llr.95 Erstes Blatt 188. Zahrgang Montag, 25. April M8 krlcheun täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monatr-Vezugrpreir: Mit 4 Beilagen RM 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüsfe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Sietzen Postscheckkonto: Krantsurl am Main 11686 GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen unö Verlag: vrühlsche Unioerfitätsörutferci R. Lange in Lietzen. Sd)riftle;ttmg und Seschäslzftelle: Schulstratze 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Srunvprelse für 1 mm Höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps.. für Text- anzeigen von 70mm Breite 5ONps.,Platzvorschrist nach vorh Dereinbg. 25"/«, mehr. Ermätzigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rps., Familienanzeigen, Bäder«, Unterrichts» a» behördlicheAnzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B „Wir wollen nur als Kreie unter Kreien leben " Konrad Henlein auf der Haupitagung der Gudetendeutschen Partei. Prag, 23. April. (DNB.) Im Kurhaussaal in Karlsbad begann die Haupttagung der Sudeten- Leutschen Partei. Den Höhepunkt der Tagung bildete die große politische Rede Konrad Henleins. Den Versuch, um die grundsätzliche und ehrliche Lösung des sudetendeutschen Problems durch Aufstellung eines sogenannten „M i n d e r h e i t e n st a - tuts" herumzukommen, bezeichnete Henlein von vornherein als gescheitert. Die angekündigte Kodifizierung der bisherigen sogenannten Minderheitenbestimmungen könne nichts anderes bedeuten als die Verewigung des Unrechts und der Gewalt. Man habe das Problem noch nicht in seiner Tiefe erfaßt und glaube, mit Halbheiten darüber hinwegzukommen. Dabei hätte es die Regierung gar nicht so schwer, die tschechische öffentliche Meinung umzustellen, denn, so sagte Konrad Henlein, „ich bin überzeugt, daß das einfache tschechische Volk im Grunde seines Lebens friedliebend und versöhnungswillig ist. Ich glaube an keinen Haß und Streit; ich bin aber ebenso davon überzeugt, daß man es von seiner Hetzpresse befreien muß! Wenn in diesem Jahre das zwanzigjährige Bestehen dieses Staates gefeiert wird, so wird man begreifen können, daß sich die Deutschen nach 20- jähriger Unterdrückung an solchen Feiern nicht beteiligen können. Will man die Deutschen bewußt zur Unaufrichtigkeit und zur Heuchelei zwingen, so wird man weder an unsere Beamten, noch an unsere Kinder das Ansuchen stellen, dieses Staatsjubiläum festlich zu begehen. Die Tschechen haben in diesen 20 Jahren nichts getan, um uns innerlich für einen Staat zu gewinnen, in den wir gegen unseren Willen eingegliedert wurden. Wir fühlen uns heute unfreier denn je und wissen, daß unsexe Zukunft gefährdet ist. Wenn es den tschechischen Staatsmännern wahrhaft ernst ist, mit dem deutschen Volk in ein freundnachbarliches Verhältnis zu kommen, so wird sich folgendes als unerläßlich und notwendig erweisen: 1. Eine Revision des irrigen tschechischen Geschichtsmythos; 2. eine Revision der unglücklichen Auffassung, daß es die Aufgabe des*tschechischen Volkes wäre, das slawische Bollwerk gegen den sogenannten deutschen Drang nach Osten zu sein; 3. eine Revision jener außenpolitischen Stellung, die den Staat bisher in die Reiche der Feinde des deutschen Volkes geführt hat. * heule erheben alle nichttschechischen Völker und Volksgruppen Protest gegen eine Behandlung, die mit völkischem Selbstbewußtsein, mit Ehre und würde nicht länger in Einklang gebracht werden kann. Als Unterdrückte werden wir uns solange fühlen, solange wir Deutsche nicht das gleiche tun dürfen wie die Tschechen. Alles, was den Tschechen erlaubt ist, muh auch uns erlaubt sein, mit einem Wort: Wir wollen nur als Freie unter Freien leben! Wenn es zu einer friedlichen Entwicklung im tschechoslowakischen Staat kommen soll, dann ist nach der Ueberzeugung des Sudetendeutschtums f o L< sende Staats- und Rechtsordnung zu schaffen: 1. Herstellung der völligen Gleickberech- tigung und Gleichrangigkeit der deutschen Volksgruppen mit dem tschechischen Volk; 2. Anerkennung der sudetendeutschen Volksgruppe als R e ch t s p e r s ö n l i ch k e i t zur Wahrung die- ser gleichberechtigten Stellung im Staate; 3. 'Feststellung und Anerkennung des d e u t s ch e n Siedlungsgebietes; 4. Aufbau einer deutschen S e l b st v e r w a l- tung im deutschen Siedlungsgebiet in allen Bereichen des öffentlichen Lebens, soweit es sich um Interessen und Angelegenheiten der deutschen Volksgruppe handelt; , . 5. Schaffung gesetzlicher Schutzbestim- m u n g e n für jene Staatsangehörigen, die a u ß e r« halb des geschlossenen Siedlungsgebietes ihr Volks- tum leben; , 6. Beseitigung des dem Sudetendeutschtum seit dem Jahre 1918 zugefügten Unrechts und Wiedergutmachung der ihm durch dieses Unrecht entstandenen Schäden; v m . 7. Anerkennung und Durchführung des Grund- satzes: Im deutschen Gebiet deutsche öffentliche Angestellte; 8. Volle Freiheit des Bekenntnisses zum deutschen Volkstum und zur deutschen Weltanschauung. Man soll nicht abermals versuchen, durch kunstvolle Worte, vor allem unwissenden Ausländern gegenüber, Ordnung im Staate vorzutauschen und mit Scheinlösungen dem Problem weiter aus» zuweichen. Es wäre aber auch falsch, wenn sich die tschechische Politik allein auf ihre Bündnisse mit Frankreich und Sowjetrußland verlassen wurde, ohne s e l b st einen entscheidenden Anteil zur Sicherung des europäischen Friedens auf sich zu nehmen. Ungeachtet der Staatsgrenzen kann und will sich auch das Sudetendeutschtum als Teil des deutschen Volkes, mit dem wir in unlösbarer Verbundenheit immer waren und bleiben, nicht einer Weltanschauung entziehen, zu der sich heute alle Deutschen der wett mit Freude bekennen. Gerade wir als gefährdetes und um feinen Bestand kämpfendes Deutschtum können uns überhaupt nur zu einer Weltanschauung bekennen, deren oberstes Gesetz das Gesetz der Gemeinschaft ist! Es geht hier nur um eine Frage der Gesinnung, deren Frelheit für jeden Staatsbürger durch die Verfassung gewährleistet ist. Diese Freiheit nehmen auch wir in Anspruch, ohne uns damit mit den Grundsätzen des Staates in Widerspruch zu stellen. So wie das Deutschtum der ganzen Welt, bekennen auch wir uns zu den nationalsozialistischen Grundauffassungen des Lebens, die unser ganzes Fühlen und Denken erfüllen und nach denen wir das Leben unserer Volksgruppe im Rahmen der Gesetze gestalten. Es ist für uns unerträglich, und das muß ich mit aller Offenheit und Entschiedenheit aussprechen! — daß etwa weiterhin unter dem Deckmantel aus- tgeklügelter juristischer Konstruktionen Verfolgungen stattfinden, die in Wirklichkeit nicht gegen strafbare Tatbestände, sondern nur gegen jene Gesinnung gerichtet sind, die heute als die schlechthin deutsche bezeichnet werden muß. Tschechische Gesinnungsterroristen werden uns wegen dieses offenen Bekenntnisses zur deutschen nationalsozialistischen Weltanschauung hassen und verfolgen wollen. Echte Demokraten auf der nationalen tschechischen Seite werden unser Bekenntnis verstehen und achten; denn sie wissen, daß auch in diesem Staate Raum sein muß für jede ehrliche Weltanschauung, und daß ja das tschechische Volk selbst feine Wiedergeburt vor 100 Jähren einer einstimmigen und nationalen Gesinnung verdankt. Es wird daher von der Einsicht und dem Willen der Regierung des tschechischen Volkes abhängen, ob am Tage des 20jährigen Staatsjubiläums die heute für uns unerträglichen Verhältnisse noch bestehen bleiben oder der tschechische Beitrag zum Frieden Europas geleistet wird. Wir wollen weder nach innen noch nach außen den Krieg, aber wir können nicht ferner einen Zustand dulden, der für uns Krieg im Frieden bedeutet!" Aufmerksames Echo in England. London, 25. April. (DNB. Funkspruch.) Die große Rede Konrad Henleins in Karlsbad hat große Beachtung in London gefunden. Die „Times^ erklärt, die Forderungen der Sudetendeutschen seien weitgehender und deutlicher als man erwartet habe. Vieles müsse jedoch von der Auslegung abhängen. Es fei möglich, daß Henleins 8 Punkte als eine Verhandlungsgrundlage dienen könne. Eine wirkliche Schwierigkeit scheine nur bei den Punkten 6 und 8 aufzutauchen, in denen Henlein Wiedergutmachung der den Sudetendeutschen seit dem Jahre 1918 zugefügten Schäden verlange und volle Freiheit des Bekenntnisses zur deutschen Weltanschauung fordert. „Daily Telegraph" enchält sich einer eigenen Stellungnahme. Im Karlsbader Bericht des Blattes wimmelt es jedoch von Angriffen, und auch in den Ueberfchriften ist deutlich diese Einstellung des Blattes zu erkennen. Die Rede Henleins und die Begeisterung, mit der sie von seinen Anhängern ausgenommen worden sei, habe unter den Tschechen eine Atmosphäre geschaffen, die eine Annäherung äußerst schwierig machen könne. „Ihr gehört -em Führer." Ein neuer Jahrgang der Adolf-Hitler-Gchüler auf der Ordensburg Sonthofen. Sonthofen, 24.April. (DNB.) Reichsleiter Dr. Ley hat in der Ordensburg Sonthofen im Allgäu die feierliche Einweisung des zweiten Jahrganges der Adolf-Hitler-Schüler vorgenommen. 