. Einem Manne, der seinem Volke solche Lehren gäbe, könne man ruhig Gefolgschaft leisten. In um erschütterlicher Treue marschiere das deutsche Volk in seine seit Jahrtausenden ersehnte ewige Freiheit. Mit dem Gruß an den Führer, den Liedern der Nation und dem Fahnenausmarsch wurde die Versammlung in Üblicher Weise geschlossen. i Einzelkarten im freien Verkauf zum Preise von —.90 RUI. find in der karlenverkaufsslelle, Gießen, Settersweg 60, und durch die Belriebswarte erhältlich. 3586D NS.-Gemeinschafl „Kraft durch Freude". Oesterreich-Fahrten 1938. Nachstehend geben wir die Urlaubszüge, die in diesem Jahr nach Oesterreich durchgeführt werden, bekannt: UF 81/38: Vom 24. Juli bis 6. August 1938, Teiln.- Preis 57,— RPl. Das Aufnahmegebiet ist Kärnten. , UF 84/38: Vom 16. bis 27. September 1938, Teiln- Preis '45,— RIN. Das Aufnahmegebiet ist Salzburg. Anmeldungen für diese Fahrten werden ab sofort in der Verkaufsstelle Gießen, Seltersweg 60, unter den üblichen Bedingungen enlgegengenommen. Norwegenfahrt. Bei der Seefahrt 103/38 nach Norwegen vom 13. bis 20. September 1938 (Fahrpreis 60,— RIN.) find noch einige Plätze für männliche Teilnehmer frei. Anmeldungen nimmt die Verkaufsstelle, Seltersweg 60, entgegen. 36110 Omnibusfahrt am 1. Pfingstfeiertag nach Wiesbaden. Die vorstehende Fahrt führt die Teilnehmer über Bad Homburg—Saalburg nach Wiesbaden. Abfahrt in Gießen um 8 Uhr am Haus der Deutschen Arbeitsfront, Rückkunft gegen 24 Uhr. Teilnehmerpreis einschl. Stadtführung in Wiesbaden 5,— RM. Anmeldungen: Kartenverkaufsstelle Seltersweg 60, Ruf 2141. i 36120 Am 28. und 29. Mai findet der Reichssportwettkampf für den BDM. statt. Für den Fall, daß bte HJ.-Einheiten den Wettkampf noch nicht durchgeführt haben, setzen die Führer sich sofort mit den jeweiligen Gruppenführerinnen in Verbindung zwecks gemeinsamer Durchführung des Wettkampfes. Sollten die örtlichen Verhältnisse eine solche Regelung nicht zulassen, muß der Reichssportwettkampf der HI. am Himmelfahrtstag durchgeführt werden^ Stelle für Leibeserziehung im Bann 116. BDIN.- und IIN.-llnfergau 116. Dauerkarten für den Besuch der Mullerschest Badeanstalt, Gießen, werden wieder, wie im üorit gen Jahre, an alle Mitglieder der HI. ausgegeben. Die Karten sind gegen Zahlung von 2 RM. und gegen Vorlage des ordnungsgemäß geklebten HJ.°c oder BDM.-Ausweises an der Kasse der Müller- scheu Badeanstalt, Gießen, Lahnstraße, zu erhalten, Schöner Musikabend beim BDM. Eine Spielschar des BDM. bereitete am gestrigen Dienstagabend im Saale des Studentenhauses einet zahlreichen Zuhörerschaft eine angenehme Abendstunde. Die Mädels hatten es sich — unseres Wist sens zum ersten Male in dieser Art — zur Ausgabe gemacht, das Wirken des BDM. der breiten Oeffentlichkeit von einer neuen Seite zu zeigen. Zu diesem Zwecke hatten sie eine Anzahl musikalischer Talente des Gießener BDM. zu einem kleinen flusgetrodmete fiaut mied leicht faltig. Darum stei vorbeugen mit Nivea, die Fhre Haut geschmeidig macht, kräftigt und ihr natürliche Bräunung gibt. Orchester zusammengefaßt und diesem noch eine! Singgruppe beigegeben, beide unter der Leitung von Trudel Stieda, der Leiterin der Kulturstelle im Untergau 116. Diese Gemeinschaft der musizierenden und singenden Mädels bot nun gestern einen Musikabend, der einen so ansehnlichen Erfolg brachte, daß man den Mädels nur gratulieren kann. In sympathischer Bescheidenheit erklärten sie in der gestrigen Vorankündigung und auch zu Beginn des Abends, daß sie „nichts Fertiges und künstlerisch Vollkommenes bieten könnten, die Eltern und Gäste aber die Freude am gemeinsamem Spiel miterleben lassen" wollten. Damit hatten sie sich von vornherein dagegen ausgesprochen, etwa in Vergleich gestellt zu werden mit Konzertveranstaltungen, die nach den strengen Maßstäben der Kunst bewertet werden müssen. Dennoch übertrafen die instrumentalen Darbietungen des kleinen Orchesters bei weitem das künstlerische Ausmaß dessen, was man nach der bescheidenen Ansage erwartet hatte, während der Gesang frische, frohe Lieder brachte, wie sie so recht zu der Art aufgeweckter junger Menschen passen und wie man sie immer wieder gern hört. Der instrumentale Teil brachte kleine Kompositionen unserer Meister Beethoven, Bach und Händel, 'bargeboten vom' gesamten Orchester, oder zum Teil von Flötenspielerinnen, die drei- und zweistimmig musizierten. Ferner spielte das Orchester hübsche Weisen aus dem Schatze der niederöster- reichischen Musik und zum Abschluß Franz Schuberts Deutsche Tänze. Man konnte an der guten musikalischen Ausführung der verschiedenen Instrumente, wie auch an dem feinen Zusammenspiel des Orchesters seine aufrichtige Freude haben, denn die Mädels machten sich die Erfüllung ihrer selbstgestellten Aufgabe durchaus nicht leicht, und so brachten sie denn eine musikalische Leistung heraus, die den Zuhörern immer wieder Anlaß zu lebhaftem Beifall gab und zum Schlüsse dahin führte, daß sich die begeistert beifallspendenden Hörer mehrere Zugaben des Orchesters erzwangen und mit dieser Bestrafte Neugier. Zwischenfall an Himmelfahrt. Am Tage nach Himmelfahrt 19.. erzählte man sich an den Stammtischen einer großen mitteldeutschen Stadt ein Geschichtchen, das zwar nur teilweise dröhnendes Gelächter, dafür aber um so verschmitztere, schadenfrohe Gesichter erntete. Da inzwischen ein wenig Gras darüber gewachsen und manche liebe Gattin aus dem Schmollwinkel wieder an die Seite des angetrauten Ehegemahls zurückgekehrt ist, sei es auch andernorts weitererzählt. Als Beispiel und als Mahnung. Hatten da die neugierigen Frauen der Mitglieder eines achtbaren Kegelklubs ihren Männern solange in den Ohren gelegen, hatten gebettelt, geweint und gedroht, bis die rauhen Kegler weich wurden und nach kurzem Ratschlag also beschlossen: die Frauön machen die Herrenpartie zu Himmelfahrt mit! Fortan herrschte eitel Sonnenschein m allen Häusern, Leibgerichte kamen täglich auf den Tisch, und man versicherte ein ums andere Mal, daß man ja die Männer in ihrem Tun und Treiben nicht stören wolle, daß man still abseits im Saale sitzen und nur, nur endlich einmal sehen wolle, wie solch eine Herrenpartie eigentlich aussehe. Und die Männer nickten dazu und sagten: „Warum eigentlich nicht?" und: „Wir haben an Himme - fahrt nichts zu verbergen!" und bestellten em Lastauto auf Himmelfahrt morgens neun Uhr. Denn.es sollte ins Grüne gehen. Der Tag brach an und mit ihm brachen zwei Grüppchen auf, ök eine strenge Ordnung emhiel- ten. In allerlei Mummenschanz die Männer, in gemessenem Abstand die neugierigen Frauen. So erreichte man, Zielpunkt allgemeinster Aufmerksamkeit, den Platz, auf dem schon das Auto, ein Gigant der Landstraße mit Anhänger, wartete Man begrüßte freundschaftlichst den Chauffeur und stieg mit allerlei Hallo ein. Die Herren in den Zug- roagen, die Gattinnen, wie es sich geziemte, in den Anhänger. Und Scherzworte aus dem schnell herbeigeeilten Publikum gab es dazu gratis. Motorengebrumm. Ein Hupensignal. Erwartungsvoll setzte sich alles zurecht. Die Männer straylten die Gattinnen an, die Gattinnen strahlten zunick. Und indes sich noch Liebe hüben und Liebe drüben so kundtat, rückte das Lastauto an — und entschwand. Noch einmal sahen die Gattinnen ihre angestrengt nach vorn blickenden Männer sitzen, dann bog der Wagen um die Ecke, Der Anhänger aber stand mis angenagelt. /- Es dauerte seine Zeit, bis man begriff. Dann aber machte sich alles Luft und die Verwünschungen, die man ausstieß, als man hochroten Kopfs und zum Gespött der Leute einzeln und betulich vom hohen Sitz wieder herabstieg, gipfelten in der Drohung: „Komm du mir nur nach Hause!!" Nun — eine Reihe von Gattenmorden stand anderntags nicht in der Zeitung. Und auch der Chauffeur, auf den die scheinheiligen Ehemänner alle Schuld abwälzten, blieb verschont. Aber es heißt, daß die so betrogenen Frauen laut schworen, die nächste Himmelfahrtpartie nicht mitzumachen. Wozu die Männer schmunzelnd nickten. FMF. Ltnd alles wegen Flieder... (Line Mä'delgeschichie von Gertrud Abel. Hanni packte ihre Puppensachen zusammen, es war spät am Nachmittag, und sie mußte pünktlich zum Abendessen zu Hause sein. Lini hals ihr dabei, und beide sanden, daß dieser Frühlingsnachmittag bei Lini im Garten wieder einmal wunderschön gewesen sei. Als Lini ihre Freundin zur Gartentür begleitete, sah sie zu der blühenden Fliederhecke hinauf und fragte: „Möchtest du nicht etwas Flieder mitnehmen, Hanni? Jhr^abt doch keinen Garten, und er verblüht ja nun bald..." Hanni nickte freudig, Lim langte ein paar dunkellila blühende Zweige herab, brach sie und drückte sie in die Hand der Freundin. Darauf gaben sich die beiden Mädchen einen Kuß und trennten sich. Glücklich ging Hanni ihren Weg heim. Da bekam sie plötzlich einen gewaltigen Schreck. Em paar Jungen lärmten um die Straßenecke und hatten sie fast umgerissen. Hanni schrie auf und fing an zu laufen. Da schrie einer der Jungen: „Wo will denn die mit dem schönen Flieder hin? Der ist gewiß irgendwo gemaust?" Und dann rannten die Jungen hinter Hanni her. Das kleine Mädchen lief aus Leibeskräften. Ohne daß sie es merkte, verlor sie einen Puppenschuh, der Hut rutschte ihr in den Nacken, aber fest hielt sie mit dem einen Arm ihre Puppe Mechthild und nut dem anderen Arm ihren Fliederstrauß an sich gedrückt. Lange konnte sie nicht mehr laufen, ohne daß die Jungen sie einholten, sie kamen unheimlich schnell näher. Da — eine offene Tür vor einem Landhaus. Schnell flitzte Hanni hinein, warf die Xür hinter.sich ins Schloß, schob, den Riegel vor und-lief die Auffahrt hinauf, am Haus vorbei. Vielleicht gab es einen Hinterausgang? Niemand ließ sich blicken. Hanni kam auf einen Hof. Da ging vom Haus eine Garage ab, eine Tür stand auf, ein kleines Auto stand halb hineingeschoben, ein Schlauch * lag daneben, aus dem Wasser tropfte. „Ein bißchen Wasser wäre gut für den Flieder —" dachte Hanni, trat nahe herzu, griff nach dem Schlauch und drehte an der Spitze herum. Da schoß ein Wasserstrahl mit solcher Macht hervor, daß der Schlauch ihrer Hand entglitt. Und im gleichen Augenblick hörte Hanni einen zornigen Aufschrei aus dem Hause. Che sie sich besinnen konnte, sprang ein alter Herr die Verandastufen herunter, tropfnaß von oben bis unten, und schrie sie an: „Du bist ja eine nette Range! Läufst hier auf einen fremden Hof und spritzt durch die offenen Fenster die Zimmer naß?!" Seine Augen funkelten. „Was fällt dir ein, du? Schnell, stell augenblicklich das Wasser ab!" Völlig erschrocken bückte Hanni sich, hob den Schlauch auf und versuchte, den Wasserstrahl abzustellen. Dabei aber traf sie mit voller Wucht den alten Herrn, der aufschreiend zurückprallte. Hanni warf den Schlauch entsetzt wieder hin, rannte zum Tor und lief weinend auf die Straße. Gott sei Dank — die Jungen waren fort. Und nun sah Hanni, daß Mechthild nicht nur einen, sondern alle beide Schuhe verloren hatte. Hanni sank bitterlich schluchzend auf die Treppenstufen eines Hauses nieder und glaubte, sie könne nie wieder fröhlich werden. „Nanu, Hanni, was machst du denn hier? Warum weinst du denn?" Da stand chre Mutter vor ihr, nahm sie in den Arm und tröstete. Stockend erzählte Hanni das ganze Unglück. „Na, komm nur", sagte die Mutter, „nun wollen wir das Mißverständnis in Ordnung bringen und uns entschuldigen ..Hanni sah entsetzt auf und wollte Einwendungen machen. „Natürlich muß man sich entschuldigen, wenn man Unfug gestiftet hat", fuhr die Mutter fort, „selbst wenn man nicht sehr viel dafür kann. Aber warum mußtest du auch an den Schlauch gehen? Man faßt nicht anderer Leute Sachen an..." Dann gingen beide zu dem Hause zurück, wo Hanni mit der Wasserschlange gekämpft hatte, und die Entschuldigung von Mutter und Tochter besänftigte den alten Herrn merklich. Er wurde zum Schluß ganz freundlich, schenkte Hanni ein Stück Schokolade, und dann wurde' der Flieder samt der schuhlosen Mechthild glücklich und unangefochten heimgetragen^ Am Sonnta, graphen und 6en, das i und zu werten. Auszug aus der Liste der Preisträger E. ng, Büdingen; Willi Schmidt, Müller, Gießen; Ernst Rock, Gießen; Liselotte Gin Büdingen; Margot Karl dingen. Abteilung 80 Silben. Hagen, Gchnellschreiben. E. — Ehrenpreis. Ludwig Hellmold, Gießen; Arthur Meier, Gründerg; Dora Kern, Gießen; Grünberg; Sofie Frank, Butzbach. Gut: Abteilung 260 Silben. Sehr gut: Willi Brückmann, Gießen, E. Abteilung 240 Silben. Hervorragend: Dora Kern, Gießen, E. Abteilung 220 Silben. Hervorragend: Adolf Maser, Büdingen, Abteilung 200 Silben. Hervorragend: Liselotte Böttcher, Wetzlar, E. Abteilung 180 Silben. Hervorragend: Dina Michel, Grünberg, E.; Hervorragend: Elsbeth Karnbach, Gießen, E.; Karola Earl, Schotten, E.; Ilse Hofmann, Schotten; H. Kern, Büdingen; Ernst Knaf, Bü- dingen; Walter Sprankel, Grünberg; Heinrich “ ' ----- ; Ilse Schuch, Büdingen, E.; Gerda Beck, Büdingen; Karl Kern, Büdingen; Schwalb, Büdingen; Heinrich Lepper, Grünberg: Gerda Beck, Büdingen; Karl Kern, Büdingen; Karola Carl, Schotten; Lotte Meier, Bad-Nau-^ heim; Anni Derzbach, Gießen; Berta Krumm, Grünberg; - Liselotte Böttcher, Wetzlar; Willi Brückmann, Gießen; Ernst Schmittdiel, Gießen; Gertrud Barth, Büdingen; Ilse Wurm, Gießen; Anneliese Seybicke, Gießen; Hilde Siebert, Gießen; Walter W. Bender, Großen-Linden; Willi Hof- Anni Sänger, Butzbach; Hermann . _ Grünberg; Helene Lange, Gießen; Karl Schmidt, Büdingen; Franz Zöller, Büdingen; Elsbeth Karnbach, Gießen; Karl Wolf, Büdingen; Helmut Wolf Gießen; Emmi Metzger, Butzbach; Ernst Knaf, Büdingen; Otto Fuchs, Grünberg; Willi Schäfer, Gießen; Willi Dietz, Großen-Linden; Heinrich Herbst, Büdingen; Karl Leisinger, Wetzlar; Emma Glock, Schotten; Erich Ries, Gießen; Karl