340 Pimpfe aus allen Gauen Deutschlands — auch Oesterreich ist mit 20 Jungen vertreten — erlebten gemeinsam mit den jungen Kameraden, die schon seit einem Jahr das Ehrenkleid der Adolf-Hitler- Schüler tragen, die Feierstunde. Reichsleiter Dr. Ley richtete an die Jungen herzliche Worte der Ermahnung zu treuer Pflichterfüllung, zu Kameradschaft und Dankbarkeit gegenüber dem Führer und seinem Werk. Ihr sollt einmal in unserem Deutschland für Aufgaben eingesetzt werden, die ganze Kerle erfordern. Zur Erreichung dieses großen Zieles haben wir andere Methoden zum Einsatz gebracht als die früheren Schulsysteme sie anwandten. Eure Ausbildung und eure Durchbildung erfolgen unter g l e i chm äßiger Betreuung und Pflege von Körper, Seele und Geist. Wir haben die Selbstverwaltung und Selbstführung in unser Erziehungssystem eingebaut. Der Grundsatz des Führers: Die Jugend muß durch Jugend geführt werden, ist durch uns verwirklicht worden. An eins, meine Jungen müßt Ihr immer denken: Ihr gehört von diesem Augenblick an Adolf Hitler. Das muß euch m i t Verantwortung erfüllen. Ihr müßt hart und zähe werden. Das verlangt euren ganzen Einsatz, euren Fleiß, eure Treue, eure Tapferkeit, eure Wahrheit. Euer Handeln muß stets so sein, daß Ihr es in jedem Augenblick vor dem Führer verantworten könnt. Bei allem müßt Ihr euch fragen: Was würde Adolf Hitler dazu sagen? Eine Reichskoch- und Reichssprachenschule. Borbildliche Einrichtung des Gaststättengewerbes in Frankfurt. NSG. In Frankfurt eröffnete Reichsorganisationsleiter Dr. Ley die Reichskoch- und Reichssprachenschule für das deutsche Gaststättengewerbe, deren Schirmherr Gauleiter und Reichsstatthalter Spren- g e r ist. Der Leiter des Fachamtes „Der Deutsche Handel", F e i t h , betonte, daß gerade für das Gaststättengewerbe diese Schule notwendig sei, weil bei den Köchen die Lehrausbildung in starkem Maße von der landschaftlichen Eigenart beeinflußt sei und durch die Nacht- und Sonntagsarbeit die im Gaststättengewerbe schaffenden deutschen Menschen nur schwer oder unzulänglich am politischen Leben des neuen Deutschland teilnehmen können. Durch diese Schule soll nach beiden Richtungen Abhilfe geschaffen werden. Gauleiter Sprenger dankte herzlich für die Uebertragung der Schirmherrschaft und versicherte, alles zu tun, daß den jungen Menschen in dieser Schule eine rechte, nationalsozialistische Erziehung zuteil werde. Er wolle seinen ganzen Einfluß geltend machen, daß die Gaststättenindustrie ausgerottet werde. An ihre Stelle müßten wieder Gasthäuser treten, wie sie der deutsche und ausländische Gast erwarten könne. Der Präsident des Reichsfremdenverkehrsverbandes, Staatsminister a. D. Esser, führte aus, daß der Fremdenverkehr helfe, die Einheit des Reiches zu untermauern und Freundschaften des Auslandes zu werben. Jed?r, der zu uns komme, müsse den Eindruck mit nach Hause nehmen, daß wir ein friedliches, arbeitsames und gastfreundliches Volk find, mit dem man bei gutem Willen wohl Zusammenleben könne. Nach der Flaggenhissung gab Reichsorganisations- leiter Dr. Ley seiner Freude und seinem Stolz über die Errichtung dieser Schule Ausdruck, die mit dazu Helsen werde, Deutschland nun wirklich schöner zu machen. Wir müssen dem deutschen Menschen die Möglichkeit geben, sich entwickeln zu lassen, was in ihm liegt. Wenn das reiche Deutschland vor dem Kriege auch nur etwas von dem getan hätte, was wir heute zu tun versuchen, wäre der Zusammenbruch niemals gekommen, und Deutschland sähe weit schöner aus, als das heute schon der Fall ist. Dr. Ley eröffnete dann die Reichskoch- und Reichssprachenschule, in der die nationalsozialistische Weltanschauung mit höchstem Können gepaart sein müsse. — Auf dem anschließenden Empfang, der im Bürgersaal des Rathauses stattfand, gab der Leiter des Fachamtes „Der Deutsche Handel" bekannt, daß in Frankfurt a. M. eine Schule für Gemeinschaftsverpflegung eingerichtet wird. An dieser Großküchenoerwaltungsschule arbeiten alle Stellen mit, die in irgendeiner Form an der Gemeinschaftsverpflegung interessiert find. Mit dieser Schule erhält die im vorigen Jahr auf der Internationalen Kochkunstausstellung gegründete Reichsarbeitsgemeinschaft für Gemeinschaftsverpflegung eine eigene praktische Wirkungsstätte. DieKdF.-FlotteaufdemManU Am Dienstag Anlaufen von Lissabon. An Bord des „W i l h e l rn G u st l o f f", 24. April. (DNB.) Die KdF.-Flotte befindet sich seit Samstagabend auf dem Atlantischen Ozean. Der oft stürmische Golf von Biskaye, den wir am Sonntag durchquerten, war uns deutschen Urlaubsfahrern sehr milde gesonnen. Der „Wilhelm Gust- I o ff" liegt an der Spitze unserer Flotte, ihm folgen in kleinem Abstand die „Sierra Cordoba" und „Der Deutsche". Von vielen Schiffen fremder Nationen, denen wir auf unserem Wege begegnen, blickt man ^bewundernd auf unsere stolze deutsche Arbeiterflotte herüber. Auf unseren Schiffen ist schon alles in froher Erwartung auf die portugiesische Hauptstadt Lissabon, die wir am Dienstagvormittag antoufen werden. Jeder von uns verspürt bereits die kräftigende Wirkung der Meeresluft und Sonne und vor allem auch unserer ausgezeichneten Schiffsküche. Aber auch mit künstlerischen Darbietungen trägt man zu unserer Urlaubsfreude bei. Am Sonntag nahmen wir an einer Morgenfeier der an Bord weilenden HJ - Rundfunkspielschar des Reichssenders Leipzig teil. Am Abend wurde in den prächtigen Räumen des Schiffes ein vielfältiges künstlerisches Programm geboten. Viel Freude bereitete der österreichische Dichter Hans Gustl Kernmayr mit einer Vorlesung aus seinem jüngsten Buch „Ein Volk kehrt heim". Die Hohnsteiner Puppenspieler zeigten Marionettentheater in höchster Vollendung. Die Sopranistin Anni Frind, der Frankfurter Pianist Fritz Kullmann und das Bordorchester unter Leitung von G. 21. ^Weißenborn boten ein ausgezeichnetes Konzert. Alle Urlauber hatten auch Gelegenheit, die Kommandobrücke und den Maschinenraum des „Wilhelm Gustloff" zu besichtigen und so Hirn und Herz ihres schönen Schiffes persönlich kennen zu lernen. Der Kriegslieferant. Dor noch nicht zwei Jahren hat ein amerikanischer Parlamentsausschuß festgestellt, daß das Interesse an K r i e g s I i e f e r u n g e n Amerika in den Krieg getrieben hat und daß dabei zwar die Rüstungsindustrie und Bankenwelt auf ihre Rechnung kamen, daß aber die Alliierten ihre Schulden an die Vereinigten Staaten nicht bezahlten! Aus diesen Stimmungen heraus wurde das sogenannte Neutralitätsgesetz geschaffen, das jetzt dadurch aufs schwerste bloßgestellt wird, daß schon in Friedenszeiten England 1000, Frankreich 600 und die Schweiz 100 Kriegsflugzeuge in den Vereinigten Staaten in Auftrag geben konnten. Diese Lieferung ist nicht einmalig, denn sie setzt die ständge Nachlieferung von Ersatzteilen voraus. Der Durchschnittsamerikaner will sicherlich den Frieden, aber die Hochfinanz und das in den Vereinigten Staaten sehr rühriae Judentum Hüpfen behende über alle „gesetzlichen^ Zwirnsfäden hinweg. Die Vereinigten Staaten haben auch das bolschewistische Spanien trotz ihres „Neutralitätsgesetzes" eifrig beliefert. Die Besteller-Länder können nun zwar nicht erwarten, die wirklich letzten Modelle der Vereinigten Staaten geliefert zu bekommen; auf der anderen Seite sind diese Aufträge ein Eingeständnis, daß die englische Regierung nicht den gewerkschaftlichen Widerstand gegen die lieber- nähme von Arbeitern aus anderen Betrieben in' die Flugzeugindustrie, und die französische Regierung überhaupt nicht die soziale Unrast überwinden konnten. * Der Neuyorker Korrespondent des Observer schreibt, Amerika sei sehr wohl in der Lage, jährlich 750 Maschinen an England zu liefern; wenn aber England die amerikanische Luftfahrtindustrie noch unterstütze, würde man die Zahl der beschäftigten Arbeiter verdoppeln können. Irgendwelche politischen Widerstände würden gegen einen solchen Einkauf in Friedenszeiten von Amerika nicht erhoben werden. In einen gewissen Gegensatz hierzu stellt sich der Sekretär des Verbandes der Schiffbau- und Metallaewerkschaften, Gilbert, wenn er erklärt, daß das Luftfahrtministerium die Möglichkeit von Kaufabschlüssen in Amerika in Erwägung ziehe, während gleichzeitig britische Fl u g z e u g f i r m e n an Auftragsmangel litten. So habe die Flugzeugfirma Gloster 200 Arbeiter wegen Mangels an Aufträgen entlassen müssen, während in Bristol in einer Flugzeugmotorenfabrik 5 00 Arbeiter entlassen wurden. Einer der Direktoren dieser Firmen habe dazu erklärt, daß das alles auf schlechte Planung des Luftfahrtministeriums zurückzuführen sei. Dem „Sunday Dispatch" erklärte der Direktor der Fluazeugmotorenfabrik in Bristol, daß der Arbeiter allmählich angesichts der Verwirrung in der Produktion mutlos werde. Auch ein Direktor der großen de Havilland-Werke erklärte dem „Sunday Dispatch", die Industrie stehe auf dem Standpunkt, daß England es nicht nötig habe, Flugzeuge in Amerika zu kaufen. Der Luftkorrespondent des marxistischen „People" sagt bereits stürmische Debatten voraus, wenn der konservative Abgeordnete Oliver Simmonts die Frage des Kaufs von Flugzeugen in Amerika im Unterhaus anschneiden werde. Schantung. Der Krieg in China ist nicht nur mit geopolitischen, sondern auch psychologischen Problemen belastet. Als die Japaner in schnellem Ansturm Nanking nahmen, Marschall Tschiangkaischek für verhandlungsunfähig erklärten und in Peking und Nanking ihnen ergebene Regierungen einsetzten, schien China verloren. Aber dann kam die Wendung. Die Kuomintangregierung verlegte ihren Sitz nach Han- kau, Tschiangkaischek führte eine Militärdiktatur ein, die rücksichtslos alle Generale, die ihre Widerstandspflicht nicht erfüllten, auf den Sandhaufen schickte. Zugleich machte Tschiangkaischek seinen Frieden mit den innerpolitischen Gegnern, die als kommunistische Generale von ihm wiederholt besiegt, aber niemals völlig bezwungen worden waren. Sie haben sich der Einheitsfront gefügt. Gleichzeitig versuchte der Marschall, dessen beste Divisionen in den Kämpfen um Schanghai verblutet waren, die Millionen Unausgebildeter schnell zu schulen und mit modernen Waffen auszustatten. Waffen kamen über Honkong, aus der Sowjetunion, aus Jndochina, und die Japaner waren nicht in der Lage, so viel Truppen aufzubringen, um diese Zufuhrwege abzuschneiden. Während Japan schnel) eine Entscheidung suchen mußte, war es das Bestreben Tschiangkaischeks, Zeit zu gewinnen, nicht, um militärisch eine der japanischen ebenbürtige Truppe zu schaffen, sondern um Widerstand bis zum Aeußersten zu leisten und Japan durch die Verlängerung des Kampfes in wirtschaftliche und finanzielle Note zu stürzen. Von dieser Strategie ging der Marschall folgerichtig auch imKamps um Schantung aus, der nur einer ^5er vier oder fünf Kriegsschauplätze