Alt, Büdingen; Heinz Weinandt, Großen-Linden; Hilde Kaiser, Büdingen; Ilse Graf, Schotten, Karl Moser, Schotten; Karl Heinz Möller, Gießen; Hanny Jöckel, Grünbera; Heinrich Grimmelbein, Großen-Linden; August Müller, Gießen; Emmi Wahl, Gießen; Margot Meier, Bad-Raüheim; Gisela Knaf, Büdingen; Otto Schneider, Gießen; Helmi Zachritz, Bad-Nauheim; Lydia Lotz, Grünberg; Margot Müller, Gießen; Rosemarie Simon, Gießen; Margot Textor, Großen-Linden; Karl Zulauf, Gießen; Heinz Otto Berger, Büdingen; Otto Stoll, Büdingen. Ableitung 100 Silben. Hervorragend: Waltraut Handstein, Grünberg, E.; Willi Dietz, Großen-Linden; Willi Hofmann, Büdingen, E.; Otto Goullon, Büdingen; Ewald Eckhardt, Großen-Linden, E.; Erna Klöß, Grünberg, E.; Gertrud Engelhardt, Butzbach; Gottfried Strauch, Grünberg; Margret Faust, Bad- Rauheim, E.; Walter Reuter, Gießen; Karl Zulauf, Der Samstag, 28. Mai, wird mit den Flagaen- hissungen auf dem Universitätsgebäude und dem Studentenhaus seinen Anfang nehmen. Vormittags findet in der Aula der Universität ein Festakt mit Gefallenenehrung statt, bei dem neben dem Rektor auch der Hauptstellenleiter für Kameradschaftserziehung in der RSF. Pg. Reich das Wort ergreifen wird. Nachmittags beginnt der Tag der Wissenschaft, u. a. mit einem Vortrag von Prof. Dr. Bley über die Aufgabe von Wissenschaft und Erziehung im Dritten Reich. Daran wird sich eine Siegerehrung der Sieger im dritten Reichsberufswettkampf anschließen. Abends veranstalten die sieben Kameradschaften des NSDStB. Kameradschaftsabende mit Alten Herren und Gästen. Am Sonntagvormittaa werden sich die alten NSDStB.-Kameraden der Gruppe Gießen im Studentenhaus treffen. Weiterhin führt die Studentenschaft der Gießener Bevölkerung in der Turn- halle am Aulweg das neue studentrsc^ Fechten vor. Am Nachmittag ist großes Volksfest im Club. Abschlußabend des Lehrgangs der Mütierschulung in Gießen. Ein Doppelkurs des Mütterdienstes im Deutschen Frauenwerk über 1 Erziehungsfragen und die Beschäftigung des Kleinkindes, der in her Sonnenstraße in der Aliceschule stattfand, wurden am Montag mit einem gemeinsamen fröhlichen Abend in der „Bergschenke" beendet. 60 grauen und Mädchen beteiligten sich an diesem Lehrgang, darunter 16 Mitglieder der Iugendgruppen. Die Leiterin des Lehrgangs, Fräulein Faust, hatte es gut verstanden, den Frauen und Mädchen die wichtigen Erziehunasfragen nahezubringen und sie einzuführen in die Welt des Kindes. Theoretische Fragen, wie: die Bedeutung der Freude in der Erziehung durch das Spiel, oder Erklärungen über die geistige Entwicklung des Kindes in den ersten Lebensjahren, Kiliderfragen und Antworten darauf, Kinderunarten und Erziehungsfehler, das alles wurde erläutert. Im praktischen Teil der Abende wurden Wiegen- und Kinderlieder gesungen, Geschichten und Märchen erzählt. Da wurde gesägt und gebastelt, geklebt und gemalt. Es entstanden aus wertlosem Material allerhand Kinderspielzeug und nützliche kleine Geschenke. Es wurde Spielzeug für die verschiedenen Altersstufen gezeigt, Spiele um den Familientisch erklärt, die das Kind zur Gemeinschaft erziehen wollen. Die fröhliche Stimmung des Abschlußabenüs zeigte, in welch' kameradschaftlicher Weise die Teil- Nehmerinnen gearbeitet hatten, und der lebhafte Dank an die Leiterin bewies, wie wohl sich alle bei Grünberg, E. Sehr gut: Karl Heinz Fischer, Großen-Linden; Annegrets Bluhm, Bad-Nauheim; Ilse Berges, Büdingen; Heinrich Karl Kühn, Grünberg; Hermann Von-Eiff, Laubach; Anneliese Seybicke, Gießen; Otto Fuchs, Grünberg; Walter Harnisch, Großen-Linden; Willi Schäfer, Gießen; Gertrud Ziegler, Gießen; Otto Ferger, Gießen; Heinrich Herbst, Büdingen; Walter W. Bender, Großen- Linden; Anneliese Hedderich, Alsfeld. Gut: Heim Zinn, Büdingen; Erich Ries, Gießen; Ludwig Hellmold, Gießen; Irmgard Zöller, Gießen; Emmi Wahl, Gießen; Gisela Knaf, Bü- Hervorragend: Anny Schmandt, Großen- Linden, E.; Heinz Reinhold Fischer, Großen-Linden, E.; Hermann Schwalb, Büdingen; Karl Haschberger, Butzbach, E.; Karl Schmidt, Büdingen. Sehr gut: Hilde Diehl, Butzbach; Emmi Metzger, Butzbach; Martha Hentschel, Großen- Linden; Franz Zöller, Büdingen; Otto Stoll, Büdingen; Heinrich Lepper, Grünberg; Reinhold Textor, Großen-Linden; Heinz Otto Berges, Büdingen; Johanna Schulz, Butzbach. Gut: Elfriede Grandhomme, Schotten; Luise Kraft, Alsfeld; Tilly Hoffmann, Schotten; Heinz Weinandt, Großen-Linden; Irmgard Gebauer, Alsfeld; Karl Frank, Grünberg. Ableitung 60 Silben. Anni Sänger, Butzbach; Emilie L-mderheidt, Büdingen; Karl Bähr, Büdingen, E.; Heinrich Helf, rich, Büdingen, E.; Karl Wolf, Büdingen; Hermann Hagen, Grünberg; Karl Möser, schotten. Sehr gut : Ilse Graf, Schotten; WM Bruder, Büdingen; Paul Breuer, Schotten; Karl Alt, Büdingen. nichtigschreiben. hervorragend: Karl Bähr, Büdingen; Karl Hahn, Wetzlar; Anny Schmandt, Großen-Linden; Ilse Schuch, Büdingen; Heinrich Helfrich, Büdingen; Otto Krumm, Grünberg; Marie Keßler, Großen-Linden; Konrad Georg Emmerich, Gießen; Waltraud Handstein, Grünberg; Emma Reitz, Gießen; Ernst Rock, Grünberg; Erna Klöß, Grünberg; Margot Drescher, Gießen; Hilde Diehl, Butzbach; Margot Faust, Bad-Nauheim. Sehr gut Adolf Maser, Büdingen; Willi Pfeiffer, Gießen; Ewald Eckhardt, Großen-Linden; Martha Hentschel, Großen-Linden; Walter Sprankel, Grünberg; Walter Reuter, Gießen; Karl Heinz Fischer, Großen-Linden; Erna Dech, Gießen; Minna Sommerlad, Gießen; Hüde Cloos, Gießen; Marie Gümbel, Großen-Linden; Margrit Fahrenbach, Gießen; Heinrich Reinhard, Bad-Nauheim; Hein, rich Karl Kühn, Grünberg; Waltraud Burhenne, Gießen; Wilhelm Böhm, Schotten; Hermanrt Otto Krumm, Grünberg, E. Sehr aut: Gretel Roßkath, Gießen; Hanni Göckel, Büdingen; Else Primm, Wetzlar. Abteilung 160 Silben. Hervorragend: Hilde Sibbert, Gießen, E.; Margot Drescher, Gießen, E.; Margot Textor, Großen-Linden; Karl Heinz Möller, Gießen; Elfriede Werner, Gießen; Berta Krumm, Grünberg, E.; Wilhelm Dapper, Gießen; Liesel Bingel, Gießen; Anni Derzbach, Gießen; Minna Sommer- lad, Gießen; Hilde Cloos, Gießen. Sehr gut: Annemarie Raab, Gießen; Liesel Kratzenberger, Gießen; Frida Merz, Gießen. Gut: Ernst Schmittdiel, Gießen. Abteilung 140 Silben. Hervorragend: Ilse Wurm, Gießen, E.; Marie Gümbel, Großen-Linden, E.; Willi Stamm, Bad-Nauheim; Hilde Müller, Reichsbahn Gießen; Mimi Bastian, Gießen; Konrad Georg Emmerich, Gießen, E.; Erna Dech, Gießen; Karl Hahn, Wetzlar, E.; Rudolf Grün, Grünberg; Lore Bücking, Gießen; Helmut Seibert, Gießen; Lydia Lotz, Grünberg. Sehr gut: Gusti Reh, Reichsbahn Gießen; Anneliese Adam, Reichsbahn Gießen; August Müller, Gießen; Gerhardt Adam, Reichsbahn Gie- ßen; Helmi Zachritz, Bad-Nauheim; Rosemarie Simon, Gießen; Erna Methsessel, Büdingen; Gertrud Bath, Büdingen; Heinrich Krimmelbein, Großen-Linden; Emmy Jöckel, Grünbera. Gut: Waltraud Burhenne, Gießen? Gertrud Lindenstruth, Gießen; Rudolf