ist, und es gelang ihm, die Japaner zumindest für vier Monate dort aufzuhalten und inzwischen seine Rekruten zu schulen. , Den Japanern kam diese Wendung unerwartet. Ende Dezember gingen sie gegen die große Lung- hai-Bahn in Schantung vor. Der chinesische Gouverneur, General Ham Fu-tschu, verlor den Kopf und wich zurück. Aber Marschall Tschiangkaischek kam selbst mit Verstärkungen, ließ den General wegen Feigheit vor dem Feinde erschießen und ordnete energische Gegenoffensiven an. Gleichzeitig wurde damals der Freischärlerkrieg erklärt, der in ganz China aufflammte und die japanischen Divisionen zwang, chre Etappe durch stärkere Trup» penkräfte zu sichern. So konnte die japanische oberste Heeresleitung nicht die erforderlichen Divi- sionen in die Schantung-Schlacht werfen, während anderseits Tschiangkaifchek, um des Zeitgewinns willen, den japanischen Kerntruppen überall Kräfte entgegenwarf. Die Schlachten um Sütschau entwickelten sich zu einer chinesischen Gegenoffensive, die die Stadt befreite und auch weiter nördlich der Bahn Erfolge davontrua. Die Kämpfe um Taientschuang, Lingyi und Whsien spielten sich rd. 60, 180 und 90 Kilometer nördlich von Sütschau ab. Das ganze Gebiet ist also in den letzten vier Monaten von den Truppen Tschiang- ka'ischeks und des Generals Li genommen und behauptet worden. Erst in den letzten Tagen scheinen von der Küste her bedeutende japanische D e r st ä r k u n g en in den Kampf eingegriffen und die chinesische Gegenoffensive zum Stehen gebracht zu haben. Erfolge derjapanischen Gegenoffensive. H a n k a u, 24. April. (Ostasiendienst des DNB.) Die am Samstag von den japanischen Truppen auf einer 70 Kilometer breiten Front von der Straße I i e h s i e n — L i y i u n mit der Marschrichtung auf die Lunghai-Bahn etwa 100 Kilometer südöstlich von Sutschau eröffnete Offensive dauerte am Sonntag unvermindert heftig an. Dem Druck der japanischen Truppen, die über starke motorisierte Einheiten verfügen, in der Frontmitte nachgebend, legten die Chinesen die Front erneut bis Sge- Huchen, 20 Kilometer nordöstlich von Taier- htschuang, zurück. In Jiehsien sind weitere erhebliche japanische Verstärkungen eingetroffen. Oer britisch-irische Ausgleich. Verzicht auf die Landannuitaten, aber Ausbau der Landesverteidigung. London, 25. April. (DNB. Funkspruch.) Der irische Ministerpräsident de Valera, der am Sonntag in London ein traf, hat mit Dominien- Minister Macdonald sieben Stunden verhandelt. Aus den Blättern kann man schließen, daß es zu folgendem Abschluß zwischen England und Irland gekommen ist: England und Irland neben die seit 1931, dem Beginn des englisch-irischen Zollkrieges, gegenseitig angewandten Methoden auf, Irland erfährt die gleiche Behandlung wie die Dominien des britischen Weltreiches entsprechend des Ottawa-Abkommens, England wird insbesondere irische Landwirtserzeugnisse erhalten, während Irland britische Fertigfabrikate und industrielle Erzeugnisse einführt. Außerdem soll England auf d i e Landannuitäten ganz verzichtet haben, um derentwillen der Streit zwischen England und Irland ausgebrochen war, nachdem sich de Valera seit 1931 geweigert hat, die Entschädigungssumme von 5 Millionen Pfund für den seinerzeit von Irland enteigneten englischen Grundbesitz zu zahlen. Da aber Irland andererseits mit dem Verschwinden des Zollkrieges größere Summen — man spricht von 2 Millionen Pfund jährlich — frei bekommt, die bisher als Ausfuhrprämien verausgabt würben, soll Irland diese Summe zum Ausbau der strategisch wichtigen Punkte des Landes verwenden. England wird als Gegenleistung drei militärische Stützpunkte in Irland, in denen bisher britische Garnisonen standen, auf geben und die Garnisonen zurückziehen. Irland soll die Verteidigung des Landes allein übernehmen, dafür aber auch die entsprechenden Unkosten tragen. Die Blätter versprechen sich von dem Abschluß des englisch- irischen Abkommens einen Erfolg, auf den man in England seit gewisser Zeit besonderen Wert legt, nämlich einen guten Eindruck in den Bereinigten Staaten, wo 20 Millionen Irländer leben. Oer englische Kriegsminister bei Mussolini. Rom, 23. April. (DNB.) Mussolini empfing den englischen Kriegsminister, Hore-Belisha. Vormittags besuchte der Minister die Kasernen des 2. Grenadier-Regiments, wo er von Staatssekretär General Pariani empfangen wurde. Nach Abnahme der Parade begab sich der Minister in das Historische Museum und nahm anschließend an einem vom Außenminister, Graf Ciano, im Offizierskasino veranstalteten Essen teil. Nachmittags wohnte Hore- Belisha sportlichen Bernnftaltunaen im Campo Polo bei. Den Abschluß bildete ein Esten in der englischen Botschaft, zu dem zahlreiche hohe italienische Persönlichkeiten erschienen waren. ♦ Hore-Belisha hat auf seinem Rückflug von Rom am Sonntagabend in Paris Station gemacht. Am Abend sand in der englischen Botschaft ein Essen statt, an dem lediglich noch Ministerpräsi- dent Da lädier und der britische Botschafter in Paris teilnahmen. Moskau'legi eine „tote Zone" zwischen sich und den Westens Wilna, 23. April. (DNB.) Reisende, die die Grenze Sowjetrußlands nach Westen passiert haben, berichten, daß längs der ganzen Grenze vom Finnischen Meerbusen bis zum Schwarzen Meer eine sog. tote Zone geschaffen worden sei, aus der die, gesamte Zivilbevölkerung zwangsweise ausgesiedelt worden sei. In ihr seien in mehreren Reihen gestaffelt Minenfelder angelegt worden. Wege seien durch Eisenbeton-Unterstände blockiert, von denen aus elektrische Kabel zu den Minenfeldern gehen. Bei dem Ausbau seien Strafgefangene unter strenger Bewachung der GPU. beschäftigt. In 1% Meter tiefen Gräben und Trichtern habe man Gegenstände angebracht, die deutlich das Aussehen von Sprengkörpern, die mit Kabel ver- Hunden gewesen seien, gehabt hätten. Die Brücken im Grenzgebiet seien durchweg aus Holz, um sie gegebenenfalls leichter zerstören zu können. Hinter der Minenfelder-Grenzzone soll eine Befestigungs- linie in der Art der französstchen Maginot-Linie liegen. 800 Verhaftungen in der Sowjetunion wegen Abhörens des Anti-Stalin-Genders. London, 24. April. (DNB.) Wie der War- schauer Korrespondent des „Sunday Expreß" mel- bet, sind in der Sowjetunion 800 Personen verhaftet worden, weil sie die Sendungen des geheimen Anti- Stalin-Senders mitgehört hatten. Der Chef der GPU. Jeschow habe eine Anordnung veröffentlicht, Die Ehrenpromotionen deutscher Hochschulen. Richlinien des Reichserziehungsministers. Der Reichserziehungsminister hat alle Bestimmungen in den Satzungen der deutschen Hochschulen und in ihren Promotionsordnungen aufgehoben, die über Ehrenpromotionen oder über die Verleihung der akademischen Würde eines Ehrensenators, Ehrenbürgers oder Ehrenmitgliedes erlassen worden sind, und hat neue Richtlinien erlassen. Als Voraussetzung für die Verleihung des Grades und der Würde eines Doktors oder ßicentiaten ehrenhalber gelten h e r - vorragende eigene wissenschaftliche Leistungen. Stiftungen oder andere Förderungen durch Wirtschaftsführer, Beamte, Angestellte oder sonstige Persönlichkeiten der öffentlichen Verwaltung, durch Angehörige der NSDAP, und ihrer Gliederungen sollen künftig nicht mehr als Grundlage für die Verleihung der Ehrendoktorwürde angesehen werden. Auch ausgezeichnete Erfolge in hervorragender öffentlicher Stellung um das Gemeinwohl dürfen eine Verleihung der Ehrendoktorwürde nicht mehr rechtfertigen. Im übrigen aber können entgegen den bisherigen Bestimmungen Ehren- Promotionen auch an Mitgliedern der NSDAP, oder Angehörigen ihrer Gliederungen vorgenommen werden unter der Voraussetzung, daß hervorragende eigene wissensch aftli che Leistungen die Ehrung rechtfertigen. Ehrenpromotionen von Hochschullehrern, die noch im Amte sind, sollen nicht vorgenommen werden. Die Entscheidung über die Verleihung einer akademischen Würde soll der Dekan der Fakultät nach Anhörung des Fakultätsausschusses und Genehmigung des Rektors fällen. Der Reichserziehungsminister hat sich ein Einspruchsrecht vorbehalten. Bei Ehrenpromotionen deutscher Staatsangehöriger soll geprüft werden, ob die zu Ehrenden deutschen oder artverwandten Blutes sind und unter Berücksichtigung der früheren politischen Einstellung die Gewähr dafür bieten, daß sie sich jederzeit rückhaltlos für den Nationalsozialismus einsetzen. Die Bestimmungen über die Beurteilung von Beamten, die Mitglied in Freimaurerlogen waren, sollen sinngemäß angewendet werden. Die Ehrenpromotion eines Ausländers ist nur nach Genehmigung des Reichserziehungsministers möglich. Für die Zeit eines Ueberganges von zwei Jahren soll jede einzelne Hochschule insgesamt nur ei n e Ehrenpromotion vornehmen dürfen, um zu verhindern, daß nach der nun aufgehobenen Sperre eine allzu große Anzahl von Ehrungen ausgesprochen wird. Für Ehrenpromotionen aus Anlaß von Hochschuljubiläen soll diese Einschränkung nicht gelten. Für die Verleihung der akademischen Würde eines Ehrensenators, Ehrenbürgers oder Ehrenmitgliedes gelten die Bestimmungen über die Ehrenpromotionen, jedoch ist hier die Berücksichtigung mittelbarer Verdienste um die Wissenschaft möglich. Die für die Verleihung dieser Würden in den Satzungen der Universitäten vorgesehenen Voraussetzungen bleiben auch in Zukunft bestehen. Die Entscheidungen soll der Rektor nach Anhörung des Senats treffen, eine Genehmigung des Ministers ist nicht mehr erforderlich. Die Entziehung der verliehenen akademischen Würde eines Ehrensenators, Ehrenbürgers oder Ehrenmitgliedes wird einem Ausschuß übertragen, der aus Dem Rektor und den Dekanen besteht. Die Mitwirkung des NS.-Dozentenbundes ist vorgesehen, auch der Gauleiter soll von der Einleitung eines Verfahrens in Kenntnis gesetzt werden. Gegen eine Entscheidung ist Beschwerde an den Reichserziehungs- minifter möglich. y wonach jeder, der Sendungen dieses geheimen Rundfunksenders mjthöre, für 10 Jahre nach Sibirien verbannt würde. Der Geheimsender habe am Freitagabend bekanntgegeben, daß Stalin General D y b i e n k o im Lubljanka-Gefängnis habe erfchießen lassen. Dybienko mar früher Kommandierender der Leningrader Garnison. 192 orthodoxe Priester die neuesten Opfer Stalins. London, 25. April. (DNB. Funkspruch.) Moskauer Meldungen über die Hinrichtung zahlreicher Geistlicher sämtlicherBekennt- nisse, so u. d. des Metropoliten von N-ischny Nowgorod, haben die öffentliche Meinung Englands in starkem Maße in Aufregung gehalten. „Daily Expreß" schreibt, die GPU., die in den letzten Monaten nacheinander die Rote Armee, die Flotte und die Verwaltung „gereinigt" habe, weil sie angeblich Anhänger Trotzkis gewesen seien, werfe sich jetzt auf die Orthodoxe Kirche. Mit den zuletzt verhafteten Erzbischöfen und Bischöfen sei die Zahl der Priester, die in den letzten Wochen ins Gefängnis geworfen worden feien, auf 192 gestiegen. Heue Schikanen gegen.bas Deutschtum in Osioberschlesien. Haftstrafen sollen den Besuch polnischer Schulen erzwingen. Kattowitz, 23.April. (DNB.) Mit dem Be- ainn des polnischen Schuljahres haben wieder umfangreiche Schikanen der örtlichen polnischen Behörden gegen das Deutschtum in Ostoberschlesien eingesetzt, die jetzt durch unverständliche Urteile eines ivlnischen Gerichtes eine weitere überflüssige 93er» chärfung erhalten haben. Die Behörden Ostober» chlesiens, seit jeher wegen ihrer „Sonderbehandlung" des Deutschtums entgegen ber Staats- oerfaHung und den deutsch-polnischen Freunoschafts- und Minderheitenabkommen bekannt, haben eine neue Gelegenheit zu Schikanen ausfindig gemacht. Zu Beginn des Schuljahres hatten zahlreiche Deutsche ihre Kinder für den Unterricht in den deutschen Privatschulen in Emmogrube upd P s ch o w angemeldet. Ehe der Unterricht begann, mußten die Schulen geschlossen werden, weil die von ihnen gemieteten Räume von dem Eigentümer, einem industriellen Unternehmen, g e - kündigt worden waren. Der Deutsche Schulverein überwies die Kinder mit Einverständnis der Eltern an die deutsche Privatschule in Ryb - n i k. Der dortige polnische Schulinspektor erklärte sich damit nicht einverstanden, sondern forderte die Entscheidung des Wojewodschaftsamtes, das die Aufnahme der Kinder in die Rybmker deutsche Schule mit der Begründung untersagte, diese Schule sei bereits überfüllt, und die deutschen Eltern aufforderte, ihre Kinder in die volnische Schule zu schicken. Der Erfolg war, daß die deutschen Eltern mit Verwaltungsgeldstra- fen belegt wurden, die für jeden Tag erhoben wurden, an dem die Kinder der polnischen Schule fern» blieben. Der Einspruch beim Kreisgericht in Rybnik hatte zur Folge, daß die Geldstrafen über 50 und 60 Zloty gegen 13 deutsche Väter in Haftstra - fen von sechs bis zwölf Wochen ohne Bewährungsfrist umgewandelt wurden.(!) Gegen die unverständlichen Urteile des Rybniker Gerichts ist Nur noch Kassation beim Obersten Gericht in Warschau möglich. Es ist zu hoffen, daß diese höchste Instanz der volnischen Justiz, wenn sie mit der Angelegen- yeit befaßt wird, den Sonderattacken ostoberschlesi- scher Behörden gegen das Deutschtum ein Ende bereitet, zumal noch weitere derartige Prozesse anstehen. Zwei deutsche Zeitungen in polen beschlagnahmt. Posen, 23. Avril. (DNB.) Die beiden in Posen erscheinenden deutschen Tageszeitungen „Das Posener Tagebla 11" und die „Deutschen N ach richten" wurden von der polnischen Zensurbehörde beschlagnahmt wegen verschiedener Artikel, die zu der Handhabung des polnischen Grenzzonengesetzes, das den deutschen Privatbesitz in den westlichen Grenzgebieten Polens ernstlich gefährdet, Stellung nehmen. Durch die Beschlagnahme der beiden Zeitungen, die in allen deutschen Siedlungsgebieten Polens verbreitet sind, sind Zehntausende voltsdeutscher Leser ohne Zeitung geblieben. Die Sonntogsausgabe des „Posener Tageblatts" ist in den letzten Wochen bereits dreimal beschlagnahmt worden. Albanien in Erwartung der Königshochzeit. Tirana, 24. April. (DNB.) Die albanische Hauptstadt Tirana steht bereits im Zeichen der bevorstehenden Hochzeit des Königs Zogu mit der unaarischen Gräfin Geraldine A p p o n y i. Die Stadt hat reichen Flaggenschmuck angelegt und Triumphbogen errichtet. Die Festlickkeiten werden am Montagmorgen durch eine Ansprache des Bürgermeisters an die auf dem Skanderbeb-Platz versammelte Bevölkerung eingeleitet, an die sich Volkstänze sowie ein großer Festzug anschließen werden. Dann wird ein Flugplatz sowie eine neue Straße, die Tirana mit der Hafenstadt Durazzo verbindet, feiernd) ein gemeint werden. Die Trauung des königlichen Paares findet am 27. April statt. Anschließend begibt sich das Königspaar nach Durazzo, wo es in einer am Meeresftrand errichteten Villa Wohnung nehmen wird. Der italienische Außenminister G r a f C i a n o roirf) sich Montag vormittag im Flugzeug nach Tirana begeben, um als Vertreter der italienischen Regierung an der Hochzeit teilzunehmen. Der Herzog von Bergamo wird als Vertreter des Königs von Italien und Kaisers von Aethiopien der Hochzeit beiwohnen. Die deutschen Schulen in Brasilien. Rio de Janeiro, 23.2fpril. (DNB.) Der Präsident der Evangelischen Kirche im Staate Rio Grande do Sul nimmt im „Diario da Noite" zu den Angriffen gegen die dortigen deutschsprachigen Schulen, deren Zahl 1000 und nicht 3000 sei, Stellung. In diesem Zusammenhang von reichs- deutschen Schulen zu sprechen, so erklärte der Kirchenpräsident, eine absichtliche Irreführung der Oeffentlichkeit. Es handle sich um Unterrichtsanstalten im Rahmen der brasilianischen Gesetze, die den Nachkommen der deutschbrasilianischen Kolonisten eine christliche Erziehung und fachliche Bildung vermittelten und somit einen Damm gegen zersetzende soziale und politische Einflüsse darstellten. Sicherstellung der Rolhschildschen Güter in Oesterreich. Wien, 23. April. (DNB.) Die amtliche „Wiener Zeitung" veröffentlicht einen Beschluß des Bezirksgerichts in Gaming, durch den der Rechtsanwalt Dr. Albrecht Alberti zum Abwesenheitskurator für den zur Zeit nicht auffindbaren jüdischen Finanzmann Dr. Alfons Rothschild bestellt wird, um die Zustellung eines Beschlusses in Grundbuchsachen zu ermöglichen. Nach einem Beschluß der zuständigen Gerichte ist das Eigentumsrecht an den Gütern der Familie Alfons Rothschild in den niederösterreichi- schen Gebieten Waidhofen an der Pbbs, in Steinbach, im Vbbstal und in Landau bei Neuhaus auf das Deutsche Reich zu übertragen. Die Güter sollen zum Ersatz jener Schäden, die aus den Vermögenstransaktionen Rothschilds mit der Creditanstalt und mit dem früheren österreichischen Bundesschatz entstanden sind, sichergestellt werden. Alfons Rothschild hatte im Herbst 1929 bei der Uebernahme der Bodenkreditbank und 1931 beim Zusammenbruch der Creditanstalt in der Oeffentlichkeit scharfe Angriffe erfahren, weil ihm die erwähnten Vermögenstransaktionen, durch die dem österreichischen Bundesstaat beträchtlicher Schaden erwachsen ist, zur Last gelegt wurden. Auch gegen den ehemaligen Generaldirektor der Hirtenberger Patronenfabrik, die inzwischen in die Wilbelm-Gustloff-Stiftung ein» gebracht wurde, Fritz Mandl, ist wegen einer Forderung des österreichischen Bundesschatzes in Höhe von 345 000 Schilling Exekutionsbeschluß ergangen. Da der Aufenthalt von Fritz Mandl eben- falls nicht bekannt ist, wurde ein Kurator bestellt. Kleine politische Nachrichten. NSG. Mit Zustimmung des Führers und Reichskanzlers hat zum 20. April der Präsident des Deut- schon Roten Kreuzes StaatssekretärReiner, D a r m st a d t, die 1. Klasse des Ehrenzeichens des Deutschen Roten Kreuzes verliehen, eine Anerkennung der großen Verdienste, die sich Staatssekretär Reiner als bisheriger Präsident des Hessischen Landesmännervereines und als jetziger Landesführer der Landesstelle 12 des Deutschen Roten Kreuzes um den Neuaufbau des Deutschen Roten Kreuzes erworben hat. * Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat heute dem Admiral a. D. von Sans anläßlich des 60jährigen Gedenktages feines Dienfteintrittes telegraphisch feine Glückwünsche ausgesprochen. Reichspostminister Dr. Ohnesorge hat dem Führer zu seinem Geburtstag einen Betrag von 500 000 Mark für den Kulturfonds d e s Führers zur Verfügung gestellt und ein Album mit allen feit Kriegsende erschienenen österreichischen Postwertzeichen überreicht. Reichsleiter Amann hat anläßlich der am 14. und 15. Mai stattfindenden Sammlung für das Ju- gendherbergswerk dem Reichsverband der deutschen Jugendherbergen zum Bau einer Jugendherberge in Bayern den Betrag von 100000 Mark gestiftet. Die Jugendherberge soll am lege r n f e e im Stil der bayerischen Bauten errichtet werden. ♦ Der Botschafter der Vereinigten Staaten, Hugh Wilson, stattete dem Reichsarbeitsführer in der Reichsleitung des Reichsarbeitsdienstes im Grünewald einen Besuch ab. Auf besonderen Wunsch des amerikanischen Bundespräsidenten Roosevelt unterrichtete sich der Botschafter über die vorbildlichen Einrichtungen des Reichsarbeitsdienstes. In Den Vereinigten Staaten besteht für den Reichsarbeitsdienst besonderes Interesse, da auch die Vereinigten Staaten einen freiwilligen Arbeitsdienst besitzen. Der bisherige Staatsälteste Konstantin P a e t s wurde am Sonntag mit 219 gegen 19 Stimmen für sechs Jahre zum Präsidenten der Republik Estland gewählt. Aus aller Wett. OerKührer an GeneraladmiralRaeder. Berlin, 23. April. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat dem Oberbefehlshaber der Kriegsmarine anläßlich seines Geburtstages heute folgendes Telegramm übermittelt: „Mein lieber Generaladmiral Raeder! Anläßlich Ihres Geburtstages übermittle ich Ihnen meine herzlichsten Glückwünsche für Ihr persönliches weiteres Wohlergehen. Bei dieser Gelegenheit ist es mir ein Bedürfnis, Ihnen meinen Dank u n d meine Anerkennung auszusprechen für die mir stets erwiesene treue, rastlose und erfolgreiche Arbeit "beim Aufbau der Kriegsmarine, die unter Ihrer bewährten Führung die ihr übertragenen Aufgaben hervorragend erfüllt hat. Ich hoffe, daß Ihre wertvolle Mitarbeit mir noch lange Jahre erhalten bleibt. Adolf Hitler." Gauleiter Sprenger eröffnet die Weltkriegsausstellung „Oie lebende $ronP. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger eröffnete am Sonntag die unter seiner Schirmherr^ schäft stehende Weltkriegsausstellung „Die lebende Front" der Nationalsozialistischen Kriegsopferversoraung in Frankfurt. Brigadeführer Dippel begrüßte im Namen der Nationalsozialistischen Kriegsopferversorgung den Gauleiter und die Ehrengäste. Als Vertreter des Reichskriegsopferführers erinnerte Standartenführer Span- genmacher an die gewaltige Zeit des Weltkrieges und das Sterben der zwei Millionen. An der Front waren Sozialisten der Tat und unter ihnen lag als einfacher Soldat, mit dem glühenden Glauben an Deutschland, Adolf Hitler. Er war es, der nach dem Zerfall an die Spitze trat und dem deutschen Volk den Glauben wiedergab. Uns bleibt die Aufgabe zu erfüllen: diesen, unseren heiligen Glauben zu erhalten und dex Jugend zu übertragen und ihr immer zu predigen: Soldatsein dauernt über Krieg und Frieden. Mit den Worten: ,Möge diese Ausstellung das erfüllen, wozu sie bestimmt ist: in unserer Jugend und in unserem ganzen Volk das Fronterlebnis wackzurufen und wachzuerhalten, auf daß alle werden, was fie fein sollen: So Daten des deutschen Volkes', eröffnete Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger die Ausstellung. Sie zeigt an einem riesigen Schaubild einen Frontabschnitt mit allen landschaftlichen und kriegstechnischen Einzelheiten. Geschütze feuern, Einschläge blitzen auf, Eisenbahnen und Tanks rollen, Kolonnen marschieren, kurz einen Ueberblid von den Geschehnissen an der Front bis in die Etappe. Modelle und Bildmaterial gewähren einen Einblick in das Aufgabengebiet der Kriegsopferversorgung, wie Siedlungswerk, Einfak Schwerkriegsbeschädigter in der Wirtschaft usw. Auch das Rote Kreuz und der Reichs- luftschutzbund zeigen ihre Aufgabengebiete. Grubenunglück auf Zeche Concordia in Oberhausen. Auf der Zeche Concordia II/III ereignete sich auf der 5. Sohle in Flöz „Sonnenschein" in einem 130 Meter hohen Streb ein Gebirgsfchlag. Durch den Gebirgsfchlag wurden 100 Meter der Streblänge betroffen. Die Bergungsarbeiten unter Aufsicht der Bergbehörde find noch im Gange. Bisher wurden sechs Tote, vier Schwerverletzte und drei Leichtverletzte geborgen. Glücklicherweise sind acht Bergknappen, über deren Schicksal noch Ungewißheit bestand, sämtlich unversehrt geblieben. Durch den Tod eines der Schwerverletzten hat sich die Zahl der Toten inzwischen auf sieben erhöht. Bon den Schwerverletzten befindet sich nur noch einer in Lebensgefahr. Die Zahl der Leichtverletzten hat sich auf sechs erhöht, da sich nachträglich noch drei Bergleute mit kleineren Munden meldeten. Die Stiftung für Opfer der Arbeit hat für die Hinterbliebenen der Zechenverwaltung einen Betrag von 3 0 0 0 Mark zur Verfügung gestellt. Die Tradition der Schuhtruppe. In Hamburg fand die Uebergabe der Tradition ber ehemaligen kaiserlichen Schutztruppe von Deutsch-Süd-We st - Afrika an bas erste Bataillon bes Infanterie-Regiments Nr. 69 statt. Die Feier erhielt ihr besonderes Gepräge durch die Teilnahme des letzten lebenden Kommandeurs von Deutsch - Südwest, Generalleutnant a. D. von E st o r f f und des ehemaligen Gouverneurs und Kolonialstaatssekretärs Exz. von Lindequist. Der Festakt, der mit einem Feldgottesbienst eröffnet worden war, schloß mit einem Vorbeimarsch der Ehrenkompanien, Verbände und Formationen. Mit dieser Traditionsübernahme hat das J.-R. Nr. 69 die gesamte Tradition der afrikanischen Schutztruppe, Deutsch-Ostafrika, Togo, Kamerun Und Deutsch- Südwest, vereinigt. wackere Bettungstat Koblenzer Infanteristen. Eine wackere Rettungstat vollbrachten Angehörige des Koblenzer Infanterie - Regiments. Feldwebel Köster und Schütze Wengenroth brachten drei äußerst bedrohte Kinder aus einem brennenden Hause in Sicherheit. Bald waren weitere Soldaten zur Stelle, die das Feuer bekämpften. Die inzwischen Maedel. Führer und 11 h°t dem 9 smarine gendes leie. nerQIttbmira( :5 übermittle n Glück. 2rcs Wohler, wir eht nö meine oie mir stets reiche Arbeit rter Ihrer be- Ea Aufgoben 'B Ihre wert« rholten bleibt. S °nd§ ?°H r ein Ar,/; ii^.N Eft: >tz?- 3t«p„r. ber ?05 31. Vä hie®df« deZroni». renger er« 1 ' Schirmherr^ i lsstellung ionalsozialistit urt. Brigade- der National« >en Gauleitek Reichskriegs« >rer Span- !s Weltkrieges An der Front' :er ihnen lag iden Glauben war es, der nd dem deut« ns bleibt bie iligen (Stau- rtragen unb | luernt über / >Mmg bas \mx Äugend Fronterlebms I mf dah alle ZoLaten des ltthalier Gau- ; g. Sie zeigt Frontabschnitt ji rchnischen Ein» V ge blitzen auf, I inen marfchie« i Geschehmffen lelle und Bild- ms Aufgaben« iie Siedlungs- । - in der Wirt« ( id der Reichs« ' ,ebiete. loncordia rignefe sch «“f 1 in einem u« schl-g. Mch lei der 5 r*' en nnler ilch Sange. W eenerle»' ®lü(Wn*i|e zchlchal noch sehrl ge6'le6r d! g ck-en W» >*• tTbet Trnti' ff*“,' t fl-'Lj und Linv"sfstict jlr. ?&■$$ U1W * Ä nl-,/S schulen in den letzten Jahren. Gegen Zahnstein-Ansatz die Qualitäts - Zahnpaste schen Studenten geworden. Eine Ausstellung „$) o ch- schule im 0 st e n" soll als Wanderausstellung in alle deutschen Universitäten gehen. Die Ausstellung ist gemeinsam von Dozenten und Studenten aller deutschen Hochschulen geschaffen worden und gibt einen Ueberblick über die Arbeit der deutschen Hoch- „Mit dem Rücken gegen die Wand..." | Der Großen Schlacht in Frankreich zweiter Teil. Von Johannes Moeller. und machte 1300 Gefangene. Am 11. schnellte die Offensive jenseits des Flusses vorwärts. Der Gegner gab das auf den Seiten vom Angreifer umklammerte Armentieres auf, dabei fielen weitere 3000 Mann in deutsche Hand. Am 12. trugen beide Armeen in der Mitte des Kampfabschnittes den Angriff weitem nach Nordwesten vor, die 6. Armee bis zur Linie Merville—Bailleul, die 4. bis an den Kemmelberg. Aber die beiden Flügel des Angreifers waren stark zurückgeblieben, der nördliche im Süden von Sperrt, der südliche bei La Bassöe, und die Operation, die sich anfänglich so erfolgreich angelassen hatte, begann schon vom fünften Tage ab erheblich schwieriger zu werden, obwohl schließlich nicht weniger als 3 6 Divisionen an den Kämpfen beteiligt wurden. Die Ungunst des Geländes erschwerte immer mehr die Heranbringung der Artillerie, des nötigen Brückengeräts und des Nachschubs durch das verschlammte Stellungsgelände. Die Stoßkraft der Truppe, die ja aus den Märzkämpfen fast unmittelbar in die Aprilschlacht übergegangen war, erlahmte. Mit äußerster Anstrengung gelangte die Mitte noch bis Bailleul-Meteren-Merris. So mußte sich die Führung entschließen, am 20. April den Angriff im großen und ganzen ein- z u st e l l e n. Und hier lag hinter der feindlichen Front ein nahes Ziel, das vollen Einsatz lohnte. Lloyd George erzählt in seinen Kriegsmemoiren, wie „ganz England in Bestürzung geriet, als die Deutschen mit einer schier unwiderstehlichen Gewalt vorstießen und wohlbekannte Städte eine nach der anderen in ihre Hände fielen." „Die Besetzung der Kanalhäfen durch die Deutschen würde nicht nur unsere Transports von Truppen und Material nach Frankreich sowie die Bekämpfung der U-Boot-Gefahr aufs stärkste beeinträchtigt haben, sondern mußte auch in England selbst Angst und Wirrnis Hervorrufen. Eine Besetzung von Calais und Cap Gris Nez würde zum erstenmal England in die Reichweite der deutschen Geschütze gebracht haben. Schiffsgeschütze hätten über den Kanal Hinwegfeuern können. Die Deutschen in Amiens, das wäre schlimm genug gewesen, sie aber im Besitz des uns gegenüberliegenden Küstenstrichs zu wissen, das wäre eine unendlich viel schwerere Bedrohung gewesen. Damals war es, daß H a i g seinen berühmten Aufruf an seine Truppen erließ, in dem es hieß, ,datz wir nun mit dem Rücken gegen die Wand ständen^. Gegen den 12. April war er über die Lage aufs höchste beunruhigt, und seine Besorgnisse wurden dem Kabinett in London übermittelt. Darauf erfolgten dann unsere dringenden Hilferufe an die französische Regierung." Aber Marschall F o ch ließ sich, wie Lloyd George weiter erzählt, „nicht aus der Fassung bringen", er schickte einige Divisionen nach Norden, aber er war der Meinung, daß Hindenbura-Ludendorff keine Aussicht hätten, nach den Häfen durchzubrechen. Und er sollte leider recht behalten. Darum beschloß die OHL. wie am 4. und 5. April vor Amiens, auch hier noch einen letzten Versuch zu unternehmen, nicht zuletzt auch, um eine Verbesserung der Front an den beiden stark abhängenden Flügeln zu erzielen: die 6. Armee sollte im Süden noch Givenchy und Festubert nehmen, die 4. im Norden den Kemmelberg, den Kernpunkt von Englands flandrischer Stellung. Der Angriff der 6. Armee scheiterte, der Sturm der 4. Armee auf den Kemmel am 25. April erzielte den erhofften Erfolg. Dieser letzte Teil der Schlacht von Armentieres bildet ein besonders ruhmreiches Kapitel der großen Schlacht in Frankreich. Büchertisch. — Stadtarchivar Professor Ferdinand Dreher: Friedberg in Hessen. 