Feddeler, Gießen. Abteilung 120 Silben. . Sehr gut: Ilse Schuster, Wetzlar; Karl Leisin- Bender, Büdingen; ger, Wetzlar; Marie Keßler, Großen-Linden. Gienografen-Tagung in Büdingen. Oer Gtenografen-Rachwuchs im Kreisverband Gießen brachte wieder gute Leistungen Die diesjährige Tagung des Kreisverbandes Siezen der Deutschen Stenographenschaft, zu dem nicht allein die Kurzschriftvereine von Oberhessen, sondern auch die von Wetzlar, Dillenburg und Biedenkopf gehören, hatte der Ortsverein Büdingen übernommen. In der Dertreterversammlung er,lat- Lete der Kreisverbandsführer K. H. Kuhl, Gießen, Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr. Er konnte den Gauverbandsfuhrer, Landtagsdirektor i. R. Werner, Darmstadt, und den Staallichen Prüfungskommissar, Kammerstenograph und Lektor ür Kurzschrift an der Universität Heidelberg Michael Winkler, begrüßen. Aus dem Bericht ging hervor, daß in allen Ortsvereinen rege Tätigkeit herrscht und besonders die Unterrichtskurse sehr gut besucht sind. Die Vereine Büdingen, Laubach und Schotten sind nach Aufhebung des gemein jamen Unterrichtswerks „Häuser der Kurzschrift", das zwischen der Deutschen Arbeitsfront und der Deutschen Stenographenschaft geschlossen war, wieder zu dem Kreisverband Gießen zurückgekehrt. Gauverbandsführer Werner gab in ausführlichen Darlegungen Aufklärung über die stenographische Lage im Gauverband und das Aufgabengebiet der Kurzschriftvereine in Zukunft. Aus dem Bericht des Rechners Ludwig G r a v e - l i u s war zu entnehmen, daß die Kassenverhältnisse des Kreisoerbandes in bester Ordnung sind. Nach kurzer Aussprache wurde als Ort für die nächste Kreisverbandstagung Lauterbach bestimmt und die Versammlung mit einem Gruß an den Führer geschlossen. Bei einem Kameradschaftsabend verbrachte man Nach dem Mittagessen fand eine Führung durch die schöne Stadt Büdingen und bann im Fürstenhof eine Begrüßungsfeier statr. Nach einer kurzen Ansprache des Vereinsführer Schäfer begrüßte der Kreisverbandsführer Kuhl die erschienenen Schriftfreunde und Gäste. Der Bürgerschaft von Büdingen dankte er für die freundliche Aufnahme. Er hob sodann die großen Verdienste hervor, die sich der Ortsverein Büdingen der Deutschen Stenographenschaft, der in diesem Jahr sein 40jähriges Bestehen feiern kann, um die Ausbreitung der Kurzschrift und die Ausbildung der deutschen Jugend erworben hat. Er gedachte besonders des Ortsvereinsführers Otto Schäfer III. nebst seinem Stab treuer Mitarbeiter für die mühevolle Arbeit, die sie in den letzten Jahren geleistet hätten. Äm Auftrage der Reichsbundesführung in Bayreuth überreichte er dem Ortsvereinsführer Otto Schäfer III. für feine langjährige treue Mitarbeit und Verdienste um die Forderung und die Ausbreitung der Kurzschrift das stenographische Abzeichen mit Goldkranz nebst Urkunde. Bürgermeister Dieme r begrüßte bann die Stenographen und gab seiner besonderen Freude darüber Ausdruck, daß er, wie vor 5 Jahren, die Stenographen des Kreisverbandes Gießen wieder in den Mauern Büdingens begrüßen könne. Lieder der Sängervereinigung „Liederkranz - Sängerlust" umrahmten die Feier. Besondere Anerkennung ernteten die Sologesänge des Herrn Wilhelm Appel und der Schnellmaler Kaltenschnee für seine prächtigen Zeichnungen und die herrlich gestellte Marmorgruppe. , Vereinsführer Schäfer brachte sodann das Sieg-Heil! auf den Führer aus. Dank der hervorragenden Tätigkeit des Wettschreibeausschusses unter Leitung von Prokurist August Siebert, dem besonderer Dank gezollt wurde, konnte das Ergebnis des Wett- schreibens gegen 18 Uhr bekanntgegeben werden. mann, Büdingen; Emilie Vonderheidt, Büdingen; Büdingen; Hanni Jöckel, Büdingen; Werner Barnick, Gießen; Karl Hafchberger, Butzbach; Gottfried Strauch, Grünberg; Gretel Roßkath, Gießen; Liesel Bingel, Gießen; Anneliese Adam, Reichsbahn Gießen; Helmut Seibert, Gießen; Gertrud Ziegler, Gießen; Lore Bücking, Gießen; Rudolf Grün, Grünbera; Elfriede Werner, Gießen; Gerhard Adam, Reichsbahn Gießen; Dina Michel, ' Frank, bann noch einige vergnügte Stunden. Am Sonntagmorgen kamen Hunderte von Stenographen und Gästen zu dem Leist^unasschrei- b e n, das in den Räumen der Stadtschule statt- sand. Der Wettschreibausschuß unter Leitung von Prokurist August Siebert, Gießen, hatte alle Hände voll zu tun, um die 408 Arbeiten zu prüfen starken Bekundung ihrer Zufriedenheit den jungen Musizierenden mit gutem Recht den wohlverdienten Dank und ihre besondere Anerkennung ausdrückten. Auf der gleichen 'Linie der vollen Hingabe an die Sache und der schönen Durchführung standen die gesanglichen Darbietungen der Mädels, die zum Teil den Gesang mit Flötenbegleitung brachten. Auch hiermit fanden sie bei den Besuchern sehr viel Anklang, der sich in starkem Beifall äußerte. Alles in allem: Die Spielschar unter Leitung von Trudel Stieda hatte diesen Musikabend des BDM. als einen ersten Versuch und vielleicht auch als einen zögernden Schritt in die Oeffentlichkeit oufgefaßt. Der schöne Erfolg des gestrigen Abends hat die anerkennenswerte Mühe und die Liebe der Mädels zur Musik in bester Weise belohnt. Diesem ausgezeichneten künstlerischen Streben sei auch hier in aller Oeffentlichkeit die wohlverdiente volle Anerkennung ausgesprochen. Wenn am Schlüsse des reizenden Abends von einem Mädel die Hoffnung auf ein Wiedersehen bei einer neuen derartigen Veranstaltung betont wurde, so fei dieser Wunsch hier nur bekräftigt in der Gewißheit, daß diese Spielschar des BDM. dann wiederum ihren Besuchern, ebenso wie gestern, einen schönen Abend im Reiche der Frau Musica bereiten wird. Oer erste Gießener Gtudententag. Seitens der Alcherrenschaft und der Studentenschaft sind die Vorarbeiten für den ersten Gießener Studententag soweit gediehen, daß das Fest seinen Anfang nehmen und man mit einem guten Verlauf rechnen kann. Am Freitag, 27. Mai, wird der Studentensuhrer bei einer großen Sportveranstaltung auf dem Universitäts-Sportplatz den ersten Gießener Studententag eröffnen. Wettkämpfe der Studenten, Kameradschaften, zwischen Dozenten und Studenten sowie der Studentinnen werden den Nachmittag ausfüllen. Abends findet im Studentenhaus ein Empfang der Studentenführuna für die Hoheitsträger Der Partii, die Vertreter des Staates, der Stadt, der Universität und der Führer der Altherren- f(haften statt. Der Studentenführer sowie der Gießener Hochschulringführer des NS.