2000 Jahre itt Stichworten. Ein Handbuch mit geschichtlichem Stadtplan und acht Abbildungen. Druck und Verlag Carl Bindernagel, Friedberg in Hessen, 1938. — (64.) — Professor Dreher gibt als ein ausgezeichneter Kenner des Stoffes auf 72 knappen Seiten eine gut erarbeitete und zusammenfassende Übersicht über die rund 2000 Jahre Friedberger Geschichte, ein zuverlässiges Hand- und Nachschlagebüchlein, auch eitle schätzenswerte Vorarbeit und Materialssammlung für eine später zu schreibende, umfassende Geschichte von Friedberg. Man findet hier auf gedrängtem Raume das Wichtigste über Namensdeutung und römischen Ursprung, über Staütgründung, Bewohner und Mundart, über Kultur, Politik und Kriegswesen, über Verfassung, Siegel und Wappen von Friedberg, um nur die wesentlichsten Abschnitte anzuführen. Sehr dankenswert erscheint die jedem Kapitel beigegebene Literaturübersicht, die allenthalben auch das neueste Schrifttum berücksichtigt, ferner die Angabe der einschlägigen geschichtlichen Quellen und Darstellungen. Ein geschichtlicher Stadtplan und acht Abbildungen von Friedberger Sehenswürdigkeiten ergänzen und beleben die verdienstliche, kleine Schrift auf willkommene Weise. Hans Thyriot. — Mitteilungen d e s Wetzlarer Ge- schichtsvereins. Herausgegeben von Heinrich G l o e l und August S ch ö n w e r k. 14. Heft. Selbstverlag des Wetzlarer Geschichtsvereins, Wetzlar, 1937. — (67) — Das inhaltreiche, mit zwei Bildnis- Aufnahmen geschmückte Hest wird eingeleitet mit einem Nachruf auf den 1851 in Wetzlar geborenen, 1936 in Magdeburg gestorbenen berühmten General der Infanterie Friedrich Bertram Sixt von Armin, Ehrenbürger von Wetzlar. Studiendirektor E. Becker schreibt über Johann VI., den Weiteren, Grafen von Nassau, „Ken größten Regenten der Dillenburger Lande (1536 bis 1606)". Oberpfarrer i. R. Himmelreich gibt „Ergänzungen zur Geschichte der Reichsstadt Wetzlar zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1627 bis 1650)". Eine vielfach auffchluß- reiche, sehr gründliche Arbeit über die Wetzlarer Wetterbericht lieber Mitteleuropa herrscht jetzt eine ziemlich flache Druckoerteilung. Dadurch besteht wieder die. Möglichkeit des Uebergreifens flacher Landströmungen auf unseren Bezirk. Die einströmenden feuchten Meeresluftmassen haben vorwiegend wolkiges Wetter zur Folge, wobei es vereinzelt auch-zu leichten Niederschlägen kommen dürfte. Eine wesentliche Aenderung ist zunächst nicht zu erwarten. Aussichten für Dienstag: Wvlkig bis bedeckt, einzelne leichte Niederschläge möglich, Winde um Nord, Temperaturen wenig verändert. Aussichten für Mittwoch: Wolkig und nicht ganz niederschlagfreies Wetter. Lufttemperaturen am 24. April: mittags 10,9 (Sraif Celsius, abends 5,6 Grad; am 25. April: morgens 6 Grad. Maximum 11,5 Grad, Minimum heute nacht 1,8 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 24. April: abends 9,1 Grad; am 25. April: morgens 6,3 Grad. — Sonnenscheindauer 2,6 Stunden. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. III./38: 10 355. Druck und Verlag: Brühlsche Unioersitätsdruckerei R. Lange, K -G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs» preis RM. 2,05 einschließlich 25 Ps. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 Kunst und Wissenschaft. Maler Kari Fries t- Am Samstagnachmittag starb nach kurzer Krankheit in Ortenberg der oberhessische Maler Karl Fries an den Folgen einer ©rippe tm 63. Lebensjahre. Er war Bezirksobmann der ober- hessischen Maler und versah seit 1913 einen Lehrauftrag der Universität Gießen für Malen. Karl Fries ist einer der bekanntesten Vertreter des künstlerischen Lebens unserer engeren Heimat dahingegangen. Den oberhesstschen und besonders den Gießener Kunstfreunden war sein Werk seit vielen Jahren vertraut. In zahlreichen Ausstellungen des Oberheffifchen Kunstoereins ist sein Werk der Oeffenttichkeit nahegebrächt worden. Noch im vergangenen Jahre gab eine Kollektivschau im Rahmen der Gau-Ausstellung der Reichskammer der bildenden Künste in der Gießener Volkchalle aus Anlaß seines 60. Geburtstages einen schonen, lebendigen Ausschnitt aus dem ^Lebenswerk von Fries, das ganz m der oberhessischen wurzelte. Fries war, wie gerabe an dieser Kollektiv' Ausstellung zu erkennen war, in erster ßime Landschafter. Mit einem Farbensinn und einem ausgeprägten Gefühl für Weite, Raumgliederung und ©harafter der Landschaft begabt, ist Fries nicht müde geworden, dem Beschauer den Reichtum und die Reize, hie oft versteckte Schönheit der oberhessi- schen Heimat vor Augen zu führen. Und gerade im breiteren Ausschnitt jener Jubilaumsschau fpie- gelte sich nicht nur der für den Außenstehenden vielleicht überraschende Formenreichtum unserer heimattichen Landschaft, sondern auch die ganze Spannweite des künstterischen Gestaltungswillens und Ausdrucksvermögens, über die Fries verfugte. Intimere und persönlichere Wirkungen gingen von ten Stilleben und besonders von dem sehr leben- frieren und charaktervollen Selbstbildnis der letzten Lebenssabre aus, das als eine der reifsten unb sympathischen Arbeiten von Fries gelten barf. Man- cher wird sich vielleicht auch erinnern, Mit welchem Altäre im Mittelalter liefert Heinrich Gloel, ber als Goetheforfcher und unfern Lesern auch als Mitarbeiter an ber „Heimat im Bild" wohlbekannt ist. Die kleine Wetzlarer Chronik 1934 bis 1937, eine Uebersicht über neue Heimatliteratur und ber Vereinsbericht 1934 bis 1937 runden das Heft ab. hth. — La Efpana Heroica. Langenscheidts fremdsprachliche Lektüre, Band 43. Preis 1,50 Mark. Langenscheidtsche Verlagsbuchhandlung, Berlin- Schöneberg. — (80) — Das Bändchen gibt modernes Spanisch zur Auffrischung und Erweiterung früher erworbener Kenntnisse, und zwar in Form von anregender und lehrreicher Lektüre mit beigedruckten Uebersetzungshülfen und Erläuterungen. Schilderungen, Anekdoten und Dichtungen, die sich mit Höhepunkten und Wendezeiten spanischer Geschichte befassen, machen den Inhalt aus. an die Küste zu drängen, sie ins Meer zu jagen oder auf die Schiffe zu treiben, so stand Deutschlands Westheer in Sicht der englischen Küste. Die umfangreichen Vorbereitungen hatten zur Folge, daß immerhin gute elf Tage vergehen mußten, bevor die Angriffsarmee sprungbereit stand. Der Angriff wurde auf den 9. April angesetzt, und zwar ollte die 6. Armee auf ihrem Frontabschnitt in nordwestlicher Richtung über die Linie Armentieres— La Basste—Kanal mit dem Schwerpunkt auf Hazebrouck vorgehen und ihren linken Flügel on das Kanalsystem La Basste — Bethune — St. Omer anlehnen. Einen Tag darauf sollte der nördlich an die 6. Armee anschließende linke Flügel der 4. Armee in die Operation eintreten und aus der Gegend beiderseits von Warneton, an der Lys, in westlicher Richtung vorstoßen, um den Angriff der 6. Armee au unterstützen. Das Kampfgelände war überaus schwierig, die Lys war ein bedeutendes Hindernis; außerdem war bie weite Niederung von zahlreichen wasserführenben Gräben burchzogen. Im Norden und Süden war ber Angriffsabschnitt burch Höhenzüge umrahmt, nordwestlich, in der Gegend von Cassel und Hazebrouck lagen jenseits ber Niederung ebenfalls nicht unbeträchtliche Höhen. Aber die Gewinnung des flandrischen Höhenrückens war für den angestrebten Erfolg entscheidend, sein Besitz machte die englische Stellung zwischen Nieu- port und Ypern unhaltbar, er bildete zugleich das Sprungbrett nach Dünkirchen und Calais. Hinter diesen Städten aber winkte die Nordsee und Englands Kreideküste... Sprung auf Ealais.-panik in England. Generalfelbrnarschall v. Hindenburg schreibt in seinen Kriegserinnerungen: „Die Aussichten der Operation beiderseits Armentiöres im Falle günstigen Vorschreitens waren sehr verlockend, aber ber Durchführung bes Angriffes ftanben sehr erhebliche Bedenken gegenüber. Zunächst war es klar, baß wir es hier mit ber stärksten englischen Kampfgruppe zu tun bekamen. Diese, auf verhältnismäßig engem Raum zusammengefaßt, war wohl in ber Lage, unfern Ansturm nach kurzem Vorschreiten zum Festrennen zu bringen. Wir begaben uns mit einer solchen Unternehmung gerabe in bie Gefahr, bie wir vermeiden wollten. Dazu kamen die Schwierigkeiten des Angriffsgeländes." Dennoch mußte bie deutsche Oberste Führung sich zu dieser Operation entschließen; denn sie hatte, nach einem Wort Lloyd Georges, in diesem Frühjahr „keine Woche Zeit übrig", — der Krieg mußte jetzt entschieden werden. Am 9. April um 8.45 Uhr morgens trat die Infanterie der 6. Armee südlich von Armentiöres zum Angriff an. Vorher hatten 4 8 6 Batterien die feindlichen Stellungen sturmreif geschossen. Die 17 Divisionen des Generals v. Quast rannten gegen einen Teil der Front an, auf dem die 2. englische Armee stand, überdies ein Teil der portugiesischen Streitkräfte ber Westfront in Stärke von zwei Divisionen. Sie zerbrachen unter ber über sie hin- gehenben Angriffswelle, auch die Stellungen der Engländer wurden überrannt, der Angreifer erreichte in der Gegend von Estaires die Lys und überschritt sie sogar, 6 0 0 0 Gefangene fielen ihm in die Hände. Auf dem linken Flügel in Richtung von Bethune nahm die Schlacht von vornherein einen weniger günstigen Verlauf. Die Angriffe scheiterten an den besonders starken Befestigungen von Festubert und Givenchy. Am zweiten Kampftag überschritt die stürmende Truppe die Lys in der Mitte des Angriffraumes, allerdings unter schweren Kämpfen, gleichzeitig ergriff die 4. Armee des Generals Sixt v. Armin mit fünf Divisionen und 148 Batterien die Offensive gegen die 1. englische Armee im Raume nördlich von Armentiöres. Sie stieß auf Meffines und auf Wytfchaete vor Festsitzung zum 80. Geburtstage Max Plancks. Die Physikalische Gesellschaft Berlin veranstaltete zu Ehren vom Max Planck eine Festsitzung. Prof. Dr. ©rüneif en überreichte als ©eburtstagsgabe eine von Schülern und Mitarbeitern zusammengestellte Denkschrift. Prof. Debyebat Prof. Planck, die Verleihung der Planck-Medaille an den französischen Botschafter Francois-Poncet für den großen französischen Physiker Louis be Boglie vornehmen zu wollen. Prof. Planck würdigte die großen Verdienste be Boglies. Er habe aus feinen Erfahrungen bie UeberAeugung gewonnen, baß bas französische Volk ebenso wie das deutsche einen wahrhaften Frieden wünsche, ber beiden Teilen eine ungestörte produktive Arbeit ermögliche. Es sei ihm eine große Ehre, dem französischen Botschafter bie Medaille für seinen bedeutenden Landsmann überreichen zu können. Botschafter Fran- ? o i s - P o n c e t sprach ber Gesellschaft wärmsten Dank aus. Die Auszeichnung werde in Frankreich dankbar empfunden werden. „In Planck erkennen und begrüßen wir", so schloß ber Botschafter, „nicht nur einen genialen Wissenschaftler, sondern auch eine jener vollendeten Menschentypen, auf die em ßartb und bie ganze Menschheit ein Recht haben, stolz zu sein." Ausstellung deutscher Plastik in Warschau. Staatspräsident Moscicki eröffnete in Warschau die „Ausstellung deutscher P l a st l k ber Gegenwart". Der Eröffnungsfeier wohnten u. a. bei ber polnische Außenminister Oberst Beck und Kultusminister Swietoslawski. Gleichsam als symbolischer Mittelpunkt der Ausstellung haben bevorzugte Plätze erhalten eine Büste des Führers von Amo Bre ter und eine Büste Pilsudstis von T h o r a k. Die ftutfudagung der Reichsstudentenfuhrung in Königsberg. Auf der ersten KulturtagungderReichs- ftubentenführungin Königsberg legte Reichs- stubentenführer /--Oberführer Scheel ein Bekenntnis der deutschen Studentenschaft zum deutschen Osten ab. Jahr um Jahr zögen Tausende von Stu- bierenben aller deutschen Hochschulen in den Se- mefterferien in die Grenzgebiete des Ostens, die bie Aufgabe hätten, dem Bauern bei feiner schweren Arbeit während der Erntezeit zu Helsen. Dieser eingetroffene Feuerwehr verhinderte jede weitere Gefahr. Deutsche Walfänger mit reicher Deute heimgekehrt. Nachdem vor einiaen Wochen bereits Transporter der deutschen Walfangexpedition mit einem Teil des Walöles aus ber diesjährigen Fangzeit beirngekehrt waren, sind jetzt verschiedene Walfang- flotten in ihre Ausgangs- oder Heimathäfen zurück- gekehrt. Die Walfangflotten des Hamburger Walfangkontors konnten bereits durch Transporter etwa 18 000 Tonnen Wal öl landen. Die heimgekehrten Mutterschiffe bringen weitere 22 000 Tonnen mit, so daß das Walfangkontor gls größtes deutsches Walfangunternehmen der deutschen Volksernährung 40000 Tonnen Walöl zuführen konnte. Die Besatzungen ber Walfangflotten werden zunächst in Urlaub gehen, um bann mit ben Dorbereitungsarbeiten für bie nächste Fangzeit beschäftigt zu werden. Der deutsche kunstftugmeister Gras Hagenburg siegt in St. Germain. Aus einer von ber französischen Vereinigung der Luftpropaganda ausgeschriebenen internationalen Veranstaltung in St. Germain wurde der Deutsche Meister im Kunstfliegen und Olympiasieger Graf Hagenburg vor dem tschechischen Meister N o» vak und dem französischen Meister C a v a l l i in dem Wettbewerb um den internationalen Meisterschaftspokal zum Sieger erklärt. Graf Hagenburg siegte auf einer Maschine vom Typ Bücker-Jung- meifter mit 785 Punkten vor Novak (776) und Ca- valli (556 Punkten). Zusammenstoß am Bahnübergang. Wie die Reichsbahndirektton Wuppertal ntttteilt, fuhr ein Lastkraftwagen mit Anhänger auf dem unbeschrankten Bahnübergang der Strecke Unna — Frömern einem Personenzug aus noch nicht genau festgestellter Urfache in die Flanke. Der Lastwagen mit Anhänger sowie ein Wagen des Zuges verbrannten. Der Fahrer des Kraftwagens verunglückte tödlich durch Verbrennung, der Beifahrer wurde schwer, fünf Reisende des Zuges wurden leicht verletzt. Line ganze Familie mit dem Auto verunglückt. Ein schweres Unglück, bei dem fünf Personen ben Tod fanden, ereignete sich bei Melun in der Nähe von Paris. Ein Privatkraftwagen, in dem sich eine sechsköpfige Familie befand, fuhr in voller Fahrt gegen einen Lastkraftwagen und ging völlig in Trümmer. 5 Insassen waren auf der Stelle tot, die Mutter des Fahrers wurde mit lebensge- gefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Berühmte Kunstwerke aus einem englischen Schloß gestohlen. Ein aufsehenerregender Einbruchsdieb st ahl ist im Schloß Chilharn in Canterbury verübt worden. Auf dem Scyloß wurden vier berühmte Gemälde gestohlen, die einen Gesamtwert von über 100 000 Pfund (etwa 1,2 Millionen RM.) Haden. Es handelt sich um das weltberühmte Gemälde „Saskia vor ihrem Spiegel" von Rembrandt, das allein einen Wert von 50 OOO Pfund hat, ein Gemälde van Dycks „Mann mit Hund" und zwei Gemälde des größten englischen Porträtmalers Gainsborough, darunter ein Porträt des jüngeren Pitt. Der Gemäldediebstahl, der außerordentliches Aufsehen erregt hat, ist anscheinend von „Spezialisten" verübt worden. Die Verbrecher haben keinerlei Spüren hinterlassen, da sie anscheinend mit Gummihandschuhen „gearbeitet" haben. Sämtliche Gemälde wurden aus den Rahmen geschnitten. Dreister Juwelenraub in Paris. Ein dreister Einbruch wurde von einer Pariser Bande mit einem gestohlenen Kraftwagen verübt. In einer sehr belebten Pariser Straße fuhren sie vor einem Juwelengeschäft vor, wo einer der Einbrecher mit einem Hammer die Schaufensterscheibe des Geschäfts einschlug und vier Schmuckstücke im Werte von über 300 000 Franken an sich nahm. Währenddessen hielt ein anderer die hinzueilenden Straßenpassanten in Schach. Obwohl die Polizei sofort alarmiert wurde, konnten die Einbrecher mit ihrer Beute ungehindert die Flucht ergreifen. 40 Todesopfer einer Grubenexplosion in USA. Bei Grundy (Westvirgina) erfolgte in einer Kohlengrube eine K o h le n st a u b e x p l o s i o n, durch die die ganze Umgebung heftig erschüttert wurde. Durch die Gewalt der Explosion wurden mehrere Stollen zerstört und über 60 Bergleute verschüttet. Bisher wurden 21 Opfer der bereits gemeldeten Kohlenstaubexplosion geborgen. 19 Arbeiter sind noch verschüttet. Es muß mit Sicherheit angenommen werden, daß auch diese in den brennenden Stollen ums Leben gekommen sind. Die Rettungsarbtzttev schreiten wegen des Feuers nur langsam vorwärts. »Michael" — „(St. Georg I. und II/ und.Georgette". Als das Angriffsunternehmen „Michael", die am 21. März 1918 begonnene große, als Entscheidungsschlacht des Weltkrieges gedachte Frühjahrsoffensive, um die Wende von März zu April vor Amiens zum Stehen gekommen war, mußte die deutsche Oberste Heeresleitung in den ersten April« tagen von 1918 eine grundsätzliche Entscheidung über den Fortgang der Operationen treffen. Sie entschloß sich zum weiteren Angriff. Bevor sich die OHL. im Dezember 17 für das Unternehmen „Michael" entschieden hatte, waren auf ihren Befehl außer dieser großen Kampfhandlung noch zwei weitere Angriffe in den Gesamtplan der entscheidenden Unternehmungen ausgenommen worden: ein Angriff bei Armentiöres, nördlich des Abschnitts des Hauptangriffes, oben in Flandern, südlich von Ppern, an der Lys, und ein anderer gegen den Äpernbogen. Der erste hatte die Bezeichnung „St. Georg I.", der zweite den Namen „St. Georg II." erhaltem Als dann Anfang Februar unter den vorbereitenden Unternehmungen die Ent- cheidung zugunsten des „Michael"-Angrifts gefallen mar, rückten die Operationen „St. Georg" an die weite Stelle. Sie wurden nur für den Fall in lussicht genommen, daß das Unternehmen „Michael" nicht zu dem geplanten großen Durchbruch führen sollte. So waren die Operationen „St. Georg I. und II." als Angriffe der 6. und 4. Armee für alle Fälle zugleich mit dem Hauptangriff im Raume von St. Quentin vorbereitet werden, mit dem Ziele, diese beiden Angriffe für den Fall der Notwendigkeit baldmöglichst an den Angriff „Michael" anzuschließen. Dabei lag die Schwierigkeit der Vorbereitung in der Tatsache, daß eine besondere Anhäufung von Kampfkraft in dem hierfür vorgesehenen Kampfabschnitt gleichzeitig mit der Vorbereitung der Hauptoperation zwischen Arras und La Före nicht möglich war. Die Vorbereitung mußte vielmehr dahin gehen, die erforderlichen Truppen- mengen und materiellen Angriffsmittel größtenteils erst nach dem Abschluß des „Michael-Unternehmens aus dem Abschnitt dieser Kämpfe in den nördlichen Kampfabschnitt zu schaffen. Dieses Verfahren ollte übrigens für den Verlauf aller noch kommenden Angriffsunternehmungen der nächsten Monate bis zu dem großen Umschwung im Juli 1918 charakteristisch bleiben: eht großer Generalangriff auf der Westfront, zugleich an mehreren Frontabschnitten, war der deutschen Obersten Heeresleitung nicht möglich. Sie mußte mit ihren immer mehr zusammenschmelzenden Kräften und Kampfmitteln Haus halten, und wenn sie sich zu einem neuen Schlage rüstete, so mußte sie die Angriffsmittel einem an» bereit Teil der Front entnehmen. Zeitweilig hatte der gewaltige Anfangserfolg der Operation „Michael" die Angliederung der Operation „St. Georg" entbehrlich erscheinen lassen. Die Führung hatte nur als „letzten Druck" einen verkleinerten Georg-Angriff, der das Kennwort „Georgette" erhielt, als Operation der 6.Armee nordwestlich Lille in Richtung Hazebrouck ins Auge gefaßt. Als dann aber der Verlauf der Märzschlacht die gehegten Erwartungen nicht erfüllt, und als der letzte Versuch vom 4. April, auf Amiens durchzustoßen, die Unmöglichkeit erwiesen hatte, in diesem Abschnitt noch zum Endersolg au kommen, mußte die OHL. auf ihre „St.-Georg'-Pläne zurückgreifen. So entschloß sie sich, alle im Raum Awischen Arras und La Före entbehrlich zu machenden Kräfte der 6. Armee zuzuführen, um so schnell wie möglich in Flandern zu neuem Schlage auszuholen. Das operattve Ziel bildete die Küste des Aermel- kanals mit Calais. Gelang es, die Engländer künstterischen Temperament und welcher Großzügig-1 Landdienst sei zum Ehrendienst jedes tüchtigen deut- keit sich der nun Verewiate an der malerischen f*pn Studenten nemorben. Eine Ausltelluna..H o m= Ausgestaltung des letzten Künftter- unb Pressefestes beteiligt hat. hth. Statt Karten DANKSAGUNG Hildegard April 1938 01960 Gießen (Kalserafiee 6). den 25. April 1938. 01964 2809 A Srefentine Gießen (Werrastraße 11), Butzbach, den 25. April 1938. Montag, den 25. Avril 1938, im Cafs Leib VrWslWl Wh MIIWMM Anfang 20.15 Uhr. Karten im Vorverkauf (Seltersweg 60) RM. —.30, an der Abendkasse RM. —.50. MloD Leihgestern, den 25. April 1938. 2805 D | Kaufgesuche | | Empfehlungen! Betr.: 250 GR-PAKET 1 Ä rohr.. .. RM. 175.— HAFERFLOCKEN Mannl. Schönnauer Stutzen 1 RM. 95.— 8X56 Spatester Anmeldetermin: tz. Mai 1938. 