-Ältherrenbundes werden hierbei das Wort ergreifen. werden beim Einkauf von Erdal jetzt gespaü und zur noch besseren täglichen Erdal Schuh» pflege verwendet. - Dann halten die Schuhe länger u.bleiben langer sdiönl -■ «äj Erdal. IgrbiQ den Abenden fühlten. Ein lustiges Lied folgte dem anderen, Gesellschaftsspiele sorgten für Abwechslung, und es war recht spät, als man sich trennte. Viele verabredeten sich schon für den nächsten Lehrgang, der bald hier in Gießen anfangen wird. F. K. Werbeabend für die Zugendgruppen im Deutschen Frauenwerl. stalten. Weiter wird gezeigt, wie das Leistungsbuch erworben wird durch eine soziale Hilfeleistung in einer kinderreichen Familie, auf dem Lande oder in der Siedlung, durch Vertretung einer Fabrikarbeiterin in einem Betrieb für sechs Wochen. Die Anwesenden folgten den Bildern mit reger Aufmerksamkeit und dankten durch lebhaften Beifall. Die Frauenschaften Gießen-Ost und -Nord hatten im Cafe Leib einen Abend veranstaltet, der eine Werbung für die Jugendgruppen im Deutschen Frauenwerk darstellte. Die Juaendgruppenführerin von Gießen-Ost, Frl. v. Türcke, sprach einführend über den Zweck dieser neuen Organisation, die alle Mädchen von 21 bis 30 Jahren umfassen will, damit sie sich einreihen in die große Frauenaufbauarbeit. Gerade die Mädchen, die im Beruf stehen, sollen in fröhlicher Kameradschaft hingeführt werden zu den Aufgaben, die jede Frau kennen und beherrschen , muß. Es ist nur zu ihrem eianen Besten, wenn von ihnen der Besuch der Mütterschulungskurse verlangt wird, denn hier mfrbx ihnen gezeigt, welche Verantwortung im heutigen Staat die Frau und Mutter trägt, nicht nur durch die sachverständige Führung eines Haushaltes, sondern auch durch die Betreuung des Kindes, seine Ernährung und Erziehung. Die Jugendgruppe führte dann zwei lustige Tänze auf und brachte durch den Vortrag von Liedern die rechte Stimmung in den Abend. Am Schluß wurde der Film gezeigt, den die Reichs- ftauenführung zum Zweck der Werbung geschaften hat, und der in lebendigen Bildern das Treiben in den bereits bestehenden Gruppen zeigt. Da sehen wir hinein in die lustigen Heimabende, an denen für die NSV.-Kindergärten und für die Kinder- gruppen im Deutschen Frauenwerk gebastelt wird. Der Fllm zeigt weiter, wie die jungen Mädel sich vergnügen beim Schwimmen, beim Turnen und Wandern, wie sie zusammen fingen und musizieren und die Pflichtabende der Frauenschaft ausge- Hauptversammlung des Ziegenzuchtvereins. Der Erste Gießener Ziegenzucht-Verein hielt im „Burghof" Rückschau über die im abgelaufenen Jahre geleistete Arbeit. Der Verein beklagt den Verlust zweier um die Gießener Ziegenzucht hochverdienter Männer, denen er die Forderung feiner guten Leiftungszucht Der- dankt, des Landwirts Wilhelm Fenchel (Ober- Hörgern) und des Leiters des Tierzuchtamtes Gießen, Oberlondwirtschaftsrats Dr. Otto Wagner, der den Züchtern mit Rat und Tat hilfreich zur Seite stand. A)nen widmete der Dereinsvorsitzende Heinrich Höbel einen herzlichen Nachruf, und die Versammlung ehrte das Andenken dieser Männer. Vereinsführer Höbe! gab dann einen lieberblick über die gegenwärtige Lage der Tierzüchter und ermahnte die Mitglieder zur Weiterarbeit an den Zuchtbestrebungen. Schriftführer Heinrich Philippi erstattete den Geschäftsbericht. Der Verein weist trotz ungünstiger Verhältnisse einen Bestand von 54 Ziegen im Besitze seiner Mitglieder auf. Als Entschädigung für gefallene Tiere wurden 85 Mark vergütet. Das Tierzuchtinstitut Oberer Hardthof hat 20 Ziegen und Lämmer angekauft. Weitere 400 Lämmer braucht das Tierzuchtamt Gießen. Bei den in diesen Monaten neugeborenen Lämmern wurden 75 v. H. als Bocklämmer festgestellt. Den Rechenschaftsbericht erteilte Rechner Vogel, der über geordnete Kassenverhältnisse berichten konnte, und dem Entlastung erteilt wurde. Da Rechner Vogel sein Amt wegen Arbeitsüberhäufung zur Verfügung stellte, wurde,ihm für die langjährige, gewissenhafte Kassenführung der Dank des Vereins ausgesprochen. Zu seinem Nachfolger bestimmte der Vereinsführer das Mitglieh O m m e r t. Anschließend überreichte der Vereinsführer den um die Ziegenzucht verdienten Mitgliedern Frau Anna Römer und Heinrich Becker je ein Ehrendiplom für 25jährige treue Mitgliedschaft. Die Milchleistungskontrolle wird anfangs Juni durch- geführt. Rechner Vogel berichtete über die Förderung der Ziegenzucht durch die Gewährung von^Reichs- zuschufsen für den Um- bzw. Neubau von Stallungen und den Ankauf von Lämmern. Nachdem noch über eine Reihe organisatorischer Fragen beraten worden war, wurde die Versammlung in üblicher Weise beendet. Höchstpreise für Speiseöl. Fwd. Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — hat für die Abgabe von Speiseöl im Groß- und Kleinhandel folgende Höchstpreise fest- aesetzt: für Speise-Sojaöl, Speise-Erdnußöl, Speise- Rüböl, Speise-Sesamöl und Speise-Mischöl bei Abgabe des Großhandels an den Einzelhandel je Kilogramm im Faß 1,12 RM., im Anbruch 1,15 RM., bei Abgabe an den Verbraucher je Liter 1,24 RM. Bei Abgabe von Speiseöl in Teilmengen unter einem Liter ist ein Zuschlag von höchstens 3 Rps. auf die jeweilige Teilmenge zulässig. Diese Anordnung tritt rückwirkend vom 15. Mai in Kraft. ** Silberne Hochzeit.. Am heutigen Mittwoch, 25. Mai, feiern der Oberassistent Emil B o l - l e r und Frau Lisette, geb. Klingelhöffer, Aster- weg 60 wohnhaft, das Fest der Silbernen Hochzeit. Den Iubilaren unfern herzlichen Glückwunsch. ** Maienblasen. Am heutigen Mittwoch ab 19 Uhr findet das Maienblasen vom Turm der S t a d t k i r ch e mit folgenden Darbietungen statt. Choral: „Valet will ich Dir geben", Melchior Teschner 1613; 2. Preis und Anbetung", von Rink; 3. „Vöglein im hohen Baum". Rundfunkprogramni Donnerstag, 26.2Rai. 6 Uhr: Frühkonzert auf dem Kreuzer „Königsberg". Es spielt das Musikkorps der 5. Marine» Artillerie-Abteilung Pillau. 8.10: Kleine Morgen- musik. 8.30: Evangelische Morgenfeier. 9.10: Dichter- stimmen aus Oesterreich: Hans Kloepfer: Steirische Geschichten. 9.30: Chorgesang. 10: Ewiges Deutschland. 10.45: Ferientage. 11: Schlageter-Gedentfeier. Stahlkreuz an der Ruhr. 12: Mittagskonzert. 14: Die Plapperliese, Märchen aus St. Märgen im Schwarzwald. 14.30: Heitere Welt der Bühne. 15.15: Maisingen im Wiesenthal. Als Einlage 17 bis 17.20 Uhr: Sportereignisse des Tages. 18: Die Herrenpartie. 19: Nachrichten. 19.10: Es singt die Glocke chr heimatlich Lied. Von Stundenschlag und ^itwandel im Hessendorf. 19.40: Sportspi.egel des Tages. 20: Auf Regen folgt Sonnenschein. 22: Nachrichten. 22.20: Ostpreußen- und Wehrkreisturnier 1938. 22.30: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 3: Großes Konzert. Richard Strauß — Peter Tschaikowsky. Freitag, 27. Mai. 5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Morgenlied, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Kurkonzert. 9.40: Mutter turnt und spielt mit dem Kind. 10: Schulfunk. 10.30: In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist. 12: Werkstonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Komponisten der Gegenwart unterhalten uns. 15: Kleines Konzert. 16: Bäderkonzert. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 19: Nachrichten. 19.10: Neue Unter!) altungsmusir. 20.10: Volkstänze der Nationen. 21: Kammermusik. 22: Nachrichten. 