2819D Pürschbüchse 9X57 mit Fern- 1 Ohne Gewähr Nachdruck verboten 23. April 1938 2. Ziehungstag Ön der heutigen VorrnittagSzlehvng wurden gezogen 200 RM. 48391 67728 68310 75323 86470 95168 ön der heutigen Nachmittagsziehung wurden gezogen 177989 2927 16143 18311 Klasse der 51. Preußisch. liudet am 24. und 25. Mai 1938 statt. ' Schlüter NSv kmveelanvoevsMckung Für das Badezimmer vl ZpenöetKeiplätze 125200 145323 163826 199567 233570 244985 265959 300859 326061 363635 267465 105404 239303 Wilhelmshaven Kreuzer ,Emden" 114268 132969 150003 170917 228523 242497 263221 291474 310341 348655 380016 21390 165559 205231 294937 118409 133280 155431 181527 232299 242764 264768 293997 316237 354172 380224 175675 248764 315459 112780 123169 164730 184776 205695 240514 263622 260656 305572 325282 341581 383918 383632 500 RM. 60594 176047 259722 354372 118099 125333 168261 186353 220914 252409 266030 282987 317135 331972 359891 390964 31159 326627 222498 125980 147460 164026 217330 233926 246968 267667 302838 340246 368881 119466 129024 177208 190761 223370 257207 268531 304115 322255 333615 361941 397454 105765 126605 147899 169169 218404 237447 249953 287907 306484 344375 372375 178930 50986 241066 18259 133980 189698 291888 20810 43770 72642 104159 121727 140179 178645 192269 237993 259547 270441 305224 322555 334889 364729 399021 Eine amüsante Geschichte mit einer ebenso lustigen wie spannenden Handlung! 2000 RM. 1000 RM. 168582 800 RM. 316897 500 RM. 163861 343515 122867 136376 1596*16 189324 233076 243444 265893 297380 317112 357085 382184 3591 286643 135671 1 15889 67067 185434 267342 368670 Mündlich können (Sie nur wenigen sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie es allen 115250 124328 166537 185784 212961 243091 265776 281646 308044 331415 358356 385910 der 2. dellosem Zustand RM. 225.— do. gleichen Kalibers mit Fern- Für die herzliche Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unserer geliebten unvergeßlichen Gießen Löberstraße 11 Für die uns beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen erwiesene Teilnahme sagen wir unseren herzlichsten Dank. welche durch einen tragischen Unglücksfall am 14. d.M im blühenden Alter von 12 Jahren uns entrissen wurde, sagen wir allen Beteiligten auf diesem Wege unseren innigsten Dank. 11832 61465 । 181635 260873 1 357174 ■ 279343 214368 246603 300168 65408 31319 Meine Verlobung mit Fräulein Liselotte Mickel beehre ich mich anzuzeigen sammelkübel für d. Schwei ne- 111967 122470 162291 181395 195150 239482 261755 280223 305523 322886 339247 371220 Die Niederhausen Gießen. Bahnhofstraße 49 1047 30815 37416 56383 188857 233146 244493 365887 379543 I Verkäufe DKW.i Reidisklafte Limousine Mod.l934,i.sebr gutem Zustande, gegen bar sofort z.verk. Auskunft: Reiskirchen Kr. Gießen Winneröaerstr.3. Gut erhaltener roeiöer öerö zu kauf, gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 01970 a. den Gießen. Anzeig. die wohlschmeckende Frühjahrs- Blutreinjgungskur Pr.l.25,2,30.KorlL3.10M. Kneipp-Kräulerhaus Jung ■Uhusbürg 9 SCHWEIZERDEGEN 28I.,perf. imAkzid.- u. Anzeigensatz, an Tieg. Tiegel-Autom., Schnellpresse, best. vertr. m. Kmkulation(Ogra), Betriebsabr.,Werberats- bestimm., Anzeigenwes., Einkauf, Angebotsw. Schriftwechsel usw., gutes kaufm.Wissen,gew. im Verkehr m.d. Kundschaft, wünscht sich bald od.gelegentl. n. Gießen ob. d. Umgeb, in aus- baufäb.Vertrauens-u.Tauerstell.zu veränd. Ausführl.Ang. erh.Sie unt. 01966 dch.d.G.A. Oeffenilicher Vortrag des Badischen Staatsministers Professor Or. Schmitthenner: Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II GewinnaoSzug 1. Klasse 51. Preußisch-Süddeutsche (277. Preuß.) Klassen-Lotterie Im Namen der Hinterbliebenen: Karl Häuser II. 54 3261 3518 5819 16 Gewinne zu 122507 157371 12 Gewinne zu 256650 304398 30 Gewinne zu 140362 158363 285505 341319 MM | Vermietungen | Zimmer mit Küche zu vermiet, oiees Auf der Bach 8. | Mietgesuche | Lager! Suche ein. klein, trocknen Lagerraum mit klein. Keller, Büroraum u. Garage. Schr.Angeb.unt. 01969 a.d.G.A. 2 Gewinne zu 25000 RM. 226215 2 Gewinne zu 10000 RM. 363837 4 Gewinne zu 2000 RM. 149058 14 Gewinne zu 1000 RM 46247 200821 210541 291809 307896 46694 50067 50225 56581 67675 57701 80967 82973 89011 96161 101792 102985 Zwangsversteigerung Dienstag, den 26. d. 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Die trauernden Hinterbliebenen: Fritz Schmitt Familie Hans Dubs Familie Karl Roth Familie Georg Schmitt Familie Konrad Schwab Frau Nani Steinbock Wwe. und Kinder. 24 Gewinne zu 55401 65694 300821 323976 Bekanntmachung. Mietbeihilfen auf Grund der Verordnung über Mietbeihilfen vom 30. III. 1938, RGBl. 1 S. 342. 800 RM. 17455 143384 175496 2 Gewinne zu 3000 RM. 8 Gewinne zu 328161 Frühe, mittelfrühe und sväte Sorten, anerkannter Nachbau empfiehlt billigst Oie Verlobung ihrer Tochter Liselotte mit Herrn Leutnant z. See Alexander-Zoachim Opalla geben bekannt Amtsgerichtsdirektor Or. Mickel und Frau Lotte, geb. Oaudt BORRMANN1 Gießen, Heustadt 5, Ruf 4165 ® _____Z2_____ä M SM M MW ooö Ilm nach der Naturschutz Verordnung vom 18. März 1936 (RGBl. I Seite 181 und den ergänzenden Bestimmungen, ausführlich erläutert von Professor Dr. 2D. Weber, 0. ö. Prof, der Rechte und Reieren im Reichs» und Preußischen Ministerium für Wissenscha't, Erziehung und Dolksbildunn und Prof. Dr. Walther Schoenichen Leiter der Reichsstelle für Naturschutz. Gebunden RM. 3,60. Die beiden Verfasser des vor kurzem er schienenen Kommentars zum Reichsnatur- schuhgeseh haben hier auf Grund ihrer lang jährigen Erfahrungen und ihres weitgehen den Einblicks in das Werden der neuen Naturschuhverordnung, die nun für das ganze Reich gilt, die Verordnung und alle dazugehörigen bisher «'schienenen Ergänzungsbestimmungen nach juristischen, verwaltungstechnischen, wissenschaftlichen und praktischen Gesichtspunkten ausführlich erläutert und geben damit jedem eine gründliche Aufklärung, der mit dem Naturschutz, mit der Natur überhaupt, sei es beruflich odev als Liebhaber und Naturfreund, in Berührung steht. Nicht nur die amtlichen Stellen, nicht nur Wissenschaftler, Lehrende und Lernende, Tier- und Pflanzenfreunde, nicht nur Erzieher, Richter und Rechtsanwälte müflen über die Fragen des Naturschutzes unterrichtet sein, sondern auch botanische Vereine, Naturalien- u. Herbarien-Handlungen und Lehrmittelgeschäfte, Präparatoren, Ausstopfer, Pflanzensamm- !er, Schmuckreisig-verkäufer, Kranzbindereien und die mit der llber- roachung der Märkte beauftragen Beamten, Feldhüter, Polizeistellen usw. - Bestellungen durch alle Buchhandlungen. Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde Deutsches Volksbildungswerk in der 7! G G. „Kraft durch Freude" Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: W. Bender schritt. 28ieA KüMooiwkorn • Bleichstr. 12. Ziehung . .. . - . , Süddeutschen (277. Preußischen) Klassen-Lotterie Wie SchuhveMuferm 18-22 Jahre alt, die auch mit feiner Kundschaft umzugehen versteht, per sofort evtl, später gesucht. 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Schuchmann Studienrat Ludwigsvlatzll. 17jährige Hausgehilfin von 7—14 Uhr gesucht. 01972 Dentist Kans Hindenburgwall Nr. 22. Nach § 4 Abs. 3 der Verordnung über Mietbeihilfen vom 30. III. 1938 haben die Stadt- und Landkreise die Mietbeihilfen unmittelbar an die für die Erhebung der Sondergebäudesteuer zuständigen Steuerbehörden zu zahlen. Die zuständigen Steuerbehörden find in Hessen nunmehr einheitlich die Finanzämter, sowohl hinsichtlich der staatlichen als auch der gemeindlichen Sondergebäudesteuer. Die Zahlung der Mietbeihilfen für hilfsbedürftige Mieter in der Stadt Gießen erfolgt daher ab 1. IV. 38 einheitlich an das Finanzamt. Dieses schreibt dem Hauseigentümer den Betrag der Mietbeihilfe auf feine Sonderfteuerfchuldigkeit bzw. wenn eine solche nicht besteht, auf eine andere Steuerschuldigkeit aut. Der Mieter bringt bei Zahlung seiner Miete an den Hauseigentümer den Betrag der Mietbeihilfe in Abzug. 28040 Im besonderen wird noch auf folgendes hin- gewiesen: Die Mietbeihilfen werden grundsätzlich allen hilfsbedürftigen Mietern gewährt, die eine solche im März 1938 bezogen haben. Auch in der Höhe der Mietbeihilfe tritt eine Aenderung nicht ein. Um Fehlgutschriften und dadurch bedingte Rückforderungen zu vermeiden, ist es jedoch unbedingt erforderlich, daß alle Mieter, bei denen die Voraussetzungen für die Weitergewährung der Mietbeihilfe nicht mehr bestehen, (z. B. infolge Arbeitsaufnahme), dies dem Wohlfahrtsamt umgehend melden. Ebenso müssen nach dem 31. III. 1938 erfolgte Umzüge von Mietern, die im März 1938 Mietbeihilfe bezogen haben, umgehend gemeldet werden. Auch die Hauseigentümer werden gebeten, die zu ihrer Kenntnis gelangenden Veränderungen mitzuteilen, damit nicht später zu Unrecht gutgeschriebene Beträge von ihnen zurückgefordert werden müssen. Die Bekanntmachung vom 19. III. 1938 betr. Wegfall der Mietunterstützungen aus Sondersteuermitteln wird durch vorstehende reichsgesetzliche Regelung hinfällig. Gießen, den 21. April 1938. Der Oberbürgermeister (Wohlfahrtsamt). _______I- D.t Dr. Hamm, Bürgermeister.______ Forstami Krofdorf. Donnerstag, den 28. April, von 9.30 Uhr ab, kommt in der Gastwirtschaft klinket, Odenhausen a. d. £„ nachstehendes Holz zu festgesetzten Höchst- preisen an Selbstverbraucher zum Verkauf: Revierförsterei Salzböden: Distr. 71, 72, 75, 62b, 62a, 66a, 79b, 74, 68 z. T. Elchen: 240 rm Scheit und Knüppel, 200 rm Astreis. Buchen: 570 rm Scheit und Knüppel, 600 rm Astreis. Nadelholz: 32 rm Scheit und Knüppel und 28 rm Lärchen-Nutzknüppel. Es werden nur Käufer, die im Vorjahre im Staatswald des Forstamts Krofdorf Brennholz gekauft haben, zugelassen, auf die etwa 40 v. H. der Vorjahrsmenae entfallen werden. Käufer aus der Gemeinde Wißmar müssen wegen Versorgung aus dem Gemeindewald Wißmar ausscheiden. 2807D x-D Schwamm-uSeifenkorlt $ ffl Seifenhalter, Bade- Bürslen,Thermometer, Xi Badezimmer-Matten, l»L Leisten mit Haken Personenwaage