22.20: Worüber man in Amerika spricht. Von Kurt G. Sell. 22.30: Tanz und Unterhaltung. 24 bis 3: Nachtmusik. 5J.-fpori SeMMffengmcht Gießen. in Lich. '1 Lai Sportfest der Studenten. amm i^gespeft •dal Schuh, die Schuhe ingersMd ist- Spielvereinigung 1926 Leihgestern. Aus -er engeren Heimat. 75 Lahre Gesangverein »Germania" Großen-Buseck. Polizei: Telephon 2751, nur in dringenden Notfällen Telephon 01. Feuerwache: Telephon 2244/45, Notruf Tele« sionsmei st erschuft der 9. Division im Handball. Daran sind beteiligt: 1. Kompanie / I. R. 116; 5. Kompanie / A. R. 36; Stab der Beobachtungs-Abteilung 9; 2. Kompanie / Nachrichten- Abteilung 9; 6. Schwadron / Kavallerie-Regiment 3. Die Kämpfe wickeln sich nach den Regeln des Pokalsystems ab. Freitagvormittag wird die Auslosung der Mannschaften für die ersten Ausscheidungsspiele am Freitag, um 15 Uhr, stattfinden. viel für sich! Schalkes Elf gegen Fortuna. ?er, ©rünberg;. rn, Mwoen; zier, M-Nau-- Berta Krumm,' War; Willi ittbiet, Giehen: Burrn, Gießen; . iiebert, Gießen; i; Mi Hof. nolb, Gießen: iltthur Meier, gen; Werner ger, Nutzbach; rett Roßlach, mdieje Nam, ’iert, Gießen; fing, Gießen; rner, Meßen, Dina Mchel, M Uwrf, Im Florett:" Brigade 49 gegen o___ .. ; Gruppenstab gegen Brigade 46 9:2-° Säbel: Gruppenstab gegen Brigade 49 9:6; Gruppenstab gegen Brigade 46 9:1. ; . Swnbera- em 3 Rch-r 6n: .rMrendach ubenn: Hein, ud Burhenne, Hermann er kommt ins Endspiel? Oie Vorschlußrunde der deutschen Fußballmeisterschaft. ioti K"ki31 f inS6«”$r®' rftit 6S w ffipm’ftl d-" nd Ipf Sui*" 12: -$«!. gt* ®!9'&r|e4 zwischen den beiden Rivalen geben, als im Januar Ederstr. 13. G. 9.30. beim Pokalendspiel an gleicher Stätte, das Schalke Die Lhrisengemeinschaft^(Bewegung für religiöse mit 21 gewann. Denn Schalke spielt ohne Urban Erneuerung), Marburger Straße 15. 26. Mai. Men. und Fortuna hat seinen Sturm durch Pickartz sehr schenwechehandlung 7.30. verstärkt. Der Endspieltyp Fortuna — Hannover hat Oeffenlttcher Sonntagsdienst. Nach der Mannschafts-Meisterschaft im Degen fiel bei den Fecht-Weltmeisterschaften in Bad Pistyan nun auch die Degen-Einzelmeisterschaft an Frank- reich, das damit zu seinem zweiten Titel kam. Sieger, wurde Michel Pecheux mit acht Siegen und zwei Niederlagen vor dem Italiener M a n g i o - rette (7 S, 3 N.), dem Franzosen Schrnetz und dem zweiten Italiener Regno, (beide 5 S, 4 N.). "'S«; D VM 3M, n^Qt6ot Dre- Margot ^5 "Se* S D-utlch- Ä»? St itf ’Sgfg An# Strauß mann Hagen, Kall Schmidt, igen; Elsbeth imgen; Helmut Wach; M rünherg; W Großen-Linden; ifinger, Wetzlar; >, Meßen; Kall großeN'Lin^n: Schotten, Kall M-r, ßi-ß« h GnmmelbeiN' Gießen; Emmi Zad-NacheM. meider, Gießen, M HJZ osemarie Simon, ^Linden; Kall ?ger, Büdingen: Seit, b"W V Am Freitagnachmittag wird der Führer der Gießener Studentenschaft den diesfährigen Studententag auf dem Unioersitätssportplaß eröffnen. An diesem Nachmittag läuft ein reichhaltiges sportliches Der deutsche Meister Schalke 04 hat bereits seine phon 02. .. Mannschaft zum Dorschlußrundenspiel um die deut- Hauptvostamt: Beschrankter Schalterdienst, sche Fußballmeisterschaft gegen Fortuna Düsseldorf 8 bis 21 Uhr. am kommenden Sonntag in Köln aufgestellt. Der - Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 7 bis Meister kann, bis auf Urban, in bester Besetzung 13 Uhr. , 9Rnn spielen. Die Aufstellung lautet: Sanitatskolonne: Telephon 2500. Tor: Stobt; Verteidigung: Sontow. Sonntagsdienst für «er,le. Bornemann; Läuserreihe: Gellesch, Tibulski. Arzt: Dr.med. Geyer, S-lter-weg 73.-Zahn. Brinz- Sturm; Kalwitzki, Szepan, Portgen, Ku- arzt (nur in dringenden zollen). Dr. Breuning, zorra. Berg. i Wilhelmstratze 1. Am Himmelfahrtstag unternimmt die 1. Mannschaft der Spielvereinigung Leihgestern eine Fahrt nach Oberursel, um dort gegen die Ligamannschaft des FC. Oberursel ein Freundschaftsspiel auszu- tragen. Die Oberurseler, die die Meisterschaft der Bezirksklasse Gruppe Friedberg errungen haben, konnten auch ihr erstes Spiel zum Aufstieg für sich entscheiden und sind neben den Hanauern der Favo- UKL M>tv __ llit für den AuMeg. Selbstverständlich sind in die- stellvertretende Kreisobmann der DAF., Jung, fern Spiel die Gewinnaussichten der Wauweißen würdigte die Schaffung dieses Kameradschafts- auf den Nullpunkt gesunken. Man hofft aber daß> Heimes als tatkräftige Unterstützung der Bestrebun- sie ehrenvoll bestehen. Leihgestern wird das Spiel ^s Führers, den Arbeiter dem Volke zurück- mit einer starken Mannschaft bestreiten, aber immer 3ugerojnnenz und stellte die Einrichtung dieses Ge- noch ohne BÄH. rneinschaftsheimes als vorbildliche Leistung hin. Das für den vorigen Sonntag vorgesehene Spiel Nachdem ein gemeinsam gesungenes Lied in diesem gegen Burg wurde von Burg am vorigen >vams- Naume ausgeklungen war, schloß Betriebsobmann tag abgesagt. T r e ch s l e r die Feier mit dem Treugruß auf den im ^lltllverein (^roÜen LindeN Führer. — Das Heim enthält neben modernen <£uppail im Turnverein lyrv^en Tinveu 2Vasch- und Umkleideräumen auch eine Kochgelegen. Arn Himmelfahrtstag tritt die 1. Jugend zum und einen großen Aufenthaltsraum mit einer letzten Probespiel für die am 29. Mai beginnenden Radioeinrichtung und einer Bücherei. Jrn Anschluß Gebietsmeisterschaftsspiele gegen die 1. Jugend non an ^ejGr fanb ein von der Kreiswaltung „KdF." N i e d e r - W e i s e l an. Es ist, da über die Spiel- Hießen unter der Leitung des KreiswaUers M ü \ • stärke der Gäste wenig bekannt ist, mit einem [ e r ausgestalteter Kameradschastsabend sür die Gespannenden Spiel zu rechnen. folgschaft mit ihren Angehörigen statt. Vorher spielt die 2. I u g e n d gegen die 1. Jgd. Landkreis (Rieften von Utphe; sie wird sich sehr anstrengen mus- tanötreis V st- sen, um ein annehmbares Ergebnis herauszuholen. gfs Wiefeck, 24. Mai. Einen Werbeabend für Sandball im Kreis Gießen. fett'™ Zum vorletzten Spiel (bas letzte finbet am 28. Frauen b-n lebendigen D'lbern bes Ulms Unsere b.M. in.Berlin statt,, tritt b-r Tv. Wetzlar am Iug-nbgrupp-n , der von ber Reichsfrauenfuhrung -imm-lsahrt-taq gegen Borussia Carlowitz zum Zweck b-r Werbung h-r-^eM wurb^ Es in Wetzlar an. Die Gastgeber haben zwar auch in mürbe barm bas Leben unb Treiben rn b-n be- diesem Spiel keine allzu großen Chancen; immer- rerts bestehendenJugenbgruppen geschildert. Der hin bars man gespannt sein aus bas Auftreten ber 8dm bietet manche willkommene Anregung. , Solbatenrnannschaft, in deren Reihen der Mittel- Reiskirchen, 23. Mai. Die hiesige N sturmer der deutschen Nationalmannschaft (Ort- F r a u e n s ch a f t ^ranstaltete gestern in denRau< ’ nn\ men des Gerneinschaftshauses eine Koch- und In der Staffel 2 der II. KreisklasseBackausstellung. Es wurden schöne Sachen wird der letzte Teilnehmer in dem Entscheidungsspiel gezeigt, die auj billige Weise hergestellt worden Nauborn - SA. - Kampfspielgemeinschaft J 33 Wetz- waren Jedem Besucher wurde eme Kostprobe ver- lar in Garbenheim ermittelt. Wer die meisten Aus- abreicht Die Ausstellung fand allgemeln großes sichten hat, Sieger und damit Teilnehmer an den Interesse. Anschließend an die Ausstellung wurde Endkämvien m werden steht noch nicht fest. allen Einwohnern über 70 Jahre von der Frauen- Die Staffel 1 sieht bereits das Rückspiel Lich schäft Kaffee und Kuchen verabreicht. In ugf«-«" gegen Wißmar vor. Diesmal haben es die Licher Orte leben über 70 Personen, die das 70. ßeb -- in der Hand, den Spieß umzukehren und bie I^r uber\d£dten haben, ^et, alten sI^ern ?lnb Scharte des Vorsonntags auszuwetzen. Ob das aller- lustigen Gedichten verbrachten die Alten einen scho- dmgs bei der ausgezeichneten Hintermannschaft der nen Nachmittag 7 A raCe Gäste gelingt, bleibt abzuwarten. L e i h g e st e r n, ^5. Mal. Semen 7 6. G e An Freundschaftsspielen haben abge- burtstag kann am heutigen Mittwoch, 25. Mal, schlossen" ber über feinen Heimatort hinaus bekannte Zlmmer- Dornholzhausen — Gambach meister i. R. unb langjährige e>pai:ta\\enre(t)mr Wetzlar Jgd. - Garbenheim Jgd. Johannes Welle r in guter Gesundheit begehen. Dornholzhausen hat, nach der Stärke der Gäste Zu - S elnb ach, 24. Mal Das große S ange r- urteilen, kaum eine Möglichkeit, das Spiel zu ge- sest, das der Gesangverein ''^vtrach i minnen. Immerhin darf man auf den Ausgang nach Pfingsten feiern wird, wirft feine Schatten nrinnnnf fein voraus. Die Weißbinder sind stark mit Arbeit gespannt ] . überlastet, da viele Hausbesitzer zum Fest ihrem veckeur Deaen-Welimeister. Hause den teilweise schon lange wohlverdienten 1 " 1 äußeren Verputz angedeihen lassen. In der Kirchstraße z. B. sind vier Häuser nebeneinander einge- rüstet. Ebenfalls stark deschäfttgt ist das Bau- g e w e r b e. Fast von Haus zu Haus geht die Bautätigkeit. Die Miststätten und Jauchegruben werden modernisiert und die Anlage von Silos für Kartoffeln. ausaeführt. Wochenlang hatte dadurch auch die Dämpfkolonne, die die Kartoffeln eindämpste, * Lich, 23. Mai. Die Brauerei Jhring- Melchior übergab ihrer Gefolgschaft ein neues, nach den Entwürfen des Amtes „Schönheit der Arbeit" . der DAF. ausgestaltetes Kamerad- s ch a f t s h e i m. In dem geschmackvoll und hell gehaltenen Aufenthaltsraum fand eine schlichte Feier statt, die von musikalischen Weisen der Gießener Kapelle Krengel, von Liedern des Werkchors und Sinnsprüchen ausgefüllt mar. BetriebsfüHrer Hans Ihring begrüßte die mit dem Kreisobmann der DAF., Katzenmeier, erschienenen Ehrengäste und übergab nach einem Rückblick auf die Entwicklung der Brauerei die Räume nebst einer 30bänbigen Bücherei der Gefolgschaft. Ortsgruppen^ Iciter Kuhn überbrachte die Glückwünsche und Grüße der Ortsgruppe und der Stadt Lich. Der Marburg. Das Spiel zwischen Trier und Marburg 1 w g Großen-Buseck, 24. Mai. Nur noch endete nach außerordentlich hartem und oft un- einige Tage trennen uns von dem 7 5. Stiftungs- fairem Spiel ber Trierer 8:8. Die Gießener Stu- fest des Gesangvereins „Germania" dentenhandballer treffen am 1. Juni auf Marburg. Großen - Bus e ck. Die Vorarbeiten zur ©eftal« Tim Lung des Festes sind zum großen Teil beendet. OlCpCtl. Gegenwärtig ist man noch mit dem Ausbau des Feft- UfB.-R. I. — lurngemeinbe Ehringshausen I. und Juxplatzes auf dem Sportplatz beschäftigt, so daß v «rv L < 1- J. - r-. 3 , das Fest am 29. und 30. Mai ein schönes Volksfest Auf dem Waldfportplatz treffen morgen biefe I verspricht. Am Samstagabend findet in der Mannschaften, um in einem Freundschaftsspiel btc ^urn|.aQe ejn Konzert statt, ausgeführt von der BSSr. & ®rüSn, ^“$5 ®‘u6‘en= ®Iumc^mucf 005 die wieder auf die Mitwirkung ihrer Spieler Bach, Dors umschließt. • Krämer usw. rechnen können, werden bei diesem Vorbildliches KameradschaftSheilN Spiel eintge neue Spieler ausprobieren, um pir । den schweren Gang nach Burgsolms bestens gerüstet zu sein. Da die Mannschaften sich nicht kennen, dürfen die Grünweißen das Spiel nicht leicht nehmen, sonst könnte es leicht eipe Ueberräschung geben, denn der Gegner gilt als sehr spielstark. Wir rechnen mit einem Spiel, dessen Ausgang ungewiß Arbeit. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. (G. = Gottesdienst, KG. = Kindergottesdienst, HG. - Hauptgottesdienst, HG.-Abendm. = Hauptgottesdienst mit Beichte und Abendmahl.) 26. Mai. Gießen. Stadtkirche. HG. 9.30, Schmidt. — Johanneskirche. HG. 9.30, Bechtolsheimer, KG. 11, Bechtolsheimer. — Petruskapelle. HG. 9.30, Trapp, KG. 10.45, Trapp. — Kapelle Alter Friedhof. HG. 9.30, Traum. — wieseck. HG. 9.45, König. — Klein- Linden. HG. 8. — Garbenteich. G. 13. — hausen. G. 10.30. — Schiffenberg (Alte Klosterkirche). G. 8.30, Steiner (Frauenchor Hausen, Posaunenchor Watzenborn). — Steinbach. HG. 10. — Albach. HG. 9. — Lich. G. 9.30, Koll., KG. 10.45, K., Miss.-G. i. d. Meilbach m. Miss. Michel u. Dech. Kahn 15. — Kloster Arnsburg. G. 10.30. — Langsdorf. G.-Abendm. 11, Haus-Abendm. 14. Abend-G. 20.30..— Bettenhausen. IG. 8.45, HG. 9.30. — Hungen. G. 10, KG. 11. Gemeinschaft innerhalb ber Kirche (Landeskirchliche Gemeinschaft), ©utenbergftr. 9. Jugendbundstd. 20.30. Ev. Stadtmissiou, Löberstraße 14. Ev.-Vortt. 20.30, Neuapostolifche Gemeinden, Gießen, Händelstr. 1, Der K. A. N. aus Marburg arbeitete im Mai vorigen Jahres auf einer Baustelle. Dort meldete er sich wahrend etwa vier Wochen krank. Da er in ber Zwischenzeit einen Tag arbeitete hatte er Herberger Nachfolger V0N Nerz, noch eine Lohnforderung von 4,10 RM. Don diesem Geld hatte er 3 RM. als Vorschuß empfangen. Die Mit einem Schreiben vorn 12. Mai hat Professor resttichen 1,10 RM. nahm esti Arbeitskamerad, der Dr. Nerz den Reichssportführer gebeten, ihn von Seuqe Sch. in Empfang, um sie N. mitzubringen, seinen Pflichten im Fachamt Fußball zu entbinden. Sdj'qinq am gleichen Tag noch zu der Frau des Die Ernennung zum Professor für Pädagogik der AngeNaaten und wollte ihr bas Arbeitsgeld geben. Leibeserziehung und die Leitung des Sportprak- Als diese sich weigerte, das Geld in Empfang zu tischen Jnstttuts ter Reichsakademie für Leibesnehmen sagte er, daß N. sich dann das Geld bei Übungen legen Professor Dr. Nerz so viele Ver- ihm ZU Hause abholen solle. Der Angeklagte tat dies pflichtungen auf, daß er daneben seine Aufgaben aber nicht, und als ihm, nachdem er wieder zu im Fachamt Fußball nicht mehr wie bisher durcharbeiten angefangen hatte, Sch. das Geld geben führen kann. Der Reichssportführer hat dem Wunsch wollte nahm er es nicht an und behauptete, er von Professor Dr. Nerz entsprochen und dem verhübe nicht 1,10 RM., sondern 25 RM zu bekom- dienftvollen langjährigen Lehrmeister des deutschen men und diese habe Sch. unterschlagen. An der Fußballsports und Betreuer der deutschen National- Arbeitsstelle nahm ber Angeklagte auch noch die Mannschaft für seine Tätigkeit Herzlichen Dank aus- Schippe des Sch. zur Arbeit, und als dieser sie gesprochen. Der Reichssportführer hat sich vor- mrüdforberte, griff er ihn tätlich an. Dann ging behalten, sich gegebenenfalls in Fußballfragen auf N zu der Gendarmeriestation und zeigte Sch. we- den Rat von Professor Dr. Nerz zu stutzen, ebenso gen Unterschlagung und gefährlicher Körperver- hat der Reichssportfühper ihn gebeten,, feine Hilfe letzung an, obwohl er genau wußte, daß Sch. sich auch weiterhin den leitenden Männern des Fußball- in keiner Weise strafbar gemacht hatte. Das Ge- sports zur Verfügung zu stellen. In die Stellung richt Derurteilte daher den bereits 14mal vorbestraf- als Betreuer der deutschen Nattonalmannlchast, die ten Angeklagten wegen falscher Anschuldigung zu Professor Dr. Nerz viele Jahre lang mit bestem einer Gefängnis st rase von zwei Mo-Erfolg inne hatte, tritt nun Josef Herberger, n a f e n. einer der erfolgreichsten Schüler Professor Dr. Nerz'. Große Strafkammer Gießen. Ausscheidungskämpfe imMannschasts- Gestern hatte sich der H. Sp. aus Mainzlar fechlen det' EA.rOt'Uppe Hessen, wegen fahrlässiger Tötung und Uebertretung der Die Vorkämpfe im Mannschaftsfechten Reichsstraßenverkehrsordnung zu verantworten. L SA.-Gruppe Hessen gehen ihrem Ende ent= Weiterhin legte ihm bie Anklage zur Last, in be- n Montag fanden die Vorentscheidungen ttunkenem ober zumindesten angetrunkenem Au- \\^m9 Fi g re 11 - F e ch t e n statt. Der Mannschaft stände emen Wagen gesteuert zu haben, obwohl erL nftob^5 Obergruppenführer Bek- hierzu nicht mehr in der Lage gewesen sei. b€rle, Sturmführer Jakob, SA.-Mann M a r - Der Angeklagte befand ßch 6-November v.J.b.^ Truppführer Mattern gelang es, die mit emem 216^^611 auf einer Geschaftstour bg 14 7 (Obechesfen), die Brigade 48 und zwischen Gießen und Lollar. Kurz vor dem Orts- ^ * 4ß gingen. Ihrem härtesten Gea- eingang Lollar wollte er einen m gleicher Richtung ner 49 mit Oberscharführer Wahl, DA.- fahrenden Radfahrer überholen. Dabei erfaßteer Löffler, Sturmmann Klaus und diesen mit bem linken vorderen Kotflügel und Scharführer Rach, brachte sie nach erbittertem bradjte ihn zu Fall. Der Verletzte, ein 35sahriger 9 . g. Niederlage bei. Somit steht nur Mann aus Staufenberg, trug einen Schadelbruch ^,<1 gegen Brigade 47, Kassel, aus, unb starke innere Blutungen davon, an deren Fol- je^0(^ die Mannschaft des Gruppenstabes aller gen er 0|0eßSN. anmalts im wesentlichen, auch bezüglich ber Aiko- bolbeeinfluffung, an. Das Gericht sah das Ver- ^or Wachen wurden in Marburg die Ausschulden bes Angeklagten in erster Lime darm, daß scheidungskämpfe der 97 Division im Modernen er seine Fahrweise nicht geändert hatte, obwohl er Offiziere unb Unteroffiziere zur sah, daß ber Verletzte unsicher fuhr, wenn auch Vorbereitung «ir bie Deutsche Heeresmeisterschaft seine Geschwindigkeit im allgemeinen nicht zu hoch schlossen. In jenen Kämpfen qualifizierten sich gewesen sei. 1g Offiziere unb 20 Unteroffiziere für einen Vor- Gietzener Wochenmarktpreise. bereitungsturfus, der fett vorigem Freitag im D I Gange ist und am nächsten Freitag feinen Abschluß * Gießen, 25.Mai. Auf bem heutigen Wochen- finhen roiti). markt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, Freitag beginnt dann sofort auf dem Platz der 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter Spielvereinigung 1900 ber Kampf um bie Divi- 155 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse das I Stück 5 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 13, gaffe A 12%, Klasse B 12, Klasse C 11^, Klaffe v 10^, Wirsing 14 bis .20, Weißkraut, neues, 20 bis 22, gelbe Rüben, neue, das Bündel 20 bi£ 25, Karotten, % kg 12 bis 15, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 8 2‘6i?te^4m3.^ortV48,l54.6ortr359Cerbfm 18 bis I Die beiben Borschlußrunbenlpie^ um bi- b-utsche 20 Tomaten 60 bis 70, Meerrettich 40 bis 50, Rha- Fußball-Meisterschaft werden noch vor der Welt- barber 18 bis 20, Kartoffeln, alte, kg 5 Pf-, 5 ks Meisterschaft unter Dach und mal)« 44 Pf 50 kg 3,30 bis 3,90 Mark, neue, % kg 16 renb bas Enbspiel erst m der zweiten Ium Halste, bis 20'Pf-, Aepsel 20 bis 40, ausländische 2Iepfcl pDraus^^^^t^i^^ am 26. 3um, 60 Pf. Hähne 1 bis 1,20 Mark, Suppenhühner 1 bis Montag hat bie Reichssportfuhrung bie Vo/schluß- 105 Mark Enten 120 Mark, Tauben, bas Stück runben-Paarungen wie folgt bekanntgegeben. 60 Pf Blumenkohl 50 bis 60, Salat 5 bis 15, Salat- In Köln: Schalke 04 — Fort. Dufseldorf. aurfen 50 bis 60, Oberkohlrabi 18 bis 20, Lauch 5 In Dresden: H?wburger SV. — Hannover 96. bis 10 Sellerie 10 bis 40 Rettich 10 bis 15, neue, Viele sehen im Niederiachsenmeister ben neuen bas bas Bündel 8 bis 10 Pf. deutschen Meister. Vielleicht wird er es auch das .________ I Zeug dazu haben diese Oder aus leoen jau. ^n oer A Daubrinaen, 24. Mai. Die Evange - Vorschlußrunde traut man ihnen einen eieg übep lische Frauen^hilfe unternahm am Sonntag den HSV. zu, ob dann auch npch^der große Wurf einen Ausflug nach Kassel. Nach ihrer Ankunft de- gelingt, bleibt abduroarten Der Westen suchten die Frauen die Kirche. Am Nachmittag fuhren falls ^ut gerüstet, ob fein Vertreter im Endspiel alle Teilnehmerinnen mit dem Omnibus nach nun öortuna^obcr, A- «irb @esen abenb traten ,iel&i äs-m vic Uli« O 1 OreiTyl Sollet5’? L tage vor 7OW* Aeiches aus o Drundstein zun dem Lolksw Lolkswagen-W- lersleben entsei ineter langen i entlang. Ein e deutlich zu erke $af|erwege mi Westen werden die Werk- und schließt sich das 80 Meter hoher auf das Dorf L treuung der i genossen dienen, Häusern auf Schwimmhallen kend landeinwc Volkswagens, Versandbahnhof Einfahrbahn t das ganz im G zu erkennen, dc Geländes forgf Um dieses D wachsen, in de einbezogen me das Porwer genommen. In des Volkswag« bildung, so Zugleich auch d Verfügung fleh ilusbilbunc men. Zwischen ' «us dem Gut 5 iergut i»c Rings um Baradenbauter Pein dos Baur Kraftwagenzer ziehen das Ge Bugger. Gros bereit ist, ui losten. . Vor der gi ’ft eine f)of)e chen der Jer 2° Mr I)ol)e «er Mitte der Dor diesem wie ®QSens aufgeft Ehrengäste aus Ortschaft fülle Wiglieberun Kn die bisbl ^beiter, die E Hannover und Äi'k **»»., War. Um i rsrs «9reift45«8» ,*N ZS»! 58«, ! SZK. ’Blenfrh Ns . in, Nil,,‘«'bei ‘i« l »n>'ni '*« Am S^_ Die Ss -K L» •j#* sr> Verschiedenes Die MW MMM Berufserziehungswerk U e b u n g s ft ä t t e Giehen Purch Arbeit zur Leistung — durch Leistung zum Erfolg! Folgende Uebungsfirmen werden in Kürze gegründet | je RM. 6.00 Halbjährliche Gebühr je RM. 6.00 Arbeitsgemeinschaft für Englisch... Arbeitsgemeinschaft für Französisch Die Teilnehmer müssen die Fremdsprache mindestens soweit beherrschen, datz sie der Unterhaltung folgen können. (Archer der halbjährlichen Teilnahmegebühr wird ein einmaliger Unkostenbeitrag von RM. 3.00 erhoben). 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